USS HUDSON ( DD-475 )

USS HUDSON ( DD-475 )

Biografie

Captain William Levereth Hudson
* 11. Mai 1794 in Brooklyn, New York
† 15. Oktober 1862 in Brooklyn, New York
war ein US Navy Offizier in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Auf der 18 Kanonenführenden Kriegsschaluppe USS ALERT ( 1803 ) diente Hudson bei seinem ersten Einsatz. Dieses Schiff gehörte zum Mittelmeergeschwader welches unter dem Oberbefehl von Commodore William Bainbridge ( 7. Mai 1774 – 27. Juli 1833 ) stand. 1815 wechselte er auf die Kriegsschaluppe USS ONTARIO ( 1813 ). Der Kommandant des Schiffes war Master Kommandant Jesse Duncan Elliot ( 14. Juli 1782 – 10. Dezember 1845 ). Das Schiff war während des Zweiten Barbary Krieg unter dem Oberkommando von Commodore Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) an der Blockade vor Algerien beteiligt. Am 1. Januar 1816 beförderte man Hudson zum Midshipman. Auf der Kriegsschaluppe blieb Hudson bis zum Ende dieser Kriegskampagne. Zurück in den Vereinigten Staaten musste er die Schulbank drücken und begann seinen Dienst auf der am 23. Juni 1821 getauften USS DOLPHIN ( 1821 ) die noch in der Philadelphia Navy Yard lag. Am 8. Dezember 1821 segelte der Schoner unter dem Kommando von Lieutenant David Conner ( 1792 – 20. März 1856 ) in dem neu aufgestellten Pazifik Geschwader los. Das Flaggschiff dieses Geschwaders war das Linienschiff USS FRANKLIN ( 1815 ). Die USS DOLPHIN patrouillierte vor der Pazifikküste von Südamerika. Hudson war bis 1823 auf dem Schoner. Danach beorderte man ihn 1826 auf die Boston Navy Yard wo die Korvette USS WARREN ( 1827 ) gebaut wurde. Das unter dem Kommando von Master Kommandant Lawrence Kearny ( 30. November 1789 – 29. November 1868 ) stehende Schiff legte am 22. Februar 1827 ab mit dem Ziel Mittelmeer. Dort versuchte man griechische Piraten zu stoppen die amerikanische Handelsschiffe aufgebracht hatten. Gemeinsam mit dem amerikanischen Mittelmeer Geschwader jagte man die Piraten. Die USS WARREN kam im Sommer 1830 in die Vereinigten Staaten zurück. Hudson begleitete Lieutenant Ramsey von 1830 bis 1831 auf einer Russlandreise um danach sich den neuen Pflichten an der New York Navy Yard zu stellen. Inzwischen wurde Hudson zum Lieutenant befördert und erhielt im Juni 1838 das Kommando über die Kriegsschaluppe USS PEACOCK ( 1813 ). Mit diesem Schiff sollte er die United States Exploring Expedition unter dem Kommando von Leutenant Charles Wilkes ( 3. April 1798 – 8. Februar 1877 ) begleiten. In diesem Geschwader befanden sich noch die Kriegsschaluppe USS VINVENNES ( 1826 ), die Brigg USS PORPOISE ( 1836 ), das Versorgungsschiff USS RELIEF ( 1836 ) und die Schoner USS SEA GULL ( 1838 ) und USS FLYING FISH ( 1838 ). Dieser Expedition gehörten 9 Wissenschaftler an. Im Verlauf dieser Reise wurden 280 Inseln, die meisten davon im Pazifik, erkundet und kartiert sowie 800 Meilen der amerikanischen Küste des damaligen Oregon County. Die meisten der damals gesammelten Exemplare aus der Pflanzen- und Tierwelt befinden sich heute in den Ausstellungshallen des Smithsonian Instituts. Im Juli 1840 besuchte die Expedition die Fidschi Insel Malolo. Dort wurde der Neffe von Charles Wilkes und Lieutenant Underwood getötet. Unmittelbar davor war der Sohn des Häuptlings als Geisel genommen worden damit ein friedlicher Tauschhandel stattfinden konnte. Gleich nachdem alle Amerikaner in ihren Booten waren und die ertauschten Lebensmittel zu ihren Schiffen bringen wollten, sprang der mitgeführte Eingeborene aus dem Boot und rannte ans Ufer. Dies war angeblich ein verabredetes Zeichen der Eingeborenen die die Amerikaner angriffen. Die amerikanischen Matrosen schossen eine Salve über die Köpfe der Eingeborenen ab was diese nicht beeindruckte. Umgehend ließ Lieutenant Hudson 60 Matrosen unter seinem Kommando von der USS PEACOCK ablegen und auf der Insel landen. 