Archiv für den Monat: Oktober 2017

USS NEWELL ( DE-322 )

USS NEWELL ( DE-322 )

Biografie

Byron Bruce Newell
* 29. November 1909 in Camp Hill, Alabama
† 26. Oktober 1942 während der Schlacht bei den Santa Cruz Islands
war ein Offizier in der US Navy

Byron Bruce Newell absolvierte am 5. Juni 1930 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Während des folgenden Jahrzehnts erhielt er eine Flugausbildung und diente auf dem Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), auf dem Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), auf dem Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), auf dem Öltanker USS KANAWHA ( AO-1 ) und am Naval Observatory in Washington DC. Im August 1939 diente Newell auf dem Frachtschiff USS GOLD STAR ( AG-12 ), das als Flaggschiff der US Navy im pazifischen Raum den Heimathafen in Guam hatte. Dieses Frachtschiff reiste häufig zwischen Japan, China und den Philippinen hin und her. Die USS GOLD STAR wurde seit 1933, als der Wiederaufbau der japanischen Flotte begann, zu einem Stationsschiff ausgebaut. Man konnte so die japanischen Flottenfrequenzen, Frequenzmessungen und DF- oder Richtungssuchazimuths zusammen mit den Bodenstationen in Guam, Olongapo und Peking überwachen. Damit sammelte die US Navy wichtige Informationen vor dem japanischen Angriff auf den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Von der USS GOLD STAR wechselte Newell dann wieder an die Ostküste der USA. Man befahl ihn an Bord des Flugzeugträgers USS HORNET ( CV-8 ), der am 20. Oktober 1941 in Newport News, Virginia neu in Dienst gestellt werden sollte. Seine Aufgabe bestand darin die Ausrüstung des Flugzeugträgers zu überwachen. Dann kam der 7. Dezember 1941, der Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen. Byron Bruce Newell diente während seiner gesamten Karriere auf dem Flugdeck der USS HORNET. Er war unter anderem dann später auch für den Einsatz vor den japanischen Gewässern verantwortlich. Am 2. Februar 1942 verließ der Flugzeugträger Norfolk, Virginia und hatte zwei B-25 Bomber an Bord. Zum Erstaunen der Besatzung begannen dann die Besatzungen der beiden Bomberflugzeugen mit den Starts und Landungen auf hoher See. Das waren schon die ersten Vorbereitungen für die Operation „Doolittle Raid“. Zwei Monate später wurden in San Francisco, Kalifornien weitere 14 Bomber und 134 Mann Besatzung an Bord genommen. Nach dem Auslaufen aus dem Hafen startete man das Luftschiff L-8, das Ersatzteile und Navigationskuppeln auf den Flugzeugträger lieferte. Dann am 18. April befand sich die USS HORNET nur noch etwas über 600 Seemeilen von den japanischen Hauptinseln entfernt. Wegen dem Auftauchen von japanischen Patrouillenbooten, die mit ihrem Radar die See nach feindlichen Schiffen absuchten, mussten die B-25 Bomber früher wie geplant starten. Diese Bomber bombardierten Ziele von Tokyo. Anschließend kehrte der Flugzeugträger um und fuhr nach Pearl Harbor. Die USS HORNET beteiligte sich an der Schlacht um Midway, anschließend bei den Kämpfen um Guadalcanal, Ostsalomonen und dann in der Schlacht um Santa Cruz Island, südlich von Guadalcanal. Diese Schlacht begann am 26. Oktober. Um 9:10 Uhr erhielt die USS HORNET einen ersten Bombentreffer auf der Steuerbordseite des Flugdecks. An diesem Ort befand sich Lieutenant Commander Newell. Er war sofort tot. Auf die USS HORNET stürzten wenige Minuten später zwei japanische Bomber und durchschlugen das Flugdeck. Den ihre mitgeführten Bomben explodierten im Innern des Schiffes. Am Abend des selben Tages sank der Flugzeugträger nach mehreren Torpedotreffern.


USS NEWELL ( DE-322 )

Schiffsbiografie

Die USS NEWELL ( DD-322 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Byron Bruce Newell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 5. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Eleanor Davis Whitaker Newell, Witwe von LCDR Byron Bruce Newell, taufte am 29. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Russell J. Roberts stellte am 30. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt begann am 17. November 1943 und führte die USS NEWELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Auf der Rückfahrt besuchte der Geleitzerstörer zuerst den Hafen von Charleston, South Carolina, bevor das Kriegsschiff im Hafen von Norfolk, Virginia festgemacht wurde. Von hier aus wechselte die USS NEWELL Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann und schloss diese zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS NEWELL, USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Schon vier Tage später legte die USS NEWELL zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 46 dort auch schon wieder ab und eskortierte ihren ersten Schiffskonvoi nach Casablanca, Marokko. Unbeschadet kehrte der Schiffskonvoi nach New York zurück. Für die USS NEWELL folgte dann die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Um 21:00 Uhr wurden davon fünf Flugzeuge in einer Entfernung von sechs Seemeilen entdeckt. Vier Minuten später brach die Hölle aus. Inmitten des Konvois gab es eine gewaltige Explosion. Der Munitionstransporter PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) explodierte nach einem Torpedotreffer sofort und alle 580 Menschen an Bord fanden sofort den Tod. Zur gleichen Zeit flogen drei deutsche Flugzeuge nur etwas über zehn Meter über dem Wasser um den Luftabwehrgeschossen der Kriegsschiffe zu entgehen. Alle drei versuchten durch die Lücke zwischen der USS NEWELL und der USS LANSDALE zu fliegen. Doch die 20- und 40 mm Steuerbordgeschütze des Geleitzerstörers begannen ihre Todbringende Antwort auf das führende Flugzeug zu hämmern. Dieses zog auch augenblicklich eine schwarze Rauchfahne hinter sich her und schlug auf dem Wasser auf. Beide Piloten wurden später von der USS MENGES aus dem Wasser gerettet. Die beiden anderen Flugzeuge wurden von dem 40 mm Heckgeschütz der USS NEWELL beschossen und zerschellten auf dem Wasser. Um 21:14 Uhr sichtete man weitere feindliche Flugzeuge von der USS NEWELL aus. Die Geschütze Nummer 1 und 2 eröffneten zusammen mit den 20 mm schweren Geschützen sofort das Feuer und deckten die einfallenden Flugzeuge damit ein. Diese drehten dadurch scharf nach Norden. Vier Minuten später schloss der Geleitzerstörer zum Schiffskonvoi wieder auf, doch da erfolgte auch schon die Explosion die die USS LANSDALE auseinanderbrechen ließ und in den Fluten versank. Sofort war die USS NEWELL und die USS MENGES zur Stelle um die Überlebenden des Zerstörers aus dem Wasser zu bergen. Dazu sprangen viele Besatzungsmitglieder der USS NEWELL über Bord um ihre fast kraftlosen Kameraden aus dem Wasser zu bergen. Insgesamt nimmt der Geleitzerstörer 119 Überlebende an Bord. Anschließend suchten die beiden Geleitzerstörer noch über drei Stunden nach weiteren Überlebenden. Neben der USS LANSDALE und der PAUL HAMILTON wird noch der Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) von den deutschen Torpedoflugzeugen versenkt und die beiden Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ) beschädigt. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. An Bord der USS NEWELL gab es keinen Schiffsarzt, sondern nur zwei Sanitäter. Beide erhielten für ihren Mut und ihre Aufopferungsbereitschaft bei der Behandlung der Verletzten den Legion of Merit verliehen. Die Überlebenden der USS LANSDALE schiffte man in Algier, Algerien aus. Nach zehn Tagen legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend in den folgenden acht Monaten noch vier weitere Eskortierfahrten nach Nordafrika und zurück für die USS NEWELL. Zwei nach Bizerte und zwei nach Oran, Algerien. Im Februar 1945, nach der letzten Konvoifahrt, legte die USS NEWELL in Norfolk an und übernahm hier besondere Aufgaben im Operationellen Ausbildungskommando der Atlantikflotte. So testete man kleine Bojen, die Sonobuoys genannt wurden und rund 13 cm im Durchmesser und 91 cm lang waren. Mit diesen Bojen, die zur Bekämpfung von U-Booten entwickelt worden waren, testete man die minimale Geschwindigkeit die ein Geleitzerstörer benötigte um die Sonobuoys auszubringen. Diese Bojen konnten akustische Informationen über UHF oder UKW weiterleiten. Damit erhoffte man sich eine Früherkennung von feindlichen U-Booten noch bevor diese sich in dem Operationsgebiet der Alliierten befanden. Nach diesen Tests trainierten auf der USS NEWELL Offiziere, die die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland erfolgreich abgeschlossen hatten. Man trainierte mit Hedgehogs und Wasserbomben die auf die unterschiedlichsten Tiefen eingestellt waren. Im April wechselte dann der Geleitzerstörer nach Florida. Hier sicherte das Kriegsschiff Geleitflugzeugträger auf denen Flugzeugpiloten das Starten und Landen üben konnten. Während dieser Zeit musste die USS NEWELL sechs abgestürzte Piloten aus dem Wasser retten. Diese Aufgabe dauerte bis zum 3. Juni. Andiesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Gewässer von Florida und fuhr nach New York. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf weitere Trainingsaufgaben vor. Dazu legte die USS NEWELL am 18. Juni im Hafen von New York ab und fuhr zum Panamakanal. Hier wurden U-Boot Besatzungen auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet und trainierten während des Sommers die Über- und Unterwassertaktiken. In diesen Tagen erreichte die Mannschaft der USS NEWELL die Nachricht, dass Japan am 15. August den Vereinigten Staaten von Amerika die bedingungslose Kapitulation angeboten habe. Der Geleitzerstörer blieb aber nach dieser Nachricht weiterhin in den Gewässern vor Panama und erfüllte weiterhin seine Pflicht bei der Ausbildung der U-Boot Mannschaften. Am 20. Oktober kam der Befehl, dass sich das Kriegsschiff nach Charleston begebn sollte. Hier stellte man das Kriegsschiff am 20. November 1945 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Die amerikanische Küstenwache benötigte dann unbedingt Wetterschiffe. Unter den dafür ausgewählten Schiffen befand sich auch die USS NEWELL. Am 20. Juli 1951 stellte man den Geleitzerstörer in den Dienst der US Coast Guard und gab ihm den Namen USCGC NEWELL ( WDE-422 ). In der Chesapeake Bay wurde eine Ausbildungs- und Erprobungsfahrt durchgeführt. Gleich daran anschließend durchquerte das Schiff den Panamakanal und fuhr in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier sollte die Umrüstung zu einem Wetterschiff für Such- und Rettungseinsätze auf hoher See erfolgen. Nachdem die Arbeiten in der Werft abgeschlossen waren, wechselte die USCGC NEWELL zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier sollte die operative Ausbildung erfolgen. Am 27. April fuhr das Wetterschiff auf seine erste Seestation. In den nun folgenden eineinhalb Jahren operierte die USCGC NEWELL von Pearl Harbor aus im Nordwesten des Pazifiks. Das hieß von den Aleuten aus im Norden bis zu Japan im Westen. Doch die erhoffte Wirkung die das Wetterschiff für die amerikanische Küstenwache erbringen sollte, wurde nie erreicht. Deshalb wechselte das Schiff an die US Westküste. Hier stellte die US Küstenwache am 21. Februar 1954 im Hafen von Long Beach, Kalifornien das Schiff außer Dienst und übertrug es noch am selben Tag der US Navy. Diese verlegte den Geleitzerstörer am 31. März in die Pazifikreserveflotte.
Hier baute man in der Long Beach Naval Shipyard die USS NEWELL zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer um. Dafür erhielt das Kriegsschiff am 1. November 1956 die Kennung DER-322. Man nahm am 20. August 1957 die USS NEWELL dann aus der Reserveflotte und verlegte sie zu ihrem neuen Heimathafen Pearl Harbor. Hier gehörte der Radarbestückte Geleitzerstörer zum nordamerikanischen Luftverteidigungskommando und war eine Einheit die auf dem Seeweg die DEW – Linie, die Distant Early Warning Line, absicherte. Diese DEW – Linie war ein System von Radarstationen im äußersten Norden der Arktis in Kanada mit den zusätzlichen Stationen entlang der Nordküste der USA, den Aleuten, Alaska, den Färöer Inseln, Grönland und Island. Diese Radarstationen sollten während des Kalten Krieges anfliegende sowjetische Bomber aufspüren um frühzeitig vor einer See- und Landinvasion zu warnen. Über sieben Jahre lang wechselte das Kriegsschiff zwischen Pearl Harbor und den Patrouillen im Nordpazifik. Außerdem gehörte die USS NEWELL im Frühjahr 1960 zur Operation „Cosmos“. Die für diese Operation herangezogenen Schiffe lieferten Navigationshilfen für das Flugzeug das US Präsident Dwight David Eisenhower für mehrere Staatsbesuche über den Pazifischen Ozean brachte. Nebenbei lieferte der Radarbestückte Geleitzerstörer auch Wetterdaten für die Atomtests von Johnston Island und Christmas Island während der Operation „Fishbowl“. Am 15. April 1965 begann die USS NEWELL ihre 28. Pazifikpatrouille, die letzte. Denn man löste am 30. Juni 1965 die DEW – Linie auf. Die dazugehörige offizielle Zeremonie erfolgte schon am 1. Mai, an der die USS NEWELL teilnahm. Nach dem Abschluss dieser letzten Patrouillenfahrt kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer nach Pearl Harbor zurück und wurde auf den Einsatz im Westpazifik vorbereitet. Schon am 17. Mai legte die USS NEWELL dort wieder ab und fuhr nach Vietnam. Auf dem Weg dorthin legte das Kriegsschiff in den Häfen von Apra, Guam, Manila, philippinische Insel Luzon und in Hongkong an. In den vietnamesischen Gewässern gliederte sich der Radarbestückte Geleitzerstörer in die 7. US Flotte ein und nahm während der Operation „Market Time“ seine erste Patrouillenfahrt nördlich des Mekong Deltas auf. Man versuchte mit diesen Patrouillen Dschunken und andere Schiffe aufzubringen, die eventuell Waffen, Munition und Vorräte zur Unterstützung für die Vietcong Truppen in den Süden des Landes transportierten. Die USS NEWELL musste dann die Gewässer vor Vietnam verlassen und in die Subic Bay, Luzon fahren. Hier musste sich das Kriegsschiff einer intensiven Wartung unterziehen. Doch gleich danach kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer zu seiner zweiten Patrouillenfahrt an die vietnamesische Küste zurück. Diese Patrouille führte das Schiff zwischen Da Nang und Nha Trang durch. Hier arbeitete die Schiffsbesatzung eng mit südvietnamesischen Truppen, Schiffen der südvietnamesischen Marine, den amerikanischen Seestreitkräften, mehreren Schiffen der US Küstenwache und anderen See- und Luftstreitkräften eng zusammen. Während der dritten Patrouillenfahrt operierte die USS NEWELL zwischen Vung Tau und An Thoi. Außerdem lieferte sich der Radarbestückte Geleitzerstörer ein Feuergefecht mit einem besetzten Vietcong Unterschlupf auf der Insel Phu Quoc. Der Unterschlupf wurde vollständig zerstört. Die vierte und fünfte Patrouillenfahrt führte die USS NEWELL an der Küste von Da Nang und Nha Trang entlang. Während der fünf Patrouillenfahrten in den vietnamesischen Gewässern war der Radarbestückte Geleitzerstörer 155 Tage auf Gefechtsstation. In diesen Tagen wurden 6.905 Dschunken gesichtet. Davon wurden 2.472 angehalten und inspiziert und bei 631 ging man an Bord. Außerdem wurden in diesen 155 Tagen 384 größere Schiffe entdeckt, 67 wurden angehalten und inspiziert und bei 6 ging man an Bord. Am Neujahrstag des Jahres 1966 verließ die USS NEWELL die vietnamesischen Gewässer und fuhr über die Subic Bay zurück nach Pearl Harbor. Dort legte das Kriegsschiff am 3. Februar an. Nach mehreren Trainingsoperationen in den Hawaiianischen Gewässern, kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer in den westlichen Pazifik zurück und nahm erneut an der Operation „Market Time“ teil. Zusätzlich unterstützte das Kriegsschiff die kleineren Schiffe der US Küstenwache und der US Navy bei deren Aufgaben. Ab der dritten Patrouillenfahrt bewachte die USS NEWELL den 17. Breitengrad um die Infiltration aus dem Norden zu stoppen. Am letzten Tag des Jahres 1966 verließ das Kriegsschiff wieder die vietnamesischen Gewässer und fuhr über Japan nach Hawaii. Hier legte der Radarbestückte Geleitzerstörer am 19. Januar 1967 im Hafen der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor an. Der dritte Einsatz vor der vietnamesischen Küste begann am 6. Juli. Doch den Großteil des Juli und August war die USS NEWELL mit der Patrouille vor Taiwan beschäftigt. Erst am 27. August verließ das Kriegsschiff diese Insel und fuhr zu den vietnamesischen Gewässern. Ab dem 30. August beteiligte sich der Radarbestückte Geleitzerstörer wieder an der Operation „Market Time“ und übernahm das Areal Nummer 11. Den Hafen von Kaohsiung verließ das Kriegsschiff am 19. September um die Patrouille rund um die Insel Taiwan wieder aufzunehmen. Doch schon am 30. Oktober verließ das Kriegsschiff schon wieder die Gewässer von Taiwan und fuhr an die Ostküste von Vietnam zurück. Hier übernahm die USS NEWELL zwei Tage später die Patrouillenaufgaben in dem Operationsgebiet „Market Time Area II“ von der USS LOWE. Die vietnamesischen Gewässer verließ dann der Radarbestückte Geleitzerstörer am 28. November. Die Heimfahrt nach Hawaii führte das Kriegsschiff über die Häfen von Hongkong, der Subic Bay; Sydney, Australien und Suva, Fidschi Inseln. Im Marinestützpunkt Pearl Harbor legte die USS NEWELL am 28. Februar 1968 an. Für ihren Dienst im Juni und Juli 1965 vor der vietnamesischen Küste erhielt der Radarbestückte Geleitzerstörer die Armed Forces Expeditionary Medal verliehen. Außerdem wurde das Kriegsschiff mit der Vietnam Service Medal, für die Zeiträume Juli bis Dezember 1965, Juni bis Dezember 1966 und Dezember 1967 bis Januar 1968, ausgezeichnet. Nach den folgenden Trainingsoperationen in den Hawaiianischen Gewässern, verließ die USS NEWELL am 6. August 1968 erneut Pearl Harbor und fuhr in Richtung Westpazifik. Doch schon drei Tage später erhielt Commander William Henry Peerenboom ( 26. Januar 1936 in Columbus, Ohio – ), der Kommandant des Kriegsschiffes, neue Befehle. Diese beinhalteten, dass der Radarbestückte Geleitzerstörer umkehren sollte da er für die Inaktivierung vorgesehen wurde. Man stellte am 21. September 1968 das Kriegsschiff in Pearl Harbor außer Dienst. Den Namen USS NEWELL ( DER-322 ) strich man am 23. September 1968 von der US Navy – Liste. Gleich im Anschluss entfernte man aus dem Schiff die Antriebsaggregate und der Schiffsrumpf wurde der Twentieth Century Fox Film Corporation vom 22. Januar bis zum 15. April 1969 für die Dreharbeiten des Filmes „Tora! Tora! Tora!“ zu Verfügung gestellt. Danach erfolgte der Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen. Nach Abschluss dieser Arbeiten verkaufte man den Schiffskörper am 15. Dezember 1971 für die Verschrottung.


