Archiv für den Monat: Juni 2017

USS COLAHAN ( DD-658 )

USS COLAHAN ( DD-658 )

Biografie

Charles Ellwood Colahan
* 25. Oktober 1849 in Philadlphia, Pennsylvania
† 11 März 1904 in Lambertville, New Jersey
war ein Offizier in der US Navy im 19. Jahrhundert

Charles Ellwood Colahan war der dritte Sohn von sieben Kindern von John Barron Colahan ( 18. Mai 1815 – 24. März 1892 ) und Maria Dorothea Zell Colahan ( 12. April 1822 – 8. Juli 1899 ). Am 4. Juni 1869 schloss Charles Ellwood Colahan sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. In seiner aktiven Laufbahn kommandierte Commander Colahan das Schlachtschiff USS INDIANA ( BB-1 ). Von 1900 bis 1904 war Colahan der Kommandant der Kadetten an der Marineakademie. Im Dezember 1903 übernahm er das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS CLEVELAND ( C-19 ) von Commander William Henry Hudson Southerland ( 10. Juli 1852 – 30. Januar 1933 ). Mit dem Schiff wurden Ausbildungsfahrten mit den Kadetten durchgeführt. Bis kurz vor seinem Tode 1904 hielt er dieses Kommando. Colahan heiratete am 19. April 1876 Arabella Hensley Colahan ( 16. November 1865 – 1. Juni 1951 ) und hatte mit ihr ein Kind, Harriet C. Colahan. Am 11. März 1904 verstarb er in Lambertville. Man begrub seinen Leichnam auf dem Friedhof der Marineakademie.


USS COLAHAN ( DD-658 )

Schiffsbiografie

Die USS COLAHAN ( DD-658 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander Charles Ellwood Colahan benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunundzwanzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 24. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary „Polly“ Colahan Hinkamp ( 1923 in New York – 1985 in Newport County, Rhode Island ), Enkelin von Commander Charles Ellwood Colahan, taufte am 3. Mai 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Donald Taylor Wilber stellte am 23. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS COLAHAN bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend erfolgte eine Überprüfung des Schiffskörpers und danach die kurze Fahrt nach Norfolk, Virginia zur Endausrüstung. Ende November verließ dann die USS COLAHAN diesen Hafen und stach in See. Ziel war der Pazifik. Am 1. Dezember durchquerte der Zerstörer den Panamakanal, legte zum bunkern von frischem Treibstoff kurz in San Diego, Kalifornien an, und erreichte am 11. Dezember die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Gewässern dieser Inseln begannen nun umfangreiche Übungen und Trainingsfahrten, die bis zum 19. Januar 1944 dauerten. In den Hawaiianischen Gewässern verblieb der Zerstörer und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Feuerunterstützung für die Invasion der Marshall Islands. Man bereitete hier den Zerstörer und dessen Besatzung auf neue Aufgaben vor. Das Schiff gliederte man in die Task Force 52 ein, die Southern Attack Force, die Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS COLAHAN in der Task Group 52.8, der Fire Support Group, die Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 in West Chester, Pennsylvania – 10. Dezember 1962 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. Diese Task Group wurde wiederum in mehrere Task Undergroups aufgeteilt. Hier befand sich die USS MURRAY in der TU 52.8.3 die Rear Admiral Robert Melville Griffin ( 23. Mai 1890 – 30. Januar 1976 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS COLAHAN, USS MURRAY ( DD-576 ) und USS HARRISON ( DD-573 ). Am 22. Januar legten die Schiffe der TG 52.8 in Pearl Harbor ab. Ziel war das Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Auf dem Weg dorthin musste man unweigerlich an dem Atoll Maloelap vorbei fahren. Dies ist das östlichste Atoll der Marshall Islands. Auf diesem 9.8 km² großem Atoll bombardierten die Schiffe der TG 52.8 am 29. Januar feindliche Stellungen. Zwei Tage später befanden sie sich vor Kwajalein und begannen hier mit dem Bombardement. Die Schlachtschiffe beschossen dabei die Küstennahen Stellungen der Japaner während die Zerstörer diese sicherten und kleinere feindliche Schiffe versenkten. Die USS COLAHAN hatte während dieses Bombardements die Sicherung über das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI übertragen bekommen. Ein kleiner japanischer Tanker, dessen Kapitän mit dem Schiff aus der Lagune zu entkommen versuchte, wurde versenkt. Noch am selben Tag landeten amerikanische Truppen auf dem Atoll Kwajalein. Bis zum 1. März blieb die USS COLAHAN in den Gewässern des Atolls. An diesem Tag wurde der Schiffsrumpf des Zerstörers durch eine Kollision mit einem Korallenriff, nördlich der Insel Enubuj, Atoll Kwajalein, beschädigt. Das Kriegsschiff verließ sofort die Schiffe der Task Group und fuhr nach Pearl Harbor zurück. Hier bugsierte man die USS COLAHAN in ein Trockendock und behob die Schäden. Anschließend erfolgten für die Schiffsbesatzung wieder Übungsfahrten in den hawaiianischen Gewässern. Diese dauerten bis zum 31. Mai. Anschließend verließ der Zerstörer Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 53.1 ein, die Guam Northern Attack Group, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaika Bay, New York City, New York ) während der Operation „Forager“ kommandierte. Am 8. Juli verließen die Schiffe der TG 53.1 das Atoll Eniwetok und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Die Schiffe hatten bis hierher mehrere Transportschiffe eskortiert und sicherten diese nun gegen japanische Luft- und Unterwasserangriffe. Außerdem überwachten die Zerstörer die Arbeiten der Minensucher und der Underwater Demolition Teams an den Stränden. Am 21. Juli begann um 7:00 Uhr die Landeoperation im Westen der Insel, bei der Halbinsel Orote. Doch noch bevor die Landeoperation begann, versetzte man mehrere Zerstörer aus der TG 53.5 in die TG 53.1. In der TG befanden sich nun die Zerstörer USS COLAHAN, USS HARRISON, USS MURRAY, USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS DASHIELL ( DD-659 ) und USS STEMBEL ( DD-644 ), der Zerstörer und Minensucher USS PERRY ( DMS-17 ) und zwei weitere, zwei Minenleger, elf amphibische Transportschiffe, ein Lazarettschiff und sechzehn Panzerlandungsschiffe. Diese Schiffe sollten die Landungsfahrzeuge der 77. Infanteriedivision bis zur Hauptstadt Agana im Norden von Orote eskortieren und die Landung unterstützen. Diese Truppen kommandierte Generalmajor Allen Hal Turnage ( 3. Januar 1891 – 22. Oktober 1971 ). Exakt um 8:28 Uhr landeten die Infanteriesoldaten in der Nähe der Hauptstadt. Die Zerstörer gaben während dieser Landeoperation präzise Schüsse auf die feindlichen Küstenbefestigungen ab. Die Kämpfe an Land dauerten bis zum 10. August. An diesem 10. August verließ USS COLAHAN die Gewässer von Guam und fuhr zum Atoll Eniwetok zurück und eskortierte dabei die Transportschiffe. Das Atoll erreichte der Zerstörer und all die anderen Schiffe fünf Tage später und blieb bis zum 28. August hier liegen. Die Mannschaft des Zerstörers begann sofort mit dem Vervollständigen der Ausrüstung und dem bunkern von Munition und Treibstoff. Den Zerstörer versetzte man zusammen mit anderen Kriegsschiffen am 26. August in die Task Force 38 deren Befehlsgewalt Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) inne hatte. Die USS COLAHAN integrierte man dabei in die Task Group 38.2 die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mickinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), USS MIAMI ( CL-89 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS COLAHAN USS CUSHING ( DD-797 ), USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS BENHAM ( DD-796 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS COLAHAN übernahm zusammen mit den anderen Zerstörern den direkten Schutz der Flugzeugträger. Auf dem Weg dorthin wurden sie am 2. September durch die Öltanker aus der Task Group 30.8 auf hoher See betankt. Mit dem Bombardement auf die Inseln begannen die Schiffe am 6. September das bis zum Morgen des 8. Septembers anhielt. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und wurden durch die Öltanker USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CIMARRON ( AO-22 ) aus der TG 30.8 auf der Fahrt zur Philippinischen Insel Mindanao auf hoher See betankt. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.2 die Gewässer dieser Insel erreicht und begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Dabei wurde vor Basilian Island der Truppentransporter KUNIJAMA MARU und vor Surigao, Mindanao Island die Truppentransporter KURENAI MARU und MIHARA MARU sowie das Frachtschiff TAYU MARU versenkt. Am folgenden Tag bombardierten die Trägerflugzeuge die Flugplätze auf Mindanao und Davos und versenkten das Frachtschiff UNJO MARU Nummer 7. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.2, TG 38.1 und TG 38.3 neue Befehle während der Operation „King II“. Die Schiffe setzten zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Ab 18:00 Uhr kreisten über dem amerikanischen Schiffsverband mehrere japanische Beobachtungsflugzeuge, griffen aber in das Geschehen nicht ein. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.3 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Am 16. September erreichte der Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ) unter Begleitschutz der beiden Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ) und USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) die Position auf hoher See auf der sich die Schiffe der TG 38.2 befanden. Alle Kriegsschiffe wurden aufgetankt um sich anschließend den neuen Aufgaben zu stellen. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.2, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch noch am selben Tag verließen die amerikanischen Schiffe wieder die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnte. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. In der Bucht von Manila wurde der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Die Bombardements gegen japanische Stellungen wurden durch die Kräfte der TG 38.2 bis zum 24. September durchgeführt. Während der Kämpfe vor Luzon konnte die Mannschaft der USS COLAHAN mehrere abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser retten. Danach zogen sich die Schiffe zurück und erreichten am 28. September den Garapan Harbor auf Saipan. Hier führte die USS COLAHAN bis zum 30. September in den Gewässern der Marianen Insel Anti-U-Boot Patrouillen durch. Den Garapan Harbor verließen die Schiffe am folgenden Tag und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Die nachfolgenden Operationen wurden auf Grund eines heraufziehenden Sturmes verschoben, der die Schiffe der TG überrascht hatte. Die USS COLAHAN trieb frei im Wind und konnte die Wellen gut abreiten, gegenüber anderen die Beschädigungen erlitten oder kollidierten. Nachdem der Sturm am 4. Oktober nachgelassen hatte, sammelten sich die Schiffe wieder vor dem Atoll. Anschließend bunkerte man frischen Treibstoff. Um 16:15 Uhr des 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.2 wieder das Atoll. Ziel war Okinawa. Die USS COLAHAN erhielt während der Operation diesmal die Aufgabe die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu beschützen und notfalls abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser zu retten. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. In der Dämmerung griffen fünfzehn japanische Flugzeuge die Schiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN feuerten auf diese und konnten mehrere beschädigen. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.2 bombardierten ab dem 12. Oktober den Norden von Formosa. Die Aufgabe bestand darin sämtliche Kriegs- Versorgungs- und Truppentransportschiffe und die Landgestützten Flugzeuge zu vernichten. So wurden dort die Flugplätze bei Shinihi und Macujama beschossen. Am Abend des 12. Oktober, alle amerikanischen Flugzeuge waren auf dem Heimflug zu ihren Trägern, entdeckte man auf dem Radar der USS THE SULLIVANS mehrere japanische Flugzeuge die von Norden her kamen und informierte die Schiffe der Task Group. Zwischen 50 und 60 japanische Flugzeuge attackierten in den folgenden sechs Stunden die Schiffe der Task Force. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN schossen auf mehrere feindliche Flugzeuge und konnten dabei mindestens zwei Abschüsse verbuchen. Ab 21:05 Uhr begann sich die zweite Welle japanischer Flugzeuge dem Schiffsverband zu nähern. Dieser Angriff dauerte bis 2:35 des 13. Oktobers. Die Japaner setzten in diesen Stunden mehrere „Windows“ ab um das amerikanische Radar zu stören, ließen „Christbäume“ aufleuchten die die Nacht in ein gespenstisches Licht tauchten. Die amerikanischen Schiffe selber erzeugten eine Nebelwand um sich darin vor den angreifenden Flugzeugen zu verstecken und die Piloten zu verwirren. Unterdessen führten alle Schiffe der TF eine simultane Drehbewegung in einer Geschwindigkeit zwischen 22 und 25 Knoten aus währenddessen die Geschützmannschaften weiterhin auf die Angreifer schossen. Ab dem Morgen dieses 13. Oktobers starteten von den amerikanischen Trägern erneut die Flugzeuge und bombardierten Flugplätze auf Formosa. Am Abend erschienen wieder japanische Bomber und griffen die Schiffe an. Da traf ein Lufttorpedo den Schweren Kreuzer USS CANBERRA unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON. Die Explosion auf der USS CANBERRA tötete dreiundzwanzig Besatzungsmitglieder und verwüstete die technischen Räume an der Außenbordwand. Die USS WICHITA nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schwere Kreuzer USS BOSTON nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Durch die Treffer auf den beiden Schiffen mussten am 14. Oktober mehrere Umgruppierungen vorgenommen werden. So gründete man die Task Undergroup 30.3.1, der „Crippled Division I“. Die USS COLAHAN blieb aber in der TG 38.2. Auch am Abend dieses Tages griffen wieder japanische Piloten die Schiffe der TG an. Die USS COLAHAN hatte aber auch hier Glück und konnte unbeschädigt dieses Inferno überstehen. Am 15. Oktober erfolgte die Betankung der Schiffe der TG durch den Öltanker USS ESCAMBIA ( AO-80 ). Die TG 38.2 hatte nun die Aufgabe in den Gewässern zwischen Luzon, Formosa und Okinawa japanische Schiffe aufzubringen und zu versenken. Dazu fuhren sie noch am selben Tag nach Okinawa. Am Morgen des 16. Oktober wurde östlich von Okinawa ein japanischer Verband gesichtet der angegriffen wurde. Dieser Verband, bestehend aus den Schweren Kreuzern ASHIGARA und NACI, dem Leichten Kreuzer ABUKUMA und den Zerstörern AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUI und HACUHARU, wurde von Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ) kommandiert und hatte die Aufgabe über Coron Island, Philippinen nach Leyte und Luzon zu fahren und die in japanischem Besitz befindlichen philippinischen Inseln zu sichern. An diesem 16. Oktober gab es zwar ein schweres Gefecht zwischen den beiden Verbänden, aber keines der Schiffe wurde ernsthaft getroffen oder beschädigt, so dass beide Schiffsverbände ihren weiteren Aufgaben nachgehen konnten. Die Schiffe der TG 38.2 verließen wieder die Gewässer von Okinawa und fuhren nach Luzon. Im Norden der Insel beschossen sie am 18. Oktober japanische Stellungen und die Häfen bei Aparri und Lasaga. Dabei wurden mehrere Schiffe versenkt. Am darauffolgenden Tag betankte die USS NEOSHO ( AO-48 ) die Schiffe der TG 38.2. Diese verließen anschließend Luzon und fuhren nach Cebu Island, Negros Island und Panay Island und beschossen ab dem 20. Oktober japanische Stellungen. Diese Bombardements wurden auch am folgenden Tag aufrecht erhalten. Dabei konnten bei Masbate Island mehrere japanische Schiffe versenkt werden. Am 23. Oktober befanden sich die Schiffe nordöstlich von Samar. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße betankte die USS SAUGATUCK ( AO-75 ) die Schiffe der TG 38.2. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Auch hier beließ man die USS COLAHAN in der TG 38.2. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Sofort begannen die Trägerflugzeuge der TF diese Schiffe zu attackieren. Es entspann sich die Schlacht in der Sibuyan See. Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken. Weitere japanische Schiffe wurden durch Flugzeuge der TG 38.2 und TG 38.4 beschädigt. In der Nacht fuhren die amerikanischen Schiffe der TF 38 nach Norden. Am folgenden Tag begann die Schlacht vor Cap Engano. Hier trafen die Schiffe der TF 38 auf die der japanischen Central Force. In dieser befanden sich die Flugzeugträger ZUIKAKU, ZUHIO, CIJODA und CITOSE, die Schlachtschiffe HUJIGA und ISE, die Leichten Kreuzer OJODO, TAMA und ISUZU und die Zerstörer WAKAZUKI, KUWA, SUGI, MAKI, KIRI, SHIMOCUKI, FUJUCUKI, HACUZUKI und AKIZUKI. Die amerikanischen Trägerflugzeuge konnten während der Schlacht die vier japanischen Flugzeugträger versenken und weitere Schiffe beschädigen, so dass sich die japanische Flotte zurückziehen musste. Die Zerstörer AKIZUKI und TAMA werden dabei durch amerikanische U-Boote versenkt. Die Seeschlacht um Leyte dauerte bis zum 26. Oktober. Danach war die japanische Flotte nicht mehr eine geschlossene Kampfeinheit. Die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.1 verfolgten die japanischen Kriegsschiffe, die sich auf dem Rückzug nach Brunei befanden. Dabei konnte der Leichte Kreuzer NOSHIRO südlich von Mindoro durch amerikanische Torpedobomber versenkt werden. Der Zerstörer HAYASHIMO lief 40 Seemeilen südöstlich von Mindoro auf Grund und musste später aufgegeben werden. Der Schwere Kreuzer KUMANO und der Zerstörer OKINAMI wurden auf der Fahrt zur Manila Bay in der Sibuyan See während eines amerikanischen Luftangriffs beschädigt. Am 27. Oktober begannen Manöver zum betanken der Schiffe der TG 38.2, die sich über den gesamten Tag hinzogen. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit einem Bombardement gegen japanische Stellungen, Schiffe und Flugplätze in der Manila Bay. Dieses Bombardement behielten die amerikanischen Flugzeuge bis zum 29. Oktober bei. Zwei Tage später begannen erneute Betankungsmanöver für die Schiffe der TG 38.2 durch Tanker der Task Group 30.8. Erst am 3. November um 11:55 Uhr wurde die Task Group 38.2 wieder zu seiner vollen Stärke aufgefüllt. Das Kommando über die TG hatte Rear Admiral Gerald Francis Bogan auch während der zweiten Phase der Operation „King II“. Innerhalb der TG befand sich die USS COLAHAN in der Task Undergroup 38.2.3, die Captain John Philip Womble, Jr. ( 15. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK und USS INTREPID, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS INDEPENDENCE, die Schlachtschiffe USS IOWA und USS NEW JERSEY, den Leichten Kreuzern USS BILOXI, USS MIAMI und USS VINCENNES und den Zerstörern USS COLAHAN, USS CUSHING, USS YARNALL, USS TWINING, USS OWEN, USS TINGEY, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS HICKOX, USS HUNT, USS LEWIS HANCOCK, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS UHLMANN und USS HALSEY POWELL. Ab dem 20. November verlegte man die USS BOYD ( DD-544 ), USS BROWN ( DD-546 ) und USS COWELL ( DD-547 ) zur TG 38.2. Ziel der Schiffe war Luzon. Ab dem 4. November begannen die Angriffe auf japanische Befestigungen und dauerten bis zum 7. November. An diesem Tag betankte man die Kriegsschiffe und danach verließen sie die Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie zwei Tage später. Man füllte auf den Schiffen die Munitionsmagazine auf und nahm kleine Reparaturen vor. Am 14. November verließen sie dann wieder das Atoll und fuhren zu den Schiffen der Task Group 38.3, die sich östlich der zentralen Philippinen aufhielten, und lösten diese dort ab. Die Bombardements auf den Süden von Luzon flammten wieder auf. Anschließend versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 38.1. Diese TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Love III“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN, USS WASP und USS TICONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS SAN JACINTO, das Schlachtschiff USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS COLAHAN,USS UHLMANN, USS TWINING, USS YARNALL, USS STOCKHAM, USS WEDDERBURN, USS CUSHING, USS BENHAM und USS HALSEY POWELL. Am 10. Dezember verließen die Schiffe dieser TG das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Diese erreichten sie am 13. Dezember. Während die Trägerflugzeuge ihre Angriffe auf japanische Stellungen auf der Insel flogen und damit die Landeoperation der Alliierten auf Mindoro direkt unterstützten, wurden die Schiffe von Tankern der Task Group 30.8 betankt. Die Bombardements durch die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Doch die Wetterbedingungen verschlechterte sich zusehends. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnte die USS COLAHAN erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch gegen 13:30 Uhr musste die Betankung wegen der rauen See unterbrochen werden. Da fegte der Wind schon mit 26 Knoten über das Wasser. Ab jetzt scheiterten weitere Versuche anderer Schiffe mit frischem Treibstoff zu betanken, da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden konnte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Auf der USS COLAHAN verzeichnete man dann sogar eine Windgeschwindigkeit von 69 Knoten. Da befand sich das Zentrum des Taifuns nur dreißig Seemeilen entfernt. Der Zerstörer rollte auf den Wellen und erhielt bis zu 58 Grad Schlagseite. Am Nachmittag legte sich der Sturm und gegen 20:00 Uhr hatte er nur noch eine Geschwindigkeit von 25 Knoten. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sanken die Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ), USS HULL ( DD-350 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS HICKOX, USS DYSON, USS BENHAM und USS BUCHANAN ( DD-484 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS CABOT, USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Für die USS COLAHAN war es Überlebenswichtig gewesen während des Sturmes gefüllte Treibstoffbunker zu haben. Die Formation der TG 38.1 sammelte sich wieder bis zum Morgen des 20. Dezember und die Trägerflugzeuge nahmen ihr Bombardement gegen feindliche Stellungen auf Luzon wieder auf. Die USS COLAHAN kehrte derweil in das Sturmgebiet zurück und suchte nach Überlebenden. Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die USS COLAHAN schloss sich den Schiffen der TG an und erreichte mit diesen zusammen das Atoll. Man beließ die USS COLAHAN in der Task Group 38.1 die jetzt Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Mike I“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN und USS WASP, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS SAN FRANCISCO und USS BALTIMORE ( CA-68 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE und USS FLINT ( CL-97 ) welcher nur vom 11. bis zum 12. Januar 1945 anwesend war, und die Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS TWINING, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL, USS BENHAM, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ). Am 30. Dezember verließen die Schiffe der TG 38.1 zusammen mit denen der TG 38.2 das Atoll Ulithi und fuhren zur Insel Formosa um die japanische Einmischung während der Landeoperation auf Luzon zu unterbinden. Am 2. Januar 1945 betankte man die Schiffe durch die Tanker der TG 30.8. Die Bombardements auf Formosa begannen am 3. Januar. Dabei wurden die Flugplätze und Häfen der Insel angegriffen und zerstört. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG wieder Formosa und fuhren in Richtung Luzon. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere japanische Schiffe auf Hoher See durch amerikanische Trägerflugzeuge angegriffen und versenkt oder beschädigt. Ab dem 6. Januar begann der Angriff auf japanische Stellungen auf Luzon und in den Gewässern zum Südchinesischen Meer auf japanische Schiffe. Mit der Operation „Gratitude“ begann am 12. Januar die Säuberung der Gewässer in Französisch Indochina von japanischen Schiffen und der Beschuss japanischer Küstenbefestigungen. Die Schiffe der TG 38.1 nahmen ab diesem Tag zusammen mit denen der TG 38.2 ihren Kampf vor Saigon und in der Cam Ranh Bay, Vietnam auf. Doch schon zwei Tage später befanden sie sich schon wieder vor der Insel Formosa. Die Trägerflugzeuge starteten in den folgenden Tagen von den Trägern aus und griffen Ziele auf Formosa, Hongkong, Canton, Hainan, Luzon, Okinawa und weitere Rjukju Inseln an und versenkten feindliche Schiffe. Die USS COLAHAN sicherte während dieser Tage die Flugzeugträger ab. In der Dämmerung des 20. Januar wurden die amerikanischen Schiffe durch feindliche Flugzeuge angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN begann sofort, wie auch die anderen auf all den anderen Zerstörer auch, mit dem Abwehrfeuer und kein japanischer Pilot kehrte zu seinem Stützpunkt zurück. Erst am 25. Januar verließen die Schiffe beider Task Group ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am folgenden Tag. Die Schiffbesatzung der USS COLAHAN musste mehrere Trainings- und Übungseinheiten an den Waffensystemen und bei der Suche von feindlichen U-Booten durchführen und bunkerten anschließend frischen Treibstoff sowie Munition und Nahrungsmittel. Anfang Februar gliederte man den Zerstörer in die Task Group 58.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und ab dem 21. Februar die USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WISCONSIN ( BB-64 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS BALTIMORE und USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT und die Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS TWINING, USS OWEN, USS STEPHEN POTTER, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS HICKOX, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL, USS LONGSHOW ( DD-559 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ). Den Oberbefehl über die Task Force 58 besaß Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Pebble Beach, Kalifornien ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.2 das Atoll Ulithi, mit dem Ziel das japanische Kernland. Dort wollte man das dortige industrielle Herz des Feindes treffen. Die USS COLAHAN versetzte man allerdings schon am 11. Februar in die Task Group 58.8, eine Scouting Gruppe. Die darin befindlichen Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL und USS BENHAM sollten vor den Schiffen der Task Force 58 vorausfahren und nach feindlichen Schiffen sowie Flugzeugen Ausschau halten um den Überraschungseffekt ausnützen zu können. Schon am Nachmittag des folgenden Tages reihten sich diese Schiffe aber wieder in die die TG 58.2 ein und sicherten die Flugzeugträger. Dieselbe Prozedur der Scouting Gruppe, mit denselben fünf Zerstörern erfolgte ab dem 15. Februar in der Nähe des japanischen Kernlandes. Diese Zerstörer eilten voraus und hielten erneut Ausschau. Erst am 17. Februar reihten sie sich wieder in die TG ein. Ab dem 16. Februar begann der Luftangriff auf Tokyo, der zwei Tage andauerte. Die Piloten der Trägerflugzeuge behaupteten nach dem zweiten Angriffstag und 138 geflogenen Einsätzen auf das japanische Kernland, dass während der Luftangriffe drei Radarvorpostenschiffe, ein Geleitflugzeugträger und siebenhundert Flugzeuge vernichtet worden sein sollen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die japanische Hauptinsel und wandten sich nach Iwo Jima. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten an diesem Tag die anlandenden Marines und warfen ihre Bomben auf die gegnerischen Stellungen. Die USS COLAHAN selber sicherte dabei, wie alle anderen Zerstörer auch, die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen, indem der Zerstörer die Aufgaben eines Radarvorpostenschiffes übernahm. Dadurch konnte man viele der japanischen Flugzeuge, die die amerikanischen Träger angreifen wollten, schon im Vorfeld erfolgreich vernichten. Am 24. Februar reihte man die USS COLAHAN wieder mit den Zerstörern USS HALSEY POWELL, USS CUSHING und USS BENHAM in die TG 58.8 ein. Diese vier Zerstörer fuhren erneut den Schiffen der TG 58.2 voraus und sicherten diese vor feindliche Luftangriffe. Die USS COLAHAN blieb mit den drei Zerstörern bis zum 26. Februar in dieser TG vereint. An diesem Tag erfasste ein Sturm auf hoher See vor Iwo Jima die Schiffe der TG 58.2. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Neben der USS COLAHAN erlitten die Zerstörer USS HALSEY POWELL, USS STEPHEN POTTER und USS BENHAM und der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO aus der TG 58.2 und die Zerstörer USS JOHN W WEEKS und USS PRESTON ( DD-795 ) aus der TG 58.3 schwere Beschädigungen an Deck. Daher versetzte man die USS COLAHAN am 27. Februar in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich außerdem noch die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS LANGLEY, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON, USS NORTH CAROLINA und USS MISSOURI, ab diesem Tage auch der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO, die Leichten Kreuzer USS SAN DIEGO, USS SANTA FE und USS BILOXI und die Zerstörer USS COLAHAN, USS BENHAM, USS STEPHEN POTTER, USS HALSEY POWELL, USS TRATHEN, USS HAILEY, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe ihre Positionen vor Iwo Jima und fuhren zum Atoll Ulithi zurück, wo sie am 1. März 1945 anlegten. Die USS COLAHAN lag wieder längsseits zu einem Zerstörertender und die Reparaturarbeiten an dem Zerstörer begannen sofort. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu blieb die USS COLAHAN in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS MISSOURI und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS COLAHAN, USS BENHAM, USS HAILEY, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS HAZELWOOD, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS TWINING, USS REMEY, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März. Die USS COLAHAN hatte ihre Radarvorpostenstation eingenommen, da gab es auch schon einen ersten Radarkontakt mit feindlichen „Snoopers“. Die Geschützmannschaften feuerten auf diese Flugzeuge damit sie abdrehten und der Zerstörer verließ anschließend ebenfalls seine Position. Am folgenden Morgen konnte eine Mitsubishi A6M die neue Position des Kriegsschiffes ausfindig machen. Das Katz und Maus Spiel hielt zwei Tage. In den frühen Morgenstunden des 20. März kam es zu einem erneuten Luftangriff auf die US Navy Schiffe. Noch vor der Morgendämmerung begann der Kampf. Viele der angreifenden japanischen Flugzeuge wurden während der Schlacht abgeschossen. Doch da durchbrach ein japanischer Bomber den Sperrgürtel der amerikanischen Jagdflugzeuge und warf zwei Panzerbrechende Bomben auf die USS FRANKLIN ab. Beide durchschlugen das Flugdeck und explodierten im Innern des Flugzeugträgers. Dabei kamen 724 Mannschaftsmitglieder und Personal ums Leben und 264 wurden zum Teil schwer verwundet. Durch das Löschwasser erhielt der Träger schnell eine dreizehn Grad Schlagseite nach Steuerbord. Erst durch den Leichten Kreuzer USS SANTA FE konnte notdürftig Elektrizität eingespeist werden. Die USS COLAHAN blieb während der Rettungsaktion des Flugzeugträgers auf ihrem Posten als Radarvorpostenschiff. Das betanken der Schiffe der TG musste an diesem Tage abgebrochen werden, als sich am Nachmittag eine japanische Flugzeugformation näherte. Die Geschützmannschaften der USS COLAHAN feuerten den gesamten Nachmittag aus allen Rohren auf feindliche Flugzeuge und konnten dabei einige vom Himmel holen. Die japanischen Luftangriffe wurden auch am 21. März fortgesetzt. Die USS COLAHAN beteiligte sich an der Sicherung der Schweren Schiffe während des Bombardements auf feindliche Stellungen, Befestigungen und Schiffe bei Okinawa. Dabei erzielten die Trägerflugzeuge große Schäden zur Vorbereitung auf die Invasion der Insel. Am 23. März erhielt man auf dem Zerstörer vor Okinawa einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot. Umgehend begann man mit der Eingrenzung des Zielgebietes, doch dann riss der Kontakt ab. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa. Mit dieser geplanten Invasion auf der Insel begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. In den ersten Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen diese einen massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS COLAHAN befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS COLAHAN keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS COLAHAN blieb aber während dieser Schlacht auf ihrer Radarvorpostenstation rund 25 Seemeilen nördlich der TF 58. Es verging nun fast kein Tag an dem kein japanischer Kamikazeangriff gestartet wurde. Durch die dann immer hektischer werdenden Abwehrreaktionen der Flugabwehrkanoniere, wurden auch Schiffe der Task Group mit beschossen und getroffen. Unzählige Beschädigungen auf fast allen Schiffen wurden in diesen Tagen gezählt. So gab es am 17. April um 9:44 Uhr einen japanischen Luftangriff, den vier Kamikazepiloten mit ihren Zeros durchführten. Die amerikanischen Zerstörer lagen an diesem Tag rund 290 Seemeilen südöstlich der Nakagusuku Bay. Eines dieser Flugzeuge stürzte sich direkt auf die USS COLAHAN, ließ eine Bombe fallen, welche allerdings nicht traf, und zog wieder nach oben, um sich wenige Sekunden später auf die USS BENHAM zu stürzen. Mehrere Zerstörer feuerten gleichzeitig auf dieses Kamikazeflugzeug. Dabei erhielt die USS BENHAM unzählige Treffer an Bord und ein Mannschaftsmitglied fand den Tod und vierzehn verwundet worden. Auch in den folgenden Tagen sicherte die USS COLAHAN auf ihrem Radarvorposten zusammen mit ihren Schwesterschiffen die Aktionen der amerikanischen Flugzeugträger ab. Am 29. April gab es erneut feindlichen Luftalarm. Diesmal stürzten sich gleich drei Kamikazepiloten auf die USS HAZELWOOD. Zwei davon konnte noch ausgewichen werden, aber die dritte Maschine kam von achtern aus den Wolken und schlug vor der Brücke ein. Zehn Offiziere und siebenundsechzig Mannschaftsmitglieder fanden sofort den Tod und sechsunddreißig wurden später als Vermisst gemeldet. Die USS COLAHAN eilte dem Schwesterschiff zu Hilfe und übernahm 140 Verletzte, die zu einem Hospitalschiff gebracht wurden. Um den Schiffsbesatzungen etwas Ruhe zu gönnen, verließen die Schiffe der TG 58.4 am 11. und 12. Mai die Gewässer vor Okinawa und fuhren zum Atoll Ulithi. Dort wurden am 14. Mai die Anker gelegt. Anschließend gliederte man die USS COLAHAN während der weiteren Operation „Iceberg“ in die Task Force 38 ein. Dort übernahm das Kriegsschiff spezielle Aufgaben als Radarvorpostenschiff. Ab dem 2. Juni erfolgten erneute amerikanische Luftangriffe gegen feindliche Ziele auf Kyushu, Nansei Shoto und andere japanischen Ziele. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der TF diese Gewässer und fuhren zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Drei Tage später erreichte die USS COLAHAN diese Insel. Die USS COLAHAN gliederte man nun in der TG 38.4 ein, welche Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS SHANGRI-LA, USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS IOWA, USS WISCONSIN und das Flaggschiff USS MISSOURI auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY, USS BOSTON, USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN und die Zerstörer USS COLAHAN, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS WEDDERBURN, USS TWINING, USS STOCKHAM, USS BENHAM, USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS SMALLEY ( DD-565 ) und USS WREN ( DD-568 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Am 24. Juli bildete man die Task Group 35.3 die Rear Admiral James Cary Jones ( 2. März 1892 in Huntsville, Madison County, Alabama – 12. Januar 1977 ) befehligte. Diese Task Group bestand nur einen Tag und war auf der Suche nach feindlichen Schiffen in den Gewässern zwischen Kure und Kobe. In der TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS WEDDERBURN, USS TWINING, USS STOCKHAM und USS CUSHING. Diese Schiffe fuhren am 24. Juli in ihr Einsatzgebiet im Süden von Honshu. Hier begannen die Schiffe die Wasserflugzeugbasis Kushimoto und den japanischen Flugplatz bei Shino-Misaki zu bombardieren. Dieses hielten sie bis zum Mittag des folgenden Tages. Am Nachmittag kehrten dann die Schiffe der TG 35.3 zu den Schiffen der TG 38.4 zurück. Hier übernahm die USS COLAHAN wieder die Sicherung der Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Am 27. August fuhr die USS COLAHAN in die Sagami Bay bei Yokosuka und sollte hier die Übergabe der japanischen Marinebasis, notfalls mit Waffengewalt, und gleichzeitig zusammen mit der USS CUSHING die Hafeneinfahrt überwachen. Danach eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen das Schlachtschiff USS MISSOURI in die Tokyo Bay. Die COLAHAN blieb den gesamten 2. September in der Bay und sicherte die Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde ab. Erst am folgenden Tag verließ der Zerstörer diese Bucht und begann mit seinen Patrouillenfahrten vor der japanischen Küste. Am 8. Oktober lief das japanische Frachtschiff KIRI MARU Nr. 9 vor der Vulkaninsel Miyake Jima, diese liegt rund 180 km südlich von Tokyo, auf Grund und war nicht mehr reparabel. Die USS COLAHAN war das am nächst gelegene Schiff und eilte zu Hilfe. Man nahm die japanische Besatzung an Bord des Zerstörers auf und brachte diese zum Hafen vor Okubo auf der Vulkaninsel Miyake Jima. Nach dem Ausschiffen der japanischen Besatzung, setzte der Zerstörer seine Patrouillenfahrt fort. Ende Oktober legte das Kriegsschiff dann im Hafen von Tokyo an und verließ die japanischen Gewässer am 31. Oktober. Ziel war San Diego, Kalifornien. Hier stellte man die USS COLAHAN am 14. Juni 1946 außer Dienst und versetzte den Zerstörer noch am selben Tag in die Reserve. Dazu blieb das Kriegsschiff im 12. Naval District, mit Sitz in San Diego, und hatte die Aufgabe übertragen bekommen, sich an der Ausbildung von Navy Reservisten zu beteiligen. Dazu erhielt der Zerstörer vom 4. Januar bis zum 12. März 1947 in der Mare Island, Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien eine Überholung. Während der dann folgenden Ausbildungskreuzfahrten befand sich die USS COLAHAN unter anderem am 25. Juni 1948 im Hafen von Vancouver, British Columbia, Kanada.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man am 16. Dezember 1950 die USS COLAHAN für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Am 20. März 1951 stellte Commander Gale Seaver Felton ( 9. November 1918 in New York – 7. März 2004 in Las Vegas, Clark County, Nevada ) das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der kalifornischen Küste dauerte bis zum 20. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff im Hafen von San Francisco ab und begann seine erste Kreuzfahrt in den Fernen Osten. Ziel war die 7. US Flotte, die vor den koreanischen Gewässern lag. Außerdem nutzte man zur Auffüllung der Magazine und Bunker und für Reparaturen den Hafen von Yokosuka, Japan. Neben der Unterstützung von Bodentruppen und Bombardements auch Ufernahe Gebiete, beteiligte sich die USS COLAHAN vor Okinawa bei einer Anti-U-Boot-Übung. Am 10. März 1952 legte der Zerstörer wieder im Hafen von San Diego an. Doch schon am 1. November 1952 begann die zweite Kreuzfahrt mit dem Ziel Korea. Während dieser zweiten Einsatzfahrt, bombardierte man mit den Schiffsgeschützen erneut die verschiedensten Ufernahen Ziele Koreas. Während dieser Zweiten Kreuzfahrt im Fernen Osten, beteiligte sich das Kriegsschiff aber auch an Patrouillenfahrten in der Taiwan Straße und an Übungseinheiten vor Okinawa. Erst am 1. Juni 1953 legte die USS COLAHAN in San Diego wieder an. Kurz darauf wurde in Korea ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet und der Krieg damit vorerst beendet. In den folgenden Jahren bis 1957 unternahm der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte Patrouillenfahrten im Fernen Osten zur Sicherung der Vormachtstellung der USA in diesem Gebiet. Ab 1958 blieb das Kriegsschiff an der US Westküste und war ein Teil der Ausbildung für US Navy Reservisten. Hier beteiligte sich der Zerstörer an die dafür angesetzten Operationen entlang der Westküste. Im August 1961 gliederte man die US Navy Reservisten in die aktive Flotte ein, nachdem am 13. August die Berliner Mauer errichtet wurde. Das war ein Teil der Antwort des US Präsidenten John Fitzgerald Kennedy ( 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts – 22. November 1963 in Dallas, Texas ) auf die sich in Deutschland verschärfenden Krise. Nach mehreren Trainingsmonaten verließ die USS COLAHAN am 2. Februar 1962 ihren Heimathafen und fuhr in den Westpazifik. Hier eskortierte der Zerstörer den Helikopterträger USS PRINCETON ( LPH-5 ) nach Südvietnam. An Bord dieses Trägers befanden sich Helikopter und amerikanische Militärberater, die zur Unterstützung der Südvietnamesischen Armee in der Provinz Soc Trang an Land gehen sollten. Die USS COLAHAN kehrte am 17. Juli 1962 nach San Diego zurück und übernahm erneut die Ausbildung von Reservisten.
Am 1. August 1966 stellte man den Zerstörer außer Dienst und strich den Namen USS COLAHAN ( DD-658 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Anlagen und Einrichtungen, versenkte man am 18. Dezember 1966 den Schiffskörper vor der kalifornischen Küste.


