Archiv für den Monat: September 2017

USS WADLEIGH ( DD-689 )

USS WADLEIGH ( DD-689 )

Biografie

George Henry Wadleigh
* 28. September 1842 in Dover, New Hampshire
† 11. Juli 1927 in Dover, New Hampshire
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg

Im Rang eines Seekadetten trat Wadleigh am 26. September 1860 in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ein. Sein dortiges Studium schloss er am 28. Mai 1863 ab. Man verlieh ihm den Rang eines Ensign. Während des amerikanischen Bürgerkrieges diente Wadleigh an Bord der Kriegskorvetten USS LOCKAWANA ( 1862 ) und der Schaluppe USS RICHMOND ( 1860 ) im Golf von Mexiko. Er nahm dort an der Schlacht von Mobile Bay am 5. August 1864 teil. Zum Master ernannte man ihn am 10. November 1965. Von 1866 bis 1869 diente Wadleigh an Bord der Kriegskorvette USS TICONDEROGA ( 1862 ) die in europäischen. Mediterranen und afrikanischen Gewässern operierte. Zum First Lieutenant ernannte man Wadleigh am 10. November 1866 und zum Lieutenant Commander am 12. März 1868. In den folgenden zehn Jahre hatte Wadleigh Dienst an der Marineakademie und weiteren anderen Einrichtungen. Im Amt des Executive Officers diente er an Bord des Kanonenbootes USS SHAWMUT ( 1863 ), des Monitor USS CANONICUS ( 1863 ), dem Schulschiff USS ST MARY ( 1844 ) und der Schaluppe USS PENSACOLA ( 1859 ). Am 13. März 1880 beförderte man Wadleigh zum First Lieutenant. Im darauffolgenden Jahr übergab man ihm das Kommando über das Schraubenkanonenboot USS ALLIANCE ( 1875 ) mit dem er in der Arktis nach den Überlebenden der unglücklichen Expedition der USS JEANNETTE ( 1878 ), die unter dem Kommando von Lieutenant Commander George Washington DeLong ( 22. August 1844 – 31. Oktober 1881 ) stand, suchen sollte. Commander Wadleigh verbrachte danach in den 1880er Jahren seinen Dienst an Land. Auf See kehrte er erst 1889 wieder zurück, nachdem man ihm das Kommando über das Kanonenboot USS MICHIGAN ( 1843 ) übertrug und mit dem Schiff auf den Great Lakes operierte. Bis 1891 blieb er an Bord des Schiffes. Am 10. Juli 1894 beförderte man ihn zum Captain und übergab ihm die Befehlsgewalt über das Wohnschiff USS RICHMOND ( 1860 ) das im Hafen von Philadelphia festgemacht war. Bis Anfang Dezember 1894 behielt er dieses Kommando. Dann wechselte Wadleigh an die Werft von William Cramp & Sons in Philadelphia, Pennsylvania wo der Geschützte Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( C-13 ) gebaut wurde. Dort übernahm er das Kommando über den Kreuzer und stellte ihn am 13. Dezember 1894 in den Dienst der US Navy. Bis 1897 kreuzte Wadleigh mit dem Schiff die Ostküste der USA entlang, es gehörte zum Nordatlantik Geschwader, der Karibik und nahm dort an Manövern teil. Am 27. November 1895 verlegte man den Kreuzer zum europäischen Geschwader. In Gibraltar legte das Schiff am 13. Dezember an. Nach mehreren Kreuzfahrten im Mittelmeer ernannte man den Geschützten Kreuzer zum Flaggschiff von Rear Admiral Thomas Oliver Selfridge, Jr. ( 6. Februar 1836 – 4. Februar 1924 ) und besuchte vom 13. Mai bis zum 19. Juni 1895 Kronstadt, Russland. Selfridge war ein Gesandter der Vereinigten Staaten von Amerika und nahm an der Krönung von Zar Nikolaus II. ( 18. Mai 1868 – 17. Juli 1918 ) teil. Auf der Rückfahrt wurden mehreren Häfen in Nordeuropa ein Besuch abgestattet. Danach kehrte Wadleigh mit dem Schiff in das Mittelmeer zurück und besuchte dort Häfen in der Türkei und Griechenland. Am 21. Juni 1897 legte die USS MINNEAPOLIS wieder in Gibraltar ab und reiste zurück nach Philadelphia wo der Kreuzer am 6. Juli anlegte. Captain Wadleigh ging von Bord und wechselte nach Boston wo er bis Ende Juni 1898 in der Boston Navy Yard diente. Dort bereitete er für die US Navy mehrere Schiffe für den bevorstehenden Spanisch-Amerikanischen Krieg vor. Am 1. Juli 1898 übernahm Wadleigh das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( C-4 ) und stellte das Schiff am 9. Juli in der Mare Island Navy Yard wieder in den Dienst der US Navy. Die USS PHILADELPHIA war das Flaggschiff des Kommandanten des Pazifik Geschwaders, Rear Admiral J. N. Miller. Man legte noch im Juli in San Francisco ab mit dem Ziel Hawaii Inseln. In Honolulu legte man am 8. August an. Neun Tage dauerten dort die Feierlichkeiten für die Übertragung der Hawaii Inseln an die USA. Die US Navy vertraten dabei die Offiziere der USS PHILADELPHIA und die Offiziere der Kriegskorvette USS MOHICAN ( 1883 ). Im März 1899 übernahm Rear Admiral Albert Kautz ( 29. Januar 1839 – 6. Februar 1907 ) die Befehlsgewalt über das Pazifik Geschwader. Sein Flaggschiff wr wieder die USS PHILADELPHIA. Die wichtigste Aufgabe von Rear Admiral Kautz und Captain Wadleigh war, mit britischen Verbänden der Royal Navy sowie Verbänden aus Deutschland zivile Schwierigkeiten mit auf den Salomon Inseln zu beseitigen. Am 1. April 1899 landete dort eine Einheit unter der Führung von Lieutenant Philip Van Horne Lansdale ( 15. Februar 1858 – 1. April 1899 ). Anhänger von Chef Mataafa überfielen diese Landeeinheit und töteten dabei zwei amerikanische Offiziere, Lieutenant Lansdale und Ensign John R. Monaghan ( 26. März 1873 – 1. April 1899 ) sowie zwei amerikanische Seeleute, darunter Seemann Norman Eckley Edsall ( 3. Juni 1873 – 1. April 1899 ). Fünf weitere Seeleute wurden verwundet. Die USS PHILADELPHIA blieb bis zum 21. Mai 1899 bei den Salomon Inseln vor Anker liegen. Erst dann kehrte das Schiff nach Honolulu zurück. Bis zum 6. Februar 1900 blieb der Geschützte Kreuzer noch das Flaggschiff des Kommandanten des Pazifik Geschwaders. Dieser wechselte an diesem Tage auf das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-4 ). Captain Wadleigh blieb mit dem Kreuzer noch im Pazifik Geschwader. Er führte Ausbildungsfahrten, Schießübungen und Hafenbesuche durch. Im Dezember 1901 übergab Captain Wadleigh das Kommando über den Geschützten Kreuzer und kehrte nach Boston zurück wo er die Befehlsgewalt über das Wohnschiff USS WABASH ( 1855 ) übernahm. Im Februar 1902 ernannte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm für eine kurze Zeit das Kommando über die Philadelphia Navy Yard und die Präsidentschaft über das Board of Inspection and Survey vor seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Juni des gleichen Jahres. In seinem Ruhestand kehrte Rear Admiral Wadleigh in sein Haus in Dover, New Hampshire zurück. Er verstarb dort am 11. Juli 1927.


USS WADLEIGH ( DD-689 )

Schiffsbiografie

Die USS WADLEIGH ( DD-689 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral George Henry Wadleigh benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 5. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Clara Frothingham Wadleigh ( 29. Dezember 1876 in San Francisco, Kalifornien – 1955 ), Tochter von Rear Admiral George Henry Wadleigh, taufte am 7. August 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Walter Coulter Winn ( 29. August 1905 in Danville, Vermilion County, Illinois – 15. Juli 1991 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 19. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS WADLEIGH führte die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch, die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte. Dort erhielt LCDR Walter Coulter Winn den Befehl, sich mit dem Kriegsschiff in Richtung afrikanische Westküste auf Höhe von Sierra Leone zu begeben. In diesem Verband befanden sich außerdem die Schwesterschiffe USS MARSHALL ( DD-666 ) und USS HALSEY POWELL ( DD-686 ). Dort sollten die drei Zerstörer am 13. Dezember auf den Verband um das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) stoßen. Die USS IOWA wurde von den Zerstörern USS HALL ( DD-583 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) von Casablanca, Französisch – Marokko aus eskortiert. An Bord des Schlachtschiffes befanden sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs die an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) und in Iran mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilgenommen. Während der Teheran Konferenz sollte über die kommende Nachkriegsregelungen gesprochen werden. Der Schiffsverband um die USS UOWA fuhr von Casablanca aus über die Häfen von Dakar, Senegal; Freetown, Sierra Leone; Bahia, Brasilien; Port Royal, South Carolina nach Boston, wo die Schiffe am 19. Dezember fest gemacht wurden. Von Boston aus wechselte die USS WADLEIGH nach Hampton Roads, Virginia zur Endausrüstung für die Fahrt in den Pazifik. Für diese Fahrt legte der Zerstörer am 3. Januar 1944 ab und fuhr an der US Ostküste entlang. Sieben Tage später fand dann die Durchquerung des Panamakanals statt. Anschließend machte das Kriegsschiff im Hafen von San Diego, Kalifornien fest und bunkerte frischen Treibstoff. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS WADLEIGH wieder die amerikanische Westküste und fuhr zum Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Am 25. Januar verließ der Zerstörer USS WADLEIGH wieder Pearl Harbor und fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer USS BANGUST ( DE-739 ), dem Vorratsschiff USS PASTORES ( AF-16 ) und dem Reparaturschiff USS AJAX ( AR-6 ) zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Hier trafen die vier Schiffe am 2. Februar ein und die Task Unit wurde aufgelöst. Der Zerstörer kehrte daraufhin nach Pearl Harbor zurück und beteiligte sich dort an mehreren Übungen für die Geschützmannschaften. Ende Februar verließ dann die USS WADLEIGH die Hawaiianischen Gewässer und fuhr zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Am 19. März 1944 verließ der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS McCALLA ( DD-488 ), dem Minensucher USS SAGE ( AM-111 ) Majuro und eskortierte mehrere Infanterielandungsfahrzeuge und Panzerlandungsschiffe. Ziel war das westlich von Majuro gelegne Atoll Ailinglapalap, Marshall Islands. Am Morgen des 20. März begann der Angriff auf das Atoll, der ein Bindeglied während der Operation „Flintlock“ darstellte. Insgesamt 478 Granaten feuerten die Geschützmannschaften der USS WADLEIGH auf japanische Ziele auf dem Atoll ab. Noch am selben Tag begann dann die Anlandung der mitgeführten Marinesoldaten. Diese benötigten drei Tage später erneut die Hilfe der Zerstörer, da die japanischen Verteidiger ein starkes Verteidigungsbollwerk auf der Insel Ebon aufgebaut hatten. Nebenbei wurden während dieses Angriffs eine Wetterstation und ein Radiosender der Japaner zerstört. Nach diesem Bombardement hatten die 1.500 amerikanischen Marines freien Weg zur vollständigen Einnahme des Atolls. Erst am 7. Mai verließ die USS WADLEIGH wieder das Atoll Ailinglapalap und fuhr ostwärts zum Atoll Majuro, wo der Zerstörer am folgenden Tag anlegte. Von diesem Atoll aus ging dann die Fahrt zur Marinebasis Pearl Harbor. Der Zerstörer blieb dort und wurde auf ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Es ging umdie Eroberung der Nördlichen Marianen. Dazu beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 54 an mehreren Übungen. An denen sich auch Flugzeugträger beteiligten. Für die Operation „Forager“ integrierte man die USS WADLEIGH in die Task Group 52.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.1 die Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS REMEY ( DD-688 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Ab dem 29. Mai gab es für zwei Tage intensive Trainingseinheiten. Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. An diesem Tag lag die USS WADLEIGH vor der Küste des Anlandungsgebietes und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Underwater Demolition Teams, die zur Anlandung für die erste Welle der Marines eine frei Gasse bis zur Küste schafften. Der Zerstörer unterstützte diese Teams und danach die Marines einen Tag lang und zog sich dann seewärts zurück nachdem auch das letzte küstennahe Verteidigungsnest erobert worden war. Für das Kriegsschiff begannen nun Patrouillenfahrten in den Gewässern der Nördlichen Marianen. In der Nacht vom 16. zum 17. Juni befindet sich die USS WADLEIGH zusammen mit der USS MELVIN ( DD-680 ), aus der Task Undergroup 52.17.4, auf U-Boot Patrouille. 80 Seemeilen westlich von Tinian erhalten die beiden Zerstörer einen starken Sonarkontakt von einem getauchten japanischen U-Boot. Beide Zerstörer warfen Wasserbomben über Bord. Eine schwere Explosion erschütterte das Seegebiet. Aufsteigendes Öl und Trümmer zeigten, dass sie etwas getroffen hatten. Das japanische U-Boot IJN RO-114 war auf der Position 15° 02’ Nord 144° 10’ Ost versenkt worden. Alle 55 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kamen ums Leben. Am 17. Juni erhielt man auf dem Zerstörer die Information, dass sich eine japanische Flotte von den Philippinen her auf den Weg gemacht habe um die Amerikaner zu bedrängen und bereitete sich darauf vor diese Flotte abzufangen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen trotzdem ihre Einsätze weiter gegen Saipan und Tinian. Die USS WADLEIGH blieb bei den Inseln der Marianen und sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die dort verbliebenen Schlachtschiffe ab. Ab dem 22. Juni nahmen die Trägerflugzeuge die Bombardierung japanischer Stellungen und Truppenkonzentrationen auf Saipan und Tinian wieder auf. Die Kämpfe um Garapan, der Hauptstadt von Saipan, erreichten dann eine bis dahin ungeahnte Intensität. Man beorderte die USS WADLEIGH in diesen Bereich um japanische Widerstandsnester auszulöschen. Doch das war nicht so einfach, da Freund wie Feind auf den Zerstörer schossen. Innerhalb von fünfzehn Minuten lag das Leben der Besatzung auf der USS WADLEIGH an einem seidenen Faden. So feuerte eine japanische Küstenbatterie ihre Granaten auf das Kriegsschiff ab. Auch ein vermeintliches amerikanisches Flugzeug, man hatte das japanische Bombenflugzeug verwechselt, warf seine Bomben auf den Zerstörer ab, welche aber nicht trafen. Erst jetzt begann der Zerstörer sich zu wehren. Etwa 1.500 Fünf Zoll Granaten verschoss man in den folgenden Tagen von dem Kriegsschiff gegen die von den Japanern noch besetzten Bereiche ab. So wurden feindliche Scharfschützen in Höhlen, Bäumen und Klippen erfolgreich unter Feuer genommen. Man rettete neben einem japanischen Piloten auch mehreren amerikanischen Piloten und deren Besatzungen das Leben und zog sie aus dem Wasser. In den letzten Tagen des Junis und im gesamten Juli blieb der Zerstörer in den Gewässern der Nördlichen Marianen und unterstützte die amerikanischen Soldaten bei der Eroberung der Inseln mit den Schiffsgeschützen. Bis zum 8. August blieb USS WADLEIGH, dann verließ der Zerstörer die die Gewässer der Nördlichen Marianen und hatte Befehl nach Guadalcanal zu fahren um sich dort an amphibische Landemanövern zu beteiligen. Diese waren die Vorbereitung für die Palau Offensive. Vorher lief der Zerstörer aber nach Eniwetok und bunkerte frischen Treibstoff. Anschließend lief der Zerstörer den Hafen Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln an um auch hier frischen Treibstoff zu bunkern. Von diesem Hafen aus fuhr das Kriegsschiff direkt nach Port Purvis auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesem Hafen legte er am 25. August an. Man versetzte den Zerstörer in die neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach die USS WADLEIGH mit anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS WADLEIGH, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS WADLEIGH und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Am 15. September erfolgte die Landung auf Peleliu. Die USS WADLEIGH selber patrouillierte ab diesem Tage nördlich der Insel und war als Radarvorpostenschiff eingesetzt. Auf diesem Posten überwachte der Zerstörer den Luftraum und konnte frühzeitig vor anfliegenden japanischen Flugzeugen warnen. Am 16. September fuhr das Kriegsschiff zur Kossol Passage. Diese war von den Japanern vermint worden. Der Zerstörer sollte die von den Minensuchern aufgespürten schwimmenden Minen vernichten. Bei den ersten zweiundzwanzig war dies auch ein Kinderspiel. Mit 40mm Abwehrkanonen wurden diese Minen aus sicherer Entfernung zur Explosion gebracht. Doch bei der Annäherung an die dreiundzwanzigste Mine hatte man eine Treibmine übersehen und die Schiffshaut schabte an den Hörnern der Mine entlang. Mittschiffs kam es dann zur Explosion. Ein riesiges Leck wurde in die Außenhaut des Schiffes gerissen und drei Kajüten der Heizkesselingenieure und einer der Matrosen wurden sofort überschwemmt. Drei Besatzungsmitglieder die sich dort aufhielten waren sofort tot und zwanzig wurden verletzt. Durch den Wasserballast sank das Heck der USS WADLEIGH um über eineinhalb Meter und legte sich um sieben Grad nach Steuerbord. Durch die Explosion war außerdem eine Radarantenne abgefallen und beide 26 Fuß Motorboote waren aus ihren Davids geflogen. Ein Teil des Schadensbegrenzungsteams untersuchte nun den Kiel und fand ihn unversehrt vor. Die anderen Mannschaftsmitglieder verbrachten alle möglichen Gewichte von Steuerbord nach Backbord um das Schiff auszutarieren und warfen alle am Heck befindlichen Wasserbomben nach deren Entschärfung über Bord. Da erreichte auch schon der Zerstörer USS BENNETT ( DD-473 ) aus der Task Group 32.5 das havarierte Schiff und nahm es ins Schlepptau. Die USS WADLEIGH lag spürbar in der Dünung und die anfängliche Befürchtung bestand darin das der Zerstörer in der Mitte auseinanderbrechen könnte. Nach vorübergehenden Notreparaturen schleppte die USS BENNETT das verkrüppelte Schiff über Pearl Harbor bis in die Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien. Dort trafen beide Schiffe am 25. Oktober ein. In das schwimmenden Trockendock USS ARD-16 bugsierte man dort den havarierten Zerstörer und baute diesen fast vom Kiel her wieder neu auf. Diese Arbeiten waren erst am 20. Februar 1945 abgeschlossen nachdem man das Trockendock geflutet hatte und die USS WADLEIGH es selbständig verlassen konnte. Noch am selben Tag wechselte der Zerstörer nach San Diego und die ersten Testfahrten begannen, die in einer Höchstgeschwindigkeitsfahrt endeten. Außerdem mussten die Geschütze neukalibriert werden. Am 19. April verließ dann das Kriegsschiff San Diego und fuhr zur Marinebasis von Pearl Harbor. Diese erreichte der Zerstörer sechs Tage später. Hier begannen für die Schiffsbesatzung mehrere Trainingseinheiten, die zusammen mit dem Schwesterschiff USS CHARRETTE ( DD-581 ), das von einer Überholung in der Puget Sound Navy Shipyard in Bremerton, Washington gekommen war, durchgeführt wurden. Dieses Training dauerte bis zum 3. Mai. An diesem Tag verließ die USS WADLEIGH wieder Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll erreichte der Zerstörer am 14. Mai. Hier integrierte man das Kriegsschiff wieder in das alte Zerstörergeschwader 54, welches in der Task Group 58.4 eingebunden war. Die Task Group 58.4 befehligte Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Die Schiffe der TG hatten bis dahin im Kampfeinsatz vor Okinawa gelegen. Am 11. Mai entband man sie kurzfristig aus ihren Aufgabenbereichen damit an ihnen vor dem Atoll Ulithi die dringend notwendig gewordene Reparaturen durchgeführt und alle Bunker aufgefüllt werden konnten. Die Schiffe der TG 58.4 erreichten am selben Tag wie die USS WADLEIGH das Atoll. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll Ulithi und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS WADLEIGH von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS TRATHEN, USS NORMAN SCOTT, USS UHLMANN und USS McCORD. Die USS WADLEIGH übernahm nun eine Radarvorpostenstation uns sicherte damit die großen Schiffseinheiten vor unerwarteten Luftangriffen ab. Ein schwerer Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge der TG 38.4 bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Für die Nacht vom 8. zum 9. Juni bildete man die Task Group 30.4. In dieser befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS WADLEIGH, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN und USS MELVIN. In dieser Nacht bombardierten diese Schiffe feindliche Stellungen auf Okino Ogari Shima. Dabei wurdenRadaranlagen und mehrere Gebäude vernichtet. Anschließend reihten sie sich wieder in die TG 38.4 ein. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS WADLEIGH versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. . In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. An diesem Tag fuhr die USS WADLEIGH nach Iwo Jima. Um die Insel zu besichtigen wollte der stellvertretender Marineminister für die Luftfahrt, John Lawrence Sullivan ( 16. Juni 1899 – 8. August 1982 ), und Vizeadmiral Aubrey Wray Fitch ( 11. Juni 1883 in Saint Ignace, Michigan – 22. Mai 1978 in Newcastle, Maine ) mit ihren Stäben dorthin. Erst am 21. Juli kehrte die USS WADLEIGH zur Task Group 38.3 zurück. Hier übernahm der Zerstörer die Sicherung des Flugzeugträgers USS TICONDEROGA und des Schlachtkreuzers USS GUAM und unterstützte die offensiven Operationen. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen an und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Die USS WADLEIGH befand sich in diesen Tagen rund 50 Seemeilen von der japanischen Küste entfernt und konnte unter anderem zwei Navy Piloten aus dem Wasser retten, deren Flugzeuge während eines Angriffs auf Tokyo abgeschossen worden waren. Am 10. August wurde man auf dem Zerstörer auf eine einsam treibende Mine aufmerksam, die man dann zerstören wollte. Doch übermäßige Turbinenschwingungen zwangen die Maschinisten den Steuerbordmotor abzuschalten. Dieser war nicht mehr benutzbar. Man vernichtete noch die Mine und erbat dann die Erlaubnis sich nach Ulithi wegen Reparaturarbeiten an dem Steuerbordmotor zurück zu ziehen. Die Erlaubnis wurde am folgenden Tag erteilt. Damit verließ die USS WADLEIGH am 11. August die japanischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Nachschubschiffen und Öltankern, zum Atoll Ulithi. Auf dem Weg dorthin erhielt man die Nachricht von der Bedingungslosen Kapitulation Japans gegenüber den USA. Die Reparaturen an dem Steuerbordmotor dauerten bis zum 23. August. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr wieder in die japanischen Gewässer. Doch zwischendurch musste das Kriegsschiff Iwo Jima anlaufen um Post und Passagiere an Bord zu nehmen. Das Kriegsschiff erreichte vierundzwanzig Stunden nach den ersten amerikanischen Schiffen die japanischen Gewässer. Bis hierher eskortierte der Zerstörer auch das Hospitalschiff USS BENEVOLENCE ( AH-13 ). Hier musste der Zerstörer und das Hospitalschiff die einst bedrohlichen Uferbatterien entlang der Urage Passage passieren. Man hegte auf dem Zerstörer die Hoffnung noch rechtzeitig in die Bucht von Tokyo zurückzukehren um am Triumphzug teilzunehmen. Am 29. August lief die USS WADLEIGH in die Yokosuka Naval Base ein. Als die ersten amerikanischen Soldaten bei Yokohama und Yokosuka an Land gingen, kehrte die USS WADLEIGH auf die offene See zurück um diese zu sichern. Für die Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde auf der USS MISSOURI am 2. September, kehrte der Zerstörer an diesem Tag in die Bucht von Tokyo zurück und überwachte den Luftraum. Noch am selben Tag erreichte das Kriegsschiff nach der Zeremonie wieder die offene See und fuhr zu den Flugzeugträgern. Anschließend patrouillierte der Zerstörer in den folgenden zwei Wochen vor der japanischen Küste. Am 16. September verließ er diese und eskortierte die Flugzeugträger USS BENNINGTON ( CV-20 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ) über Eniwetok nach Saipan. Nach einer Woche verließ die USS WADLEIGH wieder Saipan und eskortierte nun den Flugzeugträger USS LEXINGTON und den Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ) bis zur Tokyo Bay. Diese Gewässer erreichten die Schiffe am 13. Oktober. Doch schon am 20. Oktober verließ der Zerstörer wieder diese Gewässer und fuhr in Richtung Pearl Harbor. An Bord des Kriegsschiffes befanden sich Kriegsveteranen, die zur Entlassung aus dem Kriegsdienst berechtigt waren und an die US Westküste gebracht werden mussten. Nach einem zweitägigen Zwischenstopp auf der Hawaii Insel erreichte die USS WADLEIGH am 5. November den Hafen von San Francisco. Ab dem 5. Dezember begann an dem Kriegsschiff eine Überholung, die am 27. Januar 1946 abgeschlossen war. An diesem Tag verließ der Zerstörer San Francisco und fuhr nach San Diego. Hier erfolgte für das Kriegsschiff die Inaktivierung. Am 20. Juni 1946 stellte man dann den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn im Januar 1947 in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS WADLEIGH für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der Long Beach Naval Shipyard, Terminal Island, Kalifornien auszustatten. Commander Robert Henry Pauli ( 1917 – 2007 ) stellte am 3. Oktober 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach mehreren Ausbildungsfahrten verließ die USS WADLEIGH am 4. Januar 1952 die Marinebasis von San Diego. Zusammen mit den Zerstörern USS HAZELWOOD, USS HEERMANN, USS CASSIN YOUNG und USS COWELL ( DD-547 ) verließ die USS WADLEIGH die US Westküste, durchquerte am 14. Januar den Panamakanal und legte am 19. Januar im neuen Heimathafen Newport, Rhode Island an. Hier ernannte man die USS WADLEIGH zum Flaggschiff der Zerstörer Division 342. Nach der Teilnahme an den verschiedensten Flottenübungen, legte der Zerstörer am 17. August im Hafen von Pensacola, Florida an. Von hier aus sollte das Kriegsschiff für die folgenden vier Wochen die Eskorte für den Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) bilden. In dieser Zeit konnte die Besatzung der USS WADLEIGH drei abgestürzte Piloten aus dem Golf von Mexiko retten. Nach diesem Einsatz fuhr der Zerstörer wieder nach Norden. In der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts musste sich nun das Kriegsschiff einer Überholung unterziehen. Dabei wurden die älteren 40 mm Geschütze gegen Drei Zoll Geschütze getauscht. Nach dieser Überholung kehrte der Zerstörer in seinen Heimathafen zurück und nahm von dort aus an mehreren lokalen Übungen teil. Am 3. Mai 1954 legte die USS WADLEIGH dort wieder ab und hatte Befehl in den Pazifik zurückzukehren. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff in den Marinebasen Pearl Harbor, Midway und Guam an. Von Guam aus fuhr der Zerstörer nach Yokosuka, Japan. In dem dortigen Hafen legte das Kriegsschiff am 7. Juni an. Von hier aus begann die USS WADLEIGH ihre Patrouillenfahrten. Diese begannen mit dem Besuch der Philippinen in der Subic Bay. Anschließend verlegte der Zerstörer in die ostkoreanischen Gewässer und unterstützte die Überwachung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Nord- und Südkorea. Danach kehrte der Zerstörer an die philippinische Küste von Manila zurück und integrierte sich dort in die Task Group 70.2. Die Schiffe dieser TG verlagerte nun an die südliche Küste von Formosa. Das war eine vorsorgliche Bewegung durch die amerikanischen Schiffe, um mögliche Absichten der kommunistischen chinesischen Regierung gegenüber dem amerikanisch unterstützten nationalistischen chinesischen Regime auf der Insel zuvorzukommen. Auf der Fahrt nach Formosa geriet die USS WADLEIGH gegen ein unbekanntes Unterwasserobjekt, an dem sich der Zerstörer geringfügige Schäden an beiden Schrauben zuzog. Jetzt musste das Kriegsschiff in die Subic Bay zurückkehren damit die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden konnten. Gleich im Anschluss daran eilte die USS WADLEIGH nach Formosa und gliederte sich in die Task Group ein. Nun blieb der Zerstörer für zwanzig angespannte, aber ereignislose Tage auf seiner zugewiesenen Station. Nach der Beendigung der Patrouille fuhr das Kriegsschiff nach Sasebo, Japan und wurde dort auf die Fahrt an die Ostküste der USA vorbereitet. Nach den eingelegten Zwischenstopps in Hongkong, Singapur und Colombo, Sri Lanka sowie der Durchquerung des Suezkanals und dem Besuch von mehreren Mittelmeerhäfen, erreichte der Zerstörer am 28. November wieder seinen Heimathafen Newport. Bis Ende 1955 beteiligte sich die USS WADLEIGH an lokalen Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Dabei waren auch Übungen zur U-Boot Bekämpfung angesetzt worden. In den folgenden drei Jahren wechselte der Zerstörer dann in das Mittelmeer und beteiligte sich dort zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte an den Patrouillenfahrten, die hauptsächlich im östlichen Teil durchgeführt wurden. Im Frühsommer 1958 sah US Präsident Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 in Denison, Texas – 28. März 1969 in Washington DC ) eine kommunistische Gefahr und Bedrohung für die Sicherheit des Libanon. Der Libanon steckte zu dieser Zeit in einer politischen Krise, durch politische und religiöse Spannungen hervorgerufen. Der libanesische Präsident Camille Nimr Chamoun ( 3. April 1900 – 7. August 1987 ) bat Eisenhower um militärische Hilfe. Daher ordnete jener die Operation Blue Bat an. Diese begann am 15. Juli 1958 und dauerte drei Monate um die pro-westliche Regierung zu stabilisieren und eine radikale Revolution zu verhindern. Insgesamt landeten 15.000 Marines und US Soldaten. Amerikanische und libanesische Regierungskräfte besetzten während dieser Operation den Hafen und den Internationalen Flughafen von Beirut. Die 6. US Flotte mit den Flugzeugträgern USS ESSEX ( CVA-9 ), USS SARATOGA ( CVA-60 ) und USS WASP ( CVA-18 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON und USS DES MOINES ( CA-134 ) sowie zwei Geschwader Zerstörer, unter denen sich auch die USS WADLEIGH, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) und USS MILLER ( DD-535 ) befanden, lagen in der Nähe der libanesischen Küste. Diese Schiffe unterstützten aktiv die Landung der amerikanischen Truppen zur Stabilisierung der angespannten Lage. Die USS WADLEIGH unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Marines im Hafen von Beirut und setzte dann im östlichen Mittelmeer als Einheit der Task Force 61 ihre Patrouillenfahrten fort. Nachdem die Krise nach drei Monaten beendet war und die amerikanischen Truppen aus dem Libanon wieder abzogen, kehrte der Zerstörer ebenfalls an die US Ostküste zurück. Hier begannen erneute Übungen entlang der Atlantikküste und der Karibik bis Anfang 1959. Dann patrouillierte das Kriegsschiff bis Juni 1959 zum vierten Mal im Mittelmeer. Im September desselben Jahres lag die USS WADLEIGH in Newport und wartete auf weitere Befehle. Man wies dem Zerstörer nun eine Position im Atlantik zu, so wie vielen anderen amerikanischen Schiffen auch, über die das Flugzeug von US Präsident Dwight David Eisenhower nach seinen Gipfelkonferenzen in Europa den Heimflug in die USA nehmen würde. Nach dem Überflug der Air Force One kehrten die amerikanischen Schiffe in ihre Heimathäfen zurück. So auch die USS WADLEIGH. Vor Newport begannen nun für das Kriegsschiff bis Ende des Jahres 1960 mehrere Anti-U-Boot Übungen und lokale Operationen. Zwischendurch, es war der 19. März 1960, eilte der Zerstörer zum Cape Henry, kurz vor der Mündung in die Chesapeake Bay, Virginia. Hier gab es eine Kollision zwischen dem in Reserve befindlichen Geleitzerstörer USS DARBY ( DE-218 ) und einem schwedischen Handelsschiff. Durch den Unfall starben auf dem Geleitzerstörer zwei Navy Reservisten und dreizehn wurden zum Teil schwer verletzt. An Bord der USS WADLEIGH hatte sich der Commander des Zerstörergeschwaders 20 eingeschifft und leitete die erfolgreichen Bemühungen die USS DARBY ins Schlepptau zu nehmen. Die USS WADLEIGH konnte anschließend ihren Zeitplan der lokalen Operationen wieder aufnehmen. Während dieser Übungen waren unter anderem auch eine Midshipman Trainingskreuzfahrt und Anti-U-Boot Patrouillen vorgesehen. Im Herbst 1960 folgte ein Einsatz in die nordeuropäischen Gewässer. Dort führte die NATO mehrere Übungen in der Nordsee und unterhalb des Polarkreises durch. Danach fuhr der Zerstörer zum fünften Mal ins Mittelmeer. Das Kriegsschiff durchquerte den Suezkanal und nahm im Persischen Golf an der CENTO Übung „Midlink III“ teil, an der die Seestreitkräfte von fünf Anrainernationen involviert waren. Erst im November 1960 kehrte das Kriegsschiff in das Mittelmeer und dann in die europäischen Gewässer zurück und nahm jeweils dort an den ASW-Übungen „Hay strike“ und „Jetsream“ mit französischen Navy Einheiten teil. Am 15. Dezember 1960 legte die USS WADLEIGH dann in ihrem Heimathafen Newport wieder an. Im folgenden Januar des Jahres 1961 praktizierte der Zerstörer vor Mayport, Florida erneut ASW-Übungen durch. Dann versetzte man das Kriegsschiff zur Task Group 140.8. Die Schiffe dieser TG waren ausgesucht worden um am amerikanischen bemannten Raumfahrtprogramm „Projekt Mercury 3“ teilzunehmen. Im April begann die Mannschaft der USS WADLEIGH eine umfangreiche Ausbildung in den Gewässern von Florida zu erhalten. Commander Alan Bartlett Shepard ( 18. November 1923 – 21. Juli 1998 ) startete mit dem Mercury Raumschiff “Freedom 7” am 5. Mai 1961. Der Flug dauerte 15 Minuten und 22 Sekunden und das Raumschiff flog 187,5 Kilometer hoch, war damit außerhalb der Erdatmosphäre und 486 Kilometer weit von seinem Startpunkt aus gesehen entfernt. Auf der Position 53’ West 27,23° Nord und 75,88 ° West landete die Raumkapsel im Wasser des Nordatlantischen Ozeans. Zur Bergung und Sicherung der Raumkapsel stand der Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLIN, die Zerstörer USS WADLEIGH, USS THE SULLIVANS, USS ABBOT ( DD-629 ), USS NEWMAN K PERRY ( DD-883 ), USS ROOKS ( DD-804 ) USS DECATUR ( DD-936 ), der Minensucher USS NOTABLE ( AM-267 ), das Antimagnetische Hochseeminensuchboot USS ABILITY ( MSO-519 ) und das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ) bereit. In der Nähe des Flugzeugträgers landete die Raumkapsel im Wasser und wurde schnell durch Helikopter zum Träger transportiert. Die USS WADLEIGH war auch zur Teilnahme einer weiteren Aktion innerhalb des Mercury Programms vorgesehen. Im August sollte eine Mercury Redstone 5 Rakete ins All geschossen werden, aber ungünstige Witterungsverhältnisse verhinderten dies. Daher löste man die Task Group kurzerhand auf und der Zerstörer kehrte nach Newport zurück. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff in die Boston Naval Shipyard und unterzog sich einer intensiven Überholung. Im folgenden Herbst dann verließ die USS WADLEIGH die US Ostküste und fuhr in die europäischen Gewässer noch einmal und nahm dort an der Übung „Exercise Line Jug II“ teil. Das war eine umfangreiche ASW Übung zusammen mit Royal Navy Einheiten. Diesen Einsatz beendete der Zerstörer mit dem Besuch von mehreren Häfen auf den britischen Inseln. So legte die USS WADLEIGH in Londonderry und Southampton an bevor das Kriegsschiff die Heimfahrt antrat. Am 22. Februar 1962 legte der Zerstörer in Newport an. Es folgten anschließend wieder lokale Übungen entlang der Atlantikküste. Doch am 22. Juni verließ die USS WADLEIGH Newport und wechselte nach Norfolk, Virginia. Dort stellte man am 28. Juni 1962 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Durch das amerikanische Militärhilfeprogramm übergab man den Zerstörer 1963 an die chilenische Marine ab. Das Kriegsschiff erhielt dort den Namen BLANCO ENCALADA ( D14 ). Die chilenische Marine kaufte dann am 26. Juli 1972 den Zerstörer und beließ ihm den vorher gegebenen Namen. Die US Navy strich am 1. September 1975 den Namen USS WADLEIGH ( DD-689 ) von der US Navy – Liste.
BLANCO ENCALADA ( D14 ) wurde 1982 von der chilenischen Marine außer Dienst gestellt und 1983 zum verschrotten freigegeben. Doch erst am 28. September 1991 wurde der Schiffskörper des Zerstörers während eines Manövers vor der Küste von Südchile durch eine Harpune Rakete versenkt. Diese Rakete hatte der US Zerstörer USS SPRUANCE ( DD-963 ) während des Manövers UNITAS XXXII abgefeuert.


