Archiv der Kategorie: Torpedoboot

USS ERICSSON ( TB-2 )

USS ERICSSON ( TB-2 )

Biografie

John Ericsson
* 31. Juli 1803 in Långbanshyttan, Värmland, Schweden
† 8. März 1889 in New York City
war ein schwedisch-amerikanischer Erfinder und mechanischer Ingenieur

Der Vater von John Ericsson, Olaf Ericsson, arbeitete in einer Mine in Värmland als Supervisor. Dieser hatte das Geld der Familie durch eine Spekulation 1810 verloren und sah sich gezwungen sein Heimatland zu verlassen. Neue Arbeit fand er bei FORSVIK wo in Schweden von Göteborg aus der Göte Kanal gebaut wurde. Graf Baltazar Bogislaus von Platen ( 29. Mai 1766 – 6. Dezember 1829 ), schwedischer Marineoffizier, Staatsmann und Architekt de Kanals, entdeckte bei John und dessen älteren Bruder Friherre Nils Ericsson ( 31. Januar 1802 – 8. September 1870 ) die außergewöhnlichen Fähigkeiten zur Mechanik. Beide nahm er als Kadetten für Mechanik in die schwedische Royal Navy auf wo sie Auszubildende am Kanalbau waren. Im Alter von vierzehn Jahren wurde John bereits ein unabhängiger Landvermesser. Mit siebzehn Jahren trat John in die schwedische Armee in Jämtland ein wo er im Jämtland Feld Ranger Regiment im Rang eines Second Lieutenant diente. Schon sehr bald beförderte man ihn zum Lieutenant. Von dort aus schickte man ihn nach Nordschweden um Vermessungsarbeiten durchzuführen. Da er aber dort wegen der kurzen hellen Tage viel Freizeit hatte, konstruierte er eine Wärmekraftmaschine die durch den Rauch von Feuer anstelle von Dampf angetrieben wurde. Sein Geschick und Interesse an der Mechanik ließ John schnell wieder aus der Armee zurücktreten. Im Jahre 1826 reiste John nach England um dort seine Wärmekraftmaschine vorzustellen. Doch dieser Prototyp arbeitete nicht rund und war kein Erfolg, da er nur für das Verbrennen von Birkenholz und nicht für das verbrennen von Kohle vorgesehen war. Trotz der Enttäuschung darüber, erfand John mehrere andere Mechanismen auf der Grundlage von Dampf die mit der Verbesserung des Erwärmungsprozesses durch eine höhere Zugabe von Sauerstoff im Brandbett einhergeht. Mit John Braithwaite ( 19. März 1797 – 25. September 1870 ) zusammen entwickelte John Ericsson eine frühe Dampflokomotive die im Oktober 1829 bei den Rainhill Trials, einem wichtigen Wettbewerb der Liverpool anf Manchaster Railway, teilnehmen sollte. Diese Dampflokomotive erwies sich gegenüber den anderen vier Konkurrenten als deutlich schneller. Allerdings hatte diese Lokomotive wiederkehrende Kesselprobleme und so wurde die Stephenson Rocket, gebaut von den englischen Ingenieuren George Stephenson ( 9. Juni 1781 – 12. August 1848 ) und Robert Stephenson ( 16. Oktober 1803 – 12. Okober 1859 ) in der Robert Stephenson and Company, zum Sieger erklärt. Ericsson und Braithwaite bauten nun zwei neue Motoren in ihre Dampflokomotive ein und benannten diese nach dem neuen Königspaar King William IV. Und Queen Adelaide. Beide Motoren waren größer und robuster gegenüber ihren Vorgängern. Mit diesen beiden Lokomotiven fuhren Ericsson und Braithwaite auf der Strecke der Liverpool and Manchester Railway um den Vorzug dieser Motoren aufzuzeigen, jedoch die Bahn lehnte es ab das neue Design zu kaufen. Die innovative Dampffeuerspritze die beide kurz darauf erfanden, waren ein hervorragender technischer Erfolg. Am 5. Februar 1830 brach in den Argyll Rooms Feuer aus. Fünf Stunden arbeitete diese Feuerspritze bei Minustemperaturen, wo schon alle anderen Feuerspritzen eingefroren waren, und man konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Jedoch bauten die etablierten Londoner Feuerwehren einen gehörigen Widerstand auf gegen diese neue Feuerspritze und so wurde diese aus London verbannt. Ein von Ericsson gebauter Motor scheiterte bei einem Expeditionseinsatz von Sir John Franklin ( 16. April 1786 – 11. Juni 1847 ) in der Arktis. Für John Ericsson war dies kein Abbruch in seiner Karriere. Er erfand für Dampfschiffe einen Dampfkondensator mit dem frisches Wasser für die Kessel auf See produziert werden konnte. Eine weitere wichtige Erfindung war das Druck – aktivierte Echolot mit dem Namen „Tiefsee Blei“ das einen kleinen aber nachhaltigen Erfolg verbuchte. Allerdings musste Ericsson ins Schuldgefängnis, da er seine Schulden durch den Ausfall der kommerziellen Einnahmen, die wenigstens die Entwicklungskosten deckten, nicht mehr begleichen konnte. In dieser Zeit heiratete Ericsson die neunzehnjährige Amelia Byam. Doch diese Ehe war eine riesige Katastrophe und endete in der Trennung des Paares mit dem Tod von Amelia. John Ericsson hatte schon immer den Gedanken gehegt von einer Propeller Schraube die ein Schiff antreibt, auf zwei Propeller Schrauben zu wechseln. Er sah darin den Vorzug, dass man dann auch ohne Ruder das Schiff noch manövrieren kann. Doch die britische Admiralität lehnte diese Erfindung ab und verwies Ericsson an den amerikanischen Captain Robert Field Stockton ( 20. August 1795 – 7. Oktober 1866 ). Captain Stockton lud John Ericsson nach der in Augenscheinnahme des neuen Designs der Schiffsschrauben nach Amerika ein um dort diese Erfindung für ein neues Schiff zu benutzen. Im Jahre 1839 zog Ericsson nach New York. Stockton wollte mit Hilfe von Ericsson eine neue Klasse von Fregatten bauen und wusste auch durch seine beträchtlichen politischen Verbindungen wie er dies ermöglichen konnte. US Präsident John Tyler ( 29.März 1790 – 18. Januar 1862 ) besorgte die notwendigen Gelder und so wurde in der Philadelphia Navy Yard am 20. Oktober 1842 der Kiel der 700 Tonnen Korvette USS PRINCETON ( 1843 ) nach dem Design von John Ericsson gelegt. Ericsson war außerdem der Hauptbetreuer der Konstruktion in der Werft und Captain Stockton überwachte den Bau. Am 3. September 1843 taufte man das Schiff und sechs Tage später stellte Captain Stockton das unter seinem Befehl stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff war mit seinen zwei Doppelschnecken Propellern das für diese Zeit am weitesten entwickelte Kriegsschiff seiner Zeit. Auch die auf einem Drehsockel montierte Kanone „Oregon“ war eine Erfindung von John Ericsson. Die Kanonen wurde von Mersey Iron Works in England hergestellt und war ein Vorderlader der eine glatte Bohrung hatte, aus Schmiedeeisen hergestellt war, wog 102 Kilogramm und konnte ein Gewicht von 23 Kilogramm rund fünf Meilen weit verschießen. Dies wurde durch eine Bügelkonstruktion ermöglicht, das heißt das mehrere glühende Eisenringe um den Verschluss am Ende der Waffe platziert wurden. Außerdem hatte diese ein besseres Rückstoßsystem. Es gab noch eine zweite Kanone an Bord der USS PRINCETON die von Captain Stockton nach dem Vorbild der „Oregon“ durch Hogg and Delamater in New York City nachgebaut wurde. Diese Kanonen wurde aber nach den bis dahin geltenden Kenntnissen gebaut ohne auch nur den Sinn der „Oregon“ zu verstehen. Diese Kanone erhielt den Namen „Peacemaker“. Schon der Start der USS PRINCETON war ein voller Erfolg. Am 20. Oktober 1843 gewann die Korvette ein Rennen gegen den bis dahin schnellsten Raddampfer, die SS GREAT WESTERN ( 1837 ). Am 28. Februar 1844 fuhr die USS PRINCETON nach Alexandria, Virginia wo das Schiff eine Vergnügungs- und Demonstrationsfahrt auf dem Potomac River durchführen sollte. Eingeladen hatte US Präsident John Tyler dazu sein Kabinett, die ehemalige First Lady, Dolley Payne Todd Madison ( 20. Mai 1768 – 12. Juli 1849 ) und etwa 400 weitere Gäste an Bord des Schiffes. Natürlich wurden dann auch in vorgerückter Stunde zum Zeichen zur Einnahme des Mittagessens und zur Reichung einiger Erfrischungen beide Kanonen abgefeuert. Mehrere Gäste an Bord überredeten Captain Stockton dazu, beide Kanonen nochmals abzufeuern. Dabei passierte das Unglück. Die Kanone „Peacemaker“ explodierte beim zünden des Schießpulvers und mehrere Splitter flogen in die Menge der Näherstehenden. Unter den sofort getöteten war US Außenminister Abel Parker Upshur ( 17.Juni1790 – 28. Februar 1844 ), Marineminister Thomas Walker Gilmer ( 6. April 1802 – 28. Februar 1844 ), Captain Beverley Kennon ( 17. April 1793 – 28. Februar 1844 ), der Chief of the Bureau of Construction, Equipment and Repairs, Virgil Maxcy ( 5. Mai 1785 – 28. Februar 1844 ), der von 1837 bis 1842 der US Botschafter in Belgien war, Colonel David Gardiner ( 29.Mai 1784 – 28. Februar 1844 ), der Vater von Julia Gardiner ( 17. Mai 1820 – 10. Juli 1889 ) die die Verlobte von US Präsidenten John Tyler war, der Kammerdiener des Präsidenten mit Namen Armistead, einem schwarzen Sklaven, sowie die beiden Matrosen die die Kanone abfeuerten. Weitere 20 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Unter ihnen auch Captain Stockton. Captain Stockton wollte nach diesem Desaster die Schuld auf John Ericsson lenken, aber damit hatte er keinen Erfolg. Erfolg hatte er durch seine politischen Verbindungen das die US Navy den per Vertrag ausgehandelten Preis an John Ericsson nicht bezahlen ließ. Dies führte dazu, dass John Ericsson auf die US Navy nicht sehr gut zu sprechen war und einen tiefen Groll gegen diese Waffengattung hegte. John Ericsson war aber seit seinem Umzug nach New York City mit Cornelius Henry Delamater ( 30. August 1821 – 2. Februar 1889 ) befreundet. Dieser junge Mann war der Besitzer der Delamater Iron Works. Ihre persönliche Freundschaft litt nie, auch wenn ein gewisser Druck aufgebaut wurde wenn Ericssons Jähzorn einmal zum Ausbruch kam. In dieser Zeit erhielt Ericsson frei Hand um zu experimentieren und neue Erfindungen auf den Weg zu bringen. So bauten die Delamater Iron Works das erste Schiff das komplett aus Eisen bestand, das erste U-Boot, das erste Torpedo und auch das erste Torpedoboot. Im Jahre 1820 hatte sich John Ericsson mit einem Thermodynamik Motor beschäftigt der aber wegen der unterschiedlichen Herstellung von Holzkohle in Schweden und England nicht zum Laufen kam. In den Delamater Iron Works stellte er sich dann der neuen Herausforderung und ließ ein Schiff mit solch einem neu modifizierten Thermodynamik Motor bauen. Im Jahre 1851 war es dann soweit. Das 2000 Tonnen Schiff ERICSSON lief 73 Stunden perfekt. Es hatte 300 PS durch eine Kombination von vier Doppelmotoren. Das waren vielleicht die Größten Kolben in den Motoren die jemals gebaut wurden. Sie hatten einen Durchmesser von 4,3 Metern. Allerdings bewies diese Probefahrt, dass obwohl der Motor gut lief die Geschwindigkeit des Schiffes immer weiter abnahm. Zum Entsetzen von John Ericsson sank dann auch noch das Schiff. Man hob es dann wieder und ersetzte den Thermodynamischen Motor durch eine Dampfmaschine. In den USA hatte John Ericsson mit seinen Erfindungen immer noch keinen Erfolg gehabt. So bot er dem Kaiser von Frankreich, Napoleon III. ( 20. April 1808 – 9. Januar 1873 ) am 26. September 1854 mit Zeichnungen ein eisernes Schlachtschiff an das in einem Kuppelturm seine Waffen besaß. Der französische Kaiser lobte diese Erfindung , tat aber nichts um John Ericsson nach Frankreich zu holen damit dieser das Schiff zur praktischen Anwendung bringen konnte. Trotz aller Rückschläge gewann John Ericsson im Jahre 1862 die Auszeichnung des Rumford Preises der American Academy of Arts an Sciences für seine Erfindungen. Kurz nach Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges im Jahre 1861 erfuhr man, dass die Konföderierten die von der US Navy abgebrannten und versenkten Fregatte USS MERRIMACK ( 1855 ) aus dem Potomac River wieder gehoben haben und es zu einem eisernen Kanonenboot mit Rammsporn aufbauen. Fast zum gleichen Zeitpunkt verlangte der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika für die US Navy Panzerschiffe die es mit Blockadebrechern auf hoher See und auf den Flüssen in den Südstaaten mit den dortigen Schiffen aufnehmen könnten. John Ericsson hatte immer noch eine große Abneigung gegen die US Navy und ihrer Befehls gewaltigen. Doch Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) konnte Ericsson und den amerikanischen Eisenbahn- und Schiffsbauer Cornelius Scranton Bushnell ( 19. Juli 1829 – 6. Mai 1896 ) überzeugen Vorschläge für eiserne Konstruktionen von Schiffen vorzulegen. John Ericsson präsentierte kurz darauf Konstruktionszeichnungen von der USS MONITOR, einem neuartigen Design von gepanzertem Schiff, das ein rotierendes Revolvergehäuse mit zwei großen Kanonen besaß. Natürlich traf Ericsson sofort auf Kontroverse Stimmungen innerhalb der US Navy mit diesem Design. Marineminister Gideon Welles ließ die Gegner aber nicht öffentlich zu Wort kommen und bestimmte mit Ericsson und Bushnell den 25. Oktober 1861 zur Kiellegung auf den Continental Iron Works in Greenpoint, Brooklyn, New York. Am 30. Januar 1862 erfolgte der Stapellauf. Lieutenant John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ) stellte am 25. Februar das unter seinem Befehl stehende Schiff in der New York Navy Yard in den Dienst der US Navy. Zwei Tage später legte die USS MONITOR in New York ab mit dem Ziel Hampton Roads, Virginia. Doch die Zwangslenkung versagte bei dieser Fahrt und das Panzerschiff musste für eine Reparatur nach New York zurück kehren. Am 6. März 1862 schleppte der Schlepper USS SETH LOW die USS MONITOR in Richtung Hampton Roads. Dort tobte seit dem 8. März eine Schlacht die bis dahin sehr ungünstig für die hölzernen Schiffe der US Navy verlief. Am 9. März griff die USS MONITOR in das Geschehen ein und man konnte wenigstens diese Schlacht mit einem Unentschieden beenden und die Konföderierten Truppen aus Hampton Roads vertreiben. Nach diesem taktischen Sieg war die Euphorie in der US Navy gegenüber den Panzerschiffen von Ericsson grenzenlos. Nun wurden zahlreiche neue Versionen von Panzerschiffen auf den Werften der Union nach dem Vorbild der USS MONITOR gebaut. Diese Schiffe trugen wesentlich zu dem Sieg der US Navy und der US Army in diesem Krieg gegen die konföderierten Staaten bei. Trotz ihres geringen Tiefgangs und die anschließenden Probleme bei der Navigation auf hoher See, wurden viele Designelemente der MONITOR – Klasse für die zukünftigen Kriegsschiffe verwendet. Vor allem der Drehturm gilt als einer der größten technologischen Fortschritte in der Marinegeschichte und er kommt heute noch auf Kriegsschiffen zur Anwendung. John Ericsson konzipierte für die US Navy noch weitere Schiffe und Waffen. So erfand er eine Art Torpedo und ein Torpedoboot das eine Kanone unter Wasser abfeuern konnte. Außerdem leistete er einige technische Unterstützungen bei den U-Boot-Experimenten von John Philip Holland ( 29. Februar 1840 – 12. August 1914 ) In dem Buch „Beiträge zur Centennial Exhibition“ präsentierte John Ericsson 1877 seine „Sonnen-Motoren“. Dabei wurden seine Heißluftmotoren durch Solarenergie angtrieben. Mit einem dieser Entwürfe erhielt Ericsson zusätzliche Einnahmen, nachdem er seinem Motor mit Methangas arbeiten ließ. Kapitän Charles Lewelyn Dingley kauft 1882 das 1645 Tonnen schwere Schiff ERICSSON und fügte es in seine Flotte ein. Obwohl keine seiner Erfindungen irgend einen großen Industriezweig revolutionierte, war John Ericsson trotzdem einer der einflussreichsten Maschinenbauingenieure. Den Tod seines Freundes Cornelius Henry Delamater am 2. Februar 1889 konnte John Ericsson nicht verkraften. Er verstarb am 8. März 1889 in New York City, dem Jahrestag der berühmten Schlacht von Hampton Roads. Nach seinem Tod, überführte man seine sterblichen Überreste auf dem Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) nach Stockholm wo er in Filipstad in Värmland seine letzte Ruhestätte fand.

