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USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )

USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )

Biografie

William Carey Cole
* 23. August 1868 in Chicago, Illinois
† 28. Mai 1935 in Vallejo, Solano County, Kalifornien
war ein Vizeadmiral in der US Navy

William Carey Cole war der Sohn von Jirah Delano Cole und Julia Elizabeth Tucker Cole. Er wurde am 5. September 1885 als Marinekadett in der US Navy aufgenommen. Die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland absolvierte er am 7. Juni 1889 und diente an Bord der Kriegsschaluppe USS IROQUOIS ( 1859 ) und auf dem Geschützten Kreuzer USS CHARLESTON ( C-2 ). Man beförderte Cole am 1. Juli 1891 zum Ensign. Jetzt wechselte er an Bord des Kanonenbootes USS NIPSIC ( 1863 ). Vom 23. Oktober 1894 bis zum 10. September 1896 leitete er das Hydrographic Office in Cleveland, Ohio. Am 13. August 1895 heiratete William Carey Cole die junge Minnie Wetmore. Beide hatten sie eine Tochter, Louise Wetmore Cole Chapin ( 15. Juli 1896 in Cleveland, Ohio – 9. Oktober 1965 im Alameda County, Kalifornien ). Am 10. September 1896 übergab Cole die Leitung des Hydrographischen Büros ab und schiffte sich an Bord des Geschützten Kreuzers USS RALEIGH ( C-8 ) und danach auf dem Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) ein. Nach einem Aufenthalt im Hydrographischen Büro in Washington DC und dem Einsatz von wenigen Wochen an der Washington Navy Yard, diente Cole erneut an Bord der USS DOLPHIN. Auf diesem Schiff nahm er an dem Spanisch – Amerikanischen Krieg vor Santiago de Cuba teil. Cole, der später wieder auf der Washington Navy Yard diente erhielt mit dem Hafenschlepper USS TECUMSEH ( YT-24 ) sein erstes Kommando. Danach kommandierte er die Yacht USS SYLPH ( PY-5 ). Im Sommer 1905 wechselte Cole an die Newport News Shipbuilding & Dry Dock Company um sich mit der Arbeit eines Marineinspekteurs vertraut zu machen. Anschließend wechselte er in die General Electric Company in Schenectady, New York und später in die New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey. Am 18. April 1907 wurde Lieutenant Commander William Carey Cole zum Navigator des neuen Schlachtschiffes USS KANSAS ( BB-21 ) ernannt. An Bord des Schlachtschiffes erhielt er später den Posten des Executive Officers. Nachdem sich Cole 1910 ausgeschifft hatte, wechselte er an die United States Naval Academy. Hier beförderte man ihn am 20. Oktober 1910 zum Commander. Gleichzeitig erhielt er das Kommando über alle im Hafen liegenden Schiffe die für die Akademie zur Ausbildung der Kadetten zur Verfügung standen. Darin eingeschlossen waren auch solch berühmten Schiffe wie die Dampfschaluppe USS HARTFORD ( 1858 ) die das Flaggschiff von Rear Admiral David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 in Campbells Station, Tennessee – 14. August 1870 in Portsmouth, New Hampshire ) während des amerikanischen Bürgerkrieges war und der Geschützte Kreuzer USS OLYMPIA ( C-6 ), der das Flaggschiff von Commodore George Dewey ( 26. Dezember 1837 in Montpelier, Vermont – 16. Januar 1917 in Washington DC ) während der Schlacht in der Manila Bay, Philippinen während des Spanisch – Amerikanischen Krieges. Nach seinem Dienstende an der Akademie Anfang 1913, wechselte Cole zur Asiatic Station, die in Olongapo, Philippinen stationiert war. Am 10. März 1913 meldete er sich dort zum Dienst. Er übernahm nacheinander die Kommandos über die Monitore USS MONADNOCK ( BM-3 ) und USS MONTEREY ( BM-6 ). Doch schon am 4. Dezember 1913 löste man Cole von diesem Dienst ab. Zwei Tage nach Weihnachten übernahm er das Kommando über das Kanonenboot USS HELENA ( PG-9 ), welches er bis zum 5. Juni 1914 behielt. Gleichzeitig übernahm Cole die Aufgaben des leitenden Offiziers im Yangtze Valley, China. Im Frühjahr 1915 begann Cole seine Weiterbildung am Naval War College in Newport, Rhode Island auf und wurde danach der Inspektor für Konstruktionsmaterial im Bostoner District. Am 10. April 1917, wenige Tage nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg, übernahm Captain Cole von Commander Charles Maxon Tozer ( 27. Juni 1876 in Little Falls, Herkimer County, New York – 27. April 1949 in San Diego, Kalifornien ) das Kommando über den Panzerkreuzer USS FREDERICK ( ACR-8 ). Ab Mai patrouillierte der Panzerkreuzer im Südosten des Atlantiks vor der Küste Südamerikas und war auf der Suche nach deutschen Schiffen. Am 23. September 1917 übergab Cole das Kommando an Captain John Havens Dayton ( 3. Februar 1869 im Rock Island County, Illinois – 7. September 1953 im Newport County, Rhode Island ). Nach einem Posten an Land übernahm Cole von Captain Andrew Theodore Lang am 14. Oktober 1918 das Kommando über das Schlachtschiff USS NEVADA ( BB-36 ). Captain William Carey Cole erhielt während der letzten Tage des Krieges keine Chance eines der deutschen Kriegsschiffe anzugreifen. Am 13. Dezember 1918 begleiteten neben der USS NEVADA noch neun andere Schlachtschiffe und 28 Zerstörer den Ozeandampfer SS GEORGE WASHINGTON bei dem sich an Bord der US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) befand. Ziel war der französische Hafen Brest von wo aus der Präsident nach Paris fuhr um an den dortigen Friedensverhandlungen teilzunehmen. Ab 14:00 Uhr am 14. Dezember verließen die zehn Schlachtschiffe ihre Reede vor Brest und fuhren in Richtung US Ostküste. Am 26. Dezember erreichten sie den Hafen von New York und nahmen dort an den Feierlichkeiten mit einer Parade teil. Captain Cole gab am 7. Mai 1919 das Kommando über das Schlachtschiff an Captain Thomas Pickett Magruder ( 29. November 1867 im Yazoo County, Mississippi – 26. Mai 1938 in Newport, Newport County, Rhode Island ) ab. Captain William Carey Cole erhielt für außergewöhnliche Dienste, verdienstvolle Pflichten und großer Verantwortung während des Ersten Weltkrieges und dem innehalten des Kommandos der USS NEVADA das Navy Cross verliehen. Wenige Tage nach der Übergabezeremonie fuhr Cole nach England. Hier war er innerhalb der amerikanischen Botschaft in London der stellvertretende Attaché war. Dann kehrte er nach Washington DC zurück, wo er der stellvertretende Chief of Naval Operations wurde und bis Anfang 1922 tätig war. Am 28. Januar 1922 erreichte Cole den Flaggenrang. Schon wenige Tage später, am 10. März, entband man ihn von seinen Aufgaben als stellvertretenden CNO. Cole begab sich in die Panamakanalzone und übernahm hier das Kommando über die Special Service Squadron, die umgangssprachlich auch als „Bananenflotte“ bekannt war. Seinen Stander ließ er am 29. April 1922 auf dem Geschützten Kreuzer USS BIRMINGHAM ( C-2 ) aufziehen. Im Frühjahr 1923 verließ er wieder die Zone und wurde zum Stabschef des Oberbefehlshabers der US Flotte ernannt. Zwei Jahre lang behielt er diesen Posten, bevor er im Herbst 1926 die Kommandantur der Norfolk Navy Yard in Norfolk, Virginia erhielt. Vom 11. Juli 1928 bis zum 21. Mai 1929 war Rear Admiral Cole der Kommandant der Schlachtschiff Division 4 und im Rang des Vizeadmirals vom 21. Juni 1929 bis zum 14. Juni 1930 der Kommandant der Scouting Flotte. Im Sommer 1930 war er der Kommandant des 12. Naval Districts. Dieses Kommando übergab er am 1. Juni 1932. Nach wenigen Tagen der Ruhe war Cole vom 28. Juni bis zum 6. August 1932 der Inspektor der Petroleum Reserven. Am 1. September 1932 entließ man Vizeadmiral William Carey Cole in den wohlverdienten Ruhestand. Im Marinehospital in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien verstarb er am 28. Mai 1935.


USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Vizeadmiral William Carey Cole benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechsundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 5. September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Minnie Wetmore Cole, Witwe von Vizeadmiral William Carey Cole, taufte am 29. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Clay Harrold stellte am 12. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Noch im Mai verließ die USS WILLIAM C COLE die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier begann der Geleitzerstörer mit seiner Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Danach kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück und unterzog sich in der dortigen Werft einer eingehenden Untersuchung der Schiffshaut und mehreren Änderungsarbeiten. Danach kehrte die USS WILLIAM C COLE nach San Diego zurück. Hier wurden die Geschütze kalibriert und die Endausrüstung für die kommende Fahrt abgeschlossen. Am 19. Juli verließ der Geleitzerstörer die Marinebasis und fuhr zu den Hawaiianischen Inseln. Die vor Oahu eingerichtete amerikanische Marinebasis Pearl Harbor wurde sechs Tage später erreicht. Die Mannschaft des Kriegsschiffes trainierte für den Rest des Monats mit ihrem Schiff. Die USS WILLIAM C COLE stach zusammen mit dem Geleitzerstörer USS SNYDER ( DE-745 ) am 1. August in See und eskortierten die Öltanker USS NECHES ( AO-47 ) und USS ATASCOSA ( AO-66 ), den Flugzeugtender USS KENNETH WHITING ( AV-14 ), die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ) und USS BOUGAINVILLE ( CVE-100 ) und das Kühlschiff USS ALDEBARAN ( AF- 10 ) sowie das Handelsschiff SS CAPE PILLAR zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Auf dieser Fahrt waren ständig Flugzeuge der beiden Träger in der Luft und suchten nach feindlichen U-Booten. Der Schiffskonvoi erreichte am 9. August das Atoll. Noch am selben Tag kehrten die beiden Geleitzerstörer und die beiden Geleitflugzeugträger nach Pearl Harbor zurück und legten dort am 18. August in der Marinebasis an. Hier blieb das Kriegsschiff für drei Tage zur Verfügung. Am 21. August stach die USS WILLIAM C COLE zusammen mit den Geleitzerstörern und USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) und USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ) wieder in See und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, das sie am 28. August erreichten. Hier trennte sich der Geleitzerstörer von den beiden anderen und verließ noch am selben Tag wieder das Atoll und eskortierte Frachter SS CAPE PAGE zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Beide Schiffe fuhren am folgenden Tag in die Lagune dieses Atolls ein. Die USS WILLIAM C COLE verließ nach dem bunkern von frischem Treibstoff am 1. September wieder das Atoll und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor zurück. Der Geleitzerstörer fuhr acht Tage später in den Hafen ein und blieb hier bis zum 15. September zur Verfügung liegen. An diesem 15. September verließ das Kriegsschiff wieder die Hawaiianischen Gewässer und begleitete den Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) bis zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen beide Schiffe am 25. September ein. An der USS WILLIAM C COLE nahm man nun einige Reparaturen vor. Am 1. Oktober verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS GENDREAU ( DE-639 ) wieder den Seeadler Harbour und fuhren zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diesen Hafen liefen die Geleitzerstörer drei Tage später ein. Noch ab demselben Tag gliederte man die USS WILLIAM C COLE in die CortDiv 73 und beteiligte sich mit anderen Schiffen der Escort Division an einem Training in der Purvis Bay. Dieses Training endete für den Geleitzerstörer am 11. Oktober. Sieben Tage später legte das Kriegsschiff im Port Purvis wieder ab und eskortierte das Handelsschiff SS CAPE JOHNSON von Lunga Point, Guadalcanal, Ostsalomonen nach Cape Torokina, Bougainville, Neuguinea. Die USS WILLIAM C COLE kehrte Ende Oktober allein nach Tulagi zurück. Ab November operierte der Geleitzerstörer von Port Purvis aus und führte lokale Eskortierdienste zwischen Guadalcanal, Bougainville und Noumea, Neukaledonien durch. So begleitete das Kriegsschiff bis zum 2. Februar 1945 das amerikanische U-Boote USS SEA CAT ( SS-399 ), den Militärtransporter SS SEA SNIPE, die Truppentransporter USS GENERAL O H ERNST ( AP-133 ), USS WHARTON ( AP-7 ) und USS GENERAL M M PATRICK ( AP-150 ), die Angriffstruppentransporter USS WINDSOR ( APA-55 ), USS ORMSBY ( APA-49 ) und USS CRESCENT CITY ( APA-21 ) und das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ). Ab dem 3. Februar begann man auf der USS WILLIAM C COLE vor der Halbinsel Tulagi mit Schießübungen, die bis zum 23. Februar andauerten. Grund dafür waren vor Lunga Point, Guadalcanal mehrere Landungsübungen der Amphibious Squadron 4 ( PhibRon 4 ), die ab dem 24. Februar begannen und bis zum 9. März andauerten. Hier sollte der Geleitzerstörer die Sicherung der Transportschiffe übernehmen. Ab dem 10. März begann man die Transportschiffe der PhibRon 4 wieder zu beladen, was drei Tage dauerte. Die USS WILLIAM C COLE sicherte diese Aktion ab und verließ am Abend des 13. März Lunga Point. Ziel war Russell Island, Salomonen, das in den ersten Stunden des folgenden Tages erreicht wurde. Am 15. März verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) Russell Island und eskortierte zur Insel Saipan, Nördliche Marianen die Angriffsfrachtschiffe USS THEENIM ( AKA-63 ) und USS LACERTA ( AKA-29 ). Anschließend fuhren beide Kriegsschiffe zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Hier gliederte man die USS WILLIAM C COLE in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan mit dem Flugzeug abgestürzt ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE, USS PAUL G BAKER, USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ) und USS TILLS ( DE-748 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und eskortierten die Schiffe der Amphibious Squadron 4 nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Die Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE, USS BEBAS und USS PAUL G BAKER wechselten am 31. März in die Task Group 53.6, die von Captain J. H. Wellings befehligte wurde. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Truppentransportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS, USS WILLIAM C COLE, USS FIEBERLING ( DE-640 ) und USS GENDREAU ( DE-639 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließ ein Teil dieser Schiffe den Hafen von Tulagi und fuhren über das Atoll Ulithi, Karolinen zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Am 27. März wurde diese Insel wieder verlassen und die Fahrt ging nach Okinawa weiter. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Die USS WILLIAM C COLE übernahm zusammen mit anderen Geleitzerstörern vor dem Hagushi Beach die Sicherung der dort angelandeten Schiffe. Gleich während der beginnenden Abenddämmerung des ersten Tages sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers eröffneten umgehend das Feuer, hatten aber keinen Abschuss zu vermelden. Die Geleitzerstörer beschützten die Transportschiffe während des Entladens am Tag und während der Ruhephase in der Nacht. In den ersten Tagen während des Angriffs gab es zahlreiche feindliche Luftangriffe auf alle an der Operationsbeteiligten alliierten Schiffe. Ständig waren die Besatzungen auf den Geleitzerstörern in Alarmbereitschaft. Bei einem japanischen Luftangriff auf die Schiffe im Invasionsgebiet konnten sich die Geschützmannschaften der USS WILLIAM C COLE dann doch noch auszeichnen. Sie schossen eine der feindlichen Maschinen ab und waren beim Absturz von zwei weiteren mitbeteiligt. Die USS WILLIAM C COLE verließ zusammen mit der USS PAUL G BAKER am 5. April das Invasionsgebiet vor Okinawa und eskortierte die leeren Transportschiffe der Transport Division 42 ( TransDiv 42 ) über Saipan zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Im Apra Harbour liefen die Schiffe am 9. April ein. Noch am selben Tag verließen beide Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhren zum Atoll Ulithi weiter. Von hier aus eskortierten die Kriegsschiffe einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen der Trans Div 56, nach Okinawa. Die Gewässer in der Anlandungszone vor der japanischen Insel wurden am 18. April erreicht. Noch am selben Tag übernahm die USS WILLIAM C COLE eine Position in der gefährlichen, aber lebensnotwendigen Radarvorwarnstation. Die Schiffe auf diesen