USS COLAHAN ( DD-658 )
Commanding Oficer

CDR Donald Taylor Wilber        23. August 1943 – 30. Januar 1945
CDR Martin Adam Shellabarger         30. Januar 1945 – 30. Juni 1945
CDR Frank Dolan Whalen        30. Juni 1945 – 14. Juni 1946
Außerdienststellung         14. Juni 1946 – 15. Dezember 1950
CDR Gale Seaver Felton       20. März 1951 – 19. März 1952
CDR William Kerr Brooks       19. März 1952 – 29. Juli 1954
CDR Henry Joseph Brantingham        29. Juli 1954 – März 1956
CDR C. L. Keedy Jr.         März 1956 – Januar 1958
CDR John Gross         Januar 1958 – 1959
CDR Raymond Albert Hubbard          1960 – 1. Juli 1961
CDR Reynold Masters          1. Juli 1961 – August 1962
CDR Adrian DeWitt Wagner         August 1962 – Oktober 1964
CDR Rex Gygax         Oktober 1964 – 1. August 1966

USS SMALLEY ( DD-565 )

USS SMALLEY ( DD-565 )

Biografie

Anthony A. Smalley
* 1836 in Massachusetts
† 24. Januar 1894 in Boston, Massachusetts
war ein Ensign in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

Anthony A. Smalley wurde am 27. März 1862 zum Acting Master ernannt für den Dienst während des amerikanischen Bürgerkrieges. Doch er erkrankte kurz darauf und musste die Navy verlassen. Seine Ernennung wurde am 1. September 1863 aufgehoben. Nach seiner Genesung meldete er sich am 1. Dezember 1863 wieder freiwillig zum Dienst und erhielt den Rang eines Acting Ensign. Er diente an Bord des Kanonebootes USS PEQUOT ( 1863 ) das zum Nordatlantikblockadegeschwader gehörte. Während des Angriffs auf das Fort Fisher zeichnete er sich aus. Smalley hatte das Kommando über 18 Matrosen von der USS PEQUOT die an Land Gräben für den Generalangriff aushoben. An der Zweiten Schlacht auf Fort Fisher vom 13. bis zum 15. Januar 1865 nahm er an Land teil. Von seinem Kommandeur erhielt Smalley ein Empfehlungsschreiben worin dieser ihn lobte, seinen Mut und Coolness beim Bau der Gräben unter Beschuss hervorhob und für die Landung mit seinen Männern dankte. Nach dem Ende des Krieges wurde Anthony A. Smalley am 3. August 1865 aus der US Navy in Ehren entlassen. Er verstarb am 24. Januar 1894 in Boston.


