USS WADLEIGH ( DD-689 )

USS WADLEIGH ( DD-689 )

Biografie

George Henry Wadleigh
* 28. September 1842 in Dover, New Hampshire
† 11. Juli 1927 in Dover, New Hampshire
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg

Im Rang eines Seekadetten trat Wadleigh am 26. September 1860 in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ein. Sein dortiges Studium schloss er am 28. Mai 1863 ab. Man verlieh ihm den Rang eines Ensign. Während des amerikanischen Bürgerkrieges diente Wadleigh an Bord der Kriegskorvetten USS LOCKAWANA ( 1862 ) und der Schaluppe USS RICHMOND ( 1860 ) im Golf von Mexiko. Er nahm dort an der Schlacht von Mobile Bay am 5. August 1864 teil. Zum Master ernannte man ihn am 10. November 1965. Von 1866 bis 1869 diente Wadleigh an Bord der Kriegskorvette USS TICONDEROGA ( 1862 ) die in europäischen. Mediterranen und afrikanischen Gewässern operierte. Zum First Lieutenant ernannte man Wadleigh am 10. November 1866 und zum Lieutenant Commander am 12. März 1868. In den folgenden zehn Jahre hatte Wadleigh Dienst an der Marineakademie und weiteren anderen Einrichtungen. Im Amt des Executive Officers diente er an Bord des Kanonenbootes USS SHAWMUT ( 1863 ), des Monitor USS CANONICUS ( 1863 ), dem Schulschiff USS ST MARY ( 1844 ) und der Schaluppe USS PENSACOLA ( 1859 ). Am 13. März 1880 beförderte man Wadleigh zum First Lieutenant. Im darauffolgenden Jahr übergab man ihm das Kommando über das Schraubenkanonenboot USS ALLIANCE ( 1875 ) mit dem er in der Arktis nach den Überlebenden der unglücklichen Expedition der USS JEANNETTE ( 1878 ), die unter dem Kommando von Lieutenant Commander George Washington DeLong ( 22. August 1844 – 31. Oktober 1881 ) stand, suchen sollte. Commander Wadleigh verbrachte danach in den 1880er Jahren seinen Dienst an Land. Auf See kehrte er erst 1889 wieder zurück, nachdem man ihm das Kommando über das Kanonenboot USS MICHIGAN ( 1843 ) übertrug und mit dem Schiff auf den Great Lakes operierte. Bis 1891 blieb er an Bord des Schiffes. Am 10. Juli 1894 beförderte man ihn zum Captain und übergab ihm die Befehlsgewalt über das Wohnschiff USS RICHMOND ( 1860 ) das im Hafen von Philadelphia festgemacht war. Bis Anfang Dezember 1894 behielt er dieses Kommando. Dann wechselte Wadleigh an die Werft von William Cramp & Sons in Philadelphia, Pennsylvania wo der Geschützte Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( C-13 ) gebaut wurde. Dort übernahm er das Kommando über den Kreuzer und stellte ihn am 13. Dezember 1894 in den Dienst der US Navy. Bis 1897 kreuzte Wadleigh mit dem Schiff die Ostküste der USA entlang, es gehörte zum Nordatlantik Geschwader, der Karibik und nahm dort an Manövern teil. Am 27. November 1895 verlegte man den Kreuzer zum europäischen Geschwader. In Gibraltar legte das Schiff am 13. Dezember an. Nach mehreren Kreuzfahrten im Mittelmeer ernannte man den Geschützten Kreuzer zum Flaggschiff von Rear Admiral Thomas Oliver Selfridge, Jr. ( 6. Februar 1836 – 4. Februar 1924 ) und besuchte vom 13. Mai bis zum 19. Juni 1895 Kronstadt, Russland. Selfridge war ein Gesandter der Vereinigten Staaten von Amerika und nahm an der Krönung von Zar Nikolaus II. ( 18. Mai 1868 – 17. Juli 1918 ) teil. Auf der Rückfahrt wurden mehreren Häfen in Nordeuropa ein Besuch abgestattet. Danach kehrte Wadleigh mit dem Schiff in das Mittelmeer zurück und besuchte dort Häfen in der Türkei und Griechenland. Am 21. Juni 1897 legte die USS MINNEAPOLIS wieder in Gibraltar ab und reiste zurück nach Philadelphia wo der Kreuzer am 6. Juli anlegte. Captain Wadleigh ging von Bord und wechselte nach Boston wo er bis Ende Juni 1898 in der Boston Navy Yard diente. Dort bereitete er für die US Navy mehrere Schiffe für den bevorstehenden Spanisch-Amerikanischen Krieg vor. Am 1. Juli 1898 übernahm Wadleigh das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( C-4 ) und stellte das Schiff am 9. Juli in der Mare Island Navy Yard wieder in den Dienst der US Navy. Die USS PHILADELPHIA war das Flaggschiff des Kommandanten des Pazifik Geschwaders, Rear Admiral J. N. Miller. Man legte noch im Juli in San Francisco ab mit dem Ziel Hawaii Inseln. In Honolulu legte man am 8. August an. Neun Tage dauerten dort die Feierlichkeiten für die Übertragung der Hawaii Inseln an die USA. Die US Navy vertraten dabei die Offiziere der USS PHILADELPHIA und die Offiziere der Kriegskorvette USS MOHICAN ( 1883 ). Im März 1899 übernahm Rear Admiral Albert Kautz ( 29. Januar 1839 – 6. Februar 1907 ) die