Archiv für den Monat: Dezember 2017

USS PRESTON ( 1865 )

USS PRESTON ( 1865 )

Biografie

Samuel W. Preston
* 6. April 1840 in Kanada
† 15. Januar 1865 bei der Schlacht um Fort Sumter
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

Samuel W. Preston erhielt am 4. Oktober 1858 vom Staat Illinois seine Bestellung zum Midshipman. Am 9. Mai 1861 graduierte er als Erster seines Ausbildungsjahrganges und wurde am 4. Oktober 1861 zum Acting Master ernannt. Die Beförderung zum Lieutenant erfolgte am 1. August 1862. Von 1861 bis 1863 leistete er seinen Dienst auf verschiedenen Schiffen des südlichen Blockadegeschwaders (South Atlantic Blockading Squadron) vor der Küste der Südstaaten das unter dem Kommando von Konteradmiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1965 ) bis zum 5. Juli 1863 stand. Konteradmiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ) löste ihn ab. Im Zuge eines von der Lincoln Administration dringend benötigten politischen Erfolges erwartete man 1863 die baldmöglichste Eroberung von Charleston, South Carolina. Deshalb wurde die sogenannte Operations Against the Defenses of Charleston im April 1863 gestartet. Die Unionstruppen beschossen zwar Fort Sumter schwer, konnten aber nicht nach Charleston vorrücken. Daraufhin verhängten sie eine Seeblockade gegen die Stadt und besetzten Folly Island, westlich von Morris Island. Lieutenant Preston war im Juli beim Angriff auf das konföderierte Fort Wagner auf Morris Island beteiligt was aber trotz starkem Artilleriebeschusses von Wasser und von Land aus standhielt. Mitte August griff man Fort Wagner und Fort Sumter erneut an und zerstörte beide Forts systematisch durch Artilleriebeschuss. Am 7. September gaben die Konföderierten Fort Wagner auf. Daraufhin begannen die Unionstruppen eine Landungsoperation gegen Fort Sumter einen Tag später. Bei diesem Angriff am 8. September 1863 wurde Lieutenant Preston von den Streitkräften der Südstaaten gefangengenommen. Diese Landungsoperation der Unionstruppen wurde am 9. September unter dem konföderierten General Beauregard abgewehrt. Preston brachte man in das Libby-Gefängnis in Richmond (Virginia), einem Kriegsgefangenenlager für Offiziere aus der Unionsarmee. Die schlechten Bedingungen dort waren berüchtigt. Die schlimmsten Verhältnisse herrschten dort zwischen Mai 1863 bis Mai 1864 als keine Gefangenen mehr ausgetauscht wurden. Rund 1.000 Gefangene waren in dem dreistöckigen Ziegelbau eingesperrt. Sie litten an schlechtem Essen, mangelnder medizinischer Versorgung und an Platzmangel. Allerdings waren die Offiziere damit gut dran gegenüber den Bedingungen für Unteroffiziere und Mannschaften in anderen Gefangenenlagern. Am 9. Februar 1864 gelang 109 Gefangenen die Flucht durch einen selber gegrabenen Tunnel. Samuel W. Preston war nicht darunter. Bei einem Gefangenenaustausch im Herbst 1864 kam er wieder frei. Zurück bei den Unionstruppen teilte man Preston zum Dienst im Nordatlantik Blockadegeschwader unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1814 – 13. Februar 1891 ) ein. Preston jetzt zum Flag-Lieutenant ernannt, das heißt das er Adjutant von Rear Admiral Porter war, diente auf dem Flaggschiff USS MINNESOTA ( 1855 ). An der ersten Schlacht am 24. und 25. Dezember 1864 um Fort Fisher mit der anschließenden amphibischen Operation war er beteiligt. Diese Schlacht ging unentschieden aus und die Landungstruppen der Union unter dem Oberbefehl von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) mussten sich zurück ziehen. Die zweite Schlacht um Fort Fisher mit dem Zugang nach Wilmington, North Carolina begann am 12. Januar 1865. 56 Schiffe der Unionstruppen beschossen mit ihrer Schiffsartillerie das Fort. Drei Tage lang dauerte das Bombardement. Am 13. Januar landeten insgesamt 2.000 Mann von den Schiffen des Blockadegeschwaders am seewärtigen Ende von Fort Fisher. Unter ihnen waren 240 Offiziere, Matrosen und Marines von der USS MINNESOTA die unter dem Sperrfeuer des eigenen Schiffes an Land gingen. Flag-Lieutenant Preston war unter ihnen. Während dieser Landungsoperation und beim bilden eines Brückenkopfes erlitt Preston tödliche Verletzungen denen er am 15. Januar erlag.

Sechs Schiffe wurden ihm zu Ehren bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff das seinen Namen trug war ein gekaperter britischer Blockadebrecher, den man 1865 nach ihm benannte.
Das zweite Schiff mit seinem Namen war ein gekaperter Blockadebrecher der Südstaaten.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-19 ) aus der SMITH – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-327 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das fünfte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-379 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das sechste Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-795 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS PRESTON ( 1865 )

Schiffsbiografie

Das Schiff war ein Zigarrenförmiger Dampfer und wurde von einem Kaufmann der Südstaaten zum Transport von Baumwolle verwendet. Im Februar 1865 befand sich das Schiff im Hafen von Charleston, South Carolina. Da wurde es als Prise durch nordamerikanische Kriegsschiffe aufgebracht. Man benannte das Schiff anschließend in USS PRESTON um und Acting Ensign William Thomas übernahm das Kommando. Man unterstellte den Dampfer dem Südatlantikblockadegeschwader und war bis August 1865 im Hafen Port Royal, South Carolina stationiert. Von hier aus operierte der Dampfer der Nordstaaten als Kanonenboot während der Blockade gegen die Konföderierten Staaten von Amerika. Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges am 23. Juni 1865 versetzte man die USS PRESTON nach Norden. Am 21. August legte das Schiff im Hafen von Washington, DC an. Man verwendete es hier zu Übungszwecken. In diesem Hafen versteigerte man es am 17. September 1868 an den Meistbietenden.

USS PRESTON ( 1864 )

USS PRESTON ( 1864 )

Biografie

Samuel W. Preston
* 6. April 1840 in Kanada
† 15. Januar 1865 bei der Schlacht um Fort Sumter
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

Samuel W. Preston erhielt am 4. Oktober 1858 vom Staat Illinois seine Bestellung zum Midshipman. Am 9. Mai 1861 graduierte er als Erster seines Ausbildungsjahrganges und wurde am 4. Oktober 1861 zum Acting Master ernannt. Die Beförderung zum Lieutenant erfolgte am 1. August 1862. Von 1861 bis 1863 leistete er seinen Dienst auf verschiedenen Schiffen des südlichen Blockadegeschwaders (South Atlantic Blockading Squadron) vor der Küste der Südstaaten das unter dem Kommando von Konteradmiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1965 ) bis zum 5. Juli 1863 stand. Konteradmiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ) löste ihn ab. Im Zuge eines von der Lincoln Administration dringend benötigten politischen Erfolges erwartete man 1863 die baldmöglichste Eroberung von Charleston, South Carolina. Deshalb wurde die sogenannte Operations Against the Defenses of Charleston im April 1863 gestartet. Die Unionstruppen beschossen zwar Fort Sumter schwer, konnten aber nicht nach Charleston vorrücken. Daraufhin verhängten sie eine Seeblockade gegen die Stadt und besetzten Folly Island, westlich von Morris Island. Lieutenant Preston war im Juli beim Angriff auf das konföderierte Fort Wagner auf Morris Island beteiligt was aber trotz starkem Artilleriebeschusses von Wasser und von Land aus standhielt. Mitte August griff man Fort Wagner und Fort Sumter erneut an und zerstörte beide Forts systematisch durch Artilleriebeschuss. Am 7. September gaben die Konföderierten Fort Wagner auf. Daraufhin begannen die Unionstruppen eine Landungsoperation gegen Fort Sumter einen Tag später. Bei diesem Angriff am 8. September 1863 wurde Lieutenant Preston von den Streitkräften der Südstaaten gefangengenommen. Diese Landungsoperation der Unionstruppen wurde am 9. September unter dem konföderierten General Beauregard abgewehrt. Preston brachte man in das Libby-Gefängnis in Richmond (Virginia), einem Kriegsgefangenenlager für Offiziere aus der Unionsarmee. Die schlechten Bedingungen dort waren berüchtigt. Die schlimmsten Verhältnisse herrschten dort zwischen Mai 1863 bis Mai 1864 als keine Gefangenen mehr ausgetauscht wurden. Rund 1.000 Gefangene waren in dem dreistöckigen Ziegelbau eingesperrt. Sie litten an schlechtem Essen, mangelnder medizinischer Versorgung und an Platzmangel. Allerdings waren die Offiziere damit gut dran gegenüber den Bedingungen für Unteroffiziere und Mannschaften in anderen Gefangenenlagern. Am 9. Februar 1864 gelang 109 Gefangenen die Flucht durch einen selber gegrabenen Tunnel. Samuel W. Preston war nicht darunter. Bei einem Gefangenenaustausch im Herbst 1864 kam er wieder frei. Zurück bei den Unionstruppen teilte man Preston zum Dienst im Nordatlantik Blockadegeschwader unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1814 – 13. Februar 1891 ) ein. Preston jetzt zum Flag-Lieutenant ernannt, das heißt das er Adjutant von Rear Admiral Porter war, diente auf dem Flaggschiff USS MINNESOTA ( 1855 ). An der ersten Schlacht am 24. und 25. Dezember 1864 um Fort Fisher mit der anschließenden amphibischen Operation war er beteiligt. Diese Schlacht ging unentschieden aus und die Landungstruppen der Union unter dem Oberbefehl von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) mussten sich zurück ziehen. Die zweite Schlacht um Fort Fisher mit dem Zugang nach Wilmington, North Carolina begann am 12. Januar 1865. 56 Schiffe der Unionstruppen beschossen mit ihrer Schiffsartillerie das Fort. Drei Tage lang dauerte das Bombardement. Am 13. Januar landeten insgesamt 2.000 Mann von den Schiffen des Blockadegeschwaders am seewärtigen Ende von Fort Fisher. Unter ihnen waren 240 Offiziere, Matrosen und Marines von der USS MINNESOTA die unter dem Sperrfeuer des eigenen Schiffes an Land gingen. Flag-Lieutenant Preston war unter ihnen. Während dieser Landungsoperation und beim bilden eines Brückenkopfes erlitt Preston tödliche Verletzungen denen er am 15. Januar erlag.

Sechs Schiffe wurden ihm zu Ehren bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff das seinen Namen trug war ein gekaperter britischer Blockadebrecher, den man 1865 nach ihm benannte.
Das zweite Schiff mit seinem Namen war ein gekaperter Blockadebrecher der Südstaaten.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-19 ) aus der SMITH – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-327 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das fünfte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-379 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das sechste Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-795 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS PRESTON ( 1864 )

Schiffsbiografie

Dieses Schiff hieß anfangs „ANNIE“ und war ein britischer Blockade Dampfer, der während des amerikanischen Bürgerkrieges die Südstaaten mit allem dringend Notwendigen versorgen sollte.
Dieser Dampfer besaß zwei Antriebspropeller, einen Schornstein und sah von weitem wie ein Schoner und eine Rigg aus.
Am 31. Oktober 1864 um 19:05 Uhr patrouillierte der Holzraddampfer USS WILDERNESS ( 1864 ) vor New Inlet, North Carolina. Dort entdeckte man ein seltsames Schiff, das von Süden kommend nach Westen fuhr. Es war die „ANNIE“. Der Schraubendampfer USS NIPHON ( 1863 ) befand sich in der Nähe und dessen Besatzung hatte ebenfalls dieses seltsame Schiff entdeckt. Sofort begann die USS WILDERNESS und die USS NIPHON Jagd auf die „ANNIE“ zu machen. Mit Höchstgeschwindigkeit raste die USS WILDERNESS auf die „ANNIE“ zu und feuerte mehrere Schüsse ab. Um 19:45 Uhr überholte die USS WILDERNESS den britischen Blockadebrecher und nahm ihn gefangen. Matrosen der USS WILDERNESS wechselten an Bord der „ANNIE“ und untersuchten die Fracht. An Bord befanden sich 540 Ballen Baumwolle, 30 Tonnen gepresster Tabak und 14 Fässer Terpentinspiritus. Daraufhin mussten alle Besatzungsmitglieder der „ANNIE“ an Bord der USS NIPHON wechseln und die Matrosen der USS WILDERNESS steuerten die eroberte Prise bis nach New York. Hier kaufte die US Navy im Dezember 1864 im New York City Prize Court dieses Schiff und benannte es am 2. Februar 1865 in USS PRESTON um. In den Dienst der US Navy stellte man es am 6. Februar und Acting Volunteer Lieutenant J. R. Wheeler war der Kommandant des Schiffes. Die USS PRESTON gliederte man als Kanoneboot in das Westgolfblockadegeschwader mit ein. Dafür verließ der Dampfer am 16. Februar New York City und erreichte am 9. März New Orleans, Louisiana. Bis zum 25. Juli operierte das Schiff entlang der texanischen Küste. An diesem Tag verließ die USS PRESTON den Golf von Mexiko und fuhr nach Philadelphia, Pennsylvania. In diesen Hafen lief der Dampfer am 8. August 1865 ein. Noch am selben Tag stellte man das Schiff außer Dienst. Anfang November wechselte es nach New York und wurde dort am 30. November auf einer Auktion versteigert.

USS PRESTON ( DD-19 )

USS PRESTON ( DD-19 )

Biografie

Samuel W. Preston
* 6. April 1840 in Kanada
† 15. Januar 1865 bei der Schlacht um Fort Sumter
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

Samuel W. Preston erhielt am 4. Oktober 1858 vom Staat Illinois seine Bestellung zum Midshipman. Am 9. Mai 1861 graduierte er als Erster seines Ausbildungsjahrganges und wurde am 4. Oktober 1861 zum Acting Master ernannt. Die Beförderung zum Lieutenant erfolgte am 1. August 1862. Von 1861 bis 1863 leistete er seinen Dienst auf verschiedenen Schiffen des südlichen Blockadegeschwaders (South Atlantic Blockading Squadron) vor der Küste der Südstaaten das unter dem Kommando von Konteradmiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1965 ) bis zum 5. Juli 1863 stand. Konteradmiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ) löste ihn ab. Im Zuge eines von der Lincoln Administration dringend benötigten politischen Erfolges erwartete man 1863 die baldmöglichste Eroberung von Charleston, South Carolina. Deshalb wurde die sogenannte Operations Against the Defenses of Charleston im April 1863 gestartet. Die Unionstruppen beschossen zwar Fort Sumter schwer, konnten aber nicht nach Charleston vorrücken. Daraufhin verhängten sie eine Seeblockade gegen die Stadt und besetzten Folly Island, westlich von Morris Island. Lieutenant Preston war im Juli beim Angriff auf das konföderierte Fort Wagner auf Morris Island beteiligt was aber trotz starkem Artilleriebeschusses von Wasser und von Land aus standhielt. Mitte August griff man Fort Wagner und Fort Sumter erneut an und zerstörte beide Forts systematisch durch Artilleriebeschuss. Am 7. September gaben die Konföderierten Fort Wagner auf. Daraufhin begannen die Unionstruppen eine Landungsoperation gegen Fort Sumter einen Tag später. Bei diesem Angriff am 8. September 1863 wurde Lieutenant Preston von den Streitkräften der Südstaaten gefangengenommen. Diese Landungsoperation der Unionstruppen wurde am 9. September unter dem konföderierten General Beauregard abgewehrt. Preston brachte man in das Libby-Gefängnis in Richmond (Virginia), einem Kriegsgefangenenlager für Offiziere aus der Unionsarmee. Die schlechten Bedingungen dort waren berüchtigt. Die schlimmsten Verhältnisse herrschten dort zwischen Mai 1863 bis Mai 1864 als keine Gefangenen mehr ausgetauscht wurden. Rund 1.000 Gefangene waren in dem dreistöckigen Ziegelbau eingesperrt. Sie litten an schlechtem Essen, mangelnder medizinischer Versorgung und an Platzmangel. Allerdings waren die Offiziere damit gut dran gegenüber den Bedingungen für Unteroffiziere und Mannschaften in anderen Gefangenenlagern. Am 9. Februar 1864 gelang 109 Gefangenen die Flucht durch einen selber gegrabenen Tunnel. Samuel W. Preston war nicht darunter. Bei einem Gefangenenaustausch im Herbst 1864 kam er wieder frei. Zurück bei den Unionstruppen teilte man Preston zum Dienst im Nordatlantik Blockadegeschwader unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1814 – 13. Februar 1891 ) ein. Preston jetzt zum Flag-Lieutenant ernannt, das heißt das er Adjutant von Rear Admiral Porter war, diente auf dem Flaggschiff USS MINNESOTA ( 1855 ). An der ersten Schlacht am 24. und 25. Dezember 1864 um Fort Fisher mit der anschließenden amphibischen Operation war er beteiligt. Diese Schlacht ging unentschieden aus und die Landungstruppen der Union unter dem Oberbefehl von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) mussten sich zurück ziehen. Die zweite Schlacht um Fort Fisher mit dem Zugang nach Wilmington, North Carolina begann am 12. Januar 1865. 56 Schiffe der Unionstruppen beschossen mit ihrer Schiffsartillerie das Fort. Drei Tage lang dauerte das Bombardement. Am 13. Januar landeten insgesamt 2.000 Mann von den Schiffen des Blockadegeschwaders am seewärtigen Ende von Fort Fisher. Unter ihnen waren 240 Offiziere, Matrosen und Marines von der USS MINNESOTA die unter dem Sperrfeuer des eigenen Schiffes an Land gingen. Flag-Lieutenant Preston war unter ihnen. Während dieser Landungsoperation und beim bilden eines Brückenkopfes erlitt Preston tödliche Verletzungen denen er am 15. Januar erlag.

Sechs Schiffe wurden ihm zu Ehren bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff das seinen Namen trug war ein gekaperter britischer Blockadebrecher, den man 1865 nach ihm benannte.
Das zweite Schiff mit seinem Namen war ein gekaperter Blockadebrecher der Südstaaten.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-19 ) aus der SMITH – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-327 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das fünfte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-379 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das sechste Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-795 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS PRESTON ( DD-19 )

Schiffsbiografie

Die USS PRESTON ( DD-19 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Samuel W. Preston benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der SMITH – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey wurde 28. April 1908 der Kiel gelegt. Miss Katherine Magoun taufte am 14. Juli 1909 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George Calvin Day ( 8. November 1871 in Bradford, Vermont – 3. November 1940 in Washington DC ) stellte am 21. Dezember 1909 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS PRESTON in die Atlantikflotte ein. Der Zerstörer patrouillierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen entlang der US Ostküste und nahm an verschiedenen Geschwader- und Flottenmanövern teil. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges übertrug man der USS PRESTON Neutralitätspatrouillen. Nachdem dann die Vereinigten Staaten am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg eingetreten waren, verlegte man den Zerstörer an diesem Tag von New York nach Boston, Massachusetts. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 12. Mai und übernahm in den Gewässern vor Boston Küstenschutzaufgaben. Anschließend teilte man die USS PRESTON zur neugebildeten Destroyer Force innerhalb der Atlantikflotte. Aufgabe dieser Schiffe war es den Geleitschutz für Handels- und Truppentransportschiffen, während der Überfahrt an die französische Küste, zu bieten. An dieser Aufgabe beteiligte sich die USS PRESTON bis Mitte Juli. Noch im selben Monat verließ der Zerstörer die nordamerikanische Küste und fuhr zu den strategisch wichtigen Azoren Inseln. Hier patrouillierte das Kriegsschiff vom 1. August an bis zum 5. Oktober. Von den Azoren aus versetzte man den Zerstörer dann an die französische Küste. Brest war hier der Heimathafen. Von diesem Hafen aus begann das Kriegsschiff ähnliche Missionen durchzuführen und patrouillierte bis zum Waffenstillstand entlang der französischen Küste im Atlantik und im Ärmelkanal. Am 11. Dezember 1918 verließ die USS PRESTON die französischen Gewässer und fuhr an die US Ostküste zurück. Im Hafen von Charleston, South Carolina machte man den Zerstörer am 4. Januar 1919 fest. Später wechselte das Kriegsschiff nach Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man den Zerstörer am 7. Juli 1919 außer Dienst. Den Namen USS PRESTON ( DD-19 ) strich man am 15. September 1919 von der US Navy – Liste. Schon am 21. November 1919 verkaufte man den Schiffskörper an die T. A. Scott Company in New London, Connecticut zum verschrotten.


