USS BUCK ( DD-420 )

USS BUCK ( DD-420 )

Biografie

James Buck
* 1808 in Denver, Colorado
† 1. November 1865 Baltimore, Maryland
war ein Empfänger der Medal of Honor während des Amerikanischen Bürgerkrieges
und ein Matrose in der United States Navy

Buck war als Master-Mate, alte Bezeichnung für Oberfeldwebel bzw. später Fähnrich, aktiv bei der Union Navy als er als Quartiermeister durch die Generalorder 11 am 3. April 1863 mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde.

Buck ist auf dem Greenmount Friedhof in Baltimore, Maryland bestattet worden. Sein Grab befindet sich im Abschnitt Q-24.

Die US Navy benannte drei Schiffe nach ihm.
Das erste Schiff, die USS BUCK ( SP-1355 ), war ein ziviles Motorboot das 1911 zu Wasser gelassen wurde. Die US Navy erwarb es am 24. August 1917 und setzte es während des Ersten Weltkrieges als Küsten-Patrouillenboot ein. Am 24. September gab man es dem Besitzer zurück.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BUCK ( DD-420 ) aus der SIMS – Klasse. Ihn stellte LCDR H. C. Robison am 15. Mai 1940 in den Dienst der US Navy. Drei Jahre später, am 09. Oktober 1943, versenkte ihn das deutsche U-Boot U-616 vor Salerno, Italien wobei 150 Mann der Mannschaft ums Leben kamen.
Das dritte Schiff ist der Zerstörer USS BUCK ( DD-761 ) aus der ALLEN M.SUMNER – Klasse. Dieser wurde am
1. Februar 1944 auf Kiel gelegt und Miss Mary Nimitz, die Tochter von Flottenadmiral Chester Nimitz taufte ihn am 11. März 1945. CDR Homer Howard Nielsen stellte ihn am 28. Juni 1946 in den Dienst der US Navy. Am 16. Juli 1973 legte man den Zerstörer still, strich ihn aus der Navy – Liste und übergab ihn an Brasilien wo er in CT ALAGOAS ( D36 ) umbenannt wurde.


USS BUCK ( DD-420 )

Schiffsbiografie

Die USS BUCK ( DD-420 ) war der zwölfte Zerstörer der SIMS – Klasse und das zweite Schiff das zu Ehren von dem Matrosen James Buck ( 1808 – 1. November 1865 ) benannt worden ist.
s40001Den Kiel des Zerstörers legte man am 6. April 1938 auf der Philadelphia Navy Yard. Mrs. Julius C. Townsend, Ehefrau von Rear Admiral Julius Curtis Townsend ( 22. Februar 1881 – 28. Dezember 1939 ) taufte am 22. Mai 1939 das Schiff vor dem Stapellauf.

