Archiv der Kategorie: Geleitzerstörer

USS ELDEN ( DE-264 )

USS ELDEN ( DE-264 )

Biografie

Ralph Waldo Elden
* 10. Juli 1907 in New York City
† 6. Juni 1942 auf dem Zerstörer USS HAMMANN ( DD-412 )

Ralph Waldo Elden studierte ab 1927 für ein Jahr als Ingenieurstudent am Oregon State College. Nach seinem Abschluss meldete er sich freiwillig bei der US Navy. 1931 absolvierte er dann die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland und begann eine bemerkenswerte militärische Karriere. Zum Zeitpunkt seines Todes, war Lieutenant Ralph Waldo Elden der Executive Officer des Zerstörers USS HAMMANN. Dieses Kriegsschiff gehörte am 6. Juni zur Task Group 17.4 und hatte während der Schlacht um Midway die Aufgabe den Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) vor feindliche Luftangriffe abzuschirmen. Die Schlacht um Midway begann am 4. Juni 1942. Der Zerstörer konnte an diesem ersten Tag viele der Angreifer abschießen. Doch am 5. Juni trafen mehrere Bomben den Träger den die Mannschaft dann am Nachmittag nach heroischem Kampf verließ. Captain Elliot Buckmaster ( 19. Oktober 1889 – 10. Oktober 1976 ), Kapitän des Flugzeugträgers, erarbeitete mit den Kapitänen der Zerstörer am 6. Juni einen Aktionsplan um doch noch die USS YORKTOWN zu bergen. Dafür manövrierte Commander Arnold Ellsworth True ( 23. Januar 1901 – 11. Dezember 1979 ) die USS HAMMANN an die Steuerbordseite des Trägers wo der Zerstörer Strom für die Lenzpumpen und andere Einrichtungen wie die Navigation, Kommunikation und medizinische Versorgung liefern konnte. Eine Notbesatzung versuchte nun den Träger mit dem Minensuchboot USS VIREO ( AM-52 ) in Sicherheit zu bringen. In der Nähe dieses Schauplatzes lauerte das japanische U-Boot I-168, Kommandant LCDR Tanabe, und wartete auf eine günstige Schussposition. Durch den überall umher schwimmenden Schutt und Trümmer des vorangegangenen Kampfes konnten die amerikanischen Zerstörer dieses U-Boot nicht orten. Um 15:36 Uhr sichtete der Aussichtsposten eine Salve von vier Torpedos die sich dem Steuerbord des Trägers schnell näherten. Alle an Steuerbord befindlichen Kanoniere der USS HAMMANN begannen mit ihren Kanonen auf die Torpedos zu schießen um sie so im Wasser zur Explosion zu bringen. Bei einen von den Vieren gelang es. Ein Torpedo traf den Zerstörer Mittschiffs. Durch die Explosion wurde das Schiff in zwei Teile getrennt. Die beiden anderen Torpedos trafen die USS YORKTOWN. Viele der eben erst geretteten Männer des Trägers sowie ein Teil der Besatzung des Zerstörers fanden bei dieser Explosion den Tod. Durch deren Wucht wurden viele über Bord geschleudert. CDR Arnold Ellsworth True ist schwer verwundet und so übernimmt LT Ralph Waldo Elden das Kommando über den Zerstörer. Die Rettungsboote wurden nun umgehend zu Wasser gelassen und alle Überlebenden gingen von Bord der USS HAMMANN. Nach vier Minuten war das Schiff unter Wasser gesunken. Zu diesem Zeitpunkt befand sich LT Elden im Wasser und half Besatzungsmitgliedern aus dem Wasser in die Rettungsboote. Da gab es eine gewaltige Explosion von den Wasserbomben und den Torpedos des Schiffes. Viele sich im Wasser befindlichen Besatzungsmitglieder wurden durch diese Explosion getötet. Unter ihnen LT Ralph Waldo Elden. 112 Besatzungsmitglieder der USS HAMMANN wurden von den Zerstörern USS BENHAM ( DD-397 ) und USS BALCH ( DD-363 ) gerettet. Von der USS YORKTOWN fanden insgesamt 141 Besatzungsmitglieder den Tod.
Lieutenant Ralph Waldo Elden erhielt für seinen gezeigten Mut posthum das Navy Cross verliehen.


USS ELDEN ( DE-264 )

Schiffsbiografie

Die USS ELDEN ( DE-264 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Ralph Waldo Elden benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiundfünfzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Boston Naval shipyard in Charlestown, Massachusetts wurde am 23. Februar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Margaret Newton Elden, Witwe von Lieutenant Ralph Waldo Elden, taufte am 6. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George F. Adams stellte am 4. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für den Geleitzerstörer die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Kriegsschiff bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte. Nach der anschließenden Rückkehr in den Hafen von Boston, begann man mit der Begutachtung der Schiffshaut und nahm mehrere Umbau- und Verbesserungsarbeiten an dem Schiff vor. Nach Abschluss der Arbeiten wechselte die USS ELDEN in den Hafen von Norfolk, Virginia. Hier rüstete man den Geleitzerstörer für seine Fahrt in den Pazifik aus. Am 13. Oktober verließ der Geleitzerstörer Norfolk und fuhr zum Panamakanal. Das Kriegsschiff durchquerte diesen sechs Tage später und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Außerdem musste sich die USS ELDEN mehreren Reparaturarbeiten unterziehen. Am 11. November verließ der Geleitzerstörer die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff sechs Tage später ein. Die USS ELDEN beteiligte sich ab dem 18. November an Anti-U-Boot Übungen, an Amphibische Landungs- und Schießübungen. Außerdem unternahm der Geleitzerstörer bis zum 30. März drei Eskortierfahrten. Bei den beiden ersten Malen begleitete das Kriegsschiff Öltanker, die die Kriegsschiffe der 5. US Flotte auf hoher See westlich des Atolls Majuro, Marshall Islands und beim dritten Mal während der Besetzung des Atolls Kwajalein, Marshall Islands, um auch hier die Kriegsschiffe der 5. US Flotte mit allem notwendigen zu versorgen. Dann am 30. März verließ die USS ELDEN im Verband noch anderer Geleitzerstörer die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor und begann zwischen den Marshall Island Atollen Kwajalein und Majuro zu patrouillieren und nach feindlichen U-Booten zu suchen. Dies dauerte bis in den Mai hinein. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück und man bereitete es für einen Eskortierdienst vor. Am 1. Juni stach der Geleitzerstörer wieder in See und begleitete einen Schiffskonvoi bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von hier aus wechselte die USS ELDEN zu den Nördlichen Marianen und patrouillierte vor der Insel Tinian, um zu verhindern das feindliche Truppen hinter den amerikanischen Linien auf der Insel Saipan, Nördliche Marianen angelandet werden konnten. So konnten die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers in der Nacht vom 25. zum 26. Juni mehrere Lastkähne versenken auf denen die Japaner Munition und Soldaten in Richtung Saipan transportierten. Dann löste man die USS ELDEN vor Tinian ab und der Geleitzerstörer fuhr zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichte er Anfang Juli und begann sofort mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Vor dem Atoll sammelten sich jetzt Kriegsschiffe aller Gattungen und waren auf dem Sprung zu den Inseln Guam und Tinian. Mitte Juli verließ die USS ELDEN wieder das Atoll und eskortierte für die Operation „Forager“ mehrere Anlandungsschiffe. Der Kampf um Guam begann am 21. Juli und um Tinian drei Tage später. Der Geleitzerstörer sicherte vor den Anlandungszonen die dort ankernden Schiffe der Alliierten und übernahm die Luft- und Unterwasserüberwachung. Zwischendurch eskortierte das Kriegsschiff vom Atoll Eniwetok Versorgungsschiffe bis in die Anlandungszonen von Guam und Tinian. Am 1. August war dann der Kampf um Tinian und am 10. August der um Guam beendet. Die USS ELDEN eskortierte jetzt Anlandungsschiffe zum Atoll Eniwetok. Hier versetzte man das Kriegsschiff zur 3. US Flotte wo es in die Task Group 30.8 integriert wurde, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS HALL ( DD-583 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS ELDEN, USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ), USS WEAVER ( DE-741 ) und USS LAMONS ( DE-743 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Am 26. August 1944 verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok, genauso wie die Schiffe der Task Force 38, die zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen unterwegs waren, und begleiteten die Flottenöltanker zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Die Schiffe erreichten sie am 31. August. Noch am selben Tag gliederte man die USS ELDEN in die Task Undergroup 30.8.?. In dieser befand sich neben dem Geleitzerstörer noch der Zerstörer USS DAVID W TAYLOR und drei Öltanker, wovon einer die USS LACKAWANNA war. Diese fünf Schiffe legten wie alle der TG am 1. September vor dem Atoll ab und fuhren den Kriegsschiffen der Task Group 38.2 hinterher. Es begann am 2. September auf der offenen See eine allgemeine Beölung der Kriegsschiffe. Anschließend fuhr die USS ELDEN mit der USS DAVID W TAYLOR und den drei Öltankern wieder zur TG 30.8 und reihten sich ein. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, übernahm die USS ELDEN die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westkarolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS ELDEN, USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Die geleerten Öltanker wurden von der USS ELDEN zum Seeadler Harbour eskortiert. Diesen natürlichen Tiefseehafen erreichte das Kriegsschiff Anfang November. Es blieb hier nicht liegen. Es fuhr gleich zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Das Kriegsschiff lief am 16. November in diese Basis ein. Hier musste es sich einer intensiven Überholung unterziehen und beteiligte sich anschließend an Amphibien- du Anti-U-Boot Trainingseinheiten. Im Januar und im Februar eskortierte die USS ELDEN jeweils einen Schiffskonvoi von Pearl Harbor aus zum Atoll Eniwetok. Von dem Atoll aus fuhr der Geleitzerstörer zur Bonin Insel Iwo Jima. Das Kriegsschiff fuhr am 7. März in die dortigen Gewässer und patrouillierte während der Operation „Detachment“ bis zum 20. März in dem Seegebiet in dem sich die Transportschiffe aufhielten. Hier war der Geleitzerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Erst jetzt zeigte sich, dass die Reparaturversuche in Pearl Harbor an dem Kriegsschiff nicht gelungen waren. Außerdem sollte das Kriegsschiff eine neue Radar- und Sonaranlage erhalten Daher verließ die USS ELDEN am 20. März wieder das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhr an die US Westküste. Hier lief der Geleitzerstörer im April in die Hunter´s Point Naval Dry Dock Shipyard in San Francisco, Kalifornien und unterzog sich der geplanten Überholung. Diese war im Juni mit einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der kalifornischen Küste abgeschlossen. Am 10. Juli stach die USS ELDEN dort wieder in See und fuhr westwärts. Am 21. Juli erreichte der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi, Karolinen. Noch am selben Tag gliederte man die USS ELDEN wieder in die Task Group 30.8, deren Schiffe zur Versorgung der Kriegsschiffe der 3. US Flotte bereitstanden. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS ELDEN, USS KYNE, USS DONALDSON, USS REYNOLDS, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS MITCHELL, USS WILLMARTH, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Die USS ELDEN verließ am 21. Juli wieder das Atoll Ulithi, nachdem die Treibstoffbunker wieder gefüllt waren, und eskortierte mehrere Öltanker in das Kampfgebiet vor der japanischen Hauptinsel Honshu. Dort angekommen operierte der Geleitzerstörer zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS ELDEN blieb bis zum 25. November im Fernen Osten und beteiligte sich an der Sicherung der Besatzungstruppen auf koreanischen und chinesischen Häfen. An diesem 25. November verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Zuerst legte das Kriegsschiff dort im Hafen von San Francisco an. Anfang des neuen Jahres wechselte in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 18. Januar 1946 außer Dienst. Den Namen USS ELDEN ( DE-264 ) strich man am 7. Februar 1946. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 12. Juli 1947 zum verschrotten.


USS ELDEN ( DE-264 )
Commanding Officer

LCDR George F. Adams  (USNR)        4. August 1943 – 3. März 1944
LCDR Frederick Charles Hartman, Jr.  (USNR)       3. März 1944 – 28. November 1944
LT Carl Elton Snedeker  (USNR)        28. November 1944 – 19. Januar 1945
LCDR Jesse Frank Doubleday  (USNR)       19. Januar 1945 – 26. Oktober 1945
LCDR Leo Miller  (USNR)       26. Oktober 1945 – 18. Januar 1946

USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

Biografie

Lawrence Coburn Taylor
* 12. Mai 1920 in Santa Ana, Orange County, Kalifornien
† 24. August 1942 während der Schlacht um die Ostsalomonen bei Guadalcanal
war ein Pilot des United States Marine Corps

Lawrence Coburn Taylor trat am 14. Januar 1941 in die Marine Corps Reserve ein. Man ernannte ihn am 24. März 1942 zum Second Lieutenant und diente nach Abschluss der Flugausbildung als Pilot im Pazifik. Am 24. August 1942 kam es zur Schlacht um die Inseln der Ostsalomonen. Die Japaner wollten Entsatztruppen nach Guadalcanal bringen und hatten dafür eine große Anzahl an Kriegsschiffen zusammengezogen. Das Marine Fighter Squadron, in dem sich auch Second Lieutenant Taylor befand, erhielt seinen Auftrag zum Aufsteigen, um eben diese feindlichen Kriegsschiffe anzugreifen. Bei Taylor streikte aber der Motor kurz vor dem Start. Umgehend begann er eilig eine Reparatur und flog dann ebenfalls los. Durch seine hervorragenden Flugkünste und seinem unerschrockenen Mut unter den ungünstigsten Bedingungen, ermöglichten es ihm einen feindlichen Bomber abzuschießen. Der Motor seines Flugzeugs selber streikte danach und zerbarst. Das Flugzeug stürzte ab und ließ Second Lieutenant Lwarence Coburn Taylor keine Chance zum Aussteigen.
Für seinen gezeigten Mut verlieh man ihm posthum den Silver Star.


USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

Schiffsbiografie

Die USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Second Lieutenant Lawrence Coburn Taylor ( USMC ) benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 20. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lawrence H. Taylor, Mutter von Second Lieutenant Lawrence Coburn Taylor, taufte am 29. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander R. Cullinan, Jr. stellte am 13. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, legte das Kriegsschiff im Hafen der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York an. Hier erfolgte die Überprüfung der Schiffshaut, notwendig gewordener Umbau- und Reparaturarbeiten sowie die Endausrüstung. Am 6. August 1944 stach die USS LAWRENCE C TAYLOR in See und fuhr nach Süden zum Panamakanal. Fünf Tage später erfolgte die Durchquerung. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien, hier legte das Kriegsschiff nach dem bunkern von Proviant, Munition und Treibstoff am 23. August wieder ab, erreichte der Geleitzerstörer sechs Tage später die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier integrierte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in eine Gruppe von Geleitzerstörern, die rund um die Hawaiianischen Inseln mehrere Anti-U-Boot Killer Training absolvierten. Dazu reihte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 72 ein und ernannte es zum Flaggschiff. Für die Mannschaft des Kriegsschiffes liefen bis zum 16. Oktober diese Anti-U-Boot Übungen. In dieser Zeit gliederte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, ein. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS TABBERER ( DE-418 ), USS BEBAS ( DE-10 ) und USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe der TG die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am Morgen vom 16. zum 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf der USS LAWRENCE C TAYLOR an ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe rund 250 Seemeilen östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, per Sonar in dem Seegebiet 12° 44’ Nord, 130° 42’ Ost aufgespürt. Umgehend begann man mit einem Hedgehog Angriff. Dieser Angriff führte sofort zum Erfolg. Nach einer gewaltigen Unterwasserexplosion trieben Trümmerteile und Öl an der Wasseroberfläche. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen bei dem Angriff ums Leben. Eines der Flugzeuge, ein Torpedobomber TBM-1C „Avenger“, Kommandant LCDR Charles H. Holts, aus der Staffel VC-82 von der USS ANZIO hatte in der Nacht zum 18. November um 3:30 Uhr einen Radarkontakt von einem feindlichen U-Boot empfangen. Wegen des starken Regens ist die Sicht sehr gering. Deshalb lässt LCDR Holts mehrere Leuchtfackeln abwerfen. Daraufhin geht der Kontakt verloren. Er kontaktiert LT ( jg ) William J. Wilson, der mit seiner „Avenger“ gerade von dem Geleitflugzeugträger abgehoben hatte, da er seinen Torpedo nicht ausklinken kann und nennt diesem die Koordinaten der letzten Sichtung des japanischen U-Bootes. LT Wilson patrouilliert daraufhin über dem Seegebiet. Tatsächlich erscheint das japanische U-Boot wieder. Er lässt einen Schwimmer und Sonoboys ausklinken und beginnt mit der Verfolgung des feindlichen Schiffes. Dann wird ein MK 24 „Fido“ Torpedo abgeworfen, der sein Ziel wegen der Schraubengeräusche selber sucht. Doch der Torpedo ist ein Blindgänger. Um 4:17 Uhr trifft die USS LAWRENCE C TAYLOR zusammen mit der USS MELVIN R NAWMAN in dem Seegebiet ein und beginnen per Sonar mit der Suche nach dem U-Boot. Um 6:05 Uhr werden von der USS LAWRENCE C TAYLOR zwei Hedgehog Angriffe auf das feindliche Schiff geführt. Um 6:16 Uhr folgte die USS MELVIN R NAWMAN mit einem Hedgehog Angriff, der aber auch keinen Erfolg zeigte. Dann führte man von der USS LAWRENCE C TAYLOR einen dritten Hedgehog Angriff durch. Drei kleine Unterwasserexplosionen hallten anschließend durch das Wasser, gefolgt von einer schweren Unterwasserexplosion. Wenige Minuten später trieben große Mengen Dieselöl, Deckplanken, Kork und andere Trümmer an der Wasseroberfläche. Man hatte IJN I-41, mit 111 Mannschaftsmitglieder an Bord, in dem selben Seegebiet wie die IJN I-26 versenkt. Wenige Tage später fuhren die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS LAWRENCE C TAYLOR wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER und USS ROBERT F KELLER. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Innerhalb der TG 30.7 erlitten USS MELVIN R NAWMAN und USS TABBERER nennenswerte Schäden durch den Taifun. Beide Kriegsschiffe hatten ihren Mast verloren. Alle Schiffe der TG 30.7 fuhren zum Atoll Ulithi. Sie erreichten es am 21. Dezember. Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll liegen und man nahm an den Schiffen nur die notwendigsten Reparaturen vor. Die USS LAWRENCE C TAYLOR beließ man in der Task Group 30.7, die Capitain G. C. Montgomery befehligte. In der TG befand sich wieder der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL und USS ROBERT F KELLER. Am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Dort waren die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange. In dem Operationsgebiet der Task Force übernahmen die Schiffe der TG 30.7 wieder die Suche nach japanischen U-Booten. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Task Group am 21. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Die Kriegsschiffe erreichten am 27. Januar den Hafen von dem Atoll. Hier versetzte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in die Task Undergroup 50.7.1, der Antisubmarine Group, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Detachment“ befehligte. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS ROBERT F KELLER und USS MELVIN R NAWMAN. Am 2. Februar verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von diesem Atoll aus stachen sie am 10. Februar wieder in See und fuhren zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen, die sie noch am selben Tag erreichten. Vor Saipan wurden am 12. Februar die Anker gehievt. Die Schiffe der TU fuhren nun zur Bonin Insel Iwo Jima. Diese Insel wurde für die B-29 Bomber benötigt, von wo man im direkten Flug die japanischen Hauptinseln erreichen konnte. Hier schirmte die USS LAWRENCE C TAYLOR den Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab, währenddessen die Trägerflugzeuge selber auf der Suche feindlicher U-Boote waren und sich außerdem an dem Bombardement feindlicher Stellungen auf der Vulkaninsel beteiligten. Dann begann am 19. Februar die Anlandung der amerikanischen Soldaten auf die Insel Iwo Jima. Der Geleitzerstörer übernahm nun Patrouillen- und Sicherungsaufgaben. Zwei Tage später schlugen zwei Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen auf der Steuerbordseite des Geleitflugzeugträgers USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2 ein. Sofort näherte sich die USS LAWRENCE C TAYLOR dem attackiertem Schiff zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER und USS EDMONDS ( DE-406 ) und drei Zerstörer. Man kann den Geleitflugzeugträger nicht mehr retten. Deshalb beginnt man trotz schwerer See und anhaltenden Luftangriffen mit der Suche nach den Überlebenden. Die gesamte Nacht über wird diese Rettungsaktion per Suchscheinwerfer geführt. Man kann von den 923 Besatzungsmitgliedern insgesamt 605 Offiziere und Mannschaften lebend retten, die man zu den Angriffstruppentransportern USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) bringt. Hinter der vor Iwo Jima ankernden 5. US Flotte beginnen sich einige Tage später japanische U-Boote in Position zu bringen. Sie sollen einen Kaitenangriff mit bemannten Torpedos beginnen. Am 25. Februar meldet der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ) aus der TF 54, dass man auf dem Sonar ein Signal von feindlichen U-Booten aufgefangen hätte. Umgehend werden von der USS ANZIO Torpedobomber vom Typ Grumman TBM-1C „Avenger“ gestartet und gehen auf die Suche nach dem U-Boot. Am morgen des 26. Februar entlässt IJN I-368, Kommandant LCDR Mitsuteru Irizawas, drei der fünf mitgeführten Kaiten mit den Piloten LT (jg) Junji Kawasaki, Ensign Toshio Ishida und Ensign Susumi Namba. Um 3:04 Uhr wird IJN I-368 35 Seemeilen westlich von Iwo Jima durch den Torpedobomberpiloten LT (jg) F. M. Fay auf Radar aufgenommen. Das U-Boot lag auf dem Wasser. Um 3:38 Uhr taucht dann IJN I-368 schnell ab. Ein Mark 24 „Fido“ Torpedo erreicht trotzdem das japanische U-Boot und versenkt es mit allen 86 Besatzungsmitgliedern. Am selben Tag, um 2:20 Uhr, entdeckte der Torpedobomberpilot LT (jg) W. J. Wilson aus der selben Staffel das japanische U-Boot IJN RO-43, Kommandant LT Tsukigata Masaki, rund 50 Seemeilen Westnordwestlich von Iwo Jima und warf einen Mark 24 „Fido“ akustischen Zieltorpedo ab. Mit allen 79 Besatzungsmitgliedern wurde es versenkt. Die Kriegsschiffe der TU 50.7.1 verließen am 7. März das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier nahm man an der USS LAWRENCE C TAYLOR erneut einige Reparaturen vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS MELVIN R NAWMAN, USS ROBERT F KELLER, USS TABBERER, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Am 2. April gab es erneut einen feindlichen Luftangriff auf die Schiffe der TU. Dann verlagerten die japanischen Piloten ihre Angriffe auf Zerstörer, die als Radarvorpostenschiffe eingesetzt wurden, und auf die anderen an dem Angriff auf Okinawa beteiligten Kriegsschiffe. Bis Anfang Juni blieb die USS LAWRENCE C TAYLOR auf ihrem Posten und suchte nach feindlichen U-Booten im Rücken der Angriffsflotte. Dann verließ der Geleitzerstörer die Gewässer und fuhr zur San Pedro Bay. In diese lief das Kriegsschiff wenige Tage später ein und blieb bis zum 6. Juli vor Anker liegen. Man versetzte den Geleitzerstörer nun in die Task Group 30.7, der Antisubmarine Warfare Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS ROBERT F KELLER und USS TABBERER. Am 6. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Erneut waren diese Schiffe auf der Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht vom 15. zum 16. Juli befanden sie sich rund 550 Seemeilen östlich von Yokosuka. In einer Grumman TBM-3E „Avenger“ aus der Staffel VC-13 erhält um 7:47 Uhr der Radarkontaktmann LT ( jg ) William McLanes einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot, das sich an der Wasseroberfläche befindet. LT ( jg ) McLane eröffnet daraufhin sofort mit seinem Maschinengewehr das Feuer und lässt zwei 5-Zoll Raketen starten. Das U-Boot taucht und hinterlässt eine Ölspur an der Wasseroberfläche. McLane klinkt nun Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo Mark 24 „Fido“ aus. Aber nichts passiert. Bis zum Mittag entlasten zwei weitere „Avengers“ das Flugzeug von McLane. Das zweite über dem Seegebiet kreisende Flugzeug warf weitere Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo auf das untergetauchte U-Boot ab. Nichts passierte. Daraufhin führte der Kommandant der Avenger, LCDR J. R. Greys, die USS LAWRENCE C TAYLOR in dieses Seegebiet. Schwerölschlick kennzeichnet die Position des japanischen Schiffes. Um 11:40 Uhr werden von dem Geleitzerstörer vierundzwanzig 7,2 Zoll Mark 10 Hedgehog Projektile abgefeuert. Diese lassen das U-Boot IJN I-13 auf der Position 34° 28’ Nord, 150° 55’ Ost bersten und alle Besatzungsmitglieder mit in den Tod nehmen. Die USS LAWRENCE C TAYLOR setzte in den folgenden Tagen ihre Suche nach japanischen U-Booten in den japanischen Gewässern fort. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die Schiffe der TG 30.7 kehrten daraufhin nach Okinawa zurück. Am 5. September verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und beteiligte sich an der Eskorte von Truppentransportern, die Soldaten zur Besetzung von Korea und der chinesischen Küste an Bord hatten, damit die Nachkriegsunruhen in diesem Land gemildert werden konnten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Am 26. Dezember verließ die USS LAWRENCE C TAYLOR wieder die Insel und beteiligte sich an der Operation „Margic Carpet“. Der Geleitzerstörer transportierte Kriegsveteranen in die Vereinigten Staaten zurück. Das Kriegsschiff legte am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und wechselte dann nach San Diego. In der dortigen Marinebasis wurde der Geleitzerstörer am 23. April außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt. Später schleppte man das Kriegsschiff in die Mare Island Naval Shipyard, wo es in der Mare Island Reserve Group bis 1970 lag. Am 1. Dezember 1972 strich man den Namen USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 12. September 1973 zum verschrotten.


USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )
Commanding Officer

LCDR R. Cullinan, Jr.      13. Mai 1944 – ?

USS ROBERT F KELLER ( DE-419 )

USS ROBERT F KELLER ( DE-419 )

Biografie

Robert Franklin Keller
* 16. Januar 1918 in Denver, Colorado
† 14. Juni 1942 Kiska Island, Aleuten, Alaska
war ein Offizier in der United States Naval Rerserve

Robert Franklin Keller meldete sich am 14. Februar 1941 als Seemann zweiter Klasse in Kansas City, Kansas bei der US Naval Reserve freiwillig. Man ernannte ihn am 15. Mai 1941, nach seiner Grundausbildung, zum Aviation Cadet der USNR. Sein Pilotenabzeichen innerhalb der Naval Reserve erhielt er am 10. Oktober 1941 verliehen. Nach dem weiteren Pilotentraining in Kansas, Florida, Texas und Kalifornien versetzte man ihn am 15. Februar 1942 zum Patrol Squadron 43. Ensign Robert Franklin Keller war an der Aleuten Kampagne der US Navy ab dem 10. Juni 1942 beteiligt. Er war der zweite Pilot eines Patrouillenflugzeuges innerhalb der US Navy, der eine Air Medal während des Krieges verliehen bekam. Ab dem 10. Juni flogen die amerikanischen Piloten mit ihren PBY-5 Catalinas Angriffsmissionen gegen japanische Schiffe im Hafen von Kiska Island und gegen feindliche Truppen auf der Insel, die diese ab dem 6. Juni 1942 eingenommen hatten. Trotz des strengen Alaska Wetters und den niedrig liegenden Wolkendecke flogen die Piloten ihre Angriffsmission auch am 14. Juni. Ensign Robert Franklin Keller hielt sein Flugzeug über der Wolkendecke. Bei einem gezielten Sturzbombenangriff aus sehr geringer Höhe visierte er eines der im Hafen liegenden Schiffe an. Doch noch bevor er seine mitgeführten Bomben ausklinken konnte, wurde sein Flugzeug von feindlichen Schiffen und mehreren an Land befindlichen Luftabwehrbatterien abgeschossen. Mehrere Granatsplitter durchschlugen die PBY-5 Catalina, zerrissen die Treibstoffleitung, so dass das Flugzeug in Luft explodierte.


USS ROBERT F KELLER ( DE-419 )

Schiffsbiografie

Die USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Robert Franklin Keller benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 12. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Peter S. Keller, Mutter von Ensign Robert Franklin Keller, taufte am 1. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander R. J. Toner ( USNR ) stellte am 17. Juni 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS ROBERT F KELLER bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die New York Naval shipyard in Brooklyn, New York. Hier kontrollierte man von dem Kriegsschiff die Schiffshaut, nahm einige Verbesserungen vor und begann mit der Endausrüstung. Am Morgen des 31. August stach die USS ROBERT F KELLER in See und übernahm ab der Delaware Bay die Eskorte von dem Wasserflugzeugtender USS CURRITUCK ( AV-7 ) bis nach Balboa, Panama. Hier schifften sich an Bord des Wasserflugzeugtenders mehrere Personen ein. Beide Kriegsschiffe durchquerten am 7. September den Panamakanal und fuhren über die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien nach San Francisco, Kalifornien. Hier warteten vier Handelsschiffe auf ihre Eskorte zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Alle sechs Schiffe verließen zusammen mit dem Zerstörer und Minensucher USS DORSEY ( DMS-1 ) am 19. September San Francisco und erreichten am 1. Oktober Pearl Harbor. Hier integrierte man die USS ROBERT F KELLER in die CortDiv 72 und gleichzeitig in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group. Bis zum 16. Oktober beteiligte sich der Geleitzerstörer an Anti-U-Boot Übungen. In der TG 30.7 befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ), USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS TABBERER ( DE-418 ) und USS BEBAS ( DE-10 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, aufgespürt und durch die USS LAWRENCE C TAYLOR versenkt. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen dabei ums Leben. Auch am folgenden Tag war der Geleitzerstörer in demselben Seegebiet erfolgreich. Diesmal traf es das U-Boot IJN I-41. Es explodierte nach mehreren Hedgehogs Angriffen und nahm alle 111 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. Wenige Tage später kehrten die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS ROBERT F KELLER wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR und USS TABBERER. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Innerhalb der TG 30.7 erlitten USS MELVIN R NAWMAN und USS TABBERER nennenswerte Schäden durch den Taifun. Beide Kriegsschiffe hatten ihren Mast verloren. Die USS ROBERT F KELLER beteiligte sich mit an der Suche nach überlebende Besatzungsmitglieder der drei gesunkenen Zerstörer, brach dann aber auch die Suche ab. Alle Schiffe der TG 30.7 fuhren zum Atoll Ulithi. Der Geleitzerstörer fuhr den Schiffen der TG 30.7 hinterher. In der Nacht vom 21. zum 22. Dezember konnte die Besatzung des Kriegsschiffes dann doch noch vier Überlebende der USS HULL aus dem Wasser bergen. Die anderen Schiffe der TG erreichten das Atoll am 21. Dezember. Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll liegen und man nahm an den Schiffen nur die notwendigsten Reparaturen vor. Die USS ROBERT F KELLER beließ man in der Task Group 30.7, die Capitain G. C. Montgomery befehligte. In der TG befand sich wieder der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS OLIVER MITCHELL und USS LAWRENCE C TAYLOR. Am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Dort waren die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange. Auf der Fahrt dorthin kollidierte die USS ROBERT F KELLER mit dem Geleitflugzeugträger USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) während der Postübergabe. In dem Operationsgebiet der Task Force übernahmen die Schiffe der TG 30.7 wieder die Suche nach japanischen U-Booten. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Task Group am 21. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Die Kriegsschiffe erreichten am 27. Januar den Hafen von dem Atoll. Hier versetzte man die USS ROBERT F KELLER in die Task Undergroup 50.7.1, der Antisubmarine Group, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Detachment“ befehligte. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL und USS MELVIN R NAWMAN. Am 2. Februar verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von diesem Atoll aus stachen sie am 10. Februar wieder in See und fuhren zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen, die sie noch am selben Tag erreichten. Vor Saipan wurden am 12. Februar die Anker gehievt. Die Schiffe der TU fuhren nun zur Bonin Insel Iwo Jima. Diese Insel wurde für die B-29 Bomber benötigt, von wo man im direkten Flug die japanischen Hauptinseln erreichen konnte. Hier schirmte die USS ROBERT F KELLER den Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab, währenddessen die Trägerflugzeuge selber auf der Suche feindlicher U-Boote waren und sich außerdem an dem Bombardement feindlicher Stellungen auf der Vulkaninsel beteiligten. Dann begann am 19. Februar die Anlandung der amerikanischen Soldaten auf die Insel Iwo Jima. Der Geleitzerstörer übernahm nun Patrouillen- und Sicherungsaufgaben. Zwei Tage später schlugen zwei Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen auf der Steuerbordseite des Geleitflugzeugträgers USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2 ein. Sofort näherte sich die USS ROBERT F KELLER dem attackiertem Schiff zusammen mit dem Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR und USS EDMONDS ( DE-406 ) und drei Zerstörer. Man kann den Geleitflugzeugträger nicht mehr retten. Deshalb beginnt man trotz schwerer See und anhaltenden Luftangriffen mit der Suche nach den Überlebenden. Die gesamte Nacht über wird diese Rettungsaktion per Suchscheinwerfer geführt. Man kann von den 923 Besatzungsmitgliedern insgesamt 605 Offiziere und Mannschaften lebend retten, die man zu den Angriffstruppentransportern USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) bringt. Hinter der vor Iwo Jima ankernden 5. US Flotte beginnen sich einige Tage später japanische U-Boote in Position zu bringen. Sie sollen einen Kaitenangriff mit bemannten Torpedos beginnen. Am 25. Februar meldet der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ) aus der TF 54, dass man auf dem Sonar ein Signal von feindlichen U-Booten aufgefangen hätte. Umgehend werden von der USS ANZIO Torpedobomber vom Typ Grumman TBM-1C „Avenger“ gestartet und gehen auf die Suche nach dem U-Boot. Am morgen des 26. Februar entlässt IJN I-368, Kommandant LCDR Mitsuteru Irizawas, drei der fünf mitgeführten Kaiten mit den Piloten LT (jg) Junji Kawasaki, Ensign Toshio Ishida und Ensign Susumi Namba. Um 3:04 Uhr wird IJN I-368 35 Seemeilen westlich von Iwo Jima durch den Torpedobomberpiloten LT (jg) F. M. Fay auf Radar aufgenommen. Das U-Boot lag auf dem Wasser. Um 3:38 Uhr taucht dann IJN I-368 schnell ab. Ein Mark 24 „Fido“ Torpedo erreicht trotzdem das japanische U-Boot und versenkt es mit allen 86 Besatzungsmitgliedern. Am selben Tag, um 2:20 Uhr, entdeckte der Torpedobomberpilot LT (jg) W. J. Wilson aus der selben Staffel das japanische U-Boot IJN RO-43, Kommandant LT Tsukigata Masaki, rund 50 Seemeilen Westnordwestlich von Iwo Jima und warf einen Mark 24 „Fido“ akustischen Zieltorpedo ab. Mit allen 79 Besatzungsmitgliedern wurde es versenkt. Die Kriegsschiffe der TU 50.7.1 verließen am 7. März das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier nahm man an der USS ROBERT F KELLER einige Reparaturen vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS MELVIN R NAWMAN, USS TABBERER, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. An diesem Tag vernichtete die USS ROBERT F KELLER drei Seeminen. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Am 2. April gab es erneut einen feindlichen Luftangriff auf die Schiffe der TU. Dann verlagerten die japanischen Piloten ihre Angriffe auf Zerstörer, die als Radarvorpostenschiffe eingesetzt wurden, und auf die anderen an dem Angriff auf Okinawa beteiligten Kriegsschiffe. Unterdessen suchten die Schiffe der TU 52.1.1 im Rückraum der Angriffsflotte nach feindlichen U-Booten. Am 30. April eskortierte die USS ROBERT F KELLER den Geleitflugzeugträger USS ANZIO zum Atoll Ulithi. An der Ruderanlage des Trägers mussten Reparaturen vorgenommen werden. Beide Kriegsschiffe erreichten fünf Tage später das Atoll. Hier wartete der Schwere Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) auf sein Begleitschiff. Die Bunker der USS ROBERT F KELLER wurden mit Treibstoff, Proviant und Munition wieder aufgefüllt. Am folgenden Tag stach der Geleitzerstörer wieder in See und eskortierte den Schweren Kreuzer nach Okinawa, wo dieser in die Task Force 54 eingegliedert wurde. Am 10. Mai erreichten beide Kriegsschiffe ihre vorgegebene Position vor Okinawa. Ab diesem Tag übernahm die USS ROBERT F KELLER dann die Sicherung der Schifffahrtswege auf denen die Versorgungskonvois zwischen der San Pedro Bay, Leyte und Okinawa unterwegs waren. Bis Anfang Juni blieb der Geleitzerstörer auf ihrem Posten und suchte nach feindlichen U-Booten im Rücken der Angriffsflotte. Dann verließ der Geleitzerstörer die Gewässer und fuhr zur San Pedro Bay. In diese lief das Kriegsschiff am 17. Juni ein und blieb bis zum 6. Juli vor Anker liegen. Man versetzte den Geleitzerstörer nun in die Task Group 30.7, der Antisubmarine Warfare Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS LAWRENCE C TAYLOR und USS TABBERER. Am 6. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Erneut waren diese Schiffe auf der Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht vom 15. zum 16. Juli befanden sie sich rund 550 Seemeilen östlich von Yokosuka. In einer Grumman TBM-3E „Avenger“ aus der Staffel VC-13 erhält um 7:47 Uhr der Radarkontaktmann LT ( jg ) William McLanes einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot, das sich an der Wasseroberfläche befindet. LT ( jg ) McLane eröffnet daraufhin sofort mit seinem Maschinengewehr das Feuer und lässt zwei 5-Zoll Raketen starten. Das U-Boot taucht und hinterlässt eine Ölspur an der Wasseroberfläche. McLane klinkt nun Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo Mark 24 „Fido“ aus. Aber nichts passiert. Bis zum Mittag entlasten zwei weitere „Avengers“ das Flugzeug von McLane. Das zweite über dem Seegebiet kreisende Flugzeug warf weitere Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo auf das untergetauchte U-Boot ab. Nichts passierte. Daraufhin führte der Kommandant der Avenger, LCDR J. R. Greys, die USS LAWRENCE C TAYLOR und die USS ROBERT F KELLER in dieses Seegebiet. Schwerölschlick kennzeichnet die Position des japanischen Schiffes. Um 11:40 Uhr werden von der USS LAWRENCE C TAYLOR vierundzwanzig 7,2 Zoll Mark 10 Hedgehog Projektile abgefeuert. Diese lassen das U-Boot IJN I-13 auf der Position 34° 28’ Nord, 150° 55’ Ost bersten und alle Besatzungsmitglieder mit in den Tod nehmen. Die USS ROBERT F KELLER setzte in den folgenden Tagen ihre Suche nach feindlichen U-Booten in den japanischen Gewässern fort. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die Schiffe der TG 30.7 kehrten daraufhin nach Okinawa zurück und die USS ROBERT F KELLER wechselte nach Guam, Nördliche Marianen. Hier lagen Truppentransporter. An Bord dieser Schiffe waren amerikanische Besatzungstruppen. Am 5. September verließen diese Schiffe wieder die amerikanische Marinebasis und der Geleitzerstörer eskortierte sie zur koreanischen Küste. Im Hafen von Jinsen gingen am 8. September die Besatzungstruppen an Land. Die USS ROBERT F KELLER erreichte am 22. September die Buckner Bay, Okinawa. Auch hier warteten Truppentransporter auf ihre Eskorte an die chinesische Küste. Bis zum Jahresende sicherte das Kriegsschiff solche Truppentransporte und pendelte zwischen Okinawa und der chinesischen Küste hin und her. Am 26. Dezember verließ die USS ROBERT F KELLER wieder Okinawa und beteiligte sich an der Operation „Margic Carpet“. Der Geleitzerstörer transportierte Kriegsveteranen in die Vereinigten Staaten zurück. Das Kriegsschiff legte am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und wechselte dann nach San Diego. In der dortigen Marinebasis wurde der Geleitzerstörer am 24. April außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt. Im September 1946 erhielt der Geleitzerstörer einen vorübergehenden Status der „Indienststellung“ und wechselte zum 13. Naval District in Puget Sound, Washington. Hier sollte sich das Kriegsschiff am Ausbildungsprogramm der Naval Reserve beteiligen. Im Januar 1950 verließ die USS ROBERT F KELLER wieder Puget Sound und fuhr entlang der US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 31. März 1950 den Naval District Potomac River. Hier diente ab diesem Tag der Geleitzerstörer als Naval Reserveausbildungsschiff in Washington DC. Am 18. November 1950 erhielt das Kriegsschiff den vollständigen Status der Indienststellung und wieder aktiv in der US Navy. Die USS ROBERT F KELLER sollte Reservisten unter der Beibehaltung der Kriegsbereitschaft für den eventuellen Einsatz in koreanischen Gewässern trainieren. Bis 1955 absolvierte der Geleitzerstörer 39 Kreuzfahrten und half bei der Ausbildung von weit über 3.500 Reserveoffizieren und Mannschaften. Dabei waren hauptsächlich die östlichen Häfen Kanadas, der US Ostküste und der amerikanischen Marinebasen in der Karibik angelaufen worden. Bis 1959 setzte das Kriegsschiff seine Pflichten fort und überquerte dabei auch den Atlantik, um Nord- und Südeuropäische Häfen anzulaufen. Am 21. September 1959 stellte man die USS ROBERT F KELLER außer Dienst und übergab dem Schiff noch im selben Jahr einen vorübergehenden Status der „Indienststellung“. Es wechselte zum 5. Naval District in Baltimore, Maryland, um sich hier am Naval Reserve Training mit zu beteiligen. Am 13. August 1961 wurde rund um Westberlin von der DDR her eine Mauer gebaut. Wegen der sich dadurch entwickelnden Krise stellte man das Kriegsschiff am 2. Oktober 1961 wieder in den Dienst der US Navy. Die Besatzung bestand dabei aus Reservisten. In den dann folgenden Wochen des Jahres 1961 patrouillierte die USS ROBERT F KELLER im Atlantik und in der Karibik. Während einer solchen Patrouillenfahrt kreuzte die USS ROBERT F KELLER am 12. Mai 1962 zusammen mit den Geleitzerstörern USS THADDEUS PARKER ( DE-369 ) und USS ALBERT T HARRIS ( DE-447 ) im Atlantik. Am 1. August 1962 stellte man den Geleitzerstörer erneut außer Dienst und übergab dem Schiff noch im selben Jahr einen vorübergehenden Status der „Indienststellung“. Es wechselte wieder zum 5. Naval District in Baltimore, Maryland, um sich hier am Naval Reserve Training zu beteiligen. Im Januar 1965 wechselte das Kriegsschiff dann in den Hafen der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und wurde hier in die Atlantikreserveflotte versetzt. Anfang 1972 begann man eine Besichtigung des Kriegsschiffes und es wurde für weitere Dienst als untauglich eingestuft. Daher strich man am 1. Juli 1972 den Namen USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 5. Februar 1974 zum verschrotten.