USS PRESTON ( DD-19 )
Commanding Officer

LCDR George Calvin Day        21. Dezember 1909 – 26. November 1910 (erreichter Rang RADM)
LCDR David French Boyd Jr.       26. November 1910 – 11. Oktober 1912
LT Herbert Fairfax Leary          11. Oktober 1912 – 15. März 1913 (erreichter Rang VADM)
ENS David Hunt Stuart          15. März 1913 – 14. Mai 1914
LT Reuben Burton Coffey        14. Mai 1914 – 9. Dezember 1914
LTJG James Gillespie Blaine Gromer        9. Dezember 1914 – 8. Mai 1916
LTJG Cary Walthall Magruder         8. Mai 1916 – 19. September 1916
ENS David Hunt Stuart        19. September 1916 – 22. März 1917
LCDR John Howard Wellbrook        22. März 1917 – 24. Februar 1919
LTJG William Oliver Kenney         24. Februar 1919 – 24. Mai 1919
LT James Potter Brown          24. Mai 1919 – 17. Juli 1919

USS PRESTON ( DD-379 )

USS PRESTON ( DD-379 )

Biografie

Samuel W. Preston
* 6. April 1840 in Kanada
† 15. Januar 1865 bei der Schlacht um Fort Sumter
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

Samuel W. Preston erhielt am 4. Oktober 1858 vom Staat Illinois seine Bestellung zum Midshipman. Am 9. Mai 1861 graduierte er als Erster seines Ausbildungsjahrganges und wurde am 4. Oktober 1861 zum Acting Master ernannt. Die Beförderung zum Lieutenant erfolgte am 1. August 1862. Von 1861 bis 1863 leistete er seinen Dienst auf verschiedenen Schiffen des südlichen Blockadegeschwaders (South Atlantic Blockading Squadron) vor der Küste der Südstaaten das unter dem Kommando von Konteradmiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1965 ) bis zum 5. Juli 1863 stand. Konteradmiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ) löste ihn ab. Im Zuge eines von der Lincoln Administration dringend benötigten politischen Erfolges erwartete man 1863 die baldmöglichste Eroberung von Charleston, South Carolina. Deshalb wurde die sogenannte Operations Against the Defenses of Charleston im April 1863 gestartet. Die Unionstruppen beschossen zwar Fort Sumter schwer, konnten aber nicht nach Charleston vorrücken. Daraufhin verhängten sie eine Seeblockade gegen die Stadt und besetzten Folly Island, westlich von Morris Island. Lieutenant Preston war im Juli beim Angriff auf das konföderierte Fort Wagner auf Morris Island beteiligt was aber trotz starkem Artilleriebeschusses von Wasser und von Land aus standhielt. Mitte August griff man Fort Wagner und Fort Sumter erneut an und zerstörte beide Forts systematisch durch Artilleriebeschuss. Am 7. September gaben die Konföderierten Fort Wagner auf. Daraufhin begannen die Unionstruppen eine Landungsoperation gegen Fort Sumter einen Tag später. Bei diesem Angriff am 8. September 1863 wurde Lieutenant Preston von den Streitkräften der Südstaaten gefangengenommen. Diese Landungsoperation der Unionstruppen wurde am 9. September unter dem konföderierten General Beauregard abgewehrt. Preston brachte man in das Libby-Gefängnis in Richmond (Virginia), einem Kriegsgefangenenlager für Offiziere aus der Unionsarmee. Die schlechten Bedingungen dort waren berüchtigt. Die schlimmsten Verhältnisse herrschten dort zwischen Mai 1863 bis Mai 1864 als keine Gefangenen mehr ausgetauscht wurden. Rund 1.000 Gefangene waren in dem dreistöckigen Ziegelbau eingesperrt. Sie litten an schlechtem Essen, mangelnder medizinischer Versorgung und an Platzmangel. Allerdings waren die Offiziere damit gut dran gegenüber den Bedingungen für Unteroffiziere und Mannschaften in anderen Gefangenenlagern. Am 9. Februar 1864 gelang 109 Gefangenen die Flucht durch einen selber gegrabenen Tunnel. Samuel W. Preston war nicht darunter. Bei einem Gefangenenaustausch im Herbst 1864 kam er wieder frei. Zurück bei den Unionstruppen teilte man Preston zum Dienst im Nordatlantik Blockadegeschwader unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1814 – 13. Februar 1891 ) ein. Preston jetzt zum Flag-Lieutenant ernannt, das heißt das er Adjutant von Rear Admiral Porter war, diente auf dem Flaggschiff USS MINNESOTA ( 1855 ). An der ersten Schlacht am 24. und 25. Dezember 1864 um Fort Fisher mit der anschließenden amphibischen Operation war er beteiligt. Diese Schlacht ging unentschieden aus und die Landungstruppen der Union unter dem Oberbefehl von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) mussten sich zurück ziehen. Die zweite Schlacht um Fort Fisher mit dem Zugang nach Wilmington, North Carolina begann am 12. Januar 1865. 56 Schiffe der Unionstruppen beschossen mit ihrer Schiffsartillerie das Fort. Drei Tage lang dauerte das Bombardement. Am 13. Januar landeten insgesamt 2.000 Mann von den Schiffen des Blockadegeschwaders am seewärtigen Ende von Fort Fisher. Unter ihnen waren 240 Offiziere, Matrosen und Marines von der USS MINNESOTA die unter dem Sperrfeuer des eigenen Schiffes an Land gingen. Flag-Lieutenant Preston war unter ihnen. Während dieser Landungsoperation und beim bilden eines Brückenkopfes erlitt Preston tödliche Verletzungen denen er am 15. Januar erlag.

Sechs Schiffe wurden ihm zu Ehren bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff das seinen Namen trug war ein gekaperter britischer Blockadebrecher, den man 1865 nach ihm benannte, aber kurz darauf wieder verkaufte.
Das zweite Schiff mit seinem Namen war ein gekaperter Blockadebrecher der Südstaaten.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-19 ) aus der SMITH – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-327 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das fünfte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-379 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das sechste Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-795 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS PRESTON ( DD-379 )

Schiffsbiografie

Die USS PRESTON ( DD-379 ) ist das fünfte Schiff das zu Ehren von Lieutenant Samuel W. Preston bei der US Navy benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechzehnte Schiff in der MAHAN – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 27. Oktober 1934 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Edward H. Campbell taufte am 22. April 1936 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Charles Davis Swain stellte am 27. Oktober 1936 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Bordposteröffnung auf dem Zerstörer erfolgte am Tag der Indienststellung. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS PRESTON in den Südpazifik. So legte der Zerstörer am 26. Februar 1937 im Hafen von Auckland, Neuseeland an. Von dort aus wechselte das Kriegsschiff nach Australien und legte am 10. März im Hafen von Sydney, New South Wales an. Nach der Rückkehr von der Kreuzfahrt legte das Kriegsschiff in der Werft noch mal an damit aufgetretene Schäden behoben werden konnten. Anschließend unterstellte man die USS PRESTON kurzzeitig dem Chief of Naval Operations, Admiral William Daniel Leahy ( 6. Mai 1875 in Hampton, Iowa – 20. Juli 1959 in Bethesda, Maryland ), der den Zerstörer als Beobachtungsschiff während eines Flottenmanövers ausgesucht hatte. Anschließend gliederte man das Kriegsschiff innerhalb der Pazifikflotte in das Zerstörergeschwader 2 ein. Es erfolgten mehrere Trainingsübungen in den Gewässern vor dem Heimathafen San Diego und entlang der US Westküste. Dann erfolgte die Versetzung in das Zerstörergeschwader 5. Zusammen mit diesen Schiffen wurden in der Friedenszeit im Pazifik mehrere Ausbildungsfahrten unternommen. Dann erfolgte am 7. Dezember 1941 der Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Bis zum 1. Juni 1942 patrouillierte die USS PRESTON entlang der US Westküste und eskortierte mehrere schwere Kriegsschiffe entlang der Küste. Am 1. Juni versetzte man die USS PRESTON in die Task Group 11.1. Für den Zerstörer bestand die Aufgabe, den Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) von San Diego aus nach Pearl Harbor zu eskortieren. Fünf Tage nach dem Verlassen der US Westküste erreichten die beiden Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis. Hier integrierte man sie in die Task Force 11, die Vizeadmiral Aubrey Wray Fitch ( 11. Juni 1883 in Saint Ignace, Michigan – 22. Mai 1978 in Newcastle, Maine ) befehligte. Das Kommando über die TF übernahm am 8. Juni Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA, der Leichte Kreuzer USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und bis zum 13. Juni der Zerstörer USS PRESTON. Schon am 7. Juni verließen diese drei Schiffe Pearl Harbor und fuhren zu den Midway Inseln, die sei am folgenden Tag erreichten. Hier sollten sie sich mit den Schiffen der Task Force 16 treffen und Flugzeuge, Piloten und anderweitiges Material an die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS HORNET ( CV-8 ) zu übergeben, da diese nach der Schlacht von Midway an Ressourcenknappheiten litten. Die Task Force 16 kommandierte Rear Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ). In der TF 16 befanden sich die Task Group 16.5 mit den Flugzeugträgern USS ENTERPRISE und USS HORNET, die Task Group 16.2 mit den Schweren Kreuzern USS VINCENNES ( CA-44 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), USS NORTHAMPTON ( CA-26 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und der Leichte Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ). Die Schiffe der Task Group 16.4 mit den Zerstörern USS PHELPS ( DD-360 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ), USS WORDEN ( DD-352 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS BALCH ( DD-363 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS ELLET ( DD-398 ) und USS BENHAM ( DD-397 ) sowie die Öltankergruppe mit den Tankern USS CIMARRON ( AO-22 ) und USS PLATTE ( AO-24 ) die von den Zerstörern USS DEWEY ( DD-349 ) und USS MONSSEN ( DD-436 ) gesichert wurden, hatten am 9. Juni die Midway Inseln verlassen und fuhren nach Pearl Harbor. Am folgenden Tag begann der Transfer von Flugzeugen, Piloten und anderen dringend notwendig gewordenen Dingen zu den beiden Flugzeugzeugträgern. Dies war am 11. Juni abgeschlossen und alle Schiffe der TF 11 und der TF 16 fuhren nach Pearl Harbor, wo sie am 13. Juni anlegten. Hier gliederte man die USS PRESTON wieder aus der Task Force 11 aus. In den folgenden vier Monaten beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Trainingsübungen, an Patrouillenfahrten rund um die Hawaiianischen Inseln und bei Eskortierfahrten in den Hawaiianischen Gewässern. Am 4. Oktober gliederte man die USS PRESTON in die Task Force 16 ein, die Rear Admiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) während der Schlacht um die Santa Cruz Inseln kommandierte. In der TF befand sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE, das Schlachtschiff USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS PRESTON, USS MAURY, USS PORTER ( DD-356 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ) und USS SHAW ( DD-373 ). Am 16. Oktober verließen diese Schiffe Pearl Harbor und sollten sich südlich der Ostsalomonen Insel Guadalcanal mit den Schiffen der TF 17 vereinigen. Am 22. Oktober konnte durch die USS MAHAN und die USS LAMSON das japanische Kanonenboot IJN HAKKASAIN MARU, welches sich südwestlich von Tamana auf Patrouillenfahrt befand, versenkt werden. Am folgenden Tag erreichten die Schiffe der TF 16 Espiritu Santo, New Hebrides. Die Kriegsschiffe beider Task Forces vereinigten sich am 24. Oktober. Man war sich auf amerikanischer Seite bewusst, dass die Japaner ebenfalls in dieses Seegebiet mehrere Kampfschiffe entsendet hatten. Gegen 7:00 Uhr des 26. Oktober begann die Schlacht. Die Geschützmannschaften der USS PRESTON konnten an diesem Tag ihre ersten beiden feindlichen Flugzeuge abschießen. Doch schon um 11:30 Uhr entschied sich Rear Admiral Kinkaid, dass sich die amerikanischen Kriegsschiffe zu den New Hebrides zurückziehen sollten. Die entstandenen Verluste mit der Versenkung der USS HORNET aus der TF 17 und dem Zerstörer USS PORTER sowie den schweren Beschädigungen an der USS ENTERPRISE waren für ihn zu hoch. Außerdem konnten dann Fliegerstaffeln von den New Hebrides zur Unterstützung eingreifen, sollte es zu weiteren Kampfhandlungen kommen. Doch die Japaner legten wegen der schweren Niederlage bei der Schlacht um die Midway Inseln große Vorsicht an den Tag und verfolgten nicht die angeschlagene USS ENTERPRISE um diese auch noch zu versenken. Am 30. Oktober erreichten die Schiffe der TF 16 und TF 17 den Hafen auf Noumea, Neukaledonien. Hier gliederte man die USS PRESTON in die Task Force 67, die Rear Admiral Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 in San Francisco, Kalifornien – 13. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) während der Schlacht um Guadalcanal ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich der Zerstörer in der Task Group 65.7, die Sicherungsgruppe, die Rear Admiral Mahlon Street Tisdale ( 6. Dezember 1890 in Wenona, Illinois – 12. Juli 1972 in Vallejo, Kalifornien ) befehligte. In der TG befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA und die Zerstörer USS PRESTON, USS CUSHING, USS MUSTIN ( DD-413 ) und USS ANDERSON ( DD-411 ). Die Schiffe dieser TG verließen am 2. November Noumea. Gegen 16:00 Uhr folgten die anderen Schiffen der TF 65. Um 20:00 erhielten die Schiffe der TF 65 die Mitteilung, dass sich mehrere japanische Schiffe von Norden her näherten. Alle Transportschiffe aus der TG 65.1, TG 65.2, TG 65.5 und TG 65.6 erhielten durch die Zerstörer der TG 65.3 einen besonderen Schutz. Zur Aufklärung der Lage wurden die Schiffe der TG 65.4 weiter nordwärts fahren um diese japanischen Schiffe abzufangen, die wahrscheinlich ebenfalls Nachschub nach Guadalcanal brachten. Am 3. Oktober erreichten die amerikanischen Nachschubschiffe ihren Landungspunkt. Um 4:00 Uhr am 6. November waren alle Schiffe entladen und traten die Rückfahrt nach Espiritu Santo an. Den Hafen auf dieser Insel errichten sie am 8. November. Noch am selben Tag versetzte man die USS PRESTON in die Task Group 67.4, die Rear Admiral Daniel Judson Callaghan befehligte. In der TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA , USS PORTLAND und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-50 ) und USS JUNEAU ( CL-52 ) und die Zerstörer USS PRESTON, USS CUSHING, USS SHAW, USS GWIN ( DD-433 ), USS LAFFEY ( DD-459 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS BUCHANAN ( DD-484 ). Um 5:20 Uhr des 10. Novembers verließen diese Schiffe Espiritu Santo und fuhren nach Guadalcanal zur Sicherung von Nachschub. Gegen 18:00 Uhr versetzte man die USS PRESTON zusammen mit der USS PENSACOLA und USS GWIN in die Task Force 16, die Rear Admiral Thomas Cassin Kinkaid befehligte. Sie erreichten die Schiffe am 12. November. In der TF befand sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE, die Schweren Kreuzer USS NOTHAMPTON und USS PENSACOLA, der Leichte Kreuzer USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS PRESTON, USS GWIN, USS MUSTIN, USS ANDERSON, USS HUGHES ( DD-410 ) und ein weiterer. In der Nacht vom 12. zum 13. November begannen mehrere Seeschlachten um Guadalcanal, die sich bis zum 15. November hinzogen. Flugzeuge von Henderson Field, Guadalcanal und von der USS ENTERPRISE griffen das japanische Schlachtschiff IJN HIEI am 13. November an. Dieses war zum Schluss so schwer beschädigt, dass es von den Japanern aufgegeben wurde. Damit verhinderten die Piloten einen Angriff von See her auf Henderson Field. Anschließend zog sich die USS ENTERPRISE aus den Gewässern der Ostsalomonen zurück. Die USS PRESTON versetzte man daraufhin in die Task Force 64, die Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 in Natlee, Owen County, Kentucky – 25. August 1945 auf dem Schlachtschiff USS WYOMING ( BB-32 ) in der Casco Bay vor Postland, Maine ) befehligte. In der TF befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS WAHINGTON ( BB-56 ) und die Zerstörer USS PRESTON, USS GWIN, USS BENHAM und USS WALKE ( DD-416 ). Mit diesen Schiffen kehrte die USS PRESTON nach Guadalcanal zurück. Die Japaner planten eine erneute Flotte mit Nachschub nach Guadalcanal zu bringen und Henderson Field zu bombardieren. Am Abend des 14. November patrouillierten die Schiffe der TF 64 bei Savo Island. Gegen 22:55 Uhr erschien die erwartete japanische Flotte, bestehend aus dem Schlachtschiff IJN KIRISHIMA, zwei Schweren und zwei Leichten Kreuzern sowie neun Zerstörern, unter dem Kommando von Kondo Nobutake ( 25. September 1886 in Osaka – 19. Februar 1953 ). Um 23:17 Uhr eröffneten die beiden amerikanischen Schlachtschiffe das Feuer. Doch die japanischen Kriegsschiffe waren noch zu zerstreut, im Gegensatz zu den amerikanischen Zerstörern die ein zentrales Ziel bildeten. Ungefähr acht Minuten nach Beginn der Kampfhandlungen wurde die USS WALKE getroffen. Kurz darauf erhielt die USS PRESTON mehrere Treffer durch den Leichten Kreuzer IJN NAGARA. Zu diesem Zeitpunkt war man damit beschäftigt die Torpedos klarzumachen. Diese Salve des Kreuzers durchschlug die Schiffswände bei beiden Feuerräumen. Dann schlugen Granaten von Backbord und Steuerbord auf dem Zerstörer ein. Commander Max Clifford Stormes gab um 23:36 Uhr das Kommando zum Verlassen des Schiffes. Sekunden später rollte der Zerstörer sich auf die Seite. Zehn Minuten später richtete sich das Kriegsschiff senkrecht auf und versank. 116 Mannschaftsmitglieder gingen mit dem Schiff unter.
Der Kampf ging allerdings weiter. Die USS GWIN wurde nun das Ziel japanischer Waffen. Granaten explodierten in einem Maschinenraum des Zerstörers und auf der Nock. Der Bug der USS WALKE wurde durch einen Torpedotreffer abgesprengt und versank. Die USS BENHAM und die USS GWIN zogen sich nun zurück. Die USS WASHINGTON leistete erbitterten Widerstand und fügte den japanischen Geschützmannschaften auf den Kreuzern schwere Schäden zu. Doch dann zogen sich die japanischen Kriegsschiffe unerwartet zurück. Sie hatten es nicht geschafft Henderson Field zu bombardieren und unbrauchbar zu machen.


