Archiv der Kategorie: Zerstörer

USS KIDD ( DD-661 )

USS KIDD ( DD-661 )

Biografie

Isaac Campbell Kidd
* 26. März 1884 in Cleveland, Ohio
† 7. Dezember 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ) in Pearl Harbor
war der erste gefallene US amerikanische Admiral im Zweiten Weltkrieg

Im Jahre 1902 trat Kidd in die United Stats Naval Academy in Annapolis ein. Das Studium schloss er im Februar 1906 ab. Man versetzte ihn 1907 an Bord des Schlachtschiffes USS NEW JERSEY ( BB-16 ) wo er 1908 zum Ensign ernannt wurde. Auf dem Schlachtschiff nahm er bis 1909 an der Weltumrundung mit der Großen Weißen Flotte teil. Es folgte der Dienst an Bord des Schlachtschiffes USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ) und an Bord des Panzerkreuzers USS PENNSYLVANI ( ACR-4 ). Danach versetzte man Kidd zur Pazifikflotte wo er der Flaggenbeauftragte des Oberbefehlshabers der Flotte, Rear Admiral Cameron McRae Winslow ( 29. Juli 1854 – 2. Januar 1932 ), auf dessen Flaggschiff war. Von 1916 bis 1917 versetzte man Kidd an die Militärakademie wo er dozierte. Während des Ersten Weltkriegs stationierte man Kidd an Bord des Schlachtschiffes USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Nachdem der Krieg zu Ende war, kehrte er zur Militärakademie zurück und versah dort seinen Dienst. Von 1925 bis 1926 war Kidd der Exekutive Offizier auf dem Schlachtschiff USS UTAH ( BB-31 ) und wechselte dann auf das Frachtschiff USS VEGA ( AK-17 ). Man ernannte ihn dann 1927 zum Hafenkommandanten von Christobal, Panama Kanalzone wo er bis 1930 blieb. Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten beförderte man Kidd zum Captain und ernannte ihn zum Stabschef des Kommandanten der Base Force, US Flotte. Bis 1932 blieb er dort. Dann wechselte Kidd an das Bureau of Navigation in Washington DC für drei Jahre. Von 1935 bis 1936 übernahm er das Zerstörer Geschwader 1 innerhalb der Scouting Force. Nach einer weiteren Dienstzeit an der Marineakademie war Kidd von September 1938 bis November 1940 Kommandant des Schlachtschiffes USS ARIZONA. Im November 1940 ernannte man ihn zum Rear Admiral und wurde der Stabschef des Befehlshabers der Schlachtflotte sowie der Befehlshaber der 1. Schlachtschiff Division. Diese bestand aus den Schlachtschiffen USS NEVADA ( BB-36 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-39 ) und der USS ARIZONA. Zu Beginn des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, befand sich Rear Admiral Kidd an Bord seines Flaggschiffes der USS ARIZONA. Bei seiner Kenntnisnahme über den Angriff eilte er sofort auf die Brücke um von dort aus seine Aufgaben als Vorgesetzter wahr zu nehmen. Bevor er jedoch irgendwelche Maßnahmen anordnen konnte, fand er um 8.10 Uhr zusammen mit dem Großteil der Besatzung bei der Explosion der vorderen Munitionskammer und einem direkten Bombentreffer der Brücke den Tod. Den einzigen Überrest von Rear Admiral Kidd fand man nach dem Angriff auf seiner Gefechtsstation. Der Siegelring den er 1906 als Absolvent von der Militärakademie erhalten hatte, war mit den Trümmern der Brücke verschmolzen. Für seinen außerordentlichen Heldenmut und seine herausragende Furchtlosigkeit verlieh ihm der Kongress posthum die Medal of Honor.
Rear Admiral Isaac Campbell Kidd war der Vater von Isaac Campbell Kidd, Jr. ( 14. august 1919 – 27. Juni 1999 ). Dieser war der Kommandeur der US Atlantikflotte

Drei Schiffe wurden zu Ehren von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS KIDD ( DD-661 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS KIDD ( DDG-993 ) aus der KIDD – Klasse.
Das dritte Schiff war der Lenkwaffenzerstörer USS KIDD ( DDG-100 ) aus der ARLEIGH BURKE – Klasse.


USS KIDD ( DD-661 )

Schiffsbiografie

Die USS KIDD ( DD-661 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzweiunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in kearny, New Jersey wurde am 16. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Inez Nellie Gilmore Kidd ( 3. November 1888 – 11. Mai 1978 ), Witwe von Rear Admiral Isaac Campbell Kidd, taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. ( 9. Dezember 1907 – 24. Dezember 1997 ) stellte am 23. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KIDD bis in die Casco Bay, Maine und dauerte bis zum 1. Juni. Am 3. Juni eskortierte der Zerstörer zusammen mit der USS ABBOT ( DD-629 ) das Schlachtschiff USS IOWA ( BB-61 ) zu Versuchen und Übungen bis in die Casco Bay und sicherte das schwere Schiff dabei ab. Bis zum 6. Juni dauerten diese Übungen. Der Zerstörer übernahm auch danach noch weitere Eskorten großer Kampfschiffe, die ihrerseits im Atlantik und in der Karibik ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchführen mussten. Dann im August lief der Zerstörer in den Hafen von Norfolk, Virginia ein. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Am 20. August legte die USS KIDD in Norfolk ab und eskortierte die beiden Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-60 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Diese Kriegsschiffe durchquerten am 25. August den Panamakanal. Bei dem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien trennten sich die Wege der Kriegschiffe. Die USS KIDD fuhr weiter nach San Francisco, Kalifornien und erreichte am 17. September die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Bis zum 29. September blieb die USS KIDD in den Hawaiianischen Gewässern und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Eroberung der Gilbert Islands während der Operation „Galvanic“. Bei solch einer Übung Ende September kam es auch zu simulierten Torpedoangriffen auf das Schlachtschiff USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ). Dabei erlitt der Zerstörer einige Beschädigungen. Nun gliederte man die USS KIDD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD ( DD-660 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS KIDD in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Den erreichten sie am Morgen des 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze auf dem Festland zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Die USS KIDD selber befand sich während des Bombardements auf die japanischen Stellungen hinter der Formation der amerikanischen Kriegsschiffe und deckte diese von dort. Da erhielt Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. den Befehl eine Flugzeugbesatzung der USS ESSEX aus dem Wasser zu retten. Umgehend ließ der Kommandant des Zerstörers das Kriegsschiff in Richtung der angegebenen Koordinaten fahren. Zu diesem Zeitpunkt, es war gegen Mittag, stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Eine Gruppe feindlicher Flugzeuge stürzten sich auf die USS KIDD, die Mannschaft des Zerstörers hatte gerade mit der Rettung der amerikanischen Piloten begonnen und musste erst einmal diese hinten anstellen. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen drei der angreifenden japanischen Maschinen ab. Commander Allan Barkhurst Roby, Sr. gab präzise Kommandos um den entgegenkommenden Torpedos und Bomben auszuweichen. Dafür erhielt er den Silver Star verliehen. Die Rettung der amerikanischen Piloten war anschließend schnell abgeschlossen. Alle amerikanischen Kriegsschiffe verließen noch während des Luftangriffs den Kampfplatz ohne auch nur ein weiteres der feindlichen Flugzeuge abzuschießen. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Vor Rabaul trennen sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS KIDD bot dabei zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag des 24. November 15 japanische Sturzkampfbomber die auf die schweren Schiffe zusteuerten. Die USS KIDD warnte die Schiffe der TG vor dem Luftangriff und die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen zwei der Aichi D3A Sturzkampfbomber ab. Am 28. November zog man die USS KIDD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Hier blieb die USS KIDD bis zum 11. Januar 1944 und beteiligte sich an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Marshall Islands. Außerdem konnte sich die Mannschaft etwas erholen und Reparaturen ausführen. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 53 zusammen, die Rear Admiral Richard Lansing Connolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in der Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS KIDD frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Am 4. Februar gliederte man die USS KIDD wieder in die Task Group 53 ein und wurde zur Sicherung der Landungsflotte abgestellt. Zusammen mit den Zerstörern USS HOPEWELL ( DD-681 ), USS HULL DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-331 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS REMEY ( DD-688 ) eskortierte die USS KIDD die Zerstörer und Minensucher USS PALMER ( DMS-5 ) und USS STANSBURY ( DMS-8 ), die beiden amphibischen Docklandungsschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), 12 Truppentransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe und 15 Panzerlandungsschiffe, welche die Soldaten und der Ausrüstung der 4. Marine Division, Kommandeur Generalmajor Oliver Prince Smith ( 26. Oktober 1893 – 25. Dezember 1977 ), transportierten, bis zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe vier Tage später. Danach ging die Fahrt am 15. Februar zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Der Angriff auf dieses Atoll begann zwei Tage später. Die USS KIDD patrouillierte dann bis zum 26. Februar vor dem Atoll und übernahm die Luftsicherung. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff nach Emirau Island, Bismarck Archipel, Neuguinea und patrouillierte bis zum 14. April in den dortigen Gewässern. Hauptaufgabe des Zerstörers war eine Landebahn zu bewachen. Man gliederte nun die USS KIDD in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen an Land besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS KIDD sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS KIDD, USS BULLARD und USS CHAUNCEY verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Man versetzte hier die USS KIDD in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS KIDD sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS KIDD ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS KIDD zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD und USS CHAUNCEY. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS KIDD in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS KIDD, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS KIDD in den folgenden Tagen an mehreren Trainingsübungen. Den Zerstörer setzte man zu keiner weiteren Kampfhandlung in den nächsten Tagen ein. Das Kriegsschiff verließ dann das Atoll und fuhr nach Pearl Harbor. Hier bugsierte man am 26. August die USS KIDD in ein Trockendock der Pearl Harbor Naval Shipyard und begann mit einer Überholung. Schon am 15. September verließ der Zerstörer die Reparaturwerft und fuhr zum Atoll Eniwetok. Dieser Fahrt nutzte man als Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und das Kriegsschiff erreichte am 26. September das Atoll. Hier blieb die USS KIDD nur für wenige Stunden damit die Bunker wieder aufgefüllt werden konnten. Anschließend verließ der Zerstörer wieder die Gewässer und fuhr zum Seeadler Harbour , wo das Kriegsschiff am 3. Oktober anlegte. Hier bereitete man eine Invasionsflotte vor, die die philippinischen Inseln angreifen sollte. Dazu integrierte man die USS KIDD in die Task Group 77.2, die Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS MISSISSIPPI ( BB-41 ), USS MARYLAND ( BB-46 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und der australische Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS DENVER ( CL-58 ), USS BOISE ( CL-47 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS CONY ( DD-508 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ), USS THORN ( DD-647 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS PRINGLE ( DD-477 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS COOPER ( DD-695 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS BRYANT ( DD-665 ) USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS DALY ( DD-519 ). USS BACHE ( DD-470 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ) sowie der australische Zerstörer HMAS ARUNTA. Am 12. Oktober verlassen diese Schiffe der TG 77.2 Manus Island und fuhren nach Leyte. Sechs Tage später liefen sie in den Leyte Gulf ein und begannen am 19. Oktober mit dem Bombardement japanischer Stellungen in und um von Tacloban in der San Pablo Bay. Am frühen Morgen des 20. Oktober beginnen die Landungen der Soldaten der 7. Infanteriedivision und der 1. Kavalleriedivision auf Leyte. Die Schiffe der TG 77.2 sind nun entlang der Ostküste von Leyte unterwegs und bekämpfen den Feind an allen erreichbaren Stellen bis in den Süden von Abuyog. Die USS KIDD begann dann mit allen anderen Schiffen der TG 77.2 mit ihren Patrouillenfahrten im Süden des Leyte Gulf zum Schutz der Anlandungsschiffe. Im Norden von Leyte lagen Geleitflugzeugverbände und bombardierten die japanische Hauptstreitmacht auf See. Zum Entsatz sollten zwei japanische Kriegsschiffverbände von Süden her nach Leyte vordringen. Zur Abwehr dieser feindlichen Schiffsverbände strukturierte man die TG 77.2 um und gliederte diese in drei Teile. Die USS KIDD allerdings blieb bei den Landungsschiffen und patrouillierte weiterhin vor Tacloban. Nachdem dann die japanischen Schiffsverbände fast vollständig vernichtet worden waren, kehrten die amerikanischen Schiffe der TG 77.2 in den Leyte Golf zurück und übernahmen wieder ihre Aufgaben. Die meisten Kriegsschiffe der TG verließen dann ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Seeadler Harbour damit sich die Besatzungen von den Strapazen der letzten Tage etwas erholen konnten. Die USS KIDD selber blieb bis zum 14. November im Leyte Golf. Erst an diesem Tag verließ der Zerstörer sein Einsatzgebiet und fuhr zur Humboldt Bay, die er fünf Tage später erreichte. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 9. Dezember. An diesem Tag verließ die USS KIDD die Gewässer von Neuguinea und fuhr an die kalifornische Küste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsierte man am 25. Dezember den Zerstörer in ein Trockendock und setzte die in Pearl Harbor begonnene Überholung fort. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen und der Zerstörer fuhr zusammen mit den Schwesterschiffen USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS BULLARD, USS HALE und USS BLACK wieder in den Westpazifik. Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS KIDD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Insgesamt drei feindliche Luftangriffe verzeichnete man an diesem Tag. Die Geschützmannschaften der USS KIDD, wie alle anderen Mannschaften der USS BLACK, USS BULLARD und USS CHAUNCEY auch, eröffneten das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Auf die USS KIDD selber stürzte sich während dieses Kampfes am Nachmittag ein einzeln fliegendes japanisches Flugzeug. Dieser Kamikazepilot schlug Mittschiffs ein. Er riss insgesamt 38 Besatzungsmitglieder mit in den Tod und 55 wurden zum Teil schwer verwundet. Unter den getöteten Besatzungsmitgliedern befand sich auch CDR Harry Grimshaw Moore, Kommandeur des Zerstörers. Die USS KIDD blieb aber schwimmfähig und eilte den anderen drei Zerstörern hinterher. Auf dieser Fahrt versuchten nun weitere Kamikazepiloten sich auf das angeschlagene Schiff zu stürzen, aber die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten weitere Angreifer vernichten. Die USS KIDD verließ nach dem letzten abgewiesenen Luftangriff an diesem Tag die Gewässer von Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier nahm man vom 20. April bis zum 2. Mai eine Notreparatur durch die Mannschaft des Zerstörertenders USS HAMUL ( AD-20 ) durch. Am 2. Mai verließ die USS KIDD aus eigener Kraft wieder das Atoll und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. Hier erreichte der Zerstörer am 25. Mai die Hunter’s Point Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien und wurde in ein Trockendock bugsiert. Die Reparatur- und Überholungsarbeiten waren am 1. August abgeschlossen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. In diese Basis fuhr die USS KIDD sechs Tage später ein. Für den Zerstörer und dessen Besatzung begann nun eine Zeit der Ausbildung die für eine Dauer von einem Monat angesetzt war. In dieser Zeit kapitulierte Japan am 15. August bedingungslos und der Zweite Weltkrieg war auch im Pazifik nun beendet. Die USS KIDD verließ Mitte September Pearl Harbor und erreichte am 24. September die amerikanische Marinebasis San Diego. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine Zeit der Inaktivität vor. Das Kriegsschiff stellte man dann am 10. Dezember 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS KIDD aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Robert Emmett Jeffery stellte am 28. März 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Indienststellung erfolgte in den Gewässern vor San Diego die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Am 18. Juni verließ dann der Zerstörer die US Westküste und fuhr in den Westpazifik. Im japanischen Hafen von Yokosuka legte das Kriegsschiff am 15. Juli an. Hier integrierte man die USS KIDD in die Task Force 77. Der Zerstörer sollte bis zum 21. September vor der koreanischen Westküste patrouillieren. Anschließend fuhr der Zerstörer an die koreanische Ostküste. Vom 21. Oktober bis zum 22. Januar 1952 bombardierte das Kriegsschiff feindliche Versorgungswege von Wando Island im Süden Koreas. Nach diesem Bombardement fuhr die USS KIDD zusammen mit den Zerstörern der Zerstörerdivision 152 nach San Diego, Hier treffen sie am 6. Februar ein. Der Zerstörer beteiligte sich in den folgenden Monaten an mehreren Übungen entlang der kalifornischen Küste und wurde auf den neuerlichen Einsatz im Westpazifik vorbereitet. Am 8. September verließ der Zerstörer San Diego und trat in der Nähe von Kojo, Nordkorea einer Anti-U-Boot bei. Im November begann das Kriegsschiff wieder mit einem Bombardement auf nordkoreanische Zeile. Kurz danach begannen Waffenstillstandsgespräche. Während der Verhandlungen patrouillierte die USS KIDD weiterhin vor der koreanischen Küste. Erst am 3. März 1953 verließ der Zerstörer die koreanischen Gewässer und verließ den Fernen Osten. Die Rückfahrt an die US Westküste führte das Kriegsschiff nach Midway und Pearl Harbor. In die Marinebasis San Diego lief die USS KIDD am 20. März ein und wurde für eine Überholung in ein Trockendock bugsiert. Nach Abschluss dieser Überholung fuhr der Zerstörer am 20. April nach Long Beach, Kalifornien. In diesem Hafen kollidierte der Zertörer am folgenden Tag mit dem schwedischen Frachter HAINAN. Jetzt musste das Kriegsschiff erneut in ein Trockendock und die Reparaturarbeiten dauerten bis zum 11. Mai. Von Ende 1953 bis Ende 1959 wechselte die USS KIDD jedes Jahr mit einer Kreuzfahrt in den Westpazifik. Hier und entlang der US Westküste beteiligte sich der Zerstörer an Operationen zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit. In den Jahren im Westpazifik wurden unzählige Hafenbesuche in Japan, Okinawa, Hongkong und auf den Philippinen durchgeführt. Das Kriegsschiff besuchte während solch einer Kreuzfahrt am 29. März 1958 auch Sydney, Australien und patrouillierte einige Tage später in der Taiwanstraße. Am 5. Januar 1960 verließ die USS KIDD wieder San Diego. Diesmal durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 25. Januar im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff Trainingsfahrten für Navy Reservisten und legte an den verschiedensten US Ostküstenhäfen an. Während der Berliner Krise im August 1961 versetzte man den Zerstörer zu den Flottenführungskräften. Doch kaum war diese Krise überwunden patrouillierte das Kriegsschiff im Dezember 1961 vor der Küste der Dominikanischen Republik. Diese Patrouille nannte man später die „Show of Force“. Die amerikanischen Navy Schiffe, die während dieser Krise in der Karibik zum Einsatz kamen, versuchten ein wenig Sicherheit innerhalb der unruhigen Karibik zu bieten. Die USS KIDD verließ dann die Region und legte am 5. Februar 1962 in Norfolk, Virginia an. Hier integrierte man den Zerstörer in die Task Force Alfa, welche für die Anti-U-Boot Kriegsführung ausgerüstet war. Der Naval Destroyer School in Newport, Rhode Island teilte man die USS KIDD zu. Nach einer Kreuzfahrt in die Karibik nahm der Zerstörer ab dem 1. Juli wieder das Naval Reserve Training auf. Man stellte am 19. Juni 1964 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die in der Philadelphia Naval Shipyard liegenden Atlantikreserveflotte. Den Namen USS KIDD ( DD-661 ) strich man am 1. Dezember 1974.
Die US Navy stellte drei Zerstörer aus der FLETCHER – Klasse als Gedenkstätten innerhalb der USA zur Verfügung. Ausgewählt waren da schon die USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), liegt in buffalo, New York, und USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), liegt in Boston, Massachusetts. Der Kongressabgeordnete von Louisiana William Henson Moore III. ( 4. Oktober 1939 – ) wählte da die USS KIDD aus, um als Denkmal für die Louisiana Veteranen des Zweiten Weltkrieges zu dienen. Man nahm die USS KIDD Anfang Mai 1982 ins Schlepptau und überführte den Zerstörer von Philadelphia nach Baton Rouge, Louisiana. Am 23. Mai 1982 erreichten die Schlepper zusammen mit dem Zerstörer das Marinemuseum und das ehemalige Kriegsschiff wurde an das Louisiana Naval War Memorial übergeben. Man konnte nun der Öffentlichkeit dieses Museumsschiff zeigen. Die USS KIDD wurde nie modernisiert und ist der einzige Zerstörer seiner Klasse, der sein Aussehen aus dem Zweiten Weltkrieg beibehalten hat. Im laufe der Jahre versetzte man den Zerstörer in seine Konfiguration und Bewaffnung in den August von 1945 zurück. Höhepunkt für viele Schiffsenthusiasten war der 3. Juli 1997 auf der USS KIDD. An diesem Tag lud man die Torpedorohre mit Torpedos nach. Der besondere Liegeplatz des Zerstörers im Mississippi ist so ausgelegt, dass das Kriegsschiff die jährlich schwankende Flusstiefe von bis zu 40 Fuß bewältigen kann. So schwimmt die USS KIDD in der ersten Hälfte des Jahres im Fluss und in der zweiten Hälfte ragt sie aus dem Wasser.
In einem Museumshafen bei Palaio Faliro, Griechenland liegt der Zerstörer HNS VELOS ( D-16 ), die ehemalige USS CHARRETTE ( DD-581 ).


