Archiv für den Monat: Juli 2017

USS GREGORY ( DD-802 )

USS GREGORY ( DD-802 )

Biografie

Francis Hoyt Gregory
* 9. Oktober 1789 in Norwalk, Connecticut
† 4. Oktober 1866 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und im amerikanischen Bürgerkrieg

Francis Hoyt Gregory war der Sohn von Moses Gregory ( 13. Februar 1766 – 28. Februar 1845 )und Ester Hoyt ( 9. November 1769 – 28. März 1851 ) und der dritte Urenkel von John Gregory ( 1612 in Nottinghamshire, England – 15. August 1689 in Norwalk, Kolonie Connecticut ). Dieser kam als John Griggorie nach Amerika und war der erste Siedler der Norwalk gründete.
Francis Hoyt Gregory erhielt eine allgemeine Schulausbildung und diente ab 1807 in der noch jungen amerikanischen Handelsmarine. Hier sah er in einem typischen Vorfall, der von den Briten provoziert worden war, wie sich so langsam die amerikanische wie auch die britische Seite auf den Krieg von 1812 vorbereiteten. Das Handelsschiff auf dem Gregory diente, wurde von den Briten aufgebracht und dessen Besatzung gefangen genommen. Das schrie im Innern von Gregory nach Rache. Er konnte aus der Gefangenschaft entkommen und meldete sich bei der US Navy. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie Virginia – 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) persönlich ernannte ihn am 16. Januar 1809 zum Midshipman. Man versetzte Gregory an Bord des Schoners USS REVENGE ( 1806 ) den Lieutenant Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 in South Kingstown, Rhode Island – 23. August 1819 vor Trinidad ) kommandierte. Doch schon im März 1809 versetzte man Gregory in das Golfgeschwader, das in New Orleans, Louisiana lag. Von der USS REVENGE aus wechselte Midshipman Gregory im Februar 1810 an Bord des Bomben Ketch USS VESUVIUS ( 1806 ), den Lieutenant Benjamin F. Read befehligte. In diesem Monat wurde in der Mündung des Mississippi das französische Piratenschiff DUC de MONTEBELLO erobert, ein Schoner den die spanische Regierung aus den kubanischen Gewässern vertrieben hatte. Dieses Piratenschiff wurde nach New Orleans, Louisiana geschickt. Dort wurde die Besatzung wegen Piratentums verurteilt und das Schiff verkauft. Noch im selben Monat kommandierte Midshipman Francis Hoyt Gregory mehrere Ruderboote von der USS VESUVIUS mit denen der französische Piratenschoner DIOMEDE und das Sklavenschiff ALEXANDRIA aufgebracht werden konnten. Das Sklavenschiff war mit einer vollen Ladung Sklaven an Bord unterwegs und man hatte die Flaggen der Briten gehisst. Im Jahre 1811 ging Gregory von Bord der USS VESUVIUS und übernahm das Kommando über das Gun Boat 162 und bekam den Rang eines Masters zugesprochen. Mit diesem Boot war er an drei bemerkenswerten Handlungen beteiligt. Am 7. August traf man vor Pensacola, Florida auf den französischen Piratenschoner LA FRANCHISE. Dieses Schiff wurde umgehend angegriffen und schwer beschädigt. Allerdings konnte es trotzdem entkommen. Drei Tage später traf dieses Gun Boat 162 vor Mobile, Louisiana auf den Piratenschoner SANTA MARIA. Dieses Schiff wurde geentert und gefangen genommen. Und dann kam der 11. September. An diesem Tag traf Midshipman Gregory und seine Mannschaft zwischen Brassa und Barataria, Louisiana auf das französische Piratenschiffe LA DIVINA und die Piratenschoner LA SOPHIE und LE VENGEANCE. Alle diese drei feindlichen Schiffe wurden gefangen genommen, obwohl sie ein bedeutend größeres Waffenarsenal besaßen. Am 28. Juni 1812 beförderte man Gregory zum Lieutenant und diente am Lake Ontario unter Commodore Isaak Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Kolonie Connecticut – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Hier nahm er an Angriffen auf Toronto, Kingston un d Fort George teil. Im August 1814 nahmen die Briten Gregory gefangen. Man verweigerte ihm das Recht sich ab nun von jedweden Kampfhandlungen gegen die Briten fernzuhalten. Man brachte ihn nach England und hielt ihn dort achtzehn Monate gefangen. Die Feindseligkeiten waren aber schon im Juli 1815 beendet worden. Nach seiner Freilassung versetzte man Lieutenant Gregory zum Mittelmeergeschwader. Hier war er bis 1821 vor der nordafrikanischen Küste tätig und bekämpfte die dortigen algerischen Piraten. Noch im selben Jahr kehrte er an die US Ostküste zurück un d begab sich an die Washington Navy Yard in Washington DC, wo der Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ) seiner Vollendung zuging. Hier übernahm er das Kommando über das Schiff und im August 1821 stellte er es in den Dienst der US Navy. Dieser Schoner war ein Teil des Westindischen Geschwaders und sollte in den karibischen Gewässern gegen die dort vorherrschenden Piraten vorgehen. Zusammen mit den Schonern USS ENTERPRISE ( 1799 ), USS PORPOISE ( 1820 ) und USS SHARK ( 1821 ) und den Brigs USS HORNET ( 1805 ) und USS SPARK ( 1813 ) sollten die in der Karibik fahrenden Handelsschiffe als Konvois zusammengefasst werden um so die Piratentätigkeit einzuschränken. Am 16. August 1822 kam es zu einem Kampf mit einer Brig, die die spanischen Farben auf ihrem Top führte. Lieutenant Gregory vermutete aber, dass dies ein Piratenschiff sei. Deshalb forderte er den Kommandanten des Schiffes auf sich zu ergeben. Wenige Sekunden später wurden von dem unbekannten Schiff mehrere Kanonen und Langbüchsen abgefeuert. Gregory ließ daraufhin seine Kanonen antworten und innerhalb von dreieinhalb Minuten war das Schiff ein schwimmendes Wrack. Die Mannschaft der Brig ergab sich und man fand nun heraus, dass das Schiff PALMYRA hieß und der Kommandant ein von Puerto Rico stammender Pirat war. In der Karibik konnte Lieutenant Gregory das berüchtigte Piratenschiff PANCHITA und noch mehrere andere Piratenschiffe zerstören. Wenige Wochen später ging Gregory von Bord der USS GRAMPUS und begab sich erneut in die Washington Navy Yard. Hier wurde seit dem 20. September 1821 die Fregatte USS BRANDYWINE ( 1825 ) gebaut auf der der französische General Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette ( 6. September 1757 in Chavaniac, Frankreich – 20. Mai 1834 in Paris, Frankreich ) nach Hause gebracht werden sollte. Noch weit vor der Taufe der Fregatte, wurde eine 64 Kanonen Fregatte auf der selben Werft fertiggestellt die für Griechenland bestimmt war. Diese Fregatte brachte Gregory 1824 als Geschenk an die revolutionäre Regierung in ihr Bestimmungsland, damit dieses sich gegen Angriffe des Osmanischen Reiches erwehren konnte. Gleich nach der Übergabe kehrte Gregory an die US Ostküste zurück und diente bis 1828 auf der New York Navy Yard. Danach wechselte er an die Pazifikküste und übernahm dort 1831 das Kommando über das Kriegsschiff USS FALMOUTH ( 1827 ). Mit diesem Schiff führte er in den folgenden drei Jahren, zusammen mit den Schiffen des Pazifikgeschwaders mehrere Kreuzfahrten durch. Anschließend übernahm Gregory für ein Jahr das Kommando über dieses Geschwader. Im Jahre 1838 beförderte man ihn zum Captain. Jetzt übernahm Gregory das Kommando über das 74 Kanonen führende Linienschiff USS NORGH CAROLINA ( 1820 ). Mit dem Schiff wurden die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko und der bedeutende amerikanische Handel im östlichen Pazifik bis März 1839 beschützt. Wegen der Größe des Linienschiffes, war das Kriegsschiff nicht sehr flexibel gegenüber kleineren Schiffen. Daher kehrte die USS NORTH CAROLINA im Juni in die New York Navy Yard zurück und diente hier als Receiving Ship. Captain Gregory übergab das Kommando über das Linienschiff. In der New York Navy Yard übernahm er später das Kommando über die neugebaute dreimastige Segelfregatte USS RARITAN ( 1843 ). Am 20. Februar 1844 verließ dieses Schiff den Hafen und segelte in den Südatlantik. Hier ernannte Commodore Daniel Turner ( 1794 – 4. Februar 1850 in Philadelphia, Pennsylvania ), Kommandeur des Südatlantikgeschwaders, die USS RARITAN zu seinem Flaggschiff. Erst im November 1845 kehrte Gregory mit der Fregatte in die Vereinigten Staaten zurück und legte im Hafen von Pensacola, Florida an. Hier integrierte man die Fregatte in das Heimatgeschwader. Dieses blockierte die Ostküste von Mexiko und unterstützte die US Army während des mexikanisch – amerikanischen Krieg. In diesem Geschwader war die USS RARITAN das Flaggschiff von Commodore David Conner ( 1792 in Harrisburg, Pennsylvania – 20. März 1856 in Philadelphia, Pennsylvania ). Anfang Mai 1846 unterstützte die USS RARITAN die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) bei der Landung von 500 Soldaten in Port Isabel, Texas um den dortigen Militärstützpunkt zu verstärken. Diese Truppen waren für General Zachary Taylor ( 24. November 1784 in Barboursville, Virginia – 9. Juli 1850 in Washington DC ) bestimmt. Es kam am 8. Mai zur Schlacht von Palo Alto, die die amerikanischen Truppen gewannen. Nach dem Mexikanisch – amerikanischen Krieg wechselte Gregory nach Boston, Massachusetts. Dort ging er an Bord der Kriegsschaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). Er hatte das Kommando über das afrikanische Geschwader übernommen, welches entlang der afrikanischen Westküste kreuzte und die USS PORTSMOUTH war sein Flaggschiff. Am 29. August 1848 legte die Kriegsschaluppe in Boston ab und segelte nach Osten zur afrikanischen Küste. Bis zum 1. Februar 1849 patrouillierte das Schiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy um den Sklavenhandel zu unterdrücken um dann von September 1849 bis Mai 1851 erneut vor dieser Küste zu kreuzen. Am 26. Juni 1851 legte die USS PORTSMOUTH wieder im Hafen von Boston an und Gregory ging von Bord. Das Kommando über die Boston Navy Yard übernahm er ab Mai 1852 und behielt dieses bis Februar 1856. Nach fast fünfzig Jahren auf See, zog sich Francis Hoyt Gregory in den Ruhestand zurück. Als ab dem 12. April 1861 der Sezessionskrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA begann, kehrte er zur US Navy zurück und erhielt den Rang eines Commodore. In den vier Jahren des Bürgerkrieges bestand seine Hauptaufgabe darin in den privaten Werften den Bau und die Montage von Seeschiffen zu überwachen. Darunter befanden sich auch mit Eisen verkleidete Schiffe. Am 16. Juli 1862 beförderte man ihn zum Rear Admiral. Nach dem Ende des Krieges zog er sich wieder in seinen Ruhestand in Brookly, New York zurück. Hier verstarb er am 4. Oktober 1866 und wurde in New Haven, Connecticut begraben.
Francis Hoyt Gregory war mit Elizabeth Shaw ( 23. Juli 1801 – 9. Dezember 1873 in New Haven, Connecticut ), Tochter von Commodore John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ), verheiratet. Beide hatten eine Tochter, Virginia Gregory ( 28. August 1823 in New Haven, Connecticut – 30. November 1898 ). Diese heiratete Charles Roberts Ingersoll ( 16. September 1821 in New Haven, Connecticut – 25. Januar 1903 in New Haven, Connecticut ), ein US amerikanischer Politiker der Demokraten und von 1873 bis 1877 Gouverneur von Connecticut. Das Paar hatte sechs Kinder.


USS GREGORY ( DD-802 )

Schiffsbiografie

Die USS GREGORY ( DD-802 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertdreiundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 13. August 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Ann McGuigan, Tochter von Captain McGuigan, der der Superintendent der Werft in Tacoma war, taufte am 8. Mai 1944 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Bruce McCandless, Sr. ( 12. August 1911 in Washington DC – 24. Januar 1968 in Washington DC ) stellte am 29. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS GREGORY bis nach San Diego, Kalifornien. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Seattle zurück und unterzog sich einer Überprüfung der Schiffshaut und einiger kleiner Reparaturen. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS GREGORY wieder die Werft und fuhr nach San Diego zurück. Hier wurde unter anderem die Ausbildung der Geschützmannschaften durchgeführt. Am 17. Oktober verließ das Kriegsschiff die kalifornische Küste und legte sechs Tage später im Marinehafen Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. Gleich nach der Ankunft begann für die Besatzung des Zerstörers ein intensives Training mit lokalen Operationen, die bis zum 22. Januar 1945 andauerten. Diese waren die Vorbereitung auf die Invasion der Bonin Insel Iwo Jima. Eine der letzten großen Kampagnen des langen und blutigen Zweiten Weltkrieges im Pazifik. Am 22. Januar legte die USS GREGORY in Pearl Harbor ab und eskortierte eine Gruppe von Panzerlandungs- und Infanterielandungsfahrzeugen. Das erste Ziel dieser Gruppe war das Atoll Eniwetok, Marshall Islands, das man am 3. Februar erreichte. Schon am 5. Februar verließ diese Gruppe das Atoll und fuhr zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Für diese Strecke benötigten sie fünf Tage. Weitere fünf Tage waren für die Vorbereitungen für den kommenden Kampfeinsatz vorgesehen. Die USS GREGORY versetzte man in die Task Group 53.3, die Captain W. H. Brereton während der Operation „Detachment“ kommandierte, wo sie das Flaggschiff war. Am 15. Februar verließen die Schiffe der Task Force 53 Saipan und fuhren nach Iwo Jima. Der amphibische Angriff begann am 19. Februar. Die USS GREGORY blieb in den folgenden Wochen in den Gewässern der Bonin Inseln, sicherte die Landungsschiffe und gab Feuerunterstützung für die Bodentruppen. Nur am 26. Februar beorderte man den Zerstörer zur Nachbarinsel Chichi Jima. Dort musste ein amerikanischer Pilot sein Torpedoflugzeug Notwassern. Die Crew dieses Flugzeuges sollte gerettet werden. Bis zum 15. März blieb die USS GREGORY in den Gewässern von Iwo Jima und fuhr dann zurück nach Saipan. Dort legte das Kriegsschiff am 18. März an und wurde für den Einsatz vor Okinawa vorbereitet. Dazu zählten auch mehrere Übungen mit den Schiffen die der Zerstörer während des nächsten Einsatzes beschützen sollte. Man gliederte das Kriegsschiff für die Operation „Iceberg“ in die Task Group 51.19, die Rear Admiral Jerauld B. Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) kommandierte. IN der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ) und USS ARKANSAS ( BB-33 ), die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und die Zerstörer USS GREGORY und ab dem 9. April die USS PRINGLE ( DD-477 ). Am 24. März verließen diese Schiffe zusammen mit der gesamten Armada Saipan und fuhren nach Okinawa. Auf dem Weg dorthin wurden noch einige Übungen durchgeführt. Am 1. April wurde das Zielgebiet erreicht. Aufgabe der Task Group 51.19 war die Durchführung einer Landeoperation an der Südostküste von Okinawa bei Minotoga um die japanischen Truppen von der eigentlichen Invasion an der Westküste abzulenken. Diese Ablenkung war erfolgreich und endete am Abend des 2. April. Die Schiffe der TG 51.19 erhielten nun den Auftrag die kleine Insel Tsugen Shima, die nur drei Seemeilen südöstlich von Okinawa liegt, zu bombardieren im wechselten nun nach Tsugen Shima auf der sich eine japanische Armee befand und den Amerikanern in den Rücken fallen konnten. Am 5. April begann das Bombardement auf die japanischen Stellungen auf der Insel. Danach erhielt die USS GREGORY den Befehl vor der südlichen Küste von Okinawa zu patrouillieren und einen Radarvorposten einzunehmen. Die alliierten Seestreitkräfte riegelten in den folgenden Wochen Okinawa effektiv ab damit kein japanischer Nachschub die Insel erreichen konnte. Außerdem unterstützte man von See aus die Landstreitkräfte und erwehrten sich zunehmend den Kamikazepiloten. Während des ersten schweren Luftangriffs am 6. April, schossen die Flugabwehrkanoniere mehrere japanische Maschinen ab. Die Hauptflotte der Amerikaner lag dabei in der Nakagusuku Bay. So auch die Schiffe der Task Force 54. Zwei japanische Kamikazepiloten flogen direkt auf den Geleitzerstörer USS WITTER ( DE-636 ) zu. Eine der Maschinen konnte abgeschossen werden, doch die zweite schlug auf der Steuerbordseite in Höhe der Wasserlinie in dem Schiff ein, wo auch die mitgeführte Bombe explodierte. Sofort eilten mehrere Schiffe zu Hilfe. So die USS GREGORY, die USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) aus der Task Group 54.1, die USS MORRIS ( DD-417 ) aus der Task Group 53.6 und der Hochseeschlepper USS ARIKARA ( ATF-98 ). Während der Sicherungsarbeiten griff ein Nakajima B5N Torpedobomber die USS MORRIS an und schlug zwischen den beiden Geschütztürmen 1 und 2 auf. Der Zerstörer war manövrierunfähig. Die USS GREGORY eskortierte zusammen mit dem Zerstörer USS RICHARD P LEARY die beiden getroffenen Schiffe und den Hochseeschlepper bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Kerama Retto Inseln, wo die ersten Reparaturen vorgenommen werden konnten. Anschließend kehrte die USS GREGORY auf ihren Radarvorposten zurück. Am Nachmittag des 8. April sah man von dem Zerstörer aus drei japanische Flugzeuge, wie sie aus dem Licht der untergehenden Sonne kamen. Ein allseits beliebter Flugtrick der Kamikazepiloten um die Besatzungen der zu treffenden Schiffe in Sicherheit zu wiegen. Der Zerstörer befand sich da rund 15 Seemeilen südlich von Okino Erabu Shima. Die Geschützmannschaften des Zerstörers begannen umgehend mit dem Flakfeuer zur Abwehr dieser drei feindlichen Flugzeuge. Eines davon wurde getroffen und stürzte ab. Der Pilot versuchte alles Menschenmögliche zu tun um seine Aufgabe zu erfüllen. Es schlug mittschiffs knapp über der Wasserlinie in die USS GREGORY ein. Der Zerstörer ächzte unter dem Aufprall und wurde langsamer. Der Motor versagte und die hinteren Feuerkessel waren überschwemmt. Die beiden anderen Kamikazepiloten sahen natürlich den Erfolg ihres Kameraden und wollten es ihm gleichtun und dem amerikanischen Kriegsschiff den Rest geben. Doch die Geschützmannschaften des Zerstörers waren auf der Hut und schossen beide Flugzeuge rechtzeitig ab, so dass sie in weiter Entfernung zur USS GREGORY auf dem Wasser aufschlugen und zerbarsten. Während des Kampfes wurden nur zwei der Besatzungsmitglieder verletzt. Der Zerstörer konnte aber immer noch aus eigener Kraft Fahrt aufnehmen und fuhr zum Ankerplatz vor Kerama Retto damit die ersten Notfallreparaturen ausgeführt werden konnten. Diese Reparaturen dauerten bis zum 19. April. An diesem Tag verließ die USS GREGORY die Trockendocks bei den Kerama Retto Inseln und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die US Westküste. Auf dem Weg dorthin eskortierte der Zerstörer den angeschlagenen Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) bis Pearl Harbor. Von dort aus fuhr die USS GREGORY bis nach San Diego und legte dort am 18. Mai an. Hier sollten die umfangreichen Reparaturen ausgeführt werden. In dieser Zeit kapitulierten die Japaner am 15. August 1945 bedingungslos. Gleich nachdem im September die Reparaturen an dem Zerstörer abgeschlossen waren, versetzte man ihn aus dem aktiven Dienst. Am 15. Januar 1947 stellte man ihn außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS GREGORY für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Harold Clase Lank stellte am 27. April 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Ausbildungsphase für die Schiffsbesatzung war nur von kurzer Dauer. Anschließend fuhr die USS GREGORY von San Diego aus über Pearl Harbor und Midway Islands nach Yokosuka, Japan. Hier legte der Zerstörer am 16. August an. Danach begann das Kriegsschiff entlang der koreanischen Küste mit seinen Patrouillenpflichten. Doch die Hauptaufgabe der USS GREGORY bestand darin, die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BOXER ( CV-21 ) vor feindlichen Angriffen aus der Luft und unter Wasser zu sichern. Von diesen Flugzeugträgern starteten täglich amerikanische Flugzeuge, die Luftangriffe auf nordkoreanische Stellungen und Nachschubwege flogen. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer an der Beschießung von nordkoreanischen Küstenbefestigungen. Im Anschluss an den Kampfeinsatz begann das Kriegsschiff mit Patrouillenfahrten in der Formosa Straße um militärische Aktionen von China ausgehend gegen die Republik Taiwan zu verhindern. Während einer dieser Patrouillen kam die USS GREGORY einer chinesischen Uferbatterie sehr nahe. Zwei Jahre später, am 19. Januar 1953, war der Zerstörer auf einer SAR-Mission und suchte ein Lockheed P-2 Neptun Flugzeug, welche samt Besatzung in die See abgestürzt war. Das Zielgebiet war bei Nan´ao Tao, einer Insel direkt am chinesischen Festland die am 3. März 1950 von der chinesischen Volksbefreiungsarmee während der Schlacht von Nanáo Island erobert worden war. Auch drei Jahre später eröffneten hier die Küstenbatterien der Chinesen das Feuer. Doch die USS GRGORY drehte ab und setzte seine Mission fort. Man ließ sich auf dem amerikanischen Zerstörer auf kein Geplänkel mit den Chinesen ein. Am 27. Juli 1953 trat ein Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea in Kraft. Damit war der Koreakrieg beendet und die USS GREGORY kehrte zu friedlichen Routinefahrten und lokalen Operationen in den Gewässern vor San Diego zurück. Diese wurde allerdings jährlich durch eine sechsmonatige Patrouillenfahrt im Fernen Osten unterbrochen. Während dieser Patrouillenfahrten besuchte der Zerstörer auch die Häfen von Yokosuka und Sasebo, Japan; Hongkong; Bankok, Thailand; Sydney; Okinawa; der Manila Bay, Luzon, Philippinen und Taiwan und beteiligte sich an Trainingsmanöver mit amerikanischen Kriegsschiffen und Kriegsschiffen befreundeter Nationen. Im März 1955 gehörte die USS GREGORY zum Zerstörergeschwader 17 das in der Naval Station auf North Island, San Diego stationiert war. Zu diesem Geschwader gehörte neben der USS GREGORY die Zerstörer USS TWINING ( DD-540 ), USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS SHIELDS ( DD-596 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS MARSHALL ( DD-676 ). Während der zweiten Formosa Straßen Krise verbrachte die USS GREGORY im Herbst 1958 für zweieinhalb Monate vor der chinesischen Küste und sicherte Taiwan vor einem möglichen Angriff der chinesischen Volksbefreiungsarmee.
Auch 1962 befand sich die USS GREGORY erneut im Westpazifik und führte mehrere Patrouillenfahrten durch. 1963 gab es eine Übung vor der kalifornischen Küste. Dabei kollidierte der Zerstörer mit dem Schwesterschiff USS McDERMUT ( DD-677 ). Beide Schiffe mussten anschließend in ein Trockendock wegen einer Überprüfung an der Schiffshaut. Bei beiden Zerstörern wurde die Reparatur als zu Kostenintensiv eingestuft. Daher stellte man am 1. Februar 1964 die USS GREGORY außer Dienst und versetzte sie in die Reserve. Der Name USS GREGORY ( DD-802 ) wurde am 1. Mai 1966 aus der US Navy – Liste gestrichen. Gleichzeitig benannte man das Schiff noch am selben Tag in INDOCTRINATOR um. Es diente nun als Trainingsschiff in San Diego vom 20. Mai 1966 bis zum 8. Januar 1971. Anschließend zog man am 4. März 1971 den Schiffskörper nach San Clemente Island, Kalifornien, wo dieser als Ziel dienen sollte. Dazu setzte man den Hulk auf Grund. Doch schon 1972 schleppte man den durchlöcherten Schiffskörper auf die Westseite der Insel und diente dort im Flachwasserbereich für Sprengübungen der US Navy SEAL´s.


USS GREGORY ( DD-802 )
Commanding Officer

CDR Bruce McCandless        29.Juli 1944 – 9. Oktober 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Wayne Mowrer Newport         9. Oktober 1945 – 15. Juni 1946
LCDR Pride Cinclair Brown Jr.       15. Juni 1946 – 15. Januar 1947
Außerdienststellung        15. Januar 1947 – 27. April 1951
CDR Harold Clase Lank        27. April 1951 – Februar 1952
CDR Kenneth Steen         Februar 1952 – August 1952
CDR John Paul Wier Jr.         August 1952 – 7. Oktober 1954
CDR Joseph Patula Rizza          7. Oktober 1954 – 1956 (erreichter Rang RADM)
CDR Gerald Frederick Case         1956 – Juli 1958
CDR Felix Grundy Young Jr.         Juli 1958 – 23. April 1959
CDR Theodore Edward Curtis         23. April 1959 – 1. Oktober 1960
CDR James Robert Craig          1. Oktober 1960 – 1961
CDR Ken Williams Jr.        1961 – 1963
CDR William David Brown          1963 – 1. Februar 1964

USS GREGORY ( APD-3 )

USS GREGORY ( APD-3 )

Biografie

Francis Hoyt Gregory
* 9. Oktober 1789 in Norwalk, Connecticut
† 4. Oktober 1866 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und im amerikanischen Bürgerkrieg

Francis Hoyt Gregory war der Sohn von Moses Gregory ( 13. Februar 1766 – 28. Februar 1845 )und Ester Hoyt ( 9. November 1769 – 28. März 1851 ) und der dritte Urenkel von John Gregory ( 1612 in Nottinghamshire, England – 15. August 1689 in Norwalk, Kolonie Connecticut ). Dieser kam als John Griggorie nach Amerika und war der erste Siedler der Norwalk gründete.
Francis Hoyt Gregory erhielt eine allgemeine Schulausbildung und diente ab 1807 in der noch jungen amerikanischen Handelsmarine. Hier sah er in einem typischen Vorfall, der von den Briten provoziert worden war, wie sich so langsam die amerikanische wie auch die britische Seite auf den Krieg von 1812 vorbereiteten. Das Handelsschiff auf dem Gregory diente, wurde von den Briten aufgebracht und dessen Besatzung gefangen genommen. Das schrie im Innern von Gregory nach Rache. Er konnte aus der Gefangenschaft entkommen und meldete sich bei der US Navy. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie Virginia – 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) persönlich ernannte ihn am 16. Januar 1809 zum Midshipman. Man versetzte Gregory an Bord des Schoners USS REVENGE ( 1806 ) den Lieutenant Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 in South Kingstown, Rhode Island – 23. August 1819 vor Trinidad ) kommandierte. Doch schon im März 1809 versetzte man Gregory in das Golfgeschwader, das in New Orleans, Louisiana lag. Von der USS REVENGE aus wechselte Midshipman Gregory im Februar 1810 an Bord des Bomben Ketch USS VESUVIUS ( 1806 ), den Lieutenant Benjamin F. Read befehligte. In diesem Monat wurde in der Mündung des Mississippi das französische Piratenschiff DUC de MONTEBELLO erobert, ein Schoner den die spanische Regierung aus den kubanischen Gewässern vertrieben hatte. Dieses Piratenschiff wurde nach New Orleans, Louisiana geschickt. Dort wurde die Besatzung wegen Piratentums verurteilt und das Schiff verkauft. Noch im selben Monat kommandierte Midshipman Francis Hoyt Gregory mehrere Ruderboote von der USS VESUVIUS mit denen der französische Piratenschoner DIOMEDE und das Sklavenschiff ALEXANDRIA aufgebracht werden konnten. Das Sklavenschiff war mit einer vollen Ladung Sklaven an Bord unterwegs und man hatte die Flaggen der Briten gehisst. Im Jahre 1811 ging Gregory von Bord der USS VESUVIUS und übernahm das Kommando über das Gun Boat 162 und bekam den Rang eines Masters zugesprochen. Mit diesem Boot war er an drei bemerkenswerten Handlungen beteiligt. Am 7. August traf man vor Pensacola, Florida auf den französischen Piratenschoner LA FRANCHISE. Dieses Schiff wurde umgehend angegriffen und schwer beschädigt. Allerdings konnte es trotzdem entkommen. Drei Tage später traf dieses Gun Boat 162 vor Mobile, Louisiana auf den Piratenschoner SANTA MARIA. Dieses Schiff wurde geentert und gefangen genommen. Und dann kam der 11. September. An diesem Tag traf Midshipman Gregory und seine Mannschaft zwischen Brassa und Barataria, Louisiana auf das französische Piratenschiffe LA DIVINA und die Piratenschoner LA SOPHIE und LE VENGEANCE. Alle diese drei feindlichen Schiffe wurden gefangen genommen, obwohl sie ein bedeutend größeres Waffenarsenal besaßen. Am 28. Juni 1812 beförderte man Gregory zum Lieutenant und diente am Lake Ontario unter Commodore Isaak Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Kolonie Connecticut – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Hier nahm er an Angriffen auf Toronto, Kingston un d Fort George teil. Im August 1814 nahmen die Briten Gregory gefangen. Man verweigerte ihm das Recht sich ab nun von jedweden Kampfhandlungen gegen die Briten fernzuhalten. Man brachte ihn nach England und hielt ihn dort achtzehn Monate gefangen. Die Feindseligkeiten waren aber schon im Juli 1815 beendet worden. Nach seiner Freilassung versetzte man Lieutenant Gregory zum Mittelmeergeschwader. Hier war er bis 1821 vor der nordafrikanischen Küste tätig und bekämpfte die dortigen algerischen Piraten. Noch im selben Jahr kehrte er an die US Ostküste zurück un d begab sich an die Washington Navy Yard in Washington DC, wo der Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ) seiner Vollendung zuging. Hier übernahm er das Kommando über das Schiff und im August 1821 stellte er es in den Dienst der US Navy. Dieser Schoner war ein Teil des Westindischen Geschwaders und sollte in den karibischen Gewässern gegen die dort vorherrschenden Piraten vorgehen. Zusammen mit den Schonern USS ENTERPRISE ( 1799 ), USS PORPOISE ( 1820 ) und USS SHARK ( 1821 ) und den Brigs USS HORNET ( 1805 ) und USS SPARK ( 1813 ) sollten die in der Karibik fahrenden Handelsschiffe als Konvois zusammengefasst werden um so die Piratentätigkeit einzuschränken. Am 16. August 1822 kam es zu einem Kampf mit einer Brig, die die spanischen Farben auf ihrem Top führte. Lieutenant Gregory vermutete aber, dass dies ein Piratenschiff sei. Deshalb forderte er den Kommandanten des Schiffes auf sich zu ergeben. Wenige Sekunden später wurden von dem unbekannten Schiff mehrere Kanonen und Langbüchsen abgefeuert. Gregory ließ daraufhin seine Kanonen antworten und innerhalb von dreieinhalb Minuten war das Schiff ein schwimmendes Wrack. Die Mannschaft der Brig ergab sich und man fand nun heraus, dass das Schiff PALMYRA hieß und der Kommandant ein von Puerto Rico stammender Pirat war. In der Karibik konnte Lieutenant Gregory das berüchtigte Piratenschiff PANCHITA und noch mehrere andere Piratenschiffe zerstören. Wenige Wochen später ging Gregory von Bord der USS GRAMPUS und begab sich erneut in die Washington Navy Yard. Hier wurde seit dem 20. September 1821 die Fregatte USS BRANDYWINE ( 1825 ) gebaut auf der der französische General Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette ( 6. September 1757 in Chavaniac, Frankreich – 20. Mai 1834 in Paris, Frankreich ) nach Hause gebracht werden sollte. Noch weit vor der Taufe der Fregatte, wurde eine 64 Kanonen Fregatte auf der selben Werft fertiggestellt die für Griechenland bestimmt war. Diese Fregatte brachte Gregory 1824 als Geschenk an die revolutionäre Regierung in ihr Bestimmungsland, damit dieses sich gegen Angriffe des Osmanischen Reiches erwehren konnte. Gleich nach der Übergabe kehrte Gregory an die US Ostküste zurück und diente bis 1828 auf der New York Navy Yard. Danach wechselte er an die Pazifikküste und übernahm dort 1831 das Kommando über das Kriegsschiff USS FALMOUTH ( 1827 ). Mit diesem Schiff führte er in den folgenden drei Jahren, zusammen mit den Schiffen des Pazifikgeschwaders mehrere Kreuzfahrten durch. Anschließend übernahm Gregory für ein Jahr das Kommando über dieses Geschwader. Im Jahre 1838 beförderte man ihn zum Captain. Jetzt übernahm Gregory das Kommando über das 74 Kanonen führende Linienschiff USS NORGH CAROLINA ( 1820 ). Mit dem Schiff wurden die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko und der bedeutende amerikanische Handel im östlichen Pazifik bis März 1839 beschützt. Wegen der Größe des Linienschiffes, war das Kriegsschiff nicht sehr flexibel gegenüber kleineren Schiffen. Daher kehrte die USS NORTH CAROLINA im Juni in die New York Navy Yard zurück und diente hier als Receiving Ship. Captain Gregory übergab das Kommando über das Linienschiff. In der New York Navy Yard übernahm er später das Kommando über die neugebaute dreimastige Segelfregatte USS RARITAN ( 1843 ). Am 20. Februar 1844 verließ dieses Schiff den Hafen und segelte in den Südatlantik. Hier ernannte Commodore Daniel Turner ( 1794 – 4. Februar 1850 in Philadelphia, Pennsylvania ), Kommandeur des Südatlantikgeschwaders, die USS RARITAN zu seinem Flaggschiff. Erst im November 1845 kehrte Gregory mit der Fregatte in die Vereinigten Staaten zurück und legte im Hafen von Pensacola, Florida an. Hier integrierte man die Fregatte in das Heimatgeschwader. Dieses blockierte die Ostküste von Mexiko und unterstützte die US Army während des mexikanisch – amerikanischen Krieg. In diesem Geschwader war die USS RARITAN das Flaggschiff von Commodore David Conner ( 1792 in Harrisburg, Pennsylvania – 20. März 1856 in Philadelphia, Pennsylvania ). Anfang Mai 1846 unterstützte die USS RARITAN die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) bei der Landung von 500 Soldaten in Port Isabel, Texas um den dortigen Militärstützpunkt zu verstärken. Diese Truppen waren für General Zachary Taylor ( 24. November 1784 in Barboursville, Virginia – 9. Juli 1850 in Washington DC ) bestimmt. Es kam am 8. Mai zur Schlacht von Palo Alto, die die amerikanischen Truppen gewannen. Nach dem Mexikanisch – amerikanischen Krieg wechselte Gregory nach Boston, Massachusetts. Dort ging er an Bord der Kriegsschaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). Er hatte das Kommando über das afrikanische Geschwader übernommen, welches entlang der afrikanischen Westküste kreuzte und die USS PORTSMOUTH war sein Flaggschiff. Am 29. August 1848 legte die Kriegsschaluppe in Boston ab und segelte nach Osten zur afrikanischen Küste. Bis zum 1. Februar 1849 patrouillierte das Schiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy um den Sklavenhandel zu unterdrücken um dann von September 1849 bis Mai 1851 erneut vor dieser Küste zu kreuzen. Am 26. Juni 1851 legte die USS PORTSMOUTH wieder im Hafen von Boston an und Gregory ging von Bord. Das Kommando über die Boston Navy Yard übernahm er ab Mai 1852 und behielt dieses bis Februar 1856. Nach fast fünfzig Jahren auf See, zog sich Francis Hoyt Gregory in den Ruhestand zurück. Als ab dem 12. April 1861 der Sezessionskrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA begann, kehrte er zur US Navy zurück und erhielt den Rang eines Commodore. In den vier Jahren des Bürgerkrieges bestand seine Hauptaufgabe darin in den privaten Werften den Bau und die Montage von Seeschiffen zu überwachen. Darunter befanden sich auch mit Eisen verkleidete Schiffe. Am 16. Juli 1862 beförderte man ihn zum Rear Admiral. Nach dem Ende des Krieges zog er sich wieder in seinen Ruhestand in Brookly, New York zurück. Hier verstarb er am 4. Oktober 1866 und wurde in New Haven, Connecticut begraben.

