USS REYBOLD ( DE-177 )

USS REYBOLD ( DE-177 )

Biografie

John Keane Reybold
* 11. Januar 1903 in Delaware City, Delaware
† 19. März 1942 auf dem Zerstörer USS DICKERSON ( DD-157 )

Am 13. Juli 1922 nahm man John Keane Reybold im Rang eines Midshipman in der United States Naval Academy inAnnapolis, Maryland auf. Nach seinem Studium beförderte man ihn am 3. Juni 1926 zum Ensign. An Bord verschiedener Schiffe diente er. So auf den Schlachtschiffen USS IDAHO ( BB-42 ) und USS UTAH ( BB-31 ), an Bord des Zerstörers USS SIMPSON ( DD-221 ) der in der asiatischen Station diente, und auf dem Leichten Kreuzer USS OMAHA ( CL-4 ). Lieutenant Commander Reybold übernahm dann am 17. Juni 1940 das Kommando über den Zerstörer USS COWELL ( DD-167 ). Mit dem Schiff kreuzte Reybold an der Ostküste entlang und lief am 18. September 1940 in den Hafen von Halifax, Nova Scotia ein. Dort wurde der Zerstörer außer Dienst gestellt und den Briten übergeben die das Schiff noch am gleichen Tag in ihren Dienst nahmen und ihm den Namen HMS BRIGHTON ( I08 ) gaben. LCDR Reybold übernahm noch im September in Halifax den Zerstörer USS CLAXTON ( DD-140 ) und kreuzte mit ihm an der Ostküste entlang. Doch schon am 21. Oktober 1940 kehrte er mit dem Schiff wieder nach Halifax zurück wo es am 26. November außer Dienst gestellt und es den Briten übergaben wurde. Diese stellten noch am gleichen Tag das Schiff in ihren Dienst und gaben ihm den Namen HMS SALISBURY ( I52 ). LCDR Reybold übertrug man am 31. Oktober 1940 das Kommando über den Zerstörer USS DICHKERSON ( DD-157 ). Dieses Schiff gehörte zum Anti-U-Boot Geschwader 2 und patrouillierte bis Oktober 1941 in der Karibik. Am 1. Januar 1941 beförderte man Reybold zum Commander. Im September 1941 beorderte man die USS DICKERSON in das Unglücksgebiet wo das Handelsschiff LIBBY MAINE untergegangen war. Sechs Überlebende konnten gerettet werden. Nach dem Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg verlegte man den Zerstörer an die Naval Station in Argentia, Neufundland von wo aus das Schiff weiter patrouillieren sollte. Den Konvoi HX 168 eskortierte die USS DICKERSON vom 4. bis zum 10. Januar 1942 von Neufundland bis nach Island. Auf der Rückfahrt begleitete der Geleitzerstörer den Konvoi ON 57 vom 24. Januar bis zum 7. Februar 1942. Bis März 1942 patrouillierte die USS DICKERSON vor der Ostküste und übernahm weitere Eskortierpflichten von Norfolk aus. Am 19. März auf der Rückfahrt nach Norfolk sichtete man ein unbekanntes Schiff das ohne Vorwarnung einen Schuss abgab. Diese Granate schlug in der Brücke des Geleitzerstörers ein und tötete neben CDR Reybold noch drei weitere Navy Angehörige.
Dieses unbekannte Schiff identifizierte man später. Es stellte sich heraus, dass es ein Liberator Handelsschiff und die Besatzung überaus nervös auf ihrer ersten Fahrt auf hoher See war.


USS REYBOLD ( DE-177 )

Schiffsbiografie

Die USS REYBOLD ist das einunddreißigste Schiff der CANNON – Klasse und das erste Schiff in der US Navy das zu Ehren von Commander John Keane Reybold benannt worden ist.
s40002Der Kiel des Geleitzerstörers wurde am 3. Mai 1943 auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey gelegt. Vor dem Stapellauf am 22. August 1943 taufte Mrs. John K. Reybold, Witwe von CDR Reybold, das Schiff. Lieutenant Commander Addison B. Bradley, Jr. stellte am 29. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die bis zu den Bermudas reichte, verlegte man den Geleitzerstörer zur Anti-U-Boot Atlantikflotte. Das Schiff führte eine Eskorte von Rhode Island bis zum Panamakanal durch. Noch vor dem Ende des Jahres 1943 fuhr das Schiff nach Norfolk, Virginia für kleinere Reparaturen. Ab dem 2. Januar 1944 legte der Geleitzerstörer wieder ab und fuhr nach Süden wo er sich mit der 4. US Flotte vereinigen sollte. In Recife, Brasilien legte das Schiff am 15. Januar an und begann von dort aus Konvoieskortierfahrten bis nach Trinidad und zurück. Im Mai unterbrach man kurz diese Pflichten für Luft- und Seerettungseinsätze. Bis Anfang Juli wurden dann diese Eskortierfahrten noch durchgeführt. Danach folgten Patrouillenfahrten von Brasilien aus bis nach Gibraltar wo das Schiff vom 13. bis zum 15. Juli ankerte. Doch schon am 23. Juli war die USS REYBOLF wieder zurück in Recife wo man das Schiff bis zum 15. August 1944 zur Übergabe an die brasilianische Marine vorbereitete. Man stellte es am 15. August in Natal, Brasilien außer Dienst und übergab es an Brasilien im Rahmen des Lend-Lease Abkommens. Brasilien stellte den Geleitzerstörer noch am selben Tag in seinen Dienst und gab dem Schiff den Namen CT BRABUÍ ( D-18 ). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab die brasilianische Marine das Schiff an die USA zurück. Doch wegen des militärischen Verteidigungs- und Hilfsprogramms der USA gab man das Schiff endgültig an Brasilien ab und strich es am 20. Juli 1953 von der Navy – Liste.


USS REYBOLD ( DE-177 )
Commanding Officer

LCDR Addison B. Bradley, Jr.           29. September 1943 – 15. August 1944

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