Stationen schützten die Schiffe und Truppen der Alliierten während der Eroberung der Insel. Der Geleitzerstörer lag dabei bis zum 26. April in der Nähe der Ankerplätze der Transportschiffe. An diesem Tag verließ die USS WILLIAM C COLE die Gewässer von Okinawa und eskortierte zusammen mit dem Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ) die Schnellen Truppentransporter USS BUNCH ( APD-79 ) und USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) aus der TransDiv 104 zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie am Abend des 30. April in der Dunkelheit. Die USS WILLIAM C COLE blieb vor dem Atoll bis zum 3. mai und stand zur weiteren Verfügung. Innerhalb dieser vier Tage wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen an dem Kriegsschiff ausgeführt und die Bunker aufgefüllt. Am 3. Mai verließ der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi und fuhr südwärts zum Atoll Yap, Westkarolinen. Bis zum 13. Mai lag das Kriegsschiff dort und begann nach seinen vorgegebenen Positionen als Radarvorwarnstation den Luftraum nach feindlichen Flugzeugen abzusuchen. Am 13. Mai verließ die USS WILLIAM C COLE wieder diese Gewässer und kehrte am folgenden Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier wartete das Schlachtschiff USS WEST VIRGINIA, der Schwere Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ) und der Schnelle Truppentransporter USS CHASE ( APD-54 ) auf ihr Sicherungsschiff. Am 14. Mai stachen diese vier Kriegsschiffe in See und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später waren die Gewässer der Insel erreicht. Die USS WILLIAM C COLE begann bis zum 24. Mai mit der Sicherung der Schiffe und überwachte den Luftraum. Bis zum 23. Mai gab es dabei nur einen einzigen Luftalarm. Die in der Luft befindlichen japanischen Flugzeuge waren aber auf dem Weg zu einem anderen Einsatzgebiet. Am folgenden Tag ab 18:30 Uhr hatten sich allerdings mehrere feindliche Piloten eben diesen Geleitzerstörer herausgesucht und griffen ihn bis um 6:00 Uhr des 25. Mai fast ununterbrochen an. Ein Kamikazepilot griff zuerst mit seinem Jagdflugzeug Nakajima Ki-43 Hayabusa das Kriegsschiff an. Da befand sich die USS WILLIAM C COLE rund 4 Seemeilen nordöstlich von Ie Shima. Die Geschützmannschaften schossen mit ihren Waffen auf eben diese angreifende Maschine, dessen Pilot von der Steuerbordseite her in das Schiff einschlagen wollte. Das Kriegsschiff wich aber noch rechtzeitig nach Backbord aus, so dass der linke Flügel des mehrfach getroffenen Flugzeuges eines der Torpedoabschussrohre nur leicht verbog. Nur wenige Meter neben der Steuerbordseite des Kriegsschiffes schlug das Flugzeug auf dem Wasser auf und zerschellte. Das zweite Flugzeug war ein Kampfflugzeug vom Typ Kawasaki Ki-61. Auch dieser Selbstmordpilot steuerte seine Maschine von der Steuerbordseite her auf das Schiff zu. Die Geschützmannschaften mit ihren 20 mm und 40 mm Geschützen feuerten unentwegt auf diesen Angreifer. Der Kommandant der USS WILLIAM C COLE bemerkte noch rechtzeitig die Gefahr und ließ die Maschinen auf „Volle Fahrt zurück“ schalten. Der japanische Pilot raste mit seiner Maschine an dem Geleitzerstörer vorbei, schlug auf dem Wasser auf und versank. Am Morgen des 30. Mai verließ der Geleitzerstörer das Seegebiet in dem er eingesetzt worden war und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier bunkerte man frische Munition, Treibstoff und Proviant. Die Mannschaft des Kriegsschiffes bekam einige stunden Ruhe, so dass es erst am folgenden Tag diese Inseln verließ und nach Saipan fuhr. Auf diesem Weg eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffe wie den Schnellen Truppentransporter USS RINGNESS ( APD-100 ) und Handelsschiffe. Unterwegs trafen sie am 2. Juni auf See auf einen Schiffkonvoi der vom Atoll Ulithi aus ebenfalls Saipan ansteuerte. Vier Tage später trafen die Konvois vor Saipan ein. Hier lag ein Schiffskonvoi, der auf seine Eskorte zur San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte wartete. Die Eskorte bestand aus den Geleitzerstörern USS WILLIAM C COLE und USS GEORDE E DAVIS ( DE-357 ) und dem Zerstörer USS SHIELDS ( DD-596 ). Noch am 6. Juni verließen diese Schiffe Saipan und fuhren westwärts. Vier Tage später war die San Pedro Bay erreicht. Hier begann man mit einigen dringend notwendig gewordenen Reparaturarbeiten und beseitigte die während der Kamikazeangriffe vom 24. zum 25. Mai erlittenen Schäden. Zusammen mit dem Geleitzerstörer US VAMMEN verließ die USS WILLIAM C COLE am 16. Juni die San Pedro Bay und fuhr zur philippinischen Insel Luzon. Im dortigen Lingayen Golf warteten die Schiffe der Panzerlandungsschiffgruppe 104. auf ihre Begleitschiffe. Am 19. Juni gingen die Anker auf und der Schiffskonvoi fuhr nach Okinawa. In die Buckner Bay liefen sie am 24. Juni ein. Noch am selben Tag verließ die USS WILLIAM C COLE wieder die Gewässer und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier wartete der Wasserflugzeugtender USS CURTISS ( AV-4 ), die beiden Flottenschlepper USS ATA-124 und USS ATA-125 und das Infanterie Landungsfahrzeug LCI-993. Als Begleitschiffe war der Geleitzerstörer USS WITTER ( DE-636 ) und der Zerstörer und Minensucher USS FORREST ( DMS-24 ) eingesetzt. Am 25. Juni verließen diese Schiffe die Kerama Retto Inseln und fuhren nach Saipan. Diese Insel wurde am 30. Juni erreicht. Man teilte am 2. Juli die USS WILLIAM C COLE in ein Patrouillengebiet östlich von Saipan ein. Hier überwachte das Kriegsschiff den Luftraum und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 11. Juli löste der Geleitzerstörer USS FIEBERLING ( DE-640 ) die USS WILLIAM C COLE in diesem Seegebiet ab. Der Geleitzerstörer blieb nun bis zum 22. Juli dort vor Anker liegen. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Insel und fuhr südwärts zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Dort blieb das Kriegsschiff eine Woche lang vor Apra Harbour und patrouillierte in diesen Gewässern. Am 29. Juli verließ die USS WILLIAM C COLE wieder Guam und fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer USS AUSTIN ( DE-15 ) nach Saipan. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS AUSTIN noch am selben Tag der Ankunft die Insel und eskortierte das Angriffstransportschiff USS LOGAN ( APA-196 ) zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dort hielt sich das Kriegsschiff nicht lange auf, kehrte um und erreichte am 8. August wieder Saipan. Hier beteiligte sich die USS WILLIAM C COLE in den folgenden drei Tagen an Trainingsübungen mit U-Booten und an Flugabwehrübungen. Ab dem 11. August wechselte der Geleitzerstörer zur Nachbarinsel Tinian und patrouillierte für sechs Tage in den dortigen Gewässern. In der Zwischenzeit, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Am 18. August kehrte das Kriegsschiff nach Saipan zurück und eskortierte den U-Boot Jäger USS PC-1587 nach Iwo Jima. Hier blieb die USS WILLIAM C COLE für den Rest des Monats August und beteiligte sich in den Gewässern vor der Insel an See-Rettungsaufgaben. Im darauffolgenden Monat September und den ersten Tagen im Oktober operierte der Geleitzerstörer von Iwo Jima aus für Luft-See-Rettungsaufgaben. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Saipan zurück und übernahm hier ähnliche Aufgaben bis es den Westpazifik verließ und zur US Westküste fuhr. Die USS WILLIAM C COLE legte in der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington an und stand zur weiteren Verfügung bereit. Im Frühjahr 1946 kehrte der Geleitzerstörer über Pearl Harbor und Guam in den Fernen Osten zurück. Das Kriegsschiff operierte bis in den Sommer hinein vor Shanghai, Okinawa und Tsingtao. Dann verließ der Geleitzerstörer diese Gewässer und fuhr über Guam, dem Atoll Kwajalein und Pearl Harbor zur Marinebasis San Diego. In diese lief das Kriegsschiff am 28. Juli ein. Nach einer Zeit der Überholung beteiligte sich die USS WILLIAM C COLE an kleineren Operationen entlang der US Westküste. Nach dem Jahreswechsel bereitete man das Kriegsschiff dann auf eine weitere Fahrt in den Fernen Osten vor. Diese dauerte vom 10. März bis zum 31. August 1947. Während dieser Einsatzfahrt besuchte der Geleitzerstörer Sasebo und Yokosuka, Japan; Pusan, Südkorea sowie Wakayama und Kagoshima, Japan. Nach der Ankunft in der amerikanischen Marinebasis San Diego, beteiligte sich die USS WILLIAM C COLE wieder entlang der US Westküste an kleineren Operationen. Am 28. April 1948 stellte man dann den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 20. November 1972 an die Zidell Explorations, Inc. in Portland, oregon zum verschrotten.


