USS SMALLEY ( DD-565 )

USS SMALLEY ( DD-565 )

Biografie

Anthony A. Smalley
* 1836 in Massachusetts
† 24. Januar 1894 in Boston, Massachusetts
war ein Ensign in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

Anthony A. Smalley wurde am 27. März 1862 zum Acting Master ernannt für den Dienst während des amerikanischen Bürgerkrieges. Doch er erkrankte kurz darauf und musste die Navy verlassen. Seine Ernennung wurde am 1. September 1863 aufgehoben. Nach seiner Genesung meldete er sich am 1. Dezember 1863 wieder freiwillig zum Dienst und erhielt den Rang eines Acting Ensign. Er diente an Bord des Kanonebootes USS PEQUOT ( 1863 ) das zum Nordatlantikblockadegeschwader gehörte. Während des Angriffs auf das Fort Fisher zeichnete er sich aus. Smalley hatte das Kommando über 18 Matrosen von der USS PEQUOT die an Land Gräben für den Generalangriff aushoben. An der Zweiten Schlacht auf Fort Fisher vom 13. bis zum 15. Januar 1865 nahm er an Land teil. Von seinem Kommandeur erhielt Smalley ein Empfehlungsschreiben worin dieser ihn lobte, seinen Mut und Coolness beim Bau der Gräben unter Beschuss hervorhob und für die Landung mit seinen Männern dankte. Nach dem Ende des Krieges wurde Anthony A. Smalley am 3. August 1865 aus der US Navy in Ehren entlassen. Er verstarb am 24. Januar 1894 in Boston.


USS SMALLEY ( DD-565 )

