Archiv für den Monat: August 2016

USS HUDSON ( DD-475 )

USS HUDSON ( DD-475 )

Biografie

Captain William Levereth Hudson
* 11. Mai 1794 in Brooklyn, New York
† 15. Oktober 1862 in Brooklyn, New York
war ein US Navy Offizier in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Auf der 18 Kanonenführenden Kriegsschaluppe USS ALERT ( 1803 ) diente Hudson bei seinem ersten Einsatz. Dieses Schiff gehörte zum Mittelmeergeschwader welches unter dem Oberbefehl von Commodore William Bainbridge ( 7. Mai 1774 – 27. Juli 1833 ) stand. 1815 wechselte er auf die Kriegsschaluppe USS ONTARIO ( 1813 ). Der Kommandant des Schiffes war Master Kommandant Jesse Duncan Elliot ( 14. Juli 1782 – 10. Dezember 1845 ). Das Schiff war während des Zweiten Barbary Krieg unter dem Oberkommando von Commodore Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 – 22. März 1820 ) an der Blockade vor Algerien beteiligt. Am 1. Januar 1816 beförderte man Hudson zum Midshipman. Auf der Kriegsschaluppe blieb Hudson bis zum Ende dieser Kriegskampagne. Zurück in den Vereinigten Staaten musste er die Schulbank drücken und begann seinen Dienst auf der am 23. Juni 1821 getauften USS DOLPHIN ( 1821 ) die noch in der Philadelphia Navy Yard lag. Am 8. Dezember 1821 segelte der Schoner unter dem Kommando von Lieutenant David Conner ( 1792 – 20. März 1856 ) in dem neu aufgestellten Pazifik Geschwader los. Das Flaggschiff dieses Geschwaders war das Linienschiff USS FRANKLIN ( 1815 ). Die USS DOLPHIN patrouillierte vor der Pazifikküste von Südamerika. Hudson war bis 1823 auf dem Schoner. Danach beorderte man ihn 1826 auf die Boston Navy Yard wo die Korvette USS WARREN ( 1827 ) gebaut wurde. Das unter dem Kommando von Master Kommandant Lawrence Kearny ( 30. November 1789 – 29. November 1868 ) stehende Schiff legte am 22. Februar 1827 ab mit dem Ziel Mittelmeer. Dort versuchte man griechische Piraten zu stoppen die amerikanische Handelsschiffe aufgebracht hatten. Gemeinsam mit dem amerikanischen Mittelmeer Geschwader jagte man die Piraten. Die USS WARREN kam im Sommer 1830 in die Vereinigten Staaten zurück. Hudson begleitete Lieutenant Ramsey von 1830 bis 1831 auf einer Russlandreise um danach sich den neuen Pflichten an der New York Navy Yard zu stellen. Inzwischen wurde Hudson zum Lieutenant befördert und erhielt im Juni 1838 das Kommando über die Kriegsschaluppe USS PEACOCK ( 1813 ). Mit diesem Schiff sollte er die United States Exploring Expedition unter dem Kommando von Leutenant Charles Wilkes ( 3. April 1798 – 8. Februar 1877 ) begleiten. In diesem Geschwader befanden sich noch die Kriegsschaluppe USS VINVENNES ( 1826 ), die Brigg USS PORPOISE ( 1836 ), das Versorgungsschiff USS RELIEF ( 1836 ) und die Schoner USS SEA GULL ( 1838 ) und USS FLYING FISH ( 1838 ). Dieser Expedition gehörten 9 Wissenschaftler an. Im Verlauf dieser Reise wurden 280 Inseln, die meisten davon im Pazifik, erkundet und kartiert sowie 800 Meilen der amerikanischen Küste des damaligen Oregon County. Die meisten der damals gesammelten Exemplare aus der Pflanzen- und Tierwelt befinden sich heute in den Ausstellungshallen des Smithsonian Instituts. Im Juli 1840 besuchte die Expedition die Fidschi Insel Malolo. Dort wurde der Neffe von Charles Wilkes und Lieutenant Underwood getötet. Unmittelbar davor war der Sohn des Häuptlings als Geisel genommen worden damit ein friedlicher Tauschhandel stattfinden konnte. Gleich nachdem alle Amerikaner in ihren Booten waren und die ertauschten Lebensmittel zu ihren Schiffen bringen wollten, sprang der mitgeführte Eingeborene aus dem Boot und rannte ans Ufer. Dies war angeblich ein verabredetes Zeichen der Eingeborenen die die Amerikaner angriffen. Die amerikanischen Matrosen schossen eine Salve über die Köpfe der Eingeborenen ab was diese nicht beeindruckte. Umgehend ließ Lieutenant Hudson 60 Matrosen unter seinem Kommando von der USS PEACOCK ablegen und auf der Insel landen. 80 Insulaner wurden getötet und zwei Dörfer niedergebrannt. Am 24. Februar 1841 kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Auf der Insel Upola im Samoa Archipel wurde ein amerikanischer Seemann getötet. Daraufhin entsandte Charles Wilkes Lieutenant Hudson mit der USS PEACOCK und die USS FLYING FISH mit ihrem Kommandanten Samuel R. Knox um diesen Vorfall aufzuklären. Beide Schiffskommandanten forderten vom Häuptling Malietoa ( um 1790 – 1860 ) das er ihnen den oder die Mörder des amerikanischen Seemanns übergeben solle. Malietoa weigerte sich. Lieutenant William Levereth Hudson ließ daraufhin beide Schiffe zum Gefecht klar machen und die Insel bombardieren. Die Eingeborenen zogen sich mit ihren Familien und Habseligkeiten in den Dschungel zurück. Unter der Führung von Lieutenant William M. Walker vom Marine Corps wurden ohne Gegenwehr die Dörfer Saulafata, der Fusi und Sallesesi verbrannt sowie sämtliche Kanus zerstört die am Strand gefunden wurden. Am 6. April erhielt Hudson den Auftrag die Insel Tabiteuea, Gilbert Island zu erkunden. Mit einer Abteilung Soldaten und Matrosen betrat er den Boden der Insel um die dortige Fauna und Flora zu erkunden. Als man auf die USS PEACOCK zurückgekehrt war, bemerkte man das Fehlen des Seemanns John Anderson. Bis zum 9. April wartete Hudson, doch dann war klar das der Matrose nicht mehr zurückkehren würde. Mit 80 bewaffneten Marinesoldaten und Matrosen ging Lieutenant William M. Walker an Land. Als seine Bitte den vermissten Seemann herauszugeben nicht nachgekommen wurde, ließ er das Feuer auf die Eingeborenen eröffnen die mit ihren Waffen drohten. Walker ließ alle nahegelegenen Dörfer zerstören. Bei diesem ungleichen Kampf wurden 12 Eingeborene getötet. Am 18. Juli 1841 steuerte Lieutenant Hudson die USS PEACOCK auf Befehl von Charles Wilkes in den Columbia River für Untersuchungen. Dabei lief das Schiff auf eine Sandbank auf. Trotz aller Mühen war es nicht mehr flott zu bekommen und musste aufgegeben werden. Alle Seeleute und wissenschaftlichen Arbeiten konnten gerettet werden bevor das Schiff zerbrach. Am 10. Juni 1842 erreichten die Expeditionsteilnehmer New York. Auf dieser Reise wurden insgesamt 30 Amerikaner getötet oder verwundet und zwei Schiffe gingen verloren. Am Mexikanisch – Amerikanischen Krieg war Commander Hudson nach der Expedition beteiligt. Dieser dauerte vom 25. April 1846 bis zum 2. Februar 1848. Bis zum September 1849 übernahm er dann die Pflichten der Überwachung und des Baus von Leuchttürmen. Danach erhielt er das Kommando über die Korvette USS VINCENNES. Bis 1852 kreuzte er mit diesem Schiff im Pazifik. Am 8. Oktober 1855 beförderte man ihn zum Captain und übergab ihm im März 1857 das Kommando über die Fregatte USS NIAGARA ( 1855 ). Am 22. April 1857 segelte das Schiff von New York los mit dem Ziel England wo es am 14. Mai in Gravesend ankam. Dort rüstete man die USS NIAGARA mit einem Kabel für den ersten transatlantischen Telegraphen aus. Dieses Kabel sollte zwischen Neufundland und Irland gelegt werden nach den Vorgaben von Matthew Fontaine Maury ( 14. Januar 1806 – 1. Februar 1873 ). Doch dieser erste Versuch war erfolglos. Mehrere Hundert Meilen westlich von Valentia, Irland entstand ein Kabelbruch und das Unternehmen war gescheitert. Am 20. November kehrte die USS NIAGARA nach New York zurück und Captain Hudson ließ das Schiff umgehend umrüsten für einen zweiten Versuch. In Plymouth kam die Fregatte am 8. März 1858 wieder an und man experimentierte bis zum 28. März auf hoher See mit dem englischen Schlachtschiff HMS AGAMEMMNON. Man legte dann einen Punkt im Ozean fest wo sich beide Schiffe treffen sollten um von dort aus in Richtung Heimatküste zu segeln. Dieser Tag des Rendezvous war dann der 29. Juli. Beide Schiffe lagen Heck an Heck und die Kabelenden wurden verspleißt. Am 5. August erreichte die USS NIAGARA die Insel Brills Mouth vor Neufundland und mit Booten schaffte man das Kabelende an Land. Noch am selben Tag erreichte die HMS AGAMEMMNON ihr Ziel. Queen Victoria ( 24. Mai 1819 – 22. Januar 1901 ) sandte am 16. August das erste Telegramm an US Präsident James Buchanan, Jr. ( 23. April 1791 – 1. Juni 1868 ). Captain Hudson wechselte danach bis 1862 als Befehlshaber an die Boston Navy Yard. Danach war er Inspekteur des dritten Leuchtturm Districts. Captain William Levereth Hudson starb am 15. Oktober 1862 in Brooklyn im Alter von 68 Jahren.

Vier Schiffe haben bei der USS Navy den Namen USS HUDSON getragen, doch davon trug nur der Zerstörer USS HUDSON ( DD-475 ) den Namen zu Ehren von Captain William Levereth Hudson.


USS HUDSON ( DD-475 )

Schiffsbiografie

Die USS HUDSON ( DD-475 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain William Levereth Hudson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 20. Februar 1942 der s40002Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Flaurence Oliphant Ward Hough ( 12. Dezember 1877 in New York – 28. September 1970 in New York ), Ehefrau von Rear Admiral Henry Hughes Hough ( 8. Januar 1871 in Saint Pierre And Miquelon – 9. September 1943 in Manhattan, New York ), taufte am 3. Juni 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Renwick Smedberg III. ( 28. September 1902 – 5. Oktober 1994 ) stellte am 13. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HUDSON entlang der US Ostküste bis zu der Marinebasis bei den Bermudas. Im Anschluss daran fuhr das Schiff nach Boston zurück. Dort überprüfte man den Schiffskörper und nahm noch einige Reparaturarbeiten vor. Nach dem Ausdocken eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois von New York aus bis zum Panamakanal. Im September wechselte die USS HUDSON nach Norfolk, Virginia. Hier rüstete man das Schiff vollständig aus und versetzte es zur Pazifikflotte. Nach der Durchquerung des Panamakanals am 1. Oktober, fuhr der Zerstörer über die Fidshi Inseln, wo das Schiff aufgetankt wurde, zum Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Hier legte der Zerstörer am Abend des 6. Oktober an. Nach dem Bunkern von frischen Brennstoff legte der Zerstörer wieder ab und fuhr nach Espiritu Santo, New Hebrides, wo er in die Task Force 37 integriert wurde. Hier sollten die Schiffe der TF 37, 38 und 39 südwestlich von Espiritu Santo mehrere taktische Manöver durchführen. Für die Zerstörer in allen drei Task Force gab es feste Aufgaben, wohingegen der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) und andere große Kriegsschiffe innerhalb der drei Task Force wechselten. An diesen taktischen Manövern war der Flugzeugträger USS SARATOGA, der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS DENVER, USS COLUMBIA, USS SAN JUAN und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM ( DD-474 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STACK ( DD-406 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ) und USS FOOTE ( DD-511 ). Ziel dieses taktischen Manövers war es die Mannschaften der Schiffe auf den Angriff auf Bougainville, Nord Salomonen vorzubereiten. So begannen am 7. Oktober um 18:00 Uhr simulierte Torpedoangriffe. Am 8. Oktober wurden ab 00:00 Uhr Flugzeugangriffe in unterschiedlichen Entfernungen von Espiritu Santo aus simuliert. Am 9. Oktober folgten Angriffsattacken auf Flottenverbände und am 10. Oktober Schießübungen. Im Havannah Harbor legte der Zerstörer am 28. Oktober ab und fuhr nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nach der Ankunft in Tulagi, versetzte man das Schiff in die Task Force 31 die Rear Admiral Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) befehligte. Das Schiff beteiligte sich an der Operation „Shoestring II“. Neben der USS HUDSON befanden sich aus der DESRON 45 die Zerstörer USS FULLAM, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS BENNETT ( DD-473 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS TERRY ( DD-513 ) und USS BRAINE ( DD-630 ), aus der DESRON 22 USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Schnellen Minensuchern USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOURHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ) in der TF 31. Die Zerstörer hatten mehrere Aufgaben übertragen bekommen. Das fing mit der Sicherung von Truppentransportschiffen und Schnellen Truppentransportern an und hörte bei der Sicherung der Minensuchschiffe vor Cape Torokina, Bougainville auf. Die USS HUDSON fuhr am 30. Oktober von Port Purvis nach Lunga Point, Guadalcanal und eskortierte von dort aus zusammen mit den Zerstörern der DESRON 22 und DESRON 45 die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS HUDSON sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. An diesem Tag war die USS HUDSON an dem Abschuss mehrere japanischer Flugzeuge nicht beteiligt. Trotzdem konnten innerhalb von acht Stunden fast 14.000 Soldaten und 6.200 Tonnen Kriegsgerät entladen werden. Aber es befanden sich immer noch Soldaten und Kriegsmaterial auf den Transportschiffen und die Luftangriffe nahmen weiter zu. Um die Verluste so gering wie irgend möglich zu halten, entschloss man sich unverzüglich nach Tulagi zurück zu kehren. Die USS WALLER eskortierte dabei mit den Zerstörern USS PRINGLE und USS SAUFLEY diese amphibischen Schiffe nach Port Purvis. Die USS HUDSON und die anderen Zerstörer der TG sicherten diesen Schiffskonvoi vor weiteren Luftangriffen. Kurz vor Tulagi ereichten am 3. November auch diese Zerstörer um die USS BENNETT diesen Schiffskonvoi. Die Schiffe blieben hier bis zum 4. November für einen weiteren Aufenthalt in Tulagi liegen und füllten ihre Bunker und Magazine auf. Dann legte die USS HUDSON mit den Zerstörern USS BENNETT, USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY und USS WADSWORTH und den noch nicht vollständig entladenen amphibischen Truppentransportern wieder ab und fuhr zum Cape Torokina. Dort patrouillierte der Zerstörer in den folgenden Tagen um es japanischen Schiffe nicht zu ermöglichen weiteren Nachschub auf der Insel anlanden zu können. Nach der vollständigen Entladung der Truppentransporter und der amphibischen Schiffe, kehrten diese nach Port Purvis zurück. Die USS HUDSON blieb aber vor Cape Torokina und unterstützte mit seinen Schiffsgeschützen die angelandeten Soldaten. Am 8. November gab es einen erneuten schweren japanischen Luftangriff auf den amerikanischen Brückenkopf. Zusammen mit den Patrouillenbooten USS PT-170 und USS PT-169 schossen die Flugabwehrkanoniere zwei japanische Flugzeuge ab und konnten ein weiteres soweit beschädigen, dass dieses nur noch einen Fangschuss benötigte um in den Wellen des Meeres zu versinken. Die USS HUDSON blieb in den folgenden Tagen vor Cape Torokina und patrouillierte in der Kaiserin Augusta Bay. Diese Patrouillenfahrten unterbrach die USS HUDSON nur vom 15. bis zum 17. November und am 21. November wo der Zerstörer im Hafen von Tulagi zum Bunkern von frischen Treibstoff und Auffüllen der Munitionsmagazine lag. Außerdem eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen Transportschiffe zur Versorgung der Truppen auf Bougainville. Die nächsten Hafenbesuche waren vom 1. bis zum 5. Dezember und vom 7. bis zum 13. Dezember in Espiritu Santo von wo aus ebenfalls Transportschiffe zum Cape Torokina eskortiert wurden. Am 23. Dezember war die USS HUDSON vor Port Purvis auf der Suche nach einem feindlichen U-Boot, das aber nicht gefunden werden konnte. Anfang Januar 1944 musste die USS HUDSON zusammen mit der USS FULLAM zum Havannah Harbor, Efate fahren. Dort lag das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ) und der Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ). Hier nahm man an den Zerstörern mehrere Reparaturen vor. Gleich danach kehrte die USS HUDSON an die Westküste von Bougainville zurück. Dort bombardierte der Zerstörer am 25. Januar an der Mündung des Jaba Rivers zusammen mit anderen Zerstörern mehrere japanische Küstenbefestigungen. Ende Januar 1944 erhielten die ersten Kriegsschiffe der TF 31 Befehle zur Bombardierung japanischer Ziele auf Green Island, Neuguinea. Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson behielt die Befehlsgewalt über die Schiffe der TF 31. In dieser befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS CONWAY, USS EATON, USS PRINGLE, USS SIGOURNEY, USS GUEST, USS TERRY, USS BRAINE, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS WARRINGTON ( DD-383 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS NOA ( APD-24 ) sowie mehrere Panzerlandungsschiffe. Am 30. Januar eskortierten die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST und USS BENNETT aus der Task Group 31.8 die Schnellen Truppentransportschiffe USS WATERS, USS TALBOT und USS DICKERSON und zwei Patrouillenboote bis Green Island. An Bord dieser Schnellen Truppentransportschiffe befanden sich Soldaten des 30. neuseeländischen Bataillons, die Strände für eine spätere Landeoperation ausfindig machen sollten. Außerdem war ihre Aufgabe feindliche Stellungen auszukundschaften. Am 31. Januar schiffte man das Green Raider Detachment aus und am folgenden Morgen war die Aufnahme dieser Soldaten vorgesehen. Um 4:11 Uhr beobachtete man auf der USS FULLAM wie ein japanisches U-Boot sich zum Angriff auf diese Schnellen Truppentransportschiffe vorbereitete. Noch rechtzeitig konnte dieser Angriffsversuch vereitelt werden und die USS HUDSON und USS GUEST wurden hinzugezogen. Diese beiden Zerstörer begannen nun mehrere Wasserbomben auf die Umgebung, in dem das U-Boot getaucht war, abzuwerfen. Erst ein dritter Run der USS HUDSON brachte den Erfolg. Das japanische U-Boot I-171 war 15 Seemeilen westlich von Buka Island vernichtet worden. Anschließend kehrten die Zerstörer mit den Schnellen Truppentransportern und den beiden Patrouillenbooten nach Lunga Point, Guadalcanal zurück. Am 11. Februar vereinigten sich alle Schiffe der TF 31 und legten in Tulagi ab. Unterwegs vereinigten sich diese Schiffe mit denen der TF 38 und TF 39. Alle übernahmen sie die unterschiedlichsten Aufgaben. Die USS HUDSON blieb bei der Eskorte der Schnellen Truppentransporter. Das Einsatzgebiet vor Green Island erreichten die Schiffe am 15. Februar und sicherten die Entladung der Transportschiffe vor Luftangriffen und Angriffen von der See her. Die USS HUDSON blieb in den Gewässern der Nordsalomonen stationiert und wurde dann in die Task Undergroup 31.1.4 integriert, deren Schiffe im Hafen der Insel Vella Lavella lagen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS HUDSON USS FULLAM, USS GUEST und USS HALFORD ( DD-480 ) die die Schnellen Truppentransporter USS WARD ( APD-16 ) und acht weitere sicherten. Diese Schnellen Truppentransporter hatten die Soldaten der 3. neuseeländischen Division an Bord die von Major General Sir Harold Eric Barrowclough ( 23. Juni 1894 – 4. März 1972 ) kommandiert wurden. Die Schiffe der III. Amphibious Force, Task Force 31, befehligte Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson, dessen Flaggschiff war die USS HALFORD. Am 14. Februar verließen die Schiffe der TU 31.1.4 Vella Lavella und fuhren nach Green Island. Am Morgen des folgenden Tages erreichten die Schiffe Barahun, Green Island und begannen sofort mit dem Ausschiffen der Soldaten. Die Zerstörer sicherten derweil diese Aktion ab und beschossen die japanischen Küstenbefestigungen. Nach zwei Stunden waren alle 5.800 neuseeländischen Soldaten an Land. Gleich danach eskortierten die Zerstörer aus der TU 31.1.4 die Schnellen Truppentransporter nach Port Purvis. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 16. Februar ein. Hier wurden die Magazine und Treibstoffbunker der Zerstörer der DESRON 45 wieder aufgefüllt. Unter dem Kommando von Captain Earle legten die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BRAINE, USS BENNETT und USS ANTHONY am 23. Februar in Port Purvis ab und befanden sich am Abend des 24. Februar westlich von New Irland. Hier operierten die Kriegsschiffe gegen japanische Versorgungsschiffe und beschossen feindliche Küstenbefestigungen bei Rabaul, Neuguinea. In den folgenden drei Tagen operierten die Zerstörer südlich des japanischen Marinestützpunktes auf dem Atoll Truk, Karolinen. Das Atoll Truk war vom 17. und 18. Februar durch Trägerflugzeuge massiv bombardiert worden, wobei siebzig japanische Schiffe in den Fluten des Atolls versanken und der japanische Marinestützpunkt und große Teile der Insel fast vollständig zerstört wurden. Die Zerstörer der DESRON 45 sollten in diesen drei Tagen feststellen ob in dem feindlichen Marinestützpunkt sich wieder japanische Schiffe sammelten. Anschließend wurden Patrouillen im St. George Channel zwischen New Britain und New Irland zum Aufbringen japanischer Schiffe gefahren und auf japanische Küstenbefestigungen bei Kavieng, New Irland beschossen. Anfang März befand sich die USS HUDSON dann in Port Purvis. Dort blieb der Zerstörer zur Erholung der Besatzung einige Tage liegen. Doch dann begannen erneut die Patrouillenfahrten. Außerdem eskortierte der Zerstörer Nachschubkonvois von Tulagi aus zu den Nordsalomonen und zurück. Diese Aufgabe führte das Schiff bis Mitte April 1944 durch. Nach dem letzten eskortierten Schiffskonvoi fuhr der Zerstörer nach Australien. Die Schiffsbesatzung sollte sich bei einem kurzen Aufenthalt etwas erholen. Commander Richard Rockwell Pratt ( 17. Oktober 1914 – 25. Mai 2006, Kommandant der USS HUDSON, erhielt den Befehl sich unverzüglich mit dem Zerstörer nach Kwajalein, Marshall Islands zu begeben. Dort traf das Schiff am 8. Juni auf seinen neuen Verband. Man gliederte die USS HUDSON in die Task Undergroup 52.10.6, die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth ( 10. November 1886 – 7. August 1960 ) während der Operation „Forager“ kommandierte, ein. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS Pennsylvania ( BB-38 ) und USS IDAHO ( BB-42 ), der Leichte Kreuzer USS Honolulu ( CL-48 ) und die Zerstörer USS HUDSON, USS ANTHONY, USS WADSWORTH und USS WILLIAMSON ( DD-244 ) und der Schnelle Truppentransporter USS DICKERSON. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf den Schiffen auf und diese legten nach Abschluss dieser Arbeiten noch am selben Tag wieder ab. Das Ziel waren die nördlichen Marianen. Auf dem Weg dorthin wurden noch einige Übungen bei der Insel Roi-Namur im Kwajalein Atoll vorgenommen. Diese Insel verließen sie am 10. Juni. Vier Tage später befanden sich die Schiffe aus der Task Group 52.10 vor Saipan und begannen mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Der amphibische Landungsangriff auf Saipan begann am 15. Juni. Die USS HUDSON unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen, wie auch alle anderen Schiffe der TU die Angriffsbemühungen des V. Amphibischen Corps. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 52.10 Saipan und wechselten auf ihre vorgegebene Position Nordöstlich von Tinian. Von dort aus fuhren sie zum Orote Point auf Guam und beschossen feindliche Stellungen. Mehrere Schiffe der TG 52.10 wechselten am 17. Juni in die neuaufgestellte Task Group 58.7. Diese TG befehligte Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) und in ihr befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS INDIANA ( BB-58 ) USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS HUDSON, USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS CONYNGHAM, USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und am 19. und 20. Juni tobte die Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen. Die Amerikaner versuchten damit die Sicherung der Landeoperationen auf Saipan und den anderen Inseln der Marianen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Die Schiffe der TG 58.7 wurden während der Schlacht zur Abwehr von mehreren japanischen Luftangriffen auf die Fast Carrier Task Force eingesetzt, welche Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte. Die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer sollten nach dieser Schlacht wie von einem Tontaubenschießen erzählen, das sie durch die japanischen Flugzeugpiloten erlebten. Diese japanischen Piloten waren nicht genügend auf solch einen Kampf ausgebildet und vorbereitet worden. Während der zweitägigen Schlacht wurden drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt und 476 Kampfflugzeuge abgeschossen. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Zu Beginn dieser Schlacht am 19. Juni war der Abwehrriegel der amerikanischen Zerstörer gegen die japanischen Flugzeuge so groß, so dass mehrere Zerstörer von den eigenen Schiffen getroffen wurden. Unter anderem auch die USS HUDSON, wobei die Treffer nur kleinere Schäden verursachten. Allerdings konnten die Flugabwehrkanoniere der USS HUDSON am ersten Tag der Schlacht zwei japanische Trägerflugzeuge abschießen. Vier massive Angriffswellen flogen die feindlichen Piloten auf die amerikanischen Träger und konnten immer wieder abgewiesen werden. Nach der Schlacht, am 21. Juni, erhielten die Schiffe der TG 58.7 frischen Treibstoff. Zwei Tage später erschienen die Schiffe der Task Undergroup 16.7.11 für eine erneute Treibstoffübergabe und am 24. Juni wechselten alle Zerstörer der TG 58.7 zur Task Force 52 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS HUDSON in der Task Undergroup 52.17.8 die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) vom 27. Juni bis zum 7. Juli während der Operation „Forager“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS, USS SAN FRANCISCO und USS NEW ORLEANS sowie die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS TERRY und USS WADSWORTH. Die Schiffe der TU lagen vor Saipan und deckten die anderen Schiffseinheiten vor japanischen Luft- und Unterwasserangriffen. Die TU 52.17.8 löste man am 7. Juli wieder auf. Die USS HUDSON beteiligte sich an Patrouillen- und Eskortierfahrten, wechselte wieder zur Task Group 52.10 und half ab dem 21. Juli beim Bombardement japanischer Stellungen auf Guam. Die Invasion begann am 24. Juli. Die USS HUDSON sicherte mit den anderen Schiffen der TG die Bildung eines Brückenkopfes. Anschließend patrouillierten die Zerstörer in den Gewässern rund um Guam und bildeten für andere Schiffskonvois den Begleitschutz. In diesen Tagen konnten die Flugabwehrkanoniere ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Außerdem rettete die Besatzung drei amerikanischen und einem japanischen Piloten das Leben und fischten diese aus dem Ozean. Für die Rückführung der Kriegsschiffe aus den eroberten Gewässern rund um die nördlichen Marianen, bildete man die Task Undergroup 53.15.10 die Captain Edmund Battelle Taylor, Sr. ( 4. April 1904 – 30. April 1973 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS BENNETT, USS FULLAM, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS TERRY und USS SELFRIDGE ( DD-357 ) sowie mehrere Transportschiffe unter denen sich die SS CLAREMONT VICTORY befand. Am 10. August verließen diese Schiffe die Gewässer um Guam und fuhren zum Atoll Eniwetok. In dem dortigen Hafen liefen sie am 13. August ein. Drei Tage lang blieb die USS HUDSON dort vor Anker liegen. Am 16. August verließ der Zerstörer diese Inselgruppe und fuhr nach Tulagi in den Port Purvis. Hier gliederte man die USS HUDSON in die Task Group 32.12 ein die Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der TU 32.12.2 die Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 – 17. November 1980 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS HUDSON und USS FULLAM. Am 29. August stachen die Kriegsschiffe der Task Group 32.12 in See und fuhren zum Cape Esperance, Guadalcanal. Dort wurden die Ladungsoperationen durch die Schiffe der Task Group 32.2 geprobt. Die Schiffe der TG 32.12 unterstützten am folgenden Tag diese Landeoperationen mit ihren Schiffsgeschützen und kehrten nach wenigen Stunden des Scheingefechtes nach Tulagi zurück. Dort wurden die Munitionsvorräte wieder aufgefüllt. Am 31. August legten die Schiffe der TG 32.12 wieder ab und begannen mit ihrem Übungsschießen. Auch am 1. September wurden vor Cape Esperance Übungsschießen durchgeführt, nur das anschließend die Schweren Kreuzer zur Task Force 35 wechselten. Diese kehrten allerdings zwei Tage später wieder zur TF 32 zurück. Die Zerstörer der Task Group 32.12 legten am 1. September in Port Purvis wieder an und wurden auf die kommenden Kämpfe vor Peleliu und Angaur vorbereitet. Unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf bildete man mit der Task Group 32.5 die Palau Bombardement & Fire Support Group. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE, USS PENNSLVANIA, USS IDAHO und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS, USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS DENVER, USS COLUMBIA und USS HONOLULU ( CL-48 ), die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Zerstörer und Minensucher USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Ab dem 11. September gliederte man die USS HUDSON wieder in die Task Group 32.12 ein. Diese befehligte erneut Rear Admiral Howard Fithian Kingman. In der TG befand sich das Schlachtschiff USS TENNESSEE, der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS CLEVELAND und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD und USS BENNETT und die Schnellen Truppentransporter USS NOA, USS GEORGE E BADGER und USS RATHBURNE ( APD-25). Es wurden in den folgenden Stunden japanische Küstenbefestigungen auf Peleliu und Angaur beschossen. Hier gliederte man die Schiffe wieder in ihre vorherigen Task Undergroups.
Die Task Undergroup 32.12.1, befehligt von Rear Admiral Kingman, hatte die Aufgabe die drei Schnellen Truppentransporter so nah wie nur möglich an die Küste zu bringen und zu beschützen, damit die darauf befindlichen Underwater Demolition Teams in der Anlandundszone die dort befindlichen Hindernisse beseitigen konnten. Die Schiffe der TU 32.12.2, die Rear Admiral Robert Ward Hayler befehligte, sollten dabei die anderen Kreuzer und Zerstörer unterstützen. Die Schiffe der TG näherten sich am 12. September kurz nach Mitternacht der Anlandungszone. Gegen 3:50 Uhr kollidierte dabei die USS FULLAM mit dem Schnellen Truppentransporter USS NOA rund 14 Seemeilen östlich von Peleliu. Sieben Stunden später sank der Schnelle Truppentransporter. Trotz dieses Unglücks beschossen die Schiffe der TG 32.12 am 13. und 14. September feindliche Stellungen auf Peleliu und Angaur. Am 14. September begann dann die Landung auf Peleliu und am 17. September auf Angaur. Am 14. September beschossen die Schiffe der TG 32.12 noch feindliche Küstenbefestigungen auf Peliliu und unterstützten damit die Landeoperation, lagen aber schon am Morgen des 15. September vor Angaur und bombardierten dort japanische Stellungen. Vor der Landeoperation auf Angaur wurde die TG 32.12 aufgelöst und integrierte sich wieder in die TG 32.5. Die Schiffe patrouillierten in den Gewässern rund um die Palau Inseln und ließen keinen japanischen Nachschub durch. Bis zum 25. September blieb die USS HUDSON in den Gewässern, danach fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbor, wo er für die Betankung am 4. Oktober anlegte. Noch am selben Tag legte das Schiff wieder ab und fuhr über Pearl Harbor in die Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien. Hier unterzog sich der Zerstörer vom 18. Oktober bis zum 7. Dezember einer intensiven Überholung. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten stach die USS HUDSON am 7. Dezember in See und fuhr nach Pearl Harbor. Sechs Tage später legte der Zerstörer dort an und wurde bis in den Januar 1945 als Schulschiff verwendet. Die Ausbildung der Besatzungsmitglieder für andere Zerstörer erfolgte an den Geschützen und für die eigene Besatzung beim Zielschießen. Mitte Januar verließ die USS HUDSON wieder Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier bereitete man das Schiff und die Besatzung auf die kommenden Kämpfe vor Iwo Jima vor. Am 16. Februar verließ der Zerstörer zusammen mit anderen Schiffen das Atoll und fuhr nach Iwo Jima, wo die Kämpfe um diese Insel schon im vollen Gange waren. Ab dem 19. Februar übernahm die USS HUDSON ihren vorgegebenen Radarvorposten zur Sicherung des Luftraumes. Bis zum 6. März behielt der Zerstörer seine Position bei. Das Schiff verließ an diesem Tage wieder Iwo Jima, da die Kämpfe um die Insel abgeschlossen waren, und fuhr in Richtung Ulithi. Auf dem Weg dorthin, wurden am 8. März acht überlebende Besatzungsmitglieder einer über See abgestürzten B 29 Superfortress aus dem Wasser gerettet. Diese Piloten mussten nach Saipan gebracht werden wo sie stationiert waren. Die USS HUDSON fuhr über die Nördlichen Marianen dann nach Ulithi weiter und legte dort am 13. März an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und verließ sofort wieder das Atoll. Das neue Ziel des Zerstörers hieß San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Hier füllte man die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker wieder auf und gliederte den Zerstörer in die Task Force 55 ein die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dort in der San Pedro Bay, wurden vom 14. bis zum 21. März mehrere Übungen der Schiffe aus dieser TF durchgeführt, woran sich die USS HUDSON an den letzten Tagen noch beteiligen konnte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS BENNETT, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS PUTNAM ( DD-757 ) und USS ROOKS ( DD-804 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss dieser Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor und legten am 27. März ab. Die Schiffe der TF 55 fuhren nach Okinawa. Dort trafen sie am 1. April ein und beteiligten sich bei der Unterstützung der Landungskräfte und bauten eine Radarvorpostenkette zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen auf. Hier versetzte man die USS HUDSON noch am 1. April in die Task Group 51.5, die für die Überwachung der Transport- und Versorgungsschiffe während der Operation „Iceberg“ verantwortlich war und von Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 – 1. Oktober 1974 ) befehligt wurde. In der TG 51.5 befanden sich die Zerstörer USS HUDSON, USS FULLAM USS GUEST, USS ANTHONY, USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS LANG ( DD-399 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS COLHOUN ( DD-801 ), USS BRYANT ( DD-556 ), USS DALY ( DD-519 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS LITTLE ( DD-803 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DREXLER ( DD-741 ) und USS STORMES ( DD-780 ), die Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ) und USS HARRY F BAUER ( DM-26 ), der Zerstörer und Minensucher USS HOBSON ( DMS-26 ), das amphibische Kommandoschiff USS BISCAYNE ( AGC-18 ) und die Geleitzerstörer USS BRIGHT ( DE-747 ) und USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe anderer Task Force rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. So befand sich die USS HUDSON am 5. April zwölf Seemeilen Westlich von Kumeshima, Okinawa Gunto während der Luftüberwachung und erhielt um 3:45 Uhr einen Kontakt von einem feindlichen U-Boot. Commander Pratt ließ den Zerstörer näher an diesen Kontakt heranmanövrieren um dann eine Granate aus dem vorderen Geschützturm auf dieses Ziel abzugeben. Damit zwang er das U-Boot zum Tauchen. Allerdings ging auch der Kontakt verloren. Nur durch das Sonar fand man ihn wieder und man begann mit dem ersten Wasserbombenangriff. Die Jagd auf das japanische U-Boot RO-49 dauerte sechs Stunden. Sechs Wasserbombenagriffe wurden gegen das feindliche U-Boot geführt um es zu vernichten. Die Ausdauer der Besatzung wurde belohnt. Bei den Koordinaten 26° 22’ Nord und 126° 30’ Ost konnte man eine Unterwasserdetonation wahrnehmen. Alle 79 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kamen dabei ums Leben. Die Radarvorpostenschiffe waren von den Kamikazepiloten als Hauptziel ausgemacht worden. Daher stürzten sie sich fast immer zuerst auf diese Schiffe damit die frühzeitige Lufterkennung auseinander brechen sollte. Solch einen Kamikazeangriff war die USS HUDSON am 22. April ausgesetzt, da befand sich das Schiff 50 Seemeilen Nordwestlich von Zampamisaki, Okinawa. Ein japanischer Pilot stürzte sich mit seiner Maschine auf den Zerstörer, konnte ihn aber nicht treffen und stürzte getroffen ins Meer. Nur ein Besatzungsmitglied des Zerstörers wurde während dieses Angriffs leicht verletzt. Die USS HUDSON blieb weiterhin auf ihren Sicherungsposten unterwegs. Da schlug am 4. Mai ein Kamikazepilot auf dem Geleitflugzeugträger USS SANGAMON ( CVE-26 ) auf das Flugdeck auf. Der Träger stand sofort in Flammen wegen des ausgelaufenen Flugbenzins. Die Besatzung des Trägers versuchte mit allen Mitteln das Schiff zu retten. Die USS HUDSON war gerade in der Nähe und fuhr zu dem brennenden Träger. Obwohl die Munition auf dem Träger explodierte ging der Zerstörer dreimal längsseits um insgesamt sechzehn Feuerwehrschläuche auszubringen damit das Feuer gelöscht werden konnte. Durch das überhängende Flugdeck des Trägers wurden die Aufbauten des Zerstörers dabei erheblich beschädigt. Nachdem man sich auf dem Flugdeck wieder bewegen konnte, schoben Besatzungsmitglieder des Geleitflugzeugträgers ein brennendes Flugzeug über Bord. Große Teile dieses Wracks fielen dabei auf das Heck der USS HUDSON wo die Wasserbomben lagerten. Nachdem das Feuer auf der USS SANGAMON unter Kontrolle war, war der Zerstörer ebenfalls schwer beschädigt. Beide Schiffe mussten nach Kerama Retto geschleppt werden, wo erste Reparaturen vorgenommen wurden. Am 10. Mai verließ die USS HUDSON die schwimmenden Trockendocks und fuhr nach Guam. Dort konnten die Reparaturen erfolgreicher ausgeführt werden. Gleich nach der Beendigung dieser Reparaturarbeiten kehrte der Zerstörer am 22. Juni nach Okinawa zurück und fu7hr mit den Schiffen der 3. US Flotte zum Atoll Eniwetok. Im Gebiet der Marshall Island übernahm das Schiff den Konvoi- und Geleitdienst. Doch Ende August, der Zweite Weltkrieg war durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August beendet, eskortierte der Zerstörer einen Schiffskonvoi zu den Aleuten. Von dort aus fuhr das Schiff gleich in die Bucht von Tokyo weiter, wo es am 8. September anlegte. Doch die USS HUDSON blieb nicht lange hier liegen und wechselte nach Alaska. Der Zerstörer beteiligte sich an der Operation Magic Carpet. An Bord des Schiffes wurden so viele Kriegsveteranen genommen wie nur irgend möglich war. Der Zerstörer legte anschließend ab und fuhr an die US Westküste. Nach dem Ausschiffen der Soldaten fuhr die USS HUDSON in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Hier bereitete man den Zerstörer für die Außerdienststellung vor und rüstete das Schiff ab. Anschließend wechselte es nach San Diego, wo es am 15. März 1946 anlegte. Die Außerdienststellung erfolgte am 31. Mai 1946. Gleichzeitig versetzte man den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte. Im Januar 1947 schleppte man das Schiff in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien zum einmotten. Der Name USS HUDSON ( DD-475 ) wurde am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste gestrichen und am 27. November 1973 verkaufte man den Schiffskörper zur Verschrottung.


