Archiv der Kategorie: Geleitzerstörer

USS GREINER ( DE-37 )

USS GREINER ( DE-37 )

Biografie

Kenneth Frederick Greiner
* 27. April 1910 in Hibbung, Minnesota
† 4. Juni 1942 auf der Naval Air Station in Dutch Harbor, Alaska

Am 28. September 1935 trat Kenneth Frederick Greiner als Seemann zweiter Klasse freiwillig in die US Navy ein. Gleich im darauffolgenden Jahr ließ er sich als Kadett zum Piloten ausbilden. Am 7. April 1936 legte er seine Prüfungen ab und wurde ehrenvoll entlassen. Im Rang eines Lieutenant (jg) wurde Greiner am 29. März 1941 in der Naval Reserve ernannt und an die University of Minnesota entsandt um den Flugzeugbau zu studieren. Anschließend stationierte man ihn ab dem 1. Oktober 1941 auf die Naval Air Station in Dutch Harbor, Alaska. Hier wurde er während eines japanischen Angriffs am 4. Juni 1942 getötet.


USS GREINER ( DE-37 )

Schiffsbiografie

Die USS GREINER ( DE-37 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Junior Grade Kenneth Frederick Greiner ( USNR ) benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 7. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-37 tragen. Die Taufe und der Stapellauf für das Lend and Lease Schiff erfolgte am 20. Mai 1943. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt den Namen USS GREINER und die Kennung DE-37. Lieutenant Commander Frank Samuel Dowd stellte am 18. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS GREINER entlang der Küste von Washington bis nach Kalifornien. In der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien bunkerte man Proviant, Treibstoff, Munition und Post und verließ am 25. Oktober die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichte der Geleitzerstörer die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff bis zum 23. Dezember in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Trainings- und Patrouillenfahrten. Die USS GREINER wurde nun zum Flaggschiff des Eskortiergeschwaders 28 ( CortRon 28 ) ernannt. An diesem 23. Dezember verließen die Kriegsschiffe des CortRon28 Pearl Harbor und fuhren zu dem kürzlich eroberten Atoll Tarawa, Gilbert Islands. Von hier aus sollte die USS GREINER zusammen mit den anderen Geleitzerstörern zwischen den Gilbert Islands bis zu den Marshall Islands patrouillieren. Außerdem eskortierten diese Geleitzerstörer Transportschiffe zu den Angriffsgebieten. Zwischendurch rettete die Mannschaft der USS GREINER am 26. Januar dreizehn Besatzungsmitglieder einer abgestürzten PBM Mariner aus dem Wasser. Dann lag die USS GREINER zusammen mit dem Geleitzerstörer USS SANDERS ( DE-40 ) und dem Zerstörer am 29. Mai vor der Insel Kusai, Karolinen und beschoss die dortigen japanischen Küstenbefestigungen. Die USS GREINER beschoss dann am 1. Juni alleine feindliche Batterien auf der Insel, welche eine Salve auf die amerikanischen Kriegsschiffe abgegeben hatten, und zerstörte diese. Bis zum 2. Juni klärten die drei Kriegsschiffe die Höhe der feindlichen Verteidiger auf. Im Juli verließ die USS GREINER die Gilbert und Marshall Islands und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Hier unterzog man den Geleitzerstörer einer Überholung. Anschließend begannen bis zum Oktober Trainingsoperationen in den Hawaiianischen Gewässern. Danach folgten ab dem Oktober bis zum Dezember Anti-U-Boot Übungen. Noch im selben Monat verließ das Kriegsschiff wieder Pearl Harbor und begann mit Patrouillenfahrten um die Marshall Islands Wotje, Mili, Jaluit und Maloelap. Mitte März 1945 wechselte die USS GREINER zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 50.8., die At Sea Logistic Support Group (ServRon6), die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Innerhalb der TG gehörte der Geleitzerstörer zur Task Undergroup 50.8.4. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ATTU ( CVE-102 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ) und die Geleitzerstörer USS GREINER, USS SANDERS, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS WYMAN ( DE-38 ). Alle Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Geleitzerstörer der TU hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, umgewandelt. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. Die USS GREINER sowie die anderen drei Geleitzerstörer wechselten nicht in die Task Group 30.8 sondern begannen in den Gewässern zwischen den Kerama Retto Inseln und Okinawa zu patrouillieren. Am 3. Juli verließ die USS GREINER die Gewässer vor den Kerama Retto Inseln und fuhr zum Atoll Ulithi. Von hier aus ging die Fahrt zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands und zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und Proviant verließ das Kriegsschiff die Hawaiianischen Gewässer und fuhr nach San Francisco. Der Geleitzerstörer legte am 28. Juli in dem dortigen Hafen an. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff dann in den Hafen von Oakland, Kalifornien. In diesem stellte man das Kriegsschiff am 19. November 1945 außer Dienst. Den Namen USS GREINER ( DE-37 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 10. Februar 1946 an die J. G. Berkit & Company zum verschrotten. Die Verschrottung erfolgte dann von der National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien.


USS GREINER ( DE-37 )
Commanding Officer

LCDR Frank Samuel Dowd  (USNR)       18. August 1943 – 8. August 1944
LCDR Loren Hall Kiser  (USNR)         8. August 1944 – 1. Oktober 1945

USS WYMAN ( DE-38 )

USS WYMAN ( DE-38 )

Biografie

Eldon P. Wyman
* 11. Januar 1917 in Portland, Oregon
† 7. Dezember 1941 auf der USS OKLAHOMA ( BB-37 ) in Pearl Harbor, Hawaii

Eldon P. Wyman besuchte von 1936 bis 1940 die Universität von Oregon. Am 22. August 1940 meldete er sich zur Naval Reserve als Auszubildender Matrose. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS TUSCALOOSA ( CA-37 ). Hier erhielt er am 17. März 1941 die Ernennung zum Seekadetten in der Naval Reserve. Umgehend begab sich Wyman von Bord des Schweren Kreuzers und begab sich an die Naval Reserve Midshipman School an der Northwestern University in Chicago, Illinois. Zum Ensign ernannte man ihn dort am 12. Juni. Am 19. Juli versetzte man ihn an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Der Heimathafen dieses Schiffes war Pearl Harbor, Hawaii. Von dort aus operierte das Schlachtschiff in der Battleship Division 1 aus in den hawaiianischen Gewässern und an der Westküste der USA nachdem die politischen Spannungen im Pazifik und im Fernen Osten immer größer wurden. Bis Anfang Dezember 1941 war Ensign Wyman der jüngste Bewachungsoffizier in der Schiffsabteilung für die Feuerkontrolle. Am „Tag der Schande“, dem 7. Dezember 1941, war die USS OKLAHOMA längsseits mit dem Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ) vertäut. Vier Lufttorpedos warfen japanische Piloten während des Überfalls auf Pearl Harbor mit dem Ziel der USS OKLAHOMA ab. Alle vier Torpedos trafen und explodierten. Das Schiff kränkte innerhalb von wenigen Minuten und drehte sich mit dem Kiel nach oben. Für diejenigen Besatzungsmitglieder die sich im Inneren des Schiffes befanden kam jede Hilfe auf Rettung zu spät. Unter denen die dort gefangen waren und ertranken war Ensign Eldon P. Wyman.


USS WYMAN ( DE-38 )

Schiffsbiografie

Die USS WYMAN ( DE-38 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Eldon P. Wyman benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 7. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-38 tragen. Mrs. Joe L. April taufte am 3. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Doch schon am 16. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt den Namen USS WYMAN und die Kennung DE-38. Lieutenant Commander Robert Witcher Copeland ( 9. September 1910 in Tacoma, Washington – 25. August 1973 in Tacoma, Washington ) stellte am 1. September 1943 in der Puget sound Naval Shipyard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt im Puget Sound verließ die USS WYMAN am 7. November die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort traf der Geleitzerstörer am 14. November ein. Für die Besatzung des Geleitzerstörers begannen nun mehrere Übungen sowie das kalibrieren der Geschütze. Ab dem 1. Dezember begannen dann bis zum Frühjahr mehrere Anti-U-Boot Übungen in den Hawaiianischen Gewässern. Dann lag die USS WYMAN vom 9. bis zum 16. Juni 1944 im Hafen von Pearl Harbor und wurde auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Die Marinebasis verließ der Geleitzerstörer am 22. Juni und fuhr zu dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichte die USS WYMAN am 3. Juli. Von hier aus sollte das Kriegsschiff auf den amerikanischen Konvoirouten zwischen Eniwetok und Saipan, nördliche Marianen an Operationen gegen feindliche U-Boote eingesetzt werden. Dazu gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 12.2 ein, der Hunter Killer Group, Captain William Vincent Saunders während der Opertion „Forager“ kommandierte. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ) und die Geleitzerstörer USS WYMAN, USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS LAKE ( DE-301 ) und USS DONALDSON ( DE-44 ). Die USS HOGGATT BAY war das Flaggschiff der TG. Am 5. Juli begannen die Schiffe der TG mit ihrer Patrouillenfahrt und waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. Da befanden sie sich östlich von Guam, Nördliche Marianen bei der Insel Nof Truk. Am Morgen des 9. Juli verließ die USS WYMAN ihre Formation und begann einen U-Boot Kontakt zu untersuchen der von See her kam. Der Geleitzerstörer begann mit der USS LAKE sofort eine Jagd auf dieses feindliche U-Boot. Die USS WYMAN warf nach einem vorgegeben Muster eine Salve von Wasserbomben über Bord. Doch danach gab es keine Beweise, dass der Geleitzerstörer entweder das japanische –Boote beschädigt oder versenkt hatte. Am 11. Juli erschien der Hochseetanker USS GUADALUPE ( AO-32 ) und beölte die Kriegsschiffe. Vom 12. bis zum 18. Juli blieben die fünf Kriegsschiffe in ihren vorgegebenen Planquadraten und suchten weiterhin feindliche U-Boote. Um 00:24 Uhr des 19. Juli, da befand sich die USS WYMAN rund 360 Seemeilen östlich von Guam, erhielt der Geleitflugzeugträger einen Oberflächenradarkontakt. Den untersuchte man nun. Captain Saunders entsandte dazu die USS WYMAN und USS REYNOLDS. Je näher die USS WYMAN dem Kontaktgeber kam, um so deutlicher wurde das Signal. Doch gegen 00:45 Uhr war der Radarkontakt verschwunden. Damit war klar, dass man auf ein feindliches U-Boot gestoßen war. Sofort wechselte man auf der USS WYMAN auf das Sonar. Man nahm auf dem Geleitzerstörer ein starkes metallisches Echo auf. Lieutenant Commander Edwin Peter Parker, Kommandant des Kriegsschiffes, befahl nun um 00:51 Uhr umgehend eine Salve Mark 10 Hedgehog, von 24 Stück, auf das Ziel abzufeuern. Das Ergebnis war negativ. Sofort lud man die Hedgehog nach und stellte für einen zweiten Angriff eine größere Reichweite ein. Da schloss die USS REYNOLDS auf und beide Geleitzerstörer begannen nach dem japanischen U-Boot zu suchen. Um 01:25 Uhr wird die zweite Salve abgefeuert. Die USS WYMAN wird von fünf kleinen Explosionen durchgeschüttelt. Fünf Minuten erfolgte eine schwere Detonation. LCDR Parker ließ die USS WYMAN nach Steuerbord fahren und überquerte die Explosionsstelle. Man versucht nun vergeblich einen Sonarkontakt herzustellen. Das zurückkehrende Echolot zeigt an, dass der Kontakt zerstört worden sei. Das japanische U-Boot war IJN I-5, Kommandant Lieutenant Commander Doi Takeshige, und ist bei den Koordinaten 13° 01’ Nord , 151° 58’ Ost mit allen 130 Mannschaftsmitgliedern versenkt worden. Die USS WYMAN blieb nun noch auf dem Schauplatz. Ein Motor-Walboot wurde zu Wasser gelassen damit man aus dem Wasser Ölproben und eventuell aufgetauchte Trümmer einsammeln konnte. Insgesamt wurden zwei Fünf-Gallonen-Ölfässer und einen kleinen Benzinkanister von dem sich ausbreitenden Ölteppich entnommen, sowie ein Stück Teakholz geborgen. Während dieser Minuten griffen zwei Trägerflugzeuge der USS HOGGATT BAY das Motor-Walboot an, da sie der Meinung waren das es sich hierbei um ein feindliches U-Boot handelte. LCDR Parker brach hier zum Schutz seiner Leute die Funkstille und erklärte Captain William Vincent Saunders, Kommandant des Geleitflugzeugträgers, dass wenn nicht augenblicklich die beiden Flugzeuge abdrehen seine Geschützmannschaften das Feuer eröffnen. Es gab zum Glück auf dem Motor-Walboot keine Toten zu beklagen. Die verletzten Besatzungsmitglieder wurden auf der USS HOGGATT BAY in ärztliche Behandlung gegeben. Das Öl des gesunkenen U-Bootes breitete sich bis zum nächsten Tag in großen Mengen aus. Nach dem Ende des Krieges konnte das versenkte U-Boot in den japanischen Aufzeichnungen identifiziert werden. Die USS WYMAN schloss sich den Kriegsschiffen der TG 12.2 wieder an und erreichte am 22. Juli das Atoll Eniwetok. Hier füllte man alle Bunker wieder auf. Vier Tage später verlassen diese Kriegsschiffe wieder das Atoll und beginnen die nächste Patrouillenfahrt. Um 17:33 Uhr des 28. Juli sah man von der USS HOGGATT BAY und von der USS WYMAN gleichzeitig das japanische U-Boot IJN Ro-48, das an der Oberfläche fuhr. Die USS WYMAN und die USS REYNOLDS stürmten auf das feindliche U-Boot zu. Da begann es auch schon zu tauchen und wollte fliehen. Um 18:05 Uhr erhielt man auf der USS WYMAN einen Sonarkontakt von dem flüchtenden Boot. Acht Minuten später gab LCDR Parker den Befehl zum Abschuss einer Salve von Hedgehog. Mit einer tödlichen Genauigkeit schlugen die Granaten in das Ziel ein. Die Tonoperatoren auf dem Geleitzerstörer hörten das Geräusch von mehreren schweren Unterwasserexplosionen. Um 18:19 Uhr folgte eine zweite Salve Hedgehog auf genau dieselben Zielkoordinaten. Weitere schwere Unterwasserexplosionen folgten. Nun schoss die USS REYNOLDS ebenfalls eine Salve von Hedgehog ab. Alle 76 Besatzungsmitglieder von IJN Ro-48 starben. Nach der Detonation der zweiten Salve von USS WYMAN kamen große Mengen an Trümmern und Öl an die Wasseroberfläche. Am 3. August verließen die Kriegsschiffe der TG 12.2 wieder die Gewässer vor Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort löste man dann die TG auf. Nun integrierte man die USS WYMAN in die Task Group 57.3. Aufgabe des Geleitzerstörers war nun, mehrere Schiffskonvois, bestehend aus Versorgungsschiffen, zwischen den Marshall Islands und den Inseln der Nördlichen Marianen zu eskortieren. Diesen Eskortierdienst führte der Geleitzerstörer bis zum 31. August durch. An diesem Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Undergroup 30.8.10. Diese TU gehörte zur Fleet Oiler and Transport Carrier Group und sollte die Kriegsschiffe der 3. US Flotte an vorderster Front mit dem allernotwendigsten versorgen. Die USS WYMAN übernahm dabei die Sicherung mehrerer Flottentanker, die während der Operation „Stalmate II“ den Kriegsschiffen der TF 38 und TF 34 frischen Treibstoff übergeben sollten. Diese Aktion zog sich bis in den Oktober hinein, bis zur Operation „King II“. Erst am 20. Oktober entband man die USS WYMAN von ihren Aufgaben und das Kriegsschiff übernahm wieder Eskortieraufgaben für Versorgungsschiffe zwischen den Marshall Islands und den Nördlichen Marianen. Im Februar 1945 beteiligte sich der Geleitzerstörer an Anti-U-Boot Operationen, die die Invasion der strategisch wichtigen Insel Iwo Jima unterstützten. Mitte März 1945 wechselte die USS WYMAN zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 50.8., die At Sea Logistic Support Group (ServRon6), die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Innerhalb der TG gehörte der Geleitzerstörer zur Task Undergroup 50.8.4. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ATTU ( CVE-102 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ) und die Geleitzerstörer USS WYMAN, USS GREINER, USS SANDERS und USS LOVERING ( DE-39 ). Alle Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Geleitzerstörer der TU hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Außerdem konnte die Besatzung des Geleitzerstörers drei schwimmende japanische Seeminen durch Gewehrschüsse zur Explosion bringen. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, umgewandelt. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. Die USS WYMAN sowie die anderen drei Geleitzerstörer wechselten nicht in die Task Group 30.8 sondern begannen in den Gewässern zwischen den Kerama Retto Inseln und Okinawa zu patrouillieren. Am 10. Juni verließ der Geleitzerstörer die Gewässer um Okinawa und fuhr über Guam zum Atoll Eniwetok. Nach einem Zwischenstopp in der Marinebasis Pearl Harbor legte das Kriegsschiff am 15. Juli im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Hier bugsierte man die USS WYMAN in ein Trockendock und begann mit einer umfangreichen Überholung, welche 42 Tage dauern sollte. Doch in dieser Zeit, am 15. August 1945, akzeptierte Japan die bedingungslose Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Man änderte die Überholung nun in eine Inaktivität. Alle vorab schon genehmigten Umbauarbeiten, es sollten große Deckgeschütze zur Bombardierung des japanischen Hinterlandes installiert werden, wurden fallen gelassen. Alle Arbeiten wurden nun eingestellt, bis auf die Arbeiten die das Schiff in einen sicheren und bewohnbaren Zustand versetzten. Man stellte am 17. Dezember 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst und den Namen USS WYMAN ( DE-38 ) strich man am 8. Januar 1946 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 16. April 1947 den Schiffskörper an die National Metal & Steel Company auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten. Diese Verschrottung war am 14. März 1948 abgeschlossen.


