USS PERKINS ( DD-877 )

USS PERKINS ( DD-877 )

Biografie

Commodore George Hamilton Perkins
* 20. Oktober 1836 in Contoocookville, Hopkinton, New Hampshire
† 28. Oktober 1899 in Boston, Massachusetts
war ein Offizier in der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

George Hamilton Perkins ist der Sohn von Honorable Hamilton Eliot Perkins und Clara Bartlett George. Im Oktober 1851 ernannte man ihn zum Seekadetten und schickte ihn auf die United States Naval Academy wo er sein Studium 1856 abschloss. Die letzten vier Jahre dieses Jahrzehnts diente Perkins auf der Kriegsschaluppe USS CYANE ( 1837 ), dem Versorgungsschiff USS RELEASE ( 1855 ) und dem Dampfschiff USS SUMPTER ( 1853 ). 1859 beförderte man ihn zum Master und im Februar 1861 zum Lieutenant. Perkins war auf der USS SUMPTER als der amerikanische Bürgerkrieg begann. Dieses Schiff hatte in den ersten Monaten des Krieges Anti-Sklaven-Patrouillenfahrten vor der Ostküste durchzuführen. Ende 1861 wechselte er an Bord des neuen Kanonenbootes USS CAYUGA ( 1861 ). Mit diesem Schiff war Perkins im West Gulf Blockade Squadron von Admiral Davis Farragut integriert und beteiligte sich an der Auseinandersetzung mit Fort Jackson und Fort St. Philip im April 1862 und die Einnahme der Stadt New Orleans, Louisiana. Am 9. August lag das Schiff vor Donaldsville, Louisiana und half die Stadt und die umliegenden Plantagen zu bombardieren und das Fort Butler einzunehmen. Damit sicherte die West Gulf Blockade Squadron den Mississippi River für die Armeen der Unionsstaaten. Auf dem Schraubendampfer USS PENSACOLA ( 1859 ) war Perkins Exekutive Officer und am Ende des Jahres 1862 beförderte man ihn zum Lieutenant Commander. In den Jahren 1863 bis 1865 waren weiterhin vom Dienst auf dem Mississippi und im Golf von Mexiko geprägt. So diente er auf den Kanonenbooten USS NEW LONDON ( 1859 ) und USS SCOTIA ( 1861 ) sowie dem Monitor USS CHICKASAW ( 1864 ) als deren Kapitän. Im August 1864 war Perkins mitverantwortlich an der Eroberung des konföderierten Panzerschiffes CSS Tennessee während der Schlacht um Mobile, Alabama. In den Jahren unmittelbar nach dem amerikanischen Bürgerkrieg diente Perkins als Superintendent der Panzerschiffflotte die in New Orleans lagen. Seinen Dienst als Exekutive Officer führte er auf dem Schraubendampfer USS LACKAWANNA ( 1862 ) durch. Man hatte dieses Schiff unter das Kommando von Commander William Reynolds gestellt und am 7. Mai 1866 wieder in den Dienst der US Navy genommen. Am 4. August löste man die Leinen in New York City und durchfuhr die Magellan Starße am 9. November. In Honolulu, Hawaii kam das Schiff am 9. Februar 1867 an. Man führte um die Hawaii Inseln und entlang der kalifornischen Küste und der mexikanischen Küste Patrouillenfahrten durch. Perkins verließ das Schiff als es in 1868 in San Francisco anlegte und begab sich in die Boston Navy Yard wo er einen Ordonanzposten übernahm. Im Frühjahr 1871 beförderte man Perkins zum Commander und die nächsten zehn Jahre verbrachte er als Befehlshaber auf dem Versorgungsschiff USS RELIEF ( 1836 ) das als Unterkunft für Matrosen in Washington D.C. vor Anker lag, auf dem Kanonenboot
USS ASHUELOT ( 1865 ) das in chinesischen Gewässern operierte und Pflichten in Boston ausübte. 1882 ernannte man ihn zum Captain und übergab ihm das Kommando über das Flaggschiff der Pacific Station USS HARTFORD ( 1858 ). Danach führte Perkins seine Pflichten am Kriegsgericht aus. Im Oktober 1891 trat er in seinen wohlverdienten Ruhestand. In Anerkennung seiner Tapferkeit und Geschicklichkeit in der Schlacht von Mobile Bay von 1864 genehmigte der US Kongress die Beförderung von Perkins zum Commodore im Ruhestand. Er starb am 28. Oktober 1899 in Boston, Massachusetts.

