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USS ENGLAND ( DE-635 )

USS ENGLAND ( DE-635 )

Biografie

Ensign John Charles England
* 11. Dezember 1920 in Harris, Misouri
† 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor, Hawaii
war ein Offizier in der US Navy

Seine Familie zog kurz nach seiner Geburt nach Alhambra, Kalifornien. Dort besuchte er die Alhambra high School ebenso wie seine Schwester Lennie. John Charles England war zum Präsidenten der Abschlussklasse 1938 gewählt worden, war ein Mitglied der Theatergruppe „Light and Shadow Drama Club“ und der Senior Klassensprecher. Später besuchte er das Pasadena City College in Pasadena, Kalifornien das er im Frühjahr 1940 abschloss. In dieser Zeit dort war er ein Mitglied der Theatergruppe „Delta Psi Omega“ wo in jedem Frühjahr durch diese ehrenamtliche Bruderschaft ein Theaterstück aufgeführt wurde. Am 6. September 1940 trat England in Los Angeles, Kalifornien in die United States Naval Reserve ein wo er im Rang eines Matrosen eine Ausbildung erhielt. Nach dieser aktiven Dienstausbildung versetzte man ihn am 25. November an Bord des Schlachtschiffes USS NEW YORK
( BB-34 ) wo er bis zum 21. Dezember 1940 blieb. Danach besuchte er die Naval Reserve Midshipman´s School in New York. Dort beförderte man ihn am 6. März 1941 zum Midshipman. Nach seiner bestandenen Ausbildung am 5. Juni 1941, ernannte man ihn einen Tag später zum Ensign der Reserve. Man teilte ihm danach laut Instruktion die Aufgabe zu, eine Ausbildung als Funker auf der Naval Radio School in Norton Heights, Connecticut zu durchlaufen und diese am 20. Juni abzuschließen. Am 3. September 1941 begab er sich an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ) das das Ziel Pearl Harbor hatte. Noch bevor er sich an Bord des Schlachtschiffes begeben hatte, heiratete er seine Frau die kurz danach ihre erst Tochter zur Welt brachte. Im Dezember erwartete er gespannt auf die Ankunft seiner Frau und seiner drei Wochen alten Tochter Victoria Louise England. Am Morgen des 7. Dezember 1941 saß England für einen Freund im Funkraum des Schlachtschiffes damit er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen könnte wenn diese in Pearl Harbor eintraf. Doch an diesem Morgen griffen die Japaner den Marinestützpunkt von Pearl Harbor ohne Vorwarnung an. Eine der ersten Ziele war die USS OKLAHOMA. Drei Torpedotreffer erhielt gleich zu Anfang das Schiff sowie Bombentreffer. Da begann das Schlachtschiff zu kentern und zwei weitere Torpedos trafen es Mittschiffs. Die Männer, die das Schiff in Panischer Angst verlassen wollten wurden zudem noch von den japanischen Piloten beschossen. Zwanzig Minuten nach dem Beginn des Angriffs drehte sich das Schlachtschiff über die Steuerbordseite mit dem Kiel nach oben. Ensign England überlebte den ersten Angriff und entkam auf die Oberseite des gekenterten Schiffes. Dort sah er, dass seine Kameraden aus dem Funkraum sich noch nicht retten konnten. Er ließ sich wieder ins Wasser gleiten und tauchte zum Funkraum herab woraus er insgesamt drei Männer retten konnte, die er immer einzeln an die Wasseroberfläche brachte. Nachdem er zum vierten Male abtauchte um den letzten Kameraden aus dem Funkraum zu retten, tauchte Ensign England nicht mehr auf. Er war einer der zwanzig Offiziere und 395 Mannschaftsmitglieder die an Bord der USS OKLAHOMA ihr Leben gelassen haben.
Seine Familie erhielt am 16. Dezember 1941 ein postalisches Telegramm von Rear Admiral Chester William Nimitz ( 24. Februar 1885 – 20. Februar 1966 ) worin der Tod von Ensign England mitgeteilt wurde.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Ensign John Charles England bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) aus der BUCKLEY – Klasse.
Das zweite Schiff war die Fregatte mit Lenkwaffen USS ENGLAND mit der Kennung DLG-22 aus der LEAHY – Klasse.


USS ENGLAND ( DE-635 )

Schiffsbiografie

Die USS ENGLAND ( DE-635 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign John Charles England benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 4. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Thelma England ( 1899 – 1997 ), Frau von Harry B. England ( 1896 – 1977 ) und Mutter von Ensign John Charles England, taufte am 26. September 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Walton Barclay Pendleton ( 24. November 1897 in Globe, Arizona – 9. Dezember 1972 in Berkeley, Kalifornien ) stellte am 10. Dezember das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS ENGLAND begann am 1. Januar 1944 und führte den Geleitzerstörer bis zum 14. Februar zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. An diesem 14. Februar legte das Kriegsschiff in San Francisco ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS ENGLAND in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Februar. Zwei Tage später verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und fuhr nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Für diese Fahrt benötigte das Kriegsschiff drei Tage. Hier in Port Purvis lagen zwei Handelsschiffe, die nach Espiritu Santo, New Hebrides eskortiert werden mussten. Dazu legten die drei Schiffe am 7. März ab und erreichten fünf Tage später ohne Vorkommnisse diese Insel. Die USS ENGLAND pendelte nun zwischen Espiritu Santo und Port Purvis und eskortierte Transportschiffe. Am 18. März legte der Geleitzerstörer in Espiritu Santo wieder ab und fuhr nordwärts nach Tulagi. Im Port Purvis legte das Kriegsschiff zwei Tage später an. Hier wartete der Angriffstruppentransporter USS CRESCENT CITY ( APA-21 ) und sollte nach Noumea, Neukaledonien eskortiert werden. Beide Schiffe legten am 24. März in Port Purvis ab du erreichten drei Tage später Noumea. Hier warteten schon sechs Angriffstruppentransportschiffe auf ihre Eskorte nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Im Morgengrauen des 3. April verließ der Schiffskonvoi Noumea und erreichte zwei Tage später Guadalcanal. Nach zwei weiteren Tagen verließ die USS ENGLAND wieder Guadalcanal und fuhr nach Espiritu Santo. Diese Insel erreichte der Geleitzerstörer am 9. April. Hier wartete ebenfalls schon mehrere Schiffe auf die Überfahrt nach Guadalcanal. Schon am 10. April verließen die Schiffe die Insel und erreichten am 12. April Guadalcanal. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff den Zielhafen und fuhr nach Espiritu Santo zurück, um die restliche Schiffsgruppe nach Guadalcanal zu eskortieren. Mit der zweiten Gruppe erreichte der Geleitzerstörer am 20. April Guadalcanal. In Port Purvis lagen mittlerweile zwei Geleitflugzeugträger. Die USS ENGLAND verließ mit den beiden Trägern am 21. April die Halbinsel Tulagi und eskortierte sie zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinsel. In diesem Hafen legten die Schiffe am 25. April an und bunkerten frischen Treibstoff. Drei Tage später legten die drei Schiffe im Seeadler Harbour wieder ab und fuhren über das Atoll Truk, Karolinen zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Diesen Zielhafen erreichten die Schiffe am 3. Mai. Schon am folgenden Tag legte die USS ENGLAND von dem Atoll wieder ab und fuhr direkt nach Guadalcanal. Von dort aus hatte sich ein Munitionsschiff nach Majuro auf den Weg gemacht. Unterwegs trafen die beiden Schiffe aufeinander und der Geleitzerstörer eskortierte den Munitionstransporter sicher bis zum Atoll Majuro. Beide Schiffe legten am 7. Mai dort an. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, verließ der Geleitzerstörer wieder das Atoll und fuhr nach Port Purvis. In diesem Hafen lief das Kriegsschiff am 11. Mai ein und die Schiffsbesatzung erhielt eine Ruhepause. Der militärische Geheimdienst der Pazifikflotte konnte eine Nachricht des japanischen U-Bootes IJN I-16, Kommandant Kommander Yoshitaka Takeuchi, vom 13. Mai entschlüsseln. Darin heißt es, dass für japanische Truppen in Buin an der Südspitze der Insel Bougainville, Westsalomonen eine geplante Lieferung von Reis gebracht werden soll. Sofort alarmiert man die Besatzung der USS ENGLAND und gliedert den Geleitzerstörer in die Task Group 30.4. ein. Diese Patrouillen- und U-Boot Jagdgruppe wurde von Captain William Vincent Saunders kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und die Geleitzerstörer USS ENGLAND, USS GEORGE ( DE-697 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS SPANGLER ( DE-696 ). Die beiden Geleitzerstörer USS GEORGE und USS RABY erreichten am 16. Mai Port Purvis und schlossen sich mit der USS ENGLAND zusammen. Die anderen Kriegsschiffe der TG verließen erst am 22. Mai das Atoll Majuro. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten die drei Kriegsschiffe in Port Purvis ab. Ihre Aufgabe bestand darin das feindliche U-Boote IJN I-16 aufzuspüren und zu vernichten. Schon am frühen Nachmittag des 18. Mai stießen sie auf das japanische U-Boot IJN I-16, dessen Position durch ein amerikanisches Patrouillenflugzeug angezeigt worden war. Die Geleitzerstörer erfassten das feindliche Schiff mit dem Sonar und es begann um 13:41 Uhr der erste Hedgehog Angriff, der ein Misserfolg war. Ein zweiter Hedgehog Angriff erzielte einen Treffer in einer Tiefe von 40 Metern. Ein dritter Hedgehog Angriff um 14:10 Uhr verpasste die Tiefe, da Commander Walton Barclay Pendleton annahm, dass das U-Boot auf eine Tiefe von 61 Metern sich hat sinken lassen. Doch das U-Boot war da schon in einer Tiefe von 99 Metern. Nach diesem Angriff konnte man die genaue Distanz auf dem Echolot sehen. Das japanische U-Boot konnte anschließend noch einen vierten Hedgehog Angriff überstehen. Doch um 14:33 Uhr erfolgte der fünfte Hedgehog Angriff von der USS ENGLAND. Der Akustikman konnte vier bis sechs Detonationen in der Tiefe hören. Gleich darauf gab es eine gewaltige Unterwasserexplosion auf der Position 05° 10’ Süd 158° 31 Ost, die die USS ENGLAND hob und die Besatzung von den Füßen riss. Erst zwanzig Minuten nach dieser Explosion tauchen fetzen von Kork, Deckplatten, Schränke und andere Gegenstände auf der Wasseroberfläche auf. Mittlerweile hatte man in Honolulu im amerikanischen Hauptquartier der US Navy im Pazifik einen Funkspruch abgefangen, in dem eine neue U-Boot Verteidigungslinie zwischen dem Atoll Truk und den Admiralitätsinseln eingerichtet werden sollte. Diese U-Boote hatten die Aufgabe rechtzeitig vor einer amerikanischen Invasionsflotte zu warnen, die in Richtung Palau Inseln unterwegs war und diese auch angreifen. Man setzte nun die drei Geleitzerstörer an, diese U-Boot Verteidigungslinie ausfindig zu machen und wenn möglich zu versenken. In dieser japanischen Verteidigungslinie befanden sich die U-Kreuzer IJN I-44 und IJN I-53 und die U-Boote IJN RO-106, IJN RO-104, IJN RO-105, IJN RO-116, IJN RO-109, IJN RO-112, IJN RO-108, IJN RO-113, IJN RO-117 und IJN RO-111. Am 22. Mai um 3:51 Uhr erfasst man auf der USS GEORGE nördlich der Admiralitätsinseln einen Radarkontakt. Kurz darauf erhält man auf der USS ENGLAND einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Es entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen den amerikanischen Geleitzerstörern und dem japanischen U-Boot IJN RO-106, Kommandant Lieutenant Uda. Auf der USS GEORGE werden die Suchscheinwerfer eingeschaltet und man kann die Umrisse eines feindlichen U-Bootes in rund zwei Seemeilen Entfernung erkennen. Sofort erfolgt auf IJN RO-106 das Alarmtauchen. Um 4:15 Uhr erhält die USS GEORGE einen Sonarkontakt und greift mit einer Salve Hedgehogs an. Das radikal manövrierende U-Boot kann aber diesen Bomben entkommen. Die USS ENGLAND erhält um 4:25 Uhr ebenfalls einen Sonarkontakt. Um 4:44 Uhr greift Commander Walton Barclay Pendleton an und lässt eine Salve Hedgehogs abwerfen. Diese verfehlen aber ihr Ziel. Sofort wendet der Geleitzerstörer und fährt auf seine alte Position zurück. Um 5:01 Uhr wirft die USS ENGLAND eine weitere Salve Hedgehogs über Bord. Anschließend hörte man mindestens drei Unterwasserexplosionen auf der Position 01° 40’ Nord 150° 31’ Ost. Das U-Boot versank mit allen 49 Besatzungsmitgliedern. Schon am folgenden Tag erfasst USS RABY um 6:04 Uhr per Radar das japanische U-Boot IJN RO-104, Kommandant Lieutenant Izubuchi, welches sich rund 250 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, New Irland, Neuguinea befand. Dieses kann durch den Radar Detektor die Emissionen aufnehmen, die Geschwindigkeit erhöhen und um 6:10 Uhr sofort tauchen. Die USS RABY erhält durch ihr Sonar neun Minuten später einen stichhaltigen Kontakt und greift mit vier aufeinanderfolgenden Salven Hedgehogs an. Das japanische U-Boot manövriert allerdings radikal und erzeugt damit auf dem Sonar für „Fish Tailing“. Für die USS RABY war damit der Kontakt zum U-Boot verloren. Jetzt erhält aber die USS GEORGE einen Sonarkontakt und greift an. Doch bis 8:10 Uhr unternimmt der Geleitzerstörer fünf Angriffe und verfehlt jedes Mal. Jetzt bilden alle drei Geleitzerstörer einen Ring um von dem feindlichen U-Boot wieder einen Kontakt zu erhalten. Erst um 8:19 Uhr feuert USS ENGLAND zwei volle Ladungen mit insgesamt 48 Hedgehogs ab. Nach der zweiten Salve hörte man um 8:34 Uhr eine gewaltige Unterwasserexplosion. IJN RO-104 sinkt bei 01° 26’ Nord 149° 20’ Ost. Alle 58 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. So wurde am 24. Mai, rund 225 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, gegen 1:20 Uhr durch die USS GEORGE ein Radarkontakt aus einer Entfernung von über acht Seemeilen aufgefangen. Aber acht Minuten später war der Radarkontakt verschwunden. Eine halbe Stunde später war das japanische U-Boot IJN RO-116, Kommandant Lieutenant Commander Okabe Takeshi, in Reichweite der USS ENGLAND. Der Geleitzerstörer erfasst das U-Boot mit seinem Sonar und lässt zwei mögliche Abwürfe von Hedgehogs ungenutzt. Erst bei der dritten Möglichkeit werden 24 abgeworfen. Davon trafen mindestens drei Stück das U-Boot auf der Position 00° 53’ Nord 149° 14’ Ost und zerstörten es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Am 26. Mai trafen dann der Geleitflugzeugträger und die ihn eskortierenden Zerstörer in dem Operationsgebiet ein. Um 23:03 Uhr erhält USS RABY rund 110 Seemeilen nordöstlich von Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln einen Radarkontakt aus einer Entfernung von rund 7,5 Seemeilen. Auch die USS ENGLAND erhielt diesen Radarkontakt. Um 23:14 Uhr wird das auf dem Wasser schwimmende U-Boot IJN RO-108 in 4.100 Metern Entfernung sichtbar. Dessen Kommandant hatte die sich anschleichenden amerikanischen Geleitzerstörer ebenfalls bemerkt und lässt das U-Boot Tauchen. Die von der USS RABY abgefeuerte Salve Hedgehogs blieb ohne Wirkung. Um 23:23 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Elf Sekunden später gab es zwischen 4 bis 6 Unterwasserexplosionen, gefolgt von mehreren kleinen Unterwasserexplosionen und Rumpelgeräuschen. Am folgenden Morgen wurden mehrere Fragmente des U-Bootes geborgen. Es wurde auf der Position 00° 32’ Süd 149° 56’ Ost mit allen 53 Besatzungsmitgliedern zerstört. Die Geleitzerstörer fuhren am 27. Mai zum Bunkern von frischem Proviant, Hedgehogs und Treibstoff zum Seeadler Harbour und kehrten erst am folgenden Tag zurück. Die USS HAGGARD BAY und die sie begleitenden Zerstörer blieben in den Gewässern und suchten nach weiteren feindlichen U-Booten. Am 30. Mai um 01:44 Uhr machte man auf der USS HAZELWOOD einen Radarkontakt in siebeneinhalb Seemeilen Entfernung aus, der von einem feindlichen U-Boot stammte. Um 01:53 Uhr konnte man dieses U-Boot sichten, jedoch IJN RO-105 tauchte sofort ab. Auf dem Zerstörer erhielt man kurz darauf einen Sonarkontakt und begann mit Wasserbomben das feindliche U-Boot zu jagen. Gegen 4:35 Uhr stießen die Geleitzerstörer USS RABY und USS GEORGE dazu und begannen mit ihren Hedgehogs Angriffen. Aus den Impulsen der dann erfolgten Explosionen nahm man an, dass durch die USS GEORGE drei Treffer an dem feindlichen Boot erzielt worden waren. Aber das radikal manövrierende U-Boot war noch immer nicht vernichtet. Um 5:00 Uhr des 31. Mai traf die USS ENGLAND und die USS SPANGLER in dem Seegebiet ein. Die USS SPANGLER feuerte eine Salve Hedgehogs ab, doch diese zeigten keine Wirkung. Um 7:29 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Eine gewaltige Unterwasserexplosion zerriss IJN RO-105 auf der Position 00° 47’ Nord 149° 56’ Ost. Das war das sechste feindliche U-Boot innerhalb von dreizehn Tagen das der USS ENGLAND zum Opfer fiel. Die Schiffe der TG 30.4 patrouillierten nun noch bis zum 4. Juni in dem Seegebiet und fuhren dann zum Seeadler Harbour um die Bunker wieder aufzufüllen. Bis zum 19. Juni blieb der Geleitflugzeugträger und die Zerstörer in dem Seegebiet nördlich der Admiralitätsinseln, aber es wurden keine weiteren feindlichen U-Boote aufgespürt. Die USS ENGLAND konnte nun wieder ihre Eskortierarbeit aufnehmen und verließ am 13. Juni die Gewässer. Ziel war Port Purvis. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer am folgenden Tag an. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 29. Juni liegen. Die Schiffsbesatzung konnte sich von den anstrengenden Tagen erholen und kleine Reparaturen an dem Schiff vornehmen. An diesem 29. Juni verließ die USS ENGLAND wieder Port Purvis und fuhr nach Treasury Island. Für diese Fahrt benötigte der Geleitzerstörer einen Tag. Am Morgen des 1. Juli ging diese weiter. Das Kriegsschiff verließ die Insel und fuhr nach New Hanover, Neuguinea und von dort aus zum nördlich gelegenen Emirau Island, Neuguinea. Hier wartete man auf neue Befehle. Diese erreichten das Kriegsschiff am 29. Juli. Noch in der Nacht vom 29. zum 30. Juli verließ die USS ENGLAND Emirau Island und fuhr zum Atoll Majuro. Dieses erreichte der Geleitzerstörer in der Nacht zum 1. August. Da man sich allerdings nicht so gut in diesen Gewässern des Atolls auskannte, lief das Kriegsschiff auf Grund. Selbständig konnte es sich befreien, aber in dem unter Wasser liegenden Schiffskörper waren mehrere Lecks geschlagen worden. Noch am 1. August verließ die USS ENGLAND wieder das Atoll Majuro und fuhr zum Seeadler Harbour für erste Reparaturarbeiten. Diesen Hafen erreichte das Kriegsschiff zwei Tage später und die erste Arbeiten konnten verrichtet werden. Am 6. August verließ der Geleitzerstörer wieder den Seeadler Harbour und fuhr weiter nach Süden, in die Milne Bay an der Südspitze von Neuguinea. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff am 8. August ein. Hier begannen sofort die eigentlichen Reparaturarbeiten, die bis zum 24. September andauerten. An diesem Tag verließ die USS ENGLAND die Milne Bay und fuhr nach Sydney, Australien. In das dort Vorgelagerte Trockendock bugsierte man den Geleitzerstörer am 29. September. Hier wurden die Restarbeiten an dem Schiffskörper vorgenommen. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen und die USS ENGLAND verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS FOREMAN ( DE-633 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Die USS ENGLAND begann nun bis zum 2. Dezember zwei Kreuzfahrten zwischen Hollandia und Leyte und war dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Zwischendurch eskortierte der Geleitzerstörer vom 1. bis zum 4. November einen Schiffskonvoi und vom 7. bis zum 18. November mehrere Flottentanker in die San Pedro Bay. Am 2. Dezember wechselte das Kriegsschiff dann zum Seeadler Harbor und eskortierte in den Gewässern der Admiralitätsinseln bis zum 2. Januar 1945 mehrere Schiffe. Ab dem 2. Januar eskortierte die USS ENGLAND zwischen dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi, Karolinen, dem Hauptstützpunkt der Truppentransporter und später der Hauptstützpunkt für die Angriffe auf Iwo Jima und Okinawa, mehrere Schiffskonvois hin und her. Außer im Februar, da eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi zu den Kossol Roads, Palau Islands und von dort aus zu den Philippinen. Anschließend nakm das Kriegsschiff seine Eskortierpflichten zwischen dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi wieder auf. Man versetzte die USS ENGLAND am 23. März in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte, nachdem der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi erreicht hatte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS ENGLAND in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS ENGLAND, USS FOREMAN, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Die USS ENGLAND verließ aber schon nach wenigen Tagen Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi zurück. Hier warteten die beiden Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ). Die USS MOBILE sollte sich vor Okinawa in die Task Force 52 und die USS OAKLAND in die Task Group 58.4 eingliedern. Am 3. April befanden sich die drei Schiffe dann in den Gewässern vor Okinawa. Schon am 6. April verließ die USS ENGLAND wieder das Kampfgebiet und eskortierte die entleerten Truppentransporter von Okinawa nach Saipan, Nördliche Marianen. Dies dauerte bis zum 17. April. Ab diesem Tag übernahm der Geleitzerstörer nördlich der Kerama Retto Inseln dann seine Sicherungs- und Patrouillenstation ein. Während dieser Patrouillenfahrt gab es des öfteren Gefechtsalarm wegen herannahender feindlicher Flugzeuge. Am 27. April, da befand sich das Kriegsschiff 14 Seemeilen nordnordwestlich von Zampa-misaki, Okinawa, näherte sich so ein Kamikazepilot und wollte sich auf den Geleitzerstörer stürzen. Die Geschützmannschaften konnten noch rechtzeitig dieses Flugzeug abschießen, jedoch stürzte es in der Nähe des Schiffes ins Wasser und explodierte. Durch die entstandene Druckwelle gab es zwar keine Verluste auf der USS ENGLAND, aber einen erheblichen Schaden den man allerdings noch vor Ort reparieren konnte. Am 9. Mai befand sich der Geleitzerstörer rund 5 Seemeilen nordwestlich der Kerama Retto Inseln. Da wurde das Kriegsschiff von drei japanischen Sturzkampfbombern angegriffen. Das Flakabwehrfeuer der Geschützmannschaften setzte das erste Flugzeug in Brand. Doch deren Pilot konnte seine Maschine noch auf die Steuerbordseite direkt unter der Brücke der USS ENGLAND stürzen lassen. Dieser Pilot hatte seine Anweisungen, die Nervenzentrale eines Schiffes zu treffen und so viele Offiziere wie nur möglich zu töten, versucht eingehalten. Als dann noch die mitgeführte Bombe explodierte begann für die Mannschaft des Geleitzerstörers ein Wettlauf mit der Zeit. Alle entstandenen Feuer mussten so schnell wie möglich gelöscht werden um das Schiff zu retten. Währenddessen schossen die Geschützmannschaften die beiden anderen Kamikazepiloten noch rechtzeitig ab, so dass diese keinen Schaden anrichten konnten. Auf dem Geleitzerstörer wurden durch den Kamikazeangriff 37 Besatzungsmitglieder getötet oder wurden vermisst und 25 zum Teil schwer verwundet. Man schleppte die USS ENGLAND mit einem Hochseeschlepper zu den Trockendocks bei den Kerama Retto Inseln damit die ersten Reparaturen erfolgen konnten. Am 22. Mai verließ der Geleitzerstörer im Schlepptau des Schlachtschiffes USS COLORADO ( BB-45 ) die Inseln. Die Sicherung übernahm der Geleitzerstörer USS BEBAS ( DE-10 ). Das Ziel war die San Pedro Bay, Leyte, wo weitere Reparaturen erfolgen konnten. Diese waren bis zum 16. Juli abgeschlossen. Am 16. Juli verließ die USS ENGLAND aus eigener Kraft die philippinische Insel und fuhr über Pearl Harbor und San Diego an die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und legte Ende August im Hafen der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. In dieser Werft sollte die USS ENGLAND zu einem Schnellen Truppentransporter umgerüstet werden. Doch das Ende des Zweiten Weltkrieges ließ diese Arbeiten stoppen. Durch die umfangreich erlittenen Schäden während der Dienstzeit des Geleitzerstörers und der Überschuss an Schiffen dieser Art, beschloss man das Kriegsschiff nicht mehr zu reparieren. Man stellte daher am 15. Oktober 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den namen USS ENGLAND ( DE-635 ) strich man am 1. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 26. November 1946 den Schiffskörper an die Northern Metals Corporation in Philadelphia zum verschrotten. Die US Navy gab am 10. Dezember 1946 den Schiffskörper zur Verschrottung frei.


