Archiv für den Monat: Dezember 2016

USS BRADFORD ( DD-545 )

USS BRADFORD ( DD-545 )

Biografie

Gamaliel Bradford
* 4. November 1763 in Duxbury, Massachusetts
† 7. März 1824 in Cambridge, Massachusetts
war ein amerikanischer Freibeuter

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges diente Gamaliel Bradford im 14. Massachusetts Regiment in das er im Alter von dreizehn Jahren am 28. Mai 1776 eingetreten war. Er kämpfte in den Schlachten von Saratoga und Monmouth bevor die Armee in New Windsor, New York ihr Winterquartier aufschlug. Dort in New Windsor beförderte man Bradford am 28. Juni 1778 zum Prokurator. Ein Jahr später, am 8. August 1779 ernannte man ihn zum Ensign und am 3. September 1780 zum Lieutenant. Die Anzahl der Massachusetts Regimenter wurde 1781 reduziert und man vereinte die Reste des 14. Regiments mit den Resten des 7. Regiments und benannte es 7. Massachusetts Regiment. Bradford blieb noch für ein Jahr in der Armee bevor er 1784 entlassen und nach Hause geschickt wurde. Am 6. August 1798 heiratete er Elizabeth Parker Hickling. Sie bekamen später insgesamt sieben Kinder. Im folgenden Jahr 1799 erhielt Bradford von US Präsident John Adams ( 30. Oktober 1735 – 4. Juli 1826 ) das Kommando über die Fregatte USS BOSTON ( 1799 ) angeboten. Doch er schlug dieses Angebot aus. Das Kommando über die Dreimastfregatte übernahm derweil Captain George Little ( 10. April 1754 – 22. Juli 1809 ). Kapitän Bradford befehligte zum Beginn des Quasi Krieges gegen Frankreich im Jahre 1799 das bewaffnete Freibeuterschiff MARY. Im Juli 1800 kreuzte er vor Gibraltar und nahm vier französische Freibeuterschiffe gefangen. Dabei erlitt er erhebliche Verletzungen die ihm ein Bein kosteten und musste zurück kehren. Bradford starb am 7. März 1824 in Cambridge, Massachusetts.


USS BRADFORD ( DD-545 )

Schiffsbiografie

Die USS BRADFORD ( DD-545 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Gamaliel Bradford benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Pedro, Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien wurde am 28. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Sarah Bradford Rose, Ur-Urenkelin von Captain Gamaliel Bradford, taufte am 12. Dezember 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert Lee Morris stellte am 12. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BRADFORD entlang der Kalifornischen Küste führte, folgte eine Überprüfung des Schiffsrumpfes und einige Nacharbeiten. Anschließend wechselte der Zerstörer nach San Diego, wo er zum Schluss die Komplettausrüstung erhielt. Am 18. August stach das Kriegsschiff dann in See und verließ San Diego. Ziel war der Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diesen Hafen erreichte das Schiff am 24. August. Keine vierundzwanzig Stunden später gliederte man den Zerstörer in die Task Force 11 ein, die Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) während der Howland & Baker Islands Landing befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON ( CVL-23 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD ( DD-544 ), USS TRATHEN ( DD-530 ) und USS SPENCE ( DD-512 ) das Frachtschiff USS HERCUKES ( AK-41 ) und das Docklandungsschiff USS ASHLAND ( LSD-1 ). Noch am selben Tag verließ der Schiffsverband Pearl Harbor. Ziel waren die Atolle Howland und Baker Islands die zu den Phoenix Inseln gehören und östlich der Gilbert Inseln liegen. Auf diesen beiden Atollen landete am 1. September das 804. Aviation Bataillon samt Ausrüstung. Man baute die Inseln zur Überwachung des zentralen pazifischen Ozeans aus. Die Gewässer rund um die Inseln verließen die Schiffe der TF 11 am 11. September und fuhren nach Pearl Harbor zurück. Dort legte nur ein Teil des Verbandes drei Tage später an. Die USS BRADFORD verließ zusammen mit den beiden Leichten Flugzeugträgern USS PRINCETON und USS BELLEAU WOOD schon vorher den Verband und schlossen sich den Schiffen der Task Force 50 an, die schon am 11. September Pearl Harbor verlassen hatten. Die TG 50 befehligte Rear Admiral Charles Alan Pownall ( 4. Oktober 1887 – 19. Juli 1975 ) während der Operation „Tarawa and Makin Raid“. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON und USS BELLEAU WOOD, die Leichten Kreuzer USS SANTA FE ( CL-60 ), USS MOBILE ( CL-63 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS STEVENS ( DD-479 ) und USS HAZELWOOD ( DD-531 ). Ziel des Schiffsverbandes waren die Gilbert Inseln. Am 18. September erreichten die Schiffe ihre vorgegebenen Positionen und der Angriff auf die Atolle Makin und Tarawa von den Gilbert Islands begann mit der Bombardierung japanischer Stellungen. Bis zum folgenden Tag dauerte dieses Bombardement an. Dabei wurden weit über die Hälfte der japanischen Flugzeuge am Boden zerstört und so eine gute Grundlage für den folgenden Angriff gelegt. Am 19. September verließen die Schiffe der TF 50 wieder die Gilbert Islands und fuhren nach Pearl Harbor zurück. In den Hafen liefen die Schiffe am 26. September ein. Umgehend wurden alle Munitionsmagazine und Treibstoffbunker für den nächsten Einsatz aufgefüllt. Für die Schiffsbesatzungen gab es da keine Ruhepause. Man gliederte die USS BRADFORD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 – 25. Dezember 1961 ) während der Operation „Wake Raid“ zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island befehligte. Dieses Atoll befindet sich nördlich der Marshall Inseln und auf halbem Wege zwischen Pearl Harbor und den Nördlichen Marianen. In der TF 14 befanden sich die Flugzeugträger USS LEXINGTON, USS ESSEX ( CV-9 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD, USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS BIRMINGHAM, USS SANTA FE und USS NASHVILLE ( CL-43 ), sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS CALDWELL, USS COGHLAN, USS JOHN RODGERS, USS HARRISON, USS RINGGOLD, USS DASHIELL, USS HAZELWOOD, USS BANCROFT, USS HALFORD ( DD-480 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ),USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. Ab dem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Kreuzer und Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen sowie die Trägerflugzeuge die Stellungen und Einrichtungen der Japaner auf der Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legte der Schiffesverband in Pearl Harbor wieder an. Man verlegte die USS BRADFORD in die Task Force 50. Diese befehligte Rear Admiral Charles Alan Pownall ( 4. Oktober 1887 – 19. Juli 1975 ) während der Operation „Galvanic“. In dieser TF 50 gehörte der Zerstörer in die Task Group 50.4, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 – 27. Juli 1957 ) befehligte. Innerhalb dieser TG 50.4 befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), der Leichte Flugzeugträger USS PRINCETON ( CVL-23 ), die Zerstörer USS BRADFORD, USS IZARD ( DD-589 ), USS BELL ( DD- 587 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS COWELL ( DD-547 ) und ab dem 14. November die Zerstörer USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-408 ). Am 21. Oktober 1943 legten die Schiffe der TG 50.4 in Pearl Harbor ab und befanden sich am 4. November südlich von Guadalcanal. Hier warteten schon zwei Öltanker und übergaben an die Kriegsschiffe frischen Treibstoff. Diese Kriegsschiffe aus der TG 50.4 sollten ein Ablenkungsmanöver gegen die Japaner starten um die Landungen auf den Gilbert Inseln zu unterstützen und gleichzeitig deren Präsenz in den Gewässern der Westsalomonen zu schwächen. Dazu begann am folgenden Tag der Angriff auf Rabaul, Neuguinea, einer starken japanischen Militärbasis an der sich auch ein großer Hafen anschloss. In diesem Hafen befanden sich mehrere Schwere Kreuzer und Zerstörer. Aus rund einhundert Seemeilen Entfernung starteten am 5. November die Trägerflugzeuge und begannen die im Hafen von Rabaul liegenden japanischen Schiffe zu attackieren. Dabei konnten die japanischen Schweren Kreuzer TAKAO, MAYA, ATAGO, MOGAMI und NOSHIRO und zwei Zerstörer zum Teil schwer beschädigt werden, so dass diese zu Reparaturzwecken nach Japan fahren mussten. Am 11. November kam es zu weiteren Kämpfen vor Rabaul. Zusammen mit den Schiffen der TG 50.3 wurde erneut die feindlichen Schiffe im Hafen angegriffen sowie die beiden dort vorhandenen Flugplätze samt Einrichtungsgebäuden. Dabei wurde der leichte japanische Kreuzer AGANO schwer beschädigt, der Leichte Kreuzer NAGANAMI musste aufgegeben und später versenkt werden und der Zerstörer SUZUNAMI wurde von den Schiffen und Flugzeugen der TG 50.4 versenkt. Anschließend fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe nach Espiritu Santo, New Hebrides um erneut frischen Treibstoff zu bunkern. Dies erfolgte am 14. November. Gleich nach dem Abschluss der Betankung verließen die Schiffe der TG 50.4 wieder Espiritu Santo und fuhren zur Insel Nauru, Gilbert Islands. Am Morgen des 17. Novembers lagen die Kriegsschiffe vor der Insel und begannen ein dreitägiges Bombardement auf japanische Stellungen und Befestigungen durch die Flugzeuge von den beiden Trägern und durch die Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen. Auf Nauru waren danach fast alle japanischen Flugzeuge vernichtet und die verbleibenden feindlichen Besatzungskräfte spielten keine Rolle mehr im Kampf um die Gilbert Inseln. Die Schiffe der TG 50.4 zogen sich von ihren Positionen zurück und begannen mit Patrouillenfahrten zur Absicherung der anderen Task Groups. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 50.4 im Zentrum der Gilbert Inseln liegende Atoll Abemama und attackierten dort japanische Stellungen. Während der weiteren Patrouillenfahrt griffen am 27. und 28. November mehrere feindliche Flugzeugverbände die Schiffe der TG an. Aber sie konnten keinen nennenswerten Erfolg erzielen. In diesen zwei Tagen wurde aber über die Hälfte der angreifenden japanischen Flugzeuge abgeschossen. Am 30. November verließ die USS SARATOGA die TG 50.4 und fuhr in Richtung US Westküste zur Überholung. Dadurch versetzte man am 2. Dezember die USS BRADFORD in die neugeschaffene Task Group 50.8 die von Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. befehligt wurde. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), USS INDIANA ( BB-58 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS STACK, USS IZARD, USS CHARRETTE, USS CONNER, USS BROWN und vier weitere. Diese Kriegsschiffe begannen noch während der Kampfhandlungen um die schon beginnenden Kämpfe um die Atolle der Marshall Islands mit mehreren Übungen damit sich die Kommandanten der Zerstörer auf die neuen Gegebenheiten mit den Schlachtschiffen einstellen konnten und mit Patrouillenfahrten zwischen den Gilbert Inseln. Am 6. Dezember verließen dann die Schiffe der TG 50.8 zusammen mit den verbliebenen Schiffen der TG 50.4 das Operationsgebiet der Task Force 50 und fuhren gemeinsam in Richtung Westen zu der Insel Nauru. Zwei Tage später lagen sie vor der Insel und begannen erneut mit einem mehrstündigen Bombardement auf japanische Einrichtungen. Gleich nachdem die letzte Granate das Geschützrohr verlassen hatte, verließen die Schiffe der TG die Gewässer um Nauru und fuhren zu der Insel Espiritu Santo. In dem dortigen Hafen liefen die Schiffe beider Task Groups am 12. Dezember ein. Hier gruppierte man sie erneut um und Rear Admiral Frederick Carl Sherman übernahm das Kommando über die Task Group 37.2. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS BUNKER HILL, der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY, das Schlachtschiff USS WASHINGTON und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS CHARRETTE, USS CONNER, USS BELL und USS COWELL. Am 21. Dezember legten die Schiffe der TG 37.2 im Hafen von Espiritu Santo ab. Das Ziel war die Insel New Irland im Bismarck Archipel, Neuguinea. Am Morgen des Ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1943 erreichten die Schiffe den Hafen der Stadt Kavieng, der nördlichste Spitze von New Irland. Ohne große Vorbereitungszeit erfolgte der Beschuss auf die japanischen Stellungen und Einrichtungen und auf die im Hafen liegenden japanischen Schiffe. Gleich an diesem ersten Tag wurde der Truppentransporter TENRYZ MARU versenkt und die Truppentransporter W-21, W-22 und KIYOZUMI MARU schwer beschädigt. Nach dem Ende des Beschusses zogen sich die Schiffe der TG 37.2 zurück und wurden auf hoher See mit frischem Treibstoff und neuer Munition versorgt. Am 1. Januar 1944 kehrten sie dann nach Kavieng zurück und setzten den Beschuss weiter fort. Dabei kam es zu einem Feuergefecht mit dem Leichten Kreuzer NOSHIRO der beschädigt wurde und sich zurück ziehen musste. Drei Tage später erschienen die Schiffe der TG 37.2 erneut vor Kavieng und beschossen diesmal die Hafenanlagen. Dabei konnte man den beiden japanischen Zerstörern FUMIZUKI und SACUKI schwere Schäden zufügen. Anschließend zogen sich die Schiffe der TG vollständig aus den Gewässern von New Irland zurück und fuhren nach Espiritu Santo. In dem dortigen Hafen liefen die Schiffe am 7. Januar ein. Wenige Tage später, frischer Treibstoff war gebunkert und die Munitionsmagazine aufgefüllt, verließen die Schiffe der TG 37.2 wieder Espiritu Santo und fuhren zum Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Diesen Hafen verließen die Schiffe am 18. Januar und fuhren Nordostwärts nach Funafuti auf dem Atoll Ellice Island, welches die Amerikaner schon besetzt hielten. In diesen Hafen liefen sie am 20. Januar ein. Dort wandelte man am 23. Januar die TG 37.2 in die TG 58.3 um, die zur TF 58 gehörte und am 6. Januar in Pearl Harbor zusammengestellt worden war. Das Kommando über die Task Group 58.3 führte während der Operation „Flintlock“ wieder Rear Admiral Frederick Carl Sherman. Zu dieser Task Group gehörte der Flugzeugträger USS BUNKER HILL, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY und USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), der Schwere Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS IZARD, USS COWELL und USS WILSON ( DD-408 ). Den Hafen von Funafuti verließen die Schiffe der TG 58.3 am 25. Januar und fuhren nordwärts zu den Marshall Islands. Den ersten Angriff starteten die Schiffe der TG am 29. Januar auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Kwajalein. Dieses Bombardement dauerte nicht lange. Noch am selben Tag verließen die Schiffe das Atoll und fuhren Nordwestwärts zum Atoll Eniwetok. Hier begann die Operation „CATCHPOLE“. Dieses Atoll erreichten sie am folgenden Tag und begannen bis zum 3. Februar gleich mit dem Beschuss und dem Bombardement der japanischen Stellungen, Küstenbefestigungen und Einrichtungen. Nach der letzten abgefeuerten Granate verließen die Schiffe der TG 58.3 wieder Eniwetok und fuhren zum Atoll Majuro, Marshall Islands, welches im Osten des Archipels liegt. Dieses Atoll errichten die Schiffe am folgenden Tag. Hier bereitete man die Schiffe und deren Besatzungen auf die kommenden Kämpfe um Eniwetok vor. Dazu bunkerte man frische Munition und Treibstoff. Majuro verließen dann die Schiffe der TG 58.3 und fuhren zum Atoll Kwajalein. Admiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 – 13. Dezember 1969 ), Kommandeur der 5. US Flotte, forderte von Rear Admiral Marc Andrew Mitcher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ), Kommandeur der Task Force 58, die Insel Truk einzunehmen um die Invasion von Eniwetok abzusichern. Auf diesem Atoll Truk befanden sich eine Basis der Kaiserlich Japanischen Marine und ein Luftwaffenstützpunkt. Außerdem war das Atoll eine bedeutende Quelle zur Unterstützung für japanische Garnisonen auf den Inseln und Atollen im gesamten zentralen und südlichen Pazifik. Am 13. Februar begann die Operation „HAILSTONE“. Die Schiffe der Task Groups 58.1, 58.2 und 58.3 verließen an diesem Tag Kwajalein. Am 15. Februar befanden sie sich südlich der Insel Eniwetok und wurden auf hoher See betankt. Der Angriff auf die Insel Truk erfolgte am 17. und 18. Februar. Innerhalb dieser zwei Tage wurde auf Truk die Schlüsselbasis für die japanische logistische und operative Unterstützung zerstört. Insgesamt versenkten die Flugzeuge und Schiffe der Task Force 58 von der japanischen Flotte die Kreuzer AGANO, KATORI und NAKA, die Zerstörer OITE, FUMIZUKI, MAIKAZE und TACHIKAZE, die Hilfskreuzer AKAGI MARU, AIKOKU MARU und KIYOSUMI MARU, die U-Boot Tender HEIAN MARU und RIO DE JANEIRO MARU, die kleinen Kriegs- und Handelsschiffe GOSEI MARU, HANAKAWA MARU, HOKUYO MARU, AMAGISAN MARU und KENSHO MARU, MATSUTANI MARU, MOMOKAWA MARU, REIYO MARU, SAN FRANCISCO MARU, SEIKO MARU, TAIHO MARU, ZUKAI MARU, UNKAI MARU und YAMAGIRI MARU, das Frachtschiff und Flugzeugfähre FUDZIKAWA MARU, die Öltanker FUJISAN MARU, HOYO MARU, SHINKOKU MARU und TONAN MARU, der Wassertanker NIPPO MARU, das Transportschiff YAMAKISAN MARU, die Truppentransporter NAGANO MARU, YUBAI MARU und TAIKICHI MARU sowie die Patrouillenboote GYORAITEI, GJORAITEI und PC-29. Am Abend des 18. Februars stiegen die letzten verbliebenen japanischen Flugzeuge auf und griffen den Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) aus der Task Undergroup 58.2.4 an und beschädigten ihn. Insgesamt 270 japanische Flugzeuge fielen an diesen beiden Angriffstagen den amerikanischen Trägerflugzeugen und Schiffen zum Opfer. Die Geschützmannschaften der USS BRADFORD selber konnten während der Kämpfe mehrere Torpedo- und Granattreffer auf feindliche Kreuzer und Zerstörer erzielen. Noch am Abend des 18. Februars verließen die Schiffe der TG 58.3 die Insel Truk und fuhren zu der Marianeninsel Saipan um sich erneut an der Operation „Catchpole“ zu beteiligen. Ab dem 21. Februar lagen die Schiffe der TG 58.3 vor Saipan und bombardierten dort die japanischen Küstenbefestigungen und die Trägerflugzeuge japanische Stellungen im Innern der Insel. Dieses Bombardement dauerte bis zum 23. Februar. Fünf Tage später endete die Operation. Die Schiffe der TG 58.3 blieben aber noch bis zum 8. März in den Gewässern und blieben auf Patrouille um den japanischen Nachschub zu verhindern. Am 8. März verließen sie aber endgültig die Marianen und fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 13. März festmachten. Allerdings gab es hier keine Ruhe. Man bunkerte frischen Treibstoff und die Schiffe legten umgehend wieder ab. Ziel war das Atoll Majuro um an der Operation „Descrate I“ teilzunehmen. Hier gliederte man die USS BRADFORD in die Task Group 58.9 ein. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger US COWPENS, die Schlachtschiffe USS NORTH CAROLINA, SOUTH DAKOTA, USS ALABAMA und USS MASSACHUSETTS sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS IZARD, USS CHARRETTE, USS BROWN, USS COWELL, USS BURNS, USS CONNER, USS BELL, USS FRAZIER ( DD-607 ), USS MEADE ( DD-602 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS EDWARDS ( DD-619 ) und USS CALDWELL ( DD-605 ). Am 22. März verließen die Schiffe der Task Group 58.9 Majuro und übernahmen am 26. März auf offener See frischen Treibstoff. Zwei Tage später erreichten die Schiffe der Task Force die Gewässer der Palau Inseln. Hier löste man am selben Tag noch die Task Group 58.9 auf und die Schiffe erhielten direkte Aufgaben zugeteilt. Die USS BRADFORD fuhr zusammen mit anderen Zerstörern aus der aufgelösten Task Group Patrouillen zur Sicherung der anderen Schiffe aus den verbliebenen Task Groups die an dem Bombardement teilnahmen. Das Bombardement auf die Hauptinsel Palau wurde nur wenige Stunden später eröffnet. Dieses zog sich bis zum 30. März hin. Es waren keine Landungstruppen während dieses Angriffs anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So vor Palau der Zerstörer WAKATAKE, das Reparaturschiff AKASHI, die U-Boot- Jäger CHA-22, CHA-26, CHA-53 und Showa Maru Nummer 5, Das Patrouillenboot Nummer 31, der Netzleger NISHHO MARU Nummer 5, die Frachtschiff- und Flugzeugfähre GOSHU MARU, die Truppentransporter GOZAN MARU, NAGISAN MARU, RAIZAN MARU, RYUKO MARU und SHINSEI MARU Nummer 18, die Öltanker OSE, SATA, IRO, AKEBONO MARU, AMATSU MARU, ASASHIO MARU und UNYO MARU Nummer 2, die Küstenwachboote IBARAKI MARU und SEIEI MARU Nummer 2, das Bergungsschiff URAKAMI MARU, das Torpedotransport- und Reparaturschiff KAMIKAZE MARU, die Frachtschiffe CHUYO MARU, KIBI MARU, SHOEI MARU, BICHU MARU und TEISHO MARU. Beschädigt wurden vor Palau der U-Boot-Jäger CHA-35, der Netzleger SHOSEI MARU, der Öltanker HISHI MARU Nummer 2 und das Frachtschiff HOKUTAI MARU. Vor Angaur wurden während der Angriffe die kleinen Schiffe AKITA MARU Nummer 3, CHICHIBU MARU, YAU MARU, TOKU MARU, KIKU MARU, HINODE MARU, YAMATO MARU, UME MARU und AKEBONO MARU versenkt. Anschließend verließen die Schiffe der Task Force 58 die Gewässer der Palau Inseln und nahmen zuerst Nordöstlichen Kurs für die Heimfahrt. Auf dem Weg nach Majuro wanden sich die Schiffe den Inseln der Karolinen zu. Dort bombardierte man am 31. März die Insel Yap. Noch am selben Tag wurde vor dem Atoll Ulithi das japanische Küstenwachboot HAKKO MARU versenkt. Am 1. April bombardierte man auf dem Atoll Woleai feindliche Stellungen und am 6. April 1944 erreichten die Schiffe Majuro. Dort bereitete man sich auf die bevorstehenden Kämpfe um Neuguinea vor. Die USS BRADFORD integrierte man in die Task Group 58.1 In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD, USS COWPENS und USS BATAAN ( CVL-29 ), das Schlachtschiff USS NEW JERSEY ( BB-62 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE, USS MOBILE, USS OAKLAND ( CL-95 ) und USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS BOYD, USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS CRAVEN ( DD-382 ), USS McCALL ( DD-400 ) und USS MAURY ( DD-401 ). Das Kommando über die TG 58.1 führte Rear Admiral Joseph James Clark ( 12. November 1893 – 13. Juli 1971 ) während der Operation „RECKLESS“. Am 13. April verließen die Schiffe der Task Force 58 wieder Majuro und lagen sechs Tage später nördlich der Admiralitätsinseln. Hier erfolgte eine Betankung auf hoher See. Am 21. April begann der Angriff auf Neuguinea. Die Schiffe der TG 58.1 griffen ab dem 21. April die Inseln Wakde und Sawar an. In den darauffolgenden zwei Tagen wurden auch Ziele bei Aitape, Neuguinea bombardiert. Ziel war die Vernichtung der japanischen Infrastruktur. Am 24. April, dem letzten Tag des Bombardements, verließen die Schiffe der TG 58.1 die Gewässer um Wakde und fuhren zusammen mit den Schiffen der Task Force zur Insel Truk, Karolinen. Dort wurden japanische Befestigungen am 29. April beschossen. Für einen Überraschungsangriff auf das Atoll Sawatan, Karolinen stellte man für den 30. April die Task Group 58.5 zusammen die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS CANBERRA ( CA-70 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS WICHITA ( CA-45 ), die Leichten Kreuzer USS SANTA FE, USS MOBILE, USS OAKLAND und USS SAN JUAN sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS BROWN und fünf weitere. Mit ihren Schiffsgeschützen bombardierten diese Schiffe japanische Stellungen. Für den 1. Mai wurde dann die Task Group 58.7 zusammen gestellt die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. befehligte und einen Angriff auf die Insel Ponape, Karolinen führen sollte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS NORTH CAROLINA, USS INDIANA, USS SOUTH DAKOTA, USS ALABAMA, USS MASSACHUSETTS ( BB-54 ) und USS IOWA ( BB-61 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS BROWN, USS CHARRETTE, USS THATCHER ( DD-514 ), USS CAPERTON ( DD-650 ), USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS COGSWELL ( DD-651 ) und USS KNAPP ( DD-653 ). An diesem 1. Mai bombardierten diese Schiffe mit ihren Geschützen die japanischen Befestigungen auf der Insel. Am darauffolgenden Tag kehrte die USS BRADFORD zur Task Group 58.1 zurück und beteiligte sich ab dem 4. Mai an dem Bombardement auf das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dort aus zogen sich die Schiffe der TG 58.1 am 11. Mai zurück und erreichten drei Tage später das Atoll Majuro. Für die Mannschaft der USS BRADFORD blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen. Sie füllte die Munitions- und Nahrungsmittelmagazine auf und bunkerte frischen Treibstoff. Man integrierte das Schiff in die neu zusammen gestellte Task Group 58.6, welche unter dem Kommando von Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 – 15. Dezember 1961 ) stand. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ) und USS ESSEX ( CV-9 ) und USS SAN JACINTO ( CVL-30 ) sowie die Kreuzer USS CANBERRA, USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS RENO ( CL-96 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ). Zur Absicherung befanden sich neben der USS BROWN die Zerstörer USS BRADFORD, USS COWELL, USS THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS BANCROFT, USS CALDWELL, USS MILLER ( DD-535 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HUNT ( DD-674 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ) und die USS HICKOX ( DD-673 ). Am 15. Mai legten die Schiffe der TG in Majuro wieder ab. Drei Tage später erreichte der Verband in der Nacht Marcus Island, eine japanische Koralleninsel. Diese liegt 1848 km östlich von Tokyo. Im Morgengrauen des 19. Mai wurde das Feuer auf japanische Schiffe, Stellungen und Befestigungen eröffnet. Das Bombardement auf die 1,51 km² große Insel dauerte bis zum folgenden Tag. Sämtliche japanischen Schiffe waren dadurch zum Rückzug gezwungen worden. Noch am 20. Mai verließen die Schiffe der TG 58.6 die Gewässer und fuhren in Richtung Majuro. Unterwegs, am 23. Mai, erreichte man das Atoll Wake Island. Hier wurden wiederholt japanische Befestigungen beschossen. Am 31. Mai erreichten die Schiffe der TG Majuro. Für die Schiffsbesatzung der USS BRADFORD erhielt hier eine längere Verschnaufpause von fünf Tagen. Man gliederte den Zerstörer erneut in die Task Group 58.1 die Rear Admiral Joseph James Clark ( 12. November 1893 – 13. Juli 1971 ) während der Operation „Forager“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET ( CV-12 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD und USS BATAAN, die Schweren Kreuzer USS CANBERRA, USS BALTIMORE und USS BOSTON, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND,, USS SAN JUAN, USS SANTA FE und USS DENVER ( CL-58 ) sowie die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS BOYD, USS COWELL, USS IZARD, USS CONNER, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS BELL, USS HELM ( DD-388 ), USS MAURY ( DD-401 ), USS CRAVEN ( DD-382 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ) und USS McCALL ( DD-400 ). Die Schiffe der Task Force 58 verließen am 6. Juni 1944 Majuro. Am 11. Juni bezogen die einzelnen Task Group ihre Ausgangsstellungen. Die Schiffe der TG 58.1 und der TG 58.2 lagen vor Guam, die TG 58.3 vor Saipan und Tinian, die TG 58.4 sollte sämtliche Verstärkungen von See aus unterbinden. Am folgenden Morgen begannen die Kampfhandlungen. Die Schiffe der TG 58.1 versenkten am 13. Juni vor Guam die japanischen Transportschiffe SHINRIKI MARU, SEKIZEN MARU, MYOGAWA MARU, SHIGEI MARU und SUWA MARU. Einen Tag später wurden die Schiffe der TG 58.1 und TG 58.4 rund 130 Meilen nordöstlich von Saipan mit frischem Brennstoff versorgt. Danach fuhren beide Task Groups noch am selben Tag zur Bonin Insel Cichi Jima um die dort befindliche Marinebasis und Radio- und Wetterstation anzugreifen wo auch die vielfältigsten Kanonenboote mit insgesamt 1.200 Mann Besatzung sich befanden. Die Zerstörung der Infrastruktur auf der Insel sollte die Kommunikation zwischen dem Mutterland Japan und den einzelnen Inseln der Philippinen stören. Für die Japaner auf Cichi Jima kamen die beiden Schiffsverbände völlig unerwartet. Auch am folgenden Tag waren die Japaner überrascht, als die TG 58.1 und TG 58.4 vor der Bonin Insel Iwo Jima erschienen. Dort wurden mehrere japanische Patrouillenboote und Versorgungsschiffe versenkt. Erst am 16. Juni verließen die amerikanischen Schiffe die Gewässer von Iwo Jima und kehrten zu den Marianen zurück. Am 18. Juni 1944 vereinigten sich beide Task Group wieder mit den übrigen Schiffen der Task Force und am folgenden Tag begann die Schlacht in der Philippine Sea. Dabei bildeten die Task Groups 58.1, 58.2 und 58.3 eine bewegliche Jagdflotte Am 21. Juni 1944 verließ die USS BRADFORD zusammen mit den Zerstörern USS BROWN, COWELL und USS BOYD aus der DESDIV 92 den Verband der Task Group 58.1. Aufgabe dieser Zerstörer war, Flugzeugbesatzungen zu retten die mit ihren Maschinen Notwassern mussten oder mit ihren Fallschirmen sich aus ihren brennenden Maschinen retten konnten. Schon am folgenden Tag reihten sich die vier Zerstörer wieder in die Task Group ein und unterstützten mit ihren Geschützen den Angriff auf Pagan Island, Marianen. Am 23. Juni verlagerte sich der Angriff der Amerikaner von Pagan Island nach Cichi Jima und am folgenden Tag nach Iwo Jima. Die Task Group 58.1 zog man am 25. Juni aus den Kämpfen ab. Der Verband fuhr zum Atoll Eniwetok, das die Schiffe zwei Tage später erreichten. Doch eine große Erholungsphase gab es auch jetzt nicht. Nur das Notwendigste wurde gebunkert. Zwar blieb die USS BRADFORD in der Task Group 58.1 die Rear Admiral Joseph James Clark kommandierte, aber man setzte sie neu zusammen. In der TG befanden sich nun die Flugzeugträger USS HORNET, USS YORKTOWN und USS FRANKLIN ( CV-13 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN und USS CABOT ( CVL-28 ), die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS SANTA FE, USS MOBILE und USS BILOXI ( CL-80 ) und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BROWN, USS BOYD, USS COWELL, USS IZARD, USS CONNER, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS BELL, USS HELM, USS MAURY, USS CRAVEN, USS GRIDLEY und USS McCALL. Schon am 30. Juni legten die Schiffe der TG 58.1 und TG 58.2 wieder ab mit dem Ziel der Bonin Inseln Iwo Jima, Cichi Jima und Haha Jima. Drei Tage später waren die beiden Task Group wieder vor Ort und begannen mit dem Bombardement auf die Inseln und versenkten mehrere japanische Patrouillenboote, Minenleger und Versorgungsschiffe. Am 6. Juli zog man diese Gruppen wieder ab damit sie die Angriffe vor Guam intensivierten. Schon am folgenden Tag erreichten die Schiffe der TG 58.1 ihre Ausgangsstellungen und begannen mit dem Angriff. Die Invasion von Guam erfolgte am 12. Juli 1944. Bis zum 21. Juli bleiben die Schiffe der TG 58.1 vor Guam zur Unterstützung der Landungstruppen. Am folgenden Tag verlegte man die TG 58.1 wieder zu den Inseln der Karolinen wo die Schiffe einen Angriff auf die Inseln Yap, Ulithi und Fais starteten. Bis zum 28. Juli dauerten dort die Kämpfe. Danach zog sich die TG 58.1 nach Saipan zurück. Dort trennte man aus der TG mehrere Schiffe und vereinte diese zu der Task Undergroup 58.1.7 die Rear Admiral Laurence Toombs DeBose ( 21. Mai 1893 – 11. Juni 1967 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS SANTA FE, USS MOBILE, USS BILOXI und USS OAKLAND und die Zerstörer USS BRADFORD, USS BURNS, USS BELL und USS CRAVEN. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand darin ab dem 1. August in den Gewässern von Saipan zu patrouillieren. Erst am 2. August liefen die Schiffe der TU im Tanapag Harbor auf Saipan ein. Hier gliederte man die Schiffe der TU wieder in die Task Group 58.1 ein. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG den Hafen und fuhren zu den Bonin Inseln. Am folgenden Tag betankte man sie auf offener See und am 4. August wurden japanischen Stellungen auf Cichi Jima und die im Hafen liegenden Schiffe zusammen mit den Schiffen der TG 58.2 beschossen. Dabei wurden die japanischen Transportschiffe UNKAI MARU Nummer 7, ENJU MARU, TONEGAWA MARU und SHOGEN MARU und das Frachtschiff HOKKAI MARU versenkt und die beiden Korvetten Nummer 4 und Nummer 12 wurden beschädigt. Man versetzte an diesem Tage mehrere Schiffe aus der TG 58.1 in die TU 58.1.6. Diese Schiffe beschossen weiter die Küstenbefestigungen der feindlichen Streitkräfte. Die anderen Schiffe aus der TG patrouillierten derweil in den Gewässern der Bonin Inseln. Am Nachmittag des 5. August verließen die Schiffe der TG 58.1 geschlossen die Gewässer und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dieses Atoll erreichten sie am 9. August. Von hier aus machte sich die USS BRADFORD auf den Weg in Richtung US Westküste. Diese erreichte der Zerstörer Anfang September und legte in der Mare Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an. Die Überholung und Überarbeitung des Kriegsschiffes begann am 3. September und dauerte mit den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten bis in den Dezember hinein. Anschließend verließ die USS BRADFORD die US Küste und fuhr nach Pearl Harbor. Von Dezember bis Anfang Februar 1945 hinein beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Bonin Insel Iwo Jima während der Operation „Detachment“. Dabei diente die USS BRADFORD als Feuerunterstützungsschiff. Allerdings wurde das Kriegsschiff keiner direkten Task Force zugeteilt und sollte hinter den Kampfverbänden patrouillieren und wenn nötig mit seinen Schiffsgeschützen die Landung unterstützen. Anfang Februar verließ der Zerstörer Pearl Harbor und fuhr nach Iwo Jima um die gestellten Aufgaben zu übernehmen. Am 19. Februar begann die Landeoperation auf der Bonin Insel und dauerte bis zum 27. Februar. Während einer Patrouillenfahrt am 20. Februar wurde der Kiel der USS BRADFORD durch ein unbekanntes und unter Wasser liegendes Wrack beschädigt. Gleich am folgenden Tag musste der Zerstörer eine weitere Kollision hinnehmen. Diesmal stieß das Kriegsschiff mit dem Panzerlandungsschiff USS LST-812 zusammen. Die entstandenen Beschädigungen waren aber nicht an Ort und Stelle reparabel. Noch am selben Tag verließ die USS BRADFORD Iwi Jima und fuhr wieder in die Mare Island Naval Shipyard. Hier konnten die Beschädigungen innerhalb von wenigen Stunden behoben werden. Schon am 7. März verließ der Zerstörer wieder die Werft und fuhr zum Atoll Ulithi. Vor diesem Atoll lagen schon mehrere Schiffe und man gliederte den Zerstörer in die Task Undergroup 52.1.2 ein, die von Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS TULAGI ( CVE-72 ), die Zerstörer USS BRADFORD, USS BOYD, USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ) und USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS GOSS ( DE-444 ), USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 22. März das Atoll Ulithi zusammen mit den Schiffen der TG 54.1 und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am nächsten Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Ab Anfang Mai setzte man die USS BRADFORD als Radarüberwachungsschiff in den Gewässern rund um Okinawa ein. Diese Aufgabe übernahm der Zerstörer bis zum 25. Juli. An diesem Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Force 38. Dort beteiligte sich der Zerstörer bis zum 10. August an der Bombardierung des japanischen Mutterlandes. Anschließend wechselte die USS BRADFORD in die Ostchinesische See und in die Gewässern rund um die Ryukyu Inseln und beteiligte sich bis zum 25. August an der Sicherung von Minenräumoperationen. Mittlerweile war der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August beendet worden. Die USS BRADFORD übernahm im Fernen Osten nun mehrere Transportmissionen und verließ am 31. Oktober endgültig die japanischen Gewässer. Ziel ist der Hafen von San Diego. Dort stellte man am 11. Juli 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Durch den Koreakrieg benötigte man erneut Kriegsschiffe die zur Sicherung der amerikanischen Interessen auf hoher See eingesetzt werden konnten. Dadurch stellte Commander Francis Dennis Boyle ( 30. Juli 1910 – 22. Oktober 1978 ) die USS BRADFORD am 27. Oktober 1950 wieder in den Dienst der US Navy. Der Zerstörer absolvierte anschließend drei Kreuzfahrten in den Fernen Osten. So vom 29. Januar bis August 1951, vom 22. März bis November 1952 und von Mai bis zum 2. November 1953. In dieser Zeit gehörte das Kriegsschiff zu der Task Force 77 und Task Force 79 und beteiligte sich an Uferbombardierungen und Patrouillenfahrten zur Unterstützung der Streitkräfte der Vereinten Nationen. Die USS BRADFORD machte später drei weitere Kreuzfahrten in den Fernen Osten. Zwischen diesen Kreuzfahrten beteiligte sich der Zerstörer an mehreren umfangreichen und individuellen Trainingsübungen an der Küste von San Diego.
Am 28. September 1961 stellte man erneut den Zerstörer außer Dienst. Für das Kriegsschiff zeigte die griechische Marine ein Interesse und so wurde das Schiff am 27. September 1962 an diese übergeben. Noch am selben Tag stellte man den Zerstörer unter dem Namen HNS THYELLA ( D-22 ) in den Dienst der griechischen Marine. Nachdem die Ablösesumme für den Zerstörer an die US Navy übertragen worden war, strich man am 1. September 1975 den Namen USS BRADFORD von der US Navy – Liste. Das Kriegsschiff diente noch bis zum Jahr 1981 für Griechenland. Dann stellte man es auch dort außer Dienst und verschrottete es.


