Archiv der Kategorie: Schneller Truppentransporter

USS LANING ( APD-55 )

USS LANING ( APD-55 )

Biografie

Harris Laning
* 18. Oktober 1873 in Petersburg, Illinois
† 2. Februar 1941 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Admiral in der US Navy und der Vater von Rear Admiral Caleb Barrett Laning ( 27. März 1906 in Kansas City, Missouri – 31. Mai 1991 in Falls Church, Virginia )

Am 7. Juni 1895 schloss Harris Laning sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. Anschließend diente er auf den Philippinen und beteiligte sich an der Niederschlagung des dortigen Aufstandes. Dann versah er seine Pflichten während des Spanisch – Amerikanischen Krieges und während der China Relief Expedition. Vom 1. Juli 1907 bis 1910 diente er als Navigationsoffizier auf dem Schlachtschiff USS NEBRASKA ( BB-14 ). Da er sehr gut mit Waffen umgehen konnte, übernahm er als Kapitän die US Schützen Mannschaft. Diese führte er zu den V. Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm, Schweden. Hier gewannen sie insgesamt sieben Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Sein erstes Kommando über ein Kriegsschiff erhielt Lieutenant Commander Harris Laning mit dem Zerstörer USS CASSIN ( DD-43 ). Dieses Kriegsschiff stellte er in der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine am 9. August 1913 in den Dienst der US Navy und kommandierte es bis zum 28. April 1914. Der Heimathafen der USS CASSIN war ab dem 5. Dezember 1913 Key West, Florida. Von dort aus beteiligte sich der Zerstörer an Flottenmanövern und Übungen in der Karibik und im Golf von Mexiko. Nach der Tampico Affäre, die am 9. April 1914 durch amerikanische Matrosen und mexikanische Soldaten hervorgerufen worden war, verlegte man am 21. April unter anderen die USS CASSIN nach Veracruz um den dortigen Hafen zu blockieren. Sieben Tage später gab LCDR Harris Laning das Kommando über den Zerstörer an Lieutenant Commander Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Portsmouth, New Hampshire ), dem späteren Flottenadmiral im Zweiten Weltkrieg, ab. Nun beteiligte sich Harris Laning an der Dominikanischen Kampagne und dem Ersten Weltkrieg. Hier verlieh man ihm wegen außergewöhnlicher Leistungen das Navy Cross. Anfang 1919 war er der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force innerhalb der Atlantikflotte. In dieser Position unterstützte er erfolgreich im Mai 1919 den ersten Transatlantikflug der US Navy Maschine NC-4, der vom 8. bis zum 31. Mai dauerte. Der Start erfolgte von der Naval Air Station Rockway, New York mit den folgenden Zwischenstopps in Chatham Naval Air Station in Massachusetts, in Halifax, Nova Scotia; Trepassey, Neufundland; den Azoren, das portugiesische Festland, Spanien und schließlich England. Auf dem Atlantik zwischen den USA und Europa waren insgesamt 53 Stationsschiffe positioniert damit die Crew der Curtiss NC-4 Maschine navigieren konnten. Zwischen den zahlreichen Diensten an Bord der unterschiedlichsten Kriegsschiffe, unterrichtete Harris Laning als Instrukteur an der United States Naval Academy. Nachdem man ihn dann zum Rear Admiral befördert hatte, befehligte er eine Schlachtschiffdivision, anschließend vom 16. Juni 1930 bis 13. Mai 1933 war er der Präsident des Naval War College in Newport, Rhode Island. Dann als Vizeadmiral befehligte Laning die Kreuzer innerhalb der Scouting Force. Nachdem man ihn zum Admiral ernannt hatte, kommandierte Harris Laning vom 1. April 1935 bis zum 20. April 1936 die Battle Force der US Atlantikflotte. Ab dem 20. April 1936 bis zum 1. oktober 1937 war Laning der Kommandeurder New York Navy Yard und des 3. Naval Districts. Admiral Harris Laning zog sich am 1. November 1937 aus dem aktiven Dienst bei der US navy zurück und diente bis zu seinem Tode am 2. Februar 1941 als Gouverneur des Naval Home in Philadelphia, Pennsylvania. Seine sterbliche Hülle begrub man auf dem United States Naval Academy Cemetery in Annapolis.
Admiral Harris Laning war mit Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ) verheiratet.


USS LANING ( APD-55 )

Schiffsbiografie

Die USS LANING ( DE-159 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Harris Laning benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 23. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ), Witwe von Admiral Harris Laning, taufte am 4. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edwin Charles Woodward stellte am 1. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LANING zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Gleich im Anschluss daran fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier wurden an Bord des Kriegsschiffes die Mannschaften ausgebildet, die für andere Geleitzerstörer vorgesehen waren. Diese Ausbildungen dauerten bis zum 8. November. An diesem Tag verließ die USS LANING den Hafen von Norfolk und fuhr nach New York City. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 21, die zur Eskorte von Schiffskonvois gebildet worden war. Am 12. November legte die USS LANING im Hafen von New York ab und fuhr zusammen mit anderen Geleitzerstörern zur Insel Aruba, Niederländisch Westindien. Diese Insel erreichten die Schiffe am 17. November. Hier warteten mehrere Tanker. Diese sollten die Truppen auf nordafrikanischem Gebiet mit den dringend benötigten Treibstoffen versorgen. Die Insel Aruba verließ der Schiffskonvoi am 20. November. Die USS LANING absolvierte in den folgenden drei Monaten zwei weitere Eskortierfahrten zwischen Aruba, Bizerte, Tunesien und Algier, Algerien. Nach der letzten Eskortierfahrt von diesen Hochgeschwindigkeitstankern, begann für die USS LANING und deren Besatzung eine Zeit der Ausbildung vor der Küste New Englands. Hier wurden mehrere Übungen zur Vernichtung von U-Booten durchgeführt. Nach Abschluss dieser Ausbildungen erreichte der Geleitzerstörer am 1. April den Hafen von Norfolk. Hier wartete ein Schiffskonvoi der die Bezeichnung UGS 38 hatte. In diesem Konvoi befanden sich insgesamt 87 Handelsschiffe. Am 3. April legten die Handelsschiffe in Norfolk ab und wurden von den Kriegsschiffen der Task Force 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ) USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE.320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS LANING können fünf Junkers Ju 88 Bomber während des Angriffs abschießen. Einem abgeworfenen Torpedo kann der Geleitzerstörer gerade noch so nach Backbord ausweichen. Die Besatzung der USS MENGES rettete nach dem Kampf 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden anschließend nach Algier gebracht. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS LANING und USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Kriegsschiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS LANING übernahm nun die Spitze des Schiffskonvois. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag erfasste das Radar der USS LANING einen Oberflächenkontakt, der sich in einer Entfernung zwischen 3 und 13 Seemeilen bewegte. Als für Lieutenant Commander Edwin Arthur Shuman, Jr. ( USNR ), Kommandant der USS LANING, klar war das sich der Oberflächenkontakt um ein feindliches U-Boot handelte, tauchte dieses auch schon in einer Reichweite von 6.500 Metern Entfernung ab und war für den Geleitzerstörer nicht mehr erreichbar. Zusammen mit der USS FECHTELER und einem weiteren Geleitzerstörer suchte nun die USS LANING nach dem U-Boot, welches direkt auf den Schiffskonvoi zusteuerte, um es abzufangen und zu vernichten bevor es auf eines der Schiffe des Konvois einen Torpedo abschießen konnte. Heftige Unterwasserexplosionen um 3:10 Uhr und 3:45 Uhr erschütterten dann die drei die drei Geleitzerstörer. U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), lauerte in Periskoptiefe. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Die USS LANING suchte noch nach der Explosion nach dem deutschen U-Boot, doch dieses entkam unbemerkt. Dann wandte sich der Geleitzerstörer um 4:10 Uhr wieder der sinkenden USS FECHTELER zu und die Mannschaft des Kriegsschiffes konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. Gegen 5:30 Uhr brach die USS FECHTELER nach einer weiteren Explosion auseinander und versank in den Fluten. Um 6:21 Uhr stellte die USS LANING die Rettungsarbeiten ein und brachte die Überlebenden nach Gibraltar. Anschließend eilte der Geleitzerstörer dem Schiffskonvoi GUS 38 hinterher. Die Schiffe des Konvois erreichte dann unangefochten New York und legten dort am 21. Mai an. Für die USS LANING folgten bis zum 8. Oktober nun noch zwei weitere Atlantiküberquerungen. Nach der Ankunft in New York am 8. Oktober diente der Geleitzerstörer vom 15. Oktober bis zum 22. November vor New London, Connecticut als Übungs-Torpedo Zielschiff. An diesem 22. November verließ das Kriegsschiff New London und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. In diese Werft fuhr die USS LANING am 24. November ein und wurde noch am selben Tag zu einem Schnellen Truppentransporter umklassifiziert. Dazu erhielt das Kriegsschiff die Kennung APD-55. Die erforderlichen Umrüstungsarbeiten waren am 14. Februar 1945 abgeschlossen und der Schnelle Truppentransporter gehörte nun zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Am 21. Februar verließ die USS LANING die Werft von Philadelphia und fuhr nach Norfolk. Hier sollten auf dem Kriegsschiff Mannschaften ausgebildet, die auf einem Schnellen Truppentransporter dienen würden. Man versetzte dann das Kriegsschiff in den Pazifik, wo der Zweite Weltkrieg noch immer tobte. Dazu verließ die USS LANING am 26. Mai Norfolk und durchquerte am 1. Juni den Panamakanal. Von hier aus ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien weiter und endete am 18. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begann nun ein Training mit Underwater Demolition Teams. Dieses Training ging bis zum 14. Juli. An diesem Tag fuhr der Schnelle Truppentransporter nach San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man die USS LANING zum Flaggschiff der Underwater Demolition Teams ( UDT ). Bis zum 11. August blieb der Schnelle Truppentransporter in San Francisco liegen und wechselte an diesem Tag nach San Pedro, Kalifornien. Hier schifften sich am folgenden Tag die Truppen der UDT 9 und der Com UDT Ron 2 ein. Dies dauerte bis zum 16. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff in San Pedro ab und fuhr nach Oceanside im Süden Kaliforniens. Von hier aus ging die Fahrt dann in den Fernen Osten. Am 4. September erreichte der Schnelle Truppentransporter Okinawa und schloss sich hier der Okkupationsflotte der 7. US Flotte an. Auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel war die USS LANING das fünfte Schiff im Konvoi. Vom 8. September bis zum 17. Oktober unterstützte das Kriegsschiff die Underwater Demolition Teams während deren Aufklärungsoperationen in den Häfen von Jinsen, Korea sowie Taku Bar und Tsingtao, China. Nach Okinawa kehrte der Schnelle Truppentransporter am 20. Oktober zurück. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff auch wieder diese Insel und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und Pearl Harbor nach San Pedro. In dem kalifornischen Hafen legte der Schnelle Truppentransporter am 15. November an. Man versetzte die US LANING nun wieder zu der Atlantikflotte. Dazu legte das Kriegsschiff am 31. Januar 1946 von der kalifornischen Küste ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 16. Februar den Hafen von Boston, Massachusetts. Dort legte der Schnelle Truppentransporter am 18. März wieder ab und erreichte am 22. März Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man das Kriegsschiff am 28. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS LANING für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy wieder auszumotten. Lieutenant Commander John Durand Patterson ( 4. Mai 1921 in Panama City, Panama – 3. August 2004 in New Bern, Craven County, North Carolina ) stellte am 6. April 1951 in Green Cove Springs die unter seinem Kommando stehende USS LANING wieder in den Dienst der US Navy. Am 11. Mai verließ der Schnelle Truppentransporter die Atlantikreserveflotte und fuhr nach Norfolk. In diesen Hafen lief das Kriegsschiff drei Tage später ein. Von hier aus operierte die USS LANING drei Jahre lang und fuhr an der Atlantikküste von Labrador bis zur Karibik entlang. Den Hafen Little Creek, Virginia, der in der Nähe von Norfolk liegt, verließ der Schnelle Truppentransporter am 5. Januar 1955 und wechselte in den Pazifik. Hier operierte das Kriegsschiff vom 23. Januar bis zum 11. April vor der Küste von San Diego. Anschließend durchquerte der Schnelle Truppentransporter erneut den Panamakanal und legte am 29. April im Hafen von New York an. Hier teilte man das Kriegsschiff dem 3. Naval District zu. Es diente nun als Ausbildungsschiff für die Navy Reservisten. In den folgenden drei Jahren unternahm die USS LANING regelmäßige Trainingsfahrten. Diese führten den Schnellen Truppentransporter von New York City aus nach Quebec, Kanada und den Höfen von New Brunswick, Nova Scotia oder Prince Edward Island auf der nördlichen Seite des Westatlantiks und der Karibik und der US Golfküste auf der südlichen Seite der USA. Am 17. Mai 1957 legte die USS LANING im Hafen von New York City wieder an. Das Kriegsschiff kam aus den Gewässern von New England zurück. Diese Kreuzfahrt war die letzte Ausbildungsfahrt für den Schnellen Truppentransporter. Am 2. August wechselte das Kriegsschiff nach Bayonne, New Jersey. Hier stellte man die USS LANING am 13. September 1957 außer Dienst. Zusätzlich versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte die in Norfolk stationiert war. Man klassifizierte am 1. Januar 1969 die USS LANING zu einem Kleinen amphibischen Transportschiff um und gab ihm die Kennung LPR-55. Den Namen USS LANING ( LPR-55 ) strich man am 1. März 1975 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. September 1975 zum verschrotten.


USS LANING ( APD-55 )
Commanding Officer

CDR Edwin Charles Woodward          1. August 1943 – 8. November 1943
LCDR Edwin Arthur Shuman, Jr.   USNR         8. November 1943 – November 1945
LCDR Roland Gilbert Bienvenue          November 1945 – 28. Juni 1946
LCDR John Durand Patterson          6. April 1951 – ?
LCDR William Harvey Wild          1953 – ?

USS CHASE ( APD-54 )

USS CHASE ( APD-54 )

Biografie

Jehu Valentine Chase
* 10. Januar 1869 in Pattersonville, Louisiana
† 24. Mai 1937 in Coronado, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy

Jehu Valentine Chase absolvierte am 6. Juni 1890 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er kommandierte das Schlachtschiff USS MINNESOTA ( BB-22 ) im Rang eines Captain. Das Schlachtschiff wurde nach dem Eintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg wieder in den Dienst der US Navy gestellt. Man integrierte das Schiff in die Division 4 der Battleship Force, die am Tangier Sound in der Chesapeake Bay, Maryland stationiert war. Hier verbrachte das Kriegsschiff die erste Zeit des Krieges als Schulschiff für Kanoniere und Maschinenraumpersonal. In dieser Zeit wies Vizeadmiral Albert Weston Grant, Kommandeur der Battleship Force 1, ein Programm an um die Schotten der Schiffe zu verstärken. Dies sollte bei möglichen Unterwasserschäden die Fähigkeit flott zu bleiben erhöhen. Am 29. September 1918 war dann Captain Jehu Valentine Chase mit dem Schlachtschiff auf See. Zur Sicherung war der Zerstörer USS ISRAEL ( DD-98 ) anwesend. Bei Fenwick Island, zwischen den Bundesstaaten Maryland und Delaware, kreuzte dann das Schlachtschiff und fuhr auf eine Seemine die das deutsche U-Boot SM U-117 im August dort ausgelegt hatte. Durch die Explosion der Mine wurden schwere Schäden am Bug verursacht. So klaffte vom Rahmen 5 bis zum Rahmen 16 und vom Kiel bis zur Panzerung ein riesiges Loch. Doch durch das Schließen der Schotten gab es keine Personenschäden auf dem Schlachtschiff. Die USSMINNESOTA konnte nur noch eine Geschwindigkeit von 10 Knoten machen, schaffte es aber alleine bis zur Philadelphia, Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgten die notwendigen Reparaturen, die fünf Monate andauerten. Captain Chase erhielt zur Anerkennung seines umsichtigen Verhaltens bei der Führung des Schiffes die Navy Dstinguished Service Medal verliehen. Rear Admiral Chase war dann vom 17. September 1930 bis zum 15. September 1931 Oberbefehlshaber der US Flotte und von April 1932 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Februar 1933 der Vorsitzende des General Board.

Rear Admiral Jehu Valentine Chase war mit Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ) verheiratet. Beide hatten sie zwei Kinder. Henry Taylor Chase ( 15. September 1901 . 31. Dezember 1971 ) und Elizabeth Sanders Chase Caldwell ( 29. April 1907 in Newport, Newport County, Rhode Island – 18. Januar 1975 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ).


USS CHASE ( APD-54 )

Schiffsbiografie

Die USS CHASE ( DE-158 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Jehu Valentine Chase benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 16. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ), Witwe von Rear Admiral Jehu Valentine Chase, taufte am 24. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Victor Barns Staadecker stellte am 18. Juli 1943 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHASE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Dann eskortierte der Geleitzerstörer vom 14. September 1943 bis zum 23. November 1944 insgesamt sechs Schiffskonvois von New York oder Norfolk, Virginia zu nordafrikanischen Häfen. Für die USS CHASE begann am 3. April 1943 die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ) und USS FISKE ( DE-143 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS CHASE konnten mehrere deutsche Torpedobomber abschießen und verhinderten das noch mehr Handelsschiffe getroffen wurden. Die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers rettete anschließend mehrere Überlebende, der untergegangenen Schiffe, aus dem Wasser. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE und USS NEWELL und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING konnte 186 und die USS CHASE 52 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Bis zum 23. November 1944 folgten dann noch weitere Eskortierfahrten bis an die nordafrikanische Küste. Am 24. November lief der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. In der Werft sollte das Kriegsschiff zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut werden. Dazu klassifizierte man das Schiff auch um und übergab ihm noch am selben Tag die Kennung APD-54. Damit gehörte die US CHASE zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Die Umrüstungsarbeiten waren am 4. Februar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Schnelle Truppentransporter den Hafen von Boston. Ziel des Schiffes war der Pazifik. Dazu durchquerte die USS CHASE am 8. Februar den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 18. März das Atoll Ulithi, Karolinen. Man integrierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 51.2, der „Demonstration Group „Charlie“, die von Rear Admiral Jerauld Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. Allerdings lagen diese Schiffe bei der Insel Saipan, Nördliche Marianen. In der TG 51.2 befanden sich die Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BROWN ( DD- 546 ) sowie die USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) die am 10. April dazu stießen, die Schnellen Truppentransporter USS CHASE und USS RINGNESS ( APD-100 ), das Kommunikationskommandoschiff USS ANCON ( AGC-4 ) und mehrere Panzerlandungsschiffe. Aufgabe dieser Demonstration Group war es eine Landung bei Sikabaru Saki vorzutäuschen um von den eigentlichen Angriffsstränden abzulenken. Dazu verließ die USS CHASE am Morgen des 19. März das Atoll Ulithi und fuhr nach Saipan. Dort trainierten die Schiffsbesatzungen seit dem 16. März um die ihnen gestellten Aufgabe vor Okinawa zu lösen. Noch am selben Tag erreichte die USS CHASE Saipan und beteiligte sich bis zum 21. März nun ebenfalls an den Trainingsübungen. Anschließend bereitete man die Schiffe auf ihren Einsatz vor. Am 27. März legten diese dann ab und fuhren nach Okinawa. Die TG 51.2 erreichte am Morgen des 1. April ihr Ziel an der Südküste von Okinawa bei Sikabaru Saki und man begann umgehend mit den Landungsvorbereitungen. Diese Ablenkungsvariante ging voll auf. Die japanischen Piloten stürzten sich auf die Schiffe der TG 51.2 und bombardierten diese. Der eigentliche Hauptlandeplatz auf Okinawa wurde dagegen von den Japanern gar nicht für voll genommen. Die Geschützmannschaften der Zerstörer und Schnellen Truppentransporter der TG hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden japanischen Flugzeuge zu vertreiben. Auch am 2. April hielten die Schiffe der TG 51.2 noch ihre Stellung zur Ablenkung, doch dann war der Feind im Bilde was sich auf der Insel wirklich tat. Deshalb verließen die Schiffe der TG 51.2 am 4. April ihre Position bei Sikabaru Saki. Einige Zerstörer eskortierten die Panzerlandungsschiffe nach Saipan zurück. Die USS CHASE allerdings fuhr nach Norden in die Nakagusuku Bay. Hier reihte sich der Schnelle Truppentransporter in den U-Boot Abwehrschirm ein und patrouillierte vor der Bucht um die Landungsschiffe zu schützen. Diese gefährliche Aufgabe behielt die USS CHASE, bis auf zwei Ausnahmen, bis zum 20. Mai. Die erste Ausnahme war eine Fahrt nach Guam und die zweite eine Fahrt zum Atoll Ulithi. Von hier aus eskortierte der Schnelle Truppentransporter vom 14. bis zum 17. Mai zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und den Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) nach Okinawa. Nach dem erreichen von Okinawa nahm die USS CHASE erneut ihre Aufgaben bei der Luftraum- und Unterwasserüberwachung wahr. Am 20. Mai feuerten die Geschützmannschaften des Schnellen Truppentransporters auf ein japanisches Kamikazeflugzeug, dessen Pilot sich im Tiefflug auf das Kriegsschiff stürzen wollte. Da befand sich das Kriegsschiff rund acht Seemeilen nordewestlich der Kerama Retto Inseln. Lieutenant Commander George Orvil Knapp, Kommandant der USS CHASE, musste den Schnellen Truppentransporter in einen sehr schnellen Zickzack Kurs bringen damit das schwer getroffenen feindliche Flugzeug nicht an Deck aufschlagen konnte. Nur zehn Meter vom Kriegsschiff entfernt schlug das japanische Flugzeug auf dem Wasser auf und die beiden mitgeführten Bomben explodierten sofort. Dadurch wurde auf der Backbordseite die Schiffshaut aufgerissen und das Wasser überschwemmte den Motorraum und die Feuerräume. Im selben Augenblick gab LCDR Knapp an den Rudergänger den Befehl „Hart Backbord“, da sich schon ein weiterer Kamikazepilot auf das Schiff stürzen wollte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen aber dieses Flugzeug ab und es explodierte noch weit entfernt über dem Wasser. Doch die USS CHASE nahm durch das riesige Leck immer mehr Wasser auf, so dass das Schiff zu kentern drohte. Doch die Schadensbegrenzungscrew konnte mit ihren geringen Möglichkeiten das Schiff über Wasser halten. Ein eilig herbeigerufener Schlepper nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu einem Trockendock bei den Kerama Retto Inseln. Dort wurden die ersten Notreparaturen ausgeführt. Das heißt, man verschloss notdürftig das Leck. Nach deren Abschluss nahm man den Schnellen Truppentransporter erneut ins Schlepptau und brachte ihn nach San Diego. Hier legte die USS CHASE am 11. Oktober an. In der Schiffswerft kontrollierte man die Schiffshaut sowie die anderen zerstörten Baugruppen und kam zum Schluss, dass sich ein Aufbau des Schiffes nicht lohne. Deshalb stellte man am 15. Januar 1946 den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und strich am 7. Februar 1946 den Namen USS CHASE ( APD-54 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. November 1946 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CHASE ( APD-54 )
Commanding Officer

