USS CASSIN ( DD-372 )

USS CASSIN ( DD-372 )

Biografie

Stephen Cassin
* 16. Februar 1783 in Philadelphia, Philadelphia County, Pennsylvania
† 29. August 1857 Washington DC
war ein Offizier in der United States Navy

Stephen Cassin war der Sohn des Navy Offiziers Commodore John Cassin ( 16. Juli 1760 in Philadelphia, Pennsylvania – 24. März 1822 in Charleston, South Carolina ) und Ann Willcox Cassin ( Dezember 1757 in Middletown, Delaware County, Pennsylvania – 23. November 1821 auf See ). 1800 Trat Stephen Cassin im Rang eines Midshipman in die US Navy ein. Er diente in Philadelphia und auf den Westindischen Inseln während der letzten Tage des Quasi Krieges mit Frankreich. Anschließend nahm er während des Ersten Barbarenkrieges an den Kämpfen zur Sicherung des Mittelmeeres für amerikanische Handelsschiffe teil. Noch vor dem Ausbruch des Krieges von 1812 ernannte man ihn zum Lieutenant. Danach versetzte man Stephen Cassin zu den Großen Seen. Dort befehligte Master Commander Thomas MacDonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 im New Castle County, Delaware – 10. November 1825 auf See vor Gibraltar ) die amerikanischen Seestreitkräfte auf dem strategisch wichtigen Lake Champlain. Zur Verfügung standen am Anfang drei Schaluppen und zwei Kanonenboote. Stephen Cassin unterstützte nun Master Commander MacDonough bei der Aufrüstung der amerikanischen Streitkräfte. Dafür erhielt er das Kommando über den Schoner USS TICONDEROGA ( 1814 ), den er am 14. Mai 1814 in den Dienst der US Navy gestellt hatte. Am 11. September 1814 kam es dann zur Schlacht zwischen dem amerikanischen und dem britischen Geschwader bei Plattsburgh. Auf britischer Seite war die HMS FINCH, das Schiff besaß sieben Kanonen, zusammen mit einigen Kanonenbooten das letzte Schiff das in den Kampf eingriff. Lieutenant William Hicks, Kommandant der Schaluppe, hatte dann den Befehl bekommen auf die amerikanische Schaluppe USS PREBLE zuzufahren um diese zu entern. In diesem Augenblick schossen die Kanonen der USS TICONDEROGA eine Breitseite auf die HMS FINCH ab und die Takelage des britischen Kriegsschiffes fiel in sich zusammen. Das Schiff war dabei steuerlos und lief in der Nähe von Crab Island auf Grund, wo eine kleine amerikanische Küstenbatterie sofort mit dem Beschuss auf das feindliche Schiff begann. Unfähig sein Schiff wieder in tieferes Wasser zu bringen, da ihm die dazu nötige Mannschaft fehlte, ergab sich Lieutenant Hicks. Nun konzentrierte sich Stephen Cassin auf die britische Schaluppe HMS CHUBB. Dieses Schiff unter dem Kommando von Lieutenant James McGhie sollte eine sicher Position einnehmen und zusammen mit der britischen Brigg HMS LINNET ( 1814 ) die amerikanische Brigg USS EAGLE ( 1814 ) einnehmen. Da feuerte die USS TICONDEROGA eine Breitseite auf die britische Schaluppe. Dabei verlor das Schiff seinen Hauptarm und das Bugspriet. Außerdem riss das Ankerkabel, so dass die HMS CHUBB in die amerikanischen Linien trieb. In der Nähre der amerikanischen Korvette USS SARATOGA ( 1814 ) begann die Mannschaft der USS TICONDEROGA mit dem entern des britischen Schiffes und hatten innerhalb weniger Minuten die Kontrolle