USS BRADFORD ( DD-545 )
Commanding Officer

LCDR Robert Lee Morris          12. Juni 1943 – 18. Oktober 1944
CDR Warren Wilson Armstrong          18. Oktober 1944 – 1946
CDR Robert Luther Thomas Jr.       1946 – 11. Juli 1946
Außerdienststellung          11. Juli 1946 – 27. Oktober 1950
CDR Francis Dennis Boyle         27. Oktober 1950 – 21. Dezember 1951 (erreichter Rang RADM)
CDR Albert Leopold Kobey Jr.      21. Dezember 1951 – 1953
CDR William L. Pease           1953 – 1955
CDR Harold Huntington Ellison          1955 – Dezember 1955
CDR Lewis Newton          Dezember 1955 – Juni 1957
CDR Lewis Wesley Walker Jr.       Juni 1957 – 1958
CDR Rembrandt Cecil Robinson         Dezember 1960 – 15. Januar 1961 (erreichter Rang RADM)
CDR Merwin Edward Rasmussen          15. Januar 1961 – 28. September 1961

USS COFER ( APD-62 )

USS COFER ( APD-62 )

Biografie

John Joseph Cofer
* 30. November 1919 in Louisville, Jefferson County, Georgia
† 13. November 1942 auf der USS AARON WARD ( DD-482 ) während der Schlacht um Guadalcanal, Salomon Islands
war Seaman First Class

John Joseph Cofer war der Sohn von Charles Rudolph Cofer und Mary Jane Tucker Cofer. Er hatte sieben Geschwister und war das zweite Kind. John Joseph Cofer meldete sich zur US Navy freiwillig noch bevor die USA in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren. Nach der Grundausbildung und dem Dienst auf einem Zerstörer, versetzte man ihn auf den Zerstörer USS AARON WARD ( DD-483 ) der am 4. März 1942 von Commander Orville Francis Gregor ( 1. April 1903 – 24. Februar 1978 ) in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Hier diente Seaman Cofer in der Feuerleitstelle der Hauptbatterie. Ab der Indienststellung des Zerstörers erlebte John Joseph Cofer die ersten Tage des Krieges im Pazifik. So nahm er an den Operationen entlang der US Westküste und vor den Hawaiianischen Inseln und bei den ersten Kämpfen um die Ostsalomonen teil. Am 9. November verließ die USS AARON WARD zusammen mit den Schiffen der Task Group 67.2 den schützenden Hafen von Noumea, Neukaledonien. Ziel war Lunga Point auf Guadalcanal wohin frische Truppen transportiert werden mussten. Zwei Tage später erreichten die Schiffe die vorgegebene Position und die Truppen wurden entladen. Aber zum selben Zeitpunkt wollten auch die Japaner frische Truppen auf Guadalcanal landen. Um dies zu unterbinden fuhren die amerikanischen Schiffsverbände Richtung Norden und stießen auf die japanischen Schiffe aus der 2. und 8. Flotte. Diese japanischen Verbände hatten wiederum den Befehl den amerikanischen Flugplatz Henderson Field zu vernichten. In der Nacht zum 13. November stießen beide Flotten aufeinander. Es kam zum erbitterten Kampf. Seaman Cofer konnte von der Feuerleitstelle aus den Geschützmannschaften die Koordinaten eines feindlichen Zerstörers geben. 25 Salven trafen daraufhin den japanischen Zerstörer AKATSUKI. Das feindliche Schiff begann zu sinken und von der 197-köpfigen Besatzung konnten sich nur 18 retten. Gleich danach gab Cofer neue Zielkoordinaten an die Geschützmannschaften weiter und diese konnten vier Salven direkt auf das Ziel abfeuern. Da traf eine Granate die USS AARON WARD und zerriss den Feuerleitstand. Unter den Toten befand sich auch Seaman First Class John Joseph Cofer. In den folgenden Minuten erhielt der Zerstörer weitere acht direkte Treffer, konnte aber aus der Gefahrenzone noch während der Schlacht gebracht werden.
Von diesen neun direkten Treffern die der Zerstörer einstecken musste während der Schlacht, verloren insgesamt 15 Besatzungsmitglieder ihr Leben und 57 wurden zum Teil schwer verletzt.


USS COFER ( APD-62 )

Schiffsbiografie

Die USS COFER ( DE-208 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman First Class John Joseph Cofer benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina wurde am 12. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Jane Tucker Cofer, Mutter von Seaman First Class John Joseph Cofer, taufte am 6. September 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alvin Paul Chester ( USNR ) stellte am 19. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt eskortierte die USS COFER zwei Schiffskonvois im Zeitraum vom 23. März bis zum 30. Juni nach Nordafrika. Der erste Schiffskonvoi verließ New York und wurde bis nach Gibraltar begelitet und der zweite Schiffskonvoi von Norfolk, Virginia bis nach Bizerte, Tunesien. Nachdem der Geleitzerstörer am 30. Juni wieder in New York angelegt hatte, wählte man das Kriegsschiff aus um es zu einem Schnellen Truppentransporter umzubauen. Dazu klassifizierte man am 5. Juli 1944 die USS COFER um und übergab dem Schiff die Kennung APD-62. Damit gehörte das Schiff zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Nach dem Abschluss des Umbaus legte die USS COFER am 26. September in New York ab und durchquerte Anfang Oktober den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps bei San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 4. November den Hafen von Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea. Hier gliederte man die USS COFER in die 7. US Flotte ein. An Bord des Schnellen Truppentransporters schifften sich amerikanische Truppen ein die für den Kampf um die philippinische Insel Leyte bestimmt waren. Am 17. November legte der Truppentransportkonvoi in Hollandia ab und fuhr westwärts. Auf dem Weg nach Leyte wurde dieser Schiffskonvoi durch japanische Flugzeuge angegriffen. Die Landung der mitgeführten Soldaten erfolgte am 24. November. In rasender Geschwindigkeit mussten die Truppen von Bord, da erneut ein feindlicher Luftangriff tobte. Noch am selben Tag verließ der Schnelle Truppentransporter Leyte, es waren noch nicht alle mitgeführten Truppen von Bord gekommen, und fuhr zu den Palau Inseln. Dort legte das Schiff zwei Tage später an und nahm zusätzliche frische Truppen aus der 77. Infanteriedivision für die folgende Landeoperation in der Ormoc Bay, Leyte an Bord auf. Zusätzlich gliederte man den Schnellen Truppentransporter Zerstörer in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) befehligte. In der TG 78.3 befanden sich die Zerstörer USS EDWARDS ( DD-619 ), USS FLETCHER, ( DD-445 ) USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS REID ( DD-369 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ) und USS LAFFEY ( DD-724 ), die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS WARD ( APD-16 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS LLOYD ( APD-63 ), und USS KEPHART ( APD-61 ), die Minensucher USS SAUNTER ( AM295 ) und USS SCOUT ( AM-296 ), 4 Panzerlandungsschiffen, 27 Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe. Zur Freien Verwendung standen die Zerstörer USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ) und USS BUSH ( DD-529 ) zur Verfügung. Von den Palau Inseln aus fuhr der Verband zum Leyte Gulf, den die Schiffe am 6. Dezember wieder verließen. Am folgenden Morgen befanden sie sich schon in der Position bei Village, Ormoc Bay und begannen mit dem Angriff und der Landeoperation. In diesen Minuten griffen japanische Kamikazepiloten den Verband an. Diese stürzten sich trotz großer Gegenwehr auf den Zerstörer USS MAHAN und dem Schnellen Truppentransporter USS WARD und versenkten diese. Der Zerstörer USS LAMSON und der Schnelle Truppentransporter USS LIDDLE wurden schwer beschädigt genauso wie mehrere Mittlere Landungsschiffe und das Panzerlandungsschiff USS LST-737. Die USS COFER eilte dem schwer beschädigten Schwesterschiff USS LIDDLE entgegen. Zusammen mit dem Zerstörer USS EDWARDS wurden die Überlebenden übernommen. Die Landeoperation war für die Schnellen Truppentransporter am 8. Dezember beendet und sie fuhren in die San Pedro Bay, Leyte. Hier übernahmen sie frische Truppen die aus Hollandia eintrafen. Für die folgende Operation beließ man die USS COFER in der Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble, während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligte. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS HALL ( DD-583 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS LLOYD, USS KEPHART, USS SCHLEY, USS BROOKS ( APD-10 ), USS KILTY ( APD-15 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Rear Admiral Arthur Dewey Struble wechselte mit den restlichen Führungskräften auf die USS DASHIELL über und erklärte den Zerstörer zu seinem Flaggschiff. Am 15. Dezember begannen die Zerstörer mit dem Bombardement japanischer Stellungen in der Mangarin Bay bevor an diesem Tag die Landeoperation begann. Doch da wurde die erste Welle der Sturmtruppen von japanischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert. Die Zerstörer der TG beschossen diese feindlichen Flugzeuge und konnten eine Vielzahl davon abschießen. Gleich nach dem Entladen der Soldaten des 503. Fallschirmregiments, verließen die Schnellen Truppentransporter noch am selben Tag wieder Mindoro und fuhren in die San Pedro Bay zurück. Hier legten die Schiffe am 17. Dezember an. Es wurden erneut Truppen auf den Schnellen Truppentransportern eingeschifft. Diese sollten zusätzlich während der Operation „Mike I“ im Lingayen Gulf, Luzon angelandet werden. Dazu versetzte man unter anderem die USS COFER in die Task Group 78.12. Eskortiert wurden die Schnellen Truppentransporter von den Zerstörern USS McCALL ( DD-400 ) und USS MAURY ( DD-401 ), die sie ab dem 11. Januar 1945 begleiteten. Noch in der Nacht desselben Tages begann die Anlandung der amerikanischen Truppen, die bis zum Morgen des nächsten Tages andauerte. Die Schnellen Truppentransporter fuhren nach der Entladung zurück nach Leyte. Die USS COFER unternahm in den folgenden Wochen weitere Fahrten und transportierte Truppen zur Verstärkung nach Luzon. Dabei konnte das Schiff sich in den philippinischen Gewässern frei bewegen, da es zu diesem Zeitpunkt kaum noch einsatzbereite japanische Flugzeuge auf den Philippinen gab. Man gliederte die USS COFER in den letzten Tagen des Monats Februar in die Task Group 78.2, die Palawan Attack Group, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) während der Operation „Victor III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS SMITH und die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS KEPHART, USS LLOYD und USS NEWMAN ( APD-59 ). Die Schnellen Truppentransporter hatten für diese Angriffsoperation einen Teil der amerikanischen Soldaten aus der 41. Infanteriedivision an Bord, welche von Generalmajor Jens Anderson Doe ( 20. Juni 1891 – 25. Februar 1971 ) befehligte wurden. Am 26. Februar verließen die Schiffe der TG die philippinische Insel Mindoro. Zwei Tage später lagen sie vor Puerta Princesa und die Truppen gingen an Land. Bis zum 4. März blieben die Schiffe in der Anlandungszone liegen und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen und beschossen japanische Stellungen im Küstenbereich. Danach ebbten die Kämpfe ab und die Soldaten der 41. Infanteriedivision begaben sich wieder an Bord der Schnellen Truppentransporter, denn schon die nächste Aufgabe wartete auf sie. Man versetzte die USS COFER in die Task Group 78.1 die Rear Admiral Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) kommandierte. Die Task Group war die Fire Support Group und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze Mindanaos bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch die Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS JENKINS ( DD-447 ) und USS ABBOT ( DD-629 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Zu den Landungsschiffen gehörten die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN, USS KEPHART und USS LLOYD, ein Docklandungsschiff, dreiundzwanzig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge, siebzehn unterstützende Infanterielandungsfahrzeuge und vier U-Boot-Jäger. Die Landungs- und Transportschiffe wurden durch die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS BAILEY ( DD-492 ) sowie die Geleitzerstörer USS RUDDERROW ( DE-224 ) und USS CHAFFEE ( DE-230 ) gesichert. Die Schiffe der Landungsgruppe begannen gleich nach der Ankunft vor Zamboanga mit dem Landungsangriff. Die Panzerlandungsschiffe LST-591 und LST-626 sowie die Infanterielandungsfahrzeuge LCI-710 und LCI-779 wurden durch feindliche Küstenbatterien versenkt. Der japanische Widerstand war schnell gebrochen, so dass die Fire Support Group am 11. März für eine Patrouillenfahrt zur südlich von Zamboanga gelegenen Basilan Island fuhr. Am 12. März verließen die Schiffe der Fire Support Group Zamboanga und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie am 17. März. In der Subic Bay bereitete man die Schnellen Truppentransporter, Landungsschiffe, Zerstörer und Leichten Kreuzer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS COFER für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.2, der US Amphibious Group 8, die Captain Albert Tilden Sprague ( 13. März 1898 – 8. April 1968 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN, USS KEPHART und ein weiterer Schneller Truppentransporter, zwanzig Panzerlandungsschiffe, elf Mittlere Landungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neun Angriffsinfanterielandungsfahrzeuge, zwei U-Boot-Jäger und acht Minenräumboote. Gesichert und eskortiert wurden sie von den Zerstörern USS SMITH, USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SHAW ( DD-373 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ) und von den Zerstörern USS JENKINS, USS TAYLOR, USS O´BANNON, USS NICHOLAS, USS FLETCHER, USS THATCHER ( DD-514 ) und USS CONVERS ( DD-509 ), die zusammen mit anderen Schiffen aus anderen Task Groups die Bombardements vor der Landeoperation durchführten. Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART ( D63 ), sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS, USS ABBOT und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe. Diese vielen Sicherungsschiffe waren auch dringend notwendig, denn die Landungsschiffe mussten durch schweres Mörserfeuer die Anlandungszone erreichen. Nach der Erfolgreichen Anlandung der Sturmtruppen kehren die Landungsschiffe nach Leyte zurück. Hier übernahm die USS COFER erneut Soldaten an Bord. Am 31. März verließ der Schnelle Truppentransporter zusammen mit der USS NEWMAN Leyte und eskortierte das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH zur Mangarin Bay auf Mindoro. Dann wechselte die USS YOUNG in die Mangarin Bay, Mindoro. Hier gliederte man die USS COFER in die Task Group 78.2 ein die Rear Admiral Albert Gallatin Noble ( 14. Dezember1895 – 22. Februar 1980 ) während der Operation „Victor V“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ) und USS ROBINSON ( DD-562 ). Diese Kriegsschiffe übernahmen dort die Eskorte über das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN und USS KEPHART, welche die Soldaten des X. Army Corps transportierten. Am 11. April verließen diese Schiffe die Mangarin Bay und fuhren an die östliche Küste der philippinischen Insel Mindanao. Unterwegs wurde am 15. April der Hafen Polloc Harbor angelaufen und am 17. April befanden sich die Schiffe vor dem Einsatzgebiet in der Moro Bay. Wie gewohnt wurde vor der Landung der amerikanischen Soldaten der Anlandungsstreifen mit den Schiffsgeschützen bombardiert. Doch das war hier überhaupt nicht notwendig. Durch die starke philippinische Guerilla in diesem Gebiet hatten sich die japanischen Verteidiger ins Landesinnere zurück gezogen. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe das Anlandungsgebiet und fuhren zur Mangarin Bay. Die USS COFER wechselte noch am selben Tag in die Subic Bay und wurde dort von Rear Admiral Russel Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 17. Juni 1985 ) zu seinem Flaggschiff während der Landeoperation „Oboe I“ auf Tarakan, Borneo erklärt. . In der Amphibious Group Six befand sich das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT, der amerikanische Schnelle Truppentransporter USS COFER, zwei australische Infanterielandungsschiffe, ein amphibisches Vorratsschiff, ein Landungsmutterschiff, fünfundvierzig Panzerlandungsschiffe und einundzwanzig Schnellboote. 18.000 Soldaten der verstärkten australischen Brigade transportierten diese Schiffe. Gesichert wurde die Operation von den leichten amerikanischen Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE und der australische Kreuzer HMAS HOBART sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS O´BANNON, USS FLETCHER und USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA. Die Transportschiffe sicherten die Zerstörern USS SMITH, USS WALLER ( DD-466 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ), den Geleitzerstörern USS FORMOE ( DE-509 ) und USS CHARLES E BRANNON ( DE-446 ) und den australischen Fregatten HMAS BURDEKIN ( K376 ), HMAS BARCOO ( K375 ) und HMAS HAWKESBURY ( K363 ). Die USS COFER war während der Operation nicht nur das Flaggschiff für die Task Force vor Tarakan, sondern auch ein Sicherungsschiff für die Minenräumer in diesen Gewässern. Am 27. April verließen die Schiffe der TF 78 die Subic Bay und ab dem 1. Mai begannen die Minenräumer mit ihrer Arbeit vor Cape Djoeata, dem Anlandungsgebiet. Hier lag eine japanische Küstenbatterie versteckt und beschoss am 3. Mai den amerikanischen Mineräumer USS YMS-481 und traf das Schiff mit der ersten Salve. Die USS COFER eilte dem sinkenden Schiff zu Hilfe und beschoss die feindliche Stellung. Schon nach der zweiten Salve konnten die Japaner das Feuer nicht mehr erwidern. Achtzehn Überlebende von dem Minenräumer konnten anschließend durch die Besatzung des Schnellen Truppentransporters aus dem Wasser gerettet werden. Die Operation vor Tarakan war am 8. Mai beendet und die Schiffe kehrten zu ihren Ausgangshäfen zurück. Die USS COFER selber blieb in der Task Force 78 während der Operation „Oboe II“ und unterstützte ab dem 7. Juni die Arbeiten der Minenräumer in der Brunei Bay, Borneo. Da erschütterte am 8. Juni eine schwere Explosion den Minenräumer USS SALUTE ( AM-294 ) nach der Berührung mit einer japanischen Seemine. Die USS COFER eilte dem sinkenden Schiff entgegen. Von der Besatzung des Minenräumers konnten nur 59 Überlebende geborgen werden und von denen waren 42 zum Teil schwer verwundet. Die Invasion in der Brunei Bay erfolgte am 10. Juni. Nach der Vernichtung der japanischen Einheiten wechselte die USS COFER am 11. Juni ebenfalls mit den Schiffen der TF 78 nach Balikpapan, Borneo und sicherte ab dem 15. Juni die Arbeiten der Minenräumer dort ab. Am 18. Juni lief der Minenräumer USS YMS-50 auf eine Mine und begann zu sinken. Nur 23 Überlebende konnten durch die Schiffsbesatzung des Schnellen Truppentransporters gerettet werden. Ebenso erging es dem Minenräumer USS YMS-314, der am 30. Juni auf eine Mine lief und beschädigt wurde. Keiner der Besatzungsmitglieder erlitt dabei Verletzungen. Auch nach der erfolgreichen Eroberung von Balikpapan, verblieb die USS COFER noch vor Borneo und sicherte die Minenräumer bis zum 10. Juli ab. Erst Mitte Juli verließ das Schiff die Insel und fuhr zur San Pedro Bay, Leyte. Hier legte das Schiff Ende Juli an und blieb bis zum 29. August. In dieser Zeit erlebte die Schiffsbesatzung das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik. Am 29. August verließ die USS COFER die San Pedro Bay und fuhr nach Okinawa in die Nakagusuku Bay. Diese erreichte das Schiff am 1. September. Wenige Tage später fuhr der Schnelle Truppentransporter nach Nagasaki um dort ehemalige Kriegsgefangene zu evakuieren und brachte sie nach Sasebo. Ab dem 28. September übernahm die USS COFER zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte die unterschiedlichsten Aufgaben zur Unterstützung der Besatzungstruppen auf Okinawa und Fusan, Korea. Ende November nahm der Schnelle Truppentransporter Kriegsveteranen von Okinawa an Bord und verließ die japanische Insel am 26. November mit dem Ziel San Diego. In dem dortigen Hafen legte das Schiff am 16. Dezember an und die ehemaligen Soldaten gingen von Bord. Die USS COFER legte am 26. Dezember in San Diego wieder ab, durchquerte den Panamakanal und fuhr an die US Ostküste. Den Hafen von Brooklyn, New York erreichte der Schnelle Truppentransporter am 9. Januar 1946. Hier stellte man am 28. Juni 1946 das Schiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte für Landungsschiffe, die sich in Green Cove Springs, Florida befand. Den Namen USS COFER ( APD-62 ) strich man am 1. April 1966 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 5. März 1968 zum verschrotten.