USS HUDSON ( DD-475 )
Commanding Officer

CDR William Renwick Smedberg III    13. April 1943 – 23. Dezember 1943 (erreichter Rang VADM)
CDR Richard Rockwell Pratt         23. Dezember 1943 – 1. August 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Raphael Andrew Zoeller         1. August 1945 – 31. Mai 1946

USS BENNETT ( DD-473 )

USS BENNETT ( DD-473 )

Biografie

Floyd Bennett
* 25. Oktober 1890 in Warrens, New York
† 25. April 1928 auf dem Flug nach Greenly Island
war ein US amerikanischer Pilot

Floyd Bennett war ein KfZ Mechaniker bevor er sich nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg im Jahre 1917 freiwillig zur US Navy meldete. Man verlegte ihn an eine Flugschule wo er das führen von Flugzeugen erlernte und dann zum Aviation Piloten bewertet wurde. Lieutenant Commander Richard Evely Byrd, Jr. ( 25. Oktober 1888 – 11. März 1957 ) befehligte unter der Leitung von Baxter Donald MacMillan ( 10. November 1874 – 7. September 1970 ) vom Juni bis Oktober 1925 eine Luftfahrteinheit die zur Polarexpedition von Grönland gehörte. In dieser Einheit war auch Bennett vertreten den sich Byrd heraussuchte um dessen fliegerischen Fähigkeiten bei einem Erkundungsflug zu überprüfen. Am 9. Mai 1926 versuchten Commander Byrd und Bennetteinen Flug zum Nordpol mit dem Eindecker Fokker F-VII Tri-Motor der Josephine Ford hieß. Man hatte das Flugzeug nach der Tochter des Präsidenten der Ford Motor Company, Edsel Bryant Ford ( 6. November 1893 – 26. Mai 1943 ), benannt der zur Finanzierung dieser Expedition im großen Maße beigetragen hatte. Den Flug starteten beide Männer von Svalbard, Spitzbergen aus. Bennett flog die Maschine. Die zurück gelegte Strecke waren 1360 Meilen in 15 ½ Stunden. Noch am selben Tag kehrten beide mit dem Flugzeug nach Spitzbergen zurück und Byrd behauptete den Nordpol überflogen zu haben. Obwohl die Mitglieder der europäischen Presse skeptisch waren bezüglich des Überfluges von Nordpol, wurden Byrd und Bennett in Amerika wie Helden gefeiert. Bennett erhielt die Medal of Honor verliehen. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten flog Bennett mit der Josephine Ford auf einer Promotion Tour durch Amerika. Sein Copilot und Navigator war da Bernt Balchen ( 23. Oktober 1899 – 17. Oktober 1973 ). Byrd, Bennett und ihr Team benötigten für das kommende Jahr einige Sponsoren, da sie an dem Orteig Preis 1927 teilnehmen wollten. Dieser Preis wurde an diejenigen verliehen die einen Nonstopflug von Frankreich in die Vereinigten Staaten schafften. Den Hauptsponsor für diese Expedition fanden beide in dem Warenhaus Magnaten Lewis Rodman Wanamaker ( 13. Februar 1863 – 9. März 1928 ), einem frühen Visionär des Trans – Atlantik Fluges. Das ausgewählte Flugzeug war eine Fokker F-VIIb-3m mit Namen Amerika. Bei einem Übungsflug waren neben Bennett und Byrd noch George Otto Noville ( 24. April 1890 – 3. Januar 1963 ) an Bord der Maschine. Doch diese stürzte ab. Floyd Bennett wurde dabei schwer verletzt. Die beiden anderen nur leicht. Den Preis holte sich Charles Augustus Lindbergh ( 4. Februar 1902 – 26. August 1974 ) nach seinem historischen Flug von Long Island, New York nach Paris. Byrd gab sein Ziel da aber noch nicht auf und ersetzte Bennett durch Bernt Balchen und ernannte diesen zum Chefpiloten. Am 1. Juli 1927 landete er zwar mit der Maschine in Frankreich, aber nicht in Paris da dort wegen Nebels keine Landemöglichkeit war. Die deutsche Junkers W 33 mit Namen Bremen war das erste erfolgreiche Flugzeug das den transatlantischen Flug von Ost nach West vom 12. und 13. April 1928 geschafft hatte. Die Besatzung des Flugzeuges bestand aus dem deutschen Piloten Hauptmann Hermann Köhl ( 15. April 1888 – 7. Oktober 1938 ), dem irischen Luftfahrtpionier und Navigator Major James Michael Christopher Fitzmaurice ( 6. Januar 1898 – 26. September 1965 ) und dem Eigentümer des Flugzeuges Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld ( 1. Mai 1892 – 5. Februar 1929 ). Am 12. April startete die Maschine auf dem Baldonnel Aerodrome in Irland und flog nach Greenly Island, Kanada wo sie am folgenden Tag Notlandete. Floy Bennett und Bernt Balchen flogen eine Ford Trimotor um Hilfe für die Notgelandeten Piloten zu bringen. Auf dem Flug nach Greenly Island erlag Bennett am 25. April 1928 einem Fieber das von einer Lungenentzündung herrührte. Bernt Balchen flog die restlichen acht Stunden und erhielt dafür eine Aufwandsentschädigung von 10.000 Dollar die er der Witwe von Floy Bennett zur Verfügung stellte. Floyd Bennett wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof begraben.


USS BENNETT ( DD-473 )

