USS ERBEN ( DD-631 )

USS ERBEN ( DD-631 )

Biografie

Henry Erben
* 5. September 1832 in New York City
† 23. Oktober 1909 in New York City
war ein Rear Admiral der United States Navy und diente im amerikanischen Bürgerkrieg und im spanisch – amerikanischen Krieg

Henry Erben, Jr. war der einzige Sohn und das einzige Kind des berühmten Orgelbauers Henry Erben, Sr. ( 10. März 1800 – 7. Mai 1884 in Manhattan,New York County, New York ). Jener hatte ab 1818 bei dem Orgelbauer Thomas Hall gelernt und bis zu seinem Lebensende 1.734 Orgeln in sämtlichen Kirchen des Landes eingebaut. Der Großvater von Henry Erben, Jr., Peter Erben ( 1771 in Philadelphia, Philadelphia, County, Pennsylvania – 3. Mai 1861 in Brooklyn, Kings Couny, New York ), war der Sohn eines deutschen Siedlers in Pennsylvania. Dieser Peter Erben zog nach dem Tod seines Vaters nach New York City und wurde hier Orgelbauer. Außerdem war er von 1807 bis 1839 Organist in der Trinity Pfarrei. Henry Erben, Jr. wurde am 17. Juni 1848 in die US Navy als Midshipman aufgenommen, da war er noch keine 16 Jahre alt. Am 12. Juni 1855 ernannte man ihn, nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung, zum Passed Midshipman. Den Rang eines Masters erhielt er am 16. September 1855 und am 27. Dezember 1856 den Rang eines Lieutenants. Noch vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, am 12. April 1861, verschärfte sich die Lage der Südstaaten gegenüber den Nordstaaten, wegen der von US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County, Kentucky – 15. April 1865 in Washington DC ) ausgesprochenen Sklavenbefreiung. In diesen Vorkriegsmonaten kommandierte Henry Erben die USS SUPPLY ( 1846 ), ein Dreimast – Segelschiff, das Versorgungsgüter zu den von den Nordstaaten besetzten Forts in den Südstaaten transportierte. Am 10. Januar 1861 erreichte die USS SUPPLY die Hafeneinfahrt von Pensacola, Florida. Genau an diesem Tag erklärte der Gouverneur von Florida, Madison Starke Perry ( 1814 in Lancaster, South Carolina – März 1865 in Rochelle, Florida ), die Sezession und am 4. Februar trat der Bundesstaat der Konföderierten bei. An diesem 10. Januar war die US Navy Yard in Pensacola, die zu den Unionsstreitkräften gehörte, von der Florida – Miliz Soldaten des Bundesstaates Florida besetzt worden. Das dort vorgelagerte Fort Pickens auf Santa Rosa Island war noch unbesetzt. Lieutenant Adam Jacoby Slemmer ( 24. Januar 1828 in Montgomery County, Pennsylvania – 7. Oktober 1868 in Fort Laramie, Wyoming ), Kommandant von Fort Barrancas ließ von seinen untergebenen 51 Soldaten und 30 Matrosen sämtliche Kanonen und anderweitige Waffen in diesem Fort zerstören damit diese nicht in die Hände der Sezessionisten fielen. Anschließend zog er mit seiner kleinen Streitmacht zu Fort McRee, welches ebenfalls in der Einfahrt zur Pensacola Bay lag. Hier vernichteten die Unionssoldaten rund 20.000 Pfund Schießpulver und zerstörten auch hier sämtliche Waffen die sie habhaft werden konnten. Mittlerweile lag die USS SUPPLY vor dem Fort. Lieutenant Henry Erben und seine Schiffscrew unterstützten die Unionisten, gaben ihnen Deckung und ließen sie an Bord des Versorgungsschiffes. Danach zog sich die USS SUPPLY zum Fort Pickens zurück. Dieses Fort wurde bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges nicht aufgegeben. Im April befand sich Henry Erben an Bord der Seitenraddampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) die Lieutenant David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 in Chester, Pennsylvania – 13. Februar 1891 in Washington DC ) befehligte. Mit dieser Fregatte eilte man nach Ausbruch des Sezessionskrieges den Verteidigern von Fort Pickens zu Hilfe und brachte die dringend benötigten Versorgungsmittel. Außerdem übernahm Colonel Harvey Brown ( 6. September 1795 in Rahway, New Jersey – 31. März 1874 in Clifton, New York ) das Kommando über Fort Pickens. Lieutenant Henry Erben versetzte man am 5. September 1861 zur Mississippi Flottille. Dort übernahm er von April bis Juni 1862 das Kanonenboot USS ST LOUIS ( 1861 ) und beteiligte sich an den Kämpfen um Fort