USS ROBERT F KELLER ( DE-419 )
Commanding Officer

LCDR R. J. Toner  (USNR)         17. Juni 1944 – ?

USS TABBERER ( DE-418 )

USS TABBERER ( DE-418 )

Biografie

Charles Arthur Tabberer
* 18. Dezember 1915 in Kansas City, Kansas
† 7. August 1942 über Guadalcanal, Ostsalomonen
war ein Offizier und Pilot

Charles Arthur Tabberer trat am 12. oktober 1939 in die US Naval Reserve ein und wurde am 11. Januar 1940 zum Aviation Cadet ernannt. Nach dem Abschluss des Flugtrainings in Pensacola und Miami, Florida ernannte man ihn am 1. November zum Marineflieger. Im Rang eines Ensign nahm man ihn am 12. Dezember in die Marine Reserve auf. Nach einer weiteren Ausbildung in San Diego, Kalifornien versetzte man ihn zur Fighting Squadron 5 ( VF-5 ), welche auf dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) stationiert war. Am 29. Mai 1942 beförderte man Tabberer zum Lieutenant ( jg). Sein Geschwader wurde auf den Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ) versetzt und sollte sich an der Invasion von Guadalcanal, Ostsalomonen beteiligen. Lieutenant ( jg ) Charles Arthur Tabberer war einer der 11 „Wildcat“ ( F4F ) Piloten die am 7. August 1942 ihr Leben verloren als Flugzeuge der japanischen 26. Luftflotte gegen die alliierte Guadalcanal Invasionsstreitmacht kämpften. Durch die Bemühungen von LT Tabberer und seiner Kameraden wurden die japanischen Luftstreitkräfte zurückgeschlagen und vernichtet. Für seinen gezeigten Mut und seine Opferbereitschaft verlieh man ihm posthum das Distinguished Flying Cross.


USS TABBERER ( DE-418 )

Schiffsbiografie

Die USS TABBERER ( DE-418 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant (jg) Charles Arthur Tabberer benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundfünfzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 12. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary M. Tabberer, Witwe von Lieutenant (jg) Charles Arthur Tabberer, taufte am 18. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Henry Lee Plage (USNR) ( 10. Februar 1915 in Oklahoma – 24. September 2003 in Ocala, Marion County, Florida ) stellte am 23. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS TABBERER bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier überprüfte man in den folgenden zwei Wochen die Schiffshaut, nahm einige Reparaturen vor und rüstete das Kriegsschiff für seine weitere Fahrt aus. Am 16. August stach die USS TABBERER in See und eskortierte den Öltanker USS SEVERN ( AO-61 ) entlang der US Ostküste. Ziel beider Schiffe war der Pazifik. Den Panamakanal durchquerten beide Schiffe am 21. August und fuhren von dort aus direkt zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen liefen sie am 7. September ein. Hier integrierte man die USS TABBERER in die CortDiv 72. Über einen Monat lang beteiligte sich nun der Geleitzerstörer in den Hawaiianischen Gewässern an der Anti-U-Boot Ausbildung. Dazu gehörten neben Schießübungen auch die Arbeit mit dem Radar und Sonar sowie das richtige Abschießen der Hedgehogs. Außerdem sicherte das Kriegsschiff die Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) und den Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) auf denen die stationierten Piloten mit ihren Flugzeugen ein Nachtflugtraining durchführten. In dem einen Monat bis zu ihrem eigentlichen Einsatz musste die USS TABBERER auch noch an einer amphibischen Landeübung teilnehmen und die dort beteiligten Schiffe absichern. Dann versetzte man Anfang Oktober den Geleitzerstörer in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group. Bis zum 16. Oktober beteiligte sich das Kriegsschiff an weiteren Anti-U-Boot Übungen. In der TG 30.7 befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS TABBERER, USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ), USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ), USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ) und USS BEBAS ( DE-10 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, aufgespürt und durch die USS LAWRENCE C TAYLOR versenkt. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen dabei ums Leben. Auch am folgenden Tag war der Geleitzerstörer in demselben Seegebiet erfolgreich. Diesmal traf es das U-Boot IJN I-41. Es explodierte nach mehreren Hedgehogs Angriffen und nahm alle 111 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. Wenige Tage später kehrten die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS TABBERER wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS TABBERER, USS ROBERT F KELLER, USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL und USS LAWRENCE C TAYLOR. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Insgesamt haben während des Taifuns 790 Seeleute ihr Leben verloren, das sind mehr wie bei den Schlachten um Midway und in der Coral Sea zusammen. Eine Untersuchungskommission kam nach diesem Fiasko zu dem Hinweis, dass sollte Admiral William Frederick Halsey, Jr. erneut eine Flotte in einen Taifun führen, er umgehend von seinem Kommando zu entheben ist. Innerhalb der TG 30.7 erlitten USS TABBERER und USS MELVIN R NAWMAN nennenswerte Schäden durch den Taifun. Beide Kriegsschiffe hatten ihren Mast verloren. Die USS TABBERER hatte in der Nacht die Richtung verloren und trieb fast steuerlos durch die tiefen Täler der aufgewühlten See. Der Geleitzerstörer musste häufige Rollen von bis zu 60 Grad aushalten und näherte sich bei mehreren Gelegenheiten sogar dem Winkel von 72 Grad und war damit kurz vor dem kentern. Um 18:30 Uhr waren die Mast- und Radioantennen abgerissen. Dadurch konnte die USS TABBERER keinen Funkspruch absetzen um Hilfe herbeizuholen. Drei Stunden später schaffte ein Funker bei der schweren See eine Notantenne zu installieren. Gleich nach dem Einschalten dieser Antenne gab der Funker Alarm. „Mann über Bord“. Das Kriegsschiff eilte zu der angegebenen Position und ein Besatzungsmitglied der USS HULL konnte gerettet werden. Von diesem Seemann erfuhr man von der Tragödie des Zerstörers. Umgehend begann die Mannschaft des Kriegsschiffes mit der Suche und Bergung der Überlebenden. Die Suche dauerte bis zum 20. Dezember. Insgesamt 55 Offiziere und Mannschaften konnten von der USS HULL und USS SPENCE gerettet werden. Am 20. Dezember löste man die USS TABBERER ab. Der Geleitzerstörer fuhr in Richtung des Atolls Ulithi. Auf dieser Fahrt konnten noch 36 überlebende Besatzungsmitglieder der USS MONAGHAN gerettet werden. Insgesamt 93 Seeleute konnten so aus der schweren See gerettet werden. Dafür erhielt LCDR Henry Lee Plage die Legion of Merit und die gesamte Mannschaft das US Navy Unit Commendation Ribbon verliehen. Am 21. Dezember erreichte die USS TABBERER das Atoll. Nach dem Weihnachtsfest verließ der Geleitzerstörer das Atoll und fuhr zum Atoll Eniwetok, wo das Kriegsschiff am 1. Januar 1945 anlegte. Nach dem bunkern von Treibstoff ging die Fahrt zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Hier begann man mit den Reparaturen die am 29. Januar abgeschlossen waren. An diesem Tag stach die USS TABBERER wieder in See und fuhr über das Atoll Eniwetok zur Insel Saipan, Nördliche Marianen zum Atoll Ulithi. In der Lagune des Atolls bunkerte man auf dem geleitzerstörer frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Anschließend stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zur Bonin Insel Iwo Jima. Hier hatte ab dem 19. Februar die Anlandungsoperation gegeben. Diese Insel benötigte die US Air Force. Von hier aus konnten B-29 Bomber starten und die japanischen Hauptinseln von der Luft aus angreifen. Die USS TABBERER übernahm in den Gewässern der Bonin Insel Sicherungsaufgaben, suchte nach feindlichen U-Booten und warnte vor japanische Luftangriffe. Bis in die erste Märzwoche hinein hatte der Geleitzerstörer diese Aufgaben inne. Dann verließ das Kriegsschiff am 7. März zusammen mit den Schiffen der TG 50.7.1 die Gewässer vor den Bonin Inseln und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Das Kriegsschiff fuhr fünf Tage später in diese Bucht ein. Hier nahm man an der USS TABBERER einige Reparaturen vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS TABBERER, USS ROBERT F KELLER, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS MELVIN R NAWMAN, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Es gab auf amerikanischer Seite aber keine Verluste. Die USS TABBERE selber wurde aber während dieses Luftangriffs nicht angegriffen. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Am 2. April gab es erneut einen feindlichen Luftangriff auf die Schiffe der TU. Dann verlagerten die japanischen Piloten ihre Angriffe auf Zerstörer, die als Radarvorpostenschiffe eingesetzt wurden, und auf die anderen an dem Angriff auf Okinawa beteiligten Kriegsschiffe. Unterdessen suchten die Schiffe der TU 52.1.1 im Rückraum der Angriffsflotte nach feindlichen U-Booten. Dann ab dem 16. April bildete man wieder die Task Group 50.7. Diese darin eingegliederten Kriegsschiffe, wie die USS TABBERER, suchten nach japanischen U-Booten. An diesem Tag gab es feindlichen Luftalarm und mehrere Kamikazepiloten stürzten sich auf die USS BOWERS, die danach die Gewässer wegen Reparaturen verlassen musste. Am 20. April kehrte die USS OLIVER MITCHELL nach Okinawa in diese TG zurück, die von Captain Cronin befohlen wurde. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO bis zum 30. April und USS TULAGI ( CVE-72 ), der zwischen der TG 50.7 und der TU 52.1.2 wechselte, sowie die Geleitzerstörer USS TABBERER, USS OLIVER MITCHELL. Am 11. Mai lief die USS TABBERER in den Hafen von Apra Harbour, Guam, Nördliche Marianen ein. Dort bunkerte man Munition, Proviant, Post und Treibstoff. Außerdem nahm man Reparaturen an dem Schiff vor. Ab dem 23. Mai gehörte das Kriegsschiff wieder zur TG 50.7 und nahm seine gestellten aufgaben wahr. Am 28. Mai gliederte man die 5. US Flotte in die 3. US Flotte ein und das Kommando übernahm Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ). Die USS TABBERER versetzte man an diesem Tag in die TG 30.7, deren Schiffe wieder nach japanischen U-Booten suchten. In der TG waren die Geleitflugzeugträger USS ANZIO und USS TULAGI aushilfsweise und die Geleitzerstörer USS TABBERER, USS OLIVER MITCHELL, USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) und ein weiterer. Gleich am ersten Tag erhalten die Schiffe der TG den Auftrag, in ein Seegebiet zu fahren das 400 Seemeilen nördlich von Guam liegt. Dort hat ein amerikanischer Minensucher ein feindliches U-Boot entdeckt. Man startet von der USS ANZIO daraufhin mehrere Flugzeuge aus der Staffel Composite Wing VC-13. 400 Seemeilen südöstlich von Okinawa erhält am 31. Mai um 4:36 Uhr der Radarbeobachter von dem Torpedobomber Grumman TBM-3E „Avenger“, Kommandant Lieutenant (jg) Sam L. Stovall, einen Kontakt. Daraufhin lässt LT Stovall das Flugzeug durch die Wolkendecke fallen und man entdeckt noch vor der Morgendämmerung auf der Wasseroberfläche ein U-Boot. Von dem Flugzeug werden vier 5-Zoll Raketen auf das U-Boot abgefeuert und zwei davon sollen eventuell getroffen haben. Man identifiziert das U-Boot. Es ist IJN I-361, Kommandant Lieutenant Matsuura. Gleich nach dem Raketenangriff lässt LT Matsuura alarmtauchen. Stovall hingegen lässt hingegen Sonobouys und einen Mark 24 „Fido“ Torpedo vom Typ D1 fallen, der selbständig die akustischen Propellergeräusche sucht. Fünfzehn Seemeilen von der dann entstandenen Explosion befanden sich die herannahenden Geleitzerstörer USS TABBERER und USS OLIVER MITCHELL, die eine schwere Unterwasserexplosion wahrnahmen. Als die beiden Kriegsschiffe dem Herd der Explosion näherten fanden sie einen großen Ölteppich, Teile von Deckplanken und andere Trümmer von IJN I-361 vor. Alle 76 Besatzungsmitglieder und 5 Kaiten Piloten kommen in dem U-Boot ums Leben. Danach ging die Suche nach feindlichen U-Booten weiter. Dann verließ der Geleitzerstörer die Gewässer und fuhr zur San Pedro Bay. In diese lief das Kriegsschiff am 17. Juni ein und blieb bis zum 6. Juli vor Anker liegen. Man versetzte den Geleitzerstörer nun in die Task Group 30.7, der Antisubmarine Warfare Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER, USS LAWRENCE C TAYLOR und USS TABBERER. Am 6. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Erneut waren diese Schiffe auf der Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht vom 15. zum 16. Juli befanden sie sich rund 550 Seemeilen östlich von Yokosuka. In einer Grumman TBM-3E „Avenger“ aus der Staffel VC-13 erhält um 7:47 Uhr der Radarkontaktmann LT ( jg ) William McLanes einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot, das sich an der Wasseroberfläche befindet. LT ( jg ) McLane eröffnet daraufhin sofort mit seinem Maschinengewehr das Feuer und lässt zwei 5-Zoll Raketen starten. Das U-Boot taucht und hinterlässt eine Ölspur an der Wasseroberfläche. McLane klinkt nun Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo Mark 24 „Fido“ aus. Aber nichts passiert. Bis zum Mittag entlasten zwei weitere „Avengers“ das Flugzeug von McLane. Das zweite über dem Seegebiet kreisende Flugzeug warf weitere Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo auf das untergetauchte U-Boot ab. Nichts passierte. Daraufhin führte der Kommandant der Avenger, LCDR J. R. Greys, die USS LAWRENCE C TAYLOR und die USS ROBERT F KELLER in dieses Seegebiet. Schwerölschlick kennzeichnet die Position des japanischen Schiffes. Um 11:40 Uhr werden von der USS LAWRENCE C TAYLOR vierundzwanzig Hedgehog Projektile abgefeuert. Diese lassen das U-Boot IJN I-13 bersten und alle Besatzungsmitglieder mit in den Tod nehmen. Die USS TABBERER setzte in den folgenden Tagen ihre Suche nach feindlichen U-Booten in den japanischen Gewässern fort. Dabei konnte die Mannschaft des Geleitzerstörers in diesen Tagen vier amerikanische Piloten aus dem Wasser bergen, deren Flugzeuge vin der USS ANZIO stammten. Außerdem waren die Geschützmannschaften damit beschäftigt Seeminen zu vernichten. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die Schiffe der TG 30.7 kehrten daraufhin nach Okinawa zurück. Hier übernahm unter anderem die USS TABBERER zusammen mit anderen Geleitzerstörern die Eskorte über mehrere Truppentransporter, die Besatzungstruppen nach Jinsen, Korea und den chinesischen Häfen Tientsin und Taku brachten. Nebenbei zerstörten die Geschützmannschaften im Gelben Meer aufgefundene Seeminen. Am 22. Dezember verlässt der Geleitzerstörer den Hafen von Tsingtao, China und fährt in Richtung Osten. Unterwegs legte das Kriegsschiff in der Buckner Bay, Okinawa einen Zwischenstopp ein und beteiligte sich an der Operation „Margic Carpet“ und transportierte Kriegsveteranen nach Hause. Nach weiteren Zwischenstopps vor dem Atoll Eniwetok und der Marinebasis Pearl Harbor legte die USS TABBERER am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco an. Im April wechselte der Geleitzerstörer in die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier stellte man das Kriegsschiff am 24. April 1946 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS TABBERER aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Lieutenant Commander Jerrold Willard McNulty stellte am 7. April 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Im Juni schloss der Geleitzerstörer in den Gewässern vor San Diego die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt ab. Anschließend verließ das Kriegsschiff die Marinebasis und fuhr in Richtung Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Kriegsschiff im August Newport, Rhode Island, seinen neuen Heimathafen. In den folgenden neun Jahren operierte die USS TABBERER entlang der US Ostküste von Key West, Florida bis nach Halifax, Nova Scoria, Kanada. Sehr oft operierte der Geleitzerstörer auch in der Karibik. Da whießen die Ziele Guantanamo Bay und Vieques Island. Die USS TABBERER nahm an unzähligen Übungen teil. Außerdem schifften sich öfters Mitglieder der US Navl Academy und der NROTC Midshipman für ihre Sommerkreuzfahrten auf dem Kriegsschiff ein. Nur im Herbst 1957 verließ der Geleitzerstörer den Westatlantik und beteiligte sich an einem zweimonatigen Mittelmeereinsatz. Anschließen führte das Kriegsschiff seine Routinemäßigen Operationen entlang der US Ostküste wieder durch. Am 19. April 1959 lief die USS TABBERER in die Philadelphia Naval Shipyard, Philadelphia, Pennsylvania ein. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Deaktivierung vor. Im Mai 1960 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und beließ ihn in Philadelphia. Den Namen USS TABBERER ( DE-418 ) strich man am 1. August 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 3. Oktober 1973 an Mr. David Hahn aus Key West zum verschrotten.


USS TABBERER ( DE-418 )
Commanding Officer

LCDR Henry Lee Plage       23. Mai 1944 – 25. Juli 1945
LCDR Dean A. Decoudres  (USNR)        25. Juli 1945 – März 1946
LCDR Bruce Gregory Kroger  (USNR)        März 1946 – 24. April 1946
Außerdienststellung         24. April 1946 – 7. April 1951
CDR Jerrold Willard McNulty        7. April 1951 – Juli 1952
CDR John Joseph Skahill         Juli 1952 – November 1954
CDR James Clinton Wilson         November 1954 – 1955
LCDR Sullivan         1955 – 1955
LCDR William Morris Arl Greene         1955 – 1957 (erreichter Rang RADM)

USS OLIVER MITCHELL ( DE-471 )

USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 )

Biografie

Oliver Mitchell
* 14. März 1917 in Los Angeles, Kalifornien
† 28. August 1942 vor der Insel Ramos, Salomon Islands

Oliver Mitchell war der Sohn von Nicholas D. Mitchell und Margaret Ruth Green aus Los Angeles. Er meldete sich am 23. Mai 1941 freiwillig zur US Marine Corps Reserve, wo er zum Piloten ausgebildet wird. Am 3. September 1941 ernannte man ihn zum Aviation Cadet in der US Naval Reserve. Am 14. März 1942 beförderte man ihn zum Second Lieutenant in der US Naval Reserve und zog ihn ein. Ab Juli leistete er Kampfeinsätze auf den Salomonen. Am 28. August 1942 griff er einen japanischen Zerstörer vor der Insel Ramos an und wurde abgeschossen. Lieutenant Oliver Mitchell erhielt posthum den Silver Star verliehen.


USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 )

Schiffsbiografie

Der Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL ( DE-471 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu ehren von Lieutenant Oliver Mitchell (USMC) benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 3. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Margaret R. Mitchell, Mutter von Lieutenant Oliver Mitchell, taufte am 8. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Kenneth James Barclay ( 14. Dezember 1909 in ohio – 30. März 2002 in Grand Rapids, Kent County, Michigan ) stellte am 14. Juni 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS OLIVER MITCHELL bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Viginia. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 31. August und fuhr in Richtung des Pazifiks. Am 5. September erfolgte die Durchquerung des Panamakanals und danach legte das Kriegsschiff im Hafen der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant sowie Munition. Mitte September verließ die USS OLIVER MITCHELL wieder die Marinebasis und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Der Geleitzerstörer erreichte diese sechs Tage später. Hier beteiligte sich das Kriegsschiffen zusammen mit den Schiffen der CortDiv 72 für einen Monat an mehreren Anti-U-Boot Übungen. Danach gliederte man die USS OLIVER MITCHELL in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, ein. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ), USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS TABBERER ( DE-418 ), USS BEBAS ( DE-10 ) und USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, aufgespürt und durch die USS LAWRENCE C TAYLOR versenkt. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen dabei ums Leben. Auch am folgenden Tag war der Geleitzerstörer in demselben Seegebiet erfolgreich. Diesmal traf es das U-Boot IJN I-41. Es explodierte nach mehreren Hedgehogs Angriffen und nahm alle 111 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. Wenige Tage später kehrten die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS OLIVER MITCHELL wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R NAWMAN, USS TABBERER und USS ROBERT F KELLER. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Innerhalb der TG 30.7 erlitten nur die USS TABBERER und USS MELVIN R NAWMAN nennenswerte Schäden durch den Taifun. Die Schiffe der TG 30.7 kehrten nun wieder zum Atoll Ulithi zurück. Sie erreichten es am 21. Dezember. Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll liegen und man nahm an den Schiffen nur die notwendigsten Reparaturen vor. Die USS OLIVER MITCHELL beließ man in der Task Group 30.7, die Capitain G. C. Montgomery befehligte. In der TG befand sich wieder der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR und USS ROBERT F KELLER. Am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Dort waren die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange. In dem Operationsgebiet der Task Force übernahmen die Schiffe der TG 30.7 wieder die Suche nach japanischen U-Booten. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Task Group am 21. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Die Kriegsschiffe erreichten am 27. Januar den Hafen von dem Atoll. Hier versetzte man die USS OLIVER MITCHELL in die Task Undergroup 50.7.1, der Antisubmarine Group, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Detachment“ befehligte. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS ROBERT F KELLER und USS MELVIN R NAWMAN. Am 2. Februar verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll verließen sie am 10. Februar wieder und fuhren zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen, die sie noch am selben Tag erreichten. Vor Saipan wurden am 12. Februar die Anker gehievt. Die Schiffe der TU fuhren nun zur Bonin Insel Iwo Jima. Hier schirmte die USS OLIVER MITCHELL den Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab, währenddessen die Trägerflugzeuge selber auf der Suche feindlicher U-Boote waren und sich außerdem an dem Bombardement feindlicher Stellungen auf der Vulkaninsel beteiligten. Hinter der vor Iwo Jima ankernden 5. US Flotte beginnen sich japanische U-Boote in Position zu bringen. Sie sollen einen Kaitenangriff mit bemannten Torpedos beginnen. Am 25. Februar meldet der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ) aus der TF 54, dass man auf dem Sonar ein Signal von feindlichen U-Booten aufgefangen hätte. Umgehend werden von der USS ANZIO Torpedobomber vom Typ Grumman TBM-1C „Avenger“ gestartet und gehen auf die Suche nach dem U-Boot. Am morgen des 26. Februar entlässt IJN I-368, Kommandant LCDR Mitsuteru Irizawas, drei der fünf mitgeführten Kaiten mit den Piloten LT (jg) Junji Kawasaki, Ensign Toshio Ishida und Ensign Susumi Namba. Um 3:04 Uhr wird IJN I-368 35 Seemeilen westlich von Iwo Jima durch den Torpedobomberpiloten LT (jg) F. M. Fay auf Radar aufgenommen. Das U-Boot lag auf dem Wasser. Um 3:38 Uhr taucht dann IJN I-368 schnell ab. Ein Mark 24 „Fido“ Torpedo erreicht trotzdem das japanische U-Boot und versenkt es mit allen 86 Besatzungsmitgliedern. Am selben Tag, um 2:20 Uhr, entdeckte der Torpedobomberpilot LT (jg) W. J. Wilson aus der selben Staffel das japanische U-Boot IJN RO-43, Kommandant LT Tsukigata Masaki, rund 50 Seemeilen Westnordwestlich von Iwo Jima und warf einen Mark 24 „Fido“ akustischen Zieltorpedo ab. Mit allen 79 Besatzungsmitgliedern wurde es versenkt. Die Kriegsschiffe der TU 50.7.1 verließen am 7. März das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier nahm man an der USS OLIVER MITCHELL erneut einige Reparaturen vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man die USS OLIVER MITCHELL in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R NAWMAN, USS ROBERT F KELLER, USS TABBERER, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Bis zum 6. April blieb die USS OLIVER MITCHELL in der TU. An diesem Tag musste der Geleitzerstörer die Gewässer vor Okinawa verlassen. Man versetzte ihn in die Task Force 51. Das Kriegsschiff eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen von Okinawa aus einen Schiffskonvoi zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Am 20. April kehrte die USS OLIVER MITCHELL nach Okinawa zurück und wurde hier in die Task Group 50.7, die von Captain Cronin befohlen wurde, versetzt. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO bis zum 30. April und USS TULAGI ( CVE-72 ), der zwischen der TG 50.7 und der TU 52.1.2 wechselte, sowie die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER ab dem 23. Mai und USS BOWERS ( DE-637 ) bis zum 16. April. Am 30. April verließ die USS ANZIO und die USS OLIVER MITCHELL die Gewässer vor Okinawa und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie drei Tage später. Die USS OLIVER MITCHELL kehrte unverzüglich nach Okinawa zurück und übernahm hier die Sicherung über den Geleitflugzeugträger USS TULAGI, wenn dieser zur TG 50.7 abgestellt und nach feindlichen U-Booten suchte. Am 21. Mai kehrte dann die USS ANZIO nach umfangreichen Reparaturarbeiten zur TG zurück und die USS OLIVER MITCHELL übernahm nun wieder dessen Sicherung. Am 28. Mai gliederte man die 5. US Flotte in die 3. US Flotte ein und das Kommando übernahm Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ). Die USS OLIVER MITCHELL versetzte man an diesem Tag in die TG 30.7, deren Schiffe wieder nach japanischen U-Booten suchten. In der TG waren die Geleitflugzeugträger USS ANZIO und USS TULAGI aushilfsweise und die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER, USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) und ein weiterer. Gleich am ersten Tag erhalten die Schiffe der TG den Auftrag, in ein Seegebiet zu fahren das 400 Seemeilen nördlich von Guam liegt. Dort hat ein amerikanischer Minensucher ein feindliches U-Boot entdeckt. Man startet von der USS ANZIO daraufhin mehrere Flugzeuge aus der Staffel Composite Wing VC-13. 400 Seemeilen südöstlich von Okinawa erhält am 31. Mai um 4:36 Uhr der Radarbeobachter von dem Torpedobomber Grumman TBM-3E „Avenger“, Kommandant Lieutenant (jg) Sam L. Stovall, einen Kontakt. Daraufhin lässt LT Stovall das Flugzeug durch die Wolkendecke fallen und man entdeckt noch vor der Morgendämmerung auf der Wasseroberfläche ein U-Boot. Von dem Flugzeug werden vier 5-Zoll Raketen auf das U-Boot abgefeuert und zwei davon sollen eventuell getroffen haben. Man identifiziert das U-Boot. Es ist IJN I-361, Kommandant Lieutenant Matsuura. Gleich nach dem Raketenangriff lässt LT Matsuura alarmtauchen. Stovall hingegen lässt hingegen Sonobouys und einen Mark 24 „Fido“ Torpedo vom Typ D1 fallen, der selbständig die akustischen Propellergeräusche sucht. Fünfzehn Seemeilen von der dann entstandenen Explosion befanden sich die herannahenden Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL und USS TABBERER, die eine schwere Unterwasserexplosion wahrnahmen. Als die beiden Kriegsschiffe dem Herd der Explosion näherten fanden sie einen großen Ölteppich, Teile von Deckplanken und andere Trümmer von IJN I-361 vor. Alle 76 Besatzungsmitglieder und 5 Kaiten Piloten kommen in dem U-Boot ums Leben. Die USS OLIVER MITCHELL verlässt dann am 4. Juni die TG 30.7 und fährt zum Atoll Ulithi. Hier musste der Geleitzerstörer in ein Trockendock bugsiert werden damit eine Überholung an dem Kriegsschiff erfolgen konnte. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8, der Logistical Group der 3. US Flotte. In TG befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL, USS LAMONS ( DE-743 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS WATERMAN ( DD-740 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DD-739 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Zwei Tage später erreichten sie das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS OLIVER MITCHELL eskortierte zusammen mit anderen Geleitzerstörern leere Öltanker zum Atoll Ulithi und kehrte zusammen mit den Kriegsschiffen an die japanische Küste zurück. Am 8. August eilten die Geleitzerstörer einem Schiffskonvoi entgegen, er bestand aus 12 Öltankern und einem Versorgungsschiff, welcher vom Atoll Ulithi kam. In der Nähe der japanischen Gewässer fanden die Schiffe zueinander und fuhren zu den amerikanischen Kriegsschiffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. In den nun folgenden vier Monaten beteiligte sich die USS OLIVER MITCHELL zusammen mit der USS MELVIN R NAWMAN an der Eskorte von Truppentransportern, die Soldaten zur Besetzung von Korea und der chinesischen Küste an Bord hatten, damit die Nachkriegsunruhen in diesem land gemildert werden konnten. Am 26. Dezember beteiligte sich der Geleitzerstörer an der Operation „Margic Carpet“ und transportierte Kriegsveteranen in die Vereinigten Staaten zurück. Das Kriegsschiff legte am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und wechselte dann nach San Diego. In der dortigen Marinebasis wurde der Geleitzerstörer am 24. April außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt. Später schleppte man das Kriegsschiff in die Mare Island Naval Shipyard, wo es in der Mare Island Reserve Group bis 1970 lag. Am 15. März 1972 strich man den Namen USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 15. Januar 1973 zum verschrotten.


USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 )
Commanding Officer

LCDR Kenneth J. Barclay         14 Juni 1944 – ?

USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 )

USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 )

Biografie

Melvin Rollie Nawman
* 10. September 1916 in Aurora, Illinois
† 2. November 1942 über den Gewässern vor Guadalcanal, Salomonen

Melvin Rollie Nawman besuchte die Universität von Utah vor seiner Einberufung am 7. Juli 1941 zum US Marine Corps Reserve. Kurz nach seiner Grundausbildung qualifizierte er sich für die Flugausbildung. Er erwarb am 27. Juli 1942 sein Pilotenabzeichen und wurde zum Second Lieutenant befördert. Nach der Eroberung des Henderson Fields auf Guadalcanal, Salomonen versetzte man ihn mit dem Scout Bombergeschwader VMSB-32 dorthin. Am 30. Oktober erreichte dieses Bombengeschwader Guadalcanal und geriet gleich in erbitterte Gefechte um den Flugplatz Henderson Field. Die Japaner versuchten durch vermehrten Nachschub an Soldaten und Munition, der durch Zerstörer angelandet werden sollte, ihre Truppenstärke für weitere Angriffe zu erhöhen. Drei Tage später näherte sich solch ein feindlicher „Tokyo Express“ den Gewässern vor Guadalcanal. Umgehend begannen die amerikanischen Flugzeuge diesen feindlichen Schiffskonvoi zu attackieren damit die Verstärkung nicht anlanden konnte. Dabei wurde die Maschine von Second Lieutenant Melvin Rollie Nawman abgeschossen. Dieser Flugzeugangriff wurde ausschließlich von Freiwilligen durchgeführt. Posthum verlieh man Nawman die Air Medal.


USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 )

Schiffsbiografie

Die USS MELVIN R NAWMAN ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Second Lieutenant Melvin Rollie Nawman ( USMC ) benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 3. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. R. B. Nawman, Mutter von Second Lieutenant Melvin Rollie Nawman, taufte am 16. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander F. W. Kinsley stellte am 16. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MELVIN R NAWMAN bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts und erhielt hier die Endausrüstung. Am 22. Juli 1944 stach das Kriegsschiff dann in See und fuhr zum Panamakanal, der fünf Tage später durchquert wurde. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien erreichte die USS MELVIN R NAWMAN Mitte August die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer in den zwei folgenden Monaten an einem Anti-U-Boot Killer Training, das rund um die Hawaiianischen Inseln erfolgte. Diese wurden am 21. August unterbrochen. Zusammen mit den Geleitzerstörern USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) und USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) eskortierte die USS MELVIN R NAWMAN einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Die Schiffe erreichten das Atoll am 30. August. Schon am 2. September verließ die USS MELVIN R NAWMAN zusammen mit der USS SAMUEL B ROBERTS wieder dieses Atoll und eskortierte erneut einen Schiffskonvoi. Diesmal nach Pearl Harbor. Dort legten die Schiffe am 10. September an und man gliederte es in die CortDiv 72 ein. Für die Mannschaft der USS MELVIN R NAWMAN begannen nun bis zum 16. Oktober weitere Anti-U-Boot Übungen. In diesen Tagen gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, ein. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS MELVIN R. NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ), USS TABBERER ( DE-418 ), USS BEBAS ( DE-10 ) und USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, aufgespürt und durch die USS LAWRENCE C TAYLOR versenkt. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen dabei ums Leben. Auch am folgenden Tag war der Geleitzerstörer in demselben Seegebiet erfolgreich. Diesmal traf es das U-Boot IJN I-41. Es explodierte nach mehreren Hedgehogs Angriffen und nahm alle 111 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. Wenige Tage später kehrten die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS MELVIN R NAWMAN wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS TABBERER und USS ROBERT F KELLER. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Innerhalb der TG 30.7 erlitten USS MELVIN R NAWMAN und USS TABBERER nennenswerte Schäden durch den Taifun. Beide Kriegsschiffe hatten ihren Mast verloren. Beide Geleitzerstörer fuhren daraufhin zum Atoll Ulithi. Hier in der Lagune begann man umgehend mit den Reparaturarbeiten. Nach deren Abschluss versetzte man die USS MELVIN R NAWMAN in die Task Undergroup 50.7.1, der Antisubmarine Group, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Detachment“ befehligte. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS MELVIN R NAWMAN, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS ROBERT F KELLER und USS OLIVER MITCHELL. Am 2. Februar verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll verließen sie am 10. Februar wieder und fuhren zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen, die sie noch am selben Tag erreichten. Vor Saipan wurden am 12. Februar die Anker gehievt. Die Schiffe der TU fuhren nun zur Bonin Insel Iwo Jima. Hier schirmte die USS MELVIN R NAWMAN den Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab, währenddessen die Trägerflugzeuge selber auf der Suche feindlicher U-Boote waren und sich außerdem an dem Bombardement feindlicher Stellungen auf der Vulkaninsel beteiligten. Während solch einer Patrouillenfahrt kollidierte der Geleitzerstörer am 22. Februar mit dem Panzerlandungsschiff USS LST-807. Das Panzerlandungsschiff war da auf dem Weg zur Anlandugsstelle Red Beach auf Iwo Jima. Beide Schiffe erleiden nur geringe Schäden und können ihren Einsatz fortsetzen. Hinter der vor der Insel ankernden 5. US Flotte beginnen sich mittlerweile japanische U-Boote in Position zu bringen. Sie sollen einen Kaitenangriff mit bemannten Torpedos beginnen. Am 25. Februar meldet der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ) aus der TF 54, dass man auf dem Sonar ein Signal von feindlichen U-Booten aufgefangen hätte. Umgehend werden von der USS ANZIO Torpedobomber vom Typ Grumman TBM-1C „Avenger“ gestartet und gehen auf die Suche nach dem U-Boot. Am morgen des 26. Februar entlässt IJN I-368, Kommandant LCDR Mitsuteru Irizawas, drei der fünf mitgeführten Kaiten mit den Piloten LT (jg) Junji Kawasaki, Ensign Toshio Ishida und Ensign Susumi Namba. Um 3:04 Uhr wird IJN I-368 35 Seemeilen westlich von Iwo Jima durch den Torpedobomberpiloten LT (jg) F. M. Fay auf Radar aufgenommen. Das U-Boot lag auf dem Wasser. Um 3:38 Uhr taucht dann IJN I-368 schnell ab. Ein Mark 24 „Fido“ Torpedo erreicht trotzdem das japanische U-Boot und versenkt es mit allen 86 Besatzungsmitgliedern. Am selben Tag, um 2:20 Uhr, entdeckte der Torpedobomberpilot LT (jg) W. J. Wilson aus derselben Staffel das japanische U-Boot IJN RO-43, Kommandant LT Tsukigata Masaki, rund 50 Seemeilen Westnordwestlich von Iwo Jima und warf einen Mark 24 „Fido“ akustischen Zieltorpedo ab. Mit allen 79 Besatzungsmitgliedern wurde es versenkt. Die Kriegsschiffe der TU 50.7.1 verließen am 7. März das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier nahm man an der USS MELVINE R NAWMAN einige Reparaturen, die von der Kollision mit dem Panzerlandungsschiff her stammten, vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS LAWRENCE C TAYLOR, USS ROBERT F KELLER, USS TABBERER, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Am 2. April gab es erneut einen feindlichen Luftangriff auf die Schiffe der TU. Alle Geschützmannschaften der USS MELVIN R NAWMAN ließen einen Splitterregen auf die anfliegenden Kamikazepiloten regnen und konnten so zwei der Flugzeuge vernichten. Zwei Besatzungsmitglieder verlieh man dafür die Bronze Star Medal. Anfang Mai verließ der Geleitzerstörer die Gewässer vor Okinawa und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen einen Schiffskonvoi zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Hier blieb die USS MELVIN R NAWMAN für die folgenden 47 Tage und beteiligte sich an Patrouillen- und Eskortierfahrten. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8, der Logistical Group der 3. US Flotte. In TG befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS LAMONS ( DE-743 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS WATERMAN ( DD-740 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DD-739 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Zwei Tage später erreichten sie das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS MELVIN R NAWMAN eskortierte zusammen mit anderen Geleitzerstörern leere Öltanker zum Atoll Ulithi und kehrte zusammen mit den Kriegsschiffen an die japanische Küste zurück. Am 8. August eilten die Geleitzerstörer einem Schiffskonvoi entgegen, er bestand aus 12 Öltankern und einem Versorgungsschiff, welcher vom Atoll Ulithi kam. In der Nähe der japanischen Gewässer fanden die Schiffe zueinander und fuhren zu den amerikanischen Kriegsschiffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. In den nun folgenden vier Monaten beteiligte sich die USS MELVIN R NAWMAN zusammen mit der USS OLIVER MITCHELL an der Eskorte von Truppentransportern, die Soldaten zur Besetzung von Korea und der chinesischen Küste an Bord hatten, damit die Nachkriegsunruhen in diesem Land gemildert werden konnten. Die Truppen der USA und die unter dem chinesischen General Chiang Kai-shek nationalistisch aufgestellten Truppen der Kuomintang versuchten auf chinesischem Boden vollendete Tatsachen gegen kommunistisch eingestellte chinesische Truppen zu schaffen und ihre besetzten Gebiete zu stabilisieren. Am 22. Dezember beteiligte sich die USS MELVIN R NAWMAN an der Operation „Margic Carpet“ und transportierte Kriegsveteranen in die Vereinigten Staaten zurück. Das Kriegsschiff legte am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und wechselte dann nach San Diego. In der dortigen Marinebasis wurde der Geleitzerstörer am 24. April außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS MELVIN R NAWMAN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Lieutenant Commander P. H. Teeter stellte am 28. März 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ der Geleitzerstörer am 22. Juni die Marinebasis San Diego und sollte bei der Zerstörer Force innerhalb der US Atlantikflotte neue Aufgaben übernehmen. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte das Kriegsschiff am 11. Juli im Hafen von Melville, Rhode Island an. Neben lokalen Operationen entlang der US Ostküste, beteiligte sich die USS MELVIN R NAWMAN auch an Einsätzen in den Gewässern Westeuropas. So lag der Geleitzerstörer im Sommer 1953 zusammen mit den Schwesterschiffen USS RAYMOND ( DE-341 ) und USS CHESTER T O´BRIEN ( DE-421 ) während einer Nordatlantik Midshipman Kreuzfahrt und einem weiteren im Hafen von Kopenhagen, Dänemark. Nach erneuten lokalen Operationen vor der US Ostküste und dem jährlichen Besuch von Key West, Florida, begann ab 1954 auch der jährliche Besuch der amerikanischen Marinestützpunkte in der Karibik. In diesen Gewässern konnte man am intensivsten ein Anti-U-Boot Kampfflugzeugtraining durchführen. Neben der Sicherung der Flugzeugträger konnten daher auch die Geleitzerstörer den Schülern der Flotten – Sonar – Schule in Key West bei der Ausbildung helfen. Drei Midshipman Kreuzfahrten führte die USS MELVIN R NAWMAN im Jahre 1957 durch. Dabei wurden Häfen von Norwegen, Dänemark und Quebec, Kanada besucht. Außerdem nahm der Geleitzerstörer im Oktober 1957 an einer 49-tägigen Kreuzfahrt im Mittelmeer teil. Im darauffolgenden Jahr teilte man das Kriegsschiff einer Reserve Eskortierstaffel zu. Ab dem 16. Juni erfolgte dann die erste Navy Reserve Kreuzfahrt mit Reservisten. Nach einer Überholung im Februar 1959 wählte man die USS MELVIN R NAWMAN als Reserve Ausbildungsschiff aus und stationierte es in Davisville, Rhode Island und ab dem 12. Dezember in Providence, Rhode Island. Die dann an Bord gegangene Reserve Crew absolvierte im Frühjahr 1960 eine Kreuzfahrt nach Puerto Rico. Anschließend verblieb das Kriegsschiff in Providence. Von hier aus schleppte man den Geleitzerstörer in die New York Naval Shipyard, wo es am 1. Juni für die Inaktivierung vorbereitet wurde. Am 30. August 1960 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst. Von der New York Naval Shipyard schleppte man dann das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Am 1. Juli 1972 strich man den Namen USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ) von der US Navy – Liste. Nach Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 3. Oktober 1973 zum verschrotten.


USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 )
Commanding Officer

LCDR F. W. Kinsley      16. Mai 1944 – ?
LCDR P. H. Teeter       28. März 1951 – ?

USS LAMONS ( DE-743 )

USS LAMONS ( DE-743 )

Biografie

Kenneth Tafe Lamons
* 12. Oktober 1909 in Greenville, Tennessee
† 7. Dezember 1941 in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an Bord des Schlachtschiffes USS NEVADA ( BB-36 )

Kenneth Tafe Lamons trat am 29. Februar 1928 freiwillig in die US Navy ein. Nach mehreren Jahren Dienst stieg er in den Rang eines Boatswain Mate Second Class auf. Er diente ununterbrochen für sein Land bis an den Tag an dem die Japaner mit ihrem Angriff auf Pearl Harbor die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen. An diesem Tag befand sich Kenneth Tafe Lamons an Bord des Schlachtschiffes USS NEVADA. Trotz seiner schweren Verletzungen, die er während der Schlacht erhalten hatte, zeigte er außerordentlichen Mut und Missachtung seines eigenen Lebens bei dem Beschuss der japanischen Flugzeuge mit der 5-Zoll Flugabwehrkanone. Er ignorierte dabei die abgeworfenen feindlichen Bomben die auf dem Schlachtschiff explodierten, die dadurch entstandenen Brände und explodierenden Munition bis er selber durch den Maschinengewehrbeschuss eines japanischen Piloten ums Leben kam.


USS LAMONS ( DE-743 )

Schiffsbiografie

Die USS LAMONS ( DE-743 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Boatswain´s Mate Second Class Kenneth Tafe Lamons benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechsundfünfzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Western Pipe and Steel Company in Los Angeles, Kalifornien wurde am 10. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Leora M. Lamons, Witwe von Boatswain´s Mate Second Class Kenneth Tafe Lamons, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles Kenneth Hutchinson stellte am 29. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS LAMONS in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien durchführte, wechselte der Geleitzerstörer nach San Francisco, Kalifornien. Das Kriegsschiff verließ diesen Hafen am 10. Mai und eskortierte drei Versorgungsschiffe zunächst bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Von dieser Basis ging die Fahrt weiter zu den Marshall Islands. Am 3. Juni erreichten die Schiffe das Atoll Majuro. Hier gliederte man die USS LAMONS in die Task Group 50.17 versetzte, in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Bis zum 6. Juni bereitete man die USS LAMONS in der Lagune von Majuro für diesen kommenden Einsatz vor. An diesem Tag stachen die Geleitzerstörer wieder in See und eskortierten die Öltanker in Richtung der Nördlichen Marianen, mit einem Zwischenstopp vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Zum selben Zeitpunkt hatten auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die Kriegsschiffe der TG 50.17. Am 5. Juni hatten die Geleitflugzeugträger und die Zerstörer der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihnen voraus der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und der Zerstörer USS EVANS. Diese beiden Schiffe erreichten am 10. Juni das Atoll Eniwetok. Diesen beiden Kriegsschiffen schlossen sich zwei Geleitzerstörer und Öltanker an um die Kriegsschiffe der TG 58.1 am 12. Juni zu betanken. Zwei Tage später erreichten alle anderen Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Hierbei beschützte die USS LAMONS in den dann folgenden Wochen diese Aktionen und überwachte den Luftraum und suchte nach möglichen feindlichen U-Booten. Dann fuhr der Geleitzerstörer zum Atoll Eniwetok und lag hier vom 7. bis zum 11. August. In diesen Tagen füllte man alle Bunker auf und die Besatzung konnte sich etwas erholen. Das Kriegsschiff begann dann erneut mit Sicherungsfahrten für Geleitflugzeugträger und Öltanker. Diese dauerten bis zum 26. August. An diesem Tag gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper T. Acuff während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS WEAVER, USS WESSON, USS WATERMAN, USS PARKS, USS SWEARER, USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und ein weiterer und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die meisten Schiffe der TG befanden sich vor dem Atoll Eniwetok, verließen es am 26. August und fuhren zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier legten die Schiffe am 31. August an und am 1. September wieder ab. Die Fahrt ging zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, übernahm die USS LAMONS erneut die Sicherung der Geleitflugzeugträger auf seinem Posten und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken und die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS WEAVER, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker, gesichert von den Geleitzerstörern, der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um die Kampfschiffe mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Danach eskortierte die USS LAMONS die Tanker wieder in die philippinischen Gewässer. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Noch am selben Tag begleitete der Geleitzerstörer die geleerten Tanker zum Atoll zurück. Am 25. November erklärte man die Operation „King II“ für beendet. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Operation erreichten die Schiffe am 29. November wieder das Atoll Ulithi. Hier versetzte man die USS LAMONS in die Sea Logistical Group 30.8 die Captain Jasper T. Accuf während der Operation „Love III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS THATCHER, USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS HULL ( DD-360 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS WEAVER, USS WESSON, USS LAKE, USS KYNE, USS CROWLEY, USS SWEARER, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS HILBERT, USS DONALDSON ( DE-44 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS LYMAN ( DE-302 ) und USS STERN ( DE-187 ), den Tankern KENNEBAGO ( AO-81 ), USS NANTAHALA ( AO-60 ) USS MANATEE ( AO- 58 ) sowie neun weitere Tanker und der Hochseeschlepper USS JICARILLA ( ATF-104 ). Die Schiffe der TG 30.8 verließen das Atoll Ulithi und fuhren zu ihrem vorgegebenen Wartebereich. In der Nacht zum 13. Dezember betankte man die Kriegsschiffe der Task Force 38, die sich auf den Angriff und die Landung auf Mindoro und Luzon vorbereiteten. Drei Tage lang dauerten die Gefechte dort gegen die japanischen Verteidiger. Danach zog Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) die Schiffe der Task Force zurück in die Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit diese außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge erneut betankt werden konnten. Vor allem die Zerstörer hatten nur noch einen Treibstoffvorrat von bis zu 15 % an Bord. Am Morgen des 17. Dezember trafen die Schiffe der TF 38 und die der TG 30.8 aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 wieder zum Atoll Ulithi zurück. Sie erreichten es am 21. Dezember. Die USS LAMONS selber hatte keine Verluste und war wie durch ein Wunder unbeschädigt geblieben. Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließen sie ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon, wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Drei Tage später erfolgte eine erneute Beölung. Danach fuhren die Tanker mit ihren Begleitschiffen wieder zum Atoll Ulithi um neuen Kraftstoff aufzunehmen. Am 6. Januar begannen die Landungsoperationen auf Luzon und am 7. Januar verließen die Tanker wieder das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Leyte. Von dort aus ging die Fahrt bis ins Südchinesische Meer, wo die Flugzeugträger der Task Force 38 Angriffe auf die japanische Schifffahrt führte. Acht Zerstörer eskortierten zwei Geleitflugzeugträger und sechs Tanker aus der Fast Refueling Group bis dorthin und ab dem 8. Januar betankte man die Schiffe der TF 38 rund 255 Seemeilen nordöstlich von Luzon. Die anderen Tanker und Geleitflugzeugträger wurden von den Geleitzerstörern beschützt. Am 13. Januar wurden nochmals die Schiffe der TF 38 betankt. Danach werden die geleerten Tanker von den Geleitzerstörern bis zum Atoll Ulithi eskortiert. Das Südchinesische Meer verlassen die restlichen Schiffe der Fast Refueling Group am 20. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Im Hafen von Ulithi legten die Schiffe der Fast Refueling Group am 27. Januar an. Hier versetzte man die USS LAMONS in die Task Group 50.8, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS FARRAGUT, USS DALE, USS AYLWIN, USS KALK und USS GILLESPIE ( DD-609 ), die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS HILBERT und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT, USS CIMARRON, USS MILLICOMA, USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ) und USS SAUGATUCK ( AO-75 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Am 8. Februar 1945 verließen die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi um für die Operation „Detachment“ den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um die Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TG am 1. März, nachdem diese Insel sicher war und zukünftig als Basis für B-29 Bomber – Angriffe gegen die japanischen Hauptinseln benutzt werden konnte, und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Das Atoll erreichten die Schiffe am 5. März. Mit der Eroberung von Iwo Jima war die letzte verbliebene Barriere, vor den eigentlichen japanischen Hauptinsel, gefallen. Hier vor dem Atoll Ulithi untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS LAMONS blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ). In dieser Hauptgruppe befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS AYLWIN, USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS CROWLEY, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann, durch die amerikanischen Kriegsschiffe der Task Force 58, der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer , LAMONS, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS LYMAN, USS STRAUS, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS LAMONS zu tun den Geleitzerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es aber nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten konnte. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Doch wenige Tage vorher erreichten die Schiffe der Task Undergroup 78.4.1 die San Pedro Bay. Man versetzte die USS LAMONS in diese Task Undergroup, die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan ) während der Operation „Oboe VI“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLAND ( CVE-107 ), der Zerstörer USS DALE ( DD-353 ) und die Geleitzerstörer USS LAMONS, USS KYNE, USS DONALDSON, USS MITCHELL und USS CLOUES ( DE-265 ). Ab dem 19. Juni bereiteten sich die Schiffe der TU 78.4.1 in den Gewässern der San Pedro Bay auf die Landung bei Balikpapan, Borneo vor. Am 26. Juni verlassen diese Schiffe Leyte und fuhren nach Balikpapan. Die Gewässer vor der Insel Borneo erreichten die Kriegsschiffe am 30. Juni und begannen mit der Versorgung der Angriffsflotte. Die Landung der Sturmtruppen begann am 1. Juli und am 3. Juli verließen die Schiffe der TU 78.4.1 wieder die Gewässer von Balikpapan und fuhren nach Leyte zurück, wo sie am 6. Juli in die San Pedro Bay einfuhren. Hier löste man die Task Undergroup auf. Sofort gliederte man die USS LAMONS wieder in die Task Group 30.8. Die USS LAMONS, USS KYNE, USS MITCHELL und USS DONALDSON eilten den Schiffen der TG hinterher und übernahmen ihre übertragenen Aufgaben. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS LAMONS operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern der TG im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS LAMONS blieb aber mit den Schiffen der TG 30.8 weiterhin vor Honshu und sicherte die Invasionsflotte bis zum 31. August ab. An diesem Tag wechselte der Geleitzerstörer zum Atoll Ulithi und blieb dort bis zum 9. September. Am folgenden Tag eskortierte der Geleitzerstörer den Öltanker USS ESCAMBIA ( AO-80 ) nach Okinawa. In den dortigen Gewässern blieb dann das Kriegsschiff und übernahm bis zum 1. Oktober Überwachungsaufgaben. Die USS LAMONS verließ an diesem 1. Oktober die japanische Insel und fuhr in Richtung Osten an die US Westküste. Nach einem Zwischenstopp in der Marinebasis Pearl Harbor und im Hafen von San Pedro, Kalifornien, durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und legte am 23. November in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier began man an dem Kriegsschiff mit einer Überholung und mit der Vorbereitung auf die Inaktivität. Anschließend wechselte das Kriegsschiff nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man am 14. Juni 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Doch schon im Februar 1951 schleppte man das Kriegsschiff wieder in den Hafen der Philadelphia Naval Shipyard. Geplant war, das Kriegsschiff im Rahmen des Mutual Defense Assistance Pact ( MDAP ) an eine Marine eines befreundeten Landes zu verkaufen. Doch für das Kriegsschiff interessierte sich keiner. So strich man am 1. August 1972 den Namen USS LAMSON ( DE-743 ) von der US Navy – Liste und verkaufte den Schiffskörper am 15. Oktober 1973 zum verschrotten.


USS LAMONS ( DE-743 )
Commanding Officer

LCDR Charles Kenneth Hutchinson       29. Februar 1944 – 30. November 1944
LCDR Henry C. M. Lamkin  (USNR)       30. November 1944 – 28. Dezember 1945
CDR Parker Emanuel Cherry  (USNR)       28. Dezember 1945 – 15. März 1946
LT (jg) Charles E. Coulter  (USNR)       15. März 1946 – 3. Mai 1946
LT (jg) Dan F. Evans  (USNR)        3. Mai 1946 – 1. Juni 1946
LT (jg) John V. Schmitz  (USNR)       1. Juni 1946 – 14. Juni 1946

USS MITCHELL ( DE-43 )

USS MITCHELL ( DE-43 )

Biografie

Albert Edward Mitchell
* 25. Dezember 1914 in Seattle, Washington
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway als Vermisst und dann für tot erklärt

Albert Edward Mitchell besuchte nach der High School in Seattle die Universität von Washington. Er meldete sich anschließend freiwillig zur US Navy und wurde dort in den Rang eines Seaman Second Class versetzt. Ab dem 20. Dezember 1940 begann er in Seattle und Corpus Christi, Texas mit dem Flugtraining. Man ernannte ihn am 30. September 1941 zum Marineflieger und beförderte ihn zum Ensign. Nach Ausbruch des Krieges am 7. Dezember 1941 durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, versetzte man ihn in das Patrouillengeschwader 42, welches auf einem Flugzeugträger stationiert war. Vor der Schlacht um Midway war auch Ensign Albert Edward Mitchell mit seiner PBY Catalina in der Luft und suchte nach den feindlichen Flugzeugträgern. Sein Flugzeug wurde gleich am ersten Tag der Schlacht abgeschossen und er getötet.


USS MITCHELL ( DE-43 )

Schiffsbiografie

Die USS DONALDSON ( DE-44 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Albert Edward Mitchell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 12. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-43 tragen. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt am 15. Juni 1943 die Kennung DE-44 und am 23. Juni den Namen USS MITCHELL. Mrs. Albert Edward Mitchell, Witwe von Ensign Albert Edward Mitchell, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Martin Herman Erdahl stellte am 17. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MITCHELL in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien durch. Anschließend überprüfte man im Trockendock den Schiffskörper und nahm mehrere Veränderungen vor. Am 2. Februar 1944 stch der Geleitzerstörer in See und eskortierte acht Liberty Handelsschiffe bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen laufen die Schiffe am 10. Februar ein. Innerhalb der nächsten vier Monate beteiligte sich die USS MITCHELL in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Übungen amerikanischer U-Boote. Diese Übungseinheiten waren sowohl für den Geleitzerstörer wie auch für die U-Boote eine wertvolle Trainingshilfe. Danach gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Force 16 ein. Innerhalb dieser TF gehörte das Kriegsschiff anfangs zur Task Group 16.6. Am 3. Juni verließ die USS MITCHELL die Marinebasis Pearl Harbor und fuhr mit hohem Tempo zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Innerhalb von drei Tagen erreichte das Kriegsschiff das Atoll. Hier gliederte man die USS MITCHELL in die Task Group 50.17, in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS ( DE-743 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS WEAVER ( DE-741 ) und USS HILBERT ( DE-742 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Die USS MITCHELL bunkerte frischen Treibstoff. Am 6. Juni stachen die Geleitzerstörer der TG in See und eskortierten die Öltanker in Richtung der Nördlichen Marianen, mit einem Zwischenstopp vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Zum selben Zeitpunkt hatten auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die anderen Kriegsschiffe der TG 50.17. Am 5. Juni hatten die Geleitflugzeugträger und die Zerstörer der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihnen voraus der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und der Zerstörer USS EVANS. Diese beiden Schiffe erreichten am 10. Juni das Atoll Eniwetok. Diesen beiden Kriegsschiffen schlossen sich zwei Geleitzerstörer und Öltanker an um die Kriegsschiffe der TG 58.1 am 12. Juni zu betanken. Zwei Tage später erreichten alle anderen Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Hierbei beschützte die USS MITCHELL in den dann folgenden Wochen diese Aktionen und überwachte den Luftraum und suchte nach möglichen feindlichen U-Booten. Damit die Besatzung sich von den Strapazen etwas erholen und an dem Schiff dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden konnten, blieb es vom 9. bis zum 17. August vor dem Atoll Eniwetok liegen. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer auf seine Position zurück. Die Operation zur Eroberung der Nördlichen Marianen dauerten bis zum 26. August. An diesem Tag gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper T. Acuff während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS, USS WEAVER, USS WESSON, USS WATERMAN, USS PARKS, USS SWEARER, USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und ein weiterer und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die meisten Schiffe der TG befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Atoll Eniwetok, verließen es am 26. August und fuhren zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier legten die Schiffe am 31. August an und am 1. September wieder ab. Die Fahrt ging zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, übernahm die USS MITCHELL erneut die Sicherung der Geleitflugzeugträger auf seinem Posten und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken und die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt. So übernahm am 22. September die USS MITCHELL zusammen mit der USS WESSON den Begleitdienst für den Öltanker USS GUADALUPE ( AO-32 ). Die drei Schiffe legten an diesem Tag im Seeadler Harbour ab und erreichten am 29. September ihr Einsatzgebiet bei den Palau Inseln. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Doch die USS MITCHELL benötigte man anderswo. Der Geleitzerstörer übernahm nun Patrouillenaufgaben und überwachte die laufenden Nachschuboperationen in dem Seegebiet zwischen den Atollen Kwajalein und Eniwetok, dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi. Außerdem überwachte das Kriegsschiff die Hafeneinfahrten vor den Atollen und suchte nach schwimmenden feindlichen Minen die zerstört werden mussten. Auf einer dieser Patrouillenfahrten kollidierte die USS MITCHELL am 3. Dezember mit einem Wal. Dabei wurde die Sonarausrüstung stark beschädigt und zwang den Geleitzerstörer zum Atoll Ulithi zu fahren. Hier bugsierte man das Kriegsschiff in das schwimmende Trockendock USS ARD-15 und begann mit den Reparaturen und einer gleichzeitigen Überholung. Diese Arbeiten waren Ende Januar 1945 abgeschlossen. Danach begannen mehrere Übungsfahrten in den Gewässern vor dem Atoll. Ab dem 21. Februar war die USS MITCHELL wieder voll einsatzfähig und fuhr in Richtung der Bonin Insel Iwo Jima, wo die Operation „Detachment“ lief. In den Gewässern südöstlich der Bonin Insel übernahm der Geleitzerstörer wieder die aufgaben zur Luft- und Unterwasserüberwachung. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TG 50.8, der Sea Logistic Support Group, am 1. März, nachdem diese Insel sicher war und zukünftig als Basis für B-29 Bomber – Angriffe gegen die japanischen Hauptinseln benutzt werden konnte, und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Die USS MITCHELL blieb aber bei den Bonin Inseln und Patrouillierte davor. Mit der Eroberung von Iwo Jima war die letzte verbliebene Barriere, vor den eigentlichen japanischen Hauptinsel, gefallen. Die Schiffe der Task Group 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann, durch die amerikanischen Kriegsschiffe der Task Force 58, der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Auch hier stellte die USS MITCHELL ihren Eskortier- und Patrouillendienst zur Verfügung, ohne zur TG zuzugehören. Die Schiffe der Task Group 50.8 laufen ab dem 5. Juni in einen Taifun. Man hat auf der USS MITCHELL zu tun den Geleitzerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es aber nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten konnte. Hier reihte man den Geleitzerstörer in die TG 30.8 ein. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Doch wenige Tage vorher erreichten die Schiffe der Task Undergroup 78.4.1 die San Pedro Bay. Man versetzte die USS MITCHELL in diese Task Undergroup, die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan ) während der Operation „Oboe VI“ befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLAND ( CVE-107 ), der Zerstörer USS DALE ( DD-353 ) und die Geleitzerstörer USS MITCHELL, USS LAMONS, USS KYNE, USS DONALDSON und USS CLOUES ( DE-265 ). Ab dem 19. Juni bereiteten sich die Schiffe der TU 78.4.1 in den Gewässern der San Pedro Bay auf die Landung bei Balikpapan, Borneo vor. Am 26. Juni verlassen diese Schiffe Leyte und fuhren nach Balikpapan. Die Gewässer vor der Insel Borneo erreichten die Kriegsschiffe am 30. Juni und begannen mit der Versorgung der Angriffsflotte. Die Landung der Sturmtruppen begann am 1. Juli und am 3. Juli verließen die Schiffe der TU 78.4.1 wieder die Gewässer von Balikpapan und fuhren nach Leyte zurück, wo sie am 6. Juli in die San Pedro Bay einfuhren. Hier löste man die Task Undergroup auf. Sofort gliederte man die USS MITCHELL wieder in die Task Group 30.8. Die USS MITCHELL, USS LAMONS, USS KYNE und USS DONALDSON eilten den Schiffen der TG hinterher und übernahmen ihre übertragenen Aufgaben. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS LAMONS operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern der TG im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS MITCHELL blieb aber mit den Schiffen der TG 30.8 weiterhin vor Honshu und sicherte die Invasionsflotte bis zum 31. August ab. Zusammen mit anderen Kriegsschiffen lief der Geleitzerstörer auch in die Tokyo Bay ein und war am 2. September bei der Zeremonie zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde anwesend. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff die Tokyo Bay und eskortierte den Geleitflugzeugträger USS THETIS BAY ( CVE-90 ) und den Öltanker USS ESCALANTE ( AO-70 ) zum Atoll Ulithi. Unterwegs übernahm der Öltanker USS PLATTE ( AO-24 ) frischen Treibstoff von der USS ESCALANTE. Drei Tage später erreichten die Schiffe das Atoll. Hier blieb die USS MITCHELL bis zum 18. September liegen und begann die Heimfahrt. Diese führte den Geleitzerstörer über das Atoll Eniwetok und die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Am 8. Oktober lief das Kriegsschiff im Hafen von San Francisco, Kalifornien ein. Erst am 6. November verließ der Zerstörer den Hafen wieder und fuhr zur Kaisers Victory Yard in Richmond, Kalifornien. Dort stellte man das Kriegsschiff am 29. Dezember 1945 außer Dienst und strich am selben Tag den Namen USS MITCHELL ( DE-43 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 11. Dezember 1946 an die Puget Sound Navigation Company in Seattle, Washington zum verschrotten.


