Archiv der Kategorie: Vielseitiges Hilfsschiff

USS McDOUGAL ( AG-126 )

USS McDOUGAL ( AG-126 ) ex ( DD-358 )

Biografie

David Stockton McDougal
* 27. September 1809 in Ohio
† 7. August 1882 in San Francisco, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges und führte eine Seeschlacht vor Japan

Am 1. April 1828 ernannte man McDougal zum Midshipman. Während der folgenden drei Jahrzehnte diente er im Mittelmeer, in der Karibik, in Squadrons die vor der Heimatküsten operierten und auf den Großen Seen vor dem Bundesstaat Michigan. Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges diente er auf der Fregatte USS MISSISSIPPI ( 1841 ) die das Flaggschiff von Commodore Matthew Perry Calbraith ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) war. An der Belagerung und Einnahme von Veracruz durch eine amphibische Landung vom 9. bis zum 29. März 1847 war McDougal mit beteiligt. Außerdem nahm er an der Mosquito Flotten Kampagne von Perry gegen die restlichen mexikanischen Häfen im Golf teil. Von 1854 bis 1856 erhielt McDougal das Kommando über die Kriegskorvette USS WARREN ( 1827 ) übertragen. Im März 1856 erhielt er das Kommando über den Dampfschlepper USS JOHN HANCOCK ( 1850 ) die in der Mare Island Naval Yard wegen Reparaturarbeiten lag. Am 20. März 1856 verließ das Schiff die San Francisco Bay mit dem Ziel Puget Sound um den dortigen weißen Siedlern und Armeeaußenposten gegen aufständische Indianerstämme zu helfen. Am 28. März lief die USS JOHN HANCOCK in den Hafen von Seattle ein und benutzte ihn bis zum 4. August als Basis. Am 17. August erreichte sie wieder San Francisco und am 23. August stellte man das Schiff außer Dienst. Am 9. August 1861 übernahm McDougal das Kommando über die Dampfschaluppe USS WYOMING ( 1859 ) die wegen Reparaturarbeiten in San Francisco lag. Während des beginnenden amerikanischen Bürgerkrieges erhielt er die Aufgabe in Niederkalifornien die amerikanischen Wahlfanginteressen gegen mögliche Konföderierte Angriffe zu schützen. Danach folgten Patrouillenfahrten in südamerikanische Gewässer. Nach erneuten Reparaturarbeiten in der Mare Island Naval Yard erhielt McDougal neue Aufträge die besagten, dass er sich mit dem Schiff unverzüglich in den Fernen Osten begeben sollte um den dortigen bewaffneten Piraten das Handwerk zu legen und den Schutz der amerikanischen Handelsschiffe zu gewährleisten. Außerdem operierte die Konföderierte Kriegskorvette CSS ALABAMA ( 1862 ) unter dem Kommando von Captain Raphael Semmes ( 27. September 1809 – 30. August 1877 ) in den Gewässern von Java. Beide Schiffe haben sich aber nie getroffen. Im Frühjahr 1863 machte McDougal Anstalten mit der USS WYOMING nach weitgehend fruchtlosen Kreuzfahrten in die Werft von Philadelphia wegen anstehender Reparaturarbeiten zurück zu kehren. Mitten in diesen Vrbereitungen trat ein Ereignis ein das sämtliche Pläne ändern ließ. Im Mai 1863 lag die USS WYOMING im Hafen von Yokohama als eine Welle von Feindlichkeiten der Japaner gegenüber Ausländern aufflammte. Der japanische Kaiser hatte den 25. Juni festgesetzt, an dem alle Ausländer das Land zu verlassen hätten. In der Straße von Shimonoseki lag das amerikanische Handelsschiff SS PEMBROKE am 26. Juni noch vor Anker. Dieses amerikanische Schiff griffen am Morgen des 26. Juni zwei bewaffnete japanische Schiffe an. Glücklicherweise konnte der Kapitän der SS PEMBROKE ohne nennenswerte Verluste an Mannschaftsmitgliedern über die Bungo Strait nach Shanghai fliehen ohne seine Handelsware nach Nagasaki, dem Bestimmungshafen seiner Reise, bringen zu können. In Anwesenheit von CDR McDougal betonte der amerikanische Botschafter für Japan, Robert Hewson Pruyn ( 14. Februar 1815-26. Februar 1882 ) am 10. Juli , dem japanischen Außenminister den