USS COFER ( APD-62 )
Commanding Officer

LCDR Alvin Paul Chester (USNR)          19. Januar 1944 – 18. Dezember 1944
LCDR Herbert Calvin McClees (USNR)         18. Dezember 1944 – 16. Dezember 1945
LT James Raymond Morrow         16. Dezember 1945 – 28. Juni 1946

USS COFER ( DE-208 )

USS COFER ( DE-208 )

Biografie

John Joseph Cofer
* 30. November 1919 in Louisville, Jefferson County, Georgia
† 13. November 1942 auf der USS AARON WARD ( DD-482 ) während der Schlacht um Guadalcanal, Salomon Islands
war Seaman First Class

John Joseph Cofer war der Sohn von Charles Rudolph Cofer und Mary Jane Tucker Cofer. Er hatte sieben Geschwister und war das zweite Kind. John Joseph Cofer meldete sich zur US Navy freiwillig noch bevor die USA in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren. Nach der Grundausbildung und dem Dienst auf einem Zerstörer, versetzte man ihn auf den Zerstörer USS AARON WARD ( DD-483 ) der am 4. März 1942 von Commander Orville Francis Gregor ( 1. April 1903 – 24. Februar 1978 ) in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Hier diente Seaman Cofer in der Feuerleitstelle der Hauptbatterie. Ab der Indienststellung des Zerstörers erlebte John Joseph Cofer die ersten Tage des Krieges im Pazifik. So nahm er an den Operationen entlang der US Westküste und vor den Hawaiianischen Inseln und bei den ersten Kämpfen um die Ostsalomonen teil. Am 9. November verließ die USS AARON WARD zusammen mit den Schiffen der Task Group 67.2 den schützenden Hafen von Noumea, Neukaledonien. Ziel war Lunga Point auf Guadalcanal wohin frische Truppen transportiert werden mussten. Zwei Tage später erreichten die Schiffe die vorgegebene Position und die Truppen wurden entladen. Aber zum selben Zeitpunkt wollten auch die Japaner frische Truppen auf Guadalcanal landen. Um dies zu unterbinden fuhren die amerikanischen Schiffsverbände Richtung Norden und stießen auf die japanischen Schiffe aus der 2. und 8. Flotte. Diese japanischen Verbände hatten wiederum den Befehl den amerikanischen Flugplatz Henderson Field zu vernichten. In der Nacht zum 13. November stießen beide Flotten aufeinander. Es kam zum erbitterten Kampf. Seaman Cofer konnte von der Feuerleitstelle aus den Geschützmannschaften die Koordinaten eines feindlichen Zerstörers geben. 25 Salven trafen daraufhin den japanischen Zerstörer AKATSUKI. Das feindliche Schiff begann zu sinken und von der 197-köpfigen Besatzung konnten sich nur 18 retten. Gleich danach gab Cofer neue Zielkoordinaten an die Geschützmannschaften weiter und diese konnten vier Salven direkt auf das Ziel abfeuern. Da traf eine Granate die USS AARON WARD und zerriss den Feuerleitstand. Unter den Toten befand sich auch Seaman First Class John Joseph Cofer. In den folgenden Minuten erhielt der Zerstörer weitere acht direkte Treffer, konnte aber aus der Gefahrenzone noch während der Schlacht gebracht werden.
Von diesen neun direkten Treffern die der Zerstörer einstecken musste während der Schlacht, verloren insgesamt 15 Besatzungsmitglieder ihr Leben und 57 wurden zum Teil schwer verletzt.


USS COFER ( DE-208 )

Schiffsbiografie

Die USS COFER ( DE-208 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman First Class John Joseph Cofer benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina wurde am 12. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Jane Tucker Cofer, Mutter von Seaman First Class John Joseph Cofer, taufte am 6. September 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alvin Paul Chester ( USNR ) stellte am 19. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt eskortierte die USS COFER zwei Schiffskonvois im Zeitraum vom 23. März bis zum 30. Juni nach Nordafrika. Der erste Schiffskonvoi verließ New York und wurde bis nach Gibraltar begelitet und der zweite Schiffskonvoi von Norfolk, Virginia bis nach Bizerte, Tunesien. Nachdem der Geleitzerstörer am 30. Juni wieder in New York angelegt hatte, wählte man das Kriegsschiff aus um es zu einem Schnellen Truppentransporter umzubauen. Dazu klassifizierte man am 5. Juli 1944 die USS COFER um und übergab dem Schiff die Kennung APD-62. Damit gehörte das Schiff zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Nach dem Abschluss des Umbaus legte die USS COFER am 26. September in New York ab und durchquerte Anfang Oktober den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps bei San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 4. November den Hafen von Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea. Hier gliederte man die USS COFER in die 7. US Flotte ein. An Bord des Schnellen Truppentransporters schifften sich amerikanische Truppen ein die für den Kampf um die philippinische Insel Leyte bestimmt waren. Am 17. November legte der Truppentransportkonvoi in Hollandia ab und fuhr westwärts. Auf dem Weg nach Leyte wurde dieser Schiffskonvoi durch japanische Flugzeuge angegriffen. Die Landung der mitgeführten Soldaten erfolgte am 24. November. In rasender Geschwindigkeit mussten die Truppen von Bord, da erneut ein feindlicher Luftangriff tobte. Noch am selben Tag verließ der Schnelle Truppentransporter Leyte, es waren noch nicht alle mitgeführten Truppen von Bord gekommen, und fuhr zu den Palau Inseln. Dort legte das Schiff zwei Tage später an und nahm zusätzliche frische Truppen aus der 77. Infanteriedivision für die folgende Landeoperation in der Ormoc Bay, Leyte an Bord auf. Zusätzlich gliederte man den Schnellen Truppentransporter Zerstörer in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) befehligte. In der TG 78.3 befanden sich die Zerstörer USS EDWARDS ( DD-619 ), USS FLETCHER, ( DD-445 ) USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS REID ( DD-369 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ) und USS LAFFEY ( DD-724 ), die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS WARD ( APD-16 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS LLOYD ( APD-63 ), und USS KEPHART ( APD-61 ), die Minensucher USS SAUNTER ( AM295 ) und USS SCOUT ( AM-296 ), 4 Panzerlandungsschiffen, 27 Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe. Zur Freien Verwendung standen die Zerstörer USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ) und USS BUSH ( DD-529 ) zur Verfügung. Von den Palau Inseln aus fuhr der Verband zum Leyte Gulf, den die Schiffe am 6. Dezember wieder verließen. Am folgenden Morgen befanden sie sich schon in der Position bei Village, Ormoc Bay und begannen mit dem Angriff und der Landeoperation. In diesen Minuten griffen japanische Kamikazepiloten den Verband an. Diese stürzten sich trotz großer Gegenwehr auf den Zerstörer USS MAHAN und dem Schnellen Truppentransporter USS WARD und versenkten diese. Der Zerstörer USS LAMSON und der Schnelle Truppentransporter USS LIDDLE wurden schwer beschädigt genauso wie mehrere Mittlere Landungsschiffe und das Panzerlandungsschiff USS LST-737. Die USS COFER eilte dem schwer beschädigten Schwesterschiff USS LIDDLE entgegen. Zusammen mit dem Zerstörer USS EDWARDS wurden die Überlebenden übernommen. Die Landeoperation war für die Schnellen Truppentransporter am 8. Dezember beendet und sie fuhren in die San Pedro Bay, Leyte. Hier übernahmen sie frische Truppen die aus Hollandia eintrafen. Für die folgende Operation beließ man die USS COFER in der Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble, während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligte. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS HALL ( DD-583 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS LLOYD, USS KEPHART, USS SCHLEY, USS BROOKS ( APD-10 ), USS KILTY ( APD-15 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Rear Admiral Arthur Dewey Struble wechselte mit den restlichen Führungskräften auf die USS DASHIELL über und erklärte den Zerstörer zu seinem Flaggschiff. Am 15. Dezember begannen die Zerstörer mit dem Bombardement japanischer Stellungen in der Mangarin Bay bevor an diesem Tag die Landeoperation begann. Doch da wurde die erste Welle der Sturmtruppen von japanischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert. Die Zerstörer der TG beschossen diese feindlichen Flugzeuge und konnten eine Vielzahl davon abschießen. Gleich nach dem Entladen der Soldaten des 503. Fallschirmregiments, verließen die Schnellen Truppentransporter noch am selben Tag wieder Mindoro und fuhren in die San Pedro Bay zurück. Hier legten die Schiffe am 17. Dezember an. Es wurden erneut Truppen auf den Schnellen Truppentransportern eingeschifft. Diese sollten zusätzlich während der Operation „Mike I“ im Lingayen Gulf, Luzon angelandet werden. Dazu versetzte man unter anderem die USS COFER in die Task Group 78.12. Eskortiert wurden die Schnellen Truppentransporter von den Zerstörern USS McCALL ( DD-400 ) und USS MAURY ( DD-401 ), die sie ab dem 11. Januar 1945 begleiteten. Noch in der Nacht desselben Tages begann die Anlandung der amerikanischen Truppen, die bis zum Morgen des nächsten Tages andauerte. Die Schnellen Truppentransporter fuhren nach der Entladung zurück nach Leyte. Die USS COFER unternahm in den folgenden Wochen weitere Fahrten und transportierte Truppen zur Verstärkung nach Luzon. Dabei konnte das Schiff sich in den philippinischen Gewässern frei bewegen, da es zu diesem Zeitpunkt kaum noch einsatzbereite japanische Flugzeuge auf den Philippinen gab. Man gliederte die USS COFER in den letzten Tagen des Monats Februar in die Task Group 78.2, die Palawan Attack Group, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) während der Operation „Victor III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS SMITH und die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS KEPHART, USS LLOYD und USS NEWMAN ( APD-59 ). Die Schnellen Truppentransporter hatten für diese Angriffsoperation einen Teil der amerikanischen Soldaten aus der 41. Infanteriedivision an Bord, welche von Generalmajor Jens Anderson Doe ( 20. Juni 1891 – 25. Februar 1971 ) befehligte wurden. Am 26. Februar verließen die Schiffe der TG die philippinische Insel Mindoro. Zwei Tage später lagen sie vor Puerta Princesa und die Truppen gingen an Land. Bis zum 4. März blieben die Schiffe in der Anlandungszone liegen und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen und beschossen japanische Stellungen im Küstenbereich. Danach ebbten die Kämpfe ab und die Soldaten der 41. Infanteriedivision begaben sich wieder an Bord der Schnellen Truppentransporter, denn schon die nächste Aufgabe wartete auf sie. Man versetzte die USS COFER in die Task Group 78.1 die Rear Admiral Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) kommandierte. Die Task Group war die Fire Support Group und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze Mindanaos bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch die Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS JENKINS ( DD-447 ) und USS ABBOT ( DD-629 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Zu den Landungsschiffen gehörten die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN, USS KEPHART und USS LLOYD, ein Docklandungsschiff, dreiundzwanzig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge, siebzehn unterstützende Infanterielandungsfahrzeuge und vier U-Boot-Jäger. Die Landungs- und Transportschiffe wurden durch die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS BAILEY ( DD-492 ) sowie die Geleitzerstörer USS RUDDERROW ( DE-224 ) und USS CHAFFEE ( DE-230 ) gesichert. Die Schiffe der Landungsgruppe begannen gleich nach der Ankunft vor Zamboanga mit dem Landungsangriff. Die Panzerlandungsschiffe LST-591 und LST-626 sowie die Infanterielandungsfahrzeuge LCI-710 und LCI-779 wurden durch feindliche Küstenbatterien versenkt. Der japanische Widerstand war schnell gebrochen, so dass die Fire Support Group am 11. März für eine Patrouillenfahrt zur südlich von Zamboanga gelegenen Basilan Island fuhr. Am 12. März verließen die Schiffe der Fire Support Group Zamboanga und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie am 17. März. In der Subic Bay bereitete man die Schnellen Truppentransporter, Landungsschiffe, Zerstörer und Leichten Kreuzer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS COFER für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.2, der US Amphibious Group 8, die Captain Albert Tilden Sprague ( 13. März 1898 – 8. April 1968 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN, USS KEPHART und ein weiterer Schneller Truppentransporter, zwanzig Panzerlandungsschiffe, elf Mittlere Landungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neun Angriffsinfanterielandungsfahrzeuge, zwei U-Boot-Jäger und acht Minenräumboote. Gesichert und eskortiert wurden sie von den Zerstörern USS SMITH, USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SHAW ( DD-373 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ) und von den Zerstörern USS JENKINS, USS TAYLOR, USS O´BANNON, USS NICHOLAS, USS FLETCHER, USS THATCHER ( DD-514 ) und USS CONVERS ( DD-509 ), die zusammen mit anderen Schiffen aus anderen Task Groups die Bombardements vor der Landeoperation durchführten. Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART ( D63 ), sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS, USS ABBOT und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe. Diese vielen Sicherungsschiffe waren auch dringend notwendig, denn die Landungsschiffe mussten durch schweres Mörserfeuer die Anlandungszone erreichen. Nach der Erfolgreichen Anlandung der Sturmtruppen kehren die Landungsschiffe nach Leyte zurück. Hier übernahm die USS COFER erneut Soldaten an Bord. Am 31. März verließ der Schnelle Truppentransporter zusammen mit der USS NEWMAN Leyte und eskortierte das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH zur Mangarin Bay auf Mindoro. Dann wechselte die USS YOUNG in die Mangarin Bay, Mindoro. Hier gliederte man die USS COFER in die Task Group 78.2 ein die Rear Admiral Albert Gallatin Noble ( 14. Dezember1895 – 22. Februar 1980 ) während der Operation „Victor V“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ) und USS ROBINSON ( DD-562 ). Diese Kriegsschiffe übernahmen dort die Eskorte über das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN und USS KEPHART, welche die Soldaten des X. Army Corps transportierten. Am 11. April verließen diese Schiffe die Mangarin Bay und fuhren an die östliche Küste der philippinischen Insel Mindanao. Unterwegs wurde am 15. April der Hafen Polloc Harbor angelaufen und am 17. April befanden sich die Schiffe vor dem Einsatzgebiet in der Moro Bay. Wie gewohnt wurde vor der Landung der amerikanischen Soldaten der Anlandungsstreifen mit den Schiffsgeschützen bombardiert. Doch das war hier überhaupt nicht notwendig. Durch die starke philippinische Guerilla in diesem Gebiet hatten sich die japanischen Verteidiger ins Landesinnere zurück gezogen. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe das Anlandungsgebiet und fuhren zur Mangarin Bay. Die USS COFER wechselte noch am selben Tag in die Subic Bay und wurde dort von Rear Admiral Russel Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 17. Juni 1985 ) zu seinem Flaggschiff während der Landeoperation „Oboe I“ auf Tarakan, Borneo erklärt. . In der Amphibious Group Six befand sich das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT, der amerikanische Schnelle Truppentransporter USS COFER, zwei australische Infanterielandungsschiffe, ein amphibisches Vorratsschiff, ein Landungsmutterschiff, fünfundvierzig Panzerlandungsschiffe und einundzwanzig Schnellboote. 18.000 Soldaten der verstärkten australischen Brigade transportierten diese Schiffe. Gesichert wurde die Operation von den leichten amerikanischen Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE und der australische Kreuzer HMAS HOBART sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS O´BANNON, USS FLETCHER und USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA. Die Transportschiffe sicherten die Zerstörern USS SMITH, USS WALLER ( DD-466 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ), den Geleitzerstörern USS FORMOE ( DE-509 ) und USS CHARLES E BRANNON ( DE-446 ) und den australischen Fregatten HMAS BURDEKIN ( K376 ), HMAS BARCOO ( K375 ) und HMAS HAWKESBURY ( K363 ). Die USS COFER war während der Operation nicht nur das Flaggschiff für die Task Force vor Tarakan, sondern auch ein Sicherungsschiff für die Minenräumer in diesen Gewässern. Am 27. April verließen die Schiffe der TF 78 die Subic Bay und ab dem 1. Mai begannen die Minenräumer mit ihrer Arbeit vor Cape Djoeata, dem Anlandungsgebiet. Hier lag eine japanische Küstenbatterie versteckt und beschoss am 3. Mai den amerikanischen Mineräumer USS YMS-481 und traf das Schiff mit der ersten Salve. Die USS COFER eilte dem sinkenden Schiff zu Hilfe und beschoss die feindliche Stellung. Schon nach der zweiten Salve konnten die Japaner das Feuer nicht mehr erwidern. Achtzehn Überlebende von dem Minenräumer konnten anschließend durch die Besatzung des Schnellen Truppentransporters aus dem Wasser gerettet werden. Die Operation vor Tarakan war am 8. Mai beendet und die Schiffe kehrten zu ihren Ausgangshäfen zurück. Die USS COFER selber blieb in der Task Force 78 während der Operation „Oboe II“ und unterstützte ab dem 7. Juni die Arbeiten der Minenräumer in der Brunei Bay, Borneo. Da erschütterte am 8. Juni eine schwere Explosion den Minenräumer USS SALUTE ( AM-294 ) nach der Berührung mit einer japanischen Seemine. Die USS COFER eilte dem sinkenden Schiff entgegen. Von der Besatzung des Minenräumers konnten nur 59 Überlebende geborgen werden und von denen waren 42 zum Teil schwer verwundet. Die Invasion in der Brunei Bay erfolgte am 10. Juni. Nach der Vernichtung der japanischen Einheiten wechselte die USS COFER am 11. Juni ebenfalls mit den Schiffen der TF 78 nach Balikpapan, Borneo und sicherte ab dem 15. Juni die Arbeiten der Minenräumer dort ab. Am 18. Juni lief der Minenräumer USS YMS-50 auf eine Mine und begann zu sinken. Nur 23 Überlebende konnten durch die Schiffsbesatzung des Schnellen Truppentransporters gerettet werden. Ebenso erging es dem Minenräumer USS YMS-314, der am 30. Juni auf eine Mine lief und beschädigt wurde. Keiner der Besatzungsmitglieder erlitt dabei Verletzungen. Auch nach der erfolgreichen Eroberung von Balikpapan, verblieb die USS COFER noch vor Borneo und sicherte die Minenräumer bis zum 10. Juli ab. Erst Mitte Juli verließ das Schiff die Insel und fuhr zur San Pedro Bay, Leyte. Hier legte das Schiff Ende Juli an und blieb bis zum 29. August. In dieser Zeit erlebte die Schiffsbesatzung das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik. Am 29. August verließ die USS COFER die San Pedro Bay und fuhr nach Okinawa in die Nakagusuku Bay. Diese erreichte das Schiff am 1. September. Wenige Tage später fuhr der Schnelle Truppentransporter nach Nagasaki um dort ehemalige Kriegsgefangene zu evakuieren und brachte sie nach Sasebo. Ab dem 28. September übernahm die USS COFER zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte die unterschiedlichsten Aufgaben zur Unterstützung der Besatzungstruppen auf Okinawa und Fusan, Korea. Ende November nahm der Schnelle Truppentransporter Kriegsveteranen von Okinawa an Bord und verließ die japanische Insel am 26. November mit dem Ziel San Diego. In dem dortigen Hafen legte das Schiff am 16. Dezember an und die ehemaligen Soldaten gingen von Bord. Die USS COFER legte am 26. Dezember in San Diego wieder ab, durchquerte den Panamakanal und fuhr an die US Ostküste. Den Hafen von Brooklyn, New York erreichte der Schnelle Truppentransporter am 9. Januar 1946. Hier stellte man am 28. Juni 1946 das Schiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte für Landungsschiffe, die sich in Green Cove Springs, Florida befand. Den Namen USS COFER ( APD-62 ) strich man am 1. April 1966 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 5. März 1968 zum verschrotten.


USS COFER ( DE-208 )
Commanding Officer

LCDR Alvin Paul Chester (USNR)         19. Januar 1944 – 18. Dezember 1944
LCDR Herbert Calvin McClees (USNR)        18. Dezember 1944 – 16. Dezember 1945
LT James Raymond Morrow         16. Dezember 1945 – 28. Juni 1946

USS JACK MILLER ( DE-410 )

USS JACK MILLER ( DE-410 )

Biografie

Jack Miller
* 2. April 1920 in Dallas, Texas
† 4. Dezember 1942 während der Schlacht von Guadalcanal, Ostsalomonen
war ein Offizier im United States Marine Corps

Jack Miller erwarb im Jahre 1941 einen Bachelor Abschluss auf der Southern Methodist University in Dallas im Bereich Kommerz. Während seiner Zeit auf der SMU war Miller der Kapitän der Schwimmmannschaft. Drei Wochen vor der Promotion unterschrieb er freiwillig beim Marine Corps und trat seinen Dienst sechs Wochen später an. Jack Miller diente ab dem 19. Mai 1941 im Marine Corps Reserve im Rang eines Lieutenants. Seine Dienstzeit dauerte bis zum 31. Oktober 1941. Gleich am folgenden Tag, dem 1. November, beförderte man Miller zum First Lieutenant und er wechselte zum United States Marine Corps das in Quantico, Virginia stationiert war. Hier meldete er sich freiwillig zu den „Carlson Raiders“. Man setzte Miller im Krieg gegen die Japaner auf Guadalcanal ein. Am 3. Dezember, Miller kommandierte einen Zug Marines, führte er einen verwegenen Flankenangriff auf eine starke japanische Kampfpatrouille die das amerikanische Bataillon von einem Hügel aus beschoss. Bis auf wenige Meter konnten sich seine untergebenen Soldaten an ein japanisches Maschinengewehrnest heranschleichen bis sie selber von dem Feind bemerkt und beschossen wurden. Beherzt führte First Lieutenant Jack Miller nun den anschließenden Angriff an. Man konnte dabei die japanische Kampfpatrouille vernichten. Aber Miller war während des Angriffs selber schwer verwundet worden und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen. Seine Kameraden begruben ihn neben der Straße.
Für seine Heldentat verlieh man First Lieutenant Jack Miller posthum das Navy Cross.


