USS HALLIGAN ( DD-584 )

USS HALLIGAN ( DD-584 )

Biografie

John Halligan, Jr.
* 4. Mai 1876 in South Boston, Massachusetts
† 11. Dezember 1934 in Puget Sound Navy Yard, Bremerton, Washington
war ein Offizier in der US Navy

John Halligan, Jr. studierte an der United Stats Naval Academy in Annapolis und beendete diese 1898 als Klassenbester. Er diente in den letzten Tagen des Spanisch-Amerikanischen Krieg an Bord des Panzerkreuzers USS BROOKLYN ( ACR-3 ) das das Flaggschiff von Commodore Winfield Scott Scley ( 9. Oktober 1839 – 2. Oktober 1911 ) war. Während des Ersten Weltkriegs war Halligan Stabschef des Kommandanten der US Naval Force in Frankreich. Für seine herausragenden Leistungen in dieser Zeit, erhielt er die Distinguished Service Medal verliehen. Nach dem Waffenstillstand erhielt er das Kommando über das Schlachtschiff USS OHIO ( BB-12 ). 1925 ernannte man ihn zum Chef des Bureau of Engeneering. Anschließend erhielt Captain John Halligan, Jr. am 15. September 1928 das Kommando über den Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) welches er bis zum 20. April 1929 behielt. Danach wurde er der Stellvertreter des Chief of Naval Operations, Admiral Charles Frederick Hughes ( 14. Oktober 1866 – 28. Mai 1934 ). 1930 ernannte man Halligan zum Rear Admiral und übertrug ihm das Kommando über die Aircraft Base Force. 1933 versetzte man ihn an die Puget Sound Navy Yard in Bremerton, Washington wo er der Kommandant des 13. Naval Districts war. Dort verstarb er am 11. Dezember 1934.


USS HALLIGAN ( DD-584 )

Schiffsbiografie

Die USS HALLIGAN ( DD-584 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral John Halligan, Jr. benannt wurde.
Der Zerstörer ist das einhundertunderste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.

Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 9. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. John Halligan, Jr., Witwe von Rear Admiral John Halligan, Jr., taufte am 19. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Clarence Edward Cortner stellte am 19. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HALLIGAN bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Nach der Rückkehr in Boston, bereitete man den Zerstörer auf eine Fahrt über den Atlantik vor. Zusammen mit den Zerstörern USS HALL ( DD-583 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) eskortierte die USS HALLIGAN das neugebaute Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko. Mitte November verließen diese Schiffe die US Ostküste. Für diese Fahrt schifften sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs auf der USS IOWA ein. Diese wollte an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) teilnehmen. Danach flogen sie in den Iran um mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilnehmen zu können. Während der Teheran Konferenz sollte über die kommende Nachkriegsregelungen gesprochen werden. Noch bevor der Schiffsverband Casablanca erreicht hatte, war die USS WILLIAM D PORTER zum US Navy Stützpunkt auf den Bermudas entsandt und die USS YOUNG in den Pazifik entsandt worden. Nach dem erreichen von Casablanca begannen die Zerstörer in diesen Gewässern mit Anti-U-Boot Patrouillen. Nach der Beendigung der Konferenz von Teheran fuhren die USS HALLIGAN, USS HALL, USS MACOMB, USS EMMONS, USS RODMAN, USS ELLYSON und die USS IOWA über die Häfen von Dakar, Senegal; Freetown, Sierra Leone; Bahia, Brasilien; Port Royal, South Carolina nach Boston, wo sie am 19. Dezember fest gemacht wurden. Die USS HALLIGAN selber verließ die USS IOWA nach dem erreichen der US Ostküste und blieb am 17. Dezember zusammen mit der USS HALL im Hafen von Charleston, South Carolina liegen. Man bereitete den Zerstörer auf seine kommende Fahrt vor, da er in den Pazifik wechseln sollte. Vier Tage später legte das Kriegsschiff zusammen mit der USS HALL im Hafen von Charleston ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 4. Januar 1944 den Hafen von San Diego, Kalifornien. Hier füllte man den Treibstoffbunker auf. Noch am selben Tag verließen beide Zerstörer wieder den Hafen und fuhren nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legten sie am 11. Januar an. Man integrierte die USS HALLIGAN gleich nach der Ankunft in die Task Group 52.9 die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Flintlock“ kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS CORAL SEA ( CVE-57 ) und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ). Gesichert wurden diese Träger durch die Zerstörer USS HALLIGAN, USS COGHLAN ( DD-606 ), USS CALDWELL ( DD-605 ) und USS BANCROFT ( DD-589 ). Am 12. Januar 1944 begannen für diese Schiffe vor den Hawaiianischen Inseln mehrere Übungen die am 17. Januar abgeschlossen waren. Man bereitete in den folgenden Tagen dann die Schiffe auf ihre Einsatzbereitschaft vor. Am 22. Januar legten die Schiffsverbände der Task Force 52 ab. Das Oberkommando über die Task Force hielt Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 – 12. Februar 1961 ). Die Schiffe der TG 52.9 befanden sich am 30. Januar rund sechzig Seemeilen südwestlich des Kwajalein Atolls, Marshall Islands. Am folgenden Tag waren sie in Schlagdistanz zu dem Atoll und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen während der Landungsangriff lief. Gleichzeitig flogen die Trägerflugzeuge aber auch Angriffe auf die Insel Roi Namur auf der am folgenden Tag die Invasion begann. Sie Schiffe der TG 52.9 lagen ab dem 5. Februar in der Lagune von Kwajalein. Hier begann man mit dem Betanken und der Übergabe von Munition für die Schiffe. Dies dauerte zwei Tage lang. Danach wurden Patrouillenfahrten in den Gewässern der Marshall Islands bis zum 25. Februar durchgeführt. Die USS HALLIGAN fuhr anschließend wieder nach Pearl Harbor. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 16.16.3. In dieser TG befand sich außerdem noch das Schwesterschiff USS EVANS ( DD-552 ) mit dem zusammen der Öltanker USS CIMARRON ( AO-22 ) zum Atoll Majuro, Marshall Islands eskortiert werden sollte. Am 23. März verließen diese drei Schiffe Pearl Harbor und erreichten sechs Tage später das Atoll Majuro. Dieses Atoll verließen die drei Schiffe am 31. März und fuhren zu der Position 17°53’ Nord und 170°01’ West, nördlich des Johnston Atolls. In den Hafen des Majuro Atolls liefen die drei Schiffe am 5. April wieder ein. Die USS HALLIGAN patrouillierte nun wieder in den Gewässern der Marshall Islands, kehrte aber am 22. Mai nach Pearl Harbor zurück. Hier blieb der