USS ABBOT ( DD-629 )

USS ABBOT ( DD-629 )

Biografie

Joel Abbott
* 18. Januar 1793 in Westford, Massachusetts
† 14. Dezember 1855 in Hongkong
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und befahl ein Geschwader während des Besuches in Japan von Commodore Perry

Zu Beginn des Krieges von 1812 bekleidete Abbot den Rang eines Midshipman. Er diente zunächst auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) und als nächstes in der Schlacht am Lake Champlain am 11. September 1814 unter dem Kommando von Commodore Thomas Macdonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 – 10. November 1825 ). Vor dieser Schlacht sollte er als Spion die britischen Linien überqueren und eine Reihe Spieren von Schiffen zerstören die im Cumberland Head ankerten. Sein gefährliches Zerstörungswerk hatte Erfolg. Dafür ehrte der Kongress den jungen Offizier indem man ihm ein Schwert übergab und zum Lieutenant beförderte. Im Jahre 1818 übergab man Abbot das Kommando über das gefangen genommene Piratenschiff MARIANA. Im Januar 1820 heiratete er Mary Wood. Nach deren Tod heiratete er am 29. November 1825 Laura Wheaton. Beide hatten sie später 10 Kinder zusammen. Der Sohn von Joel Abbot, Walter Abbot, diente im Rang eines Lieutenant Commander in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges. Joel Abbot´s Enkel Charles Abbot Wheaton, Jr. war ein Offizier in der US Army und errechte den Rang eines Brigadegenerals. Im Jahre 1838 beförderte man Joel Abbot zum Commander und übertrug ihm das Kommando über die Boston Navy Yard. Im Jahre 1843 übernahm er das Kommando über die Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ), einem Schiff das zum afrikanischen Geschwader unter Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März ) 1858 ) gehörte. Am 3. oktober 1850 ernannte man Abbot zum Captain. Im Jahre 1852 erhielt Perry die Aufgabe sich Offiziere auszusuchen die ihn auf einer Expedition nach Japan begleiten sollen. Er wählte unter anderen Captain Joel Abbot aus und übertrug ihm die Befehlsgewalt über die Fregatte USS MACEDONIAN ( 1836 ). Man ernannte Abbot im Jahre 1854 zum Flag Offizier und übergab ihm das Kommando über das Ostindische Geschwader. Joel Abbot verstarb am 14. Dezember 1855 in Hongkong. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück und begrub ihn in der Familiengruft der Abbot in Warren, Rhode Island.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Flag Offizier Joel Abbot bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-184 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-629 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ABBOT ( DD-629 )

Schiffsbiografie

Die USS ABBOT ( DD-629 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Joel Abbot benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 21. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Abbot Fletcher ( 20. Mai 1895 – 21. Dezember 1982 ), Enkelin von Commodore Joel Abbot, taufte am 17. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Chester Edward Carroll ( 1. Juli 1900 – 6. Juni 1987 ) stellte in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts am 23. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Endausrüstung der USS ABBOT war am 13. Mai in der Boston Navy Yard abgeschlossen. An diesem Tag stach der Zerstörer in See und begann mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese fand in der Casco Bay, Maine statt und war am 18. Juni abgeschlossen. In den nun folgenden drei Monaten eskortierte das Kriegsschiff mehrere größere Kriegsschiffe auf deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten entlang der US Ostküste bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Danach rüstete man die USS ABBOT für ihre Fahrt in den Pazifik aus. Am 10. September legte der Zerstörer in Norfolk, Virginia ab und fuhr zum Panamakanal. Diesen durchquerte das Kriegsschiff am 16. September und erreichte nach wenigen Tagen Fahrt die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier übernahm man frischen Treibstoff und Proviant. Am 28. September stach die USS ABBOT wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo der Zerstörer sechs Tage später anlegte. In den Hawaiianischen Gewässern begann für die Besatzung des Kriegsschiffes ein zusätzliches Training. Während eines dieser Übungen kam es am 18. Oktober zu einer Kollision mit dem Leichten Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ). Die Beschädigungen an der USS ABBOT waren so groß, dass der Zerstörer noch am selben Tag in die Pearl Harbor Naval Shipyard bugsiert werden musste damit man mit den Reparaturarbeiten beginnen konnte. Erst am 10. Dezember konnte das Kriegsschiff das Trockendock wieder verlassen und konnte wenige Tage an angesetzten Trainingseinheiten teilnehmen. Doch schon am 15. Dezember verließ die USS ABBOT Pearl Harbor und fuhr nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff zehn Tage später ein. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), USS WALKER ( DD-517 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen, während der Invasion der Marshall Islands durch die Schiffe der Task Force 58, und Unterstützung der japanischen Garnisonen auf den Atollen Majuro, Kwajalein und Eniwetok zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. In den nun folgenden Tagen jagte unter anderem die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begann, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen und Flugplätze auf Wotje und Taroa. Bis zum 12. Februar blieb die USS ABBOT bei den Schweren Kreuzern und sicherte diese vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Ab diesem 12. Februar begann dann der Zerstörer von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS ABBOT ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 15. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die sie zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleitete. Von dort aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS ABBOT in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln über das Cape Sudest, Neuguinea. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS ABBOT eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS HALE und USS ERBEN den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS ABBOT in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten das U-Boot, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Die Geschützmannschaften der USS ABBOT und der USS HALE holten gemeinsam einen Angriffsbomber vom Typ Mitsubishi G4M vom Himmel. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man weiterhin intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS WALKER und USS HALE. Vom 12. Juni bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier blieb die USS ABBOT aber nicht und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Innerhalb dieser Basis unterzog man den Zerstörer dringend notwendig gewordener Reparaturen. Außerdem konnte sich die Besatzung erholen und an mehreren Trainingseinheiten teilnehmen. Ab dem 28. August bereitete man das Kriegsschiff und die Mannschaft auf eine weitere Amphibische Landungsoperation vor. Die dazugehörigen Ausbildungen wurden in der zweiten Septemberwoche abgeschlossen und die USS ABBOT verließ am 15. September Pearl Harbor. Der Zerstörer fuhr über das Atoll Eniwetok zum Seeadler Harbour. Diesen natürlichen Hafen erreichte das Kriegsschiff am 3. Oktober. Hier bereitete man die Mannschaft der USS ABBOT mit mehreren Übungen auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS ERBEN patrouillierte nun sofort bis in die Nacht zum 21. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen und waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. An diesem 24. Oktober kam es nur zu sporadischen Luftangriffen durch die Japaner in diesem Gebiet. Doch ein zweimotoriger Bomber näherte sich der USS ABBOT so nahe, dass die Luftabwehrmannschaften mit ihren Flakgeschützen diesen abschossen. Außerdem unterstützte der Zerstörer die amerikanischen Truppen an Land mit ihren Suchscheinwerfern und bombardierte feindliche Stellungen in der Nähe von Dulag. Am Morgen des 21. Oktober verließ das Kriegsschiff Leyte und eskortierte eine Gruppe von Transport- und Landungsschiffen nach Hollandia. In diesen Hafen von Neuguinea lief die Gruppe am 26. Oktober ein. Die USS ABBOT blieb hier bis zum 2. November liegen und wartete auf neue Befehle. An diesem Tag verließ der Zerstörer dann wieder Hollandia und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen nach Morotai, Nördliche Molukken. Drei Tage später war diese Niederländisch – Ostindische Insel erreicht. Das Kriegsschiff blieb hier fünf Tage liegen. Innerhalb dieser fünf Tage gab es mehrmals nächtlichen Luftalarm. Japanische Bomberflugzeuge griffen den auf Morotai befindlichen Flugplatz an, kümmerten sich aber nicht um die ankernden amerikanischen Schiffe im und vor dem Hafen. Dies änderte sich aber schlagartig nachdem die USS ABBOT Morotai am 10. November wieder verließ und eine Gruppe von Landungsschiffen nach Leyte eskortierte. Als diese Gruppe sich den Philippinen näherte, begannen die landgestützten Flugzeuge mit gelegentlichen Tag- und Nachtluftangriffen. Am 13. November überflog ein japanischer Torpedobomber Nakajima B6N in der Mitte der Formation die Landungsschiffe und ließ einen Torpedo zu Wasser. Dieser Torpedo ging ins Leere. Doch den Torpedobomber schossen die Geschützmannschaften des Fahrzeuglandungsschiffes USS CATSKILL ( LSV-1 ) ab. Der Bomber schlug rund 910 Meter vor der USS ABBOT auf dem Wasser auf du zerschellte. Ohne Verluste erreichten die Landungsschiffe am 15. November die Anlandungszone von Dulag im Osten der Insel Leyte. Hier patrouillierte der Zerstörer bis zum 24. November und sicherte die ankernden Landungsschiffe. In diesen Tagen gab es noch mehrmals nächtliche Luftangriffe. Einen dieser Angriffe konnte erfolgreich abgewehrt werden. Die Geschützmannschaft einer 5-Zoll Batterie auf der USS ABBOT hatten einen Bomber vom Typ Yokosuka D4Y schwer beschädigt. Am 24. November verließ dann der Zerstörer wieder die Anlandungszone und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen wieder nach Hollandia, wo sie am 29. November anlegten. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 22. Dezember. Die Mannschaft konnte sich erholen und einige notwendig gewordene Reparaturen ausführen. Mit dem Beginn des 23. Dezember verließ die USS ABBOT wieder Hollandia und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen erneut nach Leyte. Diese Schiffe brachten Nachschub an Mensch und Material und legten fünf Tage später dort an. Bis zum 2. Januar 1945 patrouillierte nun der Zerstörer wieder vor der Anlandungszone. In diesen Tagen hatte man das Kriegsschiff schon in die Task Group 77.4 versetzt, die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) während der Operation „Mike I“ kommandierte und im Hafen auf Manus lag. Innerhalb dieser Task Group gliederte man die USS ABBOT in der Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS NATOMA BAY,USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS HALL ( DD-583 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS TWIGGS ( DD-591 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 27. Dezember 1944 hatten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor abgelegt und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte in Richtung Surigao Straße. Hier reihte sich die USS ABBOT in die TG 77.4.2 ein und übernahm ihre Aufgaben zur Sicherung der Geleitflugzeugträger. Am 3. Januar durchquerten die Kriegsschiffe die Surigao Straße und anschließend fuhren sie durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Durch die verzweifelten, aber entschlossenen Luftangriffe der Kamikazepiloten versuchte die japanische Heeresführung die Angriffsflotte zum umkehren zu bewegen. Doch durch die enge Luftabsicherung der amerikanischen Trägerflugzeuge und das effektive Luftabwehrfeuer der Zerstörer und Geleitzerstörer wurde dieser Angriff überaus erfolgreich abgewehrt. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Ab diesem Tage sollten die Geschützmannschaften in den folgenden vier Tagen ihre Stationen nicht mehr verlassen können und brachten in dieser Zeit den angreifenden feindlichen Luftgeschwadern empfindliche Verluste bei. An diesem ersten Tag der Luftschlacht konnte sich ein zweimotoriges Bombenflugzeug unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen Überlebende und die USS BURNS versenkte den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten mit ihren Selbstmordflugzeugen steigerte sich noch einmal. Die amerikanischen Trägerflugzeugpiloten stießen an diesen Tagen ebenfalls an ihre Grenzen. Neben der Luftsicherung der amerikanischen Träger, übernahmen sie auch den Angriff auf japanische Schiffe. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer IJN MOMI und der japanische Zerstörer IJN HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es große Verluste unter den Kriegsschiffen. Doch deren Besatzungen kämpften heroisch nur um die Transport- und Landungsschiffe vor der Vernichtung zu beschützen. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND, die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und mehrere Kreuzer, Zerstörer und Geleitzerstörer durch Kamikazepiloten schwer beschädigt. Die Luftabwehrkanoniere der USS ABBOT schossen an diesen vier Tagen mehrere dieser Kamikazepiloten ab und halfen damit die Verlustrate auf amerikanischer Seite in Grenzen zu halten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian in der Lingayen Bay ein und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS ABBOT selber patrouillierte im Golf. Dabei war der Zerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten, feuerte auf feindliche Flugzeuge und eskortierte andere Schiffe auf ihre Positionen. Die Trägerflugzeuge indessen bombardierten im Anlandungsbereich alle japanischen Stellungen und in der Nähe befindlichen Flugplätze. Die Landeoperation selber begann in diesem Golf am Morgen des 9. Januar. Auch hier griffen die Trägerflugzeuge ins Geschehen ein und unterstützten die Invasionstruppen im Kampf gegen die Japaner. Auch nach der erfolgreichen Bildung eines Brückenkopfes durch die amerikanischen Sturmtruppen, blieb die USS ABBOT in den Gewässern der Lingayen Bay und sicherte die größeren Schiffseinheiten. Erst am 31. Januar verließ der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der Task Group 77.4 die Lingayen Bay. Die ABBOT blieb aber auf dieser Rückfahrt zur San Pedro Bay bei der philippinischen Insel Mindoro und legte in der Mangarin Bay im Hafen von San Jose an. Nach einer Woche Dienst in der Mangarin Bay, hier sicherte der Zerstörer die ankernden amerikanischen Schiffe vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen, verließ das Kriegsschiff wieder die philippinische Insel Mindoro und fuhr zur Subic Bay, Luzon. Von dieser Basis aus unterstützte die USS ABBOT ab dem 10. Februar die Überfälle auf die vor der Einfahrt in die Manila Bay, Luzon befindlichen Inseln Corregidor, El Fraile, Carabao und Caballo. Der Zerstörer selber konnte mehrere Minen um die Insel Corregidor vernichten und die Besatzung nahm drei Japaner gefangen, die versucht hatten von der Insel Corregidor aus nach Bataan zu schwimmen. In der Nacht zum 15. Februar begann eine Fallschirmjägerlandeoperation auf der Insel Corregidor. Die USS ABBOT lieferte während dieser Aktion mit ihren Suchscheinwerfern genügend