USS NEWELL ( DE-322 )
Commanding Officer

LCDR Russell J. Roberts   USCG        30. Oktober 1943 – 1944
CDR P.E. Burhorst   USCG        1944 – 15. September 1945
LT Gabriel E. Pahaim   USCG        15. September 1945 – 20. November 1945

Außerdienststellung          20. November 1945 – 20. August 1957
Übergabe an die US Küstenwache mit Kennung ( WDE-422 ) 20. Juli 1951

CDR Victor Pfeiffer   USCG        20. Juli 1951 – 17. Oktober 1952
LCDR Lewis W. Tibbits, Jr.   USCG       17. Oktober 1952 – 01. Juni 1954

Übergabe an die US Navy 1. Juni 1954

LCDR Ralph N. Sutton        20. August 1957 – 25. April 1959
CDR Robert Chauncey Barnhart, Jr.       25. April 1959 – 10. April 1960
CDR Paul Kenneth Clausen       10. April 1960 – 07. August 1961
LCDR William Rice Zimmerman, Jr.        07. August 1961 – ?
CDR Richard Frederick Rockwell         1965 – 19. November 1966
Lcdr. Edward (Ted) Humphrey Monroe, Jr.        19. November 1966 – 21. Juli 1967
CDR William Henry Peerenboom         21. Juli 1967 – 21. September 1968

USS FALGOUT ( DE-324 )

USS FALGOUT ( DE-324 )

Biografie

George Irvin Falgout
* 28. Oktober 1922 in Raceland, Louisiana
† 12. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 )
in der US Navy bekleidete er den Rang eines Seaman Second Class

George Irvin Falgout trat am 19. Februar 1942 freiwillig in die United States Naval Reserve ein. Man versetzte ihn nach der Grundausbildung auf den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO. Seine Gefechtsstation war ein 40 mm Luftabwehrgeschütz. Während der Schlacht um Guadalcanal, Ostsalomonen vom 12. zum 13. November starb Seaman Second Class Falgout auf seiner Gefechtsstation. Er beschoss mit großem Heldenmut und Entschlossenheit ein japanisches Flugzeug bis dieses in seine Geschützstellung einschlug, nur um den Schweren Kreuzer sogar auf Kosten seines Lebens zu verteidigen. Man verlieh George Irvin Falgout posthum das Navy Cross.


USS FALGOUT ( DE-324 )

Schiffsbiografie

Die USS FALGOUT ( DE-324 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman Second Class George Irvin Falgout benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundfünfzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 24. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. H. J. Guidry, Schwester von Seaman Second Class George Irvin Falgout, taufte am 24. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Henry Albert Meyer ( 8. Januar 1896 – 9. Mai 1959 ) USCG stellte am 15. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt sollte am 4. Dezember 1943 beginnen und die USS FALGOUT bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas führen. Doch kaum hatte der Geleitzerstörer die offene See des Golfs von Mexiko erreicht, erhielt man auch schon einen Seenotrettungsruf eines Handelsschiffes. Der Öltanker SS TOUCHET ( 10.172 BRT ) hatte 120.000 Tonnen Rohöl geladen und war auf dem Weg nach New York. Er hatte den Ölhafen von Baytown, Texas erst wenige Stunden hinter sich, da wurde der Öltanker auch schon von dem deutschen U-Boot U-193, Kommandant Korvettenkapitän Hans Pauckstadt ( 27. September 1906 in Grimnitz – 14. August 1984 ), mit zwei Torpedos angegriffen. Einer der beiden war allerdings ein Blindgänger. Schon nach der ersten Explosion verließ die Schiffsbesatzung und zwanzig der dreißig Soldaten das angeschlagene Schiff. Der dritte abgefeuerte Torpedo riss ein noch größeres Leck in den Schiffsrumpf und ließ den Tanker sinken. Die USS FALGOUT konnte von einem Rettungsfloß elf Männer der SS TOUCHET retten. Anschließend begann das Kriegsschiff dann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach deren Abschluss legte der Geleitzerstörer längsseits zu dem Zerstörertender USS HAMUL ( AD-20 ) an. Es wurden für den kommenden Einsatz einige Reparaturen vorgenommen. Neben der USS FALGOUT lagen in diesen Tagen die USS PRIDE ( DE-323, USS CALCATERRA ( DE-390 ), USS ALGER ( DE-101 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ). Danach wechselte die USS FALGOUT Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann und schloss diese zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS FALGOUT, USS PRIDE, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Schon vier Tage später legte die USS FALGOUT zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 46 dort auch schon wieder ab und eskortierte ihren ersten Schiffskonvoi nach Casablanca, Marokko. Unbeschadet kehrte der Schiffskonvoi nach New York zurück. Für die USS FALGOUT folgte dann die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS FALGOUT, USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Während der folgenden Konvoifahrt, die USS FALGOUT befand sich wieder im Mittelmeer, konnte die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers vier deutsche Piloten aus dem Wasser retten. Deren Flugzeuge waren bei einem Kampf in der Nähe von Gibraltar abgeschossen worden. Es folgten dann anschließend bis zum 2. Juni 1945 noch drei weitere Eskortierfahrten für die USS FALGOUT, die aber Ereignislos verliefen. Nach der letzten Eskortierfahrt verließ das amerikanische Kriegsschiff die US Ostküste und fuhr nach Balboa, Panamakanal. Diesen amerikanischen Marinestützpunkt erreichte der Geleitzerstörer am 25. Juni. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 13. Dezember. Es beteiligte sich dort an mehreren Trainingsübungen zur Bekämpfung von U-Booten und besuchte Häfen von Nicaragua und Costa Rica. Am 18. Dezember legte dann die USS FALGOUT im Hafen von Charleston, South Carolina an und wechselte am 9. Februar 1946 nach Green Cove Springs, Florida. Hier versetzte man am 9. Mai den Geleitzerstörer in die Atlantikreserveflotte und stellte dort das Kriegsschiff am 18. April 1947 außer Dienst.
Die amerikanische Küstenwache benötigte dann unbedingt Wetterschiffe. Unter den dafür ausgewählten Schiffen befand sich auch die USS FALGOUT. Am 24. August 1951 stellte man den Geleitzerstörer in den Dienst der US Coast Guard und gab ihm den Namen USCGC FALGOUT ( WDE-424 ). Der einzige Kommandant des Schiffes im Dienste der US Coast Guard, war Commander G. R. Rollins. In der Chesapeake Bay wurde eine Ausbildungs- und Erprobungsfahrt durchgeführt. Gleich daran anschließend durchquerte das Schiff den Panamakanal und fuhr in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier sollte die Umrüstung zu einem Wetterschiff für Such- und Rettungseinsätze auf hoher See erfolgen. Nachdem die Arbeiten in der Werft abgeschlossen waren, wechselte die USCGC FALGOUT zur amerikanischen Marinebasis bei Tacoma, Washington. Hier sollte die operative Ausbildung erfolgen. Bis zum 21. Mai 1954 operierte die USCGC FALGOUT von Tacoma aus im Nordwesten des Pazifiks. Doch die erhoffte Wirkung die das Wetterschiff für die amerikanische Küstenwache erbringen sollte, wurde nie erreicht. Deshalb stellte die US Coast Guard das Schiff am 21. Mai 1954 außer Dienst und übergab es noch am selben Tag im Hafen von Long Beach, Kalifornien wieder an die US Navy. In der dortigen Werft begann man mit dem Umbau des Schiffes zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer. Dafür erhielt das Kriegsschiff am 28. Oktober 1954 die Kennung DER-324. Nach Abschluss der Umbauarbeiten stellte Lieutenant Commander Walter Perry Smiley am 30. Juni 1955 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte der Radarbestückte Geleitzerstörer am 20. November im Hafen von Seattle, Washington an und wurde in das Continental Air Defence Command integriert. Die Hauptaufgabe der USS FALCOUT bestand darin, als Radarvorposten im Frühwarnsystem zu dienen. Unter der Leitung von Robert J. Lydon fuhr der Radarbestückte Geleitzerstörer von Seattle aus regelmäßige Dienstzyklen auf Hoher See. Dies gehörte zum nordamerikanischen Luftverteidigungskommando und war eine Einheit die auf dem Seeweg die DEW – Linie, die Distant Early Warning Line, absicherte. Diese DEW – Linie war ein System von Radarstationen im äußersten Norden der Arktis in Kanada mit den zusätzlichen Stationen entlang der Nordküste der USA, den Aleuten, Alaska, den Färöer Inseln, Grönland und Island. Diese Radarstationen sollten während des Kalten Krieges anfliegende sowjetische Bomber aufspüren um frühzeitig vor einer See- und Landinvasion zu warnen. Diese lebenswichtige Mission unterbrach die USS FALGOUT nur für dringend notwendig gewordene Überholungen und Auffrischungsschulungen. Dann wechselte das Kriegsschiff Anfang März 1959 zur amerikanischen Marinestation Pearl Harbor, Hawaii. Diesen neuen Heimathafen erreichte die USS FALGOUT am 19. März. Über sieben Jahre lang wechselte das Kriegsschiff zwischen Pearl Harbor und den Patrouillen im Nordpazifik. Außerdem gehörte der Radarbestückte Geleitzerstörer im Frühjahr 1960 zur Operation „Cosmos“. Die für diese Operation herangezogenen Schiffe lieferten Navigationshilfen für das Flugzeug das US Präsident Dwight David Eisenhower für mehrere Staatsbesuche über den Pazifischen Ozean brachte. Am 15. April 1965 begann die USS FALGOUT ihre letzte Patrouillenfahrt im Nordpazifik. Denn man löste am 30. Juni 1965 die DEW – Linie auf. Man bereitete nun das Kriegsschiff auf seine Einsätze vor der vietnamesischen Küste vor. Von 1966 bis 1969 diente der Radarbestückte Geleitzerstörer in die 7. US Flotte und nahm während der Operation „Market Time“ teil. Während dieser Operation versuchten amerikanische Kriegsschiffe auf ihren Patrouillenfahrten Dschunken und andere Schiffe aufzubringen, die eventuell Waffen, Munition und Vorräte zur Unterstützung für die Vietcong Truppen in den Süden des Landes transportierten. Am 26. Juni 1969 legte die USS FALGOUT in Pearl Harbor ab und fuhr an die US Westküste. Hier legte das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard, Kalifornien an und wurde am 10. Oktober 1969 außer Dienst gestellt. Man strich am 1. Juni 1975 den Namen USS FALGOUT ( DER-324 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen wurde am 12. Januar 1977 der Schiffskörper als Zielobjekt während einer Übung vor der kalifornischen Küste versenkt.


