Archiv für den Monat: November 2017

USS HEERMANN ( DD-532 )

USS HEERMANN ( DD-532 )

Biografie

Lewis Heermann
* 3. August 1779 in Kassel, Deutschland
† Mai 1833 in New Orleans, Louisiana
war ein Chirurg in der US Navy und diente während des Ersten Barbary Krieges und des Krieges von 1812

Am 8. Februar 1802 trat Lewis Heermann in die US Navy ein und erhielt den Rang eines Maat Chirurgen. Man versetzte ihn zum Mittelmeer Geschwader wo er von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) am 16. Februar 1804 das Kommando über die Ketsch USS INTREPID erhielt, während 84 Freiwillige amerikanische Seeleute die von den Piraten eroberte amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA im Hafen von Tripolis verbrannten. Nachdem im Jahre 1805 die Feindseeligkeiten mit den Berber Staaten beigelegt worden waren kehrte Heermann nicht in die Vereinigten Staaten zurück sondern nahm bis 1808 Urlaub. 1808 kehrte er in den aktiven Dienst aus Europa zurück, wo er Medizin studierte. Man versetzte ihn nach Norfolk, Virginia an die dortige Werft. Vor allem durch sein Plädoyer für eine bessere medizinische Versorgung für die Männer der US Navy, verabschiedete der amerikanische Kongress ein Gesetz wo die Errichtung von Krankenhäusern in mehreren Marinestationen genehmigt wurden. Das erste offizielle US Navy Krankenhaus wurde aber erst nach dem Tode von Lewis Heermann gebaut. Im August 1811 versetzte man Heermann nach New Orleans, Louisiana wo er bis auf Ausnahme von einem Jahr wieder in den Norden der USA zog wegen seiner Gesundheit und von 1830 bis zu einem unbekannten Termin sich im Mittelmeer als Flottenarzt des Mittelmeer Geschwaders aufhielt. Er verstarb im Mai 1833.


USS HEERMANN ( DD-532 )

Schiffsbiografie

Die USS HEERMANN ( DD-532 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Flottenarztes Lewis Heermann benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundfünfzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Company in San Francisco, Kalifornien wurde am 8. Mai 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Edward B. Bruggs, Ehefrau von Lieutenant Edward B. Briggs, Urenkel von Lewis Heermann, taufte am 5. Dezember 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Dwight Merle Agnew ( 1. Januar 1902 in Fredericktown, Ohio – 4. Oktober 1969 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 6. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS HEERMANN an der Kalifornischen Küste durchführte, wechselte der Zerstörer von San Diego, Kalifornien zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier integrierte man das Kriegsschiff ab dem 21. Oktober in die 5. US Flotte, die sich auf die Operation „Galvanic“ vorbereitete. Diese Operation beinhaltete den Angriff auf die Gilbert Inseln und war damit der zweite große Angriffsversuch der US Navy um das weitreichende Pazifik Imperium Japans einzudämmen. Dazu fuhr die USS HEERMANN zum Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 53.1, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) während der Operation „Galvanic“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich die USS HEERMANN in der Task Udergroup 53.1.4 die Captain Edward M. Thompson befehligte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS HEERMANN, USS HAZELWOOD ( DD-531 ) USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) die die Transportschiffe aus der Task Group 53.1 eskortieren und beschützen sollten. Am 13. November legten die Schiffe der Task Force 53 im Havannah Harbor ab. Ziel war das Tarawa Atoll in den Gilbert Inseln. Im äußersten Südwesten des Atolls befand sich die Gemeinde Betio. Hier gab es einen Haupthafen den die Japaner nutzten. Diesen Hafen, japanische Stellungen und Einrichtungen bei Betio bombardierten die Schiffe der Fire Support Groups ab dem 19. November. Am folgenden Tag legten im Hafen von Betio Schnelle Truppentransportschiffe der TG 53.1 an und landeten amerikanische Truppen. Zu deren Unterstützung wurden am nächsten Tag schwere Waffen an Land transportiert da der Vormarsch durch die japanischen Truppen gestoppt werden konnte. Die USS HEERMANN selber konnte in der Lagune ein feindliches kleines Schiff versenken. Nachdem ein Großteil der Verteidiger ihr Leben verloren hatte, begannen die restlichen feindlichen Truppen mit der Taktik der Nadelstiche und griffen immer wieder mit rund fünfzig Soldaten die amerikanischen Truppen an. Zur Unterstützung der eigenen Soldaten beschossen die Zerstörer der TU 53.1.4 am 22. zum 23. November solche japanischen Gruppierungen bei Betio. Die Kampfhandlungen waren am 24. November beendet nachdem sich die letzten siebzehn von viertausendsechshundert japanischen Verteidiger ergaben. Die USS HEERMANN kehrte anschließend nach Pearl Harbor zurück und legte dort Anfang Dezember an. Hier begann man mit Reparaturen an dem Zerstörer. Danach folgten ab dem 12. Januar mehrere Training- und Übungseinheiten, die die Sicherung von Geleitflugzeugträgern beinhalteten. Diese Träger waren USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS CORAL SEA ( CVE-57 ) und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ). Die Übungen endeten am 17. Januar 1944. Den Zerstörer und die Geleitflugzeugträger gliederte man nun in die Task Force 52 ein, die Southern Attack Force, die Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Die USS HEERMANN beteiligte sich an der Absicherung der Geleitflugzeugträger auf der Fahrt zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands vor feindlichen Angriffen aus der Luft und unter Wasser. Das amphibische Anlandungsmanöver auf das Atoll begann in den Morgenstunden des 31. Januar. Schon am 3. Februar war es eingenommen. Die USS HEERMANN operierte in den folgenden zwei Wochen immer noch zusammen mit den Geleitflugzeugträgern in den Gewässern rund um das Atoll Kwajalein. Deren Flugzeuge stiegen zur Unterstützung der Bodentruppen auf dem Atoll immer wieder auf. Dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Catchpole“ befehligte. In der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANEE ( CVE-27 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Zerstörer USS HEERMANN, USS HAZELWOOD, USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HULL ( DD-350 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS TRATHEN ( DD-530 ), das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ), die amphibischen Angriffstransportschiffe USS CAMBRIA ( APA-36 ) und USS LEONARD WOOD ( APA-12 ) und unter anderen die Patrouillenboote USS SC-1066 und USS SC-539 ) und die Zerstörer USS MUSTIN ( DD-413 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS ELLET ( DD-398 ) standen zur Sicherung der drei Geleitflugzeugträger zur Verfügung. Am 15. Februar verließ die USS HEERMANN Kwajalein und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, das sie zwei Tage später erreichte. Zum Schutz der Operation lagen die Zerstörer vor den Inseln Parry und Japtan im Atoll und beschossen feindliche Stellungen zur Unterstützung der eigenen Truppen. Die Kämpfe um das Atoll waren am 23. Februar beendet worden und die USS HEERMANN begann in den Gewässern des Atolls Eniwetok zu patrouillieren. Anschließend fuhr der Zerstörer über das Atoll Majuro zum Hafen Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Dort legte die USS HEERMANN am Abend des 18. März an und man gliederte den Zerstörer in die Task Group 39. 2 ein, die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 in Westminsterland, Maryland – 14. Mai 1956 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND, die Zerstörer USS HEERMANN, USS JOHNSTON, USS McCORD, USS HOEL, USS TRATHEN, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS THATCHER ( DD-514 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ) und USS FULLAM ( DD-474 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten von der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation von den Amerikanern gebaut werden. Die Schnellen Truppentransporter eskortierte die USS HEERMANN anschließend am 22. März nach Port Purvis zurück und übernahm dann Sicherungsaufgaben von Schiffskonvois, die die Versorgung der alliierten Truppen auf Emirau Island aufrecht erhielten. Außerdem war der Zerstörer in den dortigen Gewässern auf der Jagd nach feindlichen Versorgungsschiffen, die entlang der Küste von New Hanover, Neuguinea fuhren. Dann verließ das Kriegsschiff die Ostsalomonen und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. In diesen Hafen lief am 1. Mai der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), von der kalifornischen Küste kommend, ein. Von hier aus eskortierte die USS HEERMANN den Träger zum Atoll Majuro. Vor diesem Atoll liegend, integrierte dann den Zerstörer in die Task Group 30.4, einer Patrouillen- und U-Boot Jagdgruppe, die von Captain William Vincent Saunders kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY, die Zerstörer USS HEERMANN, USS HAZELWOOD, USS McCORD und USS HOEL und die Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ), USS GEORGE ( DE-697 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS SPANGLER ( DE-696 ). Die Geleitzerstörer dieser Task Group verließen am 16. Mai ihre Basis Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Ihre Aufgabe bestand darin sich mit dem Geleitflugzeugträger und den sichernden Zerstörern zu vereinigen, welche am 22. Mai vom Atoll Majuro, Marshall Islands aus losfahren werden, und feindliche U-Boote, die nördlich der Salomonen operierten, aufzuspüren und zu vernichten. Man hatte im amerikanischen Hauptquartier der US Navy einen Funkspruch abgefangen, in dem eine neue U-Boot Verteidigungslinie zwischen der Insel Truk, Karolinen und den Admiralitätsinseln, Neuguinea eingerichtet werden sollte. Diese U-Boote hatten die Aufgabe rechtzeitig vor einer amerikanischen Invasionsflotte zu warnen, die in Richtung Palau Inseln unterwegs war. Schon am folgenden Tag, nachdem die Geleitzerstörer Tulagi verlassen hatten, stießen sie auf das japanische U-Boot IJN I-16, Kommandant Kapitänleutnant Takeuchi, dessen Position durch ein amerikanisches Patrouillenflugzeug angezeigt worden war. Gegen Mittag erfasste man das feindliche Schiff mit dem Sonar und es begannen fünf Hedgehog Angriffe. Gegen 14:35 Uhr gab es eine gewaltige Unterwasserexplosion auf der Position 05° 10’ Süd 158° 31 Ost. Erst zwanzig Minuten nach dieser Explosion tauchen Fetzen von Kork, Deckplatten, Schränke und andere Gegenstände aus dem Wasser auf. Am 22. Mai um 3:51 Uhr erfasst man auf der USS GEORGE einen Sonarkontakt. Es entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen den amerikanischen Geleitzerstörern und dem japanischen U-Boot IJN RO-106, Kommandant Lieutenant Uda. Erst nachdem um 5:01 Uhr eine weitere Salve Hedgehogs von der USS ENGLAND abgeworfen hatte, hörte man mindestens drei Unterwasserexplosionen auf der Position 01° 40’ Nord 150° 31’ Ost. Das U-Boot versank mit allen 49 Besatzungsmitgliedern. Schon am folgenden Tag erfasst USS RABY um 6:04 Uhr per Sonar das japanische U-Boot IJN RO-104, Kommandant Lieutenant Izubuchi, welches sich rund 250 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, New Irland, Neuguinea befand. Doch bis 8:10 Uhr blieben alle Versuche der Geleitzerstörer wirkungslos. Erst um 8:19 Uhr feuert USS ENGLAND zwei volle Ladungen mit insgesamt 48 Hedgehogs ab. Nach der zweiten Salve hörte man um 8:34 Uhr eine gewaltige Unterwasserexplosion. IJN RO-104 sinkt bei 01° 26’ Nord 149° 20’ Ost. Alle 58 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Nach diesen beispiellosen Verlusten der japanischen Marine, zog man dort noch immer nicht die Konsequenzen und zog die U-Boote in andere Gewässer ab. So wurde am 24. Mai, rund 225 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, gegen 1:20 Uhr durch die USS GEORGE ein Sonarkontakt aufgefangen. Eine halbe Stunde später war das japanische U-Boot IJN RO-116, Kommandant Lieutenant Commander Okabe Takeshi, in Reichweite der USS ENGLAND. Der Geleitzerstörer lässt zwei mögliche Abwürfe von Hedgehogs ungenutzt. Erst bei der dritten Möglichkeit werden 24 abgeworfen. Davon trafen mindestens drei Stück das U-Boot auf der Position 00° 53’ Nord 149° 14’ Ost und zerstörten es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Am 26. Mai trafen dann der Geleitflugzeugträger und die ihn eskortierenden Zerstörer in dem Operationsgebiet ein. Um 23:03 Uhr erhält USS RABY rund 110 Seemeilen nordöstlich von Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln einen Radarkontakt. Auch die USS ENGLAND erhielt diesen Radarkontakt. Um 23:14 Uhr wird das auf dem Wasser schwimmende U-Boot IJN RO-108 in 4.100 Metern Entfernung sichtbar. Dessen Kommandant hatte die sich anschleichenden amerikanischen Geleitzerstörer ebenfalls bemerkt und lässt das U-Boot Tauchen. Die von der USS RABY abgefeuerte Salve Hedgehogs blieb ohne Wirkung. Um 23:23 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Elf Sekunden später gab es zwischen 4 bis 6 Unterwasserexplosionen. Am folgenden Morgen wurden mehrere Fragmente des U-Bootes geborgen. Es wurde auf der Position 00° 32’ Süd 149° 56’ Ost mit allen 53 Besatzungsmitgliedern zerstört. Die Geleitzerstörer fuhren am 27. Mai zum Bunkern von frischem Proviant, Hedgehogs und Treibstoff zum Seeadler Harbour und kehrten erst am folgenden Tag zurück. Am 30. Mai um 01:44 Uhr machte man auf der USS HAZELWOOD einen Radarkontakt aus, der von einem feindlichen U-Boot stammte. Um 01:53 Uhr konnte man dieses U-Boot sichten, jedoch IJN RO-105 tauchte sofort ab. Auf dem Zerstörer erhielt man kurz darauf einen Sonarkontakt und begann mit Wasserbomben das feindliche U-Boot zu jagen. Gegen 5:35 Uhr stießen die Geleitzerstörer USS RABY und USS GEORGE dazu und begannen mit ihren Hedgehogs Angriffen. Aus den Impulsen der dann erfolgten Explosionen nahm man an, dass durch die USS GEORGE drei Treffer an dem feindlichen Boot erzielt worden waren. Aber das radikal manövrierende U-Boot war noch immer nicht vernichtet. Um 7:29 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Eine gewaltige Unterwasserexplosion zerriss IJN RO-105 auf der Position 00° 47’ Nord 149° 56’ Ost. Das war das sechste feindliche U-Boot innerhalb von dreizehn Tagen das der USS ENGLAND zum Opfer fiel. Die USS HEERMANN verließ zusammen mit der USS McCORD am 3. Juni die TG 30.4 und fuhr zum Hafen Port Purvis. Auf beiden Zerstörern bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Danach begannen für die Kriegsschiffe wieder die Patrouillenfahrten zwischen den Nordsalomonen und Neuguinea. So beteiligten sich beide Zerstörer am 11. Juni an dem Bombardement japanischer Panzerstellungen in der Fangelawa Bay, New Ireland. Bis zum 26. Juni war der Zerstörer dann in dem Seegebiet nördlich der Salomonen, der Admiralitätsinseln, südlich der Karolinen und der Marshall Inseln auf der Suche nach japanischen U-Booten. Dann in den Wochen des Sommers, war der Zerstörer damit beschäftigt, größere Schiffe der US Navy und Handelsschiffe auf ihren Fahrten zwischen den Admiralitätsinseln; Port Purvis; Espiritu Santo, New Hebrides und Noumea, Neukaledonien zu eskortieren. Ab dem 23. August lag die USS HEERMANN dann im Hafen von Port Purvis. An dem Kriegsschiff sollten mehrere Reparaturarbeiten ausgeführt und die Besatzung etwas Ruhe schöpfen können. Diese Ruhe dauerte bis zum 4. September. An diesem Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 32.7, die Rear Admiral Ralph Andrew Ofstie ( 16. November 1897 in Eau Claire, Wisconsin – 18. November 1956 im Bethesda Naval Hospital, Maryland ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich die USS HEERMANN in der Task Undergroup 32.7.1 die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 nach dem Absturz eines Martin PBM Mariner Flugzeuges in der Nähe von Wakayama, Japan ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ) und die Zerstörer USS HEERMANN, USS McCORD, USS HOEL, ab dem 11. September USS TRATHEN ( DD-530 ) und die USS THORN ( DD-647 ). Am 6. September 1944 verließen die Schiffe der TU Port Purvis und fuhren in ihr Einsatzgebiet bei den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am folgenden Tag betankte man die Schiffe auf offener See mit frischem Brennstoff. Am 12. September erreichten die Schiffe der TU 32.7.1 ihr Einsatzgebiet. Die USS HEERMANN und die anderen Zerstörer übernehmen die Sicherung gegen feindliche Luft- und Unterwasserangriffe bei den vier Geleitflugzeugträgern. Drei Tage später beginnt der Angriff auf Peleliu, den die Flugzeuge der vier Träger unterstützen. Der Angriff auf die südlich von Peleliu gelegene Insel Angaur beginnt am 17. September. Nach weiteren drei Tagen werden die Unterstützungsflüge für die alliierten Soldaten auf Peleliu eingestellt und man konzentriert sich auf japanische Entsatzschiffe. Die Gewässer der Palau Inseln verlassen die Schiffe der TG 32.7 am 30. September und fahren zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. In den dortigen Hafen laufen die Schiffe am 3. Oktober ein. Hier bunkerte man auf der USS HEERMANN Munitionsvorräte sowie andere Vorräte. Am 10. Oktober 1944 integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 77.4 ab. Das Kommando über die Task Group 77.4 führte Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) während der Operation „King II“ kommandierte, die die Invasion der philippinischen Insel Leyte zur Folge hatte. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten auf. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS HEERMAN gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS HEERMANN, USS JOHNSTON, USS HOEL, USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Schiffe der Task Group 77.4 legten am 14. Oktober im Seeadler Harbor ab und begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe der Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern der drei Task Undergroups, war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Japanische Piloten versuchten erfolglos die riesige Invasionsflotte der Alliierten zu stoppen. Die kontinuierlichen Angriffe dieser feindlichen Flugzeuge überstand die USS HEERMANN ohne einen Schaden davon zu tragen. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Das waren rund 130 Seemeilen südöstlich von „Taffy 3“. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht das ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befanden sich die Schiffe von „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich die Schlachtschiffe IJN YAMATO, IJN NAGATO, IJN KONGO und IJN HARUNA, die Schweren Kreuzer IJN CHOKAI, IJN HAGURO, IJN SUZUYA, IJN CHIKUMA und IJN TONE, die Leichten Kreuzer IJN YAHAGI und IJN NOSHIRO und 11 Zerstörer aus der KAGERO-, YUGUMO- und SHIMAKAZE Klasse. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an sich in südliche Richtung zurückzuziehen und dabei die Vorstöße der feindlichen Schiffe durch Geschützfeuer und Torpedoangriffe zu verlangsamen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen im selben Augenblick Rauch zu erzeugen um die Geleitflugzeugträger zu verstecken und anschließend die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die USS HEERMANN hinter den Geleitflugzeugträgern, als auf der Kampfabgewandten Seite. Commander Amos Townsend Hathaway ( 5. Dezember 1913 in Pueblo, Colorado – 26. August 1996 in Charleston, South Carolina ) ließ den Zerstörer mit hoher Geschwindigkeit durch die Reihen der Geleitflugzeugträger fahren. Dabei musste die Nebelwand durchbrochen werden, in der zum Teil nur eine Sichtweite von unter 100 Metern herrschte, was eine aufmerksame und geschickte Besatzung brauchte. Innerhalb dieser Nebelwand wäre es beinahe zu einer Kollision mit dem Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS und dem Zerstörer USS HOEL gekommen. Danach bildeten die Zerstörer und Geleitzerstörer ihren ersten Torpedoangriff. Gleich nachdem diese Schiffe die schützende Nebelwand verlassen hatten, begann das Wasser rund um diese Schiffe aufzuspritzen durch die aufschlagenden Granaten der japanischen Schiffe. Doch diese hatten keine elektrische Feuerleittechnik wie die Amerikaner, und mussten daher die Ziele visuell anvisieren. Das beinhaltete eine lange Prozedur bis die Granate abgefeuert werden konnte. In diesen dafür in Anspruch nehmenden Sekunden war das Ziel meistens schon wieder aus diesem Bereich. Auf die abgefeuerten japanischen Granaten antworteten die Geschützmannschaften aller fünf Geschütze auf der USS HEERMANN und feuerten ihre Granaten auf den Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA ab. Alle Geschosse trafen das feindliche Schiff. Nur wenige Sekunden später schoss die USS HEERMANN sieben Torpedos auf den Schweren Kreuzer IJN HAGURO ab. Gleich nach dem Abwurf des zweiten Torpedos änderte der Zerstörer seinen Kurs um die in Reihe fahrenden vier Schlachtschiffe anzugreifen. Deren einschlagenden Granaten wirbelten rund um den Zerstörer das Wasser auf. Die Geschützmannschaften der USS HEERMANN richteten ihr Augenmerk auf das führende Schlachtschiff, die IJN KONGO. Außerdem wurden drei Torpedos auf dieses Schiff abgefeuert. Dann nahmen die Mannschaften des Zerstörers das Schlachtschiff IJN HARUNA unter Feuer und ließ die letzten drei Torpedos zu Wasser. Da hatten beide Kriegsschiffe eine Entfernung von etwa 4.000 Metern. Sofort nach dem Abschuss des letzten Torpedos wendete die USS HEERMANN und fuhr im Zickzack um den abgefeuerten japanischen Granaten zu entgehen. Die IJN HARUNA und die IJN YAMATO zogen sich dann aus dem Kampfgeschehen zurück. Die USS HEERMANN raste derweil auf die Steuerbordseite der Geleitflugzeugträger und hüllte diese wieder in eine dicke Nebelwand. Wenige Minuten später stürmte der Zerstörer in das Kampfgeschehen zurück, denn vier Schwere Kreuzer liefen auf die Geleitflugzeugträger zu. Das amerikanische Kriegsschiff begann nun einen erbitterten Zweikampf mit dem Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA. Dabei wurden beide Schiffe schwer beschädigt. Eine Reihe von 8-Zoll Granaten schlugen dabei auf dem Vorschiff der USS HEERMANN ein, so dass Wasser eindrang. Der Bug lag sehr tief im Wasser und der vorderste Geschützturm war nicht mehr benutzbar. Doch die anderen vier Geschütze schickten weiterhin unablässig ihre Granaten auf den Schweren Kreuzer. Zusätzlich erschienen nun noch amerikanische Trägerflugzeuge und warfen ihre Bomben auf dem feindlichen Schiff ab. Daraufhin versuchte es zu fliehen, aber es war zu spät. Die IJN CHIKUMA versank in den Fluten. Der japanische Zerstörer IJN NOWAKI war rechtzeitig zur Stelle und nahm die Überlebenden des Schweren Kreuzers an Bord. Diesen Zerstörer versenkten am folgenden Tag die Leichten Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), USS BILOXI ( CL-80 ) und USS MIAMI ( CL-89 ) und die Zerstörer USS MILLER ( DD-535 ), USS OWEN ( DD-536 ) und USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ). Dabei kamen alle an Bord befindlichen Mannschaften ums Leben. Nur ein Besatzungsmitglied der IJN CHIKUMA überlebte den Untergang des Schweren Zerstörers. Dieses Besatzungsmitglied ist nicht von der IJN NOWAKI aus dem Wasser gerettet worden, sondern schwamm selbständig an Land. Nachdem die IJN CHIKUMA sich aus dem Kampfgeschehen mit der USS HEERMANN zurückzog, griff der Schwere Kreuzer IJN TONE den amerikanischen Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen an. Es wurde allerdings kein Treffer gelandet. Der amerikanische Zerstörer erneuerte die Nebelwand vor den Geleitflugzeugträgern nachdem Trägerflugzeuge von „Taffy 2“ ins Kampfgeschehen eingriffen. Daraufhin flohen die japanischen Kriegsschiffe. Es konnten während des Gefechts die Schweren Kreuzer IJN CHIKUMA, IJN CHOKAI und IJN SUZUYA versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Die USS HEERMANN zog sich am 26. Oktober für erste provisorische Reparaturen in die Kossol Roads, Palau Inseln zurück. Anschließend fuhr der Zerstörer an die US Westküste und wurde in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien repariert. Diese Arbeiten waren am 15. Januar 1945 abgeschlossen und der Zerstörer fuhr wieder in den Fernen Osten. Am 5. Februar erreichte die USS HEERMANN das Atoll Ulithi. Dort versetzte man den Zerstörer in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. Innerhalb der TG war der Zerstörer in der Task Undergroup 58.4.3 in der sich ausschließlich Zerstörer befanden und zur Sicherung der Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer aus der TG eingesetzt wurden. In der TU befanden sich die USS HEERMANN, USS HAZELWOOD, USS PORTERFIELD, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS McCORD, USS MONSSEN ( DD-798 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ) und USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der Task Group 58.4 Ulithi und fuhren in Richtung Japan. Fünf Tage später wurden vor Iwo Jima die Schiffe der TG betankt. Dabei kollidierten die USS BARTON mit der USS INGRAHAM. Beide Schiffe wurden beschädigt. Die TG schob sich immer weiter nördlich. Vom 16. zum 17. Februar bombardierten dann die amerikanischen Trägerflugzeuge militärische Einrichtungen bei Tokyo. Die USS HEERMANN übernahm dabei einen Radar- und U-Boot Vorwarnposten ein. Am 19. Februar begann die Invasion von Iwo Jima. Die Schiffe der Task Group 58.4 wandten sich nun nach Süden und beteiligten sich intensiv an der Bombardierung der japanischen Befestigungen auf der Insel. Nach nur wenigen Tagen wechselten die Kriegsschiffe wieder ihre Positionen und fuhren nach Norden. Das Bombardement gegen Ziele in Tokyo wurde weitergeführt und dauerte noch bis zum 26. Februar an. Doch schon am 27. Februar verließen die Schiffe ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi zurück, wo sie am 1. März 1945 anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auf die kommende Invasion auf Okinawa vor. Dazu blieb die USS HEERMANN in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS INTREPID ( CV-11 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-63 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HEERMANN, USS HAZELWOOD, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS McCORD, USS COLAHAN, USS BENHAM, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS MERTZ, USS MELVIN, USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kjushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Die USS HEERMANN sowie die anderen Zerstörer der Task Group sicherten die Flugzeugträger in diesen Tagen vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Doch mit den massiven Angriffen der Kamikazepiloten hatte eigentlich niemand gerechnet. Allerdings konnten sich jetzt die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers auszeichnen. Mehrere dieser Selbstmordpiloten konnten sie noch rechtzeitig abschießen bevor diese sich auf die Flugzeugträger stürzen konnten. Das gelang allerdings bei der USS FRANKLIN ( CV-13 ) und USS ENTERPRISE nicht direkt. Beide Träger wurden beschädigt. Ab dem 20. März begann man die Schiffe der TG zu betanken. An diesem Tag traf die USS HEERMANN auf ein kleines japanisches Schiff. Es wurde versenkt, aber die siebenköpfige Besatzung aus dem Wasser gerettet. Schon am 22. März lagen die Schiffe der TG 58.4 vor Okinawa. Hier bombardierte man in der Nacht zum 27. März japanische Stellungen auf Minami Daito Jima, einer Inselgruppe östlich von Okinawa, um den Rücken während des Kampfes um Okinawa frei zu haben. Noch am selben Tag wechselten die Schiffe westlich von Okinawa und begannen die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln zu bombardieren. Diese benötigte man auf Seiten der Alliierten dringend notwendig um ein Rückzugsgebiet zu haben um beschädigte Schiffe reparieren zu können. Die Einnahme der Inseln war am 29. März abgeschlossen und am 1. April begann die Landeoperation auf Okinawa. Vor der japanischen Insel lagen die Schiffe der 5. US Flotte. Darin befanden sich 40 Flugzeugträger, 18 Schlachtschiffe, 22 Schwere und Leichte Kreuzer, 200 Zerstörer und über 1.000 Unterstützungsschiffe. Hier übernahm die USS HEERMANN ebenfalls Radar- und Eskortierpatrouillen für die Flugzeugträger innerhalb der TG. Es verging fast kein Tag an dem es keinen feindlichen Luftangriff gab. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten mehrere feindliche Flugzeuge abschießen, noch bevor sie sich auf die Träger oder andere Schiffe stürzen konnten. Am 17. April erhielt man auf dem Radar des Schlachtschiffes USS MISSOURI einen Kontakt zu einem aufgetauchten feindlichen U-Boot in 12 Seemeilen Entfernung zur Formation der Task Group. Sofort wurde darüber eine Meldung abgesetzt, die eine Operation zur Vernichtung dieses U-Bootes auslöste. Man nahm den Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) aus der Task Group 58.3 sowie den Zerstörer USS COLLETT ( DD-730 ) aus der Task Group 58.1 und die Zerstörer USS HEERMANN, USS McCORD, USS MERTZ, USS UHLMANN aus der TG 58.4 aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa und begann eine Jagd nach IJN I-56. Dies war ein U-Boot das sechs Torpedos mit einer Einmann Besatzung absetzen konnte. Auf der USS HEERMANN erhielt man dann während der Fahrt in Richtung des Zielgebietes ebenfalls einen Radarkontakt. Da war das U-Boot im Begriff des Abtauchens. Gleich nach Erreichen dieser Stelle warf die USS UHLMANN mehrere Wasserbomben ab. Doch das feindliche U-Boot war schon außer Reichweite. Umgehend begannen nun die Zerstörer mit ihrem Sonar nach dem Feind zu suchen. Zur Unterstützung befanden sich zwei Trägerflugzeuge der USS BATAAN in der Luft. Dann hatte man in einer Entfernung von rund 150 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa es aufgespürt. In einem kombinierten Angriff der beiden Flugzeuge und der Zerstörer USS COLLETT, USS McCORD und USS MERTZ wurde das japanische U-Boot IJN I-56 auf der Position 26° 42’ Nord 130° 38’ Ost versenkt. Alle 116 Besatzungsmitglieder und die sechs Torpedopiloten kamen dabei ums Leben. Nach dieser U-Boot Jagd übernahm die USS HEERMANN wieder ihre Aufgaben vor Okinawa zur Sicherung der Flugzeugträger innerhalb ihrer Task Group. Diese Sicherungsaufgaben übernahm der Zerstörer bis zum 28. Mai. Dann zog sich das Kriegsschiff in die San Pedro Bay, Leyte zurück. Hier unterzog sich der Zerstörer mehreren dringend notwendig gewordenen Reparaturen. Nach deren Abschluss fuhr eskortierte die USS HEERMANN mehrere Schiffskonvois mit Nachschub nach Okinawa. Ende Juni gliederte man den Zerstörer dann in die Task Force 38 ein, die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 in Teoc, Carroll County, Mississippi – 6. Dezember 1945 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TF hatte der Zerstörer die Aufgabe erhalten, die Flugzeugträger als Radarvorpostenschiff zu sichern. Am 1. Juli begann die Operation „Home Islands Raids“. In den nun folgenden fünf Wochen wurden die japanischen Hauptinseln pausenlos bombardiert. Aus gesundheitlichen Gründen gab Vizeadmiral McCain, Sr. die Befehlsgewalt über die Task Force 38 am 1. August an Vizeadmiral John Henry Towers ( 30. Januar 1885 in Rome, Georgia – 30. April 1955 in Jamaica, New York ) ab. Am 15. August 1945 befand sich die US HEERMANN rund 320 km südöstlich von Tokyo auf ihrer Radarvorpostenstation. Hier erfuhr die Mannschaft des Zerstörers vom Ende des Pazifikkrieges. Der Jubel darüber war groß. Genau in diesem Augenblick tauchte ein japanischer Kamikazepilot aus einer Wolkenbank und begann mit seinem Sturzflug in Richtung der USS HEERMANN. Nur die Kaltblütigkeit der Geschützmannschaften rettete die Schiffsbesatzung vor einer unangenehmen Erfahrung. Das Flugzeug des Kamikazepiloten, schwer getroffen, explodierte in der Luft noch bevor es überhaupt in die Nähe des Kriegsschiffes kam. In den folgenden Wochen operierte die USS HEERMANN als Schutzschirm für mehrere Schnelle Truppentransporter und leistete Luftschutz- und Luft-Seerettungsdienste während sich US General Douglas MacArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ) und Flottenadmiral Chester William Nimitz, Sr. ( 24. Februar 1885 in Fredericksburg, Texas – 20. Februar 1966 auf Yerba Buena Island, Kalifornien ) auf die Besetzung Japans vorbereiteten. Am 16. September fuhr die USS HEERMANN in die Tokyo Bay ein und beteiligte sich an der Sicherung der Besatzungstruppen. Bis zum 7. Oktober blieb der Zerstörer dort in der Region. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die japanischen Gewässer und fuhr in Richtung der US Westküste. Ziel war dort der Hafen von San Diego. Hier stellte man den Zerstörer am 12. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS HEERMANN für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander Edward Clarence Spencer stellte am 12. September 1951 in San Diego das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach einer Ausbildung der Schiffsbesatzung in lokalen Gewässern und einer Überholung in der San Francisco Navy Yard, versetzte man das Kriegsschiff zur Atlantikflotte. Dazu legte die USS HEERMANN zusammen mit den Schwesterschiffen USS HAZELWOOD, COWELL ( DD-547 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ) am 4. Januar 1952 in San Diego ab, durchquerte am 14. Januar den Panamakanal und legte am 23. Januar im neuen Heimathafen Newport, Rhode Island an. Das gesamte Jahr 1952 verbrachte die USS HEERMANN dann vor der Küste von New England bis zu den Virginia Capes für die Ausbildung der Schiffsbesatzung. Dann erfolgten während der Wintermonate in der Karibik mehrere intensive Trainingskreuzfahrten. Außerdem beteiligte sich das Kriegsschiff dort an Flottenmanövern und Anti-U-Boot Trainingseinheiten. Anschließend kehrte die USS HEERMANN nach Newport zurück und beteiligte sich entlang der Nordostküste an weiteren Trainingsoperationen. Von Juni bis Juli 1953 führte der Zerstörer eine Kreuzfahrt nach Plymouth, England durch. Gleich daran anschließend nahm das Kriegsschiff zwischen Newport und den Virginia Capes an Anti-U-Boot Manövern teil. Am 3. Dezember 1953 legte der Zerstörer in Newport ab und begann seine erste Weltreise. Dazu durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und legte in San Diego, Pearl Harbor und Yokosuka, Japan an. In dem japanischen Hafen blieb die USS HEERMANN nur zwei Tage und fuhr nach Okinawa. Hier war der Zerstörer eines von mehreren Kriegsschiffen, die an einem amphibischen Landemanöver teilnahmen. Das Kriegsschiff gehörte dabei zu einer Eskorte für die Landungseinheiten der 3. Marine Division und unterstützte anschließend mit ihrer Patrouille für die Sicherheit der Anlandungsübung. Danach waren weitere Manöver vor Südkorea, Iwo Jima und an der Südküste von Japan anberaumt. Nach deren Abschluss kehrte die USS HEERMANN nach Yokosuka zurück. Von dort aus setzte der Zerstörer am 22. Mai 1954 seine Weltumfahrung fort. Auf dieser Fahrt besuchte das Kriegsschiff unter anderem die Häfen von Hongkong und Singapur. Nach der Durchquerung des Suezkanals besuchte der Zerstörer die Mittelmeerhäfen Port Said, Ägypten; Neapel, Italien; Villefranche, Frankreich und Barcelona, Spanien. Nachdem dann das Kriegsschiff den Atlantik überquert hatte, legte es am 17. Juli in Newport an. In den folgenden eineinhalb Jahren nahm die USS HEERMANN an Trainingsübungen entlang der US Ostküste teil. Am 1. Februar 1956 verließ der Zerstörer die amerikanische Atlantikküste und fuhr ins Mittelmeer. Hier sollte das Kriegsschiff sich an Übungen der 6. US Flotte vor den Küsten von Libanon, Israel und Ägypten beteiligen. Außerdem wurde die USS HEERMANN von Fürst Rainier III. von Monaco ( 31. Mai 1923 im Prinzenpalast Monte Carlo, Monaco – 6. April 2005 im Monaco´s Cardiothoracic Centre, Monaco-Ville, Monaco ) am 1. April eingeladen und sollte bei den Hochzeitsfeierlichkeiten mit Miss Grace Patricia Kelly ( 12. November 1929 im Hahnemann University Hospital, Philadelphia, Pennsylvania – 14. September 1982 im Monaco Hospital, La Colle, Monaco ) vom 19. bis zum 24. April im Hafen anwesend sein. Von dem Zerstörer wurde eine 40-köpfige Ehrengarde zu den Feierlichkeiten entsandt. Von Monaco aus fuhr der Zerstörer zur 6. US Flotte, die vor Griechenland lag. Anschließend verließ das Kriegsschiff das Mittelmeer und fuhr an die US Ostküste zurück. In den Fall River, Massachusetts lief die US HEERMANN am 28. Mai ein. Bis zum 6. November beteiligte sich der Zerstörer dann an lokalen Operationen. An diesem Tag legte das Kriegsschiff in Newport wieder ab und fuhr ins Mittelmeer. Hier beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Anti-U-Boot Übungen zusammen mit Schiffen der italienischen Marine. Danach besuchte das Kriegsschiff erneut auf Einladung von Fürst Rainier III. und Prinzessin Grace das Fürstentum Monaco. Nach Abschluss dieses Besuches, fuhr die USS HEERMANN an die amerikanische Atlantikküste zurück. Hier legte der Zerstörer am 20. Februar 1957 in Newport an. Bis zum 30. Juni diente der Zerstörer hier noch als Schulschiff. An diesem Tag legte die USS HEERMANN zusammen mit dem Zerstörer USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ) und dem Flugzeugträger USS LEYTE ( CVS-32 ) in Newport ab. An Bord befanden sich Midshipman der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Diese Kadetten sollten in den folgenden zwei Wochen an Luftoperationen während einer Anti-U-Boot Übung teilnehmen. Danach fuhr die USS HEERMANN in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts und sollte sich einer intensiven Überholung unterziehen. Doch am 20. Dezember 1957 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Am 14. August 1961 übergibt die US Navy den Zerstörer als Leihgabe an die argentinische Marine im Rahmen de Militärhilfeprogramms. Der Zerstörer erhielt hier den Namen ARA ALMIRANTE BROWN ( D-20 ). Die ARA ALMIRANTE BROWN und die ARA ESPORA ( D-21 ), der ehemalige Zerstörer USS DORTCH ( DD-670 ), beteiligten sich an dem Südamerikanischen Manöver UNITAS XI von 1970. Die US Navy strich am 1. September 1975 den Namen USS HEERMANN ( DD-532 ) von der US Navy – Liste. Die argentinische Marine stelle das Kriegsschiff 1982 außer Dienst und ließ es noch im selben Jahr verschrotten.