Schiffsbiografie

Die USS BENNETT ( DD-473 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Warrant Officer Floyd Bennett benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 10. Dezember 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Cora Lillian Orkins Hoffman ( 1889 in New York – 20. Februar 1962 in Brooklyn, New York ), ehemalige Witwe von Warrant Officer Floyd Bennett, taufte am 16. April 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edmund Battelle Taylor ( 4. April 1904 – 30. April 1973 ) stellte am 9. Februar 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS BENNETT führte gleich nach der Indienststellung die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch. Diese Kreuzfahrt führte den Zerstörer bis zum Marinestützpunkt in der Guantanamo Bay, Kuba. Im Anschluss daran fuhr das Schiff nach Boston zurück. Dort überprüfte man den Schiffskörper und nahm noch einige Reparaturarbeiten vor. Von Boston aus wechselte die USS BENNETT nach Norfolk, Virginia. Hier rüstete man das Schiff vollständig aus und versetzte es zur Pazifikflotte. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS ANTHONY ( DD-515 ) verließ der Zerstörer am 10. Mai Hampton Roads, Virginia und eskortierte den neuen Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ). Fünf Tage später begann die Durchquerung des Panamakanals für alle drei Schiffe. Gleich danach fuhren sie nach San Diego, Kalifornien um frischen Treibstoff zu bunkern. Die USS BENNETT lag aber mit den beiden anderen Kriegsschiffen nur wenige Stunden dort, Dann ging die Fahrt weiter nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem dortigen Hafen legten sie am 31. Mai an. Von hier aus begann die USS BENNETT bis zum August mehrere Übungen in den Hawaiianischen Gewässern zur Ausbildung der Schiffsbesatzung. In diese Ausbildungen waren auch die USS ANTHONY und die USS ESSEX involviert. Gleich danach verließ die USS BENNETT zusammen mit der USS ANTHONY Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Auf dem Weg dorthin legten die Zerstörer in Suva, Fidji Islands an und erreichten am 26. August diese Insel. Die USS BENNETT begann dann ab dem 27. August mit Patrouillenfahrten und mit der Luftüberwachung in den Gewässern der New Hebrides. Hier gliederte man die USS BENNETT in die 3. US Flotte ein. Man integrierte den Zerstörer in die Task Force 38 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 – 27. Juli 1957 ) befehligte. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS BENNETT, USS FULLAM, USS GUEST, USS PHILIP ( DD-498 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD- 408 ) und USS ANTHONY ( DD-515 ). Diese Schiffe sollten zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 39 und Task Force 37 mehrere Trainingsoperationen vor den Inseln der New Hebrides durchführen die für die kommenden Kämpfe um die Westsalomonen angesetzt worden waren. Dazu verließen die Schiffe der TF 38 Efate und fuhren zur Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Die Schiffe der TF 39 befehligte Rear Admiral Aaron Stanton Merrill ( 26. März 1890 – 28. Februar 1961 ). In der TF 39 befanden sich die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ) und USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS CONVERSE ( DD-509 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RADFORD ( DD-446 ) und USS JENKINS ( DD-447 ) und in der TF 37 die Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ) und USS COLORADO ( BB-45 ), der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ) und die Zerstörer USS McCALLA ( DD-488 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS LARDNER ( DD-487 ) und USS BUCHANAN ( DD-484 ). Am 31. August um 15:00 Uhr formierten sich die Schiffe aller drei Task Forces und verließen geschlossen Espiritu Santo. Zwei Stunden später simulierte man mit der TF 39 eine Formationsfahrt während einer nächtlichen Angriffsattacke und um 21.00 Uhr verließen die Schiffe der Task Forces 38 und 37 wieder den Schauplatz. In den folgenden drei Tagen wurden Schießübungen und Formationsfahrten mit den Schiffen der drei Task Forces. Am Morgen des 4. September verließen die Schiffe der TF 38 Espiritu Santo und fuhren zu den Santa Cruz Inseln, Ostsalomonen. Dort wurden mehrere japanische Küstenbefestigungen bombardiert. Anschließend kehrten die Schiffe um und fuhren nach Efate, wo sie am Abend im Havannah Harbor anlegten. Noch am selben Tag verließ die USS BENNETT wieder die Insel und führte weitere Patrouillen- und Luftüberwachungsfahrten durch. Zum bunkern von frischen Treibstoff lag der Zerstörer dann vom 11. zum 12. September im Hafen von Espiritu Santo. Bis zum 28. Oktober sollte der Zerstörer dann die Patrouillen- und Luftüberwachungsfahrten in den Gewässern der New Hebrides weiter durchführen. Im Havannah Harbor legte der Zerstörer am 28. Oktober ab und fuhr nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nach der Ankunft in Tulagi, versetzte man das Schiff in die Task Force 31 die Rear Admiral Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) befehligte. Das Schiff beteiligte sich an der Operation „Shoestring II“. Neben der USS BENNETT befanden sich aus der DESRON 45 die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ) und USS WADSWORTH ( DD-516 ), aus der DESRON 22 USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Schnellen Minensuchern USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOURHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ) in der TF 31. Die Zerstörer hatten mehrere Aufgaben übertragen bekommen. Das fing mit der Sicherung von zwölf Truppentransportschiffen und Schnellen Truppentransportern an und hörte bei der Sicherung der Minensuchschiffe vor Cape Torokina, Bougainville auf. Die USS BENNETT fuhr am 30. Oktober von Port Purvis nach Lunga Point, Guadalcanal und eskortierte von dort aus zusammen mit den Zerstörern der DESRON 22 und DESRON 45 die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS BENNETT sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS BENNETT sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. An diesem Tag war die USS BENNETT an dem Abschuss mehrere japanischer Flugzeuge beteiligt. Innerhalb von acht Stunden konnten dadurch fast 14.000 Soldaten und 6.200 Tonnen Kriegsgerät entladen werden. Aber es befanden sich immer noch Soldaten und Kriegsmaterial auf den Transportschiffen und die Luftangriffe nahmen weiter zu. Um die Verluste so gering wie irgend möglich zu halten, entschloss man sich unverzüglich nach Tulagi zurück zu kehren. Die USS WALLER eskortierte dabei mit den Zerstörern USS PRINGLE und USS SAUFLEY diese amphibischen Schiffe nach Port Purvis. Die USS BENNETT und die anderen Zerstörer der TG sicherten diesen Schiffskonvoi vor weiteren Luftangriffen. Kurz vor Tulagi ereichten am 3. November auch diese Zerstörer um die USS BENNETT diesen Schiffskonvoi. Die Schiffe blieben hier bis zum 4. November für einen weiteren Aufenthalt in Tulagi liegen und füllten ihre Bunker und Magazine auf. Dann legte die USS BENNETT mit den Zerstörern USS HUDSON, USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY und USS WADSWORTH und den noch nicht vollständig entladenen amphibischen Truppentransportern wieder ab und fuhr zum Cape Torokina. Dort patrouillierte der Zerstörer in den folgenden Tagen um es japanischen Schiffe nicht zu ermöglichen weiteren Nachschub auf der Insel anlanden zu können. Für das Bunkern von frischem Treibstoff und neuer Munition sowie der Eskorte von weiteren Nachschubschiffen nach Bougainville legte die USS BENNETT im Port Purvis vom 5. zum 6. November an. Am 13. November gab es erneut einen japanischen Luftangriff. Diesmal waren vor Cape Torokina die Schiffe der Task Force 39 das Ziel. Gegen 4:55 Uhr ist der Leichte Kreuzer USS DENVER durch ein Lufttorpedo getroffen und schwer beschädigt worden. Auch die Energie- und Kommunikationsversorgung war dabei unterbrochen. Zwanzig Mannschaftsmitglieder wurden dabei getötet und fünfzehn zum Teil schwer verletzt. Um 8:30 Uhr war der Hochseeschlepper USS SIOUX ( ATF-75 ) zur Stelle und nahm den Leichten Kreuzer ins Schlepptau. Anfangs eskortierten diese beiden Schiffe noch die Zerstörer USS DYSON ( DD-572 ) und USS EATON ( DD-510 ). Doch diese mussten am Morgen des folgenden Tages umkehren um die anderen Schiffe der TF 39 zu beschützen. Da erschien um 10:37 Uhr die USS BENNETT und eskortierte die USS DENVER und die USS SIOUX in Richtung Tulagi. 12:00 Uhr befanden sich die Schiffe rund 150 Seemeilen Südöstlich von Treasury Islands. Diese Inseln befinden sich Südlich von Bougainville. Doch schon zwölf Stunden später, befanden sich die Schiffe m die USS DENVER rund 30 Seemeilen Westsüdwest der Russell Islands und 90 Seemeilen Westlich von Tulagi. Am Morgen des 15. November, gegen 9:00 Uhr, erreichte die USS BENNETT zusammen mit den anderen Schiffen den Hafen von Tulagi. Es folgten in den kommenden Tagen weitere Patrouillen- und Eskortierfahrten zwischen Tulagi und Bougainville. Am 3. Dezember begleitete die USS BENNETT zusammen mit der USS BRAINE einen Schiffskonvoi zur Versorgung der Soldaten am Cape Torokina. Bei den Treasury Islands gab es einen schweren Luftangriff durch japanische Bombenflugzeuge. Nur unter großen Mühen konnten diese feindlichen Piloten abgewiesen werden. Anschließend folgten weitere Patrouillen- und Eskortierfahrten zwischen den Inseln der Salomonen. Anfang Januar 1944 musste die USS BENNETT zum Havannah Harbor, Efate fahren. Dort lag das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ) und der Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ). Hier nahm man an dem Zerstörer mehrere Reparaturen vor. Gleich danach kehrte die USS BENNETT an die Westküste von Bougainville zurück.
Ende Januar 1944 erhielten die ersten Kriegsschiffe der TF 31 Befehle zur Bombardierung japanischer Ziele auf Green Island, Neuguinea. Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson behielt die Befehlsgewalt über die Schiffe der TF 31. In dieser befanden sich die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS CONWAY, USS EATON, USS PRINGLE, USS SIGOURNEY, USS FULLAM, USS HUDSON, USS TERRY, USS BRAINE, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS WARRINGTON ( DD-383 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS NOA ( APD-24 ) sowie Panzerlandungsschiffe. Am 30. Januar eskortierten die Zerstörer USS GUEST, USS FULLAM, USS BENNETT und USS HUDSON aus der Task Group 31.8 die Schnellen Truppentransportschiffe USS WATERS, USS TALBOT und USS DICKERSON und zwei Patrouillenboote bis Green Island. An Bord dieser Schnellen Truppentransportschiffe befanden sich Soldaten des 30. neuseeländischen Bataillons die Strände für eine spätere Landeoperation ausfindig machen sollten. Nach der Erfolgreichen Markierung solcher Landestreifen wurden die Soldaten wieder an Bord genommen. Dabei beobachtete man auf der USS FULLAM wie ein japanisches U-Boot sich zum Angriff auf diese Schnellen Truppentransportschiffe vorbereitete. Noch rechtzeitig konnte dieser Angriffsversuch vereitelt werden und die USS GUEST und USS HUDSON wurden hinzugezogen. Die anderen Zerstörer um die USS BENNETT sicherten hingegen die Schnellen Truppentransporter. Anschließend kehrten die Zerstörer mit den Schnellen Truppentransportern und den beiden Patrouillenbooten nach Lunga Point, Guadalcanal zurück. Am 11. Februar vereinigten sich alle Schiffe der TF 31 und legten in Tulagi ab. Unterwegs vereinigten sich diese Schiffe mit denen der TF 38 und TF 39. Alle übernahmen sie die unterschiedlichsten Aufgaben. Die USS BENNETT fuhr zum Einsatzgebiet vor Green Island zusammen mit anderen Schiffen aus der TF 31 weiter und begannen dort mit dem Bombardement japanischer Küstestellungen. Andere Schiffe legten mit den Schnellen Truppentransportern einen Zwischenstopp bei Vella Lavella ein. Am Morgen des 15. Februars erreichten diese Schiffe Barahun, Green Island und begannen sofort mit dem Ausschiffen der Soldaten von den Schnellen Truppentransportern. Die Zerstörer sicherten derweil diese Aktion ab und beschossen die japanischen Küstenbefestigungen. Nach zwei Stunden waren alle 5.800 neuseeländischen Soldaten an Land. Gleich danach eskortierten die Zerstörer aus der TU 31.1.4 die Schnellen Truppentransporter nach Port Purvis. Die anderen Zerstörer um die US BENNETT sicherten diese Kreuzfahrt. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 16. Februar ein. Hier wurden die Magazine und Treibstoffbunker der Zerstörer der DESRON 45 wieder aufgefüllt. Schon nach wenigen Stunden legten die Zerstörer wieder ab und fuhren nach Kavieng, New Irland und beschossen dort japanische Küstenbatterien. Anschließend kehrten die Zerstörer nach Tulagi zurück. Unter dem Kommando von Captain Earle legten die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS HUDSON, USS BRAINE, und USS ANTHONY am 23. Februar in Port Purvis erneut ab und befanden sich am Abend des 24. Februar westlich von New Irland. Hier operierten die Kriegsschiffe gegen japanische Versorgungsschiffe und beschossen feindliche Küstenbefestigungen bei Rabaul, Neuguinea. So konnte die USS BENNETT zusammen mit der USS HALFORD in der Nacht zum 25. Februar zwei japanische Küstenschiffe versenken und ein Patrouillenboot schwer beschädigen. In den folgenden drei Tagen operierten die Zerstörer südlich des japanischen Marinestützpunktes auf dem Atoll Truk, Karolinen. Das Atoll Truk war vom 17. und 18. Februar durch Trägerflugzeuge massiv bombardiert worden, wobei siebzig japanische Schiffe in den Fluten des Atolls versanken und der japanische Marinestützpunkt und große Teile der Insel fast vollständig zerstört wurden. Die Zerstörer der DESRON 45 sollten in diesen drei Tagen feststellen ob in dem feindlichen Marinestützpunkt sich wieder japanische Schiffe sammelten. Anschließend wurden Patrouillen im St. George Channel zwischen New Britain und New Irland zum Aufbringen japanischer Schiffe gefahren und wiederholt auf japanische Küstenbefestigungen bei Kavieng, New Irland geschossen. Anfang März befand sich die USS BENNETT dann in Port Purvis. Dort blieb der Zerstörer zur Erholung der Besatzung einige Tage liegen. Doch dann begannen erneut die Patrouillenfahrten. Außerdem eskortierte der Zerstörer Nachschubkonvois von Tulagi aus zu den Nordsalomonen und zurück. Diese Aufgabe führte das Schiff bis Mitte Mai 1944 durch. Nach dem letzten eskortierten Schiffskonvoi im Mai, fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor. Hier gliederte man die USS BENNETT am 29. Mai in die Task Undergroup 52.10.8, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) während der Operation „Forager“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), der Leichte Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) und die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS FULLAM und USS WADSWORTH. Noch am selben Tag legten diese Schiffe in Pearl Harbor ab und fuhren zu dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am Morgen des 8. Juni. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf den Schiffen auf. Diese legten nach Abschluss dieser Arbeiten noch am selben Tag wieder ab. Das Ziel waren die nördlichen Marianen. Auf dem Weg dorthin wurden noch einige Übungen bei der Insel Roi-Namur im Kwajalein Atoll vorgenommen. Diese Insel verließen sie am 10. Juni. Vier Tage später befanden sich die Schiffe aus der Task Group 52.10 vor Saipan und begannen mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Der amphibische Landungsangriff auf Saipan begann am 15. Juni. Die USS BENNETT unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen, wie auch alle anderen Schiffe der TU die Angriffsbemühungen des V. Amphibischen Corps. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 52.10 Saipan und wechselten auf ihre vorgegebene Position Nordöstlich von Tinian. Von dort aus fuhren sie zum Orote Point auf Guam und beschossen dort feindliche Stellungen. Mehrere Schiffe der TG 52.10 wechselten am 17. Juni in die neuaufgestellte Task Group 58.7. Diese TG befehligte Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) und in ihr befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS INDIANA ( BB-58 ) USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS HUDSON, USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und am 19. und 20. Juni tobte die Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen. Die Amerikaner versuchten damit die Sicherung der Landeoperationen auf Saipan und den anderen Inseln der Marianen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Die Schiffe der TG 58.7 wurden während der Schlacht zur Abwehr von mehreren japanischen Luftangriffen auf die Fast Carrier Task Force eingesetzt, welche Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte. Die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer sollten nach dieser Schlacht wie von einem Tontaubenschießen erzählen, das sie durch die japanischen Flugzeugpiloten erlebten. Diese japanischen Piloten waren nicht genügend auf solch einen Kampf ausgebildet und vorbereitet worden. Während der zweitägigen Schlacht wurden drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt und 476 Kampfflugzeuge abgeschossen. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Die Flugabwehrkanoniere der USS BENNETT konnten am ersten Tag der Schlacht mehrere japanische Trägerflugzeuge abschießen. Nach der Schlacht, am 21. Juni, erhielten die Schiffe der TG 58.7 frischen Treibstoff. Zwei Tage später erschienen die Schiffe der Task Undergroup 16.7.11 für eine erneute Treibstoffübergabe und am 24. Juni wechselten alle Zerstörer der TG 58.7 zur Task Force 52 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS BENNETT in der Task Undergroup 52.17.8 die Rear Admiral Charles Turner Joy vom 27. Juni bis zum 7. Juli während der Operation „Forager“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS, USS SAN FRANCISCO und USS NEW ORLEANS sowie die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS TERRY und USS WADSWORTH. Die Schiffe der TU lagen vor Saipan und deckten die anderen Schiffseinheiten vor japanischen Luft- und Unterwasserangriffen. Die TU 52.17.8 löste man am 7. Juli wieder auf. Einige dieser Schiffe fuhren nun zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die USS BENNETT in die Task Group 53.5, der Fire Support Group, integriert die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) sowie drei weitere, die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS und zwei weitere und die Zerstörer USS BENNETT, USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-680 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Am 8. Juli verließen die Schiffe der TG 53.5 das Atoll Eniwetok und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Sofort begannen sie mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Diesen Beschuss setzten sie auch an den folgenden Tagen fort. Am 21. Juli begann die Landeoperation die die Schiffe mit ihren Geschützen unterstützten. Danach patrouillierten die Schiffe rund um Guam. Für die Rückführung der Kriegsschiffe aus den eroberten Gewässern rund um die nördlichen Marianen, bildete man die Task Undergroup 53.15.10 die Captain Edmund Battelle Taylor, Sr. ( 4. April 1904 – 30. April 1973 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS BENNETT, USS FULLAM, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS TERRY und USS SELFRIDGE ( DD-357 ) sowie mehrere Transportschiffe unter denen sich die SS CLAREMONT VICTORY befand. Am 10. August verließen diese Schiffe die Gewässer um Guam und fuhren zum Atoll Eniwetok. In dem dortigen Hafen liefen sie am 13. August ein. Hier gliederte man die USS BENNETT noch am selben Tag in die Task Group 32.12 ein die Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der TU 32.12.1 die ebenfalls Rear Admiral Howard Fithian Kingman befehligte. In dieser TU befand sich der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ) und die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST und USS HALFORD. Am 29. August stachen die Schiffe der Task Group 32.12 in See und fuhren zum Cape Esperance, Guadalcanal. Dort wurden die Ladungsoperationen durch die Schiffe der Task Group 32.2 geprobt. Die Schiffe der TG 32.12 unterstützten am folgenden Tag diese Landeoperationen mit ihren Schiffsgeschützen und kehrten nach wenigen Stunden des Scheingefechtes nach Tulagi zurück. Dort wurden die Munitionsvorräte aufgefüllt. Am 31. August legten die Schiffe der TG 32.12 erneut ab und begannen mit ihrem Übungsschießen. Auch am 1. September wurden vor Cape Esperance Übungsschießen durchgeführt, nur das anschließend die Schweren Kreuzer zur Task Force 35 wechselten. Diese kehrten allerdings zwei Tage später zur TF 32 zurück. Die Zerstörer der Task Group 32.12 legten am 1. September in Port Purvis wieder an und wurden auf die kommenden Kämpfe vor Peleliu und Angaur vorbereitet. Unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf bildete man mit der Task Group 32.5 die Palau Bombardement & Fire Support Group. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE, USS PENNSLVANIA, USS IDAHO und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS, USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS DENVER, USS COLUMBIA ( CL-56 ) und USS HONOLULU ( CL-48 ), die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, USS HUDSON, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Zerstörer und Minensucher USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Ab dem 11. September gliederte man die USS BENNETT wieder in die Task Group 32.12 ein. Diese befehligte erneut Rear Admiral Howard Fithian Kingman. In der TG befand sich das Schlachtschiff USS TENNESSEE, der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS CLEVELAND und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS HALFORD, USS FULLAM, und USS HUDSON und die Schnellen Truppentransporter USS NOAH, USS GEORGE E BADGER und USS RATHBURNE ( APD-25). Es wurden in den folgenden Stunden japanische Küstenbefestigungen auf Peleliu und Angaur beschossen. Die TG teilte sich am 13. September.
Die Task Undergroup 32.12.1 befehligte Rear Admiral Kingman und hatte die Aufgabe die drei Schnellen Truppentransporter so nah wie nur möglich an die Küste zu bringen und zu beschützen, damit die darauf befindlichen Underwater Demolition Teams in der Anlandundszone die dort befindlichen Hindernisse beseitigen konnten. In der TU befand sich das Schlachtschiff USS TENNESSEE, der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, der Leichte Kreuzer USS CLECELAND, die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST und USS HALFORD sowie die Schnellen Truppentransporter USS RATHBURNE und USS GEORGE E BADGER. Die Schiffe der TG 32.12 bombardierten am 13. und 14. September feindliche Stellungen auf Angaur. Der Zerstörer und Minensucher USS PERRY ( DMS-17 ) aus der Minenräumgruppe lief am 13. September während der Räumarbeiten auf eine Mine auf. Durch die Wucht der Explosion wurde das Schiff zerstört und sank rund 680 Meter südöstlich von Angaur. Am 14. September begann dann die Landung auf Peleliu und am 17. September auf Angaur. Am 14. September beschossen die Schiffe der TG 32.12 noch feindliche Küstenbefestigungen auf Peliliu und unterstützten damit die Landeoperation, lagen aber schon am Morgen des 15. September vor Angaur und bombardierten dort japanische Stellungen. Vor der Landeoperation auf Angaur wurde die TG 32.12 aufgelöst und integrierte sich wieder in die TG 32.5. Die Schiffe patrouillierten in den Gewässern rund um die Palau Inseln und ließen keinen japanischen Nachschub durch. Der frei zur Verfügung stehende Zerstörer USS WADLEIGH ( DD-689 ) hatte die Aufgabe bekommen zusammen mit Minenräumschiffen ab dem 16. September in der Kossol Passage nach Minen zu suchen und diese unschädlich zu machen. Das Schiff konnte mit 40 mm Geschossen zweiundzwanzig von den Minenräumern gefundenen Minen zerstören. Die dreiundzwanzigste Mine war aber eine Treibmine die unberechenbar im Wasser lag. Während sich der Zerstörer der zweiundzwanzigsten Mine näherte um diese zu zerstören, wurde die Treibmine durch eine Unterwasserströmung Mittschiffs an das Schiff getrieben und schlug dort an. Die Explosion riss die Schiffshaut auf. Tötete drei Besatzungsmitglieder und zwanzig wurden verwundet. Bevor das Schadensbeseitigungsteam an Ort und Stelle war, lag der Zerstörer schon um sieben Grad nach Steuerbord und das Heck lag fünf Meter tief im Wasser. Die Schiffsbesatzung begann nun alles nicht notwendige im Heck befindliche Material über Bord zu werfen um die Kränkung zu korrigieren. Da erreichte auch schon die USS BENNETT das havarierte Schiff und nahm es ins Schlepptau. Die USS WADLEIGH lag spürbar in der Dünung und die anfängliche Befürchtung bestand darin das der Zerstörer in der Mitte auseinanderbrechen konnte. Die USS BENNETT schleppte das verkrüppelte Schiff bis in die Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien. Dort trafen beide Schiffe am 25. Oktober ein. Die USS BENNETT selber blieb nun ebenfalls gleich in der Werft und unterzog sich einer Überholung die bis Mitte Dezember andauerte. Nach dieser Überholung fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor. Dort legte das Schiff am 24. Dezember an und blieb bis in den Januar 1945 vor Anker liegen oder führte Übungen in den Hawaiianischen Gewässern durch. Noch im selben Monat verließ der Zerstörer wieder Pearl Harbor und fuhr zu den Marianen. Vor Pagan Island sollte das Schiff seine Radarüberwachungspflichten aufnehmen. Zur Vorbereitung auf den kommenden Kampf um Iwo Jima, legte die USS BENNETT am 15. Februar im Hafen von Saipan an. Nach dem Bunkern von Treibstoff und Munition, legte der Zerstörer am folgenden Tag wieder ab und fuhr nach Iwo Jima. Dort war die USS BENNETT ab dem 19. Februar ein Radarvorpostenschiff und überwachte den Luftraum. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer an weiteren Bombardements gegen japanische Küstenbefestigungen. Bis zum 5. März blieb das Schiff auf den ihm zugewiesenen Posten. Dort gab am 28. Februar und am 2. März einen Luftangriff. An beiden Tagen wurde die USS BENNET durch Bomben leicht beschädigt. Ein japanisches Bombenflugzeug war am 2. März durch die Flakabwehr gekommen und dessen Pilot klinkte eine Bombe aus welche auf dem Vorschiff landete. Zum Glück war es nur ein Blindgänger der in den Stahl des Zerstörers nur ein Loch schlug und im darunter liegenden Deck stecken blieb. Von Iwo Jima aus fuhr die USS BENNETT in die San Pedro Bay, Leyte. Hier füllte man die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker wieder auf und gliederte den Zerstörer in die Task Force 55 ein die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dort in der San Pedro Bay, wurden vom 14. bis zum 21. März mehrere Übungen der Schiffe aus dieser TF durchgeführt. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS BENNETT, USS HUDSON, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS MULLANY ( DD-528 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS PUTNAM ( DD-757 ) und USS ROOKS ( DD-804 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Gleich nach dem Abschluss dieser Übungen fuhren die Schiffe der TF 55 nach Okinawa. Dort trafen sie am 1. April ein und beteiligten sich gleich bei der Unterstützung der Landungskräfte und bauten eine Radarvorpostenkette zur Früherkennung von feindlichen Luftangriffen. Dabei erhielt die USS BENNETT schon am 3. April einen Treffer durch eine Bombe und wurde leicht beschädigt. Am 7. April gab es gegen 8:50 zu einem erneuten Luftangriff. Kamikazepiloten griffen die amerikanischen Schiffe an. Dabei erhielt die USS BENNET rund fünfzehn Seemeilen Nordwestlich von Iheja Shima, Okinawa Bay einen Bombentreffer. Diesmal erneut auf dem Vorschiff. Doch diesmal explodierte diese im Schiffsinnern und zerstörte den vorderen Maschinenraum und die elektrische Versorgung. Dabei wurden der Besatzungsmitglieder getötet und achtzehn zum Teil schwer verletzt. Aus eigener Kraft konnte der Zerstörer sich zu den Kerama Retto Inseln schleppen. Dort wurden innerhalb von einem Tag Notreparaturen vorgenommen. Am 8. April nahm der Hochseeschlepper USS YUMA ( ATF-94 ) die USS BENNETT ins Schlepptau und zog den Zerstörer bis nach Saipan. Hier wurden weitere Notreparaturen an dem Schiff durchgeführt, so dass es anschließend selbständig an die US Westküste fahren konnte. Diese Reparaturen dauerten bis in den Mai. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS BENNETT Saipan und fuhr in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Hier dauerten die Reparaturarbeiten bis in den August. Hier im Hafen erhielt man auch die Nachricht vom Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum. Trotzdem legte der Zerstörer in der Werft ab und fuhr nach Adak, Aleuten, Alaska. Von diesem Hafen aus stach das Schiff am 28. August in See und fuhr nach Petropawlowsk. An Bord der USS BENNETT befanden sich Meteorologen. Im Hafen von Adak legte der Zerstörer am 26. September wieder an. Von dort aus fuhr das Schiff nach San Diego, Kalifornien. Hier versetzte man den Zerstörer am 21. Dezember 1945 in die Pazifikreserveflotte und stellte am 18. April 1946 das Schiff außer Dienst.
Am 15. Dezember 1959 übergab man den Zerstörer an die brasilianische Marine. Diese stellte das Schiff am selben Tag in ihren Dienst und übergab ihm den Namen BNS PARAIBA ( D28 ).
Am 1. August 1973 strich man den Namen USS BENNETT ( DD-473 ) von der US Navy – Liste.
Im Jahre 1978 stellte die brasilianische Marine den Zerstörer außer Dienst und ließ ihn noch im selben Jahr verschrotten.


USS BENNETT ( DD-473 )
Commanding Officer

CDR Edmund Battelle Taylor           9. Februar 1943 – 31. Juli 1944 (erreichter Rang VADM)
LCDR Philip Frederick Hauck            31. Juli 1944 – 5. November 1944
CDR Jasper Newton McDonald Jr.            5. November 1944 – 18. April 1946

USS FULLAM ( DD-474 )

USS FULLAM ( DD-474 )

Biografie

William Free Fullam
* 20. Oktober 1855 in Pittsford, New York
† 23. September 1926 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Ersten Weltkriegs

William Free Fullam absolvierte 1877 die United States Naval Academy in Annapolis erfolgreich. In seiner langen Karriere hielt er zahlreiche Kommandos. So 1904 über die Barke USS CHESAPEAKE ( 1898 ) die als Schulschiff diente. 1909 übernahm er das Kommando über das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-23 ). Am 7. Februar 1914 übernahm Captain Fullam als Superintendent die US Navy Acydemy in Annapolis. Am 20. September 1915 übergab er dieses Amt an Captain Edward Walter Eberle ( 17. August 1864 – 6. Juli 1929 ). Da hatte Fullam den Rang eines Rear Admirals erhalten. Im Ersten Weltkrieg erhielt Rear Admiral Fullam das Kommando über die Reserve Force und der Patrol Force der Pazifikflotte. Während der Abwesenheit des Oberkommandierenden der Pazifikflotte Rear Admiral William Banks Caperton ( 30. Juni 1855 – 12. Dezember 1941 ), dieser kommandierte ein Geschwader an der Ostküste Südamerikas, leitete Fullam die Flotte kommissarisch. Für diese verantwortliche Position erhielt er nach dem Krieg das Navy Cross verliehen. Anfang 1918 besuchte der japanische Vizeadmiral Kantaro Suzuki ( 18. Januar 1868 – 17. April 1948 ), der spätere 42. Premierminister Japans vom 7. April bis zum 17. August 1945, mit den Kreuzern ASAMA und IWATE San Francisco. Nachdem er von Rear Admiral die Erlaubnis erhalten hatte in den Hafen einlaufen zu dürfen, gab er für Fullam ein Festessen. Am 8. Oktober 1919 trat Rear Admiral William Free Fullam in seinen Ruhestand un verstarb am 23. September 1926 in Washington DC.