darüber. Die Besatzung der USS TICONDEROGA kehrte auf ihr Schiff zurück und fuhren auf die befohlene Position. Von hier aus beschossen sie die britischen Schiffe. Gleichzeitig versuchten britische Kanonenboote an den amerikanischen Schoner heranzukommen um ihn entern zu können. Doch jedes Mal wurden die britischen Besatzungen abgewiesen. Nicht zuletzt durch Midshipman Hiram Paulding ( 11. Dezember 1797 in Cortlandt, New York – 20. Oktober 1878 in Huntington, New York ). Dieser junge Mann benutzte seine Pistole um eine Kanone abzufeuern, da die ihm übergebenen Zündhölzer nass geworden waren. Während der zweieinhalbstündigen Schlacht wurden auf der USS TICONDEROGA sechs Besatzungsmitglieder getötet und sechs weitere verwundet. Stephen Cassin wurde nach der Schlacht von MacDonough, Jr. ausgezeichnet und erhielt einen Monat später vom Kongress der Vereinigten Staaten eine Goldmedaille geschenkt. Am Ende des Krieges von 1812 beförderte man ihn zum Master Commandanten. Nach dem Ende des Krieges gegen die Briten, wandten sich die Vereinigten Staaten von Amerika wieder dem Mittelmeer zu. Hier hatten die Piraten wieder verstärkt Jagd auf amerikanische Handelsschiffe gemacht. Man versetzte Stephen Cassin nun ins Mittelmeer und er war am Zweiten Krieg gegen die Piraten von Tunis, Tripolis und Algier beteiligt. Danach kehrte er an die US Ostküste zurück und nahm andere Aufgaben wahr die man ihm übertragen hatte. Gleich zu Beginn der 1820er Jahre begannen Piraten in der Karibik mit ihrem Unwesen und plünderten alle Schiffe denen sie habhaft werden konnten. Anfang 1822 übernahm er das Kommando über die Kriegschaluppe USS PEACOCK ( 1813 ). Dieses Schiff wurde von Commodore David Porter ( 1. Februar 1780 in Boston, Massachusetts – 3. März 1843 in Konstantinopel, Osmanisches Reich ) als sein Flaggschiff auserkoren. Am 3. Juni 1822 verließen die Schiffe des Westindischen Geschwaders ihren Hafen. Vom 28. bis zum 30. September kam es dann zum entscheidenden Kampf. Gleich vier Piratenschiffe wurden gefangen genommen worden. Mit den darauf befindlichen Mannschaften machte man teilweise kurzen Prozess. Nur achtzehn Piraten erreichten lebend New Orleans, wo ihnen der Prozess gemacht wurde. Im folgenden Jahr wurden dann noch die beiden letzten Piratenschiffe in der Karibik ausfindig gemacht und vernichtet. Im September 1823 musste Stephen Cassin unbedingt mit der USS PEACOCK wieder an die US Ostküste zurückkehren, da unter der Mannschaft ein Fieber grassierte. Im Hafen von Norfolk, Virginia lief die Kriegsschaluppe am 28. November ein und Cassin ging von Bord. Er blieb der US navy dann treu und erhielt 1825 den Rang eines Captain und 1830 eines Commodore zugesprochen. Er starb am 29. August 1857 in Washington DC. Seine sterblichen Überreste wurden anfangs in Georgetown, DC beigesetzt. Doch dann verlegte man sie in den Arlington National Cemetery.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von Commodore Stephen Cassin benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS CASSIN ( DD-43 ) aus der CASSIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS CASSIN ( DD-372 ) aus der MAHAN – Klasse.


