Archiv für den Monat: Januar 2016

USS KNIGHT ( DD-633 )

USS KNIGHT ( DD-633 )

Biografie

Austin Melvin Knight
* 16. Dezember 1854 in Ware, Massachusetts
† 26. Februar 1927 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy

Austin Melvin Knight war der Sohn von dem Veteran aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Charles Sanford Knight und seiner Mutter Cordelia Cutter Knight. Am 30. Juni 1869 trat der junge Knight in die United States Naval Academy im Rang eines Midshipman ein und schloss sein Studium dort am 31. Mai 1873 ab und erhielt den Rang eines Passed Midshipman verliehen. Schon ein Jahr später, am 16. Juli 1874 beförderte man ihn zum Ensign. In den nächsten zwei Jahrzehnten diente Knight an Bord der verschiedensten Schiffe als auch an Land, unter anderem auch an der Naval Academy. So diente er auf der Korvette USS TUSCARORA ( 1861 ), der Korvette USS CONSTELLATION ( 1854 ), dem Geschützten Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ), der Korvette USS MONONGAHELA ( 1862 ) und der Korvette USS LANCASTER ( 1858 ). In dieser Zeit wurde er am 27. Oktober 1879 zum Master, am 3. März 1883 zum Lieutenant ( JG ) und am 19. Dezember 1885 zum Lieutenant. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges diente Knight als Navigator an Bord des neuen Monitor USS PURITAN ( BM-1 ) der an der Blockade von Kuba und an der Einnahme von Puerto Rico im Jahre 1898 beteiligt war. Kurz nach dem Krieg, am 3. März 1899, beförderte man ihn zum Lieutenant Commander. Nach dem Besuch des Naval War College in Newport, Rhode Island im Jahre 1901, übertrug man Knight das Kommando über die bewaffnete Yacht USS YANKTON die von 1901 bis 1903 vor der kubanischen Küste kreuzte. In dieser Zeit, am 16. Juni 1902, ernannte man Knight zum Commander. In Philadelphia übernahm Knight am 12. November 1903 das Kommando über das Kanonenboot USS CASTINE ( PG-6 ) und stellte es in den Dienst der US Navy nachdem es seit dem 8. Oktober 1901 dort außer Dienst gelegen hatte. Das Kanonenboot diente im Südatlantik und Knight übergab 1904 schon wieder das Kommando. In den folgenden drei Jahren übernahm er den Vorsitz über das Naval Ordnance Board wo gerade mit dem Army-Navy Board zusammen an rauchlosem Pulver experimentiert wurde. Im Jahre 1907 ernannte man Knight zum Captain und erhielt das Kommando über den Panzerkreuzer USS WASHINGTON ( ACR-11 ) der im Pazifik operierte. Im Jahre 1909 übernahm Knight wieder das Naval Ordnance Board. Im März 1910 überlegte sich eine Gruppe von hochrangigen Navy Offizieren, dass die Monitore USS PURITAN, USS MIANTONOMOH ( BM-5 ), USS TERROR ( BM-4 ) und USS AMPHRITITE ( BM-2 ) außerhalb der Reichweite der Kanonen von Fort Zachary Taylor bei Key West an strategisch günstigen Standorten auf einer Rammbock und Steinschüttung versenkt werden sollten damit diese selber als künstliche Inseln und Forts ausgebaut werden könnten. Der Grundgedanke dabei war, dass nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 und dem Bau des Panamakanals Key West eine militärische Bedeutung durch seine geographische Lage erlangt habe. Captain Knight erhielt im November 1910 den Auftrag den Monitor USS PURITAN durch eine gezielte Explosion mit 400 Pfund Sprenggelatine zu versenken. Das Schiff wurde zwar nach der Zündung der Sprenggelatine zerstört, blieb aber für 22 Stunden noch Schwimmfähig. Um den Monitor auf die geplante Position im Schlamm abzusenken musste man ein Abrissunternehmen heranschaffen was zusätzliche Kosten verursachte die nicht geplant waren. Ein Untersuchungsausschuss vom Kongress wurde zusammen gestellt und machte Knight für diese Situation verantwortlich. Man suspendierte ihn vom Dienst mit der Begründung der groben Fahrlässigkeit und Ineffizienz in der Pflichterfüllung. Captain Knight verhaftete man daraufhin. Seine Frau konnte diesem Physischen Druck nicht aushalten und verstarb noch während er sich in Haft befand. Ein Kriegsgericht wurde in der Norfolk Navy Yard einberufen in dem sieben Admirale den Vorsitz hatten. Diese drohten ihm seine geplante Beförderung zum Rear Admiral komplett zu streichen. Knight und viele seiner Kameraden in der Navy erkannten, dass er zum Sündenbock für eine verfehlte Politik und Klüngelwirtschaft herhalten sollte. Viele seiner Kameraden machten ihn zum Sympathieträger. Die sieben Admirale des Kriegsgerichtes entschieden nach allen vernommenen Zeugen und nach Aktenlage, dass Knight wegen dieses Vorfalls nicht schuldig sein konnte und sprachen ihn frei. Marineminister George von Lengerke Meyer ( 24. Juni 1858 – 9. März 1918 ) missbilligte dieses Urteil und verwies diese Angelegenheit zurück an das Kriegsgericht. Dieses neu einberufene Gericht kam zu keinem anderen Ergebnis und bekräftigte den Freispruch von Knight. Er musste nun vom Marineminister wieder in den aktiven Dienst genommen werden. Außerdem musste ihm der Rang des Rear Admiral den er am 29. Januar 1911 erhalten sollte, im Mai nachträglich zuerkannt werden. Man übertrug ihm dann das Kommando über die Narrangansett Bay Naval Station. Von 1912 bis 1913 übernahm Knight den Oberbefehl über die Atlantik Reserveflotte, der unterbrochen wurde um einer dringlichen Pflicht nachzukommen. Im östlichen Mittelmeerraum war der Erste Balkankrieg seit dem 8. Oktober 1912 ausgebrochen. Man sandte am 12. November 1912 die Panzerkreuzer USS TENNESSEE ( ACR-10 ) von Philadelphia und USS MONTANA ( ACR-13 ) von Portsmouth aus unter dem Oberbefehl von Rear Admiral Knight an die Mittelmeerküste des Osmanischen Reiches um die dortigen amerikanischen Bürger zu schützen. Am 23. Mai 1913 erreichte die USS TENNESSEE wieder Hampton Roads und die USS MONTANA erreichte Anfang Juni 1913 wieder die amerikanische Ostküste. Und Knight übernahm wieder das Oberkommando über die Atlantik Reserveflotte. Doch schon am 15. Dezember 1913 übernahm er von Captain William Ledyard Rodgers ( 4. Februar 1860 – 7. Mai 1944 ) das Präsidentschaftsamt über das Naval War College. An Rear Admiral William Sowden Sims ( 15. Oktober 1858 – 25. September 1936 ) übergab Knight am 16. Februar 1917 das Amt. Knight vertrat in dieser Zeit den Stanpunkt den auch der Chemiker und Sprengstoffexperte Hudson Maxim ( 3. Februar 1853 – 6. Mai 1927 ) vertrat. „Amerika ist Wehrlos wenn es zu einem Krieg kommen sollte“. Damit war Knight aber nicht alleine. Rear Admiral Sims und Rear Admiral Allen Bradley Fiske ( 13. Juni 1854 – 6. April 1942 ) vertraten einen Reformkurs innerhalb der US Navy und plädierten zum Aufrüsten. Außerdem waren alle drei der Ansicht, dass es einen starken Navy Generalstab geben müsse der unter der Leitung eines Chief of Naval Operations arbeitet und gleichzeitig die zusammen gefassten Befugnisse erlangt über alle Navy Bureaus und alle Marinetruppen der Navy. US Präsident Thomas Woodrow Wilson und der US Marineminister Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 – 15. Januar 1948 ) waren strikt gegen diese Idee. Daniels wies außerdem an Knight zu rügen nachdem er öffentlich vor Generälen und Admirale in New York City eine Rede gehalten hatte. Doch Daniels konnte sich nicht durchsetzen. Am 22. Mai 1917 beförderte man Knight zum temporären Admiral und übergab ihm das Kommando über die Asiatische Flotte. Sein Flaggschiff war der Panzerkreuzer USS BROOKLYN ( ACR-3 ). Knight leitete später die Marineoperationen um amerikanische Truppen nach Wladiwostok zu bringen damit diese im russischen Bürgerkrieg kämpfen konnten. Angeführt wurden diese Truppen von Generalmajor William Sidney Graves ( 27. März 1865 – 27. Februar 1940 ). Die Truppenstärke betrug 7.950 Offiziere und Mannschaften die sich aus dem 27. und 31. US Army Infanterieregiment sowie zahlreicher Freiwilliger aus dem 12., dem 13. und dem 62 US Army Infanterieregiment zusammen setzten. Zwischen dem 15. und dem 21. August 1918 landeten die ersten 3.000 amerikanischen Truppen in Wladiwostok. Bis zum 4. September war die Landeoperation beendet. Neben der Leitung der Marineoperation übernahm Knight den Vorsitz des Zehn-Nationen-Rates der zur Aufrechterhaltung der Ordnung im russischen Fernen Osten gebildet worden war. Am 7. Dezember 1918 übergab Knight allerdings sämtliche Befehlsgewalten und kehrte zu seinem ständigen Rang eines Rear Admiral zurück. Vom russischen Fernen Osten kehrte er zurück in die Vereinigten Staaten und trat am 16. Dezember 1918 in seinen Ruhestand. In den aktiven Dienst holte man ihn am 13. März 1919 wieder zurück damit er als Seniormitglied im Vorstand zur Bewilligung von Auszeichnungen dienen sollte. Bis zum Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg wurden innerhalb der US Navy keine Auszeichnungen vorgenommen. Marineminister Daniels legte Rear Admiral Knight, dem Kommandanten der Prüfungskommission, eine Empfehlungsliste zur Überprüfung vor worauf Genannte standen die die Medal of Honor, die Distinguished Service Medal und oder das Navy Cross verliehen bekommen sollte. Neben Knight waren noch acht weitere Navy Offiziere im Ruhstand in diesen Vorstand berufen worden. Harsche Kritik musste sich dieser Vorstand gefallen lassen, da die meisten der Vorstandsmitglieder schon vor dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg aus dem aktiven Dienst ausgeschieden waren und damit keine Kenntnisse besaßen über die Verhältnisse in der Kriegszone. Rear Admiral Austin Melvin Knight war vom 17. März bis zum 31. Oktober 1919 der Vorsitzende der Prüfungskommission. Am 31. Oktober löste Daniels völlig unerwartet diese auf und legte eine eigene Liste von Auszuzeichnenden vor. Daniels Liste erregte Empörung für seine Willkür. So erhielten alle Kommandanten deren Schiffe vom Feind versenkt worden waren eine Verdienstmedaille. Alle Kommandanten die feindliche Schiffe versenkten gingen dagegen leer aus. Viele Offiziere weigerten sich ihre Auszeichnung in Empfang zu nehmen. So unter anderen Rear Admiral William Sims. Marineminister Daniels berief daraufhin hastig die Prüfungskommission unter dem Vorsitz von Knight wieder ein. Doch die von dieser Kommission vorgelegten Empfehlungen über die Medaillenvergabe wurden nach einer endgültigen Entscheidung des Marineministers zu einem weiteren Fiasko. Am 30. Juni 1920 legte Knight zum zweiten Male seinen aktiven Dienst bei der US Navy nieder. Von 1926 bis zu seinem Tode war er Präsident des Naval Historical Foundation. Knight verstarb am 26. Februar 1927 in Washington DC. Sein Leichnam wurde auf dem Naval Academy Friedhof begraben. Für seine Leistungen innerhalb der US Navy wurde ihm am 17. November 1930 posthum der Rang eines Admiral im Ruhestand mit Datum des 26. Februar 1927 verliehen.
1901 schrieb Austin Melvin Knight das Buch „Die Moderne Seemannschaft“, einem Leitfaden für die Schiffsführung und der Schiffssicherheit. Das Buch war für alle Matrosen, für alle Hobby Bootsfahrer sowie für alle professionelle Seeleute gleichermaßen eine „Bibel“.

Austin Melvin Knight heiratete am 29. April 1886 Elizabeth Harwood Welsh. Sie hatten drei Kinder, Dorothy, Richard und Kathrine. Kathrine heiratete Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ), dem späteren Amphibischen Kommandeur und Rear Admiral im Zweiten Weltkrieg.


USS KNIGHT ( DD-633 )

Schiffsbiografie

Die USS KNIGHT ( DD-633 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Austin Melvin Knight benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 18. März 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Harwood Royal, Tochter von Rear Admiral Forrest Betton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) und Enkelin von Rear Admiral Austin Melvin Knight, taufte am 27. September 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Richard B. Levin stellte am 23. Juni 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt erreichte die USS KNIGHT am 6. Oktober die Norfolk Navy Yard wo das Schiff vollständig ausgerüstet und für die erste Fahrt über den Atlantik an die Französisch – Marokkanischen Küste vorbereitet wurde. Man gliederte das Schiff in die Fire Support Group in der Task Group 34.10 ein. Diese Task Group war die südliche Angriffsgruppe während der Operation „Torch“. Während dieser Operation sollte die Task Group 34.10 den Angriff auf Safi, Französisch – Marokko, das von französischen Verbänden der Vichy Regierung gehaltenen wurde, erobern. In dieser Task Group 34.10, die Rear Admiral Lyal Ament Davidson ( 12. Dezember 1886 – 29. Dezember 1950 ) befehligte, befanden sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und die Zerstörer USS KNIGHT, USS BEATTY ( DD-640 ) und USS MERVINE ( DD-489 ) in der Fire Support Group. Die Truppentransportschiffe USS HARRIS ( AP-8 ), USS CALVERT ( AP-65 ), USS DOROTHEA L DIX ( AP-67, USS LYON ( AP-71 ) und USS JAMES O´HARA ( AP-49 ) sowie der Frachter USS TITANIA ( AK-55 ) innerhalb der TF bildeten einen Teil des Schiffskonvois UFG 1 und wurden von den Zerstörern USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS COLE ( DD-155 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) begleitet. Außerdem gehörten zu dieser TG noch der Minenleger USS MONADNOCK ( ACM-9 ), die Schnellen Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) und USS HAMILTON ( DMS-18 ), die Tanker USS HOUSATONIK ( AO-35 ) und USS MERRIMACK ( AO-37 ), das U-Boot USS BARB ( SS-220 ), der Hochseeschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ) und der Geleitträger USS SANTEE ( CVE-29 ) in dieser TF, der von den Zerstörern USS RODMAN ( DD-456 ) und USS EMMONS ( DD-457 ) eskortiert wurde. Am 23. Oktober verließen die Schiffe der Invasionsflotte Norfolk und gegen Mitternacht des 7. November erreichten die Schiffe der TG 34.10 ihre Ausgangspositionen vor der nordafrikanischen Küste und begannen mit den Vorbereitungen für die Landungen am folgenden Morgen. Die USS KNIGHT beteiligte sich gleich danach um die Überwachung des Areals das die Transportschiffe während des Angriffs benutzen werden um feindliche U-Boote aufzuspüren. Am 8. November begann der Angriff. Um 04:15 Uhr erreichte der Zerstörer, zusammen mit all den anderen Feuerunterstützungsschiffen ihrer Task Group, sein Einsatzgebiet. Die verabredeten Codewörter „Play Ball“ zum Beginn des Angriffs fielen 04:30 Uhr. Um 04:31 Uhr kam der Befehl zur Eröffnung des Feuers auf feindliche Stellungen im Bereich von „Red Beach“ nördlich von Safi. Für zehn Minuten wurde aus allen Geschützrohren des Zerstörers geschossen. Danach stellte man das Feuer ein und erwartete weitere Anweisungen zur Feuerunterstützung der Sturmtruppen. Danach übernahm das Schiff Patrouillenaufgaben in den folgenden fünf Tagen. Am 11. November wurden aus dem Konvoi UGF-1, welcher vor Fedala auf Reede lag, durch das deutsche U-Boot U-173, unter dem Kommando von Fregattenkapitän Heinz-Ehler Beuke ( 12.01.1904 – ? ), das amerikanische Truppentransportschiff USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ) versenkt, es gab dabei 100 Tote und 258 Überlebende, und der Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) sowie der Zerstörer USS HAMBLETON ( DD-455 ) beschädigt. Um die wichtigen Truppentransportschiffe aus diesem gefährlichen Bereich zu bekommen, entschied man sich so schnell wie möglich diese an die US Ostküste zurück zu führen. Die Schiffe der Task Group 34.10 hievten am 13. November die Anker auf. In der TG befanden sich der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die Zerstörer USS MERVINE, USS COWIE, USS KNIGHT, USS BEATTY, USS BERNADOU und USS DORAN. Fünf Truppentransportschiffe, zwei Frachtschiffe und der Minenleger USS MONADNOCK aus dem Konvoi GUF 1 wurden von Safi aus nach New York eskortiert. Dort legten die Schiffe am 24. November an. Gleich im Anschluss begann die USS KNIGHT ihre erste von drei Eskortierfahrten nach Casablanca und Fedhala, Französisch – Marokko. Dieser erste Schiffskonvoi bestand aus zwanzig Frachtschiffen und lief unter der Bezeichnung UGF 3. Die Schiffe legten am 12. Dezember 1942 in New York ab. Eskortiert wurden diese von dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und den Zerstörern USS KNIGHT, USS BEATTY, USS MERVINE, USS COWIE, USS DORAN, USS QUICK, USS EARLE ( DD-634 ) und USS PARKER ( DD-604 ) aus der Task Force 35. sowie einem Tanker. Am 24. Dezember legten die Schiffe des Konvois UGF 3 in Casablanca an. Nach dem Entladen der Frachtschiffe legte der Schiffskonvoi GUF 3, bestehend aus zweiundzwanzig Schiffen, und den Kriegsschiffen der TF 35 am 1. Januar im Hafen von Casablanca wieder ab und fuhren an die US Amerikanische Ostküste zurück ohne von deutschen U-Boote belästigt zu werden. Im Hafen von New York legten alle am 12. Januar 1943 wieder an. Danach erfolgten bis zum 28. April noch weitere zwei Eskortierfahrten nach Casablanca.
Bis zum 29. Mai unterzog sich der Zerstörer einer Überholung und danach bereitete man ihn ab dem 29. Mai in Norfolk auf den kommenden Einsatz im Mittelmeer vor.
Die USS KNIGHT erreichte am 8. Juni 1943 das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS KNIGHT die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS EARLE, USS BEATTY, USS COWIE, USS QUICK, USS MERVINE, USS DORAN, USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS KNIGHT vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich neben der USS KNIGHT außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS DAVISON, USS COWIE, USS DORAN, USS EARLE, USS MERVINE, USS QUICK, USS TILLMAN, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Hier unterstützte der Zerstörer am folgenden Morgen mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden alliierten Truppen. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ). Vom 10. bis zum 13. Juli kreuzte die USS KNIGHT vor Scoglitti und der Camerina Ebene entlang und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen der 7. US Armee. Man schaltete dabei feindliche Küstenbatterien aus, wehrte feindliche Luftangriffe ab und schützte die Transportschiffe vor den Angriffen feindlicher U-Boote. Am 13. Juli verließ die USS KNIGHT die sizilianische Küste und legte am 16. Juli im Hafen von Oran, Algerien an. Der Zerstörer patrouillierte nun entlang der algerischen und tunesischen Küste, übernahm Eskortierfahrten und kehrte am 31. Juli an die sizilianische Küste zurück. Dort reihte sich die USS KNIGHT in einen Kampfverband ein der unter anderen die 7. US Armee, kommandiert von General George Smith Patton, Jr. ( 11. November 1885 – 21. Dezember 1945 ), bei Palermo unterstützen sollte und den Abzug der deutschen Truppen über die Straße von Messina zum kalabrischen Festland, wo die 8. britische Armee, kommandiert von General Bernard Law Montgomery, 1. Viscount Montgomery of Alamein ( 17. November 1887 – 24. März 1976 ) stand, weitgehend unterbinden sollte. In diesem Kampfverband befanden sich neben der USS KNIGHT die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA und USS BOISE sowie die USS COWIE, USS SHUBRICK und ein weiterer amerikanischer Zerstörer. So gaben die amerikanischen Kriegsschiffe bis zum folgenden Tag Feuerunterstützung gegen deutsche Stellungen bei Capo Milazzo. Die USS KNIGHT blieb bis zum 22. August vor der Küste von Palermo und half dabei mehrere nächtliche Bombenangriffe feindlicher Flugzeuge abzuwehren und beschoss entlang der nördlichen Küste Siziliens bis zum Cape dÓrlando feindliche Stellungen. Nur einmal verließ der Zerstörer die sizilianische Küste. Das Schiff eskortierte am 11. August den beschädigten Zerstörer USS SHUBRICK, welcher am 4. August einen Bombentreffer erhalten hatte und von dem Hochseeschlepper USS NAUSET ( AT-89 ) abgeschleppt wurde, nach Malta. Auf dem Weg dorthin rettete man zwei Matrosen die über Bord des Bergungsschiffes USS BRANT ( ARS-32 ) gegangen waren. Am Vortag um 01:00 Uhr ließ Lieutenant Commander Ronald Joseph Woodaman ( 1. September 1907 – 13. Februar 1969 ), Kommandant der USS BENSON ( DD-421 ) irrtümlich auf das Bergungsschiff mit zwei Granaten schießen da es unzureichende Erkennungssignale zeigte. Dabei wurde das Bergungsschiff schwer beschädigt und vier Tote und zwanzig Verletzte waren zu beklagen. Nach dem 22. August eskortierte die USS KNIGHT einen Schiffskonvoi von Bizerte nach Palermo. Diese Transportschiffe brachten neues Kriegsmaterial für die bevorstehende Invasion auf italienischem Boden.
Man versetzte die USS KNIGHT danach in die Task Force 81, in welcher sich die Kriegsschiffe auf die Invasion auf dem italienischen Festland bei Salerno vorbereiteten. Diese Southern Attack Force kommandierte Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ). Sie bestand aus dem Angriffstransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ), welches auch das Kommandoschiff war, 18 Transportschiffen, 3 Panzerlandungsschiffen, 27 LST, 32 LCI, 6 LCT, 4 LCS, 8 Patrouillenbooten, 4 U-Boot-Jäger, 9 Hilfsminensucher, 12 Minensucher sowie 32 kleineren Schiffen. Der Verband landete das VI. US Korps, welches Generalmajor Ernest Joseph Dawley ( 17. Februar 1886 – 10. Dezember 1973 ) befehligte, und die 36. Infanterie Division welche Generalmajor Edwin Anderson Walker ( 10. November 1909 – 31. Oktober 1993 ) befehligte und die 45. Infanterie Division die Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) kommandierte. Zur Sicherung der TF 81 waren neben der USS KNIGHT die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS SAVANNAH ( CL-42 ) und USS BROOKLYN ( CL-40 ), der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( 109 ), das niederländische K-Boot FLORES und die amerikanischen Zerstörer USS BENSON. USS BERNADOU, USS COLE, USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ), USS ROWAN ( DD-405 ), USS PLUNKETT ( DD-431 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS GLEAVES ( DD-423 ), USS MAYO ( DD-422 ), USS WOOLSEY ( DD-437 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS BRISTOL ( DD-453 ), USS EDISON ( DD-439 ) und USS DALLAS ( DD-199 ) eingesetzt. Die USS KNIGHT stieß am 8. September mit noch anderen amerikanischen Kriegsschiffen bis zur Pontinischen Insel Ventotene vor und unterstützte die Erfassung deutscher und italienischer Truppen. 87 deutsche Kriegsgefangene kommen an Bord des Zerstörers. Im Morgengrauen des 9. September beginnt die Invasion bei Salerno, südlich von Neapel. Die alliierten Streitkräfte stoßen dabei auf heftigen Widerstand durch deutsche Truppen und feindliche Flugzeuge griffen kontinuierlich die anlandenden Schiffe an. Die USS KNIGHT erhielt am 11. September die Aufgabe den Leichten Kreuzer USS SAVANNAH nach Malta zu eskortieren. Der Leuchte Kreuzer erhielt am Morgen des 11. September einen Treffer durch eine Anti-Schiff-Gleitbombe, welche durch das Dach des Geschützturms in das innere des Schiffes eingedrungen war und in der darunterliegenden Munitionskammer explodierte. Das schwer angeschlagene Schiffe schleppten die beiden Hochseeschlepper USS HOPI ( AT-71 ) und USS MORENO ( AT-87 ) ab. Nach der Übergabe in das Trockendock bei Malte, kehrte die USS KNIGHT an die italienische Küste zurück. Dort beteiligte sich der Zerstörer an der Eroberung der Insel Capri am 13. September. In den dann folgenden zwei Wochen patrouillierte das Schiff vor der italienischen Küste und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten und deutschen Versorgungskonvois. Außerdem bewachte der Zerstörer im Golf von Salerno mehrere Transportschiffe um sie vor Luftangriffen zu schützen. Am 27. September kam Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 – 1. März 1962 ) an Bord des Zerstörers. Die USS KNIGHT fuhr nach Bizerte, wo sie am folgenden Tag anlegte und nach zwei weiteren Tagen begann das Schiff die Fahrt über Oran an die US Amerikanische Ostküste. Am 9. Oktober 1943 legte der Zerstörer im Hafen von New York an. Dort unterzog man das Schiff einer Überholung.
Vom 22. Oktober 1943 bis zum 1. Mai 1944 eskortierte die USS KNIGHT zusammen mit der USS EARLE und USS DORAN zwischen Boston, New York und mehreren britischen Häfen fünf Konvoifahrten durch. In dieser Zeit wurden die Vorbereitungen mit dem Transport von Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät auf die Invasion in der Normandie getroffen. Nach der Rückkehr an die US Amerikanische Ostküste, bereitete man die USS KNIGHT für die nächste Fahrt ins Mittelmeer vor. Zusammen mit der USS DORAN legte der Zerstörer am 17. Mai in Norfolk wieder ab und eskortierte einen Schiffskonvoi über Oran nach Neapel. In Oran legte die USS KNIGHT am 28. Mai an und begann von dort aus für die zehn folgenden Wochen mit Eskortierfahrten zwischen Nordafrika und Italien. Zwischendurch lief der Zerstörer auf seinen U-Boot Patrouillen und Begleitmissionen bis nach Gibraltar. Dann begann die Rückfahrt an die Ostküste der USA. Zusammen mit der USS DORAN eskortierte die USS KNIGHT einen Schiffskonvoi und legte am 22. August im Hafen von New York wieder an. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine zwei nächsten Konvoifahrten nach Liverpool, England vor. Die erste Konvoifahrt begann am 20. September. Nach der Rückkehr im Hafen von New York nach der zweiten Eskortierfahrt nach England, wurde der Zerstörer für seine nächsten Fahrten ins Mittelmeer ausgerüstet. Drei Konvoifahrten führte die USS KNIGHT zwischen dem 28. Dezember 1944 und dem 2. Juni 1945 von Norfolk nach Oran durch. Am 3. Juni lag der Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und wurde dort zu einem Zerstörer und Minensucher umgerüstet. Am 23. Juni erhielt das Schiff seine neue Kennung DMS-40 verliehen. Am 25. Juli begann für die Besatzung des Zerstörer und Minensuchers vor Norfolk das intensive Training der Minensuche. Das Schiff verließ am 12. August 1945 Norfolk. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS KNIGHT in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. Das Ziel Okinawa erreichte das Schiff am 28. September. Hier gliedete man die USS KNIGHT in das Minengeschwader 21 ein. Zusammen mit den Schiffen dieses Geschwaders legte der Zerstörer und Minensucher am 16. Oktober in Okinawa ab und begann nach drei Tagen Fahrt im Ostchinesischen Meer bis zum 16. November Seeminen zu beräumen. Danach verlagerte die USS KNIGHT ihre Operationen vor die japanischen Hauptinseln und beräumte dort Seeminen bis zum 24. Februar 1946. An diesem Tage legte der Zerstörer und Minensucher im Hafen von Kobe, Japan ab und fuhr an die US Amerikanische Westküste. Im Hafen von San Francisco, Kalifornien legte das Schiff am 5. April an. Zwischen dem 27. bis zum 30. November 1946 fuhr die USS KNIGHT in ihren neuen Heimathafen in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Dort stellte man den Zerstörer und Minensucher am 19. März 1947 außer Dienst und versetzte das Schiff in die Pazifikreserveflotte. Man übergab dem Schiff am 15. Juli 1955 wieder seine alte Kennung DD-633 und verlegte es in die Pazifikreserveflotte in Stockton, Kalifornien. Dort strich man den Namen USS KNIGHT ( DD-633 ) am 1. Dezember 1966 aus der US Navy – Liste. Nach der Vorbereitung zum Zielschiff, versenkte man den Zerstörer am 27. Oktober 1967 während eines Manövers in der Nähe von San Diego.