80 Insulaner wurden getötet und zwei Dörfer niedergebrannt. Am 24. Februar 1841 kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Auf der Insel Upola im Samoa Archipel wurde ein amerikanischer Seemann getötet. Daraufhin entsandte Charles Wilkes Lieutenant Hudson mit der USS PEACOCK und die USS FLYING FISH mit ihrem Kommandanten Samuel R. Knox um diesen Vorfall aufzuklären. Beide Schiffskommandanten forderten vom Häuptling Malietoa ( um 1790 – 1860 ) das er ihnen den oder die Mörder des amerikanischen Seemanns übergeben solle. Malietoa weigerte sich. Lieutenant William Levereth Hudson ließ daraufhin beide Schiffe zum Gefecht klar machen und die Insel bombardieren. Die Eingeborenen zogen sich mit ihren Familien und Habseligkeiten in den Dschungel zurück. Unter der Führung von Lieutenant William M. Walker vom Marine Corps wurden ohne Gegenwehr die Dörfer Saulafata, der Fusi und Sallesesi verbrannt sowie sämtliche Kanus zerstört die am Strand gefunden wurden. Am 6. April erhielt Hudson den Auftrag die Insel Tabiteuea, Gilbert Island zu erkunden. Mit einer Abteilung Soldaten und Matrosen betrat er den Boden der Insel um die dortige Fauna und Flora zu erkunden. Als man auf die USS PEACOCK zurückgekehrt war, bemerkte man das Fehlen des Seemanns John Anderson. Bis zum 9. April wartete Hudson, doch dann war klar das der Matrose nicht mehr zurückkehren würde. Mit 80 bewaffneten Marinesoldaten und Matrosen ging Lieutenant William M. Walker an Land. Als seine Bitte den vermissten Seemann herauszugeben nicht nachgekommen wurde, ließ er das Feuer auf die Eingeborenen eröffnen die mit ihren Waffen drohten. Walker ließ alle nahegelegenen Dörfer zerstören. Bei diesem ungleichen Kampf wurden 12 Eingeborene getötet. Am 18. Juli 1841 steuerte Lieutenant Hudson die USS PEACOCK auf Befehl von Charles Wilkes in den Columbia River für Untersuchungen. Dabei lief das Schiff auf eine Sandbank auf. Trotz aller Mühen war es nicht mehr flott zu bekommen und musste aufgegeben werden. Alle Seeleute und wissenschaftlichen Arbeiten konnten gerettet werden bevor das Schiff zerbrach. Am 10. Juni 1842 erreichten die Expeditionsteilnehmer New York. Auf dieser Reise wurden insgesamt 30 Amerikaner getötet oder verwundet und zwei Schiffe gingen verloren. Am Mexikanisch – Amerikanischen Krieg war Commander Hudson nach der Expedition beteiligt. Dieser dauerte vom 25. April 1846 bis zum 2. Februar 1848. Bis zum September 1849 übernahm er dann die Pflichten der Überwachung und des Baus von Leuchttürmen. Danach erhielt er das Kommando über die Korvette USS VINCENNES. Bis 1852 kreuzte er mit diesem Schiff im Pazifik. Am 8. Oktober 1855 beförderte man ihn zum Captain und übergab ihm im März 1857 das Kommando über die Fregatte USS NIAGARA ( 1855 ). Am 22. April 1857 segelte das Schiff von New York los mit dem Ziel England wo es am 14. Mai in Gravesend ankam. Dort rüstete man die USS NIAGARA mit einem Kabel für den ersten transatlantischen Telegraphen aus. Dieses Kabel sollte zwischen Neufundland und Irland gelegt werden nach den Vorgaben von Matthew Fontaine Maury ( 14. Januar 1806 – 1. Februar 1873 ). Doch dieser erste Versuch war erfolglos. Mehrere Hundert Meilen westlich von Valentia, Irland entstand ein Kabelbruch und das Unternehmen war gescheitert. Am 20. November kehrte die USS NIAGARA nach New York zurück und Captain Hudson ließ das Schiff umgehend umrüsten für einen zweiten Versuch. In Plymouth kam die Fregatte am 8. März 1858 wieder an und man experimentierte bis zum 28. März auf hoher See mit dem englischen Schlachtschiff HMS AGAMEMMNON. Man legte dann einen Punkt im Ozean fest wo sich beide Schiffe treffen sollten um von dort aus in Richtung Heimatküste zu segeln. Dieser Tag des Rendezvous war dann der 29. Juli. Beide Schiffe lagen Heck an Heck und die Kabelenden wurden verspleißt. Am 5. August erreichte die USS NIAGARA die Insel Brills Mouth vor Neufundland und mit Booten schaffte man das Kabelende an Land. Noch am selben Tag erreichte die HMS AGAMEMMNON ihr Ziel. Queen Victoria ( 24. Mai 1819 – 22. Januar 1901 ) sandte am 16. August das erste Telegramm an US Präsident James Buchanan, Jr. ( 23. April 1791 – 1. Juni 1868 ). Captain Hudson wechselte danach bis 1862 als Befehlshaber an die Boston Navy Yard. Danach war er Inspekteur des dritten Leuchtturm Districts. Captain William Levereth Hudson starb am 15. Oktober 1862 in Brooklyn im Alter von 68 Jahren.

Vier Schiffe haben bei der USS Navy den Namen USS HUDSON getragen, doch davon trug nur der Zerstörer USS HUDSON ( DD-475 ) den Namen zu Ehren von Captain William Levereth Hudson.