USS WILLIAM C COLE ( DE-641 )
Commanding Officer

LT Clay Harrold         12. Mai 1944 – ?

USS BEBAS ( DE-10 )

USS BEBAS ( DE-10 )

Biografie

Constantine George „Gus“ Bebas
* 24. Februar 1914 in Chicago, Illinois
† 19. Juli 1942 bei Oahu in Hawaiianischen Gewässern
war ein Offizier und US Marineflieger

Am 26. Mai 1938 beförderte man Bebas zum Ensign innerhalb der US Naval Reserve. Er besuchte die School of Engineering der Northwestern University und erhielt 1939 einen Bachelor Abschluss in Commerce. In dieser Zeit diente er im Naval Reserve Officer Training Corps, welches vom 16. bis zum 30. Juni 1939 an Bord des Schweren Kreuzers USS WICHITA ( CA-45 ) trainierte. Constantine George Bebas spielte auch Baseball in der Northwestern University und kurz für ein Minigliateam der Chicago White Sox in der Tar Heel League. Seine Dienstzeit im Rang eines Ensign endete am 22. Januar 1940 ehrenvoll. Gleich am folgenden Tag meldete er sich im Rang eines Seaman Second Class bei der US Navy. Zwischen dem 14. Februar und dem 14. März 1940 absolvierte er einen Ausscheidungsflug auf der Naval Reserve Air Base in Chicago, Illinois und ein zweites zwischen dem 15. Dezember 1940 und dem 15. Januar 1941. Seine Einberufung endete am 19. Februar ehrenvoll. Bebas erhielt die Ernennung zum Aviation Cadet der USNR. Am 20. Februar meldete er sich freiwillig für die Ausbildung bei der Naval Air Station in Pensacola, Florida. Am 4. August versetzte man ihn an die Naval Air Station in Miami, Florida, wo er seinen aktiven Dienst weiter ausführen konnte. Sein Marinefliegerabzeichen Nr. 8779 erhielt er am 5. September. Zwanzig Tage später entließ man ihn aus dem aktiven Dienst. Am 26. September, einen Tag später, beförderte man Bebas zum AV (N) in der USNR. Noch am selben Tag gliederte man ihn der Advanced Carrier Training Group in der Atlantikflotte zu. Die USA wurden am 7. Dezember 1941 in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen durch den Angriff auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Zwei Tage vor Weihnachten 1941 versetzte man Constantine George Bebas in das Bombergeschwader 8 ( VB-8 ) das mit SBC-3 Curtiss Maschinen ausgerüstet und auf dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) stationiert war. Am 4. März 1942 durchquerte der Träger den Panamakanal und fuhr nach zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier erhielt das Bombergeschwader Douglas SBD-3 Dauntless, da diese Sturzkampfbomber in großen Stückzahlen zur Verfügung standen. Ensign Bebas nahm an der Schlacht um Midway teil. Am ersten Tag, am 4. Juni 1942, war das Bombergeschwader auf der Suche nach den feindlichen Schiffen. Diese konnten aber nicht ausfindig gemacht werden. Daher flogen die Piloten mit ihren Maschinen nach Midway Island, ließen die Flugzeuge dort auftanken und kehrten an Bord der USS HORNET zurück. Am nächsten Tag beteiligte sich das Bombergeschwader an der Suche nach dem schwer beschädigten japanischen Flugzeugträger IJN HIRYU, der angeblich in der Nähe des amerikanischen Trägers sein sollte. Aber man fand den japanischen Träger nicht, da dieser noch in der Nacht gesunken war. Stattdessen stürzten sich die Bomberpiloten mit ihren Maschinen auf den japanischen Zerstörer IJN TANIKAZE. Die von Bebas abgeworfene Bombe verfehlte das hart umkämpfte Schiff nur um 100 Meter auf der Steuerbordseite. Der japanische Zerstörer erhielt mehrere indirekte Treffer und wurde beschädigt, konnte aber aus eigener Kraft das Schlachtfeld verlassen. Am 6. Juni beteiligte sich Ensign Bebas an den Luftangriffen auf die feindlichen Schweren Kreuzer IJN MOGAMI und IJN MIKUMA und deren Zerstörer die sie begleiteten. Die von Bebas ausgelöste Bombe traf den Schweren Kreuzer in der Nähe der Torpedorohre. Die dort lagernden Torpedos und anderer Sprengstoff waren aber schon LCDR Masayushi Saruwatari und dessen Mannschaft über Bord geworfen worden damit es ihnen nicht so erging wie dem Schweren Kreuzer IJN MIKUMA. Dieses schwere Schiff wurde nach mehreren Bombentreffern durch die eigenen Torpedos versenkt. Ensign Constantine George Bebas erhielt für seinen Treffer das Distinguished Flying cross verliehen. Die USS HORNET fuhr nach der Schlacht um Midway zur Marinebasis Pearl Harbor zurück. Die auf dem Träger stationierte Luftgruppe wechselte dort an Land und begann mit dem operativen Training. Am Morgen des 19. Juli 1942 hatte Bebas einen routinemäßigen Flug vor sich und sollte mit einer Übungsbombe aus 600 Metern Höhe ein Zielschiff in den Gewässern vor Oahu angreifen. Vor Barber´s Point begann Bebas mit dem Angriff auf dieses Zielschiff und ging in den Sturzflug über. Anstatt nach dem Abwurf der Bombe die Maschine wieder hochzuziehen ging die Maschine in eine relativ steile Rechtskurve. Man vermutete, dass Bebas zu diesem Zeitpunkt schwarz vor Augen war, da er den auf ihn einwirkenden Kräften nicht standhalten konnte. Seine SBD-3 stürzte in den Ozean und zerschellte. Neben Ensign Constantine George Bebas verlor auch sein Schütze Ensign William M. Stevens ( USNR ) das Leben.


USS BEBAS ( DE-10 )