USS KNIGHT ( DD-633 )
Commanding Officer

LCDR Richard B. Levin           23. Juni 1942 – 3. Mai 1943
LCDR Joel Clarence Ford Jr.          3. Mai 1943 – 2. September 1944
CDR John Baker Ferriter            2. September 1944 – 30. November 1945

USS DORAN ( DD-634 )

USS DORAN ( DD-634 )

Biografie

John James Doran
* 6. Juli 1864 in Boston, Massachusetts
† 16. Februar 1904 in Fall River, Massachusetts
war ein Bootsmannsmaat 2. Klasse in der US Navy während des Spanisch-Amerikanischen Krieges

John James Doran trat am 8. Februar 1884 in die US Navy ein. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges diente er auf dem Geschützten Kreuzer USS MARBLEHEAD ( C-11 ). Mit dem Kanonenboot USS NASVILLE ( PG-7 ) und dem Geschützten Kreuzer unter dem Oberkommando von Captain Bowman H. McCalla ( 19. Juni 1844 – 6. Mai 1910 ) sollte bei Cienfuegos, Kuba am 11. Mai 1898 das Unterseekabel der Spanischen Marine zerstört werden. Am Festland stand als Verteilerstation ein Haus. Von dort aus verlief das Kabel zum einen nach Havanna und Santiago de Cuba und zum anderen auf die Karibikinseln Jamaika und Puerto Rico. Dieses Haus war nach nur zwei abgegebenen Schüssen von beiden US Schiffen zerstört. Da aber diese Verteilerstation sehr schnell wieder repariert werden konnte, suchte McCalla Freiwillige die das Unterseekabel zerschneiden. Unter diesen Freiwilligen war Doran. Ein mit Matrosen besetztes Ruderboot enterte eines im Meer verlaufende Kabel und Doran begann das zwei Zoll dicke Kabel zu durchschneiden. Die Ruderbesatzung brachte das Boot nach dem ersten Schnitt weiter auf die See wo Doran das Kabel ein weiters Mal durchschneiden sollte. Auf dem Weg dorthin wurde das amerikanische Ruderboot von einem spanischen Soldaten entdeckt und gab Alarm. Unter ständigem Beschuss erreichte die Bootsbesatzung den Punkt wo das Kabel sehr weit vom Festland entfernt war und die Reparatur sich schwierig gestalten würde. Doran begann das Kabel ein zweites Mal zu durchtrennen. Man fand dabei ein weiteres Kabel das er ebenfalls durchtrennte. Für diese außergewöhnliche Tapferkeit und Kühle unter schwerem Feuer durch den Feind, erhielt Doran die Medal of Honor verliehen. Nach dem Krieg wechselte Doran an Bord des Geschützten Kreuzer USS MONTGOMERY ( C-9 ) auf dem er bis zu seinem Tode ununterbrochen diente. Sein Leichnam wurde auf dem St. Patricks Friedhof in Fall River bestattet.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von John James Doran bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS DORAN ( DD-185 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS DORAN ( DD-634 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS DORAN ( DD-634 )

Schiffsbiografie

Die USS DORAN ( DD-634 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren des Bootsmanns Maat und Medal of Honor Empfängers John James Doran benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 14. Juni 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. P. J. Hurley, Schwester des Bootsmanns Maat von der USS DORAN ( DD-185 ), taufte am 10. Dezember 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander H. W. Gordon stellte am 4. August 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt rüstete man die USS DORAN in der Norfolk Navy Yard vollständig aus. Den Hafen von Norfolk verließ der Zerstörer am 23. Oktober und eskortierte mehrere Transportschiffe zur Sammelstelle von wo aus die Flotte zur Invasion von Französisch – Marokko ablegen sollte. Man gliederte das Schiff nun in die Task Group 34.10 ein. Sie war die südliche Angriffsgruppe während der Operation „Torch“ und sollte den Angriff auf Safi, Französisch – Marokko, das von französischen Verbänden der Vichy Regierung gehaltenen wurde, führen. Diese TG befehligte Rear Admiral Lyal Ament Davidson ( 12. Dezember 1886 – 29. Dezember 1950 ). Die USS DORAN befand sich dort in der Transport Group. In dieser befanden sich außerdem die Zerstörer USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS COLE ( DD-155 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ). Diese fünf Zerstörer eskortierten die Truppentransportschiffe USS HARRIS ( AP-8 ), USS CALVERT ( AP-65 ), USS DOROTHEA L DIX ( AP-67, USS LYON ( AP-71 ) und USS JAMES O´HARA ( AP-49 ) sowie den Frachter USS TITANIA ( AK-55 )welche innerhalb der TG einen Teil des Schiffskonvois UFG 1 bildeten. Außerdem gab es noch in der TG die Fire Support Group in der sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS BEATTY ( DD-640 ) und USS KNIGHT ( DD-633 ) befanden. Zur Unterstützung der TG waren noch der Minenleger USS MONADNOCK ( ACM-9 ), die Schnellen Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) und USS HAMILTON ( DMS-18 ), die Tanker USS HOUSATONIK ( AO-35 ) und USS MERRIMACK ( AO-37 ), das U-Boot USS BARB ( SS-220 ), der Hochseeschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ) und der Geleitträger USS SANTEE ( CVE-29 ), der von den Zerstörern USS RODMAN ( DD-456 ) und USS EMMONS ( DD-457 ) eskortiert wurde, an die marokkanische Küste unterwegs.
Gegen Mitternacht des 7. November erreichten die Schiffe der TG 34.10 ihre Ausgangspositionen vor der nordafrikanischen Küste und begannen mit den Vorbereitungen für die Landungen am folgenden Morgen. Die USS DORAN beteiligte sich gleich danach um die Überwachung des Areals das die Transportschiffe während des Angriffs benutzen werden um feindliche U-Boote aufzuspüren. Am 8. November begann der Angriff. Um 04:15 Uhr erreichten die Feuerunterstützungsschiffe der Task Group ihr Einsatzgebiet. Die verabredeten Codewörter „Play Ball“ zum Beginn des Angriffs fielen 04:30 Uhr. Um 04:31 Uhr kam der Befehl zur Eröffnung des Feuers auf feindliche Stellungen im Bereich von „Red Beach“ nördlich von Safi. Für zehn Minuten wurde aus allen Geschützrohren des Zerstörers geschossen. Danach stellte man das Feuer ein und erwartete weitere Anweisungen zur Feuerunterstützung der Sturmtruppen. Danach übernahm das Schiff Patrouillenaufgaben in den folgenden fünf Tagen. Am zweiten Tag spürte die USS DORAN ein gestrandetes französisches U-Boot auf welches aus Casablanca hat fliehen können, hier aber wegen mehrerer Schäden durch Bombenangriffe amerikanischer Flugzeuge aufgegeben worden war. Am 11. November wurden aus dem Konvoi UGF-1, welcher vor Fedala auf Reede lag, durch das deutsche U-Boot U-173, Kommandant Fregattenkapitän Heinz-Ehler Beuke ( 12.01.1904 – ? ), das amerikanische Truppentransportschiff USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ) versenkt, es gab dabei 100 Tote und 258 Überlebende, und der Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) sowie der Zerstörer USS HAMBLETON ( DD-455 ) beschädigt. Um die wichtigen Truppentransportschiffe aus diesem gefährlichen Bereich zu bekommen, entschied man sich so schnell wie möglich diese an die US Ostküste zurück zu führen. Die Schiffe der Task Group 34.10 hievten am 13. November die Anker auf. In der TG befanden sich der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die Zerstörer USS DORAN, USS MERVINE, USS COWIE, USS KNIGHT, USS BEATTY und USS BERNADOU. Fünf Truppentransportschiffe, zwei Frachtschiffe und der Minenleger USS MONADNOCK aus dem Konvoi GUF 1 wurden von Safi aus nach New York eskortiert. Dort legten die Schiffe am 24. November an. Gleich im Anschluss begann die USS DORAN ihre erste von drei Eskortierfahrten an die nordafrikanische Küste. Dieser erste Schiffskonvoi bestand aus zwanzig Frachtschiffen und lief unter der Bezeichnung UGF 3. Die Schiffe legten am 12. Dezember 1942 in New York ab. Eskortiert wurden diese von dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und den Zerstörern USS DORAN, USS BEATTY, USS MERVINE, USS COWIE, USS KNIGHT, USS QUICK, USS EARLE ( DD-634 ) und USS PARKER ( DD-604 ) aus der Task Force 35. sowie einem Tanker. Am 24. Dezember legten die Schiffe des Konvois UGF 3 in Casablanca an. Nach dem Entladen der Frachtschiffe legte der Schiffskonvoi GUF 3, bestehend aus zweiundzwanzig Schiffen, und den Kriegsschiffen der TF 35 am 1. Januar im Hafen von Casablanca wieder ab und fuhren an die US Amerikanische Ostküste zurück ohne von deutschen U-Boote belästigt zu werden. Im Hafen von New York legten alle am 12. Januar 1943 wieder an. Danach erfolgten bis zum 28. April noch weitere zwei Eskortierfahrten nach Casablanca.
Die USS DORAN erreichte am 8. Juni 1943 das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS DORAN die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS EARLE, USS BEATTY, USS COWIE, USS QUICK, USS KNIGHT, USS MERVINE, USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS DORAN vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich neben der USS DORAN außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS DAVISON, USS COWIE, USS EARLE, USS QUICK, USS TILLMAN, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Hier unterstützte der Zerstörer am folgenden Morgen mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden alliierten Truppen. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ).
Vom 10. bis zum 13. Juli kreuzte die USS DORAN vor Scoglitti und der Camerina Ebene entlang und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen der 7. US Armee. Nach dem erfolgreichen Beginn der Invasion von Sizilien, begann die USS DORAN mit dem eskortieren von Fracht- und Transportschiffen zwischen Bizerte und Sizilien und befand sich auf Patrouillenfahrten auf der Suche nach feindlichen Schiffen. Diese Aufgaben nahm der Zerstörer bis zum 21. August wahr. Danach wechselte er nach Casablanca und eskortierte sechs Tage später von dort aus einen Schiffskonvoi nach New York. In den dortigen Hafen legten die Schiffe am 14. September an. Die USS DORAN übernahm nun zwischen Boston, New York und mehreren britischen Häfen zwischen dem 22. Oktober 1943 und dem 1. Mai 1944 fünf Eskortierfahrten zusammen mit der USS EARLE und der USS KNIGHT. In dieser Zeit wurden die Vorbereitungen auf die Invasion in der Normandie getroffen. Nach der Rückkehr an die US Amerikanische Ostküste, legte der Zerstörer am 17. Mai in Norfolk wieder ab und eskortierte zusammen mit der USS KNIGHT einen Schiffskonvoi über Oran, Algerien nach Neapel, Italien. Hier im Mittelmeer übernahm das Schiff weitere Konvoifahrten von der nordafrikanischen Küste aus bis zu dem italienischen Hafen Neapel, führte U-Boot Patrouillen zwischen Oran und Gibraltar durch und beteiligte sich an mehreren Übungen. Am 22. August legte die USS DORAN im Hafen von New York wieder an. Nach einer Überholung des Schiffes in der New York Navy Yard begann am 6. Oktober die nächste Konvoifahrt. Diesmal war der Zielhafen Liverpool, England. Am 1. November erreichte der Zerstörer wieder New York. Die USS DORAN übernahm in Norfolk die Eskorte über den neu in Dienst gestellten Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CV-15 ) bis in die Karibik. Vor Trinidad führte der Träger seine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch und die Piloten der einzelnen Staffeln konnten mit ihren Flugzeugen manche taktischen Manöver üben. Gleich im Anschluss daran eskortierte der Zerstörer den Träger bis zum Panamakanal. Die USS DORAN kehrte von dort aus nach New York zurück und eskortierte zwei Schiffskonvois zwischen dem 13. Januar und dem 26. April 1945 bis nach Oran. Nach der Rückkehr an die US Amerikanische Küste, verlegte man den Zerstörer in die Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina. Dort rüstete man das Schiff in einen Zerstörer und Minensucher um. Man vergab dem Schiff am 30. Mai 1945 die neue Kennung DMS-41. Nach der Komplettausrüstung in Norfolk und einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchquerte das Schiff den Panamakanal und legte am 2. Juli im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Dort erfolgte für einen Monat eine spezielle Ausbildung für die Schiffsbesatzung. Im Anschluss daran fuhr der Zerstörer und Minensucher nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii und anschließend nach Okinawa. In den dortigen Hafen lief das Schiff am 7. Oktober ein. Zu diesem Zeitpunkt war der Zweite Weltkrieg auch im pazifischen Raum beendet. Die USS DORAN setzte man nun für die Beseitigung von Seeminen im Ostchinesischen Meer ein. Außerdem diente das Schiff für Kurierdienste und eskortierte bis zum 3. Januar 1946 mehrere Schiffe zwischen den japanischen Inseln und Shanghai, China. An diesem 3. Januar fuhr die USS DORAN in die Wakanoura Bay ein und eskortierte dort die Schiffe des Minengeschwaders 11, welche Bojen auslegten um eine gesicherte Fahrrinne anzeigten. Die USS DORAN blieb bis zum 11. März in den japanischen Gewässern aktiv und fuhr von Yokosuka aus nach San Francisco, Kalifornien. In dem Hafen legte der Zerstörer und Minensucher am 31. März an. Man verlegte das Schiff von dort aus nach San Diego, wo es am 29. Januar 1947 außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte verlegt wurde. Am 15. Juli 1966 erhielt das Schiff seine alte Kennung DD-634 zurück und am 15. Januar 1972 strich man den Namen USS DORAN ( DD-634 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau aller kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 27. August 1973 für 121.001,19 Dollar an die Zidell Explorations in Portland, Oregon zum verschrotten.


USS DORAN ( DD-634 )
Commanding Officer

LCDR H.W. Gordon         4. August 1942 – 24. November 1943
LCDR Norman Ernest Smith          24. November 1943 – 6. März 1945
LCDR Charles Harris Hutchins          6. März 1945 – 31. Oktober 1945
LCDR Pemberton Paul Southard          31. Oktober 1945 to ?

USS SHUBRICK ( DD-639 )

USS SHUBRICK ( DD-639 )

Biografie

William Branford Shubrick
* 31. Oktober 1790 in „Belvedere“, Bull Island, South Carolina
† 27. Mai 1874 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812, während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und in den ersten Monaten des amerikanischen Bürgerkrieges

Drei Brüder von William Branford Shubrick, John Templar Shubrick ( 1788 – 1815 ), Edward Rutledge Shubrick ( 1794 – 1844 ) und Irvine Shubrick ( 1798 – 1849 ) waren wie er Offiziere in der US Navy. William Branford Shubrick begann sein Harvard Studium noch bevor er 1806 zum Midshipman in der US Navy ernannt wurde. Seinen Dienst versah er auf der Korvette USS WASP ( 1807 ) die unter dem Kommando von Master Commander John Smith stand. Die erste Kreuzfahrt der Korvette führte Shubrick in das Mittelmeer wo man für ein halbes Jahr blieb. Dann kehrte die USS WASP an die Ostküste der Vereinigten Staaten zurück und man verlegte mit dem Schiff ab Juni 1808 eine Garnison von New York City nach Passamaquoddy. Im Winter von 1808 zu 1809 patrouillierte das Schiff vor der Casco Bay, Maine um dort das Jefferson Embargo gegen England und Frankreich durchzusetzen. Danach blieb es bis Mai 1809 in Portland, Maine. In Portland übergab Master Commander Smith das Kommando über die USS WASP an Captain James Lawrence ( 1. Oktober 1781 – 4. Juni 1813 ). Am 13. November 1809 versetzte man Midshipman James Fenimore Cooper ( 15. September 1789 – 14. September 1851 ) an Bord der Korvette. Cooper war ein Freund von Lawrence, da beide aus Burlington, New Jersey stammten. Midshipman Shubrick freundete sich auch sehr schnell mit dem Wortgewandten Cooper an und diese Freundschaft sollte ein Leben lang halten. Seinem Freund Shubrick widmete Cooper später die Bücher „Der Pilot“ und „The Red Rover“. Doch die beiden konnten nicht lange zusammen bleiben. Noch im selben Jahr versetzte man Shubrick auf die Brigg USS ARGUS ( 1803 ) die vor der Atlantikküste Amerikas das Jefferson Embargo durchsetzen sollte. Dort blieb er bis zum Ausbruch des Krieges von 1812. Dieser brach am 18. Juni 1812 gegen England offen aus. Man versetzte Shubrick auf die Brigg USS HORNET ( 1803 ) die Captain James Lawrence befehligte. Die USS HORNET segelte nach Südamerika wo am 9. Juli 1812 das britische Piratenschiff DOLPHIN aufgebracht wurde. Die Crew der USS HORNET musste aber das britische Schiff wieder freigeben wegen einer Übermacht an britischen Kriegsschiffen im Hafen von Salvador da Bahia, Brasilien. Die HORNET kehrte kurz nach Washington zurück. Dort ging Shubrick von Bord der Brigg und wechselte an Bord der Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) die in der Werft zur Reparatur lag. Die Fregatte kommandierte Captain Charles Stewart ( 28. Juli 1778 – 6. November 1869 ). Nach der Fertigstellung der Reparaturen legte die Fregatte ab und segelte nach Hamton Roads. Kurz nach ihrer Ankunft im Januar 1813 blockierten britische Schiffe die Hafenausfahrt. Captain Stewart ließ Vorbereitungen zur Verteidigung der Fregatte treffen. Anfang Juni übertrug er Shubrick das Kommando über eine Gruppe von 150 Matrosen und Marinesoldaten die Craney Island mit 580 Militärs und Milizen besetzten. Am 22. Juni 1813 kam es dort zur Schlacht. 1.300 britische Soldaten griffen die Insel an. 81 von ihnen blieben auf dem Schlachtfeld liegen. Auf der amerikanischen Seite gab es keine Verluste. Mit diesem Sieg wurde Norfolk und Portsmouth vor der Plünderung gerettet. Mit Captain Stewart wechselte Shubrick dann an Bord der Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ). Am 20. Februar 1815 wurden die Segel der beiden britischen Kriegsschiffe HMS LEVANT ( 1813 ) und HMS CYANE ( 1806 ) bei Kap Finisterre gesichtet. Beide Schiffe gaben nach einer kurzen Gegenwehr auf und wurden von den Amerikanern aufgebracht. Für sein heldenhaftes Verhalten während dieses Kampfes, erhielt Shubrick später eine Congressional Medaille verliehen. Am 9. Juli 1829 übernahm Commander Shubrick das Kommando über die Schaluppe USS NATCHEZ ( 1827 ) die in der Karibik und entlang der Atlantikküste operierte. Das Schiff wurde dann am 24. August 1831 außer Dienst gestellt. Shubrick wechselte an Bord der Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) wo man die Gräueltaten erfuhr die der Besatzung des Handelsschiffes Friendship aus SALEM, Massachusetts in dem Hafen von Quallah Battoo nahe der Pedir Küste von Sumatra widerfahren war. Der Kapitän der USS POTOMAC, Captain John Downes ( 1786 – 11. August 1854 ), sollte diese rächen. Downes Instruktionen sahen vor, wenn es eine reguläre Regierung dort in Quallah Battoo gab sollte er mit dieser über die Bestrafung der Piratenbande verhandeln, wenn es allerdings dort keine Regierung gab waren ihm nicht die Hände gebunden jede „Bande von Gesetzlosen Piraten“ zu verfolgen und festzunehmen um diese Gräueltat zu rächen. Die USS POTOMAC verließ am 28. August 1831 New York mit dem Ziel Quallah Battoo. Über das Kap der Guten Hoffnung erreichte das Schiff den Indischen Ozean. An seinem Ziel kam es am 5. Februar 1832 an. Downes ging ohne zu verhandeln sofort in den Angriff über da seiner Meinung nach die Eingeborenen nur mit einem Messer an der Kehle verhandeln würden. So schickte er am 7. Februar Frühmorgens eine Abteilung Marines und drei Abteilungen Matrosen unter dem Kommando von Shubrick und Lieutenant Henry Kuhn Hoff ( 1809 – 25. Dezember 1878 ), insgesamt 282 Männer, an Land, mit dem Auftrag die vier Malaysischen Festungen entlang der Küste zu nehmen. Mit Hilfe der Schiffsgeschütze legte man die Festungen in Schutt und Asche und die Landtruppen erledigten den Rest. Nach fünf Stunden war das Massaker zu Ende. 150 Eingeborene samt ihrer Häuptlinge kämpften bis in den Tod. Zwei Tage später beschoss man das Dorf selber, welches dabei Feuer fing und abbrannte. Diese Aktion führte zu weiteren 300 Toten. Danach legte die Fregatte wieder ab und umsegelte das Kap Horn. Nach der Weltumrundung legte die Fregatte am 23. Mai 1834 wieder in Boston an. Danach versetzte man Shubrick an Bord der Schaluppe USS LEXINGTON ( 1825 ) deren Kommando er übernahm. Und von 1838 bis 1840 übertrug man Shubrick das Kommando über das Karibik Geschwader. Das Bureau of Provisions and Clothing leitete Shubrick von 1845 bis 1846. Am 25. April 1846, brach der Mexikanisch-Amerikanische Krieg aus. Shubrick, nun im Rang eines Commodore, forderte vom Marineminister seinen Dienst auf See ausführen zu dürfen. Er erhielt das Linienschiff USS INDEPENDENCE ( 1814 ) welches sein Flaggschiff des Pazifik Geschwaders war. Es traf am 22. Januar 1847 in der Monterey Bay ein und Shubrick begab sich an Bord. Er übernahm dieses Kommando von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) der aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Doch Commodore James Biddle ( 18. Februar 1783 – 1. Oktober 1848 ) kam mit seinem East India Squadron eine Woche nach der Kommandoübergabe an Shubrick aus Japan und landete ebenfalls in Monterey. Er übernahm am 2. März das Oberkommando über beide Geschwader. Im April segelte Shubrik auf Befehl von Biddle mit seinem Geschwader entlang der mexikanischen Küste und blockierte die Häfen von Guaymas und Mazatlán. Anfang Juni beorderte Biddle ihn wieder an die kalifornische Küste und übergab ihm am 19. Juli das Kommando über das Pazifik Geschwader. Biddle selber kehrte mit seinem Geschwader an die Ostküste zurück. Unter Shubrick wurden die US Navy Operationen entlang der Pazifikküste während des Krieges erfolgreich beendet. Der Höhepunkt dieser Kämpfe war die Eroberung von Guaymas im Oktober und die Besetzung von Mazatlán im November 1847. Die Stadt San Blas fiel im Januar 1848 in die Hände der Amerikaner. Das Kommando über das Pazifik Geschwader übergab Shubrick 1848 an Commodore Thomas ap Catesby Jones ( 1790 – 1858 ). Commoodre Shubrick übernahm dafür im folgenden Frühjahr 1849 das Kommando über die Philadelphia Navy Yard. Ab dem 1. März 1852 übernahm er die Leitung des Bureau of Construction and Repair. Dies hatte er bis zum 30. Juni 1853. Flag Officer Shubrick war dann von 1854 bis 1858 der Vorsitzende des Lighthouse Board. Am 1. Februar 1855 war von Seiten Paraguays auf das Seitenrad Kanonenboot USS WATER WITCH ( 1851 ) geschossen worden bei dem der Steuermann des Schiffes tödlich getroffen wurde. In den anschließenden Jahren versuchten Diplomaten vergeblich diese Situation friedlich aus dem Weg zu räumen was allerdings fehl schlug. US Präsident James Buchanan, Jr. ( 23. April 1791 – 1. Juni 1868 ) ernannte daraufhin den ehemaligen Kongressabgeordneten von Missouri, James Butler Bowlin ( 16. Januar 1804 – 19. Juli 1874 ) zum amerikanischen Verhandlungsführer. Um Bowlins Glaubwürdigkeit und Kraft für seine Forderungen zu verleihen, wurden von der US Navy Schiffe angefordert. Diese hatte aber nur eine Handvoll Segelschiffe und das Brasilien Geschwader für diese Aufgabe bereitgestellt. Um den Bedürfnissen dieser Expedition aber zu genügen wurden von der US Navy sieben Handelsschiffe mit Dampfantrieb gechartert und umgerüstet. Bowlin begab sich an Bord der Fregatte USS SABINE ( 1855 ). Am 17. Oktober 1858 hob das Geschwader im Hafen von New York City den Anker und alle neunzehn Schiffe fuhren größtenteils unabhängig in Richtung Süden. Im Hafen von Montevideo, Uruguay begann dann das große Warten auf die Nachzügler. Erst am 29. Dezember erreichte der Dampfer USS MV CHAPIN ( 1856 ) den Hafen. Am folgenden Tag fuhr das Geschwader geschlossen in den Rio de la Plata stromaufwärts. Bis Rosario gelangte das Geschwader und dort trennten sich die USS WATER WITCH und der Dampfer USS FULTON ( 1837 ) die weiter Stromaufwärts fuhren bis Asunción. An Bord der beiden Schiffe waren Bowlin und Flag Officer Shubrick. Asunción erreichte man am 25. Januar 1859. Bowlin begab sich an Land und verhandelte zwei Wochen lang mit dem paraguayischen Präsidenten Carlos Antonio López Ynsfrán ( 4. November 1792 – 10. September 1862 ). Das Ergebnis dieser Kanonenbootpolitik war, dass Paraguay sich bei den Vereinigten Staaten für den Vorfall entschuldigte, die Familie des getöteten Steuermanns von der USS WATER WITCH entschädigte und obendrein noch einem Neuen und vorteilhaften Handelsvertrag für die USA unterzeichnete. Zwei Jahre später brach der amerikanische Bürgerkrieg aus. Flag Officer Shubrick trat im Dezember 1861 in den Ruhestand. Zum Rear Admiral im Ruhestand ernannte man ihn am 16. Juli 1862. William Branford Shubrick verstarb am 27. Mai 1874 in Washington DC.

Zu Ehren von Rear Admiral im Ruhestand William Branford Shubrick wurden bei der US Navy vier Schiffe benannt.
Das erste Schiff war das Seitenraddampfschiff USS SHUBRICK ( 1865 ) das am 23. August 1861 vom Navy Departement an die US Küstenwache übergeben wurde.
Das zweite Schiff war das Torpedoboot USS SHUBRICK ( TB-31 ) das 1901 in Coast Torpedoboot Nr. 15 umbenannt wurde.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-268 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-639 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS SHUBRICK ( DD-639 )

