Archiv für den Monat: November 2016

USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 )

USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 )

Biografie

William David Porter
* 10. März 1808 in New Orleans, Louisiana
† 1. Mai 1864 im St. Luke Hospital in New York
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

William David Porter war der Sohn von Commodore David Porter ( 1. Februar 1780 – 3. März 1843 ), der ältere Bruder des späteren Rear Admirals David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) sowie der Pflegebruder des späteren Admirals David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ). Den Großteil seiner Kindheit verbrachte William in Chester, Pennsylvania. Nach einem frühen und erfolglosen Versuch seinem Onkel John Porter aus dem Weg zu gehen, dieser war Alkoholiker und befehligte das Linienschiff USS FRANKLIN ( 1815 ), unterschrieb der zwölfjährige William David Porter nach Drängen seiner Familie 1820 seinen Eintritt in die US Navy mit der Bedingung auf der USS FRANKLIN zu dienen. Das Schiff wurde im Pazifik Geschwader eingesetzt und war dessen Flaggschiff. 1823 beförderte man William David Porter zum Midshipman und elf Jahre später zum Lieutenant. Von 1838 bis 1840 diente er als Leuchtturm Inspektor an der Ostküste zwischen Norfolk, Virginia und New York. Danach versetzte man den jungen Porter an die Washington Navy Yard wo er Ordonanzoffizier war. Während dieser Zuordnung interessierte er sich sehr für die Entwicklung von Sprenggranaten für die US Navy. Nach dem Verlassen der Washington Navy Yard verbrachte Porter die folgenden zehn Jahre damit die Ausstattungen der neuen Dampfschiffe für die US Navy zu überwachen und er war der Kommandeur von Versorgungsschiffen die für die Navy Einheiten im Ausland die Post und andere Dinge bereitstellten und auslieferten. Im Jahre 1855 versetzte man Porter in den Ruhestand. In den aktiven Dienst kehrte er im Jahre 1859 zurück und übernahm im Februar das Kommando über die Kriegskorvette USS ST. MARY ( 1844 ) in Panama Stadt. Mit diesem Schiff bewachte er die Pazifikküste von Mexiko und Zentralamerika zum Schutz der amerikanischen Interessen in diesem Bereich. Im Herbst 1860 kehrte Porter mit dem Schiff nach Panama Stadt zurück wo er mit der britischen Korvette HMS CLIO ( 1858 ) einen Aufstand niederschlug um französische Bürger zu schützen. Nachdem sich Ende 1860 die politische Lage in den Vereinigten Staaten immer weiter verschlechterte und es sich abzeichnete, dass ein Bürgerkrieg unausweichlich wurde, verlegte man die ST. MARY zu ihrem Heimatstützpunkt in Mare Island, Kalifornien. Von dort aus sollte das Schiff die Handelsschifffahrt auf dem Pazifik gegen mögliche konföderierte Kriegsschiffe schützen. Im Sommer 1861 entlastete man aber Porter von dem Kommando über die Korvette und versetzte ihn nach Washington DC. Noch vor dem Herbst bekam Porter besondere Aufgaben in Saint Louis, Missouri zugewiesen. Er sollte Commander John Rodgers ( 8. August 1812 – 5. Mai 1882 ) unterstützen ein neues Geschwader auf dem Mississippi aufzubauen um diesen Fluss und dessen Nebenfluss für die Union zu sichern. Am 30. August 1861 übergab Rodgers das Kommando über das neue Mississippi River Geschwader an Flag Offizier Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 – 26. Juni 1863 ). Foote übertrug Porter am 3. Oktober das Kommando über die ehemalige Fähre NEW ERA die zu einem Kanonenboot umgerüstet worden war. Mit diesem Schiff bewachte Porter den Cumberland River und hielt ein wachsames Auge auf die wachsenden konföderierten Truppen entlang des Flusses. Im November musste Porter mit der NEW ERA nach St. Louis wo dringende Reparaturen vorgenommen werden mussten. In dieser Zeit taufte er das Schiff kurzerhand in USS ESSEX ( 1856 ) um. Damit wollte Porter zum einen die Fregatte USS ESSEX ( 1799 ) und seinen Vater David Porter ehren der mit diesem Schiff im Krieg von 1812 gekämpft hatte. Nach den Reparaturen kehrte Porter mit der USS ESSEX zum Geschwader bei Cairo, Illinois zurück. Schon am 10. Januar 1862 engagierte sich Porter mit der USS ESSEX und der USS ST. LOUIS ( 1861 ) unter dem Kommando von Lieutenant L. Paulding gegen drei konföderierte Kanonenboote in der Nähe von Lucas Bend, Missouri und zwang sie sich unter den Schutz der südlichen Küstenbatterien zurück zu ziehen. Drei Tage später mussten die beiden Kommandanten mit ihren Schiffen wieder diese drei verjagen. Wären die Küstenbatterien nicht gewesen, so hätte Porter die feindlichen Schiffe entern lassen. Am 6. Februar nahm Porter mit der USS ESSEX an dem Angriff auf Fort Henry, Tennessee in zweiter Linie teil. In sein Schiff schlugen durch anhaltendes schweres Feuer durch die Küstenbatterien mehrere Treffer ein. Mindestens 15 direkte Treffer zählte man. Etwa eine halbe Stunde nach Kampfbeginn erhielt die USS ESSEX einen Treffer durch eine 32 Pfund Granate die in den Kesselraum eindrang und den Heizkessel zerstörte bei der Explosion. 28 Männer in diesem Raum wurden stark verbrüht. Commander Porter selber wurde durch die Explosion geblendet und erlitt ebenfalls Verbrühungen. Nach dem Kampf schleppte man das Schiff für Reparaturarbeiten in die Werft nach St. Louis ab. Vom Krankenbett aus leitete Porter die Aufrüstung seines Schiffes ohne amtliche Zulassung in ein eisernes Kanonenboot. Man verlängerte und verbreiterte das Schiff, überarbeitete es komplett, veränderte ihr Äußeres auf dramatische Weise und baute neue und leistungsfähigere Motoren ein. Zur gleichen Zeit überwachte Porter aber noch den Bau von zwei weiteren Panzerschiffen. Der USS LAFAYETTE ( 1848 ) und der USS CHOCTAW ( 1856 ). Nach den Erprobungsfahrten mit der USS ESSEX kehrte Porter mit dem Schiff am 15. Juli 1862 zum Geschwader zurück und nahm an Operationen gegen Vicksburg, Mississippi teil. Im Morgengrauen des 22. Juli 1862 trafen das konföderierte Panzerschiff CSS ARKANSAS ( 1862 ) unter dem Kommando von Captain Isaac Newton Brown ( 27. Mai 1817 – 1. September 1889 ) mit der USS ESSEX und dem Seitenraddampfer USS QUEEN of the WEST ( 1854 ) aufeinander. Der Dampfer blieb während des Kampfes zwischen den beiden Schiffen und der konföderierten Küstenbatterie in sicherer Distanz. Die Druckwelle eines Schusses von der USS ESSEX schob das Schiff in den Flussschlamm wo es stecken blieb. Porter war außer sich vor Wut und konnte nur mit großer Mühe das Schiff wieder befreien. Er musste sich zurück ziehen mit dem Seitenraddampfer im Schlepptau. Während des Kampfes hatte die USS ESSEX wenig Schaden genommen und Porter konnte mit dem Schiff auf dem Mississippi zwischen Vicksburg und Baton Rouge patrouillieren. Am 5. August 1863 unterstützte er mit seinem Schiff und dem Dampfer USS SUMTER ( 1862 ) Unionstruppen bei der Abwehr von konföderierten Truppen die Baton Rouge angriffen. Nach dem siegreichen zurückweisen dieses Angriffes fuhr Porter mit der USS ESSEX nach Norden um sich anrückenden CSS ARKANSAS zu stellen. An einer Biegung des Flusses lauerte Porter dem konföderierten Panzerschiff auf und ließ es dann mit Granaten beschießen die er selber erfunden hatte. Nach einem 20-minütigem Beschuss brach Feuer auf der CSS ARKANSAS aus. Das Munitionsdepot explodierte und das Schiff sank. Dadurch konnte allerdings nicht detailliert festgestellt werden ob das Schiff einen Volltreffer erhielt oder die Besatzung wegen Motorproblemen das Schiff selber versenkte. Porters kühne Aktion sich dem Panzerschiff wiederholt zu stellen und es vernichtet wurde, erkannte der Kongress im Juni 1864 an und verlieh der Crew der USS ESSEX ein Preisgeld von 25.000 Dollar. Im September 1862 führte Porter seine letzten Aktionen in diesem Krieg durch. So bombardierte er Natchez, Mississippi und duellierte sich mit den konföderierten Küstenbatterien bei Port Hudson, Louisiana. Am Ende des Monats kehrte er nach New Orleans zurück wo neue Aufträge auf ihn warteten. Man ernannte William David Porter zum Commodore und versetzte ihn zum Dienst nach New York. Dort diente er in verschiedenen Funktionen bis er im April 1864 in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Ärzte konnten uhn nicht mehr retten. Am 1. Mai 1864 verstarb Commodore William David Porter an einer Herzkrankheit im St. Luke Hospital in New York City. Man begrub ihn auf dem Greenwood Friedhof in New York. Im Juni exhumierte man seine Leiche und begrub sie neben seinem Vater Commodore David Porter in The Woodlands, Philadelphia.


USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore William David Porter benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsundneunzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wuede am 7. Mai 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mary Elizabeth Reeder taufte am 27. September 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Wilfred Aves Walter ( 13. Januar 1908 – 12. August 1996 ) stellte am 6. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Kurz nachdem die USS WILLIAM D PORTER in den Dienst gestellt wurde, verließ das Schiff die Werft in Orange und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese führte das Schiff über Galveston, Texas und Algier, Louisiana bis zur Guantanamo Bay, Kuba. Diese erreichte der Zerstörer am 30. Juli. Hier begann die Mannschaft mit ihrem Training und den Schießübungen welche einen Monat dauerten. Nach dieser Ausbildungsfahrt fuhr das Kriegsschiff mit einem Zwischenstopp auf der Navalstation auf den Bermudas nach Charleston, South Carolina. In dem Hafen legte die USS WILLIM D PORTER am 7. September an. Hier wurden auch die letzten Mängel beseitigt die während der Erprobungsfahrt aufgetreten waren. Am Ende des Monats September verließ der Zerstörer wieder den Hafen von Charleston und fuhr nach Norfolk, Virginia. In den nun folgenden fünf Wochen wurden zusammen mit dem Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) und anderen Schiffen der Atlantikflotte mehrere Gefechtsübungen durchgeführt. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Norfolk zurück. Hier bereitete man den Zerstörer auf eine Fahrt über den Atlantik vor. Am 12. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Norfolk ab und sollte sich vor der US Amerikanischen Ostküste auf hoher See mit dem neugebaute Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) treffen, welches von den Zerstörern USS HALL ( DD-583 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko schon eskortiert wurde. An Bord des Schlachtschiffes befand sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs. Diese wollten an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) teilnehmen. Danach flogen sie in den Iran um mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilnehmen zu können. Doch diese Kreuzfahrt stand für die USS WILLIAM D PORTER unter keinem guten Stern. Schon beim Ablegen in Norfolk passierte das erste Missgeschick. Man war auf dem Zerstörer mit dem hieven des Ankers beschäftigt, da nahm das Schiff auch schon nach achteraus Fahrt auf. Mit dem noch nicht vollständig eingeholten Anker beschädigte man ein Rettungsboot, die Kommandantenpinasse und die Rehling eines Schwesterschiffes. Am folgenden Tag waren die vier Schiffe des Verbandes unterwegs und hatten Befehl erhalten wegen der Gefahr durch deutsche U-Boote unter strikter Funkstille zu fahren. Da löste sich bei rauer See eine ungesicherte Wasserbombe auf der USS WILLIAM D PORTER, fiel ins Wasser und explodierte. In der Annahme das deutsche U-Boote den Verband gesichtet und einen Torpedoangriff gestartet hätten, führten die anderen drei Schiffe Ausweichmanöver durch. Kurz darauf brach man auf dem Zerstörer die Funkstille und teilte die Ursache der Explosion mit. In den Logbüchern der USS WILLIAM D PORTER und der USS IOWA wurde allerdings nichts über eine Wasserbombenexplosion erwähnt. Dafür war in dem Logbuch des Zerstörers über einen Kaventsman, einer Monsterwelle, berichtet worden. Durch diese Welle wurden alle nicht festgezurrten Gegenstände und ein Besatzungsmitglied über Bord gespült. Die Suche nach dem Mann wurde wenig später ergebnislos abgebrochen. Außerdem fiel durch diese Monsterwelle der Kessel Nummer 3 aus. Dadurch musste die USS WILLIAM D PORTER aus der Formation ausscheren. Erst nachdem der Kessel Nummer 4 genügend Dampf brachte, konnte der Zerstörer dem Schiffsverband hinterher eilen. US Präsident Roosevelt wünschte sich am 14. November, dass die vier Schiffe eine Flugabwehrübung durchführen sollten um ihre Fähigkeiten zur Verteidigung zu demonstrieren. Der Drill begann mit der Freigabe von einer größeren Anzahl von Ballons. Diese waren als Ziele zum Einsatz gekommen. Die meisten davon wurden durch die Kanoniere der USS IOWA abgeschossen, doch einige wenige trieben in Richtung der USS WILLIM D PORTER die ebenfalls abgeschossen werden konnten. Gleich daran anschließend begann auf den Zerstörern ein Drill als simulierter Torpedoangriff auf die USS IOWA. Doch auch hier lief auf dem Zerstörer nichts nach dem Reglement ab. Ein scharfer Torpedo wurde durch das Versäumnis von Chief Torpedoman Lawton Dawson um 14:36 Uhr aus dem Rohr Nummer 3 der USS WILLIAM D PORTER abgefeuert und lief auf das Schlachtschiff zu. Um die Funkstille nicht zu brechen, befahl Lieutenant Commander Wilfred Aves Walter die Warnmeldung per Signalscheinwerfer zu morsen. Doch die Übermittlung war mehr wie fehlerhaft. So wurde die Richtung des Torpedos falsch angegeben, dann kam die Botschaft das man versuche einen Torpedo zu sichern. Es gab aber keine Warnmeldung das ein Torpedo auf die USS IOWA zulaufe. Erst nach diesem selbst inszenierten Chaos auf dem Zerstörer wurde erneut die Funkstille gebrochen und das Schlachtschiff mit Codewörtern über die Gefahr informiert. Auf der USS IOWA selber hatte sich Captain John L. McCrea ( 29. Mai 1891 – 30. Januar 1990 ), Kommandant des Schlachtschiffes, die Identität des Zerstörers bestätigen lassen und ließ das große Schiff beidrehen um dem Torpedoangriff zu entgehen. Mittlerweile war US Präsident Roosevelt selber über die Situation informiert worden und ließ sich fasziniert über diesen heraneilenden Torpedo an die Rehling schieben um diesen besser beobachten zu können. Nach wenigen Sekunden detonierte exakt um 14:40 Uhr der Torpedo im Kielwasser des Schlachtschiffes in ungefähr dreitausend Metern Entfernung. Der gesamte Vorfall dauerte vier Minuten. Sofort nach bekanntwerden der heiklen Situation bezichtigte man die gesamte Mannschaft der USS WILLIAM D PORTER des Mordkomplotts. Man enthob Lieutenant Commander Walter vorübergehend seines Postens und stellte ihn und die Schiffsbesatzung unter Arrest. Das war Einmalig in der Geschichte der US Navy. Die USS WILLIAM D PORTER wurde noch am selben Tag aus dem Verband ausgeschlossen und musste zur Marinebasis auf den Bermudas umkehren. Hier stellte man die gesamte Mannschaft vors Kriegsgericht und es gab vom 16. bis zum 23. November eine Untersuchung des Vorfalls. US Präsident Roosevelt schätzte allerdings das Vorkommnis als Unfall ein und intervenierte zur Aussetzung der Bestrafungen. Chief Torpedoman Lawton Dawson wurde dadurch nur zu vierzehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Lieutenant Commander Walter erhielt nach der Kriegsgerichtsverhandlung wieder das Kommando über die USS WILLIAM D PORTER. Am 23. November verließ der Zerstörer die Marinebasis und legte zwei Tage später im Hafen von Norfolk wieder an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine kommenden Aufgaben im Pazifik vor. In Norfolk legte der Zerstörer am 4. Dezember ab und fuhr über Trinidad zum Panamakanal. Diesen durchquerte der Zerstörer am 12. Dezember und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Die USS WILLIAM D PORTER lag in diesem Hafen vom 19. bis zum 21. Dezember. Man füllte die Treibstoffbunker auf und übernahm angemessene Kleidung und andere Vorräte für den Dienst in den Aleuten. Am 21. Dezember verließ das Kriegsschiff den schützenden Hafen von San Diego und erreichte acht Tage später Dutch Harbor, Unalaska. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Force 94 ein die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ) befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING ( DD-685 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS ISHERWOOD ( DD-520 ). Schon am 2. Januar 1944 verließen die Schiffe der TF 94 den Dutch Harbor und fuhren nach Adak. Hier beteiligten sie sich an mehreren Übungen. Die USS WILLIAM D PORTER verließ aber schon am 17. Januar die Task Force und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen lief der Zerstörer am 22. Januar ein und blieb bis zum 1. Februar liegen. An diesem 1. Februar machte man die Leinen des Kriegsschiffes wieder los und es eskortierte den Zerstörertender USS BLACK HAWK ( AD-9 ) nach Adak. In die dortigen Gewässer liefen die beiden Schiffe am 10. Februar ein und den Zerstörer gliederte man in die Task Group 94.6 ein die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker während des Paramushiru Bombardements befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS WILLIM D PORTER, USS PICKING, USS WICKES, USS YOUNG, USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS CHARLES J BADGER, USS LUCE ( DD-522 ) und USS SPROSTON ( DD-577 ). Am 28. Februar verließen die Schiffe der TG 94.6 den Hafen von Adak und erreichten am folgenden Tag die Aleuteninsel Attu. Man füllte die Treibstoffbunker der Schiffe auf, welche gleich anschließend wieder den Hafen verließen und in Richtung Kurilen fuhren. In diesen Gewässern begannen die Zerstörer ab dem 3. März mit ihren Patrouillen. Am folgenden Tag beteiligte sich die USS WILLIAM D PORTER an dem Bombardement von japanischen Stellungen bei Suribachi Wan und Kurabi Saki auf Paramushiru. Dabei wurde auch das japanische Frachtschiff KOKAI MARU ( 2.000 BRT ) beschädigt. Das Bombardement musste allerdings vorzeitig beendet werden. Es braute sich ein Sturm zusammen und die Schiffe der TG 94.6 mussten aufs offene Meer zurück kehren um die zu erwatenden Wellen zu überstehen. Durch dieses schwere Wetter erlitten neben der USS WILLIAM D PORTER auch der Leichte Kreuzer USS RICHMOND und die Zerstörer USS KIMBERLY, USS ISHERWOOD, USS LUCE, USS SPROSTON, USS PICKING und USS YOUNG Beschädigungen. Die Schiffe mussten deshalb zurück nach Attu, wo sie am 4. März anlegten. Doch die Zerstörer der Zerstörerdivision 97, in dieser befanden sich die USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS SPROSTON, USS WICKES und USS YOUNG, verließen erst am 5. März die Gewässer der Kurilen und erreichten am Morgen des 7. März den schützenden Hafen auf Attu. Drei Tage später liefen bis auf die USS WILLIAM D PORTER alle Schiffe der TG aus und begannen eine Anti-U-Boot Patrouille in den Gewässern rund um Attu. An der USS WILLIAM D PORTER mussten mehrere Beschädigungen beseitigt werden, die durch das schwere Wetter bei den Kurilen hervorgerufen worden waren. Die Reparaturen zogen sich über mehrere Tage hin, so dass der Zerstörer erst am 14. März wieder voll einsatzfähig war und sich an den folgenden Patrouillenfahrten wieder beteiligen konnte. Diese gezielten Patrouillenfahrten waren aber auch schon am 17. März für die Schiffe der TG 94.6 beendet. Die USS WILLIAM D PORTER kehrte nach Attu zurück und begleitete in den folgenden Wochen mehrere Versorgungsschiffe innerhalb der von den Amerikanern zurückeroberten Inseln der Aleuten. Ab Mitte Mai gliederte man die USS WILLIAM D PORTER in die Task Force 94 ein, die Rear Admiral Ernest Gregor Small ( 5. November 1888 – 27. Dezember 1944 ) während der Angriffe auf die Kurilen befehligte. In der TF befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS SPROSTON, USS WICKES, USS YOUNG, USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS CHARLES J BADGER und USS LUCE. Für die kommenden Kämpfe in den Kurilen begann man am 26. Mai mehrere Trainingseinheiten vor Attu zu absolvieren. Vier Tage später löste Commander Charles Melville Keyes ( 3. April 1910 – 30. Oktober 1979 ) den bis dahin kommandieren Offizier Lieutenant Commander Wilfred Aves Walter auf der USS WILLIAM D PORTER ab. Am 10. Juni verließen die Schiffe der TF 94 die Kulak Bay auf Attu und fuhren zur Kurileninsel Matsuwa. Früh am Morgen des 13. Mai lagen diese Schiffe vor der Insel bereit und begannen ab 5:13 Uhr mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Zwanzig Minuten nach dem Beginn der Beschießung erhielt man auf der USS WILLIAM D PORTER einen Radarkontakt von einem nicht identifizierbaren Oberflächenschiff das mit einer Geschwindigkeit von über 55 Knoten unterwegs sein musste. Das Radarpersonal identifizierte dieses Signal versuchsweise als feindlichen U-Boot-Jäger. Dadurch beendete der Zerstörer den Beschuss auf die Kurileninsel und verschoss seine Granaten auf das neue Ziel. Bald darauf verschwand die Reflexion auf dem Bildschirm. Man nahm anschließend an, dass die abgefeuerten Granaten der Schiffe aus der TF 94 für dieses Phänomen verantwortlich waren. Wenige Minuten später wurde der Beschuss abgebrochen und die Schiffe der TF verließen wieder die Gewässer der Kurileninsel. Auf der Operationsbasis der TF 94 wurden die Schiffe nach der Heimkehr aufgetankt und erhielten frische Munition. Am 24. Juni verließen die Schiffe erneut die Kulak Bay und fuhren erneut zu den Kurileninseln. Doch diesmal lag man zwei Tage später vor der Insel Paramushiru. Die amerikanischen Schiffe lagen beim Eintreffen vor dieser Insel in einem dicken Nebel gehüllt. Die Sichtweite betrug unter zweihundert Meter. Trotzdem begann man mit dem Bombardement auf japanische Stellungen nach den Vorgaben der Zielkoordinaten. Noch am selben Tag kehrten allerdings die amerikanischen Schiffe wieder um und hievten am 28. Juni in der Kulak Bay ihre Anker über Bord. In dem nun folgenden Monat begann man auf der USS WILLIAM D PORTER mit mehreren Trainingsübungen für die dritte Fahrt zu den Kurilen. Dazu gliederte man den Zerstörer Ende Juli in die Task Group 94 ein. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS CONCORD ( CL-10 ) und USS TRENTON ( CL-11 ) und die Zerstörer USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS WICKES, USS YOUNG, USS KIMBERLY, USS ROWE ( DD-564 ), USS SMALLEY ( DD-565 ), USS STODDARD ( DD-566 ) und USS WATTS ( DD-567 ). Am 1. August verließen diese Schiffe die Kulak Bay und fuhren zu den Kurilen. Am folgenden Tag befanden sie sich auf dem Weg zur Insel Matsuwa. Da griff ein zweimotoriger japanischer Bomber vom Typ Mitsubishi G4M den Verband an. Sofort schlug diesem Flugzeug ein Hagel von Luftabwehrgeschossen entgegen. Das war das einzige nennenswerte Ereignis auf dieser Patrouillentour, da vor der Kurileninsel sich schlechtes Wetter zusammenbraute und sich ständig feindliche Aufklärungsflugzeuge in der Luft befanden. Das Bombardement auf die Insel Matsuwa wurde daher abgesagt und die Schiffe kehrten nach Attu zurück. Die USS WILLIAM D PORTER ließ am 4. August ihren Anker in der Massacre Bay, Attu fallen. Am 7. August verließ die USS WILLIAM D PORTER zusammen mit den Zerstörern USS WICKES und USS YOUNG die Aleuteninsel Attu. Alle drei Kriegsschiffe fuhren nach San Francisco, Kalifornien und legten in der Mare Island Naval Shipyard, Vallejo, Kalifornien an. In der Werft unterzogen sie sich einigen Reparaturen und einer Überholung zur Vorbereitung auf den Westpazifik. Am 16. August erreichte die USS WILLIAM D PORTER die Werft. Die Reparaturen und die Überholung an diesem Schiff begannen aber erst in den ersten Tagen des September. Die Arbeiten waren am 27. September mit einer Probefahrt abgeschlossen. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer die Werft und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem dortigen Hafen lief das Kriegsschiff am 2. Oktober ein. Hier stand das Schiff in den folgenden zwei Wochen im Trainingsbetrieb. Am 18. Oktober verließ die USS WILLIAM D PORTER wieder Pearl Harbor und fuhr zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In diesem Hafen legte der Zerstörer am 30. Oktober an. Anfang November wurden die Leinen des Kriegsschiffes wieder gelöst und es eskortierte das amerikanische Frachtschiff USS ALSHAIN ( AK-55 ) zuerst nach Hollandia, Neuguinea und von dort aus zur philippinischen Insel Leyte in die San Pedro Bay. Obwohl die USS WILLIAM D PORTER nicht an den direkten Invasionskämpfen um die Insel Leyte mit teilnehmen konnte, gab es immer noch harte Kämpfe in der San Pedro Bay gegen einen fanatischen Feind. Gleich nachdem man in der Bay ankerte, stürzten sich auch schon japanische Flugzeuge auf die ankernden Schiffe. Eines dieser angreifenden Flugzeuge fiel schon einem nahegelegenen Zerstörer zum Opfer, da war es noch nicht in der Reichweite der Flugabwehrkanonen der USS WILLIAM D PORTER. Doch das zweite japanische Flugzeug war dann das Opfer der Kanoniere auf dem Zerstörer noch bevor es sich auf eines der vor Anker liegenden Transportschiffe stürzen konnte und explodierte in der Luft. Ab Mitte November begann dann das Kriegsschiff bis zum Ende des Jahres Versorgungsschiffe zwischen Leyte, Hollandia, dem Seeadler Harbor, Bougainville, Westsalomonen und der philippinischen Insel Mindoro zu eskortieren. Am 21. Dezember eskortierte die USS WILLIAM D PORTER zusammen mit anderen Zerstörern einen Schiffskonvoi nach Mindoro. Da griffen zwei japanische Flugzeuge den Verband an. Diese warfen mehrere Bomben auf die Schiffe ab, trafen aber nicht. Auf dem Zerstörer eröffneten die Hauptbatterien ihr Feuer auf die beiden feindlichen Flugzeuge, trafen aber nicht. Die japanischen Piloten konnten ohne Schaden genommen zu haben wieder mit ihren Maschinen zurück zu ihrem Stützpunkt fliegen. Nicht lange danach gab es erneuten Luftalarm. Nun griffen vier japanische Flugzeuge den Verband an. Die Kanoniere auf der USS WILLIAM D PORTER konzentrierten ihr Abwehrfeuer auf die nächsten beiden Maschinen, von denen sie eine abschießen konnten. Das zweite feindliche Flugzeug wurde durch die Kanoniere anderer Zerstörer vom Himmel geholt. Die verbleibenden zwei Maschinen drehten nun ab. Ab diesem Zeitpunkt bis weit nach Mitternacht eskortierte eine japanische Flugstaffel den Schiffsverband. Die Flugzeuge blieben aber in einem gehörigen Abstand zurück und griffen nicht an. Noch vor der Morgendämmerung des folgenden Tages stieß man auf ein Vollbeladenes, aber verlassenes feindliches Landungsschiff das versenkt wurde. Nach dem Abschluss der Eskorte kehrte die USS WILLIAM D PORTER am 26. Dezember in die San Pedro Bay zurück. Hier beteiligte sich der Zerstörer bis zum 2. Januar 1945 bei den Vorbereitungen auf die Invasion der Philippinischen Insel Luzon und nahm an mehreren Manövern teil. Dazu versetzte man die USS WILLIAM D PORTER in die Task Group 77.2, der Fire Support und Bombardement Group während der Operation „Mike I“, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 77.2.2. In dieser TU waren ebenso die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und die Zerstörer USS WILLIAM D PORTER, USS BENNION ( DD-662 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS IZARD ( DD-589 ) und die beiden australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ). Am 3. Januar 1945 erreichten die Schiffe der TG 77.2 den Leyte Golf. Noch während der Durchquerung der Sulu Sea attackierten mehrere japanische Kamikazepiloten den Verband, konnten aber keinen Schaden anrichten. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe der TG westlich von Panay Island. Am 5. Januar erreichten die Schiffe das Südchinesische Meer durch die Mindoro Straße und lagen 70 Seemeilen Westnordwestlich der Subic Bay, Luzon. Ab diesem Punkt konnten Landgestützten japanischen Flugzeuge den Schiffsverband angreifen. Schon am Morgen gab es daher einen ersten Luftangriff durch feindliche Flugzeuge unter denen sich auch japanische Kamikazepiloten befanden. Doch die Luftabwehrkanoniere der USS WILLIAM D PORTER und die der anderen amerikanischen Schiffe brauchten zu diesem Zeitpunkt nicht in das Kampfgeschehen eingreifen, da die japanischen Maschinen von einer ständig in Luft befindlichen amerikanischen Kampfluftpatrouille abgedrängt und vernichtet wurden. Erst gegen 16:50 Uhr schafften es einige wenige feindliche Maschinen durch diesen Sicherheitsschirm durchzubrechen und griffen unverzüglich den Schiffsverband an. Die Luftabwehrkanoniere der USS WILLIAM D PORTER nahmen gegen 17:13 Uhr drei dieser durchgebrochenen japanischen Flugzeuge unter Beschuss, aber durch die zunehmende Dunkelheit konnte man nicht exakt aussagen ob man getroffen habe. Allerdings erfuhr man auf dem Zerstörer nochin dieser aufkommenden Nacht, das sich zwei Kamikazepiloten auf den Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ) aus der TG 77.2 und ein Selbstmordpilot auf den Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ) aus der Task Undergroup 77.4.2 stürzen konnten. Schon mit der aufgehenden Sonne am folgenden Tag trennten sich die Schiffe der der TU 77.2.2 von dem Verband und fuhren zum Santiago Island, die Insel liegt in der westlichen Einfahrt zum Lingayen Golf, und bombardierten dort japanische Küstenbefestigungen. Während des Tages starteten feindliche Flugzeuge nur sporadische Angriffe auf die Schiffe. Am Abend beschoss die USS WILLIAM D PORTER japanische Küstenbatterien die den Zugang zu den Landungsstränden bewachten. Um 17:38 Uhr richtete man auf dem Zerstörer seine alleinige Aufmerksamkeit einer alleinfliegenden japanischen Maschine. Die Luftabwehrkanoniere schossen mit den ersten Patronen dieses Flugzeug ab. Zwanzig Minuten später erschien eine zweimotorige Mitsubishi G4M. Auch diese feindliche Maschine wurde von den Kanonieren abgeschossen. Anschließend richtete man auf dem Kriegsschiff seine Aufmerksamkeit wieder den Zielen an Land und bombardierte diese. Am 7. Januar trennen sich die Schiffe der beiden TU aus der TG 77.2 wieder und beschießen feindliche Befestigungen rund um Santo Tomas und San Fabian. Noch am selben Tag gibt es einen erneuten japanischen Luftangriff. Jetzt operieren die Schiffe der TG unabhängig und nehmen den Bereich, der für die Landung auf Luzon vorgesehen war, zwei Tage lang unter Beschuss. Am 9. Januar beginnt die Landeoperation im Lingayen Golf und die USS WILLIAM D PORTER sowie alle anderen Schiffe der TG haben auch hier alle Hände voll zu tun. Zum einen beschießen sie japanische Küstenbefestigungen zur Unterstützung der Landungstruppen und zum anderen müssen sie sich gegen Angriffe aus der Luft und von Land her erwehren. Doch mit der erfolgreichen Bildung eines Brückenkopfes änderten sich die Aufgaben des Zerstörers. Das Kriegsschiff setzte nun nur noch nach Bedarf seinen Küstenbeschuss zur Unterstützung der Landungstruppen fort. Vom 11. bis zum 18. Januar begannen für die USS WILLIAM D PORTER zusammen mit anderen Zerstörern Patrouillenfahrten in den Zugängen des Lingayen Golf zum Schutz vor feindlichen Schiffen. Am 18. Januar bombardierte der Zerstörer erneut Ziele an Land zur Unterstützung amerikanischer Truppen. Gleich daran anschließend verankerte man das Kriegsschiff und setzte es als Radarvorpostenschiff zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen und zur Ortung von feindlichen U-Booten ein. Nach dieser Pflichtaufgabe patrouillierte die USS WILLIAM D PORTER ab dem 3. Februar erneut im Lingayen Golf. Man entdeckte dabei mehrere verlassene japanische Lastkähne. Diese bombardierte und versenkte man sofort damit diese nicht gegen die Invasionstruppen oder zur Evakuierung japanischer Truppen verwendet werden konnten. Nach diesem kurzen Ausflug nahm der Zerstörer bis zum 15. Februar seinen Radarvorposten wieder ein. An diesem Tage verließ die USS WILLIAM D PORTER den Lingayen Golf und eskortierte die Docklandungsschiffe USS LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS EPPING FOREST ( LSD-4 ) nach Guam, südlichste Insel des Marianenarchipels. Nach der Übergabe dieser beiden Schiffe kehrte der Zerstörer in den Lingayen Golf zurück. Doch hier gab es für das Kriegsschiff keine neuen Aufgaben und so fuhr es in die San Pedro Bay. Hier bereitete man den Zerstörer für die Operation „Iceberg“ zur Einnahme von Okinawa vor. Am 5. März beteiligte sich das Kriegsschiff zusammen mit anderen Zerstörern und Trägereinheiten durch angesetzte Manöver vor Cabugan Island beim Atoll Ulithi, Karolinen auf diese Invasion vor. Anschließend gliederte man die USS WILLIAM D PORTER in die Task Group 51.1, die Western Island Attack Group, die Rear Admiral Ingolf Norman Kiland ( 26. März 1895 – 10. Märt 1992 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ), die Zerstörer USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS SPROSTON, USS WICKES., USS ISHERWOOD, USS KIMBERLY, USS LUCE, USS CHARLES J BADGER und USS O´BRIEN ( DD-725 ), die Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS OBERRENDER ( DE-344 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ) und USS STERN ( DE-187 ), die Schnellen Truppentransporter USS SCRIBNER ( APD-122 ), USS KINZER ( APD-91 ) USS DICKERSON ( APD-21 ), USS DANIEL T GRIFFIN ( APD-38 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USSHERBERT ( APD-22 ) welche zusammen mit den Angriffstruppentransportschiffen USS ST MARY´S ( APA-126 ) und USS MOUNTRAIL ( APA-213 ) sowie 12 Mittler Infanterielandungsfahrzeuge, 24 Große Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe mit Raketen die Soldaten der 77. Infanteriedivision transportierten, 6 Angriffstransportschiffe und 28 Panzerlandungsschiffe sowie 8 Unterstützungsfahrzeuge. Am 9. März begannen sich diese Schiffe in der San Pedro Bay zu sammeln. Das letzte Schiff traf am 16. März ein. Drei Tage später bereitete man die Schiffe zum Verlassen ihrer Reedepositionen vor. Am 21. März verließ der Schiffsverband der TG 51.1 die San Pedro Bay und erreichte vier Tage später die Ryukyu Inseln. Ab dem Morgen des 25. März wurden praktisch die Kerama Retto Inseln ohne großen Widerstand eingenommen. Die USS WILLIAM D PORTER setzte man ab diesem Tage bis zum 1. April, dem Tag der Invasion auf Okinawa, vor den Kerama Retto Inseln als Luftabwehr und zum Schutz vor feindlichen U-Booten ein. Zwischendurch gab das Kriegsschiff allerdings auch Feuerunterstützung für die anlandenden Truppen und zum Schutz der Minensucher. Am Morgen des 1. April begann die Invasion auf Okinawa. Dafür gliederte man die USS WILLIAM D PORTER in die Task Force 54 ein die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) während der Operation “Iceberg” befehligte. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zu den nicht fest zugeordneten Schiffseinheiten und stand zur freien Verfügung. Ähnlich wie dem Zerstörer erging es dem Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), den Schweren Kreuzern USS LOUISVILLE und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), den Leichten Kreuzern USS VINCENNES ( CL-64 ), USS VICKSBURG ( CL-86 ) und USS MOBILE ( CL-63 ), den Zerstörern USS WILLIAM D PORTER, USS PICKING, USS ANTHONY ( DD-516 ), USS ENGLISH ( DD-696 ) und USS COMPTON ( DD-705 ), dem Minensucher USS DEFENSE ( AM-317 ) und den Geleitzerstörern USS WESSON ( DE-184 ) und USS FOREMAN ( DE-633 ). Die USS WILLIAM D PORTER erhielt auch hier Aufgaben zur Unterstützung der anlandenden Truppen, der U-Boot- und Luftabwehr für die größeren Kriegsschiffe innerhalb der TF 54 und zur Sicherung der Minenräumer während der Operation. Gleich mit dem ersten Tag der Invasion hatten die Kanoniere des Zerstörers alle Hände voll zu tun. So verschossen sie bis zum 5. Mai weit über 8.500 fünf Zoll Granaten auf Landziele und auf feindliche Flugzeuge während deren unaufhörlichen Luftangriffe auf die Invasionsschiffe. In dieser Zeit konnten die Kanoniere fünf Abschüsse japanischer Flugzeuge verbuchen. Doch während dieser hektischen Schlacht erhielt die USS WILLIAM D PORTER am 27. April auch mehrere Treffer, allerdings durch das Abwehrfeuer von dem amerikanischen Zerstörer USS LUCE ( DD-522 ). Wegen der ständigen Luftangriffe begannen die Amerikaner einen Kordon aus Zerstörern rund um Okinawa zu bilden die die Aufgaben eines Radarvorpostenschiffes einnahmen zur Frühwarnung vom Angriff feindlicher Flugzeuge. Die USS WILLIAM D PORTER zog man ab dem 5. Mai zu diesem Radarvorposten hinzu, dessen Pflichten der Zerstörer bis zum 9. Juni ausführte. Hier führte der Zerstörer und dessen Besatzung auf dem Radarvorposten Nummer Neun seine Pflichten aus. In dieser Zeit konnten die Kanoniere des Zerstörers ein feindliches Flugzeug abschießen und die von ihr geleiteten amerikanischen Jagdflugzeuge konnten sieben weitere vernichten. Am 10. Juni versetzte man die USS WILLIAM D PORTER in die Task Group 31.5, die Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 – 1. Oktober 1974 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS WILLIAM D PORTER, USS ANTHONY, USS MOALE ( DD-693 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ) USS GUEST ( DD-472 ) und USS AMMEN ( DD-527 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. An diesem Tag um 8:15 Uhr erschien am Himmel ein veralteter japanischer Aichi D3A Stuka und fiel aus den Wolken direkt auf die USS WILLIAM D PORTER zu. Der Zerstörer konnte diesem Kamikazeangriff entgehen und das Flugzeug stürzte in das Meer. Doch unglücklicherweise fuhr das Kriegsschiff wenige Sekunden später genau über diese Absturzstelle und das mit Sprengstoff beladene Flugzeug explodierte unter dem Kiel des Schiffes. Durch die Wucht der Explosion wurde sprichwörtlich das Kriegsschiff aus dem Wasser gehoben um danach wieder zurück zu stürzen. Die Energieversorgung auf der USS WILLIAM D PORTER wurde dadurch unterbrochen, Dampfleitungen brachen und Brände brachen aus. Der Zerstörer lag nun Antriebslos auf dem Wasser. Über drei Stunden bemühte sich die Schiffsbesatzung die Brände zu löschen und die entstandenen Schäden zu beheben. Doch die Bemühungen der Mannschaft waren vergebens. Commander Charles Melville Keyes gab den Befehl das Schiff zu verlassen. Nach nur zwölf Minuten nachdem der Kapitän selber das havarierte Schiff verlassen hatte, kränkte die USS WILLIAM D PORTER nach Steuerbord und versank über das Heck in den Fluten des Meeres. Alle Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Den Namen USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) strich man am 11. Juli 1945 aus der US Navy – Liste.


USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 )
Commanding Officer

LCDR Wilfred Aves Walter         6. Juli 1943 – 30. Mai 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Charles Melville Keyes         30. Mai 1944 – 10. Juni 1945

USS HALLIGAN ( DD-584 )

USS HALLIGAN ( DD-584 )

Biografie

John Halligan, Jr.
* 4. Mai 1876 in South Boston, Massachusetts
† 11. Dezember 1934 in Puget Sound Navy Yard, Bremerton, Washington
war ein Offizier in der US Navy

John Halligan, Jr. studierte an der United Stats Naval Academy in Annapolis und beendete diese 1898 als Klassenbester. Er diente in den letzten Tagen des Spanisch-Amerikanischen Krieg an Bord des Panzerkreuzers USS BROOKLYN ( ACR-3 ) das das Flaggschiff von Commodore Winfield Scott Scley ( 9. Oktober 1839 – 2. Oktober 1911 ) war. Während des Ersten Weltkriegs war Halligan Stabschef des Kommandanten der US Naval Force in Frankreich. Für seine herausragenden Leistungen in dieser Zeit, erhielt er die Distinguished Service Medal verliehen. Nach dem Waffenstillstand erhielt er das Kommando über das Schlachtschiff USS OHIO ( BB-12 ). 1925 ernannte man ihn zum Chef des Bureau of Engeneering. Anschließend erhielt Captain John Halligan, Jr. am 15. September 1928 das Kommando über den Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) welches er bis zum 20. April 1929 behielt. Danach wurde er der Stellvertreter des Chief of Naval Operations, Admiral Charles Frederick Hughes ( 14. Oktober 1866 – 28. Mai 1934 ). 1930 ernannte man Halligan zum Rear Admiral und übertrug ihm das Kommando über die Aircraft Base Force. 1933 versetzte man ihn an die Puget Sound Navy Yard in Bremerton, Washington wo er der Kommandant des 13. Naval Districts war. Dort verstarb er am 11. Dezember 1934.


USS HALLIGAN ( DD-584 )

Schiffsbiografie

Die USS HALLIGAN ( DD-584 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral John Halligan, Jr. benannt wurde.
Der Zerstörer ist das einhundertunderste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.

Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 9. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. John Halligan, Jr., Witwe von Rear Admiral John Halligan, Jr., taufte am 19. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Clarence Edward Cortner stellte am 19. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HALLIGAN bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Nach der Rückkehr in Boston, bereitete man den Zerstörer auf eine Fahrt über den Atlantik vor. Zusammen mit den Zerstörern USS HALL ( DD-583 ), USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ), USS YOUNG ( DD-580 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS EMMONS ( DD-457 ), USS RODMAN ( DD-456 ) und USS ELLYSON ( DD-454 ) eskortierte die USS HALLIGAN das neugebaute Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) auf der Fahrt nach Casablanca, Französisch – Marokko. Mitte November verließen diese Schiffe die US Ostküste. Für diese Fahrt schifften sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ), Außenminister Cordell Hull ( 2. Oktober 1871 – 23. Juli 1955 ), der Chief of Naval Operations Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 – 25. Juni 1956 ) und weitere hochrangige Militärs auf der USS IOWA ein. Diese wollte an der Kairo Konferenz vom 22. bis zum 26. November mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) und dem chinesischen General Chiang Kai-shek ( 31. Oktober 1887 – 5. April 1975 ) teilnehmen. Danach flogen sie in den Iran um mit dem sowjetischen Generalsekretär Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) an der Teheran Konferenz vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 teilnehmen zu können. Während der Teheran Konferenz sollte über die kommende Nachkriegsregelungen gesprochen werden. Noch bevor der Schiffsverband Casablanca erreicht hatte, war die USS WILLIAM D PORTER zum US Navy Stützpunkt auf den Bermudas entsandt und die USS YOUNG in den Pazifik entsandt worden. Nach dem erreichen von Casablanca begannen die Zerstörer in diesen Gewässern mit Anti-U-Boot Patrouillen. Nach der Beendigung der Konferenz von Teheran fuhren die USS HALLIGAN, USS HALL, USS MACOMB, USS EMMONS, USS RODMAN, USS ELLYSON und die USS IOWA über die Häfen von Dakar, Senegal; Freetown, Sierra Leone; Bahia, Brasilien; Port Royal, South Carolina nach Boston, wo sie am 19. Dezember fest gemacht wurden. Die USS HALLIGAN selber verließ die USS IOWA nach dem erreichen der US Ostküste und blieb am 17. Dezember zusammen mit der USS HALL im Hafen von Charleston, South Carolina liegen. Man bereitete den Zerstörer auf seine kommende Fahrt vor, da er in den Pazifik wechseln sollte. Vier Tage später legte das Kriegsschiff zusammen mit der USS HALL im Hafen von Charleston ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 4. Januar 1944 den Hafen von San Diego, Kalifornien. Hier füllte man den Treibstoffbunker auf. Noch am selben Tag verließen beide Zerstörer wieder den Hafen und fuhren nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legten sie am 11. Januar an. Man integrierte die USS HALLIGAN gleich nach der Ankunft in die Task Group 52.9 die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Flintlock“ kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS CORAL SEA ( CVE-57 ) und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ). Gesichert wurden diese Träger durch die Zerstörer USS HALLIGAN, USS COGHLAN ( DD-606 ), USS CALDWELL ( DD-605 ) und USS BANCROFT ( DD-589 ). Am 12. Januar 1944 begannen für diese Schiffe vor den Hawaiianischen Inseln mehrere Übungen die am 17. Januar abgeschlossen waren. Man bereitete in den folgenden Tagen dann die Schiffe auf ihre Einsatzbereitschaft vor. Am 22. Januar legten die Schiffsverbände der Task Force 52 ab. Das Oberkommando über die Task Force hielt Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 – 12. Februar 1961 ). Die Schiffe der TG 52.9 befanden sich am 30. Januar rund sechzig Seemeilen südwestlich des Kwajalein Atolls, Marshall Islands. Am folgenden Tag waren sie in Schlagdistanz zu dem Atoll und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen während der Landungsangriff lief. Gleichzeitig flogen die Trägerflugzeuge aber auch Angriffe auf die Insel Roi Namur auf der am folgenden Tag die Invasion begann. Sie Schiffe der TG 52.9 lagen ab dem 5. Februar in der Lagune von Kwajalein. Hier begann man mit dem Betanken und der Übergabe von Munition für die Schiffe. Dies dauerte zwei Tage lang. Danach wurden Patrouillenfahrten in den Gewässern der Marshall Islands bis zum 25. Februar durchgeführt. Die USS HALLIGAN fuhr anschließend wieder nach Pearl Harbor. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Undergroup 16.16.3. In dieser TG befand sich außerdem noch das Schwesterschiff USS EVANS ( DD-552 ) mit dem zusammen der Öltanker USS CIMARRON ( AO-22 ) zum Atoll Majuro, Marshall Islands eskortiert werden sollte. Am 23. März verließen diese drei Schiffe Pearl Harbor und erreichten sechs Tage später das Atoll Majuro. Dieses Atoll verließen die drei Schiffe am 31. März und fuhren zu der Position 17°53’ Nord und 170°01’ West, nördlich des Johnston Atolls. In den Hafen des Majuro Atolls liefen die drei Schiffe am 5. April wieder ein. Die USS HALLIGAN patrouillierte nun wieder in den Gewässern der Marshall Islands, kehrte aber am 22. Mai nach Pearl Harbor zurück. Hier blieb der Zerstörer bis zum 5. Juni liegen. Man versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 50.2. In dieser TG befanden sich die beiden Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ) und NATOMA BY ( CVE-62 ), die Zerstörer USS HALLIGAN und USS HARADEN ( DD-585 ) und das Reparaturschiff USS HECTOR ( AR-7 ). An Bord der beiden Geleitflugzeugträgern befanden sich amerikanische Air Force Soldaten, die zur Unterstützung mit ihren P-47 Jagdflugzeugen nach Saipan, Nördliche Marianen transportiert werden sollten. Am 5. Juni verließen die Schiffe der TG 50.2 Pearl Harbor. Die Gewässer um Saipan erreichten die Schiffe am 19. Juni. Hier begann man am 22. Juni mit dem betanken der Schiffe durch die der Task Group 50.17 und übergab Flugbenzin. Die ersten P-47 Jagdflugzeuge hoben noch an diesem Tag ab und flogen nach Saipan. Am 23. Juni griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 50.2 an. Dabei wurde aber keines der Schiffe beschädigt. So konnten alle anderen noch auf den Geleitflugzeugträgern verbliebenen Flugzeuge am folgenden Tag abheben und nach Saipan wechseln. Gleich nachdem das letzte Flugzeug abgehoben hatte, verließen die Schiffe der TG 50.2 die Gewässer um Saipan und fuhren zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 27. Juni und verließen es am 1. Juli wieder. Ihre Fahrt führte sie nach Pearl Harbor. In diesem Hafen machte man die Schiffe der TG am 8. Juli fest. Die USS HALLIGAN blieb in den Hawaiianischen Gewässern bis zum 15. September und beteiligte sich an mehreren Übungen und unterzog sich einer Überholung. Für die Teilnahme an den dann folgenden Kämpfen verließ der Zerstörer am 15. September erneut Pearl Harbor und fuhr zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier legte das Kriegsschiff am 3. Oktober an. Hier gliederte man die USS HALLIGAN in die Task Undergroup 77.4.3 ein. Von hier aus sollte das Versprechen von Feldmarschall Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 – 5. April 1964 ), die Philippinen zurück zu erobern, eingelöst werden. Nachdem auf dem Zerstörer im Seeadler Harbor die Munitionsvorräte sowie andere Vorräte am 12. Oktober 1944 aufgefrischt waren, legte das Kriegsschiff mit den Schiffen der TG 77.4 ab. Das Kommando über die Task Group 77.4 führte Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 – 17. September 1972 ) während der Invasion von Leyte, Philippinen. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten auf. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS HALLIGAN gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 – 11. April 1955 ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS HALLIGAN, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Schiffe der Task Group 77.4 legten am 14. Oktober im Seeadler Harbor ab und begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe der Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern der drei Task Undergroups, war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Japanische Piloten versuchten erfolglos die riesige Invasionsflotte der Alliierten zu stoppen. Die kontinuierlichen Angriffe dieser feindlichen Flugzeuge überstand die USS HALLIGAN ohne einen Schaden davon zu tragen. Zwei von den Japanern abgeworfene Bomben schlugen neben dem Zerstörer auf dem Wasser auf, explodierten aber nicht. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht das ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Es konnten drei Kreuzer versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Während dieses Kampfes konnten die Geschützmannschaften der USS HALLIGAN zwei feindliche Maschinen abschießen, eine davon ein zweimotoriger Bomber, noch bevor dieses sich auf einen der Träger stürzen konnten. Am Abend des 26. Oktober verließen die Schiffe der Task Undergroup 77.4.3 ihr Operationsgebiet und fuhren zum Seeadler Harbor auf Manus zurück. Diesen Hafen erreichten sie am 1. November. Die USS HALLIGAN blieb bei der Task Group 77.4. Nur wurde diese ab dem 10. November neu zusammen gestellt. So befanden sich in dieser TG die beiden Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) und USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) welche von den Zerstörern USS HALLIGAN, USS HARADEN, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und den Geleitzerstörern USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS COOLBAUGH ( DE-217 ) gesichert wurden. Aufgabe der Geleitflugzeugträger war es Luftunterstützung für die Konvois zwischen Manus Island, Admiralitätsinseln und Leyte, Philippinen und den angelandeten Truppen auf Leyte zu gewährleisten. Die Zerstörer und Geleitzerstörer sollten die beiden Träger vor Luft- und Unterwasserangriffen sichern. Doch noch am selben Tag erschütterte eine gewaltige Explosion, hervorgerufen durch die Detonation von 3.800 Tonnen Munition auf dem Munitionstransportschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ), den Hafen und zerstörte mehrere Schiffe und tötete unzählige Besatzungsmitglieder davon. Von der USS MOUNT HOOD und deren 350-köpfigen Besatzung selber gab es nichts mehr zu sehen. Von dem Schiff blieb nur ein Fragment von fünf mal drei Metern übrig das in einem durch die Explosion entstandenen Graben auf dem Meeresboden von 300 Metern Länge, 60 Meter Breite und bis zu 12 Metern Tiefe zum liegen kam. Die Besatzung der USS HALLIGAN half im Hafen bei dem Löschen von Bränden auf anderen Schiffen und transportierte Verwundete an Land. Am 12. November verließen die Schiffe der TG 77.4 den Seeadler Harbor. Bis zum 25. Dezember blieb die USS HALLIGAN bei der Task Undergroup 77.4.3 und eskortierte die Geleitflugzeugträger zurück zum Seeadler Harbor. Hier bereitete man den Zerstörer auf seinen weiteren Einsatz vor. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf und versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 77.4 die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 – 25. März 1965 ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. Innerhalb dieser Task Group befand sich die USS HALLIGAN in der Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS HALLIGAN, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS BELL ( DD-587 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS HALL ( DD-583 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ). Am 27. Dezember 1944 legten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor ab und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte, am 3. Januar durch die Surigao Straße und anschließend durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Eine zweimotoriges Bombenflugzeug konnte sich unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen überlebende und die USS BURNS versenkte den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten steigerte sich noch einmal. Aber auch die Flugzeuge der Träger stiegen auf und begannen ihre Torpedos und Bomben auf japanische Schiffe abzuwerfen. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer MOMI und der japanische Zerstörer HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es auch Verluste. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND durch Kamikazepiloten beschädigt. Die Kanoniere der USS HALLIGAN schossen an diesem Tage einen dieser Kamikazepiloten ab. Am späten Nachmittag griffen acht japanische Piloten an und stürzten sich auf die Schiffe der Task Group 77.5. Sieben von denen wurden abgeschossen und einer konnte sich mittschiffs in den Geleitzerstörer USS STAFFORF ( DE-411 ) bohren. Die USS HALLIGAN eilte dem schwer beschädigten Schiff zu Hilfe. Das Schadensbegrenzungsteam des Zerstörers unterstützte die Mannschaft des Geleitzerstörers um das Schiff zu retten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian ein in der Lingayen Bay und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS HALLIGAN begann hier im Golf zu patrouillieren und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Die Landeoperation begann in diesem Golf zwei Tage später. Der Zerstörer blieb bis zum 17. Januar bei der Task Undergroup und wechselte an diesem Tag in die neugegründete Task Group 77.14. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS WAKE ISLAND, USS MANILA BAY, USS SHAMROCK BAY, USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ) und drei weitere und die Zerstörer USS HALLIGAN, USS HELM ( DD-388 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ) und USS PATTERSON ( DD-392 ). Diese Schiffe der TG 77.14 verließen am 17. Januar den Lingayen Golf und fuhren zur San Pedro Bay, Leyte. Hier lewgten die Schiffe am 20. Januar an und wurden betankt und aufmunitioniert. Am folgenden Tag verließen die Schiffe der TG wieder diese Insel und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses Atoll errichten sie am 23. Januar. Noch bis zum 10. Februar blieb die USS HALLIGAN vor diesem Atoll auf Reede liegen. In dieser Zeit bereitete man das Schiff auf die kommenden Kämpfe um Iwo Jima vor und versetzte es dafür in die Task Force 54. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 – 30. November 1983 ) während der Operation „Detachment“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS HALLIGAN, USS TWIGGS, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ) und USS HEALY ( DD-672 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ) und die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar legten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi ab. Das erste Ziel war die Insel Tinian, Nördliche Marianen, die die Schiffe am 12. Februar erreichten. Hier simulierte man Uferbombarierungen. Noch am selben Tag verließen aber die Schiffe wieder die Insel und fuhren über Saipan nach Iwo Jima. Diese japanische Insel erreichten die Schiffe drei Tage später. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Am 17. Februar befand sich die USS HALLIGAN nördlich von Iwo Jima und schützte Mitglieder des Underwater Demolition Teams vor feindlichen Luftangriffen. In der Morgendämmerung machte man auf dem Zerstörer einen japanischen Zwillingsbomber aus der sich von Steuerbord aus näherte. Die Luftabwehrkanoniere konnten auf dem feindlichen Flugzeug mehrere Treffer landen. Trotzdem erreichte der Pilot mit seinem Flugzeug den amerikanischen Zerstörer, klinkte eine Bombe aus und drehte ab. Rund einhundert Meter von dem Zerstörer fiel die Bombe ins Wasser, explodierte aber nicht. Die Kanoniere feuerten dabei weiterhin auf dieses Flugzeug das dann rund eine Seemeile entfernt ins Meer stürzte. Die Landeoperation begann am 19. Februar. Da lag die USS HALLIGAN rund zweieinhalb Kilometer vor der Küste von Iwo Jima und die erste Welle der Marines ging an Land. Der Zerstörer unterstützte dabei wie alle anderen Schiffe an diesem Tag auch die Landeoperation mit ihren Schiffsgeschützen. Während dieses Bombardements konnten die Geschützmannschaften eine japanische Küstenbatterie außer Gefecht setzen. Am späten Nachmittag des 19. Februar zog sich die USS HALLIGAN von der Küste zurück und sicherte die Geleitflugzeugträger. Während der herrschenden Kampfhandlungen übernahm der Zerstörer die Radarvorpostenüberwachung um rechtzeitig Luftalarm auslösen zu können und eskortierte entladene Transportschiffe aus dem Kampfgebiet. Als einer der letzten Zerstörer kehrte die USS HALLIGAN Mitte März zum Atoll Ulithi zurück. Hier stellte man eine gewaltige Flotte zur Eroberung von Okinawa zusammen. Dazu versetzte man den Zerstörer in die Task Group 54.1, die Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. Innerhalb dieser TG befand sich das Kriegsschiff in der Undergroup 54.1.2 die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) befehligte. In dieser Task Undergroup befanden sich die Schlachtschiffe USS ARKANSAS und USS COLORADO ( BB-45 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS HALLIGAN, USS TWIGGS, USS PAUL HAMILTON und USS HALL. Aufgabe dieser TU bestand darin japanische Uferbefestigungen bei Naha City, Okinawa für die am 1. April beginnenden Landeoperation zu bekämpfen. Am 21. März verließen die Schiffe der 5. US Flotte nach einem Trainingsmanöver das Atoll Ulithi. Die USS HALLIGAN erreichte mit den Schiffen der TU 54.1.2 am 25. März ihr Einsatzgebiet. Sofort begann der Zerstörer zwischen Okinawa und den Kerama Retto Inseln zu patrouillieren. Zusätzlich deckte das Kriegsschiff die Säuberungsaktion von Minenräumern vor der Küste von Okinawa. Die japanischen Minen waren in einem unregelmäßigen Muster ausgebracht worden. Auch am 26. März setzte die USS HALLIGAN ihre Patrouillen vor der Küste fort. Gegen 18:35 Uhr erschütterte eine gewaltige Explosion den Zerstörer. Durch die Detonation wurde eine Menge Wasser und Meeresbodenablagerungen in die Luft geschleudert. Was war passiert. Lieutenant Commander Edward Thomas Grace hatte den Befehl erteilt den Anker auszulegen. Dieser traf ausgerechnet einen Minenkopf. Die dadurch entstandene Detonation riss aus der Schiffshaut ein größeres Teil heraus und erreichte das vordere Munitionsmagazin. Die dadurch entstandene Explosion riss den Bug und die Brücke des Schiffes weg. 154 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod und 39 wurden zum Teil schwer verletzt. Von den 21 Offizieren an Bord überlebten nur zwei die Katastrophe. Lieutenant Russell Hartranft, Jr. und Ensign Richard L. Gardner übernahmen das Kommando über die noch verbliebene Schiffsbesatzung. Der U-Boot Jäger USS PC-1128 und das mittlere Landungsboot USS LSM-194 zu Hilfe. Die Offiziere organisierten die Rettung und leiteten die Evakuierung der Besatzung ein. Der Rest der USS HALLIGAN trieb hilflos im Meer. Am folgenden Tag strandete der Schiffskörper vor der Insel Tokashiki westlich von Okinawa. Hier zerstörte die Brandung und japanische Küstenbatterien den Schiffskörper. Den Namen USS HALLIGAN ( DD-584 ) strich man am 28. April 1945 von der US Navy – Liste. Den auf Grund liegenden Schiffskörper übergab man im Jahre 1957 der Regierung der Ryukyu Insel zur Verschrottung.


