USS EVANS ( DD-552 )

USS EVANS ( DD-552 )

Biografie

Robley Dunglison Evans
* 18. August 1846 in Floyd County, Virginia
† 3 Januar 1912 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges, dem Spanisch-Amerikanischen Krieg und befehligte die Große Weiße Flotte auf seiner weltweiten Kreuzfahrt

Der am 4. März 1859 vereidigte US Kongress Abgeordnete für das Territorium Utah, William Henry Hooper ( 25. Dezember 1813 – 30. Dezember 1882 ), bot dem Vater von Robley Dunglison Evans an, dass der Junge Evans vom Territorium Utah für die United States Naval Academy in Annapolis nominiert werden könnte wenn er und seine Familie ihren ständigen Wohnsitz ins Territorium verlege. Nachdem dies geschehen war, trat Robley Dunglison Evans im Jahre 1860 in die Militärakademie ein. Er erhielt dort am 20. September 1860 den Rang eines Acting Midshipman. Evans versetzte man im September 1863 in den aktiven Dienst. Dort beförderte man ihn am 1. Oktober zum Acting Ensign. Evans beendete 1864 sein Studium an der Militärakademie. Gleich von der Akademie versetzte man ihn zum Kampfgeschehen im amerikanischen Bürgerkrieg. Sein größter Einsatz in diesem Krieg war der Angriff auf Fort Fisher, North Carolina. Nach dem Vorbereitungsbombardement durch die Kanonenboote der Union führte Evans am 15. Januar 1865 einen Landetrupp der US Marines. Diese Truppe musste während der Anlandung schon durch massives Abwehrfeuer der Konföderierten. Evans kämpfte mit seiner Landungstruppe um jeden Meter und hatte selber schon vier Wunden. In einer kurzen Verschnaufpause drohte er seinen Leuten, jeden sofort zu erschießen wenn irgendeiner von ihnen evakuiert werden wollte auch wenn es darum ging ein Bein amputieren zu lassen. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg versah Evans seinen normalen Dienst. Am 10. Mai 1866 erhielt Evans den Rang eines Master zugesprochen ohne die dafür vorgesehene Soldgruppe zu erhalten. So erging es ihm ebenfalls am 25. Juli 1866 wo man ihn zum Lieutenant ernannte. Erst am 25. Januar 1867 erhielt er auch die Soldgruppe zugesprochen für seinen neuen Dienstrang. Der rasante Aufstieg in der Karriereleiter ging für Evans weiter. Schon am 12. März 1868 beförderte man ihn zum Lieutenant Commander mit der dazugehörigen Soldgruppe. Zehn Jahre später, am 12. Juli 1878, ernannte man ihn zum Commander. Ab da erhielt er mehrere Kommandos über Kriegsschiffe. So erhielt Evans das Kommando über das Kanonenboot USS YORKTOWN ( PG-1 ). Am 8. Oktober 1891 legte das Schiff im Hafen von New York ab mit dem Ziel sich im Pazifik Geschwader zu integrieren. Dafür legte das Kanonenboot am 14. Oktober in Charlotte Amalie in Dänisch – Westindien an um für das Geschwader Kohle zu bunkern. Während man dort damit beschäftigt war das Schiff zu beladen, erhielt Evans den Auftrag sich mit der USS YORKTOWN unverzüglich nach Valparaiso, Chile zu begeben da es dort am 16. Oktober zu einer Krise zwischen Matrosen von dem Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) und Congressionalisten von Chile gekommen war. Diese hatten die amerikanischen Matrosen vor dem „True Blue Saloon“ in Valparaiso angegriffen, zwei von ihnen getötet und achtzehn verwundet. Evans legte mit der USS YORKTOWN am 17. Oktober in Charlotte Amalie ab. Sechs Wochen dauerte die Reise bis Valparaiso. Im dortigen Hafen legte das Kanonenboot am 30. November an. Der Geschützte Kreuzer USS BALTIMORE verließ noch am gleichen Tage den Hafen und kehrte an die Westküste der Vereinigten Staaten zurück. Für die folgenden Wochen war nun Commander Evans mit dem Kanonenboot die einzigen die die amerikanischen Interessen vor den chilenischen Revolutionären schützen mussten. Die Chilenen versuchten immer wieder die Amerikaner zu provozieren um einen Krieg vom Zaun zu brechen und Evans Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Nach einem Monat im Hafen von Valparaiso nahm die USS YORKTOWN Flüchtlinge aus den amerikanischen, spanischen und italienischen Gesandtschaften ab Mitte Januar 1892 auf. Am 19. Januar legte die USS YORKTOWN ab und fuhr nach Callao, Peru wo das Schiff am 25. Januar ankam. Während das Kanonenboot dort ankerte ebbten die Spannungen zwischen den USA und Chile wieder ab und die chilenische Regierung entschädigte die Familien der beiden getöteten Matrosen mit 75.000 Dollar in Gold. Commander Evans erhielt in dieser Zeit der Spannungen in Valparaiso seinen Spitznamen „Fighting Bob“. Auf diesen Spitznamen war er offenbar sehr stolz, denn auch sein Ruf für