Zerstörer bis zum 5. Juni liegen. Man versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 50.2. In dieser TG befanden sich die beiden Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ) und NATOMA BY ( CVE-62 ), die Zerstörer USS HALLIGAN und USS HARADEN ( DD-585 ) und das Reparaturschiff USS HECTOR ( AR-7 ). An Bord der beiden Geleitflugzeugträgern befanden sich amerikanische Air Force Soldaten, die zur Unterstützung mit ihren P-47 Jagdflugzeugen nach Saipan, Nördliche Marianen transportiert werden sollten. Am 5. Juni verließen die Schiffe der TG 50.2 Pearl Harbor. Die Gewässer um Saipan erreichten die Schiffe am 19. Juni. Hier begann man am 22. Juni mit dem betanken der Schiffe durch die der Task Group 50.17 und übergab Flugbenzin. Die ersten P-47 Jagdflugzeuge hoben noch an diesem Tag ab und flogen nach Saipan. Am 23. Juni griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 50.2 an. Dabei wurde aber keines der Schiffe beschädigt. So konnten alle anderen noch auf den Geleitflugzeugträgern verbliebenen Flugzeuge am folgenden Tag abheben und nach Saipan wechseln. Gleich nachdem das letzte Flugzeug abgehoben hatte, verließen die Schiffe der TG 50.2 die Gewässer um Saipan und fuhren zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 27. Juni und verließen es am 1. Juli wieder. Ihre Fahrt führte sie nach Pearl Harbor. In diesem Hafen machte man die Schiffe der TG am 8. Juli fest. Die USS HALLIGAN blieb in den Hawaiianischen Gewässern bis zum 15. September und beteiligte sich an mehreren Übungen und unterzog sich einer Überholung. Für die Teilnahme an den dann folgenden Kämpfen verließ der Zerstörer am 15. September erneut Pearl Harbor und fuhr zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier legte das Kriegsschiff am 3. Oktober an. Hier gliederte man die USS HALLIGAN in die Task Undergroup 77.4.3 ein. Von hier aus sollte das Versprechen von Feldmarschall Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 – 5. April 1964 ), die Philippinen zurück zu erobern, eingelöst werden. Nachdem auf dem Zerstörer im Seeadler Harbor die Munitionsvorräte sowie andere Vorräte am 12. Oktober 1944 aufgefrischt waren, legte das Kriegsschiff mit den Schiffen der TG 77.4 ab. Das Kommando über die Task Group 77.4 führte Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 – 17. September 1972 ) während der Invasion von Leyte, Philippinen. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten auf. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS HALLIGAN gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 – 11. April 1955 ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS HALLIGAN, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Schiffe der Task Group 77.4 legten am 14. Oktober im Seeadler Harbor ab und begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe der Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern der drei Task Undergroups, war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Japanische Piloten versuchten erfolglos die riesige Invasionsflotte der Alliierten zu stoppen. Die kontinuierlichen Angriffe dieser feindlichen Flugzeuge überstand die USS HALLIGAN ohne einen Schaden davon zu tragen. Zwei von den Japanern abgeworfene Bomben schlugen neben dem Zerstörer auf dem Wasser auf, explodierten aber nicht. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht das ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Es konnten drei Kreuzer versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Während dieses Kampfes konnten die Geschützmannschaften der USS HALLIGAN zwei feindliche Maschinen abschießen, eine davon ein zweimotoriger Bomber, noch bevor dieses sich auf einen der Träger stürzen konnten. Am Abend des 26. Oktober verließen die Schiffe der Task Undergroup 77.4.3 ihr Operationsgebiet und fuhren zum Seeadler Harbor auf Manus zurück. Diesen Hafen erreichten sie am 1. November. Die USS HALLIGAN blieb bei der Task Group 77.4. Nur wurde diese ab dem 10. November neu zusammen gestellt. So befanden sich in dieser TG die beiden Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) und USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) welche von den Zerstörern USS HALLIGAN, USS HARADEN, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und den Geleitzerstörern USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS COOLBAUGH ( DE-217 ) gesichert wurden. Aufgabe der Geleitflugzeugträger war es Luftunterstützung für die Konvois zwischen Manus Island, Admiralitätsinseln und Leyte, Philippinen und den angelandeten Truppen auf Leyte zu gewährleisten. Die Zerstörer und Geleitzerstörer sollten die beiden Träger vor Luft- und Unterwasserangriffen sichern. Doch noch am selben