Schiffsbiografie

Die USS SMALLEY ( DD-565 ) ist das erte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Anthony A. Smalley benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundachtzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 14. Februar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Lina A. Mayo taufte am 27. Oktober 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Peter Harry Horn ( 31. Oktober 1908 – 31. Juli 1977 ) stellte am 31. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt entlang der Küste des Bundesstaates Washington, wurde der Schiffskörper einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Anschließend verließ die USS SMALLEY die Werft und fuhr zu seinem Heimathafen San Diego, Kalifornien. Hier legte der Zerstörer am 14. Mai an und wurde vollständig ausgerüstet. Für Übungszwecke verließ das Kriegsschiff zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) vom 17. bis zum 19. Mai den Heimathafen und man begann mit der Ausbildung der Geschützmannschaften. Auch danach folgten noch weitere Ausbildungen der Mannschaft, so dass der Zerstörer nur vom 21. zum 22. Mai zum bunkern von Treibstoff und Munition sowie vom 30. Mai zum 1. Juni in San Diego lag. An diesem 1. Juni verließ die USS SMALLEY wieder San Diego und fuhr nach Seattle. Dort warteten drei Truppentransporter, die zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii eskortiert werden sollten. Diese vier Schiffe legten am 7. Juni im Hafen von Seattle ab und erreichten vier Tage später die Hawaiianischen Gewässer. Hier wurden zusammen mit anderen Schiffen mehrere Ausbildungsübungen durchgeführt. Am 26. Juli Lief der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ) im Hafen von Pearl Harbor ein. An Bord des Schiffes befand sich der US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ). Zusammen mit den Zerstörern USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS DUNLAP ( DD-384 ), USS FANNING ( DD-385 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) gehörte der Schwere Kreuzer zur Task Group 12.1. Der US Präsident besichtigte die Marinebasis auf der Hawaiianischen Insel Oahu und ging seinem Hobby, dem Hochseeangeln nach. Die Schiffe der TG 12.1 verließen am 29. Juli die Marinebasis mit dem Ziel der Aleuteninsel Adak. Die USS SMALLEY war eines von mehreren Schiffen an diesem Tag, die den Präsidenten an Bord des Schweren Kreuzers ihren Gruß erwiesen und die Schiffe der TG bis außerhalb der Hawaiianischen Gewässer begleiteten. Nun bereitete man die USS SMALLEY und deren Mannschaft für die kommende Einsatzfahrt vor. Am 3. August verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS ROWE ( DD-564 ), WATTS ( DD-567 ) und USS STODDARD ( DD-566 ) Pearl Harbor und fuhr nach Norden. Ziel war die Aleuteninsel Adak. Hier legten die Kriegsschiffe am 8. August an und wurden in die Task Force 94 versetzt. Diese vier Zerstörer sollten die Schwesterschiffe USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS WICKES ( DD-578 ) in der TF ersetzen, welche am Vortag nach San Francisco in See gestochen waren. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS PICKING ( DD-685 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und ab dem 9. August die USS BEARSS ( DD-654 ). Am 14. August verließen diese Schiffe Adak und fuhren in Richtung der Kurilen. Hauptaufgabe der TF war es japanische Schiffe entweder aufzubringen und zu vernichten, oder aber nicht in die Gewässer der Aleuten zu lassen. Doch kurz vor den Kurilen schlug das Wetter um, so dass die amerikanischen Schiffe vorzeitig umkehren mussten. Sie erreichten am 24. August wieder Adak. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und versetzte die USS SMALLEY in die Task Force 92. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS BEARSS, USS WATTS, USS WREN ( DD-568 ), ab dem 10. September USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ) und ab dem 18. September die USS JOHN HOOD ( DD-655 ). Am 26. August verließen die Schiffe der TF 92 Attu und begannen eine erneute Patrouillenkreuzfahrt, die bis zu den Kurilen reichen sollte. Allerdings mussten die Schiffe auch diesmal wegen schlechtem Wetters diese Patrouillenfahrt abbrechen und kehrten in die Massacre Bay von Attu zurück. Von hier aus unternahmen die Schiffe Patrouillenfahrten entlang der Aleuteninseln. Erst am 14. Oktober klarte das Wetter wieder auf und sofort liefen die Schiffe der TF 92 aus der Massacre Bay aus, Ziel waren immer noch die Kurilen. Das Glück war den Amerikanern auch diesmal nicht hold und so mussten sie erneut wegen schlechtem Wetter vorzeitig umkehren. Im Hafen auf der Insel Attu machte man die Zerstörer am 19. Oktober fest. Fünf Tage später legten die Schiffe wieder ab und man versuchte erneut bis zu den Kurilen vorzudringen. Doch das Wetter änderte sich nicht. Wegen zu hohem Wellengang