Befehlsgewalt über das Pazifik Geschwader. Sein Flaggschiff wr wieder die USS PHILADELPHIA. Die wichtigste Aufgabe von Rear Admiral Kautz und Captain Wadleigh war, mit britischen Verbänden der Royal Navy sowie Verbänden aus Deutschland zivile Schwierigkeiten mit auf den Salomon Inseln zu beseitigen. Am 1. April 1899 landete dort eine Einheit unter der Führung von Lieutenant Philip Van Horne Lansdale ( 15. Februar 1858 – 1. April 1899 ). Anhänger von Chef Mataafa überfielen diese Landeeinheit und töteten dabei zwei amerikanische Offiziere, Lieutenant Lansdale und Ensign John R. Monaghan ( 26. März 1873 – 1. April 1899 ) sowie zwei amerikanische Seeleute, darunter Seemann Norman Eckley Edsall ( 3. Juni 1873 – 1. April 1899 ). Fünf weitere Seeleute wurden verwundet. Die USS PHILADELPHIA blieb bis zum 21. Mai 1899 bei den Salomon Inseln vor Anker liegen. Erst dann kehrte das Schiff nach Honolulu zurück. Bis zum 6. Februar 1900 blieb der Geschützte Kreuzer noch das Flaggschiff des Kommandanten des Pazifik Geschwaders. Dieser wechselte an diesem Tage auf das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-4 ). Captain Wadleigh blieb mit dem Kreuzer noch im Pazifik Geschwader. Er führte Ausbildungsfahrten, Schießübungen und Hafenbesuche durch. Im Dezember 1901 übergab Captain Wadleigh das Kommando über den Geschützten Kreuzer und kehrte nach Boston zurück wo er die Befehlsgewalt über das Wohnschiff USS WABASH ( 1855 ) übernahm. Im Februar 1902 ernannte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm für eine kurze Zeit das Kommando über die Philadelphia Navy Yard und die Präsidentschaft über das Board of Inspection and Survey vor seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Juni des gleichen Jahres. In seinem Ruhestand kehrte Rear Admiral Wadleigh in sein Haus in Dover, New Hampshire zurück. Er verstarb dort am 11. Juli 1927.


USS WADLEIGH ( DD-689 )

Schiffsbiografie

Die USS WADLEIGH ( DD-689 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral George Henry Wadleigh benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 5. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Clara Frothingham Wadleigh ( 29. Dezember 1876 in San Francisco, Kalifornien – 1955 ), Tochter von Rear Admiral George Henry Wadleigh, taufte am 7. August 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Walter Coulter Winn ( 29. August 1905 in Danville, Vermilion County, Illinois – 15. Juli 1991 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 19. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS WADLEIGH führte die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch, die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte. Dort erhielt LCDR Walter Coulter Winn den Befehl, sich mit dem Kriegsschiff in Richtung afrikanische Westküste auf Höhe von Sierra Leone zu begeben. In diesem Verband befanden sich außerdem die Schwesterschiffe USS MARSHALL ( DD-666 ) und USS HALSEY POWELL ( DD-686 ). Dort sollten die drei Zerstörer am 13. Dezember auf den Verband um das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) stoßen. Die USS IOWA wurde von den Zerstörern USS HALL ( DD-583 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) von Casablanca, Französisch – Marokko aus eskortiert. An Bord des Schlachtschiffes befanden sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs die an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) und in Iran mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilgenommen. Während der Teheran Konferenz sollte über die kommende Nachkriegsregelungen gesprochen werden. Der Schiffsverband um die USS UOWA fuhr von Casablanca aus über die Häfen von Dakar, Senegal; Freetown, Sierra Leone; Bahia, Brasilien; Port Royal, South Carolina nach Boston, wo die Schiffe am 19. Dezember fest gemacht wurden. Von Boston aus wechselte die USS WADLEIGH nach Hampton Roads, Virginia zur Endausrüstung für die Fahrt in den Pazifik. Für diese Fahrt legte der Zerstörer am 3. Januar 1944 ab und fuhr an der US Ostküste entlang. Sieben Tage fand dann die Durchquerung des Panamakanals statt. Anschließend machte das Kriegsschiff im Hafen von San Diego, Kalifornien fest und bunkerte frischen Treibstoff. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS WADLEIGH wieder die amerikanische Westküste und fuhr zum Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier erfolgten mehrere Übungen für die Geschützmannschaften. Ende Februar verließ dann die USS WADLEIGH die Hawaiianischen Gewässer und fuhr zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Am 19. März 1944 verließ der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS McCALLA ( DD-488 ), dem Minensucher USS SAGE ( AM-111 ) Majuro und eskortierte mehrere Infanterielandungsfahrzeuge und Panzerlandungsschiffe. Ziel war das westlich von Majuro gelegne Atoll Ailinglapalap, Marshall Islands. Am Morgen des 20. März begann der Angriff auf das Atoll, der ein Bindeglied während der Operation „Flintlock“ darstellte. Insgesamt 478 Granaten feuerten die Geschützmannschaften der USS WADLEIGH auf japanische Ziele auf dem Atoll ab. Noch am selben Tag begann dann die Anlandung der mitgeführten Marinesoldaten. Diese benötigten drei Tage später erneut die Hilfe der Zerstörer, da die japanischen Verteidiger ein starkes Verteidigungsbollwerk auf der Insel Ebon aufgebaut hatten. Nebenbei wurden während dieses Angriffs eine Wetterstation und ein Radiosender der Japaner zerstört. Nach diesem Bombardement hatten die 1.500 amerikanischen Marines freien Weg zur vollständigen Einnahme des Atolls. Erst am 7. Mai verließ die USS WADLEIGH wieder das Atoll Ailinglapalap und fuhr ostwärts zum Atoll Majuro, wo der Zerstörer am folgenden Tag anlegte. Von diesem Atoll aus ging dann die Fahrt zur Marinebasis Pearl Harbor. Der Zerstörer blieb dort und wurde auf ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Es ging umdie Eroberung der Nördlichen Marianen. Dazu beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 54 an mehreren Übungen. An denen sich auch Flugzeugträger beteiligten. Für die Operation „Forager“ integrierte man die USS WADLEIGH in die Task Group 52.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.1 die Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS REMEY ( DD-688 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Ab dem 29. Mai gab es für zwei Tage intensive Trainingseinheiten. Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. An diesem Tag lag die USS WADLEIGH vor der Küste des Anlandungsgebietes und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Underwater Demolition Teams, die zur Anlandung für die erste Welle der Marines eine frei Gasse bis zur Küste schafften. Der Zerstörer unterstützte diese Teams und danach die Marines einen Tag lang und zog sich dann seewärts zurück nachdem auch das letzte küstennahe Verteidigungsnest erobert worden war. Für das Kriegsschiff begannen nun Patrouillenfahrten in den Gewässern der Nördlichen Marianen. In der Nacht vom 16. zum 17. Juni befindet sich die USS WADLEIGH zusammen mit der USS MELVIN ( DD-680 ), aus der Task Undergroup 52.17.4, auf U-Boot Patrouille. 80 Seemeilen westlich von Tinian erhalten die beiden Zerstörer einen starken Sonarkontakt von einem getauchten japanischen U-Boot. Beide Zerstörer warfen Wasserbomben über Bord. Eine schwere Explosion erschütterte das Seegebiet. Aufsteigendes Öl und Trümmer zeigten, dass sie etwas getroffen hatten. Das japanische U-Boot IJN RO-114 war auf der Position 15° 02’ Nord 144° 10’ Ost versenkt worden. Alle 55 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kamen ums Leben. Am 17. Juni erhielt man auf dem Zerstörer die Information, dass sich eine japanische Flotte von den Philippinen her auf den Weg gemacht habe um die Amerikaner zu bedrängen und bereitete sich darauf vor diese Flotte abzufangen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen trotzdem ihre Einsätze weiter gegen Saipan und Tinian. Die USS WADLEIGH blieb bei den Inseln der Marianen und sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die dort verbliebenen Schlachtschiffe ab. Ab dem 22. Juni nahmen die Trägerflugzeuge die Bombardierung japanischer Stellungen und Truppenkonzentrationen auf Saipan und Tinian wieder auf. Die Kämpfe um Garapan, der Hauptstadt von Saipan, erreichten dann eine bis dahin ungeahnte Intensität. Man beorderte die USS WADLEIGH in diesen Bereich um japanische Widerstandsnester auszulöschen. Doch das war nicht so einfach, da Freund wie Feind auf den Zerstörer schossen. Innerhalb von fünfzehn Minuten lag das Leben der Besatzung auf der USS WADLEIGH an einem seidenen Faden. So feuerte eine japanische Küstenbatterie ihre Granaten auf das Kriegsschiff ab. Auch ein vermeintliches amerikanisches Flugzeug, man hatte das japanische Bombenflugzeug verwechselt, warf seine Bomben auf den Zerstörer ab, welche aber nicht trafen. Erst jetzt begann der Zerstörer sich zu wehren. Etwa 1.500 Fünf Zoll Granaten verschoss man in den folgenden