USS HUDSON ( DD-475 )

Schiffsbiografie

Die USS HUDSON ( DD-475 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain William Levereth Hudson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 20. Februar 1942 der s40002Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Flaurence Oliphant Ward Hough ( 12. Dezember 1877 in New York – 28. September 1970 in New York ), Ehefrau von Rear Admiral Henry Hughes Hough ( 8. Januar 1871 in Saint Pierre And Miquelon – 9. September 1943 in Manhattan, New York ), taufte am 3. Juni 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Renwick Smedberg III. ( 28. September 1902 – 5. Oktober 1994 ) stellte am 13. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HUDSON entlang der US Ostküste bis zu der Marinebasis bei den Bermudas. Im Anschluss daran fuhr das Schiff nach Boston zurück. Dort überprüfte man den Schiffskörper und nahm noch einige Reparaturarbeiten vor. Nach dem Ausdocken eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois von New York aus bis zum Panamakanal. Im September wechselte die USS HUDSON nach Norfolk, Virginia. Hier rüstete man das Schiff vollständig aus und versetzte es zur Pazifikflotte. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 1. Oktober, fuhr der Zerstörer über die Fidshi Inseln, wo das Schiff aufgetankt wurde, zum Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Hier legte der Zerstörer am Abend des 6. Oktober an. Nach dem Bunkern von frischen Brennstoff legte der Zerstörer wieder ab und fuhr nach Espiritu Santo, New Hebrides, wo er in die Task Force 37 integriert wurde. Hier sollten die Schiffe der TF 37, 38 und 39 südwestlich von Espiritu Santo mehrere taktische Manöver durchführen. Für die Zerstörer in allen drei Task Force gab es feste Aufgaben, wohingegen der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) und andere große Kriegsschiffe innerhalb der drei Task Force wechselten. An diesen taktischen Manövern war der Flugzeugträger USS SARATOGA, der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS DENVER, USS COLUMBIA, USS SAN JUAN und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM ( DD-474 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STACK ( DD-406 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ) und USS FOOTE ( DD-511 ). Ziel dieses taktischen Manövers war es die Mannschaften der Schiffe auf den Angriff auf Bougainville, Nord Salomonen vorzubereiten. So begannen am 7. Oktober um 18:00 Uhr simulierte Torpedoangriffe. Am 8. Oktober wurden ab 00:00 Uhr Flugzeugangriffe in unterschiedlichen Entfernungen von Espiritu Santo aus simuliert. Am 9. Oktober folgten Angriffsattacken auf Flottenverbände und am 10. Oktober Schießübungen. Im Havannah Harbor legte der Zerstörer am 28. Oktober ab und fuhr nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nach der Ankunft in Tulagi, versetzte man das Schiff in die Task Force 31 die Rear Admiral Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) befehligte. Das Schiff beteiligte sich an der Operation „Shoestring II“. Neben der USS HUDSON befanden sich aus der DESRON 45 die Zerstörer USS FULLAM, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS BENNETT ( DD-473 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS TERRY ( DD-513 ) und USS BRAINE ( DD-630 ), aus der DESRON 22 USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Schnellen Minensuchern USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOURHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ) in der TF 31. Die Zerstörer hatten mehrere Aufgaben übertragen bekommen. Das fing mit der Sicherung von Truppentransportschiffen und Schnellen Truppentransportern an und hörte bei der Sicherung der Minensuchschiffe vor Cape Torokina, Bougainville auf. Die USS HUDSON fuhr am 30. Oktober von Port Purvis nach Lunga Point, Guadalcanal und eskortierte von dort aus zusammen mit den Zerstörern der DESRON 22 und DESRON 45 die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS HUDSON sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. An diesem Tag war die USS HUDSON an dem Abschuss mehrere japanischer Flugzeuge nicht beteiligt. Trotzdem konnten innerhalb von acht Stunden fast 14.000 Soldaten und 6.200 Tonnen Kriegsgerät entladen werden. Aber es befanden sich immer noch Soldaten und Kriegsmaterial auf den Transportschiffen und die Luftangriffe nahmen weiter zu. Um die Verluste so gering wie irgend möglich zu halten, entschloss man sich unverzüglich nach Tulagi zurück zu kehren. Die USS WALLER eskortierte dabei mit den Zerstörern USS PRINGLE und USS SAUFLEY diese amphibischen Schiffe nach Port Purvis. Die USS HUDSON und die anderen Zerstörer der TG sicherten diesen Schiffskonvoi vor weiteren Luftangriffen. Kurz vor Tulagi ereichten am 3. November auch diese Zerstörer um die USS BENNETT diesen Schiffskonvoi. Die Schiffe blieben hier bis zum 4. November für einen weiteren Aufenthalt in Tulagi liegen und füllten ihre Bunker und Magazine auf. Dann legte die USS HUDSON mit den Zerstörern USS BENNETT, USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY und USS WADSWORTH und den noch nicht vollständig entladenen amphibischen Truppentransportern wieder ab und fuhr zum