USS BRADFORD ( DD-545 )

USS BRADFORD ( DD-545 )

Biografie

Gamaliel Bradford
* 4. November 1763 in Duxbury, Massachusetts
† 7. März 1824 in Cambridge, Massachusetts
war ein amerikanischer Freibeuter

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges diente Gamaliel Bradford im 14. Massachusetts Regiment in das er im Alter von dreizehn Jahren am 28. Mai 1776 eingetreten war. Er kämpfte in den Schlachten von Saratoga und Monmouth bevor die Armee in New Windsor, New York ihr Winterquartier aufschlug. Dort in New Windsor beförderte man Bradford am 28. Juni 1778 zum Prokurator. Ein Jahr später, am 8. August 1779 ernannte man ihn zum Ensign und am 3. September 1780 zum Lieutenant. Die Anzahl der Massachusetts Regimenter wurde 1781 reduziert und man vereinte die Reste des 14. Regiments mit den Resten des 7. Regiments und benannte es 7. Massachusetts Regiment. Bradford blieb noch für ein Jahr in der Armee bevor er 1784 entlassen und nach Hause geschickt wurde. Am 6. August 1798 heiratete er Elizabeth Parker Hickling. Sie bekamen später insgesamt sieben Kinder. Im folgenden Jahr 1799 erhielt Bradford von US Präsident John Adams ( 30. Oktober 1735 – 4. Juli 1826 ) das Kommando über die Fregatte USS BOSTON ( 1799 ) angeboten. Doch er schlug dieses Angebot aus. Das Kommando über die Dreimastfregatte übernahm derweil Captain George Little ( 10. April 1754 – 22. Juli 1809 ). Kapitän Bradford befehligte zum Beginn des Quasi Krieges gegen Frankreich im Jahre 1799 das bewaffnete Freibeuterschiff MARY. Im Juli 1800 kreuzte er vor Gibraltar und nahm vier französische Freibeuterschiffe gefangen. Dabei erlitt er erhebliche Verletzungen die ihm ein Bein kosteten und musste zurück kehren. Bradford starb am 7. März 1824 in Cambridge, Massachusetts.


USS BRADFORD ( DD-545 )

Schiffsbiografie

Die USS BRADFORD ( DD-545 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Gamaliel Bradford benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Pedro, Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien wurde am 28. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Sarah Bradford Rose, Ur-Urenkelin von Captain Gamaliel Bradford, taufte am 12. Dezember 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert Lee Morris stellte am 12. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BRADFORD entlang der Kalifornischen Küste führte, folgte eine Überprüfung des Schiffsrumpfes und einige Nacharbeiten. Anschließend wechselte der Zerstörer nach San Diego, wo er zum Schluss die Komplettausrüstung erhielt. Am 18. August stach das Kriegsschiff dann in See und verließ San Diego. Ziel war der Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diesen Hafen erreichte das Schiff am 24. August. Keine vierundzwanzig Stunden später gliederte man den Zerstörer in die Task Force 11 ein, die Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) während der Howland & Baker Islands Landing befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON ( CVL-23 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD ( DD-544 ), USS TRATHEN ( DD-530 ) und USS SPENCE ( DD-512 ) das Frachtschiff USS HERCUKES ( AK-41 ) und das Docklandungsschiff USS ASHLAND ( LSD-1 ). Noch am selben Tag verließ der Schiffsverband Pearl Harbor. Ziel waren die Atolle Howland und Baker Islands die zu den Phoenix Inseln gehören und östlich der Gilbert Inseln liegen. Auf diesen beiden Atollen landete am 1. September das 804. Aviation Bataillon samt Ausrüstung. Man baute die Inseln zur Überwachung des zentralen pazifischen Ozeans aus. Die Gewässer rund um die Inseln verließen die Schiffe der TF 11 am 11. September und fuhren nach Pearl Harbor zurück. Dort legte nur ein Teil des Verbandes drei Tage später an. Die USS BRADFORD verließ zusammen mit den beiden Leichten Flugzeugträgern USS PRINCETON und USS BELLEAU WOOD schon vorher den Verband und schlossen sich den Schiffen der Task Force 50 an, die schon am 11. September Pearl Harbor verlassen hatten. Die TG 50 befehligte Rear Admiral Charles Alan Pownall ( 4. Oktober 1887 – 19. Juli 1975 ) während der Operation „Tarawa and Makin Raid“. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON und USS BELLEAU WOOD, die Leichten Kreuzer USS SANTA FE ( CL-60 ), USS MOBILE ( CL-63 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS STEVENS ( DD-479 ) und USS HAZELWOOD ( DD-531 ). Ziel des Schiffsverbandes waren die Gilbert Inseln. Am 18. September erreichten die Schiffe ihre vorgegebenen Positionen und der Angriff auf die Atolle Makin und Tarawa von den Gilbert Islands begann mit der Bombardierung japanischer Stellungen. Bis zum folgenden Tag dauerte dieses Bombardement an. Dabei wurden weit über die Hälfte der japanischen Flugzeuge am Boden zerstört und so eine gute Grundlage für den folgenden Angriff gelegt. Am 19. September verließen die Schiffe der TF 50 wieder die Gilbert Islands und fuhren nach Pearl Harbor zurück. In den Hafen liefen die Schiffe am 26. September ein. Umgehend wurden alle Munitionsmagazine und Treibstoffbunker für den nächsten Einsatz aufgefüllt. Für die Schiffsbesatzungen gab es da keine Ruhepause. Man gliederte die USS BRADFORD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 – 25. Dezember 1961 ) während der Operation „Wake Raid“ zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island befehligte. Dieses Atoll befindet sich nördlich der Marshall Inseln und auf halbem Wege zwischen Pearl Harbor und den Nördlichen Marianen. In der TF 14 befanden sich die Flugzeugträger USS LEXINGTON, USS ESSEX ( CV-9 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD, USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS BIRMINGHAM, USS SANTA FE und USS NASHVILLE ( CL-43 ), sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS CALDWELL, USS COGHLAN, USS JOHN RODGERS, USS HARRISON, USS RINGGOLD, USS DASHIELL, USS HAZELWOOD, USS BANCROFT, USS HALFORD ( DD-480 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ),USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. Ab dem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Kreuzer und Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen sowie die Trägerflugzeuge die Stellungen und Einrichtungen der Japaner auf der Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legte der Schiffesverband in Pearl Harbor wieder an. Man verlegte die USS BRADFORD in die Task Force 50. Diese befehligte Rear Admiral Charles Alan Pownall ( 4. Oktober 1887 – 19. Juli 1975 ) während der Operation „Galvanic“. In dieser TF 50 gehörte der Zerstörer in die Task Group 50.4, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 – 27. Juli 1957 ) befehligte. Innerhalb dieser TG 50.4 befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), der Leichte Flugzeugträger USS PRINCETON ( CVL-23 ), die Zerstörer USS BRADFORD, USS IZARD ( DD-589 ), USS BELL ( DD- 587 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS COWELL ( DD-547 ) und ab dem 14. November die Zerstörer USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-408 ). Am 21. Oktober 1943 legten die Schiffe der TG 50.4 in Pearl Harbor ab und befanden sich am 4. November südlich von Guadalcanal. Hier warteten schon zwei Öltanker und übergaben an die Kriegsschiffe frischen Treibstoff. Diese Kriegsschiffe aus der TG 50.4 sollten ein Ablenkungsmanöver gegen die Japaner starten um die Landungen auf den Gilbert Inseln zu unterstützen und gleichzeitig deren Präsenz in den Gewässern der Westsalomonen zu schwächen. Dazu begann am folgenden Tag der Angriff auf Rabaul, Neuguinea, einer starken japanischen Militärbasis an der sich auch ein großer Hafen anschloss. In diesem Hafen befanden sich mehrere Schwere Kreuzer und Zerstörer. Aus rund einhundert Seemeilen Entfernung starteten am 5. November die Trägerflugzeuge und begannen die im Hafen von Rabaul liegenden japanischen Schiffe zu attackieren. Dabei konnten die japanischen Schweren Kreuzer TAKAO, MAYA, ATAGO, MOGAMI und NOSHIRO und zwei Zerstörer zum Teil schwer beschädigt werden, so dass diese zu Reparaturzwecken nach Japan fahren mussten. Am 11. November kam es zu weiteren Kämpfen vor Rabaul. Zusammen mit den Schiffen der TG 50.3 wurde erneut die feindlichen Schiffe im Hafen angegriffen sowie die beiden dort vorhandenen Flugplätze samt Einrichtungsgebäuden. Dabei wurde der leichte japanische Kreuzer AGANO schwer beschädigt, der Leichte Kreuzer NAGANAMI musste aufgegeben und später versenkt werden und der Zerstörer SUZUNAMI wurde von den Schiffen und Flugzeugen der TG 50.4 versenkt. Anschließend fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe nach Espiritu Santo, New Hebrides um erneut frischen Treibstoff zu bunkern. Dies erfolgte am 14. November. Gleich nach dem Abschluss der Betankung verließen die Schiffe der TG 50.4 wieder Espiritu Santo und fuhren zur Insel Nauru, Gilbert Islands. Am Morgen des 17. Novembers lagen die Kriegsschiffe vor der Insel und begannen ein dreitägiges Bombardement auf japanische Stellungen und Befestigungen durch die Flugzeuge von den beiden Trägern und durch die Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen. Auf Nauru waren danach fast alle japanischen Flugzeuge vernichtet und die verbleibenden feindlichen Besatzungskräfte spielten keine Rolle mehr im Kampf um die Gilbert Inseln. Die Schiffe der TG 50.4 zogen sich von ihren Positionen zurück und begannen mit Patrouillenfahrten zur Absicherung der anderen Task Groups. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 50.4 im Zentrum der Gilbert Inseln liegende Atoll Abemama und attackierten dort japanische Stellungen. Während der weiteren Patrouillenfahrt griffen am 27. und 28. November mehrere feindliche Flugzeugverbände die Schiffe der TG an. Aber sie konnten keinen nennenswerten Erfolg erzielen. In diesen zwei Tagen wurde aber über die Hälfte der angreifenden japanischen Flugzeuge abgeschossen. Am 30. November verließ die USS SARATOGA die TG 50.4 und fuhr in Richtung US Westküste zur Überholung. Dadurch versetzte man am 2. Dezember die USS BRADFORD in die neugeschaffene Task Group 50.8 die von Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. befehligt wurde. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), USS INDIANA ( BB-58 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS STACK, USS IZARD, USS CHARRETTE, USS CONNER, USS BROWN und vier weitere. Diese Kriegsschiffe begannen noch während der Kampfhandlungen um die schon beginnenden Kämpfe um die Atolle der Marshall Islands mit mehreren Übungen damit sich die Kommandanten der Zerstörer auf die neuen Gegebenheiten mit den Schlachtschiffen einstellen konnten und mit Patrouillenfahrten zwischen den Gilbert Inseln. Am 6. Dezember verließen dann die Schiffe der TG 50.8 zusammen mit den verbliebenen Schiffen der TG 50.4 das Operationsgebiet der Task Force 50 und fuhren gemeinsam in Richtung Westen zu der Insel Nauru. Zwei Tage später lagen sie vor der Insel und begannen erneut mit einem mehrstündigen Bombardement auf japanische Einrichtungen. Gleich nachdem die letzte Granate das Geschützrohr verlassen hatte, verließen die Schiffe der TG die Gewässer um Nauru und fuhren zu der Insel Espiritu Santo. In dem dortigen Hafen liefen die Schiffe beider Task Groups am 12. Dezember ein. Hier gruppierte man sie erneut um und Rear Admiral Frederick Carl Sherman übernahm das Kommando über die Task Group 37.2. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS BUNKER HILL, der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY, das Schlachtschiff USS WASHINGTON und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS CHARRETTE, USS CONNER, USS BELL und USS COWELL. Am 21. Dezember legten die Schiffe der TG 37.2 im Hafen von Espiritu Santo ab. Das Ziel war die Insel New Irland im Bismarck Archipel, Neuguinea. Am Morgen des Ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1943 erreichten die Schiffe den Hafen der Stadt Kavieng, der nördlichste Spitze von New Irland. Ohne große Vorbereitungszeit erfolgte der Beschuss auf die japanischen Stellungen und Einrichtungen und auf die im Hafen liegenden japanischen Schiffe. Gleich an diesem ersten Tag wurde der Truppentransporter TENRYZ MARU versenkt und die Truppentransporter W-21, W-22 und KIYOZUMI MARU schwer beschädigt. Nach dem Ende des Beschusses zogen sich die Schiffe der TG 37.2 zurück und wurden auf hoher See mit frischem Treibstoff und neuer Munition versorgt. Am 1. Januar 1944 kehrten sie dann nach Kavieng zurück und setzten den Beschuss weiter fort. Dabei kam es zu einem Feuergefecht mit dem Leichten Kreuzer NOSHIRO der beschädigt wurde und sich zurück ziehen musste. Drei Tage später erschienen die Schiffe der TG 37.2 erneut vor Kavieng und beschossen diesmal die Hafenanlagen. Dabei konnte man den beiden japanischen Zerstörern FUMIZUKI und SACUKI schwere Schäden zufügen. Anschließend zogen sich die Schiffe der TG vollständig aus den Gewässern von New Irland zurück und fuhren nach Espiritu Santo. In dem dortigen Hafen liefen die Schiffe am 7. Januar ein. Wenige Tage später, frischer Treibstoff war gebunkert und die Munitionsmagazine aufgefüllt, verließen die Schiffe der TG 37.2 wieder Espiritu Santo und fuhren zum Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Diesen Hafen verließen die Schiffe am 18. Januar und fuhren Nordostwärts nach Funafuti auf dem Atoll Ellice Island, welches die Amerikaner schon besetzt hielten. In diesen Hafen liefen sie am 20. Januar ein. Dort wandelte man am 23. Januar die TG 37.2 in die TG 58.3 um, die zur TF 58 gehörte und am 6. Januar in Pearl Harbor zusammengestellt worden war. Das Kommando über die Task Group 58.3 führte während der Operation „Flintlock“ wieder Rear Admiral Frederick Carl Sherman. Zu dieser Task Group gehörte der Flugzeugträger USS BUNKER HILL, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY und USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), der Schwere Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS IZARD, USS COWELL und USS WILSON ( DD-408 ). Den Hafen von Funafuti verließen die Schiffe der TG 58.3 am 25. Januar und fuhren nordwärts zu den Marshall Islands. Den ersten Angriff starteten die Schiffe der TG am 29. Januar auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Kwajalein. Dieses Bombardement dauerte nicht lange. Noch am selben Tag verließen die Schiffe das Atoll und fuhren Nordwestwärts zum Atoll Eniwetok. Hier begann die Operation „CATCHPOLE“. Dieses Atoll erreichten sie am folgenden Tag und begannen bis zum 3. Februar gleich mit dem Beschuss und dem Bombardement der japanischen Stellungen, Küstenbefestigungen und Einrichtungen. Nach der letzten abgefeuerten Granate verließen die Schiffe der TG 58.3 wieder Eniwetok und fuhren zum Atoll Majuro, Marshall Islands, welches im Osten des Archipels liegt. Dieses Atoll errichten die Schiffe am folgenden Tag. Hier bereitete man die Schiffe und deren Besatzungen auf die kommenden Kämpfe um Eniwetok vor. Dazu bunkerte man frische Munition und Treibstoff. Majuro verließen dann die Schiffe der TG 58.3 und fuhren zum Atoll Kwajalein. Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 – 13. Dezember 1969 ), Kommandeur der 5. US Flotte, forderte von Rear Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ), Kommandeur der Task Force 58, die Insel Truk einzunehmen um die Invasion von Eniwetok abzusichern. Auf diesem Atoll Truk befanden sich eine Basis der Kaiserlich Japanischen Marine und ein Luftwaffenstützpunkt. Außerdem war das Atoll eine bedeutende Quelle zur Unterstützung für japanische Garnisonen auf den Inseln und Atollen im gesamten zentralen und südlichen Pazifik. Am 13. Februar begann die Operation „HAILSTONE“. Die Schiffe der Task Groups 58.1, 58.2 und 58.3 verließen an diesem Tag Kwajalein. Am 15. Februar befanden sie sich südlich der Insel Eniwetok und wurden auf hoher See betankt. Der Angriff auf die Insel Truk erfolgte am 17. und 18. Februar. Innerhalb dieser zwei Tage wurde auf Truk die Schlüsselbasis für die japanische logistische und operative Unterstützung zerstört. Insgesamt versenkten die Flugzeuge und Schiffe der Task Force 58 von der japanischen Flotte die Kreuzer AGANO, KATORI und NAKA, die Zerstörer OITE, FUMIZUKI, MAIKAZE und TACHIKAZE, die Hilfskreuzer AKAGI MARU, AIKOKU MARU und KIYOSUMI MARU, die U-Boot Tender HEIAN MARU und RIO DE JANEIRO MARU, die kleinen Kriegs- und Handelsschiffe GOSEI MARU, HANAKAWA MARU, HOKUYO MARU, AMAGISAN MARU und KENSHO MARU, MATSUTANI MARU, MOMOKAWA MARU, REIYO MARU, SAN FRANCISCO MARU, SEIKO MARU, TAIHO MARU, ZUKAI MARU, UNKAI MARU und YAMAGIRI MARU, das Frachtschiff und Flugzeugfähre FUDZIKAWA MARU, die Öltanker FUJISAN MARU, HOYO MARU, SHINKOKU MARU und TONAN MARU, der Wassertanker NIPPO MARU, das Transportschiff YAMAKISAN MARU, die Truppentransporter NAGANO MARU, YUBAI MARU und TAIKICHI MARU sowie die Patrouillenboote GYORAITEI, GJORAITEI und PC-29. Am Abend des 18. Februars stiegen die letzten verbliebenen japanischen Flugzeuge auf und griffen den Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) aus der Task Undergroup 58.2.4 an und beschädigten ihn. Insgesamt 270 japanische Flugzeuge fielen an diesen beiden Angriffstagen den amerikanischen Trägerflugzeugen und Schiffen zum Opfer. Die Geschützmannschaften der USS BRADFORD selber konnten während der Kämpfe mehrere Torpedo- und Granattreffer auf feindliche Kreuzer und Zerstörer erzielen. Noch am Abend des 18. Februars verließen die Schiffe der TG 58.3 die Insel Truk und fuhren zu der Marianeninsel Saipan um sich erneut an der Operation „Catchpole“ zu beteiligen. Ab dem 21. Februar lagen die Schiffe der TG 58.3 vor Saipan und bombardierten dort die japanischen Küstenbefestigungen und die Trägerflugzeuge japanische Stellungen im Innern der Insel. Dieses Bombardement dauerte bis zum 23. Februar. Fünf Tage später endete die Operation. Die Schiffe der TG 58.3 blieben aber noch bis zum 8. März in den Gewässern und blieben auf Patrouille um den japanischen Nachschub zu verhindern. Am 8. März verließen sie aber endgültig die Marianen und fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 13. März festmachten. Allerdings gab es hier keine Ruhe. Man bunkerte frischen Treibstoff und die Schiffe legten umgehend wieder ab. Ziel war das Atoll Majuro um an der Operation „Descrate I“ teilzunehmen. Hier gliederte man die USS BRADFORD in die Task Group 58.9 ein. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger US COWPENS, die Schlachtschiffe USS NORTH CAROLINA, SOUTH DAKOTA, USS ALABAMA und USS MASSACHUSETTS sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS IZARD, USS CHARRETTE, USS BROWN, USS COWELL, USS BURNS, USS CONNER, USS BELL, USS FRAZIER ( DD-607 ), USS MEADE ( DD-602 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS EDWARDS ( DD-619 ) und USS CALDWELL ( DD-605 ). Am 22. März verließen die Schiffe der Task Group 58.9 Majuro und übernahmen am 26. März auf offener See frischen Treibstoff. Zwei Tage später erreichten die Schiffe der Task Force die Gewässer der Palau Inseln. Hier löste man am selben Tag noch die Task Group 58.9 auf und die Schiffe erhielten direkte Aufgaben zugeteilt. Die USS BRADFORD fuhr zusammen mit anderen Zerstörern aus der aufgelösten Task Group Patrouillen zur Sicherung der anderen Schiffe aus den verbliebenen Task Groups die an dem Bombardement teilnahmen. Das Bombardement auf die Hauptinsel Palau wurde nur wenige Stunden später eröffnet. Dieses zog sich bis zum 30. März hin. Es waren keine Landungstruppen während dieses Angriffs anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So vor Palau der Zerstörer WAKATAKE, das Reparaturschiff AKASHI, die U-Boot- Jäger CHA-22, CHA-26, CHA-53 und Showa Maru Nummer 5, Das Patrouillenboot Nummer 31, der Netzleger NISHHO MARU Nummer 5, die Frachtschiff- und Flugzeugfähre GOSHU MARU, die Truppentransporter GOZAN MARU, NAGISAN MARU, RAIZAN MARU, RYUKO MARU und SHINSEI MARU Nummer 18, die Öltanker OSE, SATA, IRO, AKEBONO MARU, AMATSU MARU, ASASHIO MARU und UNYO MARU Nummer 2, die Küstenwachboote IBARAKI MARU und SEIEI MARU Nummer 2, das Bergungsschiff URAKAMI MARU, das Torpedotransport- und Reparaturschiff KAMIKAZE MARU, die Frachtschiffe CHUYO MARU, KIBI MARU, SHOEI MARU, BICHU MARU und TEISHO MARU. Beschädigt wurden vor Palau der U-Boot-Jäger CHA-35, der Netzleger SHOSEI MARU, der Öltanker HISHI MARU Nummer 2 und das Frachtschiff HOKUTAI MARU. Vor Angaur wurden während der Angriffe die kleinen Schiffe AKITA MARU Nummer 3, CHICHIBU MARU, YAU MARU, TOKU MARU, KIKU MARU, HINODE MARU, YAMATO MARU, UME MARU und AKEBONO MARU versenkt. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Gewässer der Palau Inseln und nahmen zuerst Nordöstlichen Kurs für die Heimfahrt. Auf dem Weg nach Majuro wanden sich die Schiffe den Inseln der Karolinen zu. Dort bombardierte man am 31. März die Insel Yap. Noch am selben Tag wurde vor dem Atoll Ulithi das japanische Küstenwachboot HAKKO MARU versenkt. Am 1. April bombardierte man auf dem Atoll Woleai feindliche Stellungen und am 6. April 1944 erreichten die Schiffe Majuro. Dort bereitete man sich auf die bevorstehenden Kämpfe um Neuguinea vor. Die USS BRADFORD integrierte man in die Task Group 58.1 In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD, USS COWPENS und USS BATAAN ( CVL-29 ), das Schlachtschiff USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE, USS MOBILE, USS OAKLAND ( CL-95 ) und USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS BOYD, USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS CRAVEN ( DD-382 ), USS McCALL ( DD-400 ) und USS MAURY ( DD-401 ). Das Kommando über die TG 58.1 führte Rear Admiral Joseph James Clark ( 12. November 1893 – 13. Juli 1971 ) während der Operation „RECKLESS“. Am 13. April verließen die Schiffe der Task Force 58 wieder Majuro und lagen sechs Tage später nördlich der Admiralitätsinseln. Hier erfolgte eine Betankung auf hoher See. Am 21. April begann der Angriff auf Neuguinea. Die Schiffe der TG 58.1 griffen ab dem 21. April die Inseln Wakde und Sawar an. In den darauffolgenden zwei Tagen wurden auch Ziele bei Aitape, Neuguinea bombardiert. Ziel war die Vernichtung der japanischen Infrastruktur. Am 24. April, dem letzten Tag des Bombardements, verließen die Schiffe der TG 58.1 die Gewässer um Wakde und fuhren zusammen mit den Schiffen der Task Force zur Insel Truk, Karolinen. Dort wurden japanische Befestigungen am 29. April beschossen. Für einen Überraschungsangriff auf das Atoll Sawatan, Karolinen stellte man für den 30. April die Task Group 58.5 zusammen die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS CANBERRA ( CA-70 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS WICHITA ( CA-45 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE, USS MOBILE, USS OAKLAND und USS SAN JUAN sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS BROWN und fünf weitere. Mit ihren Schiffsgeschützen bombardierten diese Schiffe japanische Stellungen. Für den 1. Mai wurde dann die Task Group 58.7 zusammen gestellt die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. befehligte und einen Angriff auf die Insel Ponape, Karolinen führen sollte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS NORTH CAROLINA, USS INDIANA, USS SOUTH DAKOTA, USS ALABAMA, USS MASSACHUSETTS ( BB-54 ) und USS IOWA ( BB-61 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS BROWN, USS CHARRETTE, USS THATCHER ( DD-514 ), USS CAPERTON ( DD-650 ), USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS COGSWELL ( DD-651 ) und USS KNAPP ( DD-653 ). An diesem 1. Mai bombardierten diese Schiffe mit ihren Geschützen die japanischen Befestigungen auf der Insel. Am darauffolgenden Tag kehrte die USS BRADFORD zur Task Group 58.1 zurück und beteiligte sich ab dem 4. Mai an dem Bombardement auf das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dort aus zogen sich die Schiffe der TG 58.1 am 11. Mai zurück und erreichten drei Tage später das Atoll Majuro. Für die Mannschaft der USS BRADFORD blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen. Sie füllte die Munitions- und Nahrungsmittelmagazine auf und bunkerte frischen Treibstoff. Man integrierte das Schiff in die neu zusammen gestellte Task Group 58.6, welche unter dem Kommando von Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 – 15. Dezember 1961 ) stand. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) und USS ESSEX ( CV-9 ) und USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) sowie die Kreuzer USS CANBERRA, USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS RENO ( CL-96 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ). Zur Absicherung befanden sich neben der USS BROWN die Zerstörer USS BRADFORD, USS COWELL, USS THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS BANCROFT, USS CALDWELL, USS MILLER ( DD-535 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ) und die USS HICKOX ( DD-673 ). Am 15. Mai legten die Schiffe der TG in Majuro wieder ab. Drei Tage später erreichte der Verband in der Nacht Marcus Island, eine japanische Koralleninsel. Diese liegt 1848 km östlich von Tokyo. Im Morgengrauen des 19. Mai wurde das Feuer auf japanische Schiffe, Stellungen und Befestigungen eröffnet. Das Bombardement auf die 1,51 km² große Insel dauerte bis zum folgenden Tag. Sämtliche japanischen Schiffe waren dadurch zum Rückzug gezwungen worden. Noch am 20. Mai verließen die Schiffe der TG 58.6 die Gewässer und fuhren in Richtung Majuro. Unterwegs, am 23. Mai, erreichte man das Atoll Wake Island. Hier wurden wiederholt japanische Befestigungen beschossen. Am 31. Mai erreichten die Schiffe der TG Majuro. Für die Schiffsbesatzung der USS BRADFORD erhielt hier eine längere Verschnaufpause von fünf Tagen. Man gliederte den Zerstörer erneut in die Task Group 58.1 die Rear Admiral Joseph James Clark ( 12. November 1893 – 13. Juli 1971 ) während der Operation „Forager“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET ( CV-12 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD und USS BATAAN, die Schweren Kreuzer USS CANBERRA, USS BALTIMORE und USS BOSTON, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND,, USS SAN JUAN, USS SANTA FE und USS DENVER ( CL-58 ) sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS BOYD, USS COWELL, USS IZARD, USS CONNER, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS BELL, USS HELM ( DD-388 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS CRAVEN ( DD-382 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ) und USS McCALL ( DD-400 ). Die Schiffe der Task Force 58 verließen am 6. Juni 1944 Majuro. Am 11. Juni bezogen die einzelnen Task Group ihre Ausgangsstellungen. Die Schiffe der TG 58.1 und der TG 58.2 lagen vor Guam, die TG 58.3 vor Saipan und Tinian, die TG 58.4 sollte sämtliche Verstärkungen von See aus unterbinden. Am folgenden Morgen begannen die Kampfhandlungen. Die Schiffe der TG 58.1 versenkten am 13. Juni vor Guam die japanischen Transportschiffe SHINRIKI MARU, SEKIZEN MARU, MYOGAWA MARU, SHIGEI MARU und SUWA MARU. Einen Tag später wurden die Schiffe der TG 58.1 und TG 58.4 rund 130 Meilen nordöstlich von Saipan mit frischem Brennstoff versorgt. Danach fuhren beide Task Groups noch am selben Tag zur Bonin Insel Cichi Jima um die dort befindliche Marinebasis und Radio- und Wetterstation anzugreifen wo auch die vielfältigsten Kanonenboote mit insgesamt 1.200 Mann Besatzung sich befanden. Die Zerstörung der Infrastruktur auf der Insel sollte die Kommunikation zwischen dem Mutterland Japan und den einzelnen Inseln der Philippinen stören. Für die Japaner auf Cichi Jima kamen die beiden Schiffsverbände völlig unerwartet. Auch am folgenden Tag waren die Japaner überrascht, als die TG 58.1 und TG 58.4 vor der Bonin Insel Iwo Jima erschienen. Dort wurden mehrere japanische Patrouillenboote und Versorgungsschiffe versenkt. Erst am 16. Juni verließen die amerikanischen Schiffe die Gewässer von Iwo Jima und kehrten zu den Marianen zurück. Am 18. Juni 1944 vereinigten sich beide Task Group wieder mit den übrigen Schiffen der Task Force und am folgenden Tag begann die Schlacht in der Philippine Sea. Dabei bildeten die Task Groups 58.1, 58.2 und 58.3 eine bewegliche Jagdflotte Am 21. Juni 1944 verließ die USS BRADFORD zusammen mit den Zerstörern USS BROWN, COWELL und USS BOYD aus der DESDIV 92 den Verband der Task Group 58.1. Aufgabe