Pillow, Tennessee. Dabei kam es auch zum Kampf mit dem Seitenraddampfer CSS GENERAL SUMTER ( 1853 ), der mit einem Rammsporn ausgestattet war und den Schiffen der US Navy viele Probleme während der Schlacht um Memphis, Tennessee bereitete. Doch dann wurden fast alle Schiffe der Konföderierten zerstört oder deren Mannschaften mussten sich der drückenden Übermacht ergeben. Die CSS GENERAL SUMTER sollte dann von seiner Besatzung versenkt werden, aber dies konnten sie nicht erfolgreich bewerkstelligen. Der Seitenraddampfer wurde von den Unionisten erobert und Lieutenant Henry Erben übernahm das Schiff, welches den Namen USS SUMTER erhalten hatte. Von Juni bis Juli hatte hielt er dieses Kommando und sicherte mit dem Schiff Fort Pillow. Am 16. Juli 1862 beförderte man Erben zum Lieutenant Commander und übertrug ihm das Kommando über eine schwimmende Haubitzenbatterie, die im Einklang mit der US Army, während der Antietam – Kampagne vom 4. – 20. September, gegen die Konföderierten diente. Henry Erben übernahm Anfang Juli 1864 das Kommando über den Monitor USS TUNIX, der am 4. Juni 1864 in der Werft von Reaney, Son & Archbold in Chester, Pennsylvania getauft worden war. Lieutenant Commander Erben stellte am 12. Juli 1864 den Monitor in der Philadelphia Navy Yard in den Dienst der US Navy. Er beaufsichtigte hier die Ausrüstungsarbeiten, die bis zur Erprobungsfahrt am 21. September andauerten. Die Erprobungsfahrt war aber ein vollständiges Desaster. Der Monitor nahm viel zu viel Wasser auf, das man durch die eingebauten Lenzpumpen aber nicht mehr schnell genug herausbekam. Erben war gezwungen in die Philadelphia Navy Yard zurück zu kehren. Hier ging er von Bord des Monitor, welcher wieder außer Dienst gestellt werden musste damit in der Werft von William Cramp and Sons mehrere Umbauten vorgenommen werden konnten. Henry Erben übernahm nun das Kanonenboot USS PINOLA ( 1861 ), das zur 2. Division des Westgolfgeschwaders gehörte. Diese 2. Division kommandierte Captain George Foster Emmons ( 23. August 1811 in Clarendon, Vermont – 23. Juli 1884 in Princeton, New Jersey ) und operierte im Golf von Mexiko. Während dieser Blockadeoperation konnte die USS PINOLA am 2. Februar 1865 den Schoner BEN WILLIS, dieser fuhr unter britischer Flagge, aufbringen. Dieses Schiff war mit Baumwollballen beladen und als Blockadebrecher eingestuft. Nachdem eine Entermannschaft den Schoner übernommen hatte, brachte diese das Schiff nach New Orleans, Louisiana. Dann am 18. Februar 1865 lag die USS PINOLA vor Pass Cavallo, Texas in der Matagorda Bay. Hier brachte man an diesem Tag den 70-Tonnen Schoner ANNA DALE auf, der mit einer 12 – Pfund Dahlgren Haubitze und reichlich kleineren Waffen ausgerüstet war. Die Mannschaft dieses Schoners hatte versucht die Blockade der Unionsschiffe in der Nacht zu durchbrechen. Doch das Schiff lief auf Grund. Die Mannschaft der USS PINOLA konnten neun konföderierte Mannschaftsmitglieder gefangen nehmen, einer davon war ihr Kommandant, Joseph F. Stevenson. Dieser behauptete Lieutenant der Confederate Navy zu sein. Doch Henry Erben verdächtigte ihn ein Freibeuter zu sein. Man entfernte von dem Schoner sämtliche Waffen und verbrannte ihn. Henry Erben beförderte man am 6. Mai 1868 zum Commander und am 1. November 1879 zum Captain. In diesem Rang diente er als Superintendent an der New York Nautical School, dem heutigen State University of New York Maritime College, von 1879 bis 1882. Damit er das Kommando über die New York Navy Yard übernehmen konnte, beförderte man ihn am 3. April 1892 zum Commodore. Dieses Kommando behielt Erben bis zum Mai 1893. Danach war er ab Juni 1893 bis August 1894 der Oberbefehlshaber des Europäischen Geschwaders. Erben übergab das Kommando an Rear Admiral William A. Kirkland ( 3. Juli 1836 in Hillsborogh, Orange County, North Carolina – 12. September 1898 in Vallejo, Solano County, Kalifornien ). In den letzten Tagen, in denen Henry Erben das Europäische Geschwader noch kommandierte, beförderte man ihn am 31. Juli 1894 zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr, am 6. September 1894, zog sich Erben aus dem aktiven Dienst zurück. Allerdings trat er nach Ausbruch des spanisch – amerikanischen Krieges im April 1898 wieder in den aktiven Dienst der US Navy. Bis zum Juli 1898 war er Kommandeur einer Patrouillenflotte, die die Küste von Galveston,Texas aus bis nach Bar Harbor, Maine sicherte. Diese Patrouillenflotte wurde in New York City gegründet und bestand hauptsächlich aus acht alten Monitoren, die zudem noch in unterschiedlichen Häfen entlang der US Ostküste stationiert waren.