Licht und bombardierte gezielt auf japanische Stellungen. Ab dem 17. Februar lag der Zerstörer dann zum Auffüllen aller Bunker und für die notwendigsten Instandhaltungsarbeiten in der Subic Bay. Die Arbeiten waren am 24. Februar abgeschlossen und man gliederte das Kriegsschiff in die Task Group 74.2, die Fire support group, die Rear Admiral Ralph Smith Riggs ( 20. Juni 1895 in Paris, Texas – 28. Mai 1981 ) während der Operation „Victor III“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS MONTPELIER ( CL-57 ) sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS FLETCHER ( DD-445 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS FLUSSER ( DD-368 ). Am 24. Februar verließen diese Schiffe die Subic Bay und fuhren südwärts zur philippinischen Insel Palawan. Das dortige Einsatzgebiet, den Hafen Puerto Princesa, erreichten sie am 28. Februar und sollten sofort mit dem Bombardement japanischer Stellungen zur Unterstützung der 41. US Infanteriedivision beginnen. Doch die amerikanischen Kriegsschiffe brauchten ihre Geschütze nicht abfeuern und verließen daraufhin noch am selben Tag wieder die Insel Palawan und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie vier Tage später. Noch am selben Tag versetzte man die USS ABBOT in die Task Force 78. Hier gehörte der Zerstörer in die Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 in Goshen, indiana – 17. Juni 1985 ) befehligte, und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze der philippinischen Halbinsel Mindanaos, bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch Leichten die Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS JENKINS ( DD-447 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Die USS ABBOT selber bombardierte anfangs japanische Stellungen in dem Anlandungsgebiet. Später fungierte der Zerstörer hier als Feuerunterstützungsschiff für die Landungstruppen und für die Minensucher. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Diese Landungsschiffe transportierten die Soldaten der 41. Infanteriedivision. Am 11. März patrouillierte die USS ABBOT in der Nähe der Insel Basilan, südlich der Halbinsel Zamboanga, und zerstörte mit den Granaten ihrer Schiffsgeschütze dort vor Anker liegende Schiffe. Am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe der Fire Support Group das Einsatzgebiet und fuhren zur Subic Bay zurück, wo sie am 17. März ankamen. In der Subic Bay bereitete man die Zerstörer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS ABBOT für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.3, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte, die den amphibischen Angriff auf Cebu Island führen und unterstützen sollte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer in die Task Undergroup 74.3.2, die Captain Dowling kommandierte. Zusammen mit dem Zerstörer USS TAYLOR war die USS ABBOT für die Bewachung des australischen Kreuzers HMAS HOBART ( D63 ) während der Beschießung feindlicher Stellungen auf Cebu Island abgestellt worden. Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island in der Visayas Subgroup. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Dabei wurden die Strände, die rund sechs Kilometer westlich von Cebu lagen, bombardiert. Die alliierten Landungstruppen begannen dann ab 8:30 Uhr mit dem Landemanöver du dem bilden des Brückenkopfes. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART, sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Landungstruppen auf ihrem Weg ins Landesinnere. Am Abend des 26. März verließ die USS ABBOT Cebu Island und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen, darunter befanden sich unter anderem Mechanisierte Landungsfahrzeuge und Infanterielandungsfahrzeuge, bis in die San Pedro Bay, Leyte. Hier machte man den Zerstörer an einem Zerstörertender fest und es begannen wieder Reparaturarbeiten an dem Kriegsschiff. Anfang April nahm man die USS ABBOT für drei Wochen aus dem Kampfgeschehen. Der Zerstörer hatte nun die Aufgabe zwischen den inzwischen befreiten philippinischen Inseln zu patrouillieren und gleichzeitig Passagiere und Post zu transportieren und andere Missionen auszuführen. Am 24. April unterstellte man die USS ABBOT wieder unter die operative Kontrolle des Kommandeurs der 7. US Amphibious Force. Die Aufgabe des Zerstörers war nun, nach Cebu Island zurückzukehren und im Cebu Harbor eine Art Bereitschaftsdienst anzutreten. Das Kriegsschiff sollte dort als Feuerunterstützungsschiff für die 23. US Infanteriedivision fungieren. Diese Aufgabe erwies sich bis Anfang Mai als äußerst ereignislos. Erst am 3. Mai nahmen die Geschützmannschaften der USS ABBOT eine Gruppe von Häusern in Nailon Point, in der Nähe des Dorfes Tobagan, Cebu, unter Beschuss. In diesen Häusern sollte sich angeblich eine größere Einheit japanischer Soldaten gesammelt haben. Nach dem Bombardement fuhr der Zerstörer von Nailon Point aus in Richtung von Cebu Harbor und die Geschützmannschaften feuerten ihre Geschütze auf weitere vorgegebene Ziele ab. Diese Aktion wurde drei Tage später wiederholt und am Abend des 7. Mai verließ das Kriegsschiff Cebu Island. Die Fahrt führte den Zerstörer