USS SMALLEY ( DD-565 )

Schiffsbiografie

Die USS SMALLEY ( DD-565 ) ist das erte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Anthony A. Smalley benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundachtzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington wurde am 14. Februar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Lina A. Mayo taufte am 27. Oktober 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Peter Harry Horn ( 31. Oktober 1908 – 31. Juli 1977 ) stellte am 31. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt entlang der Küste des Bundesstaates Washington, wurde der Schiffskörper einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Anschließend verließ die USS SMALLEY die Werft und fuhr zu seinem Heimathafen San Diego, Kalifornien. Hier legte der Zerstörer am 14. Mai an und wurde vollständig ausgerüstet. Für Übungszwecke verließ das Kriegsschiff zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) vom 17. bis zum 19. Mai den Heimathafen und man begann mit der Ausbildung der Geschützmannschaften. Auch danach folgten noch weitere Ausbildungen der Mannschaft, so dass der Zerstörer nur vom 21. zum 22. Mai zum bunkern von Treibstoff und Munition sowie vom 30. Mai zum 1. Juni in San Diego lag. An diesem 1. Juni verließ die USS SMALLEY wieder San Diego und fuhr nach Seattle. Dort warteten drei Truppentransporter, die zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii eskortiert werden sollten. Diese vier Schiffe legten am 7. Juni im Hafen von Seattle ab und erreichten vier Tage später die Hawaiianischen Gewässer. Hier wurden zusammen mit anderen Schiffen mehrere Ausbildungsübungen durchgeführt. Am 26. Juli Lief der Schwere Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ) im Hafen von Pearl Harbor ein. An Bord des Schiffes befand sich der US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ). Zusammen mit den Zerstörern USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS DUNLAP ( DD-384 ), USS FANNING ( DD-385 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) gehörte der Schwere Kreuzer zur Task Group 12.1. Der US Präsident besichtigte die Marinebasis auf der Hawaiianischen Insel Oahu und ging seinem Hobby, dem Hochseeangeln nach. Die Schiffe der TG 12.1 verließen am 29. Juli die Marinebasis mit dem Ziel der Aleuteninsel Adak. Die USS SMALLEY war eines von mehreren Schiffen an diesem Tag, die den Präsidenten an Bord des Schweren Kreuzers ihren Gruß erwiesen und die Schiffe der TG bis außerhalb der Hawaiianischen Gewässer begleiteten. Nun bereitete man die USS SMALLEY und deren Mannschaft für die kommende Einsatzfahrt vor. Am 3. August verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS ROWE ( DD-564 ), WATTS ( DD-567 ) und USS STODDARD ( DD-566 ) Pearl Harbor und fuhr nach Norden. Ziel war die Aleuteninsel Adak. Hier legten die Kriegsschiffe am 8. August an und wurden in die Task Force 94 versetzt. Diese vier Zerstörer sollten die Schwesterschiffe USS YOUNG ( DD-580 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS WICKES ( DD-578 ) in der TF ersetzen, welche am Vortag nach San Francisco in See gestochen waren. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS PICKING ( DD-685 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und ab dem 9. August die USS BEARSS ( DD-654 ). Am 14. August verließen diese Schiffe Adak und fuhren in Richtung der Kurilen. Hauptaufgabe der TF war es japanische Schiffe entweder aufzubringen und zu vernichten, oder aber nicht in die Gewässer der Aleuten zu lassen. Doch kurz vor den Kurilen schlug das Wetter um, so dass die amerikanischen Schiffe vorzeitig umkehren mussten. Sie erreichten am 24. August wieder Adak. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und versetzte die USS SMALLEY in die Task Force 92. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS BEARSS, USS WATTS, USS WREN ( DD-568 ), ab dem 10. September USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ) und ab dem 18. September die USS JOHN HOOD ( DD-655 ). Am 26. August verließen die Schiffe der TF 92 Attu und begannen eine erneute Patrouillenkreuzfahrt, die bis zu den Kurilen reichen sollte. Allerdings mussten die Schiffe auch diesmal wegen schlechtem Wetters diese Patrouillenfahrt abbrechen und kehrten in die Massacre Bay von Attu zurück. Von hier aus unternahmen die Schiffe Patrouillenfahrten entlang der Aleuteninseln. Erst am 14. Oktober klarte das Wetter wieder auf und sofort liefen die Schiffe der TF 92 aus der Massacre Bay aus, Ziel waren immer noch die Kurilen. Das Glück war den Amerikanern auch diesmal nicht hold und so mussten sie erneut wegen schlechtem Wetter vorzeitig umkehren. Im Hafen auf der Insel Attu machte man die Zerstörer am 19. Oktober fest. Fünf Tage später legten die Schiffe wieder ab und man versuchte erneut bis zu den Kurilen vorzudringen. Doch das Wetter änderte sich nicht. Wegen zu hohem Wellengang musste erneut die Fahrt zu den Kurilen abgebrochen werden. In die Massacre Bay liefen die Schiffe der TF 92 am 29. Oktober wieder ein. Man bereitete die Schiffe der TF nun noch intensiver für die nächste Kreuzfahrt vor. Anfang November übernahm Rear Admiral John Livingston McCrea ( 29. Mai 1891 in Marlette, Michigan – 30. Januar 1990 in Needham, Massachusetts ) das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON und USS CONCORD und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS und USS PORTER. Am 16. November verließen diese Schiffe die Massacre Bay und fuhren erneut zu den Kurilen. Diesmal ist das Wetter auf der Seite der Angreifer. Am Morgen des 21. November liegen die Schiffe der TF, für die Japaner völlig unerwartet, vor der Insel Matsuwa. Hier bombardierten sie Maschinengewehrstellungen, eine provisorische Landebahn sowie mehrere Gebäude und Zelte. Während dieses Beschusses auf japanische Einrichtungen, feuerten die Geschützmannschaften der USS SMALLEY 466 Granaten ab. Gleich nach der Beendigung des Bombardements, setzten sich die amerikanischen Schiffe wieder ab und fuhren nach Attu zurück. Dort legten sie vier Tage später wieder an. Anfang Dezember verließen die Zerstörer USS SMALLEY, USS STODDARD, USS ROWE, USS WREN und USS WATTS aus der Zerstörerdivision 113 die Massacre Bay und fuhren zum Dutch Harbor auf Unalaska Island. Man füllte hier die Munitionsbunker auf. Von Dutch Harbor kehrten die Schiffe am 21. Dezember in die Massacre Bay zurück. Rear Admiral John Livingston McCrea behielt auch in den folgenden Monaten das Kommando über die TF 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Diese Kriegsschiffe verließen am 3. Januar 1945 die amerikanische Marinebasis auf Attu und fuhren erneut zu den Kurilen. Ziel war die Suribachi Bay auf der Kurileninsel Paramushiro. Hier wurde ab dem 5. Januar ein Flugplatz und mehrere japanische Einrichtungen beschossen. Schon am folgenden Tag verließen die Schiffe wieder diese Kurileninsel und fuhren zum Dutch Harbor. In diesem Hafen legten die Kriegsschiffe am 13. Januar an. Man füllte wieder die Munitionsbunker auf. Drei Tage später verließen die Schiffe wieder den Hafen auf Unalaska und die USS ROWE und USS STODDARD trennten sich von den Schiffen der TF 92 um nach Pearl Harbor zu fahren. Nach dem erreichen von Attu durch die anderen Schiffe der TF, begann man wieder mit den Vorbereitungen für die nächste Kreuzfahrt zu den Kurilen. Die TF 92 kommandierte erneut Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS SMALLEY, USS WATTS, USS WREN, USS BEARSS, USS JARVIS, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Am 8. Februar verließen diese Schiffe wieder die Massacre Bay und fuhren zum Matsuwa Island. Diese Kurileninsel erreichten die Schiffe am 11. Februar und es begann ein Bombardement auf japanische Stellungen, Befestigungen und dem Flugplatz. Der Beschuss konnte nur für wenige Stunden aufrecht erhalten bleiben. Dann drehten die Schiffe der TF bei und fuhren nach Attu zurück. Hier legten sie drei Tage später an. In der Massacre Bay lagen schon seit dem Vorabend die beiden Zerstörer USS ROWE und USS STODDARD. Beide reihten sich in die TF wieder ein, denn am 16. Februar verließen die Schiffe der TF 92 erneut Attu und fuhren zu den Kurilen. Am Abend des zweiten Tages auf Hoher See, gab man auf den amerikanischen Schiffen Gefechtsalarm. Man hatte die Insel Paramitsu erreicht. Umgehend beschoss man japanische Stellungen und Einrichtungen. Gleich nach dem Abschuss der letzten Granate, fuhren die Schiffe der TF 92 wieder nach Attu zurück. Hier legten sie nach zwei weiteren Tagen wieder an. Damit an den Schiffen mehrere Reparaturen durchgeführt werden konnten, verließen die Schiffe der TF am 23. Februar die Massacre Bay und fuhren zur Aleuteninsel Adak. Nach Abschluss dieser Reparaturarbeiten kehrten die Schiffe nach Attu zurück, sie legten hier am 8. März an, und bildeten hier erneut die Task Force 92. Diese kommandierte immer noch Rear Admiral John Livingston McCrea. In der TF befanden sich sich die Leichten Kreuzer USS TRENTON, USS CONCORD und USS RICHMOND und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS WREN, USS BEARSS, USS STODDARD, USS PORTER und USS JOHN HOOD. Schon am 11. März verließen diese Schiffe die Bay und fuhren wieder zu den Kurilen. Hier bombardierten sie ab dem 15. März japanische Stellungen, Einrichtungen und den feindlichen Flugplatz. Vier Tage später lagen die Kriegsschiffe wieder in der Bay. Hier übernahm Captain Joseph Muse Worthington ( 11. März 1902 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland – 29. Oktober 1986 auf Gibson Island, Anne Arundel County, Maryland ) das Kommando über sechs Zerstörer des Zerstörergeschwaders 57. In diesem befanden sich die Zerstörer USS SMALLEY, USS STODDARD, USS ROWE, USS WATTS, USS WREN und JOHN HOOD. Gleich nach Abschluss der Betankung der Zerstörer, legten diese gegen Mittag des 20. März ab und fuhren wieder in Richtung der Kurilen. Ziel war die Insel Paramushiru. Doch schon nach wenigen Stunden Fahrt mussten die Kriegsschiffe wegen schlechten Wetters nach Attu umkehren und in der Massacre Bay Schutz suchen. Nachdem sich dann die raue See wieder beruhigt hatte, wechselten die Zerstörer nach Adak. Hier begannen ab dem 1. April für die Kriegsschiffe und deren Besatzungen mehrere Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die kommenden Einsätze. Dieses Training war am 17. April abgeschlossen. Am folgenden Tag verließ die USS SMALLEY zusammen mit der USS WATTS, USS ROWE und USS STODDARD Adak und fuhr nach Pearl Harbor. Unterwegs holte die USS WREN diese vier Zerstörer ein. In die Marinebasis von Pearl Harbor liefen die Kriegsschiffe am 25. April ein. Hier begannen weitere Übungen. Diesmal mit dem Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ). Nach Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen vor. Dazu zählte auch das bunkern von Munition, Treibstoff und Nahrungsmittel. Am 11. Mai legte die USS SMALLEY zusammen mit den Zerstörern USS ROWE und USS STODDARD in Pearl Harbor ab und eskortierte den Flugzeugträger USS TICONDEROGA. Eine Woche später, am 18. Mai, befanden sich die Schiffe vor dem Atoll Taroa, Marshall Islands, auf dem sich noch japanische Besatzungskräfte und ein Flugplatz befanden. Die Trägerflugzeuge stiegen von dem Flugzeugträger auf und begannen ein stundenlanges Bombardement gegen den feindlichen Flugplatz und den feindlichen Besatzungstruppen. Der Flugplatz war anschließend nicht mehr nutzbar, die letzten Flugzeuge vernichtet und die wenigen überlebenden Japaner von den eigenen Kräften abgeschnitten. In den Stunden dieses Bombardement übernahm die USS SMALLEY die Sicherung des Trägers und dessen Flugzeuge. Ein amerikanischer Pilot musste sein Torpedoflugzeug wegen Spritmangels Notwassern. Der Zerstörer war dort zur Stelle um den Piloten aus dem Wasser zu retten. Nach der Beendigung des Bombardements von Taroa, setzten die Kriegsschiffe ihre Fahrt zum Atoll Ulithi fort. Dieses Atoll erreichten sie am 22. Mai. Man munitionierte die Schiffe auf und bereitete sie auf den Einsatz vor der Küste von Okinawa vor. Die USS SMALLEY sollte dort ab dem 4. Juni eine Radarvorpostenstation einnehmen, um die in diesem Planquadrat operierenden Schiffe vor angreifenden japanischen Flugzeugen und japanischen U-Booten zu warnen. Schon am folgenden Tag lag der Zerstörer auf der Radarvorpostenstation Nummer 11. Diese Aufgabe behielt das Kriegsschiff bis zum 17. Juni. Anschließend eskortierte die USS SMALLEY zusammen mit der USS ROWE und USS STODDARD das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) von Okinawa zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Diese Bucht erreichten die vier Kriegsschiffe drei Tage später. Die USS SMALLEY gliederte man hier nun in der TG 38.4 ein, welche Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland) während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-10 ), USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX ( CV-9 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61, USS WISCONSIN ( BB-64 ) und das Flaggschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), Kommandant der 3. US Flotte, befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS SMALLEY, USS ROWE, USS STODDARD, USS WREN, USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS MOALE ( DD-693 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe vor der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Die USS SMALLEY hatte dabei die Aufgaben zur Sicherung der Gewässer, der Luftüberwachung, der Aufklärung und der Uferbombardierung übertragen bekommen. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. Die USS SMALLEY verließ zwischendurch zusammen mit der USS ROWE und USS STODDERD die Task Group und fuhr zur Ogasawara Insel Chichi Jima. Hier bombardierten die drei Zerstörer Omura City und einen japanischen Flugplatz von dem immer noch feindliche Flugzeuge abgehoben haben. Noch am selben Tag verließen die drei Kriegsschiffe diese Insel und fuhren zur Task Group 38.4 zurück und übernahmen dort erneut ihre gestellten Aufgaben. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Die USS SMALLEY wurde zur Sicherung der Okkupationstruppen und der japanischen Hafenanlagen eingesetzt. Im Oktober verließ der Zerstörer dann die japanischen Gewässer und fuhr zur US Westküste. Von hier aus ging die Fahrt dann weiter bis in den Atlantik. Dazu durchquerte das Kriegsschiff den Panamakanal und legte wenig später im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier stellte man den Zerstörer am 18. Juli 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS SMALLEY für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Am 3. Juli 1951 stellte Commander Nelson Curtis Bliven das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Erprobungs- und Auffrischungsfahrt führte den Zerstörer bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Nach dem dort absolvierten Training fuhr das Kriegsschiff in den Hafen von Newport, Rhode Island. In den Gewässern vor diesem Hafen wurde mit Torpedos geübt. Anschließend fuhr die USS SMALLEY in ihren Heimathafen Charleston zurück und legte dort am 10. Dezember an. Der Zerstörer verbrachte das Jahr 1952 mit zusätzlichem Training, mit Wartung und der Kalibrierung der Waffen. Im Frühjahr 1953 fuhr das Kriegsschiff in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts und musste sich dort einer Überholung unterziehen. Nach Abschluss dieser Arbeiten kehrte der Zerstörer nach Newport zurück. Dieser Hafen wurde der neue Heimathafen für den Zerstörer. In diesem Hafen legte die USS SMALLEY am 19. Mai erneut ab und fuhr zu ihrem ersten Einsatz in den Fernen Osten. Die Kampfzone in den koreanischen Gewässer erreichte der Zerstörer am 2. Juli und übernahm die Sicherung des Flugzeugträgers USS PRINCETON ( CV-37 ), der mit zur Task Force 77 gehörte. Um die koreanischen Abhörspezialisten zu verwirren, übernahm man das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorragend funktionierte taktische Manöver. Sämtliche Befehle wurden auf dem Flugzeugträger in der Sprache der Cherokee gegeben und verwirrten so den Gegner. Die Unterzeichnung eines Waffenstillstandes zwischen Nord- und Südkorea wurde am 27. Juli 1953 durchgeführt und der Koreakrieg war somit praktisch beendet. Die USS SMALLEY blieb allerdings noch bis Anfang November in den koreanischen Gewässern und in der ehemaligen Kampfzone um den Waffenstillstand zu überwachen. Dazu setzte der Zerstörer, unter anderem von Sasebo, Japan aus, 110 amerikanische Marines nach Pusan über. Nebenbei unterstützte das Kriegsschiff einen südkoreanischen Fischkutter, der in Seenot geraten war. Noch bevor das kleine Schiff sank, konnte man die neunundzwanzigköpfige Besatzung retten. Nach dieser letzten spektakulären Aktion verließ die USS SMALLEY die fernöstlichen Gewässer und fuhr in Richtung US Ostküste. Unterwegs legte der Zerstörer in den Häfen von Hongkong, Singapur, Ceylon, Saudi Arabien, Aden, Port Said, Piräus, Cannes und Gibraltar an. In Newport legte das Kriegsschiff dann am 15. Januar 1954 an. Bis zum Juli 1955 blieb die USS SMALLEY in den Gewässern von Newport und beteiligte sich an mehreren Übungen. Im Juli legte der Zerstörer für eine weitere Kreuzfahrt ab. Diesmal war die europäischen Gewässer das Ziel. Während der Nordeuropa- und Mittelmeerkreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff Häfen in England, Dänemark, Finnland, Schottland, Spanien, Frankreich und der Türkei. Außerdem beteiligte sich die USS SMALLEY an Übungen mit Kriegsschiffen aus der britischen und der dänischen Flotte. Am 15. November begann der Zerstörer seine Heimfahrt und legte am 28. November in Newport an. Im Jahr 1956 nahm das Kriegsschiff an einer Kreuzfahrt in der Karibik teil und musste sich einer weiteren Überholung unterziehen. Mit Beginn des neuen Jahres 1957 sollte die USS SMALLEY ihre letzte Kreuzfahrt absolvieren. Die operative Aufgabe bestand darin, zusammen mit den Schiffen der Mideast Force entlang der afrikanischen Küste und des Persischen Golfs zu fahren. Während dieser Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff unter anderem den Hafen von Freetown, Sierra Leone; Kapstadt, Südafrika und Mombasa, Kenia. Am 10. Februar lief der Zerstörer dann in den Hafen von Karachi, Pakistan ein. Nach zwei Hin- und Rückfahrten zwischen Bahrain und dem Persischen Golf, verließ die USS SMALLEY das Seegebiet im April und fuhr zurück ihrem Heimathafen. Auf dieser Fahrt wurden die drei Häfen Mombasa, Kapstadt und Freetown von der Hinfahrt erneut besucht. Nachdem der Zerstörer wieder in seinem Heimathafen angelegt hatte, wechselte er am 12. Juni in die Charleston Naval Shipyard in Charleston um sich dort im Trockendock einer weiteren Überholung zu unterziehen. Nach diesen Arbeiten wechselte das Kriegsschiff wieder nach Newport. Hier stellte man den Zerstörer am 1. August 1957 außer Dienst. Am 23. August versetzte man das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, wo es in die Atlantikreserveflotte aufgenommen wurde.
Den Namen USS SMALLEY ( DD-565 ) strich man am 1. April 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 4. Januar 1966 an die Portsmouth Salvage in der Norfolk Shipbuilding & Dry Dock Corporation in Portsmouth, Virginia zum verschrotten.


USS SMALLEY ( DD-565 )
Commanding Officer

CDR Peter Harry Horn         31. März 1944 – 10. März 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Herbert Arthur Cassidy Jr.        10. März 1945 – 10. Dezember 1945
Außerdienststellung          18. Juli 1946 – 3. Juli 1951
CDR Nelson Curtis Bliven          3. Juli 1951 – 27. März 1953
CDR John Foster Collingwood          27. März 1953 – 1. Februar 1955
CDR George Edgar Everly          1. Februar 1955 – 1. Juli 1957
CDR John Lawrence Nuttall Jr.        1. Juli 1957 – 1. August 1957

USS LUBBOCK ( APA-197 )

USS LUBBOCK ( APA-197 )