Rear Admiral Henry Erben starb am 23. Oktober 1909 in New York City.
Er war mit Adle rben verheiratet, die am 9. Januar 1929 im Richmond County, New York verstarb.


USS ERBEN ( DD-631 )

Schiffsbiografie

Die USS ERBEN ( DD-631 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Henry Erben benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 28. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Adele Erben Gaillard ( 1874 in New York – 1952 in New Rochelle, Westchester County, New York ), Ehefrau von Charles Bell Gibson Gaillard ( 29. April 1875 in Louisville, Jefferson County, Kentucky – 1948 in New Rochelle, Westchester County, New York ) und Tochter von Rear Admiral Henry Erben, taufte am 21. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Joseph Henry Nevins, Jr. ( 18. Juni 1904 in New York – 27. Dezember 1991 im Anne Arundel Medical Center, Annapolis, Maryland ) stellte am 28. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS ERBEN bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier erfolgte die Endausrüstung und die Sichtkontrolle der Schiffshülle. Anfang September legte das Kriegsschiff dort ab und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung erreichte die USS ERBEN die Marinebasis bei San Diego, Kalifornien. Hier füllte man die Treibstoffbunker auf. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Basis lief das Kriegsschiff am 2. Oktober ein. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich die USS ERBEN an mehreren Trainingseinheiten sowie an der Kalibrierung der Schiffsgeschütze. Während einer Übung zusammen mit Flugzeugträgern, deren Trägerpiloten Luftangriffe auf Landziele übten, eilte der Zerstörer zu einem Piloten und zog ihn aus dem Wasser. Der Pilot musste aus seiner Maschine wegen eines Defekts in der Luft aussteigen. Am 8. November verließ der Zerstörer die Hawaiianische Insel und fuhr nach Espritu Santo, Neue Hebriden. Hier traf das Kriegsschiff am 15. November ein. Kurz vor dem Ablegen in Pearl Harbor hatte man die USS ERBEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALE in die Task Group 50.3 versetzt. Man bunkerte vor Espiritu Santo frischen Treibstoff. Die TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-708 ),  USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BULLARD ( DD-660 ). Am 14. November waren die Schiffe der TG 50.3 von einem ersten Einsatz nach Espiritu Santo zurückgekehrt. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Hier trennte man die TG 50.3 nochmals auf und gliederte die USS ERBEN in die Task Undergroup 50.3.2 ein. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN und USS HALE. Diese vier Schiffe verließen die TG 50.3 und strebten ihrem Angriffsziel im Süden des Atolls Tarawa, Gilbert Island zu. Im Süden des Atolls befand sich eine japanische Küstenbatterie bei Betio, welche auszuschalten war. Währenddessen flogen die amerikanischen Piloten einen Angriff nach dem anderen auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Tarawa. Dabei passierte es, dass die japanischen Flaggeschützmannschaften das eine oder andere amerikanische Flugzeug abschossen oder die Flugzeuge keinen Treibstoff mehr besaßen um zu ihrem Träger zurückzukehren. Die Mannschaften der USS ERBEN und der USS HALE zogen auf ihrem Weg nach Betio mehrere Piloten aus dem Wasser. Mit dem Beginn der Invasion von Tarawa am 19. November begannen die vier Kriegsschiffe mit dem Bombardement auf die feindlichen Stellungen bei Betio. Nach diesem Bombardement kehrten sie zur TG 50.3 zurück und die USS ERBEN übernahm wieder die Luftsicherung über die Flugzeugträger USS ESSEX, USS