USS KIDD ( DD-661 )
Commanding Officer

CDR Allan Barkhurst Roby Sr.        23. April 1943 – 28. August 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Harry Grimshaw Moore          28. August 1944 – 11. April 1945 (in Aktion getötet)
LT Burdick Heinkel Brittin        11. April 1945 – 12. April 1945 (Übernahme)
LT Robert Mannion Kenney         12. April 1945 – 29. April 1945 (Übernahme)
CDR Fred Marshall Bush Jr.         29. April 1945 – 10. Dezember 1946
Außerdienststellung         10. Dezember 1946 – 28. März 1951
CDR Robert Emmett Jeffery         28. März 1951 – 28. Februar 1952
CDR Charles Arthur Bellis         28. Februar 1952 – 15. April 1953
CDR Lyttleton Brockenbrough Ensey         15. April 1953 – 2. Juli 1955 (erreichter Rang VADM)
CDR Daniel Edward Bergin          2. Juli 1955 – 17. Dezember 1956 (erreichter Rang RADM)
CDR William Eells Betzer         17. Dezember 1956 – 5. August 1958
CDR Robert John Baxter          5. August 1958 – 12. April 1960
CDR David Thomas Hafner        12. April 1960 – 7. August 1961
CDR Robert Harry Cook          7. August 1961 – 30. Oktober 1961
CDR Raymond V. Moser Jr.       30. Oktober 1961 – 31. Juli 1962
CDR Robert J. Winton          31. Juli 1962 – 30. September 1963
CDR Robert Edgar Adams         30. September 1963 – 15. April 1964
LCDR Porter Eugene May        15. April 1964 – 19. Juni 1964

USS CHAUNCEY ( DD-667 )

USS CHAUNCEY ( DD-667 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners.
Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-667 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) ist das dtrite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertachtunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 14. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. R. K. Anderson taufte am 28. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Merle Van Metre ( 3. Februar 1903 in Alexandria, Indiana – 27. Mai 1968 ) stellte am 31. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHAUNCEY in den Neuenglischen Gewässern durch. Nach dem Abschluss der daran anschließenden Begutachtung des Schiffskörpers, fuhr der Zerstörer in den Hafen von New York. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 28. August stach die USS CHAUNCEY in See. Nach der Durchquerung des Panamakanals Anfang September, erreichte der Zerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Am 13. September verließ das Kriegsschiff den Hafen und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen lief die USS CHAUNCEY am 19. September ein. In den nun folgenden zehn Tagen beteiligte man sich an mehreren Übungen und weiteren Ausbildungen der Besatzung. In diesen Tagen gliederte man den Zerstörer in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD ( DD-660 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel. In diesen beiden Tagen konnte die Besatzung der USS CHAUNCEY drei amerikanische Piloten aus dem Wasser bergen, deren Flugzeuge abgeschossen worden waren. Am 8. Oktober wurden die Schiffe der TF 14 auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS CHAUNCEY in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Die dort stationierten japanischen Flugzeuge sollten gebunden werden während der Landeoperation auf Bougainville. Das Einsatzgebiet vor Rabaul erreichten die amerikanischen Schiffe am 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze im Landesinneren zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Gegen Mittag stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Sie sollten Rache nehmen für den von den japanischen Militär unerwarteten Angriff auf ihre Basis. 46 Minuten lang dauerte der japanische Angriff. Die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY feuerten unablässig auf die angreifenden japanischen Maschinen und konnten so zusammen mit den Mannschaften der anderen Zerstörer diese auf Distanz halten. Die Flugzeugträger der TG 50.3 verließen zusammen mit ihren Sicherungsschiffen umgehend den Kampfplatz. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Dann trennten sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS CHAUNCEY bot dabei wie gewohnt zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 28. November zog man die USS BULLARD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County, Pennsylvania – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Bis Anfang Dezember werden nun von den Flugzeugträgern Kampfluftpatrouillen gestartet, die Jagd auf feindliche U-Boot machten und den an Land kämpfenden Marines Luftunterstützung boten. So geschah dies unter anderem am 4. Dezember mit einem Luftangriff auf japanische Stellungen auf Kwajalein und Wotje. Noch am selben Tag starteten die Japaner einen weiteren Luftangriff, der aber keine Verluste auf amerikanischer Seite einbrachte. Auch hier konnten die Geschützmannschaften der Zerstörer die feindlichen Angreifer auf Distanz halten. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Für die Mannschaft der USS CHAUNCEY gibt es aber keine Ruhe. Schon wenige Tage nach der Ankunft verlässt die USS CHAUNCEY wieder Pearl Harbor und fuhr nach Funafuti, Ellis Island. Hier wartete ein Wasserflugzeugtender und ein weiterer Zerstörer auf seine Ankunft. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließen diese drei Kriegsschiffe Funafuti und fuhren nach Tarawa. Hier begann die US CHAUNCEY für wenige Tage mit der Patrouille in diesen Gewässern. Anschließend fuhr der Zerstörer zurück nach Funafuti und von dort aus nach Pearl Harbor. Hier begann die Mannschaft das Kriegsschiff auf die nächste Operation zur Eroberung des Majuro Atolls vorzubereiten. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 58 zusammen, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS CHAUNCEY genauso wie die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS CANBERRY ( CA-70 ), die Leichten Kreuzer USS BILOXI ( CL-80 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS LANG ( DD-399 ), USS STACK ( DD-406 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man die USS CHAUNCEY in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS CHAUNCEY versetzte man nun wieder in die TF 58 und stand dort erneut zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS CHAUNCEY blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS CHAUNCEY wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt zwischen den Atollen von Kwajalein und Majuro. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Ab Anfang April gliederte nun die USS CHAUNCEY in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe, so auch die USS CHAUNCEY, der Zerstörer selber blieb bis Mitte April in den Gewässern von der eben erst besetzten Insel Emirau und patrouillierte dort, hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit den Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS CHAUNCEY sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS CHAUNCEY, USS KIDD und USS BULLARD verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo. Man versetzte hier die USS CHAUNCEY in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS BLACK, USS KIDD und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS CHAUNCEY sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS CHAUNCEY ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS CHAUNCEY zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS KIDD und USS BULLARD. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Geleit von Transportschiffen zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS CHAUNCEY in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS CHAUNCEY, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Die USS CHAUNCEY blieb zur Sicherung der Landungstruppen, die am 21. Juli mit der Landeoperation auf Guam begonnen hatten, und verließ erst am 10. August die Gewässer um die Insel und eskortierte zum Atoll Eniwetok mehrere unbeladene Transportschiffe. Vier Tage später erreichte der Zerstörer das Atoll. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und noch am selben Tag stach das Kriegsschiff wieder in See. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Innerhalb dieser Basis bugsierte man die USS CHAUNCEY am 22. August in ein Trockendock und begann mit einer Überholung und mehreren Reparaturarbeiten. Diese dauerten bis in den September hinein. Anschließend beteiligte sich das Kriegsschiff in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen, die die Angriffs- und Unterstützungsoperationen für die Rückeroberung der philippinischen Insel Leyte beinhalteten. Diese Übungen dauerten bis zum 15. September. An diesem Tag verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit der USS HALE wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransporter bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 11. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Zerstörers sich auf die kommenden Kämpfe um die Inseln der Philippinen vorbereiten konnte. Dazu integrierte man die USS CHAUNCEY in die Task Force 79 und stand dort zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS HALE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS GANSEVOORT ( DD-608 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 14. Oktober verließen diese Schiffe zusammen mit denen der Southern Attack Force den Seeadler Harbour und fuhren zu den philippinischen Inseln. Am 18. Oktober kam der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) hinzu. An Bord dieses Kriegsschiffes befand sich General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), der Oberbefehlshaber der US Army im Südwestpazifik. Am Morgen des 20. Oktober begann der Angriff auf Dulag im Leyte Golf. Hier gingen die amerikanischen Sturmtruppen an Land. Die USS CHAUNCY unterstützte sie in den folgenden Tagen dabei mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen und feuerte auf japanische Stellungen, die sich in Küstennähe befanden. In der folgenden Nacht umkreiste der Zerstörer wachsam die Transportschiffe, die gefährlich nahe ans Ufer, zum beschleunigten Entladen, kamen. Das erste Ziel der Landungstruppen war dann der nahegelegene japanische Flugplatz. Am 22. Oktober, zwei Tage vor der ersten entscheidenden Schlacht im Leyte Golf, verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit entladenen Transportschiffen die philippinischen Gewässer und eskortierte jene bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier legten die Schiffe Ende Oktober an. Im November machte die USS CHAUNCEY noch zwei Eskortierfahrten. Der Zerstörer begleitete dabei Transportschiffe vom Seeadler Harbour zu den Palau Islands und dem Leyte Golf. Gleich im Anschluss daran verließ das Kriegsschiff die Gewässer des Fernen Ostens und fuhr nach San Diego. Hier begann ab Dezember eine umfangreiche Überholung. Die daran anschließende Ausbildung der Besatzung dauerte bis zum 18. Februar 1945. An diesem Tag verließ die USS CHAUNCEY und fuhr nach San Francisco. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS BULLARD, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Hier begannen ab dem 25. Februar umfangreiche Übungen. Diese dauerten bis zum 4. März. Ab diesem Tag eskortierten die fünf Zerstörer den Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) zuerst zum Atoll Eniwetok, wo sie am 9. März ankamen. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, Proviant und Munition verließen diese Schiffe am folgenden Tag wieder das Atoll und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Dieses erreichten sie am 13. März. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Am 19. März kam es zu einem massiven Vergeltungsschlag aus der Luft durch japanische Kamikazepiloten. Dabei wurde der Flugzeugträger USS FRANKLIN ( CV-13 ) aus der TG 58.2 schwer beschädigt. Mehrere Kriegsschiffe der TG zogen sich daraufhin aus dem Kampfgeschehen zurück um den Flugzeugträger zum Atoll Ulithi sicher zu eskortieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG 58.3 zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Alle Geschützmannschaften der Zerstörer neben der USS CHAUNCEY hatten dabei alle Hände voll zu tun um diese Selbstmordpiloten abzuwehren. Nachdem dann das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Man hatte am Vorabend des 24. März die Task Group 59.7 gebildet, die Vizeadmiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 im Natlee Owen County, Kentucky – 25. August 1956 auf dem Schlachtschiff USS WYOMING ( BB-32 ), in der Casco Bay, vor Portland, Maine ) kommandierte. In der TG befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS WISCONSIN ( BB-32 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS und der Zerstörer USS CHAUNCEY. Diese Schiffe lagen am 24. März südöstlich von Okinawa und bombardierten einen Tag lang wichtige Hafen- und Befestigungsanlagen im Bereich der am 1. April beginnenden Landung der Alliierten. Außerdem sollten während des Bombardements die Schiffe der TG 52.3 bei ihrer Minensuchoperation gedeckt werden. Nebenbei versenkten die Schlachtschiffe die japanischen Transportschiffe TOSAN MARU und MAIKO MARU Nr. 10. Die USS CHAUNCEY selber überwachte den Luftraum um vor angreifenden japanischen Flugzeugen rechtzeitig zu warnen. Diese amerikanischen Schiffe verließen am Abend ihren Einsatzort und fuhren denen der TG 58.3 hinterher und integrierten sich wieder. Am 25. März befanden sich die Schiffe der TG rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa und übernahmen erneut frischen Treibstoff. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS CHAUNCEY eröffneten, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 wieder rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS CHAUNCEY selber übernahm in den vergangenen und folgenden Tagen vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Ab dem 15. Mai lagen die Schiffe der TG 58.3 rund zweihundert Seemeilen östlich von Okinawa und wurden bis zum folgenden Tag durch die Öltanker der TG 50.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Von dieser Position aus begannen die Trägerflugzeuge auch mit dem weiteren Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Erst am 20. Mai näherte man sich auf 80 Seemeilen bis zu der Insel um die Distanz in den folgenden Tagen wieder zu vergrößern. Bis zum 28. Mai hielt das Bombardement der Trägerflugzeuge auf Okinawa an. An diesem Tag versetzte man die USS CHAUNCEY zur Task Group 38.3. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS ESSEX, das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS OAKLAND und USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BLACK, USS THE SULLIVANS, USS OWEN, USS MILLER, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS ENGLISH, USS AULT, USS WALLACE L LIND, USS WALDRON und USS WALKER. Gleich am folgenden Tag zog man die Schiffe dieser Task Group aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa. Ziel war die philippinische Insel Leyte. Hier legte man am 1. Juni in der San Pedro Bay an. Hier begannen Reparaturarbeiten an den Einrichtungen der USS CHAUNCEY. Außerdem konnte sich die Mannschaft des Zerstörers von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Man stellte dann die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS CHAUNCEY versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS BLACK, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge, die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten, wurden von der USS CHAUNCEY und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS CHAUNCEY sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Auch in den folgenden Tagen blieb die USS CHAUNCEY als Sicherungsschiff bei dem Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ). Die Trägerflugzeuge hatten nun nach dem Ende des Krieges die Aufgabe gestellt bekommen, über den noch vorhandenen und intakten japanischen Flugplätzen und Schiffen zu patrouillieren. Außerdem sollten die Piloten auf ihren Patrouillenflügen Kriegsgefangenenlager lokalisieren damit die dort immer noch internierten alliierten Soldaten versorgt werden konnten. Am 25. August geriet die USS WASP und die USS CHAUNCEY in einen Taifun. Dabei befanden sich die beiden Kriegsschiffe rund 200 Seemeilen südöstlich von Honshu entfernt. Beide Schiffe erlitten während des Taifuns erhebliche Schäden. Nach den daran anschließenden Reparaturarbeiten an der USS CHAUNCEY, blieb der Zerstörer noch bis zum 11. November auf Patrouillenfahrt im Fernen Osten. An diesem Tag lag das Kriegsschiff im Hafen von Tsingtao, China und begann die Heimfahrt an die US Westküste. Nachdem die USS CHAUNCEY dann in San Diego angelegt hatte, bereitete man den Zerstörer auch schon auf seine Inaktivität vor. Am 19. Dezember 1945 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS CHAUNCEY aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander James Wallace Daniel, Jr. stellte am 18. Juli 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS CHAUNCEY zusammen mit der USS BLACK am 1. November die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten beide Zerstörer Norfolk, Virginia, ihren neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und beteiligte sich dabei bis zum 10. Januar 1953 an mehreren Ausbildungseinsätzen. An diesem 10. Januar legte die USS CHAUNCEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS BLACK in Norfolk ab und beide Zerstörer begannen ihre Weltreise. Das erste Ziel war dabei der Ferne Osten. Dazu durchquerte das Kriegsschiff vom 14. zum 15. Januar den Panamakanal. Die Marinebasis San Diego wurde am 22. Januar erreicht. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt am nächsten Morgen gleich weiter. In die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor lief die USS CHAUNCEY am 29. Januar ein und blieb hier bis zum 3. Februar. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die Marinebasis und fuhr nach Sasebo, Japan und legte dort am 12. Februar an. Auf der Fahrt dorthin überquerte das Kriegsschiff am 5. Februar den 180. Meridian. Schon am 15. Februar lag die USS CHAUNCEY vor der nordkoreanischen Stadt Wonsan und begann die in Küstennähe befindlichen feindlichen Stellungen und Versorgungswege zu bombardieren. Dieses Bombardement dauerte bis zum 13. März und der Zerstörer verließ die nordkoreanischen Küstengewässer. Zwei Tage später lag das Kriegsschiff wieder in dem japanischen Hafen Sasebo. Hier blieb die USS CHAUNCEY für notwendig gewordene Reparaturarbeiten bis zum 26. März liegen. Vom 26. März bis zum 18. April gehörte der Zerstörer zur Task Force 77 und übernahm die Sicherung über die dort befindlichen Flugzeugträger. An diesem 18. April legte der Zerstörer im Hafen von Yokosuka an und blieb über Nacht zum Auffüllen aller Bunker. Nach Abschluss der Arbeiten legte die USS CHAUNCEY noch am 19. April wieder ab und beteiligte sich bis zum 29. April an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Noch am selben Tag erreichte der Zerstörer Okinawa und fuhr am Nachmittag des folgenden Tages wieder nach Yokosuka. In diesem Hafen blieb der Zerstörer bis zum 14. Mai. Gleich am folgenden Tag gehörte das Kriegsschiff wieder zur Task Force 77 und verblieb dort bis zum 22. Mai. Schon ab dem Abend des 23. Mai lag das Kriegsschiff in den koreanischen Gewässern von Inchon und fuhr am nächsten Tag nach Wonsan. Diese Gewässer erreichte die USS CHAUNCEY am 27. Mai und fuhr zur Sicherung der Flugzeugträger in der TF 77 noch am selben Tag weiter. Die USS CHAUNCEY erreihte am 29. Mai erneut die Kriegsschiffe der TF 77 und blieb nur diesen Tag dort. So lag der Zerstörer am 30. Mai in den koreanischen Gewässern von Wonsan und am 31. Mai in den koreanischen Gewässern von Hungam. Am 1. Juni operierte das Kriegsschiff wieder mit den Schiffen der TF 77 und am 2. Juni lag es in den Gewässern von Pusan. Noch am selben Tag verließ die USS CHAUNCEY die koreanischen Gewässer und fuhr nach Sasebo ein. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 7. Juni liegen und wartete auf die USS BLACK. Beide Kriegsschiffe begann nun die Heimfahrt. Vom 10. bis zum 12. Juni lagen sie im Hafen von Hongkong und am 15. Juni überquerten die Zerstörer auf der Länge von 106° den Äquator. Dann legte die USS CHAUNCEY und die USS BLACK vom 16. bis zum 18. Juni in Singapor, Malaysia, vom 22. bis zum 26. Juni in Colombo, Ceylon, vom 2. bis zum 4. Juli im Hafen von Aden, Jemen an. Vom 7. zum 8. Juli erfolgte die Durchquerung des Suezkanals. Vom10. bis zum 13. Juli lagen beide Zerstörer im Hafen von Athen, Griechenland, vom 15. bis zum 19. Juli in Neapel, Italien, vom 20. bis zum 24. Juli im Hafen von Cannes, Frankreich, am 26. Juli in Gibraltar und am 6. August legten beide Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Jetzt nahm die USS CHAUNCEY an Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik bis zum 14. Mai 1954 teil. An diesem Tag stellte man den Zerstörer erneut außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Erst am 1. Oktober 1972 strich man den Namen USS CHAUNCEY ( DD-667 ) von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. Januar 1974 für 134.377,60 Dollar an die Southern Scrap in New Orleans, Louisiana zum verschrotten.