Schiffsbiografie

Die USS LUBBOCK ( APA-197 ) ist bei der US Navy das erste Schiff, das zu Ehren des Lenawee County im Bundesstaat Texas benannt worden ist.
Das Angriffstransportschiff ist das fünfundsiebzigste Schiff aus der HASKELL – Klasse.
Auf der Kaiser Shipbuilding Corporation in Vancouver, Washington wurde am 27. Mai 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Das Design des Schiffes war an dem Schiffstyp VC2-S-AP5, einem Victory Schiff, angelehnt und hatte von der Maritime Commission die hull Nummer 665 erhalten. Mrs. Price Beeson taufte am 19. September 1944 das Angriffstransportschiff. Die US Navy akquirierte am 18. Oktober 1944 dieses Schiff und Commander Harvey James Schroeder stellte am selben Tag das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS LUBBOCK, verließ das Schiff am 2. Dezember 1944 den Hafen von Port Hueneme, Kalifornien und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Territorium Hawaii. Kurz darauf begann die amphibische Ausbildung für die Operation „Detachment“, an der Soldaten der 5. Marine Division teilnahmen. Diese Ausbildung dauerte bis zum 27. Januar 1945. Man versetzte in dieser Zeit die USS LUBBOCK, welche zur Transport Division 48 gehörte, in die Task Undergroup 53.1.3, welche Captain C. L. Andrews kommandierte. In dieser TU befanden sich die Angriffstransportschiffe USS LUBBOCK, USS TALLADEGA ( APA-208 ), USS DICKENS ( APA-161 ), USS LENAWEE ( APA-195 ) und USS MISSOULA ( APA-211 ), die Angriffsfrachtschiffe USS STOKES ( AKA-68 ) und USS ATHENE ( AKA-22 ) und das Docklandungsschiff USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ). Das Kommando über die Task Force 53 hatte Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ). Die Schiffe der Task Force 53 legten am 22. Januar in Pearl Harbor ab. Das erste Ziel der TU 53.1.3 war Hilo, Territorium Hawaii. Hier wurden die Truppen und deren Ausrüstung geladen. Anschließend fuhren die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dem Atoll aus ging die Fahrt weiter nach Saipan, Nördliche Marianen. Hier legte das Schiff am 11. Februar an. Die Besatzung der USS LUBBOCK führte anschließend zwei Tage lang mit den zu transportierenden Marinesoldaten mehrere Trainingsübungen durch, in denen das Entladen der Ausrüstung geprobt wurde. Die Schiffe verließen am 15. Februar Saipan und hatten die Insel Iwo Jima, Ogasaware Inseln, Japan als Ziel. An Bord befanden sich Offiziere und Soldaten der 5. Marine Division. Diese Insel liefen die Schiffe der TU 53.1.3 am Morgen des 19. Februar an und um 8:30 Uhr gingen die ersten Marineinfanteristen in ihren Landungsbooten im Landungsabschnitt Green Beach I an Land. Unmittelbar links davon lag der Vulkan Suribachi. Drei Tage später verließ die USS LUBBOCK diesen Küstenabschnitt und positionierte sich auf Reede. Von hier aus nahm man Verletzte an Bord, die zu einem Militärbasiskrankenhaus auf Saipan und Guam transportiert wurden. Am 28. Februar verließ das Angriffstransportschiff die Insel Iwo Jima. Nach dem Ausschiffen der Verwundeten wechselte das Angriffstransportschiff zusammen mit anderen Schiffen aus der TU 53.1.3 zuerst nach Guam und von dort aus dann zum Hafen Port Purvis auf der Insel Tulagi, Ostsalomonen. Von Tulagi ging die Fahrt dann weiter nach Espiritu Santo, New Hebrides. Hier legten die Schiffe am 15. März an. Hier wurde die Landeoperation auf Okinawa geprobt. Anschließend schifften sich 1.000 Marinesoldaten der 27. Division samt deren Ausrüstung ein und man verlud noch zusätzlich medizinische Materialien. Von Espiritu Santo ging dann die Fahrt ab dem 25. März zum Atoll Ulithi, Karolinen. Die USS LUBBOCK verließ zusammen mit der USS LENAWEE, USS STOCKES, USS ATHENE und USS DICKENS am 4. April das Atoll und erreichte am 9. April Okinawa. Die mitgeführten Truppen waren ein Teil der Reserve. Diese wurden ab dem 10. April unter ständigen japanischen Luftangriffen entladen. Bis zum 14. April blieb das Schiff vor Okinawa und verließ dann diese Insel. An Bord befanden sich Verwundete. Ziel war Saipan. Dort legte die USS LUBBOCK am 18. April an. Da während der japanischen Luftangriffe, durch abgeworfene Bomben, mehrere Beschädigungen an dem Angriffstransportschiff entstanden waren, musste es nach dem Ausschiffen der Verwundeten für notwendig gewordene Reparaturarbeiten zum Atoll Ulithi fahren. Nach Abschluss dieser Arbeiten versetzte man die USS LUBBOCK zur philippinischen Insel Leyte. Hier in der San Pedro Bay ankerte das Schiff ab dem 30. Mai. Für den Rest des Zweiten Weltkrieges im Pazifik, verwendete man das Angriffstransportschiff zur Ausbildung alliierter Truppen die auf amphibische Landungsmanöver vorbereitet wurden. Bis zum 14. Oktober blieb die USS LUBBOCK in den Gewässern der Philippinen und transportierte amerikanische Truppen. Ab diesem Tag begann das Angriffstransportschiff seine erste Fahrt während der Operation „Magic Carpet“ und kehrte an die US Westküste zurück. In den folgenden acht Monaten führte die USS LUBBOCK drei weitere Kreuzfahrten in den Fernen Osten durch und transportierte Kriegsveteranen von den Philippinen, Japan, China und den Salomonen an die Westküste der USA. Die letzte Kreuzfahrt endete am 14. Juli 1946 im Hafen von San Francisco. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien stellte man am 14. Dezember 1946 das Angriffstransportschiff außer Dienst und versetzte es in die National Defense Reserveflotte in der Suisun Bay bei Benecia, Kalifornien. Am 1. Oktober 1958 strich man den Namen USS LUBBOCK ( APA-197 ) von der US Navy – Liste. Man verkaufte am 18. April 1975 den Schiffskörper an die Nicolai Joffe Corporation zur Verschrottung. Am 15. Mai 1975 wurde das Schiff ins Schlepptau genommen und von der Suisun Bay aus zur Abbruchwerft bei NASSCO, Terminal Island, San Pedro, Kalifornien geschleppt.


USS LUBBOCK ( APA-197 )
Commanding Officer

CDR Harvey James Schroeder         18. Oktober 1944 – 19. Dezember 1944
CDR Thomas J. Butler        19. Dezember 1944 – 18. Juli 1946
CDR Erwin E. Smith        18. Juli 1946 – 14. Dezember 1946

USS LENAWEE ( APA-195 )

USS LENAWEE ( APA-195 )

Schiffsbiografie

Die USS LENAWEE ( APA-195 ) ist bei der US Navy das erste Schiff, das zu Ehren des Lenawee County in Michigan benannt worden ist.
Das Angriffstransportschiff ist das dreiundsiebzigste Schiff aus der HASKELL – Klasse.
Auf der Kaiser Shipbuilding Corporation in Vancouver, Washington wurde am 26. Mai 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Das Design des Schiffes war an dem Schiffstyp VC2-S-AP5, einem Victory Schiff, angelehnt und hatte von der Maritime Commission die hull Nummer 663 erhalten. Mrs. Olaf Haugen taufte am 11. September 1944 das amphibische Truppentransportschiff. Commander Carson Rial Miller stellte am 11. Oktober 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS LENAWEE die Werft von Vancouver und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Hier schifften sich Marinesoldaten ein. Außerdem kamen Landungsfahrzeuge mit an Bord. Am 26. November verließ das Angriffstransportschiff die US Westküste und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Kurz darauf begann die amphibische Ausbildung für die Operation „Detachment“, an der Soldaten der 5. Marine Division teilnahmen. Diese Ausbildung dauerte bis zum 27. Januar 1945. Man versetzte in dieser Zeit die USS LENAWEE, welche zur Transport Division 48 gehörte, in die Task Undergroup 53.1.3, welche Captain C. L. Andrews kommandierte. In dieser TU befanden sich die Angriffstransportschiffe USS LENAWEE, USS TALLADEGA ( APA-208 ), USS DICKENS ( APA-161 ), USS LUBBOCK ( APA-197 ) und USS MISSOULA ( APA-211 ), die Angriffsfrachtschiffe USS STOKES ( AKA-68 ) und USS ATHENE ( AKA-22 ) und das Docklandungsschiff USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ). Das Kommando über die Task Force 53 hatte Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ). Die Schiffe der Task Force 53 legten am 22. Januar in Pearl Harbor ab. Das erste Ziel der TU 53.1.3 war Hilo, Territorium Hawaii. Hier wurden die Truppen und deren Ausrüstung geladen. Anschließend fuhren die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dem Atoll aus ging die Fahrt weiter nach Saipan, Nördliche Marianen. Hier legte das Schiff am 11. Februar an. Die Besatzung der USS LENAWEE führte anschließend zwei Tage lang mit den zu transportierenden Marinesoldaten mehrere Trainingsübungen durch, in denen das Entladen der Ausrüstung geprobt wurde. Die Schiffe verließen am 15. Februar Saipan und hatten die Insel Iwo Jima, Ogasaware Inseln, Japan als Ziel. An Bord befanden sich 1.503 Offiziere und Soldaten der 5. Marine Division und des 62. Marinebaubataillons. Diese Insel liefen die Schiffe der TU 53.1.3 am Morgen des 19. Februar an und um 8:30 Uhr gingen die ersten Marineinfanteristen in ihren Landungsbooten im Landungsabschnitt Green Beach I an Land. Unmittelbar links davon lag der Vulkan Suribachi. Drei Tage später verließ die USS LENAWEE diesen Küstenabschnitt und positionierte sich auf Reede. Von hier aus nahm man Verletzte an Bord, die zu einem Militärbasiskrankenhaus auf Saipan und Guam transportiert wurden. Am 27. Februar verließ das Angriffstransportschiff die Insel Iwo Jima. Nach dem Ausschiffen der Verwundeten wechselte das Angriffstransportschiff zusammen mit anderen Schiffen aus der TU 53.1.3 zuerst nach Guam und von dort aus dann zum Hafen Port Purvis auf der Insel Tulagi, Ostsalomonen. Von Tulagi ging die Fahrt dann weiter nach Espiritu Santo, New Hebrides. Hier wurde die Landeoperation auf Okinawa geprobt. Anschließend schifften sich 1.000 Marinesoldaten der 27. Division ein und deren Ausrüstung wurde verladen. Von Espiritu Santo ging dann die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen. Die USS LENAWEE verließ zusammen mit der USS LUBBOCK, USS STOCKES, USS ATHENE und USS DICKENS am 4. April das Atoll und erreichte am 9. April Okinawa. Die mitgeführten Truppen waren ein Teil der Reserve. Diese wurden ab dem 10. April entladen. Bis zum 14. April blieb das Schiff vor Okinawa und verließ dann diese Insel. An Bord befanden sich Verwundete. Ziel war Saipan. Dort legte die USS LENAWEE am 18. April an. Man schiffte die Verwundeten aus, und die Fahrt ging nach Guam, Nördliche Marianen weiter. Dort schifften sich frische Soldaten wieder ein und gingen an Bord. Die USS LENAWEE befand sich anschließend vom 15. bis zum 19. Mai vor Okinawa. Nachdem das Angriffstransportschiff die Insel wieder verlassen hatte, befanden sich Verletzte und abgelöste Truppen an Bord. Am 1. Juni wechselte das Schiff in die Subic Bay. Hier gehörte das Angriffstransportschiff zum Transportgeschwader 16 das Commodore John B. McGovern ( 29. Mai 1896 – 30. September 1975 ) befehligte. Es begannen umfangreiche amphibische Ausbildungsübungen. Diese wurden bis zum 15. August durchgeführt. An diesem Tag akzeptierten die Japaner die bedingungslose Kapitulation und sämtliche Feindseligkeiten wurden eingestellt. Am 25. August verließ die USS LENAWEE die Subic Bay und trabsportierte 1.135 Mann der 1. Kavallerie als Okkupationstruppen. Diese landeten am 2. September in der Tokyo Bay. Anschließend fuhr das Angriffstransportschiff wieder zu den philippinischen Inseln. Von hier aus beteiligte sich das Angriffstransportschiff an der Operation „Magic Carpet“. Für die erste Fahrt legte das Schiff am 31. Oktober ab. Nach der zweiten Fahrt wechselte die USS LENAWEE nach Stockton, Kalifornien. Dort stellte man das Schiff am 3. August 1946 außer Dienst und versetzte in die Pazifikreserveflotte.
Nach Ausbruch des Koreakrieges und dem an die USA verliehenen Mandat durch die UNO, benötigte man wieder leistungsfähige Truppentransporter. Daher nahm man die USS LENAWEE aus der Reserve und Captain Eliot Mitchell Brown stellte am 30. September 1950 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Der neue Heimathafen des Schiffes war San Diego, Kalifornien. Von hier aus unternahm das Angriffstransportschiff, außer 1952 und 1956, Kreuzfahrten in den Fernen Osten. Die erste Kreuzfahrt begann am 22. März 1951. Ziel war der Hafen von Yokosuka, Japan. Von hier aus transportierte die USS LENAWEE die amerikanischen Soldaten innerhalb der japanischen Inseln und führte auch zwei Fahrten an die koreanische Küste durch um die dort kämpfenden amerikanischen Soldaten zu versorgen. Außerdem nahm das Angriffstransportschiff Verwundete an Bord. Am 27. November verließ das Schiff die japanischen Gewässer und fuhr nach San Diego zurück. Im Mai 1953 kehrte die USS LENAWEE an die koreanische Küste zurück und übernahm dort Transporte von Truppeneinheiten. Am 27. Juli 1953 unterzeichneten die Kriegsparteien auf Korea ein Waffenstillstandsabkommen. An diesem Tag lag die USS LENAWEE im Hafen von Inchon. Später sollten sich die chinesischen Offshore Inseln und Vietnam als neue Krisengebiete im Fernen Osten herauskristallisieren. Nach einer Periode der amphibischen Ausbildung Anfang Dezember 1954 mit Marineeinheiten von Südkorea, versetzte man die USS LENAWEE zu den Tachen Islands. Von hier aus beteiligte sich das Angriffstransportschiff an der Evakuierung von Zivilisten und militärische Truppen der chinesischen Nationalisten. Diese wurden zur Insel Formosa gebracht. Auf dieser Fahrt befand sich an Bord auch der amerikanische Botschafter in China, Karl L. Ranking, der mit eigenen Augen diese Operation beobachtete. Um für weitere solche Krisen auf dem Erdball gewappnet zu sein, trainierten die Angehörigen der US Navy immerfort um ihre Wachsamkeit nicht zu verlieren. Daher wurden jedes Jahr amphibische Operationen zusammen mit den Marines entweder vor der kalifornischen Küste, in den Hawaiianischen Gewässern oder anderswo im Pazifik durchgeführt. Außerdem wurden 1957 gemeinsame Übungen mit philippinischen Truppen, 1959 mit britischen Streitkräften vor Borneo, 1962 mit südkoreanischen Marines und 1965 mit Einheiten der Royal Thai Navy abgehalten. Im August 1957 verließ die USS LENAWEE zusammen mit anderen Schiffen ihren Heimathafen San Diego. Ziel war Japan mit der Zwischenstation Pearl Harbor. Mit anwesend in diesem Verband war auch der Schnelle Truppentransporter USS WANTUCK ( APD-125 ). Rund 180 Seemeilen von San Diego entfernt kam es in einer mondlosen und dunklen Nacht zu einem schwerwiegenden Unfall. Gegen 3:18 Uhr des 15. August rammte die USS LENAWEE die USS WANTUCK. Dabei drang der Angriffstransporter mit seinem Bug in die Steuerbordseite, in Höhe des Kesselraumes Nummer 1 und des Maschinenraumes Nummer 1, des Schnellen Truppentransporters ein. Die USS WANTUCK wurde durch diesen Rammstoß fast in zwei Teile zerrissen. Die USS LENAWEE kam durch ihre Position und den erzeugten Impuls fast augenblicklich zum Stillstand und die USS WANTUCK legte sich längsseits nach Steuerbord zu dem Angriffstransportschiff. Auf dem Schnellen Truppentransporter wurden zwei Männer sofort getötet. Einer davon im Kesselraum durch den mit Hochdruck austretenden Dampf und der andere ertrank im überfluteten Maschinenraum. Fünf weitere Angehörige im Kesselraum wurden durch den austretenden heißen Dampf zum Teil schwer verletzt. Diese verletzten übernahm man sofort auf der USS LENAWEE und begann umgehend mit der Wundversorgung. Das U-Boot-Bergungsschiff USS FLORIKAN ( ASR-9 ) und der Hochseeschlepper USS CREE ( ATF-184 ) eilten den beiden havarierten Schiffen zu Hilfe. Beide Schiffe nahmen die USS WANTUCK ins Schlepptau und schleppten den Schnellen Truppentransporter nach San Diego zurück, wo sie am Abend des 16. August eintrafen, wo die ersten Reparaturarbeiten begannen. Die USS LENAWEE setzte ihre Fahrt nach Pearl Harbor fort und beteiligte sich an den geplanten Übungen.
Ab 1963 fuhr die USS LENAWEE regelmäßig in das Südchinesische Meer um dort an Operationen teilzunehmen. Nach den angeblichen Angriffen nordvietnamesischer Patrouillenboote im August 1964 auf die amerikanischen Zerstörer USS MADDOX ( DD-731 ) und USS TURNER JOY ( DD-951 ), bereitete sich das Angriffstransportschiff auf ihre 10. Kreuzfahrt seit ihrer neuerlichen Indienststellung vor. Dazu verließ das Schiff am 7. November 1964 seinen Heimathafen. An Bord befanden sich Lehrbücher und medizinisches Material, in einem Gewicht von über fünftausend Tonnen, die für die Philippinen und Südvietnam bestimmt waren. Nach der Entladung dieser Hilfsgüter, nahm das Angriffstransportschiff erneut Marines an Bord und reihte sich in die Schiffsformation der Task Force 76 ein. Die Schiffe dieser TF befanden sich vom 12. Dezember 1964 bis zum 10. April 1965 im Südchinesischen Meer und landeten die Soldaten der 3. Marine Division in Da Nang an. Gleich daran anschließend verließ die USS LENAWEE dieses Landungsgebiet und fuhr nach Hue, wo die Soldaten der 4. Marine Division am 15. April mit ihren Landungsbooten das Angriffstransportschiff verließen. Nach Abschluss dieser Ausschiffung fuhr das Angriffstransportschiff nach Okinawa. Hier gingen weitere Soldaten der 4. Marine Division an Bord. Diese brachte das Schiff am 7. Mai in einer Angriffslandeoperation bei Chu Lai in ihr Angriffsoperationsraum. Sofort nachdem der letzte Soldat die USS LENAWEE verlassen hatte, fuhr das Schiff nach Okinawa zurück. Dort belud man es mit 2.001 Tonne Munition, die für die Soldaten in Chu Lai bestimmt waren. Am 24. Mai erreichte das Angriffstransportschiff erneut diese Landungszone und es konnte der Munitionsnachschub von Bord gebracht werden. Im Juni fuhr die USS LENAWEE wieder zurück nach San Diego, hielt sich aber nur kurz dort auf. Schon am 9. August 1965 verließ das Angriffstransportschiff wieder den Heimathafen in Kalifornien. An Bord befand sich das 1. Bataillon, 1. Marines. Das Schiff fuhr Nonstop bis in die vietnamesischen Gewässer durch. Die Landung der Soldaten dieses Marine Corps erfolgte am 28. August im Hafen von Da Nang. Gleich nach dem Ausschiffen dieser Soldaten und ihre Ausrüstungsgegenstände, verließ die USS LENAWEE wieder die vietnamesische Küste und fuhr nach San Diego zurück. Dort legte das Schiff am 28. Oktober an. Für den Rest des Jahres 1965 und die ersten acht Monate des folgenden Jahres blieb das Angriffstransportschiff vor der US Westküste. In dieser Zeit beteiligte sich das Schiff an typischen Trainingoperationen und amphibischen Übungen. Am 4. September 1966 verließ die USS LENAWEE ihren Heimathafen für ihre letzte Einsatzfahrt. An Bord befanden sich erneut Soldaten des Marine Corps. Das Angriffstransportschiff fuhr wegen des heraufziehenden Taifuns „Ida“ nach Okinawa, konnte diesem aber nicht mehr ausweichen. Nach dem erfolgreichen abreiten der hohen Wellen konnten die Soldaten in Okinawa von Bord gehen um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten. Die USS LENAWEE fuhr indessen zuerst nach Japan weiter und von dort aus nach Südkorea. Hier gingen südkoreanische Soldaten, die in Pusan stationiert waren, an Bord. Diese wurden zuerst in Da Nang ausgeschifft. Anschließend fuhr das Angriffstransportschiff wieder nach Okinawa um die dort sich erholenden amerikanischen Marinesoldaten wieder an Bord zu nehmen. Auch diese transportierte das Schiff bis an die Südkoreanische Küste, welche sie im Dezember erreichte. Gleich nachdem der letzte amerikanische Soldat von Bord war, legte die USS LENAWEE wieder ab und fuhr an die US Westküste zurück. In San Diego legte das Schiff am 8. Januar 1967 an. Hier bereitete man es für die Außerdienststellung vor. Diese erfolgte am 20. Juni 1967. Neun Tage später versetzte man das Schiff in die National Defense Reserveflotte, welche in der Suisun Bay bei Benecia, Kalifornien vor Anker lag. Den Namen USS LENAWEE ( APA-195 ) strich man am 23. April 1968 von der US Navy – Liste und am 30. Juni 1968 aus dem Seefahrzeugregister. Für 129.039,78 Dollar verkaufte man am 17. Juli 1975 den Schiffskörper an die Nicolai Joffe Corporation zur Verschrottung. Am 28. Juli 1975 um 13:37 Uhr pazifischer Zeit wurde das Schiff ins Schlepptau genommen und von der Suisun Bay aus zur Abbruchwerft bei NASSCO, Terminal Island, San Pedro, Kalifornien geschleppt.


