USS THORN ( DD-647 )

USS THORN ( DD-647 )

Biografie

Jonathan Thorn
* 8. Januar 1779 in Schenectady, NY
† 15. Juni 1811um die Mündung des Columbia River und die Westseite des Vancouver Island
war ein Offizier der United States Navy in den frühen 1800er Jahren

Er wurde am 28 April 1800 zum Midshipman ernannte. Thorn war am ersten Barbareskenkrieg ( 1801-1805 ) beteiligt. In der Nacht des 16. Februar 1804 war er unter der Führung von Leutnant Stephen Decatur Jr. an der Vernichtung der Fregatte USS PHILADELPHIA, die am 31. Oktober 1803 auf Grund vor Tripolis lief und von Piraten geentert wurde, beteiligt. Auf dem Schoner USS ENTERPRISE, der zum Geschwader von Commodore Edward Preble´s gehörte, nahm er am Angriff auf Tripolis am 03. August 1804 teil. Am 16. Februar 1807 wurde Thorn zum Kommandanten der New York Navy Yard im Alter von 27 ernannt. 1810 bekam er von der US Navy zwei Jahre Urlaub. Auf dem Segler TONQUIN von John Jacob Astor sollte er in den Nordwestlichen Pazifik reisen um dort einen Pelzhandel mit den Eingeborenen aufzubauen. Am 22. März 1811 kam er an der Mündung des Columbia River an. Thorn und seine Crew verbrachten 65 Tage in der Nähe der Mündung des Flusses im Fort Astoria, bevor ein Teil der Besatzung zurück auf den Ozean segelte. Am 5. Juni verließen sie den Fluss nach Norden und versuchten lokalen Handel mit den Nootka. Sein Schiff ankerte am 15. Juni 1811 im Clayoquot Sound. Thorn war über das Verhalten des Häuptlings der Indianer so verärgert, dieser rieb zur Begrüßung sein Gesicht in einem Ballen von Pelzen, dass es zu einer blutigen Aktion ausartete. Dabei wurde Thorn und seine gesamte Crew getötet. Am nächsten Tag stürmten und plünderten die Nootka das Schiff und sprengten es in die Luft.

Thorns Bruder, Colonel Herman Thorn, diente auch in der US Navy. Dieser war während des Krieges gegen die Briten von 1812 auf der Fregatte USS CONSTELLATION.

Zwei Zerstörer der US Navy bekamen den Namen von Jonathan Thorn verliehen.
Das war die USS THORN ( DD-647 ) aus der GLEAVES – Klasse und die USS THORN ( DD-988 ) aus der SPRUANCE – Klasse.


USS THORN ( DD-647 )

Schiffsbiografie

Die USS THORN ( DD-647 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Jonathan Thorn benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundsechzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 15. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Beatrice Fox Palmer taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edward Brumby stellte am 1. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt für den Zerstörer und dessen Mannschaft wurden in der Casco Bay, Maine durchgeführt. Anschließend gliederte man die USS THORN in das Zerstörergeschwader 19 ein. Mit den Schiffen dieses Geschwaders eskortierte der Zerstörer vier Schiffskonvois die zwischen der US Amerikanischen Ostküste und nordafrikanischen Häfen pendelten. Bis Anfang Januar 1944 dauerten diese Fahrten. So begleitet die USS THORN ab Anfang Juni zusammen mit den Zerstörern USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS PAUL JONES ( DD-230 ) und dem Küstenwachkutter USCGC CAMPBELL ( WPG-32 ) aus der Task Force 69 den Konvoi UGS 9, bestehend aus insgesamt 74 Handelsschiffen, nach Gibraltar. Zusätzlich eskortierte diese Handelsschiffe ab dem 7. bis zum 13. Juni der Geleitflugzeugträger USS BOGUE ( CVE-9 ), der von den Zerstörer und Wasserflugzeugtendern USS CLEMSON ( AVD-4 ), USS GEORGE E BADGER ( AVD-3 ), USS GREEN ( AVD-13 ) und USS OSMOND INGRAM ( AVD-9 ) gesichert wurde, südlich an den Azoren um die dort lauernden deutschen U-Boote der Gruppe „Trutz“ vorbei. Kaum sind die Schiffe des Konvois UGS 9 bei Gibraltar an britische Zerstörer und Korvetten übergeben worden die diese ins Mittelmeer begleiteten, übernahmen die amerikanischen Zerstörer den Schiffskonvoi GUS 8A in dem sich insgesamt 43 Handelsschiffe befanden. Zur Task Force 69 gehörten jetzt folgende amerikanische Kriegsschiffe, die Zerstörer USS THORN, USS STOCKTON, USS STEVENSON, USS PAUL JONES, USS MAYO ( DD-422 ) und USS TARBELL ( DD-142 ) und die Küstenwachkutter USCGC CAMPBELL, USCGC SPENCER ( WPG-36 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ). Am 16. Juni können die Schiffe der GUS 8A unbemerkt südlich