USS CHAUNCEY ( DD-667 )
Commanding Officer

LCDR Merle Van Metre           31. Mai 1943 – 1. November 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR Lester Cameron Conwell           1. November 1943 – 2. März 1945
LCDR Preston Bennett Haines Jr.          2. März 1945 – 19. Dezember 1945
Außerdienststellung         19. Dezember 1945 – 17. Juli 1951
CDR James Wallace Daniel Jr.          17. Juli 1951 – 1. August 1953
CDR George Woodruff Forbes Jr.           1. August 1953 – 14. Mai 1954

USS BLACK ( DD-666 )

USS BLACK ( DD-666 )

Biografie

Hugh David Black
* 29. Juni 1903 in Oradell, New Jersey
† 28. Februar 1942 auf dem Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 )
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Zweiten Weltkriegs

Im Jahre 1922 trat Hugh David Schwarz in die United States Naval Academy in Annapolis ein. Sein Studium absolvierte er im Jahre 1926 und diente an Bord des Leichten Kreuzers USS RICHMOND ( CL-9 ) bis 1928. Dieses Schiff kreuzte hauptsächlich im Fernen Osten. In den folgenden Jahren diente er an Bord des Schlachtschiffes USS NEW YORK ( BB-34 ), dem Kanonenboot USS ASHVILLE ( PG-21 ), auf den Zerstörern USS PARROTT ( DD-218 ), USS RIZAL ( DD-174 ) und USS MONTGOMERY ( DD-121 ). Danach versetzte man Lieutenant ( JG ) Black zur Naval Training Station in San Francisco, Kalifornien. Von 1933 bis 1934 diente er an Bord des Zerstörers USS UPSHUR ( DD-144 ). Am 2. Januar 1935 erhielt Lieutenant Black das Kommando über das Minensuchboot USS LARK ( AM-21 ). Dieses Kommando behielt er bis zum 15. Januar 1938. Nach der Übergabe des Kommandos an Lieutenant John Orla Jenkins, ging Black seiner Dienstpflicht im Bureau of Navigation in Washington DC nach. Mitte 1938 wechselte er an die Harvard Universität und studierte dort für zwei Jahre. Nach diesem Studium versetzte man ihn an Bord des neugebauten Zerstörers USS BENSON ( DD-421 ) wo er der Exekutive Offizier war. Commander Clifford Ashton Fines stellte das unter seinem Kommando stehende Schiff am 25. Juli 1940 in den Dienst der US Navy. Auf dem Zerstörer befand sich Black bis Anfang 1941. Am 14. April 1941 übernahm Lieutenant Commander Black das Kommando über den Zerstörer USS JACOB JONES ( DD-130 ). Am Morgen des 27. Februar 1942 lief die USS JACOB JONES aus dem Hafen von New York aus. Das Schiff sollte Patrouille fahren entlang der Küste bis nach New Jersey und den Bereich zwischen Barnegat Light und Fathom Five Bank abdecken. Kurz nach dem Ablegen erhielt Black den Befehl sich mehr auf Cape May und den Delaware Capes zu konzentrieren. Gegen 15:30 Uhr entdeckte man das brennende Wrack des Tankers R P RESOR das am Vortag östlich von Barbegat Light torpediert worden war. Black umrundete mit der USS JACOB JONES für zwei Stunden das Wrack um nach Überlebenden zu suchen. Ab 20:00 Uhr herrschte Funkstille. Beim ersten Licht der Morgendämmerung am 28. Februar entdeckte das deutsche U-Boot U-578 den ahnungslosen Zerstörer. Drei Torpedos wurden als Fächer umgehend abgefeuert. Alle drei schlugen in der Backbordseite ein. Bis auf 30 Überlebende starben alle übrigen der 113-köpfige Besatzung. Unter ihnen auch Lieutenant Commander Black. Die Überlebenden retteten sich auf ein Rettungsfloß. Durch die explodierenden Wasserbomben kamen weitere Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Patrouillenboot USS EAGLE ( PE-56 ) konnte nur noch 12 Überlebende retten von der Besatzung.


USS BLACK ( DD-666 )

Schiffsbiografie

Die USS BLACK ( DD-666 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Hugh David Black benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebenunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 14. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Hugh David Black, Witwe von Lieutenant Commander Hugh David Black, taufte am 28. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack Maginnis stellte am 21. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BLACK bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, rüstete man den Zerstörer im Hafen von Norfolk, Virginia vollständig aus. In den dann folgenden Wochen schloss man die Begutachtung des Schiffskörpers ab und das Kriegsschiff eskortierte größere Einheiten während deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. New York. Hier rüstete man das Kriegsschiff für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 25. Oktober verließ die USS BLACK die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 8. November die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man über Nacht frischen Treibstoff, Proviant, Post für andere Schiffe und Munition. Am Morgen des folgenden Tages stach der Zerstörer in See und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Basis lief das Kriegsschiff am 15. November ein. Hier blieb die USS BLACK nur wenige Tage. Man füllte die Treibstoffbunker, beteiligte sich an Übungen zur Kalibrierung der Geschütze und verließ anschließend wieder Pearl Harbor. Ziel war die Gilbertinsel Tarawa. Der Zerstörer erreichte Anfang Dezember dieses Atoll und begann in den Gewässern vor der Laguneneinfahrt bis zum 22. Januar 1944 zu patrouillieren. In dieser Zeit verließ das Kriegsschiff aber auch seinen Posten und eskortierte Transportschiffe zu südlichen Inseln der Marshall Islands und am 15. Januar rettete die Schiffsbesatzung, 50 Seemeilen südlich vom Korallenatoll Jaluit, Ralik Archipel, Marshall Islands, 22 Überlebende von zwei abgeschossenen Patrouillenflugzeugen aus dem Wasser. Am 22. Januar verlässt die USS BLACK wieder das Atoll Tarawa und fuhr in Richtung Pearl Harbor. Auf dem weg dorthin versetzte man den Zerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS USS CHAUNCEY ( DD-667 ), BULLARD ( DD-660 ) und USS KIDD ( DD-661 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ), zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar hatten diese Schiffe die Marinebasis Pearl Harbor verlassen, zusammen mit denen der TG 51.1, und fuhren zu den Marshall Islands. Unterwegs traf die USS BLACK am 29. Januar auf die Schiffe der TG 51.2 und übernahm ihre gestellten Aufgaben zur Sicherung der Geleitflugzeugträger. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS BLACK versetzte man nun in die TF 58 und stand dort zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS BLACK blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BLACK wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt zwischen den Atollen von Kwajalein und Majuro. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ), darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Ab Anfang April gliederte nun die USS BLACK in die Task Group 78.1 ein, die Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Toccoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANEE ( CVE-27 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ) und USS SANTEE ( CVE-29 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS LANSDOWNE ( DD-486 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS MUSTIN ( DD-413 ) und USS ELLET ( DD-398 ). Diese Schiffe zog man vor der Insel Manus, Admiralitätsinseln, Papua Neuguinea zusammen, wo sich die Schiffe der Task Force 77 ebenfalls trafen um die Operation „Persecution“ durchzuführen. Gemeinsam wurde die Stadt Aitape und Umgebung sowie die Tanahmera Bay, die Humboldt Bay und die Halbinsel Hollandia, Neuguinea am 22. April 1944 angegriffen. Zwei Tage später mussten die Schiffe der TG 78.1 wieder zum Seeadler Harbour, Manus Island zurück. Dort füllte man sämtliche Magazine und Bunker mit allem Notwendigen für die kommenden Tage auf. Am 27. April lagen die Schiffe wieder vor Hollandia und begannen mit dem Bombardement auf feindliche Küstenbefestigungen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.1 wieder die Halbinsel und kehrten nach Espiritu Santo zurück, wo sie zwei Tage später anlegten. Man versetzte hier die USS BLACK in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, ab dem 20. Juni, und USS CORREGIDOR ( CVE-58 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CV-43 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS BLACK sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die Task Group 52.11 ab dem 21. Juni um und bildete die Task Group 53.7. Doch die USS BLACK blieb zusammen mit der USS WADSWORTH zur Sicherung der Geleitflugzeugträger USS SANGAMON und USS SUWANEE innerhalb der TG 52.11. Die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Stellungen. Am 26. Juni griffen in der Abenddämmerung wieder japanische Piloten mit ihren Maschinen die Kriegsschiffe der TG an. Die Geschützmannschaften der USS BLACK hatten alle Hände voll zu tun um die feindlichen Flugzeuge abzuwehren. Am 4. Juli verließen dann die vier Kriegsschiffe die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf und die Schiffe der TU 53.7.1 gliederten sich in die TU 52.11.2 wieder ein. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS BLACK in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS BLACK gliederte man in die Task Force 53 ein die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in der Jamaica Bay, New York ) kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zur Task Undergroup 53.2.1. In dieser TU befanden sich die Zerstörer USS BLACK, USS ANTHONY, USS WADSWORTH, USS FRANKS ( DD-554 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS WEDDERBURN ( DD-684 ). Diese Schiffe sollten während der Operation „Forager“ die südliche Angriffsgruppe der Task Group 53.2, befehligt durch Rear Admiral Lawrence Fairfax Reifsneider ( 26. November 1887 in Westminster, Carroll County, Maryland – 14. Mai 1956 in San Diego, Kalifornien ), vor Guam sichern. Am 17. Juli verließen die Schiffe der Task Group 53.2 das Atoll Eniwetok. Bei Agrat landeten am 21. Juli 12 APA, 3 AKA, 1 LSD und 14 LST die Soldaten der 1. Marine Brigade, Teile der 77. Infanterie Division und deren Kampfmittel. Mit ihren Schiffsgeschützen unterstützte die USS BLACK die Angriffsbemühungen der Sturmtruppen und beschoss japanische Küstenbefestigungen. Am 10. August erklärte man Guam für sicher und die meisten Kriegsschiffe wurden wieder abgezogen und fuhren in ihre Bereitstellungsbasen. Die USS BLACK blieb aber noch in den Gewässern der Nördlichen Marianen und patrouillierte rund um Guam. Erst Ende August verließ der Zerstörer die Gewässer von Guam und und fuhr zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier bereitete man die Mannschaft und die USS BLACK auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BLACK, USS ERBEN ( DD-631 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS BLACK patrouillierte nun sofort bis zum 24. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen. Dann, als die Seeschlacht um den Leyte tobte, verließ die USS BLACK am 24. Oktober die Insel Leyte und fuhr zur Humboldt Bay, Neuguinea. Hier warteten Panzerlandungsschiffe, die Verstärkungen der Landungseinheiten auf Leyte geladen hatten. Außerdem sollten diese Schiffe vor eventuellen Angriffen der Japaner geschützt werden. Wenige Tage nach der Ankunft des Zerstörers, verließ er auch schon wieder die Humboldt Bay und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Leyte. Die Landungsstelle in der San Pedro Bay erreichten sie am 17. November. Noch am selben Tag verließ die USS BLACK die philippinischen Gewässer und fuhr über den Seeadler Harbour und dem Atoll Majuro nach Pearl Harbor. Von dieser Marinebasis aus fuhr der Zerstörer an die US Westküste, die er im Dezember erreichte, und wurde in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien für eine umfangreiche Überholung bugsiert. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen und die USS BLACK Zerstörer fuhr zusammen mit der USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS KIDD, USS HALE und USS BULLARD wieder in den Westpazifik. Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS BULLARD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS BLACK, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Die USS BLACK selber erhielt einen Bombentreffer während dieses Kampfes. Der entstandene Schaden war gering und der Zerstörer blieb schwimmfähig. Allerdings erlitten mehrere Besatzungsmitglieder durch die Explosion oder während der anschließenden Löscharbeiten Verletzungen. Das Kriegsschiff brauchte vorerst nicht zur Reparatur zu den Kerama Retto Inseln fahren und versah seinen Dienst weiter. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS BLACK selber übernahm wie in den vergangenen nun auch in den folgenden Tagen vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Ab dem 15. Mai lagen die Schiffe der TG 58.3 rund zweihundert Seemeilen östlich von Okinawa und wurden bis zum folgenden Tag durch die Öltanker der TG 50.8 mit frischem Treibstoff versorgt. Von dieser Position aus begannen die Trägerflugzeuge auch mit dem weiteren Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa. Erst am 20. Mai näherte man sich auf 80 Seemeilen bis zu der Insel um die Distanz in den folgenden Tagen wieder zu vergrößern. Bis zum 28. Mai hielt das Bombardement der Trägerflugzeuge auf Okinawa an. An diesem Tag versetzte man die USS BLACK zur Task Group 38.3. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS ESSEX, das Schlachtschiff USS WASHINGTON, die Leichten Kreuzer USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS OAKLAND und USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS THE SULLIVANS, USS OWEN, USS MILLER, USS STEPHEN POTTER, USS TINGEY, USS ENGLISH, USS AULT, USS WALLACE L LIND, USS WALDRON und USS WALKER. Gleich am folgenden Tag zog man die Schiffe dieser Task Group aus dem Kampfgeschehen vor Okinawa. Ziel war die philippinische Insel Leyte. Hier legte man am 1. Juni in der San Pedro Bay an. Es begannen sofort Reparaturarbeiten an den Einrichtungen der USS BLACK. Außerdem konnte sich die Mannschaft des Zerstörers von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Man stellte dann die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS BLACK versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August die USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS BLACK, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge, die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten, wurden von der USS BLACK und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. . Die USS BLACK sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Bis zum 1. September blieb die USS BLACK in den Gewässern von Okinawa und nahm Besatzungsaufgaben wahr. Ab diesem Tag versetzte man den Zerstörer in die Task Force 72. In dieser TF befanden sich die Flugzeugträger USS HORNET und USS YOTKTOWN aus der Flugzeugträger Division 5 ( CarDiv 5 ) und die Zerstörer USS BLACK, USS BURNS ( DD-588 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS STEVENS ( DD-479 ). Diese Kriegsschiffe verließen am 1. September die Gewässer von Okinawa und fuhren ins Gelbe Meer, um die in Inchon, Korea und in Tsintao, China angelandeten Invasionstruppen zu unterstützen. Mit gezielten Schüssen konnten die Schiffsbesatzungen der Zerstörer 28 Seeminen unschädlich machen. Danach patrouillierte die USS BLACK zusammen mit den anderen Kriegsschiffen im Gelben Meer und besuchte Häfen in Korea und China. So in Shanghai, Tsingtao und Jinsen. Am 10. November verließ die USS BLACK Tsingtao und fuhr in Richtung der US Westküste. Hier stellte man am 5. August 1946 den Zerstörer in dem Hafen von Long Beach, Kalifornien auße Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS BLACK aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander John Reginald Beardall, Jr. ( 8. April 1919 – 1. November 1993 ) stellte am 18. Juli 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS BLACK zusammen mit der USS CHAUNCEY am 1. November die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichten beide Zerstörer Norfolk, Virginia, ihren neuen Heimathafen. Von hier aus operierte das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und beteiligte sich dabei bis zum 10. Januar 1953 an mehreren Ausbildungseinsätzen. An diesem 10. Januar legte die USS CHAUNCEY zusammen mit dem Schwesterschiff USS BLACK in Norfolk ab und beide Zerstörer begannen ihre Weltreise. Das erste Ziel war dabei der Ferne Osten. Dazu durchquerten die Kriegsschiffe vom 14. zum 15. Januar den Panamakanal. Die Marinebasis San Diego wurde am 22. Januar erreicht. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt am nächsten Morgen gleich weiter. In die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor lief die USS BLACK und die USS CHAUNCEY am 29. Januar ein und blieben hier bis zum 3. Februar. An diesem Tag verließen beide Zerstörer wieder die Marinebasis und fuhren nach Sasebo, Japan und legten dort am 12. Februar an. Hier trennten sich erst einmal die Wege der Zerstörer. Die USS BLACK lag mehrere Tage im Hafen von Sasebo und fuhr dann in die koreanischen Gewässer. Ab dem 4. März begann das Kriegsschiff vor der koreanischen Küste zu patrouillieren und ab dem 6. März begann der Zerstörer mit dem Bombardement von Nachschubwegen der Nordkoreaner. Bis zum 4. Juni setzte so die USS BLACK ihre Operationen in den koreanischen Gewässern fort. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Gelbe Meer und fuhr nach Sasebo. Hier lag schon die USS CHAUNCEY. Beide Zerstörer liefen am 7. Juni wieder aus und begannen die Heimfahrt. Vom 10. bis zum 12. Juni lagen sie im Hafen von Hongkong und am 15. Juni überquerten die Zerstörer auf der Länge von 106° den Äquator. Dann legte die USS BLACK und die USS CHAUNCEY vom 16. bis zum 18. Juni in Singapor, Malaysia, vom 22. bis zum 26. Juni in Colombo, Ceylon, vom 2. bis zum 4. Juli im Hafen von Aden, Jemen an. Vom 7. zum 8. Juli erfolgte die Durchquerung des Suezkanals. Vom10. bis zum 13. Juli lagen beide Zerstörer im Hafen von Athen, Griechenland, vom 15. bis zum 19. Juli in Neapel, Italien, vom 20. bis zum 24. Juli im Hafen von Cannes, Frankreich, am 26. Juli in Gibraltar und am 6. August legten beide Kriegsschiffe in Norfolk wieder an. Bis zum Januar 1955beteiligte sich die US BLACK entlang der US Ostküste und in der Karibik an Trainingsübungen, Flottenoperationen und der Sicherungsdienst von Flugzeugträgern. Im Januar 1955 versetzte man den Zerstörer in die Pazifikflotte. Dazu durchquerte das Kriegsschiff erneut den Panamakanal und legte am 26. Januar im Hafen von Long Beach an. In den nun folgenden anderthalb Jahrzehnten fuhr die USS BLACK regelmäßig in den Westpazifik und beteiligte sich an Operationen der 7. US Flotte. Der Zerstörer diente dort als Flugzeugeskorte, nahm an Anti-U-Boot – Kriegsübungen teil, patrouillierte in der Taiwanstraße und besuchte Häfen im gesamten Fernen Osten. Dann ab dem 11. März 1965 beteiligte sich die USS BLACK an der Operation Market Time und damit vier Jahre lang am Vietnamkrieg. Zu den Aufgaben des Zerstörers gehörten während dieser Zeit die Küstenpatrouillen entlang der 1.000 km langen südvietnamesischen Küste, die Luft- und Unterwassersicherung für die amerikanischen Flugzeugträger, Bombardement von Versorgungslinien der feindlichen Truppen, Feuerunterstützung der eigenen Truppen an Land und die Blockade für Versorgungsschiffe für Nordvietnam. Im Juli 1969 endete für die USS BLACK die letzte Einsatzfahrt vor der vietnamesischen Küste und der Zerstörer kehrte in seinen Heimathafen zurück. Hier stellte man am 21. September 1969 den Zerstörer außer Dienst. Den Namen USS BLACK ( DD-666 ) strich man am 26. September 1969 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 17. Februar 1971 den Schiffskörper an die Chou’s Iron & Steel in Kaohsiung, Taiwan für 101.595 Dollar zum verschrotten.


