Archiv für den Monat: Juni 2018

USS BULLARD ( DD-660 )

USS BULLARD ( DD-660 )

Biografie

William Hannum Grubb Bullard
* 6. Dezember 1866 Medea, Pennsylvania
† 24. November 1927 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg

William Hannum Grubb Bullard war der Sohn von Orson Flagg Bullard der ein Mitglied der Pennsylvania Legislative war. Der junge Bullard besuchte in Media die High School und schloss diese im Jahre 1882 ab. Er gehörte zur ersten Abschlussklasse dieser Schule. Von der High School wechselte Bullard am 28. September 1882 im Rang eines Midshipman zur United States Naval Academy in Annapolis. Sein Studium schloss er dort am 9. Juni 1886 ab. Man versetzte ihn am 12. Juli 1886 an Bord des Geschützten Kreuzers USS ATLANTA ( 1884 ) der eine Woche später von Captain Francis M. Bunce ( 25. Dezember 1936 – 19. Oktober 1901 ) in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Seinen Dienst versah Midshipman Bullard auf dem Schiff das bis Juli 1887 im Hafen von New York lag wo es sich einigen Änderungen unterziehen musste. Danach kreuzte der Geschützte Kreuzer entlang der Ostküste im Verband mit dem Nordatlantik Geschwader. Die Kreuzfahrten wurden dann bis in die Karibik ausgedehnt. Am 23. Juni 1888 wechselte Bullard an Bord des US Coast Survey Steamer GEDNEY. Nach dem Ablegen seiner Prüfungen an der Marineakademie beförderte man ihn am 1. Juli zum Ensign. Am 15. August 1890 ging Bullard von Bord des Küstenwachschiffes GEDNEY und meldete sich am 27. August an Bord des Geschützten Kreuzers USS PHILADELPHIA ( C-4 ), der von Captain Robert Forbes Bratford am 28. Juli 1890 in den Dienst der US Navy gestellt hatte, zum Dienst. Man teilte Ensign Bullard als Bewachungs- und Abteilungsoffizier ein. Von Bord des Geschützten Kreuzers ging er am 1. September 1892 und wechselte an die Marineakademie wo er vom 5. September bis zum 29. Oktober 1892 einen elektrischen Kurs belegte. Am 1. November wechselte Bullard zum Bureau of Equipment innerhalb der Marineakademie. Dort hat er in den folgenden drei Jahren Instruktionen ausgegeben und spielte im Baseball Team. Danach versah er seinen Dienst an Bord des Kanonenbootes USS BANCROFT ( 1892 ) und der Schraubenkorvette USS LANCASTER ( 1858 ). Zum Lieutenant ( jg ) beförderte man ihn am 5. September 1896. Bullard diente dann an Bord des Geschützten Kreuzers USS COLUMBIA ( C-12 ) und auf dem Schulschiff USS MONOGAHELA ( 1862 ). Zum Lieutenant ernannte man ihn am 3. März 1899. Bullard reiste danach zum asiatischen Geschwader wo er ab dem 4. August 1900 an Bord des Kanonenbootes USS PRINCETON diente. Nach dem Dienst dort als Navigationsoffizier begab er sich am 20. Oktober 1902 wieder von Bord und kehrte an die Marineakademie zurück. Lieutenant Bullard genoss einen guten Ruf als Kenner elektrischer Anlagen und Funkverbindungen. Er veröffentlichte daher 1904 über das United States Naval Institut ein Buch mit dem Titel „Der Marineelektriker – Text und Handbuch“. Dieses Handbuch wurde bis 1917 mehrmals neu aufgelegt. Auf dem Schulschiff USS CHESAPEAKE ( 1898 ) an der Marineakademie war er ab dem 2. Mai 1904 für drei Monate der Executive Officer und kehrte danach an seine vorangegangene Arbeit an der Akademie zurück. Dort beförderte man Bullard am 1. Januar 1905 zum Lieutenant Commander. Bullard begab sich dann an der Navy Yard in Norfolk, Virginia an Bord des Geschützten Kreuzers USS GALVESTON ( C-17 ) der von Commander William Gifford Cutler am 15. Februar 1905 in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Doch schon am 20. Mai 1905 begab sich Bullard wieder von Bord und wechselte zum Schlachtschiff USS MAINE ( BB-10 ) wo er der Navigator und der Executive Officer war. Am 1. August 1907 kehrte Lieutenant Commander Bullard an die Marineakademie zurück wo er nun die Aufgaben eines Dozenten übernahm. Zum Commander beförderte man ihn am 1. Februar 1909. Am 14. Mai 1909 übernahm Bullard das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ) der mit dem Ausbildungsgeschwader von der Marineakademie entlang der Ostküste kreuzte. Bullard kehrte mit dem Schiff am 24. August nach Annapolis zurück wo es vier Tage später außer Dienst gestellt wurde. Bullard wechselte an Bord des Schlachtschiffes USS IOWA ( BB-4 ) und übernahm das Kommando während der Sommerkampfpraxis im Jahre 1910. Am 21. August 1911 erhielt er das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( C-5 ) der in der Norfolk Navy Yard lag. Zum Captain beförderte man Bullard am 1. Juli 1912. Im Anschluss an die Naval Review in Portsmouth, New Hampshire im Oktober 1912 begab er sich in das Marineministerium wo er als Superintendent am 14. November die Aufgaben des Marinefunkdienstes und der Funkstationen in Arlington, Virginia übernahm, welches im Bureau of Navigation integriert war. Im kommenden Frühjahr hat Bullard für das Handelsministerium während einer Internationalen Konferenz für den Funkgebrauch geworben um die Sicherheit auf See zu verbessern. Das Marineministerium vertrat Bullard bei einer Konferenz am 20. Dezember 1915. Außerdem schrieb er ein Buch für die Regulierungen und Instruktionen für die Operationen der Küstenwache. Vier Tage später übernahm Bullard die Verantwortungen als Delegierter seines Landes auf dem Zweiten Pan American Scientific Kongress in Washington DC wo er auf die Notwendigkeit auf dem Gebrauch des Funks hinwies. Am 24. Juni 1916 verließ Bullard wieder das Amt des Marinefunkdienstes. Er übernahm am 7. Juli das Kommando über das Schlachtschiff USS ARKANSA ( BB-33 ) das bis dahin in der New York Navy Yard zur Überholung lag. Während des Ersten Weltkrieges übernahm das Schlachtschiff Patrouillenaufgaben entlang der Ostküste und man bildete in den folgenden vierzehn Monaten Geschützbedienungen aus die auf bewaffneten Handelsschiffen die Verbindung zwischen den USA und Europa aufrecht erhalten sollten. Im Juli 1918 verlegte man das Schlachtschiff nach Rosyth, Schottland wo es zur britischen Grand Fleet gehörte und das Schlachtschiff USS DELAWARE ( BB-28 ) ablösen sollte. Kurz nach der Ankunft in Rosyth, übergab Captain Bullard am 31. August 1918 das Kommando über das Schlachtschiff und übernahm neue Aufgaben am US-amerikanischen Flottenstützpunkt auf Malta, denn er war am 1. Juli in den Rang des Rear Admiral ohne Bezüge ernannt worden. Am 3. November übernahm er deshalb das Kommando über die US amerikanischen Streitkräfte im östlichen Mittelmeer. In seiner Dienstzeit dort auf Malta war er am 5. Januar 1919 bei der Übernahme der Österreichisch-Ungarischen Flotte im Adriatischen Meer beteiligt. Danach reiste Rear Admiral Bullard nach Paris wo eine Marineradiokonferenz mit den Verbündeten anberaumt worden war. Auf dem Überseedampfer OLYMPIC reiste er im März 1919 nach New York und übernahm am 7. April im Marineministerium in Washington DC die Aufgaben des Direktors für Marinekommunikationen. Zwei seiner bedeutenden Befehle in diesem Sommer 1919 war den Verkauf der Rechte für einen radioorientierten Wechselstromgenerator ins Ausland zu verhindern und die Errichtung zukünftiger Radion Corporation Amerikas zu fördern. Am 20. Oktober 1919 wurde Bullard der Rang Rear Admiral im vollen Umfang zugesprochen. Den Direktorposten im Marineministerium legte er am 11. Juli 1921 nieder und reiste über San Francisco nach Manila, Philippinen um am 12. Oktober das Kommando über die Patrouillenschiffe auf dem Yangtse zu übernehmen. Im November befand er sich in Peking für die spezielle Aufgabe den oberen Yangtse im Mai 1922 zu besuchen und zu erforschen wie man Funkkommunikationen unter den Patrouillenschiffen verbessern kann. Das Kommando über Patrouillenschiffe übergab Bullard am 26. Juli 1922 und reiste auf eigene Kosten nach Washington DC mit den öffentlichen Transportmitteln. Am 25. September erreichte er sein Ziel und am 30. September 1922 versetzte man Rear Admiral Bullard aus dem aktiven Dienst in den Ruhestand. Bullard übernahm dann den Vorsitz der Federal Radio Kommission in Washington DC welche er bis zu seinem Tode am 24. November 1927 leitete.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral William Hannum Grubb Bullard benannt worden.
Das eine benannte die US Navy und war der Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war das Kabel – Verlegeschiff SS WILLIAM H G BULLARD ( Maritime Commission hull 2557 ) das von der US Navy im Jahre 1953 erworben und in USS NEPTUNE ( ARS-2 ) umbenannt wurde.


USS BULLARD ( DD-660 )

Schiffsbiografie

Die USS BULLARD ( DD-660 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Hannub Grubb Bullard benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhunderteinunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 16. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ellen Bierne Saunders Bullard ( 18. Mai 1866 – 24. Januar 1954 ), Witwe von Rear Admiral William Hannub Grubb Bullard, Taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Glenn Roy Hartwig ( 30. März 1904 in Detroit, Michigan – ? ) stellte am 9. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BULLARD bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, operierte der Zerstörer entlang der US Ostküste und in der Karibik. Dabei eskortierte das Kriegsschiff Schwere Einheiten auf deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Dann versetzte man die USS BULLARD in den Pazifik. Anfang August verließ der Zerstörer die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 22. August die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ das Kriegsschiff wieder diesen Hafen und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begannen für das Kriegsschiff und dessen Besatzung mehrer Übungen sowie das kalibrieren der Bordwaffen. Diese Übungen dauerten bis Ende September. Nun gliederte man die USS BULLARD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS BULLARD, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS BULLARD in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Den erreichten sie am 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze auf dem Festland zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Gegen Mittag stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Doch diese verließen umgehend den Kampfplatz ohne auch nur eines der feindlichen Flugzeuge abzuschießen. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Vor Rabaul trennen sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS BULLARD bot dabei zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 28. November zog man die USS BULLARD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Jetzt beginnen für die Mannschaft der USS BULLARD die Vorbereitungen für den Angriff auf die Atolle der Marshall Islands. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 58 zusammen, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS BULLARD genauso wie die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS CANBERRY ( CA-70 ), die Leichten Kreuzer USS BILOXI ( CL-80 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS LANG ( DD-399 ), USS STACK ( DD-406 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man die USS BULLARD in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS BULLARD versetzte man nun wieder in die TF 58 und stand dort wieder zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS BULLARD blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BULLARD wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Man gliederte nun die USS BULLARD in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit den Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS BULLARD sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS BULLARD, USS KIDD und USS CHAUNCEY verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo. Man versetzte hier die USS BULLARD in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS BLACK, USS CHAUNCEY und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS BULLARD sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS BULLARD ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS BULLARD zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD und USS CHAUNCEY. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS BULLARD in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS BULLARD, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS BULLARD in den folgenden Tagen an mehreren Trainingsübungen. Den Zerstörer setzte man zu keiner weiteren Kampfhandlung in den nächsten Tagen ein. Das Kriegsschiff verließ dann das Atoll und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. In ein Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsierte man die USS BULLARD am 10. September. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS CHAUNCEY, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Das weitere Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS BULLARD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS BULLARD eröffneten, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Am folgenden Tag erhielt die USS BULLARD den Befehl, einen Piloten von einer abgeschossenen Hellcat F6F-5, der auf dem Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ) stationiert war, in der Nähe von Chichi Jima aus dem Wasser zu bergen. Der Zerstörer hatte sehr schnell die angegebenen Koordinaten erreicht, da er extra für solche Einsätze stationiert worden war. Der Pilot war schnell geborgen und das Kriegsschiff kehrte auf seinen Posten zurück. Kaum war diese Position erreicht, da stürzte sich aus einer Wolke kommend ein Kamikazepilot auf die USS BULLARD. Geistesgegenwärtig befahl Commander Bernard William Freund ( 30. Juli 1910 – 9. Februar 2007 ), Kommandant des Zerstörers, die Maschinen sofort auf „Volle Fahrt zurück“ zu bringen. Dadurch konnte er eine Kollision mit diesem feindlichen Flugzeug weitgehend verhindern. Nur die linke Tragfläche des Flugzeuges schlug im Bug ein und verursachte verhältnismäßig wenig Schaden. Die japanische Maschine schlug mehrere Meter entfernt auf dem Wasser auf und zerschellte. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Der von der USS BULLARD gerettete Pilot wurde an eines der Tankschiffe übergeben. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS BULLARD verließ nun für wenige Tage die Task Group und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier wurden die Beschädigungen durch den Kamikazeangriff repariert. Da allerdings seit den Kämpfen um Okinawa die Zahl der beschädigten Schiffe sprunghaft nach oben gegangen war, musste man sich auf dem Zerstörer in Geduld üben. Außerdem konnte man an dem Kriegsschiff dann auch nur eine Notreparatur vornehmen, so dass die USS BULLARD am 31. Mai die Gewässer von Okinawa verließ und in die San Pedro Bay, Leyte fuhr. Diese amerikanische Marinebasis erreichte der Zerstörer drei Tage später. Hier begannen weitere Reparaturarbeiten an den Einrichtungen des Schiffes. Außerdem konnte sich die Mannschaft von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Dann stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS BULLARD versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS BULLARD und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS BULLARD sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS BULLARD immer noch die Flugzeugträger aus der TG und fuhr an diesem Tage in die Takyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Bis zum 10. November blieb der Zerstörer in den japanischen Gewässern und nahm Besatzungsaufgaben wahr. An diesem 10. November verließ das Kriegsschiff den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Am 3. Dezember legte die USS BULLARD in San Pedro, Kalifornien an. Im folgenden Jahr 1946 operierte der Zerstörer entlang der US Westküste. Sein Heimathafen war San Diego, Kalifornien. Hier bereitete man das Kriegsschiff auch auf die Inaktivierung vor und begutachtete den Schiffskörper. Am 20. Dezember 1946 stellte man das Kriegsschiff dann außer Dienst. Der Schiffskörper war nicht so solide wie man es sich gewünscht hätte. Deshalb stellte man den Zerstörer Anfang der 50er Jahre nicht wieder in Dienst. Den Namen USS BULLARD ( DD-660 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 3. Dezember 1973 zum verschrotten.


USS BULLARD ( DD-660 )
Commanding Officer

CDR Glenn Roy Hartwig           9. April 1943 – November 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Bernard William Freund         November 1943 – 31. Mai 1945 (erreichter Rang CAPT)
LT Henry Frederick Rodner Jr.         31. Mai 1945 – Januar 1945
LCDR Eigel Thornton Steen         16. Juni 1945 – 31. Oktober 1945

USS CHAUNCEY ( DD-296 )

USS CHAUNCEY ( DD-296 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners. Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-296 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 17. Juni 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss D. M. Todd taufte am 29. September 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Alexander Glassford, Jr. ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 25. Juni 1919 in der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS CHAUNCEY in die Pazifikflotte ein. Heimathafen des Zerstörers war San Diego, Kalifornien. Nach dem Abschluss der Ausbildungsfahrten beteiligte sich das Kriegsschiff entlang der US Westküste und in den Gewässer vor Hawaii an Flottenübungen, Schießübungen und anderen Trainingsaktivitäten. Vom 15. Juli 1920 bis zum 14. Oktober 1921 lag die USS CHAUNCEY in San Diego in Reserve. Nach der Wiederaufnahme des aktiven Dienstes war der Zerstörer das Flaggschiff der Zerstörerdivision 31. In den nun folgenden beiden Jahren beteiligte sich das Kriegsschiff wieder an mehreren Manövern und Übungen entlang der US Westküste. In der Zerstörer Division 31 befanden sich das Flaggschiff USS FARRAGUT ( DD-300 ), USS FULLER ( DD-297 ), USS PERCIVAL ( DD-298 ) und USS SOMERS ( DD-301 ). Kommandeur der Zerstörer Division war Commander William Satterlee Pyr ( 9. Juni 1880 in Minneapolis, Minnesota – 4. Mai 1959 in Bethesda, Maryland ). Anfang September lag der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern dieser Zerstörer Division am Pier 15 im Hafen von San Francisco. Am 7. September 1923 erhielt Lieutenant Commander Richard Henry Booth, Kommandant der USS CHAUNCEY, den Befehl zusammen mit den Schiffen der Zerstörer Division 11, welche zum Zerstörergeschwader 11 gehörten, nach San Diego zu fahren. In diesem Geschwader befanden sich vierzehn Zerstörer. Das Flaggschiff USS DELPHY ( DD-261 ) auf dem sich der Kommandant des Geschwaders Captain Edward Howe Watson ( 28. Februar 1874 – 7. Januar 1942 ) befand. Zu dem Geschwader gehörten noch die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS FARRAGUT, USS SOMERS, USS PERCIVAL, USS FULLER, aus der Zerstörer Division 33 die USS YOUNG ( DD-312 ), USS S P LEE ( DD-310 ), USS WOODBURY ( DD-309 ) und USS NICHOLAS ( DD-311 ) und aus der Zerstörer Division 33 die USS KENNEDY ( DD-306 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ), USS STODDERT ( DD-302 ) und USS THOMPSON ( DD-305 ). Am Morgen des 8. September gegen 7:00 Uhr hievten die Zerstörer die Anker auf. Die See war spiegelglatt und ruhig. Um 8:30 Uhr ging das Geschwader auf den Generalkurs von 160° und die Marschfahrt wurde auf 20 Knoten erhöht. Gegen 11:30 Uhr erfolgte die letzte terrestrische Ortsbestimmung. Nach drei weiteren Stunden änderten die Schiffe des Geschwaders den Kurs auf 150° und ab 16:30 Uhr in Kiellinie wegen des sich verschlechternden Wetters. Gegen 18:00 Uhr erreichten die Schiffe den Nordeingang des Santa Barbara Channel. Da man nun keine Landsicht mehr hatte wegen der schlechten meteorologischen Bedingungen, bediente sich Captain Watson der Funkpeilstelle auf Point Arguello. Diese meldete sich dreizehn Minuten nach der Anfrage und gaben den Kurs von 320° an. In den folgenden dreißig Minuten wurden dann weitere Peilungen an die USS DELPHY übermittelt. Nach diesen werten fuhr das Geschwader direkt auf den Point Arguello zu. Captain Watson hätte den Fehler bereits da bemerken müssen, schenkte aber den Angaben der Funkpeilstelle keine weitere Beachtung und gab den Kurs von 150° und die Geschwindigkeit von 20 Knoten an die anderen Schiffe des Geschwaders weiter. Um 20:00 Uhr wurden die errechneten Koordinaten an die anderen Schiffe weitergegeben die immer noch in Kiellinie folgten. Die Navigationsoffiziere errechneten allerdings einen vollkommen anderen Standort der viel zu gefährlich nahe an der Küste sich befand. Doch die Kommandanten hatten nicht den Mut diese Daten dem Geschwaderchef zu übermitteln. Nach der Peilung der Funkpeilstelle um 20:39 Uhr und 20:58 Uhr befand sich das Geschwader nördlich von Point Arguello anstatt wie von Captain Watson angenommen südlich davon. Ohne eine Ankündigung änderte die USS DELPHY um 21:00 Uhr den Kurs auf 95° und verschwand im Nebel. Das Kursänderungssignal mit dem neuen Kurs wurde den in Kiellinie folgenden Zerstörern nachträglich übermittelt. Fünf Minuten nach der Kursänderung lief die USS DELPHY mit 20 Knoten auf die Felsen der kalifornischen Küste auf. Drei Besatzungsmitglieder starben dabei und fünfzehn wurden verwundet. Der Zerstörer brach in der Mitte auseinander und das Heck sank unter die Wasseroberfläche. Geistesgegenwärtig konnte man auf dem Zerstörer noch das Signalhorn aktivieren um die anderen Schiffe zu warnen. Doch für die USS FULLER, USS S P LEE, USS WOODBURY, USS NICHOLAS und USS YOUNG kam es zu spät die selber ohne die Fahrt verringert zu haben auf Grund liefen. Wie folgt liefen die Zerstörer nach ihrer taktischen Nummer hinter dem Führungsschiff. Die USS S P LEE folgte der USS DELPHY. Man drehte nach Backbord und lief auf Grund. Die USS YOUNG leitete keine Drehung ein und riss sich den Rumpf unterhalb der Wasserlinie an einem Felsen auf. Außerdem lief der Zerstörer in die noch rotierenden Propeller der USS DELPHY die weiteren Schaden verursachten. Das schnell eindringende Wasser ließ den Zerstörer von einer Minute nach Steuerbord kentern und zwanzig Seeleute, hauptsächlich das Feuerungs- und Motorenpersonal, fanden den Tod. Die USS WOODBURY wich nach Steuerbord aus und lief dabei auf einen vorgelagerten Felsen auf. Die USS NICHOLAS drehte nach Backbord und lief ebenfalls auf Felsen auf. Die USS FARRAGUT lief zwar auf Grund, konnte sich aber selber befreien und wurde gerettet. Die USS FULLER lief neben der USS WOODBURY auf den Felsen auf. Die USS PERCIVAL konnte ausweichen und blieb unbeschädigt. Die USS SOMERS wurde nur leicht an einem Felsen beschädigt. Die USS CHAUNCEY konnte rechtzeitig stoppen. Da man die in Seenot befindlichen 70 Besatzungsmitglieder der USS YOUNG ausmachen konnte, eilte die USS CHAUNCEY sofort zu Hilfe. Der Zerstörer fuhr zwischen die Klippen und es entbrannte ein Kampf gegen die Gezeiten. Lieutenant William Lowndes Calhoun, Kommandeur der USS YOUNG, wusste, dass er keine Zeit hatte um seine Mannschaft mit Booten oder Flößen von Bord des sinkenden Schiffes zu retten. Mit Lieutenant E. C. Herzinger und Bootsmannsmaat Arthur Peterson sprach er die Möglichkeiten einer Rettung durch damit die Schiffsbesatzung nicht in das ölige Wasser springen musste. Bootsmannsmaat Peterson meldete sich freiwillig rund 100 Yards zu einem aus dem Wasser ragenden Brückenfelsen zu schwimmen. Bevor er dies aber tun konnte strandete die USS CHAUNCEY genau zwischen der USS YOUNG und diesem Brückenfelsen. Damit war der Fluchtweg der Schiffsbesatzung erheblich gesunken, da beide Schiffe rund 75 Meter voneinander getrennt auf dem Felsen lagen. Bootsmannsmaat Peterson sprang in das Wasser und schwamm zu der USS CHAUNCEY. Dort rettete man ihn aus dem Wasser und er konnte über die Situation von der USS YOUNG berichten. Umgehend wurde ein Floß mit sieben Mann Besatzung zu Wasser gelassen. Elf Fahrten musste dieses Floß absolvieren um alle 70 Überlebende von der USS YOUNG in Sicherheit zu bringen. Um 23:30 Uhr gingen die letzten Männer der USS YOUNG an Bord der USS CHAUNCEY. Auf diesem Floß befand sich Lieutenant Commander William Lowndes Calhoun und Lieutenant E. C. Herzinger. Mehrere Schwimmer der USS CHAUNCEY begannen nun ein Netzwerk aus Rettungsleinen von dem Zerstörer über die aus dem Wasser ragenden Klippen bis zum Festland zu verlegen. Auf diese Weise erreichten alle Mannschaftsmitglieder beider Zerstörer wieder festen Grund unter den Füßen ohne den Verlust an weiteren Menschenleben zu haben. Die USS KENNEDY, USS PAUL HAMILTON, USS STODDERT und USS THOMPSON konnten rechtzeitig ausweichen und blieben unbeschädigt.
Am 26. Oktober 1923 stellte man die Schiffswracks außer Dienst und strich den Namen USS CHAUNCEY ( DD-296 ) am 20. November 1923 von der US Navy – Liste. Nachdem man dann während einer dazu angelegten Operation die auf dem Schiffswrack befindliche Munition geborgen hatte, verkaufte man den Schiffskörper am 29. Oktober 1925 für 147.860 Dollar an Robert H. Smith in Oakland, Kalifornien. Dessen Firma barg das Wrack und verschrottete es.