Francis Hoyt Gregory war mit Elizabeth Shaw ( 23. Juli 1801 – 9. Dezember 1873 in New Haven, Connecticut ), Tochter von Commodore John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ), verheiratet. Beide hatten eine Tochter, Virginia Gregory ( 28. August 1823 in New Haven, Connecticut – 30. November 1898 ). Diese heiratete Charles Roberts Ingersoll ( 16. September 1821 in New Haven, Connecticut – 25. Januar 1903 in New Haven, Connecticut ), ein US amerikanischer Politiker der Demokraten und von 1873 bis 1877 Gouverneur von Connecticut. Das Paar hatte sechs Kinder.


USS GREGORY ( APD-3 )

Schiffsbiografie

Die USS GREGORY ( DD-82 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Forward Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 25. August 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George S. Trevor, Urenkelin von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory, taufte am 27. Januar 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Philip Fairfield ( 29. Oktober 1877 in Saco, York County, Maine – 14. Dezember 1946 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) stellte am 1. Juni 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Schon am 25. Juni 1918 legte die USS GREGORY im Hafen von New York ab und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Brest, Frankreich. Während des letzten Sommers im Ersten Weltkrieg begleitete der Zerstörer mehrere Handelsschiffe auf ihren Fahrten zwischen französischen und britischen Häfen die von den Alliierten besetzt waren. Als der Krieg sich dem Ende näherte, wurde die USS GREGORY am 2. November 1918 dem Patrouillengeschwader in Gibraltar zugeteilt. Neben den Patrouillen im Atlantik und im Mittelmeer beförderte der Zerstörer auch Passagiere. Außerdem übernahm das Kriegsschiff Lieferungen an die Adriaküste und unterstützte die Überwachung und Einhaltung des österreichischen Waffenstillstandes gegenüber Italien. Nach sechs Monaten mit dieser Pflicht, wechselte der Flachdeckzerstörer zu den Seestreitkräften die an den Entlastungsmissionen seit dem 28. April 1919 im westlichen Mittelmeer teilnahmen. Innerhalb dieser Streitkräfte befand sich auch das Schlachtschiff USS ARIZONA (BB-39 ). Zusammen mit diesem Kriegsschiff brachte die USS GREGORY Militärgüter und Passagiere nach Smyrna, Konstantinopel und Batum. Auf der Rückfahrt nach Gibraltar befand sich der amerikanische Konsul aus Tiflis, Russland und einige britische Offiziere an Bord des Zerstörers. In Gibraltar gingen diese von Bord und der Zerstörer fuhr weiter bis an die US Ostküste. Im Hafen von New York legte das Kriegsschiff am 13. Juni 1919 an. In den folgenden Monaten lag die USS GREGORY in Tompkinsville, New York, in der Brooklyn Navy Yard in Brooklyn, New York und in der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Am 4. Januar 1921 legte dann der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff für ein Jahr an lokalen Trainingsoperationen, die am 12. April 1922 endeten. Die USS GREGORY verließ wieder Charleston und fuhr in die Philadelphia Navy Yard zurück. Hier stellte man den Zerstörer am 7. Juli 1922 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Als der Zweite Weltkrieg in Europa ausbrach und die Vereinigten Staaten mit hereingezogen werden könnten, wählte man die USS GREGORY und drei weitere Schwesterschiffe aus der Reserveflotte aus und begann diese zu Schnellen Truppentransportern umzuwandeln. Man befreite die Zerstörer praktisch von jeglicher Bewaffnung um Platz für Boote zu schaffen und modifizierte sie so um, dass Truppen so nah wie irgend möglich an die Küste angelandet werden konnten. Die USS GREGORY
klassifizierte man am 2. August 1940 zu einem Schnellen Truppentransporter mit der Kennung APD-3 um. Nach dem Abschluss aller Arbeiten stellte Lieutenant Commander William Drane Brown ( 21. Oktober 1902 in Punta Gorda, Florida – 11. Januar 1991 im Gainesville Florida Medical Center Hospital ) am 4. November 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Anschließend daran gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schwesterschiffen USS COLHOUN ( APD-2 ), USS McKEAN ( APD-5 ) und USS LITTLE ( APD-4 ) in die Transport Division 12 ( TRANSDIV 12 ) ein. Zu Erprobungs- und Ausbildungsfahrten für die Besatzung des Schiffes und zur Beteiligung an Manövern der US Atlantikflotte, war die USS GREGORY im Februar 1941 in der Karibik unterwegs. Gleich danach durchquerte das Schiff den Panamakanal und legte am 9. März im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Hier beteiligte sich der Schnelle Truppentransporter an amphibischen Übungen. Gleich danach kehrte die USS GREGORY im Spätsommer an die US Ostküste zurück. Nach weiteren Ausbildungsfahrten, legte das Schiff am 1. Dezember im Trockendock der Norfolk Navy Yard an um sich einer Überholung zu unterziehen. Sechs Tage später griffen japanische Flugzeugstaffeln die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und die USA befand sich mitten im Zweiten Weltkrieg. Nachdem der Schnelle Truppentransporter das Trockendock wieder verlassen konnte, versetzte man ihn nach Charleston, South Carolina. Dort gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schnellen Truppentransportern USS COLHOUN, USS LITTLE , USS McKEAN, USS MANLEY ( APD-1 )  und USS STRINGHAM ( APD-6 ) in den Konvoi BC 100. Aus New York kommend eskortierte der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und die Zerstörer USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ) mit den Zerstörer und Minensuchern USS HOWARD ( DMS-7 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ) und USS PALMER ( DMS-5 ) ab dem 21. Januar 1942 acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200. Vor Charleston gliederten sich zwei Tage später die Schnellen Truppentransporter in diesen Konvoi mit ein und eskortierten ihn bis zum Panamakanal, den sie am 31. Januar erreichten. Hier übernahmen die sechs Schnellen Truppentransporter zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES die Eskorte über die acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200 und geleiteten diese bis nach San Diego, Kalifornien. Dort legte der Konvoi am 14. Februar an. Sofort begann man mit weiteren Übungen an denen sich die USS GREGORY beteiligte. Nach dem Abschluss dieser Übungen im April, beteiligte sich das Schiff noch im selben Monat an Trainingseinheiten bei amphibischen Landungsübungen. Gleich mit dem Beginn des Monats Mai legten die Schnellen Truppentransporter ab und fuhren nach Pearl Harbor. Auch dort unterzogen sich die Schiffe und die Mannschaften mehrer Übungen. Mitte Mai fuhr die USS GREGORY nach San Diego und musste sich dort bis zum 7. Juni einer intensiven Überholung unterziehen. Nach der Rückkehr im Hafen von Pearl Harbor, am 14. Juni bereitete man die Schiffe für ihren ersten Kriegseinsatz vor. Dafür legten sie am 7. Juli 1942 ab und fuhren nach Noumea, Neukaledonien um sich an der beginnenden Salomon Kampagne zu beteiligen. In Noumea, Neukaledonien legten die Schiffe am 21. Juli wieder an. Die USS GREGORY verlegte man nun in die Task Force 62 deren Schiffe am 22. Juli in Wellington, Neuseeland ablegten. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS GREGORY, USS LITTLE, USS McKEAN und USS CALHOUN, die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Zuerst fuhren alle diese Schiffe zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Nachdem die Marines die USS GREGORY und deren Schwesterschiffe verlassen hatten, blieben diese Schiffe im Bereich des Brückenkopfes und übernahmen weitere Aufgaben. Die andern Kriegsschiffe der TF 62 fuhren noch während der Kämpfe bis nach Savo Island weiter um die Landung von Norden her gegen die Japaner abgesichert werden konnte. Hier kam es am 9. August zu einer für die Amerikaner verheerenden Schlacht in der sie vier Kreuzer verloren und fast alle andern Schiffe zum Teil schwer beschädigt wurden. Damit war der Nachschub für die amerikanischen Truppen auf Guadalcanal schwer gestört. Die vier Schnellen Truppentransporter waren nun aufgefordert diesen Mangel zu beheben. Sie transportierten frische Soldaten nach Guadalcanal, patrouillierten davor und beschützten die Versorgungsschiffe die Nachschub an Munition und anderer militärischer Güter aus Espiritu Santo, New Hebrides heranschafften. Am 30. August wurde durch japanische Flugzeuge die USS CALHOUN versenkt. Die drei übrig gebliebenen Schnellen Truppentransporter unterstützten aber weiterhin die Marines. So patrouillierten sie weiterhin in den Gewässern des Iron Bottom Sound zwischen Guadalcanal und Florida Island. Am 4. September verließ die USS GREGORY zusammen mit der USS LITTLE die Strände von Guadalcanal und transportierten Truppen der Eliteeinheit Mariens-Raiders sowie Waffen und Munition nach Savo Island wegen eines unbegründeten Gerüchtes, dass dort japanische Soldaten gelandet seien. Nach der Überprüfung der Falschmeldung transportierten beide Schiffe die Marines zurück nach Lunga Point, Guadalcanal. Der Himmel in der Nacht vom 4. zum 5. September war stark bewölkt und damit ungewöhnlich dunkel. Divisionskommandeur Commander Hugh William Hadley ( 17. Februar 1901 – 5. September 1942 ), Kommandeur der Transport Division 12, beschloss wegen der dunklen Nacht mit den Schiffen nicht vor Lunga Point die Nacht abzuwarten und die Patrouillen wieder aufzunehmen sondern nach Tulagi Harbor zu fahren, da keine sichtbaren Landmarken ausgemacht werden konnten. Gegen 1:00 Uhr Frühmorgens am 5. September 1942 beobachtete man auf der USS LITTLE blinkende Waffen im Osten und man glaubte das es ein feindliches U-Boot wäre. Augenblicke später flog eine amerikanische PBY Catalina über Savo Island und ließ durch fünf Fackeln die Nacht erhellen. Auf den APD´s sah man nicht sehr viel da man selber durch das Licht der Fackeln wie auf einem Präsentierteller saß. Da tauchten plötzlich die japanischen Zerstörer YUDACHI, HATSUYUKI und MURAKUMO auf, die Truppen und Nachschub für Guadalcanal geliefert hatten. Umgehend begannen die Japaner mit dem Beschuss der zwei amerikanischen Schnellen Truppentransporter. Die USS GREGORY erwiderte sofort das Feuer, nahm aber mehrere direkte Treffer und lag dann schon drei Minuten später hilflos im Wasser. Zwei Kessel waren geplatzt und das Deck des Zerstörers stand in Flammen. Der Kommandant des Schnellen Truppentransporters, Lieutenant Commander Harry Frederick Bauer ( 17. Juli 1904 – 5. September 1942 ), der selbst ernsthaft verwundet worden war, gab den Befehl zum Verlassen des Schiffes. Zwei Mannschaftsmitglieder wollten den verletzten LCDR Bauer von der USS GREGORY bringen, doch dieser befahl das sich diese beiden einem anderen vor Schmerzen schreienden Kameraden zuwenden sollten. LCDR Bauer ging mit dem Schiff zwanzig Minuten später unter und erhielt posthum den Silver Star verliehen. Insgesamt verloren 11 Mannschaftsmitglieder ihr Leben von der USS GREGORY.
Nachdem die Crew des Schnellen Truppentransporters sich im Wasser befand, begannen die japanischen Schiffe nicht auf die beiden hilflos daliegenden amerikanischen Schiffe zu schießen, sondern auf deren im Wasser befindenden Mannschaften. Sechs Mannschaftsmitglieder der USS GREGORY schwammen die gesamte Nacht durch bis nach Guadalcanal.
Den Namen USS GREGORY ( APD-3 ) ex ( DD-82 ) strich man am 2. Oktober 1942 von der US Navy – Liste.


USS GREGORY ( APD-3 )
Commanding Officer

CDR Arthur Philip Fairfield         1. Juni 1918 – 10. Oktober 1918 (erreichter Rang VADM)
LCDR Charles William McNair        10. Oktober 1918 – 5. Dezember 1918
CDR Owen Bartlett        5. Dezember 1918 – 10. Januar 1919
LCDR Abel Trood Bidwell       10. Januar 1919 – 2. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LT Robert Wing McReynolds Jr.        2. April 1921 – 7. Juli 1922
Außerdienststellung         7. Juli 1922 – 4. November 1940
LCDR William Drane Brown       4. November 1940 – 13. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Harry Frederick Bauer         13. Dezember 1941 – 5. September 1942
LT Heinrich Heine Jr.         5. September 1942 – 5. September 1942

USS GREGORY ( DD-82 )

USS GREGORY ( DD-82 )

Biografie

Francis Hoyt Gregory
* 9. Oktober 1789 in Norwalk, Connecticut
† 4. Oktober 1866 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und im amerikanischen Bürgerkrieg

Francis Hoyt Gregory war der Sohn von Moses Gregory ( 13. Februar 1766 – 28. Februar 1845 )und Ester Hoyt ( 9. November 1769 – 28. März 1851 ) und der dritte Urenkel von John Gregory ( 1612 in Nottinghamshire, England – 15. August 1689 in Norwalk, Kolonie Connecticut ). Dieser kam als John Griggorie nach Amerika und war der erste Siedler der Norwalk gründete.
Francis Hoyt Gregory erhielt eine allgemeine Schulausbildung und diente ab 1807 in der noch jungen amerikanischen Handelsmarine. Hier sah er in einem typischen Vorfall, der von den Briten provoziert worden war, wie sich so langsam die amerikanische wie auch die britische Seite auf den Krieg von 1812 vorbereiteten. Das Handelsschiff auf dem Gregory diente, wurde von den Briten aufgebracht und dessen Besatzung gefangen genommen. Das schrie im Innern von Gregory nach Rache. Er konnte aus der Gefangenschaft entkommen und meldete sich bei der US Navy. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie Virginia – 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) persönlich ernannte ihn am 16. Januar 1809 zum Midshipman. Man versetzte Gregory an Bord des Schoners USS REVENGE ( 1806 ) den Lieutenant Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 in South Kingstown, Rhode Island – 23. August 1819 vor Trinidad ) kommandierte. Doch schon im März 1809 versetzte man Gregory in das Golfgeschwader, das in New Orleans, Louisiana lag. Von der USS REVENGE aus wechselte Midshipman Gregory im Februar 1810 an Bord des Bomben Ketch USS VESUVIUS ( 1806 ), den Lieutenant Benjamin F. Read befehligte. In diesem Monat wurde in der Mündung des Mississippi das französische Piratenschiff DUC de MONTEBELLO erobert, ein Schoner den die spanische Regierung aus den kubanischen Gewässern vertrieben hatte. Dieses Piratenschiff wurde nach New Orleans, Louisiana geschickt. Dort wurde die Besatzung wegen Piratentums verurteilt und das Schiff verkauft. Noch im selben Monat kommandierte Midshipman Francis Hoyt Gregory mehrere Ruderboote von der USS VESUVIUS mit denen der französische Piratenschoner DIOMEDE und das Sklavenschiff ALEXANDRIA aufgebracht werden konnten. Das Sklavenschiff war mit einer vollen Ladung Sklaven an Bord unterwegs und man hatte die Flaggen der Briten gehisst. Im Jahre 1811 ging Gregory von Bord der USS VESUVIUS und übernahm das Kommando über das Gun Boat 162 und bekam den Rang eines Masters zugesprochen. Mit diesem Boot war er an drei bemerkenswerten Handlungen beteiligt. Am 7. August traf man vor Pensacola, Florida auf den französischen Piratenschoner LA FRANCHISE. Dieses Schiff wurde umgehend angegriffen und schwer beschädigt. Allerdings konnte es trotzdem entkommen. Drei Tage später traf dieses Gun Boat 162 vor Mobile, Louisiana auf den Piratenschoner SANTA MARIA. Dieses Schiff wurde geentert und gefangen genommen. Und dann kam der 11. September. An diesem Tag traf Midshipman Gregory und seine Mannschaft zwischen Brassa und Barataria, Louisiana auf das französische Piratenschiffe LA DIVINA und die Piratenschoner LA SOPHIE und LE VENGEANCE. Alle diese drei feindlichen Schiffe wurden gefangen genommen, obwohl sie ein bedeutend größeres Waffenarsenal besaßen. Am 28. Juni 1812 beförderte man Gregory zum Lieutenant und diente am Lake Ontario unter Commodore Isaak Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Kolonie Connecticut – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Hier nahm er an Angriffen auf Toronto, Kingston un d Fort George teil. Im August 1814 nahmen die Briten Gregory gefangen. Man verweigerte ihm das Recht sich ab nun von jedweden Kampfhandlungen gegen die Briten fernzuhalten. Man brachte ihn nach England und hielt ihn dort achtzehn Monate gefangen. Die Feindseligkeiten waren aber schon im Juli 1815 beendet worden. Nach seiner Freilassung versetzte man Lieutenant Gregory zum Mittelmeergeschwader. Hier war er bis 1821 vor der nordafrikanischen Küste tätig und bekämpfte die dortigen algerischen Piraten. Noch im selben Jahr kehrte er an die US Ostküste zurück un d begab sich an die Washington Navy Yard in Washington DC, wo der Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ) seiner Vollendung zuging. Hier übernahm er das Kommando über das Schiff und im August 1821 stellte er es in den Dienst der US Navy. Dieser Schoner war ein Teil des Westindischen Geschwaders und sollte in den karibischen Gewässern gegen die dort vorherrschenden Piraten vorgehen. Zusammen mit den Schonern USS ENTERPRISE ( 1799 ), USS PORPOISE ( 1820 ) und USS SHARK ( 1821 ) und den Brigs USS HORNET ( 1805 ) und USS SPARK ( 1813 ) sollten die in der Karibik fahrenden Handelsschiffe als Konvois zusammengefasst werden um so die Piratentätigkeit einzuschränken. Am 16. August 1822 kam es zu einem Kampf mit einer Brig, die die spanischen Farben auf ihrem Top führte. Lieutenant Gregory vermutete aber, dass dies ein Piratenschiff sei. Deshalb forderte er den Kommandanten des Schiffes auf sich zu ergeben. Wenige Sekunden später wurden von dem unbekannten Schiff mehrere Kanonen und Langbüchsen abgefeuert. Gregory ließ daraufhin seine Kanonen antworten und innerhalb von dreieinhalb Minuten war das Schiff ein schwimmendes Wrack. Die Mannschaft der Brig ergab sich und man fand nun heraus, dass das Schiff PALMYRA hieß und der Kommandant ein von Puerto Rico stammender Pirat war. In der Karibik konnte Lieutenant Gregory das berüchtigte Piratenschiff PANCHITA und noch mehrere andere Piratenschiffe zerstören. Wenige Wochen später ging Gregory von Bord der USS GRAMPUS und begab sich erneut in die Washington Navy Yard. Hier wurde seit dem 20. September 1821 die Fregatte USS BRANDYWINE ( 1825 ) gebaut auf der der französische General Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette ( 6. September 1757 in Chavaniac, Frankreich – 20. Mai 1834 in Paris, Frankreich ) nach Hause gebracht werden sollte. Noch weit vor der Taufe der Fregatte, wurde eine 64 Kanonen Fregatte auf der selben Werft fertiggestellt die für Griechenland bestimmt war. Diese Fregatte brachte Gregory 1824 als Geschenk an die revolutionäre Regierung in ihr Bestimmungsland, damit dieses sich gegen Angriffe des Osmanischen Reiches erwehren konnte. Gleich nach der Übergabe kehrte Gregory an die US Ostküste zurück und diente bis 1828 auf der New York Navy Yard. Danach wechselte er an die Pazifikküste und übernahm dort 1831 das Kommando über das Kriegsschiff USS FALMOUTH ( 1827 ). Mit diesem Schiff führte er in den folgenden drei Jahren, zusammen mit den Schiffen des Pazifikgeschwaders mehrere Kreuzfahrten durch. Anschließend übernahm Gregory für ein Jahr das Kommando über dieses Geschwader. Im Jahre 1838 beförderte man ihn zum Captain. Jetzt übernahm Gregory das Kommando über das 74 Kanonen führende Linienschiff USS NORGH CAROLINA ( 1820 ). Mit dem Schiff wurden die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko und der bedeutende amerikanische Handel im östlichen Pazifik bis März 1839 beschützt. Wegen der Größe des Linienschiffes, war das Kriegsschiff nicht sehr flexibel gegenüber kleineren Schiffen. Daher kehrte die USS NORTH CAROLINA im Juni in die New York Navy Yard zurück und diente hier als Receiving Ship. Captain Gregory übergab das Kommando über das Linienschiff. In der New York Navy Yard übernahm er später das Kommando über die neugebaute dreimastige Segelfregatte USS RARITAN ( 1843 ). Am 20. Februar 1844 verließ dieses Schiff den Hafen und segelte in den Südatlantik. Hier ernannte Commodore Daniel Turner ( 1794 – 4. Februar 1850 in Philadelphia, Pennsylvania ), Kommandeur des Südatlantikgeschwaders, die USS RARITAN zu seinem Flaggschiff. Erst im November 1845 kehrte Gregory mit der Fregatte in die Vereinigten Staaten zurück und legte im Hafen von Pensacola, Florida an. Hier integrierte man die Fregatte in das Heimatgeschwader. Dieses blockierte die Ostküste von Mexiko und unterstützte die US Army während des mexikanisch – amerikanischen Krieg. In diesem Geschwader war die USS RARITAN das Flaggschiff von Commodore David Conner ( 1792 in Harrisburg, Pennsylvania – 20. März 1856 in Philadelphia, Pennsylvania ). Anfang Mai 1846 unterstützte die USS RARITAN die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) bei der Landung von 500 Soldaten in Port Isabel, Texas um den dortigen Militärstützpunkt zu verstärken. Diese Truppen waren für General Zachary Taylor ( 24. November 1784 in Barboursville, Virginia – 9. Juli 1850 in Washington DC ) bestimmt. Es kam am 8. Mai zur Schlacht von Palo Alto, die die amerikanischen Truppen gewannen. Nach dem Mexikanisch – amerikanischen Krieg wechselte Gregory nach Boston, Massachusetts. Dort ging er an Bord der Kriegsschaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). Er hatte das Kommando über das afrikanische Geschwader übernommen, welches entlang der afrikanischen Westküste kreuzte und die USS PORTSMOUTH war sein Flaggschiff. Am 29. August 1848 legte die Kriegsschaluppe in Boston ab und segelte nach Osten zur afrikanischen Küste. Bis zum 1. Februar 1849 patrouillierte das Schiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy um den Sklavenhandel zu unterdrücken um dann von September 1849 bis Mai 1851 erneut vor dieser Küste zu kreuzen. Am 26. Juni 1851 legte die USS PORTSMOUTH wieder im Hafen von Boston an und Gregory ging von Bord. Das Kommando über die Boston Navy Yard übernahm er ab Mai 1852 und behielt dieses bis Februar 1856. Nach fast fünfzig Jahren auf See, zog sich Francis Hoyt Gregory in den Ruhestand zurück. Als ab dem 12. April 1861 der Sezessionskrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA begann, kehrte er zur US Navy zurück und erhielt den Rang eines Commodore. In den vier Jahren des Bürgerkrieges bestand seine Hauptaufgabe darin in den privaten Werften den Bau und die Montage von Seeschiffen zu überwachen. Darunter befanden sich auch mit Eisen verkleidete Schiffe. Am 16. Juli 1862 beförderte man ihn zum Rear Admiral. Nach dem Ende des Krieges zog er sich wieder in seinen Ruhestand in Brookly, New York zurück. Hier verstarb er am 4. Oktober 1866 und wurde in New Haven, Connecticut begraben.
Francis Hoyt Gregory war mit Elizabeth Shaw ( 23. Juli 1801 – 9. Dezember 1873 in New Haven, Connecticut ), Tochter von Commodore John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ), verheiratet. Beide hatten eine Tochter, Virginia Gregory ( 28. August 1823 in New Haven, Connecticut – 30. November 1898 ). Diese heiratete Charles Roberts Ingersoll ( 16. September 1821 in New Haven, Connecticut – 25. Januar 1903 in New Haven, Connecticut ), ein US amerikanischer Politiker der Demokraten und von 1873 bis 1877 Gouverneur von Connecticut. Das Paar hatte sechs Kinder.