USS BLACK ( DD-666 )
Commanding Officer

LCDR Jack Maginnis        21. Mai 1943 – 18. März 1944
CDR Edward Reuben King Jr.         18. März 1944 – 22. Oktober 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Eugene Howard Simpson         22. Oktober 1945 – 5. August 1946
Außerdienststellung         5. August 1946 – 18. Juli 1951
CDR John Reginald Beardall Jr.        18. Juli 1951 – 3. Januar 1952
CDR Sigmund Albert Bobczynski           3. Januar 1952 – 3. Juli 1954
CDR Richard Arthur Sexton        3. Juli 1954 – 3. Januar 1955
CDR William Oliver Hill         3. Januar 1955 – 8. Juni 1956
CDR Alan Robert Bruggemann          8. Juni 1956 – 30. Mai 1958
CDR Arthur Hutchison Murray Jr.         30. Mai 1958 – 24. Juni 1960
CDR Charles Eugene Stastny           24. Juni 1960 – 24. Januar 1962
CDR Robert Earl Bondy Jr.         24. Januar 1962 – 14. Dezember 1963
CDR James Patrick McMahon           14. Dezember 1963 – 17. Juli 1965
CDR Brooks Walker Setzer Jr.          17. Juli 1965 – 19. August 1966
CDR Kenneth Clay Reynolds          19. August 1966 – 1. Juni 1968
CDR Bert Myatt Jr.        1. Juni 1968 – 21. September 1969

USS BULLARD ( DD-660 )

USS BULLARD ( DD-660 )

Biografie

William Hannum Grubb Bullard
* 6. Dezember 1866 Medea, Pennsylvania
† 24. November 1927 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg

William Hannum Grubb Bullard war der Sohn von Orson Flagg Bullard der ein Mitglied der Pennsylvania Legislative war. Der junge Bullard besuchte in Media die High School und schloss diese im Jahre 1882 ab. Er gehörte zur ersten Abschlussklasse dieser Schule. Von der High School wechselte Bullard am 28. September 1882 im Rang eines Midshipman zur United States Naval Academy in Annapolis. Sein Studium schloss er dort am 9. Juni 1886 ab. Man versetzte ihn am 12. Juli 1886 an Bord des Geschützten Kreuzers USS ATLANTA ( 1884 ) der eine Woche später von Captain Francis M. Bunce ( 25. Dezember 1936 – 19. Oktober 1901 ) in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Seinen Dienst versah Midshipman Bullard auf dem Schiff das bis Juli 1887 im Hafen von New York lag wo es sich einigen Änderungen unterziehen musste. Danach kreuzte der Geschützte Kreuzer entlang der Ostküste im Verband mit dem Nordatlantik Geschwader. Die Kreuzfahrten wurden dann bis in die Karibik ausgedehnt. Am 23. Juni 1888 wechselte Bullard an Bord des US Coast Survey Steamer GEDNEY. Nach dem Ablegen seiner Prüfungen an der Marineakademie beförderte man ihn am 1. Juli zum Ensign. Am 15. August 1890 ging Bullard von Bord des Küstenwachschiffes GEDNEY und meldete sich am 27. August an Bord des Geschützten Kreuzers USS PHILADELPHIA ( C-4 ), der von Captain Robert Forbes Bratford am 28. Juli 1890 in den Dienst der US Navy gestellt hatte, zum Dienst. Man teilte Ensign Bullard als Bewachungs- und Abteilungsoffizier ein. Von Bord des Geschützten Kreuzers ging er am 1. September 1892 und wechselte an die Marineakademie wo er vom 5. September bis zum 29. Oktober 1892 einen elektrischen Kurs belegte. Am 1. November wechselte Bullard zum Bureau of Equipment innerhalb der Marineakademie. Dort hat er in den folgenden drei Jahren Instruktionen ausgegeben und spielte im Baseball Team. Danach versah er seinen Dienst an Bord des Kanonenbootes USS BANCROFT ( 1892 ) und der Schraubenkorvette USS LANCASTER ( 1858 ). Zum Lieutenant ( jg ) beförderte man ihn am 5. September 1896. Bullard diente dann an Bord des Geschützten Kreuzers USS COLUMBIA ( C-12 ) und auf dem Schulschiff USS MONOGAHELA ( 1862 ). Zum Lieutenant ernannte man ihn am 3. März 1899. Bullard reiste danach zum asiatischen Geschwader wo er ab dem 4. August 1900 an Bord des Kanonenbootes USS PRINCETON diente. Nach dem Dienst dort als Navigationsoffizier begab er sich am 20. Oktober 1902 wieder von Bord und kehrte an die Marineakademie zurück. Lieutenant Bullard genoss einen guten Ruf als Kenner elektrischer Anlagen und Funkverbindungen. Er veröffentlichte daher 1904 über das United States Naval Institut ein Buch mit dem Titel „Der Marineelektriker – Text und Handbuch“. Dieses Handbuch wurde bis 1917 mehrmals neu aufgelegt. Auf dem Schulschiff USS CHESAPEAKE ( 1898 ) an der Marineakademie war er ab dem 2. Mai 1904 für drei Monate der Executive Officer und kehrte danach an seine vorangegangene Arbeit an der Akademie zurück. Dort beförderte man Bullard am 1. Januar 1905 zum Lieutenant Commander. Bullard begab sich dann an der Navy Yard in Norfolk, Virginia an Bord des Geschützten Kreuzers USS GALVESTON ( C-17 ) der von Commander William Gifford Cutler am 15. Februar 1905 in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Doch schon am 20. Mai 1905 begab sich Bullard wieder von Bord und wechselte zum Schlachtschiff USS MAINE ( BB-10 ) wo er der Navigator und der Executive Officer war. Am 1. August 1907 kehrte Lieutenant Commander Bullard an die Marineakademie zurück wo er nun die Aufgaben eines Dozenten übernahm. Zum Commander beförderte man ihn am 1. Februar 1909. Am 14. Mai 1909 übernahm Bullard das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ) der mit dem Ausbildungsgeschwader von der Marineakademie entlang der Ostküste kreuzte. Bullard kehrte mit dem Schiff am 24. August nach Annapolis zurück wo es vier Tage später außer Dienst gestellt wurde. Bullard wechselte an Bord des Schlachtschiffes USS IOWA ( BB-4 ) und übernahm das Kommando während der Sommerkampfpraxis im Jahre 1910. Am 21. August 1911 erhielt er das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( C-5 ) der in der Norfolk Navy Yard lag. Zum Captain beförderte man Bullard am 1. Juli 1912. Im Anschluss an die Naval Review in Portsmouth, New Hampshire im Oktober 1912 begab er sich in das Marineministerium wo er als Superintendent am 14. November die Aufgaben des Marinefunkdienstes und der Funkstationen in Arlington, Virginia übernahm, welches im Bureau of Navigation integriert war. Im kommenden Frühjahr hat Bullard für das Handelsministerium während einer Internationalen Konferenz für den Funkgebrauch geworben um die Sicherheit auf See zu verbessern. Das Marineministerium vertrat Bullard bei einer Konferenz am 20. Dezember 1915. Außerdem schrieb er ein Buch für die Regulierungen und Instruktionen für die Operationen der Küstenwache. Vier Tage später übernahm Bullard die Verantwortungen als Delegierter seines Landes auf dem Zweiten Pan American Scientific Kongress in Washington DC wo er auf die Notwendigkeit auf dem Gebrauch des Funks hinwies. Am 24. Juni 1916 verließ Bullard wieder das Amt des Marinefunkdienstes. Er übernahm am 7. Juli das Kommando über das Schlachtschiff USS ARKANSA ( BB-33 ) das bis dahin in der New York Navy Yard zur Überholung lag. Während des Ersten Weltkrieges übernahm das Schlachtschiff Patrouillenaufgaben entlang der Ostküste und man bildete in den folgenden vierzehn Monaten Geschützbedienungen aus die auf bewaffneten Handelsschiffen die Verbindung zwischen den USA und Europa aufrecht erhalten sollten. Im Juli 1918 verlegte man das Schlachtschiff nach Rosyth, Schottland wo es zur britischen Grand Fleet gehörte und das Schlachtschiff USS DELAWARE ( BB-28 ) ablösen sollte. Kurz nach der Ankunft in Rosyth, übergab Captain Bullard am 31. August 1918 das Kommando über das Schlachtschiff und übernahm neue Aufgaben am US-amerikanischen Flottenstützpunkt auf Malta, denn er war am 1. Juli in den Rang des Rear Admiral ohne Bezüge ernannt worden. Am 3. November übernahm er deshalb das Kommando über die US amerikanischen Streitkräfte im östlichen Mittelmeer. In seiner Dienstzeit dort auf Malta war er am 5. Januar 1919 bei der Übernahme der Österreichisch-Ungarischen Flotte im Adriatischen Meer beteiligt. Danach reiste Rear Admiral Bullard nach Paris wo eine Marineradiokonferenz mit den Verbündeten anberaumt worden war. Auf dem Überseedampfer OLYMPIC reiste er im März 1919 nach New York und übernahm am 7. April im Marineministerium in Washington DC die Aufgaben des Direktors für Marinekommunikationen. Zwei seiner bedeutenden Befehle in diesem Sommer 1919 war den Verkauf der Rechte für einen radioorientierten Wechselstromgenerator ins Ausland zu verhindern und die Errichtung zukünftiger Radion Corporation Amerikas zu fördern. Am 20. Oktober 1919 wurde Bullard der Rang Rear Admiral im vollen Umfang zugesprochen. Den Direktorposten im Marineministerium legte er am 11. Juli 1921 nieder und reiste über San Francisco nach Manila, Philippinen um am 12. Oktober das Kommando über die Patrouillenschiffe auf dem Yangtse zu übernehmen. Im November befand er sich in Peking für die spezielle Aufgabe den oberen Yangtse im Mai 1922 zu besuchen und zu erforschen wie man Funkkommunikationen unter den Patrouillenschiffen verbessern kann. Das Kommando über Patrouillenschiffe übergab Bullard am 26. Juli 1922 und reiste auf eigene Kosten nach Washington DC mit den öffentlichen Transportmitteln. Am 25. September erreichte er sein Ziel und am 30. September 1922 versetzte man Rear Admiral Bullard aus dem aktiven Dienst in den Ruhestand. Bullard übernahm dann den Vorsitz der Federal Radio Kommission in Washington DC welche er bis zu seinem Tode am 24. November 1927 leitete.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral William Hannum Grubb Bullard benannt worden.
Das eine benannte die US Navy und war der Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war das Kabel – Verlegeschiff SS WILLIAM H G BULLARD ( Maritime Commission hull 2557 ) das von der US Navy im Jahre 1953 erworben und in USS NEPTUNE ( ARS-2 ) umbenannt wurde.


USS BULLARD ( DD-660 )

Schiffsbiografie

Die USS BULLARD ( DD-660 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Hannub Grubb Bullard benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhunderteinunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 16. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ellen Bierne Saunders Bullard ( 18. Mai 1866 – 24. Januar 1954 ), Witwe von Rear Admiral William Hannub Grubb Bullard, Taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Glenn Roy Hartwig ( 30. März 1904 in Detroit, Michigan – ? ) stellte am 9. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BULLARD bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, operierte der Zerstörer entlang der US Ostküste und in der Karibik. Dabei eskortierte das Kriegsschiff Schwere Einheiten auf deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Dann versetzte man die USS BULLARD in den Pazifik. Anfang August verließ der Zerstörer die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 22. August die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ das Kriegsschiff wieder diesen Hafen und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begannen für das Kriegsschiff und dessen Besatzung mehrer Übungen sowie das kalibrieren der Bordwaffen. Diese Übungen dauerten bis Ende September. Nun gliederte man die USS BULLARD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS BULLARD, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS BULLARD in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Den erreichten sie am 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze auf dem Festland zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Gegen Mittag stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Doch diese verließen umgehend den Kampfplatz ohne auch nur eines der feindlichen Flugzeuge abzuschießen. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Vor Rabaul trennen sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS BULLARD bot dabei zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 28. November zog man die USS BULLARD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Jetzt beginnen für die Mannschaft der USS BULLARD die Vorbereitungen für den Angriff auf die Atolle der Marshall Islands. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 58 zusammen, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS BULLARD genauso wie die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS CANBERRY ( CA-70 ), die Leichten Kreuzer USS BILOXI ( CL-80 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS LANG ( DD-399 ), USS STACK ( DD-406 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man die USS BULLARD in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS BULLARD versetzte man nun wieder in die TF 58 und stand dort wieder zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS BULLARD blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BULLARD wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Man gliederte nun die USS BULLARD in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit den Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS BULLARD sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS BULLARD, USS KIDD und USS CHAUNCEY verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo. Man versetzte hier die USS BULLARD in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS BLACK, USS CHAUNCEY und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS BULLARD sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS BULLARD ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS BULLARD zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD und USS CHAUNCEY. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS BULLARD in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS BULLARD, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS BULLARD in den folgenden Tagen an mehreren Trainingsübungen. Den Zerstörer setzte man zu keiner weiteren Kampfhandlung in den nächsten Tagen ein. Das Kriegsschiff verließ dann das Atoll und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. In ein Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsierte man die USS BULLARD am 10. September. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS CHAUNCEY, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Das weitere Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS BULLARD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS BULLARD eröffneten, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Am folgenden Tag erhielt die USS BULLARD den Befehl, einen Piloten von einer abgeschossenen Hellcat F6F-5, der auf dem Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ) stationiert war, in der Nähe von Chichi Jima aus dem Wasser zu bergen. Der Zerstörer hatte sehr schnell die angegebenen Koordinaten erreicht, da er extra für solche Einsätze stationiert worden war. Der Pilot war schnell geborgen und das Kriegsschiff kehrte auf seinen Posten zurück. Kaum war diese Position erreicht, da stürzte sich aus einer Wolke kommend ein Kamikazepilot auf die USS BULLARD. Geistesgegenwärtig befahl Commander Bernard William Freund ( 30. Juli 1910 – 9. Februar 2007 ), Kommandant des Zerstörers, die Maschinen sofort auf „Volle Fahrt zurück“ zu bringen. Dadurch konnte er eine Kollision mit diesem feindlichen Flugzeug weitgehend verhindern. Nur die linke Tragfläche des Flugzeuges schlug im Bug ein und verursachte verhältnismäßig wenig Schaden. Die japanische Maschine schlug mehrere Meter entfernt auf dem Wasser auf und zerschellte. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Der von der USS BULLARD gerettete Pilot wurde an eines der Tankschiffe übergeben. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS BULLARD verließ nun für wenige Tage die Task Group und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier wurden die Beschädigungen durch den Kamikazeangriff repariert. Da allerdings seit den Kämpfen um Okinawa die Zahl der beschädigten Schiffe sprunghaft nach oben gegangen war, musste man sich auf dem Zerstörer in Geduld üben. Außerdem konnte man an dem Kriegsschiff dann auch nur eine Notreparatur vornehmen, so dass die USS BULLARD am 31. Mai die Gewässer von Okinawa verließ und in die San Pedro Bay, Leyte fuhr. Diese amerikanische Marinebasis erreichte der Zerstörer drei Tage später. Hier begannen weitere Reparaturarbeiten an den Einrichtungen des Schiffes. Außerdem konnte sich die Mannschaft von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Dann stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS BULLARD versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS BULLARD und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS BULLARD sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS BULLARD immer noch die Flugzeugträger aus der TG und fuhr an diesem Tage in die Takyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Bis zum 10. November blieb der Zerstörer in den japanischen Gewässern und nahm Besatzungsaufgaben wahr. An diesem 10. November verließ das Kriegsschiff den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Am 3. Dezember legte die USS BULLARD in San Pedro, Kalifornien an. Im folgenden Jahr 1946 operierte der Zerstörer entlang der US Westküste. Sein Heimathafen war San Diego, Kalifornien. Hier bereitete man das Kriegsschiff auch auf die Inaktivierung vor und begutachtete den Schiffskörper. Am 20. Dezember 1946 stellte man das Kriegsschiff dann außer Dienst. Der Schiffskörper war nicht so solide wie man es sich gewünscht hätte. Deshalb stellte man den Zerstörer Anfang der 50er Jahre nicht wieder in Dienst. Den Namen USS BULLARD ( DD-660 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 3. Dezember 1973 zum verschrotten.


USS BULLARD ( DD-660 )
Commanding Officer

CDR Glenn Roy Hartwig           9. April 1943 – November 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Bernard William Freund         November 1943 – 31. Mai 1945 (erreichter Rang CAPT)
LT Henry Frederick Rodner Jr.         31. Mai 1945 – Januar 1945
LCDR Eigel Thornton Steen         16. Juni 1945 – 31. Oktober 1945

USS CHAUNCEY ( DD-296 )

