USS FULLAM ( DD-474 )

USS FULLAM ( DD-474 )

Biografie

William Free Fullam
* 20. Oktober 1855 in Pittsford, New York
† 23. September 1926 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Weltkriegs

William Free Fullam absolvierte 1877 die United States Naval Academy in Annapolis erfolgreich. In seiner langen Karriere hielt er zahlreiche Kommandos. So 1904 über die Barke USS CHESAPEAKE ( 1898 ) die als Schulschiff diente. 1909 übernahm er das Kommando über das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-23 ). Am 7. Februar 1914 übernahm Captain Fullam als Superintendent die US Navy Acydemy in Annapolis. Am 20. September 1915 übergab er dieses Amt an Captain Edward Walter Eberle ( 17. August 1864 – 6. Juli 1929 ). Da hatte Fullam den Rang eines Rear Admirals erhalten. Im Ersten Weltkrieg erhielt Rear Admiral Fullam das Kommando über die Reserve Force und der Patrol Force der Pazifikflotte. Während der Abwesenheit des Oberkommandierenden der Pazifikflotte Rear Admiral William Banks Caperton ( 30. Juni 1855 – 12. Dezember 1941 ), dieser kommandierte ein Geschwader an der Ostküste Südamerikas, leitete Fullam die Flotte kommissarisch. Für diese verantwortliche Position erhielt er nach dem Krieg das Navy Cross verliehen. Anfang 1918 besuchte der japanische Vizeadmiral Kantaro Suzuki ( 18. Januar 1868 – 17. April 1948 ), der spätere 42. Premierminister Japans vom 7. April bis zum 17. August 1945, mit den Kreuzern ASAMA und IWATE San Francisco. Nachdem er von Rear Admiral die Erlaubnis erhalten hatte in den Hafen einlaufen zu dürfen, gab er für Fullam ein Festessen. Am 8. Oktober 1919 trat Rear Admiral William Free Fullam in seinen Ruhestand un verstarb am 23. September 1926 in Washington DC.


USS FULLAM ( DD-474 )

Schiffsbiografie

Die USS FULLAM ( DD-474 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Free Fullam benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 10. Dezember 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mariana F. Welch, Enkelin von Rear Admiral William Free Fullam, taufte am 16. April 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Henry Chesley Daniel ( 19. Oktober 1903 – 1987 ) stellte am 2. März 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, begann die USS FULLAM entlang der US Ostküste mehrere Schiff zu eskortieren. Anschließend rüstete man das Schiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 20. Juni durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 28. Juni im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff legte die USS FULLAM wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hawaiianischen Gewässern unterzog sich die Besatzung des Zerstörers einer intensiven Ausbildung die über einen Monat dauerte. In den ersten Tagen des Monats August stieß das Schwesterschiff USS GUEST ( DD-472 ) dazu. Am 19. August stachen die USS FULLAM und USS GUEST wieder in See und verließen Pearl Harbor. Das Ziel war der Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Auf dem Weg dorthin legten die Zerstörer in Suva, Fidji Islands an und erreichten am Abend des 29. August Efate. Hier gliederte man die USS FULLAM in die 3. US Flotte ein. Man integrierte den Zerstörer in die Task Force 38 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 – 27. Juli 1957 ) befehligte. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS PHILIP ( DD-498 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD- 408 ), USS BENNETT ( DD-473 ) und USS ANTHONY ( DD-515 ). Diese Schiffe sollten zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 39 und Task Force 37 mehrere Trainingsoperationen vor den Inseln der New Hebrides durchführen die für die kommenden Kämpfe um die Westsalomonen angesetzt worden waren. Dazu verließen die Schiffe der TF 38 Efate und fuhren zur Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Die Schiffe der TF 39 befehligte Rear Admiral Aaron Stanton Merrill ( 26. März 1890 – 28. Februar 1961 ). In der TF 39 befanden sich die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ) und USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS CONVERSE ( DD-509 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RADFORD ( DD-446 ) und USS JENKINS ( DD-447 ) und