USS RICHARD P LEARY ( DD-664 )

USS RICHARD P LEARY ( DD-664 )

Biografie

Richard Phillips Leary
* 3. November 1842 in Baltimore, Maryland
† 27 Dezember 1901 in Chelsea, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und im Spanisch Amerikanischen Krieg

Richard Phillips Leary trat im Jahre 1860 in die United Stats Naval Academy ein. Während des amerikanischen Bürgerkrieges diente er auf der Schraubenschaluppe USS CANANDAIGUA ( 1862 ) und auf dem Monitor USS SANGAMON ( 1862 ). Die Schaluppe gehörte zum Südatlantikblockadegeschwader und der Monitor zum Nordatlantikblockadegeschwader. In Honolulu, Hawaii übernahm Leary Anfang Mai 1888 das Kommando über das Kanonenboot USS ADAMS ( 1874 ). Am 14. Mai löste man dort die Leinen und das Kanonenboot stach in See mit dem Ziel der Inseln von Samoa. Dort gab es seit 1887 Spannungen mit dem Kaiserreich Deutschland das ebenfalls diese Inseln beanspruchte. Ende Mai traf die USS ADAMS in Apia, Hauptstadt von Samoa, ein und verbrachte die Sommermonate mit Kreuzfahrten zu den großen Inseln des Samoa Archipels. Dort jagte man die deutsche Korvette RMS ADLER die ein Dorf auf der Insel Bombardierte. Leary ließ sein Schiff zwischen die deutsche Korvette und die Insel manövrieren. Mit den Worten „Im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika und der zivilisierten Welt im Allgemeinen, beenden Sie dieses sinnlose Bombardement. Schießen Sie auf mein Schiff wenn Sie einen Gegner suchen“. Die deutsche Korvette drehte daraufhin bei und verschwand. Ende Juli wurde für wenige Tage ein Besuch in Tonga genutzt. Ab dem 15. September blieb aber die USS ADAMS im Hafen von Apia bis in die erste Woche des Dezembers vor Anker liegen. Für die Abreise an die Westküste der USA, ließ Leary am 6. Dezember die Anker lichten. Ein Zwischenstopp von zwei Wochen wurde ab Anfang Januar 1889 bei Honolulu eingelegt. Die USS ADAMS erreichte am 30. Januar San Francisco. Zwei Tage später traf das Kanonenboot in der Werft der Mare Island Navy Yard ein wo es ab dem 25. März wegen Reparaturarbeiten aus den Dienst genommen wurde. Leary ging dort von Bord und widmete sich seinen weiteren Aufgaben. Im Jahre 1897 beförderte man Leary zum Captain und übergab ihm Anfang 1898 das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( C-5 ). Mit dem Schiff kreuzte er vor der Ostküste der USA. Nach Ausbruch des Spanisch Amerikanischen Krieges im April 1898 übernahm Leary mit dem Geschützten Kreuzer Patrouillenfahrten entlang von Florida und an der Küste Kubas entlang. Nachdem der Krieg im Juli beendet war kehrte Captain Leary mit dem Schiff nach Hampton Roads, Virginia zurück. In der Norfolk Navy Yard wurde die USS SAN FRANCISCO am 25. Oktober 1898 außer Dienst gestellt und Captain Leary ging von Bord. Man versetzte ihn wieder in den Pazifik. Dort war Leary 1899 zum Militärgouverneur von Guam ernannt worden. Er übernahm von Acting Captain Louis A. Kaiser ( 1870 – 12. August 1939 ) dieses Amt und übergab es aus freien Wünschen am 19. Juli 1900 an Captain Seaton Schroeder ( 17. August 1849 – 19. Oktober 1922 ). Leary kehrte nach Philadelphia zurück wo er das Kommando über das Receiving Schiff USS RICHMOND auf der League Island Navy Yard übernahm. Im Jahre 1901 ernannte man ihn zum Rear Admiral und versetzte ihn Leary in den Ruhestand. Richard Phillips Leary verstarb am 27. Dezember 1901 in Chelsea.


