USS IRWIN ( DD-794 )

USS IRWIN ( DD-794 )

Biografie

Noble Edward Irwin
* 29. September 1869 in Greenfield, Ohio
† 10. August 1937 in Warner Springs, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy

Noble Edward Irwin war das fünfte Kind von Henry W. Irwin ( 19. November 1823 – 2. Juni 1883 ) und dessen vierte Frau Lavinia Rogers Irwin ( 4. November 1833 – 31. August 1896 ). Er schloss im Juni 1891 sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis ab. Er diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg an Bord des Geschützten Kreuzers USS BALTIMORE ( C-3 ). In der Schlacht um Manila am 1. Mai 1898 wurde er verwundet. Nach der Schlacht setzte der Exekutive Offizier einen offiziellen Bericht auf, in dem er Irwin eine intelligente Personalarbeit bei der Schiffsreparatur attestiert. Im April 1914 übernimmt Irwin das Kommando über das Kanonenboot USS NEW ORLEANS ( PG-34 ) und beobachtet im Golf von Kalifornien während der mexikanischen Revolution am 16. Juni die Vierte Schlacht von Topolobampo zwischen mexikanischen Streitkräften. Captain Irwin verlieh man das Navy Cross für seine verdienstvolle Tätigkeit als Direktor of Naval Aviation im Ersten Weltkrieg. Danach übernahm er am 9. Juli 1919 im Hafen von New York das Kommando über das Schlachtschiff USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Das Schlachtschiff war Teil der Atlantikflotte und wurde in den beiden folgenden Jahren überholt und ihre Mannschaft trainiert. Anfang 1921 hievte man den Anker auf und die Reise führte das Schiff in den Pazifik wo es sich dem dortigen Geschwader anschloss. Captain Irwin übergab am 5. Juli 1921 das Kommando an Captain Edwin Taylor Pollock ( 25. Oktober 1870 – 4. Juni 1943 ). Irwin übernahm danach das Kommando über ein Zerstörergeschwader der Scouting Flotte und war von 1927 bis 1931 Chef der US Marinemission in Brasilien. Rear Admiral Irwin übergab man im März 1931 das Kommando über den 15. Marinebezirk. Man versetzte ihn am 1. Oktober 1933 in den Ruhestand. Er verstarb am 10. August 1934 in Warner Springs.
Rear Admiral Irwin war mit Elma Norris ( 1874 – 27. Februar 1934 ) verheiratet. Ihre Eltern waren Captain John Alexander Norris ( 2. Dezember 1847 – 4. Mai 1910 ) von der US Navy und Zoe Coviller Norris ( 22. August 1854 – 6. Juni 1943 ). Noble Edward Irwin und Elma Norris Irwin hatte eine Tochter mit Namen Phyllis ( 18. Februar 1901 – 29. August 1977 ). Sie heiratete den späteren Admiral Charles Andrews Lockwood ( 6. Mai 1890 – 7. Juni 1967 ).


USS IRWIN ( DD-794 )

Schiffsbiografie

Die USS IRWIN ( DD-794 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Noble Edwin Irwin benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Pedro, Kalifornien wurde am 2. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Phyllis Irwin Lockwood ( 18. Februar 1901 in Maryland – 29. August 1977 in Los Gatos, Santa Clara County, Kalifornien ), Ehefrau von Vizeadmiral Charles Andrews Lockwood, Jr. ( 6. Mai 1890 in Midland, Fauquier County, Virginia – 6. Juni 1967 in Los Gatos, Santa Clara County, Kalifornien ) du Tochter von Rear Admiral Noble Edwin Irwin, taufte am 31. Oktober 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Daniel Byrd Miller ( 10. März 1905 – 28. Oktober 1968 ) stellte am 14. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS IRWIN nach San Diego und begann in diesen Gewässern mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Anschließend erfolgte das Bunkern von Lebensmitteln, Munition und von Treibstoff. Am 26. April verließ der Zerstörer San Diego und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Sechs Tage später legte das Kriegsschiff dort an. Für die Mannschaft der USS IRWIN begannen nun umfassende Übungen, Kalibrierung der Geschütze und die mentale Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe. Immer mehr amerikanische Kriegsschiffe sammelten sich in der amerikanischen Marinebasis. Ab dem 20. Mai gliederte man den Zerstörer in die Task Group 52.14 und man begann mit dem Training im Zusammenspiel zwischen Geleitflugzeugträgern und Zerstörern. Diese umfassenden Übungen erfolgten bis zum 29. Mai. Schon von Beginn an dieser Übungen befand sich die USS IRWIN in der Task Undergroup 52.14.1, die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 auf Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 im Scribbs Horpital, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TU 