in der TF 37 die Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ) und USS COLORADO ( BB-45 ), der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ) und die Zerstörer USS McCALLA ( DD-488 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS LARDNER ( DD-487 ) und USS BUCHANAN ( DD-484 ). Am 31. August um 15:00 Uhr formierten sich die Schiffe aller drei Task Forces und verließen geschlossen Espiritu Santo. Zwei Stunden später simulierte man mit der TF 39 eine Formationsfahrt während einer nächtlichen Angriffsattacke und um 21.00 Uhr verließen die Schiffe der Task Forces 38 und 37 wieder den Schauplatz. In den folgenden drei Tagen wurden Schießübungen und Formationsfahrten mit den Schiffen der drei Task Forces. Am Morgen des 4. September verließen die Schiffe der TF 38 Espiritu Santo und fuhren zu den Santa Cruz Inseln, Ostsalomonen. Dort wurden mehrere japanische Küstenbefestigungen bombardiert. Anschließend kehrten die Schiffe um und fuhren nach Efate, wo sie am Abend im Havannah Harbor anlegten. Die USS FULLAM legte am 6. September erneut ab und eskortierte seinen ersten Schiffskonvoi von Efate aus nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Bis zum 28. Oktober sollte der Zerstörer mit einer Ausnahme weitere Schiffskonvois zwischen den Inselgruppen eskortieren. Diese eine Ausnahme waren taktische Manöver die die Schiffe der TF 37, 38 und 39 südwestlich von Espiritu Santo durchführten. Dazu fuhr die USS FULLAM am 6. Oktober nach Espiritu Santo, wo sie in die Task Force 37 integriert wurde. Für die Zerstörer in allen drei Task Force gab es feste Aufgaben, wohingegen der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) und andere große Kriegsschiffe innerhalb der Task Force wechselten. An diesen taktischen Manövern war der Flugzeugträger USS SARATOGA, der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS DENVER, USS COLUMBIA, USS SAN JUAN und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS FULLAM, USS ANTHONY, USS HUDSON, USS FARENHOLT, USS WILSON, USS STACK, USS LARDNER ( DD-487 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ) und USS FOOTE ( DD-511 ). Ziel dieses taktischen Manövers war es die Mannschaften der Schiffe auf den Angriff auf Bougainville, Nord Salomonen vorzubereiten. So begannen am 7. Oktober um 18:00 Uhr simulierte Torpedoangriffe. Am 8. Oktober wurden ab 00:00 Uhr Flugzeugangriffe in unterschiedlichen Entfernungen von Espiritu Santo aus simuliert. Am 9. Oktober folgten Angriffsattacken auf Flottenverbände und am 10. Oktober Schießübungen. Im Havannah Harbor legte der Zerstörer am 28. Oktober ab und fuhr nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nach der Ankunft in Tulagi, versetzte man das Schiff in die Task Force 31 die Rear Admiral Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) befehligte. Das Schiff beteiligte sich an der Operation „Shoestring II“. Neben der USS FULLAM befanden sich aus der DESRON 45 die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ) und USS WADSWORTH ( DD-516 ), aus der DESRON 22 USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Schnellen Minensuchern USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOURHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ) in der TF 31. Die Zerstörer hatten mehrere Aufgaben übertragen bekommen. Das fing mit der Sicherung von Truppentransportschiffen und Schnellen Truppentransportern an und hörte bei der Sicherung der Minensuchschiffe vor Cape Torokina, Bougainville auf. Die USS FULLAM fuhr am 30. Oktober von Port Purvis nach Lunga Point, Guadalcanal und eskortierte von dort aus zusammen mit den Zerstörern der DESRON 22 und DESRON 45 die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS FULLAM sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. Dabei geschah es, dass der Zerstörer rund dreizehn Seemeilen Südwestlich von Cape Torokina eine Grundberührung hatte. Das Schadensbegrenzungsteam wurde umgehend für eine Schadensanalyse in die unteren Regionen des Schiffes geschickt, aber die FULLAM hatte noch mal Glück im Unglück gehabt. Innerhalb von acht Stunden wurden 14.000 Soldaten und 6.200 Tonnen Kriegsgerät von den Transportschiffen entladen. Aber es befanden sich immer noch Soldaten