USS FOREMAN ( DE-633 )

USS FOREMAN ( DE-633 )

Biografie

Andrew Lee Foreman
* 25. September 1920 in Berkeley, Kalifornien
† 30. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) während der Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen

Nach seinem Abschluss an der Universität von Berkeley, meldete sich Andrew Lee Foreman am 13. Mai 1942 freiwillig zur US Navy Reserve und erhielt den Rang eines Ensign. Man beorderte ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) auf dem er unter dem Leiter des Schadensbegrenzungsteams, dem Damage Control Officer, diente. Am 30. November 1942 kam es zu der Schlacht bei Tassafaronga. Im Vorfeld waren immer wieder amerikanische Kriegsschiffe im Norden von Guadalcanal patrouillieren um den Nachschub der Japaner zu unterbinden. Der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS erhielt kurz nach 23:00 Uhr einen Radarkontakt von mehreren japanischen Schiffen. Daraufhin schossen US Zerstörer zwanzig Torpedos ab, die aber keine Treffer erzielten. Derweil schossen mehrere US Kreuzer mit ihren Geschützen auf die feindlichen Ziele und boten dadurch selber sehr gute Ziele, was die Japaner ausnutzten. Deren Zerstörer schossen ihrerseits zwanzig Torpedos ab. Diese trafen alle im Gefecht befindlichen vier Schweren Kreuzer. So auch die USS NEW ORLEANS. Der eingeschlagene Torpedo riss den Bug des Kreuzers weg und es entstanden in diesem Bereich heftige Brände, die aber schnell durch das Schadensbegrenzungsteam gelöscht werden konnten. Allerdings mussten dann Brandwachen dieses Teams an den vorderen Spannten abgestellt werden. Ensign Andrew Lee Foreman meldete sich freiwillig dazu und überwachte den am nächsten gelegenen Spannten der sich in Richtung des abgerissenen Bugs befand. Dort traten durch die Explosion immer noch Gase aus. Foreman blieb aber auf seinem ihm zugewiesenen Posten, da der Schwere Kreuzer aus eigener Kraft noch fahren konnte. Foreman erstickte. Er erhielt für sein heroisches selbstaufopferungsvolles Verhalten das Navy Cross posthum verliehen.


USS FOREMAN ( DE-633 )