Gotteslästerungen eilte ihm voraus. Dies führte dazu, dass der Geistliche Leonard Woolsey Bacon ( 1830 – 12. Mai 1907 ), Pastor der Gemeindekirche in Lichtfield, Connecticut, Evans in einem offenen Brief der in der New York Times abgedruckt wurde, eben wegen dieser Gotteslästerung züchtigt. Evans befördert man trotz allem am 27. Juni 1893 zum Captain. Vom 5. August 1894 bis zum 5. Oktober 1895 hielt Evans das Kommando über den Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ). Die USS NEW YORK gehörte zum Nordatlantikgeschwader und fuhr in die Karibik wo im Winter Übungen durchgeführt wurden. Außerdem kam der Panzerkreuzer Port of Spain, trinidad zu Hilfe nachdem dort in der Stadt ein Feuer ausgebrochen war. Erst im September 1895 kehrte das Schiff nach New York zurück um sich dem Europäischen Geschwader wieder anzugliedern. Captain Evans ging in New York von Bord und begab sich nach Philadelphia. In der Zwischenzeit wurde dort in die Werft von William Cramp and Sons in Philadelphia, Pennsylvania das erste Schlachtschiff, die USS INDIANA, gebaut. Ab Anfang März 1894 wurden Probefahrten mit dem Schiff unternommen um ihre Geschwindigkeit und ihre Maschinen zu testen. Dabei waren aber noch keine Schornsteine und Geschütztürme auf dem Schiff montiert was sich später rächen wird. Captain Evans stellte am 20. November 1895 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach weiteren Versuchen trat die USS INDIANA dem Nordatlantik Geschwader unter dem Kommando von Rear Admiral Francis M. Bruce ( 25. Dezember 1836 – 19. Oktober 1901 ) bei. In diesem Geschwader wurden Übungen entlang der US Ostküste durchgeführt. In den letzten Tagen des Jahres 1895 rissen die beiden Schornsteine bei schwerer See aus ihrer Verankerung. Da diese nicht zentral ausgewogen waren, schwangen sie von einer Seite zur anderen hinter der Bewegung des Schlachtschiffes her. Evans ließ daraufhin beide Schornsteine mit Seilen abspannen und mit schwereren Schellen am Oberdeck sichern. Ende Dezember 1895 übergab Evans das Kommando über das Schlachtschiff an Captain Henry Clay Taylor ( 4. März 1845 – 26. Juli 1904 ). Im Februar des Jahres 1898 übernahm Captain Evans das Kommando über das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-4 ) nach dessen Einfahrprobefahrten vor der Atlantikküste und entlastete damit Captain William Thomas Sampson ( 9. Februar 1840 – 6. Mai 1902 ), der am 17. Februar 1898 zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt wurde und die Untersuchung über die Zerstörung des Panzerkreuzers USS MAINE ( ACR-1 ) leiten sollte. Am 21. April 1898 erklärten die USA Spanien den Krieg. Die USS IOWA gehörte zur Atlantikflotte und wurde am 28. Mai zum Blockadedienst vor Santiago de Cuba versetzt. Im Hafen von Santiago de Cuba lag die spanische Hauptflotte des Karibikgeschwaders unter dem Kommando von Admiral Pascual Cervera y Topete ( 18. Februar 1839 – 3. April 1909 ). Nachdem sich die USS IOWA im Blockadedienst integriert hatte, nahm sie an einem Angriff auf eine Festung in der Nähe von Santiago teil. Mit in dieser Blockadeflotte unter dem Oberkommando von Rear Admiral Sampson befanden sich sein Flaggschiff, der Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ), die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS TEXAS ( 1892 ) und USS OREGON ( BB-3 ), der Geschützte Kreuzer USS MARBLEHEAD ( C-11 ), der Panzerkreuzer USS BROOKLYN ( ACR-3 ), die Kanonenboote USS NEW ORLEANS ( PG-34 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ) und USS DOLPHIN ( PG-24 ), die Hilfskreuzer USS HARVARD ( 1888 ), USS SUWANEE ( 1897 ) und USS RESOLUTE ( 1894 ), die bewaffneten Yachten USS VIXEN ( PY-4 ) und USS MAYFLOWER ( PY-1 ), das Torpedoboot USS PORTER ( TB-6 ) und das Kohleversorgungsschiff USS SAINT PAUL ( SP-1643 ). Der Befehl von Rear Admiral Sampson für die amerikanischen Kriegsschiffe vor Santiago de Cuba lautete zum einen nach verräterische Anzeichen wie Rauch auf dem Wasser zu suchen wegen eventuell angreifender spanischer Torpedoboote und zum anderen ständig die Dampfkessel unter Druck zu halten um jederzeit mögliche Manöver ausführen zu können. Die amerikanische Blockadeflotte war in zwei Teile geteilt, wovon eines die Ostseite unter dem Befehl von Commodore Winfield Scott Schley ( 9. Oktober 1839 – 2. Oktober 1911 ) und das andere die Westseite unter dem Befehl von Rear Admiral Sampson den Hafen blockierte. Am Sonntagmorgen des 3. Juli 1898 gab es einen teilweise bewölkten Himmel mit relativ ruhigem Wasser. Sechs