USS WYMAN ( DE-38 )
Commanding Officer

LCDR Robert Witcher Copeland            1. September 1943 – 1. Februar 1944
LCDR Edwin Peter Parker          1. Februar 1944 – 1. Juni 1945
LT Dudley Talbot        1. Juni 1945 – 1. Oktober 1945
LT Robert Edward Jose         1. Oktober 1945 – 17. Dezember 1945

USS SANDERS ( DE-40 )

USS SANDERS ( DE-40 )

Biografie

Ensign Eugene Thomas Sanders
* 15 März 1899 in Hubbard, Marion County, Oregon
7. Dezember 1941 auf dem Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-29 ) im Hafen von Pearl Harbor, Territorium Hawaii

Eugene Thomas Sanders war der Sohn von William Eugene Sanders und Jessie M. Hinkle Sanders ( 29. November 1877 in Oregon – ? ). Er trat am 16. Juni 1917 in die US Navy ein und wurde am 13. Februar 1919 entlassen. Nach nur einigen Monaten im Zivilleben trat Sanders am 18. September 1919 in die US Navy ein. Er diente unter anderem vom 4. Dezember 1932 bis zum 1. Juni 1934 an Bord des Minensuchers USS BRANT ( AM-24 ), vom 30. August 1934 bis zum 28. Januar 1936 auf dem Minensucher USS FINCH ( AM-9 ), vom 29. Januar 1936 bis zum 3. April 1937 auf der Navy Station in Olongapo, Luzon, Philippinen und vom 6. April 1937 bis zum 10. März 1938 an Bord des U-Boot Tenders USS CANOPUS ( AS-9 ). Am 7. Mai 1940 meldete sich Chief Boatswain Sanders an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-29 ). Man beförderte ihn am 3. November 1941 zum Ensign. Während des japanischen Luftangriffs auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii am 7. Dezember 1941, befand sich Ensign Sanders an Bord des Schlachtschiffes.


USS SANDERS ( DE-40 )

Schiffsbiografie

Die USS GREINER ( DE-37 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Eugene Thomas Sanders benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 7. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-40 tragen. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt am 16. Juni 1943 den Namen USS SANDERS und die Kennung DE-40. Die Taufe und der Stapellauf erfolgten am 18. Juni 1943. Lieutenant Commander Arthur N. Daniels ( USNR ) stellte am 1. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde in den Gewässern vor San Francisco, Kalifornien durchgeführt. Anschließend folgten mehrere Übungen. Im Dezember verließ die USS SANDERS die US Westküste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese erreichte er Anfang Januar 1944. Wenige Tage nach der Ankunft stach das Kriegsschiff wieder in See und patrouillierte bis zum Juli 1944 zwischen der Gilbert Insel Tarawa und den Marshall Islands. Hauptaufgabe des Geleitzerstörers war die Eskorte von Schiffskonvois in diesen Gewässern damit die Versorgung der kämpfenden Truppen gewährleistet werden konnte. In dieser Zeit, am 1. April, versetzte man die USS SANDERS in die Task Undergroup 57.10.9. In dieser TU befand sich noch das Panzerlandungsschiff USS LST-127 und die beiden Landungsboote USS LCI (G) 346 und USS LCI (G) 449. Auf dem Panzerlandungsschiff und den beiden Landungsbooten befinden sich Soldaten, die am 1. April auf dem Atoll Ailuk und am 2. April auf dem Atoll Mejit, beides Marshall Islands angelandet werden. Dann lag die USS SANDERS zusammen mit dem Geleitzerstörer USS GREINER ( DE-37 ) und einem Zerstörer am 29. Mai vor der Insel Kusai, Karolinen und beschoss die dortigen japanischen Küstenbefestigungen. Bis zum 2. Juni klärten die drei Kriegsschiffe die Höhe der feindlichen Verteidiger auf. Anschließend nahm die USS SANDERS ihre Patrouillenfahrten wieder auf. Am 24. Juni lag es vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Im Juli verließ die USS GREINER die Gilbert und Marshall Islands und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Hier unterzog man den Geleitzerstörer einer ersten Überholung. Anschließend kehrte das Kriegsschiff wieder zu seinen aufgaben zurück und eskortierte zwischen August und Oktober mehrere Schiffskonvois bis zu den Nördlichen Marianen. Von November 1944 bis Anfang März 1945 patrouillierte und eskortierte das Kriegsschiff wieder zwischen den Gilbert und den Marshall Islands. Mitte März wechselte die USS SANDERS zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 50.8., die At Sea Logistic Support Group (ServRon6), die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Innerhalb der TG gehörte der Geleitzerstörer zur Task Undergroup 50.8.4. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ATTU ( CVE-102 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ) und die Geleitzerstörer USS SANDERS, USS GREINER, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS WYMAN ( DE-38 ). Alle Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Geleitzerstörer der TU hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, umgewandelt. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. Die USS SANDERS sowie die anderen drei Geleitzerstörer wechselten nicht in die Task Group 30.8 sondern begannen in den Gewässern zwischen den Kerama Retto Inseln und Okinawa zu patrouillieren. Der Geleitzerstörer verließ Ende Juni diese Gewässer. Die Fahrt ging über Pearl Harbor bis in die Bucht von San Francisco. Die dortige Werft in San Pedro, Kalifornien erreichte der Geleitzerstörer am 15. Juli. Noch am selben Tag wurde das Kriegsschiff in ein Trockendock bugsiert und man begann mit einer umfangreichen Überholung. Dann erfuhr man am 15. August, dass die Japaner die bedingungslose Kapitulation akzeptierten. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Die Reparaturarbeiten an der USS SANDERS wurden am 18. Juli vorzeitig eingestellt. Am 6. September nahm man den Geleitzerstörer ins Schlepptau und brachte ihn in die Treasure Island Naval Station in San Francisco und stellte das Kriegsschiff am 31. Oktober 1945 außer Dienst. Den Namen USS SANDERS ( DE-40 ) strich man am 8. Januar 1946 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 8. Mai 1947 an die National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS SANDERS ( DE-40 )
Commanding Officer

LCDR Arthur N. Daniels (USNR)           1. Oktober 1943 – 29. März 1944
LCDR George N. Lindsay Jr. (USNR)           29. März 1944 – 5. April 1944
LCDR Arthur N. Daniels (USNR)          5. April 1944 – 7. April 1944
LCDR George N. Lindsay, Jr. (USNR)          7. April 1944 – 8. September 1945
LCDR Everett A. Rhoades (USNR)          8. September 1945 – 23. Oktober 1944
LT(jg) Henry E. Perry, Jr. (USNR)          23 Oktober 1944 – 31. Oktober 1945

USS LOVERING ( DE-39 )

USS LOVERING ( DE-39 )

Biografie

William Bacon Lovering
* 3. August 1913 in Nahant, Massachusetts
† 6. Juni 1942 an Bord des Zerstörers US HAMMANN ( DD-412 )

William Bacon Lovering absolvierte die Harvard Universität und meldete sich am 2. August 1940 freiwillig zur US Navy Naval Reserve. Zum Midshipman ernannte man ihn am 22. November. Er besuchte nun die Navy Reserve Midshipman´s School an der Northwestern University in Chicago, Illinois. Man beförderte Lovering am 28. Februar 1941 zum Ensign und versetzte ihn an Bord des Zerstörers USS HAMMANN ( DD-412 ). Die Schlacht um die Midway Islands begann am 4. Juni 1942. Während der Luftschlacht schirmte die USS HAMMANN den Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) ab und die Geschützmannschaften des Zerstörers waren an dem Abschuss vieler der feindlicher Flugzeuge beteiligt. Doch am 5. Juni trafen mehrere Bomben den Träger den die Mannschaft dann am Nachmittag nach heroischem Kampf verließ. Captain Elliot Buckmaster ( 19. Oktober 1889 – 10. Oktober 1976 ), Kapitän des Flugzeugträgers, erarbeitete mit den Kapitänen der Zerstörer am 6. Juni einen Aktionsplan um doch noch die USS YORKTOWN zu bergen. Dafür manövrierte Commander Arnold Ellsworth True ( 23. Januar 1901 – 11. Dezember 1979 ) die USS HAMMANN an die Steuerbordseite des Trägers wo der Zerstörer Strom für die Lenzpumpen und andere Einrichtungen, wie die Navigation, Kommunikation und medizinische Versorgung, liefern konnte. Eine Notbesatzung versuchte nun den Träger mit dem Minensuchboot USS VIREO ( AM-52 ) in Sicherheit zu bringen. In der Nähe dieses Schauplatzes lauerte das japanische U-Boot I-168 und wartete auf eine günstige Schussposition. Durch den überall umher schwimmenden Schutt und Trümmer des vorangegangenen Kampfes konnten die amerikanischen Zerstörer dieses U-Boot nicht orten. Um 15:36 Uhr sichtete der Aussichtsposten eine Salve von vier Torpedos die sich dem Steuerbord des Trägers schnell näherten. Alle an Steuerbord befindlichen Kanoniere der USS HAMMANN begannen mit ihren Kanonen auf die Torpedos zu schießen um sie so im Wasser zur Explosion zu bringen. Bei einen von den Vieren gelang es. Ein Torpedo traf den Zerstörer Mittschiffs. Durch die Explosion wurde das Schiff in zwei Teile getrennt. Die beiden anderen Torpedos trafen die USS YORKTOWN. Viele der eben erst geretteten Männer des Trägers sowie ein Teil der Besatzung des Zerstörers fanden bei dieser Explosion den Tod. Durch deren Wucht wurden viele über Bord geschleudert. Die Rettungsboote wurden umgehend zu Wasser gelassen und alle Überlebenden gingen von Bord der USS HAMMANN. Nach vier Minuten war das Schiff unter Wasser gesunken. Da gab es eine gewaltige Explosion von den Wasserbomben und den Torpedos des Schiffes. Viele sich im Wasser befindlichen Besatzungsmitglieder wurden durch diese Explosion getötet, unter ihnen Ensign William Bacon Lovering. 112 Besatzungsmitglieder der USS HAMMANN wurden von den Zerstörern USS BENHAM ( DD-397 ) und USS BALCH ( DD-363 ) gerettet. Von der USS YORKTOWN fanden insgesamt 141 Besatzungsmitglieder den Tod.
Ensign William Bacon Lovering erhielt posthum das Purple Heart verliehen. Außerdem erhielt er die Asiatic-Pacific Campaign Medal und die World War II Victory Medal.


USS LOVERING ( DE-39 )

Schiffsbiografie

Die USS LOVERING ( DE-39 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Wnsign William Bacon Lovering benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 7. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-39 tragen. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt am 16. Juni 1943 den Namen USS LOVERING und die Kennung DE-39. Miss J. Shennon taufte am 18. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Augustus Hoke Donaldson ( USNR ) stellte am 11. September 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt fuhr die USS LOVERING nach San Francisco, Kalifornien, wo eine intensive Trainingsperiode begann. Daran beteiligt waren Geleitflugzeugträger, Zerstörer, Geleitzerstörer und U-Boote beteiligt. Erst am 4. Dezember verließ dann die USS LOVERING die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo der Geleitzerstörer am 16. Dezember anlegte. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff wieder diese Marinebasis und fuhr zu den Gilbert Inseln. Die USS LOVERING erreichte erst am 28. Dezember die dortigen Gewässer. Ab diesem Tag patrouillierte der Geleitzerstörer bis zum Juli 1944 zwischen der Gilbert Insel Tarawa und der Marshall Islands Majuro und Eniwetok, welches das Hauptziel wurde, und eskortierte viele Schiffskonvois zur Versorgung der kämpfenden Truppe. Ab dem 27. Juli befand sich das Kriegsschiff in Pearl Harbor. Hier wurde es für einige Reparaturarbeiten in ein Trockendock bugsiert. Danach begannen erneut Trainingspflichten. Diesmal aber als Ziel- und Trainingsschiff für amerikanische U-Boote. Am 19. September kehrte die USS LOVERING zum Atoll Eniwetok zurück. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer wieder Schiffskonvois und beteiligte sich an Anti-U-Boot Übungen. Ende Oktober beteiligte sich das Kriegsschiff an einer Reihe von Eskortiermissionen zwischen dem Atoll Eniwetok und den Inseln Guam und Saipan, Nördlichen Marianen. Die USS LOVERING verließ am 10. März das Atoll Eniwetok und wechselte zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 50.8., die At Sea Logistic Support Group (ServRon6), die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Innerhalb der TG gehörte der Geleitzerstörer zur Task Undergroup 50.8.4. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ATTU ( CVE-102 ), USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ) und die Geleitzerstörer USS LOVERING, USS WYMAN ( DE-38 ), USS GREINER ( DE-37 ) und USS SANDERS ( DE-40 ). Alle Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Geleitzerstörer der TU hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Die Task Group 50.8 wurde dann am 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte, umgewandelt. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS WINDHAM BAY ( CVE-92 ), USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), den Zerstörern USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS DALE ( DD-353 ) und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS LOVERING, USS LYMAN ( DE-302 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), LAMONS ( DE-743 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS CORBESIER ( DE-438 ), USS CONKLIN ( DE-439 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA ( AO-40 ), USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA ( AE-6 ). Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen alle in einen Taifun. Man hat auf der USS LOVERING zu tun den Geleitzerstörer ohne großen Schaden durch dieses Unwetter zu bringen. Einigen Schiffen der TG erging es schlimmer wie diesem Kriegsschiff. Trotzdem musste sich der Geleitzerstörer bis in die San Pedro Bay, Leyte, Philippinen zurück ziehen. Viele von den beschädigten Schiffen folgten und erreichten bis zum 17. Juni die San Pedro Bay. Hier musste nach dem Taifun wieder Ordnung geschaffen werden und die Mannschaften und Schiffe auf den Angriff auf die japanischen Hauptinseln vorbereitet werden. Nach den ersten Notreparaturen verließ die USS LOVERING am 9. Juli die San Pedro Bay und fuhr über die Marinebasis Pearl Harbor zur Werft in San Pedro, Kalifornien. Der Geleitzerstörer erreichte am 28. Juli die Werft und wurde noch am selben Tag in ein Trockendock bugsiert. Dann erfuhr man am 15. August, dass die Japaner die bedingungslose Kapitulation akzeptierten. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet. Die Reparaturarbeiten an der USS LOVERING wurden am 18. Juli vorzeitig eingestellt. Am 6. September nahm man den Geleitzerstörer ins Schlepptau und brachte ihn in die Treasure Island Naval Station in San Francisco und stellte das Kriegsschiff am 16. Oktober 1945 außer Dienst. Den Namen USS LOVERING ( DE-39 ) strich man am 1. November 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 31. Dezember 1946 an Hugo Neu in New York City zum verschrotten. Die Verschrottung erfolgte dann von der National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien.


