USS STEELE ( DE-8 )

USS STEELE ( DE-8 )

Biografie

John M. Steele
* 24. August 1920 in Bruno, Minnesota
† 8. Mai 1942 an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 )
war ein Mitglied einer Fliegerabwehrbatterie

Am 29. Dezember 1941 meldete sich Private John M. Steele freiwillig für das US Marineinfanteriekorps. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ). Der Träger war in der Schlacht im Korallenmeer vom 7. bis 8. Mai beteiligt. Am Morgen des 8. Mai durchbrachen japanische Flugzeuge die Verteidigung des Trägers und warfen ihre Bomben und Torpedos ab. Zwei Torpedos trafen das Schiff auf der Steuerbordseite und drei explodierende Bomben lösten mehrere Brände aus. Privat Steele löschte mit seinen Kameraden der Fliegerabwehrbatterie einige der Brände in der Nähe und übernahm die Leitung einer der wenigen noch intakten Fliegerabwehrkanonen. Kurze Zeit später explodierte ein Munitionsmagazin und zerriss die Kanone samt Besatzung.


USS STEELE ( DE-8 )

Schiffsbiografie

Der Geleitzerstörer USS STEELE ( DE-8 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Privat John M. Steele benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierte Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Charlestown, Massachusetts wurde am 27. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. John Steele, Mutter von Privat John M. Steele, taufte am 9. Januar 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Mark Edwin Dennett stellte am 4. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte die USS STEELE am 25. Mai ab und fuhr bis zu der US Navy Basis bei den Bermudas. Erst am 24. Juni kehrte der Geleitzerstörer nach Charlestown zurück und wurde dort einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Anschließend legte das Schiff am 6. Juli ab und stach in See. Das Ziel des Geleitzerstörers war das Kriegsgebiet im Pazifik. Den Panamakanal erreichte der Geleitzerstörer am 13. Juli. Nach der Durchquerung des Panamakanals überquerte die USS STEELE in der ersten Stunde des 15. Juli den Äquator. Der Geleitzerstörer fuhr direkt zu den Gesellschafts-Inseln. Am 20. Juli legte das Schiff im Hafen von Bora Bora an. Man bunkerte dort frischen Kraftstoff und füllte die Magazine. Am 29. Juli legte der Geleitzerstörer wieder ab und fuhr nach Tonga weiter. Im Hafen von Tonga Tabu legte das Schiff am 3. August an. Am 10. August erreichte der Geleitzerstörer dann den Hafen von Noumea, Neukaledonien. Hier integrierte man die USS STEEL in die Escort Division 8 in der sich noch die Geleitzerstörer USS GRISWOLD ( DE-7 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS BEBAS ( DE-10 ) und USS CROUTER ( DE-11 ) befanden. Von hier aus eskortierte die USS STEELE seinen ersten Schiffskonvoi aus einem Frachtschiff nach Espiritu Santo, New Hebrides. Dazu legten die beiden Schiffe am 18. August in Noumea ab. Von Espiritu Santo aus ging die Fahrt ab dem 23. August mit einem Schiffskonvoi nach Port Purvis, Tulagi, Ostsalomonen weiter. Am 26. August kehrte die USS STELLE nach Noumea zurück. Von dort aus eskortierte der Geleitzerstörer ab dem 6. September einen Schiffskonvoi nach Suva, Fidschi Islands. Am 21. September befand sich das Schiff wieder in Port Purvis und am 30. September legte es in Noumea an. Dort unterzog sich die USS STEELE bis zum 15. Oktober einer Reparatur und erreichte am 25. Oktober Espiritu Santo. Von hier aus unternahm der Geleitzerstörer eine Patrouillenfahrt nach Munda, New Georgia. Dort kam das Schiff am 2. November an. Am folgenden Tag legte es bei Rendova, Bougainville an und erreichte am 18. November Efate Islands, New Hebrides. In den Hafen von Noumea lief der Geleitzerstörer am 28. November wieder ein. Die USS STEELE wechselte nach Espiritu Santo, wo sich das Schiff vier Tage lang aufhielt. Man bereitete den Geleitzerstörer auf die Fahrt an die US Westküste vor. Am 12. Dezember 1943 legte die USS STEELE im Hafen Espiritu Santo, Vanuatu ab und erreichte am folgenden Tag Bora Bora. Das Schiff überquerte am 15. Dezember die internationale Datumsgrenze und am 25. Dezember den Äquator. Vor Treasure Island, San Francisco, Kalifornien legte das Schiff am 3. Januar 1944 an. Dort musste die USS STEELE darauf warten in das Trockendock von Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien eingelassen zu werden. Das Schiff erreichte die Werft am 13. Januar 1944. Dort mussten mehrere Reparaturarbeiten ausgeführt werden. Erst am 3. Februar legte der Geleitzerstörer wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte das Schiff sechs Tage später