USS CASSIN ( DD-372 )

Schiffsbiografie

Die USS CASSIN ( DD-372 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Stephen Cassin benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunte Schiff aus der MAHAN – Klasse.
Auf der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 1. November 1934 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Helen Cassin Carusi Lombard ( 1903 – ? ), Urenkelin von Captain Stephen Cassin, taufte am 28. Oktober 1935 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alfred Gallatin Noble ( 14. Dezember 1895 in Preston, Texas – 22. Februar 1980 in Washington DC ) stellte am 21. August 1936 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Das Bordpostamt eröffnete noch am selben Tag der Indienststellung. Doch damit konnte der Zerstörer noch nicht die Werft verlassen. Die USS CASSIN musste weiterhin in der Philadelphia Naval Shipyard verbleiben und sich mehreren Änderungen an den Schiffsaufbauten unterziehen. Diese zogen sich bis Ende März 1937 hin. Dann am 6. April legte das Kriegsschiff in der Werft ab und begann ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese führte die USS CASSIN nach Süden. So legte der Zerstörer am 10. April im Hafen der Gunatanamo Bay, Kuba an. Die Weiterfahrt führte das Kriegsschiff am 16. April nach Willemstad, Curacao; am 21. April legte es im Hafen von Port au Spain auf Trinidad an. Den Äquator überquerte die USS CASSIN am 28. April auf der Position 00´00 Nord und 37´00´´ West. Dann folgte am 4. Mai der Hafen von Pernambuco, Brasilien, am 12. Mai der Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien. Bis hierhin führte die Kreuzfahrt, dann kehrte der Zerstörer um. So erreichte er am 24. Mai San Juan, Puerto Rico und am 14. Juni lief das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard wieder ein. Hier nahm man an dem Schiffskörper mehrere Überprüfungen vor. Dann am 18. August 1937 gab es an Bord der USS CASSIN während Kontrollarbeiten im Kesselraum eine Explosion. Dabei wurden vier Zivilarbeiter getötet, zehn weitere Zivilisten und Mannschaftsmitglieder, darunter ein Offizier, wurden durch ausströmenden Dampf verbrüht bzw. durch umherfliegende Bauteile verletzt. Nun musste der Zerstörer in der Werft bleiben damit die Reparaturarbeiten erfolgen konnten. An dem Kriegsschiff waren diese Arbeiten bis Mitte Dezember abgeschlossen. Anschließend wechselte der Zerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts, wo der Zerstörer am 21. Dezember anlegte. Auf dem Kriegsschiff wurden Ausrüstungsarbeiten begonnen, da es in den Pazifik wechseln sollte. Der Wechsel erfolgte im Januar 1938 und der Zerstörer legte in seinem neuen Heimathafen San Diego, Kalifornien an. Im April und im Mai begann die Pazifikflotte das Flottenmanöver Nummer 19. Während dieses Manövers sollten zusätzliche Erfahrungen in der Taktik der einzelnen Gattungen untereinander. So beteiligten sich U-Boote, Zerstörer im Zusammenspiel mit Flugzeugträgern und deren Flugzeugen welche auf der Suche nach feindlichen Einheiten und beim Angriff auf feindliche Stellungen waren. Außerdem prbte man eine große Flottenschlacht. Darüber hinaus ging es auch hier wieder während des Manövers, ob man nicht doch die hochtechnisierten Flottenstützpunkte defensiv einstellen und nur mit kleineren Widerstandsnestern verteidigen sollte. Während dieses Manövers Nummer 19 testete man auch die Fähigkeiten der Hawaiiianischen Defense Force und gliederte weitere Flotteneinheiten ein, um die Inselgruppe gegen die US Flotte als ganzes zu verteidigen. Die letzte Übung erfolgte in den Gewässern der Panamakanalzone. Hier sollte dann die amerikanische Pazifikflotte gegen eine verteidigte Küstenlinie operieren. Im Juli lag die USS CASSIN wieder in ihrem Heimathafen San Diego. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer entlang der US Westküste an Torpedo- und Artillerieübungen. Dann versetzte man das Kriegsschiff am 1. April 1940 zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Von diesem Stützpunkt aus beteiligte sich die USS CASSIN unter anderem an dem Flottenmanöver Nummer 21. Dieses Manöver lief in acht Phasen ab und sollte die Verteidigung der Hawaiianischen Gebiete simulieren. Anschließend folgten für den Zerstörer Patrouillenfahrten im Pazifik. Dann begann im Februar 1941 eine Kreuzfahrt in den südlichen Pazifik zusammen mit dem Schwesterschiff USS DOWNES ( DD-375 ). Dabei wurde Amerikanisch Samoa, im März der Hafen von Sydney, Australien und daran anschließend die Fidshi Inseln besucht. Im April kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück. Im Herbst desselben Jahres waren beide Zerstörer nochmals an der US Westküste und besuchten dort mehrere Häfen. Die USS CASSIN kehrte mit der USS DOWNES noch im November nach Pearl Harbor zurück und wurden dort in das Trockendock Nummer 1 der Pearl Harbor Navy Yard bugsiert. Zusätzlich zu den beiden Zerstörern lag noch das Schlachtschiff USS PENNSYVANIA ( BB-38 ) mit im Dock. Dann griffen am 7. Januar 1941 japanische Flugzeuge Pearl Harbor an und die USA befand sich im Zweiten Weltkrieg. Eines dieser feindlichen Flugzeuge warf eine Brandbombe in das Trockendock. Diese explodierte in den Treibstofftanks der USS DOWNES und verursachte unkontrollierbare Brände an Bord der USS CASSIN und seinem Schwesterschiff. Die USS CASSIN rutschte infolge der Explosionen von ihren Kielblöcken und kippte gegen die USS DOWNES. Beide Zerstörer wurden nach dem japanischen Angriff als verloren betrachtet. Daher stellte man die USS CASSIN am 7. Dezember 1941 außer Dienst. Die Schiffsrümpfe beider Kriegsschiffe waren irreparabel beschädigt, aber die Maschinenanlagen und Ausrüstungen waren noch intakt. Diese wurden Aus- und Abgebaut. Doch diese Arbeiten wurden zusätzlich erschwert, da die USS PENNSYLVANIA noch im Dezember ausgedockt wurde und am 22. Dezember der Leichte Kreuzer USS RALEIGH ( CL-7 ) eingedockt wurde. Am 4. Februar 1942 waren die äußeren Abbauarbeiten abgeschlossen und am folgenden Tag konnte man die USS CASSIN wieder aufrichten. Jetzt baute man die Kessel- und Maschinenanlagen aus und brachte diese zur Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier begann man ab dem 12. November 1942 mit dem Neubau des Zerstörers und verwendete dabei die geborgenen Bauteile. Der Stapellauf der neuen USS CASSIN erfolgte am 16. Juni 1943. Bis zum 20. Februar 1944 dauerten die Ausrüstungsarbeiten am Pier. Schon am 5. Februar 1944 stellte Commander Vincent James Meola das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Ausrüstungsarbeiten waren am 26. Februar abgeschlossen und es erfolgten nun noch Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in den Gewässern vor San Francisco, Kalifornien. Diese waren am 1. April abgeschlossen. Nun erfolgte das Bunkern von Munition, Treibstoff und Lebensmittel. Nach Abschluss dieser Arbeiten legte die USS CASIN am 14. April in Vallejo ab und fuhr nach Pearl Harbor. In dieser amerikanischen Marinebasis legte der Zerstörer am 22. April an. Bis Anfang August übernahm das Kriegsschiff Eskortierdienst zwischen den hawaiianischen Inseln und dem Atoll Majuro, Marshall Islands. In dieser Zeit lag zum Beispiel die USS CASSIN vom 7. bis zum 9. Juni im Hafen von Pearl Harbor. Das Atoll Eniwetok, Marshall Islands erreichte der Zerstörer dann am 11. August. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf den ersten Kampfeinsatz vor. Während der Operation „Forager“ legte der Zerstörer am 15. August wieder von dem Atoll Eniwetok ab und fuhr zur Insel Tinian, Nördliche Marianen. Zusammen mit dem Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ) begann die USS CASSIN auf der Nachbarinsel Agujian Island mit dem Bombardement auf Höhlen in denen sich japanische Verteidiger versteckten. Außerdem konnten die Infanterie Landungsfahrzeuge LCI-346, LCI-348 und LCI 438 die mitgeführten Infanteristen an Land bringen. Bis zum 26. August dauerten die Kämpfe dort an, dann zogen sich die amerikanischen Truppen zurück. Auf der Insel konnte kein feindliches Flugzeug mehr landen. Die Infanterie Landungsfahrzeuge wurden dann nach Saipan eskortiert. Von Saipan aus begann die USS CASSIN wieder mit ihrem Eskortierdienst. Doch dann gliederte man den Zerstörer in die Task Group 30.2 ein, die Rear Admiral Allan Edward Smith ( 19. Januar 1892 in Detroit, Wayne County, Michigan – 2. Juli 1987 in Seattle, King County, Washington ) während der Operation “King II” kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und die Zerstörer USS CASSIN, USS DOWNES, USS DUNLAP ( DD-384 ), USS FANNING ( DD-385 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ) und USS CASE ( DD-370 ). Am 6. Oktober verließen diese Schiffe Saipan. Drei Tage später bombardierten sie feindliche Stellungen auf Marcus Island, die japanische Insel liegt etwa 1848 km östlich von Tokyo und trägt den Namen Minami Torishima. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 30.2 wieder diese Insel und fuhren nach Saipan zurück, wo sie am 12. Oktober anlegten. Hier gliederte man die USS CASSIN in die Task Group 38.1, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation “King II” befehligte, ein. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ), USS HANCOCK ( CV-19 ), USS HORNET ( CV-12 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY, USS PENSACOLA und USS BOSTON ( CA-69 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND ( CL-95 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS CASSIN, USS FANNING, USS DOWNES, USS CAPERTON ( DD-650 ), USS COGSWELL ( DD-651 ), USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS KNAPP ( DD-653 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BELL ( DD-587 ), USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS YARNALL ( DD-541 ), USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ), USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ) und USS STOCKHAM ( DD-683 ). Die USS CASSIN verließ am 16. Oktober zusammen mit den Schweren Kreuzern USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und den Zerstörern USS FANNING und USS DOWNES wieder Saipan und fuhren zur philippinischen Insel Leyte. Auf dem Weg dorthin befanden sich die anderen Schiffe der TG 38.1. Sie hatten am 19. Oktober die Manila Bay vor der philippinischen Insel Luzon verlassen und waren ebenfalls auf dem Weg nach Leyte. Hier sollen die amerikanischen Schiffe die Landung der US Marines und der US Army mit ihren Schiffsgeschützen und Trägerflugzeugen unterstützten. Nachdem die USS CASSIN und die mit ihr nach Leyte unterwegs gewesenen Kriegsschiffe die philippinische Insel erreichten, gliederten sie sich in den Schiffsverband ein und beteiligte sich an der Sicherung der Schweren Einheiten vor feindliche Luftangriffe. Dann betankt man sie Schiffe der TG am 21. Oktober auf Hoher See und am folgenden Tag fuhren sie zum Atoll Ulithi, Karolinen um den Schiffsbesatzungen eine Ruhepause zu gönnen. Doch am 24. Oktober um 8:46 Uhr erhielten sie den Befehl zum Wenden. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit drei Flotten in Richtung von Leyte unterwegs waren. Diese Schiffe sollten die amerikanischen Kriegsschiffe vernichten und die philippinischen Inseln vor der Invasion der Alliierten sichern. Deswegen stellte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Die Task Group 38.1 erreichte am 25. Oktober die philippinische Insel Samar. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und griffen die noch schwimmenden japanischen Schiffe aus der Central Force an. Sie konnten den japanischen Zerstörer AKIZUKI versenken. Dann eilten die amerikanischen Kriegsschiffe zusammen mit denen aus der Task Group 38.2 den flüchtenden feindlichen Schiffen aus der Central Force hinterher. Die Trägerflugzeuge konnten südlich von Mindoro den Leichten Kreuzer IJN Noshiro versenken. Außerdem beschädigten sie den Zerstörer IJN HAYASHIMO rund 40 Seemeilen südöstlich von Mindoro. Dieses Kriegsschiff lief dann auf Grund und wurde später aufgegeben. Dann in der Sibuyan See wurde der japanische Kreuzer IJN KUMANO schwer beschädigt und der Zerstörer IJN OKINAMI erlitt mehrere Beschädigungen, die die Fahrt des Schiffes aber nicht sehr beeinträchtigten. Die Schiffe der TG 38.1 lagen am Abend des 26. Oktober zusammen mit den Schiffe der Task Group 38.2 südlich von Mindanao. Hier wurde am 28. Oktober frischer Treibstoff an die Schiffe der TG 38.1 übergeben die unbedingt welchen benötigten. Anschließend verließen dann die Schiffe der TG 38.1 wieder die philippinischen Gewässer, nachdem das letzte Trägerflugzeug auf seinem Träger gelandet war, und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie zwei Tage später. Hier beließ man die USS CASSIN in der Task Group 38.1. Diese Schiffe verließen am 2. November das Atoll Ulithi, doch die USS CASSIN blieb vor dem Atoll liegen. Man hatte den Zerstörer in die Task Group 30.2 versetzt, die von Rear Admiral Allan Edward Smith