USS HALLIGAN ( DD-584 )
Commanding Officer

CDR Clarence Edward Cortner          19. August 1943 – 1. März 1945
LCDR Edward Thomas Grace         1. März 1945 – 26. März 1945
LT Russell Hartranft Jr.          26. März 1945 – 26. März 1945

USS GANSEVOORT ( DD-608 )

USS GANSEVOORT ( DD-608 )

Biografie

Guert Gansevoort
* 7. Juni 1812 in Gansevoort, New York
† 15. Juli 1868 in Schenectady
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und dem amerikanischen Bürgerkrieg

Guert Gansevoort wurde in eine aristokratische niederländisch-amerikanische Familie in Gansevoort, New York, in der Nähe von Albany, geboren. Das Gebiet und der Ort wurden nach seinem Großvater Peter Gansevoort ( 17. Juli 1749 – 2. Juli 1812 ), einem wohlhabenden Geschäftsmann der als Colonel in der Kontinentalarmee im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hatte und später ein Brigadegeneral in der United States Army, benannt. Guert war der Sohn von Peter son Leonard Gansevoort. Die Schwester von Peter war die Mutter des amerikanischen Dichters Herman Melville
( 1. August 1819 – 28. September 1891 ). Guert Gansevoort wurde am 4. März 1823 in der Navy zum Midshipman ernannt. Anschließend diente er an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ) und auf den Linienschiffen USS NORTH CAROLINA ( 1820 ) und USS OHIO ( 1820 ) die allesamt im Mittelmeer operierten. Am 28. April 1832 beförderte man Gansevoort zum Passed Midshipman und am 8. März 1837 zum Lieutenant. Anfang 1842 beförderte man ihn zum First Lieutenant und befahl ihn an Bord der Brigg USS SOMERS ( 1842 ) die unter dem Kommando von Commander Alexander Slidell Mackenzie ( 1803 – 1849 ) stand. Nach Abschluss einer Testfahrt nach Puerto Rico und zurück legte die Brigg am 13. September 1842 im Hafen von New York wieder an. Die Crew an Bord bestand aus unerfahrenen Seeleuten. Außerdem sollte die USS SOMERS ein Schulschiff für Navy Auszubildende sein. An Bord brachte man Depeschen für die Fregatte USS VANDALIA ( 1828 ) die entlang der Atlantikküste von Südamerika und Afrika operierte. Am 25. November 1842, die USS SOMERS befand sich bei den Westindischen Inseln, offenbarte Midshipman Philip Spencer ( 28. Januar 1823 – 1. Dezember 1842 ), Sohn von Kriegsminister John Canfield Spencer ( 8. Januar 1788 – 17. Mai 1855 ), dem Steward des Zahlmeister J. W. Wales um Besatzungsmitglieder für eine erfolgreiche Meuterei zusammenzubekommen, dass etwa 20 Crewmitglieder eine Meuterei vorhätten um in der Karibik der Piraterie nachzugehen. Anwesend bei diesem Gespräch war auch Seemann Elisha Kleine ( gestorben am 1. Dezember 1842 ) der Wales mit dem Tode bedrohte wenn dieser Spencers Plan offenbarte. Doch Wales erzählte dies dem Zahlmeister und jener dem Kapitän. Auf Anraten von First Lieutenant Gansevoort und den anderen Offizieren auf der USS SOMERS verurteilte CDR Mackenzie Midhipman Philip Spencer, Seemann Elisha Kleine und Bootsmann Samuel Cromwell ( gestorben am 1. Dezember 1842 ) zum Tode durch erhängen an der Rah. Der Vetter von Guert Gansevoort, Herman Melville, schrieb später von diesen Ereignissen inspiriert die Novelle „Billy Budd“. Gansevoort wurde am 14. September 1845 zum Commander befördert und im darauf folgenden Jahr nahm er an den Angriffen auf Tuxpan und Tabasco während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges teil. Im Januar 1856 landete Gansevoort Seeleute und Marinesoldaten von der Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ) um die einheimischen Völker rund um Seattle im Washington – Territorium gegen die angreifenden räuberischen Indianerstämme Haida und Tlingit aus Britisc-Columbia zu schützen. Während des amerikanischen Bürgerkrieges war Gansevoort von 1861 bis 1863 in der New York Navy Yard für die Beschaffung von Waffen und Ausrüstung der gebauten und umgebauten Schiffe verantwortlich. In dieser Zeit beförderte man ihn am 16. Juli 1862 zum Captain. Ende 1863 übernahm er von Captain Benjamin F. Sands ( 11. Februar 1811 – 30. Juni 1883 ) das Kommando über den Monitor USS ROANOKE ( 1855 ) der zum Nordatlantikgeschwader gehörte und zum Schutz von Hampton Roads abgestellt war. Ende 1864 übergab Gansevoort das Kommando über die USS ROANOKE an Captain Augustus Henry Kilty ( 25. November 1807 – 10. November 1879 ) weiter. Am 28. Januar 1867 trat Guert Gansevoort in seinen Ruhestand. Dafür beförderte man ihn zum Commodore. Er starb am 15. Juli 1868 in Schenectady, New York.


USS GANSEVOORT ( DD-608 )

Schiffsbiografie

Die USS GANSEVOORT ( DD-608 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Guert Gansevoort benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der BENSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 16. Juni 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Maxine Sofio, Ehefrau von Robert C. Sofio ( 31. Oktober 1897 – 3. Januar 1972 ), Urgroßneffe von Commodore Guert Gansevoort, taufte am 11. April 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edward Alspaugh McFall ( 2. März 1902 – 23. November 1978 ) stellte am 25. August 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS GANSEVOORT entlang der kalifornischen Küste. Nach der Komplettausrüstung legte der Zerstörer am 11. Oktober in San Francisco ab und eskortierte zusammen mit dem Zerstörer USS WORDEN ( DD-352 ) das Schlachtschiff USS IDAHO ( BB-42 ) in die Werft Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Drei Tage nach dem Ablegen in San Francisco liefen die drei Schiffe in dieser Werft ein. Gleich nach der Übergabe des großen Kriegsschiffes kehrte die USS GANSEVOORT nach San Francisco zurück. Hier wurden weitere Übungen durchgeführt und die Schiffsbesatzung geschult. San Francisco verließ der Zerstörer erneut am 21. November. Das Kriegsschiff eskortierte zusammen mit dem Schwesterschiff USS FRAZIER ( DD-607 ) einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransportschiffen, über Pearl Harbor, Territorium Hawaii ; Apia, Samoa und Suva, Fidschi Inseln nach Noumea, Neukaledonien. In diesem Hafen legte der Schiffsverband am 9. Dezember an. Von hier aus begann die USS GANSEVOORT mit Patrouillen- und Eskortierfahrten die bis nach Guadalcanal, Ostsalomonen reichten. Dorthin eskortierte der Zerstörer auch Versorgungsschiffe von Noumea und von Espiritu Santo, New Hebrides zur Verstärkung. Außerdem begleitete das Kriegsschiff Truppentransportschiffe von Wellington und Auckland, Neuseeland an die Küste von Guadalcanal. Zwischendurch lag die USS GANSEVOORT am 12. Februar im Hafen von Noumea zur Auffüllung aller Magazine und Treibstoffbunker. Die Patrouillen- und Eskortierpflichten des Zerstörers endeten am 18. März. Am folgenden Tag verließ das Schiff Espiritu Santo und fuhr über Pearl Harbor zu den Aleuten, Alaska. Hier begann die USS GANSEVOORT anfangs ebenfalls mit Patrouillen- und Eskortierfahrten, bis man den Zerstörer in die Task Group 16.6 integrierte die Rear Admiral Charles Horatio Mc Morris ( 31. August 1890 – 11. Februar 1954 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS DETROIT ( CL-8 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS GANSEVOORT, USS FRAZIER, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS EDWARDS ( DD-619 ). Am 25. April begann für die Schiffe der TG 16.6 eine Routinepatrouille in den Chichagov Harbor in der Holtz Bay auf der Aleuten Insel Attu. Dort bombardierten die Schiffe mit ihren Geschützen am folgenden Tag japanische Stellungen. Anschließend zogen sie sich wieder nach Adak in die Kuluk Bay zurück. Hier bereitete man die Operation „Landcrab“ vor. Man beließ die USS GANSEVOORT in der TG 16.6 die Rear Admiral Charles Horation McMorris während des erneuten Angriffs auf Attu befehligte. In der TG, welche die Southern Covering Group war, befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS SANTA FE sowie die Zerstörer USS GANSEVOORT USS FRAZIER, USS CALDWELL, USS COGHLAN und USS BANCROFT. Am 1. Mai verließen die Schiffe ihre Ausgangsbasis. Zusammen mit den Truppen der 17. und 32. Infanteriedivision wurde das Anlande Manöver geübt. Am 11. Mai begann die Landeoperation. Durch den Mangel an Landungsbooten mussten die Soldaten durch das eiskalte Wasser an einen für eine Landung ungeeigneten Strand laufen. Die Japaner hatten sich schon im Vorfeld weit genug von den Stränden in höher gelegenes Gelände zurückgezogen. Die Kriegsschiffe selber patrouillierten vor der Küste der Insel um eventuelle feindliche Versorgungsschiffe abzufangen. Man fand aber keine feindliche Flotte. Am 14. Mai erhielt die USS GANSEVOORT einen Unterwasserradarkontakt. Sofort wurden mehrere Wasserbombenangriffe auf dieses vermeintlich feindliche U-Boot ausgeführt, aber es gab keinen Hinweis das man es vernichtet hätte. Am 29. Mai machten die Japaner an Land einen letzten verzweifelten Banzai Angriff um bewusst den Tod zu finden und nicht in Gefangenschaft zu geraten. Während dieses Angriffs verschossen die Kreuzer und Zerstörer ihre Munition zur Unterstützung der eigenen Truppen die bis dahin rund fünfundzwanzig Prozent an Verlusten verbuchen mussten. Am 2. Juni verließen die Schiffe der TG 16.6 die Holtz Bay. Für die USS GANSEVOORT und dessen Besatzung begannen in den folgenden Wochen wieder Patrouillen- und Eskortierfahrten. Der Zerstörer beteiligte sich an einer Blockadepatrouille vor Kiska Island, Aleuten um den japanischen Nachschub zu unterbinden. Man versetzte die USS GANSEVOORT wieder in die Task Group 16.6 die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ) befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS GANSEVOORT, USS FRAZIER, USS EDWARDS, USS FARRAGUT und USS MEADE. Die Schiffe dieser TG bombardierten am 2. August feindliche Stellungen auf Kiska und kehrten am folgenden Tag nach Adak zurück. Für den folgenden Angriff auf Kiska stellte man die Task Force 16 neu zusammen. Die USS GANSEVOORT gliederte man in die Task Undergroup 16.6.1 ein die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und INDIANAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS RALEIGH sowie die Zerstörer USS GANSEVOORT, USS FRAZIER, USS EDWARDS, USS MEADE und USS PHELPS ( DD-360 ). Am 12. August wiederholten die Schiffe der TG das Bombardement auf japanische Stellungen auf Kiska. Drei Tage später begann die Landung auf dieser Aleuteninsel. Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 – 2. Januar 1979 ) befehligte die Task Force 16 während der nun folgenden Operation „Cottage“. Doch die USS GANSEVOORT ist nicht mehr dabei. Der Zerstörer verlässt am 24. August die Kulka Bay und fuhr zur Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Im Trockendock machte man den Zerstörer vier Tage später fest und unterzog das Kriegschiff einer Überholung. Diese dauerte mit der Probefahrt bis zum 28. September. Der Zerstörer verließ die Werft und fuhr nach Pearl Harbor. Hier verlegte man die USS GANSEVOORT zur 5. US Flotte, wo das Schiff in die Task Group 53.4 eingegliedert wurde. Die Schiffe in dieser TG gehörten zur Fire Support Group. Kommandiert wurde diese TG 53.4 von Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ). Innerhalb der TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 53.4.2 die Rear Admiral Laurence Toombs DuBose ( 21. Mai 1893 – 11. Juli 1967 ) befehligte. Neben der USS GANSEVOORT befand sich in der TU noch das Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE und der Zerstörer USS MEADE. Am 21. Oktober 1943 verließ die TG 53.4 Pearl Harbor. Damit begann für die Südliche Angriffsgruppe die Operation „GALVANIC“, einem Angriff auf die Gilbert Inseln. Das erste Ziel dieser Task Group war aber Wellington, Neuseeland. Man übernahm von hier aus die Eskorte von mehreren Truppentransportschiffen auf denen sich die 2. Marine Division, befehligt von Generalmajor Julian Conbstable Smith ( 11. September 1885 – 5. November 1975 ), befanden und eskortierten diese bis zum Havannah Harbor, Efate. Am 7. November befanden sich die Schiffe der TG 53.4 vor dieser Insel und begannen den Angriff auf die Gilbert Insel Tarawa zu proben. Am 13. November verließen die Schiffe der TG den Havannah Harbor von Efate und fuhren Nordwärts. Mit dem Bombardement auf japanische Stellungen auf Tarawa begannen sie ab dem 19. November. Am folgenden Tag erfolgte die Landung der mitgeführten Soldaten. Auch an diesem Tag beteiligte sich die USS GANSEVOORT mit ihren Schiffsgeschützen kontinuierlich an der Vernichtung japanischer Stellungen um die Landekräfte zu unterstützen. Am 24. November wechselte der Zerstörer zum Apanama Atoll. Dort war der Angriffsschwung der Marines wegen starkem japanischen Abwehrfeuer zum stehen gekommen. Mit gezielten Schüssen bombardierte der Zerstörer die japanische Garnison, die kurz darauf zerstört war. Nach dem abklingen der Kämpfe unternahm das Kriegsschiff Anti-U-Boot Patrouillen innerhalb der Gewässer um Tarawa, die diese bis zum 4. Dezember ausführte. An diesem Tag verließ die USS GANSEVOORT die Gilbert Inseln und fuhr über Pearl Harbor nach San Francisco. In der dortigen Werft sollten beide Hochdruckturbinen gewechselt werden. Diese Arbeiten beginnen im Januar 1944 und dauerten zusammen mit den Probefahrten bis zum 13. März. Man gliederte den Zerstörer an diesem Tage in die Task Group 12.6, deren Schiffe wenige Stunden später den Hafen verließen und in See stachen. In dieser TG befanden sich außerdem noch die Zerstörer USS YARNALL ( DD-541 ) und USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ). Nach sechs Tagen Fahrt erreichten sie Pearl Harbor. In diesem Hafen warteten mehrere Schiffe die zum Atoll Majuro, Marshall Island eskortiert werden sollten. Wenige Tage nach der Ankunft der USS GANSEVOORT legte der Schiffskonvoi in dem Hawaiianischen Hafen ab und der Zerstörer begleitete diesen. Das Atoll Majuro erreichten die Schiffe am 1. April. Von diesem Atoll aus begann das Kriegsschiff mit Anti-U-Boot Patrouillen vor den Marshall Inseln auf denen sich noch japanische Garnisonen befanden, aber die vorerst umgangen werden mussten. Während einer dieser Patrouillenfahrten konnte die Schiffsbesatzung der USS GANSEVOORT am 23. April die Besatzung eines abgestürzten B-24 Bombers aus dem Wasser retten. Diese Männer waren bis auf fünfhundert Meter an die Küste geschwemmt worden. Während der Rettungsaktion schoss eine feindliche Küstenbatterie auf den Zerstörer, traf aber nicht. Das Kriegsschiff gliederte man zusammen mit den Zerstörern USS FRAZIER und USS EVANS ( DD-552 ) in die Task Group 57.8, um vor den östlichen Marshall Islands Mili, Jaluit, Maloelap und Wotje besser operieren zu können. Dort begannen sie ab dem 10. Mai mit ihren Patrouillen- und Anti-U-Boot Fahrten um den Gegner daran zu hindern weitere Unterstützungskräfte anlanden zu können oder die kleineren Garnisonen zu evakuieren. Außerdem beschossen sie am 26. Mai und 9. Juni japanische Stellungen auf dem Atoll Milli und vernichteten dabei mehrere japanische Stellungen. Solch ein Bombardement wiederholte die USS GANSEVOORT am 8. August zusammen mit dem Zerstörer USS BANCROFT und mehreren landgestützten Flugzeugen gegen die Insel Taroa im Atoll Maloelap, Marshall Islands. Von diesen Patrouillenpflichten entband man am 19. August die USS GANSEVOORT. Noch am selben Tag fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor. Nach dem Auffüllen der Magazine und Treibstofftanks verließ der Zerstörer die hawaiianische Insel und fuhr über Neuguinea zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Hafen lief der Zerstörer im September ein und blieb bis zum 11. Oktober. Hier bereitete man das Schiff und dessen Besatzung auf die kommenden Kämpfe um die philippinische Insel Leyte vor. Dazu integrierte man die USS GANSEVOORT in die Task Force 79 und stand zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS GANSEVOORT, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS HALE ( DD-642 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Noch bevor die Schiffe am 18. Oktober in den Leyte Golf einfuhren, gliederte man innerhalb der 7. US Flotte um. Die USS GANSEVOORT erhielt nun die Aufgabe die Transportschiffe zu bewachen und den Brückenkopf des südlichen Angriffstrupps am 20. und 21. Oktober mit seinen Schiffsgeschützen zu unterstützen. Anschließend eskortierte der Zerstörer die Transportschiffe ab dem 27. Oktober nach Manus zurück und begann bis zum 13. Dezember Landungs- und Versorgungskonvois zwischen Manus und Leyte zu eskortieren. Die USS GANSEVOORT kehrte am 27. Dezember in den Leyte Golf zurück und wurde dort in die TG 78.3 eingegliedert. Innerhalb dieser TG versetzte man den Zerstörer in die Task Undergroup 78.3.15, die Captain George Francis Mentz ( ? – 29. November 1957 ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS GANSEVOORT, USS PHILIP ( DD-498 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) und ab dem 28. Dezember die USS EDWARDS ( DD-619 ), 25 Panzerlandungsschiffe, 12 Infanterielandungsschiffe, die Liberty Schiffe WILLIAM SHARON, JOHN BURKE und FRANCISCO MARAZON, ein Tanker, 30 Patrouillenboote, die Kleinen Wasserflugzeugtender USS HALF MOON ( AVP-26 ) und USS SAN PABLO ( AVP-30 ), der Torpedoboottender USS ORESTES ( AGP-10 ) und das Vielseitige Hilfsschiff USS PORCUPINE ( IX-126 ). Die Schiffe der TU verließen am 27. Dezember Leyte und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Auf dem Weg dorthin attackierten immer wieder japanische Flugzeuge diesen Verband. Dabei wurden mehrere Schiffe beschädigt oder versenkt. Doch die verzweifelten Angriffe der Piloten konnten die amerikanische Flotte nicht aufhalten. Am 30. Dezember erreichte man die Mangarin Bay und die Entladung des Nachschubs an Soldaten und Munition begann. Aber auch hier mussten sich die Schiffe weiterer Flugzeugangriffe erwehren. 49 japanische Luftangriffe wurden in den letzten 72 Stunden gezählt. Die Luftabwehrkanoniere der USS GANSEVOORT konnten in dieser Zeit fünf feindliche Flugzeuge abschießen und unterstützte bei zwölf weiteren den Abschuss. Erst nachdem gegen 18:20 Uhr die Schiffe der TU die Mangarin Bay wieder verließen, nahmen die Luftangriffe ab. Doch bis dahin hatte sich auf das Hauptdeck der USS GANSEVOORT ein Kamikazepilot gestürzt und viele Beschädigungen an dem Zerstörer hervorgerufen. Es entstanden mehrere Brände durch das auslaufende Kerosin und das Schadensbegrenzungsteam kam nicht mehr an alle notwendigen Positionen. Commander James Boyd Rutter, Jr. ( 6. Juni 1915 – 28. Oktober 2007 ), Kommandeur der USS PHILIP, ließ den Zerstörer Längsseits zur USS GANSEVOORT gehen und zwei Freiwillige enterten über um die schon in Flammen stehenden Wasserbomben zu entschärfen und über Bord rollen zu lassen. Damit konnte der Zerstörer vor dem Untergang bewahrt werden. Danach beteiligten sich auch Mannschaftsmitglieder der USS WILSON an der Brandbekämpfung. Beide helfenden Zerstörer lieferten Energie in dieser Zeit. Auf der USS GANSEVOORT verloren während dieses Kamikazeangriffs vierunddreißig Mannschaftsmitglieder ihr Leben oder wurden zum Teil schwer verletzt. Den Zerstörer schleppte man noch am selben Tag innerhalb der Mangarin Bay in Richtung von Caminavit Point, wo gerade einmal fünfzehn Faden Wasser unter dem Kiel waren. Hier verankerte man den schwer beschädigten Zerstörer. In der Nähe der drei Zerstörer befand sich der Hilfstanker USS PORCUPINE ( IX-126 ), der Flugbenzin geladen hatte, war ebenfalls durch einen Kamikazepiloten getroffen worden und stand in Flammen. Um ein übergreifen der Flammen auf den havarierten Zerstörer zu verhindern, schoss die USS WILSON ein Torpedo auf den Hilfstanker damit dieser sinkt und die Flammen ausgehen. Der Torpedo schlug zwar in dem Schiff ein, aber es konnte nicht sinken da es schon auf Grund lag und das Flugbenzin wurde jetzt erst richtig entzündet. Jetzt war die USS GANSEVOORT wirklich in Gefahr da das brennende Kerosin durch den aufkommenden Wind herangetrieben wurde. Man nahm den Zerstörer erneut ins Schlepptau und wurde innerhalb des White Beach in Sicherheit gebracht. Bis auf den Technik Offizier und zwanzig Mann des Schadensbegrenzungsteams blieben an Bord um die ersten Reparaturen vorzunehmen und die anderen Besatzungsmitglieder gingen vorübergehend an Land. Trotz weiterer Bombenangriffe entging die USS GANSEVOORT weiteren Schäden. Nach gefährlichen und erschöpfenden Reparaturarbeiten war der Zerstörer am 2. Februar 1945 wieder Seetüchtig. Das Kriegsschiff musste trotzdem wieder ins Schlepptau genommen werden und wurde zuerst zur San Pedro Bay, Leyte und danach zum Atoll Ulithi, Karolinen gezogen. Dort erfolgten ab Ende Februar durch die Besatzungsmitglieder des Zerstörertenders USS PIEDMONT ( AD-17 ) erste Notreparaturen. Diese zogen sich bis zum 21. April hin. Erst dann konnte die USS GANSEVOORT selbständig das Atoll verlassen und fuhr über Pearl Harbor nach San Francisco. Man schob den Zerstörer dort am 19. Mai ins Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Die Reparatur der Kampfschäden war am 17. August abgeschlossen und es begannen die ersten Probefahrten. Zu diesem Zeitpunkt war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet und man entschied über das weitere Schicksal der USS GANSEVOORT. Ende September verließ der Zerstörer den Hafen von Mare Island und fuhr nach San Diego, Kalifornien. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 3. Oktober an. Für seine Weiterfahrt füllte man die Treibstoffbunker des Schiffes auf und es verließ wieder den Hafen. Nach der Durchquerung des Panamakanals und der Fahrt entlang der US Ostküste, legte die USS GANSEVOORT am 20. Oktober im Hafen von New York an. Hier fanden am 27. Oktober die Feierlichkeiten für den Navy Day mit einer Flottenschau statt die dem US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anlässlich des Sieges anberaumt hatte. An dieser Parade nahmen die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS CROATAN ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS GANSEVOORT, USS AULICK ( DD-569 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS USS HARRISON ( DD-573 ),USS HOBBY ( DD-610 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER ( DE-190 ), USS BORUM ( DE-790 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ), USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS MALOY ( DE-791 ) und USS THOMAS ( DE-102 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ) teil. Gleich nach dieser Parade fuhr die USS GANSEVOORT südwärts und legte am 1. November im Hafen von Charleston, South Carolina an. Am 1. Februar 1946 verließ der Zerstörer diesen Hafen und fuhr nach Orange, Texas. Hier stellte man noch am selben Tag das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS GANSEVOORT ( DD-608 ) strich man am 1. Juli 1971 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen wurde der Schiffskörper am 23. März 1972 als Zielschiff vor der Küste von Florida versenkt.