USS WADLEIGH ( DD-689 )
Commanding Officer

CDR Walter Coulter Winn         19. Oktober 1943 – 16. Februar 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Robert Cameron Morton        16. Februar 1945 – 20. Juni 1946
Außerdienststellung            20. Juni 1946 – 3. Oktober 1951
CDR Robert Henry Pauli          3. Oktober 1951 – 1953
CDR William Milner Carpenter          1953 – 1955
CDR Alfred Darragh Garvin         1955 – 25. September 1957
CDR Wells Rood Bill Jr.          25. September 1957 – Mai 1959
CDR Joseph Bowen Sullivan           Mai 1959 – 1961
LCDR Donald Walter Kiley          1961 – 1962
LCDR Laurens Dorsey          1962 – 28. Juni 1962

USS MONSSEN ( DD-798 )

USS MONSSEN ( DD-798 )

Biografie

Mons Monssen
* 20. Januar 1867 auf der Farm Tolleshaug, auf der Insel Radoy, nördlich von Bergen, Norwegen
† 10. Februar 1930 im Naval Hospital, Brooklyn, New York
war ein Seemann in der US Navy und ein Empfänger der Medal of Honor für seinen gezeigten Heldenmut während seiner Dienstzeit auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-11 )

Am 3. Juni 1889 ließ sich Monssen für die US Navy werben. Anfang 1904 versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS MISSOURI ( BB-11 ) wo er Chief Kanonier Maat war. Am 13. April 1904 brach in einem 12-Zoll Geschützturm ein Feuer aus. Alle 36 Crew Mitglieder des Geschützturmes wurden dabei getötet. Monssen eilte den Kameraden zu Hilfe und erkannte sofort die Gefahr die durch das Pulvermagazin bestand. Er befahl den Matrosen mit Eimern Wasser aus der See aufzunehmen und zu ihm zu bringen bis die Löschmannschaften einen Wasserschlauch ausgerollt hätten. Er selber stellte sich in das Pulvermagazin des Geschützturmes und bekämpfte mit den gereichten Wassereimern das Feuer. Nachdem die Löschmannschaften ihren Wasserschlauch bereit hatten, reichte man diesen an Monssen der das Feuer vollständig bekämpfte. Für diese mutige Tat erhielt er die Medal of Honor verliehen. Einen Monat später beförderte man ihn zu einem Warrent Officer ( Stabsfeldwebel ). Für die folgenden drei Jahre diente Monssen auf dem Schlachtschiff USS IOWA ( BB-4 ) und auf dem Dampfer USS YANKEE ( 1892 ). Für die folgenden Jahre diente Monssen an Land und drückte die Schulbank in Annapolis, Maryland. Von 1909 bis 1912 war er auf dem Schlachtschiff USS CONNECTICUT ( BB-18 ) stationiert. Dort beförderte man ihn 1910 zum Lieutenant. Nach dem Schlachtschiff war bis 1914 sein Dienstort die New York Navy Yard. Danach versetzte man ihn zur Pazifikflotte wo er auf den Navy Stationen von Cavite und Olonpago, beides Philippinen, diente. 1918 kehrte er wieder an die New York Navy Yard zurück, wo er im Juli 1918 zum First Lieutenant ernannt wurde. Auf der Werft diente Monssen bis 1924. Danach versetzte man ihn an das Naval Minendepot in New London, Connecticut wo er bis zum 15. Dezember 1925 blieb. An diesem Tage schied er aus dem aktiven Dienst der US Navy aus. Monssen setzte sich in Brooklyn zur Ruhe. Dort verstarb er am 10. Februar 1930 in einem Marinehospital. Er wurde auf dem Cypress Hills Nationalfriedhof begraben.

Die US Navy hat zu Ehren von First Lieutenant Mons Monssen zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MONSSEN ( DD-436 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MONSSEN ( DD-798 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS MONSSEN ( DD-798 )