52.14.1 befand sich der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CV-41 ), der Geleitflugzeugträger USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) und USS ROSS ( DD-563 ). Die Schiffe der Task Group 52.14 verließen am 29. Mai Pearl Harbor und fuhren zum Atoll Eniwetok, welches zu einer amerikanischen Marinebasis ausgebaut wurde. Dieses erreichten sie am 9. Juni. Hier wurde Treibstoff gebunkert. Zwei Tage später verließen sie wieder dieses Atoll und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Dort begann ab dem Abend des 14. Juni der Kampf um die Insel gegen die japanischen Verteidiger. Die USS IRWIN hatte in diesen Tagen die Aufgabe die Luftüberwachung zu übernehmen und feindliche Stellungen in Küstennähe zu beschießen. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS IRWIN sicherte dabei zusammen mit den beiden anderen Zerstörern die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Am 16. Juni flogen dann die amerikanischen Trägerflugzeuge Angriffe auf die Stadt Garapan auf Saipan und bombardierten diese. Dabei kamen tausende Zivilisten ums Leben. Am folgenden Tag griffen erneut rund siebzig japanische Bomber und Torpedoflugzeuge an. Die Geschützmannschaften der USS IRWIN konnten dabei einen feindlichen Torpedobomber abschießen. Trotzdem schaffte ein japanischer Pilot mit seiner Maschine den Luftabwehrgeschosshagel zu durchdringen und über der USS FENSHAW BAY seine mitgeführte Bombe auszuklinken. Diese Bombe explodierte in der Luft über dem Hangardeck und tötete vierzehn Besatzungsmitglieder und dreiundzwanzig weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Es brach Feuer aus, das allerdings schon nach einer Stunde unter Kontrolle war. Doch der Geleitflugzeugträger neigte sich wegen des eingedrungenen Löschwassers um drei Grad nach Steuerbord und sein Heck lag sechs Meter tiefer wie gewöhnlich. Die drei Zerstörer der TU 52.14.1 übernahmen nun zusammen mit denen der TU 52.14.2 die Sicherung der Flugzeugträger und Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen, währenddessen die USS FENSHAW BAY von dem Zerstörer USS CALLAGHAN und dem Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY zum Atoll Eniwetok eskortierten. Die anderen Schiffe der TG 52.14 zog man dann vorerst aus den weiteren Kämpfen heraus. Die USS KALININ BAY nahm vor dem Atoll neue Flugzeuge an Bord und kehrte mit der USS CALLAGHAN zum Einsatzort vor Saipan zurück. Dort trafen beide Kriegsschiffe am 24. Juni wieder ein. Doch die Schiffe der TG griffen vorerst nicht weiter in die Kämpfe um Saipan ein. Stattdessen wurden auf hoher See Start- und Landemanöver der Trägerflugzeuge geübt. Dann am 4. Juli griffen die Trägerflugzeuge wieder in das Kampfgeschehen über Saipan ein und bombardierten feindliche Stellungen. Dies wurde vier Tage später wiederholt. Am 9. Juli jedoch zogen sich die Schiffe der TG von Saipan zurück und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort bereitete man die Kriegsschiffe auf den Angriff der Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen vor. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff und dem Auffüllen der Munitionsmagazine verließen die Schiffe wieder das Atoll und erreichten am 20. Juli die Gewässer um Guam. Hier unterstützten die Trägerflugzeuge die angelandeten Marines und bombardierten feindliche Stellungen. Sechs Tage später flogen sie Einsätze zur Unterstützung der Marines auf Tinian. Für die Schiffe der Task Group 52.14 war der Einsatz in den Nördlichen Marianen am 2. August abgeschlossen und sie fuhren in Richtung des Atolls Eniwetok. wo sie drei Tage später anlegten. Hier wechselten am 26. August die Schiffe der Task Force 58 zur Task Force 38. Die USS IRWIN versetzte man dabei in die Task Group 38.3 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS LEXINGTON ( CV-16 ) und USS TICONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS PRINCETON ( CVL-23 ), die Schlachtschiffe USS INDIANA ( BB-58 ), USS ALABAMA ( BB-60 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-58 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS RENO ( CL-96 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS LAWS ( DD-558 ), USS MORRISON ( DD-560 ), USS LONGSHAW ( DD-559 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok. Ziel waren erneut die Palau Inseln. Am 6. September lagen die Schiffe der TG rund 265 Seemeilen südöstlich dieser Inseln. Zusammen mit den Schiffen der TG 38.1 und TG 38.2 werden durch die Trägerflugzeuge Angriffe auf die Inseln geflogen, die bis zum Morgen des 8. Septembers anhielten. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und fuhren zu der philippinischen Insel Mindanao. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.3 die Gewässer dieser Insel erreicht und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge meldeten einen feindlichen Verband aus vierzig kleinen Schiffen die sich östlich der Insel bei Sanco Point befanden. Umgehend wurde eine Task Undergroup gebildet. Diese TU 38.3.5 befehligte Rear Admiral Laurence Toombs DuBose ( 21. Mai 1893 in Washington DC – 11. Juli 1967 in Charleston, South Carolina ). Auch am 10. September gingen die Bombardements auf feindliche Flugplätze auf Mindanao und Davao weiter. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen östlich von Mindanao. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.3, TG 38.1 und TG 38.2 neue Befehle. Diese setzten noch am selben Tag zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Während dieser Angriffe lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 50 Seemeilen östlich der Surigao Straße. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.3 und TG 38.2 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Dabei wurde nördlich von Cebu Island das japanische Patrouillenboot PT – 482 beschädigt. Am 16. September erfolgte auf hoher See die Betankung der Kriegsschiffe der TG 38.3. Nach der Betankung stellten sich die Schiffe den neuen Aufgaben. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.3, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch dieses Bombardement dauerte nur diesen einen Tag. Die amerikanischen Schiffe verließen die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die Schiffe der TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnten. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. Die Schiffe der TG 38.3 lagen da 175 Seemeilen nordöstlich von Manila. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der beiden anderen Task Groups wurden in der Bucht von Manila der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Japanische Flugzeuge griffen am 22. September die vor Luzon liegenden Schiffe an. Die USS IRWIN konnte dabei aber zusammen mit den anderen Zerstörern erfolgreich die Flugzeugträger vor diesem feindlichen Luftangriff schützen, so dass es zu keinen Ausfällen kam. Am Abend des 23. September befanden sich die Schiffe der TG 38.3 dann 350 Seemeilen südwestlich der San Bernardino Straße und fuhren am folgenden Tag in Richtung der Palau Inseln. An diesem Tag erhielten die Schiffe der TG durch die Tanker der Task Group 30.8 frischen Treibstoff für die Schiffe und Flugbenzin für die Trägerflugzeuge. Die Palau Inseln erreichten die Schiffe dann am 27. September. In der neugeschaffenen schwimmenden Marinebasis in der Kossol Passage füllten die Schiffe ihre Munitionsmagazine und erhielten weiteren Treibstoff. Am 1. Oktober verließen sie wieder diese Basis und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Für die Schiffsbesatzungen gab es aber dort nicht genügend Ruhe, denn schon am 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.3 dieses Atoll. Die Fahrt führte die Schiffe zuerst in Richtung der Marianen. Die TG 38.3 lag am 8. Oktober rund 500 Seemeilen westlich dieser Inselgruppe und erhielt frischen Treibstoff. Das weitere Ziel war Okinawa. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. So lagen die Schiffe der TG 125 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.3 lagen am 12. Oktober 75 Seemeilen östlich von Formosa. Hier bombardierten die Trägerflugzeuge in den nächsten drei Tagen sämtliche Kriegstechnischen Einrichtungen, Truppenkonzentrationspunkte und Flugplätze der Japaner im zentralen Bereich der Insel bei den Städten Kagi und Taichu. Es gab in diesen Tagen erbitterte feindliche Luftangriffe auf die Schiffe der Task Force 38. In diesen Tagen beteiligten sich die Geschützmannschaften der USS LAWS um mehrere feindliche Bomber abzuschießen. Am 13. Oktober griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 38.2 an. Dabei traf ein Lufttorpedo während des Luftangriffes den Schweren Kreuzer USS CANBERRA ( CA-70 ) unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ) aus der TG 38.2. Die USS WICHITA ( CA-45 ) nahm die USS CANBERRA ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Dadurch mussten mehrere Umgruppierungen am 14. Oktober vorgenommen werden. Auch an diesem Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, während diesem sich die Schiffe der TG 38.3 rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa befanden. Die USS IRWIN war an diesem Tag in der Nähe der Leichten Kreuzer. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten an diesem Tag einen japanischen Torpedobomber abschießen. Am 15. Oktober lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen südlich von Formosa und die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Ziele auf der Insel. Dabei traf es hauptsächlich Flugplätze. Und die Schiffe der TF bewegten sich weiterhin um feindlichen Luftangriffen zu entgehen. So lagen sie schon am folgenden Tag wieder rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa und am 17. Oktober rund 300 Seemeilen östlich von Formosa. Dann zog man sie aus dem Kampfgeschehen und sie befanden sich am 18. Oktober rund 325 Seemeilen östlich von Luzon damit die Kampfschiffe betankt werden konnten. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren fuhren die Schiffe der TG 38.3 in Richtung Mindanao und die Trägerflugzeuge bombardierten auf den Visayans feindliche Flugplätze. Dabei lagen die Schiffe rund 174 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße. Damit wurden die Vorbereitungen auf die Kämpfe um die philippinische Insel Leyte getroffen. Am 23. Oktober kehrten die Sicherungsschiffe aus der TU 30.3.1 zu ihren Task Groups zurück. Dabei befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 60 Seemeilen östlich von Poloilo Island. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die USS IRWIN versetzte man anfangs nicht in eine andere Task Group und beließ den Zerstörer in der TG 38.3. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Die Schiffe der TG 38.3 befanden sich an diesem Tag ungefähr 100 Seemeilen ostnordöstlich von Poloilo Island. Die Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken und weitere schwere Einheiten beschädigen. Da griffen japanische Landgestützte Flugzeuge die TG 38.3 an. Trotzdem das die amerikanischen Zerstörer und Kreuzer während der Schlacht mehrere Angreifer abschießen konnten, brach ein japanischer Bomber durch und stürzte sich auf den Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON. Die Rettungsarbeiten zur Erhaltung des Trägers begannen indem Commander Daniel Byrd Miller die USS IRWIN auf der Steuerbordseite längsseits zu dem Leichten Träger bringen ließ, um die dort an Bord ausgebrochenen Brände mit löschen zu können. Seine Mannschaft kämpfte in diesen Minuten gegen die hoch auflodernden Flammen, gegen heftige Explosionen, explodierende Granaten und herabfallende Trümmerteile, während der Zerstörer sich immer mehr der USS PRINCETON näherte. Außerdem wurden die nun beginnenden Hilfsmaßnahmen durch dichten schwarzen Raucher auf der unruhigen See erschwert. Die ersten Löscharbeiten begannen im vorderen Teil des Hangardecks, zusammen mit der Mannschaft des Zerstörers USS GATLING, dort wo das Feuer am schlimmsten wütete. Auch wo das Hangar durch eine gewaltige Explosion abgerissen wurde blieb die USS IRWIN längsseits, trotzdem das sie dadurch selber Beschädigungen erlitt. Umgehend wurden nun mehrere Rettungsboote des Zerstörers zu Wasser gelassen um die in der unruhigen See schwimmenden Überlebenden aus dem Wasser zu retten. Auch Freiwillige wie die beiden Taucher Charles Edward Kahler und Bert Townsend, Jr. gingen ins Wasser um die Verletzten aus dem Wasser in die Boote zu hieven. Erst nachdem dann der letzte der 646 Männer von Deck des Leichten Flugzeugträger und aus dem Wasser an Bord des Zerstörers gewechselt war, verließ dieser seine Position. Auf der Backbordseite der USS PRINCETON unterstützte der Zerstörer USS MORRISON und der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM die Brandbekämpfung. Innerhalb von eineinhalb Stunden nahm man auf dem Zerstörer vierhundert Seeleute von der USS PRINCETON auf. Danach lag die USS MORRISON noch näher zum Träger damit auch die letzten nicht mehr benötigten Mannschaftsmitglieder übersetzen konnten. Da rollte der Leichte Flugzeugträger in Richtung des Zerstörers. Das Überhangdeck schlug dabei auf den Mast und die Schornsteine des kleineren Schiffes und verkeilte sich dort. Nur