Archiv für den Monat: März 2016

USS STEVENSON ( DD-503 )

USS STEVENSON ( DD-503 )

Biografie

John H. Stevenson
* ? in New York City
† 14. Juni 1899 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der US Navy und dinette während des amerikanischen Bürgerkrieges

Am 19. September 1862 trat John H. Stevenson in die US Navy ein und erhielt die Stelle eines stellvertretenden Volunteer Acting Zahlmeister und Schreiber. Er diente auf dem Schlepper USS SATELLITE ( 1854 ) der auf dem Potomac kreuzte. Im Dezember 1862 führte Stevenson eine Gruppe Matrosen mit einem Boot an Land. Man zerstörte eine Signal- und Ausbildungsstation und vertrieb eine kleine Einheit der Konföderierten. Im Juni 1863 begab sich Stevenson an Bord des neuen Kreuzers USS PRINCESS ROYAL ( 1863 ) der zum Westgolfblockadegeschwader gehörte und den Mississippi River flussaufwärts fuhr. Stevenson schlich sich in die Nähe des Forts von Donaldsonville, Louisiana und zeichnete Pläne von der Festung und kundschaftete viele Details der Konföderierten Armee aus. Mit den Aufzeichnungen kehrte Stevenson zur USS PRINCESS ROYAL zurück. Diese Aufzeichnungen wurden dem Kommandeur des Blockadegeschwaders, Rear Admiral David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) übergeben damit er einen Angriffsplan entwickeln konnte. Stevenson meldete sich am 10. Juli freiwillig eine Depesche von dem gestrandeten Schraubendampfer USS NEW LONDON ( 1859 ) abzuholen. Unter Beschuss wagte er sich dorthin, übernahm die Depesche und begann seinen Ritt von etwa 85 Meilen durch feindliches Gebiet bis zu Farragut. Stevenson blieb auch nach dem Krieg in der US Navy und diente in mehreren Häfen der Vereinigten Staaten, im Südatlantik, auf Pazifik Stationen und in Nagasaki, Japan. Am 25. September 1893 versetzte man ihn in den Ruhestand. Nachdem der Spanisch-Amerikanische Krieg ausgebrochen war, holte man Stevenson in den aktiven Dienst zurück und übergab ihm eine Offiziersstelle im Küstenschutz. John H. Stevenson verstarb am 14. Juni 1899 in Brooklyn, New York.

Zu Ehren von John H. Stevenson wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt, aber nur eins gebaut.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS STEVENSON ( DD-503 ) dessen Bau aber nie begonnen wurde.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS STEVENSON ( DD-503 )

Schiffsbiografie

Die USS STEVENSON ( DD-503 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Pay Inspektor John H. Stevenson benannt werden sollte.
Der zukünftige Zerstörer war ein für experimentelle Zwecke geplantes 900 Tonnen schweres Schiff.
Den Zuschlag für den Bau des Schiffes erhielt die Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey. Doch schon am 10. Februar 1941 strich man den Bau und den Namen des Schiffes ersatzlos von der US Navy – Liste und vergab noch am selben Tag den Namen USS STEVENSON einem 1.630 Tonnen Zerstörer aus der GLEAVES – Klasse mit der Kennnummer DD-645.

USS STEVENSON ( DD-645 )

USS STEVENSON ( DD-645 )

Biografie

John H. Stevenson
* ? in New York City
† 14. Juni 1899 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der US Navy und dinette während des amerikanischen Bürgerkrieges

Am 19. September 1862 trat John H. Stevenson in die US Navy ein und erhielt die Stelle eines stellvertretenden Volunteer Acting Zahlmeister und Schreiber. Er diente auf dem Schlepper USS SATELLITE ( 1854 ) der auf dem Potomac kreuzte. Im Dezember 1862 führte Stevenson eine Gruppe Matrosen mit einem Boot an Land. Man zerstörte eine Signal- und Ausbildungsstation und vertrieb eine kleine Einheit der Konföderierten. Im Juni 1863 begab sich Stevenson an Bord des neuen Kreuzers USS PRINCESS ROYAL ( 1863 ) der zum Westgolfblockadegeschwader gehörte und den Mississippi River flussaufwärts fuhr. Stevenson schlich sich in die Nähe des Forts von Donaldsonville, Louisiana und zeichnete Pläne von der Festung und kundschaftete viele Details der Konföderierten Armee aus. Mit den Aufzeichnungen kehrte Stevenson zur USS PRINCESS ROYAL zurück. Diese Aufzeichnungen wurden dem Kommandeur des Blockadegeschwaders, Rear Admiral David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) übergeben damit er einen Angriffsplan entwickeln konnte. Stevenson meldete sich am 10. Juli freiwillig eine Depesche von dem gestrandeten Schraubendampfer USS NEW LONDON ( 1859 ) abzuholen. Unter Beschuss wagte er sich dorthin, übernahm die Depesche und begann seinen Ritt von etwa 85 Meilen durch feindliches Gebiet bis zu Farragut. Stevenson blieb auch nach dem Krieg in der US Navy und diente in mehreren Häfen der Vereinigten Staaten, im Südatlantik, auf Pazifik Stationen und in Nagasaki, Japan. Am 25. September 1893 versetzte man ihn in den Ruhestand. Nachdem der Spanisch-Amerikanische Krieg ausgebrochen war, holte man Stevenson in den aktiven Dienst zurück und übergab ihm eine Offiziersstelle im Küstenschutz. John H. Stevenson verstarb am 14. Juni 1899 in Brooklyn, New York.

Zu Ehren von John H. Stevenson wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt, aber nur eins gebaut.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS STEVENSON ( DD-503 ) dessen Bau aber nie begonnen wurde.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS STEVENSON ( DD-645 )

Schiffsbiografie

Die USS STEVENSON ( DD-645 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Pay Inspektor John H. Stevenson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundsechzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 23. Juli 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mary Stevenson, Tochter von Pay Inspektor John H. Stevenson, taufte am 11. November 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Thomas Chandler Green ( 14. September 1903 – 13. Februar 1978 ) stellte am 15. Dezember 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Ende Dezember begann die USS STEVENSON gleich nach der Indienststellung mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Aber am 4. Februar 1943 kollidierte die USS STEVENSON mit dem Frachtschiff SS BERWIND VALE vor Newport, Rhode Island. Der Bug des Zerstörers wurde dabei abgerissen. Die USS STEVENSON musste in die Brooklyn Navy Yard geschleppt werden wo die Reparaturen begannen. Gleich danach versetzt man den Zerstörer zur Eskorte für fünf Schiffskonvois die zwischen der US Amerikanischen Ostküste und nordafrikanischen Häfen pendelten und bis Dezember 1943 dauerten. So begleitet die USS STEVENSON ab Anfang Juni zusammen mit den Zerstörern USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS PAUL JONES ( DD-230 ) und dem Küstenwachkutter USCGC CAMPBELL ( WPG-32 ) aus der Task Force 69 den Konvoi UGS 9, bestehend aus insgesamt 74 Handelsschiffen, nach Gibraltar. Zusätzlich eskortiert diese Handelsschiffe ab dem 7. bis zum 13. Juni der Geleitflugzeugträger USS BOGUE ( CVE-9 ), der von den Zerstörer und Wasserflugzeugtendern USS CLEMSON ( AVD-4 ), USS GEORGE E BADGER ( AVD-3 ), USS GREEN ( AVD-13 ) und USS OSMOND INGRAM ( AVD-9 ) gesichert wurde, südlich an den Azoren und dort lauernden deutschen U-Booten der Gruppe „Trutz“ vorbei. Kaum sind die Schiffe des Konvois UGS 9 an britische Zerstörer und Korvetten übergeben worden die diese ins Mittelmeer begleiteten, übernahmen die amerikanischen Zerstörer den Schiffskonvoi GUS 8A in dem sich insgesamt 43 Handelsschiffe befanden. Die amerikanischen Kriegsschiffe gehörten jetzt zur Task Force 69 und dieser TF befanden sich neben der USS STEVENSON die Zerstörer USS STOCKTON, USS THORN, USS PAUL JONES, USS MAYO ( DD-422 ) und USS TARBELL ( DD-142 ) und den Küstenwachkuttern USCGC CAMPBELL, USCGC SPENCER ( WPG-36 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ). Am 16. Juni können die Schiffe der GUS 8A unbemerkt südlich der Azoren die deutsche U-Boot Gruppe „Trutz“ passieren und erreichten vollzählig den Hafen von New York. Die USS STEVENSON eskortierte dann den Schiffskonvoi UGS 13 der aus 82 Handelsschiffen bestand. Zur Sicherung dieses Konvois waren die Kriegsschiffe der Task Force 64 bereitgestellt. In dieser TF waren neben der USS STEVENSON die Zerstörer USS STOCKTON, USS THORN, die Geleitzerstörer USS HAMMANN ( DE-131 ), USS JACOB JONES ( DE-130 ) und USS ROBERT E PEARY ( DE-132 ) und die Küstenwachkutter USCGC CAMPBELL, USCGC SPENCER und USCGC DUANE. Dieser Schiffskonvoi traf am 3. August westlich der Azoren auf die Task Group 21.14, bestehend aus dem Geleitflugzeugträger USS CARD ( CVE-11 ) und den Zerstörern USS BARRY ( DD-248 ), USS GOFF ( DD-247 ) und USS BORIE ( DD-215 ), und wurde von dieser südlich um die Azoren herum eskortiert. Bei ihrer letzten Begleitfahrt eskortierte die USS STEVENSON zusammen mit der USS STOCKTON und USS THORN zwei Öltanker bis nach Ponta Delgada, Azoren. Es waren die ersten drei amerikanischen Kriegsschiffe die nach dem neu in Kraft getretenen Abkommen zwischen den Alliierten und der portugiesischen Regierung in diesem Hafen anlegten. Auf den Eskortierfahrten hatte die USS STEVENSON auch mehrere Sonarkontakte von mutmaßlichen U-Booten. Die dann beginnenden Wasserbombenangriffe brachten aber keine Ergebnisse.
Den Zerstörer verlegte man dann nach der letzten Eskortierfahrt in den Hafen von Norfolk. Dort bereitete man das Schiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 23. Januar 1944 legte die USS STEVENSON zusammen mit der USS STOCKTON und der USS THORN in Norfolk ab, durchquerten den Panamakanal, legten in San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii kurz an und fuhren bis nach Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen dann durch. Dort gliederte man die Zerstörer in die 7. US Flotte ein. Direkt waren sie innerhalb der Task Force 76 für die Operation „Brewer“ integriert die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) befehligte. In dieser TF befanden sich neben der USS STEVENSON die Zerstörer USS STOCKTON, USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS AMMEN ( DD-527 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS THORN ( DD-647 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Zerstörer und Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). In einer ersten Welle landeten am 29. Februar im Hayne Hafen auf Los Negros, Admiralitätsinseln die Soldaten des 5. Kavallerieregiments und bildeten einen Brückenkopf. Feuerunterstützung erhielten sie durch die Schiffe der Task Group 74.2. Am Abend ziehen sich die Schiffe zurück. Nur in der Nacht zum 1. März feuern die beiden Zerstörer USS BUSH und USS STOCKTON auf japanische Truppen die einen Gegenangriff starteten. Die USS STEVENSON, USS FLUSSER, USS DRAYTON, USS SMITH, USS WILKES, USS SWANSON, USS NICHOLSON, und der australische Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) verlassen das Areal zusammen mit den drei Schnellen Truppentransportern und fahren nach Tulagi zurück. Am 2. März treffen weitere 1.000 amerikanische Soldaten auf sechs LST und sechs LSM ein die von den amerikanischen Zerstörern USS AMMEN und USS MULLANY ( DD-528 ), dem australischen Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) und dem amerikanischen Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-17 ) eskortiert wurden. Während der Landung dieser Truppen schießen die USS STOCKTON, USS BUSH, USS WELLES und USS LONG aus allen Rohren auf feindliche Ziele. Am 5. März trifft dann die dritte Welle von 1.410 Soldaten ein die von den drei Schnellen Truppentransportern herangebracht und von der Gruppe um die USS STEVENSON gesichert wurden. Eine immer noch aktive japanische Küstenbatterie kann am folgenden Tag die USS NICHOLSON durch einen Treffer beschädigen. Dadurch zog man die Schiffe der TG 74.2 nochmals heran die zwei Tage lang zusammen mit denen der TF 76 erneut die Inseln Bombardieren. Dabei wurden 64 Schuss 20,3 cm Granaten, 1.144 Schuss 15,2 cm und 12,7 cm Granaten und 92 Schuss 10,2 cm Granaten nur von den Kreuzern und Zerstörern der Task Group abgefeuert. Am 9. März war der neueingerichtete amerikanische Flugplatz gesichert und die Gegenwehr der Japaner auf dieser Insel gebrochen. Am 12. März traf ein weiterer Konvoi mit sechs Panzerlandungsschiffen ein die von den Zerstörern HMAS WARRAMUNGA, USS FLUSSER, USS REID, USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) und USS HOBBY ( DD-610 ) gesichert wurden. Bis zum 30. März werden mit Hilfe der Zerstörer aus der TF 76 und den Soldaten des 5. Kavallerieregiments die weiteren Inseln im Gebiet des Seeadler Harbor, Manus Island gegen zum Teil heftigen Widerstand der japanischen Verteidiger erobert. Nach dem Abschluss der Kämpfe begann man mit dem Ausbau des Hafens um dort ein logistisches Drehkreuz für den Nachschub zu errichten. Für die Besatzungen der Kriegsschiffe der TF 76 war keine große Erholungsphase angedacht. Man versetzte die USS STEVENSON in die Task Group 77.2, die zentrale Angriffsgruppe während der amphibischen Landungen in der Humboldt Bay. Das Kommando über die TG übernahm Rear Admiral William Morrow Fechteler. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS STEVENSON, USS WELLES, USS REID, USS STOCKTON, USS RADFORD ( DD-446 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS ROE ( DD-418 ), USS McKEE ( DD-575 ) und USS TAYLOR ( DD-466 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS, USS SANDS, USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) sowie die Schnellen Minensucher USS LONG und USS HOGAN ( DMS-6 ). Diese sicherten die Transportschiffe der Soldaten der 24. Infanteriedivision, kommandiert von Major General Irving, bis in die Tanahmerah Bay, Hollandia ab. Das waren ein Angriffstruppentransporter, sieben Panzerlandungsschiffen und sechzehn Infanterielandungsbooten. Weiteres Kriegsmaterial lieferte ein Angriffsfrachtschiff und ein amphibisches Docklandungsschiff. Für die Operation „Reckless“ verließen die Schiffe der TG am 18. April ihre Basis und vier Tage später begann der Angriff. Die Landungen gelingen da es sehr geringen japanischen Widerstand gibt. Alle Ziele werden bis zum 28. April erreicht. Die USS STEVENSON kehrte nach den Kämpfen in den Seeadler Harbor, Manus Island zurück. Dort wurde alles Notwendige gebunkert und begann mit Patrouillenfahrten westlich von Manus Island. Am 15. Mai versetzte man den Zerstörer in die Task Force 75 die von Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) befehligt wurde. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ), USS NASHVILLE ( CL-43 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ), die Zerstörer USS STEVENSON, USS WELLES, USS WILKES, USS ROE, USS BACHE, USS BALCH ( DD-363 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ), USS ABNER READ ( DD-526 ) und USS TRATHEN ( DD-530 ), die Geleitzerstörer USS WHITHURST ( DE-634 ), USS MANNING ( DE-199 ), USS NEUENDORF ( DE-200 ), USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ) sowie der Schnelle Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ). Die Schiffe der TF 75 waren zur Sicherung der eigentlichen Invasionsschiffe während der Operation „Straightline“ vorgesehen. Sie eskortierten zwei Angriffstruppentransportschiffe, sieben Panzerlandungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsschiffe und zwei U-Boot Jäger. Diese Transportschiffe befördern 7.000 Soldaten des 163. RCT der 41. Infanteriedivision welches Brigadegeneral Doe kommandierte. Am 15. Mai verließen die Schiffe den Hafen von Manus Island und erreichten zwei Tage später das Seegebiet um Wakde Island. Dort landete die amphibische Gruppe bei Arara und am 18. Mai auf der Vorgelagerten Insel Wakde Island zur Einnahme des dortigen Flugplatzes. Bis zum 25. Mai blieb die USS STEVENSON mit den anderen Schiffen der TF 75 dort zur Unterstützung der Soldaten bis die Insel Wakde fast vollständig eingenommen worden war. Gleich nachdem große Teile der Soldaten der 41 Infanteriedivision auf Wakde nicht mehr benötigt wurden, nahmen diese ihren Platz auf den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS WARD, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) wieder ein. Zusammen mit den Sicherungsschiffen aus der Task Force 74 und 75 legten diese wieder ab und verließen die Humboldt Bay. Sie wechselten zur indonesischen Insel Biak, wo die Operation „Horliek“ beginnen sollte. Dazu unterstellte man die Schiffe der TF 75 und TF 74 der Task Force 77, welche Rear Admiral William Morrow Fechteler kommandierte. Die Amphibische VII. Landungsflotte, die die Soldaten der 41. Infanteriedivision transportierte, legte zur gleichen Zeit am 25. Mai in Hollandia ab. Das Ziel ist es die Truppen am 27. Mai an der Südküste von Biak zu landen. Die Sicherung und Feuerunterstützung dafür übernahmen wieder die Schiffe der TF 75 und TF 74. Rund 10.000 japanische Soldaten leisten heftigsten Widerstand. Zur Entlastung wurde auch ein japanischer Flottenverband mit 1.700 zusätzlichen Soldaten an Bord entsandt. Doch die amerikanische Luftaufklärung kann diesen Verband ausfindig machen und er kehrte am 3. Juni unverrichteter Dinge um. Am 4. Juni greifen japanische Flugzeuge die Schiffe der TF 75 und TF 74 an und beschädigen dabei die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS NASHVILLE. Die amerikanische Luftaufklärung sichtet an diesem Tage eine weitere feindliche Flotte die zur Unterstützung der Soldaten auf Biak ausgelaufen ist. Diesen japanischen Schiffen werden mehrere Kreuzer und Zerstörer entsandt. Die USS STEVENSON bleibt aber zur Sicherung vor Biak. Auch ein dritter Versuch Entsatztruppen nach Biak zu bringen endet für die japanische Marine in einem Desaster, da die amerikanische Operation gegen die Inseln der Marianen angelaufen war. Jetzt erst beginnt man mit der Umgruppierung der einzelnen Task Force für die Operation „Tabletennis“ vor Biak. Die USS STEVENSON bleibt in der TF 75. In dieser befinden sich jetzt die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS PHOENIX und die Zerstörer USS STEVENSON, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS REID, USS ROE, USS WELLES, USS WILKES, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-560 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS SWANSON ( DD-443 ). Die Schiffe dieser TF unterstützten zusammen mit der TF 74 die Schiffe der Task Force 77, der US VII. Amphibischen Force, die am 2. Juli 1944 7.100 Mann des 168. Infanterieregiments auf der Insel Noemfoor, Neuguinea landen sollte. Zur Vorbereitung dieser Anlandung beschossen sie japanische Stellungen. Schon nach zwei Tagen war die Insel eingenommen. Es folgen nun im Juli mehrere Patrouillenfahrten und die Beschießung von japanischen Stellungen bei Aitape. Ende Juli setzt die VII. Amphibische Landungsflotte der TF 77 zum Sprung auf die nächste Insel an. Zusammen mit den Kriegsschiffen der TF 75 und TF 74 werden von Wakde Island aus die Schnelle Truppentransporter USS KILTY, USS SCHLEY, USS WARD, USS HERBERT und USS CROSBY, sechzehn Infanterielandungsschiffe, drei Infanterielandungsboote, acht Panzerlandungsschiffe, vier U-Boot Jäger und ein Hochseeschlepper eskortiert die die Soldaten der 6. Infanteriedivision transportierten. Die Einheiten landeten am 30. Juli östlich von Cape Sansapor auf den küstennahen Inseln Amsterdam und Middelburg. Da es keinen Widerstand durch japanische Einheiten gab, eskortierte die USS STEVENSON zusammen mit drei weiteren Zerstörern und zwei U-Boot Jägern mehrere Landungsfahrzeuge die ein Bataillon zum westlicher gelegenen Cape Sansapor transportierten. Die Deckung dieser Operation übernahmen die Kriegsschiffe der Task Force 78 und die der TF 74 mit dem Schweren australischen Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, den amerikanischen Leichten Kreuzern USS BOISE, USS NASHVILLE und dem australischen Leichten Kreuzer HMAS ARIADNE und den amerikanischen Zerstörern USS WILKES, USS SWANSON, USS FLETCHER, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS WELLES, USS MUSTIN und USS RUSSELL. Vor der Landung auf Cape Sansapore erfolgte durch die Schiffe keine Küstenbeschießung. Alle Schiffe der TF 75 kehren nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Kampagne nach Manus Island zurück. Dort werden notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen und den Besatzungen etwas Ruhepause gegönnt. Man begann aber schon nach wenigen Tagen die Schiffe neu zu strukturieren und neuen Einheiten zuzuordnen. So soll die USS STEVENSON zur neu aktivierten Task Force 32 wechseln deren Schiffe sich auf die Operation „Stalemate II“ vorbereiteten. Dazu verließ der Zerstörer am 20. August Neuguinea und erreichte am 24. August Port Purvis, Tulagi. An diesem Tag erreichten auch die ersten Schiffe der TF 32 diesen Hafen. Nach zwei Tagen, die mit dem Auffüllen der Magazine genutzt wurden, stach die USS STEVENSON mit den anderen Schiffen der TF 32 wieder in See. Den Zerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Inseln Pepeliu, Palau Islands. Die Task Force 32 kommandierte Rear Admiral George H. Fort. So befanden sich in dieser freien Gruppierung neben der USS STEVENSON die Zerstörer USS GRIDLEY, USS BEALE, USS STOCKTON, USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS FRANKS ( DD-554 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS CABANA ( DE-260 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS DEMPSEY ( DE-26 ) und USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation vorgesehen. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten diese Schiffe unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Am 15. September beginnt der Angriff auf Peleliu nachdem zwei Tage vorher schon mit dem Bombardement von See aus durch die Fire Support Group die Schlacht eingeläutet worden war. Die Männer der 1. Marinedivision, unter dem Kommando von Major General William Henry Rupertus ( 14. November 1889 – 25. März 1945 ), werden angelandet und erringen auch schnell einen Brückenkopf, aber die japanischen Verteidiger haben sich in die Berge zurückgezogen und leisten erbitterten Widerstand. Die USS STEVENSON eskortierte zusammen mit der USS STOCKTON und weiteren Zerstörern das Docklandungsschiff USS LINDENWALD, welches Soldaten der 81. Infanteriedivision transportiert und die Angriffstransportschiffe USS FREMONT, USS PIERCE und USS JAMES O’HARA zur zehn Kilometer südwestlich gelegenen Insel Angaur. Im Anschluss daran patrouilliert der Zerstörer mit anderen Kriegsschiffen in diesem Gebiet der Palau Inseln und sichert sie vor dem Eindringen von feindlichen U-Booten. Am 12. Oktober ist die Angriffsphase auf Peleliu für beendet erklärt worden obwohl die Kämpfe immer noch weiter toben. Am 14. Oktober verlässt daraufhin die USS STEVENSON mit der USS STOCKTON dieses Seegebiet und fuhr nach Seattle, Washington um sich einer Überholung zu unterziehen. Diese Überholung begann im November und zog sich bis in den Januar 1945 hin. Danach fuhr der Zerstörer nach Pearl Harbor, wo er am 27. Januar wieder ablegte und zum Atoll Ulithi, Karolinen fuhr. Dort ließ man Anfang Februar den Anker fallen. Dort gliederte man die USS STEVENSON in die Task Group 50.8 ein, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON, USS THORN, USS GILLESPIE, USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) USS AYLWIN ( DD-355 ) und USS KALK ( DD-611 ), die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT ( AO-44 ), USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ) und USS MILLICOMA ( AO-73 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Am 8. Februar 1945 verließen die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi um für die Operation „Detachment“ den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. Am 26. Februar gab es U-Boot Alarm und zwei japanische U-Boote konnten westlich von Iwo Jima versenkt werden. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TF 50.8 am 1. März und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Hier untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS STEVENSON blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ). In dieser Hauptgruppe befanden sich neben der USS STEVENSON die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON, USS THORN, USS STOCKTON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS HOBBY ( DD-610 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS MORRISON ( DD-560 ) und vier weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LYMAN, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS LAKE ( DE-301 ), USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Schiffe der TG 58.4 wurden am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, integriert. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON, die Geleitzerstörer USS LYMAN, USS STRAUS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS STEVENSON zu tun den Zerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffen der TG gelang dies aber nicht. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden konnte und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereitete. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Dazu verließen die Schiffe am 28. Juni Leyte und erreichten zwei Tage später das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS STEVENSON operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation im Pazifik der Zweite Weltkrieg. Die USS STEVENSON blieb aber mit den Schiffen der TG 30.8 weiterhin vor Honshu und sicherte die Invasionsflotte ab. Am 4. Oktober 1945 entwickelte sich ein Taifun bei den Karolinen. Sein Kurs war nach Nordwesten zum Ostchinesischen Meer bei Formosa gerichtet, also für die amerikanische Flotte nicht von Belang. Doch am 8. Oktober drehte dieser Taifun unerwartet nach Norden in Richtung Okinawa. Viele Schiffe waren in den verengten Gewässern der Buckner Bay, Okinawa und in ihren Häfen gefangen und hatten keine Chance auf die Offene See zu entkommen. Dreißig bis fünfunddreißig Meter hohe Wellen rollten auf das Festland zu. Insgesamt 12 Schiffe und Infanteriefahrzeuge wurden dabei versenkt, 222 liefen auf Grund und 32 davon wurden schwer beschädigt. Auch auf den japanischen Hauptinseln wütete der Taifun vom 9. bis zum 11. Oktober, aber nicht mehr mit dieser Wucht. Die USS STEVENSON befand sich zum Zeitpunkt dieses Sturmes auf Offener See. Kurz darauf verließ der Zerstörer die Gewässer von Japan und fuhr in Richtung der US Amerikanischen Ostküste. Zusammen mit der USS STOCKTON machte sich die USS STEVENSON  auf dem Weg dorthin. Beide Zerstörer besuchten unter anderen die Häfen von Singapur und Kapstadt. Im neuen Heimathafen von Charleston, South Carolina legte die USS STEVENSON am 20. Januar 1946 an. Die Außerdienststellung erfolgte am 27. April 1946. Noch am selben Tag versetzte man den Zerstörer in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS STEVENSON ( DD-645 ) strich man am 1. Juni 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegswichtiger Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. Juni 1970 an die Portsmouth Salvage Company, Virginia zum Verschrotten.