Ernst der Lage, dass die Beleidigung der amerikanischen Flagge eine ernste Angelegenheit sei. Man erwarte von der japanischen Regierung eine Erklärung über die Straftat. Daraufhin erbaten die japanischen Diplomaten die Amerikaner nichts zu tun bis ihre Regierung die nötigen Maßnahmen zur Ergreifung der Schuldigen veranlßt hätten. Pryun und McDougal waren sich aber darin einig das die japanische Regierung nichts dergleichen ergreifen würde. Dementsprechend ließ McDougal die USS WYOMING für ein sofortiges Auslaufen vorbereiten. Diese Situation trat drei Tage später ein da sich niemand von der japanischen Regierung zu dem Vorfall äußerte. Am 13. Juli um 4:45 Uhr er die Anker lichten und 15 Minuten später verließ das Schiff den Hafen von Yokohama. Zwei Tage später erreichte die Dampfschaluppe am Abend die Insel Hime Shima wo McDougal den Anker des Schiffes vor der Südseite der Insel ausbringen ließ. Um fünf Uhr des folgenden Tages ließ er die Anker lichten und dampfte mit dem Kriegsschiff in Richtung der Straße von Shimoneski. Dort ließ er alle seine Kanonen laden für einen eventuellen nicht vorhersehbaren Zwischenfall. Das Kriegsschiff erreichte um 10:45 Uhr die Meerenge wo die dort befindlichen drei japanischen Schiffe und die japanischen Küstenbatterien von der Landseite aus über die Ankunft der USS WYOMING alarmiert wurden. Beim Einfahren in die Straße von Shimonoseki begannen die japanischen Küstenbatterien ohne Vorwarnung auf das amerikanische Kriegsschiff ihre Kanonen auf dieses abzuschießen ohne es allerdings zu treffen. Mit seinen vorbereiteten Kanonen brachte er die japanischen Küstenbatterien zum Schweigen. Auf feindlichem Gebiet und unbekannten Gewäsern erkannte McDougal zwei ankernde japanische Kriegsschiffe außerhalb der Reichweite der Küstenbatterien und schob sein Schiff zwischen diese beiden und ließ auf jedes eine komplette Breitseite abfeuern. Der letzte Schuss der Kriegsschaluppe war noch nicht in sein Ziel gelang, da sanken auch schon beide japanischen Schiffe. Das dritte Schiff wurde schwer beschädigt. Nach zwei Stunden war die Schlacht beendet und McDougal kehrte mit der USS WYOMING nach Yokohama zurück. Dort verfasste er am 23. Juli seinen Bericht an den amerikanischen Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) über das Vorgefallene. Nach einem kurzen Aufenthalt begab sich McDougal mit der Kriegsschaluppe auf die Jagd nach der CSS ALABAMA. Im Februar 1864 schrieb McDougal aber das es keine Alternative für die USS WYOMING mehr gebe und unbedingt in die Werft zu einer Überholung müsse da die letzte schon ausgefallen war und die Dampfkessel nicht mehr vollständig intakt seien. Nach einer Reise von fast drei Monaten erreichte die Kriegsschaluppe die Philadelphia Navy Yard am 13. Juli 1964 und absolvierte damit eine Weltumsegelung. Durch die Anwesenheit des Konföderierten Kreuzers CSS FLORIDA vor der Ostküste bedeutete eine weitere Änderung für die Pläne mit der USS WYOMING. Commodore Cornelius Kinchiloe Stribling ( 22. September 1796 – 17 Januar 1880 ), Kommandant der Philadelphia Navy Yard, ordnete an, dass die Kriegsschaluppe umgehend wieder auslaufen muss um das Konföderierte Schiff zu suchen. Fünf Tage lang hielten die Kessel bei auffrischenden nordöstlichen Winden. Dann kehrte McDougal mit dem Schiff am 19.Juli nach Philadelphia zurück. Von Bord der Kriegsschaluppe ging er nachdem es am 23. Juli 1964 wegen Reparaturarbeiten außer Dienst gestellt wurde. Am 23. Dezember 1869 übernahm McDougal das Kommando über das South Pacific Squadron. In den Ruhestand versetzte man ihn am 27. September 1871. Zum Rear Admiral ernannte man ihn am 24. August 1873. Er starb in San Francisco, Kalifornien und begrub ihn auf den Mountain View Friedhof in Oakland, Kalifornien.