USS CHAUNCEY ( DD-296 )
Commanding Officer

CDR William Alexander Glassford Jr.      5. Juni 1919 – 4. Dezember 1919 (erreichter Rang VADM)
LT Allan Prescott Flagg         4. Dezember 1919 – 15. Januar 1920
LCDR William Frederick Halsey Jr.       15. Januar 1920 – 31. Juli 1920 (erreichter Rang FADM)
CDR Frank Nathaniel Eklund         31. Juli 1920 – 1. April 1921
CDR Laurance North McNair         1. April 1921 – 28. Januar 1922
LCDR Richard Henry Booth         28. Januar 1922 – 8. September 1923

USS CHAUNCEY ( DD-3 )

USS CHAUNCEY ( DD-3 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners. Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-3 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-3 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer war das dritte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Neafie and Levy Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 2. Dezember 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. M. C. S. Todd taufte am 26. Oktober 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Für den Wechsel innerhalb der Werften von Philadelphia erhielt der Zerstörer am 20. November 1902 für die Endausrüstung eine eingeschränkte Betriebserlaubnis. Diese war am 2. Dezember 1902 wieder aufgehoben worden und das Schiff in die Reserve versetzt. Lieutenant Stanford Elwood Moses ( 20. August 1872 im Washington County, Georgia – 4. Oktober 1950 in Kalifornien ) stellte am 21. Februar 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Man versetzte den Zerstörer innerhalb der Atlantikflotte in das Küstengeschwader. Dort diente die USS CHAUNCEY bis zum 20. September 1903. Ab diesem Tag verlegte man das Kriegsschiff in die Asiatische Flotte, welche sich in den philippinischen Gewässern aufhielt. Dazu fuhr der Zerstörer nach Key West, Florida. Von hier aus stach das Kriegsschiff am 18. Dezember zusammen mit den Zerstörern der ersten Torpedo Flottille, darunter befanden sich die USS BAINBRIDGE ( DD-1 ), USS BARRY ( DD-2 ), USS DALE ( DD-4 ) und USS DECATUR ( DD-5 ) unter dem Kommando von Lieutenant Dudley Wright Knox ( 21. Juni 1877 in Fort Walla Walla, Washington – 11. Juni 1960 in Bethesda, Maryland ), in See und erreichte am Ende des Monats die kanarische Insel El Hiero. Die weitere Fahrt führte die USS CHAUNCEY durch den Suezkanal bis nach Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen. Auf dieser Fahrt wurden die Zerstörer von dem Hilfskreuzer USS BAFFALO ( 1892 ) begleitet. Auf diesem Hilfskreuzer befand sich auch die benötigte Menge an Kohle für die Zerstörer. Diese musste auf dieser Kreuzfahrt mit Booten zu den Zerstörern transportiert werden. Innerhalb der Asiatischen Flotte sollten die Zerstörer die US Interessen im Fernen Osten vertreten. Dazu verbrachten die Kriegsschiffe in den Wintermonaten in den philippinischen Gewässern und vom Frühjahr bis zum Herbst vor der chinesischen Küste bei Chefoo. Vom 3. Dezember 1905 bis zum 12. Januar 1907 stellte man die USS CHAUNCEY außer Dienst und versetzte sie in die Reserve. Danach diente der Zerstörer zusammen mit den Kriegsschiffen der ersten Torpedo Flottille in den folgenden Jahren weiterhin im Fernen Osten. 1910 bugsierte man die USS CHAUNCEY in ein schwimmendes Trockendock in der Olongapo Naval Station, Subic Bay, Luzon, Philippinen und begann eine umfangreiche Überholung. Der Zerstörer blieb bis zum Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg, am 6. April 1917, bei der Asiatischen Flotte. Am 1. August 1917 verließ die USS CHAUNCEY Cavite und fuhr an die US Ostküste. Von hier aus eskortierte der Zerstörer einen Schiffskonvoi bis in den Ostatlantik bei St. Nazaire, Frankreich. Von dieser Basis aus geleitete der Zerstörer Schiffskonvois. Auf einer solchen Mission passierte etwa 110 Meilen westlich von Gibraltar eine Tragödie. Die USS CHAUNCEY kollidierte mit dem britischen Handelsschiff SS ROSE in der Nacht vom 18. zum 19. November 1917. Der Zerstörer sank gegen 3:17 Uhr am 19. November bis auf 2700 Meter Tiefe und riss Lieutenant (jg) Charles Foster Wedderburn ( 2. Oktober 1892 in Chicago, Illionois – 19. November 1917 ), den Kommandeur des Zerstörers Lieutenant Commander Walter Elsworth Reno ( 3. Oktober 1881 im Davis County, Iowa – 19. November 1917 ) sowie neunzehn weitere Besatzungsmitglieder mit in den Tod. 70 Überlebende wurden von der SS ROSE geborgen und in den nächsten Hafen gebracht. Noch am selben Tag stellte man den Zerstörer außer Dienst und am 17. Dezember 1917 strich man den Namen USS CHAUNCEY ( DD-3 ) von der US Navy – Liste.


USS CHAUNCEY ( DD-3 )
Commanding Officer

LT Stanford Elwood Moses          21. Februar 1903 – 16. Juli 1904 (erreichter Rang CAPT)
LT Earl Percy Jessop         16. Juli 1904 – 26. September 1905
ENS Joseph Rollie Defrees         26. September 1905 – 3. Dezember 1905 (erreichter Rang RADM)
Außerdienststellung          3. Dezember 1905 – 12. Januar 1907
MACH Fred Walter Cobbs         12. Januar 1907 – 19. Januar 1907
LT Frank Robert McCrary          19. Januar 1907 – 20. Juli 1908
LT James Harvey Tomb        20. Juli 1908 – 9. Juni 1909
ENS Laurance North McNair         9. Juni 1909 – 22. Dezember 1910
LT Robert Wright Cabaniss          11. Februar 1911 – 14. November 1911
ENS John Craig Cunningham         14. November 1911 – 18. April 1912
LT Frank Jack Fletcher          18. April 1912 – 21. Dezember 1912 (erreichter Rang ADM)
LTJG Richard Hill        21. Dezember 1912 – 8. März 1913
ENS Eugene Morris Woodson         8. März 1913 – 7. Februar 1914
LTJG John Calvin Jennings          7. Februar 1914 – 31. Mai 1914
LT George Hall Bowdrey          31. Mai 1914 – 5. Juni 1916 (erreichter Rang COMO)
LCDR Walter Elsworth Reno          5. Juni 1916 – 19. November 1917

USS KENNISON ( DD-138 )

USS KENNISON ( DD-138 )

Biografie

William W. Kennison
* 28. Februar 1825 in Boston, Suffolk County, Massachusetts
† 4. Januar 1893
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

William W. Kennison war der Sohn von Tapping W. Kennison ( 4. Juni 1793 in Alexandria, Grafton County, New Hampshire – 7. Juli 1858 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ) und Sarah Dyer French Kennison ( 7. September 1789 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 16. Juni 1886 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ). William W. Kennison hatte noch vier Geschwister. Er heuerte schon sehr früh auf einem Schiff an und lernte dort die Grundbegriffe der Nautik. Mit dem Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete er sich bei der US Navy. Hier ernannte man ihn am 28. August 1861 zum stellvertretenden Acting Master´s Mate. Während der Schlacht von Hampton Roads, am 8. März 1862, diente Kennison an Bord der Segelfregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ). Er war verantwortlich für die schwenkbare 10-Zoll Kanone die sich auf dem Bug der Fregatte befand. An diesem 8. März kam es zum Kampf zwischen der hölzernen USS CUMBERLAND und dem konföderierten Panzerschiff CSS VIRGINIA. Während dieser Schlacht sank zwar die Segelfregatte und nahm 121 Seeleute mit ins nasse Grab, aber Kennison behielt die Übersicht und ließ mit seiner schwenkbaren Kanone bis zum Schluss auf das feindliche Panzerschiff schießen. Zwar brachte dies für die Unionsschiffe keinen Erfolg, aber für Kennison die Ernennung zum Volunteer Lieutenant. 1863 erhielt er das Kommando über das Kanonenboot USS SAMUEL ROTAN ( 1861 ). Dieses Kanonenboot gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und sicherte den York River. Am Morgen des 24. April nahm das Kanonenboot zusammen mit dem umgebauten Flussboot USS WESTERN WORLD ( 1856 ) die beiden konföderierten Schoner MARTHA ANN und A. CARSON vor Horn Harbor, Virginia gefangen. Am 2. Juli konnte die Mannschaft des Kanonenbootes den konföderierten 35-Tonnen Schoner CSS CHAMPION vor der Mündung des Piankatank Rivers aufbringen und erobern. Des Weiteren beschlagnahmten die Besatzungsmitglieder der USS SAMUEL ROTAN am 27. Juli ein Kanu, das die Blockade im Severn River, beladen mit Mais, Hühnern und Eier, durchbrechen wollte. Genauso erging es einem Zweimastsegelboot. Dieses flüchtete am 10. Oktober zum Strand von Horn Harbor. Die Insassen des Bootes sprangen dann über Bord und flohen zum Strand. Von dort aus schossen die konföderierten auf das Kanonenboot der Union. Die Besatzung nahm dessen ungeachtet das Segelboot als Prise, es war mit Salz beladen, und brachten es hinter die Linien. William W. Kennison versetzte man im folgenden Jahr auf das Dampfkanonenboot USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Auf diesem Schiff beteiligte er sich an Operationen vor Charleston und Savannah im Jahre 1865. Nach dem Ende des Sezessionskrieges wurde Kennison am 4. Mai 1866 ehrenvoll entlassen. Aber am 20. August 1866 zog man ihn nochmals im Rang eines Acting Masters ein. Endgültig wurde er am 16. November 1868 ausgemustert.


USS KENNISON ( DD-138 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNISON ( DD-138 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master William W. Kennison benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 14. Februar 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Riner taufte am 8. Juni 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Roy Philip Emrich ( 9. Januar 1885 in Illinois – 29. März 1924 im Solano County, Kalifornien ) stellte am 2. April 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach der notwendigen Begutachtung zum allgemeinen Zustand des Schiffes, erreichte am 25. März 1920 die USS KENNISON ihren Heimathafen San Diego, Kalifornien. Während des folgenden Sommers absolvierte der Zerstörer experimentelle Torpedo- und Luftabwehrübungen. Das Kriegsschiff setzte bis zum 21. August 1921 seine Küstenoperationen und taktischen Übungen fort. Ab diesem 21. August diente an Bord der USS KENNISON nur noch die halbe Crew. Man entließ die Mannschaftsmitglieder, deren Zeitverträge abgelaufen waren. Am 22. Juni 1922 stellte man in San Diego den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges nahm man die USS KENNISON au der Reserve und bereitete den Zerstörer auf seinen Einsatz in der Pazifikflotte vor. Lieutenant William Giers Michelet stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete am 22. Februar 1940. Nach umfangreichen Umrüstungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien schloss sich das Kriegsschiff ab dem 6. Mai 1940 der Neutralitätspatrouille vor San Diego an. Von Juni bis September nahm die USS KENNION an Übungen für Reservisten teil und machte mehrere Hafenbesuche. So legte der Zerstörer unter anderem am 4. Juli in Oakland, Kalifornien und am 27. Juli in Portland, Oregon an. Ab dem 14. Oktober kehrte der Zerstörer wieder zur Neutralitätspatrouille zurück. Diese Patrouillenoperationen führte das Kriegsschiff entlang der US Westküste fort, bis die USA durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii in den Zweiten Weltkrieg eintraten. Ab Januar 1942, als die Kriegsanstrengungen der USA sichtlich zunahmen, intensivierte die USS KENNISON ihre Operationen gegen feindliche U-Boote und eskortierte Schiffskonvois und amerikanische U-Boote zu den verschiedensten Häfen entlang der kalifornischen Küste. Diesen Dienst betrieb der Zerstörer bis zum 22. September 1944. An diesem Tag fuhr das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington und wurde dort in der Puget Sound Naval Shipyard umgebaut. Schon am 9. November legte die USS KENNISON wieder in San Diego an, um seinen Dienst wieder aufzunehmen. Doch jetzt war das Schiff kein Zerstörer mehr sondern ein Vielseitiges Hilfsschiff und trug die Kennung AG-83. Für den Rest des Krieges operierte die USS KENNISON in den Gewässern vor San Diego und war hier als Zielschiff für Flugzeugübungen mit Lufttorpedos eingesetzt. Die an diesen Übungen beteiligten US Navy Piloten sollten sich auf den kommenden Kampfeinsätze vorbereiten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, verließ das Vielseitige Hilfsschiff die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte Ende Oktober die Marinebasis von Norfolk, Virginia. Am 21. November 1945 stellte man das Schiff in Portsmouth, Virginia außer Dienst. Den Namen USS KENNISON ( AG-83 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man dann am 18. November 1946 an die Luria Brothers & Company, Inc. in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.


USS KENNISON ( DD-138 )
Commanding Officer

CDR Roy Philip Emrich        2. April 1919 – 21. August 1920
CDR Abram Claude        21. August 1920 – 26. November 1920
LT Frank Loper Lowe        26. November 1920 – 5. Januar 1921
LCDR Harold Dodd        5. Januar 1921 – 22. Juni 1922
Außerdienststelung         22. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LT William Giers Michelet        18. Dezember 1939 – 20. März 1941
LT Bennett Smith Copping        20. März 1941 – 14. November 1942
LCDR Joseph Ronald Hamley        14. Februar 1942 – 26. Februar 1943
LCDR James Buchanan Weller        26. Februar 1943 – 31. August 1943
LCDR Richard Edward Babb         31. August 1943 – 21. September 1944
LCDR Richard Francis Young        21. September 1944 – 18. November 1945


Am 27. Juli 1940 Hafenbesuch in Portland, Oregon

 

USS KENNISON ( AG-83 )

USS KENNISON ( AG-83 )

Biografie

William W. Kennison
* 28. Februar 1825 in Boston, Suffolk County, Massachusetts
† 4. Januar 1893
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

William W. Kennison war der Sohn von Tapping W. Kennison ( 4. Juni 1793 in Alexandria, Grafton County, New Hampshire – 7. Juli 1858 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ) und Sarah Dyer French Kennison ( 7. September 1789 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 16. Juni 1886 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ). William W. Kennison hatte noch vier Geschwister. Er heuerte schon sehr früh auf einem Schiff an und lernte dort die Grundbegriffe der Nautik. Mit dem Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete er sich bei der US Navy. Hier ernannte man ihn am 28. August 1861 zum stellvertretenden Acting Master´s Mate. Während der Schlacht von Hampton Roads, am 8. März 1862, diente Kennison an Bord der Segelfregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ). Er war verantwortlich für die schwenkbare 10-Zoll Kanone die sich auf dem Bug der Fregatte befand. An diesem 8. März kam es zum Kampf zwischen der hölzernen USS CUMBERLAND und dem konföderierten Panzerschiff CSS VIRGINIA. Während dieser Schlacht sank zwar die Segelfregatte und nahm 121 Seeleute mit ins nasse Grab, aber Kennison behielt die Übersicht und ließ mit seiner schwenkbaren Kanone bis zum Schluss auf das feindliche Panzerschiff schießen. Zwar brachte dies für die Unionsschiffe keinen Erfolg, aber für Kennison die Ernennung zum Volunteer Lieutenant. 1863 erhielt er das Kommando über das Kanonenboot USS SAMUEL ROTAN ( 1861 ). Dieses Kanonenboot gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und sicherte den York River. Am Morgen des 24. April nahm das Kanonenboot zusammen mit dem umgebauten Flussboot USS WESTERN WORLD ( 1856 ) die beiden konföderierten Schoner MARTHA ANN und A. CARSON vor Horn Harbor, Virginia gefangen. Am 2. Juli konnte die Mannschaft des Kanonenbootes den konföderierten 35-Tonnen Schoner CSS CHAMPION vor der Mündung des Piankatank Rivers aufbringen und erobern. Des Weiteren beschlagnahmten die Besatzungsmitglieder der USS SAMUEL ROTAN am 27. Juli ein Kanu, das die Blockade im Severn River, beladen mit Mais, Hühnern und Eier, durchbrechen wollte. Genauso erging es einem Zweimastsegelboot. Dieses flüchtete am 10. Oktober zum Strand von Horn Harbor. Die Insassen des Bootes sprangen dann über Bord und flohen zum Strand. Von dort aus schossen die konföderierten auf das Kanonenboot der Union. Die Besatzung nahm dessen ungeachtet das Segelboot als Prise, es war mit Salz beladen, und brachten es hinter die Linien. William W. Kennison versetzte man im folgenden Jahr auf das Dampfkanonenboot USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Auf diesem Schiff beteiligte er sich an Operationen vor Charleston und Savannah im Jahre 1865. Nach dem Ende des Sezessionskrieges wurde Kennison am 4. Mai 1866 ehrenvoll entlassen. Aber am 20. August 1866 zog man ihn nochmals im Rang eines Acting Masters ein. Endgültig wurde er am 16. November 1868 ausgemustert.