USS ENGLAND ( DE-635 )
Commanding Officer

CDR Walton Barclay Pendleton         10. Dezember 1943 – 30. August 1944
LCDR John Alexander Williamson         30. August 1944 – 15. September 1945
LT Augustus Dee Daily          15. September 1945 – 15. Oktober 1945

USS FOREMAN ( DE-633 )

USS FOREMAN ( DE-633 )

Biografie

Andrew Lee Foreman
* 25. September 1920 in Berkeley, Kalifornien
† 30. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) während der Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen

Nach seinem Abschluss an der Universität von Berkeley, meldete sich Andrew Lee Foreman am 13. Mai 1942 freiwillig zur US Navy Reserve und erhielt den Rang eines Ensign. Man beorderte ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) auf dem er unter dem Leiter des Schadensbegrenzungsteams, dem Damage Control Officer, diente. Am 30. November 1942 kam es zu der Schlacht bei Tassafaronga. Im Vorfeld waren immer wieder amerikanische Kriegsschiffe im Norden von Guadalcanal patrouillieren um den Nachschub der Japaner zu unterbinden. Der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS erhielt kurz nach 23:00 Uhr einen Radarkontakt von mehreren japanischen Schiffen. Daraufhin schossen US Zerstörer zwanzig Torpedos ab, die aber keine Treffer erzielten. Derweil schossen mehrere US Kreuzer mit ihren Geschützen auf die feindlichen Ziele und boten dadurch selber sehr gute Ziele, was die Japaner ausnutzten. Deren Zerstörer schossen ihrerseits zwanzig Torpedos ab. Diese trafen alle im Gefecht befindlichen vier Schweren Kreuzer. So auch die USS NEW ORLEANS. Der eingeschlagene Torpedo riss den Bug des Kreuzers weg und es entstanden in diesem Bereich heftige Brände, die aber schnell durch das Schadensbegrenzungsteam gelöscht werden konnten. Allerdings mussten dann Brandwachen dieses Teams an den vorderen Spannten abgestellt werden. Ensign Andrew Lee Foreman meldete sich freiwillig dazu und überwachte den am nächsten gelegenen Spannten der sich in Richtung des abgerissenen Bugs befand. Dort traten durch die Explosion immer noch Gase aus. Foreman blieb aber auf seinem ihm zugewiesenen Posten, da der Schwere Kreuzer aus eigener Kraft noch fahren konnte. Foreman erstickte. Er erhielt für sein heroisches selbstaufopferungsvolles Verhalten das Navy Cross posthum verliehen.


USS FOREMAN ( DE-633 )

Schiffsbiografie

Die USS FOREMAN ( DE-633 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Andrew Lee Foreman benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das achtundsechzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 9. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Nadine Foreman, die Schwester von Ensign Andrew Lee Foreman, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles A. Manston ( USNR ) stellte am 22. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS FOREMAN begann sofort nach der Fertigstellung des Geleitzerstörer und führte das Kriegsschiff zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. Anfang Januar 1944 legte das Kriegsschiff in San Francisco dann ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS FOREMAN in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Januar. In den folgenden neun Monaten eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffskonvois im Südwestpazifik. Die zu eskortierenden Schiffe brachten Nachschub an Waffen, Vorräten und Soldaten. Außerdem mussten auch Kreuzer und Schlachtschiffe zu ihren Verbänden eskortiert werden. An den Tagen an denen keine Eskorte anstand, patrouillierte die USS FOREMAN nördlich der Westsalomonen und westlich von Neuguinea. Hier war der Geleitzerstörer auf der Suche nach japanischen U-Booten und feindlichen Schiffen damit die Alliierten Truppen auf den Salomonen und Neuguinea vollständig die Kontrolle übernehmen konnten. Am 29. September fuhr die USS FOREMAN nach Sydney, Australien. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen durchgeführt. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen. Die USS FOREMAN verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Das Beladen eines Verwundetentransportschiffes mit Verletzten war noch am selben Tag abgeschlossen. Die USS FOREMAN legte mit diesem Schiff noch am selben Tag wieder ab und eskortierte es zu den Kossol Roads, Palau Inseln. Diese erreichten sie zwei Tage später. Dort wartete aber auch schon ein Schiffskonvoi mit Nachschub, der zur San Pedro Bay eskortiert werden musste. So verließ der Geleitzerstörer wieder die amerikanische Marinebasis bei den Palau Inseln und fuhr zu der philippinischen Insel. Für das Kriegsschiff begannen nun Eskortierfahrten von Großkampfschiffen, Handelsschiffen und Schnellen Truppentransportern zwischen dem Seeadler Harbour und Hollandia sowie den Atollen Eniwetok, Majuro und Ulithi. Diese Sicherungsfahrten übernahm die USS FOREMAN bis zum 9. März 1945. An diesem Tag legte der Geleitzerstörer bei den Kossol Roads an und diente hier für die nächsten zehn Tage als Stationsschiff. Ab Mitte März bereitete sich nun die US Navy für die entscheidenden Kämpfe vor. Mit Okinawa begannen die ersten Kämpfe um die japanischen Inseln. Dazu zog man die Pazifikflotte der US Navy vor dem Atoll Ulithi zusammen. Die USS FOREMAN verließ am 19. März die Kossol Roads und erreichte zwei Tage später das Atoll. Hier versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS FOREMAN in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS FOREMAN, USS ENGLAND, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Damit sollte die Vorbereitung für die Anlandungen am 1. April geschaffen werden. Die Schiffe der Task Group 54.1 erlebten am 26. März zum ersten Mal einen feindlichen Luftangriff. Die Geschützmannschaften der USS FOREMAN feuerten dabei auf ein angreifendes japanisches Flugzeug, das dann kurz vor dem Bug des Geleitzerstörers auf dem Wasser aufschlug und zerschellte. An Bord des Kriegsschiffes gab es keine Verluste, nur am Schiff selber mehrere kleine Beschädigungen. Nach dem erfolgreichen Anlandungsmanöver auf Okinawa, versetzte man die USS FOREMAN am 2. April zu den Kerama Retto Inseln, bei denen sich der logistische Nachschub sammelte. Hier sollte der Geleitzerstörer auf U-Boot Patrouille gehen und die Einfahrt für die Nachschubschiffe sichern. In der Nacht zum 3. April war der Geleitzerstörer schon auf seiner Station, da griff ein einzelner japanischer Bomber das Kriegsschiff an. Er überflog die USS FORMAN und klinkte seine mitgeführte Bombe aus. Diese fiel Mittschiffs auf der Backbordseite ins Wasser und explodierte etwa neun Meter vom Schiffskörper entfernt. Durch diese Explosion wurde unterhalb der Wasserlinie bei den Feuerräumen ein Leck in die Schiffshaut geschlagen. Der gesamte Feuerraum wurde überflutet, aber nach einer halben Stunde war der Schaden unter Kontrolle. Zwei der dort tätigen Matrosen wurden nur verletzt. Mit der Überflutung des Feuerraumes fiel allerdings auch der Generator aus und kein Strom konnte produziert werden. Damit verbunden war der Totalausfall aller Geschütze und des Lichts. Zum Glück konnte der feindliche Bomberpilot dadurch den Geleitzerstörer nicht mehr sehen und drehte ab. Aus eigener Kraft konnte das Kriegsschiff nun selber in die Reparaturbasis bei den Kerama Retto Inseln fahren, damit hier Notreparaturen ausgeführt werden konnten. Anschließend wechselte das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi, wo es am 17. April in ein schwimmendes Trockendock bugsiert wurde. Die reparaturarbeiten waren dann am 28.Mai abgeschlossen und die USS FOREMAN kehrte am 29. Mai nach Okinawa zurück. Hier begann der Geleitzerstörer ab dem 3. Juni mit seinen Patrouillenfahrten. Acht Tage später flog wieder ein Kamikazepilot direkt auf das Kriegsschiff zu. Mit Hilfe der Geschützmannschaften von einem Schwesterschiff konnten die Geschützmannschaften der USS FOREMAN diesen Piloten rechtzeitig abschießen bevor dieser auf nur in der Reichweite des Schiffes war um sich darauf zu stürzen. Am 29. Juni versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 32, die Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich 3 Schlachtschiffe, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), ein Leichter Kreuzer, der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und 3 weitere, die Zerstörer USS DAVID W. TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D. HENLEY ( DD-553 ), USS BROWN ( DD-546 ) und 8 weitere sowie der Geleitzerstörer USS FOREMA und 3 weitere. Die Aufgabe dieser Task Force bestand darin mit den Schiffen der Task Force 39, darin befanden sich 7 Schnelle Minenleger, 7 Schnelle Minensucher, 52 Minensucher, 49 Räumboote, 7 Minenlegern und 7 Netzlegern, eine umfangreiche Minenräumoperation bis zu 200 Seemeilen südwestlich des Ostchinesischen Meeres durchzuführen. Gleichzeitig sollten feindliche Ziele auf chinesischem Festland bombardiert werden. Die USS FOREMAN verließ am 16. August, einen Tag nach der bedingungslosen Kapitulation Japans, diese Task Force und fuhr in die Buckner Bay, Okinawa um sich einer kurzen Überholung zu unterziehen. Diese dauerte nur sechs Tage. Gleich daran anschließend begann der Geleitzerstörer mit weiteren Eskortierfahrten zwischen Okinawa und dem japanischen Hauptinseln. Am 26. September legte das Kriegsschiff im Hafen von Wakayama, Japan ab. An Bord hatten sich amerikanische Kriegsveteranen eingeschifft, die an die US Westküste transportiert werden sollten. Die USS FOREMAN legte am 17. Oktober im Hafen von San Diego an. Hier schiffte man die Passagiere aus und der Geleitzerstörer legte wieder ab. Ziel war diesmal die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals und dem Besuch mehrerer Häfen an der US Ostküste, erreichte das Kriegsschiff Green Cove Springs, Florida, wo die Atlantikreserveflotte lag. Hier stellte man am 28. Juni 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS FOREMAN ( DE-633 ) strich man am 1. April 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper 1966 zum verschrotten.