Tagen von dem Kriegsschiff gegen die von den Japanern noch besetzten Bereiche ab. So wurden feindliche Scharfschützen in Höhlen, Bäumen und Klippen erfolgreich unter Feuer genommen. Man rettete neben einem japanischen Piloten auch mehreren amerikanischen Piloten und deren Besatzungen das Leben und zog sie aus dem Wasser. In den letzten Tagen des Junis und im gesamten Juli blieb der Zerstörer in den Gewässern der Nördlichen Marianen und unterstützte die amerikanischen Soldaten bei der Eroberung der Inseln mit den Schiffsgeschützen. Bis zum 8. August blieb USS WADLEIGH, dann verließ der Zerstörer die die Gewässer der Nördlichen Marianen und hatte Befehl nach Guadalcanal zu fahren um sich dort an amphibische Landemanövern zu beteiligen. Diese waren die Vorbereitung für die Palau Offensive. Vorher lief der Zerstörer aber nach Eniwetok und bunkerte frischen Treibstoff. Anschließend lief der Zerstörer den Hafen Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln an um auch hier frischen Treibstoff zu bunkern. Von diesem Hafen aus fuhr das Kriegsschiff direkt nach Port Purvis auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesem Hafen legte er am 25. August an. Man versetzte den Zerstörer in die neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach die USS WADLEIGH mit anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS WADLEIGH, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS WADLEIGH und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Am 15. September erfolgte die Landung auf Peleliu. Die USS WADLEIGH selber patrouillierte ab diesem Tage nördlich der Insel und war als Radarvorpostenschiff eingesetzt. Auf diesem Posten überwachte der Zerstörer den Luftraum und konnte frühzeitig vor anfliegenden japanischen Flugzeugen warnen. Am 16. September fuhr das Kriegsschiff zur Kossol Passage. Diese war von den Japanern vermint worden. Der Zerstörer sollte die von den Minensuchern aufgespürten schwimmenden Minen vernichten. Bei den ersten zweiundzwanzig war dies auch ein Kinderspiel. Mit 40mm Abwehrkanonen wurden diese Minen aus sicherer Entfernung zur Explosion gebracht. Doch bei der Annäherung an die dreiundzwanzigste Mine hatte man eine Treibmine übersehen und die Schiffshaut schabte an den Hörnern der Mine entlang. Mittschiffs kam es dann zur Explosion. Ein riesiges Leck wurde in die Außenhaut des Schiffes gerissen und drei Kajüten der Heizkesselingenieure und einer der Matrosen wurden sofort überschwemmt. Drei Besatzungsmitglieder die sich dort aufhielten waren sofort tot und zwanzig wurden verletzt. Durch den Wasserballast sank das Heck der USS WADLEIGH um über eineinhalb Meter und legte sich um sieben Grad nach Steuerbord. Durch die Explosion war außerdem eine Radarantenne abgefallen und beide 26 Fuß Motorboote waren aus ihren Davids geflogen. Ein Teil des Schadensbegrenzungsteams untersuchte nun den Kiel und fand ihn unversehrt vor. Die anderen Mannschaftsmitglieder verbrachten alle möglichen Gewichte von Steuerbord nach Backbord um das Schiff auszutarieren und warfen alle am Heck befindlichen Wasserbomben nach deren Entschärfung über Bord. Da erreichte auch schon der Zerstörer USS BENNETT ( DD-473 ) aus der Task Group 32.5 das havarierte Schiff und nahm es ins Schlepptau. Die USS WADLEIGH lag spürbar in der Dünung und die anfängliche Befürchtung bestand darin das der Zerstörer in der Mitte auseinanderbrechen könnte. Nach vorübergehenden Notreparaturen schleppte die USS BENNETT das verkrüppelte Schiff über Pearl Harbor bis in die Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien. Dort trafen beide Schiffe am 25. Oktober ein. In das schwimmenden Trockendock USS ARD-16 bugsierte man dort den havarierten Zerstörer und baute diesen fast vom Kiel her wieder neu auf. Diese Arbeiten waren erst am 20. Februar 1945 abgeschlossen nachdem man das Trockendock geflutet hatte und die USS WADLEIGH es selbständig verlassen konnte. Noch am selben Tag wechselte der Zerstörer nach San Diego und die ersten Testfahrten begannen, die in einer Höchstgeschwindigkeitsfahrt endeten. Außerdem mussten die Geschütze neukalibriert werden. Am 19. April verließ dann das Kriegsschiff San Diego und fuhr zur Marinebasis von Pearl Harbor. Diese erreichte der Zerstörer sechs Tage später. Hier begannen für die Schiffsbesatzung mehrere Trainingseinheiten, die zusammen mit dem Schwesterschiff USS CHARRETTE ( DD-581 ), das von einer Überholung in der Puget Sound Navy Shipyard in Bremerton, Washington gekommen