Vier Schiffe wurden zu Ehren von John Ericsson bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS ERICSSON ( TB-2 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ERICSSON ( DD-56 ) aus der O´BRIEN – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS ERICSSON ( DD-440 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das vierte Schiff war der Öltanker USS JOHN ERICSSON ( T-AO-194 ) aus der HENRY J. KAISER – Klasse.


USS ERICSSON ( TB-2 )

Schiffsbiografie

Die USS ERICSSON ( TB-2 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von John Ericsson benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das zweite Schiff aus der CUSHING – Klasse.
Auf der Iowa Iron Works Company in Dubuque, Iowa wurde am 21. Juli 1892 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Carrie Kiene, Tochter von Peter Kiene, Jr. aus Dubuque, taufte am 12. Mai 1894 das Torpedoboot vor dessen Stapellauf. Lieutenant Nathaniel Reilly Usher ( 7. April 1855 in Vincennes, Indiana – 8. Januar 1931 in Potsdam, New York ) stellte am 18. Februar 1897 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Das Torpedoboot USS ERICSSON war das erste moderne Kriegsschiff in der amerikanischen Marine das in einem Binnengewässer, weit weg von einer Werft am Meer gebaut wurde. Gleich nach dem Stapellauf verließ das Torpedoboot die Werft, fuhr Stromabwärts bis in den Golf von Mexiko und begann von dort aus seine Fahrt bis in die New York Navy Yard in Brooklyn, New York fortzusetzen. Hier begannen auch die ersten Geschwindigkeitsprobefahrten. Die USS ERICSSON sollte mindestens 24 Knoten schaffen, das war vom Marineministerium bei der Bestellung des Schiffes so vertraglich festgehalten. Die Fertigstellung und Übergabe an die US Navy verzögerte sich dann allerdings, da das Torpedoboot am 8. August 1896 mit dem Bug voran mit der Kaimauer kollidierte. Daher mussten dringend notwendig gewordene Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Nach der Indienststellung und der daran anschließenden Ausbildungsfahrt der siebenundzwanzigköpfigen Besatzung erreichte die USS ERICSSON am 18. Mai 1897 ihren Heimathafen Newport, Rhode Island. Während der Sommermonate operierte das Torpedoboot in den Gewässern vor Neuengland für mehrere Studien und zum Training regulärer und Reserveoffiziere zur Erweiterung der Torpedotaktiken. Am 18. September verließ das Kriegsschiff wieder Newport und begann eine Kreuzfahrt entlang der US Ostküste. Dabei besuchte die USS ERICSSON die Häfen von Annapolis, Maryland; Norfolk, Virginia; Charleston, South Carolina; Savannah, Georgia und weitere Häfen von Florida. Am letzten Tag des Jahres 1897 legte das Torpedoboot im Hafen von Key West, Florida an. Dieser Hafen sollte die Basis des Kriegsschiffes in den folgenden sieben Monaten für weitere Operationen in der Karibik sein. Als sich der Krieg mit Spanien immer mehr zur Wahrscheinlichkeit wurde, patrouillierte die USS ERICSSON vor den Florida Keys. Die Besatzung begann des Kriegsschiffes begann mit intensivierten Trainingsaktivitäten und brachte Nachrichten zwischen den Schiffen der wachsenden amerikanischen Flotte. Am 23. April 1898 brach dann der Spanisch – Amerikanische Krieg offen aus. Schon ab dem 22. April erhielt Lieutenant Usher den Befehl eine Blockadepatrouille zwischen Havanna, Kuba und Key West aufzubauen. Die USS ERICSSON schloss sich am 20. Juni der amerikanischen Flotte an und beteiligte sich an der Blockade von Santiago de Kuba. Dann kam es am 3. Juli zur Schlacht. Das Torpedoboot befand sich mittendrin und feuerte auf die Schiffe der spanischen Flotte. Die USS ERICSSON und ihre Mannschaft spielte dann, nachdem gegen 12:00 Uhr bis auf den Panzerkreuzer Cristóbal Colón alle spanischen Schiffe vernichtet oder gestrandet waren, eine führende Rolle bei den Rettungsbemühungen der spanischen Seeleute. An diesen Stunden zeigten die amerikanischen Matrosen ihren Mut, ihre Fähigkeiten und ihre Entschlossenheit auch den besiegten Feinden die Hand zur Hilfe zu reichen. Das Torpedoboot legte sich längsseits neben den spanischen Kreuzer VIZCAYA, welcher gestrandet war und im innern durch die Explosion der Munition erschüttert wurde, und retteten über 100 Offiziere und Mannschaftsmitglieder die sich noch an Bord befanden. Anschließend wechselte die USS ERICSSON zu den Panzerkreuzern MARIA TERESA, dem Flaggschiff der spanischen Flotte, und ALMIRANTE OQUENDO. Von beiden gestrandeten Schiffen wurden ebenfalls die Überlebenden gerettet indem man die spanischen Rettungsboote miteinander verband und das Torpedoboot diese bis zu einem größeren amerikanischen Kriegsschiff schleppte. Bis zum 12. August, dem Ende des Spanisch – Amerikanischen Krieges, patrouillierte die USS ERICSSON vor Kuba und verließ dann die Gewässer. Das Ziel war der Hafen von New York. Hier lief das Torpedoboot am 23. August ein und wurde am 21. September außer Dienst gestellt. Für eine Überholung bugsierte man das Kriegsschiff, zusammen mit dem Torpedoboot USS DUPONT ( TB-6 ), in das Trockendock der New York Navy Yard. Im November 1900 lag die USS ERICSSON zusammen mit den Torpedobooten USS WINSLOW ( TB-5 ), USS CUSHING ( TB-1 ), USS MacKENZIE ( TB-17 ) und USS PORTER ( TB-6 ) vertäut. Im Dezember 1900 versetzte man die USS ERICSSON in den Ruhestand. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk und wurde dort am 6. März 1901 in die Reserve Torpedo Flottille versetzt. Im Oktober 1908 wechselte das Torpedoboot dann nach Charleston in die dortige Marinewerft. Am 5. April 1912 strich man den Namen USS ERICSSON ( TB-2 ) von der US Navy – Liste. Noch im selben Jahr versenkte man den Schiffskörper während eines Manövers.


USS ERICSSON ( TB-2 )
Commanding Officer

LT Nathaniel Reilly Usher       18. Februar 1897 – 21. September 1898 (erreichter Rang RADM)

USS NICHOLSON ( TB-29 )

USS NICHOLSON ( TB-29 )

Biografie

Alle Schiffe mit dem Namen USS NICHOLSON sind nach einer prominenten Familie, die amerikanische Marinegeschichte mitgeschrieben hat, benannt. So sind es die Brüder James Nicholson, John Nicholson und Samuel Nicholson, der den Bau der USS CONSTITUTION beaufsichtigte und als erster Kapitän das Schiff führte, die Offiziere in der Continental Navy während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges waren, dann deren Neffe William Carmichael Nicholson dieser war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und des Bürgerkrieges und deren Großneffe bzw. Enkel Rear Admiral James Augustus William Nicholson, dieser war ein Offizier in der United States Navy während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und dem amerikanischen Bürgerkrieg.

James Nicholson
* 1737 in Chestertown, Maryland
† 2 September 1804 in New York City
war ein Offizier der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

James Nicholson war der Sohn von Joseph und Hannah Scott Nicholson. Er war 1762 mit der britischen Royal Navy bei einem Angriff auf Havanna beteiligt. Am 10. Oktober 1776 ernannte man ihn zum Captain in der Continental Navy. Er bekam die Befehlsgewalt über die Fregatte USS VIRGINIA ( 1776 ) um mit ihr und seinen Männern Baltimore, Maryland zu verlassen, an der britischen Seeblockade vorbeizufahren und George Washington bei seinem Sieg in der Schlacht von Trenton zu verhelfen. Als Senior Captain hatte Nicholson in der Continental Navy politischen Einfluss, dennoch war seine Karriere unbedeutend weil er nie einen Sieg auf See erringen konnte und Prisen aufbrachte. Viele Seeleute verließen deshalb das Schiff. Mehrere Versuche startete Nicholson um mit der USS VIRGINIA an der britischen Blockade vorbei zu kommen, erlitt aber jedes Mal einen Rückschlag. Bei dem fünften Versuch sich an dem britischen Blockade Geschwader vorbeizuschleichen und in die Mündung der Chesapeake Bay einzulaufen war alles andere als ein Geniestreich. Sein Schiff lief auf Grund und als die Briten sich zum Kampf rüsteten flüchtete er in einem Boot ans Ufer und seine Mannschaft wurde gefangen genommen. Am nächsten Tag näherte er sich seinem Schiff mit einer weißen Fahne und bat um seine persönlichen Effekten. Nicholson musste nach diesem Vorfall einen Bericht an den Kongress über seine „Flucht“ abgeben. Er berief sich darin auf einen Zeugen der in einem britischen Gefängnis gefangen war. Schließlich bekam er das Kommando über die USS TRUMBULL ( 1776 ). Am 28. August 1781 passierte was passieren musste. Die britische Fregatte HMS IRIS, dieses Schiff war einmal die USS HANCOCK
( 1776 ) das am 8. Juli 1777 von den Briten erobert und umbenannt wurde, nahm das 28 Kanonen Schiff USS TRUMBULL als Prise gefangen. Nicholson hatte keine Chance. Seine Mannschaft verweigerte den Kampf.

Nicholson hatte einen Sohn und fünf Töchter, von denen eine Albert Gallatin ( 1761 – 1849 ) heiratete.
Er starb in seinem Haus in New York City .