USS FOREMAN ( DE-633 )
Commanding Officer

LCDR Charles A. Manston   USNR        22. Oktober 1943 – 16. September 1944
LCDR William J. Carey, Jr.   USNR        16. September 1944 – 28. Juni 1946

USS LANING ( DE-159 )

USS LANING ( DE-159 )

Biografie

Harris Laning
* 18. Oktober 1873 in Petersburg, Illinois
† 2. Februar 1941 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Admiral in der US Navy und der Vater von Rear Admiral Caleb Barrett Laning ( 27. März 1906 in Kansas City, Missouri – 31. Mai 1991 in Falls Church, Virginia )

Am 7. Juni 1895 schloss Harris Laning sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. Anschließend diente er auf den Philippinen und beteiligte sich an der Niederschlagung des dortigen Aufstandes. Dann versah er seine Pflichten während des Spanisch – Amerikanischen Krieges und während der China Relief Expedition. Vom 1. Juli 1907 bis 1910 diente er als Navigationsoffizier auf dem Schlachtschiff USS NEBRASKA ( BB-14 ). Da er sehr gut mit Waffen umgehen konnte, übernahm er als Kapitän die US Schützen Mannschaft. Diese führte er zu den V. Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm, Schweden. Hier gewannen sie insgesamt sieben Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Sein erstes Kommando über ein Kriegsschiff erhielt Lieutenant Commander Harris Laning mit dem Zerstörer USS CASSIN ( DD-43 ). Dieses Kriegsschiff stellte er in der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine am 9. August 1913 in den Dienst der US Navy und kommandierte es bis zum 28. April 1914. Der Heimathafen der USS CASSIN war ab dem 5. Dezember 1913 Key West, Florida. Von dort aus beteiligte sich der Zerstörer an Flottenmanövern und Übungen in der Karibik und im Golf von Mexiko. Nach der Tampico Affäre, die am 9. April 1914 durch amerikanische Matrosen und mexikanische Soldaten hervorgerufen worden war, verlegte man am 21. April unter anderen die USS CASSIN nach Veracruz um den dortigen Hafen zu blockieren. Sieben Tage später gab LCDR Harris Laning das Kommando über den Zerstörer an Lieutenant Commander Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Portsmouth, New Hampshire ), dem späteren Flottenadmiral im Zweiten Weltkrieg, ab. Nun beteiligte sich Harris Laning an der Dominikanischen Kampagne und dem Ersten Weltkrieg. Hier verlieh man ihm wegen außergewöhnlicher Leistungen das Navy Cross. Anfang 1919 war er der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force innerhalb der Atlantikflotte. In dieser Position unterstützte er erfolgreich im Mai 1919 den ersten Transatlantikflug der US Navy Maschine NC-4, der vom 8. bis zum 31. Mai dauerte. Der Start erfolgte von der Naval Air Station Rockway, New York mit den folgenden Zwischenstopps in Chatham Naval Air Station in Massachusetts, in Halifax, Nova Scotia; Trepassey, Neufundland; den Azoren, das portugiesische Festland, Spanien und schließlich England. Auf dem Atlantik zwischen den USA und Europa waren insgesamt 53 Stationsschiffe positioniert damit die Crew der Curtiss NC-4 Maschine navigieren konnten. Zwischen den zahlreichen Diensten an Bord der unterschiedlichsten Kriegsschiffe, unterrichtete Harris Laning als Instrukteur an der United States Naval Academy. Nachdem man ihn dann zum Rear Admiral befördert hatte, befehligte er eine Schlachtschiffdivision, anschließend vom 16. Juni 1930 bis 13. Mai 1933 war er der Präsident des Naval War College in Newport, Rhode Island. Dann als Vizeadmiral befehligte Laning die Kreuzer innerhalb der Scouting Force. Nachdem man ihn zum Admiral ernannt hatte, kommandierte Harris Laning vom 1. April 1935 bis zum 20. April 1936 die Battle Force der US Atlantikflotte. Ab dem 20. April 1936 bis zum 1. oktober 1937 war Laning der Kommandeurder New York Navy Yard und des 3. Naval Districts. Admiral Harris Laning zog sich am 1. November 1937 aus dem aktiven Dienst bei der US navy zurück und diente bis zu seinem Tode am 2. Februar 1941 als Gouverneur des Naval Home in Philadelphia, Pennsylvania. Seine sterbliche Hülle begrub man auf dem United States Naval Academy Cemetery in Annapolis.
Admiral Harris Laning war mit Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ) verheiratet.


USS LANING ( DE-159 )

Schiffsbiografie

Die USS LANING ( DE-159 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Harris Laning benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 23. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ), Witwe von Admiral Harris Laning, taufte am 4. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edwin Charles Woodward stellte am 1. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LANING zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Gleich im Anschluss daran fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier wurden an Bord des Kriegsschiffes die Mannschaften ausgebildet, die für andere Geleitzerstörer vorgesehen waren. Diese Ausbildungen dauerten bis zum 8. November. An diesem Tag verließ die USS LANING den Hafen von Norfolk und fuhr nach New York City. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 21, die zur Eskorte von Schiffskonvois gebildet worden war. Am 12. November legte die USS LANING im Hafen von New York ab und fuhr zusammen mit anderen Geleitzerstörern zur Insel Aruba, Niederländisch Westindien. Diese Insel erreichten die Schiffe am 17. November. Hier warteten mehrere Tanker. Diese sollten die Truppen auf nordafrikanischem Gebiet mit den dringend benötigten Treibstoffen versorgen. Die Insel Aruba verließ der Schiffskonvoi am 20. November. Die USS LANING absolvierte in den folgenden drei Monaten zwei weitere Eskortierfahrten zwischen Aruba, Bizerte, Tunesien und Algier, Algerien. Nach der letzten Eskortierfahrt von diesen Hochgeschwindigkeitstankern, begann für die USS LANING und deren Besatzung eine Zeit der Ausbildung vor der Küste New Englands. Hier wurden mehrere Übungen zur Vernichtung von U-Booten durchgeführt. Nach Abschluss dieser Ausbildungen erreichte der Geleitzerstörer am 1. April den Hafen von Norfolk. Hier wartete ein Schiffskonvoi der die Bezeichnung UGS 38 hatte. In diesem Konvoi befanden sich insgesamt 87 Handelsschiffe. Am 3. April legten die Handelsschiffe in Norfolk ab und wurden von den Kriegsschiffen der Task Force 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ) USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE.320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS LANING können fünf Junkers Ju 88 Bomber während des Angriffs abschießen. Einem abgeworfenen Torpedo kann der Geleitzerstörer gerade noch so nach Backbord ausweichen. Die Besatzung der USS MENGES rettete nach dem Kampf 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden anschließend nach Algier gebracht. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS LANING und USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Kriegsschiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS LANING übernahm nun die Spitze des Schiffskonvois. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag erfasste das Radar der USS LANING einen Oberflächenkontakt, der sich in einer Entfernung zwischen 3 und 13 Seemeilen bewegte. Als für Lieutenant Commander Edwin Arthur Shuman, Jr. ( USNR ), Kommandant der USS LANING, klar war das sich der Oberflächenkontakt um ein feindliches U-Boot handelte, tauchte dieses auch schon in einer Reichweite von 6.500 Metern Entfernung ab und war für den Geleitzerstörer nicht mehr erreichbar. Zusammen mit der USS FECHTELER und einem weiteren Geleitzerstörer suchte nun die USS LANING nach dem U-Boot, welches direkt auf den Schiffskonvoi zusteuerte, um es abzufangen und zu vernichten bevor es auf eines der Schiffe des Konvois einen Torpedo abschießen konnte. Heftige Unterwasserexplosionen um 3:10 Uhr und 3:45 Uhr erschütterten dann die drei die drei Geleitzerstörer. U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), lauerte in Periskoptiefe. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Die USS LANING suchte noch nach der Explosion nach dem deutschen U-Boot, doch dieses entkam unbemerkt. Dann wandte sich der Geleitzerstörer um 4:10 Uhr wieder der sinkenden USS FECHTELER zu und die Mannschaft des Kriegsschiffes konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. Gegen 5:30 Uhr brach die USS FECHTELER nach einer weiteren Explosion auseinander und versank in den Fluten. Um 6:21 Uhr stellte die USS LANING die Rettungsarbeiten ein und brachte die Überlebenden nach Gibraltar. Anschließend eilte der Geleitzerstörer dem Schiffskonvoi GUS 38 hinterher. Die Schiffe des Konvois erreichte dann unangefochten New York und legten dort am 21. Mai an. Für die USS LANING folgten bis zum 8. Oktober nun noch zwei weitere Atlantiküberquerungen. Nach der Ankunft in New York am 8. Oktober diente der Geleitzerstörer vom 15. Oktober bis zum 22. November vor New London, Connecticut als Übungs-Torpedo Zielschiff. An diesem 22. November verließ das Kriegsschiff New London und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. In diese Werft fuhr die USS LANING am 24. November ein und wurde noch am selben Tag zu einem Schnellen Truppentransporter umklassifiziert. Dazu erhielt das Kriegsschiff die Kennung APD-55. Die erforderlichen Umrüstungsarbeiten waren am 14. Februar 1945 abgeschlossen und der Schnelle Truppentransporter gehörte nun zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Am 21. Februar verließ die USS LANING die Werft von Philadelphia und fuhr nach Norfolk. Hier sollten auf dem Kriegsschiff Mannschaften ausgebildet, die auf einem Schnellen Truppentransporter dienen würden. Man versetzte dann das Kriegsschiff in den Pazifik, wo der Zweite Weltkrieg noch immer tobte. Dazu verließ die USS LANING am 26. Mai Norfolk und durchquerte am 1. Juni den Panamakanal. Von hier aus ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien weiter und endete am 18. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begann nun ein Training mit Underwater Demolition Teams. Dieses Training ging bis zum 14. Juli. An diesem Tag fuhr der Schnelle Truppentransporter nach San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man die USS LANING zum Flaggschiff der Underwater Demolition Teams ( UDT ). Bis zum 11. August blieb der Schnelle Truppentransporter in San Francisco liegen und wechselte an diesem Tag nach San Pedro, Kalifornien. Hier schifften sich am folgenden Tag die Truppen der UDT 9 und der Com UDT Ron 2 ein. Dies dauerte bis zum 16. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff in San Pedro ab und fuhr nach Oceanside im Süden Kaliforniens. Von hier aus ging die Fahrt dann in den Fernen Osten. Am 4. September erreichte der Schnelle Truppentransporter Okinawa und schloss sich hier der Okkupationsflotte der 7. US Flotte an. Auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel war die USS LANING das fünfte Schiff im Konvoi. Vom 8. September bis zum 17. Oktober unterstützte das Kriegsschiff die Underwater Demolition Teams während deren Aufklärungsoperationen in den Häfen von Jinsen, Korea sowie Taku Bar und Tsingtao, China. Nach Okinawa kehrte der Schnelle Truppentransporter am 20. Oktober zurück. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff auch wieder diese Insel und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und Pearl Harbor nach San Pedro. In dem kalifornischen Hafen legte der Schnelle Truppentransporter am 15. November an. Man versetzte die US LANING nun wieder zu der Atlantikflotte. Dazu legte das Kriegsschiff am 31. Januar 1946 von der kalifornischen Küste ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 16. Februar den Hafen von Boston, Massachusetts. Dort legte der Schnelle Truppentransporter am 18. März wieder ab und erreichte am 22. März Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man das Kriegsschiff am 28. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS LANING für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy wieder auszumotten. Lieutenant Commander John Durand Patterson ( 4. Mai 1921 in Panama City, Panama – 3. August 2004 in New Bern, Craven County, North Carolina ) stellte am 6. April 1951 in Green Cove Springs die unter seinem Kommando stehende USS LANING wieder in den Dienst der US Navy. Am 11. Mai verließ der Schnelle Truppentransporter die Atlantikreserveflotte und fuhr nach Norfolk. In diesen Hafen lief das Kriegsschiff drei Tage später ein. Von hier aus operierte die USS LANING drei Jahre lang und fuhr an der Atlantikküste von Labrador bis zur Karibik entlang. Den Hafen Little Creek, Virginia, der in der Nähe von Norfolk liegt, verließ der Schnelle Truppentransporter am 5. Januar 1955 und wechselte in den Pazifik. Hier operierte das Kriegsschiff vom 23. Januar bis zum 11. April vor der Küste von San Diego. Anschließend durchquerte der Schnelle Truppentransporter erneut den Panamakanal und legte am 29. April im Hafen von New York an. Hier teilte man das Kriegsschiff dem 3. Naval District zu. Es diente nun als Ausbildungsschiff für die Navy Reservisten. In den folgenden drei Jahren unternahm die USS LANING regelmäßige Trainingsfahrten. Diese führten den Schnellen Truppentransporter von New York City aus nach Quebec, Kanada und den Höfen von New Brunswick, Nova Scotia oder Prince Edward Island auf der nördlichen Seite des Westatlantiks und der Karibik und der US Golfküste auf der südlichen Seite der USA. Am 17. Mai 1957 legte die USS LANING im Hafen von New York City wieder an. Das Kriegsschiff kam aus den Gewässern von New England zurück. Diese Kreuzfahrt war die letzte Ausbildungsfahrt für den Schnellen Truppentransporter. Am 2. August wechselte das Kriegsschiff nach Bayonne, New Jersey. Hier stellte man die USS LANING am 13. September 1957 außer Dienst. Zusätzlich versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte die in Norfolk stationiert war. Man klassifizierte am 1. Januar 1969 die USS LANING zu einem Kleinen amphibischen Transportschiff um und gab ihm die Kennung LPR-55. Den Namen USS LANING ( LPR-55 ) strich man am 1. März 1975 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. September 1975 zum verschrotten.


USS LANING ( DE-159 )
Commanding Officer

CDR Edwin Charles Woodward        1. August 1943 – 8. November 1943
LCDR Edwin Arthur Shuman, Jr.   USNR         8. November 1943 – November 1945
LCDR Roland Gilbert Bienvenue November          1945 – 28. Juni 1946
LCDR John Durand Patterson          6. April 1951 – ?
LCDR William Harvey Wild        1953 – ?

USS CHASE ( DE-158 )

USS CHASE ( DE-158 )

Biografie

Jehu Valentine Chase
* 10. Januar 1869 in Pattersonville, Louisiana
† 24. Mai 1937 in Coronado, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy

Jehu Valentine Chase absolvierte am 6. Juni 1890 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er kommandierte das Schlachtschiff USS MINNESOTA ( BB-22 ) im Rang eines Captain. Das Schlachtschiff wurde nach dem Eintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg wieder in den Dienst der US Navy gestellt. Man integrierte das Schiff in die Division 4 der Battleship Force, die am Tangier Sound in der Chesapeake Bay, Maryland stationiert war. Hier verbrachte das Kriegsschiff die erste Zeit des Krieges als Schulschiff für Kanoniere und Maschinenraumpersonal. In dieser Zeit wies Vizeadmiral Albert Weston Grant, Kommandeur der Battleship Force 1, ein Programm an um die Schotten der Schiffe zu verstärken. Dies sollte bei möglichen Unterwasserschäden die Fähigkeit flott zu bleiben erhöhen. Am 29. September 1918 war dann Captain Jehu Valentine Chase mit dem Schlachtschiff auf See. Zur Sicherung war der Zerstörer USS ISRAEL ( DD-98 ) anwesend. Bei Fenwick Island, zwischen den Bundesstaaten Maryland und Delaware, kreuzte dann das Schlachtschiff und fuhr auf eine Seemine die das deutsche U-Boot SM U-117 im August dort ausgelegt hatte. Durch die Explosion der Mine wurden schwere Schäden am Bug verursacht. So klaffte vom Rahmen 5 bis zum Rahmen 16 und vom Kiel bis zur Panzerung ein riesiges Loch. Doch durch das Schließen der Schotten gab es keine Personenschäden auf dem Schlachtschiff. Die USSMINNESOTA konnte nur noch eine Geschwindigkeit von 10 Knoten machen, schaffte es aber alleine bis zur Philadelphia, Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgten die notwendigen Reparaturen, die fünf Monate andauerten. Captain Chase erhielt zur Anerkennung seines umsichtigen Verhaltens bei der Führung des Schiffes die Navy Dstinguished Service Medal verliehen. Rear Admiral Chase war dann vom 17. September 1930 bis zum 15. September 1931 Oberbefehlshaber der US Flotte und von April 1932 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Februar 1933 der Vorsitzende des General Board.

Rear Admiral Jehu Valentine Chase war mit Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ) verheiratet. Beide hatten sie zwei Kinder. Henry Taylor Chase ( 15. September 1901 . 31. Dezember 1971 ) und Elizabeth Sanders Chase Caldwell ( 29. April 1907 in Newport, Newport County, Rhode Island – 18. Januar 1975 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ).