USS STEVENSON ( DD-645 )
Commanding Officer

CDR Thomas Chandler Green         15. Dezember 1942 – 10. März 1943
CDR Francis Edmond Wilson        10. März 1943 – 31. August 1944
LCDR Heydon Forbes Wells         31. August 1944 – 22. Juli 1945
LCDR Markeson Varland          22. Juli 1945 – 27. April 1946

USS STOCKTON ( DD-504 )

USS STOCKTON ( DD-504 )

Biografie

Robert Feld Stockton
* 20. August 1795 in Morven, Stockton Street, Princeton, New Jersey
† 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey
war Commodore bei der US Navy, diente während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und als Senator von New Jersey

Robert Feld Stockton wurde in einer politisch engagierten Familie geboren. Sein Vater Richard Stockton ( 17. April 1764 – 7. März 1828 ) war ein US Senator und Rechtsanwalt, sein Großvater Richter Richard Stockton war Generalstaatsanwalt für New Jersey und einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. Der junge Stockton wurde im September 1811 kurz nach seinem Geburtstag zum Midshipman bei der US Navy ernannt. Er diente an Land und auf See während des Krieges von 1812. Dort lernte er die ersten Grundkenntnisse über eine Seeschlacht. Noch vor der Beendigung dieses Konfliktes beförderte man ihn zum Lieutenant. Nach dem Krieg befand sich Stockton an Bord von Schiffen die im Mittelmeer, der Karibik und an der Westafrikanischen Küste kreuzten. Stockton war der erste Navy Offizier der offen seine Abneigung gegen den Sklavenhandel zeigte und mehrere Sklavenschiffe aufbrachte. Zusammen mit dem späteren Kolonialagenten Eli Ayers ( 9. Mai 1778 – 25. April 1822 ) der American Colonization Society, gegründet von Robert Finley ( 1772 – 3. Oktober 1817 ), handelte Stockton Ende 1821 einen Vertrag mit sechs Stammesfürsten aus für den Erwerb von Grundstücken in Cape Mesurado. Diese Grundstücke führten zur Gründung des Staates Liberia wohin man befreite Sklaven brachte. Zu diesem Zeitpunkt war Stockton Kommandant des Schoners USS ALLIGATOR ( 1820 ). Im Frühjahr 1822 kehrte Stockton mit der USS ALLIGATOR nach Boston zurück und übergab dort das Kommando über das Schiff an Lieutenant William Howard Allen ( 8. Juli 1790 – 9. November 1822 ). Danach zog sich Stockton von der US Navy zurück. Den Rest der 1820er und bis Mitte der 1830er Jahre widmete er seine volle Aufmerksamkeit seinen Geschäften in New Jersey. In dieser Zeit wurde sein Sohn John Potter Stockton ( 2. August 1826 – 22. Januar 1900 ) geboren der später ebenfalls als Senator für den Bundesstaat New Jersey im Repräsentantenhaus saß. Im Jahre 1838 trat Stockton wieder aktiv in den Marinedienst ein und man beförderte ihn zum Captain. Er diente in europäischen Gewässern, nahm aber im Jahre 1840 wieder seinen Abschied von der US Navy um sich seiner politischen Arbeit vollkommen zu widmen. Er erhielt von US Präsident John Tayler ( 29. März 1790 – 18. Januar 1862 ) 1841 einen Posten im US Marineministerium angeboten das von George Edmung Badger ( 17. April 1795 – 11. Mai 1866 ) geleitet wurde. Doch Stockton lehnte dieses Angebot ab und warb erfolgreich um Unterstützung für den Bau eines modernen Dampfkriegsschiffes mit einer Batterie von sehr schweren Geschützen. Dieses Schiff wurde von dem schwedisch-amerikanischen Erfinder und mechanischen Ingenieur John Ericsson ( 31. Juli 1803 – 8. März 1889 ) entworfen. Es sollte das erste Schiff sein das von einem Propeller angetrieben werden konnte. Am 20. Oktober 1842 erfolgte die Kiellegung in der Philadelphia Navy Yard. Am 5. September 1843 erfolgte der Stapellauf und am 9. September 1843 stellte Captain Stockton das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Es erhielt den Namen USS PRINCETON ( 1843 ), benannt nach einem amerikanischen Sieg in der Nähe von Princeton während der Revolution und der Heimatort der prominenten Familie Stockton. An Bord waren zwei 225 Pfund schweren schmiedeeisernen Kanonen. Sie hatten die Namen „Peacemaker“ und „Oregon“. Nach mehreren Probefahrten und Nachbesserungen war die USS PRINCETON am 1. Januar 1844 Einsatzbereit. Um dies zu feiern waren am 28. Februar in Alexandria, Virginia 400 Gäste für eine Demonstrations- und Vergnügungsfahrt geladen. Unter den Gästen war der US Präsident John Tyler, seine Verlobte Julia Gardiner ( 17. Mai 1820 – 10. Juli 1889 ) und das Kabinett des Präsidenten sowie die ehemalige First Lady Dolley Payne Todd Madison ( 20. Mai 1768 – 12. Juli 1849 ). Zum Vergnügen der Gäste wurden auch beide in England gebauten Kanonen einmal abgefeuert. Doch die Gäste wollten dieses Vergnügen noch einmal genießen. Beim Abfeuern der Kanone „Peacemaker“ gab es eine Verpuffung und die Kanone explodierte. Dabei wurde der Sklave und Kammerdiener von US Präsident Tyler, David Gardiner ( 29. Mai 1784 – 28. Februar 1844 ) Vater von Julia Gardiner, Marineminister Thomas Walker Gilmer ( 6. April 1802 – 28. Februar 1844 ), der Chef des Bureau of Construction and Equipment Commodore Beverly Kennon, der eben aus Den Haag Heimgekehrte amerikanische Botschafter Virgil Maxy ( 5. Mai 1785 – 28. Februar 1844 ) und der Staatssekretär Abel Parker Upshur ( 17. Juni 1790 – 28. Februar 1844 ) sofort getötet. Etwa zwanzig weitere Personen, unter ihnen auch Captain Stockton, wurden zum Teil schwer verletzt. Stockton wurde nach dieser Katastrophe vor Gericht gestellt. Man befand dort, dass er sich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht hatte und sprach ihn frei. US Präsident Tyler schickte Stockton mit der USS PRINCETON an die Küste von Texas um sich dort mit dem Golfgeschwader zu vereinigen. Das Geschwader sollte an der texanischen Küste kreuzen während Texas selber von der US Army am 19. Februar 1845 annektiert wurde und somit der mexikanischen Marine keinen Anlass gab Truppen anlanden zu können. James Knox Polk ( 2. November 1795 – 15. Juni 1849 ), der Neue am 4. März 1845 gewählte US Präsident, empfing Stockton in Washington DC und ließ sich von der Annektierung berichten. Am 25. April 1846 brach dann der Mexikanisch-Amerikanische Krieg aus. Polk entsandte den zum Commodore beförderten Stockton an die Westküste Amerikas wo er das Kommando über das Pazifikgeschwader von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) in Monterey, Kalifornien übernahm. Stockton ließ seinen Kommandeurswimpel auf der Fregatte USS CONGRESS ( 1841 ) aufziehen und begann mit seinen See- und Landoperationen entlang der kalifornischen Küste. Mit den Einheiten von General Stephen Watts Kearny ( 30. August 1794 – 31. Oktober 1848 ) und John Charles Frémont ( 21. Januar 1813 – 13. Juli 1890 ) wurden die mexikanischen Truppen in Alta California geschlagen. Abfang Januar 1847 konnte durch die Schlacht von Rio San Gabriel und der Schlacht von La Mesa die Kontrolle über Los Angeles zurückerobert werden. Einen Friedensvertrag von Cahuenga zwischen den Spanischen Milizen und den Amerikanischen Truppen wurde am 13. Januar geschlossen und in Alta California endeten die Kämpfe. Das Gebiet von Kalifornien wurde damit formell für die USA annektiert und 1848 mit dem Friedensvertrag mit Mexiko bestätigt. Stockton, der nunmehrige US Militär Gouverneur von Kalifornien, übergab dieses Amt an General Kearny weiter nachdem dieser mit seinen frischen Truppen aus New York unter dem Kommando von Colonel Jonathan Drake Stevenson ( 1. Januar 1800 – 14. Februar 1894 ) in Kalifornien eingetroffen war. Stockton selber kehrte an die Ostküste zurück wo er im Mai 1850 aus dem aktiven Dienst bei der US Navy zurücktrat. Er nahm seine geschäftlichen und politischen Aktivitäten wieder auf. Den Demokraten Robert Feld Stockton wählte man im Jahre 1851 für den Bundesstaat New Jersey in den US Senat. Eine seiner ersten Amtshandlungen im Senat war, einen Gesetzentwurf vorzulegen worin die Prügelstrafe innerhalb der US Navy abgeschafft werden sollte. Am 10. Januar 1853 trat Stockton sein Amt als Präsident in der Delaware Raritan Company an. Dieses Amt hatte er bis 1866 inne. Stockton nahm im Februar 1861 an der Friedenskonferenz in Washington DC teil, bei der es 100 Politiker aus dem ganzen Land es nicht verhindern konnten den bevorstehenden amerikanischen Bürgerkrieg abzuwenden. Im Jahre 1863 übertrug man ihm das Kommando über die New Jersey Militz nachdem konföderierte Truppen in Pennsylvania eingedrungen waren. Commodore Robert Feld Stockton starb am 7. Oktober 1866 in Princeton. Sein Leichnam wurde auf dem Priceton Friedhof beerdigt.

Insgesamt vier Schiffe bei der US Navy wurden zu Ehren von Commodore Robert Feld Stockton benannt, wovon aber nur drei gebaut und in Dienst gestellt werden konnten.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS STOCKTON ( TB-32 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS STOCKTON ( DD-73 ) aus der CALDWELL – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS STOCKTON ( DD-504 ) dessen Bauvertag aber am 10. Februar 1941 annulliert und auf die Kennung DD-646 überragen wurde.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS STOCKTON ( DD-646 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS STOCKTON ( DD-504 )

Schiffsbiografie

Die US STOCKTON ( DD-504 ) sollte das dritte Schiff bei der US Navy werden das zu Ehren von Commodore Robert Field Stockton benannt werden sollte.
Der zukünftige Zerstörer war ein für experimentelle Zwecke geplantes 900 Tonnen schweres Schiff.
Den Zuschlag für den Bau des Schiffes erhielt die Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey am 9. September 1940. Den Namen USS STOCKTON verlieh man dem Schiff am 22. Januar 1941. Doch schon am 10. Februar 1941 strich man den Bau und den Namen des Schiffes ersatzlos von der US Navy – Liste und vergab noch am selben Tag den Namen USS STOCKTON einem 1.630 Tonnen Zerstörer aus der GLEAVES – Klasse mit der Kennnummer DD-646.

USS TAYLOR ( DD-468 )

USS TAYLOR ( DD-468 )

Biografie

William Rogers Taylor
* 7. November 1811 in Rhode Island
† 14. April 1889 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und dem Amerikanischen Bürgerkrieg

Im Jahre 1828 trat William Rogers Taylor in die US Navy ein und man ernannte ihn dort zum Midshipman. Seinen Dienst für die folgenden zehn Jahre versah er an Bord der Kriegsschaluppe USS ST. LOUIS ( 1828 ) und der Korvette USS PEACOCK ( 1813 ). Zum Lieutenant beförderte man ihn im Jahre 1840. Neben den Pflichtaufgaben bei der Küstenwacht diente Taylor danach an Bord der Korvette USS ST. MARIAS ( 1844 ) die an der Belagerung von Veracruz, vom 9. bis zum 29. März 1847, während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg teilnahm. Taylor selber war mit Matrosen bei einem amphibischen Angriff mit an Land gegangen und baute dort mit den mitgeführten Kanonen der Korvette eine Batterie Feldartillerie auf. Nach dem Krieg versetzte man ihn von 1848 bis 1849 ins Naval Asylum in Philadelphia. Danach versah Taylor seinen Dienst an Bord der Korvette USS ALBANY ( 1846 ). Von 1853 an diente Taylor für die folgenden acht Jahre vor allem im Bereich der Marine Artillerie. Zum Commander beförderte man ihn im Jahre 1855. Nachdem der amerikanische Bürgerkrieg ausgebrochen war, ernannte man William Rogers Taylor im Juli 1862 zum Captain. Er erhielt das Kommando über die Korvette USS HOUSATONIC ( 1861 ) die auf der Boston Navy Yard in Charlestown, Massachusetts gebaut wurde. Am 29. August 1862 stellte er das Schiff in den Dienst der US Navy und befehligte es die folgenden Monate. Die Korvette verlegte man zum Südatlantikblockadegeschwader das von Rear Admiral Samuel Francis Du pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1865 ) kommandiert wurde. Im Jahre 1863 übernahm Taylor das Kommando über einen Teil des Blockadegeschwaders und führte es gegen konföderierte Festungen die die Stadt Charleston, South Carolina beschützen sollten. Doch der Kampf gegen Fort Sumter endete im Fiasko. Anfang August 1864 versetzte man Taylor an die Philadelphia Navy Yard wo die Kriegsschaluppe USS JUNIATA ( 1862 ) repariert wurde. Man übertrug ihm das Kommando über dieses Schiff. Am 12. August ließ er die Anker hieven und begab sich auf die Suche nach dem konföderierten Kreuzer CSS TALLAHASSEE ( 1864 ) der vor Sandy Hool, New Jersey gesichtet worden war. Fünf Tage später ankerte die Schaluppe in Hampton Roads und schloss sich dem Nordatlantikblockadegeschwader an das von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) befehligt wurde. In Hampton Roads bereitete sich das Geschwader für die Angriffsoperation auf Fort Fisher vor. Vom 23. bis zum 27. Dezember 1864 erfolgte der erste Angriff auf diese mächtige Festung. Taylor manövrierte sein Schiff gegenüber der Südbatterien der Festung um ein effektives Bombardement zu bekommen. Für dieses Wagnis verlor er zwei Offiziere und drei Matrosen die getötet wurden und elf Männer die verwundet wurden. Nach einer besseren Vorbereitung zum Zweiten Angriff auf Fort Fisher vom 13. bis zum 15. Januar 1865 manövrierte Taylor sein Schiff in die zweite Reihe nach den Vorgaben von Rear Admiral Porter. Während der Kampfhandlungen wurden weitere fünf Männer getötet und zehn verwundet. Nach dem Ende des Bürgerkrieges wurde Taylor im Jahre 1866 zum Commodore ernannt. Für die nächsten fünf Jahre kommandierte er das nördliche Geschwader des Pazifikgeschwaders. Im Jahre 1871 beförderte man Taylor zum Rear Admiral. Seine letzten aktiven Dienstjahre in der US Navy verbrachte er als Präsident der Prüfungskommission. Man versetzte Rear Admiral William Rogers Taylor im November 1873 in den Ruhestand. Er verstarb am 14. April 1889 in Washington DC.


USS TAYLOR ( DD-468 )