Schiffsbiografie

Die USS BEBAS ( DE-10 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Constantine George „Gus“ Bebas benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Boston Navy Yard in Charlestown, Massachusetts wurde am 27. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-10 tragen. Die Taufe und der Stapellauf erfolgten am 9. Januar 1943. Doch am 25. Januar 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt noch am selben Tag die Kennung DE-10 und den Namen USS BEBAS. Am 15. Mai 1943 taufte während einer speziellen Zeremonie Mrs. Angeline M. Bebas, Mutter von Ensign Constantine George Bebas, den Geleitzerstörer. Lieutenant Commander George Barton Gilbertson (USNR) stellte am selben Tag das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS BEBAS begann am 17. Juni vor der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Das Training wurde am 24. Juni unterbrochen. Der Geleitzerstörer fuhr zur New York Navy Yard in Brooklyn, New York und musste sich einer dringend notwendig gewordenen Reparatur unterziehen. Das Kriegsschiff verließ am 29. Juni wieder die Werft und fuhr zu den Bermudas um das Training fortzusetzen. Im Juli schloss man es in den Gewässern vor der Marinebasis ab und kehrte in den Hafen von New York zurück. Für die USS BEBAS begann nun der Eskortier- und Patrouillendienst zwischen der Casco Bay, Maine, den Häfen von Boston und New York. Am 21. August verließ das Kriegsschiff New York und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier erhielt der Geleitzerstörer die vollständige waffentechnische Ausrüstung. Am 24. August stach das Kriegsschiff von Hampton Roads aus wieder in See und fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer USS OSTERHAUS ( DE-164 ) und zwei weiteren Geleitzerstörern zum Panamakanal. Dieser wurde am 1. September durchquert. Von Balboa, Panama aus ging die Fahrt über die Galapagos Islands, den Society Islands und Amerikanisch Samoa nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Diese Insel wurde am 28. September erreicht. Damit sich die Mannschaft des Kriegsschiffes etwas erholen konnte, blieb der Geleitzerstörer bis zum 30. September im Hafen liegen. Danach begannen mehrere Übungen wegen des Eskortierdienstes. Am 3. Oktober verließ die USS BEBAS Espiritu Santo und eskortierte mehrere Schiffe bis zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nachdem dieser Schiffsverband dort angekommen war, fuhr der Geleitzerstörer nach Espiritu Santo zurück. Das Kriegsschiff lief am Abend des 6. Oktober in den dortigen Hafen ein. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Am folgenden Tag verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhr zusammen mit der USS OSTERHAUS nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier sollten die beiden Geleitzerstörer vor Kola Point patrouillieren. Am 11. Oktober griffen zwei japanische Piloten mit ihren Maschinen die dort vor Anker liegenden Handelsschiffe SS GEORGE BLISS und SS JOHN H COUCH mit ihren Torpedos an. Die SS JOHN H COUCH erhielt einen Treffer und ging in Flammen auf. Die USS BEBAS und die USS OSTERHAUS sicherten das Schiff vor weiteren Angriffen ab. In den beiden folgenden Tagen entsandten beide Geleitzerstörer ihr Schadensbegrenzungsteam an Bord des Handelsschiffes, welche mit den Lösch- und Rettungsarbeiten begannen. Das Feuer konnte deshalb sehr schnell gelöscht und die Ladung, bestehend aus Munition, Ausrüstung und Pioniergerät gerettet werden. Die USS BEBAS sicherte anschließend beide Handelsschiffe bis diese entladen waren. Noch am Abend des 13. Oktober verließ der Geleitzerstörer Guadalcanal und eskortierte die SS GEORGE BLISS und SS JOHN H COUCH bis nach Espiritu Santo. Hier trafen die Schiffe am 15. Oktober ein. Das Kriegsschiff blieb bis zum 24. Oktober hier liegen damit sich die Mannschaft von den Strapazen erholen und mehrere Reparaturen erfolgen konnten. In diesen Tagen bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am folgenden Tag stach das Kriegsschiff wieder in See und nahm seine Patrouillen- und Eskortieraufgaben zwischen Guadalcanal, Espiritu Santo und Noumea, Neukaledonien durch. Ab Januar 1944 verlegte die USS BEBAS zu den Fidschi Inseln. Hier unterstellte man den Geleitzerstörer dem kommandierenden General der Garnison. Das Kriegsschiff sollte in den dortigen Gewässern nach feindlichen U-Booten suchen und Eskortierdienste übernehmen. Danach setzte der Geleitzerstörer seine Eskortier- und Patrouillenaufgaben zwischen Guadalcanal, Port purvis, Espiritu Santo und Noumea wieder fort. Am 12. April verließ das Kriegsschiff diese Gewässer und fuhr über die Marinebasis Pearl Harbor nach San Francisco. Hier sollten umfangreiche Reparaturen und eine kleine Überholung erfolgen. Am 5. Mai bugsierte man die USS BEBAS in ein Trockendock auf der Hunters Point Naval Shipyard. Die Arbeiten sowie die anschließende Probefahrt waren am 31. Mai abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die kalifornischen Gewässer und wechselte in die Hawaiianischen Gewässer. Das Kriegsschiff lief am 9. Juni in den Hafen von Pearl Harbor ein. Hier blieb der Geleitzerstörer bis zum 12. Juni liegen. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff wieder die amerikanische Marinebasis und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Die Schiffe fuhren am 27. Juni in die Lagune des Atolls ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff begann die USS BEBAS mit ihren Patrouillenfahrten innerhalb der Marshall Islands und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Von Ende Juli bis Mitte August übernahm der Geleitzerstörer den Eskortierdienst von Schiffskonvois zwischen Pearl Harbor und den Atollen Majuro und Eniwetok von den Marshall Islands. Man versetzte nun den Geleitzerstörer in die 3. US Flotte, die Flottenadmiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) kommandierte. Innerhalb dieser Flotte integrierte man die USS BEBAS in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, die Captain William Vincent Saunders ( 8. September 1898 – ? ) befehligte und gleichzeitig der Kommandeur des Geleitflugzeugträgers USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ) war und sich an der Operation „Stalemate II“ beteiligte. In dieser TG befanden sich außerdem die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS STEELE ( DE-8 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ) und USS SEID ( DE-256 ). Dazu verlegte die USS BEBAS zum Seeadler Harbor, Manus Island, Admiralitätsinseln. Dort trafen bis zum 21. August alle Schiffe der TG ein und waren ein Teil der großen Unterstützungsgruppen die den Schnellen Flugzeugträgern der Task Force 38 während des Angriffs auf die westlichen Karolinen folgten. Die Schiffe der TG 30.7 legten im Seeadler Harbor am 1. September ab. Am 6. September lagen die Schiffe schon vor den Palau Inseln und begannen mit der Unterstützung der TF 38, indem man in diesem Seegebiet nach feindlichen U-Booten suchte. Am 8. September lösten sich die Schiffe der TG 30.7 wieder von der TF 38 und vergrößerten ihren Patrouillenradius bis nach Mindanao, Philippinen. Die Schiffe wurden am 23. September dann betankt und zogen ihren Patrouillenbereich bis in den Nordosten der Palau Inseln wieder zurück. Am 3. Oktober erhielt die USS SAMUEL S MILES einen Oberflächenkontakt der als japanisches U-Boot identifiziert wurde. Der Geleitzerstörer konnte dieses U-Boot zur Strecke bringen und wurde nach einer gewaltigen Explosion selber an Sonar und Radar beschädigt. Feststellen konnte man allerdings nicht mehr um welches U-Boot es sich gehandelt hatte. Die USS BEBAS kehrte dann mit den Schiffen der TG 30.7 vom 9. bis zum 13. Oktober in den Seeadler Harbor zurück. Dort füllte man alle Magazine und Bunker auf und nahm kleine Reparaturen vor. Außerdem beteiligte sich der Geleitzerstörer bis zum 16. Oktober an Anti-U-Boot Übungen. Das Kriegsschiff beließ man in der TG 30.7. In dieser Task Group befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ), USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ), USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ) und USS TABBERER ( DE-418 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, aufgespürt und durch die USS LAWRENCE C TAYLOR versenkt. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen dabei ums Leben. Auch am folgenden Tag war der Geleitzerstörer in demselben Seegebiet erfolgreich. Diesmal traf es das U-Boot IJN I-41. Es explodierte nach mehreren Hedgehogs Angriffen und nahm alle 111 Besatzungsmitglieder mit in den Tod. Wenige Tage später kehrten die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Man zog die USS BEBAS Anfang Dezember aus dem Kampfgeschehen. Der Geleitzerstörer sollte in den folgenden drei Monaten Patrouillenaufgaben vor der Insel Peleliu, Palau Islands und zwischen den Atollen Ulithi, Karolinen und Eniwetok durchführen. So verließ die USS BEBAS am 2. Februar das Atoll Eniwetok und eskortierte den Tanker USS COSSATOT ( AO-77 ) und das Handelsschiff SS EGG HARBOR zum Atoll Ulithi. In der zweiten Nacht auf see identifizierte man auf dem Geleitzerstörer einen anderen Schiffskonvoi, in dem sich ebenfalls amerikanische Schiffe befanden. Zur gleichen Zeit nahm man auf dem Geleitzerstörer einen Radarkontakt an der Wasseroberfläche wahr, der sich rasch als sehr verdächtig erwies. Nach dem Verlauf dieses Kontaktes musste er den Weg beider Schiffskonvois kreuzen. LCDR Jack Reuben Schweizer (USNR), Kommandant der USS BEBAS, erhielt die Erlaubnis diesen Kontakt zu untersuchen. Dieses unbekannte Schiff bemerkte das herannahende Kriegsschiff und tauchte. Die USS BEBAS reduzierte ihre Geschwindigkeit um einen ersten Angriff auf das feindliche U-Boot auszuführen. Nach dem ersten Angriff mit Hedgehogs folgte wenige Sekunden später auch gleich ein zweiter. Kurz danach gab es unter Wasser zwei gedämpfte und eine schwere Detonation. Der dritte Hedgehogs Angriff brachte ebenfalls ein negatives Ergebnis. Eine Stunde später trieben Holzfragmente im Bereich der Angriffsstelle auf dem Wasser. Die USS BEBAS suchte die gesamte Nacht über nach dem Kontakt. Am nächsten morgen schlossen sich weitere vier Geleitzerstörer und ein vom Atoll Eniwetok gestarteter Patrouillenbomber. Zwischen 8:00 Uhr und 15:25 Uhr wurden so über 1.600 km² des Ozeans abgesucht. Die Piloten der PBM sahen einen konzentrierten Ölteppich rund 6 km von dem letzten Hedgehogs Angriff entfernt. Die Mannschaft der USS BEBAS nahm von diesem Slick eine Probe, das war eine Mischung aus schwerem Ölschlamm aus Schmieröl und Heizöl und das darin gefundene Stück Holz an Bord. Am Nachmittag verließen die vier Geleitzerstörer wieder dieses Seegebiet. Nur der Minensucher USS BOND ( AM-152 ) blieb bei der USS BEBAS. Beide Schiffe suchten weiter nach Anzeichen des eventuell versenkten U-Bootes. Doch diese weiteren Untersuchungen ergaben keine weiteren Erkenntnisse, so dass am 6. Februar um 12:00 Uhr die weitere Suche abgebrochen wurde. Nach dem Krieg kontrollierten amerikanische Historiker die japanischen U-Boot Aufzeichnungen. An diesem Tag gab es keinen Vermerk über ein U-Boot Verlust. Damit blieb die Identität von dem versenkten Schiff ein Rätsel. Am 15. März verließ der Geleitzerstörer Port Purvis, Salomonen und fuhr über die Insel Saipan, Nördliche Marianen zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier gliederte man die USS BEBAS in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan mit dem Flugzeug abgestürzt ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS PAUL G BAKER ( DE-642 ), USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ), USS TILLS ( DE-748 ) und USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS und USS WILLIAM C COLE wechselten am 31. März in die Task Group 53.6, die von Captain J. H. Wellings befehligte wurde. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Transportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS FIEBERLING ( DE-640 ), USS GENDREAU ( DE-639 ), USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) und USS PAUL G BAKER ( DE-642 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März hatte ein Teil dieser Schiffe den Hafen von Tulagi verlassen und fuhren über das Atoll Eniwetok zur Insel Okinawa. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich ab dem ersten Tag sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die USS BEBAS wurde an diesem 1. April zur Bedeckung der Landungsschiffe eingesetzt und führte Anti-U-Boot Patrouillen vor dem Brückenkopf durch. Ab dem 1. Mai begann die USS BEBAS in den Gewässern von Okinawa zu patrouillieren. Dabei konnte am 12. Mai Lieutenant Robert R. Klingman (USMC) von der Staffel VMF-312 aus dem Wasser gerettet werden. Dessen F4U Corsair hatte einen Ausfall am Hydrauliksystem erlitten und war über dem Meer abgestürzt. Am Abend nach dem Sonnenuntergang waren die Mannschaften der USS BEBAS und der USS PAUL G BAKER Zeuge eines Angriffs zweier japanischer Kamikazepiloten auf das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Die Geschützmannschaften beider Geleitzerstörer feuerten ihre 20 mm Bordgeschütze auf diese Maschine ab. Eine davon wurde getroffen und explodierte in der Luft, während die andere japanische Maschine sich auf das Schlachtschiff stürzte und erhebliche Schäden verursachte. Am 22. Mai verließ die USS BEBAS die Kerama Retto Inseln, wo beschädigte amerikanische Schiffe repariert wurden. Der Geleitzerstörer eskortierte das Schlachtschiff USS COLORADO ( BB-45 ), das im Schlepptau den schwer beschädigten Geleitzerstörer USS ENGLAND ( DE-635 ) hatte. Das Ziel war die philippinische San Pedro Bay, Leyte, wo weitere Reparaturen an dem Kriegsschiff erfolgen konnten. Die USS BEBAS kehrte in danach in die Gewässer von Okinawa zurück und führte seine Patrouillenaufgaben wieder aus. Mitte Juni verließ der Geleitzerstörer wieder Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8, der Logistical Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS BEBAS, USS LAKE ( DE-301 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Trägerflugzeuge bei deren Lugtangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Dazu verließen die Schiffe am 28. Juni Leyte und erreichten zwei Tage später das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 vor Honshu versorgt. Die USS BEBAS patrouillierte rund um die Kriegsschiffe der TG und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Dann Ende Juli waren aber die Reparaturrückstände schon erheblich, so dass der Geleitzerstörer die japanischen Gewässer verließ und zur Marinebasis Pearl Harbor fuhr. Diese wurde am 3. August erreicht. Das Kriegsschiff lag noch immer am 15. August in dem Hafen. An diesem Tag endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS BEBAS verließ am 4. September die Hawaiianische Insel Oahu und fuhr zur kalifornischen Küste. Fünf Tage später erreichte der Geleitzerstörer San Francisco und fuhr in die Terminal Island Naval Shipyard in San Pedro, Kalifornien. Dort stellte man am 18. Oktober 1945 das Kriegsschiff außer Dienst. Den Namen USS BEBAS ( DE-10 ) wurde am 1. November 1945 von der US Navy – Liste gestrichen. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man im Januar 1947 den Schiffskörper an die Pacific Bridge Company in San Francisco zum verschrotten.