John Nicholson
* 1756 in Chestertown, Maryland
† 1844 in Maryland
war ein Offizier in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

John Nicholson war der Sohn von Joseph und Hannah Scott Nicholson und der Bruder von James. John diente in der Continental Navy als Lieutenant im Oktober 1776 und im darauf folgenden Monat beförderte man ihn zum Captain und gab ihm die Schaluppe USS HORNET ( 1775 ) unter seinen Befehl. Nach dem Krieg war er viele Jahre in öffentlichen Ämtern in Maryland aktiv wo er im Sommer 1844 starb.

Samuel Nicholson
* 22. Juli 1758 in Chestertown, Maryland
† 28. Dezember 1811 in Charlestown, Massachusetts
war ein Offizier der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und später in der United States Navy

Samuel Nicholson war der Sohn von Joseph und Hannah Scott Nicholson und der jüngere Bruder von James und John. Als Lieutenant diente er auf der USS BONHOMME RICHARD ( 1765 ) unter John Paul Jones. Samuel Nicholson bekleidete den Rang eines Captains in der Continental Navy als er das Kommando über die Fregatte USS DEAN ( 1778 ) erhielt. Am 14. Januar 1779 ließ er die Leinen lösen und die Segel setzen und segelte mit der Fregatte USS ALLIANCE ( 1778 ) zu einer Kreuzfahrt in die Karibik. Am 17. April kehrten sie nach Boston, Masschusetts mit einer Prise zurück. Am 29. Juli begleitete Nicholson mit der USS DEAN und der Fregatte USS BOSTON sowie zwei Schiffen der Virginia Navy einen Konvoi von Handelsschiffen auf das Meer. Als diese auf dem meer in Sicherheit waren begannen die Kriegsschiffe eine fünf wöchige Kreuzfahrt und eroberten dabei acht Prisen. Darunter waren vier Freibeuterschiffe, ein Transportschiff und die britische Korvette HMS THORN. Die amerikanischen Fregatten kamen am 6. September in Boston an und hatten unter anderem 250 Gefangene. Das war eine der bedeutendsten Reisen der Continental Navy. Nach dieser Aktion bekam Nicholson die USS DOLPHIN unter seine Befehlsgewalt. Als die amerikanische Revolution gesiegt hatte gab es nur noch wenige Schiffe die der jungen amerikanischen Navy unterstanden. Man löste kurzerhand die Marine auf und verkaufte die Kriegsschiffe oder wandelte sie in Handelsschiffe um. Es gab Strömungen im Kongress die meinten das nun nach dem Sieg über die Briten keine Marine mehr zum Schutz des amerikanischen Handels benötigt würde. Doch die wiederholten Drohungen aus Frankreich und den Barbaresken Staaten in Nordafrika rechtfertigten die Überlegungen energische Maßnahmen zu ergreifen um die amerikanischen Handelsinteressen zu schützen. Daher erließ der Kongress ein Gesetz am 27. März 1794 wo der bau von sechs Fregatten genehmigt wurde. Unter diesen Fregatten war auch die USS CONSTITUTION ( 1797 ). Das Schiff wurde von Joshua Humphreys entworfen und auf der Edmund Hartt Werft in Boston, Massachusetts unter der Leitung von George Claghorn gebaut. Captain Samuel Nicholson wollte selber das Schiff am 20. September 1797 in den Dienst der US Navy stellen, aber das Gewicht des Schiffes war so hoch das es erst einen Monat später, am 21. Oktober zu Wasser gelassen und durch Captain James Sever getauft wurde. Er war der erste Kommandant der Boston Navy Yard, die ab 1800 gegründet wurde und betreute ihren Aufbau. Er blieb im aktiven Dienst in der US Navy für den Rest seines Lebens.
Samuel Nicholson starb in Charlestown, Massachusetts, und ist in der Krypta der Old North Church in Boston, Massachusetts begraben.

William Carmichael Nicholson
* ca. 1790 in Maryland
† 25. Juli 1872 im Philadelphia Naval Asylum, Philadelphia, Pennsylvania
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und dem Bürgerkrieg

William Nicholson war der Sohn des Navy Offiziers John Nicholson. Er trat als Kadett 1812 in die US Navy ein und diente auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) unter Stephen Decatur während des Krieges von 1812 gegen Großbritannien. 1855 ernannte man Nicholson zum Captain und ab Mai 1861 kommandierte er die Dampf Fregatte USS ROANOKE. Im Juli 1862 trat er in seinen Ruhestand und erhielt den Rang eines Commodore. Im Philadelphia Naval Asylum starb er im Alter von etwa achtzig Jahren.

Rear Admiral James William Augustus Nicholson
* 10. März 1821 in Dedham, Massachusetts
† 28. Oktober 1887 in New York, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und im Amerikanischen Bürgerkrieg.

Er war der Sohn von Nathaniel Nicholson und der Enkel von Samuel Nicholson. Im Februar 1838 war er als Midshipman in die US Navy eingetreten. Als Lieutenant diente er auf der Kriegsschaluppe USS VANDALIA ( 1828 ) die ab dem 14. Februar 1853 ausgerüstet wurde und mit Commodore Matthew C. Perry und der Ostindien Squadron Japan in die Gegenwart holte als sie in die Tokyo Bay am 13. Februar 1854 einfuhr. Nicholson war am 30. September 1856 mit der USS VANDALIA wieder in der Portsmouth Navy Yard wo sie außer Dienst gestellt wurde. Während des Bürgerkrieges diente Nicholson auf den Schraubendampfern USS POCAHONTAS ( 1852 ) und USS PENSACOLA ( 1859 ) und befehligte den Dampfer USS ISAAC SMITH, den Dampfer USS SHAMROCK ( 1863 ). In der New York Navy Yard stellte er den neuen Monitor USS MANHATTEN am 6. Juni 1864 in den Dienst der US Navy. Unter dem Oberbefehl von Konteradmiral David G. Farragut formierte sich die West Gulf Blockade Squadron am 5. August 1864 zur Schlacht von Mobile Bay. Am 23. August war die letzte Hochburg der Konföderierten beseitigt und Nicholson fuhr mit der USS MANHATTEN im November nach New Orleans, Louisiana und später in die Mündung des Red River und blieb dort bis Mai 1865. Nicholson war da aber schon wieder auf dem Weg in die New York Navy Yard wo er am 23. Mai 1965 das Kanonenboot USS MOHONGO in den Dienst der US Navy stellte. Das Kanonenboot unterstellte man dem Pacific Squadron und so ließ Nicholson die Keinen am 29. Mai 1865 in Brooklyn lösen und die USS MOHONGO fuhr über St. Thomas, Barbados, Natal Rio de Janeiro und Montevideo in die Magellanstraße am 9. Oktober bei schwerem Sturm ein und erreichte Valparaiso, Chile am 29. Oktober. Dort blieb man bis zum 27. April 1866 zur Reparatur der Sturmschäden. Von da an war das Schiff für den Schutz der amerikanischen Interessen einsatzfähig. Im August 1873 beförderte man Nicholson zum Commodore. Er befehligte die New York Navy Yard von 1876 bis 1880. Im Oktober 1881 nahm er die Ernennung zum Konteradmiral entgegen und kommandierte die Europäische Aquadron vom 16. September 1881 bis zum Februar 1883. Als die Briten Alexandria, Ägypten 1882 bombardierten rette Nicholson die Aufzeichnungen des amerikanischen Konsulats und brachte amerikanische und andere Flüchtlinge an Bord seines Flaggschiffes, der Kriegsschaluppe USS LANCASTER ( 1858 ). Auszeichnung vom Navy Department und Auszeichnungen der Dankbarkeit von europäischen Regierungen folgten. Am 10. März 1883 trat Nicholson in seinen wohlverdienten Ruhestand und starb in seinem Haus in New York am 28. Oktober 1887.

Vier Schiffe bei der US Navy sind nach der Familie Nicholson benannt worden.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS NICHOLSON ( TB-29 ) aus der BLAKELY – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS NICHOLSON ( DD-52 ) aus der O´BRIEN – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS NICHOLSON ( DD-442 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das vierte Schiff war wieder ein Zerstörer mit dem Namen USS NICHOLSON ( DD-982 ) aus der SPRUANCE – Klasse.


USS NICHOLSON ( TB-29 )

Schiffsbiografie

Die USS NICHOLSON ( TB-29 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren der Brüder James Nicholson, John Nicholson und Samuel Nicholson, deren Neffe William Carmichael Nicholson und deren Großneffe bzw. Enkel Rear Admiral James Augustus William Nicholson benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das dritte Schiff aus der BLAKELY – Klasse.
Auf der Lewis Nixons Crescent Shipyard in Elizabethport, New Jersey wurde am 6. Dezember 1898 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Alva Erskine Stirling Smith Belmont ( 17. Januar 1853 in Mobile, Mobile County, Alabama – 26. Januar 1933 in Paris, Frankreich ), Ehefrau von Oliver Hazard Perry Belmont ( 12. November 1858 in Manhattan, New York – 10. Juni 1908 in Hemstead, Nassau County, New York ) Kongressabgeordneten von New York, taufte am 23. September 1901 das Torpedoboot. Lieutenant William Siebel Miller stellte am 10. Januar 1905 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Das Torpedoboot sollte in der Atlantikflotte dienen. Doch schon während der technischen Überprüfungsfahrt gab es Probleme mit der Seetüchtigkeit des Schiffes. Vom 20. bis zum 24. Juni 1906 übernahm Ensign Walter Newhall Vernou ( 10. Februar 1878 in Fort Larnard, Pawnee County, Kansas – 23. Mai 1955 ) das Kommando über die USS NICHOLSON. Sein Urteil über das Schiff war niederschmetternd. Deshalb versetzte man das Torpedoboot in die Reserve um es dort eventuell wieder soweit herrichten zu können das es für den Dienst in der US Navy tauglich wäre. Doch dies geschah nicht. Man stellte nach einigen Experimenten das Schiff außer Dienst und strich am 3. März 1909 den Namen USS NICHOLSON ( TB-29 ) von der US Navy – Liste. Später verwendete man den Schiffskörper als Seeziel während einer Schießübung.


USS NICHOLSON ( TB-29 )
Commanding Officer

LT William Siebel Miller        10. Januar 1905 – 20. Juni 1906
Ensign Walter Newhall Vernou         20. Juni 1906 – 24. Juni 1906 (erreichter Rang VADM)

USS CUSHING ( TB-1 )

USS CUSHING ( TB-1 )

Biografie

William Barker Cushing
* 4 November 1842 in Delafield, Wisconsin
† 17. Dezember 1874 im St. Elizabeths Hospital in Washington D.C.
war ein Offizier in der United States Navy, der für die Versenkung des bekannten konföderierten Panzerschiffes CSS ALBEMARLE während eines gewagten nächtlichen Überfalles am 27. Oktober 1864, den Dank der Kongress erhielt.