der Azoren die deutsche U-Boot Gruppe „Trutz“ passieren und erreichten vollzählig den Hafen von New York. Die USS THORN eskortierte dann den Schiffskonvoi UGS 13 der aus 82 Handelsschiffen bestand. Zur Sicherung dieses Konvois waren die Kriegsschiffe der Task Force 64 bereitgestellt. In dieser TF waren neben der USS THORN die Zerstörer USS STOCKTON, USS STEVENSON, die Geleitzerstörer USS HAMMANN ( DE-131 ), USS JACOB JONES ( DE-130 ) und USS ROBERT E PEARY ( DE-132 ) und die Küstenwachkutter USCGC CAMPBELL, USCGC SPENCER und USCGC DUANE. Dieser Schiffskonvoi traf am 3. August westlich der Azoren auf die Task Group 21.14, bestehend aus dem Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und den Zerstörern USS BARRY ( DD-248 ), USS GOFF ( DD-247 ) und USS BORIE ( DD-215 ), und wurde von dieser südlich um die Azoren herum eskortiert. Bei ihrer letzten Begleitfahrt eskortierte die USS THORN zusammen mit der USS STEVENSON und der USS STOCKTON zwei Öltanker bis nach Ponta Delgada, Azoren. Es waren die ersten drei Kriegsschiffe die nach dem neu in Kraft getretenen Abkommens zwischen den Alliierten und der portugiesischen Regierung in diesem Hafen anlegten. Am 3. Januar kehrte die USS THORN an die US Amerikanische Ostküste zurück und war im Begriff im Hafen von New York anzulegen. Im Ambrose Channel ankerte das Schwesterschiff USS TURNER ( DD-648 ) welches auch einen Tag vorher mit einem Schiffskonvoi angekommen war. Rund 5.000 Meter achteraus befand sich die USS THORN als sich mehrere Explosionen im Innern der USS TURNER ereigneten. Mit einem Beiboot versuchte eine Rettungsmannschaft der Besatzung des havarierten Schiffes zu Hilfe zu kommen. Lieutenant James P. Drake und Bootsmaat Erster Klasse E. Wells erhielten für ihren gezeigten Mut während der Rettung von drei Überlebenden der USS TURNER die Navy and Marine Corps Medaille verliehen. Drei weitere Bootsmitglieder erhielten für ihre Unterstützung während der Rettungsaktion Belobigungen ausgesprochen.
Die USS THORN verlegte man dann in den Hafen von Norfolk. Dort bereitete man das Schiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 23. Januar 1944 legte die USS THORN zusammen mit der USS STEVENSON und USS STOCKTON in Norfolk ab, durchquerten am 29. Januar den Panamakanal, legten in San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii kurz an um die Vorräte aufzufüllen und fuhren bis nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen dann durch. Dort gliederte man die Zerstörer in die 7. US Flotte ein. Direkt waren sie innerhalb der Task Force 76 für die Operation „Brewer“ integriert die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) befehligte. In dieser TF befanden sich neben der USS THORN die Zerstörer USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS FLUSSER ( DD-368 ) und USS SMITH ( DD-378 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Zerstörer und Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Die USS THORN erhielt in Port Purvis einen Spezialauftrag. Der Zerstörer sollte von Guadalcanal aus einen Tanker bis zu Rendova Island, Westsalomonen eskortieren und dann zur Angriffsgruppe stoßen. Am 29. Februar, dem Angriffstag der Task Force auf den Hayne Hafen auf Los Negros, Admiralitätsinseln, erreichte die USS THORN die Milne Bay, Neuguinea. Dort bunkerte man auf dem Zerstörer frischen Brennstoff. Das Schiff fuhr gleich darauf zum Cape Sudest, Neuguinea weiter, wo es am 4. März anlegte. Die USS THORN gliederte sich in die eingetroffene Gruppe der amerikanischen Zerstörer USS STEVENSON, USS FLUSSER, USS DRAYTON, USS SMITH, USS WILKES, USS SWANSON, USS NICHOLSON und dem australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) ein die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS, USS HUMPHREYS und USS SANDS eskortierten. Am 5. März trifft dann die dritte Welle von 1.410 Soldaten ein die von den drei Schnellen Truppentransportern herangebracht wurden. Eine immer noch aktive japanische Küstenbatterie kann am folgenden Tag die USS NICHOLSON durch einen Treffer beschädigen. Dadurch zog man die Schiffe der TG 74.2 nochmals heran die zwei Tage lang zusammen mit denen der TF 76 erneut die Inseln Bombardieren. Dabei wurden 64 Schuss 20,3 cm Granaten, 1.144 Schuss 