USS REMEY ( DD-688 )

USS REMEY ( DD-688 )

Biografie

George Collier Remey
* 10. August 1841 in Burlington, Iowa
† 10. Februar 1928 in Washington DC
War ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg

George Collier Remey beendete sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland im Jahre 1859. Zunächst versah er seinen Dienst an Bord der Kriegskorvette USS HARFORD ( 1858 ) die zum asiatischen Geschwader gehörte. Mit Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges kehrte Remey in die Vereinigten Staaten zurück und diente an Bord des Kanonenbootes USS MARBLEHEAD ( 1861 ). Auf diesem Schiff nahm er von März bis Juli 1862 an der Peninsular Kampagne teil Danach folgte die Blockade von Charleston. Im April 1863 übernahm Remey die Aufgaben eines Executive Officers auf der Schraubenschaluppe USS CANANDAUGUA ( 1862 ) und während des Angriffs auf Fort Wagner vorübergehend das Kommando über die USS MARBLEHEAD. Vom 23. August bis zum 7. September 1863 befahl Remey auf Morris Island eine Küstenbatterie aus Schiffsgeschützen. In der Nacht vom 7. zum 8. September führte er eine zweite Abteilung in einem Boot beim Angriff auf Fort Sumter. Diese Einheit landete am Ufer wo schon konföderierte Soldaten in ihren Verstecken warteten. Es gab ein blutiges aufeinandertreffen. Die komplette Einheit wurde zerschlagen. Remey und einige wenige Überlebende dieser Einheit wurden gefangen genommen. Dreizehn Monate befand sich Remey daraufhin in Columbia, South Carolina konföderierter Haft. Nach dieser Zeit machten beide Kriegsparteien einen Gefangenenaustausch und Remey kehrte in den Norden des Landes zurück wo man ihn an Bord des Seitenrad Kanonenboot USS DE SOTO ( 1859 ) versetzte. Dort blieb er bis zum Ende des Krieges. Im Jahre 1866 versah Remey seinen Dienst an der Westküste von Südamerika. Von 1870 bis 1871 nahm er an der Tehuantepec Survey Expedition teil. Seine neue Dienststelle war dann die Portsmouth Navy Yard in Kittery, Maine wo die Schraubenschaluppe USS ENTERPRISE ( 1874 ) gebaut wurde. Dieses Schiff wurde nach den Entwürfen des Marinearchitekten John Willis Griffiths ( 6. Oktober 1809 – 29. April 1882 ) gebaut. Am 16. März 1877 stellte Commander George Collier Remey das unter seinem Befehl stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Endausrüstung in Norfolk, Vorginia fuhr Remey mit dem Schiff in die Mündung des Mississippi River wo Vermessungsoperationen durchgeführt werden mussten. Im April 1878 kehrte er mit dem Schiff nach Norfolk zurück und legte schon am 27. Mai wieder ab um Vermessungsarbeiten im Amazonas und im Madeira River durchführen zu lassen. Am 1. Oktober 1878 rettete Seemann Thomas Smith ( geboren 1856 – ? ) einen anderen Seeman vor der Küste von Pará, Brasilien vor dem Ertrinken. Dafür erhielt er später die Medal of Honor verliehen. Nach dem Abschluss der Vermessungsarbeiten kehrte die USS ENTERPRISE in den Hafen von New York City zurück wo Reparaturarbeiten durchgeführt werden mussten. Im Dezember 1878 legte das Schiff dort wieder ab und begab sich in das Mittelmeer und in europäische Gewässer wo es mit den dortigen US Navy Schiffen operierte. Am 9. Mai 1880 kehrte Remey mit dem Schiff an die Washington Navy Yard zurück wo es still gelegt wurde. Im Jahre 1885 ernannte man Remey zum Captain. Vier Jahre später versetzte man ihn an die Werft Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wo er am 26. Dezember 1889 den unter seinem Befehl stehende Geschützte Kreuzer USS CHARLESTON ( C-2 ) in den Dienst der US Navy stellte. Dieses Schiff war das Flaggschiff des Pazifik Geschwaders. Nach der Übergabe des Kommandos über dieses Schiff, versetzte man Remey an die Portsmouth Navy Yard wo er den Posten des Kommandanten erhielt. Kurz vor Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieg forderte man ihn auf Verantwortung zu übernehmen und übergab ihn das Kommando über die Naval Base in Key West, Florida. Von dort aus leitete Rear Admiral Remey die Versorgung aller Seestreitkräfte in kubanischen Gewässern sowie die Reparatur von Schiffen und organisierte die Versorgung aller US Army Kräfte auf Kuba. Nach dem Krieg kehrte Remey wieder an die Portsmouth Nvy Yard zurück. Am 19. April 1900 übernahm er das Kommando über das asiatische Geschwader für die nächsten zwei Jahre. In dieser Zeit war ein diplomatisches und militärisches Chaos in China durch den Boxeraufstand. Dieses Kommando übergab er am 1. März 1902 an Rear Admiral Frederick W. Rodgers ( 3. Oktober 1842 – 3. November 1917 ). Danach kehrte er wieder in die Vereinigten Staaten zurück und übernahm dort für ein Jahr den Vorsitz des Lighthouse Board. Am 10. August 1903 pensionierte man Rear Admiral George Collier Remey. Er versatrb am 10. Februar 1928 in Washington DC.