LCDR Victor Barns Staadecker   USNR         18. Juli 1943 – 27. Dezember 1943
LCDR George Orvil Knapp II   USNR         27. Dezember 1943 – 29. September 1945
LT C.L. Keedy, Jr.   USNR        29. September 1945 – 15. Januar 1946

USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

Biografie

Joseph Eugene Campbell
* 1916
† 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen
war ein Offizier in der US Navy


USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )

Schiffsbiografie

Die USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Josephe Eugene Campbell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard in Hingham, Massachusetts wurde am 29. März 1943 der Kiel gelegt. Mrs. Marie S. Campbell, Mutter con Ensign Joseph Eugene Campbell, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack French Bowling, Jr. stellte am 23. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JOSEPH E CAMPBELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 11. Oktober und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen mehrere Transportschiffe nach Derry, Nordirland. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL dort wieder ab und fuhr nach New York. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 16. Dezember an und wurde für die erste Eskortierfahrt an die nordafrikanische Küste vorbereitet. Zwischen dem 31. Dezember und dem 8. Oktober führte das Kriegsschiff drei Eskortierfahrten durch. Während der zweiten Eskortierfahrt, begleitete die USS JOSEPH E CAMPBELL einen Schiffskonvoi mit der Bezeichnung UGS 38. Am 3. April 1944 legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS NEWELL ( DE-322 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und USS PRIDE nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und die USS PRIDE schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Perikope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an.
Die dritte Eskortierfahrt endete für die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. Oktober mit einem Schiffskonvoi, der in New York anlegte. Hier begann man mit der Umrüstung des Schiffes. Es sollte ein Schneller Truppentransporter werden, den man unbedingt im Pazifik gegen die japanischen Eroberer benötigte. Man gliederte die USS JOSEPH E CAMPBELL damit in die CHARLES LAWRENCE – Klasse, wo der Schnelle Truppentransporter das dreizehnte Schiff war. Am 24. November 1944 klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung APD-49. Nach mehreren Übungen und Trainingseinheiten entlang der US Ostküste, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. März 1945 im Hafen von Key West, Florida ab. Ziel war der Pazifik. Den Panamakanal durchquerte der Schnelle Truppentransporter vier Tage später, legte anschließend im Hafen von San Diego, Kalifornien an und erreichte am 8. April den US Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Für das Kriegsschiff begannen hier ebenfalls mehrere Übungen. Am 29. April legte die USS JOSEPH E CAMPBELL im Hafen von Pearl Harbor ab und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier warteten zwei Handelsschiffe und sollten bis zur philippinischen Insel Leyte eskortiert werden. In die San Pedro Bay, Leyte liefen die drei Schiffe im Mai ein und der Schnelle Truppentransporter fuhr nach Okinawa. Dorthin und zurück eskortierte die USS JOSEPH E CAMPBELL mehrere Schiffskonvois von Panzerlandungsschiffen. Die Insel Cebu Island, Philippinen verließ der Schnelle Truppentransporter am 1. September. An Bord befanden sich Marines. Das Schiff reihte sich in die Schiffsflotte ein, die Besatzungstruppen auf japanischem Boden transportierten. Nach acht Tagen auf Hoher See erreichte der Schnelle Truppentransport das japanische Festland. Er begann nun seine Eskortierfahrten zwischen den philippinischen Inseln und dem japanischen Kernland fortzuführen. Doch dann verließ die USS JOSEPH E CAMPBELL wieder den Pazifik und erreichte im Dezember den Atlantik. Nach einem Besuch im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und Norfolk, Virginia, fuhr der Schnelle Truppentransporter in die Guantanamo Bay, Kuba und San Juan, Puerto Rico, wo sich Passagiere einschifften. Diese transportierte das Kriegsschiff nach Morehead City, North Carolina. Nach weiteren Besuchen der Häfen von Philadelphia; Baltimore, Maryland und Hampton Roads, Virginia legte das Kriegsschiff am 22. Mai im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man die USS JOSEPH E CAMPBELL für die Außerdienststellung vor. Anschließend schleppte man den Schnellen Truppentransporter nach Green Cove Springs, Florida. Hier erfolgten am 15. November 1946 die Außerdienststellung und die Versetzung in die Atlantikreserveflotte. Nach drei Jahren und zwei Monaten wechselte der Schnelle Truppentransporter nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 15. November 1966 an die chilenische Marine. Hier erhielt das Schiff den Namen RIQUELME ( APD-28 ). Man strich am 1. Dezember 1966 den Namen USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) von der US Navy – Liste.
Die RIQUELME wurde dann ab 1973 von der chilenischen Marine als Ersatzteilspender für andere Schwesterschiffe verwendet.


USS JOSEPH E CAMPBELL ( APD-49 )
Commanding Officer

LCDR Jack French Bowling, Jr.   USNR        23. September 1943 – 2. Februar 1944
LCDR James McIntosh Robertson II   USN        2. Februar 1944 – 25. Januar 1945
LCDR James John Roder Mulcare   USNR          25. Januar 1945 – 25. September 1945
LT William Wilson Bolton, Jr.   USNR        25. September 1945 – 27. Dezember 1945
LT W. C. Carpenter Jr.   USNR          27. Dezember 1945 – 21. Januar 1946
CDR John Worthen Higgins, Jr.         21. Januar 1946 –10. Februar 1946
LCDR William Thomas Clark   USNR       10. Februar 1946 – 6. April 1946
LCDR Daniel Franklin Larkin Jr.   USNR        6. April 1946 – 24. Mai 1946
LCDR Oscar Jonas Beavers          24. Mai 1946 – 15. November 1946

USS BELKNAP ( APD-34 )

USS BELKNAP ( APD-34 )

Biografie

Rear Admiral George Eugene Belknap
* 22. Januar 1832 in Newport, New Hampshire
† 7. April 1903 in Key West, Florida
war ein Offizier in der United States Navy

Mit sieben Jahren war Belknap in die US Navy eingetreten. Ihn ernannte man am 7. Oktober 1847 zum Midshipman, da war er gerade mal fünfzehn Jahre alt. Am 16. September 1855 beförderte man ihn zum Lieutenant. Im East India Squadron diente er von 1856 bis 1857. Im November 1856 spielte er eine bedeutende Rolle bei den Auseinandersetzungen vor dem Barrier Forts in Canton, China. Als der amerikanische Bürgerkrieg am 12. April 1861 ausbrach befand sich Belknap an Bord der Kriegsschaluppe USS St. LOUIS ( 1828 ). Dort befahl er die Beiboote die die Ladung und Soldaten von dem Versorgungsschiff USS SUPPLY ( 1846 ) nach Fort Picken, Florida brachten. Im Januar 1862 versetzte man Belknap an Bord des neugeschaffenen Kanonenbootes USS HURON ( 1861 ) das unter dem Kommando von Lieutenant John Downes stand. Dieses Schiff war im Februar in das Südatlantik Blockade Geschwader integriert worden um den Handel der Konföderierten Staaten South Carolina, Georgia und Florida zu unterbinden. Zusätzlich wurden Angriffe auf konföderierte Stellungen im März an den Küstenbereichen von Georgia durchgeführt. Am 12. April begann die Jagt auf den konföderierten Schoner GLIDE aus Charleston den man sieben Tage später entern konnte. Dieser Schoner hatte 100 Ballen Baumwolle und andere Güter geladen. Den Schoner ALBERT fing man am 1. Mai ab und den britischen Blockadebrecher CAMBRIA am 26. Mai. Bis zum Juni befand sich Belknap an Bord des Kanonenbootes. Am 15. Juli 1862 ernannte man ihn zum Lieutenant Commander. Anfang April 1863 war Belknap an der intensiven Bombardierung von Charleston, South Carolina beteiligt. Er befand sich in dieser Zeit nicht mehr auf der USS HURON die ihre Patrouillenpflichten auf offener See nachkam. Das Kommando über den neuen Monitor USS CANONICUS ( 1863 ) übernahm Belknap Ende 1864 von Commander E. G. Parrott. Das Schiff gehörte zu dem Nordatlantischen Blockadegeschwader unter dem Oberbefehl von Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni1813 – 13. Februar 1891 ). Der Monitor traf am 15. Dezember 1864 in Beaufort, North Carolina ein und wurde gleich für den Angriff auf das Fort Fisher, dieses schützte die Einfahrt in den Cape Fear River und Wilimington, North Carolina, vorbereitet. Als die Union Flotte in Beaufort ablegte am Morgen des 19. Dezember, mit dem Ziel Fort Fisher, traf diese auf hoher See unerwartet ein Sturm, so dass die Flotte zerstreut wurde und die Transportschiffe auf denen die Soldaten unter dem Befehl von Generalmajor Benjamin Franklin Butler ( 5. November 1818 – 11. Januar 1893 ) waren sogar den ruhigen Hafen von Beaufort wieder aufsuchten. Der Sturm ließ erst am 23. Dezember nach und Admiral Porter entschied ohne die Soldaten von Butler den Angriff auf das Fort zu beginnen. Den Dampfer USS LOUISIANA ( 1861 ), dieser war mit 200 Tonnen Pulver beladen, schleppte der Raddampfer USS WILDERNESS ( 1864 ) mit der Freiwilligen Crew unter Commander Alexander Colden Rhind ( 31. Oktober 1821 – 8. November 1897 ) unter die Mauern des Forts und diese zündeten die Lunten an. Die Crew um Commander Rhind entkam ohne Schaden zu nehmen und die Louisiana flog in die Luft ohne großen Schaden an den Mauern des Forts anzurichten. Daraufhin begannen die Schiffe der Union am Morgen des 24. Dezember 1864 ihren Beschuss auf Fort Fisher. 10.000 Granaten verschossen diese an einem Tag. Admiral Porter hegte die Hoffnung das dadurch die Besatzung kapitulieren würde. Die USS CANONICUS wurde bei diesem Beschuss selber vier Mal getroffen ohne das jemand verletzt wurde und das Schiff nur geringen Schaden nahm. Durch ihre eigenen verschossenen Granaten traf man zwei Kanonen im Fort Fisher die zerstört wurden. Im Fort Fisher wurden insgesamt vier schwere und eine leichte Kanonen bei diesem Bombardement zerstört sowie 23 Konföderierte verletzt. Die Yankees hatten 45 Todesopfer zu beklagen die hauptsächlich durch explodierende Bordwaffen auf den Schiffen zu verzeichnen waren. Die Küstenbatterien hatten auch drei Schiffe der Union so schwer getroffen das diese sich zurückziehen mussten. Während des Bombardements der Unionsschiffe musste das Bedienungspersonal der Kanonen im Fort Fisher vorübergehend in Deckung gehen. Das war das Signal für die gerade ankommenden Schiffe die die Soldaten von Generalmajor Butler transportierten eine amphibische Landung durchzuführen. 1.000 Infanterie Soldaten gingen an Land und begannen ihren Angriff. Mehrere Gefangene wurden gemacht. Als Generalmajor Butler die Information erhielt das der konföderierte Generalmajor Robert Frederick Hoke ( 27. Mai 1837 – 3. Juli 1912 ) mit seinen Truppen im Anmarsch sei, ließ er seine Truppen wieder auf die Unionsschiffe anziehen und die gesamte Flotte kehrte nach Hampton Roads, Virginia zurück. Generalmajor Butler ersetzte man dort durch Generalmajor Alfred Howe Terry ( 10. November 1827 – 16. Dezember 1890 ). Wilmington war der letzte Hafen durch den die Konföderierten kriegswichtiges Material erhielten. Dies musste so schnell wie möglich unterbunden werden. So begann am 13. Januar 1865 die zweite Schlacht um das Fort Fisher. In der Unionsflotte waren diesmal neben der USS CANONICUS unter dem Befehl von Lieutenant Commander Belknap noch die Monitore USS MAHOPAC ( 1863 ), USS SAUGUS ( 1863 ) und die USS MONADNOCK ( 1863 ). Des weiteren waren vierzig weitere Kanonenboote und Kriegsschaluppen dabei. Acht Kanoneboote hielt Admiral Porter als Reserve zurück. Den Angriffsplan erarbeiteten diesmal Porter und Terry zusammen. Die Schiffe der Yankees begannen ihr Bombardement am 13. Januar 1865. Dieses dauerte insgesamt zweieinhalb Tage. Dabei erhielt die USS CANONICUS insgesamt 36 Treffer, zwei Mal wurde ihre Fahne weggeschossen, aber keiner der Crew wurde getötet. Es gab nur drei Verletzte. Jedes Mal wenn die Fahne weggeschossen war stieg Quartermaster Daniel Dickinson Stevens ( 19. Dezember 1839 – 7. November 1916 ) auf den Mast um dort eine neue Fahne zu hissen. Dafür erhielt er die Medal of Honor. Am 15. Januar um 15.00 Uhr ließ Terry seine Truppen von 8.000 Mann zwischen den Truppen von Generalmajor Hoke und Fort Fisher landen. Nach sechs Stunden erbitterten Kämpfen ergab sich die Besatzung von Fort Fisher. Im Februar 1965 verlegte man die USS CANONICUS zu der Südatlantik Blockade Squadron die vor Charleston, South Carolina lag. Die Aufgabe dieses Geschwaders war Blockadebrecher vor der Küste von South Carolina abzufangen und aufzubringen. Als man erfuhr das die CSS STONWALL unter dem Kommando von Captain Page in Havanna, Kuba gelandet sei schickte Admiral Porter umgehend die USS CANONICUS und andere Monitore dorthin um die CSS STONWALL zu stellen. In der Zwischenzeit hatte Captain Page vom Ende des amerikanischen Bürgerkrieges erfahren und verkaufte das Schiff an die Spanier für $ 16.000. Durch den massiven militärischen Druck der Amerikaner mussten die Spanier das Schiff für $ 40.000 an die US Navy wieder verkaufen. Lieutenant Commander Belknap beorderte man an Bord des Schraubendampfers USS SHENANDOAH ( 1862 ) der am 20. November 1865 von Captain John R. Goldsborough nach Reparaturarbeiten wieder in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Die USS SHENANDOAH sollte die neugeschaffene asiatische Squadron unterstützen. Am 8. Dezember erreichte das Schiff die Azoren. Von dort aus segelte sie nach Bahia und Rio de Janeiro, Brasilien. Um auf eine bessere Wetterlage während dieser Zeit zu warten gliederte man das Schiff in das südamerikanische Geschwader ein. Am 28. April 1866 war es dann soweit. Die große Fahrt führte das Schiff um das Kap der guten Hoffnung. Danach besuchte man Bombay, Calcutta und Penang. In Singapur kam die USS SHENANDOAH am 31. Dezember 1866 an. Unterwegs, am 15. Juli 1866, beförderte man Belknap zum Commander. In Singapur übernahm er das Kommando über die Kriegsschaluppe USS HARTFORD ( 1858 ). Diese war am 13. Dezember 1864 im Hafen von New York eingetroffen damit dort eine umfassenden Reparatur durchgeführt werden konnte. Danach war das Schiff bis August 1868 das Flaggschiff der neu organisierten asiatischen Squadron. In dieser Zeit wo Belknap das Kommando über die USS HARTFORD führte gab es einen kleinen Konflikt mit den Ureinwohnern auf Formosa. Am 12. März 1867 strandete das amerikanische Handelsschiff ROVER an der Küste von Formosa und sank. Die Matrosen die sich an Land rettn konnten wurden von der dort lebenden Bevölkerung getötet aus Rache für viele vorangegangene Gräueltaten von anderen Weißen. Nachdem der amerikanische Konsul Charles William (Guillaum) Joseph Émile Le Gendre ( 26. August 1830 – 1. September 1899 ) mit seinen diplomatischen Mitteln bei den chinesischen Behörden auf taube Ohren stieß und er sich am 18. April, er befand sich auf dem Kanonenboot USS ASHUELOT ( 1865 ), vor Ort ein Bild und Beweise des Massakers sammelte erließ man einen Befehl für eine Strafexpedition unter der Leitung von Rear Admiral Henry Haywood Bell ( 13. April 1808 – 11. Januar 1868 ). Diese Strafexpedition war ein glatter Reinfall. Daraufhin beorderte man Belknap nach Formosa. Dort traf das Schiff am 13. Juni 1867 ein und Belknap ließ sofort unter seiner Leitung 181 Offiziere, Matrosen und Marinesoldaten an Land bringen die für vier Tage Essens- und Wasserrationen vorher empfangen hatten. An Land übernahm er die Hälfte der Truppe und übergab das Kommando der zweiten Truppe an Lieutenant Commander Alexander Slidell MacKenzie
( 24. Januar 1842 – 13. Juni 1867 ). Die Truppen waren für solch eine Strafexpedition weder richtig ausgerüstet noch ausgebildet. Es wurden zwar die Eingeborenen bis zu ihrem Dorf getrieben, aber auf dem Weg dorthin gab es immer wieder kleinere Scharmützel die die Truppen ermüdeten. Bei dem letzten Gefecht traf eine Kugel MacKenzie in die Brust und tötete ihn. Die Expedition wurde daraufhin abgebrochen und alle kehrten auf die USS HARTFORD zurück. Der amerikanische Konsul Le Gendre überzeugte den Generalgouverneur Liu von Foochow seine eigene Expedition mit chinesischen Truppen auf Formosa durchzuführen. Le Gendre übernahm das Kommando über die chinesischen Truppen am 25. Juli 1867. Diese Expedition war dann von Erfolg gekrönt. In der Hauptstadt des Stammesgebietes verhandelte er einen Vertrag mit dem Stammeshäuptling Tauketok aus. Als Kamehameha V (1830-12. Dezember 1872), König von Hawaii, starb hatte er keinen rechtmäßigen Thronfolger bestimmt und so wurde eine Volksabstimmung für den 1. Januar 1873 bestimmt. Diese Wahl gewann William Charles Lunalilo ( 31. Januar 1835 – 3. Februar 1874 ) gegen seinen Herausforderer David La amea Kamanakapu u Mahinulani Nalaiaehuokalani Lumialani Kalakaua ( 16. November 1836 – 20. Januar 1891 ) mit überwältigender Mehrheit. Als allerdings Lunalilo am 3. Februar 1874 völlig unerwartet verstarb ohne einen Thronfolger zu bestimmen, er wollte zwar die verwitwete Königin Emma Kalanikaumakaamano Kaleleonālani Na ea Rooke von Hawai i ( 2. Januar 1836 – 25. April 1885 ), Ehefrau von König Kamehameha IV ( 9. Februar 1834 – 30. November 1863 ), dazu bestimmen, dazu kam es aber nicht mehr. Daraufhin musste wieder eine Wahl den Thrinfolger bestimmen. Angetreten waren Königin Emma und David Kalakaua. Die Wahl 1874 war eine böse politische Kampagne in der beide Kandidaten nicht darauf verzichteten den jeweils anderen durch Anspielungen und Anfeindungen zu verunglimpfen. David Kalakaua wurde zum König gewählt ohne die zeremonielle Volksabstimmung wie es bei Lunalilo geschah. Die Entscheidung war sehr umstritten und es kam zu Unruhen. Amerikanische und britische Truppen wurden daraufhin aufgefordert wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen und die Anhänger von Königin Emma zu unterdrücken. Commander Belknap war der leitende Offizier während dieser Unruhen auf Hawaii der die amerikanischen Truppen befehligte. Am 25. Januar 1875 beförderte man Belknap zum Captain und übergab ihm das Kommando über das Linienschiff USS OHIO ( 1820 ) das in Boston als Empfangsschiff lag. Zehn Jahre später ernannte man Belknap zum Commodore. Zum Rear Admiral ernennte man ihn am 12. Februar 1889 und übergab ihm das Kommando über die asiatische Squadron. Diesen Posten behielt er bis 1892. Bis zu seinem obligatorischen Ruhestand am 22. Januar 1894 war Belknap der Präsident im Vorstand der Küstenvermessung. Er zog sich nach Florida ins Privatleben zurück wo er am 7. April 1903 in Key West starb.