15,2 cm und 12,7 cm Granaten und 92 Schuss 10,2 cm Granaten nur von den Kreuzern und Zerstörern der Task Group abgefeuert. Am 9. März war der neueingerichtete amerikanische Flugplatz gesichert und die Gegenwehr der Japaner auf dieser Insel gebrochen. In diesen vier Tagen eskortierte die USS THORN weitere drei Schiffskonvois zwischen Cape Sudest und Seeadler Harbor, nahm an zwei Uferbombardierungen auf Pityilu Island teil und führte nördlich der Admiralitätsinseln seine Aufgaben während der U-Boot Patrouillen durch. Noch während der vorherrschenden Kämpfe um Manus Island, bereitete man sich auf amerikanischer Seite schon auf den Angriff und der Landung auf Hollandia, Neuguinea vor. Dafür verlegte man die USS THORN in die dortigen Gewässer um die Suche nach japanischen U-Booten zu beginnen. Doch am 10. April rammte der Zerstörer ein nicht in den Karten verzeichnetes Riff. Das Schiff erlitt Schäden an den Schrauben und Wellen und war für den folgenden Angriff nicht einsatzfähig. Zur Reparatur musste die USS THORN nun umgehend an die US Amerikanische Westküste zur Überholung. Vorab wurden die ersten Reparaturen in Port Purvis durchgeführt damit das Schiff diesen Weg alleine schaffen konnte. Ab Pearl Habor übernahm der Zerstörer die Luft- und Unterwassersicherung für das Schlachtschiff USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) das zu ihm aufgeschlossen hatte und eskortierte es bis nach Bremerton, Washington in die Puget Sound Naval Shipyard. Von dort aus begleitete die USS THORN den Geleitflugzeugträger USS THETIS BAY ( CVE-90 ) nach San Francisco, Kalifornien. Beide Schiffe legten dort am 22. Mai an. Der Zerstörer begab sich in das Trockendock der Hunter´s Point Naval Shipyard in San Francisco, wo eigentlich Libertyschiffe gefertigt wurden. Dort tauschte man die beiden Wellen und Schrauben des Schiffes. Bis in den Juli zogen sich die Arbeiten hin. Gleich anschließend wurden mehrere Überprüfungs- sowie Ausbildungsfahrten durchgeführt. Anfang August legte die USS THORN in San Francisco ab und eskortierte das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) bis nach Pearl Harbor. Beide Schiffe legten dort am 11. August an. Nach einigen Vorbereitungsarbeiten legte der Zerstörer Ende August wieder ab und eskortierte das Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ) bis nach Port Purvis, Tulagi, wo sie Anfang September anlegten. Dort integrierte man die USS THORN in die Task Group 32.7, der Western Carrier Group, die Rear Admiral Ralph Andrew Ofstie ( 16. November 1897 – 19. November 1956 ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 32.7.1 die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 – 2. Oktober 1945 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich neben der USS THORN die Geleitflugzeugträger USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ) und die Zerstörer USS McCORD ( DD-534 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ) und ab dem 11. September USS TRATHEN ( DD-530 ). Am 6. September 1944 verließen die Schiffe der TU Port Purvis und fuhren in ihr Einsatzgebiet während der Operation „Stalemate II“ bei den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am folgenden Tag betankte man die Schiffe auf offener See mit frischem Brennstoff. Am 12. September erreichten die Schiffe der TU 32.7.1 ihr Einsatzgebiet. Die USS THORN und die anderen Zerstörer übernehmen die Sicherung gegen feindliche Luft- und Unterwasserangriffe bei den vier Geleitflugzeugträgern. Drei Tage später beginnt der Angriff auf Peleliu den die Flugzeuge der vier Träger unterstützen. In dieser Phase des Kampfes konnte die Besatzung der USS THORN die Mitglieder von drei notgelandeten Grumman Avenger Torpedoflugzeugen aus dem Wasser retten. Der Angriff auf die südlich von Peleliu gelegene Insel Angaur beginnt am 17. September. Drei Tage später werden die Unterstützungsflüge für die alliierten Soldaten auf Peleliu eingestellt und man konzentriert sich auf japanische Entsatzschiffe. Die Gewässer der Palau Inseln verlassen die Schiffe der TG 32.7 am 30. September und fahren nach Manus Island, Admiralitätsinseln. In den dortigen Hafen laufen die Schiffe am 3. Oktober ein. Dort versetzte man die USS THORN in die Task Group 