USS REMEY ( DD-688 )

Schiffsbiografie

Die USS REMEY ( DD-688 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral George Collier Remey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunundfünfzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 22. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Angelica Gear Remey ( 1879 – 1963 ), Tochter von Rear Admiral George Collier Remey, taufte am 25. Juli 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Reid Puryear Fiala ( 14. Januar 1909 in Brooklyn, New York – 29. Juli 1987 ) stellte am 30. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, wechselte das Kriegsschiff nach Boston, Massachusetts. Hier wählte man am 5. Dezember die USS REMEY dazu aus, das Flaggschiff des Zerstörergeschwaders 54 zu sein. Noch am selben Tag stach der Zerstörer von Boston aus in See und fuhr zum Panamakanal. Die Durchquerung erfolgte am 12. Dezember. Anschließend ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien, wo das Kriegsschiff acht Tage später anlegte. In San Diego selber integrierte man die US REMEY in die 5. Amphibious Force ein und beteiligte sich an deren Training. Anschließend versetzte man den Zerstörer in die Task Force 53, die Northern Attack Force, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illiniois – 1. März 1962 in Jamaika Bay, New YorkCity, New York ) während der Eroberung der Marshall Islands befehligte. In dieser Task Force sollte der Zerstörer einen Schiffskonvoi eskortieren. Am 13. Januar 1944 verließen die Schiffe der TF die kalifornischen Gewässer und fuhren westwärts. Sie legten sechs Tage später in der Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und wurden in die jeweiligen Task Groups versetzt. Die USS REMEY sollte weiterhin die Transportschiffe eskortieren. Neben dem Kriegsschiff befanden sich noch die Zerstörer USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HULL ( DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS ELLET ( DD-398 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten 12 Angriffstransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe, die Landungsboot Mutterschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUBSTON HALL ( LSD-5 ) und 15 Panzerlandungsschiffe welche die Soldaten und der Ausrüstung der 4. Marine Division, Kommandeur Generalmajor Oliver Prince Smith ( 26. Oktober 1893 – 25. Dezember 1977 ), transportierten. Ziel dieser Angriffsflotte war die Insel Roi-Namur, im Archipel der Marshall Islands, welche nördlich von Kwajalein liegt. In der Fire Support Group der TF 53 befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLODADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) und die Zerstörer USS ANDERSON ( DD-401 ), USS PHELPS ( DD-360 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ) und USS JOHNSTON ( DD-557 ). Zur Luftsicherung befanden sich in der Air Support Group die Geleitflugzeugträger USS SAGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) du die Zerstörer USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS DALE ( DD-353 ). Alle diese Schiffe verließen am 22. Januar Pearl Harbor. Auf dem Weg nach Roi-Namur wurden am 29. Januar japanische Stellungen auf dem Atoll Wotje bombardiert. Grund dafür war, dass von dieser Insel die dann eingeschlossenen nicht in den Kampf um Roi-Namur eingreifen können. Am 1. Februar begann nach einem massiven Feuerüberfall die Landung auf Roi-Namur. Die USS REMEY sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die Transportschiffe und Geleitflugzeugträger vor feindliche Luftüberfälle. Dabei fuhr der Zerstörer aber auch bis nah an die Küste der Insel um die eingegrabenen japanischen Küstenbatterien besser bekämpfen zu können. Dabei lief das Kriegsschiff am 5. Februar auf Grund auf und wurde an einem unter Wasser liegenden Riff beschädigt. Das Schadensbegrenzungsteam hatte alle Hände voll zu tun damit das Kriegsschiff nicht zu viel Wasser nimmt. Das entstandene Leck konnte nur von innen notdürftig geschlossen werden. Am folgenden Tag verließ die USS REMEY Roi-Namur und fuhr über das eingenommene Atoll Majuro, Marshall Islands nach Pearl Harbor. Diese Marinebasis erreichte der Zerstörer am 19. Februar. Gleich am nächsten Tag bugsierte man das havarierte Kriegsschiff in ein Trockendock in der Pearl Harbor Naval Shipyard und begann mit den Reparaturarbeiten. Nach deren Abschluss verließ die USS REMEY im März wieder die Marinebasis und eskortierte einen Schiffskonvoi nach San Francisco, Kalifornien. Von hier aus übernahm der Zerstörer am 25. März die Eskorte über den Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ). Mit einem Zwischenstopp in Pearl Harbor zum bunkern von frischem Treibstoff, erreichten beide Kriegsschiffe am 4. April das Atoll Majuro. Fünf Tage später begann die USS REMEY mit dem eskortieren von amerikanischen U-Booten in und aus den Gewässern des Atolls. Diese Eskortierpflichten übernahm der Zerstörer bis zum 29. April. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die Gewässer um Majuro und fuhr nach Pearl Harbor. In der Marinebasis legte die USS REMEY am 4. Mai an. Der Zerstörer blieb in dieser Marinebasis und wurde auf ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Dazu beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 54 an mehreren Übungen, an denen sich auch Flugzeugträger beteiligten. Für die Operation „Forager“ integrierte man die USS REMEY in die Task Group 52.