USS PRESTON ( DD-379 )
Commanding Officer

CDR Charles Davis Swain        27. Oktober 1936 – 30. April 1938
LCDR Clayton Shadek Isgrig         30. April 1938 – 1. Juli 1940
LCDR Timothy Joseph O’Brien        1. Juli 1940 – 31. Oktober 1941 (erreichter Rang RADM)
CDR Max Clifford Stormes         31. Oktober 1941 – 14. November 1942


Taufe der USS PRESTON am 22. April 1936 durch Mrs. Edward H. Campbell

 

 

Indienststellung durch Commander Charles Davis Swain am 27. Oktober 1936 und gleichzeitige Eröffnung des Bordpostamtes

 

USS BUSH ( DD-166 )

USS BUSH ( DD-166 )

Biografie

William Sharp Bush
* in Wilmington, Delaware
† 19. August 1812 beim Enterversuch auf die HMS GUERRIERE
war ein Offizier im United States Marine Corps und diente während des Krieges von 1812

William Sharp Bush wurde am 3. Juli 1809 in das Marine Corps im Rang eines Lieutenant aufgenommen. Schon zwei Jahre später, am 4. März 1811, beförderte man ihn zum First Lieutenant. Man versetzte ihn nach Kriegsausbruch an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ). Er verlor sein Leben am 19. August 1812 als sich ein Kampf mit der britischen Fregatte HMS GUERRIERE ( 1806 ) entwickelte. Beim Enterversuch wurde Bush durch einen Musketenschuss tödlich verletzt. Er war der erste Marine Corps Offizier der in diesem Krieg getötet worden war. Neben ihm verloren von den 476 Besatzungsmitgliedern der USS CONSTITUTION acht weitere ihr Leben und dreizehn wurden verletzt.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von First Lieutenant William Sharp Bush benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS BUSH ( DD-166 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BUSH ( DD-529 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS BUSH ( DD-166 )

Schiffsbiografie

Die USS BUSH ( DD-166 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant William Sharp Bush benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundneunzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Fore River Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 4. Juli 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Josephine T. Bush, eine Nachkomme von Lieutenant William Sharp Bush, taufte am 27. Oktober 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Reuben Burton Coffey stellte am 19. Februar 1919 in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrten endeten für die USS BUSH im Juli 1919. Danach gliederte man den Zerstörer in das Zerstörergeschwader 3 der Atlantikflotte ein. Zusammen mit den Kriegsschiffen des Zerstörergeschwaders 3 operierte die US BUSH entlang der US Ostküste. Am 29. November 1919 legte der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier gliederte man das Kriegsschiff in das Geschwader 1 der Flotilla 7 ein. Damit war die USS BUSH in einen Reservestatus versetzt worden und konnte nur noch begrenzt aktiv entlang der US Ostküste fahren. Dieser Reservestatus blieb bis zum Sommer 1920. Danach führte der Zerstörer Trainingsfahrten mit Marine Reservisten durch. Für die USS BUSH gab es in dieser Situation zwei Heimathäfen. Im Winter operierte der Zerstörer in den Gewässern von Charleston und im Sommer in den Gewässern von Newport, Rhode Island. Am 21. Juni 1922 stellte man das Kriegsschiff in Philadelphia, Pennsylvania außer Dienst. Den Namen USS BUSH ( DD-166 ) strich man am 7. Januar 1936 und am 8. September 1936 verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten.


USS BUSH ( DD-166 )
Commanding Officer

LCDR Reuben Burton Coffey        19. Februar 1919 – 26. Oktober 1919
LCDR Eugene Thompson Oates         26. Oktober 1919 – 20. Februar 1920
LT George Turner Howard         20. Februar 1920 – 8. Juni 1920
LT Douglas Castleberry Woodward        8. Juni 1920 – 20. Juli 1920
LTJG Charles Cameron Beck        20. Juli 1920 – 10. August 1920
LTJG Mortimer Bybee Carraher       10. August 1920 – 27. November 1920
LCDR Cummings Lincoln Lothrop Jr.       27. November 1920 – 15. Januar 1922
LT Robert Pearce Briscoe        15. Januar 1922 – 21. Juni 1922 (erreichter Rang ADM)

USS BUSH ( DD-529 )

USS BUSH ( DD-529 )

Biografie

William Sharp Bush
* in Wilmington, Delaware
† 19. August 1812 beim Enterversuch auf die HMS GUERRIERE
war ein Offizier im United States Marine Corps und diente während des Krieges von 1812

William Sharp Bush wurde am 3. Juli 1809 in das Marine Corps im Rang eines Lieutenant aufgenommen. Schon zwei Jahre später, am 4. März 1811, beförderte man ihn zum First Lieutenant. Man versetzte ihn nach Kriegsausbruch an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ). Er verlor sein Leben am 19. August 1812 als sich ein Kampf mit der britischen Fregatte HMS GUERRIERE ( 1806 ) entwickelte. Beim Enterversuch wurde Bush durch einen Musketenschuss tödlich verletzt. Er war der erste Marine Corps Offizier der in diesem Krieg getötet worden war. Neben ihm verloren von den 476 Besatzungsmitgliedern der USS CONSTITUTION acht weitere ihr Leben und dreizehn wurden verletzt.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von First Lieutenant William Sharp Bush benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS BUSH ( DD-166 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BUSH ( DD-529 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS BUSH ( DD-529 )