77.2, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS THORN, USS CLAXTON ( DD-571 ), USS CONY ( DD-508 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONY ( DD-508 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen am 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Die USS THORN begann dann mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 mit ihren Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe. In der Morgendämmerung des 21. Oktober sichtete man einen japanischen Sturzkampfbomber, der auf den Strandabschnitt zuflog den der Zerstörer mit anderen Kriegsschiffen zu sichern hatte. Die Geschützmannschaften an den Flakgeschützen der USS THORN schickten die Aichi D3A in ihr nasses Grab. Auch am folgenden Tag gab es wieder einen feindlichen Luftangriff. Zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS PORTLAND konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS MARYLAND, USS WEST VIRGINIA, USS CALIFORNIA, USS PENNSYLVANIA und USS TENNESSEE welche von den Zerstörern USS THORN, USS CONY, USS SIGOURNEY, USS WELLES, USS AULICK und USS CLAXTON gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Komando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD, USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS KILLEN, USS BEALE, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 24. Oktober. Die USS THORN sollte zusammen mit den anderen Zerstörern und den Torpedobooten aus der Zentrumsgruppe gegen die japanischen Schiffe einen Torpedoangriff führen. Doch noch rechtzeitig konnte man dieses Ansinnen abbrechen und die Schlachtschiffe schossen mit den Zerstörern aus allen Geschützrohren auf die feindlichen Schiffe. Von den siebzehn abgegebenen Salven von der USS THORN schlugen zwölf davon auf japanischen Schiffen ein. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS THORN begann bis zum 29. Oktober im Leyte Golf zu patrouillieren. Dann verlegte der Zerstörer zusammen mit den Schlachtschiffen USS WEST VIRGINIA, USS TENNESSEE und USS MARYLAND, dem Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS und drei weiteren Kreuzern und den Zerstörern USS HUTCHINS und USS SIGOURNEY zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dort versetzte man das Schiff in die Task Undergroup 38.4.3 die Captain William Langford Fresemann kommandierte. Die TG 38.4, eine Flugzeugträgergruppe, befehligte Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ). In der TU 38.4.3 zur Sicherung der Flugzeugträger, dem beigefügten Schlachtschiff sowie mehreren Kreuzern befanden sich neben der USS THORN die Zerstörer USS DYSON ( DD-572 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS McCALL ( DD-400 ), USS HELM ( DD-388 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Bis zum 5. November befanden sich fast alle Schiffe der TG 38.4 vor dem Atoll. Noch am selben Tag legte die Task Group in Ulithi wieder ab und erreichte am folgenden Tag die philippinische Insel Leyte. Die USS THORN stieß an diesem Tage dazu. Doch wegen eines heraufziehenden Taifuns zogen sich die Schiffe der TG 38.4 am 7. November auf die Position 17° 30’Nord 138° 30’ Ost zurück. Zwei Tage später fuhren sie auf die Position 11° 00’Nord 127° 00’ Ost wo sie sich auf den Angriff vorbereiteten. Am 10. November fuhren die Schiffe der TG auf die Position 13° 13’ Nord 125° 30’ Ost. In der Nacht zum 11. November waren mehrere japanische Schiffe auf dem Radar sichtbar. Deshalb schlossen sich die Task Group 38.1, Task Group 38.3 und Task Group 38.4 zusammen und bombardierten während der Operation „T-3“ die Schiffe eines japanischen Versorgungskonvois. Alle vier Transportschiffe sowie die japanischen Zerstörer HAMANAMI, NAGANAMII, SHIMAKAZE und WACAZUKI wurden dabei versenkt. Die Flugzeuge der Träger griffen dann am Tag die japanischen Stellungen auf Leyte an. Am Abend fuhren die Schiffe der TG 38.4 zu ihrer vorgegebenen Position bei 13° 26’Nord 125° 04’ Ost, ungefähr 200 Seemeilen östlich der Bernadino Straße und die Zerstörer erhielten auf dem Weg dorthin von den größeren Schiffen Treibstoff übergeben. Am 12. November befand sich die TG zur Treibstoffaufnahme auf der Position 13°30’Nord 128° 30’ Ost. Am folgenden Tag begannen die Flugzeuge der Träger aus den Task Forces 38.1, 38,3 und 38.4 