USS McDOUGAL ( AG-126 ) ex ( DD-358 )

Schiffsbiografie

Die USS McDOUGAL ( DD-358 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral David Stockton McDougal benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der PORTER – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Corporation in Camden, New Jersey wurde am 18. Dezember 1933 der Kiel gelegt. Miss Caroline McDougal Neilson, Tochter von Captain John Land Neilson ( 31. Juli 1880 – 14. Juni 1956 ), Medical Corps der US Navy, und Urenkelin von Rear Admiral David Stockton McDougal, taufte am 17. Juli 1936 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Robert Caldwell Starkey stellte am 23. Dezember 1936 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS McDOUGAL wechselte nach der Indienststellung in den Hafen von Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgte die Endausrüstung und das Bordpostamt eröffnete am 22. Januar 1937. Nach dem Abschluss der Ausrüstungsarbeiten legte der Zerstörer in Philadelphia ab und fuhr nach Norfolk, Virginia, wo er am 23. Februar anlegte. Von diesem Hafen aus begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. So legte man unter anderem am 3. März in Ponta Delgada, Azoreninsel Sao Miguel; am 14. März in Trieste, Italien; am 21. März in Dubrovnik, Jugoslawien; am 29. März in Neapel, Italien; am 14. April in San Juan, Puerto Rico. Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt endete im Hafen von Philadelphia. Hier untersuchte man den Schiffskörper und nahm einige Nachbesserungen vor. Anschließend war die USS McDOUGAL bis Mitte des Jahres das Büro von Admiral William Daniel Leahy ( 6. Mai 1875 in Hampton, Iowa – 20. Juli 1959 in Bethesda, Maryland ), dem Chief of Naval Operations. Danach beteiligte sich der Zerstörer an einigen Übungen vor der Küste Neuenglands. Diese waren Anfang September abgeschlossen und das Kriegsschiff lag in Philadelphia. In diesem Hafen bereitete man den Zerstörer auf die Fahrt in den Pazifik vor. Die USS McDOUGAL legte am 13. September dort ab. Auf dem Weg in den Golf von Mexiko besuchte der Zerstörer mehrere Häfen. Den Panamakanal durchquerte das Kriegsschiff am 9. Oktober und fuhr von dort aus in die Marinebasis San Diego, Kalifornien, dem neuen Heimathafen. Hier ernannte man die USS McDOUGAL zum Flaggschiff des Zerstörergeschwaders 9. Dazu gehören unter anderem die Zerstörer USS MOFFETT ( DD-362 ) und USS WINSLOW ( DD-359 ). Im Ostpazifik und in der Karibik beteiligte sich das Kriegsschiff innerhalb der Scouting Force und der Battle Force am Schiffstypischen Training, an Bereitschaftskreuzfahrten und an Manövern. Im Frühjahr 1941 kehrte die USS McDOUGAL zusammen mit den Zerstörern des Zerstörergeschwaders 9 in den Atlantik zurück. Hier operierten die Kriegsschiffe entlang der US Ostküste und führten Neutralitätspatrouillen durch. Am 5. August fährt die USS McDOUGAL zusammen mit der USS WINSLOW und dem Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ) in die Menemsha Bucht im Vineyard Sound, Massachusetts. Hier lag die Präsidentenyacht USS POTOMAC ( AG-25 ) auf der sich US Präsident Franklin Delano Roosevelt ( 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York – 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia ) aufhielt. Der Präsident wechselte an Bord des Schweren Kreuzers. Diese drei Schiffe fuhren anschließend in Richtung Norden. Ziel war der amerikanische Marinestützpunkt Argentia in der Placentia Bay, Neufundland, Kanada, in den