SS UNITED STATES VICTORY

SS UNITED STATES VICTORY

Schiffsbiografie

Die SS UNITED STATES VICTORY ist das vierte Schiff aus der VICTORY – Klasse die während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des Emergency Shipbuilding program gebaut worden war.
Die United States Maritime Commission bezeichnete dieses Schiff als Typ VC2-S-AP3 mit der Hull Nummer V-3. Die sogenannten VICTORY – Schiffe mit einer Tonnage von 10.500 BRT waren als Ersatz zu den LIBERTY – Schiffen entworfen und gebaut worden. Ihr Entwurf und ihre Fertigung waren intensiver und anspruchsvoller. Die Schiffe sollten auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Handelsflotten dienen können. Der Unterschied der VICTORY – Schiffe zu den LIBERTY – Schiffen lag darin, dass diese eine höhere Tonnage laden konnten, länger und breiter waren, eine bessere Struktur wegen des Verwindens besaßen und der Bug eine längere Ausladung besaß.
Am 9. Januar 1944 legte man den Kiel des Schiffes auf der California Shipbulding Corporation, Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien. Schon am 6. März erfolgte der Stapellauf und die Taufe. Major General Parker sprach dazu die notwendigen Worte und Marajen Stevick Dyess ( 1912 in Bloomington, McLean County, Illinois – 22. Dezember 2002 in Urbana, Champaign County, Illinois ), Witwe von Lieutenant Colonel William Edwin Dyess ( 9. August 1916 in Albany, Shackelford County, Texas – 22. Dezember 1943 in Burbank, Los Angeles, Kalifornien bei einem Flugzeugabsturz ) taufte mit einer Champagneflasche das Schiff. Am 30. April konnte die SS UNITED STATES VICTORY übergeben werden.
Gleich nach der Übergabe fuhr die SS UNITED STATES VICTORY in den Westpazifik und brachte innerhalb eines Geleitzuges Nachschub für die amerikanischen Marines auf Saipan. Dort stellte man auch am 8. Juli 1944 die Task Undergroup 51.18.11 neu zusammen. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ), der Zerstörer USS YARNALL ( DD-541 ), der Zerstörer und Minensucher USS PALMER ( DMS-5 ), das Docklandungsschiff USS ASHLAND ( LSD-1 ) und das Transportschiff SS UNITED STATES VICTORY. An diesem 8. Juli verließen die Schiffe die Gewässer von Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichten sie vier Tage später. Von hier aus fuhr die SS UNUTED STATES wieder zurück um neuen Nachschub von der US Westküste zu bringen.
Nachdem absehbar war, dass in Europa der Zweite Weltkrieg dem Ende entgegen ging, rüstete man die SS UNITED STATES VICTORY sowie 96 Schiffe der gleichen Klasse zu Truppentransporter um. Grund dafür war die schnelle Rückfahrt der amerikanischen Soldaten während der Operation „Magic Carpet“ in die USA. Gleichzeitig nahm das Truppentransportschiff am 17. August 1945 deutsche Kriegsgefangene von Le Havre, Frankreich an Bord und erreichte am 24. August Bremerhaven. Hier nahm das Schiff amerikanische Soldaten an Bord. In New York legte die SS UNITED STATES VICTORY am 9. September an. Doch schon für einen weiteren Truppentransport verließ das Schiff am 30. September New York und fuhr erneut nach Bremerhaven. Hier legte der Truppentransporter am 22. Oktober an und es gingen wieder amerikanische Soldaten an Bord. Die Rückfahrt an die US Ostküste endete am 13. Dezember in Norfolk, Virginia. Gleich nach dem Ausschiffen der Truppen legte das Schiff wieder ab und fuhr an die US Westküste. Hier versetzte man die SS UNITED STATES VICTORY 1946 in die National Defense Reserve Fleet, die in der Suisan Bay, Kalifornien lag. 1947 bugsierte man die SS UNITED STATES VICTORY in ein Trockendock der Todd Pacific Shipyards in Los Angeles um den Motor reparieren zu lassen. Noch im selben Jahr verkaufte man das Schiff an die India Steamship Company in Kalkutta, Indien und nannte es in SS SHIPPER um. Das Transportschiff wurde 1971 in Taiwan verschrottet.

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