Schiffsbiografie

Die USS TAYLOR ( DD-468 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Rogers Taylor benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das elfte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 28. August 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Frances Elward Smith Baldridge ( 14. März 1885 – 29. September 1959 ), Ehefrau von Captain Harry Alexander Baldridge ( 22. Februar 1880 – 9. Januar 1952 ), taufte am 7. Juni 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Benjamin Jacob Katz ( 11. April 1904 – 24. Februar 1985 ) stellte am 28. August 1942 in der Charlestown Navy Yard bei Boston, Massachusetts das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Man versetzte die USS TAYLOR noch vor der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in das Zerstörergeschwader 20 das in der Atlantikflotte integriert war. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte den Zerstörer in die Casco Bay, Maine und in den Nordatlantik. Bis Ende Oktober eskortierte der Zerstörer dann mehrere Schiffskonvois entlang der Ostküste der USA. Man gliederte die USS TAYLOR im Anschluss daran in die Task Force 38 ein. Die Schiffe der TF 38 sollten den Geleitzug UGF 2 nach Casablanca, Französisch Marokko eskortieren. Der Geleitzug UGF 2 war schon zusammengestellt worden und sollte gleich nach dem Geleitzug UGF 1 nach Nordafrika in See stechen. In dieser TG 38 befanden sich neben der USS TAYLOR das Schlachtschiff USS ARKANSAS ( BB-33 ) und die Zerstörer USS STRONG ( DD-467 ), USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS MADISON ( DD-425 ), USS GLEAVES ( DD-423 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS MAYO ( DD-422 ), USS PLUNKETT ( DD-431 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ) und USS CHEVALIER ( DD-451 ). Am 2. November legte der Geleitzug in der Chesapeake Bay ab und erreichte am 18. November den Hafen von Casablanca, wo schon andere Schiffe des Geleitzuges UGF 1 auf Reede lagen. Die USS TAYLOR, USS STRONG, USS BENSON, USS LA VALETTE und USS CHEVALIER waren am 8. November unterwegs bei den Azoren beigedreht und fuhren so schnell wie möglich zurück an die Ostküste. Die USS ARKANSAS, USS CHARLES F HUGHES, USS MADISON, USS LANSDALE, USS GLEAVES, USS MAYO und USS PLUNKETT blieben zur Bewachung der Handelsschiffe und fuhren weiter bis nach Casablanca. Kaum war der Teil der TG 38 am 13. November in der Chesapeake Bay angekommen, übernahm er den Geleitzug UGS 3, der aus 45 Handelsschiffen bestand und von dem Zerstörer USS DAVISON ( DD-618 ) bewacht wurde. Noch am selben Tag begann man mit der Überfahrt nach Casablanca. Diesen Geleitzug begleiteten die beiden Tanker USS SALAMONIE ( AO-26 ) und USS MATTOLE ( AO-17 ). Die Fahrt war Ereignislos, da die deutschen U-Boote sich noch nicht auf die neue Situation haben umstellen können. Kurz vor dem Erreichen des Ziels erhielt man auf der USS TAYLOR einen Radarkontakt von einem Überwasserschiff. Es war das spanische Handelsschiff SS DARRO. LCDR Benjamin Jacob Katz ließ eine Prisenbesatzung überwechseln und das Handelsschiff besetzen. Diese Prisenbesatzung sollte auf dem neutralen Schiff bis nach Gibraltar bleiben um zu verhindern das Informationen über den amerikanischen Schiffskonvoi UGS 3 an den Feind weitergeleitet werden konnten. Nachdem die Schiffe von UGS 3 Casablanca erreicht hatten, gliederten sich die Zerstörer wieder in die TG 38 ein und eskortierten den Konvoi GUF 2, bestehend aus 20 Handelsschiffen, zurück nach Norfolk. In der TG 38 waren diesmal die USS ARKANSAS, USS TAYLOR, USS STRONG, USS BENSON, USS MAYO, USS LA VALETTE, USS CHEVALIER, USS GLEAVES und USS PLUNKETT. Konvoi GUF 2 legte am 29. November ab und erreichte am 11. Dezember Norfolk. Dort in Norfolk bereitete man die USS TAYLOR auf die Fahrt in den Pazifik vor und versetzte sie in die Task Force 13. Am 17. Dezember stach der Zerstörer in See und eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALLER ( DD-466 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ) und USS CHEVALIER ( DD-451 ) den Hilfsflugzeugträger USS CHENANGO ( ACV-28 ), den Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) bis in die Karibik. Von dort aus durchquerten sie den Panamakanal. Die Schiffe legten im Hafen von San Diego, Kalifornien, Pearl Harbor, Territorium Hawaii und Tutuila, Amerikanisch Samoa an und erreichten am 20. Januar 1943 die Halbinsel Noumea, Neukaledonien. Von hier aus fuhren die Schiffe weiter nach Efate, New Hebrides und lagen dort am 26. und 27. Januar im sichern Hafen. Hier gliederte man die USS TAYLOR in die Task Force 18 ein die von Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 – 10. Dezember 1962 ) kommandiert wurde. In der TF befanden sich die Hilfsflugzeugträger USS CHENANGO und USS SUWANEE ( ACV-27 ), die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ), USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS CLEVELAND und USS COLUMBIA und die Zerstörer USS WALLER, USS TAYLOR, USS EDWARDS, USS LA VALETTE, USS CHEVALIER, USS CONWAY ( DD-507 ), USS FRAZIER ( DD-607 ) und USS MEADE ( DD-602 ). Am 27. Januar verließen die Schiffe der TF 18 die Insel Efate und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransporter, zur Verstärkung der Truppen auf Guadalcanal, Salomonen. Der amerikanische Nachrichtendienst hatte im Vorfeld eine Meldung von abgefangenen japanischen Funksprüchen weitergeleitet, wonach ein großer japanischer Schiffsverband unterwegs wäre um große Mengen an Nachschubgütern nach Guadalcanal zu bringen. Die Interpretation der japanischen Funksprüche war aber falsch. Der angekündigte japanische Schiffsverband sollte damit beginnen die Soldaten von Guadalcanal zu evakuieren. Normalerweise sollten alle amerikanischen Kriegsschiffe für den Nachschubtransport die Luftabwehr übernehmen. Aber die beiden Geleitflugzeugträger schafften nur 18 Knoten und mussten auf der Fahrt nach Guadalcanal zurück gelassen werden um so schnell wie möglich ungesehen die Salomoneninsel zu erreichen. Alle anderen Schiffe schafften 24 Knoten in der Hoffnung Luftunterstützung von Henderson Field auf Guadalcanal zu erhalten. Noch vor Rennell Island, Salomonen entdeckten am 29. Januar japanische U-Boote diesen Geleitzug und funkten die Position nach Munda Point und Buka wo japanische Torpedobomberstaffeln stationiert waren. Gegen 19:00 Uhr trafen die ersten Bomber ein und warfen ihre Torpedos ab, von denen aber keiner traf. Mit Bordwaffen beschossen die japanischen Piloten nach ihrem missglückten Torpedoangriff die amerikanischen Schiffe und warfen Leuchtkugeln zur Markierung der Position und des Kurses der Schiffe der TF ab. In dieser Phase des Kampfes konnte ein Flugzeug abgeschossen werden. Um 19:30 Uhr traf eine weitere Bomberstaffel ein und konzentrierte sich auf die Schweren Kreuzer. Durch einen direkten Treffer explodierte ein Flugzeug in der Luft was aber keine Wirkung auf die anderen Piloten zeigte. Sie trafen mit einem Torpedo das Vorschiff der USS CHICAGO. Dadurch fielen drei der vier Antriebswellen aus. Ein zweiter Torpedo durchbohrte die Schiffshaut und explodierte im Kesselraum Nummer 3. Dadurch lief auch der vordere Maschinenraum voll Wasser bis alle Schotts schlossen. Der Schwere Kreuzer lag nun antriebslos im Wasser. Die USS LOUISVILLE nahm das angeschlagene Schiff ins Schlepptau. Die USS WALLER, USS LA VALETTE und USS EDWARDS eskortierten sie. Mit einer Geschwindigkeit von vier Knoten bewegten sich die Schiffe in Richtung Espiritu Santo, Vanuatu. Die USS TAYLOR schützte die restlichen Schiffe des Verbandes als diese aus der Reichweite der japanischen Flugzeuge liefen. Ohne weitere Angriffe erreichte am 1. Februar dieser Teil der Schiffe der TF 18 Lunga Point auf Guadalcanal. Hier versetzte man die USS TAYLOR in die Task Force 67 die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth ( 20. November 1886 – 7. August 1960 ) befehligte. In der TF befanden sich neben der USS TAYLOR ab dem 1. Februar die Leichten Kreuzer USS SAINT LOUIS ( CL-49 ), USS HONOLULU ( CL-48 ) und USS HELENA ( CL-50 ) und die Zerstörer USS RADFORD ( DD-446 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS DE HAVEN ( DD-469 ) und ab dem 13. Februar die USS STRONG ( DD-467 ). Diese Schiffe deckten an diesem 1. Februar neben einem Wasserflugzeugtender auch die Entladung von sechs Tanklandungsbooten die das 2. Bataillon des 132. Infanterieregiments nach Marovo, Guadalcanal transportiert hatten damit dort ein weiterer Brückenkopf gebildet werden konnte. Am Nachmittag eskortierte die USS DE HAVEN zwei Tanklandungsboote zurück zur Basis und wurde durch sechs japanische Bomber versenkt. Diese Bomber kamen von einem neugeschaffenen Flugplatz von der westsalomonischen Insel Kolombangara. Bis zum Abend des 12. Februar patrouillierten die Kriegsschiffe der TF 67 rund um Guadalcanal. Mit dem Eintreffen der USS STRONG am 13. Februar löschte man den Namen der Task Force 67 und änderte ihn in Task Force 18. Rear Admiral behielt die Befehlsgewalt. In der umgegliederten TF 18 befanden sich nun die Leichten Kreuzer USS SAINT LOUIS, USS HONOLULU und USS HELENA und die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS RADFORD und USS STRONG. Diese Schiffe fuhren nach Vila, Kolombangara und bombardierten dort in der Nacht zum 14. Februar das erste Mal den japanischen Flugplatz. Danach folgten Operationen und Eskortierpflichten zwischen Espiritu Santo und Guadalcanal. Diese sieben Kriegsschiffe führten dann in der Nacht vom 15. zum 16. März das zweite Bombardement von See aus auf das Flugfeld bei Vila durch. Zur Auffüllung der Vorräte fuhren die Schiffe danach wieder nach Espiritu Santo zurück. Den dortigen Hafen verließ die USS TAYLOR am 26. März und eskortierte den Öltanker USS KANAWHA ( AO-1 ), den Netzlegetender USS ALOE ( AN-6 ) und sechs Küstenschiffe in den Hafen Port Purvis, Tulagi, Florida Island, Salomonen. Dort angekommen eilte die USS TAYLOR den Leichten Kreuzern der TF 18 hinterher die in den Slot im New Georgia Sund unterwegs waren. Dort sollten die Schiffe zwischen den Inselketten der nördlichen und südlichen Salomonen operieren und wenn nötig japanische Schiffe angreifen. Am 7. April beorderte man die USS TAYLOR zurück nach Tulagi um die USS KANAWHA wieder zurück nach Espiritu Santo zu eskortieren. Lieutenant Commander Brainard Norton Bock, Kommandant des Öltankers, hatte aber schon in Port Purvis ablegen lassen und lag vor Tulagi auf Reede. Kurz bevor die USS TAYLOR in Tulagi ankam, griffen japanische Trägerflugzeuge den Öltanker an und konnten mehrere Bombentreffer erzielen, so dass das Schiff sank. Lieutenant Commander Benjamin Jacob Katz ließ ab dem Ironbottom Sound den Zerstörer auf voller Leistung mit dreißig Knoten fahren. Die Geschützmannschaften begannen während der Durchfahrt durch den Sealark Kanal auf die feindlichen Flugzeuge zu schießen. Drei davon wurden getroffen und stürzten ins Meer und bei zwei weiteren mussten die Piloten ihre Maschinen wassern lassen. Von Tulagi aus eskortierte die USS TAYLOR mehrere Transportschiffe nach Espiritu Santo. Dort legten die Schiffe am 10. April an. Bis zum 20. April eskortierte der Zerstörer einen weiteren Schiffskonvoi zwischen Espiritu Santo und zurück. Jetzt musste sich das Schiff einer Überholung unterziehen. Nach dem Entlassen aus dem Trockendock,
gliederte man den Zerstörer wieder in die Task Force 18 ein die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth befehligte. In der TF befanden sich neben der USS TAYLOR die Leichten Kreuzer USS ST LOUIS, USS HONOLULU und USS NASHVILLE ( CL-43 ), und die Zerstörer USS STRONG, USS CHEVALIER, USS NICHOLAS und USS O´BANNON ( DD-450 ). Diese Schiffe legten zusammen mit den drei Minenlegern USS GAMBLE ( DM-15 ), USS PREBLE ( DM-20 ) und USS BREESE ( DM-18 ) aus der Task Group 36.5 am 4. Mai in Espiritu Santo ab und fuhren für eine Minenoperation in den Vella Gulf, zwischen den Salomonen Inseln Vella Lavella und Kolombangara um den dortigen japanischen Nachschub zu unterbrechen. Das Einsatzgebiet wurde am 7. Mai erreicht und die Minenleger von den anderen Schiffen während der Operation gedeckt. In der folgenden Nacht fuhren die japanischen Zerstörer KUROSHIO, OYASHIO und KAGERO in diese Minenfelder und wurden schwer beschädigt. Amerikanische Bomber versenkten dann die drei kampfunfähigen Schiffe. Ein vierter Zerstörer konnte trotzdem das er beschädigt war entkommen. Vom 11. bis zum 14. Mai an beteiligte sich die USS TAYLOR an der Bombardierung von japanischen Stellungen und Flugplätzen bei Vila, Kolombangara; Enogai Inlet und Bairoko Harbor. Die USS TAYLOR kehrte danach nach Espiritu Santo zurück. Dort legte der Zerstörer am 25. Mai ab und eskortierte den Truppentransporter USS MUNARGO ( AP-20 ) bis zum 180. Längengrad bei den Fidschi Inseln. Danach fuhr der Zerstörer nach Espiritu Santo zurück und legte dort am 30. Mai an. Hier stellte man einen Schiffskonvoi von Truppentransportern zusammen der nach Guadalcanal eskortiert werden sollte. Dafür legte die USS TAYLOR zusammen mit den Transportschiffen am 10. Juni in Espiritu Santo ab. Südlich von San Cristobal, Salomonen griffen japanische Flugzeuge diesen Geleitzug an. Mit seinen Schiffsgeschützen verteidigte der Zerstörer die Transportschiffe, wurde aber dabei durch eine Bombe beschädigt. Das Schiff kehrte nach Espiritu Santo zurück, wo es sich einigen schnellen Reparaturen unterziehen musste. Danach versetzte man die USS TAYLOR für die Operation „Toenails“ in die Task Group 36.5 die Rear Admiral Andrew C. McFall befehligte. In dieser TG sollte der Zerstörer die U-Boot-Abwehr für die Hilfsflugzeugträger USS CHENANGO, USS SUWANEE und USS SANGAMON ( ACV-26 ) übernehmen. Die Flugzeuge dieser drei Hilfsflugzeugträger sollten auf der Suche nach japanischen U-Booten sein um die Angriffs- und Landeoperationen der amerikanischen Kriegsschiffe vor New Georgia zu decken. Am 6. Juli nahm die USS TAYLOR Kurs auf Tulagi, wo die Vorräte aufgefüllt wurden. Man versetzte den Zerstörer in die Task Force 31. Hier unterstützte das Schiff die Landeoperation auf New Georgia. Zur Auffüllung des Munitionsvorrates musste das Schiff in der Nacht vom 9. zum 10. Juli in Port Purvis anlegen. Danach deckte der Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen die Landungen von Truppen und Nachschub bei Rice Anchorage am Kula Gulf vom 11. zum 12. Juli. In den frühen Morgenstunden des 12. Juli werden die ersten Verwundeten verladen und sollen gleich wieder mit den Transportschiffen evakuiert werden. Die USS TAYLOR erhält während der Eskortierfahrt gegen 16:50 Uhr auf der Position 08° 00’ Süd, 157° 19’ Ost Radar- und Sichtkontakt zu dem japanischen U-Boot RO-101 das sich an der Wasseroberfläche aufhält und seine Batterien aufladen muss und sich in ungefähr 2.500 Metern Entfernung befindet. Vier Minuten später haben die Ausschauhaltende auf dem Zerstörer die visuelle Identifikation auf dem Turm des feindlichen U-Bootes ausgemacht. LCDR Katz befiehlt das Ausleuchten des Ziels mit den Scheinwerfern und lässt das Feuer eröffnen. Exekutive Officer Lieutenant Tokugawa Hikaru und zwei weitere Ausschauhaltende auf dem U-Boot werden durch die erste Granate getötet. Lieutenant Commander Zenji Orita, Kommandant des japanischen U-Bootes, schob die drei Leichen beiseite um die obere Luke zu schließen so dass das U-Boot schneller tauchen konnte. Dieser Alarmtauchgang führte das Schiff bis zu einer Tiefe von 460 Metern bis LCDR Orita das Anblasen befahl. 17:10 Uhr lässt LCDR Katz zwei Wasserbomben über Bord werfen. Die Explosionen beschädigen das Periskop Nummer 1. RO-101 verharrte in den folgenden zwei Stunden in der Tiefe, so dass die Innentemperatur bis auf 40° Celsius stieg. Erst gegen Abend lässt LCDR Orita das Boot wieder auftauchen und fährt an die Nordwestküste von Kolombangara für behelfsmäßige Reparaturen. Die USS TAYLOR war zu diesem Zeitpunkt aber schon mit den Transportschiffen außer Sichtweite. Den Zerstörer beorderte man am Abend des 12. Juli nach Kolombangara zurück und versetzte ihn in die Task Group 36.1, die Rear Admiral Walden Lee Ainsworth befehligte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS HONOLULU, USS SAINT LOUIS und der neuseeländische Leichte Kreuzer HMNZS LEANDER sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS RADFORD, USS O´BANNON, USS GWIN ( DD-433 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS MAURY ( DD-401 ) und USS JENKINS ( DD-447 ). Diese Schiffe sollten das Anlanden von einem japanischen Truppentransportverband auf der Insel Kolombangara unterbinden. Dieser feindliche Verband bestand aus den Zerstörern SATSUKI, MIKATSUKI, YUNAGI und MATSUKAZE die 1.200 japanische Soldaten transportierten. Gedeckt wurden diese Zerstörer durch den Kreuzer JINTSU und den Zerstörern YIKIKAZE, HAMAKAZE, KIYONAMI und YUGURE. Diesen Verband kommandierte Vizeadmiral Shunji Isaki ( 5. Februar 1892 – 13. Juli 1943 ). Am 13. Juli um 1:00 Uhr begann die Schlacht. Trotz Radar auf Seiten der US Kriegsschiffe, wurden diese durch den japanischen Verband optisch zuerst gesichtet. Der erste Abschuss von Torpedos durch die japanischen Zerstörer ging ins Leere. Der Kreuzer JINTSU konnte sofort mehrere Torpedos abschießen. Auch die TAYLOR und die anderen amerikanischen Zerstörer schickten ihre Torpedos in Richtung des Feindes. Die JINTSU wurde wahrscheinlich durch ein Torpedo von der USS TAYLOR hinter dem zweiten Geschützturm getroffen. Die Anschließende Explosion riss den japanischen Kreuzer in zwei Teile. Die amerikanischen Kreuzer schossen derweil auf alle feindlichen Schiffe und um 1:45 Uhr sank die JINTSU und mit ihr Vizeadmiral Isaki und fast die gesamte Mannschaft. Die amerikanischen Kreuzer verschossen während der Schlacht 2.630 Granaten. Mit neu nachgeladenen Torpedos konnten achtzehn Minuten nach Schlachtbeginn die japanischen Zerstörer erneut angreifen. Die Leichten Kreuzer USS SAINT LOUIS und USS HONOLULU wurden dabei schwer beschädigt. Die USS GWIN manövrierte um die Geschütze optimal einsetzen zu können. Dabei erhielt der Zerstörer einen Torpedotreffer in den Maschinenraum mittschiffs. Zwei Offiziere und neunundfünfzig Mannschaftsmitglieder fanden durch die Explosion den Tod und der Zerstörer sank. Das wichtigste aber war, dass di Japaner keine weiteren Soldaten auf Kolombangara an Land bringen konnten. Die USS TAYLOR versetzte man wieder in die Task Force 31 zurück. Hier sollte der Zerstörer die amphibischen Operationen auf den zentralen Salomonen unterstützen. Am Morgen des 15. Juli legte der Zerstörer in Port Purvis an. Hier erhielt LCDR Katz den Befehl in der Nacht vom 15. zum 16. Juli die letzten 164 Überlebenden von dem am 6. Juli versenkten Leichten Kreuzer USS HELENA von Vella Lavella Island zu retten da diese Insel von japanischen Soldaten noch besetzt war. Auf dem Zerstörer wurden diese Seeleute dann nach Tulagi gebracht. Die USS TAYLOR eskortierte am 22. Juli zusammen mit den Zerstörern USS CONWAY ( DD-507 ), USS ELLET ( DD-398 ) und USS PATTERSON ( DD-392 ) die Schnellen Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS CROSBY ( APD-17 ) und USS WATERS ( APD-8 ) nach Rice Anchorage, Enogai Inlet. Während der Entladung der Soldaten von den Schnellen Truppentransportschiffen in der Nacht zum 23. Juli, beteiligte sich die USS TAYLOR zusammen mit der USS ELLET am Bombardement von Bairoko Harbor. Alle acht Schiffe kehrten an diesem Tage nach Tulagi wieder zurück. Dort füllte man die Munitionsvorräte auf der USS TAYLOR auf und gliederte den Zerstörer unter das Kommando von Captain Arleigh Albert Burke ( 19. Oktober 1901 – 1. Januar 1996 ). In diesem Zerstörergeschwader befanden sich noch die USS CONWAY, USS ELLET, USS MAURY, USS PATTERSON, USS WILSON ( DD-408 ) und USS GRIDLEY ( DD-380 ). Am 24. Juli legten die Zerstörer in Tulagi ab und fuhren nach Munda, New Georgia. Dort sollten die Schiffe den japanischen Flugplatz und die Küstenbatterien beschießen. Die Zerstörer begannen am 25. Juli gegen 6:30 Uhr mit dem Beschuss. Dieser dauerte nur dreißig Minuten. Danach zogen sie sich nach Tulagi zurück. Am 30. Juli verließ die USS TAYLOR zusammen mit den Zerstörer USS CHEVALIER, USS NICHOLAS und USS O´BANNON Tulagi und eskortierte einen Schiffskonvoi aus Truppentransportern nach Noumea, Neukaledonien, wo frische Truppen auf den Einsatz warteten. Bei Efate sollte sich der Zerstörer dann in die Task Force 37 eingliedern. Am 11. August beorderte man die vier Zerstörer samt den Schnellen Truppentransportern nach Tulagi zurück um an den Kämpfen bei Vella Lavella teilzunehmen. Man gliederte noch am selben Tag den Zerstörer in die Task Force 31 ein. Diese TF befehligte Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ). In der Northern Landing Force Advance Transport Group, der TG 31.5, befanden sich neben der USS TAYLOR die Zerstörer USS CHEVALIER, USS O´BANNON und USS NICHOLAS sowie die Schnellen Truppentransporter USS TALBOT, USS WATERS, USS KILTY und USS DENT ( APD-9 ). Diese Schiffe der TG 31.5 sollten Truppen auf Vella Lavella anlanden die den dortigen Flugplatz einnehmen. Am 14. August legten die Schiffe der TF 31 vor Guadalcanal ab und erreichten am Morgen des folgenden Tages ihre Ausgangspositionen. Die Zerstörer nahmen japanische Stellungen unter Beschuss, während die angelandeten Truppen den Flugplatz besetzten. Zwei Tage später waren die japanischen Zerstörer SAZANAMI, SHIGURE, ISOKAZE und HAMAKAZE mit den Patrouillenschiffen CH-5 und CH-12 unterwegs, die Lastkähne zur Versorgung der japanischen Truppen auf Kolombangara zogen. Bei Horaniu, Vella Lavella kam es zu einem verrückten Nahkampf. Zwar erlitten die Zerstörer beider Seiten keine nennenswerten Schäden bis auf die HAMAKAZE, da die japanischen Zerstörer gleich nach Beginn des Kampfes flohen, aber die Lastkähne und die Patrouillenschiffe wurden versenkt. Die USS TAYLOR eskortierte am Abend des 15. August zusammen mit den anderen drei Zerstörern die Schnellen Truppentransporter nach Espiritu Santo. Nach achtundvierzig Stunden kehrten die vier Zerstörer wieder in das Gebiet nordwestlich von Vella Lavella zurück und waren auf der Suche nach dem Feind. Nur japanische Flugzeuge wurden gesichtete denen man aber auswich. In den folgenden neun Tagen fuhren die vier Zerstörer weitere acht Patrouillenfahrten, wovon eine zur Deckung einer Minenoperation vor der Westküste von Kolombangara diente. Die ausgelegten Minen erzielten aber nicht die Wirkung die man sich erhofft hatte. Am 28. August erhielt die USS TAYLOR die Aufgabe das amphibische Angriffsfrachtschiff USS TITANIA ( AKA-13 ) von Tulagi aus nach Noumea zu eskortieren. Von Noumea fuhr der Zerstörer weiter nach Sydney, Australien. Dort unterzog sich das Schiff einer zehntätigen Überholung und die Besatzung erhiuelt Ruhe und Entspannung. Im Anschluss daran fuhr die USS TAYLOR nach Noumea zurück und übernahm dort die Eskorte von einem Schiffskonvoi von Truppentransportschiffen. Bis nach Tulagi begleitete der Zerstörer diesen Konvoi wieder zurück. Von hier aus führte der Zerstörer bis zum 30. September mehrere Schiffseskorten für den auf den Westsalomonen Inseln durch. Die Japaner begannen in diesen Tagen mit der Evakuierung von Kolombangara und bereiteten sich schon vor dies auch auf Vella Lavella durchzuführen. Um dies zu verhindern war die USS TAYLOR auch nun Nachts vor den Inseln unterwegs um feindliche Evakuierungsversuche zu verhindern. In der Nacht zum 2. Oktober kam es so zum ersten Kampf mit solch einem japanischen Konvoi, bestehend aus mehreren Überwasserkriegsschiffen und Schuten, zwischen Choiseul und Kolombangara. Auf amerikanischer Seite waren noch die Zerstörer USS RALPH TALBOT und die USS TERRY ( DD-513 ) an diesem Kampf beteiligt. Gleich nachdem die japanischen Schiffe sich aus dem Gefahrenbereich entfernt hatten, kehrte die USS TAYLOR am 4. Oktober nach Port Purvis zurück um frische Vorräte zu laden. Jetzt gliederte man den Zerstörer in die DESRON 4. Man unterteilte sie in die Nord- und die Südgruppe. Im Norden der Insel operierte die USS O´BANNON, USS CHEVALIER ( DD-451 ) und USS SELFRIDGE ( DD-357 ). Im Süden der Insel operierten die Zerstörer USS TAYLOR, USS RALPH TALBOT und USS LA VALETTE ( DD-448 ). Am 6. Oktober 1943 erhielten die drei Zerstörer im Norden die Aufgabe einen japanischen Schiffsverband abzufangen, die versuchten japanische Truppen von Vella Lavella zu evakuieren. Auch die drei Zerstörer im Süden der Insel erhielten einen dementsprechenden Auftrag, kamen aber zu spät. In diesem japanischen Verband befanden sich die Zerstörer FUMITSUKI, MATSUKAZE und YUNAGI die auf zwanzig Lastkähnen die Truppen aufnehmen und die AKIGUMO, ISOKAZE, KAZEGUMO, YUGUMO, SHIGURE und SAMIDARE die diese Operation sichern sollten. Vor der Küste von Vella Lavella kommt es zum Gefecht mit der japanischen Deckungsgruppe. Die drei US Zerstörer der Nordgruppe feuern vierzehn Torpedos ab. Einer davon trifft die YUGUMO. Deren vorher ausgelöster Torpedofächer trifft die USS CHEVALIER um 22:05 Uhr am Bug auf der Backbordseite. Durch den Treffer geriet der Zerstörer völlig außer Kontrolle. Die USS O´BANNON war schon zu nah um ein erfolgreiches Ausweichmanöver starten zu können. In Höhe des Motorraumes rammte der Zerstörer die USS CHEVALIER. Jetzt erst nimmt das havarierte Schiff erst richtig Wasser auf und beginnt zu sinken. Die USS SELFRIDGE führte das Gefecht gegen die japanische Übermacht weiter und erhielt durch die Torpedofächer von SAMIDARE und SHIGURE einen Treffer und kann ebenfalls nicht mehr weiterkämpfen. Aber die