Schiffsbiografie

Die USS BUSH ( DD-529 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant William Sharp Bush benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 12. Februar 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Marion Jackson, Ur-Urgroßnichte von Lieutenant William Sharp Bush, taufte am 27. Oktober 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Wallis Frederick Peterson ( 4. Oktober 1901 – 23. Juni 1991 ) stellte am 10. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS BUSH in den Gewässern vor San Diego durch. Anschließend kehrte der Zerstörer nach San Francisco zurück. Hier kontrollierte man den Schiffskörper und modifizierte die Flugabwehrbewaffnung. Man gliederte den Zerstörer im Mai in die DesRon 24 ein. Es folgten weitere Trainingsübungen. Am 29. Juli legte der Zerstörer im Hafen von San Diego ab und fuhr nach Adak, Alaska. Den dortigen Hafen erreichte das Kriegsschiff fünf Tage später. Hier gliederte man die USS BUSH in die Task Force 16 ein, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simon Island, Glynn County, Georgia ) während der Operation „Cottage“ kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS BUSH in der Transport Group zur Sicherung der dort integrierten Truppentransportschiffe. In dieser Group befanden sich außerdem die Zerstörer USS DALY ( DD-519 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS HULL ( DD-350 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS DALE ( DD-353 ) welche unter anderen die Amphibischen Angriffs Truppentransporter USS ZEILIN ( APA-3 ), USS DOYEN ( APA-1 ), USS HARRIS ( APA-2 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ) und USS J FRANKLIN BELL ( APA-16 ), das amphibische Angriffsfrachtschiff USS THUBAN ( AKA-19 ), die Truppentransporter USS ST MIHIEL ( AP-32 ) und USS US GRANT ( AP-29 ), den Schnellen Truppentransporter USS KANE ( APD-18 ) und ein Panzerlandungsschiff eskortierten. Noch am 11. August verließen die Schiffe der Transport Group Adak und fuhren nach Kiska. Den dortigen Landungsbereich erreichten die Schiffe am 14. August. Die Schiffe der TG 16.17 begannen am folgenden Morgen mit dem Bombardement auf vermeintliche feindliche Stellungen. Gleich danach begann die Invasion der Insel. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten von den Amerikanern unbemerkt evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckte, waren drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Bis zum 21. August eskortierte die USS BUSH zusammen mit anderen Zerstörern insgesamt 20 Truppentransportschiffe, 42 Landungsschiffe und Landungsboote sowie 20 Hilfsfahrzeuge zwischen Adak und Kiska. Diese Transportschiffe transportierten 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten. Am 21. August war die Operation „Cottage“ für Beendet erklärt worden. In den nun folgenden Wochen patrouillierte die USS BUSH vor Adak und eskortierte weitere Versorgungsschiffe in den Gewässern Alaskas. Wegen einiger wichtiger Übungen verließ der Zerstörer am 1. Oktober Adak und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese Übungen waren am 11. Oktober abgeschlossen und das Kriegsschiff fuhr zusammen mit dem Schwesterschiff USS AMMEN ( DD-527 ) zurück zu den Aleuten. In der Marinestation von Adak liefen beide Zerstörer am 16. Oktober ein. Von hier aus übernahmen die Kriegsschiffe erneut mehrere Patrouillenfahrten zur Sicherung der Aleuten vor feindlichen Angriffen. Die USS BUSH verließ mit der USS AMMEN am 27. November dann wieder Adak und fuhr nach Pearl Harbor. In diese Marinebasis liefen die Zerstörer am 4. Dezember ein. Hier bunkerte man auf den Kriegsschiffen frischen Treibstoff und andere Vorräte. Zwei Tage später legte die USS BUSH schon wieder ab. Ziel war das Atoll Funafuti, Ellice Island. Dieses wurde am 12. Dezember erreicht. Man bunkerte erneut Treibstoff und setzte am folgenden Tag die Fahrt fort. Ziel war diesmal die Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Hier legte der Zerstörer am Morgen des 16. Dezember an. Man bunkerte Munition, Treibstoff und andere Vorräte. Der Zerstörer legte am Nachmittag wieder ab. Das nächste Ziel war die Milne Bay, Neuguinea. Diese erreichte der Zerstörer am 20. Dezember. Sofort integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 74, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley ( 2. November 1893 in Chelsea, London, England – 24. Januar 1986 in Nettlecombe, Dorset, England ) während der Operation „Dexterity“ befehligte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS BUSH in der Task Group 74.1. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS BUSH und USS BACHE ( DD-470 ). Am 24. Dezember verließen alle Schiffe der Task Force 74 die Milne Bay und fuhren an die Westküste der Insel New Britain, Neuguinea. Hier sollten zwei Tage später die Landungen alliierter Soldaten am Cape Gloucester erfolgen. Die USS BUSH und die anderen Schiffe der Task Group begannen sofort mit dem Bombardement feindlicher Stellungen im Anlandungsgebiet. Die anderen Kriegsschiffe der TF waren zur Sicherung der Landungsschiffe und zur Luft- und Unterwasserüberwachung abgestellt worden. Die Schiffe der TF 74 verließen am 28. Dezember das Cape Gloucester und fuhren nach Buna, Cape Sudest, Neuguinea in der Holnicote Bay. Hier bunkerte sie Kraftstoff und Munition. Die USS BUSH versetzte man hier in die Task Group 76.1, die Rear Admiral Victor Charles Crutchley während der Operation „Michaelmas“ befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, die australischen Zerstörern HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) sowie die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS NASHVILLE und die Zerstörer USS BUSH, USS BACHE, USS MULLANY, USS DALY, USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HELM ( DD-388 ). Der Schnelle Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ) stieß am selben Tag von Goodenough Island, New Britain kommend zu diesen Schiffen. Am 1. Januar 1944 legten alle Schiffe der Task Force 76, die Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 in Portland, Oregon – 11. März 1969 in Bremerton, Washington ) befehligte, vor dem Cape Sudest ab. Diese Schiffe sollten die restlichen Schiffe der Task Force, die Zerstörer USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ), die Schnellen Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS BROOKS ( APD-10 ), USS WARD ( APD-16 ) und USS GILMER ( APD-11 ), zwei Panzerlandungsschiffe und mehrere Infanterielandungsfahrzeuge auf denen sich 7.200 Soldaten des 126. RCT der 32. US Infanteriedivision befanden, unterstützen und decken. Am 1. Januar 1944 verließen diese Schiffe für die Operation das Cape Sudest und fuhren an der Küste Neuguineas westwärts bis Saidor. Hier gab es eine Landebahn der Japaner, die unbedingt in die Hände der Alliierten fallen musste. Da der für diese Flotte vorgegebene Zeitplan für die Operation sehr eng begrenzt war, die See kabbelig und der Wind auffrischte sowie der Angriffsbereich vor Saidor durch die Anzahl der Schiffe überlastet war, kam es zu einer Kollision zwischen der USS HUTCHINS und der USS SMITH. Beide Zerstörer erlitten dabei einigen Schaden. Die alliierten Truppen landeten am 2. Januar und begannen ihren eigenständigen Vormarsch. Die Schiffe der Task Force 76 kehrten anschließend zum Cape Sudest zurück. Die USS BUSH und andere Schiffe der TG 76.1 gliederten sich wieder in die Task Force 74 ein. Vom Cape Sudest aus patrouillierte der Zerstörer zusammen mit den anderen Schiffen der TF bis zum 7. Januar in der Vitiaz Straße. Anschließend begann das Kriegsschiff mit Eskortierfahrten von Versorgungsschiffen zwischen der Milne Bay, Cape Sudest, Cape Gloucester und Saidor. Man versetzte dann die USS BUSH in die Task Group 74.2, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 in Goshen, Indiana – 17. Juni 1985 ) befehligte. In der TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE ( CL-47 ), die amerikanischen Zerstörer USS BUSH, USS BEALE, USS RALPH TALBOT und USS HELM und die australischen Zerstörer HMAS WARRAMUNGA und HMAS ARUNTA. Diese Schiffe erreichten in der Nacht vom 25. zum 26. Januar die Gewässer von Alexishafen in der Provinz Madang, Neuguinea. Sofort begannen sie für mehrere Stunden mit dem Bombardement japanischer Stellungen, die sich vom Shaggy Ridge zurückgezogen hatten. Das war ein Teil der Finisterre Range Kampagne. Nach dem Bombardement zogen sich am 26. Januar die Schiffe der TG 74.2 wieder zurück. Die USS BUSH fuhr einige Tage später nach Sydney, Australien. In die dortige Woolloomooloo Bay lief der Zerstörer am 8. Februar ein. Hier unterzog man das Kriegsschiff einer Überholung, die am 19. Februar abgeschlossen war. In Sydney gliederte man die USS BUSH in die Zerstörer Division 48 ein. Der Zerstörer verließ am 19. Februar den australischen Hafen und fuhr zum Cape Sudest. Hier reihte man das Kriegsschiff in die Task Force 76 ein, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ kommandierte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BUSH, USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS FLUSSER ( DD-368 ) und USS SMITH ( DD-378 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Zerstörer und Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). In einer ersten Welle landeten am 29. Februar im Hayne Hafen auf Los Negros, Admiralitätsinseln die Soldaten des 5. Kavallerieregiments und bildeten einen Brückenkopf. Feuerunterstützung erhielten sie durch die Schiffe der Task Group 74.2. Am Abend ziehen sich die Schiffe zurück. Nur in der Nacht zum 1. März feuern die beiden Zerstörer USS BUSH und USS STOCKTON auf japanische Truppen die einen Gegenangriff starteten. Die USS STEVENSON, USS FLUSSER, USS DRAYTON, USS SMITH, USS WILKES, USS SWANSON, USS NICHOLSON und der australische Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) verlassen das Areal zusammen mit den drei Schnellen Truppentransportern und fahren nach Tulagi zurück. Am 2. März treffen weitere 1.000 amerikanische Soldaten auf sechs LST und sechs LSM ein, die von den amerikanischen Zerstörern USS AMMEN und USS MULLANY ( DD-528 ), dem australischen Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) und dem amerikanischen Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-17 ) eskortiert wurden. Während der Landung dieser Truppen schießen die USS BUSH, USS STOCKTON, USS WELLES und der Schnelle Minensucher USS LONG aus allen Rohren auf feindliche Ziele. Am 5. März trifft dann die dritte Welle von 1.410 Soldaten ein die von den drei Schnellen Truppentransportern herangebracht und von der Gruppe um die USS STEVENSON gesichert wurden. Eine immer noch aktive japanische Küstenbatterie kann am folgenden Tag die USS NICHOLSON durch einen Treffer beschädigen. Dadurch zog man die Schiffe der TG 74.2 nochmals heran die zwei Tage lang zusammen mit denen der TF 76 erneut die Inseln Bombardieren. Dabei wurden 64 Schuss 20,3 cm Granaten, 1.144 Schuss 15,2 cm und 12,7 cm Granaten und 92 Schuss 10,2 cm Granaten nur von den Kreuzern und Zerstörern der Task Group abgefeuert. Am 9. März war der neueingerichtete amerikanische Flugplatz gesichert und die Gegenwehr der Japaner auf dieser Insel gebrochen. Am 12. März traf ein weiterer Konvoi mit sechs Panzerlandungsschiffen ein die von den Zerstörern HMAS WARRAMUNGA, USS FLUSSER, USS REID, USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS HOBBY ( DD-610 ) gesichert wurden. Bis zum 30. März werden mit Hilfe der Zerstörer aus der TF 76 und den Soldaten des 5. Kavallerieregiments die weiteren Inseln im Gebiet des Seeadler Harbour, Manus Island gegen zum Teil heftigen Widerstand der japanischen Verteidiger erobert. Nach dem Abschluss der Kämpfe begann man mit dem Ausbau des Hafens um dort ein logistisches Drehkreuz für den Nachschub zu errichten. Für die Besatzungen der Kriegsschiffe der TF 76 war keine große Erholungsphase angedacht. Die USS BUSH verließ am 27. März den Seeadler Harbour und fuhr nach Gili – Gili in der Milne Bay. Diese erreichte der Zerstörer am 30. März. Erneut musste sich das Kriegsschiff dringend notwendig gewordenen Reparaturen unterziehen. Deshalb fuhr es wieder nach Australien und lag dort vom 11. bis zum 13. April im Cairns Harbor. Doch hier konnte man nur einfachste Arbeiten ausführen. Deshalb verließ die US BUSH wieder die australischen Gewässer und fuhr an die US Westküste. Hier bugsierte man den Zerstörer am 5. Mai in ein Trockendock auf der Mare Island Navy Yard, in Vallejo, Kalifornien. Die Arbeiten der Überholung waren am 8. Juni abgeschlossen und das Kriegsschiff wurde ausgedockt. Sofort begann man in den Gewässern vor San Francisco mit mehreren Trainings- und Ausbildungsfahrten der Besatzung. Erst am 27. Juni waren diese abgeschlossen. Die USS BUSH verließ dann wieder die US Westküste und fuhr nach Pearl Harbor. Hier begann für die Geschützmannschaften ab dem 17. Juli ein intensives Training. Dieses wurde vor der Hawaiianischen Insel Kahoolawe durchgeführt. Am 23. Juli ereignete sich ein Unfall während eines solchen Schießtrainings. Die Geschützmannschaft eines der fünf Geschütze hatte gerade ihre 127 mm Granate abgefeuert, da explodierte diese auch schon kurz nach Verlassen des Geschützrohres. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt. Weitere Übungen mit der Schiffsbesatzung des Zerstörers waren am 9. August abgeschlossen. Zusammen mit dem Reparaturschiff USS JASON ( AR-8 ) verließ die USS BUSH in diesen Tagen Pearl Harbor und eskortierte dieses nach Port Purvis, Tulagi. Diesen Hafen erreichten beide Schiffe am 17. August. Die USS BUSH fuhr von hier aus nach dem bunkern von frischem Treibstoff gleich zum Seeadler Harbour weiter. In diesen natürlichen Hafen der Insel Manus lief das Kriegsschiff am 21. August ein. Auch hier begannen für die Schiffsbesatzung des Zerstörers mehrere Trainingseinheiten. Für die Operation „Tradewind“ versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 77.2, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey kommandierte. Die Schiffe dieser TG wurden aus den Task Groups 74 und 75 gebildet und waren die Fire Support Group. In dieser TG 77.2 befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS NASHVILLE, USS PHOENIX und USS BOISE sowie die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS BUSH, USS MULLANY, USS HUTCHINS, USS BACHE, USS BEALE, USS NEWCOMB ( DD-586 ) und USS ABNER READ ( DD-526 ). Einige dieser Schiffe legten am 3. September in Port Purvis ab und errichten den Seeadler Habour drei Tage später um sich in die TG einzugliedern. Alle Schiffe dieser TG verließen am 10. September Manus Island und fuhren zuerst in die Humboldt Bay. Diese verließen die Schiffe am 13. September. Zwei Tage später begann die Landung auf der Insel Morotai, Molukken. Im Vorfeld der Anlandungen der Truppen der 31. Infanteriedivision und dem 126. RCT der 32. Infanteriedivision aus dem XI. Korps beschossen die Schiffe der TG 77.2 sämtliche japanischen Küstenbefestigungen. Bis zum 1. Oktober blieb die USS BUSH in den Gewässern rund um Morotai und beteiligte sich an 23 Einsätzen zur Bombardierung feindlicher Stellungen. Nachdem aber diese Landungskräfte keinen Feuerschutz mehr benötigten, verließ der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Insel Morotai und fuhr zum Seeadler Harbor zurück. Die Schlacht um Morotai war am 4. Oktober beendet, obwohl die Insel von den Alliierten noch nicht vollständig eingenommen worden war. Es konnten aber mehrere Flugplätze ausgebaut werden von denen aus man die Philippinen erreichte. Hier im Seeadler Harbour bereitete man die USS BUSH auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Man gliederte den Zerstörer in die Task Force 77 ein, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „King II“ kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich der Zerstörer in der Task Group 77.1 und hatte die Aufgabe, zusammen mit in dieser Gruppe befindlichen Motor Torpedoboote die Landungsschiffe auf der Fahrt nach Leyte zu sichern. In der TG befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ), auf dem sich Vizeadmiral Kinkaid befand, die Zerstörer USS BUSH, USS ABNER READ, USS AMMEN und USS MULLANY und unter anderem die Motor Torpedoboote USS PT-39, USS PT-130, USS PT-131, USS PT-137, USS PT-151, USS PT-152, USS PT-323, USS PT-489, USS PT-490, USS PT-492, USS PT-493 und USS PT-495. Am Morgen des 17. Oktober stachen diese Schiffe in See und fuhren zu der philippinischen Insel Leyte. Dort trafen sie am 20. Oktober ein und sicherten die Landeoperation ab. In den folgenden Tagen patrouillierten diese Schiffe vor den Brückenköpfen im Golf von Leyte, währenddessen in den philippinischen Gewässern innerhalb von vier Tagen drei Seeschlachten um die Vorherrschaft der Philippinen geschlagen wurden. Dazu gruppierte man die Schiffe der Task Force 77 um. Damit die weitere Sicherung der Flugzeugträger in der TG 77.4 vor Luftangriffen weiterhin gewährleistet werden konnte, versetzte man die USS BUSH an diesem 25. Oktober in die Task Group 77.3, die Rear Admiral Russell Standon Berkey befehligte. Bis zum 29. Oktober blieb der Zerstörer zur Sicherung dort und wechselte am 1. November zur Task Undergroup 77.1.2. Hier sollte der Zerstörer die Sicherung des Kommandoschiffes USS WASATCH, das Flaggschiff der 7. US Flotte, vor Luft- und Unterwasserangriffen übernehmen. Am Morgen des 1. November, gegen 9:40 Uhr, lagen die Schiffe zwischen Leyte und Dinagat Island in der Surigao Straße. Da gab es einen schweren feindlichen Luftangriff. Zehn japanische Flugzeuge griffen an. Eines dieser Flugzeuge flog von Steuerbord aus den Zerstörer an und ließ einen Torpedo ins Wasser fallen. Die USS BUSH begann sofort mit einem Ausweichmanöver und die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen es ab. Vier Minuten später stürzte sich ein weiterer Torpedobomber auf den Zerstörer. Erneut wurden Ausweichmanöver durchgeführt um einem abgeworfenen Torpedo zu entgehen. Auch dieses Flugzeug explodierte in der Luft. Von diesem regneten anschließend Trümmerteile an Bord, die zwei Besatzungsmitglieder verletzten. Einer davon war der Executive Officer Lieutenant P. A. Lilly. Drei weitere Torpedobomber stürzten sich nun auf die USS BUSH, als wäre es das einzige amerikanische Kriegsschiff im Pazifik. Aber deren abgeworfenen Torpedos liefen ebenfalls an dem Zerstörer vorbei ohne Schaden anzurichten. Etwas schlimmer erging es dem Zerstörer USS ANDERSON ( DD-411 ) aus der Task Undergroup 78.3.5. Der Zerstörer sollte mehrere Infanterielandungsfahrzeuge und Panzerlandungsboote in die San Pedro Bay, Leyte eskortieren. Dieser Zerstörer wurde durch ein japanisches Flugzeug vom Typ Nakajima Ki-43 beschädigt. Sofort versetzte man die USS BUSH in die neugegliederte Task Undergroup 78.2.24. Der Zerstörer sollte die USS ANDERSON und die Landungsschiffe von der Sogod Bay au in die San Pedro Bay eskortieren. Hier integrierte man die USS BUSH in die Task Group 77.1. In dieser befanden sich insgesamt 19 Zerstörer und wurden als Radarvorpostenschiffe zwischen den philippinischen Inseln eingesetzt. Die USS BUSH selber befand sich ab dem 10. November auf Patrouille in der Surigao Straße. Am 16. November verließ der Zerstörer seine Position und fuhr zum Seeadler Harbor, wo er drei Tage später anlegte. Hier gliederte man die USS BUSH in die Task Undergroup 77.1.5 ein. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS NASHVILLE und die Zerstörer USS BUSH, USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) und USS ROBINSON ( DD-562 ). Ziel ist die San Pedro Bay. Am 28. November verließen diese Schiffe den Seeadler Harbour und liefen am Abend des 1. Dezember in die San Pedro Bay ein. Gleich nach der Ankunft verließ die USS BUSH wieder die philippinische Insel und fuhr zum Seeadler Harbour zurück und eskortierte von dort aus weitere Schiffe in die San Pedro Bay. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 78.3.8 ein. In dieser TU befanden sich zur Sicherung der amphibischen Landungsschiffe die Zerstörer USS BUSH, USS HALFORD, USS O´BANNON ( DD-450 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ). Diese Kriegsschiffe sollten in der Ormoc Bay die Sicherung für die Anlandungen von alliierten Soldaten übernehmen. Am 8. Dezember legten die Schiffe in der San Pedro Bay ab. Die Zerstörer und die Infanterie- und Mittleren Landungsschiffe erreichten am folgenden Tag die Ormoc Bay. Sofort gingen die Marines an Land während die Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen japanische Küstenbefestigungen beschossen. Danach eskortierten die Zerstörer die amphibischen Landungsschiffe nach Leyte zurück. Hier gruppierte man die Schiffe der TF 78 um. Die USS BUSH integrierte man in die Task Undergroup 78.3.12. In dieser befanden sich die Zerstörer USS HALFORD, USS BUSH und USS RADFORD ( DD-446 ), die Geleitzerstörer USS JOBB ( DE-707 ) und USS HOLT ( DE-706 ), die Minensucher USS WHIPPOORVILL ( AM-35 ) und USS SAUNTER ( AM-295 ). Am 12. Dezember verließen diese Schiffe wieder in der San Pedro Bay den Hafen von Dulag. Sie eskortierten Versorgungsschiffe, die Nachschub in die Ormoc Bay bringen sollten, und Truppentransportschiffe nach Mindoro. Fast jeden Tag gab es feindliche Luftangriffe durch Kamikazepiloten. Am 19. Dezember legten die Schiffe der TU 78.3.12 wieder im Hafen von Dulag an. Hier bereitete man die USS BUSH für die nächste Fahrt während der Operation „ Love“ vor. Dafür gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 78.3.15 ein, die Captain George Francis Mentz ( ? – 29. November 1957 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS BUSH, USS PHILIP ( DD-498 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS STEVENS ( DD-479 ) und USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und ab dem 28. Dezember die USS EDWARDS ( DD-619 ), fünfundzwanzig Panzerlandungsschiffe, zwölf Infanterielandungsschiffe, die Liberty Schiffe SS WILLIAM SHARON, SS JOHN BURKE ( 7.180 BRT ) und SS FRANCISCO MARAZON, ein Tanker, dreißig Patrouillenboote, die Kleinen Wasserflugzeugtender USS HALF MOON ( AVP-26 ) und USS SAN PABLO ( AVP-30 ), der Torpedoboottender USS ORESTES ( AGP-10 ) und das Vielseitige Hilfsschiff USS PORCUPINE ( IX-126 ). Die Schiffe der TU verließen am 27. Dezember Leyte und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Auf dem Weg dorthin attackierten ab dem 27. Dezember immer wieder japanische Flugzeuge diesen Verband. Dabei wurden mehrere Schiffe beschädigt oder versenkt. So die Liberty Schiffe SS WILLIAM SHARON und SS JOHN BURKE die Munition transportierten und durch die Wucht von mehreren Explosionen zerrissen und andere Schiffe dabei beschädigten. Das Panzerlandungsschiff USS LST-750 und der Zerstörer USS EDWARDS werden durch Lufttorpedos ebenfalls versenkt. Die Flugabwehrkanoniere der Zerstörer konnten während dieser Kämpfe mehrere feindliche Flugzeuge abschießen. Drei Tage später erreichten die anderen Schiffe die Mangarin Bay und die Entladung des Nachschubs an Soldaten und Munition begann. Aber auch hier mussten sich die Schiffe weiterer Flugzeugangriffe erwehren. So stürzten sich Kamikazepiloten auf die Zerstörer USS PRINGLE und USS GANSEVOORT, den Tender USS ORESTES und das Vielseitige Hilfsschiff USS PORCUPINE ( 7.218 BRT ), welches zum Totalverlust erklärt wird. Nach der Entladung der Versorgungs- und Transportschiffe verließ die USS BUSH und die anderen Zerstörer am 30. Dezember um 18:20 Uhr die Mangarin Bay und fuhren nach Leyte zurück. Für die Operation „Mike I“ versetzte man die USS BUSH in die Task Force 79, die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 in Annapolis, Maryland – 21. Februar 1946 in Norfolk, Virginia ) befehligte. Innerhalb der TF gliederte man den Zerstörer in die Task Group 79.2 ein, die Rear Admiral Royal befehligte. IN der TG befanden sich die Zerstörer USS BUSH, USS STEMBEL, USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ) und USS SMITH ( DD-378 ), der Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), das Docklandungsschiff USS CASA GRANDE ( LSD-13 ), das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) und das amphibische Angriffstransportschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ). Der Zerstörer diente hier als Eskorte für die Transportschiffen. Das Ziel war der Lingayen Golf. Am 5. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und am 9. Januar begann der Angriff. An diesem Tag musste sich die Schiffsbesatzung mehrere Kamikazeangriffe erwehren. Zwei Tage später gliederte man die USS BUSH in die Task Group 77.7 die Captain John D. McLean befehligte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS BUSH, USS HALFORD, USS DASHIELL, USS STANLY und USS STEMBEL. Aufgabe dieser Schiffe bestand darin, die sich im San Fernando Harbor befindlichen japanischen Schiffe zu vernichten. Drei kleinere Handelsschiffe, ein Landungsboot und mehrere Lastkähne wurden versenkt. Am nächsten Morgen feuerte man die Schiffsgeschütze der USS BUSH auf japanische Stellungen bei Rosario, Luzon ab. Der Zerstörer blieb in den folgenden Tagen noch vor dem San Fernando Harbor. Die Besatzung des Zerstörers USS HALFORD konnte am 16. Januar drei Piloten, deren Maschine abgeschossen worden war, aus dem Wasser retten. Diese wechselten am nächsten Tag auf die USS BUSH. Der fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen, wo er am 27. Januar anlegte, und brachte sie dort in Sicherheit. Bis zum 31. Januar blieb der Zerstörer dort liegen damit sich die Schiffsbesatzung etwas ausruhen konnte. Anschließend eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffe zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Vor dem Hafen dieser Insel blieb das Kriegsschiff dann vom 12. bis zum 17. Februar vor Anker liegen. An diesem Tag versetzte man die USS BUSH in die Task Force 52, die an der Operation „Detachment“ teilnahm. Aufgabe des Zerstörers war dabei als Radarvorpostenschiff vor feindlichen Luftangriffen zu warnen. Der Zerstörer verließ am 7. März seine Position und fuhr nach Guam. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Munition. Am 9. März verließ das Kriegsschiff wieder die Insel und eskortierte das Frachtschiff SS DAN C KINGMAN von Guam aus in die San Pedro Bay. Beide Schiffe legten hier am 16. März an. Die auf Reede liegende USS BUSH reihte man gleich in die Task Force 55 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 in Williamsburg, Virginia – 6. März 1978 in Scottsdale, Arizona ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS BUSH, USS MULLANY, USS BEALE, USS AMMEN, USS BACHE, USS ROOKS ( DD-804 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ) und USS PUTNAM ( DD-757 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor und legten am 27. März ab. Die Schiffe der TF 55 fuhren nach Okinawa. Dort trafen sie am 1. April ein und beteiligten sich bei der Unterstützung der Landungskräfte und bauten eine Radarvorpostenkette zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen auf. Dafür versetzte man die USS BUSH in die Task Group 51.5. Die Schiffe dieser TG waren für die Überwachung der Transport- und Versorgungsschiffe während der Operation „Iceberg“ verantwortlich. Die TG befehligte Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 – 1. Oktober 1974 ). In der TG 51.5 befanden sich die Zerstörer USS BUSH, USS AMMEN, USS DALY, USS HUDSON ( DD-475 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS LANG ( DD-399 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS COLHOUN ( DD-801 ), USS BRYANT ( DD-556 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS LITTLE ( DD-803 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DREXLER ( DD-741 ) und USS STORMES ( DD-780 ), die Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ) und USS HARRY F BAUER ( DM-26 ), der Zerstörer und Minensucher USS HOBSON ( DMS-26 ), das amphibische Kommandoschiff USS BISCAYNE ( AGC-18 ) und die Geleitzerstörer USS BRIGHT ( DE-747 ) und USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe anderer Task Force rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. Die USS BUSH erhielt am 1. April den Radarvorposten Nummer 1 zugewiesen. Auf diesem befand sich der Zerstörer bis zum folgenden Tag und musste in der Nacht vom 2. zum 3. April zu den Kerama Retto Inseln fahren um die Treibstoffbunker zu füllen. Am 3. April kehrte das Kriegsschiff auf seinen Radarvorposten zurück. Am 6. April um 1:00 Uhr überflog die erste Welle von japanischen Flugzeugen die amerikanischen Schiffe. An diesem Tag begann damit der erste schwere japanische Luftangriff vor Okinawa. Die japanischen Piloten stürzten sich mit ihren Maschinen auf jedes erreichbare alliierte Schiff um so großen Schaden wie nur irgend möglich zu schaffen. Gegen 15:10 Uhr folgte die nächste Welle von feindlichen Flugzeugen. Diesmal nahmen sie sich die Kriegsschiffe auf ihren Radarvorposten als Ziel. Zwei japanische Kamikazepiloten flogen um diese Zeit mit ihren Maschinen auf die USS BUSH zu. Eines der Flugzeuge konnten die Geschützmannschaften noch rechtzeitig abschießen, so dass dieses über dem Wasser explodierte und versank. Das zweite aber schlug auf der Steuerbordseite Mittschiffs ein. Die von dem Flugzeug mitgeführte Bombe explodierte im vorderen Maschinenraum. Obwohl durch die Explosion viel Schaden angerichtet worden war, glaubte man nicht, dass das Kriegsschiff ernsthaft in Gefahr war. Deshalb forderte Commander Rollin Everton Westholm, Kommandeur des Zerstörers, einen Schlepper an, damit dieser das Kriegsschiff zu den Kerama Retto Inseln schleppen sollte. Der USS BUSH eilte nun das Schwesterschiff USS COLHOUN, das auf dem Radarvorposten Nummer 2 stationiert war, zu Hilfe. Die Mannschaften beider Zerstörer kämpften gegen die entstandenen Feuer und hielten das beschädigte Kriegsschiff schwimmfähig. Gegen 17:00 Uhr gab es einen erneuten Luftalarm. Commander George Rees Wilson ließ die USS COLHOUN zwischen der beschädigten USS BUSH und den angreifenden Flugzeugen positionieren. Den Geschützmannschaften gelang es drei der feindlichen Angreifer rechtzeitig abzuschießen. Ein viertes stürzte sich aber dann auf das 40 mm Geschütz der USS COLHOUN. Die Bombe des Flugzeugs explodierte im hinteren Maschinenraum. Die dadurch entstandenen Brände waren schnell gelöscht und der ausgefallene Antrieb und die ausgefallene Steuerung teilweise wieder repariert. Doch da erschienen um 17:25 Uhr auch schon die nächsten drei feindlichen Maschinen in der Luft. Zwei davon konnten noch abgeschossen werden, aber das dritte klinkte über der USS COLHOUN seine Bombe aus, diese durchschlug die Bordwand und riss ein großes Loch nach der Explosion, und schlug auf der Backbordseite Mittschiffs auf dem Hauptdeck der USS BUSH ein. Dadurch entbrannte ein großes Feuer und der Zerstörer war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Strom zur Versorgung der Schiffsgeschütze gab es nicht mehr. Auch auf der USS COLHOUN war infolge der Bombenexplosion der Kiel gebrochen und der Generator lieferte keinen Strom. Um 17:45 Uhr folgte die dritte Angriffswelle auf die beiden Zerstörer. Drei Kamikazepiloten griffen an. Ein Flugzeug davon konnte abgeschossen werden, da die Geschützmannschaften beider Kriegsschiffe manuell ihre Geschütze bedienten. Ein zweites Flugzeug erhielt mehrere Treffer. Doch dessen Pilot schaffte es noch und schlug oberhalb auf der Backbordseite knapp oberhalb des Hauptdecks auf der USS BUSH ein. Die Schiffsmunition der dort befindlichen Schiffsgeschütze fing sofort Feuer und explodierte. Immer noch glaubte Commander Rollin Everton Westholm, dass man das Schiff noch retten könnte. Doch da kamen ungewöhnlich hohe Wellen. Die erste erschütterte den Zerstörer in seinen Grundfesten und das Kriegsschiff begann Mittschiffs einzubrechen. Die darauffolgenden Wellen ließen die USS BUSH immer weiter brechen. Noch bevor das Kriegsschiff vollständig auseinandergebrochen war und sank, konnten sich 227 Besatzungsmitglieder des Zerstörers von Bord retten. 14 Mannschaftsmitglieder waren während des Kampfes getötet worden und 73 galten als vermisst. 32 Mannschaftsmitglieder konnten verwundet gerettet werden.


USS BUSH ( DD-529 )
Commanding Officer

CDR Wallis Frederick Petersen        10. Mai 1943 – 12. Juni 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR Thurmond Augustus Smith         12. Juni 1943 – 30. Mai 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Rollin Everton Westholm         30. Mai 1944 – 6. April 1945

USS PRESTON ( DD-327 )

USS PRESTON ( DD-327 )

Biografie

Samuel W. Preston
* 6. April 1840 in Kanada
† 15. Januar 1865 bei der Schlacht um Fort Sumter
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

Samuel W. Preston erhielt am 4. Oktober 1858 vom Staat Illinois seine Bestellung zum Midshipman. Am 9. Mai 1861 graduierte er als Erster seines Ausbildungsjahrganges und wurde am 4. Oktober 1861 zum Acting Master ernannt. Die Beförderung zum Lieutenant erfolgte am 1. August 1862. Von 1861 bis 1863 leistete er seinen Dienst auf verschiedenen Schiffen des südlichen Blockadegeschwaders (South Atlantic Blockading Squadron) vor der Küste der Südstaaten das unter dem Kommando von Konteradmiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1965 ) bis zum 5. Juli 1863 stand. Konteradmiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ) löste ihn ab. Im Zuge eines von der Lincoln Administration dringend benötigten politischen Erfolges erwartete man 1863 die baldmöglichste Eroberung von Charleston, South Carolina. Deshalb wurde die sogenannte Operations Against the Defenses of Charleston im April 1863 gestartet. Die Unionstruppen beschossen zwar Fort Sumter schwer, konnten aber nicht nach Charleston vorrücken. Daraufhin verhängten sie eine Seeblockade gegen die Stadt und besetzten Folly Island, westlich von Morris Island. Lieutenant Preston war im Juli beim Angriff auf das konföderierte Fort Wagner auf Morris Island beteiligt was aber trotz starkem Artilleriebeschusses von Wasser und von Land aus standhielt. Mitte August griff man Fort Wagner und Fort Sumter erneut an und zerstörte beide Forts systematisch durch Artilleriebeschuss. Am 7. September gaben die Konföderierten Fort Wagner auf. Daraufhin begannen die Unionstruppen eine Landungsoperation gegen Fort Sumter einen Tag später. Bei diesem Angriff am 8. September 1863 wurde Lieutenant Preston von den Streitkräften der Südstaaten gefangengenommen. Diese Landungsoperation der Unionstruppen wurde am 9. September unter dem konföderierten General Beauregard abgewehrt. Preston brachte man in das Libby-Gefängnis in Richmond (Virginia), einem Kriegsgefangenenlager für Offiziere aus der Unionsarmee. Die schlechten Bedingungen dort waren berüchtigt. Die schlimmsten Verhältnisse herrschten dort zwischen Mai 1863 bis Mai 1864 als keine Gefangenen mehr ausgetauscht wurden. Rund 1.000 Gefangene waren in dem dreistöckigen Ziegelbau eingesperrt. Sie litten an schlechtem Essen, mangelnder medizinischer Versorgung und an Platzmangel. Allerdings waren die Offiziere damit gut dran gegenüber den Bedingungen für Unteroffiziere und Mannschaften in anderen Gefangenenlagern. Am 9. Februar 1864 gelang 109 Gefangenen die Flucht durch einen selber gegrabenen Tunnel. Samuel W. Preston war nicht darunter. Bei einem Gefangenenaustausch im Herbst 1864 kam er wieder frei. Zurück bei den Unionstruppen teilte man Preston zum Dienst im Nordatlantik Blockadegeschwader unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1814 – 13. Februar 1891 ) ein. Preston jetzt zum Flag-Lieutenant ernannt, das heißt das er Adjutant von Rear Admiral Porter war, diente auf dem Flaggschiff USS MINNESOTA ( 1855 ). An der ersten Schlacht am 24. und 25. Dezember 1864 um Fort Fisher mit der anschließenden amphibischen Operation war er beteiligt. Diese Schlacht ging unentschieden aus und die Landungstruppen der Union unter dem Oberbefehl von General Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) mussten sich zurück ziehen. Die zweite Schlacht um Fort Fisher mit dem Zugang nach Wilmington, North Carolina begann am 12. Januar 1865. 56 Schiffe der Unionstruppen beschossen mit ihrer Schiffsartillerie das Fort. Drei Tage lang dauerte das Bombardement. Am 13. Januar landeten insgesamt 2.000 Mann von den Schiffen des Blockadegeschwaders am seewärtigen Ende von Fort Fisher. Unter ihnen waren 240 Offiziere, Matrosen und Marines von der USS MINNESOTA die unter dem Sperrfeuer des eigenen Schiffes an Land gingen. Flag-Lieutenant Preston war unter ihnen. Während dieser Landungsoperation und beim bilden eines Brückenkopfes erlitt Preston tödliche Verletzungen denen er am 15. Januar erlag.