USS LOVERING ( DE-39 )
Commanding Officer

LCDR Augustus Hoke Donaldson (USNR)        9. Juli 1943 – 21. September 1943
LCDR Henry Rawle (USNR)         21. September 1943 – 29. Dezember 1943
LCDR Augustus Hoke Donaldson (USNR)          29. Dezember 1943 – 2. August 1944
LCDR Emery Paul Bayley (USNR)        2. August 1944 – 8. Oktober 1945
LT Malcolm Anderson Rea (USNR)         8. Oktober 1945 – 16. Oktober 1945

USS DEMPSEY ( DE-26 )

USS DEMPSEY ( DE-26 )

Biografie

Richard John Dempsey
* 8. Februar 1919 in New York City
† 9. August 1942 an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ) während der Schlacht von Savo Island

Seine Eltern zogen nach Carmel, Kalifornien, da war Richard noch ein Kind. Im Juni 1940 legte er erfolgreich seine Prüfungen an der Fordham University ab. Am 19. November 1940 meldete er sich freiwillig zur US Naval Reserve und erhielt noch am selben Tag den Rang eines Ensign verliehen. Dempsey versetzte man am 29. November an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ). An Bord dieses Kriegsschiffes nahm er an der Schlacht um Midway Island teil. Am 15. Juni 1942 beförderte man ihn zum Lieutenant (jg). Dampsey wurde am 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island getötet.


USS DEMPSEY ( DE-26 )

Schiffsbiografie

Die USS DEMPSEY ( DE-26 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant (jg) Richard John Dempsey benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 1. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-26 tragen. Mrs. G. E. Quillan, Ehefrau von Lieutenant G. E. Quillan, Ship Superintendent of New Construction, taufte am 19. Februar 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt den Namen USS DEMPSEY und die Kennung DE-26, da am 22. April 1943 Mrs. J. A. Dempsey, Mutter von Lieutenant (jg) Richard John Dempsey, den Geleitzerstörer USS DEMPSEY ( DE-267 ) vor dessen Stapellauf getauft hatte, aber das Kriegsschiff kurz darauf wegen des Land and Lease Abkommens an Großbritannien abgegeben wurde und dort den Namen HMS COOK ( K471 ) erhielt. Lieutenant Commander Harry Allan Barnard, Jr. ( ? – 4. Juni 1983 ) stellte am 24. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS DEMPSEY nach San Diego. Hier rüstete man den Geleitzerstörer vollends aus und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Gleich nachdem diese erfolgreich abgeschlossen war kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück. Diesen Hafen verließ die USS DEMPSEY am 23. September wieder und eskortierte mehrere Schiffe bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem folgenden Monat pendelte der Geleitzerstörer zwischen San Francisco und Pearl Harbor. Für die letzte Eskortierfahrt verließ das Kriegsschiff am 17. Oktober San Francisco und erreichte am 25. Oktober Pearl Harbor. Hier wartete schon der Wasserflugzeugtender USS TANGIER ( AV-8 ) auf seine Eskorte. Am 27. Oktober legte die USS DEMPSEY in Pearl Harbor wieder ab und begleitete den Wasserflugzeugtender zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 6. November ein. Man bunkerte auf dem Geleitzerstörer sofort frischen Treibstoff und legte am selben Tag wieder ab. Ziel war die Insel Viti Levu, Fidshi Islands, die am 8. November erreicht wurde. Von hier aus ging ein Schiffskonvoi zwei Tage später nach Australien ab. Unter diesen Schiffen befand sich auch der Truppentransporter SS CAPE SAN JUAN ( USAT 1441 ). Am Morgen des 11. November, gegen 5:30 Uhr torpedierte das japanische U-Boot IJN I-21, Kommandant Hiroshu Inada, den Truppentransporter mit einem Torpedo. Dieser schlug am Ende des Laderaums Nummer 2 ein und das Schiff bekam innerhalb von 15 Minuten eine Schlagseite nach Steuerbord. Die Mannschaft und die amerikanischen Soldaten, insgesamt 1.464 Menschen, verließen nun das sinkende Schiff und versuchten sich auf Flößen und Rettungsbooten aus der Gefahrenzone zu bringen. In der Nacht zum 12. November kam schon der Zerstörer US McCALLA ( DD-488 ) zu Hilfe und rettete insgesamt 868 Überlebende. Die USS DEMPSEY erschien am Morgen des 13. November auf dem Schauplatz und die Besatzung konnte noch 45 Überlebende bergen, genauso wie die Mannschaft des Liberty-Schiffes SS EDWIN T. MEREDITH. Insgesamt 117 Männer der SS CAPE SAN JUAN fanden aber trotzdem durch ausgebrochenes Feuer auf dem Truppentransporter, durch Ertrinken und Hai Attacken den Tod. Der Geleitzerstörer fuhr nach der Beendigung der Suchaktion von Überlebenden des Truppentransporters nach Suva, Fidshi Islands und ließ sie dort von Bord gehen. Hier in diesem Hafen stellte man die Schiffe für die Task Group 16.10 zusammen. Die USS DEMPSEY versetzte man dabei in die Task Undergroup 16.10.1. In dieser TU befanden sich neben dem Geleitzerstörer die Öltanker USS CIMARRON ( AO-22), USS PLATTE ( AO-24 ) und USS GUADALUPE ( AO-32 ). Diese Schiffe verließen am 16. November die Fidshi Insel Viti Levu und fuhren in Richtung der Gilbert Inseln, wo die Kriegsschiffe der 5. US Flotte mit frischem Treibstoff versorgt werden sollte. Am 27. November verließen die Schiffe der TU 16.10.1 wieder ihre Positionen vor den Gilbert Inseln und fuhren nach Pearl Harbor. Hier trafen sie am 2. Dezember ein. Die Mannschaft der USS DEMPSEY begann hier mit Reparaturen an dem Geleitzerstörer und beteiligten sich an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer, die zur Vorbereitung auf die Invasion der Marshall Islands durchgeführt wurden. Dabei geschah am 3. Januar 1944 ein Unfall beim praktischen Betanken. Nach Abschluss der Übungen versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) während der Operation „Flintlock“ kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ), die Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS DEMPSEY und USS BRACKETT ( DE-41 ), sowie zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Die Japaner hatten dieses Atoll schon im November 1942 verlassen, da es für sie ohne Interesse war. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Für die US Navy war dieses Atoll das beste Sprungbrett um sicher zu den folgenden Inseln zu gelangen. Dank der Bemühungen der United States Coast and Geodetic Survey gab es ab dem 2. Februar eine großangelegte Verankerungsstelle. Die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) sind die ersten Kriegsschiffe die diese nutzten. Am 3. Februar verlässt die USS DEMPSEY wieder das Atoll Majuro und eskortierte den Geleitflugzeugträger WHITE PLAINS ( CVE-66 ) bis zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Der Geleitflugzeugträger brachte, für die im Kampf befindlichen amerikanischen Kriegsschiffe, dringend benötigte Versorgungsgüter. Am 7. Februar kam es dann in der Lagune von Kwajalein zu einer Kollision zwischen der USS WHITE PLAINS und dem Zerstörer USS CALDWELL ( DD-605 ) während eines Versorgungsübergabemanövers. Die Beschädigungen an beiden Kriegsschiffen waren noch in einem vertretbaren Rahmen, so dass sie ihren Aufgaben weiterhin nachgehen konnten. Die USS DEMPSEY patrouillierte nun vom 11. bis zum 15. Februar in den Gewässern rund um das Atoll und überwachte den Luftraum um rechtzeitig die amerikanischen Kriegsschiffe vor einem feindlichen Luftangriff zu warnen. Am 15. Februar verließ der Geleitzerstörer die Insel Roy Namur, Kwajalein Atoll und fuhr nach Pearl Harbor. Hier traf das Kriegsschiff am 24. Februar ein. Für die Besatzung des Geleitzerstörers gab es aber keine Ruhepause. Schon am folgenden Tag, nachdem das Kriegsschiff frischen Treibstoff gebunkert hatte, verließ die USS DEMPSEY die Marshall Islands und fuhr Noumea, Neukaledonien. Auf der Zwischenstation in Samoa musste das Kriegsschiff am 2. März erneut frischen Treibstoff bunkern. Die Marinebasis von Noumea erreichte der Geleitzerstörer am 8. März. In den Gewässern der Insel patrouillierte das Kriegsschiff nun bis zum 14. März. An diesem Tag verließ die USS DEMPSEY Noumea und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Guadalcanal. Den hier ausgebauten ehemaligen Brückenkopf erreichten die Schiffe am 17. März. Nach dem Abschluss der Entladearbeiten fuhren sie nach Port Purvis, Tulagi Bay, Florida Island, Ostsalomonen, wo der Geleitzerstörer und die Versorgungsschiffe am 18. März anlegten. Nun begann für die USS DEMPSEY eine Zeit der Patrouillenfahrten innerhalb der Salomonen und darüber hinaus. So fuhr das Kriegsschiff gleich am folgenden Tag zu seiner ersten Patrouille. Diese führte den Geleitzerstörer bis zu den Treasury Islands, Nordsalomonen, die er am 26. März erreichte. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff gleich weiter und wechselte zu den Russell Islands. Auf dieser Insel warteten die Soldaten des 58. Naval Construction Bataillon. Am 28. März verließ die USS DEMPSEY wieder die Insel und eskortierte mehrere Schiffe auf denen sich Seabees des 1th Echelon vom 58. Naval Construction Bataillon befanden. Diese sollten zur Insel Emirau, Admiralitätsinseln, Neuguinea gebracht werden. Gleich nach der Ankunft und nachdem sich die Seabees samt ihr Material ausgeschifft hatten, kehrte der Geleitzerstörer um und fuhren zu den Russell Islands zurück. Dort warteten die Soldaten des 2th Echelon vom 58. Naval Construction Bataillon schon an Bord ihrer Schiffe. Am 3. April legte der Schiffskonvoi ab und erreichte einen Tag später Emirau Island. Hier bauten die Seabees einen Flugplatz. Die USS DEMPSEY begann nun in den Gewässern der Salomonen zu patrouillieren. Dabei konnten am 6. April Crewmitglieder eines abgestürzten B-25 Bombers und am 7. April 2 Crewmitglieder eines Grumman TBF Avenger Torpedobombers aus dem Wasser gerettet werden. Der Geleitzerstörer lag dann am 14. April vor Emirau Island. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff in den Gewässern der Ostsalomonen. Damit sich die Schiffsbesatzung etwas erholen und dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden konnten, lag die USS DEMPSEY vom 8. Mai bis zum 6. Juni vor Espiritu Santo. An diesem 6. Juni verließ der Geleitzerstörer die Insel und erreichte zwei Tage später Russell Island. Hier wurde frischer Treibstoff gebunkert. Nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff wieder die Insel. Seine Patrouillenfahrt führte das Kriegsschiff nach Bougainville, Nordsalomonen. Den dortigen Stützpunkt erreichte das Kriegsschiff am 18. Juni. Drei Tage später lag die USS DEMPSEY im Hafen von Green Island und am 5. Juli wieder vor Emirau Island. Von hier aus ging die Patrouillenfahrt wieder zurück nach Port Purvis, Tulagi. In diese Bay lief das Kriegsschiff am 24. Juli ein. Nach weiteren Patrouillen lag die USS DEMPSEY vom 24. bis zum 29. August im Hafen von Port Purvis. Zusammen mit den Kriegsschiffen der CortDiv 26 verließ der Geleitzerstörer am 22. September die Tulagi Bay und erreichte fünf Tage später den natürlichen Hafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 2. Oktober liegen. An diesem Tag verließ die USS DEMPSEY wieder den Hafen und eskortierte Truppentransporter zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin fuhren die Schiffe am 6. Oktober zu den Palau Inseln , um dann am 7. Oktober das Atoll zu erreichen. Ab diesem Tag gehörte die USS DEMPSEY zur Task Force 32 und begann bis zum 15. November vor der Hafeneinfahrt zu patrouillieren. In dieser Zeit war der Geleitzerstörer vom 11. bis zum 23. Oktober das Hafenkontrollschiff in der Kossol Passage. Dann am 28. Oktober eskortierte der Geleitzerstörer das Panzerlandungsboot USS LCT-406. Da kam es zu einem Gefecht mit einem japanischen Patrouillenboot. Die USS DEMPSEY versenkte das feindliche Schiff mit einem Torpedo und die Besatzung konnte noch einen Gefangenen aus dem Wasser bergen. Der Geleitzerstörer blieb in den Gewässern der Palau Inseln und patrouillierte dort weiter. Daher konnte die Mannschaft des Kriegsschiffes am 9. November einen amerikanischen Piloten aus dem Wasser bergen. Fünf Tage später verließ die USS DEMPSEY ihr Einsatzgebiet und fuhr zum Atoll Ulithi. Das Kriegsschiff erreichte dieses am 17. November. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 94, die Vizeadmiral John Howard Hoover ( 15. Mai 1887 in Seville, Ohio – 2. Dezember 1970 in Washington DC ) kommandierte. Hauptauftrag des Kriegsschiffes war es, Schiffskonvois zwischen dem Atoll Ulithi, Guam, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der philippinischen Insel Leyte zu eskortieren. Am 20. November begannen diese Eskortierfahrten. So lag die USS DEMPSEY am 12. Dezember vor dem Atoll Eniwetok und vom 19. bis zum 28. Dezember vor Guam. Am 31. Dezember lief die USS DEMPSEY aus Apra Harbor, Guam eiligst aus. Grund dafür war der Motorminensucher USS YMS-267. Dieses Schiff befand sich südlich der Insel und suchte nach Seeminen. An diesem Tag nahm der Minensucher im Motorraum Wasser auf und drohte zu sinken. Wegen des eingedrungenen Wasser mussten die Motoren abgestellt werden. Dadurch fiel die gesamte Elektrizität aus und die Lenzpumpen konnten auch nicht aktiviert werden. Der Funker gab ein Notsignal ab und die USS DEMPSEY eilte zu Hilfe. Der Geleitzerstörer ging längsseits. Umgehend warf man Elektrokabel zu dem havarierten Schiff und lieferte Strom damit die Lenzpumpen arbeiten konnten. Danach kam ein Bergungsschlepper und nahm die USS YMS-267 ins Schlepptau bis zum Apra Harbor. Die USS DEMPSEY selber verließ in den folgenden Tagen Guam und lag vom 11. bis zum 14. Januar in der San Pedro Bay von Leyte. An diesem 14. Januar verließ der Geleitzerstörer wieder die San Pedro Bay und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Ulithi, wo sie am 17. Januar ankamen. Dann verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und lag am 24. Januar vor Guam. Hier integrierte man die USS DEMPSEY in die Task Force 96. Hauptaufgabe dieser hier in der TF anwesenden Schiffe waren der Eskortierdienst und der Luft- und Seerettungsdienst zwischen den Atollen Eniwetok, Ulithi und Kwajalein. Am 15. April verlegte man die Hauptbasis für den Geleitzerstörer nach Eniwetok. Von hier aus führte das Kriegsschiff seinen Patrouillen- und Eskortierdienst zwischen den Atollen aus. So hatte die USS DEMPSEY am 22. April den U-Boot Jäger USS SC-1273 im Schlepptau und brachte diesen für Reparaturarbeiten nach Eniwetok. Am 5. Juli verließ der Geleitzerstörer sein Einsatzgebiet und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Hier legte das Kriegsschiff am 11. Juli an. Man bunkerte an Bord frischen Treibstoff und Proviant. Am nächsten Tag verließ die USS DEMPSEY wieder den Hafen und fuhr nach San Francisco. Der Geleitzerstörer lief am 18. Juli in die Mare Island Naval Shipyard ein und wurde in ein Trockendock bugsiert. Die nun beginnenden Überholungsarbeiten dauerten bis in den November hinein. In dieser Zeit, am 15. August, war durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden. Nach Abschluss der Überholung stellte man am 23. November 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS DEMPSEY ( DE-26 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. April 1947 an die National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten. Man schleppte am 16. Juni 1947 den Schiffskörper aus dem Hafenbereich der US Navy bis zum Verschrottungskai.