Der Zerstörer USS BELKNAP ( DD-251 ) aus der CLEMSON – Klasse wurde zu Ehren von Rear Admiral George Eugene Belknap benannt.


USS BELKNAP ( APD-34 )

Schiffsbiografie

Die USS BELKNAP ( DD-251 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral George Eugene Belknap benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Fore River Shipyard der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Quincy, Massachusetts wurde am 31. Juli 1918 der Kiel gelegt. Miss Frances Georgiana Belknap ( 12. Juni 1904 in Stockbridge, Bekshire County, Massachusetts – 30. April 1996 ), Enkelin von Rear Admiral George Eugene Belknap und Tochter von Rear Admiral Reginald Rowan Belknap ( 26. Juni 1871 in Malden, Massachusetts – 30. März 1959 in Field Elders, Connecticut ), taufte am 14. Januar 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander S. Gassee stellte am 28. April das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, fuhr die USS BELKNAP in den östlichen Mittelmeerraum und trat der dort operierenden US Flotte bei. Nach mehreren Monaten, der Erste Weltkrieg war in Europa beendet worden, kehrte der Zerstörer an die US Ostküste zurück und diente zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen in der Division 28 der Atlantikflotte. Ab dem Jahre 1920 versetzte man die USS BELKNAP in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Danach wechselte der Zerstörer an die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania und wurde hier am 28. Juni 1922 außer Dienst gestellt. Der Zerstörer blieb in dieser Werft bis ins Jahr 1940 eingemottet.
Wegen der sich veränderten politischen Lage und dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa, benötigte man dringend in der US Navy auch die alten, aber eigentlich ausgedienten, Flachdeckzerstörer um das Land zu schützen. Daher nahm man in diesem Jahr die USS BELKNAP aus der Einmottung und begutachtete den Schiffskörper. Nach Abschluss dieser Arbeiten klassifizierte man das Schiff am 2. August 1940 zu einen Schnellen Wasserflugzeugtender um und übergab ihm die Kennung AVD-8. Sofort begannen nun die Umbauarbeiten an dem ehemaligen Zerstörer. Noch am selben Tag stellte Lieutenant Commander Silas Bruce Moore das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Die Umbauarbeiten waren am 22. November 1940 abgeschlossen und der Schnelle Wasserflugzeugtender fuhr zur amerikanischen Marinebasis bei Hamilton, Bermudas. Diese Marinebasis hatten die Amerikaner unter anderen von den Briten erhalten um durchgehende Basisstationen bis zum Panamakanal zu haben und diesen besser überwachen zu können. Dafür hatten die Briten fünfzig alte Flachdeckzerstörer erhalten damit diese bei den Eskortierfahrten von Handelsschiffen einen gewissen Schutz gegen deutsche U-Boote garantieren sollten. Am 25. November erreichte die USS BELKNAP Hamilton. An diesem Tag öffnete auch das Bordpostamt. Von dieser Marinebasis auf den Bermudas begann nun der Schnelle Wasserflugzeugtender zusammen mit den Schiffen der Patrol Wing 5 mit seinen Patrouillenfahrten. Doch schon Anfang 1941 wechselte das Kriegsschiff nach Newport, Rhode Island, dem neuen Heimathafen. Zwischen Mai und September 1941 unternahm die USS BELKNAP drei Kreuzfahrten über Neufundland nach Island. Die dritte Kreuzfahrt endete aber im Hafen von Reykjavik, Island. Hier blieb der Schnelle Wasserflugzeugtender bis zum Mai 1942 und beteiligte sich an der Sicherung der Fahrtrouten der Handelsschiffe zwischen den USA und Großbritannien, die zum überleben der Britischen Inseln notwendig waren. Im Mai 1942 zieht man die USS BELKNAP von Reykjavik wieder ab und der Schnelle Wasserflugzeugtender fuhr zur Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina um sich einer umfassenden Überholung zu unterziehen. Nach der Überholung, die im August abgeschlossen war, wechselte das Kriegsschiff in die Karibik und patrouillierte dort bis Januar 1943. Jetzt versetzte man die USS BELKNAP in die 6. Antisubmarine Gruppe, die im Atlantik operierte und Handelsschiffskonvois vor Angriffen deutscher U-Boote sichern sollte. Kommandant dieser Antisubmarinen Gruppe war Captain Giles Elza Short ( 25. März 1986 in Iowa – 1. Juli 1973 in Orange County, Kalifornien ), Kommandant des Geleitflugzeugträgers USS BOGUE ( CVE-9 ). Das dritte Kriegsschiff in dieser 6. Antisubmarinen Gruppe war der Schnelle Wasserflugzeugtender USS OSMOND INGRAM ( AVD-9 ). Ab dem 5. März sind diese drei Kriegsschiffe beim Schiffskonvoi HX 228, 60 Handelsschiffe wurden durch Zerstörer und Korvetten der Escort Group B3 eskortiert, und sicherten diesen bis zum 14. März. Am Mittag des 10. März sichtet man südlich des Konvois das deutsche U-Boot U-336, Kommandant Kapitänleutnant Hans Hunger ( 16. März 1915 in Finkenwalde – 5. Oktober 1943 im Nordatlantik ), aus der U-Boot Gruppe „Neuland“. Nach der Abdrängung von U-336 springt U-444, Kommandant Oberleutnant Albert Langfeld ( 28. Januar 1918 in Regendburg – 11. März 1943 im Nordatlantik ), als zweiter Fühlungshalter ein. Von den in der Nacht zum 11. März herankommenden deutschen U-Booten versenkt U-221, Kommandant Kapitänleutnant Hans-Hartwig Trojer ( 22. Januar 1916 in Birthälm, Siebenbürgen – 27. September 1943 im Nordatlantik ), das britische Handelsschiff TUCURINA ( 5.412 BRT ), Kapitän Master John Allen Moore, mit einem G7 Torpedo. Um 21:26 Uhr sank das Schiff südöstlich von Cape Farewell. Der dritte Ingenieur des Handelsschiffes kam dabei ums Leben. Master Moore, 65 Besatzungsmitglieder, fünf Kanoniere und zehn britische Offiziere wurden durch die französische Korvette FFL ROSELYS ( K57 ) gerettet und nach Gourock gebracht. Genau um dieselbe Zeit wie die TUCURINA wird das amerikanische Handelsschiff ANDREA F LUCKENBACH ( 6.564 BRT ) von U-221 torpediert und sinkt innerhalb von sieben Minuten. Nach knapp einer Stunde rettet der britische Flottentanker ORANGELEAF 17 Soldaten und neun Offiziere von der Bewachungseinheit, 37 Besatzungsmitglieder und einen US Army Offizier aus den Rettungsbooten. Die Geretteten werden nach Clyde, Schottland gebracht. U-221 torpedierte dann noch das britische Liberty – Schiff LAWTON B EVANS ( 7.197 BRT ) um 21:31 Uhr. Doch dieses wird nur leicht beschädigt und kann seine Fahrt nach Clyde fortführen. U-590, Kommandant Korvettenkapitän Heinrich Müller-Edzards ( 18. März 1910 in Wesermünde-Geestermünde – 13. Mai 1966 ), torpedierte das britische Handelsschiff JAMAIKA PRODUCER ( 5.465 BRT ) am 11. März um 2:15 Uhr. Es wurde durch zwei Torpedos nur beschädigt und konnte seine Fahrt fortführen. U-757, Kommandant Kapitänleutnant Friedrich Deetz ( 11. September 1916 in Berlin – 8. Januar 1944 im Nordatlantik ), torpedierte am 11. März um 2:42 Uhr den amerikanischen Munitionstransporter WILLIAM C GORGES, Master James Calvin Ellis, Jr., auf dem sich auch das Panzerlandungsboot LCT 2389 befand. Nach dem zweiten explodierenden Torpedo sank das amerikanische Handelsschiff sehr schnell und die Besatzung sowie die Wachmannschaften können sich retten. Doch nachdem das Schiff sich unter Wasser befand, gab es durch die geladene Munition eine Explosion die U-757 stark erschütterte und schwer beschädigte. Das U-Boot musste den Rückmarsch antreten. U-86. Kommandant Kapitänleutnant Walter Schug ( 22. Oktober 1910 in Köln – 29. November 1943 im Nordatlantik ), versenkte am 11. März um 5:03 Uhr das norwegische Handelsschiff BRANT COUNTY ( 5.001 BRT ), Master Norvald Breivik. Das Schiff hatte Karbid geladen, das durch die Explosion und das eindringende Wasser Feuer gefangen hatte. Nur 24 Mannschaftsmitglieder und Wachpersonal konnten sich von dem brennenden Schiff retten. Nachdem sie sich mit ihrem Rettungsboot rund 200 Meter entfernt hatten, explodierte die BRANT COUNTY in einem riesigen Feuerball und sank. Außerdem wurde noch das britische Handelsschiff HOPECREST ( 5.099 BRT ) von U-406, Kommandant Kapitänleutnant Horst Dieterichs ( 1. März 1912 in Naumburg – 18. Februar 1944 im Nordatlantik ), torpediert, trafen das Schiff aber nicht. Die abgerissene Fühlung am Konvoi HX 228 wird gegen Mittag am 11. März durch U-228, Kommandant Kapitänleutnant Erwin Christophersen ( 13. April 1915 in Sonderburg – 4. Mai 1945 in Lillebaelt, Dänemark ), und U-406 wiederhergestellt, dovch werden die U-Boote wegen der starken Sicherung, ebenso wie später andere U-Boote abgedrängt und neuerliche Angriffsversuche schlagen fehl. Der Einsatz der USS BOGUE sowie der USS BELKNAP und USS OSMOND INGRAM kommen nicht zur vollen Wirkung, da der Geleitflugzeugträger mitten im Konvoi fährt und dadurch für Starts und Landungen von Trägerflugzeugen keine Bewegungsfreiheit bleibt. Am 14. März bleiben die drei Kriegsschiffe bei Island zurück. Nach dem Auffüllen der Bunker legte der Geleitflugzeugträger USS BOGUE und die Schnellen Wasserflugzeugtender USS BELKNAP und USS GEORGE E BADGER ( AVD-3 ) wieder ab und fuhren in Richtung Westen. Hier trafen sie am 21. März auf dem offenen Meer auf den Geleitzug SC 123, der von der Escort Group B2 gesichert wurde. Diesmal fuhren die drei Kriegsschiffe nicht wieder mitten im Konvoi. Dadurch hatte der Träger mehr Freiheiten und konnte sich in den Wind drehen. Die aufgestiegenen Trägerflugzeuge konnten so die angreifenden deutschen U-Boote bei ihrem Erscheinen unter Wasser drücken. Es gab im Schiffskonvoi keine Verluste. Bis zum 30. März sicherten die drei Kriegsschiffe der 6. Support Group den Konvoi in Richtung britische Inseln. Der nächste Einsatz für die USS BELKNAP erfolgte schon am 25. April. Deutsche U-Boote, die sich in dem Wolfsruder mit der Bezeichnung „Specht“ nordwestlich von Neufundland zusammengefunden hatten, waren auf den Schiffskonvoi HX 235 angesetzt worden. Der Schiffskonvoi wird aber nach Süden umgeleitet. Zusätzlich kommen zur Sicherung die Schiffe der 6. Support Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS BOGUE und die Schnellen Wasserflugzeugtender USS BELKNAP, USS OSMOND INGRAM, USS GREENE ( AVD-13 ) und der Zerstörer USS LEA ( DD-118 ). Keines der Handelsschiffe geht verloren. Doch schon die U-Boote der Gruppe „Mosel“ warteten auf den Konvoi HX 239. Dieser wich allerdings ebenfalls nach Süden aus, aber die U-Boote taten das gleiche. Am Abend des 21. Mai erreicht von Osten her kommend der Schiffskonvoi ON 184, bestehend aus 39 Handelsschiffen die von der Escort Group C1 eskortiert wurden, den Vorpostenstreifen. Zur Unterstützung des Schiffskonvois sind die Schiffe der 6. Support Group anwesend. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS BOGUE und die Schnellen Wasserflugzeugtender USS BELKNAP, USS OSMOND INGRAM, USS GREENE und USS GEORGE E BADGER. Die deutschen U-Boote gehen sofort in den Angriff über. Doch die Trägerflugzeuge der USS BOGUE sind schon in der Luft. Ein Avenger – Bomber wirft Bomben über dem U-Boot U-231, Kommandant Kapitänleutnant Wolfgang Wenzel ( 29. März 1910 in Dresden – 14. April 1992 ), ab. Die Explosionen beschädigen es. Der Schnelle Wasserflugzeugtender USS OSMOND INGRAM und der kanadische Zerstörer HMCS ST LAURENT ( H83 ) nähren sich mit hoher Geschwindigkeit zwei anderen U-Booten, so dass diese schnellstens abtauchten. Durch diese nun entstandene Lücke schlüpft der Geleitzug ON 184. Die Kriegsschiffe der 6. Support Group eskortieren den Schiffskonvoi noch bis zum 23. Mai. Avenger Bomber wehren drei Angriffsversuche von U-305, Kommandant Kapitänleutnant Rudolf Bahr ( 1. April 1916 in Landsberg, Warthe – 16. Januar 1944 im Nordatlantik ), in dem sie Bomben abwerfen. Das U-Boot wird beschädigt und muss die Heimfahrt antreten. Außerdem wird U-569, Kommandant Oberleutnant zur See Hans Johannsen ( 5. Juni 1910 in Hamburg-Bergedorf – 22. Mai 1943 ), durch mehrere Bomben schwer beschädigt. Die U-Boot Mannschaft ergibt sich nachdem in dem U-Boot die Lenzventile geöffnet worden waren und versank. Für die gezeigten Leistungen innerhalb der Task Group 21.12, der USS BOGUE – Group, vom 20. April bis zum 23. Mai 1943, erhielt die USS BELKNAP die Presidential Unit Citation verliehen. Gleichzeitig nahm man den Schnellen Wasserflugzeugtender aus dieser Gruppe und versetzte ihn in die Task Group 21.15. In dieser Befand sich der Geleitflugzeugträger USS CROATAN ( CVE-25 ), dem Schnellen Wasserflugzeugtender USS BELKNAP und den Zerstörern USS PAUL JONES ( DD-230 ) und USS PARROTT ( DD-218 ). Kommandant dieser TG war Captain John Ballachey Lyon ( ? – 14. Oktober 1972 ), Kommandant der USS CROATAN. Diese Kriegsschiffe der TG 21.15. verließen am 28. Mai die US Ostküste und fuhren zu den Azoren. Hier übernahmen die Kriegsschiffe zwischen den USA und den nordafrikanischen Häfen hin und her fahrenden amerikanischen Geleitzügen die Eskortierpflichten. Die Trägerflugzeuge von der USS CROATAN übernahmen dabei die Luftsicherung. Ende August übernahmen die Schiffe der TF 21.15 den heimkehrenden Geleitzug GUS 13. Die Transportschiffe des Geleitzuges sicherten die amerikanischen Zerstörer USS EBERLE ( DD-430 ), USS KEARNY ( DD-432 ), USS ERICSSON ( DD-440 ), USS SWANSON ( DD-443 ), USS DORAN ( DD-634 ), USS TARBELL ( DD-142 ), USS BROOME ( DD-210 ) und USS UPSHUR ( DD-144 ) aus der Task Force 65. Nachdem die Schiffe von GUS 13 sicher in amerikanischen Gewässern waren, kehrten die Kriegsschiffe um die USS CROATAN nach Casablanca, Marokko zurück. Dort hatte am 9. September der Geleitzug GUS 14 die Gewässer verlassen. Diesen Geleitzug sicherten die Schiffe der Task Force 66 ab. In dieser befanden sich die Zerstörer USS BALDWIN ( DD-624 ), USS HARDING ( DD-625 ), USS ENDICOTT ( DD-495 ) und USS McCORMICK ( DD-223 ) und die Geleitzerstörer USS DANIEL T GRIFFIN ( DE-54 ), USS HOPPING ( DE-155 ) und USS REEVES ( DE-156 ). Die Schiffe der TG 21.15 übernahmen nun die Sicherung und eskortierten die Transportschiffe bis zu den amerikanischen Gewässern. Hier wechselte die USS BELKNAP zur Task Group 21.5. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORE ( CVE-13 ) und die Schnellen Wasserflugzeugtender USS BELKNAP, USS GREENE und USS GOLDSBOROUGH ( AVD-5 ). Am 15. Oktober verließen diese Kriegsschiffe Norfolk und begannen die Eskortierpflicht der Transportschiffe aus dem Geleitzug UGS 20. Diesen Geleitzug sicherten außerdem die Kriegsschiffe aus der Task Force 65. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS KEARNY, USS EBERLE, USS ERICSSON, USS LIVERMORE ( DD-429 ), die amerikanischen Küstenwachkutter USCG DUANE ( WPG-33 ) und USS CAMPBELL ( WPG-32 ) und die Geleitzerstörer USS CHARLES LAWRENCE ( DE-53 ), USS DOUGLAS L HOWARD ( DE-138 ), USS FARQUHAR ( DE-139 ) und USS J R Y BLAKELY ( DE-140 ). Am 20. Oktober werden durch Avenger und Wildcat Flugzeuge der USS CORE das deutsche U-Boot U-378, Kommandant Kapitänleutnant Erich Mäder ( 3. Oktober 1915 in Beuchlitz, Halle, Sachsen-Anhalt – 20. Oktober 1943 ), versenkt und U-271, Kommandant Kapitänleutnant Curt Barleben ( 28. März 1909 in Oldenburg – 28. Januar 1944 vor Limerick, Irland ), beschädigt. Schon am 21. Oktober passierten all diese Schiffe die Felsen von Gibraltar. Die Transportschiffe und die Schiffe der TF 65 legten am 1. November im Hafen von Port Said an. Die Kriegsschiffe der TG 21.5 blieben im Atlantik und sicherten hier weitere Schiffsverbände. In dieser Zeit, am 14. November, Reklassifizierte man die USS BELKNAP zu einem Zerstörer und übergab dem Schiff seine alte Kennung DD-251. Am 21. Dezember setzte man die Task Group um den Geleitflugzeugträger USS CORE und den Zerstörern USS BELKNAP, USS GREENE, USS GEORGE E BADGER und USS GOLDSBOROUGH zur Unterstützung des amerikanischen Geleitzuges GUS 24 an. Am 22. und 23. Dezember meldeten deutsche Luftaufklärer diesen Verband und man setzte dreizehn U-Boote als Gruppe „Borkum“ darauf an. Hauptziel der U-Boot Gruppe war aber den Blockadebrecher MV OSORNO ( 6.951 BRT ) zu decken damit dieser in den französischen Hafen Gironde einlaufen konnte. Doch dort lag seit dem 16. Juni das Wrack des Minensuchers SPERRBRECHER-21. An diesem Wrack erhielt die MV OSORNO ein Leck und ging am 25. Dezember verloren. Die USS BELKNAP nahm man nach dem erreichen der US Ostküste aus der Task Group 21.5. Der Zerstörer operierte nun von Februar bis Juni 1944 entlang der Ostküste und entlang der Golfküste. Ab Juni musste sch dann das Schiff einer Umwandlung zu einem Schnellen Truppentransporter unterziehen. Dazu klassifizierte man am 22. Juni 1944 das Schiff um und übergab ihm die Kennung APD-34. Die Umbauarbeiten waren im September abgeschlossen und man versetzte die USS BELKNAP in den Pazifik. Noch im selben Monat durchquerte der Schnelle Truppentransporter den Panamakanal, legte kurze Zwischenstopps in San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii ein und erreichte am 10. Oktober den natürlichen Hafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier integrierte man die USS BELKNAP in die Task Force 77. Diese TF kommandierte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ). Der Zerstörer sollte während der Kämpfe um die philippinische Insel Leyte als Radarvorpostenschiff eingesetzt werden, um rechtzeitig die anderen Kriegsschiffe vor anrückenden japanischen Schiffsverbänden zu warnen. Am 12. Oktober legten alle Schiffe der TF 77, bis auf einige wenige die schon am Vorabend abgelegt hatten um die vor Leyte Vorgelagerten Inseln Dinagat Island, Hibuson Island und Suluan Island einzunehmen, im Seeadler Harbor ab. Diese Inseln wurden am 17. Oktober eingenommen und die USS BELKNAP übernahm ihren Sicherungsposten ab dem folgenden Tag. Kurz vor Mitternacht zum 20. Oktober fuhren die Schiffe der Task Force 77 in den Golf von Leyte ein und bereiteten sich auf die amphibische Landung von Leyte vor. Bis zum 22. Oktober behielt der Schnelle Truppentransporter seine Position und wurde dann abgezogen nachdem klar war, dass drei japanische Entsatzflotten nach Leyte unterwegs waren. Die USS BELKNAP blieb vor der Küste bei Dulag und sicherte in den folgenden Wochen die dort auf Reede liegenden Transportschiffe. Hier gliederte man den Schnellen Truppentransporter dann im Dezember in die Task Force 79. Diese TF sollte während der Operation „Mike I“ die Landung auf der philippinischen Insel Luzon unterstützen. Die 37. Infanteriedivision, die Generalmajor Robert Sprague Beightler ( 21. März 1892 – 12. Februar 1978 ) kommandierte, wurde von den Schnellen Truppentransportern USS BELKNAP, USS KILTY ( APD-15 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS GOLDSBOROUGH ( APD-32 ), USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ) und USS NEWMAN ( APD-59 ), die australischen Infanterielandungsschiffe HMAS KANIMBLA ( C78 ), HMAS MANOORA ( F48 ) und HMAS WESTRALIA ( F95 ), einem Truppentransporter, drei Frachtschiffe, ein amphibisches Landungsmutterschiff, neunzehn Panzerlandungsschiffe, achtzehn Mittlere Landungsschiffe, sechs Panzerlandungsboote und zweiundzwanzig amerikanische Infanterielandungsschiffe in den Lingayen Golf transportiert. Diese Transportschiffe wurden von den Zerstörern aus der TG 79.1 eskortiert. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS CONY ( DD-508 ), USS ROBINSON ( DD-562 ) und USS CONWAY ( DD-507 ) sowie die Geleitzerstörer USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS GILLIGAN ( DE-508 ). Das Flaggschiff der Task Force war die USS MOUNT OLYMPUS ( AGC-8 ). Am 5. Januar 1945 legten die Zerstörer, das Flaggschiff und die Transportschiffe vor Leyte ab. Zwei Tage später befanden sich die Schiffe dieser Angriffsflotte im Lingayen Golf und warteten, dass sie die Soldaten an Land bringen konnten. Die USS BELKNAP beteiligte sich hier an der Bombardierung der feindlichen Küstenbefestigungen und diente dann auch als Aufklärungsschiff vor den Stränden nachdem die Anlandungen am 9. Januar begonnen hatten. Am 11. Januar griffen mehrere Kamikazepiloten die amerikanischen Schiffe an. Viele von denen wurden während des Anflugs abgeschossen. Aber einer dieser Selbstmordpiloten konnte den Flakabwehrgürtel der USS BELKNAP durchbrechen und stürzte sich auf das Geschütz Nummer 2. Es kam zu mehreren Explosionen innerhalb des Geschützes sowie im Schiffsinnern durch explodierende Munition. Außerdem ergoss sich das auslaufende Flugbenzin ins Schiffsinnere und war schwer unter Kontrolle zu bringen. 38 Besatzungsmitglieder des Schnellen Truppentransporters waren nach diesem Angriff auf der Stelle tot und 49 zum Teil schwer verletzt. Das schwer beschädigte Schiff blieb nun im Lingayen Golf und musste sich einer ersten Notreparatur unterziehen. Diese dauerte bis zum 18. Januar. An diesem Tag nahm der Hochseeflottenschlepper USS HIDATSA ( ATF-102 ) die USS BELKNAP ins Schlepptau und zog das beschädigte Kriegsschiff zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier blieb der Schnelle Truppentransporter damit weiterführende Reparaturarbeiten ausgeführt werden konnten. Diese dauerten bis in den Februar hinein. Nun fuhr das Kriegsschiff über Pearl Harbor an die US Westküste, wo weitere Reparaturen erfolgten. Im Mai verließ die USS BELKNAP den Pazifik, durchquerte den Panamakanal und legte am 18. Juni in der Philadelphia Naval Shipyard, Philadelphia, Pennsylvania an. Nach der Begutachtung des Schiffskörpers verwarf man eine weitere Reparatur. Deshalb stellte man am 4. August 1945 den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und strich am 13. August 1945 den Namen USS BELKNAP ( APD-34 ) von der US Navy – Liste. Schon am 30. November 1945 verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten.


