USS JACK MILLER ( DE-410 )

USS JACK MILLER ( DE-410 )

Biografie

Jack Miller
* 2. April 1920 in Dallas, Texas
† 4. Dezember 1942 während der Schlacht von Guadalcanal, Ostsalomonen
war ein Offizier im United States Marine Corps

Jack Miller erwarb im Jahre 1941 einen Bachelor Abschluss auf der Southern Methodist University in Dallas im Bereich Kommerz. Während seiner Zeit auf der SMU war Miller der Kapitän der Schwimmmannschaft. Drei Wochen vor der Promotion unterschrieb er freiwillig beim Marine Corps und trat seinen Dienst sechs Wochen später an. Jack Miller diente ab dem 19. Mai 1941 im Marine Corps Reserve im Rang eines Lieutenants. Seine Dienstzeit dauerte bis zum 31. Oktober 1941. Gleich am folgenden Tag, dem 1. November, beförderte man Miller zum First Lieutenant und er wechselte zum United States Marine Corps das in Quantico, Virginia stationiert war. Hier meldete er sich freiwillig zu den „Carlson Raiders“. Man setzte Miller im Krieg gegen die Japaner auf Guadalcanal ein. Am 3. Dezember, Miller kommandierte einen Zug Marines, führte er einen verwegenen Flankenangriff auf eine starke japanische Kampfpatrouille die das amerikanische Bataillon von einem Hügel aus beschoss. Bis auf wenige Meter konnten sich seine untergebenen Soldaten an ein japanisches Maschinengewehrnest heranschleichen bis sie selber von dem Feind bemerkt und beschossen wurden. Beherzt führte First Lieutenant Jack Miller nun den anschließenden Angriff an. Man konnte dabei die japanische Kampfpatrouille vernichten. Aber Miller war während des Angriffs selber schwer verwundet worden und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen. Seine Kameraden begruben ihn neben der Straße.
Für seine Heldentat verlieh man First Lieutenant Jack Miller posthum das Navy Cross.


USS JACK MILLER ( DE-410 )

Schiffsbiografie

Die USS JACK MILLER ( DE-410 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant Jack Miller benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 29. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Henry S. Miller, Mutter von First Lieutenant Jack Miller, taufte am 10. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. W. Whaley stellte am 13. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS JACK MILLER entlang der US – Ostküste und in den Golf von Mexiko führte, legte der Geleitzerstörer in Norfolk, Virginia zur Komplettausrüstung an. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 13. Juni und stach in See. Ziel war der Pazifik. Am 21. Juni durchquerte die USS JACK MILLER den Panamakanal. Von dort aus fuhr der Geleitzerstörer über San Diego, Kalifornien nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte das Schiff am 12. Juli an. Bis zum 24. Juli erhielt die Besatzung mit ihrem Schiff ein intensives Training um die kommenden Aufgaben erfolgreich meistern zu können. Diese Aufgabe hieß fünf Geleitflugzeugträger zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands zu eskortieren. Am 24. August verließ der Schiffskonvoi Pearl Harbor und erreichte am 2. August das Atoll. Von hier aus startete der Geleitzerstörer bis zum 2. September mehrere Patrouillen- und Eskortierfahrten. Man gliederte die USS JACK MILLER in die Task Group 94.6, der Western Carolines & Marianas Patrol & Escort Force, ein, in der sich unter anderen noch der Zerstörer USS EVANS für wenige Tage befand. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand zum einen darin von Saipan aus auf den Patrouillenfahrten in Richtung Karolinen nach feindlichen U-Booten Ausschau zu halten und zum anderen Schiffskonvois zwischen den Inseln der Nördlichen Marianen und bis zu den Karolinen zu eskortieren. So begann die erste Eskortierfahrt von einem Schiffskonvoi am 2. September von dem Atoll Eniwetok aus und endete nach vier Tagen vor Saipan. In den folgenden Monaten patrouillierte die USS JACK MILLER in dem ihr vorgegebenem Einsatzgebiet. Ende 1944 übergab Lieutenant Commander J. W. Whaley das Kommando über den Geleitzerstörer an Lieutenant Commander Vermont Connecticut Royster ( 30. April 1914 – 22. Juli 1996 ), einem ehemaligen Korrespondenten des „The Wall Street Journals“ der vor dem Krieg im im Weißen Haus gearbeitet hatte. Nach dem Krieg verließ LCDR Royster die US Navy und nahm seine Arbeit bei der „The Wall Street Journal“ wieder auf. Er wurde dort 1958 der Chefredakteur der Zeitung. Vom 17. bis zum 25. Februar 1945 patrouillierte der Geleitzerstörer in den Gewässern rund um die Palau Insel Peleliu und war auf der Suche nach japanischen Flößen. In den Monaten der Patrouillenfahrten konnte die USS JACK MILLER fünf feindliche Seeminen unschädlich machen. Nach den Patrouillen- und Eskortierfahrten fuhr der Geleitzerstörer Anfang März zum Atoll Ulithi, Karolinen und blieb dort zur Erholung der Schiffsbesatzung bis zum 25. März liegen. Außerdem nahm der Geleitzerstörer an mehreren Übungen teil. Hier integrierte man das Schiff in die Task Group 50.8. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ) während der Operation „Iceberg“. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und vier weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS JACK MILLER, USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Schiffe der TG 58.4 wurden am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, integriert. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS JACK MILLER, USS LYMAN, USS STRAUS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, LAMONS, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS JACK MILLER zu tun den Geleitzerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffen der TG gelang dies aber nicht. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden konnte und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereitete. Die USS JACK MILLER fuhr aber in die Nakagusuku Bay im Osten von Okinawa und unterstützte dort die amerikanischen Kriegsschiffe während deren Patrouillenfahrten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, versetzte man den Geleitzerstörer an die japanische Küste für Patrouillen- und Überwachungsfahrten. Ende Oktober verließ das Schiff die japanischen Gewässer und fuhr über Pearl Harbor nach San Diego. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 5. November an. Hier stellte man es am 1. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Stockton Group innerhalb der Pazifikreserveflotte. Am 30. Juni 1968 strich man den Namen USS JACK MILLER ( DE-410 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im Juli 1969 zur Verschrottung.

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