USS KENNISON ( AG-83 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNISON ( DD-138 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master William W. Kennison benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 14. Februar 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Riner taufte am 8. Juni 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Roy Philip Emrich ( 9. Januar 1885 in Illinois – 29. März 1924 im Solano County, Kalifornien ) stellte am 2. April 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach der notwendigen Begutachtung zum allgemeinen Zustand des Schiffes, erreichte am 25. März 1920 die USS KENNISON ihren Heimathafen San Diego, Kalifornien. Während des folgenden Sommers absolvierte der Zerstörer experimentelle Torpedo- und Luftabwehrübungen. Das Kriegsschiff setzte bis zum 21. August 1921 seine Küstenoperationen und taktischen Übungen fort. Ab diesem 21. August diente an Bord der USS KENNISON nur noch die halbe Crew. Man entließ die Mannschaftsmitglieder, deren Zeitverträge abgelaufen waren. Am 22. Juni 1922 stellte man in San Diego den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges nahm man die USS KENNISON au der Reserve und bereitete den Zerstörer auf seinen Einsatz in der Pazifikflotte vor. Lieutenant William Giers Michelet stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete am 22. Februar 1940. Nach umfangreichen Umrüstungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien schloss sich das Kriegsschiff ab dem 6. Mai 1940 der Neutralitätspatrouille vor San Diego an. Von Juni bis September nahm die USS KENNION an Übungen für Reservisten teil und machte mehrere Hafenbesuche. So legte der Zerstörer unter anderem am 4. Juli in Oakland, Kalifornien und am 27. Juli in Portland, Oregon an. Ab dem 14. Oktober kehrte der Zerstörer wieder zur Neutralitätspatrouille zurück. Diese Patrouillenoperationen führte das Kriegsschiff entlang der US Westküste fort, bis die USA durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii in den Zweiten Weltkrieg eintraten. Ab Januar 1942, als die Kriegsanstrengungen der USA sichtlich zunahmen, intensivierte die USS KENNISON ihre Operationen gegen feindliche U-Boote und eskortierte Schiffskonvois und amerikanische U-Boote zu den verschiedensten Häfen entlang der kalifornischen Küste. Diesen Dienst betrieb der Zerstörer bis zum 22. September 1944. An diesem Tag fuhr das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington und wurde dort in der Puget Sound Naval Shipyard umgebaut. Schon am 9. November legte die USS KENNISON wieder in San Diego an, um seinen Dienst wieder aufzunehmen. Doch jetzt war das Schiff kein Zerstörer mehr sondern ein Vielseitiges Hilfsschiff und trug die Kennung AG-83. Für den Rest des Krieges operierte die USS KENNISON in den Gewässern vor San Diego und war hier als Zielschiff für Flugzeugübungen mit Lufttorpedos eingesetzt. Die an diesen Übungen beteiligten US Navy Piloten sollten sich auf den kommenden Kampfeinsätze vorbereiten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, verließ das Vielseitige Hilfsschiff die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte Ende Oktober die Marinebasis von Norfolk, Virginia. Am 21. November 1945 stellte man das Schiff in Portsmouth, Virginia außer Dienst. Den Namen USS KENNISON ( AG-83 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man dann am 18. November 1946 an die Luria Brothers & Company, Inc. in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.


USS KENNISON ( AG-83 )
Commanding Officer

CDR Roy Philip Emrich        2. April 1919 – 21. August 1920
CDR Abram Claude       21. August 1920 – 26. November 1920
LT Frank Loper Lowe        26. November 1920 – 5. Januar 1921
LCDR Harold Dodd        5. Januar 1921 – 22. Juni 1922
Außerdienststelung        22. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LT William Giers Michelet        18. Dezember 1939 – 20. März 1941
LT Bennett Smith Copping        20. März 1941 – 14. November 1942
LCDR Joseph Ronald Hamley        14. Februar 1942 – 26. Februar 1943
LCDR James Buchanan Weller        26. Februar 1943 – 31. August 1943
LCDR Richard Edward Babb        31. August 1943 – 21. September 1944
LCDR Richard Francis Young        21. September 1944 – 18. November 1945

USS HALE ( DD-642 )

USS HALE ( DD-642 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-642 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-642 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 23. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. G. H. Chase, Enkelin von Eugene Hale, taufte am 4. April 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Karl Frederick Poehlmann ( 5. Dezember 1904 – 31. Dezember 1985 ) stellte am 15. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HALE in die Karibik und entlang der US Ostküste bis nach Halifax, Kanada. Am 21. September stach der Zerstörer in See und sollte in den Pazifik wechseln. Dazu durchquerte das Kriegsschiff fünf Tage später den Panamakanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant und legte am 3. Oktober wieder ab. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort legte die USS HALE am 9. Oktober an. In dem nun folgenden Monat beteiligte sich der Zerstörer in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Trainingseinheiten sowie an der Kalibrierung der Schiffsgeschütze. Am 8. November verließ die USS HALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS ERBEN die Hawaiianische Insel und fuhr nach Espritu Santo, Neue Hebriden. Hier traf das Kriegsschiff am 15. November ein. Kurz vor dem Ablegen in Pearl Harbor hatte beide Zerstörer in die Task Group 50.3 versetzt. Man bunkerte vor Espiritu Santo frischen Treibstoff. Die TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-708 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BULLARD ( DD-660 ). Am 14. November waren die Schiffe der TG 50.3 von einem ersten Einsatz nach Espiritu Santo zurückgekehrt. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Munitions-, Treibstoff- und Proviantbunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Hier trennte man die TG 50.3 nochmals auf und gliederte die USS ERBEN in die Task Undergroup 50.3.2 ein. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS HALE und USS ERBEN. Diese vier Schiffe verließen die TG 50.3 und strebten ihrem Angriffsziel im Süden des Atolls Tarawa, Gilbert Island zu. Im Süden des Atoll befand sich eine japanische Küstenbatterie bei Betio, welche auszuschalten war. Währenddessen flogen die amerikanischen Piloten einen Angriff nach dem anderen auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Tarawa. Dabei passierte es, dass die japanischen Flaggeschützmannschaften das eine oder andere amerikanische Flugzeug abschossen oder die Flugzeuge keinen Treibstoff mehr besaßen um zu ihrem Träger zurückzukehren. Die Mannschaften der USS HALE und der USS ERBEN zogen auf ihrem Weg nach Betio mehrere Piloten aus dem Wasser. Mit dem Beginn der Invasion von Tarawa am 19. November begannen die vier Kriegsschiffe mit dem Bombardement auf die feindlichen Stellungen bei Betio. Nach diesem Bombardement kehrten sie zur TG 50.3 zurück und die USS HALE übernahm wieder die Luftsicherung über den Flugzeugträger USS INDEPENDENCE. Am folgenden Tag begann die Landeoperation auf dem Atoll Tarawa. Der Zerstörer bot dabei den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den heran fliegenden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Die Geschützmannschaften der USS HALE konnten mehrere der Angreifer abschießen. Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.3 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.1 und TG 50.2 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Während die Kämpfe um Kwajalein weiter gingen, zogen sich die Schiffe der TG 50.3 nach Pearl Harbor zurück und eskortierten dorthin mehrere Transportschiffe. In die amerikanische Marinebasis liefen die Schiffe am 9. Dezember ein. Wenige Tage später begann man mit mehreren Reparaturarbeiten auf der USS HALE und füllte sämtliche Bunker auf. Am 21. Dezember sticht die USS HALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS ERBEN in See und eskortierten den Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen liefen die drei Kriegsschiffe zehn Tage später ein. Hier gliederte man die beiden Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen während der Invasion der Marshall Islands zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. Am folgenden Tag jagte die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begannen, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen auf Wotje und Taroa. Ab dem 2. Februar begann die USS HALE dann von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS HALE ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 20. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die die USS HALE und USS ERBEN zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleiteten. Den Port Purvis verließen die Schiffe am 27. März. Von Cape Torokina aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS HALE in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER, USS ABBOT, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS HALE eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS ERBEN und USS ABBOT ab dem 7. Mai den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS HALE in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten es, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS ABBOT und USS WALKER. Vom 12. Juli bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach japanischen Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Die USS HALE blieb hier sechs Tage liegen, damit sich die Mannschaft von dem kräftezehrenden Einsatz ausruhen konnte. Außerdem nahm man dringend notwendig gewordene Reparaturen vor. Am 10. August verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen, die die Angriffs- und Unterstützungsoperationen für die Rückeroberung der philippinischen Insel Leyte beinhalteten. Diese Übungen dauerten bis zum 15. September. An diesem Tag verließ die USS HALE wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransporter bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 11. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Schiffes auf die kommenden Kämpfe um die Inseln der Philippinen vorbereiten konnte. Dazu integrierte man die USS HALE in die Task Force 79 und stand dort zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS HALE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 14. Oktober verließen diese Schiffe zusammen mit denen der Southern Attack Force den Seeadler Harbour und fuhren zu den philippinischen Inseln. Am 18. Oktober kam der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) hinzu. An Bord dieses Kriegsschiffes befand sich General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), der Oberbefehlshaber der US Army im Südwestpazifik. Am Morgen des 20. Oktober begann der Angriff auf Dulag im Leyte Golf. Hier gingen die amerikanischen Sturmtruppen an Land. Die USS HALE unterstützte sie in den folgenden Tagen dabei mit ihren Schiffsgeschützen und feuerte auf japanische Stellungen, die sich in Küstennähe befanden. Das erste Ziel der Landungstruppen war dann der nahegelegene japanische Flugplatz. Am Morgen des 25. Oktober kam es vor Samar zu einer großen Seeschlacht zwischen den amerikanischen Schiffen der Task Group 77.4, die von Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien) kommandiert wurde, und einer japanischen Flotte, die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. Hauptziel dieser japanischen Flotte waren die Schiffe der Task Undergroup 77.4.3, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ), der sogenannten „Taffy 3“, befehligte. Während der Schlacht sank der Geleitzerstörer USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS JOHNSTON ( DD-557 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und der Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) und gegen Mittag durch ein Kamikazeflugzeug USS ST LO ( CVE-63 ). Während der Schlacht und nach dem Kamikazeangriff waren außerdem die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), der Zerstörer USS HEERMANN ( DD-532 ) und der Geleitzerstörer USS DENNIS ( DE-405 ) beschädigt. Um die Sicherung der dort noch vorhandenen Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen zu gewährleisten, versetzte man die USS HALE am Mittag des 25. Oktober in die TU 77.4.3. In dieser befanden sich noch die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY, USS FANSHAW BAY, USS WHITE PLAINS und USS KITKUN BAY, die Zerstörer USS HALE, USS HEERMANN, USS SPROSTON ( DD-577 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS DENNIS, USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Noch am selben Tag verlassen diese Schiffe ihre Position und zogen sich aus den Kämpfen zurück. Am 29. Oktober erreichten diese Schiffe Mimos Woendi, Schouten Islands, nördlich von Neuguinea. Am folgenden Tag verließen sie wieder diese Insel und fuhren zum Seeadler Harbour, wo sie am 31. Oktober ankamen. Die USS HALE verließ wenige Tage später wieder diesen natürlichen Hafen und fuhr nach Hollandia, wo mehrere Landungsschiffe Verstärkungen an Menschen und Material für die kämpfenden Truppen auf Leyte geladen hatten. Gleich, nachdem der Zerstörer Hollandia erreicht hatte, verließ dieser Schiffskonvoi die Küste von Neuguinea und fuhr über Morotai, Molukken nach Tacloban im Nordosten von Leyte. Diesen Anlandungspunkt erreichten die Schiffe am 14. November. Die USS HALE verließ noch am selben Tag mit den entladenen Landungsschiffen wieder die philippinischen Gewässer und fuhr nach Hollandia zurück. Dort wartete schon der nächste Schiffskonvoi auf seine Sicherungsschiffe. Mit diesen Schiffen erreichte die USS HALE am 24. November Tacloban. Der Zerstörer blieb aber auch diesmal nicht länger in diesen Gewässern. Mit den entladenen Landungsschiffen trat das Kriegsschiff noch am selben Tag wieder die Fahrt nach Hollandia an. Gleich nach erreichen dieses amerikanischen Stützpunktes, fuhr die USS HALE über die Marshall Islands nach Pearl Harbor und von dort aus nach San Francisco, Kalifornien in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. In die dortige Werft lief der Zerstörer am 22. Dezember ein. Man bugsierte das Kriegsschiff in ein Trockendock und begann mit einer umfangreichen Überholung. Diese dauerte bis zum 8. Februar 1945. An diesem Tag musste die USS HALE die letzten Tests bestehen. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS CHAUNCEY, USS KIDD, USS  BULLARD und USS  BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar den Hafen von San Francisco. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Ziel war anschließend das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER, USS STEMBEL, USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanische Gewässer. Diese lagen am 16. März rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten ebenfalls frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum folgenden Tag. Noch am Nachmittag desselben Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf, um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen diese rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Die Geschützmannschaften der USS HALE konnten dabei mehrere der Selbstmordpiloten abschießen, bevor diese sich auf ein amerikanisches Schiff stürzen konnten. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sich die Kriegsschiffe nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu und lagen rund 125 Seemeilen südlich davon. Die amerikanischen Piloten machten hier Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. An diesem Tag konnte sich die Besatzung der HALE erneut auszeichnen. Man konnte zwei amerikanische Piloten lebend aus dem Wasser retten, deren Maschinen abgeschossen worden waren. Damit alle Schiffe und Flugzeuge der TG genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG 58.3 die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS HALE auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 115 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen, die es schafften mehrere Schiffe zu beschädigen. Darunter befand sich auch die USS HALE. Ein japanisches Bombenflugzeug raste dabei von Steuerbord kommend auf den Zerstörer zu. Der Pilot merkte, dass er zu hoch war mit seiner Maschine um diese in das Schiff steuern zu können, und klinkte die mitgeführte Bombe aus. Mehrere Meter von der Backbordseite des Zerstörers entfernt schlug die Bombe dann auf dem Wasser auf und explodierte. Viele der umherschwirrenden Metallsplitter schlugen in dem Kriegsschiff ein. Noch am selben Tag verließ die USS HALE ihre Position vor Okinawa und fuhr zu den Kerama Retto Islands damit die größten Einschlaglöcher in der Nähe der Wasserlinie repariert werden konnten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff auf seine Position vor Okinawa zurück. Am 25. April kam zu einer Kollision mit dem Geleitflugzeugträger USS STEAMER BAY ( CVE-87 ). Beide Schiffe befanden sich dabei rund 235 Seemeilen südostsüdlich der Nakagusuku Bay. Der dabei entstandene Schaden an der USS HALE war so groß, so dass der Zerstörer zum Atoll Ulithi fahren musste. Hier ging das Kriegsschiff längsseits zum Zerstörertender USS PIDEMOND ( AD-17 ), von dessen Mannschaft die ersten Reparaturen ab dem 1. Mai ausgeführt wurden. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer das Atoll und erreichte am 29. Mai die amerikanische Marinebasis Apra Harbor auf Guam. Hier wartete das Schlachtschiff USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Beide Kriegsschiffe verließen noch am selben Tag wieder Guam und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legten sie am 1. Juni an. Am 6. Juni verließ die USS HALE wieder die San Pedro Bay und eskortierte das Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) nach Guam. In der dortigen Marinebasis legten sie drei Tage später an. Für die Mannschaft des Zerstörers gab es keine Ruhepause. Während eines Sturms vor Okinawa am 4. Juni waren viele Schiffe beschädigt worden. Sofort eilte die USS HALE in Richtung Okinawa. Unterwegs traf man auf den Schweren Kreuzer USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der von dem Hochseeschlepper USS MUNSEE ( AT-107 ) ins Schlepptau genommen worden war. Diesem Schweren Schiff war während des Taifuns der Bug abgerissen worden. Die Mannschaft des Zerstörers nahm den noch schwimmenden Bug ins Schlepptau und erreichte zusammen mit den beiden Schiffen, mit einer Geschwindigkeit von 6 Knoten, am 10. Juni Apra Harbor. Sofort ging man dort an die Notreparatur, um die USS PITTSBURGH über Wasser halten zu können. Am 21. Juni verließ die USS HALE zusammen mit dem Schweren Kreuzer wieder Guam und fuhr zur San Pedro Bay, wo die eigentlichen Arbeiten an dem Schweren Kreuzer ausgeführt werden konnten. Hier trafen sie am 30. Juni ein. Hier in der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS HALE versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Home Islands Raids“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS HALE und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Für den 29. Juli stellte man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte, wieder neu zusammen. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS und USS INDIANA, die Schweren Kreuzern USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON ( CA-69 ) und USS ST PAUL ( CA-73 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ) und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ). Diese Kriegsschiffe fahren gemeinsam mit der britischen Kampfgruppe um das Schlachtschiff HMS KING GEORGE V ( 41 ) und den Zerstörern HMS UNDINE ( R42 ), HMS ULYSSES ( R69 ) und HMS URANIA ( R05 ) nach Hamamatsu, Süd-Honshu. Hier bombardieren diese Schiffe vom 29. zum 30. Juli die Flugzeugfabriken und die dazugehörigen Werksgebäude. Außerdem zerstörten sie mit ihren Granaten die Start- und Landebahn. Dabei wurden unzählige abgestellte Flugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Zerstörer kehrten nach diesem Angriff zu ihren eigentlichen Task Groups zurück und übernahmen wieder ihre dortigen Aufgaben. Die Task Undergroup 34.8.1 wurde dann nochmals für den 9. August zusammengestellt, welche ebenfalls Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON und USS ST PAUL und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS STEMBEL, USS INGERSOLL, USS STOCKHAM und USS SOUTHERLAND. Zu dieser Kampfeinheit gehört noch die britische Kampfgruppe um die Leichten Kreuzer HMS NEWFOUNSLAND ( C59 ) und HMS GAMBIA ( C48 ) und die Zerstörer HMS TERPSICHORE ( R33 ), HMS TERMAGANT ( R89 ) und HMS TENACIOUS ( R45 ). Diese Kriegsschiffe bombardieren vom 8. zum 9. August erneut die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi auf Honshu. Nach dem Beschuss der Stahl- und Eisenwerke fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe zu ihren Task Groups zurück. Die USS HALE reihte sich wieder in die TG 38.3 ein und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS HALE immer noch die Flugzeugträger aus der TG. Ab diesem Tag war der Zerstörer zu einem Luft- und Seerettungsschiff ernannt worden und fuhr entlang der japanischen Küste zur Sicherung der landenden Besatzungstruppen. Am 16. August fuhr der Zerstörer in die Tokyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Doch schon am 1. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder die japanischen Hauptinseln. An Bord hatten sich 100 Kriegsveteranen eingeschifft. Die USS HALE verließ die japanischen Inseln und fuhr zur US Westküste. Im Hafen von Seattle, Washington legte der Zerstörer am 19. Oktober an. Nach dem ausschiffen der Soldaten verließ das Kriegsschiff wieder Seattle und fuhr nach San Diego. Hier versetzte man den Zerstörer in die Inaktivität. Am 15. Januar 1947 stellte man die USS HALE außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS HALE aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Donald Clark Kirk stellte am 24. März 1951 in Long Beach, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der Marinebasis von San Diego verließ die USS HALE die Pazifikküste, durchquerte den Panamakanal und lief in ihren neuen Heimathafen Newport, Rhode Island ein. Nach einem Auffrischungstraining, das in der Guantanamo Bay, Kuba abgehalten worden war, verließ das Kriegsschiff am 22. April 1952 seinen Heimathafen und fuhr ins Mittelmeer. Hier reihte sich der Zerstörer in die 6. US Flotte ein und diente der amerikanischen Diplomatie in dieser vitalen und unruhigen Region. Während dieses Einsatzes im Mittelmeer besuchte die USS HALE insgesamt 16 Häfen. Am 23. Oktober kehrte der Zerstörer nach Newport zurück. In den nun folgenden anderthalb Jahren führte das Kriegsschiff eine Reihe von Aufgaben und Trainingseinheiten aus. So beteiligte sich der Zerstörer am Anti-U-Boot Übungen, an Entwicklungsübungen vor der Atlantikküste, an der Sicherung von Flugzeugträgern während deren Operationen im Golf von Mexiko und an einer Trainingsfahrt der Midshipman von der UnitedStates Naval Academy aus Annapolis, Maryland. Nach einer Modernisierung und Überholung von September 1953 bis Januar 1954 in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, verließ die USS HALE am 1. Juni Newport und begab sich auf ihre erste Weltumrundung. Der Zerstörer durchquerte dazu den Panamakanal und fuhr in den Fernen Osten. Hier reihte sich das Kriegsschiff in die 7. US Flotte ein und war ein Teil der allgegenwärtigen Seestärke Amerikas. Die Anwesenheit der Kriegsschiffe der 7. US Flotte verliehen der Region eine gewisse Stabilität. Nach dem abgelaufenen Dienst im Fernen Osten fuhr die USS HALE weiter in Richtung Westen, durchquerte am 17. November den Suezkanal und besuchte im Mittelmeer mehrere Häfen. In seinen Heimathafen lief der Zerstörer am 18. Dezember ein. Von hier aus setzte das Kriegsschiff seine vitalen Muster von Bereitschaftsübungen fort und diente bis zum 6. November 1956 als Zerstörerschulschiff in Newport. An diesem Tag verließ die USS HALE wieder Newport und fuhr ins Mittelmeer zur 6. US Flotte. Hier war die Suezkrise zwischen Ägypten und der Koalition aus Israel, Großbritannien und Frankreich ausgebrochen. Der Zerstörer war zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer als Beobachter anwesend, um einen eventuell größere werdenden Konflikt abzuwenden und die amerikanischen Interessen zu schützen. Die USS HALE kehrte am 20. Februar 1957 nach Newport zurück. Zum 350. Jahrestag der Gründung von Jamestown gab es eine der größten internationalen Flottenparade in der Geschichte der USA. Die International Naval Review in Hampton Roads, Virginia wurde vom 8. bis zum 17. Juni 1957 abgehalten. An dieser Parade nahmen von Seiten der US Navy die Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CVA-15 ), USS LEYTE ( CVS-32 ), USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CVA-42 ), USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und USS SARATOGA ( CVA-60 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer mit Lenkwaffen USS BOSTON ( CAG-1 ) und USS CANBERRA ( CAG-2 ), die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ), USS MACON ( CA-132 ) und USS DES MOINES ( CA-134 ), das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ), die Führungszerstörer USS NORFOLK ( DL-1 ) und USS WILLIS A LEE ( DL-4 ), die Zerstörer USS HALE, USS ABBOT, USS HUNT ( DD-674 ), USS GAINARD ( DD-706 ), USS HARLAN R DICKSON ( DD-708 ), USS HUGH PURVIS ( DD-709 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS BEATTY ( DD-756 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ), USS CHARLES H ROAN ( DD-853 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS BROWNSON ( DD-868 ), USS FORREST ROYAL ( DD-872 ) und USS FORREST SHERMAN ( DD-931 ), die Anti-U-Boot Zerstörer USS BASILONE ( DDE-824 ), USS ROBERT L WILSON ( DDE-847 ) und USS DAMATO ( DDE-871 ), die Geleitzerstörer USS WOODSON ( DE-359 ) und USS TWEEDY ( DE-532 ), das U-Boot-Jäger-Geleitboot USS CRESTIEW ( PCE-895 ), das Jagd-U-Boot USS CAVALLA ( SSK-244 ), das U-Boot mit Radarbestückung USS RAY ( SSR-271 ), das U-Boot mit Lenkwaffen USS BARBERO ( SSG-317 ), das U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ), und das Atom-U-Boot USS SEA WOLF ( SSN-575 ), das Amphibische Flaggschiff USS POCONO ( AGC-16 ), Angriffsfrachtschiff USS OGLESHORPE ( AKA-100 ), der Angriffstransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ), die Schnellen Truppentransporter USS LLOYD ( APD-63 ) und USS BASSETT ( APD-73 ), die Landungsboot- Mutterschiffe USS DONNER ( LSD-20 ), USS FORT MANDAN ( LSD-21 ) und USS PLYMOUTH ROCK ( LSD-29 ), die Panzerlandungsschiffe USS TALBOT COUNTY ( LST-1153 ), USS WASHOE COUNTY ( LST-1165 ), USS WASHTENAW COUNTY ( LST-1166 ) und USS WESTCHESTER COUNTY ( LST-1167 ), die Antimagnetischen Küstenminenboote USS JACANA ( MSC-193 ) und USS SHRIKE ( MSC-201 ), die Antimagnetischen Hochseeminensuchboote USS OBSERVER ( MSO-461 ) und USS SALUTE ( MSO-470 ), die Minensuchboote MSB-7, 8, 9, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 40, 41, 42, 43 und 44, der Zerstörertender USS TIDEWATER ( AD-31 ), das Munitionsschiff USS SHASTA ( AE-6 ), das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ), die Öltanker USS NANTAHALA ( AO-60 ), USS PAWCATUCK ( AO-108 ) und USS WACCAMAW ( AO-109 ), das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ), der Hochseeflottenschlepper USS MOSOPELEA ( ATF-158 ) und der Kleine Wasserflugzeugtender USS DUXBURY BAY ( AVP-38 ) dran teil. Von anderen Marinen waren anwesend: Von der Belgischen Navy die Flottenminensucher GEORGES TRUFFAUT ( M-908 ) und F. BOVESSE ( M-909 ). Von der Kanadischen Navy die Geleitzerstörer HMCS OTTAWA ( DDE-229 ) und HMCS ASSINIBOINE ( DDE-234 ). Von der Kolumbianischen Navy die Fregatte CAPTAIN TONO.Von der Kubanischen Navy die Fregatte ANTONIO MACEO ( F-302 ). Von der Dänischen Navy die Fregatte HOLGER DANSKE ( F-338 ). Von der Dominicanischen Navy der Zerstörer GENERALISIMO ( D-102 ) und die Fregatten PRESIDENTE TRONCOSO ( F-103 ) und PRESIDENTE PEYNADO ( F-104 ). Von der Französischen Navy der Kreuzer DE GRASSE, der Flugzeugträger BOIS BELLEAU ( R-97 ), die Zerstörer DUPETIT-THOUARS ( D-625 ), CHEVALIER PAUL ( D-626 ), LE LORRAIN ( D-605 ) und der Zerstörer LE GASCON. Von der Italienischen Navy die Zerstörer SAN GIORGIO ( D-562 ) und SAN MARCO ( D-563 ). Von der Niederländischen Navy der Kreuzer DE ZEVEN PROVINCIEN ( C-802 ) und der Geleitzerstörer GRONINGEN ( D-813 ). Von der Norwegischen Navy der Zerstörer TRONDHEIM ( D-305 ). Von der Peruanischen Navy die Fregatte AGUIRRE ( F-1 ). Von der Portugisischen Navy die Geleitzerstörer DIOGO CAO und CORTE REAL. Von der Spanischen Navy der Viermastschoner JUAN SEBASTIAN DE ELCANO. Von der Türkischen Navy die Zerstörer GELIBOLU ( D-19 ) und GIRESUN ( D-20 ). Von der Britischen Navy der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL und die Geleitzerstörer HMS DUCHESS ( D-154 ) und HMS DIAMOND ( D-35 ). Von der Uruguaischen Navy der Geleitzerstörer URUGUAY ( DE-1 ). Von der Venezulanischen Navy die Zerstörer ZULIA ( D-21 ) und ARAGUA ( D-31 ). Die USS HALE begann nach dieser Flottenparade eine zweite Midshipman Kreuzfahrt. Im Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff vom 3. bis zum 12. September an der NATO Operation „Strikeback“. Hier sollte während einer NATO Übung im Nordostatlantik ein totaler sowjetischer Angriff auf die NATO-Staaten simuliert werden. Während dieser Mission besuchte die USS HALE mehrere Häfen befreundeter Staaten. Nach der Rückkehr des Zerstörers an die US Ostküste Ende Oktober, nahm das Kriegsschiff bis Ende des Jahres wieder seine Typtrainingseinheiten und andere Übungen vor Newport wieder auf. Am 23. Juli 1958 begann die zweite Weltumfahrung für den Zerstörer. Diesmal fuhr das Kriegsschiff zuerst in das Mittelmeer ein, wo ein Halt im Hafen von Neapel eingelegt wurde, durchquerte den Suezkanal und den Persischen Golf, fuhr an Ceylon vorbei und beteiligte sich anschließend unter anderem an Operationen der 7. US Flotte vor Taiwan. Nach Abschluss dieses Einsatzes fuhr die USS HALE in Richtung San Diego. Auf dieser Fahrt legte der Zerstörer am 11. Oktober an. Nach San Diego folgte die Durchquerung des Panamakanals und am 24. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Newport an. An dem Zerstörer begannen in den folgenden Monaten wieder Überholungsarbeiten in der Philadelphia Naval Shipyard. Nach einem Auffrischungstraining in der Guantanamo Bay fuhr die USSHALE ab August 1959 wieder ins Mittelmeer. Hier setzte der Zerstörer seine Friedens- und Goodwill Rolle fort. Von diesem Einsatz kehrte das Kriegsschiff am 26. Februar 1960 zurück und legte in seinem Heimathafen an. Für den Zerstörer folgten nun einige Monate von sehr wichtiger experimenteller Arbeit im Anti-U-Boot Kampf mit Atom-U-Booten. Das war dann auch die letzte Aufgabe für den Zerstörer innerhalb der US Navy. Am 30. Juli 1960 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Im Rahmen des Militärhilfe – Programms überstellte man am 23. Januar 1961 die USS HALE in der Boston Naval Shipyard, in Boston, Massachusetts an die kolumbianische Marine. Hier erhielt der Zerstörer den Namen ARC ANTIOQUIA ( DD-01 ). Die kolumbianische Marine stellte am 20. Dezember 1973 den Zerstörer außer Dienst und ihn wieder an die US Navy übergeben. Doch die US Navy hatte keine Verwendung mehr dafür. Deshalb wurde der Schiffskörper der ARC ANTIOQUIA in einer kolumbianischen Werft abgebrochen und verschrottet.
Am 2. Juni 1975 strich man den Namen USS HALE ( DD-642 ) von der US Navy – Liste.