USS BEBAS ( DE-10 )
Commanding Officer

LCDR George Barton Gilbertson  (USNR)         15. Mai 1943 – 29. Juni 1943
LCDR Frederic William Kinsley         29. Juni 1943 – 1. Februar 1944
LCDR Jack Reuben Schweizer  (USNR)        1. Februar 1944 – 21. März 1945
LCDR Melvin Myers Dichter  (USNR)         21. März 1945 – 3. Oktober 1945
LT Joseph Claude Sloane, Jr.         3. Oktober 1945 – 18. Oktober 1945

USS McCONNELL ( DE-163 )

USS McCONNELL ( DE-163 )

Biografie

Riley Franklin McConnell
* 22. Juli 1884 in Gate City, Scott County, Virginia
† 12. Juli 1940 in San Diego, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy

Riley Franklin McConnell war das älteste Kind von James Hopkins McConnell ( 30. Mai 1858 – 8. Juni 1923 ). Er hatte noch zwei Geschwister. Clara M. McConnell Broadwater ( 8. März 1889 in Gate City, Scott County, Virginia – November 1973 im Scott County, Virginia ) und Imogene McConnell Hartsock ( 26. September 1892 in Virginia – 1. juni 1923 in Macon, Bibb County, Georgia ). Er absolvierte am 7. Juni 1909 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Er diente über drei Jahrzehnte innerhalb der US Navy und führte die verschiedensten Aufgaben aus. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Navigator an Bord des Schlachtschiffes USS ARKANSAS ( BB-33 ). Später führte er seinen Dienst als Executive Officer an Bord des Schlachtschiffes USS OHIO ( BB-12 ), des Hospitalschiffes USS RELIEF ( AH-1 ) und dem Schweren Kreuzer USS CHICAGO ( CA-29 ). Nach einem Aufenthalt am Naval War College diente McConnell zwischen 1925 und 1927 im Stab des Oberbefehlshabers der Asiatischen Flotte. Am 1. September 1934 beförderte man ihn zum Captain. Vom 4. Juni 1935 bis 26. Mai 1936 befehligte er den Leichten Kreuzer USS MILWAUKEE ( CL-5 ). Am 30. Oktober 1936 kehrte McConnell zur Asiatischen Flotte zurück und übernahm den Posten des Stabschefs. Dieses behielt er bis zum 25. Juli 1939. Für hervorragende Verdienste in dieser Zeit verlieh man ihm das Navy Cross. Anschließend wechselte McConnell an die kalifornische Küste und übernahm am 22. August 1939 das Kommando über die Naval Training Station in San Diego, Kalifornien. Hier verstarb er am 12. Juli 1940 während des aktiven Dienstes.
Er war mit Grace Otteson ( 1888 – 1980 ) verheiratet.


USS McCONNELL ( DE-163 )

Schiffsbiografie

Die USS McCONNELL ( DE-163 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Riley Franklin McConnell benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 19. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Otteson McConnell ( 1888 – 1980 ), Witwe von Captain Riley Franklin McConnell, taufte am 28. März 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander David Dean Humphreys stellte am 18. Mai 1943 in der Brooklyn Navy Yard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS McCONNELL bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer in die Brooklyn Navy Yard zurück, unterzog sich dort einer Begutachtung der Schiffshaut und einigen Änderungen. Danach wechselte das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier erfolgte die Endausrüstung für die Fahrt in den Pazifik. Am 24. August stach die USS McCONNELL in See und erreichte am 31. August den Panamakanal. Noch am selben Tag durchquerte der Geleitzerstörer den Isthmus und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Das Kriegsschiff lief am 10. September in diesen Hafen ein. Hier blieb die USS McCONNELL bis zum 20. September. In San Francisco wartete ein Schiffskonvoi auf ihre Eskorte in Richtung des Kampfgebietes. Am 20. September verließ der Konvoi San Francisco und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Von dort aus ging die Fahrt nach Amerikanisch Samoa; Noumea, Neukaledonien; Espiritu Santo, Neue Hebriden nach Guadalcanal, Ostsalomonen weiter. Hier traf der Konvoi am 29. Oktober ein. Die USS McCONNELL integrierte man in die Escort Division 11, in der sich unter anderem die Geleitzerstörer USS PARKS und USS OSTERHAUS befanden. Sofort beteiligte sich die USS McCONNELL am Eskortierdienst zwischen den Salomonen und den Neuen Hebriden und an Anti-U-Boot Patrouillen im Südpazifik. So eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Schiffe vom Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen bis nach Bougainville, Salomonen sowie von den Fidschi Inseln und Amerikanisch Samoa zu den amerikanischen Militärstützpunkten innerhalb der Salomonen. Zwischenzeitlich lag das Kriegsschiff am 1. Dezember und vom 9. bis zum 13. dezember in Espiritu Santo zum bunkern von Proviant und Treibstoff. Die USS McCONNELL verließ am 12. Juni 1944 die Gewässer der Salomonen und eskortierte einen Schiffskonvoi von Guadalcanal zum Atoll Einiwetok, Marshall Islands. Sechs Tage später lagen die Schiffe vor dem Atoll. Der Geleitzerstörer begann noch am selben Tag mit seinen Patrouillenfahrten zwischen den Atollen Eniwetok und Kwajalein, Marshall Islands. Diese führte das Kriegsschiff bis Mitte Juli aus. Dann integrierte man die USS McCONNELL wenige Tage später in die Task Force 53, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS OSTERHAUS und USS PARKS sowie mehreren Zerstörern frei zur Verfügung. Die Kriegsschiffe der TF 53 lagen schon vor den Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen und unterstützten die Anlandungen der amerikanischen Marines. Die USS McCONNELL verließ am 23. Juli Eniwetok und eskortierte mehrere Frachtschiffe nach Guam. Die Insel wurde am 28. Juli erreicht. Der Geleitzerstörer übernahm hier für einen Tag und eine Nacht die Sicherung der beladenen und entladenen Versorgungsschiffe und der Öltanker, die zur Versorgung der Angriffsschiffe vor Anker lagen und suchte nach Anzeichen von feindlichen U-Booten. Schon am 29. Juli verließ die USS McCONNELL wieder Guam und eskortierte mehrere leere Versorgungsschiffe zum Atoll Eniwetok. Dort traf der Geleitzerstörer am 2. August ein. Hier nahm das Kriegsschiff wieder seine Patrouillen innerhalb der Marshall Islands wieder auf. Am 20. August verließ die USS McCONNELL aber wieder diese Gewässer und fuhr zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Der Geleitzerstörer lief am 26. August in diesen natürlichen Tiefseehafen ein. Bis zum 1. September blieb er hier liegen. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS McCONNELL, USS PARKS, USS LEVY, USS WESSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER , USS MITCHELL, USS SWEARER, USS LAMONS, USS OSTERHAUS, USS KYNE ( DE-744 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln damit die dort kämpfenden Truppen ihren Nachschub erhielten. Während der nun beginnenden Invasion der Westlichen Karolinen, übernahm die USS McCONNELL die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westlichen Karolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dazu gliederte man die USS McCONNELL erneut in die TG 30.8. Captain Jasper Terry Acuff kommandierte diese Task Group. In der TG 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS McCONNELL, USS PARKS, USS WATERMAN, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WEAVER, USS OSTERHAUS, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen eingesetzt. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Die geleerten Öltanker wurden von der USS McCONNELL zum Atoll Ulithi, Karolinen eskortiert, wo sie am 5. November ankamen. Der Geleitzerstörer verließ noch am selben Tag wieder das Atoll und fuhr ostwärts, wo er am 12. November in der Marinebasis Pearl Harbor anlegte. Man bunkerte auf dem Kriegsschiff frischen Treibstoff und Proviant und legte noch am selben Tag wieder ab. Ziel war San Francisco. Am 22. November lief der Geleitzerstörer in die Mare Island Shipyard in Vallejo, Kalifornien ein und es begann noch am selben Tag eine umfangreiche Überholung. Diese war am 16. Januar 1945 angeschlossen. An diesem Tag verließ die USS McCONNELL die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor in die Hawaiianischen Gewässer. Dort traf am 26. Januar der Geleitzerstörer ein und beteiligte sich bis zum 11. März an mehreren Übungen, Patrouillen- und Eskortierfahrten innerhalb dieser Gewässer. Das Kriegsschiff verließ am 11. März Pearl Harbor und eskortierte mehrere Versorgungsschiffe bis zum Atoll Eniwetok. Dort trafen die Schiffe am 24. März ein. In der Zeit zwischen diesem 24. März und dem 4. Mai unternahm die USS McCONNELL drei Eskortierfahrten zwischen dem Atoll Eniwetok und den Inseln Guam und Saipan, Nördlichen Marianen hin und zurück. Der Geleitzerstörer wechselte am 6. Mai zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Von hier aus patrouillierte das Kriegsschiff in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges vor den Inseln der Marshall Islands, die von den Japanern zwar noch besetzt waren. Der Geleitzerstörer führte periodische Bombardements gegen feindliche Stellungen auf solchen Inseln durch. Außerdem bot das Kriegsschiff Luft- und Seerettungsdienste bei Luftangriffen gegen die von den Feinden kontrollierten Inseln an. So lag die USS McCONNELL am 13. Mai vor dem Atoll Jaluit und rettete acht Marshallesen aus dem Wasser die sich wegen des Bombardements von dem Atoll Jaluit retten wollten. Der Geleitzerstörer war am 14. Mai und am 21. Mai in der Nähe der Insel Bikku im Atoll Erikub. Man konnte an beiden Tagen jeweils einen japanischen Soldaten gefangen nehmen der sich mit Hilfe eines Floßes in Richtung des Wotje Atolls absetzen wollte, wo immer noch eine starke japanische Garnison existierte. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August mit der bedingungslosen Kapitulation Japans. Am 28. August befanden sich an Bord der USS McCONNELL amerikanische Besatzungssoldaten die vom Atoll Majuro zum Mili Atoll transportiert werden mussten, um die dortigen feindlichen Soldaten zu entwaffnen. Der Geleitzerstörer befand sich am 5. September beim Jaluit Atoll. Zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde kamen die japanischen Offiziere der Garnison an Bord des Kriegsschiffes und übergaben ihre Truppen und deren Ausrüstung. Am 16. September verließ die USS McCONNEL die Marshall Islands und fuhr über Pearl Harbor an die kalifornische Küste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und Proviant stach der Geleitzerstörer wieder in See, durchquerte den Panamakanal und legte am 20. Oktober im Hafen von New York City an. Nach den Feierlichkeiten des Navy Day am 27. Oktober verließ das Kriegsschiff am 13. November New York City und fuhr entlang der US Ostküste wieder südwärts. Am 16. November erreichte es Green Cove Springs, Florida. Hier wurde das Schiff auf seine Inaktivität vorbereitet. Am 29. Juni 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Einige Jahre später wechselte das Kriegsschiff zu einem Teil der Atlantikreserveflotte der in Norfolk, Virginia lag. Den Namen USS McCONNELL ( DE-163 ) strich man am 1. Oktober 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 21. März 1974 an die Texas Marine & Salvage in Port Neches, Texas zum verschrotten.


