Archiv der Kategorie: Geleitflugzeugträger

USS TINIAN ( CVE-123 )

USS TINIAN ( CVE-123 )

Schiffsbiografie

Die USS TINIAN ( CVE-123 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren der Schlacht um die Insel Tinian, Marianen benannt worden ist.
Der Geleitflugzeugträger ist das neunzehnte Schiff aus der COMMENCEMENT BAY – Klasse.
s40003Auf der Todd Pacific Shipyard Incorporated in Tacoma, Washington wurde am 20. März 1945 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Gnade L. Woods taufte am 5. September 1945 den Geleitflugzeugträger vor dessen Stapellauf. Die Komplettierung des Schiffes erfolgte auf der Commercial Iron Works in Portland, Oregon. An die US Navy wurde dann die USS TINIAN am 30. Juli 1946 ausgeliefert.
In diesem Zustand gliederte man das Schiff in die 19. Flotte der Pazifikreserveflotte ein die in Tacoma, Washington vor Anker lag. Am 12. Juni 1955 klassifizierte man den Geleitflugzeugträger in ein Geleithelikopterträger um und übergab ihm die Kennung CVHE-123. In den ersten Tagen im Juni 1958 nahm der Flottenschlepper USNS YUMA ( T-AF-94 ) die USS TINIAN ins Schlepptau und sollte das Schiff bis nach San Diego, Kalifornien schleppen. Kurz nach dem Auslaufen im Hafen von Tacoma näherte man sich dem Lightship SWIFTSURE ( LV-83 ) welches in der Nähe einer Untiefe, in der Neah Bay, Washington am Eingang der Strait of Juan de Fuca lag. Hier bekam die USNS YUMA Motorprobleme. Der Kapitän setzte einen Notruf ab und der Bojentender USCGC FIR ( WLM.212 ) eilte den beiden Schiffen zu Hilfe. Selbst die Mannschaft des Lightships SWIFTSURE ging auf „Gefechtsstation“ um für weitere Hilfsaktionen bereit zu sein. Die USCGC FIR eskortierte nach den Reparaturarbeiten an der USNS YUMA auch die USS TINIAN aus dem Gefahrenbereich bis wieder tieferes Wasser erreicht war. Am 9. Juni 1958 lief der Geleithelikopterträger im Schlepptau der USNS YUMA im Hafen von San Diego ein und wurde am South Tee Pier festgemacht. Im Mai 1959 klassifizierte man die USS TINIAN erneut um. Das Schiff ernannte man zu einem Frachtschiff und Flugzeugfähre und übergab ihm die Kennung AKV-23. Es blieb allerdings in Reserve und am Pier vertäut.
Am 1. Juni 1970 strich man den Namen USS TINIAN ( AKV-23 ) von der US Navy – Liste ohne das das Schiff jemals in den Dienst der US Navy gestellt worden war. Den Schiffskörper verkaufte man am 15. Dezember 1971 an die Levin Metals Company in San Jose, Kalifornien zum verschrotten.

USS RABAUL ( CVE-121 )

USS RABAUL ( CVE-121 )