USS CHASE ( DE-158 )

Schiffsbiografie

Die USS CHASE ( DE-158 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Jehu Valentine Chase benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 16. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ), Witwe von Rear Admiral Jehu Valentine Chase, taufte am 24. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Victor Barns Staadecker stellte am 18. Juli 1943 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHASE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Dann eskortierte der Geleitzerstörer vom 14. September 1943 bis zum 23. November 1944 insgesamt sechs Schiffskonvois von New York oder Norfolk, Virginia zu nordafrikanischen Häfen. Für die USS CHASE begann am 3. April 1943 die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ) und USS FISKE ( DE-143 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS CHASE konnten mehrere deutsche Torpedobomber abschießen und verhinderten das noch mehr Handelsschiffe getroffen wurden. Die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers rettete anschließend mehrere Überlebende, der untergegangenen Schiffe, aus dem Wasser. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE und USS NEWELL und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING konnte 186 und die USS CHASE 52 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Bis zum 23. November 1944 folgten dann noch weitere Eskortierfahrten bis an die nordafrikanische Küste. Am 24. November lief der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. In der Werft sollte das Kriegsschiff zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut werden. Dazu klassifizierte man das Schiff auch um und übergab ihm noch am selben Tag die Kennung APD-54. Damit gehörte die US CHASE zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Die Umrüstungsarbeiten waren am 4. Februar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Schnelle Truppentransporter den Hafen von Boston. Ziel des Schiffes war der Pazifik. Dazu durchquerte die USS CHASE am 8. Februar den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 18. März das Atoll Ulithi, Karolinen. Man integrierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 51.2, der „Demonstration Group „Charlie“, die von Rear Admiral Jerauld Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. Allerdings lagen diese Schiffe bei der Insel Saipan, Nördliche Marianen. In der TG 51.2 befanden sich die Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BROWN ( DD- 546 ) sowie die USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) die am 10. April dazu stießen, die Schnellen Truppentransporter USS CHASE und USS RINGNESS ( APD-100 ), das Kommunikationskommandoschiff USS ANCON ( AGC-4 ) und mehrere Panzerlandungsschiffe. Aufgabe dieser Demonstration Group war es eine Landung bei Sikabaru Saki vorzutäuschen um von den eigentlichen Angriffsstränden abzulenken. Dazu verließ die USS CHASE am Morgen des 19. März das Atoll Ulithi und fuhr nach Saipan. Dort trainierten die Schiffsbesatzungen seit dem 16. März um die ihnen gestellten Aufgabe vor Okinawa zu lösen. Noch am selben Tag erreichte die USS CHASE Saipan und beteiligte sich bis zum 21. März nun ebenfalls an den Trainingsübungen. Anschließend bereitete man die Schiffe auf ihren Einsatz vor. Am 27. März legten diese dann ab und fuhren nach Okinawa. Die TG 51.2 erreichte am Morgen des 1. April ihr Ziel an der Südküste von Okinawa bei Sikabaru Saki und man begann umgehend mit den Landungsvorbereitungen. Diese Ablenkungsvariante ging voll auf. Die japanischen Piloten stürzten sich auf die Schiffe der TG 51.2 und bombardierten diese. Der eigentliche Hauptlandeplatz auf Okinawa wurde dagegen von den Japanern gar nicht für voll genommen. Die Geschützmannschaften der Zerstörer und Schnellen Truppentransporter der TG hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden japanischen Flugzeuge zu vertreiben. Auch am 2. April hielten die Schiffe der TG 51.2 noch ihre Stellung zur Ablenkung, doch dann war der Feind im Bilde was sich auf der Insel wirklich tat. Deshalb verließen die Schiffe der TG 51.2 am 4. April ihre Position bei Sikabaru Saki. Einige Zerstörer eskortierten die Panzerlandungsschiffe nach Saipan zurück. Die USS CHASE allerdings fuhr nach Norden in die Nakagusuku Bay. Hier reihte sich der Schnelle Truppentransporter in den U-Boot Abwehrschirm ein und patrouillierte vor der Bucht um die Landungsschiffe zu schützen. Diese gefährliche Aufgabe behielt die USS CHASE, bis auf zwei Ausnahmen, bis zum 20. Mai. Die erste Ausnahme war eine Fahrt nach Guam und die zweite eine Fahrt zum Atoll Ulithi. Von hier aus eskortierte der Schnelle Truppentransporter vom 14. bis zum 17. Mai zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und den Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) nach Okinawa. Nach dem erreichen von Okinawa nahm die USS CHASE erneut ihre Aufgaben bei der Luftraum- und Unterwasserüberwachung wahr. Am 20. Mai feuerten die Geschützmannschaften des Schnellen Truppentransporters auf ein japanisches Kamikazeflugzeug, dessen Pilot sich im Tiefflug auf das Kriegsschiff stürzen wollte. Da befand sich das Kriegsschiff rund acht Seemeilen nordewestlich der Kerama Retto Inseln. Lieutenant Commander George Orvil Knapp, Kommandant der USS CHASE, musste den Schnellen Truppentransporter in einen sehr schnellen Zickzack Kurs bringen damit das schwer getroffenen feindliche Flugzeug nicht an Deck aufschlagen konnte. Nur zehn Meter vom Kriegsschiff entfernt schlug das japanische Flugzeug auf dem Wasser auf und die beiden mitgeführten Bomben explodierten sofort. Dadurch wurde auf der Backbordseite die Schiffshaut aufgerissen und das Wasser überschwemmte den Motorraum und die Feuerräume. Im selben Augenblick gab LCDR Knapp an den Rudergänger den Befehl „Hart Backbord“, da sich schon ein weiterer Kamikazepilot auf das Schiff stürzen wollte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen aber dieses Flugzeug ab und es explodierte noch weit entfernt über dem Wasser. Doch die USS CHASE nahm durch das riesige Leck immer mehr Wasser auf, so dass das Schiff zu kentern drohte. Doch die Schadensbegrenzungscrew konnte mit ihren geringen Möglichkeiten das Schiff über Wasser halten. Ein eilig herbeigerufener Schlepper nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu einem Trockendock bei den Kerama Retto Inseln. Dort wurden die ersten Notreparaturen ausgeführt. Das heißt, man verschloss notdürftig das Leck. Nach deren Abschluss nahm man den Schnellen Truppentransporter erneut ins Schlepptau und brachte ihn nach San Diego. Hier legte die USS CHASE am 11. Oktober an. In der Schiffswerft kontrollierte man die Schiffshaut sowie die anderen zerstörten Baugruppen und kam zum Schluss, dass sich ein Aufbau des Schiffes nicht lohne. Deshalb stellte man am 15. Januar 1946 den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und strich am 7. Februar 1946 den Namen USS CHASE ( APD-54 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. November 1946 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CHASE ( DE-158 )
Commanding Officer

LCDR Victor Barns Staadecker   USNR        18. Juli 1943 – 27. Dezember 1943
LCDR George Orvil Knapp II   USNR        27. Dezember 1943 – 29. September 1945
LT C.L. Keedy, Jr.   USNR        29. September 1945 – 15. Januar 1946

USS NEWELL ( DE-322 )

USS NEWELL ( DE-322 )

Biografie

Byron Bruce Newell
* 29. November 1909 in Camp Hill, Alabama
† 26. Oktober 1942 während der Schlacht bei den Santa Cruz Islands
war ein Offizier in der US Navy

Byron Bruce Newell absolvierte am 5. Juni 1930 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Während des folgenden Jahrzehnts erhielt er eine Flugausbildung und diente auf dem Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ), auf dem Flugzeugträger USS SARATOGA ( CV-3 ), auf dem Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), auf dem Öltanker USS KANAWHA ( AO-1 ) und am Naval Observatory in Washington DC. Im August 1939 diente Newell auf dem Frachtschiff USS GOLD STAR ( AG-12 ), das als Flaggschiff der US Navy im pazifischen Raum den Heimathafen in Guam hatte. Dieses Frachtschiff reiste häufig zwischen Japan, China und den Philippinen hin und her. Die USS GOLD STAR wurde seit 1933, als der Wiederaufbau der japanischen Flotte begann, zu einem Stationsschiff ausgebaut. Man konnte so die japanischen Flottenfrequenzen, Frequenzmessungen und DF- oder Richtungssuchazimuths zusammen mit den Bodenstationen in Guam, Olongapo und Peking überwachen. Damit sammelte die US Navy wichtige Informationen vor dem japanischen Angriff auf den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Von der USS GOLD STAR wechselte Newell dann wieder an die Ostküste der USA. Man befahl ihn an Bord des Flugzeugträgers USS HORNET ( CV-8 ), der am 20. Oktober 1941 in Newport News, Virginia neu in Dienst gestellt werden sollte. Seine Aufgabe bestand darin die Ausrüstung des Flugzeugträgers zu überwachen. Dann kam der 7. Dezember 1941, der Tag an dem die Japaner Pearl Harbor angriffen und die USA in den Zweiten Weltkrieg zogen. Byron Bruce Newell diente während seiner gesamten Karriere auf dem Flugdeck der USS HORNET. Er war unter anderem dann später auch für den Einsatz vor den japanischen Gewässern verantwortlich. Am 2. Februar 1942 verließ der Flugzeugträger Norfolk, Virginia und hatte zwei B-25 Bomber an Bord. Zum Erstaunen der Besatzung begannen dann die Besatzungen der beiden Bomberflugzeugen mit den Starts und Landungen auf hoher See. Das waren schon die ersten Vorbereitungen für die Operation „Doolittle Raid“. Zwei Monate später wurden in San Francisco, Kalifornien weitere 14 Bomber und 134 Mann Besatzung an Bord genommen. Nach dem Auslaufen aus dem Hafen startete man das Luftschiff L-8, das Ersatzteile und Navigationskuppeln auf den Flugzeugträger lieferte. Dann am 18. April befand sich die USS HORNET nur noch etwas über 600 Seemeilen von den japanischen Hauptinseln entfernt. Wegen dem Auftauchen von japanischen Patrouillenbooten, die mit ihrem Radar die See nach feindlichen Schiffen absuchten, mussten die B-25 Bomber früher wie geplant starten. Diese Bomber bombardierten Ziele von Tokyo. Anschließend kehrte der Flugzeugträger um und fuhr nach Pearl Harbor. Die USS HORNET beteiligte sich an der Schlacht um Midway, anschließend bei den Kämpfen um Guadalcanal, Ostsalomonen und dann in der Schlacht um Santa Cruz Island, südlich von Guadalcanal. Diese Schlacht begann am 26. Oktober. Um 9:10 Uhr erhielt die USS HORNET einen ersten Bombentreffer auf der Steuerbordseite des Flugdecks. An diesem Ort befand sich Lieutenant Commander Newell. Er war sofort tot. Auf die USS HORNET stürzten wenige Minuten später zwei japanische Bomber und durchschlugen das Flugdeck. Den ihre mitgeführten Bomben explodierten im Innern des Schiffes. Am Abend des selben Tages sank der Flugzeugträger nach mehreren Torpedotreffern.


USS NEWELL ( DE-322 )