Schiffsbiografie

Die USS SHUBRICK ( DD-639 ) ist das vierte Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Branford Shubrick benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das siebenundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
s40001Auf der Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia wurde am 17. März 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Susan W. Clymer Bemis ( 8. Januar 1910 – 9. Februar 1995 ), Ehefrau von Grosvenor Bemis ( 17. März 1902 – 20. Juni 1973 ) und Ur-, Urenkelin von Rear Admiral William Branford Shubrick, taufte am 18. April 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Louis Allen Bryan ( 17. Oktober 1908 – 27. Februar 1966 ) stellte am 7. Februar 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich im Anschluss an die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, rüstete man die USS SHUBRICK komplett aus und es erfolgten vor der New England Küste einige Übungen.
Für die kommende Operation „Husky“, der Eroberung von Sizilien, benötigte man die USS SHUBRICK und versetzte den Zerstörer in die Task Force 65 die Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligte. Am 8. Juni 1943 erreichte der Zerstörer das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dieser Schiffskonvoi UGF 9 bestand aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen und legte am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. Die 21 Kriegsschiffe, die den Konvoi sicherten, waren neben der USS SHUBRICK die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS BEATTY ( DD-640 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS GLENNON ( DD-640 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Ohne einen Zwischenfall erreichten die Schiffe der TF 65 am 25. Juni 1943 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS SHUBRICK zusammen mit anderen Zerstörern vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen und wechselte nach Bizerte, Tunesien. Dort gliederte man den Zerstörer in die TF 81 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) befehligte. Das Kommandoschiff war das amphibische Truppentransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ). Für die Invasion auf Sizilien eskortierten neben der USS SHUBRICK die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS SAVANNAH ( CL-42 ) und die Zerstörer USS JEFFERS, USS GHERARDI, USS HERNDON, USS MADDOX, USS MURPHY, USS NELSON, USS GLENNON, USS BUTLER, USS COLE ( DD-155 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS DALLAS ( DD-199 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) die Konvois NCF 1, TJF 1 und TJM 1 nach Gela, Sizilien. 19.250 Soldaten der 1. US Infanteriedivision wurden durch die Transportschiffe befördert. Am 5. Juli legten die Schiffe der TF 81 in Bizerte ab und fuhren in Richtung Sizilien. Die feindliche Luftaufklärung sichtete schon am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US amerikanischen Einheiten auf Gela. Die USS SHUBRICK und alle anderen Schiffe der TF unterstützten die Landeoperation mit ihren Schiffsgeschützen und bombardierten feindliche Küstenbatterien. Anfangs gab es eine geringe Gegenwehr. Doch am Morgen des 11. Juli begann ein Gegenangriff deutscher Panzer gegen die 180. Regimentskampfgruppe. Neben der USS SHUBRICK, den Leichten Kreuzern USS BOISE und USS SAVANNAH sowie den Zerstörern USS GLENNON, USS JEFFERS, USS BUTLER, USS BEATTY, USS COWIE, USS TILLMAN und USS LAUB ( DD-613 ) wurde mit den Schiffsgeschützen dieser Angriff zum Stehen gebracht. Gleich im Anschluss fuhr die USS SHUBRICK zu den Transportschiffen zurück die auf Reede lagen um diese zu bewachen. Der Zerstörer war noch keine Stunde dort anwesend, da gab es auch schon Fliegeralarm. Zwei Tage lang flogen deutsche Piloten Angriffe auf die Transport- und Frachtschiffe und bombardierten diese. Die Geschützbesatzungen der USS SHUBRICK konnte an diesen beiden Tagen zwei feindliche Flugzeuge abschießen. Bis zum 15. Juli dauerten die Kämpfe um die Brückenköpfe der Alliierten auf Sizilien. Die USS SHUBRICK kehrte aber schon vorher nach Bizerte zurück und eskortierte von dort aus zwei Schiffskonvois bis an die sizilianische Küste. Die USS SHUBRICK, USS COWIE und zwei weitere amerikanische Zerstörer begleiteten die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA und USS BOISE ab dem 28. Juli nach Palermo und leistete für die Alliierten Landungstruppen Feuerunterstützung. Auf Sizilien befanden sich da nur noch wenige deutsche Verbände die über die Straße von Messina an die italienische Festküste übersetzten. Am letzten Tag des Monats Juli folgten die sechs amerikanischen Schiffe, um das Übersetzen deutscher Einheiten nach Kalabrien zu erschweren und dadurch die 8. britische Armee zu entlasten. Sie gaben bis zum folgenden Tag Feuerunterstützung gegen deutsche Stellungen bei Capo Milazzo. Die USS SHUBRICK blieb bis zum 4. August noch an der sizilianischen Küste bei Palermo um den Leichten Kreuzer USS SAVANNAH zu unterstützen. In der Nacht zum 4. August gab es wieder einen deutschen Luftangriff auf Palermo. Eine 250 kg Bombe traf die USS SHUBRICK dabei mittschiffs und schlug durch mehrer Decks. Durch die Wucht der Explosion entstanden in zwei Hauptmaschinenräumen mehrere Lecks an der Außenbordwand und liefen voll Wasser. Dadurch konnte kein Strom mehr erzeugt werden und der Zerstörer lag manövrierunfähig im Wasser. In den Hauptmaschinenräumen kamen neun Besatzungsmitglieder durch die Explosion ums Leben und zwanzig wurden zum Teil schwer verwundet. Die beschädigte USS SHUBRICK wurde durch den Hochseeschlepper USS NAUSET ( AT-89 ) in den inneren Hafen von Palermo geschleppt, wo die ersten Notreparaturarbeiten begannen. Nach dem Abpumpen des Wassers in den Hauptmaschinenräumen konnte man die Dieselaggregate wieder starten um für den Zerstörer Strom zu erzeugen. Die USS NAUSET schleppte dann den Zerstörer von Palermo nach Malta. Dort befand sich ein Trockendock. In diesem wurden weitere Reparaturen vorgenommen. Allerdings konnte man auch hier nicht sämtliche Reparaturen ausführen und so hatte die USS SHUBRICK auf der Heimfahrt an die US Amerikanische Ostküste nur eine Schraube zur Verfügung. Im Hafen von New York legte das Schiff am 9. Oktober an und erfuhr nun dauerhafte Reparaturen. Nach deren s40004Abschluss und einigen Auffrischungsübungen im Januar 1944 eskortierte die USS SHUBRICK zwei Schiffskonvois nach Großbritannien mit denen US Amerikanische Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät für die Landung in der Normandie transportiert wurden.
Am 4. Juni versetzte man die USS SHUBRICK zu ihrer Force. Innerhalb der Western Naval Task Force, die Kommandant Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligte, kam der Zerstörer in die Force „A“ im Anlandungsbereich von „Utah Beach“. Diese Force befehligte Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) und in ihr befanden sich neben der USS SHUBRICK das amerikanische Schlachtschiff US NEVADA ( BB-36 ), der britische Monitor HMS EREBUS, die amerikanischen Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und USS QUINCY ( CA-71 ), die britischen Kreuzer HMS BLACK PRINCE ( 81 ), HMS HAWKINS ( D86 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ), das niederländische Kanonenboot HNLMS SOEMBA, die amerikanischen Zerstörer USS FITCH ( DD-462 ), USS FORREST ( DD-461 ) und USS CORRY ( DD-463 ) aus der DESDIV 20 und USS BUTLER, USS HERNDON, USS GHERARDI und USS HOBSON ( DD-638 ) aus der DESDIV 34 sowie die amerikanischen Geleitzerstörer USS BATES ( DE-68 ) und USS RICH ( DE-695 ). Wegen des schlechten Wetters verschob man den Angriffstermin vom 5. Juni um einen Tag nach hinten. Der Beginn des Angriffs der Invasionstruppen auf „Utah Beach“ war auf 06:30 Uhr festgelegt worden. Pünktlich um 5:50 Uhr begann die USS SHUBRICK die ihr vorgegebenen feindlichen Ziele mit ihren Schiffsgeschützen zu bombardieren. Genau um 6:30 Uhr mit dem Angriff der Landungstruppen, stellte der Zerstörer sein Bombardement ein. Zwei Tage später erhielt der Zerstörer einen gezielten Treffer durch eine 150 mm Feldkanone aus dem Komplex der Maisy Küstenbatterie, welche zwischen „Omaha“ und Utah Beach“ lag. Für einen Monat musste die USS SHUBRICK nun mit den Auswirkungen des Treffers auskommen. In dieser Zeit eskortierte das Schiff mehrere Landungsschiffe bis in die Nähe der Strände, übernahm Feuerunterstützungsmissionen, ging auf die Jagd nach deutschen Torpedobooten, führte U-Boot Patrouillen durch und sicherte den Nachschub der mit Frachtschiffen aus Großbritannien angelandet wurde. Am 27. Juni begleitete die USS SHUBRICK sechs amerikanische Patrouillenboote nach Cherbourg. Dort erkundeten diese Boote die gegnerische Verteidigung durch ihr abgegebenes Abwehrfeuer. Selbst der Zerstörer geriet dabei unter Beschuss noch bevor der Auftrag abgeschlossen werden konnte. Der Zerstöre verließ am 11. Juli die Küste der Normandie und fünf Tage später erreichte das Schiff sein Geschwader im Mittelmeer. Dort versetzte man den Zerstörer in die Luftsicherung der Task Group 88.2 die an der Operation „Dragoon“, dem Angriff auf die Südfranzösische Küste, beteiligt war. Die Task Force 88 befehligte der britische Rear Admiral Sir Thomas Hope Troubridge ( 1. Februar 1895 – 29. September 1949 ). In der TG 88.2 befanden sich die amerikanischen Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und USS KASAAN BAY ( CVE-69 ), die britischen Geleitflugzeugträger HMS HUNTER ( D80 ) und HMS STALKER ( D91 ), die britischen Leichten Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ) und HMS CALEDON ( D53 ) und die amerikanischen Zerstörer USS SHUBRICK, USS BUTLER, USS GHERARDI, USS HERNDON, USS MURPHY und USS JEFFERS. Auf den Trägern befanden sich 216 Jagdflugzeuge. Am 12. August legten die Schiffe der TG 88.2 in den Häfen von Malta ab und erreichten drei Tage später die Südfranzösische Küste. Hier unterstützten sie die Landungseinheiten zwischen Cannes und Toulon.
Am 30. August gliederte man die USS SHUBRICK aus der Task Group 88.2 aus. Der Zerstörer eskortierte mehrere Fracht- und Landungsschiffe nach Oran. Dort legte das Schiff am 6. September endgültig ab und fuhr zurück an die US Ostküste um sich einer Generalüberholung zu unterziehen. Im Anschluss daran eskortierte die USS SHUBRICK einen Schiffskonvoi nach Taranto, Apulien, Süditalien. Nach der Rückkehr an die Ostküste der Vereinigten Staaten begannen für den Zerstörer und dessen Besatzung eine Zeit der Ausbildung und Übungen zur Vorbereitung auf die Verlegung in den Pazifik. Die Durchquerung des Panamakanals erfolgte am 1. Februar 1945. Gleich im Anschluss daran legte der Zerstörer zuerst an der kalifornischen Küste und danach im Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii an. In den hawaiianischen Gewässern erhielt die Besatzung der USS SHUBRICK eine zusätzliche Ausbildung. Am 21. April legte der Zerstörer dort wieder ab und eskortierte das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) nach Okinawa in die an der Südküste der Insel liegenden Nakagusuku Bay. Diese erreichten sie am 6. Mai und begannen noch am selben Tag mit ihren Schiffsgeschützen die alliierten Streitkräfte zu unterstützen. Sechs Tage später lag die USS SHUBRICK zusammen mit noch einem Zerstörer vor der Vulkaninsel Torishima, Izu Islands, Japan und unterstützte dort die Landungstruppen. Am selben Tag gab es einen Luftangriff durch japanische Flugzeuge. Die Geschützmannschaften auf der USS SHUBRICK konnten zwei dieser Piloten mit ihren Maschinen in der Luft abschießen. Bis Mitte Mai führte der Zerstörer eine Radarpatrouille durch. Während der Zweiten Radarpatrouille griffen am 29. Mai 1945 gegen 00:10 Uhr zwei Kamikaze Flugzeuge den Zerstörer an. Eines von den beiden stürzte sich auf das Schiff. Durch die mitgeführte und kurz vor dem Aufschlag ausgeklinkte Bombe, wurde auf der Steuerbordseite ein rund 10 Meter großes Loch in die Schiffshaut gerissen. Durch diese Explosion wurde eine weitere Bombe gezündet die ebenfalls erheblichen Schaden anrichtete. Zunächst sah es so aus, dass die USS SHUBRICK nicht mehr zu retten sei. Der Zerstörer USS VAN VALKENBURG ( DD-656 ) ging zu dem havarierten Schiff längsseits und übernahm Befehle, Meereskarten, alle Verwundeten und unnötiges Personal. Doch der harte Kern der Besatzung der USS SHUBRICK blieb auf ihrem Schiff. Diese waghalsigen Männer ließen Teile des Zerstörers kontrolliert fluten um einen Ballastausgleich zu schaffen. Danach schleppte der Bergungshochseeschlepper USS ATR-9 den Zerstörer zu den Kerama Retto Inseln, die er am 29. Mai erreichte und die Besatzung eines Werkstattschiffes die ersten Reparaturen ausführte. Durch die Explosionen wurden fünfunddreißig Besatzungsmitglieder des Zerstörers entweder getötet oder zu Vermissten erklärt und fünfundzwanzig Besatzungsmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt. Am selben Tag noch schleppte man auch den Schnellen Truppentransporter USS TATUM ( APD-81 ) dort auf Reede zur Reparatur nach dem erfolgreichen Angriff zweier Kamikaze Piloten.
Bis zum 15. Juli 1945 wurden an der USS SHUBRICK die Notfallreparaturen durchgeführt. Danach kehrte der Zerstörer an die US Westküste zurück und legte am 10. August in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Durch die Beendigung des Zweiten Weltkrieges am 15. August im Pazifik, entschied man im Marineministerium zwei Tage später, dass die Schäden an dem Zerstörer nicht mehr behoben werden brauchen. Das Schiff stellte man daher am 16. November 1945 außer Dienst und strich am 28. November den Namen USS SHUBRICK ( DD-639 ) aus der US Navy – Liste. Nach dem Entfernen aller kriegswichtigen Aufbauten, verkaufte man den Schiffskörper am 27. September 1947 an die National Metal & Steel in Terminal Island, Kalifornien zum verschrotten.


USS SHUBRICK ( DD-639 )
Commanding Officer

LCDR Louis Allen Bryan           7. Februar 1943 – 22. November 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR John Victor Smith          22. November 1943 – 7. Januar 1944 (erreichter Rang VADM)
CDR William E. Blenman           7. Januar 1944 – 22. Januar 1945
LCDR John Chapman Jolly           22. Januar 1945 – 16. November 1945

USS MERVINE ( DD-489 )

USS MERVINE ( DD-489 )

Biografie

William Mervine
* 14. März 1791 in Philadelphia, Pennsylvania
† 15. September 1868 in Uticah, New York
war ein Rear Admiral in der United States Navy der während des Krieges von 1812, dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und dem amerikanischen Bürgerkrieg diente

William Mervine war der Sohn von John Mervine ( 1765 – 24. Oktober 1822 ) und Zibja Mervine, geborene Wright, ( 1768 – 3. Mai 1863 ). Am 16. Januar 1809 ernannte man Mervine zum Midshipman und er diente auf Kanonenbooten. Von März bis Juni 1809 befand er sich auf der Navy Station in Philadelphia und von Juni 1809 bis Mai 1810 auf Urlaub. Nach dem Urlaub befahl man Mervine an Bord der Brigg USS SIREN ( 1803 ) die zur Naval Station von New Orleans befohlen wurde. An Bord des Schiffes befand er sich bis Dezember 1811. Danach wurde er wieder beurlaubt, der sich bis Mai 1812 hinzog. Sein neuer Befehl lautete sich im Juni 1812 in Boston an Bord der Fregatte USS JOHN ADAMS ( 1799 ) zu melden. Das Schiff war dort zur Reparatur. Mit vollen Segeln fuhr das Schiff nach New York wo es fertig gebaut werden sollte. Durch die Hafenblockade und zu wenig erfahrenen Seeleuten blieb das Schiff aber im Hafen und Mervin ging im September 1812 von Bord. Sein neuer Befehl lautete sich am Lake Ontario zu melden, was er im Oktober 1812 auch tat. Dort kämpfte er während des Krieges von 1812 gegen die Briten. Im Mai 1813 wechselte er am Lake Ontario auf dem Schoner USS HAMILTON ( 1809 ), im Juni auf die Korvette USS MADISON ( 1812 ) und im Juli 1813 auf die Korvette USS GENERAL PIKE ( 1813 ). Schon Anfang August wechselte Mervine auf die Brigg USS ONEIDA ( 1809 ) und erhielt dort am 25. August 1813 die Beförderung zum Acting Lieutenant. Auf dem Schiff blieb er bis zum Ende des Krieges. Am 12. Januar heiratete er Amanda Maria Crane und hatte mit ihr sechs Kinder. Zum Lieutenant ernannte man ihn am 4. Februar 1815. Im Juni 1815 wechselte Mervine an Bord der Brigg USS JONES ( 1814 ). Mit dem Schiff kreuzte er auf dem Lake Ontario und blieb bis April 1818 an Bord. Man versetzte ihn Ende April an Bord der USS CYANE ( 1806 ). Anfang Mai 1818 geht er an Bord. Das Schiff kreuzt vor den Küsten von Afrika und der Karibik wo die Piraterie und der Sklavenhandel unterbunden werden sollte. Im Januar 1823 wird Mervine krank und muss von Bord. Er erholt sich und kann im Mai an Bord der USS IOA. Im September 1823 wechselt er wieder an Bord der USS CYANE. Das Schiff gehört mittlerweile zum Mittelmeer Geschwader. Bis Oktober 1824 bleibt er an Bord und wechselt auf den Schoner USS NONSUCH ( 1813 ) der ebenfalls zum Mittelmeer Geschwader gehört. Im Dezember 1824 wechselt Mervine auf das Linienschiff USS NORTH CAROLINA ( 1820 ) das 74 Kanonen an Bord hat. Es wurde von Master Commander Charles W. Morgan ( 1790 – 1853 ) befehligt. Das Einsatzgebiet war das Mittelmeer wo das Schiff am 29. April 1825 ankam und Commodore John Rodgers ( 11. Juli 1772 – 1. August 1838 ) es zu seinem Flaggschiff erklärte. Im Juni wechselte Mervine wieder auf die USS CYANE wo er bis Ende Oktober 1825 blieb. Anfang November kehrt Mervine wieder auf die USS IOA zurück. Mit dem Schiff kommt er in die Vereinigten Staaten und geht in Boston im Dezember 1826 von Bord. In Boston dient er an der Navy Yard bis zum Mai 1827. Von dieser Werft versetzt man ihn auf die Norfolk Navy Shipyard wo die Kriegsschaluppe USS NATCHEZ ( 1827 ) gebaut wurde. Auf dem Schiff dient er unter dem Kommando von Commander George Budd und das Schiff gehört zum Karibik und Home Geschwader. Bis Januar 1829 bleibt Mervine an Bord. Dann wechselt er auf die USS IOA and WO, wo er bis März 1932 diente. Im März 1832 übernimmt er auf der Washington Navy Yard den Schoner USS EXPERIMENT ( 1832 ) und stellt das unter seinem Kommando stehende Schiff im April in den Dienst der US Navy. Mit dem Schiff kreuzte Mervine an der US Atlantikküste zwischen Boston, Massachusetts und Charleston, South Carolina. Im Juli 1833 musste es in die Werft von Norfolk zu Reparaturarbeiten und Mervine wechselte wieder zu IOA and WO. Bis Juli 1836 blieb er dort. In dieser Zeit beförderte man Mervine am 12. Juni 1834 zum Master Commander. Im Juli 1836 übernahm er das Kommando über die Kriegsschaluppe USS NATCHEZ die zum Karibik Geschwader gehörte. Das Kommando behielt er bis April 1838 und wechselte dann wieder zu IOA and WO. Dort blieb er bis Juni 1845. In dieser Zeit, am 8. September 1841, beförderte man Mervine zum Captain. Im Juli 1845 übernahm er das Kommando über die USS CYANE welches er ein Jahr inne hatte. Das Schiff gehörte mittlerweile zum Pazifik Geschwader. Anfang Juli 1846 übernahm er das Kommando über die Fregatte USS SAVANNE ( 1842 ), das Flaggschiff des Pazifik Geschwaders das von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) befehligt wurde. Der Mexikanisch-Amerikanischen Krieg war am 25. April 1846 ausgebrochen und Commodore Sloat segelte mit seinem Geschwader nach Monterey wo es am 7. Juli ankam. Captain Mervine landete umgehend mit einer Abteilung Matrosen und Soldaten der US Marines bei Monterey, Kalifornien und nahm die Stadt ohne einen Schuss abgeben zu müssen ein. Commodore Sloat ließ am Abend die amerikanische Flagge hissen und nahm somit für die USA die Umgebung in Beschlag. Die USS SAVANNE blieb bei Monterey vor Anker liegen und Mervin war vom 7. Juli bis zum September 1846 der Militärkommandeur der Stadt. Captain Mervine segelte mit der USS SAVANNE nach Los Angeles das von Californios belagert wurde. Er erreichte die Stadt und drang mit 203 US Marines, 147 amerikanische Matrosen und eine unbekannte Anzahl von Freiwilligen gegen die Belagerer vor. Vom 7. bis zum 9. Oktober 1846 kam es bei der Rancho Dominguez zur Schlacht. Die Belagerer wurden von Kapitän José Antonio Ezequill Carrillo ( 1796 – 1862 ), einem Californio Rancher, geführte und seine Streitmacht bestand aus 50 Spanisch Californio Ulanen. Die Schlacht verlief für Mervine sehr ungünstig. Er verlor 14 Soldaten die getötet wurden und 2 Schwerverwundete. Er sah keine Möglichkeit die Belagerung der Stadt zu beenden und musste sich auf sein Schiff zurück ziehen. Das Kommando über die USS SAVANNE behielt er bis September 1847. Dann war wieder IOA and WO angesagt. Dies dauerte bis Ende Juli 1852. Mervine begab sich auf die Norfolk Naval Shipyard wo die Dampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) gebaut und ausgerüstet wurde. Er übernahm im August das Kommando über das Schiff und stellte es am 2. September 1852 in den Dienst der US Navy. Nach der Einfahrprobefahrt in der Nähe von der Norfolk Navy Yard wurde die USS POWHATAN in das Home Geschwader eingegliedert und zum Flaggschiff für Commodore John Thomas Newton ( 20. Mai 1793 – 28. Juli 1857 ) auserkoren. Mervine segelte mit dem Schiff nach New York wo es von Marineminister John Pendleton Kennedy ( 25. Oktober 1795 – 18. August 1870 ) besucht wurde. Außerdem kam Alfred Conkling ( 12. Oktober 1789 – 5. Februar 1874 ) an Bord, der von US Präsident Millard Fillmore ( 7. Januar 1800 – 8. März 1874 ) zum neuen US Botschafter in Mexiko ernannt worden war. Die USS POWHATAN stach am 16. Oktober in See mit dem Ziel Vera Cruz, Mexiko. Dort ging Alfred Conkling von Bord und Mervine kehrte über Havanna und Pensacola nach New York zurück wo er am 27. November 1852 ankam. Umgehend ging er von Bord und übernahm das Kommando über das Linienschiff USS INDEPENDENCE ( 1814 ) bis April 1853 das zur Reparatur in der Werft lag. Danach wechselte er bis August 1854 nach Washington im Marineministerium. Im September 1854 kehrte er nach New York zurück wo er im Rang eines Flag Offizier die USS INDEPENDENCE wieder in den Dienst der US Navy stellte und es gleichzeitig zu sein Flaggschiff für das Pazifikgeschwader nahm. Bis November 1857 hielt er das Kommando im Pazifik und kehrte dann nach Washington zurück wo er bis Mai 1861 blieb. Nachdem der amerikanische Bürgerkrieg am 12. April 1861 offen ausgebrochen war, übergab Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) am 6. Mai 1861 Flag Offizier William Mervine das Kommando über das Golfgeschwader. Durch eine Krankheit musste aber Mervine das Kommando am 21. September 1861 an Flag Offizier William Wister McKean ( 19. September 1800 – 22. April 1865 ) abtreten. Von September 1861 bis Juli 1862 war Mervine wieder in Washington. Ihn beförderte man am 16. Juli 1862 zum Commodore. Bis April 1864 hatte er unterschiedliche Kommandos innerhalb des Marineministeriums. Zusätzlich war Mervine bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ein Mitglied des Kriegsgerichtes. Am 6. August 1866 wurde er zum Rear Admiral befördert und in den Ruhestand versetzt. Mervine verstarb am 15. September 1868 in Uticah, New York.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Rear Admiral William Mervine bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MERVINE ( DD-322 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS MERVINE ( DD-489 )

Schiffsbiografie

Die USS MERVINE ( DD-489 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Mervine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 3. November 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mildred Mervine, Urenkelin von Rear Admiral Wiliam Mervin, taufte am 3. Mai 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander S. D. Willingham stellte am 17. Juni 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MERVINE bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Dort nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. Gleich im Anschluss beteiligte sich das Schiff ab dem 30. August 1942 an den Patrouillenfahrten vor New Orleans, Louisiana im Bereich des Golf Sea Frontier welches bis zu 200 Seemeilen in den Golf von Mexiko reichte. Nebenbei eskortierte die USS MERVINE auch Handelsschiffe im Golf und rund um die karibischen Inseln, wo in den vergangenen Monaten durch feindliche U-Boot Aktivitäten die meisten Schiffsversenkungen gezählt wurden. Im Oktober verließ der Zerstörer die Karibik und fuhr nach Norfolk, Virginia. Dort bereitete man das Schiff auf die Fahrt an die Französisch – Marokkanischen Küste vor. Man gliederte das Schiff in die Fire Support Group in der Task Group 34.10 ein. Diese Task Group war die südliche Angriffsgruppe während der Operation „Torch“. Während dieser Operation sollte die Task Group 34.10 den Angriff auf Safi, Französisch – Marokko, das von französischen Verbänden der Vichy Regierung gehaltenen wurde, erobern. In dieser Task Group 34.10, die Rear Admiral Lyal Ament Davidson ( 12. Dezember 1886 – 29. Dezember 1950 ) befehligte, befanden sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ) und der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und den Zerstörern USS MERVINE, USS BEATTY ( DD-640 ) und USS KNIGHT ( DD-633 ) in der Fire Support Group. Die Truppentransportschiffe USS HARRIS ( AP-8 ), USS CALVERT ( AP-65 ), USS DOROTHEA L DIX ( AP-67, USS LYON ( AP-71 ) und USS JAMES O´HARA ( AP-49 ) sowie der Frachter USS TITANIA ( AK-55 ) innerhalb der TF bildeten einen Teil des Schiffskonvois UFG 1 und wurden von den Zerstörern USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS COLE ( DD-155 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) begleitet. Außerdem gehörten zu dieser TG noch der Minenleger USS MONADNOCK ( ACM-9 ), die Schnellen Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) und USS HAMILTON ( DMS-18 ), die Tanker USS HOUSATONIK ( AO-35 ) und USS MERRIMACK ( AO-37 ), das U-Boot USS BARB ( SS-220 ), der Hochseeschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ) und der Geleitträger USS SANTEE ( CVE-29 ) in dieser TF, der von den Zerstörern USS RODMAN ( DD-456 ) und USS EMMONS ( DD-457 ) eskortiert wurde. Gegen Mitternacht des 7. November erreichten die Schiffe der TG 34.10 ihre Ausgangspositionen vor der nordafrikanischen Küste und begannen mit den Vorbereitungen für die Landungen am folgenden Morgen. Die USS MERVINE beteiligte sich gleich danach um die Überwachung des Areals das die Transportschiffe während des Angriffs benutzen werden um feindliche U-Boote aufzuspüren. Am 8. November begann der Angriff. Um 04:15 Uhr erreichte der Zerstörer, zusammen mit all den anderen Feuerunterstützungsschiffen ihrer Task Group, sein Einsatzgebiet. Die verabredeten Codewörter „Play Ball“ zum Beginn des Angriffs fielen 04:30 Uhr. Um 04:31 Uhr kam der Befehl zur Eröffnung des Feuers auf feindliche Stellungen im Bereich von „Red Beach“ nördlich von Safi. Für zehn Minuten wurde aus allen Geschützrohren des Zerstörers geschossen. Danach stellte man das Feuer ein und erwartete weitere Anweisungen zur Feuerunterstützung der Sturmtruppen. Danach übernahm das Schiff Patrouillenaufgaben in den folgenden fünf Tagen. Am 11. November wurden aus dem Konvoi UGF-1, welcher vor Fedala auf Reede lag, durch das deutsche U-Boot U-173, unter dem Kommando von Fregattenkapitän Heinz-Ehler Beuke ( 12.01.1904 – ? ), das amerikanische Truppentransportschiff USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ) versenkt, es gab dabei 100 Tote und 258 Überlebende, und der Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) sowie der Zerstörer USS HAMBLETON ( DD-455 ) beschädigt. Um die wichtigen Truppentransportschiffe aus diesem gefährlichen Bereich zu bekommen, entschied man sich so schnell wie möglich diese an die US Ostküste zurück zu führen. Die Schiffe der Task Group 34.10 hievten am 13. November die Anker auf. In der TG befanden sich der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die Zerstörer USS MERVINE, USS COWIE, USS KNIGHT, USS BEATTY, USS BERNADOU und USS DORAN. Fünf Truppentransportschiffe, zwei Frachtschiffe und der Minenleger USS MONADNOCK aus dem Konvoi GUF 1 wurden von Safi aus nach New York eskortiert. Dort legten die Schiffe am 24. November an. Gleich darauf begann für die USS MERVINE die erste Eskortierfahrt über den Atlantik zur Versorgung der alliierten Truppen an der Französisch-Marokkanischen Küste. Dieser Schiffskonvoi bestand aus zwanzig Frachtschiffen und lief unter der Bezeichnung UGF 3. Die Schiffe legten am 12. Dezember 1942 in New York ab. Eskortiert wurden diese von dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA und den Zerstörern USS MERVINE, USS PARKER, USS BEATTY, USS COWIE, USS KNIGHT, USS DORAN, USS QUICK und USS EARLE ( DD-635 ) aus der Task Force 35, sowie einem Tanker. Am 24. Dezember legten die Schiffe des Konvois UGF 3 in Casablanca an. Nach dem Entladen der Frachtschiffe legte der Schiffskonvoi GUF 3, bestehend aus zweiundzwanzig Schiffen, und den Kriegsschiffen der TF 35 am 1. Januar im Hafen von Casablanca wieder ab und fuhren an die US Amerikanische Ostküste zurück ohne von deutschen U-Boote belästigt zu werden. Im Hafen von New York legten alle am 12. Januar 1943 an.
In den folgenden fünf Monaten führte die USS MERVINE weitere Begleitaufgaben durch. Dabei wurden Küsten- wie auch transatlantische Schiffskonvois eskortiert.
Die USS MERVINE erreichte am 8. Juni 1943 das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS MERVINE die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS EARLE, USS BEATTY, USS COWIE, USS QUICK, USS KNIGHT, USS DORAN, USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS MERVINE vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich neben der USS MERVINE außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS DAVISON, USS COWIE, USS DORAN, USS EARLE, USS QUICK, USS TILLMAN, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Hier unterstützte der Zerstörer am folgenden Morgen mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden alliierten Truppen. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ).
Vom 10. bis zum 13. Juli kreuzte die USS MERVINE vor Scoglitti und  der Camerina Ebene entlang und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen der 7. US Armee.
Nach der Rückkehr an die Ostküste der USA, nahm der Zerstörer bis Mai 1944 seinen Begleitdienst für Schiffskonvois im Nordatlantik auf und führte die Eskorte im Mittelmeer und in europäischen Gewässern bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa durch.
So erhielt die USS MERVINE Befehl den Atlantik zu überqueren und einen Konvoi vom 7. bis zum 17. Oktober 1943 nach Bangor, Nordirland zu eskortieren. Diesen Schiffskonvoi begleiteten neben der USS MERVINE die Zerstörer USS BEATTY, USS TILLMAN, USS DAVISON, USS LAUB, USS NIELDS und USS McLANAHAN ( DD-615 ). Von dort aus fuhren die Zerstörer nach Liverpool, Großbritannien wo der Konvoi KMF-25A auf dem Weg in das Mittelmeer wartete. Bis nach Neapel, Italien sollte dieser begeleitet werden. Die Transportschiffe legten endgültig am 27. Oktober 1943 in Liverpool ab. In diesem Konvoi befanden sich 26 Transportschiffe die rund 28.000 Amerikanische-, Britische- und Kanadische Soldaten, Kriegsmaterial und Krankenschwestern an Bord hatten und für die italienische Kampagne bestimmt waren. Begleitet wurden diese Schiffe von 15 Kriegsschiffen aus der Task Group 60.2 die Captain Charles C. Hartman kommandierte. In dieser Task Group befanden sich der britische Leichte Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), neben der USS MERVINE, das Flaggschiff der TG, die amerikanischen Zerstörer USS BEATTY USS DAVISON, USS TILLMAN, USS LAUB, USS NIELDS und USS McLANAHAN ( DD-615 ), zwei britische Geleitzerstörer aus der HAYDON – Klasse, zwei griechische Geleitzerstörer und die amerikanischen Geleitzerstörer USS FREDERICK C DAVIS ( DE-136 ) und USS HERBERT C JONES ( DE-137 ). Nach dem Passieren der Meerenge von Gibraltar erhielten die Schiffe des Konvois durch Flugzeuge der Royal Air Force Luftunterstützung. Diese Luftunterstützung konnte aber nicht ständig über dem Konvoi bleiben. Am 6. November befanden sich die Schiffe des Konvois östlich von Algier beim Cape Bougaroun das rund 35 Seemeilen von dem algerischen Hafen in Philippeville entfernt lag. Schätzungsweise fünfundreißig deutsche Flugzeuge griffen den Schiffskonvoi an. Das waren neun Heinkel He 111 mit F5B Torpedos, mehrere Dornier Do 217 mit Henschel Hs 293 Segelflugbomben und sechzehn Junkers Ju 88 Bomber aus dem deutschen Kampfgeschwader 26 unter dem Kommando von Oberstleutnant Werner Klümper ( 19. April 1911 – 21. Oktober 1989 ) Die USS MERVINE musste ständig manövrieren um den Segelflugbomben auszuweichen. Man konnte sich nach dem Angriff der Aufgabe zur Rettung der Überlebenden von sinkenden Schiffen widmen.
So der beiden Truppentransporter SANTA ELENA ( 9.135 BRT ) mit 1848 kanadischen Truppen und 101 Krankenschwestern und der MARNIX van ST. ALDEGONDE ( 19.355 BRT ) mit 2900 Soldaten an Bord. Diese Menschen wurden durch die USS TILLMAN, USS DAVISON, USS NIELDS und einem weiteren Zerstörer aus dem Wasser und den sinkenden Schiffen gerettet. Auch die USS BEATTY wurde durch einen Torpedo zerstört und sank gegen Mitternacht. Nach dem erreichen des algerischen Hafens Philippeville gingen die Überlebenden der gesunkenen Schiffe von Bord. Von dort aus eskortierten die Zerstörer die Fracht- und Transportschiffe bis nach Neapel, Italien. Nach dem Entladen der Schiffe des Konvois KMF-25A eskortierte die USS MERVINE zusammen mit den andren Schiffen der TG 60.2 diesen wieder bis nach Belfast zurück und legte am 24. Januar 1944 im Hafen von New York an. Der Zerstörer eskortierte noch zwei weitere Schiffskonvois zwischen dem 11. Februar und dem 21. April nach Nordirland und Scottland. In dieser Zeit wurden Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät für die Landung in der Normandie transportiert.
Von Großbritannien aus eskortierte die USS MERVINE einen britischen Schiffskonvoi ins Mittelmeer und erreichte am 31. Mai den Hafen von Neapel, Italien. Den Sommer über eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois im Mittelmeer.
Im Frühjahr 1945, die Alliierten Streitkräfte im Pazifik schoben sich immer näher an die japanischen Hauptinseln, wurde durch die katastrophalen Opfer unter den Zerstörern und Minensuchern vor Okinawa die Notwendigkeit laut, weitere Schnelle Minensucher einzusetzen. Dafür verließ die USS MERVINE das Mittelmeer und überquerte den Atlantik. In der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania legte der Zerstörer am 23. Mai 1945 an und wurde dort zu einem Zerstörer und Minensucher umgerüstet. Dafür erhielt das Schiff am 30. Mai die Kennung DMS-31 verliehen. Am 15. Juli legte die USS MERVINE in Philadelphia ab und fuhr nach Norfolk. Dort erfolgten zusammen mit dem Schwesterschiff USS COWIE für drei Tage Minenräumübungen. Nachdem der Zerstörer und Minesucher von dort aus in See gestochen war, durchquerte er den Panamakanal und legte in San Diego, Kalifornien; Pearl Harbor, Territorium Hawaii und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands an. Auf dem Weg dorthin war der Zweite Weltkrieg am 15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Die Besatzung der USS MERVINE musste vor Pearl Harbor und dem Atoll Eniwetok weitere Übungen bei der Suche nach Seeminen absolvieren. Dann verlegte man das Schiff zum Einsatz in die Buckner Bay, Okinawa. Der Zerstörer und Minensucher legte dort am 28. September an. Ab Anfang Oktober begann man vor der chinesischen Küste im Ostchinesischen Meer zusammen mit der USS COWIE mit der Beräumung von Minen. Einen Monat später wechselte die USS MERVINE in japanische Gewässer und operierte vor den Hauptinseln Kyushu und Honshu.
Im März 1946 verließ die USS MERVINE die japanischen Gewässer und kehrte an die US Westküste zurück. Dort legte der Zerstörer und Minensucher am 31. März im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Zwei Jahre lang kehrte das Schiff in den Fernen Osten zurück und übernahm dort weitere Minenräumaufgaben. Am 25. März 1948 legte die USS MERVINE im Hafen von Yokosuka, Japan an um von dort aus weiter nach Tsingtao, China zu fahren. Auf dem Weg dorthin führte die Mannschaft mehrere Rettungs- und Ausbildungsschulungen durch. Am 5. Oktober verließ der Zerstörer und Minensucher wieder diese Gewässer und fuhr an die US Westküste. Dort legte das Schiff im November in seinem neuen Heimathafen San Diego an. Doch kurz danach legte das Schiff wieder ab um in den hawaiianischen Gewässern weitere Ausbildungen vornehmen zu können. Im Heimathafen legte der Zerstörer und Minensucher wieder am 15. Februar 1949 an. Das war das letzte Mal das sich das Schiff außerhalb des Hafens bewegte. Am 27. Mai 1949 stellte man den Zerstörer und Minensucher außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Am 15. Juli 1955 erhielt das Schiff seine alte Kennung DD-489 zurück, blieb aber bis zum Ende des Jahrzehnts in San Diego weiterhin liegen. Anfang 1960 versetzte man den Zerstörer in die Columbia River Reserve Group die im Hafen von Bremerton, Washington vor Anker liegt.
Am 31. Juli 1968 strich man den Namen USS MERVINE ( DD-489 ) aus der US Navy – Liste und am 27. Oktober 1969 verkaufte man den Schiffskörper, nach dem Abbau sämtlichen Kriegsgeräts, zum verschrotten.