Cushing wuchs in Fredonia, New York auf. Nachdem er seine Schule abgeschlossen hatte, meldete er sich in der United States Naval Academy freiwillig. Dort entließ man ihn aber schon bald wegen seiner Streiche und seiner schlechten Leistungen. Beim Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges plädierte der US Marineminister Gideon Welles selber für die Wiedereinstellung von Cushing. Dieser meldete sich freiwillig für die gefährlichsten Missionen und sein Heldentum war legendär. Er hatte immer viel Glück und bewies Kaltblütigkeit während des Beschusses. So war er unter anderen an den Schlachten von Hampton Roads und Fort Fisher beteiligt. 1862 beförderte man ihn zum Lieutenant und 1872 zum Commander. Zwei seiner Brüder, Alonzo Cushing starb 1863 in der Schlacht um Gettysburg und ein anderer 1871 gegen die Apachen, starben in Uniform.
Major General John James Peck ( 4. Januar 1821 – 21. April 1878 ) bekam im September 1862 das Kommando über alle Truppen der Union in Virginia südlich des James River übertragen. Anfang 1863 zeichnete sich ab, dass die Konföderierten Truppen unter Lieutenant General James Longstreet ( 8. Januar 1821 – 2. Januar 1904 ) eine Kampagne gegen die Stadt Suffolk starteten. Bei der US Navy wusste man sofort, dass wenn diese Stadt und ihre Umgebung um den Nansemond River an die Konföderierten verloren geht, sind die Marinewerften von Portsmouth und Norfolk bedroht. Rear Admiral Samuel Philips Lee ( 13. Februar 1812 – 7. Juni 1897 ) war der Befehlshaber des Nordatlantik Blockadegeschwaders und übertrug umgehend das Kommando über die Untere Nansemond Flotte an Lieutenant Cushing. In dieser Flotte waren die Dampfer USS COMMODORE BARNEY ( 1863 ), es war das Flaggschiff von Cushing, die USS PRIMROSE ( 1863 ), der am 4. Juli 1862 erbeutete Schlepper USS TEASER, ehemals CSS TEASER, und der Seitenradschlepper USS YANKEE ( 1861 ). Das Kommando über die Obere Nansemond Flotte erhielt Lieutenant Roswell Hawks Lamson. Der Nansemond River, ein 31,9 km langer Nebenfluss des James River in Virginia, beginnt am Lake Meade, nördlich von Suffolk. Am 11. April 1863 überquerten die Konföderierten Kräfte von Lieutenant General Longstreet den Fluss und bauten bei Hills Point das ehemalige konföderierte Fort Huger wieder als Batterie aus. Eine zweite Küstenbatterie, am Norfleet House, errichteten sie an einer Flussbiegung südlich von Suffolk. Die Schiffe von Lieutenant Lamson wurden bei einem ersten treffen am 14. April zurückgeschlagen. Die Unionstruppen unter Captain George Washington Getty ( 2. Oktober 1819 – 1. Oktober 1901 ) schafften am nächsten Tag nach einer dreistündigen Kanonade diese Küstenbatterie zum schweigen zu bringen. Damit war für alle Beteiligten der Union klar, dass man nur mit Schiffen keine Küstenlinie gegen den Feind halten konnte. Lamson und Cushing informierte man über die Eroberung von Norfleet House. Daraufhin ließen Lamson und Cushing ihre Schiffe noch in der Nacht zum 17. April die konföderierten Batterien bei Hill´s Point angreifen. Doch das war nicht von Erfolg gekrönt. Die Schiffe mussten sich wieder zurückziehen. Captain Hazard Stevens ( 9. Juni 1842 – 11. Oktober 1918 ), der Sohn des verstorbenen Generals Isaak Ingalls Stevens ( 25. März 1818 – 1. September 1862 ), gehörte zur Einheit unter Captain Getty und machte den Vorschlag das Fort mit beginnendem Tageslicht anzugreifen um dem Feind keine Chance zur Gegenwehr zu lassen. Am Morgen des 19. April eröffneten die Schiffe von Lamson und Cushing sowie die Einheiten von Getty das Feuer auf das Fort. Captain Getty ließ 270 Freiwillige an Bord der USS STEPPING STONES gehen um ein Umgeheungsmanöver zu starten. Lieutenant Cushings Schiffe und der Rest von Lamson´s Flotte begannen mit dem Bombardement nach der vorgegeben Zeit. Die von Getty geführte Truppen eroberten zehn Minuten nach dem Entladen der Truppen das Fort. Das konföderierte Panzerschiff CSS ALBEMARLE überwachte bis zum Sommer 1864 den Roanoke River, als die US Regierung einen Umsetzbaren Plan vorgelegt bekommen wollte wie dieses Panzerschiff vernichtet werden könnte. Lieutenant Cushing legte bis zum Herbst zwei Pläne vor von denen einer später realisiert wurde. Er kaufte in New York zwei Dampfschiffe und ließ diese nach seinen Vorgaben umbauen. Auf ihnen installierte man je eine 12-Pfund-Dahlgren Haubitze und einen 4,3 Meter langen Holm der ins Wasser ragte und an dem eine Sprengladung angebracht wurde. Ein Schiff ging während der Fahrt von New York nach Norfolk, Virginia verloren, aber das zweite auf dem sich Cushing und sieben Offiziere sowie Soldaten befanden, lief in die Mündung des Roanoke River ein. In der Nacht vom 27. zum 28. Oktober 1864 begann die Fahrt flussaufwärts. Cushing wollte gedeckt durch die Dunkelheit das Überraschungsmoment ausnutzen und das Konföderierte Schiff rammen. Aber als man sich den Docks näherte wurden sie entdeckt und die Wachen an beiden Ufern und auch die CSS ALBEMARLE eröffneten das Feuer. Es war jedoch zu spät. Der angebaute Holm am Dampfschiff stieß gegen den gepanzerten Rumpf des Panzerschiffes und die Sprengladung detonierte. Die Explosion schleuderte jeden an Bord des Dampfschiffes ins Wasser. Cushing zog seine Uniform im Wasser aus und schwamm an Land um sich dort bis zum Tageslicht zu verstecken. Am Nachmittag als die Suchtrupps der Konföderierten ihre Suchaktion abgebrochen hatten, entkam er mit einem Paddelboot und fuhr flussabwärts bis zu den Unionstruppen. Von den mutigen Männern unter Cushings Befehl ertranken zwei, einer entkam und elf wurden gefangen genommen. Durch dieses Unternehmen wurde in den Rumpf des Panzerschiffes an der Wasserlinie ein großes Loch gerissen und die CSS ALBEMARLE sank sofort in den Schlamm des Roanoke River, so dass ihre Kanonen nicht mehr zu gebrauchen waren. Später eroberten Unionstruppen das Stainless Banner von dem Panzerschiff.
Nach dem Bürgerkrieg war Cushing Exekutive Officer auf der USS LANCASTER und war Kommandant auf der USS MAUMEE. Er diente auch als Ordonnanzoffizier in der Boston Navy Yard. Während eines Heimaturlaubes traf er in Fredonia traf er die Freundin seiner Schwester, Katherine Louise Forbes. Beide verliebten sich in einander und Cushing machte ihr einen Heiratsantrag. Am 01. Juli 1867 sollte die Hochzeit sein. Leider bekam er neue Befehle und so musste die Zeremonie verschoben werden. Schließlich heirateten beide am 22. Februar 1870 und ihr erstes Kind, Marie Louise kam im Dezember 1871 zur Welt. Am 31. Januar 1872 ernannte man ihn zum Commander. Zwei Wochen später entband man ihn von seinem Posten und er wartete lange vergeblich auf neue Befehle. Im Juni 1873 bekam er das Kommando über die USS WYOMING angeboten und er übernahm das neue Schiff am 11. Juli 1873. Cushing befahl die USS WYOMING im typischen Draufgängertum. Zweimal brach der Dampfkessel des Kriegsschiffes, so dass es im April 1874 nach Norfolk, Virginia für umfangreiche Reparaturen bestellt wurde. Am 24. April entband man Cushing von seinem Kommando. Er glaubte es nach den Reparaturarbeiten wieder übernehmen zu können und so kehrte er nach Fredonia zu seiner Familie zurück, wo seine zweite Tochter, Katherine Abell, am 11. Oktober 1873 geboren ward. Seine Frau war über seinen Gesundheitszustand schockiert und glaubte einen sechzigjährigen zu sehen anstatt einen Mann von 31 Jahren.
Cushing hatte Schmerzen in der Hüfte seit dem Angriff auf die CSS ALBEMARLE. Durch die heftige Explosion und dem Aufschlagen auf dem Wasser hatte er sich ein halbes Dutzend Wirbel verrenkt und im Laufe der Zeit entzündete sich der Ischias Nerv so meinten die einen Ärzte, die anderen diagnostizierten Tuberkulose an den Hüftknochen oder Krebs an der Prostata. Helfen konnte keiner und so musste er weiter leiden. Cushing hatte den Posten als Exekutive Officer auf der Navy Yard in Washington D.C. bekommen und so verbrachte er den Sommer 1874 mit seiner Familie. Nach Thanksgiving Day waren seine Schmerzen unerträglich. Seine Frau Kate schickte Lieutenant Hutchins, er diente unter Cushing auf der USS WYOMING und war jetzt sein Adjutant, ihren Mann nach Hause zu bringen weil sie fürchtete er werde den Tag nicht überstehen. Getreu seiner Natur blieb aber Cushing bis zum Einbruch der Dunkelheit bei seiner Arbeit und ging erst dann zu Hause zu Bett. Er konnte das Bett nicht mehr verlassen. Die Ärzte spritzten ihm Morphium damit die Schmerzen erträglicher wurden. Am 08. Dezember wurde es unmöglich ihn zu Hause zu betreuen und so entschloss man sich ihn in das St. Elizabeths Hospital in Washington D.C. zu verlegen. Die Familie besuchte ihn sehr oft, aber durch die Schmerzmittel erkannte er sie nur noch selten. Commander Cushing starb am 17. Dezember 1874 in Gegenwart seiner Frau Kate und seiner Mutter. Er wurde am 08. Januar 1875 in Bluff Point, dem Friedhof von Annapolis, Maryland der US Naval Academy, begraben.


USS CUSHING ( TB-1 )

Schiffsbiografie

Das Torpedoboot USS CUSHING ( TB-1 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander William Barker Cushing benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das erste Schiff aus der CUSHING – Klasse.
Auf der Herreshoff Manufacturing Company in Bristol, Rhode Island wurde im 1888 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Kathrine K. Herreshoff ( 31. Juli 1871 – 10. Oktober 1954 ), Tochter des Werftbesitzers John Brown Herreshoff ( 24. April 1841 – 20. Juli 1915 ), taufte am 23. Januar 1890 das Schiff. Lieutenant Cameron McRae Winslow ( 29. Juli 1854 in Washington DC – 2. Januar 1932 in Boston, Massachusetts ) stellte am 22. April 1890 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS CUSHING war das erste gebaute Torpedoboot für die US Navy überhaupt und wurde in das Squadron of Evolution versetzt. Hier konnten experimentelle Arbeiten an dem Schiff ausgeführt werden um die Entwicklung von Torpedos, der neuen Waffe, vorantreiben zu können. Außerdem konnten in dieser Zeit sehr viele Daten gesammelt werden für den Bau weiterer Torpedoboote. Am 8. September 1891 verlegte man die USS CUSHING an die US Navy Torpedo Station in Newport, Rhode Island. Man stellte das Torpedoboot vom 11. November 1891 bis zum 11. Januar 1892 kurzzeitig außer Dienst. Anschließend setzte man auf dem Schiff bis Anfang 1893 die Torpedo Experimente weiter fort. Dabei blieb es in Newport. Man versetzte das Torpedoboot nach Hampton Roads, Virginia, wo es am 31. März 1893 anlegte. US Präsident Stephen Grover Cleveland ( 18. März 1837 in Caldwell, New Jersey – 24. Juni 1908 in Princeton, New Jersey ) hatte von April bis Juni 1893 eine International Naval Review anberaumt. Daran waren unter anderen die Geschützte Kreuzer USS ATLANTA ( 1884 ), USS CHICAGO ( 1885 ), und USS CHARLESTON ( C-2 ), das Kanonenboot USS BENNINGTON ( PG-4 ) und das Torpedoboot USS CUSHING beteiligt. Das Torpedoboot eskortierte extra für diese Naval Review die britischen Kreuzer HMS BLAKE und HMS CARAVELS nach New York. Am 6. Mai kehrte die USS CUSHING nach Newport zurück. Man experimentierte nun mit Whitehead Torpedos. Mittlerweile hatten sich die Spannungen zwischen Spanien und den USA immer mehr verschärft. Deshalb verlegte man die USS CUSHING am 31. Dezember 1897 nach Key West, Florida zur Nordatlantischen Blockadeflotte. Hier führte das Torpedoboot Patrouillen in der Floridastraße durch und übernahm Kurierdienst innerhalb der Flotte. Am 11. Februar 1898, die USS CUSHING war wieder vor der kubanischen Küste bei Havanna auf Patrouillenfahrt, da ging Ensign Joseph Cabell Breckenridge, Jr. ( 6. März 1872 in Fort Monroe, Virginia – 11. Februar 1898 ) bei schwerer See über Bord. Kanonier Maat Dritter Klasse John Everetts ( 25. August 1873 in Thorold, Ontario, Kanada – 12. September 1956 ) und Schiffskoch Erster Klasse Daniel Atkins ( 18. November 1866 in Brunswick County, Virginia – 11. Mai 1923 in Portsmouth, Virginia ) versuchten erfolglos Breckenridge, Jr. zu retten. Beide erhielten für ihre heldenhafte Tat die Medal of Honor verliehen.
Nach der Kriegserklärung zwischen den USA und Spanien am 23. April 1898 erhielt die USS CUSHING die Aufgabe vor den Cey Inseln von Kuba zu patrouillieren. Am 7. August konnte die Mannschaft des Torpedobootes vier kleine spanische Schiffe aufbringen und schleppte diese zu ihrem Ankerplatz bei Pietras Cay. Vier Tage später wurde zusammen mit dem Torpedoboot USS GWIN ( TB-16 ) weitere feindliche Schiffe aufgebracht werden, die auch bewaffnet waren. Bei den eroberten Schiffen befand sich auch ein zwanzig Tonnen Schoner der verbrannt werden musste. Am 12. August endete der Krieg mit dem völligen Sieg der USA. An diesem Tag verließ die USS CUSHING die Karibik und fuhr nach Norden. In Newport nahm das Torpedoboot vom 14. September bis zum 8. November die experimentellen Arbeiten wieder auf. An diesem 8. November stellte man das Schiff außer Dienst. Von 1901 bis 1911 lag das Torpedoboot in Norfolk, Virginia und gehörte der Reserve Torpedo Flotilla an. Noch im selben Jahr 1911 strich man den Namen USS CUSHING ( TB-1 ) von der US Navy – Liste und bereitete das Schiff auf seinen letzten einsatz vor. Am 24. September 1924 versenkte man den Schiffskörper während einer Übung.