Schiffsbiografie

Die USS RABAUL ( CVE-121 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rabaul, einem der strategisch wichtigsten Häfen und Flugplätze während des Zweiten Weltkrieges im Pazifik, benannt worden ist.
Der Geleitflugzeugträger ist das siebzehnte Schiff aus der COMMENCEMENT BAY – Klasse.
Auf der Todd Pacific Shipyards in Tacoma, Washington wurde am 2. Januar 1945 der Kiel s40002des Schiffes gelegt. Mrs Alice Houseman Schade ( 2. Juli 1903 – 27. Januar 1990 ), Ehefrau von Commodore Henry Adrian Schade ( 3. Dezember 1900 – 12. August 1992 ), Leitender Marinearchitekt im Flugzeugträgerbau im United States Navy Bureau of Ships, taufte am 14. Juli 1945 den Geleitflugzeugträger vor dessen Stapellauf. Die Komplettierung des Schiffes erfolgte auf der Commercial Iron Works in Portland, Oregon. An die US Navy wurde dann die USS RABAUL am 30. August 1946 ausgeliefert.
Man versetzte den Geleitflugzeugträger in die 19. US Flotte, die Pazifikreserveflotte ohne es in den Dienst der US Navy zu stellen. Die USS RABAUL wurde eingemottet und diente als Mobilisierungsreserve im Fall eines Krieges mit der Sowjetunion. Im Juni 1955 klassifizierte man das Schiff zu einem Geleithelikopterträger um und gab ihm die Kennung CVHE-121. Um die USS RABAUL auch nutzen zu können, verlegte man es im Juni 1958 nach San Diego, Kalifornien in die dortige Reserveflotte. Im Mai 1959 klassifizierte man es erneut um und übergab ihm die Kennung AKV-21. Damit war das Schiff zu einem Frachtschiff und Flugzeugfähre umstrukturiert worden, blieb aber in Reserve in San Diego vor Anker liegen. Erst am 1. September 1971 strich man den Namen USS RABAUL von der US Navy – Liste und verkaufte das Schiff am 25. August 1972 an die Nicolao Joffe Corporation in Beverly Hills, Kalifornien. Die Verschrottung erfolgte auf der Marine Salvage Company, Pier 54 in Oakland, Kalifornien. Doch kurz zuvor wurde das Schiff in den letzten Szenen des Films „Magnum Force“ gezeigt, einem Aktion Thriller mit Clint Eastwood.

USS LISCOME BAY ( CVE-56 )

USS LISCOME BAY ( CVE-56 )