USS MERVINE ( DD-489 )
Commanding Officer

LCDR S. D. Willingham           17. Juni 1942 – ?
LCDR Irving Stahl Presler         1944 – ?

USS COWIE ( DD-632 )

USS COWIE ( DD-632 )

Biografie

Thomas Jefferson Cowie
* 15. Februar 1857 in Montezuma, Iowa
† 16. Juli 1936 in Washington DC
war ein Rear Admiral in der US Navy der unter anderem in seiner aktiven Karriere Generalzahlmeister und Chief des Bureau of Supplies and Accounts war und nach seiner Pensionierung Leiter des Navy –Liberty Loans Programms und der Schatzmeister der Navy Mutual Aid Associtation

Auf dem Kanonenboot USS ALLIANCE ( 1875 ) übernahm Cowie als Yeoman Ingenieur ab dem 8. Januar 1877 Verwaltungsaufgaben und war Zivilist. Erst am 21. Oktober 1878 trat er in die US Navy ein, da lag das Schiff in Konstantinopel. Am 16. Juni 1880 ernannte man ihn zum Stellvertretenden Zahlmeister. In den Rang eines Rear Admirals beförderte man Cowie am 1. Juli 1910 und übertrug ihm das Amt des Generalzahlmeisters und das Amt des Chief of Bureau of Supplies and Accounts. Das Navy Cross verlieh man Cowie für seine wertvollen Dienste im Zusammenhang mit den Liberty – Krediten die die USA benötigten um die Sache der Alliierten während des Ersten Weltkriegs zu unterstützen. Am 15. Februar 1921 trat Cowie von dem aktiven Dienst in der US Navy zurück und übernahm im März 1921 das Amt des Navy Liberty Loans Programms. Im Juni 1923 übernahm er zusätzlich Aufgaben des Schatzmeisters der Navy Mutual Aid Associtation. Diese Aufgabe behielt er bis zu seinem Tode am 16. Juli 1936.


USS COWIE ( DD-632 )

Schiffsbiografie

Die USS COWIE ( DD-632 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Thomas Jefferson Cowie benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts wurde am 18. März 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ethel Cowie Robinson, Tochter von Rear Admiral Thomas Jefferson Cowie und Ehefrau von Captain C. R. Robinson, taufte am 27. September 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles Jonathan Whiting ( 1906 – 1973 ) stellte am 1. Juni 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten begann die USS COWIE vor der US Amerikanischen Küste von New England zu patrouillieren. Am 5. Oktober 1942 legte der Zerstörer zusammen mit dem Hilfsflugzeugträger USS CHENANGO ( ACV-28 ), das Schiff war vor dem Umbau ein Öltanker, in New York ab und begannen bis zum 23. Oktober vor Cape Hatteras, North Carolina zu patrouillieren. Während die Piloten der Flugzeugbesatzungen mit ihren Maschinen üben konnten, war man auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober legten beide Schiffe im Hafen von Norfolk, Virginia an und wurden für den Einsatz an der Französisch-Marokkanischen Küste vorbereitet.
Man gliederte die USS COWIE in die Transport Group der Task Group 34.10 ein. Diese Task Group war die südliche Angriffsgruppe während der Operation „Torch“. Während dieser Operation sollte die Task Group 34.10 den Angriff auf Safi führen, das von französischen Verbänden der Vichy Regierung gehaltenen wurde, und erobern. Die Task Group 34.10 befehligte Rear Admiral Lyal Ament Davidson ( 12. Dezember 1886 – 29. Dezember 1950 ). In der Transport Group befanden sich die Truppentransportschiffe USS HARRIS ( AP-8 ), USS CALVERT ( AP-65 ), USS DOROTHEA L DIX ( AP-67, USS LYON ( AP-71 ) und USS JAMES O´HARA ( AP-49 ) sowie der Frachter USS TITANIA ( AK-55 ), welche einen Teil des Schiffskonvois UFG 1 darstellten und wurden von den Zerstörern USS COWIE, USS QUICK ( DD-490 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS COLE ( DD-155 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) eskortiert. Im Gegensatz dazu gab es eine Fire Support Group in der Task Group 34.10, in der sich das Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS BEATTY ( DD-640 ) und USS KNIGHT ( DD-633 ) befanden. Außerdem gehörten zu dieser TG noch der Minenleger USS MONADNOCK ( ACM-9 ), die Schnellen Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) und USS HAMILTON ( DMS-18 ), die Tanker USS HOUSATONIK ( AO-35 ) und USS MERRIMACK ( AO-37 ), das U-Boot USS BARB ( SS-220 ), der Hochseeschlepper USS CHEROKEE ( AT-66 ). Zur Luftsicherung eskortierte der Geleitträger USS SANTEE ( CVE-29 ) die Schiffe dieser TG, der von den Zerstörern USS RODMAN ( DD-456 ) und USS EMMONS ( DD-457 ) gesichert wurde. Gegen Mitternacht des 7. November erreichten die Schiffe der TG 34.10 ihre Ausgangspositionen vor der nordafrikanischen Küste und begannen mit den Vorbereitungen für die Landungen am folgenden Morgen. Die USS COWIE beteiligte sich gleich danach um die Überwachung des Areals das die Transportschiffe während des Angriffs benutzen werden um feindliche U-Boote aufzuspüren. Am 8. November begann der Angriff. Der Zerstörer beteiligte sich zusammen mit all den anderen Schiffen der Task Group an der Invasion im Einsatzgebiet. Die verabredeten Codewörter „Play Ball“ zum Beginn des Angriffs fielen 04:30 Uhr. Nach der Erfolgreichen Errichtung eines Brückenkopfes übernahm das Schiff Patrouillenaufgaben in den folgenden fünf Tagen. Am 11. November wurden aus dem Konvoi UGF-1, welcher vor Fedala auf Reede lag, durch das deutsche U-Boot U-173, unter dem Kommando von Fregattenkapitän Heinz-Ehler Beuke ( 12.01.1904 – ? ), das amerikanische Truppentransportschiff USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ) versenkt, es gab dabei 100 Tote und 258 Überlebende, und der Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) sowie der Zerstörer USS HAMBLETON ( DD-455 ) beschädigt. Um die wichtigen Truppentransportschiffe aus diesem gefährlichen Bereich zu bekommen, entschied man sich so schnell wie möglich diese an die US Ostküste zurück zu führen. Die Schiffe der Task Group 34.10 hievten am 13. November die Anker auf. In der TG befanden sich der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA und die Zerstörer USS COWIE, USS MERVINE, USS KNIGHT, USS BEATTY, USS BERNADOU und USS DORAN. Fünf Truppentransportschiffe, zwei Frachtschiffe und der Minenleger USS MONADNOCK aus dem Konvoi GUF 1 wurden von Safi aus nach New York eskortiert. Dort legten die Schiffe am 24. November an.
In der New York Navy Yard nahm man an der USS COWIE einige Reparaturen vor und bereitete das Schiff auf den folgenden Einsatz vor. Nach einigen Übungen mit amerikanischen U-Booten vor der Küste von New London und erneutem Training begannen für den Zerstörer wieder Eskortierpflichten. Für die USS COWIE erfolgte die erste Eskortierfahrt über den Atlantik zur Versorgung der alliierten Truppen an der Französisch-Marokkanischen Küste. Dieser Schiffskonvoi bestand aus zwanzig Frachtschiffen und lief unter der Bezeichnung UGF 3. Die Schiffe legten am 12. Dezember 1942 in New York ab. Eskortiert wurden diese von dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA und den Zerstörern USS COWIE, USS BEATTY, USS MERVINE, USS KNIGHT, USS DORAN, USS QUICK, USS PARKER ( DD-604 ) und USS EARLE ( DD-635 ) aus der Task Force 35, sowie einem Tanker. Am 24. Dezember legten die Schiffe des Konvois UGF 3 in Casablanca an. Nach dem Entladen der Frachtschiffe legte der Schiffskonvoi GUF 3, bestehend aus zweiundzwanzig Schiffen, und den Kriegsschiffen der TF 35 am 1. Januar im Hafen von Casablanca wieder ab und fuhren an die US Amerikanische Ostküste zurück ohne von deutschen U-Boote belästigt zu werden. Im Hafen von New York legten alle am 12. Januar 1943 an. Es folgte dann für die USS COWIE noch eine weitere Eskortierfahrt für einen Schiffskonvoi bis an die Westafrikanische Küste. Ende April erreichte der Zerstörer wieder die US Ostküste. Danach folgten erneute Reparaturarbeiten und Übungen die bis Ende Mai 1943 dauerten.
Der Zerstörer kehrte nun nach Norfolk wieder zurück und wurde dort für die kommende Aufgabe durch weitere Übungen vorbereitet. Am 8. Juni erreichte die USS COWIE das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man die USS COWIE in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS COWIE die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE, USS QUICK, USS KNIGHT, USS DORAN, USS BEATTY, USS TILLMAN ( DD-632 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS COWIE vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich neben der USS COWIE außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS EARLE, USS TILLMAN, USS DORAN, USS DAVISON, USS MERVINE, USS QUICK, USS PARKER, USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ). Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die Invasionsflotte der TF 85 vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“. Die feindliche Luftaufklärung sichtete schon am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Die USS COWIE folgte an diesem Tage von dem britischen U-Boot HMS SERAPH ( P219 ) ausgelegten Navigationsmarker bis in ihren vorgegebenen Einsatzbereich um von dort aus die Landungstruppen mit ihren Schiffsgeschützen zu unterstützen. Am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Der Zerstörer blieb bis zum 13. Juli zur Feuerunterstützung der Landungstruppen in seinem Einsatzgebiet. Am Morgen des 11. Juli gab es wieder einen Luftangriff. Die Flakgeschützmannschaften auf dem Zerstörer halfen dabei mit, dass diese Flugzeuge nicht ihr Ziel erreichten. Wenige Stunden später beorderte man die USS COWIE nach Gela. Dort gab es einen Gegenangriff deutscher Panzer gegen die 180. Regimentskampfgruppe. Zusammen mit den Leichten Kreuzern USS BOISE und USS SAVANNAH ( CL-42 ) sowie den Zerstörern USS COWIE, USS JEFFERS, USS GLENNON, USS BEATTY, USS LAUB, USS SHUBRICK und der USS TILLMAN wurde mit den Schiffsgeschützen dieser Angriff zum Stehen gebracht. Bis zum 15. Juli dauerten die Kämpfe um die Brückenköpfe der Alliierten auf Sizilien. Die USS COWIE eskortierte einen Schiffskonvoi am 16. Juli nach Bizerte zurück und legte im dortigen Hafen am 20. Juli an. Vor dieser afrikanischen Küste begann der Zerstörer nun seine U-Boot Patrouillen zu fahren. Die USS COWIE, USS SHUBRICK und zwei weitere amerikanische Zerstörer begleiteten die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA und USS BOISE ab dem 28. Juli nach Palermo und leistete für die Alliierten Landungstruppen Feuerunterstützung. Auf Sizilien befanden sich da nur noch wenige deutsche Verbände die über die Straße von Messina an die italienische Festküste übersetzten. Am letzten Tag des Juli folgten die sechs amerikanischen Schiffe, um das Übersetzen deutscher Einheiten nach Kalabrien zu erschweren und dadurch die 8. britische Armee zu entlasten. Sie gaben bis zum folgenden Tag Feuerunterstützung gegen deutsche Stellungen bei Capo Milazzo. Die USS COWIE verließ dann aber die kalabrische Küste und legte am 4. August im Hafen von Oran an. Vier Tage später stach der Zerstörer wieder in See und fuhr in Richtung der US Amerikanischen Ostküste. Dort legte das Schiff am 22. August im Hafen von New York an.
Zwischen dem 5. und dem 30. September 1943 eskortierte die USS COWIE einen Schiffskonvoi zwischen New York und Belfast, Nordirland. Nach der Rückkehr legte der Zerstörer in der New York Navy Yard an und unterzog sich einer intensiven Überholung. Danach eskortierte der Zerstörer bis zum 5. Mai 1945 achtzehn Schiffskonvois von New York aus Großbritannien und in die unterschiedlichsten Mittelmeerhäfen. Am 5. Mai 1945 legte die USS COWIE in der Boston Navy Yard an und wurde dort zu einem Zerstörer und Minensucher umgerüstet. Dafür erhielt das Schiff am 30. Mai 1945 die Kennung DMS-39 verliehen. Am 24. Juni legte das Schiff im Hafen von Boston ab und fuhr zu Minensuchübungen nach Norfolk. Diese dauerten zusammen mit der USS MERVINE bis zum 18. Juli. Gleich im Anschluss fuhr die USS COWIE und die USS MERVINE in den Golf von Mexiko, durchquerten den Panamakanal und legten am 3. August im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Auch dort bereitete man sich intensiv auf die kommenden Einsätze vor. Doch am 15. August endete der Zweite Weltkrieg im Pazifik nach der bedingungslosen Kapitulation Japans. Am 29. August legte der Zerstörer und Minensucher in San Diego ab und fuhr über Pearl Harbor, Territorium Hawaii nach Okinawa. Den dortigen Hafen Kerama Retto erreichte das Schiff am 27. September 1945. Von hier aus begann das Schiff mit der Minensuche im Ostchinesischen Meer, vor Kobe und Wakayama, Japan. Bis zum 25. März 1946 blieb die USS COWIE im Fernen Osten im Einsatz. An diesem Tag legte das Schiff im Hafen von Yokosuka ab und fuhr in Richtung der US Amerikanischen Westküste. Im Hafen von San Francisco, Kalifornien legte der Zerstörer und Minensucher am 11. April an. Das Schiff wechselte später in den Hafen von San Diego, wo es am 21. April 1947 außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt wurde. Am 15. Juli 1955 erhielt die USS COWIE ihre Kennung DD-632 zurück.
Aus der US Navy – Liste dtrich man am 1. Dezember 1970 den Namen USS COWIE ( DD-632 ) und nach dem Abbau sämtlicher kriegswichtiger Technik, verkaufte man den Schiffskörper am 22. Februar 1972 zur Verschrottung.


USS COWIE ( DD-632 )
Commanding Officer

LCDR Charles Jonathan Whiting         1. Juni 1942 – 25. August 1943
CDR Ralph Clarence Johnson           25. August 1943 – 2. Januar 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Thomas Milton Foster          2. Januar 1945 – 31. Oktober 1945

USS EARLE ( DD-635 )

USS EARLE ( DD-635 )

Biografie

Ralph M. Earle
* 3. Mai 1874 in Worcester, Massachusetts
† 13 Februar 1939 in Worcester, Massachusetts
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg, des Ersten Weltkrieges und war Chief des Bureau of Ordnance

Ralph M. Earle studierte an der United States Naval Academy in Annapolis und schloss dieses 1896 ab. Er diente auf See an Bord von mehrere Schiffen. So unter anderem auf dem Schlachtschiff USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), dem Holzschraubendampfer USS ESSEX ( 1874 ) und dem Kanoneboot USS HORNET ( 1898 ). Am 13. April 1904 befand sich Earle an Bord des Schlachtschiffes USS MISSOURI ( BB-11 ). Das Schiff gehörte zur Nordatlantikflotte und verließ am 4. Februar Norfolk damit bei den Virginia Capes Schießübungen durchgeführt werden konnten. Während dieser Schießübungen passierte es, dass in einem Geschützturm die Pulverladung im Geschützrohr und zwei Ladungen innerhalb des Turmes Feuer fingen. Es kam glücklicherweise zu keiner Explosion dieser Treibladungen, aber 36 Crewmitglieder erstickten durch die rasche Verbrennung des Pulvers. Durch das sofortige Handeln von Ralph Earle und zwei weiteren Mannschaftsmitgliedern konnte eine eventuelle Explosion verhindert werden die den Verlust des Schiffes nach sich gezogen hätte. Earle erhielt von US Präsident Theodore Roosevelt ( 27. Oktober 1858 – 6. Januar 1919 ) und Marineminister William Henry Moody ( 23. Dezember 1853 – 2. Juli 1917 ) ein Lob ausgesprochen. Im Rang eines Lieutenant Commanders übertrug man Earle 1913 das Kommando über das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ). Die USS DOLPHIN lag am 9. April 1914 in Tampico, Mexiko wo von diesem Schiff einige Seeleute von mexikanischen Soldaten festgenommen wurden und sich die Tampico Affäre zu einem Krieg gegen Mexiko ausweitete. Im September 1915 übergab Earle das Kommando über das Kanonenboot an Lieutenant Commander William Daniel Leahy ( 6. Mai 1875 – 20. Juli 1959 ). Später übernahm Earle das Kommando über das Schlachtschiff USS CONNECTICUT ( BB-18 ). Wenn Earle an Land seinen Dienst versehen musste, war er an der US Naval Academy tätig und dem Naval Proving Ground. Nachdem man ihn zum Experten für Waffen und Sprengstoff auserkoren hatte, übertrug man Earle1916 das Kommando über das Bureau of Ordnance. Dieses Amt behielt er bis 1920. In dieser Zeit wurde unter seiner Aufsicht eine Nordsee Minensperre konzipiert und ausgelegt. Außerdem legte Earle dem Kriegsrat einen Plan zum Bau von 14 Zoll Geschützen vor die auf Eisenbahnwaggons montiert und für den Einsatz als Langstrecken-Artillerie an der Westfront gedacht waren. Dieser Plan wurde noch weiterentwickelt und durchgeführt. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1927 beförderte man Earle zum Rear Admiral. In diesem Rang diente er als Präsident des Worcester Polytechnic Institute bis zu seinem Tode am 13. Februar 1939.


USS EARLE ( DD-635 )

Schiffsbiografie

Die USS EARLE ( DD-635 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Ralph M. Earle benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts wurde am 14. Juni 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. John F. Hines, Jr., Tochter von Rear Admiral Ralph M. Earle, taufte am 10. Dezember 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Hamilton Wilcox Howe ( 16. Januar 1904 – ? ) stellte am 1. September 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, rüstete man den Zerstörer komplett aus. Nachdem dann die ersten Übungen abgeschlossen waren, begann für die Mannschaft der USS EARLE der Krieg.
Zwischen dem 12. Dezember 1942 und dem 28. April 1943 eskortierte der Zerstörer drei Schiffskonvois von New York nach Casablanca, Französisch – Marokko und zurück. Der erste Schiffskonvoi bestand aus zwanzig Frachtschiffen und lief unter der Bezeichnung UGF 3. Die Schiffe legten am 12. Dezember 1942 in New York ab. Eskortiert wurden diese von dem Schlachtschiff USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ) und den Zerstörern USS EARLE, USS PARKER ( DD-604 ), USS BEATTY ( DD-640 ), USS MERVINE ( DD-489 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ) und USS QUICK ( DD-490 ) aus der Task Force 35. sowie einem Tanker. Am 24. Dezember legten die Schiffe des Konvois UGF 3 in Casablanca an. Auf dieser Fahrt unternimmt die USS EARLE in zwei Nächten Angriffe auf feindliche U-Boote die aber keinen Erfolg zeigen. Nach dem Entladen der Frachtschiffe legte der Schiffskonvoi GUF 3, bestehend aus zweiundzwanzig Schiffen, und den Kriegsschiffen der TF 35 am 1. Januar im Hafen von Casablanca wieder ab und fuhren an die US Amerikanische Ostküste zurück ohne von deutschen U-Boote belästigt zu werden. Im Hafen von New York legten alle am 12. Januar 1943 an. Danach folgten noch zwei weitere Eskortierfahrten an die marokkanische Küste.
In dem folgenden Monat nahm der Zerstörer seinen Begleitdienst von Handelsschiffen vor der Ostküste wahr. Außerdem eskortierte die USS EARLE zusammen mit der USS SIGSBEE ( DD-502 ) den neu in Dienst gestellten Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ) nach Trinidad, British Westindien in die Karibik. Die dortigen Gewässer erreichten die drei Schiffe am 16. Mai. Nach dem Flugtraining der Trägerflugzeuge kehrten die Schiffe an die US Ostküste zurück. Die USS EARLE erreichte am 8. Juni 1943 das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man den Zerstörer in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS EARLE die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA, USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE, USS BEATTY, USS COWIE, USS QUICK USS KNIGHT( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS EARLE vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS DAVISON, USS COWIE, USS DORAN, USS EARLE, USS MERVINE, USS QUICK, USS TILLMAN, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Hier unterstützte der Zerstörer am folgenden Morgen mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden alliierten Truppen. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ).
Zwei Tage lang blieb die USS EARLE vor der sizilianischen Küste liegen und bombardierte mit ihren Schiffsgeschützen feindliche Stellungen. Danach zog man den Zerstörer aus dem Kampfgeschehen. Bis zum 11. August eskortierte das Schiff mehrere Schiffskonvois zwischen den nordafrikanischen und den sizilianischen Häfen. Am 11. August legte die USS EARLE zusammen mit der USS HERNDON und USS JEFFERS in Oran, Algerien ab und fuhr zurück an die US Amerikanische Ostküste. Dort legten die Zerstörer am 22. August im Hafen von New York an.
Man nahm in der New York Navy Yard mehrere Reparaturen an dem Schiff vor. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten setzte man den Zerstörer für Konvoifahrten zwischen Boston, New York und dem Königreich Großbritannien ein. Im Zeitraum vom 6. Dezember 1943 bis zum 1. Mai 1944 unternahm so der Zerstörer zusammen mit der USS DORAN und der USS KNIGHT vier Fahrten. In dieser Zeit wurden Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät für die Landung in der Normandie transportiert. Von Großbritannien aus eskortierte die USS EARLE einen britischen Schiffskonvoi und erreichte am 31. Mai den Hafen von Neapel, Italien. Den Sommer über eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois und begann zwischen dem 19. November 1944 bis zum 11. Juni 1945 im Mittelmeer die Ausbildung neuer Besatzungsmitglieder auf dem Schiff.
Am 11. Juni verließ die USS EARLE das Mittelmeer und erreichte am 20. Juni 1945 den Hafen von Norfolk, Virginia. Dort rüstete man den Zerstörer in einen Zerstörer und Minensucher um. Dafür änderte man am 23. Juni die Kennung des Schiffes. Diese hieß nun DMS-42. Den Hafen von Norfolk verließ der Zerstörer und Minensucher am 27. August und fuhr in Richtung Pazifik. Da war der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Schiff in den Häfen von San Diego, Kalifornien; Pearl Harbor, Territorium Hawaii und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands an. Von dort aus ging die Fahrt nach Okinawa weiter, wo der Zerstörer und Minenleger am 15. Oktober anlegte. Bis zum 18. März 1946 diente nun die USS EARLE im Fernen Osten bei der umfassenden Beseitigung von Minenfeldern vor der koreanischen Küste und später vor der japanischen Küste. Nach dem Verlassen der japanischen Gewässer legte das Schiff nach einem Zwischenstopp in Pearl Harbor am 9. April 1946 in seinem neuen Heimathafen San Francisco, Kalifornien an. Hier stellte man am 17. Mai 1947 die USS EARLE außer Dienst und versetzte sie in die Pazifikreserveflotte. Die Kennung DD-635 erhielt das Schiff am 15. Juli 1955 zurück.
Den Namen USS EARLE ( DD-635 ) strich man am 1. Dezember 1969 von der US Navy – Liste und nach dem Abbau sämtlicher kriegswichtiger Einrichtungen verkaufte man am 19. Oktober 1970 den Schiffskörper für 81.729,19 Dollar zum Verschrotten an die NASSCO, Terminal Island, Kalifornien.


