USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )

USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )

Biografie

Cassin Young
* 6. März 1894 in Washington DC
† 13. November 1942 auf der USS SAN FRANCISCO ( CA-38 )
war ein Offizier in der US Navy und erhielt die Medal of Honor für seine Heldentaten während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor

Am 3. Juni 1916 schloss Cassin Young sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis ab. Man versetzte ihn danach an Bord des Schlachtschiffes USS CONNECTICUT ( BB-18 ) wo er bis 1919 blieb. Mehrere Jahre verbrachte er dann an Bord von U-Booten. So kommandierte er im Rang eines Lieutenant die U-Boote USS R-23 ( SS-100 ) und USS R-2 ( SS-79 ). Ab der Mitte bis zum Ende der 1920er Jahre diente Young im Bereich der Naval Kommunikation, im Stab des Kommandanten einer Submarine Division, in der Kampfflotte und an der Marineakademie in Annapolis. Von 1931 bis 1933 diente Lieutenant Commander Young an Bord des Schachtschiffes USS NEW York ( BB-34 ). Anschließend erhielt er 1934 das Kommando über den Zerstörer USS EVANS ( DD-78 ). Mit dem Schiff war er auf Ausbildungs- und Übungskreuzfahrten entlang der Westküste, in Hawaiianischen und Alaska Gewässern. Von 1935 bis 1937 erhielt er den Elften Naval District als Kommandeur zugewiesen. Nach der Beförderung zum Commander erhielt Young das Kommando über die Submarine Division Sieben die an der Naval Submarine Base New London in Groton, Connecticut stationiert war. Am 7. Dezember 1941 griffen japanischer Fliegerverbände Pearl Harbor an. Da war Young der Kommandeur des Reparaturschiffes USS VESTAL ( AR-4 ) das durch die feindlichen Bomben und der Explosionen auf dem Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-39 ) stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Commander Young organisierte umgehend nach dem ersten Beschuss durch japanische Flugzeuge die Abwehr und setzte sich selber an eines der Flakgeschütze auf der USS VESTAL. Da explodierte auf der USS ARIZONA das Munitionsmagazin und Commander Young wurde durch die Druckwelle von Bord geschleudert. Noch betäubt von der Explosion entschloss er sich sein Schiff zu retten das schon einigen Schaden genommen hatte. Er musste durch brennende Öllachen und an Leichen vorbei schwimmen, erreichte aber die USS VESTAL und ließ sie klar machen zum Auslaufen. Außerhalb des Hafenbeckens ließ er dann das Reparaturschiff bewusst stranden und sorgte damit das es später für eine Bergung günstig lag. Für diese Heldentat verlieh man ihm später die Medal of Honor. Am 9. Januar 1942 übergab Young das Kommando über die USS VESTAL an Commander Watson Twitty Singer. Im Februar 1942 beförderte man Young zum Captain und übergab ihm am 9. November 1942 das Kommando über den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ). Die USS SAN FRANCISCO war da das Flaggschiff der Task Group 67.4 die von Rear Admiral Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. November 1942 ) befehligt wurde und zwischen Savo Island und Guadalcanal operierte. Während der Seeschlacht um Guadalcanal sollte diese Kampfgruppe das Flugfeld Henderson Field auf Guadalcanal vor einer anrückenden japanischen Flotte schützen. Obwohl der japanische Verband größer war gegenüber dem amerikanischen, befahl Callaghan den Angriff bei schwerer See. Trotz schwerer Verluste auf der Seite der Amerikaner die zum Teil durch Granaten der eigenen Schiffe hervorgerufen wurden, drehte der japanische Verband ab. Die USS SAN FRANCISCO wurde von dem japanischen Flaggschiff, dem Schlachtschiff HIEI, und dem Schlachtschiff KIRISHIMA und den Leichten Kreuzern INAZUMA und IKAZUCHI attackiert. Dabei traf eine Granate die Brücke und tötete dort fast alle sich aufhaltenden Personen. Rear Admiral Callaghan und Captain Cassin Young sowie viele weitere Offiziere waren sofort tot. Der verwundete Kommunikationsoffizier Lieutenant Commander Bruce McCandless ( 12. August 1911 – 24. Januar 1968 ) überlebte dieses Inferno. Captain Cassin Young verlieh man posthum das Navy Cross für seine Handlungen während der Kampagne.


USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )

Schiffsbiografie

Die USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Cassin Young benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertvierundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Pedro, Kalifornien wurde am 18. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Eleanor McFadden Young ( 14. April 1895 in Philadelphia, Pennsylvania – 8. Juli 1971 in Mount Pleasant, Charleston County, South Carolina ), Witwe von Captain Cassin Young, taufte am 12. September 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Earl Tobias Schreiber ( 22. März 1907 in Kersey, Elk County, Pennsylvania – 5. Dezember 1996 in Johnsonburg, Elk County, Pennsylvania ) stellte am 31. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres 1944 unternahm die Besatzung mit der USS CASSIN YOUNG ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Während dieser Kreuzfahrt wechselte der Zerstörer zur Marinebasis in San Diego, Kalifornien. Von hier aus begannen in den südkalifornischen Gewässern, zusammen mit dem Schwesterschiff USS YARNALL ( DD-541 ), ab dem 19. Januar Anti-U-Boot Übungen. Diese dauerten für beide Zerstörer bis Anfang März. Gleich nach dem Abschluss verließ die USS CASSIN YOUNG zusammen mit der USS YARNALL die Marinebasis von San Diego und fuhr nach San Francisco. Hier überprüfte man die Schiffskörper beider Zerstörer und bunkerte Munition und Brennstoff. Gleichzeitig gründete man die Task Group 12.6. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS YARNALL und USS GANSEVOORT ( DD-608 ). Am 13. März legten die drei Zerstörer in San Francisco ab und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. Nach sechs Tagen Fahrt erreichten sie die Marinebasis Pearl Harbor. Hier trennten sich wieder die Wege der Zerstörer. Die USS GANSEVOORT eskortierte von diesem Hafen aus mehrere Schiffe bis zum Atoll Majuro, Marshall Island. Für die Besatzungen auf der USS CASSIN YOUNG und USS YARNALL folgten intensive Trainingseinheiten und taktische Übungen innerhalb der hawaiianischen Gewässer. So unternahmen beide Zerstörer vom 19. bis zum 27. März gemeinsam die ersten Übungen. Gleich daran anschließend erfolgten für beide Kriegsschiffe auf der Pearl Harbor Navy Yard mehrere Überprüfungen und Reparaturen, die bis zum 2. April dauerten. Kaum hatten beide Zerstörer am selben Tag die Werft verlassen, erfolgten Übungen der Geschützmannschaften und der Feuerleittechnik um die Geschütze zu kalibrieren und abzustimmen. Diese Übungen dauerten bis zum 6. April. Anschließend bereitete man die USS CASSIN YOUNG auf ihre Fahrt in Richtung Westen vor. Commander Earl Tobias Schreiber hatte den Befehl erhalten, mit dem Kriegsschiff zum Atoll Majuro, Marshall Islands zu fahren und sich dort der Task Force 58 anzuschließen. Doch noch bevor die USS CASSIN YOUNG das Atoll erreicht hatte, hatten die Schiffe der TF 58 am 13. April wieder das Atoll Majuro verlassen und waren in ihr Einsatzgebiet nördlich von Neuguinea gefahren. Dort begann ab dem 21. April die Operation „Reckless & Persecution. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ der Zerstörer wieder das Atoll und fuhr dem Verband hinterher. Diesen erreichte das Kriegsschiff am 28. April. Die USS CASSIN YOUNG war wie die Zerstörer USS EDWARDS ( DD-619 ), USS MEADE ( DD-602 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS CASE ( DD-370 ), USS PRICHETT ( DD-561 ) und USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ) zur freien Verfügung und sicherten die Schiffe der TF 58 vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen ab. Doch schon begannen die Schiffe der TF 58 mit der Rückfahrt zum Atoll Majuro. Auf dem Weg dorthin bombardierten Trägerflugzeuge am Morgen des 29. April japanische Stellungen auf dem Atoll Truk, Karolinen. Für den 30. April stellte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) eine Bombardement Group zusammen, deren Schiffe das Atoll Satawan von den Mortlock Islands, Karolinen beschießen sollten. In dieser Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS WICHITA ( CA-45 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS CANBERRA ( CA-70 ) die von den Zerstörern USS CASSIN YOUNG, USS CALDWELL, USS BANCROFT, USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ) und drei weiteren gesichert wurden. Das Bombardement auf feindliche Stellungen dauerte nur diesen einen Tag. Danach löste sich die Bombardement Group auf und die Schiffe wurden für andere Aufgaben eingeteilt. Die USS CASSIN YOUNG nahm danach ihre Aufgaben zur Sicherung der Schiffe der TF 58 wieder auf. So bombardierten Trägerflugzeuge am 1. Mai feindliche Stellungen auf der Insel Ponape, der Hauptinsel von Palau Islands. Am 4. Mai erfolgte dasselbe auf dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Am 13. Mai erreichten die Schiffe der TF 58 das Atoll Majuro. Die USS CASSIN YOUNG verließ noch am selben Tag wieder das Atoll und fuhr ostwärts. Die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor erreichte der Zerstörer am 20. Mai. Hier erfolgten bis zum 29. Mai umfassende Übungen zusammen mit Geleitflugzeugträgern. Schon von Beginn an dieser Übungen befand sich die USS CASSIN YOUNG in der Task Undergroup 52.14.1, die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 auf Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 im Scribbs Horpital, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TU 52.14.1 befand sich der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CV-41 ), der Geleitflugzeugträger USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS IRWIN ( DD-794 ) und USS ROSS ( DD-563 ). Die Schiffe der Task Group 52.14 verließen am 29. Mai Pearl Harbor und fuhren zum Atoll Eniwetok, welches zu einer amerikanischen Marinebasis ausgebaut wurde. Dieses erreichten sie am 9. Juni. Hier wurde Treibstoff gebunkert. Zwei Tage später verließen sie wieder dieses Atoll und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Dort begann ab dem Abend des 14. Juni der Kampf um die Insel gegen die japanischen Verteidiger. Die USS CASSIN YOUNG hatte in diesen Tagen die Aufgabe die Luftüberwachung zu übernehmen und feindliche Stellungen in Küstennähe zu beschießen. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS CASSIN YOUNG sicherte dabei zusammen mit den beiden anderen Zerstörern die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Am 16. Juni flogen dann die amerikanischen Trägerflugzeuge Angriffe auf die Stadt Garapan auf Saipan und bombardierten diese. Dabei kamen tausende Zivilisten ums Leben. Am folgenden Tag griffen erneut rund siebzig japanische Bomber und Torpedoflugzeuge an. Die Geschützmannschaften der USS CASSIN YOUNG konnten dabei mehrere Abschüsse feindlicher Flugzeuge auf ihrem Konto verbuchen. Trotzdem konnte ein japanischer Pilot mit seiner Maschine den Luftabwehrgeschosshagel durchdringen und über der USS FENSHAW BAY seine mitgeführte Bombe ausklinken. Diese Bombe explodierte in der Luft über dem Hangardeck und tötete vierzehn Besatzungsmitglieder und dreiundzwanzig weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Es brach Feuer aus, das allerdings schon nach einer Stunde unter Kontrolle war. Doch der Geleitflugzeugträger neigte sich wegen des eingedrungenen Löschwassers um drei Grad nach Steuerbord und sein Heck lag sechs Meter tiefer wie gewöhnlich. Die drei Zerstörer der TU 52.14.1 übernahmen nun zusammen mit denen der TU 52.14.2 die Sicherung der Flugzeugträger und Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen, währenddessen die USS FENSHAW BAY von dem Zerstörer USS CALLAGHAN und dem Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY zum Atoll Eniwetok eskortierten. Die anderen Schiffe der TG 52.14 zog man dann vorerst aus den weiteren Kämpfen heraus. Die USS KALININ BAY nahm vor dem Atoll neue Flugzeuge an Bord und kehrte mit der USS CALLAGHAN zum Einsatzort vor Saipan zurück. Dort trafen beide Kriegsschiffe am 24. Juni wieder ein. Doch die Schiffe der TG griffen vorerst nicht weiter in die Kämpfe um Saipan ein. Stattdessen wurden auf hoher See Start- und Landemanöver der Trägerflugzeuge geübt. Dann am 4. Juli griffen die Trägerflugzeuge wieder in das Kampfgeschehen über Saipan ein und bombardierten feindliche Stellungen. Dies wurde vier Tage später wiederholt. Am 9. Juli jedoch zogen sich die Schiffe der TG von Saipan zurück und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort bereitete man die Kriegsschiffe auf den Angriff der Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen vor. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff und dem Auffüllen der Munitionsmagazine verließen die Schiffe wieder das Atoll und erreichten am 20. Juli die Gewässer um Guam. Hier unterstützten die Trägerflugzeuge die angelandeten Marines und bombardierten feindliche Stellungen. Sechs Tage später flogen sie Einsätze zur Unterstützung der Marines auf Tinian. Für die Schiffe der Task Group 52.14 war der Einsatz in den Nördlichen Marianen am 2. August abgeschlossen und sie fuhren in Richtung des Atolls Eniwetok. Kaum waren aber die Flugzeugträger und Geleitflugzeugträger in sicheren Gewässern, kehrte die USS CASSN YOUNG um und fuhr nach Guam zurück. Dort gliederte sich der Zerstörer am 6. August in die Task Group 58.4 ein, die Rear Admiral William Keene Harrill ( 3. Mai 1892 in Knoxville, Knox County, Tennessee – 11. Mai 1962 ) befehligte, und übernahm die Luftsicherung. In dieser TG befand sich zu diesem Zeitpunkt noch der Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-60 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS IOWA ( BB-61 ) du USS INDIANA ( BB-58 ), die Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ), USS MIAMI ( CL-89 )und USS SAN DIEGO ( CL-53 ), sowie die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS THATCHER ( DD-514 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS ELLET ( DD-398 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS LANG ( DD-399 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS LAWS ( DD-558 ) und USS MORRISON ( DD-560 ). Diese Schiffe lagen östlich von Guam und die Trägerflugzeuge bombardierten noch feindliche Ziele auf der Insel. Am 10. August verließen diese Schiffe aber ebenso wie andere Task Groups die Gewässer der Nördlichen Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, wo sie drei Tage später anlegten. Hier wechselten am 26. August die Schiffe der Task Force 58 zur Task Force 38. Die USS CASSIN YOUNG versetzte man dabei in die Task Group 38.3 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und USS TICONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS PRINCETON ( CVL-23 ), die Schlachtschiffe USS INDIANA, USS ALABAMA, USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-58 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS RENO ( CL-96 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS IRWIN, USS LAWS, USS MORRISON, USS LONGSHAW, USS CALLAGHAN, USS PORTERFIELD, USS DORTCH ( DD-670 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok. Ziel waren erneut die Palau Inseln. Am 6. September lagen die Schiffe der TG rund 265 Seemeilen südöstlich dieser Inseln. Zusammen mit den Schiffen der TG 38.1 und TG 38.2 werden durch die Trägerflugzeuge Angriffe auf die Inseln geflogen, die bis zum Morgen des 8. Septembers anhielten. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und fuhren zu der philippinischen Insel Mindanao. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.3 die Gewässer dieser Insel erreicht und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge meldeten einen feindlichen Verband aus vierzig kleinen Schiffen die sich östlich der Insel bei Sanco Point befanden. Umgehend wurde eine Task Undergroup gebildet. Diese TU 38.3.5 befehligte Rear Admiral Laurence Toombs DuBose ( 21. Mai 1893 in Washington DC – 11. Juli 1967 in Charleston, South Carolina ). Auch am 10. September gingen die Bombardements auf feindliche Flugplätze auf Mindanao und Davao weiter. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen östlich von Mindanao. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.3, TG 38.1 und TG 38.2 neue Befehle. Diese setzten noch am selben Tag zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Während dieser Angriffe lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 50 Seemeilen östlich der Surigao Straße. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.3 und TG 38.2 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Dabei wurde nördlich von Cebu Island das japanische Patrouillenboot PT – 482 beschädigt. Am 16. September erfolgte auf hoher See die Betankung der Kriegsschiffe der TG 38.3. Nach der Betankung stellten sich die Schiffe den neuen Aufgaben. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.3, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch dieses Bombardement dauerte nur diesen einen Tag. Die amerikanischen Schiffe verließen die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die Schiffe der TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnten. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. Die Schiffe der TG 38.3 lagen da 175 Seemeilen nordöstlich von Manila. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der beiden anderen Task Groups wurden in der Bucht von Manila der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Japanische Flugzeuge griffen am 22. September die vor Luzon liegenden Schiffe an. Die USS CASSIN YOUNG konnte dabei aber zusammen mit den anderen Zerstörern erfolgreich die Flugzeugträger vor diesem feindlichen Luftangriff schützen, so dass es zu keinen Ausfällen kam. Am Abend des 23. September befanden sich die Schiffe der TG 38.3 dann 350 Seemeilen südwestlich der San Bernardino Straße und fuhren am folgenden Tag in Richtung der Palau Inseln. An diesem Tag erhielten die Schiffe der TG durch die Tanker der Task Group 30.8 frischen Treibstoff für die Schiffe und Flugbenzin für die Trägerflugzeuge. Die Palau Inseln erreichten die Schiffe dann am 27. September. In der neugeschaffenen schwimmenden Marinebasis in der Kossol Passage füllten die Schiffe ihre Munitionsmagazine und erhielten weiteren Treibstoff. Am 1. Oktober verließen sie wieder diese Basis und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Für die Schiffsbesatzungen gab es aber dort nicht genügend Ruhe, denn schon am 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.3 dieses Atoll. Die Fahrt führte die Schiffe zuerst in Richtung der Marianen. Die TG 38.3 lag am 8. Oktober rund 500 Seemeilen westlich dieser Inselgruppe und erhielt frischen Treibstoff. Das weitere Ziel war Okinawa. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. So lagen die Schiffe der TG 125 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.3 lagen am 12. Oktober 75 Seemeilen östlich von Formosa. Hier bombardierten die Trägerflugzeuge in den nächsten drei Tagen sämtliche Kriegstechnischen Einrichtungen, Truppenkonzentrationspunkte und Flugplätze der Japaner im zentralen Bereich der Insel bei den Städten Kagi und Taichu. Es gab in diesen Tagen erbitterte feindliche Luftangriffe auf die Schiffe der Task Force 38. In diesen Tagen beteiligten sich die Geschützmannschaften der USS LAWS um mehrere feindliche Bomber abzuschießen. Am 13. Oktober griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 38.2 an. Dabei traf ein Lufttorpedo während des Luftangriffes den Schweren Kreuzer USS CANBERRA ( CA-70 ) unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ) aus der TG 38.2. Die USS WICHITA ( CA-45 ) nahm die USS CANBERRA ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Dadurch mussten mehrere Umgruppierungen am 14. Oktober vorgenommen werden. Auch an diesem Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, während diesem sich die Schiffe der TG 38.3 rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa befanden. Die USS CASSIN YOUNG befand sich an diesem Tag in der Nähe des Leichten Kreuzers USS RENO. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten an diesem Tag mehrere japanische Piloten mit ihren Maschinen abschießen. Doch einer dieser Piloten schaffte es dennoch, trotz das seine Maschine schon getroffen war und Rauch hinter sich herzog, seine Maschine in die Nähe der USS RENO zu bringen. Sein Maschinengewehrfeuer verletzte beim Überflug über die USS CASSIN YOUNG fünf Besatzungsmitglieder und dann schlug er in den Geschützturm Nummer 6 des Leichten Zerstörers ein. Die Munition in diesem Turm konnte noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht und die Schoten dicht gemacht werden, aber den Turm selber konnte man nicht mehr bis zu dessen Reparatur benutzen. Die USS CASSIN YOUNG kam längsseits zu dem Leichten Kreuzer und half beim Löschen des entzündeten Flugbenzins. Nach einer Stunde Kampf war die USS RENO wieder Einsatzbereit. Am 15. Oktober lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen südlich von Formosa und die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Ziele auf der Insel. Dabei traf es hauptsächlich Flugplätze. Und die Schiffe der TF bewegten sich weiterhin um feindlichen Luftangriffen zu entgehen. So lagen sie schon am folgenden Tag wieder rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa und am 17. Oktober rund 300 Seemeilen östlich von Formosa. Dann zog man sie aus dem Kampfgeschehen und sie befanden sich am 18. Oktober rund 325 Seemeilen östlich von Luzon damit die Kampfschiffe betankt werden konnten. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren fuhren die Schiffe der TG 38.3 in Richtung Mindanao und die Trägerflugzeuge bombardierten auf den Visayans feindliche Flugplätze. Dabei lagen die Schiffe rund 174 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße. Damit wurden die Vorbereitungen auf die Kämpfe um die philippinische Insel Leyte getroffen. Am 23. Oktober kehrten die Sicherungsschiffe aus der TU 30.3.1 zu ihren Task Groups zurück. Dabei befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 60 Seemeilen östlich von Poloilo Island. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die USS CASSIN YOUNG versetzte man anfangs nicht in eine andere Task Group und beließ den Zerstörer in der TG 38.3. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Die Schiffe der TG 38.3 befanden sich an diesem Tag ungefähr 100 Seemeilen ostnordöstlich von Poloilo Island. Die Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken und weitere schwere Einheiten beschädigen. Da griffen japanische Landgestützte Flugzeuge die TG 38.3 an. Trotzdem das die amerikanischen Zerstörer und Kreuzer während der Schlacht mehrere Angreifer abschießen konnten, brach ein japanischer Bomber durch und stürzte sich auf den Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON. Die Rettungsarbeiten zur Erhaltung des Trägers zeigten keinen Erfolg. Selbst der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM und die Zerstörer USS MORRISON, USS IRWIN und USS GATLING wurden dabei beschädigt. Daher musste die USS PRINCETON von der USS RENO und USS IRWIN versenkt werden. Um nun die japanische Central Force abzufangen, ließ Admiral Halsey Teile der Task Force 38 erneut umstellen. Die USS CASSIN YOUNG blieb zusammen mit den Zerstörern USS CALLAGHAN, USS PRESTON und USS PRICHETT in der TG 38.3 und sicherte die dortigen Flugzeugträger und Schweren Einheiten. Die Seeschlacht um Leyte dauerte bis zum 26. Oktober. Danach war die japanische Flotte nicht mehr eine geschlossene Kampfeinheit. An diesem 26. Oktober reihten sich die Schiffe der TG 30.3 wieder in die TG 38.3 ein, deren Schiffe sich rund 300 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße befanden. Hier wurde auch frischer Treibstoff übergeben. Die Schiffe machten sich langsam auf den Weg in Richtung des Atolls Ulithi, so dass sie sich am 27. Oktober 100 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße befanden und die Trägerflugzeuge feindliche Stellungen auf den Visayans und in der Manila Bay bombardierten. Nachdem an diesem Tag das letzte Trägerflugzeug auf seinem Träger gelandet war, verließen die Schiffe der TG 38.3 das Einsatzgebiet zwischen den philippinischen Inseln. Am 30. Oktober erreichten sie das Atoll Ulithi. Man bunkerte hier frischen Treibstoff, füllte die Munitionsmagazine auf und füllte die Flugzeugstaffeln auf den Trägern auf. Die Task Group 38.3 wurde neu zusammengestellt und das Kommando behielt Rear Admiral Frederick Carl Sherman während der Operation „King II“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS LEXINGTON, USS ESSEX und USS TICONDEROGA, die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS PRINCETON, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA, USS SOUTH DAKOTA und USS ALABAMA, die Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS RENO, USS BIRMINGHAM und USS SANTA FE und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS CLARENCE K BRONSON, USS COTTEN, USS HEALY, USS DORTCH, USS GATLING, USS COGSWELL, USS CAPERTON, USS INGERSOLL, USS KNAPP, USS PORTERFIELD, USS PRESTON und USS LAWS. Am 2. November verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TG 38.1 das Atoll Ulithi und fuhren wieder zur philippinischen Insel Leyte. Unterwegs wurde der Leichte Kreuzer USS RENO durch das japanische U-Boot I-41 torpediert und beschädigt. Der Leichte Kreuzer musste nach Ulithi umkehren. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe der TG 38.3 350 Seemeilen östlich der zentralen Philippinen und einen Tag später rund 100 Seemeilen östlich von Luzon. Ab diesem Tag begannen auch die Luftangriffe von japanischen Kamikazepiloten die den Flugzeugträger USS LEXINGTON nur leicht beschädigten, so dass der Flugbetrieb aufrecht erhalten bleiben konnte. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der TG 38.1 wurden dann feindliche Stellungen und Flugplätze in der Manila Bay bombardiert. Dabei konnten die amerikanischen Flugzeuge der USS LEXINGTON den Schweren Kreuzer NACI 5 Seemeilen westlich von Corregidor versenken. Weitere japanische Schiffe erlitten in der Manila Bay erhebliche Schäden und mussten sich bis nach Okinawa zurück ziehen. Die beiden amerikanischen Schiffsverbände fuhren am folgenden Tag näher an Luzon heran, um den Trägerflugzeugen die Chance zu ermöglichen auch im Landesinnern der Insel japanische Flugplätze erfolgreich zu bekämpfen. Außerdem konnten am Abend dieses Tages die Kriegsschiffe selber mit ihren Schiffsgeschützen die in der Manila Bay noch befindlichen japanischen Schiffe bekämpfen. In der heraufziehenden Dämmerung verließen die Schiffe der TG 38.3 aber wieder Luzon und befanden sich am 7. November 300 Seemeilen nordöstlich der zentralen Philippinen und am folgenden Tag weitere 300 Seemeilen von diesem Punkt. Ziel der Schiffe war Guam. Am 10. November erhielten die Schiffe der TG den Befehl umzukehren. Der japanische Schiffsverband TA-3 war von der Manila Bay aus zur Ormoc Bay, Leyte unterwegs um Nachschub zu bringen. Dieser japanische Verband wurde