USS GREGORY ( DD-82 )

Schiffsbiografie

Die USS GREGORY ( DD-82 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Forward Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 25. August 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George S. Trevor, Urenkelin von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory, taufte am 27. Januar 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Philip Fairfield ( 29. Oktober 1877 in Saco, York County, Maine – 14. Dezember 1946 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) stellte am 1. Juni 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Schon am 25. Juni 1918 legte die USS GREGORY im Hafen von New York ab und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Brest, Frankreich. Während des letzten Sommers im Ersten Weltkrieg begleitete der Zerstörer mehrere Handelsschiffe auf ihren Fahrten zwischen französischen und britischen Häfen die von den Alliierten besetzt waren. Als der Krieg sich dem Ende näherte, wurde die USS GREGORY am 2. November 1918 dem Patrouillengeschwader in Gibraltar zugeteilt. Neben den Patrouillen im Atlantik und im Mittelmeer beförderte der Zerstörer auch Passagiere. Außerdem übernahm das Kriegsschiff Lieferungen an die Adriaküste und unterstützte die Überwachung und Einhaltung des österreichischen Waffenstillstandes gegenüber Italien. Nach sechs Monaten mit dieser Pflicht, wechselte der Flachdeckzerstörer zu den Seestreitkräften die an den Entlastungsmissionen seit dem 28. April 1919 im westlichen Mittelmeer teilnahmen. Innerhalb dieser Streitkräfte befand sich auch das Schlachtschiff USS ARIZONA (BB-39 ). Zusammen mit diesem Kriegsschiff brachte die USS GREGORY Militärgüter und Passagiere nach Smyrna, Konstantinopel und Batum. Auf der Rückfahrt nach Gibraltar befand sich der amerikanische Konsul aus Tiflis, Russland und einige britische Offiziere an Bord des Zerstörers. In Gibraltar gingen diese von Bord und der Zerstörer fuhr weiter bis an die US Ostküste. Im Hafen von New York legte das Kriegsschiff am 13. Juni 1919 an. In den folgenden Monaten lag die USS GREGORY in Tompkinsville, New York, in der Brooklyn Navy Yard in Brooklyn, New York und in der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Am 4. Januar 1921 legte dann der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff für ein Jahr an lokalen Trainingsoperationen, die am 12. April 1922 endeten. Die USS GREGORY verließ wieder Charleston und fuhr in die Philadelphia Navy Yard zurück. Hier stellte man den Zerstörer am 7. Juli 1922 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Als der Zweite Weltkrieg in Europa ausbrach und die Vereinigten Staaten mit hereingezogen werden könnten, wählte man die USS GREGORY und drei weitere Schwesterschiffe aus der Reserveflotte aus und begann diese zu Schnellen Truppentransportern umzuwandeln. Man befreite die Zerstörer praktisch von jeglicher Bewaffnung um Platz für Boote zu schaffen und modifizierte sie so um, dass Truppen so nah wie irgend möglich an die Küste angelandet werden konnten. Die USS GREGORY
klassifizierte man am 2. August 1940 zu einem Schnellen Truppentransporter mit der Kennung APD-3 um. Nach dem Abschluss aller Arbeiten stellte Lieutenant Commander William Drane Brown ( 21. Oktober 1902 in Punta Gorda, Florida – 11. Januar 1991 im Gainesville Florida Medical Center Hospital ) am 4. November 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Anschließend daran gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schwesterschiffen USS COLHOUN ( APD-2 ), USS McKEAN ( APD-5 ) und USS LITTLE ( APD-4 ) in die Transport Division 12 ( TRANSDIV 12 ) ein. Zu Erprobungs- und Ausbildungsfahrten für die Besatzung des Schiffes und zur Beteiligung an Manövern der US Atlantikflotte, war die USS GREGORY im Februar 1941 in der Karibik unterwegs. Gleich danach durchquerte das Schiff den Panamakanal und legte am 9. März im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Hier beteiligte sich der Schnelle Truppentransporter an amphibischen Übungen. Gleich danach kehrte die USS GREGORY im Spätsommer an die US Ostküste zurück. Nach weiteren Ausbildungsfahrten, legte das Schiff am 1. Dezember im Trockendock der Norfolk Navy Yard an um sich einer Überholung zu unterziehen. Sechs Tage später griffen japanische Flugzeugstaffeln die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und die USA befand sich mitten im Zweiten Weltkrieg. Nachdem der Schnelle Truppentransporter das Trockendock wieder verlassen konnte, versetzte man ihn nach Charleston, South Carolina. Dort gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schnellen Truppentransportern USS COLHOUN, USS LITTLE , USS McKEAN, USS MANLEY ( APD-1 )  und USS STRINGHAM ( APD-6 ) in den Konvoi BC 100. Aus New York kommend eskortierte der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und die Zerstörer USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ) mit den Zerstörer und Minensuchern USS HOWARD ( DMS-7 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ) und USS PALMER ( DMS-5 ) ab dem 21. Januar 1942 acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200. Vor Charleston gliederten sich zwei Tage später die Schnellen Truppentransporter in diesen Konvoi mit ein und eskortierten ihn bis zum Panamakanal, den sie am 31. Januar erreichten. Hier übernahmen die sechs Schnellen Truppentransporter zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES die Eskorte über die acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200 und geleiteten diese bis nach San Diego, Kalifornien. Dort legte der Konvoi am 14. Februar an. Sofort begann man mit weiteren Übungen an denen sich die USS GREGORY beteiligte. Nach dem Abschluss dieser Übungen im April, beteiligte sich das Schiff noch im selben Monat an Trainingseinheiten bei amphibischen Landungsübungen. Gleich mit dem Beginn des Monats Mai legten die Schnellen Truppentransporter ab und fuhren nach Pearl Harbor. Auch dort unterzogen sich die Schiffe und die Mannschaften mehrer Übungen. Mitte Mai fuhr die USS GREGORY nach San Diego und musste sich dort bis zum 7. Juni einer intensiven Überholung unterziehen. Nach der Rückkehr im Hafen von Pearl Harbor, am 14. Juni bereitete man die Schiffe für ihren ersten Kriegseinsatz vor. Dafür legten sie am 7. Juli 1942 ab und fuhren nach Noumea, Neukaledonien um sich an der beginnenden Salomon Kampagne zu beteiligen. In Noumea, Neukaledonien legten die Schiffe am 21. Juli wieder an. Die USS GREGORY verlegte man nun in die Task Force 62 deren Schiffe am 22. Juli in Wellington, Neuseeland ablegten. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS GREGORY, USS LITTLE, USS McKEAN und USS CALHOUN, die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Zuerst fuhren alle diese Schiffe zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Nachdem die Marines die USS GREGORY und deren Schwesterschiffe verlassen hatten, blieben diese Schiffe im Bereich des Brückenkopfes und übernahmen weitere Aufgaben. Die andern Kriegsschiffe der TF 62 fuhren noch während der Kämpfe bis nach Savo Island weiter um die Landung von Norden her gegen die Japaner abgesichert werden konnte. Hier kam es am 9. August zu einer für die Amerikaner verheerenden Schlacht in der sie vier Kreuzer verloren und fast alle andern Schiffe zum Teil schwer beschädigt wurden. Damit war der Nachschub für die amerikanischen Truppen auf Guadalcanal schwer gestört. Die vier Schnellen Truppentransporter waren nun aufgefordert diesen Mangel zu beheben. Sie transportierten frische Soldaten nach Guadalcanal, patrouillierten davor und beschützten die Versorgungsschiffe die Nachschub an Munition und anderer militärischer Güter aus Espiritu Santo, New Hebrides heranschafften. Am 30. August wurde durch japanische Flugzeuge die USS CALHOUN versenkt. Die drei übrig gebliebenen Schnellen Truppentransporter unterstützten aber weiterhin die Marines. So patrouillierten sie weiterhin in den Gewässern des Iron Bottom Sound zwischen Guadalcanal und Florida Island. Am 4. September verließ die USS GREGORY zusammen mit der USS LITTLE die Strände von Guadalcanal und transportierten Truppen der Eliteeinheit Mariens-Raiders sowie Waffen und Munition nach Savo Island wegen eines unbegründeten Gerüchtes, dass dort japanische Soldaten gelandet seien. Nach der Überprüfung der Falschmeldung transportierten beide Schiffe die Marines zurück nach Lunga Point, Guadalcanal. Der Himmel in der Nacht vom 4. zum 5. September war stark bewölkt und damit ungewöhnlich dunkel. Divisionskommandeur Commander Hugh William Hadley ( 17. Februar 1901 – 5. September 1942 ), Kommandeur der Transport Division 12, beschloss wegen der dunklen Nacht mit den Schiffen nicht vor Lunga Point die Nacht abzuwarten und die Patrouillen wieder aufzunehmen sondern nach Tulagi Harbor zu fahren, da keine sichtbaren Landmarken ausgemacht werden konnten. Gegen 1:00 Uhr Frühmorgens am 5. September 1942 beobachtete man auf der USS LITTLE blinkende Waffen im Osten und man glaubte das es ein feindliches U-Boot wäre. Augenblicke später flog eine amerikanische PBY Catalina über Savo Island und ließ durch fünf Fackeln die Nacht erhellen. Auf den APD´s sah man nicht sehr viel da man selber durch das Licht der Fackeln wie auf einem Präsentierteller saß. Da tauchten plötzlich die japanischen Zerstörer YUDACHI, HATSUYUKI und MURAKUMO auf, die Truppen und Nachschub für Guadalcanal geliefert hatten. Umgehend begannen die Japaner mit dem Beschuss der zwei amerikanischen Schnellen Truppentransporter. Die USS GREGORY erwiderte sofort das Feuer, nahm aber mehrere direkte Treffer und lag dann schon drei Minuten später hilflos im Wasser. Zwei Kessel waren geplatzt und das Deck des Zerstörers stand in Flammen. Der Kommandant des Schnellen Truppentransporters, Lieutenant Commander Harry Frederick Bauer ( 17. Juli 1904 – 5. September 1942 ), der selbst ernsthaft verwundet worden war, gab den Befehl zum Verlassen des Schiffes. Zwei Mannschaftsmitglieder wollten den verletzten LCDR Bauer von der USS GREGORY bringen, doch dieser befahl das sich diese beiden einem anderen vor Schmerzen schreienden Kameraden zuwenden sollten. LCDR Bauer ging mit dem Schiff zwanzig Minuten später unter und erhielt posthum den Silver Star verliehen. Insgesamt verloren 11 Mannschaftsmitglieder ihr Leben von der USS GREGORY.
Nachdem die Crew des Schnellen Truppentransporters sich im Wasser befand, begannen die japanischen Schiffe nicht auf die beiden hilflos daliegenden amerikanischen Schiffe zu schießen, sondern auf deren im Wasser befindenden Mannschaften. Sechs Mannschaftsmitglieder der USS GREGORY schwammen die gesamte Nacht durch bis nach Guadalcanal.
Den Namen USS GREGORY ( APD-3 ) ex ( DD-82 ) strich man am 2. Oktober 1942 von der US Navy – Liste.


USS GREGORY ( DD-82 )
Commanding Officer

CDR Arthur Philip Fairfield       1. Juni 1918 – 10. Oktober 1918 (erreichter Rang VADM)
LCDR Charles William McNair       10. Oktober 1918 – 5. Dezember 1918
CDR Owen Bartlett        5. Dezember 1918 – 10. Januar 1919
LCDR Abel Trood Bidwell        10. Januar 1919 – 2. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LT Robert Wing McReynolds Jr.       2. April 1921 – 7. Juli 1922
Außerdienststellung         7. Juli 1922 – 4. November 1940
LCDR William Drane Brown        4. November 1940 – 13. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Harry Frederick Bauer         13. Dezember 1941 – 5. September 1942
LT Heinrich Heine Jr.        5. September 1942 – 5. September 1942

USS NECHES ( AO-5 )

USS NECHES ( AO-5 )

Schiffsbiografie

Die USS NECHES ( AO-5 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das nach dem Neches River in Texas benannt worden ist.
Der Flottenöltanker ist das fünfte Schiff aus der KANAWHA – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 8. Juni 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Helen Griffin, Tochter von Rear Admiral Robert Stanislaus Griffin ( 27. September 1857 – 21. Februar 1933 ), taufte am 2. Juni 1920 den Flottenöltanker vor dessen Stapellauf. Commander Henry Thomas Meriwether, USNRF, stellte am 25. Oktober 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
In den Dienst wurde dieses Schiff zuerst mit der Kennung Fuel Ship Nummer 17 bis 1920 eingestuft und erhielt erst dann die Kennung AO-5. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt war der Heimathafen der USS NECHES noch bis zum 2. März 1922 Boston. In dieser Zeit operierte der Flottenöltanker mit den Schiffen der Atlantischen Flotte und führte Flottenbrennstoffaufgaben entlang der Ostküste durch, nahm an taktischen Übungen teil, verteilte Post und schleppte Zielschiffe auf deren zugewiesene Positionen. Außerdem unternahm die USS NECHES auch Kreuzfahrten nach Port Arthur, Texas um dorthin Heizöl und Benzin zu liefern. Am 3. März verließ der Flottenöltanker endgültig den Hafen von Boston und fuhr über den Fall River, Massachusetts nach Norfolk, Virginia. Das Hauptziel des Tankers war aber der Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Schiff einen Zwischenstopp in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien ein und erreichte dann wenige Tage später seinen neuen Heimathafen San Diego, Kalifornien. Ab dem 1. Mai 1926 unterzog sich der Flottenöltanker einer umfassenden Überholung. Dabei wurde unter anderem ein neues Hydraulik-Benzin-Stau-System eingebaut. In den dann folgenden 15 Jahre war die USS NECHES an mehreren Flottenmanövern beteiligt und verteilte Heizöl und Benzin an den US Marinebasen in der Panamakanalzone, in der Karibik und auf den Hawaiianischen Inseln. Die USS NECHES lag am 7. Dezember 1941 im Hafen von San Diego, dem Tag an dem die Japaner die Marinebasis Pearl Harbor auf Hawaii angriffen und so die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen. Eilig stellte man in San Diego die Task Force 17 zusammen die Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ) kommandierte und für Pearl Harbor Unterstützung bringen sollte. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), an Bord befand sich das Kampfgeschwader VFM-221, die Zerstörer USS TALBOT ( DD-114 ), USS WATERS ( DD-115 ) und US DENT ( DD-116 ), der Flugzeugtender USS TANGIER ( AV-8 ) und der Öltanker USS NECHES. Am 8. Dezember verließen diese Schiffe San Diego und erreichten am 14. Dezember Pearl Harbor. Auf dieser Fahrt hatte die USS NECHES das Zielschiff DCH-1 ( IX-44, ehemals der Zerstörer USS WALKER ( DD-163 )) im Schlepptau. Dieses Zielschiff blieb dann vor der Hafeneinfahrt von Pearl Harbor verankert. Hier in der Hawaiianischen Marinebasis stellte man die Task Force 17 um, die Rear Admiral Frank Jack Fletcher weiterhin befehligte. In der TF befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS HELM ( DD-388 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ), der Flugzeugtender USS TANGIER ( AV-8 ) und der Öltanker USS NECHES. Diese Schiffe verließen am 15. Dezember Pearl Harbor und sollten den belagerten Verteidigern des Atolls Wake, das nördlich der Marshall Islands liegt, zu Hilfe kommen und entlasten, da der erste Angriff der Japaner am 11. Dezember mit hohen Verlusten abgewehrt werden konnte. So befand sich die Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS SARATOGA am 21. Dezember noch 600 Meilen von Wake Island entfernt. Schon zu dieser Zeit warnten einige ranghohe amerikanische Navy – Angehörige, wie Vizeadmiral William Satterlee Pye ( 9. Juni 1880 in Minneapolis, Minnesota – 4. Mai 1959 in Bethesda, Maryland ), vor einem vorschnellen Angriff auf die Japaner. Dadurch mussten die Schiffe der Task Force auf offener See auf neue Befehle warten. Am 21. und 22 Dezember begann man die Schiffe von der USS NECHES ( 7.383 BRT ) aus mit frischem Treibstoff zu versorgen. Einen Tag später lagen die Schiffe der TF 17 noch 425 Seemeilen von Wake Island entfernt. Da hörte man vom zweiten Angriffsversuch der überlegenen japanischen Invasionsflotte auf dieses Atoll, welcher auch gelungen war. Erneut begann man mit der Betankung der amerikanischen Schiffe und diese wendeten und fuhren zu den Midway Islands. Diese erreichten sie am 25. Dezember. Die Flugzeuge des Kampfgeschwaders VFM 221 starteten von dem Flugzeugträger. Sie landeten noch am selben Tag auf der Insel. Von der USS TANGIER aus landete am folgenden Tag das mitgeführte Flugpersonal auf Midway. Nach dieser Landeoperation verließen die Schiffe der TF 17 die Midway Islands und fuhren am 27. Dezember nach Pearl Harbor zurück. Hier trafen sie zwei Tage später ein. Die Geschützmannschaften der USS NECHES erhielten nun den Auftrag das Zielschiff DCH-1 zu versenken. Dies geschah auf der Position 26° 35’Nord 143° 49’ West. Ab dem 31. Dezember waren die Schiffe der Task Force 11 auf Patrouillenfahrt. Diese patrouillierten bis zu rund 500 Seemeilen von Oahu entfernt und waren auf der Suche nach einer möglichen japanischen Invasionsflotte oder auf japanische U-Boote. Am 5. Januar 1942 verließ der Flottenöltanker USS NECHES Pearl Harbor und fuhr zu den Schiffen dieser TF. Dabei wurde das Versorgungsschiff von dem Zerstörer USS JARVIS eskortierte. Beide trafen dort am 7. Januar ein und die Betankungsoperationen konnten beginnen. Nach deren Abschluss begleitete der Zerstörer den Flottenöltanker wieder bis zur Marinebasis auf Oahu. Hier stellte man die Task Force 11 zusammen, die Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ) kommandierte. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS ASTORIA und USS CHICAGO ( CA-29 ) und die Zerstörer USS JARVIS, USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS WORDEN ( DD-352 ). Am 19. Januar verließen diese Schiffe Pearl Harbor und sollten eine Offensivpatrouille bis zu den Kingman Reefs, das rund 930 Seemeilen südwestlich von Honolulu liegt, unternehmen. Zwei Tage später orderten die Kriegsschiffe ein Rendezvous mit dem Flottenöltanker USS NECHES. Da befanden sich die Schiffe der TF 11 auf dem Weg zum Wake Atoll um dort japanische Stellungen zu bombardieren. Die USS NECHES verließ am 22. Januar Pearl Harbor und stach in See, es war dem Schiff und dessen Mannschaft nur noch ein Tag vergönnt. Kurz nach Mitternacht erkannte man von der Brücke des Tankers aus in rund 900 Metern Entfernung die Silhouette eines U-Bootes liegen und befahl umgehend Ausweichmanöver. Um 3:10 Uhr des 23. Januar ließ Commander Togami, Kommandant des japanischen U-Bootes U-72 einen Torpedo abfeuern, der den Flottenöltanker mittschiffs trifft, aber nicht explodiert. Um 3:19 Uhr trifft ein zweiter Torpedo den Flottenöltanker achtern auf der Steuerbordseite und explodiert im Maschinenraum. Das japanische U-Boot feuert nun noch einen dritten Torpedo ab und die Geschützmannschaften machen sich fertig um mit ihrer Waffe dem amerikanischen Schiff den Rest zu geben. Drei Granaten trafen den Flottenöltanker, da begannen die Geschützmannschaften der USS NECHES das Feuer zu erwidern, so dass das U-Boot zum Tauchen gezwungen wurde. Genau noch rechtzeitig, denn die Schlagseite nahm immer mehr zu. Die Geschützrohre konnte man nicht weiter nach unten drehen. Commander William Bartlett Fletcher, Jr. 3. Dezember 1900 in Lynn, Essex County, Massachusetts – 31. Mai 1980 in Blue Ridge Summit, Franklin County, Pennsylvania ), Kommandant des Flottenöltankers und Sohn von Rear Admiral William Bartlett Fletcher, Sr. ( 7. Januar 1862 in Saint Albans, Franklin County, Vermont – 29. Juni 1957 in Queens, Queens County, New York ), leitete im Pyjama die Rettungsaktion des Schiffes und dessen Besatzung. Nachdem nun klar war das die USS NECHES nicht mehr zu retten war, begann man mit der Evakuierung der Schiffsbesatzung. Um 4:37 Uhr sank der Flottenöltanker mit dem Bug zuerst in den Fluten auf der Position 21° 01’Nord 160° 06’West, rund 120 Seemeilen westlich von Pearl Harbor. 57 Besatzungsmitglieder kamen während und nach dem Angriff ums Leben. Die Schiffe der TF 11 erhielten nun den Befehl wegen Treibstoffmangels zurück nach Pearl Harbor zu kommen. Nach Sonnenaufgang erreichte ein Wasserflugzeug die Männer des Tankers in ihren Rettungsbooten und übernahm drei verletzte Männer. Gegen Mittag erreichte die USS JARVIS das Seegebiet in dem sich die Rettungsboote aufhielten und konnte noch 126 Besatzungsmitglieder der USS NECHES an Bord nehmen. Am 24. Januar laufen dann die Kriegsschiffe der TF 11 in der Marinebasis Pearl Harbor ein.


USS NECHES ( AO-5 )
Commanding Officer

CDR Henry Thomas Meriwether          25. Oktober 1920 – 1922
CDR Lloyd Stowell Shapley          1922 – 4. Oktober 1923
CDR James David Willson          4. Oktober 1923 – 9. Juni 1924
CDR Frank Charles Martin         9. Juni 1924 – 15. Juni 1925
CAPT Henry George Stewart Wallace         15. Juni 1925 – 5. April 1926
CDR Albert Shaffner Rees         5. April 1926 – 1. Juni 1927
CAPT Nathan Woodward Post        1. Juni 1927 – 30. Juni 1928
CDR William Denny Brereton Jr.       30. Juni 1928 – 20. Juni 1930
CDR Charles Stakley McWorter        20. Juni 1930 – Juni 1932
CAPT Robert Carlisle Giffen        Juni 1932 – 1934 (erreichter Rang VADM)
CDR Lynde Dupuy McCormick          April 1936 – Mai 1937 (erreichter Rang ADM)
CDR Herbert Bain Knowles          1938 – 1939
CDR James Hicks Foskett          1939 – 10. März 1941 (erreichter Rang VADM)
CDR William Bartlett Fletcher, Jr.          10. März 1941 – 23. Januar 1942 (erreichter Rang RADM)

USS JARVIS ( DD-38 )

USS JARVIS ( DD-38 )

Biografie

James C. Jarvis
* 1787 im Bundesstaat New York
† 2. Februar 1800
war ein Kadett in der United States Navy während des Quasi-Krieges mit Frankreich

James C. Jarvis wurde 1799 zum Midshipman ernannt, da war er gerade mal 12 Jahre alt. Ein Jahr später diente er an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) unter dem Kommando von Captain Thomas Truxtun ( 17. Februar 1755 – 5. Mai 1820 ). Das Schiff besaß 28 x 18-Pfünder Kanonen und 20 x 32-Pfünder Kanonen. Jarvis Aufgabe war es als Ausguck auf dem Großmast Ausschau zu halten. Am 30. Januar 1800 segelte die USS CONSTELLATION von Saint Kitts los und begegnete in der Nacht zum 1. Februar der französischen Fregatte LA VENGEANCE. Diese hatte 30 x 24-Pfünder Kanonen und 20 x 12-Pfünder Kanonen an Bord. Captain Truxtun befahl dem Kapitän der französischen Fregatte, François Pitot, sich zu ergeben, doch ohne Erfolg. Daraufhin ließ er eine volle Breitseite auf den Franzosen schießen. Es entwickelte sich daraufhin ein heißer Kampf wo eine Breitseite der nächsten folgte. James C. Jarvis erhielt den Befehl von seinem Ausguckposten abzuentern. Doch er weigerte sich vehement dagegen weil er meinte das sein Posten im Ausguck in der Nacht besser für die Crew sei. Doch während des Kampfes gelang es einem französischen Kanonier den Hauptmast auf der USS CONSTELLATION zu treffen. Der Hauptmast stürzte über Backbord ins Wasser und riss Jarvis mit in die Tiefe. Er wurde nicht wieder gesichtet. Daraufhin ließ Captain Truxtun die noch vorhandenen Segel setzen und entkam den Franzosen. Sein Ziel war der Hafen von Jamaika wo die USS CONSTELLATION notdürftig repariert werden konnte. Die französische Fregatte war nach dem Kampf auch sehr mitgenommen, so dass Kapitän Pitot das Schiff aus Angst vor dem versinken am Strand von Curacao auf Grund laufen ließ.

Der sechste Kongress ließ am 29. März 1800 eine gemeinsame Erklärung verlauten über die Tapferkeit und Hingabe von Midshipman James C. Jarvis.

Zu Ehren von James C. Jarvis wurden bei der US Navy drei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-38 ) aus der PAULDING – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ) aus der BAGLEY – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-799 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS JARVIS ( DD-38 )

Schiffsbiografie

Die USS JARVIS ( DD-38 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von James C. Jarvis benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der PAULDING – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey wurde am 1. Juli 1911 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Jean King taufte am 4. April 1912 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Daniel Pratt Mannix ( 19. August 1878 – 16. September 1957 ) stellte am 22. Oktober 1912 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS JARVIS bis in die Gewässer von Kuba führte, verbrachte der Zerstörer ein Jahr lang mit Übungen vor der Küste von Norfolk, Virginia und in der Karibik. Während der mexikanischen Revolution kam es am 9. April 1914 zu der Tampico Affäre. Aus Rache, das neun amerikanische Besatzungsmitglieder von dem Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) während des bunkern von Treibstoff von zehn mexikanischen Soldaten gefangen genommen worden waren, wurde eine amerikanische Flotte nach Veracruz geschickt um diese Stadt einzunehmen. Am 21. April begann die Invasion. Für die USS JARVIS kam am 20. April der Befehl in Pensacola, Florida abzulegen und vor der Küste von Veracruz zu patrouillieren. Der Zerstörer verließ erst Anfang Juni wieder diese Gewässer und legte am 16. Juni in Norfolk an. Hier verblieb der Zerstörer die folgenden Monate und beteiligte sich an Übungen der Atlantikflotte. Am 28. Juli 1914 begann auf europäischem Boden der Erste Weltkrieg. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete die Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN, der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS JARVIS, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS CASSIN ( DD-43 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS PARKER ( DD-48 ) und USS DOWNES ( DD-45 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Die USA erklärten dem Deutschen Reich am 6. April 1917 den Krieg. Die Kriegsvorbereitungen der USA liefen aber schon seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges. Diese wurden aber nur zur Sicherung im innern des Landes eingesetzt. Nach der Kriegserklärung mobilisierte man nun in den USA sämtliche Kräfte damit ein übergreifen des Krieges auf den amerikanischen Kontinent nicht erfolgen konnte und verschob daher alles auf den europäischen Boden. Man übergab Vizeadmiral William Sowden Sims ( 15. Oktober 1858 in Port Hope, Ontario, Kanada – 25. September 1936 in Boston, Massachusetts ) den Oberbefehl über die US Navy Streitkräfte in den europäischen Gewässern. Die USS JARVIS legte am 26. Mai 1917 in New York ab und fuhr zu den britischen Inseln. Über St. Nazaire, Frankreich erreichte der Zerstörer am 11. Juni seinen Einsatzhafen Queenstown, Irland. Von hier aus begann das Kriegsschiff seine Patrouillen- und Eskortierfahrten entlang der irischen und britischen Küste. Die so erfolgten Operationen von amerikanischen Zerstörern wie der USS JARVIS, waren für die Alliierten Streitkräfte von enormen Wert um die deutsche U-Boot-Bedrohung zu überwinden. Der Zerstörer selber konnte während der Kampfhandlungen kein feindliches U-Boot vernichten, dafür aber die überlebenden Besatzungsmitglieder von zwei torpedierten Schiffen. So konnten am 19. Juni 41 Überlebende von dem britischen Handelsschiff SS BATOUM ( 4.054 BRT ) vor der irischen Küste und am 25. Juli 22 Überlebende des britischen Handelsschiffes SS PURLEY ( 4.500 BRT ) aus der Nordsee vor dem ertrinken gerettet werden. Die USS BATOUM war von U-61, Kommandant Kapitänleutnant Victor Dieckmann ( 1. September 1887 – 26. März 1918 ), und die SS PURLEY von U-46, Kommandant Kapitänleutnant Leo Hillebrand ( 6. Februar 1885 – ? ), torpediert worden. Während der Aufnahme der Überlebenden der SS BATOUM, ließ Lieutenant Commander Louis Poisson Davis, Sr. ( 8. Dezember 1883 in Wilmington, New Hanover County, North Carolina – 28. Februar 1978 in Washington DC ) den Zerstörer so beidrehen, dass dieser einen möglichen Torpedoabschuss eines deutschen U-Bootes auf das britische Handelsschiff SS MECHANICIAN verhinderte. Bis zum 15. Februar 1918 operierte die USS JARVIS von Queenstown aus. Danach verlegte das Kriegsschiff in den französischen Hafen Brest. Hier patrouillierte der Zerstörer entlang der französischen Küste und bewachte die alliierte Schiffsfahrt. Am 22. Juli 1918 kam es dann zur Kollision zwischen der USS JARVIS und der USS BENHAM ( DD-49 ). Die USS JARVIS erlitt dabei beträchtliche Schäden am Bug und die USS BENHAM auf der Backbordseite des Bugs. Die USS JARVIS wurde kurz darauf in das Trockendock von Brest geschleppt. Die Reparaturfachleute des Reparaturschiffes USS PROMETHEUS ( AR-3 ) trennten den defekten Bug ab und dichteten den vorläufigen Stummel ab. Nachdem der Zerstörer dann aus eigener Kraft das Trockendock wieder verlassen konnte, wechselte er in die britische Werft Birkenhead. Dort wurden die Reparaturen im September abgeschlossen. Anschließend nahm das Kriegsschiff seine Patrouillenaufgaben vor der französischen Küste wieder auf. Später, am 1. November, lag der Zerstörer im Hafen vor Anker. Da begann ein Sturm aufzuziehen. Durch den hohen Seegang riss der Anker des Kriegsschiffes und trieb es auf die künstlichen Wellenbrecher. Der Zerstörer USS JARVIS ( DD-38 ) versuchte bei dieser hohen See vergeblich das havarierte Schiff wieder zu Wasser zu lassen. Erst der Schlepper USS CONCORD ( SP-773 ) schaffte es um 19:20 uhr nachdem sich der Sturm etwas gelegt hatte und brachte es für Reparaturarbeiten nach Brest. Erst am 28. Dezember verließ die USS JARVIS die französische Küste und fuhr an die US Ostküste. Hier legte der Zerstörer am 12. Januar 1919 im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von diesem Hafen aus beteiligte sich die USS JARVIS an mehreren Übungen und Operationen entlang der US Ostküste. Das Kriegsschiff lief am 21. Juli wieder in Philadelphia ein. Hier blieb es liegen und wurde am 26. November 1919 außer Dienst gestellt.
Um die Bedingungen des Londoner Marineabkommens vom 22. April 1930 zu erfüllen, stellte man den Zerstörer zum verschrotten frei und baute sämtlichen kriegstechnischen Einrichtungen ab. Am 8. März 1935 strich man den Namen USS JARVIS ( DD-38 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 23. April 1935 an Michael Flynn in Brooklyn, New York.


USS JARVIS ( DD-38 )
Commanding Officer

LCDR Daniel Pratt Mannix          22. Oktober 1912 – 20. Mai 1913 (erreichter Rang RADM)
LCDR William Ancrum         20. Mai 1913 – 1. Juli 1914
LT Austin Staats Kibbee          1. Juli 1914 – 15. Juli 1915
LCDR William Frederick Halsey Jr.        15. Juli 1915 – 21. September 1915 (erreichter Rang FADM)
LCDR Arthur Mark LeRoy Bristol Jr.     21. September 1915 – 3. April 1916 (erreichter Rang VADM)
LCDR Louis Poisson Davis        3. April 1916 – 9. September 1917
LCDR Valentine Nicholas Bieg         9. September 1917 – 12. März 1918
LCDR Ernest Ludolph Gunther         12. März 1918 – 15. Oktober 1918 (erreichter Rang RADM)
LCDR Valentine Nicholas Bieg         15. Oktober 1918 – 11. Januar 1919
LCDR Edmund Selden Randolph Brandt        11. Januar 1919 – 29. März 1919
LCDR John Kelvey Richards Jr.        29. März 1919 – 26. November 1919

USS JARVIS ( DD-393 )

USS JARVIS ( DD-393 )

Biografie

James C. Jarvis
* 1787 im Bundesstaat New York
† 2. Februar 1800
war ein Kadett in der United States Navy während des Quasi-Krieges mit Frankreich

James C. Jarvis wurde 1799 zum Midshipman ernannt, da war er gerade mal 12 Jahre alt. Ein Jahr später diente er an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) unter dem Kommando von Captain Thomas Truxtun ( 17. Februar 1755 – 5. Mai 1820 ). Das Schiff besaß 28 x 18-Pfünder Kanonen und 20 x 32-Pfünder Kanonen. Jarvis Aufgabe war es als Ausguck auf dem Großmast Ausschau zu halten. Am 30. Januar 1800 segelte die USS CONSTELLATION von Saint Kitts los und begegnete in der Nacht zum 1. Februar der französischen Fregatte LA VENGEANCE. Diese hatte 30 x 24-Pfünder Kanonen und 20 x 12-Pfünder Kanonen an Bord. Captain Truxtun befahl dem Kapitän der französischen Fregatte, François Pitot, sich zu ergeben, doch ohne Erfolg. Daraufhin ließ er eine volle Breitseite auf den Franzosen schießen. Es entwickelte sich daraufhin ein heißer Kampf wo eine Breitseite der nächsten folgte. James C. Jarvis erhielt den Befehl von seinem Ausguckposten abzuentern. Doch er weigerte sich vehement dagegen weil er meinte das sein Posten im Ausguck in der Nacht besser für die Crew sei. Doch während des Kampfes gelang es einem französischen Kanonier den Hauptmast auf der USS CONSTELLATION zu treffen. Der Hauptmast stürzte über Backbord ins Wasser und riss Jarvis mit in die Tiefe. Er wurde nicht wieder gesichtet. Daraufhin ließ Captain Truxtun die noch vorhandenen Segel setzen und entkam den Franzosen. Sein Ziel war der Hafen von Jamaika wo die USS CONSTELLATION notdürftig repariert werden konnte. Die französische Fregatte war nach dem Kampf auch sehr mitgenommen, so dass Kapitän Pitot das Schiff aus Angst vor dem versinken am Strand von Curacao auf Grund laufen ließ.

Der sechste Kongress ließ am 29. März 1800 eine gemeinsame Erklärung verlauten über die Tapferkeit und Hingabe von Midshipman James C. Jarvis.