USS CHAUNCEY ( DD-296 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners. Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-296 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 17. Juni 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss D. M. Todd taufte am 29. September 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Alexander Glassford, Jr. ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 25. Juni 1919 in der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS CHAUNCEY in die Pazifikflotte ein. Heimathafen des Zerstörers war San Diego, Kalifornien. Nach dem Abschluss der Ausbildungsfahrten beteiligte sich das Kriegsschiff entlang der US Westküste und in den Gewässer vor Hawaii an Flottenübungen, Schießübungen und anderen Trainingsaktivitäten. Vom 15. Juli 1920 bis zum 14. Oktober 1921 lag die USS CHAUNCEY in San Diego in Reserve. Nach der Wiederaufnahme des aktiven Dienstes war der Zerstörer das Flaggschiff der Zerstörerdivision 31. In den nun folgenden beiden Jahren beteiligte sich das Kriegsschiff wieder an mehreren Manövern und Übungen entlang der US Westküste. In der Zerstörer Division 31 befanden sich das Flaggschiff USS FARRAGUT ( DD-300 ), USS FULLER ( DD-297 ), USS PERCIVAL ( DD-298 ) und USS SOMERS ( DD-301 ). Kommandeur der Zerstörer Division war Commander William Satterlee Pyr ( 9. Juni 1880 in Minneapolis, Minnesota – 4. Mai 1959 in Bethesda, Maryland ). Anfang September lag der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern dieser Zerstörer Division am Pier 15 im Hafen von San Francisco. Am 7. September 1923 erhielt Lieutenant Commander Richard Henry Booth, Kommandant der USS CHAUNCEY, den Befehl zusammen mit den Schiffen der Zerstörer Division 11, welche zum Zerstörergeschwader 11 gehörten, nach San Diego zu fahren. In diesem Geschwader befanden sich vierzehn Zerstörer. Das Flaggschiff USS DELPHY ( DD-261 ) auf dem sich der Kommandant des Geschwaders Captain Edward Howe Watson ( 28. Februar 1874 – 7. Januar 1942 ) befand. Zu dem Geschwader gehörten noch die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS FARRAGUT, USS SOMERS, USS PERCIVAL, USS FULLER, aus der Zerstörer Division 33 die USS YOUNG ( DD-312 ), USS S P LEE ( DD-310 ), USS WOODBURY ( DD-309 ) und USS NICHOLAS ( DD-311 ) und aus der Zerstörer Division 33 die USS KENNEDY ( DD-306 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ), USS STODDERT ( DD-302 ) und USS THOMPSON ( DD-305 ). Am Morgen des 8. September gegen 7:00 Uhr hievten die Zerstörer die Anker auf. Die See war spiegelglatt und ruhig. Um 8:30 Uhr ging das Geschwader auf den Generalkurs von 160° und die Marschfahrt wurde auf 20 Knoten erhöht. Gegen 11:30 Uhr erfolgte die letzte terrestrische Ortsbestimmung. Nach drei weiteren Stunden änderten die Schiffe des Geschwaders den Kurs auf 150° und ab 16:30 Uhr in Kiellinie wegen des sich verschlechternden Wetters. Gegen 18:00 Uhr erreichten die Schiffe den Nordeingang des Santa Barbara Channel. Da man nun keine Landsicht mehr hatte wegen der schlechten meteorologischen Bedingungen, bediente sich Captain Watson der Funkpeilstelle auf Point Arguello. Diese meldete sich dreizehn Minuten nach der Anfrage und gaben den Kurs von 320° an. In den folgenden dreißig Minuten wurden dann weitere Peilungen an die USS DELPHY übermittelt. Nach diesen werten fuhr das Geschwader direkt auf den Point Arguello zu. Captain Watson hätte den Fehler bereits da bemerken müssen, schenkte aber den Angaben der Funkpeilstelle keine weitere Beachtung und gab den Kurs von 150° und die Geschwindigkeit von 20 Knoten an die anderen Schiffe des Geschwaders weiter. Um 20:00 Uhr wurden die errechneten Koordinaten an die anderen Schiffe weitergegeben die immer noch in Kiellinie folgten. Die Navigationsoffiziere errechneten allerdings einen vollkommen anderen Standort der viel zu gefährlich nahe an der Küste sich befand. Doch die Kommandanten hatten nicht den Mut diese Daten dem Geschwaderchef zu übermitteln. Nach der Peilung der Funkpeilstelle um 20:39 Uhr und 20:58 Uhr befand sich das Geschwader nördlich von Point Arguello anstatt wie von Captain Watson angenommen südlich davon. Ohne eine Ankündigung änderte die USS DELPHY um 21:00 Uhr den Kurs auf 95° und verschwand im Nebel. Das Kursänderungssignal mit dem neuen Kurs wurde den in Kiellinie folgenden Zerstörern nachträglich übermittelt. Fünf Minuten nach der Kursänderung lief die USS DELPHY mit 20 Knoten auf die Felsen der kalifornischen Küste auf. Drei Besatzungsmitglieder starben dabei und fünfzehn wurden verwundet. Der Zerstörer brach in der Mitte auseinander und das Heck sank unter die Wasseroberfläche. Geistesgegenwärtig konnte man auf dem Zerstörer noch das Signalhorn aktivieren um die anderen Schiffe zu warnen. Doch für die USS FULLER, USS S P LEE, USS WOODBURY, USS NICHOLAS und USS YOUNG kam es zu spät die selber ohne die Fahrt verringert zu haben auf Grund liefen. Wie folgt liefen die Zerstörer nach ihrer taktischen Nummer hinter dem Führungsschiff. Die USS S P LEE folgte der USS DELPHY. Man drehte nach Backbord und lief auf Grund. Die USS YOUNG leitete keine Drehung ein und riss sich den Rumpf unterhalb der Wasserlinie an einem Felsen auf. Außerdem lief der Zerstörer in die noch rotierenden Propeller der USS DELPHY die weiteren Schaden verursachten. Das schnell eindringende Wasser ließ den Zerstörer von einer Minute nach Steuerbord kentern und zwanzig Seeleute, hauptsächlich das Feuerungs- und Motorenpersonal, fanden den Tod. Die USS WOODBURY wich nach Steuerbord aus und lief dabei auf einen vorgelagerten Felsen auf. Die USS NICHOLAS drehte nach Backbord und lief ebenfalls auf Felsen auf. Die USS FARRAGUT lief zwar auf Grund, konnte sich aber selber befreien und wurde gerettet. Die USS FULLER lief neben der USS WOODBURY auf den Felsen auf. Die USS PERCIVAL konnte ausweichen und blieb unbeschädigt. Die USS SOMERS wurde nur leicht an einem Felsen beschädigt. Die USS CHAUNCEY konnte rechtzeitig stoppen. Da man die in Seenot befindlichen 70 Besatzungsmitglieder der USS YOUNG ausmachen konnte, eilte die USS CHAUNCEY sofort zu Hilfe. Der Zerstörer fuhr zwischen die Klippen und es entbrannte ein Kampf gegen die Gezeiten. Lieutenant William Lowndes Calhoun, Kommandeur der USS YOUNG, wusste, dass er keine Zeit hatte um seine Mannschaft mit Booten oder Flößen von Bord des sinkenden Schiffes zu retten. Mit Lieutenant E. C. Herzinger und Bootsmannsmaat Arthur Peterson sprach er die Möglichkeiten einer Rettung durch damit die Schiffsbesatzung nicht in das ölige Wasser springen musste. Bootsmannsmaat Peterson meldete sich freiwillig rund 100 Yards zu einem aus dem Wasser ragenden Brückenfelsen zu schwimmen. Bevor er dies aber tun konnte strandete die USS CHAUNCEY genau zwischen der USS YOUNG und diesem Brückenfelsen. Damit war der Fluchtweg der Schiffsbesatzung erheblich gesunken, da beide Schiffe rund 75 Meter voneinander getrennt auf dem Felsen lagen. Bootsmannsmaat Peterson sprang in das Wasser und schwamm zu der USS CHAUNCEY. Dort rettete man ihn aus dem Wasser und er konnte über die Situation von der USS YOUNG berichten. Umgehend wurde ein Floß mit sieben Mann Besatzung zu Wasser gelassen. Elf Fahrten musste dieses Floß absolvieren um alle 70 Überlebende von der USS YOUNG in Sicherheit zu bringen. Um 23:30 Uhr gingen die letzten Männer der USS YOUNG an Bord der USS CHAUNCEY. Auf diesem Floß befand sich Lieutenant Commander William Lowndes Calhoun und Lieutenant E. C. Herzinger. Mehrere Schwimmer der USS CHAUNCEY begannen nun ein Netzwerk aus Rettungsleinen von dem Zerstörer über die aus dem Wasser ragenden Klippen bis zum Festland zu verlegen. Auf diese Weise erreichten alle Mannschaftsmitglieder beider Zerstörer wieder festen Grund unter den Füßen ohne den Verlust an weiteren Menschenleben zu haben. Die USS KENNEDY, USS PAUL HAMILTON, USS STODDERT und USS THOMPSON konnten rechtzeitig ausweichen und blieben unbeschädigt.
Am 26. Oktober 1923 stellte man die Schiffswracks außer Dienst und strich den Namen USS CHAUNCEY ( DD-296 ) am 20. November 1923 von der US Navy – Liste. Nachdem man dann während einer dazu angelegten Operation die auf dem Schiffswrack befindliche Munition geborgen hatte, verkaufte man den Schiffskörper am 29. Oktober 1925 für 147.860 Dollar an Robert H. Smith in Oakland, Kalifornien. Dessen Firma barg das Wrack und verschrottete es.


USS CHAUNCEY ( DD-296 )
Commanding Officer

CDR William Alexander Glassford Jr.      5. Juni 1919 – 4. Dezember 1919 (erreichter Rang VADM)
LT Allan Prescott Flagg         4. Dezember 1919 – 15. Januar 1920
LCDR William Frederick Halsey Jr.       15. Januar 1920 – 31. Juli 1920 (erreichter Rang FADM)
CDR Frank Nathaniel Eklund         31. Juli 1920 – 1. April 1921
CDR Laurance North McNair         1. April 1921 – 28. Januar 1922
LCDR Richard Henry Booth         28. Januar 1922 – 8. September 1923

USS CHAUNCEY ( DD-3 )

USS CHAUNCEY ( DD-3 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners. Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-3 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-3 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer war das dritte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Neafie and Levy Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 2. Dezember 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. M. C. S. Todd taufte am 26. Oktober 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Für den Wechsel innerhalb der Werften von Philadelphia erhielt der Zerstörer am 20. November 1902 für die Endausrüstung eine eingeschränkte Betriebserlaubnis. Diese war am 2. Dezember 1902 wieder aufgehoben worden und das Schiff in die Reserve versetzt. Lieutenant Stanford Elwood Moses ( 20. August 1872 im Washington County, Georgia – 4. Oktober 1950 in Kalifornien ) stellte am 21. Februar 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Man versetzte den Zerstörer innerhalb der Atlantikflotte in das Küstengeschwader. Dort diente die USS CHAUNCEY bis zum 20. September 1903. Ab diesem Tag verlegte man das Kriegsschiff in die Asiatische Flotte, welche sich in den philippinischen Gewässern aufhielt. Dazu fuhr der Zerstörer nach Key West, Florida. Von hier aus stach das Kriegsschiff am 18. Dezember zusammen mit den Zerstörern der ersten Torpedo Flottille, darunter befanden sich die USS BAINBRIDGE ( DD-1 ), USS BARRY ( DD-2 ), USS DALE ( DD-4 ) und USS DECATUR ( DD-5 ) unter dem Kommando von Lieutenant Dudley Wright Knox ( 21. Juni 1877 in Fort Walla Walla, Washington – 11. Juni 1960 in Bethesda, Maryland ), in See und erreichte am Ende des Monats die kanarische Insel El Hiero. Die weitere Fahrt führte die USS CHAUNCEY durch den Suezkanal bis nach Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen. Auf dieser Fahrt wurden die Zerstörer von dem Hilfskreuzer USS BAFFALO ( 1892 ) begleitet. Auf diesem Hilfskreuzer befand sich auch die benötigte Menge an Kohle für die Zerstörer. Diese musste auf dieser Kreuzfahrt mit Booten zu den Zerstörern transportiert werden. Innerhalb der Asiatischen Flotte sollten die Zerstörer die US Interessen im Fernen Osten vertreten. Dazu verbrachten die Kriegsschiffe in den Wintermonaten in den philippinischen Gewässern und vom Frühjahr bis zum Herbst vor der chinesischen Küste bei Chefoo. Vom 3. Dezember 1905 bis zum 12. Januar 1907 stellte man die USS CHAUNCEY außer Dienst und versetzte sie in die Reserve. Danach diente der Zerstörer zusammen mit den Kriegsschiffen der ersten Torpedo Flottille in den folgenden Jahren weiterhin im Fernen Osten. 1910 bugsierte man die USS CHAUNCEY in ein schwimmendes Trockendock in der Olongapo Naval Station, Subic Bay, Luzon, Philippinen und begann eine umfangreiche Überholung. Der Zerstörer blieb bis zum Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg, am 6. April 1917, bei der Asiatischen Flotte. Am 1. August 1917 verließ die USS CHAUNCEY Cavite und fuhr an die US Ostküste. Von hier aus eskortierte der Zerstörer einen Schiffskonvoi bis in den Ostatlantik bei St. Nazaire, Frankreich. Von dieser Basis aus geleitete der Zerstörer Schiffskonvois. Auf einer solchen Mission passierte etwa 110 Meilen westlich von Gibraltar eine Tragödie. Die USS CHAUNCEY kollidierte mit dem britischen Handelsschiff SS ROSE in der Nacht vom 18. zum 19. November 1917. Der Zerstörer sank gegen 3:17 Uhr am 19. November bis auf 2700 Meter Tiefe und riss Lieutenant (jg) Charles Foster Wedderburn ( 2. Oktober 1892 in Chicago, Illionois – 19. November 1917 ), den Kommandeur des Zerstörers Lieutenant Commander Walter Elsworth Reno ( 3. Oktober 1881 im Davis County, Iowa – 19. November 1917 ) sowie neunzehn weitere Besatzungsmitglieder mit in den Tod. 70 Überlebende wurden von der SS ROSE geborgen und in den nächsten Hafen gebracht. Noch am selben Tag stellte man den Zerstörer außer Dienst und am 17. Dezember 1917 strich man den Namen USS CHAUNCEY ( DD-3 ) von der US Navy – Liste.


USS CHAUNCEY ( DD-3 )
Commanding Officer

LT Stanford Elwood Moses          21. Februar 1903 – 16. Juli 1904 (erreichter Rang CAPT)
LT Earl Percy Jessop         16. Juli 1904 – 26. September 1905
ENS Joseph Rollie Defrees         26. September 1905 – 3. Dezember 1905 (erreichter Rang RADM)
Außerdienststellung          3. Dezember 1905 – 12. Januar 1907
MACH Fred Walter Cobbs         12. Januar 1907 – 19. Januar 1907
LT Frank Robert McCrary          19. Januar 1907 – 20. Juli 1908
LT James Harvey Tomb        20. Juli 1908 – 9. Juni 1909
ENS Laurance North McNair         9. Juni 1909 – 22. Dezember 1910
LT Robert Wright Cabaniss          11. Februar 1911 – 14. November 1911
ENS John Craig Cunningham         14. November 1911 – 18. April 1912
LT Frank Jack Fletcher          18. April 1912 – 21. Dezember 1912 (erreichter Rang ADM)
LTJG Richard Hill        21. Dezember 1912 – 8. März 1913
ENS Eugene Morris Woodson         8. März 1913 – 7. Februar 1914
LTJG John Calvin Jennings          7. Februar 1914 – 31. Mai 1914
LT George Hall Bowdrey          31. Mai 1914 – 5. Juni 1916 (erreichter Rang COMO)
LCDR Walter Elsworth Reno          5. Juni 1916 – 19. November 1917

USS KENNISON ( DD-138 )

USS KENNISON ( DD-138 )

Biografie

William W. Kennison
* 28. Februar 1825 in Boston, Suffolk County, Massachusetts
† 4. Januar 1893
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

William W. Kennison war der Sohn von Tapping W. Kennison ( 4. Juni 1793 in Alexandria, Grafton County, New Hampshire – 7. Juli 1858 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ) und Sarah Dyer French Kennison ( 7. September 1789 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 16. Juni 1886 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ). William W. Kennison hatte noch vier Geschwister. Er heuerte schon sehr früh auf einem Schiff an und lernte dort die Grundbegriffe der Nautik. Mit dem Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete er sich bei der US Navy. Hier ernannte man ihn am 28. August 1861 zum stellvertretenden Acting Master´s Mate. Während der Schlacht von Hampton Roads, am 8. März 1862, diente Kennison an Bord der Segelfregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ). Er war verantwortlich für die schwenkbare 10-Zoll Kanone die sich auf dem Bug der Fregatte befand. An diesem 8. März kam es zum Kampf zwischen der hölzernen USS CUMBERLAND und dem konföderierten Panzerschiff CSS VIRGINIA. Während dieser Schlacht sank zwar die Segelfregatte und nahm 121 Seeleute mit ins nasse Grab, aber Kennison behielt die Übersicht und ließ mit seiner schwenkbaren Kanone bis zum Schluss auf das feindliche Panzerschiff schießen. Zwar brachte dies für die Unionsschiffe keinen Erfolg, aber für Kennison die Ernennung zum Volunteer Lieutenant. 1863 erhielt er das Kommando über das Kanonenboot USS SAMUEL ROTAN ( 1861 ). Dieses Kanonenboot gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und sicherte den York River. Am Morgen des 24. April nahm das Kanonenboot zusammen mit dem umgebauten Flussboot USS WESTERN WORLD ( 1856 ) die beiden konföderierten Schoner MARTHA ANN und A. CARSON vor Horn Harbor, Virginia gefangen. Am 2. Juli konnte die Mannschaft des Kanonenbootes den konföderierten 35-Tonnen Schoner CSS CHAMPION vor der Mündung des Piankatank Rivers aufbringen und erobern. Des Weiteren beschlagnahmten die Besatzungsmitglieder der USS SAMUEL ROTAN am 27. Juli ein Kanu, das die Blockade im Severn River, beladen mit Mais, Hühnern und Eier, durchbrechen wollte. Genauso erging es einem Zweimastsegelboot. Dieses flüchtete am 10. Oktober zum Strand von Horn Harbor. Die Insassen des Bootes sprangen dann über Bord und flohen zum Strand. Von dort aus schossen die konföderierten auf das Kanonenboot der Union. Die Besatzung nahm dessen ungeachtet das Segelboot als Prise, es war mit Salz beladen, und brachten es hinter die Linien. William W. Kennison versetzte man im folgenden Jahr auf das Dampfkanonenboot USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Auf diesem Schiff beteiligte er sich an Operationen vor Charleston und Savannah im Jahre 1865. Nach dem Ende des Sezessionskrieges wurde Kennison am 4. Mai 1866 ehrenvoll entlassen. Aber am 20. August 1866 zog man ihn nochmals im Rang eines Acting Masters ein. Endgültig wurde er am 16. November 1868 ausgemustert.


USS KENNISON ( DD-138 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNISON ( DD-138 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master William W. Kennison benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 14. Februar 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Riner taufte am 8. Juni 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Roy Philip Emrich ( 9. Januar 1885 in Illinois – 29. März 1924 im Solano County, Kalifornien ) stellte am 2. April 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach der notwendigen Begutachtung zum allgemeinen Zustand des Schiffes, erreichte am 25. März 1920 die USS KENNISON ihren Heimathafen San Diego, Kalifornien. Während des folgenden Sommers absolvierte der Zerstörer experimentelle Torpedo- und Luftabwehrübungen. Das Kriegsschiff setzte bis zum 21. August 1921 seine Küstenoperationen und taktischen Übungen fort. Ab diesem 21. August diente an Bord der USS KENNISON nur noch die halbe Crew. Man entließ die Mannschaftsmitglieder, deren Zeitverträge abgelaufen waren. Am 22. Juni 1922 stellte man in San Diego den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges nahm man die USS KENNISON au der Reserve und bereitete den Zerstörer auf seinen Einsatz in der Pazifikflotte vor. Lieutenant William Giers Michelet stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete am 22. Februar 1940. Nach umfangreichen Umrüstungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien schloss sich das Kriegsschiff ab dem 6. Mai 1940 der Neutralitätspatrouille vor San Diego an. Von Juni bis September nahm die USS KENNION an Übungen für Reservisten teil und machte mehrere Hafenbesuche. So legte der Zerstörer unter anderem am 4. Juli in Oakland, Kalifornien und am 27. Juli in Portland, Oregon an. Ab dem 14. Oktober kehrte der Zerstörer wieder zur Neutralitätspatrouille zurück. Diese Patrouillenoperationen führte das Kriegsschiff entlang der US Westküste fort, bis die USA durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii in den Zweiten Weltkrieg eintraten. Ab Januar 1942, als die Kriegsanstrengungen der USA sichtlich zunahmen, intensivierte die USS KENNISON ihre Operationen gegen feindliche U-Boote und eskortierte Schiffskonvois und amerikanische U-Boote zu den verschiedensten Häfen entlang der kalifornischen Küste. Diesen Dienst betrieb der Zerstörer bis zum 22. September 1944. An diesem Tag fuhr das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington und wurde dort in der Puget Sound Naval Shipyard umgebaut. Schon am 9. November legte die USS KENNISON wieder in San Diego an, um seinen Dienst wieder aufzunehmen. Doch jetzt war das Schiff kein Zerstörer mehr sondern ein Vielseitiges Hilfsschiff und trug die Kennung AG-83. Für den Rest des Krieges operierte die USS KENNISON in den Gewässern vor San Diego und war hier als Zielschiff für Flugzeugübungen mit Lufttorpedos eingesetzt. Die an diesen Übungen beteiligten US Navy Piloten sollten sich auf den kommenden Kampfeinsätze vorbereiten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, verließ das Vielseitige Hilfsschiff die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte Ende Oktober die Marinebasis von Norfolk, Virginia. Am 21. November 1945 stellte man das Schiff in Portsmouth, Virginia außer Dienst. Den Namen USS KENNISON ( AG-83 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man dann am 18. November 1946 an die Luria Brothers & Company, Inc. in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.