USS DEMPSEY ( DE-26 )
Commanding Officer

LCDR Harry Allan Barnard, Jr.      24. Juli 1943 – 13. Dezember 1943
LCDR Joseph (Stormy) Alban Weber, Jr. (USNR)        13. Dezember 1943 – 11. Februar 1945
(später RADM bei USNR)
LCDR William C. Harris, Jr. (USNR)           11. Februar 1945 – 23. November 1945

USS BRACKETT ( DE-41 )

USS BRACKETT ( DE-41 )

Biografie

Bruce Godfrey Brackett
* 16. Oktober 1915 in Seattle, Washington
† offiziell am 23. Januar 1943 für Tot erklärt

Bruce Godfrey Brackett trat 1936 freiwillig ins Naval Reserve Officers Training Corps ein und diente anfangs an Bord der Schlachtschiffe USS NEW YOTK ( BB-34 ) und USS COLORADO ( BB-45 ) und dem Zerstörer USS HOPKINS ( DD-249 ). Man versetzte ihn am 5. September 1939 nach Pensacola, Florida an die dortige Pilotenausbildungsstätte, wo er zum Piloten ausgebildet wurde. Den Rang eines Ensign verlieh man ihm am 15. April 1940 nach der erfolgreichen Abschlussprüfung. Anschließend versetzte man Brackett an Bord des Leichten Kreuzers USS HONOLULU ( CL-48 ) und integrierte ihn in das Cruiser Scouting Squadron 9 ( VCS-9 ). Der Leichte Kreuzer operierte von der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii aus. Am 7. Dezember 1941, dem Tag an dem die Japaner diese Marinebasis massiv mit Flugzeugen angriffen, lag die USS HONOLULU in Pearl Harbor vor Anker. Das Kriegsschiff erlitt während der feindlichen Luftangriffe nur geringe Schäden. Daher übernahm der Leichte Kreuzer Eskortierpflichten zwischen der US Westküste, Australien und den Inseln von Samoa. Im Juni 1942 beförderte man Brackett zum Lieutenant ( jg ). Den folgenden Sommer verbrachte er weiterhin an Bord der USS HONOLULU, welche nun zwischen den Inseln der Aleuten operierte. Man beförderte Brackett schon am 1. Oktober 1942 zum Lieutenant und versetzte den Leichten Kreuzer zur Task Force 67. Während der am 30. November tobenden Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen gehörte Brackett mit seinem PBY Wasserflugzeug zu den Luftaufklärern. Vom 16. Dezember 1942 bis zum 14. Januar 1943 flog er gefährliche Missionen um den japanischen „Tokyo Express“, die sogenannten Versorgungsschiffe die die an Land befindlichen japanischen Einheiten mit Nachschub an Mensch und Material in den Nächten versorgen sollten, zu suchen. Auf seinen Missionsflügen zeichnete sich Brackett durch Tapferkeit aus, wenn er mit schwerem japanischem Flugabwehrfeuer konfrontiert wurde. Ohne Rücksicht auf seine persönliche Sicherheit leuchteten er und seine Mannschaftsmitglieder feindliche Ziele aus, damit amerikanische PT-Boot Staffeln zum Angriff übergehen konnten und eben diese feindlichen Versorgungsschiffe vernichten konnten. Während der stürmischen Nacht vom 14. zum 15. Januar 1943 wurde seine PBY Catalina über Savo Island abgeschossen, während Brackett mehrere amerikanische PT-Boote an einen japanischen Schiffskonvoi, bestehend aus neun Zerstörern, heranführte und mit seinen Suchscheinwerfern unterstützte, damit der Nachschub für die Japaner auf Guadalcanal unterbunden werden konnte. Lieutenant Brackett fand man in den folgenden Tagen weder Tod noch lebendig. Deshalb erklärte man ihn am 23. Januar für tot und verlieh ihm posthum für seinen Heroismus den Silver Star.


USS BRACKETT ( DE-41 )

Schiffsbiografie

Die USS BRACKETT ( DE-41 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Bruce Godfrey Brackett benannt wurde.
Der Geleitzerstörer ist das sechsunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Navy Yard in Bremerton, Washington wurde am 12. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-41 tragen. Doch am 16. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und er erhielt die Kennung DE-41. Mrs. George G. Brackett, Mutter von Lieutenant Bruce Godfrey Brackett, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Henry Roskilly, Jr. ( 1912 in Massachusetts – ? ) ( USNR ) stellte am 18. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Gewässern vor Bremerton verließ die USS BRACKETT und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier meldete sich das Kriegsschiff am 12. November beim Operational Training Command. Der Geleitzerstörer begann hier mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach Abschluss der daran anschließenden Begutachtung des Schiffskörpers und der notwendig gewordenen Reparaturen verließ die USS BRACKETT am 15. Dezember San Diego und wechselte Nach San Francisco, Kalifornien. Hier warteten mehrere Versorgungsschiffe. Am 21. Dezember verließ der Schiffskonvoi die kalifornische Küste und erreichte sechs Tage später die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Umgehend beteiligte sich die USS BRACKETT an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer, die zur Vorbereitung auf die Invasion der Marshall Islands durchgeführt wurden. Dazu versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT und USS DEMSPEY ( DE-26 ), sowie zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Die Japaner hatten dieses Atoll schon im November 1942 verlassen, da es für sie ohne Interesse war. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Für die US Navy war dieses Atoll das beste Sprungbrett um sicher zu den folgenden Inseln zu gelangen. Dank der Bemühungen der United States Coast and Geodetic Survey gab es ab dem 2. Februar eine großangelegte Verankerungsstelle. Die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) sind die ersten Kriegsschiffe die diese nutzten. Die USS BRACKETT eskortierte ab dem 4. Februar mehrere Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte in den sicheren Hafen des Atolls. Bis zum 9. Mai setzte der Geleitzerstörer nun seinen Eskortierdienst für Versorgungsschiffe zwischen den Marshall und den Gilbert Insel fort. Ab dem 9. Mai fuhr das Kriegsschiff wieder nach Pearl Harbor. Dort musste in einem Trockendock unbedingt die Steuerbordwelle und der dazugehörige Schacht repariert werden. Die Arbeiten dazu waren am 15. Juni abgeschlossen. Nach mehreren Testfahrten verließ die USS BRACKETT am 19. Juni die Marinebasis und eskortierte Versorgungsschiffe zu den Inseln der Marianen. Die Insel Saipan erreichte der Geleitzerstörer, da tobte noch der erbitterte Kampf um dieses Eiland. Von Saipan aus nahm das Kriegsschiff seinen Konvoidienst auf und eskortierte Versorgungsschiffe, damit der lebensnotwendige Nachschub, wie Treibstoff, Munition und Nahrung, bis zu den hart umkämpften Basen herangeführt werden konnte. Vom 28. zum 29. Juli befand sich die USS BRACKETT auf dem Weg vom Atoll Eniwetok, Marshall Islands nach Saipan. Da erhielt man auf dem Geleitzerstörer einen Unterwasserkontakt. Umgehend ließ Lieutenant Commander Alfred C. Reed, Jr., Kommandant des Geleitzerstörers, mehrere Wasserbomben über Bord werfen. Nach deren Explosion konnte man aber nicht mit Sicherheit sagen, ob man ein feindliches U-Boot vernichtet hatte. Die nach dem Krieg geöffneten japanischen Aufzeichnungen deuteten daraufhin, dass in diesem Seegebiet zu dieser Zeit sich kein U-Boot aufgehalten hatte. Für die USS BRACKETT kam ab Ende 1944 der natürliche Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln zu ihrer regelmäßigen Patrouillen- und Eskortierfahrt hinzu. Das erste Mal erreichte der Geleitzerstörer Ende Oktober diesen Hafen und verließ ihn Anfang November wieder. In diesen Tagen hatte das Kriegsschiff samt seiner Besatzung nur gelegentliche Einsätze die gefährlich waren. Zu diesen Einsätzen gehörten schwimmende Treibminen die versenkt werden mussten. Doch ab dem 4. Dezember änderte sich dies schlagartig. Früher wurden die Marshall Inseln Wotje, Jaluit, Milli und Maloelap mit den zu eskortierenden Versorgungsschiffen umfahren. Doch mit der Zeit war diese große Umfahrung ein dringend benötigter Zeitfaktor. Daher wurden die auf diesen Inseln befindlichen japanische Einheiten ständig bombardiert. Doch um Erfolge aufweisen zu können, wurden von den Marshall Inseln Scouts eingesetzt, die die Koordinaten durchgaben wo sich feindliche Stellungen befanden. So feuerte die USS BRACKETT unter anderem am 5. Januar 1945 auf eine feindliche Geschützstellung auf dem Atoll Taroa, Marshall Islands. Diese japanische Geschützbatterie samt Bedienungspersonal war danach nicht mehr einsatzfähig. Am 7. Februar löste man den Geleitzerstörer aus dem Eskortier- und Patrouillendienst heraus und das Kriegsschiff fuhr nach Pearl Harbor. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und der Schiffsbesatzung eine Ruhepause gegönnt. Die USS BRACKETT verließ am 8. März die amerikanische Marinebasis und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier waren die Vorbereitungen auf den Angriff auf Okinawa voll im Gange. Dieses Atoll war dazu die am nächsten gelegene Operationsbasis. Hier wurden die 40 Öltanker, Munitions- und Versorgungsschiffe stationiert, die den dringend benötigten Treibstoff, frische und gefrorene Vorräte sowie Munition zu den Rykyu Inseln brachten, damit die Kriegsschiffe der 5. und 3. US Flotte ständig den dringend benötigten Nachschub erhielten. Zur Sicherung all dieser Schiffe versetzte man auch die USS BRACKETT in die Task Group 50.8, welche Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS BRACKETT, USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA ( AO-62 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS PATUXENT ( AO-44 ), USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Während der dritten Eskortierfahrt griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Bis zum 28. Mai blieb die USS BRACKETT in dieser TG und sicherte die Nachschubschiffe vor feindliche Angriffe ab. An diesem 28. Mai verließ der Geleitzerstörer die TG vor Okinawa und eskortierte mehrere Versorgungsschiffe zum Atoll Ulithi. Dieses Atoll verließ das Kriegsschiff gleich nach der Ankunft und eskortierte mehrere Schiffe bis nach Guam, Marianen. Hier erhielt die USS BRACKETT den Befehl an die US Westküste zusammen mit mehreren Versorgungsschiffen zurück zukehren. Guam verließen die Schiffe am 27. Juni und erreichten wenige Tage später Pearl Harbor. Die Schiffe verließen diese Marinebasis am 8. Juli und erreichten sechs Tage später San Francisco. Hier bugsierte man die USS BRACKETT in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und begann mit einer umfangreichen Überholung. Während der Arbeiten akzeptierte Japan am 15. August die bedingungslose Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik zu Ende. Die Reparaturarbeiten an der USS BRACKETT wurden nun eingestellt und man begann alle kriegstechnischen Einrichtungen auf dem Geleitzerstörer abzubauen. Am 23. November 1945 stellte man dann das Kriegsschiff außer Dienst und am 5. Dezember 1945 strich man den Namen USS BRACKETT ( DE-41 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 22. Mai 1947 an die National Metal and Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS BRACKETT ( DE-41 )
Commanding Officer

LCDR John Henry Roskilly, Jr.  (USNR)        8. Oktober 1943 – 13. Juni 1944
LCDR Alfred C. Reed, Jr.  (USNR)         13. Juni 1944 – 23. November 1945

USS ENGLAND ( DE-635 )

USS ENGLAND ( DE-635 )

Biografie

Ensign John Charles England
* 11. Dezember 1920 in Harris, Misouri
† 7. Dezember 1941 in Pearl Harbor, Hawaii
war ein Offizier in der US Navy

Seine Familie zog kurz nach seiner Geburt nach Alhambra, Kalifornien. Dort besuchte er die Alhambra high School ebenso wie seine Schwester Lennie. John Charles England war zum Präsidenten der Abschlussklasse 1938 gewählt worden, war ein Mitglied der Theatergruppe „Light and Shadow Drama Club“ und der Senior Klassensprecher. Später besuchte er das Pasadena City College in Pasadena, Kalifornien das er im Frühjahr 1940 abschloss. In dieser Zeit dort war er ein Mitglied der Theatergruppe „Delta Psi Omega“ wo in jedem Frühjahr durch diese ehrenamtliche Bruderschaft ein Theaterstück aufgeführt wurde. Am 6. September 1940 trat England in Los Angeles, Kalifornien in die United States Naval Reserve ein wo er im Rang eines Matrosen eine Ausbildung erhielt. Nach dieser aktiven Dienstausbildung versetzte man ihn am 25. November an Bord des Schlachtschiffes USS NEW YORK
( BB-34 ) wo er bis zum 21. Dezember 1940 blieb. Danach besuchte er die Naval Reserve Midshipman´s School in New York. Dort beförderte man ihn am 6. März 1941 zum Midshipman. Nach seiner bestandenen Ausbildung am 5. Juni 1941, ernannte man ihn einen Tag später zum Ensign der Reserve. Man teilte ihm danach laut Instruktion die Aufgabe zu, eine Ausbildung als Funker auf der Naval Radio School in Norton Heights, Connecticut zu durchlaufen und diese am 20. Juni abzuschließen. Am 3. September 1941 begab er sich an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ) das das Ziel Pearl Harbor hatte. Noch bevor er sich an Bord des Schlachtschiffes begeben hatte, heiratete er seine Frau die kurz danach ihre erst Tochter zur Welt brachte. Im Dezember erwartete er gespannt auf die Ankunft seiner Frau und seiner drei Wochen alten Tochter Victoria Louise England. Am Morgen des 7. Dezember 1941 saß England für einen Freund im Funkraum des Schlachtschiffes damit er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen könnte wenn diese in Pearl Harbor eintraf. Doch an diesem Morgen griffen die Japaner den Marinestützpunkt von Pearl Harbor ohne Vorwarnung an. Eine der ersten Ziele war die USS OKLAHOMA. Drei Torpedotreffer erhielt gleich zu Anfang das Schiff sowie Bombentreffer. Da begann das Schlachtschiff zu kentern und zwei weitere Torpedos trafen es Mittschiffs. Die Männer, die das Schiff in Panischer Angst verlassen wollten wurden zudem noch von den japanischen Piloten beschossen. Zwanzig Minuten nach dem Beginn des Angriffs drehte sich das Schlachtschiff über die Steuerbordseite mit dem Kiel nach oben. Ensign England überlebte den ersten Angriff und entkam auf die Oberseite des gekenterten Schiffes. Dort sah er, dass seine Kameraden aus dem Funkraum sich noch nicht retten konnten. Er ließ sich wieder ins Wasser gleiten und tauchte zum Funkraum herab woraus er insgesamt drei Männer retten konnte, die er immer einzeln an die Wasseroberfläche brachte. Nachdem er zum vierten Male abtauchte um den letzten Kameraden aus dem Funkraum zu retten, tauchte Ensign England nicht mehr auf. Er war einer der zwanzig Offiziere und 395 Mannschaftsmitglieder die an Bord der USS OKLAHOMA ihr Leben gelassen haben.
Seine Familie erhielt am 16. Dezember 1941 ein postalisches Telegramm von Rear Admiral Chester William Nimitz ( 24. Februar 1885 – 20. Februar 1966 ) worin der Tod von Ensign England mitgeteilt wurde.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Ensign John Charles England bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) aus der BUCKLEY – Klasse.
Das zweite Schiff war die Fregatte mit Lenkwaffen USS ENGLAND mit der Kennung DLG-22 aus der LEAHY – Klasse.


