USS HALE ( DD-133 )

USS HALE ( DD-133 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-133 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-133 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 7. Oktober 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mary Hale, Enkelin von Senator Eugene Hale, taufte am 29. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Shannon Farquhar ( 31. Januar 1884 – 18. November 1966 im Duval County, Florida ) stellte am 12. Juni 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt integrierte man die USS HALE in das Zerstörergeschwader 3 in der Atlantikflotte. Am 11. Juli 1919 verließ der Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr in europäische Gewässer. Während dieser Goodwill Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff mehrere Häfen im Mittelmeer und half im Oktober bei der Durchsetzung des österreichischen Waffenstillstandes. Anschließend integrierte man die USS HALE in das amerikanische Detachment in türkischen Gewässern. Aufgabe der dort stationierten amerikanischen Kriegsschiffe bestand darin, Flüchtlinge, Hilfskräfte und Fracht zwischen den Häfen von Griechenland, Bulgarien und Russland zu transportieren. Außerdem zeigten die amerikanischen Schiffe im lebensnotwendigen Mittelmeer- und Balkanraum so die humanitäre Flagge ihres Landes. Am 31. März 1920 legte die USS HALE wieder im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus nahm der Zerstörer wieder seinen Lehrplan für Trainings- und Entwicklungsübungen entlang der US Ostküste wieder auf. Man stellte am 22. Juni 1922 das Kriegsschiff in Philadelphia außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Lieutenant Commander Chapman Coleman Todd, Jr., Sohn von Rear Admiral Chapman Coleman Todd ( 5. April 1848 – 28. April 1929 in Washington DC ), stellte am 1. Mai 1930 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis zum 15. Mai blieb die USS HALE im Hafen von Philadelphia und wurde dort ausgerüstet. An diesem Tag verließ der Zerstörer den Hafen und begann mit einer Ausbildungsfahrt der Besatzung. Anschließend nahm das Kriegsschiff an mehreren Übungen entlang der US Ostküste teil. Anfang 1931 folgten die letzten Manöver der Scouting Fleet im Atlantik und in der Karibik an denen die USS HALE teilnahm. Gleich nach Abschluss dieser Manöver durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. In den nun folgenden Jahren nahm das Kriegsschiff an mehreren Manövern der Battle Fleet teil, die entlang der kalifornischen Küste abgehalten wurden. Außerdem war die USS HALE in den folgenden Jahren bei der Perfektionierung der Techniken und der Taktiken im Verbund mit den modernen Flugzeugträgern USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) tätig. So begann vom 10. bis zum 17. Februar 1933 während des 14. Flottenmanövers die erste Marineübung, um simulierte Flugzeugträgerangriffe gegen die Westküste der USA zu prüfen. Pazifikstädte hatten hier jahrzehntelang um die dauerhafte Stationierung von US Militäranlagen gewetteifert. Die durch dieses Manöver nun aufgedeckten Schwachstellen wurden von der US Navy für weitere Ansiedlungen genutzt. Grund dafür waren die frühen Pläne der US Navy, San Francisco als Heimathafen für die Hauptflotte an der US Westküste zu etablieren, aber die angreifende Flotte während des Manövers hatte zur Vernichtung von San Pedro und San Francisco mehrere Schlüsselerfolge erzielt. Daher forcierte man den Ausbau von San Francisco vorerst nicht weiter. Den größten Teil der US Navy Investitionen erhielt nun San Diego. Noch im selben Jahr war die USS HALE weiterhin an Operationen entlang der US Westküste beteiligt. Den Zerstörer stellte man dann aber am 9. April 1937 in San Diego außer Dienst.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg und der sich langsam zuspitzenden Lage im Pazifik, nahm man die USS HALE wieder in den Dienst der US Navy. Lieutenant William Claibourne Latrobe ( 9. Januar 1903 – 2. Mai 1977 ) stellte am 30. September 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 25. November verließ der Zerstörer den Pazifik und begann in der Karibik mit seiner Neutralitätspatrouille. Die Basis für das Kriegsschiff war ab dem 22. Februar 1940 Galveston, Texas und später Key West, Florida. Das Kriegsschiff patrouillierte allerdings weiterhin in der Karibik und im Golf von Mexiko. Ende August verließ die USS HALE ihr Einsatzgebiet und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard. Hier bereitete man den Zerstörer ab dem 1. September 1940 auf die Überstellung an Großbritannien im Rahmen des Austausches von amerikanischen Zerstörern für britische Marinebasen in der Karibik. Darunter war auch die britische Marinebasis auf den Bermudas. Am 6. September erreichte das Kriegsschiff die Marinebasis in Halifax, Nova Scotia, Kanada. Die US Navy stellte die USS HALE am 9. September 1940 außer Dienst und übergab noch am selben Tag den Zerstörer an Großbritannien. Den Namen USS HALE strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Das Kriegsschiff bekam in der Royal Navy den Namen HMS CALDWELL ( I20 ) verliehen. Lieutenant Commander Michael Wilfred Tompkinson ( 6. Juni 1908 – 1. Juli 1974 ) stellte am 9. September das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der Royal Navy.