Sechs Schiffe wurden ihm zu Ehren bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff das seinen Namen trug war ein gekaperter britischer Blockadebrecher, den man 1865 nach ihm benannte, der aber kurz darauf wieder verloren ging.
Das zweite Schiff mit seinem Namen war ein gekaperter Blockadebrecher der Südstaaten. Diesem war es auch nicht vergönnt längere Zeit in der US Navy zu dienen.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-19 ) aus der SMITH – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-327 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das fünfte Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-379 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das sechste Schiff war der Zerstörer USS PRESTON ( DD-795 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS PRESTON ( DD-327 )

Schiffsbiografie

Die USS PRESTON ( DD-327 ) ist das vierte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Flag-Lieutenant Samuel W. Preston benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechsunddreißigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 19. Juli 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Addie Worth Bagley Daniels ( 1. Mai 1869 in Raleigh, Wake County, North Carolina – 19. Dezember 1943 in Raleigh, Wake County, North Carolina ), Ehefrau des amerikanischen Marineministers Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 in Washington DC – 15. Januar 1948 in Raleigh, Wake County, North Carolina ), war vom 5. März 1913 – 4. März 1921 unter US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) Marineminister, taufte am 7. August 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander George Truman Swasey, Jr. ( 5. Februar 1885 in Wahpeton, North Dakota – 4. Juli 1951 im Whatcom County, Washington ) stellte am 13. April 1921 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt blieb der Flachdeckzerstörer USS PRESTON zeitweilig an der US Westküste im Dienst. Bis zum Dezember 1921 beteiligte sich das Kriegsschiff in den Gewässern von San Diego, Kalifornien an mehreren Übungen. Danach verließ der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS BRUCE ( DD-329 ) den Pazifik, durchquerte den Panamakanal und schloss sich der Atlantikflotte an. Zusammen mit den Schiffen der Destroyer Force operierte die USS PRESTON in den folgenden Jahren entlang der US Ostküste und fuhr regelmäßig nach Süden in die Karibik für Winterübungen. Im Juni 1925 unterbrach der Zerstörer diesen Zeitplan für eine Tour in die europäischen Gewässer und beteiligte sich zusammen mit den Schiffen einer US Flotte an mehreren Übungen. Auf dieser Kreuzfahrt fuhren die Schiffe zuerst in die Skandinavischen Gewässer und von dort aus ins Mittelmeer. Erst im Juli 1926 kehrte die USS PRESTON an die US Ostküste zurück und legte im Hafen von New York an. Von hier aus nahm der Zerstörer seine regelmäßigen Kreuzfahrten entlang der nordamerikanischen Küste bis in die Karibik wieder auf. Wegen des Londoner Marineabkommens stellte man am 1. Mai 1930 das Kriegsschiff in Philadelphia, Pennsylvania außer Dienst und verlegte es in die Norfolk Navy Yard in Portsmouth, Virginia. Dort wurden an dem Schiffskörper zu Versuchszwecken mehrere Festigkeitsuntersuchungen durchgeführt. Man strich am 6. November 1931 den Namen USS PRESTON ( DD-327 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 23. August 1932 an die Boston Metals in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS PRESTON ( DD-327 )
Commanding Officer

CDR George Truman Swasey Jr.        13. April 1921 – 28. März 1922
LCDR Thomas Moran        28. März 1922 – 15. November 1923
LCDR Rufus King       15. November 1923 – 15. Dezember 1924
LCDR Preston Bennett Haines       15. Dezember 1924 – 27. August 1927
LCDR William Garrett Greenman  27. August 1927 – 18. Dezember 1928 (erreichter Rang COMO)
LCDR John Marie Creighton         18. Dezember 1928 – 1. Mai 1930

USS ROOKS ( DD-804 )

USS ROOKS ( DD-804 )

Biografie

Albert Harold Rooks
* 29. Dezember 1891 in Colton, Washington
† 1. März 1942 auf der USS HOUSTON während der Schlacht in der Sunda Straße
war ein Offizier in der US Navy

Albert Harold Rooks trat am 13. Juli 1910 im Rang eines Seekadetten in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Sein Studium dort schloss er am 6. Juni 1914 ab und man ernannte ihn zum Ensign. In den folgenden sieben Jahren diente er unter anderen auf dem Panzerkreuzer USS WEST VIRGINIA ( ACR-5 ) und dem Geschützten Kreuzer USS ST. LOUIS ( C-20 ). Man übergab danach Lieutenant Rooks nacheinander die Kommandos über die U-Boote USS PIKE ( SS-6 ), U B-2 ( SS-11 ), USS F-2 ( SS-21 ) und USS H-4 ( SS-147 ). Im Jahre 1921 wurde Lieutenant Rooks ein Mitarbeiter im Zwölften Marinebezirk in San Francisco, Kalifornien. Dort blieb er bis 1925. In dem Jahr beförderte man Rooks zum Lieutenant Commander. Für die nächsten drei Jahre diente Rooks an Bord des Schlachtschiffes USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), gefolgt von einem Pflichtaufenthalt an der Marineakademie. Im Jahre 1930 half Rooks an der Bethlehem Steel Corporation in Quincy, Massachusetts bei der Vorbereitung der Indienststellung des neuen Schweren Kreuzers USS NORTHAMPTON ( CA-26 ) den Captain Walter N. Vernon ab dem 17. Mai 1930 kommandierte. Bis 1933 diente Rooks an Bord dieses Schiffes und wechselte danach wieder für einen Pflichtaufenthalt an die Marineakademie. Commander Rooks stellte am 26. Februar 1936 den unter seinem Kommando stehenden Zerstörer USS PHELPS ( DD-360 ) auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Quincy, Massachusetts in den Dienst der US Navy. Nach den Einfahrprobefahrten unter anderen nach Texas, New Orleans und Guantanamo Bay. Die USS PHELPS war am 27. Oktober 1936noch auf See um nach Charleston, South Carolina zu kommen. Dort warteten die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) auf den Zerstörer. Zusammen haben die Schiffe als Verband eine Kreuzfahrt nach Südamerika durchgeführt. Auf der USS INDIANAPOLIS befand sich der US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ). Das Ziel war Buenos Aires, Argentinien wo Ende 1936 die Eröffnung der Internationalen Friedenskonferenz stattfand. Während dieser Kreuzfahrt wurden die Häfen von Montevideo, Uruguay und Rio de Janeiro, Brasilien besucht. Am 10. Juni 1938 übergab Rooks das Komando über den Zerstörer an Commander Harold Biesemeier. Von Bord des Schiffes begab Rook sich direkt an das Naval War College in Newport, Rhode Island. Nach dem Abschluss seines dortigen Studiums war er ein Mitarbeiter an diesem College und man beförderte ihn am 1. Juli 1940 zum Captain. Von Newport aus versetzte man ihn nach Manila, Philippinen wo er am 30. August 1941 das Kommando über den Schweren Kreuzer USS HOUSTON ( CA-30 ) übernahm. Der Kreuzer war das Flaggschiff des Kommandanten der asiatischen Flotte Admiral Thomas Charles Hart ( 12. Juni 1877 – 4. Juli 1971 ). Noch kurz bevor der Zweite Weltkrieg im Pazifik ausgebrochen war, montierte man auf der USS HOUSTON in der Cavite Naval Yard auf den Philippinen vier 1,1 Zoll Kaliber Vierlingsflak zur Luftverteidigung. Noch bevor Pearl Harbor von den Japanern angegriffen wurde, versetzte Admiral Hart seine Flotte in Alarmbereitschaft und in der Nacht zum 7. Dezember 1941 lief die USS HOUSTON von der Insel Panay mit allen Flotteneinheiten in Richtung Darwin, Australien wo sie am 28. Dezember in Balikpapan und Surabaya anlegten. In Surabaya vereinigten sich die Amerikanischen-Britischen-Holländischen und Australischen Seestreitkräfte zu einer schlagkräftigen Flotte. In der Schlacht von Bali Sea, in der Makassar Straße, am 4. Februar wo die Kanoniere der USS HOUSTON vier japanische Angreifer vom Himmel holten. Der holländische Konteradmiral Willem Frederik Karel Doorman Marie ( 23. April 1889 – 28. Februar 1942 ) musste seine Flotte bei Balikpapan konzentrieren da dort ein japanischer Invasions Konvoi angriff. Allerdings musste er seine errungenen Gewinne wieder aufzugeben und das Seegebiet zu räumen. Da der Geschützturm Nummer 3 auf der USS HOUSTON einen Totalausfall erlitt und der Leichte Kreuzer USS MARBLEHEAD ( CL-12 ) durch zwei Bombentreffer unfähig war selbständig zu manövrieren, wurde dieser Leichte Kreuzer von der USS HOUSTON ins Schlepptau genommen und aus dem Kampfgebiet gebracht. Ab dem folgenden Tag, dem 5. Februar, bis zum 10. Februar lag die USS HOUSTON im Hafen von Darwin um einen Konvoi der dort für Timor zusammen gestellt wurde zu begleiten. In diesem Konvoi befanden sich das US Army Transportschiff USAT MEIGS, die Frachtschiffe SS MAUNA LOA, SS TULAGI und SS PORTMAR, die USS HOUSTON, der Zerstörer USS PEARY ( DD-226 ) und die australischen Korvetten HMAS WARREGO ( U-73 ) und HMAS SWAN ( U-74 ). Am Morgen des 15. Februar erreichte der Konvoi Koepang und wurde dort prompt von einem japanischen Flugzeug gesichtet. Am nächsten Morgen war ein anderes Flugzeug zur Beschattung anwesend und gegen Mittag traf die erste Welle von japanischen Bombern ein und griff den Konvoi an. Kurz darauf erschien die zweite Welle von 44 japanischen Flugzeugen. Die Flakbesatzungen der USS HOUSTON schossen sieben feindliche Flugzeuge ab. Captain Rooks ließ daraufhin ein Aufklärungsflugboot von der USS HOUSTON für die Suche nach dem japanischen Flugzeugträger aufsteigen. Die Besatzung erzählte nach ihrer Landung, dass die Japaner unmittelbar vor einer Invasion von Timor standen und eine Unterstützungsflotte auf der Lauer lag. Daraufhin drehte der alliierte Konvoi ab und fuhr zurück nach Darwin wo er am 18. Februar aber ohne USS HOUSTON Und USS PEARY eintraf. Diese beiden Schiffe gingen zusammen auf U-Boot Patrouille. Doch die USS PEARY musste wegen Brennstoffmangel zurück nach Darwin, wo fast alle Schiffe des Konvois durch einen plötzlichen japanischen Flugzeugangriff versenkt wurden. Am späten Nachmittag des 27. Februar 1942 trafen sich bei Java eine alliierte Flotte unter dem Kommando von Admiral Doorman auf eine japanische Flotte unter dem Kommando von Admiral Takeo Takagi ( 25. Januar 1892 – 8. Juli 1944 ). Die Alliierten versuchten in dieser Seeschlacht die Invasion von Java zu unterbinden. Doch die Schlacht zog sich bis zum nächsten Morgen hin. Zwei Kreuzer und drei Zerstörer der Alliierten wurden dabei versenkt und Admiral Doorman kam ums Leben. Die übrigen Schiffe wurden zurück nach Surabaya beordert. Captain Rooks lief mit der USS HOUSTON gegen Mittag des 28. Februar 1942 an der Nordwestspitze von Java in die Banten Bay entlang. Der Leichte Kreuzer HMSAS PERTH ( D-29 ) begleitete das amerikanische Schiff. Die Kommandanten beider Schiffe wussten nicht, dass hinter dieser Bucht eine weitere japanische Schlacht- und Invasionsflotte lauerte. Es entspann sich ein Kampf auf Leben und Tod da die beiden Alliierten Schiffe nicht mehr aus der Umzingelung ausbrechen konnten da diese durch mehrere japanische Zerstörer blockiert wurde. Gegen 23:36 Uhr sank die HMAS PERTH nach mehreren Torpedotreffern. Die Kanoniere auf der USS HOUSTON mussten mit den Granaten haushalten da nicht genug Munition vorhanden war. Dennoch wurden drei japanische Zerstörer und ein Minensuchboot versenkt. Die Japaner verloren außerdem vier Truppentransporter und ein Minensuchboot durch die eigenen Torpedos. Drei weitere Torpedotreffer an der USS HOUSTON explodierten in schneller Folge kurz nach Mitternacht. Durch diese Explosion wurde Captain Rooks und viele seiner Crew, unter ihnen Kaplan George Snavely Rentz ( 25. Juli 1882 – 1. März 1942 ) getötet. Einige Minuten später versank der Schwere Kreuzer im Meer. Von den 1061 Besatzungsmitgliedern überlebten nur 368 die in japanische Gefangenschaft kamen. Man verlieh Captain Rooks für seine vielen Aktionen auf der USS HOUSTON nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs posthum die Medal of Honor.


USS ROOKS ( DD-804 )