USS JACK MILLER ( DE-410 )

Schiffsbiografie

Die USS JACK MILLER ( DE-410 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von First Lieutenant Jack Miller benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 29. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Henry S. Miller, Mutter von First Lieutenant Jack Miller, taufte am 10. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. W. Whaley stellte am 13. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS JACK MILLER entlang der US – Ostküste und in den Golf von Mexiko führte, legte der Geleitzerstörer in Norfolk, Virginia zur Komplettausrüstung an. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 13. Juni und stach in See. Ziel war der Pazifik. Am 21. Juni durchquerte die USS JACK MILLER den Panamakanal. Von dort aus fuhr der Geleitzerstörer über San Diego, Kalifornien nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte das Schiff am 12. Juli an. Bis zum 24. Juli erhielt die Besatzung mit ihrem Schiff ein intensives Training um die kommenden Aufgaben erfolgreich meistern zu können. Diese Aufgabe hieß fünf Geleitflugzeugträger zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands zu eskortieren. Am 24. August verließ der Schiffskonvoi Pearl Harbor und erreichte am 2. August das Atoll. Von hier aus startete der Geleitzerstörer bis zum 2. September mehrere Patrouillen- und Eskortierfahrten. Man gliederte die USS JACK MILLER in die Task Group 94.6, der Western Carolines & Marianas Patrol & Escort Force, ein, in der sich unter anderen noch der Zerstörer USS EVANS für wenige Tage befand. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand zum einen darin von Saipan aus auf den Patrouillenfahrten in Richtung Karolinen nach feindlichen U-Booten Ausschau zu halten und zum anderen Schiffskonvois zwischen den Inseln der Nördlichen Marianen und bis zu den Karolinen zu eskortieren. So begann die erste Eskortierfahrt von einem Schiffskonvoi am 2. September von dem Atoll Eniwetok aus und endete nach vier Tagen vor Saipan. In den folgenden Monaten patrouillierte die USS JACK MILLER in dem ihr vorgegebenem Einsatzgebiet. Ende 1944 übergab Lieutenant Commander J. W. Whaley das Kommando über den Geleitzerstörer an Lieutenant Commander Vermont Connecticut Royster ( 30. April 1914 – 22. Juli 1996 ), einem ehemaligen Korrespondenten des „The Wall Street Journals“ der vor dem Krieg im im Weißen Haus gearbeitet hatte. Nach dem Krieg verließ LCDR Royster die US Navy und nahm seine Arbeit bei der „The Wall Street Journal“ wieder auf. Er wurde dort 1958 der Chefredakteur der Zeitung. Vom 17. bis zum 25. Februar 1945 patrouillierte der Geleitzerstörer in den Gewässern rund um die Palau Insel Peleliu und war auf der Suche nach japanischen Flößen. In den Monaten der Patrouillenfahrten konnte die USS JACK MILLER fünf feindliche Seeminen unschädlich machen. Nach den Patrouillen- und Eskortierfahrten fuhr der Geleitzerstörer Anfang März zum Atoll Ulithi, Karolinen und blieb dort zur Erholung der Schiffsbesatzung bis zum 25. März liegen. Außerdem nahm der Geleitzerstörer an mehreren Übungen teil. Hier integrierte man das Schiff in die Task Group 50.8. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ) während der Operation „Iceberg“. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und vier weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS JACK MILLER, USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Schiffe der TG 58.4 wurden am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, integriert. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS JACK MILLER, USS LYMAN, USS STRAUS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, LAMONS, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS JACK MILLER zu tun den Geleitzerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffen der TG gelang dies aber nicht. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden konnte und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereitete. Die USS JACK MILLER fuhr aber in die Nakagusuku Bay im Osten von Okinawa und unterstützte dort die amerikanischen Kriegsschiffe während deren Patrouillenfahrten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, versetzte man den Geleitzerstörer an die japanische Küste für Patrouillen- und Überwachungsfahrten. Ende Oktober verließ das Schiff die japanischen Gewässer und fuhr über Pearl Harbor nach San Diego. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 5. November an. Hier stellte man es am 1. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Stockton Group innerhalb der Pazifikreserveflotte. Am 30. Juni 1968 strich man den Namen USS JACK MILLER ( DE-410 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im Juli 1969 zur Verschrottung.

USS EVANS ( DD-552 )

USS EVANS ( DD-552 )

Biografie

Robley Dunglison Evans
* 18. August 1846 in Floyd County, Virginia
† 3 Januar 1912 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges, dem Spanisch-Amerikanischen Krieg und befehligte die Große Weiße Flotte auf seiner weltweiten Kreuzfahrt

Der am 4. März 1859 vereidigte US Kongress Abgeordnete für das Territorium Utah, William Henry Hooper ( 25. Dezember 1813 – 30. Dezember 1882 ), bot dem Vater von Robley Dunglison Evans an, dass der Junge Evans vom Territorium Utah für die United States Naval Academy in Annapolis nominiert werden könnte wenn er und seine Familie ihren ständigen Wohnsitz ins Territorium verlege. Nachdem dies geschehen war, trat Robley Dunglison Evans im Jahre 1860 in die Militärakademie ein. Er erhielt dort am 20. September 1860 den Rang eines Acting Midshipman. Evans versetzte man im September 1863 in den aktiven Dienst. Dort beförderte man ihn am 1. Oktober zum Acting Ensign. Evans beendete 1864 sein Studium an der Militärakademie. Gleich von der Akademie versetzte man ihn zum Kampfgeschehen im amerikanischen Bürgerkrieg. Sein größter Einsatz in diesem Krieg war der Angriff auf Fort Fisher, North Carolina. Nach dem Vorbereitungsbombardement durch die Kanonenboote der Union führte Evans am 15. Januar 1865 einen Landetrupp der US Marines. Diese Truppe musste während der Anlandung schon durch massives Abwehrfeuer der Konföderierten. Evans kämpfte mit seiner Landungstruppe um jeden Meter und hatte selber schon vier Wunden. In einer kurzen Verschnaufpause drohte er seinen Leuten, jeden sofort zu erschießen wenn irgendeiner von ihnen evakuiert werden wollte auch wenn es darum ging ein Bein amputieren zu lassen. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg versah Evans seinen normalen Dienst. Am 10. Mai 1866 erhielt Evans den Rang eines Master zugesprochen ohne die dafür vorgesehene Soldgruppe zu erhalten. So erging es ihm ebenfalls am 25. Juli 1866 wo man ihn zum Lieutenant ernannte. Erst am 25. Januar 1867 erhielt er auch die Soldgruppe zugesprochen für seinen neuen Dienstrang. Der rasante Aufstieg in der Karriereleiter ging für Evans weiter. Schon am 12. März 1868 beförderte man ihn zum Lieutenant Commander mit der dazugehörigen Soldgruppe. Zehn Jahre später, am 12. Juli 1878, ernannte man ihn zum Commander. Ab da erhielt er mehrere Kommandos über Kriegsschiffe. So erhielt Evans das Kommando über das Kanonenboot USS YORKTOWN ( PG-1 ). Am 8. Oktober 1891 legte das Schiff im Hafen von New York ab mit dem Ziel sich im Pazifik Geschwader zu integrieren. Dafür legte das Kanonenboot am 14. Oktober in Charlotte Amalie in Dänisch – Westindien an um für das Geschwader Kohle zu bunkern. Während man dort damit beschäftigt war das Schiff zu beladen, erhielt Evans den Auftrag sich mit der USS YORKTOWN unverzüglich nach Valparaiso, Chile zu begeben da es dort am 16. Oktober zu einer Krise zwischen Matrosen von dem Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) und Congressionalisten von Chile gekommen war. Diese hatten die amerikanischen Matrosen vor dem „True Blue Saloon“ in Valparaiso angegriffen, zwei von ihnen getötet und achtzehn verwundet. Evans legte mit der USS YORKTOWN am 17. Oktober in Charlotte Amalie ab. Sechs Wochen dauerte die Reise bis Valparaiso. Im dortigen Hafen legte das Kanonenboot am 30. November an. Der Geschützte Kreuzer USS BALTIMORE verließ noch am gleichen Tage den Hafen und kehrte an die Westküste der Vereinigten Staaten zurück. Für die folgenden Wochen war nun Commander Evans mit dem Kanonenboot die einzigen die die amerikanischen Interessen vor den chilenischen Revolutionären schützen mussten. Die Chilenen versuchten immer wieder die Amerikaner zu provozieren um einen Krieg vom Zaun zu brechen und Evans Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Nach einem Monat im Hafen von Valparaiso nahm die USS YORKTOWN Flüchtlinge aus den amerikanischen, spanischen und italienischen Gesandtschaften ab Mitte Januar 1892 auf. Am 19. Januar legte die USS YORKTOWN ab und fuhr nach Callao, Peru wo das Schiff am 25. Januar ankam. Während das Kanonenboot dort ankerte ebbten die Spannungen zwischen den USA und Chile wieder ab und die chilenische Regierung entschädigte die Familien der beiden getöteten Matrosen mit 75.000 Dollar in Gold. Commander Evans erhielt in dieser Zeit der Spannungen in Valparaiso seinen Spitznamen „Fighting Bob“. Auf diesen Spitznamen war er offenbar sehr stolz, denn auch sein Ruf für Gotteslästerungen eilte ihm voraus. Dies führte dazu, dass der Geistliche Leonard Woolsey Bacon ( 1830 – 12. Mai 1907 ), Pastor der Gemeindekirche in Lichtfield, Connecticut, Evans in einem offenen Brief der in der New York Times abgedruckt wurde, eben wegen dieser Gotteslästerung züchtigt. Evans befördert man trotz allem am 27. Juni 1893 zum Captain. Vom 5. August 1894 bis zum 5. Oktober 1895 hielt Evans das Kommando über den Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ). Die USS NEW YORK gehörte zum Nordatlantikgeschwader und fuhr in die Karibik wo im Winter Übungen durchgeführt wurden. Außerdem kam der Panzerkreuzer Port of Spain, trinidad zu Hilfe nachdem dort in der Stadt ein Feuer ausgebrochen war. Erst im September 1895 kehrte das Schiff nach New York zurück um sich dem Europäischen Geschwader wieder anzugliedern. Captain Evans ging in New York von Bord und begab sich nach Philadelphia. In der Zwischenzeit wurde dort in die Werft von William Cramp and Sons in Philadelphia, Pennsylvania das erste Schlachtschiff, die USS INDIANA, gebaut. Ab Anfang März 1894 wurden Probefahrten mit dem Schiff unternommen um ihre Geschwindigkeit und ihre Maschinen zu testen. Dabei waren aber noch keine Schornsteine und Geschütztürme auf dem Schiff montiert was sich später rächen wird. Captain Evans stellte am 20. November 1895 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach weiteren Versuchen trat die USS INDIANA dem Nordatlantik Geschwader unter dem Kommando von Rear Admiral Francis M. Bruce ( 25. Dezember 1836 – 19. Oktober 1901 ) bei. In diesem Geschwader wurden Übungen entlang der US Ostküste durchgeführt. In den letzten Tagen des Jahres 1895 rissen die beiden Schornsteine bei schwerer See aus ihrer Verankerung. Da diese nicht zentral ausgewogen waren, schwangen sie von einer Seite zur anderen hinter der Bewegung des Schlachtschiffes her. Evans ließ daraufhin beide Schornsteine mit Seilen abspannen und mit schwereren Schellen am Oberdeck sichern. Ende Dezember 1895 übergab Evans das Kommando über das Schlachtschiff an Captain Henry Clay Taylor ( 4. März 1845 – 26. Juli 1904 ). Im Februar des Jahres 1898 übernahm Captain Evans das Kommando über das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-4 ) nach dessen Einfahrprobefahrten vor der Atlantikküste und entlastete damit Captain William Thomas Sampson ( 9. Februar 1840 – 6. Mai 1902 ), der am 17. Februar 1898 zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt wurde und die Untersuchung über die Zerstörung des Panzerkreuzers USS MAINE ( ACR-1 ) leiten sollte. Am 21. April 1898 erklärten die USA Spanien den Krieg. Die USS IOWA gehörte zur Atlantikflotte und wurde am 28. Mai zum Blockadedienst vor Santiago de Cuba versetzt. Im Hafen von Santiago de Cuba lag die spanische Hauptflotte des Karibikgeschwaders unter dem Kommando von Admiral Pascual Cervera y Topete ( 18. Februar 1839 – 3. April 1909 ). Nachdem sich die USS IOWA im Blockadedienst integriert hatte, nahm sie an einem Angriff auf eine Festung in der Nähe von Santiago teil. Mit in dieser Blockadeflotte unter dem Oberkommando von Rear Admiral Sampson befanden sich sein Flaggschiff, der Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ), die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS TEXAS ( 1892 ) und USS OREGON ( BB-3 ), der Geschützte Kreuzer USS MARBLEHEAD ( C-11 ), der Panzerkreuzer USS BROOKLYN ( ACR-3 ), die Kanonenboote USS NEW ORLEANS ( PG-34 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ) und USS DOLPHIN ( PG-24 ), die Hilfskreuzer USS HARVARD ( 1888 ), USS SUWANEE ( 1897 ) und USS RESOLUTE ( 1894 ), die bewaffneten Yachten USS VIXEN ( PY-4 ) und USS MAYFLOWER ( PY-1 ), das Torpedoboot USS PORTER ( TB-6 ) und das Kohleversorgungsschiff USS SAINT PAUL ( SP-1643 ). Der Befehl von Rear Admiral Sampson für die amerikanischen Kriegsschiffe vor Santiago de Cuba lautete zum einen nach verräterische Anzeichen wie Rauch auf dem Wasser zu suchen wegen eventuell angreifender spanischer Torpedoboote und zum anderen ständig die Dampfkessel unter Druck zu halten um jederzeit mögliche Manöver ausführen zu können. Die amerikanische Blockadeflotte war in zwei Teile geteilt, wovon eines die Ostseite unter dem Befehl von Commodore Winfield Scott Schley ( 9. Oktober 1839 – 2. Oktober 1911 ) und das andere die Westseite unter dem Befehl von Rear Admiral Sampson den Hafen blockierte. Am Sonntagmorgen des 3. Juli 1898 gab es einen teilweise bewölkten Himmel mit relativ ruhigem Wasser. Sechs spanische Kriegsschiffe legten im Hafen von Satiago de Cuba ab und fuhren in südwestliche Richtung. Die Mannschaft der USS IOWA war die erste die die sechs schwarzen Schiffe erblickten. Captain Evans ließ an alle anderen amerikanischen Schiffe gegen 9:30 Uhr telegrafieren, dass die spanische Flotteeinen Ausbruchversuch startete. Kurz darauf ließ er auch schon auf einen spanischen Kreuzer feuern. Das war der erste Schuss in der kurzen aber intensiven entwickelnden Schlacht von Santiago. In einem 20-minütigem Feuergefecht mit den beiden spanischen Kreuzern INFANTA MARIA THERESA und ALMIRANTE OQUENDO behielt Evans mit seinem Schiff die Oberhand und schoss beide in Brand. Deren Besatzungen lenkten ihre Schiffe in Richtung Küste um sich zu retten. Doch auch die USS IOWA blieb nicht verschont. Durch einige Treffer der beiden spanischen Kreuzer brach unter Deck des Schlachtschiffes Feuer aus das das Munitionsdepot bedrohte. Durch schnelle und mutige Arbeit von Feuerwehrmann Robert Penn und dessen Kameraden wurden die Flammen gelöscht und das Schiff gerettet. Dafür erhielt Penn später die Medal of Honor verliehen. In dieser Zeit konnte Captain Evans nur 10 Knoten Fahrt machen. Danach aber ging es mit voller Fahrt hinter den flüchtenden Schiffen her. Mit der USS GLOUCESTER zusammen versenkten sie den spanischen Zerstörer PLUTON ( 1897 ) und beschädigten den Zerstörer FUROR so schwer das er später sank. Evans ließ dann das spanische Flaggschiff, den Kreuzer VIZCAYA, verfolgen und auf ihn schießen. Das Flaggschiff geriet in Brand und lief auf Grund. Die spanischen Seeleute retten sich an Land. Doch von dort drohte ihnen der Tod durch kubanische Freischärler. Captain Evans ließ ein Boot zu Wasser bringen und die an Land befindlichen spanischen Seeleute gefangen nehmen um sie vor den Freischärlern zu schützen. Auf der VIZCAYA befanden sich immer noch Seeleute, als im Schiffsinnern die ersten Explosionen von Munition das Schiff erschütterten. Alle spanischen Matrosen und Offiziere sprangen ohne zu überlegen über Bord um sich zu retten. Captain Evans ließ weitere Boote zu Wasser um außerdem die spanischen Besatzungsmitglieder von der FUROR und PLUTON vor Hai Attacken zu retten. Admiral Cervera kam so an Bord der USS IOWA sowie viele Offiziere und Mannschaften. Unter ihnen auch der Kapitän der VIZCAYA, Don Antonio Eulate, der einen blutigen Verband am Kopf trug und durch einen Ölteppich schwimmen musste. Dieser Kapitän wollte Captain Evans sein Schwert als Zeichen der Kapitulation übergeben, doch Evans wies dies zurück da er nicht befugt war über eine Kapitulation zu verhandeln. Im selben Augenblick explodierte das Schiffsmagazin auf der brennenden VIZCAYA und besiegelte ihr Schicksal. Captain Evans rief den Hilfskreuzer USS HAVARD zu Hilfe um weitere Gefangene retten und aufnehmen zu können. Fast zwölf Stunden soll es gedauert haben alle Überlebenden spanischen Seeleute aus dem Wasser und aus den Schiffswracks zu retten. Danach war nicht nur die USS IOWA mit Gefangenen völlig überfüllt. Insgesamt gab es 1612 spanische Überlebende die während eines Gefangenenaustausches gegen gefangene amerikanische Soldaten die Freiheit wieder erhielten. Nach der Schlacht verließ die USS IOWA die kubanischen Gewässer und fuhr nach New York zurück wo es am 20. August ankam. Dort wurde das Schlachtschiff in die Brooklyn Navy Yard geschleppt um kleinere Schäden zu beheben. Am 12. Oktober 1898 ließ Captain Evans den Anker heben und die Reise ging in Richtung Pazifik. Nach der Umfahrung des Kap Horn legte die USS IOWA in Valparaiso, Chile am 17. Dezember einen Zwischenstopp ein. Danach legte das Schlachtschiff am 26. Dezember neben dem Schlachtschiff USS OREGON im Hafen von Callao, Peru an. Die Besatzungsmitglieder sollten sich dort von der Fahrt und von der Schlacht erholen sowie das Weihnachtsfest und das Neujahr feiern. Am 7. Februar 1899 legte die USS IOWA in San Francisco an. Dort präsentierte die Crew Captain Evans ein Schwert. Captain Evans dankte der gesamten Crew in einer öffentlichen Antwort und dankte ihnen außerdem für ihren gezeigten Mut und Respekt gegenüber dem Feind. Von San Francisco ging die Fahrt weiter nach Bremerton, Washington wo das Schlachtschiff am 11. Juni ankam. Dort ging Captain Evans von Bord. Am 11. Februar 1901 beförderte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm die Präsidentschaft über das Board of Inspection and Survey. Dieses Amt hatte er bis zum April 1902 inne. In dieser Zeit wählte US Präsident Theodore Roosevelt ( 27. Oktober 1858 – 6. Januar 1919 ) Rear Admiral Evans aus den deutschen Prinzen Albert Wilhelm Heinrich von Preußen ( 14. August 1862 – 20. April 1929 ), den Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm II. ( 27. Januar 1859 – 4. Juni 1941 ) am 15. Februar 1902 zu empfangen. Dafür erhielt Evans das Schlachtschiff USS ILLINOIS ( BB-7 ) als sein Flaggschiff das in der New York Navy Yard lag. Nach der Abreise des deutschen Fürsten wurde Evans Flagge am 28. Februar wieder eingeholt. Nach der Abgabe der Präsidentschaft über das Board of Inspection and Survey reiste Evans nach Hongkong wo man seine Admiralsflagge auf dem Panzerkreuzer USS NEW YORK aufzog. Am 4. November 1902 wechselte Rear Admiral Evans in Yokohama, Japan auf das Schlachtschiff USS KENTUCKY ( BB-6 ). Dort zog man nun die Admiralsflagge auf. Das Schlachtschiff verließ am 5. Dezember 1903 die japanischen Gewässer und fuhr nach Hawaii wo es am 16. Dezember ankam. Dort gab Rear Admiral Evans für geladene Gäste und Offiziere der USS KENTUCKY im Moana Hotel in Waikiki ein Weihnachtsessen. Im neuen Jahr legte das Flaggschiff in Honolulu wieder ab mit dem Ziel Guam. Auf der Fahrt dorthin legte das Schlachtschiff in Cavite, Philippinen am 18. Januar 1904 an. Dort besuchte Evans im Malacanang Palace den neuen Generalgouverneur der Philippinen, Luke Edward Wright ( 29. August 1846 – 17. November 1922 ). Evans Flaggschiff lief am 13. März 1904 aus dem Hafen von Cavite aus. Das Schiff machte auf der Heimreise in Hongkong und Colombo Halt. Nach der Durchquerung des Suezkanals legte das Schlachtschiff im Hafen von Neapel an. Nach weiteren Zwischenstopps auf Gibraltar und Madeira, kam das Schiff am 23. Mai 1904 in New York an. Dort holte man am 27. Mai die Flagge von Rear Admiral Evans ein und er begab sich von Bord. Auf dem Schlachtschiff USS MAINE ( BB-10 ) wurden in Pensacola, Florida am 13. März 1905 dreizehn Salutschüsse abgefeuert, während die Admiralsflagge von Rear Admiral Robley Dunglison Evans aufgezogen wurde. Evans war zum Kommandeur der Nordatlantikflotte ernannt worden. Die Flotte legte am 7. Mai 1905 in Hampton Roads ab. Mit der USS MAINE fuhr Evans zur Universität der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland wo das Schiff im dortigen Hafen am 30. Oktober anlegte. Eine britische Flotte unter dem Kommando von Louis Alexander Mountbatten, 1. Marquess of Milford Haven, Prinz Louis Alexander von Battenberg ( 24. Mai 1854 – 11. September 1921 ) legte einen Tag später ebenfalls in Annapolis an. Am 1. November besuchte Prinz Battenberg Rear Admiral Evans auf der USS MAINE. Evans zeigte ihm die Militärakademie und das Schlachtschiff. Eine Woche später empfing Evans den Gouverneur von Maryland, Edwin Warfield ( 7. Mai 1848 – 31. März 1920 ) auch auf dem Schlachtschiff. Am 7. November verließ Evans mit dem Schiff Annapolis und fuhr nach New York. Vom 20. November 1905 bis Januar 1906 wurden Reparaturarbeiten an dem Schiff vorgenommen. Evans blieb während dieser Zeit an Bord des Schiffes. Danach fuhr er ins Winterquartier nach Guantanamo Bay, Kuba. Von dort kehrte das Schlachtschiff am 3. Mai 1906 zur Nordatlantikflotte zurück. Am 2. September ankerte die USS MAINE neben der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER ( PY-1 ) in der Oyster Bay, Long Island. US Präsident Theodore Roosevelt befand sich an Bord und wechselte auf das Schlachtschiff über um sich mit Evans zu unterhalten. Am 28. Dezember 1906 reiste Rear Admiral Evans wieder mit der USS MAINE ins Winterquartier zu den kubanischen Gewässern. Von dort kehrte das Schlachtschiff am 15. April 1907 nach Hampton Roads zurück und legte an. Am folgenden Tag zog man Evans Flagge auf der USS MAINE ein und zog sie noch am gleichen Tag auf dem Schlachtschiff USS CONNECTICUT ( BB-18 ) wieder auf. Dies war ab diesem Tage das Flaggschiff des Kommandeurs der Atlantikflotte. Am 25. April 1907 eröffnete US Präsident Roosevelt die Jamestown Exposition. Rear Admiral Evans war mit der USS CONNECTICUT der offizielle Gastgeber und das Schiff für ausländische Besucher geöffnet. Matrosen und Marinesoldaten des Schiffes durften an verschiedenen Veranstaltungen an Land teilnehmen und ausländische Würdenträger wurden bei einem Bankett zusammen mit den Gouverneuren von Virginia und Rhode Island am 29. April empfangen. Am 4. Mai schloss Evans die Ausstellung auf dem Achterdeck des Schlachtschiffes. Das Schiff reihte sich am 10. Mai in die Präsidentenflottenparade ein. Drei Tage später bugsierte man das Schiff zur Überholung in die New York Naval Yard. Nach der Überholung lief die USS CONNECTICUT zu einem Manöver vor Cape Cod aus. Doch schon am 6. September kehrte das Schlachtschiff zu einer Generalüberholung in die Werft zurück. Man wollte dort das Schiff für die anstehende große Fahrt vorbereiten. Die USS CONNECTICUT verließ am 5.Dezember die Werft und erreichte am folgenden Tag Hampton Roads wo sich die große Weiße Flotte versammelte. Das Oberkommando über diese Flotte führte Rear Admiral Evans. Die USS CONNECTICUT war auch das Flaggschiff dieser Flotte. Außerdem übernahm Evans das Kommando über die Erste Division der Flotte. In dieser waren die Schlachtschiffe USS CONNECTICUT das Captain Hugo Osterhaus ( 15. Juni 1851 – 11. Juni 1927 ) kommandierte, Die USS KANSAS ( BB-21 ) unter dem Kommando von Captain Charles E. Vreeland ( 10. März 1852 – 27. September 1916 ), die USS VERMONT ( BB-20 ) unter dem Kommando von Captain William P. Potter und die USS LOUISIANA ( BB-19 ) unter dem Kommando von Captain Richard Wainwright ( 17. Dezember 1849 – 6. März 1926 ). In der Zweiten Division, die von Rear Admiral William Hemsley Emory ( 17. Dezember 1846 – 15. Juli 1917 ) kommandiert wurden, befanden sich: die USS GEORGIA ( BB-15 ) kommandiert von Captain Henry McCrea ( 1. Dezember 1851 – 19. Juli 1908 ), die USS NEW JERSEY ( BB-16 ) unter dem Kommando von Captain William Henry Hudson Southerland ( 10. Juli 1852 – 30. Januar 1933 ), die USS Rhode Island ( BB-17 ) unter dem Kommando von Captain Joseph Ballard Murdock ( 13. Februar 1851 – 20. März 1931 ) und die USS VIRGINIA ( BB-13 ) unter dem Kommando von Captain Seaton Schroeder ( 17. August 1849 – 19. Oktober 1922 ). In der Dritte Division, die von Rear Admiral Charles Mitchell Thomas ( 1. Oktober 1846 – 3. Juli 1908 ) kommandiert wurde, befanden sich folgende Schlachtschiffe: die USS MINNESOTA ( BB-22 ) unter dem Kommando von Captain John Hubbard ( 19. Mai 1849 – 30. Mai 1932 ), die USS MAINE unter dem Kommando von Captain Giles B. Harber ( 1849 – 29. Dezember 1925 ), die USS MISSOURI ( BB-11 ) unter dem Kommando von Captain Greenlief A. Merriam und die USS OHIO ( BB-12 ) unter dem Kommando von Captain Charles W. Bartlett. Die Vierte Division kommandierte Rear Admiral Charles Stillman Sperry ( 3. September 1847 – 1. Februar 1911 ) und in dieser befanden sich die USS ALABAMA ( BB-8 ) unter dem Kommando von Captain Ten Eyck De Witt Veeder, die USS ILLINOIS unter dem Kommando von Captain John Marshall Bowyer ( 19. Juni 1853 – 15. März 1912 ), die USS KEARSARGE ( BB-5 ) unter dem Kommando von Captain Hamilton Hutchins und die USS KENTUCKY unter dem Kommando von Captain Walter Cowles Cleveland ( 11. Juli 1853 – 27. November 1917 ). Außerdem folgten dieser Armada von Schlachtschiffen noch Hilfsschiffe von Versorgungsschiff angefangen bis hin zu einem Krankenhausschiff und Kohlenschiffe. Bis zum Ablegen wurde in allen 16 Schlachtschiffen Kohle gebunkert und Munition geladen. Am Morgen des 16. Dezember machten alle Kommandanten der Schiffe ihre Aufwartung bei US Präsident Roosevelt der auf der Präsidentenyacht USS MAYFLOWER wartete. Danach wurden gegen 10:00 Uhr die Anker gelichtet und die Schlachtschiffe verließen mit einer Vorbeifahrt an der Präsidentenyacht den Hafen von Hampton Roads. Die Große Weiße Flotte wendete sich nach Süden. Am 23. Dezember 1907 errichte man nach 1803 gefahrenen Seemeilen den Hafen von Port of Spain, Trinidad. Sechs Tage später legte die Flotte wieder ab und nahm die 3399 Seemeilen in Angriff nach Rio de Janeiro, Brasilien. Dort kam sie am 12. Januar 1908 an. Nachdem frische Kohle gebunkert wurde legte die Flotte am 21. Januar wieder ab und errichte am 1. Februar Punta Arenas, Chile. Am 7. Februar wurde die Fahrt fortgesetzt und man erreichte am 20. Februar Callao wo man neun Tage blieb. Am 29. Februar wurden die Anker gelichtet und das nächste Ziel, die Magdalena Bay, Mexiko in Angriff genommen. Dort kam die Flotte am 12. März an. Erst am 11. April konnte die Flotte weiter fahren und erreichte am 6. Mai 1908 San Francisco, Kalifornien. Da seine Gesundheit nicht beim besten stand, übergab Rear Admiral Evans am 9. Mai das Kommando über die Große Weiße Flotte an Rear Admiral Charles Stillman Sperry die ohne ihn weiterfuhr. Rear Admiral Robley Dunglison Evans trat am 18. August 1908 aus den aktiven Dienst bei der US Navy aus und trat in seinen Ruhestand. Er verstarb am 3. Januar 1912 in Washington DC.