USS EARLE ( DD-635 )
Commanding Officer

LCDR Hamilton Wilcox Howe         1. September 1942 – 24. August 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR George Orrin Hobbs         24. August 1943 – 31. Dezember 1944
CDR Martin Norman Chamberlain         31. Dezember 1944 – 16. Oktober 1945
LCDR Edward Muhlenfeld         16. Oktober 1945 – 13. März 1946

USS HERNDON ( DD-638 )

USS HERNDON ( DD-638 )

Biografie

William Lewis Herndon
* 25. Oktober 1813 in Fredericksburg, Virginia
† 12 September 1857 an Bord des Dampfers SS CENTRAL AMERICA
war ein Offizier in der US Navy sowie ein herausragender Forscher

William Lewis Herndon wurde am 1. November 1828 zum Midshipman ernannt. Nach seiner Dienstzeit an Bord von mehreren Schiffen, ernannte man ihn nach bestandener Prüfung im Jahre 1834 zum passad Midshipman. Er heiratete Frances Elizabeth Hansborough. Ihre einzige gemeinsame Tochter Ellen Lewis Herndon erblickte am 30. August 1837 in Culpeper Court House, Virginia das Licht der Welt. Im Jahre 1841 beförderte man Herndon zum Lieutenant. In all den Jahren bis 1842 war er auf den Gewässern des Pazifik, vor Südamerika, im Mittelmeer und im Golf von Mexiko unterwegs. Ab 1842 diente Hendson im Depot für Seekarten und Instrumente das zum US Naval Observatorium gehörte. An seiner Seite dort diente auch sein Cousin und Schwager Lieutenant Matthew Fontaine Maury ( 14. Januar 1806 – 1. Februar 1873 ). Beide bereiteten ozeanographische Seekarten vor, die zur Durchführung anderer wissenschaftlicher Arbeiten von unschätzbarem Wert für die sichere und präzise Navigation auf den Weltmeeren waren. Bis 1846 blieb Lieutenant Herndon dort. Dann übergab man ihm 1848 das Kommando über die Brigg USS IRIS ( 1847 ). In den letzten Monaten des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges kommandierte er das Schiff mit Auszeichnung. Anfang des Jahres 1851 schaffte sein Schwager Maury die Voraussetzungen das eine Expedition ins Tal des Amazonas durchgeführt wird. Mit den Verbindungen die Maury besaß, erhielt Herndon das Kommando über diese Expedition. An ihr waren noch der Lieutenant Lardner Gibbon und weitere sechs Männer beteiligt. Ziel dieser Expedition war es die kommerziellen Ressourcen und Potenziale des Tales zu ermitteln. Am 21. Mai 1851 startete die Expedition mit dem Ziel Lima, Peru. Dort angekommen überquerte die kleine Gruppe die Kordilleren. Dort trennte sich die Gruppe und nahm verschiedene Wege in den Dschungel um so viele Informationen in diesem riesigen Gebiet zu sammeln wie es nur ging. Gibbon erforschte die bolivianischen Nebenflüsse des Amazonas während Herndon weiterhin dem Hauptarm des Amazonas folgte. Nach einer bemerkenswerten und gefährlichen Reise von 4.366 Meilen von der Meereshöhe bis zu einer Höhe von 16.199 Fuß durch die Wildnis, erreichte Herndon am 11. April 1852 die Stadt Pará, Brasilien. Von dort aus kehrten die Expeditionsteilnehmer nach Hause zurück. Am 26. Januar 1853 überreichte Herndon den enzyklopädisch und illustrierten 414-Seiten zählenden Bericht an Marineminister John Pendleton Kennedy ( 25. Oktober 1795 – 18. August 1870 ). Dieser Bericht wurde im Jahre 1854 unter dem Titel „Erkundung des Tales des Amazonas“ veröffentlicht und Weltberühmt. Nach zwei Jahren aktiven Dienst auf den Fregatten USS POTOMAC ( 1822 ) und USS SAN JACINTO ( 1850 ) übertrug man Herndon 1855 das Kommando über den Dampfer SS CENTRAL AMERICA der zur Atlantic Mail Steamship Company gehörte. Das Schiff lag in New York und sollte nach Colón, Panama. US Navy Kapitäne hatten zu dieser Zeit noch die Aufgabe Kommandos über Postdampfer auf Atlantik oder Pazifik Routen zu übernehmen. Die Schiffe wurden von den Unternehmen an die Bundesregierung übertragen und von denen auch gewartet wenn von den kalifornischen Goldfeldern große Mengen an Gold in die Städte der Ostküste, und da speziell nach Philadelphia, gebracht werden mussten. In Colón wurden rund 15 Tonnen Gold geladen, die einen damaligen Wert von 2.000.000 Dollar hatten, 474 Passagiere die von Kalifornien an die Ostküste zurück kehren wollten und 101 Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord. Am 7. September 1857 verließ das Schiff nach einem Zwischenstopp die Küste von Kuba. Ein paar Tage später traf die SS CENTRAL AMERICA auf einen dreitägigen Hurrikan vor Cape Hatteras. In diesen drei Tagen nahm der Sturm immer mehr zu. Das Schiff nahm durch mehrere Lecks Wasser auf, so dass die Dampfkessel ausgingen. Ohne Dampf hatte Herndon keine Möglichkeit das Schiff zu manövrieren und auch die Schiffsbilgen liefen nicht um das Wasser aus dem Schiffsrumpf zu bekommen. Er erkannte, dass sein Schiff nun nicht mehr zu retten war und ließ die Flagge des Schiffes verkehrt herum aufziehen was als Notsignal bekannt war. Gegen 2 Uhr erreichte die Brigg WEST INDIAN das in Not geratene Schiff und übernahm Passagiere. Allerdings war der vorhandene Raum auf dem zu Hilfe gekommenen Schiff nicht sehr groß. Deshalb konnten nur Frauen und Kinder überwechseln. Herndon überwachte aufs pedantischste das Übersetzen der Frauen und Kinder in Rettungsbooten. Einer dieser Frauen übergab er seine Uhr damit diese die Uhr an seine Frau schicken könnte, da er nicht gewillt war von Bord zu gehen bis nicht auch die letzte lebende Seele von Bord gegangen war. Die meisten Frauen und Kinder erreichten die WEST INDIAN und gingen dort an Bord. Somit hatte Herndon 152 der 575 Menschen an Bord seines Schiffes gerettet. Die Männer auf der SS CENTRAL AMERICA indes bereiteten sich auf den Untergang des Schiffes vor und rissen sich Holzteile aus dem Schanzkleid die sie zum Schwimmen verwenden wollten, in der Hoffnung den Untergang zu überleben. Einige von diesen Überlebenden wurden von vorbeifahrenden Schiffen gerettet. Die meisten der 423 Menschen aber starben. Die geretteten Überlebenden berichteten, dass Commander Herndon während des Unterganges des Schiffes in voller Uniform neben dem Steuerhaus stand. Mit gezogenem Hut und gesenktem Kopf im Gebet erwartete er den Untergang des Schiffes. Diese Schiffskatastrophe stürzte wegen des hohen Verlustes von so viel Gold die amerikanischen Banken 1857 in eine schwere Finanzkrise.

1859 heiratete Ellen Lewis Herndon, die Tochter von William Lewis Herndon, Chester Alan Arthur ( 5. Oktober 1829 – 18. November 1886 ). Sie erlebte es nicht mehr wie ihr Mann zum 21. US Präsidenten gewählt wurde.


USS HERNDON ( DD-638 )

Schiffsbiografie

Die USS HERNDON ( DD-638 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander William Lewis Herndon benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia am 26. August 1942 der Kiel des Schiffes s40002gelegt. Miss Luca Herndon Crockett ( 1914 – 2002 ), Urgroßnichte von Commander William Lewis Herndon, taufte am 5. Februar 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Granville Alexander Moore ( 1905 – 1983 ) stellte am 20. Dezember 1942 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in der Casco Bay, Maine führte die USS HERNDON entlang der Küste vor Norfolk, Virginia mehrere Patrouillenfahrten durch. Am 18. Februar 1943 verlässt der Zerstörer den Hafen von Norfolk und beginnt seine erste Atlantiküberquerung. Das Schiff eskortiert zusammen mit der USS JEFFERS ( DD-621 ) einen Schiffskonvoi bis nach Casablanca, Französisch – Marokko. Erst am 14. April legt der Zerstörer in Begleitung eines Öltankers in Norfolk wieder an.
Man versetzte dann die USS HERNDON vor die Kanadische Küste, wo das Schiff vor der Naval Station Argentia, Neufundland patrouillierte. Ende Mai kehrte der Zerstörer nach Norfolk zurück und wurde dort für die kommende Aufgabe vorbereitet. Am 8. Juni erreichte die USS HERNDON das Areal von Hampton Roads, Virginia, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man die USS HERNDON in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS HERNDON die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS JEFFERS, USS MERVINE ( DD-489 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS BEATTY ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ) und USS SHUBRICK ( DD-639 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS HERNDON vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen und wechselte nach Bizerte, Tunesien. Dort gliederte man die USS HERNDON in die TF 81 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) befehligte. Das Kommandoschiff war das amphibische Truppentransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ). Für die Invasion auf Sizilien, Codename der Operation „Husky“, eskortierten neben der USS HERNDON die Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) und USS SAVANNAH ( CL-42 ) und die Zerstörer USS JEFFERS, USS GHERARDI ( DD-637 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS COLE ( DD-155 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ), USS DALLAS ( DD-199 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) Teile der Konvois NCF 1, TJF 1 und TJM 1 zum Anladepunkt im Sektor „Dime“ nahe Gela, Sizilien. 19.250 Soldaten der 1. US Infanteriedivision, befehligt von Generalmajor Terry de la Mesa Allen, Sr. ( 1. April 1888 – 12. September 1969 ), wurden durch die Transportschiffe befördert. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ).
Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Bizerte vereinigte sich die Task Force 81 mit der Task Force 85 die von Mers-el-Kebir, Algerien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete schon am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US amerikanischen Einheiten auf Gela. Die USS HERNDON und alle anderen Schiffe der TF 81 unterstützten die Landeoperation mit ihren Schiffsgeschützen. Außerdem sollten sämtliche Kriegsschiffe mit ihren Suchscheinwerfern den Landungstruppen genügend Licht bieten damit diese ungehindert anlanden konnten, jene zusätzlich vor angreifenden feindlichen Flugzeugen schützen und wenn nötig die Task Force 85 während ihrer Anlandung unterstützen. Anfangs gab es eine geringe Gegenwehr. Nach dem Beginn der Kämpfe um Sizilien, begann die USS HERNDON mit U-Boot Patrouillen und unterstützte mit ihren Schiffsgeschützen die amerikanischen Truppen der 7. US Army von General George Smith Patton, Jr. ( 11. November 1885 – 21. Dezember 1945 ) und der Truppen der britischen 8. Armee unter General Bernard Law Montgomery ( 17. November 1887 – 24. März 1976 ). Doch schon am 18. Juli kehrte der Zerstörer nach Bizerte zurück und übernahm dort zusammen mit der USS JEFFERS einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen, und eskortierte diesen nach Palermo. Diesen sizilianischen Hafen erreichte der Konvoi am 31. Juli. Gleich am folgenden Tag legten die Zerstörer wieder ab und fuhren nach Mers-el-Kebir. Dort bereitete man die Schiffe auf die Überfahrt nach New York vor. In diesem Hafen legten die USS HERNDON und die USS JEFFERS am 22. August an. Man nahm in der New York Navy Yard mehrere Reparaturen an beiden Schiffen vor. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten setzte man die Zerstörer für Konvoifahrten nach Schottland ein. Im Zeitraum vom 5. September 1943 bis zum 22. April 1944 unternahmen so die Zerstörer fünf Fahrten nach Großbritannien. In dieser Zeit wurden Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät für die Landung in der Normandie transportiert. An der zweiten Eskortierfahrt nahmen neben der USS HERNDON und USS JEFFERS auch die USS MURPHY, vier weitere Zerstörer und zwei Schlachtschiffe teil. Diese Kriegsschiffe eskortierten siebzehn Frachtschiffe. Am Morgen des 21. Oktober 1943 legte der Konvoi UT.4 im Hafen von New York ab. Noch am selben Tag kollidierte die USS MURPHY mit dem Öltanker SS BULKOIL rund 75 Seemeilen von Long Beach Island, New Jersey entfernt.
Am 4. Juni versetzte man die USS HERNDON zu ihrer Force. Innerhalb der Western Naval Task Force, die Kommandant Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligte, kam der Zerstörer in die Force „A“ im Anlandungsbereich von „Utah Beach“. Diese Force befehligte Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 – 10. November 1973 ) und in ihr befanden sich neben der USS HERNDON das amerikanische Schlachtschiff US NEVADA ( BB-36 ), der britische Monitor HMS EREBUS, die amerikanischen Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und USS QUINCY ( CA-71 ), die britischen Kreuzer HMS BLACK PRINCE ( 81 ), HMS HAWKINS ( D86 ) und HMS ENTERPRISE ( D52 ), das niederländische Kanonenboot HNLMS SOEMBA, die amerikanischen Zerstörer USS FITCH ( DD-462 ), USS FORREST ( DD-461 ) und USS CORRY ( DD-463 ) aus der DESDIV 20 und USS BUTLER, USS SHUBRICK, USS GHERARDI und USS HOBSON ( DD-638 ) aus der DESDIV 34 und die amerikanischen Geleitzerstörer USS BATES ( DE-68 ) und USS RICH ( DE-695 ). Wegen des schlechten Wetters verschob man den Angriffstermin vom 5. Juni um einen Tag nach hinten. Der Beginn des Angriffs der Invasionstruppen auf „Utah Beach“ war auf 06:30 Uhr festgelegt worden. Am Morgen der Invasion folgte die USS HOBSON am Anfang den Minensuchern, die mehrere Kanäle in die bis zu zwei Kilometer tiefen Minenfelder vor der Küste, schlagen sollten. Die USS HERNDON erhielt dabei die Aufgabe von Rear Admiral Don Pardee Moon ( 18. April 1894 – 5. August 1944 ), die deutschen Küstenbatterien noch vor Beginn der Invasion mit ihren Schiffsgeschützen zum Schweigen zu bringen. Trotz heftigsten Gegenfeuers aus deutschen Batterien bombardierte der Zerstörer effektiv die vorgegebenen Ziele. Bis zum 19. Juni blieb die USS HERNDON vor den Stränden der Normandie und unterstützte die anlandenden Soldaten weiterhin und führte U-Boot- Patrouillen sowie die Luftüberwachung vor dem Angriffsabschnitt in der Baie de la Seine, Frankreich durch. Bis zum 11. Juli folgten weitere Überwachungsaufgaben vor der Normandie.
Am 11. Juli verließ die USS HERNDON schließlich die französische Atlantikküste und fuhr in den Mittelmeerraum zurück. Dort versetzte man den Zerstörer in die Luftsicherung der Task Group 88.2 die an der Operation „Dragoon“, dem Angriff auf die Südfranzösische Küste, beteiligt war und vor Malta stationiert war. Die Task Force 88 mit dem Codenamen „Alpha“ befehligte der britische Rear Admiral Sir Thomas Hope Troubridge ( 1. Februar 1895 – 29. September 1949 ). In der TG 88.2 befanden sich die amerikanischen Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und USS KASAAN BAY ( CVE-69 ), die britischen Geleitflugzeugträger HMS HUNTER ( D80 ) und HMS STALKER ( D91 ), die britischen Leichten Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ) und HMS CALEDON ( D53 ) und die amerikanischen Zerstörer USS HERNDON, USS BUTLER, USS GHERARDI, USS JEFFERS, USS MURPHY und USS SHUBRICK. Auf den Trägern befanden sich 216 Jagdflugzeuge. Am 12. August legten die Schiffe der TG 88.2 in den Häfen von Malta ab und erreichten drei Tage später die Südfranzösische Küste. Hier begann am 15. August der Kampf um die Südfranzösische Küste. Die TG 88.2 unterstützte dabei die Landungseinheiten zwischen Cannes und Toulon. Bis zum 3. September blieb die USS HERNDON in dieser Task Group und schützte die Geleitflugzeugträger vor feindliche U-Boote und Luftangriffe. Dann fuhr der Zerstörer nach New York zurück, wo er für zwei Wochen mehrere experimentelle Operationen für das Naval Research Laboratory in der Chesapeake Bay durchführte. Gleich im Anschluss daran übernahm die USS HERNDON am 14. Oktober einen Schiffskonvoi und eskortierte diesen ins Mittelmeer. Am 12. November war der Zerstörer wieder an der US Ostküste und führte in der Casco Bay mehrere Kampfübungen durch. Bis Ende Januar 1945 eskortierte das Schiff mehrere Konvois entlang der US Amerikanischen Küste. Dann erhielt die USS HERNDON zusammen mit den Zerstörern USS TILLMAN und USS SATTERLEE ( DD-626 ) die Aufgabe den Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ) ins Mittelmeer zu begleiten. An Bord des Schweren Kreuzers hatte sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ) samt seinen Begleitern am 23. Januar eingeschifft. Die Zerstörer begleiteten den Schweren Kreuzer bis nach Malta. Dort begann vom 30. Januar bis zum 2. Februar die Konferenz von Malta. Dort tagten die Stabschefs und die Außenminister der USA und Großbritanniens. Am 2. Februar, dem letzten Tag der Konferenz, erreichte der Schiffskonvoi Malta und noch am selben Tag trafen sich der US Präsident und der britische Premierminister Sir Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) zu einer Unterredung und Vorbereitung der Konferenz von Jalta. Beide Staatschefs flogen am 3. Februar dorthin und vom 4. bis zum 11. Februar 1945 fand die Konferenz zusammen mit dem sowjetischen Staatschef Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) statt. Am 6. Februar verließ die USS HERNDON zusammen mit der USS QUINCY, USS TILLMAN und USS SATTERLEE den Hafen von Malta und fuhr innerhalb von zwei Tagen zum Bittersee im Suezkanal. Am 12. Februar schifften sich der US Präsident und seine Begleiter wieder an Bord des Schweren Kreuzers ein. Am folgenden Tag wurde dort Faruk I. ( 11. Februar 1920 – 18. März 1965 ), König von Ägypten und Haile Selassie I, ( 23. Juli 1892 – 27. August 1975 ), Kaiser von Äthiopien empfangen. Am 14. Februar empfing man an Bord des Schweren Kreuzers Abd al-Aziz ibn Saud ( 15. Januar 1876 – 9. November 1953 ), König von Saudi-Arabien zu Verhandlungen. Noch am 14. Februar legten die vier Schiffe wieder ab und fuhren über Alexandria, Ägypten nach Algier, Algerien, wo sie am 18. Februar anlegten. Nach einer weiteren Präsidentenkonferenz dort, legten die vier Schiffe wieder ab und wurden ab dem 21. Februar von dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) über den Atlantik begleitet. Am 27. Februar erreichten die Schiffe den Hafen von Newport News, Virginia.
In Norfolk bereitete man die USS HERNDON nun auf ihren Einsatz im Pazifik vor. Nach dem Abschluss der Ausrüstungsarbeiten und Schulungen, legte der Zerstörer am 21. April 1945 in Norfolk ab. Nach dem durchqueren des Panamakanals erreichte das Schiff den Hafen von San Diego, Kalifornien und fuhr gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo der Zerstörer am 15. Mai anlegte. Bis zum 12. Juli wurden nun mehrere Übungen mit Geleitflugzeugträgern durchgeführt. Dann legte die USS HERNDON ab und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von dort aus eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois bis nach Guam, südliche Marianen und Saipan, nördliche Marianen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Nach der Unterzeichnung der japanischen bedingungslosen Kapitulation am 2. September 1945 auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ), begann die USS HERNDON an der chinesischen Küste die Friedensbestimmungen durchzusetzen. Dazu legte der Zerstörer am 10. September im Hafen von Dairen, Mandschurei und am 16. September in Tsingtao, China an. Auf der USS HERNDON unterzeichnete Vizeadmiral Kanako, IJN die bedingungslose Kapitulation aller japanischer Kräfte im Bereich von Tsingtao, welche schon am 9. September vollzogen worden war. Der Zerstörer patrouillierte nun den Herbst und den Winter über vor der chinesischen und koreanischen Küste. Dabei beteiligte sich das Schiff auch an der Rückführung von japanischen Soldaten auf japanischen Prisenschiffen und unterstützte an der chinesischen Küste die Bewegungen der chinesischen Nationalistischen Truppen. Am 5. Dezember 1945 verwendete man die USS HERNDON für die Operation „Magic Carpet“, der Rückführung amerikanischer Soldaten an die US Westküste. Dafür legte der Zerstörer als Zwischenstopp in Shanghai, Okinawa, Eniwetok und Pearl Harbor an. Am 27. Dezember erreichte das Schiff San Diego. Nach dem Ausschiffen eines großen Teils der Veteranen legte der Zerstörer wieder ab, durchquerte den Panamakanal und legte am 15. Januar 1946 mit den restlichen Veteranen im Hafen von New York an. Kurz darauf verließ die USS HERNDON wieder New York und erreichte am 28. Januar den Hafen von Charleston, South Carolina. Dort stellte man am 8. Mai 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Im Januar 1947 verlegte man den Zerstörer in die Philadelphia Navy Yard, wo das Schiff eingemottet wurde. Lieutenant ( jg ) Robert M. Mead, USN, übernahm im Juni 1965 die Überführungsfahrt des Zerstörers nach Orange, Texas. Man strich am 1. Juni 1971 den Namen USS HERNDON ( DD-638 ) aus der US Navy – Liste und bereitete das Schiff auf sein weiteres Schicksal vor. Am 24. Mai 1973 verwendete man den Schiffskörper als Seeziel vor der Küste Floridas und versenkte ihn dort.


USS HERNDON ( DD-638 )
Commanding Officer

CDR Granville Alexander Moore        20. Dezember 1942 – 25. November 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Albert Thomas Church Jr.         25. November 1944 – 30. Dezember 1945

USS JEFFERS ( DD-621 )

USS JEFFERS ( DD-621 )

Biografie

William Nicholson Jeffers
* 6. Oktober 1824 in Swedesboro, New Jersey
† 23. Juli 1883 in Washington DC
war ein US Navy Offizier und diente im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und im amerikanischen Bürgerkrieg

Am 23. September 1840 ernannte man William Nicholson Jeffers zum Midshipman. Seinen Dienst auf See versah er unter anderen auf der Fregatte USS CONGRESS ( 1841 ) die unter dem Kommando von Captain Philip Falkerson Voorhees ( 23. Februar 1792 – 23. Februar 1862 ) stand. Danach wechselte er an Bord der Fregatte USS UNITED STATES ( 1797 ). Im Jahre 1846 schloss Jeffers die United States Naval Academy in Annapolis ab. Nachdem am 25. April 1846 der Mexikanisch-Amerikanischen Krieg ausgebrochen war, versetzte man Jeffers auf den im Mai angekauften Dampfer USS VIXEN ( 1846 ) der unter dem Kommando von Joshua Ratoon Sands ( 13. Mai 1795 – 2. Oktober 1883 ) stand. Dieses Schiff gehörte zum Blockadegeschwader unter dem Kommando von Commodore David Conner ( 1792 – 20. März 1856 ). Auf diesem Schiff nahm Jeffers an dem Angriff auf Alvarado, der Einnahme von Tobasco und der Bombardierung von Vera Cruz teil. Außerdem hatte die USS VIXEN zahlreiche Patrouillen- und Aufklärungsaufgaben. Nach dem Krieg versetzte man Jeffers an die Marineakademie wo er Dozent war. In den 1850er Jahren beteiligte er sich an zahlreichen Expeditionen in Mittelamerika und war an der Suche nach einer möglichen Landenge für einen künstlichen Kanal in Honduras verantwortlich. Dort beschäftigte er sich auch mit Vermessungsarbeiten. Danach übertrug man Lieutenant Jeffers das Kommando über den Dampfer USS WATER WITCH ( 1852 ) der vor Paraguay ankerte. Von 1858 bis 1860 diente Feffers als Artillerieoffizier auf den Schonern USS SARATOGA ( 1842 ) und der USS BROOKLYN ( 1858 ) deren erster Kommandant Captain David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) war. In den ersten Monaten des amerikanischen Bürgerkrieges kommandierte Jeffers den Seitenraddampfer USS PHILADELPHIA ( 1861 ) der als Patrouillenschiff auf dem Potomac River kreuzte. Im Mai 1861 sollte er mit dem Schiff Kriegsmaterial zum Fort Monroe transportieren. Dafür musste er Philadelphia und New York anlaufen um dieses Kriegsmaterial zu laden. Nach der Rückkehr in die Washington Navy Yard berichtete er, dass das Schiff nicht für die offene See gebaut worden war. Bis Anfang Oktober 1861 patrouillierte er daher auf dem Potomac River und transportierte Truppen flussabwärts zu Fort Washington. Danach versah Jeffers einen Offiziersposten auf der Fregatte USS ROANOKE ( 1855 ). Das Schiff gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und blockierte Charleston, South Carolina. Am 9. Oktober nahm Jeffers mit der USS ROANOKE an der Blockade von Hatteras Inlet teil. Und schon am 15. Oktober 1861 konnte mit Hilfe von Jeffers vor Charleston, South Carolina die konföderierten Schoner ALBION und ALERT sowie das Schiff THOMAS WATSON gefangen genommen werden. Im Dezember wechselte Jeffers wieder und übernahm das Kommando über den Dampfer USS UNDERWRITER ( 1852 ). Mit dem Schiff nahm er an der Eroberung von Roanoke Island und der Zerstörung des konföderierten Geschwaders das in Elizabeth City vor Anker lag. Nach der Verletzung von Captain John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ) während der historischen Auseinandersetzung zwischen der USS MONITOR ( 1862 ) auf der Unionsseite und dem konföderierten Panzerschiff CSS Virginia am 9. März 1862 übernahm Jeffers das Kommando über die zwei 11 Zoll Dahlgren Kanonen auf der Monitor. Mit dem Schiff war er an der erfolgreichen Uferbombardierung konföderierter Truppen am James River beteiligt. Im Juli 1862 beförderte man Jeffers zum Commander und übertrug ihm die Aufgabe bei allen zu bauenden Monitoren in Philadelphia und Washington DC die Artillerie zu inspizieren. Diese Aufgabe hatte er bis zum Ende des Krieges. Jeffers blieb auf der Philadelphia Navy Yard und übernahm das Kommando über die Schraubenschaluppe USS SWATARA ( 1865 ) die Miss Esther Johnson getauft worden war. Er stellte am 15. November 1865 das Schiff in den Dienst der US Navy. Das Schiff wurde dem Westindiengeschwader unterstellt und verließ am 12. Januar 1866 Hampton Roads mit dem Ziel Bermudas und den Westindischen Inseln. In den Häfen Port of Spain, Trinidad; La Guajiira, Venezuela; Curacao, Niederländisch Westindien und Havanna, Kuba waren Zwischenstationen. Am 1. Mai verließ die USS SWATARA wieder Havanna und kam am 7. Mai in der Washington Navy Yard an, wo es einer Reparatur unterzogen wurde. Am 16. Juni stach Jeffers mit der USS SWATARA wieder in See und fuhr nach Norfolk, Virginia. Die Schraubenschaluppe hatte man dem Europäischen Geschwader zugewiesen. Von Norfolk ging es nach Hampton Roads und von dort aus nach Faial, Azoren. Noch bevor die USS SWATARA in den Hafen von Lissabon einfuhr, meldete sich Captain Jeffers auf dem Flaggschiff des Geschwaders, der Dampfschraubenfregatte USS COLORADO ( 1856 ). Mit dem Geschwader ging es nach Southampton, England wo ein Kurzbesuch anstand. Da die USA besorgt waren wegen der Unruhen in Europa und speziell wegen des Preußisch-Österreichischen Krieges, verlegte man die USS SWATARA nach Bremerhaven, Deutschland wo das Schiff vom 3. August bis zum 8. September 1866 ankerte. Anschließend begann Jeffers mit dem Schiff eine Kreuzfahrt in Richtung Mittelmeer. Dabei besuchte er unter anderen die Häfen von Den Helder, Niederlande; Southampton, England; Cherbourg, Brest, Lorient, Rochefort und Bordeaux in Frankreich; Ferrol in Spanien und am 26. Oktober in Vigo. Dort besuchte er amerikanische Konsul in Spanien am 6. November die USS SWATARA. Um seine Pflichten im Mittelmeer zu erfüllen, legte Jeffers mit der Schraubenschaluppe in Tanger, Marokko und in Gibraltar an. Weitere spanische und französische Häfen folgten im November 1866. Da erhielt Jeffers die Nachricht sich mit der USS SWATARA nach Rom zu fahren wo der wegen der Verschwörung und Ermordung von US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 – 15. April 1865 ) gesuchte John Harrison Surratt, Jr. verhaftet worden war. Nachdem Jeffers im Hafen anlegte, erfuhr er das Surratt fliehen konnte und in Alexandria, Ägypten untergetaucht ist. Dort konnte man den Flüchtigen wieder einfangen und am 20. Dezember 1866 Jeffers übergeben. Mit dem Gefangenen trat die USS SWATARA die Heimreise an und legte im Februar 1867 in der Washington Navy Yard an. Nach der Ablieferung des Gefangenen fuhr Jeffers umgehend wieder zu seinem Geschwader ins Mittelmeer zurück. Der Heimathafen des Geschwaders war Lissabon. Von dort aus wurden alle Fahrten ins Mittelmeer unternommen. So bis Smyrna und Konstantinopel. Anfang 1868 kreuzte Jeffers mit der USS SWATARA vor der westafrikanischen Küste, ließ in Southampton notwendige Reparaturen durchführen, kehrte aber immer wieder zu seinem Ausgangspunkt in Lissabon zurück. Am 17. April 1869 war der letzte Hafenbesuch in Cadiz. Von dort aus kehrte Jeffers in die Heimat zurück und erreichte am 30. Mai die New York Navy Yard wo die USS SWATARA am 17. Juni 1869 außer Dienst gestellt wurde und Commander Jeffers von Bord ging. Im Juli 1870 ernannte man Jeffers zum Captain und übertrug ihm im April 1873 das Kommando über das Bureau of Ordnance. Dort war er verantwortlich für die Organisation, Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung für Marinekampfmittel. Für seine bis dahin gezeigten Leistungen, beförderte man ihn am 28. Februar 1878 zum Commodore. Das Bureau of Ordnace führte Jeffers bis 1881. Nach der Übergabe des Bureau of Ornance an Commodore Montgomery Sicard ( 30. September 1836 – 14. September 1900 ) erhielt Jeffers eine besondere Pflichtaufgabe in Europa. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten wollte er sich in Washington DC zu Ruhe setzen, doch er verstarb dort völlig unerwartet am 23. Juli 1883. Seinen Leichnam begrub man auf dem Friedhof der United States Navy Academy in Annapolis, Maryland.