von Rear Admiral Mikio Hayakawa ( 18. April 1894 – 11. November 1944 ) kommandiert. In diesem Verband befanden sich die Zerstörer SHIMAKAZE, HACUSHIMO, HAMANAMI, NAGANAMI, ASASHIMO und WAKAZUKI, der Minensucher Nummer 30, das Patrouillenboot Nummer 46 und die Frachtschiffe CELEBES MARU, TAIZAN MARU, SEIHO MARU und TENSHO MARU die insgesamt 2000 Soldaten und 6000 Tonnen Fracht transportierten. Am 9. November hatten diese Schiffe vor Manila abgelegt. Drei weitere Zerstörer waren am 10. November zum japanischen Schiffsverband TA-4 gewechselt. Am 11. November kam es dann in der Ormoc Bay zwischen diesen japanischen Schiffen und denen der Task Group 38.3, TG 38.1 und TG 38.4 zum Kampf. Dabei wurden die japanischen Zerstörer HANAMANI, HAGANAMI, SHIMAKAZE und WAKACUKI, das Minensuchboot Nummer 30 und die Frachtschiffe TAIZAN MARU, SEIHO MARU und TENSHO MARU versenkt. Im Anschluss daran wurden die amerikanischen Schiffsverbände am nächsten Tag 200 Seemeilen östlich der San Bernadino Straße mit Treibstoff versorgt. Am 13. November befanden sie sich dann in den Gewässern der zentralen Philippinen und südlich von Luzon. Von den Flugzeugträgern Einsatzgebiet. Die Schiffe der TG 38.3 griffen zusammen mit den Schiffen der TG 38.2 am 25. November weiterhin feindliche Ziele bei Luzon an. Dabei traf man auf den japanischen Truppentransportkonvoi „TA-5“, der Soldaten von Manila nach Leyte bringen sollte. Die Japaner hatten diesen Konvoi in zwei Gruppen geteilt. In der ersten befanden sich die Truppentransporter T-111, T-141 und T-160 die von dem Patrouillenboot CHA-46 eskortiert wurden und am 23. November von Manila, Luzon aus losgefahren waren. Am folgenden Tag legten die Truppentransporter T-6, T-9 und T-10, gesichert von dem Zerstörer TAKE, ab und folgten der ersten Gruppe. Diese hatte noch vor der Dämmerung am 24. November Port Cataingan auf Masbate Island erreicht um einen amerikanischen Luftangriff zu vermeiden. Doch alle drei Truppentransporter wurden, während die Soldaten sie verließen, versenkt. Das Patrouillenboot entfernte sich eiligst um der zweiten Gruppen entgegen zu eilen. Diese erreichte am 25. November Port Balancan auf Marinduque Island. Die Truppentransporter T-6 und T-10 wurden durch amerikanische Trägerflugzeuge dort versenkt und T-9 beschädigt. Gleichzeitig mussten sich aber die amerikanischen Schiffe gegen japanische Kamikazepiloten wehren, während die Trägerflugzeuge weitere japanische Truppentransport- und Frachtschiffe versenkten. Am Abend desselben Tages endete die Operation „King II“ und die Schiffe der TF 38 fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Die Japaner griffen die ostwärts fahrende Schiffsflotte mit wenigen Flugzeugen erneut an, konnten aber keines der amerikanischen Schiffe beschädigen. Die Schiffe der TG 38.3 sicherten die Fahrt der anderen Task Groups ab. Dabei konnten die Geschützmannschaften der USS CASSIN YOUNG ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Die TG erreichte am 3. Dezember das Atoll Ulithi. Hier füllte man auf dem Zerstörer die Munitionsmagazine wieder auf, bunkerte frischen Treibstoff und beteiligte sich an mehreren Übungen. Anschließend wurden die Schiffe der Task Force 38 erneut aufgeteilt. Die USS CASSIN YOUNG blieb in der Task Group 38.3 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman während der Operation „Love III“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS TICONDEROGA, die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON, USS NORTH CAROLINA und USS SOUTH DAKOTA, den Leichten Kreuzern USS MOBILE, USS BILOXI, USS SANTA FE und USS OAKLAND und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS PORTERFIELD, USS PRESTON, USS LONGSHAW, USS LAWS, USS PRICHETT, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS BRUSH ( DD-745 ). Am 11. Dezember verließen diese Schiffe zusammen mit allen anderen Schiffen der TF 38, die noch nicht abgelegt hatten, das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Auf dem Weg dorthin, die Kriegsschiffe lagen rund 350 Seemeilen östlich von Luzon, trafen sie am folgenden Tag auf die Versorgungsschiffe der Task Group 30.8 und übernahmen frischen Treibstoff. Am 13. Dezember war die Ausgangsposition vor der Anlandungszone erreicht und die Trägerflugzeuge stiegen auf um japanische Stellungen zu bombardieren. Am nächsten Tag fielen Bomben auf die Flugplätze Clark Field und Angeles Field sowie auf feindliche Stellungen auf Salvador Island. Am dritten Tag des Bombardements flogen die Trägerflugzeuge die Gebiete um Masinloc, San Fernando, Manila Bay und Cabatuan an. Dieser Bombenhagel dauerte bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Die Schiffe der TG 38.3 lagen da rund 500 Seemeilen östlich der Philippinen. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sanken die Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ), USS HULL ( DD-350 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS HICKOX, USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS DYSON ( DD-572 ) und USS BENHAM ( DD-796 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI ( CL-89 ) und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS CABOT ( CVL-28 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Aus der TG 38.3 erlitt nur der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO mehrere Beschädigungen. Am Morgen des 21. Dezember verließen die Schiffe der Task Force 38 die Gewässer und fuhren in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die Schiffe der Task Force 38, zu der die USS CASSIN YOUNG immer noch gehörte, legten am 30. Dezember 1944 in Ulithi schon wieder ab und fuhren erneut nach Luzon um an den beginnenden Kämpfen teilzunehmen. Der Zerstörer stand diesmal frei zur Verfügung und führte neben der Sicherung der Flugzeugträger und der Schweren Einheiten auch U-Boot Patrouillen durch. Diesmal erhielt die Operation den Namen „Mike I“ und Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) behielt das Kommando über die Task Force. Die Schiffe der TF 38 wurden zur Unterstützung der Landungsoperation auf Luzon eingesetzt in dem die Nachschubwege von Formosa aus abgeschnitten wurden. Ab dem 3. Januar bombardierten die amerikanischen Trägerflugzeuge japanische Stellungen auf Formosa und versenkten japanische Schiffe. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 30.8 rund 300 Seemeilen Nordöstlich von Luzon und betankten die Schiffe der TF 38. Gleich im Anschluss daran näherte sich die Task Force Luzon von Norden her und ab dem 6. Januar wurden japanische Stellungen auf der philippinischen Insel bombardiert. Am 12. Januar folgte gleich die Operation „Gratitude“, die bis zum 25. Januar dauerte und die Südöstlichen Gebiete von Französisch Indochina angegriffen wurden. Sämtliche japanischen Schiffe wurden nun in der Südchinesischen See angegriffen und wenn möglich versenkt. Der Einsatz der Task Force 38 war während der Kämpfe eine Demonstration der mobilen Seemacht und der Stärke der amerikanischen Marine. Bis zum 21. Januar waren feindliche Versorgungsschiffe mit einer Gesamttonnage von 130.000 BRT versenkt und unzählige feindliche Flugzeuge vernichtet. Am 26. Januar verließen die Schiffe der TF 38 wieder ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Hier gliederte man die USS CASSIN YOUNG in die Task Group 58.3 ein die Rear Admiral Frederick Carl Sherman während der Operation „Detachment & Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NEW JERSEY, der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS CLARENCE K BRONSON, USS HEALY, USS DORTCH, USS COTTEN, USS GATLING, USS IRWIN, USS PRESTON, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS BORIE ( DD-704 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.3 das Atoll Ulithi. Das Ziel war das japanische Kernland. Drei Tage später befanden sich die Schiffe der TG rund 400 Seemeilen nordöstlich von Luzon und wurden dort durch Tanker mit frischem Treibstoff betankt. Zwei Tage später befanden sie sich südöstlich von Tokyo. Das dortige industrielle Herz des Feindes sollte schwer getroffen werden. Am 16. Februar begann das Bombardement durch die Trägerflugzeuge. Am folgenden Tag um 13:30 Uhr verließen die Schiffe wieder ihre Positionen und fuhren zur Bonin Insel Iwo Jima. 75 Seemeilen nordwestlich von dieser Insel lagen dann die Schiffe der TG und die Trägerflugzeuge begannen ein Bombardement japanischer Stellungen. Die USS CASSIN YOUNG lieferte zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Außerdem wurden alle gesichteten japanischen Schiffe versenkt. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten auch an diesem Tag die anlandenden Marines. Drei Tage lang flogen die amerikanischen Flugzeuge ihre Angriffe. Zwischendurch erhielten am 20. Februar die Schiffe auf ihrer Position 75 Seemeilen westlich von Iwo Jima frischen Treibstoff. Von dieser Position aus wurden am folgenden Tag feindliche Stellungen auf den Bonin Inseln Cichi Jima und Haha Jima angegriffen. Auf Iwo Jima benötigte man am 22. Februar erneut auf amerikanischer Seite Luftunterstützung die die Trägerflugzeuge der TG 58.3 lieferten. Gleich im Anschluss daran verließen die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren ostwärts. Am nächsten Tag befanden sie sich 200 Seemeilen östlich von Iwo Jima und erhielten erneut frischen Treibstoff übergeben. Die weitere Fahrt führte die Schiffe erneut nach Tokyo. Am 25. Februar erreichten sie ihre vorgegebenen Positionen und lagen 175 Seemeilen südöstlich von der japanischen Hauptstadt. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement gegen militärische Ziele. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG allerdings wieder diese Gewässer und kehrten nach Iwo Jima zurück. Dort erfasste ein Sturm auf hoher See die Schiffe der TG. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen und die hohen Wellen abzureiten. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Am 28. Februar hatte sich die See soweit gehend wieder beruhigt, dass die Schiffe der TG 58.3 betankt werden konnten. Während dessen fuhren sie aber weiter in Richtung Okinawa. Hier lagen sie am 1. März 75 Seemeilen südöstlich der Insel und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen japanische Flugplätze und militärischen Einrichtungen. Außerdem wurden alle Schiffe versenkt die man sichten konnte. Am 2. März verließen dann die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren in Richtung des Atolls Ulithi. Die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS IRWIN und USS PRESTON aus der Zerstörerdivision 109 bombardierten an diesem Tag in der Philippinischen See das 4,8 km lange und 1,6 km breite japanische Atoll Okinotorishima. Anschließend folgten die Zerstörer den Schiffen der Task Force und machten mit ihnen zusammen am 4. März vor dem Atoll Ulithi fest. Noch am selben Tag versetzte man die USS CASSIN YOUNG in die Task Undergroup 54.1.4 die Rear Admiral Lynde Dupuy McCormick ( 12. August 1895 – 16. August 1956 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA (CA-24 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS BILOXI und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS PORTERFIELD, USS IRWIN und USS CALLAGHAN. Am 5. März verließen diese Schiffe schon wieder das Atoll Ulithi und begannen östlich davon mit mehreren Trainingseinheiten. Diese waren am 21. März abgeschlossen und die Schiffe der Task Force 54 verließen das Atoll. Ziel war Okinawa. Hier sollten die Kriegsschiffe der TU 54.1.4 feindliche Stellungen bei Hagushi Beaches bombardieren und somit die Landung der amerikanischen Marines vorbereiten. Am 25. März erreichen die Schiffe der TF 54 ihre Ausgangspositionen. Am Morgen des folgenden Tages begann das Bombardement mit den Schiffsgeschützen. An diesem Tag griffen auch japanische Kamikazepiloten den Schiffsverband an. Dabei wurde der Leichte Kreuzer USS BILOXI und der Zerstörer USS PORTERFIELD beschädigt. Die USS CASSIN YOUNG beteiligte sich selber an der Sicherung der Schweren Einheiten, welche eine massive Invasionsbombardierung der in Küstennähe befindlichen Bunker durchführten. Anschließend näherte sich der Zerstörer der Küste und unterstützte die dort agierenden Underwater Demolitions Teams. Am Invasionstag selber, dem 1. April, unterstützte die USS CASSIN YOUNG mit ihren Schiffsgeschützen die anlandenden Marines in dem Bereich des Brückenkopfes. Gleich danach übernahm der Zerstörer am 6. April die Radarvorpostenstation Nummer 1 ein. Am 6. April kam es dort ab 1:00 Uhr zu massiven Kamikazeangriffen eben auf diese Radarvorpostenschiffe. Die amerikanischen Besatzungen kämpften dabei nicht nur um ihr Leben, sondern auch um den Erhalt ihres Schiffes. Auf der Radarvorpostenstation Nummer 1 befand sich ebenfalls der Zerstörer USS BUSH ( DD-529 ). Er war näher an die Radarvorpostenstation Nummer 2 gesetzt, auf der sich der Zerstörer USS COLHOUN ( DD-801 ) befand. Bis 17:45 Uhr kämpften die Mannschaften beider Kriegsschiffe gemeinsam heldenhaft gegen die anfliegenden Feinde. Doch in beide Zerstörer stürzten sich immer wieder Kamikazepiloten mit ihren Maschinen, so dass beide Zerstörer sanken. Die USS CASSIN YOUNG hatte sich in den vergangenen Stunden ebenfalls gegen die feindlichen Luftangriffe erwehren müssen, aber keines der Flugzeuge kam dem Kriegsschiff zu nahe um es beschädigen zu können. Nach dem letzten japanischen Luftangriff eilte der Zerstörer den beiden kämpfenden Schiffsbesatzungen zu Hilfe und konnte nur noch die Überlebenden aus dem Wasser bergen. So konnten 227 Besatzungsmitglieder von der USS BUSH, dort waren während des Kampfes 14 Mannschaftsmitglieder waren getötet worden und 73 galten als vermisst und 32 Mannschaftsmitglieder konnten verwundet gerettet werden. Von der USS COLHOUN rettete man die dort noch verbliebene Rumpfbesatzung und versenkte anschließend den langsam sinkenden Zerstörer auf der Position 27° 16’ 0’’ Nord , 127° 48’ 0’’ Ost mit Geschützfeuer. Der Großteil der Besatzung von der USS COLHOUN war schon vorher auf das Landungsunterstützungsschiff USS LCS-48 gewechselt. Von den 273 Besatzungsmitgliedern des Zerstörers starben während der Kamikazeangriffe 32 und 23 wurden verwundet, von denen aber später zwei an ihren schweren Verwundungen verstarben. Die USS CASSIN YOUNG brachte die Überlebenden beider gesunkener Zerstörer nach Kerama Retto und kehrte anschließend auf die Radarvorpostenstation 1 zurück. Dort gab es am 12. April gegen Mittag einen erneuten massiven Kamikazeangriff. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten fünf von sechs dieser Angreifer abschießen. Der sechste Pilot hatte seinen Sturzflug falsch berechnet und prallte oben gegen den Vormast. Das Flugzeug erhielt dadurch eine rotierende Bewegung und explodierte in fünfzehn Meter Entfernung zum Schiff in der Luft. Durch die umherfliegenden Trümmerteile wurde ein Besatzungsmitglied der USS CASSIN YOUNG getötet und 59 zum Teil schwer verletzt. Obwohl der Zerstörer durch diese Trümmerteile ebenfalls beschädigt wurde, konnte aus eigener Kraft zu Reparaturarbeiten zu den Kerama Retto Inseln fahren. Nach den ersten Notreparaturen fuhr das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi, wo diese abgeschlossen werden konnten. Am 31. Mai kehrte die USS CASSIN YOUNG nach Okinawa zurück und nahm die Radarvorpostenstation Nummer 11 ein. Zwischenzeitlich schickten die Japaner keine Kamikazepiloten mehr in Richtung der amerikanischen Kriegsschiffe, so dass die USS CASSIN YOUNG zwei Schiffskonvois eskortieren konnte und die Mannschaft sich auf Guam innerhalb weniger Tage von den Kämpfen erholen konnte. Dann lag der Zerstörer am 28. Juli erneut auf seinem Posten. An diesem Tag gab es den letzten verzweifelten japanischen Kamikazeangriff. Diese selbstmörderischen Piloten sollten so viele amerikanische Schiffe wie nur möglich versenken. In der Nähe der USS CASSIN YOUNG befand sich an diesem Tag das Schwesterschiff USS CALLAGHAN auf seiner Station. In diesen Zerstörer stürzte sich auf der Steuerbordseite ein japanischer Pilot mit seinem Doppeldecker aus Holz und schlug in Höhe des Maschinenraums ein. Die USS CASSIN YOUNG eilte dem Schwesterschiff zu Hilfe und schoss zwei weitere Kamikazepiloten mit ihren Maschinen ab, musste aber aus der Entfernung zusehen wie dort die Flakmunition explodierte. Erst am 29. Juli um 2:35 Uhr sank der Zerstörer und die USS CASSIN YOUNG begann mit der Aufnahme der Überlebenden. An diesem 29. Juli erfolgte ein weiterer Kamikazeangriff, allerdings nicht mehr so massiv wie am Vortag. Trotzdem schaffte eines dieser Piloten sich auf den Feuerleitkontrollraum zu stürzen und die sich darin befindlichen Mannschaftsmitglieder mit in den Tod zu reißen. Ein zweites japanisches Flugzeug stürzte auf der Steuerbordseite mittschiffs auf den Zerstörer. Dadurch kam es zu einer gewaltigen Explosion von Munition und das auslaufende Flugbenzin ergoss sich langsam in das Schiffsinnere. Aber die heroische Besatzung schaffte es das Feuer unter Kontrolle zu bringen und innerhalb von 20 Minuten eine Schiffsmaschine für die Fahrt zu den Kerama Retto Inseln wieder flott zu bekommen. Während dieses Kamikazeangriffs starben zweiundzwanzig Mannschaftsmitglieder und fünfundvierzig wurden zum Teil schwer verletzt. Für den entschlossenen Dienst und die gezeigte Tapferkeit auf der Radarvorpostenstation vor Okinawa verlieh man der USS CASSIN YOUNG die Navy Unit Commendation. Am 8. August verließ der Zerstörer dann die Kerama Retto Inseln und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die Werft in San Pedro, Kalifornien für die Umfangreichen Reparaturarbeiten. Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselte das Kriegsschiff nach San Diego und wurde dort am 28. Mai 1946 außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS CASSIN YOUNG für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander James Boyce Denton ( 10. Februar 1914 – 2. Mai 1992 in Fairfax City, Virginia ) stellte am 8. September 1951 in der Long Beach Naval Shipyard den Zerstörer in den Dienst der US Navy. Nach ersten Test- und Ausbildungsfahrten verlegte man die USS CASSIN YOUNG an die US Ostküste. Dazu verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ) am 4. Januar 1952 San Diego, durchquerte am 14. Januar den Panamakanal und legte am 19. Januar im Hafen von Newport, Rhode Island, dem neuen Heimathafen, sich längsseits an dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ) an. Man nahm hier mehrere Reparaturen an dem Kriegsschiff vor. Danach begannen mehrere Trainingsfahrten vor der Küste von Newport und anschließend beteiligte sich der Zerstörer an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. Im September 1952 fuhr das Kriegsschiff in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts und wurde im Dry Dock Nummer 1 festgemacht. Hier erfolgte die erste von vier Generalüberholungen im Leben des Zerstörers, die alle in dieser Werft durchgeführt wurden. Während dieser Überholung aktualisierte man das Kriegsschiff auf die aktuelle Konfiguration. So erhielt es zwei Hedgehog Anti-U-Boot Werfer und zwei Torpedowagen für die Mark 32 Torpedos. Die Torpedohalterung für fünf Torpedos wurde dabei entfernt. Außerdem wurden vier 40 mm Borfors Zwillingslafetten durch zwei Vierlingslafetten ersetzt. Auch der hinter der Brücke aufgestellte einrohrige Hauptmast wurde durch einen Stativmast ersetzt, wo man verbesserte Radar- und Elektroniksysteme unterbringen konnte. Jetzt begannen für die Schiffsbesatzung Auffrischungskurse. Danach beteiligte sich das Kriegsschiff vom 7. Mai bis zum 12. Juni 1953 vor Florida an mehreren Übungen zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten. Daran schlossen sich lokale Operationen entlang der US Ostküste an. Zum ersten Mal verließ die USS CASSIN YOUNG am 16. September die amerikanische Küste und fuhr ins Mittelmeer. Hier sich der Zerstörer bis zum 30. November an Operationen der 6. US Flotte. Nach der Ankunft in Newport füllte man nur die Bunker des Kriegsschiffes und es legte erneut ab. Bis Anfang 1954 beteiligte sich der Zerstörer an lokalen Operationen vor der Ostküste und in der Karibik. Am 3. Mai legte die USS CASSIN YOUNG dann wieder in Newport ab und begann ihre erste Weltumfahrung. Dazu durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und gliederte sich vor der Küste von Korea in die Reihen der 7. US Flotte ein. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Manövern, patrouillierte vor der koreanischen Küste und absolvierte im Fernen Osten mehrere Höflichkeitsbesuche in dortigen Häfen. Mit dem Beginn der Heimfahrt fuhr die USS CASSIN YOUNG durch den Indischen Ozean, den Persischen Golf, durchquerte den Suezkanal und das Mittelmeer und legte hier überall in mehreren Häfen an. Am 28. November 1954 erreichte der Zerstörer wieder Newport. Das Kriegsschiff lag dann am 9. Juni 1955 erneut in der Boston Navy Yard und unterzog sich hier der zweiten Überholung seit dem Kriegsende. Anschließend erfolgten wieder lokale Operationen entlang der US Ostküste. Danach folgte ein weiterer Einsatz im Mittelmeer zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte und besuchte dort mehrere Häfen. So lag die USS CASSIN YOUNG im April 1956 im Hafen von Barcelona. Zur gleichen Zeit lagen dort die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ) und USS NEWPORT NEWS ( CA-148 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ) und der Munitionstransporter USS MAUNA LOA ( AE-8 ). Die USS NEWPORT NEWS war dabei das Flaggschiff der 6. US Flotte und an Bord befand sich deren Kommandeur, Vizeadmiral Harry Donald Felt ( 21. Juni 1902 in Topeka, Shawnee County, Kansas – 25. Februar 1992 in Honolulu, Honolulu County, Hawaii ). Nach der Ankunft in Newport beteiligte sich die USS CASSIN YOUNG erneut lokalen Operationen, um dann noch vor dem Winter wieder in das Mittelmeer zu fahren. Im Frühjahr 1957 kehrte der Zerstörer an die US Ostküste zurück und beteiligte sich wieder an Übungen und Trainingseinheiten in der Karibik während der Ausbildung in der Anti U-Boot Taktik. Dann erfolgte mit dem Jahr 1958 ein Besuch von mehreren Häfen in Nordeuropa und die Beteiligung an Manövern. Während des letzten Manövers entdeckte man dabei ein Problem am Ruder des Kriegsschiffes. Umgehend musste die USS CASSIN YOUNG in einen französischen Hafen einlaufen und in ein Trockendock bugsieren lassen. Nach den dort erfolgten Reparaturen fuhr der Zerstörer zurück in seinen Heimathafen und wechselte wenige Tage später in die Boston Navy Yard. Hier erfolgte die dritte umfassende Überholung des Kriegsschiffes. So erhielt es unter anderem neue Antennen. Diese Überholung war am 1. Oktober abgeschlossen und der Zerstörer fuhr in Richtung Heimathafen. Diesen erreichte das Kriegsschiff am 4. Oktober. Noch vor der Jahreswende verließ die USS CASSIN YOUNG erneut ihren Heimathafen und fuhr zum vorletzten Mal ins Mittelmeer. Hier befand sich der Zerstörer am 23. Dezember in italienischen Gewässern. Nach der Heimfahrt nach Newport beteiligte sich der Zerstörer auch wieder an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. Doch schon am 24. Juli 1959 verließ das Kriegsschiff wieder die amerikanische Küste und fuhr ins Mittelmeer um dort zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte an mehreren Operationen teilzunehmen. So eskortierte der Zerstörer unter anderem bis zum 6. August das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ). Im Oktober befand sich die USS CASSIN YOUNG wegen Reparaturarbeiten längsseits beim Zerstörertender USS SIERRA ( AD-18 ), welcher in der Souda Bay, Kreta, Griechenland lag. Das Kriegsschiff kehrte anschließend nach Newport zurück und wechselte von dort aus Anfang Februar 1960 in die Norfolk Naval Shipyard. Hier wurde der Zerstörer am 6. Februar im Dry Dock 8 festgemacht. Hier bereitete man das Kriegsschiff zusammen mit den Schwesterschiffen USS DASHIELL ( DD-659 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS CAPERTON ( DD-650 ), USS COTTON ( DD-669 ) und USS DALY ( DD-519 ) für die Außerdienststellung vor, die am 21. März abgeschlossen war. Danach wechselte die USS CASSIN YOUNG in die Philadelphia Naval Shipyard. Hier stellte man den Zerstörer am 29. April 1960 außer Dienst und wurde in der Philadelphia Naval Inactive Ship Maintenance Ficility für die Atlantikreserveflotte langfristig gelagert. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) aus der US Navy – Liste.
Noch am selben Tag übergab man den Zerstörer als Dauerleihgabe an den National Park Service. Dazu schleppte man das Kriegsschiff am 15. Juni 1978 in die Boston Navy Yard. Hier bereitete man es zu einem Museumsschiff vor. Für die Öffentlichkeit wurde es offiziell am 27. Juni 1981 in dem Boston National Historical Park, Boston, Massachusetts zugänglich gemacht.
Heute wird das Schiff von Mitarbeitern des National Park Service sowie von Freiwilligen gewartet und instand gehalten. 1986 wurde der Zerstörer in das National Register of Historic Places aufgenommen und als National Historic Landmark eingetragen. Die ehemalige USS CASSIN YOUNG ist ein gut erhaltenes Beispiel der FLETCHER – Klasse, der größten Zerstörerklasse die in den Vereinigten Staaten von Amerika während des Zweiten Weltkrieges hergestellt wurde.
Ende Juli 2010 wurde der Zerstörer für die Öffentlichkeit geschlossen und auf eine Fahrt in das Trockendock vorbereitet. Am 9. August 2010 verlegte man das ehemalige Kriegsschiff nach dreißig Jahren zum ersten Mal in das historische Trockendock Nummer 1 in der Charlestown Navy Yard innerhalb der Boston Naval Shipyard. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen an der Schiffsaußenhaut durchgeführt. Am 4. September 2012 musste die USS CASSIN YOUNG erneut in das Trockendock, wo die restlichen Arbeiten am Schiffsrumpf abgeschlossen werden konnten. Auf ihren Liegeplatz am Pier 1 im Museumsbereich kehrte der Zerstörer am 14. Mai 2013 zurück. Doch schon am 4. Juni 2013 musste das ehemalige Kriegsschiff in die Boston Harbor Shipyard and Marina in East Boston versetzt werden damit an ihrem eigentlichen Liegeplatz in der Charlestown Navy Yard Reparaturen ausgeführt werden konnten. Im September durfte das Museumsschiff dann seinen Anlegeplatz zurückkehren.


USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )
Commanding Officer

CDR Earl Tobias Schreiber          31. Dezember 1943 – 31. Oktober 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR John Williams Ailes III          31. Oktober 1944 – 29. August 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Carl Ferdinand Pfeifer        29. August 1945 – 28. Mai 1946
Außerdienststellung           28. Mai 1946 – 8. September 1951
CDR James Boyce Denton          8. September 1951 – 21. November 1952
CDR Thomas Joseph Rudden Jr.          21. November 1952 – 10. Juli 1954 (erreichter Rang RADM)
CDR Kenneth Barth Brown          10. Juli 1954 – 17. August 1956
CDR Clifton Bledsoe Cates Jr.          17. August 1956 – 14. September 1958
CDR John Homer Hooper         14. September 1958 – 29. April 1960

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