USS McCONNELL ( DE-163 )
Commanding Officer

CDR David Dean Humphreys         28. Mai 1943 – 31. August 1943
LT Richard C. Young  (USNR)          20. September 1943 – 23. Juli 1944
LCDR Loria C. Oglesby  (USNR)         23. Juli 1944 – 6. Juni 1945
LT Henry A. Breed  (USNR)         6. Juni 1945 – 16. Juli 1945
LCDR Frank M. Keathley  (USNR)        16. Juli 1945 – 13. Dezember 1945
LT (jg) Thomas A. Kelly  (USNR)       13. Dezember 1945 – 1. März 1946
LT (jg) Fred A. Baker  (USNR)         1. April 1946 – 1. Mai 1946
Keine Namensnennung ?          1. Juni 1946 – 29. Juni 1946

USS PARKS ( DE-165 )

USS PARKS ( DE-165 )

Biografie

Charles Wellman Parks
* 22. März 1863 in Woburn, Middlesex County, Massachusetts
† 25. Juni 1930 in Washington DC
war ein Rear Admiral im Corps of Civil Engineers

Charles Wellman Parks war mit Martha Frear Parks ( 18. Juni 1861 in Coxsackie, New York – 26. März 1939 in Washington DC ) verheiratet. Am 19. Juli 1897 ernannte man ihn zum Bauingenieur. Man berief ihn am 11. Januar 1918 zum Chef des Bureaus of Yards and Docks und beförderte Parks am 1. Dezember 1921 in den Rang eines Rear Admirals. Er erhielt für außergewöhnliche verdienstvolle Dienste die Distinguished Service Medal verliehen. Diese Verleihung ging mit der großen Verantwortung einher, die Parks als Chef des Bureaus of Yards and Docks übernommen und ausgebaut hatte.


USS PARKS ( DE-165 )

Schiffsbiografie

Die USS PARKS ( DE-165 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Charles Wellman Parks benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 11. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Patricia Yoder, Großnichte von Rear Admiral Charles Wellman Parks, taufte am 18. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Milford McQuilkin (USNR) stellte am 23. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS PARKS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer zur Begutachtung des Schiffskörpers und zur Ausrüstung für die Fahrt in den Pazifik in die Werft in Hafen von New York. Im August stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zum Panamakanal. Die USS PARKS durchquerte diesen am 1. September. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über die Galapagos Islands zur amerikanischen Militärversorgungsbasis Bora Bora weiter. Hier bunkerte man weiterhin alles Notwendige und stach wieder in See. Ziel war nun die Insel Noumea, Neukaledonien. Von hier aus begann der Geleitzerstörer zwischen den Inseln Noumea und Espiritu Santo, Neue Hebriden zu patrouillieren und Schiffskonvois zu eskortieren. So lag die USS PARKS am 18. Oktober und vom 23. zum 24. Oktober im Hafen von Espiritu Santo. Noch im selben Monat wurden die Patrouillen- und Eskortierfahrten bis zum Juni 1944 bis zur Insel Guadalcanal, Ostsalomonen und Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen ausgeweitet. In diesen Monaten lag der Geleitzerstörer vom 30. November bis zum 7. Dezember und vom 9. bis zum 12. Dezember wieder im Hafen von Espiritu Santo. Im Januar 1944 unternahm das Kriegsschiff eine kurze Reise zum Rendova Island, New Georgia. Im April folgte eine Patrouillenfahrt, gepaart mit der Eskorte von Öltankern, zur Insel Funafuti, Ellice Island und zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Innerhalb der Gewässer der Neuen Hebriden fuhr die USS PARKS auch zwei Mal auf Patrouille zur Insel Efate. Der Geleitzerstörer verließ Anfang Juni die Gewässer der Ostsalomonen und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier versetzte man die USS PARKS in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS PARKS, USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Bis zum 6. Juni lagen die meisten Geleitzerstörer der TG zur Sicherung bei den Öltankern in der Lagune von Majuro, Marshall Islands. An diesem 6. Juni stachen die Geleitzerstörer in See und eskortierten die Öltanker in Richtung der Inseln der Marianen. Zum selben Zeitpunkt hatten auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF 58. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die Geleitflugzeugträger und Zerstörer der TG 50.17. Am 5. Juni hatten die Kriegsschiffe der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Ihnen voraus der Geleitflugzeugträger USS COPAHEE und der Zerstörer USS EVANS. Diese beiden Schiffe erreichten am 10. Juni das Atoll Eniwetok. Am 12. Juni erfolgte die Treibstoffübergabe an die Schiffe der TG 58.1. Zwei Tage später erreichten alle Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Die USS PARKS verließ an diesem Tag mit mehreren Öltankern, die geleert waren, die Gewässer vor Saipan und eskortierte diese zum Atoll Eniwetok. Nach einem kurzen Aufenthalt vor dem Atoll begann für den Geleitzerstörer eine Hin- und Rückfahrt zwischen dem Atoll und zu den Nördlichen Marianen. Dann integrierte man die USS PARKS noch im Juli in die Task Force 53, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS OSTERHAUS und USS McCONNELL sowie mehreren Zerstörern frei zur Verfügung. Die Kriegsschiffe der TF 53 lagen schon vor den Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen und unterstützten die Anlandungen der amerikanischen Marines. Die USS PARKS erreichte am 23. Juli Guam. Der Geleitzerstörer übernahm hier die Sicherung der beladenen und entladenen Versorgungsschiffe und der Öltanker, die zur Versorgung der Angriffsschiffe vor Anker lagen. Außerdem übernahm das Kriegsschiff zwischen den Inseln Guam und Tinian die Luft- und Unterwasserüberwachung. Mitte August verließ die USS PARKS wieder die Gewässer und eskortierte Versorgungsschiffe von den Nördlichen Marianen zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier traf der Geleitzerstörer zusammen mit den Versorgungsschiffen Anfang September ein. Hier gliederte man die USS PARKS in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS PARKS, USS LEVY, USS WESSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER , USS MITCHELL, USS SWEARER, USS LAMONS, USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS KYNE ( DE-744 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln damit die dort kämpfenden Truppen ihren Nachschub erhielten. Während der nun beginnenden Invasion der Westlichen Karolinen, übernahm die USS PARKS die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westlichen Karolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dazu gliederte man die USS PARKS erneut in die TG 30.8. Captain Jasper Terry Acuff kommandierte diese Task Group. In der TG 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS PARKS, USS WATERMAN, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WEAVER, USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen eingesetzt. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Die geleerten Öltanker wurden von der USS PARKS zum Atoll Ulithi, Karolinen eskortiert. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour. Diesen erreichte das Kriegsschiff zusammen mit der USS OSTERHAUS am 20. November. Hier bunkerte man Proviant und frischen Treibstoff und beide Geleitzerstörer stachen noch am selben Tag wieder in See. Die Fahrt ging zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Die USS PARKS erreichte mit der USS OSTERHAUS Anfang Dezember diese Marinebasis. Doch es gab keine freie Stelle in eines der Trockendocks, wo eine vernünftige Überholung ausgeführt werden konnte. Außerdem wurde entschieden, dass der Geleitzerstörer eine neue Radaranlage erhalten sollte. Und diese wurde nur an der US Westküste montiert, wo auch das dafür notwendige Fachpersonal vor Ort war. Deshalb verließ das Kriegsschiff am 21. Februar 1945 Pearl Harbor und fuhr zur Marinebasis Newport Beach, Kalifornien. Hier begannen ab dem 1. März die Überholung und die Montage der Radaranlage. Die daran anschließenden Übungen in den Gewässern vor San Diego dauerten bis zum 16. April. An diesem Tag verließ die USS PARKS zusammen mit der USS OSTERHAUS die kalifornischen Gewässer und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen und Truppentransporter, zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 23. April ein. Beide Geleitzerstörer bewachten diesen Schiffskonvoi, dessen Weiterfahrt erst Anfang Mai geplant war. Die Fahrt führte die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo die USS PARKS und ein Teil des Schiffskonvois verblieben. Dieses Atoll wurde in der zweiten Maiwoche erreicht. Das Geleitzerstörer unternahm von diesem Atoll aus die Luft- Seerettung, eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Ulithi und war bis Mitte August bis in die Gewässer der Nördlichen Marianen auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 29. Juni erhielt die USS PARKS auf dem Weg vom Atoll Eniwetok nach Saipan einen Oberflächenkontakt von einem feindlichen U-Boot. Sofort begann man auf dem Geleitzerstörer mit der Attacke. Doch eindeutige Hinweise zur Versenkung dieses U-Bootes erhielt man nicht. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Das Kriegsschiff verließ am nächsten Tag das Atoll Eniwetok und fuhr zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Von dort aus fuhr die USS PARKS zum Mili Atoll, das südöstlich des Majuro Atolls liegt. Hier traf der Geleitzerstörer am 28. August ein. Die auf dem Atoll befindliche japanische Garnison wurde zur Kapitulation bewegt und eine Flaggenzeremonie durchgeführt. Es wehte nun das amerikanische Sternenbanner und der stellvertretende Atoll Kommandant von Majuro übernahm die Kontrolle über die Garnison. Lieutenant Commander Paul Christian Huelsenbeck, Kommandant der USS PARKS, erhielt den Auftrag für die Bewachung der 2.400 japanischen Soldaten zu sorgen sowie die Unterstützung zur Entmilitarisierung des Atoll zu sichern. Das hieß, alle Waffen, Munition, Sprengstoffe und Minenfelder zu vernichten. Der Geleitzerstörer verließ am 13. September wieder das Atoll Mili und fuhr zum Atoll Majuro. Hier schiffte sich der Kommandant über das Mili Atoll sowie sein Stab aus. Am 16. September verließ die USS PARKS zusammen mit allen Schiffen der Escort Division 11, darunter zählte auch die USS OSTERHAUS, das Flaggschiff der Division, die Lagune des Atolls Kwajalein, Marshall Islands und fuhr über Pearl Harbor zur Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Wenige Stunden nach dem Anlegen stach die USS PARKS zusammen mit den anderen Geleitzerstörern erneut in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung fuhr der Geleitzerstörer bis nach New York und lief in die Brooklyn Naval Shipyard ein. Hier erfolgten Reparaturen an dem Kriegsschiff. Anschließend fuhr die USS PARKS nach Green Cove Springs, Florida. LCDR Paul Christian Huelsenbeck meldete sich beim Kommandanten der 16. Flotte für die Inaktivierung des Geleitzerstörers. Am 20. Juli 1946 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Auch die USS PARKS stellte man auf die Verfügungsliste. Doch im Mai 1951 strich man den Geleitzerstörer davon und beließ ihn in Green Cove Springs bei der Atlantikreserveflotte. 1970 schleppte man die USS PARKS in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und bereitete das Kriegsschiff auf sein Lebensende vor. Den Namen USS PARKS ( DE-165 ) strich man am 1. Juli 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 15. Oktober 1973 zum verschrotten.