BUNKER HILL und USS INDEPENDENCE. Am folgenden Tag begann die Landeoperation auf dem Atoll Tarawa. Der Zerstörer bot dabei den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den heran fliegenden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.3 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.1 und TG 50.2 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Während die Kämpfe um Kwajalein weiter gingen, zogen sich die Schiffe der TG 50.3 nach Pearl Harbor zurück und eskortierten dorthin mehrere Transportschiffe. In die amerikanische Marinebasis liefen die Schiffe am 9. Dezember ein. Wenige Tage später begann man mit mehreren Reparaturarbeiten auf der USS ERBEN und füllte sämtliche Bunker auf. Am 21. Dezember sticht die USS ERBEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALE in See und eskortierten den Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen liefen die drei Kriegsschiffe zehn Tage später ein. Hier gliederte man die beiden Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen während der Invasion der Marshall Islands zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. Am folgenden Tag jagte die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begannen, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen auf Wotje und Taroa. Die USS ERBEN erschien in diesen Tagen insgesamt fünfmal vor Taroa und bombardierte die Insel in der Nacht. Ab dem 2. Februar begann der Zerstörer dann von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS ERBEN ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 17. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die die USS ERBEN und die USS HALE zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleiteten. Den Port Purvis verließen die Schiffe am 27. März. Von Cape Torokina aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS ERBEN in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS ABBOT, USS HALE, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS ERBEN eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS HALE und USS ABBOT ab dem 7. Mai den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS ERBEN in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten das U-Boot, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS WALKER und USS HALE. Vom 12. Juli bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS ERBEN in den folgenden Tagen mehreren Trainingsübungen. Nur in der Nacht vom 10. zum 11. August befand sich der Zerstörer auf Reede vor dem Atoll Eniwetok, damit frischer Treibstoff gebunkert werden konnte. An diesem 11. August verließ dann das Kriegsschiff das Atoll und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Hier unterzog sich die USS ERBEN in der Pearl Harbor Navy Yard einer Überholung und die Besatzung des Zerstörers anschließend einer umfangreichen Ausbildung. Ende September verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier bereitete man die USS ERBEN auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS ERBEN patrouillierte nun sofort bis zum 24. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen. Dann, als die Seeschlacht um den Leyte tobte, verließ die USS ERBEN am 24. Oktober die Insel Leyte und fuhr zur Humboldt Bay, Neuguinea. Hier warteten Panzerlandungsschiffe, die Verstärkungen der Landungseinheiten auf Leyte geladen hatten. Außerdem sollten diese Schiffe vor eventuellen Angriffen der Japaner geschützt werden. Wenige Tage nach der Ankunft des Zerstörers, verließ er auch schon wieder die Humboldt Bay und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Leyte. Die Landungsstelle in der San Pedro Bay erreichten sie am 17. November. Noch am selben Tag verließ die USS ERBEN die philippinischen Gewässer und fuhr über den Seeadler Harbour und dem Atoll Majuro nach Pearl Harbor. Von dieser Marinebasis aus fuhr der Zerstörer an die US Westküste, die er im Dezember erreichte, und wurde in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien für eine umfangreiche Überholung bugsiert. Diese Überholung dauerte vom 22. Dezember bis zum 9. Februar 1945. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Ziel war danach das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanische Gewässer. Die USS ERBEN erreichte erst am folgenden Tag das Atoll und eilte nach dem bunkern von frischem Treibstoff den Schiffen der TG hinterher. Diese lagen am 16. März rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten ebenfalls frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum folgenden Tag. An diesem erreichte die USS ERBEN die Schiffe der TG. Noch am Nachmittag desselben Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf, um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen sie rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Dabei konnte am 26. März die Mannschaft der USS ERBEN zwei Piloten aus dem Wasser retten, deren Maschinen beim ersten Angriff abgeschossen worden waren. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Rund 125 Seemeilen südlich von Kjushu. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. An diesem Tag konnte sich die Besatzung der USS ERBEN erneut auszeichnen. Man konnte wieder zwei amerikanische Piloten aus dem Wasser retten, deren Maschinen abgeschossen worden waren. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS ERBEN auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen, die es schafften mehrere Schiffe zu beschädigen. Am 14. April lagen die Schiffe der TG rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS ERBEN selber übernahm in den vergangenen und folgenden Wochen und Monaten vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Die Mannschaft des Zerstörers war nebenbei an der Rettung Überlebender von beschädigten Schiffen beteiligt und rettete viele abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser. So rettete die Besatzung am 3. und am 23. Mai die gleiche Flugzeugbesatzung die auf dem Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CV-15 ) stationiert war. Am 28. Mai löste man die Task Force 58 vor Okinawa auf und integrierte deren Schiffe in die Task Force 38 ein die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 in Teoc, Carroll County, Mississippi – 6. September 1945 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TF gehörte die USS ERBEN zu den Zerstörern die keine feste Bindung erhielten und frei zur Verfügung standen. Frei zur Verfügung stand außerdem der Flugzeugträger USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS WISCONSON ( BB-64 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA und USS ATLANTA ( CL-104 ) sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS JOHN W WEEKS, USS HANK, USS TINGEY, USS COLAHAN, USS McNAIR, USS NORMAN SCOTT, USS BUCHANAN, USS DALY ( DD-519 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ) und USS BENHAM ( DD-796 ). Am 29. Mai verließen die Schiffe das Atoll und fuhren wieder westwärts. Am 2. und 3. Juni lagen sie dann vor Kjushu, Japan und bombardierten die dortigen japanischen Stellungen. Doch schon am 4. Juni mussten die Schiffe wegen eines heraufziehenden Taifuns wieder abdrehen und ostwärts fahren. Trotzdem gerieten mehrere Schiffe in diesen Wirbelsturm und wurden zum Teil schwer beschädigt. Am folgenden Tag war dieser Sturm auch schon wieder vorüber und die Schiffe beschossen ab dem 6. Juni feindliche Stellungen auf Okinawa nachdem sich die See weiter beruhigt hatte. Diese Bombardements setzten sich am 7. Juni fort und am 8. Juni lagen die Schiffe wieder vor Kjushu. Zum ersten Mal in der Kriegsgeschichte kam am 9. Juni während des Bombardement japanischer Stellungen auf Onono Ogari Shima Napalm zum Einsatz. Noch am selben Tag wurde auch Minami Daito Shima beschossen. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der Task Force 38 ihre Positionen und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legte sie am 13. Juni an. Auf der USS ERBEN begann man nun mit notwendig gewordenen Reparaturarbeiten an den Sonargeräten und nutzte die vorhandene Zeit zur Erholung. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. In der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS ERBEN versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS ERBEN und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Für den 29. Juli stellte man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte, wieder neu zusammen. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS und USS INDIANA, die Schweren Kreuzern USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON ( CA-69 ) und USS ST PAUL ( CA-73 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ) und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ). Diese Kriegsschiffe fahren gemeinsam mit der britischen Kampfgruppe um das Schlachtschiff HMS KING GEORGE V ( 41 ) und den Zerstörern HMS UNDINE ( R42 ), HMS ULYSSES ( R69 ) und HMS URANIA ( R05 ) nach Hamamatsu, Süd-Honshu. Hier bombardieren diese Schiffe vom 29. zum 30. Juli die Flugzeugfabriken und die dazugehörigen Werksgebäude. Außerdem zerstörten sie mit ihren Granaten die Start- und Landebahn. Dabei wurden unzählige abgestellte Flugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Zerstörer kehrten nach diesem Angriff zu ihren eigentlichen Task Groups zurück und übernahmen wieder ihre dortigen Aufgaben. Die Task Undergroup 34.8.1 wurde dann nochmals für den 9. August zusammengestellt, welche ebenfalls Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON und USS ST PAUL und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL, USS STOCKHAM und USS SOUTHERLAND. Zu dieser Kampfeinheit gehört noch die britische Kampfgruppe um die Leichten Kreuzer HMS NEWFOUNSLAND ( C59 ) und HMS GAMBIA ( C48 ) und die Zerstörer HMS TERPSICHORE ( R33 ), HMS TERMAGANT ( R89 ) und HMS TENACIOUS ( R45 ). Diese Kriegsschiffe bombardieren vom 8. zum 9. August erneut die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi auf Honshu. Während dieses Bombardements stößt die USS ERBEN auf zwei japanische Lugger, Segelboote, und versenkt diese mit Granatfeuer. Nach dem Beschuss der Stahl- und Eisenwerke fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe zu ihren Task Groups zurück. Die USS ERBEN reihte sich wieder in die TG 38.3 ein und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS ERBEN immer noch die Flugzeugträger aus der TG und fuhr an diesem Tage in die Takyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Doch schon am 1. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder die japanischen Hauptinseln und fuhr nach Okinawa. Hier nahm man amerikanische Besatzungstruppen an Bord und die USS ERBEN fuhr in Richtung Osten an die US Westküste. Am 21. Oktober erreichte der Zerstörer Long Beach, Kalifornien. In diesem Hafen blieb das Kriegsschiff und wurde am 31. Mai 1946 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ERBEN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Crittenden Battelle Taylor stellte am 19. Mai 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Gleich nach der Indienststellung erfolgte eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS ERBEN. Nach deren Abschluss verließ der Zerstörer am 27. August Long Beach und fuhr zu seinem neuen Heimathafen Yokosuka, Japan. Das Kriegsschiff gliederte sich in die 7. US Flotte ein und übernahm die Sicherung der Flugzeugträger vor feindlichen U-Boot Angriffen. Ab Ende September bis Anfang Oktober beteiligte sich die USS ERBEN an dem Bombardement von Küstenzielen in dem Bereich von Songjin bis Chonjin. Dabei sollten die nordkoreanischen Kommunikations- und Nachschubwege zerstört werden. Am 9. Oktober brachte die Besatzung des Zerstörers ein kleines Boot in den koreanischen Gewässern auf. In diesem befand sich ein Nordkoreaner der vor den Kommunisten geflohen war. Die USS ERBEN fuhr Anfang November nach Okinawa und beteiligte sich hier an einer Anti-U-Boot Kriegsübung. Danach kehrte der Zerstörer zu seinem Sicherungsdienst gegenüber den Flugzeugträgern zurück. Einen abgeschossenen amerikanischen Piloten rettete die Mannschaft des Kriegsschiffes am 2. Dezember aus dem Wasser. Mit Beginn des Jahres 1952 versetzte man die USS ERBEN an die Seite des Leichten Kreuzers USS MANCHESTER ( CL-83 ), der das Flaggschiff der TF 95, der Blockade- und Eskorte der Vereinten Nationen war. Die Kriegsschiffe der TF 95 