USS MITCHELL ( DE-43 )
Commanding Officer

LCDR Martin Herman Erdahl  (USNR)      17. November 1943 – 13. Mai 1944
LCDR James Kenneth Carpenter  (USNR)       13. Mai 1944 – 29. Dezember 1945

 

USS HILBERT ( DE-742 )

USS HILBERT ( DE-742 )

Biografie

Ernest Lenard Hilbert
* 14. juni 1920 in Quinn, Pennsington County, South Dakota
† 4. Juni 1942 auf See während der Schlacht um Midway

Ernest Lenard Hilbert meldete sich am 10. April 1940 in Los Angeles, Kalifornien freiwillig bei der US Navy. Nach der Grundausbildung versetzte man Aviation Ordnanceman Hilbert im November 1940 zum Bombergeschwader 6. Nach dem Angriff der Japaner am 7. Dezember 1941 auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, nahm er an den alliierten Gegenangriffen auf die Inseln Wake Island und Markus Island, Marshall Islands teil. Dann begann die Schlacht um die Midway Inseln. Diese dauerte vom 4. – 6. Juni 1942. Gleich am ersten Tag begannen die amerikanischen Bomberpiloten mit den Angriffen auf die japanischen Flugzeugträger. Doch die Übermacht der feindlichen Abfangjäger war gewaltig. Aviation Ordnanceman Hilbert feuerte während des Kampfes aus seinen Maschinengewehren auf diese Angreifer damit die Bomberpiloten ihre todbringende Last zum richtigen Zeitpunkt ausklinken und entkommen konnten. Nach der Landung auf dem amerikanischen Flugzeugträger wurde das Bomberflugzeug für den nächsten Einsatz vorbereitet. Während des dann folgenden zweiten Angriffs führte Hilbert die gleiche mutige, aber diesmal fruchtlose Taktik durch. Der Bomber wurde abgeschossen.
Aviation Ordnanceman Ernest Lenard Hilbert verlieh man posthum das Distinguished Flying Cross.


USS HILBERT ( DE-742 )

Schiffsbiografie

Die USS HILBERT ( DE-742 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Aviation Ordnanceman Third Class Ernest Lenard Hilbert benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfundfünfzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Western Pipe and Steel Company in Los Angeles, Kalifornien wurde am 23. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ellen Fern Hilbert Wier ( 21. November 1913 im Charles Mix County, South Dakota – Oktober 1987 in Waterloo, Black Hawk County, Iowa ), Schwester von Aviation Ordnanceman Third Class Ernest Lenard Hilbert, taufte am 18. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Joseph Webster Golinkin, Jr. ( 10. September 1896 – 8. September 1977 ) ( USNR ) stellte am 4. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HILBERT entlang der kalifornischen Küste. Nach Abschluss der Schiffshautüberprüfung und einigen Umbauarbeiten, stach der Geleitzerstörer am 13. Mai in See und verließ San Francisco, Kalifornien. Das Kriegsschiff eskortierte auf seiner Fahrt zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii mehrere Truppentransportschiffe. In der Marinebasis legten die Schiffe am 20. Mai an. Schon nach wenigen Tagen ging die Fahrt für alle Schiffe bis zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands weiter. Vor diesem Atoll versammelte sich ein Teil der 5. US Flotte. Die USS HILBERT verließ hier die Truppentransportschiffe und eilte zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Hier versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 50.17, in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Am 6. Juni stachen die Geleitzerstörer wieder in See und eskortierten die Öltanker in Richtung der Nördlichen Marianen. Zum selben Zeitpunkt hatten auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF 58. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die anderen Kriegsschiffe der TG 50.17. Am 5. Juni hatten diese aus der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihnen voraus der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und der Zerstörer USS EVANS. Diese beiden Schiffe erreichten am 10. Juni das Atoll Eniwetok. Ihnen schloss sich der Geleitzerstörer USS WATERMAN und zwei Öltanker an und fuhren in Richtung Nördliche Marianen weiter. Am 12. Juni erfolgte die Treibstoffübergabe an die Schiffe der TG 58.1. Zwei Tage später erreichten alle Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Die USS HILBERT eskortierte leere Öltanker zum Atoll Eniwetok, das am 20. Juni erreicht wird. Für den Geleitzerstörer beginnen nun ab dem 28. Juni Eskortierfahrten zwischen diesem Atoll und den Nördlichen Marianen und zurück. Dabei begleitete das Kriegsschiff neben den Öltankern auch Schlepper, Munitionsschiffe und Versorgungsschiffe. Diese brachten Treibstoff, Nahrung, Munition, Post damit der Druck der amerikanischen Kriegsschiffe auf die Japaner aufrechterhalten werden konnte. Am 26. Juli erreichte das Kriegsschiff erneut das Atoll Eniwetok und eskortierte einen Öltanker zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Mit dem gelieferten Treibstoff durch die Öltanker konnten die Anlandungen auf Guam massiv unterstützt werden. Genau dieselben Bedingungen herrschten am 8. August. An diesem Tag übernahm der Geleitzerstörer erneut eine Eskorte über einen Öltanker und begleitete diesen bis zu den Nördlichen Marianen. Danach kehrte die USS HILBERT zum Atoll Eniwetok zurück. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper T. Acuff während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WATERMAN, USS WESSON, USS WEAVER, USS LAMONS, USS PARKS, USS SWEARER, USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Am 26. August verließ ein Großteil an Kriegsschiffen und Öltankern der TG das Atoll und fuhren zum Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Diesen Hafen erreichten die Schiffe am 31. August. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, beteiligte sich die USS HILBERT an der Sicherung der Geleitflugzeugträger und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen während der Treibstoffübergaben. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken, währenddessen die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger in der Luft die Übergabeoperationen ab sicherten. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WEAVER, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker, gesichert von den Geleitzerstörern, der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um die Kampfschiffe mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Danach eskortierte die USS HILBERT die Tanker wieder in die philippinischen Gewässer. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Noch am selben Tag begleitete der Geleitzerstörer die geleerten Tanker zum Atoll zurück. Am 25. November erklärte man die Operation „King II“ für beendet. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Operation erreichten die Schiffe am 29. November wieder das Atoll Ulithi. Hier versetzte man die USS HILBERT in die Sea Logistical Group 30.8 die Captain Jasper T. Accuf während der Operation „Love III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS THATCHER, USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS HULL ( DD-360 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WEAVER, USS WESSON, USS LAKE, USS KYNE, USS CROWLEY, USS SWEARER, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS DONALDSON ( DE-44 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS LYMAN ( DE-302 ) und USS STERN ( DE-187 ), den Tankern KENNEBAGO ( AO-81 ), USS NANTAHALA ( AO-60 ) USS MANATEE ( AO- 58 ) sowie neun weitere Tanker und der Hochseeschlepper USS JICARILLA ( ATF-104 ). Die Schiffe der TG 30.8 verließen das Atoll Ulithi und fuhren zu ihrem vorgegebenen Wartebereich. In der Nacht zum 13. Dezember betankte man die Kriegsschiffe der Task Force 38, die sich auf den Angriff und die Landung auf Mindoro und Luzon vorbereiteten. Drei Tage lang dauerten die Gefechte dort gegen die japanischen Verteidiger. Danach zog Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) die Schiffe der Task Force zurück in die Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit diese außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge erneut betankt werden konnten. Vor allem die Zerstörer hatten nur noch einen Treibstoffvorrat von bis zu 15 % an Bord. Am Morgen des 17. Dezember trafen die Schiffe der TF 38 und die der TG 30.8 aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Anschließend fuhren die Schiffe der TG 30.8 wieder zum Atoll Ulithi zurück. Sie erreichten es am 21. Dezember. Die USS HILBERT selber hatte keine Verluste und war wie durch ein Wunder unbeschädigt geblieben. Hier bereitete man den Geleitzerstörer für die Operation „Mike I“ vor. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), die Zerstörer USS THORN, USS FARRAGUT, USS DALE, USS THATCHER, USS KALK, USS HAILEY ( DD-556 ) und die USS STOCKHAM ( DD-683 ) welche vom 3. bis 7. Januar 1945 anwesend war, die Geleitzerstörer USS HILBERT USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS CROWLEY, USS REYNOLDS, USS WESSON, USS SWEARER, USS STERN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS und USS GRADY ( DE-445 ), die Tanker USS KENNEBAGO, USS HOUSATONIC ( AO-35 ), USS TOMAHOWK ( AO-88 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS CHICOPEE ( AO-34 ), USS GUADELUPE ( AO-32 ) und USS PATUXENT ( AO-44 ). Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließen sie ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon, wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Drei Tage später erfolgte eine erneute Beölung. Danach fuhren die Tanker mit ihren Begleitschiffen wieder zum Atoll Ulithi um neuen Kraftstoff aufzunehmen. Am 6. Januar begannen die Landungsoperationen auf Luzon und am 7. Januar verließen die Tanker wieder das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Leyte. Von dort aus ging die Fahrt bis ins Südchinesische Meer, wo die Flugzeugträger der Task Force 38 Angriffe auf die japanische Schifffahrt führte. Acht Zerstörer eskortierten zwei Geleitflugzeugträger und sechs Tanker aus der Fast Refueling Group bis dorthin und ab dem 8. Januar betankte man die Schiffe der TF 38 rund 255 Seemeilen nordöstlich von Luzon. Die anderen Tanker und Geleitflugzeugträger wurden von den Geleitzerstörern beschützt. Am 13. Januar wurden nochmals die Schiffe der TF 38 betankt. Danach werden die geleerten Tanker von den Geleitzerstörern bis zum Atoll Ulithi eskortiert. Das Südchinesische Meer verlassen die restlichen Schiffe der Fast Refueling Group am 20. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Im Hafen von Ulithi legten die Schiffe der Fast Refueling Group am 27. Januar an. Hier versetzte man die USS WEAVER in die Task Group 50.8, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS FARRAGUT, USS DALE, USS AYLWIN, USS KALK und USS GILLESPIE ( DD-609 ), die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT, USS CIMARRON, USS MILLICOMA, USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ) und USS SAUGATUCK ( AO-75 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Am 8. Februar 1945 verließen die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi um für die Operation „Detachment“ den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. In dem Einsatzgebiet der TG 50.8 gab es am 26. Februar U-Boot Alarm und zwei japanische U-Boote konnten westlich von Iwo Jima versenkt werden. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TF am 1. März, nachdem diese Insel sicher war und zukünftig als Basis für B-29 Bomber – Angriffe gegen die japanischen Hauptinseln benutzt werden konnte, und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Das Atoll erreichten die Schiffe am 5. März. Hier untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS HILBERT blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ). In dieser Hauptgruppe befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS AYLWIN, USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS LYMAN, USS STRAUS, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Die Mannschaft hatte auf der USS HILBERT alle Hände voll zu tun den Geleitzerstörer durch dieses Unwetter zu bringen und nicht mit ihm zu kentern. Wie vielen anderen Schiffsbesatzungen der TG gelang es aber auch dieser Mannschaft nicht das Schiff ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten konnte. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS HILBERT, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, BANGUST, USS LAMONS, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ) und USS CARLSON ( DE-9 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Dazu verließen die Schiffe am 28. Juni Leyte und erreichten zwei Tage später das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS HILBERT operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS HILBERT blieb bei den Schiffen der TG 30.8 und sicherte die Geleitflugzeugträger und Öltanker ab. Zusammen mit anderen Einheiten der 3. US Flotte lief der Geleitzerstörer am 3. September in die Bucht von Tokyo ein und ankerte damit zum ersten Mal in japanischen Gewässern. Das Kriegsschiff übernahm bis zum 29. September Besatzungsaufgaben. Die USS HILBERT verließ an diesem Tag die Sagami Bay und fuhr in Richtung Osten. Nach einem Zwischenstopp in der Marinebasis Pearl Harbor und im Hafen von Los Angeles, Kalifornien durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und legte in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Zeit der Inaktivität vor. Anschließend verlegte man die USS HILBERT nach Green Cove Springs, Florida, wo die in Reserve liegenden Geleitzerstörer vor Anker lagen. Man stellte am 19. Juni 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Reserveflotte. Im Februar 1952 nahm man das Kriegsschiff ins Schlepptau und brachte es nach Philadelphia zurück, da sich Vertreter von ausländischen Marinen im Rahmen des Mutual Defense Assistance Pact ( MDAP ) dafür interessierten. Doch das Schiff blieb unbeachtet. Deshalb blieb es in Philadelphia und versetzte es hier in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS HILBERT ( DE-742 ) strich man am 1. August 1972 von der US Navy – Liste und verkaufte den Schiffskörper am 15. Oktober 1973 zum verschrotten.


USS HILBERT ( DE-742 )
Commanding Officer

CDR Joseph Webster Golinkin, Jr.  (USNR)      4. Februar 1944 – 25. August 1944 (erreichter Rang                                                                                                                                                       RADM)
LCDR John B. Burnham        25. August 1944 – 13. Dezember 1944
LCDR James William Darroch        13. Dezember 1944 – 18. Dezember 1945
LT (jg) Hugh L. Hubbard, Jr.        18. Dezember 1945 – 10. März 1946
LT (jg) Thomas J. Charles        10. März 1946 – 19. Juni 1946

USS BANGUST ( DE-739 )

USS BANGUST ( DE-739 )

Biografie

Joseph Bangust
* 30. Mai 1915 in Niles, Ohio
† 27. Dezember 1941 während eines Luftkampfes im Sulu Archipel

Joseph Bangust trat am 16. November 1938 freiwillig in die US Navy ein und erhielt an der Naval Training Station in San Diego, Kalifornien seine Grundausbildung. Am 16. Dezember 1938 beförderte man Bangust in die Seemannsklasse und im Juni 1939 zum Patrol Wing 2 ( PatWing 2 ). Dazu versetzte man ihn im folgenden Juli zum Patrouillengeschwader 21 ( VP-21 ). Dieses Geschwader VP – 21 startete in Kalifornien bevor es zu dem transpazifischen Flug abhob und über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii zu den Philippinen flog. Bangust war auf einer PBY – 4 Catalina zugeteilt. Das Patrouillengeschwader sollte die Patrouillengeschwader der Asiatischen Flotte zwischen Cavite und Olongapo auf der philippinischen Insel Luzon verstärken. Man beförderte ihn im Dezember 1939 zum Seaman First Class. Innerhalb des nächsten Jahres beförderte man Joseph Bangust im Mai 1940 zum Aviation machinist´s Third Class und im Februar 1941 zum Machinist´s Mat Second Class. Mit dem Ausbruch des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Kaiserreich Japan, am 7. Dezember 1941, versetzte man Joseph Bangust in das Patrouillengeschwader VP-101, welches aus der VP-21 hervorging. In der Nacht vom 26. zum 27. Dezember 1941 verließen sechs Maschinen von VP – 101, der neubenannten VP – 1, ihren Stützpunkt in Ambon, Niederländisch – Ostindien und nahmen Kurs auf die Philippinen. Die Catalina Flugboote sollten zum Hafen der Insel Jolo im Sulu Archipel fliegen. Dort vermutete man eine große Anzahl von japanischen Schiffen. Joseph Bangust befand sich zweiter Mechaniker und Kanonier in der von Ensign Elwyn L. Christman ( USNR ) geflogenen PBY – 4. Kurz nachdem die Maschine sich über dem Hafen von Jolo befand, setzte vom Festland her auch schon Flakabwehrfeuer ein, deren Schrapnellgranaten sehr genau lagen. Das Flakabwehrfeuer der japanischen Schiffe war dagegen unproblematisch. Ensign Christman hatte während des Beschusses mit der Catalina zu kämpfen, damit das Flugzeug auf Kurs blieb. Dann plötzlich hörte der Flakbeschuss abrupt auf und es erschienen japanische Abfangjäger. Joseph Bangust und Flugkapitän und Flugzeugmaschinisten Maat 1. Klasse Andrew Kenneth Waterman ( 20. Dezember 1913 im Lewis County, Kentucky – 27. Dezember 1941 während eines Luftkampfes im Sulu Archipel ) feuerten mit ihren Maschinengewehren auf den ersten japanischen Jäger und dieser explodierte in der Luft. Da drehte Ensign Christman auch schon bei und ließ die PBY – 4 Catalina in einem 60 Grad Winkel nach unten auf einen feindlichen Kreuzer zufliegen. In 1.500 Meter Höhe klinkte er die mitgeführte Bombe aus und flog westwärts davon, um aus dem Abwehrfeuer zu entkommen. Einer der japanischen Abfangjäger folgte allerdings dem amerikanischen Wasserflugzeug und griff von der Backbordseite her an. Dann kam es zu einem weiteren Kampf, in dem die schwerfällige PBY wegen ihrer geringen Geschwindigkeit keine Chance hatte. Der japanische Pilot konnte mit seinen Bordwaffen den Benzintank der Catalina treffen und das austretende Flugbenzin entzündete sich. Ensign Christman flog nun auf den Ozean zu, um die Maschine zu wassern. Noch vor der Landung, da war die Catalina noch 90 Meter über dem Wasser, verließ Radioman 2. Klasse Paul H. Landers und Joseph Bangust wegen ihrer erlitten Brandverletzungen dritten Grades auf Gesicht, Händen und Nacken die PBY. Gleich nach der Landung des Wasserflugzeuges folgte Ensign Christman sowie der zweite und der dritte Pilot. Flugzeugmaschinisten Maat 1. Klasse Andrew Kenneth Waterman war zu diesem Zeitpunkt schon tödlich verwundet worden. Radioman 2. Klasse Paul H. Landers hatte geringere Brandverletzungen wie Joseph Bangust und steuerte dessen Schwimmversuche als sie in Richtung der Insel Lugos unterwegs waren. Gegen Mittag des 27. Dezember richtete Landers einen Blick auf den schwerverletzten Bangust. Dessen Schwimmweste war zu diesem Zeitpunkt schon leer. Joseph Bangust war offensichtlich aus dieser Weste entglitten und ertrunken.
Für seinen Mut als erfolgreichen Maschinengewehrschützen und für sein außerordentliches Heldentum im Kampf über Jolo verlieh man Joseph Bangust posthum das Navy Cross.