dieser Zerstörer war, Flugzeugbesatzungen zu retten die mit ihren Maschinen Notwassern mussten oder mit ihren Fallschirmen sich aus ihren brennenden Maschinen retten konnten. Schon am folgenden Tag reihten sich die vier Zerstörer wieder in die Task Group ein und unterstützten mit ihren Geschützen den Angriff auf Pagan Island, Marianen. Am 23. Juni verlagerte sich der Angriff der Amerikaner von Pagan Island nach Cichi Jima und am folgenden Tag nach Iwo Jima. Die Task Group 58.1 zog man am 25. Juni aus den Kämpfen ab. Der Verband fuhr zum Atoll Eniwetok, das die Schiffe zwei Tage später erreichten. Doch eine große Erholungsphase gab es auch jetzt nicht. Nur das Notwendigste wurde gebunkert. Zwar blieb die USS BRADFORD in der Task Group 58.1 die Rear Admiral Joseph James Clark kommandierte, aber man setzte sie neu zusammen. In der TG befanden sich nun die Flugzeugträger USS HORNET, USS YORKTOWN und USS FRANKLIN ( CV-13 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN und USS CABOT ( CVL-28 ), die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS SANTA FE, USS MOBILE und USS BILOXI ( CL-80 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS BOYD, USS COWELL, USS IZARD, USS CONNER, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS BELL, USS HELM, USS MAURY, USS CRAVEN, USS GRIDLEY und USS McCALL. Schon am 30. Juni legten die Schiffe der TG 58.1 und TG 58.2 wieder ab mit dem Ziel der Bonin Inseln Iwo Jima, Cichi Jima und Haha Jima. Drei Tage später waren die beiden Task Group wieder vor Ort und begannen mit dem Bombardement auf die Inseln und versenkten mehrere japanische Patrouillenboote, Minenleger und Versorgungsschiffe. Am 6. Juli zog man diese Gruppen wieder ab damit sie die Angriffe vor Guam intensivierten. Schon am folgenden Tag erreichten die Schiffe der TG 58.1 ihre Ausgangsstellungen und begannen mit dem Angriff. Die Invasion von Guam erfolgte am 12. Juli 1944. Bis zum 21. Juli bleiben die Schiffe der TG 58.1 vor Guam zur Unterstützung der Landungstruppen. Am folgenden Tag verlegte man die TG 58.1 wieder zu den Inseln der Karolinen wo die Schiffe einen Angriff auf die Inseln Yap, Ulithi und Fais starteten. Bis zum 28. Juli dauerten dort die Kämpfe. Danach zog sich die TG 58.1 nach Saipan zurück. Dort trennte man aus der TG mehrere Schiffe und vereinte diese zu der Task Undergroup 58.1.7 die Rear Admiral Laurence Toombs DeBose ( 21. Mai 1893 – 11. Juni 1967 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS SANTA FE, USS MOBILE, USS BILOXI und USS OAKLAND und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BURNS, USS BELL und USS CRAVEN. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand darin ab dem 1. August in den Gewässern von Saipan zu patrouillieren. Erst am 2. August liefen die Schiffe der TU im Tanapag Harbor auf Saipan ein. Hier gliederte man die Schiffe der TU wieder in die Task Group 58.1 ein. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG den Hafen und fuhren zu den Bonin Inseln. Am folgenden Tag betankte man sie auf offener See und am 4. August wurden japanischen Stellungen auf Cichi Jima und die im Hafen liegenden Schiffe zusammen mit den Schiffen der TG 58.2 beschossen. Dabei wurden die japanischen Transportschiffe UNKAI MARU Nummer 7, ENJU MARU, TONEGAWA MARU und SHOGEN MARU und das Frachtschiff HOKKAI MARU versenkt und die beiden Korvetten Nummer 4 und Nummer 12 wurden beschädigt. Man versetzte an diesem Tage mehrere Schiffe aus der TG 58.1 in die TU 58.1.6. Diese Schiffe beschossen weiter die Küstenbefestigungen der feindlichen Streitkräfte. Die anderen Schiffe aus der TG patrouillierten derweil in den Gewässern der Bonin Inseln. Am Nachmittag des 5. August verließen die Schiffe der TG 58.1 geschlossen die Gewässer und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dieses Atoll erreichten sie am 9. August. Von hier aus machte sich die USS BRADFORD auf den Weg in Richtung US Westküste. Diese erreichte der Zerstörer Anfang September und legte in der Mare Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an. Die Überholung und Überarbeitung des Kriegsschiffes begann am 3. September und dauerte mit den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten bis in den Dezember hinein. Anschließend verließ die USS BRADFORD die US Küste und fuhr nach Pearl Harbor. Von Dezember bis Anfang Februar 1945 hinein beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Bonin Insel Iwo Jima während der Operation „Detachment“. Dabei diente die USS BRADFORD als Feuerunterstützungsschiff. Allerdings wurde das Kriegsschiff keiner direkten Task Force zugeteilt und sollte hinter den Kampfverbänden patrouillieren und wenn nötig mit seinen Schiffsgeschützen die Landung