USS LENAWEE ( APA-195 )
Commanding Officer

CDR Carson Rial Miller         11. Oktober 1944 – 1. Mai 1945
CAPT August Jackson Detzer Jr.        1. Mai 1945 – 13. September 1945
CDR Albert M. Austin         13. September 1945 – 3. August 1946
Außerdienststellung         3. August 1946 – 30. September 1950
CAPT Eliot Mitchell Brown         30. September 1950 – ?
CAPT Victor Bee McCrea           1954 – 1955 (erreichter Rang RADM)
CAPT Kleber Sandlin Masterson         1955 – Januar 1956 (erreichter Rang VADM)
CAPT George Marvin Price         Januar 1956 – Mai 1956
CAPT Raymond Dennis Fusselman          Mai 1956 – August 1957
CAPT Harlan Good Kirkpatrick           August 1957 – ?
CAPT John Edward Pace         15. Dezember 1959 – ?
CAPT Oliver Walton Bagby Jr.         20. Januar 1961 – 5. April 1962
CAPT Robert Leo Thienes          5. April 1962 – Mai 1963
CAPT Drewry, Raymond Wihite          Mai 1963 – Juli 1964
CAPT Adrian Vincent Lorentson         Juli 1964 – 1965
CAPT Boykin Robinson Dodson          1965 – 1967
CAPT Ray Andrew Volpi         1967 – 20. Juni 1967

USS ATHENE ( AKA-22 )

USS ATHENE ( AKA-22 )

Schiffsbiografie

Die USS ATHENE ( AKA-22 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Planeten Athene ( 881 ), entdeckt am 22. Juli 1917 von Maximilian Franz Joseph Cornelius Wolf ( 21. Juni 1863 in Heidelberg – 3. Oktober 1932 in Heidelberg ), benannt worden ist.
Das amphibische Angriffsfrachtschiff ist das zweite Schiff aus der ARTEMIS – Klasse.
Auf der Welsh-Kaiser Company in Provedence, Rhode Island wurde am 20. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Der Typ des Schiffes war C4-SE2-BE1 und die Maritime Commissions Contract Hull Nummer war die 1883. Mrs. Emely Thornton taufte am 18. Juni 1944 das amphibische Angriffsfrachtschiff und am 29. September 1944 wurde es der War Shipping Administration übergeben. Am selben Tag stellte Commander Edward Robert Nelson, Jr. das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 10. Oktober begann für die USS ATHENE und deren Besatzung in der Chesapeake Bay die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach deren Abschluss verließ das amphibische Angriffsfrachtschiff am 7. November die US Ostküste und fuhr in die Karibik. Nach der Durchquerung des Panamakanals, legte die USS ATHENE zum bunkern von frischem Treibstoff kurz in San Diego, Kalifornien an. Anschließend ging die Fahrt weiter zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte das Schiff am 26. November an. Von hier aus begannen für die Besatzung anfangs mehrere Trainingsübungen. Dann integrierte man das Schiff in die Transport Division 48, welche zur Task Undergroup 53.1.3 gehörte und von Captain C. L. Andrews während der Operation „Detachment“ kommandiert wurde. Das amphibische Angriffsfrachtschiff beteiligte sich an den Übungen dieser Task Undergroup, die bis zum 27. Januar 1945 andauerten. In dieser TU befanden sich die Angriffstransportschiffe USS DICKENS ( APA-161 ), USS TALLADEGA ( APA-208 ), USS LENAWEE ( APA-195 ), USS LUBBOCK ( APA-197 ) und USS MISSOULA ( APA-211 ), die Angriffsfrachtschiffe USS ATHENE und USS STOKES ( AKA-68 ) und das Docklandungsschiff USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ). Das Kommando über die Task Force 53 hatte Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ). Die Schiffe der Task Force 53 legten am 22. Januar in Pearl Harbor ab. Das erste Ziel der TU 53.1.3 war Hilo, Territorium Hawaii. Hier wurden die Truppen und deren Ausrüstung geladen. Anschließend fuhren die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Von dem Atoll aus ging die Fahrt weiter nach Saipan, Nördliche Marianen. Hier legte das Schiff am 11. Februar an. Die Besatzung der USS ATHENE führte anschließend zwei Tage lang mit den zu transportierenden Marinesoldaten mehrere Trainingsübungen durch, in denen das Entladen der Ausrüstung geprobt wurde. Saipan verließen die Schiffe am 15. Februar und hatten das Ziel Iwo Jima, Ogasaware Inseln, Japan. An Bord befanden sich Offiziere und Soldaten der 5. Marine Division. Diese Insel liefen die Schiffe der TU 53.1.3 am Morgen des 19. Februar an und um 8:30 Uhr gingen die ersten Marineinfanteristen im Landungsabschnitt Green Beach I an Land. Unmittelbar links davon lag der Vulkan Suribachi. In den folgenden Tagen entlud man die USS ATHENE. Anschließend gingen Verwundete an Bord, die zu einem Militärbasiskrankenhaus auf Saipan transportiert werden sollten. Dazu legte das amphibische Angriffsfrachtschiff am 27. Februar vor Iwo Jima wieder ab und fuhr nach Saipan. Nach dem Ausschiffen der Verwundeten wechselte das amphibische Angriffsfrachtschiff zusammen mit anderen Schiffen aus der TU 53.1.3 zuerst nach Guam und von dort aus dann zum Hafen Port Purvis auf der Insel Tulagi, Ostsalomonen. Von Tulagi ging die Fahrt dann weiter nach Espiritu Santo, New Hebrides. Hier wurde die Landeoperation auf Okinawa geprobt. Anschließend schifften sich die zu transportierenden Marinesoldaten ein und deren Ausrüstung wurde verladen. Von Espiritu Santo ging dann die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen. Die USS ATHENE verließ zusammen mit der USS STOCKES, USS LENAWEE, USS LUBBOCK und der USS DICKENS am 4. April das Atoll und erreichte am 9. April Okinawa. Die mitgeführten Truppen waren ein Teil der Reserve. Diese wurde ab dem 10. April entladen. Am 19. April verließ das amphibische Angriffstransportschiff wieder die Ryuku Insel und fuhr über das Atoll Ulithi, Guam und Pearl Harbor an die US Westküste. Zuerst legte das Schiff im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und nahm den unterschiedlichsten Nachschub an Bord. Danach wechselte die USS ATHENE nach Seattle, Washington. Auch hier wurden die unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenstände verladen. Das amphibische Angriffsfrachtschiff verließ dann wieder die Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika und fuhr nach Pearl Harbor. In diese Marinebasis lief das amphibische Angriffsfrachtschiff am 28. Juni ein. Auch hier übernahm man weitere Ausrüstungsgegenstände und stach am 12. Juli wieder in See. Die Fahrt führte das Schiff über die Atolle Eniwetok und Ulithi zur San Pedro Bay bei der philippinischen Insel Leyte. Dort ließ man am 30. Juli den Anker fallen. Bis zur bedingungslosen Kapitulation Japans, am 15. August, transportierte die USS ATHENE innerhalb der philippinischen Inseln Truppen und deren Ausrüstung. Nach der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 2. September auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI, verließ das amphibische Angriffsfrachtschiff am 7. September das philippinische Archipel und fuhr nach Yokosuka in der Tokyo Bay. Dort ankerte das Schiff am 18. September. An diesem Tag herrschte in der Bay ein Taifun. Die USS ATHENE kollidierte wegen hohen Wellengangs und der starken Winde mit einem Panzerlandungsschiff. Die Beschädigungen an dem amphibischen Angriffsfrachtschiff waren erheblich, so dass man es in die Werft von Yokosuka bugsieren musste. Die erforderlichen Reparaturarbeiten dauerten bis zum 1. Oktober. Einen Monat später verließ das Schiff die Tokyo Bay und fuhr nach Saipan. Hier nahm man Kriegsveteranen an Bord und fuhr anschließend nach San Francisco. In diesem Hafen legte das Schiff am 23. November an. Ende Dezember verließ die USS ATHENE allerdings die US Westküste und kehrte nach Saipan zurück, um die dort ausharrenden Truppen abzuholen und in die Heimat zu transportieren. Während dieser Heimfahrt bekam das amphibische Angriffsfrachtschiff Kesselprobleme und musste gezwungener Maßen am 14. Januar 1946 in die Werft bei Pearl Harbor einlaufen. Vier Tage später nahm das Schiff seine Fahrt wieder auf und ankerte am 25. Januar in San Pedro, Kalifornien. Nach dem Ausschiffen der Soldaten wechselte die USS ATHENE nach San Francisco. Am 31. Januar gliederte man das Schiff in die Task Force 1 ein. Die Schiffe dieser TF waren zur Vorbereitung und Überwachung des ersten Atombombentest am 1. Juli 1946 im Bikini Atoll, Marshall Islands vorgesehen. Diese Schiffe der TF schleppten ausgemusterte Testschiffe in ihr Zielgebiet, da man die Auswirkungen dieser ersten Atombombe an einer Schiffsflotte testen wollte. Nach dem Verankern der Testschiffe, verließ die USS ATHENE wieder das Bikini Atoll und erreichte am 17. Juni 1946 die Marinebasis Pearl Harbor. Hier stellte man das Schiff noch am selben Tag außer Dienst. Man strich am 1. August 1947 den Namen USS ATHENE ( AKA-22 ) von der US Navy – Liste und am 23. September 1947 übergab man das Schiff der Maritime Commission, welche es in die National Defense Reserve Fleet in der Suisan Bay, Kalifornien verlegten. Die Maritime Commission verkaufte den Schiffskörper am 21. Februar 1966 an die Union Minerals and Alloys Corporation in New York zum verschrotten.


USS ATHENE ( AKA-22 )
Commanding Officer

CDR Edward Robert Nelson Jr.        29. September 1944 – 5. September 1945
CDR Adam M. Osth         5. September 1945 – 17. Juni 1946

USS STOCKES ( AKA-68 )

USS STOCKES ( AKA-68 )

Schiffsbiografie

Die USS STOCKES ( AKA-68 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Stockes County im Bundesstaat North Carolina benannt worden ist.
Das amphibische Angriffsfrachtschiff ist das fünfte Schiff aus der TOLLAND – Klasse.
Auf der North Carolina Shipbuilding Company in Wilmington, North Carolina wurde am 26. Juni 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Der Typ des Schiffes war C2-S-AJ3 und die Maritime Commissions Contract Hull Nummer war die 1394. Mrs. W. D. Woodall taufte am 31. August 1944 das Schiff und am selben Tag übernahm es die US Navy. Man schleppte es in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina, wo es zu einem amphibischen Angriffsfrachtschiff umgebaut wurde. Lieutenant Commander George W. Graber stelte am 12. Oktober 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach einer kurzen Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor den Gewässern von Charleston, South Carolina, erfolgte auf der Werft eine Kontrolle des Schiffskörpers. Anschließend fuhr die USS STOCKES nach Norfolk, Virginia. Hier belud man das amphibische Frachtschiff mit allen notwendigen Nachschub an Kriegsmaterialien, die in der kommenden zu erfüllenden Aufgabe notwendig waren. Am 11. Dezember verließ das Schiff Norfolk und fuhr in die Karibik. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 21. Dezember, legte es nur kurz zum bunkern von frischem Treibstoff im Hafen von San Diego, Kalifornien an und fuhr anschließend gleich zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii weiter. Dort traf die USS STOCKES Anfang Januar 1945 ein. Hier integrierte man das Schiff in die Transport Division 48, welche zur Task Undergroup 53.1.3 gehörte und von Captain C. L. Andrews während der Operation „Detachment“ kommandiert wurde. Schon nach wenigen Tagen beteiligte sich das amphibische Angriffsfrachtschiff an den Übungen dieser Task Undergroup, die bis zum 27. Januar 1945 andauerten. In dieser TU befanden sich die Angriffstransportschiffe USS DICKENS ( APA-161 ), USS TALLADEGA ( APA-208 ), USS LENAWEE ( APA-195 ), USS LUBBOCK ( APA-197 ) und USS MISSOULA ( APA-211 ), die Angriffsfrachtschiffe USS STOKES und USS ATHENE ( AKA-22 ) und das Docklandungsschiff USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ). Das Kommando über die Task Force 53 hatte Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ). Die Schiffe der Task Force 53 legten am 22. Januar in Pearl Harbor ab. Das erste Ziel der TU 53.1.3 war Hilo, Territorium Hawaii. Hier wurden die Truppen und deren Ausrüstung geladen. Anschließend fuhren die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Von dem Atoll aus ging die Fahrt weiter nach Saipan, Nördliche Marianen. Hier legte das Schiff am 11. Februar an. Die Besatzung der USS STOCKES führte anschließend zwei Tage lang mit den zu transportierenden Marinesoldaten mehrere Trainingsübungen durch, in denen das Entladen der Ausrüstung geprobt wurde. Saipan verließen die Schiffe am 15. Februar und hatten das Ziel Iwo Jima, Ogasaware Inseln, Japan. An Bord befanden sich Offiziere und Soldaten der 5. Marine Division. Diese Insel liefen die Schiffe der TU 53.1.3 am Morgen des 19. Februar an und um 8:30 Uhr gingen die ersten Marineinfanteristen im Landungsabschnitt Green Beach I an Land. Unmittelbar links davon lag der Vulkan Suribachi. In den folgenden zwei Wochen entlud man die USS STOCKES. Dabei wurden hauptsächlich Raketen, Munition aller Kaliber und Benzin entladen. Anschließend gingen Verwundete an Bord, die zu einem Militärbasiskrankenhaus auf Saipan transportiert wurden. Nach dem Ausschiffen der Verwundeten wechselte das amphibische Angriffsfrachtschiff zusammen mit anderen Schiffen aus der TU 53.1.3 zuerst nach Guam und von dort aus dann zum Hafen Port Purvis auf der Insel Tulagi, Ostsalomonen. Von Tulagi ging die Fahrt dann weiter nach Espiritu Santo, New Hebrides. Hier wurde die Landeoperation auf Okinawa geprobt. Anschließend schifften sich die zu transportierenden Marinesoldaten ein und deren Ausrüstung wurde verladen. Von Espiritu Santo ging dann die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen. Die USS STOCKES verließ zusammen mit der USS ATHENE, USS LENAWEE, USS LUBBOCK und USS DICKENS am 4. April das Atoll und erreichte am 9. April Okinawa. Die mitgeführten Truppen waren ein Teil der Reserve. Diese wurde ab dem 10. April entladen. Am 19. April verließ das amphibische Angriffstransportschiff wieder die Ryuku Insel und fuhr über das Atoll Ulithi, Guam und Pearl Harbor an die US Westküste. Zuerst legte das Schiff im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und nahm den unterschiedlichsten Nachschub an Bord. Danach wechselte die USS STOCKES nach Seattle, Washington. Auch hier wurden die unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenstände verladen. Das amphibische Angriffsfrachtschiff verließ dann wieder die Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika und fuhr über Iwo Jima nach Okinawa. Nach der bedingungslosen Kapitulation Japans am 15. August 1945, damit endete der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik, operierte die USS STOCKES zwischen den Philippinen, Guam und Japan. Im Dezember verließ das Schiff den Westpazifik, an Bord befanden sich Kriegsveteranen, und erreichte im Januar 1946 den Hafen von Seattle. Hier gingen die Soldaten von Bord und das amphibische Angriffsfrachtschiff wechselte in den Atlantik. Am 19. Mai legte das Schiff im Hafen von Norfolk an. Man stellte das amphibische Angriffsfrachtschiff am 9. Juli 1946 außer Dienst, übergab es an die Maritime Commission und versetzte es dann in die National Defense Reserve Fleet, der James River Group in Lee Hall, Virginia. Am 19. Juli 1946 strich man den Namen USS STOCKES ( AKA-68 ) von der US Navy – Liste.
Die Maritime Commission verkaufte am 9. Mai 1947 dieses Frachtschiff an die Oceanic Steamship Company und wurde auf den Namen SS SIERRA getauft. Bis zum 3. März 1961 blieb das Schiff bei diesem Eigentümer. An diesem Tag wurde es an die Matson Navigation Company verkauft und erhielt hier den Namen SS HAWAIIAN BANKER. Wenige Monate später, am 8. September 1961, wegen rechtlichen Streits um den Namen, benannte man das Frachtschiff in SS FANWOOD um. Doch schon wenige Tage später, am 15. September 1961, erfolgte der nächste Verkauf. Die Matson Navigation Company veräußerte das Schiff an die Sea-Land-Service Inc. Das Frachtschiff fuhr so im Februar 1963 die Weser bis nach Bremen Flussaufwärts. Die Sea-Land-Service Inc. wiederum übergab am 20. April 1964 das Schiff an den neuen Eigentümer Georgelis Mid-America Lines, Inc., wo es am selben Tag den Namen SS A & J DOCTOR MAX erhielt. Doch man war mit dem neuen Eigentümer, wegen des Verkaufspreises, nicht überein gekommen. Und so wechselte das Frachtschiff am 10. Juli 1964 wieder zur Sea-Land-Service Inc. zurück und erhielt den Namen SS FANWOOD. Am 13. Mai 1965 endete das Austauschprogramm bei der Maritime Commission und das Frachtschiff wurde an die Aritime Administration übertragen. Diese amerikanische Schiffsüberwachungsbehörde, MARAD, vermietete am selben Tag das Frachtschiff wieder an die Sea-Land-Service Inc. Die Mietdauer lief rund ein Jahr, so dass am 22. April 1966 das Schiff an den MARAD wieder übertragen wurde. Jetzt lag das Frachtschiff in Hoboken, New Jersey und wurde noch am selben Tag an die Waterman Industries, Corporation verkauft. Diese Firma veräußerte am 15. Mai 1969 die SS FANWOOD an die GATX / BOOTHE Corporation. Hier blieb das Frachtschiff für die nächsten zwei Jahre und wurde am 4. September 1971 an die Schiffsabbruchgesellschaft KENEMATSU – Gosho Ltd. In Japan verkauft. Wenige Monate später war das alte Schiff in einer Werft auf Taiwan verschrottet.


USS STOCKES ( AKA-68 )
Commanding Officer

LCDR George W. Garber         12. Dezember 1944 – Oktober 1945
CDR Hugo Igor Cairen         Oktober 1945 – Juni 1946
LTjg Arthur W. P. Hughes         Juni 1946 – 9. Juli 1946

USS BENHAM ( DD-796 )

USS BENHAM ( DD-796 )

Biografie

Andrew Ellicot Kennedy Benham
* 10. April 1832 in Staten Island, New York
† 11. August 1905 in See Mahopac, New York
war ein amerikanischer Admiral

Benham wurde am 24. November 1847 zum Midshipman ernannt und diente bis 1848 an Bord der Korvette USS PLYMOUTH ( 1844 ) die zum East Indien Squadron gehörte. 1849 und 1850 diente er auf der Brigg USS DOLPHIN ( 1836 ). Er war dabei als in dieser Zeit Piraten auf einer chinesischen Dschunke in der Nähe von Macau, China aufgebracht wurde. Bei dieser Aktion erlitt er eine Verwundung am rechten Oberschenkel. Danach diente er auf der Korvette USS SARANAC ( 1848 ). 1852 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und drückte bis Anfang 1853 die Schulbank an der United States Naval Academy. Am 10. Juni 1853 verließ er die Academy im Range eines Ensign. Von Mitte 1853 bis Anfang 1857 diente er auf der Kriegsschaluppe USS ST. MARY ( 1844 ) die im Pacific Squadron integriert war. Für seine guten Leistungen auf diesem Schiff, beförderte man ihn am 16. September 1855 zum Lieutenant. Ab Ende 1857 bekam er die Aufgabe im US Coast Survey. Dort blieb er bis Anfang 1858. Noch im selben Jahr 1858 begab er sich an Bord des ehemaligen Handelsschiffes das vom US Marineministerium 1853 gekauft und in Philadelphia, Pennsylvania zu einem Kanonenboot umgebaut wurde. Seinen Namen USS WESTERN PORT ( 1853 ) behielt es. Im Herbst 1853 übernahm Commander Thomas T. Hunt das Kommando über dieses Schiff. Mit diesem und achtzehn weiteren Schiffen sollte durch eine Marine Expedition die Flag Offizier William Branford Shubrick (31. Oktober 1790 – 27. Mai 1874) gegen Paraguay leitete eine Entschuldigung und Entschädigung der paraguayischen Regierung erzwungen werden. Vorgefallen war, dass am 1. Februar 1855 das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) bei Vermessungsarbeiten auf dem Rio de la Plata von dem paraguayischen Fort Itapiru beschossen wurde. Dabei kam der Steuermann Samuel Chaney ums Leben. Der Kongressabgeordnete James Butler Bowlin ( 16. Januar 1804 – 19. Juli 1874 ) führte die Verhandlungen mit dem paraguayischen Präsidenten Carlos Antonio López Ynsfrán ( 4. November 1792 – 10. September 1862 ). Als Ergebnis der Expedition, erweiterte Paraguay eine Entschuldigung an die Vereinigten Staaten von Amerika, entschädigte die Familie des Steuermanns und gewährte den Behörden der USA einen neuen und vorteilhaften Handelsvertrag. Lieutenant Benham wechselte im April 1860 auf das Kanonenboot USS CRUSADER ( 1858 ) das im Home Squadron diente. Dieses Squadron unterstand Flag Offizier Garrett Jesse Pendergrast ( 5. Dezember 1802 – 7. November 1862 ) und hatte die Aufgabe den Sklavenhandel aus der Karibik zu unterbinden. Aufsehen erregte die USS CRUSADER als am 23. Mai 1860 das Sklavenschiff Bogota mit 450 Afrikanern an Bord gestellt und geentert wurde. Der Besatzung des Kanonenbootes gelang dies nochmals am 23. Juli als sie die W. R. Kibby und am 14. August 1860 die Joven Antonio aufbrachten. Nachdem am 12. April 1861 der amerikanische Bürgerkrieg ausgebrochen war, wechselte Benham auf den Holzseitenraddampfer USS BIENVILLE ( 1861 ) der zum South Atlantic Squadron gehörte. Dieses Schiff war an der Eroberung von Port Royal und Beaufort, South Carolina vom 3. bis zum 7. November 1861 beteiligt. Für seine Leistungen während dieser Schlacht wurde Benham am 16. Juli 1862 zum Lieutenant Commander befördert. Nachdem er einen kurzen Dienst im Jahre 1863 in Sacramento, Kalifornien versehen hatte, übertrug man ihm das Kommando über das Kanonenboot USS PENOBSCOT ( 1861 ). Dieses Schiff gehörte zur West Gulf Blockade Squadron und sollte an der Küste von Texas patrouillieren. Bis zum Ende des Bürgerkrieges hatte LCDR Benham das Kommando über dieses Schiff. Als am 9. Mai 1865 der amerikanische Bürgerkrieg beendet war, kehrte Benham mit der USS PENOBSCOT an die amerikanische Ostküste zurück wo das Schiff am 31. Juli 1865 in New York City außer Dienst gestellt wurde. Von 1866 bis 1870 diente Benham an der New York Navy Yard mit einer kurzen Pause als er 1867 das Kommando über die Seitenraddampffregatte USS SUSQUEHANNA ( 1850 ) erhielt. Dieses Schiff war das Flaggschiff im North Atlantic Squadron. Am 14. Januar 1868 machte die USS SUSQUEHANNA in der New York Navy Yard wieder fest und man stellte sie außer Dienst. Von 1870 bis 1871 war Benham Leuchtturm Inspektor. Bis 1874 als er zum zweiten Male den Posten eines Leuchtturm Inspektors erhielt, führte er das Kommando über den am 22. Januar 1872 wieder in den Dienst gestellten Monitor USS CANONICUS ( 1863 ) um in den Küstengewässern des Atlantik und des Golf von Mexiko zu kreuzen. Diesen Monitor gab er Anfang November wieder ab und übernahm in der Philadelphia Navy Yard am 9. November 1872 den wieder in den Dienst gestellten Monitor USS SAUGUS ( 1863 ) dessen Basis Key West, Florida war und dessen Aufgabe es war an der Küste bis Port Royal zu patrouillieren. Bis 1878 war dann Benham wieder Leuchtturm Inspektor. Am 19. November 1878 stellte Benham die hölzerne Dampfschaluppe USS RICHMOND ( 1860 ) wieder in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff war das Flaggschiff für die Asiatic Squadron. Am 11. Januar 1879 ließ Benham in Norfolk ablegen. Der Weg in die asiatischen Gewässer führte das Schiff durch das Mittelmeer und den Suez-Kanal. Den Hafen von Yokohama, Japan erreichte das Schiff am 4. Juli 1879 wo die Flagge des Flottenkommandanten Rear Admiral Thomas Harmon Patterson ( 10. Mai 1820 – 9. April 1889 ) aufgezogen wurde. Die USS RICHMOND lief die wichtigsten Häfen von China, Japan und den Philippinen an. Am 11. September 1880 legte das Schiff in Panama an. Dort übergab Rear Admiral Patterson das Flottenkommando an Rear Admiral John Mellen Brady Clitz ( 1. Dezember 1821 –
9. Oktober 1897 ) sowie die gesamte Crew der USS RICHMOND wurde ausgetauscht. Benham begab sich an die Portsmouth Navy Yard von 1881 bis 1885. Danach war er für ein Jahr wieder Leuchtturm Inspektor. Für eine kurze Zeit im Jahre 1888 war er auf League Island im Delaware River, der Einfahrt zur Philadelphia Naval Shipyard stationiert. Ab 1889 wurde Benham zum Kommandanten der Mare Island Navy Yard berufen und im Februar 1890 zum Rear Admiral befördert. Bis Juni 1891 war er dort im Amt. Ein Jahr lang wartete er danach auf weitere Befehle und übernahm im Juni 1892 das Kommando über das Brasilien Squadron. Seine Tochter, Miss Edith Wallace Benham, hatte am 26. Oktober 1889 den neuen geschützten Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( C-5 ) getauft, auf dem er selber seine Flagge aufziehen ließ, als dieses Schiff zu seinem Flaggschiff in der North Atlantic Squadron am 31. Mai 1893 benannt wurde. In dieser Squadron waren außerdem noch die geschützten Kreuzer USS DETROIT ( C-10 ) und die USS NEWARK ( C-1 ). Im Herbst erfolgte eine Kreuzfahrt vor der Küste von New England und im November fuhr die USS SA FRANCISCO nach Süden und erreichte im Dezember Rio de Janeiro. Dort kreuzten die drei amerikanischen Kreuzer vor den brasilianischen Häfen als eine Marine Revolte durch die Admiräle Custodio de Mello und Saldana da Gama ausgebrochen war. Mit dieser Aktion versuchte Benham die amerikanischen Interessen und amerikanische Bürger vor Übergriffen der Konfliktparteien zu schützen. Nach sechs Monaten kehrten die amerikanischen Schiffe zurück. Rear Admiral Benham zog sich am 10. April 1894 von der US Navy zurück und trat in seinen Ruhestand. Am 11. August 1905 starb er in See Mahopac, New York.