USS HEERMANN ( DD-532 )
Commanding Officer

CDR Dwight Merle Agnew         6. Juli 1943 – 1. Mai 1944       (erreichter Rang RADM)
CDR Amos Townsend Hathaway          1. Mai 1944 – 19. August 1945
LCDR William King Yarnall         19. August 1945 – 12. Juni 1946
Außerdienststellung          12. Juni 1946 – 12. September 1951
CDR Edward Clarence Spencer           12. September 1951 – 1953
CDR George Wyer French          1953 – Januar 1956
CDR Melvin Ewing Meahl            Januar 1956 – Januar 1957
CDR George McNemer Schwartze          Januar 1957 – 20. Dezember 1957

ARA ALMIRANTE BROWN ( D-20 )

Commanding Officers on Argentine Service
Dank an Robert Hurst
Capitán de Fragata Jorge Rodríguez          10. August 1961
Capitán de Navio Constantino Arguelles          24. Mai 1962
Capitán de Fragata Jorge A. Ledesma- Integra        1963
Capitán de Fragata Jorge E. Zimmermann           1964
Capitán de Fragata Tirso R. Brizuela            1965
Capitán de Fragata Raymundo C. Suárez         1966
Capitán de Fragata Juan A. Valente           1967
Capitán de Fragata Juan M. Escobar         1968
Capitán de Fragata Edgardo Segura         1969
Capitán de Fragata Edmundo Núñez          1970
Capitán de Fragata José N. Estévez          1971
Capitán de Fragata Carlos Noé Guevara          1972
Capitán de Fragata Sebastian Villanuve         1973 – 1974
Capitán de Fragata Jorge Valarino           1974 – 1975
Capitán de Fragata Jorge Portugal          1975

USS ENGLAND ( DE-635 )

USS ENGLAND ( DE-635 )

Biografie

Ensign John Charles England
* 11. Dezember 1920 in Harris, Misouri
† 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor, Hawaii
war ein Offizier in der US Navy

