USS KILLEN ( DD-593 )

USS KILLEN ( DD-593 )

Biografie

Edward Killen
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† 24. Juli 1806 auf der USS ENTERPRISE
war ein Seemann in der US Navy und diente während des Ersten Barbary Krieges

Am 5. Mai 1801 trat Edward Killen in die US Navy als Matrose ein. Seinen Dienst versah er auf dem Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ). Durch sein Geschick und seine schnelle Auffassungsgabe bei der Arbeit mit dem Schiff beförderte man ihn am 9. November 1803 zum Master Maat. Zu der gewagten Expedition von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) im Hafen von Tripolis die von den dortigen Piraten gefangene amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) zu zerstören, meldete er sich freiwillig. Nach der erfolgreichen Mission mit der USS INTREPID wechselte Killen wieder an Bord der USS ENTERPRISE und diente dort bis zu seinem Tode am 24. Juli 1806.


USS KILLEN ( DD-593 )

Schiffsbiografie

Die USS KILLEN ( DD-593 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seemann Edward Killen benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Puget Sound Navy Yard in Bremerton, Washington wurde am 26. November 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Inez Cowdrey taufte am 10. Januar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Howard Grant Corey ( 22. Mai 1907 – 3. August 1987 ) stellte am 4. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt entlang der Küste des Bundesstaates Washington und der vollständigen Ausrüstung legte der Zerstörer am 19. August 1944 im Port Angeles, Washington ab und eskortierte einen Schiffskonvoi zuerst nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii und anschließend zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 14. September ein. Hier gliederte man die USS KILLEN in die Task Group 77.3 ein, Close Covering Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) und die amerikanischen Zerstörer USS KILLEN, USS AMMEN ( DD-527 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ) und USS BUSH ( DD-529 ). Diese Schiffe waren als Deckungsgruppe für drei Trägerkampfgruppen während des Angriffs auf die philippinische Insel Leyte eingesetzt. Bis zum 12. Oktober wurden durch die Schiffe der TG 77.3 mehrere Übungen vor der Insel Manus abgehalten und vereinigten sich mit den zentralen Trägerangriffsgruppen bei Hollandia, Neuguinea. Von dort aus fuhr die Flotte zur San Pedro Bay, Leyte, wo sie am 20. Oktober ankamen. In den folgenden vier Tagen wurden ohne Unterbrechung die japanischen Stellungen auf der Insel bombardiert um die anlandenden alliierten Truppen zu unterstützen. So konnten die Geschützmannschaften der USS KILLEN am 21. Oktober innerhalb von dreißig Minuten drei in Küstennähe sich befindliche feindliche Artilleriestellungen zum Schweigen bringen. Um die alliierten Angriffsbemühungen zum Scheitern zu verurteilen sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her zum Entsatz nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser japanischen Verbände stellte man auf alliierter Seite schnell drei Abwehrflotten auf. Rear Admiral Berkey erhielt den Auftrag die rechte Flanke zu sichern. Dafür erhielt er den australischen Schweren Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die beiden amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE, den australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS KILLEN, USS BEALE, USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) zur Verfügung gestellt. Die linke Flanke sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ) und USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS BRYANT ( DD-665 ). Im Zentrum benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ) welche von den Zerstörern USS CONY ( DD-508 ), USS THORN ( DD-647 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS AULICK ( DD-569 ) und USS CLAXTON ( DD-571 ) gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE, welche unbeschädigt entkommen kann, während der Schlacht