USS HALE ( DD-642 )
Commanding Officer

CDR Karl Frederick Poehlmann         15. Juni 1943 – 3. März 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Donald Worrall Wilson        3. März 1944 – 1. Oktober 1945
LCDR Nathan Frederick Asher         1. Oktober 1945 – 15. Januar 1947
Außerdienststellung        15. Januar 1947 – 24. März 1951
CDR Donald Clark Kirk        24. März 1951 – März 1952
CDR Augustus Knight Jr.        März 1952 – März 1953
CDR Vining Alden Sherman           März 1953 – ?
CDR Charles Bruning Gray          18. August 1956 – 2. Oktober 1958
CDR Ernest Calhoun Hipp Jr.         2. Oktober 1958 – 30. Juli 1960

USS HALE ( DD-133 )

USS HALE ( DD-133 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-133 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-133 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 7. Oktober 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mary Hale, Enkelin von Senator Eugene Hale, taufte am 29. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Shannon Farquhar ( 31. Januar 1884 – 18. November 1966 im Duval County, Florida ) stellte am 12. Juni 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt integrierte man die USS HALE in das Zerstörergeschwader 3 in der Atlantikflotte. Am 11. Juli 1919 verließ der Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr in europäische Gewässer. Während dieser Goodwill Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff mehrere Häfen im Mittelmeer und half im Oktober bei der Durchsetzung des österreichischen Waffenstillstandes. Anschließend integrierte man die USS HALE in das amerikanische Detachment in türkischen Gewässern. Aufgabe der dort stationierten amerikanischen Kriegsschiffe bestand darin, Flüchtlinge, Hilfskräfte und Fracht zwischen den Häfen von Griechenland, Bulgarien und Russland zu transportieren. Außerdem zeigten die amerikanischen Schiffe im lebensnotwendigen Mittelmeer- und Balkanraum so die humanitäre Flagge ihres Landes. Am 31. März 1920 legte die USS HALE wieder im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus nahm der Zerstörer wieder seinen Lehrplan für Trainings- und Entwicklungsübungen entlang der US Ostküste wieder auf. Man stellte am 22. Juni 1922 das Kriegsschiff in Philadelphia außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Lieutenant Commander Chapman Coleman Todd, Jr., Sohn von Rear Admiral Chapman Coleman Todd ( 5. April 1848 – 28. April 1929 in Washington DC ), stellte am 1. Mai 1930 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis zum 15. Mai blieb die USS HALE im Hafen von Philadelphia und wurde dort ausgerüstet. An diesem Tag verließ der Zerstörer den Hafen und begann mit einer Ausbildungsfahrt der Besatzung. Anschließend nahm das Kriegsschiff an mehreren Übungen entlang der US Ostküste teil. Anfang 1931 folgten die letzten Manöver der Scouting Fleet im Atlantik und in der Karibik an denen die USS HALE teilnahm. Gleich nach Abschluss dieser Manöver durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. In den nun folgenden Jahren nahm das Kriegsschiff an mehreren Manövern der Battle Fleet teil, die entlang der kalifornischen Küste abgehalten wurden. Außerdem war die USS HALE in den folgenden Jahren bei der Perfektionierung der Techniken und der Taktiken im Verbund mit den modernen Flugzeugträgern USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) tätig. So begann vom 10. bis zum 17. Februar 1933 während des 14. Flottenmanövers die erste Marineübung, um simulierte Flugzeugträgerangriffe gegen die Westküste der USA zu prüfen. Pazifikstädte hatten hier jahrzehntelang um die dauerhafte Stationierung von US Militäranlagen gewetteifert. Die durch dieses Manöver nun aufgedeckten Schwachstellen wurden von der US Navy für weitere Ansiedlungen genutzt. Grund dafür waren die frühen Pläne der US Navy, San Francisco als Heimathafen für die Hauptflotte an der US Westküste zu etablieren, aber die angreifende Flotte während des Manövers hatte zur Vernichtung von San Pedro und San Francisco mehrere Schlüsselerfolge erzielt. Daher forcierte man den Ausbau von San Francisco vorerst nicht weiter. Den größten Teil der US Navy Investitionen erhielt nun San Diego. Noch im selben Jahr war die USS HALE weiterhin an Operationen entlang der US Westküste beteiligt. Den Zerstörer stellte man dann aber am 9. April 1937 in San Diego außer Dienst.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg und der sich langsam zuspitzenden Lage im Pazifik, nahm man die USS HALE wieder in den Dienst der US Navy. Lieutenant William Claibourne Latrobe ( 9. Januar 1903 – 2. Mai 1977 ) stellte am 30. September 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 25. November verließ der Zerstörer den Pazifik und begann in der Karibik mit seiner Neutralitätspatrouille. Die Basis für das Kriegsschiff war ab dem 22. Februar 1940 Galveston, Texas und später Key West, Florida. Das Kriegsschiff patrouillierte allerdings weiterhin in der Karibik und im Golf von Mexiko. Ende August verließ die USS HALE ihr Einsatzgebiet und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard. Hier bereitete man den Zerstörer ab dem 1. September 1940 auf die Überstellung an Großbritannien im Rahmen des Austausches von amerikanischen Zerstörern für britische Marinebasen in der Karibik. Darunter war auch die britische Marinebasis auf den Bermudas. Am 6. September erreichte das Kriegsschiff die Marinebasis in Halifax, Nova Scotia, Kanada. Die US Navy stellte die USS HALE am 9. September 1940 außer Dienst und übergab noch am selben Tag den Zerstörer an Großbritannien. Den Namen USS HALE strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Das Kriegsschiff bekam in der Royal Navy den Namen HMS CALDWELL ( I20 ) verliehen. Lieutenant Commander Michael Wilfred Tompkinson ( 6. Juni 1908 – 1. Juli 1974 ) stellte am 9. September das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der Royal Navy.
Innerhalb der britischen Marine erhielt die HMS CALDWELL Eskortierpflichten im Atlantik gegenüber Schiffskonvois und später in der Karibik. Dazu musste der Zerstörer für Umrüstarbeiten in die britische Marinewerft bei Devonport vom 28. September bis zum 12. Oktober 1940. Die danach noch anfallenden Reparaturen mussten bis zum 17. Okrtober in Liverpool abgearbeitet werden. Von dort aus stach das Kriegsschiff am 23. Oktober in See und eskortierte den Schiffskonvoi OB 233 nach Island. Dann kam die HMS CALDWELL in Schwere See und erlitt mehrere Schäden. Diese wurden im Januar in Liverpool behoben. Außerdem gab es einen größeren Mannschaftswechsel auf dem Zerstörer. Trotzdem musste das Kriegsschiff ab dem 10. Februar den Schiffskonvoi OB 284 eskortieren. Dann lag die HMS CALDWELL vom 6. Juni bis zum 28. August in der Werft in Cardiff und musste sich dort einigen Umrüstarbeiten unterwerfen. Großbritannien versuchte in den ersten Monaten des Zweiten Weltkrieges verzweifelt die Bedrohung der Schifffahrtswege durch deutsche U-Boote zu sichern. Dafür wurden mehrere Übungen absolviert. So erfolgte vor Lough Foyle bei Londonderry, Nordirland am 6. September 1941 die erste umfangreiche Anti-U-Boot Übung. Daran waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT ( H32 ), HMS DOUGLAS ( D90 ), HMS SKATE ( D39 ), HMS LEAMINGTON ( G19 ) und HMS CHELSEA ( I35 ) beteiligt. An den beiden folgenden Tagen ging die Übung weiter und dort waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT und HMS CHELSEA anwesend. Am 25. September wurde es nun ernst. Die britischen Zerstörer HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER, HMS WALKER ( D27 ) und HMS VANOC ( H33 ) sowie die Korvette HMS HYDRANGEA ( K39 ) und der ASW Trawler ST. CATHAN ( FY234 ) übernahmen als Eskortiergruppe EG 5 in Liverpool 51 Handelsschiffe des Konvois ON 20 und eskortierten diese bis nach Island. Die dortige Übergabestelle erreichte der Konvoi am 30. September und wurde von den amerikanischen Zerstörern USS WINSLOW ( DD-359 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ) und USS REUBEN JAMES ( DD-245 ) aus der US Geleitgruppe 4.1.3 übernommen und nach Halifax eskortiert. Die Gruppe um die HMS CALDWELL blieb bis zum 5. Oktober bei Reykjavik, Island liegen und übernahmen an diesem Tag von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.12, darin war der kanadische Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), die britischen Zerstörer HMS BROADWAY ( H90 ) und HMS BURWELL ( H94 ) und die kanadischen Korvetten HMCS BRANDON ( K149 ), HMCS COBALT ( K124 ), HMCS BUCTOUCHE ( K179 ) und HMCS GALT ( K163 ), 62 Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi SC 46. Die Kriegsschiffe aus der britischen Eskortiergruppe EG 5 eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool und erreichten ohne Verluste den dortigen Hafen am 10. Oktober. Hier wartete der Schiffskonvoi ONS 27 zur Überfahrt nach Amerika. Am 16. Oktober verließen 62 Handelsschiffe Liverpool und wurden durch die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe EG 5 gesichert. Die HMS CALDWELL eskortierte diese Handelsschiffe nicht und musste sich in Liverpool einigen Reparaturen unterziehen. Dann am 7. November liefen 44 Handelsschiffe des Konvois ON 34 in Liverpool aus. Eskortiert wurden diese bis nach Island von den Zerstörern HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER und HMS VANOC sowie den Korvetten HMS GENTIAN ( K90 ), HMS HONEYSUCKLE ( K27 ), HMS SWEETBRIAR ( K209 ), HMS HIBISCUS ( K24 ), HMS MYOSOTIS ( K65 ) und HMS PERIWINKLE ( K55 ), wo sie am 12. November ankamen. Die HMS CALDWELL eilte von hier aus zusammen mit dem Zerstörer HMS VOLUNTEER nach Londenderry. Hier erfolgte am 14. November vor Lough Foyle eine weitere Anti-U-Boot Übung. Diesmal waren neben der HMS CALDWELL das britische U-Boot HMS H50 und die Zerstörer HMS BROKE ( D83 ), HMS WOLVERINE ( D78 ) und HMS VOLUNTEER ( D71 ) beteiligt. Danach eilten die beiden Zerstörer wieder in Richtung Island. Diese hatten 52 Handelsschiffe aus dem Konvoi SC 53 zusammen mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 erreicht. Die Kriegsschiff der Eskortiergruppe EG 5, um die HMS CALDWELL, übernahmen diese Handelsschiffe und eskortierten sie verlustfrei bis nach Liverpool. Dort kamen sie am 24. November an. Eine Ruhepause für die Schiffsbesatzungen der Kriegsschiffe gab es aber nicht. Schon drei Tage später legten 37 entladene Handelsschiffe des Konvois ON 41 in Liverpool ab. Eskortiert wurden sie durch die Eskortiergruppe EG 5, in der sich die Zerstörer HMS CALDWELL und HMS VANOC sowie die Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN, HMS CALENDULA ( K28 ) und HMS CELANDINE ( K75 ). Am 2. Dezember erreichten diese Schiffe Island und übernahmen dort vier Tage später von der amerikanischen Eskortiergruppe 4.1.2, mit den Zerstörern USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS MADISON ( DD-425 ) und USS STUTEVANT ( DD-240 ), den Schiffskonvoi HX 162 mit 31 Handelsschiffen. Der Schiffskonvoi erreichte am 11. Dezember Liverpool. Durch den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg durch den Angriff der Japaner am 7. Dezember auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, zog die US Navy ihre Zerstörer aus dem Eskortierdienst im Atlantik ab. Daher mussten die britischen und kanadischen Kriegsschiffe neu sortiert werden und erhielten neue Bezeichnungen. Den Hafen von Liverpool verließ der Zerstörer HMS CALDWELL zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS ALISMA ( K185 ), jetzt mit der Bezeichnung B 5, am 19. Dezember und eskortierte den Schiffskonvoi ONS 48 mit 49 entladenen Handelsschiffen bis nach Island. Dieselben Kriegsschiffe übernahmen dort am 27. Dezember von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.15 den Schiffskonvoi SC 60, bestehend aus 22 Handelsschiffen, und eskortierten ihn bis nach Liverpool, wo sie am 31. Dezember anlegten. Die HMS CALDWELL legte zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS THYME ( K210 ) am 12. Januar 1942 in Liverpool ab und eskortierte 36 entladene Handelsschiffe aus dem Konvoi ONS 56 Verlustfrei bis nach Island. Hier trafen sie am 17. Januar ein und die Handelsschiffe wurden von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.17 übernommen. Elf Tage später erreichte der Schiffskonvoi SC 65, bestehend aus 36 Handelsschiffen, mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 Island. Noch am selben Tag verließen die Kriegsschiffe um die HMS CALDWELL Island und eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool. Hier trafen sie am 1. Februar ein. Drei Tage später liefen die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe B 5 in Liverpool wieder aus und eskortierten den Schiffskonvoi ON 63, bestehend aus 31 Handelsschiffen. Zusätzlich zu der Eskortiergruppe B 5 waren noch der Zerstörer HMS CHELSEA und die Korvette HMS ARBUTUS ( K86 ) anwesend. Am 5. Februar kam es zu einem Zusammentreffen zwischen diesen beiden Kriegsschiffen und dem deutschen U-Boot U-136, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Zimmermann ( 27. Januar 1907 in Duisburg – 11. Juli 1942 im Nordatlantik westlich von Madeira in U-136 ). U-136 feuerte einen Torpedo ab und traf die HMS ARBUTUS mittschiffs. Sofort brach die Korvette auseinander und versank. Die Handelsschiffe konnten von der Eskortiergruppe verlustfrei bis nach Island geleitet werden. Mitte 1942 wechselte die HMS CALDWELL zur Royal Canadian Navy. Der Heimathafen war nun St. John´s, Neufundland, Kanada. Am 16. Dezember geriet der Zerstörer in einen schweren Sturm, der mehrere Tage anhielt. Lieutenant Commander Eric Morrison Mackay, Kommandant des Zerstörers, war gegenüber den Naturgewalten fast machtlos. Dann brach die Hauptsteuerung zusammen und das Kriegsschiff trieb steuerlos auf dem Wasser. Am 21. Dezember war es dann 400 Seemeilen von St John´s entfernt und der Treibstoff ging zur Neige. Wegen des Schweren Wetters konnte ein Öltanker in Begleitung des britischen Zerstörers HMS WANDERE ( D71 ) keinen frischen Treibstoff übergeben. Zu allem Übel kam nun noch Frost dazu. Die HMS CALDWELL wurde anfangs nach St. John´s geschleppt, doch dann entschied man sich den Zerstörer bis nach Boston zu bringen, wo er repariert werden konnte. Auf der Fahrt dorthin brach mehrmals die Schleppleine und die Mannschaften der Schlepper und Zerstörer kämpften um den Erhalt ihrer Schiffe. Dann, am 1. Februar 1943, war der Hafen von Boston erreicht. Zwei Tage später bugsierte man die HMS CALDWELL mit zwei Schleppern in ein Trockendock der Bethlehem Steel Werft. Die Reparaturarbeiten waren an dem Zerstörer im Mai abgeschlossen und das Kriegsschiff verließ die US Ostküste. Ziel war wieder die kanadische Küste. Die HMS CALDWELL nahm wieder bis zum 1. Dezember am Eskortierdienst von Schiffskonvois teil. Danach versetzte man den Zerstörer in die reserve und verankerte ihn vor Tyne an der Ostküste Schottlands. Wenige Monate später nahm man das Kriegsschiff wieder aus der Reserve und versetzte es zum Deckungsverband der Royal Navy, der im Juni 1944 die Landungsschiffe in der Normandie vor feindlichen Überwasserangriffen sichern sollte. Gleich nach der erfolgreichen Anlandung verließ die HMS CALDWELL wieder die Küste vor der Normandie und fuhr nach Tyne zurück. Hier stellte man im September erneut den Zerstörer außer Dienst. Doch für einige Hilfszwecke trat das Kriegsschiff wieder in den Dienst der Royal Navy. Doch diesmal benannte man es in YARKEY SABAR um. Doch die Tage des Kriegsschiffes waren gezählt. Am 20. März 1945 stellte man es endgültig außer Dienst und ab dem 7. Juni 1945 wurde in Granton mit der Verschrottung begonnen.