Seine Familie zog kurz nach seiner Geburt nach Alhambra, Kalifornien. Dort besuchte er die Alhambra high School ebenso wie seine Schwester Lennie. John Charles England war zum Präsidenten der Abschlussklasse 1938 gewählt worden, war ein Mitglied der Theatergruppe „Light and Shadow Drama Club“ und der Senior Klassensprecher. Später besuchte er das Pasadena City College in Pasadena, Kalifornien das er im Frühjahr 1940 abschloss. In dieser Zeit dort war er ein Mitglied der Theatergruppe „Delta Psi Omega“ wo in jedem Frühjahr durch diese ehrenamtliche Bruderschaft ein Theaterstück aufgeführt wurde. Am 6. September 1940 trat England in Los Angeles, Kalifornien in die United States Naval Reserve ein wo er im Rang eines Matrosen eine Ausbildung erhielt. Nach dieser aktiven Dienstausbildung versetzte man ihn am 25. November an Bord des Schlachtschiffes USS NEW YORK
( BB-34 ) wo er bis zum 21. Dezember 1940 blieb. Danach besuchte er die Naval Reserve Midshipman´s School in New York. Dort beförderte man ihn am 6. März 1941 zum Midshipman. Nach seiner bestandenen Ausbildung am 5. Juni 1941, ernannte man ihn einen Tag später zum Ensign der Reserve. Man teilte ihm danach laut Instruktion die Aufgabe zu, eine Ausbildung als Funker auf der Naval Radio School in Norton Heights, Connecticut zu durchlaufen und diese am 20. Juni abzuschließen. Am 3. September 1941 begab er sich an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ) das das Ziel Pearl Harbor hatte. Noch bevor er sich an Bord des Schlachtschiffes begeben hatte, heiratete er seine Frau die kurz danach ihre erst Tochter zur Welt brachte. Im Dezember erwartete er gespannt auf die Ankunft seiner Frau und seiner drei Wochen alten Tochter Victoria Louise England. Am Morgen des 7. Dezember 1941 saß England für einen Freund im Funkraum des Schlachtschiffes damit er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen könnte wenn diese in Pearl Harbor eintraf. Doch an diesem Morgen griffen die Japaner den Marinestützpunkt von Pearl Harbor ohne Vorwarnung an. Eine der ersten Ziele war die USS OKLAHOMA. Drei Torpedotreffer erhielt gleich zu Anfang das Schiff sowie Bombentreffer. Da begann das Schlachtschiff zu kentern und zwei weitere Torpedos trafen es Mittschiffs. Die Männer, die das Schiff in Panischer Angst verlassen wollten wurden zudem noch von den japanischen Piloten beschossen. Zwanzig Minuten nach dem Beginn des Angriffs drehte sich das Schlachtschiff über die Steuerbordseite mit dem Kiel nach oben. Ensign England überlebte den ersten Angriff und entkam auf die Oberseite des gekenterten Schiffes. Dort sah er, dass seine Kameraden aus dem Funkraum sich noch nicht retten konnten. Er ließ sich wieder ins Wasser gleiten und tauchte zum Funkraum herab woraus er insgesamt drei Männer retten konnte, die er immer einzeln an die Wasseroberfläche brachte. Nachdem er zum vierten Male abtauchte um den letzten Kameraden aus dem Funkraum zu retten, tauchte Ensign England nicht mehr auf. Er war einer der zwanzig Offiziere und 395 Mannschaftsmitglieder die an Bord der USS OKLAHOMA ihr Leben gelassen haben.
Seine Familie erhielt am 16. Dezember 1941 ein postalisches Telegramm von Rear Admiral Chester William Nimitz ( 24. Februar 1885 – 20. Februar 1966 ) worin der Tod von Ensign England mitgeteilt wurde.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Ensign John Charles England bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) aus der BUCKLEY – Klasse.
Das zweite Schiff war die Fregatte mit Lenkwaffen USS ENGLAND mit der Kennung DLG-22 aus der LEAHY – Klasse.


USS ENGLAND ( DE-635 )

Schiffsbiografie

Die USS ENGLAND ( DE-635 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign John Charles England benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 4. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Thelma England ( 1899 – 1997 ), Frau von Harry B. England ( 1896 – 1977 ) und Mutter von Ensign John Charles England, taufte am 26. September 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Walton Barclay Pendleton ( 24. November 1897 in Globe, Arizona – 9. Dezember 1972 in Berkeley, Kalifornien ) stellte am 10. Dezember das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS ENGLAND begann am 1. Januar 1944 und führte den Geleitzerstörer bis zum 14. Februar zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. An diesem 14. Februar legte das Kriegsschiff in San Francisco ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS ENGLAND in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Februar. Zwei Tage später verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und fuhr nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Für diese Fahrt benötigte das Kriegsschiff drei Tage. Hier in Port Purvis lagen zwei Handelsschiffe, die nach Espiritu Santo, New Hebrides eskortiert werden mussten. Dazu legten die drei Schiffe am 7. März ab und erreichten fünf Tage später ohne Vorkommnisse diese Insel. Die USS ENGLAND pendelte nun zwischen Espiritu Santo und Port Purvis und eskortierte Transportschiffe. Am 18. März legte der Geleitzerstörer in Espiritu Santo wieder ab und fuhr nordwärts nach Tulagi. Im Port Purvis legte das Kriegsschiff zwei Tage später an. Hier wartete der Angriffstruppentransporter USS CRESCENT CITY ( APA-21 ) und sollte nach Noumea, Neukaledonien eskortiert werden. Beide Schiffe legten am 24. März in Port Purvis ab du erreichten drei Tage später Noumea. Hier warteten schon sechs Angriffstruppentransportschiffe auf ihre Eskorte nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Im Morgengrauen des 3. April verließ der Schiffskonvoi Noumea und erreichte zwei Tage später Guadalcanal. Nach zwei weiteren Tagen verließ die USS ENGLAND wieder Guadalcanal und fuhr nach Espiritu Santo. Diese Insel erreichte der Geleitzerstörer am 9. April. Hier wartete ebenfalls schon mehrere Schiffe auf die Überfahrt nach Guadalcanal. Schon am 10. April verließen die Schiffe die Insel und erreichten am 12. April Guadalcanal. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff den Zielhafen und fuhr nach Espiritu Santo zurück, um die restliche Schiffsgruppe nach Guadalcanal zu eskortieren. Mit der zweiten Gruppe erreichte der Geleitzerstörer am 20. April Guadalcanal. In Port Purvis lagen mittlerweile zwei Geleitflugzeugträger. Die USS ENGLAND verließ mit den beiden Trägern am 21. April die Halbinsel Tulagi und eskortierte sie zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinsel. In diesem Hafen legten die Schiffe am 25. April an und bunkerten frischen Treibstoff. Drei Tage später legten die drei Schiffe im Seeadler Harbour wieder ab und fuhren über das Atoll Truk, Karolinen zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Diesen Zielhafen erreichten die Schiffe am 3. Mai. Schon am folgenden Tag legte die USS ENGLAND von dem Atoll wieder ab und fuhr direkt nach Guadalcanal. Von dort aus hatte sich ein Munitionsschiff nach Majuro auf den Weg gemacht. Unterwegs trafen die beiden Schiffe aufeinander und der Geleitzerstörer eskortierte den Munitionstransporter sicher bis zum Atoll Majuro. Beide Schiffe legten am 7. Mai dort an. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, verließ der Geleitzerstörer wieder das Atoll und fuhr nach Port Purvis. In diesem Hafen lief das Kriegsschiff am 11. Mai ein und die Schiffsbesatzung erhielt eine Ruhepause. Der militärische Geheimdienst der Pazifikflotte konnte eine Nachricht des japanischen U-Bootes IJN I-16, Kommandant Kommander Yoshitaka Takeuchi, vom 13. Mai entschlüsseln. Darin heißt es, dass für japanische Truppen in Buin an der Südspitze der Insel Bougainville, Westsalomonen eine geplante Lieferung von Reis gebracht werden soll. Sofort alarmiert man die Besatzung der USS ENGLAND und gliedert den Geleitzerstörer in die Task Group 30.4. ein. Diese Patrouillen- und U-Boot Jagdgruppe wurde von Captain William Vincent Saunders kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und die Geleitzerstörer USS ENGLAND, USS GEORGE ( DE-697 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS SPANGLER ( DE-696 ). Die beiden Geleitzerstörer USS GEORGE und USS RABY erreichten am 16. Mai Port Purvis und schlossen sich mit der USS ENGLAND zusammen. Die anderen Kriegsschiffe der TG verließen erst am 22. Mai das Atoll Majuro. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten die drei Kriegsschiffe in Port Purvis ab. Ihre Aufgabe bestand darin das feindliche U-Boote IJN I-16 aufzuspüren und zu vernichten. Schon am frühen Nachmittag des 18. Mai stießen sie auf das japanische U-Boot IJN I-16, dessen Position durch ein amerikanisches Patrouillenflugzeug angezeigt worden war. Die Geleitzerstörer erfassten das feindliche Schiff mit dem Sonar und es begann um 13:41 Uhr der erste Hedgehog Angriff, der ein Misserfolg war. Ein zweiter Hedgehog Angriff erzielte einen Treffer in einer Tiefe von 40 Metern. Ein dritter Hedgehog Angriff um 14:10 Uhr verpasste die Tiefe, da Commander Walton Barclay Pendleton annahm, dass das U-Boot auf eine Tiefe von 61 Metern sich hat sinken lassen. Doch das U-Boot war da schon in einer Tiefe von 99 Metern. Nach diesem Angriff konnte man die genaue Distanz auf dem Echolot sehen. Das japanische U-Boot konnte anschließend noch einen vierten Hedgehog Angriff überstehen. Doch um 14:33 Uhr erfolgte der fünfte Hedgehog Angriff von der USS ENGLAND. Der Akustikman konnte vier bis sechs Detonationen in der Tiefe hören. Gleich darauf gab es eine gewaltige Unterwasserexplosion auf der Position 05° 10’ Süd 158° 31 Ost, die die USS ENGLAND hob und die Besatzung von den Füßen riss. Erst zwanzig Minuten nach dieser Explosion tauchen fetzen von Kork, Deckplatten, Schränke und andere Gegenstände auf der Wasseroberfläche auf. Mittlerweile hatte man in Honolulu im amerikanischen Hauptquartier der US Navy im Pazifik einen Funkspruch abgefangen, in dem eine neue U-Boot Verteidigungslinie zwischen dem Atoll Truk und den Admiralitätsinseln eingerichtet werden sollte. Diese U-Boote hatten die Aufgabe rechtzeitig vor einer amerikanischen Invasionsflotte zu warnen, die in Richtung Palau Inseln unterwegs war und diese auch angreifen. Man setzte nun die drei Geleitzerstörer an, diese U-Boot Verteidigungslinie ausfindig zu machen und wenn möglich zu versenken. In dieser japanischen Verteidigungslinie befanden sich die U-Kreuzer IJN I-44 und IJN I-53 und die U-Boote IJN RO-106, IJN RO-104, IJN RO-105, IJN RO-116, IJN RO-109, IJN RO-112, IJN RO-108, IJN RO-113, IJN RO-117 und IJN RO-111. Am 22. Mai um 3:51 Uhr erfasst man auf der USS GEORGE nördlich der Admiralitätsinseln einen Radarkontakt. Kurz darauf erhält man auf der USS ENGLAND einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Es entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen den amerikanischen Geleitzerstörern und dem japanischen U-Boot IJN RO-106, Kommandant Lieutenant Uda. Auf der USS GEORGE werden die Suchscheinwerfer eingeschaltet und man kann die Umrisse eines feindlichen U-Bootes in rund zwei Seemeilen Entfernung erkennen. Sofort erfolgt auf IJN RO-106 das Alarmtauchen. Um 4:15 Uhr erhält die USS GEORGE einen Sonarkontakt und greift mit einer Salve Hedgehogs an. Das radikal manövrierende U-Boot kann aber diesen Bomben entkommen. Die USS ENGLAND erhält um 4:25 Uhr ebenfalls einen Sonarkontakt. Um 4:44 Uhr greift Commander Walton Barclay Pendleton an und lässt eine Salve Hedgehogs abwerfen. Diese verfehlen aber ihr Ziel. Sofort wendet der Geleitzerstörer und fährt auf seine alte Position zurück. Um 5:01 Uhr wirft die USS ENGLAND eine weitere Salve Hedgehogs über Bord. Anschließend hörte man mindestens drei Unterwasserexplosionen auf der Position 01° 40’ Nord 150° 31’ Ost. Das U-Boot versank mit allen 49 Besatzungsmitgliedern. Schon am folgenden Tag erfasst USS RABY um 6:04 Uhr per Radar das japanische U-Boot IJN RO-104, Kommandant Lieutenant Izubuchi, welches sich rund 250 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, New Irland, Neuguinea befand. Dieses kann durch den Radar Detektor die Emissionen aufnehmen, die Geschwindigkeit erhöhen und um 6:10 Uhr sofort tauchen. Die USS RABY erhält durch ihr Sonar neun Minuten später einen stichhaltigen Kontakt und greift mit vier aufeinanderfolgenden Salven Hedgehogs an. Das japanische U-Boot manövriert allerdings radikal und erzeugt damit auf dem Sonar für „Fish Tailing“. Für die USS RABY war damit der Kontakt zum U-Boot verloren. Jetzt erhält aber die USS GEORGE einen Sonarkontakt und greift an. Doch bis 8:10 Uhr unternimmt der Geleitzerstörer fünf Angriffe und verfehlt jedes Mal. Jetzt bilden alle drei Geleitzerstörer einen Ring um von dem feindlichen U-Boot wieder einen Kontakt zu erhalten. Erst um 8:19 Uhr feuert USS ENGLAND zwei volle Ladungen mit insgesamt 48 Hedgehogs ab. Nach der zweiten Salve hörte man um 8:34 Uhr eine gewaltige Unterwasserexplosion. IJN RO-104 sinkt bei 01° 26’ Nord 149° 20’ Ost. Alle 58 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. So wurde am 24. Mai, rund 225 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, gegen 1:20 Uhr durch die USS GEORGE ein Radarkontakt aus einer Entfernung von über acht Seemeilen aufgefangen. Aber acht Minuten später war der Radarkontakt verschwunden. Eine halbe Stunde später war das japanische U-Boot IJN RO-116, Kommandant Lieutenant Commander Okabe Takeshi, in Reichweite der USS ENGLAND. Der Geleitzerstörer erfasst das U-Boot mit seinem Sonar und lässt zwei mögliche Abwürfe von Hedgehogs ungenutzt. Erst bei der dritten Möglichkeit werden 24 abgeworfen. Davon trafen mindestens drei Stück das U-Boot auf der Position 00° 53’ Nord 149° 14’ Ost und zerstörten es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Am 26. Mai trafen dann der Geleitflugzeugträger und die ihn eskortierenden Zerstörer in dem Operationsgebiet ein. Um 23:03 Uhr erhält USS RABY rund 110 Seemeilen nordöstlich von Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln einen Radarkontakt aus einer Entfernung von rund 7,5 Seemeilen. Auch die USS ENGLAND erhielt diesen Radarkontakt. Um 23:14 Uhr wird das auf dem Wasser schwimmende U-Boot IJN RO-108 in 4.100 Metern Entfernung sichtbar. Dessen Kommandant hatte die sich anschleichenden amerikanischen Geleitzerstörer ebenfalls bemerkt und lässt das U-Boot Tauchen. Die von der USS RABY abgefeuerte Salve Hedgehogs blieb ohne Wirkung. Um 23:23 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Elf Sekunden später gab es zwischen 4 bis 6 Unterwasserexplosionen, gefolgt von mehreren kleinen Unterwasserexplosionen und Rumpelgeräuschen. Am folgenden Morgen wurden mehrere Fragmente des U-Bootes geborgen. Es wurde auf der Position 00° 32’ Süd 149° 56’ Ost mit allen 53 Besatzungsmitgliedern zerstört. Die Geleitzerstörer fuhren am 27. Mai zum Bunkern von frischem Proviant, Hedgehogs und Treibstoff zum Seeadler Harbour und kehrten erst am folgenden Tag zurück. Die USS HAGGARD BAY und die sie begleitenden Zerstörer blieben in den Gewässern und suchten nach weiteren feindlichen U-Booten. Am 30. Mai um 01:44 Uhr machte man auf der USS HAZELWOOD einen Radarkontakt in siebeneinhalb Seemeilen Entfernung aus, der von einem feindlichen U-Boot stammte. Um 01:53 Uhr konnte man dieses U-Boot sichten, jedoch IJN RO-105 tauchte sofort ab. Auf dem Zerstörer erhielt man kurz darauf einen Sonarkontakt und begann mit Wasserbomben das feindliche U-Boot zu jagen. Gegen 4:35 Uhr stießen die Geleitzerstörer USS RABY und USS GEORGE dazu und begannen mit ihren Hedgehogs Angriffen. Aus den Impulsen der dann erfolgten Explosionen nahm man an, dass durch die USS GEORGE drei Treffer an dem feindlichen Boot erzielt worden waren. Aber das radikal manövrierende U-Boot war noch immer nicht vernichtet. Um 5:00 Uhr des 31. Mai traf die USS ENGLAND und die USS SPANGLER in dem Seegebiet ein. Die USS SPANGLER feuerte eine Salve Hedgehogs ab, doch diese zeigten keine Wirkung. Um 7:29 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Eine gewaltige Unterwasserexplosion zerriss IJN RO-105 auf der Position 00° 47’ Nord 149° 56’ Ost. Das war das sechste feindliche U-Boot innerhalb von dreizehn Tagen das der USS ENGLAND zum Opfer fiel. Die Schiffe der TG 30.4 patrouillierten nun noch bis zum 4. Juni in dem Seegebiet und fuhren dann zum Seeadler Harbour um die Bunker wieder aufzufüllen. Bis zum 19. Juni blieb der Geleitflugzeugträger und die Zerstörer in dem Seegebiet nördlich der Admiralitätsinseln, aber es wurden keine weiteren feindlichen U-Boote aufgespürt. Die USS ENGLAND konnte nun wieder ihre Eskortierarbeit aufnehmen und verließ am 13. Juni die Gewässer. Ziel war Port Purvis. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer am folgenden Tag an. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 29. Juni liegen. Die Schiffsbesatzung konnte sich von den anstrengenden Tagen erholen und kleine Reparaturen an dem Schiff vornehmen. An diesem 29. Juni verließ die USS ENGLAND wieder Port Purvis und fuhr nach Treasury Island. Für diese Fahrt benötigte der Geleitzerstörer einen Tag. Am Morgen des 1. Juli ging diese weiter. Das Kriegsschiff verließ die Insel und fuhr nach New Hanover, Neuguinea und von dort aus zum nördlich gelegenen Emirau Island, Neuguinea. Hier wartete man auf neue Befehle. Diese erreichten das Kriegsschiff am 29. Juli. Noch in der Nacht vom 29. zum 30. Juli verließ die USS ENGLAND Emirau Island und fuhr zum Atoll Majuro. Dieses erreichte der Geleitzerstörer in der Nacht zum 1. August. Da man sich allerdings nicht so gut in diesen Gewässern des Atolls auskannte, lief das Kriegsschiff auf Grund. Selbständig konnte es sich befreien, aber in dem unter Wasser liegenden Schiffskörper waren mehrere Lecks geschlagen worden. Noch am 1. August verließ die USS ENGLAND wieder das Atoll Majuro und fuhr zum Seeadler Harbour für erste Reparaturarbeiten. Diesen Hafen erreichte das Kriegsschiff zwei Tage später und die erste Arbeiten konnten verrichtet werden. Am 6. August verließ der Geleitzerstörer wieder den Seeadler Harbour und fuhr weiter nach Süden, in die Milne Bay an der Südspitze von Neuguinea. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff am 8. August ein. Hier begannen sofort die eigentlichen Reparaturarbeiten, die bis zum 24. September andauerten. An diesem Tag verließ die USS ENGLAND die Milne Bay und fuhr nach Sydney, Australien. In das dort Vorgelagerte Trockendock bugsierte man den Geleitzerstörer am 29. September. Hier wurden die Restarbeiten an dem Schiffskörper vorgenommen. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen und die USS ENGLAND verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS FOREMAN ( DE-633 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Die USS ENGLAND begann nun bis zum 2. Dezember zwei Kreuzfahrten zwischen Hollandia und Leyte und war dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Zwischendurch eskortierte der Geleitzerstörer vom 1. bis zum 4. November einen Schiffskonvoi und vom 7. bis zum 18. November mehrere Flottentanker in die San Pedro Bay. Am 2. Dezember wechselte das Kriegsschiff dann zum Seeadler Harbor und eskortierte in den Gewässern der Admiralitätsinseln bis zum 2. Januar 1945 mehrere Schiffe. Ab dem 2. Januar eskortierte die USS ENGLAND zwischen dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi, Karolinen, dem Hauptstützpunkt der Truppentransporter und später der Hauptstützpunkt für die Angriffe auf Iwo Jima und Okinawa, mehrere Schiffskonvois hin und her. Außer im Februar, da eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi zu den Kossol Roads, Palau Islands und von dort aus zu den Philippinen. Anschließend nakm das Kriegsschiff seine Eskortierpflichten zwischen dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi wieder auf. Man versetzte die USS ENGLAND am 23. März in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte, nachdem der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi erreicht hatte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS ENGLAND in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS ENGLAND, USS FOREMAN, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Die USS ENGLAND verließ aber schon nach wenigen Tagen Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi zurück. Hier warteten die beiden Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ). Die USS MOBILE sollte sich vor Okinawa in die Task Force 52 und die USS OAKLAND in die Task Group 58.4 eingliedern. Am 3. April befanden sich die drei Schiffe dann in den Gewässern vor Okinawa. Schon am 6. April verließ die USS ENGLAND wieder das Kampfgebiet und eskortierte die entleerten Truppentransporter von Okinawa nach Saipan, Nördliche Marianen. Dies dauerte bis zum 17. April. Ab diesem Tag übernahm der Geleitzerstörer nördlich der Kerama Retto Inseln dann seine Sicherungs- und Patrouillenstation ein. Während dieser Patrouillenfahrt gab es des öfteren Gefechtsalarm wegen herannahender feindlicher Flugzeuge. Am 27. April, da befand sich das Kriegsschiff 14 Seemeilen nordnordwestlich von Zampa-misaki, Okinawa, näherte sich so ein Kamikazepilot und wollte sich auf den Geleitzerstörer stürzen. Die Geschützmannschaften konnten noch rechtzeitig dieses Flugzeug abschießen, jedoch stürzte es in der Nähe des Schiffes ins Wasser und explodierte. Durch die entstandene Druckwelle gab es zwar keine Verluste auf der USS ENGLAND, aber einen erheblichen Schaden den man allerdings noch vor Ort reparieren konnte. Am 9. Mai befand sich der Geleitzerstörer rund 5 Seemeilen nordwestlich der Kerama Retto Inseln. Da wurde das Kriegsschiff von drei japanischen Sturzkampfbombern angegriffen. Das Flakabwehrfeuer der Geschützmannschaften setzte das erste Flugzeug in Brand. Doch deren Pilot konnte seine Maschine noch auf die Steuerbordseite direkt unter der Brücke der USS ENGLAND stürzen lassen. Dieser Pilot hatte seine Anweisungen, die Nervenzentrale eines Schiffes zu treffen und so viele Offiziere wie nur möglich zu töten, versucht eingehalten. Als dann noch die mitgeführte Bombe explodierte begann für die Mannschaft des Geleitzerstörers ein Wettlauf mit der Zeit. Alle entstandenen Feuer mussten so schnell wie möglich gelöscht werden um das Schiff zu retten. Währenddessen schossen die Geschützmannschaften die beiden anderen Kamikazepiloten noch rechtzeitig ab, so dass diese keinen Schaden anrichten konnten. Auf dem Geleitzerstörer wurden durch den Kamikazeangriff 37 Besatzungsmitglieder getötet oder wurden vermisst und 25 zum Teil schwer verwundet. Man schleppte die USS ENGLAND mit einem Hochseeschlepper zu den Trockendocks bei den Kerama Retto Inseln damit die ersten Reparaturen erfolgen konnten. Am 22. Mai verließ der Geleitzerstörer im Schlepptau des Schlachtschiffes USS COLORADO ( BB-45 ) die Inseln. Die Sicherung übernahm der Geleitzerstörer USS BEBAS ( DE-10 ). Das Ziel war die San Pedro Bay, Leyte, wo weitere Reparaturen erfolgen konnten. Diese waren bis zum 16. Juli abgeschlossen. Am 16. Juli verließ die USS ENGLAND aus eigener Kraft die philippinische Insel und fuhr über Pearl Harbor und San Diego an die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und legte Ende August im Hafen der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. In dieser Werft sollte die USS ENGLAND zu einem Schnellen Truppentransporter umgerüstet werden. Doch das Ende des Zweiten Weltkrieges ließ diese Arbeiten stoppen. Durch die umfangreich erlittenen Schäden während der Dienstzeit des Geleitzerstörers und der Überschuss an Schiffen dieser Art, beschloss man das Kriegsschiff nicht mehr zu reparieren. Man stellte daher am 15. Oktober 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den namen USS ENGLAND ( DE-635 ) strich man am 1. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 26. November 1946 den Schiffskörper an die Northern Metals Corporation in Philadelphia zum verschrotten. Die US Navy gab am 10. Dezember 1946 den Schiffskörper zur Verschrottung frei.