USS RICHARD P LEARY ( DD-664 )

Schiffsbiografie

Die USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Richard Phillips Leary benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts wurde am 4. Juli 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George K. Crozer III. taufte am 6. Oktober 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Frederic Shrom Habecker ( 2. April 1905 – 12. Mai 1981 ) stellte am 23. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RICHARD P LEARY gleich nach der Indienststellung bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Anschließend lief der Zerstörer im Hafen von Norfolk, Virginia ein. Dort legte die USS RICHARD P LEARY zusammen mit den Zerstörern USS CUSHING ( DD-797 ) und USS TWIGGS ( DD-591 ) am 12. Mai als Task Group 27.7 ab und eskortierten den Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ) zuerst bis zu der Karibikinsel Trinidad. Dort testeten die Piloten zum ersten Mal die Starts und Landungen auf dem Träger. Gleich danach durchquerten die Schiffe den Panamakanal und fuhren nach San Diego, Kalifornien. In den dortigen kalifornischen Gewässern führten die Schiffe der TG 27.7 vom 23. bis 24. Mai mehrere Übungen durch. Man bereitete die USS RICHARD P LEARY danach für ihren ersten Einsatz im Pazifik vor und versetzte den Zerstörer in die Task Group 19.7 die Captain James Marshall Shoemaker ( 23. Juni 1895 – 20. Juni 1983 ), Kommandant der USS FRANKLIN, befehligte. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS FRANKLIN, der Leichte Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS CUSHING und USS TWIGGS. Am 1. Juni legten die Schiffe der TG in San Diego ab und fuhren nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Auf dieser Fahrt wurden wieder mehrere Übungen durchgeführt, so dass die Schiffe am 6. Juni in ihrem Zielhafen einliefen. Die USS RICHARD P LEARY blieb bis zum 9. Juni im dortigen Hafen liegen und begann dann zusammen mit dem Flugzeugträger USS FRANKLIN, dem Leichten Kreuzer USS DENVER und den Zerstörern USS CUSHING und USS TWIGGS vom 9. bis zum 11. Juni in den Hawaiianischen Gewässern mehrere Übungen durchzuführen. Anschließend kehrten die Schiffe wieder nach Pearl Harbor zurück. Dort mussten die Munitionsvorräte und Treibstoffbunker aufgefüllt und die Besatzungen auf die folgenden Übungen vorbereitet werden. Anschließend kehrten die Schiffe in der Nacht vom 12. zum 13. Juni wieder in die Hawaiianischen Gewässer zurück und führten weitere nächtliche Übungen durch. Nach der Rückkehr nach Pearl Harbor versetzte man die USS RICHARD P LEARY in die Task Group 12.1 die Captain James Marshall Shoemaker kommandierte. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS FRANKLIN, der Leichte Kreuzer USS DENVER und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS CUSHING, USS TWIGGS und USS ROWE ( DD-564 ). Am 16. Juni legten die Schiffe der TG in Pearl Harbor ab und eskortierten einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. In dem dortigen Hafen liefen die Schiffe am 23. Juni ein. Von dort aus eskortierte die USS RICHARD P LEARY im Juli den Schiffskonvoi bis nach Saipan, Nördliche Marianen und kehrten mit diesem nach der Entladung nach Eniwetok zurück. Danach lag der Zerstörer vom 6. bis zum 11. August in dem dortigen Hafen und wurde für den kommenden Einsatz vorbereitet. Man integrierte dann am 17. August die USS RICHARD P LEARY in die Task Undergroup 57.5.5 die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth ( 10. November 1886 – 7. August 1960 ) kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS HONOLULU ( CL-48 ) und USS CLEVELND ( CL-55 ) und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS ROBINSON, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS LEUTZE ( DD-481 ) und USS ROSS ( DD-563 ). Diese Schiffe der TU 57.5.5 verließen am 18. August Eniwetok und fuhren nach Tulagi, Ostsalomonen. In dem dortigen Hafen Port Purvis legten sie am 22. August an. Bis zum 29. August blieb die USS RICHARD P LEARY in dem Hafen liegen damit sich die Schiffsbesatzung etwas ausruhen und sich auf die kommenden Aufgaben vorbereiten konnte. Man verlegte nun den Zerstörer in die Task Force 35. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS HONOLULU, USS DENVER, USS CLEVELAND und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS NEWCOMB, USS BENNION, USS BRYANT, USS ROBINSON, USS LEUTZE, USS HEYWOOD L EDWARDS und USS ROSS. Am 1. September verließen diese Schiffe Port Purvis und begannen ein nächtliches Manöver, übten vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten und kehrten erst am 3. September nach Tulagi zurück. Dort stellte man die 3. US Flotte für die Operation „Stalemate“ zusammen die den Angriff auf die Palau Inseln führen sollte. Man versetzte die USS RICHARD P LEARY in die Task Group 32.5, der Bombardement and Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Leichten Kreuzer USS HONOLULU, USS CLEVELAND, USS DENVER und USS COLUMBIA, die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS LEUTZE, USS BENNION, USS ROSS, USS BRYANT, USS ROBINSON, USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS HUDSON ( DD-475 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Zerstörer und Minensucher USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Zwei Tage später beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Die USS RICHARD P LEARY übernahm vor den Inseln Peleliu und Angaur bis zum 15. September die U-Boot Patrouille um die schweren Einheiten vor einem möglichen Torpedoangriff zu schützen. Am 15. September erfolgte die Landung auf Peleliu. Der Zerstörer unterstützte mit seinen Schiffsgeschützen die Landeeinheiten und feuerte auf japanische Küstenbefestigungen. Die Landeoperation auf Angaur begann am 17. September. Und auch hier hatten die Schiffe der TG 32.5 mit ihren Geschützen den Weg für die Infanteriesoldaten freigeschossen. Für die USS RICHARD P LEARY begannen nun bis zum 20. September wieder Patrouillenfahrten in den Gewässern rund um die Palau Inseln zur Sicherung der Schweren Einheiten. Am 20. September verließ der Zerstörer mit den meisten Schiffen der TG 32.5 wieder diese Gewässer und eskortierte zusammen mit anderen Zerstörern die Schlachtschiffe und Kreuzer zum Seeadler Harbor, Manus Admiralitätsinseln. Diesen Hafen erreichten die Schiffe am 28. September. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 12. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Schiffes etwas ausruhen und den Zerstörer auf die kommenden Kämpfe vorbereiten konnte. In diesem Hafen stellte man auch die Task Group 77.2, die Fire Support Group für die Operation „King II“, wieder um, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND, USS MINNEAPOLIS und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA, USS DENVER, USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS NEWCOMB, USS ROBINSON, USS LEUTZE, USS BENNION, USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS KILLEN ( DD-593 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen am 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Die USS RICHARD P LEARY eilte am Nachmittag dem Leichten Kreuzer USS HONOLULU zu Hilfe der durch einen Torpedo am Bug schwer beschädigt wurde. Der Zerstörer ging längsseits zu dem Kreuzer und die Schadensbekämpfungsteams des Zerstörers wechselten über. Nachdem die Brände gelöscht und die leckgeschlagene Schiffshülle des Kreuzers wieder notdürftig repariert worden war, setzte man die Hochseeschlepper USS POTAWATOMI ( ATF-109 ) und USS MENOMINEE ( ATF-73 ) für weitere Hilfsdienste ein. Die USS RICHARD P LEARY führte mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 ihre Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe fort. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser japanischen Verbände stellte man auf alliierter Seite schnell drei Abwehrflotten auf. Die linke nördliche Flanke bei der Insel Hibuson sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS NEWCOMB, USS BENNION, USS LEUTZE, USS HALFORD und USS BRYANT. Im Zentrum benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS MARYLAND, USS WEST VIRGINIA, USS CALIFORNIA, USS PENNSYLVANIA und USS TENNESSEE welche von den Zerstörern USS CONY, USS THORN, USS SIGOURNEY, USS WELLES, USS AULICK und USS CLAXTON gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS KILLEN, USS BEALE, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE, welche unbeschädigt entkommen kann, während der Schlacht oder später durch Flugzeuge vollständig versenkt. Vizeadmiral Shima lässt seine Kampfgruppe augenblicklich während der Kampfhandlungen beidrehen und flüchten um wenigstens einige wenige Kriegsschiffe noch zu retten. Die Schlacht dauerte von 3:00 Uhr bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Die USS RICHARD P LEARY durchbrach zum Schlachtbeginn
zusammen mit den Zerstörern USS NEWCOMB und USS ALBERT W GRANT die eigene Hauptkampflinie und fuhr den feindlichen Schiffen entgegen. Von dem Zerstörer wurden mehrere Torpedos ins Wasser gelassen mit dem Ziel das japanische Schlachtschiff YAMASHIRO zu treffen. Einer davon traf das japanische Schlachtschiff. Ohne auf den zu entstehenden Schaden auf der gegnerischen Seite zu warten, kehrten die drei amerikanischen Zerstörer wie alle anderen Zerstörer auch zur eigenen Hauptkampflinie zurück. Nach diesem unerschrockenen Angriff begann eine Jagd der japanischen Schiffe auf die Angreifer und fuhren so in die von Rear Admiral Oldendorf gelegte Falle. Jetzt schlugen die amerikanischen schweren Einheiten zu und belegten den Feind mit hunderten von Granaten. Auf dieser Rückfahrt befand sich die USS RICHARD P LEARY an der Führungsspitze und die USS ALBERT W GRANT im Kielwasser der USS NEWCOMB. Noch bevor die USS ALBERT W GRANT rechtzeitig abdrehen konnte wegen des zu erwartenden Gegenschlages der eigenen schweren Einheiten, schlugen auch schon die ersten Granaten auf dem Zerstörer ein. Insgesamt acht japanische 120 mm und zwölf amerikanische sechs Zoll Granaten trafen den Zerstörer. Insgesamt fanden 38 Besatzungsmitglieder während des Beschusses den Tod und 104 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS RICHARD P LEARY und USS NEWCOMB eilten ihrem Schwesterschiff sofort zu Hilfe. Der Schiffsarzt und zwei Sanitäter der USS NEWCOMB setzten auf die USS ALBERT W GRANT über um die medizinische Versorgung der Verwundeten zu übernehmen. Die USS NEWCOMB nahm anschließend das manövrierunfähige Schiff ins Schlepptau und die USS RICHARD P LEARY deckte die gesamte Zeit über diese Hilfeleistungen und den Rückzug. In diesen Minuten der Angst um die Kameraden, gab es einen feindlichen Luftangriff auf den havarierten Zerstörer durch zwei japanische Flugzeuge. Doch die Flugabwehrkanoniere schossen eines dieser Angreifer ab und das andere suchte daraufhin das Weite. Während der Rückfahrt schafften es die Maschinisten der USS ALBERT W GRANT die Maschinen wieder flott zu bekommen und starteten diese. Trotz der starken Schlagseite nach Backbord und der Buglastigkeit konnten die von der US Navy kontrollierten philippinischen Gewässer dadurch schneller erreicht werden. Grund für diese Eile war ein heraufziehender Taifun. Dadurch, dass die USS NEWCOMB nun nicht mehr das havarierte Schiff im Schlepptau hatte, konnten die drei Zerstörer den Taifun besser abwettern. Am Abend des 25. Oktober erreichten sie dann die schützende Reede in der San Pedro Bay. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS RICHARD P LEARY blieb zunächst in den Gewässern rund um Leyte und patrouillierte dort. Dazu waren am 1. November 1944 aus der Task Force 77 die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS CALIFORNIA und USS PENNSYLVANIA, der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS NASHVILLE und USS BOISE sowie der australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS BENNION, USS CLAXTON, USS KILLEN, USS ANDERSON, USS NEWCOMB, USS BUSH ( DD-529 ), USS ABNER READ ( DD-526 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ) und USS EDWARDS ( DD-619 ) zusammengezogen worden. An diesem 1. November gab es auch gleich einen japanischen Luftangriff in der Hoffnung die amerikanische Invasion auf den Philippinen doch noch zu stoppen. Dabei griffen auch zum ersten Male Kamikazepiloten die Alliierten Schiffe an um sich mit ihren Flugzeugen auf diese zu stürzen. An diesem Tag stürzte sich solch ein Selbstmordpilot auf die USS ABNER READ, das erste amerikanische Schiff das dadurch sank. Mehrere Zerstörer eilten dem sinkenden Schiff zu Hilfe und retteten bis auf zweiundzwanzig alle Besatzungsmitglieder. Die USS RICHARD P LEARY nahm davon siebzig Besatzungsmitglieder an Bord. Man versetzte die USS RICHARD P LEARY zur Sicherung zum 1. Versorgungskonvoi der Task Force 77. Die Panzerlandungsschiffe und Truppentransportschiffe sollten während der Operation „Love III“ zur philippinischen Insel Mindoro Infanteriesoldaten transportieren und die weitere Versorgung dort gewährleisten. Zur Sicherung dieser Transportschiffe befanden sich neben der USS RICHARD P LEARY die Zerstörer USS NEWCOMB, USS FOOTE ( DD-511 ), USS CONVERSE ( DD-509 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS BRYANT ( DD-665 ) und vier weitere Zerstörer in dem Versorgungskonvoi. Am 19. Dezember legten die Schiffe in der San Pablo Bay ab und befanden sich zwei Tage später östlich von Panay Island in der Visayan See. Da griffen japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Die Panzerlandungsschiffe LST 460 und LST 749 sowie die SS JUAN de FUCA wurden dabei getroffen und beschädigt. Die beiden Panzerlandungsschiffe müssen aufgegeben werden und später auch das Transportschiff. Deren Besatzungen und die meisten Soldaten werden durch die Zerstörer USS CONVERSE, USS CHARLES AUSBURNE und USS FOOTE gerettet. Am 24. Dezember 1944 erreichten die Schiffe des 1. Versorgungskonvoi Mindoro. Nach der Entladung der Schiffe kehrten diese sofort wieder um und fuhren in die San Pedro Bay, Leyte zurück. Dort gliederte man die USS RICHARD P LEARY in die Task Group 77.2, der Fire Support und Bombardement Group während der Operation „Mike I“, ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 77.2.2. In dieser TU waren ebenso die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA, USS COLORADO und USS CALIFORNIA und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS NEWCOMB, USS BRYANT, USS LEUTZE, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS IZARD ( DD-589 ) und die beiden australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA. Am 3. Januar 1945 erreichten die Schiffe der TG 77.2 den Leyte Golf und die USS NEWCOMB schloss sich ihrer TU an. Noch während der Durchquerung der Sulu Sea attackierten mehrere Kamikazepiloten den Verband, konnten aber keinen Schaden anrichten. Westlich von Panay Island befanden sich die Schiffe der TG am folgenden Tag. Am 5. Januar erreichten die Schiffe das Südchinesische Meer durch die Mindoro Straße und 70 Seemeilen Westnordwestlich der Subic Bay, Luzon gab es am Abend einen erneuten Luftangriff der allerdings erfolgreich abgewehrt werden konnte. Schon mit der aufgehenden Sonne am folgenden Tag kamen die nächsten Kamikazepiloten und warfen sich auf die Schiffe der TG 77.2. Viele Schiffe wurden während des Luftangriffs zum Teil schwer beschädigt. So auch die USS RICHARD P LEARY. Die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers schossen sich während des Luftangriffs auf einen Torpedobomber ein. Die Nakajima B6N Maschine explodierte noch in der Luft, doch dessen Pilot konnte mit seinem Maschinengewehr noch vor der Explosion einigen Schaden an einer 5 Zoll Lafette anrichten. Das war der einzige Schaden den der Zerstörer während des Krieges überhaupt erlitt. Am späten Nachmittag gab es einen erneuten Luftangriff. Da konnten die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers eine weitere Nakajima B6N vom Himmel holen. Nach dieser Attacke trennten sich die Schiffe der TG. Die der TU 77.2.2 fuhren zum Santiago Island, die Insel liegt in der westlichen