Innerhalb der britischen Marine erhielt die HMS CALDWELL Eskortierpflichten im Atlantik gegenüber Schiffskonvois und später in der Karibik. Dazu musste der Zerstörer für Umrüstarbeiten in die britische Marinewerft bei Devonport vom 28. September bis zum 12. Oktober 1940. Die danach noch anfallenden Reparaturen mussten bis zum 17. Okrtober in Liverpool abgearbeitet werden. Von dort aus stach das Kriegsschiff am 23. Oktober in See und eskortierte den Schiffskonvoi OB 233 nach Island. Dann kam die HMS CALDWELL in Schwere See und erlitt mehrere Schäden. Diese wurden im Januar in Liverpool behoben. Außerdem gab es einen größeren Mannschaftswechsel auf dem Zerstörer. Trotzdem musste das Kriegsschiff ab dem 10. Februar den Schiffskonvoi OB 284 eskortieren. Dann lag die HMS CALDWELL vom 6. Juni bis zum 28. August in der Werft in Cardiff und musste sich dort einigen Umrüstarbeiten unterwerfen. Großbritannien versuchte in den ersten Monaten des Zweiten Weltkrieges verzweifelt die Bedrohung der Schifffahrtswege durch deutsche U-Boote zu sichern. Dafür wurden mehrere Übungen absolviert. So erfolgte vor Lough Foyle bei Londonderry, Nordirland am 6. September 1941 die erste umfangreiche Anti-U-Boot Übung. Daran waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT ( H32 ), HMS DOUGLAS ( D90 ), HMS SKATE ( D39 ), HMS LEAMINGTON ( G19 ) und HMS CHELSEA ( I35 ) beteiligt. An den beiden folgenden Tagen ging die Übung weiter und dort waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT und HMS CHELSEA anwesend. Am 25. September wurde es nun ernst. Die britischen Zerstörer HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER, HMS WALKER ( D27 ) und HMS VANOC ( H33 ) sowie die Korvette HMS HYDRANGEA ( K39 ) und der ASW Trawler ST. CATHAN ( FY234 ) übernahmen als Eskortiergruppe EG 5 in Liverpool 51 Handelsschiffe des Konvois ON 20 und eskortierten diese bis nach Island. Die dortige Übergabestelle erreichte der Konvoi am 30. September und wurde von den amerikanischen Zerstörern USS WINSLOW ( DD-359 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ) und USS REUBEN JAMES ( DD-245 ) aus der US Geleitgruppe 4.1.3 übernommen und nach Halifax eskortiert. Die Gruppe um die HMS CALDWELL blieb bis zum 5. Oktober bei Reykjavik, Island liegen und übernahmen an diesem Tag von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.12, darin war der kanadische Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), die britischen Zerstörer HMS BROADWAY ( H90 ) und HMS BURWELL ( H94 ) und die kanadischen Korvetten HMCS BRANDON ( K149 ), HMCS COBALT ( K124 ), HMCS BUCTOUCHE ( K179 ) und HMCS GALT ( K163 ), 62 Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi SC 46. Die Kriegsschiffe aus der britischen Eskortiergruppe EG 5 eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool und erreichten ohne Verluste den dortigen Hafen am 10. Oktober. Hier wartete der Schiffskonvoi ONS 27 zur Überfahrt nach Amerika. Am 16. Oktober verließen 62 Handelsschiffe Liverpool und wurden durch die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe EG 5 gesichert. Die HMS CALDWELL eskortierte diese Handelsschiffe nicht und musste sich in Liverpool einigen Reparaturen unterziehen. Dann am 7. November liefen 44 Handelsschiffe des Konvois ON 34 in Liverpool aus. Eskortiert wurden diese bis nach Island von den Zerstörern HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER und HMS VANOC sowie den Korvetten HMS GENTIAN ( K90 ), HMS HONEYSUCKLE ( K27 ), HMS SWEETBRIAR ( K209 ), HMS HIBISCUS ( K24 ), HMS MYOSOTIS ( K65 ) und HMS PERIWINKLE ( K55 ), wo sie am 12. November ankamen. Die HMS CALDWELL eilte von hier aus zusammen mit dem Zerstörer HMS VOLUNTEER nach Londenderry. Hier erfolgte am 14. November vor Lough Foyle eine weitere Anti-U-Boot Übung. Diesmal waren neben der HMS CALDWELL das britische U-Boot HMS H50 und die Zerstörer HMS BROKE ( D83 ), HMS WOLVERINE ( D78 ) und HMS VOLUNTEER ( D71 ) beteiligt. Danach eilten die beiden Zerstörer wieder in Richtung Island. Diese hatten 52 Handelsschiffe aus dem Konvoi SC 53 zusammen mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 erreicht. Die Kriegsschiff der Eskortiergruppe EG 5, um die HMS CALDWELL, übernahmen diese Handelsschiffe und eskortierten sie verlustfrei bis nach Liverpool. Dort kamen sie am 24. November an. Eine Ruhepause für die Schiffsbesatzungen der Kriegsschiffe gab es aber nicht. Schon drei Tage später legten 37 entladene Handelsschiffe des Konvois ON 41 in Liverpool ab. Eskortiert wurden sie durch die Eskortiergruppe EG 5, in der sich die Zerstörer HMS CALDWELL und HMS VANOC sowie die Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN, HMS CALENDULA ( K28 ) und HMS CELANDINE ( K75 ). Am 2. Dezember erreichten diese Schiffe Island und übernahmen dort vier Tage später von der amerikanischen Eskortiergruppe 4.1.2, mit den Zerstörern USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS MADISON ( DD-425 ) und USS STUTEVANT ( DD-240 ), den Schiffskonvoi HX 162 mit 31 Handelsschiffen. Der Schiffskonvoi erreichte am 11. Dezember Liverpool. Durch den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg durch den Angriff der Japaner am 7. Dezember auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, zog die US Navy ihre Zerstörer aus dem Eskortierdienst im Atlantik ab. Daher mussten die britischen und kanadischen Kriegsschiffe neu sortiert werden und erhielten neue Bezeichnungen. Den Hafen von Liverpool verließ der Zerstörer HMS CALDWELL zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS ALISMA ( K185 ), jetzt mit der Bezeichnung B 5, am 19. Dezember und eskortierte den Schiffskonvoi ONS 48 mit 49 entladenen Handelsschiffen bis nach Island. Dieselben Kriegsschiffe übernahmen dort am 27. Dezember von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.15 den Schiffskonvoi SC 60, bestehend aus 22 Handelsschiffen, und eskortierten ihn bis nach Liverpool, wo sie am 31. Dezember anlegten. Die HMS CALDWELL legte zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS THYME ( K210 ) am 12. Januar 1942 in Liverpool ab und eskortierte 36 entladene Handelsschiffe aus dem Konvoi ONS 56 Verlustfrei bis nach Island. Hier trafen sie am 17. Januar ein und die Handelsschiffe wurden von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.17 übernommen. Elf Tage später erreichte der Schiffskonvoi SC 65, bestehend aus 36 Handelsschiffen, mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 Island. Noch am selben Tag verließen die Kriegsschiffe um die HMS CALDWELL Island und eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool. Hier trafen sie am 1. Februar ein. Drei Tage später liefen die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe B 5 in Liverpool wieder aus und eskortierten den Schiffskonvoi ON 63, bestehend aus 31 Handelsschiffen. Zusätzlich zu der Eskortiergruppe B 5 waren noch der Zerstörer HMS CHELSEA und die Korvette HMS ARBUTUS ( K86 ) anwesend. Am 5. Februar kam es zu einem Zusammentreffen zwischen diesen beiden Kriegsschiffen und dem deutschen U-Boot U-136, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Zimmermann ( 27. Januar 1907 