USS BELKNAP ( APD-34 )
Commanding Officer

LCDR S. Gassee          28. April 1919 – 24. August 1919
LCDR Lewis Wells Comstock          24. August 1919 – 12. Juli 1920
CDR Thomas Withers Jr.          12. Juli 1920 – 13. Mai 1922 (erreichter Rang RADM)
CDR Edwin Armin Wolleson          13. Mai 1922 – 28. Juni 1922
Außerdienststellung           28. Juni 1922 – 22. November 1940
LCDR Silas Bruce Moore         2. August 1940 – 14. September 1941
LCDR Sylvius Gazze          14. September 1941 – 21. September 1942
LCDR Doyle Murray Coffee            21. September 1942 – 16. Juni 1943
LCDR John Edward Page         16. Juni 1943 – 6. August 1943
LCDR Benjamin Thomas Brooks Jr.         6. August 1943 – 1. Juli 1944
LT Ralph Childs Jr.        1. Juli 1944 – 4. August 1945

USS COLHOUN ( APD-2 )

USS COLHOUN ( APD-2 )

Biografie

Edmund Ross Colhoun
* 6. Mai 1821 in Chambersburg, Pennsylvania
† 17. Februar 1897 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und dem amerikanischen Bürgerkrieg

Am 1. April 1839 wurde Edmund Ross Colhoun zum Midshipman ernannt. Man versetzte ihn von 1839 bis 1841 an Bord der Kriegskorvette USS MARION ( 1839 ) die zum Brasilien Geschwader gehörte. Danach diente Colhoun von 1842 bis 1844 an Bord der Fregatte USS CONGRESS ( 1841 ) zuerst zum Mittelmeer- und danach zum Brasilien Geschwader gehörte. Nachdem er von Bord der Fregatte gegangen war, besuchte Colhoun 1845 die Marineschule in Philadelphia, Pennsylvania und schloss dort sein Studium ab. Man beförderte ihn am 2. Juli 1845 zum Passed Midshipman. Er heiratete noch im selben Jahr Mary Ann Hays ( 15. juli 1825 – 11. Februar 1916 ). Sie hatten vier zusammen vier Kinder, unter ihnen Samuel Reed Colhoun ( 1846 – 1935 ), James Ross Colhoun ( 1848 – 1919 ) und Edda Colhoun Florence ( 1854 – 1873 . Nach seinem Landurlaub diente Edmund Ross Colhoun von 1846 bis 1847 an Bord der Fregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) die unter dem Oberbefehl von Commodore David Conner ( 1792 – 20. März 1856 ) während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieg einen Angriff auf Alvarado, Mexiko führte und danach unter dem Oberkommando von Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März 1858 ) in Tabasco, Mexiko kämpfte. Von 1850 bis 1851 diente Colhoun an Bord eines Wohnschiffes in Philadelphia und wechselte dann von 1851 bis 1853 an Bord der Fregatte USS ST. LAWRENCE ( 1848 ) die zum Pazifik Geschwader gehörte. Am 6. Januar 1853 beförderte man Colhoun zum Master. Aus den Reihen der US Navy trat er am 27. Juni 1853 aus. Mit dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges am 12. April 1861 kehrte Colhoun am 24. September 1861 in die US Navy zurück und erhielt den Rang eines Acting Lieutenant zuerkannt. Von 1861 bis 1862 war er der erste Kommandeur des Dampfschleppers USS SHAWSHEEN ( 1855 ). Danach wechselte er an Bord des dampfbetriebenen Kanonenbootes USS HUNCHBECK ( 1862 ). Dieses Schiff gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader. Vom 7. bis 8. Februar 1862 war die HUNCHBECK an der Schlacht von Roanoke Island beteiligt. Für die Schlacht um New Bern, North Carolina am 14. März transportierte das Kanonenboot sämtliche Artillerie für die US Army. Am 3. Oktober 1862 sollte die USS HUNCHBECK nach Franklin, Virginia fahren weil sich dort konföderierte Truppen sammelten. Bis eine Meile vor die Stadt schaffte es das Schiff. Dann musste Colhoun notgedrungen umdrehen da in dem Fluss Baumbarrikaden errichtet worden waren. Am 17. November beförderte man Colhoun zum Commander und übertrug ihm 1863 das Kommando über den Dampfer USS LODONA ( 1862 ) der ebenfalls zum Nordatlantikblockadegeschwader gehörte. Noch im selben Jahr wechselte er an Bord des Monitor USS WEEHAWKEN ( 1862 ) der zum Südatlantikblockadegeschwader gehörte. Mit dem Schiff führte Colhoun Aktionen gegen die konföderierten Forts, darunter fort Sumter, Fort Wagner und Fort Beauregard zwischen dem 10. Juli und dem 15. September durch. Von 1864 bis 1865 befehligte Colhoun den Monitor USS SAUGUS (1863 ). Mit dem Schiff engagierte er sich gegen die Artilleriestellung bei Howlett auf dem James River in Virginia am 21. Juni und am 5. Dezember 1864. Außerdem war Colhoun mit dem Schiff an Aktionen in North Carolina beteiligt. Mit dem Schiff nahm er an der Ersten und an der Zweiten Schlacht um Fort Fisher teil. Für seine Beteiligung an der Bombardierung und der Einnahme von Fort Fisher wurde Colhou lobend erwähnt. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg erhielt Colhoun im Jahre 1866 besondere Aufgaben im Hafen von New York City. Im Rang eines Flotten Kapitäns befehligte er von 1866 bis 1867 das Südpazifikgeschwader. Zum Captain ernannte man ihn am 2. März 1869 und übergab ihn das Kommando über den Monitor USS DICTATOR ( 1863 ) von 1869 bis 1870. Danach kommandierte Colhoun von 1873 bis 1874 die Kriegskorvette USS HARTFORD ( 1858 ) welche das Flaggschiff des asiatischen Geschwaders vom 12. Januar 1874 bis zum 29. Mai 1874 war. Im August 1874 übernahm Colhoun die Befehlsgewalt über die Kriegskorvette USS RICHMOND ( 1860 ) die das Flaggschiff des Südpazifikgeschwaders war. Im Juli 1875 begab er sich von Bord der Kriegskorvette. Man beförderte ihn am 26. April 1876 zum Commodore und übertrug ihm am 17. April 1877 das Kommando über die Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien. Am 15. Januar 1881 übergab er das Kommando wieder. Man übertrug ihm die besonderen Pflichten eines Inspektors für alle Schiffe in Kalifornien. Zum Rear Admiral ernannte man Colhoun am 3. Dezember 1882. In seinen Ruhestand versetzte man ihn am 6. Mai 1883 mit Erreichen seines 62. Lebensjahres. Colhoun verstarb am späten Abend des 17. Februar 1897 an einem Herzversagen in Washington DC. Er ist neben seiner Frau auf dem Arlington Nationalfriedhof in Arlington, Virginia begraben.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral Edmund Ross Colhoun bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS COLHOUN ( DD-85 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS COLHOUN ( DD-801 9 aus der FLETCHER – Klasse.


USS COLHOUN ( APD-2 )

Schiffsbiografie

Die USS COLHOUN ( DD-85 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Edmund Ross Colhoun benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das elfte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Forward Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 19. September 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Helen A. Colhoun, Tochter von Rear Admiral Edmund Ross Colhoun, taufte am 21. Februar 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Benyaurd Bourne Wygant stellte am 13. Juni 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung der USS COLHOUN, versetzte man den Zerstörer in die Atlantikflotte. Hier sollte das Kriegsschiff zwischen dem 30. Juni bis zum 14. September die Eskorte von Schiffskonvois, die Truppen und Hilfsmittel transportierten, zwischen dem Hafen von New York City und mehreren europäischen Häfen bilden. Im Hafen von New London, Connecticut sollte ein neues Sound Equipment getestet werden. Dazu legte die USS COLHOUN am 18. November in diesem Hafen an und das noch in der Entwicklung stehende Sonar wurde getestet. Am 1. Januar 1919 lief der Zerstörer dann aus dem New Yorker Hafen eiligst aus. Ziel war Fire Island, New York. Hier traf das Kriegsschiff auf den amerikanischen Truppentransporter SS NORTHERN PACIFIC ( 1914 ), der 194 amerikanische Soldaten an Bord hatte, welche vom europäischen Kriegsschauplatz zurück kehrten. Die USS COLHOUN eskortierte den Truppentransporter bis nach Hoboken, New Jersey, wo die Soldaten sich ausschifften. Nach einigen lokalen Übungen vor der Atlantikküste, versetzte man den Zerstörer am 1. Dezember 1919 in den reduzierten Dienst. Dadurch benötigte man nicht die komplette Schiffsbesatzungsstärke. In diesen Tagen lag das Kriegsschiff im Hafen der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Zwischenzeitlich nahm man in der Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia eine Überholung an dem Schiff vor und verlegte es dann in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Bis 1922 blieb die USS COLHOUN in diesem Reservestatus innerhalb der Atlantischen Flotte. Von Charleston aus nahm das Kriegsschiff an sporadischen Flottenübungen und großen Manövern teil und führte mehrere Midshipman Kreuzfahrten in der Karibik und entlang der US Ostküste durch. Mitte 1922 wechselte der Zerstörer erneut in die Philadelphia Naval Shipyard und wurde dort am 28. Juni außer Dienst gestellt.
Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte.
Als der Zweite Weltkrieg in Europa ausbrach und die Vereinigten Staaten mit hereingezogen werden könnten, wählte man die USS COLHOUN und drei weitere Schwesterschiffe aus der Reserveflotte aus und begann diese zu Schnellen Truppentransportern umzuwandeln. Dazu schleppte man die Kriegsschiffe am 5. Juni 1940 in die Norfolk Navy Yard. Hier befreite man die Zerstörer praktisch von jeglicher Bewaffnung, um Platz für Boote zu schaffen und modifizierte sie so um, dass Truppen so nah wie irgend möglich an die Küste angelandet werden konnten. Die USS COLHOUN klassifizierte man am 2. August 1940 zu einem Schnellen Truppentransporter mit der Kennung APD-2 um. Nach dem Abschluss aller Arbeiten stellte Lieutenant Commander Harold Raymond Demarest ( 26. Juli 1902 – 7. November 1989 ) am 11. Dezember 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Anschließend daran gliederte man die USS COLHOUN zusammen mit den Schwesterschiffen USS GREGORY ( APD-3 ), USS McKEAN ( APD-5 ) und USS LITTLE ( APD-4 ) in die Transport Division 12 ( TRANSDIV 12 ) ein. Zu Erprobungs- und Ausbildungsfahrten für die Besatzung des Schiffes und zur Beteiligung an Manövern der US Atlantikflotte, war die USS COLHOUN im Februar 1941 in der Karibik unterwegs. Gleich danach durchquerte das Schiff den Panamakanal und legte am 9. März im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Hier beteiligte sich der Schnelle Truppentransporter an amphibischen Übungen. Gleich danach kehrte die USS COLHOUN im Spätsommer an die US Ostküste zurück. Nach weiteren Ausbildungsfahrten, legte das Schiff am 1. Dezember im Trockendock der Norfolk Navy Yard an um sich einer Überholung zu unterziehen. Sechs Tage später griffen japanische Flugzeugstaffeln die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und die USA befand sich mitten im Zweiten Weltkrieg. Nachdem der Schnelle Truppentransporter das Trockendock wieder verlassen konnte, versetzte man ihn nach Charleston, South Carolina. Dort gliederte man die USS COLHOUN zusammen mit den Schnellen Truppentransportern USS GREGORY, USS LITTLE, USS McKEAN, USS MANLEY ( APD-1 ) und USS STRINGHAM ( APD-6 ) in den Konvoi BC 100. Aus New York kommend eskortierte der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und die Zerstörer USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ) mit den Zerstörer und Minensuchern USS HOWARD ( DMS-7 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ) und USS PALMER ( DMS-5 ) ab dem 21. Januar 1942 acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200. Vor Charleston gliederten sich zwei Tage später die Schnellen Truppentransporter in diesen Konvoi mit ein und eskortierten ihn bis zum Panamakanal, den sie am 31. Januar erreichten. Hier übernahmen die sechs Schnellen Truppentransporter zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES die Eskorte über die acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200 und geleiteten diese bis nach San Diego, Kalifornien. Dort legte der Konvoi am 14. Februar an. Sofort begann man mit weiteren Übungen an denen sich die USS COLHOUN beteiligte. Nach dem Abschluss dieser hauptsächlichen Anti-U-Boot Übungen im April, beteiligte sich das Schiff noch im selben Monat an Trainingseinheiten bei amphibischen Landungsübungen. Gleich mit dem Beginn des Monats Mai legten die Schnellen Truppentransporter ab und fuhren nach Pearl Harbor. Auch dort unterzogen sich die Schiffe und die Mannschaften mehrer Übungen. Mitte Mai fuhr die USS COLHOUN nach San Diego und musste sich dort bis zum 7. Juni einer intensiven Überholung unterziehen. Nach der Rückkehr im Hafen von Pearl Harbor, am 14. Juni bereitete man die Schiffe für ihren ersten Kriegseinsatz vor. Dafür legten sie am 7. Juli 1942 ab und fuhren nach Noumea, Neukaledonien um sich an der beginnenden Salomon Kampagne zu beteiligen. Im Hafen von Noumea legten die Schiffe am 21. Juli wieder an. Die USS COLHOUN verlegte man nun in die Task Force 62 deren Schiffe am 22. Juli in Wellington, Neuseeland ablegten. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS VINCENNES, USS CHICAGO ( CA-29 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS CALHOUN, USS GREGORY, USS LITTLE und USS McKEAN, die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Zuerst fuhren alle diese Schiffe zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Da zu Beginn des Krieges nicht genügend amerikanische Kampfschiffe vorhanden waren, musste die USS COLHOUN neben ihrer Aufgabe als Schneller Truppentransporter auch die Aufgabe eines Anti-U-Boot Kriegsschiffes übernehmen. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. An Bord der USS COLHOUN befanden sich Einheiten des 1. Marine Raider Bataillons. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Nachdem die Marines die USS COLHOUN und deren Schwesterschiffe verlassen hatten, blieben diese Schiffe im Bereich des Brückenkopfes und übernahmen weitere Aufgaben. Die andern Kriegsschiffe der TF 62 fuhren noch während der Kämpfe bis nach Savo Island weiter um die Landung von Norden her gegen die Japaner abzusichern. Hier kam es am 9. August zu einer für die Amerikaner verheerenden Schlacht in der sie vier Kreuzer verloren und fast alle andern Schiffe zum Teil schwer beschädigt wurden. Damit war der Nachschub für die amerikanischen Truppen auf Guadalcanal schwer gestört. Die vier Schnellen Truppentransporter waren nun aufgefordert diesen Mangel zu beheben. Sie transportierten frische Soldaten nach Guadalcanal, patrouillierten davor und beschützten die Versorgungsschiffe die Nachschub an Munition und anderer militärischer Güter aus Espiritu Santo, New Hebrides heranschafften. Am Morgen des 30. August 1942 lief die USS COLHOUN vor Kukum Point auf ihre vorgegebene Position damit mitgeführtes Kriegsmaterial für eine US Marine Corps Garnison auf Guadalcanal angelandet werden konnte. Anschließend verließ der Schnelle Truppentransporter wieder diese Position um Anti-U-Boot Patrouillen durchzuführen. Kurz nach 12:00 Uhr gab es auf dem Kriegsschiff einen ersten Luftalarm, da war der Schnelle Truppentransporter schon auf der offenen See. Zwei Stunden später erfolgte der zweite Luftalarm und alle Geschützmannschaften waren auf ihrem Posten. Da erblickte man auch schon die ersten japanischen Maschinen, die direkt aus der Sonne kommend auf das Schiff zu flogen. Diese warfen insgesamt drei Bomben auf die USS COLHOUN ab. Zwei davon fielen in der Nähe des Kriegsschiffes ins Wasser und explodierten dort. Die dritte explodierte zwischen der Suchscheinwerferplattform und einem Rettungsboot. Dabei wurden die Davids weggesprengt und die Luken zum Maschinenraum blockiert. Außerdem brach ein Feuer aus das vom Dieselöl genährt wurde und sich rasend schnell auf dem Schiff ausbreitete. Die Schiffsbesatzung versuchte fieberhaft dieses Feuer zu löschen. Da griffen auch schon die nächsten japanischen Piloten an, die sich vor den Schiffsflakbatterien mit ihren Maschinen in den Wolken versteckt hatten. Sechs Bomben fielen nun auf die Steuerbordseite des Schnellen Truppentransporter herab. Die dann entstehende Explosion durch eine der Bomben riss den Vordermast aus der Verankerung und schleuderte zwei 20 mm und ein 100 mm Schiffsgeschütz samt Mannschaft über Bord. Im hinteren Maschinenraum explodierte eine weitere Bombe. Durch diese Explosion wurde eine Schmierölkühlerpumpe durch die Schottwand in den vorderen Maschinenraum geschleudert. Zwei weitere Bomben schlugen auf der Deckhaus ein und töteten dort alle Männer. Jetzt gab Lieutenant George Bernard Madden ( 28. Februar 1909 – 24. März 1982 ), Kommandant der USS COLHOUN, den Befehl zum Verlassen des Schnellen Truppentransporters. Mehrere Panzerlandungsboote eilten von Guadalcanal aus dem schwer beschädigten Kriegsschiff zu Hilfe um die Überlebenden zu übernehmen. Der Schnelle Truppentransporter sank auf der Position 09° 24’ Süd 160° 01’ Ost. Insgesamt einundfünfzig Besatzungsmitglieder fanden den Tod während dieses Luftangriffs und achtzehn wurden zum Teil schwer verletzt. Den Namen USS COLHOUN ( APD-2 ) strich man am 11. September 1942 von der US Navy – Liste.