USS HALE ( DD-133 )
Commanding Officer

CDR Allan Shannon Farquhar          12. Juni 1919 – 16. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LCDR Edmund Seldon Randolph Brandt         16. April 1921 – 22. Juni 1922
Außerdeinststellung        22. Juni 1922 – 1. Mai 1930
LCDR Chapman Coleman Todd Jr.        1. Mai 1930 – 15. Januar 1931
LCDR Charles Nelson Ingraham          15. Januar 1931 – 7. Juni 1931
LCDR Frank Jacob Lowry         7. Juni 1931 – 4. Juli 1933 (erreichter Rang VADM)
LCDR Davenport Browne         4. Juli 1933 – 18. Juli 1935
LCDR Ross Palmer Whitemarsh          18. Juli 1935 – 9. April 1937
Außerdienststellung         9. April 1937 – 30. September 1939
LT William Claibourne Latrobe 30. September 1939 – 9. September 1940 (erreichter Rang  CAPT)

unter britischem Kommando

LCDR Michael Wilfred Tomkinson RN         9. September 1940 – 1. Januar 1941
LCDR Eric Morrison Mackay RNR          1. Januar 1941 – Mitte 1943

USS ABBOT ( DD-184 )

USS ABBOT ( DD-184 )

Biografie

Joel Abbott
* 18. Januar 1793 in Westford, Massachusetts
† 14. Dezember 1855 in Hongkong
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und befahl ein Geschwader während des Besuches in Japan von Commodore Perry

Zu Beginn des Krieges von 1812 bekleidete Abbot den Rang eines Midshipman. Er diente zunächst auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) und als nächstes in der Schlacht am Lake Champlain am 11. September 1814 unter dem Kommando von Commodore Thomas Macdonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 – 10. November 1825 ). Vor dieser Schlacht sollte er als Spion die britischen Linien überqueren und eine Reihe Spieren von Schiffen zerstören die im Cumberland Head ankerten. Sein gefährliches Zerstörungswerk hatte Erfolg. Dafür ehrte der Kongress den jungen Offizier indem man ihm ein Schwert übergab und zum Lieutenant beförderte. Im Jahre 1818 übergab man Abbot das Kommando über das gefangen genommene Piratenschiff MARIANA. Im Januar 1820 heiratete er Mary Wood. Nach deren Tod heiratete er am 29. November 1825 Laura Wheaton. Beide hatten sie später 10 Kinder zusammen. Der Sohn von Joel Abbot, Walter Abbot, diente im Rang eines Lieutenant Commander in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges. Joel Abbot´s Enkel Charles Abbot Wheaton, Jr. war ein Offizier in der US Army und errechte den Rang eines Brigadegenerals. Im Jahre 1838 beförderte man Joel Abbot zum Commander und übertrug ihm das Kommando über die Boston Navy Yard. Im Jahre 1843 übernahm er das Kommando über die Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ), einem Schiff das zum afrikanischen Geschwader unter Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März ) 1858 ) gehörte. Am 3. oktober 1850 ernannte man Abbot zum Captain. Im Jahre 1852 erhielt Perry die Aufgabe sich Offiziere auszusuchen die ihn auf einer Expedition nach Japan begleiten sollen. Er wählte unter anderen Captain Joel Abbot aus und übertrug ihm die Befehlsgewalt über die Fregatte USS MACEDONIAN ( 1836 ). Man ernannte Abbot im Jahre 1854 zum Flag Offizier und übergab ihm das Kommando über das Ostindische Geschwader. Joel Abbot verstarb am 14. Dezember 1855 in Hongkong. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück und begrub ihn in der Familiengruft der Abbot in Warren, Rhode Island.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Flag Offizier Joel Abbot bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-184 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-629 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ABBOT ( DD-184 )

Schiffsbiografie

Die USS ABBOT ( DD-184 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Joel Abbot benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzehnte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News wurde am 5. April 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Louise Abbot, Urenkelin von Commodore Joel Abbot, taufte am 4. Juli 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Nicholas Richardson, Jr. stellte am 19. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte die US ABBOT in ihrem Heimathafen Norfolk, Virginia an. Von hier aus operierte der Zerstörer in den folgenden Jahren entlang der US Ostküste, im Golf von Mexiko und in der Karibik. Insbesondere in der Karibik hielt sich das Kriegsschiff hauptsächlich in den Gewässern der Guantanamo Bay, Kuba auf. Die USS ABBOT versetzte man im Jahre 1922 in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man am 5. Juli 1922 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Nach fast 20-jähriger Stilllegung stellte Lieutenant Lewis Robinson Miller am 17. Juni 1940 den unter seinem Kommando stehende Zerstörer in den Dienst der US Navy. Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg begann die USS ABBOT entlang der US Ostküste zu patrouillieren. Wegen des Land and Lease Actes war auch die USS ABBOT davon betroffen an die Royal Navy abgegeben zu werden. Am 23. September legte der Zerstörer in Halifax, Nova Scotia, Kanada an und wurde außer Dienst gestellt. Den Namen USS ABBOT ( DD-184 ) strich man endgültig am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Nachdem die Royal Navy den Zerstörer am 23. September 1940 übernommen hatte, sowie sechs weitere Zerstörer, beließ man dem Zerstörer den Namen. Er hieß HMS ABBOT und hatte keine Kennung. Doch dann legte sich die britische Admiralität fest, nicht nur wegen der neugebauten Zerstörer der US Navy die ebenfalls erhalten könnten, dass man die fünfzig ehemaligen amerikanischen Zerstörer als Stadtklasse bezeichnen könnte. Jetzt erhielt das Kriegsschiff am 2. Oktober den Namen HMS CHARLESTOWN ( I21 ) und war der fünfzehnte Town – Class Zerstörer. Die HMS CHARLESTOWN gliederte man in die 17. Zerstörerdivision ein. Noch im September verließ der Zerstörer Halifax und fuhr zu den britischen Inseln. Am 8. Oktober legte das Kriegsschiff in Belfast, Nordirland zusammen mit vier weiteren Zerstörern an. Man brachte die HMS CHARLESTOWN in die HM Dockyard in Devenport um Reparaturen und Modifikationen vorzunehmen. Am 4. November stand der Zerstörer, nach Abschluss der Arbeiten, für den Dienst beim 1. Minengeschwader bereit. Der Zerstörer übernahm bei Kyle of Lochalsh die Eskorte über Minenleger ens eskortierte Schiffskonvois entlang der Westküste Schottlands. Doch schon im Dezember musste sich die HMS CHARLESTOWN erneuten Reparaturen unterziehen, die sich bis in die ersten Tage des Januars 1941 hinzogen. Am 6. Januar war der Zerstörer wieder vor Kyle of Lochalsh im Einsatz. Ab dem 6. Februar beteiligte sich die HMS CHARLESTOWN an der Operation SN7 A. Dabei eskortierte der Zerstörer zusammen mit den britischen Zerstörern HMS BRIGHTON ( I08 ), HMS LANCASTER ( G05 ) und HMS ST ALBANS ( I15 ) die Hilfsminenleger HMS AGAMEMNON, HMS MENESTHEUS, HMS SOUTHERN PRINCE und HMS PORT QUEBEC, welche zusätzlich durch Schiffe der Home Fleet abgedeckt wurden, nach Northern Barrage, wo Minenfelder ausgelegt werden sollten. Doch kaum hatten diese Schiffe den Hafen von Kyle of Lochalsh verlassen, lief die HMS MENESTHEUS auf eine britische Seemine und musste durch die HMS AGAMEMNON in den Hafen zurückgeschleppt werden. Die anderen Schiffe des Unternehmens fahren weiter und beginnen am 17. Februar mit den Minenlegearbeiten. Diese ziehen sich den gesamten März hindurch. Die HMS CHARLESTOWN muss aber im April in die Werft von Hebburn of Tyne, wo mehrere Reparaturen ausgeführt werden mussten. Im Juli befand sich der Zerstörer wieder im Einsatz und lag in Clyde. Am 30. Juli kam es zu einer Übung westlich von Scapa Flow. Daran war das Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES ( 53 ) und die Zerstörer HMS CHARLESTOWN, HMS ORIBI ( G66 ) und HMS CASTLETON ( I32 ) beteiligt. Im August kehrte der Zerstörer zum Geschwader in Kyle of Lochalsh zurück und beteiligt sich an der Operation SN70A. Während dieser Operation eskortierte ein Zerstörergeschwader, zu dem auch die HMS CHARLESTOWN gehörte, die Hilfsminenleger HMS SOUTHERN PRINCE, HMS PORT QUEBEC und den Minenlegerkreuzer HMS ADVANCURE ( M23 ) nach Island. Dort wurden Minenfelder ausgelegt. Im September und Oktober erfolgten weitere Eskortierdienste für die HMS CHARLESTOWN. Ab dem 9. November eskortierte der Zerstörer die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS und HMS PORT QUEBEC während der Operation SN83B zwischen Northern Barrage und dem Faeroes Gap. Schon am 20. November lag die HMS CHARLESTOWN in einer kommerziellen Werft in Grimsby und sollte sich Umrüstarbeiten unterziehen. Diese dauerten bis in den Januar 1942. Nach Abschluss der Arbeiten legte der Zerstörer von seinem Kai ab und kollidierte mit dem Handelsschiff SS MARPLE. Die dadurch entstandenen Schäden waren erst im Februar beseitigt. Ab dem 21. Februar stieß die HMS CHARLESTOWN wieder zu seinem Geschwader und wurde bei Kyle of Lochalsh eingesetzt. So übernahm am 14. März der Zerstörer im Nordwesten die Verteidigung für einen Schiffskonvoi. Ab dem 30. März beginnt dann die Operation SN87. Hier eskortiert die HMS CHARLESTOWN zusammen mit den Zerstörern HMS LANCASTER und HMS WELLS ( I95 ) und dem Leichten Kreuzer HMS CHARYBDIS ( 88 ) die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON, HMS PORT QUEBEC und HMS SOUTHERN PRINCE für Minenlegeeinsätze nördlich von Faeroes Gap und Northern Barrage. Am 13. April beteiligte sich die HMS CHARLESTOWN an einer Anti-U-Boot Übung vor Tobermory. Daran war das U-Boot HMS P 511, der Zerstörer HMS CHARLESTON und der Trawler HMS DRANGEY ( F195 ) beteiligt. Am folgenden Tag kam es zu einer weiteren Übung bei Tobermory. Daran war das U-Boot HMS P 511, der Zerstörer HMS CHARLESTOWN und der Trawler HMS STROMA ( T150 ) beteiligt. Ab dem 18. April wechseln die Sicherungsschiffe für die Hilfsminenleger. Die HMS CHARLESTOWN bleibt mit der HMS WELLS. Neu hinzu kommen die Zerstörer HMS SARDONYX ( H26 ) und HMS SALADIN ( H54 ) und der Kreuzer HMS KENYA ( 14 ) und beteiligen sich an der Operation SN88. Dann erfolgte ab dem 8. Mai die Operation SN3 A. Die Hilfsminenleger blieben vor Ort bei der Faeroes Bank. Dazu kamen zur Sicherung noch die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS WELLS und HMS CASTLETON ( I23 ). Im Juni und Juli waren Einsätze der HMS CHARLESTOWN zur Sicherung von Schiffskonvois im Nordwesten Schottlands dringend notwendig geworden. Ab dem 21. August waren dann wieder alle Schiffe von der Operation SN3 A in Northern Barrage versammelt. Für die jetzt neubeginnende Operation SN73, zum Auslegen von Seeminen, kamen zur Sicherung noch der Leichte Kreuzer HMS AURORA ( 12 ) und die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS CASTLETON und HMS NEWARK ( G08 ) hinzu. Ab dem 2. September wechseln die Schiffe für die Minenlegeoperation SN89 in die Dänemarkstraße. Zur Sicherung sind neben der HMS CHARLESTON der Kreuzer HMS JAMAICA ( 44 ) und die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS LANCASTER und HMS NEWARK. Ab dem 15. September beginnt vor Faeroes Gap die Operation SN65 A. Auch hier waren wieder alle Minenleger wie während der Operation SN3 A beteiligt. Neben der HMS CHARLESTOWN sichern die Zerstörer HMS LANCASTER, HMS WELLS und HMS PUTERIDGE diese Aktion. Im Oktober erfolgte dann im Nordwesten Schottlands die Operation SN3 E. Auch hier waren die Minenleger beteiligt sowie die Zerstörer HMS CHARLESOWN, HMS WELLS und HMS LEDBURY. Im November geht die HMS CHARLESTOWN in die Werft bei Newport, Wales. Diese kann der Zerstörer erst im Januar 1943 verlassen, wird dabei aber im Hafen beschädigt und muss zur Reparatur nach Cardiff. Gleich nach dem Abschluss der Reparaturarbeiten verwendete man den Zerstörer bei einer Anti-U-Boot Übung, die vor Tobermory abgehalten wurde. An dieser Übung war das holländische U-Boot HNMS O10, der britischen Zerstörer HMS Charlestown und die Flussfregatte HMS ITCHEN ( K227 ) beteiligt. Am nächsten Tag folgte gleich eine weitere. Auch hier waren alle drei Kriegsschiffe wieder beteiligt. Die HMS CHARLESTOWN fuhr dann im März zu den Orkney und Shetland Islands. Hier übernahm das Kriegsschiff von April bis Juli den Sicherungsdienst für Schiffskonvois. In dieser Zeit, am 12. Mai, war das Kriegsschiff an einer weiteren Übung bei Scapa Flow integriert. Daran nahm das britische U-Boot HMS ULTIMATUM ( P34 ), die britischen Zerstörer HMS CHARLESTON, HMS TUMULT ( T-11 ) und HMS CHIDDINGFOLD ( L-31 ) und der polnische Geleitzerstörer ORP SLAZAK ( L26 ) teil. Im August musste sich die HMS CHARLESTOWN in der Werft von Belfast weiteren Reparaturarbeiten unterziehen. Unterdessen wurde das 1. Minengeschwader aufgelöst. Im Oktober wechselte der Zerstörer von Belfast nach Rosyth. Hier gliederte man die HMS CHARLESTOWN in die Rosyth Escort Force ein. Jetzt eskortierte das Kriegsschiff Schiffskonvois entlang der britischen Ostküste. Am 10. Dezember 1944 kam es vor Harwich, England zu einer Kollision zwischen dem Zerstörer und dem Minensucher HMS FLORIZEL ( J404 ). Auf Grund des fortgeschrittenen Alters der HMS CHARLESTOWN, der Kiel wurde vor sechsundzwanzigeinhalb Jahren gelegt, und dass man dringend erfahrene Besatzungen auf neueren Kriegsschiffen benötigte, lehnte die Admiralität der Royal Navy es rundweg ab den Zerstörer reparieren zu lassen. Daher stellte man am 15. Januar 1945 das Kriegsschiff außer Dienst, gab es aber nicht an die US Navy zurück. Am 4. März 1947 verkaufte man den Schiffskörper an BISCO und sollte bei T Young in Sunderland demontiert werden. Am 3. Dezember 1948 erreichte der Schiffskörper im Schlepptau die Werft in Tyne und man begann mit dem verschrotten.


USS ABBOT ( DD-184 )
Commanding Officer

LCDR William Nicholas Richardson Jr.        19. Juli 1919 – 7. Juli 1920
CDR Stephen Doherty        7. Juli 1920 – 4. November 1920
LT George Turner Howard         4. November 1920 – 5. Juli 1922
Außerdienststellung        5. Juli 1922 – 17. Juni 1940
LT Lewis Robinson Miller        17. Juni 1940 – 23. September 1940

Unter Britischem Kommando

LCDR Thomas Johnston, DSC, RN          23. September 1940 — 3. März 1942
LCDR Norman Robins Murch, RN         3. März 1942 – 1. Februar 1943
LT William Frank Broughton Webb, DSC, RN         1. Februar 1943 – 23. September 1943
LCDR Alfred Francis Colenso Gray, RNR         23. September 1943 – 15. Januar 1945

 

USS ERBEN ( DD-631 )

USS ERBEN ( DD-631 )

Biografie

Henry Erben
* 5. September 1832 in New York City
† 23. Oktober 1909 in New York City
war ein Rear Admiral der United States Navy und diente im amerikanischen Bürgerkrieg und im spanisch – amerikanischen Krieg