war, durchgeführt wurden. Dieses Training dauerte bis zum 3. Mai. An diesem Tag verließ die USS WADLEIGH wieder Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll erreichte der Zerstörer am 14. Mai. Hier integrierte man das Kriegsschiff wieder in das alte Zerstörergeschwader 54, welches in der Task Group 58.4 eingebunden war. Die Task Group 58.4 befehligte Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Die Schiffe der TG hatten bis dahin im Kampfeinsatz vor Okinawa gelegen. Am 11. Mai entband man sie kurzfristig aus ihren Aufgabenbereichen damit an ihnen vor dem Atoll Ulithi die dringend notwendig gewordene Reparaturen durchgeführt und alle Bunker aufgefüllt werden konnten. Die Schiffe der TG 58.4 erreichten am selben Tag wie die USS WADLEIGH das Atoll. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll Ulithi und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS WADLEIGH von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS TRATHEN, USS NORMAN SCOTT, USS UHLMANN und USS McCORD. Die USS WADLEIGH übernahm nun eine Radarvorpostenstation uns sicherte damit die großen Schiffseinheiten vor unerwarteten Luftangriffen ab. Ein schwerer Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge der TG 38.4 bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Für die Nacht vom 8. zum 9. Juni bildete man die Task Group 30.4. In dieser befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN und USS MELVIN. In dieser Nacht bombardierten diese Schiffe feindliche Stellungen auf Okino Ogari Shima. Dabei wurdenRadaranlagen und mehrere Gebäude vernichtet. Anschließend reihten sie sich wieder in die TG 38.4 ein. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS WADLEIGH versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. . In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. An diesem Tag fuhr die USS WADLEIGH nach Iwo Jima. Um die Insel zu besichtigen wollte der stellvertretender Marineminister für die Luftfahrt, John Lawrence Sullivan ( 16. Juni 1899 – 8. August 1982 ), und Vizeadmiral Aubrey Wray Fitch ( 11. Juni 1883 in Saint Ignace, Michigan – 22. Mai 1978 in Newcastle, Maine ) mit ihren Stäben dorthin. Erst am 21. Juli kehrte die USS WADLEIGH zur Task Group 38.3 zurück. Hier übernahm der Zerstörer die Sicherung des Flugzeugträgers USS TICONDEROGA und des Schlachtkreuzers USS GUAM und unterstützte die offensiven Operationen. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen an und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Die USS WADLEIGH befand sich in diesen Tagen rund 50 Seemeilen von der japanischen Küste entfernt und konnte unter anderem zwei Navy Piloten aus dem Wasser retten, deren Flugzeuge während eines Angriffs auf Tokyo abgeschossen worden waren. Am 10. August wurde man auf dem Zerstörer auf eine einsam treibende Mine aufmerksam, die man dann zerstören wollte. Doch übermäßige Turbinenschwingungen zwangen die Maschinisten den Steuerbordmotor abzuschalten. Dieser war nicht mehr benutzbar. Man vernichtete noch die Mine und erbat dann die Erlaubnis sich nach Ulithi wegen Reparaturarbeiten an dem Steuerbordmotor zurück zu ziehen. Die Erlaubnis wurde am folgenden Tag erteilt. Damit verließ die USS WADLEIGH am 11. August die japanischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Nachschubschiffen und Öltankern, zum Atoll Ulithi. Auf dem Weg dorthin erhielt man die Nachricht von der Bedingungslosen Kapitulation Japans gegenüber den USA. Die Reparaturen an dem Steuerbordmotor dauerten bis zum 23. August. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr wieder in die japanischen Gewässer. Doch zwischendurch musste das Kriegsschiff Iwo Jima anlaufen um Post und Passagiere an Bord zu nehmen. Das Kriegsschiff erreichte vierundzwanzig Stunden nach den ersten amerikanischen Schiffen die japanischen Gewässer. Bis hierher eskortierte der Zerstörer auch das Hospitalschiff USS BENEVOLENCE ( AH-13 ). Hier musste der Zerstörer und das Hospitalschiff die einst bedrohlichen Uferbatterien entlang der Urage Passage passieren. Man hegte auf dem Zerstörer die Hoffnung noch rechtzeitig in die Bucht von Tokyo zurückzukehren um am Triumphzug teilzunehmen. Am 29. August lief die USS WADLEIGH in die Yokosuka Naval Base ein. Als die ersten amerikanischen Soldaten bei Yokohama und Yokosuka an Land gingen, kehrte die USS WADLEIGH auf die offene See zurück um diese zu sichern. Für die Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde auf der USS MISSOURI am 2. September, kehrte