USS ENGLAND ( DE-635 )
Commanding Officer

CDR Walton Barclay Pendleton         10. Dezember 1943 – 30. August 1944
LCDR John Alexander Williamson         30. August 1944 – 15. September 1945
LT Augustus Dee Daily          15. September 1945 – 15. Oktober 1945

USS FOREMAN ( DE-633 )

USS FOREMAN ( DE-633 )

Biografie

Andrew Lee Foreman
* 25. September 1920 in Berkeley, Kalifornien
† 30. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) während der Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen

Nach seinem Abschluss an der Universität von Berkeley, meldete sich Andrew Lee Foreman am 13. Mai 1942 freiwillig zur US Navy Reserve und erhielt den Rang eines Ensign. Man beorderte ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) auf dem er unter dem Leiter des Schadensbegrenzungsteams, dem Damage Control Officer, diente. Am 30. November 1942 kam es zu der Schlacht bei Tassafaronga. Im Vorfeld waren immer wieder amerikanische Kriegsschiffe im Norden von Guadalcanal patrouillieren um den Nachschub der Japaner zu unterbinden. Der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS erhielt kurz nach 23:00 Uhr einen Radarkontakt von mehreren japanischen Schiffen. Daraufhin schossen US Zerstörer zwanzig Torpedos ab, die aber keine Treffer erzielten. Derweil schossen mehrere US Kreuzer mit ihren Geschützen auf die feindlichen Ziele und boten dadurch selber sehr gute Ziele, was die Japaner ausnutzten. Deren Zerstörer schossen ihrerseits zwanzig Torpedos ab. Diese trafen alle im Gefecht befindlichen vier Schweren Kreuzer. So auch die USS NEW ORLEANS. Der eingeschlagene Torpedo riss den Bug des Kreuzers weg und es entstanden in diesem Bereich heftige Brände, die aber schnell durch das Schadensbegrenzungsteam gelöscht werden konnten. Allerdings mussten dann Brandwachen dieses Teams an den vorderen Spannten abgestellt werden. Ensign Andrew Lee Foreman meldete sich freiwillig dazu und überwachte den am nächsten gelegenen Spannten der sich in Richtung des abgerissenen Bugs befand. Dort traten durch die Explosion immer noch Gase aus. Foreman blieb aber auf seinem ihm zugewiesenen Posten, da der Schwere Kreuzer aus eigener Kraft noch fahren konnte. Foreman erstickte. Er erhielt für sein heroisches selbstaufopferungsvolles Verhalten das Navy Cross posthum verliehen.


USS FOREMAN ( DE-633 )

Schiffsbiografie

Die USS FOREMAN ( DE-633 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Andrew Lee Foreman benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das achtundsechzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 9. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Nadine Foreman, die Schwester von Ensign Andrew Lee Foreman, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles A. Manston ( USNR ) stellte am 22. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS FOREMAN begann sofort nach der Fertigstellung des Geleitzerstörer und führte das Kriegsschiff zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. Anfang Januar 1944 legte das Kriegsschiff in San Francisco dann ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS FOREMAN in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Januar. In den folgenden neun Monaten eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffskonvois im Südwestpazifik. Die zu eskortierenden Schiffe brachten Nachschub an Waffen, Vorräten und Soldaten. Außerdem mussten auch Kreuzer und Schlachtschiffe zu ihren Verbänden eskortiert werden. An den Tagen an denen keine Eskorte anstand, patrouillierte die USS FOREMAN nördlich der Westsalomonen und westlich von Neuguinea. Hier war der Geleitzerstörer auf der Suche nach japanischen U-Booten und feindlichen Schiffen damit die Alliierten Truppen auf den Salomonen und Neuguinea vollständig die Kontrolle übernehmen konnten. Am 29. September fuhr die USS FOREMAN nach Sydney, Australien. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen durchgeführt. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen. Die USS FOREMAN verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Das Beladen eines Verwundetentransportschiffes mit Verletzten war noch am selben Tag abgeschlossen. Die USS FOREMAN legte mit diesem Schiff noch am selben Tag wieder ab und eskortierte es zu den Kossol Roads, Palau Inseln. Diese erreichten sie zwei Tage später. Dort wartete aber auch schon ein Schiffskonvoi mit Nachschub, der zur San Pedro Bay eskortiert werden musste. So verließ der Geleitzerstörer wieder die amerikanische Marinebasis bei den Palau Inseln und fuhr zu der philippinischen Insel. Für das Kriegsschiff begannen nun Eskortierfahrten von Großkampfschiffen, Handelsschiffen und Schnellen Truppentransportern zwischen dem Seeadler Harbour und Hollandia sowie den Atollen Eniwetok, Majuro und Ulithi. Diese Sicherungsfahrten übernahm die USS FOREMAN bis zum 9. März 1945. An diesem Tag legte der Geleitzerstörer bei den Kossol Roads an und diente hier für die nächsten zehn Tage als Stationsschiff. Ab Mitte März bereitete sich nun die US Navy für die entscheidenden Kämpfe vor. Mit Okinawa begannen die ersten Kämpfe um die japanischen Inseln. Dazu zog man die Pazifikflotte der US Navy vor dem Atoll Ulithi zusammen. Die USS FOREMAN verließ am 19. März die Kossol Roads und erreichte zwei Tage später das Atoll. Hier versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS FOREMAN in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS FOREMAN, USS ENGLAND, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Damit sollte die Vorbereitung für die Anlandungen am 1. April geschaffen werden. Die Schiffe der Task Group 54.1 erlebten am 26. März zum ersten Mal einen feindlichen Luftangriff. Die Geschützmannschaften der USS FOREMAN feuerten dabei auf ein angreifendes japanisches Flugzeug, das dann kurz vor dem Bug des Geleitzerstörers auf dem Wasser aufschlug und zerschellte. An Bord des Kriegsschiffes gab es keine Verluste, nur am Schiff selber mehrere kleine Beschädigungen. Nach dem erfolgreichen Anlandungsmanöver auf Okinawa, versetzte man die USS FOREMAN am 2. April zu den Kerama Retto Inseln, bei denen sich der logistische Nachschub sammelte. Hier sollte der Geleitzerstörer auf U-Boot Patrouille gehen und die Einfahrt für die Nachschubschiffe sichern. In der Nacht zum 3. April war der Geleitzerstörer schon auf seiner Station, da griff ein einzelner japanischer Bomber das Kriegsschiff an. Er überflog die USS FORMAN und klinkte seine mitgeführte Bombe aus. Diese fiel Mittschiffs auf der Backbordseite ins Wasser und explodierte etwa neun Meter vom Schiffskörper entfernt. Durch diese Explosion wurde unterhalb der Wasserlinie bei den Feuerräumen ein Leck in die Schiffshaut geschlagen. Der gesamte Feuerraum wurde überflutet, aber nach einer halben Stunde war der Schaden unter Kontrolle. Zwei der dort tätigen Matrosen wurden nur verletzt. Mit der Überflutung des Feuerraumes fiel allerdings auch der Generator aus und kein Strom konnte produziert werden. Damit verbunden war der Totalausfall aller Geschütze und des Lichts. Zum Glück konnte der feindliche Bomberpilot dadurch den Geleitzerstörer nicht mehr sehen und drehte ab. Aus eigener Kraft konnte das Kriegsschiff nun selber in die Reparaturbasis bei den Kerama Retto Inseln fahren, damit hier Notreparaturen ausgeführt werden konnten. Anschließend wechselte das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi, wo es am 17. April in ein schwimmendes Trockendock bugsiert wurde. Die reparaturarbeiten waren dann am 28.Mai abgeschlossen und die USS FOREMAN kehrte am 29. Mai nach Okinawa zurück. Hier begann der Geleitzerstörer ab dem 3. Juni mit seinen Patrouillenfahrten. Acht Tage später flog wieder ein Kamikazepilot direkt auf das Kriegsschiff zu. Mit Hilfe der Geschützmannschaften von einem Schwesterschiff konnten die Geschützmannschaften der USS FOREMAN diesen Piloten rechtzeitig abschießen bevor dieser auf nur in der Reichweite des Schiffes war um sich darauf zu stürzen. Am 29. Juni versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 32, die Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich 3 Schlachtschiffe, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), ein Leichter Kreuzer, der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und 3 weitere, die Zerstörer USS DAVID W. TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D. HENLEY ( DD-553 ), USS BROWN ( DD-546 ) und 8 weitere sowie der Geleitzerstörer USS FOREMA und 3 weitere. Die Aufgabe dieser Task Force bestand darin mit den Schiffen der Task Force 39, darin befanden sich 7 Schnelle Minenleger, 7 Schnelle Minensucher, 52 Minensucher, 49 Räumboote, 7 Minenlegern und 7 Netzlegern, eine umfangreiche Minenräumoperation bis zu 200 Seemeilen südwestlich des Ostchinesischen Meeres durchzuführen. Gleichzeitig sollten feindliche Ziele auf chinesischem Festland bombardiert werden. Die USS FOREMAN verließ am 16. August, einen Tag nach der bedingungslosen Kapitulation Japans, diese Task Force und fuhr in die Buckner Bay, Okinawa um sich einer kurzen Überholung zu unterziehen. Diese dauerte nur sechs Tage. Gleich daran anschließend begann der Geleitzerstörer mit weiteren Eskortierfahrten zwischen Okinawa und dem japanischen Hauptinseln. Am 26. September legte das Kriegsschiff im Hafen von Wakayama, Japan ab. An Bord hatten sich amerikanische Kriegsveteranen eingeschifft, die an die US Westküste transportiert werden sollten. Die USS FOREMAN legte am 17. Oktober im Hafen von San Diego an. Hier schiffte man die Passagiere aus und der Geleitzerstörer legte wieder ab. Ziel war diesmal die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals und dem Besuch mehrerer Häfen an der US Ostküste, erreichte das Kriegsschiff Green Cove Springs, Florida, wo die Atlantikreserveflotte lag. Hier stellte man am 28. Juni 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS FOREMAN ( DE-633 ) strich man am 1. April 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper 1966 zum verschrotten.


USS FOREMAN ( DE-633 )
Commanding Officer

LCDR Charles A. Manston   USNR        22. Oktober 1943 – 16. September 1944
LCDR William J. Carey, Jr.   USNR        16. September 1944 – 28. Juni 1946

USS HAZELWOOD ( DD-531 )

USS HAZELWOOD ( DD-531 )

Biografie

John Hazelwood
* 1726 in England
† 1. März 1800 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Offizier in der Continatal Navy

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ernannte man Hazelwood zum Kommandeur über den Hafen von Philadelphia. Er erhielt den Rang eines Commodore verliehen und befehligte alle Einheiten der Philadelphia und der Continental Navy die zur Verteidigung des Delaware River gegen die Briten im Jahre 1777 mit ihren Booten ausgelaufen waren. Zu einem Kampf sollte es am 23. Oktober kommen. Hazelwood ließ aus allen möglichen zur Verfügung stehenden Booten und Schiffen ein kompaktes Hindernis im Fluss erbauen, nachdem die britische Fregatte HMS MERLIN und das Linienschiff HMS AUGUSTA gesichtet wurden. Die britischen Besatzungen beider Schiffe verbrannten diese nachdem sie aufgelaufen und nicht mehr freizubekommen waren. Hazelwood übernahm dann das Kommando über alle Continental Schiffe die in der Delware Bay vor Anker lagen. In Anerkennung seiner Verdienste im Krieg um die Unabhängigkeit des Landes schenkte der Kontinentalkongress Hazelwood ein Schwert das heute in der Sammlung der Naval Historical Foundation zu sehen ist. Commodore John Hazelwood verstarb am 1. März 1900 in Philadelphia.


USS HAZELWOOD ( DD-531 )

