USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

Biografie

Joseph Eugene Campbell
* 1916
† 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen
war ein Offizier in der US Navy


USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

Schiffsbiografie

Die USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Josephe Eugene Campbell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard in Hingham, Massachusetts wurde am 29. März 1943 der Kiel gelegt. Mrs. Marie S. Campbell, Mutter con Ensign Joseph Eugene Campbell, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack French Bowling, Jr. stellte am 23. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JOSEPH E CAMPBELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 11. Oktober und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen mehrere Transportschiffe nach Derry, Nordirland. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL dort wieder ab und fuhr nach New York. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 16. Dezember an und wurde für die erste Eskortierfahrt an die nordafrikanische Küste vorbereitet. Zwischen dem 31. Dezember und dem 8. Oktober führte das Kriegsschiff drei Eskortierfahrten durch. Während der zweiten Eskortierfahrt, begleitete die USS JOSEPH E CAMPBELL einen Schiffskonvoi mit der Bezeichnung UGS 38. Am 3. April 1944 legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS NEWELL ( DE-322 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und USS PRIDE nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und die USS PRIDE schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Perikope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an.
Die dritte Eskortierfahrt endete für die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. Oktober mit einem Schiffskonvoi, der in New York anlegte. Hier begann man mit der Umrüstung des Schiffes. Es sollte ein Schneller Truppentransporter werden, den man unbedingt im Pazifik gegen die japanischen Eroberer benötigte. Man gliederte die USS JOSEPH E CAMPBELL damit in die CHARLES LAWRENCE – Klasse, wo der Schnelle Truppentransporter das dreizehnte Schiff war. Am 24. November 1944 klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung APD-49. Nach mehreren Übungen und Trainingseinheiten entlang der US Ostküste, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. März 1945 im Hafen von Key West, Florida ab. Ziel war der Pazifik. Den Panamakanal durchquerte der Schnelle Truppentransporter vier Tage später, legte anschließend im Hafen von San Diego, Kalifornien an und erreichte am 8. April den US Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Für das Kriegsschiff begannen hier ebenfalls mehrere Übungen. Am 29. April legte die USS JOSEPH E CAMPBELL im Hafen von Pearl Harbor ab und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier warteten zwei Handelsschiffe und sollten bis zur philippinischen Insel Leyte eskortiert werden. In die San Pedro Bay, Leyte liefen die drei Schiffe im Mai ein und der Schnelle Truppentransporter fuhr nach Okinawa. Dorthin und zurück eskortierte die USS JOSEPH E CAMPBELL mehrere Schiffskonvois von Panzerlandungsschiffen. Die Insel Cebu Island, Philippinen verließ der Schnelle Truppentransporter am 1. September. An Bord befanden sich Marines. Das Schiff reihte sich in die Schiffsflotte ein, die Besatzungstruppen auf japanischem Boden transportierten. Nach acht Tagen auf Hoher See erreichte der Schnelle Truppentransport das japanische Festland. Er begann nun seine Eskortierfahrten zwischen den philippinischen Inseln und dem japanischen Kernland fortzuführen. Doch dann verließ die USS JOSEPH E CAMPBELL wieder den Pazifik und erreichte im Dezember den Atlantik. Nach einem Besuch im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und Norfolk, Virginia, fuhr der Schnelle Truppentransporter in die Guantanamo Bay, Kuba und San Juan, Puerto Rico, wo sich Passagiere einschifften. Diese transportierte das Kriegsschiff nach Morehead City, North Carolina. Nach weiteren Besuchen der Häfen von Philadelphia; Baltimore, Maryland und Hampton Roads, Virginia legte das Kriegsschiff am 22. Mai im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man die USS JOSEPH E CAMPBELL für die Außerdienststellung vor. Anschließend schleppte man den Schnellen Truppentransporter nach Green Cove Springs, Florida. Hier erfolgten am 15. November 1946 die Außerdienststellung und die Versetzung in die Atlantikreserveflotte. Nach drei Jahren und zwei Monaten wechselte der Schnelle Truppentransporter nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 15. November 1966 an die chilenische Marine. Hier erhielt das Schiff den Namen RIQUELME ( APD-28 ). Man strich am 1. Dezember 1966 den Namen USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) von der US Navy – Liste.
Die RIQUELME wurde dann ab 1973 von der chilenischen Marine als Ersatzteilspender für andere Schwesterschiffe verwendet.


USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )
Commanding Officer

LCDR Jack French Bowling, Jr.   USNR        23. September 1943 – 2. Februar 1944
LCDR James McIntosh Robertson II   USN        2. Februar 1944 – 25. Januar 1945
LCDR James John Roder Mulcare   USNR          25. Januar 1945 – 25. September 1945
LT William Wilson Bolton, Jr.   USNR        25. September 1945 – 27. Dezember 1945
LT W. C. Carpenter Jr.   USNR          27. Dezember 1945 – 21. Januar 1946
CDR John Worthen Higgins, Jr.         21. Januar 1946 –10. Februar 1946
LCDR William Thomas Clark   USNR       10. Februar 1946 – 6. April 1946
LCDR Daniel Franklin Larkin Jr.   USNR        6. April 1946 – 24. Mai 1946
LCDR Oscar Jonas Beavers          24. Mai 1946 – 15. November 1946

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