der Zerstörer an diesem Tag in die Bucht von Tokyo zurück und überwachte den Luftraum. Noch am selben Tag erreichte das Kriegsschiff nach der Zeremonie wieder die offene See und fuhr zu den Flugzeugträgern. Anschließend patrouillierte der Zerstörer in den folgenden zwei Wochen vor der japanischen Küste. Am 16. September verließ er diese und eskortierte die Flugzeugträger USS BENNINGTON ( CV-20 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ) über Eniwetok nach Saipan. Nach einer Woche verließ die USS WADLEIGH wieder Saipan und eskortierte nun den Flugzeugträger USS LEXINGTON und den Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ) bis zur Tokyo Bay. Diese Gewässer erreichten die Schiffe am 13. Oktober. Doch schon am 20. Oktober verließ der Zerstörer wieder diese Gewässer und fuhr in Richtung Pearl Harbor. An Bord des Kriegsschiffes befanden sich Kriegsveteranen, die zur Entlassung aus dem Kriegsdienst berechtigt waren und an die US Westküste gebracht werden mussten. Nach einem zweitägigen Zwischenstopp auf der Hawaii Insel erreichte die USS WADLEIGH am 5. November den Hafen von San Francisco. Ab dem 5. Dezember begann an dem Kriegsschiff eine Überholung, die am 27. Januar 1946 abgeschlossen war. An diesem Tag verließ der Zerstörer San Francisco und fuhr nach San Diego. Hier erfolgte für das Kriegsschiff die Inaktivierung. Am 20. Juni 1946 stellte man dann den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn im Januar 1947 in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS WADLEIGH für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der Long Beach Naval Shipyard, Terminal Island, Kalifornien auszustatten. Commander Robert Henry Pauli ( 1917 – 2007 ) stellte am 3. Oktober 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach mehreren Ausbildungsfahrten verließ die USS WADLEIGH am 4. Januar 1952 die Marinebasis von San Diego. Zusammen mit den Zerstörern USS HAZELWOOD, USS HEERMANN, USS CASSIN YOUNG und USS COWELL ( DD-547 ) verließ die USS WADLEIGH die US Westküste, durchquerte am 14. Januar den Panamakanal und legte am 19. Januar im neuen Heimathafen Newport, Rhode Island an. Hier ernannte man die USS WADLEIGH zum Flaggschiff der Zerstörer Division 342. Nach der Teilnahme an den verschiedensten Flottenübungen, legte der Zerstörer am 17. August im Hafen von Pensacola, Florida an. Von hier aus sollte das Kriegsschiff für die folgenden vier Wochen die Eskorte für den Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) bilden. In dieser Zeit konnte die Besatzung der USS WADLEIGH drei abgestürzte Piloten aus dem Golf von Mexiko retten. Nach diesem Einsatz fuhr der Zerstörer wieder nach Norden. In der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts musste sich nun das Kriegsschiff einer Überholung unterziehen. Dabei wurden die älteren 40 mm Geschütze gegen Drei Zoll Geschütze getauscht. Nach dieser Überholung kehrte der Zerstörer in seinen Heimathafen zurück und nahm von dort aus an mehreren lokalen Übungen teil. Am 3. Mai 1954 legte die USS WADLEIGH dort wieder ab und hatte Befehl in den Pazifik zurückzukehren. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff in den Marinebasen Pearl Harbor, Midway und Guam an. Von Guam aus fuhr der Zerstörer nach Yokosuka, Japan. In dem dortigen Hafen legte das Kriegsschiff am 7. Juni an. Von hier aus begann die USS WADLEIGH ihre Patrouillenfahrten. Diese begannen mit dem Besuch der Philippinen in der Subic Bay. Anschließend verlegte der Zerstörer in die ostkoreanischen Gewässer und unterstützte die Überwachung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Nord- und Südkorea. Danach kehrte der Zerstörer an die philippinische Küste von Manila zurück und integrierte sich dort in die Task Group 70.2. Die Schiffe dieser TG verlagerte nun an die südliche Küste von Formosa. Das war eine vorsorgliche Bewegung durch die amerikanischen Schiffe, um mögliche Absichten der kommunistischen chinesischen Regierung gegenüber dem amerikanisch unterstützten nationalistischen chinesischen Regime auf der Insel zuvorzukommen. Auf der Fahrt nach Formosa geriet die USS WADLEIGH gegen ein unbekanntes Unterwasserobjekt, an dem sich der Zerstörer geringfügige Schäden an beiden Schrauben zuzog. Jetzt musste das Kriegsschiff in die Subic Bay zurückkehren damit die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden konnten. Gleich im Anschluss daran eilte die USS WADLEIGH nach Formosa und gliederte sich in die Task Group ein. Nun blieb der