Schiffsbiografie

Die USS HAZELWOOD ( DD-531 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore John Hazelwood benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Company in San Francisco, Kalifornien wurde am 11. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Harold J. Fosdick taufte am 20. November 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Hunter Wood, Jr. ( 6. Juli 1902 in Hopkinsville, Kentucky – 21. Juli 1997 in Hopkinsville, Kentucky ) stellte am 18. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten vor der kalifornischen Küste von San Francisco legte die USS HAZELWOOD am 5. September in San Francisco ab und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort legte der Zerstörer am 9. September an. Es gab allerdings keine lange Ruhepause für die Besatzung der USS HAZELWOOD, denn noch am selben Tag gliederte man den Zerstörer in die Task Force 50 ein die Rear Admiral Charles Alan Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County, Pennsylvania – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation Tarawa and Makin Raid befehligte. In dieser TF 50 befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON ( CVL-23 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) sowie die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS HARRISON ( DD-573 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS BRADFORD ( DD-545 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ) und USS COGHLAN ( DD-606 ). Für die Bombardierung japanischer Stellungen verließen die Schiffe der TF 50 am 11. September den Hafen von Pearl Harbor und fuhren nach Westen. Sieben Tage später begann der Angriff auf die Atolle Makin und Tarawa von den Gilbert Islands, welcher bis zum folgenden Tag andauerte. Am 26. September legten die Schiffe der TF im Hafen von Pearl Harbor wieder an. Hier gliederte man die USS HAZELWOOD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON, die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD, USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS BIRMINGHAM, USS NASHVILLE ( CL-43 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS HARRISON, USS BANCROFT, USS RINGGOLD, USS JOHN RODGERS, USS DASHIELL, USS CALDWELL, USS COGHLAN, USS HALFORD ( DD-480 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Hier rüstete man die USS HAZELWOOD für die kommenden Aufgaben um. Nach einer Erholungsphase und einer Trainingseinheit für amphibische Landungen, legte der Zerstörer am 21. Oktober zusammen mit den Schwesterschiffen USS SIGSBEE, USS JOHN RODGERS, USS MURRAY, USS HARRISON und USS McKEE ( DD-575 ) in Pearl Harbor ab und stach in See. Ziel war Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Hier legten die Zerstörer am 4. November an. Noch am selben Tag übernahmen die Kriegsschiffe frischen Treibstoff und Proviant und wechselten nach Espiritu Santo, New Hebrides. Von hier aus fuhren die Zerstörer in der Nacht zum 6. November nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen und übernahmen dort die Eskorte über einen Schiffskonvoi mit Nachschub an Mensch und Material. Von Tulagi aus ging noch am selben Tag die Fahrt zurück nach Espiritu Santo. Am 7. November verließ der Schiffskonvoi wieder den schützenden Hafen und fuhr zur Kaiserin Augusta Bay, zur Nordsalomoneninsel Bougainville. Hier waren am 1. November Marines beim Cape Torokina gelandet und bildeten einen Brückenkopf. Der Vormarsch dieser Marines kam aber wegen massiver japanischer Gegenwehr fast zum Stillstand. Deshalb wurden schnellstmöglich frische Kräfte benötigt. Die Japaner indes starteten in der Nacht vom 8. zum 9. November mit Stukas und Torpedoflugzeugen einen heftigen Angriff auf die Transportschiffe. Die Flugabwehrkanoniere der USS HAZELWOOD konnten während dieses Kampfes mindestens ein feindliches Flugzeug abschießen. Nach dem Entladen der Transportschiffe eskortierten die Zerstörer diese zurück nach Tulagi. Nach der Übergabe der Transportschiffe am Abend des 9. Novembers, wechselten die Zerstörer wieder zum Havannah Harbor. Hier gliederte man die USS HAZELWOOD in die Task Undergroup 53.1.4 ein die Captain Edward M. Thompson während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS HAZELWOOD USS HARRISON, USS SIGSBEE, USS JOHN RODGERS, USS McKEE, USS MURRAY und USS HEERMANN ( DD-532 ) die die Transportschiffe aus der Task Group 53.1 eskortieren und beschützen sollten. Am 13. November legten die Schiffe der Task Force 53 im Havannah Harbor ab. Ziel war das Tarawa Atoll in den Gilbert Inseln. Im äußersten Südwesten des Atolls befand sich die Gemeinde Betio. Hier gab es einen Haupthafen den die Japaner nutzten. Diesen Hafen, japanische Stellungen und Einrichtungen bei Betio bombardierten die Schiffe der Fire Support Groups ab dem 19. November. Am folgenden Tag legten im Hafen von Betio Schnelle Truppentransportschiffe der TG 53.1 an und landeten amerikanische Truppen. Zu deren Unterstützung wurden am 21. November schwere Waffen an Land transportiert da der Vormarsch durch die japanischen Truppen gestoppt werden konnte. Nachdem ein Großteil der Verteidiger ihr Leben verloren hatte, begannen die restlichen feindlichen Truppen mit der Taktik der Nadelstiche und griffen immer wieder mit rund fünfzig Soldaten die amerikanischen Truppen an. Zur Unterstützung der eigenen Soldaten beschossen die Zerstörer der TU 53.1.4 am 22. zum 23. November solche japanischen Gruppierungen bei Betio. Die Kampfhandlungen waren am 24. November beendet nachdem sich die letzten siebzehn von viertausendsechshundert japanischen Verteidigern ergaben. Bis zum 29. November verblieb die USS HAZELWOOD vor dem Atoll und half bei der Sicherung. Anschließend übernahm das Kriegsschiff bis zum 7. Dezember die Patrouille vor dem Atoll Makin. An diesem 7. Dezember verließ der Zerstörer und seine Schwesterschiffe die Gilbert Inseln und fuhren südwärts. Nach sieben Tagen Fahrt auf Hoher See, erreichten sie das Atoll Funafuti, Gilbert and Ellice Islands. Hier wurden für zehn Tage mehrere Übungen durchgeführt. Am Weihnachtsabend verließen die Zerstörer wieder Funafuti und fuhren nach Pearl Harbor, wo sie am 1. Januar 1944 anlegten. In den Hawaiianischen Gewässern verblieben die Zerstörer und beteiligten sich an mehreren Übungen zur Feuerunterstützung für die Invasion der Marshall Islands. Man bereitete hier den Zerstörer und dessen Besatzung auf neue Aufgaben vor. Das Schiff gliederte man in die Task Force 52 ein, die Southern Attack Force, die Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS HAZELWOOD in der Task Undergroup 52.7.1, der Advance Transport Screen Group, die Captain Edward M. Thompson kommandierte. Neben der USS HAZELWOOD befand sich noch die USS JOHN RODGERS in dieser TU. Beide Zerstörer legten am 22. Januar zusammen mit allen anderen Schiffen der TF 52 in Pearl Harbor ab. Ziel war das Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Durch die früher gemachten Erfahrungen startete die US Navy am 31. Januar einen gut koordinierten Angriff auf das Atoll. Die USS HAZELWOOD übernahm neben der Sicherung der Transportschiffe, zusätzlich auch die Abwehr von feindlichen Flugzeugen und U-Booten und bekämpfte japanische Stellungen in Küstennähe. Die Hauptsächlichsten Ziele waren dabei Truppenkonzentrationen und Munitionslager. Nachdem der letzte japanische Widerstand gebrochen war, verließ der Zerstörer  am 15. Februar das Atoll Kwajalein. Man hatte das Kriegsschiff in die Task Group 51.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Catchpole“ befehligte, versetzt. In der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANEE ( CVE-27 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS McCORD, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HULL ( DD-350 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ), die amphibischen Angriffstransportschiffe USS CAMBRIA ( APA-36 ) und USS LEONARD WOOD ( APA-12 ) und unter anderen die Patrouillenboote USS SC-1066 und USS SC-539 ) und die Zerstörer USS MUSTIN ( DD-413 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS ELLET ( DD-398 ) standen zur Sicherung der drei Geleitflugzeugträger zur Verfügung. An diesem 15. Februar verließ die USS HAZELWOOD Kwajalein und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, das sie zwei Tage später erreichte. Zum Schutz der Operation lagen die Zerstörer unter anderem vor den Inseln Parry und Japtan im Atoll und beschossen feindliche Stellungen zur Unterstützung der eigenen Truppen. Die Kämpfe um das Atoll waren am 23. Februar beendet worden und die USS HAZELWOOD begann in den Gewässern des Atolls Eniwetok und der Salomonen  mit Patrouillen- und Eskortierfahrten. Außerdem bombardierte der Zerstörer japanische Uferpositionen im Hafen von Ungalabu im Norden der Insel New Hanover, die zu New Irland, Neuguinea gehört. Dort befand sich eine Ansammlung von feindlichen Panzern. Man integrierte dann die USS HAZELWOOD in die Task Group 30.4, einer Patrouillen- und U-Boot Jagdgruppe, die von Captain William Vincent Saunders kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und die Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ), USS GEORGE ( DE-697 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS SPANGLER ( DE-696 ). Die Geleitzerstörer dieser Task Group verließen am 16. Mai ihre Basis Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Ihre Aufgabe bestand darin sich mit dem Geleitflugzeugträger und den sichernden Zerstörern zu vereinigen, welche am 22. Mai vom Atoll Majuro, Marshall Islands aus losfahren werden, und feindliche U-Boote, die nördlich der Salomonen operierten, aufzuspüren und zu vernichten. Man hatte im amerikanischen Hauptquartier der US Navy einen Funkspruch abgefangen, in dem eine neue U-Boot Verteidigungslinie zwischen der Insel Truk, Karolinen und den Admiralitätsinseln, Neuguinea eingerichtet werden sollte. Diese U-Boote hatten die Aufgabe rechtzeitig vor einer amerikanischen Invasionsflotte zu warnen, die in Richtung Palau Inseln unterwegs war. Schon am folgenden Tag, nachdem die Geleitzerstörer Tulagi verlassen hatten, stießen sie auf das japanische U-Boot IJN I-16, Kommandant Kapitänleutnant Takeuchi, dessen Position durch ein amerikanisches Patrouillenflugzeug angezeigt worden war. Gegen Mittag erfasste man das feindliche Schiff mit dem Sonar und es begannen fünf Hedgehog Angriffe. Gegen 14:35 Uhr gab es eine gewaltige Unterwasserexplosion auf der Position 05° 10’ Süd 158° 31 Ost. Erst zwanzig Minuten nach dieser Explosion tauchen Fetzen von Kork, Deckplatten, Schränke und andere Gegenstände aus dem Wasser auf. Am 22. Mai um 3:51 Uhr erfasst man auf der USS GEORGE einen Sonarkontakt. Es entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen den amerikanischen Geleitzerstörern und dem japanischen U-Boot IJN RO-106, Kommandant Lieutenant Uda. Erst nachdem um 5:01 Uhr eine weitere Salve Hedgehogs von der USS ENGLAND abgeworfen worden war, hörte man mindestens drei Unterwasserexplosionen auf der Position 01° 40’ Nord 150° 31’ Ost. Das U-Boot versank mit allen 49 Besatzungsmitgliedern. Schon am folgenden Tag erfasst USS RABY um 6:04 Uhr per Sonar das japanische U-Boot IJN RO-104, Kommandant Lieutenant Izubuchi, welches sich rund 250 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, New Irland, Neuguinea befand. Doch bis 8:10 Uhr blieben alle Versuche der Geleitzerstörer wirkungslos. Erst um 8:19 Uhr feuert USS ENGLAND zwei volle Ladungen mit insgesamt 48 Hedgehogs ab. Nach der zweiten Salve hörte man um 8:34 Uhr eine gewaltige Unterwasserexplosion. IJN RO-104 sinkt bei 01° 26’ Nord 149° 20’ Ost. Alle 58 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Nach diesen beispiellosen Verlusten der japanischen Marine, zog man dort noch immer nicht die Konsequenzen und zog die U-Boote in andere Gewässer ab. So wurde am 24. Mai, rund 225 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, gegen 1:20 Uhr durch die USS GEORGE ein Sonarkontakt aufgefangen. Eine halbe Stunde später war das japanische U-Boot IJN RO-116, Kommandant Lieutenant Commander Okabe Takeshi, in Reichweite der USS ENGLAND. Der Geleitzerstörer lässt zwei mögliche Abwürfe von Hedgehogs ungenutzt. Erst bei der dritten Möglichkeit werden 24 abgeworfen. Davon trafen mindestens drei Stück das U-Boot auf der Position 00° 53’ Nord 149° 14’ Ost und zerstörten es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Am 26. Mai trafen dann der Geleitflugzeugträger und die ihn eskortierenden Zerstörer in dem Operationsgebiet ein. Um 23:03 Uhr erhält USS RABY rund 110 Seemeilen nordöstlich von Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln einen Radarkontakt. Auch die USS ENGLAND erhielt diesen Radarkontakt. Um 23:14 Uhr wird das auf dem Wasser schwimmende U-Boot IJN RO-108 in 4.100 Metern Entfernung sichtbar. Dessen Kommandant hatte die sich anschleichenden amerikanischen Geleitzerstörer ebenfalls bemerkt und lässt das U-Boot Tauchen. Die von der USS RABY abgefeuerte Salve Hedgehogs blieb ohne Wirkung. Um 23:23 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Elf Sekunden später gab es zwischen 4 bis 6 Unterwasserexplosionen. Am folgenden Morgen wurden mehrere Fragmente des U-Bootes geborgen. Es wurde auf der Position 00° 32’ Süd 149° 56’ Ost mit allen 53 Besatzungsmitgliedern zerstört. Die Geleitzerstörer fuhren am 27. Mai zum Bunkern von frischem Proviant, Hedgehogs und Treibstoff zum Seeadler Harbour und kehrten erst am folgenden Tag zurück. Am 30. Mai um 01:44 Uhr machte man auf der USS HAZELWOOD einen Radarkontakt aus, der von einem feindlichen U-Boot stammte. Um 01:53 Uhr konnte man dieses U-Boot sichten, jedoch IJN RO-105 tauchte sofort ab. Auf dem Zerstörer erhielt man kurz darauf einen Sonarkontakt und begann mit Wasserbomben das feindliche U-Boot zu jagen. Gegen 5:35 Uhr stießen die Geleitzerstörer USS RABY und USS GEORGE dazu und begannen mit ihren Hedgehogs Angriffen. Aus den Impulsen der dann erfolgten Explosionen nahm man an, dass durch die USS GEORGE drei Treffer an dem feindlichen Boot erzielt worden waren. Aber das radikal manövrierende U-Boot war noch immer nicht vernichtet. Um 7:29 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Eine gewaltige Unterwasserexplosion zerriss IJN RO-105 auf der Position 00° 47’ Nord 149° 56’ Ost. Das war das sechste feindliche U-Boot innerhalb von dreizehn Tagen das der USS ENGLAND zum Opfer fiel. Die Schiffe der TG 30.4 patrouillierten nun noch bis zum 4. Juni in dem Seegebiet und fuhren dann zum Seeadler Harbour um die Bunker wieder aufzufüllen. Bis zum 19. Juni blieben die Kriegsschiffe in dem Seegebiet nördlich der Admiralitätsinseln, aber es wurden keine weiteren feindlichen U-Boote gesichtet. In den folgenden Wochen nahm die USS HAZELWOOD ihre Patrouillen- und Eskortierfahrten in den Gewässern der Salomonen und der Marshall Islands wieder auf. Doch Mitte August erhielt die USS HAZELWOOD den nach Guadalcanal zu fahren um sich dort an amphibische Landemanöver zu beteiligen. Diese waren die Vorbereitung für die Palau Offensive. In diesem Hafen legte er am 24. August an. Man versetzte den Zerstörer in die neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach die USS HAZELWOOD mit anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS McGOWAN und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu und am 15. September begann die Anlandung der Sturmtruppen. Die USS HAZELWOOD unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Landeeinheiten und feuerte auf japanische Küstenbefestigungen. Die Landeoperation auf Angaur begann am 17. September. Die Schweren Schiffseinheiten aus der TG 32.5 hatten dafür mit ihren Geschützen den Weg für die Infanteriesoldaten freigeschossen. Die USS HAZELWOOD sicherte die Schiffe der Transportgruppe, welche nach Angaur fuhren. Anschließend begannen für den Zerstörer nun wieder Patrouillenfahrten in den Gewässern rund um die Palau Inseln, da die meisten Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer sich zum Seeadler Harbor, Manus Admiralitätsinseln ab dem 20. September zurückgezogen hatten. Die USS HAZELWOOD war zusammen mit anderen Zerstörern bis zum 3. Oktober nun auch auf der Suche nach feindlichen U-Booten. An diesem Tag verließ der Zerstörer die Gewässer der Palau Inseln und fuhr zum Seeadler Harbor. Hier stellte man die Angriffsflotte für die philippinische Insel Leyte zusammen. Man versetzte die USS HAZELWOOD in die Task Group 77.4, die Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligte. Die USS HAZELWOOD gliederte man innerhalb der TG in die Task Undergroup 77.4.1 ein. Diese TU befehligte ebenfalls Rear Admiral Thomas Lamison Sprague. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ), die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS McCORD und USS TRATHEN und die Geleitzerstörer USS EDMONDS ( DE-406 ), USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS COOLBAUGH ( DE-217 ) und USS EVERSOLE ( DE-404 ). Die TU 77.4.1 lief unter dem Codenamen „Taffy One“ und nahm an der Luftschlacht um die Philippinen teil. Am 17. Oktober liefen die Schiffe der gesamten Task Group aus. Die TG 77.4 hatte Leyte als Ziel. Am 20. Oktober begann der Angriff. Die Trägerflugzeuge und die Kriegsschiffe der TU 77.4.1 unterstützten die Landungstruppen auf der Insel Panaon. Zwei Tage später begann die Schlacht bei Samar. Auf beiden Seiten wurde erbittert gekämpft. Die Taffy One operierte etwa 130 Meilen südlich der „Taffy Three“ bei Surigao Island. Der japanische Hauptangriff traf die Taffy Three mit voller Wucht. Aber auch die Schiffe der TU 77.4.1 hatten wegen der Kamikazepiloten alle Hände voll zu tun um diese abzuwehren. Von dem Luftstützpunkt bei Davao auf der Insel Mindanao stiegen mehrere japanische Flugzeugstaffeln auf. Auf den Geleitflugzeugträger USS SANTEE stürzte sich ein Kamikazepilot und durchschlug mit seiner Maschine das Hauptdeck. Auf dem Träger konnte keine Maschine mehr landen. Ein Pilot des Trägers musste seine Maschine Notwassern da er keinen Sprit mehr an Bord hatte. Die USS RICHARD M ROWELL barg ihn. Aber auch auf den anderen Trägern sah es nicht besser aus. Die Kamikazepiloten stürzten sich auf alles was wie ein Träger aussah um ihn zu zerstören. Es gab aber auch Erfolge zu vermelden. So konnten die Flugzeuge von Taffy One am 26. Oktober den leichten japanischen Kreuzer KINU und den Zerstörer URANAMI versenken. Am darauffolgenden Tag sank der japanische Zerstörer SHIRANUI. Nach dem Sieg der amerikanischen Kriegsschiffe in der Schlacht um Leyte, hier hatte man fast die gesamte japanische Kriegsmarine zerstört. Das waren drei Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger, sechs Schwere Kreuzer, vier Leichte Kreuzer, neun Zerstörer und dutzende Flugzeuge. Die Geschützmannschaften der USS HAZELWOOD waren an dem Abschuss von mindestens zwei Kamikazepiloten verantwortlich. Der Zerstörer blieb zunächst in den Gewässern rund um Leyte und patrouillierte dort. Dazu waren am 1. November 1944 aus der Task Force 77 die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS NASHVILLE und USS BOISE ( CL-47 ) sowie der australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS HAZELWOOD, USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS ABNER READ ( DD-526 ), USS AMMEN ( DD-527 ) und USS EDWARDS ( DD-619 ) zusammengezogen worden. An diesem 1. November gab es auch gleich einen japanischen Luftangriff in der Hoffnung die amerikanische Invasion auf den Philippinen doch noch zu stoppen. Dabei griffen auch zum ersten Male Kamikazepiloten die Alliierten Schiffe an um sich mit ihren Flugzeugen auf diese zu stürzen. An diesem Tag stürzte sich solch ein Selbstmordpilot auf die USS ABNER READ, das erste amerikanische Schiff das dadurch sank. Mehrere Zerstörer eilten dem sinkenden Schiff zu Hilfe und retteten bis auf zweiundzwanzig alle Besatzungsmitglieder. Die USS HAZELWOOD patrouillierte nun weiter in Golf von Leyte. Erst nachdem weiter Nördlich durch den Taifun „Cobra“ mehrere amerikanische Kriegsschiffe schwer beschädigt oder versenkt worden waren, fuhr der Zerstörer zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier integrierte man die USS HAZELWOOD in die Task Force 38 die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 in Teoc, Carroll County, Mississippi – 6. September 1945 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Mike I“ befehligte. Die USS HAZELWOOD stand innerhalb der TF frei zur Verfügung und führte unter anderem U-Boot Patrouille durch. Die Schiffe der TF 38 wurden zur Unterstützung der Landungsoperation auf Luzon eingesetzt, in dem die Nachschubwege von Formosa aus abgeschnitten wurden. Genauso frei zur Verfügung wie die USS HAZELWOOD standen innerhalb der Task Force 38 die Zerstörer USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS THATCHER, USS McCORD, USS HOBBY ( DD-610 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS COGSWELL ( DD-651 ), USS CAPERTON ( DD-650 ), USS KNAPP ( DD-653 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS PRESTON ( DD-795 ), USS LONGSHAW ( DD-559 ), USS PRITCHETT ( DD-561 ) und USS LAWS ( DD-558 ). Ab dem 3. Januar bombardierten die amerikanischen Trägerflugzeuge japanische Stellungen auf Formosa, den Ryukyu Inseln, Okinawa und entlang der chinesischen Küste und versenkten japanische Schiffe. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 30.8 rund 300 Seemeilen Nordöstlich von Luzon und betankten die Schiffe der TF 38. Gleich im Anschluss daran näherte sich die Task Force Luzon von Norden her und ab dem 6. Januar wurden japanische Stellungen auf der philippinischen Insel bombardiert. Am 12. Januar folgte gleich die Operation „Gratitude“, die bis zum 25. Januar dauerte und die Südöstlichen Gebiete von Französisch Indochina angegriffen wurden. Sämtliche japanischen Schiffe wurden nun in der Südchinesischen See angegriffen und wenn möglich versenkt. Der Einsatz der Task Force 38 war während der Kämpfe eine Demonstration der mobilen Seemacht und der Stärke der amerikanischen Marine. Bis zum 21. Januar waren feindliche Versorgungsschiffe mit einer Gesamttonnage von 130.000 BRT versenkt und unzählige feindliche Flugzeuge vernichtet. Am 26. Januar verließen die Schiffe der TF 38 wieder ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Dort versetzte man die USS HAZELWOOD in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. Innerhalb der TG war der Zerstörer in der Task Undergroup 58.4.3 in der sich ausschließlich Zerstörer befanden und zur Sicherung der Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer aus der TG eingesetzt wurden. In der TU befanden sich die USS HAZELWOOD, USS PORTERFIELD, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS McCORD, USS HEERMANN, USS MONSSEN ( DD-798 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ) und USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der Task Group 58.4 Ulithi und fuhren in Richtung Japan. Fünf Tage später wurden vor Iwo Jima die Schiffe der TG betankt. Dabei kollidierten die USS BARTON mit der USS INGRAHAM. Beide Schiffe wurden beschädigt. Die TG schob sich immer weiter nördlich. Vom 16. zum 17. Februar bombardierten dann die amerikanischen Trägerflugzeuge militärische Einrichtungen bei Tokyo. Am 19. Februar begann die Invasion von Iwo Jima. Die Schiffe der Task Group 58.4 wandten sich nun nach Süden und beteiligten sich intensiv an der Bombardierung der japanischen Befestigungen auf der Insel. Nach nur wenigen Tagen wechselten die Kriegsschiffe wieder ihre Positionen und fuhren nach Norden. Das Bombardement gegen Ziele in Tokyo wurde weitergeführt und dauerte noch bis zum 26. Februar an. Die USS HAZELWOOD traf an diesem Tag zusammen mit der USS MURRAY ( DD-576 ) aus der TG 58.1 auf zwei japanische Radarvorpostenschiffe. Das eine befand sich rund zweihundertfünfunddreißig Seemeilen südsüdöstlich von dem Leuchtturm bei Nojimazaki vor der Küste Japans und das zweite bei der Ryukyu Insel Tori Jima. Beide japanischen Schiffe wurden versenkt. Doch schon am 27. Februar verließen die Schiffe ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi zurück, wo sie am 1. März 1945 anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auf die kommende Invasion auf Okinawa vor. Dazu blieb die USS HAZELWOOD in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS INTREPID ( CV-11 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-63 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HAZELWOOD, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS COLAHAN, USS BENHAM, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS MERTZ, USS MELVIN, USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kjushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Die USS HAZELWOOD sowie die anderen Zerstörer der Task Group sicherten die Flugzeugträger in diesen Tagen vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Doch mit den massiven Angriffen der Kamikazepiloten hatte eigentlich niemand gerechnet. Allerdings konnten sich jetzt die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers auszeichnen. Mehrere dieser Selbstmordpiloten konnten sie noch rechtzeitig abschießen bevor diese sich auf die Flugzeugträger stürzen konnten. Das gelang allerdings bei der USS FRANKLIN ( CV-13 ) und USS ENTERPRISE nicht direkt. Beide Träger wurden beschädigt. Ab dem 20. März begann man die Schiffe der TG zu betanken und am 22. März lagen sie bei Okinawa. An diesem Tage war die USS HAZELWOOD der Radarvorposten der Task Group und befand sich 12 Seemeilen vor der Formation. Man begann die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln zu bombardieren. Diese benötigte man auf Seiten der Alliierten dringend notwendig um ein Rückzugsgebiet zu haben um beschädigte Schiffe reparieren zu können. Die Einnahme der Inseln war am 29. März abgeschlossen und am 1. April begann die Landeoperation auf Okinawa. Hier übernahm die USS HAZELWOOD ebenfalls Radar- und Eskortierpatrouillen. Es verging fast kein Tag an dem es keinen feindlichen Luftangriff gab. Am 29. April griffen dann mehrere feindliche Flugzeuge die Schiffe der Trägergruppe der TG 58.4 an. Hauptziel waren die Radarvorpostenschiffe. Aus der niedrigen Wolkendecke hervorstürmend, stürzten sich drei Kamikazepiloten auf die USS HAZELWOOD. Alle Geschützmannschaften schossen auf zwei sich nähernde Zeros und Commander Volckert Petrus Douw ( 4. März 1907 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland – 29. April 1945 vor Okinawa ), Kommandant des Zerstörers, manövrierte das Kriegsschiff im Zickzack um den beiden Zeros zu entgehen. Da stürzte sich eine dritte Zero aus den Wolken und raste auf die USS HAZELWOOD zu. Obwohl das Flugzeug von mehreren Geschossen getroffen worden war, raste es immer weiter auf den Zerstörer zu. Hinter dem Geschütz Nummer 2 schlug es von Backbord kommend in die Brücke des Kriegsschiffes ein und explodierte. Brennendes Benzin ergoss sich über die Decks und die Schotten. Der Mast auf dem sich das Radar befand kippte um und die beiden ersten Geschütze waren nicht mehr Einsatzbereit. Zehn Offiziere und siebenundsechzig Mannschaftsmitglieder waren auf der Stelle tot. Unter ihnen auch Commander Volckert Petrus Douw. Sechsunddreißig Besatzungsmitglieder wurden als vermisst gemeldet. Der Engineering Officer Lieutenant ( jg ) Chester Martin Locke übernahm augenblicklich das Kommando über den Zerstörer und wies die Crew an die Verwundeten zu bergen, die Feuer zu löschen und die notdürftig die Schäden zu beheben. Dieses Kommando behielt er bis gegen 20:30 Uhr. Ab da übernahm der verwundete Lieutenant Commander Philip Reed das Kommando über das Kriegsschiff. Die USS HAZELWOOD konnte immer noch aus eigener Kraft sich fortbewegen. Doch auch LCDR Reed konnte wegen seiner Verwundungen das Kommando nicht behalten und übergab es deshalb an Lieutenant David Nelson Morey, Jr., der den Zerstörer für die ersten provisorischen Reparaturen bis zum Atoll Ulithi brachte. Das Kriegsschiff legte am Zerstörertender USS PIDEMONT ( AD-17 ) an und dessen Besatzung begann mit den Reparaturen. Diese waren am 25. Mai abgeschlossen und die USS HAZELWOOD verließ das Atoll und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier legte der Zerstörer drei Tage später an. Man bunkerte frischen Treibstoff und Proviant und fuhr weiter nach Pearl Harbor und von dort aus an die US Westküste. Hier legte das Kriegsschiff am 14. Juni in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an. Hier konnten die erforderlichen Reparaturen durchgeführt werden. In dieser Zeit war durch die bedingungslose Kapirtulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden. Dadurch benötigte man die USS HAZELWOOD erst einmal nicht mehr und stellte sie am 18. Januar 1946 außer Dienst. Man versetzte anschließend den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte, die in San Diego, Kalifornien lag.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS HAZELWOOD für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander Richard Martin Niles ( 12. Juli 1917 – 9. Februar 1959 ) stellte am 12. September 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS HAZELWOOD zusammen mit den Schwesterschiffen USS COWELL, USS HEERMANN, USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ) am 4. Januar 1952 ihre ehemalige Heimatbasis San Diego. Ziel war der Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 14. Januar legte die USS HAZELWOOD am 21. Januar im Hafen von Newport, Rhode Island an. Hier integrierte man den Zerstörer in die Destoyer Forces der Atlantikflotte. Es folgten für das Kriegsschiff Operationen und Trainingsübungen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Außerdem beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Trainingsübungen wo die Suche und die Jagd von feindlichen U-Booten im Vordergrund standen. An diesen Trainingseinheiten waren auch Flugzeugträger anwesend. Am 7. Dezember 1953 legte die USS HAZELWOOD in Newport wieder ab. Ziel der Fahrt war der Ferne Osten. Nach der erneuten Durchquerung des Panamakanals und den Zwischenstationen San Diego und Pearl Harbor, legte der Zerstörer am 12. Januar 1954 im Hafen von Tokyo an. In den folgenden Monaten operierte das Kriegsschiff mit einer Gruppe von Schnellen Truppentransportern entlang der koreanischen Halbinsel. Diese ausgeführten Patrouillenfahrten sollten den am 27. Juli 1953 in Kraft getretenen Waffenstillstand an der Demarkationslinie überwachen. Die USS HAZELWOOD verließ im Mai wieder die koreanischen Gewässer und wurde für die Heimfahrt vorbereitet. Am 28. Mai verließ der Zerstörer den Hafen von Hongkong, durchquerte dann den Suezkanal und das Mittelmeer und legte am 17. Juli in Newport wieder an. In den folgenden Jahren beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Ausbildungs- und Bereitschaftsoperationen entlang der US Ostküste und der Karibik, die nur durch Einsätze im Mittelmeer unterbrochen wurden. Während der Suezkrise im Herbst 1956 gliederte man die USS HAZELWOOD in die 6. US Flotte ein. Der Zerstörer patrouillierte im östlichen Mittelmeer und beteiligte sich die international angespannte Lage zu überwinden. Im Jahr 1958 begann man auf der USS HAZELWOOD mit umfangreichen Test von Hubschraubern zur U-Boot Bekämpfung. Diese Test wurden sowohl in der Narragansett Bay, Rhode Island und auf dem Naval Ordnance Laboratory in Maryland. Hier war der Zerstörer der DestroyerDevelopment Division unterstellt und nahm an Tests an Geräten teil, die für Radar- und elektronischen Gegenmaßnahmesystemen eingesetzt wurden. Ihre primären Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betrafen hauptsächlich die Erprobung des Drohnen-Anti–U-Boot – Hubschraubers ( DASH ). An Bord der USS HAZELWOOD wurden Testeinrichtungen zur Verfügung gestellt, die zur Perfektion des Drohen – Hubschraubers und des lebenswichtigen ASW – Waffensystems führten. So landete allein im August 1963 der Drohnen – Hubschrauber über 1.000 Mal auf dem Flugdeck des vielseitigen Zerstörers. Neben den experimentellen Entwicklungen musste sich die USS HAZELWOOD aber weiterhin den vielen Aufgaben die ein Zerstörer zugewiesen bekam stellen. Im Oktober 1962 konfrontierte die USA die Sowjetunion wegen deren Einführung von Atomaren Offensivraketen auf Kuba. Die USS HAZELWOOD musste in dieser Zeit ihre Experimente unterbrechen und fuhr in die Karibik. In der Guantanamo Bay legte der Zerstörer am 5. November an, kurz nachdem die Blockade um Kuba in Kraft getreten war. Hier diente das Kriegsschiff als Stützpunktschiff der Task Force 84. Im folgenden Jahr vermisste man ab dem 10. April 1963 das Atom-U-Boot USS THRESHER ( SSN-593 ). Es gab keine Lebenszeichen mehr von dem U-Boot. Umgehend begab sich die USS HAZELWOOD zusammen mit Wissenschaftlern der Woods Hole Oceanographic Institution an den Ort der Tragödie und begann eine systematische Suche nach dem vermissten Schiff. Im Juni 1963 nahm der Zerstörer dann die Experimente mit dem Drohnen – Hubschrauber wieder auf, die in Bordversuchen des Shipboard Landing Assist Device durchgeführt wurden. Im folgenden Jahr beteiligte sich der Zerstörer an Entwicklungs- als auch taktischen Operationen entlang der US Ostküste. Man stellte am 19. März 1965 das Kriegsschiff dann außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS HAZELWOOD ( DD-531 ) strich man am 1. Dezember 1974. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 14. April 1976 den Schiffskörper an die Union Minerals & Alloy in New York zum verschrotten.