und Kriegsmaterial auf diesen und die Luftangriffe nahmen zu. Um die Verluste so gering wie irgend möglich zu halten, entschloss man sich unverzüglich nach Tulagi zurück zu kehren. Die USS WALLER eskortierte dabei mit den Zerstörern USS PRINGLE und USS SAUFLEY diese amphibischen Schiffe nach Port Purvis. Die USS FULLAM und die anderen Zerstörer sicherten diesen Schiffskonvoi vor weiteren Luftangriffen. Kurz vor Tulagi ereichten am 3. November auch die anderen Zerstörer um die USS FULLAM diesen Schiffskonvoi. Die Schiffe blieben hier bis zum 4. November für einen weiteren Aufenthalt in Tulagi liegen und füllten ihre Bunker und Magazine auf. Dann legte die USS FULLAM mit den Zerstörern USS HUDSON, USS GUEST, USS BENNETT, USS ANTHONY und USS WADSWORTH und den noch nicht vollständig entladenen amphibischen Truppentransportern wieder ab und fuhr zum Cape Torokina. Dort patrouillierte der Zerstörer in den folgenden Tagen um es japanischen Schiffe nicht zu ermöglichen weiteren Nachschub auf der Insel anlanden zu können. Für das Bunkern von frischem Treibstoff und neuer Munition sowie der Eskorte von weiteren Nachschubschiffen nach Bougainville legte die USS FULLAM im Port Purvis am 6. November, vom 15. bis zum 17. November und am 21. November an. In den Tagen in denen der Zerstörer diese Transportschiffe begleitete, gab es immer wieder feindliche Luftangriffe. Am 3. Dezember erhielt Commander William Daniel Kelly ( 9. Oktober 1910 – 10. September 1983 ), Kommandant der USS FULLAM, den Befehl am Morgen des folgenden Tages zusammen mit den anderen Zerstörern der DESRON 45 japanische Küstenartilleriestellungen bei Motupene Point, Bougainville zu vernichten. Anschließend folgten weitere Patrouillen- und Eskortierfahrten. Anfang Januar 1944 musste die USS FULLAM zusammen mit der USS HUDSON zum Havannah Harbor, Efate fahren. Dort lag das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ) und der Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ). Hier nahm man an den Zerstörern mehrere Reparaturen vor. Gleich danach kehrte die USS FULLAM an die Westküste von Bougainville zurück. Dort bombardierte der Zerstörer am 25. Januar an der Mündung des Jaba Rivers zusammen mit anderen Zerstörern mehrere japanische Küstenbefestigungen. Ende Januar 1944 erhielten die ersten Kriegsschiffe der TF 31 Befehle zur Bombardierung japanischer Ziele auf Green Island, Neuguinea. Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson behielt die Befehlsgewalt über die Schiffe der TF 31. In dieser befanden sich die Zerstörer USS FULLAM, USS CONWAY, USS EATON, USS PRINGLE, USS SIGOURNEY, USS GUEST, USS BENNETT, USS HUDSON, USS TERRY, USS BRAINE, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS WARRINGTON ( DD-383 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS NOA ( APD-24 ) sowie Panzerlandungsschiffe. Am 30. Januar eskortierten die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS BENNETT und USS HUDSON aus der Task Group 31.8 die Schnellen Truppentransportschiffe USS WATERS, USS TALBOT und USS DICKERSON und zwei Patrouillenboote bis Green Island. An Bord dieser Schnellen Truppentransportschiffe befanden sich Soldaten des 30. neuseeländischen Bataillons die Strände für eine spätere Landeoperation ausfindig machen sollten. Außerdem war ihre Aufgabe feindliche Stellungen auszukundschaften. Nach der Erfolgreichen Markierung solcher Landestreifen wurden die Soldaten wieder an Bord genommen. Dabei beobachtete man auf der USS FULLAM wie ein japanisches U-Boot sich zum Angriff auf diese Schnellen Truppentransportschiffe vorbereitete. Noch rechtzeitig konnte dieser Angriffsversuch vereitelt werden und die USS GUEST und USS HUDSON wurden hinzugezogen. Diese beiden Zerstörer begannen nun mehrere Wasserbomben auf die Umgebung, in dem das U-Boot getaucht war, abzuwerfen. Erst ein dritter Run der USS HUDSON brachte den Erfolg. Das japanische U-Boot I-171 war 15 Seemeilen westlich von Buka Island vernichtet worden. Anschließend kehrten die Zerstörer mit den Schnellen Truppentransportern und den beiden Patrouillenbooten nach Lunga Point, Guadalcanal zurück. Am 11. Februar vereinigten sich alle Schiffe der TF 31 und legten in Tulagi ab. Unterwegs vereinigten sich