USS COLHOUN ( APD-2 )
Commanding Officer

CDR Benyaurd Bourne Wygant         13. Juni 1918 – 7. Juli 1919
LT Roy Trent Gallenmore          7. Juli 1919 – 10. Februar 1920
LT Julius Caesar Delpino          10. Februar 1920 – 12. März 1920
LT Roy Trent Gallenmore            12. März 1920 – 3. April 1920
ENS John Albert Pierson          3. April 1920 – 10. April 1920
LT William Hereford Ball          10. April 1920 – 16. November 1921
LCDR Lyell St.Louis Pamperin          16. November 1921 – 28. Juni 1922
Außerdienststellung          28. Juni 1922 – 11. Dezember 1940
LCDR Harold Raymond Demarest          11. Dezember 1940 – 30. September 1941
LCDR Edward Christian Loughead           30. September 1941 – 7. Juli 1942
LT George Bernard Madden         7. Juli 1942 – 30. August 1942

USS GREGORY ( APD-3 )

USS GREGORY ( APD-3 )

Biografie

Francis Hoyt Gregory
* 9. Oktober 1789 in Norwalk, Connecticut
† 4. Oktober 1866 in Brooklyn, New York
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812 und im amerikanischen Bürgerkrieg

Francis Hoyt Gregory war der Sohn von Moses Gregory ( 13. Februar 1766 – 28. Februar 1845 )und Ester Hoyt ( 9. November 1769 – 28. März 1851 ) und der dritte Urenkel von John Gregory ( 1612 in Nottinghamshire, England – 15. August 1689 in Norwalk, Kolonie Connecticut ). Dieser kam als John Griggorie nach Amerika und war der erste Siedler der Norwalk gründete.
Francis Hoyt Gregory erhielt eine allgemeine Schulausbildung und diente ab 1807 in der noch jungen amerikanischen Handelsmarine. Hier sah er in einem typischen Vorfall, der von den Briten provoziert worden war, wie sich so langsam die amerikanische wie auch die britische Seite auf den Krieg von 1812 vorbereiteten. Das Handelsschiff auf dem Gregory diente, wurde von den Briten aufgebracht und dessen Besatzung gefangen genommen. Das schrie im Innern von Gregory nach Rache. Er konnte aus der Gefangenschaft entkommen und meldete sich bei der US Navy. US Präsident Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie Virginia – 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) persönlich ernannte ihn am 16. Januar 1809 zum Midshipman. Man versetzte Gregory an Bord des Schoners USS REVENGE ( 1806 ) den Lieutenant Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 in South Kingstown, Rhode Island – 23. August 1819 vor Trinidad ) kommandierte. Doch schon im März 1809 versetzte man Gregory in das Golfgeschwader, das in New Orleans, Louisiana lag. Von der USS REVENGE aus wechselte Midshipman Gregory im Februar 1810 an Bord des Bomben Ketch USS VESUVIUS ( 1806 ), den Lieutenant Benjamin F. Read befehligte. In diesem Monat wurde in der Mündung des Mississippi das französische Piratenschiff DUC de MONTEBELLO erobert, ein Schoner den die spanische Regierung aus den kubanischen Gewässern vertrieben hatte. Dieses Piratenschiff wurde nach New Orleans, Louisiana geschickt. Dort wurde die Besatzung wegen Piratentums verurteilt und das Schiff verkauft. Noch im selben Monat kommandierte Midshipman Francis Hoyt Gregory mehrere Ruderboote von der USS VESUVIUS mit denen der französische Piratenschoner DIOMEDE und das Sklavenschiff ALEXANDRIA aufgebracht werden konnten. Das Sklavenschiff war mit einer vollen Ladung Sklaven an Bord unterwegs und man hatte die Flaggen der Briten gehisst. Im Jahre 1811 ging Gregory von Bord der USS VESUVIUS und übernahm das Kommando über das Gun Boat 162 und bekam den Rang eines Masters zugesprochen. Mit diesem Boot war er an drei bemerkenswerten Handlungen beteiligt. Am 7. August traf man vor Pensacola, Florida auf den französischen Piratenschoner LA FRANCHISE. Dieses Schiff wurde umgehend angegriffen und schwer beschädigt. Allerdings konnte es trotzdem entkommen. Drei Tage später traf dieses Gun Boat 162 vor Mobile, Louisiana auf den Piratenschoner SANTA MARIA. Dieses Schiff wurde geentert und gefangen genommen. Und dann kam der 11. September. An diesem Tag traf Midshipman Gregory und seine Mannschaft zwischen Brassa und Barataria, Louisiana auf das französische Piratenschiffe LA DIVINA und die Piratenschoner LA SOPHIE und LE VENGEANCE. Alle diese drei feindlichen Schiffe wurden gefangen genommen, obwohl sie ein bedeutend größeres Waffenarsenal besaßen. Am 28. Juni 1812 beförderte man Gregory zum Lieutenant und diente am Lake Ontario unter Commodore Isaak Chauncey ( 20. Februar 1772 in Black Rock, Kolonie Connecticut – 20. Januar 1840 in Washington DC ). Hier nahm er an Angriffen auf Toronto, Kingston un d Fort George teil. Im August 1814 nahmen die Briten Gregory gefangen. Man verweigerte ihm das Recht sich ab nun von jedweden Kampfhandlungen gegen die Briten fernzuhalten. Man brachte ihn nach England und hielt ihn dort achtzehn Monate gefangen. Die Feindseligkeiten waren aber schon im Juli 1815 beendet worden. Nach seiner Freilassung versetzte man Lieutenant Gregory zum Mittelmeergeschwader. Hier war er bis 1821 vor der nordafrikanischen Küste tätig und bekämpfte die dortigen algerischen Piraten. Noch im selben Jahr kehrte er an die US Ostküste zurück un d begab sich an die Washington Navy Yard in Washington DC, wo der Schoner USS GRAMPUS ( 1821 ) seiner Vollendung zuging. Hier übernahm er das Kommando über das Schiff und im August 1821 stellte er es in den Dienst der US Navy. Dieser Schoner war ein Teil des Westindischen Geschwaders und sollte in den karibischen Gewässern gegen die dort vorherrschenden Piraten vorgehen. Zusammen mit den Schonern USS ENTERPRISE ( 1799 ), USS PORPOISE ( 1820 ) und USS SHARK ( 1821 ) und den Brigs USS HORNET ( 1805 ) und USS SPARK ( 1813 ) sollten die in der Karibik fahrenden Handelsschiffe als Konvois zusammengefasst werden um so die Piratentätigkeit einzuschränken. Am 16. August 1822 kam es zu einem Kampf mit einer Brig, die die spanischen Farben auf ihrem Top führte. Lieutenant Gregory vermutete aber, dass dies ein Piratenschiff sei. Deshalb forderte er den Kommandanten des Schiffes auf sich zu ergeben. Wenige Sekunden später wurden von dem unbekannten Schiff mehrere Kanonen und Langbüchsen abgefeuert. Gregory ließ daraufhin seine Kanonen antworten und innerhalb von dreieinhalb Minuten war das Schiff ein schwimmendes Wrack. Die Mannschaft der Brig ergab sich und man fand nun heraus, dass das Schiff PALMYRA hieß und der Kommandant ein von Puerto Rico stammender Pirat war. In der Karibik konnte Lieutenant Gregory das berüchtigte Piratenschiff PANCHITA und noch mehrere andere Piratenschiffe zerstören. Wenige Wochen später ging Gregory von Bord der USS GRAMPUS und begab sich erneut in die Washington Navy Yard. Hier wurde seit dem 20. September 1821 die Fregatte USS BRANDYWINE ( 1825 ) gebaut auf der der französische General Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette ( 6. September 1757 in Chavaniac, Frankreich – 20. Mai 1834 in Paris, Frankreich ) nach Hause gebracht werden sollte. Noch weit vor der Taufe der Fregatte, wurde eine 64 Kanonen Fregatte auf der selben Werft fertiggestellt die für Griechenland bestimmt war. Diese Fregatte brachte Gregory 1824 als Geschenk an die revolutionäre Regierung in ihr Bestimmungsland, damit dieses sich gegen Angriffe des Osmanischen Reiches erwehren konnte. Gleich nach der Übergabe kehrte Gregory an die US Ostküste zurück und diente bis 1828 auf der New York Navy Yard. Danach wechselte er an die Pazifikküste und übernahm dort 1831 das Kommando über das Kriegsschiff USS FALMOUTH ( 1827 ). Mit diesem Schiff führte er in den folgenden drei Jahren, zusammen mit den Schiffen des Pazifikgeschwaders mehrere Kreuzfahrten durch. Anschließend übernahm Gregory für ein Jahr das Kommando über dieses Geschwader. Im Jahre 1838 beförderte man ihn zum Captain. Jetzt übernahm Gregory das Kommando über das 74 Kanonen führende Linienschiff USS NORGH CAROLINA ( 1820 ). Mit dem Schiff wurden die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko und der bedeutende amerikanische Handel im östlichen Pazifik bis März 1839 beschützt. Wegen der Größe des Linienschiffes, war das Kriegsschiff nicht sehr flexibel gegenüber kleineren Schiffen. Daher kehrte die USS NORTH CAROLINA im Juni in die New York Navy Yard zurück und diente hier als Receiving Ship. Captain Gregory übergab das Kommando über das Linienschiff. In der New York Navy Yard übernahm er später das Kommando über die neugebaute dreimastige Segelfregatte USS RARITAN ( 1843 ). Am 20. Februar 1844 verließ dieses Schiff den Hafen und segelte in den Südatlantik. Hier ernannte Commodore Daniel Turner ( 1794 – 4. Februar 1850 in Philadelphia, Pennsylvania ), Kommandeur des Südatlantikgeschwaders, die USS RARITAN zu seinem Flaggschiff. Erst im November 1845 kehrte Gregory mit der Fregatte in die Vereinigten Staaten zurück und legte im Hafen von Pensacola, Florida an. Hier integrierte man die Fregatte in das Heimatgeschwader. Dieses blockierte die Ostküste von Mexiko und unterstützte die US Army während des mexikanisch – amerikanischen Krieg. In diesem Geschwader war die USS RARITAN das Flaggschiff von Commodore David Conner ( 1792 in Harrisburg, Pennsylvania – 20. März 1856 in Philadelphia, Pennsylvania ). Anfang Mai 1846 unterstützte die USS RARITAN die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) bei der Landung von 500 Soldaten in Port Isabel, Texas um den dortigen Militärstützpunkt zu verstärken. Diese Truppen waren für General Zachary Taylor ( 24. November 1784 in Barboursville, Virginia – 9. Juli 1850 in Washington DC ) bestimmt. Es kam am 8. Mai zur Schlacht von Palo Alto, die die amerikanischen Truppen gewannen. Nach dem Mexikanisch – amerikanischen Krieg wechselte Gregory nach Boston, Massachusetts. Dort ging er an Bord der Kriegsschaluppe USS PORTSMOUTH ( 1843 ). Er hatte das Kommando über das afrikanische Geschwader übernommen, welches entlang der afrikanischen Westküste kreuzte und die USS PORTSMOUTH war sein Flaggschiff. Am 29. August 1848 legte die Kriegsschaluppe in Boston ab und segelte nach Osten zur afrikanischen Küste. Bis zum 1. Februar 1849 patrouillierte das Schiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy um den Sklavenhandel zu unterdrücken um dann von September 1849 bis Mai 1851 erneut vor dieser Küste zu kreuzen. Am 26. Juni 1851 legte die USS PORTSMOUTH wieder im Hafen von Boston an und Gregory ging von Bord. Das Kommando über die Boston Navy Yard übernahm er ab Mai 1852 und behielt dieses bis Februar 1856. Nach fast fünfzig Jahren auf See, zog sich Francis Hoyt Gregory in den Ruhestand zurück. Als ab dem 12. April 1861 der Sezessionskrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten der USA begann, kehrte er zur US Navy zurück und erhielt den Rang eines Commodore. In den vier Jahren des Bürgerkrieges bestand seine Hauptaufgabe darin in den privaten Werften den Bau und die Montage von Seeschiffen zu überwachen. Darunter befanden sich auch mit Eisen verkleidete Schiffe. Am 16. Juli 1862 beförderte man ihn zum Rear Admiral. Nach dem Ende des Krieges zog er sich wieder in seinen Ruhestand in Brookly, New York zurück. Hier verstarb er am 4. Oktober 1866 und wurde in New Haven, Connecticut begraben.

Francis Hoyt Gregory war mit Elizabeth Shaw ( 23. Juli 1801 – 9. Dezember 1873 in New Haven, Connecticut ), Tochter von Commodore John Shaw ( 1773 in Mountmellick, County Laois, Irland – 17. September 1823 in Philadelphia, Pennsylvania ), verheiratet. Beide hatten eine Tochter, Virginia Gregory ( 28. August 1823 in New Haven, Connecticut – 30. November 1898 ). Diese heiratete Charles Roberts Ingersoll ( 16. September 1821 in New Haven, Connecticut – 25. Januar 1903 in New Haven, Connecticut ), ein US amerikanischer Politiker der Demokraten und von 1873 bis 1877 Gouverneur von Connecticut. Das Paar hatte sechs Kinder.


USS GREGORY ( APD-3 )