USS GANSEVOORT ( DD-608 )
Commanding Officer

LCDR Edward Alspaugh McFall          25. August 1942 – 20. Juni 1943
LCDR Montgomery Lientz McCullough Jr.         20. Juni 1943 – 23. September 1943
LCDR John MacAulay Steinbeck           23. September 1943 – 29. Mai 1945
LCDR John Paul Aymond           29. Mai 1945 – 1. Februar 1946

USS FRAZIER ( DD-607 )

USS FRAZIER ( DD-607 )

Biografie

Daniel Frazier
* ca. 1785 im Dorchester County, Maryland
† 22 April 1833 in New York City
War ein Seemann in der United States Navy während des Ersten Barbary Krieges

Daniel Frazier trat im Jahre 1802 als Seemann in die Navy ein. Er versah seinen Dienst auf dem amerikanischen Schoner USS ENTERPRISE ( 1799 ) der von Lieutenant Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) kommandiert wurde. Am 23. Dezember 1803 erfasste man bei einer Kreuzfahrt m Mittelmeer das Piratenschiff MASTICO. Dieses Schiff wurde umgbaut und erhielt den Namen USS INTREPID. Daniel Frazier wechselte mit seinem Kommandanten und mehreren Mannschaftsmitgliedern auf dieses Schiff und steuerten am 16. Februar 1804 in den Hafen von Tripolis wo die amerikanische Fregatte USS PHILADELPHIA ( 1799 ) vor Anker lag. Man überwältigte dort die Piraten und setzte das Schiff in Brand. Am 3. August 1804 erfolgte ein direkter Angriff auf Tripolis. Lieutenant Decatur enterte mit seiner Mannschaft ein Kanonenboot der Piraten, als er von dessen Kapitän in ein Handgemenge verwickelt wurde. Ein weiterer Pirat holte mit seinem Säbel aus um Decatur niederzustrecken. Frazier sah dies und warf sich vor seinen Kommandanten. Ihn traf der Säbelhieb auf dem Kopf. Dieser Akt der Tapferkeit wird häufig fälschlicherweise einem Seemann mit Namen Reuben James zugeschrieben, aber niemand mit dem Namen James wurde nach dem Kampf einer medizinischen Behandlung unterzogen. Der Schlag hat Frazier nicht getötet und er erholte sich davon recht schnell. Zurück in den Vereinigten Staaten, setzte sich Frazier in New York City zur Ruhe wo er am 22. April 1833 verstarb.


USS FRAZIER ( DD-607 )