diese Schiffe mit denen der TF 38 und TF 39. Alle übernahmen sie die unterschiedlichsten Aufgaben. Die USS FULLAM blieb bei der Eskorte der Schnellen Truppentransporter. Das Einsatzgebiet vor Green Island erreichten die Schiffe am 15. Februar und sicherten die Entladung der Transportschiffe vor Luftangriffen und Angriffen von der See her. Die USS FULLAM blieb in den Gewässern der Nordsalomonen stationiert und wurde dann in die Task Undergroup 31.1.4 integriert, deren Schiffe im Hafen der Insel Vella Lavella lagen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HUDSON und USS HALFORD ( DD-480 ) die die Schnellen Truppentransporter USS WARD ( APD-16 ) und acht weitere sicherten. Diese Schnellen Truppentransporter hatten die Soldaten der 3. neuseeländischen Division an Bord die von Major General Sir Harold Eric Barrowclough ( 23. Juni 1894 – 4. März 1972 ) kommandiert wurden. Die Schiffe der III. Amphibious Force, Task Force 31, befehligte Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson, dessen Flaggschiff war die USS HALFORD. Am 14. Februar verließen die Schiffe der TU 31.1.4 Vella Lavella und fuhren nach Green Island. Am Morgen des folgenden Tages erreichten die Schiffe Barahun, Green Island und begannen sofort mit dem Ausschiffen der Soldaten. Die Zerstörer sicherten derweil diese Aktion ab und beschossen die japanischen Küstenbefestigungen. Nach zwei Stunden waren alle 5.800 neuseeländischen Soldaten an Land. Gleich danach eskortierten die Zerstörer aus der TU 31.1.4 die Schnellen Truppentransporter nach Port Purvis. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 16. Februar ein. Hier wurden die Magazine und Treibstoffbunker der Zerstörer der DESRON 45 wieder aufgefüllt. Unter dem Kommando von Captain Earle legten die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS HUDSON, USS BRAINE, USS BENNETT und USS ANTHONY am 23. Februar in Port Purvis ab und befanden sich am Abend des 24. Februar westlich von New Irlands. Hier operierten die Kriegsschiffe gegen japanische Versorgungsschiffe und beschossen feindliche Küstenbefestigungen bei Rabaul, Neuguinea. So konnte die USS HALFORD zusammen mit der USS BENNETT in der Nacht zum 25. Februar zwei japanische Küstenschiffe versenken und ein Patrouillenboot schwer beschädigen. In den folgenden drei Tagen operierten die Zerstörer südlich des japanischen Marinestützpunktes auf dem Atoll Truk, Karolinen. Das Atoll Truk war vom 17. und 18. Februar durch Trägerflugzeuge massiv bombardiert worden, wobei siebzig japanische Schiffe in den Fluten des Atolls versanken und der japanische Marinestützpunkt und große Teile der Insel fast vollständig zerstört wurden. Die Zerstörer der DESRON 45 sollten in diesen drei Tagen feststellen ob in dem feindlichen Marinestützpunkt sich wieder japanische Schiffe sammelten. Anschließend wurden Patrouillen im St. George Channel zwischen New Britain und New Irland zum Aufbringen japanischer Schiffe gefahren und auf japanische Küstenbefestigungen bei Kavieng, New Irland beschossen. Anfang März befand sich die USS FULLAM dann in Port Purvis. Dort blieb der Zerstörer zur Erholung der Besatzung einige Tage liegen. Am Abend des 14. März gliederte man den Zerstörer in die Task Group 39. 2 ein die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS WADSWORTH USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS TRATHEN ( DD-530 ) und USS HEERMANN ( DD-532 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten aus der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation gebaut werden. Gleich im Anschluss an der Eroberung von Emirau Island, führte die USS FULLAM weitere Patrouillenfahrten durch und eskortierte Nachschubkonvois von Tulagi aus zu den Nordsalomonen und zurück. Anschließend führte die USS GUEST Diese Aufgabe behielt das Schiff bis Mitte Mai 1944 bei. Nach dem letzten eskortierten Schiffskonvoi im Mai, fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor. Hier gliederte man die USS FULLAM am 29. Mai in die Task Undergroup 52.10.8, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) während der Operation „Forager“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), der Leichte Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS BENNETT und USS WADSWORTH. Noch am selben Tag legten diese Schiffe in Pearl Harbor ab und fuhren zu dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am Morgen des 8. Juni. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf den Schiffen auf. Diese legten nach Abschluss dieser Arbeiten noch am selben Tag wieder ab. Das Ziel waren die nördlichen Marianen. Auf dem Weg dorthin wurden noch einige Übungen bei der Insel Roi-Namur im Kwajalein Atoll vorgenommen. Diese Insel verließen sie am 10. Juni. Vier Tage später befanden sich die Schiffe aus der Task Group 52.10 vor Saipan und begannen mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Der amphibische Landungsangriff auf Saipan begann am 15. Juni. Die USS FULLAM unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen, wie auch alle anderen Schiffe der TU die Angriffsbemühungen des V. Amphibischen Corps. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 52.10 Saipan und wechselten auf ihre vorgegebene Position Nordöstlich von Tinian. Von dort aus fuhren sie zum Orote Point auf Guam und beschossen dort feindliche Stellungen. Mehrere Schiffe der TG 52.10 wechselten am 17. Juni in die neuaufgestellte Task Group 58.7. Diese TG befehligte Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) und in ihr befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS INDIANA ( BB-58 ) USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS HUDSON, USS BENNETT, USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und am 19.und 20. Juni tobte die Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen. Die Amerikaner versuchten damit die Sicherung der Landeoperationen auf Saipan und den anderen Inseln der Marianen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Die Schiffe der TG 58.7 wurden während der Schlacht zur Abwehr von mehreren japanischen Luftangriffen auf die Fast Carrier Task Force eingesetzt, welche Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte. Die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer sollten nach dieser Schlacht wie von einem Tontaubenschießen erzählen, das sie durch die japanischen Flugzeugpiloten erlebten. Diese japanischen Piloten waren nicht genügend auf solch einen Kampf ausgebildet und vorbereitet worden. Während der zweitägigen Schlacht wurden drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt und 476 Kampfflugzeuge abgeschossen. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Die Flugabwehrkanoniere der USS FULLAM konnten am ersten Tag der Schlacht mehrere japanische Trägerflugzeuge abschießen. Nach der Schlacht, am 21. Juni, erhielten die Schiffe der TG 58.7 frischen Treibstoff. Zwei Tage später erschienen die Schiffe der Task Undergroup 16.7.11 für eine erneute Treibstoffübergabe und am 24. Juni wechselten alle Zerstörer der TG 58.7 zur Task Force 52 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS FULLAM in der Task Undergroup 52.17.8 die Rear Admiral Charles Turner Joy vom 27. Juni bis zum 7. Juli während der Operation „Forager“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS, USS SAN FRANCISCO und USS NEW ORLEANS sowie die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS TERRY und USS WADSWORTH. Die Schiffe der TU lagen vor Saipan und deckten die anderen Schiffseinheiten vor japanischen Luft- und Unterwasserangriffen. Die TU 52.17.8 löste man am 7. Juli wieder auf. Einige dieser Schiffe fuhren nun zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die USS FULLAM in die Task Group 53.5, der Fire Support Group, integriert die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) sowie drei weitere, die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS und zwei weitere und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY, USS BENNETT, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-680 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Am 8. Juli verließen die Schiffe der TG 53.5 das Atoll Eniwetok und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Sofort begannen sie mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Diesen Beschuss setzten sie auch an den folgenden Tagen fort. Am 21. Juli begann die Landeoperation die die Schiffe mit ihren Geschützen unterstützten. Danach patrouillierten