nach Norden in die San Pedro Bay. Diese erreichte das Kriegsschiff am Morgen des folgenden Tages. Man hatte die USS ABBOT in die Task Group 78.3, der Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte, versetzt. In der TG befanden sich zwei Leichte Kreuzer und die Zerstörer USS ABBOT, USS MEADE und vier weitere Zerstörer. Man bunkerte auf der USS ABBOT umgehend frischen Treibstoff und Munition. Noch am selben Tag verließen dann die Schiffe der TG 78.3 sowie ein Teil der Landungsschiffe der Amphibious Group IX, die die Soldaten der 108. RCT der 40. Infanteriedivision transportierten, und fuhren südwärts. Am 10. Mai liefen sie in die Macalajar Bay, Mindanao ein. Die Schiffe der TG 78.3 gaben Feuerunterstützung während der ungehinderten Amphibienanlandungen. Später sollte es sich herausstellen, dass die Japaner sich vollständig aus diesem Gebiet zurückgezogen hatten. Nachdem das Gebiet um Cagayan de Oro, hier befand sich einer der Tiefseehäfen der Philippinen, eingenommen war, verließen die Schiffe der TG 78.3 am 14. Mai wieder den Norden von Mindanao und eskortierten die Landungsschiffe in die San Pedro Bay. Drei Tage später erreichten sie diese. In den folgenden drei Wochen patrouillierte die USS ABBOT zwischen den südlichen Inseln der Philippinen. Die Geschützmannschaften feuerten dabei ab und an auf vorgegebene Ziele, wo sich feindliche Soldaten aufhalten könnten. Diese Patrouillenfahrt endete am 12. Juni. An diesem Tag ankerte die USS ABBOT in der San Pedro Bay und man begann mit einigen Reparaturarbeiten an dem Zerstörer. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. In der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS ABBOT versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ), USS ESSEX ( CV-9 ), USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND ( CL-95 ), USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS WALKER, USS HALE, USS ERBEN, USS REMEY ( DD-688 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-590 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS ABBOT und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS ABBOT nahm ihre Aufgaben zur Sicherung der Flugzeugträger nun wieder wahr. Durch die ständigen Fahrten zwischen den Angriffsgebieten um Kjushu und Tokyo mussten nun auch fast täglich frischer Treibstoff zu den Kriegsschiffen gebracht werden. Am 8. August versetzte man die USS ABBOT in die Task Group 35.4. In dieser TG befanden sich mehrere Kreuzer und ein Geschwader Zerstörer. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand darin, Oberflächenziele zu untersuchen, die etwa 101 Kilometer von der Hauptformation entfernt gemeldet worden waren. Während die Kriegsschiffe der TG 35.4 Fahrt aufnahmen, näherten sie sich dann mit 32 Knoten dem Ziel. Bei dieser hohen Geschwindigkeit löste sich bei der USS ABBOT der Steuerbordpropeller und ein Teil des Heckschachtes kurz vor den Nachverstrebungen ab. Die dadurch entstandenen Schäden zwangen den Zerstörer sich wieder der Hauptstreitmacht anzuschließen, obwohl das Kriegsschiff hochseetüchtig blieb und 23 Knoten schaffte. Mit dieser Geschwindigkeit konnte der Zerstörer die ihm vorgegebene Formationsposition halten. Am folgenden Tag erlitt die USS BORIE einen Kamikazeeinschlag zwischen dem Mast und dem 5-Zoll Geschütz und verursachte großen Schaden an Bord. 48 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 66 zum Teil schwer verwundet. Die USS ABBOT ging gleich längsseits zur USS BORIE und die Besatzung half beim löschen der Feuer und beim Bergen der Verwundeten. Die USS ABBOT eskortierte nun den havarierten Zerstörer bis zum Hospitalschiff USS RESCUE ( AH-18 ), wo man die Verletzten evakuierte. Von dem Hospitalschiff aus fuhren beide Zerstörer nach Saipan zur Reparatur. Dort kamen sie am 17. August an. Auf dem Weg dorthin erfuhr man, dass am 15. August der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation der Japaner beendet war. In Saipan schob man die USS ABBOT ebenfalls ins Trockendock und schätzte den entstandenen Schaden am Steuerpropeller ein. Der Schaden war ernst, so dass der Zerstörer an die US Westküste zur Reparatur fahren sollte. Am Abend des 18. August verließ das Kriegsschiff wieder Saipan und fuhr zuerst zur Marinebasis Pearl Harbor. Von hier aus ging die Fahrt dann weiter bis zur Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. In die Werft lief die USS ABBOT Anfang September ein. Nach Abschluss der Reparaturen wechselte der Zerstörer nach San Diego. Am 21. Mai 1946 stellte man hier das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ERBEN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Rue O´Neill, Jr. stellte am 26. Februar 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. In den nun folgenden drei Wochen verbrachte die USS ABBOT zur Modernisierung und für Umbauarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Am 1. Juni stach der Zerstörer dann in See und fuhr zur US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanal erreichte das Kriegsschiff Ende Juni seinen neuen Heimathafen Newport, Rhode Island. Für den Rest des Jahres 1951 unterzog sich die USS ABBOT