USS HAZELWOOD ( DD-531 )
Commanding Officer

CDR Hunter Wood Jr.       18. Juni 1943 – 1. Januar 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Volckert Petrus Douw      1. Januar 1944 – 29. April 1945 (verstorben 29. April 1945)
LTJG Chester Martin Locke     ab 17:30 Uhr 29. April 1945 – bis 20:30 Uhr 29. April 1945
LCDR Philip Reed         ab 20:30 Uhr 29. April 1945 – bis 09:00 Uhr 1. Mai 1945
LT David Nelson Morey Jr.       ab 09:00 Uhr 1. Mai 1945 – 20. Juni 1945
LCDR James Christopher Mathews        20. Jun 1945 – 18. Januar 1946
Außerdienststellung           18. Januar 1946 – 12. September 1951
CDR Richard Martin Niles       12. September 1951 – 8. Juli 1953
CDR James Alexander Marks         8. Juli 1953 – 1956
CDR Cloyd Alvin Linville        1956 – Juni 1958
CDR Harry Edwin Snyder        Juni 1958 – Februar 1960
CDR Frederick Halsey Irwin        Februar 1960 – August 1961
CDR Creighton David Lilly         August 1961 – Juli 1963
CDR Donald Jerome Hanson        Juli 1963 – 1964
CDR Edgar Hull Forrest         1964 – 19. März 1965

USS LANING ( APD-55 )

USS LANING ( APD-55 )

Biografie

Harris Laning
* 18. Oktober 1873 in Petersburg, Illinois
† 2. Februar 1941 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Admiral in der US Navy und der Vater von Rear Admiral Caleb Barrett Laning ( 27. März 1906 in Kansas City, Missouri – 31. Mai 1991 in Falls Church, Virginia )

Am 7. Juni 1895 schloss Harris Laning sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. Anschließend diente er auf den Philippinen und beteiligte sich an der Niederschlagung des dortigen Aufstandes. Dann versah er seine Pflichten während des Spanisch – Amerikanischen Krieges und während der China Relief Expedition. Vom 1. Juli 1907 bis 1910 diente er als Navigationsoffizier auf dem Schlachtschiff USS NEBRASKA ( BB-14 ). Da er sehr gut mit Waffen umgehen konnte, übernahm er als Kapitän die US Schützen Mannschaft. Diese führte er zu den V. Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm, Schweden. Hier gewannen sie insgesamt sieben Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Sein erstes Kommando über ein Kriegsschiff erhielt Lieutenant Commander Harris Laning mit dem Zerstörer USS CASSIN ( DD-43 ). Dieses Kriegsschiff stellte er in der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine am 9. August 1913 in den Dienst der US Navy und kommandierte es bis zum 28. April 1914. Der Heimathafen der USS CASSIN war ab dem 5. Dezember 1913 Key West, Florida. Von dort aus beteiligte sich der Zerstörer an Flottenmanövern und Übungen in der Karibik und im Golf von Mexiko. Nach der Tampico Affäre, die am 9. April 1914 durch amerikanische Matrosen und mexikanische Soldaten hervorgerufen worden war, verlegte man am 21. April unter anderen die USS CASSIN nach Veracruz um den dortigen Hafen zu blockieren. Sieben Tage später gab LCDR Harris Laning das Kommando über den Zerstörer an Lieutenant Commander Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Portsmouth, New Hampshire ), dem späteren Flottenadmiral im Zweiten Weltkrieg, ab. Nun beteiligte sich Harris Laning an der Dominikanischen Kampagne und dem Ersten Weltkrieg. Hier verlieh man ihm wegen außergewöhnlicher Leistungen das Navy Cross. Anfang 1919 war er der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force innerhalb der Atlantikflotte. In dieser Position unterstützte er erfolgreich im Mai 1919 den ersten Transatlantikflug der US Navy Maschine NC-4, der vom 8. bis zum 31. Mai dauerte. Der Start erfolgte von der Naval Air Station Rockway, New York mit den folgenden Zwischenstopps in Chatham Naval Air Station in Massachusetts, in Halifax, Nova Scotia; Trepassey, Neufundland; den Azoren, das portugiesische Festland, Spanien und schließlich England. Auf dem Atlantik zwischen den USA und Europa waren insgesamt 53 Stationsschiffe positioniert damit die Crew der Curtiss NC-4 Maschine navigieren konnten. Zwischen den zahlreichen Diensten an Bord der unterschiedlichsten Kriegsschiffe, unterrichtete Harris Laning als Instrukteur an der United States Naval Academy. Nachdem man ihn dann zum Rear Admiral befördert hatte, befehligte er eine Schlachtschiffdivision, anschließend vom 16. Juni 1930 bis 13. Mai 1933 war er der Präsident des Naval War College in Newport, Rhode Island. Dann als Vizeadmiral befehligte Laning die Kreuzer innerhalb der Scouting Force. Nachdem man ihn zum Admiral ernannt hatte, kommandierte Harris Laning vom 1. April 1935 bis zum 20. April 1936 die Battle Force der US Atlantikflotte. Ab dem 20. April 1936 bis zum 1. oktober 1937 war Laning der Kommandeurder New York Navy Yard und des 3. Naval Districts. Admiral Harris Laning zog sich am 1. November 1937 aus dem aktiven Dienst bei der US navy zurück und diente bis zu seinem Tode am 2. Februar 1941 als Gouverneur des Naval Home in Philadelphia, Pennsylvania. Seine sterbliche Hülle begrub man auf dem United States Naval Academy Cemetery in Annapolis.
Admiral Harris Laning war mit Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ) verheiratet.


USS LANING ( APD-55 )

Schiffsbiografie

Die USS LANING ( DE-159 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Harris Laning benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 23. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ), Witwe von Admiral Harris Laning, taufte am 4. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edwin Charles Woodward stellte am 1. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LANING zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Gleich im Anschluss daran fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier wurden an Bord des Kriegsschiffes die Mannschaften ausgebildet, die für andere Geleitzerstörer vorgesehen waren. Diese Ausbildungen dauerten bis zum 8. November. An diesem Tag verließ die USS LANING den Hafen von Norfolk und fuhr nach New York City. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 21, die zur Eskorte von Schiffskonvois gebildet worden war. Am 12. November legte die USS LANING im Hafen von New York ab und fuhr zusammen mit anderen Geleitzerstörern zur Insel Aruba, Niederländisch Westindien. Diese Insel erreichten die Schiffe am 17. November. Hier warteten mehrere Tanker. Diese sollten die Truppen auf nordafrikanischem Gebiet mit den dringend benötigten Treibstoffen versorgen. Die Insel Aruba verließ der Schiffskonvoi am 20. November. Die USS LANING absolvierte in den folgenden drei Monaten zwei weitere Eskortierfahrten zwischen Aruba, Bizerte, Tunesien und Algier, Algerien. Nach der letzten Eskortierfahrt von diesen Hochgeschwindigkeitstankern, begann für die USS LANING und deren Besatzung eine Zeit der Ausbildung vor der Küste New Englands. Hier wurden mehrere Übungen zur Vernichtung von U-Booten durchgeführt. Nach Abschluss dieser Ausbildungen erreichte der Geleitzerstörer am 1. April den Hafen von Norfolk. Hier wartete ein Schiffskonvoi der die Bezeichnung UGS 38 hatte. In diesem Konvoi befanden sich insgesamt 87 Handelsschiffe. Am 3. April legten die Handelsschiffe in Norfolk ab und wurden von den Kriegsschiffen der Task Force 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ) USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE.320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS LANING können fünf Junkers Ju 88 Bomber während des Angriffs abschießen. Einem abgeworfenen Torpedo kann der Geleitzerstörer gerade noch so nach Backbord ausweichen. Die Besatzung der USS MENGES rettete nach dem Kampf 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden anschließend nach Algier gebracht. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS LANING und USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Kriegsschiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS LANING übernahm nun die Spitze des Schiffskonvois. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag erfasste das Radar der USS LANING einen Oberflächenkontakt, der sich in einer Entfernung zwischen 3 und 13 Seemeilen bewegte. Als für Lieutenant Commander Edwin Arthur Shuman, Jr. ( USNR ), Kommandant der USS LANING, klar war das sich der Oberflächenkontakt um ein feindliches U-Boot handelte, tauchte dieses auch schon in einer Reichweite von 6.500 Metern Entfernung ab und war für den Geleitzerstörer nicht mehr erreichbar. Zusammen mit der USS FECHTELER und einem weiteren Geleitzerstörer suchte nun die USS LANING nach dem U-Boot, welches direkt auf den Schiffskonvoi zusteuerte, um es abzufangen und zu vernichten bevor es auf eines der Schiffe des Konvois einen Torpedo abschießen konnte. Heftige Unterwasserexplosionen um 3:10 Uhr und 3:45 Uhr erschütterten dann die drei die drei Geleitzerstörer. U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), lauerte in Periskoptiefe. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Die USS LANING suchte noch nach der Explosion nach dem deutschen U-Boot, doch dieses entkam unbemerkt. Dann wandte sich der Geleitzerstörer um 4:10 Uhr wieder der sinkenden USS FECHTELER zu und die Mannschaft des Kriegsschiffes konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. Gegen 5:30 Uhr brach die USS FECHTELER nach einer weiteren Explosion auseinander und versank in den Fluten. Um 6:21 Uhr stellte die USS LANING die Rettungsarbeiten ein und brachte die Überlebenden nach Gibraltar. Anschließend eilte der Geleitzerstörer dem Schiffskonvoi GUS 38 hinterher. Die Schiffe des Konvois erreichte dann unangefochten New York und legten dort am 21. Mai an. Für die USS LANING folgten bis zum 8. Oktober nun noch zwei weitere Atlantiküberquerungen. Nach der Ankunft in New York am 8. Oktober diente der Geleitzerstörer vom 15. Oktober bis zum 22. November vor New London, Connecticut als Übungs-Torpedo Zielschiff. An diesem 22. November verließ das Kriegsschiff New London und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. In diese Werft fuhr die USS LANING am 24. November ein und wurde noch am selben Tag zu einem Schnellen Truppentransporter umklassifiziert. Dazu erhielt das Kriegsschiff die Kennung APD-55. Die erforderlichen Umrüstungsarbeiten waren am 14. Februar 1945 abgeschlossen und der Schnelle Truppentransporter gehörte nun zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Am 21. Februar verließ die USS LANING die Werft von Philadelphia und fuhr nach Norfolk. Hier sollten auf dem Kriegsschiff Mannschaften ausgebildet, die auf einem Schnellen Truppentransporter dienen würden. Man versetzte dann das Kriegsschiff in den Pazifik, wo der Zweite Weltkrieg noch immer tobte. Dazu verließ die USS LANING am 26. Mai Norfolk und durchquerte am 1. Juni den Panamakanal. Von hier aus ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien weiter und endete am 18. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begann nun ein Training mit Underwater Demolition Teams. Dieses Training ging bis zum 14. Juli. An diesem Tag fuhr der Schnelle Truppentransporter nach San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man die USS LANING zum Flaggschiff der Underwater Demolition Teams ( UDT ). Bis zum 11. August blieb der Schnelle Truppentransporter in San Francisco liegen und wechselte an diesem Tag nach San Pedro, Kalifornien. Hier schifften sich am folgenden Tag die Truppen der UDT 9 und der Com UDT Ron 2 ein. Dies dauerte bis zum 16. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff in San Pedro ab und fuhr nach Oceanside im Süden Kaliforniens. Von hier aus ging die Fahrt dann in den Fernen Osten. Am 4. September erreichte der Schnelle Truppentransporter Okinawa und schloss sich hier der Okkupationsflotte der 7. US Flotte an. Auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel war die USS LANING das fünfte Schiff im Konvoi. Vom 8. September bis zum 17. Oktober unterstützte das Kriegsschiff die Underwater Demolition Teams während deren Aufklärungsoperationen in den Häfen von Jinsen, Korea sowie Taku Bar und Tsingtao, China. Nach Okinawa kehrte der Schnelle Truppentransporter am 20. Oktober zurück. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff auch wieder diese Insel und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und Pearl Harbor nach San Pedro. In dem kalifornischen Hafen legte der Schnelle Truppentransporter am 15. November an. Man versetzte die US LANING nun wieder zu der Atlantikflotte. Dazu legte das Kriegsschiff am 31. Januar 1946 von der kalifornischen Küste ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 16. Februar den Hafen von Boston, Massachusetts. Dort legte der Schnelle Truppentransporter am 18. März wieder ab und erreichte am 22. März Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man das Kriegsschiff am 28. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS LANING für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy wieder auszumotten. Lieutenant Commander John Durand Patterson ( 4. Mai 1921 in Panama City, Panama – 3. August 2004 in New Bern, Craven County, North Carolina ) stellte am 6. April 1951 in Green Cove Springs die unter seinem Kommando stehende USS LANING wieder in den Dienst der US Navy. Am 11. Mai verließ der Schnelle Truppentransporter die Atlantikreserveflotte und fuhr nach Norfolk. In diesen Hafen lief das Kriegsschiff drei Tage später ein. Von hier aus operierte die USS LANING drei Jahre lang und fuhr an der Atlantikküste von Labrador bis zur Karibik entlang. Den Hafen Little Creek, Virginia, der in der Nähe von Norfolk liegt, verließ der Schnelle Truppentransporter am 5. Januar 1955 und wechselte in den Pazifik. Hier operierte das Kriegsschiff vom 23. Januar bis zum 11. April vor der Küste von San Diego. Anschließend durchquerte der Schnelle Truppentransporter erneut den Panamakanal und legte am 29. April im Hafen von New York an. Hier teilte man das Kriegsschiff dem 3. Naval District zu. Es diente nun als Ausbildungsschiff für die Navy Reservisten. In den folgenden drei Jahren unternahm die USS LANING regelmäßige Trainingsfahrten. Diese führten den Schnellen Truppentransporter von New York City aus nach Quebec, Kanada und den Höfen von New Brunswick, Nova Scotia oder Prince Edward Island auf der nördlichen Seite des Westatlantiks und der Karibik und der US Golfküste auf der südlichen Seite der USA. Am 17. Mai 1957 legte die USS LANING im Hafen von New York City wieder an. Das Kriegsschiff kam aus den Gewässern von New England zurück. Diese Kreuzfahrt war die letzte Ausbildungsfahrt für den Schnellen Truppentransporter. Am 2. August wechselte das Kriegsschiff nach Bayonne, New Jersey. Hier stellte man die USS LANING am 13. September 1957 außer Dienst. Zusätzlich versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte die in Norfolk stationiert war. Man klassifizierte am 1. Januar 1969 die USS LANING zu einem Kleinen amphibischen Transportschiff um und gab ihm die Kennung LPR-55. Den Namen USS LANING ( LPR-55 ) strich man am 1. März 1975 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. September 1975 zum verschrotten.