die Schiffe am 7. August einlaufen. Die Fernsicherung dieser drei Kriegsschiffe übernimmt der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und drei Zerstörer, die ebenfalls nach Argentia fahren. Hier will sich der US Präsident mit dem britischen Premierminister Winston Leonard Spencer Churchill ( 30. November 1874 in Woodstock, Oxfordshire, Großbritannien – 24. Januar 1965 in Kensington, London ) zu einer Unterredung treffen. Winston Churchill trifft in dem Marinestützpunkt am 9. August ein. Er befand sich an Bord des Schlachtschiffes HMS PRINCE of WALES ( 53 ), das durch den britischen Zerstörer HMS RIPLEY ( G79 ), das war der ehemalige amerikanische Zerstörer USS SHUBRICK ( DD-228 ), und die kanadischen Zerstörer HMCS ASSINIBOINE ( I18 ) und HMCS RESTIGOUCHE ( H00 ) eskortiert wurde. Noch am selben Tag wechselte US Präsident Roosevelt an Bord der USS McDOUGAL und ließ sich an Bord des britischen Schlachtschiffes bringen. Hier diskutierten beide Staatsführer über die Bedrohung der Achsenmächte. Am folgenden Tag wechselte Premierminister Churchill an Bord des Schweren Kreuzers USS AUGUSTA und blieb hier bis zum 12. August. In diesen Tagen formulierten die beiden Staatsführer die gemeinsamen Grundsätze für den Frieden in der Nachkriegszeit. Diese Grundsätze wurden in einer Acht-Punkte-Erklärung formuliert und am 14. August als Atlantik-Charta der Weltöffentlichkeit präsentiert. An der Ausarbeitung der Atlantik-Charta waren von britischer Seite der Armeegeneral Sir John Greer Dill 25. Dezember 1881 in Lurgan, County Armagh, Irland – 4. November 1944 im Walter Reed General Hospital, Washington DC ) und Admiral Sir Alfred Dudley Pickman Rogers Pound ( 29. August 1877 in Ventor, Isle of Wight – 21. Oktober 1943 im Royal Masonic Hospital, London ). Auf amerikanischer Seite waren Admiral Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Kittery, Maine ), Admiral Harold Rainsford Stark ( 12. November 1880 in Wilkes Barre, Pennsylvania – 20. August 1972 in Washington DC ), Armeegeneral George Catlett Marshall, Jr. ( 31. Dezember 1880 in Uniontown, Pennsylvania – 16. Oktober 1959 im Walter Reed General Hospital, Washington DC ), der Präsidentschaftsberater Harry Lloyd Hopkins ( 17. August 1890 in Sioux City, Iowa – 29. Januar 1946 in New York City ) und der amerikanische Botschafter in Großbritannien und der Sowjetunion William Averell Harrisman ( 15. November 1891 in New York – 26. Juli 1986 in Yorktown Heights, New York ). Am 12. August verließen die amerikanischen und britischen Schiffe wieder den amerikanischen Marinestützpunkt Argentia und fuhren Heimwärts. Die USS McDOUGAL eskortierte zusammen mit der USS WINSLOW den Schweren Kreuzer USS AUGUSTA bis an die Küste von Maine, wo US Präsident Roosevelt wieder von Bord ging. Die USS McDOUGAL bereitete man anschließend für ihre erste Patrouillenfahrt in der Grönlandstraße zwischen Grönland und Island vor. Dazu versetzte man den Zerstörer in die „White Patrol“. In dieser befindet sich das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), die Schweren Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und USS QUINCY ( CA-39 ) und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS SIMS ( DD-409 ), USS HUGHES ( DD-410 ) und USS RUSSELL ( DD-414 ). Diese Schiffe sind in den isländischen Hafen Hvalfjord stationiert. Zur Verstärkung dieser „White Patrol“ verlässt am 23. September ein Schiffsverband den amerikanischen Marinestützpunkt Argentia und fährt