in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania erneuten Reparaturen. Danach folgten in der Guantanamo Bay, Kuba Auffrischungstrainingseinheiten für die Besatzung. In den ersten drei Monaten des Jahres 1952 bereitete man dann den Zerstörer auf seinen ersten Einsatz im Mittelmeer vor, wo er sich in die 6. US Flotte integrierte. Dieser Einsatz begann im April und endete im Oktober im Heimathafen Newport. Die USS ABBOT blieb nun neunzehn Monate vor den Gewässern des Heimathafens. Der Zerstörer beteiligte sich hier an mehreren Trainingsübungen, Übungen zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten, unabhängige Schiffsübungen und Auffrischungskurse für die Mannschaft. Am 1. Juni 1954 verließ das Kriegsschiff dann Newport in Begleitung der Zerstörer der Zerstörerdivision 242. Aufgabe dieser Kriegsschiffe war es innerhalb der nächsten sieben Monate, in den Westpazifik zu fahren, die gestellten Aufgaben absolvieren und mit einer Weltumfahrung diesen Einsatz beenden. So durchquerten die Zerstörer auf ihrer Fahrt in den Pazifik den Panamakanal, legten vordem Midway Atoll an und gliederte sich in Yokosuka, Japan in die 7. US Flotte ein. Bis Oktober operierten die Zerstörer im Südchinesischen Meer und in der Taiwanstraße. Am 18. Oktober begann dann die Heimfahrt. Diese führte die Kriegsschiffe über den Indischen Ozean, den Suezkanal, das Mittelmeer und über den Atlantischen Ozean. Auf dieser Fahrt wurden zahlreiche Hafenbesuche durchgeführt. In Newport legte die USS ABBOT am 18. Dezember an. Hier blieb der Zerstörer bis in den Januar 1955 hinein und operierte in diesen Gewässern. Im Februar und März nahm das Kriegsschiff an der jährlichen Übung „Spring Board“ in der Nähe der Guantanamo Bay teil. Im März kehrte die USS ABBOT nach Newport zurück und begann anschließend sich erneut an Anti-U-Boot Operationen und unabhängigen Schiffsübungen außerhalb des Heimathafens zu beteiligen. Nach einer dreiwöchigen Midshipman Kreuzfahrt nach St. Johns, Neufundland, Kanada, widmete sich der Zerstörer ab August wieder dem normalen Betrieb. Anfang 1956 fuhr die USS ABBOT nach Boston in die dortige Boston Navy Yard und unterzog sich innerhalb von neunzehn Wochen Liegezeit einer Überholung. Am 19. Mai verließ der Zerstörer die Werft. Den gesamten Juni über hielt sich das Kriegsschiff in kubanischen Gewässern auf, wo die Mannschaft des Zerstörers sich mehreren Auffrischungskursen unterzog. Im Juli integrierte man dann die Zerstörer der Zerstörerdivision 242 und 102 in das Zerstörergeschwader 10. Die USS ABBOT verbrachte dann die Zeit zwischen September und November entweder längsseits an einem Zerstörertender oder in der Boston Naval Shipyard und wurde für eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer vorbereitet. Noch im November verließ das Kriegsschiff die US Ostküste. Der Einsatz dauerte bis Februar 1957. Die USS ABBOT legte am 22. Februar im Heimathafen Newport wieder an. Für den Zerstörer folgten nun wieder normale Übungen und Typentrainingseinheiten in den Gewässern vor Newport. Dann erhielt man Befehl, dass das Kriegsschiff sich an der International Naval Review in Hampton Roads, Virginia beteiligen sollte. Diese Flottenparade wurde vom 8. bis zum 17. Juni 1957 abgehalten. An dieser Parade nahmen von Seiten der US Navy die Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CVA-15 ), USS LEYTE ( CVS-32 ), USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CVA-42 ), USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und USS SARATOGA ( CVA-60 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer mit Lenkwaffen USS BOSTON ( CAG-1 ) und USS CANBERRA ( CAG-2 ), die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ), USS MACON ( CA-132 ) und USS DES MOINES ( CA-134 ), das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ), die Führungszerstörer USS NORFOLK ( DL-1 ) und USS WILLIS A LEE ( DL-4 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS HALE, USS HUNT ( DD-674 ), USS GAINARD ( DD-706 ), USS HARLAN R DICKSON ( DD-708 ), USS HUGH PURVIS ( DD-709 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS BEATTY ( DD-756 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ), USS CHARLES H ROAN ( DD-853 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS BROWNSON ( DD-868 ), USS FORREST ROYAL ( DD-872 ) und USS FORREST SHERMAN ( DD-931 ), die Anti-U-Boot Zerstörer USS BASILONE ( DDE-824 ), USS ROBERT L WILSON ( DDE-847 ) und USS DAMATO ( DDE-871 ), die Geleitzerstörer USS WOODSON ( DE-359 ) und USS TWEEDY ( DE-532 ), das U-Boot-Jäger-Geleitboot USS CRESTIEW ( PCE-895 ), das Jagd-U-Boot USS CAVALLA ( SSK-244 ), das U-Boot mit Radarbestückung USS RAY ( SSR-271 ), das U-Boot mit Lenkwaffen USS BARBERO ( SSG-317 ), das U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ), und das Atom-U-Boot USS SEA WOLF ( SSN-575 ), das Amphibische Flaggschiff USS POCONO ( AGC-16 ), Angriffsfrachtschiff USS OGLESHORPE ( AKA-100 ), der Angriffstransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ), die Schnellen Truppentransporter USS LLOYD ( APD-63 ) und USS BASSETT ( APD-73 ), die Landungsboot- Mutterschiffe USS DONNER ( LSD-20 ), USS FORT MANDAN ( LSD-21 ) und