Schiffsbiografie

Die USS MONSSEN ( DD-798 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Mons Monssen benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation, der Bethlehem Mariners Harbour in Staten Island, New York wurde am 1. Juni 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Sadie Monssen ( ? – 28. Mai 1945 ), Witwe von Lieutenant Mons Monssen, taufte am 30. Oktober 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Bernhardt Alois Feutsch stellte am 14. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die USS MONSSEN fuhr dafür bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas, fuhr der Zerstörer in den Hafen von Boston, Massachusetts. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Die USS MONSSEN sollte die Leichten Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), USS HOUSTON ( CL-81 ) und USS MIAMI ( CL-89 ) auf der Fahrt in den Pazifik eskortieren. Anfang April legten die Kriegsschiffe in Boston ab und durchquerten am 16. April den Panamakanal. Nur wenige Tage später legten die Kriegsschiffe im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Hier bunkerten diese frisches Schweröl und Munition. Die drei Leichten Kreuzer verließen zwei Tage vor der USS MONSSEN die amerikanische US Westküste. Der Zerstörer verließ diese am 1. Mai und eskortierte die beiden Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ) aus der CARDIV 26 bis zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort legten die Schiffe am 8. Mai an. Hier bereitete man die USS MONSSEN und dessen Besatzung auf die ersten Kämpfe vor. Es wurden mehrere Trainingseinheiten mit den Geschützen und den Flugabwehrwaffen durchgeführt, sowie auch mehrere Übungen zum Retten des Schiffes während eines Krisenfalls. Diese Vorbereitungen dauerten bis zum 29. Mai. An diesem Tag versetzte man den Zerstörer in die Task Group 52.17, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich die USS MONSSEN in der Task Undergroup 52.17.3 die Captain Harry Bean Jarrett ( 12. Oktober 1898 in Valley Forge, Pennsylvania – 9. April 1974 in San Diego, Kalifornien ) kommandierte. In dieser TU befanden sich neben der USS MONSSEN noch die Zerstörer USS HALSEY POWELL ( DD-686 ) und USS COGHLAN ( DD-606 ). Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen. In dem Gebiet von „Green Beach I“ war die USS MONSSEN positioniert und bombardierte unter anderem den feindlichen Flugplatz. Am 15. Juni begann dann die Landeoperation. Das Bombardement japanischer Stellungen wurde bis zum 16. Juni während der Anlandung zur Absicherung des Brückenkopfes beibehalten. Die USS MONSSEN beschoss im Morgengrauen dieses Tages mit ihren Geschützen einen großangelegten japanischen Truppen- und Panzergegenangriff südlich von Garapan. Mit Hilfe weiterer Schiffe konnte dieser Angriff schon nach wenigen Stunden zum Stehen gebracht und die feindlichen Kräfte zerschlagen werden. Ab dem 17. Juni begannen die Schiffe der TG 52.17 mit dem Patrouillendienst westlich von Saipan damit keine feindlichen Nachschubkräfte die Insel erreichen konnten. Die USS MONSSEN löste man allerdings an diesem Tag aus ihrer Task Undergroup und gliederte den Zerstörer in die neugegründete Task Group 58.7. Diese TG befehligte Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 in Natlee, Owen County, Kentucky – 25. August 1945 auf dem Gunnery Training Ship ( AG-17 ), ( ex Schlachtschiff USS WYOMING ( BB-32 ) in der Casco Bay vor Portland, Maine ) und in ihr befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS INDIANA ( BB-58 ) USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS MONSSEN, USS FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und am 19.und 20. Juni tobte die Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen. Die Amerikaner versuchten damit die Sicherung der Landeoperationen auf Saipan und den anderen Inseln der Marianen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Die Schiffe der TG 58.7 wurden während der Schlacht zur Abwehr von mehreren japanischen Luftangriffen auf die Fast Carrier Task Force eingesetzt, welche Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte. Die USS MONSSEN übernahm für die amerikanischen Schlachtschiffe ihre Station als Radarvorpostenschiff ein und überwachte den Luftraum um vor sich nähernden japanischen Flugzeugen rechtzeitig warnen zu können. Am 19. Juni begann dann die Schlacht. Unentwegt griffen japanische Trägerflugzeuge die amerikanischen Schiffe an. Welches der angreifenden Flugzeuge den Flakabwehrgeschossen noch entkommen konnte, wurde kurz darauf von amerikanische Jagdflugzeugen erbarmungslos gehetzt und abgeschossen. Die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer sollten nach dieser Schlacht wie von einem Tontaubenschießen erzählen, das sie durch die japanischen Flugzeugpiloten erlebten. Diese japanischen Piloten waren nicht genügend auf solch einen Kampf ausgebildet und vorbereitet worden. Die Kanoniere der USS MONSSEN konnten am ersten Tag zwei Yokosuka D4Y Bomber abschießen und einen dritten schwer beschädigen. Am 20. Juni starteten am Morgen die amerikanischen Trägerflugzeuge und begannen die japanischen Schiffe zu bombardieren. Während der zweitägigen Schlacht wurden drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt und 476 Kampfflugzeuge abgeschossen. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Für die dann am Abend heimkehrenden amerikanischen Flugzeuge wurde auf der USS MONSSEN der Suchscheinwerfer eingeschaltet damit die Piloten den Weg zu ihren Trägern finden konnten. Anschließend begann der Zerstörer mit der Suche von Flugzeugbesatzungen, die es nicht mehr bis zu ihrer schwimmenden Basis geschafft hatten. Mehrere Piloten konnte man das Leben retten. Am Abend des 21. Juni löste man dann nach einer Verfolgungsjagd des Feindes die Task Group 58.7 auf und alle amerikanischen Schiffe kehrten zu ihren Ausgangseinheiten zurück. Die USS MONSSEN nahm nun wieder vor Saipan ihre Pflichten als Sicherungsschiff für die Transportschiffe, der Luftüberwachung und der Bombardierung feindlicher Stellungen wahr. Das Kriegsschiff verließ am 2. Juli die Gewässer um Saipan und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieb der Zerstörer für wenige Tage liegen damit dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und alle Bunker gefüllt werden konnten. Schon am 12. Juli lag die USS MONSSEN wieder vor Saipan. Hier übernahm der Zerstörer bis zum 23. Juli wieder Sicherungspflichten. Ab diesem Tage benötigten die amerikanischen Soldaten keine Unterstützung vom Meer her. Daher verließ das Kriegsschiff diese Marianeninsel und fuhr zusammen mit anderen Kriegsschiffen zur Insel Tinian, Nördliche Marianen. Auch hier übernahm die USS MONSSEN ab dem 24. Juli die Sicherung über die Transportschiffe. Während der Anlandung und Bildung eines Brückenkopfes an diesem Tage, beteiligte sich der Zerstörer an der Bombardierung feindlicher Stellungen. Bis zum 6. August blieb das Kriegsschiff in den Gewässern dieser Insel. Anschließend wechselte der Zerstörer in die nördlichen Gewässer von Saipan und begann dort mit Anti-U-Boot Patrouillenfahrten. Drei Tage später verlässt uch die USS MONSSEN, wie alle anderen amerikanischen Kriegsschiffe auch, die Gewässer der Nördlichen Marianen und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dort bereitete man das Kriegsschiff auf den kommenden Einsatz vor. Dazu versetzte man den Zerstörer in die Task Group 32.4. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS MACUS ISLAND ( CVE-77 ) und USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), die Zerstörer USS MONSSEN und USS AULICK ( DD-569 ), der Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), das Docklandungsschiff USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), der Schnelle Minensucher USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und der Tanker USS ATASCOSA ( AO-66 ). Am 21. August verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zu den Ostsalomonen. Hier machte man am 24. August in der Purvis Bay, Halbinsel Tulagi, Florida Island die Schiffe fest. Hier versetzte man die USS MONSSEN in die freie Gruppierung der neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach der Zerstörer mit den anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. In dieser freien Gruppierung befanden sich die Zerstörer USS MONSSEN, USS BENNETT, USS FULLAM, USS GUEST, USS MERTZ ( DD-691 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS MERTZ und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH, USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten all diese Schiffe den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Am 15. September erfolgte die Landung amerikanischer Truppen. Die USS MONSSEN unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen am 15. und 16. September die Landeeinheiten und feuerte auf japanische Küstenbefestigungen. Am 17. September begann die Landeoperation auf Angaur. Die Schweren Schiffseinheiten aus der TG 32.5 hatten dafür mit ihren Geschützen den Weg für die Infanteriesoldaten freigeschossen. Die USS MONSSEN sicherte sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen aus der freien Gruppierung die Schiffe der Transportgruppe, welche nach Angaur fuhren. Anschließend begannen für den Zerstörer nun wieder Patrouillenfahrten in den Gewässern rund um die Palau Inseln, da die meisten Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer sich zum Seeadler Harbor, Manus Admiralitätsinseln ab dem 20. September zurückgezogen hatten. Die USS MONSSEN verließ am 23. September die Palau Inseln und fuhr zum Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesem natürlichen Hafen legte der Zerstörer am folgenden Tag an. Man gliederte die USS MONSSEN in die Task Group 77.2 ein, die Fire Support Group für die Operation „King II“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS MONSSEN, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS BENNION, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS KILLEN ( DD-593 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Die Kriegsschiffe und deren Besatzungen wurden nun auf die kommenden Kämpfe um die philippinischen Inseln vorbereitet. Doch kurz vor dem Ablegen der TG 77.2 versetzte man die USS MONSSEN in die Task Group 79.11. Einer neugebildeten Task Group, über die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ebenfalls den Oberbefehl führte. In dieser TG befanden sich noch die Schwesterschiffe USS McGOWAN, USS REMEY und USS MELVIN. Alle vier Zerstörer legten am 11. Oktober im Seeadler Harbor ab und eskortierten mehrere Panzerlandungsboote und Infanterielandungsfahrzeuge bis zu den Inseln Dinagat, Suluan und Hibuson im Golf von Leyte, Philippinen. Am Morgen des 17. Oktober erreichten die Schiffe ihre Einsatzgebiete und begannen sofort mit den Anlandungen auf Dinagat Island und Hibuson Island. Beide Inseln waren von den Japanern nicht besetzt worden und konnten ohne Verluste eingenommen werden. Nur auf der kleinen Insel Suluan befand sich eine kleine japanische Einheit mit einer Radarstation. Diese Radarstation wurde zu allererst zerstört und nach wenigen Stunden waren auch die japanischen Verteidiger aufgerieben. Die USS MONSSEN patrouillierte zusammen mit der USS MELVIN, USS REMEY und USS McGOWAN derweil zur Sicherheit westlich der Inseln damit kein feindliches Schiff die geplanten Aktionen stören konnte. Kurz vor Mitternacht zum 20. Oktober fuhren die Schiffe der Task Force 77 in den Golf von Leyte ein und bereiteten sich auf die amphibische Landung von Leyte vor. Die USS MONSSEN integrierte man wieder in die TG 77.2. Nach dem Bombardement der Fire Support Group patrouillierte der Zerstörer vor der Küste bei Dulag. Der Zerstörer unterstütze in den folgenden Tagen mit seinen Schiffsgeschützen die dort gelandeten Soldaten. Zum Entsatz der japanischen Truppen auf Leyte sollten zwei japanische Kriegsschiffsverbände von Süden her zu der philippinischen Insel vordringen. Am Nachmittag des 24. Oktober verlegte man die USS MONSSEN zu einem Anti-Torpedoboot Abwehrschirm, der für die Surigao Straße gebildet wurde und der Task Group 77.2 angehörte. Man hatte Hinweise erhalten, dass drei japanische Flotten zur Unterstützung der auf Leyte stationierten japanischen Truppen unterwegs waren. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) welche von den Zerstörern USS CONY ( DD-508 ), USS THORN ( DD-647 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS AULICK ( DD-569 ) und USS CLAXTON( DD-471 ) gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD und USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE ( CL-47 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS BEALE, USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ) und USS REMEY ( DD-688 ). Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Die USS MONSSEN sollte zusammen mit den anderen Zerstörern und den Torpedobooten aus der rechten Flanke her gegen die japanischen Schiffe einen Torpedoangriff führen, wenn die Japaner gemeldet und in die Meerenge der Surigao Straße kamen. Die USS MONSSEN und die USS McDERMUT lagen in der Nähe des Ufers von der Insel Leyte als die japanische Southern Force gegen Mitternacht gemeldet wurde. Zwischen 3:00 Uhr und 3:01 Uhr begann die linke Flanke mit dem Start von Torpedos und in weniger als zwei Minuten befanden sich 27 Aale im Wasser. Unter dem Kommando von Commander Charles Kniese Bergin ( 25. Januar 1904 in Baltimore, Maryland – 6. Dezember 1964 ), Kommandeur der USS MONSSEN, begannen beide Zerstörer um 3:10 Uhr mit ihrem Torpedoangriff. Zehn Minuten später erfolgten die ersten Explosionen. Ein Torpedo der USS MONSSEN traf das japanische Schlachtschiff YAMASHIRO. Die dann erfolgte Explosion konnte das schwere Schiff aber nicht stoppen. Drei Torpedos der USS McDERMUT hatten aber ihre Ziele gefunden. Einer dieser Torpedos traf den Zerstörer YAMAGUMO und explodierte in einem Munitionsbunker. Das japanische Kriegsschiff wurde augenblicklich in Stücke zerrissen und versank mit allen Besatzungsmitgliedern auf der Stelle. Der zweite und der dritte Torpedo trafen jeweils auf die Zerstörer MICHISHIO und ASAGUMO. Die MICHISHIO trieb anschließend ohne Antrieb im Wasser und wurde von der USS HUTCHINS versenkt. Bei der ASAGUMO war der Bug weggesprengt worden. Dieses japanische Kriegsschiff wurde durch die USS CONY mit Hilfe eines weiteren Zerstörers und den Granaten zweier Kreuzer versenkt. Nach dem Abfeuern der Torpedos zogen sich die USS MONSSEN und die USS McDERMUT nach Norden zurück um nicht in das Kreuzfeuer der amerikanischen Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer zu geraten. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Man versetzte nun die USS MONSSEN in die Task Force 79, wo man am Abend des 25. Oktober zwölf Panzerlandungsschiffe in der Task Undergroup 79.14.9 zusammengefasst hatte. Zusammen mit den Zerstörern USS McDERMUT, USS TWIGGS ( DD-591 ) und USS WICKES ( DD-578 ) sollten diese Panzerlandungsschiffe zum Seeadler Harbor auf Manus Island eskortiert werden. Am Morgen des 26. Oktober verließen die Schiffe dieser TU Leyte und fuhren zuerst zu der Insel Mios Woendi wo ein amerikanischer Marinestützpunkt war und wurden dort betankt. Danach ging die Fahrt nach Manus weiter. Im Seeadler Harbor legten die Schiffe dann am 1. November an. Von Manus aus eskortierte die USS MONSSEN zusammen mit anderen Zerstörern im November mehrere Schiffskonvois nach Leyte. Anschließend erhielt der Zerstörer den Befehl, am 9. Dezember im Seeadler Harbor abzulegen und nach Bougainville, Westsalomonen zu fahren. Den dortigen Hafen erreichte das Kriegsschiff am 12. Dezember. Noch am selben Tag legte die US MONSSEN wieder ab und eskortierte das Docklandungsschiff USS WHITE MARSH nach Hollandia, Neuguinea. Hier wurden die amphibischen Landemanöver, die auf der philippinischen Insel Luzon ausgeführt werden sollten, geübt. Am 21. Dezember wechselte die USS MONSSEN zum Seeadler Harbor. Zu diesem Hafen wurden Transportschiffe eskortiert, die von den Ostsalomonen kamen. Hier reihte sich die USSMONSSEN in die Eskorte mit ein und der gesamte Schiffskonvoi fuhr anschließen bis nach Leyte weiter. Dieser Schiffskonvoi wurde hier schon erwartet. Die USS MONSSEN gliederte man in die Task Force 77 ein die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 in Annapolis, Maryland – 21. Februar 1946 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Dort gehörte der Zerstörer zur Sicherungsgruppe der Amphibious Group 3, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly befehligte. In dieser Amphibious Group befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS APPALACHIAN ( AGC-1 ), 13 Schnelle Truppentransporter, 17 Angriffstransportschiffe, 3 Transportschiffe, 7 Angriffsfrachtschiffe, 8 Frachtschiffe, 10 Liberty Schiffe und 50 Panzerlandungsschiffe, die die Soldaten der 25. Infanteriedivision, der 158. RCT und der 13. Panzerdivision transportierten. Diese Schiffe wurden von den Zerstörern USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MELVIN und USS NORMAN SCOTT sowie den Geleitzerstörern USS GREENWOOD ( DE-679 ) und USS LOESER ( DE-680 ) eskortiert. Die Luftsicherung übernahmen die Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SAGINAW BAY und USS PETROF BAY und den Geleitzerstörern USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ). Am 7. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten am 11. Januar den Golf von Lingayen, zwei Tage nach dem Beginn der amphibischen Landeoperation auf der philippinischen Insel Luzon. Schon während der Fahrt nach Luzon versetzte man die USS MONSSEN in die Task Undergroup 77.9.12. Innerhalb dieser TU hatte der Zerstörer die Aufgabe erhalten, die Schnellen Truppentransportschiffe, die Underwater Demolition Teams transportierte, innerhalb des Lingayen Golfs vor Angriffen japanischer Flugzeuge zu beschützen. An diesem 11. Januar erlebte man auf dem Kriegsschiff zum ersten Mal die mörderischen Methoden der Kamikazepiloten. Drei feindliche Flugzeuge steuerten direkt auf die USS MONSSEN zu. Die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen aus allen Rohren auf diese Maschinen. Eines der Flugzeuge explodierte rund dreißig Meter vor dem Einschlag auf einem Handelsschiff. Das zweite Flugzeug das getroffen worden war schlug auf dem Schnellen Truppentransporter USS BELKNAP ( APD-34 ) in Höhe des zweiten Geschützes ein. 38 Mannschaftsmitglieder fanden dabei den Tod und 49 wurden zum Teil schwer verwundet. Der Schnelle Truppentransporter konnte sich aus eigener Kraft aus dem Operationsgebiet zurück ziehen. Die USS MONSSEN sicherte in den folgenden Tagen weiterhin die Schiffe der Underwater Demolition Teams ab und beschoss zusätzlich japanische Ziele in Küstennähe. Bis zum 15. Januar blieb der Zerstörer vor dem Brückenkopf bei San Fabian. An diesem Tag verließ die USS MONSSEN zusammen mit den Zerstörern der DESRON 54 wieder Luzon und eskortierte die entladenen Transport- und Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay auf Leyte. Von hier aus wechselten die Zerstörer zum Atoll Ulithi und legten am 19. Januar in der natürlichen Lagune an. Hier gliederte man sie in die Task Group 58.5 ein, die Rear Admiral Matthias Bennett Gardner ( 28. November 1897 – 24. August 1975 ) während der Operation “Detachment and Jamboree” kommandierte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) auf denen Nachtjäger stationiert waren, der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McNAIR, USS NORMAN SCOTT, USS LONGSHAW ( DD-559 ) und ein weiterer. Am 10. Februar verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TF 58 das Atoll Ulithi. Ziel war das japanische Festland. Die Aufgabe der TG 58.5 bestand darin die Aktivitäten der der Task Force mit Luftangriffen in der Nacht fortzusetzen. Am 13. Februar begann das allgemeine betanken der Schiffe durch die Tanker der TG 50.8 und am 16. Februar lagen die Schiffe der TG rund 125 Seemeilen südöstlich von Tokio. Sofort beginnen die Luftangriffe der amerikanischen Trägerflugzeuge gegen japanische Flugplätze, gegen die Luftabwehr und gegen Flugzeugfabriken im Raum Tokio. Die USS MONSSEN lieferte als Radarvorpostenschiff zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Doch die Wetterlage verschlechterte sich zusehends und die Luftangriffe der amerikanischen Piloten werden stark behindert. Am folgenden Tag wurden Schiffsziele im Raum Yokohama aufs Korn genommen. Für den 18. Februar war der allgemeine Rückzug aus den japanischen Gewässern vorgesehen gewesen. Das Ziel waren die Gewässer um die Bonin Insel Chichi Jima. Hier warteten Tanker zur Versorgung der Flotte. Die Schiffe der TG 58.5 übernahmen dabei den Schutz der Aktion. Anschließend wendet man sich gegen Iwo Jima und unterstützte dort die Landung der amerikanischen Marines. In der Nacht vom 20. zum 21. Februar gliederte man die TG 58.5 um. Die USS MONSSEN versetzte man in die Task Group 58.2, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ kommandierte. Der Zerstörer befand sich innerhalb dieser TG in der Task Undergroup 58.2.3 Die dortigen Zerstörer waren zur Sicherung der Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer innerhalb der TG herangezogen worden. In der TU befand sich der Leichte Kreuzer USS FLINT und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS YARNALL ( DD-541 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS HALSEY POWELL ( DD-681 ) und USS LONGSHOW ( DD-559 ). Doch schon am 23. Februar bildete man die Task Group 58.5 wieder mit den schon vorher darin befindlichen Zerstörern sowie dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE, dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, dem Schweren Kreuzer USS BALTIMORE und dem Leichten Kreuzer USS FLINT. Am 26. Februar lagen diese Schiffe vor der Bonin Insel Chichi Jima und bombardierten dort japanische Stellungen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Bonin Inseln und begannen ab dem 1. März mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa und versenkten in den dortigen Häfen unzählige Schiffe. Anschließend kehrten die Schiffe der TG 58.5 zu den Bonin Inseln zurück und das Bombardement auf Chichi Jima begann ab dem 3. März von neuem. Am 9. März verließen dann die Schiffe der TG die Bonin Inseln und fuhren zum Atoll Ulithi, wo sie drei Tage später anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu versetzte man die USS MONSSEN in die Task Group 58.4, die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM und USS ALASKA, die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS WADLEIGH, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu und Kobe und gegen die Marinebasis bei Kure, sowie auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März und diese waren nun täglich zu erwarten. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem weiteren massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa und in den ersten sechs Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen die Japaner einen ersten massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS MONSSEN befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS MONSSEN an diesem Tag keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März sich zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS MONSSEN erhielt nun die Aufgabe die amerikanischen schweren Schiffe vor japanischen Luft- und Unterwasserangriffen zu sichern. Am 9. April konnte daher der Zerstörer zusammen mit der USS MERTZ mit ihrem Sonar das japanische U-Boot RO-46 rund 130 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa aufstöbern. Mit den abgeworfenen Wasserbomben konnte man das feindliche U-Boot nur leicht beschädigen. Es konnte entkommen. Aber zwanzig Tage später stöberte es ein Trägerflugzeug des Geleitflugzeugträgers USS TULAGI ( CVE-72 ) auf und versenkte es. Die USS MONSSEN führte ihre aufgetragenen Aufgaben in den folgenden Tagen weiterhin fort. Die Schiffe der TG 58.4 zogen sich dann ab dem 11. Mai aus den Gewässern von Okinawa zurück und erreichten das Atoll Ulithi drei Tage später. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und die Bunker gefüllt. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS MONSSEN von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS WADLEIGH, USS TRATHEN, USS NORMAN SCOTT, USS UHLMANN und USS McCORD. Ein Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge der TG 38.4 bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS MONSSEN versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. . In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS ERBEN ( DD-531 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-527 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USSAULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Am 14. Juli bildete man die Task Undergroup 34.8.2, die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI und USS WISCONSIN, die Leichten Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ) und USS DAYTON ( CL-105 ) und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Diese Kriegsschiffe fuhren in der Nacht vom 14. zum 15. Juli zur Hafenstadt Muroran, im Süden von Hokkaido und bombardierten dort die Hafenanlagen und die im Hafen liegenden Schiffe. Das war der erste Beschuss des japanischen Kernlandes durch Überwasserkriegsschiffe. Anschließend zogen sich die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 34.8.2 wieder zurück und reihten sich in die TG 38.3 wieder ein. Doch am Abend des 16. Juli bildete man erneut die TU 34.8.2 die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. befehligte. In der TU befanden sich diesmal die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI, USS WISCONSIN, USS NORTH CAROLINA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Leichten Kreuzer USS DAYTON und USS ATLANTA und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR und zwei weitere. Noch am 16. Juli wird die japanische Hafenstadt Wanishi bombardiert und am 17. Juli bombardierten die Kriegsschiffe der TU gemeinsam mit dem britischen Schlachtschiff HMS KING GEORGE V und zwei britischen Zerstörern die japanische Hafenstadt Hitachi. Anschließend gliederten sich die amerikanischen Schiffe wieder in die Task Group 38.3 ein und übernahmen dort ihre gestellten Aufgaben. Derweil waren am 14. und 15. Juli massive Luftschläge gegen japanische Häfen und deren Anlagen erfolgt. Dabei wurden viele feindliche Schiffe versenkt oder beschädigt. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen an und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Am 10. August verließ die USS MONSSEN zusammen mit den Zerstörern USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McGOWAN, USS REMEY, USS McNAIR und USS MERTZ die Schiffe der TG 38.3 und hatten das Ziel über Paramushiru, Kurilen den Hafen auf Adak, Aleuten anzulaufen. Hier reihten sich die Schiffe in die Task Force 92 ein, die Rear Admiral John H. Brown, Jr. befehligte. In der TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS CONCORD ( CL-10 ) und die Zerstörer USS MONSSEN,USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS BEARSS ( DD-654 ), USS JOHN HOOD ( DD-655 ), USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS ANDERSON ( DD-411 ) und USS HUGHES ( DD-410 ). Auf dem Weg nach Adak beschossen diese Schiffe am 11. und 12. August japanische Stellungen von der südlich gelegenen Kurileninsel Matsuwa Island bis nach Paramushiru, Kurilen. In der Nacht vom 14. zum 15. August lief die USS MONSSEN zusammen mit den anderen Schiffen in den Hafen auf Adak ein. Hier erhielt man auf dem Zerstörer die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans gegenüber den USA. Gleichzeitig bekam man auf dem Kriegsschiff neue Instruktionen. Das Kommando über die Task Force 92 übernahm nun Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Mashalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In dieser TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA, die Leichten Kreuzer USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS MONSSEN, USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS ANDERSON, USS JOHN HOOD, USS BEARSS und USS WAINWRIGHT ( DD-419 ). Am 31. August legten diese Schiffe in Adak ab und fuhren zur Ominato Naval Base auf Honshu und beteiligten sich dort ab dem 8. September an der Okkupation Japans. Hier sollten die Kriegsschiffe zusammen mit den Schiffen der 3. US Flotte während der Besetzung des nördlichen Honshu – Hokkaido Gebietes operieren. Am 15. September verließ die USS MONSSEN zusammen mit der USS REMEY und USS MERTZ allerdings schon wieder die japanischen Gewässer und fuhr in Richtung Osten. Einen Zwischenstopp legten die Kriegsschiffe in der Marinebasis Pearl Harbor an. Am 24. September verließen die Zerstörer wieder die Hawaiianischen Inseln und fuhren an die US Westküste. In den Hafen von San Francisco lief der Zerstörer am 30. September ein. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien unterzog sich das Kriegsschiff einer intensiven Überholung. Im Dezember wechselte die USS MONSSEN dann nach San Diego. Hier stellte man am 30. April 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS MONSSEN für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Charles Rutter Norris, Jr. stellte am 31. Oktober 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Im März wechselte der Zerstörer dann zur Atlantikflotte und durchquerte deshalb den Panamakanal. Der neue Heimathafen des Kriegsschiffes wurde Newport, Rhode Island. Hier gehörte die USS MONSSEN zur DESRON 34 innerhalb der 2. US Flotte, da die meisten reaktivierten Zerstörer in den Fernen Osten geschickt wurden um die UN Streitkräfte in Korea zu unterstützen. In den folgenden anderthalb Jahren operierte die USS MONSSEN im westlichen Atlantik und in der Karibik. Am 3. Mai 1954 stach der Zerstörer von Newport erneut in See. Ziel war nun der Ferne Osten. Nach der Durchquerung des Panamakanals integrierte sich das Kriegsschiff innerhalb der 7. US Flotte und beteiligte sich an deren Einsätzen im westlichen Pazifik. Ab dem 7. Juni patrouillierte die USS MONSSEN so für die folgenden vier Monate vor der koreanischen Küste und in der Taiwan Straße. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer an Übungen in japanischen Gewässern und rund um Okinawa. Die Heimfahrt des Kriegsschiffes begann ab dem 5. Oktober. Von Japan aus erfolgte die weitere Kreuzfahrt in Richtung Westen. Nach der Durchquerung des Suezkanals legte das Kriegsschiff zu Weihnachten im Hafen von Newport an. In den folgenden drei Jahren beteiligte sich der Zerstörer an lokalen Übungen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Erst im Frühjahr 1956, als die politischen Spannungen im östlichen Mittelmeerraum nur noch einen Funken benötigten um sich in einem Krieg zu entladen, entsandte man die USS MONSSEN wieder in das Mittelmeer zur Unterstützung der 6. US Flotte. Mitte Mai verließ der Zerstörer wieder das Mittelmeer und fuhr nach Newport. Hier beteiligte sich der Zerstörer in den folgenden fünf Monaten an der Ausbildung der neuintegrierten Besatzungsmitglieder und an Anti-U-Boot Übungen. Im Juli 1956 verstaatlichte Ägypten den Suezkanal. Dadurch verhängten noch im selben Monat mehrere Staaten Westeuropas finanzielle Vergeltungen. Trotz verschiedener Friedenspläne, die im August und September von den beiden Großmächten vorgeschlagen worden waren, brach Ende Oktober nicht nur im östlichen Mittelmeerraum der Krieg offen aus. So gab es zivile Unruhen auf Zypern zwischen Griechen und Türken, ein im Juli entfachter Arbeiteraufstand von Posen in Polen endete am 21. Oktober mit einer demokratischen Wahl, in Ungarn brach am 23. Oktober ein Volksaufstand aus, der erst am 4. November durch große Teile der Sowjetarmee niedergeschlagen werden konnte, und auf der Sinaihalbinsel, Ägypten griffen britische, französische und israelische Truppen ab dem 29. Oktober die den Suezkanal bewachenden ägyptischen Soldaten an und wollten den Kanal in den kolonialen Urzustand überführen. Auf Grund des massiven politischen drucks beider Großmächte und der UNO, mussten die Aggressoren Großbritannien, Frankreich und Israel am 6. November den Kampf einstellen und sich aus dem Gebiet zurück ziehen. Die USS MONSSEN und andere amerikanische Kriegsschiffe fuhren am 6. November in den Mittelmeerraum ein und begannen den Rückzug zu überwachen. Der Zerstörer patrouillierte, bis auf wenige Ausnahmen, bis Ende Januar 1957 vor der Sinaihalbinsel und überwachte den Rückzug der israelischen Streitkräfte. Solch eine Ausnahme war der 23. Dezember. An diesem Tag lag der Zerstörer im Hafen von Venedig. Nach der Rückkehr an die US Ostküste blieb die USS MONSSEN das Jahr 1957 im westlichen Atlantik. Der Zerstörer lag zusammen mit dem Schwesterschiff USS REMEY am 18. Mai im Hafen von New York. Hier untersuchte man den Zustand des Schiffskörpers. Man war sich darüber einig, dass die USS MONSSEN noch für andere Zwecke eingesetzt werden kann, die aber mit eventuellen Kampfeinsätzen nichts zu tun hatten. Deshalb nahm man im September 1957 den Zerstörer aus dem aktiven Dienst und versetzte ihn in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier stellte man am 11. Dezember 1957 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Anfang März 1962 sollte die USS MONSSEN von Boston zur Philadelphia Reserve Group geschleppt werden. Während dieser Überfahrt riss bei schwerer See die Schleppleine. Bei drei bis fünf Meter hohen Wellen und einer Windgeschwindigkeit von 50 Knoten, war der Zerstörer den Elementen vollständig ausgesetzt. Das Schiff lief am 6. März bei Beach Haven Inlet, New Jersey auf Grund und war Bewegungsunfähig. Dort blieb es auch die folgenden sechs Wochen. Die beiden Bergungsschiffe USS PRESERVER ( ARS-8 ) und USS HOIST ( ARS-40 ) sowie die beiden Hebeschiffe USS SALVAGER ( ARSD-3 ) und USS WINDLASS ( ARSD-4 ) bargen die USS MONSSEN. Am 20. April 1962 liefen die Bergungsschiffe zusammen mit dem ehemaligen Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania ein. Hier endete auch die Reise für das ehemalige Kriegsschiff. Die US Navy sah nun keinen Grund mehr dieses defekte Schiff nochmals für die Verteidigung des Landes zuaktivieren. Deshalb strich man am 1. Februar 1963 den Namen USS MONSSEN ( DD-798 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 21. Oktober 1963 an die Union Minerals & Alloys Corporation in New York zum verschrotten.