USS CUSHING ( TB-1 )
Commanding Officer

LT Cameron McRae Winslow         22. April 1890 – ? (erreichter Rang ADM)
LT Frank F. Fletcher        1892 – 1895 (erreichter Rang ADM)
LT Albert Gleaves       Juli 1896 – Mai 1898 (erreichter Rang RADM)

USS TINGEY ( TB-34 )

USS TINGEY ( TB-34 )

Biografie

Thomas Tingey
* 11. September 1750 in London, Großbritannien
† 23. Februar 1829 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy

Schon in jungen Jahren ging Thomas Tingey zur Royal Navy. Später war er Befehlshaber eines Blockhauses an der Chateaux Bay, die sich an der Küste Labradors befindet. Danach wechselte er wieder ins zivile Leben und kommandierte Handelsschiffe die nach West Indien fuhren. Dabei kam er mit den englischen Kolonien in Berührung und tätigte dort Investitionen bei der East India Trade. Nach bisher nicht überprüfbaren Informationen diente er dann in der Continental Navy während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Im September 1798 ernannte man Thomas Tingey zum Captain in der US Navy. Er übernahm von Captain Richard Dale ( 6. November 1756 – 26. Februar 1826 ) noch im selben Monat das Kommando über die Fregatte USS GANGES ( 1794 ). Schon am 7. Dezember des gleichen Jahres erhielt er den Auftrag in der Windward – Passage zwischen Kuba und Hispaniola zu kreuzen um das jamaikanische Handelsschiff Geschwader vor französischen Freibeutern zu schützen. Dabei half ihm General William Pinkney ( 17. März 1764 – 25. Februar 1822 ) der die USS SOUTH CAROLINA ( 1798 ) befehligte. Am 21. Februar 1799 ging die britische Fregatte HMS SURPRISE ( 1796 ) bei Cape Nichoöa Mole, Hispaniola längsseits und die britischen Offiziere bestiegen di USS GANGES. Diese forderten alle Engländer an Bord auf, sich an Bord der HMS SURPRISE zu begeben. Thomas Tingey erwiderte darauf, dass ein öffentliches Schiff keinen Schutz hat, aber sein Schiff. Wenn sich die Briten nicht gefälligst schnell an Bord ihres Schiffes begeben wird er diesen provozierten Kampf annehmen. Unverrichteter Dinge mussten die britischen Offiziere wieder an Bord ihres Schiffes und ablegen. Die Mannschaft auf der USS GANGES verhöhnte die Briten indem sie den „Yankee Doodle“ sangen. Bis Anfang November 1799 brachte Tingey mit der USS GANGES mehrere Prisen auf. Darunter waren von den Franzosen eroberte amerikanische Handelsschiffe und auch französische Piratenschiffe. Am 16. November 1799 lief die USS GANGES in den Hafen von Philadelphia ein. Dort übergab Tingey das Kommando über die USS GANGES an Captain John Mullowny. Im Januar 1800 ernannte man Tingey dazu, den Bau der Navy Yard in Washington DC zu überwachen. Nach deren Fertigstellung ernannte man ihn am 23. November 1804 zu deren ersten Kommandanten. Im Sommer 1814, die Briten rückten gegen Washington vor, bestellte Marineminister William Jones ( 1760 – 6. September 1831 ) Tingey zu sich und befahl ihn die Werft in Brand setzen zu lassen. Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte aus Washington kehrte auch Tingey wieder dorthin zurück und begann wieder mit dem Aufbau der Navy Yard. Commodore Tingey hielt das Kommando über diese Werft bis zu seinem Tode am 23. Februar 1829. Man begrub ihn mit allen militärischen Ehren auf dem Congressional Friedhof in Washington DC.

Die Tochter von Commodore Thomas Tingey, Hannah Tingey, heiratete Tunis Craven, einem Regierungssekretär und späteren Marinezahlmeister an der Portsmouth Yard. Zwei ihrer Söhne, Commander Tunis Augustus Macdonough Craven ( 11. Januar 1813 – 5. August 1864 ), nach ihm wurden drei Schiffe in der US Navy benannt, und Rear Admiral Thomas Tingey Craven ( 1808 – 1887 ) wurden berühmt während des amerikanischen Bürgerkrieges. Margaret, eine weitere Tochter von Commodore Thomas Tingey, heiratete Joseph Ferdinand Wingate ( 29. Juni 1786 – 26. August 1845 ), einem Mitglied im US Repräsentantenhaus im Bundesstaat Maine.

Zu Ehren von Commodore Thomas Tingey wurden bei der US navy drei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS TINGEY ( TB-34 ) aus der BLAKELY – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS TINGEY ( DD-272 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS TINGEY ( DD-539 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS TINGEY ( TB-34 )

Schiffsbiografie

Die USS TINGEY ( TB-34 ) ist erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Thomas Tingey benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das achte Schiff aus der BLAKELY – Klasse.
Auf der Columbian Iron Works in Baltimore, Maryland wurde am 29. März 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Anna T. Craven, eine Ur-, Urenkelin von Commodore Thomas Tingey, taufte am 25. März 1901 das Torpedoboot vor dem Stapellauf. Lieutenant John Francis Marshall, Jr. stellte am 7. Januar 1904 in Norfolk, Virginia das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung, stellte man das Torpedoboot in die Reserve Torpedoboot Flottille in der Norfolk Navy Yard. Ungefähr ein Drittel seiner Karriere blieb das Schiff dort. Die meiste Zeit war die USS TINGEY an der Pier festgemacht. Allerdings legte das Torpedoboot in regelmäßigen Abständen im Hafen ab und nahm an mehreren Übungen teil damit die Mannschaft wenigstens die Materielle Bereitschaft sicherstellen konnte. 1908 wies man das Torpedoboot der 3. Torpedo Flottille zu, blieb aber in Norfolk weitgehend untätig liegen. 1909 führte man die USS TINGEY zwar als Einheit der Atlantischen Torpedo Flotte, allerdings scheint eine jede Organisation innerhalb der US Navy einen anderen Namen für die gleiche Reservepflicht am Pier zu haben. Ende 1909 verließ die USS TINGEY ihren Heimathafen Norfolk und fuhr in Richtung Süden. In ihrem neuen Heimathafen in Charleston, South Carolina legte das Torpedoboot an und wurde am 22. Dezember 1909 erneut in die Reserve versetzt. Das Torpedoboot nahm während der Reservezeit die unterschiedlichsten Pflichten wahr, blieb aber im Hafen liegen. Nur selten wurden die Maschinen des Zerstörers angelassen um diese zu testen. Im Jahre 1917 verlegte man den Heimathafen der USS TINGEY von Charleston nach Norden in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man das Kriegsschiff am 8. März 1917 außer Dienst. Doch schon einen Monat später, am 7. April 1917, stellte man die USS TINGEY wieder in den Dienst der US Navy. Das Torpedoboot wechselte von Philadelphia zum 1. Naval District nach Washington DC. Hier patrouillierte das Kriegsschiff während die Vereinigten Staaten von Amerika im Ersten Weltkrieg teilnahmen. Am 1. August 1918 annullierte man den Namen USS TINGEY für das Torpedoboot und gab ihm die Bezeichnung Küstentorpedoboot Nummer 17. Der Sinn dahinter war, dass man dem Zerstörer mit der Kennung DD-272 aus der CLEMSON – Klasse den Namen USS TINGEY verleihen konnte. Zwei Monate bot das Deutsche Kaiserreich einen Waffenstillstand an und der Erste Weltkrieg war beendet.
Das Küstentorpedoboot Nummer 17 wurde am 30. Januar 1919 außer Dienst gestellt und am 28. Oktober 1919 aus der US Navy – Liste gestrichen. Den Schiffskörper verkaufte man am 10. März 1920 an die Independence Pier Company in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.


USS TINGEY ( TB-34 )
Commanding Officer

LT John Francis Marshall Jr.         7. Januar 1904 – ?
LT James Otto Richardson        1907 – 1908 (erreichter Rang ADM)

USS McKEE ( TB-18 )

USS McKEE ( TB-18 )

Biografie

Hugh Wilson McKee
* 23. April 1844 in Lexington, Kentucky
† 11. Juni 1871
war ein US Navy Offizier und beteiligte sich an der Expedition in Korea 1871

Hugh Wilson McKee wurde in eine Militärfamilie geboren. Sein Vater, William R. McKee, war ein US Army Colonel und Kommandeur des Zweiten Kentucky Regimentes, der während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg in der Schlacht von Buena Vista getötet worden war. Hugh Wilson McKee trat am 25. September 1861 in die Naval Academy ein und schloss sein Studium dort im Jahre 1866 ab. Sein erstes Dienstjahr verbrachte er an Bord des Seitenraddampfers USS RHODE ISLAND ( 1860 ) der gleichzeitig das Flaggschiff des Nordatlantikgeschwaders war. In den Jahren 1867 bis 1869 diente er an Bord der Dampffregatte USS FRANKLIN ( 1864 ) und der Dampfkorvette USS TICONDEROGA ( 1862 ). Beide Schiffe kreuzten in europäischen Gewässern. Im März 1868 beförderte man McKee zum Ensign. Zwei Jahre später, im März 1870, ernannte man ihn zum Lieutenant und diente auf der Dampfschraubenfregatte USS COLORADO ( 1856 ) die zum asiatischen Geschwader gehörte. Am 1. Juni wurden durch zwei koreanische Festungen am Salee River grundlos zwei amerikanische Kriegsschiffe aus dem Geschwader angegriffen. Der Kommandeur des Geschwaders, Commodore John Rodgers ( 8. August 1812 – 5. Mai 1882 ), wollte dazu von den Koreanern eine Erklärung und eine Entschuldigung die er allerdings nicht erhielt. Daraufhin befahl er eine Strafexpedition mit der Einnahme und Zerstörung der Festungen. Die Expedition bestand aus fünf amerikanischen Kriegsschiffen von denen 500 Seeleute und 105 Marinesoldaten für den Kampf eingesetzt wurden. Am 10. Juni begann der Angriff. Die Amerikaner überrannten die leicht verteidigte Festung Choji auf Ganghwa am Salee River. Das nächste Ziel war die Festung Deokjin die aber von den koreanischen Truppen schon aufgegeben worden war. Diese Festung wurde durch die amerikanischen Truppen sehr schnell geschliffen um dann zur Zitadelle Gwangseong weiter zu marschieren. Dort angekommen wurde die Zitadelle umgehend mit Artilleriefeuer bombardiert. Sobald die Bombardierung beendet war führte Lieutenant McKee die amerikanischen Truppen zur Zitadelle. Er war auch der erste der in die Zitadelle eindrang. Ein koreanischer Soldat schoss auf ihn und traf McKee in den Unterleib. McKee war tödlich getroffen. Den koreanischen Schützen erschoss Commander Winfield Scott Schley ( 9. Oktober 1839 . 2. Oktober 1911 ). Der Bootsmanns Maat Alexander MacKenzie, der US Marine Private John Coleman ( 9. Oktober 1847 – 25. November 1897 ), der US Marine William Troy ( 1848 – 8. März 1907 ), der Ordinary Seaman Samuel F. Rogers ( 1834 – 1. November 1905 ) und der Matrose Frederick Franklin ( 1840 – 1873 ) versuchten McKee zu retten und brachten ihn auf das Seitenrad Kanoneboot USS MONOCACY ( 1864 ). Dort verstarb aber Lieutenant Hugh Wilson McKee gegen 17:45 Uhr. Man brachte seinen Leichnam am nächsten Tag auf die USS COLORADO. Von dort aus schickte man die sterblichen Überreste erst nach Shanghai und von dort aus in die Vereinigten Staaten. Auf dem Lexington Friedhof wurde er begraben. McKee war nie verheiratet und hatte keine Nachkommen. Alle diejenigen die versuchten das Leben von Lieutenant McKee zu retten, erhielten für ihre Tat die Medal of Honor verliehen.

Zu Ehren von Lieutenant Hugh Wilson McKee wurden bei der US Navy drei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS McKEE ( TB-18 ) aus der DAHLGREN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS McKEE ( DD-87 ) aus der WICKES – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS McKEE ( DD-575 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS McKEE ( TB-18 )

Schiffsbiografie

Die USS McKEE ( Torpedoboot Nummer 18 ) ist das erste Schiff in der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Hugh Wilson McKee benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das zweite Schiff aus der MacKANZIE – Klasse.
Auf der Columbian Iron Works in Baltimore, Maryland wurde am 11. September 1897 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Annette Hart Humrichouse ( 1850 – 13. April 1925 in Williamsport, Washington County, Maryland ), Ehefrau von William Hawken Hunrichouse ( 14. April 1847 in Baltimorem Maryland – 7. Dezember 1935 in Hagerstown, Washington County, Maryland ), taufte am 5. März 1898 das Torpedoboot vor dem Stapellauf. Lieutenant Chester Mahlon Knepper ( 10. Dezember 1861 in Somerset, Somerset County, Pennsylvania – 27. November 1924 in Somerset, Pennsylvania ) stellte am 16. Mai 1898 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung der USS McKEE unterzog man das Torpedoboot in der Chesapeake Bay mehreren Seeversuchen. Anschließend fuhr das Schiff nach New York. Hier sollte es während des Spanisch – Amerikanischen Krieges die Küstenverteidigung übernehmen. Nach dem Ende des Krieges am 13. August 1898 versetzte man das Torpedoboot in die Torpedo Station in Newport, Rhode Island. Hier patrouillierte das Schiff entlang der Küste von New England. Erst am 13. Dezember 1903 legte die USS McKEE im Hafen von New York an und wurde hier am 22. Dezember 1903 außer Dienst gestellt. Acht Monate später, am 6. August 1904, erfolgte die erneute Indienststellung. Das Torpedoboot kehrte nach Newport zurück. Von 1907 bis 1910 war der Heimathafen der USS McKEE wieder New York. Doch im Anschluss daran versetzte man das Schiff erneut nach Newport, wo es Aufgaben in der Reserve ausübte. Man verlegte das Torpedoboot Anfang 1912 wieder nach New York, wo es am 29. Januar endgültig außer Dienst gestellt wurde. Den Namen USS McKEE ( TB-18 ) strich man am 6. April 1912 von der US Navy – Liste und schleppte das Schiff nach Norfolk, Virginia. Hier bereitete man es als Zielschiff vor. Am 24. September 1920 versenkte man es in der Nähe von Craney Island.


USS McKEE ( TB-18 )
Commanding Officer

LT Chester Mahlon Knepper        16. Mai 1898 – ?