japanischen Kriegsschiffe drehen ab und vollenden ihr Werk nicht. Auf das Wrack der YUGUMA lässt LCDR George Rees Wilson alle noch verfügbaren Torpedos abfeuern. Eine heftige Explosion zerriss den japanischen Zerstörer und er versank augenblicklich. Um 23:26 Uhr wird es offensichtlich das die USS CHEVALIER nicht mehr zu retten ist. LCDR Wilson gibt den Befehl zum Verlassen des Schiffes. Mit Beibooten werden die Mannschaftsmitglieder auf die USS O´BANNON übergesetzt. In dieser Phase erreichen die Schiffe der herbeieilenden Südgruppe die Szene. In der Nacht zum 7. Oktober feuert die USS LA VALETTE einen Torpedo auf die USS CHEVALIER. Der bis dahin noch haltende Bug wurde abgesprengt und das Schiff sank schneller. Doch erst durch die Explosion der Wasserbomben am Heck des Schiffes ließ es auseinanderbrechen und vollständig versinken. Durch den Torpedotreffer und der Kollision mit der USS O´BANNON kamen 54 Mannschaftsmitglieder der USS CHEVALIER ums Leben und 36 wurden zum Teil schwer verletzt. LCDR Katz ließ seinen Zerstörer USS TAYLOR längsseits zur USS SELFRIDGE gehen um den größten Teil der Besatzung zu evakuieren. Nur eine geringe Anzahl von Besatzungsmitgliedern blieb auf dem Schiff um die ersten notwendigen Reparaturen durchzuführen. Auf der Fahrt nach Port Purvis übernahm neben der USS TAYLOR auch die USS LA VALETTE die Luft- und Seeüberwachung damit die Besatzungen auf der USS SELFRIDGE und USS O´BANNON ihre Schiffe retten konnten. Am 17. Oktober legte die USS TAYLOR in Port Purvis wieder ab und eskortierte zusammen mit der USS NICHOLAS einen Schiffskonvoi von Truppentransportschiffen nach Efate. Dort versetzte man die beiden Zerstörer in die Task Force 37. Zwischen dem 23. und 26. Oktober eskortierten die beiden Zerstörer das Munitionsschiff USS LASSEN ( AE-3 ) von Efate nach Noumea und von Noumea nach Efate das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ). Am 31. Oktober versetzte man die USS TAYLOR in die neu geschaffene 5. US Flotte die im Zentrum des Pazifiks operieren sollte. Innerhalb dieser Flotte integrierte man den Zerstörer in die Task Group 50.1 und sollte an der Operation „Galvanic“ teilnehmen. Rear Admiral Charles Alan Pownall ( 4. Oktober 1887 – 19. Juli 1975 ) befehligte diese TG In dieser befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS TAYLOR, USS LA VALETTE, USS NICHOLAS, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ). Ziel dieser TG waren die Marshall und Gilbert Islands. Die Zerstörer dieser TG sollten während der Angriffsoperationen die Träger vor feindlichen Flugzeugen und U-Booten schützen. Am 19. November begann der Angriff auf das Mili und Jaluit Atoll und am folgenden Tag auf die Insel Makin, Gilbert Islands. Vom 21. bis zum 25. November unterstützten die Schiffe der TG 50.1 die Angriffe der Alliierten wieder auf dem Mili Atoll zusammen mit anderen Task Groups. Zusammen mit den Schiffen der TG 50.2 und 50.3 begann man ab dem 4. Dezember japanische Stellungen auf dem Atoll Kwajalein anzugreifen. Gleich am ersten Angriffstag wurden sechs Transportschiffe mit 25.316 BRT versenkt, drei Transportschiffe mit 17.249 BRT und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt. Hier konnten die Geschützmannschaften der USS TAYLOR zusammen mit denen der USS LA VALETTE und USS SAN FRANCISCO auch zwei von vier japanischen Trägertorpedobombern Nakajima B5N abschießen die die amerikanische Trägergruppe gegen Mittag angriffen. Allerdings musste der Zerstörer auch mehrere Granaten von dem Leichten Kreuzer USS OAKLAND einstecken und wurde beschädigt. Zwei Tage später verließen die Schiffe der TG 50.1 den Kampfplatz vor dem Atoll Kwajalein und fuhren nach Pearl Harbor. Den Hafen dort erreichte die USS TAYLOR am 9. Dezember und fuhr gleich nach San Francisco, Kalifornien weiter. Für eine Überholung und den Reparaturen von dem „friendly fire“ durch die USS OAKLAND, lag der Zerstörer vom 16. Dezember 1943 bis zum 1. Februar 1944 im dortigen Trockendock und führte Erprobungsfahrten durch. Am 1. Februar verließ das Schiff San Francisco und fuhr über Pearl Harbor zum Atoll Kwajalein. Dieses Atoll erreichte der Zerstörer am 18. Februar. Von hier aus eskortierte die USS TAYLOR einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier warteten die beiden Geleitflugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-57 und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) auf den Zerstörer. Alle drei Schiffe legten am 29. Februar ab und fuhren nach Pearl Harbor, wo sie am 3. März anlegten. Hier begann für den Zerstörer nun ein zwölftägiges Trainingsprogramm, es erfolgten neuerliche Reparaturen und das Auffüllen der Magazine. Am 15. März legte die USS TAYLOR und die USS MUSTIN ( DD-413 ) in Pearl Harbor wieder ab und eskortierten die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ) und USS SANTEE ( CVE-29 ) nach Port Purvis. Dafür gehörte der Zerstörer zur Task Group 50.15 und sicherte die Träger vor Überraschungen aus der Luft und vor feindlichen U-Booten. In Tulagi legten die sechs Schiffe am 27. März an und die USS TAYLOR blieb dort bis zum 5. April vor Anker liegen. Am folgenden Tag verließ der Zerstörer Tulagi und fuhr zur Milne Bay, Neuguinea. Dort kam das Kriegsschiff am 7. April an und fuhr am folgenden Tag zum Cape Sudest weiter um sich dort der Task Force 77 aus der 7. US Flotte anzuschließen. Innerhalb dieser TF versetzte man die USS TAYLOR in die Task Group 77.2, der Zentralen Angriffsgruppe während der amphibischen Landungen in der Humboldt Bay, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) kommandierte. In dieser TG befanden sich neben der USS TAYLOR die Zerstörer USS RADFORD, USS FLETCHER, USS REID ( DD-369 ), USS ROE ( DD-418 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ) und USS STOCKTON ( DD-646 ), die Schnellen Truppentransporter USS HERBERT ( APD-22 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) sowie die Schnellen Minensucher USS HOGAN ( DMS-6 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Die Soldaten der 24. Infanteriedivision, kommandiert von Major General Irving, wurden mit Hilfe von einem Angriffstruppentransporter, sieben Panzerlandungsschiffen und sechzehn Infanterielandungsbooten bis in die Tanahmerah Bay, Hollandia transportiert. Weiteres Kriegsmaterial lieferte ein Angriffsfrachtschiff und ein amphibisches Mutterschiff. Für die Operation „Reckless“ verließen die Schiffe der TG am 18. April ihre Basis und vier Tage später begann der Angriff. Die Landungen gelingen da es sehr geringen japanischen Widerstand gibt. Am 24. April verlässt die USS TAYLOR die TG 77.2 und eskortiert die Landungsschiffe und Truppentransporter zurück zum Cape Sudest. Von dort aus verlegte der Zerstörer in die Morobe Bay. Dort lag der Zerstörertender USS DOBBIN ( AD-3 ). Für den Rest des Monats April blieb der Zerstörer in Bereitschaft neben dem Tender längsseits liegen. In der ersten Maiwoche, vom 1. bis zum 7. Mai, begleitete die USS TAYLOR einen Schiffskonvoi zur Versorgung der Alliierten Truppen vom Cape Cretin bis zum Brückenkopf auf Hollandia von dem aus die Invasion ins Landesinnere begann und ankerte am 7. Mai wieder im Cape Cretin. Zwei Tage blieb der Zerstöre dort liegen. Dann wurde der Anker wieder gehievt und das Kriegsschiff eskortierte einen Schiffskonvoi aus Panzerlandungsschiffen nach Russell Islands, Salomonen. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 13. Mai ein. Die USS TAYLOR übernahm an diesem Tage einen anderen Schiffskonvoi der für die 3. US Flotte bestimmt war. Diesen eskortierte der Zerstörer von Russell Islands nach Noumea. Von hier aus legte der Zerstörer am 24. Mai wieder ab und fuhr zu den Westsalomonen. Der neue Stützpunkt des Schiffes war der Meeresarm Blanche Harbor zwischen der vulkanischen Insel Mono und der Korallenriffinsel Stirling. Dort wurde am 27. Mai der Anker ausgeworfen. In der folgenden Nacht vom 28. zum 29. Mai lag die USS TAYLOR zusammen mit den Zerstörern USS NICHOLAS, USS O´BANNON und USS HOPEWELL ( DD-681 ) aus der DESDIV 41 an der Küste bei Medina Plantation, New Ireland, Neuguinea. Während die USS TAYLOR vor der Küste patrouillierte und die anderen Zerstörer sicherte, bombardierten diese mit ihren Schiffsgeschützen japanische Geschützstellungen. Anschließend begannen die vier Zerstörer Anti-U-Boot Operationen vom 1. bis zum 7. Juni im Bereich nördlich von den Inseln im Bismarck Archipel durchzuführen. In der folgenden Woche machte man Jagd auf feindliche U-Boote. Dazu versetzte man die USS TAYLOR und die anderen drei Zerstörer in die Task Group 30.4 die Captain William V. Saunders befehligte. Neben den vier Zerstörern gehörte noch der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ) und der Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DD-635 ) zu dieser TG. Am 10. Juni, gleich in der ersten Woche des Einsatzes, erhält Commander Nickolas John Frederick Frank, Sr., Kommandant der USS TAYLOR, durch ein Aufklärungsflugzeug der USS HOGGATT BAY die Mitteilung, dass man einen Ölteppich nördlich der Admiralitätsinseln gesichtet habe und man die Situation untersuchen sollte. Die USS TAYLOR erreichte das vorgegebene Einsatzgebiet und erhielt einen Sonarkontakt. CDR Frank, Sr. ließ daraufhin zwei Wasserbomben abwerfen. Zunächst zeigte dies keine Wirkung. Dann erhält man auf dem Zerstörer ein besseres Echo. Das japanische U-Boot RO-111 tauchte gegen 15:41 Uhr auf und befand sich in einer Entfernung zum Zerstörer von rund 2.500 Metern. CDR Frank, Sr. ließ sofort mit den Schiffsgeschützen das Feuer eröffnen. Mindestens zehn Granaten und mehrere 40 mm Flakgeschosse schlugen auf dem U-Boot ein. Genau fünf Minuten später begann RO-111 über das Heck wieder zu tauchen. CDR FRANK, Sr. ließ ab 15:58 Uhr nach der Bildung eines Ölteppichs zwei weitere Wasserbomben in das Zielgebiet, dieses lag rund 210 Seemeilen Nordnordwestlich von Kavieng, New Ireland abwerfen und zwei schwere Unterwasserexplosionen belohnten all die Mühe. Wahrscheinlich ist RO-111 mit allen 54 Besatzungsmitgliedern untergegangen. Erst am 12. Juli wird das U-Boot nach längerem erfolglosen Anfunken als Versenkt gemeldet. Die Taylor kehrte indes mit den anderen Schiffen der TG 30.4 am 15. Juni in den Meeresarm von Blanche Harbor zurück und blieb dort bis zum 5. August vor Anker liegen. An diesem Tage versetzte man die USS TAYLOR wieder zur 7. US Flotte. Dort begann der Zerstörer in der letzten Augustwoche zusammen mit anderen Schiffen seine Übungen mit der Bombardierung des Gebietes rund um Aitape, Neuguinea. Für die Operation „Tradewind“, der Amphibischen Landung auf Morotai, begann am 6. September eine amphibische Übung in der Moffin Bay. Am 10. September legten die Schiffe der TF 77 von ihren Stützpunkten in Aitape, Wakde und Hollandia ab und erreichten fünf Tage später mit den Truppen der 41. Infanteriedivision und dem 126. RCT das Anlandungsgebiet. Dieser Landungsverband bestand aus zwei Gruppen, der „White“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 – 11. März 1969 ) als Oberkommandierender des Unternehmens auf dem Führungsschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und der „Red“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral William Morrow Fechteler an Bord des Zerstörers USS HUGHES ( DD-410 ). Zur Landungsflotte gehören die beiden australischen amphibischen Truppentransporter HMAS KANIMBLA ( C78 ) und HMAS MANOORA ( F48 ), die amerikanischen Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS HERBERT, USS CROSBY, USS WARD und USS SCHLEY ( APD-14 ), 45 Panzerlandungsschiffe, 24 Infanterielandungsfahrzeuge, 20 Panzerlandungsboote und dem Docklandungsschiffes USS CARTER HALL ( LSD-3 ). Gesichert wurden diese Schiffe durch die Zerstörer USS HUGHES, USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS HOPEWELL, USS JENKINS ( DD-447 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS STEVENS ( DD-479 ), USS DALY ( DD-519 ), USS ABNER READ ( DD-526 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), 4 Fregatten, 6 Patrouillenboote, 2 Hochseeschlepper und 4 Minensucher. Die Landung auf Morotai begann am 15. September. Im Vorfeld hatten die Schiffe der TG 75.1 und 75.2 die dortigen japanischen Stellungen bombardiert und die Landungskräfte erhielten durch die Schiffe der TG 77.1 Luftunterstützung. Für den Rest des Monats September agierte die USS TAYLOR als Führungsschiff von einer Anti-U-Boot und Luftüberwachungseinheit. Bis Mitte Oktober eskortierte der Zerstörer auch Schiffskonvois die Nachschub für die Alliierten Soldaten an den Landungsstellen auf Morotai brachten. Danach benutzte man die USS TAYLOR zusammen mit der USS NICHOLAS, USS O´BANNON und USS HOPEWELL für die zweite Verstärkungsstaffel bei der Invasion von Leyte, Philippinen. Dazu legten die vier Zerstörer am 18. Oktober mit einem Schiffskonvoi, bestehend aus Handelsschiffen, von der Insel Manus, Neuguines ab und erreichten am 24. Oktober Leyte. Kaum haben die Schiffe Leyte erreicht, da gibt es auch schon einen japanischen Luftangriff. CDR Frank, Sr. lässt eine Nebelwand legen um den Schiffskonvoi zu schützen. In der Nacht zum 25. Oktober, wo die Schlacht in der Surigao Straße tobte, ankerten die vier Zerstörer in der San Pedro Bay im Leyte Gulf. Am folgenden Morgen begannen die vier Kriegsschiffe mit ihren Patrouillenfahrten in der Umgebung dem Dinagat Island, einer nordöstlich von Mindanao, Philippinen Vorgelagerten Insel. Für den 27. und 28. Oktober versetzte man die USS TAYLOR in die Task Group 77.4, der Carrier Support Group, die Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 – 17. September 1972 ) kommandierte. Hier war der Zerstörer zur Sicherung von sechs Geleitflugzeugträgern zuständig und unterstützte sie bei der Abwehr von japanischen Luftangriffen. Die Besatzungsmitglieder der USS TAYLOR konnten während der Operation einen abgeschossenen und schwer verletzten amerikanischen Piloten von der USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und einen über Bord gegangenen Seemann von dem Geleitflugzeugträger USS PETROF BAY ( CVE-80 ) aus dem Wasser retten. Danach versetzte man am 29. Oktober die USS TAYLOR in die Task Group 77.2 die Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) bis zum 27. November befehligte und dann das Kommando an Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) übertrug. Der Zerstörer beteiligte sich bei der Operation „King II“ während der Eroberung der Philippinen. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS COLODADO ( BB-45 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS SAINT LOUIS ( CL-49 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS WALLER ( DD-466 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS CONY ( DD-508 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Die USS TAYLOR verließ allerdings an diesem Tage den Golf von Leyte und fuhr zum Seeadler Harbor im Atoll Ulithi, Karolinen. Dort legte das Schiff am 12. November ab und fuhr zum Ngulu Island in der Kossol Roads, einer Reparaturbasis der US Navy, für eine kurze Überprüfung. Am 16. November kehrte der Zerstörer in die San Pedro Bay im Leyte Golf zurück. Bis zum 29. November patrouillierte die USS TAYLOR im östlichen Eingang der Surigao Straße. An diesem Tage kam es zu einem Schweren japanischen Luftangriff mit Kamikazepiloten und Sturzkampfbombern. Die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen während des Luftangriffs ein Flugzeug ab und beschädigten zwei weitere die es bis zu ihrer Basis nicht mehr zurück schafften. Während dieses Luftangriffes wurde die USS SAUFLEY durch einen Kamikazepiloten am Rumpf beschädigt. Die USS TAYLOR verließ nach diesem Kampf die Task Group 77.2, nahm die USS SAFLEY Schlepptau und schleppte den Zerstörer zum Seeadler Harbor auf Manus, Admiralitätsinsel, wo die ersten Reparaturen an dem Schiff erfolgen konnten. Die USS TAYLOR blieb dort für fast einen Monat vor Anker liegen bei dem Zerstörertender USS PIDEMONT ( AD-17 ). Danach versetzte man den Zerstörer am 28. Dezember 1944 in die Task Group 77.3, der Close Covering Group die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte und an der Operation „Mike I“ teilnehmen sollte. In dieser TG befanden sich neben der USS TAYLOR die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) sowie die Zerstörer USS RADFORD, USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS NICHOLAS, USS HOPEWELL, USS JENKINS und USS CONYNGHAM ( DD-371 ). Dazu verließ die USS TAYLOR den Seeadler Harbor, Manus und fuhr zurück nach Leyte wo der Zerstörer am 28. Dezember in der San Pedro Bay ankerte. Dort bereitete man die Schiffe auf die Invasion von Luzon vor. Am 4. Januar 1945 verließen die Schiffe der TG 77.3 diese San Pedro Bay. Die Zerstörer der TG waren zum Schutz der Kreuzer eingesetzt. Am folgenden Tag erblickte man auf der USS TAYLOR zwei Torpedos die auf die Schiffe der TG zukamen. Umgehend wurde U-Boot Alarm gegeben. Die USS TAYLOR begann mit seinem Sonar nach dem vermeintlichen U-Boot zu suchen und fand es in dem japanischen Mini-U-Boot H-82 südlich von Negros Island. Man warf Wasserbomben von dem Zerstörer ab und zwang so das U-Boot zum Auftauchen. Doch kaum war dieses an der Wasseroberfläche, rammte der Zerstörer es und schickte es so zu seinem letzten Tauchgang auf den Meeresboden. Ab dem 6. Januar näherte sich die Alliierte Flotte immer mehr dem Lingayen Golf und es folgte eine Reihe von schweren japanischen Luftangriffen. Die Geschützmannschaften der USS TAYLOR waren bei mindestens zwei Flugzeugabschüssen beteiligt. Am 9. Januar fuhren die alliierten Kriegsschiffe dann in den Lingayen Golf ein. Bis Ende Januar und Anfang Februar patrouillierte der Zerstörer westlich von Luzon vor den Kreuzern und Geleitflugzeugträgern der Task Force auf der Suche nach feindlichen U-Booten und Flugzeugen. Danach versetzte man die USS TAYOR in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) kommandierte. In dieser befand sich der Leichte Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), die Zerstörer USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS RADFORD, USS NICHOLAS, USS O´BANNON, USS JENKINS, USS CONWAY, USS CONVERSE ( DD-509 ), USS EATON ( DD-510 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS FRAZIER ( DD-607 ) und USS BRAINE ( DD-630 ), den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS CROSBY, USS SCHLEY und USS MANLEY ( APD-1 ) und mehreren Minenräumboote. Außerdem gehören zu dieser TG noch zweiundsechzig Landungsfahrzeuge die insgesamt 5.300 Soldaten des 151. RCT und des 34. RCT der 38. Infanteriedivision bei Mariveles an der Südspitze von Bataan am 15. Februar absetzen sollen. Am 13. Februar dringen die Kriegsschiffe der TG 78.3 erneut in die Manila Bay ein und beschützen die Minensuchboote vor feindlichen Angriffen indem sie den geplanten Landungsraum an der Südspitze von Bataan und Corregidor mit ihren Schiffsgeschützen beschießen. Am folgenden Tag wird das Minenräumboot YMS 48 durch japanische Küstenbatterien versenkt und die zur Unterstützung herbeieilenden Zerstörer USS FLETCHER und USS HOPEWELL beschädigt. An diesem Tage laufen auch die übrigen Schiffe in die Bucht ein. Dabei wird die USS RADFORD und die USS LA VALETTE aus der TG 74.3 beim Einlaufen in den Hafen von Mariveles durch Minen zum Teil schwer beschädigt. Auch gehen mindestens zwei Landungsboote durch den Beschuss der japanischen Küstenbatterien verloren. Die amerikanischen Kriegsschiffe nehmen nun wieder für eine mehrstündige Beschießung der Landungsräume Aufstellung. Am 15. Februar beginnt die Landeoperation auf Mariveles Harbor und am folgenden Tag auf Corregidor durch Fallschirmjäger. Die USS TAYLOR beschieß zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS CLEVELNAD und dem Zerstörer USS O´BANNON feindliche Positionen an der Südküste das Gebiet um Ternate an der Manila Bay. Man versetzte dann die USS TAYLOR in die Task Group 78.1 die Rear Admiral Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) kommandierte. Die Task Group war die Fire Support Group und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze Mindanaos bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE und die Zerstörer USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS JENKINS ( DD-447 ) und USS ABBOT ( DD-629 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Diese Landungsschiffe transportierten die Soldaten der 41. Infanteriedivision die Generalmajor Jens Anderson Doe ( 20. Juni 1891 – 25. Februar 1971 ) befehligte. Zu den Landungsschiffen gehörten die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS COFER ( APD-62 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), ein Docklandungsschiff, dreiundzwanzig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge, siebzehn unterstützende Infanterielandungsfahrzeuge und vier U-Boot-Jäger. Die Landungs- und Transportschiffe wurden durch die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS BAILEY ( DD-492 ) sowie die Geleitzerstörer USS RUDDERROW ( DE-224 ) und USS CHAFFEE ( DE-230 ) gesichert. Die Schiffe der Landungsgruppe begannen gleich nach der Ankunft vor Zamboanga mit dem Landungsangriff. Die Panzerlandungsschiffe LST-591 und LST-626 sowie die Infanterielandungsfahrzeuge LCI-710 und LCI-779 wurden durch feindliche Küstenbatterien versenkt. Der japanische Widerstand war schnell gebrochen, so dass die Fire Support Group am 11. März für eine Patrouillenfahrt zur südlich von Zamboanga gelegenen Basilan Island fuhr. Am 12. März verließen die Schiffe der Fire Support Group Zamboanga und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie am 17. März. Zuvor war die USS TAYLOR am 15. März kurz nach Corregidor zurück gekehrt und nahm dort mehrere Höhlen an den westlichen Klippen der Insel unter Beschuss. In der Subic Bay bereitete man die Zerstörer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS TAYLOR für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.3 die den amphibischen Angriff auf Cebu Island führen und unterstützen sollte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer in die Task Undergroup 74.3.2. Zusammen mit dem Zerstörer USS ABBOT war die USS TAYLOR für die Bewachung des australischen Kreuzers HMAS HOBART ( D63 ) während der Beschießung feindlicher Stellungen auf Cebu Island abgestellt worden. Gleichzeitig gehörten mehrere Zerstörer dieser TG aber auch zur Task Group 78.2, der US Amphibious Group 8, die Captain Albert Tilden Sprague ( 13. März 1898 – 8. April 1968 ) befehligte. Zu dieser Landungsgruppe gehörten die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS COFER ( APD-62 ) und ein weiterer Schneller Truppentransporter, zwanzig Panzerlandungsschiffe, elf Mittlere Landungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neun Angriffsinfanterielandungsfahrzeuge, zwei U-Boot-Jäger und acht Minenräumboote. Diese Gruppe sicherten zuerst die Zerstörer USS CONYNGHAM, USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SHAW ( DD-373 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ). Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART, sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS, USS ABBOT und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe. Nach der Eroberung von Cebu City kehren die Leichten Kreuzer und Zerstörer für zwei Tage in die Subic Bay zurück. Dort bereitete man die Schiffe auf die Landeoperation „Oboe I“ auf Tarakan, Borneo vor. Rear Admiral Russel Stanley Berkey befehligte die Task Force 74. In der Fire Support Group befanden sich die leichten amerikanischen Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE und der australische Kreuzer HMAS HOBART sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS O´BANNON, USS FLETCHER und USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA. In der Amphibious Group Six befand sich das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT, der amerikanische Schnelle Truppentransporter USS COFER, zwei australische Infanterielandungsschiffe, ein amphibisches Vorratsschiff, ein Landungsmutterschiff, fünfundvierzig Panzerlandungsschiffe und einundzwanzig Schnellboote. 