USS MONSSEN ( DD-798 )
Commanding Oficer

CDR Bernhardt Alois Feutsch          14. Februar 1944 – 21. Juli 1944
CDR Charles Kniese Bergin         21. Juli 1944 – 8. Dezember 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Everett George Sanderson          8. Dezember 1944 – 30. April 1946
Außerdienststellung           30. April 1946 – 31. Oktober 1951
CDR Charles Rutter Norris Jr.          31. Oktober 1951 – 1953
CDR Walter Louis Phaler        1953 – 13. März 1954
CDR Paul Edward Glenn           13. März 1954 – 1956
CDR Samuel Lloyd Collins           1956 – 11. Dezember 1957

USS REMEY ( DD-688 )

USS REMEY ( DD-688 )

Biografie

George Collier Remey
* 10. August 1841 in Burlington, Iowa
† 10. Februar 1928 in Washington DC
War ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg

George Collier Remey beendete sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland im Jahre 1859. Zunächst versah er seinen Dienst an Bord der Kriegskorvette USS HARFORD ( 1858 ) die zum asiatischen Geschwader gehörte. Mit Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges kehrte Remey in die Vereinigten Staaten zurück und diente an Bord des Kanonenbootes USS MARBLEHEAD ( 1861 ). Auf diesem Schiff nahm er von März bis Juli 1862 an der Peninsular Kampagne teil Danach folgte die Blockade von Charleston. Im April 1863 übernahm Remey die Aufgaben eines Executive Officers auf der Schraubenschaluppe USS CANANDAUGUA ( 1862 ) und während des Angriffs auf Fort Wagner vorübergehend das Kommando über die USS MARBLEHEAD. Vom 23. August bis zum 7. September 1863 befahl Remey auf Morris Island eine Küstenbatterie aus Schiffsgeschützen. In der Nacht vom 7. zum 8. September führte er eine zweite Abteilung in einem Boot beim Angriff auf Fort Sumter. Diese Einheit landete am Ufer wo schon konföderierte Soldaten in ihren Verstecken warteten. Es gab ein blutiges aufeinandertreffen. Die komplette Einheit wurde zerschlagen. Remey und einige wenige Überlebende dieser Einheit wurden gefangen genommen. Dreizehn Monate befand sich Remey daraufhin in Columbia, South Carolina konföderierter Haft. Nach dieser Zeit machten beide Kriegsparteien einen Gefangenenaustausch und Remey kehrte in den Norden des Landes zurück wo man ihn an Bord des Seitenrad Kanonenboot USS DE SOTO ( 1859 ) versetzte. Dort blieb er bis zum Ende des Krieges. Im Jahre 1866 versah Remey seinen Dienst an der Westküste von Südamerika. Von 1870 bis 1871 nahm er an der Tehuantepec Survey Expedition teil. Seine neue Dienststelle war dann die Portsmouth Navy Yard in Kittery, Maine wo die Schraubenschaluppe USS ENTERPRISE ( 1874 ) gebaut wurde. Dieses Schiff wurde nach den Entwürfen des Marinearchitekten John Willis Griffiths ( 6. Oktober 1809 – 29. April 1882 ) gebaut. Am 16. März 1877 stellte Commander George Collier Remey das unter seinem Befehl stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Endausrüstung in Norfolk, Vorginia fuhr Remey mit dem Schiff in die Mündung des Mississippi River wo Vermessungsoperationen durchgeführt werden mussten. Im April 1878 kehrte er mit dem Schiff nach Norfolk zurück und legte schon am 27. Mai wieder ab um Vermessungsarbeiten im Amazonas und im Madeira River durchführen zu lassen. Am 1. Oktober 1878 rettete Seemann Thomas Smith ( geboren 1856 – ? ) einen anderen Seeman vor der Küste von Pará, Brasilien vor dem Ertrinken. Dafür erhielt er später die Medal of Honor verliehen. Nach dem Abschluss der Vermessungsarbeiten kehrte die USS ENTERPRISE in den Hafen von New York City zurück wo Reparaturarbeiten durchgeführt werden mussten. Im Dezember 1878 legte das Schiff dort wieder ab und begab sich in das Mittelmeer und in europäische Gewässer wo es mit den dortigen US Navy Schiffen operierte. Am 9. Mai 1880 kehrte Remey mit dem Schiff an die Washington Navy Yard zurück wo es still gelegt wurde. Im Jahre 1885 ernannte man Remey zum Captain. Vier Jahre später versetzte man ihn an die Werft Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wo er am 26. Dezember 1889 den unter seinem Befehl stehende Geschützte Kreuzer USS CHARLESTON ( C-2 ) in den Dienst der US Navy stellte. Dieses Schiff war das Flaggschiff des Pazifik Geschwaders. Nach der Übergabe des Kommandos über dieses Schiff, versetzte man Remey an die Portsmouth Navy Yard wo er den Posten des Kommandanten erhielt. Kurz vor Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Krieg forderte man ihn auf Verantwortung zu übernehmen und übergab ihn das Kommando über die Naval Base in Key West, Florida. Von dort aus leitete Rear Admiral Remey die Versorgung aller Seestreitkräfte in kubanischen Gewässern sowie die Reparatur von Schiffen und organisierte die Versorgung aller US Army Kräfte auf Kuba. Nach dem Krieg kehrte Remey wieder an die Portsmouth Nvy Yard zurück. Am 19. April 1900 übernahm er das Kommando über das asiatische Geschwader für die nächsten zwei Jahre. In dieser Zeit war ein diplomatisches und militärisches Chaos in China durch den Boxeraufstand. Dieses Kommando übergab er am 1. März 1902 an Rear Admiral Frederick W. Rodgers ( 3. Oktober 1842 – 3. November 1917 ). Danach kehrte er wieder in die Vereinigten Staaten zurück und übernahm dort für ein Jahr den Vorsitz des Lighthouse Board. Am 10. August 1903 pensionierte man Rear Admiral George Collier Remey. Er versatrb am 10. Februar 1928 in Washington DC.


USS REMEY ( DD-688 )

Schiffsbiografie

Die USS REMEY ( DD-688 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral George Collier Remey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunundfünfzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 22. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Angelica Gear Remey ( 1879 – 1963 ), Tochter von Rear Admiral George Collier Remey, taufte am 25. Juli 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Reid Puryear Fiala ( 14. Januar 1909 in Brooklyn, New York – 29. Juli 1987 ) stellte am 30. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, wechselte das Kriegsschiff nach Boston, Massachusetts. Hier wählte man am 5. Dezember die USS REMEY dazu aus, das Flaggschiff des Zerstörergeschwaders 54 zu sein. Noch am selben Tag stach der Zerstörer von Boston aus in See und fuhr zum Panamakanal. Die Durchquerung erfolgte am 12. Dezember. Anschließend ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien, wo das Kriegsschiff acht Tage später anlegte. In San Diego selber integrierte man die US REMEY in die 5. Amphibious Force ein und beteiligte sich an deren Training. Anschließend versetzte man den Zerstörer in die Task Force 53, die Northern Attack Force, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illiniois – 1. März 1962 in Jamaika Bay, New YorkCity, New York ) während der Eroberung der Marshall Islands befehligte. In dieser Task Force sollte der Zerstörer einen Schiffskonvoi eskortieren. Am 13. Januar 1944 verließen die Schiffe der TF die kalifornischen Gewässer und fuhren westwärts. Sie legten sechs Tage später in der Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und wurden in die jeweiligen Task Groups versetzt. Die USS REMEY sollte weiterhin die Transportschiffe eskortieren. Neben dem Kriegsschiff befanden sich noch die Zerstörer USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HULL ( DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS ELLET ( DD-398 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten 12 Angriffstransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe, die Landungsboot Mutterschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUBSTON HALL ( LSD-5 ) und 15 Panzerlandungsschiffe welche die Soldaten und der Ausrüstung der 4. Marine Division, Kommandeur Generalmajor Oliver Prince Smith ( 26. Oktober 1893 – 25. Dezember 1977 ), transportierten. Ziel dieser Angriffsflotte war die Insel Roi-Namur, im Archipel der Marshall Islands, welche nördlich von Kwajalein liegt. In der Fire Support Group der TF 53 befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLODADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) und die Zerstörer USS ANDERSON ( DD-401 ), USS PHELPS ( DD-360 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ) und USS JOHNSTON ( DD-557 ). Zur Luftsicherung befanden sich in der Air Support Group die Geleitflugzeugträger USS SAGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) du die Zerstörer USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS DALE ( DD-353 ). Alle diese Schiffe verließen am 22. Januar Pearl Harbor. Auf dem Weg nach Roi-Namur wurden am 29. Januar japanische Stellungen auf dem Atoll Wotje bombardiert. Grund dafür war, dass von dieser Insel die dann eingeschlossenen nicht in den Kampf um Roi-Namur eingreifen können. Am 1. Februar begann nach einem massiven Feuerüberfall die Landung auf Roi-Namur. Die USS REMEY sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die Transportschiffe und Geleitflugzeugträger vor feindliche Luftüberfälle. Dabei fuhr der Zerstörer aber auch bis nah an die Küste der Insel um die eingegrabenen japanischen Küstenbatterien besser bekämpfen zu können. Dabei lief das Kriegsschiff am 5. Februar auf Grund auf und wurde an einem unter Wasser liegenden Riff beschädigt. Das Schadensbegrenzungsteam hatte alle Hände voll zu tun damit das Kriegsschiff nicht zu viel Wasser nimmt. Das entstandene Leck konnte nur von innen notdürftig geschlossen werden. Am folgenden Tag verließ die USS REMEY Roi-Namur und fuhr über das eingenommene Atoll Majuro, Marshall Islands nach Pearl Harbor. Diese Marinebasis erreichte der Zerstörer am 19. Februar. Gleich am nächsten Tag bugsierte man das havarierte Kriegsschiff in ein Trockendock in der Pearl Harbor Naval Shipyard und begann mit den Reparaturarbeiten. Nach deren Abschluss verließ die USS REMEY im März wieder die Marinebasis und eskortierte einen Schiffskonvoi nach San Francisco, Kalifornien. Von hier aus übernahm der Zerstörer am 25. März die Eskorte über den Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ). Mit einem Zwischenstopp in Pearl Harbor zum bunkern von frischem Treibstoff, erreichten beide Kriegsschiffe am 4. April das Atoll Majuro. Fünf Tage später begann die USS REMEY mit dem eskortieren von amerikanischen U-Booten in und aus den Gewässern des Atolls. Diese Eskortierpflichten übernahm der Zerstörer bis zum 29. April. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die Gewässer um Majuro und fuhr nach Pearl Harbor. In der Marinebasis legte die USS REMEY am 4. Mai an. Der Zerstörer blieb in dieser Marinebasis und wurde auf ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Dazu beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 54 an mehreren Übungen, an denen sich auch Flugzeugträger beteiligten. Für die Operation „Forager“ integrierte man die USS REMEY in die Task Group 52.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.1 die Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ ( DD-691 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Ab dem 29. Mai gab es für zwei Tage intensive Trainingseinheiten. Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. Die USS REMEY lag rund 3.700 Meter von der Küste Saipans entfernt, da wurde der Zerstörer durch eine japanische Küstenbatterie getroffen und beschädigt. Umgehend wurden die Schiffsgeschütze auf dieses Ziel ausgerichtet und abgefeuert. Zwei feindliche Geschütze wurden dabei getroffen und vernichtet. Nun zog sich der Zerstörer aus der Ufernähe von Saipan zurück und erhielt von einer japanischen Küstenbatterie auf der Insel Tinian weitere Treffer. Das Kriegsschiff war allerdings dadurch nicht schwer beschädigt. Es konnte seine Pflichten während der Operation innerhalb der Marianen weiter wahrnehmen. Das Bombardement der amerikanischen Schiffe auf die feindlichen Stellungen, hauptsächlich auf Saipan, wurden auch am 16. Juni während der Anlandung zur Absicherung des Brückenkopfes beibehalten. An diesem Tag schirmte die USS REMEY das Schlachtschiff USS TENNESSEE vor Tinian ab und vernichtete mit ihren abgefeuerten Granaten drei weitere japanische Geschütze aus einer Küstenbatterie. Am 17. Juni erhielt man auf dem Zerstörer die Information, dass sich eine japanische Flotte von den Philippinen her auf den Weg gemacht habe um die Amerikaner zu bedrängen und bereitete sich darauf vor diese Flotte abzufangen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen trotzdem ihre Einsätze weiter gegen Saipan und Tinian. Die USS REMEY blieb bei den Inseln der Marianen und sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die dort verbliebenen Schlachtschiffe. Zwei Tage später begann die Schlacht in der Philippine Sea. Dabei bildeten die Task Groups 58.1, 58.2 und 58.3 eine bewegliche Jagdflotte. An diesem ersten Tag der zweitägigen Schlacht, griffen japanische Trägerflugzeuge die Schiffe der Task Force 58 an. Den Befehl zum Luftangriff erteilte der japanische Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1886 – 9. November 1966 ). Später bezeichnete man den Angriff der japanischen Piloten als Tontaubenschießen. Über 270 feindliche Flugzeuge wurden in den beiden Tagen abgeschossen. Zusammen mit den Landgestützten waren es gar 346 Flugzeuge. Im Gegensatz dazu haben die Amerikaner nur 30 Flugzeuge verloren. Außerdem wurden am ersten Tag der Schlacht die beiden japanischen Flugzeugträger SHOKAKU und TAIHO versenkt. Am zweiten Tag konnte noch der Flugzeugträger HIYO und zwei Öltanker versenkt werden. Ab dem 22. Juni nahm man die Bombardierung japanischer Stellungen und Truppenkonzentrationen auf Saipan und Tinian wieder auf. In den letzten Tagen des Junis und im gesamten Juli blieb der Zerstörer in den Gewässern der Nördlichen Marianen und unterstützte die amerikanischen Soldaten bei der Eroberung der Inseln mit den Schiffsgeschützen. Bis zum 8. August blieb USS REMEY, dann verließ der Zerstörer die die Gewässer der Nördlichen Marianen und hatte Befehl nach Guadalcanal zu fahren um sich dort an amphibische Landemanövern zu beteiligen. Diese waren die Vorbereitung für die Palau Offensive. Vorher lief der Zerstörer aber nach Eniwetok und bunkerte frischen Treibstoff. Anschließend lief der Zerstörer den Hafen Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln an um auch hier frischen Treibstoff zu bunkern. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff direkt nach Port Purvis auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesem Hafen legte er am 24. August an. Man versetzte den Zerstörer in die neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach die USS REMEY mit anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS WADLEIGH, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS REMEY und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Am 15. September erfolgte die Landung auf Peleliu. Die USS REMEY unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Landeeinheiten und feuerte auf japanische Küstenbefestigungen bei Babelthuap. Die Landeoperation auf Angaur begann am Morgen des 17. September. Die Schweren Schiffseinheiten aus der TG 32.5 hatten dafür mit ihren Geschützen den Weg für die Infanteriesoldaten freigeschossen. Die USS REMEY sicherte die Schiffe der Transportgruppe, welche nach Angaur fuhren. Anschließend begannen für den Zerstörer nun wieder Patrouillenfahrten in den Gewässern rund um die Palau Inseln, da die meisten Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer sich zum Seeadler Harbor, Manus Admiralitätsinseln ab dem 20. September zurückgezogen hatten. Die USS REMEY war zusammen mit anderen Zerstörern nun auch auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Doch schon am 21. September löste man den Zerstörer aus der TF 32 heraus. Das Kriegsschiff gehörte nun zur Task Group 33.19, welche von Rear Admiral William Henry Purnell Blany ( 28. Juni 1890 in New York City – 12. Januar 1954 in St. Albans, New York ) kommandierte, und eskortierte mehrere Panzerlandungsschiffe auf denen sich die Soldaten des RCT 323 der 81. Infanteriedivision befanden. Diese hatten die Aufgabe gestellt bekommen, das Atoll Ulithi, Karolinen einzunehmen und zu sichern. Dieses Atoll besaß eine strategisch wichtige Lagune und war von den Japanern nicht besetzt worden. Dort sollte die USS REMEY zusammen mit anderen Zerstörern dann die Anti-U-Boot- und Luftsicherung übernehmen. Am 23. September erreichten die Schiffe das Atoll und die Soldaten des 323. RCT der 81. Infanteriedivision können ohne auf Widerstand zu stoßen die Insel sichern. Noch am selben Tag verließ die USS REMEY die Gewässer des Atolls und eskortierte Panzerlandungsschiffe nach Hollandia, Neuguinea. Anschließend fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbor, Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesem natürlichen Hafen legte das Kriegsschiff am 27. September an. Man gliederte die USS MERTZ in die Task Group 77.2 ein, die Fire Support Group für die Operation „King II“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND, USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS DENVER, USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS BENNION, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS KILLEN ( DD-593 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Die Kriegsschiffe wurden nun auf die kommenden Kämpfe um die philippinischen Inseln vorbereitet. Doch kurz vor dem Ablegen der TG 77.2 versetzte man die USS REMEY in die Task Group 79.11. Einer neugebildeten Task Force, über die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ebenfalls den Oberbefehl führte. In dieser TG befanden sich noch die Schwesterschiffe USS MONSSEN, USS McGOWAN und USS MELVIN. Alle vier Zerstörer legten am 11. Oktober wieder ab und eskortierten mehrere Panzerlandungsboote und Infanterielandungsfahrzeuge bis zu den Inseln Dinagat, Suluan und Hibuson im Golf von Leyte, Philippinen. Am Morgen des 17. Oktober erreichten die Schiffe ihre Einsatzgebiete und begannen sofort mit den Anlandungen auf Dinagat Island und Hibuson Island. Beide Inseln waren von den Japanern nicht besetzt worden und konnten ohne Verluste eingenommen werden. Nur auf der kleinen Insel Suluan befand sich eine kleine japanische Einheit mit einer Radarstation. Diese Radarstation wurde zu allererst zerstört und nach wenigen Stunden waren auch die japanischen Verteidiger aufgerieben. Die USS REMEY patrouillierte zusammen mit der USS MELVIN, USS McGOWAN und USS MONSSEN derweil zur Sicherheit westlich der Inseln damit kein feindliches Schiff die geplanten Aktionen stören konnte. Kurz vor Mitternacht zum 20. Oktober fuhren die Schiffe der Task Force 77 in den Golf von Leyte ein und bereiteten sich auf die amphibische Landung von Leyte vor. Die USS McGOWAN integrierte man wieder in die TG 77.2. Nach dem Bombardement der Fire Support Group patrouillierte der Zerstörer vor der Küste bei Dulag. Der Zerstörer unterstütze in den folgenden Tagen mit seinen Schiffsgeschützen die dort gelandeten Soldaten. Zum Entsatz der japanischen Truppen auf Leyte sollten zwei japanische Kriegsschiffsverbände von Süden her zu der philippinischen Insel vordringen. Am Nachmittag des 24. Oktober verlegte man die USS REMEY zu einem Anti-Torpedoboot Abwehrschirm, der für die Surigao Straße gebildet wurde und der Task Group 77.2 angehörte. Man hatte Hinweise erhalten, dass drei japanische Flotten zur Unterstützung der auf Leyte stationierten japanischen Truppen unterwegs waren. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) welche von den Zerstörern USS CONY ( DD-508 ), USS THORN ( DD-647 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS AULICK ( DD-569 ) und USS CLAXTON( DD-471 ) gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD und USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS BEALE, USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS BACHE ( DD-470 ) und USS KILLEN ( DD-593 ). Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Die USS REMEY sollte zusammen mit den anderen Zerstörern und den Torpedobooten aus der rechten Flanke her gegen die japanischen Schiffe einen Torpedoangriff führen, wenn die Japaner gemeldet und in die Meerenge der Surigao Straße kamen. Ab 2:11 Uhr beschatteten die langsamen PT-Boote die japanischen Schiffe. Die USS REMEY führte die östliche Angriffseinheit daraufhin nach Süden. Die USS McGOWAN und USS MELVIN folgten und waren zum Angriff bereit. Gegen 2:35 Uhr erhielt man auf der USS REMEY einen ersten Radarkontakt. Die Zerstörer begannen trotz Navigationsschwierigkeiten ihre Ziele ins Visier zu nehmen. Kurz vor 3:00 Uhr erleuchtete ein feindlicher Suchscheinwerfer kurz die USS REMEY und zwischen 3:00 Uhr und 3:01 Uhr begann die linke Flanke mit dem Start von Torpedos und in weniger als zwei Minuten befanden sich 27 Aale im Wasser. Zusammen mit der USS McGOWAN und der USS MELVIN begann die USS REMEY mit dem Torpedoangriff auf die japanischen Kriegsschiffe. Doch keiner der abgefeuerten Torpedos von der USS REMEY erzielte einen Treffer. Gleich danach verlassen die Zerstörer ihre Positionen und die Schlachtschiffe und Kreuzer beginnen mit ihrem Beschuss der japanischen Flotten. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Die USS McGOWAN nahm nun in den ersten beiden Tagen nach der Schlacht wieder ihre Patrouillenaufgaben vor der Küste von Leyte wahr und suchte auch nach Überlebenden. Am 27. Oktober verließ die USS REMEY zusammen mit der USS MERTZ dann den Golf von Leyte und fuhr nach Hollandia in die Humboldt Bay. In diesem natürlichen Hafen lief der Zerstörer am 30. Oktober ein. Hier stellte man eine kleine Flotte von Landungsfahrzeugen zusammen, die die Soldaten zur Verstärkung nach Leyte bringen sollten. Am 9. November verließ dieser Schiffskonvoi Hollandia und neben anderen Zerstörern eskortierte die USS REMEY und USS MERTZ diese Schiffe bis nach Leyte. Diese philippinische Insel erreichte der Schiffskonvoi am 15. November. Gleich nach dem Landen der Versorgungsschiffe verließ die USS REMEY diesen Schiffskonvoi und fuhr zum Seeadler Harbor auf Manus Island. Hier lagen schon mehrere Kriegsschiffe, die zur Task Force 77 gehörten. Diese Flotte sollte Landungsfahrzeuge bis zur philippinischen Insel Mindoro eskortieren damit die mitgeführten Soldaten diese Insel einnehmen konnten. Heikel dabei war die Sulu See. Diese Gewässer kontrollierten die Japaner seit Anfang 1942. Die USS REMEY eskortierte von Manus Island aus die wartenden Landungsfahrzeuge zu den Palau Inseln und ankerte in der Kossol Roads. Dort blieb der Zerstörer bis zum 10. Dezember und wurde in die Task Undergroup 77.12.7 integriert, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ) die von den Zerstörern USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS McDERMUT, USS TWIGGS, USS PATTERSON ( DD-392 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und USS BRAINE ( DD-630 ) eskortiert und gesichert wurden. Am 10. Dezember hievten die Schiffe der Task Group 77.12 in der Kossol Roads ihre Anker und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Die Sulu See erreichten die Schiffe drei Tage später. Vier japanische Flugzeuge griffen den Verband nördlich von Mindanao bei Baliangao an. Drei der Kamikazepiloten konnten dabei abgeschossen werden noch bevor diese sich auf ein Schiff stürzen konnten. Der Pilot des vierten Flugzeuges stürzte sich in die Backbordseite der USS HARADEN. Dabei fiel der vordere Maschinenraum aus und das Deck wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Zerstörer war nicht mehr manövrierfähig. Am 14. Dezember lagen die Schiffe der TU 77.12.7 zwischen den philippinischen Inseln Panay und Negros. Die Flugzeuge der Träger stiegen auf und begannen japanische Stellungen auf den beiden Inseln zu bombardieren. Am folgenden Tag wechselten die Schiffe der TU nach Mindoro, an diesem Tag begannen die Anlandungen der mitgeführten Soldaten auf Mindoro, und die Flugzeuge der Träger beteiligten sich an dem Bombardement feindlicher Stellungen. Am 16. Dezember fuhren die Schiffe der TU 77.12.7 auf eine Position, von wo aus die Trägerflugzeuge japanische Stellungen auf den Inseln Negros, Panay, Palawan und Mindanao bombardieren konnten. Gleich im Anschluss, nachdem alle Flugzeuge wieder auf ihren Trägern gelandet waren, verließen die Schiffe der TU ihre Position und fuhren zu den Palau Inseln zurück. Die dortige Kossol Roads erreichten sie am 19. Dezember. Doch hier blieb die USS REMEY nicht lange. Der Zerstörer fuhr nach dem bunkern von Munition und Treibstoff in die San Pedro Bay im Leyte Golf und begann dort ab dem 26. Dezember mit Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Man wartete hier auf einen Schiffskonvoi, der von den Ostsalomonen kam. Die USS REMEY gliederte man in die Task Force 77 ein die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 in Annapolis, Maryland – 21. Februar 1946 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Dort gehörte die USS REMEY zur Sicherungsgruppe der Amphibious Group 3, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly befehligte. In dieser Amphibious Group befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS APPALACHIAN, 13 Schnelle Truppentransporter, 17 Angriffstransportschiffe, 3 Transportschiffe, 7 Angriffsfrachtschiffe, 8 Frachtschiffe, 10 Liberty Schiffe und 50 Panzerlandungsschiffe, die die Soldaten der 25. Infanteriedivision, der 158. RCT und der 13. Panzerdivision transportierten. Diese Schiffe wurden von den Zerstörern USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MONSSEN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MELVIN und USS NORMAN SCOTT sowie den Geleitzerstörern USS GREENWOOD ( DE-679 ) und USS LOESER ( DE-680 ) eskortiert. Die Luftsicherung übernahmen die Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SAGINAW BAY und USS PETROF BAY und den Geleitzerstörern USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ). Am 7. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten am 11. Januar den Golf von Lingayen, zwei Tage nach dem Beginn der amphibischen Landeoperation auf der philippinischen Insel Luzon. Hier beteiligte sich die USS REMEY an der Bombardierung der Küstenbereiche damit die zweite Welle von amerikanischen Soldaten anlanden konnten. Dieses Bombardement behielt der Zerstörer bis zum 15. Januar vor dem Brückenkopf bei San Fabian bei. Am 15. Januar verließ die USS REMEY zusammen mit den Zerstörern der DESRON 54 wieder Luzon und eskortierte die entladenen Transport- und Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay auf Leyte. Von hier aus wechselten die Zerstörer zum Atoll Ulithi. Nachdem die Schiffe die Lagune des Atolls erreicht hatten, gliederte man sie in die Task Group 58.5 ein, die Rear Admiral Matthias Bennett Gardner ( 28. November 1897 – 24. August 1975 ) während der Operation “Detachment and Jamboree” kommandierte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS NORMAN SCOTT, USS LONGSHAW ( DD-559 ) und ein weiterer. Am 10. Februar verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TF 58 das Atoll Ulithi. Ziel war das japanische Festland. Die Aufgabe der TG 58.5 bestand darin die Aktivitäten der der Task Force mit Luftangriffen in der Nacht fortzusetzen. Am 13. Februar begann das allgemeine betanken der Schiffe durch die Tanker der TG 50.8 und am 16. Februar lagen die Schiffe der TG rund 125 Seemeilen südöstlich von Tokio. Sofort beginnen die Luftangriffe der amerikanischen Trägerflugzeuge gegen japanische Flugplätze, gegen die Luftabwehr und gegen Flugzeugfabriken im Raum Tokio. Die USS REMEY lieferte als Radarvorpostenschiff zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Doch die Wetterlage verschlechterte sich zusehends und die Luftangriffe der amerikanischen Piloten werden stark behindert. Am folgenden Tag wurden Schiffsziele im Raum Yokohama aufs Korn genommen. Für den 18. Februar war der allgemeine Rückzug aus den japanischen Gewässern vorgesehen gewesen. Das Ziel waren die Gewässer um die Bonin Insel Chichi Jima. Hier warteten Tanker zur Versorgung der Flotte. Die Schiffe der TG 58.5 übernahmen dabei den Schutz der Aktion. Anschließend wendet man sich gegen Iwo Jima und unterstützte dort die Landung der amerikanischen Marines. In der Nacht vom 20. zum 21. Februar gliederte man die TG 58.5 um. Die USS REMEY versetzte man für zwei Tage in die Task Group 58.2, deren Schiffe die amerikanischen Soldaten auf Iwo Jima unterstützten. Erst am 23. Februar bildete man die Task Group 58.5 wieder mit den schon vorher darin befindlichen Zerstörern sowie dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE, dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, dem Schweren Kreuzer USS BALTIMORE und dem Leichten Kreuzer USS FLINT. Am 26. Februar lagen diese Schiffe vor der Bonin Insel Chichi Jima und bombardierten dort japanische Stellungen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Bonin Inseln und begannen ab dem 1. März mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa und versenkten in den dortigen Häfen unzählige Schiffe. Anschließend kehrten die Schiffe der TG 58.5 zu den Bonin Inseln zurück und das Bombardement auf Chichi Jima begann ab dem 3. März von neuem. Am 9. März verließen dann die Schiffe der TG die Bonin Inseln und fuhren zum Atoll Ulithi, wo sie drei Tage später anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu versetzte man die USS REMEY in die Task Group 58.4, die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM und USS ALASKA, die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März und diese waren nun täglich zu erwarten. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem weiteren massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa und in den ersten sechs Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen die Japaner einen ersten massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS REMEY befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS REMEY an diesem Tag keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März sich zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS REMEY erhielt nun die Aufgabe die Schiffe vor japanischen Luftangriffen zu sichern. Am 12. April erfolgte ein erneuter feindlicher Luftangriff von japanischen Kamikazepiloten. Eines dieser Flugzeuge stürzte sich auch auf die USS REMEY. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten noch rechtzeitig das Flugzeug vor dem Aufprall auf dem Kriegsschiff abschießen. Aber durch die dann erfolgte Explosion der mitgeführten Bombe flogen unzählige Trümmerteile unterschiedlicher Größe auf den Zerstörer und durchschlugen die Aufbauten. Die Schiffe der TG 58.4 zogen sich dann ab dem 11. Mai aus den Gewässern von Okinawa zurück und erreichten das Atoll Ulithi drei Tage später. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und die Bunker gefüllt. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS REMEY von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS WADLEIGH, USS TRATHEN, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS UHLMANN und USS McCORD. Ein Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge der TG 38.4 bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Für die Nacht vom 8. zum 9. Juni bildete man die Task Group 30.4. In dieser befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS WADLEIGH und USS MELVIN. In dieser Nacht bombardierten diese Schiffe feindliche Stellungen auf Okino Ogari Shima. Anschließend reihten sie sich wieder in die TG 38.4 ein. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS REMEY versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Am 14. Juli bildete man die Task Undergroup 34.8.2, die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI und USS WISCONSIN, die Leichten Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ) und USS DAYTON ( CL-105 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Diese Kriegsschiffe fuhren in der Nacht vom 14. zum 15. Juli zur Hafenstadt Muroran, im Süden von Hokkaido und bombardierten dort die Hafenanlagen und die im Hafen liegenden Schiffe. Das war der erste Beschuss des japanischen Kernlandes durch Überwasserkriegsschiffe. Anschließend zogen sich die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 34.8.2 wieder zurück und reihten sich in die TG 38.3 wieder ein. Doch am Abend des 16. Juli bildete man erneut die TU 34.8.2 die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. befehligte. In der TU befanden sich diesmal die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI, USS WISCONSIN, USS NORTH CAROLINA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Leichten Kreuzer USS DAYTON und USS ATLANTA und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR und zwei weitere. Noch am 16. Juli wird die japanische Hafenstadt Wanishi bombardiert und am 17. Juli bombardierten die Kriegsschiffe der TU gemeinsam mit dem britischen Schlachtschiff HMS KING GEORGE V und zwei britischen Zerstörern die japanische Hafenstadt Hitachi. Anschließend gliederten sich die amerikanischen Schiffe wieder in die Task Group 38.3 ein und übernahmen dort ihre gestellten Aufgaben. Derweil waren am 14. und 15. Juli massive Luftschläge gegen japanische Häfen und deren Anlagen erfolgt. Dabei wurden viele feindliche Schiffe versenkt oder beschädigt. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen an und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Am 10. August verließ die USS REMEY zusammen mit den Zerstörern USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McGOWAN, USS MONSSEN, USS McNAIR und USS MERTZ die Schiffe der TG 38.3 und hatten das Ziel über Paramushiru, Kurilen den Hafen auf Adak, Aleuten anzulaufen. Hier reihten sich die Schiffe in die Task Force 92 ein, die Rear Admiral John H. Brown, Jr. befehligte. In der TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS CONCORD ( CL-10 ) und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS BEARSS ( DD-654 ), USS JOHN HOOD ( DD-655 ), USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS ANDERSON ( DD-411 ) und USS HUGHES ( DD-410 ). Auf dem Weg nach Adak beschossen diese Schiffe am 11. und 12. August japanische Stellungen von der südlich gelegenen Kurileninsel Matsuwa Island bis nach Paramushiru, Kurilen. In der Nacht vom 14. zum 15. August lief die USS REMEY zusammen mit den anderen Schiffen in den Hafen auf Adak ein. Hier erhielt man auf dem Zerstörer die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans gegenüber den USA. Gleichzeitig bekam man auf dem Kriegsschiff neue Instruktionen. Das Kommando über die Task Force 92 übernahm nun Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Mashalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In dieser TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA, die Leichten Kreuzer USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS REMEY, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS ANDERSON, USS JOHN HOOD, USS BEARSS und USS WAINWRIGHT ( DD-419 ). Am 31. August legten diese Schiffe in Adak ab und fuhren zur Ominato Naval Base auf Honshu und beteiligten sich dort ab dem 8. September an der Okkupation Japans. Hier sollten die Kriegsschiffe zusammen mit den Schiffen der 3. US Flotte während der Besetzung des nördlichen Honshu – Hokkaido Gebietes operieren. Am 15. September verließ die USS REMEY zusammen mit der USS MONSSEN und USS MERTZ allerdings schon wieder die japanischen Gewässer und fuhr in Richtung Osten. Einen Zwischenstopp legten die Kriegsschiffe in der Marinebasis Pearl Harbor an. Am 24. September verließen die Zerstörer wieder die Hawaiianischen Inseln und fuhren an die US Westküste. In den Hafen von San Francisco lief der Zerstörer am 30. September ein. Nach einer umfangreichen Überholung, die auch die USS MERTZ und die USS MANSFIELD ( DD-728 ) erhielten, verließ das Kriegsschiff am 1. Dezember San Francisco und wechselte nach San Diego. Hier versetzte man im Januar 1946 die USS REMEY in den bedingten aktiven Dienst und am 10. Dezember 1946 stellte man den Zerstörer außer Dienst.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS REMEY für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der Long Beach Naval Shipyard, Terminal Island, Kalifornien auszustatten. Commander Thomas Carter Williamson stellte am 14. November 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Am 15. Februar 1952 legte der Zerstörer von der Westküste in San Diego ab, durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und wurde ab dem 28. Februar in die US Atlantikflotte integriert. Der neue Heimathafen des Zerstörers war Newport, Rhode Island. Innerhalb der Atlantikflotte gehörte das Kriegsschiff anfangs zur 2. US Flotte, da die meisten reaktivierten Zerstörer in den Fernen Osten geschickt wurden um die UN Streitkräfte in Korea zu unterstützen. In den folgenden anderthalb Jahren operierte die USS REMEY im westlichen Atlantik und in der Karibik. Erst zwischen September und Dezember 1953 verließ der Zerstörer zum ersten Mal die US Ostküste und fuhr in die europäischen Gewässer um gemeinsam mit Schiffen der Royal Navy und den Schiffen der 6. US Flotte an Übungen im Mittelmeerraum teilzunehmen. Nach der Rückkehr an die US Ostküste beteiligte sich der Zerstörer wieder an lokalen Operationen. Im Juni 1954 verließ die USS REMEY die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und fuhr über Pearl Harbor in den Fernen Osten. Hier beteiligte sich der Zerstörer während der Sommeroperationen der 7. US Flotte in den Gewässern vor Korea, Japan und den Philippinen. Diese Kreuzfahrt in den pazifischen Gewässern dauerte für das Kriegsschiff zwischen Juni und September. Am 24. September durchquerte die USS REMEY den Suezkanal und beteiligte sich anschließend an Operationen der 6. US Flotte im Mittelmeer. Den Abschluss der Weltumfahrung erfuhr der Zerstörer mit dem Anlegen in Newport am 28. November. Im gesamten folgenden Jahr 1955 verblieb das Kriegsschiff im westlichen Atlantik und in der Karibik. Erst im Frühjahr 1956, als die politischen Spannungen im östlichen Mittelmeerraum nur noch einen Funken benötigten um sich in einem Krieg zu entladen, entsandte man die USS REMEY wieder in das Mittelmeer zur Unterstützung der 6. US Flotte. Vom 31. März bis zum 12. Mai kreuzte der Zerstörer im Roten Meer und im Persischen Golf um die feindlich gegenüberstehenden Truppen zu überwachen. Zu dieser Zeit waren britische Truppen dabei sich aus dem Gebiet des Suezkanals zurück zu ziehen. Mitte Mai verließ die USS REMEY wieder das Mittelmeer und fuhr nach Newport. Hier beteiligte sich der Zerstörer in den folgenden fünf Monaten an der Ausbildung der neuintegrierten Besatzungsmitglieder und an Anti-U-Boot Übungen. Im Juli 1956 verstaatlichte Ägypten den Suezkanal. Dadurch verhängten noch im selben Monat mehrere Staaten Westeuropas finanzielle Vergeltungen. Trotz verschiedener Friedenspläne, die im August und September von den beiden Großmächten vorgeschlagen worden waren, brach Ende Oktober nicht nur im östlichen Mittelmeerraum der Krieg offen aus. So gab es zivile Unruhen auf Zypern zwischen Griechen und Türken, ein im Juli entfachter Arbeiteraufstand von Posen in Polen endete am 21. Oktober mit einer demokratischen Wahl, in Ungarn brach am 23. Oktober ein Volksaufstand aus, der erst am 4. November durch große Teile der Sowjetarmee niedergeschlagen werden konnte, und auf der Sinaihalbinsel, Ägypten griffen britische, französische und israelische Truppen ab dem 29. Oktober die den Suezkanal bewachenden ägyptischen Soldaten an und wollten den Kanal in den kolonialen Urzustand überführen. Auf Grund des massiven politischen drucks beider Großmächte und der UNO, mussten die Aggressoren Großbritannien, Frankreich und Israel am 6. November den Kampf einstellen und sich aus dem Gebiet zurück ziehen. Die USS REMEY und andere amerikanische Kriegsschiffe fuhren am 6. November in den Mittelmeerraum ein und begannen den Rückzug zu überwachen. Der Zerstörer patrouillierte bis Ende Januar 1957 vor der Sinaihalbinsel und überwachte den Rückzug der israelischen Streitkräfte. Nach der Rückkehr an die US Ostküste blieb die USS REMEY bis zum Frühjahr 1958 im westlichen Atlantik. So lag der Zerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS MONSSEN am 18. Mai im Hafen von New York. Während des dann folgenden Sommers beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungen im Nordatlantik und in der Nordsee. Im August kehrte das Kriegsschiff in seinen Heimathafen zurück. Von dort aus nahm der Zerstörer dann an weiteren Anti-U-Boot Übungen teil bei denen man das neugeschaffene Sonar ausprobierte. Im Oktober 1958 nahm die USS REMEY dann als Teil der Zerstörer Force die Pflichten an der Afloat Engineering School wahr. Am Ende des Jahres nahm man die USS REMEY aus den aktiven Dienst und versetzte den Zerstörer nach New York City, dem neuen Heimathafen. Hier war der Zerstörer das Flaggschiff des Reserve Geleitgeschwaders 2. Dies war eine Einheit des Selected Reserve Antisubmarine Programms. Doch mit dem Bau der Berliner Mauer ab Mitte August 1961 kehrte die USS REMEY in den aktiven Dienst wieder zurück und wurde der Zerstörerdivision 201 zugeteilt. Ab Dezember 1961 bis Januar 1962 kreuzte der Zerstörer in der Nordsee und wartete auf weitere Befehle. Erst im Februar kehrte das Kriegsschiff an die US Ostküste zurück und machte in Newport fest. Doch ab August 1962 versetzte man den Zerstörer erneut nach New York City, wo das Kriegsschiff seine Reserveaufgaben wieder aufnahm. Im September 1963 wechselte die USS REMEY nach Philadelphia, Pennsylvania, wo der Zerstörer am 30. Dezember 1963 außer Dienst gestellt und in die Atlantikreserveflotte versetzt wurde. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS REMEY ( DD-688 ) von der US Navy – Liste und nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 10. Juni 1976 für 195.000,00 Dollar an die Ship´s Inc. in Camden, New Jersey zum verschrotten.