Zerstörer für zwanzig angespannte, aber ereignislose Tage auf seiner zugewiesenen Station. Nach der Beendigung der Patrouille fuhr das Kriegsschiff nach Sasebo, Japan und wurde dort auf die Fahrt an die Ostküste der USA vorbereitet. Nach den eingelegten Zwischenstopps in Hongkong, Singapur und Colombo, Sri Lanka sowie der Durchquerung des Suezkanals und dem Besuch von mehreren Mittelmeerhäfen, erreichte der Zerstörer am 28. November wieder seinen Heimathafen Newport. Bis Ende 1955 beteiligte sich die USS WADLEIGH an lokalen Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Dabei waren auch Übungen zur U-Boot Bekämpfung angesetzt worden. In den folgenden drei Jahren wechselte der Zerstörer dann in das Mittelmeer und beteiligte sich dort zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte an den Patrouillenfahrten, die hauptsächlich im östlichen Teil durchgeführt wurden. Im Frühsommer 1958 sah US Präsident Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 in Denison, Texas – 28. März 1969 in Washington DC ) eine kommunistische Gefahr und Bedrohung für die Sicherheit des Libanon. Der Libanon steckte zu dieser Zeit in einer politischen Krise, durch politische und religiöse Spannungen hervorgerufen. Der libanesische Präsident Camille Nimr Chamoun ( 3. April 1900 – 7. August 1987 ) bat Eisenhower um militärische Hilfe. Daher ordnete jener die Operation Blue Bat an. Diese begann am 15. Juli 1958 und dauerte drei Monate um die pro-westliche Regierung zu stabilisieren und eine radikale Revolution zu verhindern. Insgesamt landeten 15.000 Marines und US Soldaten. Amerikanische und libanesische Regierungskräfte besetzten während dieser Operation den Hafen und den Internationalen Flughafen von Beirut. Die 6. US Flotte mit den Flugzeugträgern USS ESSEX ( CVA-9 ), USS SARATOGA ( CVA-60 ) und USS WASP ( CVA-18 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON und USS DES MOINES ( CA-134 ) sowie zwei Geschwader Zerstörer, unter denen sich auch die USS WADLEIGH, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) und USS MILLER ( DD-535 ) befanden, lagen in der Nähe der libanesischen Küste. Diese Schiffe unterstützten aktiv die Landung der amerikanischen Truppen zur Stabilisierung der angespannten Lage. Die USS WADLEIGH unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Marines im Hafen von Beirut und setzte dann im östlichen Mittelmeer als Einheit der Task Force 61 ihre Patrouillenfahrten fort. Nachdem die Krise nach drei Monaten beendet war und die amerikanischen Truppen aus dem Libanon wieder abzogen, kehrte der Zerstörer ebenfalls an die US Ostküste zurück. Hier begannen erneute Übungen entlang der Atlantikküste und der Karibik bis Anfang 1959. Dann patrouillierte das Kriegsschiff bis Juni 1959 zum vierten Mal im Mittelmeer. Im September desselben Jahres lag die USS WADLEIGH in Newport und wartete auf weitere Befehle. Man wies dem Zerstörer nun eine Position im Atlantik zu, so wie vielen anderen amerikanischen Schiffen auch, über die das Flugzeug von US Präsident Dwight David Eisenhower nach seinen Gipfelkonferenzen in Europa den Heimflug in die USA nehmen würde. Nach dem Überflug der Air Force One kehrten die amerikanischen Schiffe in ihre Heimathäfen zurück. So auch die USS WADLEIGH. Vor Newport begannen nun für das Kriegsschiff bis Ende des Jahres 1960 mehrere Anti-U-Boot Übungen und lokale Operationen. Zwischendurch, es war der 19. März 1960, eilte der Zerstörer zum Cape Henry, kurz vor der Mündung in die Chesapeake Bay, Virginia. Hier gab es eine Kollision zwischen dem in Reserve befindlichen Geleitzerstörer USS DARBY ( DE-218 ) und einem schwedischen Handelsschiff. Durch den Unfall starben auf dem Geleitzerstörer zwei Navy Reservisten und dreizehn wurden zum Teil schwer verletzt. An Bord der USS WADLEIGH hatte sich der Commander des Zerstörergeschwaders 20 eingeschifft und leitete die erfolgreichen Bemühungen die USS DARBY ins Schlepptau zu nehmen. Die USS WADLEIGH konnte anschließend ihren Zeitplan der lokalen Operationen wieder aufnehmen. Während dieser Übungen waren unter anderem auch eine Midshipman Trainingskreuzfahrt und Anti-U-Boot Patrouillen vorgesehen. Im Herbst 1960 folgte ein Einsatz in die nordeuropäischen Gewässer. Dort führte die NATO mehrere Übungen in der Nordsee und unterhalb des Polarkreises durch. Danach fuhr der Zerstörer zum fünften Mal ins Mittelmeer. Das Kriegsschiff durchquerte den Suezkanal und nahm im Persischen Golf an der CENTO Übung „Midlink III“ teil, an der