Zwei Schiffe wurden bei der US Navy zu Ehren von Rear Admiral Robley Dunglison Evans benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS EVANS ( DD-78 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS EVANS ( DD-552 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS EVANS ( DD-552 )

Schiffsbiografie

Die USS EVANS ( DD-552 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Robley Dunglison Evans benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Gulf Shipbuilding Company in Chickasaw, Alabama wurde am 21. Juli 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. C. E. Isherwood taufte 4. Oktober 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Floyd Charles Camp stellte am 11. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS EVANS im Golf von Mexiko und in der Guantanamo Bay vor Kuba durch. Anschließend rüstete man den Zerstörer für seine Fahrt in den Pazifik aus. Dazu gehörte auch ein Tarnanstrich. Den Panamakanal durchquerte das Kriegsschiff am 2. März. Auf der pazifischen Seite des Kanals warteten die vier Truppentransportschiffe USS CAVALIER ( APA-37 ), USS FREDERICK FUNSTON ( APA-89 ), USS O´HARA ( APA-90 ) und USS FREEMONT ( APA-44 ) um nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii eskortiert zu werden. Dazu bildete man die Task Group 12.3. Am 2. März verließen die fünf Schiffe den Kanal und fuhren über San Diego, Kalifornien nach Pearl Harbor. Diesen Hafen erreichten sie am 16. März. Hier machte man das Kriegsschiff an einem Zerstörertender längsseits fest. Die Mannschaft der USS EVANS übte sich in den folgenden Tagen in den Hawaiianischen Gewässern an ihren Geschützen und beteiligte sich an mehreren Zielschießübungen. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen auf hoher See teil. Dann gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 16.16.3. In dieser TG befand sich außerdem noch das Schwesterschiff USS HALLIGAN ( DD-584 ) mit dem zusammen der Öltanker USS CIMARRON ( AO-22 ) zum Atoll Majuro, Marshall Islands eskortiert werden sollte. Am 23. März verließen diese drei Schiffe Pearl Harbor und erreichten sechs Tage später das Atoll Majuro. Dieses Atoll verließen sie am 31. März wieder und fuhren zu der Position 17°53’ Nord und 170°01’ West, nördlich des Johnston Atolls. Hier fand ein Betankungsrendezvous statt. In den Hafen des Majuro Atolls liefen die drei Schiffe am 5. April wieder ein.
Die USS EVANS gliederte man am folgenden Tag zusammen mit den Zerstörern USS FRAZIER ( DD-607 ) und USS GANSEVOORT ( DD-608 ) in die Task Group 57.8, um vor den östlichen Marshall Islands Mili, Jaluit, Maloelap und Wotje besser operieren zu können. Dort begannen die drei Zerstörer ab dem 10. Mai mit ihren Patrouillen- und Anti-U-Boot Fahrten um den Gegner daran zu hindern weitere Unterstützungskräfte anlanden zu können oder die kleineren Garnisonen zu evakuieren. Die USS EVANS blieb bis zum 12. Mai in diesem Verband und fuhr nach Pearl Harbor zurück. In diesem Hafen machte man den Zerstörer am 18. Mai fest. Man begann hier mit der Ausbildung der Mannschaft damit die kommenden Aufgaben erfolgreich absolviert werden konnten. Dieses Training dauerte bis zum 3. Juni. Dazu gehörten mehrere Übungen mit Öltankern und das Abfeuern der Luftabwehrkanonen. An diesem Tag versetzte man die USS EVANS in die Task Force 16. Hier eskortierte der Zerstörer Öltanker zur Betankung einer Gruppe von Geleitflugzeugträgern die auf dem Weg zu den Nördlichen Marianen waren. Diese Eskorte dauerte bis zum 11. Juni. An diesem Tag versetzte man die USS EVANS in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger US MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS EVANS, USS PAUL HAMILTON, USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS HALL ( DD-583 ), die Geleitzerstörer USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Am 7. Juni verließen die Schiffe der TG 50.17 Pearl Harbor und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihr Einsatzgebiet erreichten die Versorgungsschiffe am 14. Juni in den Gewässern von Saipan. Zwischendurch hatte sich die USS EVANS am 11. Juni den Schiffen der TG angeschlossen. Gleich am folgenden Tag eskortierte die USS EVANS zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WESSON den Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und sicherten die Treibstoffübergabe an die Schiffe der Task Group 58.1. Am 14. Juni befanden sich die Schiffe der TG 50.17 in den Gewässern von Saipan. Die Öltanker begannen sofort auf offener See mit dem betanken der restlichen Kriegsschiffe aus der Task Force 58. Diese Betankungsoperation war zwei Tage später abgeschlossen. Am 20. Juni erfolgte die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 53. Die USS EVANS verließ am 27. Juni die Gewässer der Nördlichen Marianen und eskortierte die leeren Öltanker nach Eniwetok. Die Ölübergabestation vor dem Atoll erreichten die Schiffe zwei Tage später. Dort belud man diese Tanker erneut mit frischem Treibstoff. Der Zerstörer verließ dann am 6. Juli mit den Öltankern das Atoll und eskortierte diese Schiffe wieder zu den Nördlichen Marianen. Das Einsatzgebiet erreichten sie am 11. Juli. Hier reihte sich die USS EVANS wieder bei den Zerstörern und Geleitzerstörern ein und sicherte die Öltanker vor feindlichen U-Boot und Luftangriffen. Erst am 23. Juli erfolgte dann die nächste Betankung auf hoher See. Diesmal erhielten die Schiffe der Task Groups 58.1 und 58.2 die Treibstoffbunker gefüllt. Gleich nach dem Abschluss der Betankung auf Hoher See eskortierte die USS EVANS die ersten leeren Öltanker nach Eniwetok. Dort trafen die Schiffe am 28. Juli ein. Man bunkerte auf den Öltankern frischen Treibstoff und der Schiffskonvoi verließ am 3. August wieder das Atoll. Bei den Nördlichen Marianen trafen die Schiffe am 6. August wieder ein. Hier trennte sich der Zerstörer von den Schiffen und wurde in die Task Force 50.16 versetzt. Sofort übernahm das Kriegsschiff wieder die Aufgaben zur Luft- und Unterwassersicherung. Dies dauerte bis zum 11. August. An diesem Tage war die Operation „Forager“ für Beendet erklärt worden. An diesem Tage eskortierte die USS EVANS erneut Öltanker aus der Task Group 50.17 nach Eniwetok. Dafür verließ der Zerstörer am 11. August die Marianen und erreichte drei Tage später zusammen mit den Tankern das Atoll. Man betankte erneut die Öltanker und bereitete sie auf weitere Fahrten vor. Am 26. August verließ die USS EVANS das Atoll Eniwetok und eskortierte zusammen mit anderen Zerstörern, Geleitzerstörern und Geleitflugzeugträgern die Öltanker zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen die Schiffe am 29. August ein. Man versetzte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 30.18. Aufgabe des Schiffes war es während der Operation „Stalemate II“ Nachrichtendienstliche Fotos vor den Küsten der zukünftig zu erobernden Inseln der Philippinen zu schießen. Diese Aufgabe war am 11. September abgeschlossen. Die Nachrichtendienstlichen Fotos lieferte die USS EVANS bei der ComAir For5 am 12. September ab. Anschließend fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbor und erreichte diesen Hafen am 14. September. Die Operation „Stalmate II“ war am 3. Oktober für beendet erklärt worden und es schloss sich sofort die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ). In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS EVANS, USS PAUL HAMILTON, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS DAVID W TAYLOR, USS THATCHER ( DD-514 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durch geführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff und am 27. Oktober die Schiffe der TG 34.5. Bis zum 28. Oktober sicherte die USS EVANS die Treibstoffübergabe auf hoher See gegen Luft- und Unterwasserangriffe ab. Am 28. Oktober eskortierte der Zerstörer mehrere Öltanker nach Ulithi, Karolinen. Dazu reihte man das Kriegsschiff in die Task Undergroup 30.8.3 ein. Der Schiffsverband lief am 30. Oktober in die Gewässer des Atolls ein. Noch am selben Tag kehrte die USS EVANS zurück zu den Schiffen der TG 30.8 und eskortierte und sicherte diese weiter. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Am 18. November folgten weitere Schiffe vor dem Angriff auf die Manila Bay sowie dem Angriff auf den zentralen und südlichen Bereich von Luzon. Genau das gleiche geschah am 21. November wieder für die Schiffe der TG 38.1 und der TG 38.2. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 zum Seeadler Harbor zurück. Hier legte die USS EVANS am 24. November an. Noch am selben Tag verließ aber der Zerstörer den schützenden Hafen und fuhr zum Atoll Ulithi. Dieses erreichte der Zerstörer am 27. November. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 94.6 ein. In dieser TG befanden sich unter anderem neben der USS EVANS der Geleitzerstörer USS JACK MILLER ( DE-410 ) und die Task Undergroup 94.6.2 in der sich die Geleitzerstörer USS CONKLIN ( DE-439 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS CORBESIER ( DE-438 ) befanden. Ab dem 30. November patrouillierte die USS EVANS westlich der Karolinen. Diese Fahrten dauerten bis zum 30. Dezember. An diesem Tag gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 94.6.2 ein. Der Zerstörer patrouillierte zusammen mit den Geleitzerstörern östlich des Atolls Ulithi und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten die angeblich in dieses Gebiet eingedrungen waren. Diese Aktion dauerte bis zum 3. Januar 1945. An diesem Tag kehrten die Schiffe zum Atoll Ulithi zurück und erreichten es am 6. Januar. Wenige Tage später wurde die Mannschaft der USS EVANS wieder wegen einer U-Boot Sichtung alarmiert. Zusammen mit dem Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) suchte der Zerstörer vor der westlichen Karolinen Insel Yap nach einem japanischen U-Boot. Dieses feindliche Schiff konnte nicht gesichtet werden. Dafür machte man aber auf der Insel mehrere japanische Küstenbefestigungen aus. Diese wurden während der Suche nach dem U-Boot am 11. und am 12. Januar beschossen. Am folgenden Tag brachen beide Schiffe die Suche dann ab und fuhren nach Ulithi zurück. Die USS EVANS erhielt einen Spezialauftrag als Kommunikationsschiff für die 5. US Flotte. Dann verließ der Zerstörer am 13. Februar sein Einsatzgebiet und fuhr nach Ulithi zurück. Hier wurden spezielle Nachrichten dem Hauptquartier übermittelt. Gleich im Anschluß daran verließ der Zerstörer wieder das Atoll und fuhr nach Saipan. Diese Insel erreichte das Kriegsschiff am 16. Februar. Noch am selben Tag übernahm die USS EVANS die Eskorte über die Schiffe der Transport Group „Baker“ aus der Task Group 25.11. Am 16. Februar verließ der Schiffskonvoi die Nördliche Marianeninsel und fuhr nach Iwo Jima, Ogasawara Islands. Diese Insel erreichten die Schiffe am 19. Februar. Sofort nach der Ankunft begann man mit dem Entladen der Landungsschiffe und die Sturmtruppen eroberten die Anlandezone. Die USS EVANS unterstützte diese Operation mit ihren Schiffsgeschützen mit dem abfeuern von Granaten auf japanische Stellungen in Küstennähe. Nach dem Entladen eskortierte die USS EVANS die Transportschiffe in Richtung Saipan. Nachdem sich dann die Transportschiffe in einer sicheren Entfernung befanden, kehrte die USS EVANS nach Iwo Jima zurück und gliederte sich am 22. Februar in die Task Undergroup 52.2.1 ein. Diese TU wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 – 11. April1955) befehligt. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ),USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und STEAMER BAY ( CVE-87 ), die Zerstörer USS EVANS, ab dem 22. Januar, USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und USS DALY ( DD-519 ) und die Geleitzerstörer USS GRADY ( DE-445 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), RICHARD M ROWELL ( DE-403 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Hier begann die USS EVANS zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu sichern. Bis zum 8. März blieb der Zerstörer in dieser TU und verließ an diesem Tag Iwo Jima. Die USS EVANS eskortierte die Geleitflugzeugträger USS PETROF BAY, USS NATOMA BAY, USS RUDYERD BAY, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) und USS LUNGA POINT ( CVE-94 ) zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten die Schiffe am 14. März. Hier beteiligte sich die USS EVANS bis zum 21. März an mehreren Trainingsmanövern die schon seit dem 11. März angelaufen waren und bis zum 21. März andauern sollten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Schon wenige Tage zuvor hatte man die USS EVANS in die Task Group 52.1.2 versetzt, die von Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SARGENT BAY, USS PETROF BAY, USS RUDYERD BAY, USS WAKE ISLAND, USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS TULAGI ( CVE-72 ), die Zerstörer USS EVANS, USS CAPPS, USS JOHN D HENLEY, USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS GOSS ( DE-444 ), USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen noch am selben Tag das Atoll Ulithi und die Schiffe der TG 54.1 und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am nächsten Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Bis zum 2. Mai blieb die USS EVANS in der Task Undergroup, bewachte die Geleitflugzeugträger, rettete abgeschossene Piloten und wehrte Kamikaze Angriffe ab. An diesem 2. Mai fuhr der Zerstörer nach Kerama Retto. Hier sollte das Schiff betankt werden und frische Munition laden. Schon am 6. Mai reihte sich das Kriegsschiff erneut in die Task Undergroup 52.1.2 ein. Vier Tage später übernahm die USS EVANS zusammen mit dem Zerstörer USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) und vier Infanterielandungsschiffen den Radarüberwachungsposten Nummer 15, der nordwestlich von Okinawa lag. Nach dem Sonnenaufgang am Morgen des 11. Mai griffen rund einhundertfünfzig japanische Flugzeuge die USS EVANS und die USS HUGH W HADLEY zwei Stunden lang an. Beide Schiffe manövrierten mit hoher Geschwindigkeit und die Luftabwehrkanoniere schossen unablässig auf die feindlichen Flugzeuge. Dabei wurden viele der Angreifer abgeschossen. Doch dann stürzten sich vier Kamikazepiloten in rascher Folge auf die USS EVANS. Die Bordwand auf Steuerbord bei den Maschinenräumen wurde aufgerissen und die Heizräume wurden geflutet. Gegen 9:00 Uhr lag der Zerstörer Antriebslos im Wasser. Trupps mit Feuerlöschern und Eimerketten wurden gebildet. Zum einen musste das ausgebrochene Feuer gelöscht werden und zum anderen musste das eingedrungene Wasser wieder dem Ozean übergeben werden. Durch diesen Angriff aus der Luft fanden 32 Besatzungsmitglieder den Tod und 27 wurden zum Teil schwer verletzt. Am 14. Mai schleppte man die US EVANS ins Trockendock USS ARD-27 bei Kerama Retto. Man begann hier ab dem 28. Mai mit den ersten Reparaturarbeiten. Diese waren am 7. Juni abgeschlossen. Jetzt wechselte der Zerstörer zum Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ). Hier wurden weitere Arbeiten an der Antriebsanlage bis zum 18. Juni durchgeführt. Allerdings konnte die USS EVANS nicht aus eigener Kraft in Richtung Osten zu weiteren Arbeiten fahren. Daher wurde das Kriegsschiff am 19. Juni von dem Hochseeschlepper USS ARIKARA ( ATF-98 ) ins Schlepptau genommen und bis Saipan gezogen. Die Insel erreichten beide Schiffe am 25. Juni. Vier Tage später ging die Schleppfahrt weiter und man legte am 12. Juli im Hafen von Pearl Harbor an. Weitere vier Tage blieb die USS EVANS hier liegen und wurde auf die Fahrt an die US Westküste vorbereitet. Diese begann am 16. Juli. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien liefen beide Schiffe am 27. Juli ein und man bugsierte den Zerstörer noch am selben Tag ins Trockendock. Die nun beginnenden Reparaturarbeiten und die einhergehende Überholung dauerten bis zum 17. August. Da war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Nach dem Ausdocken blieb die USS EVANS noch bis zum 10. September in der Werft und wechselte dann in den Hafen von San Francisco. Dort stellte man am 7. November 1945 den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS EVANS ( DD-552 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 11. Februar 1947 zum verschrotten.


USS EVANS ( DD-552 )
Commanding Officer

CDR Floyd Charles Camp          11. Dezember 1943 – 1. November 1944
CDR Bosquet Neill Wev          1. November 1944 – 12. März 1945
CDR Robert John Archer         12. März 1945 – 28. August 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR John Edward Pace         28. August 1945 – 7. November 1945

USS JOHN D HENLEY ( DD-553 )

USS HENLEY ( DD-553 )

Biografie

John Dandridge Henley
* 25. Februar 1781 in Williamsburg, Virginia
† 23. Mai 1835 an Bord von USS VANDALIA
war ein Offizier der in der United States Navy gedient hatte während des ersten Barbary Krieges und dem Krieg von 1812
Er war der ältere Bruder von Captain Robert Henley ( 5. Januar 1783 – 7. Oktober 1828 ).

John Dandridge Henley war der Sohn von Leonard Henley und Elizabeth Dandridge Henley sowie der Neffe von Martha Dandridge Custis Washington (2. Juni 1731 – 22. Mai 1802), der Ehefrau von George Washington ( 22. Februar 1732 – 14. Dezember 1799 ). Im Alter von 18 Jahren beförderte man ihn am
14. Oktober 1799 zum Midshipman. Während des Ersten Barbary Krieges gegen Tripolis diente Henley auf dem Kanonenboot Nr. 6 das von Lieutenant John Trippe ( 1785 – 9. Juli 1810 ) befehligt wurde. Am
3. August 1804, an Bord des Schiffes befanden sich neben John Trippe und John D. Henley noch neun Matrosen, griff diese kleine Mannschaft ein feindliches Kriegsschiff an und enterte es. Elf Amerikaner gegen eine 36- Mann Crew. Am Ende siegten die Amerikaner als John Trippe den Kapitän des feindlichen Schiffes niederstreckte. John D. Henley nahm noch an weiteren Kämpfen in den folgenden Monaten teil. Durch die erfolgreichen aggressiven Operationen des Geschwaders von Commodore Edward Preble
( 15. August 1761 – 25. August 1807 ) gaben die Piraten von Tripolis auf und forderten einen Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Als der Krieg gegen Großbritannien ausgebrochen war, erhielt Lieuenant Henley das Kommando über den Schoner USS CAROLINA ( 1812 ) den er am 4. Juni 1813 in den Dienst der US Navy stellte. Sein Einsatzgebiet war New Orleans, Louisiana. In Charleston, South Carolina ließ Henley Segel setzen und begab sich auf die Reise. Unterwegs eroberte er den britischen Schoner HMS SHARK. Am 23. August 1814 traf er in New Orleans ein. Sofort begann er mit Patrouillenfahrten gegen britische Schiffe und gegen Piraten. Henley griff am 16. September 1814 die Festung des berüchtigten Piraten Jean Lafitte ( ca. 1776 – ca. 1823 ) auf der Insel Barataria an und zerstörte diese. Mit der USS CAROLINA waren noch weitere kleine Schiffe der US Navy in dieser Region. Diese führten eine Reihe von Operationen durch die dem General Andrew Jackson 15. März 1767 –
8. Juni 1845 ) die nötige Zeit verschafften um die Verteidigung von New Orleans gegen die Briten im Dezember 1814 vorzubereiten. So kämpften am 14. Dezember 1714 unter dem Oberbefehl von Lieutenant Thomas ap Catesby Jones ( 1790 – 1858 ) fünf US Navy Kanonenboote und zwei Kriegsschaluppen auf dem Lake Borgne gegen eine zahlenmäßig größere und wendigere Langbootflotte der Briten die im Begriff war Soldaten und Kriegsmaterial überzusetzen. Zwei Stunden brachten die Briten um die Amerikanischen Schiffe zu erobern und zu versenken, aber diese zwei Stunden waren sehr wichtig. Nur die USS CAROLINA unter dem Befehl von Lieutenant Henley konnte entkommen. Am 23. Dezember erblickte der Ausguck auf dem Schoner ein britisches Biwak. Umgehend ließ Henley das Schiff zum Gefecht klarmachen und ließ das Biwak bombardieren. Vier Tage später kam die USS CAROLINA selber unter schweren Beschuss von britischer Artillerie. Eine vor geheizte Kanonenkugel traf das Schiff und setzte es in Brand. Henley ließ seine Crew von Bord gehen. Kurz darauf explodierte das Schiff und versank im Mississippi River. Zum Captain beförderte man John D. Henley am 5. März 1817. Anfang 1819 führte Captain Henley das Kommando über schwere Fregatte USS CONGRESS ( 1799 ) und machte eine Reise nach China. Er besuchte als erster mit einem US Navy Kriegsschiff dieses Land. Im Mai 1821 kehrte Henley in die Vereinigten Staaten zurück. Seinen Dienst führte er mit Auszeichnung weiter bis er am 23. Mai 1835 an Bord der Kriegsschaluppe USS VANDALIA ( 1828 ), die in Havanna, Kuba lag, starb.


USS JOHN D HENLEY ( DD-553 )