Cape Torokina. Dort patrouillierte der Zerstörer in den folgenden Tagen um es japanischen Schiffe nicht zu ermöglichen weiteren Nachschub auf der Insel anlanden zu können. Nach der vollständigen Entladung der Truppentransporter und der amphibischen Schiffe, kehrten diese nach Port Purvis zurück. Die USS HUDSON blieb aber vor Cape Torokina und unterstützte mit seinen Schiffsgeschützen die angelandeten Soldaten. Am 8. November gab es einen erneuten schweren japanischen Luftangriff auf den amerikanischen Brückenkopf. Zusammen mit den Patrouillenbooten USS PT-170 und USS PT-169 schossen die Flugabwehrkanoniere zwei japanische Flugzeuge ab und konnten ein weiteres soweit beschädigen, dass dieses nur noch einen Fangschuss benötigte um in den Wellen des Meeres zu versinken. Die USS HUDSON blieb in den folgenden Tagen vor Cape Torokina und patrouillierte in der Kaiserin Augusta Bay. Diese Patrouillenfahrten unterbrach die USS HUDSON nur vom 15. bis zum 17. November und am 21. November wo der Zerstörer im Hafen von Tulagi zum Bunkern von frischen Treibstoff und Auffüllen der Munitionsmagazine lag. Außerdem eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen Transportschiffe zur Versorgung der Truppen auf Bougainville. Die nächsten Hafenbesuche waren vom 1. bis zum 5. Dezember und vom 7. bis zum 13. Dezember in Espiritu Santo von wo aus ebenfalls Transportschiffe zum Cape Torokina eskortiert wurden. Am 23. Dezember war die USS HUDSON vor Port Purvis auf der Suche nach einem feindlichen U-Boot, das aber nicht gefunden werden konnte. Anfang Januar 1944 musste die USS HUDSON zusammen mit der USS FULLAM zum Havannah Harbor, Efate fahren. Dort lag das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ) und der Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ). Hier nahm man an den Zerstörern mehrere Reparaturen vor. Gleich danach kehrte die USS HUDSON an die Westküste von Bougainville zurück. Dort bombardierte der Zerstörer am 25. Januar an der Mündung des Jaba Rivers zusammen mit anderen Zerstörern mehrere japanische Küstenbefestigungen. Ende Januar 1944 erhielten die ersten Kriegsschiffe der TF 31 Befehle zur Bombardierung japanischer Ziele auf Green Island, Neuguinea. Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson behielt die Befehlsgewalt über die Schiffe der TF 31. In dieser befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS CONWAY, USS EATON, USS PRINGLE, USS SIGOURNEY, USS GUEST, USS TERRY, USS BRAINE, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS WARRINGTON ( DD-383 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS NOA ( APD-24 ) sowie mehrere Panzerlandungsschiffe. Am 30. Januar eskortierten die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST und USS BENNETT aus der Task Group 31.8 die Schnellen Truppentransportschiffe USS WATERS, USS TALBOT und USS DICKERSON und zwei Patrouillenboote bis Green Island. An Bord dieser Schnellen Truppentransportschiffe befanden sich Soldaten des 30. neuseeländischen Bataillons, die Strände für eine spätere Landeoperation ausfindig machen sollten. Außerdem war ihre Aufgabe feindliche Stellungen auszukundschaften. Am 31. Januar schiffte man das Green Raider Detachment aus und am folgenden Morgen war die Aufnahme dieser Soldaten vorgesehen. Um 4:11 Uhr beobachtete man auf der USS FULLAM wie ein japanisches U-Boot sich zum Angriff auf diese Schnellen Truppentransportschiffe vorbereitete. Noch rechtzeitig konnte dieser Angriffsversuch vereitelt werden und die USS HUDSON und USS GUEST wurden hinzugezogen. Diese beiden Zerstörer begannen nun mehrere Wasserbomben auf die Umgebung, in dem das U-Boot getaucht war, abzuwerfen. Erst ein dritter Run der USS HUDSON brachte den Erfolg. Das japanische U-Boot I-171 war 15 Seemeilen westlich von Buka Island vernichtet worden. Anschließend kehrten die Zerstörer mit den Schnellen Truppentransportern und den beiden Patrouillenbooten nach Lunga Point, Guadalcanal zurück. Am 11. Februar vereinigten sich alle Schiffe der TF 31 und legten in Tulagi ab. Unterwegs vereinigten sich diese Schiffe mit denen der TF 38 und TF 39. Alle übernahmen sie die unterschiedlichsten Aufgaben. Die USS HUDSON blieb bei der Eskorte der Schnellen Truppentransporter. Das Einsatzgebiet vor Green Island erreichten die Schiffe am 15. Februar und sicherten die Entladung der Transportschiffe vor Luftangriffen und Angriffen von der See her. Die USS HUDSON blieb in den Gewässern der Nordsalomonen stationiert und wurde dann in die Task Undergroup 31.1.4 integriert, deren Schiffe im Hafen der Insel Vella Lavella lagen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS HUDSON USS FULLAM, USS GUEST und USS HALFORD ( DD-480 ) die die Schnellen Truppentransporter USS WARD ( APD-16 ) und acht weitere sicherten. Diese Schnellen Truppentransporter hatten die Soldaten der 3. neuseeländischen Division an Bord die von Major General Sir Harold Eric Barrowclough ( 23. Juni 1894 – 4. März 1972 ) kommandiert wurden. Die Schiffe der III. Amphibious Force, Task Force 31, befehligte Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson, dessen Flaggschiff war die USS HALFORD. Am 14. Februar verließen die Schiffe der TU 31.1.4 Vella Lavella und fuhren nach Green Island. Am Morgen des folgenden Tages erreichten die Schiffe Barahun, Green Island und begannen sofort mit dem Ausschiffen der Soldaten. Die Zerstörer sicherten derweil diese Aktion ab und beschossen die japanischen Küstenbefestigungen. Nach zwei Stunden waren alle 5.800 neuseeländischen Soldaten an Land. Gleich danach eskortierten die Zerstörer aus der TU 31.1.4 die Schnellen Truppentransporter nach Port Purvis. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 16. Februar ein. Hier wurden die Magazine und Treibstoffbunker der Zerstörer der DESRON 45 wieder aufgefüllt. Unter dem Kommando von Captain Earle legten die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BRAINE, USS BENNETT und USS ANTHONY am 23. Februar in Port Purvis ab und befanden sich am Abend des 24. Februar westlich von New Irland. Hier operierten die Kriegsschiffe gegen japanische Versorgungsschiffe und beschossen feindliche Küstenbefestigungen bei Rabaul, Neuguinea. In den folgenden drei Tagen operierten die Zerstörer südlich des japanischen Marinestützpunktes auf dem Atoll Truk, Karolinen. Das Atoll Truk war vom 17. und 18. Februar durch Trägerflugzeuge massiv bombardiert worden, wobei siebzig japanische Schiffe in den Fluten des Atolls versanken und der japanische Marinestützpunkt und große Teile der Insel fast vollständig zerstört wurden. Die Zerstörer der DESRON 45 sollten in diesen drei Tagen feststellen ob in dem feindlichen Marinestützpunkt sich wieder japanische Schiffe sammelten. Anschließend wurden Patrouillen im St. George Channel zwischen New Britain und New Irland zum Aufbringen japanischer Schiffe gefahren und auf japanische Küstenbefestigungen bei Kavieng, New Irland beschossen. Anfang März befand sich die USS HUDSON dann in Port Purvis. Dort blieb der Zerstörer zur Erholung der Besatzung einige Tage liegen. Doch dann begannen erneut die Patrouillenfahrten. Außerdem eskortierte der Zerstörer Nachschubkonvois von Tulagi aus zu den Nordsalomonen und zurück. Diese Aufgabe führte das Schiff bis Mitte April 1944 durch. Nach dem letzten eskortierten Schiffskonvoi fuhr der Zerstörer nach Australien. Die Schiffsbesatzung sollte sich bei einem kurzen Aufenthalt etwas erholen. Commander Richard Rockwell Pratt ( 17. Oktober 1914 – 25. Mai 2006, Kommandant der USS HUDSON, erhielt den Befehl sich unverzüglich mit dem Zerstörer nach Kwajalein, Marshall Islands zu begeben. Dort traf das Schiff am 8. Juni auf seinen neuen Verband. Man gliederte die USS HUDSON in die Task Undergroup 52.10.6, die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth ( 10. November 1886 – 7. August 1960 ) während der Operation „Forager“ kommandierte, ein. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS Pennsylvania ( BB-38 ) und USS IDAHO ( BB-42 ), der Leichte Kreuzer USS Honolulu ( CL-48 ) und die Zerstörer USS HUDSON, USS ANTHONY, USS WADSWORTH und USS WILLIAMSON ( DD-244 ) und der Schnelle Truppentransporter USS DICKERSON. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf den Schiffen auf und diese legten nach Abschluss dieser Arbeiten noch am selben Tag wieder ab. Das Ziel waren die nördlichen Marianen. Auf dem Weg dorthin wurden noch einige Übungen bei der Insel Roi-Namur im Kwajalein Atoll vorgenommen. Diese Insel verließen sie am 10. Juni. Vier Tage später befanden sich die Schiffe aus der Task Group 52.10 vor Saipan und begannen mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Der amphibische Landungsangriff auf Saipan begann am 15. Juni. Die USS HUDSON unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen, wie auch alle anderen Schiffe der TU die Angriffsbemühungen des V. Amphibischen Corps. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 52.10 Saipan und wechselten auf ihre vorgegebene Position Nordöstlich von Tinian. Von dort aus fuhren sie zum Orote Point auf Guam und beschossen feindliche Stellungen. Mehrere Schiffe der TG 52.10 wechselten am 17. Juni in die neuaufgestellte Task Group 58.7. Diese TG befehligte Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) und in ihr befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS INDIANA ( BB-58 ) USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS HUDSON, USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS CONYNGHAM, USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und am 19. und 20. Juni tobte die Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen. Die Amerikaner versuchten damit die Sicherung der Landeoperationen auf Saipan und den anderen Inseln der Marianen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Die Schiffe der TG 58.7 wurden während der Schlacht zur Abwehr von mehreren japanischen Luftangriffen auf die Fast Carrier Task Force eingesetzt, welche Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte. Die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer sollten nach dieser Schlacht wie von einem Tontaubenschießen erzählen, das sie durch die japanischen Flugzeugpiloten erlebten. Diese japanischen Piloten waren nicht genügend auf solch einen Kampf ausgebildet und vorbereitet worden. Während der zweitägigen Schlacht wurden drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt und 476 Kampfflugzeuge abgeschossen. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Zu Beginn dieser Schlacht am 19. Juni war der Abwehrriegel der amerikanischen Zerstörer gegen die japanischen Flugzeuge so groß, so dass mehrere Zerstörer von den eigenen Schiffen getroffen wurden. Unter anderem auch die USS HUDSON, wobei die Treffer nur kleinere Schäden verursachten. Allerdings konnten die Flugabwehrkanoniere der USS HUDSON am ersten Tag der Schlacht zwei japanische Trägerflugzeuge abschießen. Vier massive Angriffswellen flogen die feindlichen Piloten auf die amerikanischen Träger und konnten immer wieder abgewiesen werden. Nach der Schlacht, am 21. Juni, erhielten die Schiffe der TG 58.7 frischen Treibstoff. Zwei Tage später erschienen die Schiffe der Task Undergroup 16.7.11 für eine erneute Treibstoffübergabe und am 24. Juni wechselten alle Zerstörer der TG 58.7 zur Task Force 52 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS HUDSON in der Task Undergroup 52.17.8 die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) vom 27. Juni bis zum 7. Juli während der Operation „Forager“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS, USS SAN FRANCISCO und USS NEW ORLEANS sowie die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS TERRY und USS WADSWORTH. Die Schiffe der TU lagen vor Saipan und deckten die anderen Schiffseinheiten vor japanischen Luft- und Unterwasserangriffen. Die TU 52.17.8 löste man am 7. Juli wieder auf. Die USS HUDSON beteiligte sich an Patrouillen- und Eskortierfahrten, wechselte wieder zur Task Group 52.10 und half ab dem 21. Juli beim Bombardement japanischer Stellungen auf Guam. Die Invasion begann am 24. Juli. Die USS HUDSON sicherte mit den anderen Schiffen der TG die Bildung eines Brückenkopfes. Anschließend patrouillierten die Zerstörer in den Gewässern rund um Guam und bildeten für andere Schiffskonvois den Begleitschutz. In diesen Tagen konnten die Flugabwehrkanoniere ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Außerdem rettete die Besatzung drei amerikanischen und einem japanischen Piloten das Leben und fischten diese aus dem Ozean. Für die Rückführung der Kriegsschiffe aus den eroberten Gewässern rund um die nördlichen Marianen, bildete man die Task Undergroup 53.15.10 die Captain Edmund Battelle Taylor, Sr. ( 4. April 1904 – 30. April 1973 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS BENNETT, USS FULLAM, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS TERRY und USS SELFRIDGE ( DD-357 ) sowie mehrere Transportschiffe unter denen sich die SS CLAREMONT VICTORY befand. Am 10. August verließen diese Schiffe die Gewässer um Guam und fuhren zum Atoll Eniwetok. In dem dortigen Hafen liefen sie am 13. August ein. Drei Tage lang blieb die USS HUDSON dort vor Anker liegen. Am 16. August verließ der Zerstörer diese Inselgruppe und fuhr nach Tulagi in den Port Purvis. Hier gliederte man die USS HUDSON in die Task Group 32.12 ein die Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der TU 32.12.2 die Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 – 17. November 1980 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS HUDSON und USS FULLAM. Am 29. August stachen die Kriegsschiffe der Task Group 32.12 in See und fuhren zum Cape Esperance, Guadalcanal. Dort wurden die Ladungsoperationen durch die Schiffe der Task Group 32.2 geprobt. Die Schiffe der TG 32.12 unterstützten am folgenden Tag diese Landeoperationen mit ihren Schiffsgeschützen und kehrten nach wenigen Stunden des Scheingefechtes nach Tulagi zurück. Dort wurden die Munitionsvorräte wieder aufgefüllt. Am 31. August legten die Schiffe der TG 32.12 wieder ab und begannen mit ihrem Übungsschießen. Auch am 1. September wurden vor Cape Esperance Übungsschießen durchgeführt, nur das anschließend die Schweren Kreuzer zur Task Force 35 wechselten. Diese kehrten allerdings zwei Tage später wieder zur TF 32 zurück. Die Zerstörer der Task Group 32.12 legten am 1. September in Port Purvis wieder an und wurden auf die kommenden Kämpfe vor Peleliu und Angaur vorbereitet. Unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf bildete man mit der Task Group 32.5 die Palau Bombardement & Fire Support Group. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE, USS PENNSLVANIA, USS IDAHO und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS, USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS DENVER, USS COLUMBIA und USS HONOLULU ( CL-48 ), die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Zerstörer und Minensucher USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Ab dem 11. September gliederte man die USS HUDSON wieder in die Task Group 32.12 ein. Diese befehligte erneut Rear Admiral Howard Fithian Kingman. In der TG befand sich das Schlachtschiff USS TENNESSEE, der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS CLEVELAND und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD und USS BENNETT und die Schnellen Truppentransporter USS NOA, USS GEORGE E BADGER und USS RATHBURNE ( APD-25). Es wurden in den folgenden Stunden japanische Küstenbefestigungen auf Peleliu und Angaur beschossen. Hier gliederte man die Schiffe wieder in ihre vorherigen Task Undergroups.