Perkins war mit einer Tochter des Multimillionärs William Fletcher Weld verheiratet. Sie entstammt aus der berühmten Weld Familie aus Boston. Beide hatten eine Tochter, Isabel Weld Perkins. Diese heiratete später den wohlhabenden Geschäftsmann Larz Anderson der als Botschafter unter US Präsident William Howard Taft in Japan diente.

Die US Navy verlieh zu Ehren von Commodore George Hamilton Perkins drei Zerstörern seinen Namen.
Der erste Zerstörer war die USS PERKINS ( DD-26 ) aus der PAULDING – Klasse. Ihn taufte die Tochter von Commodore Perkins, Mrs. Isabel Weld Perkins am 09. April 1910. Lieutenant Commander Joel R. P. Pringle stellte ihn am 18. November 1810 in den Dienst der US Navy. Am 5. Dezember 1919 wechselte der Zerstörer in die Reserveflotte und man nahm ihn aus dem aktiven Dienst. Erst am 8. März 1935 strich man ihn aus der Navy – Liste und verkaufte ihn am 28. Juni 1935 zum verschrotten. Der zweite Zerstörer war die USS PERKINS ( DD-377 ) aus der MAHAN – Klasse. Dieses Schiff taufte auch die Tochter von Commodore Perkins, das war am 31. Dezember 1935. LCDR Samuel P. Jenkins stellte den Zerstörer am 18. September 1936 in den Dienst der US Navy. Durch eine Kollision mit dem australischen Truppentransporter HMAS DUNTROON am 29. November 1942 sank der Zerstörer am Cape Vogel, New Guinea. Der dritte Zerstörer war die USS PERKINS ( DD-877 ) aus der GEARING – Klasse. Auch dieses dritte Schiff taufte Mrs. Isabel Weld Anderson, die Tochter von Commodore Perkins, am
7. Dezember 1944. Commander Thomas Martin Fleck stellte den Zerstörer am 5. April 1945 in den Dienst der US Navy. Das Schiff wurde am 15. Januar 1973 aus dem aktiven Dienst genommen und gleichzeitig von der Navy – Liste gestrichen. Noch am selben Tag übergab man den Zerstörer der argentinischen Marine und nannte ihn in ARA Commodore Py ( D-27 ) um. Am 15. Juni 1987 versenkte das argentinische U-Boot ARA Santa Cruz ( S-41 ) mit einem Torpedo den Zerstörer.


USS PERKINS ( DD-877 )