mit Mühe konnte die USS MORRISON von der USS PRINCETON getrennt werden. Nachdem die USS MORRISON sich von der USS PRINCETON lösen konnte, füllte der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM die entstandene Lücke. Doch kaum hatte das Schiff seine Position erreicht, explodierte auf dem Leichten Flugzeugträger Munition und Flugbenzin. Die drei längsseits liegende Kriegsschiffe wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Auf der USS BIRMINGHAM gab es 239 Todesopfer und 408 Verwundete zu beklagen. Nachdem man erkannte das die USS PRINCETON nicht mehr zu retten war, torpedierte der Leichte Kreuzer USS RENO und der Zerstörer USS IRWIN das Schiff und versenkten es. Die USS IRWIN eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS MORRISON und USS GATLING den beschädigten Leichten Kreuzer BIRMINGHAM zum Atoll Ulithi. Hier gingen am 27. Oktober die Überlebenden der USS PRINCETON von Bord der vier Schiffe. Nach dem Abschluss der Ausschiffung legte die USS IRWIN zusammen mit der USS MORRISON wieder ab und eskortierte die USS BIRMINGHAM in Richtung US Westküste. Nach einem Zwischenstopp auf der Marinebasis in Pearl Harbor erreichten die drei Kriegsschiffe am 17. November die Werft in San Francisco, Kalifornien. Nicht nur den Leichten Kreuzer begann man nun zu reparieren, sondern reparierte auch die USS IRWIN und die USS MORRISON und nahm bei beiden Zerstörern auch gleich noch eine Überholung vor. Diese war bei der USS IRWIN am 23. Januar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die Werft von San Francisco und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Die Fahrt des Kriegsschiffes ging von hier aus zur Insel Saipan, Nördliche Marinanen weiter. Hier traf die US IRWIN am 14. Februar ein und gliederte sich in die Task Group 58.3 ein, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS CLARENCE K BRONSON, USS HEALY, USS DORTCH, USS COTTEN, USS GATLING, USS PRESTON, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS BORIE ( DD-704 ). Am 10. Februar hatten diese Schiffe, ohne die USS IRWIN, das Atoll Ulithi verlassen. Das Ziel war das japanische Kernland. Drei Tage später befanden sich die Schiffe der TG rund 400 Seemeilen nordöstlich von Luzon und wurden dort durch Tanker mit frischem Treibstoff betankt. Am 14. Februar erreichte der Zerstörer die Schiffe der TG 58.3. Zwei Tage später befanden sie sich südöstlich von Tokyo. Das dortige industrielle Herz des Feindes sollte schwer getroffen werden. Am 16. Februar begann das Bombardement japanischer Stellungen durch die Trägerflugzeuge. Am folgenden Tag um 13:30 Uhr verließen die Schiffe wieder ihre Positionen und fuhren zur Bonin Insel Iwo Jima. 75 Seemeilen nordwestlich von dieser Insel lagen dann die Schiffe der TG und die Trägerflugzeuge begannen ein Bombardement japanischer Stellungen. Die USS IRWIN lieferte zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Außerdem wurden alle gesichteten japanischen Schiffe versenkt. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten auch an diesem Tag die anlandenden Marines. Drei Tage lang flogen die amerikanischen Flugzeuge ihre Angriffe. Zwischendurch erhielten am 20. Februar die Schiffe auf ihrer Position 75 Seemeilen westlich von Iwo Jima frischen Treibstoff. Von dieser Position aus wurden am folgenden Tag feindliche Stellungen auf den Bonin Inseln Cichi Jima und Haha Jima angegriffen. Auf Iwo Jima benötigte man am 22. Februar erneut auf amerikanischer Seite Luftunterstützung die die Trägerflugzeuge der TG 58.3 lieferten. Gleich im Anschluss daran verließen die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren ostwärts. Am nächsten Tag befanden sie sich 200 Seemeilen östlich von Iwo Jima und erhielten erneut frischen Treibstoff übergeben. Die weitere Fahrt führte die Schiffe erneut nach Tokyo. Am 25. Februar erreichten sie ihre vorgegebenen Positionen und lagen 175 Seemeilen südöstlich von der japanischen Hauptstadt. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement gegen militärische Ziele. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG allerdings wieder diese Gewässer und kehrten nach Iwo Jima zurück. Dort erfasste ein Sturm auf hoher See die Schiffe der TG. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen und die hohen Wellen abzureiten. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Am 28. Februar hatte sich die See soweit gehend wieder beruhigt, dass die Schiffe der TG 58.3 betankt werden konnten. Während dessen fuhren sie aber weiter in Richtung Okinawa. Hier lagen sie am 1. März 75 Seemeilen südöstlich der Insel und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen japanische Flugplätze und militärischen Einrichtungen. Außerdem wurden alle Schiffe versenkt die man sichten konnte. Am 2. März verließen dann die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren in Richtung des Atolls Ulithi. Die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN und USS PRESTON aus der Zerstörerdivision 109 bombardierten an diesem Tag in der Philippinischen See das 4,8 km lange und 1,6 km breite japanische Atoll Okinotorishima. Anschließend folgten die Zerstörer den Schiffen der Task Force und machten mit ihnen zusammen am 4. März vor dem Atoll Ulithi fest. Noch am selben Tag versetzte man die USS IRWIN in die Task Undergroup 54.1.4 die Rear Admiral Lynde Dupuy McCormick ( 12. August 1895 – 16. August 1956 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA (CA-24 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS BILOXI und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS PORTERFIELD und USS CALLAGHAN. Am 5. März verließen diese Schiffe schon wieder das Atoll Ulithi und begannen östlich davon mit mehreren Trainingseinheiten. Diese waren am 21. März abgeschlossen und die Schiffe der Task Force 54 verließen das Atoll. Ziel war Okinawa. Hier sollten die Kriegsschiffe der TU 54.1.4 feindliche Stellungen bei Hagushi Beaches bombardieren und somit die Landung der amerikanischen Marines vorbereiten. Am 25. März erreichen die Schiffe der TF 54 ihre Ausgangspositionen. Am Morgen des folgenden Tages begann das Bombardement mit den Schiffsgeschützen. An diesem Tag griffen auch japanische Kamikazepiloten den Schiffsverband an. Dabei wurde der Leichte Kreuzer USS BILOXI und der Zerstörer USS PORTERFIELD beschädigt. Die USS IRWIN beteiligte sich selber an der Sicherung der Schweren Einheiten, welche eine massive Invasionsbombardierung der in Küstennähe befindlichen Bunker durchführten. Dabei wurden wiederholte Angriffe von Flugzeugen und Torpedoboote niedergekämpft. So nahm die USS IRWIN am 30. März die Verfolgung von drei Torpedobooten auf. Eines davon konnten die Geschützmannschaften versenken und eines schwer beschädigen. Das dritte Torpedoboot konnte entkommen. Am Invasionstag selber, dem 1. April, unterstützte der Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden Marines in dem Bereich des Brückenkopfes. Dabei wurde auch ein feindlicher zweimotoriger Bomber abgeschossen. Von der Mannschaft des japanischen Flugzeugs überlebte ein Besatzungsmitglied diesen Abschuss und wurde von der Mannschaft des Kriegschiffes aus dem Wasser geborgen. Zwei Monate lang bombardierte die USS IRWIN gegnerische Artilleriestellungen, Maschinengewehrstellungen, Truppenkonzentrationen, Höhlen und Verstecke von Selbstmordkommandos. In diesen Tagen, am 12. April, konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers einen Kamikazebomber rechtzeitig abschießen bevor dessen Pilot sich auf ein amerikanisches Schiff stürzen konnte. Am 16. April unterstützte das Kriegsschiff die Landung auf Ie Shima, die vor der Nordwestküste von Okinawa liegt, und bombardierte hier die sich wehrenden feindlichen Einheiten. Ein weiteres Kamikazeflugzeug konnten die Geschützmannschaften am 21. Mai vor Okinawa abschießen. Bis zum 28. Mai patrouillierte die USS IRWIN so an der Küste von Okinawa und half wenn nötig den Alliierten Truppen an Land. An diesem Tag gliederte man die Schiffe der Task Force 54 in die der Task Force 34 vor Okinawa ein. In der TF 34 befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS NEVADA ( BB-36 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), der Leichte Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), die Zerstörer USS IRWIN, USS CALLAGHAN, USS PRESTON, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS ROOKS ( DD-804 ) und der Schnelle Truppentransporter USS WEBER ( APD-75 ). Im Juni zeichnete sich das Ende der Kämpfe um Okinawa ab. So wurde die USS TWIGGS am 16. Juni ein Opfer eines japanischen Kamikazepiloten. Die Mannschaft der USS IRWIN beteiligte sich an der Rettung der Überlebenden von dem untergegangenen Zerstörer und sicherte diese Bergungsaktion gegen feindliche Flugzeuge ab. Bis zum 15. August 1945 blieb die USS IRWIN