USS FULLAM ( DD-474 )

Schiffsbiografie

Die USS FULLAM ( DD-474 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Free Fullam benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 10. Dezember 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mariana F. Welch, Enkelin von Rear Admiral William Free Fullam, taufte am 16. April 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Henry Chesley Daniel ( 19. Oktober 1903 – 1987 ) stellte am 2. März 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die den Zerstörer bis zur amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, begann die USS FULLAM entlang der US Ostküste mehrere Schiff zu eskortieren. Anschließend rüstete man das Schiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 20. Juni durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 28. Juni im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff legte die USS FULLAM wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hawaiianischen Gewässern unterzog sich die Besatzung des Zerstörers einer intensiven Ausbildung die über einen Monat dauerte. In den ersten Tagen des Monats August stieß das Schwesterschiff USS GUEST ( DD-472 ) dazu. Am 19. August stachen die USS FULLAM und USS GUEST wieder in See und verließen Pearl Harbor. Das Ziel war der Havannah Harbor auf der Insel Efate, New Hebrides. Auf dem Weg dorthin legten die Zerstörer in Suva, Fidji Islands an und erreichten am Abend des 29. August Efate. Hier gliederte man die USS FULLAM in die 3. US Flotte ein. Man integrierte den Zerstörer in die Task Force 38 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 – 27. Juli 1957 ) befehligte. In dieser TF befand sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS PHILIP ( DD-498 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD- 408 ), USS BENNETT ( DD-473 ) und USS ANTHONY ( DD-515 ). Diese Schiffe sollten zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 39 und Task Force 37 mehrere Trainingsoperationen vor den Inseln der New Hebrides durchführen die für die kommenden Kämpfe um die Westsalomonen angesetzt worden waren. Dazu verließen die Schiffe der TF 38 Efate und fuhren zur Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Die Schiffe der TF 39 befehligte Rear Admiral Aaron Stanton Merrill ( 26. März 1890 – 28. Februar 1961 ). In der TF 39 befanden sich die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ) und USS DENVER ( CL-58 ) und die Zerstörer USS CONVERSE ( DD-509 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RADFORD ( DD-446 ) und USS JENKINS ( DD-447 ) und in der TF 37 die Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ) und USS COLORADO ( BB-45 ), der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ) und die Zerstörer USS McCALLA ( DD-488 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS LARDNER ( DD-487 ) und USS BUCHANAN ( DD-484 ). Am 31. August um 15:00 Uhr formierten sich die Schiffe aller drei Task Forces und verließen geschlossen Espiritu Santo. Zwei Stunden später simulierte man mit der TF 39 eine Formationsfahrt während einer nächtlichen Angriffsattacke und um 21.00 Uhr verließen die Schiffe der Task Forces 38 und 37 wieder den Schauplatz. In den folgenden drei Tagen wurden Schießübungen und Formationsfahrten mit den Schiffen der drei Task Forces. Am Morgen des 4. September verließen die Schiffe der TF 38 Espiritu Santo und fuhren zu den Santa Cruz Inseln, Ostsalomonen. Dort wurden mehrere japanische Küstenbefestigungen bombardiert. Anschließend kehrten die Schiffe um und fuhren nach Efate, wo sie am Abend im Havannah Harbor anlegten. Die USS FULLAM legte am 6. September erneut ab und eskortierte seinen ersten Schiffskonvoi von Efate aus nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Bis zum 28. Oktober sollte der Zerstörer mit einer Ausnahme weitere Schiffskonvois zwischen den Inselgruppen eskortieren. Diese eine Ausnahme waren taktische Manöver die die Schiffe der TF 37, 38 und 39 südwestlich von Espiritu Santo durchführten. Dazu fuhr die USS FULLAM am 6. Oktober nach Espiritu Santo, wo sie in die Task Force 37 integriert wurde. Für die Zerstörer in allen drei Task Force gab es feste Aufgaben, wohingegen der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) und andere große Kriegsschiffe innerhalb der Task Force wechselten. An diesen taktischen Manövern war der Flugzeugträger USS SARATOGA, der Geleitflugzeugträger USS BRETON ( CVE-23 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS DENVER, USS COLUMBIA, USS SAN JUAN und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS FULLAM, USS ANTHONY, USS HUDSON, USS FARENHOLT, USS WILSON, USS STACK, USS LARDNER ( DD-487 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ) und USS FOOTE ( DD-511 ). Ziel dieses taktischen Manövers war es die Mannschaften der Schiffe auf den Angriff auf Bougainville, Nord Salomonen vorzubereiten. So begannen am 7. Oktober um 18:00 Uhr simulierte Torpedoangriffe. Am 8. Oktober wurden ab 00:00 Uhr Flugzeugangriffe in unterschiedlichen Entfernungen von Espiritu Santo aus simuliert. Am 9. Oktober folgten Angriffsattacken auf Flottenverbände und am 10. Oktober Schießübungen. Im Havannah Harbor legte der Zerstörer am 28. Oktober ab und fuhr nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nach der Ankunft in Tulagi, versetzte man das Schiff in die Task Force 31 die Rear Admiral Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) befehligte. Das Schiff beteiligte sich an der Operation „Shoestring II“. Neben der USS FULLAM befanden sich aus der DESRON 45 die Zerstörer USS BENNETT, USS GUEST, USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ) und USS WADSWORTH ( DD-516 ), aus der DESRON 22 USS PRINGLE ( DD-477 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONWAY ( DD-507 ) und die USS EATON ( DD-510 ), den Schnellen Minensuchern USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOURHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ) in der TF 31. Die Zerstörer hatten mehrere Aufgaben übertragen bekommen. Das fing mit der Sicherung von Truppentransportschiffen und Schnellen Truppentransportern an und hörte bei der Sicherung der Minensuchschiffe vor Cape Torokina, Bougainville auf. Die USS FULLAM fuhr am 30. Oktober von Port Purvis nach Lunga Point, Guadalcanal und eskortierte von dort aus zusammen mit den Zerstörern der DESRON 22 und DESRON 45 die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen mit sich führten. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS FULLAM sicherte zusammen mit den anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. Dabei geschah es, dass der Zerstörer rund dreizehn Seemeilen Südwestlich von Cape Torokina eine Grundberührung hatte. Das Schadensbegrenzungsteam wurde umgehend für eine Schadensanalyse in die unteren Regionen des Schiffes geschickt, aber die FULLAM hatte noch mal Glück im Unglück gehabt. Innerhalb von acht Stunden wurden 14.000 Soldaten und 6.200 Tonnen Kriegsgerät von den Transportschiffen entladen. Aber es befanden sich immer noch Soldaten und Kriegsmaterial auf diesen und die Luftangriffe nahmen zu. Um die Verluste so gering wie irgend möglich zu halten, entschloss man sich unverzüglich nach Tulagi zurück zu kehren. Die USS WALLER eskortierte dabei mit den Zerstörern USS PRINGLE und USS SAUFLEY diese amphibischen Schiffe nach Port Purvis. Die USS FULLAM und die anderen Zerstörer sicherten diesen Schiffskonvoi vor weiteren Luftangriffen. Kurz vor Tulagi ereichten am 3. November auch die anderen Zerstörer um die USS FULLAM diesen Schiffskonvoi. Die Schiffe blieben hier bis zum 4. November für einen weiteren Aufenthalt in Tulagi liegen und füllten ihre Bunker und Magazine auf. Dann legte die USS FULLAM mit den Zerstörern USS HUDSON, USS GUEST, USS BENNETT, USS ANTHONY und USS WADSWORTH und den noch nicht vollständig entladenen amphibischen Truppentransportern wieder ab und fuhr zum Cape Torokina. Dort patrouillierte der Zerstörer in den folgenden Tagen um es japanischen Schiffe nicht zu ermöglichen weiteren Nachschub auf der Insel anlanden zu können. Für das Bunkern von frischem Treibstoff und neuer Munition sowie der Eskorte von weiteren Nachschubschiffen nach Bougainville legte die USS FULLAM im Port Purvis am 6. November, vom 15. bis zum 17. November und am 21. November an. In den Tagen in denen der Zerstörer diese Transportschiffe begleitete, gab es immer wieder feindliche Luftangriffe. Am 3. Dezember erhielt Commander William Daniel Kelly ( 9. Oktober 1910 – 10. September 1983 ), Kommandant der USS FULLAM, den Befehl am Morgen des folgenden Tages zusammen mit den anderen Zerstörern der DESRON 45 japanische Küstenartilleriestellungen bei Motupene Point, Bougainville zu vernichten. Anschließend folgten weitere Patrouillen- und Eskortierfahrten. Anfang Januar 1944 musste die USS FULLAM zusammen mit der USS HUDSON zum Havannah Harbor, Efate fahren. Dort lag das Reparaturschiff USS MEDUSA ( AR-1 ) und der Zerstörertender USS DIXIE ( AD-14 ). Hier nahm man an den Zerstörern mehrere Reparaturen vor. Gleich danach kehrte die USS FULLAM an die Westküste von Bougainville zurück. Dort bombardierte der Zerstörer am 25. Januar an der Mündung des Jaba Rivers zusammen mit anderen Zerstörern mehrere japanische Küstenbefestigungen. Ende Januar 1944 erhielten die ersten Kriegsschiffe der TF 31 Befehle zur Bombardierung japanischer Ziele auf Green Island, Neuguinea. Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson behielt die Befehlsgewalt über die Schiffe der TF 31. In dieser befanden sich die Zerstörer USS FULLAM, USS CONWAY, USS EATON, USS PRINGLE, USS SIGOURNEY, USS GUEST, USS BENNETT, USS HUDSON, USS TERRY, USS BRAINE, USS WADSWORTH, USS ANTHONY, USS WARRINGTON ( DD-383 ) und USS HALFORD ( DD-480 ), die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ) und USS NOA ( APD-24 ) sowie Panzerlandungsschiffe. Am 30. Januar eskortierten die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS BENNETT und USS HUDSON aus der Task Group 31.8 die Schnellen Truppentransportschiffe USS WATERS, USS TALBOT und USS DICKERSON und zwei Patrouillenboote bis Green Island. An Bord dieser Schnellen Truppentransportschiffe befanden sich Soldaten des 30. neuseeländischen Bataillons die Strände für eine spätere Landeoperation ausfindig machen sollten. Außerdem war ihre Aufgabe feindliche Stellungen auszukundschaften. Nach der Erfolgreichen Markierung solcher Landestreifen wurden die Soldaten wieder an Bord genommen. Dabei beobachtete man auf der USS FULLAM wie ein japanisches U-Boot sich zum Angriff auf diese Schnellen Truppentransportschiffe vorbereitete. Noch rechtzeitig konnte dieser Angriffsversuch vereitelt werden und die USS GUEST und USS HUDSON wurden hinzugezogen. Diese beiden Zerstörer begannen nun mehrere Wasserbomben auf die Umgebung, in dem das U-Boot getaucht war, abzuwerfen. Erst ein dritter Run der USS HUDSON brachte den Erfolg. Das japanische U-Boot I-171 war 15 Seemeilen westlich von Buka Island vernichtet worden. Anschließend kehrten die Zerstörer mit den Schnellen Truppentransportern und den beiden Patrouillenbooten nach Lunga Point, Guadalcanal zurück. Am 11. Februar vereinigten sich alle Schiffe der TF 31 und legten in Tulagi ab. Unterwegs vereinigten sich diese Schiffe mit denen der TF 38 und TF 39. Alle übernahmen sie die unterschiedlichsten Aufgaben. Die USS FULLAM blieb bei der Eskorte der Schnellen Truppentransporter. Das Einsatzgebiet vor Green Island erreichten die Schiffe am 15. Februar und sicherten die Entladung der Transportschiffe vor Luftangriffen und Angriffen von der See her. Die USS FULLAM blieb in den Gewässern der Nordsalomonen stationiert und wurde dann in die Task Undergroup 31.1.4 integriert, deren Schiffe im Hafen der Insel Vella Lavella lagen. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HUDSON und USS HALFORD ( DD-480 ) die die Schnellen Truppentransporter USS WARD ( APD-16 ) und acht weitere sicherten. Diese Schnellen Truppentransporter hatten die Soldaten der 3. neuseeländischen Division an Bord die von Major General Sir Harold Eric Barrowclough ( 23. Juni 1894 – 4. März 1972 ) kommandiert wurden. Die Schiffe der III. Amphibious Force, Task Force 31, befehligte Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson, dessen Flaggschiff war die USS HALFORD. Am 14. Februar verließen die Schiffe der TU 31.1.4 Vella Lavella und fuhren nach Green Island. Am Morgen des folgenden Tages erreichten die Schiffe Barahun, Green Island und begannen sofort mit dem Ausschiffen der Soldaten. Die Zerstörer sicherten derweil diese Aktion ab und beschossen die japanischen Küstenbefestigungen. Nach zwei Stunden waren alle 5.800 neuseeländischen Soldaten an Land. Gleich danach eskortierten die Zerstörer aus der TU 31.1.4 die Schnellen Truppentransporter nach Port Purvis. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 16. Februar ein. Hier wurden die Magazine und Treibstoffbunker der Zerstörer der DESRON 45 wieder aufgefüllt. Unter dem Kommando von Captain Earle legten die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS HUDSON, USS BRAINE, USS BENNETT und USS ANTHONY am 23. Februar in Port Purvis ab und befanden sich am Abend des 24. Februar westlich von New Irlands. Hier operierten die Kriegsschiffe gegen japanische Versorgungsschiffe und beschossen feindliche Küstenbefestigungen bei Rabaul, Neuguinea. So konnte die USS HALFORD zusammen mit der USS BENNETT in der Nacht zum 25. Februar zwei japanische Küstenschiffe versenken und ein Patrouillenboot schwer beschädigen. In den folgenden drei Tagen operierten die Zerstörer südlich des japanischen Marinestützpunktes auf dem Atoll Truk, Karolinen. Das Atoll Truk war vom 17. und 18. Februar durch Trägerflugzeuge massiv bombardiert worden, wobei siebzig japanische Schiffe in den Fluten des Atolls versanken und der japanische Marinestützpunkt und große Teile der Insel fast vollständig zerstört wurden. Die Zerstörer der DESRON 45 sollten in diesen drei Tagen feststellen ob in dem feindlichen Marinestützpunkt sich wieder japanische Schiffe sammelten. Anschließend wurden Patrouillen im St. George Channel zwischen New Britain und New Irland zum Aufbringen japanischer Schiffe gefahren und auf japanische Küstenbefestigungen bei Kavieng, New Irland beschossen. Anfang März befand sich die USS FULLAM dann in Port Purvis. Dort blieb der Zerstörer zur Erholung der Besatzung einige Tage liegen. Am Abend des 14. März gliederte man den Zerstörer in die Task Group 39. 2 ein die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS WADSWORTH USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS TRATHEN ( DD-530 ) und USS HEERMANN ( DD-532 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten aus der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation gebaut werden. Gleich im Anschluss an der Eroberung von Emirau Island, führte die USS FULLAM weitere Patrouillenfahrten durch und eskortierte Nachschubkonvois von Tulagi aus zu den Nordsalomonen und zurück. Anschließend führte die USS GUEST Diese Aufgabe behielt das Schiff bis Mitte Mai 1944 bei. Nach dem letzten eskortierten Schiffskonvoi im Mai, fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor. Hier gliederte man die USS FULLAM am 29. Mai in die Task Undergroup 52.10.8, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 – 6. Juni 1956 ) während der Operation „Forager“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), der Leichte Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS BENNETT und USS WADSWORTH. Noch am selben Tag legten diese Schiffe in Pearl Harbor ab und fuhren zu dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am Morgen des 8. Juni. Man füllte die Munitionsmagazine und Treibstoffbunker auf den Schiffen auf. Diese legten nach Abschluss dieser Arbeiten noch am selben Tag wieder ab. Das Ziel waren die nördlichen Marianen. Auf dem Weg dorthin wurden noch einige Übungen bei der Insel Roi-Namur im Kwajalein Atoll vorgenommen. Diese Insel verließen sie am 10. Juni. Vier Tage später befanden sich die Schiffe aus der Task Group 52.10 vor Saipan und begannen mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Der amphibische Landungsangriff auf Saipan begann am 15. Juni. Die USS FULLAM unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen, wie auch alle anderen Schiffe der TU die Angriffsbemühungen des V. Amphibischen Corps. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 52.10 Saipan und wechselten auf ihre vorgegebene Position Nordöstlich von Tinian. Von dort aus fuhren sie zum Orote Point auf Guam und beschossen dort feindliche Stellungen. Mehrere Schiffe der TG 52.10 wechselten am 17. Juni in die neuaufgestellte Task Group 58.7. Diese TG befehligte Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 – 25. August 1945 ) und in ihr befanden sich die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ) USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS IOWA ( BB-61 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS INDIANA ( BB-58 ) USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH CAROLINA ( BB-57 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS WICHITA ( CA-45 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS HUDSON, USS BENNETT, USS YARNALL ( DD-541 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Am 18. Juni befanden sich alle Schiffe der TG 58.7 in ihrer Formation und am 19.und 20. Juni tobte die Schlacht in der Philippine See Südwestlich der Nördlichen Marianen. Die Amerikaner versuchten damit die Sicherung der Landeoperationen auf Saipan und den anderen Inseln der Marianen. Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimore, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ), Kommandant der 5. US Flotte, entschied sich anfangs für die Defensive und überließ den Japanern die Initiative. Die Schiffe der TG 58.7 wurden während der Schlacht zur Abwehr von mehreren japanischen Luftangriffen auf die Fast Carrier Task Force eingesetzt, welche Vizeadmiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 – 3. Februar 1947 ) befehligte. Die Flugabwehrkanoniere der Kreuzer und Zerstörer sollten nach dieser Schlacht wie von einem Tontaubenschießen erzählen, das sie durch die japanischen Flugzeugpiloten erlebten. Diese japanischen Piloten waren nicht genügend auf solch einen Kampf ausgebildet und vorbereitet worden. Während der zweitägigen Schlacht wurden drei japanische Flugzeugträger und zwei Tanker versenkt sowie sechs weitere Schiffe beschädigt und 476 Kampfflugzeuge abgeschossen. Im Gegensatz dazu gab es auf amerikanischer Seite nur vier beschädigte Schiffe und 123 verlorene Kampfflugzeuge. Die Flugabwehrkanoniere der USS FULLAM konnten am ersten Tag der Schlacht mehrere japanische Trägerflugzeuge abschießen. Nach der Schlacht, am 21. Juni, erhielten die Schiffe der TG 58.7 frischen Treibstoff. Zwei Tage später erschienen die Schiffe der Task Undergroup 16.7.11 für eine erneute Treibstoffübergabe und am 24. Juni wechselten alle Zerstörer der TG 58.7 zur Task Force 52 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS FULLAM in der Task Undergroup 52.17.8 die Rear Admiral Charles Turner Joy vom 27. Juni bis zum 7. Juli während der Operation „Forager“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA, USS MINNEAPOLIS, USS SAN FRANCISCO und USS NEW ORLEANS sowie die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS TERRY und USS WADSWORTH. Die Schiffe der TU lagen vor Saipan und deckten die anderen Schiffseinheiten vor japanischen Luft- und Unterwasserangriffen. Die TU 52.17.8 löste man am 7. Juli wieder auf. Einige dieser Schiffe fuhren nun zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die USS FULLAM in die Task Group 53.5, der Fire Support Group, integriert die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS COLORADO ( BB-45 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS, USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) sowie drei weitere, die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS und zwei weitere und die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS ANTHONY, USS BENNETT, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-680 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS AYLWIN ( DD-355 ). Am 8. Juli verließen die Schiffe der TG 53.5 das Atoll Eniwetok und erreichten vier Tage später die Gewässer rund um Guam, Marianen. Sofort begannen sie mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Diesen Beschuss setzten sie auch an den folgenden Tagen fort. Am 21. Juli begann die Landeoperation die die Schiffe mit ihren Geschützen unterstützten. Danach patrouillierten die Schiffe rund um Guam. Für die Rückführung der Kriegsschiffe aus den eroberten Gewässern rund um die nördlichen Marianen, bildete man die Task Undergroup 53.15.10 die Captain Edmund Battelle Taylor, Sr. ( 4. April 1904 – 30. April 1973 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS FULLAM, USS BENNETT, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS TERRY und USS SELFRIDGE ( DD-357 ) sowie mehrere Transportschiffe unter denen sich die SS CLAREMONT VICTORY befand. Am 10. August verließen diese Schiffe die Gewässer um Guam und fuhren zum Atoll Eniwetok. In dem dortigen Hafen liefen sie am 13. August ein. Drei Tage lang blieb die USS FULLAM dort vor Anker liegen. Am 16. August verließ der Zerstörer diese Inselgruppe und fuhr nach Tulagi in den Port Purvis. Hier gliederte man die USS FULLAM in die Task Group 32.12 ein die Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 – 4. Juli 1968 ) befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der TU 32.12.2 die Rear Admiral Robert Ward Hayler ( 7. Juni 1891 – 17. November 1980 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS FULLAM und USS HUDSON. Am 29. August stachen die Kriegsschiffe der Task Group 32.12 in See und fuhren zum Cape Esperance, Guadalcanal. Dort wurden die Ladungsoperationen durch die Schiffe der Task Group 32.2 geprobt. Die Schiffe der TG 32.12 unterstützten am folgenden Tag diese Landeoperationen mit ihren Schiffsgeschützen und kehrten nach wenigen Stunden des Scheingefechtes nach Tulagi zurück. Dort wurden die Munitionsvorräte wieder aufgefüllt. Am 31. August legten die Schiffe der TG 32.12 wieder ab und begannen mit ihrem Übungsschießen. Auch am 1. September wurden vor Cape Esperance Übungsschießen durchgeführt, nur das anschließend die Schweren Kreuzer zur Task Force 35 wechselten. Diese kehrten allerdings zwei Tage später wieder zur TF 32 zurück. Die Zerstörer der Task Group 32.12 legten am 1. September in Port Purvis wieder an und wurden auf die kommenden Kämpfe vor Peleliu und Angaur vorbereitet. Unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf bildete man mit der Task Group 32.5 die Palau Bombardement & Fire Support Group. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE, USS PENNSLVANIA, USS IDAHO und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS, USS INDIANAPOLIS, USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS DENVER, USS COLUMBIA und USS HONOLULU ( CL-48 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT, USS HUDSON, USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS ROSS ( DD-563 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ) die Schnellen Truppentransporter USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS RATHBURNE ( APD-25 ), USS CLEMSON ( APD-31 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), die Zerstörer und Minensucher USS WASMUTH ( DMS-15 ), USS PERRY ( DMS-17 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ), die Zerstörer und Minenleger USS PREBLE ( DM-20 ) und USS MONTGOMERY ( DM-17 ) und der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ). Die Schiffe der TG 32.5 legten am 6. September in Port Purvis ab und fuhren zu den Palau Inseln. Drei Tage später überquerten sie den Äquator und am 10. September Beölte man sie auf offener See. Ab dem 11. September gliederte man die USS FULLAM wieder in die Task Group 32.12 ein. Diese befehligte erneut Rear Admiral Howard Fithian Kingman. In der TG befand sich das Schlachtschiff USS TENNESSEE, der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS CLEVELAND und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS HALFORD, USS BENNETT und USS HUDSON und die Schnellen Truppentransporter USS NOA, USS GEORGE E BADGER und USS RATHBURNE ( APD-25). Es wurden in den folgenden Stunden japanische Küstenbefestigungen auf Peleliu und Angaur beschossen. Die Task Undergroup 32.12.1, befehligt von Rear Admiral Kingman, hatte die Aufgabe die drei Schnellen Truppentransporter so nah wie nur möglich an die Küste zu bringen und zu beschützen, damit die darauf befindlichen Underwater Demolition Teams in der Anlandundszone die dort befindlichen Hindernisse beseitigen konnten. Die Schiffe der TU 32.12.2, die Rear Admiral Robert Ward Hayler befehligte, sollten dabei die anderen Kreuzer und Zerstörer unterstützen. Die Schiffe der TG näherten sich am 12. September kurz nach Mitternacht der Anlandungszone. Gegen 3:50 Uhr kollidierte dabei die USS FULLAM mit dem Schnellen Truppentransporter USS NOA rund 14 Seemeilen östlich von Peleliu. Die USS FULLAM wurde während dieser Kollision schwer beschädigt und die USS NOA sank. Sofort wechselten mehrere Männer des Schadensbegrenzungsteam der USS FULLAM auf den Schnellen Truppentransporter um dort bei der Sicherung des Schiffes zu helfen. Dabei verbrachten sie heroische Taten um das Schiff länger über Wasser zu halten. Während dieser Aktion wurden aber die täglichen Uferbombardierungen des Zerstörers nicht vergessen und das Aussetzen der Underwater Demolition Teams von der USS NOA. Doch um 5:01 Uhr musste der Befehl zum Verlassen des Schnellen Truppentransporters gegeben werden. Alle nicht benötigten Mannschaftsmitglieder wechselten auf die USS FULLAM über. Gegen 7:00 Uhr versuchte erneut ein Bergungsteam die USS NOA zu retten. Diese Bergungsbemühungen scheiterten aber erneut und um 10:34 Uhr versank der Truppentransporter mit dem Heck zuerst in den Fluten des Pazifiks. Zum Glück war während der Kollision und während der anschließenden Rettung der Besatzung der USS NOA niemand ums Leben gekommen. Commander William Daniel Kelly musste sich allerdings im November in San Francisco, Kalifornien vor einem Kriegsgericht verantworten. Doch noch beteiligte sich die USS FULLAM an den Bombardements gegen feindliche Ziele auf den Palau Inseln. So beschossen die Schiffe der TG 32.12 am 13. und 14. September feindliche Stellungen auf Peleliu und Angaur. Am 14. September begann dann die Landung auf Peleliu und am 17. September auf Angaur. Am 14. September beschossen die Schiffe der TG 32.12 noch feindliche Küstenbefestigungen auf Peliliu und unterstützten damit die Landeoperation, lagen aber schon am Morgen des 15. September vor Angaur und bombardierten dort japanische Stellungen. Vor der Landeoperation auf Angaur wurde die TG 32.12 aufgelöst und integrierte sich wieder in die TG 32.5. Die Schiffe patrouillierten in den Gewässern rund um die Palau Inseln und ließen keinen japanischen Nachschub durch. Die USS FULLAM verließ am 20. September die Gewässer rund um die Palau Inseln und fuhr zum Seeadler Harbor, Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier wurden temporäre Reaparaturen an dem Zerstörer vorgenommen die bis in die ersten Tage des Oktobers dauerten. Anschließend verließ das Schiff diesen Hafen und fuhr an die US Westküste. Dort unterzog sich der Zerstörer einer intensiven Überholung und weiteren Reparaturarbeiten. Mitte Dezember dockte man das Schiff wieder aus und es fuhr nach Pearl Harbor. In dem dortigen Hafen legte die USS FULLAM am 24. Dezember an. Sofort begann für die Besatzung die Ausbildung. Im Januar 1945 verließ der Zerstörer wieder Pearl Harbor und fuhr zu den Marianen. Vor Pagan Island sollte das Schiff seine Radarüberwachungspflichten aufnehmen. Zur Vorbereitung auf den kommenden Kampf um Iwo Jima, legte die USS FULLER am 15. Februar im Hafen von Saipan an. Nach dem Bunkern von Treibstoff und Munition, legte der Zerstörer am folgenden Tag wieder ab und fuhr nach Iwo Jima. Dort war die USS FULLAM ein Radarvorpostenschiff und überwachte den Luftraum. Außerdem beteiligte sich der Zerstörer an weiteren Bombardements gegen japanische Küstenbefestigungen. Bis zum 28. Februar blieb das Schiff auf den ihm zugewiesenen Posten. Von Iwo Jima aus fuhr die USS FULLAM in die San Pedro Bay, Leyte. Hier füllte man die Munitionsmagazine und die Treibstoffbunker wieder auf. Mitte März verließ der Zerstörer aber wieder diese Inselgruppe und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen.
Hier gliederte man die USS FULLAM in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 – 2. Oktober 1945 ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS FULLAM, USS GUEST, USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS TILLS ( DE-748 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Am 1. April begannen die Landeoperationen und die Schiffe der TU 52.1.3 begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen. So waren unter anderem die Flugplätze auf den Sakashima Islands im Südwesten von Okinawa ein Ziel. Von dort hoben fast täglich Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen ab um sich auf die amerikanischen Schiffe zu stürzen. Die USS FULLAM übernahm nach der Stabilisierung des Brückenkopfes Patrouillen- und Eskortierfahrten, Anti-U-Boot Patrouillen und Radarvorposten. So eskortierte unter anderem die USS FULLAM zusammen mit der USS GUEST den Geleitflugzeugträger USS SANGAMON nach Kerama Retto. Dort sollte der Träger betankt und ausgerüstet werden. Wegen ständigem Luftalarm konnten die Arbeiten aber nicht vollständig abgeschlossen werden. Am 4. Mai um 18:30 Uhr gab es erneut einen Luftalarm. Neun japanische Flugzeuge näherten sich. Amerikanische Abfangjäger stiegen auf und schossen fünf dieser feindlichen Flugzeuge ab. Von den vier übrig gebliebenen Kamikazepiloten konnten die Flugabwehrkanoniere der USS FULLAM zwei weitere und die USS GUEST eine Maschine abschießen. Doch der vierte Kamikazepilot drang bis zum Träger vor, ließ seine Bombe und sich selber auf das Flugdeck des Trägers fallen. Mehrere Besatzungsmitglieder der USS SANGAMON verloren während der Explosionen und der daraus resultierenden Brände ihr Leben oder wurden schwer verletzt. Mehrere Besatzungsmitglieder die sich durch einen Sprung über Bord retten konnten, wurden durch die Zerstörer gerettet. Außerdem half man bei den Löscharbeiten auf dem Träger. Nachdem die USS FULLAM dann nach Okinawa zurück gekehrt war, versetzte man die USS FULLAM am 9. Mai in die Task Group 51.5, die für die Überwachung der Transport- und Versorgungsschiffe während der Operation „Iceberg“ verantwortlich war und von Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 – 1. Oktober 1974 ) befehligt wurde. In der TG 51.5 befanden sich zu diesem Zeitpunkt neben der USS FULLAM die Zerstörer USS GUEST, USS HUDSON, USS ANTHONY, USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS LANG ( DD-399 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS COLHOUN ( DD-801 ), USS BRYANT ( DD-556 ), USS DALY ( DD-519 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS LITTLE ( DD-803 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DREXLER ( DD-741 ) und USS STORMES ( DD-780 ), die Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ) und USS HARRY F BAUER ( DM-26 ), der Zerstörer und Minensucher USS HOBSON ( DMS-26 ), das amphibische Kommandoschiff USS BISCAYNE ( AGC-18 ) und die Geleitzerstörer USS BRIGHT ( DE-747 ) und USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. So übernahm die USS FULLAM vom 20. bis zum 28. Mai den Radarvorposten Nummer 7. An diesem Tage gliederte man die noch vorhandenen Schiffe der TG 51.5 in die TG 31.5 ein. Diese Task Group befehligte wieder Commodore Frederick C. Moosbrugger. In der TG 31.5 befanden sich neben der USS FULLAM die Zerstörer USS BOYD, USS GUEST, USS AMMEN, USS ANTHONY, USS MOALE ( DD-693 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ) und USS WILLIM D PORTER ( DD-579 ). Zusammen mit der USS AMMEN übernahm die USS FULLAM vom 28. Mai bis zum 1. Juni den Radarvorposten Nummer 5. Bis zum 30. Juni blieb die USS FULLAM noch in den Gewässern rund um Okinawa. Für die Eskorte von mehreren Landungsbooten verließ der Zerstörer am 1. Juli Okinawa und begleitete diese Schiffe bis nach Guam. Dort übernahm das Kriegsschiff die Eskorte über einen Geleitflugzeugträger der bis nach Eniwetok begleitet werden musste. Dort erhielt der Zerstörer den Befehl nach Adak, Alaska zu fahren und sich dort in die Task Force 44 einzugliedern die Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 23. April 1973 ) befehligte. Am 11. August legte die USS FULLAM in Eniwetok ab und fuhr zu den Aleuten. Auf der Fahrt dorthin, erhielt man am 15. August die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Damit war der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum beendet. Da die Schiffe der TF 44 am 15. August in Adak schon abgelegt hatten, übernahm die USS FULLAM jetzt vor den Aleuteninseln Begleit- und Patrouillenaufgaben. Anfang November verließ der Zerstörer aber wieder die Aleuten und legte am 13. November in der Puget Sound Naval Shipyard, in Bremerton, Washington an. Man gewährte dem Schiff eine Überholung. Im März 1946 wechselte die USS FULLAM nach San Diego. Dort stellte man am 15. Januar 1947 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS FULLAM ( DD-474 ) strich man am 1. Juni 1962 von der US Navy – Liste und versenkte den Schiffskörper am 7. Juli 1962 während einer Zielschießübung vor der Küste Virginias.