musste erneut die Fahrt zu den Kurilen abgebrochen werden. In die Massacre Bay liefen die Schiffe der TF 92 am 29. Oktober wieder ein. Man bereitete die Schiffe der TF nun noch intensiver für die nächste Kreuzfahrt vor. Anfang November übernahm Rear Admiral John Livingston McCrea ( 29. Mai 1891 in Marlette, Michigan – 30. Januar 1990 in Needham, Massachusetts ) das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS und USS PORTER. Am 16. November verließen diese Schiffe die Massacre Bay und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal ist das Wetter auf der Seite der Angreifer. Am Morgen des 21. November liegen die Schiffe der TF, für die Japaner völlig unerwartet, vor der Insel Matsuwa. Hier bombardierten sie Maschinengewehrstellungen, eine provisorische Landebahn sowie mehrere Gebäude und Zelte. Während dieses Beschusses auf japanische Einrichtungen, feuerten die Geschützmannschaften der USS SMALLEY 466 Granaten ab. Gleich nach der Beendigung des Bombardements, setzten sich die amerikanischen Schiffe wieder ab und fuhren nach Attu zurück. Dort legten sie vier Tage später wieder an. Anfang Dezember verließen die Zerstörer USS SMALLEY, USS STODDARD, USS ROWE, USS WREN und USS WATTS aus der Zerstörerdivision 113 die Massacre Bay und fuhren zum Dutch Harbor auf Unalaska Island. Man füllte hier die Munitionsbunker auf. Von Dutch Harbor kehrten die Schiffe am 21. Dezember in die Massacre Bay zurück. Rear Admiral John Livingston McCrea behielt auch in den folgenden Monaten das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Diese Kriegsschiffe verließen am 3. Januar 1945 die amerikanische Marinebasis auf Attu und fuhren erneut zu den Kurilen. Ziel war die Suribachi Bay auf der Kurileninsel Paramushiro. Hier wurde ab dem 5. Januar ein Flugplatz und mehrere japanische Einrichtungen beschossen. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe wieder diese Kurileninsel und fuhren zum Dutch Harbor. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 13. Januar an. Man füllte wieder die Munitionsbunker auf. Drei Tage später verließen die Schiffe wieder den Hafen auf Unalaska und die USS ROWE und USS STODDARD trennten sich von den Schiffen der TF 92 um nach Pearl Harbor zu fahren. Nach dem erreichen von Attu durch die anderen Schiffe der TF, begann man wieder mit den Vorbereitungen für die nächste Kreuzfahrt zu den Kurilen. Die TF 92 kommandierte erneut Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Am 8. Februar verließen diese Schiffe wieder die Massacre Bay und fuhren zum Matsuwa Island. Diese Kurileninsel erreichten die Schiffe am 11. Februar und es begann ein Bombardement auf japanische Stellungen, Befestigungen und dem Flugplatz. Der Beschuss konnte nur für wenige Stunden aufrecht erhalten bleiben. Dann drehten die Schiffe der TF bei und fuhren nach Attu zurück. Hier legten sie drei Tage später an. In der Massacre Bay lagen schon seit dem Vorabend die beiden Zerstörer USS ROWE und USS STODDARD. Beide reihten sich in die TF wieder ein, denn am 16. Februar verließen die Schiffe der TF 92 erneut Attu und fuhren zu den Kurilen. Am Abend des zweiten Tages auf Hoher See, gab man auf den amerikanischen Schiffen Gefechtsalarm. Man hatte die Insel Paramitsu erreicht. Umgehend beschoss man japanische Stellungen und Einrichtungen. Gleich nach dem Abschuss der letzten Granate, fuhren die Schiffe der TF 92 wieder nach Attu zurück. Hier legten sie nach zwei weiteren Tagen wieder an. Damit an den Schiffen mehrere Reparaturen durchgeführt werden konnten, verließen die Schiffe der TF am 23. Februar die Massacre Bay und fuhren zur Aleuteninsel Adak. Nach Abschluss dieser Reparaturarbeiten kehrten die Schiffe nach Attu zurück, sie legten hier am 8. März an, und bildeten hier erneut die Task Force 92. Diese kommandierte immer noch Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS WREN, USS BEARSS, USS STODDARD, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Schon am 11. März verließen diese Schiffe die Bay und fuhren wieder zu den Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 15. März japanische Stellungen, Einrichtungen und den feindlichen Flugplatz. Vier Tage später lagen die Kriegsschiffe wieder in der Bay. Hier übernahm Captain Joseph Muse Worthington ( 11. März 1902 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland – 29. Oktober 1986 auf Gibson Island, Anne Arundel County, Maryland ) das Kommando über sechs Zerstörer des Zerstörergeschwaders 57. In diesem befanden sich die Zerstörer USS SMALLEY, USS STODDARD, USS ROWE, USS WATTS, USS WREN und JOHN HOOD. Gleich nach Abschluss der Betankung der Zerstörer, legten diese gegen Mittag des 20. März ab und fuhren wieder in Richtung der Kurilen. Ziel war die Insel Paramushiru. Doch schon nach wenigen Stunden Fahrt mussten die Kriegsschiffe wegen schlechten Wetters nach Attu umkehren