in Duisburg – 11. Juli 1942 im Nordatlantik westlich von Madeira in U-136 ). U-136 feuerte einen Torpedo ab und traf die HMS ARBUTUS mittschiffs. Sofort brach die Korvette auseinander und versank. Die Handelsschiffe konnten von der Eskortiergruppe verlustfrei bis nach Island geleitet werden. Mitte 1942 wechselte die HMS CALDWELL zur Royal Canadian Navy. Der Heimathafen war nun St. John´s, Neufundland, Kanada. Am 16. Dezember geriet der Zerstörer in einen schweren Sturm, der mehrere Tage anhielt. Lieutenant Commander Eric Morrison Mackay, Kommandant des Zerstörers, war gegenüber den Naturgewalten fast machtlos. Dann brach die Hauptsteuerung zusammen und das Kriegsschiff trieb steuerlos auf dem Wasser. Am 21. Dezember war es dann 400 Seemeilen von St John´s entfernt und der Treibstoff ging zur Neige. Wegen des Schweren Wetters konnte ein Öltanker in Begleitung des britischen Zerstörers HMS WANDERE ( D71 ) keinen frischen Treibstoff übergeben. Zu allem Übel kam nun noch Frost dazu. Die HMS CALDWELL wurde anfangs nach St. John´s geschleppt, doch dann entschied man sich den Zerstörer bis nach Boston zu bringen, wo er repariert werden konnte. Auf der Fahrt dorthin brach mehrmals die Schleppleine und die Mannschaften der Schlepper und Zerstörer kämpften um den Erhalt ihrer Schiffe. Dann, am 1. Februar 1943, war der Hafen von Boston erreicht. Zwei Tage später bugsierte man die HMS CALDWELL mit zwei Schleppern in ein Trockendock der Bethlehem Steel Werft. Die Reparaturarbeiten waren an dem Zerstörer im Mai abgeschlossen und das Kriegsschiff verließ die US Ostküste. Ziel war wieder die kanadische Küste. Die HMS CALDWELL nahm wieder bis zum 1. Dezember am Eskortierdienst von Schiffskonvois teil. Danach versetzte man den Zerstörer in die reserve und verankerte ihn vor Tyne an der Ostküste Schottlands. Wenige Monate später nahm man das Kriegsschiff wieder aus der Reserve und versetzte es zum Deckungsverband der Royal Navy, der im Juni 1944 die Landungsschiffe in der Normandie vor feindlichen Überwasserangriffen sichern sollte. Gleich nach der erfolgreichen Anlandung verließ die HMS CALDWELL wieder die Küste vor der Normandie und fuhr nach Tyne zurück. Hier stellte man im September erneut den Zerstörer außer Dienst. Doch für einige Hilfszwecke trat das Kriegsschiff wieder in den Dienst der Royal Navy. Doch diesmal benannte man es in YARKEY SABAR um. Doch die Tage des Kriegsschiffes waren gezählt. Am 20. März 1945 stellte man es endgültig außer Dienst und ab dem 7. Juni 1945 wurde in Granton mit der Verschrottung begonnen.


USS HALE ( DD-133 )
Commanding Officer

CDR Allan Shannon Farquhar          12. Juni 1919 – 16. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LCDR Edmund Seldon Randolph Brandt         16. April 1921 – 22. Juni 1922
Außerdeinststellung        22. Juni 1922 – 1. Mai 1930
LCDR Chapman Coleman Todd Jr.        1. Mai 1930 – 15. Januar 1931
LCDR Charles Nelson Ingraham          15. Januar 1931 – 7. Juni 1931
LCDR Frank Jacob Lowry         7. Juni 1931 – 4. Juli 1933 (erreichter Rang VADM)
LCDR Davenport Browne         4. Juli 1933 – 18. Juli 1935
LCDR Ross Palmer Whitemarsh          18. Juli 1935 – 9. April 1937
Außerdienststellung         9. April 1937 – 30. September 1939
LT William Claibourne Latrobe 30. September 1939 – 9. September 1940 (erreichter Rang  CAPT)

unter britischem Kommando

LCDR Michael Wilfred Tomkinson RN         9. September 1940 – 1. Januar 1941
LCDR Eric Morrison Mackay RNR          1. Januar 1941 – Mitte 1943

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