Schiffsbiografie

Die USS FOREMAN ( DE-633 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Andrew Lee Foreman benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das achtundsechzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 9. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Nadine Foreman, die Schwester von Ensign Andrew Lee Foreman, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles A. Manston ( USNR ) stellte am 22. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS FOREMAN begann sofort nach der Fertigstellung des Geleitzerstörer und führte das Kriegsschiff zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. Anfang Januar 1944 legte das Kriegsschiff in San Francisco dann ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS FOREMAN in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Januar. In den folgenden neun Monaten eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffskonvois im Südwestpazifik. Die zu eskortierenden Schiffe brachten Nachschub an Waffen, Vorräten und Soldaten. Außerdem mussten auch Kreuzer und Schlachtschiffe zu ihren Verbänden eskortiert werden. An den Tagen an denen keine Eskorte anstand, patrouillierte die USS FOREMAN nördlich der Westsalomonen und westlich von Neuguinea. Hier war der Geleitzerstörer auf der Suche nach japanischen U-Booten und feindlichen Schiffen damit die Alliierten Truppen auf den Salomonen und Neuguinea vollständig die Kontrolle übernehmen konnten. Am 29. September fuhr die USS FOREMAN nach Sydney, Australien. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen durchgeführt. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen. Die USS FOREMAN verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Das Beladen eines Verwundetentransportschiffes mit Verletzten war noch am selben Tag abgeschlossen. Die USS FOREMAN legte mit diesem Schiff noch am selben Tag wieder ab und eskortierte es zu den Kossol Roads, Palau Inseln. Diese erreichten sie zwei Tage später. Dort wartete aber auch schon ein Schiffskonvoi mit Nachschub, der zur San Pedro Bay eskortiert werden musste. So verließ der Geleitzerstörer wieder die amerikanische Marinebasis bei den Palau Inseln und fuhr zu der philippinischen Insel. Für das Kriegsschiff begannen nun Eskortierfahrten von Großkampfschiffen, Handelsschiffen und Schnellen Truppentransportern zwischen dem Seeadler Harbour und Hollandia sowie den Atollen Eniwetok, Majuro und Ulithi. Diese Sicherungsfahrten übernahm die USS FOREMAN bis zum 9. März 1945. An diesem Tag legte der Geleitzerstörer bei den Kossol Roads an und diente hier für die nächsten zehn Tage als Stationsschiff. Ab Mitte März bereitete sich nun die US Navy für die entscheidenden Kämpfe vor. Mit Okinawa begannen die ersten Kämpfe um die japanischen Inseln. Dazu zog man die Pazifikflotte der US Navy vor dem Atoll Ulithi zusammen. Die USS FOREMAN verließ am 19. März die Kossol Roads und erreichte zwei Tage später das Atoll. Hier versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS FOREMAN in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS FOREMAN, USS ENGLAND, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Damit sollte die Vorbereitung für die Anlandungen am 1. April geschaffen werden. Die Schiffe der Task Group 54.1 erlebten am 26. März zum ersten Mal einen feindlichen Luftangriff. Die Geschützmannschaften der USS FOREMAN feuerten dabei auf ein angreifendes japanisches Flugzeug, das dann kurz vor dem Bug des Geleitzerstörers auf dem Wasser aufschlug und zerschellte. An Bord des Kriegsschiffes gab es keine Verluste, nur am Schiff selber mehrere kleine Beschädigungen. Nach dem erfolgreichen Anlandungsmanöver auf Okinawa, versetzte man die USS FOREMAN am 2. April zu den Kerama Retto Inseln, bei denen sich der logistische Nachschub sammelte. Hier sollte der Geleitzerstörer auf U-Boot Patrouille gehen und die Einfahrt für die Nachschubschiffe sichern. In der Nacht zum 3. April war der Geleitzerstörer schon auf seiner Station, da griff ein einzelner japanischer Bomber das Kriegsschiff an. Er überflog die USS FORMAN und klinkte seine mitgeführte Bombe aus. Diese fiel Mittschiffs auf der Backbordseite ins Wasser und explodierte etwa neun Meter vom Schiffskörper entfernt. Durch diese Explosion wurde unterhalb der Wasserlinie bei den Feuerräumen ein Leck in die Schiffshaut geschlagen. Der gesamte Feuerraum wurde überflutet, aber nach einer halben Stunde war der Schaden unter Kontrolle. Zwei der dort tätigen Matrosen wurden nur verletzt. Mit der Überflutung des Feuerraumes fiel allerdings auch der Generator aus und kein Strom konnte produziert werden. Damit verbunden war der Totalausfall aller Geschütze und des Lichts. Zum Glück konnte der feindliche Bomberpilot dadurch den Geleitzerstörer nicht mehr sehen und drehte ab. Aus eigener Kraft konnte das Kriegsschiff nun selber in die Reparaturbasis bei den Kerama Retto Inseln fahren, damit hier Notreparaturen ausgeführt werden konnten. Anschließend wechselte das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi, wo es am 17. April in ein schwimmendes Trockendock bugsiert wurde. Die reparaturarbeiten waren dann am 28.Mai abgeschlossen und die USS FOREMAN kehrte am 29. Mai nach Okinawa zurück. Hier begann der Geleitzerstörer ab dem 3. Juni mit seinen Patrouillenfahrten. Acht Tage später flog wieder ein Kamikazepilot direkt auf das Kriegsschiff zu. Mit Hilfe der Geschützmannschaften von einem Schwesterschiff konnten die Geschützmannschaften der USS FOREMAN diesen Piloten rechtzeitig abschießen bevor dieser auf nur in der Reichweite des Schiffes war um sich darauf zu stürzen. Am 29. Juni versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 32, die Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich 3 Schlachtschiffe, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), ein Leichter Kreuzer, der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und 3 weitere, die Zerstörer USS DAVID W. TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D. HENLEY ( DD-553 ), USS BROWN ( DD-546 ) und 8 weitere sowie der Geleitzerstörer USS FOREMA und 3 weitere. Die Aufgabe dieser Task Force bestand darin mit den Schiffen der Task Force 39, darin befanden sich 7 Schnelle Minenleger, 7 Schnelle Minensucher, 52 Minensucher, 49 Räumboote, 7 Minenlegern und 7 Netzlegern, eine umfangreiche Minenräumoperation bis zu 200 Seemeilen südwestlich des Ostchinesischen Meeres durchzuführen. Gleichzeitig sollten feindliche Ziele auf chinesischem Festland bombardiert werden. Die USS FOREMAN verließ am 16. August, einen Tag nach der bedingungslosen Kapitulation Japans, diese Task Force und fuhr in die Buckner Bay, Okinawa um sich einer kurzen Überholung zu unterziehen. Diese dauerte nur sechs Tage. Gleich daran anschließend begann der Geleitzerstörer mit weiteren Eskortierfahrten zwischen Okinawa und dem japanischen Hauptinseln. Am 26. September legte das Kriegsschiff im Hafen von Wakayama, Japan ab. An Bord hatten sich amerikanische Kriegsveteranen eingeschifft, die an die US Westküste transportiert werden sollten. Die USS FOREMAN legte am 17. Oktober im Hafen von San Diego an. Hier schiffte man die Passagiere aus und der Geleitzerstörer legte wieder ab. Ziel war diesmal die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals und dem Besuch mehrerer Häfen an der US Ostküste, erreichte das Kriegsschiff Green Cove Springs, Florida, wo die Atlantikreserveflotte lag. Hier stellte man am 28. Juni 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS FOREMAN ( DE-633 ) strich man am 1. April 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper 1966 zum verschrotten.


USS FOREMAN ( DE-633 )
Commanding Officer

LCDR Charles A. Manston   USNR        22. Oktober 1943 – 16. September 1944
LCDR William J. Carey, Jr.   USNR        16. September 1944 – 28. Juni 1946

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