ebenfalls nach Hyalfjord, da wahrscheinlich das deutsche Schlachtschiff TIRPITZ die Ostsee verlassen und in den Nordatlantik wechseln will. In diesem Schiffsverband war das Schlachtschiff USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), der Flugzeugträger USS WASP ( CV-7 ), der Schwere Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ) und die Zerstörer USS GWIN ( DD-433 ), USS MEREDITH ( DD-434 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS MONSSEN ( DD-436 ) und das Werkstattschiff USS VULCAN ( AR-5 ). Am 28. September laufen diese Schiffe in Hvalfjord ein. Am 3. November verlassen die Zerstörer der Task Group 14.9 Hvalfjord und fahren nach Halifax, Nova Scotia, Kanada. In der TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS VINCENNES und USS QUINCY und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS WINSLOW, USS WAINWRIGHT ( DD-419 ), USS MAYRANT ( DD-402 ), USS TRIPPE ( DD-403 ), USS RHIND ( DD-404 ) und USS ROWAN ( DD-405 ). Diese Kriegsschiffe sichern britische Truppentransporter vom Schiffskonvoi CT.5. In Halifax wechseln diese britischen Soldaten an Bord amerikanischer Truppentransporter, die zum Schiffskonvoi WS.24 zusammengestellt worden waren. Es waren die USS WAKEFIELD ( AP-21 ), USS MOUNT VERNON ( AP-22 ), USS WEST POINT ( AP-23 ), USS LEONARD WOOD ( AP-25 ), USS JOSEPH T DICKMAN ( AP-26 ) und USS ORIZABA ( AP-24 ). Am 10. November laufen diese Schiffe in Halifax aus. Das erste Ziel des Schiffskonvois war Kapstadt, Südafrika. Eskortiert wurde er von den amerikanischen Kriegsschiffen der Task Group 14.4. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ), die Schweren Kreuzer USS VINCENNES und USS QUINCY und die Zerstörer USS McDOUGAL, USS MOFFETT, USS WINSLOW, USS WAINWRIGHT, USS MAYRANT, USS TRIPPE, USS RHIND und USS ROWAN. Auf der Position des 17. Längengrades kehrt die USS Ranger zusammen mit der USS RHIND und USS TRIPPE um und fährt nach Trinidad. Am 9. Dezember laufen die übrigen Kriegsschiffe mit den Truppentransportern im Hafen von Kapstadt ein. Hier übernimmt der britische Schwere Kreuzer HMS DORSETSHIRE ( 40 ) und mehrere Zerstörer die Eskorte über die Truppentransporter und eskortiert diese bis Bombay, Indien, wo sie am 27. Dezember anlegten. Kurz vor Erreichen von Kapstadt erfuhren die Besatzungsmitglieder der Kriegsschiffe, dass die Japaner am 7. Dezember 1941 den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii angegriffen haben und somit die USA in den Zweiten Weltkrieg mit hineingezogen haben. Die amerikanischen Kriegsschiffe verließen nach der Übergabe der Truppentransporter wieder Kapstadt und fuhren zu ihren vorgegebenen Einsatzgebieten. Die USS McDOUGAL fuhr nach Trinidad. In den dortigen Hafen lief der Zerstörer am 30. Dezember ein. Von hier aus begann das Kriegsschiff ab dem 18. Januar 1942 mit seinen Patrouillenfahrten vor der südamerikanischen Küste im Atlantik. Auf dieser ersten Patrouillenfahrt überquerte das Kriegsschiff am 23. Januar den Äquator bei den Koordinaten 0° 0’ und 39° 0’. Da befand sich der Zerstörer nördlich der brasilianischen Stadt Fortaleza. In den folgenden Monaten führte die USS McDOUGAL zwischen den brasilianischen und karibischen Häfen mehrere Eskortierfahrten und Patrouillen durch. Nach einer Überholung in der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina zwischen Juli und August fuhr der Zerstörer erneut in die Karibik. Von dort aus wechselte das Kriegsschiff zum Panamakanal, den es am 31. August