Schiffsbiografie

Die USS NEWELL ( DD-322 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Byron Bruce Newell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 5. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Eleanor Davis Whitaker Newell, Witwe von LCDR Byron Bruce Newell, taufte am 29. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Russell J. Roberts stellte am 30. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt begann am 17. November 1943 und führte die USS NEWELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Auf der Rückfahrt besuchte der Geleitzerstörer zuerst den Hafen von Charleston, South Carolina, bevor das Kriegsschiff im Hafen von Norfolk, Virginia festgemacht wurde. Von hier aus wechselte die USS NEWELL Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann und schloss diese zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS NEWELL, USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Schon vier Tage später legte die USS NEWELL zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 46 dort auch schon wieder ab und eskortierte ihren ersten Schiffskonvoi nach Casablanca, Marokko. Unbeschadet kehrte der Schiffskonvoi nach New York zurück. Für die USS NEWELL folgte dann die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Um 21:00 Uhr wurden davon fünf Flugzeuge in einer Entfernung von sechs Seemeilen entdeckt. Vier Minuten später brach die Hölle aus. Inmitten des Konvois gab es eine gewaltige Explosion. Der Munitionstransporter PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) explodierte nach einem Torpedotreffer sofort und alle 580 Menschen an Bord fanden sofort den Tod. Zur gleichen Zeit flogen drei deutsche Flugzeuge nur etwas über zehn Meter über dem Wasser um den Luftabwehrgeschossen der Kriegsschiffe zu entgehen. Alle drei versuchten durch die Lücke zwischen der USS NEWELL und der USS LANSDALE zu fliegen. Doch die 20- und 40 mm Steuerbordgeschütze des Geleitzerstörers begannen ihre Todbringende Antwort auf das führende Flugzeug zu hämmern. Dieses zog auch augenblicklich eine schwarze Rauchfahne hinter sich her und schlug auf dem Wasser auf. Beide Piloten wurden später von der USS MENGES aus dem Wasser gerettet. Die beiden anderen Flugzeuge wurden von dem 40 mm Heckgeschütz der USS NEWELL beschossen und zerschellten auf dem Wasser. Um 21:14 Uhr sichtete man weitere feindliche Flugzeuge von der USS NEWELL aus. Die Geschütze Nummer 1 und 2 eröffneten zusammen mit den 20 mm schweren Geschützen sofort das Feuer und deckten die einfallenden Flugzeuge damit ein. Diese drehten dadurch scharf nach Norden. Vier Minuten später schloss der Geleitzerstörer zum Schiffskonvoi wieder auf, doch da erfolgte auch schon die Explosion die die USS LANSDALE auseinanderbrechen ließ und in den Fluten versank. Sofort war die USS NEWELL und die USS MENGES zur Stelle um die Überlebenden des Zerstörers aus dem Wasser zu bergen. Dazu sprangen viele Besatzungsmitglieder der USS NEWELL über Bord um ihre fast kraftlosen Kameraden aus dem Wasser zu bergen. Insgesamt nimmt der Geleitzerstörer 119 Überlebende an Bord. Anschließend suchten die beiden Geleitzerstörer noch über drei Stunden nach weiteren Überlebenden. Neben der USS LANSDALE und der PAUL HAMILTON wird noch der Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) von den deutschen Torpedoflugzeugen versenkt und die beiden Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ) beschädigt. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. An Bord der USS NEWELL gab es keinen Schiffsarzt, sondern nur zwei Sanitäter. Beide erhielten für ihren Mut und ihre Aufopferungsbereitschaft bei der Behandlung der Verletzten den Legion of Merit verliehen. Die Überlebenden der USS LANSDALE schiffte man in Algier, Algerien aus. Nach zehn Tagen legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend in den folgenden acht Monaten noch vier weitere Eskortierfahrten nach Nordafrika und zurück für die USS NEWELL. Zwei nach Bizerte und zwei nach Oran, Algerien. Im Februar 1945, nach der letzten Konvoifahrt, legte die USS NEWELL in Norfolk an und übernahm hier besondere Aufgaben im Operationellen Ausbildungskommando der Atlantikflotte. So testete man kleine Bojen, die Sonobuoys genannt wurden und rund 13 cm im Durchmesser und 91 cm lang waren. Mit diesen Bojen, die zur Bekämpfung von U-Booten entwickelt worden waren, testete man die minimale Geschwindigkeit die ein Geleitzerstörer benötigte um die Sonobuoys auszubringen. Diese Bojen konnten akustische Informationen über UHF oder UKW weiterleiten. Damit erhoffte man sich eine Früherkennung von feindlichen U-Booten noch bevor diese sich in dem Operationsgebiet der Alliierten befanden. Nach diesen Tests trainierten auf der USS NEWELL Offiziere, die die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland erfolgreich abgeschlossen hatten. Man trainierte mit Hedgehogs und Wasserbomben die auf die unterschiedlichsten Tiefen eingestellt waren. Im April wechselte dann der Geleitzerstörer nach Florida. Hier sicherte das Kriegsschiff Geleitflugzeugträger auf denen Flugzeugpiloten das Starten und Landen üben konnten. Während dieser Zeit musste die USS NEWELL sechs abgestürzte Piloten aus dem Wasser retten. Diese Aufgabe dauerte bis zum 3. Juni. Andiesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Gewässer von Florida und fuhr nach New York. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf weitere Trainingsaufgaben vor. Dazu legte die USS NEWELL am 18. Juni im Hafen von New York ab und fuhr zum Panamakanal. Hier wurden U-Boot Besatzungen auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet und trainierten während des Sommers die Über- und Unterwassertaktiken. In diesen Tagen erreichte die Mannschaft der USS NEWELL die Nachricht, dass Japan am 15. August den Vereinigten Staaten von Amerika die bedingungslose Kapitulation angeboten habe. Der Geleitzerstörer blieb aber nach dieser Nachricht weiterhin in den Gewässern vor Panama und erfüllte weiterhin seine Pflicht bei der Ausbildung der U-Boot Mannschaften. Am 20. Oktober kam der Befehl, dass sich das Kriegsschiff nach Charleston begebn sollte. Hier stellte man das Kriegsschiff am 20. November 1945 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Die amerikanische Küstenwache benötigte dann unbedingt Wetterschiffe. Unter den dafür ausgewählten Schiffen befand sich auch die USS NEWELL. Am 20. Juli 1951 stellte man den Geleitzerstörer in den Dienst der US Coast Guard und gab ihm den Namen USCGC NEWELL ( WDE-422 ). In der Chesapeake Bay wurde eine Ausbildungs- und Erprobungsfahrt durchgeführt. Gleich daran anschließend durchquerte das Schiff den Panamakanal und fuhr in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier sollte die Umrüstung zu einem Wetterschiff für Such- und Rettungseinsätze auf hoher See erfolgen. Nachdem die Arbeiten in der Werft abgeschlossen waren, wechselte die USCGC NEWELL zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier sollte die operative Ausbildung erfolgen. Am 27. April fuhr das Wetterschiff auf seine erste Seestation. In den nun folgenden eineinhalb Jahren operierte die USCGC NEWELL von Pearl Harbor aus im Nordwesten des Pazifiks. Das hieß von den Aleuten aus im Norden bis zu Japan im Westen. Doch die erhoffte Wirkung die das Wetterschiff für die amerikanische Küstenwache erbringen sollte, wurde nie erreicht. Deshalb wechselte das Schiff an die US Westküste. Hier stellte die US Küstenwache am 21. Februar 1954 im Hafen von Long Beach, Kalifornien das Schiff außer Dienst und übertrug es noch am selben Tag der US Navy. Diese verlegte den Geleitzerstörer am 31. März in die Pazifikreserveflotte.
Hier baute man in der Long Beach Naval Shipyard die USS NEWELL zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer um. Dafür erhielt das Kriegsschiff am 1. November 1956 die Kennung DER-322. Man nahm am 20. August 1957 die USS NEWELL dann aus der Reserveflotte und verlegte sie zu ihrem neuen Heimathafen Pearl Harbor. Hier gehörte der Radarbestückte Geleitzerstörer zum nordamerikanischen Luftverteidigungskommando und war eine Einheit die auf dem Seeweg die DEW – Linie, die Distant Early Warning Line, absicherte. Diese DEW – Linie war ein System von Radarstationen im äußersten Norden der Arktis in Kanada mit den zusätzlichen Stationen entlang der Nordküste der USA, den Aleuten, Alaska, den Färöer Inseln, Grönland und Island. Diese Radarstationen sollten während des Kalten Krieges anfliegende sowjetische Bomber aufspüren um frühzeitig vor einer See- und Landinvasion zu warnen. Über sieben Jahre lang wechselte das Kriegsschiff zwischen Pearl Harbor und den Patrouillen im Nordpazifik. Außerdem gehörte die USS NEWELL im Frühjahr 1960 zur Operation „Cosmos“. Die für diese Operation herangezogenen Schiffe lieferten Navigationshilfen für das Flugzeug das US Präsident Dwight David Eisenhower für mehrere Staatsbesuche über den Pazifischen Ozean brachte. Nebenbei lieferte der Radarbestückte Geleitzerstörer auch Wetterdaten für die Atomtests von Johnston Island und Christmas Island während der Operation „Fishbowl“. Am 15. April 1965 begann die USS NEWELL ihre 28. Pazifikpatrouille, die letzte. Denn man löste am 30. Juni 1965 die DEW – Linie auf. Die dazugehörige offizielle Zeremonie erfolgte schon am 1. Mai, an der die USS NEWELL teilnahm. Nach dem Abschluss dieser letzten Patrouillenfahrt kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer nach Pearl Harbor zurück und wurde auf den Einsatz im Westpazifik vorbereitet. Schon am 17. Mai legte die USS NEWELL dort wieder ab und fuhr nach Vietnam. Auf dem Weg dorthin legte das Kriegsschiff in den Häfen von Apra, Guam, Manila, philippinische Insel Luzon und in Hongkong an. In den vietnamesischen Gewässern gliederte sich der Radarbestückte Geleitzerstörer in die 7. US Flotte ein und nahm während der Operation „Market Time“ seine erste Patrouillenfahrt nördlich des Mekong Deltas auf. Man versuchte mit diesen Patrouillen Dschunken und andere Schiffe aufzubringen, die eventuell Waffen, Munition und Vorräte zur Unterstützung für die Vietcong Truppen in den Süden des Landes transportierten. Die USS NEWELL musste dann die Gewässer vor Vietnam verlassen und in die Subic Bay, Luzon fahren. Hier musste sich das Kriegsschiff einer intensiven Wartung unterziehen. Doch gleich danach kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer zu seiner zweiten Patrouillenfahrt an die vietnamesische Küste zurück. Diese Patrouille führte das Schiff zwischen Da Nang und Nha Trang durch. Hier arbeitete die Schiffsbesatzung eng mit südvietnamesischen Truppen, Schiffen der südvietnamesischen Marine, den amerikanischen Seestreitkräften, mehreren Schiffen der US Küstenwache und anderen See- und Luftstreitkräften eng zusammen. Während der dritten Patrouillenfahrt operierte die USS NEWELL zwischen Vung Tau und An Thoi. Außerdem lieferte sich der Radarbestückte Geleitzerstörer ein Feuergefecht mit einem besetzten Vietcong Unterschlupf auf der Insel Phu Quoc. Der Unterschlupf wurde vollständig zerstört. Die vierte und fünfte Patrouillenfahrt führte die USS NEWELL an der Küste von Da Nang und Nha Trang entlang. Während der fünf Patrouillenfahrten in den vietnamesischen Gewässern war der Radarbestückte Geleitzerstörer 155 Tage auf Gefechtsstation. In diesen Tagen wurden 6.905 Dschunken gesichtet. Davon wurden 2.472 angehalten und inspiziert und bei 631 ging man an Bord. Außerdem wurden in diesen 155 Tagen 384 größere Schiffe entdeckt, 67 wurden angehalten und inspiziert und bei 6 ging man an Bord. Am Neujahrstag des Jahres 1966 verließ die USS NEWELL die vietnamesischen Gewässer und fuhr über die Subic Bay zurück nach Pearl Harbor. Dort legte das Kriegsschiff am 3. Februar an. Nach mehreren Trainingsoperationen in den Hawaiianischen Gewässern, kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer in den westlichen Pazifik zurück und nahm erneut an der Operation „Market Time“ teil. Zusätzlich unterstützte das Kriegsschiff die kleineren Schiffe der US Küstenwache und der US Navy bei deren Aufgaben. Ab der dritten Patrouillenfahrt bewachte die USS NEWELL den 17. Breitengrad um die Infiltration aus dem Norden zu stoppen. Am letzten Tag des Jahres 1966 verließ das Kriegsschiff wieder die vietnamesischen Gewässer und fuhr über Japan nach Hawaii. Hier legte der Radarbestückte Geleitzerstörer am 19. Januar 1967 im Hafen der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor an. Der dritte Einsatz vor der vietnamesischen Küste begann am 6. Juli. Doch den Großteil des Juli und August war die USS NEWELL mit der Patrouille vor Taiwan beschäftigt. Erst am 27. August verließ das Kriegsschiff diese Insel und fuhr zu den vietnamesischen Gewässern. Ab dem 30. August beteiligte sich der Radarbestückte Geleitzerstörer wieder an der Operation „Market Time“ und übernahm das Areal Nummer 11. Den Hafen von Kaohsiung verließ das Kriegsschiff am 19. September um die Patrouille rund um die Insel Taiwan wieder aufzunehmen. Doch schon am 30. Oktober verließ das Kriegsschiff schon wieder die Gewässer von Taiwan und fuhr an die Ostküste von Vietnam zurück. Hier übernahm die USS NEWELL zwei Tage später die Patrouillenaufgaben in dem Operationsgebiet „Market Time Area II“ von der USS LOWE. Die vietnamesischen Gewässer verließ dann der Radarbestückte Geleitzerstörer am 28. November. Die Heimfahrt nach Hawaii führte das Kriegsschiff über die Häfen von Hongkong, der Subic Bay; Sydney, Australien und Suva, Fidschi Inseln. Im Marinestützpunkt Pearl Harbor legte die USS NEWELL am 28. Februar 1968 an. Für ihren Dienst im Juni und Juli 1965 vor der vietnamesischen Küste erhielt der Radarbestückte Geleitzerstörer die Armed Forces Expeditionary Medal verliehen. Außerdem wurde das Kriegsschiff mit der Vietnam Service Medal, für die Zeiträume Juli bis Dezember 1965, Juni bis Dezember 1966 und Dezember 1967 bis Januar 1968, ausgezeichnet. Nach den folgenden Trainingsoperationen in den Hawaiianischen Gewässern, verließ die USS NEWELL am 6. August 1968 erneut Pearl Harbor und fuhr in Richtung Westpazifik. Doch schon drei Tage später erhielt Commander William Henry Peerenboom ( 26. Januar 1936 in Columbus, Ohio – ), der Kommandant des Kriegsschiffes, neue Befehle. Diese beinhalteten, dass der Radarbestückte Geleitzerstörer umkehren sollte da er für die Inaktivierung vorgesehen wurde. Man stellte am 21. September 1968 das Kriegsschiff in Pearl Harbor außer Dienst. Den Namen USS NEWELL ( DER-322 ) strich man am 23. September 1968 von der US Navy – Liste. Gleich im Anschluss entfernte man aus dem Schiff die Antriebsaggregate und der Schiffsrumpf wurde der Twentieth Century Fox Film Corporation vom 22. Januar bis zum 15. April 1969 für die Dreharbeiten des Filmes „Tora! Tora! Tora!“ zu Verfügung gestellt. Danach erfolgte der Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen. Nach Abschluss dieser Arbeiten verkaufte man den Schiffskörper am 15. Dezember 1971 für die Verschrottung.


USS NEWELL ( DE-322 )
Commanding Officer

LCDR Russell J. Roberts   USCG        30. Oktober 1943 – 1944
CDR P.E. Burhorst   USCG        1944 – 15. September 1945
LT Gabriel E. Pahaim   USCG        15. September 1945 – 20. November 1945

Außerdienststellung          20. November 1945 – 20. August 1957
Übergabe an die US Küstenwache mit Kennung ( WDE-422 ) 20. Juli 1951

CDR Victor Pfeiffer   USCG        20. Juli 1951 – 17. Oktober 1952
LCDR Lewis W. Tibbits, Jr.   USCG       17. Oktober 1952 – 01. Juni 1954

Übergabe an die US Navy 1. Juni 1954

LCDR Ralph N. Sutton        20. August 1957 – 25. April 1959
CDR Robert Chauncey Barnhart, Jr.       25. April 1959 – 10. April 1960
CDR Paul Kenneth Clausen       10. April 1960 – 07. August 1961
LCDR William Rice Zimmerman, Jr.        07. August 1961 – ?
CDR Richard Frederick Rockwell         1965 – 19. November 1966
Lcdr. Edward (Ted) Humphrey Monroe, Jr.        19. November 1966 – 21. Juli 1967
CDR William Henry Peerenboom         21. Juli 1967 – 21. September 1968

USS FALGOUT ( DE-324 )

USS FALGOUT ( DE-324 )

Biografie

George Irvin Falgout
* 28. Oktober 1922 in Raceland, Louisiana
† 12. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 )
in der US Navy bekleidete er den Rang eines Seaman Second Class

George Irvin Falgout trat am 19. Februar 1942 freiwillig in die United States Naval Reserve ein. Man versetzte ihn nach der Grundausbildung auf den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO. Seine Gefechtsstation war ein 40 mm Luftabwehrgeschütz. Während der Schlacht um Guadalcanal, Ostsalomonen vom 12. zum 13. November starb Seaman Second Class Falgout auf seiner Gefechtsstation. Er beschoss mit großem Heldenmut und Entschlossenheit ein japanisches Flugzeug bis dieses in seine Geschützstellung einschlug, nur um den Schweren Kreuzer sogar auf Kosten seines Lebens zu verteidigen. Man verlieh George Irvin Falgout posthum das Navy Cross.


USS FALGOUT ( DE-324 )

Schiffsbiografie

Die USS FALGOUT ( DE-324 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Seaman Second Class George Irvin Falgout benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundfünfzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 24. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. H. J. Guidry, Schwester von Seaman Second Class George Irvin Falgout, taufte am 24. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Henry Albert Meyer ( 8. Januar 1896 – 9. Mai 1959 ) USCG stellte am 15. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt sollte am 4. Dezember 1943 beginnen und die USS FALGOUT bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas führen. Doch kaum hatte der Geleitzerstörer die offene See des Golfs von Mexiko erreicht, erhielt man auch schon einen Seenotrettungsruf eines Handelsschiffes. Der Öltanker SS TOUCHET ( 10.172 BRT ) hatte 120.000 Tonnen Rohöl geladen und war auf dem Weg nach New York. Er hatte den Ölhafen von Baytown, Texas erst wenige Stunden hinter sich, da wurde der Öltanker auch schon von dem deutschen U-Boot U-193, Kommandant Korvettenkapitän Hans Pauckstadt ( 27. September 1906 in Grimnitz – 14. August 1984 ), mit zwei Torpedos angegriffen. Einer der beiden war allerdings ein Blindgänger. Schon nach der ersten Explosion verließ die Schiffsbesatzung und zwanzig der dreißig Soldaten das angeschlagene Schiff. Der dritte abgefeuerte Torpedo riss ein noch größeres Leck in den Schiffsrumpf und ließ den Tanker sinken. Die USS FALGOUT konnte von einem Rettungsfloß elf Männer der SS TOUCHET retten. Anschließend begann das Kriegsschiff dann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach deren Abschluss legte der Geleitzerstörer längsseits zu dem Zerstörertender USS HAMUL ( AD-20 ) an. Es wurden für den kommenden Einsatz einige Reparaturen vorgenommen. Neben der USS FALGOUT lagen in diesen Tagen die USS PRIDE ( DE-323, USS CALCATERRA ( DE-390 ), USS ALGER ( DE-101 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ). Danach wechselte die USS FALGOUT Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann und schloss diese zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS FALGOUT, USS PRIDE, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Schon vier Tage später legte die USS FALGOUT zusammen mit den anderen Geleitzerstörern der CortDiv 46 dort auch schon wieder ab und eskortierte ihren ersten Schiffskonvoi nach Casablanca, Marokko. Unbeschadet kehrte der Schiffskonvoi nach New York zurück. Für die USS FALGOUT folgte dann die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS FALGOUT, USS NEWELL, USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Während der folgenden Konvoifahrt, die USS FALGOUT befand sich wieder im Mittelmeer, konnte die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers vier deutsche Piloten aus dem Wasser retten. Deren Flugzeuge waren bei einem Kampf in der Nähe von Gibraltar abgeschossen worden. Es folgten dann anschließend bis zum 2. Juni 1945 noch drei weitere Eskortierfahrten für die USS FALGOUT, die aber Ereignislos verliefen. Nach der letzten Eskortierfahrt verließ das amerikanische Kriegsschiff die US Ostküste und fuhr nach Balboa, Panamakanal. Diesen amerikanischen Marinestützpunkt erreichte der Geleitzerstörer am 25. Juni. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 13. Dezember. Es beteiligte sich dort an mehreren Trainingsübungen zur Bekämpfung von U-Booten und besuchte Häfen von Nicaragua und Costa Rica. Am 18. Dezember legte dann die USS FALGOUT im Hafen von Charleston, South Carolina an und wechselte am 9. Februar 1946 nach Green Cove Springs, Florida. Hier versetzte man am 9. Mai den Geleitzerstörer in die Atlantikreserveflotte und stellte dort das Kriegsschiff am 18. April 1947 außer Dienst.
Die amerikanische Küstenwache benötigte dann unbedingt Wetterschiffe. Unter den dafür ausgewählten Schiffen befand sich auch die USS FALGOUT. Am 24. August 1951 stellte man den Geleitzerstörer in den Dienst der US Coast Guard und gab ihm den Namen USCGC FALGOUT ( WDE-424 ). Der einzige Kommandant des Schiffes im Dienste der US Coast Guard, war Commander G. R. Rollins. In der Chesapeake Bay wurde eine Ausbildungs- und Erprobungsfahrt durchgeführt. Gleich daran anschließend durchquerte das Schiff den Panamakanal und fuhr in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier sollte die Umrüstung zu einem Wetterschiff für Such- und Rettungseinsätze auf hoher See erfolgen. Nachdem die Arbeiten in der Werft abgeschlossen waren, wechselte die USCGC FALGOUT zur amerikanischen Marinebasis bei Tacoma, Washington. Hier sollte die operative Ausbildung erfolgen. Bis zum 21. Mai 1954 operierte die USCGC FALGOUT von Tacoma aus im Nordwesten des Pazifiks. Doch die erhoffte Wirkung die das Wetterschiff für die amerikanische Küstenwache erbringen sollte, wurde nie erreicht. Deshalb stellte die US Coast Guard das Schiff am 21. Mai 1954 außer Dienst und übergab es noch am selben Tag im Hafen von Long Beach, Kalifornien wieder an die US Navy. In der dortigen Werft begann man mit dem Umbau des Schiffes zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer. Dafür erhielt das Kriegsschiff am 28. Oktober 1954 die Kennung DER-324. Nach Abschluss der Umbauarbeiten stellte Lieutenant Commander Walter Perry Smiley am 30. Juni 1955 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte der Radarbestückte Geleitzerstörer am 20. November im Hafen von Seattle, Washington an und wurde in das Continental Air Defence Command integriert. Die Hauptaufgabe der USS FALCOUT bestand darin, als Radarvorposten im Frühwarnsystem zu dienen. Unter der Leitung von Robert J. Lydon fuhr der Radarbestückte Geleitzerstörer von Seattle aus regelmäßige Dienstzyklen auf Hoher See. Dies gehörte zum nordamerikanischen Luftverteidigungskommando und war eine Einheit die auf dem Seeweg die DEW – Linie, die Distant Early Warning Line, absicherte. Diese DEW – Linie war ein System von Radarstationen im äußersten Norden der Arktis in Kanada mit den zusätzlichen Stationen entlang der Nordküste der USA, den Aleuten, Alaska, den Färöer Inseln, Grönland und Island. Diese Radarstationen sollten während des Kalten Krieges anfliegende sowjetische Bomber aufspüren um frühzeitig vor einer See- und Landinvasion zu warnen. Diese lebenswichtige Mission unterbrach die USS FALGOUT nur für dringend notwendig gewordene Überholungen und Auffrischungsschulungen. Dann wechselte das Kriegsschiff Anfang März 1959 zur amerikanischen Marinestation Pearl Harbor, Hawaii. Diesen neuen Heimathafen erreichte die USS FALGOUT am 19. März. Über sieben Jahre lang wechselte das Kriegsschiff zwischen Pearl Harbor und den Patrouillen im Nordpazifik. Außerdem gehörte der Radarbestückte Geleitzerstörer im Frühjahr 1960 zur Operation „Cosmos“. Die für diese Operation herangezogenen Schiffe lieferten Navigationshilfen für das Flugzeug das US Präsident Dwight David Eisenhower für mehrere Staatsbesuche über den Pazifischen Ozean brachte. Am 15. April 1965 begann die USS FALGOUT ihre letzte Patrouillenfahrt im Nordpazifik. Denn man löste am 30. Juni 1965 die DEW – Linie auf. Man bereitete nun das Kriegsschiff auf seine Einsätze vor der vietnamesischen Küste vor. Von 1966 bis 1969 diente der Radarbestückte Geleitzerstörer in die 7. US Flotte und nahm während der Operation „Market Time“ teil. Während dieser Operation versuchten amerikanische Kriegsschiffe auf ihren Patrouillenfahrten Dschunken und andere Schiffe aufzubringen, die eventuell Waffen, Munition und Vorräte zur Unterstützung für die Vietcong Truppen in den Süden des Landes transportierten. Am 26. Juni 1969 legte die USS FALGOUT in Pearl Harbor ab und fuhr an die US Westküste. Hier legte das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard, Kalifornien an und wurde am 10. Oktober 1969 außer Dienst gestellt. Man strich am 1. Juni 1975 den Namen USS FALGOUT ( DER-324 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen wurde am 12. Januar 1977 der Schiffskörper als Zielobjekt während einer Übung vor der kalifornischen Küste versenkt.