Einfahrt zum Lingayen Golf, und bombardierten dort japanische Küstenbefestigungen. Am 7. Januar trennen sich die Schiffe der beiden TU aus der TG 77.2 wieder und beschießen feindliche Befestigungen rund um Santo Tomas und San Fabian. Noch am selben Tag gibt es einen erneuten japanischen Luftangriff. Jetzt operieren die Schiffe der TG unabhängig und nehmen den Bereich der für die Landung auf Luzon vorgesehen war zwei Tage lang unter Beschuss. Am 9. Januar beginnt die Landeoperation im Lingayen Golf und die USS RICHARD P LEARY sowie alle anderen Schiffe der TG haben alle Hände voll zu tun. Zum einen beschießen sie japanische Küstenbefestigungen zur Unterstützung der Landungstruppen und zum anderen müssen sie sich gegen massive Angriffe aus der Luft und von Land her erwehren. Doch schon am nächsten Tag beginnt die USS RICHARD P LEARY mit ihrer ersten Patrouillenfahrt im Lingayen Golf und in der Südchinesischen See. Erst am 17. Januar werden diese Patrouillenfahrten beendet nachdem klar war das von japanischer Seite kein Entsatz für die eingeschlossenen Truppen auf Luzon kamen. Die USS RICHARD P LEARY verließ am 24. Januar den Lingayen Golf und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dort legte der Zerstörer am 5. Februar an. Man bereitete das Schiff auf die kommenden Kämpfe um Iwo Jima vor und versetzte es dafür in die Task Force 54 für die Operation „Detachment“. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ). In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS TWIGGS, USS NEWCOMB, USS HOWORTH, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS BRYANT, USS GUEST, USS IZARD, USS LEUTZE, USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS HALL ( DD-583 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ) und die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar legten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi ab und erreichten fünf Tage später die japanische Insel. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe und Kreuzer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Die Landeoperation begann am 19. Februar. Die USS RICHARD P LEARY unterstützte an diesem und den folgenden Tagen mit ihren Geschützen die Landung und das Vorrücken der amerikanischen Marines. Danach begann der Zerstörer mit Patrouillenfahrten. Bis zum 10. März führte die USS RICHARD P LEARY ihre Patrouillen rund um die Gewässer von Iwo Jima weiter durch. Danach fuhr der Zerstörer wieder zum Atoll Ulithi, wo er am 12. März anlegte. Dort verlegte man das Schiff in die Task Undergroup 54.1.5 die Rear Admiral Allen Edwards Smith ( 19. Januar 1892 – 2. Juli 1987 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW YORK und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) und die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS NEWCOMB, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS LEUTZE und USS BENNION. Die Schiffe dieser TU gehörten zur Gunfire Support Group die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) kommandierte. Die TU 54.1.5 hatte die Aufgabe die Landezone Hagushi Beaches auf Okinawa zu beschießen und alle dortigen japanischen Stellungen zu vernichten. Um eventuelle Missverständnisse im Vorfeld schon zu beseitigen wurden vor dem Atoll Ulithi mehrere Übungen diesbezüglich abgehalten. Diese waren am 21. März abgeschlossen und noch am selben Tag verließen die Schiffe der TF 54 und 58 die Gewässer der Karolinen und fuhren zu den Kerama Retto Inseln bei Okinawa. Die USS RICHARD P LEARY hatte dort die Aufgabe gestellt bekommen die Schweren Einheiten im Anlandungsbereich vor Luftangriffen zu beschützen. Am 25. März begannen die Landungen auf den Inseln und am 27. März waren diese in der Vorbereitung auf die große Landungsoperation auf Okinawa eingenommen worden. In diesen beiden Tagen erhielten die Besatzungen der Invasionsflotte den ersten Vorgeschmack der Kamikazepiloten zu sehen. Mehrere dieser Kamikazepiloten konnten von den Flugabwehrkanonieren der Schiffe abgeschossen werden. Anschließend