18.000 Soldaten der verstärkten australischen Brigade transportierten sie. Diese Transportschiffe wurden von den Zerstörern USS WALLER, USS PHILIP, USS SMITH, USS BAILEY ( DD-492 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ), den Geleitzerstörern USS FORMOE ( DE-509 ) und USS CHARLES E BRANNON ( DE-446 ) und den australischen Fregatten HMAS BURDEKIN ( K376 ), HMAS BARCOO ( K375 ) und HMAS HAWKESBURY ( K363 ) gesichert. Auf dem Weg nach Borneo nahm man auf der USS TAYLOR fünf Japaner gefangen die auf einem Floß von Tawi Tawi aus versuchten zu entkommen. Am 27. April lag die Fire Support Group im Süden von Tarakan und begann mit dem Bombardement des Landungsraumes. Auch an den beiden folgenden Tagen wird die Beschießung fortgesetzt. Die Truppentransportschiffe erreichten am 1. Mai mit ihrer Sicherungsgruppe den Bereich von Tarakan. Sofort begann die Landung der Soldaten. Bis zum 3. Mai unterstützten die Schiffe der Fire Support Group mit ihren Schiffsgeschützen die alliierten Soldaten. Danach kehrte die USS TAYLOR mit den Schiffen der TG 74.3 in die Subic Bay zurück. Hier blieb die USS TAYLOR und die USS O´BANNON für einen Monat vor Anker liegen und beteiligten sich nur an Bildungsmaßnahmen. Man versetzte beide Zerstörer am 17. Juni in die Task Group 32.1. In dieser Support Carrier Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLAY BAY ( CVE-85 ), USS SALAMAUA ( CVE-96 ) und USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) welche von den Zerstörern USS TAYLOR, USS O´BANNON, USS LANG ( DD-399 ), USS WILKES ( DD-441 ) und USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ) und den Geleitzerstörern USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS O´FLAHERTY ( DE-340 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ) und USS HEMMINGER ( DE-746 ) gesichert wurden. Bis zum 25. Juni unterstützte so die USS TAYLOR die Operation „Iceberg“ während der vollständigen Einnahme von Okinawa. Die Flugzeuge der Geleitflugzeugträger führten Luftangriffe auf Sakishima Gunto durch. Am 25. Juni kehrte die USS TAYLOR in die San Pedro Bay im Leyte Golf zurück und blieb dort bis zum 8. Juli vor Anker liegen. Hier versetzte man die USS TAYLOR in die Task Group 30.8, der Flottenlogistikgruppe. Diese befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 – 7. März 1966 ). In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS GILBERT ISLAND ( CVE-107 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ) und die Zerstörer USS FARENHOLT, USS WOODWORTH, USS LARDNER, USS DEWEY ( DD-349 ), USS KALK ( DD-611 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS LAKE ( DE-301 ) USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Die USS TAYLOR blieb bis zum 3. August in dieser TG und wechselte an diesem Tage in die Task Group 38.4, welche von Rear Admiral Arthur William Radford ( 27. Februar 1896 – 17. August 1973 ) befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS SHANGRI-LA ( CV-38 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ). USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ) und USS ESSEX ( CV-9 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ), USS MISSOURI ( BB-63 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer USS SAINT PAUL ( CA-73 ), USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS BOSTON ( CA-69 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS MOALE ( DD-693 ), USS CUSHING ( DD-797 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS UHLMAN ( DD-687 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS TWINING ( DD-540 ), USS ROWE ( DD-564 ), USS STODDARD ( DD-566 ), USS SMALLEY ( DD-565 ) und USS WREN ( DD-568 ). Fünf Tage lang blieb die USS TAYLOR in dieser TG und übernahm zusammen mit den anderen Zerstörern die Sicherung der großen Überwasserkriegsschiffe während die Flugzeuge der Träger Angriffe auf den Norden von Honshu und dem Süden von Hokkaido flogen. Am 8. August kehrte der Zerstörer in die Flottenlogistikgruppe 30.8 zurück und blieb dort bis zum 13. August. Danach kehrte der Zerstörer in die TG 38.4 zurück und blieb dort bis zum 23. August. Hier sollte der Zerstörer die letzten Offensivaktionen miterleben. In dieser Zeit, am 15. August, akzeptierten die Japaner die bedingungslose Kapitulation. Nach der Einstellung der Feindseligkeiten begannen die Schiffe und Flugzeuge der TG 38.4 vor Honshu zu patrouillieren. Flottenadmiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandeur der 3. US Flotte, befahl das die Zerstörer der DESDIV 21 als Auszeichnung während der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch Japan in der Tokyo Bay anwesend sein sollen. Daher verließ die USS TAYLOR am 23. August die TG 38.4 und bildete zusammen mit der USS NICHOLAS und USS O´BANNON die Sicherung für das Schlachtschiff USS MISSOURI. Damit waren diese vier Kriegsschiffe eine der ersten amerikanischen Schiffe die in diese Bucht einfuhren. Am 29. August lagen die Schiffe in der Bucht und am 2. September erfolgte die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde auf japanischer Seite durch Außenminister Mamoru Shigemitsu ( 29. Juli 1887 – 26. Janzar 1957 ). Diese Zeremonie wurde durch alliierte Kriegskorrespondenten auf Zelluloid festgehalten. Die USS TAYLOR blieb noch bis zum 10. Oktober im Fernen Osten. Dann verließ der Zerstörer die Tokyo Bay und fuhr über Pearl Harbor zurück an die Westküste der USA. Am 1. November legte das Schiff im Hafen von San Francisco an und wurde dort auf Außerdienststellung vorbereitet. Das Schiff wechselte dann nach San Diego, Kalifornien. Dort stellte man den Zerstörer am 31. Mai 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte.
Nach vier Jahren der Inaktivität verlegte man die USS TAYLOR am 9. Mai 1950 in die Werft der San Francisco Naval Shipyard. Dort begannen drei Tage später umfangreiche Umbauarbeiten an dem Schiff. Am 2. Januar 1951 klassifizierte man es zu einem Anti-U-Boot Zerstörer um und es erhielt die Kennung DDE-468. Commander Sheldon Hoard Kinney ( 27. August 1918 – 11. Dezember 2004 ) stellte am 3. Dezember 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Endausrüstung verlegte die USS TAYLOR nach San Diego, wo ab dem 3. Februar eine zweimonatige Erprobungs- und Ausbildungsfahrt begann. In dieser Zeit verließ der Anti-U-Boot Zerstörer am 24. März die US Westküste und fuhr zu seinem neuen Heimathafen Pearl Harbor. Diesen erreichte das Schiff am 30. März. Nach einem zweimonatigen Aufenthalt der mit mehreren Übungen einherging, fuhr die USS TAYLOR das erste Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder in den westlichen Pazifik. Auf dem Weg nach Yokosuka, Japan legte das Schiff nur vor dem Midway Atoll einen Stopp ein. Man integrierte den Anti-U-Boot Zerstörer in die Task Force 77 ein. Zwei Monate lang bereitete man das Schiff dann auf den kommenden Kampfeinsatz vor. Die Hauptaufgabe des Schiffes bestand darin die Schnellen Flugzeugträger vor der koreanischen Küste vor feindlichen Luftangriffen zu sichern und nordkoreanische Stellungen entlang der Küste zu bombardieren. Ab dem 16. Juni begann die USS TAYLOR mit ihren Sicherungsaufgaben. In der zweiten Juliwoche kehrte der Anti-U-Boot Zerstörer nach Yokosuka zurück und unterzog sich dort einer Überholung. Nachdem dann das Schiff wieder in See gestochen war, nahm es an mehreren Anti-U-Boot Übungen teil. Am 1. August erreichte die USS TAYLOR wieder die TF 77 und ab September beteiligte sich das Schiff an einer dreiwöchigen Seeblockade vor Wonsan. Dieser Blockadedienst war alles andere als ein passiver Dienst. Bei zahlreichen Gelegenheiten beschoss der Anti-U-Boot Zerstörer feindliche Küstenbatterien und Versorgungswege der Nordkoreaner. Nebenbei sicherte das Schiff außerdem die täglichen Arbeiten der Minenräumer vor dem Hafen. Am Ende des Monats lief die USS TAYLOR in Richtung Süden und übernahm in der Formosastraße Patrouillenaufgaben und lag für ein Wochenende im Hafen von Hongkong. Ende Oktober kehrte der Anti-U-Boot Zerstörer in die koreanischen Gewässer zurück und fuhr an die Westküste des Landes. Dort übernahm das Schiff die Sicherung über den britischen Flugzeugträger HMS GLORY ( R62 ) und dem Leichten Kreuzer HMS BIRMINGHAM ( C19 ). Am 21. November legte die USS TAYLOR im Hafen von Yokosuka wieder an. Von dort aus begann das Schiff im westlichen Pazifik mit Patrouillenfahrten und erreichte am 8. Dezember seinen Heimathafen Pearl Harbor. Dort erhielt die Besatzung des Anti-U-Boot Zerstörers für einen Monat Landurlaub und unterzog das Schiff einer Instandhaltung. Danach folgte eine einmonatige Überholung in der Pearl Harbor Naval Shipyard. In den dann folgenden drei Monaten beteiligte sich die USS TAYLOR an mehreren Übungen rund um die Hawaii Inseln. Dabei wurden die neu an Bord gekommenen Besatzungsmitglieder einer umfangreichen Ausbildung unterzogen um sie in die Mannschaft zu integrieren. Am 2. Mai 1953 verließ das Kriegsschiff wieder Pearl Harbor und fuhr in den westlichen Pazifik. In den Hafen von Yokosuka fuhr die USS TAYLOR am 12. Mai ein. Nach dem Hafenbesuch in Sasebo übernahm der Anti-U-Boot Zerstörer wieder seine Aufgaben zur Sicherung des amerikanischen Geleitflugzeugträgers USS BAROKO ( CVE-115 ) und des britischen Leichten Flugzeugträger HMS OCEAN ( R68 ) vor der Westküste Koreas. Während der Luftoperationen durch die Flugzeuge beider Träger schirmte die USS TAYLOR bis auf zwei Patrouilleneinsätzen immer die Träger ab. Bei diesen beiden Gelegenheiten patrouillierte der Anti-U-Boot Zerstörer nahe der von den Nordkoreaner kontrollierten Küstelinie die versuchen wollten die von den Soldaten der Vereinten Nationen besetzten Vorgelagerten Inseln einzunehmen. Am 1. Juni kehrte das Schiff in den Hafen von Sasebo zurück und unterzog sich dort für elf Tage einer Instandhaltung. Im Anschluss daran wechselte das Schiff nach Okinawa und beteiligte sich dort an einer zweiwöchigen U-Jagd Ausbildung. Am 25. Juni legte die USS TAYLOR im Hafen von Yokosuka wieder an und blieb dort nur für eine Nacht. Am folgenden Morgen nahm das Schiff seinen Patrouillendienst in der Formosastraße wieder auf, besuchte einmal den Hafen von Hongkong und den Hafen von Kaohsiung, Taiwan. Dort wurden die Matrosen der taiwanesischen Marine ausgebildet. Schon am 20. Juli legte der Anti-U-Boot Zerstörer wieder im Hafen von Yokosuka an. Dort mussten einige notwendige Reparaturen durchgeführt werden. Anschließend legte das Schiff wieder ab und erreichte am 31. Juli seinen Heimathafen. Gleich am folgenden Morgen wechselte die USS TAYLOR ins Trockendock und unterzog sich einer dreimonatigen Überholung. Während der Fahrt nach Pearl Harbor kam es zu einem formellen Ende der Feindseligkeiten und am 27. Juli 1953 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. In den nun folgenden Jahren der relativen Ruhe im Westpazifik hatte die USS TAYLOR nur wenige spezielle Aufgaben. In den ersten fünf Jahren vom 1. März 1954 bis zum 1. März 1959 führte der Anti-U-Boot Zerstörer fünf weitere Patrouilleneinsätze im westlichen Pazifik durch. Während jeder dieser Fahrten wurden Trainingsübungen und Freundschaftsbesuche in fernöstlichen Häfen durchgeführt. Wenn dann das Schiff nicht im Einsatz war, führte es seinen normalen Einsatz in Hawaiianischen Gewässern durch. Im sechsten Jahr nach dem Ende des Koreakrieges fuhr das Schiff nach Australien um an einer Gedenkfeier für die in der Schlacht im Korallenmeer Gefallenen zu gedenken. Am 26. Mai 1960 legte der Anti-U-Boot Zerstörer im Hafen von Pearl Harbor wieder an und führte bis Dezember seinen Normalbetrieb durch. Im Anschluss daran verlegte man das Schiff wieder in die Pearl Harbor Naval Shipyard wo es sich einer Generalüberholung unterziehen musste. Anschließend befand sich die USS TAYLOR ab August 1961 wieder im westlichen Pazifik im Einsatz. Im darauffolgenden Jahr blieb das Schiff im Frühjahr und Sommer 1962 im Zentralpazifik. Dort gehörte es zu einer Unterstützungseinheit für die Operation Dominic. Während dieser Operation wurden 31 Atomtestexplosionen in der oberen Atmosphäre durchgeführt. Die meisten davon waren über dem Atoll Kiritimati, Weihnachtsinseln, Kiribati und über dem Johnston Atoll, Johnston Island. In dieser Zeit, am 7. August 1962, verlieh man dem Zerstörer wieder seine alte Kennung DD-468. Im Oktober 1962 kehrte die USS TAYLOR nach Pearl Harbor zurück. Dort begann die nächste Reparaturzeit die sich bis zum Ende des Jahres hinzog. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten erfolgten lokale Operationen in den Hawaiianischen Gewässern die sich bis zum Juni des Jahres 1963 hinzogen. Am 4. Juni lief der Zerstörer mit einer Anti-U-Boot Jagdgruppe in Pearl Harbor aus und gliederte sich in die 7. US Flotte ein. Während dieses Einsatzes besuchte die USS TAYLOR die Häfen von Kobe, Japan; Hongkong; Okinawa und Kushiro, Japan sowie die US Navy Basishäfen in Yokosuka, Sasebo und in der Subic Bay. Während des Hafenbesuches im Fischereihafen von Kushiro, dem nördlichsten der japanischen Hauptinsel Hokkaido, wurden freundschaftliche Beiträge zum Verständnis zwischen den beiden Völkern der USA und Japans unterstützt. Für den Rest der Kreuzfahrt beteiligte sich der Zerstörer an zahlreichen Trainingsübungen, an denen Schiffe befreundeter Marinen und Schiffe der 7. US Flotte dran teilnahmen. Am 29. November lief der Zerstörer wieder in seiner Heimatbasis ein und blieb dort bis zum April 1964. Anschließend folgte eine dreimonatige Überholung im Trockendock. Ab Juli konnte sich dann die USS TAYLOR wieder an lokalen Operationen in den Hawaiianischen Gewässern beteiligen. Diese Operationen dauerten bis in den Herbst hinein. Am 23. November 1964 legte die USS TAYLOR in Pearl Harbor wieder ab und beteiligte sich an einer Kreuzfahrt mit dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CVS-10 ) und dem Zerstörer USS THOMASON ( DD-746 ). Das Ziel des Verbandes war wieder der Ferne Osten. Die Kreuzfahrt führte die Schiffe zuerst über das Midway Atoll bis in den Hafen von Yokosuka, wo sie am 3. Dezember anlegten. Vier Tage später stachen sie wieder in See und beteiligten sich für zwei Wochen an einer kombinierten Übung mit dem Angriffsflugzeugträger USS HANCOCK ( CVA-19 und dem Lenkwaffenzerstörer USS JOSEPH STRAUSS ( DDG-16 ). Diese Übungen, abgehalten in der Nähe von Okinawa, beinhalteten die Abwehr bei Luftangriffen und die U-Boot Jagd. Am 19. Dezember lief die USS TAYLOR mit der USS YORKTOWN und der USS THOMASON im Hafen von Sasebo ein und blieb dort bis zum 4. Januar 1965 am Kai vertäut. Alle drei Schiffe stachen am 4. Januar in See und fuhren zur britischen Kronkolonie Hongkong, wo sie fünf Tage blieben. Zuvor hatten sie aber in der Philippine Sea eine Reihe von speziellen Suchoperationen absolviert die nach dem Hafenbesuch wieder aufgenommen wurden. Das Ende dieser Übungen erfolgte am 24. Februar mit dem Einlaufen in die Subic Bay. Nach vier Tagen der Ruhe auf den Philippinen stachen die drei Schiffe wieder in See und fuhren nach Sasebo zurück. Dort vertäute man sie am 3. März. Genau zwei Wochen später erhielt die USS TAYLOR den Auftrag in den westlichen Teil des Südchinesischen Meeres zu fahren. Am 21. März erreichte der Zerstörer die Küste von Vietnam und begann dort für die folgenden fünf Wochen zu patrouillieren. Der Zerstörer verließ am 27. April wieder die vietnamesische Küste und machte vom 3. bis zum 6. Mai 1965 einen kurzen Stopp in Yokosuka. In den Hafen von Pearl Harbor lief dann das Schiff am 13. Mai ein. Hier beteiligte sich der Zerstörer wieder an lokalen Operationen. Vom 21. bis zum 29. August 1965 flog die Gemini 5 Raumkapsel, besetzt mit den Astronauten Leroy Gordon Cooper ( 6. März 1927 – 4. Oktober 2004 ) und Charles “Pete” Conrad. Jr. ( 2. Juni 1930 – 8. Juli 1999 ) in den Weltraum. Auf Grund von schlechtem Wetters im Zielgebiet des Atlantik, wo die Raumkapsel wassern sollte, wurde die Landung um eine Erdumkreisung vorverlegt. Da die Computer noch fehlerhafte Daten lieferten wurde der Landepunkt um 145 Kilometer verfehlt. Man hatte zur Sicherheit aber auch im Pazifik mehrere Schiffe zur Suche der Raumkapsel in einem eventuellen Landepunkt stationiert. Im Pazifik waren das neben der USS TAYLOR die Zerstörer GEORGE MacKENZIE ( DD-836 ), USS LEONARD F MASON ( DD-852 ), der Lenkwaffenzerstörer USS GOLDSBOROUGH ( DDG-20 ) und der Tanker USS CHIPOLA ( AO-63 ). Im Atlantik konnte aber die Raumkapsel durch den Zerstörer USS DU PONT ( DD-941 ) ausgemacht und durch Taucher geborgen werden. Ein Hubschrauber des Zerstörers brachte dann die beiden Astronauten samt Raumkapsel auf dem U-Jagd Flugzeugträger USS LAKE CHAMOLAIN ( CVS-39 ). Folgende Schiffe waren ebenfalls auf der Suche und der Bergung der Raumkapsel im Atlantik beteiligt: die Zerstörer USS JAMES C OWENS ( DD-776 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS MANLEY ( DD-940 ), USS NEW ( DD-818 ), USS WALDRON ( DD-699 ), die Antimagnetischen Hochsee Minensucher USS AVENGE ( MSO-423 ) und USS EXULTANT ( MSO-441 ), das Bergungsschiff USS PRESERVER ( ARS-8 ) und der Tanker USS NEOSHO ( AO-143 ). Für die USS TAYLOR folgten im Pazifik nach diesem außergewöhnlichen Ereignis weitere lokale Operationen in den Hawaiianischen Gewässern. Am 6. Dezember musste der Zerstörer allerdings wieder ins Trockendock für eine weitere Überholung. Erst Mitte Januar 1966 konnte das Schiff das Trockendock wieder verlassen und legte am 7. Februar im Hafen von Pearl Harbor ab. Zusammen mit anderen Schiffen der DESDIV 111 nahm die USS TAYLOR Kurs in den westlichen Pazifik. Zehn Tage später legte das Kriegsschiff im Hafen von Yokosuka an und musste dort acht Tage wegen Reparaturen liegen bleiben. Am 25. Februar gliederte man den Zerstörer in die Task Group 70.4 ein. Noch am selben Tag stachen die Schiffe in See und erreichten am folgenden Tag ihr Einsatzgebiet vor der vietnamesischen Küste. Mitte März fuhr die USS TAYLOT nach Norden und begann in der Straße von Taiwan zu patrouillieren. In dieser Zeit besuchte der Zerstörer den Hafen von Kaohsiung. Die Ablösung des Schiffes kam am 12. April und die USS TAYLOR fuhr für einen fünftägigen Hafenbesuch nach Hongkong. Am 21. April kehrte der Zerstörer zur Yankee Station zurück und begann die amerikanischen und südvietnamesischen Streitkräfte in Ufernähe mit seinen Schiffsgeschützen zu unterstützen. Dies erfolgte vom 28. April bis zum 1. Mai 1966. Noch im Mai mussten im Hafen von Sasebo Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Gleich im Anschluss daran folgten vom 26. Mai bis zum 10. Juni Anti-U-Boot Übungen und am 11. Juni begann schon eine neue Patrouillenfahrt in der Straße von Taiwan. Man löste den Zerstörer dort von seinen Aufgaben am 5. Juli ab und gliederte das Schiff wieder in die TG 70.4 ein. Am 8. Juli vertäute man das Schiff im Hafen von Yokosuka. Nach einer Woche der Vorbereitungen legte das Schiff im Hafen von Yokosuka wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor zurück. Dort legte der Zerstörer am 22. Juli an. Für weitere notwendige Arbeiten ging die USS TAYLOR längsseits zum Zerstörertender USS PRAIRIE ( AD-15 ). Die Reparaturarbeiten dauerten bis Ende des Monats. Für die Geschützmannschaften des Zerstörers folgte nun ein Praxistest. Das Schiff fuhr bis zu seinem Einsatzort für diesen Test und kehrte kurz darauf wieder nach Pearl Harbor zurück. Die Geschützmannschaften hatten ihre Übungen meisterhaft gelöst, aber das Schiff war danach nur noch eingeschränkt Einsatzbereit. Diese eingeschränkte Einsatzbereitschaft wurde erst im November aufgehoben die bis zum Jahresende galt. In dieser Zeit machte der Zerstörer in den ersten beiden Wochen im Dezember eine Rundreise nach Pago Pago, amerikanisch Samoa und legte am 16. Dezember in Pearl Harbor wieder an. Hier erhielt die Besatzung des Schiffes Urlaub und begann mit Instandhaltungsarbeiten. In den ersten drei Monaten des Jahres 1967 nahm die USS TAYLOR dann wieder an lokalen Operationen in den Hawaiianischen Gewässern teil, es wurden Reparaturen durchgeführt und für die Fahrt in den Fernen Osten vorbereitet. Mitte April erfolgte eine Betriebsbereitschaftsinspektion und am 18. April legte der Zerstörer in Pearl Harbor ab um sich der 7. US Flotte wieder anzuschließen. Am 25. April änderte man aber den operativen Einsatz für das Schiff und gliederte es in die 1. US Flotte ein. Drei Tage später legte die USS TAYLOR im Hafen von Yokosuka an. In der ersten Hälfte des Monats Juni nahm der Zerstörer an Übungen mit der japanischen Verteidigungsflotte und Schiffen der Südkoreanischen Marine teil. Am 17. Juni erreichte der Zerstörer dann den Hafen von Sasebo und verließ diesen schon zwei Tage später. Das Schiff erhielt seinen ersten echten Kampfeinsatz auf der Yankee Station. Zwischen dem 22. Mai und dem 25. Juni 1967 patrouillierte der Zerstörer in den Gewässern des Golf von Tonkin. Hier bewachte das Schiff den Flugzeugträger USS HORNET ( CV-12 ). Mit beteiligt waren dabei der Zerstörer USS WALKER ( DD-517 ) und die Geleitzerstörer USS HOPPER ( DE-1026 ), USS DAVIDSON ( DE-1045 ), USS BRONSTEIN ( DE-1037 ), USS EAVENS ( DE-1023 ) und USS BRIDGET ( DE-1024 ). Außerdem unterstützte man die alliierten Soldaten im Küstenbereich mit den Schiffsgeschützen. Die USS TAYLOR verließ dann den Golf Von Tonkin und erreichte am 27. Juni die Subic Bay. Nach einem Hafenbesuch in Manila und einigen Reparaturen durch die Mannschaft eines Zerstörertenders, stach der Zerstörer am 10. Juli wieder in See und beteiligte sich an dem SEATO Manöver „Sea Dog“. Zwischen dem 26. und 28. Juli war das Schiff im Hafen von Bang Sean, Thailand vertäut. Am 28. Juli kehrte die USS TAYLOR für drei Tage zur Yankee Station zurück und begann danach wieder seine Patrouillenfahrten in der Straße von Taiwan. Am 3. August legte der Zerstörer im Hafen von Kaohsiung an und blieb dort bis zum 15. August liegen. Dann kehrte das Schiff an die vietnamesische Küste zurück und kreuzte dort vom 19. August bis zum 11. September um mit seinen Schiffsgeschützen die amerikanischen Soldaten in Küstennähe zu unterstützen. Am 12. September verließ das Kriegsschiff wieder die Küste von Indochina und legte einen fünftägigen Stopp im Hafen von Hongkong ein damit sich die Besatzung etwas ausruhen konnte. Danach fuhr der Zerstörer wieder in den Golf von Tonkin und übernahm dort seine Pflichten an der vietnamesischen Küste. Erst am 11. Oktober legte das Schiff im Hafen von Yokosuka an und legte fünf Tage später wieder ab mit dem Ziel des Heimathafens auf Hawaii. In diesem legte die USS TAYLOR am 23. Oktober an und ab dem 11. Dezember begann eine reguläre Überholung. Die ersten drei Monaten des Jahres 1968 waren durch Reparaturen und Änderungen geprägt. Am 22. März waren diese Arbeiten abgeschlossen. Nun begannen in der ersten Aprilwoche die ersten Seeversuche. Doch auftretende Probleme zwangen zur Verschiebung weiterer Operationen bis zum Ende des Monats. In dieser Zeit sollten eigentlich Auffrischungskurse für die Mannschaft durchgeführt werden. Diese mussten nun in die Monate Mai und Juni verschoben werden. Die USS TAYLOR fuhr für das Schießen mit den Schiffsgeschützen nach San Diego. Am 27. Juni begannen diese Übungen und vom 3. bis zum 11. Juli wurde vor der Insel San Clemente scharf geschossen. Die Fahrt nach Hawaii begann am 11. Juli. Auf dem Weg dorthin wurden weitere Bombardement Übungen vor der Insel Kahoolawe abgehalten und am 17. Juli legte der Zerstörer im Hafen von Pearl Harbor an. In der Heimatbasis legte das Schiff am 5. August wieder ab und nahm Kurs auf den Golf von Tonkin. Nach einem Zwischenstopp bei dem Midway Atoll und dem Bunkern von frischen Treibstoff auf Guam und in der Subic Bay, erreichte das Schiff die Yankee Station vor der vietnamesischen Küste. Am 21. August übernahm der Zerstörer die Sicherung über den U-Jagd Flugzeugträger USS INTREPID ( CVS-11 ) und behielt diese für einen Tag. Dann verließ die USS TAYLOR mit dem Flugzeugträger und den beiden Zerstörern USS MADDOX ( DD-731 ) und USS PRESTON ( DD-795 ) den Golf von Tonkin und fuhren zum Hafen von Sasebo. In den Golf kehrte die USS TAYLOR mit den anderen drei Schiffen am 5. September zurück und führte dort zusammen mit diesen Schiffen Luft- See- und U-Boot-Jagd Übungen durch. Zur Unterstützung der amerikanischen Truppen näherte sich der Zerstörer am 19. September der vietnamesischen Küste und feuerte aus allen Rohren auf vermeintliche feindliche Ziele. Diese Aufgabe und die Sicherung der USS INTREPID übernahm die USS TAYLOR bis zum 6. Oktober. Da musste das Schiff die Kampfzone verlassen und zur Subic Bay fahren um sich einigen notwendig gewordenen Reparaturen zu unterziehen und die Munitionsmagazine aufzufüllen. Ab dem 20. Oktober nahm das Kriegsschiff vor der vietnamesischen Küste seine Pflichten für eine Woche wieder wahr und führte weitere Küstenbeschießungen durch. Im Anschluss daran fuhr der Zerstörer zu den Philippinen und führte Hafenbesuche in der Subic Bay und in Cebu City durch. Zwischen Ende November und Anfang Dezember 1968 nahm die USS TAYLOR ihren Dienst vor der vietnamesischen Küste wieder auf und beschoss feindliche Ziele. Am 4. Dezember verließ der Zerstörer die Kampfzone und fuhr über die Straße von Luzon nach Yokosuka. In diesem Hafen legte das Schiff am 12. Dezember an, wo auch das Weihnachtsfest verbracht wurde. Am Neujahrstag von 1969 befand sich das Schiff aber schon wieder auf dem Weg zur Yankee Station. Mitte Januar verließ die USS TAYLOR zum letzten Mal die vietnamesischen Gewässer. Nach den Hafenbesuchen in der Subic Bay; Manus Island, Papua Neuguinea; Melbourne, Australien; Auckland, Neuseeland und Pago Pago legte der Zerstörer am 28. Februar im Hafen von Pearl Harbor an. Dort blieb das Schiff bis zum Mai im Hafen vertäut. Man unterzog das Schiff im Mai einer Inspektion und Vermessung die niederschmetternd ausfiel. Der Zerstörer war für den Dienst in der US Navy nicht mehr tauglich. Damit erhielt das Schiff auch keine weitere Tauglichkeit aus eigener Kraft zu fahren. Ein Hochseeschlepper musste daher den Zerstörer ins Schlepptau nehmen und nach San Diego schleppen, wo man Anfang Juni ankam. Am 3. Juni 1969 stellte man den Zerstörer gleich außer Dienst und strich den Namen USS TAYLOR ( DD-468 ) am 2. Juli 1969 aus der US Navy – Liste.
Am 2. Juli 1969 übergab man den Zerstörer an die Italienische Marine die das Schiff in LANCIERE ( D560 ) umtaufte. Der Zustand des Schiffes war aber so katastrophal, dass man im Januar 1970 bei der US Navy darauf drang ein anderes Schiff aus der FLETCHER – Klasse als Ersatz zu erhalten. Dies bekam die Italienische Marine am 17. Januar 1970 in Form des Zerstörers USS PRICHETT ( DD-561 ) den man in GENIERE ( D555 ) umtaufte. Bis zum Januar 1971 behielt man die LANCIERE noch im Dienst ohne mit ihr auch nur an einer größeren Übung teilnehmen zu können. Man stellte den Zerstörer im Januar 1971 außer Dienst und verwendete das Schiff zur Ersatzteilgewinnung um die GENIERE und FANTE ( D561 ), ex USS WALKER ( DD-517 ), zu erhalten.