Henry Erben, Jr. war der einzige Sohn und das einzige Kind des berühmten Orgelbauers Henry Erben, Sr. ( 10. März 1800 – 7. Mai 1884 in Manhattan,New York County, New York ). Jener hatte ab 1818 bei dem Orgelbauer Thomas Hall gelernt und bis zu seinem Lebensende 1.734 Orgeln in sämtlichen Kirchen des Landes eingebaut. Der Großvater von Henry Erben, Jr., Peter Erben ( 1771 in Philadelphia, Philadelphia, County, Pennsylvania – 3. Mai 1861 in Brooklyn, Kings Couny, New York ), war der Sohn eines deutschen Siedlers in Pennsylvania. Dieser Peter Erben zog nach dem Tod seines Vaters nach New York City und wurde hier Orgelbauer. Außerdem war er von 1807 bis 1839 Organist in der Trinity Pfarrei. Henry Erben, Jr. wurde am 17. Juni 1848 in die US Navy als Midshipman aufgenommen, da war er noch keine 16 Jahre alt. Am 12. Juni 1855 ernannte man ihn, nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung, zum Passed Midshipman. Den Rang eines Masters erhielt er am 16. September 1855 und am 27. Dezember 1856 den Rang eines Lieutenants. Noch vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, am 12. April 1861, verschärfte sich die Lage der Südstaaten gegenüber den Nordstaaten, wegen der von US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County, Kentucky – 15. April 1865 in Washington DC ) ausgesprochenen Sklavenbefreiung. In diesen Vorkriegsmonaten kommandierte Henry Erben die USS SUPPLY ( 1846 ), ein Dreimast – Segelschiff, das Versorgungsgüter zu den von den Nordstaaten besetzten Forts in den Südstaaten transportierte. Am 10. Januar 1861 erreichte die USS SUPPLY die Hafeneinfahrt von Pensacola, Florida. Genau an diesem Tag erklärte der Gouverneur von Florida, Madison Starke Perry ( 1814 in Lancaster, South Carolina – März 1865 in Rochelle, Florida ), die Sezession und am 4. Februar trat der Bundesstaat der Konföderierten bei. An diesem 10. Januar war die US Navy Yard in Pensacola, die zu den Unionsstreitkräften gehörte, von der Florida – Miliz Soldaten des Bundesstaates Florida besetzt worden. Das dort vorgelagerte Fort Pickens auf Santa Rosa Island war noch unbesetzt. Lieutenant Adam Jacoby Slemmer ( 24. Januar 1828 in Montgomery County, Pennsylvania – 7. Oktober 1868 in Fort Laramie, Wyoming ), Kommandant von Fort Barrancas ließ von seinen untergebenen 51 Soldaten und 30 Matrosen sämtliche Kanonen und anderweitige Waffen in diesem Fort zerstören damit diese nicht in die Hände der Sezessionisten fielen. Anschließend zog er mit seiner kleinen Streitmacht zu Fort McRee, welches ebenfalls in der Einfahrt zur Pensacola Bay lag. Hier vernichteten die Unionssoldaten rund 20.000 Pfund Schießpulver und zerstörten auch hier sämtliche Waffen die sie habhaft werden konnten. Mittlerweile lag die USS SUPPLY vor dem Fort. Lieutenant Henry Erben und seine Schiffscrew unterstützten die Unionisten, gaben ihnen Deckung und ließen sie an Bord des Versorgungsschiffes. Danach zog sich die USS SUPPLY zum Fort Pickens zurück. Dieses Fort wurde bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges nicht aufgegeben. Im April befand sich Henry Erben an Bord der Seitenraddampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) die Lieutenant David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 in Chester, Pennsylvania – 13. Februar 1891 in Washington DC ) befehligte. Mit dieser Fregatte eilte man nach Ausbruch des Sezessionskrieges den Verteidigern von Fort Pickens zu Hilfe und brachte die dringend benötigten Versorgungsmittel. Außerdem übernahm Colonel Harvey Brown ( 6. September 1795 in Rahway, New Jersey – 31. März 1874 in Clifton, New York ) das Kommando über Fort Pickens. Lieutenant Henry Erben versetzte man am 5. September 1861 zur Mississippi Flottille. Dort übernahm er von April bis Juni 1862 das Kanonenboot USS ST LOUIS ( 1861 ) und beteiligte sich an den Kämpfen um Fort Pillow, Tennessee. Dabei kam es auch zum Kampf mit dem Seitenraddampfer CSS GENERAL SUMTER ( 1853 ), der mit einem Rammsporn ausgestattet war und den Schiffen der US Navy viele Probleme während der Schlacht um Memphis, Tennessee bereitete. Doch dann wurden fast alle Schiffe der Konföderierten zerstört oder deren Mannschaften mussten sich der drückenden Übermacht ergeben. Die CSS GENERAL SUMTER sollte dann von seiner Besatzung versenkt werden, aber dies konnten sie nicht erfolgreich bewerkstelligen. Der Seitenraddampfer wurde von den Unionisten erobert und Lieutenant Henry Erben übernahm das Schiff, welches den Namen USS SUMTER erhalten hatte. Von Juni bis Juli hatte hielt er dieses Kommando und sicherte mit dem Schiff Fort Pillow. Am 16. Juli 1862 beförderte man Erben zum Lieutenant Commander und übertrug ihm das Kommando über eine schwimmende Haubitzenbatterie, die im Einklang mit der US Army, während der Antietam – Kampagne vom 4. – 20. September, gegen die Konföderierten diente. Henry Erben übernahm Anfang Juli 1864 das Kommando über den Monitor USS TUNIX, der am 4. Juni 1864 in der Werft von Reaney, Son & Archbold in Chester, Pennsylvania getauft worden war. Lieutenant Commander Erben stellte am 12. Juli 1864 den Monitor in der Philadelphia Navy Yard in den Dienst der US Navy. Er beaufsichtigte hier die Ausrüstungsarbeiten, die bis zur Erprobungsfahrt am 21. September andauerten. Die Erprobungsfahrt war aber ein vollständiges Desaster. Der Monitor nahm viel zu viel Wasser auf, das man durch die eingebauten Lenzpumpen aber nicht mehr schnell genug herausbekam. Erben war gezwungen in die Philadelphia Navy Yard zurück zu kehren. Hier ging er von Bord des Monitor, welcher wieder außer Dienst gestellt werden musste damit in der Werft von William Cramp and Sons mehrere Umbauten vorgenommen werden konnten. Henry Erben übernahm nun das Kanonenboot USS PINOLA ( 1861 ), das zur 2. Division des Westgolfgeschwaders gehörte. Diese 2. Division kommandierte Captain George Foster Emmons ( 23. August 1811 in Clarendon, Vermont – 23. Juli 1884 in Princeton, New Jersey ) und operierte im Golf von Mexiko. Während dieser Blockadeoperation konnte die USS PINOLA am 2. Februar 1865 den Schoner BEN WILLIS, dieser fuhr unter britischer Flagge, aufbringen. Dieses Schiff war mit Baumwollballen beladen und als Blockadebrecher eingestuft. Nachdem eine Entermannschaft den Schoner übernommen hatte, brachte diese das Schiff nach New Orleans, Louisiana. Dann am 18. Februar 1865 lag die USS PINOLA vor Pass Cavallo, Texas in der Matagorda Bay. Hier brachte man an diesem Tag den 70-Tonnen Schoner ANNA DALE auf, der mit einer 12 – Pfund Dahlgren Haubitze und reichlich kleineren Waffen ausgerüstet war. Die Mannschaft dieses Schoners hatte versucht die Blockade der Unionsschiffe in der Nacht zu durchbrechen. Doch das Schiff lief auf Grund. Die Mannschaft der USS PINOLA konnten neun konföderierte Mannschaftsmitglieder gefangen nehmen, einer davon war ihr Kommandant, Joseph F. Stevenson. Dieser behauptete Lieutenant der Confederate Navy zu sein. Doch Henry Erben verdächtigte ihn ein Freibeuter zu sein. Man entfernte von dem Schoner sämtliche Waffen und verbrannte ihn. Henry Erben beförderte man am 6. Mai 1868 zum Commander und am 1. November 1879 zum Captain. In diesem Rang diente er als Superintendent an der New York Nautical School, dem heutigen State University of New York Maritime College, von 1879 bis 1882. Damit er das Kommando über die New York Navy Yard übernehmen konnte, beförderte man ihn am 3. April 1892 zum Commodore. Dieses Kommando behielt Erben bis zum Mai 1893. Danach war er ab Juni 1893 bis August 1894 der Oberbefehlshaber des Europäischen Geschwaders. Erben übergab das Kommando an Rear Admiral William A. Kirkland ( 3. Juli 1836 in Hillsborogh, Orange County, North Carolina – 12. September 1898 in Vallejo, Solano County, Kalifornien ). In den letzten Tagen, in denen Henry Erben das Europäische Geschwader noch kommandierte, beförderte man ihn am 31. Juli 1894 zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr, am 6. September 1894, zog sich Erben aus dem aktiven Dienst zurück. Allerdings trat er nach Ausbruch des spanisch – amerikanischen Krieges im April 1898 wieder in den aktiven Dienst der US Navy. Bis zum Juli 1898 war er Kommandeur einer Patrouillenflotte, die die Küste von Galveston,Texas aus bis nach Bar Harbor, Maine sicherte. Diese Patrouillenflotte wurde in New York City gegründet und bestand hauptsächlich aus acht alten Monitoren, die zudem noch in unterschiedlichen Häfen entlang der US Ostküste stationiert waren.

Rear Admiral Henry Erben starb am 23. Oktober 1909 in New York City.
Er war mit Adle rben verheiratet, die am 9. Januar 1929 im Richmond County, New York verstarb.


USS ERBEN ( DD-631 )

Schiffsbiografie

Die USS ERBEN ( DD-631 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Henry Erben benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 28. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Adele Erben Gaillard ( 1874 in New York – 1952 in New Rochelle, Westchester County, New York ), Ehefrau von Charles Bell Gibson Gaillard ( 29. April 1875 in Louisville, Jefferson County, Kentucky – 1948 in New Rochelle, Westchester County, New York ) und Tochter von Rear Admiral Henry Erben, taufte am 21. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Joseph Henry Nevins, Jr. ( 18. Juni 1904 in New York – 27. Dezember 1991 im Anne Arundel Medical Center, Annapolis, Maryland ) stellte am 28. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS ERBEN bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier erfolgte die Endausrüstung und die Sichtkontrolle der Schiffshülle. Anfang September legte das Kriegsschiff dort ab und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung erreichte die USS ERBEN die Marinebasis bei San Diego, Kalifornien. Hier füllte man die Treibstoffbunker auf. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Basis lief das Kriegsschiff am 2. Oktober ein. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich die USS ERBEN an mehreren Trainingseinheiten sowie an der Kalibrierung der Schiffsgeschütze. Während einer Übung zusammen mit Flugzeugträgern, deren Trägerpiloten Luftangriffe auf Landziele übten, eilte der Zerstörer zu einem Piloten und zog ihn aus dem Wasser. Der Pilot musste aus seiner Maschine wegen eines Defekts in der Luft aussteigen. Am 8. November verließ der Zerstörer die Hawaiianische Insel und fuhr nach Espritu Santo, Neue Hebriden. Hier traf das Kriegsschiff am 15. November ein. Kurz vor dem Ablegen in Pearl Harbor hatte man die USS ERBEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALE in die Task Group 50.3 versetzt. Man bunkerte vor Espiritu Santo frischen Treibstoff. Die TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-708 ),  USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BULLARD ( DD-660 ). Am 14. November waren die Schiffe der TG 50.3 von einem ersten Einsatz nach Espiritu Santo zurückgekehrt. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Hier trennte man die TG 50.3 nochmals auf und gliederte die USS ERBEN in die Task Undergroup 50.3.2 ein. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN und USS HALE. Diese vier Schiffe verließen die TG 50.3 und strebten ihrem Angriffsziel im Süden des Atolls Tarawa, Gilbert Island zu. Im Süden des Atolls befand sich eine japanische Küstenbatterie bei Betio, welche auszuschalten war. Währenddessen flogen die amerikanischen Piloten einen Angriff nach dem anderen auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Tarawa. Dabei passierte es, dass die japanischen Flaggeschützmannschaften das eine oder andere amerikanische Flugzeug abschossen oder die Flugzeuge keinen Treibstoff mehr besaßen um zu ihrem Träger zurückzukehren. Die Mannschaften der USS ERBEN und der USS HALE zogen auf ihrem Weg nach Betio mehrere Piloten aus dem Wasser. Mit dem Beginn der Invasion von Tarawa am 19. November begannen die vier Kriegsschiffe mit dem Bombardement auf die feindlichen Stellungen bei Betio. Nach diesem Bombardement kehrten sie zur TG 50.3 zurück und die USS ERBEN übernahm wieder die Luftsicherung über die Flugzeugträger USS ESSEX, USS BUNKER HILL und USS INDEPENDENCE. Am folgenden Tag begann die Landeoperation auf dem Atoll Tarawa. Der Zerstörer bot dabei den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den heran fliegenden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.3 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.1 und TG 50.2 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Während die Kämpfe um Kwajalein weiter gingen, zogen sich die Schiffe der TG 50.3 nach Pearl Harbor zurück und eskortierten dorthin mehrere Transportschiffe. In die amerikanische Marinebasis liefen die Schiffe am 9. Dezember ein. Wenige Tage später begann man mit mehreren Reparaturarbeiten auf der USS ERBEN und füllte sämtliche Bunker auf. Am 21. Dezember sticht die USS ERBEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALE in See und eskortierten den Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen liefen die drei Kriegsschiffe zehn Tage später ein. Hier gliederte man die beiden Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen während der Invasion der Marshall Islands zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. Am folgenden Tag jagte die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begannen, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen auf Wotje und Taroa. Die USS ERBEN erschien in diesen Tagen insgesamt fünfmal vor Taroa und bombardierte die Insel in der Nacht. Ab dem 2. Februar begann der Zerstörer dann von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS ERBEN ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 17. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die die USS ERBEN und die USS HALE zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleiteten. Den Port Purvis verließen die Schiffe am 27. März. Von Cape Torokina aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS ERBEN in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS ABBOT, USS HALE, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS ERBEN eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS HALE und USS ABBOT ab dem 7. Mai den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS ERBEN in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten das U-Boot, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS WALKER und USS HALE. Vom 12. Juli bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS ERBEN in den folgenden Tagen mehreren Trainingsübungen. Nur in der Nacht vom 10. zum 11. August befand sich der Zerstörer auf Reede vor dem Atoll Eniwetok, damit frischer Treibstoff gebunkert werden konnte. An diesem 11. August verließ dann das Kriegsschiff das Atoll und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Hier unterzog sich die USS ERBEN in der Pearl Harbor Navy Yard einer Überholung und die Besatzung des Zerstörers anschließend einer umfangreichen Ausbildung. Ende September verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier bereitete man die USS ERBEN auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS ERBEN patrouillierte nun sofort bis zum 24. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen. Dann, als die Seeschlacht um den Leyte tobte, verließ die USS ERBEN am 24. Oktober die Insel Leyte und fuhr zur Humboldt Bay, Neuguinea. Hier warteten Panzerlandungsschiffe, die Verstärkungen der Landungseinheiten auf Leyte geladen hatten. Außerdem sollten diese Schiffe vor eventuellen Angriffen der Japaner geschützt werden. Wenige Tage nach der Ankunft des Zerstörers, verließ er auch schon wieder die Humboldt Bay und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Leyte. Die Landungsstelle in der San Pedro Bay erreichten sie am 17. November. Noch am selben Tag verließ die USS ERBEN die philippinischen Gewässer und fuhr über den Seeadler Harbour und dem Atoll Majuro nach Pearl Harbor. Von dieser Marinebasis aus fuhr der Zerstörer an die US Westküste, die er im Dezember erreichte, und wurde in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien für eine umfangreiche Überholung bugsiert. Diese Überholung dauerte vom 22. Dezember bis zum 9. Februar 1945. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Ziel war danach das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanische Gewässer. Die USS ERBEN erreichte erst am folgenden Tag das Atoll und eilte nach dem bunkern von frischem Treibstoff den Schiffen der TG hinterher. Diese lagen am 16. März rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten ebenfalls frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum folgenden Tag. An diesem erreichte die USS ERBEN die Schiffe der TG. Noch am Nachmittag desselben Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf, um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen sie rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Dabei konnte am 26. März die Mannschaft der USS ERBEN zwei Piloten aus dem Wasser retten, deren Maschinen beim ersten Angriff abgeschossen worden waren. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Rund 125 Seemeilen südlich von Kjushu. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. An diesem Tag konnte sich die Besatzung der USS ERBEN erneut auszeichnen. Man konnte wieder zwei amerikanische Piloten aus dem Wasser retten, deren Maschinen abgeschossen worden waren. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS ERBEN auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen, die es schafften mehrere Schiffe zu beschädigen. Am 14. April lagen die Schiffe der TG rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS ERBEN selber übernahm in den vergangenen und folgenden Wochen und Monaten vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Die Mannschaft des Zerstörers war nebenbei an der Rettung Überlebender von beschädigten Schiffen beteiligt und rettete viele abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser. So rettete die Besatzung am 3. und am 23. Mai die gleiche Flugzeugbesatzung die auf dem Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CV-15 ) stationiert war. Am 28. Mai löste man die Task Force 58 vor Okinawa auf und integrierte deren Schiffe in die Task Force 38 ein die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 in Teoc, Carroll County, Mississippi – 6. September 1945 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TF gehörte die USS ERBEN zu den Zerstörern die keine feste Bindung erhielten und frei zur Verfügung standen. Frei zur Verfügung stand außerdem der Flugzeugträger USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS WISCONSON ( BB-64 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA und USS ATLANTA ( CL-104 ) sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS JOHN W WEEKS, USS HANK, USS TINGEY, USS COLAHAN, USS McNAIR, USS NORMAN SCOTT, USS BUCHANAN, USS DALY ( DD-519 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ) und USS BENHAM ( DD-796 ). Am 29. Mai verließen die Schiffe das Atoll und fuhren wieder westwärts. Am 2. und 3. Juni lagen sie dann vor Kjushu, Japan und bombardierten die dortigen japanischen Stellungen. Doch schon am 4. Juni mussten die Schiffe wegen eines heraufziehenden Taifuns wieder abdrehen und ostwärts fahren. Trotzdem gerieten mehrere Schiffe in diesen Wirbelsturm und wurden zum Teil schwer beschädigt. Am folgenden Tag war dieser Sturm auch schon wieder vorüber und die Schiffe beschossen ab dem 6. Juni feindliche Stellungen auf Okinawa nachdem sich die See weiter beruhigt hatte. Diese Bombardements setzten sich am 7. Juni fort und am 8. Juni lagen die Schiffe wieder vor Kjushu. Zum ersten Mal in der Kriegsgeschichte kam am 9. Juni während des Bombardement japanischer Stellungen auf Onono Ogari Shima Napalm zum Einsatz. Noch am selben Tag wurde auch Minami Daito Shima beschossen. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der Task Force 38 ihre Positionen und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legte sie am 13. Juni an. Auf der USS ERBEN begann man nun mit notwendig gewordenen Reparaturarbeiten an den Sonargeräten und nutzte die vorhandene Zeit zur Erholung. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. In der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS ERBEN versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS ERBEN und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Für den 29. Juli stellte man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte, wieder neu zusammen. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS und USS INDIANA, die Schweren Kreuzern USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON ( CA-69 ) und USS ST PAUL ( CA-73 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ) und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ). Diese Kriegsschiffe fahren gemeinsam mit der britischen Kampfgruppe um das Schlachtschiff HMS KING GEORGE V ( 41 ) und den Zerstörern HMS UNDINE ( R42 ), HMS ULYSSES ( R69 ) und HMS URANIA ( R05 ) nach Hamamatsu, Süd-Honshu. Hier bombardieren diese Schiffe vom 29. zum 30. Juli die Flugzeugfabriken und die dazugehörigen Werksgebäude. Außerdem zerstörten sie mit ihren Granaten die Start- und Landebahn. Dabei wurden unzählige abgestellte Flugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Zerstörer kehrten nach diesem Angriff zu ihren eigentlichen Task Groups zurück und übernahmen wieder ihre dortigen Aufgaben. Die Task Undergroup 34.8.1 wurde dann nochmals für den 9. August zusammengestellt, welche ebenfalls Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON und USS ST PAUL und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL, USS STOCKHAM und USS SOUTHERLAND. Zu dieser Kampfeinheit gehört noch die britische Kampfgruppe um die Leichten Kreuzer HMS NEWFOUNSLAND ( C59 ) und HMS GAMBIA ( C48 ) und die Zerstörer HMS TERPSICHORE ( R33 ), HMS TERMAGANT ( R89 ) und HMS TENACIOUS ( R45 ). Diese Kriegsschiffe bombardieren vom 8. zum 9. August erneut die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi auf Honshu. Während dieses Bombardements stößt die USS ERBEN auf zwei japanische Lugger, Segelboote, und versenkt diese mit Granatfeuer. Nach dem Beschuss der Stahl- und Eisenwerke fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe zu ihren Task Groups zurück. Die USS ERBEN reihte sich wieder in die TG 38.3 ein und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS ERBEN immer noch die Flugzeugträger aus der TG und fuhr an diesem Tage in die Takyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Doch schon am 1. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder die japanischen Hauptinseln und fuhr nach Okinawa. Hier nahm man amerikanische Besatzungstruppen an Bord und die USS ERBEN fuhr in Richtung Osten an die US Westküste. Am 21. Oktober erreichte der Zerstörer Long Beach, Kalifornien. In diesem Hafen blieb das Kriegsschiff und wurde am 31. Mai 1946 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ERBEN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Crittenden Battelle Taylor stellte am 19. Mai 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Gleich nach der Indienststellung erfolgte eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS ERBEN. Nach deren Abschluss verließ der Zerstörer am 27. August Long Beach und fuhr zu seinem neuen Heimathafen Yokosuka, Japan. Das Kriegsschiff gliederte sich in die 7. US Flotte ein und übernahm die Sicherung der Flugzeugträger vor feindlichen U-Boot Angriffen. Ab Ende September bis Anfang Oktober beteiligte sich die USS ERBEN an dem Bombardement von Küstenzielen in dem Bereich von Songjin bis Chonjin. Dabei sollten die nordkoreanischen Kommunikations- und Nachschubwege zerstört werden. Am 9. Oktober brachte die Besatzung des Zerstörers ein kleines Boot in den koreanischen Gewässern auf. In diesem befand sich ein Nordkoreaner der vor den Kommunisten geflohen war. Die USS ERBEN fuhr Anfang November nach Okinawa und beteiligte sich hier an einer Anti-U-Boot Kriegsübung. Danach kehrte der Zerstörer zu seinem Sicherungsdienst gegenüber den Flugzeugträgern zurück. Einen abgeschossenen amerikanischen Piloten rettete die Mannschaft des Kriegsschiffes am 2. Dezember aus dem Wasser. Mit Beginn des Jahres 1952 versetzte man die USS ERBEN an die Seite des Leichten Kreuzers USS MANCHESTER ( CL-83 ), der das Flaggschiff der TF 95, der Blockade- und Eskorte der Vereinten Nationen war. Die Kriegsschiffe der TF 95 unterhielten entlang der gesamten koreanischen Halbinsel eine Schiffsblockade und bombardierten die Hauptversorgungsrouten der Nordkoreanischen Armee. Man gliederte im Februar die USS ERBEN aus dieser TF wieder aus und entließ den Zerstörer nach Yokosuka. Nach einigen Tagen der Ruhe verließ das kriegsschiff wieder den japanischen Hafen und fuhr an die US Westküste. Hier legte die USS ERBEN am 21. März in San Diego an und musste sich einer Überholung unterziehen. Der Zerstörer verließ am 1. November wieder kalifornische Küste und fuhr nach zum Dienst nach Korea. Während dieses zweiten Kriegseinsatzes vor der koreanischen Halbinsel erhielt das Kriegsschiff ähnliche Aufgaben wie während des Ersten Einsatzes übertragen. Zusätzlich unternahm die USS ERBEN Hafenbesuche in Hongkong und vor der taiwanesischen Insel. Außerdem operierte das Kriegsschiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy vor der nordkoreanischen Küste. Am 1. Juni 1953 kehrte die USS ERBEN nach San Diego zurück und unternahm während der folgenden fünf Jahre vier weitere Kreuzfahrten nach Fernost. Dabei diente der Zerstörer mit seinen Patrouillenfahrten vor Taiwan und operierte zusammen mit den Flugzeugträgern der 7. US Flotte. Im März 1955 gehörte die USS ERBEN zum Zerstörergeschwader 17 das in der Naval Station auf North Island, San Diego stationiert war. Zu diesem Geschwader gehörte neben der USS ERBEN die Zerstörer USS TWINING ( DD-540 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS SHIELDS ( DD-596 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS GREGORY ( DD-802 ). In den folgenden zwei Jahren beteiligte sich die USS ERBEN weiterhin regelmäßig an mehreren Kreuzfahrten der 7. US Flotte im westlichen Pazifik. Der Heimathafen des Zerstörers blieb aber San Diego. So stach das Kriegsschiff am 8. Juni 1957 in See und fuhr wieder in die fernöstlichen Gewässer. In der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor legte das Kriegsschiff sechs Tage später an und blieb dort bis zum 16. Juni liegen. Es mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden. Die nächste Station auf der Fahrt nach Fernost waren die Midway Islands. Diese erreichte der Zerstörer am 23. Juni und vom 29. Juni bis zum 6. Juli war die USS ERBEN bis nach Yokosuka unterwegs. Nachdem der Zerstörer in diesem japanischen Hafen am 6. Juli angelegt hatte, blieb er für zwei Tage liegen. Nun begann für das Kriegsschiff die Abschiedstour. So legte das Kriegsschiff am 13. Juli im Hafen von Naha, Okinawa und am 17. Juli in Kaoshiung, Taiwan an. Vom 26. bis zum 28. Juli wurde vor diesem taiwanesischen Hafen der Zerstörer auf Reede gelegt und kehrte am 1. August nach Yokosuka zurück. Hier verblieb es die folgenden Monate. Am 27. Juni 1958 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Man übergab das Kriegsschiff am 16. Mai 1963 Leihweise an die südkoreanische Marine, wo der Zerstörer in ROKS CHUNG MU ( DD-91 ) umbenannt wurde. Im Jahre 1975 verkaufte die US Navy den Zerstörer an Südkorea. Den Namen USS ERBEN ( DD-631 ) strich man dann am 2. Juni 1975 von der US Navy – Liste. Die südkoreanische Marine änderte im Jahre 1979 die Hull-Nummer des Zerstörer auf DD-911. Seit 1983 diente das Kriegsschiff als stationäres Trainingsschiff für angehende Zerstörerbesatzungen. Einige Zeit später wurde der Schiffskörper verschrottet.