die Schiffe rund um Guam. Für die Rückführung der Kriegsschiffe aus den eroberten Gewässern rund um die nördlichen Marianen, bildete man die Task Undergroup 53.15.10 die Captain Edmund Battelle Taylor, Sr. ( 4. April 1904 – 30. April 1973 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS FULLAM, USS BENNETT, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS TERRY und USS SELFRIDGE ( DD-357 ) sowie mehrere Transportschiffe unter denen sich die SS CLAREMONT VICTORY befand. Am 10. August verließen diese Schiffe die Gewässer um Guam und fuhren zum Atoll Eniwetok. In dem dortigen Hafen liefen sie am 13. August ein. Drei Tage lang blieb die USS FULLAM dort vor Anker liegen. Am 16. August verließ der Zerstörer diese Inselgruppe und fuhr nach Tulagi in den Port Purvis. Hier gliederte man die USS FULLAM in die Task Group 32.12 ein die Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der TU 32.12.2 die Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 – 17. November 1980 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS FULLAM und USS HUDSON. Am 29. August stachen die Kriegsschiffe der Task Group 32.12 in See und fuhren zum Cape Esperance, Guadalcanal. Dort wurden die Ladungsoperationen durch die Schiffe der Task Group 32.2 geprobt. Die Schiffe der TG 32.12 unterstützten am folgenden Tag diese Landeoperationen mit ihren Schiffsgeschützen und kehrten nach wenigen Stunden des Scheingefechtes nach Tulagi zurück. Dort wurden die Munitionsvorräte wieder aufgefüllt. Am 31. August legten die Schiffe der TG 32.12 wieder ab und begannen mit ihrem Übungsschießen. Auch am 1. September wurden vor Cape Esperance Übungsschießen durchgeführt, nur das anschließend die Schweren Kreuzer zur Task Force 35 wechselten. Diese kehrten allerdings zwei Tage später wieder zur TF 32 zurück. Die Zerstörer der Task Group 32.12 legten am 1. September in Port Purvis wieder an und wurden auf die kommenden Kämpfe vor Peleliu und Angaur vorbereitet. Unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf bildete man mit der Task Group 32.5 die Palau Bombardement & Fire Support Group. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE, USS PENNSLVANIA, USS IDAHO und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS, USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS DENVER, USS COLUMBIA und USS HONOLULU ( CL-48 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT, USS HUDSON, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Zerstörer und Minensucher USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Ab dem 11. September gliederte man die USS FULLAM wieder in die Task Group 32.12 ein. Diese befehligte erneut Rear Admiral Howard Fithian Kingman. In der TG befand sich das Schlachtschiff USS TENNESSEE, der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS CLEVELAND und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT und USS HUDSON und die Schnellen Truppentransporter USS NOA, USS GEORGE E BADGER und USS RATHBURNE ( APD-25). Es wurden in den folgenden Stunden japanische Küstenbefestigungen auf Peleliu und Angaur beschossen. Die Task Undergroup 32.12.1, befehligt von Rear Admiral Kingman, hatte die Aufgabe die drei Schnellen Truppentransporter so nah wie nur möglich an die Küste zu bringen und zu beschützen, damit die darauf befindlichen Underwater Demolition Teams in der Anlandundszone die dort befindlichen Hindernisse beseitigen konnten. Die Schiffe der TU 32.12.2, die Rear Admiral Robert Ward Hayler befehligte, sollten dabei die anderen Kreuzer und Zerstörer unterstützen. Die Schiffe der TG näherten sich am 12. September kurz nach Mitternacht der Anlandungszone. Gegen 3:50 Uhr kollidierte dabei die USS FULLAM mit dem Schnellen Truppentransporter USS NOA rund 14 Seemeilen östlich von Peleliu. Die USS FULLAM wurde während dieser Kollision schwer beschädigt und die USS NOA sank. Sofort wechselten mehrere Männer des Schadensbegrenzungsteam der USS FULLAM auf den Schnellen Truppentransporter um dort bei der Sicherung des Schiffes zu helfen. Dabei verbrachten sie heroische Taten um das Schiff länger über Wasser zu halten. Während dieser Aktion wurden aber die täglichen Uferbombardierungen des Zerstörers nicht vergessen und das Aussetzen