USS BANGUST ( DE-739 )

Schiffsbiografie

Die USS BANGUST ( DE-739 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman First Class Joseph Banust benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Western Pipe and Steel Company in Los Angeles, Kalifornien wurde am 11. Februar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Stephen W. Gerber taufte am 6. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles F. MacNish ( USNR ) stellte am 30. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis zum 21. November 1943 erfolgte auf der USS BANGUST die Endausrüstung. Ab diesemTag begann der Geleitzerstörer mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Diese Ausbildung war am 18. Dezember abgeschlossen und das Kriegsschiff fuhr nach San Pedro, Kalifornien in die dortigen Navy Drydocks zur Überprüfung des Schiffskörpers und für einige Umbauarbeiten. Diese waren am 9. Januar 1944 abgeschlossen und die USS BANGUST an diesem Tag in den Hafen von San Francisco, Kalifornien. Das Kriegsschiff verließ diesen Hafen zusammen mit dem Geleitzerstörer USS REYNOLDS ( DE-42 ) am 13. Januar. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Marinebasis fuhren die beiden Geleitzerstörer am 19. Januar ein. Die USS BANGUST ernannte man hier zum Flaggschiff für den Commander der Escort Division 32 ( CortDiv 32 ). Am 25. Januar verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Zerstörer USS WADLEIGH ( DD-689 ), dem Vorratsschiff USS PASTORES ( AF-16 ) und dem Reparaturschiff USS AJAX ( AR-6 ) Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Hier trafen die vier Schiffe am 2. Februar ein und die Task Unit wurde aufgelöst. Die USS BANGUST verließ noch am selben Tag das Atoll Funafuti und fuhr zu den Gilbert Islands weiter. Am 5. Februar erreichte der Geleitzerstörer Makin Island und fuhr am folgenden Tag nach Tarawa weiter. Hier warteten drei Handelsschiffe, der Öltanker USS CALIENTE ( AO-53 ) und der Geleitzerstörer USS GREINER ( DE-37 ) auf ihre Weiterfahrt zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Am 8. Februar verließen diese Schiffe Tarawa. Doch schon am 10. Februar erhielt die USS BANGUST und USS GREINER neue Befehle und kehrten noch am selben Tag nach Tarawa zurück. Die USS BANGUST begann nun ab dem 18. Februar mit Teilen der Marine Night Figther Squadron VMF-N – 532 zu operieren. Dabei traf das Kriegsschiff auf den Geleitzerstörer USS FLEMING ( DE-32 ) und dem Vielseitigen Hilfsschiff USS ANACAPA ( AG-49 ). Alle drei Schiffe fuhren zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Am 21. Februar erreichten sie die Insel Roi Namur und die beiden Geleitzerstörer kehrten nach Tarawa zurück, wo sie am 24. Februar ankamen. Ab dem 1. März unterstellte man die USS BANGUST dem Befehlshaber der Task Group 57.7 für lokale Eskortier- und Patrouillenaufgaben. Bis zum 7. März operierte der Geleitzerstörer in unmittelbarer Nähe des Hafens von Tarawa. Zwischen dem 8. und dem 18. März blieb dann das Kriegsschiff im Hafen von Tarawa vor Anker liegen. Am folgenden Tag verließ die USS BANGUST zusammen mit dem Geleitzerstörer USS EISELE ( DE-34 ) Tarawa und eskortierte das Panzerlandungsschiff USS LST-29 zur Lagune des Atolls Apamama, Gilbert Islands, das südlich von Tarawa liegt. Noch am selben Tag erreichten die drei Schiffe das Atoll. Die an Bord des Panzerlandungsschiffes befindlichen Soldaten schifften sich nach der Anlandung umgehend aus und begannen mit der Besetzung des Atolls. Nach Abschluss der Operation verließen die drei Schiffe wieder das Atoll Apamama und fuhren nach Tarawa zurück. Hier übernahmen die beiden Geleitzerstörer die Eskorte über das Panzerlandungsschiff USS LST-29 und die beiden Frachtschiffe USS KENMORE ( AK-221 ) und USS DE GRASSE ( AK-223 ), die Besatzungstruppen nach Tarawa gebracht hatten. Die Fahrt der Schiffe sollte nach Pearl Harbor gehen. Dazu verließen die Schiffe am 22. März das Atoll Tarawa. Doch noch am selben Tag erhielt die USS BANGUST neue Befehle. Der Geleitzerstörer sollte umgehend zum Atoll Majuro, Marshall Islands fahren. Nachdem der Zerstörer dieses Atoll erreicht hatte, versetzte man ihn in die Task Group 50.17, der Fast Carrier Replenishment Group. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS MORRISON ( DD-560 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS LAWS ( DD-558 ) und USS LONGSHAW ( DD-559 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS MANNING ( DE-199 ), USS NEUENDORF ( DE-200 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ) und neben der USS CACAPON ( AO-52 ) noch weitere Tanker. Für die Operation „Desecrate I“ verließen diese Schiffe am 22. März zusammen mit den Schiffen der Task Force 58 das Atoll Majuro. Die Aufgabe bestand darin jederzeit den benötigten Treibstoff an das jeweilige Schiff der TF weitergeben zu können. Am 26. März erfolgte das allgemeine betanken der Kriegsschiffe. Die USS BANGUST selber erreichte am 24. März das Atoll Majuro. Hier erhielt der Geleitzerstörer vom Kommandanten des Dienstgeschwaders 10 ( ServRon 10 ) die Aufgabe in ein Seegebiet zu fahren wo vor wenigen Tagen feindliche U-Boot Angriffe stattgefunden hatten. Drei Tage lang durchpflügte das Kriegsschiff in diesem Seegebiet das Wasser, fand aber keine Anzeichen von einem anwesenden japanischen U-Boot. Daraufhin kehrte die USS BANGUST am 27. März zum Atoll Majuro zurück. Zwei Tage später eskortierte der Geleitzerstörer zwei Öltanker von dem Atoll aus zu dem Einsatzgebiet der TG 50.17, wo die Beölung der Kriegsschiffe der TF 58 während der Operation „Descrate I“ stattfinden sollte. Am 5. April kehrten die Schiffe der TG 50.17 zum Atoll Majuro zurück. Fünf Tage später verließ die USS BANGUST erneut das Atoll und eskortierte den Öltanker USS KASKASKIA ( AO-27 ) aus dem Seegebiet in Richtung der Marinebasis Pearl Harbor. Doch schon nach zwei Tagen entband man den Geleitzerstörer von seiner Aufgabe und er kehrte zu seiner Einsatzbasis vor dem Atoll Majuro zurück. Hier legte das Kriegsschiff am 14. April an. In der nun folgenden Wochen verbrachte die USS BANGUST mit einer Reihe von lokalen Begleitmissionen zwischen den Atollen Majuro und Kwajalein, Marshall Islands. So eskortierte der Geleitzerstörer das Panzerlandungsschiff USS LST-119 zwischen dem 18. und 19. April nach Kwajalein und begleitete zwischen dem 21. und 23. April den Minensucher USS CAPABLE ( AM-155 ) und den Bergungshochseeschlepper USS ATR-44 von Kwajalein zum Atoll Majuro. Dann verließ das Kriegsschiff am 26. April seine Einsatzbasis und fuhr zu einem Rendezvous mit dem amerikanischen U-Boot USS GROUPER ( SS-214 ), das der Geleitzerstörer bis zum folgenden Tag zum Atoll Majuro eskortierte. Dann patrouillierte der Geleitzerstörer am 29. und 30. Mai vor der Hafeneinfahrt des Atolls. Am 3. Mai erreichten die Schiffe der Task Group 50.17 das Atoll und fuhren nach Pearl Harbor weiter. Die USS BANGUST begleitete diese Schiffe einige Stunden und übernahm frischen Treibstoff. Noch am selben Tag kehrte der Geleitzerstörer zu seiner Einsatzbasis zurück. Vom 4. bis zum 6. Mai eskortierte das Kriegsschiff den Öltanker USS LACKAWANNA ( AO-40 ) bis zum Atoll Kwajalein. Von dort kehrte der Geleitzerstörer am 10. Mai zurück und blieb bis zum 16. Mai hier liegen. An diesem Tag verließ die USS BANGUST das Atoll Majuro und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor, wo der Geleitzerstörer sechs Tage später anlegte. Gleich am 23. Mai bugsierte man das Kriegsschiff innerhalb der Pearl Harbor Navy Yard in ein Trockendock und begann bis zum 3. Juni mit Reparatur- und Überholungsarbeiten. Darunter zählten mehrere Veränderungen an der Schallausrüstung, an dem SL-Radar und an der Reparatur des Hilfskessels. Am 4. Juni verließ das Kriegsschiff wieder die Marinebasis und fuhr zu den Marshall Islands. Man hatte die USS BANGUST nun in die Task Group 50.17 versetzte, in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Am 6. Juni waren die Geleitzerstörer in See gestochen und eskortierten die Öltanker in Richtung der Nördlichen Marianen. Die USS BANGUST folgte ihnen. Etwa 60 Seemeilen östlich von Roi Namur, dem nördlichen Teil des Atolls Kwajalein, erhielt das Radar am 10. Juni um 23:25 Uhr einen Kontakt. Allerdings gab es von offizieller Seite her keine Informationen über japanische oder amerikanische U-Boote in diesem Seegebiet. Daher verfolgte der Geleitzerstörer den Kontakt ununterbrochen bis die Ausgucke des Kriegsschiffes um 23:45 Uhr auf Steuerbord ein Schiff erspähten. Durch starke Regenböen war schlechte Sicht und machte die Identifizierung sehr schwierig. Doch in einer Entfernung von nur 270 Metern zu dem Zielobjekt, erkannten die Ausgucke ein kleines Überwasserschiff oder ein U-Boot. Es ist das japanische U-Boot IJN RO-42, Kommandant Captain Yamada Takashi, das die Aufgabe erhalten hat für die Operation „A-GO“, der Verteidigung der Nördlichen Marinanen, die Marshall Islands Kwajalein und Majuro auszukundschaften. Gleich nach der Entdeckung lässt Captain Yamada Takashi das U-Boot durch Alarmtauchen unter die Wasseroberfläche bringen. LCDR Charles F. MacNish, Kommandant der USS BANGUST, lässt, nachdem um 23:48 Uhr der Radarkontakt mit dem SL-Radar verloren ging, mehrere Leuchtraketen abschießen um den nächtlichen Himmel zu erhellen. Aber man sieht kein Schiff mehr an der vorgegebenen Position. Kurz nach Mitternacht war klar, dass dies ein feindliches U-Boot gewesen sein musste. Nun begann man mit dem Sonar die See abzusuchen. Aber ohne Erfolg. Dann nach acht Stunden erhielt man wieder einen Unterwasserkontakt. Man folgte dem U-Boot das volle Ausweichmanöver mit den vollen Rudereinschlägen und plötzlichen Geschwindigkeitsänderungen das Überwasserschiff überlisten wollte. Dann war der Geleitzerstörer auf Position und man warf drei Ladungen mit 24 Mark 10 „Hedgehog“ Projektorladungen ab. Kein Erfolg. Da wurde eine vierte Ladung Hedgehog abgeworfen. Es erfolgten sechs Unterwasserexplosionen. Nachdem diese abgeklungen waren und man sich schon auf die Vernichtung eines Feindes freute, gab es eine weitere, noch größere Explosion, die das Kriegsschiff selber erschütterte. Für die Besatzung war dies ein Schock. Die Besatzung glaubte, dass der Geleitzerstörer von dem U-Boot torpediert worden wäre. Ein Schadensbegrenzungsteam eilte sofort zu dem Leck im Rumpf. Doch man fand nur ein kleines Leck im vorderen Maschinenraum. Durch die gewaltige Unterwasserexplosion unter dem Kriegsschiff war eine Schweißnaht gerissen. Der Sonar-Operator meldete jetzt, dass das feindliche U-Boot aufzutauchen versuchte. Allerdings gab es zwei weitere kleinere Unterwasserexplosionen zusammen mit zischenden und gurgelnden Geräuschen. Dann brach der Sonarkontakt ab. Am Morgen hing über Wasser, in der Nähe des letzten Angriffs, ein starker Dieselgeruch in der Luft und ein großer Ölteppich hatte sich ausgebreitet. IJN RO-42 sinkt bei den Koordinaten 10° 05’ Nord, 168° 22’ Ost. Alle 73 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Die USS BANGUST selber blieb bis zum 11. Juni um 17:00 Uhr in diesem Gebiet und suchte nach eventuell weiteren feindlichen U-Booten. Um diese Zeit erschien der Geleitzerstörer USS GREINER ( DE-37 ) zusammen mit den motorisierten Minensuchern USS YMS-282 und USS YMS-203 und dem U-Boot Jäger USS SC-1364 und übernahmen die weitere Suche nach feindlichen U-Booten von der USS BANGUST. Der Geleitzerstörer fuhr nun nach Roi Namur weiter und legte dort am selben Tag an. In den nun folgenden zwei Tagen patrouillierte der Geleitzerstörer vor der Hafeneinfahrt von Roi Namur. Am Abend des 13. Juni erhielt das Kriegsschiff den Befehl, sich in den Konvoi von Öltankern, gesichert von dem Zerstörer USS CAPPS ( DD-550 ) und dem Geleitzerstörer USS WEAVER, zu integrieren und zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands zu eskortieren. Am 15. Juni erreichten die Schiffe das Atoll. Hier betankte man die USS BANGUST, die USS WEAVER und die USS CAPPS. Noch am selben Tag verließen diese drei Kriegsschiffe das Atoll und eskortierten volle Öltanker zu den Inseln der Nördlichen Marianen. Wenige Stunden später erreichten die Schiffe ihre vorgegebene Position östlich von Saipan und es begann die Beölung der Kampfschiffe aus der Task Force 58. Die USS BANGUST, sowie auch die anderen Geleitzerstörer der TG 50.17, sicherten diese Aktion und überwachten den Luftraum und suchte nach möglichen feindlichen U-Booten. Am 18. Juni gab es Luftalarm. Japanische Bomber griffen die Öltanker an. Dabei wurden die Tanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ) beschädigt. Bis zum 20. Juni erbrachten die Öltanker ihre wichtigen Logistikdienstleistungen für die Kriegsschiffe der Task Force 53. An diesem 20. Juni entband man die USS BANGUST von ihren Aufgaben innerhalb der TG und übertrug ihr die Aufgabe die drei beschädigten Öltanker zum Atoll Eniwetok zu eskortieren. Vier Tage später erreichten die Schiffe das Atoll. Am folgenden Tag verließ der Geleitzerstörer wieder den schützenden Hafen und begann bis zum 29. Juni vor dem Hafeneingang zu patrouillieren. Dann fuhr der Geleitzerstörer am nächsten Tag wieder in den Hafen des Atolls und ankerte hier bis zum 13. Juli. Die Mannschaft konnte sich etwas erholen und nahm Reparaturen vor. An diesem 13. Juli verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS WEAVER und der USS CAPPS wieder das Atoll und eskortierte die beiden Öltanker USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS LACKAWANNA ( AO-40 ) in das Seegebiet wo die Schiffe der TG 50.17 operierten. Ab dem 15. Juli übernahm die USS BANGUST innerhalb der Task Group ihre gestellten Aufgaben, die den Geleitzerstörer bis in die Nähe der Inseln Guam und Saipan führten. Hier sicherte das Kriegsschiff zusammen mit anderen Geleitzerstörern die Betankungsaktionen der Kampfschiffe aus der TF 58. Diese war am 23. Juli abgeschlossen. Noch am selben Tag eskortierte der Geleitzerstörer die geleerten Öltanker zum Atoll Eniwetok, wo sie am 26. Juli ankamen. Hier warteten schon andere auf ihre Weiterfahrt nach Saipan. Am 30. Juli verließ die USS BANGUST zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WHITMAN ( DE-24 ) wieder das Atoll und eskortierte diese vollen Öltanker bis zum 2. August auf die Position der TG 50.17, wo vor der Insel Saipan die Treibstoffübergabe an die Kriegsschiffe erfolgen sollte. Gleich nach der Ankunft übernahm der Geleitzerstörer wieder seine Aufgaben zur Sicherung der Logistikschiffe. Am folgenden Tag erhielt man auf dem Kriegsschiff einen soliden Sonarkontakt. Sofort begann man die Hoffnung zu hegen, dass man ein zweites feindliches U-Boot vernichten könnte. Auf die zuletzt ermittelte Position des Sonarkontaktes wurden deshalb nach einem vorgegebenen Muster mehrere Ladungen Hedgehogs abgefeuert. Doch war kein Ergebnis sichtbar. Daher gab die USS BANGUST ihre U-Boot Jagd auf und begann wieder mit der Sicherung der Öltanker. Am 11. August löste man die USS BANGUST zusammen mit dem Zerstörer USS JOHN D HENLEY und dem Geleitzerstörer USS FAIR aus der TG 50.17 heraus. Alle drei Kriegsschiffe ankerten vor Saipan und warteten auf neue Befehle. Die USS BANGUST setzte man nun am folgenden Tag als Off – Shore – Patrouille ein. Doch schon am 13. August entband man den Geleitzerstörer schon wieder von dieser Aufgabe und gliederte ihn in die CortDiv 65 ein. Die darin befindlichen Geleitzerstörer sollten einen Vorstoß zu den Palau Inseln unternehmen. Nach Abschluss dieser Mission kehrte die USS BANGUST zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ACREE ( DE-167 ) nach Saipan zurück. Von dieser Insel aus eskortierte der Geleitzerstörer ohne Zwischenfälle einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok. In die Lagune dieses Atolls fuhr der Konvoi am 20. August ein. Die Mannschaft der USS BANGUST erhielt nun bis zum 25. August Zeit zur Erholung. In der Zwischenzeit, am 23. August, wechselte der Commander der CortDiv 32 von der USS BANGUST auf die USS WATERMAN. An diesem Tag gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper T. Acuff während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS WESSON, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS PARKS, USS SWEARER, USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und ein weiterer und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die meisten Schiffe der TG befanden sich vor dem Atoll Eniwetok, verließen es am 26. August und fuhren zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier legten die Schiffe am 31. August an. Nur ein Teil verließ am 1. September den Hafen wieder. Die Fahrt ging zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln. Die USS BANGUST blieb aber mit einem Großteil der Geleitzerstörer liegen. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant und begann bis zum 9. September mit Reparaturarbeiten an den Schiffen. Erst am 9. September verließ der Geleitzerstörer den Hafen und eskortierte mit den anderen verbliebenen Kriegsschiffen die Öltanker, welche in das Seegebiet vor den Palau Inseln beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Die geleerten Öltanker eskortierte die USS BANGUST wieder zum Seeadler Harbour. Dieser wurde am 15. September wieder erreicht. Drei Tage später verließ der Geleitzerstörer wieder den Hafen und eskortierte drei Öltanker in Richtung der Palau Inseln. Diesmal wurden die Kriegsschiffe der TG 38.3 beölt. Hier erhielt die USS BANGUST die Aufgabe die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen feindlichen Angriffen wahrzunehmen. Nach Abschluss dieser Beölungsoperation verließ der Geleitzerstörer zusammen mit den drei Öltankern am Abend des 26. September wieder den Operationsraum und fuhr zum Seeadler Harbour. Dieser Hafen wurde am 1. Oktober erreicht. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker, gesichert von den Geleitzerstörern, der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um die Kampfschiffe mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Die USS BANGUST selber musste sich bis zum 9. Oktober mehreren anstehenden Reparaturen zur Vorbereitung auf die kommende Operation unterziehen. Am 10. Oktober eskortierte der Geleitzerstörer den Öltanker USS MASCOMA ( AO-83 ) zu der Kossol Roads, Palau Islands. Ab dem 13. Oktober sollte dieses Schiff hier als Stationstanker dienen. Die USS BANGUST selber blieb hier bis zum 18. Oktober liegen und eskortierte dann von der Kossol Passage aus den bis dahin hier liegenden Stationstanker USS NIOBRARA ( AO-72 ) zum Seeadler Harbour, wo sie drei Tage später anlegten. Zusammen mit dem Geleitzerstörer USS SWEARER verließ die USS BANGUST am 25. Oktober den Seeadler Harbour und eskortierte den Geleitflugzeugträger USS NASSAU zu den Westkarolinen. Das dort befindliche Atoll Ulithi erreichten die Schiffe am 28. Oktober ohne Zwischenfälle. Die USS BANGUST blieb in den nächsten Tagen in diesem Seegebiet der Westkarolinen und begann mit Patrouillenfahrten. Diese führte der Geleitzerstörer bis zum 12. November durch. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff zusammen mit anderen Geleitzerstörern und Öltankern das Atoll und fuhr in die philippinischen Gewässer. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Noch am selben Tag begleitete der Geleitzerstörer die geleerten Tanker zum Atoll zurück. Hier übernahm die USS BANGUST die Eskorte über den Geleitflugzeugträger USS NEHENTA BAY und sicherte diesen bis zur Ablösung am 22. November vor feindlichen Angriffen. Beide Schiffe operierten westlich des Atolls Ulithi. Die Trägerflugzeuge waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. Am 25. November hatte man die Operation „King II“ für beendet erklärt. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Operation erreichte der Geleitzerstörer am 24. November wieder das Atoll Ulithi. Hier