die Seestreitkräfte von fünf Anrainernationen involviert waren. Erst im November 1960 kehrte das Kriegsschiff in das Mittelmeer und dann in die europäischen Gewässer zurück und nahm jeweils dort an den ASW-Übungen „Hay strike“ und „Jetsream“ mit französischen Navy Einheiten teil. Am 15. Dezember 1960 legte die USS WADLEIGH dann in ihrem Heimathafen Newport wieder an. Im folgenden Januar des Jahres 1961 praktizierte der Zerstörer vor Mayport, Florida erneut ASW-Übungen durch. Dann versetzte man das Kriegsschiff zur Task Group 140.8. Die Schiffe dieser TG waren ausgesucht worden um am amerikanischen bemannten Raumfahrtprogramm „Projekt Mercury 3“ teilzunehmen. Im April begann die Mannschaft der USS WADLEIGH eine umfangreiche Ausbildung in den Gewässern von Florida zu erhalten. Commander Alan Bartlett Shepard ( 18. November 1923 – 21. Juli 1998 ) startete mit dem Mercury Raumschiff “Freedom 7” am 5. Mai 1961. Der Flug dauerte 15 Minuten und 22 Sekunden und das Raumschiff flog 187,5 Kilometer hoch, war damit außerhalb der Erdatmosphäre und 486 Kilometer weit von seinem Startpunkt aus gesehen entfernt. Auf der Position 53’ West 27,23° Nord und 75,88 ° West landete die Raumkapsel im Wasser des Nordatlantischen Ozeans. Zur Bergung und Sicherung der Raumkapsel stand der Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLIN, die Zerstörer USS WADLEIGH, USS THE SULLIVANS, USS ABBOT ( DD-629 ), USS NEWMAN K PERRY ( DD-883 ), USS ROOKS ( DD-804 ) USS DECATUR ( DD-936 ), der Minensucher USS NOTABLE ( AM-267 ), das Antimagnetische Hochseeminensuchboot USS ABILITY ( MSO-519 ) und das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ) bereit. In der Nähe des Flugzeugträgers landete die Raumkapsel im Wasser und wurde schnell durch Helikopter zum Träger transportiert. Die USS WADLEIGH war auch zur Teilnahme einer weiteren Aktion innerhalb des Mercury Programms vorgesehen. Im August sollte eine Mercury Redstone 5 Rakete ins All geschossen werden, aber ungünstige Witterungsverhältnisse verhinderten dies. Daher löste man die Task Group kurzerhand auf und der Zerstörer kehrte nach Newport zurück. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff in die Boston Naval Shipyard und unterzog sich einer intensiven Überholung. Im folgenden Herbst dann verließ die USS WADLEIGH die US Ostküste und fuhr in die europäischen Gewässer noch einmal und nahm dort an der Übung „Exercise Line Jug II“ teil. Das war eine umfangreiche ASW Übung zusammen mit Royal Navy Einheiten. Diesen Einsatz beendete der Zerstörer mit dem Besuch von mehreren Häfen auf den britischen Inseln. So legte die USS WADLEIGH in Londonderry und Southampton an bevor das Kriegsschiff die Heimfahrt antrat. Am 22. Februar 1962 legte der Zerstörer in Newport an. Es folgten anschließend wieder lokale Übungen entlang der Atlantikküste. Doch am 22. Juni verließ die USS WADLEIGH Newport und wechselte nach Norfolk, Virginia. Dort stellte man am 28. Juni 1962 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Durch das amerikanische Militärhilfeprogramm übergab man den Zerstörer 1963 an die chilenische Marine ab. Das Kriegsschiff erhielt dort den Namen BLANCO ENCALADA ( D14 ). Die chilenische Marine kaufte dann am 26. Juli 1972 den Zerstörer und beließ ihm den vorher gegebenen Namen. Die US Navy strich am 1. September 1975 den Namen USS WADLEIGH ( DD-689 ) von der US Navy – Liste.
BLANCO ENCALADA ( D14 ) wurde 1982 von der chilenischen Marine außer Dienst gestellt und 1983 zum verschrotten freigegeben. Doch erst am 28. September 1991 wurde der Schiffskörper des Zerstörers während eines Manövers vor der Küste von Südchile durch eine Harpune Rakete versenkt. Diese Rakete hatte der US Zerstörer USS SPRUANCE ( DD-963 ) während des Manövers UNITAS XXXII abgefeuert.


USS WADLEIGH ( DD-689 )
Commanding Officer

CDR Walter Coulter Winn         19. Oktober 1943 – 16. Februar 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Robert Cameron Morton        16. Februar 1945 – 20. Juni 1946
Außerdienststellung            20. Juni 1946 – 3. Oktober 1951
CDR Robert Henry Pauli          3. Oktober 1951 – 1953
CDR William Milner Carpenter          1953 – 1955
CDR Alfred Darragh Garvin         1955 – 25. September 1957
CDR Wells Rood Bill Jr.          25. September 1957 – Mai 1959
CDR Joseph Bowen Sullivan           Mai 1959 – 1961
LCDR Donald Walter Kiley          1961 – 1962
LCDR Laurens Dorsey          1962 – 28. Juni 1962

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