USS ENGLAND ( DE-635 )

Schiffsbiografie

Die USS ENGLAND ( DE-635 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign John Charles England benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 4. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Thelma England ( 1899 – 1997 ), Frau von Harry B. England ( 1896 – 1977 ) und Mutter von Ensign John Charles England, taufte am 26. September 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Walton Barclay Pendleton ( 24. November 1897 in Globe, Arizona – 9. Dezember 1972 in Berkeley, Kalifornien ) stellte am 10. Dezember das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS ENGLAND begann am 1. Januar 1944 und führte den Geleitzerstörer bis zum 14. Februar zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. An diesem 14. Februar legte das Kriegsschiff in San Francisco ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS ENGLAND in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Februar. Zwei Tage später verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und fuhr nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Für diese Fahrt benötigte das Kriegsschiff drei Tage. Hier in Port Purvis lagen zwei Handelsschiffe, die nach Espiritu Santo, New Hebrides eskortiert werden mussten. Dazu legten die drei Schiffe am 7. März ab und erreichten fünf Tage später ohne Vorkommnisse diese Insel. Die USS ENGLAND pendelte nun zwischen Espiritu Santo und Port Purvis und eskortierte Transportschiffe. Am 18. März legte der Geleitzerstörer in Espiritu Santo wieder ab und fuhr nordwärts nach Tulagi. Im Port Purvis legte das Kriegsschiff zwei Tage später an. Hier wartete der Angriffstruppentransporter USS CRESCENT CITY ( APA-21 ) und sollte nach Noumea, Neukaledonien eskortiert werden. Beide Schiffe legten am 24. März in Port Purvis ab du erreichten drei Tage später Noumea. Hier warteten schon sechs Angriffstruppentransportschiffe auf ihre Eskorte nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Im Morgengrauen des 3. April verließ der Schiffskonvoi Noumea und erreichte zwei Tage später Guadalcanal. Nach zwei weiteren Tagen verließ die USS ENGLAND wieder Guadalcanal und fuhr nach Espiritu Santo. Diese Insel erreichte der Geleitzerstörer am 9. April. Hier wartete ebenfalls schon mehrere Schiffe auf die Überfahrt nach Guadalcanal. Schon am 10. April verließen die Schiffe die Insel und erreichten am 12. April Guadalcanal. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff den Zielhafen und fuhr nach Espiritu Santo zurück, um die restliche Schiffsgruppe nach Guadalcanal zu eskortieren. Mit der zweiten Gruppe erreichte der Geleitzerstörer am 20. April Guadalcanal. In Port Purvis lagen mittlerweile zwei Geleitflugzeugträger. Die USS ENGLAND verließ mit den beiden Trägern am 21. April die Halbinsel Tulagi und eskortierte sie zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinsel. In diesem Hafen legten die Schiffe am 25. April an und bunkerten frischen Treibstoff. Drei Tage später legten die drei Schiffe im Seeadler Harbour wieder ab und fuhren über das Atoll Truk, Karolinen zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Diesen Zielhafen erreichten die Schiffe am 3. Mai. Schon am folgenden Tag legte die USS ENGLAND von dem Atoll wieder ab und fuhr direkt nach Guadalcanal. Von dort aus hatte sich ein Munitionsschiff nach Majuro auf den Weg gemacht. Unterwegs trafen die beiden Schiffe aufeinander und der Geleitzerstörer eskortierte den Munitionstransporter sicher bis zum Atoll Majuro. Beide Schiffe legten am 7. Mai dort an. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, verließ der Geleitzerstörer wieder das Atoll und fuhr nach Port Purvis. In diesem Hafen lief das Kriegsschiff am 11. Mai ein und die Schiffsbesatzung erhielt eine Ruhepause. Der militärische Geheimdienst der Pazifikflotte konnte eine Nachricht des japanischen U-Bootes IJN I-16, Kommandant Kommander Yoshitaka Takeuchi, vom 13. Mai entschlüsseln. Darin heißt es, dass für japanische Truppen in Buin an der Südspitze der Insel Bougainville, Westsalomonen eine geplante Lieferung von Reis gebracht werden soll. Sofort alarmiert man die Besatzung der USS ENGLAND und gliedert den Geleitzerstörer in die Task Group 30.4. ein. Diese Patrouillen- und U-Boot Jagdgruppe wurde von Captain William Vincent Saunders kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS McCORD ( DD-534 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und die Geleitzerstörer USS ENGLAND, USS GEORGE ( DE-697 ), USS RABY ( DE-698 ) und USS SPANGLER ( DE-696 ). Die beiden Geleitzerstörer USS GEORGE und USS RABY erreichten am 16. Mai Port Purvis und schlossen sich mit der USS ENGLAND zusammen. Die anderen Kriegsschiffe der TG verließen erst am 22. Mai das Atoll Majuro. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten die drei Kriegsschiffe in Port Purvis ab. Ihre Aufgabe bestand darin das feindliche U-Boote IJN I-16 aufzuspüren und zu vernichten. Schon am frühen Nachmittag des 18. Mai stießen sie auf das japanische U-Boot IJN I-16, dessen Position durch ein amerikanisches Patrouillenflugzeug angezeigt worden war. Die Geleitzerstörer erfassten das feindliche Schiff mit dem Sonar und es begann um 13:41 Uhr der erste Hedgehog Angriff, der ein Misserfolg war. Ein zweiter Hedgehog Angriff erzielte einen Treffer in einer Tiefe von 40 Metern. Ein dritter Hedgehog Angriff um 14:10 Uhr verpasste die Tiefe, da Commander Walton Barclay Pendleton annahm, dass das U-Boot auf eine Tiefe von 61 Metern sich hat sinken lassen. Doch das U-Boot war da schon in einer Tiefe von 99 Metern. Nach diesem Angriff konnte man die genaue Distanz auf dem Echolot sehen. Das japanische U-Boot konnte anschließend noch einen vierten Hedgehog Angriff überstehen. Doch um 14:33 Uhr erfolgte der fünfte Hedgehog Angriff von der USS ENGLAND. Der Akustikman konnte vier bis sechs Detonationen in der Tiefe hören. Gleich darauf gab es eine gewaltige Unterwasserexplosion auf der Position 05° 10’ Süd 158° 31 Ost, die die USS ENGLAND hob und die Besatzung von den Füßen riss. Erst zwanzig Minuten nach dieser Explosion tauchen fetzen von Kork, Deckplatten, Schränke und andere Gegenstände auf der Wasseroberfläche auf. Mittlerweile hatte man in Honolulu im amerikanischen Hauptquartier der US Navy im Pazifik einen Funkspruch abgefangen, in dem eine neue U-Boot Verteidigungslinie zwischen dem Atoll Truk und den Admiralitätsinseln eingerichtet werden sollte. Diese U-Boote hatten die Aufgabe rechtzeitig vor einer amerikanischen Invasionsflotte zu warnen, die in Richtung Palau Inseln unterwegs war und diese auch angreifen. Man setzte nun die drei Geleitzerstörer an, diese U-Boot Verteidigungslinie ausfindig zu machen und wenn möglich zu versenken. In dieser japanischen Verteidigungslinie befanden sich die U-Kreuzer IJN I-44 und IJN I-53 und die U-Boote IJN RO-106, IJN RO-104, IJN RO-105, IJN RO-116, IJN RO-109, IJN RO-112, IJN RO-108, IJN RO-113, IJN RO-117 und IJN RO-111. Am 22. Mai um 3:51 Uhr erfasst man auf der USS GEORGE nördlich der Admiralitätsinseln einen Radarkontakt. Kurz darauf erhält man auf der USS ENGLAND einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Es entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen den amerikanischen Geleitzerstörern und dem japanischen U-Boot IJN RO-106, Kommandant Lieutenant Uda. Auf der USS GEORGE werden die Suchscheinwerfer eingeschaltet und man kann die Umrisse eines feindlichen U-Bootes in rund zwei Seemeilen Entfernung erkennen. Sofort erfolgt auf IJN RO-106 das Alarmtauchen. Um 4:15 Uhr erhält die USS GEORGE einen Sonarkontakt und greift mit einer Salve Hedgehogs an. Das radikal manövrierende U-Boot kann aber diesen Bomben entkommen. Die USS ENGLAND erhält um 4:25 Uhr ebenfalls einen Sonarkontakt. Um 4:44 Uhr greift Commander Walton Barclay Pendleton an und lässt eine Salve Hedgehogs abwerfen. Diese verfehlen aber ihr Ziel. Sofort wendet der Geleitzerstörer und fährt auf seine alte Position zurück. Um 5:01 Uhr wirft die USS ENGLAND eine weitere Salve Hedgehogs über Bord. Anschließend hörte man mindestens drei Unterwasserexplosionen auf der Position 01° 40’ Nord 150° 31’ Ost. Das U-Boot versank mit allen 49 Besatzungsmitgliedern. Schon am folgenden Tag erfasst USS RABY um 6:04 Uhr per Radar das japanische U-Boot IJN RO-104, Kommandant Lieutenant Izubuchi, welches sich rund 250 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, New Irland, Neuguinea befand. Dieses kann durch den Radar Detektor die Emissionen aufnehmen, die Geschwindigkeit erhöhen und um 6:10 Uhr sofort tauchen. Die USS RABY erhält durch ihr Sonar neun Minuten später einen stichhaltigen Kontakt und greift mit vier aufeinanderfolgenden Salven Hedgehogs an. Das japanische U-Boot manövriert allerdings radikal und erzeugt damit auf dem Sonar für „Fish Tailing“. Für die USS RABY war damit der Kontakt zum U-Boot verloren. Jetzt erhält aber die USS GEORGE einen Sonarkontakt und greift an. Doch bis 8:10 Uhr unternimmt der Geleitzerstörer fünf Angriffe und verfehlt jedes Mal. Jetzt bilden alle drei Geleitzerstörer einen Ring um von dem feindlichen U-Boot wieder einen Kontakt zu erhalten. Erst um 8:19 Uhr feuert USS ENGLAND zwei volle Ladungen mit insgesamt 48 Hedgehogs ab. Nach der zweiten Salve hörte man um 8:34 Uhr eine gewaltige Unterwasserexplosion. IJN RO-104 sinkt bei 01° 26’ Nord 149° 20’ Ost. Alle 58 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. So wurde am 24. Mai, rund 225 Seemeilen nordnordwestlich von Kavieng, gegen 1:20 Uhr durch die USS GEORGE ein Radarkontakt aus einer Entfernung von über acht Seemeilen aufgefangen. Aber acht Minuten später war der Radarkontakt verschwunden. Eine halbe Stunde später war das japanische U-Boot IJN RO-116, Kommandant Lieutenant Commander Okabe Takeshi, in Reichweite der USS ENGLAND. Der Geleitzerstörer erfasst das U-Boot mit seinem Sonar und lässt zwei mögliche Abwürfe von Hedgehogs ungenutzt. Erst bei der dritten Möglichkeit werden 24 abgeworfen. Davon trafen mindestens drei Stück das U-Boot auf der Position 00° 53’ Nord 149° 14’ Ost und zerstörten es. Alle 56 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Am 26. Mai trafen dann der Geleitflugzeugträger und die ihn eskortierenden Zerstörer in dem Operationsgebiet ein. Um 23:03 Uhr erhält USS RABY rund 110 Seemeilen nordöstlich von Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln einen Radarkontakt aus einer Entfernung von rund 7,5 Seemeilen. Auch die USS ENGLAND erhielt diesen Radarkontakt. Um 23:14 Uhr wird das auf dem Wasser schwimmende U-Boot IJN RO-108 in 4.100 Metern Entfernung sichtbar. Dessen Kommandant hatte die sich anschleichenden amerikanischen Geleitzerstörer ebenfalls bemerkt und lässt das U-Boot Tauchen. Die von der USS RABY abgefeuerte Salve Hedgehogs blieb ohne Wirkung. Um 23:23 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Elf Sekunden später gab es zwischen 4 bis 6 Unterwasserexplosionen, gefolgt von mehreren kleinen Unterwasserexplosionen und Rumpelgeräuschen. Am folgenden Morgen wurden mehrere Fragmente des U-Bootes geborgen. Es wurde auf der Position 00° 32’ Süd 149° 56’ Ost mit allen 53 Besatzungsmitgliedern zerstört. Die Geleitzerstörer fuhren am 27. Mai zum Bunkern von frischem Proviant, Hedgehogs und Treibstoff zum Seeadler Harbour und kehrten erst am folgenden Tag zurück. Die USS HAGGARD BAY und die sie begleitenden Zerstörer blieben in den Gewässern und suchten nach weiteren feindlichen U-Booten. Am 30. Mai um 01:44 Uhr machte man auf der USS HAZELWOOD einen Radarkontakt in siebeneinhalb Seemeilen Entfernung aus, der von einem feindlichen U-Boot stammte. Um 01:53 Uhr konnte man dieses U-Boot sichten, jedoch IJN RO-105 tauchte sofort ab. Auf dem Zerstörer erhielt man kurz darauf einen Sonarkontakt und begann mit Wasserbomben das feindliche U-Boot zu jagen. Gegen 4:35 Uhr stießen die Geleitzerstörer USS RABY und USS GEORGE dazu und begannen mit ihren Hedgehogs Angriffen. Aus den Impulsen der dann erfolgten Explosionen nahm man an, dass durch die USS GEORGE drei Treffer an dem feindlichen Boot erzielt worden waren. Aber das radikal manövrierende U-Boot war noch immer nicht vernichtet. Um 5:00 Uhr des 31. Mai traf die USS ENGLAND und die USS SPANGLER in dem Seegebiet ein. Die USS SPANGLER feuerte eine Salve Hedgehogs ab, doch diese zeigten keine Wirkung. Um 7:29 Uhr feuerte die USS ENGLAND eine Salve von 24 Hedgehogs ab. Eine gewaltige Unterwasserexplosion zerriss IJN RO-105 auf der Position 00° 47’ Nord 149° 56’ Ost. Das war das sechste feindliche U-Boot innerhalb von dreizehn Tagen das der USS ENGLAND zum Opfer fiel. Die Schiffe der TG 30.4 patrouillierten nun noch bis zum 4. Juni in dem Seegebiet und fuhren dann zum Seeadler Harbour um die Bunker wieder aufzufüllen. Bis zum 19. Juni blieb der Geleitflugzeugträger und die Zerstörer in dem Seegebiet nördlich der Admiralitätsinseln, aber es wurden keine weiteren feindlichen U-Boote aufgespürt. Die USS ENGLAND konnte nun wieder ihre Eskortierarbeit aufnehmen und verließ am 13. Juni die Gewässer. Ziel war Port Purvis. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer am folgenden Tag an. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 29. Juni liegen. Die Schiffsbesatzung konnte sich von den anstrengenden Tagen erholen und kleine Reparaturen an dem Schiff vornehmen. An diesem 29. Juni verließ die USS ENGLAND wieder Port Purvis und fuhr nach Treasury Island. Für diese Fahrt benötigte der Geleitzerstörer einen Tag. Am Morgen des 1. Juli ging diese weiter. Das Kriegsschiff verließ die Insel und fuhr nach New Hanover, Neuguinea und von dort aus zum nördlich gelegenen Emirau Island, Neuguinea. Hier wartete man auf neue Befehle. Diese erreichten das Kriegsschiff am 29. Juli. Noch in der Nacht vom 29. zum 30. Juli verließ die USS ENGLAND Emirau Island und fuhr zum Atoll Majuro. Dieses erreichte der Geleitzerstörer in der Nacht zum 1. August. Da man sich allerdings nicht so gut in diesen Gewässern des Atolls auskannte, lief das Kriegsschiff auf Grund. Selbständig konnte es sich befreien, aber in dem unter Wasser liegenden Schiffskörper waren mehrere Lecks geschlagen worden. Noch am 1. August verließ die USS ENGLAND wieder das Atoll Majuro und fuhr zum Seeadler Harbour für erste Reparaturarbeiten. Diesen Hafen erreichte das Kriegsschiff zwei Tage später und die erste Arbeiten konnten verrichtet werden. Am 6. August verließ der Geleitzerstörer wieder den Seeadler Harbour und fuhr weiter nach Süden, in die Milne Bay an der Südspitze von Neuguinea. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff am 8. August ein. Hier begannen sofort die eigentlichen Reparaturarbeiten, die bis zum 24. September andauerten. An diesem Tag verließ die USS ENGLAND die Milne Bay und fuhr nach Sydney, Australien. In das dort Vorgelagerte Trockendock bugsierte man den Geleitzerstörer am 29. September. Hier wurden die Restarbeiten an dem Schiffskörper vorgenommen. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen und die USS ENGLAND verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS FOREMAN ( DE-633 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Die USS ENGLAND begann nun bis zum 2. Dezember zwei Kreuzfahrten zwischen Hollandia und Leyte und war dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Zwischendurch eskortierte der Geleitzerstörer vom 1. bis zum 4. November einen Schiffskonvoi und vom 7. bis zum 18. November mehrere Flottentanker in die San Pedro Bay. Am 2. Dezember wechselte das Kriegsschiff dann zum Seeadler Harbor und eskortierte in den Gewässern der Admiralitätsinseln bis zum 2. Januar 1945 mehrere Schiffe. Ab dem 2. Januar eskortierte die USS ENGLAND zwischen dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi, Karolinen, dem Hauptstützpunkt der Truppentransporter und später der Hauptstützpunkt für die Angriffe auf Iwo Jima und Okinawa, mehrere Schiffskonvois hin und her. Außer im Februar, da eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi zu den Kossol Roads, Palau Islands und von dort aus zu den Philippinen. Anschließend nakm das Kriegsschiff seine Eskortierpflichten zwischen dem Seeadler Harbour und dem Atoll Ulithi wieder auf. Man versetzte die USS ENGLAND am 23. März in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte, nachdem der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi erreicht hatte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS ENGLAND in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS ENGLAND, USS FOREMAN, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Die USS ENGLAND verließ aber schon nach wenigen Tagen Okinawa und fuhr zum Atoll Ulithi zurück. Hier warteten die beiden Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ). Die USS MOBILE sollte sich vor Okinawa in die Task Force 52 und die USS OAKLAND in die Task Group 58.4 eingliedern. Am 3. April befanden sich die drei Schiffe dann in den Gewässern vor Okinawa. Schon am 6. April verließ die USS ENGLAND wieder das Kampfgebiet und eskortierte die entleerten Truppentransporter von Okinawa nach Saipan, Nördliche Marianen. Dies dauerte bis zum 17. April. Ab diesem Tag übernahm der Geleitzerstörer nördlich der Kerama Retto Inseln dann seine Sicherungs- und Patrouillenstation ein. Während dieser Patrouillenfahrt gab es des öfteren Gefechtsalarm wegen herannahender feindlicher Flugzeuge. Am 27. April, da befand sich das Kriegsschiff 14 Seemeilen nordnordwestlich von Zampa-misaki, Okinawa, näherte sich so ein Kamikazepilot und wollte sich auf den Geleitzerstörer stürzen. Die Geschützmannschaften konnten noch rechtzeitig dieses Flugzeug abschießen, jedoch stürzte es in der Nähe des Schiffes ins Wasser und explodierte. Durch die entstandene Druckwelle gab es zwar keine Verluste auf der USS ENGLAND, aber einen erheblichen Schaden den man allerdings noch vor Ort reparieren konnte. Am 9. Mai befand sich der Geleitzerstörer rund 5 Seemeilen nordwestlich der Kerama Retto Inseln. Da wurde das Kriegsschiff von drei japanischen Sturzkampfbombern angegriffen. Das Flakabwehrfeuer der Geschützmannschaften setzte das erste Flugzeug in Brand. Doch deren Pilot konnte seine Maschine noch auf die Steuerbordseite direkt unter der Brücke der USS ENGLAND stürzen lassen. Dieser Pilot hatte seine Anweisungen, die Nervenzentrale eines Schiffes zu treffen und so viele Offiziere wie nur möglich zu töten, versucht eingehalten. Als dann noch die mitgeführte Bombe explodierte begann für die Mannschaft des Geleitzerstörers ein Wettlauf mit der Zeit. Alle entstandenen Feuer mussten so schnell wie möglich gelöscht werden um das Schiff zu retten. Währenddessen schossen die Geschützmannschaften die beiden anderen Kamikazepiloten noch rechtzeitig ab, so dass diese keinen Schaden anrichten konnten. Auf dem Geleitzerstörer wurden durch den Kamikazeangriff 37 Besatzungsmitglieder getötet oder wurden vermisst und 25 zum Teil schwer verwundet. Man schleppte die USS ENGLAND mit einem Hochseeschlepper zu den Trockendocks bei den Kerama Retto Inseln damit die ersten Reparaturen erfolgen konnten. Am 22. Mai verließ der Geleitzerstörer im Schlepptau des Schlachtschiffes USS COLORADO ( BB-45 ) die Inseln. Die Sicherung übernahm der Geleitzerstörer USS BEBAS ( DE-10 ). Das Ziel war die San Pedro Bay, Leyte, wo weitere Reparaturen erfolgen konnten. Diese waren bis zum 16. Juli abgeschlossen. Am 16. Juli verließ die USS ENGLAND aus eigener Kraft die philippinische Insel und fuhr über Pearl Harbor und San Diego an die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und legte Ende August im Hafen der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. In dieser Werft sollte die USS ENGLAND zu einem Schnellen Truppentransporter umgerüstet werden. Doch das Ende des Zweiten Weltkrieges ließ diese Arbeiten stoppen. Durch die umfangreich erlittenen Schäden während der Dienstzeit des Geleitzerstörers und der Überschuss an Schiffen dieser Art, beschloss man das Kriegsschiff nicht mehr zu reparieren. Man stellte daher am 15. Oktober 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den namen USS ENGLAND ( DE-635 ) strich man am 1. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 26. November 1946 den Schiffskörper an die Northern Metals Corporation in Philadelphia zum verschrotten. Die US Navy gab am 10. Dezember 1946 den Schiffskörper zur Verschrottung frei.