Schiffsbiografie

Die USS LISCOME BAY ( CVE-56 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das nach der Bucht vor Dall Island im Alexander Archipel benannt worden ist.
Der Geleitflugzeugträger ist das zweite Schiff aus der CASABLANCA – Klasse.
Ursprünglich war das Schiff für den Land – Lease Vertrag mit Großbritannien vorgesehen und sollte den Namen HMS AMEER tragen. Doch die US Navy akquirierte das Schiff noch während der Bauphase.
Auf der Kaiser Shipbuilding Company in Vancouver, Washington wurde am 9. Dezember 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Clara Klinksick Moreell ( 3. August 1890 – 25. Dezember 1958 ), Ehefrau von Vizeadmiral Ben Moreell ( 14. September 1892 – 30. Juli 1978 ), Chef des US Navy Bureau of Shipbuildings and Docks, taufte am 19. April 1943 den Geleitträger auf den Namen AMEER vor dessen Stapellauf. Den Namen USS LISCOME BAY ( CVE-56 ) erhielt das Schiff am 28. Juni 1943. Captain Irving Day Wiltsie ( 14. November 1898 – 24. November 1943 ) stellte am 7. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt entlang der US Westküste und der daran anschließenden Überprüfung des Schiffskörpers, verließ der Geleitflugzeugträger Anfang Oktober 1943 die Werft in Vancouver und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier konnten die einzelnen Mannschaftsbereiche Übungen abhalten. Diese Übungen dauerten bis zum 21. Oktober. An diesem Tag verließ der Geleitträger die US Westküste und fuhr nach Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort legte das Schiff nach einer Woche Fahrt an. Auch hier begannen erneut Übungen, doch diesmal im Zusammenspiel mit Zerstörern die das Schiff während der kommenden Einsätze absichern sollten. Es waren die Vorbereitungen auf die Invasion der Gilbert Inseln. Hier gliederte man die USS LISCOME BAY in die Carrier Division 24 ein die zur Task Group 52.3 gehörte und von Rear Admiral Henry Maston Mullinnix ( 4. Juli 1892 – 24. November 1943 ) während der Operation „Galvanic“ befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS LISCOME BAY ( CVE-56 ), USS CORAL SEA ( CVE-57 ) und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ), die Zerstörer USS FRANKS, USS HOEL ( DD-533 ), USS MORRIS ( DD-417 ) und USS HUGHES ( DD-410 ). Die Schiffe gehörten zur Nordangriffsgruppe innerhalb der Task Force 52 die Rear Admiral Richard Kelly Turner ( 27. Mai 1885 – 12. Februar 1961 ) während der Invasion kommandierte. Am 10. November verließen die Schiffe der TG Pearl Harbor und fuhren zu den Gilbert Inseln. Die Schlacht um die Atolle Makin und Tarawa begann am 20. November um 5:00 Uhr mit dem Aufstieg der ersten Trägerflugzeuge. Die Flugzeuge der drei Geleitflugzeugträger flogen drei Tage lang ihre Einsätze um die Invasionstruppen der 27. Infanteriedivision unter dem Befehl von Generalmajor Ralph Corbett Smith ( 27. November 1893 – 21. Januar 1998 ) zu unterstützen. Tausende Bomben und unzählige Schiffsgeschützgranaten zerschlagen japanische Flugzeuge, Truppenkonzentrationen, Geschützstellungen und Shore Anlagen auf den belagerten Inseln. Insgesamt 2.278 Einsätze flogen die Maschinen des Trägers in diesen drei Tagen. Nach dem Ende der Kampfhandlungen erhielten die Schiffe der TG 52.3 am Abend des 23. November für die Heimfahrt die neue Kennung Task Group 52.13 verliehen. Diese TG befehligte nun Rear Admiral Robert M. Griffin. Nach der vollständigen Einnahme der Gilbert Inseln verringerte sich automatisch bei den Schiffsbesatzungen die Wachsamkeit was sich um sie herum auf dem Meer ereignete. 20 Seemeilen Südwestlich von Makin Island tauchte das japanische U-Boot I-175 in der Morgendämmerung des 24. November auf. Noch bevor die Besatzung des Schlachtschiffes USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), aus der TG 52.2.2, durch seinen Radarkontakt reagieren konnte, war das U-Boot auch schon wieder getaucht und verschwunden. Gegen 5:05 Uhr bereiteten das Flugpersonal auf der USS LISCOME BAY die Flugzeuge für den ersten Morgenflug vor. Die Schiffe machten dabei 15 Knoten Geschwindigkeit. Nur fünf Minuten später ließ Commander Tabata Naoshi vier Torpedos abfeuern, zwei davon auf die USS LIPSCOME BAY. Ein Aussichtsposten auf der Nock des Geleitträgers konnte noch die Blasenspur eines Torpedos sehen, aber da war es schon zu spät. Dieser Torpedo traf den Träger auf der Steuerbordseite hinter dem Maschinenraum und drang in das Munitionsmagazin ein. Durch die Explosion wurde das Heck des Schiffes auseinandergerissen. Die USS NEW MEXIKO befand sich zu diesem Zeitpunkt rund eine Seemeile von dem Geschehen entfernt. Nach der Explosion landen auf dem Schlachtschiff unzählige Metallsplitter und Körperteile. Genau dreiundzwanzig Minuten nach dem Abfeuern der Torpedos begann die USS LISCOME BAY nach Steuerbord zu sinken. An Bord des Trägers fanden 53 Offiziere und 591 Mannschaftsmitglieder den Tod. Unter ihnen Rear Admiral Henry Maston Mullinnix und Captain Irving Day Wiltsie. Von den 272 überlebenden Mannschaftsmitgliedern des Trägers wurden von der USS HUGHES 152 und der USS FRANKS 120 an Bord gerettet. Die anderen beiden Zerstörer USS HOEL und USS MORRIS machten mit Wasserbomben Jagd auf das U-Boot, konnten es aber nicht mehr attackieren.


USS LISCOME BAY ( CVE-56 )
Commanding Officer

Captain Irving Day Wiltsie          7. August 1943 – 24. November 1943