spanische Kriegsschiffe legten im Hafen von Satiago de Cuba ab und fuhren in südwestliche Richtung. Die Mannschaft der USS IOWA war die erste die die sechs schwarzen Schiffe erblickten. Captain Evans ließ an alle anderen amerikanischen Schiffe gegen 9:30 Uhr telegrafieren, dass die spanische Flotteeinen Ausbruchversuch startete. Kurz darauf ließ er auch schon auf einen spanischen Kreuzer feuern. Das war der erste Schuss in der kurzen aber intensiven entwickelnden Schlacht von Santiago. In einem 20-minütigem Feuergefecht mit den beiden spanischen Kreuzern INFANTA MARIA THERESA und ALMIRANTE OQUENDO behielt Evans mit seinem Schiff die Oberhand und schoss beide in Brand. Deren Besatzungen lenkten ihre Schiffe in Richtung Küste um sich zu retten. Doch auch die USS IOWA blieb nicht verschont. Durch einige Treffer der beiden spanischen Kreuzer brach unter Deck des Schlachtschiffes Feuer aus das das Munitionsdepot bedrohte. Durch schnelle und mutige Arbeit von Feuerwehrmann Robert Penn und dessen Kameraden wurden die Flammen gelöscht und das Schiff gerettet. Dafür erhielt Penn später die Medal of Honor verliehen. In dieser Zeit konnte Captain Evans nur 10 Knoten Fahrt machen. Danach aber ging es mit voller Fahrt hinter den flüchtenden Schiffen her. Mit der USS GLOUCESTER zusammen versenkten sie den spanischen Zerstörer PLUTON ( 1897 ) und beschädigten den Zerstörer FUROR so schwer das er später sank. Evans ließ dann das spanische Flaggschiff, den Kreuzer VIZCAYA, verfolgen und auf ihn schießen. Das Flaggschiff geriet in Brand und lief auf Grund. Die spanischen Seeleute retten sich an Land. Doch von dort drohte ihnen der Tod durch kubanische Freischärler. Captain Evans ließ ein Boot zu Wasser bringen und die an Land befindlichen spanischen Seeleute gefangen nehmen um sie vor den Freischärlern zu schützen. Auf der VIZCAYA befanden sich immer noch Seeleute, als im Schiffsinnern die ersten Explosionen von Munition das Schiff erschütterten. Alle spanischen Matrosen und Offiziere sprangen ohne zu überlegen über Bord um sich zu retten. Captain Evans ließ weitere Boote zu Wasser um außerdem die spanischen Besatzungsmitglieder von der FUROR und PLUTON vor Hai Attacken zu retten. Admiral Cervera kam so an Bord der USS IOWA sowie viele Offiziere und Mannschaften. Unter ihnen auch der Kapitän der VIZCAYA, Don Antonio Eulate, der einen blutigen Verband am Kopf trug und durch einen Ölteppich schwimmen musste. Dieser Kapitän wollte Captain Evans sein Schwert als Zeichen der Kapitulation übergeben, doch Evans wies dies zurück da er nicht befugt war über eine Kapitulation zu verhandeln. Im selben Augenblick explodierte das Schiffsmagazin auf der brennenden VIZCAYA und besiegelte ihr Schicksal. Captain Evans rief den Hilfskreuzer USS HAVARD zu Hilfe um weitere Gefangene retten und aufnehmen zu können. Fast zwölf Stunden soll es gedauert haben alle Überlebenden spanischen Seeleute aus dem Wasser und aus den Schiffswracks zu retten. Danach war nicht nur die USS IOWA mit Gefangenen völlig überfüllt. Insgesamt gab es 1612 spanische Überlebende die während eines Gefangenenaustausches gegen gefangene amerikanische Soldaten die Freiheit wieder erhielten. Nach der Schlacht verließ die USS IOWA die kubanischen Gewässer und fuhr nach New York zurück wo es am 20. August ankam. Dort wurde das Schlachtschiff in die Brooklyn Navy Yard geschleppt um kleinere Schäden zu beheben. Am 12. Oktober 1898 ließ Captain Evans den Anker heben und die Reise ging in Richtung Pazifik. Nach der Umfahrung des Kap Horn legte die USS IOWA in Valparaiso, Chile am 17. Dezember einen Zwischenstopp ein. Danach legte das Schlachtschiff am 26. Dezember neben dem Schlachtschiff USS OREGON im Hafen von Callao, Peru an. Die Besatzungsmitglieder sollten sich dort von der Fahrt und von der Schlacht erholen sowie das Weihnachtsfest und das Neujahr feiern. Am 7. Februar 1899 legte die USS IOWA in San Francisco an. Dort präsentierte die Crew Captain Evans ein Schwert. Captain Evans dankte der gesamten Crew in einer öffentlichen Antwort und dankte ihnen außerdem für ihren gezeigten Mut und Respekt gegenüber dem Feind. Von San Francisco ging die Fahrt weiter nach Bremerton, Washington wo das Schlachtschiff am 11. Juni ankam. Dort ging Captain Evans von Bord. Am 11. Februar 1901 beförderte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm die Präsidentschaft über das Board of Inspection and Survey. Dieses Amt hatte er bis zum April 1902 inne. In dieser Zeit wählte US Präsident