USS STOCKTON ( TB-32 )

USS STOCKTON ( TB-32 )

Biografie

Robert Field Stockton
* 20. August 1795 in Morven, Stockton Street, Princeton, New Jersey
† 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey
war Commodore bei der US Navy, diente während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und als Senator von New Jersey

Robert Field Stockton wurde in einer politisch engagierten Familie geboren. Sein Vater Richard Stockton ( 17. April 1764 – 7. März 1828 ) war ein US Senator und Rechtsanwalt, sein Großvater Richter Richard Stockton war Generalstaatsanwalt für New Jersey und einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. Der junge Stockton wurde im September 1811 kurz nach seinem Geburtstag zum Midshipman bei der US Navy ernannt. Er diente an Land und auf See während des Krieges von 1812. Dort lernte er die ersten Grundkenntnisse über eine Seeschlacht. Noch vor der Beendigung dieses Konfliktes beförderte man ihn zum Lieutenant. Nach dem Krieg befand sich Stockton an Bord von Schiffen die im Mittelmeer, der Karibik und an der Westafrikanischen Küste kreuzten. Stockton war der erste Navy Offizier der offen seine Abneigung gegen den Sklavenhandel zeigte und mehrere Sklavenschiffe aufbrachte. Zusammen mit dem späteren Kolonialagenten Eli Ayers ( 9. Mai 1778 – 25. April 1822 ) der American Colonization Society, gegründet von Robert Finley ( 1772 – 3. Oktober 1817 ), handelte Stockton Ende 1821 einen Vertrag mit sechs Stammesfürsten aus für den Erwerb von Grundstücken in Cape Mesurado. Diese Grundstücke führten zur Gründung des Staates Liberia wohin man befreite Sklaven brachte. Zu diesem Zeitpunkt war Stockton Kommandant des Schoners USS ALLIGATOR ( 1820 ). Im Frühjahr 1822 kehrte Stockton mit der USS ALLIGATOR nach Boston zurück und übergab dort das Kommando über das Schiff an Lieutenant William Howard Allen ( 8. Juli 1790 – 9. November 1822 ). Danach zog sich Stockton von der US Navy zurück. Den Rest der 1820er und bis Mitte der 1830er Jahre widmete er seine volle Aufmerksamkeit seinen Geschäften in New Jersey. In dieser Zeit wurde sein Sohn John Potter Stockton ( 2. August 1826 – 22. Januar 1900 ) geboren der später ebenfalls als Senator für den Bundesstaat New Jersey im Repräsentantenhaus saß. Im Jahre 1838 trat Stockton wieder aktiv in den Marinedienst ein und man beförderte ihn zum Captain. Er diente in europäischen Gewässern, nahm aber im Jahre 1840 wieder seinen Abschied von der US Navy um sich seiner politischen Arbeit vollkommen zu widmen. Er erhielt von US Präsident John Tayler ( 29. März 1790 – 18. Januar 1862 ) 1841 einen Posten im US Marineministerium angeboten das von George Edmung Badger ( 17. April 1795 – 11. Mai 1866 ) geleitet wurde. Doch Stockton lehnte dieses Angebot ab und warb erfolgreich um Unterstützung für den Bau eines modernen Dampfkriegsschiffes mit einer Batterie von sehr schweren Geschützen. Dieses Schiff wurde von dem schwedisch-amerikanischen Erfinder und mechanischen Ingenieur John Ericsson ( 31. Juli 1803 – 8. März 1889 ) entworfen. Es sollte das erste Schiff sein das von einem Propeller angetrieben werden konnte. Am 20. Oktober 1842 erfolgte die Kiellegung in der Philadelphia Navy Yard. Am 5. September 1843 erfolgte der Stapellauf und am 9. September 1843 stellte Captain Stockton das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Es erhielt den Namen USS PRINCETON ( 1843 ), benannt nach einem amerikanischen Sieg in der Nähe von Princeton während der Revolution und der Heimatort der prominenten Familie Stockton. An Bord waren zwei 225 Pfund schweren schmiedeeisernen Kanonen. Sie hatten die Namen „Peacemaker“ und „Oregon“. Nach mehreren Probefahrten und Nachbesserungen war die USS PRINCETON am 1. Januar 1844 Einsatzbereit. Um dies zu feiern waren am 28. Februar in Alexandria, Virginia 400 Gäste für eine Demonstrations- und Vergnügungsfahrt geladen. Unter den Gästen war der US Präsident John Tyler, seine Verlobte Julia Gardiner ( 17. Mai 1820 – 10. Juli 1889 ) und das Kabinett des Präsidenten sowie die ehemalige First Lady Dolley Payne Todd Madison ( 20. Mai 1768 – 12. Juli 1849 ). Zum Vergnügen der Gäste wurden auch beide in England gebauten Kanonen einmal abgefeuert. Doch die Gäste wollten dieses Vergnügen noch einmal genießen. Beim Abfeuern der Kanone „Peacemaker“ gab es eine Verpuffung und die Kanone explodierte. Dabei wurde der Sklave und Kammerdiener von US Präsident Tyler, David Gardiner ( 29. Mai 1784 – 28. Februar 1844 ) Vater von Julia Gardiner, Marineminister Thomas Walker Gilmer ( 6. April 1802 – 28. Februar 1844 ), der Chef des Bureau of Construction and Equipment Commodore Beverly Kennon, der eben aus Den Haag Heimgekehrte amerikanische Botschafter Virgil Maxy ( 5. Mai 1785 – 28. Februar 1844 ) und der Staatssekretär Abel Parker Upshur ( 17. Juni 1790 – 28. Februar 1844 ) sofort getötet. Etwa zwanzig weitere Personen, unter ihnen auch Captain Stockton, wurden zum Teil schwer verletzt. Stockton wurde nach dieser Katastrophe vor Gericht gestellt. Man befand dort, dass er sich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht hatte und sprach ihn frei. US Präsident Tyler schickte Stockton mit der USS PRINCETON an die Küste von Texas um sich dort mit dem Golfgeschwader zu vereinigen. Das Geschwader sollte an der texanischen Küste kreuzen während Texas selber von der US Army am 19. Februar 1845 annektiert wurde und somit der mexikanischen Marine keinen Anlass gab Truppen anlanden zu können. James Knox Polk ( 2. November 1795 – 15. Juni 1849 ), der Neue am 4. März 1845 gewählte US Präsident, empfing Stockton in Washington DC und ließ sich von der Annektierung berichten. Am 25. April 1846 brach dann der Mexikanisch-Amerikanische Krieg aus. Polk entsandte den zum Commodore beförderten Stockton an die Westküste Amerikas wo er das Kommando über das Pazifikgeschwader von Commodore John Drake Sloat ( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) in Monterey, Kalifornien übernahm. Stockton ließ seinen Kommandeurswimpel auf der Fregatte USS CONGRESS ( 1841 ) aufziehen und begann mit seinen See- und Landoperationen entlang der kalifornischen Küste. Mit den Einheiten von General Stephen Watts Kearny ( 30. August 1794 – 31. Oktober 1848 ) und John Charles Frémont ( 21. Januar 1813 – 13. Juli 1890 ) wurden die mexikanischen Truppen in Alta California geschlagen. Abfang Januar 1847 konnte durch die Schlacht von Rio San Gabriel und der Schlacht von La Mesa die Kontrolle über Los Angeles zurückerobert werden. Einen Friedensvertrag von Cahuenga zwischen den Spanischen Milizen und den Amerikanischen Truppen wurde am 13. Januar geschlossen und in Alta California endeten die Kämpfe. Das Gebiet von Kalifornien wurde damit formell für die USA annektiert und 1848 mit dem Friedensvertrag mit Mexiko bestätigt. Stockton, der nunmehrige US Militär Gouverneur von Kalifornien, übergab dieses Amt an General Kearny weiter nachdem dieser mit seinen frischen Truppen aus New York unter dem Kommando von Colonel Jonathan Drake Stevenson ( 1. Januar 1800 – 14. Februar 1894 ) in Kalifornien eingetroffen war. Stockton selber kehrte an die Ostküste zurück wo er im Mai 1850 aus dem aktiven Dienst bei der US Navy zurücktrat. Er nahm seine geschäftlichen und politischen Aktivitäten wieder auf. Den Demokraten Robert Feld Stockton wählte man im Jahre 1851 für den Bundesstaat New Jersey in den US Senat. Eine seiner ersten Amtshandlungen im Senat war, einen Gesetzentwurf vorzulegen worin die Prügelstrafe innerhalb der US Navy abgeschafft werden sollte. Am 10. Januar 1853 trat Stockton sein Amt als Präsident in der Delaware Raritan Company an. Dieses Amt hatte er bis 1866 inne. Stockton nahm im Februar 1861 an der Friedenskonferenz in Washington DC teil, bei der es 100 Politiker aus dem ganzen Land es nicht verhindern konnten den bevorstehenden amerikanischen Bürgerkrieg abzuwenden. Im Jahre 1863 übertrug man ihm das Kommando über die New Jersey Militz nachdem konföderierte Truppen in Pennsylvania eingedrungen waren. Commodore Robert Field Stockton starb am 7. Oktober 1866 in Princeton. Sein Leichnam wurde auf dem Priceton Friedhof beerdigt.

Insgesamt vier Schiffe bei der US Navy wurden zu Ehren von Commodore Robert Field Stockton benannt, wovon aber nur drei gebaut und in Dienst gestellt werden konnten.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS STOCKTON ( TB-32 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS STOCKTON ( DD-73 ) aus der CALDWELL – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS STOCKTON ( DD-504 ) dessen Bauvertag aber am 10. Februar 1941 annulliert und auf die Kennung DD-646 überragen wurde.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS STOCKTON ( DD-646 ) aus der GLEAVES – Klasse.


USS STOCKTON ( TB-32 )

Schiffsbiografie

Die USS STOCKTON ( TB-32 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Robert Field Stockton benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das sechste Schiff aus der BLAKELY – Klasse.
Auf der William R. Trigg Company in Richmond, Virginia wurde der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Kathrine Stockton taufte am 27. Dezember 1899 das Torpedoboot vor dessen Stapellauf. Lieutenant Archibald Hilliard Davis ( 22. September 1866 – 18. September 1934 ) stellte am 14. März 1901 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis zum 14. November 1901 blieb die USS STOCKTON in der Norfolk Navy Yard zur Endausrüstung und zur Beseitigung mehrerer Mängel liegen. Danach fuhr das Torpedoboot nach Port Royal, South Carolina. Dort angekommen stellte man am 16. November das Schiff außer Dienst.
Am 7. Juni 1902 erfolgte die erneute Indienststellung. Diese führte Lieutenant Harry Ervin Yarnell ( 18. Oktober 1875 – 7. Juli 1959 ) durch. Gleich im Anschluss daran legte das Torpedoboot in Richmond ab und fuhr über New London, Connecticut nach Newport, Rhode Island. Dort übernahm man auf dem Schiff neue Torpedos für eine Kreuzfahrt in der Karibik. Am 25. August legte das Torpedoboot in Newport ab und erreichte am 3. Oktober Key West, Florida. Die USS STOCKTON kreuzte von hier aus in der Karibik und legte unter anderem in den Häfen von Haiti und Puerto Rico an. In dem Hafen von Key West legte das Schiff erst wieder am 14. Januar 1903 an. Zwei Wochen später befand sich das Torpedoboot schon in Norfolk. Dort stellte man die USS STOCKTON am 16. Februar 1903 wieder außer Dienst. Erst am 11. Juni 1906 stellte Lieutenant James Harvey Tomb ( 2. September 1876 – 23. September 1946 ) die USS STOCKTON wieder in den Dienst der US Navy. Gleich am folgenden Tag versetzte man das Torpedoboot in die 3. Torpedo Flottille. Das Schiff kreuzte bis 1909 entlang der US Amerikanischen Ostküste zusammen mit den Schiffen der 3. Torpedo Flottille. Man versetzte die USS STOCKTON am 9. September 1909 in die Torpedodivision. Das Schiff nahm danach an der Hudson – Fulton Feier in New York und New Jersey vom 25. September bis zum 9. Oktober teil. Dies war ein aufwendiges Gedenken an den 300. Jahrestag von Henry Hudson´s ( gestorben 1611 ) Entdeckung des Hudson Rivers und des 100. Jahrestages von Robert Fulton´s ( 14. November 1765 – 24. Februar 1815 ) ersten erfolgreichen Anwendung des Raddampfers.
Die USS STOCKTON legte am 9. November 1909 im Hafen von Charleston, South Carolina an und wurde dort am selben Tag in Reserve versetzt. Für gelegentliche Fahrten, die das Schiff teilweise weit nördlicher von New York führten, wurde es ab und zu wieder flott gemacht. Ab Januar 1913 blieb das Torpedoschiff aber im Hafen von Charleston liegen ohne bewegt zu werden.
Die USS STOCKTON ( TB-32 ) wurde am 14. November 1913 in der Charleston Navy Yard außer Dienst gestellt und am folgenden Tag von der US Navy – Liste gestrichen. Nach dem Ausbau aller kriegswichtiger Gerätschaften wurde das Torpedoboot am 25. Mai 1914 zum Zielschiff erklärt. Aus der Atlantikflotte nahmen im September 1916 mehrere Schlachtschiffe und Zerstörer an der Versenkung des ehemaligen Torpedobootes teil.