wechselten die Schiffe der TU 54.1.5 nach Okinawa und deckten dort ab dem 28. März die japanischen Verteidiger in der Landezone Hagushi Beaches mit einem Geschosshagel ein. Hier wurden mehrere Underwater Demolition Teams von den Zerstörern gedeckt und bombardierten einen japanischen Flugplatz der in Ufernähe errichtet worden war. Am 1. April begann die Landung auf Okinawa. Die USS RICHARD P LEARY beschoss zur Unterstützung in seinem Anlandungsbereich feindliche Stellungen und wehrte weitere Luftangriffe ab. Die alliierten Seestreitkräfte riegelten in den folgenden Wochen Okinawa effektiv ab damit kein japanischer Nachschub die Insel erreichen konnte. Außerdem unterstützte man von See aus die Landstreitkräfte und erwehrten sich zunehmend den Kamikazepiloten. Während des ersten schweren Luftangriffs am 6. April, schossen die Flugabwehrkanoniere mehrere japanische Maschinen ab. Da befanden sich die Schiffe der TU 54.1.5 südöstlich von Okinawa in der Nakagusuku Bay. Während dieser Abwehrschlacht beschoss man in der Hitze des Gefechtes ohne Absicht auch eigene Schiffe. Während dieser Abwehrkämpfe wurde auch der Zerstörer USS MORRIS ( DD-417 ) durch einen Nakajima B5N Torpedobomber zwischen den beiden Geschütztürmen 1 und 2 getroffen und war manövrierunfähig. Der Hochseeschlepper USS ARIKARA ( ATF-98 ) nahm den Zerstörer dann ins Schlepptau. Die USS RICHARD P LEARY eskortierte zusammen mit dem Zerstörer USS GREGORY ( DD-802 ) diese beiden Schiffe und den Geleitzerstörer USS WITTER ( DE-636 ) bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Kerama Retto Inseln, wo die ersten Reparaturen vorgenommen werden konnten. Die USS RICHARD P LEARY kehrte anschließend wieder auf ihren Patrouillenposten vor Okinawa zurück. Dort blieb der Zerstörer bis Commander Duncan Patterson Dixon, Jr. ( 7. August 1911 – 15. Dezember 1997 ), Kommandant des Zerstörers, den Befehl erhielt mit dem Schiff nach Adak, Alaska zu fahren und sich dort in die Task Force 44 einzugliedern die Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 23. April 1973 ) befehligte. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 im Hafen von Adak. Auf der Fahrt dorthin, erhielt man am 15. August die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Damit war der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum beendet. In dieser Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS KILLEN, USS GUEST, USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und der Geleitzerstörer USS MILLS ( DE-383 ). Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später Ominato. Die USS RICHARD P LEARY verließ am 30. September die japanischen Gewässer und fuhr zurück zur US Westküste. Dort unterzog sich der Zerstörer einer Überholung und fuhr danach in seinen neuen Heimathafen San Diego. Dort stellte man das Schiff am 10. Dezember 1946 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Durch das Military Assistance Program wurde die USS RICHARD P LEARY ebenso wie das Schwesterschiff USS HEYWOOD L EDWARDS Anfang 1959 aus der Reserve genommen und für die Übergabe an die japanische Marine vorbereitet. Am 10. März 1959 erfolgte die Übergabe. Noch am selben Tag stellte man den Zerstörer in den Dienst der Japan Maritime Self Defense Force und übergab ihm den Namen JDS YUGURE ( DD-184 ). Dort diente der Zerstörer bis Anfang 1974. Danach kehrte das Schiff am 10. März 1974 zur US Navy zurück. Am 18. März 1974 strich man den Namen USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Rückbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 1. Juli 1976 den Schiffskörper zur Verschrottung.


USS RICHARD P LEARY ( DD-664 )
Commanding Officer

CDR Frederic Shrom Habecker          23. Februar 1944 – November 1944
CDR Duncan Patterson Dixon Jr.         November 1944 – 31. August 1945
CAPT Herald Franklin Stout         31. August 1945 – 2. September 1945
LCDR Wayne William Watkins           2. September 1945 – 10. Dezember 1946

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