Zu Ehren von James C. Jarvis wurden bei der US Navy drei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-38 ) aus der PAULDING – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ) aus der BAGLEY – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-799 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS JARVIS ( DD-393 )

Schiffsbiografie

Die USS JARVIS ( DD-393 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Midshipman James C. Jarvis benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der BAGLEY – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 21. August 1935 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Marie Antoinette Merritt Craven ( 31. Dezember 1876 in Baltimore, Maryland – 28. September 1955 in Ossining, Westchester County, New York ), Ehefrau von Rear Admiral Thomas Tingey Craven ( 8. Juli 1873 in Vallejo, Solano County, Kalifornien – 5. April 1950 in Saint Albans, Queens County, New York ), Kommandant des 13. Naval Districts in Bremerton und 1937 bei seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst in der US Navy zum Vizeadmiral ernannt, taufte am 6. Mai 1937 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert Raymond Ferguson stellte am 27. Oktober 1937 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die ersten Erprobungsfahrten der USS JARVIS erfolgten in den Gewässern der Meeresbucht Puget Sound. Diese waren am 25. Dezember 1937 abgeschlossen. Man bereitete nun den Zerstörer auf die Ausbildungsfahrt vor, in der die Schiffsbesatzung auf ihren Stationen trainiert werden sollten. Dazu legte das Kriegsschiff am 4. Januar 1938 in der Werft ab. Zwei Tage später erreichte es den Hafen von San Francisco, Kalifornien. Anschließend folgte ein Stopp im Hafen von Los Angeles, Kalifornien; am 12. Januar einer in San Diego, Kalifornien, der spätere Heimathafen des Kriegsschiffes; dann in der Magdalena Bay, Bahia California, Mexiko und in den Häfen von Mazatlan und Acapulco, Mexiko. Auf der Rückfahrt zur Puget Sound Naval Shipyard wurde in San Diego nochmals ein Stopp eingelegt. Nach dem Abschluss der Kontrolle des Schiffskörpers in der Werft, konnte die USS JARVIS zu ihrem Heimathafen fahren. Von hier aus wurden ebenfalls Übungen angesetzt, die sich entlang der kalifornischen Küste und der Karibik bezogen. Am 1. April 1940 stach das Kriegsschiff von San Diego aus in See und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. In der Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii legte der Zerstörer am 26. April an. Von diesem Hafen aus beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Flottenübungen vor den Midway und Johnston Islands. Am 8. Februar 1941 verließ der Zerstörer die Hawaiianischen Gewässer und fuhr zur San Francisco Naval Shipyard um sich dort einer Überholung zu unterziehen. Diese war Anfang April abgeschlossen. In der Marinebasis Pearl Harbor legte die USS JARVIS am 17. April an. In den nun folgenden sieben Monaten gehörte der Zerstörer zur Zerstörer Division 8 im Zerstörergeschwader 4. In diesen Monaten wurden intensive Manöver durchgeführt. Nach solchen Übungen vor Maui Island, legte das Kriegsschiff am 4. Dezember in Pearl Harbor an. Drei Tage später lag der Zerstörer am Liegeplatz B6 in der Navy Yard damit mehrere Reparaturen an dem Schiff vorgenommen werden konnten. Neben der USS JARVIS lag der Zerstörer USS MUGFORD ( DD-389 ). An diesem 7. Dezember 1941 begann der von den Japanern geplante Angriff auf die Marinebasis Pearl Harbor. Es war für die US Navy ein verheerender feindlicher Angriff. Mehrere Schiffe sanken und viele Navy Angehörige fanden während dieses Angriffs den Tod. Commander James Russell Topper, Kommandant der USS JARVIS, ließ gleich zu Beginn des Angriffs für alle Geschützmannschaften Gefechtsalarm ausrufen. Sofort begannen diese mit ihren 5 Zoll Geschützen auf die Angreifer zu schießen. Mit Stolz konnten diese nach dem Kampf vier Abschüsse von japanischen Flugzeugen verbuchen. Außerdem ließ Topper das Schiff zum Auslaufen fertig machen. Ohne Verlust an Mannschaftsmitgliedern und nur oberflächlichen Schaden am Zerstörer selber, schaffte es die USS JARVIS den Hafen zu verlassen. Nachdem sich dann die Japaner noch am selben Tag wieder zurück gezogen hatten, kam es innerhalb der US Navy Führungsriege in Pearl Harbor zu Entlassungen. Admiral Husband Edward Kimmel ( 26. Februar 1882 in Henderson, Kentucky – 14. Mai 1968 in Groton, Connecticut ) wurde seines Postens als Kommandant der Pazifikflotte abgelöst. Vizeadmiral William Satterlee Pye ( 9. Juni 1880 in Minneapolis, Minnesota – 4. Mai 1959 in Bethesda, Maryland ), Kommandant der Task Force 1, löste man ebenso ab und versetzte ihn innerhalb der Pazifikflotte. Die Task Force 1 übernahm am 7. Dezember Rear Admiral Milo Frederick Dreamel ( 30. Mai 1884 – 25. März 1971 ). In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS ST LOUIS ( CL-49 ) und die Zerstörer USS JARVIS, USS WORDEN ( DD-352 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS BLUE ( DD-387 ). Am Nachmittag des 7. Dezember verließen diese Schiffe Pearl Harbor und begannen mit ihren Patrouillenfahrten in den Hawaiianischen Gewässern. Die Kriegsschiffe waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 10. Dezember liefen diese aber in Pearl Harbor wieder ein. Vier Tage später erreichte der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), an Bord befand sich das Kampfgeschwader VFM-221, zusammen mit seinen Begeleitschiffen die Hawaiianische Marinebasis. Sofort bildete man die Task Force 17 die Rear Admiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 25. April 1973 in Bethesda, Maryland ) kommandierte. In der TF befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA, die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die Zerstörer USS JARVIS, USS PATTERSON, USS MUGFORD, USS BLUE, USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS HELM ( DD-388 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ), der Flugzeugtender USS TANGIER ( AV-8 ) und der Öltanker USS NECHES ( AO-5 ). Diese Schiffe verließen am 15. Dezember Pearl Harbor und sollten den belagerten Verteidigern des Atolls Wake, das nördlich der Marshall Islands liegt, zu Hilfe kommen und entlasten, da der erste Angriff der Japaner am 11. Dezember mit hohen Verlusten abgewehrt werden konnte. So befand sich die Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS SARATOGA am 21. Dezember noch 600 Meilen von Wake Island entfernt. Schon zu dieser Zeit warnten einige ranghohe amerikanische Navy – Angehörige, wie Vizeadmiral William Satterlee Pye, vor einem vorschnellen Angriff auf die Japaner. Dadurch mussten die Schiffe der Task Force auf offener See auf neue Befehle warten. Am 21. und 22 Dezember begann man die Schiffe von der USS NECHES ( 7.383 BRT ) aus mit frischem Treibstoff zu versorgen. Einen Tag später lagen die Schiffe der TF 17 noch 425 Seemeilen von Wake Island entfernt. Da hörte man vom zweiten Angriffsversuch der überlegenen japanischen Invasionsflotte auf dieses Atoll, welcher auch gelungen war. Erneut begann man mit der Betankung der amerikanischen Schiffe und diese wendeten und fuhren zu den Midway Islands. Diese erreichten sie am 25. Dezember. Die Flugzeuge des Kampfgeschwaders VFM 221 starteten von dem Flugzeugträger. Sie landeten noch am selben Tag auf der Insel. Von der USS TANGIER aus landete am folgenden Tag das mitgeführte Flugpersonal auf Midway. Nach dieser Landeoperation verließen die Schiffe der TF 17 die Midway Islands und fuhren am 27. Dezember nach Pearl Harbor zurück. Hier trafen sie zwei Tage später ein. Die USS JARVIS begann nun wieder in den Hawaiianischen Gewässern mit Anti-U-Boot Patrouillen. Genau dieselbe Aufgabe erhielten die Schiffe der Task Force 11. Diese patrouillierten rund 500 Seemeilen von Oahu entfernt und waren auf der Suche nach einer möglichen japanischen Invasionsflotte oder auf japanische U-Boote. Dazu verließen diese Schiffe am 31. Dezember Pearl Harbor. Die USS JARVIS eskortierte ab dem 5. Januar 1942 den Öltanker USS NECHES zu den Schiffen dieser TF. Beide trafen dort am 7. Januar ein und die Betankungsoperationen konnten beginnen. Nach deren Abschluss begleitete der Zerstörer den Öltanker wieder bis zur Marinebasis auf Oahu. Hier bereitete man die USS JARVIS auf ihren ersten Kampfeinsatz vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 11. Die TF kommandierte Vizeadmiral Wilson Brown, Jr. ( 27. April 1882 in Philadelphia, Pennsylvania – 2. Januar 1957 in New Haven, Connecticut ). In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-2 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS ASTORIA und USS CHICAGO ( CA-29 ) und die Zerstörer USS JARVIS, USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS WORDEN ( DD-352 ). Am 19. Januar verließen diese Schiffe Pearl Harbor und sollten eine Offensivpatrouille bis zu den Kingman Reefs, das rund 930 Seemeilen südwestlich von Honolulu liegt, unternehmen. Zwei Tage später orderten die Kriegsschiffe ein Rendezvous mit dem Öltanker USS NECHES. Da befanden sich die Schiffe der TF 11 auf dem Weg zum Wake Atoll um dort japanische Stellungen zu bombardieren. Die USS NECHES verließ am 22. Januar Pearl Harbor und stach in See, es war dem Schiff und dessen Mannschaft nur noch ein Tag vergönnt. Um 3:10 Uhr des 23. Januar feuert das japanische U-Boot U-72 einen Torpedo ab, der den Öltanker mittschiffs trifft und um 4:37 Uhr sinkt er. 57 Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Die Schiffe der TF 11 erhalten nun den Befehl wegen Treibstoffmangels zurück nach Pearl Harbor zu kommen. Auf dem Weg dorthin nimmt die USS JARVIS 126 Überlebende des Öltankers an Bord. Am 24. Januar laufen dann die Kriegsschiffe der TF 11 in der Marinebasis Pearl Harbor ein. Die USS JARVIS blieb in der Task Force 11. Vizeadmiral Brown, Jr. befehligte die TF während der Operation Revenge Raid 2. In der TF befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON, die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS SAN FRANCISCO, USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) und die Zerstörer USS JARVIS, USS PATTERSON, USS MUGFORD, USS BAGLEY ( DD-386 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS HULL ( DD-350 ) und USS PHELPS ( DD-360 ). Die Schiffe der TF 11 teilte man nun in zwei Gruppen. Die USS JARVIS gehörte mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 8, USS MUGFORD und USS PATTERSON sowie dem Schweren Kreuzer USS PENSACOLA und dem Zerstörer USS BAGLEY zur zweiten Gruppe. Die Schiffe aus erste Gruppe der TF 11 verließen schon am 31. Januar Pearl Harbor und sollten zu den Fidji Inseln fahren. Sie eskortierten zusammen mit den Schiffen der Task Force 8 und Task Force 17 einen Schiffskonvoi, bestehend aus Handels- und Transportschiffen, in Richtung Bora Bora, New Hebrides. Die Kriegsschiffe der TF 8 und TF 11 schwenkten vor den Kingman Reefs zu den Gilbert- bzw. zu den Marshall Islands ab. Die zweite Gruppe der TF 11 in der sich die USS JARVIS befand, legte am 5. Februar in Pearl Harbor ab. Ihr erstes Ziel war Pago Pago, Amerikanisch Samoa. Diese Insel erreichten die Kriegsschiffe am 13. Februar. Doch noch am Abend desselben Tages verließen sie wieder die Insel und fuhren nach Noumea, New Caledonia. In dem dortigen Hafen liefen die Kriegsschiffe am 16. Februar ein und trafen sich hier mit dem Australisch-Neuseeländischen Geschwader in dem sich der amerikanische Schwere Kreuzer USS CHICAGO, der australische Schwere Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D-84 ), die neuseeländischen Leichten Kreuzer HMNAZ LEANDER ( 1929 ) und HMNAZ ACHILLES und die amerikanischen Zerstörer USS LAMSON ( DD-367 ) und USS PERKINS ( DD-377 ) befanden. Am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe wieder Noumea und fuhren nach Rabaul, Neuguinea, um hier japanische Stellungen zu beschießen. Doch der alliierte Schiffsverband wurde von feindlichen Flugzeugen in der Coral Sea gesichtet und angegriffen. Dieses Flugzeuggeschwader war erst seit dem 14. Februar dort stationiert. Der alliierte Schiffsverband schoss einige Granaten auch auf den japanischen ab und kehrte daraufhin um und fuhr nach Noumea zurück. Hier löste man die USS JARVIS aus dem Verband. Der Zerstörer sollte einen Schiffsverband nach Brisbane, Australien eskortieren. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor zurück und legte dort am 27. März an. Hier verblieb das Kriegsschiff bis zum 8. April und beteiligte sich bis dahin an mehreren Übungen und an Anti-U-Boot Patrouillen. Am 8. April stach die USS JARVIS zusammen mit der USS PATTERSON wieder in See und eskortierte den Schiffskonvoi 4090 nach San Francisco, Kalifornien. In diesen Hafen liefen sie am 14. April ein und die USS JARVIS unterzog sich in der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien gleich einer Überholung. Diese dauerte bis zum 10. Mai. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus 13 Schiffen, bis nach Pearl Harbor. In der Marinebasis liefen die Schiffe am 18. Mai ein. Schon vier Tage später lief die USS JARVIS zusammen mit der USS PATTERSON wieder aus und begleitete die beiden Handelsschiffe SS MORMACSTAR und SS PROCYON bis zu den Fidschi Inseln. Hier legten sie am 31. Mai an. Von den Fidschi Inseln aus begleiteten beide Zerstörer anschließend das Handelsschiff SS PROCYON bis nach Noumea, wo sie am 14. Juni ankamen, und fuhren dann nach Sydney, Australien weiter. Hier legten die beiden Kriegsschiffe am 17. Juni an und bunkerten frischen Treibstoff. In diesem Hafen warteten mehrere Transportschiffe darauf endlich ablegen zu dürfen. Schon am folgenden Tag legten sie ab und fuhren nach Noumea. Die USS JARVIS übernahm auf dieser Fahrt die Sicherung vor feindlichen U-Booten und fuhr rund um den Konvoi ihre Patrouillen. Am 14. Juli erreichten die Schiffe ihr Ziel. Die USS JARVIS war da aber schon nicht mehr dabei. Man hatte den Zerstörer nach Sydney zurückbeordert, nachdem man mit Sicherheit sagen konnte das in dem noch zu durchfahrenden Seegebiet keine japanischen U-Boote operierten. In Sydney bereitete man die USS JARVIS auf ihren neuen Einsatz vor. Am 14. Juli verließ sie den australischen Hafen und fuhr nach Wellington, Neuseeland. Hier warteten die Kriegsschiffe der Task Force 62 auf ihren Einsatz. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS, USS PATTERSON, USS BLUE, USS RALPH TALBOT, USS BAGLEY, USS MONSSEN, USS HELM, USS SELFRIDGE, USS HENLEY, USS MUGFORD, USS HULL, USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS LITTLE ( APD-4 ), USS McKEAN ( APD-5 ), USS GREGORY ( APD-3 ) und USS CALHOUN ( APD-2 ), die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Am 22. Juli legten alle Schiffe der TF im Hafen von Wellington ab und fuhren zuerst zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Die USS JARVIS selber patrouillierte rund um die Invasionsflotte und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. An diesem Tag waren die Japaner von der Schlagkraft der Amerikaner äußerst überrascht. Der Brückenkopf der Alliierten hatte an diesem ersten Tag eine Größe erreicht, so dass dieser nicht mehr ohne weiteres vernichtet werden konnte. Nur zwei Luftangriffe konnten die Japaner an diesem 7. August starten und verloren dabei 14 Flugzeuge ohne großen nennenswerten Schaden an den alliierten Schiffen anzurichten. Die USS JARVIS patrouillierte in der folgenden Nacht südlich von Savo Island und kehrte anschließend nach Lunga Point, dem Brückenkopf der Alliierten zurück. Hier übernahm der Zerstörer wieder die Sicherung über die Transportschiffe. Auf dem Kriegsschiff hatte man durch das Radar schon von weitem eine große Anzahl von japanischen Flugzeugen ausgemacht und die Kapitäne aller Schiffe gewarnt. Die Entladung der Truppentransportschiffe wurde nun ausgesetzt. Alle Kriegsschiffe der TF 62, also die Zerstörer und Kreuzer, bildeten nun einen Schutzschirm für diese Transportschiffe in den Gewässern zwischen Guadalcanal und Florida Island. Gegen Mittag des 8. August erschienen die ersten japanischen Torpedobomber, die in ein tödliches Flakabwehrfeuer flogen. Nur neun der sechsundzwanzig gestarteten Maschinen konnten diesen Verteidigungsgürtel durchfliegen. Ein Flugzeug davon schlug auf der Steuerbordseite hinter den Aufbauten des Transportschiffes USS GEORGE F ELLIOTT ein. Die Geschützmannschaften der USS JARVIS schossen in diesen Minuten des schweren Kampfes mit ihren 5 Zoll Geschützen Flakgeschosse auf die fliegenden Angreifer und wurden dabei durch Maschinengewehrgruppen unterstützt. Der Zerstörer manövrierte in dieser Zeit vor der USS VINCENNES und traf eines der angreifenden Flugzeuge. Doch noch bevor dieses in der Luft explodierte, löste der Pilot seinen Torpedo aus der Verankerung. Dieser raste auf der Steuerbordseite des Zerstörers in den vorderen Maschinenraum, wo er explodierte. Vierzehn Besatzungsmitglieder des Kriegsschiffes waren sofort tot und der Zerstörer war manövrierunfähig. Lieutenant Commander William Walter Graham, Jr. ( ? – 9. August 1942 ), Kommandant der USS JARVIS, gab den Befehl alle in den Startrohren befindlichen Torpedos über Bord zu werfen und die entstandenen Feuer zu löschen, die durch die Explosion ausgelöst worden waren. Die Feuer waren schnell unter Kontrolle und die USS DEWEY ( DD-349 ), aus der Task Force 62 X-Ray Group, schleppte den angeschlagenen Zerstörer in flacheres Wasser vor Lunga Point. Nachdem sich dann die noch übrig gebliebenen japanischen Flugzeuge zurück gezogen hatten, schleppte man die USS JARVIS zur Halbinsel Tulagi auf der Salomoneninsel Florida Island. Hier gab man die sieben verwundeten Besatzungsmitglieder von Bord und es begann eine Notfallreparatur. Trotz eines 15 Meter großen Lecks auf der Steuerbordseite stufte man die USS JARVIS als Seetüchtig ein. Man befahl Lieutenant Commander William Walter Graham, Jr. unter Deckung der Dunkelheit nach Efate, New Hebrides zu fahren. Begleitet werden sollte der Zerstörer vom Zerstörer und Minensucher USS HOVEY. Auf dieser Fahrt hatte Graham, Jr. das Radar ausschalten lassen und wollte für die eigenen Schiffe unbemerkt bis nach Australien fahren, wo der Zerstörertender USS DOBBIN ( AD-3 ) lag. Gegen Mitternacht zum 9. August verließ die USS JARVIS unbemerkt Tulagi und fuhr nach Westen. Gegen 1:34 Uhr lief das Kriegsschiff zwischen die Inseln Savo island und Cape Esperance. 3.000 Meter nordwärts davon befanden sich die japanischen Kreuzer unter dem Kommando von Rear Admiral Gunichi Mikawa ( 29. August 1888 – 25. Februar 1981 ). Diese warteten hier auf die amerikanische Flotte um sie während der Schlacht von Savo Island, vom 8. bis 9. August, zu vernichten. In der Silhouette der USS JARVIS dachten die Japaner irrtümlich, dass sie einen neuseeländischen Kreuzer aus der ACHILLES – Klasse vor sich hätten und begannen mit dem Angriff. Sie feuerten Torpedos ab und der japanische Zerstörer YUNAGI schoss mit seinen Geschützen auf das langsam fahrende amerikanische Schiff. Doch keines der Torpedos oder der Granaten zeigten Wirkung. Die USS JARVIS zog sich nun immer noch langsam fahrend westwärts zurück. Es gab auf ihm keine Funkkommunikation und die Geschütze waren nicht auf einen Kampf vorbereitet. Der Zerstörer USS BLUE sichtete um 3:25 Uhr das angeschlagene Kriegsschiff und bot seine Hilfe an. Doch diese wurde dankend abgelehnt. Nach dem Sonnenaufgang sah ein Pilot, dessen Flugzeug auf der USS SARATOGA stationiert war, die USS JARVIS 40 Seemeilen von Guadalcanal entfernt, die eine lange Heizölspur hinter sich herzog. Die Japaner glaubten hier aber immer noch, dass sie einen schwer beschädigten Kreuzer vor sich hatten. Man schickte 31 Flugzeuge von Rabaul aus auf die Suche nach dem Schiff um es endgültig zu versenken. Für die japanischen Piloten war das ein Kinderspiel nachdem man den Zerstörer rund 200 Seemeilen südöstlich von Tulagi entdeckt hatte. Mit unzähligen Bomben und Torpedos deckte man das Kriegsschiff ein und um 13:00 Uhr des 9. August sank die USS JARVIS. Von der 233-köpfigen Besatzung überlebte niemand diesen Angriff.


USS JARVIS ( DD-393 )
Commanding Officer

LCDR Robert Raymond Ferguson          27. Oktober 1937 – 15. März 1939
LCDR Thomas Joseph Casey         15. März 1939 – 10. Juni 1939
LCDR Corydon Halstead Kimball          10. Juni 1939 – 15. Juni 1941
LT Leonidas Walthall Pancoast         15. Juni 1941 – 15. Juli 1941
CDR James Russell Topper          15. Juli 1941 – 20. Dezember 1941
CDR William Rudolph Thayer        20. Dezember 1941 – 17. Mai 1942
LCDR William Walter Graham Jr.        17. Mai 1942 – 9. August 1942


25. Dezember 1937 Navy Yard Puget Sound

 

 

 

USS JARVIS ( DD-799 )

USS JARVIS ( DD-799 )

Biografie

James C. Jarvis
* 1787 im Bundesstaat New York
† 2. Februar 1800
war ein Kadett in der United States Navy während des Quasi-Krieges mit Frankreich

James C. Jarvis wurde 1799 zum Midshipman ernannt, da war er gerade mal 12 Jahre alt. Ein Jahr später diente er an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) unter dem Kommando von Captain Thomas Truxtun ( 17. Februar 1755 – 5. Mai 1820 ). Das Schiff besaß 28 x 18-Pfünder Kanonen und 20 x 32-Pfünder Kanonen. Jarvis Aufgabe war es als Ausguck auf dem Großmast Ausschau zu halten. Am 30. Januar 1800 segelte die USS CONSTELLATION von Saint Kitts los und begegnete in der Nacht zum 1. Februar der französischen Fregatte LA VENGEANCE. Diese hatte 30 x 24-Pfünder Kanonen und 20 x 12-Pfünder Kanonen an Bord. Captain Truxtun befahl dem Kapitän der französischen Fregatte, François Pitot, sich zu ergeben, doch ohne Erfolg. Daraufhin ließ er eine volle Breitseite auf den Franzosen schießen. Es entwickelte sich daraufhin ein heißer Kampf wo eine Breitseite der nächsten folgte. James C. Jarvis erhielt den Befehl von seinem Ausguckposten abzuentern. Doch er weigerte sich vehement dagegen weil er meinte das sein Posten im Ausguck in der Nacht besser für die Crew sei. Doch während des Kampfes gelang es einem französischen Kanonier den Hauptmast auf der USS CONSTELLATION zu treffen. Der Hauptmast stürzte über Backbord ins Wasser und riss Jarvis mit in die Tiefe. Er wurde nicht wieder gesichtet. Daraufhin ließ Captain Truxtun die noch vorhandenen Segel setzen und entkam den Franzosen. Sein Ziel war der Hafen von Jamaika wo die USS CONSTELLATION notdürftig repariert werden konnte. Die französische Fregatte war nach dem Kampf auch sehr mitgenommen, so dass Kapitän Pitot das Schiff aus Angst vor dem versinken am Strand von Curacao auf Grund laufen ließ.

Der sechste Kongress ließ am 29. März 1800 eine gemeinsame Erklärung verlauten über die Tapferkeit und Hingabe von Midshipman James C. Jarvis.

Zu Ehren von James C. Jarvis wurden bei der US Navy drei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-38 ) aus der PAULDING – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ) aus der BAGLEY – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS JARVIS ( DD-799 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS JARVIS ( DD-799 )