Drei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Andrew Ellicot Kennedy Benham bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS BENHAM ( DD-49 aus der AYLWIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS BENHAM ( DD-397 ) aus der BENHAM – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS BENHAM ( DD-796 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS BENHAM ( DD-796 )

Schiffsbiografie

Die USS BENHAM ( DD-796 ) ist das dritte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Andrew Ellicot Kennedy Benham benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebenundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in Staten Island, New York wurde am 23. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs, Harold Benham, Ehefrau eines Enkels von rear Admiral Andrew Ellicot Kennedy Benham, taufte am 30. August 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Erle Van Emburgh Dennett stellte am 20. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung begann für die USS BENHAM die Erprobungs- und Ausbildungsphase. Die erste Station war dazu im Long Island Sound vorgesehen. Hier erhielt die Schiffsbesatzung ihre ersten Kenntnisse im Umgang mit dem Zerstörer. Anschließend ging Anfang Januar 1944 die Fahrt zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Von dort aus fuhr das Kriegsschiff weiter nach Kingston, Jamaika. Hier legte die USS BENHAM am 14. Januar an. In den folgenden vier Wochen begannen Übungen im Beschießen von Küstenbefestigungen, der Aufbringung von feindlichen U-Booten und der Eskorte von Flugzeugträgern. In der Werft von Staten Island legte der Zerstörer am 13. Februar an. Nach den üblichen Schiffskörperuntersuchungen verließ das Kriegsschiff am 28. Februar wieder New York und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier erfolgte die Endausrüstung für den Zerstörer. Am 4. März legte die USS BENHAM in Norfolk ab und fuhr nach Tampa, Florida, wo sie am 5. März anlegte. In diesem Hafen wartete der Zerstörertender USS PIEMONT ( AD-17 ). Noch am selben Tag verließen diese beiden Kriegsschiffe den Hafen und fuhren in die Karibik. Am 6. März durchquerten beide Schiffe den Panamakanal und fuhren über San Diego, Kalifornien und San Francisco, Kalifornien zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legten sie am 27. März an. Für Übungszwecke und zur Vorbereitung auf die kommende Operation, integrierte man die USS BENHAM am 6. April in die Task Group 19.1. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) und die Zerstörer USS BENHAM, USS UHLMANN ( DD-687 ) und USS YARNALL ( DD-541 ). Für diese Übungen verließen die vier Kriegsschiff am 7. April die Marinebasis Pearl Harbor und kehrten erst zwei Tage später zurück. Schon am 14. April verließ die USS BENHAM zusammen mit der USS UHLMANN erneut die Marinebasis und führte mehrere Übungen bis zum folgenden Tag durch. So war der Zerstörer an Uferbombardierungen und an mehreren Radarüberwachungsübungen beteiligt. Das war die Vorbereitung auf die Sicherung von Flugzeugträgern. Nach einer kurzen Erholungsphase, legte die USS BENHAM zusammen mit dem Schwesterschiff USS UHLMANN am 24. April wieder ab, beide gehörten der TG 19.2 an, und es begannen südlich von Oahu Anti-U-Boot Übungen zur Sicherung von Flugzeugträgern. Diese Übungen dauerten bis tief in die Nacht. Dabei kollidierten beide Schiffe zwei Stunden nach Mitternacht. Die USS UHLMANN erlitt einen schweren Schaden kurz hinter dem Bug. Ein 2,5 x 3 Meter großes Loch wurde in den Rumpf des Schiffes unterhalb der Wasserlinie gerissen. Der vordere Kessel- und Maschinenraum wurden sofort überflutet. Das Schadensbegrenzungsteam hatte die Situation nach mehreren Stunden im Griff, dafür lag der Zerstörer aber unbeweglich auf dem Wasser. Der Bug der USS BENHAM war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Beide Schiffe mussten in die Werft. Die Arbeiten an der USS BENHAM zogen sich in die Länge und waren erst am 14. Mai abgeschlossen. Sofort nach dem Verlassen des Trockendocks versetzte man die USS BENHAM in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.1 die ebenfalls Rear Admiral H. B. Sallada befehligte. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ) und die Zerstörer USS BENHAM, USS LAWS ( DD-558 ) und USS MORRISON ( DD-560 ). Für den amphibischen Sprung auf die Inseln der Marianengruppe begann für die Schiffe und deren Besatzungen ein intensives Training das am 29. Mai abgeschlossen war. Am 31. Mai verließen diese Schiffe die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren über Roi-Namur, Marshall Islands und erreichten zusammen mit den Schiffen aus der Task Group 52.14 am 14. Juni Saipan. Am darauffolgenden Tag begann die Landeoperation auf der Insel. Die USS BENHAM feuerte an diesem Tag ihre Granaten so wie auch die anderen Schiffe der TU zur Unterstützung der amerikanischen Landetruppen auf feindliche Stellungen. Dabei wurden mehrere japanische Küstenbatterien vernichtet. In der Nacht vom 15. zum 16. Juni erfolgte der erste japanische Luftangriff auf die Landungsschiffe der Task Group 52.1. Das waren drei Flugzeuge, die aufgestiegen waren um den ab 22:00 Uhr gestarteten Gegenangriff zu unterstützen. Ab dem 17. Juni stiegen vierzig japanische Torpedobomber während der Dämmerung von Flugplätzen auf der Marianen Insel Yap auf und begannen ihre Angriffe auf die Schiffe der Task Group 52.11 und Task Group 52.14 zu fliegen. Nur fünfzehn kehrten davon auf die Insel zurück. Die Geschützmannschaften der USS BENHAM sicherte mit den beiden anderen Zerstörern die Geleitflugzeugträger vor den feindlichen Flugzeugen ab und konnten sich dabei durch den Abschuss von zwei feindlichen Flugzeugen auszeichnen. Diese zusammenhängenden Luftangriffe dauerten bis zum 19. Juni. Die Schiffe unterstützten weiterhin die Landungstruppen auf Saipan, während die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte für einen Schlag gegen eine heraneilende japanische Flotte abgezogen wurden, um diese während der Schlacht in der Philippinischen See am 19. und 20. Juni zu vernichten. Die gesamte Bodenunterstützung, während des Kampfes auf den Marianen, mussten nun die Trägerflugzeuge aus der Task Force 52 übernehmen. Außerdem mussten sich die Schiffsbesatzungen am 26. Juni einem weiteren schweren feindlichen Luftangriff erwehren. Am 5. Juli verließen die Schiffe der TG 52.11 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden die Munitionsmagazine aufgefüllt und frischer Treibstoff gebunkert. Am 15. Juli gliederte man die USS BENHAM in die Task Undergroup 57.7.4. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS BENHAM, USS YARNALL und USS CONY ( DD-508 ) und die Geleitzerstörer USS CLOUES ( DE-265 ) und USS STEELE ( DE-8 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten die Transportdivision 30, welche aus den Angriffstransportschiffen USS KNOX ( APA-46 ), USS FULLER ( APA-7 ) und USS CALVERT ( APA-32 ), das Angriffsfrachtschiff USS BELLATRIX ( AKA-3 ) und die Transportschiffe USS GEORGE F ELLIOT ( AP-105 ) und USS JOHN LAND ( AP-167 ) bestand. Am 15. Juli legten die Schiffe der TU in Eniwetok ab und fuhren nach Saipan. Den Punkt an dem die Schiffe vor Saipan entladen werden konnten, erreichten sie vier Tage später. Die USS BENHAM wechselte nun wieder zur Task Group 52.11. Diese Schiffe erreichten am 23. Juli die Gewässer der Insel Tinian und begannen sofort ein Bombardement auf japanische Stellungen. Der folgende Tag sah die alliierte Landeoperation auf dieser Insel vor und die Schiffe begannen auch hier mit ihren Schiffsgeschützen die amerikanischen Marines zu unterstützen. Diese Unterstützung dauerte bis zum 27. Juli. Dabei bombardierte die USS BENHAM nachts mehrere Ziele in der Stadt Sunharon, die von den amerikanischen Truppen dann am Tag eingenommen werden konnten. Auch in den folgenden Abendstunden der nächsten Tage feuerte der Zerstörer mehrere Granaten auf feindliche Stellungen in Küstennähe. Am 2. August verlagerten die Schiffe der TG 52.11 in die Gewässer von Guam. Hier beschossen die Geschützmannschaften der USS BENHAM zwei Tage lang auf der nordöstlichen Seite der Insel die letzten japanischen Positionen. Anschließend verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Guam und fuhren zu dem Atoll Eniwetok. Hier ging der Zerstörer längsseits neben einem Zerstörertender. Mehrere kleiner Reparaturen an dem Kriegsschiff mussten ausgeführt und sämtliche Bunker wieder aufgefüllt werden. Den Zerstörer versetzte man am 26. August in die Task Force 38 deren Befehlsgewalt Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) inne hatte. Die USS BENHAM integrierte man dabei in die Task Group 38.2 die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mickinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), USS MIAMI ( CL-89 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS BENHAM, USS YARNALL, USS CUSHING ( DD-797 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS COLAHAN ( DD-658 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BENHAM übernahm zusammen mit den anderen Zerstörern den direkten Schutz der Flugzeugträger. Auf dem Weg dorthin wurden sie am 2. September durch die Öltanker aus der Task Group 30.8 auf hoher See betankt. Mit dem Bombardement auf die Inseln begannen die Schiffe am 6. September das bis zum Morgen des 8. Septembers anhielt. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und wurden durch die Öltanker USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CIMARRON ( AO-22 ) aus der TG 30.8 auf der Fahrt zur Philippinischen Insel Mindanao auf hoher See betankt. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.2 die Gewässer dieser Insel erreicht und begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Dabei wurde vor Basilian Island der Truppentransporter KUNIJAMA MARU und vor Surigao, Mindanao Island die Truppentransporter KURENAI MARU und MIHARA MARU sowie das Frachtschiff TAYU MARU versenkt. Am folgenden Tag bombardierten die Trägerflugzeuge die Flugplätze auf Mindanao und Davos und versenkten das Frachtschiff UNJO MARU Nummer 7. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.2, TG 38.1 und TG 38.3 neue Befehle während der Operation „King II“. Die Schiffe setzten zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Ab 18:00 Uhr kreisten über dem amerikanischen Schiffsverband mehrere japanische Beobachtungsflugzeuge, griffen aber in das Geschehen nicht ein. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.3 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Am 16. September erreichte der Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ) unter Begleitschutz der beiden Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ) und USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) die Position auf hoher See auf der sich die Schiffe der TG 38.2 befanden. Alle Kriegsschiffe wurden aufgetankt um sich anschließend den neuen Aufgaben zu stellen. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.2, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch noch am selben Tag verließen die amerikanischen Schiffe wieder die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnte. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. In der Bucht von Manila wurde der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Die Bombardements gegen japanische Stellungen wurden durch die Kräfte der TG 38.2 bis zum 24. September durchgeführt. Während der Kämpfe vor Luzon konnte die Mannschaft der USS BENHAM mehrere abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser retten. Danach zogen sich die Schiffe zurück und erreichten am 28. September den Garapan Harbor auf Saipan. Hier führte die USS BENHAM bis zum 30. September in den Gewässern der Marianen Insel Anti-U-Boot Patrouillen durch. Den Garapan Harbor verließen die Schiffe am folgenden Tag und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Die nachfolgenden Operationen wurden auf Grund eines heraufziehenden Sturmes verschoben, der die Schiffe der TG überrascht hatte. Die USS BENHAM lag noch vor dem heraufziehenden Sturm längsseits zu einem Zerstörertender, dessen Mannschaftsmitglieder mehrere notwenig gewordenen Reparaturen an dem Zerstörer vornahmen. Durch die immer höher werdenden Wellen, kappte man die Taue und die USS BENHAM trieb frei im Wind und konnte die Wellen gut abreiten gegenüber anderen Schiffen die Beschädigungen erlitten oder kollidierten. Nachdem der Sturm am 4. Oktober nachgelassen hatte, sammelten sich die Schiffe wieder vor dem Atoll. Anschließend bunkerte man frischen Treibstoff. Um 16:15 Uhr des 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.2 zusammen mit den anderen Schiffen der Task Force 38 erneut das Atoll. Ziel war Okinawa. Die USS BENHAM erhielt während der Operation wieder die Aufgabe, die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu beschützen und notfalls abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser zu retten. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. In der Dämmerung griffen fünfzehn japanische Flugzeuge die Schiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS BENHAM feuerten auf diese und konnten mehrere beschädigen. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.2 bombardierten zuerst am 11. Oktober die Stadt Aparri im Norden von Luzon und ab dem 12. Oktober den Norden von Formosa. Die Aufgabe bestand darin sämtliche Kriegs- Versorgungs- und Truppentransportschiffe und die Landgestützten Flugzeuge zu vernichten. So wurden dort die Flugplätze bei Shinihi und Macujama beschossen. Doch dadurch konnte man trotzdem nicht alle feindlichen Flugzeuge am Boden oder in der Luft zerstören. Am Abend des 12. Oktober, alle amerikanischen Flugzeuge waren auf dem Heimflug zu ihren Trägern, entdeckte man auf dem Radar der USS THE SULLIVANS mehrere japanische Flugzeuge die von Norden her, aus der Richtung von Kyushu, kamen und informierte die Schiffe der Task Group. Zwischen 50 und 60 japanische Flugzeuge attackierten in den folgenden sechs Stunden die Schiffe der Task Force. Die Geschützmannschaften der USS BENHAM schossen auf mehrere feindliche Flugzeuge und konnten dabei neun Abschüsse verbuchen. Ab 21:05 Uhr begann sich die zweite Welle japanischer Flugzeuge dem Schiffsverband zu nähern. Dieser Angriff dauerte bis 2:35 des 13. Oktobers. Die Japaner setzten in diesen Stunden mehrere „Windows“ ab um das amerikanische Radar zu stören, ließen „Christbäume“ aufleuchten die die Nacht in ein gespenstisches Licht tauchten. Die amerikanischen Schiffe selber erzeugten eine Nebelwand um sich darin vor den angreifenden Flugzeugen zu verstecken und die Piloten zu verwirren. Unterdessen führten alle Schiffe der TF eine simultane Drehbewegung in einer Geschwindigkeit zwischen 22 und 25 Knoten aus währenddessen die Geschützmannschaften weiterhin auf die Angreifer schossen. Ab dem Morgen dieses 13. Oktobers starteten von den amerikanischen Trägern erneut die Flugzeuge und bombardierten Flugplätze auf Formosa. Am Abend erschienen wieder japanische Bomber und griffen die Schiffe an. Da traf ein Lufttorpedo den Schweren Kreuzer USS CANBERRA unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON. Die Explosion auf der USS CANBERRA tötete dreiundzwanzig Besatzungsmitglieder und verwüstete die technischen Räume an der Außenbordwand. Die USS WICHITA nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Die USS BENHAM übernahm dabei die Sicherung der beiden Schiffe. Der Schwere Kreuzer USS BOSTON nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Durch die Treffer auf den beiden Schiffen mussten am 14. Oktober mehrere Umgruppierungen vorgenommen werden. So gründete man die Task Undergroup 30.3.1, der „Crippled Division I“. Die USS BENHAM blieb aber in der TG 38.2. Auch am Abend dieses Tages griffen wieder japanische Piloten die Schiffe der TG an. Die USS BENHAM hatte aber auch hier Glück und konnte unbeschädigt dieses Inferno überstehen. Am 15. Oktober erfolgte die Betankung der Schiffe der TG durch den Öltanker USS ESCAMBIA ( AO-80 ). Die TG 38.2 hatte nun die Aufgabe in den Gewässern zwischen Luzon, Formosa und Okinawa japanische Schiffe aufzubringen und zu versenken. Der Grund dafür war, japanische Schiffe, die Versorgungsgüter nach Leyte bringen wollten, sollten nicht ihr Ziel erreichen, da ab dem 20. Oktober die amphibische Landung auf dieser philippinischen Insel beginnen sollte. Dazu fuhren sie noch am selben Tag nach Okinawa. Am Morgen des 16. Oktober wurde östlich von Okinawa ein japanischer Verband gesichtet der angegriffen wurde. Dieser Verband, bestehend aus den Schweren Kreuzern ASHIGARA und NACI, dem Leichten Kreuzer ABUKUMA und den Zerstörern AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUI und HACUHARU, wurde von Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ) kommandiert und hatte die Aufgabe über Coron Island, Philippinen nach Leyte und Luzon zu fahren und die in japanischem Besitz befindlichen philippinischen Inseln zu sichern. An diesem 16. Oktober gab es zwar ein schweres Gefecht zwischen den beiden Verbänden, aber keines der Schiffe wurde ernsthaft getroffen oder beschädigt, so dass beide Schiffsverbände ihren weiteren Aufgaben nachgehen konnten. Die Schiffe der TG 38.2 verließen wieder die Gewässer von Okinawa und fuhren nach Luzon. Im Norden der Insel beschossen sie am 18. Oktober japanische Stellungen und die Häfen bei Aparri und Lasaga. Dabei wurden mehrere Schiffe versenkt. Am darauffolgenden Tag betankte die USS NEOSHO ( AO-48 ) die Schiffe der TG 38.2. Diese verließen anschließend Luzon und fuhren nach Cebu Island, Negros Island und Panay Island und beschossen ab dem 20. Oktober japanische Stellungen. Diese Bombardements wurden auch am folgenden Tag aufrecht erhalten. Dabei konnten bei Masbate Island mehrere japanische Schiffe versenkt werden. Am 23. Oktober befanden sich die Schiffe nordöstlich von Samar. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße betankte die USS SAUGATUCK ( AO-75 ) die Schiffe der TG 38.2. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Doch die USS BENHAM erhielt zusammen mit der USS STEPHEN POTTER an diesem 23. Oktober die Aufgabe, den Flugzeugträger USS BUNKER HILL über die philippinische Insel Samar, wo frischer Treibstoff gebunkert wurde, zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus zu begleiten. Vom Seeadler Harbor aus ging die Fahrt der drei Schiffe über Saipan und Ulithi bis nach Pearl Harbor. Hier verließ die USS BENHAM zusammen mit der USS STEPHEN POTTER die USS BUNKER HILL und beide Zerstörer kehrten zum Atoll Ulithi zurück. Der Flugzeugträger fuhr von Pearl Harbor bis zur Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington alleine weiter. In der dortigen Werft legte das Schiff am 6. November an und sollte seine erste große Überholung erfahren. Die USS BENHAM wartete nach der Rückkehr vor dem Atoll Ulithi auf die Schiffe der TG 38.2. Diese erreichten am 9. November das Atoll. Man füllte auf den Schiffen die Munitionsmagazine auf und nahm kleinere Reparaturen vor. Am 14. November verließen die Schiffe der TG dann wieder das Atoll und fuhren zu den Schiffen der Task Group 38.3, die sich östlich der zentralen Philippinen aufhielten, und lösten diese dort ab. Die Bombardements auf den Süden von Luzon flammten wieder auf. Doch die USS BENHAM blieb aber nicht lange in der Task Group 38.2.
Am 20. November wechselte der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern der DESDIV 106 zur Task Undergroup 38.4.3. Die Task Group 38.4 befehligte Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „King II“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), das Schlachtschiff USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und in der TU 38.4.3, die Captain William L. Fresemann befehligte, die Zerstörer USS BENHAM, USS CUSHING, USS STEPHEN POTTER, USS HALSEY POWELL, USS UHLMANN, USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS McCALL ( DD-400 ), USS HELM ( DD-388 ) und USS TWINING ( DD-540 ). Am folgenden Tag verließen die Schiffe der TG 38.4 ihre Position und fuhren in Richtung Ulithi. Auf dem Weg dorthin wurde am 22. November feindliche Stellungen auf der philippinische Insel Yap bombardiert. Noch am selben Tag lag die TG 38.4 vor Ulithi vor Anker. Hier konnte sich die Schiffsbesatzung der USS CUSHING ausruhen. Die Operation „King II“ wurde am 25. November offiziell für beendet und erfolgreich erklärt und die Schiffe der TF 38 fuhren zum Atoll Ulithi. Hier sammelten sie sich. Bis zum 10. Dezember blieb die USS BENHAM auf Reede liegen damit sich die Besatzung von den vergangenen Kämpfen etwas erholen konnte. Hier beließ man den Zerstörer in der Task Force 38 die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. während der Operation „Love III“ kommandierte. Innerhalb dieser TF versetzte man den Zerstörer in die Task Group 38.1, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) kommandierte. In der TG 38.1 befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ), USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS WASP ( CV-18 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS SAN JACINTO ( CVL-30 ), das Schlachtschiff USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON und USS SAN FRANCISCO, der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS BENHAM, USS CUSHING, USS YARNALL, USS UHLMANN, USS COLAHAN, USS HALSEY POWELL, USS TWINING, USS STOCKHAM und USS WEDDERBURN. Am 10. Dezember verließen die Schiffe dieser TG das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Diese erreichten sie am 13. Dezember. Während die Trägerflugzeuge ihre Angriffe auf japanische Stellungen auf der Insel flogen und damit die Landeoperation der Alliierten direkt unterstützten, wurden die Schiffe von Tankern der Task Group 30.8 betankt. Die Bombardements durch die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte, in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnte die USS BENHAM erfolgreich Treibstoff übernehmen und die Bunker bis zum letzten Tropfen füllen. Doch dann scheiterten weitere Versuche anderer Schiffe da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sank der Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ), USS HULL ( DD-350 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ) und beschädigt wurden unter anderem die Zerstörer USS HICKOX, USS DYSON, USS BENHAM und USS BUCHANAN ( DD-484 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS CABOT, USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Für die USS BENHAM war es Überlebenswichtig gewesen, gefüllte Treibstoffbunker zu haben. Denn der Zerstörer musste knappe zwanzig Meter hohe Wellen abreiten. Der Zerstörer konnte seine Position während des Taifuns „Cobra“ nicht halten. Das Kriegsschiff erlitt zwar geringe äußerliche Schäden, aber im innern sah das ganz anders aus. Die Besatzung stand knietief im Wasser unter Deck, da durch jede Ritze und jedem Ventilator Wasser eindrang, und musste eine extreme Hitze dort aushalten. Die Lüftungsventilatoren mussten abgeschaltet werden und das Schaltgetriebe hatte einen Defekt erlitten. Die Lenzpumpen arbeiteten ununterbrochen. Nach fünf Stunden war das schlimmste überstanden. Mit nur geringer Geschwindigkeit fuhr die USS BENHAM in Richtung des Atolls Ulithi und erreichte dieses am Heiliabend. Hier erfolgten an dem Zerstörer sofort die Reparaturen an dem Schaltgetriebe. Und hier erfuhr auch die Mannschaft des Zerstörers erst von der traurigen Nachricht, dass drei Zerstörer gekentert und sechsundzwanzig Schiffe zum Teil schwer beschädigt worden waren. Die Reparaturarbeiten an der USS BENHAM waren schnell abgeschlossen und es begannen die Arbeiten zum befüllen aller Bunker. Man beließ die USS BENHAM in der Task Group 38.1 die jetzt Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Mike I“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN und USS WASP, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS SAN FRANCISCO und USS BALTIMORE ( CA-68 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE und USS FLINT ( CL-97 ) welcher nur vom 11. bis zum 12. Januar 1945 anwesend war, und die Zerstörer USS BENHAM, USS CUSHING, USS YARNALL, USS TWINING, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS UHLMANN, USS COLAHAN, USS HALSEY POWELL, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ). Am 30. Dezember verließen die Schiffe der TG 38.1 zusammen mit denen der TG 38.2 das Atoll Ulithi und fuhren zur Insel Formosa um die japanische Einmischung während der Landeoperation auf Luzon zu unterbinden. Am 2. Januar 1945 betankte man die Schiffe durch die Tanker der TG 30.8. Die Bombardements auf Formosa begannen am 3. Januar. Dabei wurden die Flugplätze und Häfen der Insel angegriffen und zerstört. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG wieder Formosa und fuhren in Richtung Luzon. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere japanische Schiffe auf Hoher See durch amerikanische Trägerflugzeuge angegriffen und versenkt oder beschädigt. Ab dem 6. Januar begann der Angriff auf japanische Stellungen und hauptsächlich auf Flugplätze auf Luzon und in den Gewässern zum Südchinesischen Meer auf japanische Schiffe. Denn die amerikanischen Invasionskräfte litten unter den japanischen Luftangriffen. In der Nacht vom 9. zum 10. Januar durchfuhren die Schiffe der TG den Bashi Kanal um dann eine Reihe von Überfällen auf Japans innerer Verteidigungslinie durchzuführen. Obwohl von schlechtem Wetter geplagt, begann am 12. Januar mit der Operation „Gratitude“ die Säuberung der Gewässer in Französisch Indochina von japanischen Schiffen und der Beschuss japanischer Küstenbefestigungen. Die Schiffe der TG 38.1 nahmen ab diesem Tag zusammen mit denen der TG 38.2 ihren Kampf vor Saigon und in der Cam Ranh Bay, Vietnam auf. Ungehemmt konnten sie sich hier bewegen, da keine japanische Flotte mehr imstande war die Angreifer zu vertreiben. Doch schon zwei Tage später befanden sie sich schon wieder vor der Insel Formosa. Die Trägerflugzeuge starteten in den folgenden Tagen von den Trägern aus und griffen Ziele auf Formosa, Hongkong, Canton, Hainan, Luzon, Okinawa und weitere Rjukju Inseln an und versenkten feindliche Schiffe. Die USS BENHAM sicherte während dieser Tage die Flugzeugträger ab. Erst am 25. Januar verließen die Schiffe beider Task Group ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am folgenden Tag. Hier konnte die Besatzung der USS BENHAM sich etwas ausruhen. Zwischenzeitlich führte die Schiffbesatzung mehrere Trainings- und Übungseinheiten an den Waffensystemen durch und bunkerten frischen Treibstoff sowie Munition. Dann gliederte man die USS BENHAM in die Task Group 58.