auf ihrem Posten vor Okinawa und patrouillierte in den dortigen Gewässern. An diesem Tag war auch im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg beendet worden. Nach wenigen Tagen nach diesem Ereignis verließ der Zerstörer die japanische Insel und lief am 31. August in die Tokyo Bay ein. Bis zum 28. Oktober eskortierte das Kriegsschiff Truppentransporter mit amerikanischen Besatzungstruppen zwischen Okinawa und der japanischen Hauptinsel. Den japanischen Hafen Yokosuka verließ die USS IRWIN am 28. Oktober und fuhr in Richtung Osten. In den Hafen vonSan Diego lief das Kriegsschiff am 15. November ein. Man nahm hier eine Überholung an dem Schiffskörper vor und bereitete das Schiff auf seine Inaktivität vor. Am 31. Mai 1946 stellte man die USS IRWIN außer Dienst und versetzte sie in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS IRWIN für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander Roger Myers Keithly ( 20. Oktober 1911 in Center, Missouri – 20. März 1993 in Bremerton, Washington ) stellte am 26. Februar 1951 in Long Beach, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der erneuten Indienststellung wechselte der Zerstörer nach San Diego. Hier begann man mit der Ausbildungsfahrt der Besatzung. Ende April verließ die USS IRWIN die kalifornische Küste und begann ihre Fahrt in den Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte der Zerstörer am 12. Mai in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an und musste sich hier einer umfangreichen Überholung unterziehen. Dabei erhielt das Kriegsschiff mehrere neue Waffensysteme. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS IRWIN am 16. Dezember die Werft und fuhr zu ihrem Heimathafen Newport, Rhode Island. Gleich mit dem Beginn des neuen Jahres 1952 verließ der Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr ins Mittelmeer. Dort unterstützte das Kriegsschiff die Schiffe der 6. US Flotte. Während des Aufenthaltes in diesen Gewässern legte die USS IRWIN am 15. März im Hafen von Genua, Italien an. Hier lag das Kriegsschiff zusammen mit dem Zerstörer USS EVERETT F LARSON ( DD-830 ). Im Juni kehrte die USS IRWIN nach Newport zurück und beteiligte sich anschließend vor der US Ostküste und in der Karibik an mehreren Operationen. Gleich im Anschluss daran musste das Kriegsschiff in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier unterzog sich der Zerstörer einer weiteren Modernisierung. Nach mehreren Erprobungsfahrten legte das Kriegsschiff am 1. April 1953 in Fall River, Massachusetts ab. Einsatzziel des Zerstörers war der Westpazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals und den Kurzbesuchen von San Diego und Pearl Harbor erreichte die USS IRWIN die Gewässer von Korea und unterstützte dort die Schiffe der 7. US Flotte. Dabei übernahm der Zerstörer die Sicherung der Flugzeugträger, deren Flugzeuge weit im Landesinnern von Nordkorea mehrere Ziele bombardierten. Der Zerstörer beteiligte sich auch selber am Beschuss von feindlichen Küstenversorgungsrouten und –Depots in Küstennähe zur Unterstützung der Truppen der Vereinten Nationen. Am 18. Juni beteiligte sich die USS IRWIN bei solch einem Beschuss nordkoreanischer Ziele im Hafen von Wonsan. Dabei erhielt der Zerstörer selber einen Treffer auf der Steuerbordseite des Hauptdecks, wodurch fünf Besatzungsmitglieder verwundet wurden. Auch am 8. Juli beteiligte sich die USS IRWIN an einem solchen Bombardement. An diesem Tag lag der Zerstörer in der Nähe von Songjin an der Ostküste von Korea. Da schlug eine koreanische Granate in der Brücke ein und verwundete fünf Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Darunter befand sich auch Captain Jack Maginnis ( 1904 – 25. Februar 1977 in Alexandria, Virginia ), vom 9. Mai bis zum 8. Juli Kommandeur des Zerstörergeschwaders 24. Nach diesem Gefecht verließ die USS IRWIN die Küste und fuhr zu dem Leichten Kreuzer US MANCHESTER ( CL-83 ) der sich an dem Bombardement beteiligt hatte. Man verband beide Schiffe mit einem Schleppseil und überführte so den Schwerverwundeten auf den Leichten Kreuzer, wo er vom einem Schiffsarzt besser versorgt werden konnte. Der Koreakrieg endete am 27. Juli mit einem Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea. Kurz darauf verließ die USS IRWIN die koreanischen Gewässer und fuhr in den japanischen Hafen Sasebo. Hier lag das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern USS PRESTON und USS PICKING aus dem Zerstörergeschwader 24. Nach wenigen Tagen der Ruhe trat das Kriegsschiff die Heimreise an. Diese Fahrt führte den Zerstörer durch den Indischen Ozean, den Persischen Golf, das Rote Meer, den Suezkanal und das Mittelmeer. Nach der Ankunft an der US Ostküste lief das Kriegsschiff am 2. Oktober in die Boston Navy Yard ein. Hier unterzog man den Zerstörer einer erneuten Überholung. Gleich im Anschluss daran operierte das Kriegsschiff zwischen Mai und September 1954 im Verband der U-Boot Jagdgruppe innerhalb der Atlantikflotte. Zu dieser gehörte unter anderem der Flugzeugträger USS VALLEY FORGE ( CVS-45 ), ein Schlachtschiff aus der IOWA – Klasse und neben der USS IRWIN die USS PRESTON. Bis zum 5. Januar 1955 beteiligte sich die USS IRWIN dann an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. An diesem Tag verließ der Zerstörer Newport und fuhr in den Nordatlantik, um sich dort an NATO – Manövern zu beteiligen. Anschließend wechselte das Kriegsschiff in das Mittelmeer. Hier wurden Anti-U-Boot Jagdausbildungen durchgeführt. Mit dabei waren neben der USS IRWIN die USS PRESTON und USS PICKING. Alle drei Schiffe besuchten zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen den Hafen von Neapel, Italien. Nach Abschluss dieser Kreuzfahrt kehrte die USS IRWIN an die US Ostküste zurück und legte am 26. Mai in Newport an. Von diesem Hafen aus beteiligte sich der Zerstörer bis zum 29. März 1956 an lokalen Operationen entlang der Atlantikküste. Danach verließ das Kriegsschiff Newport und wechselte erneut in den Pazifik. Der neue Heimathafen war dort Long Beach. Am 15. April lief der Zerstörer dort ein und wurde schon wenige Tage später eingesetzt, um den Sommer zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte in den Gewässern von Japan, Okinawa, den Philippinen und Taiwan zu auf Patrouillenfahrt zu verbringen. Die USS IRWIN legte am 11. August wieder in Long Beach an. In den folgenden Wochen und Monaten beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungseinsätzen, die bis nach Hawaii reichten. Am 12. März 1957 verließ das Kriegsschiff erneut die kalifornische Küste und fuhr in den Westpazifik, um dort mit den Schiffen der 7. US Flotte zu operieren. Nach einer Patrouille in der Taiwanstraße, kombinierten Flottenmanövern mit den Marinen von SEATO – Staaten und Goodwill Besuchen in Häfen der Philippinen und Japans, kehrte die USS IRWIN am 24. August nach Long Beach zurück. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine Inaktivität vor. Das Kriegsschiff stellte man am 10. Januar 1958 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte, die in der Mare Island Navy Yard, Kalifornien lag.
Im Jahre 1967 schleppte man die USS IRWIN in die Bethlehem Steel Shipyard Company in San Pedro, Kalifornien. Dort bereitete man das Kriegsschiff auf eine Fahrt an die US  Ostküste vor. Nach Abschluss dieser Arbeiten schleppte man den Zerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard, wo er einer Modernisierung unterzogen wurde.
Am 10. Mai 1968 übergab man in Miami, Florida den Zerstörer an die brasilianische Marine. Hier nannte man das Kriegsschiff in CT SANTA CATARINA ( D32 ) um und Capitão-de-Fragata Nelson de Albuquerque Wanderley stellte das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der brasilianischen Marine.
Die US Navy strich am 15. März 1973 den Namen USS IRWIN ( DD-794 ) von der US Navy – Liste.
Die brasilianische Marine stellte die CT SANTA CATARINA am 28. Dezember 1988 außer Dienst und strich das Kriegsschiff von ihrer Navy – Liste. Den Schiffskörper bereitete man dann als Übungsziel vor. Im Jahr 1989 begannen die ersten Testversuche mit einer Sea Skua – Rakete, welche von einem Westland Lynx Hubschrauber der brasilianischen Marine abgefeuert worden war. 1990 wurde dann die Ex-D32 versenkt.


USS IRWIN ( DD-794 )
Commanding Officer

CDR Daniel Byrd Miller          14. Februar 1944 – 3. Mai 1945 (erreichter RADM)
CDR Robert Bolling Kelly         3. Mai 1945 – 31. Mai 1946
Außerdienststellung          31. Mai 1946 – 26. Februar 1951
CDR Roger Myers Keithly          26. Februar 1951 – August 1952
CDR Gilven Max Slonim          August 1952 – August 1954
CDR Richard Billings          November 1954 – September 1956
CDR Willard Jerrold McNulty         September 1956 – ?

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