USS LANING ( APD-55 )
Commanding Officer

CDR Edwin Charles Woodward          1. August 1943 – 8. November 1943
LCDR Edwin Arthur Shuman, Jr.   USNR         8. November 1943 – November 1945
LCDR Roland Gilbert Bienvenue          November 1945 – 28. Juni 1946
LCDR John Durand Patterson          6. April 1951 – ?
LCDR William Harvey Wild          1953 – ?

USS LANING ( DE-159 )

USS LANING ( DE-159 )

Biografie

Harris Laning
* 18. Oktober 1873 in Petersburg, Illinois
† 2. Februar 1941 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Admiral in der US Navy und der Vater von Rear Admiral Caleb Barrett Laning ( 27. März 1906 in Kansas City, Missouri – 31. Mai 1991 in Falls Church, Virginia )

Am 7. Juni 1895 schloss Harris Laning sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. Anschließend diente er auf den Philippinen und beteiligte sich an der Niederschlagung des dortigen Aufstandes. Dann versah er seine Pflichten während des Spanisch – Amerikanischen Krieges und während der China Relief Expedition. Vom 1. Juli 1907 bis 1910 diente er als Navigationsoffizier auf dem Schlachtschiff USS NEBRASKA ( BB-14 ). Da er sehr gut mit Waffen umgehen konnte, übernahm er als Kapitän die US Schützen Mannschaft. Diese führte er zu den V. Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm, Schweden. Hier gewannen sie insgesamt sieben Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Sein erstes Kommando über ein Kriegsschiff erhielt Lieutenant Commander Harris Laning mit dem Zerstörer USS CASSIN ( DD-43 ). Dieses Kriegsschiff stellte er in der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine am 9. August 1913 in den Dienst der US Navy und kommandierte es bis zum 28. April 1914. Der Heimathafen der USS CASSIN war ab dem 5. Dezember 1913 Key West, Florida. Von dort aus beteiligte sich der Zerstörer an Flottenmanövern und Übungen in der Karibik und im Golf von Mexiko. Nach der Tampico Affäre, die am 9. April 1914 durch amerikanische Matrosen und mexikanische Soldaten hervorgerufen worden war, verlegte man am 21. April unter anderen die USS CASSIN nach Veracruz um den dortigen Hafen zu blockieren. Sieben Tage später gab LCDR Harris Laning das Kommando über den Zerstörer an Lieutenant Commander Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Portsmouth, New Hampshire ), dem späteren Flottenadmiral im Zweiten Weltkrieg, ab. Nun beteiligte sich Harris Laning an der Dominikanischen Kampagne und dem Ersten Weltkrieg. Hier verlieh man ihm wegen außergewöhnlicher Leistungen das Navy Cross. Anfang 1919 war er der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force innerhalb der Atlantikflotte. In dieser Position unterstützte er erfolgreich im Mai 1919 den ersten Transatlantikflug der US Navy Maschine NC-4, der vom 8. bis zum 31. Mai dauerte. Der Start erfolgte von der Naval Air Station Rockway, New York mit den folgenden Zwischenstopps in Chatham Naval Air Station in Massachusetts, in Halifax, Nova Scotia; Trepassey, Neufundland; den Azoren, das portugiesische Festland, Spanien und schließlich England. Auf dem Atlantik zwischen den USA und Europa waren insgesamt 53 Stationsschiffe positioniert damit die Crew der Curtiss NC-4 Maschine navigieren konnten. Zwischen den zahlreichen Diensten an Bord der unterschiedlichsten Kriegsschiffe, unterrichtete Harris Laning als Instrukteur an der United States Naval Academy. Nachdem man ihn dann zum Rear Admiral befördert hatte, befehligte er eine Schlachtschiffdivision, anschließend vom 16. Juni 1930 bis 13. Mai 1933 war er der Präsident des Naval War College in Newport, Rhode Island. Dann als Vizeadmiral befehligte Laning die Kreuzer innerhalb der Scouting Force. Nachdem man ihn zum Admiral ernannt hatte, kommandierte Harris Laning vom 1. April 1935 bis zum 20. April 1936 die Battle Force der US Atlantikflotte. Ab dem 20. April 1936 bis zum 1. oktober 1937 war Laning der Kommandeurder New York Navy Yard und des 3. Naval Districts. Admiral Harris Laning zog sich am 1. November 1937 aus dem aktiven Dienst bei der US navy zurück und diente bis zu seinem Tode am 2. Februar 1941 als Gouverneur des Naval Home in Philadelphia, Pennsylvania. Seine sterbliche Hülle begrub man auf dem United States Naval Academy Cemetery in Annapolis.
Admiral Harris Laning war mit Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ) verheiratet.


USS LANING ( DE-159 )

Schiffsbiografie

Die USS LANING ( DE-159 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Harris Laning benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 23. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ), Witwe von Admiral Harris Laning, taufte am 4. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edwin Charles Woodward stellte am 1. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LANING zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Gleich im Anschluss daran fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier wurden an Bord des Kriegsschiffes die Mannschaften ausgebildet, die für andere Geleitzerstörer vorgesehen waren. Diese Ausbildungen dauerten bis zum 8. November. An diesem Tag verließ die USS LANING den Hafen von Norfolk und fuhr nach New York City. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 21, die zur Eskorte von Schiffskonvois gebildet worden war. Am 12. November legte die USS LANING im Hafen von New York ab und fuhr zusammen mit anderen Geleitzerstörern zur Insel Aruba, Niederländisch Westindien. Diese Insel erreichten die Schiffe am 17. November. Hier warteten mehrere Tanker. Diese sollten die Truppen auf nordafrikanischem Gebiet mit den dringend benötigten Treibstoffen versorgen. Die Insel Aruba verließ der Schiffskonvoi am 20. November. Die USS LANING absolvierte in den folgenden drei Monaten zwei weitere Eskortierfahrten zwischen Aruba, Bizerte, Tunesien und Algier, Algerien. Nach der letzten Eskortierfahrt von diesen Hochgeschwindigkeitstankern, begann für die USS LANING und deren Besatzung eine Zeit der Ausbildung vor der Küste New Englands. Hier wurden mehrere Übungen zur Vernichtung von U-Booten durchgeführt. Nach Abschluss dieser Ausbildungen erreichte der Geleitzerstörer am 1. April den Hafen von Norfolk. Hier wartete ein Schiffskonvoi der die Bezeichnung UGS 38 hatte. In diesem Konvoi befanden sich insgesamt 87 Handelsschiffe. Am 3. April legten die Handelsschiffe in Norfolk ab und wurden von den Kriegsschiffen der Task Force 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ) USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE.320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS LANING können fünf Junkers Ju 88 Bomber während des Angriffs abschießen. Einem abgeworfenen Torpedo kann der Geleitzerstörer gerade noch so nach Backbord ausweichen. Die Besatzung der USS MENGES rettete nach dem Kampf 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden anschließend nach Algier gebracht. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS LANING und USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Kriegsschiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS LANING übernahm nun die Spitze des Schiffskonvois. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag erfasste das Radar der USS LANING einen Oberflächenkontakt, der sich in einer Entfernung zwischen 3 und 13 Seemeilen bewegte. Als für Lieutenant Commander Edwin Arthur Shuman, Jr. ( USNR ), Kommandant der USS LANING, klar war das sich der Oberflächenkontakt um ein feindliches U-Boot handelte, tauchte dieses auch schon in einer Reichweite von 6.500 Metern Entfernung ab und war für den Geleitzerstörer nicht mehr erreichbar. Zusammen mit der USS FECHTELER und einem weiteren Geleitzerstörer suchte nun die USS LANING nach dem U-Boot, welches direkt auf den Schiffskonvoi zusteuerte, um es abzufangen und zu vernichten bevor es auf eines der Schiffe des Konvois einen Torpedo abschießen konnte. Heftige Unterwasserexplosionen um 3:10 Uhr und 3:45 Uhr erschütterten dann die drei die drei Geleitzerstörer. U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), lauerte in Periskoptiefe. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Die USS LANING suchte noch nach der Explosion nach dem deutschen U-Boot, doch dieses entkam unbemerkt. Dann wandte sich der Geleitzerstörer um 4:10 Uhr wieder der sinkenden USS FECHTELER zu und die Mannschaft des Kriegsschiffes konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. Gegen 5:30 Uhr brach die USS FECHTELER nach einer weiteren Explosion auseinander und versank in den Fluten. Um 6:21 Uhr stellte die USS LANING die Rettungsarbeiten ein und brachte die Überlebenden nach Gibraltar. Anschließend eilte der Geleitzerstörer dem Schiffskonvoi GUS 38 hinterher. Die Schiffe des Konvois erreichte dann unangefochten New York und legten dort am 21. Mai an. Für die USS LANING folgten bis zum 8. Oktober nun noch zwei weitere Atlantiküberquerungen. Nach der Ankunft in New York am 8. Oktober diente der Geleitzerstörer vom 15. Oktober bis zum 22. November vor New London, Connecticut als Übungs-Torpedo Zielschiff. An diesem 22. November verließ das Kriegsschiff New London und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. In diese Werft fuhr die USS LANING am 24. November ein und wurde noch am selben Tag zu einem Schnellen Truppentransporter umklassifiziert. Dazu erhielt das Kriegsschiff die Kennung APD-55. Die erforderlichen Umrüstungsarbeiten waren am 14. Februar 1945 abgeschlossen und der Schnelle Truppentransporter gehörte nun zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Am 21. Februar verließ die USS LANING die Werft von Philadelphia und fuhr nach Norfolk. Hier sollten auf dem Kriegsschiff Mannschaften ausgebildet, die auf einem Schnellen Truppentransporter dienen würden. Man versetzte dann das Kriegsschiff in den Pazifik, wo der Zweite Weltkrieg noch immer tobte. Dazu verließ die USS LANING am 26. Mai Norfolk und durchquerte am 1. Juni den Panamakanal. Von hier aus ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien weiter und endete am 18. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begann nun ein Training mit Underwater Demolition Teams. Dieses Training ging bis zum 14. Juli. An diesem Tag fuhr der Schnelle Truppentransporter nach San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man die USS LANING zum Flaggschiff der Underwater Demolition Teams ( UDT ). Bis zum 11. August blieb der Schnelle Truppentransporter in San Francisco liegen und wechselte an diesem Tag nach San Pedro, Kalifornien. Hier schifften sich am folgenden Tag die Truppen der UDT 9 und der Com UDT Ron 2 ein. Dies dauerte bis zum 16. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff in San Pedro ab und fuhr nach Oceanside im Süden Kaliforniens. Von hier aus ging die Fahrt dann in den Fernen Osten. Am 4. September erreichte der Schnelle Truppentransporter Okinawa und schloss sich hier der Okkupationsflotte der 7. US Flotte an. Auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel war die USS LANING das fünfte Schiff im Konvoi. Vom 8. September bis zum 17. Oktober unterstützte das Kriegsschiff die Underwater Demolition Teams während deren Aufklärungsoperationen in den Häfen von Jinsen, Korea sowie Taku Bar und Tsingtao, China. Nach Okinawa kehrte der Schnelle Truppentransporter am 20. Oktober zurück. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff auch wieder diese Insel und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und Pearl Harbor nach San Pedro. In dem kalifornischen Hafen legte der Schnelle Truppentransporter am 15. November an. Man versetzte die US LANING nun wieder zu der Atlantikflotte. Dazu legte das Kriegsschiff am 31. Januar 1946 von der kalifornischen Küste ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 16. Februar den Hafen von Boston, Massachusetts. Dort legte der Schnelle Truppentransporter am 18. März wieder ab und erreichte am 22. März Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man das Kriegsschiff am 28. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS LANING für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy wieder auszumotten. Lieutenant Commander John Durand Patterson ( 4. Mai 1921 in Panama City, Panama – 3. August 2004 in New Bern, Craven County, North Carolina ) stellte am 6. April 1951 in Green Cove Springs die unter seinem Kommando stehende USS LANING wieder in den Dienst der US Navy. Am 11. Mai verließ der Schnelle Truppentransporter die Atlantikreserveflotte und fuhr nach Norfolk. In diesen Hafen lief das Kriegsschiff drei Tage später ein. Von hier aus operierte die USS LANING drei Jahre lang und fuhr an der Atlantikküste von Labrador bis zur Karibik entlang. Den Hafen Little Creek, Virginia, der in der Nähe von Norfolk liegt, verließ der Schnelle Truppentransporter am 5. Januar 1955 und wechselte in den Pazifik. Hier operierte das Kriegsschiff vom 23. Januar bis zum 11. April vor der Küste von San Diego. Anschließend durchquerte der Schnelle Truppentransporter erneut den Panamakanal und legte am 29. April im Hafen von New York an. Hier teilte man das Kriegsschiff dem 3. Naval District zu. Es diente nun als Ausbildungsschiff für die Navy Reservisten. In den folgenden drei Jahren unternahm die USS LANING regelmäßige Trainingsfahrten. Diese führten den Schnellen Truppentransporter von New York City aus nach Quebec, Kanada und den Höfen von New Brunswick, Nova Scotia oder Prince Edward Island auf der nördlichen Seite des Westatlantiks und der Karibik und der US Golfküste auf der südlichen Seite der USA. Am 17. Mai 1957 legte die USS LANING im Hafen von New York City wieder an. Das Kriegsschiff kam aus den Gewässern von New England zurück. Diese Kreuzfahrt war die letzte Ausbildungsfahrt für den Schnellen Truppentransporter. Am 2. August wechselte das Kriegsschiff nach Bayonne, New Jersey. Hier stellte man die USS LANING am 13. September 1957 außer Dienst. Zusätzlich versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte die in Norfolk stationiert war. Man klassifizierte am 1. Januar 1969 die USS LANING zu einem Kleinen amphibischen Transportschiff um und gab ihm die Kennung LPR-55. Den Namen USS LANING ( LPR-55 ) strich man am 1. März 1975 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. September 1975 zum verschrotten.


USS LANING ( DE-159 )
Commanding Officer

CDR Edwin Charles Woodward        1. August 1943 – 8. November 1943
LCDR Edwin Arthur Shuman, Jr.   USNR         8. November 1943 – November 1945
LCDR Roland Gilbert Bienvenue November          1945 – 28. Juni 1946
LCDR John Durand Patterson          6. April 1951 – ?
LCDR William Harvey Wild        1953 – ?

USS CHASE ( APD-54 )

USS CHASE ( APD-54 )

Biografie

Jehu Valentine Chase
* 10. Januar 1869 in Pattersonville, Louisiana
† 24. Mai 1937 in Coronado, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy

Jehu Valentine Chase absolvierte am 6. Juni 1890 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er kommandierte das Schlachtschiff USS MINNESOTA ( BB-22 ) im Rang eines Captain. Das Schlachtschiff wurde nach dem Eintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg wieder in den Dienst der US Navy gestellt. Man integrierte das Schiff in die Division 4 der Battleship Force, die am Tangier Sound in der Chesapeake Bay, Maryland stationiert war. Hier verbrachte das Kriegsschiff die erste Zeit des Krieges als Schulschiff für Kanoniere und Maschinenraumpersonal. In dieser Zeit wies Vizeadmiral Albert Weston Grant, Kommandeur der Battleship Force 1, ein Programm an um die Schotten der Schiffe zu verstärken. Dies sollte bei möglichen Unterwasserschäden die Fähigkeit flott zu bleiben erhöhen. Am 29. September 1918 war dann Captain Jehu Valentine Chase mit dem Schlachtschiff auf See. Zur Sicherung war der Zerstörer USS ISRAEL ( DD-98 ) anwesend. Bei Fenwick Island, zwischen den Bundesstaaten Maryland und Delaware, kreuzte dann das Schlachtschiff und fuhr auf eine Seemine die das deutsche U-Boot SM U-117 im August dort ausgelegt hatte. Durch die Explosion der Mine wurden schwere Schäden am Bug verursacht. So klaffte vom Rahmen 5 bis zum Rahmen 16 und vom Kiel bis zur Panzerung ein riesiges Loch. Doch durch das Schließen der Schotten gab es keine Personenschäden auf dem Schlachtschiff. Die USSMINNESOTA konnte nur noch eine Geschwindigkeit von 10 Knoten machen, schaffte es aber alleine bis zur Philadelphia, Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgten die notwendigen Reparaturen, die fünf Monate andauerten. Captain Chase erhielt zur Anerkennung seines umsichtigen Verhaltens bei der Führung des Schiffes die Navy Dstinguished Service Medal verliehen. Rear Admiral Chase war dann vom 17. September 1930 bis zum 15. September 1931 Oberbefehlshaber der US Flotte und von April 1932 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Februar 1933 der Vorsitzende des General Board.

Rear Admiral Jehu Valentine Chase war mit Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ) verheiratet. Beide hatten sie zwei Kinder. Henry Taylor Chase ( 15. September 1901 . 31. Dezember 1971 ) und Elizabeth Sanders Chase Caldwell ( 29. April 1907 in Newport, Newport County, Rhode Island – 18. Januar 1975 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ).