USS FULLAM ( DD-474 )
Commanding Officer

CDR Henry Chesley Daniel          2. März 1943 – 1. Juli 1943 (erreichter Rang VADM)
CDR William Daniel Kelly           1. Juli 1943 – 5. Dezember 1944
LCDR Gideon Millard Boyd           5. Dezember 1944 – 30. September 1945
LT Thomas Douglas Wilson           10. März 1946 – 10. Mai 1946
LT Malcolm Roy Massie          10. Mai 1946 – 15. Januar 1947

USS SEYMOUR D OWENS ( DD-767 )

USS SEYMOUR D OWENS ( DD-767 )

Biografie

Seymour Dunlop Owens
* 21. Februar 1910 in Peking, China
† 24. Juli 1944 an Bord der USS NORMAN SCOTT ( DD-690 )

Seymour Dunlop Owens wurde im Juni 1927 zum Midshipman ernannt und zum Ensign am 4. Juni 1931. Vor dem Zweiten Weltkrieg diente er an Bord des Geschützten Kreuzers USS PENNSYLVANIA ( Kreuzer Nummer 4, dem Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ), auf dem Leichten Kreuzer USS CINCINNATI ( CL-6 ) und dem Zerstörer USS GILMER ( DD-233 ). Von 1941 bis 1942 befand sich Seymour F Owens an Bord des Zerstörers USS LUSLOW ( DD-438 ). Am 4. Oktober des Jahres 1942 er das Kommandanten des Zerstörers USS McCORMICK ( DD-223 ) im Range eines Lieutenant Commanders. Seymour Dulop Owens befehligte die USS McCORMICK bis zum 11. Oktober 1943. Man beförderte ihn am 1. November 1943 zum Commander. Gleichzeitig erhielt er das Kommando über die USS NORMAN SCOTT ( DD-690 ). Den Zerstörer stellte er am 5. November 1943 in den Dienst der US Navy. An den Kämpfen um die Marshall Islands und den Inseln der Nördlichen Marianen nahm er mit dem Zerstörer teil. Am 24. Juli 1944 hatte er den Auftrag erhalten mit der USS NORMAN SCOTT schwere Schiffe zu eskortieren für die Unterstützung zum Beschuss von japanischen Küstenbatterien. Dies sollte aber nur eine Finte sein um von den wirklichen Landeabsichten der Allierten auf der Insel Tinian abzulenken. Commander Owens fuhr mit dem Zerstörer sehr nah bis an die Küste der Insel heran um so besser die feindlichen Stellungen beschießen zu können. Dabei gab es auf der Brücke einen japanischen Volltreffer und tötete unter anderem Commander Seymour Dunlop Owens.
Für seine mutige Taktik und Pflichterfüllung verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS SEYMOUR D OWENS ( DD-767 )

Schiffsbiografie

Die USS SEYMOUR D OWENS ( DD-767 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander Seymour Dulop Owens benannt worden ist.
Der Zerstörer gehörte der GEARING – Klasse an wurde aber nie in den Dienst der US Navy gestellt.
Auf der Bethlehem Steel Company in San Francisco, Kalifornien wurde am 3. April 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Den Namen USS SEYMOUR D OWENS ( DD-767 ) erhielt das Schiff am 8. Januar 1945 durch den amerikanischen Marineminister William Franklin Knox ( 1. Januar 1874 – 28. April 1944 verliehen. Die Arbeiten an dem Schiff gingen sehr schleppend voran, sodass am 7. Januar 1946 der Bau des Schiffes eingestellt wurde. Den bis dahin fertig gestellten Rumpf ließ man am 24. Februar 1947 vom Stapel laufen und übergab diesen am 28. Februar 1947 der US Navy. Den nicht komplett hergestellten Schiffsrumpf schleppte man in die Suisan Bay, Kalifornien. Dort gliederte man das Schiff in die Pazifikreserveflotte ein.
Im Mai 1956 benötigte man Teile des Rumpfes der USS SEYMOUR D OWENS für die Reparaturen an dem Schwesterschiff USS ERNEST G SMALL ( DD-838 ). Am 9. Juni 1958 strich man den Namen USS SEYMOUR D OWENS aus der US Navy – Liste und verkaufte die restlichen Schiffsrumpfteile am 23. März 1959 an die National Metal & Steel, Terminal Island, Kalifornien zum verschrotten.

USS DELBERT W HALSEY ( DE-310 )

USS DELBERT W HALSEY ( DE-310 )

Biografie

Delbert Wayne Halsey
* 8. Dezember 1919 in Baker, Montana
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway
war ein Offizier und Pilot in der US Navy und diente während des Zweiten Weltkrieges

Delbert Wayne Halsey war der jüngste Sohn von Vondon Earl Halsey ( 10. Dezember 1891 in Piney Creek, Alleghany County, North Carolina – 16. Oktober 1949 in Hayden Lake, Kootenai County, Idaho ) und Anna Caroline Mitchell Halsey ( 2. November 1893 in Alleghany County, North Carolina – Februar 1985 in Coeur dÁlene, Kootenai County, Idaho ). Seine älteren Geschwister waren, Wilma Cora Halsey Bathiany ( 12. Juli 1914 in Cowlitz County, Washington – 20. Dezember 2004 in Stockton, San Joaquin County, Kalifornien ) und Donald E Halsey ( 4. November 1915 in Asotin County, Washington – 19. März 1945 in Deutschland ).
Delbert Wayne Halsey meldete sich am 9. Dezember 1940 freiwillig zur US Navy. Dort ernannte man ihn am 6. März 1941 zum Kadetten in der Pilotenausbildung. Diese fand an der Naval Air Station Pensacola in Pensacola, Florida und auf der Naval Air Station Miami in Miami, Florida statt. Im Anschluss daran versetzte man ihn am 25. September 1941 im Rang eines Ensign in die United States Naval Reserve. Noch am selben Tag des Überfalls der Japaner auf Pearl Harbor, Territorium Hawaii am 7. Dezember 1941, meldete sich Delbert Wayne Halsey erneut freiwillig zum Dienst. Man versetzte ihn in das Bombergeschwader 6 welches sich an Bord des Flugzeugträgers USS ENTERPRISE ( CV-6 ) befand. Ensign Halsey flog dort eine Douglas SBN Dauntles dive Bombers. Mit seinem Geschwader nahm Halsey am 1. Februar 1942 an mehrere Luftangriffe gegen die Atolle Wotje, Maloelap und Kwajalein, Marshall Islands teil. Dort operierte die Japanische 6. Flotte zur Verteidigung der Marshall Islands. Die USS ENTERPRISE befand sich da in der Task Force 8 die Vizeadmiral William Fredericl Halsey ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte. Innerhalb dieser TF kommandierte der Vizeadmiral selber auch die Task Group 8.3. Der Flugzeugträger USS ENTERPRISE wurde durch die Zerstörer USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BLUE ( DD-387 ) und USS McCALL ( DD-400 ) gesichert. Während des Angriffs auf die drei Atolle konnte das 6.567 BRT Passagierfrachtschiff BORDEAUX MARU versenkt, der Leichte Kreuzer KATORI, das U-Boot I-23, der Minensucher TOKIWA, das Munitionsschiff KASHIMA MARU, das Patrouillenboot SHONAN MARU Nummer 2, der U-Boot Tender JASUKUMI MARU, die Öltanker TAO MARU und HOJO MARU und das Versorgungsschiff SHINHAI MARU beschädigt werden. Für seinen gezeigten Mut während der Angriffe erhielt Delbert Wayne Halsey die Air Medal. Anschließend versetzte man die USS ENTERPRISE in die Task Force 16. Diese TF befehligte wieder Vizeadmiral William Frederick Halsey. Ziel der TF war das Atoll Wake Island. Hier bombardierten die Trägerflugzeuge der USS ENTERPRISE am 23. und 24. Februar japanische Stellungen auf der Insel. Am 25. Februar griff Ensign Halsey ein japanisches Flugboot an das sich auf einem Erkundungsflug befand. Halsey beschoss es, traf aber nicht überlebenswichtige Teile. Dieses Flugboot vergrößerte immer mehr die Distanz zu ihm, da kamen zwei amerikanische F4F Wildcat Jagdflugzeuge ihm zu Hilfe und schossen das feindliche Flugboot ab. Im April eskortierte die USS ENTERPRISE den Flugzeugträger USS HORNET ( CV-12 ) zum Doolittle Raid und im Mai gab es die Schlacht in der Coral Sea. Wenige Tage später befand sich der Flugzeugträger vor Midway. Dort begann die Flugzeugträgerschlacht zwischen den amerikanischen und japanischen Verbänden. Hier wurde Ensign Delbert Wayne Halsey während des Anfluges auf die japanische Flotte durch deren Jagdschutz und Luftabwehr abgeschossen. Für sein außerordentlich gezeigtes Heldentum verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS DELBERT W HALSEY ( DE-310 )

Schiffsbiografie

Die USS DELBERT W HALSEY ( DE-310 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Delbert Wayne Halsey benannt werden sollte.
Der Geleitzerstörer sollte der EVARTS – Klasse angehören.
Auf der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 2. August 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Anna Caroline Mitchell Halsey ( 2. November 1893 – Februar 1985 ), Mutter von Ensign Delbert Wayne Halsey, taufte am 11. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Am 5. September 1944 wurde der unvollständige Bau des Geleitzerstörers eingestellt und vom 25. September 1944 bis zum 3. Oktober 1945 im Trockendock Nummer 1 der Mare Island Navy Yard zwischengelagert. Dort begann man in dieser Zeit den Schiffskörper in zwei Etappen für die Verschrottung zu zerschneiden.

USS JOHNSTON ( DD-557 )

USS JOHNSTON ( DD-557 )

Biografie

John Vincent Johnston
*
† 23. April 1912 in St. Louis, Missouri
war ein Offizier in der US Navy und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges

Im September 1861 meldete sich John Vincent Johnston während des amerikanischen Bürgerkrieges freiwillig in Cincinnati, Ohio bei der US Navy. Zuerst diente er auf dem Kanonenboot USS ST. LOUIS ( 1861 ) wo er den Rang eines Master bekleidete. Bei dem Kampf am 6. Februar 1862 bei der Eroberung von Fort Henry auf dem Tennessee River war Johnston beteiligt. In der Nacht zum 1. April 1862 übertrug man ihm das Kommando über eine Army-Navy Boot Expedition die von St. Louis, Missouri aus auf der Insel Nr. 1 auf dem Mississippi River landete und die dort stationierten Kanonen eroberten. Johnston ließ die Kanonen drehen und beschoss die konföderierte Festung auf der Insel Nummer 10 die am 8. April erobert werden konnte. Für die gezeigte Tapferkeit während dieser Expedition verlieh man Johnston den Rang eines Acting Volunteer Lieutenant. An den Bombardierungen der Küstenbatterien von Vicksburg, Mississippi nahm er teil und übernahm das Kommando über den Heckraddampfer USS FOREST ROSE ( 1862 ). Mit dem Schiff patrouillierte er auf dm Mississippi River und dessen Nebenflüsse. Am 15. Februar 1864 konnte Johnston mit seinem Schiff einen Angriff konföderierter Truppen auf die Stadt Waterproof, Louisiana abwehren. Lieutenant John Vincent Johnston tart am 23. Juni 1864 aus dem Dienst der US Navy aus. Er verstarb am 23. April 1912 in St. Louis.

Zu Ehren von Lieutenant John Vincent Johnston sind zwei Schiffe bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer JOHNSTON ( DD-557 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS JOHNSTON ( DD-821 ) aus der GEARING – Klasse.


USS JOHNSTON ( DD-557 )

Schiffsbiografie

Die USS JOHNSTON ( DD-557 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant John Vincent Johnston benannt wordenist.
Der Zerstörer ist das vierundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington ist am 6. Mai 1942 der Kiel des Schiffes gelegt worden. Mrs. Marie S. Klinger, Großnichte des Namensgebers, taufte am 25. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Ernest Edwin Evans ( 13. August 1908 – 25. Oktober 1944 ) stellte am 27. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JOHNSTON entlang der US Westküste bis nach San Diego, Kalifornien. Nach der Rückkehr in die Werft, wurde der Zerstörer für seinen Einsatz in der Pazifikflotte ausgerüstet. Erneut fuhr das Schiff nach San Diego. Dort gliederte man den Zerstörer in die Task Force 53 ein die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ) während der Operationen „Flintlock“ und Catchpole“ kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte die USS JOHNSTON zur Task Group 53.5, der Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS MARYLAND ( BB-46 ) und USS COLORADO ( BB-45 ), den Schweren Kreuzern USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) den Leichten Kreuzern USS SANTA FE ( CL-60 ), USS MOBILE ( CL-63 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) sowie den Zerstörern USS JOHNSTON, USS PHELPS ( DD-350 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ) und USS HARADEN ( DD-585 ). Am 13. Januar legten diese Schiffe im Hafen von San Diego ab und fuhren nach Pearl Habor, Territorium Hawaii. Die Überfahrt dorthin dauerte sechs Tage. Nach einigen Übungen verließen die Schiffe der TG 53.5 am 22. Januar wieder den Hafen und fuhren in Richtung der Marshall Islands. Das Atoll Wotje erreichten die Schiffe am 30. Januar und begannen dort sofort japanische Stellungen für ungefähr zwei Stunden zu bombardieren. Einen Tag später befinden sie sich im Zentrum der Marshall Islands und beschießen die Insel Roi-Namur welche die nördlichste im Kwajalein Atoll ist. Die Invasion der amerikanischen Soldaten auf dieser Insel beginnt am 1. Februar. Die USS JOHNSTON erhält an diesem Tag den Befehl feindliche Stellungen auf der Insel Kwajalein innerhalb dieses Atolls zu beschießen, da dort sich ein japanischer Flugplatz befand. Anschließend kehrte der Zerstörer zur Insel Roi-Namur zurück. Die Schiffe der TG 53.5 verließen am 7. Februar das Atoll Kwajalein und fuhren Südostwärts zum Majuro Atoll. Diese Inselgruppe erreichten sie am 12. Februar. Dort wartete die Versorgungsflotte 53.8.3. Nach der Übergabe an Treibstoffen und neuer Munition verließ die USS JOHNSTON wieder diese Inselgruppe und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dort unterstützte der Zerstörer die Schiffe aus der Task Group 51.17. Am 17. Februar gegen 7:00 Uhr wurde die Insel Engebi sturmreif geschossen und am folgenden Tag begann die Anlandung der Soldaten. Nach nur sechs Stunden war die Insel in amerikanischer Hand. Am 19. Februar begannen alle Schiffe und Trägerflugzeuge mit dem Bombardement auf Eniwetok damit anschließend die Marines anlanden konnten. Doch hier leisteten die Japaner erbitterten Widerstand. Erst am 21. Februar war dieser gebrochen. Vom 20. bis zum 22. Februar wurde Pharry Island von See und aus der Luft bombardiert. Diese letzte Insel des Atolls war dann am 22. Februar gegen 19:30 Uhr durch die amerikanischen Soldaten vollständig besetzt. Erst am 28. Februar verließ die USS JOHNSTON mit einigen Schiffen der TG 51.17 das Atoll und fuhr nach Majuro. Dort traf der Zerstörer am folgenden Tag ein. Noch am selben Tag fuhren diese Schiffe aber weiter. Erst am 4. März legte der Schiffsverband in Pearl Harbor an. Die Treibstoffreserven waren fast aufgebraucht. Man befüllte erneut die Treibstoffbunker und das Schiff legte noch am selben Tag wieder ab. Diesmal hieß das Ziel Port Purvis. Ein Hafen auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Dort legte die USS JOHNSTON am Abend des 14. März an und man gliederte den Zerstörer in die Task Group 39. 2 ein die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS JOHNSTON, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS FULLAM ( DD-474 ) und USS HEERMANN ( DD-532 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten aus der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation gebaut werden. Zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 94, der USS FRANKS, USS HAILEY und USS HAGGARD, blieb die USS JOHNSTON in diesen Gewässern und führte Patrouillen auf der Suche nach feindlichen U-Booten durch. Alle vier Zerstörer wandten sich dann zur Insel New Irland, Neuguinea und beschossen nördlich davon am 28. März auf dem Atoll Kapingamarangi japanische Küstenbefestigungen. Das waren ein Aussichtsturm und mehrere zu Bunkern ausgebaute Blockhäuser entlang der Küste. Zwei Tage später befanden sich die Zerstörer im Südosten der Kaiserin Augusta Bay, Bougainville, Westsalomonen und fuhren dort in die Mündung des Maririca Rivers. Diese Patrouillenfahrten dauerten für die USS JOHNSTON bis zum 21. Mai. Zwischendurch sicherte der Zerstörer am 9. Mai eine Minenlegeoperation zwischen Buka Island und Bougainville, Westsalomonen. Der achthundert Meter lange verminte Strand vor der Buka Passage diente zur Sicherung damit kein japanischer Nachschub die Insel erreichte. Am Morgen des 16. Mai erhielt man tatsächlich einen Unterwasserschallkontakt von einem japanischen U-Boot. Die USS HAILEY spürte das U-Boot I-176 auf und begann es zu jagen. Zur Unterstützung rief man die anderen Zerstörer der Zerstörerdivision 94 hinzu. Doch dann ging der Kontakt verloren. Am Abend des 16. Mai um 21:45 Uhr erhielt man erneut diesen Kontakt von diesem U-Boot der sich rund 150 Seemeilen nördlich von Cape Alexander, Buka befand. Sofort begannen die Zerstörer USS HAGGARD, USS FRANKS und USS JOHNSTON Wasserbomben nach einem Muster über Bord zu werfen. Für mehrere Stunden wurden diese Angriffsbemühungen fortgesetzt. Erst am Morgen des 17. Mai fand man durch Fragmente von Sandelholz, Kork und Papier mit japanischen Zeichen versehen die Beweise das I-176 vernichtet worden war. Außerdem fand man keine Leichen oder Überlebende. Gleich im Anschluss daran verließ die USS JOHNSTON die Gewässer vor den Westsalomonen und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dort ankerte der Zerstörer am 21. Mai. Wenige Tage später befand sich die USS JOHNSTON erneut vor Bougainville und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Erst Anfang Juli fuhr der Zerstörer wieder nach Eniwetok.
Hier bereitete man das Schiff auf die Eroberung der Marianen Inseln vor und gliederte es in die Task Force 53 ein die Rear Admiral Richard Lansing Conolly kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte die USS JOHNSTON zur Task Undergroup 53.2.1. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS JOHNSTON, USS FRANKS, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS PRESTON ( DD-795 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ) und USS BLACK ( DD-666 ). Diese Zerstörer sollten während der Operation „Forager“ die Landungsschiffe der südlichen Angriffsgruppe der Task Group 53.2, befehligt durch Rear Admiral Lawrence Fairfax Reifsnider, vor Guam sichern. Am 17. Juli verließen die Schiffe der Task Group 53.2 das Atoll Eniwetok. Bei Agrat landete am 21. Juli das Angriffstransportschiff USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), weitere 12 APA, 3 AKA, 1 LSD und 14 LST die Soldaten der 1. Marine Brigade, Teile der 77. Infanterie Division und deren Kampfmittel. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützte die USS JOHNSTON die Angriffsbemühungen der Sturmtruppen und beschoss japanische Küstenbefestigungen. Bis zum 29. Juli verschoss der Zerstörer über 4.000 Granaten auf japanische Ziele. Durch die exakt abgegebenen Schüsse konnten vier Artilleriestellungen, zahlreiche Bunker und Gebäude der Japaner vernichtet werden. Danach begann das Schiff rund um Guam zu patrouillieren. Am 24. August verließ die USS JOHNSTON die Gewässer der Marianen und fuhr nach Port Purvis. Den Hafen erreichte das Schiff am 29. August. Hier bereitete man den Zerstörer auf seinen folgenden Einsatz vor. Bis zum 4. September blieb der Zerstörr im Hafen Port Purvis liegen. Man gliederte hier die USS JOHNSTON in die Task Undergroup 32.7.2 ein die Rear Admiral George Raymond Henderson ( 6. Juli 1893 – 29. November 1964 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS KALININ BAY ( CVE-68 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ) die von den Zerstörern USS JOHNSTON USS HAGGARD, USS HAILEY und USS WELLES ( DD-628 ) gesichert wurden. Am 4. September verließen die Schiffe Port Purvis. Ihr Ziel waren die Palau Inseln. Diese benötigte die amerikanische Luftwaffe als Basis für Flüge zum japanischen Kernland. Nach der Überquerung des Äquators, erreichten die Schiffe der TU am 12. September die Gewässer rund um Peleliu und Angaur. Sofort begannen die Trägerflugzeuge aufzusteigen und bombardierten japanische Stellungen. Die Zerstörer indes sicherten die Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab. Am 15. September begann dann die Invasion auf Peleliu und zwei Tage später auf Angaur. Dann verließen die Träger und die Zerstörer der TG 32.7 am 20. September die Inseln und beendeten die Unterstützung für die gelandeten Marines. Dafür begannen die Trägerflugzeuge rund um die Inseln nach feindlichen Schiffen Ausschau zu halten die sie dann auch bombardierten und versenkten. So waren dies am 25. September drei japanische Versorgungsschiffe und sechs Barken. Endgültig verließen die Schiffe der TG am 30. September die Palau Inseln und fuhren zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In dem dortigen Hafen legten die Träger und Zerstörer am 3. Oktober an. Von hier aus sollte das Versprechen von Feldmarschall Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 – 5. April 1964 ) die Philippinen zurück zu erobern eingelöst werden. Nachdem auf der USS JOHNSTON im Seeadler Harbor die Munitionsvorräte sowie andere Vorräte am 12. Oktober 1944 aufgefrischt waren, legte der Zerstörer mit den Schiffen der TG 77.4 ab, welche von Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 – 17. September 1972 ) kommandiert wurde während der Invasion von Leyte, Philippinen. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS JOHNSTON gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 – 11. April 1955 ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY, USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS JOHNSTON, USS HEERMANN, USS HOEL, USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS RAYMOND ( DE-341 ) und USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ). Die Task Group begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe dieser drei Task Undergroups war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Rear Admiral Clifton Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht das ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Zwischendurch bauten die USS JOHNSTON, USS HOEL und USS HEERMANN fieberhaft eine Nebelwand auf um die Geleitflugzeugträger vor der erdrückenden Übermacht des Feindes zu schützen. 7:06 Uhr befahl Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague seinen Zerstörern die feindlichen Schiffe mit Torpedos anzugreifen. Lieutenant Commander Ernest Edwin Evans lässt wenige Minuten später die USS JOHNSTON mit voller Fahrt auf diese japanische Flotte zurasen um in den Bereich zu kommen wo man Torpedos abfeuern konnte. In der Nähe befand sich der Schwere Kreuzer KUMANO. Innerhalb von fünf Minuten befand sich der Zerstörer in diesem Bereich. Zweihundert Granaten und alle zehn Torpedos wurden auf den Schweren Kreuzer abgefeuert. Danach drehte die USS JOHNSTON bei und man legte eine Nebelwand um so schnell wie möglich wieder aus dem Gefahrenbereich zu gelangen. Nach einer Minute durchbrach der Zerstörer diese und man konnte sehen, dass an der KUMANO der komplette Bug fehlte. In diesem Augenblick schlugen auf der USS JOHNSTON drei 14 Zoll Granaten von dem Schlachtschiff KONGO und drei sechs Zoll Granaten von dem Schlachtschiff YAMATO ein. Diese trafen die Brücke des Zerstörers und zerstörten diese völlig. Alle noch lebenden Besatzungsmitglieder verließen die Brücke und versuchten nun per Hand das Schiff zu steuern. Um 7:50 Uhr befahl Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague seinen Zerstörern einen erneuten Torpedoangriff zu starten. Da man aber auf der USS JOHNSTON keine Torpedos mehr besaß und man auch nicht mehr so manövrierfähig war, stellte man die Feuerunterstützung für die anderen Zerstörer zur Verfügung. Durch eine immer noch auf dem Meer umherdümpelnde Rauchwolke wäre die USS JOHNSTON beinahe noch mit der USS HEERMANN kollidiert. Um 8:20 Uhr sichtete man dann in nur 7.000 Metern Entfernung die KONGO. Sofort ließ Lieutenant Commander Ernest Edwin Evans auf das Schlachtschiff schießen. Mehrere Granaten schlugen auch auf dem Schiff ein. Die Antwort des japanischen Schiffes ließ nicht all zu lange auf sich warten. Doch deren Granaten waren zu unpräzise abgefeuert und verfehlten die USS JOHNSTON. Da gewahrte man auf dem Zerstörer, dass die USS GAMBIER BAY von einem japanischen Kreuzer unter Feuer genommen wurde. Umgehend eilte das Schiff dorthin und vier Granaten schlugen auf dem feindlichen Schiff ein. Da näherte sich auch schon das japanische Zerstörergeschwader. Die USS JOHNSTON schoss nun auf das Führungsschiff damit dieses nicht so schnell in den Bereich kommen konnte um seine Torpedos abfeuern zu können. Doch der dritte und die nachfolgenden feindlichen Zerstörer erreichten diesen Bereich und feuerten ihre Torpedos ab, die aber kein amerikanisches Schiff trafen. Dann war die Glückssträhne der USS JOHNSTON vorbei. Mehrere feindliche Schiffe nahmen den Zerstörer unter schweren Beschuss. Dabei wurde erneut die Motoranlage getroffen und das Schiff lag Antriebslos im Wasser. Fast halbkreisförmig lagen die japanischen Schiffe um die USS JOHNSTON und schossen unablässig in das Wrack. Gegen 10:10 Uhr begann das Schiff zu sinken. Da näherte sich ein japanischer Zerstörer bis auf rund 900 Meter. Dieser Zerstörer feuerte eine letzte Granate in das sinkende Schiff.
Von den 327 Offizieren und Mannschaftsdienstgraden konnten später nur 141 gerettet werden. Von den 186 ums Leben gekommenen Mannschaftsmitgliedern waren während der Schlacht nur 50 direkt getötet worden, 45 starben an ihren Verletzungen und 91 Männer waren zwar wie Lieutenant Commander Ernest Edwin Evans noch rechtzeitig von Bord des Zerstörers gekommen, wurden aber nie wieder gesehen.