oder später durch Flugzeuge vollständig versenkt. Vizeadmiral Shima lässt seine Kampfgruppe augenblicklich während der Kampfhandlungen beidrehen und flüchten um wenigstens einige wenige Kriegsschiffe zu retten. Die Schlacht dauerte von 3:00 Uhr bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Gegen 3:25 Uhr befand sich die USS KILLEN in der Nähe der japanischen Schiffe und ließ fünf Torpedos ins Wasser. Diese Torpedos waren auf das Schlachtschiff YAMASHIRO ausgerichtet. Einer davon traf das schwere Schiff und ließ es erzittern durch die Explosion im Maschinenraum. Nur noch fünf Knoten Fahrt konnte das Schlachtschiff machen und befand sich damit praktisch wie auf einem Präsentierteller. Dadurch konnten nun die anderen amerikanischen Zerstörer mit ihren todbringenden Torpedos dem Schlachtschiff den Rest geben. Rear Admiral Berkey erhielt nun den Befehl sich mit seiner Gruppe auf die Ostseite von Leyte zurück zu ziehen, da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS KILLER blieb zunächst in den Gewässern rund um Leyte. Dort patrouillierte der Zerstörer und sicherte den Luftraum. Am 1. November gab es Fliegeralarm. Sieben japanische Maschinen griffen das Schiff an. Vier von diesen Flugzeugen konnten die Flugabwehrkanoniere abschießen. Der Pilot des fünften Flugzeugs klinkte seine Bombe beim Überflug über das Schiff aus. Diese Bombe schlug auf der Steuerbordseite ein. Fünfzehn Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet. Noch an Ort und Stelle wurden erste Reparaturen durchgeführt damit die USS KILLEN aus eigener Kraft bis in die San Pedro Bay fahren konnte. Dort führte man weitere Reparaturen durch. Am 27. November verließ der Zerstörer die San Pedro Bay und fuhr über den Seeadler Harbor zur San Francisco Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien. Dort bugsierte man am 15. Januar 1944 den Zerstörer ins Trockendock für weitere Reparaturen und einer dringend notwendig gewordenen Überholung. Bis Anfang April blieb die USS KILLEN in der Werft. Gleich anschließend fuhr der Zerstörer wieder in Richtung Insel Manus. Auf dem Weg dorthin erhielt Commander James Lardner Semmes ( 31. Januar 1915 – 7. September 1989 ), seit dem 3. März kommandierte er den Zerstörer, den Befehl Befehl zur Insel Morotai, Nördliche Molukken zu fahren und sich dort in die Fire Support Group der Task Force 78 während der Operation „Oboe I“ anzuschließen. In dieser Fire Support Group befanden sich außerdem die Zerstörer USS ALBERT W GRANT, USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 27. April begann das Bombardement auf japanische Stellungen und am 1. Mai landeten die Marines. Nachdem dann der Brückenkopf keine weitere Unterstützung durch die Kriegsschiffe benötigte, verließ die USS KILLEN wieder Morotai und fuhr zur Insel Manus. Den dortigen amerikanischen Marinestützpunkt erreichte das Schiff am 9. Mai. Am folgenden Tag verließ die USS KILLEN den Seeadler Harbor wieder nachdem man die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker aufgefüllt hatte. Der Zerstörer eskortierte einen Schiffskonvoi bis nach Leyte in die San Pedro Bay und begann dort mit seinen Patrouillenfahrten. Hier erhielt der Zerstörer den Befehl zusammen mit der USS ALBERT W GRANT nach Manila, Luzon zu fahren und den Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) von dort aus zu eskortieren. Auf dem Kreuzer befand sich Armeegeneral Douglas MacArthur ( 26. Januar 1880 – 5. April 1964 ) der eine Rundfahrt zwischen den Inseln der Philippinen machen wollte. Die beiden Zerstörer eskortierten den Kreuzer bis in die Brunei Bay, Borneo und schlossen sich dort der Task Force 78 während der Operation „Oboe II“ an. In der TF befanden sich die Zerstörer USS KILLEN, USS ALBERT W GRANT, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BELL ( DD-587 ), USS BURNS ( DD-588 ) und USS ROBINSON ( DD-562 ), die Geleitzerstörer USS DAY ( DE-225 ), USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ), USS DOUGLAS A MUNRO ( DE-422 ), USS JOBB ( DE-707 ) und USS ALBERT