auf der Insel Luzon japanische Stellungen im Süden und im Zentrum der Insel zu bombardieren. Dabei wurden 6 Seemeilen Nordwestlich von Cavite, in der Manila Bay, der Leichte Kreuzer KISO, die Zerstörer HATSUHARU und OKINAMI und das Patrouillenboot CHA-116 versenkt. Im Hafen von Manila sanken nach dem amerikanischen Angriff die japanischen Versorgungsschiffe Eiwa Maru, Kinka Maru, Kakogawa Maru, Sekiho Maru, Teiyu Maru, Taitoku Maru, Hats Maru, Seiwa Maru, Shinkoku Maru und der Zerstörer USHIO wurde beschädigt. Bei Cavite sanken die japanischen Zerstörer AKEBONO und AKISHIMO, der Öltanker Ondo und das Küstenboot Daito Maru. Von der selben Position aus, 15° 30’Nord 123° 30’ Ost, wie am Vortag, griffen die Schiffe und Flugzeuge der TG 38.1 und TG 38.4 weiterhin Luzon an. Im Hafen von Manila sanken dabei das japanische Transportschiff Tatsura Maru, der Öltanker Horai Maru und die Versorgungsschiffe Hatsu Maru und Aoki Maru. 25 Seemeilen südlich von Corregidor versank das japanische Versorgungsschiff Yukishia Maru und in der Mindoro Straße wurde der japanische Schiffskonvoi „SIMA-04“ attackiert. Dabei sank der Öltanker Ayagiri Maru. Nach dem Abschluss der Operation fuhren die amerikanischen Schiffe beider Verbände auf die Position 15° 30’ Nord 127° 30’ Ost. Am 16. November kam der amerikanische Versorgungsverband der Task Group 30.8 und belieferte die Kriegsschiffe vom Treibstoff bis zur Post. Die Flugzeuge der Träger griffen unterdessen immer wieder japanische Stellungen auf Luzon und die um die Insel befindlichen japanischen Schiffe an. Am 20. November versetzte man die USS THORN zusammen mit dem Schlachtschiff USS ALABAMA ( BB-60 ), dem Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS DYSON, USS McCALL und USS WELLES zur Task Group 38.1 zur Sicherung der dortigen Flugzeugträger. Am folgenden Tag wurden die Schiffe der TG 38.1 und TG 38.2 durch die Tanker der Versorgungsgruppe TG 30.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Die Gewässer vor Luzon verließen die Kriegsschiffe der TG 38.1 am 23. November und erreichten am folgenden Tag das Atoll Ulithi. Dort versetzte man die USS THORN in die Sea Logistical Group 30.8 die Captain Jasper T. Accuf während der Operation „Love III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS THORN, USS THATCHER ( DD-514 ), USS KALK ( DD-611 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS HULL ( DD-360 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS STERN ( DE-187 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), den Tankern KENNEBAGO ( AO-81 ), USS NANTAHALA ( AO-60 ) USS MANATEE ( AO- 58 ) sowie neun weitere Tanker und das Hochseeschlepper USS JICARILLA ( ATF-104 ). Die Schiffe der TG 30.8 verließen das Atoll Ulithi und betankten in der Nacht zum 13. Dezember 1944 die Kriegsschiffe der Task Force 38 die sich auf den Angriff und die Landung auf Mindoro und Luzon vorbereiteten. Drei Tage lang dauerten die Gefechte dort gegen die japanischen Verteidiger. Danach zog Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) die Schiffe der Task Force zurück in die Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit diese außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge erneut betankt werden konnten. Vor allem die Zerstörer hatten nur noch einen Treibstoffvorrat von bis zu 15 %. Am Morgen des 17. Dezember trafen die TF 38 und die TG 30.8 aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Commander Frederick Henry Schneider, Jr. ( ? – 1. April 1999 ), Kommandant der USS THORN, unterstützte mit seinem Schiff während des Sturmes den Geleitflugzeugträger USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ) der in heftiges Schlingern geraten war und durch ausgelaufenes Flugzeugbenzin in Flammen stand. Nach dem Abflauen des Sturmes begann die USS THORN zusammen mit anderen Schiffen nach Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Am 21. Dezember erreichten die Schiffe der TG 30.8 wieder das Atoll Ulithi. Hier bereitete man sie für die Operation „Mike I“ vor. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), die Zerstörer USS THORN, USS FARRAGUT, USS DALE, USS THATCHER, USS KALK, USS HAILEY ( DD-556 ) und die USS STOCKHAM ( DD-683 ) welche vom 3. bis 7. Januar 1945 anwesend war, die Geleitzerstörer USS KYNE, USS WESSON, USS SWEARER, USS STERN, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS BANGUST, USS CROWLEY, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS WEAVER, USS HILBERT und USS GRADY ( DE-445 ), die Tanker USS KENNEBAGO, USS HOUSATONIC ( AO-35 ), USS TOMAHOWK ( AO-88 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS CHICOPEE ( AO-34 ), USS GUADELUPE ( AO-32 ) und USS PATUXENT ( AO-44 ). Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließen sie ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Drei Tage später erfolgte eine erneute Betankung. Danach fuhren die Tanker mit ihren Begleitschiffen wieder nach Ulithi um neuen Kraftstoff aufzunehmen. Am 6. Januar begannen die Landungsoperationen auf Luzon und am 7. Januar verließen die Tanker wieder Ulithi und fuhren nach Leyte. Von dort aus ging die Fahrt bis ins Südchinesische Meer wo die Flugzeugträger der Task Force 38 Angriffe auf die japanische Schifffahrt führte. Die USS THORN begleitete zusammen mit der USS THATCHER und sechs weiteren Zerstörern zwei Geleitflugzeugträger und sechs Tanker aus der Fast Refueling Group bis dorthin und ab dem 8. Januar betankte man die Schiffe der TF 38 rund 255 Seemeilen nordöstlich von Luzon. Am 13. Januar wurden nochmals die Schiffe der TF 38 betankt. Danach werden die geleerten Tanker von Geleitzerstörern bis nach Ulithi eskortiert. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Fast Refueling Group am 20. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Auf dem Weg dorthin rettete die Schiffsbesatzung der USS THORN zwischen dem Leyte Golf und der Mindoro Straße die abgestürzte Besatzung eines Torpedoflugzeuges und dem Piloten eines abgestürzten Jagdflugzeuges das Leben indem sie diese aus dem Wasser fischten. Im Hafen von Ulithi legten die Schiffe der Fast Refueling Group am 27. Januar an. Hier versetzte man die USS THORN in die Task Group 50.8, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS FARRAGUT, USS DALE, USS AYLWIN, USS KALK und USS GILLESPIE ( DD-609 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS CROWLEY, USS WEAVER, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS HILBERT und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT, USS CIMARRON, USS MILLICOMA, USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ) und USS SAUGATUCK ( AO-75 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Am 8. Februar 1945 verließen die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi um für die Operation „Detachment“ den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. Auf der USS THORN und der USS UTE erfuhr man am 21. Februar von dem Angriff zweier japanischer Kamikazepiloten auf den Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2. Beide Schiffe lagen am nächsten und fuhren sofort los um der Besatzung des Geleitflugzeugträgers zu helfen. Doch nachdem sie dort eintrafen, war das getroffene Schiff schon gesunken und man begann mit Hilfe von weiteren zwei Zerstörern und drei Geleitzerstörern, darunter war die USS EDMONDS ( DE-407 ), die Überlebenden aus dem Wasser zu fischen. Von den 923 Besatzungsmitgliedern konnten 605 Offiziere und Mannschaften gerettet werden und den beiden Angriffstransportschiffen USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) übergeben werden. Im Anschluss daran kehrte die USS THORN mit der USS UTE zu ihrem eigentlichen Einsatzgebiet bei der TG 50.8 zurück. Dort gab es am 26. Februar U-Boot Alarm und zwei japanische U-Boote konnten westlich von Iwo Jima versenkt werden. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TF 50.8 am 1. März und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Hier untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS THORN blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ). In dieser Hauptgruppe befanden sich neben der USS THORN die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS AYLWIN, USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS MORRISON ( DD-560 ), USS LAWS ( DD-558 ), USS LONGSHAW ( DD-559 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS LAKE ( DE-301 ), USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Gleich nach dem Verlassen des Atolls Ulithi erhielt die USS