Schiffsbiografie

Die USS ROOKS ( DD-804 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Albert Harold Rooks benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipyards in Seattle, Washington wurde am 27. Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Edith R. Rooks, Witwe von Captain Albert Harold Rooks, taufte am 6. Juni 1944 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Robert Feree Martin stellte am 2. September 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS ROOKS vor der Küste von San Diego durchgeführt hat, wechselte der Zerstörer in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington, wo man den Schiffskörper überprüfte. Anschließend verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier beteiligte sich die USS ROOKS an amphibischen Landungsübungen und an Uferbombardements mit den Schiffsgeschützen. Danach gliederte man den Zerstörer in die Task Group 53.3, die Tractor Flottille die Captain W. H. Brereton während der Operation „Detachment“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich die USS ROOKS als Flaggschiff in der Task Undergroup 53.3.7, der Tractor Group Charlie, die Captain C. H. Peterson befehligte, und sicherte unter anderem das Leichte Infanterielandungsfahrzeug USS LCI-998 Panzerlandungsschiffe USS LST-760, USS LST-648, USS LST-726, USS LST-763, USS LST-764, USS LST-779, USS LST-784, USS LST-792, USS LST-1032, USS LST-782, USS LST-42, USS LST-121, USS LST-224, USS LST-399, USS LST-785, USS LST-795, USS LST-807 und USS LST-940. Am 22. Januar 1945 verließen die Schiffe der Task Group 53.3 Pearl Harbor und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von diesem Atoll aus wechselten die Schiffe zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen. Hier begannen sie erneut mit amphibischen Landungsübungen. Saipan verließen die Schiffe dann am 15. Februar und fuhren zu der Vulkaninsel Iwo Jima. Diese erreichten die Schiffe am 19. Februar, dem Tag an dem der Angriff begann. Die USS ROOKS übernahm, während die Panzerlandungsschiffe sich auf dem Weg zum Strand machten, seinen Radarvorposten ein und überwachte den Luftraum. Am Nachmittag desselben Tages wechselte der Zerstörer an die Südostspitze der Insel und deckte hier die Anlandungen der Marines. Außerdem beschoss das Kriegsschiff mit seinen Schiffsgeschützen mehrere japanische Küstenbefestigungen. Man zog den Zerstörer in der Nacht vom 21. zum 22. Februar und vom 25. zum 26. Februar erneut an die Strände von Iwo Jima heran. Die USS ROOKS beschoss dabei wiederholt auf feindliche Stellungen zur Unterstützung der amerikanischen Soldaten. Während dieses Feuergefechts am 22. Februar wurde ein Besatzungsmitglied des Kriegsschiffes durch ein Schrapnell von einer japanischen Mörsergranate getötet. In den Zwischenzeitlichen Tagen übernahm die USS ROOKS dann wieder ihren Radarvorwarnposten ein und sicherte die Panzerlandungsschiffe zusätzlich vor feindliche Unterwasserangriffe durch U-Boote. Am 28. Februar verließ der Zerstörer dann die Gewässer der Vulkaninsel und eskortierte mehrere Truppentransporter nach Saipan. Von hier aus wechselte die USS ROOKS zusammen mit anderen Zerstörern zum Atoll Ulithi und eskortierte mit einem zweiten Zerstörer zwei Geleitflugzeugträger von Ulithi zur philippinischen Insel Leyte. Die San Pedro Bay erreichten die Kriegsschiffe am 21. März. Hier gliederte man die USS ROOKS in die Task Force 55 ein die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 in Williamsburg, Virginia – 6. März 1978 in Scottsdale, Arizona ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS ROOKS, USS MULLANY ( DD-528 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ) und USS PUTNAM ( DD-757 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor und legten am 27. März ab. Die Schiffe der TF 55 fuhren nach Okinawa. Dort trafen sie am 1. April ein und beteiligten sich bei der Unterstützung der Landungskräfte und bauten eine Radarvorpostenkette zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen auf. Die USS ROOKS nahm nicht daran teil und übernahmen zusammen mit den Geleitzerstörern Anfangs die Sicherung der Landungsschiffe aus der Task Force 51. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer an der Bombardierung von feindlichen Uferbefestigungen. So feuerten die fünf 5-Zoll Schiffsgeschütze des Kriegsschiffes in den folgenden 87 Tagen insgesamt 18.624 Granaten ab. In diesem Zeitraum war das Kriegsschiff vier Mal das direkte Ziel von Kamikazeangriffen. Dabei haben die Geschützmannschaften der USS ROOKS mindestens sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen. Nach jedem zweiten oder dritten Tag musste der Zerstörer zu den Inseln der Kerama Retto Inselkette, die westlich von Okinawa liegt, fahren und die Munitions- Treibstoff und Proviantbunker auffüllen. Nach der Landeoperation am 1. April auf Okinawa, folgte erst am 6. April der erste schwere japanische Luftangriff auf die vor Okinawa liegenden amerikanischen Schiffe. Die japanischen Piloten stürzten sich mit ihren Maschinen auf jedes erreichbare alliierte Schiff um so großen Schaden wie nur irgend möglich zu schaffen. So geschah es auch der USS ROOKS an diesem Tag. Gegen 1:00 Uhr war die Mannschaft des Zerstörers auf Gefechtsstation während die erste Welle von japanischen Flugzeugen die amerikanischen Schiffe überflogen. Aus allen Rohren schießend wurden diese Flugzeuge empfangen. Die Mannschaften der USS ROOKS waren dabei an dem Abschuss von sechs feindlichen Flugzeugen beteiligt. Gegen 16:00 Uhr kam die zweite Welle von insgesamt 110 feindlichen Flugzeugen in das Seegebiet geflogen in dem der Zerstörer lag. Bis 16:48 Uhr hatten die Geschützmannschaften eines dieser Flugzeuge selber abgeschossen und halfen bei der Vernichtung von fünf weiteren. Um 17:12 Uhr eilte das Kriegsschiff dem Zerstörer USS HYMAN zu Hilfe, der westlich von Ie Jima patrouillierte und von mehreren Kamikazepiloten angegriffen worden war. Eines der abgeschossenen Flugzeuge stürzte in der Nähe der Torpedorohre aufs Hauptdeck und explodierte. Im selben Zeitpunkt, wie die USS ROOKS und der Zerstörer USS STERETT ( DD-407 ) aus der TG 53.6 in der Nähe der USS HYMAN erschien, versuchten sich drei weitere Kamikazepiloten auf das beschädigte Kriegsschiff zu stürzen. Die Geschützmannschaften der USS ROOKS konnten eine Mitsubishi A6M und eine Aichi D3A und die USS STERETT das dritte Flugzeug abschießen. Anschließend eskortierten beide Zerstörer das schwer beschädigte Schiff in die Hagushi Bay, Okinawa, wo sich die Hauptentladestelle für den amerikanischen Nachschub befand. Die USS ROOKS und die USS HYMAN gingen hier vor Anker. Erst danach konnte ein medizinischer Offizier und ein Sanitäter von der USS ROOKS auf die USS HYMAN wechseln, um bei der Versorgung der über vierzig Verletzten zu helfen. Am folgenden Tag verließ die USS ROOKS wieder die Hagushi Bay und fuhr zurück auf ihre Position und die USS HYMAN fuhr aus eigener Kraft für erste Reparaturarbeiten zu den Kerama Retto Inseln. Die USS ROOKS nahm ihren unterbrochenen Beschuss von japanischen Uferbefestigungen vor. Am 28. Mai wechselten die Kriegsschiffe der 5. US Flotte in die 3. US Flotte. Die USS ROOKS gliederte man deshalb in die der Task Force 34 ein. Der Zerstörer blieb vor Okinawa und beteiligte sich weiterhin an der Operation „Iceberg“. In der TF 34 befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS NEVADA ( BB-36 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), der Leichte Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), die Zerstörer USS ROOKS, USS CALLAGHAN ( DD-792 ), USS IRWIN ( DD-794 ), USS PRESTON ( DD-795 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS TWIGGS ( DD-591 ), USS GUEST ( DD-472 ) und USS PICKING ( DD-685 ) und der Schnelle Truppentransporter USS WEBER ( APD-75 ). Die USS ROOKS übernahm nun zusammen mit den anderen Zerstörern vor Okinawa die Aufgaben zur Bewachung der Schweren Einheiten und einen Radarvorposten für die Luftüberwachung. Am 4. Juli gliederte man den Zerstörer aus der TF 34 aus und versetzte ihn zu mehreren Minensuchern, die am Eingang zum Ostchinesischen Meer eine groß angelegte Minenräumaktion begonnen hatten. Die USS ROOKS war in dieser Gruppe der einzige Zerstörer. Das Kriegsschiff war ein Feuerunterstützungsschiff. Das heißt, die Geschützmannschaften schossen auf gefundene Treibminen. Außerdem benutzte man die USS ROOKS als Radarvorposten zur Warnung vor feindliche Luftangriffe. Häufig forderte man den Zerstörer auf, genaue Navigationspositionen der ausgelegten Bojen zu liefern, um die Grenzen des gesäuberten Gebietes besser markieren zu können. Bis Ende Juli blieb das Kriegsschiff bei der Minensuche. Die USS ROOKS fuhr am 1. August in die Buckner Bay, Okinawa ein und eskortierte noch am selben Tag die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ) zur Insel Saipan. Von Saipan aus wechselte der Zerstörer zum Atoll Ulithi und eskortierte von hier aus drei Truppentransporter in die San Pedro Bay, Leyte. Hier unterzog sich das Kriegsschiff dringend notwendig gewordenen Reparaturen. In diesen Tagen endete der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum wegen der bedingungslosen Kapitulation Japans am 15. August. Am 1. September verließ die USS ROOKS wieder die San Pedro Bay und eskortierte mehrere Panzerlandungsschiffe nach Okinawa. Diese Insel verließ der Zerstörer am 11. September und fuhr nach Nagasaki, Japan. Gleich nachdem das Kriegsschiff in diesem Hafen angelegt hatte, schifften sich 92 ehemalige Kriegsgefangene, meist britische Offiziere, die in Singapur gefangen genommen worden waren, ein. Am 15. September legte die ROOKS in Nagasaki wieder ab und transportierte die britischen Offiziere nach Okinawa. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Nagasaki zurück. Hier begab sich Rear Admiral William Henry Purnell Blany ( 28. Juni 1880 in New York – 12. Januar 1954 in St. Albans, New York ), Kommandeur der Zerstörer in der Pazifikflotte. an Bord des Kriegsschiffes. Das Ziel war die ehemalige große japanische Marinebasis von Sasebo. Hier sollte Rear Admiral Blandy eine Inspektion durchführen. Die USS ROOKS operierte in den folgenden Tagen in japanischen und okinawanischen Gewässern. Diese verließ der Zerstörer am 26. Oktober. Das Kriegsschiff legte an diesem Tag im Hafen von Yokosuka, Japan ab und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. In den Hafen von San Francisco lief das Kriegsschiff am 10. November ein. Von dort aus wechselte die USS ROOKS in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington, wo sie am 15. November außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt wurde. Am 11. Juni 1946 versetzte man den Zerstörer in die San Diego Group innerhalb der Reserveflotte. Das Kriegsschiff war am 17. August 1946 vollständig inaktiviert.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS ROOKS für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander Lyle Eugene Strickler ( ? – 18. März 1962 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 19. Mai 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Kurz darauf begann eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in den Gewässern vor San Diego. Daran anschließend durchquerte die USS ROOKS den Panamakanal und lief am 13. Oktober in ihren neuen Heimathafen Newport, Rhode Island ein. Innerhalb der Atlantikflotte gehörte der Zerstörer nun zum Zerstörergeschwader 20. Im folgenden Jahr nahm das Kriegsschiff an mehreren Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik teil. Während der Übungen in der Karibik wurde die Mannschaft der USS ROOKS speziell für die U-Boot Bekämpfung ausgebildet. Am 30. April 1952 lag der Zerstörer in der Guantanamo Bay, Kuba. An diesem Tag gab es einen Kommandantenwechsel. Commander Strickler übergab das Kommando über den Zerstörer an Commander Carl Redmond Dwyer ( 9. Juni 1915 in Edgerton, Kansas – 6. Mai 2004 in Rockville, Maryland ). Die USS ROOKS musste sich nun einer Generalüberholung unterziehen. Nach Abschluss dieser Arbeiten mussten noch einige Trainingseinheiten absolviert werden. Am 6. September verließ dann der Zerstörer, zusammen mit den Schiffen aus dem Zerstörergeschwader 20, Newport und fuhr in den Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals unterstellte man die USS ROOKS der Task Force 77. Hier diente der Zerstörer als Eskorte für die Schnellen Flugzeugträger und als Flugüberwacher. Danach wechselte das Kriegsschiff zur Task Force 95. Innerhalb dieser TF, die von der UNO zur Blockade von nordkoreanischen Häfen zusammengestellt worden war, beteiligte sich die US ROOKS aktiv an dem Beschuss der nordkoreanischen Häfen Sonhjin, Wonsan und Chongjin. Im Februar 1953 verließ der Zerstörer wieder den Westpazifik und fuhr westwärts. Nach der Durchquerung de Indischen Ozeans, des Suezkanals, des Mittelmeers und dem Nordatlantik, legte das Kriegsschiff am 11. April im Hafen von Newport an. Hier erfolgte im Mai ein erneuter Kommandantenwechsel. Commander Dwyer übergab das Kommando über den Zerstörer an Commander Norman Ingvar Lee, Jr. ( ? – 3. April 1999 in Lexington, Kentucky ). Hier in Newport gliederte man die USS ROOKS in die 2. US Flotte ein. Mitte 1954 musste sich der Zerstörer einer erneuten Überholung unterziehen und von September bis Februar 1955 setzte man das Kriegsschiff im Mittelmeer ein. Nach der Rückkehr des Kriegsschiffes an die US Ostküste, setzte man es als schwimmendes Artillerieschulschiff ein. So konnten die in der Ausbildung stehenden Artilleristen von der Atlantic Gunnery School auf See ihr Wissen erweitern. Ab dem Sommer beteiligte sich die USS ROOKS an U-Boot-Abwehr- und Konvoiübungen, die bis zum Ende des Jahres andauerten. Gleich zu Beginn des Jahres 1956 operierte der Zerstörer entlang der US Ostküste und in der Karibik. Diese Übungen zogen sich bis in den Dezember hin. In diesem Monat begann für das Kriegsschiff eine neue Übung. Man trainierte eine atlantische Absperrpatrouille. Diese sollte wie vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg eine Art Neutralitätspatrouille darstellen. Ab dem neuen Jahr 1957 nahm die USS ROOKS wieder ihren normalen Dienstbetrieb vor der Atlantikküste auf. In diesem Jahr fuhr der Zerstörer auch wieder in das Mittelmeer und beteiligte sich an den Übungen der 6. US Flotte. Dies erfolgte ebenfalls 1958. Zusätzlich patrouillierte das Kriegsschiff bis zum September im Roten Meer. Nach einer weiteren Überholung und den normalen angesetzten Übungen entlang der US Ostküste und in der Karibik, war die USS ROOKS bis August 1959 im Mittelmeer stationiert. Mit dem neuen Jahr 1960 begann eine zweimonatige Midshipman – Kreuzfahrt. Anschließend wechselte der Zerstörer über das Mittelmeer in die Arabische See und beteiligte sich hier an Übungen arabischer Marinen und der Royal Navy, die im sogenannten Bagdad – Pakt ( CENTO ) vereinigt waren. Anfang 1961 beteiligte sich die USS ROOKS in der Karibik erneut an mehreren Übungen. Ab April begann die Mannschaft des Zerstörers eine umfangreiche Ausbildung in den Gewässern von Florida. Grund dafür war die Beteiligung an dem Projekt Mercury 3. Commander Alan Bartlett Shepard ( 18. November 1923 in East Derry, New Hampshire – 21. Juli 1998 in Monterey, Kalifornien ) startete mit dem Mercury Raumschiff “Freedom 7” am 5. Mai 1961. Der Flug dauerte 15 Minuten und 22 Sekunden und das Raumschiff flog 187,5 Kilometer hoch, war damit außerhalb der Erdatmosphäre und 486 Kilometer weit von seinem Startpunkt aus gesehen. Auf der Position 53’ West 27,23° Nord und 75,88 ° West landete die Raumkapsel im Wasser des Nordatlantischen Ozeans. Zur Bergung und Sicherung der Raumkapsel stand der Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLIN ( CVS-39 ), die Zerstörer USS ROOKS, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS NEWMAN K PERRY ( DD-883 ), USS DECATUR ( DD-936 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ), der Minensucher USS NOTABLE ( AM-267 ), das Antimagnetische Hochseeminensuchboot USS ABILITY ( MSO-519 ) und das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ) bereit. In der Nähe des Flugzeugträgers landete die Raumkapsel im Wasser und wurde schnell durch Helikopter zum Träger transportiert. Noch im selben Jahr führte die US ROOKS eine weitere Midshipman – Kreuzfahrt durch. Dabei fuhr der Zerstörer bis nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. Außerdem nahm das Kriegsschiff an weiteren U-Boot Abwehrübungen im Nordatlantik teil. Nach diesen Übungen besuchte das Kriegsschiff die Häfen von Portsmouth, England und Rotterdam, Niederlande. Die USS ROOKS operierte bis Mitte des Jahres 1962 zusammen mit Schiffen der Atlantikflotte vor der amerikanischen Küste. Doch dann stellte man völlig unerwartet den Zerstörer am 28. Juni 1962 außer Dienst. Im Rahmen des Militärhilfeprogramms lieh man am 28. Juli 1962 das Kriegsschiff an die chilenische Marine aus. Noch am selben Tag stellte man das Kriegsschiff in deren Dienst und gab ihm den Namen COCHRANE, nach Admiral Thomas Cochrane ( 14. Dezember 1775 in Annsfield, in der Nähe von Hamilton, Lanarkshire, Schottland – 31. Oktober 1860 in Kensington, London, England ) der von 1817 bis 1822 die chilenische Marine befehligt hatte. Den Namen USS ROOKS ( DD-804 ) strich man am 1. September 1975 von der US Navy – Liste und verkaufte den Zerstörer an die chilenische Marine. Dieser wurde 1983 dort außer Dienst gestellt und verschrottet.


USS ROOKS ( DD-804 )
Commanding Officer

CDR Robert Feree Martin      2. September 1944 – 16. Februar 1945
CDR Joseph Aloysius McGoldrick      16. Februar 1945 – 11. Juni 1946 (erreichter Rang RADM)
Außerdienststellung        11. Juni 1946 – 19. Mai 1951
CDR Lyle Eugene Strickler       19. Mai 1951 – 30. April 1952
CDR Carl Redmond Dwyer       30. April 1952 – Mai 1953
CDR Norman Ingvar Lee Jr.        Mai 1953 – 31. Januar 1955
CDR Donald Leonard Lassell         31. Januar 1955 – 23. Juni 1957
CDR Rogers Lucien Black        23. Juni 1957 – 20. Mai 1959
CDR John Thomas Murray        20. Mai 1959 – 12. März 1961
CDR William Harris Pattillo        12. März 1961 – 28. Juni 1962

USS McDOUGAL ( DD-358 )

USS McDOUGAL ( DD-358 )

Biografie

David Stockton McDougal
* 27. September 1809 in Ohio
† 7. August 1882 in San Francisco, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges und führte eine Seeschlacht vor Japan

Am 1. April 1828 ernannte man McDougal zum Midshipman. Während der folgenden drei Jahrzehnte diente er im Mittelmeer, in der Karibik, in Squadrons die vor der Heimatküsten operierten und auf den Großen Seen vor dem Bundesstaat Michigan. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges diente er auf der Fregatte USS MISSISSIPPI ( 1841 ) die das Flaggschiff von Commodore Matthew Perry Calbraith ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) war. An der Belagerung und Einnahme von Veracruz durch eine amphibische Landung vom 9. bis zum 29. März 1847 war McDougal mit beteiligt. Außerdem nahm er an der Mosquito Flotten Kampagne von Perry gegen die restlichen mexikanischen Häfen im Golf teil. Von 1854 bis 1856 erhielt McDougal das Kommando über die Kriegskorvette USS WARREN ( 1827 ) übertragen. Im März 1856 erhielt er das Kommando über den Dampfschlepper USS JOHN HANCOCK ( 1850 ) die in der Mare Island Naval Yard wegen Reparaturarbeiten lag. Am 20. März 1856 verließ das Schiff die San Francisco Bay mit dem Ziel Puget Sound um den dortigen weißen Siedlern und Armeeaußenposten gegen aufständische Indianerstämme zu helfen. Am 28. März lief die USS JOHN HANCOCK in den Hafen von Seattle ein und benutzte ihn bis zum 4. August als Basis. Am 17. August erreichte sie wieder San Francisco und am 23. August stellte man das Schiff außer Dienst. Am 9. August 1861 übernahm McDougal das Kommando über die Dampfschaluppe USS WYOMING ( 1859 ) die wegen Reparaturarbeiten in San Francisco lag. Während des beginnenden amerikanischen Bürgerkrieges erhielt er die Aufgabe in Niederkalifornien die amerikanischen Wahlfanginteressen gegen mögliche Konföderierte Angriffe zu schützen. Danach folgten Patrouillenfahrten in südamerikanische Gewässer. Nach erneuten Reparaturarbeiten in der Mare Island Naval Yard erhielt McDougal neue Aufträge die besagten, dass er sich mit dem Schiff unverzüglich in den Fernen Osten begeben sollte um den dortigen bewaffneten Piraten das Handwerk zu legen und den Schutz der amerikanischen Handelsschiffe zu gewährleisten. Außerdem operierte die Konföderierte Kriegskorvette CSS ALABAMA ( 1862 ) unter dem Kommando von Captain Raphael Semmes ( 27. September 1809 – 30. August 1877 ) in den Gewässern von Java. Beide Schiffe haben sich aber nie getroffen. Im Frühjahr 1863 machte McDougal Anstalten mit der USS WYOMING nach weitgehend fruchtlosen Kreuzfahrten in die Werft von Philadelphia wegen anstehender Reparaturarbeiten zurück zu kehren. Mitten in diesen Vrbereitungen trat ein Ereignis ein das sämtliche Pläne ändern ließ. Im Mai 1863 lag die USS WYOMING im Hafen von Yokohama als eine Welle von Feindlichkeiten der Japaner gegenüber Ausländern aufflammte. Der japanische Kaiser hatte den 25. Juni festgesetzt, an dem alle Ausländer das Land zu verlassen hätten. In der Straße von Shimonoseki lag das amerikanische Handelsschiff SS PEMBROKE am 26. Juni noch vor Anker. Dieses amerikanische Schiff griffen am Morgen des 26. Juni zwei bewaffnete japanische Schiffe an. Glücklicherweise konnte der Kapitän der SS PEMBROKE ohne nennenswerte Verluste an Mannschaftsmitgliedern über die Bungo Strait nach Shanghai fliehen ohne seine Handelsware nach Nagasaki, dem Bestimmungshafen seiner Reise, bringen zu können. In Anwesenheit von CDR McDougal betonte der amerikanische Botschafter für Japan, Robert Hewson Pruyn ( 14. Februar 1815-26. Februar 1882 ) am 10. Juli , dem japanischen Außenminister den Ernst der Lage, dass die Beleidigung der amerikanischen Flagge eine ernste Angelegenheit sei. Man erwarte von der japanischen Regierung eine Erklärung über die Straftat. Daraufhin erbaten die japanischen Diplomaten die Amerikaner nichts zu tun bis ihre Regierung die nötigen Maßnahmen zur Ergreifung der Schuldigen veranlßt hätten. Pryun und McDougal waren sich aber darin einig das die japanische Regierung nichts dergleichen ergreifen würde. Dementsprechend ließ McDougal die USS WYOMING für ein sofortiges Auslaufen vorbereiten. Diese Situation trat drei Tage später ein da sich niemand von der japanischen Regierung zu dem Vorfall äußerte. Am 13. Juli um 4:45 Uhr er die Anker lichten und 15 Minuten später verließ das Schiff den Hafen von Yokohama. Zwei Tage später erreichte die Dampfschaluppe am Abend die Insel Hime Shima wo McDougal den Anker des Schiffes vor der Südseite der Insel ausbringen ließ. Um fünf Uhr des folgenden Tages ließ er die Anker lichten und dampfte mit dem Kriegsschiff in Richtung der Straße von Shimoneski. Dort ließ er alle seine Kanonen laden für einen eventuellen nicht vorhersehbaren Zwischenfall. Das Kriegsschiff erreichte um 10:45 Uhr die Meerenge wo die dort befindlichen drei japanischen Schiffe und die japanischen Küstenbatterien von der Landseite aus über die Ankunft der USS WYOMING alarmiert wurden. Beim Einfahren in die Straße von Shimonoseki begannen die japanischen Küstenbatterien ohne Vorwarnung auf das amerikanische Kriegsschiff ihre Kanonen auf dieses abzuschießen ohne es allerdings zu treffen. Mit seinen vorbereiteten Kanonen brachte er die japanischen Küstenbatterien zum Schweigen. Auf feindlichem Gebiet und unbekannten Gewäsern erkannte McDougal zwei ankernde japanische Kriegsschiffe außerhalb der Reichweite der Küstenbatterien und schob sein Schiff zwischen diese beiden und ließ auf jedes eine komplette Breitseite abfeuern. Der letzte Schuss der Kriegsschaluppe war noch nicht in sein Ziel gelang, da sanken auch schon beide japanischen Schiffe. Das dritte Schiff wurde schwer beschädigt. Nach zwei Stunden war die Schlacht beendet und McDougal kehrte mit der USS WYOMING nach Yokohama zurück. Dort verfasste er am 23. Juli seinen Bericht an den amerikanischen Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) über das Vorgefallene. Nach einem kurzen Aufenthalt begab sich McDougal mit der Kriegsschaluppe auf die Jagd nach der CSS ALABAMA. Im Februar 1864 schrieb McDougal aber das es keine Alternative für die USS WYOMING mehr gebe und unbedingt in die Werft zu einer Überholung müsse da die letzte schon ausgefallen war und die Dampfkessel nicht mehr vollständig intakt seien. Nach einer Reise von fast drei Monaten erreichte die Kriegsschaluppe die Philadelphia Navy Yard am 13. Juli 1964 und absolvierte damit eine Weltumsegelung. Durch die Anwesenheit des Konföderierten Kreuzers CSS FLORIDA vor der Ostküste bedeutete eine weitere Änderung für die Pläne mit der USS WYOMING. Commodore Cornelius Kinchiloe Stribling ( 22. September 1796 – 17 Januar 1880 ), Kommandant der Philadelphia Navy Yard, ordnete an, dass die Kriegsschaluppe umgehend wieder auslaufen muss um das Konföderierte Schiff zu suchen. Fünf Tage lang hielten die Kessel bei auffrischenden nordöstlichen Winden. Dann kehrte McDougal mit dem Schiff am 19.Juli nach Philadelphia zurück. Von Bord der Kriegsschaluppe ging er nachdem es am 23. Juli 1964 wegen Reparaturarbeiten außer Dienst gestellt wurde. Am 23. Dezember 1869 übernahm McDougal das Kommando über das South Pacific Squadron. In den Ruhestand versetzte man ihn am 27. September 1871. Zum Rear Admiral ernannte man ihn am 24. August 1873. Er starb in San Francisco, Kalifornien und begrub ihn auf den Mountain View Friedhof in Oakland, Kalifornien.