erklärte man die USS BANGUST am 28. November zum Flaggschiff der CortDiv 32. Am folgenden Tag erreichten die anderen Kriegsschiffe und Öltanker der TG 30.8 das Atoll. Man beließ die USS BANGUST wieder in die Sea Logistical Group 30.8 die Captain Jasper T. Accuf während der Operation „Love III“ befehligte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS THATCHER, USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS HULL ( DD-360 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS FARRAGUT ( DD-348 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS WESSON, USS LAKE, USS KYNE, USS CROWLEY, USS SWEARER, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS HILBERT, USS DONALDSON ( DE-44 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS LYMAN ( DE-302 ) und USS STERN ( DE-187 ), den Tankern KENNEBAGO ( AO-81 ), USS NANTAHALA ( AO-60 ) USS MANATEE ( AO- 58 ) sowie neun weitere Tanker und der Hochseeschlepper USS JICARILLA ( ATF-104 ). Die Schiffe der TG 30.8 verließen am 9. Dezember das Atoll Ulithi und fuhren zu ihrem vorgegebenen Wartebereich. Doch bei der USS BANGUST trat ein Problem in der Ausrüstung auf, so dass der Geleitzerstörer zum Atoll zurück musste. In der Nacht zum 11. Dezember erreichte das Kriegsschiff die Lagune des Atolls und umgehend begann man mit den Reparaturarbeiten. Schon am 12. Dezember war die USS BANGUST wieder bei den Schiffen der TG 30.8 und in der Nacht zum 13. Dezember begann die Betankungsoperation der Kriegsschiffe der Task Force 38, die sich auf den Angriff und die Landung auf Mindoro und Luzon vorbereiteten. Drei Tage lang dauerten die Gefechte dort gegen die japanischen Verteidiger. Danach zog Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) die Schiffe der Task Force zurück in die Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit diese außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge erneut betankt werden konnten. Vor allem die Zerstörer hatten nur noch einen Treibstoffvorrat von bis zu 15 % an Bord. Am Morgen des 17. Dezember trafen die Schiffe der TF 38 und die der TG 30.8 aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Die USS BANGUST selber hatte keine Verluste und war wie durch ein Wunder unbeschädigt geblieben. Der Geleitzerstörer half während des Sturmes, den in Seenot geratenen Zerstörer USS AYLWIN. Ein Leck war gegen 19:30 Uhr im Maschinenraum des Zerstörers durch den Geleitzerstörer geschlagen worden, nachdem beide Kriegsschiffe zu nah beieinander kamen. Beide Schiffe suchten die beiden über Bord gegangenen Mannschaftsmitglieder der USS AYWIN. Sie wurden nicht gefunden. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Unter den Suchschiffen befand sich auch die USS BANGUST. Der Geleitzerstörer gab am 23. Dezember die Suche auf und fuhr zum Atoll Ulithi. Das Kriegsschiff fuhr am 25. Dezember in die Lagune des Atolls ein. Zwei Tage später wechselte der Kommandant der CortDiv 32 auf den Geleitzerstörer USS KYNE. Hier bereitete man den Geleitzerstörer für die Operation „Mike I“ vor. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SHIPLEY BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), die Zerstörer USS THORN, USS FARRAGUT, USS DALE, USS THATCHER, USS KALK, USS HAILEY ( DD-556 ) und die USS STOCKHAM ( DD-683 ) welche vom 3. bis 7. Januar 1945 anwesend war, die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS CROWLEY, USS REYNOLDS, USS WESSON, USS SWEARER, USS STERN, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS HILBERT und USS GRADY ( DE-445 ), die Tanker USS KENNEBAGO, USS HOUSATONIC ( AO-35 ), USS TOMAHOWK ( AO-88 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS CHICOPEE ( AO-34 ), USS GUADELUPE ( AO-32 ), USS CHIKASKIA ( AO-54 ) und USS PATUXENT ( AO-44 ). Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll. Noch in den letzten Tagen des Jahres 1944 verließ die Hälfte der Kriegsschiffe und Öltanker der TG ihre Liegeplätze und fuhren nach Luzon, wo die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange waren. Am 2. Januar 1945 übergaben die Tanker ihren mitgeführten Treibstoff an die Schiffe der Task Group 38.1 und 38.2. Am 3. Januar verließ die USS BANGUST zusammen mit anderen Geleitzerstörern und Öltankern das Atoll und fuhr in Richtung des Seegebiets vor der philippinischen Insel Luzon. Doch am folgenden Tag gab es Probleme an dem Öltanker USS CHIKASKIA. Der Geleitzerstörer eskortierte den Öltanker daraufhin zum Atoll zurück. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und fuhr mit Höchstgeschwindigkeit zu der philippinischen Insel Leyte. Der Geleitzerstörer erreichte am 7. Januar den östlich davon gelegenen Golf von Leyte und am nächsten Tag die Sulusee. Dann am 8. Januar reihte sich das Kriegsschiff im östlichen Teil des Südchinesischen Meeres in die Reihen der TG 30.8 wieder ein und übernahm seine gestellten Aufgaben. Die USS BANGUST eskortierte dann mehrere Öltanker zusammen mit anderen Geleitzerstörern über den Golf von Leyte zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am 18. Januar. Von hier aus begleitete das Kriegsschiff noch am selben Tag den Öltanker USS NECHES ( AO-47 ) bis zur San Pedro Bay, Leyte. Die San Pedro Bay erreichten die beiden Schiffe drei Tage später. Von hier aus fuhren die beiden Schiffe zusammen mit dem Geleitzerstörer USS CROWLEY und den beiden Öltankern USS TOMAHAWK und USS MERRIMACK ( AO-37 ) in ein Seegebiet, wo die Kriegsschiffe der TF 38 beölt werden konnten. Anschließend ging die Fahrt zurück zum Atoll Ulithi. Dort machte man die USS BANGUST am 25. Januar fest. An dem Geleitzerstörer mussten erneut mehrere Reparaturen vorgenommen werden. Aber dann versetzte man die USS BANGUST in die Task Group 50.8, der Sea Logistic Support Group, einer Nachschubeinheit die die Schnellen Flugzeugträger und deren Sicherungsschiffe aus der 5. US Flotte während der Iwo Jima und Okinawa Operationen zu versorgen hatte. In dieser TG 50.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS ATTU ( CVE-102 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS FARRAGUT, USS DALE, USS AYLWIN, USS KALK und USS GILLESPIE ( DD-609 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS HILBERT und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), die Schnellen Truppentransporter USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS OVERTON ( APD-23 ), die Tanker USS PATUXENT, USS CIMARRON, USS MILLICOMA, USS SUAMICO ( AO-49 ), USS MERRIMACK ( AO-37 ), USS MONONGAHELA ( AO-42 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS CAHABA ( AO-82 ), USS TALUGA ( AO-62 ) und USS SAUGATUCK ( AO-75 ), die Munitionstransportschiffe USS SHASTA ( AE-6 ) und USS WRANGELL ( AE-12 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Bis zum Ablegen der Schiffe wurden sie für den kommenden Einsatz vorbereitet. An der USS BANGUST nahm erneut Reparaturen an der Ausrüstung vor. Am 8. Februar 1945 verließen dann die Schiffe der TG 50.8 das Atoll Ulithi, um für die Operation „Detachment“ den im Einsatz befindlichen Kriegsschiffen den notwendigen Nachschub zu liefern. Die Schiffe der Task Force 58 wurden am 13. und 14. Februar betankt. Das Seegebiet um die Bonin Islands erreichte man am 16. Februar und am darauffolgenden Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte. Planmäßig wurden am 19. Februar die Flugzeugträger der Task Groups 58.1, 58.4 und 58.5 betankt und am folgenden Tag die der TG 58.2 und 58.3. Die USS BANGUST verließ zusammen mit anderen Geleitzerstörern am 21. Februar das Operationsgebiet und eskortierte mehrere geleerte Öltanker zum Atoll Ulithi zurück. In die Lagune des Atolls fuhren die Schiffe zwei Tage später ein. Noch am selben Tag verließen die Geleitzerstörer nach der Übernahme von frischem Treibstoff wieder das Atoll und eskortierten volle Öltanker wieder in das Einsatzgebiet vor den Bonin Islands, wo sich die Schiffe der TG 50.8 aufhielten. Am Morgen des 26. Februar kamen die neuen Öltanker mit ihren Begleitschiffen an. In dem Einsatzgebiet der TG 50.8 gab es an diesem Tag U-Boot Alarm und zwei japanische U-Boote konnten westlich von Iwo Jima versenkt werden. Das Seegebiet von Iwo Jima verließen die Schiffe der TF am 1. März, nachdem diese Insel sicher war und zukünftig als Basis für B-29 Bomber – Angriffe gegen die japanischen Hauptinseln benutzt werden konnte, und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Das Atoll erreichten die Schiffe am 5. März. Hier untergliederte man die Schiffe innerhalb der TG 50.8 in mehrere Untergruppen. Die USS BANGUST blieb aber in der Übergeordneten Hauptgruppe. Die Task Group 50.8 befehligte Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ). In dieser Hauptgruppe befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN, USS STEVENSON, USS KALK, USS GILLESPIE, USS AYLWIN, USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS WATERMAN, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Am 5. April verließ die USS BANGUST wieder das Operationsgebiet vor Okinawa und eskortierte mehrere geleerte Öltanker zum Atoll Ulithi. Das Atoll erreichten die Schiffe vier Tage später. Noch am selben Tag bugsierte man den Geleitzerstörer auf dem Flottenstützpunkt in ein schwimmendes Trockendock und begann mit Überholungsarbeiten. Diese waren am 16. April abgeschlossen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und eskortierte mehrere Öltanker in das Seegebiet vor Okinawa. Am 19. April erreichten die Schiffe das Operationsgebiet und die USS BANGUST begab sich sofort auf ihre zugewiesene Anti-U-Boot Abschirmstation. Von dieser Station aus leitete der Geleitzerstörer auch amerikanische Patrouillenflugzeuge. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Am 7. Mai verließ das Kriegsschiff wieder das Operationsgebiet vor Okinawa und fuhr nach Guam. Der Geleitzerstörer lief am 10. Mai in den Apra Harbour ein. Hier nahm man weitere Reparaturen an dem Kriegsschiff vor. Diese Arbeiten konnten einen Tag eher abgeschlossen werden, gegenüber dem was man für den 21. Mai prognostiziert hatte, so dass die USS BANGUST schon am 20. Mai wieder in See stach und am 24. Mai im Operationsgebiet der TG 50.8 einlief. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS LYMAN, USS STRAUS, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS CROWLEY, USS LAKE, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Dieses Operationsgebiet sollte am 7. Juni erreicht werden. Doch die Schiffe laufen alle am 5. Juni in einen Taifun. Man hat auf der USS BANGUST zu tun den Geleitzerstörer ohne Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Zwei Tage später verließ der Geleitzerstörer die Operationsbasis und fuhr wieder nach Guam. Im Apra Harbour machte man das Kriegsschiff am 10. Juni fest. Man musste erneut an der USS BANGUST Reparaturen vornehmen und die Munitions- und Treibstoffbunker auffüllen. In diesen Tagen konnte sich die Mannschaft etwas erholen. Am 23. Juni verließ der Geleitzerstörer wieder Guam und wechselte nach Saipan. Bis zum 3. Juli blieb das Kriegsschiff hier liegen und wartete auf weitere Befehle. Viele der Schiffe zogen sich dann bis zum 17. Juni in die San Pedro Bay, Leyte zurück damit nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden und man sich auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereiten konnte. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS THORN, USS KALK, USS TAYLOR, USS NICHOLAS, USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS BANGUST, USS WEAVER, USS WATERMAN, USS REYNOLDS, USS KYNE, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS LAMONS, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Am 4. Juli verließ die USS BANGUST zusammen mit den Geleitzerstörern USS REYNOLDS und USS McCLELLAND sowie dem Zerstörer USS THORN die Insel Saipan und eskortierten die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS HOLLANDIA, USS THETIS BAY und USS ROI in Richtung der japanischen Hauptinseln um sich auf der Fahrt dorthin mit den übrigen Schiffen der TG 30.8 zu vereinigen, die am 28. Juni die San Pedro Bay, Leyte verlassen hatten. Am 5. Juli war die TG 30.8 vollzählig. Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS BANGUST operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Bis zum 18. Juli blieb die USS BANGUST in dem Operationsgebiet. An diesem Tag eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Öltanker zum Atoll Ulithi. Dort trafen sie am 23. Juli ein. Zwei Tage später gab es U-Boot Alarm. Die USS BANGUST begann die Hafeneinfahrt vor dem Atoll nach dem feindlichen Schiff abzusuchen, aber ohne Ergebnis. Der Geleitzerstörer verließ am 29. Juli das Atoll und eskortierte beladene Öltanker in das Operationsgebiet der TG 30.8. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS BANGUST verließ zusammen mit dem Schwesterschiff USS WEAVER die Position vor Honshu und eskortierte mehrere leere Öltanker zum Atoll Ulithi. Hier stellte man schnell die Task Undergroup 30.8.9 zusammen. In dieser befand sich der Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ) und die Geleitzerstörer USS BANGUST und USS WEAVER. An Bord der USS BANGUST schiffte sich eine Prisencrew unter dem Kommando von Commander Clyde B. Stevens ein und an Bord der USS WEAVER schiffte sich eine Prisenmannschaft unter dem Kommando von Commander Hiram H. Cassedy ( 4. Juli 1908 in Brookhaven, Lincoln County, Mississippi – 13. Oktober 1965 ). Am 24. August stachen die drei Kriegsschiffe in See und fuhren zuerst zu den Nördlichen Marianen und von dort aus zu den Bonin Inseln. Hier erhielten die Kriegsschiffe am 27. August den Befehl, dass sich die USS BANGUST mit den beiden Zerstörern USS MURRAY ( DD-576 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), die das japanische U-Boot IJN I-14, und USS WEAVER sich umgehend mit den beiden Zerstörern USS BLUE ( DD-744 ) und USS MANSFIELD ( DD-728 ), die das japanische U-Boot IJN I-400, aufgebracht hatten, zu treffen. Rund 450 Seemeilen östlich von Nojima Zaki trafen die Schiffe am folgenden Tag aufeinander. Die amerikanischen Prisencrews wechselten jeweils an Bord eines der beiden japanischen U-Boote und 40 japanische Kriegsgefangene mussten an Bord der beiden Geleitzerstörer. Der Öltanker USS MASCOMA ( AO-83 ) beölte die Kriegsschiffe auf ihrer Fahrt. Die drei Kriegsschiffe der TU 30.8.9, die gefangen genommenen japanischen U-Boote und die anderen vier Zerstörer fuhren zusammen am 31. August in die Tokyo Bay ein. Die U-Boote gingen längsseits zu dem U-Boot Tender USS PROTEUS ( AS-19 ). Alle Schiffe nahmen an der feierlichen Zeremonie der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde teil. Anschließend fuhren die drei Kriegsschiffe der TU 30.8.9 nach Okinawa, wo sie am folgenden Tag anlegten. Hier gingen die Kriegsgefangenen von Bord und amerikanische Soldaten schifften sich ein. Die USS BANGUST fuhr noch am selben Tag nach Saipan weiter, wo der Geleitzerstörer am 5. September anlegte. Hier bereitete man das Kriegsschiff in den folgenden zwei Tagen auf die nächste Fahrt vor. Die USS BANGUST verließ zusammen mit dem Geleitzerstörer USS KYNE am 7. September Saipan und eskortierte vier amerikanische Handelsschiffe zu den japanischen Hauptinseln. Am 13. September liefen die Schiffe in die Tokyo Bay ein. Nachdem die Besatzungstruppen von Bord der USS BANGUST gegangen waren, verließ der Geleitzerstörer wieder die Bucht und fuhr nach Yokosuka. Zusammen mit anderen Schiffen ihrer Division verließ der Geleitzerstörer am 2. Oktober die japanischen Hauptinseln und fuhr in Richtung der US Westküste. Zwischen dem 10 und dem 13. Oktober legte das Kriegsschiff in der Marinebasis Pearl Harbor einen Zwischenstopp ein und erreichte am 20. Oktober den Hafen von San Pedro, Kalifornien. Hier nahm man eine Wartung an dem Kriegsschiff vor. Anschließend ging die Fahrt in den Atlantik weiter. In der Nacht vom 16. zum 17. November durchquerte die USS BANGUST den Panamakanal und fuhr dann entlang der US Ostküste weiter. Der Geleitzerstörer fuhr am 22. November in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania ein. Hier führte man eine Vorinaktivierung und eine Überholung durch. Das Kriegsschiff wechselte anschließend zur Atlantikreserveflotte, die zum teil in Green Cove Springs, Florida lag. Hier stellte man am 14. Juni 1946 das Kriegsschiff außer Dienst. Man stellte den Geleitzerstörer am 21. März 1947 in den Status der Verschrottung und wurde dazu vom 17. zum 18. Juni von dem Hochseehilfsschlepper USS CHALLENGE ( ATA-201 ) in die Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina geschleppt. Auf dieser Werft blieb die USS BANGUST bis zum 13. August liegen ohne das etwas passierte. An diesem Tag nahm der Hochseehilfsschlepper USS TUNICA ( ATA-178 ) den Geleitzerstörer ins Schlepptau und brachte ihn in den Hafen von Mayport, Florida. Am 26. Oktober 1951 wurde das Kriegsschiff im Rahmen des Mutual Defense Assistance Pact ( MDAP ) an die Marine von Peru überstellt. Den Namen USS BANGUST ( DE-739 ) strich man am 18. April 1952 von der US Navy – Liste. Der Geleitzerstörer wurde in die peruanischen Gewässer geschleppt um kam dort am 24. Mai 1952 an. Hier taufte man das Kriegsschiff auf den Namen BAP CASTILLA ( D-61 ). Bis 1979 diente nun das Kriegsschiff in der peruanischen Marine und wurde im selben Jahr noch als Ersatzteilspender verwendet bevor es verschrottet wurde.


USS WATERMAN ( DD-740 )
Commanding Officer

LCDR W. B. Hinds ( USNR )         30. November 1943 – ?
LCDR J. H. Stahle ( USNR )         ? – ?