s40003Lieutenant Commander Horace Clovis Robison stellte am 15. Mai 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verlegte man den Zerstörer in die Atlantikflotte für eine kurze Zeit. Von Februar bis Juni 1941 verstärkte das Schiff die Pazifikflotte. Im Juni kehrte die USS BUCK zur Atlantikflotte zurück wo sie im Rahmen der Task Force 19 ( TF19 ) zur Naval Station Argentia, Neufundland beordert wurde. Man versetzte den Zerstörer in Diese Task Force 19 befehligte Rear Admiral David McDougal LeBreton ( 12. August 1884 – 6. September 1973 ). In dieser TF befanden sich neben der USS BUCK die Schlachtschiffe USS ARKANSAS ( BB-33 ) und USS NEW YORK ( BB-34 ), den Leichten Kreuzern USS BROOKLYN ( CL-40 ) und USS NASHVILLE ( CL-43 ), den Zerstörern USS PLUNKETT ( DD-431 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS GLEAVES ( DD-423 ), USS MAYO ( DD-422 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS ELLIS ( DD-154 ), USS BERNADOU ( DD-153 ), USS UPSHUR ( DD-144 ) und USS LEA ( DD-118 ). Ziel dieses Verbandes war Island. Am 1. Juli legten die Schiffe in Argentia ab und erreichten am 7. Juli die Insel. Mit den Truppentransportern USS WILLIAM P BIDDLE ( APA-8 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ) und USS ORIZABA ( AP-24 ), den Frachtschiffe USS ARCTURUS ( AK-18 ) und USS HAMUL ( AK-30 ), dem Tanker USS SALAMONIE ( AO-26 ) und dem Schlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ) legten die Schiffe im Hafen von Reykjavik an, wo die 1. US Marine Corps Brigade unter dem Kommando von Generalmajor Marston an Land ging. Zur Unterstützung dieses Unternehmens waren Catalina Flugboote VP 72, die von dem Zerstörer und Flugzeugtender USS GOLDSBOROUGH ( AVD-5 ) gestützt wurden, ab dem 4. Juli vor Grönland und sicherten die Fahrtroute der TF 19. Am 6. Juli setzten die Transportschiffe USS MUNARGO ( AP-20 ) und USS CHATEAU THIERRY ( AP-31 ) Personal und Ausrüstung für den am Tunugdliarfik-Fjord ab die einen Luftlandestützpunkt bauten. Noch vor der Kriegserklärung Hitlerdeutschlands sollte Island eingenommen werden, damit von dort aus Konvois einen Zwischenhalt machen könnten. Die Schiffe der TF 19 legten am 13. Juli in Reykjavik wieder ab und erreichten sieben Tage später Argentia. So begleitete das Schiff vom 5. bis zum 13. November 1941 den Konvoi HX 158 von Neufundland nach Island und den Konvoi ON 37 vom 22. bis zum 30, November 1941 von Island nach Neufundland.
Mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg wurden die Konvoipflichten für die USS BUCK noch wichtiger. So wurde der Konvoi HX 165 vom 17. bis zum 24. Dezember 1941 von Neufundland aus nach Island eskortiert. Auf der Rückfahrt begleitete der Zerstörer den Konvoi ON 51 vom 2. bis zum 11. Januar 1942 nach Neufundland. Schon kurz darauf legte die USS BUCK am 28. Januar 1942 mit dem Konvoi HX 172 in Neufundland ab und erreichte am 4. Februar Island. Auf der Rücktour wurde vom 12. bis zum 19. Februar 1942 der Konvoi ON 65 begleitet. Auf der nächsten Konvoifahrt vom 13. bis zum 22. März 1942 wurde der Konvoi HX 179 nach Nordirland begleitet und auf der Rückfahrt vom 30. März bis zum 9. April 1942 der Konvoi ON 81. Bis zum Juni begann die USS BUCK vor der US Ostküste zu patrouillieren. Den Zerstörer verlegte man am 6. Juni nach New York, wo sechs Truppentransporter für den Geleitzug AT 17 zusammengestellt wurden. Für das Geleit dieses Konvois liegen neben der USS BUCK die USS BRISTOL ( DD-453 ),  USS SWANSON ( DD-443 ), USS LUDLOW ( DD-438, USS EBERLE ( DD-430 ), USS EDISON ( DD-439 ), USS ERRICSON ( DD-440 ), NICHOLSON ( DD-442 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ) und die USS WILKES ( DD-441 ) bereit. Sie sind ein Teil der Eskorte. Am 1. Juli legten die Schiffe in New York ab und fuhren an der amerikanischen Ostküste entlang nach Norden bis Little Placentia Harbor, Neufundland. Von dort aus fuhr der Konvoi über den Atlantik und legte bei Firth of Clyde, Schottland an. Die USS WILKES verließ vorzeitig den Konvoi und erreichte am 12. Juli wieder New York. Die anderen Zerstörer kehrten mit den Truppentransportern des Konvois TA 17 nach New York zurück nachdem sich in Schottland die amerikanischen Truppen ausgeschifft hatten. Am 22. August 1942 sollte eine Konvoifahrt von Nova Scotia aus gestartet werden. Es herrschte da dichter Nebel. Der neuseeländische Truppentransporter HMNZS AWATEA fuhr mit seinem Bug in die Steuerbordseite des Zerstörers. Da wollte er gerade ein anderes Schiff in die Konvoiformation eskortieren. Durch die Wucht des Aufpralls brach der Kiel der USS BUCK zu zweidrittel an, der Steuerbordpropeller wurde zerstört und der Hafenpropeller beschädigt und sieben Seeleute auf dem Zerstörer wurden getötet. Die Besatzung versuchte alles Mögliche um das Schiff manövrierfähig zu halten. Für ein paar Stunden schafften sie es auch, dass der Hafenpropeller sich bewegte. Dann aber fiel auch dieser aus und das Schiff lag hilflos auf dem Wasser. Die Wellenbewegungen waren nicht gut für den angebrochenen Kiel. Die Besatzungsmitglieder mussten dann hilflos zusehen wie der zu Hilfe eilende Zerstörer USS INGRAHAM ( DD-444 ) vor ihren Augen von dem Öltanker USS CHEMUNG ( AO-30 ) buchstäblich in zwei Teile gerissen wurde und mit Mann und Maus sofort unterging. Die USS CHEMUNG konnte einige wenige Überlebende des Zerstörers retten und nahm dann die USS BUCK ins Schlepptau bis der Flottenschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ) eintraf. Am 26. August erreichte mit Hilfe des Schleppers die USS BUCK Boston wo bis zum November die Reparaturarbeiten dauerten. Nach dem Abschluss der Arbeiten kehrte der Zerstörer zu seinen Konvoipflichten im Atlantik zurück. So legte am 14. Januar 1943 der Zerstörer mit den Schiffen der Task Force 34 und des Geleitzuges UGF 4 in New York ab. Achtzehn Truppentransportschiffe, gesichert von dem Schlachtschiff USS TEXAS ( BB-35 ) und den Zerstörern USS BUCK, USS BRISTOL, USS WILKES, USS SWANSON, USS LUDLOW, USS WOOLSEY, USS EDISON, USS BUTLER ( DD-636 ) und USS ROE ( DD-418 ), erreichten am 25. Januar Gibraltar und wurden dort von den britischen Zerstörern HMS BRILLIANT ( H84 ) und HMS ANTELOPE ( H36 ) und dem britischen Minensuchboot HMS FELIXSTOWE ( J126 ) sowie den kanadischen Korvetten HMCS BADDECK ( K147 ), HMCS SUMMERSIDE ( K141 ), HMCS LUNENBURG ( K151 ) und HMCS PORT ARTHUR ( K233 ) übernommen. Dieser Konvoi erreichte zwei Tage später den Hafen von Oran, Algerien. Am 1. Februar brachte eine britische und kanadische Sicherungsgruppe den Geleitzug GUF 4, bestehend aus 30 Schiffen, zur Übergabeposition westlich von Gibraltar und die Kriegsschiffe der TF 34 eskortierten den Konvoi bis nach New York zurück. Bis Juni 1943 wurden die Konvois in europäischen Gewässern eskortiert. Am 11. Juni 1943 legte die USS BUCK im Hafen von New York ab mit dem Ziel Mittelmeer. Dazu hatte man den Zerstörer in die Task Force 65 verlegte die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9 bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen und dem Schiffskonvoi UGF 9A bestehend aus 11 Transportschiffen und 14 Kriegsschiffen am 11. Juni in New York ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision. Die USS BUCK gehörte dabei zur Task Group 65.5 die die Transportschiffe der UGF 9A begleiteten. In dieser waren zur Absicherung der elf Transportschiffe außerdem noch der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ) und die Zerstörer USS EDISON ( DD-439 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS ROE ( DD-418 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). Am 26. Juni erreichten die beiden Schiffskonvois den Hafen von Oran. Die USS BUCK begann dann im Mittelmeer vor den tunesischen und algerischen Häfen Patrouillenfahrten. Für die Operation „Husky“ zur Invasion von Sizilien versetzte man die USS BUCK am 8. Juli zur West Naval Task Force die von Rear Admiral Henry Kent Hewitt ( 11. Februar 1887 – 15. September 1972 ) befehligt wurde. Der Zerstörer begleitete am 10. Juli 1943 einen Konvoi von LCTs zum Strand von Sizilien. Am 3. August während einer Eskortierfahrt von sechs Transportschiffen Sizilien nach Algerien, entdeckte man auf der USS BUCK das italienische U-Boot ARGENTO das die Bewegungen der Alliierten ausspähen sollte. Umgehend verfolgte der Zerstörer das untergetauchte U-Boot und zwang es mit drei Wasserbombenabwürfen wieder an die Wasseroberfläche. Nach mehreren Salven aus den Geschützen des Zerstörers ergaben sich die italienischen Soldaten und versenkten ihr U-Boot. Von den 49 Besatzungsmitgliedern konnten 45 gefangen genommen werden. Die USS BUCK eskortierte dann einen Konvoi in die Vereinigten Staaten und kehrte Ende August 1943 in das Mittelmeer zurück. Der Zerstörer sollte an der Operation Avalanche, der Invasion Italiens bei Salerno beteiligt sein, die am 3. September begann. Während der Invasion bestand die Aufgabe für den Zerstörer vor der italienischen Küste zu patrouillieren und die Lieferungen von Verstärkung und Versorgung zu schützen. Am 9. Oktober 1943 befand sich die USS BUCK wieder vor Salerno, da wurde der Zerstörer bei Mitternacht durch das deutsche U-Boot U-616, das unter dem Kommando von Kapitänleutnant Siegfried Koitschka ( 6. August 1917 – 17. Mai 2002 ) stand, mit mindestens zwei Torpedos auf der Steuerbordseite angegriffen. Innerhalb von nur vier Minuten nach der Explosion sank der Zerstörer. Obwohl von der amerikanischen Mannschaft in den letzten Sekunden die sie noch hatten die Zünder der Wasserbomben sicher eingestellt wurden, kam es nach dem versinken der USS BUCK zu einer gewaltigen Unterwasserexplosion die viele schwimmende Besatzungsmitglieder entweder tötete oder schwer verwundete. Durch alliierte Flugzeuge wurden am nächsten Morgen die Überlebenden gesichtet. Der Zerstörer USS GLEAVES ( DD-423 ) rettete 97 Besatzungsmitglieder und das britische LCT-170 rettete am folgenden Abend weitere.


USS BUCK ( DD-420 )
Commanding Officer

LCDR Horace Clovis Robison         15. Mai 1940 – 1. Mai 1942
LCDR Lewis Robinson Miller           1. Mai 1942 – 20. Dezember 1942
LCDR Bosquet Neil Lev         20. Dezember 1942 – 10. Februar 1943
LT George Solon Lambert           10. Februar 1943 – 28. Februar 1943
LCDR Millard Jefferson Klein            28. Februar 1943 – 9. Oktober 1943

 


					

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