USS TAYLOR ( DD-468 )
Commanding Officer

LCDR Benjamin Jacob Katz         28. August 1942 – 16. Januar 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Nickolas John Frederick Frank Sr. 16. Januar 1944 – 6. Februar 1945 (erreichter Rang RADM)
CDR Henry Howard DeLauréal           6. Februar 1945 – 31. Mai 1946
Außerdienststellung        31. Mai 1946 – 3. Dezember 1951
CDR Sheldon Hoard Kinney         3. Dezember 1951 – Dezember 1952 (erreichter Rang RADM)
CDR Robert Waring McNitt           Dezember 1952 – 1954 (erreichter Rang RADM)
CDR Carl Carmichael          1954 – 1956
CDR Charles M. Nelson          1956 – 1958
CDR John Roderick Mackie         1958 – 1960
CDR Richard Joseph Coad         1960 – 1. März 1962
CDR Merwin Edward Rasmussen          1. März 1962 – August 1963
CDR Henry Joseph Racette Jr.        August 1963 – 1965
CDR John Francis Matejceck         1965 – 1967
CDR James Dewey Taylor Jr.        1967 – 1969
CDR John Barton Hurd         1969 – 2. Juli 1969

USS WALLER ( DD-466 )

USS WALLER ( DD-466 )

Biografie

Littleton „Tony“ Waller Tazewell Waller
* 26. September 1856 in York County, Virginia
† 13. Juli 1926 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Offizier in dem US Marine Corps und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg, gegen den Boxeraufstand, im Philippinisch-Amerikanischen Krieg, nahm an der Besetzung von Veracruz nach der Tampico Affäre teil sowie an weiteren Kriegsschauplätzen in der Karibik

Die Vorfahren beider Familien von Littleton Waller Tazewell Waller genossen Reichtum und waren an politischen Entscheidungen in England und Amerika mit eingebunden. Die Wallers stellten in Kent die Sheriffs. Dann lebte die Familie im Groombridge Place und übte die Gerichtsbarkeit im Buckinghamshire aus. Littleton Wallers Vorfahre Colonel John Waller ( Taufdatum 23. Januar 1673 in Buckinghamshire – 2. August 1754 in Spotsylvania County, Virginia ) kam 1693 nach Virginia und arbeitete hier als Anwalt und Ausbilder auf dem am 8. Februar 1693 in Walkerton, dem King and Queen County, gegründeten College of William and Mary. John Waller heiratete Dorothy King ( 1677 – 1759 ) und hatte mit ihr drei Kinder, Colonel WilliamWaller ( 1714 in Walkerton – 10. Januar 1760 in Spotsylvania County ), Thomas Waller ( 1714 in Spotsylvania County – 1764 in Spotsylvania County ) und Edmund Waller ( 1718 in Spotsylvania County – Oktober 1771 in Spotsylvania County ). Mehrere Mitglieder der Waller Dynastie vertraten im Virginia House of Burgesses die Interessen der Kolonisten. Auch im Virginia Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof Virginias, vertraten die Vorfahren von Littleton Waller die Interessen der Kolonisten. Ein Mitglied der Familie befand sich auch als Delgierter im Ausschuss zur Erarbeitung der Unabhängigkeitserklärung. Benjamin Waller ( ? – 31. Juli 1835 ), ein direkter Vorfahr von Littleton Waller war ein angesehener Anwalt von Williamsburg, Virginia.
Die Familie der Tazewells stammte aus dem Dorset County, England und waren Geistliche und Gelehrte des Gesetzes. William Tazewell ( 1690 in Limington, Somerset, England – 1752 ) war ein Rechtsanwalt und emigrierte 1715 nach Virginia. Dort heiratete er Sophia Harmonson ( etwa 1698 in Northampton County, Virginia – 1753 in Northampton County ). Seine direkten Nachkommen, der Sohn Littleton Waller Tazewell ( 1728 – 1761 ), der Enkel Henry Tazewell ( 27. November 1753 in Brunswick County, Virginia – 24. Januar 1799 in Philadelphia, Pennsylvania ), der Urenkel Littleton Waller Tazewell ( 17. Dezember 1774 in Williamsburg, Virginia – 6. Mai 1860 in Norfolk, Virginia ) waren unter anderm Mitglieder des Virginia House of Burgesses, vertraten Virginia im US Repräsentantenhaus, saßen im Senat von Virginia und den Vereinigten Staaten und im Virginia Supreme Court. Der Großvater mütterlicherseits von Littleton Waller Tazewell Waller, Littleton Waller Tazewell, war zwischen 1798 und 1800 Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Virginia, vom 26. November 1800 bis zum 3. März 1801 – zwischen 1804 bis 1806 und 1816 bis 1817 ein US Kongressabgeordneter, war US Senator vom 7. Dezember 1824 bis zum 16. Juli 1832 und von 1834 bis 1836 Gouverneur von Virginia. Littleton Waller Tazewell heiratete Anne Stratton Nivison. Beide bekamen zwei Töchter. Die älteste hieß Anne Elizabeth ( 1785 – 1859 ). Die Mutter von Littleton Waller Tazewell Waller hieß Mary Waller Tazewell und wurde am 22. Juni 1822 geboren. Sie heiratete 1848 Matthew Page Waller ( 21. Juni 1823 – 14. Oktober 1861 ), dem Cousin dritten Grades. Beide hatten sie sieben Kinder. Das vierte war Littleton Waller Tazewell Waller. Sein Vater, der Arzt war, verstarb am 14. Oktober 1861 an Typhus. Seine Mutter heiratete bis zu ihrem Tode am 20. Dezember 1886 nicht noch einmal. Sie wurde neben ihrem Mann auf dem Elmwood Cementery in Norfolk beerdigt.
Die Entscheidung von Littleton Waller Tazewell Waller eine militärische Laufbahn einzuschlagen kam für seine Familie zwar überraschend, da bis dahin diese immer nur im zivilen Bereich dem Staat gedient hatten, unterstützten aber den ehrgeizigen jungen Mann. In seiner anfänglichen militärischen Laufbahn diente Waller als Unteroffizier Norfolk Light Artillery Blues, einer lokalen Milizeinheit. Sein Gesuch um zur Kavallerie zu wechseln wurde abgelehnt da er zu klein für solch eine Einheit war. Dafür akzeptierte man ihn bei den Marines. Im Alter von dreiundzwanzig Jahren ernannte man ihn am 24. Juni 1880 zum Lieutenant. Seinen anfänglichen Dienst absolvierte er in der Marine Kaserne in Norfolk und danach in Washington DC. Littleton Waller Tazewell Waller ging zunächst 1881 als Executive Offizier des Marine-Detachments an Bord der Kriegsschaluppe USS LANCASTER ( 1858 ), dem Flaggschiff des europäischen Geschwaders und einem Veteran aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Der befehlshabende Offizier der US Marines auf dem Kriegsschiff war Captain Henry Clay Cochrane ( 7. November 1842 – 27. April 1913 ), ebenfalls ein legendärer Veteran aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Im Mai 1882 spitzte sich die Lage in Ägypten gegen die britischen Interessen immer weiter zu. Um amerikanische Bürger und Eigentum in Alexandria zu schützen wurden drei US Navy Schiffe aus dem Mittelmeergeschwader zur Beobachtung und eventuellen Landung dorthin geschickt. Die Briten und Franzosen informierten die Amerikaner über ihre Absichten und ließen ihre Kriegsschiffe ab dem 20. Mai im Hafen von Alexandria ankern. Der Aufstand in Ägypten eskalierte, so dass die Englisch – Französische Flotte Alexandria vom 11. bis zum 13. Juli bombardierte. Schon am 27. Juni legte die USS LANCASTER mit dem Kommandanten des amerikanischen Mittelmeergeschwaders, Rear Admiral James William Augustus Nicholson ( 10. März 1821 – 28. Oktober 1887 ) im Hafen von Alexandria an. Am 1. Juli folgte das Kanonenboot USS NIPSIC ( 1863 ) und am 12. Juli die Korvette USS QUINNEBAUG ( 1875 ). Nach dem Bombardement der Englisch – Französischen Flotte herrschte in der Stadt Chaos. Aufständische griffen ausländische Bewohner an, so dass Rear Admiral Nicholson zur Sicherung des amerikanischen Konsulats die Landung von Matrosen und Marines befahl. Lieutenant Frank L. Denny übernahm das Kommando über neunundsechzig Matrosen der USS LANCASTER und Lieutenant Waller das Kommando über dreiundsechzig Marines. Die Amerikaner erreichten das amerikanische Konsulat und gingen von dort aus auf Patrouillendienst durch die Straßen des Europaviertels. Sie boten nicht nur für Amerikaner sondern auch für Bürger anderer Nationen eine Zuflucht im amerikanischen Konsulat an. Aus Angst vor einem erneuten Angriff der Aufständischen wies man Waller samt seiner Marines dem Kommando des britischen Admirals Lord Charles Beresford ( 10. Februar 1846 – 6. September 1919 ) zu. Doch dieser Überfall kam nicht. Nach zehn Tagen der gespannten Situation trafen viertausend britische Soldaten ein und übernahmen die Kontrolle über Alexandria. Die Amerikaner zogen daraufhin ihre Matrosen und Marines wieder ab.
Nach der Rückkehr an die Ostküste der USA, begannen für Waller Pflichten an der Küste bei Norfolk und Washington. Wenn er dann zwischendurch wieder auf See war, diente er an Bord der Korvette USS IROQUOIS ( 1859 ), dem Seitenraddampfer USS TALLAPOOSA ( 1863 ) und auf der USS LANCASTER. Im Jahre 1898 wechselte Captain Waller an Bord des Schlachtschiffes USS INDIANA ( BB-1 ) und war dort der kommandierende Offizier der Marines. Am 25. April 1898 begann der Spanisch-Amerikanische Krieg und die USS INDIANA lag zu diesem Zeitpunkt bei Key West, Florida mit der gesamten Nordatlantikflotte die unter dem Befehl von Rear Admiral William Thomas Sampson ( 9. Februar 1840 – 6. Mai 1902 ) stand. Das Geschwader rund um die USS INDIANA wurde zu dem spanischen Hafen von San Juan, Puerto Rico entsandt um zu versuchen das spanische Geschwader unter dem Kommando von Rear Admiral Pascual Cervera ( 18. Februar 1839 – 3. April 1909 ) abzufangen. Am 12. Mai 1898 erreichte das amerikanische Geschwader diesen Hafen. Doch dort befand sich kein einziges spanisches Schiff. Zwei Stunden lang bombardierte man nun den Hafen bis man den Fehler realisierte. Das amerikanische Geschwader kehrte jetzt nach Key West zurück und wartete auf neue Befehle. Drei Wochen später erhielt das Geschwader die Nachricht, dass die Flying Squadron von Commodore Winfield Scott Schley ( 9. Oktober 1839 – 2. Oktober 1911 ) das Geschwader von Cervera gefunden hätte. Es lag im Hafen von Santiago de Cuba. Die amerikanischen Schiffe bauten eine Seeblockade auf bis Verstärkung kam. Die USS INDIANA führte einen Transportkonvoi und das Expeditionskorps unter dem Kommando von Generalmajor William Rufus Shafter ( 16. Oktober 1835 – 12. November 1906 ) landete im Osten der Stadt und griff am 1. Juli an. Zwei Tage später begann die Seeschlacht. Die USS INDIANA war auf Grund ihrer Lage am östlichsten Punkt der Seeblockade und anstehenden Motorproblemen, da diese nicht genügend Dampf hatten, nicht in der Lage Jagd auf zwei spanischen Kreuzern zu machen die aus der Blockade ausbrechen wollten. Hinter diesen beiden Kreuzern folgten die beiden spanischen Hilfszerstörer FUROR und PLUTON. Für das Schlachtschiff USS OREGON ( BB-3 ) waren diese Schiffe nicht mehr mit dem Feuer der Kanonen zu erreichen da es schon den ersten vier ausgebrochenen Schiffen folgte. Der Kommandant des Schlachtschiffes USS INDIANAPOLIS, Captain Henry Clay Taylor ( 4. März 1845 – 26. Juli 1904 ) rief Waller zu mit dessen Marines und den Sechs-Zoll Batterien des Schlachtschiffes die beiden Hilfszerstörer zu vernichten, da die großen Schiffsgeschütze sich nicht bis in die Richtung der beiden spanischen Schiffe drehen ließen. Captain Waller gab seinen Ledernacken die nötigen Befehle. Innerhalb weniger Minuten standen beide spanischen Schiffe in Flammen und sanken. Erst jetzt erhielten die Motoren genügend Dampf und die USS INDIANA schwenkte rechtzeitig nach Backbord und man konnte das Feuer auf den Panzerkreuzer ALMIRANTE OQUENDO mit den Schiffsgeschützen eröffnen. Die Granaten des amerikanischen Schlachtschiffes drangen tief in das Innere des spanischen Panzerkreuzers ein und brachten die in ihrem Magazin lagernden Granaten zur Explosion. Die ALMIRANTE OQUENDO war nicht mehr kampffähig und lief auf Grund. Auch der Rest des spanischen Geschwaders wurde von den anderen amerikanischen Kriegsschiffen vollständig vernichtet. Die Bilanz des Kampfes sah für die Spanier verheerend aus. Kein einziges amerikanisches Schiff hatte schwere Schäden erlitten, aber alle spanischen Schiffe waren entweder gesunken oder auf Grund gelaufen. Captain Wallers Marines hatten während des einundsechzig Minuten andauernden Nahkampfes über 500 Granaten mit ihren sechs Zoll Kanonen abgefeuert. Im Moment ihres Triumphes startete Captain Taylor den Akt der Barmherzigkeit. Er befahl Captain Waller mit den Beibooten der USS INDIANA so viele sich im Wasser befindenden spanischen Seeleute wie nur möglich zu retten und an Bord zu bringen. Den gesamten Tag über fuhren die Beiboote der Marines auf dem Wasser. Sie waren zwar schon durch das schleppen der Munition müde und erhielten Schwielen an den Händen durch die Arbeit an den Rudern, aber sie unterbrachen ihre Arbeit nicht und zu retteten die ehemaligen Feinde vor dem Ertrinken und aus den brennenden Schiffen.
Am 3. August 1904 erhielt Lieutenant Colonel Littleton Waller Tazewell Waller für die Aktion die Meritorious Service Medal verliehen.
Nach einem weiteren kurzen Aufenthalt in Norfolk, versetzte man Waller noch vor der Jahrhundertwende an die Naval Station in Cavite, Philippinen. Hier erhielt Major Waller das Kommando über eine Kompanie und einen Marschbefehl nach Guam. Er durfte sich fünf Offiziere auswählen die er mit dorthin nehmen wollte. Einer dieser fünf war sein späterer Freund Lieutenant Smedley Darlington Butler ( 30. Juli 1881 – 21. Juni 1940 ). Doch noch bevor die Fahrt nach Guam angetreten werden konnte, änderte man diesen Auftrag und schickte die Einheit nach China um den dortigen Boxeraufstand zu beenden. Die Enklave der ausländischen Gesandtschaften innerhalb der Stadt wurde durch eine gemischte Truppe von Aufständischen belagert und chinesischen kaiserlichen Truppen unterstützten sie dabei. Am 19. Juni 1900 legte das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), welches insgesamt 313 amerikanischen Marines transportierte, im Hafen von Tanggu, China an. Zusammen mit einer 400 Mann starken russischen Einheit begann der mühsame Fußmarsch ins innere des Landes. Um 2:00 Uhr des 21. Juni befand sich die Kolonne auf der Route nach Peking rund zwei Meilen vor der Stadt Tientsin. Die Stadt war seit dem 15. Juni in den Händen von bis zu 2.000 Aufständischen. Christliche Kirchen wurden niedergerissen und chinesische Christen ermordet. Den Überfall auf die ausländische Siedlung mussten sie nach starker Gegenwehr abbrechen. Im Anschluss daran zogen die Aufständischen vor die Stadt und nahmen die Kolonne unter schweren Beschuss. Man war unter der Führung der Russen zum Rückzug gezwungen. Während des verzweifelten Rückzugsgefechtes musste Waller notgedrungen seine drei gefallenen Marines zurück lassen und konnte sich nur um die dreizehn Verwundeten kümmern. Zum Glück der Amerikaner und Russen folgten die chinesischen Aufständischen nicht den Soldaten, so dass sie schon nach wenigen Minuten des Gefechtes in Sicherheit waren. Hier mussten sie auf Entsatz warten. Dieser kam drei Tage später angeführt von dem britischen Commander Christopher George Francis Maurice Craddock ( 2. Juli 1862 – 1. November 1914 ). Insgesamt Fünftausend ausländische Soldaten, bestehend aus Briten, Amerikanern, Italienern, Deutsche, Japaner und Russen, erreichten Tientsin und verstärkten die ausländischen Niederlassungen die sich außerhalb der Stadtmauern befanden. Die Aufständischen und die chinesische Armee zogen sich in die Festung bei Tientsin zurück. Vom 13. bis zum 14. Juli kam es dann zur Schlacht um Tientsien und zur Öffnung des Weges nach Peking. Für die Alliierten sollte es kein Spaziergang werden. Unerbittlich kämpften die Aufständischen an der Seite der chinesischen Armee und es wurde für die Acht Nationen Allianz die blutigste Schlacht während des Boxeraufstandes. Die Japaner hatten 320 Tote und Verwundete, die Russen und die Deutschen 140 Tote und Verwundete, die Franzosen hatten 13 Tote und 50 Verwundete, die Briten 17 Tote und 87 Verwundete und die Amerikaner besaßen 25 getötete und 98 Verwundete. Die Zahl der ums Leben gekommenen Chinesen, Soldaten sowie Zivilisten, sind unbekannt aber mit Sicherheit sehr hoch. Nach dem Sieg der Alliierten begann ein Wüten unter der Bevölkerung. Man rächte sich an den Chinesen mit allen Mitteln. Soldaten mancher Nationen waren selber erschüttert über die Grausamkeiten die andere verübten. Nach dem Abklingen der Gewaltorgie entschieden sich die Alliierten mit dem Weitermarsch auf Peking zu warten bis genügend Kräfte eingetroffen seien. Am 4. August war dann eine Streitmacht von 18.800 Soldaten zusammen. Das waren 8.000 Japaner, 3.000 Briten, 4.500 Russen, 800 Franzosen und 2.500 Amerikaner. Die Deutsche Streitkraft wechselte derweil an die Küste nach Kiaochau falls es dort zu weiteren Aufständen kommen sollte. Waller und seine von ihm kommandierten Marines besetzten den amerikanischen Sektor im Ausländerviertel in Tientsien und brachte Ordnung in das durch den chinesischen Rückzug verursachte Chaos. Der weitere Marsch in rund einhundertzwanzig Kilometer entfernte Peking begann am 4. August. Schon am folgenden Tag kam die Kolonne der Alliierten bei Peitsang zum Stillstand. Hier kam es zur ersten Schlacht gegen die chinesische Armee. Am 6. August kam es bei Tongchou zur zweiten Schlacht. Von da an war der Weg nach Peking frei. Vierzehn Meilen von der chinesischen Hauptstadt befanden sich die Alliierten am 12. August. Viele Männer hatten mittlerweile einen Hitzschlag oder Sonnenstich bekommen und waren nicht mehr einsatzfähig. So standen nur noch rund 10.000 Soldaten vor den Toren Pekings. Am 14. August begann der Angriff. Am folgenden Tag ebbten die Kämpfe ab. Major Littleton Waller Tazewell Waller erhielt für seine gezeigten Leistungen während der Schlachten den Brevet Rang eines Lieutenant Colonel verliehen. Später, im Jahre 1921 war er einer von zwanzig US Marines die die neugeschaffene Brevat Medaille verliehen bekam. Schon vor der Expedition nach China hatte sich Waller mit Lieutenant Butler angefreundet gehabt. Butler war während der Kämpfe zwei Mal verwundet worden. Später war Waller Trauzeuge bei Butlers Hochzeit am 30. Juni 1905, wo dieser Ethel Conway Peters ( 19. November 1879 – 15. Juni 1962 ) heiratete.
Am 28. September 1901 ereignete sich bei Balangiga, Samar, Philippinen während des Philippinisch-Amerikanischen Krieges eine Schlacht in der achtundvierzig Soldaten der US 9. Infanterie ihr Leben verloren. Diese Schlacht ging als Balangiga Massaker in die Geschichte ein und war seit der Schlacht am Little Big Horn vom 25. zum 29. Juni 1876 die schlimmste Niederlage der US Army. Brigadier General Jacob Hurd Smith ( 29. Januar 1840 – 1. März 1918 ) bat das Marine Corps zur Unterstützung um die revoltierende philippinische Bevölkerung auf der Insel Samar zu bezwingen. Diese Aufgabe übertrug man Major Waller mit seinem Marine Bataillon. Brigadier General Smith gab Waller noch mit auf dem Weg das er keine Gefangenen zu machen habe, jede Person die angetroffen wird und eventuell gegen die Vereinigten Staaten kämpfen könne soll sofort getötet und jedes Haus niedergebrannt werden. Major Waller fragte indes ob der General eine Altersgrenze festlegen wolle. Ab zehn Jahre lautete die Antwort. Diese bestätigte der General nach einer wiederholten Frage. Doch Major Waller gab an seine Untergebenen Anweisungen und ignorierte weitgehend diesen illegalen Befehl. Mit seinem Bataillon in einer Stärke von 315 Marines schiffte er sich am 22. Oktober 1901 im Hafen von Cavite auf den amerikanischen Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) ein und das Schiff legte am 24. Oktober im Hafen von Catbalogan, Samar an. Auf der südlichen Inselhälfte von Samar begann Waller mit Patrouillen und amphibischen Operationen. Am 5. November kam es zu einer kleinen Schlacht bei den Sohoton Klippen gegen die philippinischen Aufständischen. Zwei gefangen genommene Guerillas verrieten dabei das Hauptquartier des führenden philippinischen Generals Vicente Lukban ( 11. Februar 1860 – 16. November 1916 ), welches sich am Fluss Basey befand und als uneinnehmbar galt. Bis zu diesem kleinen Erfolg bei den Klippen schrieb Waller, dass er mit der Registrierung und Befriedung der Einwohner in den philippinischen Städten auf Samar begonnen habe. In den Bericht heißt es aber auch weiter, dass innerhalb von elf Tagen seine Männer 255 Häuser verbrannt, 13 Hauswasserbüffel erschossen und 39 Menschen getötet hätten. Mehrere Kundschafter wurden nun ausgeschickt um das geheime Hauptquartier zu finden. Am 17. November 1901 begann der amphibische Angriff in dem mehrere Boote flussaufwärts fuhren. Major Waller ließ Captain Hiram Iddings Bearss ( 13. April 1875 – 28. August 1938 ) und Captain David Dixon Porter ( 29. April 1877 – 25. Februar 1944 ) die Vorhut. Nur durch eine einfache Baumfalle wurde dieser Angriff kein voller Erfolg. Gewarnt durch das Auslösen eben jener Filipino Falle durch Acting Korporal Harry Glenn, flohen die Guerillas. Ihre anderen für den Ernstfall gebauten Fallen wurden in der Hektik nicht aktiviert. Nur mit dem benutzen eines Maschinengewehres durch Gunnery Sergeant John Henry Quick ( 20. Juni 1870 – 9. September 1922 ) konnten dreißig flüchtende Aufständische von hinten erschossen und das Hauptquartier eingenommen werden. Der Krieg in Samar war damit aber immer noch nicht beendet. Jetzt ließ General Smith durch die Marines von Major Waller quer durch den unwegsamen und unbewohnten Dschungel einen Weg für eine mögliche Telegraphenleitung von Lanang an der Ostküste bis nach Basey an der Westküste von Samar, einer Strecke von 35 Meilen, zu erkunden. Am Morgen des 28. Dezember 1901 begann dieser Marsch von Lansang aus in Booten. Mit anwesend waren neben Major Waller die Captains David Dixon Porter und Hiram Iddings Bearss, First Lieutenant A. S. Williams, Lieutenant A. C. Lyles ( US Army ), Lieutenant Frank Halford, fünfzig Marines mit Mannschaftsdienstgraden, zwei einheimische Scouts und dreiunddreißig einheimische Träger. Nachdem Lagitao erreicht war musste man notgedrungen auf die Boote verzichten wegen der zahlreichen Stromschnellen. Ab nun erfolgte der Marsch zu Fuß und verlangte von allen alles ab. Die meisten der Männer waren bald erkrankt und die Nahrungsmittel mussten rationiert werden. Mehrere über die Ufer getretene Flüsse mussten überwunden werden, so dass die Kleidung der Männer kaum trocknen konnte. Um einer Katastrophe zu entgehen teilte Major Waller am 3. Januar 1902 die Männer in zwei Gruppen ein. Die eine mit einer Stärke von vierzehn Mann, plus Waller, sollten so schnell wie möglich für Hilfe nach Basey eilen. Die anderen unter dem Kommando von Captain David Dixon Porter sollten im Dschungel bleiben. Waller erreichte mit seiner Gruppe am 6. Januar Basey und gleich am folgenden Tag begann er mit der Hilfsaktion. Neun Tage lang irrte man dann im Dschungel umher auf der Suche nach der zweiten Gruppe. In dieser Gruppe um Captain Porter wuchs die Verzweiflung wegen Nahrungsmangels. Daher ließ Porter die Kranken und Sterbenden unter der Aufsicht von First Lieutenant A. S. Williams zurück und machte sich am zusammen mit sieben Marines und sechs Trägern auf den Weg nach Lanang zurück. Diesen Ort erreichten die Männer am 11. Januar. Umgehend führte er eine Rettungsmannschaft in den Dschungel um die Zurückgebliebenen zu retten. Am 18. Januar ereichten sie diese. Da waren schon zehn Marines verstorben und alle Träger hatten gemeutert und verschwanden. First Lieutenant Williams erklärte dann, dass die Träger im Dschungel Lebensmittel und andere Vorräte vor den Marines versteckten um sich dann bei passender Gelegenheit aus dem Staub zu machen. Drei Träger, die First Lieutenant Williams auf frischer Tat erwischte, griffen ihn daraufhin mit ihren Bolo Messern an und verwundeten ihn bevor sie flüchteten. Elf der noch anwesenden Träger stellte man in Lanang unter Arrest. Nach einer weitgehenden Untersuchung die Major Waller führte, ordnete dieser die Erschießung der Träger an für ihren Verrat, Diebstahl, Ungehorsam und Meuterei. Nach der Exekution sollten die Leichen zur Abschreckung liegen bleiben, doch im Schutze der Dunkelheit trugen einige der Städter von Lanang die Leichen fort für ein christliches Begräbnis. Die Reste des Bataillons von Major Waller wurde am 26. Februar 1902 von US Army Einheiten abgelöst. Am 29. Februar kehrten die Marines per Schiff nach Cavite zurück, wo dieses am 2. März anlegte. Hier schrieb Waller seinen Bericht über die Expedition auf Samar an General Jacob Hurd Smith. In diesem Bericht ließ er auch nicht die Hinrichtung der elf Filipinos aus. General Smith reichte diesen Bericht an General Adna Romanza Chaffee ( 14. April 1842 – 1. November 1914 ) weiter. Aus irgend einem Grund entschied General Chaffee die Hinrichtung der elf Filipinos zu untersuchen obwohl durch ähnliche Ausführungen durch General James Franklin Bell ( 9. Januar 1856 – 8. Januar 1919 ) und dem ehemaligen Colonel Jacob Hurd Smith vor Monaten mit einem viel größeren Maßstab an getöteten Filipinos keine Untersuchungen folgten. Major Littleton Waller Tazewell Waller wurde nun des Mordes bezichtigt. Ein Kriegsgericht trat am 17. März 1902 zusammen. In diesem Kriegsgericht befanden sich sechs Marine Corps Offiziere und der US Army General William Henry Bisbee ( 28. Januar 1840 – 11. Juni 1942 ), welcher auch den Vorsitz führte. Während der Verhandlung stellte es sich heraus, dass Major Waller nicht durch ein von der US Army geführtes Gericht verurteilt werden konnte, da er zum Zeitpunkt der zu verhandelnden Tatzeit dem Marine Corps unterstand. General Bisbee entschied daher weitere Anweisungen aus dem Büro des Generaladjutanten der US Army abzuwarten. Diese Anweisungen trafen am 21. März ein. Der Assistent des Generaladjutanten stellte in diesem Schreiben fest, das der kommandierende General des Philippine Departments, General Arthur MacArthur, Jr. ( 2. Juni 1845 – 5. September 1912 ) eine vorläufige Prüfung des Falles angeordnet habe. General Bisbee entschied nun das das Kriegsgericht unter seiner Führung zuständig sei. Major Waller wurde nun vernommen und er begann mit dem eindeutigen Befehl von General Jacob Hurd Smith „Ich will alle Personen getötet sehen“. Damit wollte er sich nicht reinwaschen sondern berief sich die General Order Nummer 100, welche noch aus dem amerikanischen Bürgerkrieg bestand hatte. Die Staatsanwaltschaft entschied sich dann General Jacob Hurd Smith als Widerlegungszeuge vorzuladen. Am 7. April 1902 stand der General im Zeugenstand und bestritt unter Eid solch verbalen Befehl erteilt zu haben. Major Waller verlangte daraufhin drei seiner Offiziere in den Zeugenstand vorzuladen die die Aussage des Generals bestritten. Außerdem informierte Major Waller das Gericht mit den Kopien aller Befehle keine Gefangenen zu machen und alle männlichen Filipinos ab zehn Jahren töten zu lassen. Während der Verhandlungstage erlebten die amerikanischen Zeitungen einen riesenhaften Absatz, einschließlich in der Heimatstadt von Major Waller in Philadelphia. In den Medien wurde er als der „Schlächter von Samar“ bezeichnet. Das Kriegsgericht stimmte am Ende der Verhandlungen mit 11 – 2 Stimmen für den Freispruch von Major Waller. Durch die Beweise seiner Unschuld die er während der Verhandlungstage dem Gericht vorlegte, befand man General Jacob Hurd Smith für schuldig und ermahnte ihn. US Präsident Theodore Roosevelt, Jr. 27. Oktober 1858 – 6. Januar 1919 ) ordnete persönlich die Entlassung des Generals aus der Armee an. Major Littleton Waller Tazewell Waller versetzte man kurz darauf in die Vereinigten Staaten, wo er 1903 für die Rekrutierung in Pennsylvania, Delaware und dem Westen von New Jersey verantwortlich war. Ein Jahr später befahl er ein provisorisches Regiment von Marines auf dem Isthmus von Panama. Es folgte ab 1906 die Befehlsgewalt über eine Expeditionstruppe von Marines auf der Insel Kuba. Dorthin kehrte Waller mit einer Provisorischen Brigade Anfang 1911 zurück. Noch 1911 übernahm er das Kommando über die Marine Kaserne auf der Mare Island Maine Yard. Dieses Kommando hatte er bis 1914 inne. Am 9. April 1914 kam zur Tampico Affäre in Mexiko. Zur Vergeltung wurde am 22. April Veracruz, Mexiko durch Soldaten des Marine Corps und Matrosen der US Navy eingenommen. Ein drittes Regiment von Marines wurde in Philadelphia, Pennsylvania am 1. Mai zusammengestellt und unter das Kommando an Colonel Waller übertragen. Nach der Landung der Marines in Veracruz zogen sich die Matrosen der US Navy wieder auf ihre Schiffe zurück. 3.141 Offiziere und Mannschaften der Marines hielten die mexikanische Stadt bis zum 23. November 1914 besetzt, bis durch die Niagara Falls Friedenskonferenz die Probleme beider Staaten beseitigt worden waren. US Präsident Woodrow Wilson entsandte am 28. Juli 1915 Colonel Waller mit 330 Marines nach Port-au-Prince, Haiti um den amerikanischen Einfluss auf dieses Land wieder zu verstärken. Dort war der Einfluss deutscher Geschäftsleute gegenüber amerikanischer Interessen zu groß geworden. Jean Vilbrun Guillaume Sam ( 4. März 1859 – 28. Juli 1915 ) stürzte am 22. Februar 1915 dem haitianischen Präsidenten Joseph Davilmar Theodore ( 1847 – 1917 ) und ließ sich zum neuen Präsidenten ausrufen. Um keine Konkurrenten neben sich zu haben, begahl er am 27. Juli 1915 167 politische Gefangene hinzurichten. Daraufhin kam es unter der Bevölkerung in Port-au-Prince zum Aufstand und man lynchte Sam. Aus Angst das Dr. Pierre Francois Joseph Benoit Rosalvo Bobo ( 28. Januar 1874 – 30. November 1929 ), Führer der Revolte, neuer Präsident von Haiti werden könnte, wurde behauptet das die Deutschen eine Invasion Haitis planten. Nach der Landung der Marines und der Matrosen die unter dem Oberkommando von Rear Admiral William Banks Caperton ( 30. Juni 1855 – 12. Dezember 1941 ) standen, wurde rasch eine Übergangsregierung wieder installiert. Am 17. November 1915 kam es dann zum letzten Kampf gegen Aufständische die innerhalb von wenigen Minuten niedergemetzelt worden waren. Danach hielten die Marines die Posten der Polizei, Verwaltung und Krankenhäuser besetzt.
Für Littleton Waller Tazewell Waller war es danach eine schreckliche Zeit. In Europa war der Erste Weltkrieg ausgebrochen. Die USA erklärte dem Kaiserreich Deutschland am 6. April 1917 den Krieg und Waller wurde nicht nach Frankreich versetzt. Man beförderte ihn am 22. Mai 1917 zum Major General und nahm ihn aus dem aktiven Dienst. Nur durch ein Schreiben von US Präsident Wilson wurde der Ruhestand bis zum 16. Juni 1920 hinausgeschoben. Deswegen versetzte man ihn immer noch nicht nach Europa. Er gehörte zum Vorstand im Marine Corps Hauptquartier und kommandierte ab dem 8. Januar 1917 die Marine Barracks auf der Philadelphia Navy Yard. Am 16. Juni 1920 versetzte man Waller in den Ruhestand. Er lebte bis zu seinem Tode am 13. Juli 1926 in Philadelphia. Man begrub seinen Leichnam auf dem Arlington National Cemetery.