USS FALGOUT ( DE-324 )
Commanding Officer

LCDR Henry A. Meyer   USCG      15. November 1943 – Januar 1945
LCDR H.C. Keene, Jr.   USCG        Januar 1945 – 8. Mai 1946
LCDR Bernard Aloysius Lienhard   USNR        8. Mai 1946 – 14. August 1947

CDR G. R. Rollins   USCG        24. August 1951 – Mai 1954

LCDR Walter Perry Smiley        30. Juni 1955 – 11. Februar 1957
LCDR Alfred Freeman Norwood        11. Februar 1957 – 24. Februar 1958
CDR Wesley Anthony Gleason        24. Februar 1958 – 2. Mai 1959
LCDR James A. Jester       2. Mai 1959 – 5. August 1960
LCDR Robert Friedman        5. August 1960 – 31. Januar 1962
LCDR Samuel Lee Gravely, Jr.        31. Januar 1962 – 7. Juni 1963 (erreichter Rang VADM)
LCDR Matthew J. Breen          7. Juni 1963 – 3. März 1965
LCDR Clarence Henry Greff, Jr.        3. März 1965 – 9. März 1966
LCDR Robert Erhart Klee         9. März 1966 – 10. März 1968
LCDR James W. Harrick         10. März 1968 – 10. April 1969
CDR Gordon R. Nagler          10. April 1969 – 30. Juni 1969 (erreichter Rang VADM)

USS MOSLEY ( DE-321 )

USS MOSLEY ( DE-321 )

Biografie

Walter Harold Mosley
* 17. Januar 1916 in Waco, McLennan County, Texas
† 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway
war ein Offizier in der US Navy

Walter Harold Mosley war das dritte Kind von Walter Monroe Mosley ( 17. April 1885 in Calhoun County, Mississippi – 17. Mai 1958 in Brown County, Texas ) und Maude M. McMillan Mosley ( 15. September 1886 in Mississippi – 5. Juni 1918 in Fort Worth, Tarrant County, Texas ). Die beiden älteren Geschwister hießen Frank Mosley und Lealer Mosley. Walter Harold Mosley war gerade zwei Jahre alt, da starb seine Mutter. Um das kleine Kind kümmerte sich nun Lilian E. Mosley, Schwägerin von Walter Monroe Mosley und Frau von Arthur Gresham Mosley, und ersetzte die Mutter. Später taufte Lilian E. Mosley auch den Geleitzerstörer der zu Ehren von Ensign Walter Harold Mosley benannt worden ist.
Er schloss 1934 die Austin High School ab und bewarb sich noch im selben Jahr an der Universität von Texas, dem College of Mines and Metallurgy. Hier absolvierte er seinen Abschluss in Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft. Während seines College Studiums war Walter Harold Mosley ein Mitglied der Academic Association, der Pre-Law Society und er spielte in einem Orchester der Schule. Am 12. Februar 1940 meldete er sich freiwillig in Dallas, Texas als V-5 Seaman Second Class bei der US Naval Reserve und erhielt die Dienstnummer NSN 407-30-14. Die Bezeichnung V-5 Seaman war innerhalb der US Navy eine Einstufung für später höhere Dienstgrade. Schon drei Tage später verlegte man Mosley von der Naval Reserve Station in Dallas an die US Naval Reserve Aviation Base in Miami, Florida. Hier begann die Eliminierungsphase seiner Pilotenvorausbildung. Nachdem Mosley das Ausscheidungstraining überstanden hatte, versetzte man ihn am 14. März 1940 in den Ruhestand. Mosley sollte auf weitere Befehle warten. Schon am 27. Juni 1940 ernannte man ihn zum Aviation Cadet. Nun absolvierte Mosley eine richtige Flugausbildung auf der Naval Air Station in der Nähe von Pensacola, Florida. Dann beförderte man Mosley am 20. Januar 1941 zum Ensign und versetzte ihn zur Patrouillenstaffel 22. Diese Staffel befand sich am 7. Dezember 1941 bei Ford Field, während die Japaner an diesem Tag den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii angriffen. Um die Flugzeuge vor der vollständigen Vernichtung zu bewahren, befahl man den Piloten der Patrouillenstaffel 20 nach Darwin, Australien zu fliegen. Von hier aus sollten die Piloten versuchen, die Bemühungen der Alliierten den Vormarsch der Japaner durch Südostasien zu stoppen. Dazu lag vor Darwin der Schnelle Wasserflugzeugtender USS WILLIAM B PRESTON ( AVD-7 ). Von dem aus die Wasserflugzeuge starteten und ihre Patrouillen nördlich von Australien, in die Java-See und den umliegenden Gewässern durchführten. Die Piloten der Wasserflugzeuge meldeten sämtliche Bewegungen der Japaner. Am 19. Februar 1942 war Mosley Copilot in einer PBY-5 „Catalina“. Pilot des Seeaufklärungsflugzeuges war Lieutenant Thomas Hinman Moorer ( 9. Februar 1912 in Mount Willing, Lowndes County, Alabama – 5. Februar 2004 in McLean, Fairfax County, Virginia ). Das Flugzeug war an diesem Tag auf einer Patrouille südlich von Amboina, Molukken. Man entdeckte während des Fluges ein Handelsschiff vor Melville Island, Australien. Beide Piloten einigten sich darauf, das unbekannte Handelsschiff auf Waffen zu untersuchen. Gegen 9:20 Uhr, noch befand sich das Seeaufklärungsflugzeug in der Luft, da näherten sich 9 japanische Flugzeuge. Sie waren ein Teil von 70 Bombenflugzeugen, die mit ihren Maschinen Darwin bombardieren sollten. Diese neun feindlichen Flugzeuge begannen nun auf das amerikanische Seeaufklärungsflugzeug zu schießen. Schon nach wenigen Sekunden stand das Flugzeug in Flammen. Die Treibstoffleitung des rechten Motors war getroffen worden und der Treibstoff strömte entlang des Rumpfes. Trotz der ständig angreifenden Feinde konnte Lieutenant Thomas Hinman Moorer und Ensign Walter Harold Mosley das schwer beschädigte Flugzeug geschickt auf dem Wasser landen. Mosley blutete dabei stark aus einer Kopfwunde und war teilweise betäubt. Die Besatzung der SS FLORENCE D. ( 2.642 BRT ), ein amerikanisches Handelsschiff, Kapitän Carmelo Lopez Manzano, konnte alle Besatzungsmitglieder der PBY-5 aus dem Wasser retten. Das Schiff hatte Munition an Bord und sollte diese für General Douglas MacArthur zur philippinischen Insel Corregidor bringen. Es befand sich ungefähr 60 Seemeilen nordwestlich von Bathurst Island, Australien, da griffen die japanischen Piloten auch dieses unbewaffnete Schiff an und warfen ihre Bomben ab. 37 Besatzungsmitglieder des Schiffes und die eben erst geretteten amerikanischen Piloten sprangen augenblicklich über Bord. Ein Besatzungsmitglied der PBY-5, Joseph Clifton Shuler, wurde allerdings noch an Bord von einer Bombe erschlagen und von der S FLORENCE D. starben Francisco Beltran, Librado Briones und Mariano Reyes. Gegen Mitternacht erreichten zwei Rettungsboote, auf denen sich die Überlebenden befanden, Bathurst Island. Hier entdeckte am 21. Februar ein RAAF Patrouillenflugzeug die Überlebenden und am nächsten Morgen rettete die Korvette HMAS WARRNAMBOOL ( J202 ) die Überlebenden und erreichte mit ihnen am 23. Februar Darwin. In der australischen Stadt kam Mosley in ein Krankenhaus, wo seine Wunden versorgt wurden. Anfang März kehrte er in die Vereinigten Staaten zu seiner Familie zurück um sich von seiner Verwundung zu erholen. Ensign Walter Harold Mosley war am 21. April 1942 ein Passagier an Bord des Truppentransporters USS WHARTON ( AP-7 ). Dieser Transporter legte an diesem Tag im Hafen von San Francisco, Kalifornien ab und fuhr zum Marinestützpunkt Pearl Harbor. Hier meldete sich Mosley zum Dienst bei dem Patrouillengeschwader VP-44. Dieses war von der Naval Air Station in Alameda, Kalifornien nach Pearl Harbor verlegt worden. Dazu teilte man das Geschwader in zwei Gruppen, a´sechs Flugzeuge, ein. Die erste Gruppe verließ am 26. März die Vereinigten Staaten. Die Abreise der zweiten Gruppe verzögerte sich wegen ungünstigen Wetters auf den 12. April. Man verlegte dann dieses Geschwader auf das Atoll Midway, Midway Islands. Von hier aus begannen die Piloten ihre Patrouillenflüge und waren auf der Suche nach feindlichen Schiffen. Ab dem 22. Mai patrouillierte die Flugzeuge von VP-44 für fünf Tage bei den Eastern Islands. Dann an den ersten beiden Tagen im Juni flogen die Seeaufklärungsflugzeuge der Geschwader VP-23 und VP-44 von Midway aus lange Patrouillen über dem spurlosen Ozean. Kein Schiff war zu sehen. Am 3. Juni kamen dann die ersten Kontaktberichte von der VP-23. Am folgenden Tag stieg Lieutenant (jg ) Robert Scott Whitman, Jr. ( 1. Januar 1916 in Jason City, Broome County, New York – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ) mit seiner PBY-5A “Catalina” von der VP-44 auf. Copilot war Ensign Walter Harold Mosley. Gegen 9:25 Uhr sah Mosley feindliche Schiffe, die mit ihren Flugabwehrgeschützen nach dem Aufklärungsflugzeug schossen. Außerdem stiegen mehrere Mitsubishi F1M2 Wasserflugzeuge von dem japanischen Träger CHITOSE auf. Etwa 340 Seemeilen westlich von Midway griffen diese feindlichen Flugzeuge die „Catalina“ an. Während des Angriffs wurden Lieutenant ( jg ) Robert Scott Whitman, Jr., Ensign Walter Harold Mosley, der Funker ARCM JAMES Wilbur Adams ( ? – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ), der Kanonier AMM Third Class Clarence Johanas Norby, Jr. ( 1921 in Henderson, Adams County, Colorado – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ), Radioman RM Third Class William Hubert O´Farrell ( ? – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ) getötet und Ensign Jack Hill Camp ( 1916 – 7. Juni 1942 auf Midway ) tödlich verwundet. Das amerikanische Flugzeug stand in Flammen. AOM Second Class Philip Leroy Fulghum ( 31. Oktober 1921 in Taft, Kern County, Kalifornien – 17. Juli 1945 in Pensacola, Escambia County, Florida ), der Heckschütze der PBY-5A, fuhr trotzdem unbeirrt fort mit seinem Maschinengewehr, Kaliber 50, auf die feindlichen Angreifer zu schießen. Eines der japanischen Flugzeuge konnte er so abschießen. Auf eigene Initiative klinkte Fulghum vor dem bevorstehenden Crash auf dem Wasser beide mitgeführten 500-Pfund Bomben aus. Nach dem Aufschlagen auf dem Wasser konnte AMM First Class Virgil Ruel Marsh ( 14. März 1912 in Hebbardsville, Athens County, Ohio – 19. Oktober 1981 in Alameda, County, Kalifornien ) ein Rettungsboot aus dem brennenden Flugzeug abwerfen, das der verwundete Kanonier AMM Second Class John Cleland Weeks ( 1. November 1920 in Los Angeles County, Kalifornien – 24. April 1984 in San Diego County, Kalifornien ) noch reparieren konnte. Fulgham half zusammen mit dem Navigator Ensign Lee Coleman McCleary ( 17. April 1920 in Utah – 10. Januar 2011 in Contra Costa County, Kalifornien ) allen anderen Verwundeten in das Rettungsboot. Zwei Tage später überflog eine PBY-5, geflogen von Lieutenant ( jg ) Norman Bradley, das Rettungsboot und wasserte anschließend. Man nahm die Überlebenden sicher an Bord und brachte sie nach Midway zurück. Ensign Camp starb dort am 7. Juni 1942 an seinen Wunden. Nach der Schlacht um Midway kehrte das Patrouillengeschwader VP-44 am 9. Juni 1942 nach Pearl Harbor zurück.