USS PLYMOUTH ROCK ( LSD-29 ), die Panzerlandungsschiffe USS TALBOT COUNTY ( LST-1153 ), USS WASHOE COUNTY ( LST-1165 ), USS WASHTENAW COUNTY ( LST-1166 ) und USS WESTCHESTER COUNTY ( LST-1167 ), die Antimagnetischen Küstenminenboote USS JACANA ( MSC-193 ) und USS SHRIKE ( MSC-201 ), die Antimagnetischen Hochseeminensuchboote USS OBSERVER ( MSO-461 ) und USS SALUTE ( MSO-470 ), die Minensuchboote MSB-7, 8, 9, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 40, 41, 42, 43 und 44, der Zerstörertender USS TIDEWATER ( AD-31 ), das Munitionsschiff USS SHASTA ( AE-6 ), das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ), die Öltanker USS NANTAHALA ( AO-60 ), USS PAWCATUCK ( AO-108 ) und USS WACCAMAW ( AO-109 ), das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ), der Hochseeflottenschlepper USS MOSOPELEA ( ATF-158 ) und der Kleine Wasserflugzeugtender USS DUXBURY BAY ( AVP-38 ) dran teil. Von anderen Marinen waren anwesend: Von der Belgischen Navy die Flottenminensucher GEORGES TRUFFAUT ( M-908 ) und F. BOVESSE ( M-909 ). Von der Kanadischen Navy die Geleitzerstörer HMCS OTTAWA ( DDE-229 ) und HMCS ASSINIBOINE ( DDE-234 ). Von der Kolumbianischen Navy die Fregatte CAPTAIN TONO.Von der Kubanischen Navy die Fregatte ANTONIO MACEO ( F-302 ). Von der Dänischen Navy die Fregatte HOLGER DANSKE ( F-338 ). Von der Dominicanischen Navy der Zerstörer GENERALISIMO ( D-102 ) und die Fregatten PRESIDENTE TRONCOSO ( F-103 ) und PRESIDENTE PEYNADO ( F-104 ). Von der Französischen Navy der Kreuzer DE GRASSE, der Flugzeugträger BOIS BELLEAU ( R-97 ), die Zerstörer DUPETIT-THOUARS ( D-625 ), CHEVALIER PAUL ( D-626 ), LE LORRAIN ( D-605 ) und der Zerstörer LE GASCON. Von der Italienischen Navy die Zerstörer SAN GIORGIO ( D-562 ) und SAN MARCO ( D-563 ). Von der Niederländischen Navy der Kreuzer DE ZEVEN PROVINCIEN ( C-802 ) und der Geleitzerstörer GRONINGEN ( D-813 ). Von der Norwegischen Navy der Zerstörer TRONDHEIM ( D-305 ). Von der Peruanischen Navy die Fregatte AGUIRRE ( F-1 ). Von der Portugisischen Navy die Geleitzerstörer DIOGO CAO und CORTE REAL. Von der Spanischen Navy der Viermastschoner JUAN SEBASTIAN DE ELCANO. Von der Türkischen Navy die Zerstörer GELIBOLU ( D-19 ) und GIRESUN ( D-20 ). Von der Britischen Navy der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL und die Geleitzerstörer HMS DUCHESS ( D-154 ) und HMS DIAMOND ( D-35 ). Von der Uruguaischen Navy der Geleitzerstörer URUGUAY ( DE-1 ). Von der Venezulanischen Navy die Zerstörer ZULIA ( D-21 ) und ARAGUA ( D-31 ). Nach der Flottenparade führte die USS ABBOT zusammen mit der USS BENHAM im Sommer eine zweimonatige Midshipman – Kreuzfahrt durch. Dabei wurden die Häfen von Rio de Janeiro, Brasilien; St. Thomas, Jungferninseln; die Guantanamo Bay, Kuba und Culebra, Puerto Rico besucht. Im Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff vom 3. bis zum 12. September an der NATO Operation „Strikeback“. Hier sollte während einer NATO Übung im Nordostatlantik ein totaler sowjetischer Angriff auf die NATO-Staaten simuliert werden. Während dieser Mission besuchte die USS ABBOT Belfast, Nordirland und Chatham, England. Nach der Rückkehr des Zerstörers an die US Ostküste Ende Oktober, nahm das Kriegsschiff bis Ende des Jahres wieder seine Typtrainingseinheiten und andere Übungen vor Newport wieder auf. Am 15. Januar 1958 fuhr der Zerstörer zu seiner regelmäßigen Überholung wieder in die Boston Naval Shipyard. Nach den dreimonatigen Reparatur- und Modifikationsarbeiten verbrachte die USS ABBOT einen weiteren Monat mit Auffrischungskursen in der Guantanamo Bay. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Newport zurück, wo das Kriegsschiff den Juni und die erste Woche des Juli verbrachte. Am 11. Juli stach die ABBOT wieder in See und fuhr zur United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Hier sollten sich angehende Navy Offiziere für eine Sommerkreuzfahrt einschiffen. Doch daraus wurde nichts. Der Libanesische Premierminister Camille Nimr Chamoun ( 3. April 1900 – 7. August 1987 ) , dessen Land von einem sich ständig verschärfenden Bürgerkrieg geplagt wurde, bat die USA um Hilfe bei der Wiederherstellung der Ordnung. Am 15. Juli begann die Operation „Blue Bat“. Die sich noch im Mittelmeer befindlichen amerikanischen Kriegsschiffe der 6. US Flotte wurden zu ersten Hilfsmaßnahmen geschickt. Die USS ABBOT und die Zerstörer des Zerstörergeschwaders 10 begleiteten amerikanische amphibische Truppen nach Vieques Island. Nach einem Zwischenstopp in San Juan, Puerto Rico, fuhren die amerikanischen Schiffe über den Atlantik. Diese amphibischen Truppen sollten die in Libanon vor Ort stationierten amerikanischen Soldaten ablösen. Nach weiteren Zwischenstopps vor Gibraltar und Neapel schlossen sich diese amphibischen Schiffe vor der levantinischen Küste der Task Force 66 anschlossen. Zwei Wochen später gingen die amerikanischen Soldaten in Beirut, der libanesischen Hauptstadt, an Land und unterstützten die Truppen des Marine Corps und der US Army. Am Ende des Sommers war die Krise im Libanon beigelegt und die USS ABBOT begann mit ihren Routineübungen innerhalb der 6. US Flotte. Die USA