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und ab dem 21. Februar die USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WISCONSIN ( BB-64 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS BALTIMORE und USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS BENHAM, USS CUSHING, USS YARNALL, USS TWINING, USS OWEN, USS STEPHEN POTTER, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS HICKOX, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS COLAHAN, USS UHLMANN, USS HALSEY POWELL, USS LONGSHOW ( DD-559 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ). Den Oberbefehl über die Task Force 58 besaß Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Pebble Beach, Kalifornien ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.2 das Atoll Ulithi mit dem Ziel, das japanische Kernland, um das dortige industrielle Herz des Feindes zu treffen. Die USS BENHAM versetzte man allerdings schon am 11. Februar in die Task Group 58.8, eine Scouting Gruppe. Die darin befindlichen Zerstörer USS BENHAM, USS UHLMANN, USS HALSEY POWELL, USS CUSHING und USS COLAHAN sollten rund 65 Seemeilen vor den Schiffen der Task Force 58 vorausfahren und nach feindlichen Schiffen sowie Flugzeugen Ausschau halten um den Überraschungseffekt ausnützen zu können. Schon am Nachmittag des folgenden Tages reihten sich diese Schiffe aber wieder in die die TG 58.2 ein und nahmen die Sicherung der Flugzeugträger wieder auf. Dieselbe Prozedur der Scouting Gruppe, mit denselben fünf Zerstörern, erfolgte ab dem 15. Februar in der Nähe des japanischen Kernlandes. Diese Zerstörer eilten voraus und hielten erneut Ausschau. Erst am 17. Februar reihten sie sich wieder in die TG ein. Ab dem 16. Februar begann der Luftangriff auf Tokyo, der zwei Tage andauerte. Die Piloten der Trägerflugzeuge behaupteten nach dem zweiten Angriffstag und mit 138 geflogenen Einsätzen auf das japanische Kernland, dass während der Luftangriffe drei Radarvorpostenschiffe, ein Geleitflugzeugträger und siebenhundert Flugzeuge vernichtet worden sein sollen. In diesen Tagen konnten die Geschützmannschaften der USS BENHAM acht weitere feindliche Flugzeuge abschießen. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die japanische Hauptinsel und wandten sich nach Iwo Jima. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten an diesem Tag die anlandenden Marines. Die USS BENHAM selber sicherte dabei, wie alle anderen Zerstörer auch, die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen , indem der Zerstörer die Aufgaben eines Radarvorpostenschiffes übernahm. Dadurch konnte man viele der japanischen Flugzeuge, die die amerikanischen Träger angreifen wollten, schon im Vorfeld erfolgreich vernichten. Am 24. Februar reihte man die USS BENHAM wieder mit den Zerstörern USS HALSEY POWELL, USS COLAHAN und USS CUSHING in die TG 58.8 ein. Diese vier Zerstörer fuhren erneut den Schiffen der TG 58.2 voraus und sicherten diese vor feindliche Luftangriffe. Die USS BENHAM blieb mit den Zerstörern bis zum 26. Februar in dieser TG vereint. An diesem Tag erfasste ein Sturm auf hoher See, vor Iwo Jima, die Schiffe der TG 58.2. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Neben der USS BENHAM erlitten die Zerstörer USS HALSEY POWELL, USS STEPHEN POTTER und USS COLAHAN und der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO aus der TG 58.2 und die Zerstörer USS JOHN W WEEKS und USS PRESTON ( DD-795 ) aus der TG 58.3 schwere Beschädigungen an Deck. Daher versetzte man die USS BENHAM am 27. Februar in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ) während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich außerdem noch die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS LANGLEY ( CVL-27 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON, USS NORTH CAROLINA und USS MISSOURI ( BB-63 ), ab diesem Tage auch der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO, die Leichten Kreuzer USS SAN DIEGO, USS SANTA FE und USS BILOXI und die Zerstörer USS BENHAM, USS STEPHEN POTTER, USS HALSEY POWELL, USS COLAHAN, USS TRATHEN, USS HAILEY, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Noch am selben Tag verließen diese Schiffe ihre Positionen vor Iwo Jima und fuhren zum Atoll Ulithi zurück, wo sie am 1. März 1945 anlegten. Die USS BENHAM lag wieder längsseits zu einem Zerstörertender und die Reparaturarbeiten an dem Zerstörer begannen sofort. Hier bereitete man die Schiffe auch auf die kommende Invasion auf Okinawa, der letzten großen amphibischen Operation während des Krieges, vor. Dazu blieb die USS BENHAM in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE, USS YORKTOWN und USS INTREPID ( CV-11 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS MISSOURI und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS BENHAM, USS HAILEY, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS HAZELWOOD, USS COLAHAN, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS TWINING, USS REMEY, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kyushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Der erste japanische Luftalarm in diesen Tagen begann am 17. März. Die USS BENHAM hatte ihre Radarvorpostenstation eingenommen, da gab es auch schon einen ersten Radarkontakt mit feindlichen „Snoopers“. Die Geschützmannschaften feuerten auf diese Flugzeuge damit sie abdrehten und der Zerstörer verließ anschließend ebenfalls seine Position. Am folgenden Morgen konnte eine Mitsubishi A6M die neue Position des Kriegsschiffes ausfindig machen. Das Katz und Maus Spiel hielt zwei Tage. Am zweiten Tag, dem 19. März um 2:50 Uhr, war die USS BENHAM zusammen mit der USS HALSEY POWELL auf Patrouille und man erhielt einen Radarkontakt von einem feindlichen U-Boot. In den folgenden vier Stunden wurden, von beiden Zerstörern, alle Wasserbomben in das Zielgebiet über Bord geworfen. Doch es gab kein Ergebnis. In den frühen Morgenstunden kam es zu einem erneuten Luftangriff auf die US Navy Schiffe. Noch vor der Morgendämmerung begann der Kampf. Viele der angreifenden japanischen Flugzeuge wurden während der Schlacht abgeschossen. Doch da durchbrach ein japanischer Bomber den Sperrgürtel der amerikanischen Jagdflugzeuge und warf zwei Panzerbrechende Bomben auf die USS FRANKLIN ab. Beide durchschlugen das Flugdeck und explodierten im Innern des Flugzeugträgers. Dabei kamen 724 Mannschaftsmitglieder und Personal ums Leben und 264 wurden zum Teil schwer verwundet. Durch das Löschwasser erhielt der Träger schnell eine dreizehn Grad Schlagseite nach Steuerbord. Erst durch den Leichten Kreuzer USS SANTA FE konnte notdürftig Elektrizität eingespeist werden. Die USS CUSHING blieb während der Rettungsaktion des Flugzeugträgers auf ihrem Posten als Verbindungsschiff. Rear Admiral Ralph Eugene Davison befahl anschließend der USS BENHAM zusammen mit der USS OWEN und drei weiteren Zerstörern nach Seeleuten der USS FRANKLIN zu suchen, die im ersten Moment des Bomberangriffs über Bord gegangen waren. Diese Mannschaftsmitglieder wurden an den Flugzeugträger USS WASP übergeben. Das betanken der Schiffe der TG musste an diesem Tage abgebrochen werden, als sich am Nachmittag eine japanische Flugzeugformation näherte. Die Geschützmannschaften der USS BENHAM feuerten den gesamten Nachmittag aus allen Rohren auf feindliche Flugzeuge und konnten dabei mehrere vom Himmel holen. Die japanischen Luftangriffe wurden auch am 21. März fortgesetzt. Die USS BENHAM beteiligte sich an der Sicherung der Schweren Schiffe während des Bombardements auf feindliche Stellungen, Befestigungen und Schiffe bei Okinawa. Dabei erzielten die Trägerflugzeuge große Schäden zur Vorbereitung auf die Invasion der Insel. Durch die vermehrten Aktivitäten der amerikanischen Schiffe, erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon wieder am 25. März betankt werden mussten. Dabei befanden sich die Schiffe rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa. Am 27. März kam es zu einem massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Am 31. März warf die USS CUSHING mehrere Wasserbomben nach einer Sonarkontakt über Bord um das tauchende japanische U-Boot zu vernichten. Die USS BENHAM eilte dem Schwesterschiff zu Hilfe und warf ebenfalls mehrere Wasserbomben nach einem Muster über Bord. Dessen Mannschaftsmitglieder berichteten dann später über einen großen Ölteppich und einem starken Geruch nach Dieselkraftstoff, allerdings gab es erneut keine festen Beweise über die Versenkung eines U-Bootes. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa. Mit dieser geplanten Invasion auf der Insel begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. In den ersten Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen diese einen massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS BENHAM befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Gegenüber anderen Zerstörern, die auf ihren Radarvorposten waren und angegriffen wurden, war die USS BENHAM keinem direkten Luftangriff ausgesetzt. Die Schiffe der Task Group 58.2, welche wegen der Reparaturen mehrerer Schiffe zum Atoll Ulithi im März zurück ziehen mussten, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Die USS BENHAM blieb aber während dieser Schlacht auf ihrer Radarvorpostenstation rund 25 Seemeilen nördlich der TF 58. Es verging nun fast kein Tag an dem kein japanischer Kamikazeangriff gestartet wurde. Durch die dann immer hektischer werdenden Abwehrreaktionen der Flugabwehrkanoniere, wurden auch Schiffe der Task Group mit beschossen und getroffen. Unzählige Beschädigungen auf fast allen Schiffen wurden in diesen Tagen gezählt. So gab es am 17. April um 9:44 Uhr einen japanischen Luftangriff, den vier Kamikazepiloten mit ihren Zeros durchführten. Die amerikanischen Zerstörer lagen an diesem Tag rund 290 Seemeilen südöstlich der Nakagusuku Bay. Eines dieser Flugzeuge stürzte sich direkt auf die USS COLAHAN, ließ eine Bombe fallen und zog wieder nach oben, um sich wenige Sekunden später auf die USS BENHAM zu stürzen. Mehrere Zerstörer feuerten gleichzeitig auf dieses Kamikazeflugzeug. Dieses befand sich noch rund fünfzig Meter von der USS BENHAM entfernt, da explodierte es in der Luft durch die abgeschossenen Flakgeschosse. Die USS BENHAM erhielt unzählige Treffer an Bord, wobei ein Mannschaftsmitglied den Tod fand und vierzehn verwundet worden. Außerdem war die Radaranlage zerstört worden. Der Zerstörer konnte so seine Pflichten nicht mehr übernehmen und musste zu Reparaturarbeiten zu den Kerama Retto Inseln fahren. Dort verbrachte der Zerstörer die letzten Tage des April und die ersten des Mai. Anschließend übernahm das Kriegsschiff Eskortierpflichten um amerikanische Schiffe zu beschützen, die vor Okinawa operierten. Auch in diesen Tagen gab es ständig japanische Kamikazeangriffe. Die USS BENHAM erlitt am 17. Mai Beschädigungen nach einer Bombenexplosion, die unmittelbar neben dem Schiffskörper erfolgte. Zur Behebung dieser Schäden musste der Zerstörer zum Atoll Ulithi, wo die Reparaturen zügig vorangingen. Anschließend gliederte man die USS BENHAM während der weiteren Operation „Iceberg“ in die Task Force 38 ein und spezielle Aufgaben als Radarvorpostenschiff. Ab dem 2. Juni erfolgten erneute amerikanische Luftangriffe gegen feindliche Ziele auf Kyushu, Nansei Shoto und andere japanischen Ziele. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der TF diese Gewässer und fuhren zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Drei Tage später erreichte die USS BENHAM diese Insel und wurde von dort aus gleich nach Guam weitergeschickt. Hier sollte sich der Zerstörer einer Überholung an den Schiffsmaschinen unterziehen. Die USS BENHAM blieb in der TG 38.4 eingegliedert, welche Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS SHANGRI-LA, USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS IOWA, USS WISCONSIN und das Flaggschiff USS MISSOURI auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY, USS BOSTON, USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN und die Zerstörer USS BENHAM, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS WEDDERBURN, USS TWINING, USS STOCKHAM, USS COLAHAN, USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS SMALLEY ( DD-565 ) und USS WREN ( DD-568 ). Die USS BENHAM selber stieß erst am 21. Juli zu den Schiffen der TG vor den japanischen Hauptinseln. Hier übernahm der Zerstörer erneut die Aufgaben eines Radarvorpostens für die Flugzeugträger. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe, Nagoya und dem nördlichen Honshu. Nur noch vereinzelte japanische Kamikazepiloten stiegen mit ihren Flugzeugen in die Luft auf um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Nur die wenigsten davon konnten ihr Ziel auch erreichen, wurden aber zum großen Teil von den Geschützmannschaften der Schiffe vorher schon abgeschossen. In diesen Tagen zog man die USS BENHAM dann von ihrem Posten ab und übergab dem Zerstörer neue Aufgaben. So übernahm das Kriegsschiff eine Patrouillenfahrt vor Shikoku um nachzusehen ob in dem dortigen Hafen sich japanische Kriegsschiffe befinden, beschoss eine japanische Marinebasis bei Shionomisaki und übernahm den Transport von britischen und amerikanischen Verbindungsoffizieren zwischen den alliierten Flugzeugträgern. Am 15. August um 6:05 Uhr stiegen erneut amerikanische Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte umgehend die Piloten zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Am 27. August fuhr die USS BENHAM in die Sagami Bay bei Yokosuka und sollte hier die Übergabe der japanischen Marinebasis, notfalls mit Waffengewalt, überwachen. Nach einer kurzen Fahrt nach Iwo Jima, kehrte das Kriegsschiff in die Sagami Bay zurück und hatte für den Einsatz der amerikanischen Soldaten mehrere Millionen japanische Yen an Bord. Danach eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Schiffen das Schlachtschiff USS MISSOURI in die Tokyo Bay. Die BENHAM blieb bis zum 2. September in der Bay und sicherte die Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde ab. Bis zum 26. Oktober blieb der Zerstörer in den japanischen Gewässern und fuhr danach an die US Westküste. Hier verbrachte der Zerstörer in dem folgenden Jahr mehrere Ruhepausen in den verschiedenen amerikanischen Häfen. Erst später erreichte das Kriegsschiff dann San Diego, wo es am 18. Oktober 1946 außer Dienst und in die Pazifikreserveflotte versetzt wurde.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS BENHAM aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Allen Pearcy Cook, Jr. ( 20. Juli 1917 in La Center, Kentucky– 30. Dezember 2005 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 24. März 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in Long Beach, Kalifornien in den Dienst der US Navy. Gleich nach der Indienststellung verließ die USS BENHAM die US Westküste und wechselte in den Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff in der Boston Naval Shipyard, Massachusetts für eine umfangreiche Überholung an. Während dieser Modernisierungsmaßnahmen wurden die alten 40 mm Geschütze entfernt und die neuentwickelten 76 mm Geschütze aufgebaut. Damit sollte das Kriegsschiff befähigt sein, feindliche Düsenflugzeuge wirksam bekämpfen zu können. Nach Abschluss der Überholung versetzte man die USS BENHAM zur Atlantikflotte und der neue Heimathafen wurde Newport, Rhode Island. Von hier aus führte der Zerstörer auch seine ersten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten sowie mehrere Trainingsübungen entlang der US Ostküste für den Rest des Jahres durch. Erst im folgenden Jahr begann der erste ausländische Atlantik Einsatz für das Kriegsschiff. Dazu legte es am 22. April 1952 in Newport ab und begann in Gesellschaft mit dem Zerstörer USS NOA ( DD-841 ) eine europäische Goodwill Kreuzfahrt. Beide Kriegsschiffe besuchten auf dieser Fahrt die Häfen in Neufundland, Kanada, von Island, Irland, Großbritannien, Schweden, Bundesrepublik Deutschland, Libyen, und Italien. Erst am 16. September legten beide Schiffe wieder in Newport an. Nach sechs Monaten Anti-U-Boot Übungen und Typtraining vor Newport, verließ die USS BENHAM am 17. April 1953 zum zweiten Mal die US Ostküste und fuhr ins Mittelmeer. Diese Kreuzfahrt, die fünf Monate dauerte, führte den Zerstörer in Häfen von Italien, Frankreich, der Türkei und Griechenland. Die Rückfahrt endete für die USS BENHAM nicht in Newport, sondern am 3. September in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Dort musste sich das Kriegsschiff einer viermonatigen Modernisierung unterziehen. Nachdem die USS BENHAM im Januar 1954 die Werft wieder verlassen konnte, verbrachte die Mannschaft des Zerstörers in den folgenden fünf Monaten mehrere Trainingsübungen um die neueingebauten kriegstechnischen Anlagen beherrschen zu können. Für diese Übungen fuhr das Kriegsschiff entlang der US Ostküste. Diese waren zur Vorbereitung für eine Weltreise. Dazu verließ die USS BENHAM am 1. Juni ihren Heimathafen und reihte sich in die Zerstörerdivision 242 ein. Die Fahrt führte die Schiffe zuerst nach Süden. Danach durchquerten sie den Panamakanal und überquerten den Pazifik. Das erste Ziel dieser Fahrt war Japan. Dort verbrachte die USS BENHAM mehrere Monate, in denen die Besatzung trainieren konnte und patrouillierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen der 7. US Flotte im Südchinesischen Meer. Während solch einer Patrouille gab es einen Zwischenfall mit zwei Jagdflugzeugen vom Typ Lawotschkin La-7 von der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Diese beiden Jagdflugzeuge schossen am 22. Juli um23:44 Uhr eine Passagiermaschine Douglas DC-4 der Hongkong Airlines Air Cathay Pacific ab. Diese befand sich rund zehn Meilen östlich des internationalen Luftkorridors von Hainan Island und einunddreißig Minuten von Hongkong entfernt in knapp 3.000 Meter Höhe. Die beiden chinesischen Piloten setzten ihre Jagdflugzeuge hinter das Passagierflugzeug und eröffneten das Feuer. Beide Triebwerke fingen sofort Feuer und der Hilfs- und der Haupttank erhielten ebenfalls Treffer und wurden in Brand gesetzt. In einer Höhe von 1.500 Metern war durch mehrere Treffer die Ruderkontrolle defekt. In 600 Metern Höhe über dem Wasser riss das rechte Seitenruder ab und das Passagierflugzeug kam ins Trudeln. Erst nach dem Aufschlag auf dem Wasser, ließen die beiden chinesischen Piloten von ihrem Opfer ab. Von den achtzehn Passagieren an Bord fanden neun während dieses Angriffs den Tod. Die USS BENHAM setzte man am 25. Juli in den Gewässern zur Suche nach Überlebenden ein. Zwei Tage vorher hatten zwei Wasserflugzeuge vom Typ Grumman Sa-16 Albatros die Überlebenden aufgenommen. Doch an diesem 25. Juli hatten zwei chinesische Jagdflugzeugpiloten etwas dagegen, dass ein amerikanisches Schiff zu nahe an die chinesischen Hoheitsgewässer kommen könnte. Diese beiden Jagdflugzeuge griffen den Zerstörer an, mussten aber schon nach wenigen Sekunden umdrehen und das Weite suchen. Denn die Geschützmannschaften der USS BENHAM kannten keinen Spaß und ließen ihre Waffen sprechen. Der Zerstörer führte dann in den Gewässern von Okinawa auch Anti-U-Boot Trainingsübungen durch, an denen sich U-Boote aus befreundeten Marinen beteiligten. Nach einem zweiwöchigen Werftaufenthalt in Sasebo, Japan, verließ die USS BENHAM im Oktober den Westpazifik und fuhr in Richtung US Ostküste. Auf dieser Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff zuerst die Häfen von Hongkong und Singapur. Anschließend ging es in den Indischen Ozean. Hier legte der Zerstörer in Ceylon, Sri Lanka und Aden, Jemen an. Nach der Durchfahrt durch den Suezkanal, besuchte das Kriegsschiff die Häfen Neapel, Barcelona, Gibraltar und die Azoren. Im Heimathafen Newport machte man am 18. Dezember den Zerstörer fest. In dem Jahr 1955 war die USS BENHAM fast ausschließlich an der US Ostküste unterwegs und nahm an mehreren Trainingsmissionen innerhalb der Atlantikflotte teil. Am 7. Januar 1956 bugsierte man den Zerstörer in die Boston Naval Shipyard. Hier sollte an dem Kriegsschiff eine weitere Modernisierung vorgenommen werden. In dem folgenden Sommer war der Zerstörer ein Schulschiff in Newport und half dabei, potenzielle Kommandanten und Ingeniere auszubilden. Im September musste das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard für eine zweiwöchige Reparaturphase. Angesichts der wachsenden Spannungen im Mittleren Osten durch die Verstaatlichung des Suezkanals, begann die Schiffsbesatzung ein intensives Training vor Newport, in Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall. Am 29. Oktober griffen israelische Streitkräfte auf der Sinaihalbinsel die dort stationierten ägyptischen Streitkräfte an. Zwei Tage später erfolgte ein britischer und französischer Luftangriff und das Absetzen von britischen und französischen Fallschirmjäger über Port Said. Das war eine großangelegte Operation der drei Länder, um den Suezkanal wieder unter britische und französische Kontrolle zu bringen. Am 2 November erklärte jedoch die Sowjetunion ihre Absicht, Ägypten in diesem Konflikt zu unterstützen. Als Reaktion darauf, versetzte der US Präsident David Dwight Eisenhower ( 14. Oktober 1890 in Denison, Texas – 28. März 1969 in Washington DC ) am 6. November alle amerikanischen Kriegsschiffe in erhöhte Alarmbereitschaft. Die USS BENHAM wurde augenblicklich in Marsch gesetzt um die 6. US Flotte im Mittelmeer zu verstärken. Noch am selben Tag stach die USS BENHAM in See und erreichte nach sechzehn Tagen das östliche Mittelmeer. Mittlerweile unterstellten die USA ihre Kriegsschiffe unter die Schirmherrschaft der UNO um Ägypten zu schützen. Nachdem die UNO Großbritannien, Frankreich und Israel gezwungen hatte, ihre Streitkräfte von ägyptischem Territorium wieder abzuziehen, überwachte unter andern die USS BENHAM diese Aktion. Nach dem Ende der Suez Krise, verließ der Zerstörer am 11. Februar 1957 das Mittelmeer und legte am 20. Februar in Newport wieder an. Bald danach kehrte das Kriegsschiff wieder zu einem verlässlichen und regelmäßigen Zeitplan zurück und beteiligte sich an mehreren Trainingsmissionen entlang der US Ostküste. Nach drei Monaten lokaler Übungen, verließ die USS BENHAM wieder ihren Heimathafen und führte im Juni und Juli eine Midshipman Sommerkreuzfahrt nach Südamerika durch. Dabei wurden die Häfen von Rio de Janeiro, Brasilien; St. Thomas, Jungferninseln; die Guantanamo Bay, Kuba und Culebra, Puerto Rico besucht. Im September beteiligte sich der Zerstörer nordöstlich von Newport an einer Reihe von NATO Manövern. Dabei wurden im Nordatlantik mehrere Anti-U-Boot Übungen durchgeführt. Nach diesen Operationen besuchte das Kriegsschiff für zwei Tage Belfast, Nordirland und Chatham, England, bevor die Fahrt wieder nach Newport zurück ging. Anschließend folgte ein dreimonatiger Werftaufenthalt in der Boston Naval Shipyard. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine nächste Fahrt ins Mittelmeer vor, die im späten Frühjahr erfolgen sollte. Nach einem moslemischen Aufstand im Mai 1958 in Beirut, Libanon, kam es in diesem Land zu einem Bürgerkrieg. Die Regierung des libanesischen Präsidenten Camille Nimr Chamoun ( 3. April 1900 in Deir el Quamar, Osmanisches Reich – 7. August 1987 in Beirut, Libanon ) bat die USA und Großbritannien um Hilfe. Obwohl die USA, wie auch Großbritannien, vorsichtig sein mussten sich im Nahen Osten zu engagieren, genehmigte US Präsident Eisenhower die Positionierung einer schnellen Flotte in der Region. Nachdem am 14. Juli im Irak ein Staatsstreich durch die irakische Armee erfolgreich verlaufen war und der bis dahin Britisch- und Amerikafreundliche Premierminister Nuri as-Said ( 1888 in Bagdad, Osmanisches Reich – 15. Juli 1958 in Bagdad, Irak ) und König Faisal II. ( 2. Mai 1935 in Bagdad – 14. Juli 1958 in Bagdad ) abgesetzt und getötet worden war, ermächtigte Eisenhower die Intervention im Libanon um der Verbreitung von Unruhen entgegenzuwirken. Am folgenden Tag landeten rund 10.000 amerikanische Marines im Libanon. Auch die USS BENHAM wurde wegen der im Nahen Osten herrschenden Unruhen am 14. Juli in Marsch gesetzt. Wenige Tage später patrouillierte der Zerstörer im östlichen Mittelmeer, im Roten Meer und im Persischen Golf. Im östlichen Mittelmeer unterstützte das Kriegsschiff die amerikanischen Truppen, die für die Wiederherstellung der Ordnung im Libanon zeichneten. Nachdem die letzten amerikanischen Truppen am 25. Oktober Beirut wieder verlassen hatten, verließ die USS BENHAM ebenfalls das Mittelmeer und fuhr zurück zur US Ostküste. Erst Ende November legte das Kriegsschiff in Newport an und blieb für die restlichen Tage im Jahr 1958 im Hafen liegen. Das Jahr 1959 sah wieder mehrere Übungen vor. Neben der normalen Trainingsroutine vor Newport, war die USS BENHAM dann an zwei großen Übungen beteiligt. Zum einen im Frühling bei einer Kreuzfahrt mit einem Flugzeugträger bis nach Mayport, Florida und im Sommer bei einer Anti-U-Boot Ausbildungskreuzfahrt in die Karibik. Im Rahmen des Militärhilfsprogramms ( MAP ), wurde die USS BENHAM Anfang 1960 in die Boston Naval Shipyard beordert und eine umfangreiche Überholung durchgeführt. Den Zerstörer stellte man bei der US Navy am 30. Juni 1960 außer Dienst und am 15. Januar 1974 strich man den Namen USS BENHAM ( DD-796 ) von der US Navy – Liste.