Schiffsbiografie

Die USS FRAZIER ( DD-607 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seemann Daniel Frazier benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zwanzigste Schiff aus der BENSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 5. Juli 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Richard McCullough taufte am 17. März 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frank Virden ( 25. Januar 1905 – 19. März 1990 ) stellte am 30. Juli 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS FRAZIER bis nach San Diego, Kalifornien führte, rüstete man den Zerstörer komplett aus. Am 21. November legte der Zerstörer in San Francisco ab und eskortierte zusammen mit dem Schwesterschiff USS GANSEVOORT ( DD-608 ) einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransportschiffen über Pearl Harbor, Territorium Hawaii; Apia, Samoa und Suva, Fidschi Inseln nach Noumea, Neukaledonien. In diesem Hafen legte der Schiffsverband am 9. Dezember an. Von hier aus begann die USS FRAZIER mit Patrouillen- und Eskortierfahrten die bis nach Guadalcanal, Ostsalomonen reichten. Man gliederte die USS FRAZIER in die Task Force 18 ein die von Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 – 10. Dezember 1962 ) kommandiert wurde. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) und USS SUWANEE ( CVE-27 ), die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ), USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS FRAZIER, USS CHEVALIER ( DD-451 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS LA VALLETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ) und USS MEADE ( DD-602 ). Am 27. Januar verließen die Schiffe der TF die Insel Efate, New Hebrides und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransporter, zur Verstärkung der Truppen auf Guadalcanal, Salomonen. Normalerweise sollten alle diese Kriegsschiffe für den Nachschubtransport die Luftabwehr übernehmen. Aber die beiden Geleitflugzeugträger schafften nur 18 Knoten und mussten auf der Fahrt nach Guadalcanal zurück gelassen werden um so schnell wie möglich ungesehen die Salomoneninsel zu erreichen. Alle anderen Schiffe schafften 24 Knoten in der Hoffnung Luftunterstützung von Henderson Field auf Guadalcanal zu erhalten. Noch vor Rennell Island, Salomonen entdeckten am 29. Januar japanische U-Boote diesen Geleitzug und funkten die Position nach Munda Point und Buka wo japanische Torpedobomberstaffeln stationiert waren. Gegen 19:00 Uhr trafen die ersten Bomber ein und warfen ihre Torpedos ab, von denen aber keiner traf. Mit Bordwaffen beschossen sie die amerikanischen Schiffe und warfen Leuchtkugeln zur Markierung der Position und des Kurses der Schiffe der TF. Um 19:30 Uhr trafen weitere Bomber ein und trafen mit einem Torpedo die USS CHICAGO. Das Schiff sank am folgenden Tag durch erneute Torpedotreffer. Auch am folgenden Tag griffen japanische Bomber an. Dabei wurde die USS LA VALLETTE durch ein Torpedo beschädigt. Von den 32 gestarteten japanischen Flugzeugen wurden 12 während der Schlacht abgeschossen. Die Flakgeschützbesatzungen der USS FRAZIER schützten mit ihrem Sperrfeuer während der Schlacht die Truppentransporter. Ohne weitere Angriffe erreichten am 1. Februar die Schiffe der TF 18 Lunga Point auf Guadalcanal. Anschließend kehrte die USS FRAZIER nach Efate in den Havannah Harbor zurück.
Um der Schiffsbesatzung etwas Ruhe zu gönnen und alles benötigte wieder aufzufüllen, lag der Zerstörer vom 14. bis zum 19. Februar 1943 in diesem Hafen. Den Öltanker USS NEOSHO ( AO-23 ) eskortierte die USS FRAZIER wenige Tage später in Richtung der von der Landeoperation auf Russell Island, Ostsalomonen nach Hog Harbor, Espiritu Santo, New Hebrides zurück kehrende Task Force 68. Am 3. März trafen sich die Schiffe auf offener See und es begann die Betankung. Noch am selben Tag war diese Aktion beendet und der Zerstörer begleitete den Öltanker zum Havannah Harbor auf Efate. Hier blieb die USS FRAZIER selber vom 10. bis zum 15. März fest vertäut liegen und wurde auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Am 18. März legte der Zerstörer im Havannah Harbor ab und eskortierte mehrere Öltanker bis nach Pearl Harbor. Nach dem Befüllen der Treibstoffbunker, verließ das Kriegsschiff wieder den Hawaiianischen Hafen und fuhr zu den Aleuten. Hier begann die USS FRAZIER anfangs ebenfalls mit Patrouillen- und Eskortierfahrten, bis man den Zerstörer in die Task Group 16.6 integrierte die Rear Admiral Charles Horatio Mc Morris ( 31. August 1890 – 11. Februar 1954 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS DETROIT ( CL-8 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS FRAZIER, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und USS EDWARDS ( DD-619 ). Am 25. April begann für die Schiffe der TG 16.6 eine Routinepatrouille in den Chichagov Harbor in der Holtz Bay auf der Aleuten Insel Attu. Dort bombardierten die Schiffe mit ihren Geschützen am folgenden Tag japanische Stellungen. Anschließend zogen sie sich wieder nach Adak in die Kuluk Bay zurück. Hier bereitete man die Operation „Landcrab“ vor. Man beließ die USS FRAZIER in der TG 16.6 die Rear Admiral Charles Horation McMorris während des erneuten Angriffs auf Attu befehligte. In der TG, welche die Southern Covering Group war, befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS SANTA FE sowie die Zerstörer USS FRAZIER, USS CALDWELL, USS COGHLAN, USS BANCROFT und USS GANSEVOORT. Am 1. Mai verließen die Schiffe ihre Ausgangsbasis. Zusammen mit den Truppen der 17. und 32. Infanteriedivision wurde das Anlande Manöver geübt. Am 11. Mai begann die Landeoperation. Durch den Mangel an Landungsbooten mussten die Soldaten durch das eiskalte Wasser an einen für eine Landung ungeeigneten Strand laufen. Die Japaner hatten sich schon im Vorfeld weit genug von den Stränden in höher gelegenes Gelände zurückgezogen. Die Kriegsschiffe selber patrouillierten vor der Küste der Insel um eventuelle feindliche Versorgungsschiffe abzufangen. Man fand aber keine feindliche Flotte. Während dieses Bombardements der Task Group 51.1 auf feindliche Ziele, befand sich die USS FRAZIER und die USS EDWARDS aus der TG 51.1 auf U-Boot Patrouille. In der Holtz Bay sichtete man am 12. Mai von einer PBY „Catalina“ aus ein Torpedo der von einem feindlichen U-Boot aus auf die USS PENNSYLVANIA abgefeuert worden war. Aber das Schlachtschiff konnte diesen Torpedo ausmanövrieren. Die PBY warf eine Rauchbombe an dem Punkt, wo man den Torpedo zuerst gesichtet hatte. Für die USS FRAZIER erfolgte jetzt zusammen mit der USS EDWARDS eine zehnstündige Jagd auf I-31. Man suchte per Sonar nach dem feindlichen U-Boot und sichtete zwei Seerohre. Daraufhin warfen beide Zerstörer mehrere Wasserbombensalven über Bord. Fünf Seemeilen nordöstlich vom Chichagov Harbor wird I-31 durch die ständigen Explosionen der Wasserbomben an die Wasseroberfläche gedrückt da nicht mehr genug Wasser unter dem Kiel war. Die USS EDWARDS befand sich in der Nähe und ohne Vorwarnung schoss der Zerstörer auf dieses U-Boot und traf den Kommandoturm und die Außenhülle. Verzweifelt versuchte die 95-köpfige japanische Besatzung ihr Schiff wieder unter Wasser zu bringen, aber es war zu spät. Durch die beschädigte Außenhülle trat Dieselöl aus und stieg auf. Dieses Dieselöl breitete sich auf einer Fläche von etwa fünf Quadratmeilen aus. Die USS FRAZIER warf in dieses Gebiet noch einige Wasserbomben über Bord um sicher zu gehen. Am 29. Mai machten die Japaner an Land einen letzten verzweifelten Banzai Angriff um bewusst den Tod zu finden und nicht in Gefangenschaft zu geraten. Während dieses Angriffs verschossen die Kreuzer und Zerstörer ihre Munition zur Unterstützung der eigenen Truppen die bis dahin rund fünfundzwanzig Prozent an Verlusten verbuchen mussten. Am 2. Juni verließen die Schiffe der TG 16.6 die Holtz Bay. Für die USS FRAZIER und dessen Besatzung begannen in den folgenden Wochen wieder Patrouillen- und Eskortierfahrten. Der Zerstörer beteiligte sich an einer Blockadepatrouille vor Kiska Island, Aleuten um den japanischen Nachschub zu unterbinden. Am 8. Juni löste Lieutenant Commander Elliot Mitchell Brown den Kommandanten Lieutenant Commander Frank Virden vom Kommando über den Zerstörer ab. Zwei Tage später befand sich die USS FRAZIER erneut auf Patrouillenfahrt. So erhielt man auf dem Zerstörer am nebeligen Morgen des 10. Juni vor Kiska zwei Radarkontakte. LCDR Brown nahm sofort an, dass es sich um feindliche U-Boote handeln könnte. Fünf Minuten lang schoss der Zerstörer mit seinen Kanonen auf die Zielkoordinaten bis das Radarecho mit dem Landecho von Kiska verschmolz. In der Nacht vom 10. zum 11. Juni erhielt man auf dem Zerstörer erneut zwei verschiedene Unterwasserkontakte bei Cape Sirius, Kiska. LCDR Brown ließ daraufhin mehrere Serien von Wasserbomben auf diese Kontakte werfen. Man war allerdings danach nicht in der Lage ein Ergebnis nach diesem Angriff zu bestimmen, da der Kontakt verschwunden war. In der Nacht zum 13. Juni erhielt man erneut einen Radarkontakt und diesmal wurde das japanische U-Boot I-9 erfolgreich versenkt. Man versetzte die USS FRAZIER wieder in die Task Group 16.6 die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ) befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS FRAZIER, USS EDWARDS, USS FARRAGUT, USS GANSEVOORT und USS MEADE. Die Schiffe dieser TG bombardierten am 2. August feindliche Stellungen auf Kiska und kehrten am folgenden Tag nach Adak zurück. Für den folgenden Angriff auf Kiska stellte man die Task Force 16 neu zusammen. Die USS FRAZIER gliederte man in die Task Undergroup 16.6.1 ein die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und INDIANAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS RALEIGH sowie die Zerstörer USS FRAZIER, USS EDWARDS, USS GANSEVOORT, USS MEADE und USS PHELPS ( DD-360 ). Am 12. August wiederholten die Schiffe der TG das Bombardement auf japanische Stellungen auf Kiska. Drei Tage später begann die Landung auf dieser Aleuteninsel. Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 – 2. Januar 1979 ) befehligte die Task Force 16 während der nun folgenden Operation „Cottage“. Die USS FRAZIER und die USS EDWARDS blieben in der Task Force 16, hatten aber keine speziellen Aufgaben übertragen bekommen und führten U-Boot Patrouillen rund um das Gewässer der Insel durch. Diese groß angelegte Operation war für die US Navy ein absoluter Reinfall. Der Schiffsverband der TG 16.17 legte am 14. August in Adak wieder ab und beteiligte sich zuerst bei der Sicherung von 20 Transportschiffen, 42 Landungsschiffen und Landungsbooten sowie 20 Hilfsfahrzeugen. Insgesamt 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten standen für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska bereit. Die Schiffe der TG 16.17 begannen am 15. August mit dem Bombardement auf vermeintliche feindliche Stellungen. Doch es fiel kein Schuss von der Insel auf die Alliierten, denn die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten von den Amerikanern unbemerkt evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckte, waren drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Nach weiteren Patrouillenfahrten auf der Suche nach feindlichen Schiffen, verließ die USS FRAZIER in den ersten Tagen des Septembers die Aleuten und fuhr in die Werft der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington um sich einer Überholung zu unterziehen. Diese dauerte bis in den Oktober hinein. Anschließend verließ der Zerstörer die Werft und fuhrt nach Pearl Harbor. Hier verlegte man die USS FRAZIER zur 5. US Flotte, wo das Schiff in die Task Undergroup 53.4.1 eingegliedert wurde. Diese TG waren Feuerunterstützungs- Radarposten- und Patrouillenschiffe. Kommandiert wurde diese TG 53.4 von Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ). In der TU 53.4.1 befanden sich neben der USS FRAZIER das Schlachtschiff USS TENNESSEE ( BB-43 ) und der Zerstörer USS BAILEY ( DD-492 ). Am 21. Oktober 1943 verließ die TG 53.4 Pearl Harbor. Damit begann für die Südliche Angriffsgruppe die Operation „GALVANIC“, einem Angriff auf die Gilbert Inseln. Das erste Ziel dieser Task Group war aber Wellington, Neuseeland. Man übernahm von hier aus die Eskorte von mehreren Truppentransportschiffen und eskortierten diese bis zum Havannah Harbor, Efate. Am 7. November befanden sich die Schiffe der TG 53.4 vor dieser Insel und begannen den Angriff auf die Gilbert Insel Tarawa zu proben. Am 13. November verließen die Schiffe der TG den Havannah Harbor von Efate und fuhren Nordwärts. Mit dem Bombardement auf japanische Stellungen auf Tarawa begannen sie ab dem 19. November. Am folgenden Tag begann die Landung der mitgeführten Soldaten. Auch an diesem Tag beteiligte sich die USS FRAZIER mit ihren Schiffsgeschützen an der Vernichtung japanischer Stellungen. Ab dem 22. November begann der Zerstörer zusammen mit der USS MEADE aus der TU 53.4.2 vor der Hafenstadt Betio zu patrouillieren. Dieser Zerstörer ortete am 23. November ein feindliches Unterwasserfahrzeug. Zwischen 15:30 Uhr und 17:38 Uhr starten beide Zerstörer fünf intensive Tiefenentladungsangriffe mit Wasserbomben. Die letzte Wasserbombensalve zwang das japanische U-Boot I-35 an die Wasseroberfläche. Umgehend begannen beide Zerstörer mit ihren 5’’ und 40 mm Schiffsgeschützen das feindliche U-Boot zu beschießen. Um 17:51 Uhr entschied sich LCDR Brown dazu mit der USS FRAZIER das japanische U-Boot zu rammen. Der Bug des Zerstörers wühlt sich von Steuerbord aus in das U-Boot und zerdrückt den Druckrumpf. Aber auch die USS FRAZIER hat durch diese Rammaktion schwere Schäden am Bug davongetragen. Um 17:54 sinkt I-35. Beide Zerstörer starten nun eine Rettungsaktion um vier der von Bord gegangenen Besatzungsmitglieder zu retten. Einer dieser Überlebenden schießt auf die USS FRAZIER und wird getötet. Die anderen drei japanischen Besatzungsmitglieder lassen sich ohne Gegenwehr aufnehmen. Mit dem U-Boot gehen 92 Besatzungsmitglieder mit unter. Die USS FRAZIER verlässt am 24. November das Atoll Tarawa. An diesem Tage waren die Kampfhandlungen auf dem Atoll beendet worden, nachdem sich die letzten siebzehn von viertausendsechshundert japanischen Verteidigern ergeben hatten. Der Zerstörer fuhr für Reparaturarbeiten nach Pearl Harbor. Die Reparaturen waren Ende 1943 abgeschlossen. Danach folgten für die Schiffsbesatzung mehrere Trainingseinheiten. Hier in Pearl Harbor gruppierte man die 5. US Flotte um. Die USS FRAZIER versetzte man in die Task Group 52.8, welche eine Feuerunterstützungsgruppe war, die Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 – 10. Dezember 1962 ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer der Task Undergroup 52.8.2 an. Diese TU befehligte ebenfalls Rear Admiral Giffen. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS IDAHO ( BB-42 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und die Zerstörer USS FRAZIER, USS BAILEY, USS MEADE und USS HALL ( DD-583 ). Die gesamte Task Force 52 gehörte zur südlichen Angriffsgruppe auf die Marshall Inseln. Am 22. Januar 1944 verließ die TF 52 den Hafen von Pearl Harbor und die Schiffe der TG 52.8 erreichten am 29. Januar das Atoll Maloelap, Marshall Islands. Gleich nachdem die Kriegsschiffe dieses Atoll erreicht hatten, begannen sie die japanischen Stellungen zu bombardieren. Am folgenden Tag gab es ein Bombardement auf das Atoll Taroa. Noch bevor sich die Schiffe der TG 52.8 am 31. Januar der Insel Makin zu wendeten, die sich schon seit dem 23. November 1943 in amerikanischer Hand befand und zu einem Versorgungsstützpunkt für die US Navy ausgebaut worden war, sicherte die USS FRAZIER den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO während der Landeoperation und dem Bombardement auf japanische Einrichtungen auf dem Atoll Kwajalein. Von der Insel Makin aus begann der Zerstörer seine Patrouillenfahrten bis nach Kwajalein. Auf diesen Kreuzfahrten suchte die USS FRAZIER nach feindlichen U-Booten. Am 11. Februar fuhr der Zerstörer zu dem Atoll Majuro, Marshall Islands. Hier löste sich die TG 52.8 am selben Tag nach der Einnahme und der Beendigung der Kämpfe auf. Die USS FRAZIER selber kehrte nach Pearl Harbor zurück und eskortierte dabei mehrere leere Transportschiffe dorthin. Am 15. Februar legten die Schiffe in den Hawaiianischen Hafen an. Bis zum 28. Februar blieb zunächst der Zerstörer in diesem Hafen und wartete bis der nächste Schiffskonvoi zur Versorgung der Marshall Inseln zusammen gestellt war. Am 28. Februar verließ dieser Versorgungskonvoi Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Majuro. Von diesem Atoll aus begann der Zerstörer erneut mit seinen Patrouillenfahrten. In den Hafen von Majuro fuhr die USS FRAZIER am 20. März ein und wurde noch am selben Tag in die Task Group 58.9 versetzt. In dieser TG befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS INDIANAPOLIS, USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS FRAZIER, USS EDWARDS, USS MEADE, USS BANCROFT, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BELL ( DD-587 ), USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS BRADFORD ( DD-545 ), USS BROWN ( DD-546 ) und USS COWELL ( DD-547 ). Am 22. März verließen alle Schiffe der Task Force 58 Majuro um an der Operation „Desecrate“ teilzunehmen. Auf hoher See betankte man am 26. März alle Schiffe der TG 58.9. Zwei Tage später erreichten alle Schiffe der TF 58 die Gewässer vor den Palau Inseln. Hier löste man die TG 58.9 auf und übertrug den Schiffen spezielle Aufgaben. Noch am selben Tag begann der Angriff. Es waren keine Landungstruppen während dieses Angriffs anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Die USS FRAZIER selber setzte man zu Patrouillen- und Anti-U-Boot-Fahrten ein zur Sicherung der Flugzeugträger, während deren Flugzeuge indes die Palauinseln Yap, Ulithi und Woleai bombardierten. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Dort bereitete man sich auf die weiteren Kämpfe vor, die vor Neuguinea stattfinden werden. Die USS FRAZIER blieb zur freien Verfügung in der Task Force 58 genauso wie die Zerstörer USS MEADE, USS BANCROFT, USS EDWARDS, USS CALDWELL, USS CASE ( DD-370 ), USS PRICHETT ( DD-561 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ) und USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) und hatte keine speziellen Aufgaben übertragen bekommen. Am 13. April verließ die Task Force erneut Majuro und erreichte sechs Tage später seine Angriffsstellung nördlich der Admiralitätsinseln. Dort wurden die Schiffe nochmals betankt. Am 21. April begann der Angriff der unter dem Codenamen „Reckless“ bezeichnet wurde. Im Zusammenspiel mit Teilen der 7. US Flotte wurden ab dem 21. April die japanischen Stellungen bei Wakde, Sawai und in der Tanahmerah Bay die Stellungen bei Hollandia Neuguinea angegriffen. Am 22. April folgte der Angriff auf Aitape, Neuguinea. Bis zum 24. April unterstützten die Schiffe die Landungen auf dem Gebiet von Neuguinea. Danach erhielten die Task Groups unterschiedliche Aufgaben. Die USS FRAZIER beteiligte sich bis zum 29. April an der Absicherung der Landungsschiffe, führte in Küstennähe Patrouillendienste durch und bombardierte japanische Küstenbefestigungen. Der Zerstörer beteiligte sich auf der Rückfahrt nach Majuro vom 29. zum 30. April an der Bombardierung japanischer Stellungen auf dem Atoll Truk, am 1. Mai die Hauptinsel von Palau Islands Ponape und am 4. Mai das Atoll Eniwetok, Marshall Inseln die unter dem Codenamen „PERSECUTION“ liefen. Von dort aus wechselte die USS FRAZIER zusammen mit den Zerstörern USS GANSEVOORT und USS EVANS ( DD-552 ) in die Task Group 57.8 um vor den östlichen Marshall Islands Mili, Jaluit, Maloelap und Wotje zu operieren. Dort begannen sie ab dem 10. Mai mit ihren Patrouillen- und Anti-U-Boot Fahrten um den Gegner daran zu hindern weitere Unterstützungskräfte anlanden zu können oder die kleineren Garnisonen zu evakuieren. Außerdem beschossen sie japanische Stellungen auf diesen Atollen. So wurde am 17. Juni von der USS FRAZIER und der USS MEADE die Insel Eniben im Maloelap Atoll und am 26. Mai das Mili Atoll von drei Zerstörern aus der TG 57.8 beschossen. Am 9. Juni eilte die USS FRAZIER zu der Insel Taroa im Maloelap Atoll. Hier war ein Seeaufklärungsflugzeugs vom Typ PBY – 5A aus dem Patrouillengeschwader VP-53 durch eine japanische Küstenbatterie schwer beschädigt worden und musste Notwassern. Diese Maschine war zur Rettung eines Piloten in dieses Gebiet entsandt worden. Die Notwasserung des Seeaufklärungsflugzeugs überlebten zehn Insassen. Zwei weitere amerikanische US Navy Piloten konnten am 23. Juni vor dem Mili Atoll gerettet werden. Die Patrouillenfahrten in den Gewässern der östlichen Marshall Islands wurden von der USS FRAZIER bis zum 27. Juli durchgeführt. Danach fuhr der Zerstörer über Majuro und Pearl Harbor an die US Westküste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien legte das Kriegsschiff im August an und musste sich bis Mitte September einer Überholung unterziehen. Die letzte Testfahrt danach erfolgte am 17. September mit anschließender Endausrüstung. Drei Tage später verließ die USS FRAZIER wieder die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor. Hier unterzogen sich die Schiffsbesatzung und der Zerstörer mehreren Trainingseinheiten und Übungen zusammen mit anderen Kriegsschiffen die bis Ende November dauerten. Am 15. Dezember verließ der Zerstörer wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransportschiffe über Majuro zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier reihte sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) in den Schiffskonvoi ein. Das Atoll Ulithi, Karolinen erreichten die Schiffe am 30. Dezember. Hier verließ der Flugzeugträger den Konvoi. Der Schiffskonvoi fuhr nach der Betankung weiter bis zur San Pedro Bay, an der Ostseite der Insel Leyte, Philippinen. In diese Bucht fuhren die Schiffe am 6. Januar 1945 ein. An diesem Tage gliederte man die USS FRAZIER in die Task Group 77.2 ein die Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation „Mike I“ befehligte. Allerdings hatten die Schiffe der TG schon am 4. Januar die San Pedro Bay verlassen und waren auf dem Weg in den Lingayen Golf, Luzon, Philippinen. Die USS FRAZIER verließ am 7. Januar die San Pedro Bay und eilte den Schiffen der TG 77.2 hinterher. Erst am 9. Januar, dem Tag der Landung, erreichte der Zerstörer den Lingayen Golf. Bis Ende Januar und Anfang Februar patrouillierte der Zerstörer westlich von Luzon vor den Kreuzern und Geleitflugzeugträgern der Task Force auf der Suche nach feindlichen U-Booten und Flugzeugen. Danach versetzte man die USS FRAZIER in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike I“ kommandierte. In dieser befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS USS FRAZIER, USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS CONVERSE ( DD-509 ), USS EATON ( DD-510 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS PICKING ( DD-685 ), TAYLOR ( DD-468 ) und USS BRAINE ( DD-630 ), den Schnellen Truppentransportern USS KILTY ( APD-15 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS SCHLEY ( APD-14 ) und USS MANLEY ( APD-1 ) und mehreren Minenräumboote. Außerdem gehören zu dieser TG noch zweiundsechzig Landungsfahrzeuge die insgesamt 5.300 Soldaten des 151. RCT und des 34. RCT der 38. Infanteriedivision bei Mariveles an der Südspitze von Bataan am 15. Februar absetzen sollen. Am 13. Februar dringen die Kriegsschiffe der TG 78.3 erneut in die Manila Bay ein und beschützen die Minensuchboote vor feindlichen Angriffen indem sie den geplanten Landungsraum an der Südspitze von Bataan und Corregidor mit ihren Schiffsgeschützen beschießen. Am folgenden Tag wird das Minenräumboot YMS 48 durch japanische Küstenbatterien versenkt und die zur Unterstützung herbeieilenden Zerstörer USS FLETCHER und USS HOPEWELL beschädigt. An diesem Tage laufen auch die übrigen Schiffe in die Bucht ein. Dabei wird die USS RADFORD und die USS LA VALETTE aus der TG 74.3 beim Einlaufen in den Hafen von Mariveles durch Minen zum Teil schwer beschädigt. Auch gehen mindestens zwei Landungsboote durch den Beschuss der japanischen Küstenbatterien verloren. Die amerikanischen Kriegsschiffe nehmen nun wieder für eine mehrstündige Beschießung der Landungsräume Aufstellung. Am 15. Februar beginnt die Landeoperation auf Mariveles Harbor und am folgenden Tag auf Corregidor durch Fallschirmjäger. Nach den beiden erfolgreichen Landungen, verließ die USS FRAZIER wieder die Task Group 78.3 und kehrte zur Task Group 77.2 zurück um dort bis zum 26. Februar ihre Patrouillenaufgaben rund um Luzon wieder zu übernehmen. Danach fuhr der Zerstörer in die San Pedro Bay um die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker aufzufüllen. Anschließend kehrte das Kriegsschiff in die Manila Bay zurück und übernahm dort zuerst Eskortieraufgaben, deckte ab Mitte März Landungen auf Mindanao und patrouillierte bis zum 10. Mai zwischen dem Lingayen Golf und der Subic Bay auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 10. Mai verließ die USS FRAZIER die nordphilippinischen Inseln und fuhr zur San Pedro Bay. Hier übernahm der Zerstörer Treibstoff und verließ am 13. Mai die Insel. Zwei Tage später erreichte das Schiff die Molukken Insel Morotai. Hier warteten mehrere Truppentransportschiffe. Die USS FRAZIER integrierte man für die Operation „Oboe II“ in die Transportgroup der Task Force 78. Gleich nachdem die wartenden Truppen auf den Transportern eingeschifft waren, legte der Schiffsverband am 4. Juni ab. Die USS FRAZIER eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ) aus der Task Group 78.1 diesen Schiffsverband in der Brunei Bay. Ab dem 6. Juni beschossen die Schiffe der Fire Support Group für drei Tage die japanischen Stellungen in den geplanten Landungsräumen der Alliierten. Am 10. Juni erreichten die Schiffe der Amphibious Group Six ihr Einsatzgebiet und landen 29.361 Soldaten der australischen 9. Infanteriedivision. Diese Transportgruppe, bestehend aus drei australischen Infanterielandungsfahrzeugen, einem Landungsmutterschiff, zwei amphibische Vorratsschiffe, neun Schnelle Truppentransporter, fünfunddreißig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe und fünfundfünfzig Infanterielandungsfahrzeuge, werden durch die Zerstörer USS FRAZIER USS PHILIP, USS ROBINSON, USS BANCROFT, USS BAILEY, USS EDWARDS, USS CALDWELL, USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS WALLER ( DD-466 ) und USS McCALLA ( DD-488 ), den Geleitzerstörern USS CHARLES E BRANNON ( DE-446 ), USS DOUGLAS A MUNRO ( DE-422 ), USS ALBERT T HARRIS ( DE-447 ), USS DUFILHO ( DE-423 ), USS JOBB ( DE-707 ) und USS DAY ( DE-225 ) und den australischen Fregatten HMAS BARCOO, HMAS HAWKESBURY und HMAS LACHLAN ( K364 ) gesichert. Gleich nach der Sicherung des Brückenkopfes verlassen die Schiffe der Fire Support Group und die der Transport Group die Brunei Bay. Die Schiffe der Fire Support Group fuhren weiter nach Süden entlang von Borneo und begannen am 15. Juni mit dem Bombardement von japanischen Stellungen bei Balikpapan. Die Sicherungsgruppe für die Transportschiffe teilte sich auf. Ein Teil eskortierte die entladenen Schiffe nach Morotai, Indonesien. Darunter war auch die USS FRAZIER. Dort warteten die Soldaten der australischen 7. Infanteriedivision. Ein anderer Teil der Schiffe fuhr an der Westküste Borneos weiter und landeten am 20. Juni bei Luton die Soldaten von einem Bataillon. Diese besetzten bis zum 25. Juni das Ölgebiet bei Miri. Ein dritter Teil erreichte mit einer Gruppe von Minensuchschiffen den Bereich von Miri. Dort wurde für die kommenden Kämpfe eine Fahrrinne von Seeminen gesäubert. Insgesamt 246 Minen konnten dabei unschädlich gemacht und japanische Küstenbatterien werden. Man versetzte die USS FRAZIER in die Task Group 78.2 die Rear Admiral Albert Gallatin Noble ( 14. Dezember1895 – 22. Februar 1980 ) während der Operation „Oboe VI“ befehligte. In dieser Angriffsgruppe befand sich das Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ), die australischen Infanterielandungsschiffe HMAS MANOORA ( F48 ), HMAS WESTRALIA ( F95 ) und HMAS KANIMBLA ( C78 ), das Angriffsfrachtschiff USS TITANIA ( AKA-13 ), das Amphibische Docklandungsschiff USS CARTER HALL ( LSD-3 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS LLOYD ( APD-63 ) und USS DIACHENKO ( APD-123 ), ein Infanterielandungskanonenboot, zweiundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, fünfunddreißig Panzerlandungsschiffe, sechzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neunzehn Panzerlandungsboote und fünf U-Boot-Jäger. 33.446 Soldaten der australischen 7. Infanteriedivision transportierten diese Schiffe. Gesichert wurden die Transportschiffe von den amerikanischen Zerstörern USS FRAZIER, USS PHILIP, USS ROBINSON, USS SAUFLEY, USS WALLER, USS BAILEY, USS DRAYTON, USS SMITH, USS FLUSSER ( DD-368 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS CHAFFEE ( DE-230 ), USS LELAND E THOMAS ( DE-420 ), USS EDWIN A HOWARD ( DE-346 ), USS JESSE RUTHERFORD ( DE-347 ) und USS KEY ( DE-348 ) und der australischen Fregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ). Am 26. Juni verließen die Schiffe der TG 78.2 Morotai und am 1. Juli begann der Angriff von Balikpapan. Die Kämpfe rund um Balikpapan dauerten auf der Insel Borneo bis zum 21. Juli. Die USS FRAZIER verließ nach den Kämpfen Balikpapan und fuhr in die Subic Bay. In diese lief der Zerstörer am 29. Juli ein und wurde drei Tage später in die Task Force 75 versetzt die Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 – 21. Oktober 1963 ) während der Operation „Philippine Sea Frontier befehligte. Neben dem Zerstörer befanden sich die Geleitzerstörer USS WEEDEN ( DE-797 ), USS CRONIN ( DE-704 ), USS CONNOLLY ( DE-306 ), USS GILLIGAN ( DE-508 ), USS MAJOR ( DE-796 ), USS NAIFEH ( DE-352 ), USS PEIFFER ( DE-588 ), USS ROLF ( DE-362 ), USS RUDDEROW ( DE-224 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS ALBERT T HARRIS ( DE-447 ), USS McNULTY ( DE-581 ), USS METIVIER ( DE-582 ) und USS MAURICE J MANUEL ( DE-351 ) und die Schnellen Truppentransporter USS KANE ( APD-18 ) und USS TATTNALL ( APD-19 ). Diese Schiffe eskortierten bis zum 15. August, dem Tag an dem die Japaner die bedingungslose Kapitulation akzeptierten, innerhalb der philippinischen Inseln Schiffskonvois. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum fuhr die USS FRAZIER nach Okinawa und Japan. Am 3. November verließ der Zerstörer die fernöstlichen Gewässer und fuhr über Pearl Harbor, San Diego und nach der Durchquerung des Panamakanals nach Boston, Massachusetts. Schon nach wenigen Tagen verließ aber das Kriegsschiff wieder diesen Hafen und fuhr an der US Ostküste entlang bis nach Charleston, South Carolina. Hier stellte man am 15. April 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS FRAZIER ( DD-607 ) strich man am 1. Juli 1971 von der US Navy – Liste. Nach der Demontage sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen, verkaufte man am 6. Oktober 1972 den Schiffskörper für 67.911 Dollar an die Luria Brothers in New York. Das Schiff selber wurde in Kearny, New Jersey verschrottet.


USS FRAZIER ( DD-607 )
Commanding Officer

LCDR Frank Virden         30. Juli 1942 – 8. Juni 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR Elliot Mitchell Brown        8. Juni 1943 – 12. April 1944
LCDR Francis O’Connor Fletcher Jr.        12. April 1944 – 13. Januar 1945
LCDR John Norton Renfro          13. Januar 1945 – 15. April 1946