und in der Massacre Bay Schutz suchen. Nachdem sich dann die raue See wieder beruhigt hatte, wechselten die Zerstörer nach Adak. Hier begannen ab dem 1. April für die Kriegsschiffe und deren Besatzungen mehrere Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die kommenden Einsätze. Dieses Training war am 17. April abgeschlossen. Am folgenden Tag verließ die USS SMALLEY zusammen mit der USS WATTS, USS ROWE und USS STODDARD Adak und fuhr nach Pearl Harbor. Unterwegs holte die USS WREN diese vier Zerstörer ein. In die Marinebasis von Pearl Harbor liefen die Kriegsschiffe am 25. April ein. Hier begannen weitere Übungen. Diesmal mit dem Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ). Nach Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen vor. Dazu zählte auch das bunkern von Munition, Treibstoff und Nahrungsmittel. Am 11. Mai legte die USS SMALLEY zusammen mit den Zerstörern USS ROWE und USS STODDARD in Pearl Harbor ab und eskortierte den Flugzeugträger USS TICONDEROGA. Eine Woche später, am 18. Mai, befanden sich die Schiffe vor dem Atoll Taroa, Marshall Islands, auf dem sich noch japanische Besatzungskräfte und ein Flugplatz befanden. Die Trägerflugzeuge stiegen von dem Flugzeugträger auf und begannen ein stundenlanges Bombardement gegen den feindlichen Flugplatz und den feindlichen Besatzungstruppen. Der Flugplatz war anschließend nicht mehr nutzbar, die letzten Flugzeuge vernichtet und die wenigen überlebenden Japaner von den eigenen Kräften abgeschnitten. In den Stunden dieses Bombardement übernahm die USS SMALLEY die Sicherung des Trägers und dessen Flugzeuge. Ein amerikanischer Pilot musste sein Torpedoflugzeug wegen Spritmangels Notwassern. Der Zerstörer war dort zur Stelle um den Piloten aus dem Wasser zu retten. Nach der Beendigung des Bombardements von Taroa, setzten die Kriegsschiffe ihre Fahrt zum Atoll Ulithi fort. Dieses Atoll erreichten sie am 22. Mai. Man munitionierte die Schiffe auf und bereitete sie auf den Einsatz vor der Küste von Okinawa vor. Die USS SMALLEY sollte dort ab dem 4. Juni eine Radarvorpostenstation einnehmen, um die in diesem Planquadrat operierenden Schiffe vor angreifenden japanischen Flugzeugen und japanischen U-Booten zu warnen. Schon am folgenden Tag lag der Zerstörer auf der Radarvorpostenstation Nummer 11. Diese Aufgabe behielt das Kriegsschiff bis zum 17. Juni. Anschließend eskortierte die USS SMALLEY zusammen mit der USS ROWE und USS STODDARD das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) von Okinawa zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Diese Bucht erreichten die vier Kriegsschiffe drei Tage später. Die USS SMALLEY gliederte man hier nun in der TG 38.4 ein, welche Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland) während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-10 ), USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX ( CV-9 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61, USS WISCONSIN ( BB-64 ) und das Flaggschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), Kommandant der 3. US Flotte, befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WREN, USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS MOALE ( DD-693 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Die USS SMALLEY hatte dabei die Aufgaben zur Sicherung der Gewässer, der Luftüberwachung, der Aufklärung und der Uferbombardierung übertragen bekommen. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. Die USS SMALLEY verließ zwischendurch zusammen mit der USS ROWE und USS STODDERD die Task Group und fuhr zur Ogasawara Insel Chichi Jima. Hier bombardierten die drei Zerstörer Omura City und einen japanischen Flugplatz von dem immer noch feindliche Flugzeuge abgehoben haben. Noch am selben Tag verließen die drei Kriegsschiffe diese Insel und fuhren zur Task Group 38.4 zurück und übernahmen dort erneut ihre gestellten Aufgaben. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Die USS SMALLEY wurde zur Sicherung der Okkupationstruppen und der japanischen Hafenanlagen eingesetzt. Im Oktober verließ der Zerstörer dann die japanischen Gewässer und fuhr zur US Westküste. Von hier aus ging die Fahrt dann weiter bis in den Atlantik. Dazu durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und legte wenig später im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier stellte man den Zerstörer am 18. Juli 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS SMALLEY für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Am 3. Juli 1951 stellte Commander Nelson Curtis Bliven das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Erprobungs- und Auffrischungsfahrt führte den Zerstörer bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Nach dem dort absolvierten Training fuhr das Kriegsschiff in den Hafen von Newport, Rhode Island. In den Gewässern vor diesem