Die Task Undergroup 32.12.1, befehligt von Rear Admiral Kingman, hatte die Aufgabe die drei Schnellen Truppentransporter so nah wie nur möglich an die Küste zu bringen und zu beschützen, damit die darauf befindlichen Underwater Demolition Teams in der Anlandundszone die dort befindlichen Hindernisse beseitigen konnten. Die Schiffe der TU 32.12.2, die Rear Admiral Robert Ward Hayler befehligte, sollten dabei die anderen Kreuzer und Zerstörer unterstützen. Die Schiffe der TG näherten sich am 12. September kurz nach Mitternacht der Anlandungszone. Gegen 3:50 Uhr kollidierte dabei die USS FULLAM mit dem Schnellen Truppentransporter USS NOA rund 14 Seemeilen östlich von Peleliu. Sieben Stunden später sank der Schnelle Truppentransporter. Trotz dieses Unglücks beschossen die Schiffe der TG 32.12 am 13. und 14. September feindliche Stellungen auf Peleliu und Angaur. Am 14. September begann dann die Landung auf Peleliu und am 17. September auf Angaur. Am 14. September beschossen die Schiffe der TG 32.12 noch feindliche Küstenbefestigungen auf Peliliu und unterstützten damit die Landeoperation, lagen aber schon am Morgen des 15. September vor Angaur und bombardierten dort japanische Stellungen. Vor der Landeoperation auf Angaur wurde die TG 32.12 aufgelöst und integrierte sich wieder in die TG 32.5. Die Schiffe patrouillierten in den Gewässern rund um die Palau Inseln und ließen keinen japanischen Nachschub durch. Bis zum 25. September blieb die USS HUDSON in den Gewässern, danach fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbor, wo er für die Betankung am 4. Oktober anlegte. Noch am selben Tag legte das Schiff wieder ab und fuhr über Pearl Harbor in die Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien. Hier unterzog sich der Zerstörer vom 18. Oktober bis zum 7. Dezember einer intensiven Überholung. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten stach die USS HUDSON am 7. Dezember in See und fuhr nach Pearl Harbor. Sechs Tage später legte der Zerstörer dort an und wurde bis in den Januar 1945 als Schulschiff verwendet. Die Ausbildung der Besatzungsmitglieder für andere Zerstörer erfolgte an den Geschützen und für die eigene Besatzung beim Zielschießen. Mitte Januar verließ die USS HUDSON wieder Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier bereitete man das Schiff und die Besatzung auf die kommenden Kämpfe vor Iwo Jima vor. Am 16. Februar verließ der Zerstörer zusammen mit anderen Schiffen das Atoll und fuhr nach Iwo Jima, wo die Kämpfe um diese Insel schon im vollen Gange waren. Ab dem 19. Februar übernahm die USS HUDSON ihren vorgegebenen Radarvorposten zur Sicherung des Luftraumes. Bis zum 6. März behielt der Zerstörer seine Position bei. Das Schiff verließ an diesem Tage wieder Iwo Jima, da die Kämpfe um die Insel abgeschlossen waren, und fuhr in Richtung Ulithi. Auf dem Weg dorthin, wurden am 8. März acht überlebende Besatzungsmitglieder einer über See abgestürzten B 29 Superfortress aus dem Wasser gerettet. Diese Piloten mussten nach Saipan gebracht werden wo sie stationiert waren. Die USS HUDSON fuhr über die Nördlichen Marianen dann nach Ulithi weiter und legte dort am 13. März an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und verließ sofort wieder das Atoll. Das neue Ziel des Zerstörers hieß San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Hier füllte man die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker wieder auf und gliederte den Zerstörer in die Task Force 55 ein die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dort in der San Pedro Bay, wurden vom 14. bis zum 21. März mehrere Übungen der Schiffe aus dieser TF durchgeführt, woran sich die USS HUDSON an den letzten Tagen noch beteiligen konnte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS BENNETT, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS PUTNAM ( DD-757 ) und USS ROOKS ( DD-804 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor und legten am 27. März ab. Die Schiffe der TF 55 fuhren nach Okinawa. Dort trafen sie am 1. April ein und beteiligten sich bei der Unterstützung der Landungskräfte und bauten eine Radarvorpostenkette zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen auf. Hier versetzte man die USS HUDSON noch am 1. April in die Task Group 51.5, die für die Überwachung der Transport- und Versorgungsschiffe während der Operation „Iceberg“ verantwortlich war und von Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 – 1. Oktober 1974 ) befehligt wurde. In der TG 51.5 befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM USS GUEST, USS ANTHONY, USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS LANG ( DD-399 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS COLHOUN ( DD-801 ), USS BRYANT ( DD-556 ), USS DALY ( DD-519 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS LITTLE ( DD-803 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DREXLER ( DD-741 ) und USS STORMES ( DD-780 ), die Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ) und