USS REMEY ( DD-688 )
Commanding Officer

LCDR Reid Puryear Fiala          30. September 1943 – 1. Mai 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR John Bernard Balch        1. Mai 1945 – 12. Juni 1946
LCDR Eugene Baker Henry Jr.        12. Juni 1946 – 31. August 1946
LCDR James Joseph McMullan         31. August 1946- 9. November 1946
LT Howard Curtiss Teaford          9. November 1946 – 10. Dezember 1946
Außerdienststellung            10. Dezember 1946 – 14. November 1951
CDR Thomas Carter Williamson           14. November 1951 – 3. September 1953
CDR Vincent Charles Langan           3. September 1953 – 12. Oktober 1955
CDR Wilbur Thomas Holmes            12. Oktober 1955 – 25. Mai 1957
LCDR Sherman Louis Voiler           25. Mai 1957 – Juli 1958
CDR Albert Jack Bartlett           Juli 1958 – 4. November 1959
CDR Ralph Engelman         4. November 1959 – 22. November 1961
CDR Robert A. Gibney          22. November 1961 – 30. Dezember 1963

USS NORMAN SCOTT ( DD-690 )

USS NORMAN SCOTT ( DD-690 )

Biografie

Norman Scott
* 10. August 1889 in Indianapolis, Indiana
† 13. November 1942 an Bord des Leichten Kreuzers USS ATLANTA ( CL-51 )
war ein Konteradmiral in der United States Navy
War einer von zwei US-Marine Admirale die in Aktion während einer Seeschlacht im Zweiten Weltkrieg getötet wurden. Scott erhielt posthum die Medal of Honor verliehen.

Norman Scott trat 1907 in die United States Naval Academy ein und absolvierte seine Prüfungen nach vier Jahren. Von 1911 bis 1913 diente er an Bord des Schlachtschiffes USS IDAHO ( BB-24 ). Im März 1912 beförderte man ihn zum Ensign. Seinen Dienst hatte er danach auf mehreren Zerstörern. Während des Ersten Weltkriegs befand sich Lieutenant Norman Scott an Bord des Zerstörers USS JACOB JONES ( DD-61 ). Auf diesem Zerstörer war er der Exekutive Officer. Ende 1917 geleitete das Schiff mit fünf weiteren Zerstörern einen Transport Konvoi nach Brest, Frankreich wo alle Schiffe wohlbehalten ankamen. Am 6. Dezember lief die USS JACOB JONES alleine wieder aus um die Heimreise anzutreten. Lieutenant Commander David Worth Bagley ( 8. Januar 1883 – 24. Mai 1960 ) ließ Zickzack Kurs fahren als gegen 16:20 Uhr das deutsche U-Boot U 53 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Rose ( 15. April 1885 – 6. Dezember 1969 ) auftauchte und aus einer Entfernung von 2700 Metern sofort ein Torpedo abfeuerte. Der Ausguck auf dem Zerstörer konnte zwar den Torpedo in einer Entfernung von 800 Metern auf Steuerbord ausmachen, aber das sofort „Hart-Backbord-Wendemanöver“ war erfolglos. Der Torpedo traf Mittschiffs in einen Ölbunker. Unverzüglich begann das Schiff über das Heck zu sinken. LCDR Bagley gab den Befehl zum Verlassen des Schiffes da sich scharfe Wasserbomben an Bord befanden die jederzeit explodieren konnten. Als der Bug fast senkrecht in der Luft war detonierten die Wasserbomben und töteten die zu nah sich am Schiff befindenden Besatzungsmitglieder. Kapitänleutnant Rose übernahm zwei schwerverwundete amerikanische Matrosen und funkte die Versenkungsposition an die US Marinebasis in Queenstown damit die Überlebenden geborgen werden konnten. Acht Minuten nach der Torpedierung war der Zerstörer südlich der Isles of Scilly untergegangen. Zwei Offiziere und 64 Matrosen verloren ihr Leben. Am nächsten Tag gegen 13:00 Uhr sichtete die britische Schaluppe HMS CAMELLIA die Überlebenden und rettete sie. Eine kleine Gruppe war schon in der Nacht von dem amerikanischen Dampfer SS SANTA CATALINA, dem späteren Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ), geborgen worden. Mehrere Männer wurden für ihre Taten ausgezeichnet. So der Lieutenant ( j.g. ) Stanton Frederick Kalk ( 14. Oktober 1894 – 6. Dezember 1917 ) der posthum die Distinguished Service Medal verliehen bekam und ihm zu Ehren der Zerstörer USS KALK ( DD-170 ) seinen Namen erhielt. LCDR Bagley erhielt die gleiche Medaille, Chefbootsmann Harry Gibson, posthum, Chefelektriker Maat L. J. Kelly erhielten das Marine Cross sowie Richards, LCDR Scott und Chief Bootsmaat Charles Charlesworth erhielten einen Brief des Lobes. Im weiteren Verlauf des Ersten Weltkriegs hatte Lieutenant Scott Dienst im Marineministerium und war gleichzeitig ein Marineadjutant für US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 – 3. Februar 1924 ). Im Jahre 1919 beförderte man Scott zum Lieutenant Commander und übertrug ihm das Kommando über eine Abteilung Patrouillenboote aus der EAGLE – Klasse. Er selber kommandierte die USS EAGLE ( PE-2 ) und danach die USS EAGLE ( PE-3 ). Zu Beginn der 1920er Jahre diente LCDR Scott an Bord verschiedener Zerstörer, auf dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ) und auf der Marinebasis auf Hawaii. In dieser Zeit beförderte man ihn zum Commander. Von 1924 bis 1930 beorderte man ihn in den Stab des Oberbefehlshabers der Schlachtschiffflotte und als Dozent an die Naval Academy in Annapolis, Maryland. Am 30. Juni 1930 übernahm er das Kommando über den Zerstörer USS MACLEISH ( DD-220 ). Mit diesem Zerstörer operierte Scott in chinesischen und pazifischen Gewässern. Noch im selben Jahr wechselte CDR Scott auf den Zerstörer USS PAUL JONES ( DD-230 ) als dessen Kommandant. Ein Jahr später übergab er das Kommando, übernahm Aufgaben im Marineministerium und drückte danach die Schulbank am Naval War College für höhere Offiziere. Der nächster Posten in seiner militärischen Laufbahn war auf dem Leichten Kreuzer USS CINCINNATI ( CL-6 ) als Exekutive Officer. Von 1937 bis 1939 berief man CDR Scott in eine Marinedelegation unter der Führung von Captain Stephen Booth McKinney in Brasilien. Im Anschluss daran beförderte man Scott zum Captain. Kurz nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg übernahm Captain Scott in Australien das Kommando über den Schweren Kreuzer USS PESACOLA ( CA-24 ). Dieses Kommando behielt er bis zum 21. Januar 1942 und führte Patrouillenfahrten vor Samoa durch. Er übergab das Kommando über den Schweren Kreuzer an Captain Frank Loper Lowe und begab sich in den Stab des Chief of Naval Operations. Im Mai 1942 beförderte man Scott zum Rear Admiral und kommandierte ihn in den Südpazifik um dort ab August 1942 als Befehlshaber einer Feuerunterstützungsgruppe während der Invasion von Guadalcanal und Tulagi ab dem 7. August tätig zu sein. Für die nächsten drei Monate war Rear Admiral Scott damit beschäftigt die verstärkten Kampagnen der Japaner abzuwehren und Guadalcanal zu halten. Danach übertrug man ihm vom Oberkommando Task Force 64. In diesem waren die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) sowie die Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) und USS HELENA ( CL-50 ). Die dazugehörigen Zerstörer waren USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS DUNCAN ( DD-485 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS LAFFEY ( DD-459 ) und USS FARENHOLT ( DD-491 ). In der Nacht vom 11. zum 12. Oktober 1942 entbrannte die Schlacht von Cape Esperance. Gegen 23:30 Uhr trafen die Japaner auf die in Kiellinie fahrenden amerikanischen Schiffe und meinten aber es seien eigene Einheiten der Verstärkungstruppen. Durch einen Übermittlungsfehler auf dem Flaggschiff von Rear Admiral Scott, dem Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO, riss die amerikanische Linie auseinander und drei eigene vor ihm als Sicherung fahrende Zerstörer waren im Schussfeld der Schweren Geschütze der Kreuzer. Diese drei Zerstörer beeilten sich aus dem Schussfeld zu gelangen. Gegen 23:46 Uhr gab Scott den Feuerbefehl als die japanischen Schiffe noch 6,5 Seemeilen entfernt waren. Da Scott von der neu installierten Radartechnik noch nicht überzeugt war, ließ er die Kapitäne der einzelnen Schiffe selber entscheiden ob sie diese Technik einsetzen wollen. Es hätte vielleicht auf amerikanischer Seite das Leben von amerikanischen Seeleuten retten können wenn er prinzipiell das Radar hätte einsetzen lassen. Die Japaner waren durch den plötzlichen Feuerüberfall überrascht. Die amerikanischen Kreuzer nahmen das japanische Flaggschiff von Konteradmiral Goto Arotomo ( 23. Januar 1888 – 12. Oktober 1942 ), den Schweren Kreuzer Aoba ( 1927 ), unter Feuer. 40 Granaten schlugen in das Schiff ein und töteten dabei Konteradmiral Goto und rund 80 japanische Seeleute. Die Schweren Kreuzer Aoba, Furutaka ( 1926 ) und der Zerstörer Fubuki drehten nach Steuerbord bei und gingen auf parallelem Kurs zur amerikanischen Task Force die die japanischen Schiffe weiterhin mit massivem Geschützfeuer eindeckte. Der Kapitän der Furutaka versuchte das amerikanische Feuer auf sein Schiff zu lenken damit die schwer beschädigte Aoba entkommen könnte. Dabei erhielt der Schwere Kreuzer von den amerikanischen Kreuzern USS SAN FRANCISCO, USS BOISE und USS HELENA so massive Treffer das er 0:40 Uhr sank. Durch das Opfer das die Furutaka brachte retteten sich alle anderen japanischen Schiffe aus der Gefahrenzone. Während des Kampfes hatte auch die USS BOIS zwei Treffer von dem Schweren Kreuzer Kinugasa ( 1927 ) einstecken müssen. Diese zwei Granaten landeten in den vorderen Geschütztürmen 1 und 2 und brachten dort die vorhandene Munition zur Explosion. 107 amerikanische Seeleute fanden den Tod. Der Kapitän des Zerstörers USS DUNCAN versuchte mit seinem Schiff im Alleingang einen Torpedoangriff, fing sich dabei aber einige Treffer ein. Auf dem Schiff brach ein Brand aus woraufhin der Zerstörer von den eigenen Kreuzern beschossen und schwer beschädigt wurde. Gegen 0:20 Uhr war der Kampf beendet. Die Brände in der USS BOISE wurde durch die Flutung der jeweiligen Schotts gelöscht. Die USS DUNCAN musste um 2:00 Uhr aufgegeben werden. Gegen Mittag versank der Zerstörer. Das war der erste Sieg von US Navy Schiffen die nur zur Sicherung einer Invasion da waren. Rear Admiral Scott wechselte dann später von der USS SAN FRANCISCO auf die USS ATLANTA
( CL-51 ), seinem neuen Flaggschiff. Am 12. November 1942 versuchten die Japaner ihren angefangenen Flugplatz auf Guadalcanal zurück zu erobern. Sie schickten einen Konvoi unter dem Kommando von Konteradmiral Abe Hiroaki mit 7.000 Mann Verstärkung und umfangreichen Nachschub für die japanischen Streitkräfte auf Guadalcanal. Am 13. November gegen 1:00 Uhr erreichte der Konvoi den Iron Bottom Sound zwischen Savo Island und Guadalcanal. Dort wartete Rear Admiral Norman Scott mit seiner Task Force 64. Eingegliedert in diese Task Force war die Task Group 67.4 unter dem Kommando von Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. Nobember 1942 ) dessen Flaggschiff die USS SAN FRANCISCO war. Bei schlechtem Wetter und einer Sicht von unter 2.000 Metern trafen beide Formationen nicht vor 1:48 Uhr frontal aufeinander. Auf beiden Seiten war es nicht mehr möglich irgend- eine taktische Formation einzunehmen. Wie üblich hatte Scott der Radartechnik nicht vertraut woraufhin eine folgenschwere Schlacht, die wahrscheinlich brutalste Seeschlacht während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik, entbrannte. Auf kurze Distanz mit großen Schäden auf beiden Seiten schossen die Schiffe aufeinander. Die USS ATLANTA erhielt einen Torpedotreffer am Heck so das das Ruder ausfiel. Die USS SAN FRANCISCO feuerte eine Breitseite auf einen vermeintlichen japanischen Kreuzer ab. Doch dieser entpuppte sich später als das Flaggschiff USS ATLANTA. Durch den Geschosshagel der USS SAN FRANCISCO wurde die gesamte Brücke von dem Leichten Kreuzer hinweggefegt. Rear Admiral Scott, Rear Admiral Callaghan, Captain Samual Power Jenkins und alle sich auf der Brücke befindlichen Crewmitglieder fanden dabei den Tod. Bereits um 2:00 Uhr befahl Konteradmiral Abe Hiroaki den Rückzug. Die Japaner hatten bis dahin nur den Zerstörer Akatsuki verloren. Auf amerikanischer Seite sah es schlimmer aus. Die USS ATLANTA musste aufgegeben werden, die USS SAN FRANCISCO war schwer beschädigt, die Zerstörer USS BARTON ( DD-599 ), USS CUSHING ( DD-376 ), USS LAFFEY ( DD-459 ) und die USS MONSSEN ( DD-436 ) waren versenkt worden. Die Kreuzer USS PORTLAND ( CG-33 ) und USS HELENA ( CL-50 ) waren stark beschädigt und der Leichte Kreuzer USS JUNEAU ( CL-52 ) wurde am nächsten Tag von einem japanischen U-Boot versenkt als der Kreuzer sich in Richtung Süden schleppte.
Rear Admiral Norman Scott wurde auf See bestattet. Für seinen außerordentlichen Heldenmut und Unerschrockenheit erhielt er posthum die Medal of Honor verliehen.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Norman Scott bei der USS Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS SCOTT ( DDG-995 ) aus der KIDD – Klasse.