der Underwater Demolition Teams von der USS NOA. Doch um 5:01 Uhr musste der Befehl zum Verlassen des Schnellen Truppentransporters gegeben werden. Alle nicht benötigten Mannschaftsmitglieder wechselten auf die USS FULLAM über. Gegen 7:00 Uhr versuchte erneut ein Bergungsteam die USS NOA zu retten. Diese Bergungsbemühungen scheiterten aber erneut und um 10:34 Uhr versank der Truppentransporter mit dem Heck zuerst in den Fluten des Pazifiks. Zum Glück war während der Kollision und während der anschließenden Rettung der Besatzung der USS NOA niemand ums Leben gekommen. Commander William Daniel Kelly musste sich allerdings im November in San Francisco, Kalifornien vor einem Kriegsgericht verantworten. Doch noch beteiligte sich die USS FULLAM an den Bombardements gegen feindliche Ziele auf den Palau Inseln. So beschossen die Schiffe der TG 32.12 am 13. und 14. September feindliche Stellungen auf Peleliu und Angaur. Am 14. September begann dann die Landung auf Peleliu und am 17. September auf Angaur. Am 14. September beschossen die Schiffe der TG 32.12 noch feindliche Küstenbefestigungen auf Peliliu und unterstützten damit die Landeoperation, lagen aber schon am Morgen des 15. September vor Angaur und bombardierten dort japanische Stellungen. Vor der Landeoperation auf Angaur wurde die TG 32.12 aufgelöst und integrierte sich wieder in die TG 32.5. Die Schiffe patrouillierten in den Gewässern rund um die Palau Inseln und ließen keinen japanischen Nachschub durch. Die USS FULLAM verließ am 20. September die Gewässer rund um die Palau Inseln und fuhr zum Seeadler Harbor, Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier wurden temporäre Reaparaturen an dem Zerstörer vorgenommen die bis in die ersten Tage des Oktobers dauerten. Anschließend verließ das Schiff diesen Hafen und fuhr an die US Westküste. Dort unterzog sich der Zerstörer einer intensiven Überholung und weiteren Reparaturarbeiten. Mitte Dezember dockte man das Schiff wieder aus und es fuhr nach Pearl Harbor. In dem dortigen Hafen legte die USS FULLAM am 24. Dezember an. Sofort begann für die Besatzung die Ausbildung. Im Januar 1945 verließ der Zerstörer wieder Pearl Harbor und fuhr zu den Marianen. Vor Pagan Island sollte das Schiff seine Radarüberwachungspflichten aufnehmen. Zur Vorbereitung auf den kommenden Kampf um Iwo Jima, legte die USS FULLER am 15. Februar im Hafen von Saipan an. Nach dem Bunkern von Treibstoff und Munition, legte der Zerstörer am folgenden Tag wieder ab und fuhr nach Iwo Jima. Dort war die USS FULLAM ein Radarvorpostenschiff und überwachte den Luftraum. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer an weiteren Bombardements gegen japanische Küstenbefestigungen. Bis zum 28. Februar blieb das Schiff auf den ihm zugewiesenen Posten. Von Iwo Jima aus fuhr die USS FULLAM in die San Pedro Bay, Leyte. Hier füllte man die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker wieder auf. Mitte März verließ der Zerstörer aber wieder diese Inselgruppe und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen.
Hier gliederte man die USS FULLAM in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 – 2. Oktober 1945 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS TILLS ( DE-748 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Am 1. April begannen die Landeoperationen und die Schiffe der TU 52.1.3 begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen. So waren unter anderem die Flugplätze auf den Sakashima Islands im Südwesten von Okinawa ein Ziel. Von dort hoben fast täglich Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen ab um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Die USS FULLAM übernahm nach der Stabilisierung des Brückenkopfes Patrouillen- und Eskortierfahrten, Anti-U-Boot Patrouillen und Radarvorposten. So eskortierte unter anderem die USS FULLAM zusammen mit der USS GUEST den Geleitflugzeugträger USS SANGAMON nach Kerama Retto. Dort sollte der Träger betankt und ausgerüstet werden. Wegen ständigem Luftalarm konnten die Arbeiten aber nicht vollständig abgeschlossen werden. Am 4. Mai um 18:30 Uhr gab es erneut einen Luftalarm. Neun japanische Flugzeuge näherten sich. Amerikanische Abfangjäger stiegen auf und