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.1 die Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ ( DD-691 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Ab dem 29. Mai gab es für zwei Tage intensive Trainingseinheiten. Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. Die USS REMEY lag rund 3.700 Meter von der Küste Saipans entfernt, da wurde der Zerstörer durch eine japanische Küstenbatterie getroffen und beschädigt. Umgehend wurden die Schiffsgeschütze auf dieses Ziel ausgerichtet und abgefeuert. Zwei feindliche Geschütze wurden dabei getroffen und vernichtet. Nun zog sich der Zerstörer aus der Ufernähe von Saipan zurück und erhielt von einer japanischen Küstenbatterie auf der Insel Tinian weitere Treffer. Das Kriegsschiff war allerdings dadurch nicht schwer beschädigt. Es konnte seine Pflichten während der Operation innerhalb der Marianen weiter wahrnehmen. Das Bombardement der amerikanischen Schiffe auf die feindlichen Stellungen, hauptsächlich auf Saipan, wurden auch am 16. Juni während der Anlandung zur Absicherung des Brückenkopfes beibehalten. An diesem Tag schirmte die USS REMEY das Schlachtschiff USS TENNESSEE vor Tinian ab und vernichtete mit ihren abgefeuerten Granaten drei weitere japanische Geschütze aus einer Küstenbatterie. Am 17. Juni erhielt man auf dem Zerstörer die Information, dass sich eine japanische Flotte von den Philippinen her auf den Weg gemacht habe um die Amerikaner zu bedrängen und bereitete sich darauf vor diese Flotte abzufangen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen trotzdem ihre Einsätze weiter gegen Saipan und Tinian. Die USS REMEY blieb bei den Inseln der Marianen und sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die dort verbliebenen Schlachtschiffe. Zwei Tage später begann die Schlacht in der Philippine Sea. Dabei bildeten die Task Groups 58.1, 58.2 und 58.3 eine bewegliche Jagdflotte. An diesem ersten Tag der zweitägigen Schlacht, griffen japanische Trägerflugzeuge die Schiffe der Task Force 58 an. Den Befehl zum Luftangriff erteilte der japanische Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1886 – 9. November 1966 ). Später bezeichnete man den Angriff der japanischen Piloten als Tontaubenschießen. Über 270 feindliche Flugzeuge wurden in den beiden Tagen abgeschossen. Zusammen mit den Landgestützten waren es gar 346 Flugzeuge. Im Gegensatz dazu haben die Amerikaner nur 30 Flugzeuge verloren. Außerdem wurden am ersten Tag der Schlacht die beiden japanischen Flugzeugträger SHOKAKU und TAIHO versenkt. Am zweiten Tag konnte noch der Flugzeugträger HIYO und zwei Öltanker versenkt werden. Ab dem 22. Juni nahm man die Bombardierung japanischer Stellungen und Truppenkonzentrationen auf Saipan und Tinian wieder auf. In den letzten Tagen des Junis und im gesamten Juli blieb der Zerstörer in den Gewässern der Nördlichen Marianen und unterstützte die amerikanischen Soldaten bei der Eroberung der Inseln mit den Schiffsgeschützen. Bis zum 8. August blieb USS REMEY, dann verließ der Zerstörer die die Gewässer der Nördlichen Marianen und hatte Befehl nach Guadalcanal zu fahren um sich dort an amphibische Landemanövern zu beteiligen. Diese waren die Vorbereitung für die Palau Offensive. Vorher lief der Zerstörer aber nach Eniwetok und bunkerte frischen Treibstoff. Anschließend lief der Zerstörer den Hafen Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln an um auch hier frischen Treibstoff zu bunkern. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff direkt nach Port Purvis auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesem Hafen legte er am 24. August an. Man versetzte den Zerstörer in die neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach die USS REMEY mit anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS WADLEIGH, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS REMEY und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Am 15. September erfolgte die Landung auf Peleliu. Die USS REMEY unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Landeeinheiten und feuerte auf japanische Küstenbefestigungen bei Babelthuap. Die Landeoperation auf Angaur begann am Morgen des 17. September. Die Schweren Schiffseinheiten aus der TG 32.5 hatten dafür mit ihren Geschützen den Weg für die Infanteriesoldaten freigeschossen. Die USS REMEY sicherte die Schiffe der Transportgruppe, welche nach Angaur fuhren. Anschließend begannen für den Zerstörer nun wieder Patrouillenfahrten in den Gewässern rund um die Palau Inseln, da die meisten Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer sich zum Seeadler Harbor, Manus Admiralitätsinseln ab dem 20. September zurückgezogen hatten. Die USS REMEY war zusammen mit anderen Zerstörern nun auch auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Doch schon am 21. September löste man den Zerstörer aus der TF 32 heraus. Das Kriegsschiff gehörte nun zur Task Group 33.19, welche von Rear Admiral William Henry Purnell Blany ( 28. Juni 1890 in New York City – 12. Januar 1954 in St. Albans, New York ) kommandierte, und eskortierte mehrere Panzerlandungsschiffe auf denen sich die Soldaten des RCT 323 der 81. Infanteriedivision befanden. Diese hatten die Aufgabe gestellt bekommen, das Atoll Ulithi, Karolinen