Schiffsbiografie

Die USS JARVIS ( DD-799 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Midshipman James C. Jarvis benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 7. Juni 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Eleanor Watson Holman Burkitt ( 29. Juni 1906 – 5. Januar 2002 in Beaverton, Washington County, Oregon ), Frau von Harold Burkitt ( 20. August 1903 in Jackson, Madison county, Tennessee – 7. August 2001 in Portland, Multnomah County, Oregon ) und Tochter von Rufus Cecil Holman ( 14. Oktober 1877 in Eugene, Lane County, Oregon – 27. November 1959 in Portland, Multnomah County, Oregon ), der Senator von Oregon vom 3. Januar 1939 bis zum 3. Januar 1945 war, taufte am 14. Februar 1944 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Ernest Bradford Ellsworth, Jr. ( 15. September 1909 – 22. Oktober 2006 ) stellte am 3. Juni 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wechselte die USS JARVIS von Seattle nach San Diego, Kalifornien. Hier begann man auch mit der Ausbildung der Geschützmannschaften. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Seattle zurück. Dort wurde der Schiffskörper einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Anschließend verließ die USS JARVIS zusammen mit den Schwesterschiffen USS PORTER ( DD-800 ) und USS BRAINE ( DD-630 ) am 25. August die Werft und eskortierten das Schlachtschiff USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) bis zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier legten die vier Schiffe am 31. August an. Die beiden Zerstörer USS JARVIS und USS PORTER bunkerten sofort frischen Treibstoff und Munition. Beide Kriegsschiffe verließen am 3. September die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zu den Aleuten, Alaska. Dort war die Kuluk Bay, an deren Küste die Stadt Adak auf Adak Island lag, das Ziel. In dem dortigen Hafen liefen beide Kriegsschiffe am 10. September ein. Man füllte auch hier alle Bunker auf. Noch am selben Tag reihte man die beiden Zerstörer in die Task Force 92 ein. Dazu wechselten sie in die Massacre Bay auf der Aleuteninsel Attu. Die Schiffe dieser TF waren wegen schlechten Wetters am vorhergehenden Tag von einer erfolglosen Patrouillenfahrt in Richtung der Kurilen zurück gekehrt. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS TRENTON ( CL-11 ) und USS CONCORD ( CL-10 ) und die Zerstörer USS JARVIS, USS PORTER, USS SMALLEY ( DD-565 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS BEARSS ( DD-654 ), USS WATTS ( DD-567 ), USS WREN ( DD-568 ) und ab dem 18. September die USS JOHN HOOD ( DD-655 ). Wegen des vorherrschend schlechten Wetters unternahmen die Schiffe Patrouillenfahrten entlang der Aleuteninseln. Erst am 14. Oktober klarte das Wetter wieder auf und sofort liefen die Schiffe der TF 92 aus der Massacre Bay aus, Ziel waren immer noch die Kurilen. Das Glück war den Amerikanern auch diesmal nicht hold und so mussten sie erneut wegen schlechtem Wetter vorzeitig umkehren. Im Hafen auf der Insel Attu machte man die Zerstörer am 19. Oktober fest. Fünf Tage später legten die Schiffe wieder ab und man versuchte erneut bis zu den Kurilen vorzudringen. Doch das Wetter änderte sich nicht. Wegen zu hohem Wellengang musste erneut die Fahrt zu den Kurilen abgebrochen werden. In die Massacre Bay liefen die Schiffe der TF 92 am 29. Oktober wieder ein. Man bereitete die Schiffe der TF nun noch intensiver für die nächste Kreuzfahrt vor. Anfang November übernahm Rear Admiral John Livingston McCrea ( 29. Mai 1891 in Marlette, Michigan – 30. Januar 1990 in Needham, Massachusetts ) das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS JARVIS, USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS und USS PORTER. Am 16. November verließen diese Schiffe die Massacre Bay und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal ist das Wetter auf der Seite der Angreifer. Am Morgen des 21. November liegen die Schiffe der TF, für die Japaner völlig unerwartet, vor der Insel Matsuwa. Hier bombardierten sie Maschinengewehrstellungen, eine provisorische Landebahn sowie mehrere Gebäude und Zelte. Während dieses Beschusses auf japanische Einrichtungen, feuerten die Geschützmannschaften der USS JARVIS hunderte Granaten ab. Gleich nach der Beendigung des Bombardements, setzten sich die amerikanischen Schiffe wieder ab und fuhren nach Attu zurück. Dort legten sie vier Tage später wieder an. Rear Admiral John Livingston McCrea behielt auch in den folgenden Monaten das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS JARVIS, USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Diese Kriegsschiffe verließen am 3. Januar 1945 die amerikanische Marinebasis auf Attu und fuhren erneut zu den Kurilen. Ziel war die Suribachi Bay auf der Kurileninsel Paramushiro. Hier wurde ab dem 5. Januar ein Flugplatz und mehrere japanische Einrichtungen beschossen. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe wieder diese Kurileninsel und fuhren zum Dutch Harbor. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 13. Januar an. Man füllte wieder die Munitionsbunker auf. Drei Tage später verließen die Schiffe wieder den Hafen auf Unalaska und die USS ROWE und USS STODDARD trennten sich von den Schiffen der TF 92 um nach Pearl Harbor zu fahren. Nach dem erreichen von Attu durch die anderen Schiffe der TF, begann man wieder mit den Vorbereitungen für die nächste Patrouillenfahrt zu den Kurilen. Die TF 92 kommandierte erneut Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS JARVIS, USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Am 8. Februar verließen diese Schiffe wieder die Massacre Bay und fuhren zum Matsuwa Island. Diese Kurileninsel erreichten die Schiffe am 11. Februar und es begann ein Bombardement auf japanische Stellungen, Befestigungen und dem Flugplatz. Der Beschuss konnte nur für wenige Stunden aufrecht erhalten bleiben. Dann drehten die Schiffe der TF bei und fuhren nach Attu zurück. Hier legten sie drei Tage später an. In der Massacre Bay lagen schon seit dem Vorabend die beiden Zerstörer USS ROWE und USS STODDARD. Beide reihten sich in die TF wieder ein, denn am 16. Februar verließen die Schiffe der TF 92 erneut Attu und fuhren zu den Kurilen. Am Abend des zweiten Tages auf Hoher See, gab man auf den amerikanischen Schiffen Gefechtsalarm. Man hatte die Insel Paramitsu erreicht. Umgehend beschoss man japanische Stellungen und Einrichtungen bei Kurabu Zaki. Gleich nach dem Abschuss der letzten Granate, fuhren die Schiffe der TF 92 wieder nach Attu zurück. Hier legten sie nach zwei weiteren Tagen wieder an. Damit an den Schiffen mehrere Reparaturen durchgeführt werden konnten, verließ die USS JARVIS zusammen mit der USS WATTS am 22. Februar die Massacre Bay und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Diese erreichten beide Zerstörer am 1. März. Für die Schiffsbesatzungen begannen mehreren Trainingseinheiten, die bis zum 16. März andauerten. An diesem Tag verließ die USS JARVIS wieder mit der USS WATTS die Hawaiianischen Gewässer und fuhren nach Attu zurück. In die Massacre Bay liefen die beiden Zerstörer am 20. März ein. Die See war aufgewühlt. Mehrere Kriegsschiffe liefen an diesem Tag zu einer Patrouillenfahrt zu den Kurilen aus. Doch schon nach wenigen Stunden mussten sie umkehren. Nachdem sich dann die See wieder beruhigt hatte, wechselten die Zerstörer nach Adak. Hier begannen ab dem 1. April für die Kriegsschiffe und deren Besatzungen mehrere Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die kommenden Einsätze. Dieses Training war am 17. April abgeschlossen. Man gliederte, wegen der sich in veränderten Lage vor Okinawa, die Task Group 92 um. In dieser befanden sich jetzt die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS TRENTON und USS CONCORD, die Zerstörer USS JARVIS, USS PORTER, USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MERTZ ( DD-691 ) und vom 15. bis zum 22. Juli der Geleitzerstörer USS RHODES ( DE-384 ). Die Übungen, in denen die Schiffsbesatzungen für die kommenden Kämpfe trainierten, waren Anfang Mai abgeschlossen. Die Bunker der Schiffe waren gefüllt und am 15. Mai legten sie dann ab um zu den Kurilen zu fahren. Vier Tage später lagen sie vor der Suribachi Bay im Ochotskischen Meer. Hier begannen die amerikanischen Kriegsschiffe ihre Patrouillenfahrten auf der Suche nach dem Feind. Dabei wurden auch küstennahe Stellungen der Japaner bombardiert. Zwischendurch fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe aber auch in die Kuluk Bay auf der Aleuteninsel Adak um die Treibstoff- und Munitionsbunker wieder aufzufüllen. Schon am 10. und 12. Juni war der Zerstörer an dem Bombardement auf Matsuwa Island beteiligt. Zusammen mit den Zerstörern USS BEARSS und USS JOHN HOOD aus der Task Group 92.2 konnte die USS JARVIS und USS PORTER am 26. Juni südlich der Insel Onekotan, Kurilen die japanischen Patrouillenboote CHA-73, CHA-206 und CHA-209 sowie das Küstenwachboot KUSUNOKI MARU versenken und das Patrouillenboot CHA-198 beschädigen. Drei Tage später attackierten die die vier Zerstörer südwestlich von Paramushiro einen japanischen Konvoi. Dabei versenkte die USS JARVIS einen Hochseeschlepper, die USS PORTER einen Truppentransporter und die USS BEARSS ein kleineres Schiff. Am 30. Juni spürten die vier Zerstörer, während ihrer Patrouillenfahrt, in diesem Seegebiet erneut japanische Schiffe auf. Die Geschützmannschaften der USS PORTER konnten an diesem Tag einen weiteren Truppentransporter versenken. Danach verliefen die Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Kurilen ruhig ab. Am 15. August 1945 erklärten die Japaner die bedingungslose Kapitulation gegenüber den Amerikanern und stellten jeglichen Waffeneinsatz ein. Die USS JARVIS verließ zusammen mit der USS PORTER, USS BEARSS und USS JOHN HOOD die Kurileninseln und fuhr zur Kuluk Bay. Hier bereitete man die Zerstörer auf die Fahrt zu den japanischen Hauptinseln vor. Am 31. August verließen sie Adak und fuhren zur japanischen Hauptinsel Honshu. Hier beteiligten sie sich an der Sicherung und Überwachung der Okkupation Japans vor Aomori. Diesen Hafen in der japanischen See erreichte die USS JARVIS am 8. September. Nun wurden auf Honshu und Hokkaido militärische Gebäude und Fabriken zur Herstellung von militärischen Gütern zerstört. Den Hafen von Yokosuka, Honshu verließ die USS JARVIS am 19. November und fuhr in Richtung Osten zur US Westküste. Zehn Tage später erreichte der Zerstörer Pearl Harbor und reihte sich dort in die Operation Magic Carpet ein. Man nahm hunderte amerikanische Soldaten an Bord und legte am 1. Dezember in der Marinebasis ab. Nach dem erreichen von San Diego, hier schiffte sich ein Teil der Kriegsveteranen aus, wurden nur die Treibstofftanks erneut befüllt und das Kriegsschiff setzte seine Fahrt fort. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte die USS JARVIS am 22. Dezember den Hafen von Charleston, South Carolina. Hier gingen die restlichen Kriegsveteranen von Bord. Am 11. April 1946 nahm man den Zerstörer aus dem aktiven Dienst und am 29. Juni 1946 stellte man ihn außer Dienst. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS JARVIS für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Edward Falka Rye ( 3. Dezember 1916 in Fairfield, Connecticut – 5. Mai 1998 in Sedona, Arizona ) stellte am 8. Februar 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. In dem nun folgenden Jahr galt der Ausbildung der Schiffsbesatzung der Vorrang. Diese Übungen wurden entlang der US Ostküste, aber hauptsächlich vor Charleston und Norfolk, Virginia, und in der Karibik durchgeführt. Am 15. Mai 1952 legte die USS JARVIS in ihrem Heimathafen ab und begann ihre erste Kreuzfahrt in den Fernen Osten anch dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem durchqueren des Panamakanals und den Zwischenstopps in San Diego und Pearl Harbor, erreichte das amerikanische Kriegsschiff am 23. Juni die im Osten liegenden koreanischen Gewässer, in denen sich auch die Schiffe der 7. US Flotte aufhielten. Sofort begann der Zerstörer, unter dem Kommando von Commander Charles DeWitt McCall, mit seinen Blockade-, Überwachungs- und Patrouillenfahrten zwischen Songjin und Chongjin durch, um das Anlanden von militärischem Nachschubmaterial zu unterbinden. Im Hafen von Yokosuka legte die USS JARVIS am 18. August an. Nach dem Einsatz in japanischen Gewässern, beteiligte sich der Zerstörer vom 26. September bis zum 10. Oktober an Patrouillenfahrten in der Formosa Straße. Nach Abschluss dieser Operation wendete sich das Kriegsschiff zu den philippinischen Inseln und erreichte die Subic Bay, Luzon. Hier legte die USS JARVIS am 18. Oktober wieder ab und fuhr in Richtung Westen. Über die Zwischenstopps von Ceylon, dem Suezkanal und Gibraltar erreichte der Zerstörer am 12. Dezember Norfolk. Das Kriegsschiff beteiligte sich bis zum Mai 1954 an Operationen der Atlantikflotte entlang der US Ostküste und der Karibik. Am 4. Mai 1954 legte das Kriegsschiff in Norfolk wieder ab und fuhr ins Mittelmeer um sich dort in die Reihen der 6. US Flotte einzugliedern. Im Hafen von Neapel, Italien, dem Heimathafen der 6. Flotte, lief der Zerstörer am 18. Mai ein. Vor dem Beginn der Rückfahrt an die US Ostküste am 9. Juli, beteiligte sich die USS JARVIS an Einsätzen der 6. Flotte im Nahen Osten. Diese sollten eventuelle kommunistische Aggressoren abschrecken. Schon am 5. Januar 1955 verließ der Zerstörer erneut Norfolk und fuhr zur US Westküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Kriegsschiff am 26. Januar den Hafen von Long Beach, Los Angeles, Kalifornien. Hier bereitete man den Zerstörer auf die kommenden Einsätze vor. Am 21. April begann die erste von fünf Patrouillenfahrten im Fernen Osten zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte. Das Einsatzgebiet dieser Flotte reichte im Westpazifik von Japan bis zu den Philippinen. Man setzte die Kriegsschiffe hier zur Sicherung des immer noch unbeständigen Friedens im Fernen Osten ein. Während dieses ersten Einsatzes unterstützte die USS JARVIS die Evakuierung Tausender Flüchtlinge von Nord- nach Südvietnam während der Operation „Passage to Freedom“. In all den fünf Einsätzen im Fernen Osten nahm der Zerstörer auch an Patrouillen in der Formosa Straße teil. Ziel war es da immer noch den chinesischen nationalistisch – kommunistischen Kampf zu stabilisieren und die Invasion der Insel Taiwan vom chinesischen Festland her zu verhindern, um diese Insel als Brückenkopf für spätere Aktivitäten in diesem Seegebiet zu erhalten. Im Jahre 1958 beteiligte sich die USS JARVIS daher auch an der Unterstützung der chinesischen Nationalisten während der zweiten Taiwan Straßen Krise, die vom 23. August bis zum 22. September andauerte. In diesen Tagen bedrohten Truppen der Volksrepublik China die vor ihrer Küste liegenden Inseln Quemoy und Matsu die zu Taiwan gehörten, aber von der Volksrepublik beansprucht wurden. Durch die Hilfe der US Navy und den neuesten AIM-9 Sidewinder Luft-Luft-Raketen konnte der Konflikt durch ein Patt beendet und am Konferenztisch beigelegt werden. Die USS JARVIS kehrte am 4. März 1960 nach ihrem fünften Einsatz im Fernen Osten nach Long Beach zurück. Von seinem Heimathafen aus, begann der Zerstörer sich bis zum 24. September an mehreren Übungen entlang der US Westküste zu beteiligen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff den Pazifik und wechselte wieder in den Atlantik. Am 16. Oktober legte der Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier stellte man am 24. Oktober 1960 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es noch am selben Tag in die Atlantikreserveflotte.
Doch dort blieb das Kriegsschiff nicht lange. Die spanische Marine hatte schon eine Anfrage wegen eines Zerstörers bei der US Navy laufen und besichtigte nun den Zerstörer. Wegen des Militärhilfeprogramms der USA gegenüber westlichen Staaten, übergab man am 3. November 1960 das Kriegsschiff für fünf Jahre als Darlehen an die spanische Marine. Noch am selben Tag verlieh man dem Zerstörer den Namen SPS ALCALA GALIANO ( D-24 ). Am 1. Oktober 1972 erwarb die spanische Marine den Zerstörer von der US Navy. Noch am selben Tag strich man den Namen USS JARVIS ( DD-799 ) von der US Navy – Liste.
Die SPS ALCALA GALIANO wurde am 15. Dezember 1988 von der spanischen Marine außer Dienst gestellt und zum Verschrotten verkauft.


USS JARVIS ( DD-799 )
Commanding Officer

CDR Ernest Bradford Ellsworth Jr.          3. Juni 1944 – 3. Januar 1946 (erreichter Rang RADM)
CDR Gilven Max Slonim        3. Januar 1946 – 29. Juni 1946
Außerdienststellung            29. Juni 1946 – 8. Februar 1951
CDR Edward Falka Rye          8. Februar 1951 – 1952
CDR Charles Dewitt McCall          1952 – 1953
CDR Francis Walford Ingling        1953 – ?
CDR George Edgar Brandt Jr.         1955 – 1956
CDR James Blickman        1956 – Februar 1958
CDR Charles Edward Dunston         Februar 1958 – Juli 1959
CDR Frank Henry Sonntag        Juli 1959 – 24. Oktober 1960

Commanding Officers unter Spanischem Kommando

Dank an Fabio Peña and Ministerio de Defensa de España, Gabinete del AJEMA
CdF Jacinto Ayuso Serrano        3. November 1960 – 3. November 1962 (erreichter Rang VADM)
CdF Angel Liberal Lucini         3. November 1962 – 1. März 1963 (erreichter Rang ADM)
CdF Antonio Fontenla Rojl          1. März 1963 – 5. März 1965
CdF Alvaro Fontanals Baron        5. März 1965 – 12. April 1967
CdF Fernando Suances de Vinas         12. April 1967 – 7. April 1969 (erreichter Rang RADM)
CdF Augusto de La Ganrada Feliner         7. April 1969 – 4. Oktober 1970
CdF Julio Recio Campos          4. Oktober 1970 – 8. Mai 1971
CdF Julio Serra Fortun        8. Mai 1971 – 5. Juni 1974
CdF Julio Valdelomar Y de La Vega        5. Juni 1974 – 5. Dezember 1975
CdF Antonio Duelo Topete         5. Dezember 1975 – 10. Juni 1977 (erreichter Rang VADM)
CdF Mauel Fuster Prat       10. Juni 1977 – 11. Dezember 1978
CdF Carlos Pastor de Alfaro         11. Dezember 1978 – 11. Dezember 1979
CdF Jose Diaz Del Rio Recacho        11. Dezember 1979 – 11. Juni 1981
CdF Carlos Mate Moreno de Monroy          11. Juni 1981 – 13. Dezember 1982
CdF Jose Sierra Campos        13. Dezember 1982 – 13. Januar 1984 (erreichter Rang RADM)
CdF Amancio Rodriguez Castanos         13. Januar 1984 – 15. Juli 1985 (erreichter Rang VADM)
CdF Pedro Lapique Quinones         15. Juli 1985 – 8. Januar 1987 (erreichter Rang RADM)
CdF Ignacio Balanzat Perez         8. Januar 1987 – 15. Dezember 1988

USS PORTER ( DD-800 )

USS PORTER ( DD-800 )

Biografie

Der Zerstörer ist zu Ehren des amerikanischen Marineoffiziers David Porter und dessen Sohn Admiral David Dixon Porter bei der US Navy benannt worden.

David Porter
* 1. Februar 1780 in Boston, Massachusetts
† 3. März 1843 in Pera, heute Beyoğlu, İstanbul, Türkei
war ein US-amerikanischer Marineoffizier, der vor allem als Kapitän der Fregatte USS Essex bekannt wurde, die im Krieg von 1812 auf ihrer zweijährigen Fahrt im Pazifik der britischen Walfangflotte empfindliche Verluste zufügte. Commodore Porter war außerdem der Vater des Bürgerkriegsadmirals David Dixon Porter und der Pflegevater des amerikanischen Nationalhelden und ersten Admirals der United States Navy, David Farragut

David Porter war der Sohn des Seeoffiziers David Porter, Sr. (1754–1808), der als Marinekommandeur im Revolutionskrieg gedient hatte, und von Rebecca Henry (1755–1801). Er wurde, nachdem er schon als Kind seinen Vater auf See begleitet hatte, 1798 zum Midshipman auf der USS CONSTITUTION ( 1797 ) ernannt und 1799 zum Lieutenant. Er diente in der Karibik und nahm am sogenannten Quasi Krieg gegen Frankreich und am Barbary Krieg gegen Tripolis (1801–05) teil. In dieser Zeit versah David Porter seinen Dienst auf der 36 Kanonen führenden Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ). Der Kommandant der Fregatte war Captain William Bainbridge ( 7. Mai 1774 – 27. Juli 1833 ). Am 31. Oktober 1803 kreuzte das Schiff vor der Hafeneinfahrt vor Tripolis. Dort lief das Schiff auf ein unbekanntes Riff auf. Alle Bemühungen das Schiff wieder flott zu bekommen schlugen fehl. Die Tripolitanischen Piraten kaperten die USS PHILADELPHIA und nahmen alle Besatzungsmitglieder gefangen. Auch Porter geriet in Kriegsgefangenschaft aus der er erst nach Beendigung des Krieges am 10. Juni 1805 wieder freikam. Nach seiner Freilassung übergab man ihm das Kommando über die 14 Kanonen führende Brigg USS ENTERPRISE ( 1799 ) die in Venedig zum Wiederaufbau lag. Im Juli 1805 stieß das Schiff wieder zu seinem Geschwader und übernahm wieder Patrouillen- und Konvoipflichten. Am 15. August 1806 stieß die USS ENTERPRISE bei Gibraltar auf eine Gruppe von spanischen Kanonenbooten die sie angriffen. Aber nach ein paar wohl gezielten Warnschüssen zerstob diese Gruppe auf Nimmerwiedersehen. Bis August 1807 kreuzte David Porter mit der USS ENTERPRISE im Mittelmeer und kehrte danach in die Vereinigten Staaten zurück. Bis Juni 1809 kreuzte er mit dem Schiff vor den Küstengewässern im Osten des Landes. Danach übergab man Commander David Porter das Kommando über die Marinestation in New Orleans, Louisiana, von der aus er vor allem die im Delta des Mississippi operierenden französischen und spanischen Freibeuter bekämpfte. Seine größten und berühmtesten Erfolge hatte David Porter mit der Fregatte USS ESSEX ( 1799 ). Am 18. Juni 1812 begann der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien. David Porter beförderte man am 2. Juli 1812 zum Captain und übergab ihm die Fregatte USS ESSEX mit einer Mannschaft von 300 Seeleuten. Er unternahm einen gegen britische Handelsschiffe gerichteten Vorstoß in Richtung Süden. Dabei eroberte man am 11. Juli bei einem nächtlichen Angriff auf einen sieben Schiffe umfassenden britischen Konvoi ein Schiffen. Am 13. August stieß die USS ESSEX auf die 18 Kanonen führende britische Schaluppe HMS ALERT. David Porter zwang bei dem entstehenden Gefecht den britischen Kommandanten der HMS ALERT zu kapitulieren. Umgehend ließ er eine Prisenmannschaft überwechseln. Bis zur Rückkehr nach New York im September desselben Jahres hatte David Porter mit seiner Mannschaft weitere zehn britische Schiffe als Prisen aufgebracht. Nachdem ein verabredetes Zusammentreffen mit der Fregatte USS CONSTITUTION unter dem Kommando von William Bainbridge und der Brigg USS HORNET ( 1805 ) vor der brasilianischen Küste nicht zustande kam, segelte die USS ESSEX im Februar 1813 über Kap Horn in den Pazifik den die Briten damals beherrschten. Rund ein Dutzend britische Kauffahrer und Walfangschiffe wurden aufgebracht. Einen Teil davon requirierte Porter und bemannte diese Schiffe mit befreiten amerikanischen Seeleuten und stellte diese Schiffe zu einem Geschwader unter seinem Kommando zusammen. Dieser erfolgreiche Beutezug von Captain Porter gegen die bewaffneten und größtenteils mit einem Kaperbrief versehenen Walfänger brachte den britischen Walfang im Pazifik, einem wichtigen Industriezweig, praktisch zum Erliegen. Porter selbst bezifferte den britischen Schaden auf rund zweieinhalb Millionen US Dollar. Im Oktober 1813 erfuhr Captain Porter, er kreuzte gerade in der Gegend der Galapagos Inseln, einem zentralen Treffpunkt der britischen Walfänger, das ein britisches Geschwader unter dem Kommando von Captain James Hillyar ( 24. Februar 1776 – 1833 ) von Rio de Janeiro aus entsandt wurde um die Jagd auf die USS ESSEX zu eröffnen und der Dezimierung der britischen Walfangflotte ein Ende zu setzen. Da die USS ESSEX durch die stürmische Umrundung des Kaps und den mittlerweile eineinhalbjährigen Aufenthalt auf See überholungsbedürftig und einem Gefecht mit den an Kampfkraft und Bewaffnung deutlich überlegenen britischen Kriegsschiffen nicht gewachsen war, machte sich Porter auf die Suche nach einer sicheren Basis außerhalb der Reichweite des britischen Flottenverbandes. Nach einer Dreitausend-Meilen-Passage in das heutige Französisch-Polynesien ergriff er im November 1813 formell Besitz von Nuku Hiva, der größten der Marquesas-Inseln, die er zu Ehren des damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, James Madison ( 16. März 1751 – 28. Juni 1836 ), „Madison Island“ nannte, und errichtete dort eine Station, „Fort Madison“, das heutige „Fort Collet“. Allerdings wurde diese Inbesitznahme vom Kongress niemals ratifiziert. Hier wurde die USS ESSEX überholt und machte sich in Begleitung ihrer Prisenschiffe am 12. Dezember 1813 wieder auf den Weg in den neutralen Hafen Valparaíso, Chile, den sie um den 12. Januar 1814 erreichte. In der Bai von Valparaíso wurde David Porters „Pazifikflotte“ Anfang Februar 1814 von der 36 Kanonen führenden britischen Fregatte HMS PHOEBE unter dem Kommando von Captain James Hillyar und der 18 Kanonen führenden Schaluppe HMS CHERUB unter dem Kommando von Captain Thomas Tucker ( 1775 – 1852 ) aufgespürt und sechs Wochen lang im Hafen eingeschlossen. Zwar gelang es der David Porter mit der USS ESSEX schließlich, die Blockade zu durchbrechen und auf die offene See zu entkommen. Dabei verlor aber das Schiff durch eine Orkanböe den Großmast und musste an die Küste zurückkehren. Dort wurde sie unter Verletzung der chilenischen Neutralität von den britischen Schiffen angegriffen. Da die USS ESSEX wegen der kürzeren Reichweite ihrer Kanonen dem feindlichen Feuer schutzlos ausgeliefert war, versuchte Porter als letztes Mittel, sein Schiff auf den Strand zu setzen und über Land zu entkommen. Er hatte aber wegen des ablandigen Windes dabei keinen Erfolg. Nach zweieinhalbstündigem ungleichem Kampf musste sich die Mannschaft der USS ESSEX am 28. März 1814 den überlegenen britischen Schiffen ergeben. Captain Porter und die Überlebenden seiner Crew gerieten zunächst in Gefangenschaft, wurden aber bald auf Ehrenwort entlassen. Captain Hillyar, ein langjähriger Freund Porters, ließ eines von dessen requirierten Prisenschiffen, die USS ESSEX JUNIOR, entwaffnen und schickte sie am 27. April 1814 unter dem Kommando von Lieutenant John Downes ( 1786 – 11. August 1854 ), der sie schon seit ihrer Erbeutung durch Porter geführt hatte, mit den Überlebenden der USS ESSEX an Bord zurück nach New York, wo sie am 7. Juli ankam. Zwei Tage vorher, am 5. Juli 1814, war sie von einem britischen Kriegsschiff aufgehalten worden, dessen Kapitän die Gültigkeit des von Hillyar ausgestellten Passierscheins nicht anerkennen wollte. Porter erklärte, er fühle sich durch diesen Akt nicht mehr an sein Ehrenwort gebunden und entfloh mit einem Beiboot. zu dieser Besatzung gehörte auch sein Pflegesohn, der dreizehnjährige Midshipman David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ). Zuhause angekommen, wurde Captain David Porter als Held empfangen. Nach dem Ende des Krieges am 18. Februar 1915 wurde Porter Mitglied des 1815 gegründeten Board of Navy Commissioners und blieb dort bis 1823. Als Commodore führte er das 1822 aufgestellte Westindiengeschwader, auch als „Mosquito fleet“ bezeichnet, von 1823 bis 1825. Dieses Geschwader sollte eine Expedition gegen die Freibeuter im Gebiet der Westindischen Inseln führen. Im November 1824 zwang David Porter mit militärischer Gewalt die Vertreter der Stadt Fajardo sich für die Inhaftierung eines seiner Offiziere zu entschuldigen. In den amerikanischen Zeitungen wurde dies zur „Fajardo-Affäre“ hochgespielt. Die amerikanische Regierung missbilligte diese Maßnahme von Commodore Porter und berief ihn Anfang 1825 von seinem Posten ab. Zu Hause stellte man ihn vor ein Militärgericht. Nach einem umstrittenen Prozess dessen Fortgang monatelang die Titelseiten der Nachrichtenblätter beherrschte suspendierte man Porter für sechs Monate vom Dienst. Verbittert quittierte David Porter den Dienst bei der US Navy und wurde 1826 Oberbefehlshaber der Mexikanischen Marine. Diese verließ er aber schon 1829 wieder. Mexikanische Offiziere führten gegen David Porter Intrigen, so dass er zu diesem Schritt gezwungen war. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten wurde er 1830 unter US Präsident Andrew Jackson ( 15. März 1767 – 8. Juni 1845 ), dieser hatte ihn schon damals 1825 in seinem Prozess unterstützt, amerikanischer Generalkonsul in den Barbareskenstaaten mit Sitz in Algier. Nach der Besetzung Algiers durch die Franzosen war er seit 1831 zunächst chargé d’affaires, Geschäftsträger, also eine Art Botschafter, und von 1839 bis zu seinem Tod Gesandter in Konstantinopel.
Sein Grab befindet sich auf dem Woodlands Friedhof in Philadelphia, Pennsylvania.
David Porter war seit dem 10. März 1808 mit Evalina Anderson (1791–1871) aus Chester, Pennsylvania, verheiratet. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor.
Erwähnenswert sind:
William David Porter ( 10. März 1809–1. Mai 1864 ), Marineoffizier, trat 1823 in die Marine ein, befehligte während des Bürgerkrieges das stahlverkleidete Kanonenboot USS ESSEX ( 1856 ) auf dem Tennessee River und dem Mississippi River, wurde im Juli 1862 Commodore. Heiratete zuerst die Schwester von David Glasgow Farraguts Frau. Heiratete danach Elizabeth Ann Beale ( 1819 – 1886 ) mit der er drei Kinder hatte.
David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ), Marineoffizier, Befehlshaber im Bürgerkrieg und als Nachfolger von David Glasgow Farragut der zweite Admiral der US Navy. Heiratete George Ann Patterson, war 1819 in New Orleans, LA als Tochter des Commodore Daniel Todd Patterson 1785-1839 und Mrs. George Ann Pollock 1787-1851, geboren, lebte bis zum 13. Dezember 1893. Hatten acht Kinder zusammen.
Thomas Porter ( 1816 – 1826 ) starb an Gelbfieber in Mexiko
Theodoric Henry Porter ( 10. August 1817 – März 1846 ), Armeeoffizier, war der erste amerikanische Offizier, der im Mexikanisch – Amerikanischen Krieg fiel. War mit Elizabeth Lloyd Beall ( 1827 – 1850 ) verheiratete.
Hambleton F. Porter ( 1820 – 11. August 1844 ), Marineoffizier, Lieutenant auf der USS FLIRT ( 1839 ), starb auf See an Gelbfieber.
Henry Ogden Porter ( 23. März 1828 – 1872 ), Marineoffizier, verließ die Navy 1847 nach siebenjährigem Dienst, kämpfte unter William Walker ( 8. Mai 1824 – 12. September 1860 ) als Söldner in Zentralamerika, kehrte dann zur US Navy zurück, war Offizier auf der USS HATTERAS ( 1861 ), die von der CSS ALABAMA versenkt wurde, und starb sieben Jahre später an den Folgen der dabei erhaltenen Verwundungen.
Evelina Cora Porter ( 23. März 1828 – November 1863 ), Zwillingsschwester von Henry Ogden Porter, heiratete 1842 Gwenn Harris Heap ( 23. März 1817 – 6. März 1887 ), der 1856 amerikanischer Konsul in Alexandria, Ägypten, war und dort Kamele für die US Army zum Einsatz in Texas besorgte. Hatten vier Kinder zusammen.
angenommene Kinder:
David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ), Marineoffizier, wurde durch seine Siege im Bürgerkrieg zum Nationalhelden und zum ersten Admiral der amerikanischen Marine ernannt

David Dixon Porter
* 8. Juni 1814 in Chester, Pennsylvania
† 13. Februar 1891 in Washington, D.C.
war ein amerikanischer Admiral und ein Mitglied einer der am angesehensten Familien in der Geschichte der US Navy, war der zweite Mann nach seinem Adoptivbruder David Glasgow Farragut der zum Admiral befördert wurde

