Archiv für den Monat: April 2017

SS UNITED STATES VICTORY

SS UNITED STATES VICTORY

Schiffsbiografie

Die SS UNITED STATES VICTORY ist das vierte Schiff aus der VICTORY – Klasse die während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des Emergency Shipbuilding program gebaut worden war.
Die United States Maritime Commission bezeichnete dieses Schiff als Typ VC2-S-AP3 mit der Hull Nummer V-3. Die sogenannten VICTORY – Schiffe mit einer Tonnage von 10.500 BRT waren als Ersatz zu den LIBERTY – Schiffen entworfen und gebaut worden. Ihr Entwurf und ihre Fertigung waren intensiver und anspruchsvoller. Die Schiffe sollten auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Handelsflotten dienen können. Der Unterschied der VICTORY – Schiffe zu den LIBERTY – Schiffen lag darin, dass diese eine höhere Tonnage laden konnten, länger und breiter waren, eine bessere Struktur wegen des Verwindens besaßen und der Bug eine längere Ausladung besaß.
Am 9. Januar 1944 legte man den Kiel des Schiffes auf der California Shipbulding Corporation, Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien. Schon am 6. März erfolgte der Stapellauf und die Taufe. Major General Parker sprach dazu die notwendigen Worte und Marajen Stevick Dyess ( 1912 in Bloomington, McLean County, Illinois – 22. Dezember 2002 in Urbana, Champaign County, Illinois ), Witwe von Lieutenant Colonel William Edwin Dyess ( 9. August 1916 in Albany, Shackelford County, Texas – 22. Dezember 1943 in Burbank, Los Angeles, Kalifornien bei einem Flugzeugabsturz ) taufte mit einer Champagneflasche das Schiff. Am 30. April konnte die SS UNITED STATES VICTORY übergeben werden.
Gleich nach der Übergabe fuhr die SS UNITED STATES VICTORY in den Westpazifik und brachte innerhalb eines Geleitzuges Nachschub für die amerikanischen Marines auf Saipan. Dort stellte man auch am 8. Juli 1944 die Task Undergroup 51.18.11 neu zusammen. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ), der Zerstörer USS YARNALL ( DD-541 ), der Zerstörer und Minensucher USS PALMER ( DMS-5 ), das Docklandungsschiff USS ASHLAND ( LSD-1 ) und das Transportschiff SS UNITED STATES VICTORY. An diesem 8. Juli verließen die Schiffe die Gewässer von Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichten sie vier Tage später. Von hier aus fuhr die SS UNUTED STATES wieder zurück um neuen Nachschub von der US Westküste zu bringen.
Nachdem absehbar war, dass in Europa der Zweite Weltkrieg dem Ende entgegen ging, rüstete man die SS UNITED STATES VICTORY sowie 96 Schiffe der gleichen Klasse zu Truppentransporter um. Grund dafür war die schnelle Rückfahrt der amerikanischen Soldaten während der Operation „Magic Carpet“ in die USA. Gleichzeitig nahm das Truppentransportschiff am 17. August 1945 deutsche Kriegsgefangene von Le Havre, Frankreich an Bord und erreichte am 24. August Bremerhaven. Hier nahm das Schiff amerikanische Soldaten an Bord. In New York legte die SS UNITED STATES VICTORY am 9. September an. Doch schon für einen weiteren Truppentransport verließ das Schiff am 30. September New York und fuhr erneut nach Bremerhaven. Hier legte der Truppentransporter am 22. Oktober an und es gingen wieder amerikanische Soldaten an Bord. Die Rückfahrt an die US Ostküste endete am 13. Dezember in Norfolk, Virginia. Gleich nach dem Ausschiffen der Truppen legte das Schiff wieder ab und fuhr an die US Westküste. Hier versetzte man die SS UNITED STATES VICTORY 1946 in die National Defense Reserve Fleet, die in der Suisan Bay, Kalifornien lag. 1947 bugsierte man die SS UNITED STATES VICTORY in ein Trockendock der Todd Pacific Shipyards in Los Angeles um den Motor reparieren zu lassen. Noch im selben Jahr verkaufte man das Schiff an die India Steamship Company in Kalkutta, Indien und nannte es in SS SHIPPER um. Das Transportschiff wurde 1971 in Taiwan verschrottet.

USS TWINING ( DD-540 )

USS TWINING ( DD-540 )

Biografie

Nathan Crook Twining
* 17. Januar 1869 in Boscobel, Wisconsin
4. Juli 1924 in Nantucket, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy

Nathan Crook Twining trat im Jahre 1885 in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Sein Studium an der Marineakademie schloss er am 7. Juni 1889 ab. Er befand sich an Bord des Schlachtschiffes USS IOWA ( BB-4 ) nachdem der Spanisch – Amerikanische Krieg ausgebrochen war. Dieses Schiff kommandierte zu dieser Zeit Captain Robley Dunglison Evans ( 18. August 1846 – 3. Januar 1912 ). Das Schlachtschiff wurde in kubanische Gewässer verlegt wo es an der Blockade von Santiago de Cuba teilnahm. Dabei wurden Navy Angriffe auf die Festung in der Nähe von Santiago geführt. An der Schlacht am Sonntagmorgen des 3. Juli 1898 feuerte die USS IOWA den ersten Schuss ab auf eines von sechs spanischen Kriegsschiffen die aus dem Hafen von Santiago ausliefen und in südwestlicher Richtung unterwegs waren. In einem zwanzigminütigen Kampf schoss die USS IOWA die beiden spanischen Kreuzer INFANTA MARIA THERESA und ALMIRANTE OQUENDO in Brand und trieb sie an den Strand. Nach der Schlacht wurden die spanischen Seeleute aus dem Wasser und von ihren Schiffen gerettet, so dass kaum noch platz auf dem Schlachtschiff war. Lieutenant Commander Twining war später Executive Officer auf dem Schlachtschiff USS KEARSARGE ( BB-5 ) und nahm an der Umrundung des Globus mit der Großen Weißen Flotteteil. Das Schlachtschiff kommandierte Captain Hamilton Hutchins. Im Jahre 1911 waren alle Marinen der Welt über die Bedrohung der Luftschiffe sehr besorgt, die aus der Luft Kriegsschiffe bombardieren könnten. Um dieser Bedrohung zu begegnen entwickelte Twining für die US Navy eine erste Flugabwehrkanone. Der Prototyp war eine 1-Pfund Kanone die allerdings nie produziert wurde. Auf den meisten Kriegsschiffen der US Navy wurden vor dem Ersten Weltkrieg 3-Zoll-Flak-Kanonen montiert. Anfang 1914 erhielt Captain Twining das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS TACOMA ( C-18 ). Mit diesem Schiff war er an der Bombardierung von Veracruz, Mexiko am 21. April 1914 mit beteiligt. Vorausgegangen war die Tampico Affäre wo die Besatzung des Kanonenbootes USS DOLPHIN ( PG-24 ) in Veracruz von mexikanischen Einheiten festgenommen wurde. Nach dem die USA am 6. April 1917 offiziell dem Kaiserreich Deutschland den Krieg erklärt hatte, versetzte man Rear Admiral Twining zu den US Seestreitkräften die in europäischen Gewässern operierten und Admiral William Sowden Sims ( 15. Oktober 1858 – 23. September 1936 ) unterstanden. Dort erhielt er den Posten des Generalstabschefs. Damit war Twining auch ein Mitglied des Kriegsrates der Alliierten welcher von dem britischen Premierminister David Lloyd George, 1. Earl Lloyd-George von Dwyfor ( 17. Januar 1863 – 26. März 1945 ) im Jahre 1917 gegründet worden war und seinen sitz in Versailles hatte. Dieser Kriegsrat diente für erste Gespräche über einen potenziellen Waffenstillstand und über einen möglichen Friedensvertrag und dessen Konsequenzen. Anfang 1923 trat Rear Admiral Twining aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Er verstarb am 4. Juli 1924 in Nantucket, Massachusetts.

Rear Admiral Nathan Crook Twining war mit Caroline Baker ( ? – 14. Oktober 1943 ) verheiratet. Diese wurde neben ihm auf dem Arlington Nationalfriedhof beerdigt. Twining war der Onkel von General Nathan Farragut Twining ( 11. Oktober 1897 – 29. März 1982 ) der bei der US Air Force und General Merrill Barber Twining ( 28. November 1902 – 11. Mai 1996 ) der bei dem US Marine Corps diente.


USS TWINING ( DD-540 )