USS FALGOUT ( DE-324 )
Commanding Officer

LCDR Henry A. Meyer   USCG      15. November 1943 – Januar 1945
LCDR H.C. Keene, Jr.   USCG        Januar 1945 – 8. Mai 1946
LCDR Bernard Aloysius Lienhard   USNR        8. Mai 1946 – 14. August 1947

CDR G. R. Rollins   USCG        24. August 1951 – Mai 1954

LCDR Walter Perry Smiley        30. Juni 1955 – 11. Februar 1957
LCDR Alfred Freeman Norwood        11. Februar 1957 – 24. Februar 1958
CDR Wesley Anthony Gleason        24. Februar 1958 – 2. Mai 1959
LCDR James A. Jester       2. Mai 1959 – 5. August 1960
LCDR Robert Friedman        5. August 1960 – 31. Januar 1962
LCDR Samuel Lee Gravely, Jr.        31. Januar 1962 – 7. Juni 1963 (erreichter Rang VADM)
LCDR Matthew J. Breen          7. Juni 1963 – 3. März 1965
LCDR Clarence Henry Greff, Jr.        3. März 1965 – 9. März 1966
LCDR Robert Erhart Klee         9. März 1966 – 10. März 1968
LCDR James W. Harrick         10. März 1968 – 10. April 1969
CDR Gordon R. Nagler          10. April 1969 – 30. Juni 1969 (erreichter Rang VADM)

USS MOSLEY ( DE-321 )

USS MOSLEY ( DE-321 )

Biografie

Walter Harold Mosley
* 17. Januar 1916 in Waco, McLennan County, Texas
† 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway
war ein Offizier in der US Navy

Walter Harold Mosley war das dritte Kind von Walter Monroe Mosley ( 17. April 1885 in Calhoun County, Mississippi – 17. Mai 1958 in Brown County, Texas ) und Maude M. McMillan Mosley ( 15. September 1886 in Mississippi – 5. Juni 1918 in Fort Worth, Tarrant County, Texas ). Die beiden älteren Geschwister hießen Frank Mosley und Lealer Mosley. Walter Harold Mosley war gerade zwei Jahre alt, da starb seine Mutter. Um das kleine Kind kümmerte sich nun Lilian E. Mosley, Schwägerin von Walter Monroe Mosley und Frau von Arthur Gresham Mosley, und ersetzte die Mutter. Später taufte Lilian E. Mosley auch den Geleitzerstörer der zu Ehren von Ensign Walter Harold Mosley benannt worden ist.
Er schloss 1934 die Austin High School ab und bewarb sich noch im selben Jahr an der Universität von Texas, dem College of Mines and Metallurgy. Hier absolvierte er seinen Abschluss in Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft. Während seines College Studiums war Walter Harold Mosley ein Mitglied der Academic Association, der Pre-Law Society und er spielte in einem Orchester der Schule. Am 12. Februar 1940 meldete er sich freiwillig in Dallas, Texas als V-5 Seaman Second Class bei der US Naval Reserve und erhielt die Dienstnummer NSN 407-30-14. Die Bezeichnung V-5 Seaman war innerhalb der US Navy eine Einstufung für später höhere Dienstgrade. Schon drei Tage später verlegte man Mosley von der Naval Reserve Station in Dallas an die US Naval Reserve Aviation Base in Miami, Florida. Hier begann die Eliminierungsphase seiner Pilotenvorausbildung. Nachdem Mosley das Ausscheidungstraining überstanden hatte, versetzte man ihn am 14. März 1940 in den Ruhestand. Mosley sollte auf weitere Befehle warten. Schon am 27. Juni 1940 ernannte man ihn zum Aviation Cadet. Nun absolvierte Mosley eine richtige Flugausbildung auf der Naval Air Station in der Nähe von Pensacola, Florida. Dann beförderte man Mosley am 20. Januar 1941 zum Ensign und versetzte ihn zur Patrouillenstaffel 22. Diese Staffel befand sich am 7. Dezember 1941 bei Ford Field, während die Japaner an diesem Tag den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii angriffen. Um die Flugzeuge vor der vollständigen Vernichtung zu bewahren, befahl man den Piloten der Patrouillenstaffel 20 nach Darwin, Australien zu fliegen. Von hier aus sollten die Piloten versuchen, die Bemühungen der Alliierten den Vormarsch der Japaner durch Südostasien zu stoppen. Dazu lag vor Darwin der Schnelle Wasserflugzeugtender USS WILLIAM B PRESTON ( AVD-7 ). Von dem aus die Wasserflugzeuge starteten und ihre Patrouillen nördlich von Australien, in die Java-See und den umliegenden Gewässern durchführten. Die Piloten der Wasserflugzeuge meldeten sämtliche Bewegungen der Japaner. Am 19. Februar 1942 war Mosley Copilot in einer PBY-5 „Catalina“. Pilot des Seeaufklärungsflugzeuges war Lieutenant Thomas Hinman Moorer ( 9. Februar 1912 in Mount Willing, Lowndes County, Alabama – 5. Februar 2004 in McLean, Fairfax County, Virginia ). Das Flugzeug war an diesem Tag auf einer Patrouille südlich von Amboina, Molukken. Man entdeckte während des Fluges ein Handelsschiff vor Melville Island, Australien. Beide Piloten einigten sich darauf, das unbekannte Handelsschiff auf Waffen zu untersuchen. Gegen 9:20 Uhr, noch befand sich das Seeaufklärungsflugzeug in der Luft, da näherten sich 9 japanische Flugzeuge. Sie waren ein Teil von 70 Bombenflugzeugen, die mit ihren Maschinen Darwin bombardieren sollten. Diese neun feindlichen Flugzeuge begannen nun auf das amerikanische Seeaufklärungsflugzeug zu schießen. Schon nach wenigen Sekunden stand das Flugzeug in Flammen. Die Treibstoffleitung des rechten Motors war getroffen worden und der Treibstoff strömte entlang des Rumpfes. Trotz der ständig angreifenden Feinde konnte Lieutenant Thomas Hinman Moorer und Ensign Walter Harold Mosley das schwer beschädigte Flugzeug geschickt auf dem Wasser landen. Mosley blutete dabei stark aus einer Kopfwunde und war teilweise betäubt. Die Besatzung der SS FLORENCE D. ( 2.642 BRT ), ein amerikanisches Handelsschiff, Kapitän Carmelo Lopez Manzano, konnte alle Besatzungsmitglieder der PBY-5 aus dem Wasser retten. Das Schiff hatte Munition an Bord und sollte diese für General Douglas MacArthur zur philippinischen Insel Corregidor bringen. Es befand sich ungefähr 60 Seemeilen nordwestlich von Bathurst Island, Australien, da griffen die japanischen Piloten auch dieses unbewaffnete Schiff an und warfen ihre Bomben ab. 37 Besatzungsmitglieder des Schiffes und die eben erst geretteten amerikanischen Piloten sprangen augenblicklich über Bord. Ein Besatzungsmitglied der PBY-5, Joseph Clifton Shuler, wurde allerdings noch an Bord von einer Bombe erschlagen und von der S FLORENCE D. starben Francisco Beltran, Librado Briones und Mariano Reyes. Gegen Mitternacht erreichten zwei Rettungsboote, auf denen sich die Überlebenden befanden, Bathurst Island. Hier entdeckte am 21. Februar ein RAAF Patrouillenflugzeug die Überlebenden und am nächsten Morgen rettete die Korvette HMAS WARRNAMBOOL ( J202 ) die Überlebenden und erreichte mit ihnen am 23. Februar Darwin. In der australischen Stadt kam Mosley in ein Krankenhaus, wo seine Wunden versorgt wurden. Anfang März kehrte er in die Vereinigten Staaten zu seiner Familie zurück um sich von seiner Verwundung zu erholen. Ensign Walter Harold Mosley war am 21. April 1942 ein Passagier an Bord des Truppentransporters USS WHARTON ( AP-7 ). Dieser Transporter legte an diesem Tag im Hafen von San Francisco, Kalifornien ab und fuhr zum Marinestützpunkt Pearl Harbor. Hier meldete sich Mosley zum Dienst bei dem Patrouillengeschwader VP-44. Dieses war von der Naval Air Station in Alameda, Kalifornien nach Pearl Harbor verlegt worden. Dazu teilte man das Geschwader in zwei Gruppen, a´sechs Flugzeuge, ein. Die erste Gruppe verließ am 26. März die Vereinigten Staaten. Die Abreise der zweiten Gruppe verzögerte sich wegen ungünstigen Wetters auf den 12. April. Man verlegte dann dieses Geschwader auf das Atoll Midway, Midway Islands. Von hier aus begannen die Piloten ihre Patrouillenflüge und waren auf der Suche nach feindlichen Schiffen. Ab dem 22. Mai patrouillierte die Flugzeuge von VP-44 für fünf Tage bei den Eastern Islands. Dann an den ersten beiden Tagen im Juni flogen die Seeaufklärungsflugzeuge der Geschwader VP-23 und VP-44 von Midway aus lange Patrouillen über dem spurlosen Ozean. Kein Schiff war zu sehen. Am 3. Juni kamen dann die ersten Kontaktberichte von der VP-23. Am folgenden Tag stieg Lieutenant (jg ) Robert Scott Whitman, Jr. ( 1. Januar 1916 in Jason City, Broome County, New York – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ) mit seiner PBY-5A “Catalina” von der VP-44 auf. Copilot war Ensign Walter Harold Mosley. Gegen 9:25 Uhr sah Mosley feindliche Schiffe, die mit ihren Flugabwehrgeschützen nach dem Aufklärungsflugzeug schossen. Außerdem stiegen mehrere Mitsubishi F1M2 Wasserflugzeuge von dem japanischen Träger CHITOSE auf. Etwa 340 Seemeilen westlich von Midway griffen diese feindlichen Flugzeuge die „Catalina“ an. Während des Angriffs wurden Lieutenant ( jg ) Robert Scott Whitman, Jr., Ensign Walter Harold Mosley, der Funker ARCM JAMES Wilbur Adams ( ? – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ), der Kanonier AMM Third Class Clarence Johanas Norby, Jr. ( 1921 in Henderson, Adams County, Colorado – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ), Radioman RM Third Class William Hubert O´Farrell ( ? – 4. Juni 1942 auf Hoher See, rund 340 Seemeilen westlich von Midway ) getötet und Ensign Jack Hill Camp ( 1916 – 7. Juni 1942 auf Midway ) tödlich verwundet. Das amerikanische Flugzeug stand in Flammen. AOM Second Class Philip Leroy Fulghum ( 31. Oktober 1921 in Taft, Kern County, Kalifornien – 17. Juli 1945 in Pensacola, Escambia County, Florida ), der Heckschütze der PBY-5A, fuhr trotzdem unbeirrt fort mit seinem Maschinengewehr, Kaliber 50, auf die feindlichen Angreifer zu schießen. Eines der japanischen Flugzeuge konnte er so abschießen. Auf eigene Initiative klinkte Fulghum vor dem bevorstehenden Crash auf dem Wasser beide mitgeführten 500-Pfund Bomben aus. Nach dem Aufschlagen auf dem Wasser konnte AMM First Class Virgil Ruel Marsh ( 14. März 1912 in Hebbardsville, Athens County, Ohio – 19. Oktober 1981 in Alameda, County, Kalifornien ) ein Rettungsboot aus dem brennenden Flugzeug abwerfen, das der verwundete Kanonier AMM Second Class John Cleland Weeks ( 1. November 1920 in Los Angeles County, Kalifornien – 24. April 1984 in San Diego County, Kalifornien ) noch reparieren konnte. Fulgham half zusammen mit dem Navigator Ensign Lee Coleman McCleary ( 17. April 1920 in Utah – 10. Januar 2011 in Contra Costa County, Kalifornien ) allen anderen Verwundeten in das Rettungsboot. Zwei Tage später überflog eine PBY-5, geflogen von Lieutenant ( jg ) Norman Bradley, das Rettungsboot und wasserte anschließend. Man nahm die Überlebenden sicher an Bord und brachte sie nach Midway zurück. Ensign Camp starb dort am 7. Juni 1942 an seinen Wunden. Nach der Schlacht um Midway kehrte das Patrouillengeschwader VP-44 am 9. Juni 1942 nach Pearl Harbor zurück.

Ensign Walter Harold Mosley wurde für die Aktion vor Darwin am 19. Februar 1942 postum mit dem Silver Star für sehr tapferes und unerschrockenes Verhalten ausgezeichnet. Außerdem erhielt er posthum für die selbe Aktion das Purple Heart und ein 5/16 Zoll Stern anstelle eines zweiten Purple Heart für die tödliche Verwundung am 4. Juni 1942.