Theodore Roosevelt ( 27. Oktober 1858 – 6. Januar 1919 ) Rear Admiral Evans aus den deutschen Prinzen Albert Wilhelm Heinrich von Preußen ( 14. August 1862 – 20. April 1929 ), den Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm II. ( 27. Januar 1859 – 4. Juni 1941 ) am 15. Februar 1902 zu empfangen. Dafür erhielt Evans das Schlachtschiff USS ILLINOIS ( BB-7 ) als sein Flaggschiff das in der New York Navy Yard lag. Nach der Abreise des deutschen Fürsten wurde Evans Flagge am 28. Februar wieder eingeholt. Nach der Abgabe der Präsidentschaft über das Board of Inspection and Survey reiste Evans nach Hongkong wo man seine Admiralsflagge auf dem Panzerkreuzer USS NEW YORK aufzog. Am 4. November 1902 wechselte Rear Admiral Evans in Yokohama, Japan auf das Schlachtschiff USS KENTUCKY ( BB-6 ). Dort zog man nun die Admiralsflagge auf. Das Schlachtschiff verließ am 5. Dezember 1903 die japanischen Gewässer und fuhr nach Hawaii wo es am 16. Dezember ankam. Dort gab Rear Admiral Evans für geladene Gäste und Offiziere der USS KENTUCKY im Moana Hotel in Waikiki ein Weihnachtsessen. Im neuen Jahr legte das Flaggschiff in Honolulu wieder ab mit dem Ziel Guam. Auf der Fahrt dorthin legte das Schlachtschiff in Cavite, Philippinen am 18. Januar 1904 an. Dort besuchte Evans im Malacanang Palace den neuen Generalgouverneur der Philippinen, Luke Edward Wright ( 29. August 1846 – 17. November 1922 ). Evans Flaggschiff lief am 13. März 1904 aus dem Hafen von Cavite aus. Das Schiff machte auf der Heimreise in Hongkong und Colombo Halt. Nach der Durchquerung des Suezkanals legte das Schlachtschiff im Hafen von Neapel an. Nach weiteren Zwischenstopps auf Gibraltar und Madeira, kam das Schiff am 23. Mai 1904 in New York an. Dort holte man am 27. Mai die Flagge von Rear Admiral Evans ein und er begab sich von Bord. Auf dem Schlachtschiff USS MAINE ( BB-10 ) wurden in Pensacola, Florida am 13. März 1905 dreizehn Salutschüsse abgefeuert, während die Admiralsflagge von Rear Admiral Robley Dunglison Evans aufgezogen wurde. Evans war zum Kommandeur der Nordatlantikflotte ernannt worden. Die Flotte legte am 7. Mai 1905 in Hampton Roads ab. Mit der USS MAINE fuhr Evans zur Universität der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland wo das Schiff im dortigen Hafen am 30. Oktober anlegte. Eine britische Flotte unter dem Kommando von Louis Alexander Mountbatten, 1. Marquess of Milford Haven, Prinz Louis Alexander von Battenberg ( 24. Mai 1854 – 11. September 1921 ) legte einen Tag später ebenfalls in Annapolis an. Am 1. November besuchte Prinz Battenberg Rear Admiral Evans auf der USS MAINE. Evans zeigte ihm die Militärakademie und das Schlachtschiff. Eine Woche später empfing Evans den Gouverneur von Maryland, Edwin Warfield ( 7. Mai 1848 – 31. März 1920 ) auch auf dem Schlachtschiff. Am 7. November verließ Evans mit dem Schiff Annapolis und fuhr nach New York. Vom 20. November 1905 bis Januar 1906 wurden Reparaturarbeiten an dem Schiff vorgenommen. Evans blieb während dieser Zeit an Bord des Schiffes. Danach fuhr er ins Winterquartier nach Guantanamo Bay, Kuba. Von dort kehrte das Schlachtschiff am 3. Mai 1906 zur Nordatlantikflotte zurück. Am 2. September ankerte die USS MAINE neben der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER ( PY-1 ) in der Oyster Bay, Long Island. US Präsident Theodore Roosevelt befand sich an Bord und wechselte auf das Schlachtschiff über um sich mit Evans zu unterhalten. Am 28. Dezember 1906 reiste Rear Admiral Evans wieder mit der USS MAINE ins Winterquartier zu den kubanischen Gewässern. Von dort kehrte das Schlachtschiff am 15. April 1907 nach Hampton Roads zurück und legte an. Am folgenden Tag zog man Evans Flagge auf der USS MAINE ein und zog sie noch am gleichen Tag auf dem Schlachtschiff USS CONNECTICUT ( BB-18 ) wieder auf. Dies war ab diesem Tage das Flaggschiff des Kommandeurs der Atlantikflotte. Am 25. April 1907 eröffnete US Präsident Roosevelt die Jamestown Exposition. Rear Admiral Evans war mit der USS CONNECTICUT der offizielle Gastgeber und das Schiff für ausländische Besucher geöffnet. Matrosen und Marinesoldaten des Schiffes durften an verschiedenen Veranstaltungen an Land teilnehmen und ausländische Würdenträger wurden bei einem Bankett zusammen mit den Gouverneuren von Virginia und Rhode Island am 29. April empfangen. Am 4. Mai schloss Evans die Ausstellung auf dem Achterdeck des Schlachtschiffes. Das Schiff reihte sich am 10. Mai in die Präsidentenflottenparade ein. Drei Tage