USS NORMAN SCOTT ( DD-690 )

Schiffsbiografie

Die USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Norman Scott benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhunderteinundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 26. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Marjorie Guild Scott, Witwe von Rear Admiral Norman Scott, taufte am 28. August 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Seymour Dunlop Owens ( 21. Februar 1910 – 24. Juli 1944 ) stellte am 5. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wechselte die USS NORMAN SCOTT in den Hafen von Boston, Massachusetts. Hier wartete der Schwere Kreuzer USS CANBERRA ( CA-70 ). Am 14. Januar 1944 verließen beide Kriegsschiffe Boston und fuhren zum Panamakanal. Diesen erreichten sie sehs Tage später. Nach der Durchquerung legten beide Schiffe im Hafen von San Diego, Kalifornien an und bunkerten frischen Treibstoff. Anschließend verließen sie die kalifornische Küste und fuhren zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese Basis erreichten sie am 1. Februar. Hier beteiligte sich die Mannschaft der USS NORMAN SCOTT mit ihrem Zerstörer an Vorbereitungsübungen für die kommenden Angriffe auf die Atolle der Marshall Islands. Doch dann erhielt das Kriegsschiff die Aufgabe den Geleitflugzeugträger USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ) zum Atoll Majuro, Marshall Islands zu eskortieren. Dieser Träger war am 13. Februar in Pearl Harbor eingetroffen und sollte 84 Ersatzflugzeuge für den Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) bringen. Noch am selben Tag verließen die beiden Kriegsschiffe Pearl Harbor und waren sieben Tage später vor dem Atoll Majuro. Das Entladen der Flugzeuge ging sehr zügig voran, so dass die USS GAMBIER BAY, nun beladen mit reparaturbedürftigen Flugzeugen, und die USS NORMAN SCOTT schon am 23. Februar wieder das Atoll verlassen konnten. Das Ziel beider Schiffe war die US Westküste. Die Fahrt ging wieder über Pearl Harbor. Vor der kalifornischen Küste trennten sich die Wege beider Schiffe. Die USS GAMBIER BAY fuhr nach San Diego weiter und die USS NORMAN SCOTT nach San Francisco. Diese waren am 18. März beendet und der Zerstörer konnte die US Westküste wieder verlassen. Zusammen mit den Schwesterschiffen USS BOYD ( DD-544 ) und USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ) verließ die USS NORMAN SCOTT die Mare Island Naval Shipyard noch am selben Tag und fuhr nach Pearl Harbor. Diesen Hafen erreichten die drei Schiffe am 22. März. Hier bereitete man die Schiffsbesatzung und den Zerstörer auf die kommende Operation zur Eroberung der Marianen Inseln vor. Dazu lief das Kriegsschiff fast täglich aus. Die Mannschaft wurde mit allen erdenklichen Maßnahmen konfrontiert, die während dieses Einsatzes vorkommen könnten. Zu einer der abschließenden Übungen versetzte man die USS NORMAN SCOTT in die Task Group 19.3. Diesmal sollte das Zusammenspiel mit einem Flugzeugträger geprobt werden. In der TG befand sich der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CV-43 ) und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT und USS YARNALL ( DD-541 ). Am 2. Mai verließen diese Kriegsschiffe die Marinebasis Pearl Harbor und kehrten erst drei Tage später zurück. Allerdings war der Drill der Schiffsbesatzung der USS NORMAN SCOTT damit immer noch nicht beendet. Dazu beteiligte sich das Kriegsschiff nun zusammen mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 54 an mehreren Übungen. Für die Operation „Forager“ integrierte man die USS NORMAN SCOTT in die Task Group 52.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.1 die Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS REMEY ( DD-688 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS MERTZ ( DD-691 ). Ab dem 29. Mai gab es für zwei Tage intensive Trainingseinheiten. Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. Dieses Bombardement wurde bis zum 16. Juni während der Anlandung zur Absicherung des Brückenkopfes beibehalten. Die USS NORMAN SCOTT beschützte während dieses Bombardements die Schlachtschiffe und Kreuzer aus der TG 52.17.1. Trotzdem erhielten mehrere der Schweren Einheiten mehrere Treffer. So musste die USS TENNESSEE am 15. Juni drei direkte Treffer hinnehmen, die von einer japanischen Küstenbatterie, aus einer Höhle heraus im Nordosten von Tinian abgefeuert worden waren. Mit diesem Beschuss begann ein Gegenangriff der Japaner, der aber binnen weniger Stunden vernichtet worden war. Nachdem dann die auf Saipan gelandeten Marines keine direkte Unterstützung von See mehr benötigten, eskortierte die USS NORMAN SCOTT zuerst das beschädigte Schlachtschiff USS TENNESSEE in Richtung des Atolls Eniwetok. Noch am selben Tag lag das Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ) aus der Task Undergroup 52.17.4 zusammen mit dem Schlachtschiff USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) vor Garapan an der Westküste von Saipan vor Anker. Ein über die nahen Berge kommender Mitsubishi G4M Torpedobomber unterflog im Tiefflug das Feuer der Flak und warf ein Torpedo ab. Dieses traf den Bug der USS MARYLAND auf der Backbordseite und riss ein Leck auf beiden Bordwänden. Zwei Männer der Besatzung wurden dabei getötet. Die Schadensbegrenzungsteams hatten alle Hände voll zu tun, konnten aber durch das Schließen des Kollisionsschotts das schlimmste verhindern. Obwohl die Schäden auf dem Schlachtschiff beträchtlich waren, konnte das Kriegsschiff trotzdem mit zehn Knoten Fahrt aufnehmen. Man befahl nun der USS NORMAN SCOTT die Eskorte für die USS MARYLAND zu übernehmen, da die USS TENNESSEE schneller unterwegs war. Insgesamt fünf Tage benötigten die beiden Kriegsschiffe bis zum Atoll Eniwetok, wo die notwendigsten Reparaturen an dem Schlachtschiff vorgenommen werden konnten. Hier bunkerte die USS NORMAN SCOTT auch gleich Munition und Treibstoff. Außerdem konnten mehrere Reparaturen abgeschlossen werden. Am 28. Juni erreichten die Schiffe der TG 52.17 das Atoll. Doch dort blieb der Zerstörer nicht lange. Das Kriegsschiff übernahm am 7. Juli von dort aus die Eskorte des Munitionstransportschiffes USS SHASTA ( AE-6 ). Beide Schiffe fuhren nach Saipan. Dort angekommen versetzte man die USS NORMAN SCOTT in die Task Group 53.5, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE, USS PENNSYLVANIA, USS IDAHO ( BB-42 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) sowie drei weitere, die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) und zwei weitere und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Am 8. Juli hatten diese Schiffe der TG 53.5 das Atoll Eniwetok verlassen und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Die USS NORMAN SCOTT reihte sich dort in die TG ein und sicherte erneut die Schweren Einheiten. Sofort begannen die Schiffe mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Diesen Beschuss setzten sie auch an den folgenden Tagen fort. Am 21. Juli begann die Landeoperation die die Schiffe mit ihren Geschützen unterstützten. Danach patrouillierten sie rund um Guam und feuerten auf feindliche Stellungen. Am 24. Juli sicherte die USS NORMAN SCOTT das Schlachtschiff USS COLORADO, welches auf Tinian, Marianen japanische Stellungen beschoss. Das Schlachtschiff näherte sich bis auf drei Kilometer der Küste. Eine versteckte japanische Küstenbatterie mit 20-cm Geschützen eröffnete das Feuer auf das Schlachtschiff. Innerhalb weniger Minuten erhielt das Schiff zweiundzwanzig Treffer, die schwere Schäden verursachten. 43 Mannschaftsmitglieder fanden dabei den Tod und 198 wurden zum Teil schwer verwundet. Trotz einer Schlagseite von 17° nach Steuerbord unterstützte das Schlachtschiff weiterhin die Anlandungen. Damit das schwere Schiff keine weiteren Treffer hinnehmen musste und man das feindliche Ziel in aller Ruhe direkt anvisieren konnte, schob sich die USS NORMAN SCOTT zwischen die feindliche Küstenbatterie und dem Schlachtschiff. Der Zerstörer erhielt innerhalb weniger Sekunden gleich sechs Treffer. Dabei wurde Commander Seymour Dunlop Owens und zweiundzwanzig Mannschaftsmitglieder getötet und siebenundfünfzig verletzt. Der verwundete Lieutenant Commander Sidney Kenneth Tulley ( USNR ) übernahm an diesem Tag das Kommando über den Zerstörer und behielt es bis zum 10. August. Die USS NORMAN SCOTT fuhr nach der Vernichtung der japanischen Küstenbatterie nach Saipan, wo die ersten temporären Reparaturen erfolgten damit das Kriegsschiff allein bis zur US Westküste fahren konnte. Dazu verließ der Zerstörer am 28. Juli wieder Saipan. Die USS NORMAN SCOTT fuhr von der Marianen Insel aus zum Atoll Eniwetok und blieb dort vom 6. bis zum 11. August. Anschließend ging die Fahrt über Pearl Harbor in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. In dieser Werft wurde das Kriegsschiff Ende August in ein Trockendock bugsiert und repariert. Mit der Abschlussfahrt am 21. Oktober waren diese Reparaturen abgeschlossen. Anfang Oktober lag der Zerstörer noch im Trockendock, da wurde das Kriegsschiff für Werbezwecke der US Navy und ihrer Leistungen bei Reparaturen durch die Filmproduktion der Firma RKO Pictures Inc. in dem Film „This is US Navy Yard“ aufgenommen. Gleich nach der Abschlussfahrt legte die USS NORMAN SCOTT in San Francisco ab und fuhr nach Pearl Harbor. Hier legte der Zerstörer am 27. Oktober an. In den Hawaiianischen Gewässern bildete man die neue Crew des Zerstörers an den einzelnen Geschützen aus. Anschließend verließ das Kriegsschiff diese Gewässer und fuhr nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier begannen, wie schon vor der Landung auf der philippinischen Insel Leyte, erneute amphibische Manöver, die zur Vorbereitung auf die Anlandungen auf der philippinischen Insel Luzon dienten. Am 25. Dezember verließ die USS NORMAN SCOTT wieder die Ostsalomoneninsel und eskortierte die Transportschiffe unter anderem zusammen mit dem Schwesterschiff USS McNAIR ( DD-679 ) bis zum Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier bunkerte man nur frischen Treibstoff und die Fahrt zur San Pedro Bay auf Leyte ging weiter. Sofort nach der Ankunft dieser Transportflotte, versetzte man die USS NORMAN SCOTT in die Task Force 77, die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 in Annapolis, Maryland – 21. Februar 1946 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Dort gehörte die USS NORMAN SCOTT zur Sicherungsgruppe der Amphibious Group 3, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City, New York ) befehligte. In dieser Amphibious Group befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS APPALACHIAN ( AGC-1 ), 13 Schnelle Truppentransporter, 17 Angriffstransportschiffe, 3 Transportschiffe, 7 Angriffsfrachtschiffe, 8 Frachtschiffe, 10 Liberty Schiffe und 50 Panzerlandungsschiffe, die die Soldaten der 25. Infanteriedivision, der 158. RCT und der 13. Panzerdivision transportierten. Diese Schiffe wurden von den Zerstörern USS NORMAN SCOTT, USS MERTZ, USS McNAIR, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS REMEY ( DD-688 ) und den Geleitzerstörern USS GREENWOOD ( DE-679 ) und USS LOESER ( DE-680 ) eskortiert. Die Luftsicherung übernahmen die Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ) und den Geleitzerstörern USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ). Am 7. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten am 11. Januar den Golf von Lingayen, zwei Tage nach dem Beginn der amphibischen Landeoperation auf der philippinischen Insel Luzon. Hier beteiligte sich die USS MERTZ an der Bombardierung der Küstenbereiche damit die zweite Welle von amerikanischen Soldaten anlanden konnten. Dieses Bombardement behielt der Zerstörer bis zum 15. Januar vor dem Brückenkopf bei San Fabian bei. Am 15. Januar verließ die USS NORMAN SCOTT zusammen mit den Zerstörern der DESRON 54 wieder Luzon und eskortierte die entladenen Transport- und Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay auf Leyte. Von hier aus wechselten die Zerstörer zum Atoll Ulithi, Karolinen. Nachdem die Schiffe die Lagune des Atolls erreicht hatten, gliederte man sie in die Task Group 58.5 ein, die Rear Admiral Matthias Bennett Gardner ( 28. November 1897 – 24. August 1975 ) während der Operation “Detachment and Jamboree” kommandierte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS REMEY, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS LONGSHAW ( DD-559 ) und ein weiterer. Am 10. Februar verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TF 58 das Atoll Ulithi. Ziel war das japanische Festland. Die Aufgabe der TG 58.5 bestand darin die Aktivitäten der der Task Force mit Luftangriffen in der Nacht fortzusetzen. Am 13. Februar begann das allgemeine betanken der Schiffe durch die Tanker der TG 50.8 und am 16. Februar lagen die Schiffe der TG rund 125 Seemeilen südöstlich von Tokio. Sofort beginnen die Luftangriffe der amerikanischen Trägerflugzeuge gegen japanische Flugplätze, gegen die Luftabwehr und gegen Flugzeugfabriken im Raum Tokio. Die USS NORMAN SCOTT lieferte als Radarvorpostenschiff zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Doch die Wetterlage verschlechterte sich zusehends und die Luftangriffe der amerikanischen Piloten werden stark behindert. Am folgenden Tag wurden Schiffsziele im Raum Yokohama aufs Korn genommen. Für den 18. Februar war der allgemeine Rückzug aus den japanischen Gewässern vorgesehen gewesen. Das Ziel waren die Gewässer um die Bonin Insel Chichi Jima. Hier warteten Tanker zur Versorgung der Flotte. Die Schiffe der TG 58.5 übernahmen dabei den Schutz der Aktion. Anschließend wendet man sich gegen Iwo Jima und unterstützte dort die Landung der amerikanischen Marines. In der Nacht vom 20. zum 21. Februar gliederte man die TG 58.5 um. Die USS NORMAN SCOTT versetzte man für zwei Tage in die Task Group 58.2, deren Schiffe die amerikanischen Soldaten auf Iwo Jima unterstützten. Erst am 23. Februar bildete man die Task Group 58.5 wieder mit den schon vorher darin befindlichen Zerstörern sowie dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE, dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, dem Schweren Kreuzer USS BALTIMORE und dem Leichten Kreuzer USS FLINT. Am 26. Februar lagen diese Schiffe vor der Bonin Insel Chichi Jima und bombardierten dort japanische Stellungen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Bonin Inseln und begannen ab dem 1. März mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa und versenkten in den dortigen Häfen unzählige Schiffe. Anschließend kehrten die Schiffe der TG 58.5 zu den Bonin Inseln zurück und das Bombardement auf Chichi Jima begann ab dem 3. März von neuem. Am 9. März verließen dann die Schiffe der TG die Bonin Inseln und fuhren zum Atoll Ulithi, wo sie drei Tage später anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu versetzte man die USS NORMAN SCOTT in die Task Group 58.4, die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM und USS ALASKA, die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS REMEY, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März und diese waren nun täglich zu erwarten. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem weiteren massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa und in den ersten sechs Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Am 4. April wurde der Öltanker USS CIMARRON ( AO-22 ) zur Versorgung der Kriegsschiffe in das Kampfgebiet entsandt. An diesem Tag kollidierte die USS NORMAN SCOTT mit dem Tanker. Da befanden sich beide Schiffe 170 Seemeilen südsüdöstlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Beide leicht beschädigten Schiffe konnten anschließend ihre gestellten Aufgaben anschließend wieder wahrnehmen. Ab dem 6. April flogen die Japaner einen ersten massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS NORMAN SCOTT befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS NORMAN SCOTT an diesem Tag keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März sich zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS NORMAN SCOTT erhielt nun die Aufgabe die schweren Schiffe vor weiteren japanische Luft- und U-Boot Angriffen zu sichern. Auch am 12. April gab es auf der USS NORMAN SCOTT einen wiederholten Luftalarm. Ein japanischer Kamikazepilot stürzte sich auf den Zerstörer. Doch noch bevor das Flugzeug auf dem Kriegsschiff aufschlagen konnte, wurde es getroffen und explodierte in der Luft. Dabei wurden aber unzählige Trümmerteile auf den Zerstörer geschleudert und beschädigten mehrere Schiffsaufbauten. Die Schiffe der TG 58.4 zogen sich dann ab dem 11. Mai aus den Gewässern von Okinawa zurück und erreichten das Atoll Ulithi drei Tage später. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und die Bunker gefüllt. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS NORMAN SCOTT von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS WADLEIGH, USS TRATHEN, USS REMEY, USS MONSSEN, USS UHLMANN und USS McCORD ( DD-534 ). Ein Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Ein Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS NORMAN SCOTT versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS REMEY, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Am 14. Juli bildete man die Task Undergroup 34.8.2, die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI und USS WISCONSIN, die Leichten Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ) und USS DAYTON ( CL-105 ) und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS REMEY, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MERTZ und USS McNAIR. Diese Kriegsschiffe fuhren in der Nacht vom 14. zum 15. Juli zur Hafenstadt Muroran, im Süden von Hokkaido und bombardierten dort die Hafenanlagen und die im Hafen liegenden Schiffe. Das war der erste Beschuss des japanischen Kernlandes durch Überwasserkriegsschiffe. Anschließend zogen sich die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 34.8.2 wieder zurück und reihten sich in die TG 38.3 wieder ein. Doch am Abend des 16. Juli bildete man erneut die TU 34.8.2 die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. Befehligte. In der TU befanden sich diesmal die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI, USS WISCONSIN, USS NORTH CAROLINA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Leichten Kreuzer USS DAYTON und USS ATLANTA und die Zerstörer USS NORMAN SCOTT, USS REMEY, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MERTZ, USS McNAIR und zwei weitere. Noch am 16. Juli wird die japanische Hafenstadt Wanishi bombardiert und am 17. Juli bombardierten die Kriegsschiffe der TU gemeinsam mit dem britischen Schlachtschiff HMS KING GEORGE V und zwei britischen Zerstörern die japanische Hafenstadt Hitachi. Anschließend gliederten sich die amerikanischen Schiffe wieder in die Task Group 38.3 ein und übernahmen dort ihre gestellten Aufgaben. Derweil waren am 14. und 15. Juli massive Luftschläge gegen japanische Häfen und deren Anlagen erfolgt. Dabei wurden viele feindliche Schiffe versenkt oder beschädigt. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Am 10. August gliederte man die Task Group 38.3 erneut um. Doch die USS NORMAN SCOTT blieb in der TG und sicherte weiter die Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer. Der Zerstörer erlebte so vor Honshu die bedingungslose Kapitulation Japans. Dann beteiligte sich das Kriegsschiff an der Besetzung der japanischen Marinebasis Yokosuka. Nach der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 2. September 1945 auf der USS MISSOURI fuhr die USS NORMAN SCOTT nach Okinawa. Hier blieb der Zerstörer damit sich die Schiffsbesatzung von den Strapazen der letzten Wochen erholen konnte. Dann verließ das Kriegsschiff die Gewässer und fuhr in Richtung Osten an die US Westküste. Nach dem Besuch der Marinebasis Pearl Harbor, machte man am 28. Oktober die USS NORMAN SCOTT im Hafen von Tacoma, Washington fest. Hier unterzog sich das Kriegsschiff einer Überholung und wechselte anschließend nach San Francisco. In diesem Hafen stellte man den Zerstörer am 30. April 1946 außer Dienst. Damit das Schiff dann auch in die Pazifikreserveflotte integriert werden konnte, musste es nach San Diego wechseln und 1947 nach Mare Island. Am 15. April 1973 strich man den Namen USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Anlagen verkaufte man am 3. Dezember 1973 den Schiffskörper für 168.889,91 Dollar an die American Ship Dismantling Corporation in Brownsville, Texas zum verschrotten.