zogen am 25. Oktober ihre Truppen aus dem Libanon ab. Das Zerstörergeschwader 10 eskortierte anschließend die amphibischen Schiffe wieder bis an die US Ostküste. Die USS ABBOT erreichte am 11. November, dem Veterans Day, Newport. Hier nahm der Zerstörer wieder seine Anti-U-Boot Übungen in den Küstengewässern von Neuengland wieder auf. Am 1. Mai 1959 versetzte man das Kriegsschiff vom Zerstörergeschwader 10 in das Geleitgeschwader 14. Die USS ABBOT wurde hier das Flaggschiff des Geschwaders. Die Mission des Zerstörers blieb aber der Anti-U-Boot Krieg, der allerdings eher defensiv als offensiv durchgeführt wurde. Ende Mai begann für das Kriegsschiff eine weitere Überholung in der Boston Naval Shipyard, die bis Ende des Sommer reichte. Im September nahm die USS ABBOT erneut an Auffrischungskursen, die in der Nähe der Guantanamo Bay und vor Culebra Island, Puerto Rico, teil. Im Oktober kehrte der Zerstörer nach Newport zurück und nahm dort die Anti-U-Boot Übungen in den Gewässern von Neuengland wieder auf. Diese Übungen führte das Kriegsschiff für den Rest des Jahres und während des gesamten Jahres 1960 durch. Ab April begann die Mannschaft der USS ABBOT eine umfangreiche Ausbildung in den Gewässern vor Florida. Grund dafür war die Beteiligung an dem Projekt Mercury 3. Commander Alan Bartlett Shepard ( 18. November 1923 in East Derry, New Hampshire – 21. Juli 1998 in Monterey, Kalifornien ) startete mit dem Mercury Raumschiff “Freedom 7” am 5. Mai 1961. Der Flug dauerte 15 Minuten und 22 Sekunden und das Raumschiff flog 187,5 Kilometer hoch, war damit außerhalb der Erdatmosphäre und 486 Kilometer weit von seinem Startpunkt aus gesehen. Auf der Position 53’ West 27,23° Nord und 75,88 ° West landete die Raumkapsel im Wasser des Nordatlantischen Ozeans. Zur Bergung und Sicherung der Raumkapsel stand der Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLIN ( CVS-39 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS ROOKS ( DD-804 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS NEWMAN K PERRY ( DD-883 ), USS DECATUR ( DD-936 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ), der Minensucher USS NOTABLE ( AM-267 ), das Antimagnetische Hochseeminensuchboot USS ABILITY ( MSO-519 ) und das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ) bereit. In der Nähe des Flugzeugträgers landete die Raumkapsel im Wasser und wurde schnell durch Helikopter zum Träger transportiert. Im September ernannte man die USS ABBOT zum Schulschiff der angehenden Zerstöreroffiziere und lag dafür in Newport. Die Routineübungen vor der US Ostküste und in der Karibik, wo die US Navy Offiziere in ihren zukünftigen Aufgaben an Bord von Zerstörerkriegsschiffen ausgebildet wurden, wurde 1962 gleich zwei Mal gebrochen. Im August wurde die USS ABBOT in die Guantanamo Bay verlegt, wo der Zerstörer als Basis Verteidigungsschiff vor Haiti diente. Im Oktober beteiligte sich der Zerstörer dann an der Durchsetzung der Quarantäne vor Kuba, die von US Präsident John Fitzgerald Kennedy ( 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts – 22. November 1963 in Dallas, Texas ermordet ) eingerichtet worden war. Grund dafür waren sowjetische Offensivraketen die auf Kuba stationiert worden waren. Mitte November, nachdem die sowjetischen Raketen wieder abgebaut und in die Sowjetunion abtransportiert waren, entließ man die USS ABBOT aus ihren Pflichten vor Kuba. Der Zerstörer fuhr wieder nach Newport zurück und nahm seine Trainingsmissionen wieder auf. Bis Anfang April 1964 war der Zerstörer die Trainingsplattform für angehende Zerstöreroffiziere. Am 14. April verließ das Kriegsschiff Newport und fuhr zu seinem letzten Diensteinsatz nach Philadelphia. Im Hafen dieser Stadt diente die USS ABBOT für fast ein Jahr als Ausbildungsschiff der Naval Reserve und als Flaggschiff des Reservezerstörergeschwaders 30. Man stellte in Philadelphia den Zerstörer am 26. März 1965 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS ABBOT ( DD-629 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 31. Juli 1975 an die Boston Metals in Baltimore, Maryland für 172.666 Dollar zum verschrotten.


USS ABBOT ( DD-629 )
Commanding Officer

CDR Chester Edward (Blackie) Carroll     23. April 1943 – 13. August 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Marshall Edgar (Skinny) Dornin   13. August 1943 – 14. August 1944 (erreichter Rang RADM)
LCDR Francis Walford (Waffles) Ingling       14. August 1944 – 21. Mai 1946
Außerdienststellung         21. Mai 1946 – 26. Februar 1951
CDR Rue O’Neill Jr.       26. Februar 1951 – November 1952
CDR Lowell Crosby Savage         November 1952 – 5. Mai 1954
CDR Robert Samuel Salzer          5. Mai 1954 – April 1956 (erreichter Rang VADM)
CDR Willard Wendell DeVenter         April 1956 – 19. April 1958
CDR Robert McHenry Pond         19. April 1958 – 6. Juli 1959
CDR Robert James Norman         6. Juli 1959 – 3. Juli 1961
CDR Allan Hamilton Craig          3. Juli 1961 – 28. August 1963
CDR John Joseph Pirro         28. August 1963 – 28. Januar 1965
CDR John Patrick Derr          28. Januar 1965 – 26. März 1965

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