Schiffsbiografie

Die USS TWINING ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Nathan Crook Twining benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 20. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Sanford Ballard Dole Wood taufte am 11. Juli 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Ellis Kerr Wakefield ( 28. Juli 1906 – 2. Juni 1975 ) stellte am 1. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Endausrüstung blieb die USS TWINING nach der Indienststellung bis zum 21. Dezember im Hafen von San Francisco liegen. An diesem Tag legte der Zerstörer ab und stach für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in See. Diese wurde am ersten Weihnachtstag im Hafen von San Diego, Kalifornien beendet. Die dann dort stattfindenden Übungen dauerten bis zum 11. Februar 1944. Noch am selben Tag verließ die USS TWINING die kalifornische Küste und fuhr zur Marinebasis Pearl Habor, Territorium Hawaii. In den Hafen dieser Basis lief das Kriegsschiff am 17. Februar ein. Hier begannen bis zum 31. Mai in den Hawaiianischen Gewässern Trainingsübungen, Manöver und Drills für die Besatzung des Zerstörers. Die Mannschaft musste die Fähigkeiten in der Bombardierung von Küstenabschnitten und der Feuerunterstützung während einer amphibischen Landeoperation in Vorbereitung der kommenden Kämpfe innerhalb der Operation „Forager“ üben. So integrierte man die USS TWINING in die Task Force 15 die Rear Admiral William Henry Purnell Blandy ( 28. Juni 1890 in New York – 12. Januar 1954 in St. Albans, New York ) während solcher Manöver befehligte. Am 10. April verließ das Schlachtschiff USS INDIANA ( BB-58 ) und die Zerstörer USS TWINING und USS YARNALL ( DD-541 ) die Marinebasis Pearl Harbor und begannen bis zum folgenden Tag eine dieser Übungen. Drei Tage später, am 14. April, erfolgte über Nacht zum 15. April ein weiterer Drill der Schiffsbesatzung außerhalb der Marinebasis. Kaum war der Zerstörer aber wieder in Pearl Harbor eingelaufen, gliederte man ihn für ein weiteres Manöver in die Task Group 19.1 ein. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL und USS UHLMANN ( DD-687 ). Am 16. April verließen diese vier Kriegsschiffe die hawaiianische Marinebasis und probten bis zum 18. April alle möglichen Manöver die mit einem Flugzeugträger während eines Flugbetriebes ausgeführt werden müssen. Anschließend begannen die Vorbereitungen auf die kommenden Kämpfe. Dazu gliederte man die USS TWINING in die Task Group 52.17 ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 52.17.5, die Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 in Sandusky, Erie County, Ohio – 17. November 1980 in Carmel, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ) und USS CLEVELAND ( CL-55 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL und USS STOCKHAM ( DD-683 ). Am 31. Mai verließen die Schiffe der TG 52.17 und die der TG 52.11 Pearl Harbor. Acht Tage später erreichten die der TG 52.17 das Atoll Kwajalein, Marshall Islands und blieben für zwei Tage zum Bunkern von frischem Treibstoff. Die USS TWINING selber patrouillierte in diesen beiden Tagen vor der Hafeneinfahrt des Atolls und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Nach dem Ablegen fuhren die Kriegsschiffe zu der nördlichen Marianen Insel Saipan. Diese erreichten sie am Abend des 13. Juni und begannen bei Morgengrauen des folgenden Tages sofort mit dem Beschuss japanischer Küstenbefestigungen und die darin verankerten Küstenbatterien. Gleich die ersten abgefeuerten Granaten ließen eine japanische Küstenbatterie verstummen. Mit dem hereinbrechen der Dunkelheit an diesem 14. Juni verließ die USS TWINING zusammen mit den anderen Schiffen der TU die Gewässer vor Saipan und wechselten an die Westküste nach Garapan um hier auf japanische Versorgungsschiffe zu lauern. Das anschließende Bombardement am 15. Juni behielten die Schiffe während des Beginns der Landeoperation an den westlichen Stränden bei und unterstützten so die Bildung eines Brückenkopfes. In der Dämmerung dieses Tages erschienen am Himmel mehrere japanische Flugzeuge, die sich aber außerhalb der Reichweite der Flakgeschütze hielten. Auch am folgenden Tag ging das Bombardement auf feindliche Stellungen weiter. Die USS TWINING selber verfolgte an diesem Tag einen Unterwasserschallkontakt, konnte aber kein nennenswertes Ergebnis abliefern. In der dann beginnenden Dämmerung fuhr der Zerstörer in die Magicienne Bay ein und beteiligte sich an dem Beschuss feindlicher Stellungen. Dabei gelang den Geschützmannschaften ein Treffer in einem japanischen Munitionsdepot in der Nähe des Flugplatzes von Aslito. Erst am 17. Juni begannen die Kriegsschiffe der TG 52.17 mit ihren Patrouillenfahrten westlich von Saipan zur Aufspürung feindlicher Schiffe. An diesem Tag stellte man die Task Group 58.7 neu zusammen, die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 in Natlee, Kentucky – 25. August 1945 an Bord des Schlachtschiffes USS WYOMING ( BB-32 ) auf hoher See vor der Küste von Maine ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS INDIANA , USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS STOCKHAM, USS FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Grund dieser Zusammenstellung war eine japanische Flotte die nach Norden eilte um die amerikanischen Eindringlinge von den nördlichen Marianen zu vertreiben. Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und der Tag endete Ergebnislos. Nur ein paar japanische Aufklärungsflugzeuge waren am Himmel zu sehen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Dann am 19. Juni erschien ein identifizierbares Aufklärungsflugzeug und suchte nach den amerikanischen Schiffen. Die Geschützmannschaften der USS TWINING und anderer Zerstörer begannen sofort mit einem Abwehrgürtel durch Flakgeschosse dieses Flugzeug zur Umkehr zu zwingen. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen diesen Abwehrgürtel zu durchbrechen, verließ das Flugzeug seine Position und verschwand. Bis 10:08 Uhr ereignete sich dann erneut nichts. Da meldete man von dem Schlachtschiff USS ALABAMA eine größere Formation von feindlichen Flugzeugen die sich aus Richtung West näherten. Um 10:49 Uhr flog die erste Welle über die USS TWINING. Von dem Zerstörer aus konnte man den nun beginnenden Luftkampf zwischen japanischen und amerikanischen Piloten beobachten. Viele der japanischen Flugzeuge wurden abgeschossen noch ehe sie ihr Angriffsziel erreicht hatten. Das dadurch entstehende Durcheinander unter den japanischen Piloten, nutzten die Geschützmannschaften der USS TWINING und schossen zwei Flugzeuge ab und beschädigten ein weiteres. Nun wurde der Zerstörer selber zum Ziel der japanischen Piloten auserkoren. Zwei Bomben wurden abgeworfen, schlugen aber weit genug weg auf dem Meer auf und konnten so keinen Schaden anrichten. Nach sechsundzwanzig Minuten des Kampfes war für die Mannschaft der USS TWINING die Schlacht in der Philippine See vorbei. Keine weiteren japanischen Flugzeuge näherten sich an diesem Tag auch nur Ansatzweise den Schiffen der TG. Am 20. Juni fuhren die Kriegsschiffe der Task Group 58.7 in Richtung Westen und waren auf der Suche nach der japanischen Flotte. In den Stunden kurz vor der Dämmerung starteten erneut amerikanische Maschinen von den Flugzeugträgern und sollten einen Luftangriff auf die feindliche Flotte starten. Viele dieser Flugzeuge kehrten nicht mehr zurück. Die Mannschaft der USS TWINING hatte am Abend ihre Suchscheinwerfer eingeschaltet damit die zurück kommenden Flugzeuge eine Markierung erhielten. Außerdem war der Zerstörer auf der Suche nach Überlebenden von abgestürzten Maschinen die in der Dunkelheit Notwassern mussten. Dann in der Nacht zum 21. Juni wurde die Suche nach der feindlichen Flotte eingestellt und die amerikanischen Kriegsschiffe gaben die Verfolgung auf. Sie fuhren wieder in Richtung Osten und nahmen die Suche nach Überlebenden Piloten erneut auf. Das Fazit nach dieser zweitägigen Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen war für die Japaner niederschmetternd. Drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker waren versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt worden. 476 Kampfflugzeuge gingen verloren, so dass im Anschluss dieser Schlacht die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer von einem Tontaubenschießen erzählen sollten. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Die USS TWINING eskortierte ab dem 23. Juni dann den amerikanischen Öltanker USS CAHABA ( AO-82 ) zur Befüllungsstation bei den Marianen. Diese erreichten sie am folgenden Tag. Der Zerstörer verließ am 25. Juni zusammen mit der USS YARNALL und USS STOCKHAM die Task Group 58.7 und kehrte zur Task Undergroup 52.17.5 zurück. Die Schiffe der TU lagen immer noch in den Gewässern von Saipan. Noch am selben Tag übernahm die USS TWINING die Uferbombardierung bei Mutcho Point. In den letzten Tagen des Juni übernahm der Zerstörer weitere Ziele beim Küstenbeschuss, setzte Beleuchtungsfeuer ab damit die feindlichen Truppen in der Nacht nicht zur Ruhe kamen, sicherte Versorgungstransportschiffe ab und beschoss feindliche Flugzeuge. Am Abend des 28. Juni kam es zu einem beeindruckenden Feueraustausch in der Magicienne Bay. Die Mannschaft der USS TWINING lag in dieser Nacht vor der Bucht und konnte einen massiven Feuerwechsel zwischen amerikanischen Einheiten im Süden und den japanischen Einheiten im Norden beobachten. Der Zerstörer konnte in das Kampfgeschehen nicht eingreifen. Wenig später griffen japanische Flugzeuge die südliche Bucht an und warfen Bomben ab. Da erfasste ein Feuerstoß eines dieser Flugzeuge. Es kehrte augenblicklich um und zog eine meterlange Flammenwand hinter sich her. Es stürzte noch in der Bucht ins Wasser und explodierte. Kurz vor Mitternacht zum 30. Juni patrouillierte die USS TWINING vor dem Nafutan Point. Da versuchten zwei feindliche Flugzeuge von dem Flugplatz Aslito aus zu starten. Umgehend wurde das Feuer aus allen Geschützrohren auf die Startbahn eröffnet und die beiden Flugzeuge mussten ihren Startversuch abbrechen. Im Juli setzte der Zerstörer vor Saipan seine Sicherungspflichten und Feuerunterstützung weiterhin fort. Allerdings erfolgten auch gelegentliche Fahrten zur Nachbarinsel Tinian auf der der Kampf ebenfalls tobte. Hier übernahm das Kriegsschiff mehrere Bombardierungsaufgaben. In der Nacht vom 6. zum 7. Juli befand sich die USS TWINING an der nördlichen Spitze von Saipan. Dort wurde man auf neun japanische Flugzeuge aufmerksam. Diese hatten das Schiff anscheinend als Referenzpunkt für ihre Annäherung an die Landebahn auf Marpi Point genommen. Gleichzeitig nahmen sie den Zerstörer für ihre Bomben als Zielobjekt. Doch die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes eröffneten umgehend das Feuer. Nur eines dieser Flugzeuge konnte eine Bombe fallen lassen, die auch noch viel zu weit entfernt ins Meer eintauchte und keinen Schaden anrichtete. Keines der neun feindlichen Flugzeuge schaffte es bis zur Landebahn. Alle beleuchteten wie Fackeln die nächtliche Szene, während sie durch die Gravitation von der Erde angezogen wurden und auf dem Meer explodierten. In den darauffolgenden Tagen blieb die USS TWINING auf ihrer vorgegebenen Station und schoss gelegentlich auf feindliche Truppenkonzentrationen auf der Insel. Am 24. Juli begleitete der Zerstörer den Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS und den Leichten Kreuzer USS MONTPELIER zur Insel Tinian. Dort sollten feindliche Stellungen zur Unterstützung der amerikanischen Truppen beschossen werden. Dieses Bombardement begann am folgenden Tag. Die amerikanischen Truppen konnten so fast ohne einen Schuss abgeben zu müssen das westliche Ufer der Insel einnehmen. Bis zum Ende des Monats Juli blieb die USS TWINING nun vor der Küste von Tinian und unterstützte die Invasion. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff zwischen Saipan und Tinian und nahm gelegentlich an dem Beschuss feindlicher Ziele auf Tinian teil. Am 1. August verlegte man die USS TWINING an die Südostküste von Tinian. Hier hatten sich die Japaner in Höhlen zurück gezogen und beschossen mit ihrer Artillerie die anrückenden Alliierten. Um 1:30 Uhr verließ die erste Granate ihr Geschütz auf dem Zerstörer und bohrte sich in die Felswand einer dieser Höhlen. Die anschließende Explosion war verheerend. Nach der dritten abgefeuerten Granate näherte sich das Kriegsschiff bis auf eine dreiviertel Seemeile zur Küste und feuerte aus allen Rohren auf die feindlichen Widerstandsnester bis von dieser Seite her kein weiterer Schuss mehr abgegeben wurde. Nach diesem Intermezzo übernahm die USS TWINING wieder ihre Patrouillenfahrten zwischen den beiden Inseln. Am 7. August verließ der Zerstörer dann Saipan und eskortierte das Panzerlandungsschiff LST-130 bei langsamer Fahrt bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Das Panzerlandungsschiff hatte Verwundete geladen. Eine Woche später trafen beide Schiffe dort ein. Hier erneuerte man von der USS TWINING die abgenutzten Geschützrohre. Den Zerstörer versetzte man zusammen mit anderen Kriegsschiffen am 26. August in die Task Force 38 deren Befehlsgewalt Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) inne hatte. Die USS TWINING versetzte man dabei in die Task Group 38.2 die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mickinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), USS MIAMI ( CL-89 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS STOCKHAM, USS THE SULLIVANS, USS UHLMANN, USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS BENHAM ( DD-796 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS TWINING konnte allerdings erst am 15. September das Atoll Eniwetok verlassen nachdem die neuen Geschützrohre durch eine Kalibrierung ihre Einsatzbereitschaft erhalten hatten. Der Zerstörer erreichte zwei Tage später die Schiffe der TG 38.2 und übernahm zusammen mit den anderen Zerstörern den direkten Schutz der Flugzeugträger. Die Schiffe der TG 38.2 hatten am 16. September die Visyas Inselgruppe bei den Philippinen verlassen und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.2, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Hier integrierte sich die USS TWINING in die Formation. Noch am selben Tag verließen die amerikanischen Schiffe wieder die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnte. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. In der Bucht von Manila wurde der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Die Bombardements gegen japanische Stellungen wurden durch die Kräfte der TG 38.2 bis zum 24. September durchgeführt. Danach zogen sich die Schiffe zurück und erreichten am 28. September den Garapan Harbor auf Saipan. Hier führte die USS TWINING bis zum 30. September in den Gewässern der Marianen Insel Anti-U-Boot Patrouillen durch. Den Garapan Harbor verließen die Schiffe am folgenden Tag und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Die USS TWINING ging hier auf offener See zum Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ) längsseits. An dem Zerstörertender befanden sich allerdings noch mehr Zerstörer an denen Reparaturen vorgenommen werden mussten. Die nachfolgenden Operationen wurden auf Grund eines heraufziehenden Sturmes verschoben, der die Schiffe der TG überrascht hatte. Man musste die Leinen zwischen den Zerstörern und dem Zerstörertender kappen um nicht die Schiffe zu beschädigen. Die USS TWINING trieb dann frei im Wind und konnte die Wellen gut abreiten gegenüber anderen die Beschädigungen erlitten oder kollidierten. Nachdem der Sturm am 4. Oktober nachgelassen hatte, kehrte der Zerstörer zur USS DIXIE zurück. Anschließend bunkerte man frischen Treibstoff. Um 16:15 Uhr des 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.2 wieder das Atoll. Ziel war Okinawa. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.2 bombardierten ab dem 12. Oktober japanische Küstenbefestigungen im Norden von Formosa und die Trägerflugzeuge griffen Stellungen im innern der Insel an. Die Aufgabe bestand darin sämtliche Kriegs- Versorgungs- und Truppentransportschiffe und die Landgestützten Flugzeuge zu vernichten um somit die Vorbereitungen für die Landung auf der philippinischen Insel Leyte zu treffen und den Rücken frei zu halten. So wurden dort die Flugplätze bei Shinihi und Macujama beschossen. Die Mannschaft der USS TWINING konnte an diesem 12. Oktober mehrere amerikanische Piloten aus dem Wasser retten, deren Flugzeuge sie während des Fluges verlassen mussten. Am Abend des 12. Oktober, alle amerikanischen Flugzeuge waren auf dem Heimflug zu ihren Trägern, kam von der USS THE SULLIVANS die Meldung, dass mehrere japanische Flugzeuge von Norden her im Formationsflug auf die Schiffe der TG zukamen. Zwischen 50 und 60 japanische Flugzeuge attackierten in den folgenden sechs Stunden die Schiffe der Task Group. Eines dieser feindlichen Flugzeuge näherte sich der USS TWINING in einer Höhe von nicht ganz 100 Metern. Die Flugabwehrkanoniere eröffneten sofort das Feuer. Der japanische Pilot wollte sich dadurch nun mit seinem Flugzeug auf den Zerstörer stürzen, verlor aber schnell an Höhe und stürzte 300 Meter vor dem Bug des Zerstörers ins Wasser. Durch die dann erfolgte Explosion breitete sich rasend schnell brennendes Benzin auf dem Wasser aus. Ab 21:05 Uhr begann sich die zweite Welle japanischer Flugzeuge dem Schiffsverband zu nähern. Dieser Angriff dauerte bis 2:35 des 13. Oktobers. Die Japaner setzten in diesen Stunden mehrere „Windows“ ab um das amerikanische Radar zu stören, ließen „Christbäume“ aufleuchten die die Nacht in ein gespenstisches Licht tauchten. Die amerikanischen Schiffe selber erzeugten eine Nebelwand um sich darin vor den angreifenden Flugzeugen zu verstecken und die Piloten zu verwirren. Unterdessen führten alle Schiffe der TF eine simultane Drehbewegung in einer Geschwindigkeit zwischen 22 und 25 Knoten aus währenddessen die Geschützmannschaften weiterhin auf die Angreifer schossen. Ab dem Morgen dieses 13. Oktobers starteten von den amerikanischen Trägern erneut die Flugzeuge und bombardierten Flugplätze auf Formosa. Am Abend erschienen erneut japanische Bomber und griffen die Schiffe an. Zwei abgeworfene Bomben verfehlten dabei nur knapp die USS TWINING. Da traf ein Lufttorpedo den Schweren Kreuzer USS CANBERRA unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON aus der TG 38.1. Die Explosion auf der USS CANBERRA tötete dreiundzwanzig Besatzungsmitglieder und verwüstete die technischen Räume an der Außenbordwand. Die USS WICHITA nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schweren Kreuzer USS BOSTON nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Durch die Treffer auf den beiden Kreuzern mussten am 14. Oktober mehrere Umgruppierungen innerhalb der Task Force 38 vorgenommen werden. Die USS TWINING behielt aber ihre Aufgaben zur Sicherung der Flugzeugträger in der TG 38.2. Am 15. Oktober erfolgte die Betankung der Schiffe durch den Öltanker USS ESCAMBIA ( AO-80 ). Die TG 38.2 hatte nun die Aufgabe in den Gewässern zwischen Luzon, Formosa und Okinawa japanische Schiffe aufzubringen und zu versenken. Dazu fuhren sie noch am selben Tag nach Okinawa. Am Morgen des 16. Oktober wurde östlich von Okinawa ein japanischer Verband gesichtet der angegriffen wurde. Dieser Verband, bestehend aus den Schweren Kreuzern ASHIGARA und NACI, dem Leichten Kreuzer ABUKUMA und den Zerstörern AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUI und HACUHARU, wurde von Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ) kommandiert und hatte die Aufgabe über Coron Island, Philippinen nach Leyte und Luzon zu fahren und die in japanischem Besitz befindlichen philippinischen Inseln zu sichern. An diesem 16. Oktober gab es zwar ein schweres Gefecht zwischen den beiden Verbänden, aber keines der Schiffe wurde ernsthaft getroffen oder beschädigt, so dass beide Schiffsverbände ihren weiteren Aufgaben nachgehen konnten. Die Schiffe der TG 38.2 verließen wieder die Gewässer von Okinawa und fuhren nach Luzon. Im Norden der Insel beschossen sie am 18. Oktober japanische Stellungen und die Häfen bei Aparri und Lasaga. Dabei wurden mehrere Schiffe versenkt. Am darauffolgenden Tag betankte die USS NEOSHO ( AO-48 ) die Schiffe der TG 38.2. Diese verließen anschließend Luzon und fuhren nach Cebu Island, Negros Island und Panay Island und beschossen ab dem 20. Oktober japanische Stellungen. Diese Bombardements wurden auch am folgenden Tag aufrecht erhalten. Dabei konnten bei Masbate Island mehrere japanische Schiffe versenkt werden. Am 23. Oktober befanden sich die Schiffe nordöstlich von Samar. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße betankte die USS SAUGATUCK ( AO-75 ) die Schiffe der TG 38.2. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Auch hier beließ man die USS TWINING in der TG 38.2. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Sofort begannen die Trägerflugzeuge der TF diese Schiffe zu attackieren. Es entspann sich die Schlacht in der Sibuyan See. Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken. Weitere japanische Schiffe wurden durch Flugzeuge der TG 38.2 und TG 38.4 beschädigt. In der Nacht fuhren die amerikanischen Schiffe der TF 38 nach Norden. Am folgenden Tag begann die Schlacht vor Cap Engano. Hier trafen die Schiffe der TF 38 auf die der japanischen Central Force. In dieser befanden sich die Flugzeugträger ZUIKAKU, ZUHIO, CIJODA und CITOSE, die Schlachtschiffe HUJIGA und ISE, die Leichten Kreuzer OJODO, TAMA und ISUZU und die Zerstörer WAKAZUKI, KUWA, SUGI, MAKI, KIRI, SHIMOCUKI, FUJUCUKI, HACUZUKI und AKIZUKI. Die amerikanischen Trägerflugzeuge konnten während der Schlacht die vier japanischen Flugzeugträger versenken und weitere Schiffe beschädigen, so dass sich die japanische Flotte zurückziehen musste. Die Zerstörer AKIZUKI und TAMA werden dabei durch amerikanische U-Boote versenkt. Die Seeschlacht um Leyte dauerte bis zum 26. Oktober. Danach war die japanische Flotte nicht mehr eine geschlossene Kampfeinheit. Die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.1 verfolgten die japanischen Kriegsschiffe, die sich auf dem Rückzug nach Brunei befanden. Dabei konnte der Leichte Kreuzer NOSHIRO südlich von Mindoro durch amerikanische Torpedobomber versenkt werden. Der Zerstörer HAYASHIMO lief 40 Seemeilen südöstlich von Mindoro auf Grund und musste später aufgegeben werden. Der Schwere Kreuzer KUMANO und der Zerstörer OKINAMI wurden auf der Fahrt zur Manila Bay in der Sibuyan See während eines amerikanischen Luftangriffs beschädigt. Am 27. Oktober begannen Manöver zum betanken der Schiffe der TG 38.2, die sich über den gesamten Tag hinzogen. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit einem Bombardement gegen japanische Stellungen, Schiffe und Flugplätze in der Manila Bay. Dieses Bombardement behielten die amerikanischen Flugzeuge bis zum 29. Oktober bei. Die Mannschaft der USS TWINING konnte an diesem Tag einen amerikanischen Piloten aus dem Wasser retten, dessen Flugzeug auf der USS HANCOCK stationiert gewesen war. Zwei Tage später begannen erneute Betankungsmanöver für die Schiffe der TG 38.2 durch Tanker der Task Group 30.8. Erst am 3. November um 11:55 Uhr wurde die Task Group 38.2 wieder zu seiner vollen Stärke aufgefüllt. Das Kommando über die TG hatte Rear Admiral Gerald Francis Bogan auch während der zweiten Phase der Operation „King II“. Innerhalb der TG befand sich die USS TWINING in der Task Undergroup 38.2.3, die Captain John Philip Womble, Jr. ( 15. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK und USS INTREPID, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS INDEPENDENCE, die Schlachtschiffe USS IOWA und USS NEW JERSEY, den Leichten Kreuzern USS BILOXI, USS MIAMI und USS VINCENNES und den Zerstörern USS TWINING, USS OWEN, USS TINGEY, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS HICKOX, USS HUNT, USS LEWIS HANCOCK, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS COLAHAN, USS CUSHING, USS UHLMANN und USS HALSEY POWELL. Ab dem 20. November verlegte man die USS BOYD ( DD-544 ), USS BROWN ( DD-546 ) und USS COWELL ( DD-547 ) zur TG 38.2. Ziel der Schiffe war Luzon. Ab dem 4. November begannen die Angriffe auf japanische Befestigungen und dauerten bis zum 7. November. An diesem Tag betankte man die Kriegsschiffe und danach verließen sie die Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie zwei Tage später. Hier stieß die USS STEPHEN POTTER wieder zur TG. Man füllte auf den Schiffen die Munitionsmagazine auf und nahm kleine Reparaturen vor. Am 14. November verließen sie dann wieder das Atoll und fuhren zu den Schiffen der Task Group 38.3, die sich östlich der zentralen Philippinen aufhielten, und lösten diese dort ab. Die Bombardements auf den Süden von Luzon flammten wieder auf. Am 18. November wechselte die USS TWINING zur Task Undergroup 38.4.3. Die Task Group 38.4 befehligte Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „King II“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), das Schlachtschiff USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und in der TU 38.4.3, die Captain William L. Fresemann befehligte, die Zerstörer USS TWINING, USS STEPHEN POTTER, USS CUSHING, USS HALSEY POWELL, USS UHLMANN, USS BENHAM, USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS McCALL ( DD-400 ) und USS HELM ( DD-388 ). Am 21. November verließen die Schiffe der TG 38.4 ihre Position und fuhren in Richtung Ulithi. Auf dem Weg dorthin wurde am 22. November feindliche Stellungen auf der philippinische Insel Yap bombardiert. Noch am selben Tag lag die TG 38.4 vor Ulithi vor Anker. Hier konnte sich die Schiffsbesatzung der USS TWINING ausruhen. Die restlichen Schiffe der TF 38 erreichten dann am 27. November das Atoll. Man nahm an dem Zerstörer einige Reparaturen vor, bunkerte frischen Treibstoff und Munition. Anschließend versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 38.1. Diese TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Love III“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN, USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS WASP ( CV-18 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS SAN JACINTO, das Schlachtschiff USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS STOCKHAM, USS WEDDERBURN, USS UHLMANN, USS CUSHING, USS COLAHAN, USS BENHAM und USS HALSEY POWELL. Am 10. Dezember verließen die Schiffe dieser TG das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Diese erreichten sie am 13. Dezember. Während die Trägerflugzeuge ihre Angriffe auf japanische Stellungen auf der Insel flogen und damit die Landeoperation der Alliierten direkt unterstützten, wurden die Schiffe von Tankern der Task Group 30.8 betankt. Die Besatzung der USS TWINING konnte am 14. Dezember erneut einen Piloten von der USS HANCOCK aus dem Wasser retten nachdem dessen Flugzeug viereinhalb Minuten zuvor im Wasser untergegangen war. Die Bombardements durch die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnte die USS TWINING erfolgreich Treibstoff übernehmen und die Bunker bis zum letzten Tropfen füllen. Doch dann scheiterten weitere Versuche anderer Schiffe da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sank der Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS HICKOX, USS DYSON, USS BENHAM und USS BUCHANAN ( DD-484 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS CABOT, USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Für die USS TWINING war es Überlebenswichtig gefüllte Treibstoffbunker zu haben. Denn der Zerstörer musste knappe zwanzig Meter hohe Wellen abreiten und Windböen aushalten die das kleine Schiff bis zu 50 Grad Neigung trieben. Grund dafür war der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY. Dieses Schiff brannte während des Sturmes durch Leckgeschlagene Flugzeuge an Deck, deren Flugbenzin sich entzündet hatte und über die Lüftungsschächte ins innere des Schiffes gelangte. Das Schiff lag daher wie tot im Wasser. Lieutenant Gerald Rudolph Ford, Jr. ( nach einer Adoption umbenannt, geboren als Leslie Lynch King, Jr. am 14. Juli 1913 in Omaha, Nebraska – 26. Dezember 2006 in Rancho Mirage, Kalifornien ), der spätere 38. Präsident der USA, konnte mit seinem Löschtrupp das Feuer im Innenraum unter Kontrolle bringen und so das Schiff retten. Die USS TWINING hatte von Admiral Halsey, Jr. den Befehl erhalten notfalls die Evakuierung der Schiffsbesatzung des Leichten Flugzeugträgers durchzuführen und in Sicherheit zu bringen falls das Schiff aufgegeben werden musste. Der Zerstörer behauptete daher während des Taifuns „Cobra“ seine Position. Das Kriegsschiff erlitt dabei kaum Schäden. Nur ein Besatzungsmitglied wurde durch einen Brecher über Bord gespült. Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Man beließ die USS TWINING in der Task Group 38.1 die jetzt Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Mike I“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN und USS WASP, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS SAN FRANCISCO und USS BALTIMORE ( CA-68 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE und USS FLINT ( CL-97 ) welcher nur vom 11. bis zum 12. Januar 1945 anwesend war, und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS COLAHAN, USS HALSEY POWELL, USS BENHAM, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ). Am 30. Dezember verließen die Schiffe der TG 38.1 zusammen mit denen der TG 38.2 das Atoll Ulithi und fuhren zur Insel Formosa um die japanische Einmischung während der Landeoperation auf Luzon zu unterbinden. Am 2. Januar 1945 betankte man die Schiffe durch die Tanker der TG 30.8. Die Bombardements auf Formosa begannen am 3. Januar. Dabei wurden die Flugplätze und Häfen der Insel angegriffen und zerstört. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG wieder Formosa und fuhren in Richtung Luzon. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere japanische Schiffe auf Hoher See durch amerikanische Trägerflugzeuge angegriffen und versenkt oder beschädigt. Ab dem 6. Januar begann der Angriff auf japanische Stellungen auf Luzon und in den Gewässern zum Südchinesischen Meer auf japanische Schiffe. Mit der Operation „Gratitude“ begann am 12. Januar die Säuberung der Gewässer in Französisch Indochina von japanischen Schiffen und der Beschuss japanischer Küstenbefestigungen. Die Schiffe der TG 38.1 nahmen ab diesem Tag zusammen mit denen der TG 38.2 ihren Kampf vor Saigon und in der Cam Ranh Bay, Vietnam auf. Doch schon zwei Tage später befanden sie sich schon wieder vor der Insel Formosa. Die Trägerflugzeuge starteten in den folgenden Tagen von den Trägern aus und griffen Ziele auf Formosa, Hongkong, Canton, Hainan, Luzon, Okinawa und weitere Rjukju Inseln an und versenkten feindliche Schiffe. Die USS TWINING sicherte während dieser Tage die Flugzeugträger ab. Erst am 25. Januar verließen die Schiffe beider Task Group ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am folgenden Tag. Die USS TWINING bugsierte man noch an diesem Tag in ein schwimmendes Trockendock zur Überprüfung des Schiffskörpers. Anschließend führte die Schiffbesatzung mehrere Trainings- und Übungseinheiten an den Waffensystemen durch und bunkerten frischen Treibstoff sowie Munition. Anfang Februar gliederte man die USS TWINING in die Task Group 58.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und ab dem 21. Februar die USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WISCONSIN ( BB-64 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS BALTIMORE und USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS OWEN, USS STEPHEN POTTER, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS HICKOX, USS YARNALL, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS COLAHAN, USS CUSHING, USS BENHAM, USS UHLMANN, USS HALSEY POWELL, USS LONGSHOW ( DD-559 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.2 das Atoll Ulithi mit dem Ziel das japanische Kernland um das dortige industrielle Herz des Feindes zu treffen. Sechs Tage später begann der Angriff auf Tokyo, der zwei Tage andauerte. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die japanische Hauptinsel und wandten sich nach Iwo Jima. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten an diesem Tag die anlandenden Marines. Die USS TWINING selber sicherte dabei, wie alle anderen Zerstörer auch, die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Für den 21. Februar stellte man die Task Undergroup 54.1.18 aus Schiffen der TG 58.2 und TG 58.3 bis zum 22. Februar zusammen. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO und USS BOSTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM. Aufgabe dieser Schiffe war es, den amerikanischen Landungstruppen Feuerunterstützung zu gewähren. Genau für denselben Zweck gründete man an dem 22. Februar die Task Group 58.12. In dieser befanden sich die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO und USS BOSTON und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM. Diese Schiffe beschossen ebenfalls japanische Küstenbefestigungen und sicherten damit das Vorankommen der Landungstruppen. Doch schon am 23. Februar löste man die TG wieder auf und alle Schiffe kehrten zu ihrer eigentlichen Task Group zurück. Am 26. Februar erfasste ein Sturm auf hoher See vor Iwo Jima die Schiffe der TG 58.2. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Anschließend wurde erneut Tokyo bombardiert und ab dem 1. März Okinawa. Die Gewässer verließen die Schiffe der TG 58.2 am 2. März und fuhren wieder zum Atoll Ulithi. Man stellte hier erneut die Task Group 58.2 für ein Manöver um. Dazu versetzte man die USS TWINING in die Task Group 59.6. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ), USS ASTORIA ( CL-90 ) und USS WIKES BARRE ( CL-103 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS YARNALL, USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM. Aufgabe dieser Schiffe war es während des Manövers, einen Übungsangriff auf den Hauptteil der TF 59 zu führen. Dieser bestand aus den Schlachtschiffen USS WISCONSIN, USS MISSOURI, USS SOUTH DAKOTA, USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ). Dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, den Schweren Kreuzern USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS PITTSBURGH, USS BALTIMORE und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), den Leichten Kreuzern USS VINCENNES, USS MIAMI, USS SAN JUAN, USS SANTA FE, USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) und den Zerstörern USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und USS SIGSBEE ( DD-502 ). Am 3. März verließen alle Schiffe der Task Force 59 das Atoll Ulithi und begaben sich in ihre Ausgangspositionen für das Manöver. Die Schiffe der TG 59.6 begannen am folgenden Tag mit einem simulierten Torpedoangriff auf die Schweren Schiffseinheiten. In der Nacht vom 4. zum 5. März war dann dieses Manöver beendet und alle Schiffe sollten zum Atoll Ulithi zurück kehren. Hier gliederte man die Schiffe wieder in ihre vorherigen Task Groups. Rear Admiral Ralph Eugene Davison behielt das Kommando über diese TG 58.2 während der Operation „Iceberg“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ) und USS RANDOLPH ( CV-15 ), das Schlachtschiff USS WISCONSIN, der Schwere Kreuzer USS PITTSBURGH, der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS TWINING, USS OWEN, USS STEPHEN POTTER, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS HICKOX, USS WEDDERBURN, USS UHLMANN, USS CUSHING und USS HALSEY POWELL. Nach dem Auffüllen der Munitionsmagazine und dem Bunkern von frischem Treibstoff, verließen am 14. März die Schiffe der TG 58.2 das Atoll. Ziel waren erneut die japanischen Hauptinseln. Die Trägerflugzeuge bombardierten ab dem Morgen des 19. März die Flugplätze auf Kjushu und die japanischen Schiffe im Hafen von Kure und Kobe. Die USS FRANKLIN lag dabei rund 50 Seemeilen von Honshu entfernt und die USS TWINING war einer der Zerstörer die den Flugzeugträger sicherten. Da durchbrach ein japanischer Bomber den Sperrgürtel der amerikanischen Jagdflugzeuge und warf zwei Panzerbrechende Bomben auf die USS FRANKLIN ab. Beide durchschlugen das Flugdeck und explodierten im Innern des Flugzeugträgers. Dabei kamen 724 Mannschaftsmitglieder und Personal ums Leben und 264 wurden zum Teil schwer verwundet. Durch das Löschwasser erhielt der Träger schnell eine dreizehn Grad Schlagseite nach Steuerbord. Erst durch den Leichten Kreuzer USS SANTA FE konnte notdürftig Elektrizität eingespeist werden. Die USS TWINING nahm mit anderen Schiffen die nicht benötigten Mannschaftsmitglieder von dem Träger auf. An Bord der USS FRANKLIN blieb nur eine Rumpfbesatzung von 700 Mann. Diese versuchten die Maschinenanlagen wieder in Gang zu bringen. Rear Admiral Ralph E. Davison befahl anschließend fünf Zerstörern nach Seeleuten der USS FRANKLIN zu suchen die im ersten Moment des Bomberangriffs über Bord gegangen waren. An diesem 19. März nahm man die Schiffe der TG 58.2 aus dem Kampfgeschehen und ließ sie in Richtung Osten zum Atoll Ulithi fahren, da mehrere Schäden während der Kämpfe erlitten hatten. Rear Admiral Ralph Eugene Davison strukturierte die Task Group um und bildete die Task Undergroup 58.2.9. In dieser TU befanden sich die Flugzeugträger USS FRANKLIN und die USS ENTERPRISE, die Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ) und USS GUAM ( CB-2 ), der Schwere Kreuzer USS PITTSBURGH, der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS TWINING, USS THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS MARSHALL, USS HICKOX, USS HUNT, USS WEDDERBURN, USS ENGLISH, HALSEY POWELL und bis zum 22. März USS WALDRON. Die USS TWINING war auf dieser Fahrt das unmittelbare Sicherungsschiff für den havarierten Flugzeugträger USS FRANKLIN. Am folgenden Tag versuchte ein einzelner japanischer Pilot mit seinem Flugzeug so nah wie nur möglich an die USS FRANKLIN heranzukommen um dem amerikanischen Schiff den Todesstoß zu versetzen. Doch die Geschützbesatzungen der USS TWINING konnten erfolgreich diesen Angriff abwehren. Am 22. März befand sich die USS FRANKLIN außerhalb des Gefahrenbereiches in dem japanische Flugzeuge hätten angreifen können. Daher drehte die USS TWINING nun bei und fuhr zur Ryukyu Insel Nansei Shoto und reihte sich in die Schiffsformation der TG 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ) während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich noch die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE und USS LANGLEY ( CVL-27 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS UHLMANN, USS BENHAM, USS CUSHING, USS COLAHAN, USS HAILEY ( DD-556 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Die USS TWINING beteiligte sich an der Sicherung der Schweren Schiffe während des Bombardements auf feindliche Stellungen, Befestigungen und Schiffe bei Okinawa. Dabei erzielten die Trägerflugzeuge großen Schaden zur Vorbereitung auf die Invasion der Insel. Am 27. März kam es zu einem massiven japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG 58.4 und TG 58.1. Dabei erhielt unter anderem der Zerstörer USS MURRAY ( DD-576 ) aus der TG 58.1 einen direkten Treffer über der Wasserlinie im Bug. Man befahl die USS TWINING zur Sicherung und Unterstützung zu diesem Zerstörer bis die ersten notwendigen Reparaturen des Schadensbegrenzungsteams abgeschlossen waren. Die USS TWINING verließ am nächsten Tag diese Position und begann ihre Patrouillenfahrt nach Norden und war auf der Suche nach einer möglichen japanischen Entsatzflotte für Okinawa. Der Zerstörer fand aber keine feindlichen Schiffe. Daher kehrte das amerikanische Kriegsschiff wieder um und fuhr nach Okinawa. Hier reihte sich die USS TWINING in die TG 58.4 wieder ein. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa. In den ersten Tagen dieser Invasion hielten sich die japanischen Luftangriffe in Grenzen. Aber am 6. April flogen diese einen massiven Luftangriff auf die amerikanischen Schiffe um die angelaufene Landeoperation zum Stehen zu bringen. Über zwei Stunden dauerte dieser Angriff. Die Geschützmannschaften der Zerstörergruppe, in der sich die USS TWINING befand, konnten dabei fünf japanische Kamikazepiloten und deren Maschinen rechtzeitig abschießen. Nur die Geschützmannschaften der USS TWINING kamen zu keinem klaren Schuss, da das Kriegsschiff auf der gegenüberliegenden Angriffsseite lag. Die Schiffe der Task Group 58.2, in der sich die USS TWINING noch im März befand, war neu zusammengestellt worden und verließen am 5. April das Atoll Ulithi. Der Hauptgrund dafür war das Auslaufen einer japanischen Entsatzflotte um das Superschlachtschiff YAMATO. Diese feindliche Flotte war durch ein amerikanisches U-Boot schon kurz nach dem Verlassen von der japanischen Heimatbasis Tokuyama gemeldet worden. In dieser Flotte befanden sich neben der YAMATO noch der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, YUKUKAZE, ASASHIMO, HATSUSHIMO, KASUMI, FUYUTSUKI und SUZUTSUKI. Das Superschlachtschiff sollte die Wende im Kampf um Okinawa bringen, ansonsten sollte es wie das gesamte japanische Kaiserreich untergehen. Deshalb hatte man an Bord des Schiffes auch nur die Bunker mit Brennstoff gefüllt um nach Okinawa zu gelangen. Um nun diese japanische Flotte abzufangen, strukturierte man am 7. April die Task Group 58.4 auch wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Noch am selben Tag stiegen 386 amerikanische Trägerflugzeuge in mehreren Wellen auf und griffen die feindliche Flotte an. Die YAMATO erhielt dreizehn Torpedo- und acht schwere Bombentreffer. Das Superschlachtschiff versank um 14:23 Uhr in den Fluten und riss fast die gesamte Mannschaft mit in die Tiefe. An diesem Tag sanken ebenfalls der Leichte Kreuzer YAHAGI und die Zerstörer ISOKAZE, HAMAKAZE, ASASHIMO und KASUMI. Die USS TWINING verließ nach dieser Schlacht die Schiffe der TG 58.4 und kehrte in die Task Group 58.2 zurück, deren Schiffe am 8. April die Gewässer rund um Okinawa erreichten. Rear Admiral Ralph E. Davison erhielt erneut die Befehlsgewalt über die TG. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS RANDOLPH und USS ENTERPRISE, der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), der Schwere Kreuzer USS PITTSBURGH, der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS TWINING, USS OWEN, USS MILLER, USS THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS HICKOX, USS HALSEY POWELL, USS HUNT, USS MARSHALL, USS UHLMANN und USS ENGLISH. Sofort nach erreichen der vorgegebenen Positionen begannen sich die Schiffe an dem Bombardement japanischer Stellungen zu beteiligen. Die USS TWINING sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern auch in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen ab. Trotzdem erreichten immer wieder japanische Kamikazepiloten die amerikanischen Schiffe und stürzten sich auf diese. Die Geschützmannschaften konnten am 13. April während solch eines feindlichen Luftangriffs eines der angreifenden Flugzeuge abwehren und vernichten. Doch dann wechselten die Schiffe der TG nach Kjushu damit die Trägerflugzeuge erneut japanische Industrieanlagen im Süden der Insel bombardieren konnten. Über der Task Group 58.2 lag allerdings kein guter Stern. Diesmal war die USS ENTERPRISE Ziel der Kamikazepiloten vor Okinawa gewesen und musste für Reparaturen die TG verlassen. Mit nur einem Flugzeugträger waren allerdings die Angriffe auf die japanische Hauptinsel nicht zu führen. So löste man die Task Group 58.2 am 16. April erneut aus dem Kampfgeschehen aus und sandte die Schiffe zum Atoll Ulithi zurück. Nur die USS TWINING und die Zerstörer aus der DESRON 52 verblieben diesmal beim Kampfgeschehen und wurden am 17. April in die Task Group 58.3 versetzt. Diese befehligte Rear Admiral Frederic Carl Sherman ( 27. Mai 1888 – 27. Juli 1957 ). Innerhalb dieser TG befanden sich die Zerstörer in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS TWINING, USS OWEN, USS MILLER, USS THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS ENGLISH, USS AULT, USS CHARLES S SPERRY, USS WALDRON, USS HAYSWORTH, USS JOHN W WEEKS, USS WALLACE L LIND, USS BORIE ( DD-704 ), USS HANK ( DD-702 ), USS ERBEN ( DD-631 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS HALE ( DD-642 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS BULLARD ( DD-660 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ). Am 18. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 325 Seemeilen östlich von Okinawa und nahmen frischen Treibstoff an Bord. Anschließend näherten sie sich der japanischen Insel. Doch die USS TWINING setzte man nicht ein. Der Zerstörer verließ noch am selben Tag die Schiffe der TG 58.3 und fuhr zum Atoll Ulithi. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 4. Mai damit sich die Besatzung ausruhen konnte. Außerdem wurde frische Munition und Brennstoff gebunkert. An diesem 4. Mai versetzte man die USS TWINING in die Task Group 58.1 die Rear Admiral Joseph James Clark ( 12. November 1893 – 13. Juli 1971 ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET ( CV-12 ) und USS BENNINGTON ( CV-20 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD und USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und ab dem 9. Mai die USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS PITTSBURGH und USS QUINCY ( CA-71 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN, USS VINCENNES, USS MIAMI, USS VICKSBURG und USS DULUTH ( CL-87 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS STOCKHAM, USS WEDDERBURN, USS JOHN RODGERS, USS HARRISON, USS SIGSBEE, USS McKEE, USS DASHIELL, USS SCHROEDER, USS BLUE, USS LYMAN K SWENSON, USS BRUSH, USS TAUSSIG und USS MANSFIELD. Am 30. April erreichten diese Schiffe das Atoll Ulithi und füllten ihre Munitions- und Treibstoffbunker auf. Außerdem wurden auf den Trägern beschädigte Trägerflugzeuge durch neue ersetzt. Das Atoll verließen die Schiffe der TG 58.1 erneut am 9. Mai, erreichten am 12. Mai ihre vorgegebenen Positionen und beteiligten sich wieder am Kampf um Okinawa. Dazu wurden erneut Ziele auf Kyushu angegriffen. Dabei griffen japanische Kamikazepiloten immer kühner die amerikanischen Schiffe an. Sie ließen sich nicht mehr vertreiben und umkreisten diese bis zum letzten Treibstofftropfen um eine günstige Gelegenheit zu finden um sich dann auf eines der Schiffe zu stürzen. Nur durch gezielte Schüsse, die diese Flugzeuge vernichteten, konnten sich die Schiffsbesatzungen ihrer Haut erwehren. Auch die Geschützmannschaften der USS TWINING feuerten aus allen Rohren, konnten aber keines der Flugzeuge vernichten, nur vom Schiff fern halten. Zur taktischen Unterstützung der amerikanischen Seestreitkräfte versetzte man die TG 58.1 ab dem 28. Mai zur Task Force 38, wo die Schiffe unter dem Kommando von Rear Admiral Joseph James Clark die Task Group 38.1 bildeten. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET und USS BENNINGTON, die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD und USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS PITTSBURGH und BALTIMORE, die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN, USS DULUTH, USS OKLAHOMA CITY ( CL-91 ), USS OAKLAND ( CL-95 ) und ab dem 6. Juni die USS TOPEKA ( CL-67 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS STOCKHAM, USS BRUSH, USS BLUE, USS JOHN RODGERS, USS HARRISON, USS McKEE, USS DASHIELL, USS SCHROEDER, USS RINGGOLD, USS LYMAN K SWENSON, USS TAUSSIG, USS MANSFIELD und USS SAMUEL N MOORE. Am 1. Juni lagen die Schiffe der TG fünfundsechzig Seemeilen östlich von Okinawa. Die Trägerflugzeuge bekämpften ab dem folgenden Tag feindliche Flugplätze und Stellungen erneut auf Kyushu. Diese Luftschläge dauerten nur zwei Tage an. Gleich nach Beginn des 4. Juni eilte die TG 38.1 ostwärts. Grund dafür war das Betanken der Schiffe und ein heraufziehender Taifun. Rund 300 Seemeilen südlich von Okinawa begann das Betanken. Dieses musste abgebrochen werden wegen zu hohem Wellengang. Die Winde erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Knoten. Die USS TWINING blieb bis zur letzten Minute auf ihrem Radarvorposten und ritt die hohen Wellen ab. Den Taifun überstand der Zerstörer unbeschädigt und übernahm erneut die Aufgaben eines Radarvorpostens. Andere Schiffe der TG hatten nicht so viel Glück. So wurden die Flugzeugträger USS HORNET und USS BENNINGTON, die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD und USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS und USS ALABAMA, die Schweren Kreuzer USS PITTSBURGH und BALTIMORE, die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS DULUTH und die Zerstörer USS JOHN RODGERS, USS McKEE, USS DASHIELL, USS TAUSSIG und USS SAMUEL N MOORE beschädigt. Nach dem Abklingen des Taifuns befanden sich die Schiffe der TG 38.1 am 5. Juni ungefähr dreißig Seemeilen Südöstlich von Okinawa. Erneut wurde die Betankung der Schiffe vorgenommen und feindliche Stellungen auf Okinawa bombardiert. Am Morgen des 10. Juni folgten Bombardements auf die östlich von Okinawa gelegenen japanischen Atolle Minami Ogari und Minami Daito. Danach fuhren die Schiffe der TG nach Leyte damit die Beschädigungen die durch den Taifun entstanden waren, beseitigt werden konnten. In der San Pedro Bay, Leyte legten die Schiffe am 13. Juni an. Hier in der San Pedro Bay nahm man an der USS TWINING eine Überholung und mehrere notwendig gewordene Reparaturen vor. Anschließend gliederte man den Zerstörer in eine Gruppe die den Flugzeugträger USS YORKTOWN im Leyte Golf bei mehreren Übungen sichern sollte. Diese Übungen begannen am 26. Juni und endeten vier Tage später. Gleich am nächsten Tag versetzte man die USS TWINING in die Task Group 38.4 die Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation „Home Islands Raid“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN, USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und ab dem 20. August die USS ESSEX, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS IOWA, USS WISCONSIN und das Flaggschiff USS MISSOURI auf dem sich auch Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) befand, die Schweren Kreuzer USS QUINCY, USS BOSTON, USS ST PAUL ( CA-73 ) und USS CHICAGO ( CA-29 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN und die Zerstörer USS TWINING, USS STOCKHAM, USS WEDDERBURN, USS BENHAM, USS UHLMANN, USS COLAHAN, USS CUSHING, USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS SMALLEY ( DD-565 ) und USS WREN ( DD-568 ). Ab dem 1. Juli begannen diese Schiffe ein intensives Training in den folgenden sieben Tagen um die Abstimmung unter den Schiffen zu gewährleisten. Das waren die Vorbereitungen für den lang ersehnten Angriff auf die japanischen Hauptinseln. Drei Tage später lagen die Schiffe in der Tokyo Bay und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen feindliche Ziele rund um die japanische Hauptstadt. Nach weiteren vier Tagen begann der Angriff im Norden von Honshu und auf Hokkaido. Sämtliche japanischen Schiffe wurden dort sofort attackiert und versenkt oder beschädigt, so dass diese nicht mehr in den Kampf eingreifen konnten. Am 24. Juli bildete man die Task Group 35.3 die Rear Admiral James Cary Jones ( 2. März 1892 in Huntsville, Madison County, Alabama – 12. Januar 1977 ) befehligte. Diese Task Group bestand nur einen Tag und war auf der Suche nach feindlichen Schiffen in den Gewässern zwischen Kure und Kobe. In der TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS TWINING, USS STOCKHAM, USS WEDDERBURN, USS UHLMANN, USS COLAHAN und USS CUSHING. Diese Schiffe fuhren am 24. Juli in ihr Einsatzgebiet im Süden von Honshu. Hier begannen die Schiffe die Wasserflugzeugbasis Kushimoto und den japanischen Flugplatz bei Shino-Misaki zu bombardieren. Dieses hielten sie bis zum Mittag des folgenden Tages und kehrten dann zu den Schiffen der TG 38.4 zurück. Hier übernahm die USS TWINING wieder die Sicherung der Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Die amerikanischen Trägerflugzeuge flogen derweil ihre Einsätze bis Anfang August gegen Kure, Kobe und dem nördlichen Honshu. Am 9. August versuchte ein japanischer Kamikaze sich auf die US TWINING zu stürzen. Doch das intensive Abwehrfeuer der Geschützmannschaften konnte das feindliche Flugzeug noch rechtzeitig vernichten. Sechs Tage später, am 15. August, um 6:05 Uhr stiegen Trägerflugzeuge auf. Das Ziel war diesmal Tokyo. Zwei Stunden später wurde durch Radio San Francisco das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum verkündet. Die Japaner akzeptierten eine bedingungslose Kapitulation. Man beorderte die Piloten sofort zur Umkehr. Nun begannen die Vorbereitungen zur Okkupation Japans. Dazu fuhr die USS TWINING zusammen mit der USS WEDDERBURN zur Sagami Bay bei Yokosuka. Dort sollten die Zerstörer notfalls mit ihren Schiffsgeschützen eingreifen wenn die Besetzung der Naval Base nicht ohne Kampf von statten gehen sollte. Doch die Landung erfolgte ohne Zwischenfall. Anschließend eskortierte der Zerstörer das Schlachtschiff USS MISSOURI in die Tokyo Bay und war am 2. September bei der Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde anwesend. Am folgenden Tag verlegte man die USS TWINING in die Tateyama Bay. Dort erfolgten ebenfalls Landeoperationen die allerdings ebenfalls friedlich verliefen. Zur Sicherung und Unterstützung von Minensuchern bei Sendai und Choshi entsandte man den Zerstörer am 9. September. Sieben Tage später kehrte das Kriegsschiff in die Tokyo Bay zurück und unterzog sich hier mehreren Reparaturen. Außerdem füllte man die Bunker mit Nachschub auf. Nach weiteren Sicherungsfahrten nahm die USS TWINING an Trainingsübungen teil. Erst am 31. Oktober verließ der Zerstörer die japanischen Gewässer und fuhr zusammen mit den Zerstörern des Zerstörergeschwaders 53 an die US Westküste. Nach einem kurzen Aufenthalt in Pearl Harbor, erreichte die USS TWINING am 20. November die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Hier sollte sich der Zerstörer einer umfangreichen Überholung unterziehen. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten verließ das Kriegsschiff die Werft und fuhr zur Marinebasis in San Diego, Kalifornien. Hier stellte man am 14. Juni 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Dort integrierte man im August die USS TWINING in ein Reserve Trainingsprogramm. Dieses beinhaltete Kreuzfahrten entlang der US Westküste mit dem Besuch von Häfen, Kreuzfahrten nach Hawaii und selbst an die mexikanische Westküste.
Am 10. Juni 1950 verlegte man die USS TWINING aus der Reserveflotte und begann den Zerstörer für die erneute Indienststellung in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien vorzubereiten. Lieutenant Commander Arthur Earl Dominick stellte am 21. November 1950 das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. Anschließend folgten Operationen entlang der US Westküste Dabei wurde ein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung der Schiffsbesatzung gelegt. Am 20. August 1951 legte die USS TWINING in San Diego ab und stach in See. Ziel war zunächst die Marinebasis Pearl Harbor und dann Japan. Von dort aus sollte der Zerstörer in die koreanischen Gewässer fahren, wo der Krieg gegen Nord- und Südkorea ausgebrochen war. An Bord des Kriegsschiffes befand sich der Kommandant der Zerstörerdivision 172. Ende September übernahm die USS TWINING die Sicherung der Flugzeugträger in der Task Force 77 und bombardierte zur Unterstützung von amerikanischen Minenräumschiffen in der Nähe von Hungnam mehrere nordkoreanische Küstenbatterien. Im Oktober patrouillierte der Zerstörer in den Gewässern der Tongjoson Bay und beteiligte sich mit den Schiffsgeschützen an der Bombardierung von nordkoreanischen Uferbatterien, Gebäuden, Straßenkreuzungen und Eisenbahnen im Hafen von Wonsan. Ansonsten feuerte die USS TWINING ihre Geschosse nur auf Ziele ab, deren Koordinaten Flugzeuge oder Uferbeobachtungsposten durchgaben. So feuerte der Zerstörer am 9. Oktober auf ein Ziel das man von dem Schiff aus nicht erkennen konnte. Das Kriegsschiff erzielte an diesem Tag einen direkten Treffer in ein feindliches Munitionsdepot. Dadurch gab es mehrere heftige Explosionen und zahlreiche Brände brachen aus. Zwei Tage später fuhr die USS TWINING zum Hafen von Hungnam. Dort sollte der Zerstörer nordkoreanische Bemühungen vereiteln, die in den Gewässern Minen auslegen wollten. In der darauffolgenden Nacht überflog den Zerstörer ein nicht identifizierbares Jagdflugzeug und begann einen Überraschungsangriff. Dieses Flugzeug ließ zwei Bomben ausklinken. Beide Bomben schlugen unmittelbar neben der USS TWINING auf dem Wasser auf und konnten keinen Schaden an dem Zerstörer anrichten. In den folgenden Tagen wurde in den koreanischen Gewässern durch die Geschützmannschaften der USS TWINING ein Sampan versenkt und eine feindliche Artilleriestellung in Ufernähe vernichtet. Anschließend nahm der Zerstörer Kurs auf Yokosuka auf. In den japanischen Gewässern blieb das Kriegsschiff dann den gesamten November über und musste sich mehreren Reparaturen unterziehen und die Mannschaft mehreren Trainingsübungen. Erst Anfang Dezember verließ die USS TWINING wieder Yokosuka und fuhr nach Okinawa. Hier beteiligte sich der Zerstörer an Anti-U-Boot Übungen. Doch schon am 11. Dezember lag das Kriegsschiff an der Ostküste Nordkoreas und beteiligte sich an einer Schiffsblockade und an mehreren Unterstützungsoperationen der Landungstruppen. Noch im selben Monat verließ die USS TWINING die Task Force 77 und fuhr nach Sasebo, Japan. Dort musste der Zerstörer sich ab dem neuen Jahr zu einer Instandhaltung begeben. Am 22. Januar verließ der Zerstörer dann die japanischen Gewässer und fuhr zum nordkoreanischen Hafen Wonsan. Dort nahm das Kriegsschiff Fahrzeuge, Lager und feindliche Truppenkonzentrationen unter Feuer. Am vorletzten Tag des Monats Januar konnte die Schiffsbesatzung der USS TWINING dann auch noch einen amerikanischen Piloten aus dem Wasser retten, dessen Flugzeug abgestürzt war. Bis zum 19. Februar operierte der Zerstörer im Hafen von Wonsan und fuhr erst an diesem Tag wieder nach Japan. Nach mehreren notwendig gewordenen Reparaturen verließ das Kriegsschiff Yokosuka und fuhr über Midway Island und Pearl Harbor an die US Westküste. Hier legte der Zerstörer am 10. März im Hafen der Marinebasis San Diego an. Erst am 1. November 1952 verließ die USS TWINING wieder die kalifornische Küste und fuhr zu ihrem zweiten Deployment an die ostkoreanische Küste. Hier führte der Zerstörer Patrouillendienst und Aufklärungsmissionen durch, feuerte auf feindliche Uferziele und lieferte eine Nachtbeleuchtung während des Kampfes im Wonsaner Hafen. Nebenbei war der Zerstörer aber auch die Feuerwehr für Minensucher entlang der koreanischen Ostküste. Im März 1953 ankerte die USS TWINING in der Buckner Bay, Okinawa und wechselte dann nach Formosa. Hier schulte die Schiffsbesatzung das Personal der chinesischen Nationalistischen Marine in der Schützen- und Schadenskontrolle auf einem Schiff. Am 8. April reihte man die USS TWINING in die Kampfgruppe um den Flugzeugträger USS ORISKANY ( CVA-34 ) ein. In dieser Kampfgruppe übernahm der Zerstörer die Aufgabe nach feindlichen U-Booten zu suchen während diese sich auf Patrouille in der nördlichen Formosastraße befand. Mitte April kehrte die USS TWINING nach Japan zurück und im Mai verließ der Zerstörer die fernöstlichen Gewässer. Über Pearl Harbor fuhr das Kriegsschiff an die kalifornische Küste und blieb dort bis zum Ende des Jahres 1953. Es wurden dabei mehrere Trainingseinheiten und Operationen durchgeführt. Der Koreakrieg war mittlerweile beendet, trotzdem unternahm die USS TWINING weitere Kreuzfahrten in den Fernen Osten. So gehörte der Zerstörer vom 27. Dezember 1954 bis zum 14. Juli 1955 zur Carrier Air Group 1. Zu dieser Group gehörte unter anderem der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CVA-41 ). Die Schiffe dieser Group unternahmen in diesem Zeitraum eine Weltumfahrung. Zur Versorgung stand dabei das Frachtschiff USS POLARIS ( AF-11 ) zur Verfügung. Im März 1955 gehörte die USS TWINING zum Zerstörergeschwader 17, welches in San Diego stationiert war. In diesem Geschwader befanden sich außerdem noch die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS GREGORY ( DD-802 ), USS SHIELDS ( DD-596 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS MARSHALL ( DD-676 ) und USS PORTERFIELD ( DD-682 ). Von Juni bis Dezember 1958 war die USS TWINING erneut in den fernöstlichen Gewässern unterwegs. Während der dortigen Patrouillenfahrt eskortierte der Zerstörer den Flugzeugträger USS PRINCETON ( CVS-37 ). Außerdem war das amerikanische U-Boot USS DIODON ( SS-349 ) zur Sicherung abkommandiert. Auch im Jahre 1959 befand sich die USS TWINING in fernöstlichen Gewässern. Diesmal begleiteten den Zerstörer die Schwesterschiffe USS OWEN ( DD-536 ), USS COWELL ( DD-547 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ). Zwischen den Kreuzfahrten im Fernen Osten unternahm die USS TWINING in all den Jahren auch Operationen entlang der kalifornischen Küste. Im Juni 1963 kehrte der Zerstörer von einer der Fahrten aus dem Westpazifik nach San Diego zurück. Auf der Heimfahrt hatte das Kriegsschiff an mehreren Übungen mit amerikanischen, britischen, neuseeländischen und australischen Kriegsschiffen teilgenommen. Im Mai 1964 versetzte man die USS TWINING aus dem Zerstörergeschwader 5 in das Reservezerstörergeschwader 27. Gleich nach der Umgliederung begann der Zerstörer mit Reservisten Trainingskreuzfahrten. Nach dem Zusammenstoß des australischen Flugzeugträgers HMAS MELBOURNE ( R21 ) und dem australischen Zerstörer HMAS VOYAGER ( D04 ) am 10. Februar 1964, führte zum Untergang des Zerstörers. Dabei verloren 82 der 314 Besatzungsmitglieder ihr Leben. Die Vereinigten Staaten boten Australien daraufhin die USS TWINING und das Schwesterschiff USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) als vorübergehenden Ersatz an. Doch die Königlich Australische Marine nahm stattdessen das Angebot der Royal Navy an und übernahm aus der DARING – Klasse den Zerstörer HMAS DUCHESS ( D154 ), der aus der gleichen Klasse war wie die HMAS VOYAGER.
Am 1. Juli 1971 stellte man die USS TWINING außer Dienst und übergab den Zerstörer noch am selben Tag an die chinesische Republik Taiwan. Die taiwanesische Marine stellte am 1. Juli 1971 das Schiff unter dem Namen ROCS KWEI YANG ( DDG-908 ) in ihren Dienst.
Am 16. August 1971 strich man den Namen USS TWINING ( DD-540 ) von der US Navy – Liste.
Die taiwanesische Marine stellte am 16. Juli 1999 den Zerstörer außer Dienst und ließ den Schiffskörper verschrotten.