USS NORMAN SCOTT ( DD-690 )
Commanding Officer

CDR Seymour Dunlop Owens           5. November 1943 – 24. Juli 1944
LCDR Sidney Kenneth Tulley       24. Juli 1944 – 10. August 1944
CDR William Baxter Porter        10. August 1944 – 16. September 1945
LCDR William Jones Hughes Jr.        16. September 1945 – 30. April 1946

 

USS MERVINE ( DD-322 )

USS MERVINE ( DD-322 )

Biografie

William Mervine
* 14. März 1791 in Philadelphia, Pennsylvania
† 15. September 1868 in Uticah, New York
War ein Rear Admiral in der United States Navy der während des Krieges von 1812, dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und dem amerikanischen Bürgerkrieg diente

William Mervine war der Sohn von John Mervine ( 1765 – 24. Oktober 1822 ) und Zibja Mervine, geborene Wright, ( 1768 – 3. Mai 1863 ). Am 16. Januar 1809 ernannte man Mervine zum Midshipman und er diente auf Kanonenbooten. Von März bis Juni 1809 befand er sich auf der Navy Station in Philadelphia und von Juni 1809 bis Mai 1810 auf Urlaub. Nach dem Urlaub befahl man Mervine an Bord der Brigg USS SIREN ( 1803 ) die zur Naval Station von New Orleans befohlen wurde. An Bord des Schiffes befand er sich bis Dezember 1811. Danach wurde er wieder beurlaubt, der sich bis Mai 1812 hinzog. Sein neuer Befehl lautete sich im Juni 1812 in Boston an Bord der Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) zu melden. Das Schiff war dort zur Reparatur. Mit vollen Segeln fuhr das Schiff nach New York wo es fertig gebaut werden sollte. Durch die Hafenblockade und zu wenig erfahrenen Seeleuten blieb das Schiff aber im Hafen und Mervin ging im September 1812 von Bord. Sein neuer Befehl lautete sich am Lake Ontario zu melden, was er im Oktober 1812 auch tat. Dort kämpfte er während des Krieges von 1812 gegen die Briten. Im Mai 1813 wechselte er am Lake Ontario auf dem Schoner USS HAMILTON ( 1809 ), im Juni auf die Korvette USS MADISON ( 1812 ) und im Juli 1813 auf die Korvette USS GENERAL PIKE ( 1813 ). Schon Anfang August wechselte Mervine auf die Brigg USS ONEIDA ( 1809 ) und erhielt dort am 25. August 1813 die Beförderung zum Acting Lieutenant. Auf dem Schiff blieb er bis zum Ende des Krieges. Am 12. Januar heiratete er Amanda Maria Crane und hatte mit ihr sechs Kinder. Zum Lieutenant ernannte man ihn am 4. Februar 1815. Im Juni 1815 wechselte Mervine an Bord der Brigg USS JONES ( 1814 ). Mit dem Schiff kreuzte er auf dem Lake Ontario und blieb bis April 1818 an Bord. Man versetzte ihn Ende April an Bord der USS CYANE ( 1806 ). Anfang Mai 1818 geht er an Bord. Das Schiff kreuzt vor den Küsten von Afrika und der Karibik wo die Piraterie und der Sklavenhandel unterbunden werden sollte. Im Januar 1823 wird Mervine krank und muss von Bord. Er erholt sich und kann im Mai an Bord der USS IOA. Im September 1823 wechselt er wieder an Bord der USS CYANE. Das Schiff gehört mittlerweile zum Mittelmeer Geschwader. Bis Oktober 1824 bleibt er an Bord und wechselt auf den Schoner USS NONSUCH ( 1813 ) der ebenfalls zum Mittelmeer Geschwader gehört. Im Dezember 1824 wechselt Mervine auf das Linienschiff USS NORTH CAROLINA ( 1820 ) das 74 Kanonen an Bord hat. Es wurde von Master Commander Charles W. Morgan ( 1790 – 1853 ) befehligt. Das Einsatzgebiet war das Mittelmeer wo das Schiff am 29. April 1825 ankam und Commodore John Rodgers ( 11. Juli 1772 – 1. August 1838 ) es zu seinem Flaggschiff erklärte. Im Juni wechselte Mervine wieder auf die USS CYANE wo er bis Ende Oktober 1825 blieb. Anfang November kehrt Mervine wieder auf die USS IOA zurück. Mit dem Schiff kommt er in die Vereinigten Staaten und geht in Boston im Dezember 1826 von Bord. In Boston dient er an der Navy Yard bis zum Mai 1827. Von dieser Werft versetzt man ihn auf die Norfolk Navy Shipyard wo die Kriegsschaluppe USS NATCHEZ ( 1827 ) gebaut wurde. Auf dem Schiff dient er unter dem Kommando von Commander George Budd und das Schiff gehört zum Karibik und Home Geschwader. Bis Januar 1829 bleibt Mervine an Bord. Dann wechselt er auf die USS IOA and WO, wo er bis März 1932 diente. Im März 1832 übernimmt er auf der Washington Navy Yard den Schoner USS EXPERIMENT ( 1832 ) und stellt das unter seinem Kommando stehende Schiff im April in den Dienst der US Navy. Mit dem Schiff kreuzte Mervine an der US Atlantikküste zwischen Boston, Massachusetts und Charleston, South Carolina. Im Juli 1833 musste es in die Werft von Norfolk zu Reparaturarbeiten und Mervine wechselte wieder zu IOA and WO. Bis Juli 1836 blieb er dort. In dieser Zeit beförderte man Mervine am 12. Juni 1834 zum Master Commander. Im Juli 1836 übernahm er das Kommando über die Kriegsschaluppe USS NATCHEZ die zum Karibik Geschwader gehörte. Das Kommando behielt er bis April 1838 und wechselte dann wieder zu IOA and WO. Dort blieb er bis Juni 1845. In dieser Zeit, am 8. September 1841, beförderte man Mervine zum Captain. Im Juli 1845 übernahm er das Kommando über die USS CYANE welches er ein Jahr inne hatte. Das Schiff gehörte mittlerweile zum Pazifik Geschwader. Anfang Juli 1846 übernahm er das Kommando über die Fregatte USS SAVANNE ( 1842 ), das Flaggschiff des Pazifik Geschwaders das von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) befehligt wurde. Der Mexikanisch-Amerikanischen Krieg war am 25. April 1846 ausgebrochen und Commodore Sloat segelte mit seinem Geschwader nach Monterey wo es am 7. Juli ankam. Captain Mervine landete umgehend mit einer Abteilung Matrosen und Soldaten der US Marines bei Monterey, Kalifornien und nahm die Stadt ohne einen Schuss abgeben zu müssen ein. Commodore Sloat ließ am Abend die amerikanische Flagge hissen und nahm somit für die USA die Umgebung in Beschlag. Die USS SAVANNE blieb bei Monterey vor Anker liegen und Mervin war vom 7. Juli bis zum September 1846 der Militärkommandeur der Stadt. Captain Mervine segelte mit der USS SAVANNE nach Los Angeles das von Californios belagert wurde. Er erreichte die Stadt und drang mit 203 US Marines, 147 amerikanische Matrosen und eine unbekannte Anzahl von Freiwilligen gegen die Belagerer vor. Vom 7. bis zum 9. Oktober 1846 kam es bei der Rancho Dominguez zur Schlacht. Die Belagerer wurden von Kapitän José Antonio Ezequill Carrillo ( 1796 – 1862 ), einem Californio Rancher, geführte und seine Streitmacht bestand aus 50 Spanisch Californio Ulanen. Die Schlacht verlief für Mervine sehr ungünstig. Er verlor 14 Soldaten die getötet wurden und 2 Schwerverwundete. Er sah keine Möglichkeit die Belagerung der Stadt zu beenden und musste sich auf sein Schiff zurück ziehen. Das Kommando über die USS SAVANNE behielt er bis September 1847. Dann war wieder IOA and WO angesagt. Dies dauerte bis Ende Juli 1852. Mervine begab sich auf die Norfolk Naval Shipyard wo die Dampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) gebaut und ausgerüstet wurde. Er übernahm im August das Kommando über das Schiff und stellte es am 2. September 1852 in den Dienst der US Navy. Nach der Einfahrprobefahrt in der Nähe von der Norfolk Navy Yard wurde die USS POWHATAN in das Home Geschwader eingegliedert und zum Flaggschiff für Commodore John Thomas Newton ( 20. Mai 1793 – 28. Juli 1857 ) auserkoren. Mervine segelte mit dem Schiff nach New York wo es von Marineminister John Pendleton Kennedy ( 25. Oktober 1795 – 18. August 1870 ) besucht wurde. Außerdem kam Alfred Conkling ( 12. Oktober 1789 – 5. Februar 1874 ) an Bord, der von US Präsident Millard Fillmore ( 7. Januar 1800 – 8. März 1874 ) zum neuen US Botschafter in Mexiko ernannt worden war. Die USS POWHATAN stach am 16. Oktober in See mit dem Ziel Vera Cruz, Mexiko. Dort ging Alfred Conkling von Bord und Mervine kehrte über Havanna und Pensacola nach New York zurück wo er am 27. November 1852 ankam. Umgehend ging er von Bord und übernahm das Kommando über das Linienschiff USS INDEPENDENCE ( 1814 ) bis April 1853 das zur Reparatur in der Werft lag. Danach wechselte er bis August 1854 nach Washington im Marineministerium. Im September 1854 kehrte er nach New York zurück wo er im Rang eines Flag Offizier die USS INDEPENDENCE wieder in den Dienst der US Navy stellte und es gleichzeitig zu sein Flaggschiff für das Pazifikgeschwader nahm. Bis November 1857 hielt er das Kommando im Pazifik und kehrte dann nach Washington zurück wo er bis Mai 1861 blieb. Nachdem der amerikanische Bürgerkrieg am 12. April 1861 offen ausgebrochen war, übergab Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) am 6. Mai 1861 Flag Offizier William Mervine das Kommando über das Golfgeschwader. Durch eine Krankheit musste aber Mervine das Kommando am 21. September 1861 an Flag Offizier William Wister McKean ( 19. September 1800 – 22. April 1865 ) abtreten. Von September 1861 bis Juli 1862 war Mervine wieder in Washington. Ihn beförderte man am 16. Juli 1862 zum Commodore. Bis April 1864 hatte er unterschiedliche Kommandos innerhalb des Marineministeriums. Zusätzlich war Mervine bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ein Mitglied des Kriegsgerichtes. Am 6. August 1866 wurde er zum Rear Admiral befördert und in den Ruhestand versetzt. Mervine verstarb am 15. September 1868 in Uticah, New York.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Rear Admiral William Mervine bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MERVINE ( DD-322 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS MERVINE ( DD-322 )

Schiffsbiografie

Die USS MERVINE ( DD-322 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Mervine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhunderteinunddreißigste Schiff aus der Clemeon Klasse.

Auf der Union Plant, Potrero Works, Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 28. April 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Eileen D. McCarthy taufte am 11. August 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charlton Eugene Battle, Jr. ( 15. Juni 1887 in Georgia – 22. September 1970 in Florida ) stellte am 28. Februar 1921 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt war San Diego, Kalifornien der Heimathafen des Zerstörers. In seiner gesamten Karriere blieb das Kriegsschiff ein Mitglied der Pazifikflotte. In der neunjährigen Dienstzeit beteiligte sich die USS MERVINE hauptsächlich an lokalen Operationen entlang der US Westküste. So nahm der Zerstörer an dem Flottenmanöver I im Februar und März 1923 vor der Küste von Panama teil. Die Manöver II, III, und IV wurden gleichzeitig im Januar und Februar 1924 abgehalten. Hier wurden in der Panamakanalzone und in der Karibik simulierte Aktionen gestartet die auch im Pazifik auftreten könnten. Am 22. Februar 1924, dem Geburtstag von George Washington, lagen in der Taget Bay, Culebra Island, Westindien neben der USS MERVINE die Zerstörer USS LA VALLETTE ( DD-315 ), USS HULL ( DD-330 ), USS SUMNER ( DD-333 ), USS MULLANY ( DD-325 ), USS NOA ( DD-343 ), das U-Boot USS S-20 und das Frachtschiff USS PROCYON ( AG-11 ). Im folgenden Jahr begab sich die USS MERVINE mit mehreren Schwesterschiffen auf eine Kreuzfahrt vom 1. Juli bis zum 26. September 1925 in den Südpazifik. Das waren USS MULLANY, USS ROBERT SMITH ( DD-324 ) und USS CHASE ( DD-323 ). Diese vier Zerstörer besuchten unter anderem den Hafen von Melbourne, Australien und Amerikanisch Samoa. Anfang 1926 war die USS MELVINE an dem Flottenmanöver VI beteiligt, das vor der pazifischen Küste Mittelamerikas abgehalten wurde. Das Flottenmanöver VII fand im März 1927 statt und simulierte die Verteidigung des Panamakanals gegen einen Angriff durch einen Flugzeugträger, der durch die USS LANGLEY ( CV-1 ) erfolgreich gestartet worden war. Bei dem Flottenmanöver VIII im April 1928, an dem die USS MERVINE ebenfalls teilnahm, übte man zwischen der Küste von Kalifornien und den Hawaiianischen Inseln die Suche nach feindlichen Konvois und U-Booten. Im Januar 1929 folgte das Flottenmanöver IX erneut vor dem Panamakanal. Diesmal wurden die Auswirkungen von einem Angriff auf den Panamakanal untersucht und die dazugehörigen Operationen um dies zu verhindern. Am 18. September 1929 legte die USS MERVINE zum letzten Mal in ihrem Heimathafen San Diego an. Auf die Mare Island Naval Shipyard versetzte man den Zerstörer und stellte ihn am 4. Juni 1930 außer Dienst. Den Namen USS MERVINE ( DD-322 ) strich man am 3. November 1930 von der US Navy – Liste. Im folgenden Jahr verkaufte man dann den Schiffskörper damit dieser verschrottet werden konnte.


USS MERVINE ( DD-322 )
Commanding Officer

LCDR Charlton Eugene Battle Jr.          28. Februar 1921 – 1922 (erreichter Rang COMMODORE)
LCDR Robert Messinger Hinckley          1922 – 5. März 1924
CDR Jere Hutchins Brooks           5. März 1924 – Juli 1924
LT Frederick Dodge Powers          Juli 1924 – 28. Juli 1924
LCDR Richmond Kelly Turner 2         8. Juli 1924 – 14. April 1925 (erreichter Rang ADM)
LCDR Penn Leary Carroll        14. April 1925 – ?
LCDR Anton Bennett Anderson          ? 1926 – ?
LCDR Conrad Ridgely           14. Dezember 1927 – ?

USS MERTZ ( DD-691 )

USS MERTZ ( DD-691 )

Biografie

Albert Mertz
* 26. März 1851 in Richmond, Wisconsin
† 21. Juli 1936 in San Diego, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy

Albert Mertz beendete sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis im Juni 1872. Zum Ensign ernannte man ihn am 15. Juli 1873. An die Coast Survey versetzte man ihn am 26. November 1877 bis er am 6. Juli 1878 wieder in den aktiven Dienst bei der US Navy zurück kehrte. Er diente an Bord der Schalupppe USS WYOMING ( 1859 ), dem Schraubenkanonenboot USS ALLIANCE ( 1875 ) und anderen Schiffen. Nach der Beförderung zum Commander am 11. April 1902 übernahm Mertz am 20. Juli 1903 das Kommando über das Kanonenboot USS NEWPORT Nummer 12. Den Dienst des Kommandanten der US Navy Stationen Cavite und Olongapo auf den Philippinen übernahm Mertz am 20. Dezember 1909. Zurück in den USA, ernannte man ihn am 3. Februar 1912 zum Rear Admiral und übergab ihm am 25. März das Amt des Gouverneurs der Naval Home in Philadelphia. An seinem 64igsten Geburtstag, dem 26. März 1913, versetzte man Mertz in den Ruhestand. Er verstarb am 21. Juli 1936 in San Diego, Kalifornien.


USS MERTZ ( DD-691 )