David Dixon Porter ist eines von zehn Kindern die aus der Ehe von David Porter und Evalina Anderson hervorgingen. Als er zehn Jahre alt war nahm ihn sein Vater mit an Bord der Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) wo er als Midshipmen seinen Dienst versah. Als Commodore David Porter nach der „Fajardo-Affäre“ für sechs Monate vom Dienst suspendiert wurde, quittierte er den Dienst bei der US Navy und nahm ein Angebot von der mexikanischen Marine an. Er nahm seinen Neffen David Henry Porter ( 1800 – 11. Februar 1828 ) sowie seine Söhne Thomas und David Dixon mit. Die beiden Jungen wurden 1827 zu Seekadetten ernannt und dienten unter dem Kommando ihres Vaters Admiral David Porter. Thomas Porter starb kurz nach der Ankunft in Mexiko an Gelbfieber. Da war er gerade zehn Jahre alt. David Dixon erkrankte nicht. Er versah seinen Dienst auf der Fregatte LIBERTAD und auf dem ehemaligen spanischen Handelsschiff ESMERALDA das von den Mexikanern in kubanischen Gewässern erobert wurde. 1828 war David Dixon seinem Cousin David Henry Porter, der der Kapitän der Brigg Guerrero war, unterstellt. Vor der kubanischen Küste traf das Schiff am 10. Februar 1828 auf eine Flotte von 50 spanischen Schonern die von den Briggs MARTE und AMALIA eskortiert wurden. Da er 22 Geschütze an Bord seines Schiffes hatte, meinte Captain Porter diese Flotte in aller Seeleruhe angreifen zu können um die dicksten Prisen mit nach Hause zu bringen. Durch seinen zu zeitigen und ungestümen Angriff sah sich die spanische Flotte gezwungen in den Hafen von Mariel, 30 Meilen westlich von Havanna, einzulaufen. Dort lag die spanische Fregatte LA LEALTAD die 64 Kanonen an Bord hatte. David Henry Porter ließ umgehend den Angriff abbrechen und floh mit seinem Schiff auf die offene See. In der Nacht zum 11. Februar wollte er unbedingt noch mal in den Hafen von Mariel eindringen und auf Beutezug gehen. Vor dem Hafen lauerte die LA LEALTAD und wartete auf ihre Chance. Als die GURRERO nah genug war gab der Kapitän der spanischen Fregatte die nötigen Befehle und das Schiff schoss aus seiner Lauerposition. Die mexikanische Brigg hatte keine Chance bei der sich entwickelnden Schlacht. Kapitän Porter wurde getötet so wie viele andere seiner Crew. Die Überlebenden, dazu gehörte auch der junge David Dixon Porter, nahmen die Spanier gefangen und inhaftierten sie in Havanna. Commodore David Porter erreichte das sein Sohn ausgetauscht werden konnte. Damit dieser nicht noch einmal in Todesgefahr geraten könnte, schickte er ihn zurück in die Vereinigten Staaten. Dort sollte er in New Orleans warten. Durch seinen Großvater William Anderson ( 1762 – 16. Dezember 1829 ), dieser war ein Mitglied des US Repräsentantenhauses von Pennsylvania, erhielt David Dixon einen offiziellen Termin um sich als Midshipman in die US Navy eintragen zu lassen. Die Ernennung erfolgte am 2. Februar 1829. Zu diesem Zeitpunkt war er sechzehn Jahre alt, war älter als die meisten Kadetten bei ihrer Aufnahme zur Offizierslaufbahn. Aufgrund seiner relativen Reife und seiner Erfahrungen die er auf der See schon gemacht hatte, neigte er gegenüber der Lieutenants in der Navy zur Großspurigkeit und forderte damit seine Vorgesetzten heraus was zu Konflikten führte. Wenn Commodore James Biddle ( 18. Februar 1783 – 1. Oktober 1848 ) nicht gewesen wäre, hätte man David Dixon Porter frühzeitig entlassen. Durch James Biddles Intervention und auf Grund das sein Vater in den USA ein Held war, gewährte man David Dixon eine zweite Chance. Man versetzte ihn auf die Fregatte USS UNITED STATES ( 1797 ), dem Flaggschiff von Commodore Daniel Todd Patterson ( 6. März 1786 – 25. August 1839 ). Dort leistete David Dixon Porter seinen Dienst von Juni 1832 bis Oktober 1834. Auf diesem Schiff war auch die gesamte Familie von Commodore Patterson anwesend. Darunter auch seine Tochter Ann George. Die beiden jungen Leute verliebten sich ineinander und verlobten sich. Porter hatte nun ein Ziel und das hieß Ann. Nach seinem Dienst als Midshipman auf der Fregatte kehrte er nach Hause zurück und absolvierte dort erfolgreich seine Prüfungen. Bald darauf versetzte man ihn zum Coast Survey wo er zur Küstenvermessung und zum Herstellen von Seekarten verwendet wurde. Die nächsten Jahre konnte er soviel Geld dabei zusammensparen das er ans Heiraten denken konnte. Am 10. März 1839 heiratete er seine Ann George Patterson. Zwei Jahre später, im März 1841, beförderte man Porter zum Lieutenant. Im April des nächsten Jahres löste man ihn aus der Küstenwache ab und teilte ihn dem Hydrographischen Amt der US Navy zu. Nur eine kurze Dienstzeit verbrachte er im Mittelmeerraum. In der Karibik traten erhebliche Spannungen zu Tage. So löste sich die Republik Santo Domingo 1844 von der Republik Haiti. Die USA ersahen es als notwendig die junge Republik zu unterstützen. So gaben sie der jungen Nation soziale, politische und wirtschaftliche Hilfe. Aus reinster Nächstenliebe machte man dies aber nicht. Die Bucht von Samana erachtete man für US Navy Operationen als sehr geeignet. Der Außenminister James Buchanan, Jr. ( 23. April 1791 – 1. Juni 1868 ) bestellte Lieutenant David Dixon Porter zu sich und übertrug ihm die Aufgabe eine Seekarte der Küste anzufertigen. Am 15. März 1846 verließ Porter als Privatmann sein Zuhause und begab sich nach Santo Domingo. Innerhalb von zwei Wochen stellte er die Karte her. Am 19. Mai begann er eine Wanderung durch das Innere der Insel um dort weitere Informationen zu sammeln. Einen Monat später verließ er wieder den Dschungel und kehrte in die Vereinigten Staaten zurück. In der Zwischenzeit hatten die USA am 12. Mai 1846 Mexiko den Krieg erklärt. Vorausgegangen war die Annektierung von Texas durch die USA am 19. Februar 1845. Die förmliche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29. Dezember 1845 und ließ somit den Mexikanern keine andere Wahl als Krieg gegen das Nachbarland zu führen. Am 25. April 1846 hatten mexikanische Truppen den Rio Grande überquert und zwei Dragonerkompanien von 500 Kavalleristen die unter dem Kommando von Captain Seth B. Thornton standen überfallen und geschlagen. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten und die Ablieferung der Seekarten und Informationen versetzte man Porter als First Lieutenant auf das Seitenrad Kanonenboot USS SPITFIRE ( 1846 ) das unter dem Kommando von Commander Josiah Tattnall, Jr. ( 14. Juni 1794 – 14. Juni 1871 ) stand. Mexiko hatte keine wirkliche Marine und das vorhandene Personal hatte so wenig Gelegenheit sich auszuzeichnen währen dieses Krieges. Unter dem Kommando von Commodore David Connor ( 1792 – 20. März 1856 ) fuhr das amerikanische Geschwader am 12. November 1846 eine Expedition gegen Tampico. Am 14. November nahm man die Stadt nach nur einem Kanonenschuss von der USS SPEADFIRE ein. Mit dem Steamship USS VIXEN ( 1846 ) zusammen befuhr die USS SPEADFIRE zwei Tage später den Panuco River und eroberte dort drei kleine mexikanische Kanonenboote. Am 18. November fuhr die USS SPEADFIRE mit dem Schoner USS PETREL ( 1846 ) den Fluss weiter aufwärts und eroberten am nächsten Morgen die Stadt Pánuco. Die dort aufgestellten Küstenbatterien wurden zerstört und in den Fluss geworfen. Sieben Tage später waren die Schiffe wieder in Tampico zurück und mussten bis zum 3. Januar 1847 dort die Stadt halten bis genügend amerikanische Truppen anlandeten. Noch am selben Tag machte sich die USS SPEADFIRE auf den Weg nach Vera Cruz. Die Vorbereitungen auf die kommende Operation gegen die wichtige Hafenstadt war bereits im Gange. Am 9. März führte die USS SPEADFIRE eine Flottille von Kanonenbooten an um die Landung amerikanischer Truppen zu unterstützen. Am folgenden Tag ankerte das Kanoneboot östlich der Festung San Juan de Ulloa und eröffnete das Feuer auf die Burg. Damit sollte die Aufmerksamkeit der Mexikaner von den Truppen des Generals Winfield Scott ( 13. Juni 1786 – 29. Mai 1866 ), die eine amphibische Landung durchführten, abgelenkt werden. Ach dreißig Minuten zog sich die USS SPEADFIRE aus der Reichweite der mexikanischen Kanonen zurück. First Lieutenant Porter kannte die Burg aus seiner Zeit als er in der mexikanischen Marine gedient hatte. Er kannte die Stärken und Schwächen der Festung. Er legte einen Plan vor dem Captain Tattnall zustimmte. In der Nacht vom 22. zum 23. März 1847 fuhr er ein Schiff mit acht Ruderern in einen Kanal der in den Hafen von Vera Cruz führte und ließ diesen ausloten. Er wollte so feststellen, wie er es schon früher in der Küstenwache gemacht hatte, ob dieser Kanal für die Kanonenboote geeignet war. An den zu engen Passagen wurden selbst gebaute Bomben angebracht und mit Zündern versehen. Am nächsten Morgen ließ Porter die Bomben zünden und die Kanonenboote durchfuhren den Kanal bis unter die Forts der Festung und begannen mit dem Beschuss. Die Kanonen der Mexikaner konnten nichts gegen die amerikanischen Schiffe ausrichten da sie schon zu nahe waren und somit diese unterlaufen hatten. Dies bedeutete aber, dass diese Aktion im Widerspruch zu den von Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) gemachten Plänen stand, denn er hatte eine Kapitulationsaufforderung in die Stadt geschickt. Umgehend ließ er Signale aufsteigen die den Abbruch der Bombardierung anzeigen sollten. Tattnall ignorierte zuerst diesen Befehl und führte ihn erst aus als ein spezieller Bote mit dem ausdrücklichen Befehl des Rückzugs eintraf. Perry schätzte sehr die Kühnheit von seinen Untergebenen, aber die Art wie seine Befehle ignoriert wurden nicht. Fortan hielt er die USS SPEADFIRE an seiner Seite. Am 29. März kapitulierten die Mexikaner und übergaben Vera Cruz. Im Juni 1847 führte die USS SPEADFIRE eine Expedition gegen die Stadt Tabasco im Innern des Landes. Mit 68 Matrosen führte David Dixon Porter einen Schlag gegen das Fort das die Stadt verteidigte und nahm es ein. Perry belohnte ihn für seine Initiative mit dem Kommando über das Kanonenboot USS SPEADFIRE. Es war das erste Kommando für Porter über ein Schiff. Es brachte ihm keine Vorteile da der Krieg gegen die mexikanische Marine im Wesentlichen zu Ende war. Am 2. Februar 1848 unterzeichneten Mexiko und die USA den Vertrag von Guadelupe Hidalgo. David Dixon Porter kehrte nach dem Krieg nach Washington zurück und sah kaum eine Chance für seinen beruflichen Aufstieg in der US Navy. Deshalb reichte er eine Beurlaubung von der Navy ein. Er kümmerte sich fortan Erfahrungen mit dem Umgang von Dampfschiffen zu sammeln. Porter übernahm Kommandos über zivile Schiffe in Australien. Seine Mannschaften unterwarf er den Methoden der militärischen Disziplin. Seine Arbeitgeber waren davon anfangs nicht sehr erfreut, waren aber von den Ergebnissen beeindruckt. Sie baten ihn in Australien zu bleiben, aber seine Gesundheit und die Gesundheit seiner ältesten Tochter Georgianne zwangen ihn zur Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Dort zog er von Washington nach New York in der Hoffnung, dass das dortige Klima seiner Tochter gut tun würde. Aber sie starb kurz nach dem Umzug. Seine zweite Tochter, Evalina, starb einige Jahre später an den gleichen Folgen. First Lieutenant David Dixon Porter kehrte in den aktiven Dienst der US Navy zurück und erhielt das Kommando über das Transportschiff USS SUPPLY ( 1846 ). Am 4. Juni 1855 ließ er die Anker des Schiffes lichten und verließ New York. Sein Ziel waren die südlichen Anrainerstaaten des Mittelmeeres und sein Auftrag von Kriegsminister Jefferson Finis Davis ( 3. Juni 1808 – 6. Dezember 1889 ) lautete Kamele einzukaufen und in die USA zu transportieren. Davis wollte mit diesen Tieren der Wüste zu Versuchszwecken ein Camel Corps innerhalb der US Army aufbauen das in der amerikanischen Wüste westlich der Rockies zum Einsatz kommen sollte. Am 30. Januar 1856 erreichte die USS SUPPLY Smyrna wo 21 Kamele verladen wurden. Sechzehn Tage später legte das Schiff wieder ab mit dem Ziel Golf von Mexiko. Im Mai lieferte Porter die Tiere in Indianola, Texas ab. Anfang Februar 1857 lieferte er eine zweite Ladung Kamele in Suwanee am Mississippi River ab. Am 3. März 1857 musste Davis sein Amt verlassen und das Experiment mit den Kamelen wurde abgebrochen. 1859 erhielt Porter ein lukratives Angebot von der Pacific Mail Steamship Company. Er sollte als Kapitän den Aufbau seines Schiffes von Anfang an überwachen. Das Angebot wäre wirksam geworden wenn seine Abreise sich nicht verzögert hatte und der amerikanische Bürgerkrieg nicht ausgebrochen wäre. Die abgefallenen Bundesstaaten die aus der Union ausgetreten waren und eine eigene Union, die CSA, gründeten erhoben Ansprüche auf die nationalen Festungen innerhalb ihrer Grenzen. So waren es Fort Sumter in South Carolina das unter dem Kommando von Major Robert Anderson ( 14. Juni 1805 – 26. Oktober 1871 ) stand, sowie das Fort Pickens, das den Hafen und die Marinewerft von Pensacola deckte, Fort Zachary Taylor, das als Hauptquartier eines US Blockadegeschwaders diente, und das Fort Jefferson in Florida welches während des Bürgerkrieges als Nachschubbasis für die kämpfenden Einheiten im Mississippi Delta und als Gefängnis für Fahnenflüchtlinge und politische Gefangene diente. Schon bald wurde deutlich, dass die abgefallenen Staaten Gewalt anwenden würden um in den Besitz dieser Forts zu gelangen. Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 – 15. April 1865 ) wollte sie nicht kampflos abtreten. Außenminister William Henry Seward ( 16. Mai 1801 – 10. Oktober 1872 ), der in der US Army dienende Major Montgomery Cunningham Meigs ( 3. Mai 1816 – 2. Januar 1892 ) und First Lieutenant David Dixon Porter entwarfen einen Plan zur Entlastung von Fort Pickens. Im April 1861 übernahm Porter das Kommando über die Seitenrad Dampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ). In völliger Geheimhaltung verhielten sie sich und brachten Verstärkung aus New York ins Fort. Selbst Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) war nicht in diese Pläne eingeweiht. Dieser wollte eine Expedition zu Fort Sumter entsenden zur Linderung der Not in dieser Garnison und hatte schon mit der USS POWHATAN geplant als er bemerkte das diese Fregatte nicht zur Verfügung stand. Als Versorgungsschiffe der Nordstaaten vor dem Fort auftauchten, begannen am 12. April 1861 die Truppen aus South Carolina aus der passiven Belagerung zu aktiven Kampfhandlungen überzugehen und das Fort zu bombardieren. Die Schiffe mussten außerhalb des Hafens abwarten wie der Kampf ausgehen würde. Ohne die Schiffsgeschütze der USS POWHATAN war es nicht möglich die Kapitulation der Unionstruppen abzuwenden. Die Kampfhandlungen dauerten 34 Stunden. Nach dem Sieg der Konföderierten und der Einnahme von Fort Sumter konnten die Schiffe nur noch die Unionstruppen aufnehmen und in den Norden bringen. Gideon Welles schäumte vor Wut über den Alleingang der Drei, aber durch ein Machtwort von Abraham Lincoln musste er sich fügen und durfte Porter nicht bestrafen. Mit dem Beginn des Beschusses von Fort Sumter begann auch der amerikanische Bürgerkrieg. Ende 1861 überlegte man im Navy Department den Mississippi River einzunehmen. Dabei war der erste Schritt die Einnahme von New Orleans, Louisiana. David Dixon Porter wurde zum Commander befördert und bekam die Verantwortung über eine Flotte von zwanzig Mörserbooten übertragen. Diese Flotte war ein autonomer Teil des West Golf Blockadegeschwaders das sein Adoptivbruder Captain David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 –
14. August 1870 ) befehligte. Um New Orleans einnehmen zu können mussten das Fort Jackson und das Fort St. Philip eingenommen werden. Am 18. April 1862 begannen die Mörserboote von Porter den Beschuss der Festungen. Porter selber meinte das diese Forts nach zwei Tagen Dauerbeschuss zerstört wären. Nach fünf Tagen leisteten diese Forts immer noch Widerstand und die Munition ging den Mörsern aus. Farragut hatte wenig Vertrauen in dieser Aktion und traf die Entscheidung in der Nacht zum
24. April an den Forts vorbei zu fahren. Die Mörserflotte blieb auf ihren Positionen und bombardierte die Forts weiter um die Passage der eigenen Schiffe zu ermöglichen und die feindlichen Schützen abzulenken. Mit diesem Geniestreich erreichte Farragut New Orleans und forderte die Übergabe der Stadt. Am 29. April erfolgte die Übergabe. Die Mörserflotte von Porter bombardierte die beiden Forts weiter, so dass sich diese am 28. April ergaben. Beobachtenswert ist, dass die konföderierten Soldaten von Fort Jackson meuterten und so die Kapitulation der beiden Forts erfolgte. Die neuen Aufträge des Navy Departments lauteten die stromaufwärts gelegenen konföderierten Stützpunkte auf dem Mississippi in Besitz zu nehmen. Bei Vicksburg, Mississippi erkannte Farragut das für seine Schiffskanonen die Festungsmauern zu hoch waren und befahl David Dixon Porter die Mörserboote in Stellung zu bringen. Der Mörserbeschuss unterdrückte die Artillerie der Konföderierten und Farragut konnte mit seinen Schiffen an den Küstenbatterien von Vicksburg vorbei fahren. Weiter im Norden traf er auf eine dort wartende Flotte der Union. Am 8. Juli 1862 beendete Porter den Beschuss der Festung. Sein neuer Befehl lautete sich mit seinen Mörserbooten nach Hampton Roads zu begeben um dort die Halbinsel Kampagne von Generalmajor George Brinton McClellan ( 3. Dezember 1826 – 29. Oktober 1885 ) zu unterstützen. Im Sommer 1862 wurde die US Navy umfassend reformiert. So wurden Offiziersränge vom Fähnrich bis zum Admiral ähnlich den Rängen in der US Army eingeführt. So sollten die Kommandeure der Blockadegeschwader mindestens Konteradmirale sein. Weiterhin übernahm die US Navy die westliche Kanonenboot Flotte aus dem Kommando der US Army. Der Kommandant der Kanonenboot Flotte, Flagoffizier Charles Henry Davis ( 16. Januar 1807 – 18. Februar 1877 ) konnte und wollte sich diesem neuen System nicht unterordnen und so beförderte man ihn zum Konteradmiral und berief ihn nach Washington zurück wo er als Chef des Bureau of Navigation arbeitete. Die meisten der Männer die Davis ersetzen könnten waren entweder für dieses Kommando nicht geeignet oder standen gerade nicht zur Verfügung. Daher ernannte trotz seiner Zweifel Marineminister Welles David Dixon Porter zum Kommandanten der Kanonenboot Flotte. Einherging das Commander Porter befördert werden musste. Ohne Umweg über die mittleren Ränge des Captain und Commodore ernannte Welles Porter zum Acting Konteradmiral. Porter verließ am 9. Oktober 1862 Washington und erreichte am 15. Oktober Cairo, Illinois. Dort übernahm er das Kommando über das Mississippi River Geschwader. Die US Army drängte die US Navy auf eine Zusammenarbeit da der Mississippi im Bereich der Stadt Vicksburg noch unter der Kontrolle der Konföderierten stand. Daher traf sich Porter mit zwei Männern die in naher Zukunft großen Einfluss auf die kommende Kampagne haben werden. Zum einen war es Generalmajor John Alexander McClernand ( 30. Mai 1812 – 20. September 1900 ) den Porter nicht mochte und der später durch Generalmajor Ulysses S. Grant ( 27. April 1822 – 23. Juli 1885 ) ersetzt wurde. Grant und Porter wurden Freunde und arbeiteten gut zusammen, aber dies blieb auf einer professionellen Ebene. Eine engere freundschaftliche Beziehung knüpfte Porter mit Generalmajor William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 – 14. Februar 1891 ). Eine enge Zusammenarbeit zwischen US Navy und US Army war entscheidend für eine erfolgreiche Belagerung von Vicksburg. So transportierten Porters Schiffe einen Großteil der Truppen von Sherman in die Nähe von Chicasaw Bayou wo dieser vom 26. bis zum 29. Dezember 1862 eine Schlacht führte um das nördliche Gebiet von Vicksburg einzunehmen. Das Unternehmen misslang zum Teil. Die Kräfte der Union wurden zwar zurückgeschlagen, aber die Konföderierten vernichteten ihre dort angelegten Versorgungslager und zogen sich zurück. Porters Kanonenboote transportierten danach wieder Truppen von Sherman auf dem Mississippi zur Mündung des Arkansas River dort lag das Fort Hindman. Am 9. Januar 1863 landeten Shermans Truppen und überrannten die Konföderierten Gräben. Die Verteidiger zogen sich in das Fort und den angrenzenden Schützengräben zurück. David Dixon Porter ließ seine Flotte von sieben Kanonenbooten am 10. Januar in Richtung Fort Hindman Aufstellung nehmen und dieses bombardieren. Das Fort umzingelten in dieser Zeit die Truppen von Generalmajor Sherman und Generalmajor McClernand. Es gab für die Konföderierten keinen Rückzugsweg und so ergaben sich die rund 5000 Verteidiger am 11. Januar. Dieser Sieg der Unionskräfte trug zwar nicht zur Einnahme von Vicksburg und Umgebung bei, aber es zeigte anschaulich die gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Waffengattungen. Danach trennte David Dixon Porter sein Geschwader. Er übernahm und befehligte einen Teil und den anderen ließ er in Reserve im Norden von Vicksburg zurück. In der Nacht vom 16. April 1863 fuhr Porter mit sieben Kanonenbooten und drei leeren Truppentransportschiffen an Vicksburg in südlicher Richtung vorbei. Die Konföderierten Wachen erkannten die feindlichen Schiffe und gaben Alarm. Daraufhin begannen die Küstenbatterien zu feuern. Porters Kanonenboote erwiderten das Feuer. Dabei erkannte er, dass die Küstenbatterien nicht nach unten schießen konnten. Sie trafen nur die oberen hohen Aufbauten. Nur ein Schiff ging bei diesem Feuergefecht verloren. Sechs Tage später folgten in der Nacht weitere Truppentransportschiffe. Mit diesen setzte die Armee von Generalmajor Grant über den Mississippi und stand nun südlich von Vicksburg. Porter erhielt den Auftrag die Küstenbatterien von Grand Gulf zu eliminieren. Der Angriff startete am 29. April und dauerte von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr. In dieser Zeit konnten die Kanonen von Fort Wade zum Schweigen gebracht werden. Nur die Batterien von Fort Cobun, dieses Fort lag höher, konnten nicht zerstört werden. Hatten aber auch nicht mehr die geplante Wirkung. Um sicherzustellen das sich keine Konföderierten Truppen in Richtung Grand Gulf bewegen könnten wurde im Norden von Vicksburg am 29. April ein Ablenkungsmanöver bei Snyders Bluff gestartet. LCDR Randolph Kidder Breese ( 14. April 1831 – 13. September 1881 ) kommandierte acht Kanoneboote und zehn Transportboote mit denen die Division von Generalmajor Francis Preston Blair, Jr. ( 19. Februar 1821 – 8. Juli 1875 ) transportiert werden sollte. Bis zum 1. Mai stifteten diese Truppen in ihrem vorgegebenen Gebiet für Unruhe unter den Konföderierten. Mit den Kanonenbooten wurden die Küstenbatterien beschossen, konnten aber nicht außer Gefecht gesetzt werden. Am Abend des 1. Mai kamen neue Befehle und die Flotte zog sich in die Mündung des Yazoo am Mississippi zurück. Grants Armee zog den Blockadering um Vicksburg immer enger. Am 4. Juli 1863 kapitulierte Vicksburg. Obwohl seit der Schlacht von Grand Gulf das Mississippi River Geschwader nicht mehr in den Kampf um Vicksburg eingreifen konnte, lobte Grand die Unterstützung durch David Dixon Porter und seinen Männern vorbehaltlos. Daraufhin erhielt Porter den Rang des Konteradmirals dauerhaft. Nach der Öffnung des Mississippi für die Kräfte der Union sollte der Red River, ein Nebenarm der aus Texas in den Mississippi floss, eingenommen werden. Das Mississippi River  Geschwader unter dem Kommando von Konteradmiral Porter bestehend aus zehn Panzerschiffen, drei Monitoren, elf „Tinclads“, einem „Timberclad“, einem Widder und zahlreichen Versorgungsschiffen nahm an diesem Unternehmen teil. Konteradmiral Porter ließ Flussdampfer konfiszieren und diese in sehr kurzer Zeit zu „Tinclads“ und „Timberclad“ Kanonenbooten umbauen lassen. Das heißt, diese zivilen Schiffe erhielten Panzerungen. Zum Teil waren diese Schiffe komplett gepanzert und man stellte leichte und schwere Artillerie auf. Den Oberbefehl über diese Expedition hatte Generalmajor Nathaniel Prentice Banks ( 30. Januar 1816 – 1. September 1894 ). Porters dachte das er mit seiner Flotte und mit der Unterstützung der Army Mobile, Alabama einnehmen sollte. Aber die Anweisungen aus Washington verneinten dies. Er sollte sich dem Kommando von Generalmajor Banks unterstellen. Dieser war von zahlreichen Spekulanten umgeben und diese beeinflussten sein weiteres Handeln. Nach erheblichen Verzögerungen durch Banks begann die Red River Expedition erst Anfang März 1864. Das Ziel war Shreveport, Louisiana. Auf dem Weg dorthin sollte die US Army und die US Navy so viel wie möglich an Baumwollballen einsammeln und abtransportieren. Doch diese Expedition stand unter keinem guten Stern. Generalmajor Banks und Konteradmiral Porter taten wenig um ihre Vorwärtsbewegungen aufeinander abzustimmen und zusammen zu arbeiten. Oft stellte es sich heraus, dass die Einheiten sich gegenseitig als Rivalen im Rennen um die Baumwolle gegenüberstanden. Am 12. April 1864 kam dann für die Flotte von David Dixon Porter das Aus. Der Red River führte so wenig Wasser das er den Befehl zum Wenden gab damit seine Schiffe nicht auf Grund liefen. Nur durch die Heroischen Taten der einzelnen Besatzungsmitglieder ist es zu Danken das die gesamte Flotte den Mississippi wieder erreichte. Generalmajor Banks musste schon am 9. April nach der Schlacht am Pleasant Hill mit seinen Truppen den Rückweg antreten. Zwar hatte er einen taktischen Sieg gegen die konföderierten Truppen von Generalmajor Richard Taylor ( 27. Januar 1826 – 12. April 1879 ) errungen, zehn Prozent der Konföderierten Truppen wurden während der Schlacht getötet, aber den strategischen Sieg konnte er nicht erringen. Im Juli 1864 übergab Konteradmiral Porter das Kommando über des Mississippi River Geschwader an Captain Alexander Mosley Pennock ( 1. November 1813 – 20. September 1876 ), der es vorübergehend bis zum 1. November 1864 führte. Porter beorderte man nach Washington wo er das Kommando über das Nordatlantik Blockadegeschwader übertragen bekam. Dieses übernahm er am 12. Oktober 1864 von Acting Rear Admiral Samuel Lee Philips ( 13. Februar 1812 – 7. Juni 1897 ). Der einzige noch offene Hafen für die Konföderierten war Wilmington, North Carolina. Das Marineministerium musste Rear Admiral Philips ablösen da dieser mit dem Blockadegeschwader nicht in der Lage war dieses letzte Schlupfloch zu schließen und er auch keine Kampf Erfahrungen besaß um die Verteidiger von Fort Fisher erfolgreich zu bekämpfen. Konteradmiral Farragut wäre der Beste für diese Aufgabe gewesen, stand aber durch seine Krankheit nicht zur Verfügung. So wechselte Marineminister Welles die Kommandeure. Porter kommandierte im Osten und Konteradmiral Philips das Mississippi River Geschwader. Der Angriff auf Fort Fisher setzte eine gute Zusammenarbeit zwischen US Navy und US Army voraus. Der Kommandeur der US Army war Generalmajor Bejamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ). Dieser schlug vor ein Schiff gefüllt mit Schießpulver vor der Festung zur Explosion zu bringen und dann den Angriff zu wagen. Porter willigte trotz einiger Bedenken ein da er glaubte dadurch eine langwierige Belagerung und einen frontalen Angriff zu vermeiden. Der alte Dampfer USS LOUISIANA ( 1861 ) wurde mit 215 Tonnen Schwarzpulver beladen. Mit dem Seitenraddampfer USS WILDERNESS ( 1864 ) nahm Commander Alexander Colden Rhind ( 31. Oktober 1821 – 8. November 1897 ) den alten Dampfer ins Schlepptau und zog ihn in der Nacht zum 24. Dezember 1864 unter die Festungsanlagen von Fort Fisher. Um 01.18 Uhr detonierte diese Bombe ohne erkennbare Wirkung auf die Festungsmauern zu zeigen. Gleichzeitig begannen Truppenteile aus Butlers Kommando eine amphibische Landung die mit einer Bombardierung aus den Schiffsgeschützen des Blockadegeschwaders einherging. Aber zu diesem Zeitpunkt war Generalmajor Butler von einem Sieg schon nicht mehr überzeugt und ließ den Angriff ins Leere laufen. David Dixon Porter war über Butlers Ängstlichkeit erzürnt. Er verlangte das Butler entfernt werde. Ihn ersetzte Generalmajor Alfred Howe Terry ( 10. November 1827 – 16. Dezember 1890 ). Der zweite Angriff auf Fort Fisher begann am 13. Januar 1865. Porter hatte jedem seiner Schiffe ein spezifisches Ziel zugewiesen um die feindlichen Geschütze zum schweigen zu bringen. Zwei Tage lang bombardierten die Schiffsgeschütze das Fort während die Unionstruppen ihre Stellungen einnahmen. Am 15. Januar startete Terry von zwei Seiten einen Frontalangriff. Seine Soldaten griffen von Land und 2000 Matrosen und Marinesoldaten griffen vom Strand aus an. Noch am Abend des selben Tages ergaben sich die Verteidiger der Festung. Die letzte bedeutende Seeoperation des amerikanischen Bürgerkrieges war beendet. Am 27. April 1865 übergab Porter das Kommando über das Nordatlantik Blockadegeschwader an Acting Rear Admiral William Radford ( 1. März 1808 – 8. Januar 1890 ). Der amerikanische Bürgerkrieg endete am 23. Juni 1865. Die US Navy verkleinerte schnell danach die Flotte und entließ viele Kommandeure. Bei  Konteradmiral Porter war man sich nicht so sicher ob er auf See nicht einen Krieg gegen Großbritannien provozieren könnte da diese die Konföderierten sehr stark unterstützt hatten. Um dem vorzubeugen und seine unbestreitbaren Talente zu nutzen ernannte Marineminister Welles am 9. September 1865 ihn zum Superintendenten der United States Naval Academy. In dieser Zeit tat man auf der Akademie wenig um die jungen Männer auf ihre kommenden Aufgaben vorzubereiten. David Dixon Porter entschloss sich nach der Sichtung der Lehrpläne und der vermittelten Kenntnisse die Akademie zu einem echten Rivalen gegenüber der United States Army Academy in West Point zu machen. Die Lehrpläne wurden überarbeitet um die Realität des Lebens in der Marine zu übermitteln. Die Kadetten ermutigte man dazu organisierten Sport auszuüben, Disziplin wurde durchgesetzt und auch gesellschaftliche Umgangsformen kamen in dem neuen Lehrplan vor. Ein System der Ehre wurde von Porter eingeführt damit sich „ehrenwerte Männer“ mit der US Navy identifizieren können und dieser uneingeschränkt dienen würden. Um sicherzustellen das all seine Reformen auch noch nach seinem Ausscheiden aus der Akademie weitergeführt werden würden, brachte Konteradmiral Porter in der Fakultät eine Gruppe von gleichgesinnten jungen Männern, meist junge Offiziere, unter die sich im amerikanischen Bürgerkrieg schon ausgezeichnet hatten. 1866 legte Welles für die US Navy einen neuen Admiralsrang an. Er schlug den Seehelden David Glasgow Farragut, der Adoptivbruder von Porter, vor was auf allgemeine Zustimmung stieß. David Dixon Porter erhielt im selben Jahr den Rang eines Vizeadmirals verliehen. Als Porters Freund Ulysses S. Grant am 4. März 1869 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde setzte dieser Adolph Eduard Borie ( 25. November 1809 – 5. Februar 1880 ) als Marineminister ein. Borie hatte allerdings keine Kenntnisse über die US Navy und auch keine Lust darüber etwas zu lernen. So zog er David Dixon Porter an seine Seite um von ihm beraten zu werden was jener auch gerne tat. Dadurch profitierten beide. Porter nutzte diesen Einfluss um mehrere Maßnahmen für die Gestaltung der Flotte zu verwirklichen. Borie brauchte sich nicht um triviale Dinge kümmern. Zur Folge hatte dieser Prozess das sich beide zusätzliche Feinde schufen. Zum einen aus Missgunst gegenüber Porter und zum anderen für das Versagen von Borie. Nach drei Monaten war der Druck so groß, dass Borie von seinem Posten zurücktrat. Grant ernannte George Maxwell Robeson ( 16. März 1829 – 27. Februar 1897 ) zum neuen Marineminister. Dieser beschnitt umgehend sämtliche Befugnisse von Porter, behielt ihn aber als Ratgeber in seiner Nähe. Den Posten als Superintendenten an der US Navy Academy übergab Porter am 1. Dezember 1869 an Commodore John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ). Am 14. August 1870 starb Farragut und es wurde erwartet das Porter befördert wurde um den neuen Admiralsrang auszufüllen. Schließlich war er der Zweite Admiral in der US Navy. Doch viele seiner Feinde fühlten sich provoziert wenn Porter diesen militärischen Rang erhalten würde. Porter erhielt den Rang Flotten Admiral verliehen gegen jeden Widerspruch. Mit ihm und Farragut gab es nur sechs Männer in der Geschichte der US Navy die diesen Rang erhielten. Es waren George Dewey ( 26. Dezember 1837 – 16. Januar 1917 ), William Daniel Leahy ( 6. Mai 1875 – 20. Juli 1959 ), Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ), Chester William Nimitz ( 24. Februar 1885 – 20. Februar 1966 ) und William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ).
David Dixon Porter hatte in den letzten zwanzig Jahren seines Lebens nur noch wenig mit Operationen der US Navy zu tun. Er versuchte einige Geschichten aus seinem Leben niederzuschreiben die mit der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges zu tun hatten. Waren aber von zweifelhafter Zuverlässigkeit. In diesen Geschichten kann man aber seinen eigenen Glauben und seinen Charakter herauslesen. Im Sommer 1890 erlitt er einen Herzinfarkt den er zwar überlebte, von dem er sich nie wieder erholte. Am Morgen des 13. Februar 1891 verstarb David Dixon Porter.