USS KENNISON ( DD-138 )
Commanding Officer

CDR Roy Philip Emrich        2. April 1919 – 21. August 1920
CDR Abram Claude        21. August 1920 – 26. November 1920
LT Frank Loper Lowe        26. November 1920 – 5. Januar 1921
LCDR Harold Dodd        5. Januar 1921 – 22. Juni 1922
Außerdienststelung         22. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LT William Giers Michelet        18. Dezember 1939 – 20. März 1941
LT Bennett Smith Copping        20. März 1941 – 14. November 1942
LCDR Joseph Ronald Hamley        14. Februar 1942 – 26. Februar 1943
LCDR James Buchanan Weller        26. Februar 1943 – 31. August 1943
LCDR Richard Edward Babb         31. August 1943 – 21. September 1944
LCDR Richard Francis Young        21. September 1944 – 18. November 1945


Am 27. Juli 1940 Hafenbesuch in Portland, Oregon

 

USS HALE ( DD-642 )

USS HALE ( DD-642 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-642 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-642 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 23. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. G. H. Chase, Enkelin von Eugene Hale, taufte am 4. April 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Karl Frederick Poehlmann ( 5. Dezember 1904 – 31. Dezember 1985 ) stellte am 15. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HALE in die Karibik und entlang der US Ostküste bis nach Halifax, Kanada. Am 21. September stach der Zerstörer in See und sollte in den Pazifik wechseln. Dazu durchquerte das Kriegsschiff fünf Tage später den Panamakanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant und legte am 3. Oktober wieder ab. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort legte die USS HALE am 9. Oktober an. In dem nun folgenden Monat beteiligte sich der Zerstörer in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Trainingseinheiten sowie an der Kalibrierung der Schiffsgeschütze. Am 8. November verließ die USS HALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS ERBEN die Hawaiianische Insel und fuhr nach Espritu Santo, Neue Hebriden. Hier traf das Kriegsschiff am 15. November ein. Kurz vor dem Ablegen in Pearl Harbor hatte beide Zerstörer in die Task Group 50.3 versetzt. Man bunkerte vor Espiritu Santo frischen Treibstoff. Die TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-708 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BULLARD ( DD-660 ). Am 14. November waren die Schiffe der TG 50.3 von einem ersten Einsatz nach Espiritu Santo zurückgekehrt. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Munitions-, Treibstoff- und Proviantbunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Hier trennte man die TG 50.3 nochmals auf und gliederte die USS ERBEN in die Task Undergroup 50.3.2 ein. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS HALE und USS ERBEN. Diese vier Schiffe verließen die TG 50.3 und strebten ihrem Angriffsziel im Süden des Atolls Tarawa, Gilbert Island zu. Im Süden des Atoll befand sich eine japanische Küstenbatterie bei Betio, welche auszuschalten war. Währenddessen flogen die amerikanischen Piloten einen Angriff nach dem anderen auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Tarawa. Dabei passierte es, dass die japanischen Flaggeschützmannschaften das eine oder andere amerikanische Flugzeug abschossen oder die Flugzeuge keinen Treibstoff mehr besaßen um zu ihrem Träger zurückzukehren. Die Mannschaften der USS HALE und der USS ERBEN zogen auf ihrem Weg nach Betio mehrere Piloten aus dem Wasser. Mit dem Beginn der Invasion von Tarawa am 19. November begannen die vier Kriegsschiffe mit dem Bombardement auf die feindlichen Stellungen bei Betio. Nach diesem Bombardement kehrten sie zur TG 50.3 zurück und die USS HALE übernahm wieder die Luftsicherung über den Flugzeugträger USS INDEPENDENCE. Am folgenden Tag begann die Landeoperation auf dem Atoll Tarawa. Der Zerstörer bot dabei den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den heran fliegenden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Die Geschützmannschaften der USS HALE konnten mehrere der Angreifer abschießen. Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.3 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.1 und TG 50.2 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Während die Kämpfe um Kwajalein weiter gingen, zogen sich die Schiffe der TG 50.3 nach Pearl Harbor zurück und eskortierten dorthin mehrere Transportschiffe. In die amerikanische Marinebasis liefen die Schiffe am 9. Dezember ein. Wenige Tage später begann man mit mehreren Reparaturarbeiten auf der USS HALE und füllte sämtliche Bunker auf. Am 21. Dezember sticht die USS HALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS ERBEN in See und eskortierten den Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen liefen die drei Kriegsschiffe zehn Tage später ein. Hier gliederte man die beiden Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen während der Invasion der Marshall Islands zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. Am folgenden Tag jagte die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begannen, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen auf Wotje und Taroa. Ab dem 2. Februar begann die USS HALE dann von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS HALE ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 20. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die die USS HALE und USS ERBEN zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleiteten. Den Port Purvis verließen die Schiffe am 27. März. Von Cape Torokina aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS HALE in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER, USS ABBOT, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS HALE eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS ERBEN und USS ABBOT ab dem 7. Mai den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS HALE in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten es, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS ABBOT und USS WALKER. Vom 12. Juli bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach japanischen Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Die USS HALE blieb hier sechs Tage liegen, damit sich die Mannschaft von dem kräftezehrenden Einsatz ausruhen konnte. Außerdem nahm man dringend notwendig gewordene Reparaturen vor. Am 10. August verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen, die die Angriffs- und Unterstützungsoperationen für die Rückeroberung der philippinischen Insel Leyte beinhalteten. Diese Übungen dauerten bis zum 15. September. An diesem Tag verließ die USS HALE wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransporter bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 11. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Schiffes auf die kommenden Kämpfe um die Inseln der Philippinen vorbereiten konnte. Dazu integrierte man die USS HALE in die Task Force 79 und stand dort zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS HALE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 14. Oktober verließen diese Schiffe zusammen mit denen der Southern Attack Force den Seeadler Harbour und fuhren zu den philippinischen Inseln. Am 18. Oktober kam der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) hinzu. An Bord dieses Kriegsschiffes befand sich General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), der Oberbefehlshaber der US Army im Südwestpazifik. Am Morgen des 20. Oktober begann der Angriff auf Dulag im Leyte Golf. Hier gingen die amerikanischen Sturmtruppen an Land. Die USS HALE unterstützte sie in den folgenden Tagen dabei mit ihren Schiffsgeschützen und feuerte auf japanische Stellungen, die sich in Küstennähe befanden. Das erste Ziel der Landungstruppen war dann der nahegelegene japanische Flugplatz. Am Morgen des 25. Oktober kam es vor Samar zu einer großen Seeschlacht zwischen den amerikanischen Schiffen der Task Group 77.4, die von Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien) kommandiert wurde, und einer japanischen Flotte, die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. Hauptziel dieser japanischen Flotte waren die Schiffe der Task Undergroup 77.4.3, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ), der sogenannten „Taffy 3“, befehligte. Während der Schlacht sank der Geleitzerstörer USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS JOHNSTON ( DD-557 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und der Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) und gegen Mittag durch ein Kamikazeflugzeug USS ST LO ( CVE-63 ). Während der Schlacht und nach dem Kamikazeangriff waren außerdem die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), der Zerstörer USS HEERMANN ( DD-532 ) und der Geleitzerstörer USS DENNIS ( DE-405 ) beschädigt. Um die Sicherung der dort noch vorhandenen Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen zu gewährleisten, versetzte man die USS HALE am Mittag des 25. Oktober in die TU 77.4.3. In dieser befanden sich noch die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY, USS FANSHAW BAY, USS WHITE PLAINS und USS KITKUN BAY, die Zerstörer USS HALE, USS HEERMANN, USS SPROSTON ( DD-577 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS DENNIS, USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Noch am selben Tag verlassen diese Schiffe ihre Position und zogen sich aus den Kämpfen zurück. Am 29. Oktober erreichten diese Schiffe Mimos Woendi, Schouten Islands, nördlich von Neuguinea. Am folgenden Tag verließen sie wieder diese Insel und fuhren zum Seeadler Harbour, wo sie am 31. Oktober ankamen. Die USS HALE verließ wenige Tage später wieder diesen natürlichen Hafen und fuhr nach Hollandia, wo mehrere Landungsschiffe Verstärkungen an Menschen und Material für die kämpfenden Truppen auf Leyte geladen hatten. Gleich, nachdem der Zerstörer Hollandia erreicht hatte, verließ dieser Schiffskonvoi die Küste von Neuguinea und fuhr über Morotai, Molukken nach Tacloban im Nordosten von Leyte. Diesen Anlandungspunkt erreichten die Schiffe am 14. November. Die USS HALE verließ noch am selben Tag mit den entladenen Landungsschiffen wieder die philippinischen Gewässer und fuhr nach Hollandia zurück. Dort wartete schon der nächste Schiffskonvoi auf seine Sicherungsschiffe. Mit diesen Schiffen erreichte die USS HALE am 24. November Tacloban. Der Zerstörer blieb aber auch diesmal nicht länger in diesen Gewässern. Mit den entladenen Landungsschiffen trat das Kriegsschiff noch am selben Tag wieder die Fahrt nach Hollandia an. Gleich nach erreichen dieses amerikanischen Stützpunktes, fuhr die USS HALE über die Marshall Islands nach Pearl Harbor und von dort aus nach San Francisco, Kalifornien in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. In die dortige Werft lief der Zerstörer am 22. Dezember ein. Man bugsierte das Kriegsschiff in ein Trockendock und begann mit einer umfangreichen Überholung. Diese dauerte bis zum 8. Februar 1945. An diesem Tag musste die USS HALE die letzten Tests bestehen. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS CHAUNCEY, USS KIDD, USS  BULLARD und USS  BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar den Hafen von San Francisco. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Ziel war anschließend das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER, USS STEMBEL, USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanische Gewässer. Diese lagen am 16. März rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten ebenfalls frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum folgenden Tag. Noch am Nachmittag desselben Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf, um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen diese rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Die Geschützmannschaften der USS HALE konnten dabei mehrere der Selbstmordpiloten abschießen, bevor diese sich auf ein amerikanisches Schiff stürzen konnten. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sich die Kriegsschiffe nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu und lagen rund 125 Seemeilen südlich davon. Die amerikanischen Piloten machten hier Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. An diesem Tag konnte sich die Besatzung der HALE erneut auszeichnen. Man konnte zwei amerikanische Piloten lebend aus dem Wasser retten, deren Maschinen abgeschossen worden waren. Damit alle Schiffe und Flugzeuge der TG genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG 58.3 die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS HALE auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 115 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen, die es schafften mehrere Schiffe zu beschädigen. Darunter befand sich auch die USS HALE. Ein japanisches Bombenflugzeug raste dabei von Steuerbord kommend auf den Zerstörer zu. Der Pilot merkte, dass er zu hoch war mit seiner Maschine um diese in das Schiff steuern zu können, und klinkte die mitgeführte Bombe aus. Mehrere Meter von der Backbordseite des Zerstörers entfernt schlug die Bombe dann auf dem Wasser auf und explodierte. Viele der umherschwirrenden Metallsplitter schlugen in dem Kriegsschiff ein. Noch am selben Tag verließ die USS HALE ihre Position vor Okinawa und fuhr zu den Kerama Retto Islands damit die größten Einschlaglöcher in der Nähe der Wasserlinie repariert werden konnten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff auf seine Position vor Okinawa zurück. Am 25. April kam zu einer Kollision mit dem Geleitflugzeugträger USS STEAMER BAY ( CVE-87 ). Beide Schiffe befanden sich dabei rund 235 Seemeilen südostsüdlich der Nakagusuku Bay. Der dabei entstandene Schaden an der USS HALE war so groß, so dass der Zerstörer zum Atoll Ulithi fahren musste. Hier ging das Kriegsschiff längsseits zum Zerstörertender USS PIDEMOND ( AD-17 ), von dessen Mannschaft die ersten Reparaturen ab dem 1. Mai ausgeführt wurden. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer das Atoll und erreichte am 29. Mai die amerikanische Marinebasis Apra Harbor auf Guam. Hier wartete das Schlachtschiff USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Beide Kriegsschiffe verließen noch am selben Tag wieder Guam und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legten sie am 1. Juni an. Am 6. Juni verließ die USS HALE wieder die San Pedro Bay und eskortierte das Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) nach Guam. In der dortigen Marinebasis legten sie drei Tage später an. Für die Mannschaft des Zerstörers gab es keine Ruhepause. Während eines Sturms vor Okinawa am 4. Juni waren viele Schiffe beschädigt worden. Sofort eilte die USS HALE in Richtung Okinawa. Unterwegs traf man auf den Schweren Kreuzer USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der von dem Hochseeschlepper USS MUNSEE ( AT-107 ) ins Schlepptau genommen worden war. Diesem Schweren Schiff war während des Taifuns der Bug abgerissen worden. Die Mannschaft des Zerstörers nahm den noch schwimmenden Bug ins Schlepptau und erreichte zusammen mit den beiden Schiffen, mit einer Geschwindigkeit von 6 Knoten, am 10. Juni Apra Harbor. Sofort ging man dort an die Notreparatur, um die USS PITTSBURGH über Wasser halten zu können. Am 21. Juni verließ die USS HALE zusammen mit dem Schweren Kreuzer wieder Guam und fuhr zur San Pedro Bay, wo die eigentlichen Arbeiten an dem Schweren Kreuzer ausgeführt werden konnten. Hier trafen sie am 30. Juni ein. Hier in der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS HALE versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Home Islands Raids“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS HALE und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Für den 29. Juli stellte man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte, wieder neu zusammen. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS und USS INDIANA, die Schweren Kreuzern USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON ( CA-69 ) und USS ST PAUL ( CA-73 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ) und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ). Diese Kriegsschiffe fahren gemeinsam mit der britischen Kampfgruppe um das Schlachtschiff HMS KING GEORGE V ( 41 ) und den Zerstörern HMS UNDINE ( R42 ), HMS ULYSSES ( R69 ) und HMS URANIA ( R05 ) nach Hamamatsu, Süd-Honshu. Hier bombardieren diese Schiffe vom 29. zum 30. Juli die Flugzeugfabriken und die dazugehörigen Werksgebäude. Außerdem zerstörten sie mit ihren Granaten die Start- und Landebahn. Dabei wurden unzählige abgestellte Flugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Zerstörer kehrten nach diesem Angriff zu ihren eigentlichen Task Groups zurück und übernahmen wieder ihre dortigen Aufgaben. Die Task Undergroup 34.8.1 wurde dann nochmals für den 9. August zusammengestellt, welche ebenfalls Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON und USS ST PAUL und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS STEMBEL, USS INGERSOLL, USS STOCKHAM und USS SOUTHERLAND. Zu dieser Kampfeinheit gehört noch die britische Kampfgruppe um die Leichten Kreuzer HMS NEWFOUNSLAND ( C59 ) und HMS GAMBIA ( C48 ) und die Zerstörer HMS TERPSICHORE ( R33 ), HMS TERMAGANT ( R89 ) und HMS TENACIOUS ( R45 ). Diese Kriegsschiffe bombardieren vom 8. zum 9. August erneut die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi auf Honshu. Nach dem Beschuss der Stahl- und Eisenwerke fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe zu ihren Task Groups zurück. Die USS HALE reihte sich wieder in die TG 38.3 ein und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS HALE immer noch die Flugzeugträger aus der TG. Ab diesem Tag war der Zerstörer zu einem Luft- und Seerettungsschiff ernannt worden und fuhr entlang der japanischen Küste zur Sicherung der landenden Besatzungstruppen. Am 16. August fuhr der Zerstörer in die Tokyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Doch schon am 1. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder die japanischen Hauptinseln. An Bord hatten sich 100 Kriegsveteranen eingeschifft. Die USS HALE verließ die japanischen Inseln und fuhr zur US Westküste. Im Hafen von Seattle, Washington legte der Zerstörer am 19. Oktober an. Nach dem ausschiffen der Soldaten verließ das Kriegsschiff wieder Seattle und fuhr nach San Diego. Hier versetzte man den Zerstörer in die Inaktivität. Am 15. Januar 1947 stellte man die USS HALE außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS HALE aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Donald Clark Kirk stellte am 24. März 1951 in Long Beach, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der Marinebasis von San Diego verließ die USS HALE die Pazifikküste, durchquerte den Panamakanal und lief in ihren neuen Heimathafen Newport, Rhode Island ein. Nach einem Auffrischungstraining, das in der Guantanamo Bay, Kuba abgehalten worden war, verließ das Kriegsschiff am 22. April 1952 seinen Heimathafen und fuhr ins Mittelmeer. Hier reihte sich der Zerstörer in die 6. US Flotte ein und diente der amerikanischen Diplomatie in dieser vitalen und unruhigen Region. Während dieses Einsatzes im Mittelmeer besuchte die USS HALE insgesamt 16 Häfen. Am 23. Oktober kehrte der Zerstörer nach Newport zurück. In den nun folgenden anderthalb Jahren führte das Kriegsschiff eine Reihe von Aufgaben und Trainingseinheiten aus. So beteiligte sich der Zerstörer am Anti-U-Boot Übungen, an Entwicklungsübungen vor der Atlantikküste, an der Sicherung von Flugzeugträgern während deren Operationen im Golf von Mexiko und an einer Trainingsfahrt der Midshipman von der UnitedStates Naval Academy aus Annapolis, Maryland. Nach einer Modernisierung und Überholung von September 1953 bis Januar 1954 in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, verließ die USS HALE am 1. Juni Newport und begab sich auf ihre erste Weltumrundung. Der Zerstörer durchquerte dazu den Panamakanal und fuhr in den Fernen Osten. Hier reihte sich das Kriegsschiff in die 7. US Flotte ein und war ein Teil der allgegenwärtigen Seestärke Amerikas. Die Anwesenheit der Kriegsschiffe der 7. US Flotte verliehen der Region eine gewisse Stabilität. Nach dem abgelaufenen Dienst im Fernen Osten fuhr die USS HALE weiter in Richtung Westen, durchquerte am 17. November den Suezkanal und besuchte im Mittelmeer mehrere Häfen. In seinen Heimathafen lief der Zerstörer am 18. Dezember ein. Von hier aus setzte das Kriegsschiff seine vitalen Muster von Bereitschaftsübungen fort und diente bis zum 6. November 1956 als Zerstörerschulschiff in Newport. An diesem Tag verließ die USS HALE wieder Newport und fuhr ins Mittelmeer zur 6. US Flotte. Hier war die Suezkrise zwischen Ägypten und der Koalition aus Israel, Großbritannien und Frankreich ausgebrochen. Der Zerstörer war zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer als Beobachter anwesend, um einen eventuell größere werdenden Konflikt abzuwenden und die amerikanischen Interessen zu schützen. Die USS HALE kehrte am 20. Februar 1957 nach Newport zurück. Zum 350. Jahrestag der Gründung von Jamestown gab es eine der größten internationalen Flottenparade in der Geschichte der USA. Die International Naval Review in Hampton Roads, Virginia wurde vom 8. bis zum 17. Juni 1957 abgehalten. An dieser Parade nahmen von Seiten der US Navy die Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CVA-15 ), USS LEYTE ( CVS-32 ), USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CVA-42 ), USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und USS SARATOGA ( CVA-60 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer mit Lenkwaffen USS BOSTON ( CAG-1 ) und USS CANBERRA ( CAG-2 ), die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ), USS MACON ( CA-132 ) und USS DES MOINES ( CA-134 ), das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ), die Führungszerstörer USS NORFOLK ( DL-1 ) und USS WILLIS A LEE ( DL-4 ), die Zerstörer USS HALE, USS ABBOT, USS HUNT ( DD-674 ), USS GAINARD ( DD-706 ), USS HARLAN R DICKSON ( DD-708 ), USS HUGH PURVIS ( DD-709 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS BEATTY ( DD-756 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ), USS CHARLES H ROAN ( DD-853 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS BROWNSON ( DD-868 ), USS FORREST ROYAL ( DD-872 ) und USS FORREST SHERMAN ( DD-931 ), die Anti-U-Boot Zerstörer USS BASILONE ( DDE-824 ), USS ROBERT L WILSON ( DDE-847 ) und USS DAMATO ( DDE-871 ), die Geleitzerstörer USS WOODSON ( DE-359 ) und USS TWEEDY ( DE-532 ), das U-Boot-Jäger-Geleitboot USS CRESTIEW ( PCE-895 ), das Jagd-U-Boot USS CAVALLA ( SSK-244 ), das U-Boot mit Radarbestückung USS RAY ( SSR-271 ), das U-Boot mit Lenkwaffen USS BARBERO ( SSG-317 ), das U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ), und das Atom-U-Boot USS SEA WOLF ( SSN-575 ), das Amphibische Flaggschiff USS POCONO ( AGC-16 ), Angriffsfrachtschiff USS OGLESHORPE ( AKA-100 ), der Angriffstransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ), die Schnellen Truppentransporter USS LLOYD ( APD-63 ) und USS BASSETT ( APD-73 ), die Landungsboot- Mutterschiffe USS DONNER ( LSD-20 ), USS FORT MANDAN ( LSD-21 ) und USS PLYMOUTH ROCK ( LSD-29 ), die Panzerlandungsschiffe USS TALBOT COUNTY ( LST-1153 ), USS WASHOE COUNTY ( LST-1165 ), USS WASHTENAW COUNTY ( LST-1166 ) und USS WESTCHESTER COUNTY ( LST-1167 ), die Antimagnetischen Küstenminenboote USS JACANA ( MSC-193 ) und USS SHRIKE ( MSC-201 ), die Antimagnetischen Hochseeminensuchboote USS OBSERVER ( MSO-461 ) und USS SALUTE ( MSO-470 ), die Minensuchboote MSB-7, 8, 9, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 40, 41, 42, 43 und 44, der Zerstörertender USS TIDEWATER ( AD-31 ), das Munitionsschiff USS SHASTA ( AE-6 ), das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ), die Öltanker USS NANTAHALA ( AO-60 ), USS PAWCATUCK ( AO-108 ) und USS WACCAMAW ( AO-109 ), das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ), der Hochseeflottenschlepper USS MOSOPELEA ( ATF-158 ) und der Kleine Wasserflugzeugtender USS DUXBURY BAY ( AVP-38 ) dran teil. Von anderen Marinen waren anwesend: Von der Belgischen Navy die Flottenminensucher GEORGES TRUFFAUT ( M-908 ) und F. BOVESSE ( M-909 ). Von der Kanadischen Navy die Geleitzerstörer HMCS OTTAWA ( DDE-229 ) und HMCS ASSINIBOINE ( DDE-234 ). Von der Kolumbianischen Navy die Fregatte CAPTAIN TONO.Von der Kubanischen Navy die Fregatte ANTONIO MACEO ( F-302 ). Von der Dänischen Navy die Fregatte HOLGER DANSKE ( F-338 ). Von der Dominicanischen Navy der Zerstörer GENERALISIMO ( D-102 ) und die Fregatten PRESIDENTE TRONCOSO ( F-103 ) und PRESIDENTE PEYNADO ( F-104 ). Von der Französischen Navy der Kreuzer DE GRASSE, der Flugzeugträger BOIS BELLEAU ( R-97 ), die Zerstörer DUPETIT-THOUARS ( D-625 ), CHEVALIER PAUL ( D-626 ), LE LORRAIN ( D-605 ) und der Zerstörer LE GASCON. Von der Italienischen Navy die Zerstörer SAN GIORGIO ( D-562 ) und SAN MARCO ( D-563 ). Von der Niederländischen Navy der Kreuzer DE ZEVEN PROVINCIEN ( C-802 ) und der Geleitzerstörer GRONINGEN ( D-813 ). Von der Norwegischen Navy der Zerstörer TRONDHEIM ( D-305 ). Von der Peruanischen Navy die Fregatte AGUIRRE ( F-1 ). Von der Portugisischen Navy die Geleitzerstörer DIOGO CAO und CORTE REAL. Von der Spanischen Navy der Viermastschoner JUAN SEBASTIAN DE ELCANO. Von der Türkischen Navy die Zerstörer GELIBOLU ( D-19 ) und GIRESUN ( D-20 ). Von der Britischen Navy der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL und die Geleitzerstörer HMS DUCHESS ( D-154 ) und HMS DIAMOND ( D-35 ). Von der Uruguaischen Navy der Geleitzerstörer URUGUAY ( DE-1 ). Von der Venezulanischen Navy die Zerstörer ZULIA ( D-21 ) und ARAGUA ( D-31 ). Die USS HALE begann nach dieser Flottenparade eine zweite Midshipman Kreuzfahrt. Im Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff vom 3. bis zum 12. September an der NATO Operation „Strikeback“. Hier sollte während einer NATO Übung im Nordostatlantik ein totaler sowjetischer Angriff auf die NATO-Staaten simuliert werden. Während dieser Mission besuchte die USS HALE mehrere Häfen befreundeter Staaten. Nach der Rückkehr des Zerstörers an die US Ostküste Ende Oktober, nahm das Kriegsschiff bis Ende des Jahres wieder seine Typtrainingseinheiten und andere Übungen vor Newport wieder auf. Am 23. Juli 1958 begann die zweite Weltumfahrung für den Zerstörer. Diesmal fuhr das Kriegsschiff zuerst in das Mittelmeer ein, wo ein Halt im Hafen von Neapel eingelegt wurde, durchquerte den Suezkanal und den Persischen Golf, fuhr an Ceylon vorbei und beteiligte sich anschließend unter anderem an Operationen der 7. US Flotte vor Taiwan. Nach Abschluss dieses Einsatzes fuhr die USS HALE in Richtung San Diego. Auf dieser Fahrt legte der Zerstörer am 11. Oktober an. Nach San Diego folgte die Durchquerung des Panamakanals und am 24. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Newport an. An dem Zerstörer begannen in den folgenden Monaten wieder Überholungsarbeiten in der Philadelphia Naval Shipyard. Nach einem Auffrischungstraining in der Guantanamo Bay fuhr die USSHALE ab August 1959 wieder ins Mittelmeer. Hier setzte der Zerstörer seine Friedens- und Goodwill Rolle fort. Von diesem Einsatz kehrte das Kriegsschiff am 26. Februar 1960 zurück und legte in seinem Heimathafen an. Für den Zerstörer folgten nun einige Monate von sehr wichtiger experimenteller Arbeit im Anti-U-Boot Kampf mit Atom-U-Booten. Das war dann auch die letzte Aufgabe für den Zerstörer innerhalb der US Navy. Am 30. Juli 1960 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Im Rahmen des Militärhilfe – Programms überstellte man am 23. Januar 1961 die USS HALE in der Boston Naval Shipyard, in Boston, Massachusetts an die kolumbianische Marine. Hier erhielt der Zerstörer den Namen ARC ANTIOQUIA ( DD-01 ). Die kolumbianische Marine stellte am 20. Dezember 1973 den Zerstörer außer Dienst und ihn wieder an die US Navy übergeben. Doch die US Navy hatte keine Verwendung mehr dafür. Deshalb wurde der Schiffskörper der ARC ANTIOQUIA in einer kolumbianischen Werft abgebrochen und verschrottet.
Am 2. Juni 1975 strich man den Namen USS HALE ( DD-642 ) von der US Navy – Liste.