USS McDOUGAL ( DD-358 )

Schiffsbiografie

Die USS McDOUGAL ( DD-358 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral David Stockton McDougal benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der PORTER – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Corporation in Camden, New Jersey wurde am 18. Dezember 1933 der Kiel gelegt. Miss Caroline McDougal Neilson, Tochter von Captain John Land Neilson ( 31. Juli 1880 – 14. Juni 1956 ), Medical Corps der US Navy, und Urenkelin von Rear Admiral David Stockton McDougal, taufte am 17. Juli 1936 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Robert Caldwell Starkey stellte am 23. Dezember 1936 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS McDOUGAL wechselte nach der Indienststellung in den Hafen von Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgte die Endausrüstung und das Bordpostamt eröffnete am 22. Januar 1937. Nach dem Abschluss der Ausrüstungsarbeiten legte der Zerstörer in Philadelphia ab und fuhr nach Norfolk, Virginia, wo er am 23. Februar anlegte. Von diesem Hafen aus begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. So legte man unter anderem am 3. März in Ponta Delgada, Azoreninsel Sao Miguel; am 14. März in Trieste, Italien; am 21. März in Dubrovnik, Jugoslawien; am 29. März in Neapel, Italien; am 14. April in San Juan, Puerto Rico und am 16. April in der Gunatanamo Bay, Kuba. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt endete im Hafen von Philadelphia. Hier untersuchte man den Schiffskörper und nahm einige Nachbesserungen vor. Anschließend war die USS McDOUGAL bis Mitte des Jahres das Büro von Admiral William Daniel Leahy ( 6. Mai 1875 in Hampton, Iowa – 20. Juli 1959 in Bethesda, Maryland ), dem Chief of Naval Operations. Danach beteiligte sich der Zerstörer an einigen Übungen vor der Küste Neuenglands. Diese waren Anfang September abgeschlossen und das Kriegsschiff lag in Philadelphia. In diesem Hafen bereitete man den Zerstörer auf die Fahrt in den Pazifik vor. Die USS McDOUGAL legte am 13. September dort ab. Auf dem Weg in den Golf von Mexiko besuchte der Zerstörer mehrere Häfen. Den Panamakanal durchquerte das Kriegsschiff am 9. Oktober und fuhr von dort aus in die Marinebasis San Diego, Kalifornien, dem neuen Heimathafen. Hier ernannte man die USS McDOUGAL zum Flaggschiff des Zerstörergeschwaders 9. Dazu gehören unter anderem die Zerstörer USS MOFFETT ( DD-362 ) und USS WINSLOW ( DD-359 ). Am 5. Dezember 1937 lag die USS McDOUGAL im Hafen der Marinebasis San Diego. Im Ostpazifik und in der Karibik beteiligte sich das Kriegsschiff dann innerhalb der Scouting Force und der Battle Force am Schiffstypischen Training, an Bereitschaftskreuzfahrten und an Manövern. Im Frühjahr 1941 kehrte die USS McDOUGAL zusammen mit den Zerstörern des Zerstörergeschwaders 9 in den Atlantik zurück. Hier operierten die Kriegsschiffe entlang der US Ostküste und führten Neutralitätspatrouillen durch. Am 5. August fährt die USS McDOUGAL zusammen mit der USS WINSLOW und dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) in die Menemsha Bucht im Vineyard Sound, Massachusetts. Hier lag die Präsidentenyacht USS POTOMAC ( AG-25 ) auf der sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ) aufhielt. Der Präsident wechselte an Bord des Schweren Kreuzers. Diese drei Schiffe fuhren anschließend in Richtung Norden. Ziel war der amerikanische Marinestützpunkt Argentia in der Placentia Bay, Neufundland, Kanada, in den die Schiffe am 7. August einlaufen. Die Fernsicherung dieser drei Kriegsschiffe übernimmt der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und drei Zerstörer, die ebenfalls nach Argentia fahren. Hier will sich der US Präsident mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 in Woodstock, Oxfordshire, Großbritannien – 24. Januar 1965 in Kensington, London ) zu einer Unterredung treffen. Winston Churchill trifft in dem Marinestützpunkt am 9. August ein. Er befand sich an Bord des Schlachtschiffes HMS PRINCE of WALES ( 53 ), das durch den britischen Zerstörer HMS RIPLEY ( G79 ), das war der ehemalige amerikanische Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-228 ), und die kanadischen Zerstörer HMCS ASSINIBOINE ( I18 ) und HMCS RESTIGOUCHE ( H00 ) eskortiert wurde. Noch am selben Tag wechselte US Präsident Roosevelt an Bord der USS McDOUGAL und ließ sich an Bord des britischen Schlachtschiffes bringen. Hier diskutierten beide Staatsführer über die Bedrohung der Achsenmächte. Am folgenden Tag wechselte Premierminister Churchill an Bord des Schweren Kreuzers USS AUGUSTA und blieb hier bis zum 12. August. In diesen Tagen formulierten die beiden Staatsführer die gemeinsamen Grundsätze für den Frieden in der Nachkriegszeit. Diese Grundsätze wurden in einer Acht-Punkte-Erklärung formuliert und am 14. August als Atlantik-Charta der Weltöffentlichkeit präsentiert. An der Ausarbeitung der Atlantik-Charta waren von britischer Seite der Armeegeneral Sir John Greer Dill 25. Dezember 1881 in Lurgan, County Armagh, Irland – 4. November 1944 im Walter Reed General Hospital, Washington DC ) und Admiral Sir Alfred Dudley Pickman Rogers Pound ( 29. August 1877 in Ventor, Isle of Wight – 21. Oktober 1943 im Royal Masonic Hospital, London ). Auf amerikanischer Seite waren Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Kittery, Maine ), Admiral Harold Rainsford Stark ( 12. November 1880 in Wilkes Barre, Pennsylvania – 20. August 1972 in Washington DC ), Armeegeneral George Catlett Marshall, Jr. ( 31. Dezember 1880 in Uniontown, Pennsylvania – 16. Oktober 1959 im Walter Reed General Hospital, Washington DC ), der Präsidentschaftsberater Harry Lloyd Hopkins ( 17. August 1890 in Sioux City, Iowa – 29. Januar 1946 in New York City ) und der amerikanische Botschafter in Großbritannien und der Sowjetunion William Averell Harrisman ( 15. November 1891 in New York – 26. Juli 1986 in Yorktown Heights, New York ). Am 12. August verließen die amerikanischen und britischen Schiffe wieder den amerikanischen Marinestützpunkt Argentia und fuhren Heimwärts. Die USS McDOUGAL eskortierte zusammen mit der USS WINSLOW den Schweren Kreuzer USS AUGUSTA bis an die Küste von Maine, wo US Präsident Roosevelt wieder von Bord ging. Die USS McDOUGAL bereitete man anschließend für ihre erste Patrouillenfahrt in der Grönlandstraße zwischen Grönland und Island vor. Dazu versetzte man den Zerstörer in die „White Patrol“. In dieser befindet sich das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und USS QUINCY ( CA-39 ) und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS SIMS ( DD-409 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS RUSSELL ( DD-414 ). Diese Schiffe sind in den isländischen Hafen Hvalfjord stationiert. Zur Verstärkung dieser „White Patrol“ verlässt am 23. September ein Schiffsverband den amerikanischen Marinestützpunkt Argentia und fährt ebenfalls nach Hyalfjord, da wahrscheinlich das deutsche Schlachtschiff TIRPITZ die Ostsee verlassen und in den Nordatlantik wechseln will. In diesem Schiffsverband war das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), der Flugzeugträger USS WASP ( CV-7 ), der Schwere Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und die Zerstörer USS GWIN ( DD-433 ), USS MEREDITH ( DD-434 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS MONSSEN ( DD-436 ) und das Werkstattschiff USS VULCAN ( AR-5 ). Am 28. September laufen diese Schiffe in Hvalfjord ein. Am 3. November verlassen die Zerstörer der Task Group 14.9 Hvalfjord und fahren nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In der TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS VINCENNES und USS QUINCY und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS WINSLOW, USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ) und USS ROWAN ( DD-405 ). Diese Kriegsschiffe sichern britische Truppentransporter vom Schiffskonvoi CT.5. In Halifax wechseln diese britischen Soldaten an Bord amerikanischer Truppentransporter, die zum Schiffskonvoi WS.24 zusammengestellt worden waren. Es waren die USS WAKEFIELD ( AP-21 ), USS MOUNT VERNON ( AP-22 ), USS WEST POINT ( AP-23 ), USS LEONARD WOOD ( AP-25 ), USS JOSEPH T DICKMAN ( AP-26 ) und USS ORIZABA ( AP-24 ). Am 10. November laufen diese Schiffe in Halifax aus. Das erste Ziel des Schiffskonvois war Kapstadt, Südafrika. Eskortiert wurde er von den amerikanischen Kriegsschiffen der Task Group 14.4. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), die Schweren Kreuzer USS VINCENNES und USS QUINCY und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS WINSLOW, USS WAINWRIGHT, USS MAYRANT, USS TRIPPE, USS RHIND und USS ROWAN. Auf der Position des 17. Längengrades kehrt die USS Ranger zusammen mit der USS RHIND und USS TRIPPE um und fährt nach Trinidad. Am 9. Dezember laufen die übrigen Kriegsschiffe mit den Truppentransportern im Hafen von Kapstadt ein. Hier übernimmt der britische Schwere Kreuzer HMS DORSETSHIRE ( 40 ) und mehrere Zerstörer die Eskorte über die Truppentransporter und eskortiert diese bis Bombay, Indien, wo sie am 27. Dezember anlegten. Kurz vor Erreichen von Kapstadt erfuhren die Besatzungsmitglieder der Kriegsschiffe, dass die Japaner am 7. Dezember 1941 den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii angegriffen haben und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineingezogen haben. Die amerikanischen Kriegsschiffe verließen nach der Übergabe der Truppentransporter wieder Kapstadt und fuhren zu ihren vorgegebenen Einsatzgebieten. Die USS McDOUGAL fuhr nach Trinidad. In den dortigen Hafen lief der Zerstörer am 30. Dezember ein. Von hier aus begann das Kriegsschiff ab dem 18. Januar 1942 mit seinen Patrouillenfahrten vor der südamerikanischen Küste im Atlantik. Auf dieser ersten Patrouillenfahrt überquerte das Kriegsschiff am 23. Januar den Äquator bei den Koordinaten 0° 0’ und 39° 0’. Da befand sich der Zerstörer nördlich der brasilianischen Stadt Fortaleza. In den folgenden Monaten führte die USS McDOUGAL zwischen den brasilianischen und karibischen Häfen mehrere Eskortierfahrten und Patrouillen durch. Nach einer Überholung in der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina zwischen Juli und August fuhr der Zerstörer erneut in die Karibik. Von dort aus wechselte das Kriegsschiff zum Panamakanal, den es am 31. August erreichte. Hier gliederte man die USS McDOUGAL indie Southeast Pacific Force. Ab dem 7. September begann der Zerstörer mit seiner Patrouillenfahrt entlang der Lateinamerikanischen Küste im Pazifik. So befuhr das Kriegsschiff in den folgenden zwei Jahren von Balboa, Panamakanalzone aus die Strecke vom Norden Nicaraguas bis südlich der Magellanstraße. Auf dieser Strecke besuchte die USS McDOUGAL unter anderem Häfen in Ecuador, Peru und Chile. Außerdem patrouillierte der Zerstörer im Südosten des Pazifik bis zu den Galapagos Inseln, Ecuador und der Inselgruppe Juan Fernandez, Chile. Nach den zwei Jahren wechselte das Kriegsschiff wieder in den Atlantik und legte am 4. September 1944 im Hafen von New York an. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer wieder am Konvoidienst. So legte die USS McDOUGAL am 12. September schon wieder ab und eskortierte die Schiffe des Konvois CU 39 bis nach Großbritannien. In den folgenden sechs Monaten machte das Kriegsschiff so vier Rundfahrten zwischen New York und den britischen Häfen. Am 5. März 1945 legte die USS McDOUGAL mit den Schiffen des Konvois US 57 in New York an. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer wieder diesen Hafen und fuhr nach Charleston um sich dort einer Überholung zu unterziehen. Von Charleston aus wechselte der Zerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier unterstützte das Kriegsschiff vom 11. bis zum 15. September die operative Entwicklungsgruppe der Atlantischen Flotte. Man klassifizierte am 17. September das Kriegsschiff zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und gab ihm die Kennung AG-126. Damit konnte die USS McDOUGAL an experimentellen Operationen teilnehmen um die Schiffsgeschütze und das Radar zu verbessern. Dafür besuchte das Schiff die Häfen von Boston, Massachusetts; Norfolk, Virginia und Newport, Rhode Island. Am 15. Dezember legte die USS McDOUGAL im Hafen von Boston an und überwinterte hier. Ihre Tätigkeiten nahm das Schiff ab dem 29. März 1946 in Norfolk dann wieder auf. Vom 15. zum 16. Juni fuhr das Schiff dann nach New York und wurde am 24. Juni 1946 am Kings Point, Tompkinsville, New York außer Dienst gestellt. Am 13. Januar 1947 verwendete man die USS McDOUGAL als Ausbildungsschiff für Naval Reservisten. Das Schiff operierte dabei unter der Kontrolle des 3. Naval Districts, während sie in Brooklyn stationiert war. Man strich am 15. August 1949 den Namen USS McDOUGAL ( AG-126 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den schiffskörper am 22. September 1946 an die H. H. Buncher Company in Pittsburgh, Pennsylvania zum verschrotten.


USS MCDOUGAL ( DD-358 )
Commanding Officer

CDR Robert Caldwell Starkey          23. Dezember 1936 – 29. Juli 1937
CDR Elliott Marchant Senn          29. Juli 1937 – 22. Juni 1940
CDR William Walter Warlick          22. Juni 1940 – 18. April 1941 (erreichter Rang COMO)
CDR Paul Ralph Heineman          18. April 1941 – 10. September 1941
CDR Dashiell Livingston Madeira         10. September 1941 – 13. Januar 1942
CDR George Charles Wright          13. Januar 1942 – 13. August 1943 (erreichter Rang VADM)
LCDR Clinton Andrew Neyman Jr.         13. August 1943 – 10. Juli 1944
LCDR Frank Robert Arnold         10. Juli 1944 – 6. September 1944
LT Alfred Thomas Campbell          6. September 1944 – 9. September 1944
CDR Earl William Logsdon         9. September 1944 – 17. September 1945
LCDR Conrad Hilmer Carlson         17. September 1945 – 24. Juni 1946


am 14. März 1937 Hafenbesuch in Trieste, Italien während der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt

 

 

29. März 1937 Hafenbesuch in Neapel, Italien während der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt

USS McDOUGAL ( AG-126 )

USS McDOUGAL ( AG-126 ) ex ( DD-358 )

Biografie

David Stockton McDougal
* 27. September 1809 in Ohio
† 7. August 1882 in San Francisco, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges und führte eine Seeschlacht vor Japan