erreichte. Hier gliederte man die USS McDOUGAL indie Southeast Pacific Force. Ab dem 7. September begann der Zerstörer mit seiner Patrouillenfahrt entlang der Lateinamerikanischen Küste im Pazifik. So befuhr das Kriegsschiff in den folgenden zwei Jahren von Balboa, Panamakanalzone aus die Strecke vom Norden Nicaraguas bis südlich der Magellanstraße. Auf dieser Strecke besuchte die USS McDOUGAL unter anderem Häfen in Ecuador, Peru und Chile. Außerdem patrouillierte der Zerstörer im Südosten des Pazifik bis zu den Galapagos Inseln, Ecuador und der Inselgruppe Juan Fernandez, Chile. Nach den zwei Jahren wechselte das Kriegsschiff wieder in den Atlantik und legte am 4. September 1944 im Hafen von New York an. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer wieder am Konvoidienst. So legte die USS McDOUGAL am 12. September schon wieder ab und eskortierte die Schiffe des Konvois CU 39 bis nach Großbritannien. In den folgenden sechs Monaten machte das Kriegsschiff so vier Rundfahrten zwischen New York und den britischen Häfen. Am 5. März 1945 legte die USS McDOUGAL mit den Schiffen des Konvois US 57 in New York an. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer wieder diesen Hafen und fuhr nach Charleston um sich dort einer Überholung zu unterziehen. Von Charleston aus wechselte der Zerstörer in die Casco Bay, Maine. Hier unterstützte das Kriegsschiff vom 11. bis zum 15. September die operative Entwicklungsgruppe der Atlantischen Flotte. Man klassifizierte am 17. September das Kriegsschiff zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und gab ihm die Kennung AG-126. Damit konnte die USS McDOUGAL an experimentellen Operationen teilnehmen um die Schiffsgeschütze und das Radar zu verbessern. Dafür besuchte das Schiff die Häfen von Boston, Massachusetts; Norfolk, Virginia und Newport, Rhode Island. Am 15. Dezember legte die USS McDOUGAL im Hafen von Boston an und überwinterte hier. Ihre Tätigkeiten nahm das Schiff ab dem 29. März 1946 in Norfolk dann wieder auf. Vom 15. zum 16. Juni fuhr das Schiff dann nach New York und wurde am 24. Juni 1946 am Kings Point, Tompkinsville, New York außer Dienst gestellt. Am 13. Januar 1947 verwendete man die USS McDOUGAL als Ausbildungsschiff für Naval Reservisten. Das Schiff operierte dabei unter der Kontrolle des 3. Naval Districts, während sie in Brooklyn stationiert war. Man strich am 15. August 1949 den Namen USS McDOUGAL ( AG-126 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den schiffskörper am 22. September 1946 an die H. H. Buncher Company in Pittsburgh, Pennsylvania zum verschrotten.


USS MCDOUGAL ( AG-126 ) ex ( DD-358 )
Commanding Officer

CDR Robert Caldwell Starkey        23. Dezember 1936 – 29. Juli 1937
CDR Elliott Marchant Senn        29. Juli 1937 – 22. Juni 1940
CDR William Walter Warlick          22. Juni 1940 – 18. April 1941 (erreichter Rang COMO)
CDR Paul Ralph Heineman          18. April 1941 – 10. September 1941
CDR Dashiell Livingston Madeira         10. September 1941 – 13. Januar 1942
CDR George Charles Wright          13. Januar 1942 – 13. August 1943 (erreichter Rang VADM)
LCDR Clinton Andrew Neyman Jr.         13. August 1943 – 10. Juli 1944
LCDR Frank Robert Arnold         10. Juli 1944 – 6. September 1944
LT Alfred Thomas Campbell          6. September 1944 – 9. September 1944
CDR Earl William Logsdon          9. September 1944 – 17. September 1945
LCDR Conrad Hilmer Carlson        17. September 1945 – 24. Juni 1946