USS HALE ( DD-642 )
Commanding Officer

CDR Karl Frederick Poehlmann         15. Juni 1943 – 3. März 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Donald Worrall Wilson        3. März 1944 – 1. Oktober 1945
LCDR Nathan Frederick Asher         1. Oktober 1945 – 15. Januar 1947
Außerdienststellung        15. Januar 1947 – 24. März 1951
CDR Donald Clark Kirk        24. März 1951 – März 1952
CDR Augustus Knight Jr.        März 1952 – März 1953
CDR Vining Alden Sherman           März 1953 – ?
CDR Charles Bruning Gray          18. August 1956 – 2. Oktober 1958
CDR Ernest Calhoun Hipp Jr.         2. Oktober 1958 – 30. Juli 1960

USS HALE ( DD-133 )

USS HALE ( DD-133 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-133 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-133 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 7. Oktober 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mary Hale, Enkelin von Senator Eugene Hale, taufte am 29. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Shannon Farquhar ( 31. Januar 1884 – 18. November 1966 im Duval County, Florida ) stellte am 12. Juni 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt integrierte man die USS HALE in das Zerstörergeschwader 3 in der Atlantikflotte. Am 11. Juli 1919 verließ der Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr in europäische Gewässer. Während dieser Goodwill Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff mehrere Häfen im Mittelmeer und half im Oktober bei der Durchsetzung des österreichischen Waffenstillstandes. Anschließend integrierte man die USS HALE in das amerikanische Detachment in türkischen Gewässern. Aufgabe der dort stationierten amerikanischen Kriegsschiffe bestand darin, Flüchtlinge, Hilfskräfte und Fracht zwischen den Häfen von Griechenland, Bulgarien und Russland zu transportieren. Außerdem zeigten die amerikanischen Schiffe im lebensnotwendigen Mittelmeer- und Balkanraum so die humanitäre Flagge ihres Landes. Am 31. März 1920 legte die USS HALE wieder im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus nahm der Zerstörer wieder seinen Lehrplan für Trainings- und Entwicklungsübungen entlang der US Ostküste wieder auf. Man stellte am 22. Juni 1922 das Kriegsschiff in Philadelphia außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Lieutenant Commander Chapman Coleman Todd, Jr., Sohn von Rear Admiral Chapman Coleman Todd ( 5. April 1848 – 28. April 1929 in Washington DC ), stellte am 1. Mai 1930 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis zum 15. Mai blieb die USS HALE im Hafen von Philadelphia und wurde dort ausgerüstet. An diesem Tag verließ der Zerstörer den Hafen und begann mit einer Ausbildungsfahrt der Besatzung. Anschließend nahm das Kriegsschiff an mehreren Übungen entlang der US Ostküste teil. Anfang 1931 folgten die letzten Manöver der Scouting Fleet im Atlantik und in der Karibik an denen die USS HALE teilnahm. Gleich nach Abschluss dieser Manöver durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. In den nun folgenden Jahren nahm das Kriegsschiff an mehreren Manövern der Battle Fleet teil, die entlang der kalifornischen Küste abgehalten wurden. Außerdem war die USS HALE in den folgenden Jahren bei der Perfektionierung der Techniken und der Taktiken im Verbund mit den modernen Flugzeugträgern USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) tätig. So begann vom 10. bis zum 17. Februar 1933 während des 14. Flottenmanövers die erste Marineübung, um simulierte Flugzeugträgerangriffe gegen die Westküste der USA zu prüfen. Pazifikstädte hatten hier jahrzehntelang um die dauerhafte Stationierung von US Militäranlagen gewetteifert. Die durch dieses Manöver nun aufgedeckten Schwachstellen wurden von der US Navy für weitere Ansiedlungen genutzt. Grund dafür waren die frühen Pläne der US Navy, San Francisco als Heimathafen für die Hauptflotte an der US Westküste zu etablieren, aber die angreifende Flotte während des Manövers hatte zur Vernichtung von San Pedro und San Francisco mehrere Schlüsselerfolge erzielt. Daher forcierte man den Ausbau von San Francisco vorerst nicht weiter. Den größten Teil der US Navy Investitionen erhielt nun San Diego. Noch im selben Jahr war die USS HALE weiterhin an Operationen entlang der US Westküste beteiligt. Den Zerstörer stellte man dann aber am 9. April 1937 in San Diego außer Dienst.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg und der sich langsam zuspitzenden Lage im Pazifik, nahm man die USS HALE wieder in den Dienst der US Navy. Lieutenant William Claibourne Latrobe ( 9. Januar 1903 – 2. Mai 1977 ) stellte am 30. September 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 25. November verließ der Zerstörer den Pazifik und begann in der Karibik mit seiner Neutralitätspatrouille. Die Basis für das Kriegsschiff war ab dem 22. Februar 1940 Galveston, Texas und später Key West, Florida. Das Kriegsschiff patrouillierte allerdings weiterhin in der Karibik und im Golf von Mexiko. Ende August verließ die USS HALE ihr Einsatzgebiet und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard. Hier bereitete man den Zerstörer ab dem 1. September 1940 auf die Überstellung an Großbritannien im Rahmen des Austausches von amerikanischen Zerstörern für britische Marinebasen in der Karibik. Darunter war auch die britische Marinebasis auf den Bermudas. Am 6. September erreichte das Kriegsschiff die Marinebasis in Halifax, Nova Scotia, Kanada. Die US Navy stellte die USS HALE am 9. September 1940 außer Dienst und übergab noch am selben Tag den Zerstörer an Großbritannien. Den Namen USS HALE strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Das Kriegsschiff bekam in der Royal Navy den Namen HMS CALDWELL ( I20 ) verliehen. Lieutenant Commander Michael Wilfred Tompkinson ( 6. Juni 1908 – 1. Juli 1974 ) stellte am 9. September das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der Royal Navy.
Innerhalb der britischen Marine erhielt die HMS CALDWELL Eskortierpflichten im Atlantik gegenüber Schiffskonvois und später in der Karibik. Dazu musste der Zerstörer für Umrüstarbeiten in die britische Marinewerft bei Devonport vom 28. September bis zum 12. Oktober 1940. Die danach noch anfallenden Reparaturen mussten bis zum 17. Okrtober in Liverpool abgearbeitet werden. Von dort aus stach das Kriegsschiff am 23. Oktober in See und eskortierte den Schiffskonvoi OB 233 nach Island. Dann kam die HMS CALDWELL in Schwere See und erlitt mehrere Schäden. Diese wurden im Januar in Liverpool behoben. Außerdem gab es einen größeren Mannschaftswechsel auf dem Zerstörer. Trotzdem musste das Kriegsschiff ab dem 10. Februar den Schiffskonvoi OB 284 eskortieren. Dann lag die HMS CALDWELL vom 6. Juni bis zum 28. August in der Werft in Cardiff und musste sich dort einigen Umrüstarbeiten unterwerfen. Großbritannien versuchte in den ersten Monaten des Zweiten Weltkrieges verzweifelt die Bedrohung der Schifffahrtswege durch deutsche U-Boote zu sichern. Dafür wurden mehrere Übungen absolviert. So erfolgte vor Lough Foyle bei Londonderry, Nordirland am 6. September 1941 die erste umfangreiche Anti-U-Boot Übung. Daran waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT ( H32 ), HMS DOUGLAS ( D90 ), HMS SKATE ( D39 ), HMS LEAMINGTON ( G19 ) und HMS CHELSEA ( I35 ) beteiligt. An den beiden folgenden Tagen ging die Übung weiter und dort waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT und HMS CHELSEA anwesend. Am 25. September wurde es nun ernst. Die britischen Zerstörer HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER, HMS WALKER ( D27 ) und HMS VANOC ( H33 ) sowie die Korvette HMS HYDRANGEA ( K39 ) und der ASW Trawler ST. CATHAN ( FY234 ) übernahmen als Eskortiergruppe EG 5 in Liverpool 51 Handelsschiffe des Konvois ON 20 und eskortierten diese bis nach Island. Die dortige Übergabestelle erreichte der Konvoi am 30. September und wurde von den amerikanischen Zerstörern USS WINSLOW ( DD-359 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ) und USS REUBEN JAMES ( DD-245 ) aus der US Geleitgruppe 4.1.3 übernommen und nach Halifax eskortiert. Die Gruppe um die HMS CALDWELL blieb bis zum 5. Oktober bei Reykjavik, Island liegen und übernahmen an diesem Tag von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.12, darin war der kanadische Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), die britischen Zerstörer HMS BROADWAY ( H90 ) und HMS BURWELL ( H94 ) und die kanadischen Korvetten HMCS BRANDON ( K149 ), HMCS COBALT ( K124 ), HMCS BUCTOUCHE ( K179 ) und HMCS GALT ( K163 ), 62 Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi SC 46. Die Kriegsschiffe aus der britischen Eskortiergruppe EG 5 eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool und erreichten ohne Verluste den dortigen Hafen am 10. Oktober. Hier wartete der Schiffskonvoi ONS 27 zur Überfahrt nach Amerika. Am 16. Oktober verließen 62 Handelsschiffe Liverpool und wurden durch die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe EG 5 gesichert. Die HMS CALDWELL eskortierte diese Handelsschiffe nicht und musste sich in Liverpool einigen Reparaturen unterziehen. Dann am 7. November liefen 44 Handelsschiffe des Konvois ON 34 in Liverpool aus. Eskortiert wurden diese bis nach Island von den Zerstörern HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER und HMS VANOC sowie den Korvetten HMS GENTIAN ( K90 ), HMS HONEYSUCKLE ( K27 ), HMS SWEETBRIAR ( K209 ), HMS HIBISCUS ( K24 ), HMS MYOSOTIS ( K65 ) und HMS PERIWINKLE ( K55 ), wo sie am 12. November ankamen. Die HMS CALDWELL eilte von hier aus zusammen mit dem Zerstörer HMS VOLUNTEER nach Londenderry. Hier erfolgte am 14. November vor Lough Foyle eine weitere Anti-U-Boot Übung. Diesmal waren neben der HMS CALDWELL das britische U-Boot HMS H50 und die Zerstörer HMS BROKE ( D83 ), HMS WOLVERINE ( D78 ) und HMS VOLUNTEER ( D71 ) beteiligt. Danach eilten die beiden Zerstörer wieder in Richtung Island. Diese hatten 52 Handelsschiffe aus dem Konvoi SC 53 zusammen mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 erreicht. Die Kriegsschiff der Eskortiergruppe EG 5, um die HMS CALDWELL, übernahmen diese Handelsschiffe und eskortierten sie verlustfrei bis nach Liverpool. Dort kamen sie am 24. November an. Eine Ruhepause für die Schiffsbesatzungen der Kriegsschiffe gab es aber nicht. Schon drei Tage später legten 37 entladene Handelsschiffe des Konvois ON 41 in Liverpool ab. Eskortiert wurden sie durch die Eskortiergruppe EG 5, in der sich die Zerstörer HMS CALDWELL und HMS VANOC sowie die Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN, HMS CALENDULA ( K28 ) und HMS CELANDINE ( K75 ). Am 2. Dezember erreichten diese Schiffe Island und übernahmen dort vier Tage später von der amerikanischen Eskortiergruppe 4.1.2, mit den Zerstörern USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS MADISON ( DD-425 ) und USS STUTEVANT ( DD-240 ), den Schiffskonvoi HX 162 mit 31 Handelsschiffen. Der Schiffskonvoi erreichte am 11. Dezember Liverpool. Durch den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg durch den Angriff der Japaner am 7. Dezember auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, zog die US Navy ihre Zerstörer aus dem Eskortierdienst im Atlantik ab. Daher mussten die britischen und kanadischen Kriegsschiffe neu sortiert werden und erhielten neue Bezeichnungen. Den Hafen von Liverpool verließ der Zerstörer HMS CALDWELL zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS ALISMA ( K185 ), jetzt mit der Bezeichnung B 5, am 19. Dezember und eskortierte den Schiffskonvoi ONS 48 mit 49 entladenen Handelsschiffen bis nach Island. Dieselben Kriegsschiffe übernahmen dort am 27. Dezember von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.15 den Schiffskonvoi SC 60, bestehend aus 22 Handelsschiffen, und eskortierten ihn bis nach Liverpool, wo sie am 31. Dezember anlegten. Die HMS CALDWELL legte zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS THYME ( K210 ) am 12. Januar 1942 in Liverpool ab und eskortierte 36 entladene Handelsschiffe aus dem Konvoi ONS 56 Verlustfrei bis nach Island. Hier trafen sie am 17. Januar ein und die Handelsschiffe wurden von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.17 übernommen. Elf Tage später erreichte der Schiffskonvoi SC 65, bestehend aus 36 Handelsschiffen, mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 Island. Noch am selben Tag verließen die Kriegsschiffe um die HMS CALDWELL Island und eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool. Hier trafen sie am 1. Februar ein. Drei Tage später liefen die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe B 5 in Liverpool wieder aus und eskortierten den Schiffskonvoi ON 63, bestehend aus 31 Handelsschiffen. Zusätzlich zu der Eskortiergruppe B 5 waren noch der Zerstörer HMS CHELSEA und die Korvette HMS ARBUTUS ( K86 ) anwesend. Am 5. Februar kam es zu einem Zusammentreffen zwischen diesen beiden Kriegsschiffen und dem deutschen U-Boot U-136, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Zimmermann ( 27. Januar 1907 in Duisburg – 11. Juli 1942 im Nordatlantik westlich von Madeira in U-136 ). U-136 feuerte einen Torpedo ab und traf die HMS ARBUTUS mittschiffs. Sofort brach die Korvette auseinander und versank. Die Handelsschiffe konnten von der Eskortiergruppe verlustfrei bis nach Island geleitet werden. Mitte 1942 wechselte die HMS CALDWELL zur Royal Canadian Navy. Der Heimathafen war nun St. John´s, Neufundland, Kanada. Am 16. Dezember geriet der Zerstörer in einen schweren Sturm, der mehrere Tage anhielt. Lieutenant Commander Eric Morrison Mackay, Kommandant des Zerstörers, war gegenüber den Naturgewalten fast machtlos. Dann brach die Hauptsteuerung zusammen und das Kriegsschiff trieb steuerlos auf dem Wasser. Am 21. Dezember war es dann 400 Seemeilen von St John´s entfernt und der Treibstoff ging zur Neige. Wegen des Schweren Wetters konnte ein Öltanker in Begleitung des britischen Zerstörers HMS WANDERE ( D71 ) keinen frischen Treibstoff übergeben. Zu allem Übel kam nun noch Frost dazu. Die HMS CALDWELL wurde anfangs nach St. John´s geschleppt, doch dann entschied man sich den Zerstörer bis nach Boston zu bringen, wo er repariert werden konnte. Auf der Fahrt dorthin brach mehrmals die Schleppleine und die Mannschaften der Schlepper und Zerstörer kämpften um den Erhalt ihrer Schiffe. Dann, am 1. Februar 1943, war der Hafen von Boston erreicht. Zwei Tage später bugsierte man die HMS CALDWELL mit zwei Schleppern in ein Trockendock der Bethlehem Steel Werft. Die Reparaturarbeiten waren an dem Zerstörer im Mai abgeschlossen und das Kriegsschiff verließ die US Ostküste. Ziel war wieder die kanadische Küste. Die HMS CALDWELL nahm wieder bis zum 1. Dezember am Eskortierdienst von Schiffskonvois teil. Danach versetzte man den Zerstörer in die reserve und verankerte ihn vor Tyne an der Ostküste Schottlands. Wenige Monate später nahm man das Kriegsschiff wieder aus der Reserve und versetzte es zum Deckungsverband der Royal Navy, der im Juni 1944 die Landungsschiffe in der Normandie vor feindlichen Überwasserangriffen sichern sollte. Gleich nach der erfolgreichen Anlandung verließ die HMS CALDWELL wieder die Küste vor der Normandie und fuhr nach Tyne zurück. Hier stellte man im September erneut den Zerstörer außer Dienst. Doch für einige Hilfszwecke trat das Kriegsschiff wieder in den Dienst der Royal Navy. Doch diesmal benannte man es in YARKEY SABAR um. Doch die Tage des Kriegsschiffes waren gezählt. Am 20. März 1945 stellte man es endgültig außer Dienst und ab dem 7. Juni 1945 wurde in Granton mit der Verschrottung begonnen.