einzunehmen und zu sichern. Dieses Atoll besaß eine strategisch wichtige Lagune und war von den Japanern nicht besetzt worden. Dort sollte die USS REMEY zusammen mit anderen Zerstörern dann die Anti-U-Boot- und Luftsicherung übernehmen. Am 23. September erreichten die Schiffe das Atoll und die Soldaten des 323. RCT der 81. Infanteriedivision können ohne auf Widerstand zu stoßen die Insel sichern. Noch am selben Tag verließ die USS REMEY die Gewässer des Atolls und eskortierte Panzerlandungsschiffe nach Hollandia, Neuguinea. Anschließend fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbor, Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesem natürlichen Hafen legte das Kriegsschiff am 27. September an. Man gliederte die USS MERTZ in die Task Group 77.2 ein, die Fire Support Group für die Operation „King II“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND, USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS DENVER, USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS BENNION, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS KILLEN ( DD-593 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Die Kriegsschiffe wurden nun auf die kommenden Kämpfe um die philippinischen Inseln vorbereitet. Doch kurz vor dem Ablegen der TG 77.2 versetzte man die USS REMEY in die Task Group 79.11. Einer neugebildeten Task Force, über die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ebenfalls den Oberbefehl führte. In dieser TG befanden sich noch die Schwesterschiffe USS MONSSEN, USS McGOWAN und USS MELVIN. Alle vier Zerstörer legten am 11. Oktober wieder ab und eskortierten mehrere Panzerlandungsboote und Infanterielandungsfahrzeuge bis zu den Inseln Dinagat, Suluan und Hibuson im Golf von Leyte, Philippinen. Am Morgen des 17. Oktober erreichten die Schiffe ihre Einsatzgebiete und begannen sofort mit den Anlandungen auf Dinagat Island und Hibuson Island. Beide Inseln waren von den Japanern nicht besetzt worden und konnten ohne Verluste eingenommen werden. Nur auf der kleinen Insel Suluan befand sich eine kleine japanische Einheit mit einer Radarstation. Diese Radarstation wurde zu allererst zerstört und nach wenigen Stunden waren auch die japanischen Verteidiger aufgerieben. Die USS REMEY patrouillierte zusammen mit der USS MELVIN, USS McGOWAN und USS MONSSEN derweil zur Sicherheit westlich der Inseln damit kein feindliches Schiff die geplanten Aktionen stören konnte. Kurz vor Mitternacht zum 20. Oktober fuhren die Schiffe der Task Force 77 in den Golf von Leyte ein und bereiteten sich auf die amphibische Landung von Leyte vor. Die USS McGOWAN integrierte man wieder in die TG 77.2. Nach dem Bombardement der Fire Support Group patrouillierte der Zerstörer vor der Küste bei Dulag. Der Zerstörer unterstütze in den folgenden Tagen mit seinen Schiffsgeschützen die dort gelandeten Soldaten. Zum Entsatz der japanischen Truppen auf Leyte sollten zwei japanische Kriegsschiffsverbände von Süden her zu der philippinischen Insel vordringen. Am Nachmittag des 24. Oktober verlegte man die USS REMEY zu einem Anti-Torpedoboot Abwehrschirm, der für die Surigao Straße gebildet wurde und der Task Group 77.2 angehörte. Man hatte Hinweise erhalten, dass drei japanische Flotten zur Unterstützung der auf Leyte stationierten japanischen Truppen unterwegs waren. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) welche von den Zerstörern USS CONY ( DD-508 ), USS THORN ( DD-647 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS AULICK ( DD-569 ) und USS CLAXTON( DD-471 ) gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD und USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS BEALE, USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS BACHE ( DD-470 ) und USS KILLEN ( DD-593 ). Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Die USS REMEY sollte zusammen mit den anderen Zerstörern und den Torpedobooten aus der rechten Flanke her gegen die japanischen Schiffe einen Torpedoangriff führen, wenn die Japaner gemeldet und in die Meerenge der Surigao Straße kamen. Ab 2:11 Uhr beschatteten die langsamen PT-Boote die japanischen Schiffe. Die USS REMEY führte die östliche Angriffseinheit daraufhin nach Süden. Die USS McGOWAN und USS MELVIN folgten und waren zum Angriff bereit. Gegen 2:35 Uhr erhielt man auf der USS REMEY einen ersten Radarkontakt. Die Zerstörer begannen trotz Navigationsschwierigkeiten ihre Ziele ins Visier zu nehmen. Kurz vor 3:00 Uhr erleuchtete ein feindlicher Suchscheinwerfer kurz die USS REMEY und zwischen 3:00 Uhr und 3:01 Uhr begann die linke Flanke mit dem Start von Torpedos und in weniger als zwei Minuten befanden sich 27 Aale im Wasser. Zusammen mit der USS McGOWAN und der USS MELVIN begann die USS REMEY mit dem Torpedoangriff auf die japanischen Kriegsschiffe. Doch keiner der abgefeuerten Torpedos von der USS REMEY erzielte einen Treffer. Gleich danach verlassen die Zerstörer ihre Positionen und die Schlachtschiffe und Kreuzer beginnen mit ihrem Beschuss der japanischen Flotten. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS McGOWAN nahm nun in den ersten beiden Tagen nach der Schlacht wieder ihre Patrouillenaufgaben vor der Küste von Leyte wahr und suchte auch nach Überlebenden. Am 27. Oktober verließ die USS REMEY zusammen mit der USS MERTZ dann den Golf von Leyte und fuhr nach Hollandia in die Humboldt Bay. In diesem natürlichen Hafen lief der Zerstörer am 30. Oktober ein. Hier stellte man eine kleine Flotte von Landungsfahrzeugen zusammen, die die Soldaten zur Verstärkung nach Leyte bringen sollten. Am 9. November verließ dieser Schiffskonvoi Hollandia und neben anderen Zerstörern eskortierte die USS REMEY und USS MERTZ diese Schiffe bis nach Leyte. Diese philippinische Insel erreichte der Schiffskonvoi am 15. November. Gleich nach dem Landen der Versorgungsschiffe verließ die USS REMEY diesen Schiffskonvoi und fuhr zum Seeadler Harbor auf Manus Island. Hier lagen schon mehrere Kriegsschiffe, die zur Task Force 77 gehörten. Diese Flotte sollte Landungsfahrzeuge bis zur philippinischen Insel Mindoro eskortieren damit die mitgeführten Soldaten diese Insel einnehmen konnten. Heikel dabei war die Sulu See. Diese Gewässer kontrollierten die Japaner seit Anfang 1942. Die USS REMEY eskortierte von Manus Island aus die wartenden Landungsfahrzeuge zu den Palau Inseln und ankerte in der Kossol Roads. Dort blieb der Zerstörer bis zum 10. Dezember und wurde in die Task Undergroup 77.12.7 integriert, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ) die von den Zerstörern USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS McDERMUT, USS TWIGGS, USS PATTERSON ( DD-392 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und USS BRAINE ( DD-630 ) eskortiert und gesichert wurden. Am 10. Dezember hievten die Schiffe der Task Group 77.12 in der Kossol Roads ihre Anker und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Die Sulu See erreichten die Schiffe drei Tage später. Vier japanische Flugzeuge griffen den Verband nördlich von Mindanao bei Baliangao an. Drei der Kamikazepiloten konnten dabei abgeschossen werden noch bevor diese sich auf ein Schiff stürzen konnten. Der Pilot des vierten Flugzeuges stürzte sich in die Backbordseite der USS HARADEN. Dabei fiel der vordere Maschinenraum aus und das Deck wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Zerstörer war nicht mehr manövrierfähig. Am 14. Dezember lagen die Schiffe der TU 77.12.7 zwischen den philippinischen Inseln Panay und Negros. Die Flugzeuge der Träger stiegen auf und begannen japanische Stellungen auf den beiden Inseln zu bombardieren. Am folgenden Tag wechselten die Schiffe der TU nach Mindoro, an diesem Tag begannen die Anlandungen der mitgeführten Soldaten auf Mindoro, und die Flugzeuge der Träger beteiligten sich an dem Bombardement feindlicher Stellungen. Am 16. Dezember fuhren die Schiffe der TU 77.12.7 auf eine Position, von wo aus die Trägerflugzeuge japanische Stellungen auf den Inseln Negros, Panay, Palawan und Mindanao bombardieren konnten. Gleich im Anschluss, nachdem alle Flugzeuge wieder auf ihren Trägern gelandet waren, verließen die Schiffe der TU ihre Position und fuhren zu den Palau Inseln zurück. Die dortige Kossol Roads erreichten sie am 19. Dezember. Doch hier blieb die USS REMEY nicht lange. Der Zerstörer fuhr nach dem bunkern von Munition und Treibstoff in die San Pedro Bay im Leyte Golf und begann dort ab dem 26. Dezember mit Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Man wartete hier auf einen Schiffskonvoi, der von den Ostsalomonen kam. Die USS REMEY gliederte man in die Task Force 77 ein die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 in Annapolis, Maryland – 21. Februar 1946 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Dort gehörte die USS REMEY zur Sicherungsgruppe der Amphibious Group 3, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly befehligte. In dieser Amphibious Group befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS APPALACHIAN, 13 Schnelle Truppentransporter, 17 Angriffstransportschiffe, 3 Transportschiffe, 7 Angriffsfrachtschiffe, 8 Frachtschiffe, 10 Liberty Schiffe und 50 Panzerlandungsschiffe, die die Soldaten der 25. Infanteriedivision, der 158. RCT und der 13. Panzerdivision transportierten. Diese Schiffe wurden von den Zerstörern USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MONSSEN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MELVIN und USS NORMAN SCOTT sowie den Geleitzerstörern USS GREENWOOD ( DE-679 ) und USS LOESER ( DE-680 ) eskortiert. Die Luftsicherung übernahmen die Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SAGINAW BAY und USS PETROF BAY und den Geleitzerstörern USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ). Am 7. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten am 11. Januar den Golf von Lingayen, zwei Tage nach dem Beginn der amphibischen Landeoperation auf der philippinischen Insel Luzon. Hier beteiligte sich die USS REMEY an der Bombardierung der Küstenbereiche damit die zweite Welle von amerikanischen Soldaten anlanden konnten. Dieses Bombardement behielt der Zerstörer bis zum 15. Januar vor dem Brückenkopf bei San Fabian bei. Am 15. Januar verließ die USS REMEY zusammen mit den Zerstörern der DESRON 54 wieder Luzon und eskortierte die entladenen Transport- und Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay auf Leyte. Von hier aus wechselten die Zerstörer zum Atoll Ulithi. Nachdem die Schiffe die Lagune des Atolls erreicht hatten, gliederte man sie in die Task Group 58.5 ein, die Rear Admiral Matthias Bennett Gardner ( 28. November 1897 – 24. August 1975 ) während der Operation “Detachment and