David Dixon Porter war mit Ann George Patterson ( * 1819 in New Orleans, LA – † 13. Dezember 1893 ) verheiratet. Sie hatten acht Kinder. Vier Söhne und vier Töchter.
1. Georgianne Porter ( 1840 – 1858 )
2. Evalina Porter ( Januar 1842 – 1. April 1857 )
3. David Essex Porter ( 1845 – ? ) Major, diente in der US Army während des amerikanischen

Bürgerkrieges, trat aber nach zwei Jahren Friedenszeit aus der Armee aus
4. Carlile Patterson Porter ( 13. September 1846 – 20. Mai 1920 ) erreichte den Rang eines Lieutenant
Colonel und diente im US Marine Corps. Heiratete Carrie M. Capron, die Tochter von Captain Erastus A. Capron und dessen Ehefrau Harriet. Ein Sohn von Carlile und Carrie war David Dixon Porter II ( 29. April 1877 – 25. Februar 1944 ) der bei der US Army den Rang eines Generalmajors erreichte.
5. Theoderic Porter ( 14. Dezember 1849 – 18. Juni 1920 ) diente in der US Navy und erreichte den Rang
eines Commodore. Er heiratete am 12. Januar 1875 Elizabeth Mason in Anne Arundel, Maryland und nach deren Tod am 27. September 1910 Henrietta McCulloch in Annapolis, Maryland.
6. Elizabeth Catherine Porter ( 4. Dezember 1852 in Washington D.C. – 25. April 1924 in Newport, RI ), heiratete 1877 Leavitt Curtis Logan
7. Richard Bache Porter ( 23. Mai 1854 New York City – ? )
8. Elena Porter ( 1856 in New York City – ? ) heiratete Charles H. Campbell

Zu Ehren von David Porter und David Dixon Porter wurden fünf Schiffe bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS PORTER ( TB-6 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS PORTER ( DD-59 ) aus der TUCKER – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PORTER ( DD-356 ) aus der PORTER – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS PORTER ( DD-800 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das fünfte Schiff ist der Lenkwaffenzerstörer USS PORTER ( DDG-78 ) aus der ARLEIGH BURKE – Klasse.


USS PORTER ( DD-800 )

Schiffsbiografie

Die USS PORTER ( DD-800 ) ist das vierte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore David Porter und dessen Sohn Admiral David Dixon Porter benannt worden war.
Der Zerstörer ist das einhunderteinundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 6. Juli 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Georgiana Porter Cusachs, Nachkomme von Commodore Davis Porter und Admiral David Dixon Porter, taufte am 13. März 1944 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Howard Riche Prince ( 4. November 1908 in Chattanooga, Hamilton County, Tennessee – März 2000 im Anne Arundel County, Maryland ) stellte am 24. Juni 1944 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wechselte die USS PORTER von Seattle nach San Diego, Kalifornien. Hier begann man auch mit der Ausbildung der Geschützmannschaften. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Seattle zurück. Dort wurde der Schiffskörper einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Anschließend verließ die USS PORTER zusammen mit den Schwesterschiffen USS JARVIS ( DD-799 ) und USS BRAINE ( DD-630 ) am 25. August die Werft und eskortierten das Schlachtschiff USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) bis zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier legten die vier Schiffe am 31. August an. Hier bunkerte man auf der USS PORTER und der USS JARVIS frischen Treibstoff und Munition. Beide Zerstörer verließen am 3. September die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zu den Aleuten, Alaska. Dort war die Kuluk Bay, an deren Küste die Stadt Adak auf Adak Island lag, das Ziel. In dem dortigen Hafen liefen beide Kriegsschiffe am 10. September ein. Man füllte auch hier alle Bunker auf. Noch am selben Tag reihte man die beiden Zerstörer in die Task Force 92 ein. Dazu wechselten sie in die Massacre Bay auf der Aleuteninsel Attu. Die Schiffe dieser TF waren wegen schlechten Wetters am vorhergehenden Tag von einer erfolglosen Patrouillenfahrt in Richtung der Kurilen zurück gekehrt. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS TRENTON ( CL-11 ) und USS CONCORD ( CL-10 ) und die Zerstörer USS PORTER, USS JARVIS, USS SMALLEY ( DD-565 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS BEARSS ( DD-654 ), USS WATTS ( DD-567 ), USS WREN ( DD-568 ) und ab dem 18. September die USS JOHN HOOD ( DD-655 ). Wegen des vorherrschend schlechten Wetters unternahmen die Schiffe Patrouillenfahrten entlang der Aleuteninseln. Erst am 14. Oktober klarte das Wetter wieder auf und sofort liefen die Schiffe der TF 92 aus der Massacre Bay aus, Ziel waren immer noch die Kurilen. Das Glück war den Amerikanern auch diesmal nicht hold und so mussten sie erneut wegen schlechtem Wetter vorzeitig umkehren. Im Hafen auf der Insel Attu machte man die Zerstörer am 19. Oktober fest. Fünf Tage später legten die Schiffe wieder ab und man versuchte erneut bis zu den Kurilen vorzudringen. Doch das Wetter änderte sich nicht. Wegen zu hohem Wellengang musste erneut die Fahrt zu den Kurilen abgebrochen werden. In die Massacre Bay liefen die Schiffe der TF 92 am 29. Oktober wieder ein. Man bereitete die Schiffe der TF nun noch intensiver für die nächste Kreuzfahrt vor. Anfang November übernahm Rear Admiral John Livingston McCrea ( 29. Mai 1891 in Marlette, Michigan – 30. Januar 1990 in Needham, Massachusetts ) das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS PORTER, USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS und USS JARVIS. Am 16. November verließen diese Schiffe die Massacre Bay und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal ist das Wetter auf der Seite der Angreifer. Am Morgen des 21. November liegen die Schiffe der TF, für die Japaner völlig unerwartet, vor der Insel Matsuwa. Hier bombardierten sie Maschinengewehrstellungen, eine provisorische Landebahn sowie mehrere Gebäude und Zelte. Während dieses Beschusses auf japanische Einrichtungen, feuerten die Geschützmannschaften der USS PORTER hunderte Granaten ab. Gleich nach der Beendigung des Bombardements, setzten sich die amerikanischen Schiffe wieder ab und fuhren nach Attu zurück. Dort legten sie vier Tage später wieder an. Rear Admiral John Livingston McCrea behielt auch in den folgenden Monaten das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS PORTER, USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS und USS JOHN HOOD. Diese Kriegsschiffe verließen am 3. Januar 1945 die amerikanische Marinebasis auf Attu und fuhren erneut zu den Kurilen. Ziel war die Suribachi Bay auf der Kurileninsel Paramushiro. Hier wurde ab dem 5. Januar ein Flugplatz und mehrere japanische Einrichtungen beschossen. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe wieder diese Kurileninsel und fuhren zum Dutch Harbor. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 13. Januar an. Man füllte wieder die Munitionsbunker auf. Drei Tage später verließen die Schiffe wieder den Hafen auf Unalaska und die USS ROWE und USS STODDARD trennten sich von den Schiffen der TF 92 um nach Pearl Harbor zu fahren. Nach dem erreichen von Attu durch die anderen Schiffe der TF, begann man wieder mit den Vorbereitungen für die nächste Kreuzfahrt zu den Kurilen. Die TF 92 kommandierte erneut Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS PORTER, USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS und USS JOHN HOOD. Am 8. Februar verließen diese Schiffe wieder die Massacre Bay und fuhren zum Matsuwa Island. Diese Kurileninsel erreichten die Schiffe am 11. Februar und es begann ein Bombardement auf japanische Stellungen, Befestigungen und dem Flugplatz. Der Beschuss konnte nur für wenige Stunden aufrecht erhalten bleiben. Dann drehten die Schiffe der TF bei und fuhren nach Attu zurück. Hier legten sie drei Tage später an. In der Massacre Bay lagen schon seit dem Vorabend die beiden Zerstörer USS ROWE und USS STODDARD. Beide reihten sich in die TF wieder ein, denn am 16. Februar verließen die Schiffe der TF 92 erneut Attu und fuhren zu den Kurilen. Am Abend des zweiten Tages auf Hoher See, gab man auf den amerikanischen Schiffen Gefechtsalarm. Man hatte die Insel Paramitsu erreicht. Umgehend beschoss man japanische Stellungen und Einrichtungen bei Kurabu Zaki. Gleich nach dem Abschuss der letzten Granate, fuhren die Schiffe der TF 92 wieder nach Attu zurück. Hier legten sie nach zwei weiteren Tagen wieder an. Damit an den Schiffen mehrere Reparaturen durchgeführt werden konnten, verließen die Schiffe der TF am 23. Februar die Massacre Bay und fuhren zur Aleuteninsel Adak. Nach Abschluss dieser Reparaturarbeiten kehrten die Schiffe nach Attu zurück, sie legten hier am 8. März an, und bildeten hier erneut die Task Force 92. Diese kommandierte immer noch Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS PORTER USS SMALLEY, USS ROWE, USS WREN, USS BEARSS, USS STODDARD und USS JOHN HOOD. Schon am 11. März verließen diese Schiffe die Bay und fuhren wieder zu den Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 15. März japanische Stellungen, Einrichtungen und den feindlichen Flugplatz. Vier Tage später lagen die Kriegsschiffe wieder in der Bay. Man gliederte, wegen der sich in veränderten Lage vor Okinawa, die Task Group 92 um. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS TRENTON und USS CONCORD, die Zerstörer USS PORTER, USS JARVIS, USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MERTZ ( DD-691 ) und vom 15. bis zum 22. Juli der Geleitzerstörer USS RHODES ( DE-384 ). Die Übungen, in denen die Schiffsbesatzungen für die kommenden Kämpfe trainierten, waren Anfang Mai abgeschlossen. Die Bunker der Schiffe waren gefüllt und am 15. Mai legten sie dann ab um zu den Kurilen zu fahren. Vier Tage später lagen sie vor der Suribachi Bay im Ochotskischen Meer. Hier begannen die amerikanischen Kriegsschiffe ihre Patrouillenfahrten auf der Suche nach dem Feind. Dabei wurden auch küstennahe Stellungen der Japaner bombardiert. Zwischendurch fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe aber auch in die Kuluk Bay auf der Aleuteninsel Adak um die Treibstoff- und Munitionsbunker wieder aufzufüllen. Auf solch einer Fahrt, am 3. Juni, kollidierte die USS PORTER mit dem Kabelschiff SILVERADOOFF in der Kuluk Bay. Dabei wurde der Zerstörer am Bug leicht beschädigt, konnte aber in seinem Einsatz weiter fortfahren. Schon am 10. und 12. Juni war der Zerstörer an dem Bombardement auf Matsuwa Island beteiligt. Zusammen mit den Zerstörern USS BEARSS und USS JOHN HOOD aus der Task Group 92.2 konnte die USS PORTER und USS JARVIS am 26. Juni südlich der Insel Onekotan, Kurilen die japanischen Patrouillenboote CHA-73, CHA-206 und CHA-209 sowie das Küstenwachboot KUSUNOKI MARU versenken und das Patrouillenboot CHA-198 beschädigen. Drei Tage später attackierten die die vier Zerstörer südwestlich von Paramushiro einen japanischen Konvoi. Dabei versenkte die USS PORTER einen Truppentransporter, die USS JARVIS einen Hochseeschlepper und die USS BEARSS ein kleineres Schiff. Am 30. Juni spürten die vier Zerstörer, während ihrer Patrouillenfahrt, in diesem Seegebiet erneut japanische Schiffe auf. Die Geschützmannschaften der USS PORTER konnten an diesem Tag einen weiteren Truppentransporter versenken. Danach verliefen die Patrouillenfahrten zwischen den Inseln der Kurilen ruhig ab. Am 15. August 1945 erklärten die Japaner die bedingungslose Kapitulation gegenüber den Amerikanern und stellten jeglichen Waffeneinsatz ein. Die USS PORTER verließ zusammen mit der USS JARVIS, USS BEARSS und USS JOHN HOOD die Kurileninseln und fuhr zur Kuluk Bay. Hier bereitete man die Zerstörer auf die Fahrt zu den japanischen Hauptinseln vor. Am 31. August verließen sie Adak und fuhren zur japanischen Hauptinsel Honshu. Hier beteiligten sie sich an der Sicherung und Überwachung der Okkupation Japans vor Aomori. Doch schon am 8. September erhielt Commander Howard Riche Prince neue Befehle. Er sollte mit seinem Schiff den Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) bis an die US Westküste eskortieren. An Bord des Trägers befanden sich 1.141 Soldaten, die ehemalige Kriegsgefangene bei den Japanern waren und Verletzte aus den letzten Kämpfen. An diesem 8. September verließen die beiden Schiffe Honshu und fuhren zuerst zur Marienbasis Pearl Harbor. Von dort aus ging die Fahrt weiter nach Seattle, San Francisco und San Diego. Am 25. September verließen beide Schiffe die US Westküste und durchquerten am 17. Oktober den Panamakanal. Ende Oktober erreichten sie den Hafen von Boston, Massachusetts. Hier bereitete man den Zerstörer auf die Flottenparade am Navy Day, den 27. Oktober 1945, die durch US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) abgenommen wurde. Anwesend waren die Flugzeugträger USS ENTERPRISE und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS CROATAN ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS PORTER, USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS USS HARRISON ( DD-573 ),USS HOBBY ( DD-610 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER ( DE-190 ), USS BORUM ( DE-790 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ), USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS MALOY ( DE-791 ) und USS THOMAS ( DE-102 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ). Anschließend verließ die USS PORTER New York und fuhr nach Charleston, South Carolina, dem neuen Heimathafen. Hier stellte man den Zerstörer am 3. Juli 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS PORTER für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Lieutenant Commander John Blount Nelson ( 14. Mai 1918 – 4. Februar 1981 ) stellte am 9. Februar 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach mehreren Übungen der Schiffsbesatzung auf den kommenden Einsatz entlang der US Ostküste und in der Karibik, verließ die USS PORTER Charleston. Das Ziel war der Ferne Osten. Der Einsatz vor der koreanischen Küste dauerte vom 18. Juni 1952 bis zum 14. September 1952 zusammen mit den Schiffen der Task Force 95. In dieser Zeit konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers einen nordkoreanischen Zug zerstören und zwei weitere beschädigen. Nach der Rückkehr in seinen Heimathafen, wechselte die USS PORTER nach Norfolk, Virginia. Hier stellte man den Zerstörer am 10. August 1953 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS PORTER ( DD-800 ) strich man am 1. Oktober 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 21. März 1974 zum verschrotten.


USS PORTER ( DD-800 )
Commanding Officer

CDR Howard Riche Prince         24. Juni 1944 – 5. Dezember 1945
CDR John Haydon Parker       5. Dezember 1945 – 22. April 1946
CDR Leon Grabowsky         22. April 1946 – 3. Juli 1946
Außerdienststellung         3. Juli 1946 – 9. Februar 1951
LCDR John Blount Nelson        9. Februar 1951 – 1951
CDR John Robert Middleton        1951 – 13. Februar 1952
CDR William John Schlacks Jr.        13. Februar 1952 – 10. August 1953

USS STODDARD ( DD-566 )

USS STODDARD ( DD-566 )

Biografie

James Stoddard
* 1838 in Port Robinson, Oberkanada
† ?
war ein US Navy Seemann der die Medal of Honor verliehen bekam während des amerikanischen Bürgerkrieges

Am 21. September 1863 trat James Stoddard in Detroit in die US Navy ein. Er zeichnete sich bei der Aktion bei Yazoo City, Mississippi am 5. März 1864 aus. Der Heckraddampfer USS MARMORA ( 1862 ) war auf dem Fluss zu weit vom Kampfgeschehen entfernt. Deshalb landeten er und seine beiden Kameraden von der USS MARMORA eine 12-Pfund Haubitze, die auf einem Feldschlitten vormontiert war, an und griffen trotz des heftigen Widerstandes von Seiten der Konföderierten in den Kampf ein. Sie spielten eine wichtige Rolle in der Verteidigung der Stadt gegen anrennende konföderierte Streitkräfte. Mit ihrer Kanone konnten sie die Stellungen der Unionstruppen aufrecht erhalten. Stoddard wurde in Anerkennung seiner Heldentat während der Kämpfe mit der Medal of Honor ausgezweichnet und zum Steuermannsmaat befördert. Zwei Mitglieder seiner Geschützmannschaft, Seemann William Joseph Franks ( Geboren 1830 – Todesdatum unbekannt ) und Seemann Bartlett Laffey ( 1841 – 22. März 1901 ) erhielten ebenfalls die Medal of Honor verliehen. Stoddard wurde im Mai 1865 aus der US Navy wieder entlassen.


USS STODDARD ( DD-566 )

Schiffsbiografie

Die USS STODDARD ( DD-566 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Master Maar James Stoddard benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertdreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 10. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mildred Gould Kuck Holcomb ( 27. Februar 1901 – 19. März 1978 in San Diego, Kalifornien ), Ehefrau von Commander Harold R. Holcomb ( 18. Oktober 1896 – 6. Januar 1985 in Pasadena, Kalifornien ), später Rear Admiral, taufte am 19. November 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Horace Meyers ( 30. März 1908 in Boise, Idaho – Oktober 1977 ) stellte am 15. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in den Gewässern vor Seattle, wechselte die USS STODDARD nach San Diego, Kalifornien. Hier begannen umfangreiche Ausbildungen für die Geschützmannschaften. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Seattle zurück und unterzog sich dort einer ausführlichen Überprüfung des Schiffsrumpfes. Am 16. Juli legte das Kriegsschiff dann dort ab und eskortierte einen Schiffskonvoi bis zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese Marinebasis erreichten die Schiffe am 29. Juli. Die USS STODDARD führte in den folgenden Tagen mehrere Übungen durch. Dazu gehörte das Kalibrieren der Geschütze. Diese begonnenen Maßnahmen für den ersten Kampfeinsatz des Zerstörers, waren am 2. August abgeschlossen. Am 3. August verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS ROWE ( DD-564 ), WATTS ( DD-567 ) und USS SMALLEY ( DD-565 ) Pearl Harbor und fuhr nach Norden. Ziel war die Aleuteninsel Adak. Hier legten die Kriegsschiffe am 8. August an und wurden in die Task Force 94 versetzt. Diese vier Zerstörer sollten die Schwesterschiffe USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) und USS WICKES ( DD-578 ) in der TF ersetzen, welche am Vortag nach San Francisco in See gestochen waren. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WATTS, USS PICKING ( DD-685 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und ab dem 9. August die USS BEARSS ( DD-654 ). Am 14. August verließen diese Schiffe Adak und fuhren in Richtung der Kurilen. Hauptaufgabe der TF war es japanische Schiffe entweder aufzubringen und zu vernichten, oder aber nicht in die Gewässer der Aleuten zu lassen. Doch kurz vor den Kurilen schlug das Wetter um, so dass die amerikanischen Schiffe vorzeitig umkehren mussten. Sie erreichten am 24. August wieder Adak. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und versetzte die USS STODDARD in die Task Force 92. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS BEARSS, USS WATTS, USS WREN ( DD-568 ), ab dem 10. September USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ) und ab dem 18. September die USS JOHN HOOD ( DD-655 ). Am 26. August verließen die Schiffe der TF 92 Attu und begannen eine erneute Patrouillenkreuzfahrt, die bis zu den Kurilen reichen sollte. Allerdings mussten die Schiffe auch diesmal wegen schlechtem Wetters diese Patrouillenfahrt abbrechen und kehrten in die Massacre Bay von Attu zurück. Von hier aus unternahmen die Schiffe Patrouillenfahrten entlang der Aleuteninseln. Erst am 14. Oktober klarte das Wetter wieder auf und sofort liefen die Schiffe der TF 92 aus der Massacre Bay aus, Ziel waren immer noch die Kurilen. Das Glück war den Amerikanern auch diesmal nicht hold und so mussten sie erneut wegen schlechtem Wetter vorzeitig umkehren. Im Hafen auf der Insel Attu machte man die Zerstörer am 19. Oktober fest. Fünf Tage später legten die Schiffe wieder ab und man versuchte erneut bis zu den Kurilen vorzudringen. Doch das Wetter änderte sich nicht. Wegen zu hohem Wellengang musste erneut die Fahrt zu den Kurilen abgebrochen werden. In die Massacre Bay liefen die Schiffe der TF 92 am 29. Oktober wieder ein. Man bereitete die Schiffe der TF nun noch intensiver für die nächste Kreuzfahrt vor. Anfang November übernahm Rear Admiral John Livingston McCrea ( 29. Mai 1891 in Marlette, Michigan – 30. Januar 1990 in Needham, Massachusetts ) das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS und USS PORTER. Am 16. November verließen diese Schiffe die Massacre Bay und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal ist das Wetter auf der Seite der Angreifer. Am Morgen des 21. November liegen die Schiffe der TF, für die Japaner völlig unerwartet, vor der Insel Matsuwa. Hier bombardierten sie Maschinengewehrstellungen, eine provisorische Landebahn sowie mehrere Gebäude und Zelte. Gleich nach der Beendigung des Bombardements, setzten sich die amerikanischen Schiffe wieder ab und fuhren nach Attu zurück. Dort legten sie vier Tage später wieder an. Anfang Dezember verließen die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WREN und USS WATTS aus der Zerstörerdivision 113 die Massacre Bay und fuhren zum Dutch Harbor auf Unalaska Island. Man füllte hier die Munitionsbunker auf. Von Dutch Harbor kehrten die Schiffe am 21. Dezember in die Massacre Bay zurück. Rear Admiral John Livingston McCrea behielt auch in den folgenden Monaten das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Diese Kriegsschiffe verließen am 3. Januar 1945 die amerikanische Marinebasis auf Attu und fuhren erneut zu den Kurilen. Ziel war die Suribachi Bay auf der Kurileninsel Paramushiro. Hier wurden ab dem 5. Januar ein Flugplatz und mehrere japanische Einrichtungen beschossen. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe wieder diese Kurileninsel und fuhren zum Dutch Harbor. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 13. Januar an. Man füllte wieder die Munitionsbunker auf. Drei Tage später verließen die Schiffe wieder den Hafen auf Unalaska und die USS STODDARD und USS ROWE trennten sich von den Schiffen der TF 92 um nach Pearl Harbor zu fahren. Diese Marinebasis erreichten beide Zerstörer am 22. Januar und begannen gleich mit mehreren Trainingseinheiten für die Schiffsbesatzungen. Bis zum 6. Februar dauerten die Übungen. Am folgenden Tag verließ die USS STODDARD zusammen mit der USS ROWE die Hawaiianischen Gewässer und fuhren nach Attu zurück. In die Massacre Bay liefen die beiden Zerstörer am 13. Februar ein. Die Schiffe der TF 92 waren da noch auf dem Heimweg von Matsuwa Island und legten erst am folgenden Tag in der Bucht an. Die USS STODDARD und die USS ROWE reihten sich wieder in die Task Force 92 ein, denn am 16. Februar verließen die Schiffe der TF 92 erneut Attu und fuhren zu den Kurilen. Am Abend des zweiten Tages auf Hoher See, gab man auf den amerikanischen Schiffen Gefechtsalarm. Man hatte die Insel Paramitsu erreicht. Umgehend beschoss man japanische Stellungen und Einrichtungen. Gleich nach dem Abschuss der letzten Granate, fuhren die Schiffe der TF 92 wieder nach Attu zurück. Hier legten sie nach zwei weiteren Tagen wieder an. Damit an den Schiffen mehrere Reparaturen durchgeführt werden konnten, verließen die Schiffe der TF am 23. Februar die Massacre Bay und fuhren zur Aleuteninsel Adak. Nach Abschluss dieser Reparaturarbeiten kehrten die Schiffe nach Attu zurück, sie legten hier am 8. März an, und bildeten hier erneut die Task Force 92. Diese kommandierte immer noch Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WREN, USS BEARSS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Schon am 11. März verließen diese Schiffe die Bay und fuhren wieder zu den Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 15. März japanische Stellungen, Einrichtungen und den feindlichen Flugplatz. Vier Tage später lagen die Kriegsschiffe wieder in der Bay. Hier übernahm Captain Joseph Muse Worthington ( 11. März 1902 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland – 29. Oktober 1986 auf Gibson Island, Anne Arundel County, Maryland ) das Kommando über sechs Zerstörer des Zerstörergeschwaders 57. In diesem befanden sich die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN und JOHN HOOD. Gleich nach Abschluss der Betankung der Zerstörer, legten diese gegen Mittag des 20. März ab und fuhren wieder in Richtung der Kurilen. Ziel war die Insel Paramushiru. Doch schon nach wenigen Stunden Fahrt mussten die Kriegsschiffe wegen schlechten Wetters nach Attu umkehren und in der Massacre Bay Schutz suchen. Nachdem sich dann die raue See wieder beruhigt hatte, wechselten die Zerstörer nach Adak. Hier begannen ab dem 1. April für die Kriegsschiffe und deren Besatzungen mehrere Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die kommenden Einsätze. Dieses Training war am 17. April abgeschlossen. Am folgenden Tag verließ die USS STODDARD zusammen mit der USS WATTS, USS SMALLEY und USS ROWE Adak und fuhr nach Pearl Harbor. Unterwegs holte die USS WREN diese vier Zerstörer ein. In die Marinebasis von Pearl Harbor liefen die Kriegsschiffe am 25. April ein. Hier begannen weitere Übungen. Diesmal mit dem Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ). Nach Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen vor. Dazu zählte auch das bunkern von Munition, Treibstoff und Nahrungsmittel. Am 11. Mai legte die USS STODDARD zusammen mit den Zerstörern USS SMALLEY und USS ROWE in Pearl Harbor ab und eskortierte den Flugzeugträger USS TICONDEROGA. Eine Woche später, am 18. Mai, befanden sich die Schiffe vor dem Atoll Taroa, Marshall Islands, auf dem sich noch japanische Besatzungskräfte und ein Flugplatz befanden. Die Trägerflugzeuge stiegen von dem Flugzeugträger auf und begannen ein stundenlanges Bombardement gegen den feindlichen Flugplatz und den feindlichen Besatzungstruppen. Der Flugplatz war anschließend nicht mehr nutzbar, die letzten Flugzeuge vernichtet und die wenigen überlebenden Japaner von den eigenen Kräften abgeschnitten. In den Stunden dieses Bombardement übernahm die USS STODDARD die Sicherung des Trägers und dessen Flugzeuge. Nach der Beendigung des Bombardements von Taroa, setzten die Kriegsschiffe ihre Fahrt zum Atoll Ulithi fort. Dieses Atoll erreichten sie am 22. Mai. Man munitionierte die Schiffe auf und bereitete sie auf den Einsatz vor der Küste von Okinawa vor. Die USS STODDARD verließ zusammen mit anderen Kriegsschiffen am 29. Mai das Atoll und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Okinawa. Dieser Konvoi erreichte am 2. Juni sein vorgegebenes Einsatzgebiet. Die USS STODDARD sicherte in den beiden folgenden Tagen die Frachtschiffe und deckte ab dem 4. Juni deren Rückzug während eines sich entwickelnden Taifuns. Anschließend kehrte der Zerstörer auf seine Radarvorpostenstation zurück und übernahm die Frühwarnung für die anderen Schiffe vor feindliche n Luft- und Unterwassernagriffen. Am 7. Juni, bei Sonnenuntergang, versuchten zwei Kamikazepiloten die Frachtschiffe anzugreifen. Doch die Geschützmannschaften der USS STODDARD eröffneten das Feuer. Beide Japanischen Flugzeuge wurden getroffen und fielen ins Meer. Zusätzlich in den Tagen als Radarvorposten, konnten von dem Zerstörer zwei weitere feindliche Flugzeuge beschädigt werden und ein weiteres wurde nach dem Beschuss vermisst. Die Aufgabe eines Radarvorpostens behielt das Kriegsschiff bis zum 17. Juni. Anschließend eskortierte die USS STODDARD zusammen mit der USS SMALLEY und USS ROWE das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) von Hagushi Anchorage, Okinawa, der primären Entladeposition aller Transportschiffe, zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Diese Bucht erreichten die vier Kriegsschiffe drei Tage später. Die USS STODDARD gliederte man hier nun in die TG 38.4 ein, welche Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland) während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-10 ), USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX ( CV-9 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61, USS WISCONSIN ( BB-64 ) und das Flaggschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), Kommandant der 3. US Flotte, befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS STODDARD, USS ROWE, USS SMALLEY, USS WREN, USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS MOALE ( DD-693 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Die USS STODDARD hatte dabei die Aufgaben zur Sicherung der Gewässer, der Luftüberwachung, der Aufklärung und der Uferbombardierung übertragen bekommen. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. Die USS STODDARD verließ zwischendurch zusammen mit der USS SMALLEY und USS ROWE die Task Group und fuhr zur Ogasawara Insel Chichi Jima. Hier bombardierten die drei Zerstörer Omura City und einen japanischen Flugplatz von dem immer noch feindliche Flugzeuge abgehoben haben. Noch am selben Tag verließen die drei Kriegsschiffe diese Insel und fuhren zur Task Group 38.4 zurück und übernahmen dort erneut ihre gestellten Aufgaben. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Die USS STODDARD wurde dann zur Sicherung der Okkupationstruppen und der japanischen Hafenanlagen in der Tokyo Bay eingesetzt. Anschließend verließ der Zerstörer vom 21. September bis zum 7. Oktober die japanischen Gewässer und fuhr zum Atoll Eniwetok. Hier trainierte die Schiffsbesatzung für die kommenden Einsätze. Danach kehrte das Kriegsschiff in die japanischen Gewässer zurück und blieb dort bis zum 18. November. An diesem Tag verließ die USS STODDARD den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Nach dem durchqueren des Panamakanals legte der Zerstörer zwei Tage vor dem Weihnachtsfest im Hafen der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Bis zum März 1946 unterzog man das Kriegsschiff einer Überholung. Gleich nach dem Ausdocken verließ der Zerstörer die Werft und fuhr nach Charleston, South Carolina. In diesem Hafen legte die USS STODDARD Anfang April an. Hier stellte man dem 8. Juli den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man die USS STODDARD im November 1950 aus der Reserveflotte und rüstete den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy aus. Commander Eli Thomas Reich ( 20. März 1913 – 30. November 1999 ) stellte am 9. März 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nachdem die Ausrüstungsarbeiten in Charleston und später in Newport, Rhode Island abgeschlossen waren, begannen die Erprobungs- du Ausbildungsfahrten. Diese wurden für Torpedoübungen vor Newport und für Schieß- und weiteren Ausbildungsübungen in der Guantanamo Bay, Kuba durchgeführt. Nach deren Abschluss begann die USS STODDARD ihre erste Kreuzfahrt in das Mittelmeer zur 6. US Flotte. Nach der Rückkehr begann in der Philadelphia Naval Shipyard eine Überholung und mehrere Operationen entlang der US Ostküste. Dies erfolgte bis zum Dezember 1954. In diesem Monat verließ der Zerstörer seinen Atlantikheimathafen und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung legte das Kriegsschiff in seinem neuen Heimathafen San Diego an. Im Januar 1955 begann dann auch schon der erste Einsatz für die USS STODDARD im Fernen Osten nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit dem 20. Januar 1955 herrschte die erste Taiwan Straßen Krise. Dies führte zur geordneten Evakuierung der Tachen Islands während der Operation „Pullback“. Dabei wurden 132 Schiffe und 400 Flugzeuge der US Navy benutzt um 14.500 Zivilisten, 10.000 Republikanische Soldaten, 4.000 Guerillakämpfer, rund 40.000 Tonnen militärische Ausrüstung und Versorgungsmaterialien nach Taiwan zu verlegen. Diese bewohnten Inseln beanspruchte China und unternahm alles um in deren Besitz zu gelangen. Neben der USS STODDARD waren unter anderem die Zerstörer USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS COGSWELL ( DD-651 ) und USS KNAPP ( DD-653 ) an der Evakuierung der Tachen Islands beteiligt. Drei Tage danach besetzten Soldaten der Volksbefreiungsarmee die Tachen Islands. Nach dieser Operation reihte man die USS STODDARD in Patrouillenfahrten in der Taiwan Straße ein. Es folgte für die USS STODDARD in den folgenden Jahren nun ein festgefügter Zeitplan mit Einsätzen im Südchinesischen Meer und in den Gewässern rund um Taiwan sowie entlang der Pazifikküste der Vereinigten Staaten von Amerika. Am 4. Juni 1965 stach die USS STODDARD von San Diego aus wieder in See. Ziel waren Kreuzfahrten in asiatischen Gewässern. Doch kurz vorher gab es neue Befehle. Bis Mitte Juni lief das Kriegsschiff entlang der Südvietnamesischen Küste und unterstützte Amerikanische und Südvietnamesische Truppen, die an Land gegen die Vietcong Aufständischen und deren Verbündeten aus Nordvietnam vorgingen. Hier feuerten die Geschützmannschaften der USS STODDARD zusammen mit denen der USS CRAIG ( DD-885 ) am 29. Juli 1965 auf vorgegebene Ziele im I. Corps Gebiet zur Unterstützung des 3. Platoon, vom 2. Bataillon der 3. Marines. Anschließend wechselte der Zerstörer nach Japan und unterzog sich mehreren Reparaturen. Danach folgte für wenige Tage eine Ruhe- und Erholungsphase im Hafen von Hongkong. Der Zerstörer verließ dann diesen Hafen und trat der Task Group um den Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVA-62 ) auf der Yankee Station bei. Hier fungierte das Kriegsschiff als Sicherung für den Flugzeugträger und für dessen Piloten, die im Inland Vietnams mehrere Missionen flogen. Anfang November erreichte der Zerstörer wieder Japan und bereitete sich dort auf die Heimfahrt vor. Dafür verließ die USS STODDARD am 5. November Sasebo, Japan und erreichte am 24. November San Diego. In den folgenden zwölf Monaten beteiligte sich an Operationen der 1. US Flotte und fuhr dafür entlang der US Westküste. Ziel dabei war es, die operative Bereitschaft durch die Ausbildung zu erhalten. Diese Ausbildung beinhaltete unter anderem Anti-U-Boot-Übungen und das Schießen mit den Geschützen auf die unterschiedlichsten Ziele. Am 5. November 1966 lief die USS STODDARD in San Diego wieder aus und fuhr zuerst zur Marinebasis Pearl Harbor, wo es am 10. und 11. November lag, und danach in den Westpazifik. In den Hafen von Yokosuka, Japan lief das Kriegsschiff am 20. November ein und blieb dort bis zum 26. November. An diesem Tag legte es in Yokosuka wieder ab und fuhr in die Subic Bay, Luzon, Philippinen. Wie im vorherigen Einsatz unterstützte der Zerstörer amerikanische und Südvietnamesische Streitkräfte die gegen den Vietcong und die nordvietnamesischen Kommunisten kämpften. Während dieser Einsatzfahrt unterstützte die USS STODDARD vom 2. Dezember 1966 bis zum 4. Januar 1967 den Flugzeugträger USS KITTY HAWK (CVA-63 ) im Golf von Tonkin. Nach mehreren notwendig gewordenen Reparaturen, die in der Subic Bay durchgeführt wurden, kehrte der Zerstörer am 17. Januar auf die Yankee Station zurück. Für fast einen Monat patrouillierte das Kriegsschiff dort und nahm gleichzeitig an der Operation Sea Dragon teil. Während dieser Operation wurden alle feindlichen Versuche unterbunden um über den Seeweg militärischen Nachschub von Nordvietnam nach Südvietnam zu bringen. Innerhalb dieses Monats versenkten die Maschinengewehrschützen und Geschützmannschaften sechsundzwanzig kleine Boote und duellierten sich mit nordvietnamesischen Küstenbatterien. Am 16. Februar erreichte die USS STODDARD wieder die Subic Bay. Hier mussten erneut Reparaturen an dem Zerstörer vorgenommen werden. Nach deren Abschluss fuhr das Kriegsschiff nach Hongkong, wo eine viertägige Erholungs- und Ruhephase eingelegt wurde. Am 3. März meldete sich der Zerstörer wieder auf der Yankee Station zurück für den dritten und letzten Einsatz während dieser Kreuzfahrt. Für fünf Tage übernahm das Kriegsschiff zunächst wieder Sicherungspflichten gegenüber der USS KITTY HAWK. Danach beteiligte sich der Zerstörer wieder an der Operation Sea Dragon. Doch während jener Operation veränderte sich das Hauptziel. Neben den gestiegenen Kriegsanstrengungen um die Versorgung des Vietcong zu unterbinden, mussten immer mehr Uferbombardierungen vorgenommen und Küstenbatterien der Nordvietnamesen angegriffen werden. So mussten Radaranlagen und Munitionsdepots vernichtet und sich gegen inszenierte Angriffe und Küstenbatterieattrappen gewehrt werden. Eine besetzte nordvietnamesische Küstenbatterie erzielte dann am 17. März einen Erfolg gegen die USS STODDARD. Der Zerstörer war gerade an der Rettung eines abgestürzten amerikanischen Piloten vor dem Song Giap River beteiligt, da eröffnete die zuvor als harmlos eingestufte Küstenbatterie das Feuer. Das Kriegsschiff erhielt dabei einen direkten Treffer. Es wurde zwar niemand dabei verletzt oder gar getötet, aber das Prestige der Unverwundbarkeit war angeschlagen. Nun wechselte der Zerstörer für fünf Tage zur Sicherung des Flugzeugträgers USS HANCOCK ( CVA-19 ). Anschließend verließ die USS STODDARD die Yankee Station und fuhr zuerst nach Sasebo und dann nach Yokosuka. Am 20. April legte das Kriegsschiff hier ab und fuhr zurück zu seinem amerikanischen Heimathafen. Die Fahrt führte den Zerstörer über die Midway Islands und Pearl Harbor. In den Hafen von San Diego lief die USS STODDARD am 5. Mai ein. In diesem Monat Mai und im Juni erfolgte eine Kreuzfahrt mit Midshipman aus der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Anschließend kehrte der Zerstörer in seinen Heimathafen zurück und blieb dort bis zum September liegen. Erst am 22. September verließ das Kriegsschiff den Hafen und fuhr zur Long Beach Naval Shipyard in San Pedro, Kalifornien zur Überholung. Aus dem Trockendock entließ man die USS STODDARD am 19. Dezember 1967. Der Zerstörer verließ noch am selben Tag die Werft und erreichte nach einigen Auffrischungsübungen am Morgen des folgenden Tages San Diego. Für die letzte Kreuzfahrt in den Westpazifik wurden am 10. Juni 1968 die Leinen des Zerstörers gelöst. Zusammen mit dem Zerstörer USS INGERSOLL ( DD-652 ) und der Lenkwaffenfregatte USS RICHMOND K TURNER ( DLG-20 ) verließ die USS STODDARD San Diego. Sechs Tage später erreichten die drei Schiffe Pearl Harbor, wo sie sich trennten. Die USS STODDARD fuhr dann zunächst zu den Midway Islands, wo die Geschützmannschaften das Bombardieren von küstennahen Zielen übten. Danach fuhr der Zerstörer nach Guam und am 3. Juli erreichte er die Subic Bay. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff dann wieder zur Yankee Station und übernahm die Sicherung des Flugzeugträgers USS AMERICA ( CVA-66 ) im Golf von Tonkin. In dieser Phase unterstützte der Zerstörer mit seinen Geschützen amerikanische Truppen in der Nähe bei Hue. Am 7. Dezember machte der Zerstörer dann in San Diego wieder fest, nachdem er Zwischenstopps bei Kaosiung, Taiwan; Hongkong und Sasebo eingelegt hatte. Die USS STODDARD diente noch bis zum September 1969 aktiv in der US Navy. In dieser Zeit beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungen zusammen mit den Schiffen der 1. US Flotte entlang der US Westküste. Am 26. September 1969 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte, die vor der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien lag. Am 1. Juni 1975 strich man den Namen USS STODDARD ( DD-566 ) von der US Navy – Liste.
Damit war für den ehemaligen Zerstörer aber noch nicht das Ende gekommen. Man entfernte zuerst sämtlichen kriegstechnischen Einrichtungen auf dem Schiff und schleppte es dann am 30. Juni 1976 von der Schiffsanlage von Mare Island zum Pacific Missile Test Center am Point Mugu im Ventura County, Kalifornien. Hier erfolgten die erforderlichen Ausrüstungen und die Modifizierung des Schiffes um als Zielschiff für unterschiedliche Waffentestprogramme zur Verfügung zu stehen. Darunter zählte auch das Tomahawk Projekt. Nachdem der ehemalige Zerstörer diese erste Testreihe überstanden hatte, erhielt er eine neue Herausforderung. Im November 1983 montierte man auf dem Schiff einen Block 0 Phalanx, einer radargestützten 20 mm Vulcan Kanone, um Anti-Schiff Raketen zu vernichten. Im November 1984 kehrte das Schiff von den Testübungen in den Hafen von Port Hueneme, Kalifornien zurück. Im Juni 1985 verließ der ehemalige Zerstörer erneut diesen Hafen. Diesmal befand sich ein Block I Baseline 0 Phalanx an Bord um das Schiff bei neuerlichen Testübungen zu verteidigen. In Port Hueneme lief der ehemalige Zerstörer im September 1985 unbeschadet wieder ein. Weitere Versuche wurden bis in den Winter 1989 / 1990 fortgesetzt. Während dieser Testübungen war das Schiff mindestens dreiundvierzig Angriffen ausgesetzt, die von subsonischen BQM – 155 Drohnen bis hin zu supersonischen MQM-8-Vandal Raketen ausgeführt wurden. Die Ex – STODDARD wurde dann von dem Bergungsschiff USNA SALVOR ( T-ARS-52 ) auf eine zugewiesene Position in der Nähe der Insel Kauai, Hawaii geschleppt. Das US Navy Seal Team Nummer Eins installierte hier zur Übung auf dem ehemaligen Zerstörer mehrere Sprengladungen. 64 Seemeilen Nordnordwestlich vor der Barking Sands Missile Range, welche sich auf der Insel Kauai befindet und von dort aus Raketentests gestartet werden, wurden am 22. Juli 1997 die Sprengladungen gezündet. Das Schiff versank in 4.663 Meter Tiefe.