später bugsierte man das Schiff zur Überholung in die New York Naval Yard. Nach der Überholung lief die USS CONNECTICUT zu einem Manöver vor Cape Cod aus. Doch schon am 6. September kehrte das Schlachtschiff zu einer Generalüberholung in die Werft zurück. Man wollte dort das Schiff für die anstehende große Fahrt vorbereiten. Die USS CONNECTICUT verließ am 5.Dezember die Werft und erreichte am folgenden Tag Hampton Roads wo sich die große Weiße Flotte versammelte. Das Oberkommando über diese Flotte führte Rear Admiral Evans. Die USS CONNECTICUT war auch das Flaggschiff dieser Flotte. Außerdem übernahm Evans das Kommando über die Erste Division der Flotte. In dieser waren die Schlachtschiffe USS CONNECTICUT das Captain Hugo Osterhaus ( 15. Juni 1851 – 11. Juni 1927 ) kommandierte, Die USS KANSAS ( BB-21 ) unter dem Kommando von Captain Charles E. Vreeland ( 10. März 1852 – 27. September 1916 ), die USS VERMONT ( BB-20 ) unter dem Kommando von Captain William P. Potter und die USS LOUISIANA ( BB-19 ) unter dem Kommando von Captain Richard Wainwright ( 17. Dezember 1849 – 6. März 1926 ). In der Zweiten Division, die von Rear Admiral William Hemsley Emory ( 17. Dezember 1846 – 15. Juli 1917 ) kommandiert wurden, befanden sich: die USS GEORGIA ( BB-15 ) kommandiert von Captain Henry McCrea ( 1. Dezember 1851 – 19. Juli 1908 ), die USS NEW JERSEY ( BB-16 ) unter dem Kommando von Captain William Henry Hudson Southerland ( 10. Juli 1852 – 30. Januar 1933 ), die USS Rhode Island ( BB-17 ) unter dem Kommando von Captain Joseph Ballard Murdock ( 13. Februar 1851 – 20. März 1931 ) und die USS VIRGINIA ( BB-13 ) unter dem Kommando von Captain Seaton Schroeder ( 17. August 1849 – 19. Oktober 1922 ). In der Dritte Division, die von Rear Admiral Charles Mitchell Thomas ( 1. Oktober 1846 – 3. Juli 1908 ) kommandiert wurde, befanden sich folgende Schlachtschiffe: die USS MINNESOTA ( BB-22 ) unter dem Kommando von Captain John Hubbard ( 19. Mai 1849 – 30. Mai 1932 ), die USS MAINE unter dem Kommando von Captain Giles B. Harber ( 1849 – 29. Dezember 1925 ), die USS MISSOURI ( BB-11 ) unter dem Kommando von Captain Greenlief A. Merriam und die USS OHIO ( BB-12 ) unter dem Kommando von Captain Charles W. Bartlett. Die Vierte Division kommandierte Rear Admiral Charles Stillman Sperry ( 3. September 1847 – 1. Februar 1911 ) und in dieser befanden sich die USS ALABAMA ( BB-8 ) unter dem Kommando von Captain Ten Eyck De Witt Veeder, die USS ILLINOIS unter dem Kommando von Captain John Marshall Bowyer ( 19. Juni 1853 – 15. März 1912 ), die USS KEARSARGE ( BB-5 ) unter dem Kommando von Captain Hamilton Hutchins und die USS KENTUCKY unter dem Kommando von Captain Walter Cowles Cleveland ( 11. Juli 1853 – 27. November 1917 ). Außerdem folgten dieser Armada von Schlachtschiffen noch Hilfsschiffe von Versorgungsschiff angefangen bis hin zu einem Krankenhausschiff und Kohlenschiffe. Bis zum Ablegen wurde in allen 16 Schlachtschiffen Kohle gebunkert und Munition geladen. Am Morgen des 16. Dezember machten alle Kommandanten der Schiffe ihre Aufwartung bei US Präsident Roosevelt der auf der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER wartete. Danach wurden gegen 10:00 Uhr die Anker gelichtet und die Schlachtschiffe verließen mit einer Vorbeifahrt an der Präsidentenyacht den Hafen von Hampton Roads. Die Große Weiße Flotte wendete sich nach Süden. Am 23. Dezember 1907 errichte man nach 1803 gefahrenen Seemeilen den Hafen von Port of Spain, Trinidad. Sechs Tage später legte die Flotte wieder ab und nahm die 3399 Seemeilen in Angriff nach Rio de Janeiro, Brasilien. Dort kam sie am 12. Januar 1908 an. Nachdem frische Kohle gebunkert wurde legte die Flotte am 21. Januar wieder ab und errichte am 1. Februar Punta Arenas, Chile. Am 7. Februar wurde die Fahrt fortgesetzt und man erreichte am 20. Februar Callao wo man neun Tage blieb. Am 29. Februar wurden die Anker gelichtet und das nächste Ziel, die Magdalena Bay, Mexiko in Angriff genommen. Dort kam die Flotte am 12. März an. Erst am 11. April konnte die Flotte weiter fahren und erreichte am 6. Mai 1908 San Francisco, Kalifornien. Da seine Gesundheit nicht beim besten stand, übergab Rear Admiral Evans am 9. Mai das Kommando über die Große Weiße Flotte an Rear Admiral Charles Stillman Sperry die ohne ihn weiterfuhr. Rear Admiral Robley Dunglison Evans trat am 18. August 1908 aus den aktiven Dienst bei der US Navy aus und trat in seinen Ruhestand. Er verstarb am 3. Januar 1912 in Washington DC.