Ensign Walter Harold Mosley wurde für die Aktion vor Darwin am 19. Februar 1942 postum mit dem Silver Star für sehr tapferes und unerschrockenes Verhalten ausgezeichnet. Außerdem erhielt er posthum für die selbe Aktion das Purple Heart und ein 5/16 Zoll Stern anstelle eines zweiten Purple Heart für die tödliche Verwundung am 4. Juni 1942.


USS MOSLEY ( DE-321 )

Schiffsbiografie

Die USS MOSLEY ( DE-321 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Walter Harold Mosley benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 6. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lilian E. Mosley, Tante von Ensign Walter Harold Mosley, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander James A. Alger, Jr. ( USCG ) stellte am 30. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MOSLEY bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Gleich danach fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier übernahm das Kriegsschiff die Sicherung über einen Schiffskonvoi der zu den texanischen Häfen im Golf von Mexiko eskortiert werden musste. Nach der Entladung der Schiffe eskortierte die USS MOSLEY den Schiffskonvoi nach Norfolk zurück. Von hier aus wechselte die USS MOSLEY Mitte Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern schon begonnen hatte. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS MOSLEY, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Kaum hatte die USS MOSLEY den Hafen von New York erreicht, da versetzte man den Geleitzerstörer auch schon in die Casco Bay, Maine. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Ausbildungsübungen in den Anti-U-Boot Taktiken. Mit an den Übungen war auch der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ). Im Anschluss daran fuhr die USS MOSLEY nach Norfolk und legte in diesem Hafen am 1. April an. Hier stellte man einen Schiffskonvoi zusammen, der die Bezeichnung UGS 38 hatte. Am 3. April legten die Schiffe aus diesem Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS PRIDE, USS MENGES, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 )  und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Schlimm bei diesem Angriff war es für den Munitionstransporter PAUL HAMILTON. Der in den Schiffskörper eingeschlagene Torpedo explodierte in einem Munitionsbunker. Die daraus resultierende Explosion riss förmlich das Schiff auseinander und alle 580 Mann Besatzung und Soldaten fanden augenblicklich den Tod. Die Besatzung der USS MOSLEY legte während des feindlichen Luftangriffs eine künstliche Rauchwolke über den Schiffskonvoi. Außerdem schossen die Luftabwehrgeschütze ohne Unterlass auf die Angreifer. Dabei wurde eine Ju-88 abgeschossen und ein weiteres deutsches Flugzeug beschädigt. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten am 22. April Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Die USS MOSLEY beteiligte sich an der ergebnislosen Suche nach dem feindlichen U-Boot. Noch am selben Tag kehrte der Geleitzerstörer wieder zu dem Schiffskonvoi zurück und übernahm wieder seine Sicherungsaufgaben. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend in den folgenden acht Monaten noch vier weitere Eskortierfahrten nach Nordafrika und zurück für die USS MOSLEY. Der erste Schiffskonvoi davon legte am 11. Juni in Norfolk ab. Die Zielhäfen waren zwei Mal Bizerte und zwei Mal Oran, Algerien. Mit dem vierten Schiffskonvoi legte die USS MOSLEY am 11. Februar 1945 in New York wieder an. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff den Hafen und wechselte in die Karibik. In der Guantanamo Bay, Kuba gliederte sich der Geleitzerstörer in die Task Group 22.2 ein und beteiligte sich an den angesetzten Übungen. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS PRIDE, USS MENGES, USS FARQUHAR, USS DOUGLAS L HOWARD, USS J. R. Y. BLAKELY und USS FESSENDEN. Am 20. Februar verließen diese Schiffe die Karibik und legten am 23. Februar in New London, Connecticut an. Hier gliederte man die USS MOSLEY in die Task Group 22.14 ein. In dieser TG befand sich außerdem der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS LOWE, die erst am 5. März dazu stieß. Die Schiffe dieser TG bildeten eine U-Boot Jagd Gruppe und trainierten in der Casco Bay. Am 4. März verließen diese Kriegsschiffe die Bay und fuhren zum amerikanischen Marinestützpunkt Argentia, Neufundland. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe Patrouillen fahren und nach deutschen U-Booten suchen. Kaum waren sie am 5. März in ihrem Einsatzgebiet, da kam auch schon der Befehl zur Suche eines deutschen U-Bootes, das vor Halifax, Nova Scotia operierte. Man ortete dieses U-Boot erstmals am 13. März nördlich von Boston, Massachusetts und führte in den folgenden fünf Tagen fortwährende Such- und Vernichtungsoperationen durch. Die Schiffe der TG 22.14 verfolgten es bis in die kanadischen Gewässer. Am 18. März ortete der Geleitzerstörer USS LOWE das U-Boot U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), rund 100 Seemeilen Südöstlich von Halifax, Nova Scotia. Sofort warf man von der USS LOWE mehrere Hedgehogs in zwei vorgegebenen Mustern ab. Die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS MENGES und USS PRIDE warfen ebenfalls mehrere Hedgehogs über Bord. Nach deren Explosionen stiegen dann Ölschleier und große Mengen an Trümmer an die Wasseroberfläche. Da man aber wusste, dass die deutschen U-Boot Kommandanten solche Tricks mit dem aufsteigenden Öl bewusst einsetzten um die Jäger irre zu führen, führte man die Suche nach dem U-Boot fort. Die USS LOWE erhielt am Nachmittag einen Sonarkontakt von U-866. Nach dem Abwurf von mehreren Wasserbomben gab es um 16:22 Uhr eine heftige Unterwasserexplosion. Man schrieb dem Geleitzerstörer dann die Vernichtung des deutschen U-Bootes gut. Alle 55 Besatzungsmitglieder von U-866 kamen am 18. März ums Leben. Nach der Vernichtung von U-866 fuhren die Schiffe der TG 22.14 zur Casco Bay, in die sie am 20. März einliefen. Am 24. März begann die USS MOSLEY mit ihre Patrouillenfahrten im Golf von Maine und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Bis zum 4. April war der Geleitzerstörer im stürmischen Nordatlantik südlich und westlich des Flemish Cap unterwegs. Am 10. April trafen sich die Kriegsschiffe der TG 22.14 auf Hoher See mit der U-Boot Jäger Gruppe um den Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY auf dem 30. Meridian nördlich von 48° 30’. Die Schiffe dieser beiden Task Forces bauten in der Operation „Teardrop“ eine Verteidigungslinie in diesen Gewässern gegen schnelle deutsche Schnorchel U-Boote auf. Diese deutschen U-Boote schleppten in Starterbehältern V-2-Raketen. Mit diesen Waffen sollten alliierte Konvois beschossen werden. Zwischen dem 10 und 16. April führte die USS MOSLEY in ihrem zugewiesenen Planquadrat von 10 Seemeilen ihre Patrouille durch. Trotz schlechtem Wetters werden am 15. und 16. April durch Kriegsschiffe der TG 22.5 die deutschen U-Boote U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 ), und U-880, Kommandant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 ), per Sonar geortet und versenkt. Am Abend des 16. April verließen die Kriegsschiffe der TG 22.14 ihre bis dahin eingehaltene Positionen und fuhren nach Westen. Ihre Patrouillenfahrten begannen sie dann auf dem 38. Meridian. Die USS MOSLEY erhielt ihr Patrouillengebiet nördlich des 45. Breitengrades. Auch jetzt waren die Schiffe auf der Suche nach deutschen U-Booten. In der Nacht vom 21. zum 22. April erhielt die USS MOSLEY Radarkontakte von einem aufgetauchten feindlichen U-Boot. Wahrscheinlich war das U-805, Kommandant Korvettenkapitän Richard Bernardelli ( 22. November 1908 in Rüstringen – 21. Februar 1986 ). Zusammen mit der USS LOWE und der USS J R Y BLAKELY begann die USS MOSLEY mit der Suche. In einer Entfernung von 9.300 Metern verschwand dann der Kontakt. Auf der USS MOSLEY entschloss sich der Kommandant sofort zum Angriff. Die Geschützmannschaften schossen sofort aus allen Rohren in das Zielgebiet, aber es zeigte sich keine Wirkung. Die drei Geleitzerstörer setzten anschließend Hedgehog und Wasserbombenangriffe auf das in der Tiefe liegenden U-Boot fort. Kurz nach 2:00 Uhr hörte der Soundman Unterwasserexplosionen, die allerdings eine Täuschungstaktik des U-Boot Kommandanten waren. Etwa zur gleichen Zeit griffen einige hundert Seemeilen weiter südlich, nordwestlich der Azoren, die Geleitzerstörer USS CARTER ( DE-112 ) und USS NEAL A SCOTT ( DE-769 ) das U-Boot U-518, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Werner Offermann ( 2. Juli 1921 in Offingen, Donau – 22. April 1945 ), an und versenkten es. Die U-Boot Jagd Gruppe in der sich die USS MOSLEY befand, kehrte am 27. April nach Argentia zurück um die Bunker aufzufüllen. Ab dem 2. Mai nahm dann der Geleitzerstörer seine Patrouillenfahrten wieder auf. Jetzt patrouillierte das Kriegsschiff rund 300 Seemeilen südlich von Cape Race, Neufundland. Am 8. Mai kapitulierte Deutschland und der Zweite Weltkrieg war auf europäischem Boden beendet. Sechs Tage später legte die USS MOSLEY im Hafen von New York an. Dort unterzog sich der Geleitzerstörer bis zum 16. Juni einer intensiven Überholung. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Port Everglades, Florida und reihte sich ab dem 25. Juni in die Antisubmarine Development Detachment der Atlantischen Flotte ein. Bis zum 7. September führte die USS MOSLEY Anti-U-Boot Test- und Entwicklungsübungen mit U-Booten und anderen Schiffen durch. Danach erfolgte in der Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina eine weitere Überholung. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten legte der Geleitzerstörer am 3. November ab und fuhr nach Green Coce Springs, Florida. Hier stellte man am 15. März 1946 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Erst 1969 wechselte der Geleitzerstörer nach Orange, Texas, wo die Schiffe der Atlantischen Inaktiven Flotte lagen. Am 2. Januar 1971 strich man den Namen USS MOSLEY ( DE-321 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 22. August 1973 zum verschrotten.


USS MOSLEY ( DE-321 )
Commanding Officer

LCDR James A. Alger, Jr.   USCG      30. Oktober 1943 – ?       (erreichter Rang RADM USCG)

USS LOWE ( DE-325 )

USS LOWE ( DE-325 )

Biografie

Harry James Lowe, Jr
* 6. Januar 1922 in Paducah, McCracken County, Kentucky
† 12. November 1942 in der Nähe von Solomon Islands
war Kanonier dritter Klasse in der United States Navy und erhielt das Navy Cross posthum verliehen

Harry James Lowe, Jr. begann seinen Dienst als Matrose beider US Navy am 28. August 1940. Nach der Beendigung seiner Grundausbildung versetzte man ihn am 6. Dezember 1940 auf den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ). Dort erlernte er die Arbeiten am Geschütz und erhielt den Dienstgrad Kanonier dritter Klasse. Am 12. November 1942 hatte die USS SAN FRANCISCO die Aufgabe Transportschiffe beim Entladen auf Guadalcanal zu sichern. Bis Mitte des Nachmittags wurde eine Annäherung japanischer Flugzeuge gemeldet. 14:08 Uhr griffen 21 feindliche Flugzeuge an. Gegen 14:16 Uhr trudelte ein schon schwer beschädigtes Torpedoflugzeug auf den Schweren Kreuzer zu und ließ sein Torpedo ins Wasser fallen noch bevor es auf der Backbordseite des Schiffes ins Meer stürzte. Lowe indes schoss mit seiner Abwehrkanone weiter auf die herannahenden feindlichen Flugzeuge und war nicht davon abzubringen seine Geschützstellung zu verlassen obwohl der abgeworfene Torpedo direkt auf ihn zulief. Durch die Explosion des Torpedos und des herabgestürzten Flugzeugs kamen 15 Männer ums Leben, 29 wurden verwundet und einer war nicht zu finden.