USS HARRY F BAUER ( DM-26 ), der Zerstörer und Minensucher USS HOBSON ( DMS-26 ), das amphibische Kommandoschiff USS BISCAYNE ( AGC-18 ) und die Geleitzerstörer USS BRIGHT ( DE-747 ) und USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe anderer Task Force rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. So befand sich die USS HUDSON am 5. April zwölf Seemeilen Westlich von Kumeshima, Okinawa Gunto während der Luftüberwachung und erhielt um 3:45 Uhr einen Kontakt von einem feindlichen U-Boot. Commander Pratt ließ den Zerstörer näher an diesen Kontakt heranmanövrieren um dann eine Granate aus dem vorderen Geschützturm auf dieses Ziel abzugeben. Damit zwang er das U-Boot zum Tauchen. Allerdings ging auch der Kontakt verloren. Nur durch das Sonar fand man ihn wieder und man begann mit dem ersten Wasserbombenangriff. Die Jagd auf das japanische U-Boot RO-49 dauerte sechs Stunden. Sechs Wasserbombenagriffe wurden gegen das feindliche U-Boot geführt um es zu vernichten. Die Ausdauer der Besatzung wurde belohnt. Bei den Koordinaten 26° 22’ Nord und 126° 30’ Ost konnte man eine Unterwasserdetonation wahrnehmen. Alle 79 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kamen dabei ums Leben. Die Radarvorpostenschiffe waren von den Kamikazepiloten als Hauptziel ausgemacht worden. Daher stürzten sie sich fast immer zuerst auf diese Schiffe damit die frühzeitige Lufterkennung auseinander brechen sollte. Solch einen Kamikazeangriff war die USS HUDSON am 22. April ausgesetzt, da befand sich das Schiff 50 Seemeilen Nordwestlich von Zampamisaki, Okinawa. Ein japanischer Pilot stürzte sich mit seiner Maschine auf den Zerstörer, konnte ihn aber nicht treffen und stürzte getroffen ins Meer. Nur ein Besatzungsmitglied des Zerstörers wurde während dieses Angriffs leicht verletzt. Die USS HUDSON blieb weiterhin auf ihren Sicherungsposten unterwegs. Da schlug am 4. Mai ein Kamikazepilot auf dem Geleitflugzeugträger USS SANGAMON ( CVE-26 ) auf das Flugdeck auf. Der Träger stand sofort in Flammen wegen des ausgelaufenen Flugbenzins. Die Besatzung des Trägers versuchte mit allen Mitteln das Schiff zu retten. Die USS HUDSON war gerade in der Nähe und fuhr zu dem brennenden Träger. Obwohl die Munition auf dem Träger explodierte ging der Zerstörer dreimal längsseits um insgesamt sechzehn Feuerwehrschläuche auszubringen damit das Feuer gelöscht werden konnte. Durch das überhängende Flugdeck des Trägers wurden die Aufbauten des Zerstörers dabei erheblich beschädigt. Nachdem man sich auf dem Flugdeck wieder bewegen konnte, schoben Besatzungsmitglieder des Geleitflugzeugträgers ein brennendes Flugzeug über Bord. Große Teile dieses Wracks fielen dabei auf das Heck der USS HUDSON wo die Wasserbomben lagerten. Nachdem das Feuer auf der USS SANGAMON unter Kontrolle war, war der Zerstörer ebenfalls schwer beschädigt. Beide Schiffe mussten nach Kerama Retto geschleppt werden, wo erste Reparaturen vorgenommen wurden. Am 10. Mai verließ die USS HUDSON die schwimmenden Trockendocks und fuhr nach Guam. Dort konnten die Reparaturen erfolgreicher ausgeführt werden. Gleich nach der Beendigung dieser Reparaturarbeiten kehrte der Zerstörer am 22. Juni nach Okinawa zurück und fu7hr mit den Schiffen der 3. US Flotte zum Atoll Eniwetok. Im Gebiet der Marshall Island übernahm das Schiff den Konvoi- und Geleitdienst. Doch Ende August, der Zweite Weltkrieg war durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August beendet, eskortierte der Zerstörer einen Schiffskonvoi zu den Aleuten. Von dort aus fuhr das Schiff gleich in die Bucht von Tokyo weiter, wo es am 8. September anlegte. Doch die USS HUDSON blieb nicht lange hier liegen und wechselte nach Alaska. Der Zerstörer beteiligte sich an der Operation Magic Carpet. An Bord des Schiffes wurden so viele Kriegsveteranen genommen wie nur irgend möglich war. Der Zerstörer legte anschließend ab und fuhr an die US Westküste. Nach dem Ausschiffen der Soldaten fuhr die USS HUDSON in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Hier bereitete man den Zerstörer für die Außerdienststellung vor und rüstete das Schiff ab. Anschließend wechselte es nach San Diego, wo es am 15. März 1946 anlegte. Die Außerdienststellung erfolgte am 31. Mai 1946. Gleichzeitig versetzte man den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte. Im Januar 1947 schleppte man das Schiff in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien zum einmotten. Der Name USS HUDSON ( DD-475 ) wurde am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste gestrichen und am 27. November 1973 verkaufte man den Schiffskörper zur Verschrottung.


USS HUDSON ( DD-475 )
Commanding Officer

CDR William Renwick Smedberg III    13. April 1943 – 23. Dezember 1943 (erreichter Rang VADM)
CDR Richard Rockwell Pratt         23. Dezember 1943 – 1. August 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Raphael Andrew Zoeller         1. August 1945 – 31. Mai 1946

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