USS HALE ( DD-133 )
Commanding Officer

CDR Allan Shannon Farquhar          12. Juni 1919 – 16. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LCDR Edmund Seldon Randolph Brandt         16. April 1921 – 22. Juni 1922
Außerdeinststellung        22. Juni 1922 – 1. Mai 1930
LCDR Chapman Coleman Todd Jr.        1. Mai 1930 – 15. Januar 1931
LCDR Charles Nelson Ingraham          15. Januar 1931 – 7. Juni 1931
LCDR Frank Jacob Lowry         7. Juni 1931 – 4. Juli 1933 (erreichter Rang VADM)
LCDR Davenport Browne         4. Juli 1933 – 18. Juli 1935
LCDR Ross Palmer Whitemarsh          18. Juli 1935 – 9. April 1937
Außerdienststellung         9. April 1937 – 30. September 1939
LT William Claibourne Latrobe 30. September 1939 – 9. September 1940 (erreichter Rang  CAPT)

unter britischem Kommando

LCDR Michael Wilfred Tomkinson RN         9. September 1940 – 1. Januar 1941
LCDR Eric Morrison Mackay RNR          1. Januar 1941 – Mitte 1943

USS ABBOT ( DD-184 )

USS ABBOT ( DD-184 )

Biografie

Joel Abbott
* 18. Januar 1793 in Westford, Massachusetts
† 14. Dezember 1855 in Hongkong
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und befahl ein Geschwader während des Besuches in Japan von Commodore Perry

Zu Beginn des Krieges von 1812 bekleidete Abbot den Rang eines Midshipman. Er diente zunächst auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) und als nächstes in der Schlacht am Lake Champlain am 11. September 1814 unter dem Kommando von Commodore Thomas Macdonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 – 10. November 1825 ). Vor dieser Schlacht sollte er als Spion die britischen Linien überqueren und eine Reihe Spieren von Schiffen zerstören die im Cumberland Head ankerten. Sein gefährliches Zerstörungswerk hatte Erfolg. Dafür ehrte der Kongress den jungen Offizier indem man ihm ein Schwert übergab und zum Lieutenant beförderte. Im Jahre 1818 übergab man Abbot das Kommando über das gefangen genommene Piratenschiff MARIANA. Im Januar 1820 heiratete er Mary Wood. Nach deren Tod heiratete er am 29. November 1825 Laura Wheaton. Beide hatten sie später 10 Kinder zusammen. Der Sohn von Joel Abbot, Walter Abbot, diente im Rang eines Lieutenant Commander in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges. Joel Abbot´s Enkel Charles Abbot Wheaton, Jr. war ein Offizier in der US Army und errechte den Rang eines Brigadegenerals. Im Jahre 1838 beförderte man Joel Abbot zum Commander und übertrug ihm das Kommando über die Boston Navy Yard. Im Jahre 1843 übernahm er das Kommando über die Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ), einem Schiff das zum afrikanischen Geschwader unter Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März ) 1858 ) gehörte. Am 3. oktober 1850 ernannte man Abbot zum Captain. Im Jahre 1852 erhielt Perry die Aufgabe sich Offiziere auszusuchen die ihn auf einer Expedition nach Japan begleiten sollen. Er wählte unter anderen Captain Joel Abbot aus und übertrug ihm die Befehlsgewalt über die Fregatte USS MACEDONIAN ( 1836 ). Man ernannte Abbot im Jahre 1854 zum Flag Offizier und übergab ihm das Kommando über das Ostindische Geschwader. Joel Abbot verstarb am 14. Dezember 1855 in Hongkong. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück und begrub ihn in der Familiengruft der Abbot in Warren, Rhode Island.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Flag Offizier Joel Abbot bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-184 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-629 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ABBOT ( DD-184 )

Schiffsbiografie

Die USS ABBOT ( DD-184 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Joel Abbot benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzehnte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News wurde am 5. April 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Louise Abbot, Urenkelin von Commodore Joel Abbot, taufte am 4. Juli 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Nicholas Richardson, Jr. stellte am 19. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte die US ABBOT in ihrem Heimathafen Norfolk, Virginia an. Von hier aus operierte der Zerstörer in den folgenden Jahren entlang der US Ostküste, im Golf von Mexiko und in der Karibik. Insbesondere in der Karibik hielt sich das Kriegsschiff hauptsächlich in den Gewässern der Guantanamo Bay, Kuba auf. Die USS ABBOT versetzte man im Jahre 1922 in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man am 5. Juli 1922 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Nach fast 20-jähriger Stilllegung stellte Lieutenant Lewis Robinson Miller am 17. Juni 1940 den unter seinem Kommando stehende Zerstörer in den Dienst der US Navy. Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg begann die USS ABBOT entlang der US Ostküste zu patrouillieren. Wegen des Land and Lease Actes war auch die USS ABBOT davon betroffen an die Royal Navy abgegeben zu werden. Am 23. September legte der Zerstörer in Halifax, Nova Scotia, Kanada an und wurde außer Dienst gestellt. Den Namen USS ABBOT ( DD-184 ) strich man endgültig am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Nachdem die Royal Navy den Zerstörer am 23. September 1940 übernommen hatte, sowie sechs weitere Zerstörer, beließ man dem Zerstörer den Namen. Er hieß HMS ABBOT und hatte keine Kennung. Doch dann legte sich die britische Admiralität fest, nicht nur wegen der neugebauten Zerstörer der US Navy die ebenfalls erhalten könnten, dass man die fünfzig ehemaligen amerikanischen Zerstörer als Stadtklasse bezeichnen könnte. Jetzt erhielt das Kriegsschiff am 2. Oktober den Namen HMS CHARLESTOWN ( I21 ) und war der fünfzehnte Town – Class Zerstörer. Die HMS CHARLESTOWN gliederte man in die 17. Zerstörerdivision ein. Noch im September verließ der Zerstörer Halifax und fuhr zu den britischen Inseln. Am 8. Oktober legte das Kriegsschiff in Belfast, Nordirland zusammen mit vier weiteren Zerstörern an. Man brachte die HMS CHARLESTOWN in die HM Dockyard in Devenport um Reparaturen und Modifikationen vorzunehmen. Am 4. November stand der Zerstörer, nach Abschluss der Arbeiten, für den Dienst beim 1. Minengeschwader bereit. Der Zerstörer übernahm bei Kyle of Lochalsh die Eskorte über Minenleger ens eskortierte Schiffskonvois entlang der Westküste Schottlands. Doch schon im Dezember musste sich die HMS CHARLESTOWN erneuten Reparaturen unterziehen, die sich bis in die ersten Tage des Januars 1941 hinzogen. Am 6. Januar war der Zerstörer wieder vor Kyle of Lochalsh im Einsatz. Ab dem 6. Februar beteiligte sich die HMS CHARLESTOWN an der Operation SN7 A. Dabei eskortierte der Zerstörer zusammen mit den britischen Zerstörern HMS BRIGHTON ( I08 ), HMS LANCASTER ( G05 ) und HMS ST ALBANS ( I15 ) die Hilfsminenleger HMS AGAMEMNON, HMS MENESTHEUS, HMS SOUTHERN PRINCE und HMS PORT QUEBEC, welche zusätzlich durch Schiffe der Home Fleet abgedeckt wurden, nach Northern Barrage, wo Minenfelder ausgelegt werden sollten. Doch kaum hatten diese Schiffe den Hafen von Kyle of Lochalsh verlassen, lief die HMS MENESTHEUS auf eine britische Seemine und musste durch die HMS AGAMEMNON in den Hafen zurückgeschleppt werden. Die anderen Schiffe des Unternehmens fahren weiter und beginnen am 17. Februar mit den Minenlegearbeiten. Diese ziehen sich den gesamten März hindurch. Die HMS CHARLESTOWN muss aber im April in die Werft von Hebburn of Tyne, wo mehrere Reparaturen ausgeführt werden mussten. Im Juli befand sich der Zerstörer wieder im Einsatz und lag in Clyde. Am 30. Juli kam es zu einer Übung westlich von Scapa Flow. Daran war das Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES ( 53 ) und die Zerstörer HMS CHARLESTOWN, HMS ORIBI ( G66 ) und HMS CASTLETON ( I32 ) beteiligt. Im August kehrte der Zerstörer zum Geschwader in Kyle of Lochalsh zurück und beteiligt sich an der Operation SN70A. Während dieser Operation eskortierte ein Zerstörergeschwader, zu dem auch die HMS CHARLESTOWN gehörte, die Hilfsminenleger HMS SOUTHERN PRINCE, HMS PORT QUEBEC und den Minenlegerkreuzer HMS ADVANCURE ( M23 ) nach Island. Dort wurden Minenfelder ausgelegt. Im September und Oktober erfolgten weitere Eskortierdienste für die HMS CHARLESTOWN. Ab dem 9. November eskortierte der Zerstörer die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS und HMS PORT QUEBEC während der Operation SN83B zwischen Northern Barrage und dem Faeroes Gap. Schon am 20. November lag die HMS CHARLESTOWN in einer kommerziellen Werft in Grimsby und sollte sich Umrüstarbeiten unterziehen. Diese dauerten bis in den Januar 1942. Nach Abschluss der Arbeiten legte der Zerstörer von seinem Kai ab und kollidierte mit dem Handelsschiff SS MARPLE. Die dadurch entstandenen Schäden waren erst im Februar beseitigt. Ab dem 21. Februar stieß die HMS CHARLESTOWN wieder zu seinem Geschwader und wurde bei Kyle of Lochalsh eingesetzt. So übernahm am 14. März der Zerstörer im Nordwesten die Verteidigung für einen Schiffskonvoi. Ab dem 30. März beginnt dann die Operation SN87. Hier eskortiert die HMS CHARLESTOWN zusammen mit den Zerstörern HMS LANCASTER und HMS WELLS ( I95 ) und dem Leichten Kreuzer HMS CHARYBDIS ( 88 ) die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON, HMS PORT QUEBEC und HMS SOUTHERN PRINCE für Minenlegeeinsätze nördlich von Faeroes Gap und Northern Barrage. Am 13. April beteiligte sich die HMS CHARLESTOWN an einer Anti-U-Boot Übung vor Tobermory. Daran war das U-Boot HMS P 511, der Zerstörer HMS CHARLESTON und der Trawler HMS DRANGEY ( F195 ) beteiligt. Am folgenden Tag kam es zu einer weiteren Übung bei Tobermory. Daran war das U-Boot HMS P 511, der Zerstörer HMS CHARLESTOWN und der Trawler HMS STROMA ( T150 ) beteiligt. Ab dem 18. April wechseln die Sicherungsschiffe für die Hilfsminenleger. Die HMS CHARLESTOWN bleibt mit der HMS WELLS. Neu hinzu kommen die Zerstörer HMS SARDONYX ( H26 ) und HMS SALADIN ( H54 ) und der Kreuzer HMS KENYA ( 14 ) und beteiligen sich an der Operation SN88. Dann erfolgte ab dem 8. Mai die Operation SN3 A. Die Hilfsminenleger blieben vor Ort bei der Faeroes Bank. Dazu kamen zur Sicherung noch die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS WELLS und HMS CASTLETON ( I23 ). Im Juni und Juli waren Einsätze der HMS CHARLESTOWN zur Sicherung von Schiffskonvois im Nordwesten Schottlands dringend notwendig geworden. Ab dem 21. August waren dann wieder alle Schiffe von der Operation SN3 A in Northern Barrage versammelt. Für die jetzt neubeginnende Operation SN73, zum Auslegen von Seeminen, kamen zur Sicherung noch der Leichte Kreuzer HMS AURORA ( 12 ) und die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS CASTLETON und HMS NEWARK ( G08 ) hinzu. Ab dem 2. September wechseln die Schiffe für die Minenlegeoperation SN89 in die Dänemarkstraße. Zur Sicherung sind neben der HMS CHARLESTON der Kreuzer HMS JAMAICA ( 44 ) und die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS LANCASTER und HMS NEWARK. Ab dem 15. September beginnt vor Faeroes Gap die Operation SN65 A. Auch hier waren wieder alle Minenleger wie während der Operation SN3 A beteiligt. Neben der HMS CHARLESTOWN sichern die Zerstörer HMS LANCASTER, HMS WELLS und HMS PUTERIDGE diese Aktion. Im Oktober erfolgte dann im Nordwesten Schottlands die Operation SN3 E. Auch hier waren die Minenleger beteiligt sowie die Zerstörer HMS CHARLESOWN, HMS WELLS und HMS LEDBURY. Im November geht die HMS CHARLESTOWN in die Werft bei Newport, Wales. Diese kann der Zerstörer erst im Januar 1943 verlassen, wird dabei aber im Hafen beschädigt und muss zur Reparatur nach Cardiff. Gleich nach dem Abschluss der Reparaturarbeiten verwendete man den Zerstörer bei einer Anti-U-Boot Übung, die vor Tobermory abgehalten wurde. An dieser Übung war das holländische U-Boot HNMS O10, der britischen Zerstörer HMS Charlestown und die Flussfregatte HMS ITCHEN ( K227 ) beteiligt. Am nächsten Tag folgte gleich eine weitere. Auch hier waren alle drei Kriegsschiffe wieder beteiligt. Die HMS CHARLESTOWN fuhr dann im März zu den Orkney und Shetland Islands. Hier übernahm das Kriegsschiff von April bis Juli den Sicherungsdienst für Schiffskonvois. In dieser Zeit, am 12. Mai, war das Kriegsschiff an einer weiteren Übung bei Scapa Flow integriert. Daran nahm das britische U-Boot HMS ULTIMATUM ( P34 ), die britischen Zerstörer HMS CHARLESTON, HMS TUMULT ( T-11 ) und HMS CHIDDINGFOLD ( L-31 ) und der polnische Geleitzerstörer ORP SLAZAK ( L26 ) teil. Im August musste sich die HMS CHARLESTOWN in der Werft von Belfast weiteren Reparaturarbeiten unterziehen. Unterdessen wurde das 1. Minengeschwader aufgelöst. Im Oktober wechselte der Zerstörer von Belfast nach Rosyth. Hier gliederte man die HMS CHARLESTOWN in die Rosyth Escort Force ein. Jetzt eskortierte das Kriegsschiff Schiffskonvois entlang der britischen Ostküste. Am 10. Dezember 1944 kam es vor Harwich, England zu einer Kollision zwischen dem Zerstörer und dem Minensucher HMS FLORIZEL ( J404 ). Auf Grund des fortgeschrittenen Alters der HMS CHARLESTOWN, der Kiel wurde vor sechsundzwanzigeinhalb Jahren gelegt, und dass man dringend erfahrene Besatzungen auf neueren Kriegsschiffen benötigte, lehnte die Admiralität der Royal Navy es rundweg ab den Zerstörer reparieren zu lassen. Daher stellte man am 15. Januar 1945 das Kriegsschiff außer Dienst, gab es aber nicht an die US Navy zurück. Am 4. März 1947 verkaufte man den Schiffskörper an BISCO und sollte bei T Young in Sunderland demontiert werden. Am 3. Dezember 1948 erreichte der Schiffskörper im Schlepptau die Werft in Tyne und man begann mit dem verschrotten.


USS ABBOT ( DD-184 )
Commanding Officer

LCDR William Nicholas Richardson Jr.        19. Juli 1919 – 7. Juli 1920
CDR Stephen Doherty        7. Juli 1920 – 4. November 1920
LT George Turner Howard         4. November 1920 – 5. Juli 1922
Außerdienststellung        5. Juli 1922 – 17. Juni 1940
LT Lewis Robinson Miller        17. Juni 1940 – 23. September 1940

Unter Britischem Kommando

LCDR Thomas Johnston, DSC, RN          23. September 1940 — 3. März 1942
LCDR Norman Robins Murch, RN         3. März 1942 – 1. Februar 1943
LT William Frank Broughton Webb, DSC, RN         1. Februar 1943 – 23. September 1943
LCDR Alfred Francis Colenso Gray, RNR         23. September 1943 – 15. Januar 1945