Zwei Schiffe wurden bei der US Navy zu Ehren von Rear Admiral Robley Dunglison Evans benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS EVANS ( DD-78 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS EVANS ( DD-552 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS EVANS ( DD-552 )

Schiffsbiografie

Die USS EVANS ( DD-552 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Robley Dunglison Evans benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Gulf Shipbuilding Company in Chickasaw, Alabama wurde am 21. Juli 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. C. E. Isherwood taufte 4. Oktober 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Floyd Charles Camp stellte am 11. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS EVANS im Golf von Mexiko und in der Guantanamo Bay vor Kuba durch. Anschließend rüstete man den Zerstörer für seine Fahrt in den Pazifik aus. Dazu gehörte auch ein Tarnanstrich. Den Panamakanal durchquerte das Kriegsschiff am 2. März. Auf der pazifischen Seite des Kanals warteten die vier Truppentransportschiffe USS CAVALIER ( APA-37 ), USS FREDERICK FUNSTON ( APA-89 ), USS O´HARA ( APA-90 ) und USS FREEMONT ( APA-44 ) um nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii eskortiert zu werden. Dazu bildete man die Task Group 12.3. Am 2. März verließen die fünf Schiffe den Kanal und fuhren über San Diego, Kalifornien nach Pearl Harbor. Diesen Hafen erreichten sie am 16. März. Hier machte man das Kriegsschiff an einem Zerstörertender längsseits fest. Die Mannschaft der USS EVANS übte sich in den folgenden Tagen in den Hawaiianischen Gewässern an ihren Geschützen und beteiligte sich an mehreren Zielschießübungen. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen auf hoher See teil. Dann gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 16.16.3. In dieser TG befand sich außerdem noch das Schwesterschiff USS HALLIGAN ( DD-584 ) mit dem zusammen der Öltanker USS CIMARRON ( AO-22 ) zum Atoll Majuro, Marshall Islands eskortiert werden sollte. Am 23. März verließen diese drei Schiffe Pearl Harbor und erreichten sechs Tage später das Atoll Majuro. Dieses Atoll verließen sie am 31. März wieder und fuhren zu der Position 17°53’ Nord und 170°01’ West, nördlich des Johnston Atolls. Hier fand ein Betankungsrendezvous statt. In den Hafen des Majuro Atolls liefen die drei Schiffe am 5. April wieder ein.
Die USS EVANS gliederte man am folgenden Tag zusammen mit den Zerstörern USS FRAZIER ( DD-607 ) und USS GANSEVOORT ( DD-608 ) in die Task Group 57.8, um vor den östlichen Marshall Islands Mili, Jaluit, Maloelap und Wotje besser operieren zu können. Dort begannen die drei Zerstörer ab dem 10. Mai mit ihren Patrouillen- und Anti-U-Boot Fahrten um den Gegner daran zu hindern weitere Unterstützungskräfte anlanden zu können oder die kleineren Garnisonen zu evakuieren. Die USS EVANS blieb bis zum 12. Mai in diesem Verband und fuhr nach Pearl Harbor zurück. In diesem Hafen machte man den Zerstörer am 18. Mai fest. Man begann hier mit der Ausbildung der Mannschaft damit die kommenden Aufgaben erfolgreich absolviert werden konnten. Dieses Training dauerte bis zum 3. Juni. Dazu gehörten mehrere Übungen mit Öltankern und das Abfeuern der Luftabwehrkanonen. An diesem Tag versetzte man die USS EVANS in die Task Force 16. Hier eskortierte der Zerstörer Öltanker zur Betankung einer Gruppe von Geleitflugzeugträgern die auf dem Weg zu den Nördlichen Marianen waren. Diese Eskorte dauerte bis zum 11. Juni. An diesem Tag versetzte man die USS EVANS in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger US MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS EVANS, USS PAUL HAMILTON, USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS HALL ( DD-583 ), die Geleitzerstörer USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Am 7. Juni verließen die Schiffe der TG 50.17 Pearl Harbor und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihr Einsatzgebiet erreichten die Versorgungsschiffe am 14. Juni in den Gewässern von Saipan. Zwischendurch hatte sich die USS EVANS am 11. Juni den Schiffen der TG angeschlossen. Gleich am folgenden Tag eskortierte die USS EVANS zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WESSON den Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und sicherten die Treibstoffübergabe an die Schiffe der Task Group 58.1. Am 14. Juni befanden sich die Schiffe der TG 50.17 in den Gewässern von Saipan. Die Öltanker begannen sofort auf offener See mit dem betanken der restlichen Kriegsschiffe aus der Task Force 58. Diese Betankungsoperation war zwei Tage später abgeschlossen. Am 20. Juni erfolgte die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 53. Die USS EVANS verließ am 27. Juni die Gewässer der Nördlichen Marianen und eskortierte die leeren Öltanker nach Eniwetok. Die Ölübergabestation vor dem Atoll erreichten die Schiffe zwei Tage später. Dort belud man diese Tanker erneut mit frischem Treibstoff. Der Zerstörer verließ dann am 6. Juli mit den Öltankern das Atoll und eskortierte diese Schiffe wieder zu den Nördlichen Marianen. Das Einsatzgebiet erreichten sie am 11. Juli. Hier reihte sich die USS EVANS wieder bei den Zerstörern und Geleitzerstörern ein und sicherte die Öltanker vor feindlichen U-Boot und Luftangriffen. Erst am 23. Juli erfolgte dann die nächste Betankung auf hoher See. Diesmal erhielten die Schiffe der Task Groups 58.1 und 58.2 die Treibstoffbunker gefüllt. Gleich nach dem Abschluss der Betankung auf Hoher See eskortierte die