Schiffsbiografie

Die USS PERKINS ( DD-877 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore George Hamilton Perkins benannt worden ist. Das Schiff war der achtundachtzigste Zerstörer in der GEARING – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde der Zerstörer am 19. Juni 1944 auf Kiel gelegt. Mrs. Isabel Weld Perkins ( 3. März 1876 – 3. November 1948 ), Tochter von Commodore George Hamilton Perkins und Witwe des ehemaligen Botschafters in Japan, Larz Anderson III ( 15. August 1866 – 13. April 1937 ), taufte am 7. Dezember 1944 vor dem Stapellauf das Schiff. CDR Thomas Martin Fleck stellte am 5. April 1945 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die bis zur Guantanamo Bay, Kuba führte, kehrte der Zerstörer in die Norfolk Navy Yard zurück wo er zu einem Radarbestückten Zerstörer umgebaut wurde. Im Juli 1945 unterzog sich die Mannschaft mehrerer Auffrischungskurse und am 20. Juli ein Rendezvous mit dem Flugzeugträger USS BOXER ( CV-21 ) im Pazifik. Bei Pearl Harbor verlegte man das Schiff in das Zerstörergeschwader 52 ( DESDIV 52 ) und am 19. August fuhr dieses Geschwader in Richtung Fernen Osten. Zur formellen Kapitulation Japans am 2. September 1945 lag das Schiff in der Bucht von Tokio und am 3. September wechselte man zur Task Force 38 ( TF-38 ). Mit dieser Task Force wurde Operationen vor den Marshall Inseln, den Marianen und vor Japan bis April 1946 durchgeführt. Danach kehrte der Zerstörer nach Pearl Harbor zurück und am 28. April ließ man das Schiff am Kai von San Diego, Kalifornien festmachen. Das sollte für die nächsten Jahre der Heimathafen für die USS PERKINS sein. Im Mai 1947 kehrte der Zerstörer in den Fernen Osten für drei Monate zurück auf der China Station. In dieser Zeit verbrachte das Schiff zwei Wochen in Chinwangtao im Golf von Po Hai zur Beobachtung der kommunistischen chinesischen Streitkräfte. Im Oktober kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück und im Januar 1948 fuhr das Schiff zu den Marshall Inseln wo die Atombombentestreihe „Operation Sandstone“ begann. Eingegliedert war die USS PERKINS dabei in die Task Group 7.3 und speziell in die Offshore Patrouillen Einheit 7.3.3. Das Flaggschiff dieser Task Group war das amphibische Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ). Zur Main Naval Task Unit 7.3.2 gehörten die Abgriffsfrachtschiffe USS WARRICK ( AKA-89 ) und USS YANCEY ( AKA-93 ), das Angriffstransportschiffe USS PICKAWAY ( APA-222 ), die Wasserflugzeugtender USS CURTISS ( AV-4 ) und USS ALBEMARLE ( AV-5 ) sowie die amphibischen Tanklandungsschiffe USS LST-45, USS LST-219 und USS LST-611. Neben der USS PERKINS in der Offshore Patrouillen Einheit befanden sich die Zerstörer USS HENRY W TUCKER ( DD-875 ) und USS ROGERS ( DD-876 ) sowie die Geleitzerstörer USS SPANGLER ( DE-696 ), USS GEORGE ( DE-697 ), USS RABY ( DE-698 ), USS MARSH ( DE-699 ) und USS CURRIER ( DE-700 ) und der kleine Wasserflugzeugtender USS GARDINERS BAY ( AVP-39 ). In der Task Unit 7.3.4 befand sich der Geleitflugzeugträger USS BAIROKO ( CVE-115 ) mit einer Hubschraubereinheit, die Task Unit 7.3.5 Task Service Unit mit den Vorratsschiff USS AREQUIPA ( AF-31 ), dem Destillierschiff USS PASIG ( AW-3 ) und den Segelschiffen USS YOG-64 und USS YW-94. Vervollständigen tat diese Task Group die Task Unit 7.3.6 Kabeleinheit mit den USS LSM-250 und die USS LSM-378. Die Task Unit 7.3.7, einer Boot Pool Unit, bildete den Schluss. In dieser Gruppe befanden sich das amphibische Landungsschiff USS COMSTOCK ( LSD-29 ), das Landungsboot Reparaturschiff USS ASKARI ( ARL-30 ) und mehrere Infanterie Landungsfahrzeuge. Am 14. April 1948 brachte man die Atombombe „Röntgen“ auf der Insel Enjebi, am 30. April die Atombombe „Joch“ auf der Insel Aomon und am 14. Mai 1948 die Atombombe „Zebra“ auf der Insel Runit im Enewetak Atoll zur Explosion. Nach der Rückkehr nach San Diego im Juni 1948 folgte für den Zerstörer eine Überholung. Am 4. Januar 1949 verließ der Zerstörer wieder die Westküste der USA um eine weitere Kreuzfahrt an der Küste Chinas durchzuführen. In Tsingtao legte das Schiff am 4. Februar an und am 18. Februar änderte man die Kennung des Schiffes in DDR-877. Neben den darauffolgenden geplanten Übungen wurde die USS PERKINS aufgefordert ausländische Bewohner von Tsingtao aufzunehmen und nach Hongkong zu bringen da kommunistische Kräfte im Mai 1949 die Macht über die Stadt Tsingtao übernahmen. Im Juni musste der Zerstörer zum ersten Mal gegen einen Taifun ankämpfen der ihn auf offener See überraschte. Nach einem Besuch in Singapur im August, kehrte das Schiff nach San Diego zurück. Anfang 1950 folgten an der Westküste der USA Übungen und eine Generalüberholung. Danach verlegte man die USS PERKINS zur DESDIV 11. Mitte August 1950 fuhr das Schiff wieder in Richtung Westen um im zentralen