USS JOHNSTON ( DD-557 )
Commanding Officer

CDR Ernest Edwin Evans          27. Oktober 1943 – 25. Oktober 1944

USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 )

USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 )

Biografie

Samuel Booker Roberts Jr.
* 12. Mai 1921 in San Francisco
† 27. September 1942 in der Schlacht um Guadalcanal
war ein US-amerikanischer Steuermann der US-Marine

Samuel Booker Roberts, Jr. trat am 13. April 1939 in die US Naval Reserve in Portland, Oregon ein und man berief ihn ein Jahr später zum aktiven Dienst ein. Er diente zuerst an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und wechselte danach an Bord des Transportschiffes USS HEYWOOD ( AP-12 ). Anfang 1942 versetzte man Roberts auf das Versorgungsschiff USS BELLATRIX ( AK-20 ) das Commander William Francis Dietrich am 17. Februar 1942 in den Dienst der US Navy gestellt hatte. Das Schiff war der Task Group Four in der Guadalcanal Assault Force integriert und war am 7. August 1942 am Beginn der Schlacht um Guadalcanal beteiligt. Samuel B. Roberts war als Steuermann für das Transportboot von der USS BELLATRIX verantwortlich. Dieses LCVP, oder auch als Higgins Boot bezeichnet, diente als Fähre zwischen dem Versorgungsschiff und einem dürftigen Brückenkopf bei Lunga Point im Norden der Insel, später als Henderson Field bezeichnet. Freiwillig meldete er sich um dort als Strandmeister einer Landungseinheit diesen Brückenkopf weiter auszubauen und zu befestigen. Über diesen Lunga Point konnten verwundete Marines evakuiert und die gesamten Lieferungen angelandet und transportiert werden. Die Japaner versuchten immer wieder diesen Point zu zerstören. Am frühen Morgen des 27. September 1942 war eine amerikanische Marine-Einheit von Kompaniegröße von japanischen Kräften umzingelt. Es wurden Freiwillige gesucht die dieser Einheit mit LCVP´s zu Hilfe eilten und evakuierten. Roberts war wieder dabei und fuhr sein Higgins Boot. Die Rettungsoperation drohte zu scheitern weil die Boote unter japanischen Beschuss gerieten. Samuel B. Roberts steuerte sofort sein Boot direkt vor die japanischen Linien um deren Beschuss von der Rettungsaktion abzulenken. Diesen Köder schluckten die Japaner und beschossen ausschließlich Roberts Boot ohne es zu treffen. Als die eingeschlossene Einheit evakuiert war und die Boote außer Reichweite für die japanische Artillerie war, sollte Roberts sich aus dem Bereich der japanischen Geschütze ebenfalls zurückziehen. Doch als er im Begriff war dies zu tun traf eine Granate sein Boot und er wurde tödlich verwundet.
Für seinen mutigen Einsatz erhielt Samuel B. Roberts posthum das Navy Cross verliehen.

Die US Navy hat drei Schiffe ihm zu Ehren benannt.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ) aus der GEARING – Klasse. Das dritte Schiff ist die Lenkwaffenfregatte USS SAMUEL B ROBERTS ( FFG-58 ) aus der OLIVER HAZARD PERRY – Klasse.


USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 )

Schiffsbiografie

Die USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Steuermann Samuel Booker Roberts, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechsundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 6. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Samuel B. Roberts, Mutter von Coxwain Samuel Booker Roberts, Jr., taufte am 20. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Robert Witcher Copeland ( 9. September 1910 – 25. August 1973 ) stellte am 28. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS SAMUEL B ROBERTS bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Dazu legte das Schiff am 21. Mai in Houston ab. Nach den erfolgreichen Übungen verließ der Geleitzerstörer wieder diese Basis und fuhr zur Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts. Hier legte das Schiff am 19. Juni an. Man rüstete die USS SAMUEL B ROBERTS hier vollständig aus. Der erste Einsatz des Schiffes sollte vor der europäischen Küste sein. Kurz nachdem der Geleitzerstörer abgelegt hatte, kreuzte rund 150 Seemeilen vor der Küste von Maine ein Wal die Fahrt des Schiffes. Dieser Wal streifte die Propellerwelle wodurch die Kardanwelle beschädigt wurde. Der Geleitzerstörer musste umkehren. In der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurden die Reparaturen durchgeführt. Außerdem erhielt das Schiff einen neuen Tarnanstrich. Am 22. Juli legte die USS SAMUEL B ROBERTS in Norfolk ab. Fünf Tage später durchquerte das Schiff den Panamakanal und fuhr direkt nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer am 10. August an. Hier begannen für den Geleitzerstörer rund um die Hawaiianischen Inseln mehrere Übungen die bis zum 21. August dauerten. Zusammen mit den Geleitzerstörern USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) und USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ) eskortierte die USS SAMUEL B ROBERTS einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dazu legten die Schiffe am 21. August ab und erreichten das Atoll am 30. August. Schon am 2. September verließ die USS SAMUEL B ROBERTS zusammen mit der USS MELVIN R NAWMAN wieder dieses Atoll und eskortierte erneut einen Schiffskonvoi. Diesmal nach Pearl Harbor. Dort legten die Schiffe am 10. September an. Für die Mannschaft des Geleitzerstörers begannen nun bis zum 21. September weitere Ausbildungsübungen. An diesem 21. September legte der Geleitzerstörer wieder in Pearl Harbor ab und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Eniwetok. Dieses Atoll erreichten sie am 30. September. Von hier aus wechselte die USS SAMUEL B ROBERTS zum Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln im südwestlichen Pazifik. In dem dortigen Hafen legte das Schiff am 3. Oktober an. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 77.4.3 ein. Von hier aus sollte das Versprechen von Feldmarschall Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 – 5. April 1964 ) die Philippinen zurück zu erobern eingelöst werden. Nachdem auf der USS SAMUEL B ROBERTS im Seeadler Harbor die Munitionsvorräte sowie andere Vorräte am 12. Oktober 1944 aufgefrischt waren, legte der Zerstörer mit den Schiffen der TG 77.4 ab, welche von Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 – 17. September 1972 ) kommandiert wurde während der Invasion von Leyte, Philippinen. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS SAMUEL B ROBERTS gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 – 11. April 1955 ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY, USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS JOHNSTON, USS HEERMANN, USS HOEL, USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS, USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Task Group begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe dieser drei Task Undergroups war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht das ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Um 7:35 Uhr ließ Lieutenant Commander Robert Witcher Copeland die USS SAMUEL B ROBERTS wenden und fuhr direkt auf den Schweren Kreuzer CHOKAI zu. Um nicht zu zeitig gesehen zu werden, hüllte man den Geleitzerstörer in eine Nebelwand die zweieinhalb Seemeilen weit reichte. Doch da erreichten auch schon die ersten acht Zoll Granaten den Geleitzerstörer. LCDR Copeland ließ das Schiff so nah an den Schweren Kreuzer heranfahren damit dessen Kanonen nicht weit genug nach unten gedreht werden konnten. Viele der abgefeuerten Granaten der CHOKAI trafen aber den Geleitflugzeugträger USS GAMBIER BAY. Nachdem die USS SAMUEL ROBERTS nah genug an dem Schweren Kreuzer war, wurden drei Mark 15 Torpedos abgefeuert. Das Heck des japanischen Kreuzers wurde getroffen und vom Schiff abgerissen. Doch noch über eine weitere Stunde kämpften die Mannschaften beider Schiffe hartnäckig gegeneinander. Über sechshundert fünf Zoll Granaten schossen die Kanoniere des Geleitzerstörers in den Überbau des Schweren Kreuzers und beschossen dessen Mannschaft mit 40 mm und 20 mm Flugabwehrgeschossen. Um 8:51 Uhr landete eine Granate der CHOKAI auf dem hinteren fünf Zoll Geschütz und explodierte. Das Geschütz war dadurch beschädigt, doch deren Mannschaft wollte den Kampf weiter aufnehmen und legte eine neue Granate in den Lauf ein. Beim betätigen der Zündvorrichtung gab es eine Verschluss Explosion die alle Mannschaftsmitglieder innerhalb des Turmes tötete und außerhalb mehrere Besatzungsmitglieder verletzte. Mit dem vorderen fünf Zoll Geschützturm konnte deren Mannschaft die Brücke des heranfahrenden Schweren Kreuzers CHIKUMA in Brand setzen und zerstörten deren Geschützturm Nummer drei. Da schlug eine vierzehn Zoll Granate von dem Schlachtschiff KONGO auf der Steuerbordseite des hinteren Maschinenraums in dem Geleitzerstörer ein. Diese Granate riss ein Loch von 12,2 Meter Länge und 3 Meter Breite.
Kanoniermaat dritter Klasse Paul Henry Carr ( 13. Februar 1924 – 25. Oktober 1944 ) war verantwortlich für das hintere fünf Zoll Geschütz. Während des Kampfes mit dem japanischen Schweren Kreuzer CHOKAI hatte er innerhalb von 35 Minuten 325 Granaten auf das feindliche Schiff abgefeuert bis die eine feindliche Granate das Geschütz beschädigte. Sehr viele Treffer erzielte er auf diesem Schiff, welches später ebenfalls gesunken war.
Um 9:35 Uhr gab Lieutenant Commander Robert Witcher Copeland das Kommando zum Verlassen des Schiffes. Innerhalb der folgenden dreißig Minuten sank die USS SAMUEL B ROBERTS und nahm neunzig Matrosen mit ins nasse Grab. Die 120 Überlebenden der Besatzung mussten in drei Rettungsbooten über fünfzig Stunden ausharren bis sie gerettet wurden.
Der Name USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) wurde am 27. November 1944 von der US Navy – Liste gestrichen.


USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 )
Commanding Officer

LCDR Robert Witcher Copeland          28 April 1944 – 25 October 1944 (erreichter Rang RADM)

USS HAILEY ( DD-556 )

USS HAILEY ( DD-556 )

Biografie

Joshua Hailey

war ein amerikanischer Freibeuter während des Krieges von 1812

Im Frühjahr übertrug man Joshua Hailey das Kommando über das Kaperschiff BLOODED YANKEE. Dieses Schiff wurde in Frankreich gebaut. Männer aus dem Bundesstaat Rhode Island legten mit dem Schiff am 1. März 1813 im Hafen von Brest ab und segelten in die Irische See wo sie britischen Handelsschiffen auflauerten. In der Nähe des britischen Festlandes eroberte Hailey eine Insel und hielt diese für sechs Tage besetzt um am Schiff Reparaturen vornehmen zu können. In der ersten 37-tätigen Kreuzfahrt nahm er mit seiner Crew 270 Gefangene und eroberte wertvolle Ladungen. Auf seiner zweiten Kreuzfahrt von Frankreich aus, segelte Hailey mit seinem Schiff zwischen Irland und Schottland und erpresste aus mehreren Küstenstädten Lösegeld. Während einer Nacht ließ er von seiner Crew sieben Handelsschiffe in einem irischen Hafen verbrennen, da sich die Bürger der Stadt weigerten Lösegeld zu zahlen. Im Mai lief Hailey in den Hafen von Dublin ein. Er verfolgte einen Schoner der ihm auf offener Se entkommen wollte. Dort im Hafen konnte das Schiff nicht mehr entkommen und Hailey ließ es versenken. Captain Hailey legte am 21. September für seine dritte Kreuzfahrt in Frankreich ab. Sein Ziel war der Ärmelkanal. Er eroberte dort so viele Prisen, dass auf der BOLLDED YANKEE von den ursprünglich 200 Besatzungsmitgliedern nur noch 32 Männer sich an Bord des amerikanischen Schiffes befanden. Während seiner drei Kreuzfahrten eroberte er mit seinem Schiff sechs große britische Handelsschiffe und 21 kleinere.


USS HAILEY ( DD-556 )