Schiffsbiografie

Die USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain John Dandridge Henley benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Gulf Shipbuilding Company in Chickasaw, Alabama wurde am 21. Juli 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Shelah Keith Kane, Ur-Ur-Urenkelin von Captain John Dandridge Henley, taufte am 15. November 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Charles Hubert Smith stellte am 2. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS JOHN D HENLEY, die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, legte das Kriegsschiff am 28. März im Hafen von Norfolk, Virginia an. Hier bereitete man das Schiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor. Am 6. April wurden die Leinen gelöst und die US JOHN D HENLEY stach in See. Den Panamakanal durchquerte der Zerstörer am 10. April und erreichte nach einem Zwischenstopp in San Diego, Kalifornien am 23. April den Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Gleich nach der Ankunft des Schiffes begann ein Optionales Training für die Schiffsbesatzung damit die kommenden Aufgaben Erfolgreich absolviert werden konnten. Dieses Training dauerte bis zum 3. Mai. An diesem Tag legte die USS JOHN D HENLEY in Pearl Harbor ab und eskortierte mehrere Öltanker zu dem Atoll Majuro, das zu den Marshall Islands gehört. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 8. Mai. Vier Tage später verließ der Zerstörer das Atoll und eskortierte die leeren Öltanker nach Pearl Harbor. Hier machte man die Schiffe am 17. Mai fest. Erneut musste sich die Schiffsbesatzung zusammen mit dem Zerstörer mehreren Trainingseinheiten unterziehen. Diesmal beteiligten sich Geleitflugzeugträger mit ihren Trägerflugzeugen an dem Training. Am 27. Mai stach die USS JOHN D HENLEY erneut in See und eskortierte einen Öltanker zur Versorgung der alliierten Einheiten auf dem Atoll Majuro. Dieses Atoll wurde fünf Tage später erreicht. Umgehend leerte man den Tanker und die beiden Schiffe verließen am 1. Juni das Atoll. Ziel war diesmal erneut Pearl Harbor, wo man am Abend des 6. Juni eintraf. Noch über Nacht richtete man die USS JOHN D HENLEY zum Flaggschiff der Task Group 50.17 aus und am folgenden Tag legten die Schiffe der TG in Pearl Harbor ab. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger US MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY, USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS EVANS ( DD-553 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS HALL ( DD-583 ), die Geleitzerstörer USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Diese Öltanker waren zur Versorgung der Schiffe der 5. US Flotte während der Angriffsaktion „ Forager“ bestimmt, die die Angriffsaktionen gegen japanische Stellungen auf den Inseln der Nördlichen Marianen führten. Am 12. Juni erfolgte die erste Betankungsoperation auf offener See. Die Tanker übergaben an die Schiffe der Task Group 58.1 frischen Treibstoff. Diese Aktion wurde durch den Zerstörer USS EVANS, den Geleitzerstörer USS WESSON dem Geleitflugzeugträger USS COPAHEE abgesichert. Am 14. Juni befanden sich die Schiffe der TG 50.17 in den Gewässern von Saipan. Die Öltanker begannen sofort auf offener See mit dem betanken der restlichen Kriegsschiffe aus der Task Force 58. Diese Betankungsoperation dauerte zwei Tage. Die Japaner hatten mittlerweile mitbekommen, dass sich auf offener See mehrere Tanker befanden die die Kriegsschiffe während der Kämpfe um Saipan und Tinian mit frischem Treibstoff versorgten. Daher wurden mehrere Bomber losgeschickt um diese Tanker zu eliminieren. Am Abend des 17. Juni erfolgte der erste Luftangriff. Doch da konnten die feindlichen Flugzeuge keinen Schaden anrichten und wurden außerdem von den Luftabwehrkanonieren der Sicherungsschiffe und von den amerikanischen Trägerflugzeugen fern gehalten. Doch am folgenden Morgen änderte sich dies schlagartig. Mehrere Wellen japanischer Torpedo- und Bombenflugzeuge griffen die Tanker an. Dabei wurden die USS NESHANIC, USS SAUGATUCK und USS SARANAC beschädigt. Auf japanischer Seite waren die Verluste durch mehrere abgeschossene Flugzeuge allerdings höher und das Ziel die Tankerflotte zu vernichten wurde nicht erreicht. So konnte am 20. Juni erfolgreich die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 53 durchgeführt werden. Von der USS JOHN D HENLEY aus leitete man die Operationen und entsandte Sicherungsschiffe zur Begleitung der leeren Tanker damit genügend Treibstoff für die Kampfeinheiten zur Verfügung stand. Die anderen Sicherungsschiffe aus der Task Group 50.17 übernahmen die Luft- und Unterwassersicherung. So konnte die USS DAVID W TAYLOR und USS RIDDLE am 4. Juli das japanische U-Boot I-10 ungefähr 100 Seemeilen Ostnordöstlich von Saipan versenken. Am 23. Juli erfolgte dann die nächste Betankung auf hoher See. Diesmal erhielten die Schiffe der Task Groups 58.1 und 58.2 die Treibstoffbunker gefüllt. Die Operation „Forager“ wurde am 11. August für Beendet erklärt worden. An diesem Tage verließen die Schiffe der TG 50.17 die Gewässer der Nördlichen Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe drei Tage später. Man rüstete hier die Kriegsschiffe für die kommenden Aufgaben aus und die Öltanker wurden mit Treibstoffen beladen. Die USS JOHN D HENLEY versetzte man in die 3. US Flotte, wo der Zerstörer innerhalb der Task Group 30.8 das Flaggschiff war. An Bord befand sich Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ), Kommandeur der Task Group während der Operation „Stalemate II“. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY, USS PAUL HAMILTON, die USS DAVID W TAYLOR, USS HALL, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ), die Geleitzerstörer USS WESSON, USS LAMONS, USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ) und USS WEAVER ( DE-741 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Am 26. August verließ die USS JOHN D HENLEY das Atoll Eniwetok und eskortierte zusammen mit den Zerstörern, Geleitzerstörern und Geleitflugzeugträgern die Öltanker zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen die Schiffe am 31. August ein. Die Operation „Stalemate II“ begann am 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Karolinen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Operation war am 3. Oktober für beendet erklärt worden und es schloss sich sofort die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY, USS PAUL HAMILTON, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS CAPPS, USS HALL, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Auch während dieser Operation war die USS JOHN D HENLEY das Flaggschiff der Task Group. Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Am 18. November folgten weitere Schiffe vor dem Angriff auf die Manila Bay sowie dem Angriff auf den zentralen und südlichen Bereich von Luzon. Genau das gleiche geschah am 21. November wieder für die Schiffe der TG 38.1 und der TG 38.2. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 zum Seeadler Harbor zurück. Hier legte die USS JOHN D HENLEY am 24. November an. Nach wenigen Tagen der Ruhe, begann der Zerstörer ab Anfang Dezember mit Patrouillen- und Eskortierfahrten in den Gewässern rund um Guam, den Marshall Islands und den Marianen. Erst am 31. Januar 1945 endeten diese Fahrten, nachdem das Kriegsschiff vor dem Atoll Ulithi, Karolinen ankerte. Hier begann man zusammen mit Underwater Demolition Teams bis zum 14. Februar für die kommenden Aufgaben zu trainieren. An diesem 14. Februar verließ die USS JOHN D HENLEY das Atoll Ulithi und fuhr zur japanischen Insel Iwo Jima. Dort startete die Operation „Detachment“. Zwei Tage später traf der Zerstörer dort ein und beteiligte sich zusammen mit den Schiffen der 5. US Flotte an dem Bombardement auf feindliche Ziele in Küstennähe. Am 19. Februar begann dann die amphibische Landung auf Iwo Jima. Auch hier leistete der Zerstörer Feuerunterstützung für die amerikanischen Sturmtruppen im Brückenkopf sowie an anderen Küstennahen Befestigungen der Japaner. Während der schweren Kämpfe an Land, übernahm die USS JOHN D HENLEY die Luftraum- und Radarüberwachungspflichten. Am 5. März verließ der Zerstörer Iwo Jima und fuhr wieder zum Atoll Ulithi. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Operation „Iceberg“ zur Eroberung Okinawas vor, der größten amphibischen Operation im pazifischen Raum während des Krieges. Dazu versetzte man die USS JOHN D HENLEY in die Task Group 52.1.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SARGENT BAY, USS PETROF BAY, USS RUDYERD BAY, USS WAKE ISLAND, USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS TULAGI ( CVE-72 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY, USS EVANS, USS CAPPS, USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS GOSS ( DE-444 ), USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Ab dem 11. März begannen für die Schiffe der TU mehrere Trainingsmanöver die bis zum 21. März andauerten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 21. März das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am folgenden Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Dieser Beschuss dauerte bis zum 31. März. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Es wurden nun nicht nur japanische Stellungen beschossen, sondern auch in den Gewässern vor Okinawa patrouilliert auf der Suche nach feindlichen Schiffen. So konnten Trägerflugzeuge der USS TULAGI rund 220 Seemeilen Südöstlich von Okinawa das japanische U-Boot I-44 versenken. Allerdings gab es fast jeden Tag feindliche Luftangriffe. Die Selbstmordpiloten konnten mit ihren Maschinen nur schwer gestoppt und abgeschossen werden. Unter den Schiffen der TU gab es einige Verluste zu beklagen. Die USS JOHN D HENLEY blieb bis zum 28. Mai in der Task Undergroup 52.1.2. Der Zerstörer beteiligte sich an der Sicherung der Geleitflugzeugträger, rettete abgeschossene Piloten, übernahm die Luftraumüberwachung und beteiligte sich an der Abwehr von Kamikazeangriffen. An diesem 28. Mai gliederte man die Task Force 52 um und integrierte deren Schiffe in die Task Force 32. In dieser TF versetzte man die USS JOHN D HENLEY in die Task Group 32.1, der Support Carrier Group. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLAY BAY ( CVE-85 ), USS SALAMAUA ( CVE-96 ) und USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) welche von den Zerstörern USS JOHN D HENLEY, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS WILKES ( DD-441 ) sowie den Geleitzerstörern USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS O´FLAHERTY ( DE-340 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ) und USS HEMMINGER ( DE-746 ) gesichert wurden. Bis zum 19. Juni unterstützten die Geleitflugzeugträger, Zerstörer und Geleitzerstörern die Operation „Iceberg“. Bis dahin verließen die Schiffe gelegentlich ihre Positionen um vor Kerama Retto einen Logistischen Stopp einzulegen. Dort bunkerte man frischen Treibstoff und füllte die Munitionsmagazine auf. So geschah es am 6. Juni bei der USS JOHN D HENLEY. Ab diesem 19. Juni verließen die Schiffe der Task Group 52.1 nach und nach endgültig ihre Positionen vor Okinawa und fuhren in die San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Grund dafür waren die Schäden an den Schiffen die sie während der Kämpfe im April erhalten hatten. Die USS JOHN D HENLEY verließ am 24. Juni die Gewässer von Okinawa und erreichte am 27. Juni die San Pedro Bay im Leyte Golf. Noch am selben Tag gliederte man den Zerstörer in die Task Force 32 ein, die Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) befehligte. In dieser TF befanden sich 3 Schlachtschiffe, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), ein Leichter Kreuzer, 4 Geleitflugzeugträger, die Zerstörer USS JOHN D HENLEY, USS DAVID W TAYLOR, USS BROWN ( DD-546 ) und 8 weitere Zerstörer und der Geleitzerstörer USS FOREMAN ( DE-633 ) und 3 weitere. Die Aufgabe dieser Task Force bestand darin die Schiffe der Task Force 39 zu decken während diese Seeminen rund um Okinawa aufspürten und eliminierten. Dazu verließen die Schiffe am 1. Juli die San Pedro Bay und fuhren in die nördlichen Gewässer von Okinawa. Die USS JOHN D HENLEY fuhr am 7. August an die Südküste von Okinawa und ankerte in der Nakagusuku Bay. Hier erlebte man auch das Kriegsende am 15. August. Bis zum 24. August blieb der Zerstörer in dieser Bucht. Anschließend übernahm das Kriegsschiff bis zum 2. September eine Rettungsstation vor der japanischen Küste zur Rettung von Piloten und Seeleuten. Am 2. September, der formellen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde, verließ die USS JOHN D HENLEY die japanischen Gewässer und fuhr in Richtung Osten. Nach mehreren Zwischenstationen legte der Zerstörer am 24. September in der Werft von San Francisco, Kalifornien. Dort unterzog sich der Zerstörer einer umfangreichen Überholung. Anschließend wechselte das Schiff nach San Diego. Dort stellte man den Zerstörer am 30. April 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Wenig später schleppte man das Kriegsschiff in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Den Namen USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ) strich man am 1. Mai 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man im Mai 1970 den Schiffskörper an die Zidell Explorations, Inc. in Portland, Oregon zum verschrotten.


USS JOHN D HENLEY ( DD-553 )
Commanding Officer

CDR Charles Hubert Smith        2. Februar 1944 – 30. Juni 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Simon Everett Ramey         30. Juni 1945 – 30. April 1946

USS PAUL HAMILTON ( DD-307 )

USS PAUL HAMILTON ( DD-307 )

Biografie

Paul Hamilton
* 16. Oktober 1762 in Saint Paul Parish, South Carolina
† 30. Juni 1816 in Beaufort, South Carolina
war der dritte US Marineminister

Paul Hamilton musste die Schule im Alter von sechzehn Jahren verlassen da er finanzielle Probleme hatte. Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges diente er aktiv in dem südlichen Staat South Carolina und begleitete militärische Ämter unter dem Kommando von General Francis Marion ( zirka 1732 – 27. Februar 1795 ). Dieser befehligte in diesem Staat die Continental Army und die Milizen. Hamilton beteiligte sich an der Eroberung von Fort Balfour mit Colonel William Harden. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde Hamilton ein Farmer und ein Mann des öffentlichen Lebens. So diente er in South Carolina in vielen öffentlichen Ämtern. Am 1. Januar 1787 wählte man ihn in St. Paul Parish zum Mitglied des South Carolina Repräsentantenhauses. Dieses Amt behielt er bis zum 5. Januar 1789. Fünf Jahre später, am 24. November 1794, wählte man ihn in der St. Bartholomew´s Parish zum Mitglied im Senat von South Carolina. Diesen Senatsitz gab Hamilton am 21. Dezember 1799 ab da er zum 1. Rechnungsprüfer des Staates South Carolina berufen wurde. In diesem Amt diente er unter den Gouverneuren Edward Rutledge ( 23. November 1749 – 23. Januar 1800 ), John Drayton ( 22. Juni 1766 – 27. November 1822 ) und James Burchill Richardson ( 28. Oktober 1770 – 28. April 1836 ). Paul Hamilton bewarb sich im Jahre 1804 für das Amt des Gouverneurs. Am 7. Dezember 1804 übergab er deshalb sein Amt als Rechnungsprüfer an Thomas Lee ( 1. Dezember 1769 – 24. Oktober 1839 ) ab und wurde am selben Tag zum 42. Gouverneur von South Carolina vereidigt. Hamilton übernahm dieses Amt direkt von James Burchill Richardson. Sein Vizegouverneur war Thomas Sumter, Jr. ( 30. August 1768 – 15. Juni 1840 ). Am 9. Dezember 1806 übergab Hamilton sein Gouverneursamt an Charles Pinckney ( 26. Oktober 1757 – 28. Oktober 1824 ). US Präsident James Madison, Jr. ( 16. März 1751 – 28. Juni 1836 ) wählte nach seiner Amtsübernahme am 4. März 1809 Paul Hamilton aus, dem er das Amt des Marineministers in seinem Kabinett übergab. Hamilton war damit der dritte Marineminister der USA und übernahm in Washington DC von Robert Smith ( 3. November 1757 – 26. November 1842 ) diesen Posten. In seiner Amtszeit begann der Krieg von 1812 gegen England. Die bis dahin noch kleine US Navy erreichte einige bemerkenswerte Siege über britische Schiffe. Hamilton war ein Befürworter der militärischen Vorsorge, vor allem die Befestigungsanlagen am Meer waren für ihn sehr wichtig. Obwohl er die US Navy stärken wollte fand er im Kongress und vom US Präsidenten keine Unterstützung denen seine Ideen gleichgültig waren. Im Jahre 1811 schaffte es aber Hamilton das Naval Hospital Act durch zu setzen. Am 1. Januar 1813 übergab er dieses Amt dann an William Jones ( 1760 – 6. September 1831 ) und kehrte nach South Carolina zurück. Dort starb er am 30. Juni 1816 in Beaufort.

Fünf Schiffe wurden zu Ehren von Paul Hamilton benannt. Vier davon in der US Navy und ein Schiff in einer zivilen Reederei.
Das erste Schiff war das Handelsschiff DIANA die die US Navy am 21. Oktober 1812 kaufte und am 5. November 1812 in USS HAMILTON ( 1809 ) umtaufte.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das vierte Schiff ist der Lenkwaffenzerstörer USS PAUL HAMILTON ( DDG-60 ) aus der ARLEIGH BURKE – Klasse.
Das Schiff aus der zivilen Reederei war das Liberty – Schiff SS PAUL HAMILTON mit der Rumpfnummer 227.


USS PAUL HAMILTON ( DD-307 )

Schiffsbiografie

Die USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Marineministers Paul Hamilton benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechzehnte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 25. September 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Justin McGrath taufte am 21. Februar 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Franklin McClain ( 19. November 1884 – 19. Mai 1945 ) stellte am 24. September 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungsfahrt wechselte die USS PAUL HAMILTON nach San Diego, Kalifornien, ihrem neuen Heimathafen. Hier gliederte man den Zerstörer in die Division dreiunddreißig des sechsten Zerstörergeschwaders in der zweiten Flottille der Kreuzer – Zerstörer Force innerhalb der pazifischen Kampfflotte. Innerhalb dieses Verbandes beteiligte sich die USS PAUL HAMILTON von der Eingliederung bis zur Außerdienststellung an allen für diese Flottille vorgesehenen Manöver und Übungen. Doch die meiste Zeit verbrachte der Zerstörer in Reserve.
Am 20. Januar 1930 stellte man den Zerstörer außer Dienst und am 8. Juli 1930 strich man den Namen USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ) von der US Navy – Liste. Im darauffolgenden Jahr verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten.


USS PAUL HAMILTON ( DD-307 )
Commanding Officer

LCDR John Franklin McClain         24. September 1920 – 1. Juni 1921
LT Leon Sangster Fiske        1. Juni 1921 – 4. Februar 1922
LCDR Tracy Lay McCauley         4. Februar 1922 – 15. Januar 1925
CDR William Robert Munroe          15. Januar 1925 – 1. Juni 1927 (erreichter Rang VADM)
LCDR Paul Seymour Theiss          1. Juni 1927 – 16. August 1929
LCDR George Hudson Fort          16. August 1929 – 20. Januar 1930 (erreichter Rang VADM)

USS PAUL HAMILTON ( DD-590 )

USS PAUL HAMILTON ( DD-590 )

Biografie

Paul Hamilton
* 16. Oktober 1762 in Saint Paul Parish, South Carolina
† 30. Juni 1816 in Beaufort, South Carolina
war der dritte US Marineminister

Paul Hamilton musste die Schule im Alter von sechzehn Jahren verlassen da er finanzielle Probleme hatte. Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges diente er aktiv in dem südlichen Staat South Carolina und begleitete militärische Ämter unter dem Kommando von General Francis Marion ( zirka 1732 – 27. Februar 1795 ). Dieser befehligte in diesem Staat die Continental Army und die Milizen. Hamilton beteiligte sich an der Eroberung von Fort Balfour mit Colonel William Harden. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde Hamilton ein Farmer und ein Mann des öffentlichen Lebens. So diente er in South Carolina in vielen öffentlichen Ämtern. Am 1. Januar 1787 wählte man ihn in St. Paul Parish zum Mitglied des South Carolina Repräsentantenhauses. Dieses Amt behielt er bis zum 5. Januar 1789. Fünf Jahre später, am 24. November 1794, wählte man ihn in der St. Bartholomew´s Parish zum Mitglied im Senat von South Carolina. Diesen Senatsitz gab Hamilton am 21. Dezember 1799 ab da er zum 1. Rechnungsprüfer des Staates South Carolina berufen wurde. In diesem Amt diente er unter den Gouverneuren Edward Rutledge ( 23. November 1749 – 23. Januar 1800 ), John Drayton ( 22. Juni 1766 – 27. November 1822 ) und James Burchill Richardson ( 28. Oktober 1770 – 28. April 1836 ). Paul Hamilton bewarb sich im Jahre 1804 für das Amt des Gouverneurs. Am 7. Dezember 1804 übergab er deshalb sein Amt als Rechnungsprüfer an Thomas Lee ( 1. Dezember 1769 – 24. Oktober 1839 ) ab und wurde am selben Tag zum 42. Gouverneur von South Carolina vereidigt. Hamilton übernahm dieses Amt direkt von James Burchill Richardson. Sein Vizegouverneur war Thomas Sumter, Jr. ( 30. August 1768 – 15. Juni 1840 ). Am 9. Dezember 1806 übergab Hamilton sein Gouverneursamt an Charles Pinckney ( 26. Oktober 1757 – 28. Oktober 1824 ). US Präsident James Madison, Jr. ( 16. März 1751 – 28. Juni 1836 ) wählte nach seiner Amtsübernahme am 4. März 1809 Paul Hamilton aus, dem er das Amt des Marineministers in seinem Kabinett übergab. Hamilton war damit der dritte Marineminister der USA und übernahm in Washington DC von Robert Smith ( 3. November 1757 – 26. November 1842 ) diesen Posten. In seiner Amtszeit begann der Krieg von 1812 gegen England. Die bis dahin noch kleine US Navy erreichte einige bemerkenswerte Siege über britische Schiffe. Hamilton war ein Befürworter der militärischen Vorsorge, vor allem die Befestigungsanlagen am Meer waren für ihn sehr wichtig. Obwohl er die US Navy stärken wollte fand er im Kongress und vom US Präsidenten keine Unterstützung denen seine Ideen gleichgültig waren. Im Jahre 1811 schaffte es aber Hamilton das Naval Hospital Act durch zu setzen. Am 1. Januar 1813 übergab er dieses Amt dann an William Jones ( 1760 – 6. September 1831 ) und kehrte nach South Carolina zurück. Dort starb er am 30. Juni 1816 in Beaufort.

Fünf Schiffe wurden zu Ehren von Paul Hamilton benannt. Vier davon in der US Navy und ein Schiff in einer zivilen Reederei.
Das erste Schiff war das Handelsschiff DIANA die die US Navy am 21. Oktober 1812 kaufte und am 5. November 1812 in USS HAMILTON ( 1809 ) umtaufte.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das vierte Schiff ist der Lenkwaffenzerstörer USS PAUL HAMILTON ( DDG-60 ) aus der ARLEIGH BURKE – Klasse.
Das Schiff aus der zivilen Reederei war das Liberty – Schiff SS PAUL HAMILTON mit der Rumpfnummer 227.


USS PAUL HAMILTON ( DD-590 )

Schiffsbiografie

Die USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Marineministers Paul Hamilton benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebente Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina wurde am 20. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. William Dewar Gordon taufte am 7. April 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Leo George May stellte am 25. Oktober 1943 da unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS PAUL HAMILTON bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Nach der Rückkehr an die US Ostküste, legte der Zerstörer in Norfolk, Virginia an. Von hier aus setzte man das Kriegsschiff vom 8. Januar bis zum 19. April 1944 zu Übungseinsätzen in der Chesapeake Bay, Virginia ein. In dieser Zeit wurden neu rekrutierte Marineangehörige, welche sich noch nie an Bord eines Zerstörers befanden, auf der USS PAUL HAMILTON für die Zukunft an allen Kampfstationen ausgebildet. Ab dem 19. April rüstete man dann den Zerstörer für seine Fahrt in den Pazifik aus. Im Hafen von Norfolk legte das Schiff dann am 25. April ab und fuhr über die Stationen Aruba, Niederländisch Antillen, dem Panamakanal, San Diego, Kalifornien nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier legte die USS PAUL HAMILTON am 21. Mai an. Gleich nach dem Anlegen begann man die Besatzung auf den kommenden Einsatz vorzubereiten. Dazu gehörten mehrere Übungen mit Öltankern und das Abfeuern der Luftabwehrkanonen. Hier versetzte man den Zerstörer in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aurcraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger US MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS HALL ( DD-583 ), die Geleitzerstörer USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Am 5. Juni verließen die Schiffe der TG 50.17 Pearl Harbor und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihr Einsatzgebiet erreichten die Versorgungsschiffe am 14. Juni in den Gewässern von Saipan. Die Öltanker begannen sofort auf offener See mit dem betanken der Kriegsschiffe aus der Task Force 58. Diese Betankungsoperation war zwei Tage später abgeschlossen. Am 20. Juni erfolgte die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 53. Anschließend wurden die leeren Öltanker nach Eniwetok oder Pearl Harbor eskortiert. Die USS PAUL HAMILTON blieb aber zusammen mit anderen Zerstörern und Geleitzerstörern bei den übrigen Öltankern und sicherte diese vor feindlichen U-Boot und Luftangriffen. Erst am 23. Juli erfolgte dann die nächste Betankung auf hoher See. Diesmal erhielten die Schiffe der Task Groups 58.1 und 58.2 die Treibstoffbunker gefüllt. Für die USS PAUL HAMILTON war die Operation „Forager“ am 11. August beendet. Der Zerstörer fuhr zum Atoll Eniwetok. Hier versetzte man das Schiff zur 3. US Flotte, wo es in die Task Group 30.8 integriert wurde. In dieser Task Group befanden sich Öltanker und Geleitflugzeugträger die bewacht werden mussten. Kommandiert wurde diese TG von Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ). Die Geleitflugzeugträger der Task Group waren USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Flottenöltanker waren USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere gehörten in diese TG. Begleitet und gesichert wurden diese Schiffe von den Geleitzerstörern USS WESSON, USS LAMONS, USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ) und USS WEAVER ( DE-741 ). Zur Absicherung gegen Luft- und Unterwasserangriffen all dieser Schiffe waren neben der USS PAUL HAMILTON, die USS DAVID W TAYLOR, USS HALL, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) anwesend. Am 26. August 1944 verließen die Zerstörer Eniwetok und begleiteten die Flottenöltanker zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Die Schiffe erreichten den Hafen am 31. August. Die Operation „Stalemate II“ begann am 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Karolinen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Operation „Stalmate II“ war am 3. Oktober für beendet erklärt worden und es schloss sich sofort die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS HALL, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durch geführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Am 18. November folgten weitere Schiffe vor dem Angriff auf die Manila Bay sowie dem Angriff auf den zentralen und südlichen Bereich von Luzon. Genau das gleiche geschah am 21. November wieder für die Schiffe der TG 38.1 und der TG 38.2. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 zum Seeadler Harbor zurück. Hier legte die USS PAUL HAMILTON am 24. November an. Noch am selben Tag verließ aber der Zerstörer den schützenden Hafen und fuhr nach Hollandia in die Humboldt Bay, Neuguinea. Dort warteten Schnelle Truppentransporter um nach Leyte zur 7. US Flotte eskortiert zu werden. Die USS PAUL HAMILTON erreichte zusammen mit der USS HALL am 29. November Hollandia. Ohne viel Zeitverlust nach dem bunkern von frischem Treibstoff, verließ der Schiffskonvoi noch am selben Tag die Küste von Neuguinea und fuhr westwärts. Die mitgeführten Truppen waren für die weitere Invasion der Philippinen bestimmt. Den Golf von Leyte erreichte der Schiffsverband am 7. Dezember und legte vier Tage später in der San Pedro Bay, Leyte als ersten Zwischenstopp an. Man gliederte hier die USS PAUL HAMILTON in die Task Group 78.3 ein die von Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ), während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligt wurde. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE, die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS HALL, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS COFER ( APD-62 ), USS LLOYD ( APD-63 ), USS KEPHART ( APD-61 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Rear Admiral Arthur Dewey Struble wechselte mit den restlichen Führungskräften auf die USS DASHIELL über und erklärte den Zerstörer zu seinem Flaggschiff. Am 15. Dezember begannen die Zerstörer mit dem Bombardement japanischer Stellungen in der Mangarin Bay bevor an diesem Tag die Landeoperation begann. Die USS PAUL HAMILTON unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen diese Landeoperation. Doch da wurde die erste Welle der Sturmtruppen von japanischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert. Aus ihrer befindlichen Position unmittelbar hinter den Landungsbooten konnten die Luftabwehrkanoniere der USS PAUL HAMILTON die angreifenden feindlichen Flugzeuge gut aufs Korn nehmen und schossen drei davon ab. Doch die Luftabwehrkanoniere konnten es nicht verhindern, dass sich zwei Kamikazepiloten auf die Panzerlandungsschiffe USS LST-738 und USS LST-472 erfolgreich stürzen konnten. Man musste beide Panzerlandungsschiffe vor Ort versenken. Doch dann ereilte es die USS PAUL HAMILTON selber. Der Zerstörer befand sich in der Nähe des Schwesterschiffes USS HOWORTH. Auf diesen Zerstörer wollte sich ein Kamikazepilot mit seinem Flugzeug stürzen. Doch wegen des schlechten Einschlagwinkels striff das Flugzeug nur den Mast des Schiffes und beschädigte dort die Radarantennen. Anschließend stürzte das japanische Flugzeug ins Meer. Durch die dann verursachte Flutwelle und Explosion wurden einige Aufbauten der USS PAUL HAMILTON auf der Steuerbordseite in Mitleidenschaft gezogen. Zum Glück gab es nur Leichtverletzte die sich in diesem Moment an Deck aufhielten. Gleich nach dem Entladen der Soldaten des 503. Fallschirmregiments, verließen die Schiffe der TG 78.3 wieder Mindoro und fuhren in die San Pedro Bay zurück. Hier legten die Schiffe am 18. Dezember an. Man versetzte die PAUL HAMILTON in die Task Undergroup 78.3.15, die Captain George Francis Mentz ( ? – 29. November 1957 ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS GANSEVOORT, USS PHILIP ( DD-498 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS PRINGLE ( DD-477 ) und ab dem 28. Dezember die USS EDWARDS ( DD-619 ), 25 Panzerlandungsschiffe, 12 Infanterielandungsschiffe, die Liberty Schiffe WILLIAM SHARON, JOHN BURKE und FRANCISCO MARAZON, ein Tanker, 30 Patrouillenboote, die Kleinen Wasserflugzeugtender USS HALF MOON ( AVP-26 ) und USS SAN PABLO ( AVP-30 ), der Torpedoboottender USS ORESTES ( AGP-10 ) und das Vielseitige Hilfsschiff USS PORCUPINE ( IX-126 ). Die Schiffe der TU verließen am 27. Dezember Leyte und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Auf dem Weg dorthin attackierten immer wieder japanische Flugzeuge diesen Verband. Dabei wurden mehrere Schiffe beschädigt oder versenkt. Doch die verzweifelten Angriffe der Piloten konnten die amerikanische Flotte nicht aufhalten. Am 30. Dezember erreichte der Schiffsverband die Mangarin Bay und die Entladung des Nachschubs an Soldaten und Munition begann. Aber auch hier mussten sich die Schiffe weiterer Flugzeugangriffe erwehren. 49 japanische Luftangriffe wurden in den letzten 72 Stunden gezählt. In diesen drei Tagen konnten die Luftabwehrkanoniere der USS PAUL HAMILTON mehrere feindliche Flugzeuge abschießen. Noch am selben Tag gegen 18:20 Uhr verließen die Schiffe der TU die Mangarin Bay wieder. Ab da nahmen die Luftangriffe wieder ab. Die USS PAUL HAMILTON eskortierte die Transport- und Versorgungsschiffe nicht bis nach Leyte. Der Zerstörer verließ den Verband schon vorher und fuhr den Schiffen seiner neuen Task Group entgegen. Am 2. Januar gliederte sich der Zerstörer in die Task Group 77.4 ein. Diese TG kommandierte Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 – 25. März 1965 ) während der Operation „Mike I“. Innerhalb dieser TG integrierte man die USS PAUL HAMILTON in die Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS HALL, USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS TWIGGS ( DD-591 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 27. Dezember 1944 hatten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor abgelegt und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte, am 3. Januar durch die Surigao Straße und anschließend durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Durch die verzweifelten, aber entschlossenen Luftangriffe der Kamikazepiloten versuchte die japanische Heeresführung die Angriffsflotte zum umkehren zu bewegen. Doch durch die enge Luftabsicherung der amerikanischen Trägerflugzeuge und das effektive Luftabwehrfeuer der Zerstörer und Geleitzerstörer wurde dieser Angriff überaus erfolgreich abgewehrt. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Ab diesem Tage sollten die Geschützmannschaften in den folgenden vier Tagen ihre Stationen nicht mehr verlassen können und brachten in dieser Zeit den angreifenden feindlichen Luftgeschwadern empfindliche Verluste bei. An diesem ersten Tag der Luftschlacht konnte sich ein zweimotoriges Bombenflugzeug unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen Überlebende. Die USS PAUL HAMILTON nahm 73 auf. Die USS BURNS versenkte anschließend den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten mit ihren Selbstmordflugzeugen steigerte sich noch einmal. Die amerikanischen Trägerflugzeugpiloten stießen an diesen Tagen ebenfalls an ihre Grenzen. Neben der Luftsicherung der amerikanischen Träger, übernahmen sie auch den Angriff auf japanische Schiffe. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer MOMI und der japanische Zerstörer HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es große Verluste unter den Kriegsschiffen. Doch deren Besatzungen kämpften heroisch nur um die Transport- und Landungsschiffe vor der Vernichtung zu beschützen. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND, die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und mehrere Kreuzer, Zerstörer und Geleitzerstörer durch Kamikazepiloten schwer beschädigt. Die Luftabwehrkanoniere der USS PAUL HAMILTON schossen an diesen vier Tagen mehrere dieser Kamikazepiloten ab und halfen damit die Verlustrate auf amerikanischer Seite in Grenzen zu halten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian in der Lingayen Bay ein und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS PAUL HAMILTON selber patrouillierte im Golf. Dabei war der Zerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten, feuerte auf feindliche Flugzeuge und eskortierte andere Schiffe auf ihre Positionen. Die Landeoperation begann in diesem Golf am Morgen des 9. Januar. Auch nach der erfolgreichen Bildung eines Brückenkopfes durch die amerikanischen Sturmtruppen, blieb die USS PAUL HAMILTON in den Gewässern der Lingayen Bay und sicherte die größeren Schiffseinheiten. Erst am 31. Januar verließ der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der Task Group 77.4 die Lingayen Bay und fuhr über die San Pedro Bay vor Leyte zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 5. Februar und wurden gleich auf die bevorstehenden Kämpfe um Iwo Jima vorbereitet. Dazu versetzte man die USS HALL in die Task Force 54. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) während der Operation „Detachment“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS HALL, USS HALLIGAN, USS TWIGGS, USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ) und USS HEALY ( DD-672 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ) und die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar legten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi ab. Das erste Ziel war die Insel Tinian, Nördliche Marianen, die die Schiffe am 12. Februar erreichten. Hier simulierte man Uferbombarierungen. Noch am selben Tag verließen aber die Schiffe wieder die Insel und fuhren über Saipan nach Iwo Jima. Die japanische Insel Iwo Jima erreichten die Schiffe drei Tage später. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Während der herrschenden Kampfhandlungen übernahm der Zerstörer die Radarvorpostenüberwachung um rechtzeitig Luftalarm auslösen zu können. Außerdem eskortierte der Zerstörer entladene Transportschiffe aus dem Kampfgebiet, war auf der Suche nach abgestürzten Piloten und unterstützte mit seinen Schiffsgeschützen die Landungstruppen während der hart umkämpften und strategisch wichtigen Invasion. Als einer der letzten Zerstörer verließ die USS PAUL HAMILTON Iwo Jima und erreichte am 12. März das Atoll Ulithi. Hier stellte man eine gewaltige Flotte zur Eroberung von Okinawa, der letzten großen Insel vor den Hauptinseln des japanischen Reiches, zusammen. Dazu versetzte man den Zerstörer in die Task Group 54.1, die Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich das Kriegsschiff in der Undergroup 54.1.2 die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) befehligte. In dieser Task Undergroup befanden sich die Schlachtschiffe USS ARKANSAS und USS COLORADO ( BB-45 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS HALL, USS HALLIGAN und USS TWIGGS. Aufgabe dieser TU bestand darin japanische Uferbefestigungen bei Naha City, Okinawa für die am 1. April beginnenden Landeoperation zu bekämpfen. Am 21. März verließen die Schiffe der 5. US Flotte nach einem Trainingsmanöver das Atoll Ulithi. Die USS PAUL HAMILTON erreichte mit den Schiffen der TU 54.1.2 am 25. März ihr Einsatzgebiet. Sofort begann der Zerstörer zwischen Okinawa und den Kerama Retto Inseln zu patrouillieren. Zusätzlich deckte das Kriegsschiff die Säuberungsaktion von Minenräumern vor der Küste von Okinawa. Erst am 6. April begannen die Kamikazepiloten wieder verstärkt mit ihren Angriffen auf die amerikanische Flotte. Hier konnten sich die Luftabwehrkanoniere wieder auszeichnen mit mehreren Abschüssen feindlicher Flugzeuge. In den folgenden Wochen übernahm die USS HALL die Bedeckung der Minenräumer vor den Ryukyu Inseln Tsuken Shima, Ie Shima, Iheya Shima und Arguni Shima, sicherte die Schweren Einheiten vor feindlichen Luftangriffen und beschoss feindliche Küstenbefestigungen. Am 28. Mai war der Kampf der 5. US Flotte vor der Küste von Okinawa für Beendet erklärt worden und versetzte Teile der Flotte in die 3. US Flotte. Die USS PAUL HAMILTON gliederte man in die Task Force 34 vor Okinawa ein. In der TF 34 befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW YORK, USS CALIFORNIA, USS TENNESSEE, USS WEST VIRGINIA, USS NEVADA und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA, USS LOUISVILLE und USS SAN FRANCISCO, der Leichte Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON, USS HEYWOOD L EDWARDS, USS TWIGGS, USS GUEST, USS PICKING ( DD-685 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ), USS IRWIN ( DD-794 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS ROOKS ( DD-804 ) und der Schnelle Truppentransporter USS WEBER ( APD-75 ). Die Zerstörer übernahmen vor Okinawa die Aufgaben zur Bewachung der Schweren Einheiten und die Radarposten für die Luftüberwachung. Die USS PAUL HAMILTON verließ am 17. Juni ihre Aufgaben vor Okinawa und fuhr über Guam und Eniwetok nach Pearl Harbor. Dort bunkerte man frischen Treibstoff und verließ noch am selben Tag wieder die Hawaiianischen Gewässer. Ziel war die US Westküste. Am 8. Juli erreichte der Zerstörer den Hafen von San Diego. Hier bugsierte man das Kriegsschiff ins Trockendock um es einer intensiven Überholung zu unterziehen. Während dieser Arbeiten erhielt die Mannschaft die Nachricht, dass am 15. August der Krieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet war. Erst im September konnte die USS PAUL HAMILTON die Werft verlassen. Man stellte den Zerstörer am 24. September 1945 außer Dienst und versetzte ihn am gleichen Tag in die Pazifikreserveflotte. Dort blieb das Schiff inaktiv liegen. Erst am 1. Mai 1968 strich man den Namen USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. April 1970 an National Metal & Steel, Terminal Island, Kalifornien zum verschrotten.