an. Die USS STEELE übernahm hier die Eskorte über einen Schiffskonvoi. Diesen begleitete das Schiff zuerst bis zu den Marshall Inseln, wo sie am 14. Februar ankamen, aber bis zum Atoll Majuro, der Hauptinsel, weiterfahren mussten. Bei diesem Atoll ankerten die Schiffe ab dem 21. Februar. Für die Mannschaft der USS STEELE gab es aber keine Ruhepause. Das Schiff patrouillierte rund um die Inselgruppe und begleitete innerhalb der Inseln Versorgungs- und Transportschiffe. Am 7. März 1944 verließ die USS STEELE wieder das Atoll Majuro und eskortierte das Angriffstruppentransportschiff USS CAMBRIA ( APA-36 ) nach Pearl Harbor. Den dortigen Hafen erreichten die Schiffe am 13. März. Die USS STEELE machte sich nach dem Auffüllen der Bunker und Magazine wieder auf den Rückweg zum Atoll Majuro und führte dort seinen Dienst weiter durch. Am 7. Mai erhielt der Geleitzerstörer den Befehl sich zu den Gilbert Inseln zu begeben und bei dem Atoll Tarawa Patrouille zu fahren. Gleich nach der Ankunft dort erging ein neuer Befehl und der Geleitzerstörer kehrte nach Majuro zurück. Dort kam das Schiff am 12. Mai wieder an. Zwei Tage später legte die USS STEELE wieder ab und eskortierte zwei Tanker zu einem Rendezvous mit den Flugzeugträgern USS WASP ( CV-18 ) und USS ESSEX ( CV-9 ) aus der Task Group 58.6 die mit ihren Begleitschiffen die beiden Koralleninseln Marcus Island und Wake Island angriffen und die dortigen japanischen Truppen bombardierten. Nach dem Abschluss dieser Aufgabe verlegte man die USS STEELE zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Dort legte der Geleitzerstörer am 5. Juni ab und fuhr zu Kusaie Island, östliche Karolinen. Der Befehl für das Schiff lautete feindliche Aktivitäten zu beobachten und gegebenenfalls ein japanisches U-Boot abzufangen das zur Versorgung der auf der Insel stationierten Soldaten eingesetzt sein sollte. Das U-Boot ist aber nie angekommen. So beschoss die USS STEELE Lele Harbor an der Ostküste der Insel. Dadurch stellte man fest, dass die Insel nur leicht befestigt war. Der Geleitzerstörer kehrte nach Kwajalein zurück. Von dort aus patrouillierte der Geleitzerstörer bis zum 23. Juni. Dann übernahm er die Eskorte über den Wasserflugzeugtender USS CHANDELEUR ( AV-10 ). Am Morgen des 26. Juni erreichten die Schiffe Saipan, Nördliche Marianen. Hier erhielt der Geleitzerstörer die Aufgabe sich an der Anti-U-Boot Patrouille zu beteiligen. Nachdem mehrere Transportschiffe entladen worden waren, eskortierte die USS STEELE diese zurück nach Eniwetok, Marshall Islands. Hier versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 57.7.4. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS CONY, USS BENHAM ( DD-796 ) und USS YARNALL ( DD-541 ) und die Geleitzerstörer USS STEELE und USS CLOUES ( DE-265 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten die Transportdivision 30, welche aus den Angriffstransportschiffen USS KNOX ( APA-46 ), USS FULLER ( APA-7 ) und USS CALVERT ( APA-32 ), das Angriffsfrachtschiff USS BELLATRIX ( AKA-3 ) und die Transportschiffe USS GEORGE F ELLIOT ( AP-105 ) und USS JOHN LAND ( AP-167 ) bestand und von Captain C. A. Misson befehligt wurde. Am 15. Juli legten die Schiffe der TU in Eniwetok ab und fuhren nach Saipan. Den Punkt an dem die Schiffe vor Saipan entladen werden konnten, erreichten sie vier Tage später. Nach dem Entladen der Transportschiffe fuhren diese in einen sicheren Abstand zur Insel Saipan und blieben vor Anker liegen. Die USS STEELE patrouillierte zusammen mit der USS CLOUES nun rund um diese Schiffe und sicherte sie vor eventuellen U-Boot Angriffen. Dann versetzte man dies Transportschiffe in die Task Undergroup 52.4.3. Nach dem Ende der Schlacht um Saipan am 9. Juli, nahmen diese Schiffe die Soldaten der 2. und 4. Marineinfanteriedivision wieder an Bord und warteten auf ihren Einsatzbefehl für die Anlandungen auf Tinian. Dorthin eskortierten die beiden Geleitzerstörer die Transportschiffe. Der Angriff auf diese Insel der nördlichen Marianen begann am 24. Juli. Nach dem Ende der Kämpfe am 1. August wurden die Marines wieder an Bord der Transportschiffe genommen und die USS STEELE und USS CLOUES eskortierten sie nach Eniwetok. Die Mannschaft der USS STEELE erhielt hier eine Ruhepause und konnte an dem Schiff einige notwendig gewordenen Reparaturen vornehmen. Man versetzte nun den Geleitzerstörer in die 3. US Flotte die Flottenadmiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) kommandierte. Innerhalb dieser Flotte integrierte man die USS STEELE in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, die