Tag erschütterte eine gewaltige Explosion, hervorgerufen durch die Detonation von 3.800 Tonnen Munition auf dem Munitionstransportschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ), den Hafen und zerstörte mehrere Schiffe und tötete unzählige Besatzungsmitglieder davon. Von der USS MOUNT HOOD und deren 350-köpfigen Besatzung selber gab es nichts mehr zu sehen. Von dem Schiff blieb nur ein Fragment von fünf mal drei Metern übrig das in einem durch die Explosion entstandenen Graben auf dem Meeresboden von 300 Metern Länge, 60 Meter Breite und bis zu 12 Metern Tiefe zum liegen kam. Die Besatzung der USS HALLIGAN half im Hafen bei dem Löschen von Bränden auf anderen Schiffen und transportierte Verwundete an Land. Am 12. November verließen die Schiffe der TG 77.4 den Seeadler Harbor. Bis zum 25. Dezember blieb die USS HALLIGAN bei der Task Undergroup 77.4.3 und eskortierte die Geleitflugzeugträger zurück zum Seeadler Harbor. Hier bereitete man den Zerstörer auf seinen weiteren Einsatz vor. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf und versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 77.4 die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 – 25. März 1965 ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Innerhalb dieser Task Group befand sich die USS HALLIGAN in der Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS HALLIGAN, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS BELL ( DD-587 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS HALL ( DD-583 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ). Am 27. Dezember 1944 legten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor ab und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte, am 3. Januar durch die Surigao Straße und anschließend durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Eine zweimotoriges Bombenflugzeug konnte sich unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen überlebende und die USS BURNS versenkte den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten steigerte sich noch einmal. Aber auch die Flugzeuge der Träger stiegen auf und begannen ihre Torpedos und Bomben auf japanische Schiffe abzuwerfen. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer MOMI und der japanische Zerstörer HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es auch Verluste. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND durch Kamikazepiloten beschädigt. Die Kanoniere der USS HALLIGAN schossen an diesem Tage einen dieser Kamikazepiloten ab. Am späten Nachmittag griffen acht japanische Piloten an und stürzten sich auf die Schiffe der Task Group 77.5. Sieben von denen wurden abgeschossen und einer konnte sich mittschiffs in den Geleitzerstörer USS STAFFORF ( DE-411 ) bohren. Die USS HALLIGAN eilte dem schwer beschädigten Schiff zu Hilfe. Das Schadensbegrenzungsteam des Zerstörers unterstützte die Mannschaft des Geleitzerstörers um das Schiff zu retten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian ein in der Lingayen Bay und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS HALLIGAN begann hier im Golf zu patrouillieren und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Die Landeoperation begann in diesem Golf zwei Tage später. Der Zerstörer blieb bis zum 17. Januar bei der Task Undergroup und wechselte an diesem Tag in die neugegründete Task Group 77.14. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS WAKE ISLAND, USS MANILA BAY, USS SHAMROCK BAY, USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ) und drei weitere und die Zerstörer USS HALLIGAN, USS HELM ( DD-388 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ) und USS PATTERSON ( DD-392 ). Diese Schiffe der TG 77.14 verließen am 17. Januar den Lingayen Golf und fuhren zur San Pedro Bay, Leyte. Hier lewgten die Schiffe am 20. Januar an und wurden betankt und aufmunitioniert. Am folgenden Tag verließen die Schiffe der TG wieder diese Insel und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll errichten sie am 23. Januar. Noch bis zum 10. Februar blieb die USS HALLIGAN vor diesem Atoll auf Reede liegen. In dieser Zeit bereitete man das Schiff auf die kommenden Kämpfe um Iwo Jima vor und versetzte es dafür in die Task Force 54. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) während der Operation „Detachment“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS HALLIGAN, USS TWIGGS, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ) und USS HEALY ( DD-672 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ) und die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar legten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi ab. Das erste Ziel war die Insel Tinian, Nördliche Marianen, die die Schiffe am 12. Februar erreichten. Hier simulierte man Uferbombarierungen. Noch am selben Tag verließen aber die Schiffe wieder die Insel und fuhren über Saipan nach Iwo Jima. Diese japanische Insel erreichten die Schiffe drei Tage später. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Am 17. Februar befand sich die USS HALLIGAN nördlich von Iwo Jima und schützte Mitglieder des Underwater Demolition Teams vor feindlichen Luftangriffen. In der Morgendämmerung machte man auf dem Zerstörer einen japanischen Zwillingsbomber aus der sich von Steuerbord aus näherte. Die Luftabwehrkanoniere konnten auf dem feindlichen Flugzeug mehrere Treffer landen. Trotzdem erreichte der Pilot mit seinem Flugzeug den amerikanischen Zerstörer, klinkte eine Bombe aus und drehte ab. Rund einhundert Meter von dem Zerstörer fiel die Bombe ins Wasser, explodierte aber nicht. Die Kanoniere feuerten dabei weiterhin auf dieses Flugzeug das dann rund eine Seemeile entfernt ins Meer stürzte. Die Landeoperation begann am 19. Februar. Da lag die USS HALLIGAN rund zweieinhalb Kilometer vor der Küste von Iwo Jima und die erste Welle der Marines ging an Land. Der Zerstörer unterstützte dabei wie alle anderen Schiffe an diesem Tag auch die Landeoperation mit ihren Schiffsgeschützen. Während dieses Bombardements konnten die Geschützmannschaften eine japanische Küstenbatterie außer Gefecht setzen. Am späten Nachmittag des 19. Februar zog sich die USS HALLIGAN von der Küste zurück und sicherte die Geleitflugzeugträger. Während der herrschenden Kampfhandlungen übernahm der Zerstörer die Radarvorpostenüberwachung um rechtzeitig Luftalarm auslösen zu können und eskortierte entladene Transportschiffe aus dem Kampfgebiet. Als einer der letzten Zerstörer kehrte die USS HALLIGAN Mitte März zum Atoll Ulithi zurück. Hier stellte man eine gewaltige Flotte zur Eroberung von Okinawa zusammen. Dazu versetzte man den Zerstörer in die Task Group 54.1, die Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich das Kriegsschiff in der Undergroup 54.1.2 die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) befehligte. In dieser Task Undergroup befanden sich die Schlachtschiffe USS ARKANSAS und USS COLORADO ( BB-45 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS HALLIGAN, USS TWIGGS, USS PAUL HAMILTON und USS HALL. Aufgabe dieser TU bestand darin japanische Uferbefestigungen bei Naha City, Okinawa für die am 1. April beginnenden Landeoperation zu bekämpfen. Am 21. März verließen die Schiffe der 5. US Flotte nach einem Trainingsmanöver das Atoll Ulithi. Die USS HALLIGAN erreichte mit den Schiffen der TU 54.1.2 am 25. März ihr Einsatzgebiet. Sofort begann der Zerstörer zwischen Okinawa und den Kerama Retto Inseln zu patrouillieren. Zusätzlich deckte das Kriegsschiff die Säuberungsaktion von Minenräumern vor der Küste von Okinawa. Die japanischen Minen waren in einem unregelmäßigen Muster ausgebracht worden. Auch am 26. März setzte die USS HALLIGAN ihre Patrouillen vor der Küste fort. Gegen 18:35 Uhr erschütterte eine gewaltige Explosion den Zerstörer. Durch die Detonation wurde eine Menge Wasser und Meeresbodenablagerungen in die Luft geschleudert. Was war passiert. Lieutenant Commander Edward Thomas Grace hatte den Befehl erteilt den Anker auszulegen. Dieser traf ausgerechnet einen Minenkopf. Die dadurch entstandene Detonation riss aus der Schiffshaut ein größeres Teil heraus und erreichte das vordere Munitionsmagazin. Die dadurch entstandene Explosion riss den Bug und die Brücke des Schiffes weg. 154 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod und 39 wurden zum Teil schwer verletzt. Von den 21 Offizieren an Bord überlebten nur zwei die Katastrophe. Lieutenant Russell Hartranft, Jr. und Ensign Richard L. Gardner übernahmen das Kommando über die noch verbliebene Schiffsbesatzung. Der U-Boot Jäger USS PC-1128 und das mittlere Landungsboot USS LSM-194 zu Hilfe. Die Offiziere organisierten die Rettung und leiteten die Evakuierung der Besatzung ein. Der Rest der USS HALLIGAN trieb hilflos im Meer. Am folgenden Tag strandete der Schiffskörper vor der Insel Tokashiki westlich von Okinawa. Hier zerstörte die Brandung und japanische Küstenbatterien den Schiffskörper. Den Namen USS HALLIGAN ( DD-584 ) strich man am 28. April 1945 von der US Navy – Liste. Den auf Grund liegenden Schiffskörper übergab man im Jahre 1957 der Regierung der Ryukyu Insel zur Verschrottung.


USS HALLIGAN ( DD-584 )
Commanding Officer

CDR Clarence Edward Cortner          19. August 1943 – 1. März 1945
LCDR Edward Thomas Grace         1. März 1945 – 26. März 1945
LT Russell Hartranft Jr.          26. März 1945 – 26. März 1945

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