USS JEFFERS ( DD-621 )

Schiffsbiografie

Die USS JEFFERS ( DD-621 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore William Nicholson Jeffers benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfundvierzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding & Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 25. s40002März 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lucie Jeffers Lyons, Urenkelin von Commodore William Nicholson Jeffers, taufte am 26. August 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Thomas McGarry stellte am 5. November 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in der Casco Bay, Maine führte die USS JEFFERS entlang der Küste vor Norfolk, Virginia mehrere Patrouillenfahrten durch. Am 18. Februar 1943 verlässt der Zerstörer den Hafen von Norfolk und beginnt seine erste Atlantiküberquerung. Das Schiff eskortiert zusammen mit der USS HERNDON ( DD-638 ) einen Schiffskonvoi bis nach Casablanca, Französisch – Marokko. Erst am 14. April legt der Zerstörer in Norfolk wieder an. Man versetzte dann die USS JEFFERS vor die Kanadische Küste, wo das Schiff vor der Naval Station Argentia, Neufundland patrouillierte. Ende Mai kehrte der Zerstörer nach Norfolk zurück und wurde dort für die kommende Aufgabe vorbereitet. Am 8. Juni erreichte die USS JEFFERS das Areal von Hampton Roads, Virginia, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man die USS JEFFERS in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS JEFFERS die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS BEATTY ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS JEFFERS vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen und wechselte nach Bizerte, Tunesien.
Dort gliederte man die USS JEFFERS in die TF 81 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 – 6. März 1978 ) befehligte. Das Kommandoschiff war das amphibische Truppentransportschiff USS SAMUEL CHASE ( APA-26 ). Für die Invasion auf Sizilien, Codename der Operation „Husky“, eskortierten neben der USS JEFFERS die Leichten Kreuzer USS BOISE ( CL-47 ) und USS SAVANNAH ( CL-42 ) und die Zerstörer USS HERNDON, USS GHERARDI ( DD-637 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS McLANAHAN ( DD-615 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS COLE ( DD-155 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ), USS DALLAS ( DD-199 ) und USS BERNADOU ( DD-153 ) Teile der Konvois NCF 1, TJF 1 und TJM 1 zum Anladepunkt im Sektor „Dime“ nahe Gela, Sizilien. 19.250 Soldaten der 1. US Infanteriedivision, befehligt von Generalmajor Terry de la Mesa Allen, Sr. ( 1. April 1888 – 12. September 1969 ), wurden durch die Transportschiffe befördert. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ). Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Bizerte vereinigte sich die Task Force 81 mit der Task Force 85 die von Mers-el-Kebir, Algerien kam. Am 9. Juli lag die alliierte Invasionsflotte vor Sizilien. Die TF 85 lag vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“ und die der TF 81 vor Gela. Die feindliche Luftaufklärung sichtete schon am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US amerikanischen Einheiten auf Gela. Die USS JEFFERS und alle anderen Schiffe der TF 81 unterstützten die Landeoperation mit ihren Schiffsgeschützen. Außerdem sollten sämtliche Kriegsschiffe mit ihren Suchscheinwerfern den Landungstruppen genügend Licht bieten damit diese ungehindert anlanden konnten, jene zusätzlich vor angreifenden feindlichen Flugzeugen schützen und wenn nötig die Task Force 81 während ihrer Anlandung unterstützen. Anfangs gab es eine geringe Gegenwehr. Doch am 11. Juli begann ein Gegenangriff deutscher Panzer. Neben der USS JEFFERS, den Leichten Kreuzern USS BOISE und USS SAVANNAH sowie den Zerstörern USS SHUBRICK, USS GLENNON, USS BUTLER, USS BEATTY, USS COWIE, USS TILLMAN und USS LAUB wurde mit den Schiffsgeschützen dieser Angriff zum Stehen gebracht. Bis zum 15. Juli dauerten die Kämpfe um den Brückenkopf der Alliierten. Nach der Stabilisierung des Brückenkopfes begann die USS JEFFERS mit U-Boot-Patrouillen vor Sizilien. Doch schon am 18. Juli kehrte der Zerstörer nach Bizerte zurück und übernahm dort zusammen mit der USS HERNDON einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen, und eskortierte diesen nach Palermo. Diesen sizilianischen Hafen erreichte der Konvoi am 31. Juli. Gleich am folgenden Tag legten die Zerstörer wieder ab und fuhren nach Mers-el-Kebir. Dort bereitete man die Schiffe auf die Überfahrt nach New York vor. In diesem Hafen legten die USS JEFFERS und die USS HERNDON am 22. August an. Man nahm in der New York Navy Yard mehrere Reparaturen an beiden Schiffen vor. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten setzte man die Zerstörer für Konvoifahrten nach Schottland ein. Im Zeitraum vom 5. September 1943 bis zum 22. April 1944 unternahmen so die Zerstörer fünf Fahrten nach Großbritannien. In dieser Zeit wurden Soldaten fast aller Waffengattungen sowie Kriegsmaterial und Kriegsgerät für die Landung in der Normandie transportiert. An der zweiten Eskortierfahrt nahmen neben der USS JEFFERS und USS HERNDON auch die USS MURPHY, vier weitere Zerstörer und zwei Schlachtschiffe teil. Diese Kriegsschiffe eskortierten siebzehn Frachtschiffe. Am Morgen des 21. Oktober 1943 legte der Konvoi UT.4 im Hafen von New York ab. Noch am selben Tag kollidierte die USS MURPHY mit dem Öltanker SS BULKOIL rund 75 Seemeilen von Long Beach Island, New Jersey entfernt. Dem Zerstörer wurde dabei der Bug abgetrennt und versank sofort. Sechsunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder fanden dabei den Tod. Die USS JEFFERS ging sofort nach dem Unglück längsseits zu dem havarierten Schiff und übernahm bis auf eine Notbesatzung alle Männer an Bord. Diese brachte man schnellstmöglich wieder zum Hafen und kehrte zum Konvoi zurück. Nach der Übergabe der Frachtschiffe des fünften Konvois am 22. April 1944, kehrte die USS JEFFERS nach New York zurück. Dort bereitete man den Zerstörer durch mehrere Trainingseinheiten für die Invasion auf die Normandie vor. Am 5. Mai legte die USS JEFFERS in New York wieder ab und fuhr an die britische Küste. Auch hier bereitete man sich intensiv auf die bevorstehenden Kämpfe vor. Am 3. Juni erreichte das Schiff Belfast, Irland. Dort lagen die Schiffe für den Angriff auf „Utah Beach“ und „Omaha Beach“. Die USS JEFFERS gehörte dabei zur Sicherungsgruppe für den Strandabschnitt „Utah Beach“. In dieser Sicherungsgruppe befanden sich außerdem die amerikanischen Zerstörer USS GLENNON, USS BARTON ( DD-599 ), USS O´BRIEN ( DD-415 ), USS WALKE ( DD-416 ), USS LAFFEY ( DD-459 ) und USS MEREDITH ( DD-434 ) sowie die französischen Korvetten FFS ACONIT und FFS RENONCULE. Am 6. Juni erreichten diese Schiffe der westlichen Naval Task Force ihren Angriffsabschnitt in der Baie de la Seine, Frankreich. Nachdem die Zerstörer vor diesem Strandabschnitt ihre Patrouillen gefahren waren auf der Suche nach deutschen U-Booten und Schnellen Torpedobooten, aber die Gewässer frei davon waren, schlossen sie sich zur Unterstützung der Landungstruppen mit ihren Schiffsgeschützen dem Bombardement gegen feindliche Landziele an. Gleich am zweiten Tag nach dem „D-Day“ erhielt die USS JEFFERS einen Treffer durch eine deutsche Küstenbatterie und wurde leicht beschädigt. Bis zum 29. Juni patrouillierte der Zerstörer vor der französischen Küste. Dabei wurden mehrere feindliche Flugzeuge abgeschossen und beschädigte Schiffe unterstützt. In den darauffolgenden zwei Wochen eskortierte der Zerstörer mehrere Frachtschiffe von Belfast aus nach „Utah Beach“. Auf diesen waren weitere Truppen, Kriegsgerät, Munition und vieles weitere. Am 16. Juli verließ die USS JEFFERS schließlich die französische Atlantikküste und fuhr in den Mittelmeerraum zurück. Dort versetzte man den Zerstörer in die Luftsicherung der Task Group 88.2 die an der Operation „Dragoon“, dem Angriff auf die Südfranzösische Küste, beteiligt war. Die Task Force 88 befehligte der britische Rear Admiral Sir Thomas Hope Troubridge ( 1. Februar 1895 – 29. September 1949 ). In der TG 88.2 befanden sich die amerikanischen Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und USS KASAAN BAY ( CVE-69 ), die britischen Geleitflugzeugträger HMS HUNTER ( D80 ) und HMS STALKER ( D91 ), die britischen Leichten Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ) und HMS CALEDON ( D53 ) und die amerikanischen Zerstörer USS JEFFERS, USS BUTLER, USS GHERARDI, USS HERNDON, USS MURPHY und USS SHUBRICK. Auf den Trägern befanden sich 216 Jagdflugzeuge. Am 12. August legten die Schiffe der TG 88.2 in den Häfen von Malta ab und erreichten drei Tage später die Südfranzösische Küste. Hier unterstützten sie die Landungseinheiten zwischen Cannes und Toulon. Die USS JEFFERS blieb bis zum 28. September in der TG 88.2 integriert und beschützte bis dahin die Geleitflugzeugträger. Dann verließ der Zerstörer diese Einheit und kehrte nach New York zurück, wo er am 7. Oktober anlegte. Dort bereitete man das Schiff auf seinen Einsatz im Pazifik vor. Dazu wurde es zu einem Hochgeschwindigkeitsminensuchboot umgerüstet und erhielt am 15. November die Kennung DMS-27. Im Hafen von New York legte die USS JEFFERS am 3. Januar 1945 ab und vereinigte sich mit den ebenfalls umgerüsteten Zerstörern und Minensuchern aus der neugegründeten MineRon 20. In dieser befanden sich die USS HAMBLETON ( DMS-20 ), das Flaggschiff der Einheit, USS MACOMB ( DMS-23 ), USS ELLYSON ( DMS-19 ), USS RODMAN ( DMS-21 ), USS EMMONS ( DMS-22 ), USS FORREST ( DMS-24 ), USS HOBSON ( DMS-26 ), USS HARDING ( DMS-28 ), USS BUTLER ( DMS-29 ) und USS GHERARDI ( DMS-30 ). Diese Schiffe durchquerten am 9. Januar den Panamakanal. Sie erreichten am 17. Januar den Hafen von San Diego, Kalifornien. Dort blieben sie bis Anfang Februar. Die Besatzungen der Schiffe wurden für die kommenden Einsätze bei mehreren Minensuch- und Schießübungen geschult und ausgebildet. Dann wechselten die Zerstörer und Minensucher nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii und führten dort weitere Übungen durch. Von dort aus fuhren sie zu dem amerikanischen Stützpunkt vor dem Atoll Ulithi, Karolinen. Die USS JEFFERS und die anderen Schiffe der MineRon20 versetzte man dort in die Task Force 52 die Rear Admiral William Henry Purnell Blandy ( 28. Juni 1890 – 12. Januar 1954 ) kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich die Zerstörer und Minensucher in der Task Group 52.2, der Minenflottille die von Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. ( 23. Februar 1888 – 15. September 1964 ) befehligte. In dieser TG befanden sich neben den Schiffen der MineRon20 die USS AARON WARD ( DM-34 ), USS ROBERT H SMITH ( DM-23 ), USS THOMAS E FRASER ( DM-24 ), HARRY F BAUER ( DM-26 ) und USS SHANNON ( DM-25 ) aus der MINDIV 7. Ziel dieser Task Force war Okinawa während der Operation „Iceberg“. Um die eventuell dortigen Verminungen zu beseitigen wurde diese Task Group 52.2 zuerst losgeschickt. Am 22. März erreichten die Schiffe der TG Okinawa und zwei Tage später begannen die Schiffe bei Kerama Retto mit der Suche und Vernichtung von Minen und der Kennzeichnung von Bootsgassen. Noch am ersten Tag nach der Ankunft näherten sich einige japanische Flugzeuge den Schiffen der TG, griffen aber nicht an. Das kombinierte Flakabwehrfeuer reichte noch aus um diese Flugzeuge weit genug entfernt zu halten. Am 26. März erfolgte dann der erste richtige Luftangriff die sich täglich wiederholten. Bis zum 1. April wurden mehrere Flugzeuge durch die Schiffe abgeschossen. Dann begann am 1. April der Angriff der amerikanischen Flotte auf Okinawa. In den ersten Tagen setzte man die USS JEFFERS neben der Luftverteidigung auch gegen feindliche U-Boote ein. Während eines japanischen Luftangriffes am 6. April konnten die Flakgeschützmannschaften auf dem Schiff einen feindlichen Bomber abschießen. Sechs Tage später erfolgte ein weiterer großer Luftangriff. Da befand sich die USS JEFFERS rund 70 Seemeilen nordwestlich von Naha, Okinawa. Mindestens einen dieser Angreifer konnten die Flakgeschützmannschaften dabei abschießen und wurden fast gleichzeitig durch eine bemannte Rakete vom Typ Yokosuka MXY-7 Ohkas getroffen. Dessen Pilot stürzte sich in einer Kamikazemanier auf das Schiff, verfehlte es aber nur knapp. Trotzdem wurde die USS JEFFERS beschädigt. Nach der Abwehr der japanischen Flugzeuge, unterstützte man auf dem Zerstörer und Minensucher die Rettung der Überlebenden von dem gesunkenen Radarpostenzerstörer USS MANNERT L ABELE ( DD-733 ) auf dem gleich zwei Yokosuka MXY-7 Ohkas einschlugen. Für vier Tage musste sich die USS JEFFERS auf Reede vor Karama Retto einigen Reparaturarbeiten unterziehen. Am 16. April versetzte man den Zerstörer und Minensucher in die Task Group 52.1 zur Sicherung und Minensuche vor einer Trägergruppe die vor Okinawa lag und die Bodentruppen mit ihren Flugzeugen auf Okinawa unterstützten. Bis zum 29. April blieb das Schiff dort und fuhr dann nach Guam, Marianen Archipel, wo es am 3. Mai für weitere Reparaturarbeiten anlegte. Im Apra Harbor, Guam begannen die Reparaturarbeiten an dem Zerstörer und Minensucher die bis zum 26. Juni 1945 dauerten. An diesem Tag war das Schiff auch für die kommenden Kämpfe wieder ausgerüstet worden und fuhr über Saipan, Nördliche Marianen und Ulithi nach Kerama Retto, Okinawa. Dort integrierte man die USS JEFFERS in die Task Force 39 die von Rear Admiral Alexander Sharp, Jr. kommandiert wurde und nördlich von Okinawa in der Ostchinesischen See mehrere Minenräumoperationen durchführen sollte um amerikanische und japanische Seeminen in einem 7.900 Quadratmeilen großen Seegebiet zu beräumen. In dieser TF befanden sich neben der USS JEFFERS die USS GHERARDI, USS ELLYSON, USS HAMBLETON, USS DORSEY ( DMS-1 ) und USS SOUTHARD ( DMS-10 ) als Zerstörer und Minensucher sowie die Zerstörer und Minenleger USS SHANNON, USS THOMAS E FRASER, USS ROBERT H SMITH und USS HENRY A WILEY ( DM-29 ). Neben diesen schnellen Schiffen gab es noch zweiundfünfzig der etwas langsameren aber ebenso erfolgreichen Minensuchboote. Das waren unter anderem die USS PREVAIL ( AM-107 ), USS SAGE ( AM-111 ), USS THREAT ( AM-124 ), USS VELOCITY ( AM-128 ), USS HAZARD ( AM-240 ), USS REBEL ( AM-284 ), USS GLADIATOR ( AM-319 ), USS TRIUMPH ( AM-323 ) und USS SHELDRAKE ( AM-62 ). Neben all diesen Minensuchschiffen gab es noch neunundvierzig Hilfsminensucher mit der Kennung YMS und sieben Netzleger mit der Kennung AN. Die USS JEFFERS lag am 15. August vor Kerama Retto um frischen Treibstoff zu bunkern und auch alle anderen Magazine zu füllen, als die Nachricht erteilt wurde, dass das japanische Kaiserreich in die bedingungslose Kapitulation eingewilligt habe. Am 27. August endete diese Mission für die USS JEFFERS und wechselte mit der USS ELLYSON, USS HAMBLETON, USS MACOMB, USS GHERARDI, USS FITCH ( DMS-25 ) und USS HOPKINS ( DMS-13 ) sowie der USS THOMAS E FRASER und USS GWIN ( DM-33 ), elf Hilfsminensucher, den Minensuchbooten USS REVENGE ( AM-110 ), USS TOKEN ( AM-126 ), USS TUMULT ( AM-127 ) und USS POCHARD ( AM-375 ), der Minenleger USS PICKET ( ACM-8 ) und zwei Motorkanonenboote zur Task Group 31.2. Die Task Force 31 befehligte Rear Admiral Oscar Charles Badger II ( 26. Juni 1890 – 30. November 1958 ). All diese Schiffe wurden in die Tokyo Bay verlegt und mussten dort nach Minen suchen damit große Kriegsschiffe dorthin einfahren konnten. Am 29. August begann diese Operation. Gleich hinter dem Minenräumkommando fuhren die größeren Truppentransporter mit den Besatzungstruppen in die Bay. Am 2. September erfolgte in der Tokyo Bay dann die feierliche Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ).
Die USS JEFFERS schloss sich im Anschluss einer Minensuchgruppe an die rund um die japanischen Inseln nach Minen suchten und diese auch entschärften. Die gefährlichste Mission dabei gab es in der Tsushima Straße zwischen der koreanischen Halbinsel und den japanischen Inseln. Diese enge Durchfahrt vom ostchinesischen zum japanischen Meer war regelrecht gespickt mit Minen. Damit war aber auch dann die neue Operationsbasis auf Sasebo, Japan frei und der Zerstörer und Minensucher konnte von dort aus bis in den November hinein im Gelben Meer seiner Aufgaben nachgehen. Am 5. Dezember legte die USS JEFFERS in Japan wieder ab und fuhr zurück an die US Amerikanische Westküste. Im Hafen von San Diego legte das Schiff am 23. Dezember an. Dort wurden die Magazine aufgefüllt und die Fahrt ging weiter. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte der Zerstörer und Minenleger am 9. Januar 1946 den Hafen von Norfolk. Hier überprüfte man den Schiffsrumpf eingehend und verlegte dann das Schiff am 12. Juni in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Dort blieb es für den Rest des Jahres 1946, bis auf die Ausnahme einer kurzen Trainingsfahrt in die Casco Bay, vor Anker liegen. 1947 beteiligte sich die USS JEFFERS im April und Mai an einem Manöver in der Karibik. Danach folgten mehrere Übungen an der Ostküste der USA. Das gesamte Jahr 1948 war dann schon geprägt von mehreren Ausbildungsübungen entlang der Ostküste und vor den verschiedensten Häfen. Schon in den ersten Wochen des Jahres 1949 beteiligte sich der Zerstörer und Minensucher an einigen Übungen in der Karibik und blieb danach bis auf einige wenige Ausfahrten entlang der South Carolina Küste in seinem Heimathafen vor Anker liegen. Man bereitete dort das Schiff und die Besatzung für ihre erste Mittelmeerkreuzfahrt vor. Diese begann am 6. September. Ziel dieser Kreuzfahrt war die Machtdemonstration der amerikanischen Marine. In dieser Zeit gab es mehrere politische Unruhen in Griechenland und Israel. Für die Machtdemonstration nahm die USS JEFFERS bis Oktober an Manövern rund um Malta teil. Nachdem sich im östlichen Mittelmeerraum die Lage wieder beruhigt hatte, entließ man den Zerstörer und Minensucher am 13. Oktober wieder in Richtung Heimat.
Bis auf eine Trainingsfahrt in die Guantanamo Bay im März, blieb die USS JEFFERS das gesamte Jahr 1950 im Hafen von Charleston liegen. Doch schon am 9. Januar 1951 legte der Zerstörer und Minenleger in seinem Heimathafen ab und stach in See für eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer. Dort gliederte sich das chiff in die 6. US Flotte ein und besuchte unter anderen die Häfen von Oran, Algerien; Palermo, Sizilien; Athen, Griechenland und Neapel, Italien. Zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte wurden mehrere Manöver durchgeführt. In ihrem Heimathafen legte die USS JEFFERS am 17. Mai 1951 wieder an. Hier begannen für den Zerstörer und Minensucher mehrere Minensuch- und Anti-U-Boot-Übungen bis zu seinem nächsten geplanten Einsatz einer Mittelmeerkreuzfahrt. Dafür legte das Schiff am 5. Juni 1952 in Charleston wieder ab und integrierte sich in die 6. US Flotte, wo es im Zusammenspiel mit Flugzeugträgern und Zerstörern mehrere Übungen absolvierte. Erst am 13. Oktober kehrte der Zerstörer und Minensucher nach Charleston zurück. Die USS JEFFERS verbrachte die erste Jahreshälfte von 1953 mit mehreren Ausbildungen vor den Virginia Cape. Danach musste sich das Schiff einer Überholung in der Norfolk Navy Yard unterziehen. Gleich im Anschluss daran rüstete man den Zerstörer und Minensucher für seine neue Aufgabe dort aus. Am 16. September 1953 legte das Schiff in Norfolk ab und übernahm den Geleitschutz des Flugzeugträgers USS BENNINGTON ( CVA-20 ). Zusammen mit Einheiten der Royal Canadian Navy fuhr der Verband ins Mittelmeer und nahm an mehreren Übungen und Hafenbesuchen teil. Die USS JEFFERS legte am 3. Februar 1954 in Charleston wieder an. In den folgenden Monaten führte das Schiff mehrere Operationen von New York bis Key West, Florida und in der Guantanamo Bay durch. Dabei wurden mehrere Reservistenschulungen durchgeführt. Am 15. Januar 1955 erhielt die USS JEFFERS ihre alte Kennung DD-621 zurück und am 23. Mai 1955 stellte man das Schiff in Charleston außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Den Namen USS JEFFERS ( DD-621 ) strich man am 1. Juli 1971 aus der US Navy – Liste und nach dem Abbau aller kriegstechnischen Anlagen verkaufte man am 25. Mai 1973 den Schiffskörper für 93.888,88 Dollar an die Southern Scrap Material Corporation in New Orleans, Louisiana zum verschrotten.


USS JEFFERS ( DD-621 )
Commanding Officer

LCDR William Thomas McGarry         5. November 1942 – 1943
CDR Donald Brewster Ramage           ? 1944
CDR Hugh Quinn Murray              ? 1945
CDR Coleman Hurdleston Smith            ?
CDR Richard Herbert Tibbets          Juni 1951 – Oktober 1952
CDR John Robert Welsh          Oktober 1952 – ?
LCDR George Willis Kingston            ? 1955 – ?

USS TILLMAN ( DD-641 )

USS TILLMAN ( DD-641 )

Biografie

Benjamin Ryan Tillman, Jr.
* 11. August 1847 im Edgefield District in der Nähe von Trenton, South Carolina
† 3. Juli 1918 in Washington DC
war ein US-amerikanischer Politiker, gehörte der Demokratischen Partei an und war von 1890 bis 1894 der 84. Gouverneur von South Carolina