USS STOCKTON ( TB-32 )
Commanding Officer

LT Archibald Hilliard Davis        14. März 1901 – 16. November 1901
Außerdienststellung         16. November 1901 – 7. Juni 1902
LT Harry Ervin Yarnell         7. Juni 1902 – 16. Februar 1903 (erreichter Rang ADM)
Außerdienststellung         16. Februar – 11. Juni 1906
LT James Harvey Tomb         11. Juni 1906 – ?
LT James Otto Richardson          1908 – 1909 (erreichter Rang ADM)

USS ROWAN ( TB-8 )

USS ROWAN ( TB-8 )

Biografie

Stephen Clegg Rowan
* 1808 in Dublin, Irland
† 31. März 1890 in Washington D.C.
war ein Admiral der United States Navy, der während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und dem amerikanischen Bürgerkrieg diente

Im Alter von zehn Jahren kam Rowan in die Vereinigten Staaten von Amerika und lebte in Piqua, Ohio. Nach dem Besuch der Schule wechselte er an die Universität Miami in Oxford, Ohio. Am 1. Februar 1826 meldete er sich freiwillig während seines Studiums für eine Offizierslaufbahn bei der Navy of Ohio. Daraufhin erhielt er den inoffiziellen Rang eines Midshipman verliehen. Neben seinem Studium erhielt er eine militärische Ausbildung. Nach dem Abschluss an der Universität wechselte Rowan unverzüglich von der Navy of Ohio zur US Navy. Dort erhielt er am 28. Februar 1832 den Rang eines Midshipmans. Am
24. August 1834 lief die Kriegsschaluppe USS VANDALIA ( 1828 ) in Norfolk zur Reparatur ein. Die Arbeiten endeten am letzten Tag des Jahres 1834 und der Kommandant des Schiffes hatte Befehl sich dem Westindischen Squadron anzuschließen. Midshipman Rowan war mit an Bord las das Schiff im Januar 1835 mit dem Ziel Floridas Westküste auslief. Die Aufgabe des 18 Kanonen führenden Schiffes war es in diesem Gebiet die Piraterie und den Sklavenhandel zu unterbinden. Am 28. Dezember 1835 brach der Zweite Seminolenkrieg aus. Zusammen mit den Landstreitkräften US Army operierte die Besatzung der Kriegsschaluppe gegen die Indianer. Rowan übertrug man Bootsexpeditionen mit einem Teil der Mannschaft zur Teilnahme an Operationen in Ufernähe. Bis zum Oktober 1836 blieb er so das Bindeglied zwischen den operierenden Landstreitkräften und dem Schiff. Am 8. März 1837 beförderte man ihn zum Lieutenant und übertrug ihm die Aufgabe die Westküste Floridas zu vermessen. Bis zum Sommer 1838 hatte er dies vollbracht. Für drei Monate, vom 30. August bis zum 24. November 1838, wurden notdürftige Reparaturen an der USS VANDALIA durchgeführt damit das Schiff noch für ein weiteres Jahr im Westindischen Squadron und gegen die Seminolen dienen konnte. Dann war es aber nicht mehr abzuwenden und die Kriegsschaluppe musste nach Norfolk zurück kehren. Dort machte man das Schiff am 23. November 1839 fest und zog den Commissioning Pennant , den Wimpel der anzeigt das das Schiff im aktiven Dienst steht, nach unten und legte es still. Die Kriegskorvette USS CYANE ( 1837 ) kehrte am 16. Mai 1841 von einem Mittelmeereinsatz in Norfolk zurück. Lieutenant Rowan begab sich kurz darauf an Bord der Korvette wo er die militärische Position des Executive Offizers übertragen bekam. Die Korvette legte am 1. November 1841 wieder ab um sich dem Pacific Squadron anzuschließen und kehrte am 1. Oktober 1844 zurück. Nach Überholungs- und Reparaturarbeiten legte die USS CYANE am 10. August 1845 wieder ab mit Ziel amerikanische Westküste im Pazifik. Dort war in Kalifornien die Spannung zwischen Mexiko und den USA so stark angewachsen, dass ein militärischer Konflikt unmittelbarer bevorstand. Der Krieg brach am 25. April 1846 aus. Das Kommando über die USS CYANE führte Captain William Mervine ( 14. März 1791 – 15. September 1868 ). Commodore John Drake Sloat
( 6. Juli 1781 – 28. November 1867 ) führte das Kommando über die Pacific Squadron und hatte die Aufgabe übertragen bekommen mit seinem Geschwader Alta California, das Territorium und Department des unabhängigen Mexiko, für die USA in Besitz zu nehmen. Am 7. Juli 1846 erreichte das Geschwader Monterey, Kalifornien. Commodore Sloat übertrug Captain Mervine den Befehl mit Marines und Matrosen Monterey einzunehmen. Lieutenant Rowan erhielt dabei die Ehrenvolle Aufgabe die amerikanische Flagge zu tragen. Er hisste diese auf dem Customs House womit praktisch die Stadt und das Land als erobert galt. Commodore Sloat verlas eine Proklamation in dem die USA dieses eroberte Land für sich beanspruchte. Nun musste das eroberte Land aber gegen die Mexikaner verteidigt werden. Am 26. Juli ging ein Bataillon von amerikanischen Marines unter der Führung von Lieutenant Colonel John Charles Fremont ( 21. Januar 1813 – 13. Juli 1890 ) an Bord des Geschwaders. Fremont selber ging auf der USS CYANE an Bord. Dieses Schiff befehligte seit der Eroberung von Monterey Commander Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1865 ). Am 29. Juli landete Rowan mit Einheiten der Marines und einer stattlichen Zahl von Matrosen in La Playa das unmittelbar in der Nähe von San Diego lag. Dort wurden die amerikanischen Soldaten von der weitgehend proamerikanischen Zivilbevölkerung herzlich begrüßt. Aus dem Fort Guijarros verwendeten die Marines die dort vorgefundenen Kanonen zur Belagerung der Altstadt von San Diego. Eine Abordnung von Marines und Matrosen von der USS CYANE unter dem Befehl von Lieutenant Rowan hissten in San Diego ebenfalls die amerikanische Flagge. Das amerikanische Geschwader musste nun eine Blockade im Golf von Kalifornien aufbauen. Die USS CYANE nahm während des Krieges 20 mexikanische Schiffe als Prisen gefangen und man zerstörte mehrere mexikanische Kanonenboote. Am 2. September 1846 segelte die USS CYANE mit Freiwilligen aus dem Bataillon von Fremont an Bord in den Hafen von San Blas und zerstörten dort eine mexikanische Küstenbatterie. Unter dem Oberbefehl von Commodore Robert Field Stockton ( August 20, 1795 – October 7, 1866 ) befahl Lieutenant Rowan eine Marine Brigade von der USS CYANE. Diese Einheit erreichte am 10. Dezember 1846 in der Nähe von San Diego eine Dragonereinheit unter dem Kommando von General Stephen Watts Kearny ( 30. August 1794 –
31. Oktober 1848 ) die von mexikanischen Freiwilligen bedrängt wurden. Bis zum 29. Dezember säuberten beide Einheiten die Gegend um San Diego von feindlichen Streitkräften. Danach marschierten sie in Richtung Los Angeles wo sie am 8. Januar 1847 auf ein 300 Mann starkes Kommando unter dem Befehl von General Flores trafen. Sofort gingen die amerikanischen Einheiten zum Angriff über und entschieden die Schlacht am Rio San Gabriel für sich. Schon am nächsten Tag folgte die Schlacht von La Mesa wo die mexikanischen Einheiten vollends besiegt wurden. Am 12. Januar kapitulierten die letzten verbliebenen Mexikaner vor den US Streitkräften und damit brach der bewaffnete Widerstand in Kalifornien zusammen. Lieutenant Rowan wurde während des Kampfes um La Mesa an der Schulter verwundet. Für seine Tapferkeit und seinem Können während der Kämpfe lobte ihn Commodore Stockton. Nach dem Ende des mexikanisch – amerikanischen Krieges in Kalifornien verlegte man Lieutenant Rowan in die neugeschaffene United States Naval Garnision bei La Playa, San Diego. Von dort aus startete er eine Expedition bis zu zehn Meilen ins innere von Mexiko und trieb die dort lagernden mexikanischen Einheiten auseinander die immer wieder nachts die Garnison angriffen. Am 2. Februar 1848 war der Krieg gegen Mexiko vollends gewonnen und beendet. Von 1850 bis 1853 übertrug man ihm Artillerieaufgaben. Danach bekam er das Kommando über das Versorgungsschiff USS RELIEF ( 1836 ). Hiermit musste er den Nachschub für das Geschwader das vor Brasilien lag gewährleisten. Am 14. September 1855 beförderte man ihn zum Commander und am 20. November 1855 lief das Schiff in New York ein wo er das Kommando abgab. Neuerliche Artillerieaufgaben erhielt er von 1858 bis Anfang 1861. Als sich die politische Lage zwischen den verfeindeten Bundesstaaten am Anfang des Jahres 1861 immer weiter verschärfte, übertrug man Commander Rowan im Februar das Kommando über die Dampf-schaluppe USS PAWNEE ( 1859 ). Er überführte das Schiff von Philadelphia nach Washington D. C. Stephen Clegg Rowan lebte vor dem Krieg in Norfolk, Virginia wo er auch geheiratet hatte, aber trotz seiner Zuneigung zum Süden der USA sprach er sich für die Union aus und blieb bei der US Navy. Er erhielt am 6. April den Auftrag mit seinem Schiff sowie der USS BALTIC und der USRC HARRIET LANE ( 1859 ) dem Fort zu Hilfe zu Eilen mit Versorgungsgütern und mit ihren Kanonen für Entlastung zu sorgen. Am 8. April ließ Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 – 15. April 1865 ) Francis Wilkinson Pickens (7. April 1805 – 25. Januar 1869), den von Gouverneur von South Carolina, informieren das eine Versorgungsflotte zu Fort Sumter unterwegs sei. Umgehend werden die konföderierten Truppen in Alarmbereitschaft gesetzt und der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika, Jefferson Finis Davis ( 3. Juni 1808 – 6. Dezember 1889 ) befiehlt am nächsten Tag die Besetzung von Fort Sumter bevor die Unionsschiffe die Befestigungsanlagen erreichen. Der amerikanische Bürgerkrieg brach am 12. April 1861 aus als konföderierte Einheiten von Charleston, South Carolina aus das Fort beschossen. Dieses Fort kommandierte Major Robert Anderson ( 14. Juni 1805 – 26. Oktober 1871 ). Doch zunächst ließ ein schwerer Sturm die kleine Flotte nicht auslaufen. Als diese Schiffe dann am 13. April beim Fort Sumter ankamen durften sie nicht in den Kampf eingreifen bis die Konföderierten Truppen das Fort am 14. April nach der Kapitulation von Major Anderson erobert hatten. Commander Rowan konnte nur noch die geschlagenen Unionstruppen an Bord nehmen um sie nach Washington zu bringen. Dort hatte man mit der Preisgabe von Fort Sumter zum einen Weltweit aufgezeigt wer den Bürgerkrieg wollte und zum anderen versucht die noch schwankenden Südstaaten auf die Seite der Union zu ziehen. In Washington erhielt Rowan den Auftrag die Schiffe in der Norfolk Navy Yard und die Werft selber vor den anrückenden konföderierten Truppen zu sichern. Umgehend ließ er wieder ablegen und erreichte am 20. April Norfolk. Dort angekommen musste er feststellen, dass sämtliche 9 Kriegsschiffe in der Werft entweder schon versenkt oder verbrannt wurden. Mit seinem Schiff und seiner Crew wollte er den Marineausrüstungskai und das Trockendock zerstören. Aber dafür hätte er Wochen gebraucht und die Feinde waren schon sehr nahe. Rowan entschied sich die Zerstörung einstellen zu lassen und wenigstens die noch intakte Segelfregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) ins Schlepptau zu nehmen um sie zu retten. Mit ihr fährt Rowan zurück nach Washington um dort von Mai bis August 1861 den Sicherungsring auf dem Potomac River zu verstärken. Dabei leistete er mit seinen Schiffsgeschützen große Hilfe bei der Einnahme von Alexandria, Virginia am 24. und 25. Mai 1861. Dieses Bundesland hatte sich am 23. Mai 1861 von der Union losgesagt. Während der ersten Seeschlacht des Krieges nahm Rowan die konföderierten Küstenbatterien vor Alexandria unter Beschuss damit das 11. New Yorker Volunteer Infanterie Regiment unter dem Befehl von Colonel Elmer Ephraim Ellsworth ( 11. April 1837 – 24. Mai 1861 ) von Washington D.C. aus mit den Seitenraddampfer USS BALTIMORE ( 1861 ) und dem Holz-Schraubendampfer SS MOUNT VERNON ( 1859 ) über den Potomac River übersetzen konnte. Dort traf man auf keinen Widerstand und nahm die Stadt kampflos ein. Damit sicherten sich die Unionsstreitkräfte den Potomac River und Virginia. Im August überstellte man die USS PAWNEE dem Atlantic Blockade Squadron unter dem Befehl von Flag Offizier Silas Horton Stringham ( 7. November 1798 bis 7 Februar 1876 ). In diesem Blockade Squadron waren zu Beginn des Krieges vierzehn Kriegsschiffe bei Hampton Roads zusammengefasst worden. Am 26. August 1861 fuhr Rowan mit der USS PAWNEE und sechs weiteren Unionsschiffen an der Küste von North Carolina entlang. Das waren die USS MINNESOTA ( 1855 ), USS CUMBERLAND, USS SUSQUEHANNA ( 1850 ), USS WABASH ( 1855 ), USS MONTICELLO ( 1859 ) und die USRC HARRIET LANE. Diese Schiffe lieferten sich eine Schlacht mit den Küstenbatterien von Fort Hatteras und Fort Clark am 28. und 29. August in der Nähe von Cape Hatteras. Aus sichere Entfernung beschossen die Schiffe die beiden Forts ohne dabei fürchten zu müssen selber beschossen zu werden. Trotz Verstärkungen aus Fort Ocracoke ergaben sich die konföderierten Truppen am Ende des zweiten Kampftages und gingen geschlossen in die Kriegsgefangenschaft. Bis zum 3. Oktober 1861 blieben die sieben Schiffe noch vor der Küste von North Carolina liegen um konföderierte Schiffe aufzubringen. Rowan erfasste bis dahin 4 Prisen und zwei ehemalige Unionsschiffe die die Konföderierten ihrerseits als Prisen eingefangen hatten. In der Zwischenzeit gab es auf Bitten von Flagg Offizier Stringham einen Wechsel über das Kommando des Squadrons. Am 23. September übernahm Flag Offizier Louis Malesherbes Goldsborough ( 18. Februar 1805 – 20. Februar 1877 ). Wegen der großen Küstenfläche der konföderierten Staaten wurde das Squadron in North- und South Atlantic Squadron geteilt. Das North Atlantic Squadron übernahm Goldsborough am 29. Oktober 1861. Im Januar 1862 zerstörte Rowan mit den Schiffskanonen der USS PAWNEE die Überreste des Fort Ocracoke das von den konföderierten Streitkräften schon nach dem Fall der 20 Meilen nördlich gelegenen Forts am Cape Hatteras verlassen worden war. Um die Küste von North Carolina von konföderierten Truppen zu säubern begann man die Burnside Expedition unter der Führung von Generalmajor Ambrose Everett Burnside ( 23. Mai 1824 – 13. September 1881 ) ab August 1861 vorzubereiten. Diese Expedition umfasste die Zusammenarbeit von Army und Navy. Die erste Bewährungsprobe sollten die Forts von Roanoke Island sein. Am 7. und 8. Februar 1862 griffen die föderalistischen Streitkräfte die Forts an. Dabei leitete Rowan den amphibischen Angriff auf die konföderierten Stellungen. Von seinem Flaggschiff, dem Seitenraddampfer USS DELAWARE ( 1861 ), aus verfolgte er die flüchtende konföderierte Flotte von sechs Schiffen bis nach Elizabeth City wo er sie mit seiner Flotte von dreizehn Schiffen stellte. Als Roanoke Island eingenommen war griff er die feindliche Flotte vor Elizabeth City am 10. Februar an. Vier Schiffe davon wurden versenkt und eines als Prise aufgebracht. Danach konnten die Truppen von Generalmajor Burnside die Stadt kampflos einnehmen, genauso am 12. Februar die Stadt Edenton. Bei einem amphibischen Angriff am 14. März eroberten die Föderalisten unter der Führung von Burnside und Rowan die Stadt New Bern. Ab dem 23. März wurde Beauford und Fort Macon belagert. Ab dem 23. April waren die Vorbereitungen für einen Angriff abgeschlossen worden und am nächsten Morgen begannen die Schiffe der Union das Fort zu beschießen. Am 25. April ergaben sich die Verteidiger. Damit waren die Gewässer von North Carolina zum größten Teil in den Händen der Union. Am 16. Juli 1862 beförderte man Stephen Clegg Rowan zum Captain. Noch am selben Tag erhielt er wegen seiner auffälligen Tapferkeit während der vergangenen Schlachten den Rang eines Commodore verliehen. Das hatte auch seinen Grund. Es gab eine Weiterentwicklung der Kriegsschiffe die nun aus Stahl eine Panzerung erhielten und dadurch gegenüber kompletten Holzschiffen einen Vorteil besaßen. Der Marineminister Gideon Welles (1. Juli 1802 – 11. Februar 1878) von der Union war dabei der Meinung das nur höherrangige Offiziere ein solches Schiff führen könnten. Deshalb übertrug man den frisch ernannten Commodore Rowan das Kommando über das gepanzerte Holzschiff USS NEW IRONSIDE ( 1862 ). Rowan wurde mit diesem Schiff dem Kommando von Flag Offizier Samuel Francis Du Pont ( September 27, 1803 – June 23, 1865 ), der das South Atlantic Blockade Squadron führte, unterstellt. Dort beteiligte er sich an der Blockade von Charleston, South Carolina. Bis das Schiff allerdings richtig zum Einsatz kommen konnte mussten in der Werft von Philadelphia noch einige Umbauarbeiten vorgenommen werden. Am 17. Januar 1863 erreichte das Schiff seine vorgegebene Position. Am 31. Januar 1863 liefen die konföderierten Panzerschiffe CSS CHICORA ( 1862 ) und CSS PALMETTO STATE ( 1862 ) von Charleston aus. Zwei Schiffe der Union verfolgten sie. Die USS NEW IRONSIDE wurde zum Charleston Harbor bestellt um dort zu patrouillieren. Neun weitere Unionsschiffe errechten später den Hafen und Flag Offizier Du Pont erklärte die USS NEW IRONSIDE unter dem Kommando von Stephen Clegg Rowan zu seinem Flaggschiff. Am 7. April 1863 ließ Du Pont Fort Sumter durch sein Geschwader bombardieren was aber keinen Sinn ergab. Du Pont besetzte mit seinen Mitarbeitern des Stabes den Turm des Schiffes und Rowan war gezwungen ohne Sicht das Schiff zu führen. Im Turm befand sich ein von Du Pont mitgeführter Lotse der sich in diesen Gewäsern auskannte. Aber der kannte das Schiff nicht. Somit hatte die Besatzung fast während der gesamten Schlacht mit dem Schiff zu kämpfen um nicht auf Grund zu laufen. Die Monitore USS CATSKILL ( 1862 ) und USS NANTUCKET ( 1862 ) kollidierten bei einem solchen Manöver mit der USS NEW IRONSIDE. Außerdem ließ man bei einem solchen Manöver noch den Anker ins Wasser um sich vom Grund fernzuhalten als eine unter Wasser deponierte konföderierte „Mine“ mit 1.360 kg Schießpulver explodierte. Es entstand allerdings kein Schaden am Schiff. Während dieser Schlacht konnte die USS NEW IRONSEDE nur eine Breitseite auf das Fort wohingegen das Schiff fünfzig Mal im Gegenzug getroffen wurde ohne nennenswerten Schaden zu erleiden. Flag Offizier Samuel Francis Du Pont löste man wegen Erfolglosigkeit am 5. Juli 1863 ab und übergab das Kommando des South Atlantic Blockadegeschwader dem Rear Admiral John Adolphus Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ). Commodore Rowan war mit der USS NEW IRONSIDE bei der ersten Schlacht am 11. Juli und bei der zweiten Schlacht um Fort Wagner auf Morris Island 18. Juli 1863 beteiligt. Gleich am 19. Juli begann die zweite Schlacht und die Belagerung um Charleston Harbor. Diese dauerte bis zum 7. September 1863. In dieser Zeit versuchten die Konförerierten mit einem Holm Torpedo Angriff auf die USS NEW IRONSIDE am 21. August etwas für Entlastung zu sorgen. Dieser Angriff schlug aber fehl. Am 8. September befand sich das Schiff bei einer Munitionsübernahme als es zu dem Panzerschiff USS WEEHAWKEN ( 1862 ) gerufen wurde das zwischen Fort Sumter und Cummings Point auf Grund gelaufen war. Rund einen Kilometer von Fort Moultrie entfernt ließ Rowan das Panzerschiff verankern und begann mit der Bombardierung damit die Mannschaft der USS WEEHAWKEN ihr Schiff wieder flott bekam. 483 Geschosse wurden von der USS NEW IRONSIDE verschossen und 70 trafen sie ohne Schaden anzurichten. In der Nacht vom 8. zum 9. September 1863 befand sich dann die USS NEW IRONSIDE vor Fort Sumter um dort Marines abzusetzen die versuchen sollten das Fort in einer Überraschungsaktion zu überfallen und einzunehmen. Dieses Unternehmen aber misslang. In der Nacht des 5. Oktober 1863 näherte sich das konföderierte Torpedoboot CSS DAVID ( 1863 ) unter dem Kommando von Lieutenant William Thornton Glassell ( 15. Januar 1831 – 28. Januar 1879 ) und drei Besatzungsmitgliedern der USS NEW IRONSIDE, dem stärksten Schiff der United States Navy. Als die Wache Acting Ensign C. W. Howard auf dem Panzerschiff das Torpedoboot erblickt hatte, gab dieser Alarm. Lieutenant Glassell antwortete mit einem Schuss aus einer Schrotflinte und tötete die Wache. Im selben Moment erreichte der Holm Torpedo sechs Meter unter der Wasserlinie den eisernen Rupf des Panzerschiffes. Bei der Detonation entstand eine hohe Wassersäule die auch auf das Torpedoboot herabregnete und in dessen inneren das Feuer im Heizkessel löschte. Weil Glassell und seine Besatzungsmitglieder glaubten das ihr Schiff sinken würde, gingen sie bis auf Walker Cannon der nicht schwimmen konnte, von Bord. Der Ingenieur J. H. Tomb kehrte allerdings kurz danach zurück und konnte in dem Kessel wieder Feuer entzünden und so das Torpedoboot in Sicherheit bringen. Lietenant Glassell und der Heizer James Sullivan wurden gefangen genommen. Auf der NEW IRONSIDE wurden dem Seemann William L. Knox beide Beine gebrochen und Master Thomas Little erlitt Prellungen. Dem Schiff selber wurde nur geringer Schaden zugefügt und es konnte bis zum 6. Juni 1864 seine Blockadepflichten erfüllen. Im Frühjahr 1864 löste man Commodore Rowan von seinem Kommando ab worüber er sehr erleichtert war. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg erhielt Rowan am 25. Juli 1866 des Dank des amerikanischen Kongresses für seine herausragenden Leistungen während des Krieges und man beförderte ihn zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr übernahm er das Kommando über die Norfolk Navy Yard. Dies behielt er bis Ende 1867. Am 18. April 1868 übernahm er das Kommando über das Asiatic Squadron und behielt es bis zum
19. August 1870. In dieser Zeit wurde er zum Viceadmiral befördert. Nach dem er das Asiatic Squadron abgegeben hatte, übernahm Rowan das Kommando über die New York Navy Yard. Dort war er von 1872 bis 1879 Befehlshaber. Noch 1879 übernahm er als Präsident die Prüfungskommission der Navy. Diesen Sitz hatte er bis 1881 inne. Danach war Rowan Gouverneur des Naval Asylum in Philadelphia, einem Krankenhaus und Heim für pensionierte Seeleute der US Navy. 1882 übertrug man ihm den Posten des Superintendenten des Naval Observatoriums in Washington D.C. Seit Januar 1883 war er dazu noch Vorsitzender des Lighthouse Board in Washington. Diese beiden Posten bekleidete er bis April 1889 als er in seinen wohlverdienten Ruhestand ging.
Viceadmiral Stephen Clegg Rowan starb am 31. März 1890 in Washington D.C.