Jamboree” kommandierte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS NORMAN SCOTT, USS LONGSHAW ( DD-559 ) und ein weiterer. Am 10. Februar verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TF 58 das Atoll Ulithi. Ziel war das japanische Festland. Die Aufgabe der TG 58.5 bestand darin die Aktivitäten der der Task Force mit Luftangriffen in der Nacht fortzusetzen. Am 13. Februar begann das allgemeine betanken der Schiffe durch die Tanker der TG 50.8 und am 16. Februar lagen die Schiffe der TG rund 125 Seemeilen südöstlich von Tokio. Sofort beginnen die Luftangriffe der amerikanischen Trägerflugzeuge gegen japanische Flugplätze, gegen die Luftabwehr und gegen Flugzeugfabriken im Raum Tokio. Die USS REMEY lieferte als Radarvorpostenschiff zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Doch die Wetterlage verschlechterte sich zusehends und die Luftangriffe der amerikanischen Piloten werden stark behindert. Am folgenden Tag wurden Schiffsziele im Raum Yokohama aufs Korn genommen. Für den 18. Februar war der allgemeine Rückzug aus den japanischen Gewässern vorgesehen gewesen. Das Ziel waren die Gewässer um die Bonin Insel Chichi Jima. Hier warteten Tanker zur Versorgung der Flotte. Die Schiffe der TG 58.5 übernahmen dabei den Schutz der Aktion. Anschließend wendet man sich gegen Iwo Jima und unterstützte dort die Landung der amerikanischen Marines. In der Nacht vom 20. zum 21. Februar gliederte man die TG 58.5 um. Die USS REMEY versetzte man für zwei Tage in die Task Group 58.2, deren Schiffe die amerikanischen Soldaten auf Iwo Jima unterstützten. Erst am 23. Februar bildete man die Task Group 58.5 wieder mit den schon vorher darin befindlichen Zerstörern sowie dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE, dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, dem Schweren Kreuzer USS BALTIMORE und dem Leichten Kreuzer USS FLINT. Am 26. Februar lagen diese Schiffe vor der Bonin Insel Chichi Jima und bombardierten dort japanische Stellungen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Bonin Inseln und begannen ab dem 1. März mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa und versenkten in den dortigen Häfen unzählige Schiffe. Anschließend kehrten die Schiffe der TG 58.5 zu den Bonin Inseln zurück und das Bombardement auf Chichi Jima begann ab dem 3. März von neuem. Am 9. März verließen dann die Schiffe der TG die Bonin Inseln und fuhren zum Atoll Ulithi, wo sie drei Tage später anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu versetzte man die USS REMEY in die Task Group 58.4, die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM und USS ALASKA, die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März und diese waren nun täglich zu erwarten. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem weiteren massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa und in den ersten sechs Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen die Japaner einen ersten massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS REMEY befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS REMEY an diesem Tag keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März sich zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS REMEY erhielt nun die Aufgabe die Schiffe vor japanischen Luftangriffen zu sichern. Am 12. April erfolgte ein erneuter feindlicher Luftangriff von japanischen Kamikazepiloten. Eines dieser Flugzeuge stürzte sich auch auf die USS REMEY. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten noch rechtzeitig das Flugzeug vor dem Aufprall auf dem Kriegsschiff abschießen. Aber durch die dann erfolgte Explosion der mitgeführten Bombe flogen unzählige Trümmerteile unterschiedlicher Größe auf den Zerstörer und durchschlugen die Aufbauten. Die Schiffe der TG 58.4 zogen sich dann ab dem 11. Mai aus den Gewässern von Okinawa zurück und erreichten das Atoll Ulithi drei Tage später. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und die Bunker gefüllt. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS REMEY von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS WADLEIGH, USS TRATHEN, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS UHLMANN und USS McCORD. Ein Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge der TG 38.4 bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Für die Nacht vom 8. zum 9. Juni bildete man die Task Group 30.4. In dieser befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS WADLEIGH und USS MELVIN. In dieser Nacht bombardierten diese Schiffe feindliche Stellungen auf Okino Ogari Shima. Anschließend reihten sie sich wieder in die TG 38.4 ein. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS REMEY versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Am 14. Juli bildete man die Task Undergroup 34.8.2, die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI und USS WISCONSIN, die Leichten Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ) und USS DAYTON ( CL-105 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Diese Kriegsschiffe fuhren in der Nacht vom 14. zum 15. Juli zur Hafenstadt Muroran, im Süden von Hokkaido und bombardierten dort die Hafenanlagen und die im Hafen liegenden Schiffe. Das war der erste Beschuss des japanischen Kernlandes durch Überwasserkriegsschiffe. Anschließend zogen sich die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 34.8.2 wieder zurück und reihten sich in die TG 38.3 wieder ein. Doch am Abend des 16. Juli bildete man erneut die TU 34.8.2 die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. befehligte. In der TU befanden sich diesmal die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI, USS WISCONSIN, USS NORTH CAROLINA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Leichten Kreuzer USS DAYTON und USS ATLANTA und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR und zwei weitere. Noch am 16. Juli wird die japanische Hafenstadt Wanishi bombardiert und am 17. Juli bombardierten die Kriegsschiffe der TU gemeinsam mit dem britischen Schlachtschiff HMS KING GEORGE V und zwei britischen Zerstörern die japanische Hafenstadt Hitachi. Anschließend gliederten sich die amerikanischen Schiffe wieder in die Task Group 38.3 ein und übernahmen dort ihre gestellten Aufgaben. Derweil waren am 14. und 15. Juli massive Luftschläge gegen japanische Häfen und deren Anlagen erfolgt. Dabei wurden viele feindliche Schiffe versenkt oder beschädigt. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen an und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Am 10. August verließ die USS REMEY zusammen mit den Zerstörern USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McGOWAN, USS MONSSEN, USS McNAIR und USS MERTZ die Schiffe der TG 38.3 und hatten das Ziel über Paramushiru, Kurilen den Hafen auf Adak, Aleuten anzulaufen. Hier reihten sich die Schiffe in die Task Force 92 ein, die Rear Admiral John H. Brown, Jr. befehligte. In der TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS CONCORD ( CL-10 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS BEARSS ( DD-654 ), USS JOHN HOOD ( DD-655 ), USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS ANDERSON ( DD-411 ) und USS HUGHES ( DD-410 ). Auf dem Weg nach Adak beschossen diese Schiffe am 11. und 12. August japanische Stellungen von der südlich gelegenen Kurileninsel Matsuwa Island bis nach Paramushiru, Kurilen. In der Nacht vom 14. zum 15. August lief die USS REMEY zusammen mit den anderen Schiffen in den Hafen auf Adak ein. Hier erhielt man auf dem Zerstörer die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans gegenüber den USA. Gleichzeitig bekam man auf dem Kriegsschiff neue Instruktionen. Das Kommando über die Task Force 92 übernahm nun Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Mashalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In dieser TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA, die Leichten Kreuzer USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS ANDERSON, USS JOHN HOOD, USS BEARSS und USS WAINWRIGHT ( DD-419 ). Am 31. August legten diese Schiffe in Adak ab und fuhren zur Ominato Naval Base auf Honshu und beteiligten sich dort ab dem 8. September an der Okkupation Japans. Hier sollten die Kriegsschiffe zusammen mit den Schiffen der 3. US Flotte während der Besetzung des nördlichen Honshu – Hokkaido Gebietes operieren. Am 15. September verließ die USS REMEY zusammen mit der USS MONSSEN und USS MERTZ allerdings schon wieder die japanischen Gewässer und fuhr in Richtung Osten. Einen Zwischenstopp legten die Kriegsschiffe in der Marinebasis Pearl Harbor an. Am 24. September verließen die Zerstörer wieder die Hawaiianischen Inseln und fuhren an die US Westküste. In den Hafen von San Francisco lief der Zerstörer am 30. September ein. Nach einer umfangreichen Überholung, die auch die USS MERTZ und die USS MANSFIELD ( DD-728 ) erhielten, verließ das Kriegsschiff am 1. Dezember San Francisco und wechselte nach San Diego. Hier versetzte man im Januar 1946 die USS REMEY in den bedingten aktiven Dienst und am 10. Dezember 1946 stellte man den Zerstörer außer Dienst.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS REMEY für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der Long Beach Naval Shipyard, Terminal Island, Kalifornien auszustatten. Commander Thomas Carter Williamson stellte am 14. November 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Am 15. Februar 1952 legte der Zerstörer von der Westküste in San Diego ab, durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und wurde ab dem 28. Februar in die US Atlantikflotte integriert. Der neue Heimathafen des Zerstörers war Newport, Rhode Island. Innerhalb der Atlantikflotte gehörte das Kriegsschiff anfangs zur 2. US Flotte, da die meisten reaktivierten Zerstörer in den Fernen Osten geschickt wurden um die UN Streitkräfte in Korea zu unterstützen. In den folgenden anderthalb Jahren operierte die USS REMEY im westlichen Atlantik und in der Karibik. Erst zwischen September und Dezember 1953 verließ der Zerstörer zum ersten Mal die US Ostküste und fuhr in die europäischen Gewässer um gemeinsam mit Schiffen der Royal Navy und den Schiffen der 6. US Flotte an Übungen im Mittelmeerraum teilzunehmen. Nach der Rückkehr an die US Ostküste beteiligte sich der Zerstörer wieder an lokalen Operationen. Im Juni 1954 verließ die USS REMEY die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und fuhr über Pearl Harbor in den Fernen Osten. Hier beteiligte sich der Zerstörer während der Sommeroperationen der 7. US Flotte in den Gewässern vor Korea, Japan und den Philippinen. Diese Kreuzfahrt in den pazifischen Gewässern dauerte für das Kriegsschiff