USS ERBEN ( DD-631 )
Commanding Officer

CDR Joseph Henry Nevins Jr.        28. Mai 1943 – 18. Dezember 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Morgan Slayton        18. Dezember 1943 – 3. März 1945
LCDR William Hutton Snyder         3. März 1945 – 9. Dezember 1945
LT Stanley P. Wyatt Jr.       9. Dezember 1945 – 20. Februar 1946
CDR William Henry Deibler Jr.       20. Februar 1946 – 31. Mai 1946
Außerdienststellung        31. Mai 1946 – 19. Mai 1951
CDR Crittenden Battelle Taylor         19. Mai 1951 – Juni 1952
CDR Harvey Kermode         Juni 1952 – Oktober 1953
CDR William Arthur Keefe         Oktober 1953 – ?
CDR Eugene Thomas Bradley Sullivan         6. November 1955 – Juli 1957

 

USS ABBOT ( DD-629 )

USS ABBOT ( DD-629 )

Biografie

Joel Abbott
* 18. Januar 1793 in Westford, Massachusetts
† 14. Dezember 1855 in Hongkong
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und befahl ein Geschwader während des Besuches in Japan von Commodore Perry

Zu Beginn des Krieges von 1812 bekleidete Abbot den Rang eines Midshipman. Er diente zunächst auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) und als nächstes in der Schlacht am Lake Champlain am 11. September 1814 unter dem Kommando von Commodore Thomas Macdonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 – 10. November 1825 ). Vor dieser Schlacht sollte er als Spion die britischen Linien überqueren und eine Reihe Spieren von Schiffen zerstören die im Cumberland Head ankerten. Sein gefährliches Zerstörungswerk hatte Erfolg. Dafür ehrte der Kongress den jungen Offizier indem man ihm ein Schwert übergab und zum Lieutenant beförderte. Im Jahre 1818 übergab man Abbot das Kommando über das gefangen genommene Piratenschiff MARIANA. Im Januar 1820 heiratete er Mary Wood. Nach deren Tod heiratete er am 29. November 1825 Laura Wheaton. Beide hatten sie später 10 Kinder zusammen. Der Sohn von Joel Abbot, Walter Abbot, diente im Rang eines Lieutenant Commander in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges. Joel Abbot´s Enkel Charles Abbot Wheaton, Jr. war ein Offizier in der US Army und errechte den Rang eines Brigadegenerals. Im Jahre 1838 beförderte man Joel Abbot zum Commander und übertrug ihm das Kommando über die Boston Navy Yard. Im Jahre 1843 übernahm er das Kommando über die Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ), einem Schiff das zum afrikanischen Geschwader unter Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März ) 1858 ) gehörte. Am 3. oktober 1850 ernannte man Abbot zum Captain. Im Jahre 1852 erhielt Perry die Aufgabe sich Offiziere auszusuchen die ihn auf einer Expedition nach Japan begleiten sollen. Er wählte unter anderen Captain Joel Abbot aus und übertrug ihm die Befehlsgewalt über die Fregatte USS MACEDONIAN ( 1836 ). Man ernannte Abbot im Jahre 1854 zum Flag Offizier und übergab ihm das Kommando über das Ostindische Geschwader. Joel Abbot verstarb am 14. Dezember 1855 in Hongkong. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück und begrub ihn in der Familiengruft der Abbot in Warren, Rhode Island.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Flag Offizier Joel Abbot bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-184 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-629 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ABBOT ( DD-629 )