USS TWINING ( DD-540 )
Commanding Officer

CDR Ellis Kerr Wakefield       1. Dezember 1943 – 27. Januar 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Frank Voris List        27. Januar 1945 – 8. September 1945
LCDR Albert Francis Hollingsworth        8. September 1945 – 14. Juni 1946
Außerdienststellung        14. Juni 1946 – 21. November 1950
LCDR Arthur Earl Dominick          21. November 1950 – 21. März 1951
CDR Manley Conroy Osborne        21. März 1951 – 2. April 1952
CDR Oliver Scott Dwire         2. April 1952 – 5. Juni 1953
CDR George Warren Miller        5. Juni 1953 – 4. September 1955
CDR Francis Wall       4. September 1955 – 1955
CDR Howard Leo Kubel        1955 – 1957
CDR Malcom Charles Brown II        1957 – 1958
CDR Emerick Sidney Kelone         1959 – 1960
LCDR David McDonald DiBrell        1960 – 1961
CDR Albert Tilden Sprague III       1961 – 1963
CDR Peter Adams Bowser       1963 – 1964
CDR Donald Lees Hadaway       1964 – 1965
CAPT George Raymond Mahoney        1965 – 1966
CDR Harvey Leroy Decker       1967 – 1968
CDR Donald Raymond Brainard          1968 – 5. Juni 1970
CDR James Allen Chesky         5. Juni 1970 – 1. Juli 1971

USS YARNALL ( DD-541 )

Biografie

John Joliffe Yarnall
* 1786 in Wheeling, Virginia
† 1815 mit der USS EPERVIER untergegangen
war ein Offizier der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und dem Zweiten Barbary Krieg

John Joliffe Yarnall wurde am 11. Januar 1809 mit dem Rang eines Midshipman in die US Navy aufgenommen. Zwischen 1809 bis 1812 diente Yarnall auf der Fregatte USS CHESAPEAKE ( 1799 ) und dem Schoner USS REVENGE ( 1806 ) die vor der US Küste kreuzten um das James Madison Embargo durchzusetzen. Dieses Embargo verbot den Handel mit den europäischen Gegnern die in den Napoleonischen Kriegen gegeneinander kämpften. Im Jahre 1813 wurde Yarnall auf Befehl von Commodore Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 – 23. August 1819 ) auf dessen Flaggschiff, die Brigg USS LAWRENCE ( 1813 ), befohlen die auf den Great Lakes gegen die Briten operierte und erhielt fden Rang eines First Lieutenant verliehen. Yarnall nahm auf dem Schiff an der entscheidenden Schlacht von Lake Erie am 10. September 1813 teil. Die USS LAWRENCE wurde während der Schlacht von den britischen Schiffen hart attackiert und zu einem Wrack geschossen. Commodore Perry wechselte daraufhin auf die Brigg USS NIAGARA ( 1813 ) wo sein Wimpel aufgezogen wurde. Lieutenant Yarnall übernahm während der noch andauernden Schlacht das Kommando über die USS LAWRENCE und weigerte sich während des Gefechtes das Schiff zu verlassen wegen seiner Verwundung. Nach dem amerikanischen Sieg und der Eroberung aller an der Schlacht beteiligten britischen Schiffe brachte man Yarnall zu einem Arzt bei Erie. Für seine Verdienste während des zähen Ringens mit dem Feind erhielt Yarnall von Commodore Perry eine Auszeichnung und vom Kongress eine Medaille und den Dank des Landes überreicht. Im Frühjahr 1815 versetzte man Yarnall an Bord der Fregatte USS GUERRIERE ( 1814 ). Das Schiff kommandierte Captain Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ). Es war sein Flaggschiff und gehörte zum Mittelmeergeschwader das gegen die algerischen und tripolitanischen Piraten vorgehen sollte um den amerikanischen Handel im Mittelmeer zu schützen. Am 20. Mai 1815 hoben die Schiffe des Geschwaders in New York die Anker. Die Straße von Gibraltar erreichte das Geschwader am 15. Juni. Captain Decatur erfuhr, dass mehrere Piratenschiffe diese Meerenge kurz zuvor schon passiert hatten. Er entschied sich dazu die Jagd auf die Piraten zu eröffnen und ihnen den Weg bis Algerien abzuschneiden. Zwei Tage später waren die schwer beladenen Piratenschiffe zu sehen. Das schnellste Schiff des Geschwader, die Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) jagte das Flaggschiff der Piraten, die Fregatte Meshuda, in Richtung der USS GUERRIERE. Decatur wartete den genauen Zeitpunkt ab und ließ eine Breitseite aus nächster Distanz auf das Schiff abfeuern welche eine verheerende Wirkung auf den Decks hatte. Danach ließ Decatur wenden und die zweite Breitseite abfeuern. Dabei fand der Oberkommandierende der Piratenflotte, Rais Hamidu, den Tod. Doch die Piraten gaben nicht auf und schossen mit Musketen auf die amerikanischen Schiffe. Da schob sich die USS EPERVIER ( 1812 ) neben das Piratenschiff und schoss insgesamt neun Breitseiten in den Schiffsrumpf bis jeglicher Widerstand gebrochen war. Decatur schickte das ehemalige Flaggschiff der Piraten unter der Bewachung der Fregatte USS MACEDONIAN ( 1810 nach Cartagena, Spanien. Am 19. Juni 1815 sichtete man die 22-Kanonen führende algerische Brigg Estedio. Mit der USS GUERRIERE jagte man das Piratenschiff bis vor die Küste Spaniens wo die Piraten bei Kap Palos auf Grund liefen. Die Piraten bestiegen ihre Beiboote und wollten an Land fliehen. Doch eines der Beiboote wurde durch einen gezielten Kanonenschuss vernichtet und alle darin befindlichen Piraten fanden sofort den Tod. Die restlichen achtzig Piraten ergaben sich danach freiwillig. Bei Lieutenant Yarnall waren während des Kampfes die alten Wunden wieder aufgebrochen. Decatur hob den Mut und die Tapferkeit von Lieutenant Yarnall vor versammelter Mannschaft hervor und wählte ihn nicht nur wegen seiner Wunden aus um seine Depeschen an die US Regierung nach Washington DC zu bringen. Im Juli 1815 trat Yarnall die Heimreise auf der USS EPERVIER an. Das Kriegsschiff wurde am 14. Juli bei der Durchquerung der Straße von Gibraltar in den Atlantik zum letzten Male gesehen. Vermutlich ging das Schiff mit allen Besatzungsmitgliedern bei der Atlantiküberquerung durch einen Sturm verloren.

Zwei Schiffe wurden bei der US Navy zu Ehren von Lieutenant John Joliffe Yarnall benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS YARNALL ( DD-143 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS YARNALL ( DD-541 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS YARNALL ( DD-541 )