THORN und die USS AYLWIN einen Sonarkontakt. Beide Zerstörer führten ihren Wasserbombenangriff auf den Sonarkontakt hin aus. Man beobachtete nach der letzten Explosion einen größer werdenden Ölteppich. Die Zerstörer suchten danach aber vergeblich nach einem Hinweis auf ein versenktes U-Boot. Beide Schiffe gliederten sich am Morgen des 26. März wieder in die Formation der TG ein. Ab dem 1. April führte die USS THORN insgesamt vier Eskortierfahrten von Tankern vor Kerama Retto durch um die dort kämpfenden Feuerunterstützungsschiffe mit genügend Nachschub zu versorgen. Während der zweiten Eskortierfahrt beobachtete man auf dem Zerstörer zwei japanische Flugzeuge die den Tanker angreifen wollten. Beide Flugzeuge konnten durch die Flakbesatzungen vor dem Angriff abgeschossen werden und zerschellten auf dem Wasser. Bei der dritten Eskortierfahrt griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 integrierte man dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS LYMAN, USS STRAUS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS THORN zu tun den Zerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. So fuhr der Zerstörer um 5:30 Uhr durch das Auge des Sturmes. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es aber nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. So musste die USS THORN vier Geleitflugzeugträger nach Guam eskortieren, wo diese sich intensiven Reparaturarbeiten unterziehen mussten. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden konnte und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten konnte. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Dazu verließen die Schiffe am 28. Juni Leyte und erreichten zwei Tage später das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS THORN operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. In dieser Zeit konnte man sieben Seeminen in diesem Gebiet unschädlich machen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation im Pazifik der Zweite Weltkrieg. Die USS THORN blieb aber mit den Schiffen der TG 30.8 weiterhin vor Honshu und sicherte die Invasionsflotte ab. Bis zum 9. September blieb der Zerstörer in der Bucht von Tokio, danach wechselte das Schiff samt den anderen Schiffen der TG in die Sagami Bay. Am folgenden Tag liefen die Schiffe in die neu geschaffene Yokosuka Naval Base. Dort blieb die USS THORN bis Ende September liegen. Danach kehrte der Zerstörer in die Bucht von Tokio zurück. In der Gesellschaft mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 19 legte die THORN am 8. Oktober dort ab und fuhr nach Wakayama, Japan, der ersten Etappe auf der Heimreise, wo sie am folgenden Tag anlegten. Dort lagen die beiden Schlachtschiffe USS TENNESSEE und USS CALIFORNIA vor Anker. Am 15. Oktober legten die Zerstörer ab und eskortierten die beiden Schlachtschiffe in Richtung US Amerikanische Ostküste. Zwischenstopps legten die Kriegsschiffe in Singapur, Colombo und Kapstadt ein. Die USS THORN legte noch auf der Insel St. Helena und den Ascension Inseln kurz an und erreichte am 7. Dezember 1945 den Hafen von New York. Dort unterzog sich das Schiff einer Überholung und wechselte danach in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Man stellte hier den Zerstörer am 6. Mai 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Ohne das das Schiff wieder flott gemacht wurde, strichman den Namen USS THORN ( DD-647 ) am 1. Juli 1971 von der US Navy – Liste. Nun erst bereitete man das Schiff als Seeziel vor. Am 22. August 1974 wurde es ungefähr 75 Seemeilen östlich von Jacksonville, Florida geschleppt. Mehrere Veteranen von der ehemaligen USS THORN durften während des Manövers SINKEX an Bord des Flugzeugträgers USS SARATOGA ( CV-60 ) sein und dieses beobachten. Unter diesen Veteranen befand sich auch George D. Bailey der am Bau des Zerstörers beteiligt war und dann auch auf dem Schiff diente. Mehrere Flugzeuge des Trägers versenkten das alte Schiff bei Übungsflügen auf der Position 30° 50’ Nord 76° 40’ West.


USS THORN ( DD-647 )
Commanding Officer

LCDR Edward Brumby          1. April 1943 – 31. Mai 1944
CDR Frederick Henry Schneider Jr.        31. Mai 1944 – 6. Mai 1946 (erreichter Rang VADM)

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