USS PAUL HAMILTON ( DD-590 )
Commanding Officer

CDR Leo George May          25. Oktober 1943 – 17. November 1944
CDR Daniel Carlson       17. November 1944 – 1. September 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR George Francis Dalton        1. September 1945 – 24. September 1945

USS HALL ( DD-583 )

USS HALL ( DD-583 )

Biografie

Elijah Hall
* 8. Dezember 1742 in Raynham, Massachusetts
† 22. Juni 1830 in Portsmouth, New Hampshire
war ein Offizier in der Continental Navy

Am 14. Juni 1777 ernannte man Elijah Hall in der Continental Navy zum Lieutenant. Er diente an Bord der Kriegskorvette USS RANGER ( 1777 ) welche John Paul Jones ( 6. Juli 1747 – 18. Juli 1792 ) kommandierte. Die USS RANGER legte am 1. November 1777 ab und segelte nach Frankreich. Unterwegs wurden zwei britische Prisen aufgebracht. Im Hafen von Brest legte das Schiff am 10. April 1778 wieder ab mit dem Ziel einer Kreuzfahrt in der Irischen See. Lieutenant Hall nahm dort an mehreren Eroberungen der unterschiedlichsten Schiffe teil, bei der Landung in St. Maria Isle am 23. April war er beteiligt und am folgenden Tag bei der Eroberung der britischen Kriegskorvette HMS DRAKE ( 1777 ). Lieutenant Hall befahl die Prisenmannschaft auf der Drake mit der er nach Brest segelte. Dort wechselte er wieder an Bord der USS RANGER. Das Schiff verließ am 21. August 1778 Brest und kehrte zurück an die Ostküste Amerikas wo sie am 15. Oktober in Portsmouth, New Hampshire ankam. Britische Schiffe riegelten am 11.Mai 1780 den Hafen von Charleston, South Carolina ab und eroberten die USS RANGER. Alle Mannschaftsmitglieder des Schiffes gingen in Gefangenschaft, so auch Lieutenant Hall. Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges entließen ihn die Briten aus der Gefangenschaft. Elijah Hall kam nicht wieder zur Continental Navy zurück. Er setzte sich im Jahre 1818 in Portsmouth zur Ruhe und übernahm dort verschiedene Positionen in der Gemeinde. Er verstarb in Portsmouth am 22. Juni 1830.


USS HALL ( DD-583 )

Schiffsbiografie

Die USS HALL ( DD-583 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Elijah Hall benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Navyl Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 16. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Elizabeth Williams Greenleaf, Urenkelin von Lieutenant Elijah Hall, taufte am 18. Juli 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander John Francis Delaney, Jr. ( 7. September 1904 – 13. August 1968 ) stellte am 6. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS HALL verließ am 11. August den Hafen von Boston und begann ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese führte den Zerstörer entlang der US Ostküste bis zur US Navy Station auf den Bermudas. Das Kriegsschiff lief am 28. September in den Hafen von Norfolk, Virginia ein. Von hier aus eskortierte der Zerstörer das frisch überholte und auf Probefahrt befindliche französische Schlachtschiff FFS RICHELIEU nach Boston. Beide Schiffe legten dort am 2. Oktober an. Gleich nach der Übergabe des französischen Schiffes kehrte die USS HALL um und erreichte drei Tage später wieder Norfolk. Von hier aus eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffe zwischen diesem Hafen und Boston. Von diesen Aufgaben entband man die USS HALL am 5. November und benutzte den Zerstörer zur besonderen Verwendung und bereitete ihn auf eine Fahrt über den Atlantik vor. Zusammen mit den Zerstörern USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) eskortierte die USS HALL das neugebaute Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko. Mitte November verließen diese Schiffe die US Ostküste. Für diese Fahrt schifften sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs auf der USS IOWA ein. Diese wollte an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) teilnehmen. Danach flogen sie in den Iran um mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilnehmen zu können. Während der Teheran Konferenz sollte über die kommende Nachkriegsregelungen gesprochen werden. Nach dem erreichen von Casablanca begannen die Zerstörer in diesen Gewässern mit Anti-U-Boot Patrouillen. Nach der Beendigung der Konferenz von Teheran fuhren die USS HALL, USS HALLIGAN, USS MACOMB, USS EMMONS, USS RODMAN, USS ELLYSON und die USS IOWA über die Häfen von Dakar, Senegal; Freetown, Sierra Leone; Bahia, Brasilien; Port Royal, South Carolina nach Boston, wo sie am 19. Dezember fest gemacht wurden. Die USS HALL selber verließ die USS IOWA nach dem erreichen der US Ostküste und blieb am 17. Dezember zusammen mit der USS HALLIGAN im Hafen von Charleston, South Carolina liegen. Man bereitete den Zerstörer auf seine kommende Fahrt vor, da er in den Pazifik wechseln sollte. Vier Tage später legte das Kriegsschiff zusammen mit der USS HALLIGAN im Hafen von Charleston ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 4. Januar 1944 den Hafen von San Diego, Kalifornien. Hier füllte man den Treibstoffbunker auf. Noch am selben Tag verließen beide Zerstörer wieder den Hafen und fuhren nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legten sie am 11. Januar an. Bis zum 22. Januar verblieb die USS HALL in den Gewässern um Pearl Harbor und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe. Die USS HALL versetzte man in die Task Group 52.8, welche eine Feuerunterstützungsgruppe war, die Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 – 10. Dezember 1962 ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer der Task Undergroup 52.8.2 an. Diese TU befehligte ebenfalls Rear Admiral Giffen. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS IDAHO ( BB-42 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und die Zerstörer USS HALL, USS FRAZIER ( DD-607 ), USS BAILEY ( DD-492 ) und USS MEADE ( DD-602 ). Die gesamte Task Force 52 gehörte zur südlichen Angriffsgruppe auf die Marshall Inseln und wurde von Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 – 12. Februar 1961 ) kommandiert. Am 22. Januar 1944 verließ die TF 52 den Hafen von Pearl Harbor und die Schiffe der TG 52.8 erreichten am 29. Januar das Atoll Maloelap, Marshall Islands. Gleich nachdem die Kriegsschiffe dieses Atoll erreicht hatten, begannen sie die japanischen Stellungen zu bombardieren. Am folgenden Tag gab es ein Bombardement auf das Atoll Taroa, welches sechzig Seemeilen Südwestlich von Kwajalein befand. Dieses Bombardement führte die USS HALL zusammen mit den Schweren Kreuzern USS MINNEAPOLIS, USS NEW ORLEANS und USS SAN FRANCISCO und den Zerstörern USS FRAZIER und USS MEADE durch. Auf dem Atoll befanden sich mehrere japanische Flugplätze und Küstenbatterien. Das Bombardement war für die Verteidiger verheerend. Die USS HALL traf mit ihren Granaten ein Benzinlager, welches in einer gewaltigen Explosion verdampfte, und mehrere feindliche Geschütze. Nachdem dann die Reichweite der Schiffsgeschütze der USS HALL nicht mehr ausreichten, sicherte der Zerstörer die drei Schweren Kreuzer vor eventuellen Angriffen von See her ab. Diese führten das Bombardement weiter und vernichteten mit ihren Granaten alles im Innern des Atolls. Nach diesem Beschuss war das Atoll für die Japaner nicht mehr zu verwenden. Noch bevor sich die Schiffe der TG 52.8 dann am 31. Januar der Insel Makin zu wendeten, die sich schon seit dem 23. November 1943 in amerikanischer Hand befand und zu einem Versorgungsstützpunkt für die US Navy ausgebaut worden war, wurde das Atoll Kwajalein am Morgen des selben Tages bombardiert. Hier sicherte die USS HALL die Schweren Kreuzer während der Landeoperation und dem Bombardement auf japanische Einrichtungen auf dem Atoll. Der Aufenthalt vor dem Atoll Makin wurde zum bunkern von frischem Treibstoff und von Munition genutzt und dauerte nicht lange. Schon am 3. Februar verließen die Schiffseinheiten erneut ihren sicheren Hafen und fuhren wieder zum Atoll Kwajalein. Hier kam es am 4. Februar bei Burnet Island zur letzten Schlacht um dieses Atoll. Bevor die mitgeführten Landungstruppen auf ihren Landungsfahrzeugen in Richtung Land marschierten, wurden japanische Stellungen erneut durch die Schweren Schiffe und die Zerstörer beschossen. Nachdem dann die Anlandungen erfolgt waren, begann die USS HALL mit ihren Patrouillenfahrten zur Sicherung der Schweren Einheiten vor feindlichen U-Boot Angriffen. Anschließend fuhr der Zerstörer in Richtung Osten zum Atoll Majuro. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 51.17 ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation „Catchpole“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA, USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-3 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Zerstörer USS HALL, USS HAILEY( DD-556 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS PHELPS ( DD-350 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), das amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) und die U-Boot Jäger USS 1066 und USS 539. Diese Schiffe sicherten die Task Group 51.11 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) befehligte. In dieser TG befand sich das Angriffstransportschiff USS LEONARD WOOD ( APA-12 ) und sieben weitere, zwei Schnelle Truppentransportschiffe, ein Angriffsvorratsschiff, ein Docklandungsschiff, neun Panzerlandungsschiffe und sechs Infanterielandungsschiffe die insgesamt 8.000 Soldaten von dem verstärkten 22. Marine RCT und dem 2. Bataillon des 106 Regiments der 27. US Infanteriedivision transportierten. Die Luftsicherung übernahmen die Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) die von den Zerstörern USS MORRIS ( DD-417 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS ELLET ( DD-398 ) gesichert wurden. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 53.6 die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 – 11. Oktober 1953 ) kommandierte. Am 12. Februar verließen die Schiffe der TG 51.17 Majuro und fuhren nach Kwajalein. Dort legten sie zusammen mit den Schiffen aus der TG 51.11 und TG 53.6 am 15. Februar nach dem Betanken und Aufmunitionieren wieder ab. Zwei Tage später befanden sie sich vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die Insel Engebi ab 7:00 Uhr sturmreif geschossen und am folgenden Tag begann die Anlandung der Soldaten. Nach nur sechs Stunden war die Insel in amerikanischer Hand. Am 19. Februar begannen alle Schiffe und Trägerflugzeuge mit dem Bombardement auf Eniwetok damit anschließend die Marines anlanden konnten. Doch hier leisteten die Japaner erbitterten Widerstand. Erst am 21. Februar war dieser gebrochen. Vom 20. bis zum 22. Februar wurde Pharry Island von See und aus der Luft bombardiert.
Auf diese letzte Insel des Atolls setzten die amerikanischen Soldaten erst ab der heraufziehenden Dämmerung des 22. Februar über. Die USS HALL erhielt hier den Befehl mit Leuchtgranaten die Nacht für die eigenen Soldaten zu erhellen. Zwar war diese letzte Insel des Atolls dann schon gegen 19:30 Uhr durch die amerikanischen Soldaten vollständig besetzt, aber man war die gesamte Nacht durch noch auf der Suche nach vermeintlichen japanischen Widersatandsnestern. Die Schiffe der TG 51.11 und 53.6 verließen am 24. Februar das Atoll. Erst vier Tage später verließen die der TG 51.17 Eniwetok und fuhren nach Majuro, wo sie am 1. März ankerten. Hier wurden die Treibstoffbunker der USS HALL gleich wieder aufgefüllt und der Zerstörer verließ noch am selben Tag Majuro. Er eskortierte mehrere Versorgungsschiffe nach Pearl Harbor. Dort angekommen, belud man die Versorgungsschiffe mit allem Notwendigen und das Kriegsschiff eskortierte diesen Schiffskonvoi wieder bis nach Majuro. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 26. März. Nach der Übergabe der Versorgungsschiffe fuhr die USS HALL nach Kwajalein weiter und übernahm dort Patrouillenaufgaben. Außerdem sollte der Zerstörer in den Gewässern rund um die Inseln des Atolls nach Schiffbrüchigen und abgestürzten Piloten suchen. Auf dieser Suche nach einem Navy Piloten, kam die USS HALL in die Nähe des Wotje Atolls, Marshall Islands. Von dort aus schoss eine japanische Küstenbatterie auf den amerikanischen Zerstörer und traf ihn fast mit zwei sechs Zoll Granaten. Eine dieser Granaten tötete allerdings ein Besatzungsmitglied des Zerstörers. Die USS HALL feuerte daraufhin ebenfalls mehrere Granaten auf die Insel, allerdings konnte man die Wirkung der Geschosse nicht erkennen. Den Navy Piloten konnte man dann trotzdem erfolgreich bergen. Die Patrouillenaufgaben setzte die USS HALL bis Anfang Mai fort und fuhr dann nach Majuro. Dort blieb der Zerstörer bis zum 12. Mai liegen um anschließend nach Pearl Harbor zu fahren. In dem Hawaiianischen Hafen legte das Kriegsschiff am 18. Mai an. Hier versetzte man die USS HALL in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger US MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL, USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Am 5. Juni verließen die Schiffe der TG 50.17 Pearl Harbor und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihr Einsatzgebiet erreichten die Versorgungsschiffe am 14. Juni in den Gewässern von Saipan. Die Öltanker begannen sofort auf offener See mit dem betanken der Kriegsschiffe aus der Task Force 58. Diese Betankungsoperation war zwei Tage später abgeschlossen. Am 20. Juni erfolgte die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 53. Anschließend wurden die leeren Öltanker nach Eniwetok oder Pearl Harbor eskortiert. Die USS HALL blieb aber zusammen mit anderen Zerstörern und Geleitzerstörern bei den übrigen Öltankern und sicherte diese vor feindlichen U-Boot und Luftangriffen. Erst am 23. Juli erfolgte dann die nächste Betankung auf hoher See. Diesmal erhielten die Schiffe der Task Groups 58.1 und 58.2 die Treibstoffbunker gefüllt. Für die USS Hall war die Operation „Forager“ am 11. August beendet. Der Zerstörer fuhr zum Atoll Eniwetok. Hier versetzte man das Schiff zur 3. US Flotte, wo es in die Task Group 30.8 integriert wurde. In dieser Task Group befanden sich Öltanker und Geleitflugzeugträger die bewacht werden mussten. Kommandiert wurde diese TG von Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ). Die Geleitflugzeugträger der Task Group waren USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Flottenöltanker waren USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere gehörten zu dieser TG. Begleitet und gesichert wurden diese Schiffe von den Geleitzerstörern USS WESSON, USS LAMONS, USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ) und USS WEAVER ( DE-741 ). Zur Absicherung gegen Luft- und Unterwasserangriffen all dieser Schiffe waren neben der USS HALL, die USS DAVID W TAYLOR, USS PAUL HAMILTON, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) anwesend. Am 26. August 1944 verließen die Zerstörer Eniwetok und begleiteten die Flottenöltanker zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Die Schiffe erreichten den Hafen am 31. August. Die Operation „Stalemate II“ begann am 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Karolinen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Operation „Stalmate II“ war am 3. Oktober für beendet erklärt worden und es schloss sich sofort die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durch geführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Am 18. November folgten weitere Schiffe vor dem Angriff auf die Manila Bay sowie dem Angriff auf den zentralen und südlichen Bereich von Luzon. Genau das gleiche geschah am 21. November wieder für die Schiffe der TG 38.1 und der TG 38.2. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 zum Seeadler Harbor zurück. Hier legte die USS HALL am 24. November an. Noch am selben Tag verließ aber der Zerstörer den schützenden Hafen und fuhr nach Hollandia in die Humboldt Bay, Neuguinea. Dort warteten Schnelle Truppentransporter um nach Leyte zur 7. US Flotte eskortiert zu werden. Die USS HALL erreichte zusammen mit der USS PAUL HAMILTON am 29. November Hollandia. Ohne viel Zeitverlust nach dem bunkern von frischem Treibstoff, verließ der Schiffskonvoi noch am selben Tag die Küste von Neuguinea und fuhr westwärts. Die mitgeführten Truppen waren für die weitere Invasion der Philippinen bestimmt. Den Golf von Leyte erreichte der Schiffsverband am 7. Dezember und legte vier Tage später in der San Pedro Bay, Leyte als ersten Zwischenstopp an. Man gliederte hier die USS HALL in die Task Group 78.3 ein die von Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ), während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligt wurde. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE, die Zerstörer USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS COFER ( APD-62 ), USS LLOYD ( APD-63 ), USS KEPHART ( APD-61 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Rear Admiral Arthur Dewey Struble wechselte mit den restlichen Führungskräften auf die USS DASHIELL über und erklärte den Zerstörer zu seinem Flaggschiff. Am 15. Dezember begannen die Zerstörer mit dem Bombardement japanischer Stellungen in der Mangarin Bay bevor an diesem Tag die Landeoperation begann. Die USS HALL unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen diese Landeoperation. Doch da wurde die erste Welle der Sturmtruppen von japanischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert. Aus ihrer befindlichen Position unmittelbar hinter den Landungsbooten konnten die Luftabwehrkanoniere der USS HALL die angreifenden feindlichen Flugzeuge gut aufs Korn nehmen und schossen fünfzehn aus der ersten Welle ab. Doch die Luftabwehrkanoniere konnten es nicht verhindern, dass sich zwei Kamikazepiloten auf die Panzerlandungsschiffe USS LST-738 und USS LST-472 erfolgreich stürzen konnten. Beide schwer beschädigten Landungsschiffe wurden von der USS HALL anschließend versenkt. Gleich nach dem Entladen der Soldaten des 503. Fallschirmregiments, verließen die Schiffe der TG 78.3 wieder Mindoro und fuhren in die San Pedro Bay zurück. Hier legten die Schiffe am 18. Dezember an. Sofort nach der Beendigung der Arbeiten beim Auffüllen der Munitionsmagazine und Treibstoffbunker, verließ die USS HALL die San Pedro Bay und fuhr zum Seeadler Harbor. Man hatte den Zerstörer in die Task Group 77.4 versetzt, die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 – 25. März 1965 ) während der Operation „Mike I“ kommandierte und im Hafen auf Manus lag. Innerhalb dieser Task Group gliederte man die USS HALL in der Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS TWIGGS ( DD-591 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 27. Dezember 1944 legten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor ab und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte, am 3. Januar durch die Surigao Straße und anschließend durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Durch die verzweifelten, aber entschlossenen Luftangriffe der Kamikazepiloten versuchte die japanische Heeresführung die Angriffsflotte zum umkehren zu bewegen. Doch durch die enge Luftabsicherung der amerikanischen Trägerflugzeuge und das effektive Luftabwehrfeuer der Zerstörer und Geleitzerstörer wurde dieser Angriff überaus erfolgreich abgewehrt. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Ab diesem Tage sollten die Geschützmannschaften in den folgenden vier Tagen ihre Stationen nicht mehr verlassen können und brachten in dieser Zeit den angreifenden feindlichen Luftgeschwadern empfindliche Verluste bei. An diesem ersten Tag der Luftschlacht konnte sich ein zweimotoriges Bombenflugzeug unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen Überlebende und die USS BURNS versenkte den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten mit ihren Selbstmordflugzeugen steigerte sich noch einmal. Die amerikanischen Trägerflugzeugpiloten stießen an diesen Tagen ebenfalls an ihre Grenzen. Neben der Luftsicherung der amerikanischen Träger, übernahmen sie auch den Angriff auf japanische Schiffe. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer MOMI und der japanische Zerstörer HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es große Verluste unter den Kriegsschiffen. Doch deren Besatzungen kämpften heroisch nur um die Transport- und Landungsschiffe vor der Vernichtung zu beschützen. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND, die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und mehrere Kreuzer, Zerstörer und Geleitzerstörer durch Kamikazepiloten schwer beschädigt. Die Luftabwehrkanoniere der USS HALL schossen an diesen vier Tagen mehrere dieser Kamikazepiloten ab und halfen damit die Verlustrate auf amerikanischer Seite in Grenzen zu halten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian  in der Lingayen Bay ein und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS HALL selber patrouillierte im Golf. Dabei war der Zerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten, feuerte auf feindliche Flugzeuge und eskortierte andere Schiffe auf ihre Positionen. Die Landeoperation begann in diesem Golf am Morgen des 9. Januar. Auch nach der erfolgreichen Bildung eines Brückenkopfes durch die amerikanischen Sturmtruppen, blieb die USS HALL in den Gewässern der Lingayen Bay und sicherte die größeren Schiffseinheiten. Erst am 31. Januar verließ der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der Task Group 77.4 die Lingayen Bay und fuhr über die San Pedro Bay vor Leyte zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 5. Februar und wurden gleich auf die bevorstehenden Kämpfe um Iwo Jima vorbereitet. Dazu versetzte man die USS HALL in die Task Force 54. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) während der Operation „Detachment“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS HALL, USS HALLIGAN, USS TWIGGS, USS PAUL HAMILTON, USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ) und USS HEALY ( DD-672 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ) und die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar legten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi ab. Das erste Ziel war die Insel Tinian, Nördliche Marianen, die die Schiffe am 12. Februar erreichten. Hier simulierte man Uferbombarierungen. Noch am selben Tag verließen aber die Schiffe wieder die Insel und fuhren über Saipan nach Iwo Jima. Auf dieser Fahrt war die USS HALL das Sicherungsschiff für das Flaggschiff USS TEXAS. Die japanische Insel Iwo Jima erreichten die Schiffe drei Tage später. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Die USS HALL selber hatte zusammen mit der USS HALLIGAN die Aufgabe übertragen bekommen die Underwater Demolition Teams und die mitgeführten Minenräumschiffe vor der Küste vor Luftangriffen zu sichern bis die Sturmtruppen ihre Landeoperation am 19. Februar begannen. Am späten Nachmittag dieses Tages zog sich die USS HALL von der Küste zurück und sicherte die Geleitflugzeugträger. Während der herrschenden Kampfhandlungen übernahm der Zerstörer die Radarvorpostenüberwachung um rechtzeitig Luftalarm auslösen zu können. Außerdem eskortierte der Zerstörer entladene Transportschiffe aus dem Kampfgebiet und unterstützte mit seinen Schiffsgeschützen die Landungstruppen während der hart umkämpften und strategisch wichtigen Invasion. Als einer der letzten Zerstörer verließ die USS HALL Iwo Jima und erreichte am 12. März das Atoll Ulithi. Hier stellte man eine gewaltige Flotte zur Eroberung von Okinawa, der letzten großen Insel vor den Hauptinseln des japanischen Reiches, zusammen. Dazu versetzte man den Zerstörer in die Task Group 54.1, die Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich das Kriegsschiff in der Undergroup 54.1.2 die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) befehligte. In dieser Task Undergroup befanden sich die Schlachtschiffe USS ARKANSAS und USS COLORADO ( BB-45 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS HALL, USS HALLIGAN, USS TWIGGS und USS PAUL HAMILTON. Aufgabe dieser TU bestand darin japanische Uferbefestigungen bei Naha City, Okinawa für die am 1. April beginnenden Landeoperation zu bekämpfen. Am 21. März verließen die Schiffe der 5. US Flotte nach einem Trainingsmanöver das Atoll Ulithi. Die USS HALL erreichte mit den Schiffen der TU 54.1.2 am 25. März ihr Einsatzgebiet. Sofort begann der Zerstörer zwischen Okinawa und den Kerama Retto Inseln zu patrouillieren. Zusätzlich deckte das Kriegsschiff die Säuberungsaktion von Minenräumern vor der Küste von Okinawa. Außerdem konnten die Geschützmannschaften zwei japanische Torpedoboote erfolgreich bekämpfen. Erst am 6. April begannen die Kamikazepiloten wieder verstärkt mit ihren Angriffen auf die amerikanische Flotte. Zwei dieser Selbstmordpiloten konnten die Luftabwehrkanoniere abschießen bevor sich diese auf ein Schiff stürzen konnten. In den folgenden Wochen übernahm die USS HALL die Bedeckung der Minenräumer, sicherte die Schweren Einheiten vor feindlichen Luftangriffen und beschoss feindliche Küstenbefestigungen. Am 28. Mai war der Kampf der 5. US Flotte vor der Küste von Okinawa für Beendet erklärt worden und versetzte Teile der Flotte in die 3. US Flotte. Die USS HALL aber verließ an diesem Tag Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay. Die dortige amerikanische Marinebasis erreichte der Zerstörer am 31. Mai. Man nahm hier einige Reparaturen an dem Schiff vor und rüstete es für die kommenden Aufgaben aus. Am 10. Juni verließ der Zerstörer wieder die Basis und kehrte nach Okinawa zurück. Drei Tage später befand sich das Kriegsschiff in seinem Einsatzgebiet in den westlichen Gewässern von Okinawa. Am 16. Juni befand sich die USS HALL bei der Vernichtung von Seeminen vor Senaga Shima. In der Nähe war das Schwesterschiff USS TWIGGS auf seinem Radarposten Nummer 10 und wurde gegen 20:30 Uhr von einem feindlichen Flugzeug angegriffen. Sofort eilte die USS HALL dem Zerstörer zu Hilfe. Doch es war schon zu spät. Nach einem Torpedotreffer und dem erfolgreichen Absturz des japanischen Flugzeuges war das Schiff nicht mehr zu retten und sank. Die Besatzung der USS HALL konnte lediglich 48 Überlebende der USS TWIGGS aus dem Wasser bergen. Auch der Zerstörer USS PUTNAM ( DD-757 ) eilte der USS TWIGGS zu Hilfe, musste aber während der ständigen Explosionen einen größeren Anstand halten und man konnte nur 114 Besatzungsmitglieder aus dem Wasser bergen. Von den 273 Besatzungsmitgliedern der USS TWIGGS überlebten 188 den Untergang ihres Schiffes. Am 23. Juni löste man die USS HALL von ihren Aufgaben vor Okinawa ab. Der Zerstörer verließ diese japanische Insel und fuhr nach Saipan. Hier kam das Schiff am 27. Juni an und blieb für zwei Tage damit sich die Besatzung etwas erholen konnte. Am 29. Juni verließ die USS HALL wieder Saipan und fuhr nach Pearl Harbor. In dem dortigen Hafen lief der Zerstörer am 7. Juli ein. Man bunkerte frischen Treibstoff und verließ noch am selben Tag wieder die hawaiianische Insel. Ziel war die Werft in San Pedro, Kalifornien. Hier sollte sich das Kriegsschiff einer intensiven Überholung unterziehen. Während dieser Arbeiten erhielt die Mannschaft die Nachricht, dass am 15. August der Krieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet war. Erst im September konnte die USS HALL die Werft verlassen und fuhr nach San Diego. Hier versetzte man den Zerstörer in die Inaktivität und stellte ihn am 10. Dezember 1946 außer Dienst. Noch am selben Tag versetzte man das Schiff in die Pazifikreserveflotte und verlegte es dafür nach Long Beach, Kalifornien.
Am 2. Dezember 1959 nahm man die USS HALL aus der Reserve und begann es auszumotten. Nach einigen erfolgreichen Einsatzfahrten übergab man den Zerstörer am 9. Februar 1960 an die griechische Marine unter dem Schirm des Military Assistance Program. An diesem Tage stellte Commander C. Moschos den unter seinem Kommando stehenden Zerstörer unter dem Namen HNS LONCHI ( D56 ) in den Dienst der griechischen Marine. Im Jahre 1975 verkaufte die US Navy den Zerstörer an Griechenland und strich am 1. September 1975 den Namen USS HALL ( DD-583 ) von der US Navy – Liste.
Bis zum 1. Oktober 1990 diente der Zerstörer für die griechische Marine und wurde an diesem Tag außer Dienst gestellt und am 10. Oktober 1990 von der Liste gestrichen. Den Schiffskörper verschrottete man 1997 im türkischen Hafen Aliaga.