Schiffsbiografie

Die USS YARNALL ( DD-541 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant John Yarnall benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 5. Dezember 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Earl Groves taufte am 25. Juli 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Benjamin Francis Tompkins stellte am 30. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres 1944 unternahm die Besatzung mit der USS YARNALL ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Während dieser Kreuzfahrt wechselte der Zerstörer zur Marinebasis in San Diego, Kalifornien. Von hier aus begannen in den südkalifornischen Gewässern, zusammen mit dem Schwesterschiff USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), ab dem 19. Januar Anti-U-Boot Übungen. Diese dauerten für beide Zerstörer bis Anfang März. Gleich nach dem Abschluss verließ die USS YARNALL zusammen mit der USS CASSIN YOUNG die Marinebasis von San Diego und fuhr nach San Francisco. Hier überprüfte man die Schiffskörper beider Zerstörer und bunkerte Munition und Brennstoff. Gleichzeitig gründete man die Task Group 12.6. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YARNALL, USS CASSIN YOUNG und USS GANSEVOORT ( DD-608 ). Am 13. März legten die drei Zerstörer in San Francisco ab und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. Nach sechs Tagen Fahrt erreichten sie die Marinebasis Pearl Harbor. Hier trennten sich wieder die Wege der Zerstörer. Die USS GANSEVOORT eskortierte von diesem Hafen aus mehrere Schiffe bis zum Atoll Majuro, Marshall Island. Für die Besatzungen auf der USS YARNALL und USS CASSIN YOUNG folgten intensive Trainingseinheiten und taktische Übungen innerhalb der hawaiianischen Gewässer. So unternahmen beide Zerstörer vom 19. bis zum 27. März gemeinsam die ersten Übungen. Gleich daran anschließend erfolgten für beide Kriegsschiffe auf der Pearl Harbor Navy Yard mehrere Überprüfungen und Reparaturen, die bis zum 2. April dauerten. Kaum hatten beide Zerstörer am selben Tag die Werft verlassen, erfolgten Übungen der Geschützmannschaften und der Feuerleittechnik um die Geschütze zu kalibrieren und abzustimmen. Diese Übungen dauerten bis zum 6. April. Gleich am folgenden Tag integrierte man zu Übungszwecken die USS YARNALL in die Task Group 19.1. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS UHLMANN ( DD-687 ) und USS BENHAM ( DD-796 ). Für diese Übungen verließen die vier Kriegsschiff am 7. April die Marinebasis Pearl Harbor und kehrten erst zwei Tage später zurück. Für einen weiteren Drill der Besatzung der USS YARNALL versetzte man den Zerstörer in die Task Force 15. Rear Admiral William Henry Purnell Blandy ( 28. Juni 1890 in New York – 12. Januar 1954 in St. Albans, New York ) befehligte diese TF. Die Mannschaften der daran beteiligten Kriegsschiffe mussten die Fähigkeiten in der Bombardierung von Küstenabschnitten und der Feuerunterstützung während einer amphibischen Landeoperation in Vorbereitung der kommenden Kämpfe innerhalb der Operation „Forager“ erlernen. In der Task Force 15 befand das Schlachtschiff USS INDIANA ( BB-58 ) und die Zerstörer USS YARNALL und USS TWINING ( DD-540 ) Am 10. April verließen diese drei Kriegsschiffe die Marinebasis Pearl Harbor und begannen bis zum folgenden Tag mehrere Übungen durchzuführen. Dabei befanden sich die Schiffe soweit von den Hawaiianischen Gewässern entfernt, dass die USS YARNALL das Atoll Eniwetok anlaufen musste um frischen Brennstoff zu bunkern und die Munitionskammer aufzufüllen. Gleich daran anschließend kehrte der Zerstörer nach Pearl Harbor zurück. Kaum war der Zerstörer aber wieder in Marinebasis eingelaufen, gliederte man ihn für ein weiteres Manöver in die Task Group 19.1 ein. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS WASP und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING und USS UHLMANN. Am 16. April verließen diese vier Kriegsschiffe die hawaiianische Marinebasis und probten bis zum 18. April alle möglichen Manöver die mit einem Flugzeugträger während eines Flugbetriebes ausgeführt werden müssen. Anschließend begannen die Vorbereitungen auf die kommenden Kämpfe. Für genau die selben Übungen stellte man die TG 19.1 neu zusammen. In dieser Task Group befand sich der Flugzeugträger USS WASP und die Zerstörer USS YARNALL und USS ROBINSON ( DD-562 ). Die Übungen begannen am 27. April und endeten zwei Tage später. Damit nicht genug, stellte man anschließend die Task Group 19.3 für weitere Übungen, diesmal für die Trägerflugzeuge, zusammen. In der TG befand sich der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CV-43 ) und die Zerstörer USS YARNALL und USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Am 2. Mai verließen diese Kriegsschiffe die Marinebasis und kehrten erst drei Tage später zurück. Allerdings war der Drill der Schiffsbesatzung der USS YARNALL damit immer noch nicht beendet. Für Taktische- und Schießübungen verließ die USS YARNALL zusammen mit den Leichten Kreuzern USS HOUSTON ( CL-81 ) und USS VINCENNES ( CL-64 ) und dem Zerstörer USS STOCKHAM ( DD-683 ) am 8. Mai Pearl Harbor. Diese taktischen Manöver dauerten bis zum 12. Mai. Gleich nachdem die USS YARNALL in die Marinebasis eingelaufen war, begann die Mannschaft des Zerstörers mit dem Auffüllen der Munitionsmagazine und den notwendig gewordenen Reparaturen. Anschließend begannen die Vorbereitungen auf die kommenden Kämpfe. Dazu gliederte man die USS YARNALL am 29. Mai in die Task Group 52.17 ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 52.17.5, die Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 in Sandusky, Erie County, Ohio – 17. November 1980 in Carmel, Kalifornien ) kommandierte. In der TU befanden sich die Leichten Kreuzer US MONTPELIER ( CL-57 ) und USS CLEVELAND ( CL-55 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING und USS STOCKHAM. Am 31. Mai verließen die Schiffe der TG 52.17 und die der TG 52.11 Pearl Harbor. Acht Tage später erreichten die der TG 52.17 das Atoll Kwajalein, Marshall Islands und blieben für zwei Tage zum Bunkern von frischem Treibstoff. Nach dem Ablegen fuhren die Kriegsschiffe zu der nördlichen Marianen Insel Saipan. Diese erreichten sie am Abend des 13. Juni und begannen bei Morgengrauen des folgenden Tages sofort mit dem Beschuss japanischer Küstenbefestigungen und die darin verankerten Küstenbatterien. Gleich die ersten abgefeuerten Granaten ließen eine japanische Küstenbatterie verstummen. Neben den beiden Leichten Kreuzern und den anderen Zerstörern ließ auch die USS YARNALL ihre Geschütze an diesem Tage sprechen. Insgesamt 148 fünf Zoll Granaten wurden von dem Zerstörer abgefeuert. Mit dem hereinbrechen der Dunkelheit an diesem 14. Juni verließ die USS YARNALL zusammen mit den anderen Schiffen der TU die Gewässer vor Saipan und wechselten an die Westküste nach Garapan um hier auf japanische Versorgungsschiffe zu lauern. Das anschließende Bombardement am 15. Juni behielten die Schiffe während des Beginns der Landeoperation an den westlichen Stränden bei und unterstützten so die Bildung eines Brückenkopfes. Außerdem sollte mit dem Bombardement ein feindlicher Gegenangriff unterbunden und ein noch aktiver japanischer Bunker vernichtet werden. In der Dämmerung dieses Tages erschienen am Himmel mehrere japanische Flugzeuge, die sich aber außerhalb der Reichweite der Flakgeschütze der Zerstörer der TG hielten. Auch am folgenden Tag ging das Bombardement auf feindliche Stellungen im Küstenbereich weiter. In der dann beginnenden Dämmerung fuhr der Zerstörer in die Magicienne Bay ein und beteiligte sich an dem Beschuss feindlicher Stellungen. Erst am 17. Juni begannen die Kriegsschiffe der TG 52.17 mit ihren Patrouillenfahrten westlich von Saipan zur Aufspürung feindlicher Schiffe. An diesem Tag stellte man die Task Group 58.7 neu zusammen, die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 in Natlee, Kentucky – 25. August 1945 an Bord des Schlachtschiffes USS WYOMING ( BB-32 ) auf hoher See vor der Küste von Maine ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS INDIANA , USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS STOCKHAM, USS FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Grund dieser Zusammenstellung war eine japanische Flotte die nach Norden eilte um die amerikanischen Eindringlinge von den nördlichen Marianen zu vertreiben. Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und der Tag endete Ergebnislos. Nur ein paar japanische Aufklärungsflugzeuge waren am Himmel zu sehen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Dann am Morgen des 19. Juni um 5:15 Uhr erschien neben einem identifizierbaren Aufklärungsflugzeug auch eine Mitsubishi A6M zur Sicherung. Das Aufklärungsflugzeug suchte nach den amerikanischen Schiffen. Der Pilot der „Zero“ bombardierte dabei die USS STOCKHAM, doch die Bomben trafen nicht ihr Ziel. Nun erkor sich der japanische Pilot die USS YARNALL als Ziel aus. Er zog sein Flugzeug hoch, um es dann anschließend auf den Zerstörer stürzen zu lassen. Drei Geschützbatterien des Kriegsschiffs begannen sofort mit dem Beschuss dieses Flugzeugs. Gleich mehrere Treffer schlugen dort ein und das Flugzeug explodierte in der Luft noch ehe es sich direkt über dem Zerstörer befand. Das war der erste Abschuss eines Feindes für die USS YARNALL. Aber auch die Geschützmannschaften der anderen Zerstörer begannen sofort mit einem Abwehrgürtel durch Flakgeschosse. Sie zwangen damit das Aufklärungsflugzeug zur Umkehr. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen diesen Abwehrgürtel zu durchbrechen, verließ das Flugzeug dann seine Position und verschwand. Bis 10:08 Uhr ereignete sich dann erneut nichts. Da meldete man von dem Schlachtschiff USS ALABAMA eine größere Formation von feindlichen Flugzeugen die sich aus Richtung West näherten. Die USS YARNALL behielt zusammen mit der USS STOCKHAM ihre Position als Radarvorpostenschiff bei. Um 10:49 Uhr flog die erste Welle feindlicher Flugzeuge über die USS YARNALL hinweg. Aus dieser Formation scherten fünf Torpedobomber Aichi D3A aus und stürzten sich auf die beiden Radarvorpostenschiffe. Die Geschützmannschaften der USS YARNALL eröffneten augenblicklich das Feuer und mit dem ersten Feuerstoß trudelte auch schon das erste Flugzeug in Richtung Wasser und explodierte dort beim Aufschlag. Nun wendeten die vier übrig gebliebenen Torpedobomber und flogen in Richtung der Schwereren Schiffe. Von dem Zerstörer aus konnte man den nun beginnenden Luftkampf zwischen japanischen und amerikanischen Piloten beobachten. Viele der japanischen Flugzeuge wurden abgeschossen noch ehe sie ihr Angriffsziel erreicht hatten. Um 11:10 Uhr näherte sich die zweite feindliche Angriffswelle und zwanzig Minuten später gelang es zwanzig japanischen Piloten von der dritten Welle durch den Sperrgürtel der F6F Hellcats durchzubrechen. Die Geschützmannschaften der USS YARNALL nahmen selber sieben dieser Flugzeuge unter Feuer und konnten eines davon abschießen. Nach weiteren sechsundzwanzig Minuten des Kampfes war für die Mannschaft der USS YARNALL die Schlacht in der Philippine See vorbei. Keine weiteren japanischen Flugzeuge näherten sich an diesem Tag auch nur Ansatzweise den Schiffen der TG, obwohl noch zwei weitere Wellen japanischer Flugzeuge auf die Schiffe der Task Force 58 zuflogen. Am 20. Juni fuhren die Kriegsschiffe der Task Group 58.7 in Richtung Westen und waren auf der Suche nach der japanischen Flotte. Keine feindlichen Flugzeuge befanden sich da in der Luft. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge, gestartet von den Trägern, fanden am Nachmittag dann den Feind. In den Stunden kurz vor der Dämmerung starteten erneut amerikanische Maschinen von den Flugzeugträgern und sollten einen Luftangriff auf die feindliche Flotte starten. Diese befanden sich in einer extremen Reichweite. Viele dieser gestarteten Flugzeuge kehrten nicht mehr zurück. Die Mannschaft der USS YARNALL hatte nach Einbruch der Dunkelheit, so wie alle anderen Zerstörer auch, ihre Suchscheinwerfer eingeschaltet damit die zurück kommenden Flugzeuge eine Markierung erhielten. Außerdem war der Zerstörer auf der Suche nach Überlebenden von abgestürzten Maschinen die in der Dunkelheit Notwassern mussten. Dann in der Nacht zum 21. Juni wurde die Suche nach der feindlichen Flotte eingestellt und die amerikanischen Kriegsschiffe gaben die Verfolgung auf. Sie fuhren wieder in Richtung Osten und nahmen die Suche nach Überlebenden Piloten erneut auf. Das Fazit nach dieser zweitägigen Schlacht in der Philippine See, Südwestlich der Nördlichen Marianen, war für die Japaner niederschmetternd. Drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker waren versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt worden. 476 Kampfflugzeuge gingen verloren, so dass im Anschluss dieser Schlacht die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer von einem Tontaubenschießen erzählen sollten. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Die USS YARNALL verließ am 25. Juni zusammen mit den Zerstörern USS TWINING und USS STOCKHAM die Task Group 58.7 und kehrte zur Task Undergroup 52.17.5 zurück. Die Schiffe der TU lagen immer noch in den Gewässern von Saipan. Noch am selben Tag übernahm die USS YARNALL die Uferbombardierung bei Mutcho Point. In den letzten Tagen des Juni beschoss der Zerstörer weitere Ziele in Küstennähe, setzte Beleuchtungsfeuer ab damit die feindlichen Truppen in der Nacht nicht zur Ruhe kamen, sicherte Versorgungstransportschiffe und beschoss feindliche Flugzeuge. Für den 8. Juli stellte man die Task Undergroup 51.18.11 neu zusammen. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ), der Zerstörer USS YARNALL, der Zerstörer und Minensucher USS PALMER ( DMS-5 ), das Docklandungsschiff USS ASHLAND ( LSD-1 ) und das Transportschiff SS UNITED STATES VICTORY. An diesem 8. Juli verließen die Schiffe die Gewässer von Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichten sie vier Tage später. Hier nahm man an Bord der USS YARNALL Munition, Vorräte und Treibstoff an Bord und legte am 15. Juli wieder ab um zu den nördlichen Marianen zurück zu kehren. Dazu hatte man die USS YARNALL in die Task Undergroup 57.7.4 eingegliedert. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS YARNALL, USS BENHAM und USS CONY ( DD-508 ) und die Geleitzerstörer USS CLOUES ( DE-265 ) und USS STEELE ( DE-8 ). Diese Kriegsschiffe eskortierten die Transportdivision 30, welche aus den Angriffstransportschiffen USS KNOX ( APA-46 ), USS FULLER ( APA-7 ) und USS CALVERT ( APA-32 ), das Angriffsfrachtschiff USS BELLATRIX ( AKA-3 ) und die Transportschiffe USS GEORGE F ELLIOT ( AP-105 ) und USS JOHN LAND ( AP-167 ) bestand. Am 15. Juli legten die Schiffe der TU in Eniwetok ab und fuhren nach Saipan. Den Punkt an dem die Schiffe vor Saipan entladen werden konnten, erreichten sie vier Tage später. Die USS YARNALL
blieb bis zum 25. Juli mit der Suche nach feindlichen U-Booten in diesen Gewässern. Anschließend kehrte das Kriegsschiff zu den Schiffen der TU 52.17.5 zurück und übernahm Aufgaben zur Unterstützung der amerikanischen Landungstruppen auf Tinian. Am 9. August stellte man dort die neugebildete Task Undergroup 51.19.2 zusammen. In dieser befanden sich die Zerstörer USS YARNALL, USS STOCKHAM, USS PATTERSON, USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS MUGFORD ( DD-389 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ). An diesem 9. August verließen die Zerstörer Tinian und fuhren nach Guam, wo sie am folgenden Tag in Apra Harbor anlegten. An der USS YARNALL wurden hier einige Reparaturen vorgenommen und die Vorräte ergänzt. Am 16. August stellte man die Task Undergroup 53.15.14 zusammen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS YARNALL, USS PATTERSON und USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und unter anderem das Transportschiff SS HAWAIIAN SHIPPER. Diese Schiffe verließen am 16. August Guam und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichten sie vier Tage später. Die USS YARNALL blieb dort bis zum 29. August. Den Zerstörer versetzte man zusammen mit anderen Kriegsschiffen am 26. August in die Task Force 38 deren Befehlsgewalt Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) inne hatte. Die USS YARNALL integrierte man dabei in die Task Group 38.2 die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mickinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS VINCENNES, USS MIAMI ( CL-89 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS STOCKHAM, USS UHLMANN, USS HALSEY POWELL, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS BENHAM ( DD-796 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ).

Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS YARNALL übernahm zusammen mit den anderen Zerstörern den direkten Schutz der Flugzeugträger. Auf dem Weg dorthin wurden sie am 2. September durch die Öltanker aus der Task Group 30.8 auf hoher See betankt. Mit dem Bombardement auf die Inseln begannen die Schiffe am 6. September das bis zum Morgen des 8. Septembers anhielt. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und wurden durch die Öltanker USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CIMARRON ( AO-22 ) aus der TG 30.8 auf der Fahrt zur Philippinischen Insel Mindanao auf hoher See betankt. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.2 die Gewässer dieser Insel erreicht und begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Dabei wurde vor Basilian Island der Truppentransporter KUNIJAMA MARU und vor Surigao, Mindanao Island die Truppentransporter KURENAI MARU und MIHARA MARU sowie das Frachtschiff TAYU MARU versenkt. Am folgenden Tag bombardierten die Trägerflugzeuge die Flugplätze auf Mindanao und Davos und versenkten das Frachtschiff UNJO MARU Nummer 7. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.2, TG 38.1 und TG 38.3 neue Befehle während der Operation „King II“. Die Schiffe setzten zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Ab 18:00 Uhr kreisten über dem amerikanischen Schiffsverband mehrere japanische Beobachtungsflugzeuge, griffen aber in das Geschehen nicht ein. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.3 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Am 16. September erreichte der Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ) unter Begleitschutz der beiden Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ) und USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) die Position auf hoher See auf der sich die Schiffe der TG 38.2 befanden. Alle Kriegsschiffe wurden aufgetankt um sich anschließend den neuen Aufgaben zu stellen. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.2, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch noch am selben Tag verließen die amerikanischen Schiffe wieder die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnte. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. In der Bucht von Manila wurde der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Die Bombardements gegen japanische Stellungen wurden durch die Kräfte der TG 38.2 bis zum 24. September durchgeführt. Danach zogen sich die Schiffe zurück und erreichten am 28. September den Garapan Harbor auf Saipan. Hier führte die USS YARNALL bis zum 30. September in den Gewässern der Marianen Insel Anti-U-Boot Patrouillen durch. Den Garapan Harbor verließen die Schiffe am folgenden Tag und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Die nachfolgenden Operationen wurden auf Grund eines heraufziehenden Sturmes verschoben, der die Schiffe der TG überrascht hatte. Die USS YARNALL trieb frei im Wind und konnte die Wellen gut abreiten gegenüber anderen die Beschädigungen erlitten oder kollidierten. Nachdem der Sturm am 4. Oktober nachgelassen hatte, sammelten sich die Schiffe wieder vor dem Atoll. Anschließend bunkerte man frischen Treibstoff. Um 16:15 Uhr des 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.2 wieder das Atoll. Ziel war Okinawa. Die USS YARNALL erhielt während der Operation diesmal die Aufgabe die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu beschützen und notfalls abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser zu retten. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. In der Dämmerung griffen fünfzehn japanische Flugzeuge die Schiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS YARNALL feuerten auf diese und konnten zwei direkte Abschüsse verbuchen. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.2 bombardierten ab dem 12. Oktober den Norden von Formosa. Die Aufgabe bestand darin sämtliche Kriegs- Versorgungs- und Truppentransportschiffe und die Landgestützten Flugzeuge zu vernichten. So wurden dort die Flugplätze bei Shinihi und Macujama beschossen. Aber auch hier gab es einen feindlichen Luftangriff. Dabei konnte die USS YARNALL gerade noch so einer abgeworfenen Bombe ausweichen, deren Explosion allerdings auch keinen Schaden auf dem Schiff anrichtete. Am Abend des 12. Oktober, alle amerikanischen Flugzeuge waren auf dem Heimflug zu ihren Trägern, entdeckte man auf dem Radar der USS THE SULLIVANS mehrere japanische Flugzeuge die von Norden her kamen und informierte die Schiffe der Task Group. Zwischen 50 und 60 japanische Flugzeuge attackierten in den folgenden sechs Stunden die Schiffe der Task Force. Die Geschützmannschaften der USS YARNALL schossen auf insgesamt fünfzehn feindliche Flugzeuge und konnten dabei zwei Abschüsse verbuchen. Ab 21:05 Uhr begann sich die zweite Welle japanischer Flugzeuge dem Schiffsverband zu nähern. Dieser Angriff dauerte bis 2:35 des 13. Oktobers. Die Japaner setzten in diesen Stunden mehrere „Windows“ ab um das amerikanische Radar zu stören, ließen „Christbäume“ aufleuchten die die Nacht in ein gespenstisches Licht tauchten. Die amerikanischen Schiffe selber erzeugten eine Nebelwand um sich darin vor den angreifenden Flugzeugen zu verstecken und die Piloten zu verwirren. Auf die USS YARNALL wurden während des Angriffs mehrere Bomben abgeworfen, doch keines dieser Todbringenden Stahlbehälter konnte dabei einen Bombentreffer landen. Der Zerstörer konnte immer gerade noch so den Bomben ausweichen. Unterdessen führten alle Schiffe der TF eine simultane Drehbewegung in einer Geschwindigkeit zwischen 22 und 25 Knoten aus währenddessen die Geschützmannschaften weiterhin auf die Angreifer schossen. Ab dem Morgen dieses 13. Oktobers starteten von den amerikanischen Trägern erneut die Flugzeuge und bombardierten Flugplätze auf Formosa. Am Abend erschienen wieder japanische Bomber und griffen die Schiffe an. Da traf ein Lufttorpedo den Schweren Kreuzer USS CANBERRA unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON. Die Explosion auf der USS CANBERRA tötete dreiundzwanzig Besatzungsmitglieder und verwüstete die technischen Räume an der Außenbordwand. Die USS WICHITA nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schwere Kreuzer USS BOSTON nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Durch die Treffer auf den beiden Schiffen mussten am 14. Oktober mehrere Umgruppierungen vorgenommen werden. So gründete man die Task Undergroup 30.3.1, der „Crippled Division I“. Die USS YARNALL blieb aber in der TG 38.2. Auch am Abend dieses Tages griffen wieder japanische Piloten die Schiffe der TG an. Die USS YARNALL hatte aber auch hier Glück und konnte unbeschädigt dieses Inferno überstehen. Am 15. Oktober erfolgte die Betankung der Schiffe der TG durch den Öltanker USS ESCAMBIA ( AO-80 ). Die TG 38.2 hatte nun die Aufgabe in den Gewässern zwischen Luzon, Formosa und Okinawa japanische Schiffe aufzubringen und zu versenken. Dazu fuhren sie noch am selben Tag nach Okinawa. Am Morgen des 16. Oktober wurde östlich von Okinawa ein japanischer Verband gesichtet der angegriffen wurde. Dieser Verband, bestehend aus den Schweren Kreuzern ASHIGARA und NACI, dem Leichten Kreuzer ABUKUMA und den Zerstörern AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUI und HACUHARU, wurde von Vizeadmiral Kiyohide Shima ( 25. Februar 1890 – 7. November 1973 ) kommandiert und hatte die Aufgabe über Coron Island, Philippinen nach Leyte und Luzon zu fahren und die in japanischem Besitz befindlichen philippinischen Inseln zu sichern. An diesem 16. Oktober gab es zwar ein schweres Gefecht zwischen den beiden Verbänden, aber keines der Schiffe wurde ernsthaft getroffen oder beschädigt, so dass beide Schiffsverbände ihren weiteren Aufgaben nachgehen konnten. Die Schiffe der TG 38.2 verließen wieder die Gewässer von Okinawa und fuhren nach Luzon. Im Norden der Insel beschossen sie am 18. Oktober japanische Stellungen und die Häfen bei Aparri und Lasaga. Dabei wurden mehrere Schiffe versenkt. Am darauffolgenden Tag betankte die USS NEOSHO ( AO-48 ) die Schiffe der TG 38.2. Diese verließen anschließend Luzon und fuhren nach Cebu Island, Negros Island und Panay Island und beschossen ab dem 20. Oktober japanische Stellungen. Diese Bombardements wurden auch am folgenden Tag aufrecht erhalten. Dabei konnten bei Masbate Island mehrere japanische Schiffe versenkt werden. Am 23. Oktober befanden sich die Schiffe nordöstlich von Samar. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße betankte die USS SAUGATUCK ( AO-75 ) die Schiffe der TG 38.2. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Auch hier beließ man die USS YARNALL in der TG 38.2. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Sofort begannen die Trägerflugzeuge der TF diese Schiffe zu attackieren. Es entspann sich die Schlacht in der Sibuyan See. Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken. Weitere japanische Schiffe wurden durch Flugzeuge der TG 38.2 und TG 38.4 beschädigt. In der Nacht fuhren die amerikanischen Schiffe der TF 38 nach Norden. Am folgenden Tag begann die Schlacht vor Cap Engano. Hier trafen die Schiffe der TF 38 auf die der japanischen Central Force. In dieser befanden sich die Flugzeugträger ZUIKAKU, ZUHIO, CIJODA und CITOSE, die Schlachtschiffe HUJIGA und ISE, die Leichten Kreuzer OJODO, TAMA und ISUZU und die Zerstörer WAKAZUKI, KUWA, SUGI, MAKI, KIRI, SHIMOCUKI, FUJUCUKI, HACUZUKI und AKIZUKI. Die amerikanischen Trägerflugzeuge konnten während der Schlacht die vier japanischen Flugzeugträger versenken und weitere Schiffe beschädigen, so dass sich die japanische Flotte zurückziehen musste. Die Zerstörer AKIZUKI und TAMA werden dabei durch amerikanische U-Boote versenkt. Die Seeschlacht um Leyte dauerte bis zum 26. Oktober. Danach war die japanische Flotte nicht mehr eine geschlossene Kampfeinheit. Die Schiffe der TG 38.2 und TG 38.1 verfolgten die japanischen Kriegsschiffe, die sich auf dem Rückzug nach Brunei befanden. Dabei konnte der Leichte Kreuzer NOSHIRO südlich von Mindoro durch amerikanische Torpedobomber versenkt werden. Der Zerstörer HAYASHIMO lief 40 Seemeilen südöstlich von Mindoro auf Grund und musste später aufgegeben werden. Der Schwere Kreuzer KUMANO und der Zerstörer OKINAMI wurden auf der Fahrt zur Manila Bay in der Sibuyan See während eines amerikanischen Luftangriffs beschädigt. Am 27. Oktober begannen Manöver zum betanken der Schiffe der TG 38.2, die sich über den gesamten Tag hinzogen. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit einem Bombardement gegen japanische Stellungen, Schiffe und Flugplätze in der Manila Bay. Dieses Bombardement behielten die amerikanischen Flugzeuge bis zum 29. Oktober bei. Zwei Tage später begannen erneute Betankungsmanöver für die Schiffe der TG 38.2 durch Tanker der Task Group 30.8. Erst am 3. November um 11:55 Uhr wurde die Task Group 38.2 wieder zu seiner vollen Stärke aufgefüllt. Das Kommando über die TG hatte Rear Admiral Gerald Francis Bogan auch während der zweiten Phase der Operation „King II“. Innerhalb der TG befand sich die USS YARNALL in der Task Undergroup 38.2.3, die Captain John Philip Womble, Jr. ( 15. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK und USS INTREPID, die Leichten Flugzeugträger USS CABOT und USS INDEPENDENCE, die Schlachtschiffe USS IOWA und USS NEW JERSEY, den Leichten Kreuzern USS BILOXI, USS MIAMI und USS VINCENNES und den Zerstörern USS YARNALL, USS TWINING, USS OWEN, USS TINGEY, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS HICKOX, USS HUNT, USS LEWIS HANCOCK, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS COLAHAN, USS CUSHING, USS UHLMANN und USS HALSEY POWELL. Ab dem 20. November verlegte man die USS BOYD ( DD-544 ), USS BROWN ( DD-546 ) und USS COWELL ( DD-547 ) zur TG 38.2. Ziel der Schiffe war Luzon. Ab dem 4. November begannen die Angriffe auf japanische Befestigungen und dauerten bis zum 7. November. An diesem Tag betankte man die Kriegsschiffe und danach verließen sie die Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie zwei Tage später. Man füllte auf den Schiffen die Munitionsmagazine auf und nahm kleine Reparaturen vor. Am 14. November verließen sie dann wieder das Atoll und fuhren zu den Schiffen der Task Group 38.3, die sich östlich der zentralen Philippinen aufhielten, und lösten diese dort ab. Die Bombardements auf den Süden von Luzon flammten wieder auf. Am 23. November versetzte man die USS YARNALL zusammen mit der USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM in die Task Group 38.1. Die Schiffe der TG 38.1 verließen an diesem Tag die Gewässer vor der Manila Bay und erreichten am folgenden Tag das Atoll Ulithi. Die Operation „King II“ wurde am 25. November offiziell für beendet und erfolgreich erklärt. Vor dem Atoll Ulithi sammelten sich die Schiffe der Task Force 38. Die USS YARNALL legte man auf Reede damit sich die Besatzung von den vergangenen Kämpfen etwas erholen konnte. Gleichzeitig begann man an dem Zerstörer kleinere Reparaturen vorzunehmen. Bis zum 10. Dezember blieb die USS YARNALL auf Reede liegen damit sich die Besatzung von den vergangenen Kämpfen etwas erholen konnte. Hier beließ man den Zerstörer in der Task Force 38 die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. während der Operation „Love III“ kommandierte. Innerhalb dieser TF versetzte man den Zerstörer in die Task Group 38.1, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) kommandierte. In der TG 38.1 befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ), USS TICONDEROGA ( CV-14 ) und USS WASP ( CV-18 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS SAN JACINTO ( CVL-30 ), das Schlachtschiff USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON und USS SAN FRANCISCO, der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und die Zerstörer USS YARNALL, USS UHLMANN, USS CUSHING, USS COLAHAN, USS BENHAM, USS HALSEY POWELL, USS TWINING, USS STOCKHAM und USS WEDDERBURN. Am 10. Dezember verließen die Schiffe dieser TG das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Diese erreichten sie am 13. Dezember. Während die Trägerflugzeuge ihre Angriffe auf japanische Stellungen auf der Insel flogen und damit die Landeoperation der Alliierten direkt unterstützten, wurden die Schiffe von Tankern der Task Group 30.8 betankt. Die Bombardements durch die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnte die USS YARNALL erfolgreich Treibstoff übernehmen und die Bunker bis zum letzten Tropfen füllen. Doch dann scheiterten weitere Versuche anderer Schiffe da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sank der Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS HICKOX, USS DYSON, USS BENHAM und USS BUCHANAN ( DD-484 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS CABOT, USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Für die USS YARNALL war es Überlebenswichtig gefüllte Treibstoffbunker zu haben. Denn der Zerstörer musste knappe zwanzig Meter hohe Wellen abreiten. Der Zerstörer behauptete daher während des Taifuns „Cobra“ seine Position. Das Kriegsschiff erlitt dabei kaum Schäden. Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Man beließ die USS YARNALL in der Task Group 38.1 die jetzt Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 in Chicago, Illinois – 17. August 1973 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Mike I“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS YORKTOWN und USS WASP, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS SAN FRANCISCO und USS BALTIMORE ( CA-68 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE und USS FLINT ( CL-97 ) welcher nur vom 11. bis zum 12. Januar 1945 anwesend war, und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS CUSHING, USS UHLMANN, USS COLAHAN, USS HALSEY POWELL, USS BENHAM, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ). Am 30. Dezember verließen die Schiffe der TG 38.1 zusammen mit denen der TG 38.2 das Atoll Ulithi und fuhren zur Insel Formosa um die japanische Einmischung während der Landeoperation auf Luzon zu unterbinden. Am 2. Januar 1945 betankte man die Schiffe durch die Tanker der TG 30.8. Die Bombardements auf Formosa begannen am 3. Januar. Dabei wurden die Flugplätze und Häfen der Insel angegriffen und zerstört. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG wieder Formosa und fuhren in Richtung Luzon. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere japanische Schiffe auf Hoher See durch amerikanische Trägerflugzeuge angegriffen und versenkt oder beschädigt. Ab dem 6. Januar begann der Angriff auf japanische Stellungen auf Luzon und in den Gewässern zum Südchinesischen Meer auf japanische Schiffe. In der Nacht vom 9. zum 10. Januar durchfuhren die Schiffe der TG den Bashi Kanal um dann eine Reihe von Überfällen auf Japans innerer Verteidigungslinie durch zu führen. Mit der Operation „Gratitude“ begann am 12. Januar die Säuberung der Gewässer in Französisch Indochina von japanischen Schiffen und der Beschuss japanischer Küstenbefestigungen. Die Schiffe der TG 38.1 nahmen ab diesem Tag zusammen mit denen der TG 38.2 ihren Kampf vor Saigon und in der Cam Ranh Bay, Vietnam auf. Ungehemmt konnten sie sich hier bewegen, da keine japanische Flotte mehr imstande war die Angreifer zu vertreiben. Doch schon zwei Tage später befanden sie sich schon wieder vor der Insel Formosa. Die Trägerflugzeuge starteten in den folgenden Tagen von den Trägern aus und griffen Ziele auf Formosa, Hongkong, Canton, Hainan, Luzon, Okinawa und weitere Rjukju Inseln an und versenkten feindliche Schiffe. Die USS YARNALL sicherte während dieser Tage die Flugzeugträger ab. Erst am 25. Januar verließen die Schiffe beider Task Group ihre Positionen und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am folgenden Tag. Hier konnte die Besatzung der USS YARNALL sich nicht ausruhen. Der Zerstörer war zusammen mit dem Schwesterschiff USS WEDDERBURN und dem amerikanischen U-Boot USS SKIPJACK ( SS-184 ) am 4. Februar auf der Suche nach feindlichen U-Booten in den Gewässern rund um das Atoll. Anschließend führte die Schiffbesatzung mehrere Trainings- und Übungseinheiten an den Waffensystemen durch und bunkerten frischen Treibstoff sowie Munition. Dann gliederte man die USS YARNALL in die Task Group 58.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS HANCOCK, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und ab dem 21. Februar die USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WISCONSIN ( BB-64 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ), die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS BALTIMORE und USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der Leichte Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS OWEN, USS STEPHEN POTTER, USS THE SULLIVANS, USS MILLER, USS TINGEY, USS HUNT, USS MARSHALL, USS LEWIS HANCOCK, USS HICKOX, USS WEDDERBURN, USS STOCKHAM, USS COLAHAN, USS CUSHING, USS BENHAM, USS UHLMANN, USS HALSEY POWELL, USS LONGSHOW ( DD-559 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.2 das Atoll Ulithi mit dem Ziel das japanische Kernland um das dortige industrielle Herz des Feindes zu treffen. Sechs Tage später begann der Angriff auf Tokyo, der zwei Tage andauerte. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die japanische Hauptinsel und wandten sich nach Iwo Jima. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten an diesem Tag die anlandenden Marines. Die USS YARNALL selber sicherte dabei, wie alle anderen Zerstörer auch, die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Für den 21. Februar stellte man die Task Undergroup 54.1.18 aus Schiffen der TG 58.2 und TG 58.3 bis zum 22. Februar zusammen. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO und USS BOSTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM. Aufgabe dieser Schiffe war es, den amerikanischen Landungstruppen Feuerunterstützung zu gewähren. Genau für denselben Zweck gründete man an dem 22. Februar die Task Group 58.12. In dieser befanden sich die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO und USS BOSTON und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM. Diese Schiffe beschossen ebenfalls japanische Küstenbefestigungen und sicherten damit das Vorankommen der Landungstruppen. Doch schon am 23. Februar löste man die TG wieder auf und alle Schiffe kehrten zu ihrer eigentlichen Task Group zurück. Hier übernahm die USS YARNALL wieder die Sicherung der Flugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen. Am 26. Februar erfasste ein Sturm auf hoher See vor Iwo Jima die Schiffe der TG 58.2. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Anschließend wurde erneut Tokyo bombardiert und ab dem 1. März Okinawa. Die Gewässer verließen die Schiffe der TG 58.2 am 2. März und fuhren wieder zum Atoll Ulithi. Man stellte hier erneut die Task Group 58.2 für ein Manöver um. Dazu versetzte man die USS YARNALL in die Task Group 59.6. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ), USS ASTORIA ( CL-90 ) und USS WIKES BARRE ( CL-103 ) und die Zerstörer USS YARNALL, USS TWINING, USS WEDDERBURN und USS STOCKHAM. Aufgabe dieser Schiffe war es während des Manövers, einen Übungsangriff auf den Hauptteil der TF 59 zu führen. Dieser bestand aus den Schlachtschiffen USS WISCONSIN, USS MISSOURI, USS SOUTH DAKOTA, USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ). Dem Schlachtkreuzer USS ALASKA, den Schweren Kreuzern USS SAN FRANCISCO, USS BOSTON, USS PITTSBURGH, USS BALTIMORE und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), den Leichten Kreuzern USS VINCENNES, USS MIAMI, USS SAN JUAN, USS SANTA FE, USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) und den Zerstörern USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und USS SIGSBEE ( DD-502 ). Am 3. März verließen alle Schiffe der Task Force 59 das Atoll Ulithi und begaben sich in ihre Ausgangspositionen für das Manöver. Die Schiffe der TG 59.6 begannen am folgenden Tag mit einem simulierten Torpedoangriff auf die Schweren Schiffseinheiten. In der Nacht vom 4. zum 5. März war dann dieses Manöver beendet und alle Schiffe sollten zum Atoll Ulithi zurück kehren. Da befand sich die USS YARNALL rund 165 Seemeilen nordwestlich des Atolls. In dieser Nacht kollidierte der Zerstörer um 5:08 Uhr mit dem Schwesterschiff USS RINGGOLD. An diesem Kriegsschiff wurde durch die Kollision ein Teil des Buges abgerissen. Allerdings konnte der Zerstörer aus eigener Kraft weiterfahren. Bei der USS YARNALL sah der Schaden anfangs nicht so schlimm aus. Der Bug des Zerstörers war bis zum ersten Geschützturm angebrochen. Außerdem kam ein Besatzungsmitglied ums Leben und sechs weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die USS SCHROEDER und USS SIGSBEE sicherten die beiden havarierten Schiffe bis zum Atoll Ulithi. Zur weiteren Sicherung waren die beiden Hochseeflottenschlepper USS MOLALA ( ATF-106 ) und USS SIOUX ( ATF-75 ) anwesend. Von der USS YARNALL löste sich dann um 18:41 Uhr der angebrochene Bug und versank im Meer. Dadurch erreichte der Zerstörer erst am 7. März das Atoll Ulithi. Sofort legte man das Kriegsschiff längsseits zu dem Zerstörertender USS PRAIRIE ( AD-15 ). Hier begannen erste Reparaturarbeiten. Dann bugsierte man die USS YARNALL am 14. März in das schwimmende Trockendock USS ARD-23. Man baute einen notdürftigen Bug für den Zerstörer damit dieser die Fahrt an die US Westküste antreten konnte. Diese Arbeiten dauerten bis zum 24. März. Anschließend wurde genügend Material gebunkert falls der Hilfsbug sich ebenfalls lösen sollte. Erst am 5. April verließ die USS YARNALL das Atoll Ulithi und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dort kam es am 9. April an. Nach dem bunkern von frischem Brennstoff legte der Zerstörer am selben Tag wieder ab und erreichte am 15. April die amerikanische Marinebasis von Pearl Harbor. Am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff diese Basis und fuhr an die US Westküste. Diese erreichte der Zerstörer am 22. April und fuhr in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien ein. Ab dem 23. April begannen die Arbeiten an einem neuen Bug und gleichzeitig unterzog man das Kriegsschiff einer Überholung. So befand sich die USS YARNALL vom 28. April bis zum 11. Mai in dem schwimmenden Trockendock USS ARD-30 und erhielt einen neuen Bug. Nach der Überholung begannen ab dem 11. Juni in den Gewässern von San Francisco die Erprobungsfahrten. Anschließend wechselte das Kriegsschiff nach San Diego. Hier wurden die Geschütze kalibriert und mehrere Übungen durchgeführt. Dies dauerte bis zum 2. Juli. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder San Diego und fuhr nach Pearl Harbor. In der dortigen Marinebasis legte das Kriegsschiff sechs Tage später an. Für die Schiffsbesatzung begannen mehrere Trainingseinheiten. Dafür versetzte man die USS YARNALL in die Task Group 19.1. In dieser Tg befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) und die Zerstörer USS YARNALL und USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ). Diese Schiffe verließen am 14. Juli die Marinebasis und legten in dieser nach mehreren Manövern am 18. Juli wieder an. Für weitere Trainingseinheiten gliederte man die USS YARNALL erneut in die Task Group 19.1 ein. In dieser befand sich erneut der Flugzeugträger USS SARATOGA und die Zerstörer USS YARNALL und USS COGHLAN ( DD-606 ). Diese Schiffe verließen am 28. Juli Pearl Harbor und begannen ihr Training. Erst am 3. August legten die Schiffe in der Marinebasis wieder an. Zu einer Anti-U-Boot-Übung verließ die USS YARNALL zusammen mit dem Geleitzerstörer USS CAMP ( DE-251 ) und dem U-Boot USS SEARAVEN ( SS-196 ) Pearl Harbor und begann an diesem Tag mehrere Übungen. Danach stellte man die Task Undergroup 12.5.9 zusammen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS YARNALL, USS HALSEY POWELL, USS FRANKS ( DD-554 ) und USS KIMBERLY ( DD-521 ). Am 10. August 1945 legten diese Zerstörer in Pearl Harbor ab und erreichten sieben Tage später das Atoll Eniwetok. Auf der Fahrt zu diesem Atoll, erhielten die Kriegsschiffe am 15. August die Nachricht, dass der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet sei. Vor dem Atoll Eniwetok stellte man nun neue Task Groups zusammen. Die darin befindlichen Kriegsschiffe sollten die Okkupation Japans absichern. Dazu gründete man die Task Undergroup 30.3.9, die Captain G. E. Short während der Operation „Homeland Raids“ kommandierte. In der TU befanden sich die Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) und USS ANTIETAM ( CV-36 ), der Leichte Flugzeugträger USS CABOT und die Zerstörer USS YARNALL, USS HALSEY POWELL, USS KIMBERLY, USS ROBERT K HUNTINGTON ( DD-781 ), USS MYLES C FOX ( DD-829 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ) und USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ). Am 21. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok und fuhren zur japanischen Küste. Schon vier Tage später löste sich die TU und die USS YARNALL wechselte zur Task Group 31.5. In der befanden sich die Zerstörer USS YARNALL und USS HALSEY POWELL. Beide Kriegsschiffe beteiligten sich an der Okkupation. Zwischendurch wechselte die USS YARNALL zur Task Force 31, die Rear Admiral Oscar Charles Badger, Jr. ( 26. Juni 1890 in Washington DC – 30. November 1958 ) kommandierte, und operierte vom 28. bis zum 31. August in der Sagami Bay. In der TF befand sich der Leichte Kreuzer USS SAN DIEGO, die Zerstörer USS YARNALL, USS HALSEY POWELL und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ). Diese Kriegsschiffe hatten die Aufgabe die Minensucher in der Sagami Bay vor eventuellen Angriffen zu beschützen. Gleich nach der Beendigung der Minensuche wechselten die Schiffe der TF 31 nach Yokohama. Von hier aus operierten sie in der Tokyo Bay und sicherten diese für das Schlachtschiff USS MISSOURI. Auf diesem Schlachtschiff wurde am 2. September die Kapitulationsurkunde unterzeichnet. Erst am 4. September löste man die Task Force auf und entband die USS YARNALL von ihren Aufgaben. Am 30. September verließ der Zerstörer die japanischen Gewässer und fuhr an die US Westküste. Nachdem das Kriegsschiff in der Marinebasis in San Diego angelegt hatte, versetzte man es in einen inaktiven Status. Erst am 15. Januar 1947 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen dem Ausbruch des Koreakrieges im Juni 1950 nahm man die USS YARNALL am 31. August 1950 zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen wieder aus der Reserveflotte und bereitete ihn auf seine erneute Indienststellung vor. Commander Norvell Gardiner Ward ( 30. Dezember 1912 in Indian Head, Maryland – 19. Juli 2005 in Atlantic Beach, Florida ) stellte am 28. Februar 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Man versetzte am 20. März die US YARNALL in die Pazifikflotte und führte anschließend bis Mitte Mai mehrere Erprobungs- und Ausbildungsfahrten vor San Diego und entlang der US Westküste durch. Die Marinebasis San Diego verließ der Zerstörer am 15. Mai 1951 und fuhr nach Japan. Die Fahrt führte das Kriegsschiff über Pearl Harbor. Schon am 7. Juni erreichte das Schiff den Hafen von Yokosuka. Drei Tage später verließ die USS YARNALL schon wieder die Einsatzbasis und begann ihre erste Kreuzfahrt in koreanischen Gewässern. Zum größten Teil diente der Zerstörer in der Task Force 77 und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Dies war hauptsächlich die USS BONE HOMME RICHARD ( CV-31 ). Allerdings wechselte das Kriegsschiff auch gelegentlich an die nordkoreanische Küste und bombardierte dort feindliche Stellungen zur Unterstützung der Truppen der Vereinten Nationen. Während des Aufenthaltes in den koreanischen Gewässern musste der Zerstörer periodisch Häfen anlaufen die als Einsatzbasis für die amerikanischen Schiffe ausgebaut worden waren. Meistens war dies Yokosuka, aber auch Okinawa und Keelung auf Taiwan. Im August verlegte man die USS YARNALL für kurze Zeit in die Taiwan Straße. Dort patrouillierte der Zerstörer. Erst im September kehrte das Kriegsschiff dann wieder in die koreanischen Gewässer zurück. Die erste Einsatzfahrt vor der Küste Koreas endete am 8. Dezember. An diesem Tag verließ die USS YARNALL ihre Einsatzbasis von Yokosuka und fuhr über Midway und Pearl Harbor nach San Diego. Im Heimathafen wurde der Zerstörer am 21. Dezember festgemacht. Anfang 1952 verließ der Zerstörer den Hafen und fuhr wegen einer Überholung in die Long Beach Naval Shipyard in Terminal Island, San Pedro, Los Angeles. Diese Überholung und die dabei angefallenen Reparaturen waren erst kurz vor dem Sommer beendet. Nach dem Ausdocken kehrte das Kriegsschiff nach San Diego zurück und legte am 11. Juni an. Am 12. Juli verließ die USS YARNALL wegen der zweiten Kreuzfahrt nach Fernost den Heimathafen und fuhr über Pearl Harbor und Midway nach Yokosuka. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 6. August an. Schon zwei Tage später verließ der Zerstörer aber schon wieder diese Basis und fuhr nach Sasebo, Japan. Hier blieb die USS YARNALL vom 10. zum 11. August liegen und wurde auf die kommenden Aufgaben in den koreanischen Gewässern vorbereitet. Auch während dieser Kreuzfahrt bestand das Hauptaugenmerk des Zerstörers auf den Schutz der Flugzeugträger in der TF 77. Es gab aber auch Einsätze vor Wonsan, Nordkorea um die dortigen Hafenanlagen zu bombardieren. Wie schon während der ersten Kreuzfahrt, musste der Zerstörer auch jetzt wieder mehrere Pausen in japanischen Häfen einlegen damit Reparaturen, Instandhaltungen durchgeführt und die Mannschaft etwas Ruhe und Endspannung finden konnte. Im November übernahm der Zerstörer eine erneute Patrouillenfahrt in der Taiwan Straße bevor er in die koreanischen Gewässer zurück kehrte. Am 30. Januar 1953 war die zweite Kreuzfahrt beendet und der Zerstörer verließ Sasebo. Hier hatte der Zerstörer die letzten Tage bis zur Abfahrt längsseits zum Zerstörertender USS PIEDMONT ( AD-17 ) zusammen mit den Zerstörern USS McDERMUT ( DD-677 ), USS TINGEY ( DD-539 ) und USS BOYD ( DD-544 ) gelegen. Die Heimfahrt führte das Kriegsschiff wieder über Midway und Pearl Harbor nach San Diego. In seinem Heimathafen legte das Schiff am 16. Februar an. Während nun die USS YARNALL in den heimatlichen Gewässern sich an mehreren Übungen beteiligte, endeten am 27. Juli 1953 durch das Koreanische Waffenstillstandsabkommen die Feindseligkeiten in Korea. Der Zerstörer führte allerdings alljährlich weitere Kreuzfahrten in den Fernen Osten durch und operierte zusammen mit den Schiffen der TF 77 in koreanischen Gewässern. So lag die USS YARNALL 1955 in Sasebo längsseits zu dem Reparaturschiff USS DELTA ( AR-9 ) zusammen mit den Zerstörern USS McDERMUT, USS TINGEY, USS BOYD und dem Schnellen Truppentransporter USS HORACE T BASS ( APD-124 ). Bis zum September 1958 wurden weitere periodische Einsätze mit normalen Operationen bis in den Orient durchgeführt. Nach der Rückkehr in San Diego stellte man den Zerstörer am 30. September 1958 außer Dienst. Anschließend wechselte das Kriegsschiff nach Stockton, Kalifornien. Dort lag die Reserveflotte.
Am 10. Juni 1968 wurde der Zerstörer auf Darlehensbasis an die Marine der Republik China abgegeben. Man stellte an diesem Tag das Schiff in den Dienst der taiwanesischen Marine und übergab dem Schiff den Namen ROCS KUN YANG ( DD-19 ). Anfang 1974 wurde es an die US Navy zurück übertragen. Man strich am 25. Januar 1974 den Namen USS YARNALL ( DD-541 ) von der US Navy – Liste und verkaufte den Zerstörer an die taiwanesischen Marine. Diese stellte das Schiff wieder in ihren Dienst und übergab ihm den Namen ROCS KUN YANG ( DDG-919 ). Bis zum 16. Oktober 1999 diente der Zerstörer noch in dieser Marine. An diesem Tag stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und gab es zum Verschrotten ab.


USS YARNALL ( DD-541 )
Commanding Officer

CDR Benjamin Francis Tompkins     30. Dezember 1943 – 8. August 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR James Henry Hogg        8. August 1944 – 17. Dezember 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR James Beattie Denny        17. Dezember 1944 – 5. Mai 1946
LCDR George E. Clapp       5. Mai 1946 – 15. Januar 1947
Außerdienststellung       15. Januar 1947 – 28. Februar 1951
CDR Norvell Gardiner (Bub) Ward       28. Februar 1951 – 18. Juni 1952 (erreichter Rang RADM)
CDR Arthur Frederick Fischer Jr.      18. Juni 1952 – 17. Juni 1954
CDR William Anderson Walker III       17. Juni 1954 – 12. Januar 1956
CDR Chester Frank Pinkerton       12. Januar 1956 – 25. Februar 1958
CDR William Thomas Easton       25. Februar 1958 – 30. September 1958