Am 15. Dezember 1960 übergab man den Zerstörer als Darlehen im Rahmen des Militärhilfsprogramms an Peru. Noch am selben Tag stellte die peruanische Marine das Kriegsschiff in ihren Dienst und übergab ihm den Namen BAP VILLAR ( DD-71 ). 1971 nahm das peruanische Kriegsschiff an Anti-U-Boot Übungen in nationalen Hoheitsgewässern zwischen Ilo und Matarani zusammen mit der Fregatte BAP AGUIRRE, dem Zerstörer BAP ALMIRANTE GUISE ( DD-72 ), ( ex USS ISHERWOOD ( DD-520 ) ) und drei peruanischen U-Booten teil. Während dieser Übung wurde auf dem Sonar des Zerstörers ein viertes U-Boot ausgemacht, dessen Nationalität unbekannt blieb. Man holte sich in Lima die Erlaubnis, dieses unbekannte U-Boot zu attackieren, und drei Überwasserkriegsschiffe warfen nach einem vorgegebenen Muster Wasserbomben ab. Es gab keinen Erfolg. Am 15. Januar 1974 kaufte die peruanische Marine den Zerstörer BAP VILLAR zusammen mit seinem Schwesterschiff BAP ALMIRANTE GUISE von der US Navy. Im folgenden Jahr unterzog man die beiden Zerstörer mehreren Modernisierungsarbeiten. Dabei war auch eine Installation eines Plattformdecks für einen Anti-U-Boot Hubschrauber vom Typ Agusta Bell AB 212 ASW. Bis zum 13. Mai 1980 diente die BAP VILLAR in dieser peruanischen Marine und wurde dann für eine Übung als Seeziel vorbereitet. Der Lenkwaffenzerstörer BAP FERRÉ ( DM-74 ) versenkte den alten Zerstörer mit einer Exocet Rakete.


USS BENHAM ( DD-796 )
Commanding Officer

CDR Erle Van Emburgh Dennett           20. Dezember 1943 – 12. Mai 1944
CDR Frederic Seward Keeler         12. Mai 1944 – 3. Juni 1945
LCDR William Linsay Poindexter          3. Juni 1945 – 1. September 1946
LCDR Arthur Frank Berry Jr.         1. September 1946 – 18. Oktober 1946
Außerdienststellung             18. Oktober 1946 – 24. März 1951
CDR Allen Pearcy Cook Jr.        24. März 1951 – 2. August 1952
CDR James Thompson Hodgson Jr.          2. August 1952 – 9. September 1954
CDR Roderick Osgood Middleton          9. September 1954 – Januar 1956 (erreichter Rang RADM)
CDR Thomas Eldredge Williamson Jr.          Januar 1956 – ?
CDR Robert Adam Seelinger          ? 1959 – ? 1959
CDR John Wesley Logan          ? 1959 – 29. Juni 1960

USS DICKENS ( APA-161 )

USS DICKENS ( APA-161 )

Schiffsbiografie

Die USS DICKENS ( APA-161 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Dickens County im Bundesstaat Texas benannt worden war.
Das Angriffstransportschiff ist das fünfundvierzigste Schiff aus der HASKELL – Klasse.
Auf der Oregon Shipbuilding Corporation in Portland, Oregon wurde am 21. Juni 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Das Design des Schiffes war an dem Schiffstyp VC2-S-AP5, einem Victory Schiff, angelehnt und hatte von der Maritime Commission die hull Nummer 127 erhalten. Mrs. A. M. Owens taufte am 8. September 1944 das Angriffstransportschiff. An die US Navy übergab man am 18. Oktober 1944 dieses Schiff und Captain Robert Morton Ingram ( USNR ) ( 29. Juli 1898 in Waitsburg, Washington – 6. März 1966 in Waitsburg, Washington ) stellte am selben Tag das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS DICKENS die Werft von Portland und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen lief das Angriffstransportschiff am 11. Dezember 1944 ein und hatte die ungewöhnliche Fracht von Okkupationsgeld im Wert von 150 Millionen Dollar an Bord. Dieses Geld sollte in Japan für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt werden. Ab diesem 11. Dezember begann die amphibische Ausbildung für die Operation „Detachment“, an der Soldaten der 5. Marines teilnahmen. Diese Ausbildung dauerte bis zum 27. Januar 1945. Man versetzte nun die USS DICKENS, welche zur Transport Division 48 gehörte, in die Task Undergroup 53.1.3, welche Captain C. L. Andrews kommandierte. In dieser TU befanden sich die Angriffstransportschiffe USS DICKENS, USS TALLADEGA ( APA-208 ), USS LENAWEE ( APA-195 ), USS LUBBOCK ( APA-197 ) und USS MISSOULA ( APA-211 ), die Angriffsfrachtschiffe USS STOKES ( AKA-68 ) und USS ATHENE ( AKA-22 ) und das Docklandungsschiff USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ). Das Kommando über die Task Force 53 hatte Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ). Die Schiffe der Task Force 53 legten am 22. Januar in Pearl Harbor ab. Das erste Ziel der TU 53.1.3 war Hilo, Territorium Hawaii. Hier wurden die Truppen und deren Ausrüstung geladen. Anschließend fuhren die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dem Atoll aus ging die Fahrt weiter nach Saipan, Nördliche Marianen. Hier legte das Schiff am 11. Februar an. Die Besatzung der USS DICKENS führte anschließend zwei Tage lang mit den zu transportierenden Marinesoldaten mehrere Trainingsübungen durch, in denen das Ausschiffen der Soldaten geprobt wurde. Saipan verließen die Schiffe am 15. Februar und hatten das Ziel Iwo Jima, Ogasaware Inseln, Japan. An Bord befanden sich Offiziere und Soldaten der 5. Marine Division. Diese Insel liefen die Schiffe der TU 53.1.3 am Morgen des 19. Februar an und um 8:30 Uhr gingen die ersten Marineinfanteristen im Landungsabschnitt Green Beach I an Land. Unmittelbar links davon lag der Vulkan Suribachi. Bis zum 25. Februar blieb die USS DICKENS vor Iwo Jima liegen und kehrte dann mit 455 Verletzten und Überlebenden des Geleitflugzeugträgers USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) nach Saipan zurück. Der Geleitflugzeugträger aus der Task Undergroup 52.2.2 war durch mehrere Kamikazepiloten getroffen worden und sank am 21. Februar. Drei Zerstörer und drei Geleitzerstörer retteten die Überlebenden in den folgenden zwölf Stunden. Insgesamt konnten 605 Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus dem Wasser gerettet werden und den Angriffstransportschiffen USS DICKENS und der USS HIGHLANDS ( APA-119 ) aus der TU 53.1.2 übergeben. Von Saipan aus fuhr die USS DICKENS dann zum Hafen Port Purvis auf der Insel Tulagi, Ostsalomonen. Hier erhielt das Angriffstransportschiff die vor Iwo Jima zerstörten Landungsboote ersetzt. Von Tulagi ging die Fahrt dann weiter nach Espiritu Santo, New Hebrides. Hier wurde die Landeoperation auf Okinawa geprobt. Von Espiritu Santo ging dann die Fahrt zum Atoll Ulithi, Karolinen. Die USS DICKENS verließ zusammen mit der USS LENAWEE, USS LUBBOCK, USS ATHENE und USS STOCKES am 4. April das Atoll und erreichte am 9. April Okinawa. An Bord des Angriffstransportschiffes befand sich Verstärkung. Bis zum 14. April blieb das Schiff vor Okinawa und verließ dann diese Insel. An Bord befanden sich Verwundete. Ziel war Saipan. Dort legte die USS DICKENS am 18. April an. Dort schiffte man die Verwundeten aus, und die Fahrt ging nach Guam, Nördliche Marianen weiter. Dort schifften sich frische Soldaten wieder ein und gingen an Bord. Die USS DICKENS befand sich anschließend vom 15. bis zum 19. Mai vor Okinawa. Nachdem das Angriffstransportschiff die Insel wieder verlassen hatte, befanden sich Verletzte und abgelöste Truppen an Bord. Am 1. Juni wechselte das Schiff in die Subic Bay. Dort begannen umfangreiche amphibische Ausbildungsübungen. Diese wurden bis zum 15. August durchgeführt. An diesem Tag akzeptierten die Japaner die bedingungslose Kapitulation und sämtliche Feindseligkeiten wurden eingestellt. Am 25. August verließ die USS DICKENS die Subic Bay und trabsportierte Okkupationstruppen. Diese landeten am 2. September in der Tokyo Bay. Anschließend fuhr das Angriffstransportschiff wieder zu den philippinischen Inseln und blieb dort bis zum 20. Oktober. An diesem Tag verließ das Schiff die Subic Bay und fuhr an die US Westküste. Dort machte man es am 9. November im Hafen von Seattle, Washington fest. Doch dann benötigte man die USS DICKENS für die Operation „Magic Carpet“. Zwei Fahrten unternahm das Angriffstransportschiff während dieser Operation. Die erste Fahrt führte das Schiff nach Tacloban, Leyte, Philippinen und die zweite Fahrt bis nach Pearl Harbor, welche am 4. März 1946 endete. Auf beiden Heimfahrten transportierte das Schiff Kriegsveteranen an die US Westküste. Gleich nachdem sich der letzte Soldat ausgeschifft hatte, verließ die USS DICKENS San Francisco, Kalifornien und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Angriffstransportschiff am 23. März im Hafen von Norfolk, Virginia an. In diesem Hafen stellte man am 21. Mai das Schiff außer Dienst und übergab es der Maritime Commission noch am selben Tag. Wenige Tage später, am 5. Juni 1946, strich man den Namen USS DICKENS ( APA-161 ) von der US Navy – Liste und versetzte das Schiff in die Nationale Reserveflotte. Man verlegte es anschließend in den James River, Virginia. Vom 22. Juli bis zum 14. Oktober 1955 nahm man die ex – USS DICKENS aus der Reserveflotte und unterzog das Schiff einem Reparaturprogramm. Gleich nach diesen Reparaturarbeiten kehrte das Schiff in die reserveflotte zurück.
Am 7. Mai 1974 verkaufte man den Schiffskörper für 310.989 Dollar an die Luria Brothers & Company, Inc. zum verschrotten. Diese Reserveflotte verließ das Schiff am 18. Juni 1974 und wurde in den Abbruchhafen geschleppt.


USS DICKENS ( APA-161 )
Commanding Officer

CAPT Robert Morton Ingram          18. Oktober 1944 – 15. September 1945
CDR Tyrrell Dwight Jacobs        15. September 1945 – 21. Mai 1946