Hafen wurde mit Torpedos geübt. Anschließend fuhr die USS SMALLEY in ihren Heimathafen Charleston zurück und legte dort am 10. Dezember an. Der Zerstörer verbrachte das Jahr 1952 mit zusätzlichem Training, mit Wartung und der Kalibrierung der Waffen. Im Frühjahr 1953 fuhr das Kriegsschiff in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts und musste sich dort einer Überholung unterziehen. Nach Abschluss dieser Arbeiten kehrte der Zerstörer nach Newport zurück. Dieser Hafen wurde der neue Heimathafen für den Zerstörer. In diesem Hafen legte die USS SMALLEY am 19. Mai erneut ab und fuhr zu ihrem ersten Einsatz in den Fernen Osten. Die Kampfzone in den koreanischen Gewässer erreichte der Zerstörer am 2. Juli und übernahm die Sicherung des Flugzeugträgers USS PRINCETON ( CV-37 ), der mit zur Task Force 77 gehörte. Um die koreanischen Abhörspezialisten zu verwirren, übernahm man das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorragend funktionierte taktische Manöver. Sämtliche Befehle wurden auf dem Flugzeugträger in der Sprache der Cherokee gegeben und verwirrten so den Gegner. Die Unterzeichnung eines Waffenstillstandes zwischen Nord- und Südkorea wurde am 27. Juli 1953 durchgeführt und der Koreakrieg war somit praktisch beendet. Die USS SMALLEY blieb allerdings noch bis Anfang November in den koreanischen Gewässern und in der ehemaligen Kampfzone um den Waffenstillstand zu überwachen. Dazu setzte der Zerstörer, unter anderem von Sasebo, Japan aus, 110 amerikanische Marines nach Pusan über. Nebenbei unterstützte das Kriegsschiff einen südkoreanischen Fischkutter, der in Seenot geraten war. Noch bevor das kleine Schiff sank, konnte man die neunundzwanzigköpfige Besatzung retten. Nach dieser letzten spektakulären Aktion verließ die USS SMALLEY die fernöstlichen Gewässer und fuhr in Richtung US Ostküste. Unterwegs legte der Zerstörer in den Häfen von Hongkong, Singapur, Ceylon, Saudi Arabien, Aden, Port Said, Piräus, Cannes und Gibraltar an. In Newport legte das Kriegsschiff dann am 15. Januar 1954 an. Bis zum Juli 1955 blieb die USS SMALLEY in den Gewässern von Newport und beteiligte sich an mehreren Übungen. Im Juli legte der Zerstörer für eine weitere Kreuzfahrt ab. Diesmal war die europäischen Gewässer das Ziel. Während der Nordeuropa- und Mittelmeerkreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff Häfen in England, Dänemark, Finnland, Schottland, Spanien, Frankreich und der Türkei. Außerdem beteiligte sich die USS SMALLEY an Übungen mit Kriegsschiffen aus der britischen und der dänischen Flotte. Am 15. November begann der Zerstörer seine Heimfahrt und legte am 28. November in Newport an. Im Jahr 1956 nahm das Kriegsschiff an einer Kreuzfahrt in der Karibik teil und musste sich einer weiteren Überholung unterziehen. Mit Beginn des neuen Jahres 1957 sollte die USS SMALLEY ihre letzte Kreuzfahrt absolvieren. Die operative Aufgabe bestand darin, zusammen mit den Schiffen der Mideast Force entlang der afrikanischen Küste und des Persischen Golfs zu fahren. Während dieser Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff unter anderem den Hafen von Freetown, Sierra Leone; Kapstadt, Südafrika und Mombasa, Kenia. Am 10. Februar lief der Zerstörer dann in den Hafen von Karachi, Pakistan ein. Nach zwei Hin- und Rückfahrten zwischen Bahrain und dem Persischen Golf, verließ die USS SMALLEY das Seegebiet im April und fuhr zurück ihrem Heimathafen. Auf dieser Fahrt wurden die drei Häfen Mombasa, Kapstadt und Freetown von der Hinfahrt erneut besucht. Nachdem der Zerstörer wieder in seinem Heimathafen angelegt hatte, wechselte er am 12. Juni in die Charleston Naval Shipyard in Charleston um sich dort im Trockendock einer weiteren Überholung zu unterziehen. Nach diesen Arbeiten wechselte das Kriegsschiff wieder nach Newport. Hier stellte man den Zerstörer am 1. August 1957 außer Dienst. Am 23. August versetzte man das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, wo es in die Atlantikreserveflotte aufgenommen wurde.
Den Namen USS SMALLEY ( DD-565 ) strich man am 1. April 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 4. Januar 1966 an die Portsmouth Salvage in der Norfolk Shipbuilding & Dry Dock Corporation in Portsmouth, Virginia zum verschrotten.


USS SMALLEY ( DD-565 )
Commanding Officer

CDR Peter Harry Horn         31. März 1944 – 10. März 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Herbert Arthur Cassidy Jr.        10. März 1945 – 10. Dezember 1945
Außerdienststellung          18. Juli 1946 – 3. Juli 1951
CDR Nelson Curtis Bliven          3. Juli 1951 – 27. März 1953
CDR John Foster Collingwood          27. März 1953 – 1. Februar 1955
CDR George Edgar Everly          1. Februar 1955 – 1. Juli 1957
CDR John Lawrence Nuttall Jr.        1. Juli 1957 – 1. August 1957

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