unterhielten entlang der gesamten koreanischen Halbinsel eine Schiffsblockade und bombardierten die Hauptversorgungsrouten der Nordkoreanischen Armee. Man gliederte im Februar die USS ERBEN aus dieser TF wieder aus und entließ den Zerstörer nach Yokosuka. Nach einigen Tagen der Ruhe verließ das kriegsschiff wieder den japanischen Hafen und fuhr an die US Westküste. Hier legte die USS ERBEN am 21. März in San Diego an und musste sich einer Überholung unterziehen. Der Zerstörer verließ am 1. November wieder kalifornische Küste und fuhr nach zum Dienst nach Korea. Während dieses zweiten Kriegseinsatzes vor der koreanischen Halbinsel erhielt das Kriegsschiff ähnliche Aufgaben wie während des Ersten Einsatzes übertragen. Zusätzlich unternahm die USS ERBEN Hafenbesuche in Hongkong und vor der taiwanesischen Insel. Außerdem operierte das Kriegsschiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy vor der nordkoreanischen Küste. Am 1. Juni 1953 kehrte die USS ERBEN nach San Diego zurück und unternahm während der folgenden fünf Jahre vier weitere Kreuzfahrten nach Fernost. Dabei diente der Zerstörer mit seinen Patrouillenfahrten vor Taiwan und operierte zusammen mit den Flugzeugträgern der 7. US Flotte. Im März 1955 gehörte die USS ERBEN zum Zerstörergeschwader 17 das in der Naval Station auf North Island, San Diego stationiert war. Zu diesem Geschwader gehörte neben der USS ERBEN die Zerstörer USS TWINING ( DD-540 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS SHIELDS ( DD-596 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS GREGORY ( DD-802 ). In den folgenden zwei Jahren beteiligte sich die USS ERBEN weiterhin regelmäßig an mehreren Kreuzfahrten der 7. US Flotte im westlichen Pazifik. Der Heimathafen des Zerstörers blieb aber San Diego. So stach das Kriegsschiff am 8. Juni 1957 in See und fuhr wieder in die fernöstlichen Gewässer. In der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor legte das Kriegsschiff sechs Tage später an und blieb dort bis zum 16. Juni liegen. Es mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden. Die nächste Station auf der Fahrt nach Fernost waren die Midway Islands. Diese erreichte der Zerstörer am 23. Juni und vom 29. Juni bis zum 6. Juli war die USS ERBEN bis nach Yokosuka unterwegs. Nachdem der Zerstörer in diesem japanischen Hafen am 6. Juli angelegt hatte, blieb er für zwei Tage liegen. Nun begann für das Kriegsschiff die Abschiedstour. So legte das Kriegsschiff am 13. Juli im Hafen von Naha, Okinawa und am 17. Juli in Kaoshiung, Taiwan an. Vom 26. bis zum 28. Juli wurde vor diesem taiwanesischen Hafen der Zerstörer auf Reede gelegt und kehrte am 1. August nach Yokosuka zurück. Hier verblieb es die folgenden Monate. Am 27. Juni 1958 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Man übergab das Kriegsschiff am 16. Mai 1963 Leihweise an die südkoreanische Marine, wo der Zerstörer in ROKS CHUNG MU ( DD-91 ) umbenannt wurde. Im Jahre 1975 verkaufte die US Navy den Zerstörer an Südkorea. Den Namen USS ERBEN ( DD-631 ) strich man dann am 2. Juni 1975 von der US Navy – Liste. Die südkoreanische Marine änderte im Jahre 1979 die Hull-Nummer des Zerstörer auf DD-911. Seit 1983 diente das Kriegsschiff als stationäres Trainingsschiff für angehende Zerstörerbesatzungen. Einige Zeit später wurde der Schiffskörper verschrottet.


USS ERBEN ( DD-631 )
Commanding Officer

CDR Joseph Henry Nevins Jr.        28. Mai 1943 – 18. Dezember 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Morgan Slayton        18. Dezember 1943 – 3. März 1945
LCDR William Hutton Snyder         3. März 1945 – 9. Dezember 1945
LT Stanley P. Wyatt Jr.       9. Dezember 1945 – 20. Februar 1946
CDR William Henry Deibler Jr.       20. Februar 1946 – 31. Mai 1946
Außerdienststellung        31. Mai 1946 – 19. Mai 1951
CDR Crittenden Battelle Taylor         19. Mai 1951 – Juni 1952
CDR Harvey Kermode         Juni 1952 – Oktober 1953
CDR William Arthur Keefe         Oktober 1953 – ?
CDR Eugene Thomas Bradley Sullivan         6. November 1955 – Juli 1957

 

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