USS ENGLAND ( DE-635 )
Commanding Officer

CDR Walton Barclay Pendleton         10. Dezember 1943 – 30. August 1944
LCDR John Alexander Williamson         30. August 1944 – 15. September 1945
LT Augustus Dee Daily          15. September 1945 – 15. Oktober 1945

USS FOREMAN ( DE-633 )

USS FOREMAN ( DE-633 )

Biografie

Andrew Lee Foreman
* 25. September 1920 in Berkeley, Kalifornien
† 30. November 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) während der Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen

Nach seinem Abschluss an der Universität von Berkeley, meldete sich Andrew Lee Foreman am 13. Mai 1942 freiwillig zur US Navy Reserve und erhielt den Rang eines Ensign. Man beorderte ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) auf dem er unter dem Leiter des Schadensbegrenzungsteams, dem Damage Control Officer, diente. Am 30. November 1942 kam es zu der Schlacht bei Tassafaronga. Im Vorfeld waren immer wieder amerikanische Kriegsschiffe im Norden von Guadalcanal patrouillieren um den Nachschub der Japaner zu unterbinden. Der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS erhielt kurz nach 23:00 Uhr einen Radarkontakt von mehreren japanischen Schiffen. Daraufhin schossen US Zerstörer zwanzig Torpedos ab, die aber keine Treffer erzielten. Derweil schossen mehrere US Kreuzer mit ihren Geschützen auf die feindlichen Ziele und boten dadurch selber sehr gute Ziele, was die Japaner ausnutzten. Deren Zerstörer schossen ihrerseits zwanzig Torpedos ab. Diese trafen alle im Gefecht befindlichen vier Schweren Kreuzer. So auch die USS NEW ORLEANS. Der eingeschlagene Torpedo riss den Bug des Kreuzers weg und es entstanden in diesem Bereich heftige Brände, die aber schnell durch das Schadensbegrenzungsteam gelöscht werden konnten. Allerdings mussten dann Brandwachen dieses Teams an den vorderen Spannten abgestellt werden. Ensign Andrew Lee Foreman meldete sich freiwillig dazu und überwachte den am nächsten gelegenen Spannten der sich in Richtung des abgerissenen Bugs befand. Dort traten durch die Explosion immer noch Gase aus. Foreman blieb aber auf seinem ihm zugewiesenen Posten, da der Schwere Kreuzer aus eigener Kraft noch fahren konnte. Foreman erstickte. Er erhielt für sein heroisches selbstaufopferungsvolles Verhalten das Navy Cross posthum verliehen.


USS FOREMAN ( DE-633 )

Schiffsbiografie

Die USS FOREMAN ( DE-633 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Andrew Lee Foreman benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das achtundsechzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 9. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Nadine Foreman, die Schwester von Ensign Andrew Lee Foreman, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles A. Manston ( USNR ) stellte am 22. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS FOREMAN begann sofort nach der Fertigstellung des Geleitzerstörer und führte das Kriegsschiff zwischen San Francisco und San Diego, Kalifornien hin und her. Anfang Januar 1944 legte das Kriegsschiff in San Francisco dann ab und fuhr zu dem amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesem Hafen legte der Geleitzerstörer sechs Tage später an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Schon am folgenden Tag legte die USS FOREMAN in Pearl Harbor wieder ab und fuhr zum Atoll Funafuti, Ellice Islands. Dieses Atoll erreichte der Geleitzerstörer am 28. Januar. In den folgenden neun Monaten eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffskonvois im Südwestpazifik. Die zu eskortierenden Schiffe brachten Nachschub an Waffen, Vorräten und Soldaten. Außerdem mussten auch Kreuzer und Schlachtschiffe zu ihren Verbänden eskortiert werden. An den Tagen an denen keine Eskorte anstand, patrouillierte die USS FOREMAN nördlich der Westsalomonen und westlich von Neuguinea. Hier war der Geleitzerstörer auf der Suche nach japanischen U-Booten und feindlichen Schiffen damit die Alliierten Truppen auf den Salomonen und Neuguinea vollständig die Kontrolle übernehmen konnten. Am 29. September fuhr die USS FOREMAN nach Sydney, Australien. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen durchgeführt. Diese waren am 10. Oktober abgeschlossen. Die USS FOREMAN verließ an diesem Tag zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) auch gleich wieder Sydney. Beide Geleitzerstörer erreichten fünf Tage später Mono Island, die Treasury Islands, Salomonen. Hier wartete ein Schiffskonvoi um nach Hollandia, Neuguinea eskortiert zu werden. Gleich nach dem bunkern von frischem Treibstoff legten beide Kriegsschiffe wieder ab und sicherten den Schiffskonvoi auf der Fahrt nach Hollandia. Diese Halbinsel vor Jayapura erreichten die Schiffe schon drei Tage später. Bis zum 26. Oktober verblieben die beiden Geleitzerstörer in dem Hafen und eskortierten ab diesem Tag zwei Lazarettschiffe zur philippinischen Insel Leyte. Sie erreichten in der Nacht zum 30. Oktober die San Pedro Bay, Leyte und trennten sich hier. Das Beladen eines Verwundetentransportschiffes mit Verletzten war noch am selben Tag abgeschlossen. Die USS FOREMAN legte mit diesem Schiff noch am selben Tag wieder ab und eskortierte es zu den Kossol Roads, Palau Inseln. Diese erreichten sie zwei Tage später. Dort wartete aber auch schon ein Schiffskonvoi mit Nachschub, der zur San Pedro Bay eskortiert werden musste. So verließ der Geleitzerstörer wieder die amerikanische Marinebasis bei den Palau Inseln und fuhr zu der philippinischen Insel. Für das Kriegsschiff begannen nun Eskortierfahrten von Großkampfschiffen, Handelsschiffen und Schnellen Truppentransportern zwischen dem Seeadler Harbour und Hollandia sowie den Atollen Eniwetok, Majuro und Ulithi. Diese Sicherungsfahrten übernahm die USS FOREMAN bis zum 9. März 1945. An diesem Tag legte der Geleitzerstörer bei den Kossol Roads an und diente hier für die nächsten zehn Tage als Stationsschiff. Ab Mitte März bereitete sich nun die US Navy für die entscheidenden Kämpfe vor. Mit Okinawa begannen die ersten Kämpfe um die japanischen Inseln. Dazu zog man die Pazifikflotte der US Navy vor dem Atoll Ulithi zusammen. Die USS FOREMAN verließ am 19. März die Kossol Roads und erreichte zwei Tage später das Atoll. Hier versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 54, der Gunfire Support Group, die Rear Admiral Morton Lyndholm Deyo ( 1. Juli 1887 in Poughkeepsie, New York– 10. November 1973 auf Kittery Point, Maine ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Die Schiffe der TG 54 hatten bis zum 21. März für die kommenden Kämpfe um Okinawa östlich des Atolls Ulithi geübt. Innerhalb der Task Force 54 befand sich die USS FOREMAN in der Task Undergroup 54.1.6. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS FOREMAN, USS ENGLAND, USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS WHITEHURST ( DE-634 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS BOWERS ( DE-637 ) und USS WILLMARTH ( DE-638 ). Noch am 23. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Hier beteiligten sich die Geleitzerstörer an dem Bombardement japanischer Küstenstellungen. Damit sollte die Vorbereitung für die Anlandungen am 1. April geschaffen werden. Die Schiffe der Task Group 54.1 erlebten am 26. März zum ersten Mal einen feindlichen Luftangriff. Die Geschützmannschaften der USS FOREMAN feuerten dabei auf ein angreifendes japanisches Flugzeug, das dann kurz vor dem Bug des Geleitzerstörers auf dem Wasser aufschlug und zerschellte. An Bord des Kriegsschiffes gab es keine Verluste, nur am Schiff selber mehrere kleine Beschädigungen. Nach dem erfolgreichen Anlandungsmanöver auf Okinawa, versetzte man die USS FOREMAN am 2. April zu den Kerama Retto Inseln, bei denen sich der logistische Nachschub sammelte. Hier sollte der Geleitzerstörer auf U-Boot Patrouille gehen und die Einfahrt für die Nachschubschiffe sichern. In der Nacht zum 3. April war der Geleitzerstörer schon auf seiner Station, da griff ein einzelner japanischer Bomber das Kriegsschiff an. Er überflog die USS FORMAN und klinkte seine mitgeführte Bombe aus. Diese fiel Mittschiffs auf der Backbordseite ins Wasser und explodierte etwa neun Meter vom Schiffskörper entfernt. Durch diese Explosion wurde unterhalb der Wasserlinie bei den Feuerräumen ein Leck in die Schiffshaut geschlagen. Der gesamte Feuerraum wurde überflutet, aber nach einer halben Stunde war der Schaden unter Kontrolle. Zwei der dort tätigen Matrosen wurden nur verletzt. Mit der Überflutung des Feuerraumes fiel allerdings auch der Generator aus und kein Strom konnte produziert werden. Damit verbunden war der Totalausfall aller Geschütze und des Lichts. Zum Glück konnte der feindliche Bomberpilot dadurch den Geleitzerstörer nicht mehr sehen und drehte ab. Aus eigener Kraft konnte das Kriegsschiff nun selber in die Reparaturbasis bei den Kerama Retto Inseln fahren, damit hier Notreparaturen ausgeführt werden konnten. Anschließend wechselte das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi, wo es am 17. April in ein schwimmendes Trockendock bugsiert wurde. Die reparaturarbeiten waren dann am 28.Mai abgeschlossen und die USS FOREMAN kehrte am 29. Mai nach Okinawa zurück. Hier begann der Geleitzerstörer ab dem 3. Juni mit seinen Patrouillenfahrten. Acht Tage später flog wieder ein Kamikazepilot direkt auf das Kriegsschiff zu. Mit Hilfe der Geschützmannschaften von einem Schwesterschiff konnten die Geschützmannschaften der USS FOREMAN diesen Piloten rechtzeitig abschießen bevor dieser auf nur in der Reichweite des Schiffes war um sich darauf zu stürzen. Am 29. Juni versetzte man die USS FOREMAN in die Task Force 32, die Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich 3 Schlachtschiffe, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), ein Leichter Kreuzer, der Geleitflugzeugträger USS SANTEE ( CVE-29 ) und 3 weitere, die Zerstörer USS DAVID W. TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D. HENLEY ( DD-553 ), USS BROWN ( DD-546 ) und 8 weitere sowie der Geleitzerstörer USS FOREMA und 3 weitere. Die Aufgabe dieser Task Force bestand darin mit den Schiffen der Task Force 39, darin befanden sich 7 Schnelle Minenleger, 7 Schnelle Minensucher, 52 Minensucher, 49 Räumboote, 7 Minenlegern und 7 Netzlegern, eine umfangreiche Minenräumoperation bis zu 200 Seemeilen südwestlich des Ostchinesischen Meeres durchzuführen. Gleichzeitig sollten feindliche Ziele auf chinesischem Festland bombardiert werden. Die USS FOREMAN verließ am 16. August, einen Tag nach der bedingungslosen Kapitulation Japans, diese Task Force und fuhr in die Buckner Bay, Okinawa um sich einer kurzen Überholung zu unterziehen. Diese dauerte nur sechs Tage. Gleich daran anschließend begann der Geleitzerstörer mit weiteren Eskortierfahrten zwischen Okinawa und dem japanischen Hauptinseln. Am 26. September legte das Kriegsschiff im Hafen von Wakayama, Japan ab. An Bord hatten sich amerikanische Kriegsveteranen eingeschifft, die an die US Westküste transportiert werden sollten. Die USS FOREMAN legte am 17. Oktober im Hafen von San Diego an. Hier schiffte man die Passagiere aus und der Geleitzerstörer legte wieder ab. Ziel war diesmal die US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanals und dem Besuch mehrerer Häfen an der US Ostküste, erreichte das Kriegsschiff Green Cove Springs, Florida, wo die Atlantikreserveflotte lag. Hier stellte man am 28. Juni 1946 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS FOREMAN ( DE-633 ) strich man am 1. April 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper 1966 zum verschrotten.