Vier Schiffe sind zu Ehren von Viceadmiral Stephen Clegg Rowan bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS ROWAN ( TB-8 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ROWAN ( DD-64 ) aus der SAMPSON – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS ROWAN ( DD-405 ) aus der BENHAM – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS ROWAN ( DD-782 ) aus der GEARING – Klasse.


USS ROWAN ( TB-8 )

Schiffsbiografie

Die USS ROWAN ( TB-8 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Vizeadmiral Stephen Clegg Rowan benannt worden ist.
Auf der Moran Brothers Company in Seattle, Washington wurde am 22. Juni 1896 der Kiel des Torpedobootes gelegt. Mrs. Adria Maud Semple Moale, Ehefrau von Lieutenant Edward Moale, Jr. ( 10. September 1866 – 23. Oktober 1903 ), taufte am 8. April 1898 das Schiff vor dessen Stapellauf. Lieutenant Reginald Fairfax Nicholson ( 15. Dezember 1852 – 19. Dezember 1939 ) stellte am 1. April 1899 das unter seinem Kommando stehende Torpedoboot in den Dienst der US Navy.
Nach mehreren Studien im Puget Sound wurde die USS ROWAN am 1. Mai 1899 wieder außer Dienst gestellt. Gebaut wurde das Schiff eigentlich um am Spanisch-Amerikanischen Krieg teilzunehmen, aber der war am 12. August 1898 schon beendet worden.
Das Torpedoboot stellte man am 23. April 1908 nochmals in den Dienst der US Navy. Am 21. Juni legte das Schiff in Bremerton, Washington ab und fuhr in die Mare Island Yard in Vallejo, Kalifornien. Für das folgende Jahr hatte man eine Kreuzfahrt entlang der Westküste von der kanadischen Grenze zur USA bis zur Magdalena Bay in Mexiko geplant. Während dieser Kreuzfahrt gehörte das Torpedoboot zur 3. Torpedo Flottille. Gleich danach versetzte man das Schiff in die Reserve Torpedo Group, die in der Mare Island Navy Yard lag. Vom Dezember 1909 bis Mitte 1912 nahm das Torpedoboot mit der Torpedoflotte an mehreren Übungen teil.
Die USS ROWAN wurde am 28. Oktober 1912 in der Mare Island Navy Yard außer Dienst gestellt und am folgenden Tag strich man den Namen des Schiffes aus der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 3. Juni 1918 zur Verschrottung.


USS ROWAN ( TB-8 )
Commanding Officer

LT Reginald Fairfax Nicholson          1. April 1899 – 1. Mai 1899
ENS Robert Frank Gross           ? 1910 – ?