USS LOWE ( DE-325 )

Schiffsbiografie

Die USS LOWE ( DE-325 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Gunner Mate Third Class Harry James Lowe, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 24. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Harry James Lowe, Sr., Mutter von Gunner Mate Third Class Harry James Lowe, Jr., taufte am 28. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Reginald French ( USCG ) stellte am 22. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LOWE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Danach legte der Geleitzerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an und wechselte dann nach Norfolk, Virginia. Von hier aus fuhr die USS LOWE Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS LOWE, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS PRIDE ( DE-323 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Für die USS LOWE folgte dann die zweiten Eskortierfahrt. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Commander Reginald French musste all sein Wissen ausspielen um die USS LOWE während des Luftangriffs zwischen zwei heraneilenden Torpedos hindurch zu bugsieren. Die Besatzung der USS MENGES rettete dann 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. Später kamen noch weitere Kriegsschiffe hinzu. Exakt um 4:09 Uhr des 4. Mai hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Versenkung des U-Bootes erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden und gingen in Kriegsgefangenschaft. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend noch bis zum 5. März 1945 acht weitere Eskortierfahrten über den Atlantik für die USS LOWE. Man versetzte dann den Geleitzerstörer noch am selben Tag nach Argentia, Neufundland. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 22.14. In dieser TG befand sich außerdem der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS MOSLEY. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe zusammen mit einer Gruppe von US Küstenwachschiffen die Schifffahrtswege von feindlichen U-Booten freihalten. Kaum war die USS LOWE am 5. März in ihrem Einsatzgebiet, da kam auch schon der Befehl zur Suche eines deutschen U-Bootes, das vor Halifax, Nova Scotia operierte. Man ortete dieses U-Boot erstmals am 13. März nördlich von Boston, Massachusetts und führte in den folgenden fünf Tagen fortwährende Such- und Vernichtungsoperationen durch. Die Schiffe der TG 22.14 verfolgten es bis in die kanadischen Gewässer. Am 18. März ortete der Geleitzerstörer das U-Boot U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), rund 100 Seemeilen Südöstlich von Halifax, Nova Scotia. Sofort warf man von der USS LOWE mehrere Hedgehogs in zwei vorgegebenen Mustern ab. Die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS MOSLEY warfen mehrere Hedgehogs über Bord. Nach deren Explosionen stiegen dann Ölschleier und große Mengen an Trümmer an die Wasseroberfläche. Da man aber wusste, dass die deutschen U-Boot Kommandanten solche Tricks mit dem aufsteigenden Öl bewusst einsetzten um die Jäger irre zu führen, führte man die Suche nach dem U-Boot fort. Die USS LOWE erhielt am Nachmittag einen Sonarkontakt von U-866. Nach dem Abwurf von mehreren Wasserbomben gab es um 16:22 Uhr eine heftige Unterwasserexplosion. Man schrieb dem Geleitzerstörer dann die Vernichtung des deutschen U-Bootes gut. Alle 55 Besatzungsmitglieder von U-866 kamen am 18. März ums Leben. Für die Vernichtung des deutschen U-Bootes erhielt Lieutenant Commander Herbert Feldman, Kommandant der USS LOWE, und vier weitere Besatzungsmitglieder des Geleitzerstörers hohe Auszeichnungen verliehen. Am 3. Mai, die USS LOWE operierte noch immer mit den Schiffen der TG 22.14 in den Neufundländischen Gewässern und sicherte diese gegen deutsche U-Boote ab, lief der Neufundländische Schoner Marion Duffitt auf ein Riff auf. Rechtzeitig war der Geleitzerstörer da und konnte alle Besatzungsmitglieder retten. Anschließend versenkte das Kriegsschiff den Schoner, der für die gesamte Schifffahrt in diesen Gewässern eine Gefahr darstellte. Dann ab Anfang Juli wechselte die USS LOWE nach Norfolk, Virginia. Hier übernahm der Geleitzerstörer ab dem 6. Juli seine Aufgaben als Ausbildungsschiff wahr. Nur am 24. Oktober verließ das Kriegsschiff diesen Posten um am Navy Day, den 27. Oktober, der Hauptstadt Washington DC einen Besuch abzustatten. Die bis zum 1. November auf der USS LOWE noch mitgeführte Munition wurde in Yorktown, Virginia von Bord gebracht und am 30. Dezember wechselte das Kriegsschiff in den St. Johns River, Florida bei Green Cove Springs. Das war das Hauptquartier der 16. Flotte innerhalb der US Atlantikflotte. Man schloss am 28. Februar 1946 das Bordpostamt. Dann stellte man am 1. Mai 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in Reserve.
Schon fünf Jahre später, am 20. Juli 1951 übernahm die US Coast Guard den Geleitzerstörer. Commander William Bromfield Ellis stellte das Kriegsschiff in den Dienst der US Küstenwache. Die Bezeichnung des Schiffes lautete nun USCGC LOWE ( WDE-425 ). Es diente nun als Wetterschiff im Atlantischen und im Pazifischen Ozean. Doch schon am 1. Juni 1954 bugsierte man das Schiff in die Long Beach Naval Shipyard in Long Beach, Kalifornien und stellte es zum zweiten Mal außer Dienst und gab es an die US Navy zurück. Hier erhielt das Kriegsschiff seine alte Kennung von der US Navy. Es folgte eine umfangreiche Überholung und eine Umrüstung zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer, so dass man am 28. Oktober 1954 dem Schiff die Kennung DER-325 gab. Am 15. Januar 1955 stellte Lieutenant Commander John Renault Bohlken in der Long Beach Naval Shipyard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Man gliederte die USS LOWE in das Eskortier Geschwader 5 ein, das seinen Heimathafen in Seattle, Washington hatte. Dieses Geschwader gehörte zum nordamerikanischen Luftverteidigungskommando und war eine Einheit die auf dem Seeweg die DEW – Linie, die Distant Early Warning Line, absicherte. Diese DEW – Linie war ein System von Radarstationen im äußersten Norden der Arktis in Kanada mit den zusätzlichen Stationen entlang der Nordküste der USA, den Aleuten, Alaska, den Färöer Inseln, Grönland und Island. Diese Radarstationen sollten während des Kalten Krieges anfliegende sowjetische Bomber aufspüren um frühzeitig vor einer See- und Landinvasion zu warnen. In dieser Zeit, in der die USS LOWE zu diesem Geschwader gehörte, führte der Radarbestückte Geleitzerstörer insgesamt 67 Patrouillenfahrten durch. Dann am 20. Februar 1962 startete die Mercury – Atlas 6 Rakete in Cape Canaveral, Florida und brachte den Astronauten John Glenn ( 18.Juli 1921 in Cambridge, Guernsey County, Ohio – 8. Dezember 2016 in Columbus, Franklin County, Ohio ) während einer Orbit Space Mission in eine Erdumlaufbahn. Die Raumkapsel umkreiste die Erde im Orbit drei Mal und kehrte dann zurück. Für die Landung war das Seegebiet nördlich von der Dominikanischen Republik ausgesucht worden. Doch falls die Raumkapsel nicht rechtzeitig den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre geschafft hätte, war ein Landeplatz im Pazifik ausgesucht worden. Im Atlantik standen insgesamt 22 Kriegsschiffe für die Bergung der Raumkapsel bereit. Im Pazifik warteten neben der USS LOWE der Flugzeugträger USS ANTIETAM ( CVS-36 ) und andere Schiffe für den Notfall bereit. Die DEW – Linie löste man am 30. Juni 1965 auf und man benötigte die USS LOWE nicht mehr in den arktischen Gewässern. Deshalb versetzte man den Radarbestückten Geleitzerstörer in den Westpazifik. Hier reihte sich das Kriegsschiff am 5. August in die 7. US Flotte ein. Schon zehn Tage später patrouillierte das Schiff vor der vietnamesischen Küste und beteiligte sich an der Operation „Market Time“. Diese Operation sollte die Lieferung von Truppen, Versorgungsgüter und Kriegsmaterial über die Hohe See, entlang der Küste und über Flüsse von Nordvietnam nach Südvietnam unterbinden. Anfang September 1965 fuhr die USS LOWE von der vietnamesischen Küste zu ihrem neuen Heimathafen Guam, Nördliche Marianen. Am 22. November kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer an die vietnamesische Küste zurück und übernahm wieder Patrouillenfahrten während der immer noch laufenden Operation „ Market Time“. Dazu integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 115. Wenn die US LOWE keinen Einsatz zusammen mit den Schiffen der TF 115 durchführen musste, gehörte das Schiff zu der Taiwan Patrol Force oder war ein Stationsschiff in Hongkong. Dieses Muster der Einsätze setzte sich bis zum 20. September 1968 weiterhin fort. An diesem Tag stellte man das Kriegsschiff in Guam außer Dienst. Den Namen USS LOWE ( DER-325 ) strich man am 23. September 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 3. September 1969 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS LOWE ( DE-325 )
Commanding Officer

CDR Reginald Hicks French  USCG  22. November 1943 – Mai 1944 (erreichter Rang RADM USCG)
LCDR James Albert Alger, Jr.  USCG    Mai 1944 – Oktober 1944 (erreichter Rang RADM USCG)
LCDR Herbert Feldman  USCG    Oktober 1944 – Januar 1946
LCDR George Russell Lee     Januar 1946 – 1. Mai 1946
CDR William Bromfield Ellis  USCG       Juli 1951 – September 1952 (erreichter Rang RADM USCG)
LCDR John Renault Bohlken        15. Januar 1955 – ?
LCDR Robert Dale Wood        September 1959 – November 1961
LCDR Stanley Sidney Fine        November 1961 – 1963 (erreichter Rang RADM)
LCDR Richard John Edress         1963 – 15. September 1965
LCDR William Joseph Moredock         15. September 1965 – 5. Juli 1967
LCDR Stephen Walter Reszetar         5. Juli 1967 – 20. September 1968

USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

Biografie

Joseph Eugene Campbell
* 1916
† 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen
war ein Offizier in der US Navy


USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

Schiffsbiografie

Die USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Josephe Eugene Campbell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard in Hingham, Massachusetts wurde am 29. März 1943 der Kiel gelegt. Mrs. Marie S. Campbell, Mutter con Ensign Joseph Eugene Campbell, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack French Bowling, Jr. stellte am 23. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JOSEPH E CAMPBELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 11. Oktober und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen mehrere Transportschiffe nach Derry, Nordirland. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL dort wieder ab und fuhr nach New York. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 16. Dezember an und wurde für die erste Eskortierfahrt an die nordafrikanische Küste vorbereitet. Zwischen dem 31. Dezember und dem 8. Oktober führte das Kriegsschiff drei Eskortierfahrten durch. Während der zweiten Eskortierfahrt, begleitete die USS JOSEPH E CAMPBELL einen Schiffskonvoi mit der Bezeichnung UGS 38. Am 3. April 1944 legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS NEWELL ( DE-322 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und USS PRIDE nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und die USS PRIDE schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Perikope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an.
Die dritte Eskortierfahrt endete für die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. Oktober mit einem Schiffskonvoi, der in New York anlegte. Hier begann man mit der Umrüstung des Schiffes. Es sollte ein Schneller Truppentransporter werden, den man unbedingt im Pazifik gegen die japanischen Eroberer benötigte. Man gliederte die USS JOSEPH E CAMPBELL damit in die CHARLES LAWRENCE – Klasse, wo der Schnelle Truppentransporter das dreizehnte Schiff war. Am 24. November 1944 klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung APD-49. Nach mehreren Übungen und Trainingseinheiten entlang der US Ostküste, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. März 1945 im Hafen von Key West, Florida ab. Ziel war der Pazifik. Den Panamakanal durchquerte der Schnelle Truppentransporter vier Tage später, legte anschließend im Hafen von San Diego, Kalifornien an und erreichte am 8. April den US Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Für das Kriegsschiff begannen hier ebenfalls mehrere Übungen. Am 29. April legte die USS JOSEPH E CAMPBELL im Hafen von Pearl Harbor ab und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier warteten zwei Handelsschiffe und sollten bis zur philippinischen Insel Leyte eskortiert werden. In die San Pedro Bay, Leyte liefen die drei Schiffe im Mai ein und der Schnelle Truppentransporter fuhr nach Okinawa. Dorthin und zurück eskortierte die USS JOSEPH E CAMPBELL mehrere Schiffskonvois von Panzerlandungsschiffen. Die Insel Cebu Island, Philippinen verließ der Schnelle Truppentransporter am 1. September. An Bord befanden sich Marines. Das Schiff reihte sich in die Schiffsflotte ein, die Besatzungstruppen auf japanischem Boden transportierten. Nach acht Tagen auf Hoher See erreichte der Schnelle Truppentransport das japanische Festland. Er begann nun seine Eskortierfahrten zwischen den philippinischen Inseln und dem japanischen Kernland fortzuführen. Doch dann verließ die USS JOSEPH E CAMPBELL wieder den Pazifik und erreichte im Dezember den Atlantik. Nach einem Besuch im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und Norfolk, Virginia, fuhr der Schnelle Truppentransporter in die Guantanamo Bay, Kuba und San Juan, Puerto Rico, wo sich Passagiere einschifften. Diese transportierte das Kriegsschiff nach Morehead City, North Carolina. Nach weiteren Besuchen der Häfen von Philadelphia; Baltimore, Maryland und Hampton Roads, Virginia legte das Kriegsschiff am 22. Mai im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man die USS JOSEPH E CAMPBELL für die Außerdienststellung vor. Anschließend schleppte man den Schnellen Truppentransporter nach Green Cove Springs, Florida. Hier erfolgten am 15. November 1946 die Außerdienststellung und die Versetzung in die Atlantikreserveflotte. Nach drei Jahren und zwei Monaten wechselte der Schnelle Truppentransporter nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 15. November 1966 an die chilenische Marine. Hier erhielt das Schiff den Namen RIQUELME ( APD-28 ). Man strich am 1. Dezember 1966 den Namen USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) von der US Navy – Liste.
Die RIQUELME wurde dann ab 1973 von der chilenischen Marine als Ersatzteilspender für andere Schwesterschiffe verwendet.


USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )
Commanding Officer

LCDR Jack French Bowling, Jr.   USNR        23. September 1943 – 2. Februar 1944
LCDR James McIntosh Robertson II   USN        2. Februar 1944 – 25. Januar 1945
LCDR James John Roder Mulcare   USNR          25. Januar 1945 – 25. September 1945
LT William Wilson Bolton, Jr.   USNR        25. September 1945 – 27. Dezember 1945
LT W. C. Carpenter Jr.   USNR          27. Dezember 1945 – 21. Januar 1946
CDR John Worthen Higgins, Jr.         21. Januar 1946 –10. Februar 1946
LCDR William Thomas Clark   USNR       10. Februar 1946 – 6. April 1946
LCDR Daniel Franklin Larkin Jr.   USNR        6. April 1946 – 24. Mai 1946
LCDR Oscar Jonas Beavers          24. Mai 1946 – 15. November 1946

USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )

USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )

Biografie

Joseph Eugene Campbell
* 1916
† 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen
war ein Offizier in der US Navy


USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )

Schiffsbiografie

Die USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Josephe Eugene Campbell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard in Hingham, Massachusetts wurde am 29. März 1943 der Kiel gelegt. Mrs. Marie S. Campbell, Mutter con Ensign Joseph Eugene Campbell, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack French Bowling, Jr. stellte am 23. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JOSEPH E CAMPBELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 11. Oktober und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen mehrere Transportschiffe nach Derry, Nordirland. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL dort wieder ab und fuhr nach New York. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 16. Dezember an und wurde für die erste Eskortierfahrt an die nordafrikanische Küste vorbereitet. Zwischen dem 31. Dezember und dem 8. Oktober führte das Kriegsschiff drei Eskortierfahrten durch. Während der zweiten Eskortierfahrt, begleitete die USS JOSEPH E CAMPBELL einen Schiffskonvoi mit der Bezeichnung UGS 38. Am 3. April 1944 legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS NEWELL ( DE-322 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und USS PRIDE nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und die USS PRIDE schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Perikope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an.
Die dritte Eskortierfahrt endete für die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. Oktober mit einem Schiffskonvoi, der in New York anlegte. Hier begann man mit der Umrüstung des Schiffes. Es sollte ein Schneller Truppentransporter werden, den man unbedingt im Pazifik gegen die japanischen Eroberer benötigte. Man gliederte die USS JOSEPH E CAMPBELL damit in die CHARLES LAWRENCE – Klasse, wo der Schnelle Truppentransporter das dreizehnte Schiff war. Am 24. November 1944 klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung APD-49. Nach mehreren Übungen und Trainingseinheiten entlang der US Ostküste, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. März 1945 im Hafen von Key West, Florida ab. Ziel war der Pazifik. Den Panamakanal durchquerte der Schnelle Truppentransporter vier Tage später, legte anschließend im Hafen von San Diego, Kalifornien an und erreichte am 8. April den US Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Für das Kriegsschiff begannen hier ebenfalls mehrere Übungen. Am 29. April legte die USS JOSEPH E CAMPBELL im Hafen von Pearl Harbor ab und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier warteten zwei Handelsschiffe und sollten bis zur philippinischen Insel Leyte eskortiert werden. In die San Pedro Bay, Leyte liefen die drei Schiffe im Mai ein und der Schnelle Truppentransporter fuhr nach Okinawa. Dorthin und zurück eskortierte die USS JOSEPH E CAMPBELL mehrere Schiffskonvois von Panzerlandungsschiffen. Die Insel Cebu Island, Philippinen verließ der Schnelle Truppentransporter am 1. September. An Bord befanden sich Marines. Das Schiff reihte sich in die Schiffsflotte ein, die Besatzungstruppen auf japanischem Boden transportierten. Nach acht Tagen auf Hoher See erreichte der Schnelle Truppentransport das japanische Festland. Er begann nun seine Eskortierfahrten zwischen den philippinischen Inseln und dem japanischen Kernland fortzuführen. Doch dann verließ die USS JOSEPH E CAMPBELL wieder den Pazifik und erreichte im Dezember den Atlantik. Nach einem Besuch im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und Norfolk, Virginia, fuhr der Schnelle Truppentransporter in die Guantanamo Bay, Kuba und San Juan, Puerto Rico, wo sich Passagiere einschifften. Diese transportierte das Kriegsschiff nach Morehead City, North Carolina. Nach weiteren Besuchen der Häfen von Philadelphia; Baltimore, Maryland und Hampton Roads, Virginia legte das Kriegsschiff am 22. Mai im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man die USS JOSEPH E CAMPBELL für die Außerdienststellung vor. Anschließend schleppte man den Schnellen Truppentransporter nach Green Cove Springs, Florida. Hier erfolgten am 15. November 1946 die Außerdienststellung und die Versetzung in die Atlantikreserveflotte. Nach drei Jahren und zwei Monaten wechselte der Schnelle Truppentransporter nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 15. November 1966 an die chilenische Marine. Hier erhielt das Schiff den Namen RIQUELME ( APD-28 ). Man strich am 1. Dezember 1966 den Namen USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) von der US Navy – Liste.
Die RIQUELME wurde dann ab 1973 von der chilenischen Marine als Ersatzteilspender für andere Schwesterschiffe verwendet.


USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )
Commanding Officer

LCDR Jack French Bowling, Jr.   USNR        23. September 1943 – 2. Februar 1944
LCDR James McIntosh Robertson II   USN        2. Februar 1944 – 25. Januar 1945
LCDR James John Roder Mulcare   USNR        25. Januar 1945 – 25. September 1945
LT William Wilson Bolton, Jr.  USNR         25. September 1945 – 27. Dezember 1945
LT W. C. Carpenter Jr.   USNR         27. Dezember 1945 – 21. Januar 1946
CDR John Worthen Higgins, Jr.         21. Januar 1946 –10. Februar 1946
LCDR William Thomas Clark   USNR         10. Februar 1946 – 6. April 1946
LCDR Daniel Franklin Larkin Jr.   USNR        6. April 1946 – 24. Mai 1946
LCDR Oscar Jonas Beavers           24. Mai 1946 – 15. November 1946

USS MENGES ( DE-320 )

USS MENGES ( DE-320 )

Biografie

Herbert Hugo Menges
* 20. Januar 1917 in Louisville, Jefferson County, Kentucky
†7. Dezember 1941 während des Angriffs der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii
war Pilot und hatte den Rang eines Ensign

Herbert Hugo Menges war der einzige Sohn von Charles E. Menges ( 1876 – 1952 ) und Lena S. Menges ( 1875 – 1956 ). Am 3. Juli 1939 nahm man Herbert Hugo Menges im Alter von 22 Jahren als Naval Reserve in der Basis Robertson, Missouri als Seeman Zweiter Klasse an. Die Ausbildung zum Marieflieger begann für ihn am 24. Juli 1940 und schon am 28. November 1940 versetzte man ihn in das Geschwader Nummer 6, welches auf dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) stationiert war.


USS MENGES ( DE-320 )

Schiffsbiografie

Die USS MENGES ( DE-320 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Herbert Hugo Menges benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 22. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lena S. Menges ( 1875 – 1956 ), Mutter von Ensign Herbert Hugo Menges, taufte am 15. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frank M. McCabe stellte am 26. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MENGES bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Von hier aus wechselte die USS MENGES Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS MENGES, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Der Geleitzerstörer eskortierte insgesamt drei Schiffskonvois bis zur nordafrikanischen Küste damit die im Mittelmeer kämpfenden amerikanischen Truppen neuen Nachschub erhielten. Der dritte Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS MENGES, USS MOSLEY, USS PRIDE, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES kann 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und nach dem Abschuss eines deutschen Torpedobombers die beiden deutschen Piloten aus dem Wasser retten. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS PRIDE, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Lieutenant Commander Frank M. McCabe weigerte sich vehement das Kriegsschiff aufzugeben, solange er noch die Chance sah es zu retten. Darüber hinaus sprangen mehrere Besatzungsmitglieder der USS MENGES geistesgegenwärtig auf die durch die Explosion gelösten scharfen Torpedos um diese zu entschärfen. Der Geleitzerstörer erlitt unter anderem deswegen keine weiteren Schäden. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Hier konnten die Toten und die Verwundeten ausgeschifft werden. Nach den ersten Notreparaturen nahm der amerikanische Hochseeschlepper USS CARIB ( AT-82 ) das havarierte Kriegsschiff ins Schlepptau und zog es bis nach Orange. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen derweil sofort die Verfolgung des U-Bootes U-371 auf und suchten es. Gegen Mittag kommen noch weitere Kriegsschiffe hinzu, so dass das schwer beschädigte U-371 nach einem weiteren Torpedoabschuss von dessen Mannschaft selbst versenkt wird. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Konvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 konnte unbemerkt entkommen. Auf der
Consolidated Steel Corporation, Limited in Orange konnte man ebenfalls nur weitere Notreparaturen durchführen. Deshalb schleppte die USS CARIB die USS MENGES bis in den Hafen der Brooklyn Navy Yard, New York, wo die Schiffe am 22. Juli anlegten. Hier lag der zum Teil schwer beschädigte Geleitzerstörer USS HOLDER ( DE-401 ). An diesem Schiff war das Heck allerdings noch intakt. Daher trennte man vom 14. bis zum 31. August von der USS HOLDER das Heck ab und setzte es bei der USS MENGES an. Dann schleppte man das so erneut aufgebaute Schiff aus dem Trockendock und der Geleitzerstörer begann seine Erprobungsfahrten vom 26. September bis zum 20. Oktober in der Casco Bay, Maine. Dann legte die USS MENGES am 15. November im Hafen von New York ab und eskortierte des Schiffskonvoi CU 47 nach Europa. Elf Tage später legte der Geleitzerstörer im Hafen von Plymouth, England an. Das Kriegsschiff eskortierte dann in den folgenden Wochen weitere Schiffskonvois über den Atlantik. Anfang Februar 1945 fuhr die USS MENGES zuerst nach Florida und dann zur Guantanamo Bay, Kuba. Hier gliederte sich der Geleitzerstörer in die Task Group 22.2 ein und beteiligte sich an den angesetzten Übungen. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und die Geleitzerstörer USS MENGES, USS FARQUHAR, USS DOUGLAS L HOWARD, USS J. R. Y. BLAKELY, USS FESSENDEN, USS PRIDE und USS MOSLEY. Die Schiffe der TG 22.2 verließen Ende Februar die Karibik und fuhren zum amerikanischen Marinestützpunkt Argentia, Neufundland. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe Patrouillen fahren und nach deutschen U-Booten suchen. Am 18. März ortete man U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), nördlich von Boston, Massachusetts und die Jagd begann. Südöstlich von Halifax, Nova Scotia konnten dann die Geleitzerstörer USS MENGES, USS PRIDE, USS LOWE und USS MOSLEY das U-Boot durch Wasserbomben versenken. Alle 55 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Die Task Group Group 22.2 war dann zusammen mit den Schiffen der TG 22.5 in der Operation „Teardrop“ auf deutsche U-Boote angesetzt die in Starterbehältern V-2-Raketen mitschleppten. Mit diesen Waffen sollten alliierte Konvois beschossen werden. Die beiden amerikanischen Support Groups operierten von den Azoren aus und patrouillierten nördlich davon. Trotz schlechtem Wetters werden am 15. und 16. April durch Kriegsschiffe der TG 22.5 die deutschen U-Boote U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 ), und U-880, Kommandant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 ), per Sonar geortet und versenkt. Am 22. April löste man beide Support Groups ab und die Kriegsschiffe kehrten an die amerikanische Ostküste zurück. Dort wurden die Bunker gefüllt. Am 6. Mai stand das Auslaufen der Task Group 22.2 in New York wieder an. Noch in den amerikanischen Gewässer greifen die deutschen U-Boote U-889, Kommandant Kapitänleutnant Friedrich Braeucker ( 13. Juli 1919 in München – 5. November 2010 ), und U-881, Kommandant Kapitänleutnant Karl-Heiz Frischke ( 25. November 1912 in Berlin-Charlottenburg – 6. Mai 1945 ), die amerikanischen Kriegsschiffe der TG 22.2 an. Die USS FARQUHAR erhielt am frühen Morgen einen Sonarkontakt und fünf Minuten später gehen dreizehn Wasserbomben über Bord. Diese Wasserbomben sollen nicht tief tauchen und explodieren schon nach wenigen Metern Tauchtiefe. Danach kann keiner der Geleitzerstörer mehr einen Sonarkontakt aufnehmen. Nach dem Krieg stellte man fest, dass die USS FARQUHAR das letzte amerikanische Kriegsschiff war das im Atlantik ein deutsches U-Boot versenkt hatte. Es war U-881. Die USS MENGES wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden weiterhin für Patrouillenfahrten und dann für die Eskorte von Schiffskonvois benutzt. So eskortierte der Geleitzerstörer ab dem 30. Mai den Schiffskonvoi CU-73 nach Europa und legte am 8. Juni im Hafen von Cheshire, England an. Danach kehrte das Kriegsschiff nach New York zurück, wo es am 21. Juni anlegte. Hier benutzte man die US MENGES als Ausbildungsschiff für die US Coast Guard Academy in New London. Connecticut. Von hier aus führte der Geleitzerstörer zwei Kadettenkreuzfahrten bis in die Karibik durch. Die zweite Kadettenkreuzfahrt endete am 7. September in New London. Drei Tage später verließ der Geleitzerstörer diesen Hafen und fuhr zuerst nach Cape Code, Massachusetts und legte dann am 17. September im Hafen von Boston, Massachusetts an. Zum Feiertag der US Navy, am 27. Oktober, lag die USS MENGES im Hafen von Fall River, südlich von Boston. Der Geleitzerstörer wechselte dann im März 1946 nach Green Cove Springs, Florida, wo ein Teil der Atlantikreserveflotte lag. Hier stellte man im Januar 1947 das Kriegsschiff außer Dienst. Jetzt machte man das Schiff im St. John River fest und mottete es ein. Am 1. Januar 1962 wechselte der Geleitzerstörer nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Den Namen USS MENGES ( DE-320 ) strich man am 2. Januar 1971 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 10. April 1972 zum verschrotten.


USS MENGES ( DE-320 )
Commanding Officer

LCDR Frank M. McCabe   USCG        26. Oktober 1943 – ?