USS FOREMAN ( DE-633 )
Commanding Officer

LCDR Charles A. Manston   USNR        22. Oktober 1943 – 16. September 1944
LCDR William J. Carey, Jr.   USNR        16. September 1944 – 28. Juni 1946

USS LANING ( DE-159 )

USS LANING ( DE-159 )

Biografie

Harris Laning
* 18. Oktober 1873 in Petersburg, Illinois
† 2. Februar 1941 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Admiral in der US Navy und der Vater von Rear Admiral Caleb Barrett Laning ( 27. März 1906 in Kansas City, Missouri – 31. Mai 1991 in Falls Church, Virginia )

Am 7. Juni 1895 schloss Harris Laning sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland ab. Anschließend diente er auf den Philippinen und beteiligte sich an der Niederschlagung des dortigen Aufstandes. Dann versah er seine Pflichten während des Spanisch – Amerikanischen Krieges und während der China Relief Expedition. Vom 1. Juli 1907 bis 1910 diente er als Navigationsoffizier auf dem Schlachtschiff USS NEBRASKA ( BB-14 ). Da er sehr gut mit Waffen umgehen konnte, übernahm er als Kapitän die US Schützen Mannschaft. Diese führte er zu den V. Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm, Schweden. Hier gewannen sie insgesamt sieben Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Sein erstes Kommando über ein Kriegsschiff erhielt Lieutenant Commander Harris Laning mit dem Zerstörer USS CASSIN ( DD-43 ). Dieses Kriegsschiff stellte er in der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine am 9. August 1913 in den Dienst der US Navy und kommandierte es bis zum 28. April 1914. Der Heimathafen der USS CASSIN war ab dem 5. Dezember 1913 Key West, Florida. Von dort aus beteiligte sich der Zerstörer an Flottenmanövern und Übungen in der Karibik und im Golf von Mexiko. Nach der Tampico Affäre, die am 9. April 1914 durch amerikanische Matrosen und mexikanische Soldaten hervorgerufen worden war, verlegte man am 21. April unter anderen die USS CASSIN nach Veracruz um den dortigen Hafen zu blockieren. Sieben Tage später gab LCDR Harris Laning das Kommando über den Zerstörer an Lieutenant Commander Ernest Joseph King ( 23. November 1878 in Lorain, Ohio – 25. Juni 1956 in Portsmouth, New Hampshire ), dem späteren Flottenadmiral im Zweiten Weltkrieg, ab. Nun beteiligte sich Harris Laning an der Dominikanischen Kampagne und dem Ersten Weltkrieg. Hier verlieh man ihm wegen außergewöhnlicher Leistungen das Navy Cross. Anfang 1919 war er der Stabschef des Kommandeurs der Destroyer Force innerhalb der Atlantikflotte. In dieser Position unterstützte er erfolgreich im Mai 1919 den ersten Transatlantikflug der US Navy Maschine NC-4, der vom 8. bis zum 31. Mai dauerte. Der Start erfolgte von der Naval Air Station Rockway, New York mit den folgenden Zwischenstopps in Chatham Naval Air Station in Massachusetts, in Halifax, Nova Scotia; Trepassey, Neufundland; den Azoren, das portugiesische Festland, Spanien und schließlich England. Auf dem Atlantik zwischen den USA und Europa waren insgesamt 53 Stationsschiffe positioniert damit die Crew der Curtiss NC-4 Maschine navigieren konnten. Zwischen den zahlreichen Diensten an Bord der unterschiedlichsten Kriegsschiffe, unterrichtete Harris Laning als Instrukteur an der United States Naval Academy. Nachdem man ihn dann zum Rear Admiral befördert hatte, befehligte er eine Schlachtschiffdivision, anschließend vom 16. Juni 1930 bis 13. Mai 1933 war er der Präsident des Naval War College in Newport, Rhode Island. Dann als Vizeadmiral befehligte Laning die Kreuzer innerhalb der Scouting Force. Nachdem man ihn zum Admiral ernannt hatte, kommandierte Harris Laning vom 1. April 1935 bis zum 20. April 1936 die Battle Force der US Atlantikflotte. Ab dem 20. April 1936 bis zum 1. oktober 1937 war Laning der Kommandeurder New York Navy Yard und des 3. Naval Districts. Admiral Harris Laning zog sich am 1. November 1937 aus dem aktiven Dienst bei der US navy zurück und diente bis zu seinem Tode am 2. Februar 1941 als Gouverneur des Naval Home in Philadelphia, Pennsylvania. Seine sterbliche Hülle begrub man auf dem United States Naval Academy Cemetery in Annapolis.
Admiral Harris Laning war mit Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ) verheiratet.


USS LANING ( DE-159 )

Schiffsbiografie

Die USS LANING ( DE-159 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Admiral Harris Laning benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 23. April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mabel Claire Nixon Laning ( 2. Juni 1877 – 5. Oktober 1965 ), Witwe von Admiral Harris Laning, taufte am 4. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edwin Charles Woodward stellte am 1. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LANING zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Gleich im Anschluss daran fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier wurden an Bord des Kriegsschiffes die Mannschaften ausgebildet, die für andere Geleitzerstörer vorgesehen waren. Diese Ausbildungen dauerten bis zum 8. November. An diesem Tag verließ die USS LANING den Hafen von Norfolk und fuhr nach New York City. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 21, die zur Eskorte von Schiffskonvois gebildet worden war. Am 12. November legte die USS LANING im Hafen von New York ab und fuhr zusammen mit anderen Geleitzerstörern zur Insel Aruba, Niederländisch Westindien. Diese Insel erreichten die Schiffe am 17. November. Hier warteten mehrere Tanker. Diese sollten die Truppen auf nordafrikanischem Gebiet mit den dringend benötigten Treibstoffen versorgen. Die Insel Aruba verließ der Schiffskonvoi am 20. November. Die USS LANING absolvierte in den folgenden drei Monaten zwei weitere Eskortierfahrten zwischen Aruba, Bizerte, Tunesien und Algier, Algerien. Nach der letzten Eskortierfahrt von diesen Hochgeschwindigkeitstankern, begann für die USS LANING und deren Besatzung eine Zeit der Ausbildung vor der Küste New Englands. Hier wurden mehrere Übungen zur Vernichtung von U-Booten durchgeführt. Nach Abschluss dieser Ausbildungen erreichte der Geleitzerstörer am 1. April den Hafen von Norfolk. Hier wartete ein Schiffskonvoi der die Bezeichnung UGS 38 hatte. In diesem Konvoi befanden sich insgesamt 87 Handelsschiffe. Am 3. April legten die Handelsschiffe in Norfolk ab und wurden von den Kriegsschiffen der Task Force 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ) USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE.320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS FECHTELER ( DE-157 ), USS FISKE ( DE-143 ) und USS CHASE ( DE-158 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS LANING können fünf Junkers Ju 88 Bomber während des Angriffs abschießen. Einem abgeworfenen Torpedo kann der Geleitzerstörer gerade noch so nach Backbord ausweichen. Die Besatzung der USS MENGES rettete nach dem Kampf 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden anschließend nach Algier gebracht. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS LANING und USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe am 1. Mai wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS LANING, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE, USS NEWELL und USS CHASE und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Kriegsschiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Die USS LANING übernahm nun die Spitze des Schiffskonvois. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag erfasste das Radar der USS LANING einen Oberflächenkontakt, der sich in einer Entfernung zwischen 3 und 13 Seemeilen bewegte. Als für Lieutenant Commander Edwin Arthur Shuman, Jr. ( USNR ), Kommandant der USS LANING, klar war das sich der Oberflächenkontakt um ein feindliches U-Boot handelte, tauchte dieses auch schon in einer Reichweite von 6.500 Metern Entfernung ab und war für den Geleitzerstörer nicht mehr erreichbar. Zusammen mit der USS FECHTELER und einem weiteren Geleitzerstörer suchte nun die USS LANING nach dem U-Boot, welches direkt auf den Schiffskonvoi zusteuerte, um es abzufangen und zu vernichten bevor es auf eines der Schiffe des Konvois einen Torpedo abschießen konnte. Heftige Unterwasserexplosionen um 3:10 Uhr und 3:45 Uhr erschütterten dann die drei die drei Geleitzerstörer. U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), lauerte in Periskoptiefe. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Die USS LANING suchte noch nach der Explosion nach dem deutschen U-Boot, doch dieses entkam unbemerkt. Dann wandte sich der Geleitzerstörer um 4:10 Uhr wieder der sinkenden USS FECHTELER zu und die Mannschaft des Kriegsschiffes konnte 186 Überlebende aus dem Wasser retten. Gegen 5:30 Uhr brach die USS FECHTELER nach einer weiteren Explosion auseinander und versank in den Fluten. Um 6:21 Uhr stellte die USS LANING die Rettungsarbeiten ein und brachte die Überlebenden nach Gibraltar. Anschließend eilte der Geleitzerstörer dem Schiffskonvoi GUS 38 hinterher. Die Schiffe des Konvois erreichte dann unangefochten New York und legten dort am 21. Mai an. Für die USS LANING folgten bis zum 8. Oktober nun noch zwei weitere Atlantiküberquerungen. Nach der Ankunft in New York am 8. Oktober diente der Geleitzerstörer vom 15. Oktober bis zum 22. November vor New London, Connecticut als Übungs-Torpedo Zielschiff. An diesem 22. November verließ das Kriegsschiff New London und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. In diese Werft fuhr die USS LANING am 24. November ein und wurde noch am selben Tag zu einem Schnellen Truppentransporter umklassifiziert. Dazu erhielt das Kriegsschiff die Kennung APD-55. Die erforderlichen Umrüstungsarbeiten waren am 14. Februar 1945 abgeschlossen und der Schnelle Truppentransporter gehörte nun zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Am 21. Februar verließ die USS LANING die Werft von Philadelphia und fuhr nach Norfolk. Hier sollten auf dem Kriegsschiff Mannschaften ausgebildet, die auf einem Schnellen Truppentransporter dienen würden. Man versetzte dann das Kriegsschiff in den Pazifik, wo der Zweite Weltkrieg noch immer tobte. Dazu verließ die USS LANING am 26. Mai Norfolk und durchquerte am 1. Juni den Panamakanal. Von hier aus ging die Fahrt nach San Diego, Kalifornien weiter und endete am 18. Juni in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begann nun ein Training mit Underwater Demolition Teams. Dieses Training ging bis zum 14. Juli. An diesem Tag fuhr der Schnelle Truppentransporter nach San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man die USS LANING zum Flaggschiff der Underwater Demolition Teams ( UDT ). Bis zum 11. August blieb der Schnelle Truppentransporter in San Francisco liegen und wechselte an diesem Tag nach San Pedro, Kalifornien. Hier schifften sich am folgenden Tag die Truppen der UDT 9 und der Com UDT Ron 2 ein. Dies dauerte bis zum 16. August. An diesem Tag legte das Kriegsschiff in San Pedro ab und fuhr nach Oceanside im Süden Kaliforniens. Von hier aus ging die Fahrt dann in den Fernen Osten. Am 4. September erreichte der Schnelle Truppentransporter Okinawa und schloss sich hier der Okkupationsflotte der 7. US Flotte an. Auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel war die USS LANING das fünfte Schiff im Konvoi. Vom 8. September bis zum 17. Oktober unterstützte das Kriegsschiff die Underwater Demolition Teams während deren Aufklärungsoperationen in den Häfen von Jinsen, Korea sowie Taku Bar und Tsingtao, China. Nach Okinawa kehrte der Schnelle Truppentransporter am 20. Oktober zurück. Vier Tage später verließ das Kriegsschiff auch wieder diese Insel und fuhr über Guam, Nördliche Marianen; dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und Pearl Harbor nach San Pedro. In dem kalifornischen Hafen legte der Schnelle Truppentransporter am 15. November an. Man versetzte die US LANING nun wieder zu der Atlantikflotte. Dazu legte das Kriegsschiff am 31. Januar 1946 von der kalifornischen Küste ab, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 16. Februar den Hafen von Boston, Massachusetts. Dort legte der Schnelle Truppentransporter am 18. März wieder ab und erreichte am 22. März Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man das Kriegsschiff am 28. Juni 1946 außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS LANING für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy wieder auszumotten. Lieutenant Commander John Durand Patterson ( 4. Mai 1921 in Panama City, Panama – 3. August 2004 in New Bern, Craven County, North Carolina ) stellte am 6. April 1951 in Green Cove Springs die unter seinem Kommando stehende USS LANING wieder in den Dienst der US Navy. Am 11. Mai verließ der Schnelle Truppentransporter die Atlantikreserveflotte und fuhr nach Norfolk. In diesen Hafen lief das Kriegsschiff drei Tage später ein. Von hier aus operierte die USS LANING drei Jahre lang und fuhr an der Atlantikküste von Labrador bis zur Karibik entlang. Den Hafen Little Creek, Virginia, der in der Nähe von Norfolk liegt, verließ der Schnelle Truppentransporter am 5. Januar 1955 und wechselte in den Pazifik. Hier operierte das Kriegsschiff vom 23. Januar bis zum 11. April vor der Küste von San Diego. Anschließend durchquerte der Schnelle Truppentransporter erneut den Panamakanal und legte am 29. April im Hafen von New York an. Hier teilte man das Kriegsschiff dem 3. Naval District zu. Es diente nun als Ausbildungsschiff für die Navy Reservisten. In den folgenden drei Jahren unternahm die USS LANING regelmäßige Trainingsfahrten. Diese führten den Schnellen Truppentransporter von New York City aus nach Quebec, Kanada und den Höfen von New Brunswick, Nova Scotia oder Prince Edward Island auf der nördlichen Seite des Westatlantiks und der Karibik und der US Golfküste auf der südlichen Seite der USA. Am 17. Mai 1957 legte die USS LANING im Hafen von New York City wieder an. Das Kriegsschiff kam aus den Gewässern von New England zurück. Diese Kreuzfahrt war die letzte Ausbildungsfahrt für den Schnellen Truppentransporter. Am 2. August wechselte das Kriegsschiff nach Bayonne, New Jersey. Hier stellte man die USS LANING am 13. September 1957 außer Dienst. Zusätzlich versetzte man das Kriegsschiff in die Atlantikreserveflotte die in Norfolk stationiert war. Man klassifizierte am 1. Januar 1969 die USS LANING zu einem Kleinen amphibischen Transportschiff um und gab ihm die Kennung LPR-55. Den Namen USS LANING ( LPR-55 ) strich man am 1. März 1975 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. September 1975 zum verschrotten.


USS LANING ( DE-159 )
Commanding Officer

CDR Edwin Charles Woodward        1. August 1943 – 8. November 1943
LCDR Edwin Arthur Shuman, Jr.   USNR         8. November 1943 – November 1945
LCDR Roland Gilbert Bienvenue November          1945 – 28. Juni 1946
LCDR John Durand Patterson          6. April 1951 – ?
LCDR William Harvey Wild        1953 – ?

USS CHASE ( DE-158 )

USS CHASE ( DE-158 )

Biografie

Jehu Valentine Chase
* 10. Januar 1869 in Pattersonville, Louisiana
† 24. Mai 1937 in Coronado, Kalifornien
war ein Rear Admiral in der US Navy

Jehu Valentine Chase absolvierte am 6. Juni 1890 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er kommandierte das Schlachtschiff USS MINNESOTA ( BB-22 ) im Rang eines Captain. Das Schlachtschiff wurde nach dem Eintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg wieder in den Dienst der US Navy gestellt. Man integrierte das Schiff in die Division 4 der Battleship Force, die am Tangier Sound in der Chesapeake Bay, Maryland stationiert war. Hier verbrachte das Kriegsschiff die erste Zeit des Krieges als Schulschiff für Kanoniere und Maschinenraumpersonal. In dieser Zeit wies Vizeadmiral Albert Weston Grant, Kommandeur der Battleship Force 1, ein Programm an um die Schotten der Schiffe zu verstärken. Dies sollte bei möglichen Unterwasserschäden die Fähigkeit flott zu bleiben erhöhen. Am 29. September 1918 war dann Captain Jehu Valentine Chase mit dem Schlachtschiff auf See. Zur Sicherung war der Zerstörer USS ISRAEL ( DD-98 ) anwesend. Bei Fenwick Island, zwischen den Bundesstaaten Maryland und Delaware, kreuzte dann das Schlachtschiff und fuhr auf eine Seemine die das deutsche U-Boot SM U-117 im August dort ausgelegt hatte. Durch die Explosion der Mine wurden schwere Schäden am Bug verursacht. So klaffte vom Rahmen 5 bis zum Rahmen 16 und vom Kiel bis zur Panzerung ein riesiges Loch. Doch durch das Schließen der Schotten gab es keine Personenschäden auf dem Schlachtschiff. Die USSMINNESOTA konnte nur noch eine Geschwindigkeit von 10 Knoten machen, schaffte es aber alleine bis zur Philadelphia, Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier erfolgten die notwendigen Reparaturen, die fünf Monate andauerten. Captain Chase erhielt zur Anerkennung seines umsichtigen Verhaltens bei der Führung des Schiffes die Navy Dstinguished Service Medal verliehen. Rear Admiral Chase war dann vom 17. September 1930 bis zum 15. September 1931 Oberbefehlshaber der US Flotte und von April 1932 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Februar 1933 der Vorsitzende des General Board.