während des kommenden Einsatzes befehligt wurde. In der TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS PENSACOLA und USS SALT LAKE CITY und die Zerstörer USS CASSIN, USS DUNLAP, USS CUMMINGS ( DD-365 ), ELLET ( DD-398 ) und USS CASE ( DD-370 ). Diese Schiffe verließen am 8. November das Atoll Ulithi und fuhren zur Bonin Insel Iwo Jima. Dort wurden am 11. und am 12. November japanische Küstenstellungen bombardiert. Gleich daran anschließend fuhren die Schiffe wieder zum Atoll Ulithi zurück und begannen mit dem bunkern von Munition und Treibstoff. Dann verließen die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS PENSACOLA und USS SALT LAKE CITY und die USS CASSIN wieder das Atoll und fuhren zu den philippinischen Inseln um sich den Schiffen der Task Group 38.1 anzuschließen, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation “King II” befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS WASP, USS HANCOCK, USS HORNET und USS YORKTOWN, die Leichten Flugzeugträger USS COWPENS und USS MONTEREY, die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS CASSIN, USS FANNING, USS DOWNES, USS INGERSOLL, USS COGSWELL, USS CAPERTON, USS KNAPP, USS CONNER, USS BELL, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS IZARD, USS COWELL, USS BOYD, USS BROWN, USS McCALLA ( DD-488 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS YARNALL, USS DE HAVEN, USS LYMAN K SWENSON, USS MANSFIELD, USS MADDOX, USS COLLETT ( DD-730 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ), USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ) und USS STOCKHAM ( DD-683 ). Die Kriegsschiffe der TG 38.1 waren nach Betankungen im Osten der philippinischen Inseln nach Luzon zurückgekehrt und unterstützten dort die Angriffsbemühungen der Alliierten. So wurden vor Manila sechs weitere japanische Versorgungsschiffe versenkt. Vor der Küste von Luzon in Richtung Süden nach Corregidor folgte ein weiteres Transportschiff und in der Mindoro Straße attackierten die Schiffe einen japanischen Konvoi aus dem zwei Versorgungsschiffe und vier Patrouillenboote versenkt wurden. Am 23. November verließen die Schiffe der TG 38.1 die Gewässer vor der Manila Bay und erreichten am folgenden Tag das Atoll Ulithi. Die Operation „King II“ wurde am 25. November offiziell für beendet und erfolgreich erklärt. Vor dem Atoll Ulithi sammelten sich die Schiffe der Task Force 38. Hier nahm man die USS CASSIN aus dem Schiffsverband und gliederte den Zerstörer in die Task Group 94.9 ein, die Rear Admiral Allan Edward Smith kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS PENSACOLA und USS SALT LAKE CITY und die Zerstörer USS CASSIN, USS DUNLAP, USS CUMMINGS, ELLET, USS CASE, USS ROE ( DD-418 ) und USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ). Diese Schiffe verließen am 6. Dezember das Atoll Ulithi und begannen zwei Tage später mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Am 10. Dezember erreichten sie wieder das Atoll. Man bereitete die Kriegsschiffe danach für den nächsten einsatz vor. Dieser begann am 22. Dezember. An diesem Tag verließen die Kriegsschiffe der TG 94.9 wieder das Atoll Ulithi und fuhren erneut zu der Bonin Insel Iwo Jima. Nach der zweitägigen Fahrt begannen sie mit einem weiteren Bombardement japanischer Küstenstellungen. Dabei konnten die beiden Zerstörer US ROE und USS CASE einen japanischen Truppentransporter T-8 versenken. Dieses Bombardement dauerte bis zum 27. Dezember. An diesem Tag konnten die Zerstörer USS DUNLAP, USS FANNING und USS CUMMINGS den japanischen Truppentransporter T-7 und das Panzerlandungsschiff T-132 versenken. Noch am selben Abend verließen die Schiffe der TG 94.9 wieder die Bonin Insel und erreichten zwei Tage später wieder das Atoll Ulithi. Die Besatzung der USS CASSIN erhielt nun eine Ruhepause. Der Zerstörer wurde am 20. Januar 1945 wieder in die Task Group 94.9 versetzt. Diese TG befehligte Rear Admiral Oscar Charles Badger, Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ). In der TG befand sich das Schlachtschiff USS INDIANA ( BB-58 ), die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA, der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS BOYD, USS BORIE, USS CASE, USS CASSIN, USS FANNING, USS DUNLAP und USS ELLET und der Zerstörer und Minenleger USS GWIN ( DM-33 ). Am 21. Januar 1945 verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Bonin Insel Iwo Jima und beschossen dort japanische Küstenbefestigungen. Die USS DUNLAP und USS FANNING versenkten an diesem Tag den japanischen Truppentransporter I-GO YONEYAMA MARU und die Minensucher KEINAN MARU und SHOWA MARU. Gleich nach dem Ende des Bombardements verließen die Schiffe wieder die Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi. Hier legten sie am 27. Januar an. Die USS CASSIN verließ wenige Tage später das Atoll Ulithi und fuhr zur Insel Saipan. Hier begann der Zerstörer mit seinem Patrouillendienst, eskortierte Schiffe bis zum Atoll Ulithi und nahm seine vorgegebene Radarvorpostenstation ein um vor herannahende feindliche Flugzeuge rechtzeitig warnen zu können. Am 23. Februar übernahm die USS CASSIN vor Guam die Eskorte über ein Munitionsschiff du bekleidete es bis nach Iwo Jima. Vor der Bonin Insel übernahm das Kriegsschiff nun die Eskorte über ein Hospitalschiff und eskortierte dieses bis nach Gum. Dort legten beide Schiffe am 28. Februar an. Von hier aus übernahm der Zerstörer wieder seine vorgegebenen Aufgaben. Mitte März kehrte die USS CASSIN nach Iwo Jima zurück und begann hier mit ihren Patrouillenfahrten. Nebenbei leistete das Kriegsschiff auch Seenotrettungseinsätze und die Luftraumüberwachung mit dem Radar. Dann übernahm der Zerstörer am 10. April vor der Bonin Insel die Eskorte über den U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und zwei Handelsschiffe. Das Ziel dieser Schiffe war Guam. Dort legten sie wenige Tage später an. Für das Kriegsschiff folgten nun mehrere Tage Ruhe an denen Reparaturen vorgenommen werden konnten. Anschließend nahm die USS CASSIN ihre Aufgaben wieder nach und sicherte den Nachschub bis zu den amerikanischen Marinebasen ab. Am 6. Juni geriet der Zerstörer in einen Taifun. Dabei ging ein Besatzungsmitglied und ein Motorrettungsboot über Bord. Das Kriegsschiff beorderte man am 20. Juli zur Bonin Insel Kita Iwo Jima. Hier hatten sich noch japanische Soldaten verschanzt. Sofort begannen die Geschützmannschaften mit ihrem Bombardement auf die japanischen Stellungen. Auf einer Patrouillenfahrt am 7. August, stoppte der Zerstörer das japanische Hospitalschiff KIKU MARU. Das geschah rund 250 Seemeilen nordwestlich von Marcus Island. Umgehend enterte eine Prisenmannschaft das feindliche Schiff und begann e nach Waffen zu durchsuchen. Da man aber keine fand, gewährte man der Mannschaft die Weiterfahrt. Dann am 15. August war der Zweite Weltkrieg im Pazifik nach der bedingungslosen Kapitulation Japans beendet. Die USS CASSIN patrouillierte weiterhin vor Iwo Jima und überwachte die Evakuierung entlassener japanischer Kriegsgefangener. Ende Oktober verließ das Kriegsschiff den Westpazifik und fuhr über Pearl Harbor nach San Diego, Kalifornien. Hier bereitete man den Zerstörer auf die Fahrt in den Atlantik vor. Nach dem Ablegen durchquerte das Kriegsschiff einige Tage später den Panamakanal und legte am 1. November im Hafen von Norfolk, Virginia an. Hier stellte man das Kriegsschiff am 17. Dezember 1945 außer Dienst. Den Namen USS CASSIN ( DD-372 ) strich man am 28. Januar 1947 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 25. November 1947 zum verschrotten.


USS CASSIN ( DD-372 )
Commanding Officer

LCDR Alfred Gallatin Noble         21. August 1936 – 2. Juni 1937 (erreichter Rang ADM)
CDR Ralph Clonts Alexander         2. Juni 1937 – 16. Juni 1939
LCDR William Francis Fitzgerald Jr.        16. Juni 1939 – 17. Januar 1941 (erreichter Rang RADM)
LCDR Daniel Francis Joseph Shea          17. Januar 1941 – 7. Dezember 1941
Außerdienststellung            7. Dezember 1941 – 5. Februar 1944
CDR Vincent James Meola            5. Februar 1944 – 1. Dezember 1944
LCDR Homer Earl Conrad           1. Dezember 1944 – 17. Dezember 1945


Indienststellung der USS CASSIN am 21. August 1936

 

 

Am 15. Januar 1937 lag die USS CASSIN in der Philadlphia Naval Shipyard

 

Am 16. April 1937 lag die USS CASSIN im Hafen von Willemstad, Curacao

 

 

Am 21. April 1937 legte die USS CASSIN im Port au Spain auf Trinidad an

 

Am 12. Mai 1937 legte die USS CASSIN im Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien an

 

 

 

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