Benjamin Ryan Tillman, Jr. war der zweite Sohn von Benjamin Ryan Tillman, Sr. und Sofia Ann Hancock deren Ahnen aus England stammten. Der ältere Bruder von Benjamin war George Dionysius Tillman ( 21. August 1826 – 2. Februar 1902 ). Der Vater von Benjamin besaß eine Farm von 2500 Hektar im Edgefield District und 48 Sklaven was ihn zu einem einflussreichen Mann machte.
Schon sehr früh zeigte der junge Benjamin einen entwickelten Wortschatz und ein starkes literarisches Interesse. Im Juli 1864 brach er seine Schulausbildung im Alter von siebzehn Jahren ab um in die Konföderierte Armee einzutreten. Er war aber wegen seines jungen Alters nicht aufgenommen worden. Nach einem sechstägigen Fußmarsch und dem durchschwimmen eines Mühlenteiches, fühlte der junge Tillman heftige Schmerzen in seinem linken Auge. Er hatte sich durch Bakterien einen Abszess in der linken Augenhöhle dabei zugezogen. Eine Bedingung die später zur Entfernung des linken Auges führen sollte. Er half auf der elterlichen Farm. Während des Wiederaufbaus der südlichen Bundesstaaten, trat Tillman Mitte der 1870er Jahre in eine paramilitärische Gruppe mit dem Namen „Red Shirts“ ein. Diese über den gesamten Bundesstaat operierende Organisation hatte den Sturz der Republikanischen Koalition vor Augen. Tillman führte seine Gruppe, den Edgefield County Sweetwater Sabre Club, am 8. Juli 1876 nach Hamburg, South Carolina wo Streitigkeiten zwischen Freigelassenen Negern und Weißen am 4. Juli auf der Hauptstraße entstanden waren. Grund dafür war ein festlicher Umzug der Schwarzen Miliz am Unabhängigkeitstag. Dort hatte sich ein Mob von rund 150 Weißen Männern versammelt nachdem sich die Schwarze Miliz von Hamburg sich geweigert hatte ihre Waffen abzugeben. Für Tillman war dies die erste beste Gelegenheit einen Aufstand zu provozieren und den Freigelassenen eine Lektion zu erteilen. Vier der Freigelassenen, Allan Attaway, David Phillips, Hampton Stephens und Albert Myniart wurden nach einer wilden Schießerei standrechtlich ermordet. Der Freigelassene Moses Park wurde auf der Flucht in der Nähe von Cook getötet. Der Weiße Mob erbeutete die Stadt Hamburg und beschädigte Häuser und Geschäfte der Freigelassenen. Eine Jury aus Untersuchungsrichtern klagte später 94 weiße Männer aus Aiken und Edgefield sowie aus dem Richmond County, Georgia an. Darunter befand sich auch Tillman. Doch strafrechtlich ist kein einziger verfolgt worden. Tillman etablierte sich durch seine Rolle während des Hamburg Massakers zu einer Leitfigur der Bewegung für eine Weiße Vorherrschaft. Er rühmte sich oft in den kommenden Jahren für seine Beteiligung und baute so seine politische Karriere bei Veranstaltungen aus. Seine lokale Popularität erreichte einen noch größeren Bekanntheitsgrad durch die Teilnahme an der Demokratischen Konvention 1876 wo Wade Hampton III ( 28. März 1818 – 11. April 1902 ) sich zum Kandidaten für das Gouverneursamt in South Carolina nominieren ließ. Im November 1876 begann die Wahl. Nicht nur Tillman unterdrückte in South Carolina erbarmungslos die Freigelassenen. Auch die Republikaner bekamen die Gewalt zu spüren. Im Edgefield County konnte daher Hampton 3134 Stimmen auf sich vereinen. Landesweit erreichte er einen knappen Sieg mit 1134 mehr Stimmen. Damit war aber auch die Ära des Wiederaufbaus durch die Republikanische Staatsregierung in South Carolina beendet. Die Unterdrückung der afroamerikanischen Freigelassenen die potenzielle Wähler in South Carolina waren, wurde durch auf Linie gebrachte Weiße immer weiter vorangetrieben. Mit dem Beginn der Amtszeit von Gouverneur Wade Hampton III im Jahre 1876 wurden in South Carolina in erster Linie die Reichen und die alteingesessenen Farmerfamilien, die vor dem amerikanischen Bürgerkrieg schon die politischen Fäden gezogen hatten und nun die alten Bedingungen zurück haben wollten, bevorzugt. Mit den Jahren aber verminderte sich immer mehr die Zahl der schon vorher nicht sehr bevölkerungsreichen einflussreichen Familien. Diese befanden sich nun nur noch entlang der Niederungen an der Küste von South Carolina und im Bereich der größeren Flüsse. Es herrschte dort eine Monokultur vor. Große Reisanbauplantagen waren hier vorherrschend. Jedoch bis 1883 fiel der Preis von Reis auf ein Drittel von dem was er vor der Gouverneurswahl von Hampton erbracht hatte. Der wirtschaftliche Rückgang war unaufhaltbar vorangeschritten. Selbst die westlich von diesen Reisanbauplantagen liegenden großen Baumwollanbauplantagen im Piemont warfen jedes Jahr immer weniger ab. Dort hatte man versucht seit dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges die Felder mit dem üblichen Handelsdünger zu bewirtschaften. Doch durch diesen Dünger gingen sämtliche Nährstoffe im Boden verloren und die Erträge fielen auch hier rapide nach unten. Doch in diesem Landesinnern von South Carolina gab es viele Kleinfarmer neben den großen Farmern. Diese Kleinfarmer waren in den 1880er Jahren ein immer wichtiger werdender Faktor in dem Wählerpotenzial des Landes. Die ihrigen Interessen waren zwar nicht die Interessen der Landesregierung, der großen Farmerfamilien, Bankiers und den Eisenbahnmagnaten, denn diese machten die Kleinfarmer verantwortlich für ihre wirtschaftliche Misere, aber sie hatten Zahlenmäßig die Mehrheit. Benjamin Ryan Tillman, Jr. erkannte dies schon sehr früh. Er präsentierte sich gegenüber dem gewöhnlichen weißen Farmer als Freund. Trotz seiner Elite Erziehung suchte er gerade in dieser Bevölkerungsschicht nach Unterstützung und baute damit eine starke Basis auf. Tillman selber besaß eine 400 Hektar große Plantage die von 31 meist Schwarzen Freigelassenen Pächtern und deren Familien bewirtschaftet wurde. Als Führer des Farmerverbandes handelte Tillman bessere Konditionen aus und konnte dadurch seine Karriere innerhalb der Demokratischen Partei vorantreiben. 1890 stellte er sich zur Wahl zum Gouverneur innerhalb seiner Partei. Mit der Gründung einer Genossenschaft die für diese kleinen Farmer war die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme geschaffen worden. Nach der Finanzkrise von 1873, wo die Kleinfarmer im Landesinneren zusätzliche Härten für ihre erzeugten Produkte erfahren mussten, schlossen sich bis 1875 zusammen und beteiligten sich an dem Genossenschafts Programm des Kaufens und Verkaufens. Neben diesem Zusammenschluss in einer Genossenschaft, erkannte Tillman außerdem, dass die Kleinfarmer ein großes Bedürfnis nach Bildung hatten um die Methoden der modernen Landwirtschaft durchführen zu können. Dazu begann er eine Reihe von eigener Ideen für die Agrarreform vorzulegen. Einige dieser Ideen von Tillman zogen die Aufmerksamkeit einflussreicher Persönlichkeiten des Staates an. Eine dieser Ideen war, eine Landwirtschaftsschule in South Carolina zu gründen die wie eine staatliche Universität arbeiten sollte. Einer dieser einflussreichen Persönlichkeiten war Thomas Green Clemson ( 1. Juli 1807 – 6. April 1888 ). Dieser war der Schwiegersohn von John Caldwell Calhoun ( 18. März 1782 – 31. März 1850 ) und ziemlich wohlhabend. Nach dem Tode von Clemson, hinterließ dieser ein Stiftungskapital von 80.000 $ und ein 814 Hektar großes Anwesen, genannt Fort Hill, zur Errichtung einer geplanten Landwirtschaftsschule. Diese Schule wurde ihm zu Ehren Clemson College genannt. Thomas Green Clemson hatte Benjamin Ryan Tillman zum Treuhänder auf Lebenszeit für diese neue Schule benannt. Tillman gründete nun auch noch die South Carolina Farmers Association um weitere Möglichkeiten zur Verbreitung neuer Agrarmethoden zu haben in der er auch seine Reden im Namen der Farmer drucken lassen konnte. Dieses Netzwerk des Farmerverbandes war ein Teil der politischen Macht von Tillman in South Carolina. Diese politische Macht und der Einfluss vergrößerten sich stetig. Am Ende des Jahres 1880 musste Tillman aber bei seiner ersten Teilnahme an der Gouverneurswahl eine Niederlage einstecken. Er verlor gegen Johnson Hagood ( 21. Februar 1829 – 4. Januar 1898 ) der ein Helfer von Wade Hampton III war. Benjamin Ryan Tillman war ein mitreißender Redner. Dies ließ er am 5. August 1885 während einer Genossenschaftssitzung in Bennetts deutlich werden. Tillman stellte dort seine Resolutionen zugunsten der Hilfe für die Kleinfarmer vor. Diese Rede, so fanden viele Zeitungen, war die Sensation des Treffens. Fast jeder Satz von Tillman wurde mit längerem Applaus beantwortet. Im Januar 1886 schrieb Tillman einen offenen Brief an alle Farmer von South Carolina. Diese Bevölkerungsschicht umfasste 76% des Staates. In diesem Brief stand, dass alle Farmer zu einer Konvention in Columbia, Hauptstadt von South Carolina, am 29. April 1886 eingeladen seien. Dort würden man versuchen die Probleme der Farmer im Land zu lösen. Die Reaktion darauf war, dass am 5. April Delegierte für diese Landesversammlung gewählt wurden. Rund 300 Delegierte erschienen am 29. April zur landesweiten „Farmers Convetion“. Dies war das erste Landesweite Treffen des Farmerverbandes. Tillman wurde auf diesem Treffen gefeiert. Dies war für ihn der erste Schritt einer weiteren politischen Kampagne 1886. Noch hatte Tillman aber nicht die Kontrolle über die Demokratische Partei. Dies sollte später folgen. Er konnte aber schon innerhalb der Demokratischen Partei das Nominierungssystem für die Wahl zum Gouverneur beeinflussen. Hugh Smith Thompson ( 24. Januar 1836 – 20. November 1904 ) war am 1. Dezember 1882 zum Gouverneur und Nachfolger von Johnson Hagood ernannt worden. Der Vizegouverneur John Calhoun Sheppard ( 5. Juli 1850 – 7. Oktober 1931 ) ersetzte am 10. Juli 1886 den zurück getretenen Thompson im Amt des Gouverneurs. Dieses Amt beendete er nach der vollen Amtszeit am 30. November 1886. Der nachfolgende Gouverneur war John Peter Richardson III ( 25. September 1831 – 6. Juli 1899 ) dessen Familie schon vier Gouverneure in der Geschichte von South Carolina gestellt hatte. Von Richardson wurde daher nicht erwartet, dass er einen Wandel in der Politik des Staates vorantreiben werde. Deshalb unterstützte Tillman John Calhoun Sheppard bei dessen Nominierung 1886. Aber Sheppard verlor sie. Tillman bereitete daraufhin seine eigene Kandidatur für die folgende Gouverneurswahl vor. Er sicherte sich im Jahre 1890 die Nominierung der Demokratischen Partei. Anschließend gewann er mit 80% der Wählerstimmen gegen seinen Kontrahenten Alexander Cheves Haskell ( 22. September 1839 – 13. April 1910 ). Vom 4. Dezember 1890 an war er nun Gouverneur von South Carolina. Nach seiner zweijährigen Amtszeit wurde er für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt, da es keinen Gegenkandidaten gab. In seiner vierjährigen Amtszeit konnte Tillman einige ökonomische und sozialpolitische Fortschritte in seinem Bundesstaat erzielen. So konnte der Eisenbahnausschuss neue Tarife festlegen und der Staatshaushalt erhöhte die Ausgaben für das Bildungswesen. Die Arbeitszeiten in der Baumwollverarbeitenden Industrie wurde auf 66 Stunden pro Woche und 11 Stunden pro Tag gesenkt. Alkohol durfte nur noch durch staatliche Stellen per Gesetz verkaufen. Tillman konnte im Juli 1893 das Clemson Agricultural College offiziell eröffnen. Im ersten Jahrgang hatten sich gleich 446 Studenten eingeschrieben. Das am 15. November 1886 von David Bancroft Johnson ( 10. Januar 1856 – 26. Dezember 1928 ) gegründete Winthorp College in Columbia hatte von dem Bostoner Philanthrop Robert Charles Winthrop ( 12. Mai 1809 – 16. November 1894 ) einen Zuschuss von 1.500 $ erhalten um junge Frauen zu erziehen. Mit neunzehn Studentinnen und einem Lehrer eröffnete das College. Doch es wurde schon nach kurzer Zeit zu eng. In seiner Amtszeit konnte Benjamin Ryan Tillman, Jr. für dieses College 1893 in Rock Hill eine neue Heimat finden. 1894 fand die feierliche Grundsteinlegung des Hauptgebäudes statt. Dieses erhielt später den Namen Tillman Hall. Auch das Hauptgebäude vom Clemson College in Rock Hill erhielt nach Tillmans Tod dessen Namen verliehen. Dessen ungeachtet war Benjamin Ryan Tillman ein Rassist und Machtpolitiker. In der Zeit in der er das Amt des Gouverneurs ausübte, begann er seine Gegner aus der Demokratischen Partei und aus Regierungsämtern zu entfernen und besetzte zum Beispiel bis 1893 sämtliche Richterstellen mit seinen eigenen Anhängern neu. In den frühen 1880er Jahren wurde die Southern Farmers Alliance, eine nationale Organisation gegründet. In South Carolina selber wurde dieses Bündnis ab 1888 aktiv und war somit ein Rivale von Tillmans Farmers Association. Diese Alliance mündete in eine Populist Party ( Volkspartei ) die ihren Höhepunkt 1892 hatte. Diese Partei war fpür die Abschaffung der Nationalbanken, für eine einheitliche Einkommenssteuer, für Direktwahlen der Senatoren, für eine Reform des öffentlichen Dienstes, für eine Arbeitstag von acht Stunden und die Regierung sollte die Kontrolle über die Eisenbahn, Telegraphen und Telefone ausüben. Tillman selber unternahm jede Möglichkeit um in South Carolina die Entwicklung dieser unabhängigen Volkspartei zu verhindern. Er war außerdem ein vehementer Gegner der Rassengleichheit und des Wahlrechts für Schwarze. Dazu bekannte er sich auch öffentlich. So rief er stolz 1900 aus „Wir haben unser Bestes gegeben damit die Schwarzen keine Wähler werden. Haben uns die Köpfe zerkratzt um herauszufinden wie wir die letzten von ihnen beseitigen. Wir stopften Urnen, wir hängten sie, wir müssen uns nicht schämen“. Am 4. Dezember 1894 war die Amtszeit von Gouverneur Benjamin Ryan Tillman beendet. Ihm folgte am 9. Januar 1895 John Gary Evans ( 15. Oktober 1863 – 27. Juni 1942 ). Tillman bewarb sich noch im Jahre 1894 in der Legislative des Staates für einen Platz im Senat der Vereinigten Staaten von Amerika. Es gelang ihm Senator Matthew Calbraith Butler ( 8. März 1836 – 14. April 1909 ), dieser hatte am Hamburg Massaker teilgenommen, von seinem Amt zu verdrängen. Tillman wurde drei Mal wiedergewählt und amtierte vom 4. März 1895 bis zu seinem Tode im Jahre 1918 im Amt. Er war ein hitzköpfiger und maßloser Redner. Im Senat erhielt er seinen Spitznamen „Pitchforc Ben“ ( Heugabel Ben ) nach einer seiner Senatsreden 1896 in der er ankündigte nach Washington zu gehen und seine Heugabel in den Rumpf von US Präsident Stephen Grover Cleveland ( 18. März 1837 – 24. Juni 1908 ) stecken werde. Mit solch einer Ankündigung gewann er die Wählerherzen im Sturm da man von ihm wusste, dass er auch solch Entschlossenes umsetzen werde. Ab dem Jahre 1895 hatte Tillman außerdem nun die Plattform im Senat, der von Demokraten dominiert wurde, um in der Landesverfassung einige Aufnahmen von Bestimmungen durchzusetzen. So wurde unter anderem eine Koalition zwischen den Republikanern und der populistischen Volkspartei unterbunden. Die meisten Schwarzen wurden entrechtet und ebenso viele verarmte Weiße. Damit trug Tillman wesentlich dazu bei, dass die Bedingungen wie sie vor dem amerikanischen Bürgerkrieg herrschten, in South Carolina wieder Einzug halten konnten. So wurden die Gleichheitsrechte der Afroamerikaner wieder rückgängig gemacht und sie wurden politisch entmachtet indem man ihnen offiziell das Wahlrecht entzog. Grundlage für das Wahlrecht war die Kopplung von Bildung und Eigentum. Dieses politische System sollte bis nach dem Erlass der Bundesbürgerrechtsgesetze im Jahre 1965 erhalten bleiben. Im Jahre 1901 lud US Präsident Theodore Roosevelt ( 27. Oktober 1858 – 6.Januar 1919 ) den afroamerikanischen Pädagogen, Autor, Redner und Berater des Präsidenten Booker Taliaferro Washington ( 5. April 1856 – 14. November 1915 ) zu einem Essen in das Weiße Haus ein. Senator Tillman war darüber außer sich. Er kommentierte diese Angelegenheit wie folgt: „Dass Präsident Roosevelt diesen Nigger eingeladen hat, muss zwangsläufig dazu führen, dass wir gut Tausend Nigger im Süden töten müssen, bis die wieder begriffen haben, wo sie stehen“.
Während seiner Karriere im Senat von South Carolina, wurde Tillman für eine verbale Auseinandersetzung am 22. Februar 1902 vom Senat getadelt da er einen Rhetorischen Angriff auf Senator John Lowndes McLaurin ( 9. Mai 1860 – 29. Juli 1934 ) gestartet hatte. Diesen rügte man ebenfalls da er sich in diese Auseinandersetzung ziehen ließ. Das Ergebnis dieser Debatte war, dass ein Katalog über Bestimmungen und Regeln aufgestellt wurde. In stand dem unter anderem, dass kein Senator das Recht habe in einer Debatte direkt oder indirekt oder durch jede Form von Wörtern einem anderen oder mehreren Senatoren etwas unterstellen darf. Jedwedes Verhalten dagegen ist ein unwürdiges Motiv und einem Senator unwürdig. Benjamin Ryan Tillman wurde auch für seine Verbalattacke vom Weißen Haus ausgeschlossen.
Tillman schwankte in seinen öffentlichen Rollen hin und her. Einmal war er einem wilden Mann vergleichbar der unverschämte Ansprüche stellte, das andere Mal war er ein ausdauernder Gesetzgeber und Ausschussvorsitzender. Bei den Verhandlungen mit den Eisenbahnmagnaten und mit den Rechtsvorschriften der Navy an der Küste South Carolinas war Tillman der Wortführer bei den Demokraten in dieser progressiven Ära. Er übernahm auch die Führung in der Wahlkampffinanzierungsreform. Vom 57. bis zum 59. Kongress war Tillman der Vorsitzende des Ausschusses für Revolutionäre Ansprüche, außerdem saß er vom 61. bis zum 62 Kongress im Ausschuss für die Ansprüche der „Fünf zivilisierten Indianerstämme“ Cherokee, Chickasaw, Choctaw, Creek und der Seminole. Vom 63. bis zum 65 Kongress war Tillman im Ausschuss für US Navy Angelegenheiten. Während des Ersten Weltkrieges, vom 13. Dezember 1916 bis 30. Januar 1917, ließ Tillman sechs Designstudien für „Maximale Schlachtschiffe“ vom Bureau of Construction and Repair für die US Navy erarbeiten. Die Grenzen dieser „Maximalen Schlachtschiffe“ gaben die Abmessungen der Schleusen des Panamakanals vor. Die US Navy war aber an der hundertprozentigen Umsetzung der Designs nicht interessiert und suchten Unterstützung im Ausschuss für US Navy Angelegenheiten. Auf Antrag vom Marineminister Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 – 15. Januar 1948 ) nahmen diese Designs auf den Bau der South Dakota – Klasse Einfluss und wurden nur an den Größen der Geschütztürme geändert.
Benjamin Ryan Tillman übernahm in der Bahnregulierung die Führung obwohl sein direkter republikanischer Gegner der US Präsident Theodore Roosevelt ihn mit dem Hepburn Gesetz von 1906 ausmanövriert hatte. 1907 legte Tillman dafür das Tillman Gesetz vor, das erste Bundesgesetz zur Wahlkampffinanzierungsreform, welches verbot materielle Beiträge für föderale politische Kampagnen zu nehmen. Gleich nach der Vorlage wurde dieses Gesetz im Kongress verabschiedet.
Am 3. Juli 1918 verstarb Senator Tillman im Amt in Washington DC. Man beerdigte ihn auf dem Ebenezer Friedhof in Trenton, South Carolina.


USS TILLMAN ( DD-641 )

Schiffsbiografie

Die USS TILLMAN ( DD-641 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von US Senator Benjamin Ryan Tillman, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundsechzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina wurde am 1. Mai 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary L. Langell Moore ( 1860 – ? ), Ehefrau des amerikanischen Geschäftsmanns und Politikers ( Charles Sumner Moore ( 8. Januar 1857 – 20. Juli 1915 ) aus Oregon, taufte am 20. Dezember 1941 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Francis Douglas McCorkle ( 24. Februar 1903 – 20. November 1990 ) stellte am 4. Juni 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Von Juni bis September 1942 führte die USS TILLMAN mehrere Erprobungs- und Ausbildungsfahrten entlang der US Ostküste durch. Danach eskortierte der Zerstörer Schiffskonvois entlang der Küste und nahm an einigen Manövern und amphibischen Operationen zur Vorbereitung auf die kommende Invasion an der marokkanischen Küste teil. Diese Übungen und Manöver endeten am 24. Oktober und die USS TILLMAN legte im Hafen von Norfolk an. Man gliederte dort den Zerstörer in die Task Group 34.9, der zentralen Angriffsgruppe, ein. In dieser TG 34.9 befanden sich 15 Truppentransportschiffe die von den Zerstörern USS TILLMAN, USS BRISTOL ( DD-453 ), USS EDISON ( DD-439 ), USS WOOLSEY ( DD- 427 ), USS ROWAN ( DD-405 ), und USS DOYLE ( DD-494 ) sowie 6 Minensuchbooten und den beiden U-Booten USS GUNNEL ( SS-253 ) und USS HERRING ( SS-233 ) eskortiert wurden. Zusätzlich integrierte man in diesen Verband noch den Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), den Geleitflugzeugträger USS SUWANSEE ( CVE-27 ), die Zerstörer USS ELLYSON ( DD-454 ), USS FORREST ( DD-461 ), USS FITCH ( DD-462 ), USS CORRY ( DD-463 ) und USS HOBSON ( DD-464 ) sowie einen Tanker. Außerdem befanden sich in dieser TG zur Feuerunterstützung der Landungskräfte der Schwere Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN ( CL-40 ). Diese wurden von den Zerstörern USS WILKES ( DD-441 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS MURPHY ( DD-603 ) gesichert. Alle diese Kriegsschiffe eskortierten dabei den Geleitzug UGF 1, bestehend aus 112 Transport- und 3 Frachtschiffen. Noch am selben Tag, den 24. Oktober, legte der Verband in Norfolk ab und erreichte am 7. November seine Ausgangsstellung vor Casablanka, Marokko. Die USS TILLMAN lag da ungefähr sechs Seemeilen von de afrikanischen Küste entfernt. Dort gruppierte man die einzelnen Untergruppen des Verbandes für den Angriff am folgenden Tag um. Auf den Schiffen begannen die Vorbereitungen für die Landungen. Mit dem Beginn der Schlacht um die französischen Territorien unter der mit Deutschland kollaborierenden Vichy Regierung am 8. November, unterstützte die USS TILLMAN mit ihren Schiffsgeschützen die Invasionstruppen. Zusammen mit dem Minensucher USS AUK ( AM-57 ) stößt der Zerstörer an diesem Tag auf einen kleinen französischen Schiffskonvoi, bestehend aus sechs Handelsschiffen die von dem Vermessungsschiff ESTAFETTE, welches zu dem Patrouillenboot W-43 umgerüstet worden war, stellen. Trotz Warnschuss der USS TILLMAN fuhren die französischen Schiffe weiter. Erst nachdem das Patrouillenboot durch Geschützfeuer des Zerstörers beschädigt worden war und auf Grund gesetzt werden musste um es zu retten, ließen drei französische Frachtschiffe Enterkommandos an Bord. Zwei Tage später kommen amerikanische Truppen bei Casablanca unter schweres Geschützfeuer durch mehrere französische Zerstörer. Die Zerstörer USS TILLMAN und USS EDISON ( DD-439 ) griffen zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA diese französischen Schiffe an. Gleichzeitig aber schossen sich auch die noch existierenden französischen Küstenbatterien bei El Hank auf die drei alliierten Kriegsschiffe ein. Mit einer Geschwindigkeit von 34 Knoten manövrierte Lieutenant Commander Francis Douglas McCorkle seinen Zerstörer in die Nähe der feindlichen Schiffe und ließ von allen Geschützen auf diese schießen. Einer der französischen Zerstörer wurde dabei so schwer getroffen, dass er durch seine zerstörte Ruderanlage nur noch im Kreis fahren konnte und die anderen Zerstörer sich auf ihre Ausgangsstationen zurückzogen.
Da die auf Reede liegenden leeren und vollen Fracht- und Transportschiffe sehr gute Zielscheiben für deutsche U-Boote abgaben, entschied man umgehend mit der Rückführung der entladenen Schiffe an die Ostküste der USA. Grund dafür waren vermehrt Angriffe deutscher U-Boote. So schlich sich am 11. November 1942 U-173, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Adolf Schweichel ( 26. Mai 1915 – 16. November 1942 ), in die Nähe der auf Reede liegenden Schiffe. Kommandant Schweichel ließ zwischen 19:48 Uhr und 19:56 Uhr drei Torpedos auf die verankerten Schiffe abfeuern. Man nahm auf dem U-Boot drei Detonationen wahr. Visuelle Beobachtungen konnten nicht wahrgenommen werden, da das U-Boot sich schon im Tauchvorgang befand. Ein jeder der Torpedos hatte getroffen. Der erste Torpedo traf den Truppentransporter USS JOSEPH HEWES ( AP-50 ). Verzweifelt versuchte man zwar das Schiff noch bis zum Strand fahren zu können, aber das Vorschiff nahm viel zu schnell Wasser auf und die Propeller schauten aus dem Wasser. Captain Robert McLanahan Smith, Jr. ( 1896 – 11. November 1942 ) gab dann den Befehl zum verlassen des Schiffes. Er und über 100 Besatzungsmitglieder und Soldaten verloren ihr Leben während das Schiff in den Fluten versank. Der zweite Torpedo traf den Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ). Durch Ballastverschiebung konnte der Tanker seine Manövrierbarkeit behalten und fuhr selbständig am 23. November nach Gibraltar für eine dreimonatige Reparatur. Der dritte Torpedo traf mittschiffs die USS HAMBLETON selber. In der folgenden Nacht torpedierte U-130, Kommandant Korvettenkapitän Ernst Kals ( 2. August 1905 – 2. November 1979 ), die Truppentransporter USS EDWARD RUTLEDGE ( AP-52 ), USS HUGH L SCOTT ( AP-43 ) und USS TASKER H BLISS ( AP-42 ) und versenkte sie. Daher stellte man auf amerikanischer Seite schon am 13. November den ersten Schiffskonvoi zusammen und ließ ihn in Richtung US Amerikanische Ostküste in See stechen. Doch die deutschen U-Boote gaben noch nicht auf. Am 15. November 1942 beschädigte das deutsche U-Boot U-173, Kommandant Fregattenkapitän Heinz-Ehler Beuke ( 12.01.1904 – ? ), mit einem Torpedo das amphibische Angriffstransportschiff USS ELECTRA ( AKA-4 ) welches vor Fedala auf Reede lag. Mehrere Zerstörer wurden daraufhin auf das U-Boot angesetzt da es schon einige Tage vorher drei Schiffe angegriffen hatte. Am folgenden Tag konnten die USS SWANSON, USS WOOLSEY und USS QUICK ( DD-490 ) die U-173 aufspüren und mit Wasserbomben versenken. Die USS TILLMAN blieb in der Task Group 34.9 integriert. Zusammen mit zehn Transportschiffen, drei Frachtschiffen, drei Minenlegern und zwei Tankern aus dem Konvoi GUF 1 stach der Zerstörer am 17. November von Casablanca aus in See. Zur Task Group gehörten noch der Leichte Kreuzer USS BROOKLYN, der Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) und die Zerstörer USS BRISTOL, USS EDISON, USS WOOLSEY, USS WILKES, USS SWANSON, USS FORREST ( DD-461 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS COLE ( DD-155 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS LUDLOW ( DD-438 ), USS MACOMB ( DD-458 ), USS KEARNY ( DD-432 ) und USS PARKER ( DD-604 ). Am 28. November erreichten die Schiffe unbeschadet ihren Zielhafen bei Hampton Roads, Virginia. Die USS TILLMAN legte am 1. Dezember 1942 im Hafen von New York an. Von hier aus übernahm der Zerstörer weiterhin am Konvoidienst entlang der amerikanischen Ostküste teil. Zwischendurch beteiligte sich das Schiff auch an Übungen in der Casco Bay, Maine. In den frühen Morgenstunden des 8. Februar 1943 legte die USS TILLMAN im Hafen von New York ab. Es war noch Nacht und die Gezeiten waren ungewöhnlich stark. Da rammte der Zerstörer fast ein ordnungsgemäß beleuchtetes Handelsschiff das direkt im Kanal verankert war. Seitlich schrammte der Zerstörer gerade so noch an dem Bug des Handelsschiffes vorbei. Doch durch den Minenausleger am Bug des zivilen Schiffes wurde der Schiffsrumpf des Zerstörers unterhalb der Wasserlinie beschädigt. Umgehend kehrte das Schiff in den Hafen von New York zurück, wo es einer umfassenden Reparatur unterzogen werden musste. Danach setzte man die USS TILLMAN in den Monaten Februar und März wieder im Eastern Sea Frontierbereich, dieser betrug 200 Seemeilen von Kanada bis nach Jacksonville, Florida in den Atlantik, zur U-Boot Patrouille und zu Eskortierarbeiten ein. Zusätzlich nahm der Zerstörer aber auch wieder an mehreren Übungen teil. Doch schon im Frühjahr 1943 eskortierte der Zerstörer Schiffskonvois über den Atlantik bis an die marokkanische Küste.
Ende Mai kehrte der Zerstörer nach Norfolk zurück und wurde dort für die kommende Aufgabe durch weitere Übungen vorbereitet. Am 8. Juni erreichte die USS TILLMAN das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dazu verlegte man die USS TILLMAN in die Task Force 65 die von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde. Zur Vorbereitung der Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien, legte der Schiffskonvoi UGF 9, bestehend aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, am 11. Juni in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. In diesem Verband befanden sich neben der USS TILLAN die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS DAVISON ( DD-618 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS BEATTY ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Am 25. Juni 1943 erreichten die Schiffe der TF 65 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS TILLMAN vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich neben der USS TILLMAN außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS EARLE, USS COWIE, USS DORAN, USS DAVISON, USS MERVINE, USS QUICK, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Den Oberbefehl über die amphibische Operation zur Einnahme von Sizilien hatte General Dwight David Eisenhower ( 14. Oktober 1890 – 28. März 1969 ). Schon zwei Tage nach dem Ablegen von Mers-el-Kebir vereinigte sich die Task Force 85 mit der Task Force 81 die von Bizerte, Tunesien kam. Am 9. Juli lag die Invasionsflotte der TF 85 vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“. Die feindliche Luftaufklärung sichtete schon am 9. Juli um 16:30 Uhr die anrückende Flotte. Doch wegen eines heraufziehenden Unwetters glaubte man im faschistischen Hauptquartier auf Sizilien nicht an einen Angriff. Doch am folgenden Tag um 2:45 Uhr begann der Angriff der US Amerikanischen Einheiten. Die USS TILLMAN feuerte ihre erste Salve um 3:31 Uhr auf den gelben Strand. Eine knappe Stunde später griffen deutsche Bomber die Angriffsflotte an. Sechs Bomben warfen die feindlichen Flugzeuge auf die USS TILLMAN ab. Doch diese Bomben explodierten auf der Steuerbordseite des Zerstörers in einer Entfernung von nicht ganz 300 Metern. Die dadurch entstandene Druckwelle ließ das Radar auf dem Schiff kurzzeitig ausfallen. Nach einer weiteren Stunde konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers eine deutsche Küstenbatterie zum Schweigen bringen. Um den eigenen alliierten Truppen während der Landung keinen Schaden zuzufügen, mussten die Kriegsschiffe von dem Beschuss tieffliegender feindlicher Flugzeuge Abstand nehmen. Diese unterflogen so das Radar der amerikanischen Schiffe und klinkten ihre Bomben auf die anlanden Truppen aus ohne selbst einen Schaden davon zu tragen. In der Nacht vom 10. zum 11. Juli patrouillierte die USS TILLMAN vor den Invasionsstränden. Am Morgen des 11. Juli gab es wieder einen Luftangriff. Die Flakgeschützmannschaften auf dem Zerstörer halfen dabei mit, dass diese Flugzeuge nicht ihr Ziel erreichten. Wenige Stunden später beorderte man die USS TILLMAN nach Gela. Dort gab es einen Gegenangriff deutscher Panzer. Zusammen mit den Leichten Kreuzern USS BOISE und USS SAVANNAH ( CL-42 ) sowie den Zerstörern USS SHUBRICK, USS JEFFERS, USS GLENNON, USS BEATTY, USS LAUB, USS COWIE ( DD-632 ) und der USS TILLMAN wurde mit den Schiffsgeschützen dieser Angriff zum Stehen gebracht. Bis zum 15. Juli dauerten die Kämpfe um die Brückenköpfe der Alliierten auf Sizilien. Die USS TILLMAN eskortierte einen Schiffskonvoi am 16. Juli nach Oran, Algerien zurück. Vor dieser afrikanischen Küste begann der Zerstörer nun seine U-Boot Patrouillen zu fahren bis genügend entladene Frachtschiffe von Sizilien wieder eingetroffen waren. Zusammen mit der USS DAVISON und anderen Kriegsschiffen legte die USS TILLMAN am 28. Juli in Mers-el-Kebir ab und
eskortierte einen Schiffskonvoi nach New York. Dort legen die Schiffe am 8. August 1943 an. Hier stellte man einen neuen Schiffskonvoi zur Versorgung der Einheiten auf Sizilien zusammen. Mit der USS BEATTY, USS KENDRICK, USS DAVISON und anderen Kriegsschiffen, legte die USS TILLMAN am 21. August in New York wieder ab und eskortierte den Schiffskonvoi UGF-10 nach Bizerte, Tunesien. Nach dem passieren der Meerenge von Gibraltar am 2. September, erhält man auf dem Zerstörer einen Funkspruch. Es sollen sich mehrere Flugzeuge dem Schiffskonvoi nähern. Leichter Dunst am Himmel schränkte die Sicht an diesem Tage bis auf 2.000 Metern ein. Da erschienen auch schon die angekündigten Flugzeuge. Fälschlicherweise nahm man aber an, dass es alliierte waren. Doch dann fielen auch schon die ersten Torpedos ins Wasser. Die USS TILLMAN konnte die Torpedos ausmanövrieren. Der nahste ging gerade einmal dreißig Meter auf der Backbordseite an dem Zerstörer vorbei. Die USS KENDRICK erhielt einen Torpedotreffer durch eine Heinkel He 111 und wurde beschädigt. Zwei Tage später erreichte man den Zielhafen und legte in Bizerte an. Doch hier in Sicherheit zu sein war eine Illusion. Am 6. September gab es einen dreißig minütigen Luftangriff. Die Flak- und Maschinengewehrbesatzungen schossen auf die angreifenden Flugzeuge ohne aber nennenswerte Erfolge verzeichnen zu können. Durch eine auf dem Deck explodierende Bombe, werden dreizehn Besatzungsmitglieder der USS TILLMAN verletzt. Am folgenden Tag patrouillierte der Zerstörer wieder vor der tunesischen Küste und am 8. September schloss sich der Zerstörer dem schnellen US Konvoi GUF-10 an den auch die USS BEATTY und DAVISON eskortierten. Auf der Heimfahrt hatten die Zerstörer einen U-Boot Kontakt und man warf mehrere Wasserbomben über Bord. Aber ohne Ergebnis. Ohne weitere Ereignisse erreichte der Konvoi am 21. September wieder New York. Nach einer Überholung der USS TILLMAN waren am 7. Oktober weitere Anti-U-Boot Ausbildungen waren vor der Ostküste abgeschlossen. CDR Charles Slack Hutchings erhielt nun Befehl mit der USS TILLMAN den Atlantik zu überqueren und einen Konvoi vom 7. bis zum 17. Oktober 1943 nach Bangor, Nordirland zu begleiten. Diesen Schiffskonvoi eskortierten neben der USS TILLMAN die Zerstörer USS BEATTY, USS MERVINE, USS DAVISON, USS LAUB, USS NIELDS und USS McLANAHAN ( DD-615 ). Von dort aus fuhren die Zerstörer nach Liverpool, Großbritannien wo der Konvoi KMF-25A auf dem Weg in das Mittelmeer wartete. Bis nach Neapel, Italien sollte dieser begeleitet werden. Die Transportschiffe legten endgültig am 27. Oktober 1943 in Liverpool ab. In diesem Konvoi befanden sich 26 Transportschiffe die rund 28.000 Amerikanische-, Britische- und Kanadische Soldaten, Kriegsmaterial und Krankenschwestern an Bord hatten und für die italienische Kampagne bestimmt waren. Begleitet wurden diese Schiffe von 15 Kriegsschiffen aus der Task Group 60.2 die Captain Charles C. Hartman kommandierte. In dieser Task Group befanden sich der britische Leichte Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), neben der USS BEATTY die amerikanischen Zerstörer USS MERVINE, das Flaggschiff der TG, USS DAVISON, USS TILLMAN, USS LAUB, USS NIELDS und USS McLANAHAN ( DD-615 ), zwei britische Geleitzerstörer aus der HAYDON – Klasse, zwei griechische Geleitzerstörer und die amerikanischen Geleitzerstörer USS FREDERICK C DAVIS ( DE-136 ) und USS HERBERT C JONES ( DE-137 ). Nach dem Passieren der Meerenge von Gibraltar erhielten die Schiffe des Konvois durch Flugzeuge der Royal Air Force Luftunterstützung. Diese Luftunterstützung konnte aber nicht ständig über dem Konvoi bleiben. Am 6. November befanden sich die Schiffe des Konvois östlich von Algier beim Cape Bougaroun das rund 35 Seemeilen von dem algerischen Hafen in Philippeville entfernt lag. Schätzungsweise fünfundzwanzig deutsche Flugzeuge griffen den Schiffskonvoi an. Die USS TILLMAN befand sich in der Führungsposition. Die Maschinengewehrschützen bekämpften die mit hoher Geschwindigkeit näherkommenden Flugkörper vom Typ Henschel Hs 293. Die erste dieser Segelflugbomben explodierte in 140 Metern Entfernung auf der Backbordseite des Zerstörers. Gleich danach explodierte eine zweite Segelflugbombe in 150 Metern Entfernung. Die Geschützmannschaften hatten aber zu diesem Zeitpunkt schon die Dornier Do 217 abgeschossen. Auch eine dritte von dem Flugzeug abgeworfene Segelflugbombe erreichte nicht ihr Ziel. Neun Heinkel He 111 mit F5B Torpedos, mehrere Dornier Do 217 mit Henschel Hs 293 Flugkörpern und sechzehn Junkers Ju 88 Bomber aus dem deutschen Kampfgeschwader 26 unter dem Kommando von Oberstleutnant Werner Klümper ( 19. April 1911 – 21. Oktober 1989 ) griffen den Konvoi nun an. Die USS TILLMAN musste ständig manövrieren um den Gleitbomben auszuweichen. Gleich nachdem die angreifenden Flugzeugen über den Zerstörer gedonnert waren, drehte man die Geschütze und konnte einen weiteren Angreifer abschießen. Doch dann vereinigten sich fünf deutsche Flugzeuge und griffen massiv den Zerstörer an. Die Hauptgeschützbatterien begannen umgehend auf diese anfliegenden Maschinen zu schießen. Der Zerstörer wich mit geschickten Manövern zwei abgeworfenen Torpedos aus, welche auf beiden Seiten des Schiffes in einer Entfernung von 18 und 30 Metern vorbeischossen. Doch wenige Augenblicke später schüttelte eine schwere Explosion das Schiff durch. Ein Torpedo war direkt in das Kielwasser des Zerstörers gelangt und dort explodiert. Die USS TILLMAN erlitt aber keinen schweren Schaden. Man konnte sich der Aufgabe zur Rettung der Überlebenden von sinkenden Schiffen widmen.
So der beiden Truppentransporter SANTA ELENA ( 9.135 BRT ) mit 1848 kanadischen Truppen und 101 Krankenschwestern und der MARNIX van ST. ALDEGONDE ( 19.355 BRT ) mit 2900 Soldaten an Bord. Diese Menschen wurden durch die USS TILLMAN, USS DAVISON, USS NIELDS und einem weiteren Zerstörer aus dem Wasser und den sinkenden Schiffen gerettet. Auch die USS BEATTY wurde durch einen Torpedo zerstört und sank gegen Mitternacht. Nach dem erreichen des algerischen Hafens Philippeville gingen die Überlebenden der gesunkenen Schiffe von Bord. Von dort aus eskortierten die Zerstörer die Fracht- und Transportschiffe bis nach Neapel, Italien. Nach dem Entladen der Schiffe des Konvois KMF-25A eskortierte die USS TILLMAN zusammen mit den andren Schiffen der TG 60.2 diesen wieder bis nach Belfast zurück und legte am 24. Januar 1944 im Hafen von New York an. Der Zerstörer eskortierte noch zwei weitere Schiffskonvois zwischen dem 11. Februar und dem 21. April nach Nordirland und Scottland. Bis zum 28. März 1945 eskortierte dann die USS TILLMAN mehrere Konvois von Norfolk und New York aus nach Neapel, Italien; Marseille, Frankreich und Oran. Zwischendurch unterzog sich der Zerstörer einiger Überholungen in de New York Navy Yard oder beteiligte sich an Übungen entlang der New England Küste. In den ersten drei Monaten des Jahres 1945 beteiligte sich das Schiff an Übungen in der Karibik, entlang der US Amerikanischen Ostküste und einer Spezialaufgabe. Diese Spezialaufgabe erhielt die USS TILLMAN zusammen mit den Zerstörern USS HERNDON und USS SATTERLEE ( DD-626 ). Alle drei Zerstörer eskortierten den Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-71 ) ins Mittelmeer. An Bord des Schweren Kreuzers hatte sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 – 12. April 1945 ) samt seinen Begleitern am 23. Januar eingeschifft. Die Zerstörer begleiteten den Schweren Kreuzer bis nach Malta. Dort begann vom 30. Januar bis zum 2. Februar die Konferenz von Malta. Es tagten die Stabschefs und die Außenminister der USA und Großbritanniens. Am 2. Februar, dem letzten Tag der Konferenz, erreichte der Schiffskonvoi Malta und noch am selben Tag trafen sich der US Präsident und der britische Premierminister Sir Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 – 24. Januar 1965 ) zu einer Unterredung und Vorbereitung der Konferenz von Jalta. Beide Staatschefs flogen am 3. Februar dorthin und vom 4. bis zum 11. Februar 1945 fand die Konferenz zusammen mit dem sowjetischen Staatschef Josef Wissarionowitsch Stalin ( 18. Dezember 1878 – 5. März 1953 ) statt. Am 6. Februar verließ die USS TILLMAN zusammen mit der USS QUINCY, USS HERNDON und USS SATTERLEE den Hafen von Malta und fuhr innerhalb von zwei Tagen zum Bittersee im Suezkanal. Am 12. Februar schifften sich der US Präsident und seine Begleiter wieder an Bord des Schweren Kreuzers ein. Am folgenden Tag wurde dort Faruk I. ( 11. Februar 1920 – 18. März 1965 ), König von Ägypten und Haile Selassie I, ( 23. Juli 1892 – 27. August 1975 ), Kaiser von Äthiopien empfangen. Am 14. Februar empfing man an Bord des Schweren Kreuzers Abd al-Aziz ibn Saud ( 15. Januar 1876 – 9. November 1953 ), König von Saudi-Arabien zu Verhandlungen. Noch am 14. Februar legten die vier Schiffe wieder ab und fuhren über Alexandria, Ägypten nach Algier, Algerien, wo sie am 18. Februar anlegten. Nach einer weiteren Präsidentenkonferenz dort, legten die vier Schiffe wieder ab und wurden ab dem 21. Februar von dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) über den Atlantik begleitet. Am 27. Februar erreichten die Schiffe den Hafen von Newport News, Virginia. Am 28. März 1945 hievte man in der Delaware Bay den Anker des Zerstörers auf und begann die Fahrt in den Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals Anfang April, legte man nur noch im Hafen von San Diego, Kalifornien an und erreichte schließlich am 21. April den Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort nahm die USS TILLMAN in hawaiianischen Gewässern an einigen Übungen teil und verließ diese am 1. Mai. Bis Anfang September hinein führte der Zerstörer zwischen der amerikanischen Basis Guam, südliche Marianen und dem Atoll Ulithi, Karolinen U-Boot Patrouillen durch und war auf der Suche nach Piloten deren Flugzeuge sie auf dem Ozean Notwassern mussten.
An Bord der USS TILLMAN war der Kommandant der amerikanischen Marinebasis vom Atoll Ulithi, da legte der Zerstörer am 6. September 1945 im Tamil Harbor auf der Insel Yap, Karolinen an. Der dort kommandierende Offizier der kaiserlichen japanischen Armee kapitulierte sofort und übergab die Garnison. Der Zerstörer patrouillierte weiterhin im Bereich der Karolinen Inseln und der südlichen Marianen bis zum 3. November. Danach fuhr das Schiff zurück nach Pearl Harbor. Nach der erneuten Durchquerung des Panamakanals legte die USS TILLMAN am 11. Dezember 1945 im Hafen von Charleston an. Dort stellte man am 16. März 1946 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Den Namen USS TILLMAN ( DD-641 ) strich man am 1. Juni 1970 von der US Navy – Liste. Nach dem entfernen sämtlicher Kriegswichtiger Technik von dem Schiff, verkaufte man es zum verschrotten am 8. Mai 1972 für 67.000,00 Dollar an die Southern Scrap Material in New Orleans, Louisiana.