Schiffsbiografie

Die USS HAILEY ( DD-556 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Joshua Hailey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington ist am 11. April 1942 der Kiel des Schiffes gelegt worden. Mrs. Lydia McLellan Gillett, geb. Baxter ( 7. Februar 1907 – ? ), Ehefrau von Rear Admiral Claude Sexton Gillette ( 1. Februar 1886 – 1959 ), taufte am 9. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Parke Howle Brady ( 7. Oktober 1907 – 2. Januar 1973 ) stellte am 30. September das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HAILEY bis nach San Diego, Kalifornien. Danach kehrte der Zerstörer nach Seattle zurück, wo der Schiffskörper einer intensiven Untersuchung standhalten musste. Nach dem Ausdocken und der Komplettausrüstung, stach das Schiff am 13. Dezember 1943 in See und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem dortigen Hafen legte der Zerstörer am 19. Dezember an und blieb für einen Monat in den Gewässern für Übungen. Am 19. Januar gliederte man die USS HAILEY in die Task Group 52.7 ein, die während der Operation „Flintlock“ von Captain E. M. Thompson befehligt wurde. Die Schiffe der TG sollten während der Landeoperationen bei dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands die Truppentransportschiffe schützen. Innerhalb dieser TG gehörte die USS HAILEY zur Task Undergroup 52.7.2 die Commander Henry Crommelin ( 11. August 1904 – 2. März 1971 ) kommandierte. In dieser befanden sich die Zerstörer USS HAILEY, USS FRANKS ( DD-554 ), USS HARRARD ( DD-555 ) und ab dem 1. Februar die USS SCHROEDER ( DD-501 ), die Zerstörer und Minensucher USS ZANE ( DMS-14 ) und USS PERRY ( DMS-17 ) und die U-Boot Jäger USS 1068 und USS 1033. Am 22. Januar legten die Schiffe der TU in Pearl Harbor ab und fuhren zu den Marshall Islands. Hier begannen am 30. Januar die Schiffe mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dem Korallenatoll Majuro. Doch auf den Inseln dieses Atoll befanden sich keine japanischen Soldaten mehr. Diese hatte man rechtzeitig nach Kwajalein evakuiert. So begann die Landeoperation auf Majuro. Ohne das einer der Marineinfanteristen einen Schuss abgeben musste, wurde das Atoll eingenommen. Man baute es anschließend zu einem der wichtigsten Marineoperationsbasen im Pazifischen Ozean aus. Von Majuro aus fuhren nun die Schiffe weiter zum Atoll Kwajalein um dieses einzunehmen. Die TU 52.7.2 gehörte dabei zur südlichen Angriffsgruppe während der Invasion. Am 31. Januar begann das Bombardement vor der Invasion. Doch auch hier gab es schon keine japanischen Soldaten mehr. Die Zerstörer aus der TU begannen daraufhin mit ihren U-Boot Patrouillen vor den Atollen. Die USS HAILEY fuhr am 12. Februar zum Atoll Majuro. Dort gliederte man den Zerstörer in die Task Group 51.17 ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation „Catchpole“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Zerstörer USS HAILEY, USS FRANKS, USS HAGGARD, USS McCORD ( DD-534 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HALL ( DD-583 ), USS PHELPS ( DD-350 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), das amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) und die U-Boot Jäger USS 1066 und USS 539. Diese Schiffe sicherten die Task Group 51.11 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) befehligte. In dieser TG befand sich das Angriffstransportschiff USS LEONARD WOOD ( APA-12 ) und sieben weitere, zwei Schnelle Truppentransportschiffe, ein Angriffsvorratsschiff, ein Docklandungsschiff, neun Panzerlandungsschiffe und sechs Infanterielandungsschiffe die insgesamt 8.000 Soldaten von dem verstärkten 22. Marine RCT und dem 2. Bataillon des 106 Regiments der 27. US Infanteriedivision transportierten. Die Luftsicherung übernahmen die Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) die von den Zerstörern USS MORRIS ( DD-417 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS ELLET ( DD-398 ) gesichert wurden. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 53.6 die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 – 11. Oktober 1953 ) kommandierte. Am 12. Februar verließen die Schiffe der TG 51.17 Majuro und fuhren nach Kwajalein. Dort legten sie zusammen mit den Schiffen aus der TG 51.11 und TG 53.6 am 15. Februar nach dem Betanken und Aufmunitionieren wieder ab. Zwei Tage später befanden sie sich vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die Insel Engebi ab 7:00 Uhr sturmreif geschossen und am folgenden Tag begann die Anlandung der Soldaten. Nach nur sechs Stunden war die Insel in amerikanischer Hand. Am 19. Februar begannen alle Schiffe und Trägerflugzeuge mit dem Bombardement auf Eniwetok damit anschließend die Marines anlanden konnten. Doch hier leisteten die Japaner erbitterten Widerstand. Erst am 21. Februar war dieser gebrochen. Vom 20. bis zum 22. Februar wurde Pharry Island von See und aus der Luft bombardiert. Diese letzte Insel des Atolls war dann am 22. Februar gegen 19:30 Uhr durch die amerikanischen Soldaten vollständig besetzt. Die Schiffe der TG 51.11 und 53.6 verließen am 24. Februar das Atoll. Erst vier Tage später verließen die der TG 51.17 Eniwetok und fuhren nach Majuro, wo sie am 1. März ankerten. Doch noch am selben Tag fuhren sie aber weiter. Erst am 4. März legte der Zerstörer mit dem Schiffsverband in Pearl Harbor wieder an. Seine Treibstoffreserven waren fast aufgebraucht. Man füllte erneut die Treibstoffbunker auf und das Schiff legte auch hier noch am selben Tag wieder ab. Diesmal hieß das Ziel Port Purvis. Ein Hafen auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Dort legte die USS HAILEY am Abend des 14. März an. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 39. 2 ein die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS HAILEY, USS HAGGARD USS FRANKS, USS McCORD, USS HOEL, USS TRATHEN, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS FULLAM ( DD-474 ) und USS HEERMANN ( DD-532 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay, Halbinsel Tulagi auf Florida Island, Ostsalomonen. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten aus der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation gebaut werden. Zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 94, der USS FRANKS, USS HAGGARD und USS JOHNSTON, blieb die USS HAILEY in diesen Gewässern und führte Patrouillen auf der Suche nach feindlichen U-Booten durch. Alle vier Zerstörer wandten sich dann zur Insel New Irland, Neuguinea und beschossen nördlich davon am 28. März auf dem Atoll Kapingamarangi japanische Küstenbefestigungen. Diese Patrouillenfahrten dauerten für die USS HAILEY bis zum 21. Mai. Zwischendurch sicherte der Zerstörer am 9. Mai eine Minenlegeoperation zwischen Buka Island und Bougainville, Westsalomonen. Der achthundert Meter lange verminte Strand vor der Buka Passage diente zur Sicherung damit kein japanischer Nachschub die Insel erreichte. Am Morgen des 16. Mai erhielt man tatsächlich einen Unterwasserschallkontakt von einem japanischen U-Boot. Die USS HAILEY spürte das U-Boot I-176 auf und begann es zu jagen. Zur Unterstützung rief man die anderen Zerstörer der Zerstörerdivision 94 hinzu. Doch dann ging der Kontakt verloren. Am Abend des 16. Mai um 21:45 Uhr erhielt man erneut diesen Kontakt von diesem U-Boot der sich rund 150 Seemeilen nördlich von Cape Alexander, Buka befand. Sofort begannen die Zerstörer USS HAGGARD, USS FRANKS und USS JOHNSTON Wasserbomben nach einem Muster über Bord zu werfen. Für mehrere Stunden wurden diese Angriffsbemühungen fortgesetzt. Erst am Morgen des 17. Mai fand man durch Fragmente von Sandelholz, Kork, Papier mit japanischen Zeichen versehen und eine sieben Meile lange Dieselölspur die Beweise das I-176 vernichtet worden war. Außerdem fand man keine Leichen oder Überlebende. Gleich im Anschluss daran verließ die USS HAILEY die Gewässer vor den Westsalomonen und fuhr zum Atoll Eniwetok. Hier bereitete man den Zerstörer auf die Invasion der Nördlichen Marinanen vor. Dazu übernahm das Schiff von Anfang Juni bis Mitte Juni Überwachungs- und Patrouillenaufgaben östlich von Saipan. Nach der Rückkehr des Zerstörers nach Eniwetok, versetzte man das Schiff in die Task Group 53.14. Diese TG wurde während der Operation „Forager“ von Rear Admiral Georhe Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) befehligt. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA, USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS IDAHO ( BB-42 ) welche von den Zerstörern USS HAILEY, USS WADSWORTH und USS TERRY ( DD-513 ) gesichert wurden. Am 1. Juli verließen die Schiffe Eniwetok und fuhren zu den Marianen. Dort sollten die Schiffe der TG 53.14 sich an der Landeoperation auf Guam beteiligen. Sofort begannen sie mit dem Bombardement japanischer Küstenbefestigungen. Diesen Beschuss setzten sie auch an den folgenden Tagen fort. Am 21. Juli begann um 7:00 Uhr die Landeoperation im Westen der Insel bei der Halbinsel Orote die die Schiffe mit ihren Geschützen unterstützten. Noch bevor die Landeoperation begann, versetzte man die USS HAILEY in die Northern Attack Group die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ) befehligte. Diese Schiffe sollten die Landungsfahrzeuge der 77. Infanteriedivision bis zur Hauptstadt Agana im Norden von Orote eskortieren. Diese Truppen kommandierte Generalmajor Allen Hal Turnage ( 3. Januar 1891 – 22. Oktober 1971 ). In der TG befanden sich die Zerstörer USS HAILEY, USS HAGGARD, USS SCHROEDER, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), der Zerstörer und Minensucher USS PERRY ( DMS-17 ) und zwei weitere, zwei Minenleger, elf amphibische Transportschiffe, ein Lazarettschiff und sechzehn Panzerlandungsschiffe. Exakt um 8:28 Uhr landeten die Infanteriesoldaten in der Nähe der Hauptstadt. Die Zerstörer gaben während dieser Landeoperation präzise Schüsse auf die feindlichen Küstenbefestigungen ab. Die Kämpfe an Land dauerten bis zum 10. August. Die USS HAILEY blieb bis zum 24. August in den Gewässern rund um Guam und patrouillierte dort. Am 24. August verließ der Zerstörer nun ebenfalls die Insel und fuhr zuerst nach Tulagi. Dort blieb das Schiff vom 29. August bis zum Morgen des 4. September im Hafen Port Purvis liegen. An diesem frühen Morgen stach der Zerstörer wieder in See und erreichte gegen Mittag die Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Hier erhielt Commander Parke Howle Brady den Befehl sofort wieder nach Tulagi zu fahren. Ohne sich weiter aufzuhalten kehrte der Zerstörer um und erreichte am Abend Port Purvis. Man gliederte hier die USS HAILEY gleich nach der Ankunft in die Task Undergroup 32.7.2 ein die Rear Admiral George Raymond Henderson ( 6. Juli 1893 – 29. November 1964 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ), USS KALININ BAY ( CVE-68 ) und USS PETROF BAY ( CVE-80 ) die von den Zerstörern USS HAILEY, USS HAGGARD, USS JOHNSTON und USS WELLES ( DD-628 ) gesichert wurden. Am 4. September verließen die Schiffe Port Purvis. Ihr Ziel waren die Palau Inseln. Diese benötigte die amerikanische Luftwaffe als Basis für Flüge zum japanischen Kernland. Nach der Überquerung des Äquators, erreichten die Schiffe der TU am 12. September die Gewässer rund um Peleliu und Angaur. Sofort begannen die Trägerflugzeuge aufzusteigen und bombardierten japanische Stellungen. Die Zerstörer indes sicherten die Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab. Am 15. September begann dann die Invasion auf Peleliu und zwei Tage später auf Angaur. Dann verließen die Träger und die Zerstörer der TG 32.7 am 20. September die Inseln und beendeten die Unterstützung für die gelandeten Marines. Dafür begannen die Trägerflugzeuge rund um die Inseln nach feindlichen Schiffen Ausschau zu halten die sie dann auch bombardierten und versenkten. So waren dies am 25. September drei japanische Versorgungsschiffe und sechs Barken. Endgültig verließen die Schiffe der TG am 30. September die Palau Inseln und fuhren zm Seeadler Harbor auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. In dem dortigen Hafen legten die Träger und Zerstörer am 3. Oktober an. Hier versetzte man die USS HAILEY in die Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), die Zerstörer USS HAILEY, USS HAGGARD, USS FRANKS und vom 27. bis 29. Oktober die USS AMMEN ( DD-527 ) sowie die Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS OBERRENDER ( DE-344 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ). Aufgabe der Task Group 77.4 bestand darin den Landeeinheiten die für die Insel Leyte, Philippinen vorgesehen waren einen Korridor vor der Insel Samar, Philippinen freizuhalten durch diesen sie die Insel erreichen konnten. Außerdem bombardierten die Trägerflugzeuge schon im Vorfeld der Landung japanische Stellungen und Einrichtungen im Bereich der Landezone und unterstützten die Landung am 17. Oktober. Auf japanischer Seite gab es den Plan die Flugzeugträger der 3. US Flotte soweit wie möglich von deren Sicherungspunkt wegzulocken um dann die Landungsflotte für Leyte zu zerschlagen. Anfangs hatte diese Taktik auch ihren Erfolg, so dass Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) mit seinen Schiffen in diesen geschaffenen Freiraum sich schieben konnte. Doch da traf er am Morgen des 25. Oktober auf die drei Verbände der Task Group 77.4 die ihrerseits über das Erscheinen einer japanischen Flotte überrascht waren. Die Hauptlast in dieser sich entwickelnden Schlacht hatte die Task Undergroup 77.4.3 zu tragen die auch die meisten Schiffe verlor. Die Flugzeuge der drei Task Groups griffen pausenlos die japanische Flotte an. Die USS HAILEY nahm, wie alle anderen Zerstörer auch, indes achteraus vor den Trägern der TU 77.4.2 ihre Stellung ein um diese zu schützen. Viele Granaten der japanischen Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer trafen nicht ihr Ziel und landeten im Wasser. Dafür trafen die Zerstörer und Geleitzerstörer der TU 77.4.3 mehrere japanische Schiffe bis diese selber versenkt oder beschädigt wurden. Vizeadmiral Kurita zog sich dann mit seiner Flotte nach Norden zurück nachdem er von der Vernichtung einer gesamten japanischen Flotte in der Surigao Straße erfuhr und nach der Versenkung der Schweren Kreuzer CHOKAI, KUMANO und CHIKUMA während dieser Schlacht. Die USS HAILEY blieb bis zum 4. November bei den Geleitflugzeugträgern während deren Flugzeuge Luftangriffe zur Unterstützung der Landungstruppen auf Leyte flogen. Am 4. November verließ der Zerstörer die philippinischen Gewässer und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Bis zum 1. Dezember blieb das Schiff dort liegen damit sich die Besatzung von den vergangenen Kämpfen etwas erholen konnte. Hier gliederte man die USS HAILEY in die Task Force 38 ein die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) während der Operation „Love III“ kommandierte. Innerhalb dieser TF gliederte man den Zerstörer in die Task Group 38.2 ein die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 – 8. Juni 1973 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ), USS HANCOCK ( CV-19 ) und USS HORNET ( CV-12 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS IOWA ( BB-61 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ) und USS SA JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS HAILEY, USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS HUNT ( DD-674 ) und USS MARSHALL ( DD-676 ). Am 1. Dezember verließen die Schiffe der TG 38.2 das Atoll Ulithi und fuhren nach Luzon. Ab dem 11. Dezember begannen die Kämpfe um diese philippinische Insel. Die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Diese dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sank der Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS HICKOX ( DD-673 ) und USS BENHAM ( DD-796 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI ( CL-89 ) und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS SAN JACINTO ( CVL-30 ), USS CABOT ( CVL-28 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Hier wechselte die USS HAILEY für die Operation „Mike I“ zur Task Group 30.8, der Fleet Logistical Group. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), die Zerstörer USS HAILEY, USS THORN ( DD-647 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS KALK ( DD-611 ) und die USS STOCKHAM ( DD-683 ) welche vom 3. bis 7. Januar 1945 anwesend war, die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS STERN ( DE-187 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS GRADY ( DE-445 ), die Tanker USS KENNEBAGO, USS HOUSATONIC ( AO-35 ), USS TOMAHOWK ( AO-88 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS CHICOPEE ( AO-34 ), USS GUADELUPE ( AO-32 ) und USS PATUXENT ( AO-44 ). Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließen sie ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Drei Tage später erfolgte eine erneute Betankung. Danach fuhren die Tanker mit ihren Begleitschiffen wieder nach Ulithi um neuen Kraftstoff aufzunehmen. Am 6. Januar begannen die Landungsoperationen auf Luzon und am 7. Januar verließen die Tanker wieder Ulithi und fuhren nach Leyte. Von dort aus ging die Fahrt bis ins Südchinesische Meer wo die Flugzeugträger der Task Force 38 Angriffe auf die japanische Schifffahrt führte. Die USS HAILEY begleitete zusammen mit der USS THORN, USS THATCHER und fünf weiteren Zerstörern zwei Geleitflugzeugträger und sechs Tanker aus der Fast Refueling Group bis dorthin und ab dem 8. Januar betankte man die Schiffe der TF 38 rund 255 Seemeilen nordöstlich von Luzon. Am 13. Januar wurden nochmals die Schiffe der TF 38 betankt. Danach werden die geleerten Tanker von Geleitzerstörern bis nach Ulithi eskortiert. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Fast Refueling Group am 20. Januar und fuhren nach Guam. Hier legten sie am 27. Januar an. Von hier aus wechselte die USS HAILEY wieder zum Atoll Ulithi. Dort versetzte man den Zerstörer am 5. Februar in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ) während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. Innerhalb der TG war der Zerstörer in der Task Undergroup 58.4.3 in der sich ausschließlich Zerstörer befanden und zur Sicherung der Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer aus der TG eingesetzt wurden. In der TU befanden sich die USS HAILEY, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS HALSEY POWELL, USS STEPHEN POTTER, USS TRATHEN, USS McCORD, USS HEERMANN, USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS BENHAM ( DD-796 ) und USS COLAHAN ( DD-658 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der Task Group 58.4 Ulithi und fuhren in Richtung Japan. Fünf Tage später wurden vor Iwo Jima die Schiffe der TG betankt. Die TG schob sich immer weiter nördlich. Vom 16. zum 17. Februar bombardierten dann Trägerflugzeuge Tokyo. Der darauffolgende Tag war für die USS HAILEY ein Schwarzer. Der Zerstöre kollidierte an diesem Tag mit dem Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) vor Iwo Jima. Zwar waren die Beschädigungen an dem Zerstörer nicht unerheblich und es kam dabei auch keiner der Besatzungsmitglieder zu Schaden, aber die Konstruktion des Schiffskörpers hatte doch etwas gelitten. Am 19. Februar begann die Invasion dieser Insel. Die Schiffe der Task Group 58.4 beteiligten sich dabei intensiv an der Bombardierung der japanischen Befestigungen auf der Insel. Doch schon am 27. Februar verließen die Schiffe ihre Positionen und fuhren nach Ulithi zurück wo sie am 1. März 1945 anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auf die kommende Invasion auf Okinawa vor. Dazu blieb die USS HAILEY in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS INTREPID ( CV-11 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE und USS LANGLEY ( CVL-27 ), die Schlachtschiffe USS NEW JERSEY, USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HAILEY, USS HAGGARD, USS FRANKS, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS HAZELWOOD, USS COLAHAN, USS BENHAM, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kjushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Die USS HAILEY sowie die anderen Zerstörer der Task Group sicherten die Flugzeugträger in diesen Tagen vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Doch mit den massiven Angriffen der Kamikazepiloten hatte eigentlich niemand gerechnet.
Allerdings konnten sich jetzt die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers auszeichnen. Mehrere dieser Selbstmordpiloten konnten sie noch rechtzeitig abschießen bevor diese sich auf die Flugzeugträger stürzen konnten. Das gelang allerdings bei der USS FRANKLIN ( CV-13 ) und USS ENTERPRISE nicht direkt. Beide Träger wurden beschädigt. Ab dem 20. März begann man die Schiffe der TG zu betanken und am 22. März lagen sie bei Okinawa. Gleich am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge und die Schweren Schiffe mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Die Zerstörer indes sicherten diese Schiffe vor Luft- und Unterwasserangriffen. So konnte die USS HAGGARD zum Beispiel das japanische U-Boot I-137 rammen und versenken. Dadurch erhöhte sich allerdings auch der Bedarf an Treibstoffen für die Zerstörer, so dass diese schon am 25. März zum ersten mal wieder betankt werden mussten. Am 1. April begann dann die Invasion auf Okinawa und am 7. April strukturierte man die Task Group 58.4 wegen der ständig steigenden Kamikazeangriffe um. Der Kommandant der TG blieb Rear Admiral Arthur William Radford. In der TG waren die Flugzeugträger USS INTREPID, USS YORKTOWN, USS ENTERPRISE, USS SHANGRI LA ( CV-38 ) und USS TOCONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS INDEPENDENCE, die Schlachtschiffe USS WISCONSIN, USS IOWA, USS NEW JERSEY und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS GUAM und USS ALASKA, die Leichten Kreuzer USS FLINT, USS OAKLAND und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS HAILEY, USS HAGGARD, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS TWINING, USS UHLMANN, USS CUSHING, USS REMEY, USS McGOWAN, USS MELVIN, USS MERTZ, USS MONSSEN, USS WADLEIGH, USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ). Es verging nun fast kein Tag an dem kein japanischer Kamikazeangriff gestartet wurde. Durch die dann immer hektischer werdenden Abwehrreaktionen der Flugabwehrkanoniere, wurden auch Schiffe der Task Group mit beschossen und getroffen. Unzählige Beschädigungen auf fast allen Schiffen wurden in diesen Tagen gezählt. Um den Schiffsbesatzungen etwas Ruhe zu gönnen, verließen die Schiffe der TG am 11. und 12. Mai die Gewässer vor Okinawa und fuhren zum Atoll Ulithi. Dort wurden am 14. Mai die Anker gelegt. Am 24. Mai hievte man die Anker wieder auf und drei Tage später befanden sich die Schiffe der TG wieder vor Okinawa und griffen in die Kämpfe wieder ein. Am 28. Mai löste man die Task Force 58 auf und integrierte deren Schiffe in die Task Force 38 ein die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) befehligte. In dieser TF gehörte die USS HAILEY zu den Zerstörern die keine feste Bindung erhielten und frei zur Verfügung standen. Frei zur Verfügung stand außerdem der Flugzeugträger USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE und USS MONTEREY, die Schlachtschiffe USS WISCONSON und USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS ATLANTA und USS ASTORIA sowie die Zerstörer USS HAILEY, USS COLAHAN, USS McNAIR, USS NORMAN SCOTT, USS BUCHANAN, USS DALY ( DD-519 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS ERBEN ( DD-631 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS HANK ( DD-702 ), USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ) und USS BENHAM ( DD-796 ). Am 29. Mai verließen die Schiffe das Atoll und fuhren wieder westwärts. Am 2. und 3. Juni lagen sie dann vor Kjushu, Japan und bombardierten die dortigen japanischen Stellungen. Doch schon am 4. Juni mussten die Schiffe wegen eines heraufziehenden Taifuns wieder abdrehen und ostwärts fahren. Trotzdem gerieten mehrere Schiffe in diesen Wirbelsturm und wurden zum Teil schwer beschädigt. Am folgenden Tag war dieser Sturm auch schon wieder vorüber und die Schiffe beschossen ab dem 6. Juni feindliche Stellungen auf Okinawa nachdem sich die See weiter beruhigt hatte. Diese Bombardement setzten sich am 7. Juni fort und am 8. Juni lagen die Schiffe wieder vor Kjushu. Zum ersten Mal in der Kriegsgeschichte kam am 9. Juni während des Bombardement japanischer Stellungen auf Onono Ogari Shima Napalm zum Einsatz. Noch am selben Tag wurde auch Minami Daito Shima beschossen. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der Task Force 38 ihre Positionen und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legte sie am 13. Juni an. Hier stellte man die Schiffe der Task Force für den Angriff auf die Hauptinseln von Japan neu zusammen. Die USS HAILEY wurde aber dabei nicht berücksichtigt, da die notwendige Überholung längst überfällig war. Daher verließ der Zerstörer Ende Juni Leyte und fuhr in Richtung Osten. Das Ziel des Schiffes war Bremerton, Washington an der US Westküste. Die Überholung dauerte dort von Juli bis September. Da in dieser Zeit der Zweite Weltkrieg im Pazifik zu Ende gegangen war, entschied man sich den Zerstörer an der Westküste zu belassen. Die USS HAILEY fuhr anschließend nach San Diego, Kalifornien. Dort stellte man am 27. Januar 1946 das Schiff außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte.
Während des Koreakrieges wurde die USS HAILEY reaktiviert und für den Dienst vorbereitet. Lieutenant Commander Joseph Elmo Reedy stellte am 27. April 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in den Gewässern vor San Diego, durchfuhr der Zerstörer den Panamakanal und schloss sich Einheiten der 6. US Flotte in Newport, Rhode Island an. Von dort aus fuhren sie ins Mittelmeer. Nach dieser Mission kehrte die USS HAILEY nach Newport zurück und wurde schon auf die kommende Fahrt vorbereitet. In Newport legte das Schiff am 6. September 1952 ab und durchquerte erneut den Panamakanal. Für die folgenden vier Monate integrierte man den Zerstörer in die die Task Force 77 die in den Gewässern vor Korea operierte. Dort beteiligte sich die USS HAILEY bei der Feuerunterstützung der amerikanischen Bodentruppen und an Operationen zur Blockade Nordkoreanischer Häfen. Nach diesen vier Monaten Dienst fuhr das Schiff nach Sasebo, Japan. In diesem Hafen legte der Zerstörer am 5. Februar 1953 wieder ab und fuhr an die US Ostküste. Erneut überquerte das Schiff den Atlantik und beteiligte sich bei der 6. US Flotte an Manövern und Übungen im Mittelmeer. Zwischen dem 8. September 1954 und dem 14. September 1959 folgten weitere vier Einsätze dort. Wenn der Zerstörer in dieser Zeit sich nicht im Mittelmeer aufhielt, diente das Schiff als Eskortierschutz für den Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY. Dieser fuhr vor der Küste von Pensacola, Florida zur Ausbildung von Kadetten zu Piloten. Darüber hinaus beteiligte sich die USS HAILEY kontinuierlich auch an Zerstörertaktiken innerhalb der Anti-U-Boot Ausbildung. Hintergrund für die Schiffsbesatzung war dabei immer die Wahrung der amerikanischen Freiheit. Zu einem historischenProjekt wurde die USS HAILEY dann noch vor der Außerdienststellung verwendet. Am 29. Juli 1960 startete man auf Cape Canaveral, Florida die unbemannte Rakete Mercury Atlas 1. Die Flugdauer waren drei Minuten und achtzehn Sekunden. Zur Suche und Bergung der Booster und der Raumkapsel vor der Küste Floridas wurde das Amphibische Docklandungsschiff USS CASA GRANDE ( LSD-13 ) und die Zerstörer USS HAILEY, USS POWER ( DD-839 ), USS VESOLE ( DD-878 ), USS MANLEY ( DD-940 ) und USS ROBERT H McCARD ( DD-822 ) und das Bergungsschiff USS ESCAPE ( ARS-6 ) eingesetzt. Nach diesem Einsatz kehrte die USS HAILEY nach Newport zurück. Von dort aus wechselte der Zerstörer nach Portsmouth, Virginia. Dort stellte man am 3. November 1960 die USS HAILEY außer Dienst und versetzte sie in die Reserveflotte.
s40004Am 20. Juli 1961 übernimmt die brasilianische Marine den Zerstörer und stellte ihn unter dem Namen CT PERNAMBUCO ( D-30 ) in ihren Dienst. Den Namen USS HAILEY ( DD-556 ) strich man am 1. August 1973 von der US Navy – Liste. Die brasilianische Marine verwendete zirka 1982 den Zerstörer für ein Zielschießen während eines Manövers und ließ ihn versenken.


USS HAILEY ( DD-556 )
Commanding Officer

CDR Parke Howle Brady           30. Septenber 1943 – 26. Januar 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR James Robert Payne          26. Januar 1945 – 27. Januar 1946
Außerdienststellung             27. Januar 1946 – 27. April 1951
LCDR Joseph Elmo Reedy            27. April 1951 – 1952
CDR Harvey W. Hall          1952 – 1953
CDR Wilfred K. Bradbury          1953 – 1957
CDR Phillip Frederick Eckert           1957 – 1959
CDR John Smith          1959 – 1960
CDR J. C. Weless        1960 – 3. November 1960

USS FRANKS ( DD-554 )

USS FRANKS ( DD-554 )

Biografie

William Joseph Franks
* 1830 in Pittsboro, North Carolina
† ?
war ein US Navy Acting Master Maar der die Medal of Honor verliehen bekam während des amerikanischen Bürgerkrieges

Am 16. September 1863 trat William Joseph Franks in die US Navy ein. Er zeichnete sich bei der Aktion bei Yazoo City, Mississippi am 5. März 1864 aus. Der Heckraddampfer USS MARMORA ( 1862 ) war auf dem Fluss zu weit vom Kampfgeschehen entfernt. Deshalb landeten er und seine beiden Kameraden von der USS MARMORA eine 12-Pfund Haubitze, die auf einem Feldschlitten vormontiert war, an und griffen trotz des heftigen Widerstandes von Seiten der Konföderierten in den Kampf ein. Sie spielten eine wichtige Rolle in der Verteidigung der Stadt gegen anrennende konföderierte Streitkräfte. Mit ihrer Kanone konnten sie die Stellungen der Unionstruppen aufrecht erhalten. Franks wurde in Anerkennung seiner Heldentat während der Kämpfe zum Acting Master Maar befördert und erhielt zusätzlich die Medal of Honor. Zwei Mitglieder seiner Geschützmannschaft, Seemann James Stoddard ( Geboren 1838 – Todesdatum unbekannt ) und Seemann Bartlett Laffey ( 1841 – 22. März 1901 ) erhielten ebenfalls die Medal of Honor verliehen. Franks wurde im August 1865 aus der US Navy wieder entlassen.


USS FRANKS ( DD-554 )