Rear Admiral Jehu Valentine Chase war mit Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ) verheiratet. Beide hatten sie zwei Kinder. Henry Taylor Chase ( 15. September 1901 . 31. Dezember 1971 ) und Elizabeth Sanders Chase Caldwell ( 29. April 1907 in Newport, Newport County, Rhode Island – 18. Januar 1975 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ).


USS CHASE ( DE-158 )

Schiffsbiografie

Die USS CHASE ( DE-158 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Jehu Valentine Chase benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das vierunddreißigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Norfolk, Virginia wurde am 16. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Virginia Taylor Chase ( 10. März 1873 in San Francisco, Kalifornien – 6. September 1950 in Great Lakes, Lake County, Illinois ), Witwe von Rear Admiral Jehu Valentine Chase, taufte am 24. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Victor Barns Staadecker stellte am 18. Juli 1943 das unter seinem kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS CHASE bis zu dem amerikanischen Marinestützpunkt bei den Bermudas. Dann eskortierte der Geleitzerstörer vom 14. September 1943 bis zum 23. November 1944 insgesamt sechs Schiffskonvois von New York oder Norfolk, Virginia zu nordafrikanischen Häfen. Für die USS CHASE begann am 3. April 1943 die zweite Eskortierfahrt über den Atlantik. Dieser Schiffskonvoi hatte die Bezeichnung UGS 38. Am 3. April legte dieser Schiffskonvoi, mit insgesamt 87 Handelsschiffen, in Norfolk ab. Diesen Schiffskonvoi sichern die Schiffe der Task Force 66. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY ( WPG-37 ) und USCGC DUANE ( WPG-33 ), die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT ( DE-324 ), USS NEWELL ( DE-322 ), USS LOWE ( DE-325 ), USS PRIDE ( DE-323 ), USS MENGES ( DE-320 ), USS MOSLEY ( DE-321 ), USS FESSENDEN ( DE-142 ), USS JOSEPH E. CAMPBELL ( DE-70 ), USS LANING ( DE-159 ), USS FECHTELER ( DE-157 ) und USS FISKE ( DE-143 ), dem niederländischen Flakkreuzer HEEMSKERCK, dem amerikanischen Zerstörer USS LANSDALE ( DD-426 ) und den amerikanischen Minensuchern USS SPEED ( AM-116 ) und USS SUSTAIN ( AM-119 ). Ziel dieses Konvois war Bizerte, Tunesien. Die Felsen von Gibraltar passieren die Schiffe am 19. April und schon in der folgenden Nacht begann das deutsche U-Boot U-969, Kommandant Oberleutnant zur See Max Dobbert ( 13. April 1910 – ? ) versuchte einen Angriff, der aber fehl schlägt. Am Abend des 20. April werden dann 60 deutsche Flugzeuge, von denen ein Teil bei Korsika einen Konvoi angreifen, gegen UGS 38 angesetzt und fliegen in einem Radarloch von der Afrikaküste her den Schiffskonvoi an. Sie können mit Torpedos die USS LANSDALE und die Frachter ROYAL STAR ( 7.900 BRT ) und PAUL HAMILTON ( 7.177 BRT ) versenken und beschädigen die Frachter SAMITE ( 7.219 BRT ) und STEPHAN AUSTIN ( 7.176 BRT ). Die Geschützmannschaften der USS CHASE konnten mehrere deutsche Torpedobomber abschießen und verhinderten das noch mehr Handelsschiffe getroffen wurden. Die Schiffsbesatzung des Geleitzerstörers rettete anschließend mehrere Überlebende, der untergegangenen Schiffe, aus dem Wasser. Die Besatzung der USS MENGES rettete 137 Besatzungsmitglieder der USS LANSDALE und zwei deutschen Piloten aus dem Wasser. Die beschädigten Schiffe und die Überlebenden aus den versenkten Schiffen wurden nach dem Kampf nach Algier eskortiert. Die anderen Handelsschiffe von UGS 38 erreichten Bizerte unter dem Schutz der USS FALGOUT und konnten entladen werden. Anschließend legten die Schiffe wieder ab und der Schiffskonvoi GUS 38 machte sich auf die Heimfahrt nach New York. 107 Handelsschiffe wurden nun von den Kriegsschiffen der TG 66 eskortiert. In der TF befanden sich die Küstenwachkutter USCGC TANEY und USCGC DUANE, die Geleitzerstörer USS CHASE, USS FALGOUT, USS PRIDE, USS MENGES, USS FESSENDEN, USS JOSEPH E. CAMPBELL, USS LANING, USS FECHTELER, USS FISKE, USS MOSLEY, USS LOWE und USS NEWELL und der britische Flakkreuzer HMS DELHI ( D47 ). Am 3. Mai ortete die USS MENGES mit ihrem Radar vor Gibraltar das deutsche U-Boot U-371, Kommandant Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski ( 3. November 1918 in Königsberg – 10. Februar 1965 in Hamburg-Wandsbek ), das einen G7 –Akustiktorpedo abgeschossen hatte. Da befand sich der Geleitzerstörer rund fünfzehneinhalb Seemeilen hinter dem Geleitzug. Da traf auch schon der Torpedo das amerikanische Schiff und die Explosion riss einen Teil des Hecks weg. 31 Besatzungsmitglieder kamen gleich ums Leben und 25 wurden zum Teil schwer verwundet. Vier Stunden nach dem Abschuss des deutschen Torpedos nahm der britische Schlepper HMS ASPIRANT ( W 134 ) die USS MENGES ins Schlepptau und brachte den Geleitzerstörer in den Hafen von Bougie, Algerien. Die USS PRIDE und USS JOSEPH E CAMPBELL nahmen gegen 2:55 Uhr die Jagd nach U-371 auf. So wurden bis 9:33 Uhr Wasserbomben und magnetische Wasserbomben von den beiden Geleitzerstörern abgeworfen. Danach brach der Kontakt ab. Doch die beiden amerikanischen Kriegsschiffe suchten weiter. Noch vor dem Mittag kam der britische Geleitzerstörer HMS BLANKNEY ( L30 ) hinzu und ab 12:55 Uhr der amerikanische Minensucher USS SUSTAIN und die beiden französischen Geleitzerstörer RF SENEGALAIS und RF L’ALCYON hinzu. Den gesamten Abend und auch noch bis in die ersten beiden Stunden des 4. Mai ging die Suche weiter. Doch gegen 2:00 Uhr ging das Versteckspiel zu Ende. Die Batterien von U-371 waren gänzlich aufgebraucht, das das deutsche Boot die gesamte Zeit sich unter Wasser aufgehalten hatte. Man konnte sich nun entscheiden, entweder zu ersticken oder aufzutauchen. Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski entschied sich für die zweite Variante. Gegen 3:15 Uhr erhielt die RF SENEGALAIS einen Radarkontakt von einem aufgetauchten U-Boot. Sofort begannen die Geschütze des Geleitzerstörers ihre Granaten abzufeuern. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL schnitten dem U-Boot den Weg nach Norden ab und die HMS BLANKNEY und USS SUSTAIN sicherten gegen Westen ab. U-371 fuhr mit 12 Knoten indes nach Südwesten. Um 3:59 Uhr tauchte es und fünf Minuten später traf ein Torpedo die SENEGALAIS ins Achterschiff. Die Explosion riss hier das Heck weg. Um 4:33 Uhr wurde die Mannschaft des Minensuchers USS SUSTAIN auf mehrere Personen im Wasser aufmerksam. Exakt um 4:09 Uhr hatte Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski den Befehl zur Selbstversenkung erteilt. Insgesamt 48 deutsche Besatzungsmitglieder konnten aus dem Wasser gerettet werden. Der Leitende Ingenieur Ferdinand Ritschel und die beiden Zentralemaate Richard Ritter und Kurt Kühne kamen nicht mehr rechtzeitig aus dem U-Boot und kamen ums Leben, da die drei die Flutventile öffneten und das U-Boot danach sehr schnell sank. Die USS PRIDE und die USS JOSEPH E CAMPBELL folgten nun dem Schiffskonvoi GUS 38 und übernahmen wieder Sicherungsaufgaben. Am folgenden Tag griff U-967, Kommandant Kapitänleutnant Albrecht Brandi ( 20. Juni 1914 in Dortmund – 6. Januar 1966 in Dortmund ), im westlichen Mittelmeer diesen Schiffskonvoi an. Durch das Periskope konnte Brandi den Geleitzerstörer USS FECHTELER sehen und ließ auf das Schiff einen T-5 Torpedo abfeuern. Der Geleitzerstörer brach nach der Explosion auseinander und versank sofort im Meer. 29 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 26 verwundet. Der Geleitzerstörer USS LANING konnte 186 und die USS CHASE 52 Überlebende aus dem Wasser retten. U-967 entkam unbemerkt. Der Schiffskonvoi GUS 38 erreichte dann unangefochten New York und legte dort am 21. Mai an. Bis zum 23. November 1944 folgten dann noch weitere Eskortierfahrten bis an die nordafrikanische Küste. Am 24. November lief der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. In der Werft sollte das Kriegsschiff zu einem Schnellen Truppentransporter umgebaut werden. Dazu klassifizierte man das Schiff auch um und übergab ihm noch am selben Tag die Kennung APD-54. Damit gehörte die US CHASE zur CHARLES LAWRENCE – Klasse. Die Umrüstungsarbeiten waren am 4. Februar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Schnelle Truppentransporter den Hafen von Boston. Ziel des Schiffes war der Pazifik. Dazu durchquerte die USS CHASE am 8. Februar den Panamakanal. Nach den Zwischenstopps in den Häfen von San Diego, Kalifornien und Pearl Harbor, Territorium Hawaii erreichte der Schnelle Truppentransporter am 18. März das Atoll Ulithi, Karolinen. Man integrierte das Kriegsschiff noch am selben Tag in die Task Group 51.2, der „Demonstration Group „Charlie“, die von Rear Admiral Jerauld Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) während der Operation „Iceberg“ befehligt wurde. Allerdings lagen diese Schiffe bei der Insel Saipan, Nördliche Marianen. In der TG 51.2 befanden sich die Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BROWN ( DD- 546 ) sowie die USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) die am 10. April dazu stießen, die Schnellen Truppentransporter USS CHASE und USS RINGNESS ( APD-100 ), das Kommunikationskommandoschiff USS ANCON ( AGC-4 ) und mehrere Panzerlandungsschiffe. Aufgabe dieser Demonstration Group war es eine Landung bei Sikabaru Saki vorzutäuschen um von den eigentlichen Angriffsstränden abzulenken. Dazu verließ die USS CHASE am Morgen des 19. März das Atoll Ulithi und fuhr nach Saipan. Dort trainierten die Schiffsbesatzungen seit dem 16. März um die ihnen gestellten Aufgabe vor Okinawa zu lösen. Noch am selben Tag erreichte die USS CHASE Saipan und beteiligte sich bis zum 21. März nun ebenfalls an den Trainingsübungen. Anschließend bereitete man die Schiffe auf ihren Einsatz vor. Am 27. März legten diese dann ab und fuhren nach Okinawa. Die TG 51.2 erreichte am Morgen des 1. April ihr Ziel an der Südküste von Okinawa bei Sikabaru Saki und man begann umgehend mit den Landungsvorbereitungen. Diese Ablenkungsvariante ging voll auf. Die japanischen Piloten stürzten sich auf die Schiffe der TG 51.2 und bombardierten diese. Der eigentliche Hauptlandeplatz auf Okinawa wurde dagegen von den Japanern gar nicht für voll genommen. Die Geschützmannschaften der Zerstörer und Schnellen Truppentransporter der TG hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden japanischen Flugzeuge zu vertreiben. Auch am 2. April hielten die Schiffe der TG 51.2 noch ihre Stellung zur Ablenkung, doch dann war der Feind im Bilde was sich auf der Insel wirklich tat. Deshalb verließen die Schiffe der TG 51.2 am 4. April ihre Position bei Sikabaru Saki. Einige Zerstörer eskortierten die Panzerlandungsschiffe nach Saipan zurück. Die USS CHASE allerdings fuhr nach Norden in die Nakagusuku Bay. Hier reihte sich der Schnelle Truppentransporter in den U-Boot Abwehrschirm ein und patrouillierte vor der Bucht um die Landungsschiffe zu schützen. Diese gefährliche Aufgabe behielt die USS CHASE, bis auf zwei Ausnahmen, bis zum 20. Mai. Die erste Ausnahme war eine Fahrt nach Guam und die zweite eine Fahrt zum Atoll Ulithi. Von hier aus eskortierte der Schnelle Truppentransporter vom 14. bis zum 17. Mai zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ) und den Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) nach Okinawa. Nach dem erreichen von Okinawa nahm die USS CHASE erneut ihre Aufgaben bei der Luftraum- und Unterwasserüberwachung wahr. Am 20. Mai feuerten die Geschützmannschaften des Schnellen Truppentransporters auf ein japanisches Kamikazeflugzeug, dessen Pilot sich im Tiefflug auf das Kriegsschiff stürzen wollte. Da befand sich das Kriegsschiff rund acht Seemeilen nordewestlich der Kerama Retto Inseln. Lieutenant Commander George Orvil Knapp, Kommandant der USS CHASE, musste den Schnellen Truppentransporter in einen sehr schnellen Zickzack Kurs bringen damit das schwer getroffenen feindliche Flugzeug nicht an Deck aufschlagen konnte. Nur zehn Meter vom Kriegsschiff entfernt schlug das japanische Flugzeug auf dem Wasser auf und die beiden mitgeführten Bomben explodierten sofort. Dadurch wurde auf der Backbordseite die Schiffshaut aufgerissen und das Wasser überschwemmte den Motorraum und die Feuerräume. Im selben Augenblick gab LCDR Knapp an den Rudergänger den Befehl „Hart Backbord“, da sich schon ein weiterer Kamikazepilot auf das Schiff stürzen wollte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes schossen aber dieses Flugzeug ab und es explodierte noch weit entfernt über dem Wasser. Doch die USS CHASE nahm durch das riesige Leck immer mehr Wasser auf, so dass das Schiff zu kentern drohte. Doch die Schadensbegrenzungscrew konnte mit ihren geringen Möglichkeiten das Schiff über Wasser halten. Ein eilig herbeigerufener Schlepper nahm das havarierte Schiff ins Schlepptau und brachte es zu einem Trockendock bei den Kerama Retto Inseln. Dort wurden die ersten Notreparaturen ausgeführt. Das heißt, man verschloss notdürftig das Leck. Nach deren Abschluss nahm man den Schnellen Truppentransporter erneut ins Schlepptau und brachte ihn nach San Diego. Hier legte die USS CHASE am 11. Oktober an. In der Schiffswerft kontrollierte man die Schiffshaut sowie die anderen zerstörten Baugruppen und kam zum Schluss, dass sich ein Aufbau des Schiffes nicht lohne. Deshalb stellte man am 15. Januar 1946 den Schnellen Truppentransporter außer Dienst und strich am 7. Februar 1946 den Namen USS CHASE ( APD-54 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. November 1946 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CHASE ( DE-158 )
Commanding Officer

LCDR Victor Barns Staadecker   USNR        18. Juli 1943 – 27. Dezember 1943
LCDR George Orvil Knapp II   USNR        27. Dezember 1943 – 29. September 1945
LT C.L. Keedy, Jr.   USNR        29. September 1945 – 15. Januar 1946