USS MOSLEY ( DE-321 )

Schiffsbiografie

Die USS MOSLEY ( DE-321 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Walter Harold Mosley benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 6. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lilian E. Mosley, Tante von Ensign Walter Harold Mosley, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander James A. Alger, Jr. ( USCG ) stellte am 30. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MOSLEY bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Gleich danach fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier übernahm das Kriegsschiff die Sicherung über einen Schiffskonvoi der zu den texanischen Häfen im Golf von Mexiko eskortiert werden musste. Nach der Entladung der Schiffe eskortierte die USS MOSLEY den Schiffskonvoi nach Norfolk zurück. Von hier aus wechselte die USS MOSLEY Mitte Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern schon begonnen hatte. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS MOSLEY, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Kaum hatte die USS MOSLEY den Hafen von New York erreicht, da versetzte man den Geleitzerstörer auch schon in die Casco Bay, Maine. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Ausbildungsübungen in den Anti-U-Boot Taktiken. Mit an den Übungen war auch der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ). Im Anschluss daran fuhr die USS MOSLEY nach Norfolk und legte in diesem Hafen am 1. April an. Hier stellte man einen Schiffskonvoi zusammen, der die Bezeichnung UGS 38 hatte. Am 3. April legten die Schiffe aus diesem Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS PRIDE, USS MENGES, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 )  und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Schlimm bei diesem Angriff war es für den Munitionstransporter PAUL HAMILTON. Der in den Schiffskörper eingeschlagene Torpedo explodierte in einem Munitionsbunker. Die daraus resultierende Explosion riss förmlich das Schiff auseinander und alle 580 Mann Besatzung und Soldaten fanden augenblicklich den Tod. Die Besatzung der USS MOSLEY legte während des feindlichen Luftangriffs eine künstliche Rauchwolke über den Schiffskonvoi. Außerdem schossen die Luftabwehrgeschütze ohne Unterlass auf die Angreifer. Dabei wurde eine Ju-88 abgeschossen und ein weiteres deutsches Flugzeug beschädigt. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten am 22. April Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Die USS MOSLEY beteiligte sich an der ergebnislosen Suche nach dem feindlichen U-Boot. Noch am selben Tag kehrte der Geleitzerstörer wieder zu dem Schiffskonvoi zurück und übernahm wieder seine Sicherungsaufgaben. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend in den folgenden acht Monaten noch vier weitere Eskortierfahrten nach Nordafrika und zurück für die USS MOSLEY. Der erste Schiffskonvoi davon legte am 11. Juni in Norfolk ab. Die Zielhäfen waren zwei Mal Bizerte und zwei Mal Oran, Algerien. Mit dem vierten Schiffskonvoi legte die USS MOSLEY am 11. Februar 1945 in New York wieder an. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff den Hafen und wechselte in die Karibik. In der Guantanamo Bay, Kuba gliederte sich der Geleitzerstörer in die Task Group 22.2 ein und beteiligte sich an den angesetzten Übungen. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS PRIDE, USS MENGES, USS FARQUHAR, USS DOUGLAS L HOWARD, USS J. R. Y. BLAKELY und USS FESSENDEN. Am 20. Februar verließen diese Schiffe die Karibik und legten am 23. Februar in New London, Connecticut an. Hier gliederte man die USS MOSLEY in die Task Group 22.14 ein. In dieser TG befand sich außerdem der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS LOWE, die erst am 5. März dazu stieß. Die Schiffe dieser TG bildeten eine U-Boot Jagd Gruppe und trainierten in der Casco Bay. Am 4. März verließen diese Kriegsschiffe die Bay und fuhren zum amerikanischen Marinestützpunkt Argentia, Neufundland. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe Patrouillen fahren und nach deutschen U-Booten suchen. Kaum waren sie am 5. März in ihrem Einsatzgebiet, da kam auch schon der Befehl zur Suche eines deutschen U-Bootes, das vor Halifax, Nova Scotia operierte. Man ortete dieses U-Boot erstmals am 13. März nördlich von Boston, Massachusetts und führte in den folgenden fünf Tagen fortwährende Such- und Vernichtungsoperationen durch. Die Schiffe der TG 22.14 verfolgten es bis in die kanadischen Gewässer. Am 18. März ortete der Geleitzerstörer USS LOWE das U-Boot U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), rund 100 Seemeilen Südöstlich von Halifax, Nova Scotia. Sofort warf man von der USS LOWE mehrere Hedgehogs in zwei vorgegebenen Mustern ab. Die Geleitzerstörer USS MOSLEY, USS MENGES und USS PRIDE warfen ebenfalls mehrere Hedgehogs über Bord. Nach deren Explosionen stiegen dann Ölschleier und große Mengen an Trümmer an die Wasseroberfläche. Da man aber wusste, dass die deutschen U-Boot Kommandanten solche Tricks mit dem aufsteigenden Öl bewusst einsetzten um die Jäger irre zu führen, führte man die Suche nach dem U-Boot fort. Die USS LOWE erhielt am Nachmittag einen Sonarkontakt von U-866. Nach dem Abwurf von mehreren Wasserbomben gab es um 16:22 Uhr eine heftige Unterwasserexplosion. Man schrieb dem Geleitzerstörer dann die Vernichtung des deutschen U-Bootes gut. Alle 55 Besatzungsmitglieder von U-866 kamen am 18. März ums Leben. Nach der Vernichtung von U-866 fuhren die Schiffe der TG 22.14 zur Casco Bay, in die sie am 20. März einliefen. Am 24. März begann die USS MOSLEY mit ihre Patrouillenfahrten im Golf von Maine und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Bis zum 4. April war der Geleitzerstörer im stürmischen Nordatlantik südlich und westlich des Flemish Cap unterwegs. Am 10. April trafen sich die Kriegsschiffe der TG 22.14 auf Hoher See mit der U-Boot Jäger Gruppe um den Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY auf dem 30. Meridian nördlich von 48° 30’. Die Schiffe dieser beiden Task Forces bauten in der Operation „Teardrop“ eine Verteidigungslinie in diesen Gewässern gegen schnelle deutsche Schnorchel U-Boote auf. Diese deutschen U-Boote schleppten in Starterbehältern V-2-Raketen. Mit diesen Waffen sollten alliierte Konvois beschossen werden. Zwischen dem 10 und 16. April führte die USS MOSLEY in ihrem zugewiesenen Planquadrat von 10 Seemeilen ihre Patrouille durch. Trotz schlechtem Wetters werden am 15. und 16. April durch Kriegsschiffe der TG 22.5 die deutschen U-Boote U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 ), und U-880, Kommandant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 ), per Sonar geortet und versenkt. Am Abend des 16. April verließen die Kriegsschiffe der TG 22.14 ihre bis dahin eingehaltene Positionen und fuhren nach Westen. Ihre Patrouillenfahrten begannen sie dann auf dem 38. Meridian. Die USS MOSLEY erhielt ihr Patrouillengebiet nördlich des 45. Breitengrades. Auch jetzt waren die Schiffe auf der Suche nach deutschen U-Booten. In der Nacht vom 21. zum 22. April erhielt die USS MOSLEY Radarkontakte von einem aufgetauchten feindlichen U-Boot. Wahrscheinlich war das U-805, Kommandant Korvettenkapitän Richard Bernardelli ( 22. November 1908 in Rüstringen – 21. Februar 1986 ). Zusammen mit der USS LOWE und der USS J R Y BLAKELY begann die USS MOSLEY mit der Suche. In einer Entfernung von 9.300 Metern verschwand dann der Kontakt. Auf der USS MOSLEY entschloss sich der Kommandant sofort zum Angriff. Die Geschützmannschaften schossen sofort aus allen Rohren in das Zielgebiet, aber es zeigte sich keine Wirkung. Die drei Geleitzerstörer setzten anschließend Hedgehog und Wasserbombenangriffe auf das in der Tiefe liegenden U-Boot fort. Kurz nach 2:00 Uhr hörte der Soundman Unterwasserexplosionen, die allerdings eine Täuschungstaktik des U-Boot Kommandanten waren. Etwa zur gleichen Zeit griffen einige hundert Seemeilen weiter südlich, nordwestlich der Azoren, die Geleitzerstörer USS CARTER ( DE-112 ) und USS NEAL A SCOTT ( DE-769 ) das U-Boot U-518, Kommandant Oberleutnant zur See Hans-Werner Offermann ( 2. Juli 1921 in Offingen, Donau – 22. April 1945 ), an und versenkten es. Die U-Boot Jagd Gruppe in der sich die USS MOSLEY befand, kehrte am 27. April nach Argentia zurück um die Bunker aufzufüllen. Ab dem 2. Mai nahm dann der Geleitzerstörer seine Patrouillenfahrten wieder auf. Jetzt patrouillierte das Kriegsschiff rund 300 Seemeilen südlich von Cape Race, Neufundland. Am 8. Mai kapitulierte Deutschland und der Zweite Weltkrieg war auf europäischem Boden beendet. Sechs Tage später legte die USS MOSLEY im Hafen von New York an. Dort unterzog sich der Geleitzerstörer bis zum 16. Juni einer intensiven Überholung. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Port Everglades, Florida und reihte sich ab dem 25. Juni in die Antisubmarine Development Detachment der Atlantischen Flotte ein. Bis zum 7. September führte die USS MOSLEY Anti-U-Boot Test- und Entwicklungsübungen mit U-Booten und anderen Schiffen durch. Danach erfolgte in der Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina eine weitere Überholung. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten legte der Geleitzerstörer am 3. November ab und fuhr nach Green Coce Springs, Florida. Hier stellte man am 15. März 1946 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Erst 1969 wechselte der Geleitzerstörer nach Orange, Texas, wo die Schiffe der Atlantischen Inaktiven Flotte lagen. Am 2. Januar 1971 strich man den Namen USS MOSLEY ( DE-321 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 22. August 1973 zum verschrotten.


USS MOSLEY ( DE-321 )
Commanding Officer

LCDR James A. Alger, Jr.   USCG      30. Oktober 1943 – ?       (erreichter Rang RADM USCG)

USS LOWE ( DE-325 )

USS LOWE ( DE-325 )

Biografie

Harry James Lowe, Jr
* 6. Januar 1922 in Paducah, McCracken County, Kentucky
† 12. November 1942 in der Nähe von Solomon Islands
war Kanonier dritter Klasse in der United States Navy und erhielt das Navy Cross posthum verliehen

Harry James Lowe, Jr. begann seinen Dienst als Matrose beider US Navy am 28. August 1940. Nach der Beendigung seiner Grundausbildung versetzte man ihn am 6. Dezember 1940 auf den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ). Dort erlernte er die Arbeiten am Geschütz und erhielt den Dienstgrad Kanonier dritter Klasse. Am 12. November 1942 hatte die USS SAN FRANCISCO die Aufgabe Transportschiffe beim Entladen auf Guadalcanal zu sichern. Bis Mitte des Nachmittags wurde eine Annäherung japanischer Flugzeuge gemeldet. 14:08 Uhr griffen 21 feindliche Flugzeuge an. Gegen 14:16 Uhr trudelte ein schon schwer beschädigtes Torpedoflugzeug auf den Schweren Kreuzer zu und ließ sein Torpedo ins Wasser fallen noch bevor es auf der Backbordseite des Schiffes ins Meer stürzte. Lowe indes schoss mit seiner Abwehrkanone weiter auf die herannahenden feindlichen Flugzeuge und war nicht davon abzubringen seine Geschützstellung zu verlassen obwohl der abgeworfene Torpedo direkt auf ihn zulief. Durch die Explosion des Torpedos und des herabgestürzten Flugzeugs kamen 15 Männer ums Leben, 29 wurden verwundet und einer war nicht zu finden.


USS LOWE ( DE-325 )

Schiffsbiografie

Die USS LOWE ( DE-325 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Gunner Mate Third Class Harry James Lowe, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundfünfzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 24. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Harry James Lowe, Sr., Mutter von Gunner Mate Third Class Harry James Lowe, Jr., taufte am 28. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Reginald French ( USCG ) stellte am 22. November 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LOWE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Danach legte der Geleitzerstörer im Hafen von Charleston, South Carolina an und wechselte dann nach Norfolk, Virginia. Von hier aus fuhr die USS LOWE Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS LOWE, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS PRIDE ( DE-323 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Für die USS LOWE folgte dann die zweiten Eskortierfahrt. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Commander Reginald French musste all sein Wissen ausspielen um die USS LOWE während des Luftangriffs zwischen zwei heraneilenden Torpedos hindurch zu bugsieren. Die Besatzung der USS MENGES rettete dann 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LOWE, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. Später kamen noch weitere Kriegsschiffe hinzu. Exakt um 4:09 Uhr des 4. Mai hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Versenkung des U-Bootes erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden und gingen in Kriegsgefangenschaft. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Es folgten dann anschließend noch bis zum 5. März 1945 acht weitere Eskortierfahrten über den Atlantik für die USS LOWE. Man versetzte dann den Geleitzerstörer noch am selben Tag nach Argentia, Neufundland. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 22.14. In dieser TG befand sich außerdem der Geleitflugzeugträger USS BLOCK ISLAND und die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS MOSLEY. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe zusammen mit einer Gruppe von US Küstenwachschiffen die Schifffahrtswege von feindlichen U-Booten freihalten. Kaum war die USS LOWE am 5. März in ihrem Einsatzgebiet, da kam auch schon der Befehl zur Suche eines deutschen U-Bootes, das vor Halifax, Nova Scotia operierte. Man ortete dieses U-Boot erstmals am 13. März nördlich von Boston, Massachusetts und führte in den folgenden fünf Tagen fortwährende Such- und Vernichtungsoperationen durch. Die Schiffe der TG 22.14 verfolgten es bis in die kanadischen Gewässer. Am 18. März ortete der Geleitzerstörer das U-Boot U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), rund 100 Seemeilen Südöstlich von Halifax, Nova Scotia. Sofort warf man von der USS LOWE mehrere Hedgehogs in zwei vorgegebenen Mustern ab. Die Geleitzerstörer USS PRIDE, USS MENGES und USS MOSLEY warfen mehrere Hedgehogs über Bord. Nach deren Explosionen stiegen dann Ölschleier und große Mengen an Trümmer an die Wasseroberfläche. Da man aber wusste, dass die deutschen U-Boot Kommandanten solche Tricks mit dem aufsteigenden Öl bewusst einsetzten um die Jäger irre zu führen, führte man die Suche nach dem U-Boot fort. Die USS LOWE erhielt am Nachmittag einen Sonarkontakt von U-866. Nach dem Abwurf von mehreren Wasserbomben gab es um 16:22 Uhr eine heftige Unterwasserexplosion. Man schrieb dem Geleitzerstörer dann die Vernichtung des deutschen U-Bootes gut. Alle 55 Besatzungsmitglieder von U-866 kamen am 18. März ums Leben. Für die Vernichtung des deutschen U-Bootes erhielt Lieutenant Commander Herbert Feldman, Kommandant der USS LOWE, und vier weitere Besatzungsmitglieder des Geleitzerstörers hohe Auszeichnungen verliehen. Am 3. Mai, die USS LOWE operierte noch immer mit den Schiffen der TG 22.14 in den Neufundländischen Gewässern und sicherte diese gegen deutsche U-Boote ab, lief der Neufundländische Schoner Marion Duffitt auf ein Riff auf. Rechtzeitig war der Geleitzerstörer da und konnte alle Besatzungsmitglieder retten. Anschließend versenkte das Kriegsschiff den Schoner, der für die gesamte Schifffahrt in diesen Gewässern eine Gefahr darstellte. Dann ab Anfang Juli wechselte die USS LOWE nach Norfolk, Virginia. Hier übernahm der Geleitzerstörer ab dem 6. Juli seine Aufgaben als Ausbildungsschiff wahr. Nur am 24. Oktober verließ das Kriegsschiff diesen Posten um am Navy Day, den 27. Oktober, der Hauptstadt Washington DC einen Besuch abzustatten. Die bis zum 1. November auf der USS LOWE noch mitgeführte Munition wurde in Yorktown, Virginia von Bord gebracht und am 30. Dezember wechselte das Kriegsschiff in den St. Johns River, Florida bei Green Cove Springs. Das war das Hauptquartier der 16. Flotte innerhalb der US Atlantikflotte. Man schloss am 28. Februar 1946 das Bordpostamt. Dann stellte man am 1. Mai 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in Reserve.
Schon fünf Jahre später, am 20. Juli 1951 übernahm die US Coast Guard den Geleitzerstörer. Commander William Bromfield Ellis stellte das Kriegsschiff in den Dienst der US Küstenwache. Die Bezeichnung des Schiffes lautete nun USCGC LOWE ( WDE-425 ). Es diente nun als Wetterschiff im Atlantischen und im Pazifischen Ozean. Doch schon am 1. Juni 1954 bugsierte man das Schiff in die Long Beach Naval Shipyard in Long Beach, Kalifornien und stellte es zum zweiten Mal außer Dienst und gab es an die US Navy zurück. Hier erhielt das Kriegsschiff seine alte Kennung von der US Navy. Es folgte eine umfangreiche Überholung und eine Umrüstung zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer, so dass man am 28. Oktober 1954 dem Schiff die Kennung DER-325 gab. Am 15. Januar 1955 stellte Lieutenant Commander John Renault Bohlken in der Long Beach Naval Shipyard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Man gliederte die USS LOWE in das Eskortier Geschwader 5 ein, das seinen Heimathafen in Seattle, Washington hatte. Dieses Geschwader gehörte zum nordamerikanischen Luftverteidigungskommando und war eine Einheit die auf dem Seeweg die DEW – Linie, die Distant Early Warning Line, absicherte. Diese DEW – Linie war ein System von Radarstationen im äußersten Norden der Arktis in Kanada mit den zusätzlichen Stationen entlang der Nordküste der USA, den Aleuten, Alaska, den Färöer Inseln, Grönland und Island. Diese Radarstationen sollten während des Kalten Krieges anfliegende sowjetische Bomber aufspüren um frühzeitig vor einer See- und Landinvasion zu warnen. In dieser Zeit, in der die USS LOWE zu diesem Geschwader gehörte, führte der Radarbestückte Geleitzerstörer insgesamt 67 Patrouillenfahrten durch. Dann am 20. Februar 1962 startete die Mercury – Atlas 6 Rakete in Cape Canaveral, Florida und brachte den Astronauten John Glenn ( 18.Juli 1921 in Cambridge, Guernsey County, Ohio – 8. Dezember 2016 in Columbus, Franklin County, Ohio ) während einer Orbit Space Mission in eine Erdumlaufbahn. Die Raumkapsel umkreiste die Erde im Orbit drei Mal und kehrte dann zurück. Für die Landung war das Seegebiet nördlich von der Dominikanischen Republik ausgesucht worden. Doch falls die Raumkapsel nicht rechtzeitig den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre geschafft hätte, war ein Landeplatz im Pazifik ausgesucht worden. Im Atlantik standen insgesamt 22 Kriegsschiffe für die Bergung der Raumkapsel bereit. Im Pazifik warteten neben der USS LOWE der Flugzeugträger USS ANTIETAM ( CVS-36 ) und andere Schiffe für den Notfall bereit. Die DEW – Linie löste man am 30. Juni 1965 auf und man benötigte die USS LOWE nicht mehr in den arktischen Gewässern. Deshalb versetzte man den Radarbestückten Geleitzerstörer in den Westpazifik. Hier reihte sich das Kriegsschiff am 5. August in die 7. US Flotte ein. Schon zehn Tage später patrouillierte das Schiff vor der vietnamesischen Küste und beteiligte sich an der Operation „Market Time“. Diese Operation sollte die Lieferung von Truppen, Versorgungsgüter und Kriegsmaterial über die Hohe See, entlang der Küste und über Flüsse von Nordvietnam nach Südvietnam unterbinden. Anfang September 1965 fuhr die USS LOWE von der vietnamesischen Küste zu ihrem neuen Heimathafen Guam, Nördliche Marianen. Am 22. November kehrte der Radarbestückte Geleitzerstörer an die vietnamesische Küste zurück und übernahm wieder Patrouillenfahrten während der immer noch laufenden Operation „ Market Time“. Dazu integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 115. Wenn die US LOWE keinen Einsatz zusammen mit den Schiffen der TF 115 durchführen musste, gehörte das Schiff zu der Taiwan Patrol Force oder war ein Stationsschiff in Hongkong. Dieses Muster der Einsätze setzte sich bis zum 20. September 1968 weiterhin fort. An diesem Tag stellte man das Kriegsschiff in Guam außer Dienst. Den Namen USS LOWE ( DER-325 ) strich man am 23. September 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 3. September 1969 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS LOWE ( DE-325 )
Commanding Officer