Littleton Waller Tazewell Waller heiratete Clara Wynn ( 20. Dezember 1862 in San Francisco, Kalifornien – 15. Oktober 1958 ) in Philadelphia, Pennsylvania. Beide hatten sie drei Söhne die für ihr Land bei den Marines und in der US Navy dienten.
Littleton Waller Tazewell Waller, Jr. ( 18. September 1886 – 14. April 1967 ) diente wie sein Vater bei den Marines und erreichte den Rang eines Major Generals. Er diente im Gegensatz zu seinem Vater während des Ersten Weltkrieges in Europa und nahm an den wichtigsten Schlachten teil.
John Beresford Wynn Waller ( 9. Juni 1892 – 8. Juni 1971 ) diente in der US Navy und erreichte den Rang eines Rear Admirals.


USS WALLER ( DD-466 )

Schiffsbiografie

Die USS WALLER ( DD-466 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Generalmajor Littleton Waller Tazewell Waller benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
s40002Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 12. Februar 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Clara Wynn Waller ( 20. Dezember 1862 – 15. Oktober 1958 ), Witwe von Generalmajor Littleton Waller Tazewell Waller, taufte am 15. August 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commnader Lawrence Hugh Frost ( 22. Juli 1902 – 23. Mai 1977 ) stellte am 1. Oktober 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte den Zerstörer in die Casco Bay, Maine. Im Anschluss daran führte das Schiff lokale Eskortierarbeiten entlang der Küste für amerikanische U-Boote durch die in New London, Connecticut ihren Heimathafen hatten. Die USS WALLER beorderte man danach in die New York Navy Yard in Brookly, New York. Dort bereitete man den Zerstörer auf die Fahrt in den Pazifik vor und versetzte ihn in die Task Force 13. Am 17. Dezember stach der Zerstörer in See und eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALLER ( DD-466 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ) und USS CHEVALIER ( DD-451 ) den Hilfsflugzeugträger USS CHENANGO ( ACV-28 ), den Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und den Leichten Kreuzern USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) dort ab und durchquerten den Panamakanal. Die Schiffe legten im Hafen von San Diego, Kalifornien, Pearl Harbor, Territorium Hawaii und Tutuila, Amerikanisch Samoa an und erreichten am 20. Januar 1943 die Halbinsel Noumea, Neukaledonien. Von hier aus fuhren die Schiffe weiter nach Efate, New Hebrides und lagen dort am 26. und 27. Januar im sicheren Hafen. Hier gliederte man die USS USS WALLER in die Task Force 18 ein die von Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 – 10. Dezember 1962 ) kommandiert wurde. In der TF befanden sich die Hilfsflugzeugträger USS CHENANGO und USS SUWANEE ( ACV-27 ), die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ), USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS CLEVELAND und USS COLUMBIA und die Zerstörer USS WALLER, USS TAYLOR, USS EDWARDS, USS LA VALETTE, USS CHEVALIER, USS CONWAY ( DD-507 ), USS FRAZIER ( DD-607 ) und USS MEADE ( DD-602 ). Am 27. Januar verließen die Schiffe der TF die Insel Efate und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransporter, zur Verstärkung der Truppen auf Guadalcanal, Salomonen. Der amerikanische Nachrichtendienst hatte im Vorfeld eine Meldung von abgefangenen japanischen Funksprüchen weitergeleitet, wonach ein großer japanischer Schiffsverband unterwegs wäre um große Mengen an Nachschubgütern nach Guadalcanal zu bringen. Die Interpretation der japanischen Funksprüche war aber falsch. Der angekündigte japanische Schiffsverband sollte damit beginnen die Soldaten von Guadalcanal zu evakuieren. Normalerweise sollten alle amerikanischen Kriegsschiffe für den Nachschubtransport die Luftabwehr übernehmen. Aber die beiden Geleitflugzeugträger schafften nur 18 Knoten und mussten auf der Fahrt nach Guadalcanal zurück gelassen werden um so schnell wie möglich ungesehen die Salomoneninsel zu erreichen. Alle anderen Schiffe schafften 24 Knoten in der Hoffnung Luftunterstützung von Henderson Field auf Guadalcanal zu erhalten. Noch vor Rennell Island, Salomonen entdeckten am 29. Januar japanische U-Boote diesen Geleitzug und funkten die Position nach Munda Point und Buka wo japanische Torpedobomberstaffeln stationiert waren. Gegen 19:00 Uhr trafen die ersten Bomber ein und warfen ihre Torpedos ab, von denen aber keiner traf. Die USS WALLER befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Steuerbordseite des Flaggschiffes USS WICHITA sowie den Schweren Kreuzern USS CHICAGO und USS LOUISVILLE. Mit Bordwaffen beschossen die japanischen Piloten nach ihrem missglückten Torpedoangriff die amerikanischen Schiffe und warfen Leuchtkugeln zur Markierung der Position und des Kurses der Schiffe der TF ab. In dieser Phase des Kampfes konnte ein Flugzeug abgeschossen werden. Um 19:30 Uhr traf eine weitere Bomberstaffel ein und konzentrierte sich auf die Schweren Kreuzer. Durch einen direkten Treffer explodierte ein Flugzeug in der Luft was aber keine Wirkung auf die anderen Piloten zeigte. Sie trafen mit einem Torpedo das Vorschiff der USS CHICAGO. Dadurch fielen drei der vier Antriebswellen aus. Ein zweiter Torpedo durchbohrte die Schiffshaut und explodierte im Kesselraum Nummer 3. Dadurch lief auch der vordere Maschinenraum voll Wasser bis alle Schotts schlossen. Der Schwere Kreuzer lag nun antriebslos im Wasser. Die USS LOUISVILLE nahm das angeschlagene Schiff ins Schlepptau. Die USS WALLER, USS LA VALETTE und USS EDWARDS eskortierten sie. Mit einer Geschwindigkeit von vier Knoten bewegten sich die Schiffe in Richtung Espiritu Santo, Vanuatu. Am Morgen des 30. Januar erreichte der Hochseeschlepper USS NAVAJO, eskortiert von dem Zerstörer USS SANDS ( DD-243 ), beide Kreuzer und übernahm die Schlepptrosse. Da wurden zwölf japanische Flugzeuge südlich von New Georgia gemeldet die Kurs auf Rennell Island hielten. Auf dem Weg dorthin wurden drei durch amerikanische Trägerflugzeuge von der USS ENTERPRISE ( CV-6 ) abgeschossen. Doch die restlichen neun erreichten das Szenario mit der USS CHICAGO. Sieben der angreifenden Flugzeuge konnten durch die Geschützmannschaften der amerikanischen Schiffe abgeschossen werden, noch bevor sie ihre Torpedos ausklinken konnten. Auf das Konto der Geschützmannschaften auf der USS WALLER kamen dabei ein Abgeschossenes und zwei Beschädigte Flugzeuge. Die beiden übrig gebliebenen japanischen Torpedobomber konnten ihre Waffen ins Ziel bringen. Die USS CHICAGO sank. Um 16:44 Uhr verließ die Mannschaft das Schiff. 1.049 Überlebende von dem Schweren Kreuzer wurden von der USS WALLER, USS EDWARDS und USS SANDS übernommen. Die USS LA VALETTE wurde durch den zweiten Torpedo beschädigt und die USS NAVAJO nahm nun den Zerstörer ins Schlepptau. Von den insgesamt 32 gestarteten japanischen Flugzeugen wurden 12 während der Schlacht abgeschossen. Auf dem Weg nach Espiritu Santo erhielt die USS WALLER noch einen Kontakt zu einem U-Boot, aber diesen verlor der Zerstörer dann. Die Schlacht bei Rennell Island verzögerte bei den japanischen Truppen den geordneten Rückzug von Guadalacanal wohingegen die Verstärkung der amerikanischen Truppen geglückt war und somit die letzte Phase in der Schlacht um Guadalcanal eingeläutet wurde. Die USS WALLER brachte die an Bord genommenen Mannschaftsmitglieder der USS CHICAGO nach Espiritu Santo und eilte dann zusammen mit der USS EDWARDS so schnell wie möglich den Schiffen der TG 18 hinterher. Ohne weitere Angriffe erreichten am 1. Februar die Schiffe der TF 18 Lunga Point auf Guadalcanal und die transportierten Soldaten und der mitgeführte Nachschub konnten Entladen werden. Die Schiffe der TF patrouillierten in dieser Zeit vor Guadalcanal und eskortierten danach die Truppentransporter nach Havannah Harbor, Efate Island zurück. Dort blieb die USS WALLER vom 14. bis 19. Februar zur Auffüllung der Vorräte liegen. Man strukturierte nun die Task Force 18 um. Das Kommando behielt Rear Admiral Robert Carlisle Giffen. In der TF befanden sich jetzt neben der USS WALLER die beiden Schweren Kreuzer USS WICHITA und USS LOUISVILLE sowie die Zerstörer USS CONWAY und USS CONY. Diese Schiffe sollten an der Operation „Cleanslate“ teilnehmen, der Landung auf Russell Island, Salomonen. Das war das Sprungbrett zu den Inseln der Westsalomonen um New Georgia. Am 19. Februar legten die Schiffe der TF 18 im Havannah Harbor, Efate Island ab und fuhren in Richtung Russell Island. Dort integrierten sich die Schiffe am 26. Februar in die Task Force 68 und patrouillierten gemeinsam vor der geteilten Insel und unterstützten somit die gelandeten amerikanischen Truppen. In der TF 68 waren vorher die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS DENVER ( CL-58 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Rear Admiral Giffen übernahm das Kommando über die zusammengelegte Task Force bis zum 3. März. Dann gab er es wieder an Rear Admiral Aaron Stanton Merrill ( 26. März 1890 – 28. Februar 1961 ) zurück. Am 27. Februar erreichte der Tanker USS PLATTE ( AO-24 ), eskortiert von dem Zerstörer USS MAHAN ( DD-364 ), die Schiffe der Task Force und füllte deren Treibstoffbunker auf und am 3. März traf die USS NEOSHO ( AO-48 ), eskortiert von der USS EDWARDS, dort ein. An diesem 3. März verließen alle Schiffe ihre Positionen rund um Russell Island und fuhren nach Espiritu Santo. Dort trafen sie am 4. März ein, füllten ihre Vorräte wieder auf und legten noch am selben Tag wieder ab. Der Schiffsverband der Task Force 68 wurde jetzt geteilt. Die Aufgabe bestand darin japanische Flugplätze bei Vila auf Kolombangara und Munda auf New Georgia zu beschießen. Die USS WALLER setzte man für die Beschießung der Flugplätze von Vila ein. Mit dabei waren die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS CLEVELAND und USS DENVER und die beiden Zerstörer USS CONWAY und USS CONY. Der Befehlshabende Kommandeur der Zerstörerdivision 43 war Commander Arleigh Albert Burke ( 19. Oktober 1901 – 1. Januar 1996 ). Dieser hatte seinen Divisionsstander auf der USS WALLER aufziehen lassen. In der Nacht vom 5. zum 6. März näherten sich die Schiffe von Westen kommend ihrem Einsatzort vor Vila. Hier sollen die Leichten Kreuzer die Beschießung des japanischen Flugplatzes beginnen. Die Zerstörer übernahmen die Aufgabe die Kreuzer zu beschützen und mussten daher die japanischen Küstenbatterien so schnell wie möglich ausschalten. Die USS WALLER entdeckte daher kurz nach Mitternacht bei der Einfahrt in den Kula Gulf per Radar die beiden japanischen Zerstörer MINEGUMO und MURASAME am östlichen Eingang der Straße von Blackett. Ohne von den beiden feindlichen Zerstörern bemerkt zu werden ließ LCDR Frost die Geschütztürme und die Torpedorohre zum Gefecht klar machen. Um 1:00 Uhr eröffnete die USS WALLER aus einer Entfernung von dreieinhalb Seemeilen das Gefecht in dem fünf Torpedos auf die beiden feindlichen Zerstörer abgefeuert wurden. Nachdem diese todbringenden Waffen im Wasser waren und auf ihr Ziel zu rasten, eröffneten die fünf Zoll Geschütztürme zur Ablenkung eine Minute später das Feuer. Die beiden Kapitäne der japanischen Zerstörer waren völlig überrascht worden. Die Geschützmannschaften der beiden Schiffe konnten ohne Radar keine genauen Ziele anvisieren. Daher traf keine einzige Granate die USS WALLER. Nach sechs Minuten erreichte der erste Torpedo die MURASAME und explodierte im Schiffsinnern. Gleichzeitig landeten mehrere Granaten auf dem japanischen Schiff auch von den anderen amerikanischen Kriegsschiffen. Buchstäblich in Stücke wurde der japanische Zerstörer gerissen und nahm seine gesamte Mannschaft mit ins nasse Grab. Auch die MINEGUMO traf ein Torpedo der USS WALLER. Doch hier war die Explosion nicht so verheerend. Das japanische Schiff war nur kampf- und manövrierunfähig. Vierzehn Minuten nach dem Kampfbeginn drehte der amerikanische Verband ab und begann mit dem Beschuss von Vila. Die MINEGUMO blieb zurück. Sechzehn Minuten lang wurden der japanische Flugplatz und die Küstenbatterien beschossen. Anschließend erhielt die USS WALLER den Befehl den japanischen Zerstörer nun endgültig zu versenken. Bei Ankunft auf dem ehemaligen Kampfplatz waren aber von dem japanischen Zerstörer nur noch die größten Aufbauten zu sehen und waren wenige Sekunden später ebenfalls im Meer verschwunden. Alle Schiffe der TF 68 kehrten nun nach Efate zurück und legten dort am 9. März an. Die erfolgreiche Schlacht in der Straße von Blackett mit der Vernichtung der beiden japanischen Zerstörer ohne selber Schaden zu nehmen und der vollständigen Vernichtung des japanischen Flugplatzes von Vila, brachte dem amerikanischen Schiffsverband ein Lob von Admiral Chester William Nimitz ( 24. Februar 1885 – 20. Februar 1966 ) ein. Dort blieb die USS WALLER bis zum 15. März liegen. Man versetzte den Zerstörer in die Task Force 19 die Rear Admiral Aaron Stanton Merrill befehligte. In dieser TF befanden sich außerdem noch die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS COLUMBIA, USS CLEVELAND und USS DENVER und die Zerstörer USS CONWAY, USS EATON ( DD-510 ), USS PHILIP ( DD-498 ) und USS RENSHAW ( DD-499 ). Am 15. März legten die Schiffe der TF 19 in Efate ab und trafen sich am folgenden Tag bei Espiritu Santo mit den Schiffen der TF 14, welche von Rear Admiral DeWitt Clinton Ramsey ( 2. Oktober 1888 – 7. September 1961 ) kommandiert wurde, für taktische Übungen und Operationen zusammen mit Flugzeugträgern und deren Bewachung. In dieser TF 14 befanden sich der Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), der Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und die Zerstörer USS CASE ( DD-370 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS FANNING ( DD-385 ), USS DUNLAP ( DD-384 ) und USS McCALL ( DD-400 ). Diese Manöver wurden am 17. März durchgeführt und am 18. erreichte der Tanker USS KANAWHA ( AO-1 ) die Schiffe der Task Force 19 und betankte sie. Im Anschluss daran legten alle Schiffe im Hafen von Espiritu Santo an und wurden dort mit allem notwendigen versorgt. Erst am 21. März verließen sie den Hafen wieder und führten weitere Manöver durch. Am 25. März versorgte die USS SABINE ( AO-25 ) die Schiffe der TF 19 mit frischem Brennstoff und am 30. März legten sie wieder im Havannah Harbor, Efate an. Bis zum 7. April blieb die USS WALLER und die Schiffe der TF 19 dort liegen. Den Zerstörer USS SAUFLEY ( DD-465 ) integrierte man in die TF. Am 7. April 1943 legten die Schiffe der TF in Efate ab und trafen sich mit den Schiffen der Task Force 15. In dieser TF befanden sich der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), der amerikanische Leichten Kreuzer USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und der Neuseeländische Leichte Kreuzer HMNZS LEANDER und die Zerstörer USS McCALLA ( DD-488 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS ELLET ( DD-398 ) und ab dem 10. April die USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ) und USS EATON ( DD-510 ). Kombinierte Trainingseinheiten zwischen den Schiffen der TF 19 und TF 15 fanden am 8. und am 10. April vor Efate statt. Am 11. April erhielten die Schiffe der TF 19 wieder frischen Brennstoff von dem Tanker USS SABINE und am 13. April lagen sie in Havannah Harbor vor Anker. Zu weiteren Übungen auf der Suche nach feindlichen U-Booten legten die Schiffe der TF 19 am 21. April in Efate ab und legten am folgenden Tag für das Bunkern von neuem Brennstoff wieder an. In der TF befanden sich diesmal die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS CLEVELAND, US COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS WALLER, USS PHILIP, USS RENSHAW und USS SAUFLEY. Ab nun begannen alle acht Schiffe der TF 19 mit Patrouillenfahrten rund um die Inseln der New Hebrides. Dafür legten sie vom 6. bis zum 7. Mai, vom 10. bis zum 11. Mai und vom 18. bis zum 19. Mai ab. Ohne die USS RENSHAW verließen die Schiffe der TF 19 am 26. Mai den Havannah Harbor und begannen am selben Tag mit den Schiffen der TF 11 ein Manöver. Schon am folgenden Tag lagen sie aber wieder in Hafen von Efate. Die USS WALLER blieb danach bis zum 18. Juni im Hafen von Havannah Harbor liegen während die anderen Schiffe der TF weitere Übungen durchführten. Die USS WALLER versetzte man nun in die Task Group 36.2 die Rear Admiral Merrill befehligte. In dieser TG befanden sich neben der USS WALLER die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS CLEVELAND, USS COLUMBIA und USS DENVER und die Zerstörer USS PHILIP, USS EATON, USS SAUFLEY, USS RENSHAW und USS PRINGLE ( DD-477 ). Diese Schiffe verließen am 25. Juni Havannah Harbor und fuhren in Richtung Bougainville, Westsalomonen. Auf der dort Vorgelagerten Insel Shortland sollten japanische Stellungen beschossen werden. Ihre Ausgangsstellung erreichten die Schiffe am Morgen des 26. Juni und begannen mit der Beschießung. Gleich im Anschluss daran kehrten sie nach Havannah Harbor zurück und legten dort am 27. Juni an. Es wurden nur die Munitionsvorräte ergänzt, dann legten sie wieder ab. Die Fahrt führte die Schiffe der TU 36.2.1 USS MONTPELIER, USS CLEVELAND, USS WALLER, USS PRINGLE und USS PHILIP nach Norden. Am 29. Juni legte sie gegen 10:00 Uhr im Hafen von Port Purvis, Florida Island, Salomonen an und bunkerten dort nur frischen Brennstoff. 13:30 Uhr legten sie wieder ab und fuhren in Richtung New Georgia. Gegen 15:00 Uhr vereinigten sie sich mit den Schiffen der TU 36.2.2. In der Zeit von 18:21 Uhr und 22:00 Uhr verließ die USS WALLER zusammen mit der USS RENSHAW die Schiffe der TG und fuhr nach Vila, Kolombangara um den dortigen Flugplatz zu beschießen. Allerdings konnte die Wirkung des Beschusses nicht beobachtet werden, da die vorherrschende Wetterlage es nicht zuließ. In der Nacht vom 29. zum 30. Juni lagen alle Schiffe dann vor Shortland Island. Die Schiffe der TU 36.2.1 begannen von 1:55 Uhr bis 2:15 Uhr die feindlichen Stellungen auf der Nachbarinsel Ballalae Island zu beschießen. Die Schiffe der TU 36.2.2 konnten wie geplant nicht in den Hafen von Shortland Island einfahren da dieser vermint war. Im Anschluss daran zogen sich alle Schiffe der TG wieder zurück und erhielten am 1. Juli in der Zeit von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr von dem Tanker USS SABINE frischen Treibstoff. Doch nun begann eine Zeit des Wartens. Es mussten die Zerstörer und Minensucher USS BREESE ( DM-18 ), USS GAMBLE ( DM-15 ) und USS PREBLE ( DM-20 ) herangeführt werden damit die Minen beseitigt werden konnten. Die Schiffe der TG 36.2 begannen nun mit Patrouillenfahrten und warteten. Am 5. Juli gegen 22:00 Uhr erhielten sie einen neuen Befehl. Sie sollten nach Guadalcanal fahren um dort ihre Treibstoffbunker befüllen zu lassen. Gegen 13:45 Uhr legten die Schiffe dort an und waren um 17:30 Uhr wieder auf dem Weg in den Kula Gulf da eventuell dort ein japanischer Schiffsverband erscheinen sollte. In den Kula Gulf liefen die amerikanischen Schiffe am 7. Juli gegen 1:30 Uhr ein. Es gab aber keine japanischen Schiffe. Daraufhin nahmen sie wieder Kurs nach Guadalcanal. Auf dem Weg dorthin erhielt die USS WALLER einen Unterwasserkontakt von einem nichtidentifizierbaren U-Boot. Der Zerstörer schoss mit seinen Bordgeschützen auf die Zielposition. Der Kontakt war danach weg, aber man wusste nicht was der Kontakt wirklich war. Um 9:00 Uhr legten die Schiffe der TG wieder in Guadalcanal an und wurden betankt. Um 17:00 verließen sie aber wieder den Hafen mit Ziel Kula Gulf. In der Nacht des 8. Juli, gegen 1:30 Uhr erreichten sie wieder ihr Ziel. Aber auch diesmal gab es keine feindlichen Schiffe. Und so kehrte man um und legte gegen 9:30 Uhr im Hafen von Guadalcanal wieder an. Zwei Tage später, am 10. Juli um 17:30 Uhr, legte die Schiffe wegen des gleichen Ziels wieder ab. Auch an diesem Tag erhielten sie aber keinen Kontakt mit feindlichen Schiffen. Am 11. Juli 1943 legten die amerikanischen Schiffe gegen 9:00 Uhr in der Purvis Bay, Tulagi an. Dort bereitete man die Schiffe auf einen neuen Einsatz vor. Um 15:00 Uhr verließen neben der USS WALLER die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS COLUMBIA, USS CLEVELAND und USS DENVER und die Zerstörer USS PRINGLE, USS PHILIP, USS RENSHAW, USS SAUFLEY, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS GWIN ( DD-433 ) und USS MAURY ( DD-401 ) Tulagi. Diese Schiffe bildeten die Task Group 36.9 und das Kommando führte Rear Admiral Merrill. Die Schiffe der TG fuhren zum Hafen bei Munda auf der Insel New Georgia. Dort bombardierten sie am 12. Juli in der Zeit von 3:00 Uhr bis 3:40 Uhr feindliche Stellungen. Danach löste sich die TG wieder auf und die Schiffe kehrten zu ihren alten Task Groups zurück. Die Schiffe der TU 36.2.1 und TU 36.2.2 vereinigten sich wieder und fuhren zur Insel Rendova. Jetzt sollte sie dort Jagd auf japanische Schiffe machen. Doch auch dort trafen sie keine an und kehrten am 14. Juli in die Purvis Bay zurück, wo sie gegen 11:00 Uhr anlegten. Man teilte die Schiffe der TG wieder in ihre Untergruppen. Die USS WALLER operierte nun zusammen mit der USS MONTPELER, USS CLEVELAND, USS DENCER, USS COLUMBIA, USS PHILIP, USS RENSHAW, USS PRINGLE und USS SAUFLEY vom 17. zum 18. Juli vor Vanga Point, Kolombangara. Dort attackierten sie drei japanische Zerstörer, erzielten aber keine Treffer. Dafür konnten die japanischen Schiffe ihr Ziel die japanischen Streitkräfte mit Nachschub zu versorgen nicht durchführen. Gleich danach fuhren die amerikanischen Schiffe nach Tulagi und führten in den folgenden Tagen weitere Patrouillen vor den Inseln von New Georgia durch. Nachdem man keine weiteren feindlichen Schiffe antraf, wechselte die USS WALLER am 30. Juli mit den Schiffen der TG 36.2 nach Esiritu Santo. Dort gliederte man die TG 36.2 um. Jetzt befanden sich neben den vier Leichten Kreuzern und den Zerstörern USS WALLER, USS PHILIP, USS RENSHAW, USS SAUFLEY noch die Zerstörer USS DYSON ( DD-572 ) und USS CLAXTON ( DD-571 ). Am 2. August 1943 verließen die Schiffe der TG gegen 13:00 Uhr den Hafen von Espiritu Santo. Am folgenden Tag um 6:45 Uhr begannen sie zusammen mit den Schiffen der Task Group 36.3 mehrere taktische Manöver zu üben und am 4. August simulierte man Luftangriffe und unternahm ein weiteres Taktisches Manöver mit allen Schiffen. Die USS WALLER legte am 5. August mit den Schiffen der TG 36.2 gegen 9:00 Uhr im Hafen von Espiritu Santo wieder an. Bis zum 9. August blieb die USS WALLER dort im Hafen liegen und wurde für die kommenden Kämpfe vorbereitet. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 31 und der Zerstörer fuhr nach Guadalcanal. Diese TF befehligte Rear Admiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ). Die USS WALLER sollte zusammen mit den Zerstörern USS PRINGLE, USS PHILIP, USS CONWAY, USS CONY und USS EATON die Northern Landing Force Advance Transport Group sichern. In dieser TG 31.5 befanden sich die Zerstörer USS CHEVALIER ( DD-451 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ) sowie die Schnellen Truppentransporter USS TALBOT ( APD-7 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS DENT ( APD-9 ) und USS KILTY ( APD-15 ). Diese Schiffe der TG 31.5 sollten Truppen auf Vella Lavella anlanden die den dortigen Flugplatz einnehmen. Am 14. August legten die Schiffe der TF 31 vor Guadalcanal ab und erreichten am Morgen des folgenden Tages ihre Ausgangspositionen. Die Zerstörer nahmen japanische Stellungen unter Beschuss, während die angelandeten Truppen den Flugplatz besetzten. Um 8:00 Uhr wurden per Radar zehn japanische Sturzkampfbomber geortet. Die Zerstörer der Sicherungsgruppe eröffneten das Feuer auf die Flugzeuge. Die Geschützmannschaften der USS WALLER konnten dabei zwei abschießen bevor diese ihre Bomben ins Ziel bringen konnten. Am Abend gab es wieder Luftalarm. Acht japanische Torpedobomber näherten sich. Sie warfen aber ihre Todbringende Last zu zeitig ab, so dass die Torpedos keinen Schaden anrichten konnten. Am 17. August kam es zu einer unübersichtlichen Situation während der Verteidigung eines amerikanischen Nachschubkonvois von LSTs die sich vom Barakoma Beach auf Vella Lavella zurück ziehen wollten. Wieder gab es einen japanischen Luftangriff. Die Zerstörer der Sicherungsgruppe legten daher eine Nebelwand um den LSTs den sicheren Rückzug zu gewährleisten. Die USS WALLER kollidierte in dieser Nebelwand dabei während eines Ausweichmanövers mit der USS PHILIP. Obwohl an beiden Schiffen erhebliche Schäden durch die Kollision entstanden waren, reparierten die Schadensbegrenzungsteams beider Schiffe die Lecks notdürftig sodass diese in der Schlacht verbleiben konnten. Am folgenden Abend waren die japanischen Zerstörer SAZANAMI, SHIGURE, ISOKAZE und HAMAKAZE mit den Patrouillenschiffen CH-5 und CH-12 unterwegs. Diese Schiffe zogen Lastkähne mit Nachschub zur Versorgung der japanischen Truppen auf Kolombangara. Vor Vella Lavella kam es zum Kampf. Zwar erlitten die Zerstörer beider Seiten keine nennenswerten Schäden, da die japanischen Zerstörer gleich nach Beginn des Kampfes flohen, aber die Lastkähne und die Patrouillenschiffe wurden versenkt. Nach diesem Gefecht fuhr die USS WALLER dann nach Espiritu Santo, wo sie am 24. August anlegte. Dort wurden innerhalb von sechs Tagen die ersten Reparaturarbeiten begonnen. Vom 31. August bis zum 7. September begann man mehrere Probefahrten mit der USS WALLER. Doch die Reparaturarbeiten mussten noch mal aufgenommen werden. Vom 7. bis zum 16. September mussten noch einige Nachbesserungen vorgenommen werden. Am 16. September versetzte man den Zerstörer in die Task Force 39 die Rear Admiral Merrill befehligte. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER und USS DENVER und die Zerstörer USS WALLER, USS EATON und USS RENSHAW. Am 16. September verließen die Schiffe gegen 8:00 den Hafen von Espiritu Santo und begannen eine Stunde später mit der Luftabwehr Praxis die drei Stunden andauerte. Um 14:15 Uhr begannen dann alle Schiffe mit den Schießübungen auf Oberflächenziele die bis 16:00 Uhr dauerten. Ab 19:30 Uhr fingen dann die Schießübungen auf Nachtziele an. Am folgenden Morgen waren ab 8:30 Uhr dann die Schießübungen gegen Luftziele auf dem Programm die bis 11:00 Uhr andauerten. Gegen 12:30 Uhr waren dann alle Schiffe der TF 39 wieder im Hafen von Espiritu Santo. Hier blieb die USS WALLER bis zum 20. September liegen. An diesem Tag liefen um 6:30 Uhr die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER und USS DENVER sowie die Zerstörer USS WALLER, USS EATON, USS RENSHAW und USS CONY im Hafen von Espiritu Santo aus und fuhren über Tulagi in die Bougainville Straße. Unterwegs gab es einen Luftangriff. Am folgenden Tag patrouillierten die Schiffe ab 10:00 Uhr nordwestlich von Vella Lavella und um 20:00 Uhr befanden sie sich nur noch 150 Seemeilen westlich von Guadalcanal. Am 22. September befanden sie sich um 8:00 Uhr zwischen New Georgia und der Insel Santa Isabel. In der Zeit von 13:00 bis 16:00 Uhr lagen alle sechs amerikanischen Kriegsschiffe im Hafen von Port Purvis, Florida Island zur Brennstoffaufnahme. Um 16:00 legten sie wieder ab und lagen um 20:00 Uhr 40 Seemeilen Westsüdwest von Russell Island. Am 23. September um 8:00 Uhr waren sie schon 140 Seemeilen Südwestlich von Rennell Island. Die Kreuzer gaben dann an die Zerstörer Brennstoff ab und alle sechs Schiffe lagen 16:00 Uhr 140 Seemeilen Südsüdwestlich von Rennell Island und um 20:00 Uhr ungefähr 80 Seemeilen Südlich von New Georgia. In der Nacht des 24. September schossen alle Schiffe von 2:45 Uhr bis 3:00 Uhr auf angebliche japanische Lastkähne. Um 8:00 Uhr erreichten die Kreuzer und Zerstörer wieder in der New Georgia Straße zwischen New Georgia und Santa Isabel. Von dort aus fuhren sie direkt nach Tulagi wo sie frischen Brennstoff bunkerten. Schon um 20:00 Uhr waren sie an derselben Stelle zwischen New Georgia und Santa Isabel zurück. Am 25. September gegen 8:00 Uhr befanden sich die sechs Schiffe zwischen New Georgia und Rendova Island und für zwei Stunden in Tulagi. Um 20:00 Uhr befanden sie sich 30 Seemeilen Nördlich von Russell Islands und um 23:45 Uhr passierten sie den Kula Gulf. Am 26. September um 00:15 Uhr änderten die Schiffe ihren Kurs und fuhren wieder in Richtung Tulagi. Um 8:00 Uhr lagen sie 30 Seemeilen Nordnordwestlich von Russell Islands und von 11:30 bis 16:30 Uhr bunkerten sie frischen Treibstoff. Hier erhielten sie den Befehl nach Espiritu Santo zu fahren. Um 20:00 Uhr waren die Kriegsschiffe 55 Seemeilen Südöstlich von Tulagi zwischen Guaralcanal und der Insel Malaita. Am 27. September waren schon um 8:00 Uhr 270 Seemeilen Südöstlich von Tulagi und um 12:00 Uhr 200 Seemeilen Nordwestlich von Espiritu Santo. Die Entfernung verringerte sich in den folgenden acht Stunden auf 100 Seemeilen. Da lagen die Schiffe Westnordwest von Espiritu Santo. Am 28. September lagen sie um 8:00 Uhr 35 Seemeilen Südöstlich von Espiritu Santo und um 10:00 Uhr durchfuhren sie den Segond Channel, Espiritu Santo. Zwei Tage lang blieben die sechs Kriegsschiffe dort im Hafen liegen. Man vervollständigte die Vorräte und bunkerte frischen Brennstoff. Am 30. September legten sie gegen 8:00 Uhr wieder ab. Es wurden weitere Patrouillenfahrten bis zu den Inseln der Westsalomonen unternommen. Am 1. Oktober kamen noch die Zerstörer USS CLAXTON, USS DYSON, USS SPENCE ( DD-512 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ) und USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ) für einen Tag hinzu. In dieser Nacht sichtete man mehrere kleine Schiffe die die japanischen Soldaten von Kolombangara evakuieren sollten. Gegen 22:30 Uhr des 1. Oktober eröffnete die USS WALLER das Feuer auf die feindlichen unbewaffneten Schiffe. Sechs Fährprahme wurden allein durch den Zerstörer noch in dieser Nacht versenkt und wenige Stunden später weitere vier. Insgesamt vernichteten die amerikanischen Kriegsschiffe in dieser Nacht sechsundvierzig feindliche Schiffe. Danach fuhren alle Schiffe der TG nach Tulagi und blieben dort bis zum 4. Oktober liegen. Am 6. Oktober gegen 7:00 Uhr legten die Schiffe der TG 39.1 wieder in Espiritu Santo an. Nun begannen für die USS WALLER Eskortierdienste von Schiffskonvois mit denen der Nachschub für die laufenden Operationen in den Westsalomonen herangeschafft wurde. Dazu legte der Zerstörer am 7. Oktober für den ersten Geleitdienst ab und legte vom 10. bis zum 15. Oktober wieder an. Für eine Patrouillenfahrt verließ das Schiff am 15. Oktober Espiritu Santo und kehrte erst zwei Tage später wieder zurück. In diesem Hafen blieb der Zerstörer nun bis zum 24. Oktober liegen und wechselte dann nach Tulagi, wo er am 26. Oktober anlegte. Für die Begleitung eines weiteren Schiffskonvois legte die USS WALLER am selben Tag wieder ab und erschien am 28. Oktober im Port Purvis, Tulagi. Dort lag der Zerstörer wieder zwei Tage vor Anker und verließ für den nächsten Begleitdienst am 30. Oktober den Hafen. Man hatte den Zerstörer für die Operation „Shoestring II“ in die Task Force 31 versetzt, die Rear Admiral Admiral Theodore Stark Wilkinson befehligte. Neben der USS WALLER befanden sich die Zerstörer USS EATON, USS PRINGLE, USS RENSHAW, USS SAUFLEY, USS CONWAY, USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS FULLAM 474 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ) und USS ANTHONY ( DD-515 ), den Schnellen Minensuchern USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS SOURHARD ( DMS-10 ), USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS DORSEY ( DMS-1 ), die Zerstörer und Minensucher USS GAMBLE ( DM-15 ), USS BREESE ( DM-18 ) und USS SICARD ( DM-21 ) in der TF 31. Die Zerstörer hatten mehrere Aufgaben übertragen bekommen. Das fing mit der Sicherung von Truppentransportschiffen und Schnellen Truppentransporter an und hörte bei der Sicherung der Minensuchschiffe vor Cape Torokina, Bougainville auf. Die USS WALLER fuhr am 30. Oktober von Port Purvis nach Lunga Point, Guadalcanal und eskortierte von dort aus zusammen mit den Zerstörern der DESRON 22 und DESRON 45 die Truppentransporter USS GEORGE CLYMER ( APA-27 ), USS HUNTER LIGGITT ( APA-14 ), USS FULLER ( APA-7 ), USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), USS PRESIDENT HAYES ( APA-20 ), PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), welche die 3. Marine Division samt Ausrüstung transportierten und die amphibischen Angriffsfrachtschiffe USS LIBRA ( AKA-12 ), USS TITANIA ( AKA-13 ), USS ALHENA ( AKA-9 ) und USS ALCHIBA ( AKA-6 ) die weitere Ausrüstung und Truppen transportierten. In der Augusta Bay vor Cape Torokina kamen die Schiffe am Morgen des folgenden Tages an und die USS WALLER sicherte zusammen mit anderen Zerstörern die amphibischen Schiffe vor feindlichen Luftangriffen. Innerhalb von acht Stunden wurden 14.000 Soldaten und 6.200 Tonnen Kriegsgerät entladen. Danach eskortierte die USS WALLER mit den Zerstörern USS PRINGLE und USS SAUFLEY die amphibischen Schiffe nach Port Purvis zurück. Kurz vor dem Ziel ereichten am 3. November auch die anderen Zerstörer den Schiffskonvoi. Die USS WALLER hatte hier bis zum 4. November einen weiteren Aufenthalt in Tulagi. Dann legte der Zerstörer mit weiteren Schiffen der TF 31 und den noch nicht vollständig entladenen amphibischen Truppentransportern wieder ab und fuhr zum Cape Torokina. Dort patrouillierte der Zerstörer um es japanischen Schiffe nicht zu ermöglichen weiteren Nachschub auf der Insel anlanden zu können. In der Nacht vom 8. zum 9. November befand sich die USS WALLER wieder im Hafen von Tulagi um die Vorräte aufzufüllen. Gleich im Anschluss daran fuhr der Zerstörer zum Cape Torokina und patrouillierte dort weiter. Am 14. November legte das Schiff wieder in Port Purvis an. Die Mannschaft erhielt für wenige Stunden etwas Erholung. Doch schon in den späten Stunden des folgenden Tages legte die USS WALLER zusammen mit den Zerstörern USS PRINGLE, USS RENSHAW, USS SAUFLEY, USS SIGOURNEY und USS CONWAY ab und eskortierten die Schnellen Truppentransporter USS McKEAN ( APD-5 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS TALBOT ( APD-7 ), USS DENT ( APD-9 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS WATERS ( APD-8 ), USS KILTY ( APD-15 ) und einem weiteren Schiff, acht Panzerlandungsschiffe und den Hochseeschlepper USS APACHE ( AT-67 ) bis in die Augusta Bay. Diese ereichten sie in der früh des 17. November 1943. Gegen 3:00 Uhr griffen zehn japanische Torpedobomber den Verband an. Eine Flut von Flakfeuer schlug den Piloten entgegen. Zwei der Flugzeuge wurden gleich in der Luft zerstört und mussten wassern. Die anderen acht ließen ihre Torpedos ins Wasser fallen. Davon traf nur einer. Der Kommandant der USS McKEAN, Lieutenant Commander Ralph Lester Ramey, ließ das Schiff beidrehen damit der Torpedo vorbei marschieren konnte. Aber das Schiff war zu träge und so schlug die tödliche Waffe auf der Steuerbordseite in Höhe des Munitionsmagazins ein. Durch die Wucht der Explosion und den späteren Folgen fanden 64 Besatzungsmitglieder und 52 der 185 Marinesoldaten den Tod. Die Mannschaft der USS WALLER rettete den acht Besatzungsmitgliedern der beiden abgeschossenen Mitsubishi G4M das Leben und bargen sie aus dem Wasser. Nach der Entladung der Marinesoldaten eskortierte der Zerstörer zusammen mit den anderen Zerstörern die Schnellen Truppentransporter und Panzerlandungsschiffe zurück nach Port Purvis. Dort legte die USS WALLER am 20. November an und blieb für einen Tag vor Anker liegen. Der Zerstörer legte zusammen mit weiteren Kriegsschiffen und Hilfsschiffen die Nachschub für die Marines bei Cape Torokina transportierten am 21. November ab und fuhren in die Kaiserin Augusta Bay. Dort kamen sie am 23. November an. Der Zerstörer wechselte nun wieder zur Task Force 39 die von Rear Admiral Aaron Stanton Merrill befehligt wurde. In dieser TF befanden sich neben der USS WALLER die Leichten Kreuzer USS COLUMBIA, USS CLEVELAND und USS SAINT LOUIS ( CL-49 ) und die Zerstörer USS RENSHAW, USS SAUFLEY und USS PHILIP. Noch am selben Tag fuhren diese Schiffe zur Insel Buka, die nördlich von Bougainville liegt, und beschossen die dortigen japanischen Stellungen. Danach kehrten sie wieder in die Kaiserin Augusta Bay zurück und eskortierten die Hilfsschiffe in Richtung Florida Islands. Die USS WALLER patrouillierte nun zusammen mit anderen Zerstörern abwechselnd vor Bougainville um den weiteren Nachschub für die Japaner zu unterbinden. Dann setzte man während der Operation „Backhander“ am 24. Dezember 1943 die Leichten Kreuzer USS MONTPELER, USS CLEVELAND und USS COLUMBIA und die Zerstörer USS WALLER, USS RENSHAW, USS PHILIP und USS SAUFLEY zur Beschießung japanischer Stellungen auf den Salomoneninseln Buka und Buin ein. Ziel dieser Operation war die Ablenkung für die Landung der amphibischen Task Force 76 auf Cape Gloucester, New Britain, Neuguinea. Ab Anfang Januar war die USS WALLER zusammen mit den Zerstörern USS WADSWORTH ( DD-516 ) und USS HALFORD ( DD-480 ) östlich von New Irland unterwegs um den japanischen Schiffsverkehr dort erheblich zu stören. Gleich im Anschluss fuhren die drei Schiffe nach Buka und bombardierten dort japanische Küstenstellungen. Von Buka ging die Fahrt zur Insel Choiseul weiter auf dem ein neuer japanischer Flugplatz eingerichtet worden war. Auch diesen bombardierten die drei Zerstörer. Dasselbe Bombardement geschah am 1. Februar durch die drei Zerstörer. Sie erreichten gegen 6:25 Uhr die Choiseul Bay und bombardierten feindliche Küstenbatterien auf Buka Island. Die Geschützmannschaften der USS WALLER feuerten aus ihren Geschütztürmen jeweils ihre erste Granate auf diese feindliche Küstenbatterie, danach war die japanische Artillerie nicht mehr zu gebrauchen. Man zog nun alle Kriegsschiffe der Task Force 39 wieder zusammen und bereitete sie auf die Invasion Green Islands, Neuguinea vor. In dieser TF befanden sich neben der USS WALLER die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS MONTPELIER und USS COLUMBIA und die Zerstörer USS SAUFLEY, USS RENSHAW, USS PHILIP, USS CHARLES AUSBURNE, USS DYSON, USS CONWAY, USS CONVERSE ( DD-509 ), USS SPENCE ( DD-512 ) und USS STANLY ( DD-478 ). Die Schiffe der TF 39 vereinigten sich mit denen der TF 31 und TF 38 und übernahmen die unterschiedlichsten Aufgaben. So patrouillierte die USS WALLER zusammen mit den Zerstörern USS PRINGLE, USS SAUFLEY, USS PHILIP, USS RENSHAW und USS SIGOURNEY am 13. Februar vor Green Islands. Die Schiffe zogen sich am folgenden Tag wieder zurück und eskortierten 12 LCI bis zum Green Islands. Das Einsatzgebiet erreichten die Schiffe am 15. Februar und sicherten die Entladung. Gleich danach verließ die Zerstörergruppe um die USS WALLER wieder Green Islands und fuhr nach New Irland. In dieser Zerstörergruppe befinden sich nun noch zusätzlich die USS CONWAY und USS EATON. Diese Schiffe umrunden die Insel und beschießen bei Cape St. George, dem südlichsten Punkt auf der Insel New Irland, eine japanische Radarstation und die beiden japanischen Flugplätze bei Borpop und Namatanai. Allerdings war das Wetter dort gerade so schlecht, dass die raue See ein zielgenaues Schießen nicht zuließ und die Wirksamkeit des Bombardements konnte wegen des diesigen Wetters nicht überprüft werden. Die Zerstörergruppe kehrte daraufhin wieder um, umrundete die Insel und begann in der Nacht vom 29. Februar zum 1. März mit dem Bombardement japanischer Stellungen und des Flugplatzes auf Rabaul.