Am 1. April 1828 ernannte man McDougal zum Midshipman. Während der folgenden drei Jahrzehnte diente er im Mittelmeer, in der Karibik, in Squadrons die vor der Heimatküsten operierten und auf den Großen Seen vor dem Bundesstaat Michigan. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges diente er auf der Fregatte USS MISSISSIPPI ( 1841 ) die das Flaggschiff von Commodore Matthew Perry Calbraith ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) war. An der Belagerung und Einnahme von Veracruz durch eine amphibische Landung vom 9. bis zum 29. März 1847 war McDougal mit beteiligt. Außerdem nahm er an der Mosquito Flotten Kampagne von Perry gegen die restlichen mexikanischen Häfen im Golf teil. Von 1854 bis 1856 erhielt McDougal das Kommando über die Kriegskorvette USS WARREN ( 1827 ) übertragen. Im März 1856 erhielt er das Kommando über den Dampfschlepper USS JOHN HANCOCK ( 1850 ) die in der Mare Island Naval Yard wegen Reparaturarbeiten lag. Am 20. März 1856 verließ das Schiff die San Francisco Bay mit dem Ziel Puget Sound um den dortigen weißen Siedlern und Armeeaußenposten gegen aufständische Indianerstämme zu helfen. Am 28. März lief die USS JOHN HANCOCK in den Hafen von Seattle ein und benutzte ihn bis zum 4. August als Basis. Am 17. August erreichte sie wieder San Francisco und am 23. August stellte man das Schiff außer Dienst. Am 9. August 1861 übernahm McDougal das Kommando über die Dampfschaluppe USS WYOMING ( 1859 ) die wegen Reparaturarbeiten in San Francisco lag. Während des beginnenden amerikanischen Bürgerkrieges erhielt er die Aufgabe in Niederkalifornien die amerikanischen Wahlfanginteressen gegen mögliche Konföderierte Angriffe zu schützen. Danach folgten Patrouillenfahrten in südamerikanische Gewässer. Nach erneuten Reparaturarbeiten in der Mare Island Naval Yard erhielt McDougal neue Aufträge die besagten, dass er sich mit dem Schiff unverzüglich in den Fernen Osten begeben sollte um den dortigen bewaffneten Piraten das Handwerk zu legen und den Schutz der amerikanischen Handelsschiffe zu gewährleisten. Außerdem operierte die Konföderierte Kriegskorvette CSS ALABAMA ( 1862 ) unter dem Kommando von Captain Raphael Semmes ( 27. September 1809 – 30. August 1877 ) in den Gewässern von Java. Beide Schiffe haben sich aber nie getroffen. Im Frühjahr 1863 machte McDougal Anstalten mit der USS WYOMING nach weitgehend fruchtlosen Kreuzfahrten in die Werft von Philadelphia wegen anstehender Reparaturarbeiten zurück zu kehren. Mitten in diesen Vrbereitungen trat ein Ereignis ein das sämtliche Pläne ändern ließ. Im Mai 1863 lag die USS WYOMING im Hafen von Yokohama als eine Welle von Feindlichkeiten der Japaner gegenüber Ausländern aufflammte. Der japanische Kaiser hatte den 25. Juni festgesetzt, an dem alle Ausländer das Land zu verlassen hätten. In der Straße von Shimonoseki lag das amerikanische Handelsschiff SS PEMBROKE am 26. Juni noch vor Anker. Dieses amerikanische Schiff griffen am Morgen des 26. Juni zwei bewaffnete japanische Schiffe an. Glücklicherweise konnte der Kapitän der SS PEMBROKE ohne nennenswerte Verluste an Mannschaftsmitgliedern über die Bungo Strait nach Shanghai fliehen ohne seine Handelsware nach Nagasaki, dem Bestimmungshafen seiner Reise, bringen zu können. In Anwesenheit von CDR McDougal betonte der amerikanische Botschafter für Japan, Robert Hewson Pruyn ( 14. Februar 1815-26. Februar 1882 ) am 10. Juli , dem japanischen Außenminister den Ernst der Lage, dass die Beleidigung der amerikanischen Flagge eine ernste Angelegenheit sei. Man erwarte von der japanischen Regierung eine Erklärung über die Straftat. Daraufhin erbaten die japanischen Diplomaten die Amerikaner nichts zu tun bis ihre Regierung die nötigen Maßnahmen zur Ergreifung der Schuldigen veranlßt hätten. Pryun und McDougal waren sich aber darin einig das die japanische Regierung nichts dergleichen ergreifen würde. Dementsprechend ließ McDougal die USS WYOMING für ein sofortiges Auslaufen vorbereiten. Diese Situation trat drei Tage später ein da sich niemand von der japanischen Regierung zu dem Vorfall äußerte. Am 13. Juli um 4:45 Uhr er die Anker lichten und 15 Minuten später verließ das Schiff den Hafen von Yokohama. Zwei Tage später erreichte die Dampfschaluppe am Abend die Insel Hime Shima wo McDougal den Anker des Schiffes vor der Südseite der Insel ausbringen ließ. Um fünf Uhr des folgenden Tages ließ er die Anker lichten und dampfte mit dem Kriegsschiff in Richtung der Straße von Shimoneski. Dort ließ er alle seine Kanonen laden für einen eventuellen nicht vorhersehbaren Zwischenfall. Das Kriegsschiff erreichte um 10:45 Uhr die Meerenge wo die dort befindlichen drei japanischen Schiffe und die japanischen Küstenbatterien von der Landseite aus über die Ankunft der USS WYOMING alarmiert wurden. Beim Einfahren in die Straße von Shimonoseki begannen die japanischen Küstenbatterien ohne Vorwarnung auf das amerikanische Kriegsschiff ihre Kanonen auf dieses abzuschießen ohne es allerdings zu treffen. Mit seinen vorbereiteten Kanonen brachte er die japanischen Küstenbatterien zum Schweigen. Auf feindlichem Gebiet und unbekannten Gewäsern erkannte McDougal zwei ankernde japanische Kriegsschiffe außerhalb der Reichweite der Küstenbatterien und schob sein Schiff zwischen diese beiden und ließ auf jedes eine komplette Breitseite abfeuern. Der letzte Schuss der Kriegsschaluppe war noch nicht in sein Ziel gelang, da sanken auch schon beide japanischen Schiffe. Das dritte Schiff wurde schwer beschädigt. Nach zwei Stunden war die Schlacht beendet und McDougal kehrte mit der USS WYOMING nach Yokohama zurück. Dort verfasste er am 23. Juli seinen Bericht an den amerikanischen Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) über das Vorgefallene. Nach einem kurzen Aufenthalt begab sich McDougal mit der Kriegsschaluppe auf die Jagd nach der CSS ALABAMA. Im Februar 1864 schrieb McDougal aber das es keine Alternative für die USS WYOMING mehr gebe und unbedingt in die Werft zu einer Überholung müsse da die letzte schon ausgefallen war und die Dampfkessel nicht mehr vollständig intakt seien. Nach einer Reise von fast drei Monaten erreichte die Kriegsschaluppe die Philadelphia Navy Yard am 13. Juli 1964 und absolvierte damit eine Weltumsegelung. Durch die Anwesenheit des Konföderierten Kreuzers CSS FLORIDA vor der Ostküste bedeutete eine weitere Änderung für die Pläne mit der USS WYOMING. Commodore Cornelius Kinchiloe Stribling ( 22. September 1796 – 17 Januar 1880 ), Kommandant der Philadelphia Navy Yard, ordnete an, dass die Kriegsschaluppe umgehend wieder auslaufen muss um das Konföderierte Schiff zu suchen. Fünf Tage lang hielten die Kessel bei auffrischenden nordöstlichen Winden. Dann kehrte McDougal mit dem Schiff am 19.Juli nach Philadelphia zurück. Von Bord der Kriegsschaluppe ging er nachdem es am 23. Juli 1964 wegen Reparaturarbeiten außer Dienst gestellt wurde. Am 23. Dezember 1869 übernahm McDougal das Kommando über das South Pacific Squadron. In den Ruhestand versetzte man ihn am 27. September 1871. Zum Rear Admiral ernannte man ihn am 24. August 1873. Er starb in San Francisco, Kalifornien und begrub ihn auf den Mountain View Friedhof in Oakland, Kalifornien.


USS McDOUGAL ( AG-126 ) ex ( DD-358 )

Schiffsbiografie

Die USS McDOUGAL ( DD-358 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral David Stockton McDougal benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der PORTER – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Corporation in Camden, New Jersey wurde am 18. Dezember 1933 der Kiel gelegt. Miss Caroline McDougal Neilson, Tochter von Captain John Land Neilson ( 31. Juli 1880 – 14. Juni 1956 ), Medical Corps der US Navy, und Urenkelin von Rear Admiral David Stockton McDougal, taufte am 17. Juli 1936 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Robert Caldwell Starkey stellte am 23. Dezember 1936 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS McDOUGAL wechselte nach der Indienststellung in den Hafen von Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgte die Endausrüstung und das Bordpostamt eröffnete am 22. Januar 1937. Nach dem Abschluss der Ausrüstungsarbeiten legte der Zerstörer in Philadelphia ab und fuhr nach Norfolk, Virginia, wo er am 23. Februar anlegte. Von diesem Hafen aus begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. So legte man unter anderem am 3. März in Ponta Delgada, Azoreninsel Sao Miguel; am 14. März in Trieste, Italien; am 21. März in Dubrovnik, Jugoslawien; am 29. März in Neapel, Italien; am 14. April in San Juan, Puerto Rico. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt endete im Hafen von Philadelphia. Hier untersuchte man den Schiffskörper und nahm einige Nachbesserungen vor. Anschließend war die USS McDOUGAL bis Mitte des Jahres das Büro von Admiral William Daniel Leahy ( 6. Mai 1875 in Hampton, Iowa – 20. Juli 1959 in Bethesda, Maryland ), dem Chief of Naval Operations. Danach beteiligte sich der Zerstörer an einigen Übungen vor der Küste Neuenglands. Diese waren Anfang September abgeschlossen und das Kriegsschiff lag in Philadelphia. In diesem Hafen bereitete man den Zerstörer auf die Fahrt in den Pazifik vor. Die USS McDOUGAL legte am 13. September dort ab. Auf dem Weg in den Golf von Mexiko besuchte der Zerstörer mehrere Häfen. Den Panamakanal durchquerte das Kriegsschiff am 9. Oktober und fuhr von dort aus in die Marinebasis San Diego, Kalifornien, dem neuen Heimathafen. Hier ernannte man die USS McDOUGAL zum Flaggschiff des Zerstörergeschwaders 9. Dazu gehören unter anderem die Zerstörer USS MOFFETT ( DD-362 ) und USS WINSLOW ( DD-359 ). Im Ostpazifik und in der Karibik beteiligte sich das Kriegsschiff innerhalb der Scouting Force und der Battle Force am Schiffstypischen Training, an Bereitschaftskreuzfahrten und an Manövern. Im Frühjahr 1941 kehrte die USS McDOUGAL zusammen mit den Zerstörern des Zerstörergeschwaders 9 in den Atlantik zurück. Hier operierten die Kriegsschiffe entlang der US Ostküste und führten Neutralitätspatrouillen durch. Am 5. August fährt die USS McDOUGAL zusammen mit der USS WINSLOW und dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) in die Menemsha Bucht im Vineyard Sound, Massachusetts. Hier lag die Präsidentenyacht USS POTOMAC ( AG-25 ) auf der sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ) aufhielt. Der Präsident wechselte an Bord des Schweren Kreuzers. Diese drei Schiffe fuhren anschließend in Richtung Norden. Ziel war der amerikanische Marinestützpunkt Argentia in der Placentia Bay, Neufundland, Kanada, in den die Schiffe am 7. August einlaufen. Die Fernsicherung dieser drei Kriegsschiffe übernimmt der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und drei Zerstörer, die ebenfalls nach Argentia fahren. Hier will sich der US Präsident mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 in Woodstock, Oxfordshire, Großbritannien – 24. Januar 1965 in Kensington, London ) zu einer Unterredung treffen. Winston Churchill trifft in dem Marinestützpunkt am 9. August ein. Er befand sich an Bord des Schlachtschiffes HMS PRINCE of WALES ( 53 ), das durch den britischen Zerstörer HMS RIPLEY ( G79 ), das war der ehemalige amerikanische Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-228 ), und die kanadischen Zerstörer HMCS ASSINIBOINE ( I18 ) und HMCS RESTIGOUCHE ( H00 ) eskortiert wurde. Noch am selben Tag wechselte US Präsident Roosevelt an Bord der USS McDOUGAL und ließ sich an Bord des britischen Schlachtschiffes bringen. Hier diskutierten beide Staatsführer über die Bedrohung der Achsenmächte. Am folgenden Tag wechselte Premierminister Churchill an Bord des Schweren Kreuzers USS AUGUSTA und blieb hier bis zum 12. August. In diesen Tagen formulierten die beiden Staatsführer die gemeinsamen Grundsätze für den Frieden in der Nachkriegszeit. Diese Grundsätze wurden in einer Acht-Punkte-Erklärung formuliert und am 14. August als Atlantik-Charta der Weltöffentlichkeit präsentiert. An der Ausarbeitung der Atlantik-Charta waren von britischer Seite der Armeegeneral Sir John Greer Dill 25. Dezember 1881 in Lurgan, County Armagh, Irland – 4. November 1944 im Walter Reed General Hospital, Washington DC ) und Admiral Sir Alfred Dudley Pickman Rogers Pound ( 29. August 1877 in Ventor, Isle of Wight – 21. Oktober 1943 im Royal Masonic Hospital, London ). Auf amerikanischer Seite waren Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Kittery, Maine ), Admiral Harold Rainsford Stark ( 12. November 1880 in Wilkes Barre, Pennsylvania – 20. August 1972 in Washington DC ), Armeegeneral George Catlett Marshall, Jr. ( 31. Dezember 1880 in Uniontown, Pennsylvania – 16. Oktober 1959 im Walter Reed General Hospital, Washington DC ), der Präsidentschaftsberater Harry Lloyd Hopkins ( 17. August 1890 in Sioux City, Iowa – 29. Januar 1946 in New York City ) und der amerikanische Botschafter in Großbritannien und der Sowjetunion William Averell Harrisman ( 15. November 1891 in New York – 26. Juli 1986 in Yorktown Heights, New York ). Am 12. August verließen die amerikanischen und britischen Schiffe wieder den amerikanischen Marinestützpunkt Argentia und fuhren Heimwärts. Die USS McDOUGAL eskortierte zusammen mit der USS WINSLOW den Schweren Kreuzer USS AUGUSTA bis an die Küste von Maine, wo US Präsident Roosevelt wieder von Bord ging. Die USS McDOUGAL bereitete man anschließend für ihre erste Patrouillenfahrt in der Grönlandstraße zwischen Grönland und Island vor. Dazu versetzte man den Zerstörer in die „White Patrol“. In dieser befindet sich das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und USS QUINCY ( CA-39 ) und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS SIMS ( DD-409 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS RUSSELL ( DD-414 ). Diese Schiffe sind in den isländischen Hafen Hvalfjord stationiert. Zur Verstärkung dieser „White Patrol“ verlässt am 23. September ein Schiffsverband den amerikanischen Marinestützpunkt Argentia und fährt ebenfalls nach Hyalfjord, da wahrscheinlich das deutsche Schlachtschiff TIRPITZ die Ostsee verlassen und in den Nordatlantik wechseln will. In diesem Schiffsverband war das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), der Flugzeugträger USS WASP ( CV-7 ), der Schwere Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und die Zerstörer USS GWIN ( DD-433 ), USS MEREDITH ( DD-434 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS MONSSEN ( DD-436 ) und das Werkstattschiff USS VULCAN ( AR-5 ). Am 28. September laufen diese Schiffe in Hvalfjord ein. Am 3. November verlassen die Zerstörer der Task Group 14.9 Hvalfjord und fahren nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In der TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS VINCENNES und USS QUINCY und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS WINSLOW, USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ) und USS ROWAN ( DD-405 ). Diese Kriegsschiffe sichern britische Truppentransporter vom Schiffskonvoi CT.5. In Halifax wechseln diese britischen Soldaten an Bord amerikanischer Truppentransporter, die zum Schiffskonvoi WS.24 zusammengestellt worden waren. Es waren die USS WAKEFIELD ( AP-21 ), USS MOUNT VERNON ( AP-22 ), USS WEST POINT ( AP-23 ), USS LEONARD WOOD ( AP-25 ), USS JOSEPH T DICKMAN ( AP-26 ) und USS ORIZABA ( AP-24 ). Am 10. November laufen diese Schiffe in Halifax aus. Das erste Ziel des Schiffskonvois war Kapstadt, Südafrika. Eskortiert wurde er von den amerikanischen Kriegsschiffen der Task Group 14.4. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), die Schweren Kreuzer USS VINCENNES und USS QUINCY und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS WINSLOW, USS WAINWRIGHT, USS MAYRANT, USS TRIPPE, USS RHIND und USS ROWAN. Auf der Position des 17. Längengrades kehrt die USS Ranger zusammen mit der USS RHIND und USS TRIPPE um und fährt nach Trinidad. Am 9. Dezember laufen die übrigen Kriegsschiffe mit den Truppentransportern im Hafen von Kapstadt ein. Hier übernimmt der britische Schwere Kreuzer HMS DORSETSHIRE ( 40 ) und mehrere Zerstörer die Eskorte über die Truppentransporter und eskortiert diese bis Bombay, Indien, wo sie am 27. Dezember anlegten. Kurz vor Erreichen von Kapstadt erfuhren die Besatzungsmitglieder der Kriegsschiffe, dass die Japaner am 7. Dezember 1941 den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii angegriffen haben und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineingezogen haben. Die amerikanischen Kriegsschiffe verließen nach der Übergabe der Truppentransporter wieder Kapstadt und fuhren zu ihren vorgegebenen Einsatzgebieten. Die USS McDOUGAL fuhr nach Trinidad. In den dortigen Hafen lief der Zerstörer am 30. Dezember ein. Von hier aus begann das Kriegsschiff ab dem 18. Januar 1942 mit seinen Patrouillenfahrten vor der südamerikanischen Küste im Atlantik. Auf dieser ersten Patrouillenfahrt überquerte das Kriegsschiff am 23. Januar den Äquator bei den Koordinaten 0° 0’ und 39° 0’. Da befand sich der Zerstörer nördlich der brasilianischen Stadt Fortaleza. In den folgenden Monaten führte die USS McDOUGAL zwischen den brasilianischen und karibischen Häfen mehrere Eskortierfahrten und Patrouillen durch. Nach einer Überholung in der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina zwischen Juli und August fuhr der Zerstörer erneut in die Karibik. Von dort aus wechselte das Kriegsschiff zum Panamakanal, den es am 31. August erreichte. Hier gliederte man die USS McDOUGAL indie Southeast Pacific Force. Ab dem 7. September begann der Zerstörer mit seiner Patrouillenfahrt entlang der Lateinamerikanischen Küste im Pazifik. So befuhr das Kriegsschiff in den folgenden zwei Jahren von Balboa, Panamakanalzone aus die Strecke vom Norden Nicaraguas bis südlich der Magellanstraße. Auf dieser Strecke besuchte die USS McDOUGAL unter anderem Häfen in Ecuador, Peru und Chile. Außerdem patrouillierte der Zerstörer im Südosten des Pazifik bis zu den Galapagos Inseln, Ecuador und der Inselgruppe Juan Fernandez, Chile. Nach den zwei Jahren wechselte das Kriegsschiff wieder in den Atlantik und legte am 4. September 1944 im Hafen von New York an. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer wieder am Konvoidienst. So legte die USS McDOUGAL am 12. September schon wieder ab und eskortierte die Schiffe des Konvois CU 39 bis nach Großbritannien. In den folgenden sechs Monaten machte das Kriegsschiff so vier Rundfahrten zwischen New York und den britischen Häfen. Am 5. März 1945 legte die USS McDOUGAL mit den Schiffen des Konvois US 57 in New York an. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer wieder diesen Hafen und fuhr nach Charleston um sich dort einer Überholung zu unterziehen. Von Charleston aus wechselte der Zerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier unterstützte das Kriegsschiff vom 11. bis zum 15. September die operative Entwicklungsgruppe der Atlantischen Flotte. Man klassifizierte am 17. September das Kriegsschiff zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und gab ihm die Kennung AG-126. Damit konnte die USS McDOUGAL an experimentellen Operationen teilnehmen um die Schiffsgeschütze und das Radar zu verbessern. Dafür besuchte das Schiff die Häfen von Boston, Massachusetts; Norfolk, Virginia und Newport, Rhode Island. Am 15. Dezember legte die USS McDOUGAL im Hafen von Boston an und überwinterte hier. Ihre Tätigkeiten nahm das Schiff ab dem 29. März 1946 in Norfolk dann wieder auf. Vom 15. zum 16. Juni fuhr das Schiff dann nach New York und wurde am 24. Juni 1946 am Kings Point, Tompkinsville, New York außer Dienst gestellt. Am 13. Januar 1947 verwendete man die USS McDOUGAL als Ausbildungsschiff für Naval Reservisten. Das Schiff operierte dabei unter der Kontrolle des 3. Naval Districts, während sie in Brooklyn stationiert war. Man strich am 15. August 1949 den Namen USS McDOUGAL ( AG-126 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den schiffskörper am 22. September 1946 an die H. H. Buncher Company in Pittsburgh, Pennsylvania zum verschrotten.


USS MCDOUGAL ( AG-126 ) ex ( DD-358 )
Commanding Officer

CDR Robert Caldwell Starkey        23. Dezember 1936 – 29. Juli 1937
CDR Elliott Marchant Senn        29. Juli 1937 – 22. Juni 1940
CDR William Walter Warlick          22. Juni 1940 – 18. April 1941 (erreichter Rang COMO)
CDR Paul Ralph Heineman          18. April 1941 – 10. September 1941
CDR Dashiell Livingston Madeira         10. September 1941 – 13. Januar 1942
CDR George Charles Wright          13. Januar 1942 – 13. August 1943 (erreichter Rang VADM)
LCDR Clinton Andrew Neyman Jr.         13. August 1943 – 10. Juli 1944
LCDR Frank Robert Arnold         10. Juli 1944 – 6. September 1944
LT Alfred Thomas Campbell          6. September 1944 – 9. September 1944
CDR Earl William Logsdon          9. September 1944 – 17. September 1945
LCDR Conrad Hilmer Carlson        17. September 1945 – 24. Juni 1946