Schiffsbiografie

Die USS ABBOT ( DD-629 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Joel Abbot benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 21. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Abbot Fletcher ( 20. Mai 1895 – 21. Dezember 1982 ), Enkelin von Commodore Joel Abbot, taufte am 17. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Chester Edward Carroll ( 1. Juli 1900 – 6. Juni 1987 ) stellte in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts am 23. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Endausrüstung der USS ABBOT war am 13. Mai in der Boston Navy Yard abgeschlossen. An diesem Tag stach der Zerstörer in See und begann mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese fand in der Casco Bay, Maine statt und war am 18. Juni abgeschlossen. In den nun folgenden drei Monaten eskortierte das Kriegsschiff mehrere größere Kriegsschiffe auf deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten entlang der US Ostküste bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Danach rüstete man die USS ABBOT für ihre Fahrt in den Pazifik aus. Am 10. September legte der Zerstörer in Norfolk, Virginia ab und fuhr zum Panamakanal. Diesen durchquerte das Kriegsschiff am 16. September und erreichte nach wenigen Tagen Fahrt die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier übernahm man frischen Treibstoff und Proviant. Am 28. September stach die USS ABBOT wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo der Zerstörer sechs Tage später anlegte. In den Hawaiianischen Gewässern begann für die Besatzung des Kriegsschiffes ein zusätzliches Training. Während eines dieser Übungen kam es am 18. Oktober zu einer Kollision mit dem Leichten Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ). Die Beschädigungen an der USS ABBOT waren so groß, dass der Zerstörer noch am selben Tag in die Pearl Harbor Naval Shipyard bugsiert werden musste damit man mit den Reparaturarbeiten beginnen konnte. Erst am 10. Dezember konnte das Kriegsschiff das Trockendock wieder verlassen und konnte wenige Tage an angesetzten Trainingseinheiten teilnehmen. Doch schon am 15. Dezember verließ die USS ABBOT Pearl Harbor und fuhr nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff zehn Tage später ein. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), USS WALKER ( DD-517 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen, während der Invasion der Marshall Islands durch die Schiffe der Task Force 58, und Unterstützung der japanischen Garnisonen auf den Atollen Majuro, Kwajalein und Eniwetok zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. In den nun folgenden Tagen jagte unter anderem die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begann, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen und Flugplätze auf Wotje und Taroa. Bis zum 12. Februar blieb die USS ABBOT bei den Schweren Kreuzern und sicherte diese vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Ab diesem 12. Februar begann dann der Zerstörer von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS ABBOT ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 15. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die sie zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleitete. Von dort aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS ABBOT in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln über das Cape Sudest, Neuguinea. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS ABBOT eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS HALE und USS ERBEN den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS ABBOT in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten das U-Boot, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Die Geschützmannschaften der USS ABBOT und der USS HALE holten gemeinsam einen Angriffsbomber vom Typ Mitsubishi G4M vom Himmel. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man weiterhin intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS WALKER und USS HALE. Vom 12. Juni bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier blieb die USS ABBOT aber nicht und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Innerhalb dieser Basis unterzog man den Zerstörer dringend notwendig gewordener Reparaturen. Außerdem konnte sich die Besatzung erholen und an mehreren Trainingseinheiten teilnehmen. Ab dem 28. August bereitete man das Kriegsschiff und die Mannschaft auf eine weitere Amphibische Landungsoperation vor. Die dazugehörigen Ausbildungen wurden in der zweiten Septemberwoche abgeschlossen und die USS ABBOT verließ am 15. September Pearl Harbor. Der Zerstörer fuhr über das Atoll Eniwetok zum Seeadler Harbour. Diesen natürlichen Hafen erreichte das Kriegsschiff am 3. Oktober. Hier bereitete man die Mannschaft der USS ABBOT mit mehreren Übungen auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS ERBEN patrouillierte nun sofort bis in die Nacht zum 21. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen und waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. An diesem 24. Oktober kam es nur zu sporadischen Luftangriffen durch die Japaner in diesem Gebiet. Doch ein zweimotoriger Bomber näherte sich der USS ABBOT so nahe, dass die Luftabwehrmannschaften mit ihren Flakgeschützen diesen abschossen. Außerdem unterstützte der Zerstörer die amerikanischen Truppen an Land mit ihren Suchscheinwerfern und bombardierte feindliche Stellungen in der Nähe von Dulag. Am Morgen des 21. Oktober verließ das Kriegsschiff Leyte und eskortierte eine Gruppe von Transport- und Landungsschiffen nach Hollandia. In diesen Hafen von Neuguinea lief die Gruppe am 26. Oktober ein. Die USS ABBOT blieb hier bis zum 2. November liegen und wartete auf neue Befehle. An diesem Tag verließ der Zerstörer dann wieder Hollandia und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen nach Morotai, Nördliche Molukken. Drei Tage später war diese Niederländisch – Ostindische Insel erreicht. Das Kriegsschiff blieb hier fünf Tage liegen. Innerhalb dieser fünf Tage gab es mehrmals nächtlichen Luftalarm. Japanische Bomberflugzeuge griffen den auf Morotai befindlichen Flugplatz an, kümmerten sich aber nicht um die ankernden amerikanischen Schiffe im und vor dem Hafen. Dies änderte sich aber schlagartig nachdem die USS ABBOT Morotai am 10. November wieder verließ und eine Gruppe von Landungsschiffen nach Leyte eskortierte. Als diese Gruppe sich den Philippinen näherte, begannen die landgestützten Flugzeuge mit gelegentlichen Tag- und Nachtluftangriffen. Am 13. November überflog ein japanischer Torpedobomber Nakajima B6N in der Mitte der Formation die Landungsschiffe und ließ einen Torpedo zu Wasser. Dieser Torpedo ging ins Leere. Doch den Torpedobomber schossen die Geschützmannschaften des Fahrzeuglandungsschiffes USS CATSKILL ( LSV-1 ) ab. Der Bomber schlug rund 910 Meter vor der USS ABBOT auf dem Wasser auf du zerschellte. Ohne Verluste erreichten die Landungsschiffe am 15. November die Anlandungszone von Dulag im Osten der Insel Leyte. Hier patrouillierte der Zerstörer bis zum 24. November und sicherte die ankernden Landungsschiffe. In diesen Tagen gab es noch mehrmals nächtliche Luftangriffe. Einen dieser Angriffe konnte erfolgreich abgewehrt werden. Die Geschützmannschaft einer 5-Zoll Batterie auf der USS ABBOT hatten einen Bomber vom Typ Yokosuka D4Y schwer beschädigt. Am 24. November verließ dann der Zerstörer wieder die Anlandungszone und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen wieder nach Hollandia, wo sie am 29. November anlegten. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 22. Dezember. Die Mannschaft konnte sich erholen und einige notwendig gewordene Reparaturen ausführen. Mit dem Beginn des 23. Dezember verließ die USS ABBOT wieder Hollandia und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen erneut nach Leyte. Diese Schiffe brachten Nachschub an Mensch und Material und legten fünf Tage später dort an. Bis zum 2. Januar 1945 patrouillierte nun der Zerstörer wieder vor der Anlandungszone. In diesen Tagen hatte man das Kriegsschiff schon in die Task Group 77.4 versetzt, die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) während der Operation „Mike I“ kommandierte und im Hafen auf Manus lag. Innerhalb dieser Task Group gliederte man die USS ABBOT in der Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS NATOMA BAY,USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS HALL ( DD-583 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS TWIGGS ( DD-591 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 27. Dezember 1944 hatten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor abgelegt und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte in Richtung Surigao Straße. Hier reihte sich die USS ABBOT in die TG 77.4.2 ein und übernahm ihre Aufgaben zur Sicherung der Geleitflugzeugträger. Am 3. Januar durchquerten die Kriegsschiffe die Surigao Straße und anschließend fuhren sie durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Durch die verzweifelten, aber entschlossenen Luftangriffe der Kamikazepiloten versuchte die japanische Heeresführung die Angriffsflotte zum umkehren zu bewegen. Doch durch die enge Luftabsicherung der amerikanischen Trägerflugzeuge und das effektive Luftabwehrfeuer der Zerstörer und Geleitzerstörer wurde dieser Angriff überaus erfolgreich abgewehrt. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Ab diesem Tage sollten die Geschützmannschaften in den folgenden vier Tagen ihre Stationen nicht mehr verlassen können und brachten in dieser Zeit den angreifenden feindlichen Luftgeschwadern empfindliche Verluste bei. An diesem ersten Tag der Luftschlacht konnte sich ein zweimotoriges Bombenflugzeug unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen Überlebende und die USS BURNS versenkte den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten mit ihren Selbstmordflugzeugen steigerte sich noch einmal. Die amerikanischen Trägerflugzeugpiloten stießen an diesen Tagen ebenfalls an ihre Grenzen. Neben der Luftsicherung der amerikanischen Träger, übernahmen sie auch den Angriff auf japanische Schiffe. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer IJN MOMI und der japanische Zerstörer IJN HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es große Verluste unter den Kriegsschiffen. Doch deren Besatzungen kämpften heroisch nur um die Transport- und Landungsschiffe vor der Vernichtung zu beschützen. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND, die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und mehrere Kreuzer, Zerstörer und Geleitzerstörer durch Kamikazepiloten schwer beschädigt. Die Luftabwehrkanoniere der USS ABBOT schossen an diesen vier Tagen mehrere dieser Kamikazepiloten ab und halfen damit die Verlustrate auf amerikanischer Seite in Grenzen zu halten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian in der Lingayen Bay ein und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS ABBOT selber patrouillierte im Golf. Dabei war der Zerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten, feuerte auf feindliche Flugzeuge und eskortierte andere Schiffe auf ihre Positionen. Die Trägerflugzeuge indessen bombardierten im Anlandungsbereich alle japanischen Stellungen und in der Nähe befindlichen Flugplätze. Die Landeoperation selber begann in diesem Golf am Morgen des 9. Januar. Auch hier griffen die Trägerflugzeuge ins Geschehen ein und unterstützten die Invasionstruppen im Kampf gegen die Japaner. Auch nach der erfolgreichen Bildung eines Brückenkopfes durch die amerikanischen Sturmtruppen, blieb die USS ABBOT in den Gewässern der Lingayen Bay und sicherte die größeren Schiffseinheiten. Erst am 31. Januar verließ der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der Task Group 77.4 die Lingayen Bay. Die ABBOT blieb aber auf dieser Rückfahrt zur San Pedro Bay bei der philippinischen Insel Mindoro und legte in der Mangarin Bay im Hafen von San Jose an. Nach einer Woche Dienst in der Mangarin Bay, hier sicherte der Zerstörer die ankernden amerikanischen Schiffe vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen, verließ das Kriegsschiff wieder die philippinische Insel Mindoro und fuhr zur Subic Bay, Luzon. Von dieser Basis aus unterstützte die USS ABBOT ab dem 10. Februar die Überfälle auf die vor der Einfahrt in die Manila Bay, Luzon befindlichen Inseln Corregidor, El Fraile, Carabao und Caballo. Der Zerstörer selber konnte mehrere Minen um die Insel Corregidor vernichten und die Besatzung nahm drei Japaner gefangen, die versucht hatten von der Insel Corregidor aus nach Bataan zu schwimmen. In der Nacht zum 15. Februar begann eine Fallschirmjägerlandeoperation auf der Insel Corregidor. Die USS ABBOT lieferte während dieser Aktion mit ihren Suchscheinwerfern genügend Licht und bombardierte gezielt auf japanische Stellungen. Ab dem 17. Februar lag der Zerstörer dann zum Auffüllen aller Bunker und für die notwendigsten Instandhaltungsarbeiten in der Subic Bay. Die Arbeiten waren am 24. Februar abgeschlossen und man gliederte das Kriegsschiff in die Task Group 74.2, die Fire support group, die Rear Admiral Ralph Smith Riggs ( 20. Juni 1895 in Paris, Texas – 28. Mai 1981 ) während der Operation „Victor III“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS MONTPELIER ( CL-57 ) sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS FLETCHER ( DD-445 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS FLUSSER ( DD-368 ). Am 24. Februar verließen diese Schiffe die Subic Bay und fuhren südwärts zur philippinischen Insel Palawan. Das dortige Einsatzgebiet, den Hafen Puerto Princesa, erreichten sie am 28. Februar und sollten sofort mit dem Bombardement japanischer Stellungen zur Unterstützung der 41. US Infanteriedivision beginnen. Doch die amerikanischen Kriegsschiffe brauchten ihre Geschütze nicht abfeuern und verließen daraufhin noch am selben Tag wieder die Insel Palawan und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie vier Tage später. Noch am selben Tag versetzte man die USS ABBOT in die Task Force 78. Hier gehörte der Zerstörer in die Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 in Goshen, indiana – 17. Juni 1985 ) befehligte, und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze der philippinischen Halbinsel Mindanaos, bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch Leichten die Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS JENKINS ( DD-447 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Die USS ABBOT selber bombardierte anfangs japanische Stellungen in dem Anlandungsgebiet. Später fungierte der Zerstörer hier als Feuerunterstützungsschiff für die Landungstruppen und für die Minensucher. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Diese Landungsschiffe transportierten die Soldaten der 41. Infanteriedivision. Am 11. März patrouillierte die USS ABBOT in der Nähe der Insel Basilan, südlich der Halbinsel Zamboanga, und zerstörte mit den Granaten ihrer Schiffsgeschütze dort vor Anker liegende Schiffe. Am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe der Fire Support Group das Einsatzgebiet und fuhren zur Subic Bay zurück, wo sie am 17. März ankamen. In der Subic Bay bereitete man die Zerstörer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS ABBOT für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.3, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte, die den amphibischen Angriff auf Cebu Island führen und unterstützen sollte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer in die Task Undergroup 74.3.2, die Captain Dowling kommandierte. Zusammen mit dem Zerstörer USS TAYLOR war die USS ABBOT für die Bewachung des australischen Kreuzers HMAS HOBART ( D63 ) während der Beschießung feindlicher Stellungen auf Cebu Island abgestellt worden. Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island in der Visayas Subgroup. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Dabei wurden die Strände, die rund sechs Kilometer westlich von Cebu lagen, bombardiert. Die alliierten Landungstruppen begannen dann ab 8:30 Uhr mit dem Landemanöver du dem bilden des Brückenkopfes. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART, sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Landungstruppen auf ihrem Weg ins Landesinnere. Am Abend des 26. März verließ die USS ABBOT Cebu Island und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen, darunter befanden sich unter anderem Mechanisierte Landungsfahrzeuge und Infanterielandungsfahrzeuge, bis in die San Pedro Bay, Leyte. Hier machte man den Zerstörer an einem Zerstörertender fest und es begannen wieder Reparaturarbeiten an dem Kriegsschiff. Anfang April nahm man die USS ABBOT für drei Wochen aus dem Kampfgeschehen. Der Zerstörer hatte nun die Aufgabe zwischen den inzwischen befreiten philippinischen Inseln zu patrouillieren und gleichzeitig Passagiere und Post zu transportieren und andere Missionen auszuführen. Am 24. April unterstellte man die USS ABBOT wieder unter die operative Kontrolle des Kommandeurs der 7. US Amphibious Force. Die Aufgabe des Zerstörers war nun, nach Cebu Island zurückzukehren und im Cebu Harbor eine Art Bereitschaftsdienst anzutreten. Das Kriegsschiff sollte dort als Feuerunterstützungsschiff für die 23. US Infanteriedivision fungieren. Diese Aufgabe erwies sich bis Anfang Mai als äußerst ereignislos. Erst am 3. Mai nahmen die Geschützmannschaften der USS ABBOT eine Gruppe von Häusern in Nailon Point, in der Nähe des Dorfes Tobagan, Cebu, unter Beschuss. In diesen Häusern sollte sich angeblich eine größere Einheit japanischer Soldaten gesammelt haben. Nach dem Bombardement fuhr der Zerstörer von Nailon Point aus in Richtung von Cebu Harbor und die Geschützmannschaften feuerten ihre Geschütze auf weitere vorgegebene Ziele ab. Diese Aktion wurde drei Tage später wiederholt und am Abend des 7. Mai verließ das Kriegsschiff Cebu Island. Die Fahrt führte den Zerstörer nach Norden in die San Pedro Bay. Diese erreichte das Kriegsschiff am Morgen des folgenden Tages. Man hatte die USS ABBOT in die Task Group 78.3, der Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte, versetzt. In der TG befanden sich zwei Leichte Kreuzer und die Zerstörer USS ABBOT, USS MEADE und vier weitere Zerstörer. Man bunkerte auf der USS ABBOT umgehend frischen Treibstoff und Munition. Noch am selben Tag verließen dann die Schiffe der TG 78.3 sowie ein Teil der Landungsschiffe der Amphibious Group IX, die die Soldaten der 108. RCT der 40. Infanteriedivision transportierten, und fuhren südwärts. Am 10. Mai liefen sie in die Macalajar Bay, Mindanao ein. Die Schiffe der TG 78.3 gaben Feuerunterstützung während der ungehinderten Amphibienanlandungen. Später sollte es sich herausstellen, dass die Japaner sich vollständig aus diesem Gebiet zurückgezogen hatten. Nachdem das Gebiet um Cagayan de Oro, hier befand sich einer der Tiefseehäfen der Philippinen, eingenommen war, verließen die Schiffe der TG 78.3 am 14. Mai wieder den Norden von Mindanao und eskortierten die Landungsschiffe in die San Pedro Bay. Drei Tage später erreichten sie diese. In den folgenden drei Wochen patrouillierte die USS ABBOT zwischen den südlichen Inseln der Philippinen. Die Geschützmannschaften feuerten dabei ab und an auf vorgegebene Ziele, wo sich feindliche Soldaten aufhalten könnten. Diese Patrouillenfahrt endete am 12. Juni. An diesem Tag ankerte die USS ABBOT in der San Pedro Bay und man begann mit einigen Reparaturarbeiten an dem Zerstörer. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. In der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS ABBOT versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ), USS ESSEX ( CV-9 ), USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND ( CL-95 ), USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS WALKER, USS HALE, USS ERBEN, USS REMEY ( DD-688 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-590 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS ABBOT und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS ABBOT nahm ihre Aufgaben zur Sicherung der Flugzeugträger nun wieder wahr. Durch die ständigen Fahrten zwischen den Angriffsgebieten um Kjushu und Tokyo mussten nun auch fast täglich frischer Treibstoff zu den Kriegsschiffen gebracht werden. Am 8. August versetzte man die USS ABBOT in die Task Group 35.4. In dieser TG befanden sich mehrere Kreuzer und ein Geschwader Zerstörer. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand darin, Oberflächenziele zu untersuchen, die etwa 101 Kilometer von der Hauptformation entfernt gemeldet worden waren. Während die Kriegsschiffe der TG 35.4 Fahrt aufnahmen, näherten sie sich dann mit 32 Knoten dem Ziel. Bei dieser hohen Geschwindigkeit löste sich bei der USS ABBOT der Steuerbordpropeller und ein Teil des Heckschachtes kurz vor den Nachverstrebungen ab. Die dadurch entstandenen Schäden zwangen den Zerstörer sich wieder der Hauptstreitmacht anzuschließen, obwohl das Kriegsschiff hochseetüchtig blieb und 23 Knoten schaffte. Mit dieser Geschwindigkeit konnte der Zerstörer die ihm vorgegebene Formationsposition halten. Am folgenden Tag erlitt die USS BORIE einen Kamikazeeinschlag zwischen dem Mast und dem 5-Zoll Geschütz und verursachte großen Schaden an Bord. 48 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 66 zum Teil schwer verwundet. Die USS ABBOT ging gleich längsseits zur USS BORIE und die Besatzung half beim löschen der Feuer und beim Bergen der Verwundeten. Die USS ABBOT eskortierte nun den havarierten Zerstörer bis zum Hospitalschiff USS RESCUE ( AH-18 ), wo man die Verletzten evakuierte. Von dem Hospitalschiff aus fuhren beide Zerstörer nach Saipan zur Reparatur. Dort kamen sie am 17. August an. Auf dem Weg dorthin erfuhr man, dass am 15. August der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation der Japaner beendet war. In Saipan schob man die USS ABBOT ebenfalls ins Trockendock und schätzte den entstandenen Schaden am Steuerpropeller ein. Der Schaden war ernst, so dass der Zerstörer an die US Westküste zur Reparatur fahren sollte. Am Abend des 18. August verließ das Kriegsschiff wieder Saipan und fuhr zuerst zur Marinebasis Pearl Harbor. Von hier aus ging die Fahrt dann weiter bis zur Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. In die Werft lief die USS ABBOT Anfang September ein. Nach Abschluss der Reparaturen wechselte der Zerstörer nach San Diego. Am 21. Mai 1946 stellte man hier das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ERBEN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Rue O´Neill, Jr. stellte am 26. Februar 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. In den nun folgenden drei Wochen verbrachte die USS ABBOT zur Modernisierung und für Umbauarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Am 1. Juni stach der Zerstörer dann in See und fuhr zur US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanal erreichte das Kriegsschiff Ende Juni seinen neuen Heimathafen Newport, Rhode Island. Für den Rest des Jahres 1951 unterzog sich die USS ABBOT in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania erneuten Reparaturen. Danach folgten in der Guantanamo Bay, Kuba Auffrischungstrainingseinheiten für die Besatzung. In den ersten drei Monaten des Jahres 1952 bereitete man dann den Zerstörer auf seinen ersten Einsatz im Mittelmeer vor, wo er sich in die 6. US Flotte integrierte. Dieser Einsatz begann im April und endete im Oktober im Heimathafen Newport. Die USS ABBOT blieb nun neunzehn Monate vor den Gewässern des Heimathafens. Der Zerstörer beteiligte sich hier an mehreren Trainingsübungen, Übungen zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten, unabhängige Schiffsübungen und Auffrischungskurse für die Mannschaft. Am 1. Juni 1954 verließ das Kriegsschiff dann Newport in Begleitung der Zerstörer der Zerstörerdivision 242. Aufgabe dieser Kriegsschiffe war es innerhalb der nächsten sieben Monate, in den Westpazifik zu fahren, die gestellten Aufgaben absolvieren und mit einer Weltumfahrung diesen Einsatz beenden. So durchquerten die Zerstörer auf ihrer Fahrt in den Pazifik den Panamakanal, legten vordem Midway Atoll an und gliederte sich in Yokosuka, Japan in die 7. US Flotte ein. Bis Oktober operierten die Zerstörer im Südchinesischen Meer und in der Taiwanstraße. Am 18. Oktober begann dann die Heimfahrt. Diese führte die Kriegsschiffe über den Indischen Ozean, den Suezkanal, das Mittelmeer und über den Atlantischen Ozean. Auf dieser Fahrt wurden zahlreiche Hafenbesuche durchgeführt. In Newport legte die USS ABBOT am 18. Dezember an. Hier blieb der Zerstörer bis in den Januar 1955 hinein und operierte in diesen Gewässern. Im Februar und März nahm das Kriegsschiff an der jährlichen Übung „Spring Board“ in der Nähe der Guantanamo Bay teil. Im März kehrte die USS ABBOT nach Newport zurück und begann anschließend sich erneut an Anti-U-Boot Operationen und unabhängigen Schiffsübungen außerhalb des Heimathafens zu beteiligen. Nach einer dreiwöchigen Midshipman Kreuzfahrt nach St. Johns, Neufundland, Kanada, widmete sich der Zerstörer ab August wieder dem normalen Betrieb. Anfang 1956 fuhr die USS ABBOT nach Boston in die dortige Boston Navy Yard und unterzog sich innerhalb von neunzehn Wochen Liegezeit einer Überholung. Am 19. Mai verließ der Zerstörer die Werft. Den gesamten Juni über hielt sich das Kriegsschiff in kubanischen Gewässern auf, wo die Mannschaft des Zerstörers sich mehreren Auffrischungskursen unterzog. Im Juli integrierte man dann die Zerstörer der Zerstörerdivision 242 und 102 in das Zerstörergeschwader 10. Die USS ABBOT verbrachte dann die Zeit zwischen September und November entweder längsseits an einem Zerstörertender oder in der Boston Naval Shipyard und wurde für eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer vorbereitet. Noch im November verließ das Kriegsschiff die US Ostküste. Der Einsatz dauerte bis Februar 1957. Die USS ABBOT legte am 22. Februar im Heimathafen Newport wieder an. Für den Zerstörer folgten nun wieder normale Übungen und Typentrainingseinheiten in den Gewässern vor Newport. Dann erhielt man Befehl, dass das Kriegsschiff sich an der International Naval Review in Hampton Roads, Virginia beteiligen sollte. Diese Flottenparade wurde vom 8. bis zum 17. Juni 1957 abgehalten. An dieser Parade nahmen von Seiten der US Navy die Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CVA-15 ), USS LEYTE ( CVS-32 ), USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CVA-42 ), USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und USS SARATOGA ( CVA-60 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer mit Lenkwaffen USS BOSTON ( CAG-1 ) und USS CANBERRA ( CAG-2 ), die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ), USS MACON ( CA-132 ) und USS DES MOINES ( CA-134 ), das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ), die Führungszerstörer USS NORFOLK ( DL-1 ) und USS WILLIS A LEE ( DL-4 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS HALE, USS HUNT ( DD-674 ), USS GAINARD ( DD-706 ), USS HARLAN R DICKSON ( DD-708 ), USS HUGH PURVIS ( DD-709 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS BEATTY ( DD-756 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ), USS CHARLES H ROAN ( DD-853 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS BROWNSON ( DD-868 ), USS FORREST ROYAL ( DD-872 ) und USS FORREST SHERMAN ( DD-931 ), die Anti-U-Boot Zerstörer USS BASILONE ( DDE-824 ), USS ROBERT L WILSON ( DDE-847 ) und USS DAMATO ( DDE-871 ), die Geleitzerstörer USS WOODSON ( DE-359 ) und USS TWEEDY ( DE-532 ), das U-Boot-Jäger-Geleitboot USS CRESTIEW ( PCE-895 ), das Jagd-U-Boot USS CAVALLA ( SSK-244 ), das U-Boot mit Radarbestückung USS RAY ( SSR-271 ), das U-Boot mit Lenkwaffen USS BARBERO ( SSG-317 ), das U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ), und das Atom-U-Boot USS SEA WOLF ( SSN-575 ), das Amphibische Flaggschiff USS POCONO ( AGC-16 ), Angriffsfrachtschiff USS OGLESHORPE ( AKA-100 ), der Angriffstransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ), die Schnellen Truppentransporter USS LLOYD ( APD-63 ) und USS BASSETT ( APD-73 ), die Landungsboot- Mutterschiffe USS DONNER ( LSD-20 ), USS FORT MANDAN ( LSD-21 ) und USS PLYMOUTH ROCK ( LSD-29 ), die Panzerlandungsschiffe USS TALBOT COUNTY ( LST-1153 ), USS WASHOE COUNTY ( LST-1165 ), USS WASHTENAW COUNTY ( LST-1166 ) und USS WESTCHESTER COUNTY ( LST-1167 ), die Antimagnetischen Küstenminenboote USS JACANA ( MSC-193 ) und USS SHRIKE ( MSC-201 ), die Antimagnetischen Hochseeminensuchboote USS OBSERVER ( MSO-461 ) und USS SALUTE ( MSO-470 ), die Minensuchboote MSB-7, 8, 9, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 40, 41, 42, 43 und 44, der Zerstörertender USS TIDEWATER ( AD-31 ), das Munitionsschiff USS SHASTA ( AE-6 ), das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ), die Öltanker USS NANTAHALA ( AO-60 ), USS PAWCATUCK ( AO-108 ) und USS WACCAMAW ( AO-109 ), das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ), der Hochseeflottenschlepper USS MOSOPELEA ( ATF-158 ) und der Kleine Wasserflugzeugtender USS DUXBURY BAY ( AVP-38 ) dran teil. Von anderen Marinen waren anwesend: Von der Belgischen Navy die Flottenminensucher GEORGES TRUFFAUT ( M-908 ) und F. BOVESSE ( M-909 ). Von der Kanadischen Navy die Geleitzerstörer HMCS OTTAWA ( DDE-229 ) und HMCS ASSINIBOINE ( DDE-234 ). Von der Kolumbianischen Navy die Fregatte CAPTAIN TONO.Von der Kubanischen Navy die Fregatte ANTONIO MACEO ( F-302 ). Von der Dänischen Navy die Fregatte HOLGER DANSKE ( F-338 ). Von der Dominicanischen Navy der Zerstörer GENERALISIMO ( D-102 ) und die Fregatten PRESIDENTE TRONCOSO ( F-103 ) und PRESIDENTE PEYNADO ( F-104 ). Von der Französischen Navy der Kreuzer DE GRASSE, der Flugzeugträger BOIS BELLEAU ( R-97 ), die Zerstörer DUPETIT-THOUARS ( D-625 ), CHEVALIER PAUL ( D-626 ), LE LORRAIN ( D-605 ) und der Zerstörer LE GASCON. Von der Italienischen Navy die Zerstörer SAN GIORGIO ( D-562 ) und SAN MARCO ( D-563 ). Von der Niederländischen Navy der Kreuzer DE ZEVEN PROVINCIEN ( C-802 ) und der Geleitzerstörer GRONINGEN ( D-813 ). Von der Norwegischen Navy der Zerstörer TRONDHEIM ( D-305 ). Von der Peruanischen Navy die Fregatte AGUIRRE ( F-1 ). Von der Portugisischen Navy die Geleitzerstörer DIOGO CAO und CORTE REAL. Von der Spanischen Navy der Viermastschoner JUAN SEBASTIAN DE ELCANO. Von der Türkischen Navy die Zerstörer GELIBOLU ( D-19 ) und GIRESUN ( D-20 ). Von der Britischen Navy der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL und die Geleitzerstörer HMS DUCHESS ( D-154 ) und HMS DIAMOND ( D-35 ). Von der Uruguaischen Navy der Geleitzerstörer URUGUAY ( DE-1 ). Von der Venezulanischen Navy die Zerstörer ZULIA ( D-21 ) und ARAGUA ( D-31 ). Nach der Flottenparade führte die USS ABBOT zusammen mit der USS BENHAM im Sommer eine zweimonatige Midshipman – Kreuzfahrt durch. Dabei wurden die Häfen von Rio de Janeiro, Brasilien; St. Thomas, Jungferninseln; die Guantanamo Bay, Kuba und Culebra, Puerto Rico besucht. Im Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff vom 3. bis zum 12. September an der NATO Operation „Strikeback“. Hier sollte während einer NATO Übung im Nordostatlantik ein totaler sowjetischer Angriff auf die NATO-Staaten simuliert werden. Während dieser Mission besuchte die USS ABBOT Belfast, Nordirland und Chatham, England. Nach der Rückkehr des Zerstörers an die US Ostküste Ende Oktober, nahm das Kriegsschiff bis Ende des Jahres wieder seine Typtrainingseinheiten und andere Übungen vor Newport wieder auf. Am 15. Januar 1958 fuhr der Zerstörer zu seiner regelmäßigen Überholung wieder in die Boston Naval Shipyard. Nach den dreimonatigen Reparatur- und Modifikationsarbeiten verbrachte die USS ABBOT einen weiteren Monat mit Auffrischungskursen in der Guantanamo Bay. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Newport zurück, wo das Kriegsschiff den Juni und die erste Woche des Juli verbrachte. Am 11. Juli stach die ABBOT wieder in See und fuhr zur United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Hier sollten sich angehende Navy Offiziere für eine Sommerkreuzfahrt einschiffen. Doch daraus wurde nichts. Der Libanesische Premierminister Camille Nimr Chamoun ( 3. April 1900 – 7. August 1987 ) , dessen Land von einem sich ständig verschärfenden Bürgerkrieg geplagt wurde, bat die USA um Hilfe bei der Wiederherstellung der Ordnung. Am 15. Juli begann die Operation „Blue Bat“. Die sich noch im Mittelmeer befindlichen amerikanischen Kriegsschiffe der 6. US Flotte wurden zu ersten Hilfsmaßnahmen geschickt. Die USS ABBOT und die Zerstörer des Zerstörergeschwaders 10 begleiteten amerikanische amphibische Truppen nach Vieques Island. Nach einem Zwischenstopp in San Juan, Puerto Rico, fuhren die amerikanischen Schiffe über den Atlantik. Diese amphibischen Truppen sollten die in Libanon vor Ort stationierten amerikanischen Soldaten ablösen. Nach weiteren Zwischenstopps vor Gibraltar und Neapel schlossen sich diese amphibischen Schiffe vor der levantinischen Küste der Task Force 66 anschlossen. Zwei Wochen später gingen die amerikanischen Soldaten in Beirut, der libanesischen Hauptstadt, an Land und unterstützten die Truppen des Marine Corps und der US Army. Am Ende des Sommers war die Krise im Libanon beigelegt und die USS ABBOT begann mit ihren Routineübungen innerhalb der 6. US Flotte. Die USA zogen am 25. Oktober ihre Truppen aus dem Libanon ab. Das Zerstörergeschwader 10 eskortierte anschließend die amphibischen Schiffe wieder bis an die US Ostküste. Die USS ABBOT erreichte am 11. November, dem Veterans Day, Newport. Hier nahm der Zerstörer wieder seine Anti-U-Boot Übungen in den Küstengewässern von Neuengland wieder auf. Am 1. Mai 1959 versetzte man das Kriegsschiff vom Zerstörergeschwader 10 in das Geleitgeschwader 14. Die USS ABBOT wurde hier das Flaggschiff des Geschwaders. Die Mission des Zerstörers blieb aber der Anti-U-Boot Krieg, der allerdings eher defensiv als offensiv durchgeführt wurde. Ende Mai begann für das Kriegsschiff eine weitere Überholung in der Boston Naval Shipyard, die bis Ende des Sommer reichte. Im September nahm die USS ABBOT erneut an Auffrischungskursen, die in der Nähe der Guantanamo Bay und vor Culebra Island, Puerto Rico, teil. Im Oktober kehrte der Zerstörer nach Newport zurück und nahm dort die Anti-U-Boot Übungen in den Gewässern von Neuengland wieder auf. Diese Übungen führte das Kriegsschiff für den Rest des Jahres und während des gesamten Jahres 1960 durch. Ab April begann die Mannschaft der USS ABBOT eine umfangreiche Ausbildung in den Gewässern vor Florida. Grund dafür war die Beteiligung an dem Projekt Mercury 3. Commander Alan Bartlett Shepard ( 18. November 1923 in East Derry, New Hampshire – 21. Juli 1998 in Monterey, Kalifornien ) startete mit dem Mercury Raumschiff “Freedom 7” am 5. Mai 1961. Der Flug dauerte 15 Minuten und 22 Sekunden und das Raumschiff flog 187,5 Kilometer hoch, war damit außerhalb der Erdatmosphäre und 486 Kilometer weit von seinem Startpunkt aus gesehen. Auf der Position 53’ West 27,23° Nord und 75,88 ° West landete die Raumkapsel im Wasser des Nordatlantischen Ozeans. Zur Bergung und Sicherung der Raumkapsel stand der Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLIN ( CVS-39 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS ROOKS ( DD-804 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS NEWMAN K PERRY ( DD-883 ), USS DECATUR ( DD-936 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ), der Minensucher USS NOTABLE ( AM-267 ), das Antimagnetische Hochseeminensuchboot USS ABILITY ( MSO-519 ) und das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ) bereit. In der Nähe des Flugzeugträgers landete die Raumkapsel im Wasser und wurde schnell durch Helikopter zum Träger transportiert. Im September ernannte man die USS ABBOT zum Schulschiff der angehenden Zerstöreroffiziere und lag dafür in Newport. Die Routineübungen vor der US Ostküste und in der Karibik, wo die US Navy Offiziere in ihren zukünftigen Aufgaben an Bord von Zerstörerkriegsschiffen ausgebildet wurden, wurde 1962 gleich zwei Mal gebrochen. Im August wurde die USS ABBOT in die Guantanamo Bay verlegt, wo der Zerstörer als Basis Verteidigungsschiff vor Haiti diente. Im Oktober beteiligte sich der Zerstörer dann an der Durchsetzung der Quarantäne vor Kuba, die von US Präsident John Fitzgerald Kennedy ( 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts – 22. November 1963 in Dallas, Texas ermordet ) eingerichtet worden war. Grund dafür waren sowjetische Offensivraketen die auf Kuba stationiert worden waren. Mitte November, nachdem die sowjetischen Raketen wieder abgebaut und in die Sowjetunion abtransportiert waren, entließ man die USS ABBOT aus ihren Pflichten vor Kuba. Der Zerstörer fuhr wieder nach Newport zurück und nahm seine Trainingsmissionen wieder auf. Bis Anfang April 1964 war der Zerstörer die Trainingsplattform für angehende Zerstöreroffiziere. Am 14. April verließ das Kriegsschiff Newport und fuhr zu seinem letzten Diensteinsatz nach Philadelphia. Im Hafen dieser Stadt diente die USS ABBOT für fast ein Jahr als Ausbildungsschiff der Naval Reserve und als Flaggschiff des Reservezerstörergeschwaders 30. Man stellte in Philadelphia den Zerstörer am 26. März 1965 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS ABBOT ( DD-629 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 31. Juli 1975 an die Boston Metals in Baltimore, Maryland für 172.666 Dollar zum verschrotten.


USS ABBOT ( DD-629 )
Commanding Officer

CDR Chester Edward (Blackie) Carroll     23. April 1943 – 13. August 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Marshall Edgar (Skinny) Dornin   13. August 1943 – 14. August 1944 (erreichter Rang RADM)
LCDR Francis Walford (Waffles) Ingling       14. August 1944 – 21. Mai 1946
Außerdienststellung         21. Mai 1946 – 26. Februar 1951
CDR Rue O’Neill Jr.       26. Februar 1951 – November 1952
CDR Lowell Crosby Savage         November 1952 – 5. Mai 1954
CDR Robert Samuel Salzer          5. Mai 1954 – April 1956 (erreichter Rang VADM)
CDR Willard Wendell DeVenter         April 1956 – 19. April 1958
CDR Robert McHenry Pond         19. April 1958 – 6. Juli 1959
CDR Robert James Norman         6. Juli 1959 – 3. Juli 1961
CDR Allan Hamilton Craig          3. Juli 1961 – 28. August 1963
CDR John Joseph Pirro         28. August 1963 – 28. Januar 1965
CDR John Patrick Derr          28. Januar 1965 – 26. März 1965