USS PRIDE ( DE-323 )

USS PRIDE ( DE-323 )

Biografie

Lewis Bailey Pride, Jr.
* 22. April 1919 in Miami, Florida
† 7. Dezember 1941 während des japanischen Angriffs an Bord des Schlachtschiffes
USS OKLAHOMA ( BB-37 )

war ein US Navy Offizier
Lewis Bailey Pride, Jr. studierte an der University of Kentucky und meldete sich in Madisonville, Kentucky freiwillig zur US Navy. Er studierte von 1936 bis 1937 an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland und wurde am 23. Juni 1937 als Midshipman an Bord eines Schiffes versetzt. Man beförderte Pride, Jr. am 7. Februar 1941 zum Ensign und versetzte ihn am 13. März 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA. Dieses gehörte zur Pazifikflotte und lag in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Das Schlachtschiff war eines der ersten Schiffe im Hafen, das durch mehrere Torpedotreffer sank.
Ensign Lewis Bailey Pride, Jr. erhielt posthum das Purple Heart verliehen.


USS PRIDE ( DE-323 )

Schiffsbiografie

Die USS PRIDE ( DE-323 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Lewis Bailey Pride, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 12. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Nell Wade Pride, Mutter von Ensign Lewis Bailey Pride, taufte am 3. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Ralph R. Curry stellte am 13. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS PRIDE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. In den folgenden zwölf Monaten war der Geleitzerstörer an der Sicherung von sechs Schiffskonvois, die den Nachschub an Menschen und Material an die nordafrikanische Küste beförderten, beteiligt. Von hier aus wechselte die USS PRIDE Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS PRIDE, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Der dritte Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend noch drei weitere Eskortierfahrten für die USS PRIDE. Erst Anfang Februar 1945 fuhr der Geleitzerstörer nach Florida und dann zur Guantanamo Bay, Kuba. Hier gliederte sich der Geleitzerstörer in die Task Group 22.2 ein und beteiligte sich an den angesetzten Übungen. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES, USS FARQUHAR, USS DOUGLAS L HOWARD, USS J. R. Y. BLAKELY, USS FESSENDEN und USS MOSLEY. Am 20. Februar verließen diese Schiffe die Karibik und legten am 23. Februar in New London, Connecticut an. Hier gliederte man die USS PRIDE in die Task Group 22.14 ein. In dieser TG befand sich außerdem der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS MENGES und USS LOWE, die erst am 5. März dazu stieß. Die Schiffe dieser TG bildeten eine U-Boot Jagd Gruppe und trainierten in der Casco Bay. Am 4. März verließen diese Kriegsschiffe die Bay und fuhren zum amerikanischen Marinestützpunkt Argentia, Neufundland. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe Patrouillen fahren und nach deutschen U-Booten suchen. Kaum waren sie am 5. März in ihrem Einsatzgebiet, da kam auch schon der Befehl zur Suche eines deutschen U-Bootes, das vor Halifax, Nova Scotia operierte. Man ortete dieses U-Boot erstmals am 13. März nördlich von Boston, Massachusetts und führte in den folgenden fünf Tagen fortwährende Such- und Vernichtungsoperationen durch. Die Schiffe der TG 22.14 verfolgten es bis in die kanadischen Gewässer. Am 18. März ortete der Geleitzerstörer USS LOWE das U-Boot U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), rund 100 Seemeilen Südöstlich von Halifax, Nova Scotia. Sofort warf man von der USS LOWE mehrere Hedgehogs in zwei vorgegebenen Mustern ab. Die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS MOSLEY warfen ebenfalls mehrere Hedgehogs über Bord. Nach deren Explosionen stiegen dann Ölschleier und große Mengen an Trümmer an die Wasseroberfläche. Da man aber wusste, dass die deutschen U-Boot Kommandanten solche Tricks mit dem aufsteigenden Öl bewusst einsetzten um die Jäger irre zu führen, führte man die Suche nach dem U-Boot fort. Die USS LOWE erhielt am Nachmittag einen Sonarkontakt von U-866. Nach dem Abwurf von mehreren Wasserbomben gab es um 16:22 Uhr eine heftige Unterwasserexplosion. Man schrieb dem Geleitzerstörer dann die Vernichtung des deutschen U-Bootes gut. Alle 55 Besatzungsmitglieder von U-866 kamen am 18. März ums Leben. Nach der Vernichtung von U-866 fuhren die Schiffe der TG 22.14 zur Casco Bay, in die sie am 20. März einliefen. Die Task Group Group 22.2 war dann zusammen mit den Schiffen der TG 22.5 in der Operation „Teardrop“ auf deutsche U-Boote angesetzt die in Starterbehältern V-2-Raketen mitschleppten. Mit diesen Waffen sollten alliierte Konvois beschossen werden. Die beiden amerikanischen Support Groups operierten von den Azoren aus und patrouillierten nördlich davon. Trotz schlechtem Wetters werden am 15. und 16. April durch Kriegsschiffe der TG 22.5 die deutschen U-Boote U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 ), und U-880, Kommandant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 ), per Sonar geortet und versenkt. Am 22. April löste man beide Support Groups ab und die Kriegsschiffe kehrten an die amerikanische Ostküste zurück. Dort wurden die Bunker gefüllt. Am 6. Mai stand das Auslaufen der Task Group 22.2 in New York wieder an. Noch in den amerikanischen Gewässer greifen die deutschen U-Boote U-889, Kommandant Kapitänleutnant Friedrich Braeucker ( 13. Juli 1919 in München – 5. November 2010 ), und U-881, Kommandant Kapitänleutnant Karl-Heiz Frischke ( 25. November 1912 in Berlin-Charlottenburg – 6. Mai 1945 ), die amerikanischen Kriegsschiffe der TG 22.2 an. Die USS PRIDE wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden weiterhin für Patrouillenfahrten und dann für die Eskorte von zwei Schiffskonvois nach Liverpool, England benutzt. Nach der Ankunft mit dem zweiten Konvoi verließ der Geleitzerstörer wieder Liverpool und fuhr direkt nach Panama. Hier vor dem Panamakanal beteiligte sich das Kriegsschiff bis zum Ende des Jahres 1945 an mehreren Anti – U-Boot Übungen. Am 29. Dezember erreichte die USS PRIDE Green Cove Springs, Florida. Hier befand sich ein Teil der US Atlantikreserveflotte. Den Geleitzerstörer stellte man hier am 26. April 1946 außer Dienst. Mitte des Jahres 1951 interessierte sich die US Küstenwache für den Geleitzerstörer und übernahm ihn am 20. juli 1951. Noch am selben Tag stellte man ihn in der US Coast Guard in den Dienst und gab ihm den Namen USCGC PRIDE ( WDE-423 ). Bis zum 1. Juni 1954 blieb das Schiff dort, wurde an diesem Tag wieder außer Dienst gestellt und der US Navy wieder übergeben. Der Geleitzerstörer kam wieder nach Green Cove Springs. Doch 1961 wechselte das Kriegsschiff nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Am 2. Januar 1971 strich man den Namen USS PRIDE ( DE-323 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. Januar 1974 zum verschrotten.


USS PRIDE ( DE-323 )
Commanding Officer

CDR Ralph R. Curry   USCG         13. November 1943 – April 1944
CAPT Reginald Hicks French   USCG       April 1944 – August 1945
LCDR Winslow H. Buxton   USCG        August 1945 – 1. September 1945
LT Leroy A. Cheney   USCG        1. September 1945 – 26. April 1946

USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 )

USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 )

Schiffsbiografie

Die USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Spartanburg Countys im Bundesstaat South Carolina benannt worden ist.
Das amphibische Panzerlandungsschiff ist das vierzehnte Schiff aus der NEWPORT – Klasse.
Auf der National Steel and Shipbuilding Corporation in San Diego, Kalifornien wurde am 7. Februar 1970 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Neville Holcombe taufte am 7. November 1970 das amphibische Panzerlandungsschiff. Am 1. September 1971 stellte die US Navy die USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 ) in ihren Dienst und Commander Perry R. Royce, Jr. übernahm das Kommando über das Schiff.
Die USS SPARTANBURG COUNTY wurde gleich nach der Indienststellung in die Atlantikflotte versetzt. Daher verließ das amphibische Panzerlandungsschiff auch kurz danach die Werft in San Diego, durchquerte den Panamakanal und legte am 28. November 1971 im neuen Heimathafen der Naval Amphibious Base Little Creek, Virginia, die zur US Navy Base in Norfolk, Virginia gehört, an. Von hier startete das amphibische Panzerlandungsschiff seinen Operationszyklus, der aus amphibischen Übungen entlang der US Ostküste und in der Karibik bestand und mit geplanten Einsätzen im Mittelmeer erweitert wurden. So beteiligte sich die USS SPARTANBURG COUNTY vom 1. bis zum 14. Oktober 1972 an der NATO Operation „Doria Salute IV“. Diese Übung wurde am Blue Beach von Vieques Island, Puerto Rico durchgeführt. Dann war das amphibische Panzerlandungsschiff im Februar 1974 am amphibischen Manöver „Operation Spring Board 74“ in der Karibik beteiligt. Das Flottenmanöver führte man erneut vor der Küste von Vieques Island durch. Beteiligt waren an diesem Manöver neben der USS SPARTANBURG COUNTY unter anderem das Amphibische Transportdockschiff USS CORONADA ( LPD-11 ), das amphibische Dock-Landungsschiff USS SPIGEL GROVE ( LSD-32 ), das amphibischen Panzerlandungsschiff USS SAGINAW ( LST-1188 ), die Geleitzerstörer USS BOWEN ( DE-1079 ) und USS BLAKELY ( DE-1072 ), die Lenkwaffenfregatten USS BELKNAP ( DLG-26 ), USS WILLIAM V PRATT ( DLG-13 ) und USS DAHLGREN ( DLG-12 ), der Zerstörer USS DU PONT ( DD-941 ), der Lenkwaffenzerstörer USS LAWRENCE ( DDG-4 ) der Tanker USS WACCAMAW ( AO-109 ) und der Schwere Kreuzer USS NEWPORT NEWS ( CA-148 ). Im Oktober 1974 befand sich die USS SPARTANBURG COUNTY im Mittelmeer und legte unter anderem im spanischen Hafen Rota an. Dort befanden sich zum selben Zeitpunkt der U-Boot Tender USS SIMON LAKE ( AS-33 ) und das Strategische U-Boot USS KAMEHAMEHA ( SSBN-642 ). Im folgenden Jahr beteiligte sich das amphibische Panzerlandungsschiff vom 22. bis zum 27. September 1975 in den türkischen Gewässern in der Ägäis an einem Flottenmanöver der 6. US Flotte. Mit dabei war unter anderem der Flugzeugträger USS JOHN F KENNEDY ( CV-67 ) und mehrere Zerstörer. Im Jahre 1976 erfolgte ein neuerliches Landemanöver vor Vieques Island. Anfang 1979 war die USS SPARTANBURG COUNTY wieder im Mittelmeer und lag zusammen mit der USS BARNSTABLE COUNTY ( LST-1197 ) am 15. Februar vor dem Hafen von Barcelona, Spanien. Zwei Jahre später, am 1. März 1981, befand sich das amphibische Panzerlandungsschiff zusammen mit dem Schwesterschiff USS MANITOWOC ( LST-1180 ) ebenfalls vor Barcelona. Nach dem Ausbruch des Libanonkrieges am 6. Juni 1982, wurde unter der Führung der USA eine Multinational Force in Libanon stationiert um die Sicherheit amerikanischer und ausländischer Bürger zu sichern. Zwar war der Krieg im September desselben Jahres durch einen Waffenstillstand beendet, aber die amerikanischen, britischen und französischen Truppen blieben. Im April 1983 kam es zu einem Bombenanschlag auf die amerikanische Botschaft. Dadurch wurde die USS SPARTANBURG COUNTY in die Multinational Force mit eingebunden und lieferte nach Beirut den Nachschub an Kriegsmaterial und Truppen. Dazu legte das amphibische Panzerlandungsschiff am 25. April 1983 im Hafen von Beirut an. Auch in den Folgejahren fuhr die USS SPARTANBURG COUNTY ins Mittelmeer. So lag das amphibische Panzerlandungsschiff ab dem 15. April 1985 im Hafen von Genua, Italien. Ab dem 1. August 1986 startete das NATO Manöver “Northern Wedding” im Nordatlantischen Ozean. Das war ein multi-nationales Seemanöver an dem insgesamt 35.000 Soldaten aus 10 NATO Staaten teilnahmen. An dem Manöver waren insgesamt 150 Schiffe beteiligt. Zum Manöver gehörte auch eine amphibische Landung von 11.000 Soldaten aus den USA, Großbritannien und den Niederlanden an fünf Küstenabschnitten zwischen Larvik und Sandefjord, Norwegen. Von Seiten der US Navy waren unter anderem der Flugzeugträger USS NIMITZ ( CVN-68 ), das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ), das Kommandoschiff USS MOUNT WHITNEY ( LCC-20 ), das amphibische Angriffsschiff USS SAIPAN ( LHA-2 ), der amphibische Hubschrauberträger USS INCHON ( LPH-12 ), das amphibische Transportdockschiff USS NASHVILLE ( LPD-13 ), das amphibische Panzerlandungsschiff USS SPARTANBURG COUNTY, das amphibische Docklandungsschiff USS WHITBEY ISLAND ( LSD-41 ), die Fregatte USS W S SIMS ( FF-1059 ) und der Zerstörer USS THORN ( DD-988 ). Von der Royal Navy war unter anderem der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL ( R09 ) und der Zerstörer HMS LIVERPOOL ( D92 ), von der Royal Canadian Navy der Geleitzerstörer HMCS ASSINIBOINE ( DDH 234 ) und das Versorgungsschiff HMCS PROTECTEUR ( AOR 509 ), von der Bundesmarine die Zerstörer ROMMEL ( D 187 ), SCHLESWIG-HOLSTEIN ( D 182 ) und HESSEN ( D 184 ), die Fregatten BREMEN ( F 207 ) und KÖLN ( F 211 ), das Trossschiff FREIBURG ( A 1413 ) und der Brennstofftransporter RHÖN ( A 1443 ). Von der dänischen Marine der Zerstörer PEDER SKRAM ( F352 ). Anfang März 1987 befand sich die USS SPARTANBURG COUNTY erneut im Mittelmeer und besuchte unter anderem in diesem Monat Sardinien, Italien, am 8. März Genua und im April den Hafen von Saint Rafael, Frankreich. Im Oktober 1987 war das amphibische Panzerlandungsschiff wieder an der US Ostküste und besuchte unter anderem den Hafen von Washington DC. Dann im August 1990 war die USS SPARTANBURG COUNTY ein Teil der Marine Amphibious Force von den Operationen „Desert Shield“ und „Desert Storm“ und war vom 3. September 1990 bis zum 23. März 1991 am Irakkrieg beteiligt. Hier gehörte das amphibische Panzerlandungsschiff zur Kampfgruppe CPR-12. Zu dieser gehörte das amphibische Angriffsschiff USS NASSAU ( LHA-4 ), die amphibischen Hubschrauberträger USS GUAM ( LPH-9 ) und USS IWO JIMA ( LPH-2 ), die amphibischen Transportdockschiffe USS RALEIGH ( LPD-1 ), USS SHREVEPORT ( LPD-12 ) und USS TRENTON ( LPD-14 ), die amphibischen Docklandungsschiffe USS PENSACOLA ( LSD-38 ), USS PORTLAND ( LSD-37 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-44 ) sowie die amphibischen Panzerlandungsschiffe USS SPARTANBURG COUNTY, USS MANITOWOC, USS SAGINAW ( LST-1188 ) und USS LA MOURE COUNTY ( LST-1194 ). Nachdem dann die USS SPRTANBURG COUNTY am 23. März 1991 den Persischen Golf verlassen hatte, fuhr das amphibische Panzerlandungsschiff zur US Ostküste. Hier legte es am 1. April in seinem Heimathafen Little Creek an. Am 16. Dezember stellte man dann das Kriegsschiff außer Dienst und strich noch am selben Tage den Namen USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 ) von der US Navy – Liste.
Durch das Security Assistance Program verkaufte man das amphibische Panzerlandungsschiff für 18,7 Millionen Dollar an die Malaysische Navy. Diese stellte es am 31. Januar 1995 mit dem Namen RMN KD SRI INDERAPURA ( L-1505 ) in ihren Dienst. Der erste Befehlshabende Offizier war Captain Noor Azman bin Othman.
Das neu in Dienst gestellte Schiff benutzte die malaysische Marine um gegen die in ihren Meeren operierenden Seeräuber vorzugehen. Während eines Aufenthaltes im Flottenstützpunkt Lumut, am 16. Dezember 2002, brach auf dem Kriegsschiff ein Feuer aus und wurde in erheblichem Maße beschädigt. Doch nachdem das Feuer gelöscht war, baute man das amphibische Panzerlandungsschiff wieder auf und diente weiterhin für die malaysische Navy. So beteiligte sich die RMN KD SRI INDERAPURA in den Gewässern von Somalia ab September 2008 an der Jagd dortiger Piraten. Vom 8. zum 9. Oktober 2009 brach auf der RMN KD SRI INDERAPURA erneut ein Feuer aus, während das amphibische Panzerlandungsschiff in der malaysischen Marinebasis Lumut lag. Diesmal zerstörte das Feuer das gesamte Schiff, so dass man es in tieferes Wasser schleppen musste. Man versenkte das amphibische Panzerlandungsschiff zum Teil im Wasser, um das Feuer löschen zu können. Allerdings war das Kriegsschiff so stark zerstört, dass man es am 21. Januar 2010 offiziell außer Dienst stellte.


USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 )
Commanding Officer

CDR. Perry R. Royce Jr.        1. September 1971 – 9. April 1973
CDR. Joseph Nicholas       9. April 1973 – 16. November 1974
CDR. George A. Noggle        16. November 1974 – 8. November 1976
CDR. David L. Markowski         8. November 1976 – 11. Dezember 1978
CDR. Paul Allen Canady         11. Dezember 1978 – 2. März 1981
CDR. John Arthur Byers          2. März 1981 – 7. Januar 1983
CDR. Kenneth E. Galkin        7. Januar 1983 – 5. Mai 1985
CDR. Alan L. Heisig          5. Mai 1985 – 1. Mai 1987
CDR. William E. Armstrong          1. Mai 1987 – 1. März 1989
CDR. James Joseph Adams        1. März 1989 – 15. März 1991
CDR. Stephen S. Geddes         15. März 1991 – 16. Dezember 1992
CDR. Patrick M. Comi       16. Dezember 1992 – 16. Dezember 1994


Mrs. Neville Holcombe taufte am 7. November 1970 das amphibische Panzerlandungsschiff.

 

 

 

 

 

 

 

Am 16. Dezember stellte man dann das Kriegsschiff außer Dienst und strich noch am selben Tage den Namen USS SPARTANBURG COUNTY ( LST-1192 ) von der US Navy – Liste.

USS MARVIN SHIELDS ( DE-1066 )

USS MARVIN SHIELDS ( DE-1066 )

Biografie

Marvin Glenn Shields
* 30. Dezember 1939 in Port Townsend, Washington
† 10. Juni 1965 bei Dong Xoai, Südvietnam
war der einzige Seabee der die Medal of Honor jemals verliehen bekam, außerdem war er der erste US Navy Angehörige der die Medal of Honor für seine Heldentat während des Vietnamkrieges erhielt

Nach seinem Abschluss an der High School 1958 unterschrieb Marvin Glenn Shields einen Arbeitsvertrag in Hyder, Alaska wo er in der dortigen Goldmine arbeitete. Am 8. Januar 1962 unterschrieb er seinen Fünf-Jahres Vertrag und trat in die US Navy ein. Dort versetzte man ihn zu einem Baubataillon. Nach der Grundausbildung und der Ausbildung an Baumaschinen sowie das Training von Bauabläufen zur Errichtung von Unterkünften, Schützengräben, Laufgräben, Sandsackbarrieren und anderen notwendigen Schutzmaßnahmen für Soldaten, verlegte man Shields zum Mobile Construction Bataillon 11. Aus diesem Bataillon löste man das Seabee – Team 1104 das man bei Dong Xoai stationierte. Am 10. Juni 1965 überfiel ein Regiment Nordvietnamesen diese amerikanische Stellung der 5. Special Forces Group die zur 1. Special Forces gehörte. Gleich am Anfang dieses Feuerüberfalls wurde Shields verwundet. Doch er blieb weiter an der vordersten Front und brachte die dort dringend benötigte Munition hin. Durch Schwere Waffen, Kleinwaffen und einem Maschinengewehrnest der Nordvietnamesen geriet die amerikanische Einheit unter starken Beschuss. Die amerikanischen Truppen konnten durch Shields aufopferungsvollen Willen ständig Munition nach vorne zu bringen, den Nordvietnamesen für drei Stunden die Stirn bieten. Shields erhielt bei seinem Munitionstransport, er war ständig dem feindlichen Feuer ausgesetzt, seine zweite Wunde. In einer der vordersten Stellung lag ein schwer verwundeter Soldat und Shields brachte ihn in Sicherheit. Nach dem Dreistündigen Feuergefecht griffen die Nordvietnamesen massiv die amerikanische Einheit an. Dabei belegte das nordvietnamesische Maschinengewehr die amerikanischen Stellung, so dass sich dort niemand bewegen konnte. Der amerikanische Kommandeur wollte daraufhin einen Freiwilligen losschicken damit dieser dieses Maschinengewehr ausschaltete. Shields meldete sich ohne zu zögern für diese gefährliche Mission. Er suchte sich im Gelände eine geeignete Position und schaltete dieses Maschinengewehrnest mittels eines 3,5 Zoll Raketenwerfers aus. Auf dem Rückweg zu seiner defensiven Position trafen Marvin Glenn Shields mehrere nordvietnamesische Kugeln und er verstarb noch an Ort und Stelle. Am 13. September 1966 verlieh man ihm posthum die Medal of Honor für seine heroische Initiative und seinem persönlichen Mut im Angesicht des starken feindlichen Feuers. Seine sterblichen Überreste wurden auf dem Gardiner Friedhof in Gardiner, Washington beigesetzt.


USS MARVIN SHIELDS ( DE-1066 )

Schiffsbiografie

Die USS MARVIN SHIELDS ( DE-1066 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Seabee CM3 Marvin Glenn Shields benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfzehnte Schiff aus der KNOX – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipyards Corporation in Seattle, Washingron wurde am 12. April 1968 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Victoria B. Cassalery ( 16. April 1921 – 27. Februar 1989 in Port Angeles, Clallam County, Washington ) und Mrs. Richard A. Bennett tauften am 23. Oktober 1969 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Die USS MARVIN SHIELDS wurde am 1. April 1971 an die US Navy ausgeliefert und wechselte an die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Hier stellte Commander William Joseph Hunter am 10. April 1971 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Man gliederte die USS MARVIN SHIELDS in die Pazifikflotte ein und verlegte den Geleitzerstörer nach San Diego, Kalifornien, seinem neuen Heimathafen, in dem die Kreuzer und Zerstörer Force liegt. Die Fahrt dorthin wurde zur weiteren Ausbildung der Mannschaft benutzt.
Am 1. Juli 1975 erfolgte innerhalb der US Navy eine allgemeine Umklassifizierung einiger Schiffseinheiten in Angleichung der anderen NATO Marinen. Die vormals als Geleitzerstörer gebaute USS MARVIN SHIELDS wurde nun zu einer Fregatte umklassifiziert und erhielt die Kennung FF-1066.
In den folgenden Jahren wurden mehrere Patrouillenfahrten im Westpazifik durchgeführt. Dabei wurden immer wieder Häfen angelaufen. Während einer solchen Patrouillenfahrt legte die USS MARVIN SHIELDS am 4. Juni 1977 im Hafen von Apia, West Samoa an.
Am 15. Juli 1983 legte die USS MARVIN SHIELDS im Hafen von San Diego ab. Die Fregatte gehörte zur RANGER Battle Group. In dieser Group befand sich der Flugzeugträger USS RANGER ( CVA-61 ), der Lenkwaffenkreuzer USS HORNE ( CG-30 ), der Lenkwaffenzerstörer USS LYNDE McCORMICK ( DDG-8 ), die Zerstörer USS FLETCHER ( DD-992 ) und USS FIFE ( DD-991 ), die Fregatte USS MARVIN SHIELDS, der Nachschub – Flottentanker USS WICHITA ( AOR-1 ) und das Schnelle Kampfunterstützungsschiff USS CAMDEN ( AOE-2 ). Ziel war eine Patrouillenfahrt im Westpazifik. Doch schon nach wenigen Tagen erhielten die Schiffe dieser Battle Group neue Befehle und fuhren zur mittelamerikanische Küste zurück. Hier sollten vor den Küsten von Nicaragua, El Salvador und Honduras für den Sommer große geplante militärische Übungen sowie Trainings- und Flugoperationen durchgeführt werden.
Am 7. Juni 1991 begann im Hafen von Portland, Oregon das Rose Festival, an dem sich jedes Jahr auch Schiffe der US Navy an einer Flottenschau beteilgten. In diesem Jahr waren von der US Navy neben der USS MARVIN SHIELDS die Lenkwaffenzerstörer USS GOLDSBOROUGH ( DDG-20 ) und USS ROBISON ( DDG-12 ), der Zerstörer USS DAVID R RAY ( DD-971 ) und die Fregatte USS BARBEY ( FF-1088 ) anwesend. Am 10. Juni war die Flottenschau der Höhepunkt des Festivals, an dem unter anderem auch Schiffe der Royal Navy teilnahmen. Das waren HMCS PORTE DAUPHINE ( YMG-186 ), HMCS PORTE DE LA REINE ( YMG-184 ), HMCS YUKON ( DDE-263 ), HMCS KOOTENAY ( DDE-258 ), HMCS MACKENZIE ( DDE-261 ), HMCS PROVIDER ( AOR-508 ).
Am 2. Juli 1992 stellte man die USS MARVIN SHIELDS in San Diego außer Dienst und strich am 11. Januar 1995 den Namen USS MARVIN SHIELDS ( FF-1066 ) von der US Navy – Liste. Noch am selben Tag gab man leihweise die Fregatte an die mexikanische Marine ab und das Schiff erhielt den Namen ARM ABASOLO ( F-212 ). Dann verkaufte man am 29. Januar 1997 die Fregatte an Mexiko. Die Fregatte war noch bis 2009 aktiv in der mexikanischen Marine.


USS MARVIN SHIELDS ( DE-1066 )
Commanding Officer

CDR William Joseph Hunter          10. April 1971 – 21. Dezember 1972
CDR Ingolf Norman Kiland Jr.         21. Dezember 1972 – 28. Juni 1974
LCDR Jerome Frost Smith Jr.        28. Juni 1974 – 10. Juni 1976
CDR Joseph Keeley, Jr.         10. Juni 1976 – 01. Juli 1978
CDR Lawrence Charles Gaskell        01. Juli 1978 – 14. Juni 1980
CDR John W. Allin        14. Juni 1980 – 04. Juni 1983
CDR Robert Aubrey Conder      04. Juni 1983 – 11. Oktober 1985
CDR Jeffrey L. Richard        11. Oktober 1985 – 05. Dezember 1987
CDR Rodney L. Benson       05. Dezember 1987 – 10. Juni 1990
CDR Michael Doyle Simpson        10. Juni 1990 – 31. Januar 1992
LCDR Barry John Pochron        31. Januar 1992 – 02. Juli 1992


Indienststellung am 10. April 1971