USS EVANS die ersten leeren Öltanker nach Eniwetok. Dort trafen die Schiffe am 28. Juli ein. Man bunkerte auf den Öltankern frischen Treibstoff und der Schiffskonvoi verließ am 3. August wieder das Atoll. Bei den Nördlichen Marianen trafen die Schiffe am 6. August wieder ein. Hier trennte sich der Zerstörer von den Schiffen und wurde in die Task Force 50.16 versetzt. Sofort übernahm das Kriegsschiff wieder die Aufgaben zur Luft- und Unterwassersicherung. Dies dauerte bis zum 11. August. An diesem Tage war die Operation „Forager“ für Beendet erklärt worden. An diesem Tage eskortierte die USS EVANS erneut Öltanker aus der Task Group 50.17 nach Eniwetok. Dafür verließ der Zerstörer am 11. August die Marianen und erreichte drei Tage später zusammen mit den Tankern das Atoll. Man betankte erneut die Öltanker und bereitete sie auf weitere Fahrten vor. Am 26. August verließ die USS EVANS das Atoll Eniwetok und eskortierte zusammen mit anderen Zerstörern, Geleitzerstörern und Geleitflugzeugträgern die Öltanker zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen die Schiffe am 29. August ein. Man versetzte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 30.18. Aufgabe des Schiffes war es während der Operation „Stalemate II“ Nachrichtendienstliche Fotos vor den Küsten der zukünftig zu erobernden Inseln der Philippinen zu schießen. Diese Aufgabe war am 11. September abgeschlossen. Die Nachrichtendienstlichen Fotos lieferte die USS EVANS bei der ComAir For5 am 12. September ab. Anschließend fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbor und erreichte diesen Hafen am 14. September. Die Operation „Stalmate II“ war am 3. Oktober für beendet erklärt worden und es schloss sich sofort die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ). In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS EVANS, USS PAUL HAMILTON, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS DAVID W TAYLOR, USS THATCHER ( DD-514 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durch geführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff und am 27. Oktober die Schiffe der TG 34.5. Bis zum 28. Oktober sicherte die USS EVANS die Treibstoffübergabe auf hoher See gegen Luft- und Unterwasserangriffe ab. Am 28. Oktober eskortierte der Zerstörer mehrere Öltanker nach Ulithi, Karolinen. Dazu reihte man das Kriegsschiff in die Task Undergroup 30.8.3 ein. Der Schiffsverband lief am 30. Oktober in die Gewässer des Atolls ein. Noch am selben Tag kehrte die USS EVANS zurück zu den Schiffen der TG 30.8 und eskortierte und sicherte diese weiter. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Am 18. November folgten weitere Schiffe vor dem Angriff auf die Manila Bay sowie dem Angriff auf den zentralen und südlichen Bereich von Luzon. Genau das gleiche geschah am 21. November wieder für die Schiffe der TG 38.1 und der TG 38.2. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 zum Seeadler Harbor zurück. Hier legte die USS EVANS am 24. November an. Noch am selben Tag verließ aber der Zerstörer den schützenden Hafen und fuhr zum Atoll Ulithi. Dieses erreichte der Zerstörer am 27. November. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 94.6 ein. In dieser TG befanden sich unter anderem neben der USS EVANS der Geleitzerstörer USS JACK MILLER ( DE-410 ) und die Task Undergroup 94.6.2 in der sich die Geleitzerstörer USS CONKLIN ( DE-439 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS CORBESIER ( DE-438 ) befanden. Ab dem 30. November patrouillierte die USS EVANS westlich der Karolinen. Diese Fahrten dauerten bis zum 30. Dezember. An diesem Tag gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 94.6.2 ein. Der Zerstörer patrouillierte zusammen mit den Geleitzerstörern östlich des Atolls Ulithi und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten die angeblich in dieses Gebiet eingedrungen waren. Diese Aktion dauerte bis zum 3. Januar 1945. An diesem Tag kehrten die Schiffe zum Atoll Ulithi zurück und erreichten es am 6. Januar. Wenige Tage später wurde die Mannschaft der USS EVANS wieder wegen einer U-Boot Sichtung alarmiert. Zusammen mit dem Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) suchte der Zerstörer vor der westlichen Karolinen Insel Yap nach einem japanischen U-Boot. Dieses feindliche Schiff konnte nicht gesichtet werden. Dafür machte man aber auf der Insel mehrere japanische Küstenbefestigungen aus. Diese wurden während der Suche nach dem U-Boot am 11. und am 12. Januar beschossen. Am folgenden Tag brachen beide Schiffe die Suche dann ab und fuhren nach Ulithi zurück. Die USS EVANS erhielt einen Spezialauftrag als Kommunikationsschiff für die 5. US Flotte. Dann verließ der Zerstörer am 13. Februar sein Einsatzgebiet und fuhr nach Ulithi zurück. Hier wurden spezielle Nachrichten dem Hauptquartier übermittelt. Gleich im Anschluß daran verließ der Zerstörer wieder das Atoll und fuhr nach Saipan. Diese Insel erreichte das Kriegsschiff am 16. Februar. Noch am selben Tag übernahm die USS EVANS die Eskorte über die Schiffe der Transport Group „Baker“ aus der Task Group 25.11. Am 16. Februar verließ der Schiffskonvoi die Nördliche Marianeninsel und fuhr nach Iwo Jima, Ogasawara Islands. Diese Insel erreichten die Schiffe am 19. Februar. Sofort nach der Ankunft begann man mit dem Entladen der Landungsschiffe und die Sturmtruppen eroberten die Anlandezone. Die USS EVANS unterstützte diese Operation mit ihren Schiffsgeschützen mit dem abfeuern von Granaten auf japanische Stellungen in Küstennähe. Nach dem Entladen eskortierte die USS EVANS die Transportschiffe in Richtung Saipan. Nachdem sich dann die Transportschiffe in einer sicheren Entfernung befanden, kehrte die USS EVANS nach Iwo Jima zurück und gliederte sich am 22. Februar in die Task Undergroup 52.2.1 ein. Diese TU wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 – 11. April1955) befehligt. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ),USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und STEAMER BAY ( CVE-87 ), die Zerstörer USS EVANS, ab dem 22. Januar, USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und USS DALY ( DD-519 ) und die Geleitzerstörer USS GRADY ( DE-445 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), RICHARD M ROWELL ( DE-403 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Hier begann die USS EVANS zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu sichern. Bis zum 8. März blieb der Zerstörer in dieser TU und verließ an diesem Tag Iwo Jima. Die USS EVANS eskortierte die Geleitflugzeugträger USS PETROF BAY, USS NATOMA BAY, USS RUDYERD BAY, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) und USS LUNGA POINT ( CVE-94 ) zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten die Schiffe am 14. März. Hier beteiligte sich die USS EVANS bis zum 21. März an mehreren Trainingsmanövern die schon seit dem 11. März angelaufen waren und bis zum 21. März andauern sollten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Schon wenige Tage zuvor hatte man die USS EVANS in die Task Group 52.1.2 versetzt, die von Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SARGENT BAY, USS PETROF BAY, USS RUDYERD BAY, USS WAKE ISLAND, USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS TULAGI ( CVE-72 ), die Zerstörer USS EVANS, USS CAPPS, USS JOHN D HENLEY, USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS GOSS ( DE-444 ), USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen noch am selben Tag das Atoll Ulithi und die Schiffe der TG 54.1 und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am nächsten Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Bis zum 2. Mai blieb die USS EVANS in der Task Undergroup, bewachte die Geleitflugzeugträger, rettete abgeschossene Piloten und wehrte Kamikaze Angriffe ab. An diesem 2. Mai fuhr der Zerstörer nach Kerama Retto. Hier sollte das Schiff betankt werden und frische Munition laden. Schon am 6. Mai reihte sich das Kriegsschiff erneut in die Task Undergroup 52.1.2 ein. Vier Tage später übernahm die USS EVANS zusammen mit dem Zerstörer USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) und vier Infanterielandungsschiffen den Radarüberwachungsposten Nummer 15, der nordwestlich von Okinawa lag. Nach dem Sonnenaufgang am Morgen des 11. Mai griffen rund einhundertfünfzig japanische Flugzeuge die USS EVANS und die USS HUGH W HADLEY zwei Stunden lang an. Beide Schiffe manövrierten mit hoher Geschwindigkeit und die Luftabwehrkanoniere schossen unablässig auf die feindlichen Flugzeuge. Dabei wurden viele der Angreifer abgeschossen. Doch dann stürzten sich vier Kamikazepiloten in rascher Folge auf die USS EVANS. Die Bordwand auf Steuerbord bei den Maschinenräumen wurde aufgerissen und die Heizräume wurden geflutet. Gegen 9:00 Uhr lag der Zerstörer Antriebslos im Wasser. Trupps mit Feuerlöschern und Eimerketten wurden gebildet. Zum einen musste das ausgebrochene Feuer gelöscht werden und zum anderen musste das eingedrungene Wasser wieder dem Ozean übergeben werden. Durch diesen Angriff aus der Luft fanden 32 Besatzungsmitglieder den Tod und 27 wurden zum Teil schwer verletzt. Am 14. Mai schleppte man die US EVANS ins Trockendock USS ARD-27 bei Kerama Retto. Man begann hier ab dem 28. Mai mit den ersten Reparaturarbeiten. Diese waren am 7. Juni abgeschlossen. Jetzt wechselte der Zerstörer zum Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ). Hier wurden weitere Arbeiten an der Antriebsanlage bis zum 18. Juni durchgeführt. Allerdings konnte die USS EVANS nicht aus eigener Kraft in Richtung Osten zu weiteren Arbeiten fahren. Daher wurde das Kriegsschiff am 19. Juni von dem Hochseeschlepper USS ARIKARA ( ATF-98 ) ins Schlepptau genommen und bis Saipan gezogen. Die Insel erreichten beide Schiffe am 25. Juni. Vier Tage später ging die Schleppfahrt weiter und man legte am 12. Juli im Hafen von Pearl Harbor an. Weitere vier Tage blieb die USS EVANS hier liegen und wurde auf die Fahrt an die US Westküste vorbereitet. Diese begann am 16. Juli. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien liefen beide Schiffe am 27. Juli ein und man bugsierte den Zerstörer noch am selben Tag ins Trockendock. Die nun beginnenden Reparaturarbeiten und die einhergehende Überholung dauerten bis zum 17. August. Da war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Nach dem Ausdocken blieb die USS EVANS noch bis zum 10. September in der Werft und wechselte dann in den Hafen von San Francisco. Dort stellte man am 7. November 1945 den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS EVANS ( DD-552 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 11. Februar 1947 zum verschrotten.


USS EVANS ( DD-552 )
Commanding Officer

CDR Floyd Charles Camp          11. Dezember 1943 – 1. November 1944
CDR Bosquet Neill Wev          1. November 1944 – 12. März 1945
CDR Robert John Archer         12. März 1945 – 28. August 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR John Edward Pace         28. August 1945 – 7. November 1945

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