T HARRIS ( DE-447 ), das Amphibische Flaggschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS LLOYD ( APD-63 ) und USS KLINE ( APD-120 ), welche Soldaten der australischen 9. Infanteriedivision transportierten, und das Docklandungsschiff USS CARTER HALL ( LSD-3 ). Am 6. Juni lag die USS KILLEN in der Brunei Bay und beschoss zusammen mit den anderen Schiffen japanische Küstenbefestigungen. Die Soldaten der australischen 9. Infanteriedivision landeten am 10. Juni. Am folgenden Tag verließ die USS KILLEN zusammen mit der USS ALBERT W GRANT zusammen mit der USS BOISE wieder Borneo und fuhren nach Manila. Anschließend kehrten beide Zerstörer zur San Pedro Bay zurück. Dort nahmen sie zwischen dem 15. und dem 19. Juni an mehreren Übungen teil. Hier versetzte man die beiden amerikanischen Zerstörer in die Task Group 74.1, die sich während der Operation „Oboe VI“ an den Kämpfen um Balikpapan, Borneo beteiligen sollte. In dieser TG befand sich der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), der australische Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und die amerikanischen Zerstörer USS ALBERT W GRANT und USS KILLEN. Am 27. Juni erreichten diese Schiffe Balikpapan und beschossen auf der dortigen Halbinsel die japanischen Befestigungen. Am 1. Juli begannen die Landeeinheiten ihren Brückenkopf zu bilden. Bis zum 9. Juli blieb die USS KILLEN dort und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Alliierten. Im Anschluss daran fuhr der Zerstörer nach Manila, wo er am 14. Juli anlegte. Hier bereitete man das Schiff auf seine Fahrt nach Adak, Alaska vor. Am 28. Juli legte die USS KILLEN wieder ab und erreichte am 3. August das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Auf der Weiterfahrt nach Adak erhielt man am 15. August die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Damit war der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum beendet. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 in die die USS KILLEN integriert wurde. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 23. April 1973 ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS KILLEN, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD, USS RICHARD P LEARY, USS GUEST ( DD-472 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und der Geleitzerstörer USS MILLS ( DE-383 ). Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später Ominato. Bis zum 14. November blieb die USS KILLEN dort stationiert. Danach fuhr es an die US Westküste zur Puget Sound Naval Shipyard. Im neuen Jahr verließ der Zerstörer aber wieder seinen Heimathafen und fuhr nach San Diego, Kalifornien. In diesen Hafen lief das Schiff am 2. April 1946 ein. Hier stellte man es am 9. Juli 1946 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Der Zerstörer wurde bei den Atombombentests von 1958 und 1962 verwendet um strukturelle Auswirkungen auf dem Schiffskern feststellen zu können. So war die USS KILLEN einer von drei Zerstörern, einem U-Boot und dem Handelsschiff SS MORAN die während der Operation „Hardtack“ am 16. Mai rund 5,9 Kilometer von dem Unterwasseratombombentest „WAHOO“ entfernt lagen. Gleich nach diesem Test wurde die USS KILLEN und die anderen Schiffe in die Bikini Bucht für den zweiten Unterwasseratombombentest, mit dem Codenamen „UMBRELLA“ geschleppt und verankert.
Am 1. Juni 1963 strich man den Namen USS KILLEN ( DD-593 ) von der US Navy – Liste und schleppte das Schiff zum amerikanischen Narinestützpunkt Roosevelt Roads, Puerto Rico. Dort setzte man den ehemaligen Zerstörer als Zielschiff für Raketen- und Artillerietests ein.
Am 15. April 1975 versenkte man das Schiff während einer Übung in einer flachen Bucht vor der Insel Vieques die rund acht Seemeilen östlich von Puerto Rico liegt.


USS KILLEN ( DD-593 )
Commanding Officer

CDR Howard Grant Corey            4. Mai 1944 – 3. März 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR James Lardner Semmes           3. März 1945 – 9. Juli 1946

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