schossen fünf dieser feindlichen Flugzeuge ab. Von den vier übrig gebliebenen Kamikazepiloten konnten die Flugabwehrkanoniere der USS FULLAM zwei weitere und die USS GUEST eine Maschine abschießen. Doch der vierte Kamikazepilot drang bis zum Träger vor, ließ seine Bombe und sich selber auf das Flugdeck des Trägers fallen. Mehrere Besatzungsmitglieder der USS SANGAMON verloren während der Explosionen und der daraus resultierenden Brände ihr Leben oder wurden schwer verletzt. Mehrere Besatzungsmitglieder die sich durch einen Sprung über Bord retten konnten, wurden durch die Zerstörer gerettet. Außerdem half man bei den Löscharbeiten auf dem Träger. Nachdem die USS FULLAM dann nach Okinawa zurück gekehrt war, versetzte man die USS FULLAM am 9. Mai in die Task Group 51.5, die für die Überwachung der Transport- und Versorgungsschiffe während der Operation „Iceberg“ verantwortlich war und von Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 – 1. Oktober 1974 ) befehligt wurde. In der TG 51.5 befanden sich zu diesem Zeitpunkt neben der USS FULLAM die Zerstörer USS GUEST, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS LANG ( DD-399 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS COLHOUN ( DD-801 ), USS BRYANT ( DD-556 ), USS DALY ( DD-519 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS LITTLE ( DD-803 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DREXLER ( DD-741 ) und USS STORMES ( DD-780 ), die Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ) und USS HARRY F BAUER ( DM-26 ), der Zerstörer und Minensucher USS HOBSON ( DMS-26 ), das amphibische Kommandoschiff USS BISCAYNE ( AGC-18 ) und die Geleitzerstörer USS BRIGHT ( DE-747 ) und USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. So übernahm die USS FULLAM vom 20. bis zum 28. Mai den Radarvorposten Nummer 7. An diesem Tage gliederte man die noch vorhandenen Schiffe der TG 51.5 in die TG 31.5 ein. Diese Task Group befehligte wieder Commodore Frederick C. Moosbrugger. In der TG 31.5 befanden sich neben der USS FULLAM die Zerstörer USS BOYD, USS GUEST, USS AMMEN, USS ANTHONY, USS MOALE ( DD-693 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ) und USS WILLIM D PORTER ( DD-579 ). Zusammen mit der USS AMMEN übernahm die USS FULLAM vom 28. Mai bis zum 1. Juni den Radarvorposten Nummer 5. Bis zum 30. Juni blieb die USS FULLAM noch in den Gewässern rund um Okinawa. Für die Eskorte von mehreren Landungsbooten verließ der Zerstörer am 1. Juli Okinawa und begleitete diese Schiffe bis nach Guam. Dort übernahm das Kriegsschiff die Eskorte über einen Geleitflugzeugträger der bis nach Eniwetok begleitet werden musste. Dort erhielt der Zerstörer den Befehl nach Adak, Alaska zu fahren und sich dort in die Task Force 44 einzugliedern die Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 23. April 1973 ) befehligte. Am 11. August legte die USS FULLAM in Eniwetok ab und fuhr zu den Aleuten. Auf der Fahrt dorthin, erhielt man am 15. August die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Damit war der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum beendet. Da die Schiffe der TF 44 am 15. August in Adak schon abgelegt hatten, übernahm die USS FULLAM jetzt vor den Aleuteninseln Begleit- und Patrouillenaufgaben. Anfang November verließ der Zerstörer aber wieder die Aleuten und legte am 13. November in der Puget Sound Naval Shipyard, in Bremerton, Washington an. Man gewährte dem Schiff eine Überholung. Im März 1946 wechselte die USS FULLAM nach San Diego. Dort stellte man am 15. Januar 1947 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS FULLAM ( DD-474 ) strich man am 1. Juni 1962 von der US Navy – Liste und versenkte den Schiffskörper am 7. Juli 1962 während einer Zielschießübung vor der Küste Virginias.


USS FULLAM ( DD-474 )
Commanding Officer

CDR Henry Chesley Daniel          2. März 1943 – 1. Juli 1943 (erreichter Rang VADM)
CDR William Daniel Kelly           1. Juli 1943 – 5. Dezember 1944
LCDR Gideon Millard Boyd           5. Dezember 1944 – 30. September 1945
LT Thomas Douglas Wilson           10. März 1946 – 10. Mai 1946
LT Malcolm Roy Massie          10. Mai 1946 – 15. Januar 1947

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