USS TILLMAN ( DD-641 )
Commanding Officer

LCDR Francis Douglas McCorkle         4. Juni 1942 – 14. August 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Charles Slack Hutchings         14. August 1943 – 19. November 1944 (erreichter Rang RADM)
LCDR Paul Albert Dimberg          19. November 1944 – 16. März 1946

USS DAVISON ( DD-618 )

USS DAVISON ( DD-618 )

Biografie

Gregory Caldwell Davison
* 12. August 1871 in Jefferson City, Missouri
† 7. Mai 1935 in Groton, Connecticut
war ein Offizier bei der United States Navy

Davison beendete am 27. Mai 1892 sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis. Er diente an Bord von vielen Schiffen. Dabei spezialisierte er sich für Torpedoboot-Operationen. Außerdem war Lieutenant Commander Davison ein ausgezeichneter Wissenschaftler und ein effizienter Marineoffizier. Er war für viele Erfindungen im Bereich der Kampfmittel verantwortlich. Am 31. Dezember 1907 schied er aus dem aktiven Dienst bei der US Navy aus und wurde zum Vizepräsidenten der Firma Electric Boat in Groton, Connecticut gewählt die U-Boote herstellte. Bis zu seinem Tode am 7. Mai 1935 unterstützte er mit seinem Wissen die US Navy.
Er war ein Erfinder und zahlreiche Patente für die Zielerfassung und Führung eines Torpedos sind von ihm angemeldet worden.


USS DAVISON ( DD-618 )

Schiffsbiografie

Die USS DAVISON ( DD-618 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Gregory Caldwell Davison benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweiundvierzigste Schiff aus der GLEAVES – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 26. Februar 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Alice Lydia Shepard Davison ( 28. Dezember 1872 – 3. Februar 1955 ), Witwe von Lieutenant Commander Gregory Caldwell Davison, taufte am 19. Juli 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Walter Coulter Winn ( 29. August 1905 – 1991 ) stellte am 11. September 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt rüstete man die USS DAVISON im Hafen von New York für die erste Atlantiküberquerung komplett aus. Hier lagen 45 Schiffe des Schiffskonvois UGS 3 auf Reede den der Zerstörer bewachen sollte. Am 13. November 1942 erreichten die Zerstörer USS BENSON ( DD-421 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS CHEVALIER ( DD-451 ) und USS STRONG ( DD-467 ) den Hafen von New York. Diese Schiffe hatten am 2. November zusammen mit den Schiffen der Task Force 38 und dem Schiffskonvoi UGF 2 in der Chesapeake Bay abgelegt und waren nach Casablanka, Marokko unterwegs. Am 8. November drehten diese Zerstörer bei den Azoren bei und fuhren so schnell wie möglich zurück an die Ostküste. Man vereinigte nun alle Kriegsschiffe die den Konvoi UGS 3 eskortieren sollten in die Task Force 37. In dieser befanden sich neben der USS DAVISON die Zerstörer USS BENSON, USS TAYLOR, USS LA VALETTE, USS CHEVALIER und USS STRONG sowie die beiden Tanker USS SALAMONIE ( AO-26 ) und USS MATTOLE ( AO-17 ). Noch am selben Tag begann die Überfahrt nach Safi, Französisch – Marokko. Nach erreichen der nordafrikanischen Küste, verließen die Zerstörer der TF 38 diesen Konvoi und schlossen sich der TF 38 wieder an. Vom 8. bis zum 18. Dezember patrouillierte die USS DAVISON vor der marokkanischen Küste und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Der Zerstörer reihte sich dann in die Eskorte des Geleitzuges GUS 2, bestehend aus 43 Handelsschiffen, ein. Am 22. Dezember 1942 verließ der Konvoi Casablanca. Zum Schutz der Frachtschiffe waren noch die USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS MADISON ( DD-425 ), USS LANSDALE DD-426 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 )und die USS NICHOLSON ( DD-442 ) anwesend. Ihr Ziel New York, erreichten die Schiffe am 10. Januar 1943 ohne Verluste obwohl eine U-Boot Gruppe angesetzt worden war. Noch zwei Schiffskonvois eskortierte die USS DAVISON zwischen Februar und April 1943 an die marokkanische Küste.
Am 6. Juni 1943 erreichte die USS DAVISON das Areal von Hampton Roads, wo der Verband für den Schiffskonvoi UGF 9 zusammengestellt wurde. Dieser Schiffskonvoi UGF 9 bestand aus 25 Transportschiffen und 21 Kriegsschiffen, welche zur Task Force 65 gehörten und von Rear Admiral Alan Goodrich Kirk ( 30. Oktober 1888 – 15. Oktober 1963 ) befehligt wurde und war für die Operation „Husky“, der Landung auf Sizilien bestimmt. Am 11. Juni legten die Schiffe in Hampton Roads ab. Auf den Transportschiffen befanden sich die Männer der 45. Infanteriedivision die unter dem Befehl von Generalmajor Troy Houston Middleton ( 12. Oktober 1889 – 9. Oktober 1976 ) stand. Ziel des Verbandes war der Hafen von Mers-el-Kebir, Algerien, der vor den Toren von Algier liegt. Die 21 Kriegsschiffe, die den Konvoi sicherten, waren neben der USS DAVISON die Leichten Kreuzer USS PHILADELPHIA ( CL-41 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) sowie die Zerstörer USS MERVINE ( DD-489 ), USS BEATTY ( DD-640 ), USS COWIE ( DD-632 ), USS KNIGHT ( DD-633 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS GLENNON ( DD-620 ), USS TILLMAN ( DD-641 ), USS EARLE ( DD-635 ), USS NELSON ( DD-623 ), USS MURPHY ( DD-603 ), USS QUICK ( DD-490 ), USS JEFFERS ( DD-621 ), USS MADDOX ( DD-622 ), USS BUTLER ( DD-636 ), USS GHERARDI ( DD-637 ), USS SHUBRICK ( DD-639 ) und USS HERNDON ( DD-638 ). Ohne einen Zwischenfall erreichten die Schiffe der TF 85 am 25. Juni 1943 ihren Zielhafen. Bis zum 5. Juli führte die USS DAVISON zusammen mit anderen Zerstörern vor der algerischen Küste U-Boot Patrouillenfahrten durch, gefolgt von Eskortierpflichten und Schulungen. Am selben Tag bildete der Zerstörer mit den anderen Kriegsschiffen der Task Force 85, die wieder Rear Admiral Kirk befehligte und sich an Bord des Amphibischen Flaggschiffes USS ANCON ( AGC-4 ) befand, die Eskorte von Teilen der US Konvois NCF-1, TJF 1, TJM 1 und dem britischen Konvoi KMF-18 zu übernehmen. An der Sicherung der Transportschiffe beteiligten sich außerdem der Leichte Kreuzer USS PHILADELPHIA, der britische Monitor HMS ABERCROMBIE ( F109 ) und die Zerstörer USS DAVISON, USS COWIE, USS DORAN, USS EARLE, USS MERVINE, USS QUICK, USS TILLMAN, USS PARKER ( DD-604 ), USS LAUB ( DD-613 ), USS MacKENZIE ( DD-614 ), USS KENDRICK ( DD-612 ), USS BOYLE ( DD-600 ), USS CHAMPLIN ( DD-601 ) und USS NIELDS ( DD-616 ). An Bord der US Transportschiffe befanden sich 25.800 Soldaten der 45. US Infanterie Division. Am 9. Juli lag die Invasionsflotte der TF 85 vor Scoglitti, Sizilien im Sektor „Cent“. Hier unterstützte der Zerstörer am folgenden Morgen mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden alliierten Truppen. Doch schon am Abend des 10. Juli benutzte man die USS DAVISON zusammen mit Patrouillenbooten zur Sicherung der entladenen Transportschiffe, die auf Reede lagen. Der Zerstörer eskortierte dann einen Schiffskonvoi nach Oran, Algerien und legte dort am 22. Juli an. Sechs Tage später eskortiert die USS DAVISON zusammen mit der USS TILLMAN und anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi nach New York. Dort legen sie am 8. August 1943 an. Hier stellte man einen neuen Schiffskonvoi zur Versorgung der Einheiten auf Sizilien zusammen. Mit der USS BEATTY, USS KENDRICK, USS TILLMAN und anderen Kriegsschiffen, legte die USS DAVISON am 21. August in New York wieder ab und eskortierte den Schiffskonvoi UGF-10 nach Bizerte, Tunesien. Nach dem passieren der Meerenge von Gibraltar am 2. September, erhält man auf dem Zerstörer einen Funkspruch. Es sollen sich mehrere feindliche Flugzeuge dem Schiffskonvoi nähern. Doch diese kamen nicht in die Reichweite der Flakgeschütze von dem Zerstörer. Die USS KENDRICK erhielt einen Torpedotreffer durch eine Heinkel He 111. Die USS BEATTY war fast sofort an Ort und Stelle um der Besatzung des beschädigten Schiffes zu helfen und vor weiteren feindlichen Angriffen zu schützen. Die USS DAVISON löste dann spät in der Nacht die USS BEATTY ab. Die Zerstörer USS BENSON und USS McLANAHAN ( DD-615 ) eskortierten den havarierten Zerstörer bis nach Oran, Algerien.
Am 8. September schloss sich die USS DAVISON  dem schnellen US Konvoi GUF-10 an und eskortierte ihn zusammen mit der USS BEATTY und USS TILLMAN zurück an die amerikanische US Ostküste. Auf der Heimfahrt gab es einen U-Boot Kontakt und man warf Wasserbomben über in das Zielgebiet. Aber diese Aktion war nicht von Erfolg gekrönt. Ohne weitere Ereignisse erreichte der Konvoi am 21. September wieder New York. Für die USS DAVISON und USS BEATTY folgten nun weitere Anti-U-Boot Ausbildungen. Diese waren vor der Ostküste am 7. Oktober abgeschlossen. Beide Zerstörer hatten nun Befehl erhalten den Atlantik zu überqueren und dabei einen Schiffskonvoi zu begleiten. Am 7. Oktober verließ der Schiffskonvoi die amerikanische Ostküste. Die Frachtschiffe wurden von den Zerstörern USS DAVISON, USS BEATTY, USS TILLMAN, USS LAUB, NIELDS, MERVINE und USS McLANAHAN eskortiert und erreichten am 17. Oktober 1943 den Zielhafen Bangor, Nordirland. Von dort aus fuhren die Zerstörer nach Liverpool, Großbritannien wo der Konvoi KMF-25A auf dem Weg in das Mittelmeer wartete. Bis nach Neapel, Italien sollte dieser begeleitet werden. Die Transportschiffe legten endgültig am 27. Oktober 1943 in Liverpool ab. In diesem Konvoi befanden sich 26 Transportschiffe die rund 28.000 Amerikanische-, Britische- und Kanadische Soldaten, Kriegsmaterial und Krankenschwestern an Bord hatten. Begleitet wurden diese Schiffe von 15 Kriegsschiffen aus der Task Group 60.2 die Captain Charles C. Hartman kommandierte. In dieser Task Group befanden sich der britische Leichte Kreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), neben der USS DAVISON die amerikanischen Zerstörer USS MERVINE, das Flaggschiff der TG, USS BEATTY, USS TILLMAN, USS LAUB, USS NIELDS und USS McLANAHAN, zwei britische Geleitzerstörer aus der HAYDON – Klasse, zwei griechische Geleitzerstörer und die amerikanischen Geleitzerstörer USS FREDERICK C DAVIS ( DE-136 ) und USS HERBERT C JONES ( DE-137 ). Nach dem Passieren der Meerenge von Gibraltar erhielten die Schiffe des Konvois durch Flugzeuge der Royal Air Force Luftunterstützung. Diese Luftunterstützung konnte aber nicht ständig über dem Konvoi bleiben. Am 6. November befanden sich die Schiffe des Konvois östlich von Algier beim Cape Bougaroun das rund 35 Seemeilen von dem algerischen Hafen in Philippeville entfernt lag. Um 18:03 Uhr beobachtete man auf der USS BEATTY Maschinengewehrfeuer auf der Backbordseite des Konvois. Auf dem Radarschirm des Zerstörers erschienen viele kleine Zacken die sich in Richtung der USS TILLMAN zu bewegten. In der Nähe dieses Zerstörers explodierte gleich darauf eine Segelflugbombe, ein Henschel Hs 293 Flugkörper, die aber ihr Ziel verfehlte. Neun Heinkel He 111 mit F5B Torpedos, mehrere Dornier Do 217 mit Henschel Hs 293 Flugkörpern und sechzehn Junkers Ju 88 Bomber aus dem deutschen Kampfgeschwader 26 unter dem Kommando von Oberstleutnant Werner Klümper ( 19. April 1911 – 21. Oktober 1989 ) griffen den Konvoi nun an. Die Flakgeschützbesatzungen der USS DAVISON schossen mindestens eines dieser Flugzeuge ab. Doch sie konnten damit nicht verhindern das die USS BEATTY schwer getroffen wurde und sank. Ebenso sanken die Truppentransporter SANTA ELENA ( 9.135 BRT ) mit 1848 kanadischen Truppen und 101 Krankenschwestern und die MARNIX van ST. ALDEGONDE ( 19.355 BRT ) mit 2900 Soldaten an Bord nach Bombentreffern. Diese Menschen wurden durch die USS DAVISON, USS NIELDS, USS TILLMAN und einem weiteren Zerstörer aus dem Wasser und den sinkenden Schiffen gerettet. Das holländische Dampfschiff SS RUYZ wurde nur beschädigt und konnte seine Fahrt nach mehreren Notreparaturen wieder aufnehmen.
Nach dem Entladen der Schiffe des Konvois KMF-25A eskortierte die USS DAVISON diesen wieder bis nach Belfast zurück und legte am 24. Januar 1944 im Hafen von New York an. Der Zerstörer eskortierte noch zwei weitere Schiffskonvois zwischen dem 11. Februar und dem 21. April nach Nordirland und Scottland. Bis zum 7. Juni 1945 eskortierte dann die USS DAVISON mehrere Konvois von Norfolk und New York aus nach Neapel, Italien; Marseille, Frankreich und Oran.
Wieder zurück an der amerikanischen US Ostküste, versetzte man den Zerstörer am 8. Juni 1945 in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Dort baute man das Schiff zu einem High Speed Minensuchboot um. Dazu erhielt die USS DAVISON am 23. Juni die neue Kennung DMS-37. Die Crew des Zerstörers und Minensuchers wurde nun während mehrerer Übungen in der Chesapeake Bay an der Suche und Vernichtung von Minen ausgebildet. Diese dauerten bis zum 27. August. Zu diesem Zeitpunkt war auch im pazifischen Raum der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Am 28. August legte die USS DAVISON in Norfolk ab, durchquerte den Panamakanal und fuhr in den westlichen Pazifik. Am 15. Oktober 1945 legte das Schiff im Hafen von Okinawa, Japan an. Die gestellte Aufgabe für das Schiff und dessen Crew war es nun im Gelben Meer die ausgelegten Seeminen ausfindig und unschädlich zu machen. Für den Rest der Zeit bis zum 10. März 1946 beteiligte sich der Zerstörer und Minensucher an mehreren Aufgaben die die Besetzung Japans mit sich brachten. Am 11. März legte das Schiff im Hafen von Yokosuka, Japan ab und fuhr nach San Francisco, Kalifornien, wo es am 31. März anlegte. Dort blieb die USS DAVISON und wurde einer intensiven Überholung unterzogen. Danach diente der Zerstörer und Minensucher vom 12. September 1946 bis zum 29. März 1947 wieder im westlichen Pazifik. In dieser Zeit lief das Schiff die Häfen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii; das Atoll Eniwetok, Marshall Islands; Guam, Marianen Archipel, die verschiedensten chinesischen und koreanischen Häfen und auf dem Rückweg nach San Francisco das Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Nach mehreren Übungsfahrten entlang der Westküste der USA, legte die USS DAVISON am 10. März 1948 in San Francisco wieder ab und fuhr in Richtung westlichen Pazifik. An Bord befand sich ein Team des Naval Research Laboratory. Dieses sollte auf den Marshall Islands, außer Bikini Atoll, mehrere Ballon Tests durchführen um den noch vorhandenen radioaktiven Niederschlag durch die Atombombentests der Operation Crossroads zu überprüfen. Nach der Erfüllung dieser Aufgabe machte man am 4. Juni die USS DAVISON im Hafen von San Diego, Kalifornien fest. Dort stellte man auch am 24. Juni 1949 den Zerstörer und Minensucher außer Dienst und versetzte ihn am gleichen Tag in die pazifische Reserveflotte. Die alte Kennung DD-618 erhielt das Schiff am 15. Juli 1955. Doch man fand für den Zerstörer keine weitere Verwendung, so dass man am 15. Januar 1972 den Namen USS DAVISON ( DD-618 ) von der US Navy- Liste strich. Nach dem entfernen der gesamten Kriegstechnik verkaufte man am 27. August 1973 den Schiffskörper an die Zidell Explorations in Portland, Oregon für 121.001,19 Dollar zur Verschrottung.


USS DAVISON ( DD-618 )
Commanding Officer

LCDR Walter Coulter Winn          11. September 1942 – 10. August 1943
LCDR James Dahlman Collett          10. August 1943 – 11. März 1944
LCDR Ernest Leo Edward Ritson         11. März 1944 – 20. Juni 1945
LCDR Onofrio Frederick Salvia         20. Juni 1945 – 13. Juni 1946
LCDR Ernest Robert Peterson         13. Juni 1946 – 7. August 1947
als DMS-37
LCDR David Fowler Loomis          7. August 1947 – 16. November 1948
CDR Charles Roland Johnson          16. November 1948 – 23. März 1949
LT Edward Flores         23. März 1949 – 25. März 1949
LCDR John Sanborn Weiler          25. März 1949 – 30. März 1949
LT Edward Flores         30. März 1949 – 24. Juni 1949