zwischen Juni und September. Am 24. September durchquerte die USS REMEY den Suezkanal und beteiligte sich anschließend an Operationen der 6. US Flotte im Mittelmeer. Den Abschluss der Weltumfahrung erfuhr der Zerstörer mit dem Anlegen in Newport am 28. November. Im gesamten folgenden Jahr 1955 verblieb das Kriegsschiff im westlichen Atlantik und in der Karibik. Erst im Frühjahr 1956, als die politischen Spannungen im östlichen Mittelmeerraum nur noch einen Funken benötigten um sich in einem Krieg zu entladen, entsandte man die USS REMEY wieder in das Mittelmeer zur Unterstützung der 6. US Flotte. Vom 31. März bis zum 12. Mai kreuzte der Zerstörer im Roten Meer und im Persischen Golf um die feindlich gegenüberstehenden Truppen zu überwachen. Zu dieser Zeit waren britische Truppen dabei sich aus dem Gebiet des Suezkanals zurück zu ziehen. Mitte Mai verließ die USS REMEY wieder das Mittelmeer und fuhr nach Newport. Hier beteiligte sich der Zerstörer in den folgenden fünf Monaten an der Ausbildung der neuintegrierten Besatzungsmitglieder und an Anti-U-Boot Übungen. Im Juli 1956 verstaatlichte Ägypten den Suezkanal. Dadurch verhängten noch im selben Monat mehrere Staaten Westeuropas finanzielle Vergeltungen. Trotz verschiedener Friedenspläne, die im August und September von den beiden Großmächten vorgeschlagen worden waren, brach Ende Oktober nicht nur im östlichen Mittelmeerraum der Krieg offen aus. So gab es zivile Unruhen auf Zypern zwischen Griechen und Türken, ein im Juli entfachter Arbeiteraufstand von Posen in Polen endete am 21. Oktober mit einer demokratischen Wahl, in Ungarn brach am 23. Oktober ein Volksaufstand aus, der erst am 4. November durch große Teile der Sowjetarmee niedergeschlagen werden konnte, und auf der Sinaihalbinsel, Ägypten griffen britische, französische und israelische Truppen ab dem 29. Oktober die den Suezkanal bewachenden ägyptischen Soldaten an und wollten den Kanal in den kolonialen Urzustand überführen. Auf Grund des massiven politischen drucks beider Großmächte und der UNO, mussten die Aggressoren Großbritannien, Frankreich und Israel am 6. November den Kampf einstellen und sich aus dem Gebiet zurück ziehen. Die USS REMEY und andere amerikanische Kriegsschiffe fuhren am 6. November in den Mittelmeerraum ein und begannen den Rückzug zu überwachen. Der Zerstörer patrouillierte bis Ende Januar 1957 vor der Sinaihalbinsel und überwachte den Rückzug der israelischen Streitkräfte. Nach der Rückkehr an die US Ostküste blieb die USS REMEY bis zum Frühjahr 1958 im westlichen Atlantik. So lag der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS MONSSEN am 18. Mai im Hafen von New York. Während des dann folgenden Sommers beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungen im Nordatlantik und in der Nordsee. Im August kehrte das Kriegsschiff in seinen Heimathafen zurück. Von dort aus nahm der Zerstörer dann an weiteren Anti-U-Boot Übungen teil bei denen man das neugeschaffene Sonar ausprobierte. Im Oktober 1958 nahm die USS REMEY dann als Teil der Zerstörer Force die Pflichten an der Afloat Engineering School wahr. Am Ende des Jahres nahm man die USS REMEY aus den aktiven Dienst und versetzte den Zerstörer nach New York City, dem neuen Heimathafen. Hier war der Zerstörer das Flaggschiff des Reserve Geleitgeschwaders 2. Dies war eine Einheit des Selected Reserve Antisubmarine Programms. Doch mit dem Bau der Berliner Mauer ab Mitte August 1961 kehrte die USS REMEY in den aktiven Dienst wieder zurück und wurde der Zerstörerdivision 201 zugeteilt. Ab Dezember 1961 bis Januar 1962 kreuzte der Zerstörer in der Nordsee und wartete auf weitere Befehle. Erst im Februar kehrte das Kriegsschiff an die US Ostküste zurück und machte in Newport fest. Doch ab August 1962 versetzte man den Zerstörer erneut nach New York City, wo das Kriegsschiff seine Reserveaufgaben wieder aufnahm. Im September 1963 wechselte die USS REMEY nach Philadelphia, Pennsylvania, wo der Zerstörer am 30. Dezember 1963 außer Dienst gestellt und in die Atlantikreserveflotte versetzt wurde. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS REMEY ( DD-688 ) von der US Navy – Liste und nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 10. Juni 1976 für 195.000,00 Dollar an die Ship´s Inc. in Camden, New Jersey zum verschrotten.


USS REMEY ( DD-688 )
Commanding Officer

LCDR Reid Puryear Fiala          30. September 1943 – 1. Mai 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR John Bernard Balch        1. Mai 1945 – 12. Juni 1946
LCDR Eugene Baker Henry Jr.        12. Juni 1946 – 31. August 1946
LCDR James Joseph McMullan         31. August 1946- 9. November 1946
LT Howard Curtiss Teaford          9. November 1946 – 10. Dezember 1946
Außerdienststellung            10. Dezember 1946 – 14. November 1951
CDR Thomas Carter Williamson           14. November 1951 – 3. September 1953
CDR Vincent Charles Langan           3. September 1953 – 12. Oktober 1955
CDR Wilbur Thomas Holmes            12. Oktober 1955 – 25. Mai 1957
LCDR Sherman Louis Voiler           25. Mai 1957 – Juli 1958
CDR Albert Jack Bartlett           Juli 1958 – 4. November 1959
CDR Ralph Engelman         4. November 1959 – 22. November 1961
CDR Robert A. Gibney          22. November 1961 – 30. Dezember 1963

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