Captain William Vincent Saunders ( 1898 – ? ) befehligte und gleichzeitig der Kommandeur des Geleitflugzeugträgers USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ) war und sich an der Operation „Stalemate II“ beteiligte. In dieser TG befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS BEBAS ( DE-10 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ) und ab dem 27. Oktober die USS SEID ( DE-256 ). Dazu verlegte die USS STEELE zum Seeadler Harbor auf Manus, Admiralitätsinseln. Dort trafen bis zum 21. August alle Schiffe der TG ein und waren ein Teil der großen Unterstützungsgruppen die den Schnellen Flugzeugträgern der Task Force 38 während des Angriffs auf die westlichen Karolinen folgten. Die Schiffe der TG 30.7 legten im Seeadler Harbor am 1. September 1944 ab. Am 6. September lagen die Schiffe schon vor den Palau Inseln und begannen mit der Unterstützung der TF 38 indem man in diesem Seegebiet nach feindlichen U-Booten suchte. Am 8. September lösten sich die Schiffe der TG 30.7 wieder von der TF 38 und vergrößerten ihren Patrouillenradius bis nach Mindanao, Philippinen. Die Schiffe wurden am 23. September dann betankt und zogen ihren Patrouillenbereich bis in den Nordosten der Palau Inseln wieder zurück. Am 3. Oktober erhielt die USS SAMUEL S MILES einen Oberflächenkontakt der als japanisches U-Boot identifiziert wurde. Die USS STEELE übernahm die Position der USS SAMUEL S MILES innerhalb des Verbandes damit dieser Geleitzerstörer auf die Jagd nach dem U-Boot gehen konnte. Mittlerweile war das U-Boot getaucht und so wurden zwei Muster mit Hedgehog Granatbomben auf die Tauchstelle durch den Geleitzerstörer abgefeuert. Auf der USS STEELE konnten nach dem zweiten Abwurfmuster zwei Unterwasserexplosionen auf dem Sonargerät wahrnehmen. Die dritte darauffolgende sehr heftige Explosion auf der Position 19° 17’ Nord 118° 08’ Ost beschädigte auf der USS SAMUEL S MILES das Sonar und Radar. Die USS STEELE fuhr über diesen Punkt danach, konnte aber mit dem Sonar keinen Kontakt mehr feststellen. Feststellen konnte man allerdings auch nicht mehr um welches U-Boot es sich gehandelt hatte. Die USS STEELE kehrte dann mit den Schiffen der TG 30.7 vom 9. bis zum 13. Oktober in den Seeadler Harbor zurück. Dort füllte man alle Magazine und Bunker auf und nahm kleine Reparaturen vor. Am 13. Oktober verließ die Gruppe wieder den Hafen und fuhr zu den Philippinen. Dort starteten die schnellen Flugzeugträger ihre Angriffe auf Leyte, Luzon und Formosa. Hier eskortierte die USS STEELE die USS HOGGATT BAY deren Flugzeuge die Sicherung zur Betankung der Träger übernahmen. Am 20. Oktober traf die Gruppe um den Geleitflugzeugträger auf den Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ) der am 13. und am 16. Oktober vor Formosa durch jeweils ein Torpedo beschädigt worden war. Der Schwere Kreuzer USS CANBERRA ( CA-70 ) war ebenfalls beschädigt. Beide Schiff nahm der Hochseeschlepper USS PAWNEE ( ATF-74 ) ins Schlepptau. Diese drei Schiffe eskortierten nun die Schiffe der TG 30.7 bis zum Atoll Ulithi, Karolinen, wo sie am Abend des 27. Oktober ankamen. Am Morgen des folgenden Tages löste man die Task Group 30.7 auf. Nach Palau kehrte die USS STEELE am 1. November zurück und patrouillierte dort bis zum 8. Januar 1945. An diesem Tage legte der Geleitzerstörer ab und eskortierte mehrere Schiffe die repariert werden mussten zuerst nach Saipan und von dort aus nach Pearl Harbor. Für einen Monat blieb die USS STEELE selber dort liegen und begleitete dann wieder einen Schiffskonvoi nach Eniwetok, Saipan, Ulithi und Guam. In dem dortigen Hafen Apra Harbor legte der Geleitzerstörer am 5. Mai an. Von dort aus patrouillierte das Schiff in den Gewässern der Palau Inseln bis zum 18. September. An diesem Tage verließ die USS STEELE die Inselgruppe und fuhr an die US Westküste. Am 5. Oktober legte der Geleitzerstörer in San Pedro, Kalifornien an. Ein Inspektionsteam untersuchte dort das Schiff. Der endgültige Bericht erschien am 23. Oktober in dem man vorschlug es zu verschrotten.
So stellte man am 19. November 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst und strich den Namen USS STEELE ( DE-8 ) am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste.
Nach dem Abbau sämtlicher kriegswichtiger Einrichtungen verschrottete man 1947 den Schiffskörper.


USS STEELE ( DE-8 )
Commanding Officer

LCDR Mark Edwin Dennett           5. April 1943 – 8. Juni 1945
LT F. Seymour          8. Juni 1945 – 21. November 1945

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