Schiffsbiografie

Die USS GREGORY ( DD-82 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Forward Shipbuilding Company in Quincy, Massachusetts wurde am 25. August 1917 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. George S. Trevor, Urenkelin von Rear Admiral Francis Hoyt Gregory, taufte am 27. Januar 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Arthur Philip Fairfield ( 29. Oktober 1877 in Saco, York County, Maine – 14. Dezember 1946 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) stellte am 1. Juni 1918 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Schon am 25. Juni 1918 legte die USS GREGORY im Hafen von New York ab und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Brest, Frankreich. Während des letzten Sommers im Ersten Weltkrieg begleitete der Zerstörer mehrere Handelsschiffe auf ihren Fahrten zwischen französischen und britischen Häfen die von den Alliierten besetzt waren. Als der Krieg sich dem Ende näherte, wurde die USS GREGORY am 2. November 1918 dem Patrouillengeschwader in Gibraltar zugeteilt. Neben den Patrouillen im Atlantik und im Mittelmeer beförderte der Zerstörer auch Passagiere. Außerdem übernahm das Kriegsschiff Lieferungen an die Adriaküste und unterstützte die Überwachung und Einhaltung des österreichischen Waffenstillstandes gegenüber Italien. Nach sechs Monaten mit dieser Pflicht, wechselte der Flachdeckzerstörer zu den Seestreitkräften die an den Entlastungsmissionen seit dem 28. April 1919 im westlichen Mittelmeer teilnahmen. Innerhalb dieser Streitkräfte befand sich auch das Schlachtschiff USS ARIZONA (BB-39 ). Zusammen mit diesem Kriegsschiff brachte die USS GREGORY Militärgüter und Passagiere nach Smyrna, Konstantinopel und Batum. Auf der Rückfahrt nach Gibraltar befand sich der amerikanische Konsul aus Tiflis, Russland und einige britische Offiziere an Bord des Zerstörers. In Gibraltar gingen diese von Bord und der Zerstörer fuhr weiter bis an die US Ostküste. Im Hafen von New York legte das Kriegsschiff am 13. Juni 1919 an. In den folgenden Monaten lag die USS GREGORY in Tompkinsville, New York, in der Brooklyn Navy Yard in Brooklyn, New York und in der Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Am 4. Januar 1921 legte dann der Zerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff für ein Jahr an lokalen Trainingsoperationen, die am 12. April 1922 endeten. Die USS GREGORY verließ wieder Charleston und fuhr in die Philadelphia Navy Yard zurück. Hier stellte man den Zerstörer am 7. Juli 1922 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Als der Zweite Weltkrieg in Europa ausbrach und die Vereinigten Staaten mit hereingezogen werden könnten, wählte man die USS GREGORY und drei weitere Schwesterschiffe aus der Reserveflotte aus und begann diese zu Schnellen Truppentransportern umzuwandeln. Man befreite die Zerstörer praktisch von jeglicher Bewaffnung um Platz für Boote zu schaffen und modifizierte sie so um, dass Truppen so nah wie irgend möglich an die Küste angelandet werden konnten. Die USS GREGORY
klassifizierte man am 2. August 1940 zu einem Schnellen Truppentransporter mit der Kennung APD-3 um. Nach dem Abschluss aller Arbeiten stellte Lieutenant Commander William Drane Brown ( 21. Oktober 1902 in Punta Gorda, Florida – 11. Januar 1991 im Gainesville Florida Medical Center Hospital ) am 4. November 1940 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Anschließend daran gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schwesterschiffen USS COLHOUN ( APD-2 ), USS McKEAN ( APD-5 ) und USS LITTLE ( APD-4 ) in die Transport Division 12 ( TRANSDIV 12 ) ein. Zu Erprobungs- und Ausbildungsfahrten für die Besatzung des Schiffes und zur Beteiligung an Manövern der US Atlantikflotte, war die USS GREGORY im Februar 1941 in der Karibik unterwegs. Gleich danach durchquerte das Schiff den Panamakanal und legte am 9. März im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Hier beteiligte sich der Schnelle Truppentransporter an amphibischen Übungen. Gleich danach kehrte die USS GREGORY im Spätsommer an die US Ostküste zurück. Nach weiteren Ausbildungsfahrten, legte das Schiff am 1. Dezember im Trockendock der Norfolk Navy Yard an um sich einer Überholung zu unterziehen. Sechs Tage später griffen japanische Flugzeugstaffeln die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an und die USA befand sich mitten im Zweiten Weltkrieg. Nachdem der Schnelle Truppentransporter das Trockendock wieder verlassen konnte, versetzte man ihn nach Charleston, South Carolina. Dort gliederte man die USS GREGORY zusammen mit den Schnellen Truppentransportern USS COLHOUN, USS LITTLE , USS McKEAN, USS MANLEY ( APD-1 )  und USS STRINGHAM ( APD-6 ) in den Konvoi BC 100. Aus New York kommend eskortierte der Schwere Kreuzer USS VINCENNES ( CA-44 ) und die Zerstörer USS HILARY P JONES ( DD-427 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS INGRAHAM ( DD-444 ), USS LUDLOW ( DD-438 ) und USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ) mit den Zerstörer und Minensuchern USS HOWARD ( DMS-7 ), USS HAMILTON ( DMS-18 ) und USS PALMER ( DMS-5 ) ab dem 21. Januar 1942 acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200. Vor Charleston gliederten sich zwei Tage später die Schnellen Truppentransporter in diesen Konvoi mit ein und eskortierten ihn bis zum Panamakanal, den sie am 31. Januar erreichten. Hier übernahmen die sechs Schnellen Truppentransporter zusammen mit dem Schweren Kreuzer USS VINCENNES die Eskorte über die acht Truppentransportschiffe aus dem Konvoi BT 200 und geleiteten diese bis nach San Diego, Kalifornien. Dort legte der Konvoi am 14. Februar an. Sofort begann man mit weiteren Übungen an denen sich die USS GREGORY beteiligte. Nach dem Abschluss dieser Übungen im April, beteiligte sich das Schiff noch im selben Monat an Trainingseinheiten bei amphibischen Landungsübungen. Gleich mit dem Beginn des Monats Mai legten die Schnellen Truppentransporter ab und fuhren nach Pearl Harbor. Auch dort unterzogen sich die Schiffe und die Mannschaften mehrer Übungen. Mitte Mai fuhr die USS GREGORY nach San Diego und musste sich dort bis zum 7. Juni einer intensiven Überholung unterziehen. Nach der Rückkehr im Hafen von Pearl Harbor, am 14. Juni bereitete man die Schiffe für ihren ersten Kriegseinsatz vor. Dafür legten sie am 7. Juli 1942 ab und fuhren nach Noumea, Neukaledonien um sich an der beginnenden Salomon Kampagne zu beteiligen. In Noumea, Neukaledonien legten die Schiffe am 21. Juli wieder an. Die USS GREGORY verlegte man nun in die Task Force 62 deren Schiffe am 22. Juli in Wellington, Neuseeland ablegten. Die TF befehligte Rear Admiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Watchtower“. In der TF befanden sich die amerikanischen Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ), USS VINCENNES ( CA-44 ), USS QUINCY ( CA-39 ) und USS ASTORIA ( CA-34 ), die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS CANBERRA ( D-33 ), der amerikanische Leichte Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und der australische Leichte Kreuzer HMAS HOBART ( D-63 ), die amerikanischen Zerstörer USS JARVIS ( DD-393 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS BLUE ( DD-387 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS MONSSEN ( DD-436 ), USS HELM ( DD-388 ), USS SELFRIDGE ( DD-357 ), USS HENLEY ( DD-391 ), USS MUGFORD ( DD-389 ), USS HULL ( DD-350 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ) und USS ELLET ( DD-398 ), die Zerstörer und Minensucher USS HOPKINS ( DMS-13 ), USS TREVER ( DMS-16 ), USS ZANE ( DMS-14 ), USS SOUTHARD ( DMS-10 ) und USS HOVEY ( DMS-11 ), der Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ), die Schnellen Truppentransporter USS GREGORY, USS LITTLE, USS McKEAN und USS CALHOUN, die Truppentransporter USS GEORGE F ELLIOT ( AP-13 ) und USS PRESIDENT HAYES ( AP-39 ), die Angriffstruppentransporter USS FULLER ( APA-7 ), USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18 ), USS NEVILLE ( APA-9 ), USS HUNTER LIGGETT ( APA-14 ), USS HEYWOOD ( APA-6 ), USS ZELIN ( APA-3 ), USS McCAWLEY ( APA-4 ), USS BARNETT ( APA-5 ), USS AMERICAN LEGION ( APA-17 ), USS PRESIDENT ADAMS ( APA-19 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ), die Angriffsfrachtschiffe USS BELLATRIX ( AKA-3 ), USS FORMALHAUT ( AKA-5 ), USS ATHENA ( AKA-9 ), USS BETELGEUCE ( AKA-11 ) und USS LIBRA ( AKA-12 ) und das Frachtschiff USS ALCHIBA ( AK-23 ). Die Truppentransportschiffe hatten insgesamt 20.000 Marines an Bord. Die Schiffe der TF 62 gehörten zu den insgesamt 84 Schiffen die die Invasion von Guadalcanal, Salomonen durchführen sollten. Zuerst fuhren alle diese Schiffe zu den Fidschi Inseln. Hier wurden vom 28. bis zum 30. Juli die Anlandungen auf Guadalcanal geprobt. Auf der Fahrt dann zu den Salomonen verschlechterte sich immer mehr das Wetter. Es begann zu regnen und schwerer Nebel strich über das Wasser. Japanische Suchflugzeuge konnten bei solch einem Wetter nicht aufsteigen. In der Morgendämmerung des 7. August erreichten die Schiffe der TF 62 ihr Einsatzgebiet. Um 6:50 Uhr begann die erste amphibische Landeoperation der Alliierten im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges. Da waren schon durch die Trägerflugzeuge der Task Force 61 und die Flugzeuge der Task Force 63 mehrere Luftangriffe auf die japanischen Verteidiger geflogen worden. Auch die Kreuzer ließen zuvor ihre Granaten auf japanische Stellungen niedergehen. Nachdem die Marines die USS GREGORY und deren Schwesterschiffe verlassen hatten, blieben diese Schiffe im Bereich des Brückenkopfes und übernahmen weitere Aufgaben. Die andern Kriegsschiffe der TF 62 fuhren noch während der Kämpfe bis nach Savo Island weiter um die Landung von Norden her gegen die Japaner abgesichert werden konnte. Hier kam es am 9. August zu einer für die Amerikaner verheerenden Schlacht in der sie vier Kreuzer verloren und fast alle andern Schiffe zum Teil schwer beschädigt wurden. Damit war der Nachschub für die amerikanischen Truppen auf Guadalcanal schwer gestört. Die vier Schnellen Truppentransporter waren nun aufgefordert diesen Mangel zu beheben. Sie transportierten frische Soldaten nach Guadalcanal, patrouillierten davor und beschützten die Versorgungsschiffe die Nachschub an Munition und anderer militärischer Güter aus Espiritu Santo, New Hebrides heranschafften. Am 30. August wurde durch japanische Flugzeuge die USS CALHOUN versenkt. Die drei übrig gebliebenen Schnellen Truppentransporter unterstützten aber weiterhin die Marines. So patrouillierten sie weiterhin in den Gewässern des Iron Bottom Sound zwischen Guadalcanal und Florida Island. Am 4. September verließ die USS GREGORY zusammen mit der USS LITTLE die Strände von Guadalcanal und transportierten Truppen der Eliteeinheit Mariens-Raiders sowie Waffen und Munition nach Savo Island wegen eines unbegründeten Gerüchtes, dass dort japanische Soldaten gelandet seien. Nach der Überprüfung der Falschmeldung transportierten beide Schiffe die Marines zurück nach Lunga Point, Guadalcanal. Der Himmel in der Nacht vom 4. zum 5. September war stark bewölkt und damit ungewöhnlich dunkel. Divisionskommandeur Commander Hugh William Hadley ( 17. Februar 1901 – 5. September 1942 ), Kommandeur der Transport Division 12, beschloss wegen der dunklen Nacht mit den Schiffen nicht vor Lunga Point die Nacht abzuwarten und die Patrouillen wieder aufzunehmen sondern nach Tulagi Harbor zu fahren, da keine sichtbaren Landmarken ausgemacht werden konnten. Gegen 1:00 Uhr Frühmorgens am 5. September 1942 beobachtete man auf der USS LITTLE blinkende Waffen im Osten und man glaubte das es ein feindliches U-Boot wäre. Augenblicke später flog eine amerikanische PBY Catalina über Savo Island und ließ durch fünf Fackeln die Nacht erhellen. Auf den APD´s sah man nicht sehr viel da man selber durch das Licht der Fackeln wie auf einem Präsentierteller saß. Da tauchten plötzlich die japanischen Zerstörer YUDACHI, HATSUYUKI und MURAKUMO auf, die Truppen und Nachschub für Guadalcanal geliefert hatten. Umgehend begannen die Japaner mit dem Beschuss der zwei amerikanischen Schnellen Truppentransporter. Die USS GREGORY erwiderte sofort das Feuer, nahm aber mehrere direkte Treffer und lag dann schon drei Minuten später hilflos im Wasser. Zwei Kessel waren geplatzt und das Deck des Zerstörers stand in Flammen. Der Kommandant des Schnellen Truppentransporters, Lieutenant Commander Harry Frederick Bauer ( 17. Juli 1904 – 5. September 1942 ), der selbst ernsthaft verwundet worden war, gab den Befehl zum Verlassen des Schiffes. Zwei Mannschaftsmitglieder wollten den verletzten LCDR Bauer von der USS GREGORY bringen, doch dieser befahl das sich diese beiden einem anderen vor Schmerzen schreienden Kameraden zuwenden sollten. LCDR Bauer ging mit dem Schiff zwanzig Minuten später unter und erhielt posthum den Silver Star verliehen. Insgesamt verloren 11 Mannschaftsmitglieder ihr Leben von der USS GREGORY.
Nachdem die Crew des Schnellen Truppentransporters sich im Wasser befand, begannen die japanischen Schiffe nicht auf die beiden hilflos daliegenden amerikanischen Schiffe zu schießen, sondern auf deren im Wasser befindenden Mannschaften. Sechs Mannschaftsmitglieder der USS GREGORY schwammen die gesamte Nacht durch bis nach Guadalcanal.
Den Namen USS GREGORY ( APD-3 ) ex ( DD-82 ) strich man am 2. Oktober 1942 von der US Navy – Liste.


USS GREGORY ( APD-3 )
Commanding Officer

CDR Arthur Philip Fairfield         1. Juni 1918 – 10. Oktober 1918 (erreichter Rang VADM)
LCDR Charles William McNair        10. Oktober 1918 – 5. Dezember 1918
CDR Owen Bartlett        5. Dezember 1918 – 10. Januar 1919
LCDR Abel Trood Bidwell       10. Januar 1919 – 2. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LT Robert Wing McReynolds Jr.        2. April 1921 – 7. Juli 1922
Außerdienststellung         7. Juli 1922 – 4. November 1940
LCDR William Drane Brown       4. November 1940 – 13. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Harry Frederick Bauer         13. Dezember 1941 – 5. September 1942
LT Heinrich Heine Jr.         5. September 1942 – 5. September 1942

USS COFER ( APD-62 )

USS COFER ( APD-62 )

Biografie

John Joseph Cofer
* 30. November 1919 in Louisville, Jefferson County, Georgia
† 13. November 1942 auf der USS AARON WARD ( DD-482 ) während der Schlacht um Guadalcanal, Salomon Islands
war Seaman First Class

John Joseph Cofer war der Sohn von Charles Rudolph Cofer und Mary Jane Tucker Cofer. Er hatte sieben Geschwister und war das zweite Kind. John Joseph Cofer meldete sich zur US Navy freiwillig noch bevor die USA in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren. Nach der Grundausbildung und dem Dienst auf einem Zerstörer, versetzte man ihn auf den Zerstörer USS AARON WARD ( DD-483 ) der am 4. März 1942 von Commander Orville Francis Gregor ( 1. April 1903 – 24. Februar 1978 ) in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Hier diente Seaman Cofer in der Feuerleitstelle der Hauptbatterie. Ab der Indienststellung des Zerstörers erlebte John Joseph Cofer die ersten Tage des Krieges im Pazifik. So nahm er an den Operationen entlang der US Westküste und vor den Hawaiianischen Inseln und bei den ersten Kämpfen um die Ostsalomonen teil. Am 9. November verließ die USS AARON WARD zusammen mit den Schiffen der Task Group 67.2 den schützenden Hafen von Noumea, Neukaledonien. Ziel war Lunga Point auf Guadalcanal wohin frische Truppen transportiert werden mussten. Zwei Tage später erreichten die Schiffe die vorgegebene Position und die Truppen wurden entladen. Aber zum selben Zeitpunkt wollten auch die Japaner frische Truppen auf Guadalcanal landen. Um dies zu unterbinden fuhren die amerikanischen Schiffsverbände Richtung Norden und stießen auf die japanischen Schiffe aus der 2. und 8. Flotte. Diese japanischen Verbände hatten wiederum den Befehl den amerikanischen Flugplatz Henderson Field zu vernichten. In der Nacht zum 13. November stießen beide Flotten aufeinander. Es kam zum erbitterten Kampf. Seaman Cofer konnte von der Feuerleitstelle aus den Geschützmannschaften die Koordinaten eines feindlichen Zerstörers geben. 25 Salven trafen daraufhin den japanischen Zerstörer AKATSUKI. Das feindliche Schiff begann zu sinken und von der 197-köpfigen Besatzung konnten sich nur 18 retten. Gleich danach gab Cofer neue Zielkoordinaten an die Geschützmannschaften weiter und diese konnten vier Salven direkt auf das Ziel abfeuern. Da traf eine Granate die USS AARON WARD und zerriss den Feuerleitstand. Unter den Toten befand sich auch Seaman First Class John Joseph Cofer. In den folgenden Minuten erhielt der Zerstörer weitere acht direkte Treffer, konnte aber aus der Gefahrenzone noch während der Schlacht gebracht werden.
Von diesen neun direkten Treffern die der Zerstörer einstecken musste während der Schlacht, verloren insgesamt 15 Besatzungsmitglieder ihr Leben und 57 wurden zum Teil schwer verletzt.


USS COFER ( APD-62 )