Pazifik auf Such- und Rettungsstation ( SAR ) zu gehen. Im Oktober kehrte der Zerstörer nach San Diego zurück und am 2. Februar 1951 lief er wieder aus. Die USS PERKINS lief die umkämpfte Küste von Korea an. Zwischen März und September 1951 war der Zerstörer für den Schutz der Flugzeugträger in der Task Force 77 mit verantwortlich und unterstützte mit seinen Kanonen die Uferbombardierung mit der Task Force 95. Aus den Kämpfen zog man dann den Zerstörer und er erreichte am 25. September Yokoshuka, Japan. Am nächsten Tag legte das Schiff wieder ab und kehrte an die Westküste der USA zurück. Erst im Juni 1952 erreichte die USS PERKINS wider Korea. Sie verbrachte den Juli bei der Task Force 77 und fuhr dann nach Süden zum Dienst in der Taiwan Patrouille. Am 8. September befand sich der Zerstörer wieder im Kampfgeschehen vor Korea. Während der Vorbereitungen für eine Amphibische Finte gegen Kojo, 35 Meilen nördlich der Front, wurden am 15. Oktober 1952 Minenoperationen durchgeführt. Dabei wurde durch koreanische Küstenbatterien ein Mannschaftsmitglied des Zerstörers getötet und 17 verwundet. Nur leicht beschädigt durch diesen Feuerüberfall konnte die USS PERKINS ihre Kampfhandlungen zwar weiterführen, wurde aber für den Rest des Einsatzes mit Eskortierarbeiten für die Flugzeugträger eingesetzt. Am Ende des Jahres 1952 befand sich das Schiff dann wieder in den USA. Im Juli 1953 wurde eine sechsmonatige Überholung an den Zerstörer beendet und im August legte er wieder ab mit dem Ziel Ferner Osten. Sechs Monate patrouillierte das Schiff vor der koreanischen Küste und der Meerenge von Taiwan. Der Zerstörer nahm dabei an Übungen vor Japan und den Philippinen teil. Nach diesem Einsatz bei der 7. US Flotte wechselte die USS PERKINS zur 1. US Flotte die vor der Westküste operierte. Bis Juli 1956 war die USS PERKINS an der Operation Dep Freeze I beteiligt die dem Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957 voranging. Vor dem Eis der Antarktis patrouillierte das Schiff und ließ dabei von Bord Wetterballons aufsteigen.
Im September 1959 befand sich der Zerstörer wieder bei der Task Force 77 um bei offenen Feindseligkeiten während der laotischen Krise zu helfen.
Im März 1962 musste das Schiff in die Long Beach Naval Shipyard um sich im Rahmen des Fleet Rehabilitation and Modernisierung ( FRAM ) Programms einer Komplettüberholung zu unterziehen. Seine alte Kennung DD-877 erhielt der Zerstörer am 30. September 1962 wieder. Nach der Überholung befand sich auf dem Schiff die Möglichkeit einen Hubschrauber QH-50-DASH landen zu lassen. In den folgenden zehn Monate kamen wieder Ausbildungs- und Patrouillenfahrten vor der Westküste der USA und ab Mitte Oktober 1963 nahm der Zerstörer wieder die jährlichen Bereitstellungen im Westlichen Pazifik wahr. In der ersten Mission folgten Operationen mit dem Flugzeugträger USS HANCOCK ( CVA-19 ) in der Südchinesischen See. Es folgten abwechselnd weitere Kreuzfahrten mit der 7. und der 1. US Flotte bis 1970. Vor der Küste von Vietnam war der Zerstörer der Schutz für die Flugzeugträger die auf der „Yankee Station“ im Golf von Tonkin lagen. An der Operation „Sea Dragon“, die vom 25. Oktober 1966 bis zum Oktober 1968 dauerte und der Operation „Market Time“ war die USS PERKINS zeitweise beteiligt. Dort wurden Such- Rettungs- und Patrouillenaufgaben durchgeführt. Außerdem gab man mit den Bordgeschützen Unterstützung während dieses Konfliktes.
Die USS PERKINS wurde am 15. Januar 1973 außer Dienst gestellt, am selben Tag aus der Navy – Liste gestrichen und an die argentinische Marine abgegeben. Das Schiff erhielt dort den Namen ARA COMODORO PY ( D-27 ) und diente bis 1984. Am 15. Juni 1987 versenkte man den Zerstörer während einer Übung der argentinischen Marine mit einem Torpedo. Dieses hatte das argentinische U-Boot ARA SANTA CRUZ ( S-41 ) aus der TR-1700 – Klasse abgefeuert.

USS PERKINS ( DD-877 )
Commanding Officer

CDR Thomas Martin Fleck         5. April 1945 – Juli 1946
CDR David D. Scott         Juli 1946 – Juli 1947
CDR Alfred Wiltz Gardes Jr.         September 1948 – Februar 1950
CDR Leon William Rogers           Februar 1950 -?
CDR George H. Chapman Jr.           1951 -?
CDR Richard Stephen Wolford           ? 1958 -?
CDR Frank Ridley           ?
CDR Weldon Max Riggs          ?
CDR James M. McCaskill           12. Juli 1963 – 25. Mai 1965
CDR William Alfred Teasley Jr.         25. Mai 1965 – 5. Januar 1967
CDR Frank Parker Wells         5. Januar 1967 -?
LCDR Richard S. Wolford          ?
CDR Louis Henry Hamel III         1969 – 18. November 1970
CDR Robert W. Reed         18. November 1970 – Juli 1972
CDR Eugene Joseph Erner         Juli 1972 – 10. November 1972
LCDR Joseph Theodore Kiss        10. November 1972 – 15. Januar 1973

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