USS HALL ( DD-583 )
Commanding Officer

CDR John Francis Delaney Jr.          6. Juli 1943 – 19. Mai 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Laurence Charles Baldauf         19. Mai 1944 – 31. Mai 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR John Daly Pye Hodapp Jr.         31. Mai 1945 – ?

USS YOUNG ( DD-312 )

USS YOUNG ( DD-312 )

Biografie

John Young
* zirka 1740
† 1781
war ein Kapitän in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und der Kommandeur der Schaluppe USS Saratoga ( 1780 ), die auf See verloren ging

John Young begann seine Seefahrerkarriere schon sehr früh in der Kolonialhandelsmarine. Zu Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges setzte man ihn als 23. auf die Liste der Kapitäne innerhalb der Continental Navy. Am 20. September 1776 übergab ihm der Continental Kongress das kommando über die Kriegsschaluppe USS INDEPENDENCE ( 1776 ). Mit diesem Schiff sollte er vor Martinique die amerikanische Handelsschifffahrt innerhalb der Karibik beschützen. Außerdem sollte Young britische Schiffe jederzeit überfallen wenn sich die Gelegenheit dazu bot. Am 5. Juli 1777 segelte John Young mit der USS INDEPENDENCE in den Hafen von Nantes, Frankreich ein. Von hier aus wollte er gegen britische Handelsschiffe operieren. Gleich nach seinem ersten Auslaufen wurden zwei Prisen aufgebracht und nach Lorient, Frankreich gebracht. Am 17. Februar 1778 begegnete er in den französischen Gewässern der französischen Flotte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich John Paul Jones ( 6. Juli 1747 – 18. Juli 1792 ) an Bord der USS INDEPENDENCE, der in Frankreich ein Schiff übernehmen sollte. Am 6. Februar 1778 unterzeichnete Frankreich den Bündnisvertrag mit den USA, die förmliche Anerkennung der Unabhängigkeit der neuen amerikanischen Republik. Auf dem Heimweg am 17. Februar 1778 segelte Young auf der INDEPENDENCE und John Paul Jones auf der RANGER durch die Französische Flotte und grüßte die Nation und deren Regierung mit 13 Salutschüssen. Im Gegenzug erhielten sie 9 Salutschüsse, die Referenz der französischen Regierung an die noch junge amerikanische Regierung. John Young kehrte im Frühjahr 1778 nach Amerika zurück und übernahm nacheinander die zwei Pennsylvania Kaperschiffe BUCKSKIN und IMPERTINENT. In dieser Zeit wurde in der Werft von Warton und Humphries in Philadelphia, Pennsylvania an der SARATOGA, einer Kriegsschaluppe gebaut. Den Kiel legte man im Dezember 1779. John Young bekam die Ehre zugesprochen dieses Schiff am 10. April 1780 in den Dienst der Continental Navy zu stellen und gleichzeitig der erste Kommandant zu sein. Dieses Schiff trug sechzehn 9-Pfünder und zwei 4-Pfünder Kanonen. Es wog 150 Tonnen, hatte eine Länge von 21 Meter, eine Breite von 7,72 Meter und einen Tiefgang von 3,7 Meter. Auf ihm befanden sich 86 Offiziere und Mannschaften. Young und seine Crew unternahmen nach der Indienststellung eine Kreuzfahrt zur Begutachtung des Schiffes. Kurz bevor sie in ihren Hafen nach Philadelphia für Reparaturen und Änderungen einfuhren, brachten sie noch eine Prise auf. Gleich im Anschluss daran kehrte John Young mit der USS SARATOGA für Reparaturen und einigen Änderungen in die Werft zurück. Die drei nun folgenden Kreuzfahrten waren erfolgreicher. Insgesamt acht Prisen konnten mit nach Hause geführt werden. Dabei erwies sich Captain Young als kühner und erfolgreicher Kommandeur. Außerdem legte er großen Wert auf die Ausbildung der Besatzung, damit diese immer auf jeden Befehl richtig reagieren konnte. So ließ er sein Schiff zwischen zwei britische Handelsschiffe navigieren und nahm beide gefangen. Ende des Jahres 1780 verließ die USS SARATOGA erneut Philadelphia und fuhr in die Karibik. Von dort aus sollten 29 Handelsschiffe mit dringend benötigten Waren für die junge Republik nach Philadelphia eskortiert werden. Hinzu gesellten sich französische Kriegsschiffe die dabei unterstützend wirken sollten. Am 15. März verließ der Schiffskonvoi Cape Haitien. Drei Tage später meldete der Ausguck auf der USS SARATOGA am westlichen Horizont zwei unbekannte Segel, worauf hin sich John Young dazu entschloss diese Schiffe aufzubringen. Die Schaluppe verließ nach Absprache den Schiffskonvoi und eilte den fliehenden Schiffen hinterher. Am Nachmittag holte man das erste der beiden flüchtende Schiffe ein. Die Besatzung ergab sich ohne Gegenwehr. Captain Young teilte eine Prisenmannschaft für das Handelsschiff ein. Der Kommandant dieser Prisenmannschaft, Midshipman Penfield, berichtete später, dass er große Probleme gehabt hätte während des plötzlich aufziehenden Sturmes der USS SARATOGA zu folgen. Durch diesen Sturm befürchtete er das sein Schiff kentern könnte wegen der großen Schlagseite. Nachdem er das Schiff wieder unter seine Kontrolle bringen konnte, stellte er mit Entsetzen fest das die USS SARATOGA mit Mann und Maus spurlos verschwunden war. Ihr Schicksal bleibt bis heute ein Geheimnis.


USS YOUNG ( DD-312 )

Schiffsbiografie

Die USS YOUNG ( DD-312 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain John Young benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzwanzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 28. Januar 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Am 8. Mai 1919 erfolgte der Stapellauf des Zerstörers. Mrs. John R. Nolan taufte am 17. Juli 1920 das Schiff auf den Namen USS YOUNG. Lieutenant Commander Herbert James Ray ( 1. Februar 1893 – 3. Dezember 1970 ) stellte am 29. November 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Im Dezember 1920 rüstete man in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien den Zerstörer aus. Man gliederte das Kriegsschiff gleichzeitig in die Division 34 des Zerstörergeschwaders 2 der Zerstörer Force innerhalb der Pazifikflotte ein. Der Zerstörer wechselte anschließend nach San Diego, Kalifornien. Hier blieb die USS YOUNG bis zum Ende des Jahres 1921 inaktiv im Hafen liegen. Am 14. Januar 1922 verließ der Zerstörer San Diego und stach in See. Die Fahrt führte das Schiff über San Francisco nach Bremerton, Washington. Am 18. Januar erreichte die USS YOUNG die Puget Sound Navy Yard und unterzog sich dort einer gründlichen Überholung. Erst am 3. April verließ das Schiff die Werft und kehrte zu seinem Heimathafen San Diego zurück in dem es am 8. März festgemacht wurde. Der Rest des Jahres 1922 war bis auf einen Einsatz ereignislos, da der Zerstörer erneut im Hafen blieb. Nur im Herbst beteiligte sich die USS YOUNG an einem Manöver vor den mexikanischen Coronado Islands. Hier wurde der Kampf mit Kurzstreckenwaffen geübt in dem man Torpedos auf das Schlachtschiff USS IDAHO ( BB-42 ) abfeuerte. Doch schon im folgenden Jahr änderte sich die bis dahin auf dem Schiff eingetretene Routine. Am 6. Februar 1923 verließ die USS YOUNG San Diego und fuhr nach Panama. Hier beteiligte sich der Zerstörer in der Magdalena Bay an einer traditionellen und jährlich wiederkehrenden Zielübung mit Torpedos. Der Öltanker USS CUYAMA ( AO-3 ) war extra dafür in diese Gewässer als Stationsschiff beordert worden. Hier machten neben der USS YOUNG die Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 ), USS HULL ( DD-330 ), USS THOMPSON ( DD-305 ), USS CORRY ( DD-334 ), USS KENNEDY ( DD-306 ), USS RENO ( DD-303 ), USS STODDERT ( DD-302 ), USS YATBOROUGH ( DD-314 ), USS SLOAT ( DD-316 ), USS LITCHFIELD ( DD-336 ) und USS SHUBRICK ( DD-268 ) fest. Anschließend fuhr die USS YOUNG in die südlichen Gewässer des Panamakanals auf der pazifischen Seite und beteiligte sich an dem Flottenmanöver Nummer 1. Dieses wurde im Februar und März desselben Jahres abgehalten. Dabei sollte zum ersten Mal ein Flugzeugtragendes Schiff zum Einsatz kommen. Von dem Schlachtschiff USS OKLAHOMA ( BB-37 ) startete ein Flugzeug. Dieses warf zehn Minibomben vor dem Überlauf des Gatun Dam innerhalb des Panamakanals ab um diesen theoretisch zu zerstören und die nötige Luftabwehr zu demonstrieren. Um diesem Problem zu begegnen löste man die Schlachtflotte auf und gab der Scouting Flotte einen Teil davon ab. Die USS YOUNG selber erhielt während dieses Manövers die Aufgabe die Schlachtschiffe vor feindlichen U-Boot Angriffen zu beschützen. Nachdem die dafür vorgesehenen Übungen abgeschlossen worden waren, wechselte der Zerstörer in die Angriffsposition um Torpedos simulierend auf den angeblichen „Feind“ abzuschießen. Nach Abschluss einer Phase der Übungen fuhr die USS YOUNG in die Panama Bay. Dort befand sich der Marineminister Edwin Denby ( 18. Februar 1870 – 8. Februar 1929 ) an Bord des Truppentransportschiffes USS HENDERSON ( AP-1 ), begleitet von einer Gruppe von Kongressabgeordneten, und überprüfte bis zum 14. März die Einsatzbereitschaft der Pazifikflotte. Am 31. März verließ die USS YOUNG die panamesischen Gewässer und legte am 11. April im Heimathafen San Diego an. Bis zum 25. Juni blieb der Zerstörer dort liegen. An diesem Tag verließ er zusammen mit den Schiffen des Zerstörergeschwaders 11 San Diego und fuhr nach Norden. Im Hafen von San Francisco wurde dabei vom 27. bis zum 29. Juni ein Zwischenstopp zum bunkern von Kohle eingelegt. Den Hafen von Tacoma, Washington erreichten die Zerstörer am 2. Juli. Zwei Tage später gingen die Landungstruppen der USS YOUNG an Land um sich am Independence Day an der dortigen Parade zu beteiligen. Nach dieser Parade wechselte der Zerstörer nach Seattle. Hier legte der Zerstörer an den Zerstörertender USS MELVILLE ( AD-2 ) längsseits an und unterzog sich vom 16. Juli bis zum 17. August einigen Instandhaltungsarbeiten. Am 23. Juli legte die USS HENDERSON in Seattle an. An Bord befand sich US Präsident Warren Gamaliel Harding ( 2. November 1865 – 2. August 1923 ) und war auf einer Kreuzfahrt nach Alaska. Hier in Seattle ordnete er eine Flottenschau an, eine der letzten Amtshandlungen vor seinem Tod. An dieser Parade nahmen unter anderem das Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-38 ) und die Zerstörer USS YOUNG, USS S P LEE ( DD-310 ) und USS CHASE ( DD-323 ) teil. Nach den Instandhaltungsarbeiten durch die Besatzung der USS MELVILLE, der Zerstörertender befand sich dabei im Lake Washington, wechselte die USS YOUNG in die Puget Sound Navy Yard. Hier wurde noch Restarbeiten an dem Zerstörer vorgenommen. Ende August verließ der Zerstörer wieder die Werft und eskortierte zusammen mit anderen Zerstörern die Schiffe der Schlachtschiff Division bis in die San Francisco Bay. Auf dem Weg dorthin wurde erneut Torpedoangriffe geübt. Dabei kam während dieser taktischen Übungen auch die Vernebelung zum Schutz der Angriffe zum Einsatz. Im Hafen von San Francisco lag die USS YOUNG dann am Pier 15 zusammen mit den Zerstörern der Zerstörer Division 11.
Am 7. September 1923 erhielt Lieutenant Commander William Lowndes Calhoun ( 13. Juli 1884 – 19. Oktober 1963 ), Kommandant der USS YOUNG, den Befehl zusammen mit den Schiffen der Zerstörer Division 11 nach San Diego zu fahren. In diesem Geschwader befanden sich vierzehn Zerstörer. Das Führungsschiff war die USS DELPHY ( DD-261 ) auf dem sich der Kommandant des Geschwaders Captain Edward Howe Watson ( 28. Februar 1874 – 7. Januar 1942 ) befand. Zu dem Geschwader gehörten noch die Zerstörer USS YOUNG, USS S P LEE, USS FULLER ( DD-297 ),  USS WOODBURY ( DD-309 ), USS NICHOLAS ( DD-311 ), USS FARRAGUT ( DD-300 ), USS PERCIVAL ( DD-298 ), USS SOMERS ( DD-301 ), USS CHAUNCEY ( DD-296 ), USS KENNEDY ( DD-306 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ), USS STODDERT ( DD-302 ) und USS THOMPSON ( DD-305 ). Am Morgen des 8. September gegen 7:00 Uhr hievten die Zerstörer die Anker auf. Die See war spiegelglatt und ruhig. Um 8:30 Uhr ging das Geschwader auf den Generalkurs von 160° und die Marschfahrt wurde auf 20 Knoten erhöht. Gegen 11:30 Uhr erfolgte die letzte terrestrische Ortsbestimmung. Nach drei weiteren Stunden änderten die Schiffe des Geschwaders den Kurs auf 150° und ab 16:30 Uhr in Kiellinie wegen des sich verschlechternden Wetters. Gegen 18:00 Uhr erreichten die Schiffe den Nordeingang des Santa Barbara Channel. Da man nun keine Landsicht mehr hatte wegen der schlechten meteorologischen Bedingungen, bediente sich Captain Watson der Funkpeilstelle auf Point Arguello. Diese meldete sich dreizehn Minuten nach der Anfrage und gaben den Kurs von 320° an. In den folgenden dreißig Minuten wurden dann weitere Peilungen an die USS DELPHY übermittelt. Nach diesen werten fuhr das Geschwader direkt auf den Point Arguello zu. Captain Watson hätte den Fehler bereits da bemerken müssen, schenkte aber den Angaben der Funkpeilstelle keine weitere Beachtung und gab den Kurs von 150° und die Geschwindigkeit von 20 Knoten an die anderen Schiffe des Geschwaders weiter. Um 20:00 Uhr wurden die errechneten Koordinaten an die anderen Schiffe weitergegeben die immer noch in Kiellinie folgten. Die Navigationsoffiziere errechneten allerdings einen vollkommen anderen Standort der viel zu gefährlich nahe an der Küste sich befand. Doch die Kommandanten hatten nicht den Mut diese Daten dem Geschwaderchef zu übermitteln. Nach der Peilung der Funkpeilstelle um 20:39 Uhr und 20:58 Uhr befand sich das Geschwader nördlich von Point Arguello anstatt wie von Captain Watson angenommen südlich davon. Ohne eine Ankündigung änderte die USS DELPHY um 21:00 Uhr den Kurs auf 95° und verschwand im Nebel. Das Kursänderungssignal mit dem neuen Kurs wurde den in Kiellinie folgenden Zerstörern nachträglich übermittelt. Fünf Minuten nach der Kursänderung lief die USS DELPHY mit 20 Knoten auf die Felsen der kalifornischen Küste auf. Drei Besatzungsmitglieder starben dabei und fünfzehn wurden verwundet. Der Zerstörer brach in der Mitte auseinander und das Heck sank unter die Wasseroberfläche. Geistesgegenwärtig konnte man auf dem Zerstörer noch das Signalhorn aktivieren um die anderen Schiffe zu warnen. Doch für die USS FULLER, USS S P LEE, USS WOODBURY, USS NICHOLAS und USS YOUNG kam es zu spät die selber ohne die Fahrt verringert zu haben auf Grund liefen. Wie folgt liefen die Zerstörer nach ihrer taktischen Nummer hinter dem Führungsschiff. Die USS S P LEE folgte der USS DELPHY. Man drehte nach Backbord und lief auf Grund. Die USS YOUNG leitete keine Drehung ein und riss sich den Rumpf unterhalb der Wasserlinie an einem Felsen auf. Außerdem lief der Zerstörer in die noch rotierenden Propeller der USS DELPHY die weiteren Schaden verursachten. Das schnell eindringende Wasser ließ den Zerstörer von einer Minute nach Steuerbord kentern und zwanzig Seeleute, hauptsächlich das Feuerungs- und Motorenpersonal, fanden den Tod. Die USS WOODBURY wich nach Steuerbord aus und lief dabei auf einen vorgelagerten Felsen auf. Die USS NICHOLAS drehte nach Backbord und lief ebenfalls auf Felsen auf. Die USS FARRAGUT lief zwar auf Grund, konnte sich aber selber befreien und wurde gerettet. Die USS FULLER lief neben der USS WOODBURY auf den Felsen auf. Die USS PERCIVAL konnte ausweichen und blieb unbeschädigt. Die USS SOMERS wurde nur leicht an einem Felsen beschädigt. Die USS CHAUNCEY konnte rechtzeitig stoppen und man versuchte dann Seeleute von der USS YOUNG zu retten. Dabei lief der Zerstörer selber auf Grund und ging verloren. Die USS KENNEDY, USS PAUL HAMILTON, USS STODDERT und USS THOMPSON konnten rechtzeitig ausweichen und blieben unbeschädigt.
Lieutenant William Lowndes Calhoun wusste, dass er keine Zeit hatte um seine Mannschaft mit Booten oder Flößen von Bord des sinkenden Schiffes zu retten. Mit Lieutenant E. C. Herzinger und Bootsmannsmaat Arthur Peterson sprach er die Möglichkeiten einer Rettung durch damit die Schiffsbesatzung nicht in das ölige Wasser springen musste. Bootsmannsmaat Peterson meldete sich freiwillig rund 100 Yards zu einem aus dem Wasser ragenden Brückenfelsen zu schwimmen. Bevor er dies aber tun konnte strandete die USS CHAUNCEY genau zwischen der USS YOUNG und diesem Brückenfelsen. Damit war der Fluchtweg der Schiffsbesatzung erheblich gesunken, da beide Schiffe rund 75 Meter voneinander getrennt auf dem Felsen lagen. Bootsmannsmaat Peterson sprang in das Wasser und schwamm zu der USS CHAUNCEY. Dort rettete man ihn aus dem Wasser und er konnte über die Situation von der USS YOUNG berichten. Umgehend wurde ein Floß mit sieben Mann Besatzung zu Wasser gelassen. Elf Fahrten musste dieses Floß absolvieren um alle 70 Überlebende von der USS YOUNG in Sicherheit zu bringen. Um 23:30 Uhr gingen die letzten Männer der USS YOUNG an Bord der USS CHAUNCEY. Auf diesem Floß befand sich Lieutenant Commander William Lowndes Calhoun und Lieutenant E. C. Herzinger. Bei der dann anschließenden Untersuchung über das Honda Point Desaster dankte man LCDR William Lowndes Calhoun für seine Seemännischen Fähigkeiten und seine gezeigte Intelligenz um so wenig wie möglich an Verlusten der Mannschaft zu haben. Außerdem dankte man Bootsmannsmaat Peterson für sein gezeigtes Heldentum beim schwimmen durch die turbulente See. Auch Lieutenant Herzinger erhielt den Dank der Untersuchungskommission ausgesprochen für sein besonderes Verhalten während der Rettung der Schiffsbesatzung. Neben diesen drei Belobigten hob Rear Admiral Sumner Ely Wetmore Kittelle ( 14. Juni 1867 – 29. Dezember 1950 ) den Feuerwehrmann First Class J. T. Scott hervor, der das Hauptölventil zur Versorgung der Kessel schließen wollte um so eine Kesselexplosion zu verhindern. Er ging freiwillig unterhalb des Feuerungsraumes und versuchte unter den dort befindlichen Bodenplatten das Ventil zu schließen. Aber durch das schnell eindringende Wasser hinderte ihn daran seinen Auftrag auszuführen. Er überlebte das Inferno.
Am 26. Oktober 1923 stellte man das Schiffswrack außer Dienst und strich den Namen USS YOUNG ( DD-312 ) am 20. November 1923 von der US Navy – Liste. Nachdem man dann während einer dazu angelegten Operation die auf dem Schiffswrack befindliche Munition geborgen hatte, verkaufte man den Schiffskörper am 29. Oktober 1925 an Robert H. Smith in Oakland, Kalifornien.


USS YOUNG ( DD-312 )
Commanding Officer

LCDR Herbert James Ray         29. November 1920 – 19. November 1921 (erreichter Rang RADM)
CDR Ingolf Norman Kiland         19. November 1921 – 27. Februar 1922 (erreichter Rang VADM)
LCDR Howard Kirk Lewis          27. Februar 1922 – Juli 1923
LCDR William Lowndes Calhoun           Juli 1923 – 8. September 1923 (erreichter Rang ADM)