Schiffsbiografie

Die USS COFER ( DE-208 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman First Class John Joseph Cofer benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina wurde am 12. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Jane Tucker Cofer, Mutter von Seaman First Class John Joseph Cofer, taufte am 6. September 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alvin Paul Chester ( USNR ) stellte am 19. Januar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt eskortierte die USS COFER zwei Schiffskonvois im Zeitraum vom 23. März bis zum 30. Juni nach Nordafrika. Der erste Schiffskonvoi verließ New York und wurde bis nach Gibraltar begelitet und der zweite Schiffskonvoi von Norfolk, Virginia bis nach Bizerte, Tunesien. Nachdem der Geleitzerstörer am 30. Juni wieder in New York angelegt hatte, wählte man das Kriegsschiff aus um es zu einem Schnellen Truppentransporter umzubauen. Dazu klassifizierte man am 5. Juli 1944 die USS COFER um und übergab dem Schiff die Kennung APD-62. Damit gehörte das Schiff zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Nach dem Abschluss des Umbaus legte die USS COFER am 26. September in New York ab und durchquerte Anfang Oktober den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps bei San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 4. November den Hafen von Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea. Hier gliederte man die USS COFER in die 7. US Flotte ein. An Bord des Schnellen Truppentransporters schifften sich amerikanische Truppen ein die für den Kampf um die philippinische Insel Leyte bestimmt waren. Am 17. November legte der Truppentransportkonvoi in Hollandia ab und fuhr westwärts. Auf dem Weg nach Leyte wurde dieser Schiffskonvoi durch japanische Flugzeuge angegriffen. Die Landung der mitgeführten Soldaten erfolgte am 24. November. In rasender Geschwindigkeit mussten die Truppen von Bord, da erneut ein feindlicher Luftangriff tobte. Noch am selben Tag verließ der Schnelle Truppentransporter Leyte, es waren noch nicht alle mitgeführten Truppen von Bord gekommen, und fuhr zu den Palau Inseln. Dort legte das Schiff zwei Tage später an und nahm zusätzliche frische Truppen aus der 77. Infanteriedivision für die folgende Landeoperation in der Ormoc Bay, Leyte an Bord auf. Zusätzlich gliederte man den Schnellen Truppentransporter Zerstörer in die Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) befehligte. In der TG 78.3 befanden sich die Zerstörer USS EDWARDS ( DD-619 ), USS FLETCHER, ( DD-445 ) USS HOWORTH ( DD-592 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS REID ( DD-369 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ) und USS LAFFEY ( DD-724 ), die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS WARD ( APD-16 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS LLOYD ( APD-63 ), und USS KEPHART ( APD-61 ), die Minensucher USS SAUNTER ( AM295 ) und USS SCOUT ( AM-296 ), 4 Panzerlandungsschiffen, 27 Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe. Zur Freien Verwendung standen die Zerstörer USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ) und USS BUSH ( DD-529 ) zur Verfügung. Von den Palau Inseln aus fuhr der Verband zum Leyte Gulf, den die Schiffe am 6. Dezember wieder verließen. Am folgenden Morgen befanden sie sich schon in der Position bei Village, Ormoc Bay und begannen mit dem Angriff und der Landeoperation. In diesen Minuten griffen japanische Kamikazepiloten den Verband an. Diese stürzten sich trotz großer Gegenwehr auf den Zerstörer USS MAHAN und dem Schnellen Truppentransporter USS WARD und versenkten diese. Der Zerstörer USS LAMSON und der Schnelle Truppentransporter USS LIDDLE wurden schwer beschädigt genauso wie mehrere Mittlere Landungsschiffe und das Panzerlandungsschiff USS LST-737. Die USS COFER eilte dem schwer beschädigten Schwesterschiff USS LIDDLE entgegen. Zusammen mit dem Zerstörer USS EDWARDS wurden die Überlebenden übernommen. Die Landeoperation war für die Schnellen Truppentransporter am 8. Dezember beendet und sie fuhren in die San Pedro Bay, Leyte. Hier übernahmen sie frische Truppen die aus Hollandia eintrafen. Für die folgende Operation beließ man die USS COFER in der Task Group 78.3 die Rear Admiral Arthur Dewey Struble, während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligte. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), die Zerstörer USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS HALL ( DD-583 ), USS DASHIELL ( DD-659 ), USS BUSH ( DD-529 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS BRIEN ( DD-725 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS WALKE ( DD-723 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS LLOYD, USS KEPHART, USS SCHLEY, USS BROOKS ( APD-10 ), USS KILTY ( APD-15 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Rear Admiral Arthur Dewey Struble wechselte mit den restlichen Führungskräften auf die USS DASHIELL über und erklärte den Zerstörer zu seinem Flaggschiff. Am 15. Dezember begannen die Zerstörer mit dem Bombardement japanischer Stellungen in der Mangarin Bay bevor an diesem Tag die Landeoperation begann. Doch da wurde die erste Welle der Sturmtruppen von japanischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert. Die Zerstörer der TG beschossen diese feindlichen Flugzeuge und konnten eine Vielzahl davon abschießen. Gleich nach dem Entladen der Soldaten des 503. Fallschirmregiments, verließen die Schnellen Truppentransporter noch am selben Tag wieder Mindoro und fuhren in die San Pedro Bay zurück. Hier legten die Schiffe am 17. Dezember an. Es wurden erneut Truppen auf den Schnellen Truppentransportern eingeschifft. Diese sollten zusätzlich während der Operation „Mike I“ im Lingayen Gulf, Luzon angelandet werden. Dazu versetzte man unter anderem die USS COFER in die Task Group 78.12. Eskortiert wurden die Schnellen Truppentransporter von den Zerstörern USS McCALL ( DD-400 ) und USS MAURY ( DD-401 ), die sie ab dem 11. Januar 1945 begleiteten. Noch in der Nacht desselben Tages begann die Anlandung der amerikanischen Truppen, die bis zum Morgen des nächsten Tages andauerte. Die Schnellen Truppentransporter fuhren nach der Entladung zurück nach Leyte. Die USS COFER unternahm in den folgenden Wochen weitere Fahrten und transportierte Truppen zur Verstärkung nach Luzon. Dabei konnte das Schiff sich in den philippinischen Gewässern frei bewegen, da es zu diesem Zeitpunkt kaum noch einsatzbereite japanische Flugzeuge auf den Philippinen gab. Man gliederte die USS COFER in den letzten Tagen des Monats Februar in die Task Group 78.2, die Palawan Attack Group, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ) während der Operation „Victor III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS SMITH und die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS KEPHART, USS LLOYD und USS NEWMAN ( APD-59 ). Die Schnellen Truppentransporter hatten für diese Angriffsoperation einen Teil der amerikanischen Soldaten aus der 41. Infanteriedivision an Bord, welche von Generalmajor Jens Anderson Doe ( 20. Juni 1891 – 25. Februar 1971 ) befehligte wurden. Am 26. Februar verließen die Schiffe der TG die philippinische Insel Mindoro. Zwei Tage später lagen sie vor Puerta Princesa und die Truppen gingen an Land. Bis zum 4. März blieben die Schiffe in der Anlandungszone liegen und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Sturmtruppen und beschossen japanische Stellungen im Küstenbereich. Danach ebbten die Kämpfe ab und die Soldaten der 41. Infanteriedivision begaben sich wieder an Bord der Schnellen Truppentransporter, denn schon die nächste Aufgabe wartete auf sie. Man versetzte die USS COFER in die Task Group 78.1 die Rear Admiral Forrest Beton Royal ( 10. Februar 1893 – 18. Juni 1945 ) kommandierte. Die Task Group war die Fire Support Group und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze Mindanaos bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch die Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS JENKINS ( DD-447 ) und USS ABBOT ( DD-629 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Zu den Landungsschiffen gehörten die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN, USS KEPHART und USS LLOYD, ein Docklandungsschiff, dreiundzwanzig Panzerlandungsschiffe, einundzwanzig Mittlere Landungsschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge, siebzehn unterstützende Infanterielandungsfahrzeuge und vier U-Boot-Jäger. Die Landungs- und Transportschiffe wurden durch die Zerstörer USS WALLER ( DD-466 ), USS SAUFLEY ( DD-465 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS ROBINSON ( DD-562 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS BAILEY ( DD-492 ) sowie die Geleitzerstörer USS RUDDERROW ( DE-224 ) und USS CHAFFEE ( DE-230 ) gesichert. Die Schiffe der Landungsgruppe begannen gleich nach der Ankunft vor Zamboanga mit dem Landungsangriff. Die Panzerlandungsschiffe LST-591 und LST-626 sowie die Infanterielandungsfahrzeuge LCI-710 und LCI-779 wurden durch feindliche Küstenbatterien versenkt. Der japanische Widerstand war schnell gebrochen, so dass die Fire Support Group am 11. März für eine Patrouillenfahrt zur südlich von Zamboanga gelegenen Basilan Island fuhr. Am 12. März verließen die Schiffe der Fire Support Group Zamboanga und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie am 17. März. In der Subic Bay bereitete man die Schnellen Truppentransporter, Landungsschiffe, Zerstörer und Leichten Kreuzer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS COFER für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.2, der US Amphibious Group 8, die Captain Albert Tilden Sprague ( 13. März 1898 – 8. April 1968 ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN, USS KEPHART und ein weiterer Schneller Truppentransporter, zwanzig Panzerlandungsschiffe, elf Mittlere Landungsschiffe, fünfzehn Infanterielandungsfahrzeuge, neun Angriffsinfanterielandungsfahrzeuge, zwei U-Boot-Jäger und acht Minenräumboote. Gesichert und eskortiert wurden sie von den Zerstörern USS SMITH, USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SHAW ( DD-373 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ) und von den Zerstörern USS JENKINS, USS TAYLOR, USS O´BANNON, USS NICHOLAS, USS FLETCHER, USS THATCHER ( DD-514 ) und USS CONVERS ( DD-509 ), die zusammen mit anderen Schiffen aus anderen Task Groups die Bombardements vor der Landeoperation durchführten. Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART ( D63 ), sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS, USS ABBOT und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe. Diese vielen Sicherungsschiffe waren auch dringend notwendig, denn die Landungsschiffe mussten durch schweres Mörserfeuer die Anlandungszone erreichen. Nach der Erfolgreichen Anlandung der Sturmtruppen kehren die Landungsschiffe nach Leyte zurück. Hier übernahm die USS COFER erneut Soldaten an Bord. Am 31. März verließ der Schnelle Truppentransporter zusammen mit der USS NEWMAN Leyte und eskortierte das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH zur Mangarin Bay auf Mindoro. Dann wechselte die USS YOUNG in die Mangarin Bay, Mindoro. Hier gliederte man die USS COFER in die Task Group 78.2 ein die Rear Admiral Albert Gallatin Noble ( 14. Dezember1895 – 22. Februar 1980 ) während der Operation „Victor V“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS CLAXTON ( DD-571 ), USS DYSON ( DD-572 ) und USS ROBINSON ( DD-562 ). Diese Kriegsschiffe übernahmen dort die Eskorte über das amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und die Schnellen Truppentransporter USS COFER, USS NEWMAN und USS KEPHART, welche die Soldaten des X. Army Corps transportierten. Am 11. April verließen diese Schiffe die Mangarin Bay und fuhren an die östliche Küste der philippinischen Insel Mindanao. Unterwegs wurde am 15. April der Hafen Polloc Harbor angelaufen und am 17. April befanden sich die Schiffe vor dem Einsatzgebiet in der Moro Bay. Wie gewohnt wurde vor der Landung der amerikanischen Soldaten der Anlandungsstreifen mit den Schiffsgeschützen bombardiert. Doch das war hier überhaupt nicht notwendig. Durch die starke philippinische Guerilla in diesem Gebiet hatten sich die japanischen Verteidiger ins Landesinnere zurück gezogen. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe das Anlandungsgebiet und fuhren zur Mangarin Bay. Die USS COFER wechselte noch am selben Tag in die Subic Bay und wurde dort von Rear Admiral Russel Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 17. Juni 1985 ) zu seinem Flaggschiff während der Landeoperation „Oboe I“ auf Tarakan, Borneo erklärt. . In der Amphibious Group Six befand sich das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT, der amerikanische Schnelle Truppentransporter USS COFER, zwei australische Infanterielandungsschiffe, ein amphibisches Vorratsschiff, ein Landungsmutterschiff, fünfundvierzig Panzerlandungsschiffe und einundzwanzig Schnellboote. 18.000 Soldaten der verstärkten australischen Brigade transportierten diese Schiffe. Gesichert wurde die Operation von den leichten amerikanischen Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE und der australische Kreuzer HMAS HOBART sowie die Zerstörer USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS O´BANNON, USS FLETCHER und USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA. Die Transportschiffe sicherten die Zerstörern USS SMITH, USS WALLER ( DD-466 ), USS PHILIP ( DD-498 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS BANCROFT ( DD-598 ) und USS DRAYTON ( DD-366 ), den Geleitzerstörern USS FORMOE ( DE-509 ) und USS CHARLES E BRANNON ( DE-446 ) und den australischen Fregatten HMAS BURDEKIN ( K376 ), HMAS BARCOO ( K375 ) und HMAS HAWKESBURY ( K363 ). Die USS COFER war während der Operation nicht nur das Flaggschiff für die Task Force vor Tarakan, sondern auch ein Sicherungsschiff für die Minenräumer in diesen Gewässern. Am 27. April verließen die Schiffe der TF 78 die Subic Bay und ab dem 1. Mai begannen die Minenräumer mit ihrer Arbeit vor Cape Djoeata, dem Anlandungsgebiet. Hier lag eine japanische Küstenbatterie versteckt und beschoss am 3. Mai den amerikanischen Mineräumer USS YMS-481 und traf das Schiff mit der ersten Salve. Die USS COFER eilte dem sinkenden Schiff zu Hilfe und beschoss die feindliche Stellung. Schon nach der zweiten Salve konnten die Japaner das Feuer nicht mehr erwidern. Achtzehn Überlebende von dem Minenräumer konnten anschließend durch die Besatzung des Schnellen Truppentransporters aus dem Wasser gerettet werden. Die Operation vor Tarakan war am 8. Mai beendet und die Schiffe kehrten zu ihren Ausgangshäfen zurück. Die USS COFER selber blieb in der Task Force 78 während der Operation „Oboe II“ und unterstützte ab dem 7. Juni die Arbeiten der Minenräumer in der Brunei Bay, Borneo. Da erschütterte am 8. Juni eine schwere Explosion den Minenräumer USS SALUTE ( AM-294 ) nach der Berührung mit einer japanischen Seemine. Die USS COFER eilte dem sinkenden Schiff entgegen. Von der Besatzung des Minenräumers konnten nur 59 Überlebende geborgen werden und von denen waren 42 zum Teil schwer verwundet. Die Invasion in der Brunei Bay erfolgte am 10. Juni. Nach der Vernichtung der japanischen Einheiten wechselte die USS COFER am 11. Juni ebenfalls mit den Schiffen der TF 78 nach Balikpapan, Borneo und sicherte ab dem 15. Juni die Arbeiten der Minenräumer dort ab. Am 18. Juni lief der Minenräumer USS YMS-50 auf eine Mine und begann zu sinken. Nur 23 Überlebende konnten durch die Schiffsbesatzung des Schnellen Truppentransporters gerettet werden. Ebenso erging es dem Minenräumer USS YMS-314, der am 30. Juni auf eine Mine lief und beschädigt wurde. Keiner der Besatzungsmitglieder erlitt dabei Verletzungen. Auch nach der erfolgreichen Eroberung von Balikpapan, verblieb die USS COFER noch vor Borneo und sicherte die Minenräumer bis zum 10. Juli ab. Erst Mitte Juli verließ das Schiff die Insel und fuhr zur San Pedro Bay, Leyte. Hier legte das Schiff Ende Juli an und blieb bis zum 29. August. In dieser Zeit erlebte die Schiffsbesatzung das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik. Am 29. August verließ die USS COFER die San Pedro Bay und fuhr nach Okinawa in die Nakagusuku Bay. Diese erreichte das Schiff am 1. September. Wenige Tage später fuhr der Schnelle Truppentransporter nach Nagasaki um dort ehemalige Kriegsgefangene zu evakuieren und brachte sie nach Sasebo. Ab dem 28. September übernahm die USS COFER zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte die unterschiedlichsten Aufgaben zur Unterstützung der Besatzungstruppen auf Okinawa und Fusan, Korea. Ende November nahm der Schnelle Truppentransporter Kriegsveteranen von Okinawa an Bord und verließ die japanische Insel am 26. November mit dem Ziel San Diego. In dem dortigen Hafen legte das Schiff am 16. Dezember an und die ehemaligen Soldaten gingen von Bord. Die USS COFER legte am 26. Dezember in San Diego wieder ab, durchquerte den Panamakanal und fuhr an die US Ostküste. Den Hafen von Brooklyn, New York erreichte der Schnelle Truppentransporter am 9. Januar 1946. Hier stellte man am 28. Juni 1946 das Schiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte für Landungsschiffe, die sich in Green Cove Springs, Florida befand. Den Namen USS COFER ( APD-62 ) strich man am 1. April 1966 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 5. März 1968 zum verschrotten.


USS COFER ( APD-62 )
Commanding Officer

LCDR Alvin Paul Chester (USNR)          19. Januar 1944 – 18. Dezember 1944
LCDR Herbert Calvin McClees (USNR)         18. Dezember 1944 – 16. Dezember 1945
LT James Raymond Morrow         16. Dezember 1945 – 28. Juni 1946

USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 )

USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 )

Biografie

Hunter Marshall, III
* 6. Oktober 1917 in Charlottem Mecklenburg County, North Carolina
† 10. Juni 1942
war ein Offizier in der US Navy und wurde während des Zweiten Weltkrieges getötet

Hunter Marshall, III ist der Sohn von Hunter Marshall, Jr. ( 2. Juli 1888 in Amherst County, Virginia – 21. Juli 1967 in Charlotte, Mecklenburg County, North Carolina ) und Adelaide Moseley Marshall ( 3. September 1894 – 26. April 1966 ). Er meldete sich am 12. Juli 1941 freiwillig zur United States Naval Reserve und wechselte im September 1941 in den aktiven Dienst über. Man ernannte ihn an diesem Tag zum Ensign und schickte ihn nach New York City an die Midshipman´s School. Anschließend besuchte er die Naval Armed Guard School. Im April 1942 versetzte man Marshall auf das US Army Transportschiff USAT MERRIMACK ( 2.606 BRT ). Dort übernahm er das Kommando über die Soldaten der Naval Armed Guard. Auf der USAT MERRIMACK, Kommandant Master Wilbur Flowers ( ? – 10. Juni 1942 ), wurden militärische Güter zur Panamakanalzone transportiert. Am 10. Juni um 5:01 Uhr wurde das Transportschiff von dem deutschen U-Boot U-107, Kommandant Kapitänleutnant Harald Gelhaus ( 24. Juli 1915 – 2. Dezember 1997 ), rund 65 Seemeilen südöstlich der Insel Cozumel, südlich des Yucatan Kanals torpediert. Der G7a Torpedo schlug auf der Steuerbordseite vor der Brücke des Schiffes ein. Der Transporter kränkte sofort mit 20° nach Steuerbord. Die Motoren konnten nicht gesichert werden und das Schiff fuhr mit voller Geschwindigkeit weiter. Damit war das Ende des Schiffes besiegelt. Ensign Marshall leistete samt seiner Soldaten erbitterten Widerstand gegen das deutsche U-Boot um wenigstens der zivilen Mannschaft ein Entkommen zu sichern. Doch für die insgesamt 54-köpfige Besatzung stand wegen einer Explosion nur ein Rettungsboot zur Verfügung. Bis auf den Kapitän nahmen alle Offiziere und dreißig Besatzungsmitglieder in diesem Boot Platz. Achtunddreißig Minuten nach dem Torpedotreffer sank die USAT MERRIMACK mit dem Bud voran. Die drehende Schiffsschraube begann sich aus dem Wasser zu heben und sog das Rettungsboot an. Alle Insassen überlebten nicht den Zusammenstoß. Nun sprangen die restlichen Mannschaftsmitglieder über Bord. So auch Ensign Marshall in der Hoffnung sich wenigstens auf ausgeworfene Flöße zu retten. Acht Besatzungsmitglieder und ein Soldat wurden auf zwei Flößen von dem Zerstörer USS BORIE ( DD-215 ) am 15. Juni gerettet nachdem diese durch einem PBY Catalina Flugboot entdeckt worden waren. Ein weiterer Matrose konnte auf einem anderen Floß durch das US Army Truppentransportschiff ARGENTINA gerettet werden. Neben Ensign Hunter Marshall und Kapitän Wilbur Flowers fanden noch vierunddreißig Besatzungsmitglieder, sieben Soldaten und ein US Army Passagier den Tod.


USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 )

Schiffsbiografie

Die USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Hunter Marshall, III benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das sechsundzwanzigste Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc., in Hingham, Massachusetts wurde der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Baupläne noch für einen Geleitzerstörer der die Kennnummer DE-602 tragen sollte der RUDDEROW – Klasse angehören. Doch kurz nach der Kiellegung klassifizierte man das Schiff um. Mrs. Adelaide Moseley Marshall ( 3. September 1894 – 26. April 1966 ), Mutter von Ensign Hunter Marshall, III, taufte am 5. Mai 1945 den Schnellen Truppentransporter vor dessen Stapellauf. Commander Albert Alexander Campbell, USNR, stellte am 17. Juli 1945 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS HUNTER MARSHALL nach Boston, Massachusetts zur Endausrüstung. Hier legte am 3. August 1945 der Schnelle Truppentransporter ab und begann seine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese führte das Schiff bis in die Karibischen Gewässer. Doch noch bevor diese Erprobungs- und Ausbildungsfahrt abgeschlossen war, hatte der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August ein Ende. Die USS HUNTER MARSHALL legte auf dem Rückweg an die US Ostküste am 5. September im Hafen von Norfolk, Virginia an. Dort blieb das Schiff bis zum 10. Oktober liegen und reihte sich anschließend bei anderen Flotteneinheiten ein die nach Boston zur Flottenschau am 27. Oktober fuhren. An dieser Flottenparade am Navy Day, den 27. Oktober 1945, durch US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) abgenommen nahm unter anderen der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ), das Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) die Zerstörer USS HARRISON ( DD-573 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ) und das Schnelle Truppentransportschiff USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) teil. Nach dieser Parade fuhr der Schnelle Truppentransporter wieder nach Norfolk und von dort aus nach Green Cove Springs, Florida. In dem dortigen Reservehafen legte das Schiff am 25. Oktober an und wurde für die Inaktivierung vorbereitet. Am 30. Mai 1946 stellte man den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Man strich am 1. Juni 1960 den Namen USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) von der US Navy – Liste.
Im Juli 1961 kaufte Ecuador den Schiffskörper, aus dem sämtliche kriegswichtigen Bauteile entfernt waren, und verwendete ihn als schwimmendes Kraftwerk.


USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 )
Commanding Officer

CDR Albert Alexander Campbell          17. Juli 1945 – Dezember 1945
LT Joseph Flanagan          Dezember 1945 – Januar 1946
LT Richard Lewis Yoken         Januar 1946 – 29. März 1946
LT Joseph James Becker          29. März 1946 – 30. Mai 1946

USS WALTER X YOUNG ( APD-131 )

USS WALTER X YOUNG ( APD-131 )

Biografie

Walter X. Young
* 22. Oktober 1918 in Chicago, Illinois
† 7. August 1942 auf Gavutu, Salomonen
war ein Offizier im US Marine Corps

Walter X. Young trat am 6. Januar 1941 freiwillig in das US Marine Corps ein. Im Anschluss an seiner Ausbildung im Marine Corps Base Quantico, Virginia ernannte man ihn am 29. Mai 1941 zum Second Lieutenant. Danach erhielt er eine Ausbildung an der US Army Signal Corps School in Fort Monmouth, New Jersey wo er auch die Schulbank drückte. Nach dieser Ausbildung versetzte man Young 1942 an die Marine Barracks in New River, North Carolina. Dort beförderte man ihn am 6. Juni 1942 zum First Lieutenant. In New River diente Young als Nachrichtenoffizier im 1. Marinefallschirmbataillon. Dieses Bataillon nahm an den ersten Landungen während der Guadalcanal Kampagne auf den Salomonen Inseln teil. Während der extrem gefährlichen ersten Landung auf Gavutu am 7. August 1942 traf First Lieutenant Young im Alleingang mit seinem Zug auf eine japanische Verteidigungsbasis mitten auf der Insel die eigentlich ein Hauptziel für das Bataillon war. Erfolgreich konnte Young mit seinen Männern die Mitglieder dieser kleinen Verteidigungsbasis ausschalten. Doch mitten im Gefecht traf Young eine Gewehrkugel. Er verstarb noch am Abend an seiner Verletzung.
Für seine Heldentat in der Schlacht um Gavutu – Tanambogo verlieh man First Lieutenant Young posthum das Navy Cross.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von First Lieutenant Walter X. Young benannt worden.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS WALTER X YOUNG ( DE-723 ) aus der RUDDEROW – Klasse.
Das zweite Schiff war der Schnelle Truppentransporter USS WALTER X YOUNG ( APD-131 ) aus der CROSLEY – Klasse.


USS WALTER X YOUNG ( APD-131 )