USS CHASE ( APD-54 )

Schiffsbiografie

Die USS CHASE ( DE-158 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Jehu Valentine Chase benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 16. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ), Witwe von Rear Admiral Jehu Valentine Chase, taufte am 24. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Victor Barns Staadecker stellte am 18. Juli 1943 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHASE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Dann eskortierte der Geleitzerstörer vom 14. September 1943 bis zum 23. November 1944 insgesamt sechs Schiffskonvois von New York oder Norfolk, Virginia zu nordafrikanischen Häfen. Für die USS CHASE begann am 3. April 1943 die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ) und USS FISKE ( DE-143 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS CHASE konnten mehrere deutsche Torpedobomber abschießen und verhinderten das noch mehr Handelsschiffe getroffen wurden. Die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers rettete anschließend mehrere Überlebende, der untergegangenen Schiffe, aus dem Wasser. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE und USS NEWELL und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING konnte 186 und die USS CHASE 52 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Bis zum 23. November 1944 folgten dann noch weitere Eskortierfahrten bis an die nordafrikanische Küste. Am 24. November lief der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. In der Werft sollte das Kriegsschiff zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut werden. Dazu klassifizierte man das Schiff auch um und übergab ihm noch am selben Tag die Kennung APD-54. Damit gehörte die US CHASE zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Die Umrüstungsarbeiten waren am 4. Februar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Schnelle Truppentransporter den Hafen von Boston. Ziel des Schiffes war der Pazifik. Dazu durchquerte die USS CHASE am 8. Februar den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 18. März das Atoll Ulithi, Karolinen. Man integrierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 51.2, der „Demonstration Group „Charlie“, die von Rear Admiral Jerauld Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. Allerdings lagen diese Schiffe bei der Insel Saipan, Nördliche Marianen. In der TG 51.2 befanden sich die Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BROWN ( DD- 546 ) sowie die USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) die am 10. April dazu stießen, die Schnellen Truppentransporter USS CHASE und USS RINGNESS ( APD-100 ), das Kommunikationskommandoschiff USS ANCON ( AGC-4 ) und mehrere Panzerlandungsschiffe. Aufgabe dieser Demonstration Group war es eine Landung bei Sikabaru Saki vorzutäuschen um von den eigentlichen Angriffsstränden abzulenken. Dazu verließ die USS CHASE am Morgen des 19. März das Atoll Ulithi und fuhr nach Saipan. Dort trainierten die Schiffsbesatzungen seit dem 16. März um die ihnen gestellten Aufgabe vor Okinawa zu lösen. Noch am selben Tag erreichte die USS CHASE Saipan und beteiligte sich bis zum 21. März nun ebenfalls an den Trainingsübungen. Anschließend bereitete man die Schiffe auf ihren Einsatz vor. Am 27. März legten diese dann ab und fuhren nach Okinawa. Die TG 51.2 erreichte am Morgen des 1. April ihr Ziel an der Südküste von Okinawa bei Sikabaru Saki und man begann umgehend mit den Landungsvorbereitungen. Diese Ablenkungsvariante ging voll auf. Die japanischen Piloten stürzten sich auf die Schiffe der TG 51.2 und bombardierten diese. Der eigentliche Hauptlandeplatz auf Okinawa wurde dagegen von den Japanern gar nicht für voll genommen. Die Geschützmannschaften der Zerstörer und Schnellen Truppentransporter der TG hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden japanischen Flugzeuge zu vertreiben. Auch am 2. April hielten die Schiffe der TG 51.2 noch ihre Stellung zur Ablenkung, doch dann war der Feind im Bilde was sich auf der Insel wirklich tat. Deshalb verließen die Schiffe der TG 51.2 am 4. April ihre Position bei Sikabaru Saki. Einige Zerstörer eskortierten die Panzerlandungsschiffe nach Saipan zurück. Die USS CHASE allerdings fuhr nach Norden in die Nakagusuku Bay. Hier reihte sich der Schnelle Truppentransporter in den U-Boot Abwehrschirm ein und patrouillierte vor der Bucht um die Landungsschiffe zu schützen. Diese gefährliche Aufgabe behielt die USS CHASE, bis auf zwei Ausnahmen, bis zum 20. Mai. Die erste Ausnahme war eine Fahrt nach Guam und die zweite eine Fahrt zum Atoll Ulithi. Von hier aus eskortierte der Schnelle Truppentransporter vom 14. bis zum 17. Mai zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und den Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) nach Okinawa. Nach dem erreichen von Okinawa nahm die USS CHASE erneut ihre Aufgaben bei der Luftraum- und Unterwasserüberwachung wahr. Am 20. Mai feuerten die Geschützmannschaften des Schnellen Truppentransporters auf ein japanisches Kamikazeflugzeug, dessen Pilot sich im Tiefflug auf das Kriegsschiff stürzen wollte. Da befand sich das Kriegsschiff rund acht Seemeilen nordewestlich der Kerama Retto Inseln. Lieutenant Commander George Orvil Knapp, Kommandant der USS CHASE, musste den Schnellen Truppentransporter in einen sehr schnellen Zickzack Kurs bringen damit das schwer getroffenen feindliche Flugzeug nicht an Deck aufschlagen konnte. Nur zehn Meter vom Kriegsschiff entfernt schlug das japanische Flugzeug auf dem Wasser auf und die beiden mitgeführten Bomben explodierten sofort. Dadurch wurde auf der Backbordseite die Schiffshaut aufgerissen und das Wasser überschwemmte den Motorraum und die Feuerräume. Im selben Augenblick gab LCDR Knapp an den Rudergänger den Befehl „Hart Backbord“, da sich schon ein weiterer Kamikazepilot auf das Schiff stürzen wollte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen aber dieses Flugzeug ab und es explodierte noch weit entfernt über dem Wasser. Doch die USS CHASE nahm durch das riesige Leck immer mehr Wasser auf, so dass das Schiff zu kentern drohte. Doch die Schadensbegrenzungscrew konnte mit ihren geringen Möglichkeiten das Schiff über Wasser halten. Ein eilig herbeigerufener Schlepper nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu einem Trockendock bei den Kerama Retto Inseln. Dort wurden die ersten Notreparaturen ausgeführt. Das heißt, man verschloss notdürftig das Leck. Nach deren Abschluss nahm man den Schnellen Truppentransporter erneut ins Schlepptau und brachte ihn nach San Diego. Hier legte die USS CHASE am 11. Oktober an. In der Schiffswerft kontrollierte man die Schiffshaut sowie die anderen zerstörten Baugruppen und kam zum Schluss, dass sich ein Aufbau des Schiffes nicht lohne. Deshalb stellte man am 15. Januar 1946 den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und strich am 7. Februar 1946 den Namen USS CHASE ( APD-54 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. November 1946 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CHASE ( APD-54 )
Commanding Officer

LCDR Victor Barns Staadecker   USNR         18. Juli 1943 – 27. Dezember 1943
LCDR George Orvil Knapp II   USNR         27. Dezember 1943 – 29. September 1945
LT C.L. Keedy, Jr.   USNR        29. September 1945 – 15. Januar 1946

USS CHASE ( DE-158 )

USS CHASE ( DE-158 )

Biografie

Jehu Valentine Chase
* 10. Januar 1869 in Pattersonville, Louisiana
† 24. Mai 1937 in Coronado, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy

Jehu Valentine Chase absolvierte am 6. Juni 1890 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er kommandierte das Schlachtschiff USS MINNESOTA ( BB-22 ) im Rang eines Captain. Das Schlachtschiff wurde nach dem Eintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg wieder in den Dienst der US Navy gestellt. Man integrierte das Schiff in die Division 4 der Battleship Force, die am Tangier Sound in der Chesapeake Bay, Maryland stationiert war. Hier verbrachte das Kriegsschiff die erste Zeit des Krieges als Schulschiff für Kanoniere und Maschinenraumpersonal. In dieser Zeit wies Vizeadmiral Albert Weston Grant, Kommandeur der Battleship Force 1, ein Programm an um die Schotten der Schiffe zu verstärken. Dies sollte bei möglichen Unterwasserschäden die Fähigkeit flott zu bleiben erhöhen. Am 29. September 1918 war dann Captain Jehu Valentine Chase mit dem Schlachtschiff auf See. Zur Sicherung war der Zerstörer USS ISRAEL ( DD-98 ) anwesend. Bei Fenwick Island, zwischen den Bundesstaaten Maryland und Delaware, kreuzte dann das Schlachtschiff und fuhr auf eine Seemine die das deutsche U-Boot SM U-117 im August dort ausgelegt hatte. Durch die Explosion der Mine wurden schwere Schäden am Bug verursacht. So klaffte vom Rahmen 5 bis zum Rahmen 16 und vom Kiel bis zur Panzerung ein riesiges Loch. Doch durch das Schließen der Schotten gab es keine Personenschäden auf dem Schlachtschiff. Die USSMINNESOTA konnte nur noch eine Geschwindigkeit von 10 Knoten machen, schaffte es aber alleine bis zur Philadelphia, Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgten die notwendigen Reparaturen, die fünf Monate andauerten. Captain Chase erhielt zur Anerkennung seines umsichtigen Verhaltens bei der Führung des Schiffes die Navy Dstinguished Service Medal verliehen. Rear Admiral Chase war dann vom 17. September 1930 bis zum 15. September 1931 Oberbefehlshaber der US Flotte und von April 1932 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Februar 1933 der Vorsitzende des General Board.

Rear Admiral Jehu Valentine Chase war mit Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ) verheiratet. Beide hatten sie zwei Kinder. Henry Taylor Chase ( 15. September 1901 . 31. Dezember 1971 ) und Elizabeth Sanders Chase Caldwell ( 29. April 1907 in Newport, Newport County, Rhode Island – 18. Januar 1975 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ).


USS CHASE ( DE-158 )

Schiffsbiografie

Die USS CHASE ( DE-158 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Jehu Valentine Chase benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 16. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ), Witwe von Rear Admiral Jehu Valentine Chase, taufte am 24. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Victor Barns Staadecker stellte am 18. Juli 1943 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHASE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Dann eskortierte der Geleitzerstörer vom 14. September 1943 bis zum 23. November 1944 insgesamt sechs Schiffskonvois von New York oder Norfolk, Virginia zu nordafrikanischen Häfen. Für die USS CHASE begann am 3. April 1943 die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ) und USS FISKE ( DE-143 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS CHASE konnten mehrere deutsche Torpedobomber abschießen und verhinderten das noch mehr Handelsschiffe getroffen wurden. Die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers rettete anschließend mehrere Überlebende, der untergegangenen Schiffe, aus dem Wasser. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE und USS NEWELL und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING konnte 186 und die USS CHASE 52 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Bis zum 23. November 1944 folgten dann noch weitere Eskortierfahrten bis an die nordafrikanische Küste. Am 24. November lief der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. In der Werft sollte das Kriegsschiff zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut werden. Dazu klassifizierte man das Schiff auch um und übergab ihm noch am selben Tag die Kennung APD-54. Damit gehörte die US CHASE zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Die Umrüstungsarbeiten waren am 4. Februar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Schnelle Truppentransporter den Hafen von Boston. Ziel des Schiffes war der Pazifik. Dazu durchquerte die USS CHASE am 8. Februar den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 18. März das Atoll Ulithi, Karolinen. Man integrierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 51.2, der „Demonstration Group „Charlie“, die von Rear Admiral Jerauld Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. Allerdings lagen diese Schiffe bei der Insel Saipan, Nördliche Marianen. In der TG 51.2 befanden sich die Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BROWN ( DD- 546 ) sowie die USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) die am 10. April dazu stießen, die Schnellen Truppentransporter USS CHASE und USS RINGNESS ( APD-100 ), das Kommunikationskommandoschiff USS ANCON ( AGC-4 ) und mehrere Panzerlandungsschiffe. Aufgabe dieser Demonstration Group war es eine Landung bei Sikabaru Saki vorzutäuschen um von den eigentlichen Angriffsstränden abzulenken. Dazu verließ die USS CHASE am Morgen des 19. März das Atoll Ulithi und fuhr nach Saipan. Dort trainierten die Schiffsbesatzungen seit dem 16. März um die ihnen gestellten Aufgabe vor Okinawa zu lösen. Noch am selben Tag erreichte die USS CHASE Saipan und beteiligte sich bis zum 21. März nun ebenfalls an den Trainingsübungen. Anschließend bereitete man die Schiffe auf ihren Einsatz vor. Am 27. März legten diese dann ab und fuhren nach Okinawa. Die TG 51.2 erreichte am Morgen des 1. April ihr Ziel an der Südküste von Okinawa bei Sikabaru Saki und man begann umgehend mit den Landungsvorbereitungen. Diese Ablenkungsvariante ging voll auf. Die japanischen Piloten stürzten sich auf die Schiffe der TG 51.2 und bombardierten diese. Der eigentliche Hauptlandeplatz auf Okinawa wurde dagegen von den Japanern gar nicht für voll genommen. Die Geschützmannschaften der Zerstörer und Schnellen Truppentransporter der TG hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden japanischen Flugzeuge zu vertreiben. Auch am 2. April hielten die Schiffe der TG 51.2 noch ihre Stellung zur Ablenkung, doch dann war der Feind im Bilde was sich auf der Insel wirklich tat. Deshalb verließen die Schiffe der TG 51.2 am 4. April ihre Position bei Sikabaru Saki. Einige Zerstörer eskortierten die Panzerlandungsschiffe nach Saipan zurück. Die USS CHASE allerdings fuhr nach Norden in die Nakagusuku Bay. Hier reihte sich der Schnelle Truppentransporter in den U-Boot Abwehrschirm ein und patrouillierte vor der Bucht um die Landungsschiffe zu schützen. Diese gefährliche Aufgabe behielt die USS CHASE, bis auf zwei Ausnahmen, bis zum 20. Mai. Die erste Ausnahme war eine Fahrt nach Guam und die zweite eine Fahrt zum Atoll Ulithi. Von hier aus eskortierte der Schnelle Truppentransporter vom 14. bis zum 17. Mai zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und den Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) nach Okinawa. Nach dem erreichen von Okinawa nahm die USS CHASE erneut ihre Aufgaben bei der Luftraum- und Unterwasserüberwachung wahr. Am 20. Mai feuerten die Geschützmannschaften des Schnellen Truppentransporters auf ein japanisches Kamikazeflugzeug, dessen Pilot sich im Tiefflug auf das Kriegsschiff stürzen wollte. Da befand sich das Kriegsschiff rund acht Seemeilen nordewestlich der Kerama Retto Inseln. Lieutenant Commander George Orvil Knapp, Kommandant der USS CHASE, musste den Schnellen Truppentransporter in einen sehr schnellen Zickzack Kurs bringen damit das schwer getroffenen feindliche Flugzeug nicht an Deck aufschlagen konnte. Nur zehn Meter vom Kriegsschiff entfernt schlug das japanische Flugzeug auf dem Wasser auf und die beiden mitgeführten Bomben explodierten sofort. Dadurch wurde auf der Backbordseite die Schiffshaut aufgerissen und das Wasser überschwemmte den Motorraum und die Feuerräume. Im selben Augenblick gab LCDR Knapp an den Rudergänger den Befehl „Hart Backbord“, da sich schon ein weiterer Kamikazepilot auf das Schiff stürzen wollte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen aber dieses Flugzeug ab und es explodierte noch weit entfernt über dem Wasser. Doch die USS CHASE nahm durch das riesige Leck immer mehr Wasser auf, so dass das Schiff zu kentern drohte. Doch die Schadensbegrenzungscrew konnte mit ihren geringen Möglichkeiten das Schiff über Wasser halten. Ein eilig herbeigerufener Schlepper nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu einem Trockendock bei den Kerama Retto Inseln. Dort wurden die ersten Notreparaturen ausgeführt. Das heißt, man verschloss notdürftig das Leck. Nach deren Abschluss nahm man den Schnellen Truppentransporter erneut ins Schlepptau und brachte ihn nach San Diego. Hier legte die USS CHASE am 11. Oktober an. In der Schiffswerft kontrollierte man die Schiffshaut sowie die anderen zerstörten Baugruppen und kam zum Schluss, dass sich ein Aufbau des Schiffes nicht lohne. Deshalb stellte man am 15. Januar 1946 den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und strich am 7. Februar 1946 den Namen USS CHASE ( APD-54 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. November 1946 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CHASE ( DE-158 )
Commanding Officer

LCDR Victor Barns Staadecker   USNR        18. Juli 1943 – 27. Dezember 1943
LCDR George Orvil Knapp II   USNR        27. Dezember 1943 – 29. September 1945
LT C.L. Keedy, Jr.   USNR        29. September 1945 – 15. Januar 1946

USS HAZELWOOD ( DD-107 )

USS HAZELWOOD ( DD-107 )

Biografie

John Hazelwood
* 1726 in England
† 1. März 1800 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Offizier in der Continatal Navy

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ernannte man Hazelwood zum Kommandeur über den Hafen von Philadelphia. Er erhielt den Rang eines Commodore verliehen und befehligte alle Einheiten der Philadelphia und der Continental Navy die zur Verteidigung des Delaware River gegen die Briten im Jahre 1777 mit ihren Booten ausgelaufen waren. Zu einem Kampf sollte es am 23. Oktober kommen. Hazelwood ließ aus allen möglichen zur Verfügung stehenden Booten und Schiffen ein kompaktes Hindernis im Fluss erbauen, nachdem die britische Fregatte HMS MERLIN und das Linienschiff HMS AUGUSTA gesichtet wurden. Die britischen Besatzungen beider Schiffe verbrannten diese nachdem sie aufgelaufen und nicht mehr freizubekommen waren. Hazelwood übernahm dann das Kommando über alle Continental Schiffe die in der Delware Bay vor Anker lagen. In Anerkennung seiner Verdienste im Krieg um die Unabhängigkeit des Landes schenkte der Kontinentalkongress Hazelwood ein Schwert das heute in der Sammlung der Naval Historical Foundation zu sehen ist. Commodore John Hazelwood verstarb am 1. März 1900 in Philadelphia.


USS HAZELWOOD ( DD-107 )

Schiffsbiografie

Die USS HAZELWOOD ( DD-107 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore John Hazelwood benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiunddreißigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 24. Dezember 1917 der Kiel des Schiffe gelegt. Miss Marian L.Neitzel taufte am 22. Juni 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arie Alverdo Corwin stellte am 20. Februar 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchquerte die USS HAZELWOOD den Panamakanal und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier rüstete man den Zerstörer komplett aus. Anschließend wechselte das Kriegsschiff nach New York City. Die Mannschaft und die USS HAZELWOOD wurden hier auf die Fahrt in das Mittelmeer vorbereitet. Dazu legte der Zerstörer am 15. April in dem Hafen ab und erreichte am 9. Mai die Felsen von Gibraltar. Hier nahm das Kriegsschiff an mehreren Ausbildungsübungen teil und diente als Eskorte für das Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-39 ). Dieses Schlachtschiff war an die türkische Küste von Smyrna zur Wahrung amerikanischer Interessen und der hier lebenden Amerikanern geschickt worden, nachdem am 15. Mai 1919 der Griechisch – Türkische Krieg ausgebrochen war. Diese Amerikaner suchten an Bord des Schlachtschiffes Schutz, nachdem durch griechische Bodentruppen in Smyrna ein Chaos ausgebrochen war. Nachdem sich dann die Lage wieder beruhigt hatte, eskortierte die USS HAZELWOOD die USS ARIZONA nach Konstantinopel. Das Schlachtschiff verließ dann am 15. Juni die griechischen – türkischen Gewässer. Bis zum 28. Juli blieb die USS HAZELWOOD noch dort und fuhr an diesem Tag nach Malta um den Heimfahrt anzutreten. Im Hafen von New York legte der Zerstörer am 13. August an. Gleich am folgenden Tag legte das Kriegsschiff hier wieder ab und fuhr in den Pazifik. Nach dem Zwischenstopp in der Guantanamo Bay, Kuba und der Durchquerung des Panamakanals erreichte die USS HAZELWOOD am 5. September ihren neuen Heimathafen San Francisco. Nach mehreren Manövern und Übungen entlang der US Westküste, stellte man den Zerstörer am 7. Juli 1922 in San Diego, Kalifornien außer Dienst. Lieutenant Commander Robert Ellis Bell stellte am 1. April 1925 das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. In den folgenden fünf Jahren, die die USS HAZELWOOD nochmals für die US Navy diente, beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Trainings- und Bereitschaftsübungen mit Einheiten der Pazifikflotte. Man stellte am 15. November 1930 das Kriegsschiff auf Grundlage des Londoner Marineabkommens neuerlich in San Diego außer Dienst. Man begann anschließend mit dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen und bereitete den Schiffskörper als Zielschiff vor. Dazu klassifizierte man das Schiff noch 1930 in ein Light Target Nummer 2 mit der Kennung ( IX-36 ). Doch schon am 24. April 1931 reklassifizierte man den Schiffskörper und übergab ihm wieder die Kennung ( DD-107 ). Den namen USS HAZELWOOD ( DD-107 ) strich man am 5. Juni 1935 von der US Navy – Liste und am 3. August 1935 verkaufte man den Schiffskörper für die Verschrottung an Learner & Rosenthal.


USS HAZELWOOD ( DD-107 )
Commanding Officer

CDR Arie Alverdo Corwin         20. Februar 1919 – 4. Januar 1920
LCDR Raleigh Corwin Williams        4. Januar 1920 – 17. April 1921
LT Harold Vincent Barr         17. April 1921 – 27. Juli 1922
Außerdienststellung         7. Juli 1922 – 1. April 1925
LCDR Robert Ellis Bell        1. April 1925 – 10. Januar 1926
LCDR Ray Harrington Wakeman        10. Januar 1926 – 22. März 1927
CDR Edward Hollis Connor         22. März 1927 – 8. September 1927
LCDR George Dixon Hull          8. September 1927 – 7. Juli 1929
LCDR Samuel Nobre Moore          7. Juli 1929 – 15. November 1930