CDR Reginald Hicks French  USCG  22. November 1943 – Mai 1944 (erreichter Rang RADM USCG)
LCDR James Albert Alger, Jr.  USCG    Mai 1944 – Oktober 1944 (erreichter Rang RADM USCG)
LCDR Herbert Feldman  USCG    Oktober 1944 – Januar 1946
LCDR George Russell Lee     Januar 1946 – 1. Mai 1946
CDR William Bromfield Ellis  USCG       Juli 1951 – September 1952 (erreichter Rang RADM USCG)
LCDR John Renault Bohlken        15. Januar 1955 – ?
LCDR Robert Dale Wood        September 1959 – November 1961
LCDR Stanley Sidney Fine        November 1961 – 1963 (erreichter Rang RADM)
LCDR Richard John Edress         1963 – 15. September 1965
LCDR William Joseph Moredock         15. September 1965 – 5. Juli 1967
LCDR Stephen Walter Reszetar         5. Juli 1967 – 20. September 1968

USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )

USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )

Biografie

Joseph Eugene Campbell
* 1916
† 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen
war ein Offizier in der US Navy


USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )

Schiffsbiografie

Die USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Josephe Eugene Campbell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard in Hingham, Massachusetts wurde am 29. März 1943 der Kiel gelegt. Mrs. Marie S. Campbell, Mutter con Ensign Joseph Eugene Campbell, taufte am 26. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Jack French Bowling, Jr. stellte am 23. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JOSEPH E CAMPBELL bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Diesen Hafen verließ das Kriegsschiff am 11. Oktober und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen mehrere Transportschiffe nach Derry, Nordirland. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL dort wieder ab und fuhr nach New York. In diesem Hafen legte das Kriegsschiff am 16. Dezember an und wurde für die erste Eskortierfahrt an die nordafrikanische Küste vorbereitet. Zwischen dem 31. Dezember und dem 8. Oktober führte das Kriegsschiff drei Eskortierfahrten durch. Während der zweiten Eskortierfahrt, begleitete die USS JOSEPH E CAMPBELL einen Schiffskonvoi mit der Bezeichnung UGS 38. Am 3. April 1944 legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FALGOUT ( DE-324 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS NEWELL ( DE-322 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und USS PRIDE nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS JOSEPH E CAMPBELL und die USS PRIDE schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Perikope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an.
Die dritte Eskortierfahrt endete für die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. Oktober mit einem Schiffskonvoi, der in New York anlegte. Hier begann man mit der Umrüstung des Schiffes. Es sollte ein Schneller Truppentransporter werden, den man unbedingt im Pazifik gegen die japanischen Eroberer benötigte. Man gliederte die USS JOSEPH E CAMPBELL damit in die CHARLES LAWRENCE – Klasse, wo der Schnelle Truppentransporter das dreizehnte Schiff war. Am 24. November 1944 klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung APD-49. Nach mehreren Übungen und Trainingseinheiten entlang der US Ostküste, legte die USS JOSEPH E CAMPBELL am 8. März 1945 im Hafen von Key West, Florida ab. Ziel war der Pazifik. Den Panamakanal durchquerte der Schnelle Truppentransporter vier Tage später, legte anschließend im Hafen von San Diego, Kalifornien an und erreichte am 8. April den US Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Für das Kriegsschiff begannen hier ebenfalls mehrere Übungen. Am 29. April legte die USS JOSEPH E CAMPBELL im Hafen von Pearl Harbor ab und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier warteten zwei Handelsschiffe und sollten bis zur philippinischen Insel Leyte eskortiert werden. In die San Pedro Bay, Leyte liefen die drei Schiffe im Mai ein und der Schnelle Truppentransporter fuhr nach Okinawa. Dorthin und zurück eskortierte die USS JOSEPH E CAMPBELL mehrere Schiffskonvois von Panzerlandungsschiffen. Die Insel Cebu Island, Philippinen verließ der Schnelle Truppentransporter am 1. September. An Bord befanden sich Marines. Das Schiff reihte sich in die Schiffsflotte ein, die Besatzungstruppen auf japanischem Boden transportierten. Nach acht Tagen auf Hoher See erreichte der Schnelle Truppentransport das japanische Festland. Er begann nun seine Eskortierfahrten zwischen den philippinischen Inseln und dem japanischen Kernland fortzuführen. Doch dann verließ die USS JOSEPH E CAMPBELL wieder den Pazifik und erreichte im Dezember den Atlantik. Nach einem Besuch im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania und Norfolk, Virginia, fuhr der Schnelle Truppentransporter in die Guantanamo Bay, Kuba und San Juan, Puerto Rico, wo sich Passagiere einschifften. Diese transportierte das Kriegsschiff nach Morehead City, North Carolina. Nach weiteren Besuchen der Häfen von Philadelphia; Baltimore, Maryland und Hampton Roads, Virginia legte das Kriegsschiff am 22. Mai im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier bereitete man die USS JOSEPH E CAMPBELL für die Außerdienststellung vor. Anschließend schleppte man den Schnellen Truppentransporter nach Green Cove Springs, Florida. Hier erfolgten am 15. November 1946 die Außerdienststellung und die Versetzung in die Atlantikreserveflotte. Nach drei Jahren und zwei Monaten wechselte der Schnelle Truppentransporter nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Das ehemalige Kriegsschiff verkaufte man am 15. November 1966 an die chilenische Marine. Hier erhielt das Schiff den Namen RIQUELME ( APD-28 ). Man strich am 1. Dezember 1966 den Namen USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 ) von der US Navy – Liste.
Die RIQUELME wurde dann ab 1973 von der chilenischen Marine als Ersatzteilspender für andere Schwesterschiffe verwendet.


USS JOSEPH E CAMPBELL ( DE-70 )
Commanding Officer

LCDR Jack French Bowling, Jr.   USNR        23. September 1943 – 2. Februar 1944
LCDR James McIntosh Robertson II   USN        2. Februar 1944 – 25. Januar 1945
LCDR James John Roder Mulcare   USNR        25. Januar 1945 – 25. September 1945
LT William Wilson Bolton, Jr.  USNR         25. September 1945 – 27. Dezember 1945
LT W. C. Carpenter Jr.   USNR         27. Dezember 1945 – 21. Januar 1946
CDR John Worthen Higgins, Jr.         21. Januar 1946 –10. Februar 1946
LCDR William Thomas Clark   USNR         10. Februar 1946 – 6. April 1946
LCDR Daniel Franklin Larkin Jr.   USNR        6. April 1946 – 24. Mai 1946
LCDR Oscar Jonas Beavers           24. Mai 1946 – 15. November 1946

USS MENGES ( DE-320 )

USS MENGES ( DE-320 )

Biografie

Herbert Hugo Menges
* 20. Januar 1917 in Louisville, Jefferson County, Kentucky
†7. Dezember 1941 während des Angriffs der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii
war Pilot und hatte den Rang eines Ensign

Herbert Hugo Menges war der einzige Sohn von Charles E. Menges ( 1876 – 1952 ) und Lena S. Menges ( 1875 – 1956 ). Am 3. Juli 1939 nahm man Herbert Hugo Menges im Alter von 22 Jahren als Naval Reserve in der Basis Robertson, Missouri als Seeman Zweiter Klasse an. Die Ausbildung zum Marieflieger begann für ihn am 24. Juli 1940 und schon am 28. November 1940 versetzte man ihn in das Geschwader Nummer 6, welches auf dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) stationiert war.


USS MENGES ( DE-320 )

Schiffsbiografie

Die USS MENGES ( DE-320 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Herbert Hugo Menges benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation, Limited, Orange, Texas wurde am 22. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lena S. Menges ( 1875 – 1956 ), Mutter von Ensign Herbert Hugo Menges, taufte am 15. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frank M. McCabe stellte am 26. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MENGES bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt auf den Bermudas. Von hier aus wechselte die USS MENGES Anfang Januar 1944 in die Chesapeake Bay, Maryland, wo die Ausbildung von Schiffsbesatzungen zusammen mit anderen Geleitzerstörern begann. Diese Kriegsschiffe schloss man zur CortDiv 46 zusammen. Dies waren die Schwesterschiffe USS MENGES, USS NEWELL ( DE-322 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS FALGOUT ( DE-324 ) und USS LOWE ( DE-325 ). Am 26. Januar verließ dann diese Kriegsschiffe den Hafen von Norfolk, Virginia und fuhren nach New York City. Hier hatte man einen UGS Schiffskonvoi zusammengestellte Diese Schiffe sollten nach Casablanca, Marokko eskortiert werden damit die dort kämpfenden alliierten Truppen den notwendigen Nachschub erhielten. Dazu verließen die Schiffe des Geleitzuges und die Geleitzerstörer der CortDiv 46 am 31. Januar den Hafen von New York. Diese Schiffe wurden weder während der Atlantiküberquerung von deutschen U-Booten, noch im Mittelmeer von deutschen Torpedobombern behelligt. Von der nordafrikanischen Küste legte dann der GUS Schiffskonvoi wieder ab und erreichte am 18. März den Hafen von New York. Der Geleitzerstörer eskortierte insgesamt drei Schiffskonvois bis zur nordafrikanischen Küste damit die im Mittelmeer kämpfenden amerikanischen Truppen neuen Nachschub erhielten. Der dritte Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS MENGES, USS MOSLEY, USS PRIDE, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL, USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Besatzung der USS MENGES kann 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und nach dem Abschuss eines deutschen Torpedobombers die beiden deutschen Piloten aus dem Wasser retten. Die anderen Schiffe von UGS 38 erreichten Bizerte und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS PRIDE, USS FALGOUT, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Lieutenant Commander Frank M. McCabe weigerte sich vehement das Kriegsschiff aufzugeben, solange er noch die Chance sah es zu retten. Darüber hinaus sprangen mehrere Besatzungsmitglieder der USS MENGES geistesgegenwärtig auf die durch die Explosion gelösten scharfen Torpedos um diese zu entschärfen. Der Geleitzerstörer erlitt unter anderem deswegen keine weiteren Schäden. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Hier konnten die Toten und die Verwundeten ausgeschifft werden. Nach den ersten Notreparaturen nahm der amerikanische Hochseeschlepper USS CARIB ( AT-82 ) das havarierte Kriegsschiff ins Schlepptau und zog es bis nach Orange. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen derweil sofort die Verfolgung des U-Bootes U-371 auf und suchten es. Gegen Mittag kommen noch weitere Kriegsschiffe hinzu, so dass das schwer beschädigte U-371 nach einem weiteren Torpedoabschuss von dessen Mannschaft selbst versenkt wird. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Konvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING ( DE-159 ) konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 konnte unbemerkt entkommen. Auf der
Consolidated Steel Corporation, Limited in Orange konnte man ebenfalls nur weitere Notreparaturen durchführen. Deshalb schleppte die USS CARIB die USS MENGES bis in den Hafen der Brooklyn Navy Yard, New York, wo die Schiffe am 22. Juli anlegten. Hier lag der zum Teil schwer beschädigte Geleitzerstörer USS HOLDER ( DE-401 ). An diesem Schiff war das Heck allerdings noch intakt. Daher trennte man vom 14. bis zum 31. August von der USS HOLDER das Heck ab und setzte es bei der USS MENGES an. Dann schleppte man das so erneut aufgebaute Schiff aus dem Trockendock und der Geleitzerstörer begann seine Erprobungsfahrten vom 26. September bis zum 20. Oktober in der Casco Bay, Maine. Dann legte die USS MENGES am 15. November im Hafen von New York ab und eskortierte des Schiffskonvoi CU 47 nach Europa. Elf Tage später legte der Geleitzerstörer im Hafen von Plymouth, England an. Das Kriegsschiff eskortierte dann in den folgenden Wochen weitere Schiffskonvois über den Atlantik. Anfang Februar 1945 fuhr die USS MENGES zuerst nach Florida und dann zur Guantanamo Bay, Kuba. Hier gliederte sich der Geleitzerstörer in die Task Group 22.2 ein und beteiligte sich an den angesetzten Übungen. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS MISSION BAY ( CVE-59 ) und die Geleitzerstörer USS MENGES, USS FARQUHAR, USS DOUGLAS L HOWARD, USS J. R. Y. BLAKELY, USS FESSENDEN, USS PRIDE und USS MOSLEY. Die Schiffe der TG 22.2 verließen Ende Februar die Karibik und fuhren zum amerikanischen Marinestützpunkt Argentia, Neufundland. Von hier aus sollten die Kriegsschiffe Patrouillen fahren und nach deutschen U-Booten suchen. Am 18. März ortete man U-866, Kommandant Oberleutnant zur See Peter Rogowsky ( 10. Juni 1919 – 18. März 1945 ), nördlich von Boston, Massachusetts und die Jagd begann. Südöstlich von Halifax, Nova Scotia konnten dann die Geleitzerstörer USS MENGES, USS PRIDE, USS LOWE und USS MOSLEY das U-Boot durch Wasserbomben versenken. Alle 55 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Die Task Group Group 22.2 war dann zusammen mit den Schiffen der TG 22.5 in der Operation „Teardrop“ auf deutsche U-Boote angesetzt die in Starterbehältern V-2-Raketen mitschleppten. Mit diesen Waffen sollten alliierte Konvois beschossen werden. Die beiden amerikanischen Support Groups operierten von den Azoren aus und patrouillierten nördlich davon. Trotz schlechtem Wetters werden am 15. und 16. April durch Kriegsschiffe der TG 22.5 die deutschen U-Boote U-1235, Kommandant Kapitänleutnant Franz Barsch ( 30. November 1911 in Berlin – 15. April 1945 ), und U-880, Kommandant Gerhard Schötzau ( 16. April 1917 in Fylitz, Kreis Neidenburg – 16. April 1945 ), per Sonar geortet und versenkt. Am 22. April löste man beide Support Groups ab und die Kriegsschiffe kehrten an die amerikanische Ostküste zurück. Dort wurden die Bunker gefüllt. Am 6. Mai stand das Auslaufen der Task Group 22.2 in New York wieder an. Noch in den amerikanischen Gewässer greifen die deutschen U-Boote U-889, Kommandant Kapitänleutnant Friedrich Braeucker ( 13. Juli 1919 in München – 5. November 2010 ), und U-881, Kommandant Kapitänleutnant Karl-Heiz Frischke ( 25. November 1912 in Berlin-Charlottenburg – 6. Mai 1945 ), die amerikanischen Kriegsschiffe der TG 22.2 an. Die USS FARQUHAR erhielt am frühen Morgen einen Sonarkontakt und fünf Minuten später gehen dreizehn Wasserbomben über Bord. Diese Wasserbomben sollen nicht tief tauchen und explodieren schon nach wenigen Metern Tauchtiefe. Danach kann keiner der Geleitzerstörer mehr einen Sonarkontakt aufnehmen. Nach dem Krieg stellte man fest, dass die USS FARQUHAR das letzte amerikanische Kriegsschiff war das im Atlantik ein deutsches U-Boot versenkt hatte. Es war U-881. Die USS MENGES wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden weiterhin für Patrouillenfahrten und dann für die Eskorte von Schiffskonvois benutzt. So eskortierte der Geleitzerstörer ab dem 30. Mai den Schiffskonvoi CU-73 nach Europa und legte am 8. Juni im Hafen von Cheshire, England an. Danach kehrte das Kriegsschiff nach New York zurück, wo es am 21. Juni anlegte. Hier benutzte man die US MENGES als Ausbildungsschiff für die US Coast Guard Academy in New London. Connecticut. Von hier aus führte der Geleitzerstörer zwei Kadettenkreuzfahrten bis in die Karibik durch. Die zweite Kadettenkreuzfahrt endete am 7. September in New London. Drei Tage später verließ der Geleitzerstörer diesen Hafen und fuhr zuerst nach Cape Code, Massachusetts und legte dann am 17. September im Hafen von Boston, Massachusetts an. Zum Feiertag der US Navy, am 27. Oktober, lag die USS MENGES im Hafen von Fall River, südlich von Boston. Der Geleitzerstörer wechselte dann im März 1946 nach Green Cove Springs, Florida, wo ein Teil der Atlantikreserveflotte lag. Hier stellte man im Januar 1947 das Kriegsschiff außer Dienst. Jetzt machte man das Schiff im St. John River fest und mottete es ein. Am 1. Januar 1962 wechselte der Geleitzerstörer nach Orange, Texas, wo ein weiterer Teil der Atlantikreserveflotte lag. Den Namen USS MENGES ( DE-320 ) strich man am 2. Januar 1971 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 10. April 1972 zum verschrotten.


USS MENGES ( DE-320 )
Commanding Officer

LCDR Frank M. McCabe   USCG        26. Oktober 1943 – ?