Schiffsbiografie

Die USS WALTER X YOUNG ( APD-131 ) ist das erste Schiff bei der US Navy der zu Ehren von First Lieutenant Walter X. Young fertig gebaut und benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das fünfundvierzigste Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Defoe Shipbuilding Company in Bay City, Michigan wurde am 27. Mai 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Baupläne für einen Geleitzerstörer des gleichen Namens mit der Kennnummer DE-715, das das fünfundsechzigste Schiff aus der RUDDEROW – Klasse sein sollte, annulliert worden. Schon am 15. Juli 1944 änderte man den Bau des Schiffess40002 zu einem Schnellen Truppentransporter und gab ihm die Kennung APD-131. Mrs. John J. McGeeny taufte am 30. September 1944 das Schiff vor seinem Stapellauf. Lieutenant Commander Nicholas Biddle stellte am 1. Mai 1945 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS WALTER X YOUNG bis in die Gunatanamo Bay führte und das Schiff danach bereits auf der Heimfahrt nach Norfolk, Virginia war, musste wegen eines Notfalles unterbrochen werden. Auf dem Mittleren Landungsschiff USS LSM-406, das sich ebenfalls in der Guantanamo Bay befand, befand sich ein Marine der wegen eines Appendektomie Verdachtes unbedingt behandelt werden musste. Diesen Marine übergab man dem Arzt auf dem Schnellen Truppentransporter der die Operation an dem Wurmfortsatz des Blinddarmes vornahm. Nach der Erfolgreichen Behandlung übergab man diesen Marine in das Hospital in Guantanamo. Gleich darauf fuhr die US WALTER X YOUNG in Richtung Heimathafen. In Hampton Roads legte das Schiff am 10. Juni an. Nach den üblichen Überprüfungen an dem Schiff, fuhr es nach Süden wo es im Hafen von Fort Pirerce, Florida anlegte. Dort bildete man ein Underwater Demolition Team ( UDT ) aus, das von dem Schnellen Truppentransporter transportiert werden sollte. Am 30. Juli begab sich dieses UDT-Team 22 an Bord des Schiffes welches in Fort Pierce ablegte. Die Fahrt sollte in den Pazifik gehen. Den Panamakanal durchquerte das Schiff am 3. August und noch auf der Fahrt entlang der Pazifikküste von Mexiko nach San Pedro, Kalifornien, erfuhr man von dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki sowie den Eintritt der Sowjetunion in den Pazifikkrieg. Der Schnelle Truppentransporter legte am 12. August in San Pedro an. Zwei Tage später erhielt man auf dem Schiff die Nachricht, dass Japan die bedingungslose Kapitulation akzeptieren würde. Das UDT-Team 22 das eigentlich für die Invasion von Japan vorgesehen war, wurde somit nicht mehr benötigt. Stattdessen erhielt die USS WALTER X YOUNG einen anderen Auftrag. Das UDT-Team 22 von insgesamt 93 Männern, stand unter dem Kommando von Lieutenant Commander J. F. Chase ( USNR ). Am 16. August nach dem Sonnenuntergang legte der Schnelle Truppentransporter mit dem UDT-Team in San Pedro wieder ab und fuhr nach Pearl Harbor. Den Hafen erreichte das Schiff am 22. August und belud es sofort mit Sprengstoff. Am Nachmittag des folgenden Tages legte der Schnelle Truppentransporter wieder ab und fuhr nach Japan. Die Fahrt führte das Schiff über die Marshall Inseln. Am 4. September 1945 lief das Schiff in die Bucht von Tokyo ein. Man unterstellte die USS WALTER X YOUNG sowie zwei weitere Schnelle Truppentransporter auf denen ebenfalls UDT-Teams eingeschifft waren, der Task Group 32.2 die Vizeadmiral Theodore Stark Wilkinson ( 22. Dezember 1888 – 21. Februar 1946 ), Kommandeur der 3. US Amphibious Force, befehligte. Erste Hauptaufgabe der UDT-Teams war, auf den Dockanlagen von Yokohama die Vorbereitungen für die Anlandungen für Invasionstruppen zu schaffen. Dies war indes keine große Arbeit für die UDT-Teams da es dort keine Seeminen oder andere Hindernisse gab. Nach der Erledigung dieses Auftrages sollten die drei Schnellen Truppentransporter die UDT-Teams an eine andere Stelle auf Honshu transportieren wo ebenfalls Invasionstruppen landen sollten. Die USS WALTER X YOUNG war gerade auf halbem Weg um die Bucht von Tokyo zu verlassen, da erreichte das Schiff ein Taifun. Ihr Kapitän LCDR Nicholas Biddle versuchte durch den Gebrauch der Anker das Schiff einigermaßen in der rauen See und den starken Winden stabil zu halten und erreichte schließlich auf der Leeseite der Bucht eine etwas ruhigere Stelle wo er es verankern ließ. In der Zeit wo der Sturm seinen Höhepunkt erreicht hatte, erhielt die USS WALTER X YOUNG die Nachricht, dass eines der LCP Boote die an den Leichten Kreuzer USS TOPEKA ( CL-67 ) ausgeliehen worden waren, verloren ging. Nach dem Ende des Sturmes fand man aber dieses LCP Boot achtern des Kreuzers völlig intakt wieder. Am 20. September konnte der Schnelle Truppentransporter seinen Ankerplatz wieder verlassen. Zusammen mit dem Schnellen Truppentransporter USS GANTNER ( APD-42 ) verließ das Schiff die Bucht von Tokyo und fuhr nach Aomori, am nördlichen Ende der japanischen Insel Honshu. Dort sollten die UDT-Teams die dortigen Strände aufklären und jegliche Hindernisse für die Army Invasion beseitigen. Auf dieser kurzen Fahrt eskortierten beide APD’s das amphibische Docklandungsschiff USS CATAMOUNT ( LSD-17 ). Auf dem Weg nach Aomori sichtete man auf den Kriegsschiffen am folgenden Tag eine Seemine. Diese wurde durch Gewehrfeuer zur Explosion gebracht. Nach der Ankunft am Strand von Aomori in der Mutsu Bay am 22. September, landete man die UDT-Teams an. Die USS WALTER X YOUNG begann dann mit dem Sonar die Bucht zu untersuchen. Man fand drei Schiffswracks. Mehrere Schwimmer aus dem UDT-Team 22 begaben sich ins Wasser und setzten über diesen versunkenen Schiffen Bojen die sie an diese befestigten. Am folgenden Tag befand sich das UDT-Team am Strand, befestigte ihn. Dann untersuchten sie dort die zur Verfügung stehenden Ausgänge die die parallel zum Strand verlaufenden Hauptstraße nach Aomori zu erreichen. Am Strand selber fanden sie nichts was die Sprengung erforderlich machte und befestigten an einigen kleinen Wracks am Ende des Strandes wieder Bojen. Vizeadmiral Wilkinson wurde darüber informiert was für Arten von Landungsboote für den Strand geeignet waren, das der Strand für die Landung von Panzern tragfähig genug sei, das es mehrere Ausgänge zur Hauptstraße vorhanden waren, das sie auf dem Strand mehrere Marker platziert hätten und einen Lageplan der Gegend erstellt hatten. Am 25. September erfolgte dann die Landung der US Army die den gesamten Tag andauerte und am Abend konnte dann der Erfolg der Operation gemeldet werden. Die USS WALTER X YOUNG legte dann ab und fuhr nach Ominato wo sich schon die USS GANTNER befand. Dort legte das Schiff am 26. September an. Man erhielt von den dortigen japanischen Beamten die Information, dass sich in der Tsugaru Straße, der Meerenge zwischen Honshu und Hokkaido, noch japanische Minenfelder befinden würden. Die USS WALTER X YOUNG verließ aber schon am folgenden Tag ihren Ankerplatz in Ominato und fuhr nach Niigata an der Westküste von Honshu. Dort sollten ebenfalls Landungsmöglichkeiten von Invasionstruppen untersucht werden. Man traf dort bei Niigata einen japanischen Schlepper der mehrere Fahrzeuge, zwei amerikanische Armeeoffiziere die über Land angereist waren, mehrere japanische Polizisten und einen Piloten vom Hafen aus transportierte. Einen von den Japanern vermeintlich gebauten Kanal bei Niigata war für die amerikanischen Kriegs- und Landungsschiffe zu schmal. Doch das UDT-Team 22 auf der USS WALTER X YOUNG fand einen 15 Kilometer nördlich gelegenen Strand bei Senami der sich für Anlandungen gut eignete. Das UDT-Team begann sofort mit den Untersuchungen, denn die Anlandungen sollten möglichst in aller Ruhe von statten gehen und nicht durch das Wetter oder durch die vorherrschenden Offshore Winde behindert werden. Nachdem auch diese Pflicht erfüllt worden war, verließ der Schnelle Truppentransporter die japanische Westküste und fuhr in die Bucht von Tokyo zurück. Einen Zwischenstopp gab es. In Hakodate auf Hokkaido befand sich ein Offizier des UDT-Teams 22 der dort freiwillig seine Pflicht bei der Beseitigung von Minen erfüllt hatte. Am 30. September 1945 ankerte dann das Schiff im Hafen von Yokohama. Es verließ diesen am 12. Oktober und fuhr in Richtung Heimat. Auf dieser Fahrt machte das Schiff auf Guam und Pearl Harbor einen kurzen Zwischenstopp. In San Dirgo legte es am 2. November an und die Mitglieder des UDT-Teams gingen sofort von Bord. Zehn Tage lang lag dann die USS WALTER X YOUNG Naval Repair Base in San Diego zur Überprüfung. Danach beteiligte sich das Schiff bei Küstentransporten der US Navy und des Marine Corps die innerhalb des 11. Naval Districts getätigt werden mussten. Dann verlegte man das Schnelle Truppentransportschiff nach Stockton, Kalifornien wo es am 2. Juli 1946 außer Dienst gestellt und in die Reserve versetzt wurde. Man strich den Namen des Schiffes am 2. Mai 1962 aus der US Navy – Liste und baute sämtliche nützlichen militärischen Gegenstände und Geräte ab. Man schleppte dann das Schiff von der Stockton Reserve Group zu seinem letzten Dienstort ab. Auf dem Naval Missile Center in Point Mugu, Kalifornien wandelte man den Schiffskörper in ein Seeziel um. Während einer Raketenschießübung am 11. April 1967 wurde das Schiff dann versenkt.


USS WALTER X YOUNG ( APD-131 )
Commanding Officer

LCDR Nicholas Biddle          1. Mai 1945 – 24. November 1945
LCDR Stephen Cutler Hale Jr.          24. November 1945 – 2. Juli 1946

USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )

USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )

Biografie

William Matthews Hobby
* 27. Juli 1899 in Sylvania, Georgia
† 13. November 1942 auf der USS JUNEAU ( CL-52 ) in der Nähe von Guadalcanal
war ein US Navy Offizier und diente während des Zweiten Weltkrieges

Man ernannte William Matthews Hobby am 20. Juni 1919 im 1. Congressional District og Georgia zum Midshipman. Gleich darauf wurde er in der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland aufgenommen. Sein Studium schloss er dort im Jahre 1923 ab. Seinen ersten Dienst auf See versah Hobby an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Dort diente er von Juni 1923 bis April 1925. Nachdem er dann von Bord gegangen war, durchlief Hobby für eine kurze Zeit auf der Pensacola Naval Air Station in Pensacola, Florida den Unterrichtsalltag zur Ausbildung zum Flugzeugpiloten. Schon am 21. November 1925 begab er sich an Bord des Zerstörers USS KIDDER ( DD-319 ). Auf dem Schiff diente Hobby bis Ende des Jahres 1927. In dieser Zeit war der Zerstörer vom 13. bis zum 27. Juni 1927 an Operationen vor der Küste Nicaraguas beteiligt. Dafür verlieh man Hobby nach dem 8. November 1929 die „Zweite Nicaraguanische Kampagnen“ Medaille.
Von dem Zerstörer wechselte er vom Dezember 1927 bis Juni 1928 an die Submarine Base in New London, Connecticut. Nach dem Abschluss dieser Ausbildung reiste Hobby von der Ostküste der USA zur Westküste wo sich die Asiatische Flotte befand. Am 10. August 1928 ging er an Bord des U-Boot-Tenders USS CANOPUS ( AS-9 ) welcher das Flaggschiff der asiatischen U-Boot Flotte war. Zehn Tage später begab sich Hobby an Bord des U-Bootes USS S-37 ( SS-142 ). Bis zum April 1931 befand sich William Matthews Hobby noch an Bord der U-Boote USS S-41 ( SS-146 ) und USS S-30 ( SS-135 ) die ebenfalls zur asiatischen Flotte gehörten. Nachdem er wieder an die Ostküste zurück gekehrt war, übernahm Hobby an der United States Naval Academy von Mai 1931 bis Juni 1933 ein Lehrfach. Gleich nach Beginn der Semesterferien begab sich Hobby an die Portsmouth Naval Shipyard in Kittery, Maine wo er an den Ausrüstungsarbeiten des U-Bootes USS CACHALOT ( SS-170 ) beteiligt war und zur Mannschaft gehörte die das Schiff unter dem Kommando von Lieutenant Commander Merrill Comstock am 1. Dezember 1933 in den Dienst der US Navy stellte. Bis zum Sommer 1938 diente Hobby noch an Bord des Schlachtschiffes USS TENNESSEE ( BB-43 ) und auf dem Artillerieschulschiff USS WYOMING ( AG-17 ). Von dort aus wechselte Hobby an die Federal Shipbuilding & Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wo er unter anderen am 4. Februar 1939 die Taufe des Zerstörers USS ANDERSON ( DD-411 ) durch Mrs. Mertie Loraine Anderon, der Witwe von Rear Admiral Edwin Alexander Anderson, Jr., miterlebte. Das Schiff bugsierte er dann am 18. Mai in die New York Navy Yard wo er am folgenden Tag das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy stellte. Bis zum 22. März 1941 kommandierte LCDR Hobby den Zerstörer. Dann wechselte er am 26. März an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA wo er die Funktion eines Schadensbegrenzungsoffiziers übernahm und zum ersten Offizier ernannt wurde. Am 7. Dezember 1941 befand sich Hobby an Bord des Schlachtschiffes während die Japaner den Hafen von Pearl Harbor bombardierten. Das Schlachtschiff erhielt mehrere Treffer und ging gleich in den ersten Minuten des Angriffs unter. Hobby versetzte man in den 12. Naval District dessen Hauptsitz sich auf Mare Island in Vallejo, Kalifornien befand. Dort blieb Hobby aber nicht lange, denn er wechselte schon am 3. Januar 1942 an Bord des Schlachtschiffes USS WASHINGTON ( BB-46 ). Dort war er der Navigator. Am 2. November 1942 ging Commander William Matthews Hobby auf dem Leichten Kreuzer USS JUNEAU ( CL-52 ) den Executive Officer Commander Walter E. Moore ab. Das Schiff gehörte zu diesem Zeitpunkt schon zur Task Force 67 und lag in Espiritu Santo, New Hebriden. Zusammen mit den Schiffen der Task Group 67.4 die Rear Admiral Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. November 1942 ) befehligte, legte die USS JUNEAU am 10. November ab und fuhr nach Guadalcanal, Salomonen. Dorthin eskortierte das Schiff einen Versorgungskonvoi. Zwei Tage später begann das Entladen. Am Abend erhielten die Schiffe der TG 67.4 den Befehl nach Norden zu fahren und eine japanische Flotte südlich von Savo Island abzufangen. In der Nacht zum 13. November wurden gegen 01:25 Uhr die japanischen Schiffe per Radar ausgemacht. Keine zwanzig Minuten später kam es zur Seeschlacht. Auf beiden Seiten wurde das konfuse Gefecht aus Nahdistanz geführt und dauerte rund vierzig Minuten. Die meisten amerikanischen Schiffe der TG wurden dabei entweder stark beschädigt oder versenkt. Die USS JUNEAU erhielt auf der Steuerbordseite einen Torpedotreffer der den Rückzug aus dem Gefecht erforderlich machte um das Leck so schnell wie möglich zu schließen. Vor dem Mittag des 13. November trafen der beschädigte Leichte Kreuzer USS HELENA ( CL-50 9 und der schwer beschädigte Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) aus der TG 67.4 mit der USS JUNEAU zusammen und fuhren in Richtung Espiritu Santo. Gegen 11:00 Uhr erblickte man auf dem japanischen U-Boot I-26 die drei beschädigten Schiffe. Das U-Boot feuerte zwei Torpedos auf den Schweren Kreuzer ab. Dieser konnte aber noch 13 Knoten Fahrt halten und die beiden Torpedos verpassten das Schiff. Einer der beiden erreichte kein Ziel, aber der zweite traf die USS JUNEAU fast an derselben Stelle an der schon am Vorabend während der Schlacht ein Torpedo eingeschlagen war. Diesmal raste der Torpedo aber bis in das Munitionsmagazin des Leichten Kreuzers und explodierte. Eine gewaltige Explosion riss den Kreuzer in zwei Teile die innerhalb von 20 Sekunden im Meer versanken. Commander William Matthews Hobby war einer der Besatzungsmitglieder die sich noch nicht einmal bis ins Wasser retten konnten. Von der gesamten Schiffsbesatzung des Kreuzers konnten am 20. November nur noch zehn Überlebende gerettet werden. Unter den Toten waren auch die fünf Sullivan Brüder.


USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander William Matthews Hobby, Jr. benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das neunte Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina wurde am 15. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt war geplant das Schiff zu einem Geleitzerstörer zu bauen der das dreizehnte Schiff der RUDDEEROW – Klasse war. Man hatte die Kennung DE-236 dem Schiff gegeben. Der Stapellauf des Geleitzerstörers erfolgte am 2. Februar 1944. Das Schiff wurde vorher nicht getauft, aber schon zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut. Die formelle Kennung APD-95 und Eingliederung in die CROSLEY – Klasse erhielt das Schiff am 17. Juni. Am 17. Juli 1944 taufte Miss Catherine Hobby, Schwester von Commander William Matthews Hobby, den Schnellen Truppentransporter. Lieutenant Commander Frank Martin Christiansen stellte am 4. April 1945 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt die das Schiff bis in die Guantanamo Bay, Kuba führte, legte das Schiff im Hafen von Norfolk, Virginia an. Vom 16. bis zum 21. Mai 1945 nahm der Schnelle Truppentransporter an einer amphibischen Ausbildungsfahrt teil. Dazu gehörte auch bei Bloodsworth Island in der Chesapeake Bay ein Bombardement auf Küstennahe Stellungen mit den Schiffsgeschützen zur Unterstützung der Landungstruppen. Im Anschluss überprüfte man in der Norfolk Navy Yard in Portsmouth, Virginia den Rumpf. Die Geschützmannschaften erhielten daran nochmals die Gelegenheit zum Üben mit ihren Kanonen in der Chesapeake Bay. Gleich danach fuhr der Schnelle Truppentransporter nach Hampton Roads, Virginia wo er 3. Juni anlegte. Dort wartete bereits der Schnelle Truppentransporter USS AMESBURY ( APD-46 ). Beide Schiffe legten noch am selben Tag wieder ab nachdem die Ausrüstung vervollständigt worden war und fuhren zum Panamakanal. In Cristóbal auf der Atlantikseite des Kanals legten die beiden Schiffe am 8. Juni an und begannen dann mit der Durchfahrt. Zwei Tage später langten sie in Balboa auf der Pazifikseite des Kanals an. Danach fuhren die beiden Schnellen Truppentransporter an der kalifornischen Küste entlang und erreichten am 17. Juni 1945 den Hafen von San Diego, Kalifornien. Für die Überfahrt nach Pearl Harbor auf Hawaii begleitete sie der Geleitzerstörer USS O’REILLY ( DE-330 ). Alle drei Schiffe legten am 20. Juni ab und fuhren sieben Tage später in den Hafen von Pearl Harbor ein. In der Ma’alaea Bay, Mauri trainierte im Juli die USS WILLIAM M HOBBY und Underwater Demolition Teams. Gleich darauf kamen das Underwater Demolition Team 29 an Bord das der Schnelle Truppentransporter an die Westküste der USA brachte. Dafür verließ das Schiff am 2. August die Hawaii Inseln und wollte am 9. August im Hafen von Oceanside, Kalifornien anlegen. Dort befand sich südlich ein Marine Corps Base Camp. Aber der neue Befehl lautete unverzüglich nach San Pedro, Kalifornien zu fahren. Nachdem dort alle erhaltenen Aufgaben abgearbeitet waren, kehrte der Schnelle Truppentransporter nach Oceanside zurück wo das Underwater Demolition Team 29 am 13. August von Bord ging. Zwei Tage danach war es Gewissheit, der Krieg war im pazifischen Raum beendet nachdem Japan die bedingungslose Kapitulation angeboten hatte. Am darauffolgenden Tag legte die USS WILLIAM M HOBBY ab und fuhr nach Pearl Harbor wo das Schiff am 22. August anlegte. Doch dort bunkerte das Schiff nur frischen Treibstoff und legte zwei Tage später wieder ab. Die USS WILLIAM M HOBBY fuhr zum Eniwetok Atoll das zu den Marshall Inseln gehörte. In dieses Atoll fuhr das Schiff am 1. September 1945 ein. Dort warteten schon die Schnellen Truppentransporter USS IRA JEFFREY ( APD-44 ) und USS BLESSMAN ( APD-48 ). Alle drei Schiffe legten gleich wieder ab und fuhren zu den Philippinen. Am 5. September ankerten sie bereits in der Bucht von Manila. Von dort aus begannen sie eine Kreuzfahrt zwischen den philippinischen Inseln. So besuchte das Schiff die Subic Bay, Zamboanga, Mindanao, Bugo, die Macajalar Bay und die San Pedro Bay. Die Kreuzfahrt führte dann den Schnellen Truppentransporter über Okinawa nach Japan. Am 28. September erreichten sie den Hafen von Wakayama, Japan wo das Underwater Demolition Team 5 an Bord kam. Mit diesem Team sollte der Schnelle Truppentransporter nach Hiro Wan, Honshu fahren wo Strände und Uferanlagen nach Minen untersucht werden sollten. Die USS WILLIAM M HOBBY fuhr am 1. Oktober 1945 in das Binnenmeer zwischen den japanischen Inseln Kyushu, Honshu und Shikoku zusammen mit dem Zerstörer und Minenleger USS TRACY ( DM-19 ) ein. Gleich an diesem Morgen sah man Steuerbord eine japanische Marinemine schwimmen. Mit 40 Millimeter Granaten sowie 20 Millimeter Munition und Gewehrfeuer wurde diese Mine zerstört. Dann begann vom 2. Oktober bis zum 10. Oktober das Underwater Demolition Team seine Arbeit und bereitete für die Landung der amerikanischen Besatzungstruppen in Kure, Präfektur Hiroshima alles vor. Am 11. Oktober verließ der Schnelle Truppentransporter Hiro Wan und fuhr zur Insel Shikoku. Am Abend desselben Tages legte das Schiff im Hafen von Mitsuhama an. Dort kamen 15 US Army Offiziere, 18 Mannschaftsdienstgrade und zwei japanische Offiziere an Bord. Mit diesen Passagieren fuhr die USS WILLIAM M HOBBY zurück nach Hiro Wan. Dort kam das Underwater Demolition Team ebenfalls an Bord. Am 14. Oktober legte das Schiff wieder ab und fuhr zurück in Richtung Heimat. Diese Heimreise führte es über Guam, Eniwetok, Pearl Harbor, San Diego und den Panamakanal. Im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania legte am 9. Dezember der Schnelle Truppentransporter an und das Team und die Passagiere gingen von Bord. Anschließend legte die USS WILLIAM M HOBBY ab und fuhr über Norfolk nach Green Cove Springs, Florida wo der Schnelle Truppentransporter am 6. Januar 1946 ankam und am 6. April 1946 außer Dienst gestellt und der Atlantikreserveflotte übergeben wurde. Das Schiff wurde am 1. Mai 1967 von der US Navy – Liste gestrichen und am 23. Juli 1967 an Südkorea übergeben. Dort wurde es als Kanonenboot in die südkoreanische Marine eingegliedert und erhielt den Namen ROKS Chr Ju ( PG-87 ). Im Jahre 1972 gliederte man das Kanonenboot zu einem Schnellen Truppentransporter um und änderte die Kennung in APD-87. 1989 stellte man das Schiff dort außer Dienst und verschrottete es noch im gleichen Jahr.


USS WILLIAM M HOBBY ( APD-95 )
Commanding Officer

LCDR Frank Martin Christiansen         4. April 1945 – 6. April 1946