Schiffsbiografie

Die USS FRANKS ( DD-554 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Master Maat William Joseph Franks benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einundsiebzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Seattle – Tacoma Shipbuilding Corporation in Seattle, Washington ist am 8. März 1942 der Kiel des Schiffes gelegt worden. Mrs. F. W. Carr, eine Cousine von Master Maat William Joseph Franks, taufte am 7. Dezember 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Nicholas Adair Lidstone ( 4. November 1905 – 4. April 1997 ) stellte am 30. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach einer Überprüfung des Schiffskörpers und der Endausrüstung, verließ die USS FRANKS Seattle und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem dortigen Hafen legte der Zerstörer am 25. Oktober an. Hier beteiligte sich das Schiff an mehreren Übungen und wurde für die Invasion der Gilbert Inseln vorbereitet. Dafür integrierte man die USS FRANKS in die Task Group 52.3 die während der Operation „Galvanic“ von Rear Admiral Henry Maston Mullinnix ( 4. Juli 1892 – 24. November 1943 ) befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS LISCOME BAY ( CVE-56 ), USS CORAL SEA ( CVE-57 ) und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ), die Zerstörer USS FRANKS, USS HOEL ( DD-533 ), USS MORRIS ( DD-417 ) und USS HUGHES ( DD-410 ). Am 10. November verließen die Schiffe der TG Pearl Harbor und fuhren zu den Gilbert Inseln. Die Schlacht um die Atolle Makin und Tarawa begann am 20. November. Die Trägerflugzeuge der drei Geleitflugzeugträger flogen drei Tage lang ihre Einsätze um die Invasionstruppen der 27. Infanteriedivision unter dem Befehl von Generalmajor Ralph Corbett Smith ( 27. November 1893 – 21. Januar 1998 ) zu unterstützen. Tausende Bomben und unzählige Schiffsgeschützgranaten zerschlagen japanische Flugzeuge, Truppenkonzentrationen, Geschützstellungen und Shore Anlagen auf den belagerten Inseln. Am vierten Tag waren die Atolle eingenommen. Damit verringerte sich aber die Wachsamkeit der Mannschaften auf den Zerstörern die die Geleitflugzeugträger sichern sollten. Noch am Abend des 23. November änderte man für die TG 52.3 die Task Group Nummer. Die Schiffe gehörten nun der TG 52.13 an und den Befehl erhielt Rear Admiral Robert M. Griffin. Für die 20 Seemeilen Südwestlich von Makin Island tauchte das japanische U-Boot I-175 in der Morgendämmerung des 24. November auf. Noch bevor die Besatzung des Schlachtschiffes USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), aus der TG 52.2.2, durch seinen Radarkontakt reagieren konnte, war das U-Boot auch schon wieder getaucht und verschwunden. Vor der Morgendämmerung des 24. Novembers 1943 feuerte das japanische U-Boot I-175 vier Torpedos ab. Einer davon traf die USS LISCOME BAY im Bereich des Munitionsdepots. Der zweite verfehlte nur ganz knapp die USS CORAL SEA. Die Explosionswolke von der USS LISCOME BAY stieg bis zu dreihundert Meter hoch in den Himmel. Auf dem Schiff fanden dabei Rear Admiral Henry Maston Mullinix, Captain Irving Day Wiltsie sowie 642 Offiziere und Mannschaftsmitglieder des Geleitflugzeugträgers den Tod. 23 Minuten nach dieser Explosion versank das Schiff. Die Zerstörer eilten zu Hilfe und konnten 272 Überlebende retten. Davon übernahm die USS HUGHES 152 und die USS FRANKS 120 an Bord. Bis zum 27. November blieb die USS FRANKS noch bei den Gilbert Inseln und patrouillierte dort. Danach kehrte der Zerstörer nach Pearl Harbor zurück und legte dort am 29. November an. Hier musste sich das Schiff einiger Reparaturen unterziehen. Danach kehrte die USS FRANKS zu den Gilbertinseln zurück und patrouillierte dort bis zum 27. Dezember weiter. Zwei Tage später befand sich das Schiff wieder im Hafen von Pearl Harbor. Bis zum 22. Januar 1944 beteiligte sich die Besatzung der USS FRANKS mit ihrem Schiff in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren taktischen Übungen zusammen mit anderen Zerstörern. Dabei kamen auch alle an Bord befindlichen Waffen zum Einsatz. Noch vor dem 22. Januar gliederte man den Zerstörer in die Task Group 52.7 ein, die während der Operation „Flintlock“ von Captain E. M. Thompson befehligt wurde. Die Schiffe der TG sollten während der Landeoperationen bei dem Atoll Kwajalein, Marshall Islands die Transportschiffe schützen. Innerhalb dieser TG gehörte die USS FRANKS zur Task Undergroup 52.7.2 die Commander Henry Crommelin ( 11. August 1904 – 2. März 1971 ) kommandierte. In dieser befanden sich die Zerstörer USS FRANKS, USS HARRARD ( DD-555 ), USS HAILEY ( DD-556 ) und ab dem 1. Februar die USS SCHROEDER ( DD-501 ), die Zerstörer und Minensucher USS ZANE ( DMS-14 ) und USS PERRY ( DMS-17 ) und die U-Boot Jäger USS 1068 und USS 1033. Am 22. Januar legten die Schiffe der TU in Pearl Harbor ab und fuhren zu den Marshall Islands. Hier begannen am 30. Januar die Schiffe mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dem Korallenatoll Majuro. Doch auf den Inseln dieses Atoll befanden sich keine japanischen Soldaten mehr. Diese hatte man rechtzeitig nach Kwajalein evakuiert. So begann die Landeoperation auf Majuro. Ohne das einer der Marineinfanteristen einen Schuss abgeben musste, wurde das Atoll eingenommen. Man baute es anschließend zu einem der wichtigsten Marineoperationsbasen im Pazifischen Ozean aus. Von Majuro aus fuhren nun die Schiffe weiter zum Atoll Kwajalein um dieses einzunehmen. Die TU 52.7.2 gehörte dabei zur südlichen Angriffsgruppe während der Invasion. Am 31. Januar begann das Bombardement vor der Invasion. Die USS FRANKS und die Zerstörer aus der TU begannen mit ihren U-Boot Patrouillen vor den Atollen. In diesen Tagen führte der Zerstörer eine Aufklärung vor dem Atoll Ebeye durch um herauszufinden wo sich japanische Befestigungen befanden. Am 3. Februar war auch diese Insel besetzt. Es folgten noch weitere Patrouillenfahrten entlang des Atolls. Die USS FRANKS fuhr am 12. Februar zum Atoll Majuro. Dort gliederte man den Zerstörer in die Task Group 51.17 ein die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 – 27. April 1974 ) während der Operation „Catchpole“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Zerstörer USS FRANKS, USS HAILEY, USS HAGGARD, USS McCORD ( DD-534 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HALL ( DD-583 ), USS PHELPS ( DD-350 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ), USS MONAGHAN ( DD-354 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), das amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) und die U-Boot Jäger USS 1066 und USS 539. Diese Schiffe sicherten die Task Group 51.11 die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 – 19. Juli 1971 ) befehligte. In dieser TG befand sich das Angriffstransportschiff USS LEONARD WOOD ( APA-12 ) und sieben weitere, zwei Schnelle Truppentransportschiffe, ein Angriffsvorratsschiff, ein Docklandungsschiff, neun Panzerlandungsschiffe und sechs Infanterielandungsschiffe die insgesamt 8.000 Soldaten von dem verstärkten 22. Marine RCT und dem 2. Bataillon des 106 Regiments der 27. US Infanteriedivision transportierten. Die Luftsicherung übernahmen die Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) die von den Zerstörern USS MORRIS ( DD-417 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS ELLET ( DD-398 ) gesichert wurden. Diese Schiffe gehörten zur Task Group 53.6 die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 – 11. Oktober 1953 ) kommandierte. Am 12. Februar verließen die Schiffe der TG 51.17 Majuro und fuhren nach Kwajalein. Dort legten sie zusammen mit den Schiffen aus der TG 51.11 und TG 53.6 am 15. Februar nach dem Betanken und Aufmunitionieren wieder ab. Zwei Tage später befanden sie sich vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurde die Insel Engebi ab 7:00 Uhr sturmreif geschossen und am folgenden Tag begann die Anlandung der Soldaten. Nach nur sechs Stunden war die Insel in amerikanischer Hand. Am 19. Februar begannen alle Schiffe und Trägerflugzeuge mit dem Bombardement auf Eniwetok damit anschließend die Marines anlanden konnten. Doch hier leisteten die Japaner erbitterten Widerstand. Erst am 21. Februar war dieser gebrochen. Vom 20. bis zum 22. Februar wurde Pharry Island von See und aus der Luft bombardiert. Diese letzte Insel des Atolls war dann am 22. Februar gegen 19:30 Uhr durch die amerikanischen Soldaten vollständig besetzt. Die Schiffe der TG 51.11 und 53.6 verließen am 24. Februar das Atoll. Erst vier Tage später verließen die der TG 51.17 Eniwetok und fuhren nach Majuro, wo sie am 1. März eintrafen. Noch am selben Tag fuhren sie aber weiter. Erst am 4. März legte der Zerstörer mit dem Schiffsverband in Pearl Harbor wieder an. Seine Treibstoffreserven waren fast aufgebraucht. Man füllte erneut die Treibstoffbunker auf und das Schiff legte noch am selben Tag wieder ab. Diesmal hieß das Ziel Port Purvis. Ein Hafen auf der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Dort legte die USS FRANKS am Abend des 14. März an. Hier gliederte man die USS FRANKS in die Task Group 39. 2 ein die Commodore Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ) während der Operation „Emirau Landing“ befehligte. In dieser TG befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS FRANKS, USS HAGGARD, USS HAILEY, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS FULLAM ( DD-474 ) und USS HEERMANN ( DD-532 ) und die Schnellen Truppentransporter USS DENT ( APD-9 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS DICKERSON ( APD-21 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ) und USS NOA ( APD-24 ). Die Schiffe der TG 39.2 verließen am 15. März die Purvis Bay. Ihr Ziel war die Insel Emirau, Bismarck Archipel auf dem man einen japanischen Flugplatz vermutete. Am 20. März begann die Landeoperation der Soldaten aus der 4. Marine Division mit Unterstützung der Schiffe aus der Task Group 31.2. Es gab keinen Widerstand und so konnte ein Flugplatz und eine Patrouillenbootbasisstation gebaut werden. Zusammen mit den Zerstörern aus der Zerstörerdivision 94, der USS HAGGARD, USS HAILEY und USS JOHNSTON, blieb die USS FRANKS in diesen Gewässern und führte Patrouillen auf der Suche nach feindlichen U-Booten durch. Außerdem beschoss die USS FRANKS zusammen mit der USS HAGGARD am 23. März japanische Küstenbefestigungen auf Mussau Island im Bismarck Archipel. Alle vier Zerstörer wandten sich dann zur Insel New Irland, Neuguinea und beschossen nördlich davon am 28. März auf dem Atoll Kapingamarangi japanische Küstenbefestigungen. Diese Patrouillenfahrten dauerten für die USS FRANKS bis zum 21. Mai. Zwischendurch sicherte der Zerstörer am 9. Mai eine Minenlegeoperation zwischen Buka Island und Bougainville, Westsalomonen. Der achthundert Meter lange verminte Strand vor der Buka Passage diente zur Sicherung damit kein japanischer Nachschub die Insel erreichte. Am Morgen des 16. Mai erhielt man tatsächlich einen Unterwasserschallkontakt von einem japanischen U-Boot. Die USS HAILEY spürte das U-Boot I-176 auf und begann es zu jagen. Zur Unterstützung rief man die anderen Zerstörer der Zerstörerdivision 94 hinzu. Doch dann ging der Kontakt verloren. Am Abend des 16. Mai um 21:45 Uhr erhielt man erneut diesen Kontakt von diesem U-Boot der sich rund 150 Seemeilen nördlich von Cape Alexander, Buka befand. Sofort begannen die Zerstörer USS FRANKS, USS HAGGARD und USS JOHNSTON Wasserbomben nach einem Muster über Bord zu werfen. Für mehrere Stunden wurden diese Angriffsbemühungen fortgesetzt. Erst am Morgen des 17. Mai fand man durch Fragmente von Sandelholz, Kork und Papier mit japanischen Zeichen versehen die Beweise das I-176 vernichtet worden war. Außerdem fand man keine Leichen oder Überlebende. Einen Monat später verließ die USS FRANKS die Gewässer vor den Westsalomonen und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier bereitete man das Schiff auf die Eroberung der Marianen Inseln vor und gliederte es in die Task Force 53 ein die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte die USS FRANKS zur Task Undergroup 53.2.1. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS FRANKS, USS JOHNSTON, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS PRESTON ( DD-795 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ) und USS BLACK ( DD-666 ). Diese Zerstörer sollten während der Operation „Forager“ die Landungsschiffe der südlichen Angriffsgruppe der Task Group 53.2, befehligt durch Rear Admiral Lawrence Fairfax Reifsnider ( 26. November 1887 – 14. Mai 1956 ), vor Guam sichern. Am 17. Juli verließen die Schiffe der Task Group 53.2 das Atoll Eniwetok. Bei Agrat landete am 21. Juli das Angriffstransportschiff USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), weitere 12 APA, 3 AKA, 1 LSD und 14 LST die Soldaten der 1. Marine Brigade, Teile der 77. Infanterie Division und deren Kampfmittel. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützte die USS FRANKS die Angriffsbemühungen der Sturmtruppen und beschoss japanische Küstenbefestigungen. Danach patrouillierte das Schiff rund um Guam. Der Zerstörer verließ Ende August die Gewässer der nördlichen Marianen und erreichte am 4. September Port Purvis, Tulagi. Wenige Tage vorher hatten die ersten Schiffe der TF 32 in diesem Hafen angelegt. Nach zwei Tagen, die mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurden, stach die USS FRANKS mit den anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Inseln Pepeliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort während der Operation „Stalemate II“. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS FRANKS, USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation vorgesehen. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Am 15. September begann der Angriff auf Peleliu nachdem zwei Tage vorher schon mit dem Bombardement von See aus durch die Fire Support Group die Schlacht eingeläutet worden war. Die Männer der 1. Marinedivision, unter dem Kommando von Major General William Henry Rupertus ( 14. November 1889 – 25. März 1945 ), wurden angelandet und konnten auch sehr schnell einen Brückenkopf ausbauen, aber die japanischen Verteidiger hatten sich in die Berge zurückgezogen und leisteten von dort aus erbitterten Widerstand. Die USS FRANKS patrouillierte zusammen mit anderen Zerstörern in diesem Gebiet der Palau Inseln um das Eindringen von feindlichen U-Booten zu verhindern und sicherte die schweren Kriegsschiffe vor Luftangriffen. Am 21. September verließ die USS FRANKS die Palau Inseln und eskortierte die Truppentransportschiffe, welche die Soldaten des 323. RCT der 81. Infanteriedivision transportierten, zum Atoll Ulithi, Karolinen. Kampflos wird dieses Eiland am 23. September von den Soldaten eingenommen. Dadurch das keine japanischen Soldaten auf Ulithi und nur einige Schifffahrtswege vermint waren, verließ der Zerstörer zwei Tage später wieder dieses Atoll und fuhr zum Seeadler Harbor, Manus, Admiralitätsinseln. Dort legte das Schiff am 1. Oktober an und wurde in die 7. US Flotte integriert die sich auf die Invasion der Philippinischen Inseln vorbereitete.
Hier versetzte man die USS FRANKS in die Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 – 13. Juni 1972 ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), die Zerstörer USS FRANKS, USS HAGGARD, USS HAILEY und vom 27. bis 29. Oktober die USS AMMEN ( DD-527 ) sowie die Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS OBERRENDER ( DE-344 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ). Aufgabe der Task Group 77.4 bestand darin den Landeeinheiten die für die Insel Leyte, Philippinen vorgesehen waren einen Korridor vor der Insel Samar, Philippinen freizuhalten durch diesen sie die Insel erreichen konnten. Außerdem bombardierten die Trägerflugzeuge schon im Vorfeld der Landung japanische Stellungen und Einrichtungen im Bereich der Landezone und unterstützten die Landung am 17. Oktober. Auf japanischer Seite gab es den Plan die Flugzeugträger der 3. US Flotte soweit wie möglich von deren Sicherungspunkt wegzulocken um dann die Landungsflotte für Leyte zu zerschlagen. Anfangs hatte diese Taktik auch ihren Erfolg, so dass Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) mit seinen Schiffen in diesen geschaffenen Freiraum sich schieben konnte. Doch da traf er am Morgen des 25. Oktober auf die drei Verbände der Task Group 77.4 die ihrerseits über das Erscheinen einer japanischen Flotte überracht waren. Die Hauptlast in dieser sich entwickelnden Schlacht hatte die Task Undergroup 77.4.3 zu tragen die auch die meisten Schiffe verlor. Die Flugzeuge der drei Task Groups griffen pausenlos die japanische Flotte an. Die USS FRANKS bezog indes zusammen mit den anderen Zerstörern der TU achteraus vor den Trägern der TU 77.4.2 ihre Stellung um diese zu schützen. Viele Granaten der japanischen Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer trafen nicht ihr Ziel und landeten im Wasser. Dafür trafen die Zerstörer und Geleitzerstörer der TU 77.4.3 mehrere japanische Schiffe bis diese selber versenkt oder beschädigt wurden. Vizeadmiral Kurita zog sich dann mit seiner Flotte nach Norden zurück nachdem er von der Vernichtung einer gesamten japanischen Flotte in der Surigao Straße erfuhr und nach der Versenkung der Schweren Kreuzer CHOKAI, KUMANO und CHIKUMA während dieser Schlacht. Bis auf die USS HAGGARD blieben alle Zerstörer in den folgenden Tagen bei den Geleitflugzeugträgern der TU 77.4.2. Deren Trägerflugzeuge flogen schon am folgenden Tag wieder Angriffe auf einen japanischen Schiffskonvoi in der Ormoc Bay. Dabei wurde der Leichte Kreuzer KINU und der Zerstörer URANAMI versenkt. Auch in den nächsten Tagen wurden aus diesem feindlichen Schiffskonvoi weitere Schiffe versenkt, so dass keine japanischen Truppen von Leyte ausgeschifft werden konnten. Am 30. Oktober verließen die Schiffe der TU 77.4.2 ihren Einsatzort vor Leyte und fuhren zum Seeadler Harbor zurück. Dort legten sie am 4. November an. Hier bereitete man die USS FRANKS auf die kommenden Kämpfe vor und versetzte den Zerstörer in die Task Force 38. Deren Schiffe lagen vor Ulithi auf Reede. Dorthin wechselte der Zerstörer im November und blieb dort bis zum 10. Dezember liegen damit sich die Besatzung von den vergangenen Kämpfen etwas erholen konnte. Die Task Force 38 befehligte Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) während der Operation „Love III“. Diese TF war an der Invasion von Luzon beteiligt. In dieser TF gab es sieben Flugzeugträger, sechs Leichte Flugzeugträger, acht Schlachtschiffe, vier Schwere Kreuzer, elf Leichte Kreuzer und achtundfünfzig Zerstörer. Hier war die USS FRANKS nicht in einer Task Group gebunden, sondern stand frei zur Verfügung und sollte außerdem U-Boot Patrouillen und die Luftüberwachung übernehmen. Mit der USS FRANKS standen frei zur Verfügung die Zerstörer USS HAGGARD, USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS HICKOX ( DD-673 ), USS LEWIS HANCOCK ( DD-675 ), USS SPENCE ( DD-512 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS McCORD ( DD-534 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BELL ( DD-587 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS COGSWELL ( DD-651 ), USS CAPERTON ( DD-650 ) und USS KNAPP ( DD-653 ). Am 11. Dezember verließ die USS FRANKS zusammen mit allen anderen Schiffen der TF 38, die noch nicht abgelegt hatten, das Atoll Ulithi. Zwei Tage später lagen alle vor der Anlandungszone bei Luzon und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Diese dauerten bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sank der Zerstörer USS SPENCE und beschädigt wurden die Zerstörer USS BUCHANAN, USS DYSON, USS HICKOX und USS BENHAM ( DD-796 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI ( CL-89 ) und die Leichten Flugzeugträger USS SAN JACINTO ( CVL-30 ), USS CABOT ( CVL-28 ), USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Am Morgen des 21. Dezember fuhren die Schiffe der Task Force 38 in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die Schiffe der Task Force 38, zu der die USS FRANKS immer noch gehörte, legten am 30. Dezember 1944 in Ulithi schon wieder ab und fuhren erneut nach Luzon um an den beginnenden Kämpfen teilzunehmen. Die USS FRANKS stand auch diesmal wieder frei zur Verfügung und führte U-Boot Patrouille durch. Diesmal erhielt die Operation den Namen „Mike I“ und die Schiffe der TF 38 wurden zur Unterstützung der Landungsoperation auf Luzon eingesetzt in dem die Nachschubwege von Formosa aus abgeschnitten wurden. Ab dem 3. Januar wurden japanische Stellungen auf Formosa bombardiert und japanische Schiffe versenkt. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 30.8 rund 300 Seemeilen Nordöstlich von Luzon und betankten die Schiffe der TF 38. Gleich im Anschluss daran näherte sich die Task Force Luzon von Norden her und ab dem 6. Januar wurden japanische Stellungen auf der philippinischen Insel bombardiert. Am 12. Januar folgte gleich die Operation „Gratitude“, die bis zum 25. Januar dauerte und die Südöstlichen Gebiete von Französisch Indochina angegriffen wurden. Sämtliche japanischen Schiffe wurden nun in der Südchinesischen See angegriffen und wenn möglich versenkt. Der Einsatz der Task Force 38 war während der Kämpfe eine Demonstration der mobilen Seemacht und der Stärke der amerikanischen Marine. Am 26. Januar verließen die Schiffe der TF 38 wieder ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Dort versetzte man die USS FRANKS in die Task Group 58.4 die Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ) während der Operationen „Detachment“ und „Jamboree“ befehligte. Innerhalb der TG war der Zerstörer in der Task Undergroup 58.4.3 in der sich ausschließlich Zerstörer befanden und zur Sicherung der Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer aus der TG eingesetzt wurden. In der TU befanden sich die USS FRANKS, USS HAGGARD, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS McCORD, USS HEERMANN, USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ) und USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der Task Group 58.4 Ulithi und fuhren in Richtung Japan. Fünf Tage später wurden vor Iwo Jima die Schiffe der TG betankt. Dabei kollidierten die USS BARTON mit der USS INGRAHAM. Beide Schiffe wurden beschädigt. Die TG schob sich immer weiter nördlich. Vom 16. zum 17. Februar bombardierten dann Trägerflugzeuge Tokyo. Am 19. Februar begann die Invasion von Iwo Jima. Die Schiffe der Task Group 58.4 beteiligten sich dabei intensiv an der Bombardierung der japanischen Befestigungen auf der Insel. Doch schon am 27. Februar verließen die Schiffe ihre Positionen und fuhren nach Ulithi zurück wo sie am 1. März 1945 anlegten. Hier bereitete man die Schiffe auf die kommende Invasion auf Okinawa vor.
Dazu blieb die USS FRANKS in der Task Group 58.4 die wiederum Rear Admiral Arthur William Radford während der Operation “Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), USS INTREPID ( CV-11 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schlachtschiffe USS MISSOURI ( BB-63 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Großen Kreuzer USS GUAM ( CB-2 ) und USS ALASKA ( CB-1 ), die Leichten Kreuzer USS FLINT ( CL-97 ), USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS FRANKS, USS HAGGARD, USS HAILEY, USS TRATHEN, USS HEERMANN, USS McCORD, USS HAZELWOOD, USS COLAHAN, USS BENHAM, USS NORMAN SCOTT, USS MONSSEN, USS CUSHING ( DD-797 ), USS UHLMANN ( DD-687 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS WALLACE L LIND ( DD-703 ). Mit dieser geplanten Invasion auf Okinawa begann ein neues Kapitel in der Pazifik Kampagne. Zum ersten Mal während des Zweiten Weltkrieges griffen die amerikanischen Verbände japanisches Territorium an um es zu okkupieren. Dazu verließen die Schiffe am 14. März das Atoll Ulithi. Zwei Tage später befanden sie sich auf ihren Positionen und ab dem 18. März flogen die Trägerflugzeuge zwei Tage lang Angriffe auf Flugplätze von Kjushu, Kure und Kobe, auf militärische Ziele auf Honshu und Shikoku. Die USS FRANKS sowie die anderen Zerstörer der Task Group sicherten die Flugzeugträger in diesen Tagen vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Doch mit den massiven Angriffen der Kamikazepiloten am 18. März hatte eigentlich niemand gerechnet. Allerdings konnten sich jetzt die Flugabwehrkanoniere des Zerstörers auszeichnen. drei dieser Selbstmordpiloten konnten sie noch rechtzeitig abschießen bevor diese sich auf die Flugzeugträger stürzen konnten. Das gelang allerdings bei der USS FRANKLIN ( CV-13 ) und USS ENTERPRISE nicht direkt. Beide Träger wurden beschädigt. Ab dem 20. März begann man die Schiffe der TG zu betanken und am 22. März lagen sie bei Okinawa. Hier gliederte man die USS FRANKS am 24. März in die Task Group 58.7 ein, die Battleship Bombardement Group, die nur an diesem und dem 19. April in dieser Formation japanische Stellungen im Süden von Okinawa bombardierten. In der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS WISCONSIN, USS MISSOURI, USS NEW JERSEY, USS INDIANA ( BB-58 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) welche von der USS FRANKS und zwei weiteren Zerstörern gesichert wurden. Anschließend kehrte die USS FRANKS zur TG 58.4 zurück. Der Zerstörer übernahm seinen Sicherungsposten für die Flugzeugträger am 1. und 2. April. Dabei kreuzten die Schiffe in der Nagasuka Bay, im Osten von Okinawa. An diesem 2. April befand sich die USS FRANKS rund 120 Seemeilen Ostsüdost von Okinawa entfernt und eskortierte mit dem Schlachtschiff USS NEW JERSEY zusammen einen Flugzeugträger. Dabei kam es zur Kollision zwischen dem Zerstörer und dem Schlachtschiff. Die USS FRANKS wurde dabei schwer beschädigt und unter anderen Commander David Richard Stephan ( 5. Dezember 1910 – 2. April 1945 ), Kommandeur des Zerstörers, tödlich verletzt. Das Kommando übernahm bis zum 22. April Lieutenant Gerald Frederick Case. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer die Gewässer um Okinawa und fuhr nach Ulithi wo erste Reparaturen vorgenommen werden konnten. Diese dauerten bis zum 13. April. Gleich danach verließ das Schiff dieses Atoll und fuhr nach Bremerton, Washington in die Puget Sound Naval Shipyard. Die USS FRANKS erreichte diese Werft Anfang Mai. Die Reparaturarbeiten zogen sich bis weit in den Juli hin. Nach einer ersten Erprobungsfahrt verließ der Zerstörer wieder die Werft und erreichte Pearl Harbor. Dort gliederte die USS FRANKS in die Task Undergroup 12.5.9 ein. In dieser befanden sich die Zerstörer USS FRANKS, USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS KIMBERLY ( DD-521 ) und USS YARNALL ( DD-541 ). Am 10. August 1945 legten diese Zerstörer in Pearl Harbor ab und erreichten sieben Tage später das Atoll Eniwetok. Da wusste man auf den Schiffen, dass der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet war. Hier integrierte man ab dem 3. September die USS FRANKS in die Task Force 38. Für die dortigen Flugzeugträger war der Zerstörer zwischen Honshu und Okinawa die Wetterstation und übernahm die Rettung von Piloten, denn die Trägerflugzeuge führten nun Patrouillenflüge über dem japanischen Festland durch. Am 13. September lief die USS FRANKS in der Bucht von Tokyo ein und am 1. Oktober verließ das Schiff Japan. Es fuhr wieder an die US Westküste. Der Zerstörer legte im Hafen von San Pedro, Kalifornien an. Dort stellte man das Schiff am 31. Mai 1946 außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Am 1. Dezember 1972 strich man den Namen USS FRANKS ( DD-554 ) von der US Navy – Liste und nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen, verkaufte man es am 1. August 1973 zur Verschrottung.


USS FRANKS ( DD-554 )
Commanding Officer

LCDR Nicholas Adair Lidstone           30. Juli 1943 – 30. Juni 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR David Richard Stephan          30. Juni 1944 – 2. April 1945
LT Gerald Frederick Case           2. April 1945 – 22. April 1945
LCDR Eugene Baker Henry Jr.          22. April 1945 – 31. Mai 1946

USS RABAUL ( CVE-121 )

USS RABAUL ( CVE-121 )

Schiffsbiografie

Die USS RABAUL ( CVE-121 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rabaul, einem der strategisch wichtigsten Häfen und Flugplätze während des Zweiten Weltkrieges im Pazifik, benannt worden ist.
Der Geleitflugzeugträger ist das siebzehnte Schiff aus der COMMENCEMENT BAY – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipyards in Tacoma, Washington wurde am 2. Januar 1945 der Kiel s40002des Schiffes gelegt. Mrs Alice Houseman Schade ( 2. Juli 1903 – 27. Januar 1990 ), Ehefrau von Commodore Henry Adrian Schade ( 3. Dezember 1900 – 12. August 1992 ), Leitender Marinearchitekt im Flugzeugträgerbau im United States Navy Bureau of Ships, taufte am 14. Juli 1945 den Geleitflugzeugträger vor dessen Stapellauf. Die Komplettierung des Schiffes erfolgte auf der Commercial Iron Works in Portland, Oregon. An die US Navy wurde dann die USS RABAUL am 30. August 1946 ausgeliefert.
Man versetzte den Geleitflugzeugträger in die 19. US Flotte, die Pazifikreserveflotte ohne es in den Dienst der US Navy zu stellen. Die USS RABAUL wurde eingemottet und diente als Mobilisierungsreserve im Fall eines Krieges mit der Sowjetunion. Im Juni 1955 klassifizierte man das Schiff zu einem Geleithelikopterträger um und gab ihm die Kennung CVHE-121. Um die USS RABAUL auch nutzen zu können, verlegte man es im Juni 1958 nach San Diego, Kalifornien in die dortige Reserveflotte. Im Mai 1959 klassifizierte man es erneut um und übergab ihm die Kennung AKV-21. Damit war das Schiff zu einem Frachtschiff und Flugzeugfähre umstrukturiert worden, blieb aber in Reserve in San Diego vor Anker liegen. Erst am 1. September 1971 strich man den Namen USS RABAUL von der US Navy – Liste und verkaufte das Schiff am 25. August 1972 an die Nicolao Joffe Corporation in Beverly Hills, Kalifornien. Die Verschrottung erfolgte auf der Marine Salvage Company, Pier 54 in Oakland, Kalifornien. Doch kurz zuvor wurde das Schiff in den letzten Szenen des Films „Magnum Force“ gezeigt, einem Aktion Thriller mit Clint Eastwood.