Schiffsbiografie

Die USS MERTZ ( DD-691 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Albert Mertz benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzweiundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 10. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Selma Mertz Allen, Tochter von Rear Admiral Albert Mertz, taufte am 11. September 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Sears Estabrook, Jr. ( 10. Mai 1908 in Fayetteville, Onondaga County, New York – September 1972 in Tyler, Smith County, Texas ) stellte am 19. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS MERTZ bis zur amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, legte der Zerstörer im Hafen von Norfolk, Virginia an und wurde für die Fahrt in den Pazifik ausgerüstet. Am 26. Januar 1944 legte das Kriegsschiff dann dort ab. Die Fahrt führte die USS MERTZ über Newport, Rhode Island zum Panamakanal. Diesen durchquerte der Zerstörer Mitte Februar und fuhr nach San Diego, Kalifornien. In diesem Hafen wurden die Bunker gefüllt. Anschließend verließ das Kriegsschiff diesen Hafen wieder und erreichte am 5. März die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dieser Marinebasis verblieb die USS MERTZ bis zum 9. März. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die Marinebasis und eskortierte mehrere Versorgungsschiffe bis zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Dieses erreichten die Schiffe sechs Tage später. Hier bereitete man das Kriegsschiff und dessen Mannschaft auf ihren ersten Kampfeinsatz vor. Dazu integrierte man die USS MERTZ in die Task Group TG 58.2, deren Befehlsgewalt während der Operation „Desecrate I“ bei Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 – 15. Dezember 1961 ) lag. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HORNET ( CV-12 ), die Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS MERTZ, USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS AYLWIN ( DD-355 ) und USS McDERMUT ( DD-677 ). Am 15. März hatten diese Schiffe der TG 58.2, außer der USS MERTZ die schon beim Atoll ankerte und der USS McDERMUT die vom Atoll Kwajalein, Marshall Islands kam, zusammen mit den Schiffen der Task Group 58.9 und Task Group 50.15 Pearl Harbor und fuhren Westwärts. Fünf Tage später erreichten sie das Atoll Majuro. Hier reihte sich die USS MERTZ in die TG ein. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG 58.2 wieder das Atoll. Ziel waren die im Westen liegenden Palau Inseln. Diese erreichten die Schiffe der Task Group am 28. März und begannen sofort mit dem Bombardement japanischer Stellungen, Flugplätzen und Küstenbefestigungen auf der Insel Peleliu. Drei Tage lang wird alles was auf dem Wasser schwimmt oder sich an Land auf den Inseln befindet bombardiert. Japanische Flugzeuge waren ab dem ersten Tag aufgestiegen und griffen die amerikanischen Schiffe an. Die USS MERTZ befand sich da im äußeren Ring um die Flugzeugträger und sicherte diese vor Luft- und Unterwasserangriffen. Die Flugabwehrkanoniere von den Schiffen im äußeren Ring ließen an keinem der folgenden Tage nicht eines dieser feindlichen Flugzeuge an die Träger heran. Am 31. März drehten die Schiffe der TG ab und fuhren Nordostwärts. An diesem Tag trifft die USS MERTZ gegen 6:00 Uhr auf ein japanisches Handelsschiff. Umgehend beginnen die Geschützmannschaften mit dem Beschuss, doch das feindliche Schiff begann sofort mit Ausweichmanövern um den von dem Zerstörer abgeschossenen 5 Zoll Granaten zu entgehen. Noch am selben Tag bombardieren die Trägerflugzeuge die Insel Yap und das Atoll Ulithi, Karolinen. Die Schiffe blieben aber nicht dort und fuhren nach dem Bombardement Südostwärts weiter zum Atoll Woleai, Karolinen. Dieses Atoll erreichten sie am 1. April und begannen ebenfalls mit dem Bombardement japanischer Stellungen und Flugplätze. Zurück beim Atoll Majuro waren die Kriegsschiffe am 6. April. Vor diesem Atoll blieb die USS MERTZ für fünf Tage liegen. Man bereitete das Kriegsschiff auf die Eskorte für den Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ) vor. Beide Schiffe legten am 11. April ab und hatten die Insel Espiritu Santo, New Hebrides als Ziel. Hier wurden die auf dem Geleitträger mitgeführten Flugzeuge abgeladen. Anschließend fuhren beide Schiffe zum Atoll Majuro zurück. Nachdem man hier sämtliche mitgeführten Flugzeugersatzteile entladen hatte, eskortierte die USS MERTZ zusammen mit der USS BOYD ( DD-544 ) und einem weiteren Zerstörer die beiden Geleitflugzeugträger USS BARNES und USS PETROF BAY ( CVE-80 ) bis nach Pearl Harbor. Am 7. Mai verließen die fünf Kriegsschiffe das Atoll und fuhren nach Pearl Harbor. In diesem Hafen legten sie am 13. Mai an. Die USS MERTZ blieb in dieser Marinebasis und wurde auf ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Dazu beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern aus dem Zerstörergeschwader 54 an mehreren Übungen. Für die Operation „Forager“ integrierte man die USS MERTZ in die Task Group 52.17, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.17.1 die Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und die Zerstörer USS MERTZ, USS REMEY ( DD-688 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Ab dem 29. Mai gab es für zwei Tage intensive Trainingseinheiten. Die Schiffe der TG 52.17 legten am 31. Mai in Pearl Harbor ab und stachen in See. Sie fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands, wo sie am 8. Juni ankamen. Man befüllte hier alle Treibstoffbunker der Schiffe und nahm eine letzte Inspektion vor. Dieses Atoll verließen die Schiffe der TG 52.17 zwei Tage später und erreichten am 13. Juni ihre vorgegebenen Positionen für die Operation „Forager“. Noch am selben Tag begann man mit dem Bombardement der japanischen Küstenbefestigungen auf Saipan, Nördliche Marianen, in dem Gebiet wo die Landeoperation am 15. Juni stattfinden sollte. Dieses Bombardement wurde bis zum 16. Juni während der Anlandung zur Absicherung des Brückenkopfes beibehalten. Die USS MERTZ befand sich in den ersten Tagen des Angriffs auf Patrouillenstation um die amphibischen Landungsschiffe vor japanischen U-Boot Angriffen zu beschützen. Dazu gehörte auch, dass am Tag feindliche Stellungen auf Saipan beschossen wurden und in der Nacht mit den Suchscheinwerfern die feindlichen Linien abgesucht wurden. Bis zum 22. Juni blieb die USS MERTZ vor Saipan, dann begann der Zerstörer bis Ende Juli mit Eskortierfahrten von Schiffskonvois innerhalb der Inseln der Nördlichen Marianen und patrouillierte zwischendurch westlich der Inseln damit kein feindliches Schiff sich nähern konnte. Bis zum 2. August war der Zerstörer so im Einsatz. An diesem Tag verließ die USS MERTZ die Gewässer der Nördlichen Marianen und hatte Befehl nach Guadalcanal zu fahren um sich dort an amphibische Landemanöver zu beteiligen. Diese waren die Vorbereitung für die Palau Offensive. Vorher lief der Zerstörer aber nach Eniwetok und bunkerte frischen Treibstoff. Anschließend lief der Zerstörer den Hafen Seeadler Harbor auf Manus Island, Admiralitätsinseln an um auch hier frischen Treibstoff zu bunkern. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff direkt nach Port Purvis auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesem Hafen legte er am 24. August an. Man versetzte den Zerstörer in die neu aktivierte Task Force 32. Nach einem Tag, der mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurde, stach die USS MERTZ mit anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Insel Peleliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation „Stalemate II“ vorgesehen. In der Nacht vom 1. zum 2. September begann ein allgemeines Manöver, an dem fast alle Schiffe aus der Task Force 32 beteiligt waren. Während dieser Übung wollte man vor Guadalcanal mehrere Angriffsvarianten einstudieren. Die USS MERTZ und andere Zerstörer aus der freien Gruppierung der TF 32 waren dabei zur Sicherung abgestellt worden um rechtzeitig vor feindlichen Flugzeugen warnen zu können, die eventuell dieses Manöver beobachten könnten. Am 3. September erreichten alle Kriegsschiffe wieder Port Purvis und wurden innerhalb von drei Tagen auf das Ablegen vorbereitet. Am 6. September stachen sie von Port Purvis aus in See und fuhren zu den Palau Inseln. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich unter anderem das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Nach zwei weiteren Tagen beginnt das Bombardement auf die Insel Peleliu. Am 15. September erfolgte die Landung auf Peleliu. Die USS MERTZ unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Landeeinheiten und feuerte auf japanische Küstenbefestigungen. Die Landeoperation auf Angaur begann am 17. September. Die Schweren Schiffseinheiten aus der TG 32.5 hatten dafür mit ihren Geschützen den Weg für die Infanteriesoldaten freigeschossen. Die USS MERTZ sicherte die Schiffe der Transportgruppe, welche nach Angaur fuhren. Anschließend begannen für den Zerstörer nun wieder Patrouillenfahrten in den Gewässern rund um die Palau Inseln, da die meisten Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer sich zum Seeadler Harbor, Manus Admiralitätsinseln ab dem 20. September zurückgezogen hatten. Die USS MERTZ war zusammen mit anderen Zerstörern nun auch auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Doch schon am 21. September löste man den Zerstörer aus der TF 32 heraus. Das Kriegsschiff gehörte nun zur Task Group 33.19, welche von Rear Admiral William Henry Purnell Blany ( 28. Juni 1890 in New York City – 12. Januar 1954 in St. Albans, New York ) kommandierte, und eskortierte mehrere Panzerlandungsschiffe auf denen sich die Soldaten des RCT 323 der 81. Infanteriedivision befanden. Diese hatten die Aufgabe gestellt bekommen, das Atoll Ulithi, Karolinen einzunehmen und zu sichern. Dieses Atoll besaß eine strategisch wichtige Lagune und war von den Japanern nicht besetzt worden. Dort sollte die USS MERTZ zusammen mit anderen Zerstörern dann die Anti-U-Boot- und Luftsicherung übernehmen. Am 23. September erreichten die Schiffe das Atoll und die Soldaten des 323. RCT der 81. Infanteriedivision können ohne auf Widerstand zu stoßen die Insel sichern. Nach mehreren Tagen, die USS MERTZ fuhr immer noch Patrouille rund um die Gewässer des Atolls, verließ der Zerstörer die Gewässer der Karolinen und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Hollandia, Neuguinea und fuhr anschließend zum Seeadler Harbor, Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesem natürlichen Hafen legte das Kriegsschiff am 2. Oktober an. Man gliederte die USS MERTZ in die Task Group 77.2 ein, die Fire Support Group für die Operation „King II“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1971 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND, USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS DENVER, USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS BENNION, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS KILLEN ( DD-593 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Die Kriegsschiffe wurden nun auf die kommenden Kämpfe um die philippinischen Inseln vorbereitet. Am 12. Oktober legten diese Schiffe, bis auf einige wenige die schon am Vorabend abgelegt hatten um die vor Leyte Vorgelagerten Inseln Dinagat Island, Hibuson Island und Suluan Island einzunehmen, im Seeadler Harbor ab. Kurz vor Mitternacht zum 20. Oktober fuhren die Schiffe der Task Force 77 in den Golf von Leyte ein und bereiteten sich auf die amphibische Landung von Leyte vor. Nach dem Bombardement der Fire Support Group und dem Beginn der Anlandungen der Sturmtruppen, begann die USS MERTZ mit ihren antisubmarinen Patrouillenpflichten vor der Küste bei Dulag um die Truppen und ankernden Schiffe zu schützen. Zum Entsatz der japanischen Truppen auf Leyte sollten zwei japanische Kriegsschiffsverbände von Süden her zu der philippinischen Insel vordringen. Am Nachmittag des 24. Oktober verlegte man die USS MERTZ zu einem Anti-Torpedoboot Abwehrschirm, der für die Surigao Straße gebildet wurde und der Task Group 77.2 angehörte. Man hatte Hinweise erhalten, dass drei japanische Flotten zur Unterstützung der auf Leyte stationierten japanischen Truppen unterwegs waren. Zur Abwehr dieser Verbände benutzten die Alliierten die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI, USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE, USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ) welche von den Zerstörern USS CONY ( DD-508 ), USS THORN ( DD-647 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS AULICK ( DD-569 ) und USS CLAXTON( DD-471 ) gesichert wurden. Diese Formation befehligte Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) und fuhr in die Surigao Strait ein. Die linke Flanke davon sicherten unter dem Kommando von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE, USS PORTLAND und USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS HEYWOOD L EDWARDS, USS BENNION, USS LEUTZE, USS NEWCOMB, USS RICHARD P LEARY, USS ALBERT W GRANT, USS HALFORD und USS BRYANT. Die rechte Flanke sicherte unter dem Kommando von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) der australische Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS MERTZ,USS McNAIR, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS BEALE, USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ) und USS REMEY ( DD-688 ). Allen drei Schiffsverbänden wurden jeweils dreizehn PT-Boote hinzugefügt die die feindlichen Schiffe in der Nahdistanz attackieren sollten. In der Nacht vom 23. zum 24. Oktober trafen die beiden japanischen Schiffsverbände ein. Den einen befehligte Vizeadmiral Shoji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ). In diesem Verband befanden sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, der Kreuzer MOGAMI und die Zerstörer MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE. Den zweiten Verband befehligte Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ). In diesem Verband befanden sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUHI, WAKABA, HATSUSHIMO und HATSUHARU. Beide Verbände sollten sich in der Sulu See vereinigen. Der Schiffsverband von Vizeadmiral Nishimura wird bis auf den Zerstörer SHIGURE vollständig versenkt. Die Schlacht dauerte bis weit nach 4:00 Uhr des 25. Oktober. Die USS MERTZ selber war an den Kämpfen nicht beteiligt. Der Zerstörer war dazu abgestellt worden, zusammen mit der USS McNAIR den Eingang zum Golf von Leyte zwischen Desolation Point und Homonhon Island zu überwachen damit kein feindliches Schiff nach Norden entlang der Ostküste der Insel Dinagat fahren konnte um den Alliierten in den Rücken zu fallen. Am Nachmittag erschien am Himmel eine Zero, die sofort den Zerstörer anzugreifen versuchte. Doch durch die Mannschaft eines schweren Maschinengewehres konnte diese feindliche Maschine, noch mehrere hundert Meter vor dem Einschlag auf dem Schiff, abgeschossen werden. Am Abend des 25. Oktober erhielten die Schiffe der TG 77.2 den Befehl sich auf Homonhon Island, auf der Ostseite von Leyte zurück zu ziehen da man einen weiteren japanischen Schiffsverband erwartete der eventuell einen Torpedoangriff starten wollte. Doch dieser angekündigte japanische Verband zog sich am Nachmittag über die San Bernardino Straße zurück. Am 27. Oktober verließ die USS MERTZ zusammen mit der USS REMEY dann den Golf von Leyte und fuhr nach Hollandia in die Humboldt Bay. In diesem natürlichen Hafen lief der Zerstörer am 30. Oktober ein. Hier stellte man eine kleine Flotte von Landungsfahrzeugen zusammen, die die Soldaten zur Verstärkung nach Leyte bringen sollten. Am 9. November verließ dieser Schiffskonvoi Hollandia und neben anderen Zerstörern eskortierte die USS MERTZ und die USS REMEY diese Schiffe bis nach Leyte. Diese philippinische Insel erreichte der Schiffskonvoi am 15. November. Gleich nach dem Landen der Versorgungsschiffe verließ die USS MERTZ diesen Schiffskonvoi und fuhr zum Seeadler Harbor auf Manus Island. Hier lagen schon mehrere Kriegsschiffe, die zur Task Force 77 gehörten. Diese Flotte sollte Landungsfahrzeuge bis zur philippinischen Insel Mindoro eskortieren damit die mitgeführten Soldaten diese Insel einnehmen konnten. Heikel dabei war die Sulu See. Diese Gewässer kontrollierten die Japaner seit Anfang 1942. Die USS MERTZ eskortierte von Manus Island aus die wartenden Landungsfahrzeuge zu den Palau Inseln und ankerte in der Kossol Roads. Dort blieb der Zerstörer bis zum 10. Dezember und wurde in die Task Undergroup 77.12.7 integriert, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ) die von den Zerstörern USS MERTZ, USS McGOWAN, USS McDERMUT, USS REMEY, USS TWIGGS, USS PATTERSON ( DD-392 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und USS BRAINE ( DD-630 ) eskortiert und gesichert wurden. Am 10. Dezember hievten die Schiffe der Task Group 77.12 in der Kossol Roads ihre Anker und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Die Sulu See erreichten die Schiffe drei Tage später. Vier japanische Flugzeuge griffen den Verband nördlich von Mindanao bei Baliangao an. Drei der Kamikazepiloten konnten dabei abgeschossen werden noch bevor diese sich auf ein Schiff stürzen konnten. Der Pilot des vierten Flugzeuges stürzte sich in die Backbordseite der USS HARADEN. Dabei fiel der vordere Maschinenraum aus und das Deck wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Zerstörer war nicht mehr manövrierfähig. Am 14. Dezember lagen die Schiffe der TU 77.12.7 zwischen den philippinischen Inseln Panay und Negros. Die Flugzeuge der Träger stiegen auf und begannen japanische Stellungen auf den beiden Inseln zu bombardieren. Am folgenden Tag wechselten die Schiffe der TU nach Mindoro, an diesem Tag begannen die Anlandungen der mitgeführten Soldaten auf Mindoro, und die Flugzeuge der Träger beteiligten sich an dem Bombardement feindlicher Stellungen. An diesem Tag konnten die Geschützmannschaften der USS MERTZ ein Jagdflugzeug vom Typ Nakajima Ki-43 direkt abschießen und war an der Zerstörung weiterer feindlicher Flugzeuge beteiligt. Am 16. Dezember fuhren die Schiffe der TU 77.12.7 auf eine Position, von wo aus die Trägerflugzeuge japanische Stellungen auf den Inseln Negros, Panay, Palawan und Mindanao bombardieren konnten. Gleich im Anschluss, nachdem alle Flugzeuge wieder auf ihren Trägern gelandet waren, verließen die Schiffe der TU ihre Position und fuhren zu den Palau Inseln zurück. Die dortige Kossol Roads erreichten sie am 19. Dezember. Doch hier blieb die USS MERTZ nicht lange. Der Zerstörer fuhr nach dem bunkern von Munition und Treibstoff in die San Pedro Bay im Leyte Golf und begann dort ab dem 26. Dezember mit Patrouillenfahrten und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Man wartete hier auf einen Schiffskonvoi, der von den Ostsalomonen kam. Die USS MERTZ gliederte man in die Task Force 77 ein die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 in Annapolis, Maryland – 21. Februar 1946 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Dort gehörte die USS MERTZ zur Sicherungsgruppe der Amphibious Group 3, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City, New York ) befehligte. In dieser Amphibious Group befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS APPALACHIAN, 13 Schnelle Truppentransporter, 17 Angriffstransportschiffe, 3 Transportschiffe, 7 Angriffsfrachtschiffe, 8 Frachtschiffe, 10 Liberty Schiffe und 50 Panzerlandungsschiffe, die die Soldaten der 25. Infanteriedivision, der 158. RCT und der 13. Panzerdivision transportierten. Diese Schiffe wurden von den Zerstörern USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MONSSEN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MELVIN, USS REMEY ( DD-688 ) und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ) sowie den Geleitzerstörern USS GREENWOOD ( DE-679 ) und USS LOESER ( DE-680 ) eskortiert. Die Luftsicherung übernahmen die Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SAGINAW BAY und USS PETROF BAY und den Geleitzerstörern USS RICHARD S BULL, USS RICHARD M ROWELL. Am 7. Januar 1945 verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten am 11. Januar den Golf von Lingayen, zwei Tage nach dem Beginn der amphibischen Landeoperation auf der philippinischen Insel Luzon. Hier beteiligte sich die USS MERTZ an der Bombardierung der Küstenbereiche damit die zweite Welle von amerikanischen Soldaten anlanden konnten. Dieses Bombardement behielt der Zerstörer bis zum 15. Januar vor dem Brückenkopf bei San Fabian bei. Am 15. Januar verließ die USS MERTZ zusammen mit den Zerstörern der DESRON 54 wieder Luzon und eskortierte die entladenen Transport- und Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay auf Leyte. Von hier aus wechselten die Zerstörer zum Atoll Ulithi. Nachdem die Schiffe die Lagune des Atolls erreicht hatten, gliederte man sie in die Task Group 58.5 ein, die Rear Admiral Matthias Bennett Gardner ( 28. November 1897 – 24. August 1975 ) während der Operation “Detachment and Jamboree” kommandierte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS REMEY, USS McNAIR, USS MONSSEN, USS NORMAN SCOTT, USS LONGSHAW ( DD-559 ) und ein weiterer. Am 10. Februar verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TF 58 das Atoll Ulithi. Ziel war das japanische Festland. Die Aufgabe der TG 58.5 bestand darin die Aktivitäten der der Task Force mit Luftangriffen in der Nacht fortzusetzen. Am 13. Februar begann das allgemeine betanken der Schiffe durch die Tanker der TG 50.8 und am 16. Februar lagen die Schiffe der TG rund 125 Seemeilen südöstlich von Tokio. Sofort beginnen die Luftangriffe der amerikanischen Trägerflugzeuge gegen japanische Flugplätze, gegen die Luftabwehr und gegen Flugzeugfabriken im Raum Tokio. Die USS MERTZ lieferte als Radarvorpostenschiff zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Doch die Wetterlage verschlechterte sich zusehends und die Luftangriffe der amerikanischen Piloten werden stark behindert. Am folgenden Tag wurden Schiffsziele im Raum Yokohama aufs Korn genommen. Für den 18. Februar war der allgemeine Rückzug aus den japanischen Gewässern vorgesehen gewesen. Das Ziel waren die Gewässer um die Bonin Insel Chichi Jima. Hier warteten Tanker zur Versorgung der Flotte. Die Schiffe der TG 58.5 übernahmen dabei den Schutz der Aktion. Anschließend wendet man sich gegen Iwo Jima und unterstützte dort die Landung der amerikanischen Marines. In der Nacht vom 20. zum 21. Februar gliederte man die TG 58.5 um. Die USS MERTZ versetzte man für zwei Tage in die Task Group 58.2, deren Schiffe die amerikanischen Soldaten auf Iwo Jima unterstützten. Erst am 23. Februar bildete man die Task Group 58.5 wieder mit den schon vorher darin befindlichen Zerstörern sowie dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE, dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, dem Schweren Kreuzer USS BALTIMORE und dem Leichten Kreuzer USS FLINT. Am 26. Februar lagen diese Schiffe vor der Bonin Insel Chichi Jima und bombardierten dort japanische Stellungen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Bonin Inseln und begannen ab dem 1. März mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa und versenkten in den dortigen Häfen unzählige Schiffe. Anschließend kehrten die Schiffe der TG 58.5 zu den Bonin Inseln zurück und das Bombardement auf Chichi Jima begann ab dem 3. März von neuem. Während dieser Kämpfe konnten die Geschützmannschaften der USS MERTZ zwei feindliche Flugzeuge abschießen. Am 9. März verließen dann die Schiffe der TG die Bonin Inseln und fuhren zum Atoll Ulithi, wo sie drei Tage später anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu versetzte man die USS MERTZ in die Task Group 58.4, die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM und USS ALASKA, die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS REMEY, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS BENHAM ( DD-796 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März und diese waren nun täglich zu erwarten. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem weiteren massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa und in den ersten sechs Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen die Japaner einen ersten massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS MERTZ befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS MERTZ an diesem Tag keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März sich zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS MERTZ erhielt nun die Aufgabe die Schiffe vor japanischen U-Boot Angriffen zu sichern. Der Zerstörer begann zusammen mit der USS MONSSEN seine Patrouillenfahrten und erhielt am 9. April einen Sonarkontakt. Beide Kriegsschiffe hatten 130 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay das U-Boot RO-46 entdeckt. Durch die nun abgeworfenen Wasserbomben wurde das feindliche U-Boot nur leicht beschädigt und konnte fliehen. Zwei Flugzeuge des Leichten Flugzeugträgers USS BATAAN ( CVL-29 ) aus der Task Undergroup 58.3.1hatten am Morgen des 18. April rund 160 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay ein U-Boot entdeckt. Sofort fuhr die USS MERTZ und die beiden Zerstörer USS COLLET ( DD-730 ) und USS McCORD ( DD-534 ) in das angegebene Zielgebiet. Dort angekommen beginnt man einen kombinierten Angriff aus der Luft und zu Wasser. Nach einigen Stunden Kampf wird dann das japanische U-Boot I-56 versenkt. Alle 116 Mannschaftsmitglieder und sechs Piloten von Mini-U-Booten kamen dabei ums Leben. Die Schiffe der TG 58.4 zogen sich dann ab dem 11. Mai aus den Gewässern von Okinawa zurück und erreichten das Atoll Ulithi drei Tage später. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und die Bunker gefüllt. Am 24. Mai verließen die Schiffe der TG 58.4 wieder das Atoll und erreichten drei Tage später die Gewässer von Okinawa. Die Befehlsgewalt über die Task Force 58 übertrug Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) am 28. Mai an Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 in Fishers Island, New York ), der der Kommandant der Task Force 38 war. Damit wechselte auch die USS MERTZ von der TG 58.4 zur TG 38.4. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI und USS IOWA ( BB-61 ), die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS WADLEIGH, USS TRATHEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS UHLMANN und USS McCORD ( DD-534 ). Ein Taifun raste am 4. Juni bei den Ryukyu Islands über den pazifischen Ozean. Mehrere Schiffe aus den beiden anderen Task Groups wurden dabei beschädigt. Die Trägerflugzeuge bombardierten in den folgenden Tagen immer noch japanische Stellungen auf Okinawa. Für die Nacht vom 8. zum 9. Juni bildete man die Task Group 30.4. In dieser befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS FLINT und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS WADLEIGH, USS REMEY und USS MELVIN. In dieser Nacht bombardierten diese Schiffe feindliche Stellungen auf Okino Ogari Shima. Anschließend reihten sie sich wieder in die TG 38.4 ein. Erst am 10. Juni verließen die Schiffe der TG 38.4 und TG 38.1 Okinawa und es wurden die Inseln Minami Ogari und Minami Daito bombardiert und beschossen. Am Abend des 10. Juni war die Operation „Iceberg“ beendet und die Schiffe der TF 38 verließen endgültig die Gewässer von Okinawa. Ziel war die San Pedro Bay, Leyte. Diese Bucht erreichten die Schiffe am 13. Juni. Hier stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS MERTZ versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR, USS MERTZ, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS MONSSEN, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS HALE ( DD-642 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Am 14. Juli bildete man die Task Undergroup 34.8.2, die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI und USS WISCONSIN, die Leichten Kreuzer USS ATLANTA ( CL-51 ) und USS DAYTON ( CL-105 ) und die Zerstörer USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS REMEY, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT und USS McNAIR. Diese Kriegsschiffe fuhren in der Nacht vom 14. zum 15. Juli zur Hafenstadt Muroran, im Süden von Hokkaido und bombardierten dort die Hafenanlagen und die im Hafen liegenden Schiffe. Das war der erste Beschuss des japanischen Kernlandes durch Überwasserkriegsschiffe. Anschließend zogen sich die amerikanischen Kriegsschiffe der TU 34.8.2 wieder zurück und reihten sich in die TG 38.3 wieder ein. Doch am Abend des 16. Juli bildete man erneut die TU 34.8.2 die Rear Admiral Oscar Charles Badger , Jr. befehligte. In der TU befanden sich diesmal die Schlachtschiffe USS IOWA, USS MISSOURI, USS WISCONSIN, USS NORTH CAROLINA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Leichten Kreuzer USS DAYTON und USS ATLANTA und die Zerstörer USS MERTZ, USS NORMAN SCOTT, USS REMEY, USS MONSSEN, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McNAIR und zwei weitere. Noch am 16. Juli wird die japanische Hafenstadt Wanishi bombardiert und am 17. Juli bombardierten die Kriegsschiffe der TU gemeinsam mit dem britischen Schlachtschiff HMS KING GEORGE V und zwei britischen Zerstörern die japanische Hafenstadt Hitachi. Anschließend gliederten sich die amerikanischen Schiffe wieder in die Task Group 38.3 ein und übernahmen dort ihre gestellten Aufgaben. Derweil waren am 14. und 15. Juli massive Luftschläge gegen japanische Häfen und deren Anlagen erfolgt. Dabei wurden viele feindliche Schiffe versenkt oder beschädigt. An diesen Tagen bewegten sich die Schiffe der TG 38.3 zwischen 110 und 180 Seemeilen östlich von Honshu. Auch in den folgenden Tagen griffen die Trägerflugzeuge immer wieder Industrie- und Militäranlagen und bombardierten wahllos japanische Ziele in Städten und Häfen. Dabei machten diese auch Jagd auf feindliche Schiffe und Boote. Nichts wurde verschont. Am 10. August verließ die USS MERTZ zusammen mit den Zerstörern USS MELVIN, USS McDERMUT, USS McGOWAN, USS MONSSEN, USS McNAIR und USS REMEY die Schiffe der TG 38.3 und hatten das Ziel über Paramushiru, Kurilen den Hafen auf Adak, Aleuten anzulaufen. Hier reihten sich die Schiffe in die Task Force 92 ein, die Rear Admiral John H. Brown, Jr. befehligte. In der TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS CONCORD ( CL-10 ) und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS REMEY, USS BEARSS ( DD-654 ), USS JOHN HOOD ( DD-655 ), USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS ANDERSON ( DD-411 ) und USS HUGHES ( DD-410 ). Auf dem Weg nach Adak beschossen diese Schiffe am 11. und 12. August japanische Stellungen von der südlich gelegenen Kurileninsel Matsuwa Island bis nach Paramushiru, Kurilen. In der Nacht vom 14. zum 15. August lief die USS McGOWAN zusammen mit den anderen Schiffen in den Hafen auf Adak ein. Hier erhielt man auf dem Zerstörer die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans gegenüber den USA. Gleichzeitig bekam man auf dem Kriegsschiff neue Instruktionen. Das Kommando über die Task Force 92 übernahm nun Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Mashalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In dieser TF befand sich der Schwere Kreuzer USS PENSACOLA, die Leichten Kreuzer USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS MERTZ, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS McDERMUT, USS MONSSEN, USS McNAIR, USS REMEY, USS ANDERSON, USS JOHN HOOD, USS BEARSS und USS WAINWRIGHT ( DD-419 ). Am 31. August legten diese Schiffe in Adak ab und fuhren zur Ominato Naval Base auf Honshu und beteiligten sich dort ab dem 8. September an der Okkupation Japans. Hier sollten die Kriegsschiffe zusammen mit den Schiffen der 3. US Flotte während der Besetzung des nördlichen Honshu – Hokkaido Gebietes operieren. Am 15. September verließ die USS MERTZ zusammen mit der USS MONSSEN und USS REMEY allerdings schon wieder die japanischen Gewässer und fuhr in Richtung Osten. Einen Zwischenstopp legten die Kriegsschiffe in der Marinebasis Pearl Harbor an. Am 24. September verließen die Zerstörer wieder die Hawaiianischen Inseln und fuhren an die US Westküste. In den Hafen von San Francisco lief der Zerstörer am 30. September ein. Nach einer umfangreichen Überholung, die auch die USS REMEY und die USS MANSFIELD ( DD-728 ) erhielten, verließ das Kriegsschiff am 1. Dezember San Francisco und wechselte nach San Diego. Hier stellte man am 23. April 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Während der Inaktivenzeit wechselte das Kriegsschiff am 1. Juli 1951 nach Long Beach, Kalifornien wegen des Koreakrieges, wurde aber für die aktive Flotte nicht vorgesehen. Am 1. Januar 1959 versetzte man das Kriegsschiff nach Stockton, Kalifornien. Dort blieb es bis Ende 1969. Man strich am 1. Oktober 1970 den Namen USS MERTZ ( DD-691 ) von der US Navy – Liste und verkaufte den Schiffskörper am 6. Dezember 1971 zum verschrotten.


USS MERTZ ( DD-691 )
Commanding Officer

CDR William Sears Estabrook Jr.       19. November 1943 – 27. Januar 1945
CDR William Squire Maddox           27. Januar 1945 – 23. April 1946