Man nahm jetzt die USS WALLER aus dem Kampfgeschehen und ließ den Zerstörer nach Pearl Harbor fahren. Dort gönnte man der Mannschaft eine Ruhepause. Ende Mai versetzte man den Zerstörer in die Task Force 51 die Vizeadmiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 – 12. Februar 1961 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS WALLER in der Task Group 51.8., der Reservegruppe, in der auch die USS SAUFLEY und USS PRINGLE eingegliedert waren und ab dem 11. Juni noch die USS SIGOURNEY beim Atoll Kwajalein, Marshall Islands hinzukam. Am 29. Mai 1944 legte die USS WALLER mit der USS SAUFLEY in Pearl Harbor ab und erreichten am 6. Juni Kwajalein. Zwei Tage später verließen alle drei Zerstörer im Verband der TF 51 wieder das Atoll. Ihre Aufgabe bestand darin die Besetzung der Inseln Saipan, Guam und Tinian, Marianen während der Operation „Forager“ zu unterstützen. So lagen die drei Zerstörer vom 18. Juni bis zum 9. Juli vor Saipan. Am Abend des 18. Juni erhielten die USS WALLER, USS SAUFLEY, USS PRINGLE und USS SIGOURNEY den Auftrag in zwei Bereichen auf Saipan den gelandeten Marines Feuerunterstützung zu gewähren. Japanische Soldaten rückten dort angeblich mit Panzern gegen die amerikanischen Soldaten vor. Um 17:55 Uhr erreichten die Schiffe die Magicienne Bay. Lieutenant Commander Wiliam Tenney Dutton ( 1913 – 15. August 1999 ) ließ die USS WALLER näher ans Ufer fahren um bessere Sicht zu bekommen. Allerdings konnten da noch keine amerikanischen und japanischen Panzer unterschieden werden. Um 17:58 Uhr ließ er die Maschinen stoppen damit er einen besseren Blick auf das Ufer erhielt. Drei Minuten später eröffnete feindliche Artillerie das Feuer auf die USS WALLER und USS PRINGLE. LCDR Dutton ließ umgehend die Maschinen auf volle Fahrt bringen und flüchtete mit dem Schwesterschiff aus der Gefahrenzone. Die japanischen Artilleristen trafen keines der beiden Schiffe, lagen aber immer nahe an den Bordwänden mit ihren Granaten. Die beiden Zerstörer blieben allerdings den Japanern nichts schuldig und feuerten mit ihren Heckgeschützen in die Richtung woher die feindlichen Granaten kamen. Trafen aber nichts da sie die genauen Zielpunkte nicht kannten. Am 9. Juli, nach der vollständigen Eroberung von Saipan, wechselten die vier Zerstörer zusammen mit den Schiffen der TF 51 nach Guam. Dort unterstützten die vier Schiffe die Landeaktivitäten der amerikanischen Marines. Bis Anfang August waren Guam und danach Tinian erobert. Vor beiden Inseln patrouillierten die vier Zerstörer und gaben den Marines Feuerunterstützung. Am 12. August gingen sie vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands vor Anker. Dort erhielt die Besatzung der USS WALLER für wenige Tage eine weitere Ruhepause. Ende August legte der Zerstörer wieder ab und fuhr in Richtung Osten. Über Pearl Harbor erreichte das Schiff die Werft in San Francisco, Kalifornien und unterzog sich einer intensiven Überholung. Bis Anfang November dauerten diese Arbeiten. Danach versetzte man die USS WALLER in die Task Group 77.2 die Rear Admiral George Lester Weyler ( 14. Mai 1886 – 6. August 1971 ) bis zum 27. November befehligte und dann das Kommando an Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) übertrug. Der Zerstörer beteiligte sich bei der Operation „King II“ bei der Eroberung der Philippinen. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS COLODADO ( BB-45 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER, USS COLUMBIA, USS DENVER, USS SAINT LOUIS und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS WALLER, USS RENSHAW, USS PRINGLE, USS SAUFLEY, USS CONWAY, USS SIGOURNEY, USS NICHOLAS, USS CONY ( DD-508 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ) und USS INGRAHAM ( DD-694 ). Am 27. November lagen alle diese Schiffe vor der philippinischen Insel Leyte in der Ormoc Bay und unterstützten die amerikanischen Truppen mit ihren Schiffsgeschützen. Japanische Luftlande Kommandotrupps sollten auf dieser Insel landen und die amerikanischen Flugplätze ausschalten. Gleichzeitig waren Kamikazepiloten in der Luft und hatten die Aufgabe die amerikanischen Schiffe zu beschädigen oder zu versenken um die Unterstützung der amerikanischen Truppen auf Saipan zu schwächen. An diesem 27. November misslingt die Luftlandung des japanischen Kommandotrupps. Dafür haben die japanischen Piloten mehr Erfolg. Fünf Kamikaze stürzen sich auf die Schiffe und die Torpedobomber warfen ihre todbringenden Waffen ab. Dabei wurde das Schlachtschiff USS COLORADO und die beiden Leichten Kreuzer USS MONTPELIER und USS SAINT LOUIS beschädigt. Die USS WALLER konnte während des Luftangriffs ein Flugzeug abschießen und zwei weitere beschädigen. In der Nacht zum 28. November waren die USS WALLER, USS SAUFLEY, USS RENSHAW und USS PRINGLE in der Ormoc Bay auf Patrouillenfahrt. Ein amerikanisches Patrouillenflugzeug funkte dann die Mitteilung, dass man das aufgetauchte japanische U-Boot I-46 südlich von Pacijan Island gesichtet hätte. Sofort schickte man die vier Zerstörer los um das U-Boot zu versenken. Die USS WALLER erhielt um 1:27 Uhr einen Radarkontakt an der Nordostküste von Ponson Island. Sofort begannen alle Geschützmannschaften des Zerstörers ihre Granaten auf dieses Ziel abzufeuern und das Schiff befand sich auf Kollisionskurs. LCDR Dutton sah aber ab davon nachdem ersichtlich war das das U-Boot schon mehrere Treffer erhalten hatte. Aus der Nähe betrachtet, erkannte er auch das es sich nicht um I-46 handelte sondern um das Transport U-Boot Maru-Yu-2 der Kaiserlich Japanischen Armee. Auf dem feindlichen Schiff versuchte die japanische Mannschaft mit ihrem Deckgeschütz den amerikanischen Zerstörer zu treffen. Die Granate ging aber weit daneben. Dafür saßen mehrere abgefeuerte Granaten von dem Zerstörer direkt im Ziel. Da sich auf dem japanischen U-Boot aber niemand dafür interessierte sich zu ergeben und eine weitere Granate in das Deckgeschütz transportierte, bereiteten auch die Geschützmannschaften auf der USS WALLER ihre Kanonen für einen weiteren Schuss vor. Doch während dieser Vorbereitungen um 1:45 Uhr hob sich ohne Vorwarnung der Bug des U-Bootes und es versank mit dem Heck zuerst in den Fluten des Pazifik. Auf dem Weg zurück in die Ormoc Bay können sich die vier Zerstörer unbemerkt an einen japanischen Schiffskonvoi heranpirschen der sich westlich von Leyte bewegte und die japanischen Truppen auf Leyte mit Nachschub versorgen sollte. Während des dann beginnenden Gefechts kann man das japanische Patrouillenboot PC Nr. 53 versenken. Die anderen japanischen Schiffe drehten bei und flohen. Im laufe der Nacht vom 29. zum 30. November war die USS WALLER zusammen mit den Zerstörern USS RENSHAW, USS CONY und USS CONNER auf Patrouille in der Camotes Sea. Es waren zehn japanische Schiffe gemeldet worden die Nachschub bringen sollten. Doch auf der vorgegebenen Position traf man kein feindliches Schiff an. Dafür sichtete man sechs japanische Lastkähne die mit Geschützfeuer versenkt wurden. Kurz nach Sonnenaufgang gab es auf der USS WALLER erneut Luftalarm. Japanische Bomber griffen die vier Zerstörer an und klinkten ihre tödliche Fracht über den Schiffen aus. Drei Bomben landeten bis zu einhundert Metern Entfernung von der USS WALLER im Wasser. Keiner der Zerstörer wurde bei dem Luftangriff beschädigt. Nachdem von der Küste aus die alliierten Streitkräfte nicht mehr unterstützt werden konnten, verließ die USS WALLER und ein Teil der TF 77 Leyte. Der Zerstörer fuhr nach Kossol Roads, Palau. Dort gruppierte man die Schiffe der TF 77 um und vervollständigte deren Magazine und Bunker. Die USS WALLER versetzte man in die Task Undergroup 77.12.1, deren Aufgabe darin bestand während der Landung auf der philippinischen Insel Mindoro die dort zur Luftunterstützung eingesetzten Flugzeugträger der Task Undergroup 77.12.7 zu schützen. Die TG 77.12 befehligte Rear Admiral Theodore D. Ruddock ( 1893 – 11. August 1989 ). In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS WEST VIRGINIA, USS COLORADO und USS NEW MEXIKO, die Leichten Kreuzer USS DENVER, USS COLUMBIA und USS MONTPELIER und die Zerstörer USS WALLER, USS RENSHAW, USS SIGOURNEY, USS CONWAY, USS CONY, USS CONNER, USS ROBINSON, USS EATON ( DD-510 ) und USS BENNION ( DD-662 ). Die Schiffe der TG 77.12 verlassen am 10. Dezember Kossol Roads. Zwei Tage später befinden sie sich im Leyte Golf und fuhren in die Surigao Straße bei Mindoro ein. In der Nacht zum 13. Dezember befinden sie sich schon in der Mindanao See. Nach Sonnenaufgang gab es schon den ersten japanischen Luftangriff. Die Schiffe der TU 77.12.7 drehten gleich bei und fuhren in Richtung der Leyte Bay zurück. Die TU 77.12.1 blieben vor Ort und unterstützten die amphibischen Landungsschiffe der Task Group 78.3 in der Sulu See. Am Morgen des 15. Dezember begann der alliierte Angriff auf Mindoro. Gleichzeitig waren japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die amerikanischen Schiffe. Die Geschützmannschaften der USS WALLER schossen hier auch wieder ein feindliches Flugzeug ab und beschädigten ein weiteres so schwer, dass dessen Pilot es wassern lassen musste. Es entspann sich nun ein harter Kampf. Mehrere amerikanische Schiffe wurden dabei beschädigt. Gleich nach dem Entladen der amphibischen Schiffe, wurden diese in die San Pedro Bay, Leyte eskortiert. Die USS WALLER und die Schiffe der TU 77.12.1 blieben aber noch bis zum 17. Dezember vor Ort und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Alliierten in ihrem Brückenkopf. Dann fuhren sie nach Kossol Roads zurück, wo sie am 19. Dezember ankerten. Von hier aus eskortierte die USS WALLER und weitere Kriegsschiffe der Task Force 77 dann einen Schiffskonvoi, bestehend aus Schnellen Truppentransportern, Versorgungsschiffen und amphibischen Landungsschiffen bis nach Leyte. Dort gliederte man die Schiffe der Task Force 77 um. Man versetzt die USS WALLER in die Task Force 79 die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ) kommandierte. Diese TF war die Lingayen Attack Force. Innerhalb der TF 79 befand sich der Zerstörer in der TG 79.1. In dieser waren noch die Zerstörer USS SAUFLEY, USS PHILIP, USS RENSHAW, USS CONY, USS ROBINSON und USS CONWAY sowie die Geleitzerstörer USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS GILLIGAN ( DE-508 ). Das Flaggschiff der Task Force war die USS MOUNT OLYMPUS ( AGC-8 ). Am 5. Januar 1945 legten die Zerstörer und das Flaggschiff vor Leyte ab und eskortierten die Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS CROSBY, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS GOLDSBOROUGH ( APD-32 ), USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) USS BELKNAP ( APD-34 ) und USS NEWMAN ( APD-59 ), die australischen Infanterielandungsschiffe HMAS KANIMBLA ( C78 ), HMAS MANOORA ( F48 ) und HMAS WESTRALIA ( F95 ), einem Truppentransporter, drei Frachtschiffe, ein amphibisches Landungsmutterschiff, neunzehn Panzerlandungsschiffe, achtzehn Mittlere Landungsschiffe, sechs Panzerlandungsboote und zweiundzwanzig amerikanische Infanterielandungsschiffe in den Lingayen Golf. Die Landungsschiffe transportierten die 37. Infanteriedivision die Generalmajor Robert Sprague Beightler ( 21. März 1892 – 12. Februar 1978 ) kommandierte. Zwei Tage später befanden sich die Schiffe dieser Angriffsflotte im Lingayen Golf und warteten, dass sie die Soldaten an Land bringen konnten. Die USS WALLER patrouillierte rund um die Transportschiffe. Dabei erhielt man auf dem Radar zwei Kontakte von feindlichen Schiffen. Umgehend eilte der Zerstörer an diese Stellen und versenkte zwei Sprengboote die von japanischen Marineangehörigen ins Ziel gefahren werden mussten. Dann erfolgte der Angriff auf die Strände von Luzon. Die Geschützmannschaften des Zerstörers verschossen dabei zur Unterstützung der Angrifftruppen rund dreitausend Flakgeschosse und Granaten auf Luft- und Bodenziele. Mehrere Flugzeuge angreifender Kamikazepiloten wurden von den Geschützmannschaften beschädigt und erreichten nicht mehr ihre anvisierten Ziele. Nach dem Entladen der Transportschiffe eskortierten die Zerstörer diese wieder bis zum Leyte Golf. Von hier aus begleiteten die Kriegsschiffe weitere lebenswichtige Schiffskonvois bis in den Lingayen Golf. Man versetzte dann die USS WALLER in die Task Group 78.1 die Rear Admiral Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) kommandierte Gleichzeitig war der Zerstörer das Flaggschiff der DESRON 22. Die Task Group beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze Mindanaos bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Generalmajor Jens Anderson Doe ( 20. Juni 1891 – 25. Februar 1971 ) befehligte die Soldaten der 41. Infanteriedivision. Diese wurden durch die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ), USS KEPHART ( APD-61 ), USS COFER ( APD-62 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), einem Mutterlandungsschiff, dreiundzwanzig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge und siebzehn unterstützende Infanterielandungsfahrzeuge und vier U-Boot-Jäger. Diese Schiffe sicherten die Zerstörer USS WALLER, USS SAUFLEY, USS PHILIP, USS SIGOURNEY, USS ROBINSON, USS McCALLA ( DD-488 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS BAILEY ( DD-492 ) sowie die Geleitzerstörer USS RUDDERROW ( DE-224 ) und USS CHAFFEE ( DE-230 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung erfolgte durch die Schiffe der Task Group 74.3 die Rear Admiral Russell Stanley Berkey kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS FLETCHER, USS TAYLOR, USS O´BANNON, USS JENKINS ( DD-447 ) und USS ABBOT ( DD-629 ). Die Luftunterstützung erfolgte durch Teile der 5. und 13. USAAF. Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Die Sicherungsgruppe um die USS WALLER erreichte am Morgen des 10. März das Einsatzgebiet. Gleich nach der Ankunft läutete man auch den Angriff ein. Die Panzerlandungsschiffe LST-591 und LST-626 sowie die Infanterielandungsfahrzeuge LCI-710 und LCI-779 ) wurden durch feindliche Küstenbatterien versenkt. Der japanische Widerstand war schnell gebrochen, so dass die Fire Support Group weiter zur Insel Basilan fuhr und dort japanische Stellungen beschoss. Die USS WALLER übernahm dann zusammen mit weiteren Zerstörern die Sicherung von Landungsschiffen die weitere Soldaten bis nach Basilan transportierten. Dort legte der Schiffskonvoi am 16. März an und die Infanteriesoldaten gingen an Land. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützten die Zerstörer diese Landung. Nach der Eroberung fuhr der Schiffskonvoi zur Insel Tawi-Tawi weiter, wo er am 2. April ankam und sofort mit dem Ausladen der Soldaten begonnen wurde. Sieben Tage später befand sich der Schiffskonvoi schon vor der Insel Jolo, der letzten dieser Inselgruppe im Sulu Archipel. Nach der Einnahme dieses Eilandes eskortierte die USS WALLER zusammen mit allen anderen Zerstörern die Landungsschiffe zurück in die Subic Bay. Dort bereitete man die Schiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Die Operation „Oboe I“, der Landung auf Tarakan, Borneo. Rear Admiral Russel Stanley Berkey befehligte die Task Force 74. In der Fire Support Group befanden sich die leichten amerikanischen Kreuzer USS PHOENIX und US BOISE und der australische Kreuzer HMAS HOBART( D63 ) sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS O´BANNON, USS FLETCHER und USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA. In der Amphibious Group Six befand sich das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT, der amerikanische Schnelle Truppentransporter USS COFER, zwei australische Infanterielandungsschiffe, ein amphibisches Vorratsschiff, ein Landungsmutterschiff, fünfundvierzig Panzerlandungsschiffe und einundzwanzig Schnellboote. 18.000 Soldaten der verstärkten australischen Brigade transportierten sie. Diese Transportschiffe wurden von den Zerstörern USS WALLER, USS PHILIP, USS BAILEY, USS BANCROFT, USS DRAYTON ( DD-366 ) und USS SMITH ( DD-378 ), den Geleitzerstörern USS FORMOE ( DE-509 ) und USS CHARLES E BRANNON ( DE-446 ) und den australischen Fregatten HMAS BURDEKIN ( K376 ), HMAS BARCOO ( K375 ) und HMAS HAWKESBURY ( K363 ) gesichert. Am 27. April lag die Fire Support Group im Süden von Tarakan und begann mit dem Bombardement des Landungsraumes. Auch an den beiden folgenden Tagen wird die Beschießung fortgesetzt. Die Truppentransportschiffe erreichten am 1. Mai mit ihrer Sicherungsgruppe den Bereich von Tarakan. Sofort begann die Landung der Soldaten. Nach der Sicherung des Gebietes wechselte die Fire Support Group in die Brunei Bay wo die Operation „Oboe II“ beginnt. In dieser Group befinden sich die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und USS NASHVILLE ( CL-43 ), der australische Kreuzer HMAS HOBART, die amerikanischen Zerstörer USS KILLEN ( DD-593 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS CONNOR ( DD-582 ), USS CHARETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ) und USS BELL ( DD-587 ) und der der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Fünf Minensucher und zwölf Hilfsminensucher beginnen dort ab dem 7. Juni nach Minen zu suchen. Drei Tage lang beschießen die Schiffe der Fire Support Group die japanischen Stellungen in den geplanten Landungsräumen der Alliierten. Am 10. Juni erreichten die Schiffe der Amphibious Group Six ihr Einsatzgebiet und landen 29.361 Soldaten der australischen 9. Infanteriedivision. Diese Transportgruppe, bestehend aus drei australischen Infanterielandungsfahrzeugen, einem Landungsmutterschiff, zwei amphibische Vorratsschiffe, neun Schnelle Truppentransporter, fünfunddreißig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe und fünfundfünfzig Infanterielandungsfahrzeuge, werden durch die Zerstörer USS WALLER, USS ROBINSON, USS SAUFLEY, USS PHILIP, USS BANCROFT, USS BAILEY, USS EDWARDS, USS McCALLA, USS CALDWELL ( DD-605 ) und USS FRAZIER ( DD-607 ), den Geleitzerstörern USS CHARLES E BRANNON, USS DOUGLAS A MUNRO ( DE-422 ), USS ALBERT T HARRIS ( DE-447 ), USS DUFILHO ( DE-423 ), USS JOBB ( DE-707 ) und USS DAY ( DE-225 ) und den australischen Fregatten HMAS BARCOO, HMAS HAWKESBURY und HMAS LACHLAN ( K364 ) gesichert. Gleich nach der Sicherung des Brückenkopfes verlassen die Schiffe der Fire Support Group und die der Transport Group die Brunei Bay. Die Schiffe der Fire Support Group fuhren weiter nach Süden entlang von Borneo und begannen am 15. Juni mit dem Bombardement von japanischen Stellungen bei Balikpapan. Die Sicherungsgruppe für die Transportschiffe teilte sich auf. Ein Teil eskortierte die entladenen Schiffe nach Morotai, Indonesien. Dort warteten die Soldaten der australischen 7. Infanteriedivision. Der andere Teil der Schiffe, unter ihnen die USS WALLER, fuhr an der Westküste Borneos weiter und landeten am 20. Juni bei Luton die Soldaten von einem Bataillon. Diese besetzten bis zum 25. Juni das Ölgebiet bei Miri. Man versetzte nun die USS WALLER in die Task Group78.2 die Rear Admiral Arthur G. Noble befehligte und sollte an der Operation „Oboe VI“ teilnehmen. In dieser Angriffsgruppe befand sich das Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ), die australischen Infanterielandungsschiffe HMAS MANOORA ( F48 ), HMAS WESTRALIA ( F95 ) und HMAS KANIMBLA ( C78 ), das Angriffsfrachtschiff USS TITANIA ( AKA-13 ), das Amphibische Docklandungsschiff USS CARTER HALL ( LSD-3 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN, USS LIDDLE, USS KEPHART, USS LLOYD und USS DIACHENKO ( APD-123 ), ein Infanterielandungskanonenboot, zweiundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, fünfunddreißig Panzerlandungsschiffe, sechzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neunzehn Panzerlandungsboote und fünf U-Boot-Jäger. 33.446 Soldaten der australischen 7. Infanteriedivision transportierten diese Schiffe. Gesichert wurden die Transportschiffe von den amerikanischen Zerstörern USS WALLER, USS ROBINSON, USS SAUFLEY, USS PHILIP, USS BAILEY, USS FRAZIER, USS DRAYTON, USS SMITH, USS FLUSSER ( DD-368 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS CHAFFEE, USS LELAND E THOMAS ( DE-420 ), USS EDWIN A HOWARD ( DE-346 ), USS JESSE Rutherford ( DE-347 ) und USS KEY ( DE-348 ) und der australischen Fregatte HMAS GASCOYNE ( K354 ). Am 26. Juni verließen die Schiffe der TG 78.2 Morotai und am 1. Juli begann der Angriff von Balikpapan. Die Kämpfe rund um Balikpapan dauerten auf der Insel Borneo bis zum 21. Juli. Schon am 3. Juli war der Sepinggan Flugplatz gesichert und am folgenden Tag die Ölfelder. Am 5. Juli setzte man die australische 9. Infanteriebrigade über die Balikpapan Bucht auf das Westufer bei Penadjam über. Einen Teil dieser Soldaten landete man am 9. Juli weiter nördlich bei Djinabora. Gleich im Anschluss daran eskortierte die USS WALLER zusammen mit der USS ROBINSON und der USS SAUFLEY mehrere Minensucher bis in den Bereich von Miri und Lulong. Dort sollten die Minensucher vor den schon besetzten Ölfeldern für die Öltanker eine Einfahrt in den Hafen Freiräumen. Die drei Zerstörer ließen die Minensucher ihre Arbeit machen und fuhren nach Morotai. Am 13. Juli legten sie dort an und übernahmen die Eskorte von einem Schiffskonvoi mit lebensnotwendigem Nachschub. Noch am selben Tag verließ der Konvoi Morotai und am 25. Juli erreichte er die San Pedro Bay, Leyte. Die USS WALLER versetzte man nun in die 3. US Flotte die für die Okkupation des japanischen Kernlandes vorbereitet wurde. Dazu eskortierte der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi in Richtung Honshu. Am 15. August erfuhr man von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Damit war auch im pazifischen Raum der Zweite Weltkrieg beendet. Nun verlegte man den Zerstörer wieder in die 7. US Flotte und übertrug ihm die Patrouille vor Shanghai, China. Am 19. September lief die USS WALLER im Hafen von Shanghai ein. Es war eines der ersten amerikanischen Kriegsschiffe das nach dem Ende der Yangtse Patrouillenfahrten wieder in diesem Hafen festmachte. und begann. Zwei Wochen später half ein Landungstrupp, bestehend aus einundzwanzig Besatzungsmitgliedern des Zerstörers, den örtlichen Behörden bei der Entwaffnung von ungefähr 2.700 japanischen Soldaten bei Tinghai. Am 9. Oktober kehrte die USS WALLER nach Shanghai zurück und fuhr auf eine japanische Ankertaumine. Durch die Explosion wurden drei Offiziere und zweiundzwanzig Mannschaftsmitglieder verletzt und das Schiff stark beschädigt. Man musste den Zerstörer in ein Trockendock der Kiangnan Dock and Engineering Works in Shanghai bugsieren und reparieren. Gleich nach dem Ausdocken übernahm die USS WALLER die Überwachung der Minensucheinsätze und versorgte die Minensucher mit allem Lebensnotwendigen. Sechzig Minen konnten noch in dem Hafeneinfahrtsbereich vernichtet werden. Neben der Überwachung dieser Arbeiten beförderte der Zerstörer auch noch Yangtse Lotsen zu den in den Hafenbereich einlaufenden Schiffen und überwachte den Schiffsverkehr der in der Mündung des Yangtse an der Patrouillenstation vorbei wollte. Am 12. Dezember verließ die USS WALLER die chinesischen Gewässer und fuhr in Richtung der US Amerikanischen Westküste. Nach einem Stopp in Pearl Harbor legte der Zerstörer am 30. Dezember im Hafen von San Diego an. Von dort aus fuhr das Schiff nach dem Jahreswechsel weiter, durchquerte den Panamakanal und legte im Hafen von Charleston, South Carolina an. Dort stellte man die USS WALLER am 10. Juni 1946 außer Dienst und versetzte das Schiff in die Atlantikreserve.
Man suchte nun Schiffe innerhalb der FLETCHER – Klasse aus die man zu Anti-U-Boot-Jägern umrüsten könnte. Dazu musste auf den Schiffen die Artillerie reduziert und die Verstärkung der U-Jagd-Waffen verstärkt werden. Am 26. März 1949 klassifizierte man die USS WALLER um und übergab ihr die Kennung DDE-466. Nach der Beendigung der Umbauarbeiten und einer ersten Probefahrt, stellte man das Schiff am 5. Juli 1950 wieder in den Dienst der US Navy. Nach der jetzt erfolgten Erprobungs- und Ausbildungsfahrt teilte man am 28. Januar 1951 die USS WALLER als Flaggschiff dem Escort Destroyer Squadron 2 zu. Am 14. Mai verließ das Schiff seinen Heimathafen und schloss sich der Task Force 95 an die sich auf dem Weg nach Wonsan befand. Zehn Tage lang dauerte der Einsatz mit der Bombardierung von Uferbefestigungen und anderen nordkoreanischen Zielen. Rund 1.700 Granaten feuerte der U-Boot-Jäger dabei auf feindliche Stellungen ab. Nach diesem Einsatz versetzte man die USS WALLER in die 7. US Flotte wo Übungen des Geleitschutzes in der Nähe von Okinawa abliefen. Im Oktober kehrte das Schiff für vierzehn Tage an die koreanische Küste zurück und beteiligte sich an einer Seeblockade. Im Anschluss daran fuhr das Schiff zu seinem Heimathafen an die US Amerikanische Ostküste. Von den letzten Tagen des Jahres 1951 an bis Ende 1956 nahm die US WALLER an einigen Anti-U-Boot-Übungen teil. So waren dies zwei umfangreiche Fahrten in den Atlantik und ins Mittelmeer und zwei in die Karibik. Für weitere umfangreiche Änderungen an den Anti-U-Boot-Waffen musste das Schiff Ende 1956 in die Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia. Es kehrte bald darauf zur Flotte zurück und nahm an einem Mittelmeer-Einsatz 1957 teil. Als eine Einheit der ASW Task Force Alfa gliederte man die USS WALLER in die DESRON 28 ein. In der Task Force befand sich der Flugzeugträger USS VALLEY FORGE ( CVS-45 ) und die Zerstörer USS WALLER, USS CONWAY, USS EATON, USS BEALE, USS MURRAY und USS CONY. Diese experimentelle taktische U-Jagd Gruppe konzentrierte sich entlang der US Ostküste auf die Verbesserung taktischer Waffen zur Vernichtung feindlicher U-Boote. Nach dem Abschluss dieser Experimente fuhr der Anti-U-Boot Zerstörer im Juni 1960 in die Großen Seen und legte im Hafen von Quebec City, Kanada an. Auf der Rückfahrt beteiligte sich die USS WALLER unter anderem mit der USS CONWAY und USS CONY an der Fleet Week in New York City. Nach zahlreichen weiteren Übungen verwendete man das Schiff für die Suche nach der unbemannten Raumkapsel der Mercury-Redstone 1A Rakete. Diese Rakete war am 19. Dezember 1960 auf einen suborbitalen Flug gebracht worden um die Raumkapsel für eine Raumfahrt zu testen da ein suborbitaler Flug mit einem Primaten bevorstand. Die Mission war ein voller Erfolg. Die Raumkapsel erreichte eine Höhe von 210 Kilometern und eine Reichweite von 378,2 Kilometern von Cape Canaveral, Florida. Neben der USS WALLER war das Führungs- und Bergungsschiff der Hubschrauberträger USS VALLEY FORCE ( LPH-8 ) und die Zerstörer USS CONWAY, USS CONY, USS EATON, USS BACHE ( DD-470 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS MURRAY ( DD-576 ) und USS PERRY ( DD-844 ) und das Bergungsschiff USS ESCAPE ( ARS-6 ) an der Suche und Bergung der Raumkapsel beteiligt. Fünfzehn Minuten nach der Wasserung der Kapsel erreichte ein Hubschrauber der USS VALLEY FORCE den Landeort im Atlantik und brachte diese auf den Hubschrauberträger. Es folgten nun weitere Übungen. Diesmal in der Karibik. Die US Navy bereitete sich auf eine Invasion in der Schweinebucht von Kuba vor. Die Übungen und Ausbildung der Schiffsbesatzungen erfolgten vor Vieques Island, Puerto Rico. An diesen Übungen beteiligten sich neben der USS WALLER die Zerstörer USS CONWAY, USS CONY, USS EATON, USS BACHE, USS BEALE und USS MURRAY. Vor den Cayman Islands bereiteten sich die Schiffe der Task Group 81.8 vor die Rear Admiral John E. Clark befehligte. Dieser befand sich an Bord des Flugzeugträgers USS ESSEX ( CVS-9 ). Zur Beförderung von Marines stand im Ernstfall der Hubschrauberträger USS BOXER ( LPH-4 ) bereit der von den Zerstörern USS HANK ( DD-702 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS PURDY ( DD-734 ) und USS WREN ( DD-568 ) gesichert wurde. Die amerikanischen U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ) sollten unter Wasser diese Flotte absichern. Das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ) und der Flugzeugträger USS SHANGRI LA ( CVA-38 ) standen für den Ernstfall ebenfalls bereit. Das amphibische Docklandungsschiff USS SAN MARCOS ( LSD-25 ) lag ebenfalls vor Vieques Island und hatte drei Landungsboote und vier Landungsfahrzeuge geladen mit denen 1.300 Exilkubaner und zwei CIA Agenten bis zur Schweinebucht transportiert werden sollten. In der Nacht vom 16. zum 17. April 1961 begann das Unternehmen. Rund fünf Kilometer vor der kubanischen Küste wurden die Landungsboote und Landungsfahrzeuge von der USS SAN MARCOS entladen und fuhren zur Küste. Bis zum 19. April dauerten die Kämpfe, dann mussten sich die Exilkubaner ergeben. Die Schiffe der US Navy kehrten daraufhin in ihre Heimathäfen zurück.
Am 30. Juni 1962 klassifizierte man die USS WALLER um und übergab dem Schiff wieder die alte Kennung DD-466. Ab dem 1. Juli 1964 verlegte man den Zerstörer in die DESRON 36. In den nun folgenden vier Jahren machte das Schiff mehrere Kreuzfahrten im Mittelmeer zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte. Am 26. Februar 1966 verwendete man erneut die USS WALLER für die Suche nach der unbemannten Raumkapsel AS-201. Das war der erste Testversuch mit dem Apollo Raumschiff und einer Saturn Rakete. Siebenunddreißig Minuten nach dem Start landete die Raumkapsel auf der Position 8° 56’ Süd 10° 46’ West im Atlantischen Ozean. Das waren rund 39 Seemeilen von dem vorausberechneten Landeplatz entfernt. An der Suche der Raumkapsel waren neben der USS WALLER der Helikopterträger USS BOXER ( LPH-4 ), die Zerstörer USS BEALE ( DD-471 ), USS BORDELON ( DD-881 ), USS TURNER ( DD-834 ), ROBERT L WILSON ( DD-847 ), USS JONAS INGRAHAM ( DD-938 ) und USS WALDRON ( DD-699 ), das Hochseeflottenschlepper USS SALINAN ( ATF-161 ), das Minensuchboot USS FIDELITY ( MSO-443 ) und die Tanker USS KANKAKEE ( AO-39 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) beteiligt. Zwei Stunden nach der Wasserung der Raumkapsel konnte diese durch Hubschrauber an Bord der USS BOXER gebracht werden. Am 6. September 1968 legte der Zerstörer im Hafen von Norfolk an und gliederte sich in die DESDIV 362 ein die für den Einsatz in vietnamesischen Gewässern vorgesehen war. Im Oktober erreichten die Schiffe ihren Einsatzort vor der „Gunline“ und begannen mit ihren Patrouillenfahrten auf der Yankee Station im Golf von Tonkin und vor Qui Nhon, Südvietnam. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützte die USS WALLER hier die südvietnamesischen Truppen und beschoss Bunker und Stellungen der Vietcong. Danach wechselte der Zerstörer nach Phan Thiet wo das Schiff die 173. Airborne Brigade der US Army unterstützte. Während des Bombardements wurden durch die 2.400 Granaten des Zerstörers zahlreiche Versorgungswege und Lager und Strukturen der nordvietnamesischen Armee zerstört. Nun wechselte die USS WALLER zur Yankee Station, wo das Schiff den Flugzeugträger USS INTREPID ( CVS-11 ) bewachte. Kurz vor der Heimfahrt erhielt der Zerstörer die selbe Aufgabe für den Flugzeugträger USS RANGER ( CVA-61 ) gestellt. Nach einhundertneun aufeinanderfolgenden Tagen im Einsatz, verließ der Zerstörer am 2. März 1969 die vietnamesischen Gewässer und fuhr in Richtung Heimathafen.
Obwohl es ursprünglich von der US Navy geplant war die USS WALLER zu einem Ausbildungsschiff an der Ostküste der USA zu verwenden, wurde nach einer umfangreichen Prüfung das Schiff am 15. Juli 1969 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag strich man den Namen USS WALLER ( DD-466 ) von der US Navy – Liste. Nach der Autorisierung als Zielschiff am 2. Februar 1970 und dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen schleppte man den Schiffskörper bis vor die Küste von Rhode Island und versenkte diesen am 17. Juni 1970 währen einer Zielübung.


USS WALLER ( DD-466 )
Commanding Officer

CDR Laurence Hugh Frost        1. Oktober 1942 – 29. September 1943 (erreichter Rang VADM)
LCDR William Tenney Dutton         29. September 1943 – 1. September 1944
CDR Harry Leroy Thompson Jr.         1. September 1944 – 10. Juni 1946

Außerdienststellung          10. Juni 1946 – 5. Juli 1950

CDR Edwin Elmer Lord III          5. Juli 1950 – 1. November 1951
CDR Nathan Irving Seymour         1. November 1951 – 1952
CDR Edward Russell Blair Jr.          1952 – August 1954
CDR Robert Hailey August          1954 – September 1956
CDR Thomas Leo Horner           September 1956 – 1957
CDR Leonard Eugene Field           1957 – 1959
CDR James Llewellyn Rothermel         1959 – 1961
CDR John Charles McDonnell           1961 – Oktober 1963
CDR Robert Donald Sante            Oktober 1963 – Oktober 1965
CDR Alvin Benjamin Manring           Oktober 1965 – Mai 1967
CDR Ronald Drake Morin          Mai 1967 – 15. Juli 1969