unterstützen. Anfang Februar verließ der Zerstörer Pearl Harbor und fuhr nach Iwo Jima um die gestellten Aufgaben zu übernehmen. Am 19. Februar begann die Landeoperation auf der Bonin Insel und dauerte bis zum 27. Februar. Während einer Patrouillenfahrt am 20. Februar wurde der Kiel der USS BRADFORD durch ein unbekanntes und unter Wasser liegendes Wrack beschädigt. Gleich am folgenden Tag musste der Zerstörer eine weitere Kollision hinnehmen. Diesmal stieß das Kriegsschiff mit dem Panzerlandungsschiff USS LST-812 zusammen. Die entstandenen Beschädigungen waren aber nicht an Ort und Stelle reparabel. Noch am selben Tag verließ die USS BRADFORD Iwi Jima und fuhr wieder in die Mare Island Naval Shipyard. Hier konnten die Beschädigungen innerhalb von wenigen Stunden behoben werden. Schon am 7. März verließ der Zerstörer wieder die Werft und fuhr zum Atoll Ulithi. Vor diesem Atoll lagen schon mehrere Schiffe und man gliederte den Zerstörer in die Task Undergroup 52.1.2 ein, die von Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS TULAGI ( CVE-72 ), die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ) und USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS GOSS ( DE-444 ), USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 22. März das Atoll Ulithi zusammen mit den Schiffen der TG 54.1 und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am nächsten Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Ab Anfang Mai setzte man die USS BRADFORD als Radarüberwachungsschiff in den Gewässern rund um Okinawa ein. Diese Aufgabe übernahm der Zerstörer bis zum 25. Juli. An diesem Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Force 38. Dort beteiligte sich der Zerstörer bis zum 10. August an der Bombardierung des japanischen Mutterlandes. Anschließend wechselte die USS BRADFORD in die Ostchinesische See und in die Gewässern rund um die Ryukyu Inseln und beteiligte sich bis zum 25. August an der Sicherung von Minenräumoperationen. Mittlerweile war der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August beendet worden. Die USS BRADFORD übernahm im Fernen Osten nun mehrere Transportmissionen und verließ am 31. Oktober endgültig die japanischen Gewässer. Ziel ist der Hafen von San Diego. Dort stellte man am 11. Juli 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Durch den Koreakrieg benötigte man erneut Kriegsschiffe die zur Sicherung der amerikanischen Interessen auf hoher See eingesetzt werden konnten. Dadurch stellte Commander Francis Dennis Boyle ( 30. Juli 1910 – 22. Oktober 1978 ) die USS BRADFORD am 27. Oktober 1950 wieder in den Dienst der US Navy. Der Zerstörer absolvierte anschließend drei Kreuzfahrten in den Fernen Osten. So vom 29. Januar bis August 1951, vom 22. März bis November 1952 und von Mai bis zum 2. November 1953. In dieser Zeit gehörte das Kriegsschiff zu der Task Force 77 und Task Force 79 und beteiligte sich an Uferbombardierungen und Patrouillenfahrten zur Unterstützung der Streitkräfte der Vereinten Nationen. Die USS BRADFORD machte später drei weitere Kreuzfahrten in den Fernen Osten. Zwischen diesen Kreuzfahrten beteiligte sich der Zerstörer an mehreren umfangreichen und individuellen Trainingsübungen an der Küste von San Diego.
Am 28. September 1961 stellte man erneut den Zerstörer außer Dienst. Für das Kriegsschiff zeigte die griechische Marine ein Interesse und so wurde das Schiff am 27. September 1962 an diese übergeben. Noch am selben Tag stellte man den Zerstörer unter dem Namen HNS THYELLA ( D-22 ) in den Dienst der griechischen Marine. Nachdem die Ablösesumme für den Zerstörer an die US Navy übertragen worden war, strich man am 1. September 1975 den Namen USS BRADFORD von der US Navy – Liste. Das Kriegsschiff diente noch bis zum Jahr 1981 für Griechenland. Dann stellte man es auch dort außer Dienst und verschrottete es.


USS BRADFORD ( DD-545 )
Commanding Officer

LCDR Robert Lee Morris          12. Juni 1943 – 18. Oktober 1944
CDR Warren Wilson Armstrong          18. Oktober 1944 – 1946
CDR Robert Luther Thomas Jr.       1946 – 11. Juli 1946
Außerdienststellung          11. Juli 1946 – 27. Oktober 1950
CDR Francis Dennis Boyle         27. Oktober 1950 – 21. Dezember 1951 (erreichter Rang RADM)
CDR Albert Leopold Kobey Jr.      21. Dezember 1951 – 1953
CDR William L. Pease           1953 – 1955
CDR Harold Huntington Ellison          1955 – Dezember 1955
CDR Lewis Newton          Dezember 1955 – Juni 1957
CDR Lewis Wesley Walker Jr.       Juni 1957 – 1958
CDR Rembrandt Cecil Robinson         Dezember 1960 – 15. Januar 1961 (erreichter Rang RADM)
CDR Merwin Edward Rasmussen          15. Januar 1961 – 28. September 1961

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