USS STODDARD ( DD-566 )
Commanding Officer

CDR Horace (Iron Mike) Meyers         15. April 1944 – 17. Dezember 1944
CDR George Paul Unmacht         17. Dezember 1944 – 18. Februar 1946
CDR Orville Owen (Ollie) Liebschner         18. Februar 1946 – 10. Juni 1946
LCDR William James Hurst         10. Juni 1946 – 8. Juli 1946
Außerdienststellung           8. Juli 1946 – 9. März 1951
CDR Eli Thomas Reich          9. März 1951 – 17. April 1952 (erreichter Rang VADM)
CDR John Baumeister Jr.         17. April 1952 – 19. März 1954
CDR John Blount Nelson          19. März 1954 – September 1955
CDR Jacob Vincent Heimark         September 1955 – 15. Januar 1957
CDR Claude Lloyd Reeves          15. Januar 1957 – 1958
CDR Robert Timothy Hanley          1958 – 13. August 1960
CDR James Richard Collier          13. August 1960 – 4. Juni 1962
CDR Charles Louis Wall          4. Juni 1962 – 18. Februar 1964
CDR Theodore Lawton Morgan          18. Februar 1964 – Juni 1965
CDR Charles Kenneth Presgrove          Juni 1965 – Oktober 1966
CDR Robert Carhart Conolly II         Oktober 1966 – Oktober 1968 (erreichter Rang RADM)
CDR James Ernest Lacy           Oktober 1968 – 26. September 1969

USS ROWE ( DD-564 )

USS ROWE ( DD-564 )

Biografie

John Rowe

war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Barbary Krieges

John Rowe wurde am 2. Dezember 1799 im Rang eines Midshipman in die US Navy aufgenommen. Er meldete sich freiwillig zu der gewagten Expedition von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) der im Hafen von Tripolis die von den dortigen Piraten gefangen gehaltene amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) zerstören wollte. Am 16. Februar 1804 startete das Unternehmen mit der Ketsch USS INTREPID erfolgreich. John Rowe wurde am 21. März 1807 zum Lieutenant ernannt. Aus der US Navy trat er am 27. August 1808 aus.


USS ROWE ( DD-564 )

Schiffsbiografie

Die USS ROWE ( DD-564 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant John Rowe benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertachtundzwanzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 7. Dezember 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Louise Bradley Roberson taufte am 30. September 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Andrew Lee Young, Jr. ( 11. Januar 1908 – 6. Juni 1985 ) stellte am 13. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
In den Gewässern vor Seattle begannen anschließend Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Nach deren Abschluss und den folgenden Rumpfüberprüfungen, legte die USS ROWE in Seattle ab und fuhr zur Marinebasis von San Diego, Kalifornien. Hier erfolgten erste Schießübungen. Diese Marinebasis verließ der Zerstörer am 24. Mai und fuhr zur Marinebasis von Pearl Harbor, Territorium Hawaii, in deren Hafen das Kriegsschiff sechs Tage später anlegte. In den folgenden vierzehn Tagen beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungen. Diese beinhalteten unter anderem das Eskortieren von einem Flugzeugträger. Nach der Beendigung dieser Übungen, versetzte man die USS ROWE in die Task Group 12.1, welche Captain James Marshall Shoemaker ( 23. Juni 1895 – 20. Juni 1983 ) kommandierte. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ), der Leichte Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS ROWE, USS CUSHING ( DD-797 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) und USS TWIGGS ( DD-591 ). Am 16. Juni legten die Schiffe der TG in Pearl Harbor ab und eskortierten einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. In dem dortigen Hafen liefen die Schiffe am 23. Juni ein. Die USS ROWE blieb vor dem Atoll nur zwei Tage liegen. In dieser Zeit bunkerte man frischen Treibstoff und stellte den nächsten Schiffskonvoi zusammen, der nach Pearl Harbor eskortiert werden sollte. Am 25. Juni verließ dieser Schiffskonvoi das Atoll und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. In Pearl Harbor liefen sie am 2. Juli ein. Hier erwarteten die USS ROWE neue Aufgaben. Dazu begann man den Zerstörer vorzubereiten. Das hieß, dass die Geschütze kalibriert werden mussten. Diese begonnenen Maßnahmen für den ersten Kampfeinsatz des Zerstörers, waren am 2. August abgeschlossen. Am 3. August verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS SMALLEY ( DD-565 ), WATTS ( DD-567 ) und USS STODDARD ( DD-566 ) Pearl Harbor und fuhr nach Norden. Ziel war die Aleuteninsel Adak. Hier legten die  Kriegsschiffe am 8. August an und wurden in die Task Force 94 versetzt. Diese vier Zerstörer sollten die Schwesterschiffe USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) und USS WICKES ( DD-578 ) in der TF ersetzen, welche am Vortag nach San Francisco in See gestochen waren. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS WATTS, USS PICKING ( DD-685 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und ab dem 9. August die USS BEARSS ( DD-654 ). Am 14. August verließen diese Schiffe Adak und fuhren in Richtung der Kurilen. Hauptaufgabe der TF war es japanische Schiffe entweder aufzubringen und zu vernichten, oder aber nicht in die Gewässer der Aleuten zu lassen. Doch kurz vor den Kurilen schlug das Wetter um, so dass die amerikanischen Schiffe vorzeitig umkehren mussten. Sie erreichten am 24. August wieder Adak. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und versetzte die USS ROWE in die Task Force 92. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS BEARSS, USS WATTS, USS WREN ( DD-568 ), ab dem 10. September USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ) und ab dem 18. September die USS JOHN HOOD ( DD-655 ). Am 26. August verließen die Schiffe der TF 92 Attu und begannen eine erneute Patrouillenkreuzfahrt, die bis zu den Kurilen reichen sollte. Allerdings mussten die Schiffe auch diesmal wegen schlechtem Wetters diese Patrouillenfahrt abbrechen und kehrten in die Massacre Bay von Attu zurück. Von hier aus unternahmen die Schiffe Patrouillenfahrten entlang der Aleuteninseln. Erst am 14. Oktober klarte das Wetter wieder auf und sofort liefen die Schiffe der TF 92 aus der Massacre Bay aus, Ziel waren immer noch die Kurilen. Das Glück war den Amerikanern auch diesmal nicht hold und so mussten sie erneut wegen schlechtem Wetter vorzeitig umkehren. Im Hafen auf der Insel Attu machte man die Zerstörer am 19. Oktober fest. Fünf Tage später legten die Schiffe wieder ab und man versuchte erneut bis zu den Kurilen vorzudringen. Doch das Wetter änderte sich nicht. Wegen zu hohem Wellengang musste erneut die Fahrt zu den Kurilen abgebrochen werden. In die Massacre Bay liefen die Schiffe der TF 92 am 29. Oktober wieder ein. Man bereitete die Schiffe der TF nun noch intensiver für die nächste Kreuzfahrt vor. Anfang November übernahm Rear Admiral John Livingston McCrea ( 29. Mai 1891 in Marlette, Michigan – 30. Januar 1990 in Needham, Massachusetts ) das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS und USS PORTER. Am 16. November verließen diese Schiffe die Massacre Bay und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal ist das Wetter auf der Seite der Angreifer. Am Morgen des 21. November liegen die Schiffe der TF, für die Japaner völlig unerwartet, vor der Insel Matsuwa. Hier bombardierten sie Maschinengewehrstellungen, eine provisorische Landebahn sowie mehrere Gebäude und Zelte. Gleich nach der Beendigung des Bombardements, setzten sich die amerikanischen Schiffe wieder ab und fuhren nach Attu zurück. Dort legten sie vier Tage später wieder an. Anfang Dezember verließen die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS WREN und USS WATTS aus der Zerstörerdivision 113 die Massacre Bay und fuhren zum Dutch Harbor auf Unalaska Island. Man füllte hier die Munitionsbunker auf. Von Dutch Harbor kehrten die Schiffe am 21. Dezember in die Massacre Bay zurück. Rear Admiral John Livingston McCrea behielt auch in den folgenden Monaten das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Diese Kriegsschiffe verließen am 3. Januar 1945 die amerikanische Marinebasis auf Attu und fuhren erneut zu den Kurilen. Ziel war die Suribachi Bay auf der Kurileninsel Paramushiro. Hier wurden ab dem 5. Januar ein Flugplatz und mehrere japanische Einrichtungen beschossen. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe wieder diese Kurileninsel und fuhren zum Dutch Harbor. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 13. Januar an. Man füllte wieder die Munitionsbunker auf. Drei Tage später verließen die Schiffe wieder den Hafen auf Unalaska und die USS ROWE und USS STODDARD trennten sich von den Schiffen der TF 92 um nach Pearl Harbor zu fahren. Diese Marinebasis erreichten beide Zerstörer am 22. Januar und begannen gleich mit mehreren Trainingseinheiten für die Schiffsbesatzungen. Bis zum 6. Februar dauerten die Übungen. Am folgenden Tag verließ die USS ROWE zusammen mit der USS STODDARD die Hawaiianischen Gewässer und fuhren nach Attu zurück. In die Massacre Bay liefen die beiden Zerstörer am 13. Februar ein. Die Schiffe der TF 92 waren da noch auf dem Heimweg von Matsuwa Island und legten erst am folgenden Tag in der Bucht an. Die USS ROWE und die USS STODDARD reihten sich wieder in die Task Force 92 ein, denn am 16. Februar verließen die Schiffe der TF 92 erneut Attu und fuhren zu den Kurilen. Am Abend des zweiten Tages auf Hoher See, gab man auf den amerikanischen Schiffen Gefechtsalarm. Man hatte die Insel Paramitsu erreicht. Umgehend beschoss man japanische Stellungen und Einrichtungen. Gleich nach dem Abschuss der letzten Granate, fuhren die Schiffe der TF 92 wieder nach Attu zurück. Hier legten sie nach zwei weiteren Tagen wieder an. Damit an den Schiffen mehrere Reparaturen durchgeführt werden konnten, verließen die Schiffe der TF am 23. Februar die Massacre Bay und fuhren zur Aleuteninsel Adak. Nach Abschluss dieser Reparaturarbeiten kehrten die Schiffe nach Attu zurück, sie legten hier am 8. März an, und bildeten hier erneut die Task Force 92. Diese kommandierte immer noch Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS WREN, USS BEARSS, USS STODDARD, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Schon am 11. März verließen diese Schiffe die Bay und fuhren wieder zu den Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 15. März japanische Stellungen, Einrichtungen und den feindlichen Flugplatz. Vier Tage später lagen die Kriegsschiffe wieder in der Bay. Hier übernahm Captain Joseph Muse Worthington ( 11. März 1902 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland – 29. Oktober 1986 auf Gibson Island, Anne Arundel County, Maryland ) das Kommando über sechs Zerstörer des Zerstörergeschwaders 57. In diesem befanden sich die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN und JOHN HOOD. Gleich nach Abschluss der Betankung der Zerstörer, legten diese gegen Mittag des 20. März ab und fuhren wieder in Richtung der Kurilen. Ziel war die Insel Paramushiru. Doch schon nach wenigen Stunden Fahrt mussten die Kriegsschiffe wegen schlechten Wetters nach Attu umkehren und in der Massacre Bay Schutz suchen. Nachdem sich dann die raue See wieder beruhigt hatte, wechselten die Zerstörer nach Adak. Hier begannen ab dem 1. April für die Kriegsschiffe und deren Besatzungen mehrere Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die kommenden Einsätze. Dieses Training war am 17. April abgeschlossen. Am folgenden Tag verließ die USS ROWE zusammen mit der USS WATTS, USS SMALLEY und USS STODDARD Adak und fuhr nach Pearl Harbor. Unterwegs holte die USS WREN diese vier Zerstörer ein. In die Marinebasis von Pearl Harbor liefen die Kriegsschiffe am 25. April ein. Hier begannen weitere Übungen. Diesmal mit dem Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ). Nach Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen vor. Dazu zählte auch das bunkern von Munition, Treibstoff und Nahrungsmittel. Am 11. Mai legte die USS  ROWE zusammen mit den Zerstörern USS SMALLEY  und USS STODDARD in Pearl Harbor ab und eskortierte den Flugzeugträger USS TICONDEROGA. Eine Woche später, am 18. Mai, befanden sich die Schiffe vor dem Atoll Taroa, Marshall Islands, auf dem sich noch japanische Besatzungskräfte und ein Flugplatz befanden. Die Trägerflugzeuge stiegen von dem Flugzeugträger auf und begannen ein stundenlanges Bombardement gegen den feindlichen Flugplatz und den feindlichen Besatzungstruppen. Der Flugplatz war anschließend nicht mehr nutzbar, die letzten Flugzeuge vernichtet und die wenigen überlebenden Japaner von den eigenen Kräften abgeschnitten. In den Stunden dieses Bombardement übernahm die USS ROWE die Sicherung des Trägers und dessen Flugzeuge. Nach der Beendigung des Bombardements von Taroa, setzten die Kriegsschiffe ihre Fahrt zum Atoll Ulithi fort. Dieses Atoll erreichten sie am 22. Mai. Man munitionierte die Schiffe auf und bereitete sie auf den Einsatz vor der Küste von Okinawa vor. Die USS ROWE verließ zusammen mit anderen Kriegsschiffen am 29. Mai das Atoll und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Okinawa. Dieser Konvoi erreichte am 2. Juni sein vorgegebenes Einsatzgebiet. Die USS ROWE verließ an diesem Tag den Schiffskonvoi und übernahm die Aufgaben einer Radarvorpostenstation, um die in diesem Planquadrat operierenden Schiffe vor angreifenden japanischen Flugzeugen und japanischen U-Booten rechtzeitig zu warnen. Diese Aufgabe behielt das Kriegsschiff bis zum 17. Juni. Anschließend eskortierte die USS ROWE zusammen mit der USS SMALLEY und USS STODDARD das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) von Hagushi Anchorage, Okinawa, der primären Entladeposition aller Transportschiffe, zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Diese Bucht erreichten die vier Kriegsschiffe drei Tage später. Die USS ROWE gliederte man hier nun in der TG 38.4 ein, welche Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland) während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-10 ), USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX ( CV-9 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61, USS WISCONSIN ( BB-64 ) und das Flaggschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), Kommandant der 3. US Flotte, befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS ROWE, USS SMALLEY, USS STODDARD, USS WREN, USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS MOALE ( DD-693 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Die USS ROWE hatte dabei die Aufgaben zur Sicherung der Gewässer, der Luftüberwachung, der Aufklärung und der Uferbombardierung übertragen bekommen. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. Die USS ROWE verließ zwischendurch zusammen mit der USS SMALLEY und USS STODDERD die Task Group und fuhr zur Ogasawara Insel Chichi Jima. Hier bombardierten die drei Zerstörer Omura City und einen japanischen Flugplatz von dem immer noch feindliche Flugzeuge abgehoben haben. Noch am selben Tag verließen die drei Kriegsschiffe diese Insel und fuhren zur Task Group 38.4 zurück und übernahmen dort erneut ihre gestellten Aufgaben. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Die USS ROWE wurde zur Sicherung der Okkupationstruppen und der japanischen Hafenanlagen in der Tokyo Bay eingesetzt.
Dazu versetzte man den Zerstörer in die Task Undergroup 30.3.7. In dieser TU befand sich der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ) und die Zerstörer USS ROWE, USS MOALE ( DD-693 ) und USS LOWRY ( DD-770 ). Diese vier Kriegsschiffe verließen am 20. August die San Pedro Bay, Leyte und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Hier führte der Zerstörer Patrouillen östlich der Insel Honshu durch, während die Trägerflugzeuge von der Task Group 38.4 Luftbeobachtungsmissionen über Kriegsgefangenenlager durchführten. Die USS ROWE wechselte am 24. August wieder zur TG 38.4. Der Zerstörer eskortierte nun mehrere Transportschiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands und kehrte anschließend an die japanische Küste zurück. Die japanischen Gewässer verließ das Kriegsschiff am 18. November und fuhr über Pearl Harbor nach San Diego. Danach folgte am 17. Dezember die Durchquerung des Panamakanals und am 23. Dezember legte der Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier erfolgten mehrere Reparaturarbeiten. Nach deren Abschluss wechselte die USS ROWE zu ihrem neuen Heimathafen Charleston South Carolina. In diesem machte man den Zerstörer am 20. März 1946 fest. Hier stellte man am 31. Januar 1947 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man die USS ROWE am 20. September 1951 aus der Reserveflotte und rüstete den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy aus. Am 5. Oktober 1951 stellte Commander Charles Snowden Arthur, Jr. ( 25. Juli 1917 – 26. Februar 2004 ) das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Ausbildungsfahrt, die das Kriegsschiff bis in die Gewässer der Guantanamo Bay, Kuba führte, lief die USS ROWE nach Culebra Island, Puerto Rico wo die Geschützmannschaften Übungen im Bombardieren Küstennaher Gebiete durchführten. Nach diesen Übungen lief der Zerstörer nach Norfolk, Virginia. Ab dem 12. März 1952 beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen der Zerstörerdivision 322 an lokalen Operationen. Im Juli verließ der Zerstörer dann seinen Heimathafen und fuhr nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. Hier beteiligte sich die USS ROWE ebenfalls an mehreren Übungen mit anderen Flotteneinheiten. Ende August erreichte der Zerstörer dann seinen Heimathafen in Charleston und blieb dort bis auf weiteres liegen. Anfang 1953 stach das Kriegsschiff aber wieder in See und beteiligte sich in der Karibik an weiteren Trainingsübungen. Während des Sommers folgte dann eine Midshipman Kreuzfahrt nach Europa und während des Herbstes beteiligte sich die USS ROWE zusammen mit anderen U-Boot Jägern aus der Task Group 81.2 an einer Anti-U-Boot Ausbildungsübung. Zusammen mit den Schiffen der ComDesRon 32 legte die USS ROWE am 20. April 1954 in Charleston ab und fuhr in Richtung des Fernen Ostens. Dazu durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 28. Mai im Hafen von Yokosuka, Japan an. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff noch am selben Tag nach Sasebo, Japan. Zusammen mit dem Radarbestückten Zerstörer USS FECHTELER ( DDR-870 ) legte die USS ROWE am 31. Mai in Sasebo ab und fuhr nach Pusan, Südkorea und übernahm dort Patrouillenaufgaben. Dort löste man die Zerstörer USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ) und USS LAFFEY ( DD-724 ) ab. Am 4. Juni unterstützte die USS ROWE mehrere Suchboote und Suchflugzeuge, die auf der Suche nach einem United States Air Force Flugzeug waren, das zwischen Südkorea und Japan abgestürzt war. Sechs Personen, Crewmitglieder und Passagiere konnten lebend gerettet werden. Anschließend schleppte der Zerstörer ein Air Force Wasserflugzeug bis in den nächst gelegenen Schiffshafen, da das Flugzeug wegen der zu rauen See nicht starten konnte. Am 28. August schloss sich die USS ROWE der 7. US Flotte an und übernahm dort mehrere Sicherungsaufgaben. Danach bereitete man das Kriegsschiffe der ComDesRon 32 auf die Heimreise vor. Nach der Durchquerung des Suezkanals und des Mittelmeers erreichten die Schiffe am 28. Oktober Norfolk. In den nun folgenden Monaten lag die USS ROWE längsseits zu einem Zerstörertender. Hier bekam ein großer Teil der Mannschaft des Zerstörers Urlaub. Außerdem nahm man an dem Kriegsschiff mehrere Reparaturen vor hielt es in Bereitschaft. Nachdem die Besatzung wieder vollzählig war, beteiligte sich der Zerstörer an mehreren lokalen Operationen. Während einer High Speed Night Carrier Operation mit dem Flugzeugträger USS BENNINGTON ( CV-20 ) am 20. Juni 1955, konnte die Mannschaft der USS ROWE einen abgestürzten Piloten aus dem Wasser retten. Vom 18. Juli bis zum 19. September beteiligte sich der Zerstörer an den verschiedensten CONVEX Events und Trainingsübungen. Während dieser Tage hatte sich der Kommandant der Anti-Submarine Warfare Force in der Atlantikflotte die USS ROWE als Flaggschiff ausgesucht. Der Zerstörer verließ dann die US Ostküste und erreichte am 5. November die Gewässer des Mittelmeerraumes. Hier reihte sich das Kriegsschiff in die 6. US Flott ein und besuchte während der vielen Patrouillenfahrten mehrere Mittelmeerhäfen. Am Ende der Heimfahrt legte das Kriegsschiff am 26. Februar 1956 im Hafen von Norfolk an. Im Juni und Juli absolvierte die USS ROWE eine Midshipnman Kreuzfahrt. Dau legte der Zerstörer Anfang Juni im Hafen der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland an. Nach dieser Midshipman Kreuzfahrt beteiligte sich der Zerstörer wieder an lokalen Operationen vor Norfolk. Vom 21. Oktober 1957 bis zum 5. März 1958 beteiligte sich die USS ROWE erneut an den Patrouillenfahrten im Mittelmeer zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte. Kurz nach der Rückkehr nach Norfolk, verließ der Zerstörer im Juni schon wieder seinen Heimathafen und fuhr in die europäischen Gewässer. Dort besuchte das Kriegsschiff Häfen in Schweden und der Bundesrepublik Deutschland. Im August war die USS ROWE zurück in Norfolk, da begannen auch schon wieder mehrere Übungen vor der US Ostküste und an der Küste im Golf von Mexiko. Ende 1958 begann dann der Zerstörer seine letzte Mittelmeerkreuzfahrt. Wieder wurden hier mehrere Hafenbesuche durchgeführt. So am 12. Januar 1959 in Genua, Italien. Nach der Rückkehr in den Heimathafen, verließ der Zerstörer diesen nicht mehr. Man stellte am 6. November 1959 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS ROWE ( DD-564 ) strich man am 1. Dezember 1974 von der US Navy – Liste. Man entfernte nun alle kriegstechnischen Einrichtungen von dem Schiff und bereitete es als Zielschiff vor. Am 23. Februar 1978 lag es vor der Küste von Puerto Rico und wurde dort während eines Zielschießens versenkt.


USS ROWE ( DD-564 )
Commanding Officer

CDR Andrew Lee Young Jr.        13. März 1944 – 19. Januar 1946
CDR John Tilghman Probasco         19. Januar 1946 – 13. Februar 1946
LCDR Overton Dickinson Hughlett        13. Februar 1946 – 31. Januar 1947
Außerdienststellung           31. Januar 1947 – 5. Oktober 1951
CDR Charles Snowden Arthur Jr.          5. Oktober 1951 – 20. September 1953
CDR John Edward Shinners          20. September 1953 – 1955
CDR John Wesley Williams           Mai 1957 – Dezember 1958
CDR James Wharton Durborow           Dezember 1958 – 1959
CDR Richard Flournoy Jr.        ? – ?