USS PARKS ( DE-165 )
Commanding Officer

LCDR Milford McQuilkin  (USNR)          23. Juni 1943 – 16. Januar 1944
LT Emery Reber Casstevens  (USNR)        16. Januar 1944 – 26. April 1945
LCDR Paul Christian Huelsenbeck  (USNR)         26. April 1945 – 1. Februar 1946
LT Richard J. Camp  (USNR)         1. Februar 1946 – 20. Juli 1946

USS OSTERHAUS ( DE-164 )

USS OSTERHAUS ( DE-164 )

Biografie

Hugo Osterhaus
* 15. Juni 1851 in Belleville, St. Clair, County, Illinois
† 11. Juni 1927 in Castle Point, Dutchess County, New York
war ein Rear Admiral der US Navy

Hugo Osterhaus war der Sohn des Major Generals Peter Joseph Osterhaus ( 4. Januar 1823 in Koblenz, Deutschland – 2. Januar 1917 in Duisburg, Deutschland ) und Matilda Osterhaus ( 21. Januar 1825 – 5. November 1863 in Saint Louis, Missouri ). Sein Vater hatte in Berlin die Militärakademie besucht und diente für einige Jahre als Offizier in der preußischen Armee. 1848 emigrierte dieser jedoch nach Amerika und ließ sich in St. Louis, Missouri nieder. Bei Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges ernannte man ihn zum Major und schon im Juni 1862 zum Brigadegeneral. Im März 1865 beförderte man Peter Joseph Osterhaus zum Major General und Stabschef der Militärabteilung von West Mississippi. In dieser Position unterschrieb er persönlich im Namen der Unionsarmee die Übergabe der konföderierten Streitkräfte in Mississippi. Am 15. Januar 1866 entließ man ihn aus dem Dienst der US Army und ernannte ihn im selben Jahr zum US Konsul in Lyon, Frankreich. 1905 zog sich Peter Joseph Osterhaus aus diesem Dienst zurück und siedelte nach Duisburg um. Zum Zeitpunkt seines Todes am 2. Januar 1917 war er der älteste Veteran aus dem Bürgerkrieg. Man begrub ihn auf dem jüdischen Friedhof in Koblenz. Hugo Osterhaus hatte einen Halbbruder, Louis R. Osterhaus ( 25. September 1866 in Deutschland – 9. Juni 1929 in Belleville, St. Claire County, Illinois ). Hugo Osterhaus war mit Mary W. Wilson Osterhaus ( 4. November 1855 – 10. September 1942 ) verheiratet. Beide hatte sie zwei Söhne. Den späteren Rear Admiral Hugo Wilson Osterhaus ( 1878 – 1972 ) und Karl Osterhaus ( 7. März 1881 – 4. Juli 1973 ). Hugo Osterhaus ernannte man am 22. September 1865 zum Midshipman. Nach dem Studium an der United States Naval Academy in Annapolis, Maryland beförderte man ihn am 13. Juni 1871 zum Ensign. Schon am 12. Februar 1874 folgte die Ernennung zum Master und am 13. März 1880 zum Lieutenant. Neunzehn Jahre später, am 3. März 1899 beförderte man ihn zum Lieutenant Commander und am 2. Juli 1901 zum Commander. Den Rang eines Captains erhielt er am 19. Februar 1906 und den eines Rear Admirals am 4. Dezember 1909. Am 15. Juni 1913 versetzte man ihn in den Ruhestand. Die USA traten am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg ein. Fünf Tage später berief man Rear Admiral Osterhaus aus dem Ruhestand und versetzte ihn bis zum 1. November 1920 in den aktiven Dienst. Anschließend kehrte Osterhaus nach Hause zurück.
Hugo Osterhaus war der Kommandant des Schlachtschiffes USS CONNECTUCUT ( BB-18 ) und beteiligte sich mit dem Kriegsschiff an der Great White Fleet bei der Weltumfahrung. Außerdem befehligte er die Second Division der Atlantikflotte, war der Kommandant der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien, Kommandant des 12. Naval District und der Atlantikflotte. Während des Ersten Weltkrieges zeichnete man ihn mit dem Navy Cross für seine Dienste im Office of Naval District.


USS OSTERHAUS ( DE-164 )

Schiffsbiografie

Die USS OSTERHAUS ( DE-164 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Hugo Osterhaus benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 11. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs.Helen Huntington Downing Osterhaus ( 11. Februar 1887 – 23. August 1965 ), Nichte von Rear Admiral Hugo Osterhaus und Tochter des späteren Rear Admiral Hugo Wilson Osterhaus ( 1878 – 1972 ), taufte am 18. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Rowland Haverstick Groff (USNR) stellte am 12. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS OSTERHAUS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei Port Royal im Great Sound, Bermudas. Nach der Rückkehr in den Hafen von New York, rüstete man den Geleitzerstörer für die Fahrt in den Pazifik aus. Am 21. August verließ das Kriegsschiff New York und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier erhielt die USS OSTERHAUS die vollständige waffentechnische Ausrüstung. Am 24. August stach der Geleitzerstörer von Hampton Roads aus wieder in See und fuhr zusammen mit dem Geleitzerstörer USS BEBAS ( DE-10 ) und zwei weiteren Geleitzerstörern zum Panamakanal. Dieser wurde am 1. September durchquert. Von Balboa, Panama aus ging die Fahrt über die Galapagos Islands, den Society Islands und Amerikanisch Samoa nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Diese Insel wurde am 28. September erreicht. Damit sich die Mannschaft des Kriegsschiffes etwas erholen konnte, blieb der Geleitzerstörer bis zum 30. September im Hafen liegen. Danach begannen mehrere Übungen wegen des Eskortierdienstes. Am 3. Oktober verließ die USS OSTERHAUS Espiritu Santo und eskortierte mehrere Schiffe bis zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Gleich nachdem dieser Schiffsverband dort angekommen war, fuhr der Geleitzerstörer nach Espiritu Santo zurück. Das Kriegsschiff lief am Abend des 6. Oktober in den dortigen Hafen ein. Man bunkerte hier frischen Treibstoff und Proviant. Am folgenden Tag verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhr zusammen mit der USS BEBAS nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier sollten die beiden Geleitzerstörer vor Kola Point patrouillieren. Am 11. Oktober griffen zwei japanische Piloten mit ihren Maschinen die dort vor Anker liegenden Handelsschiffe SS GEORGE BLISS und SS JOHN H COUCH mit ihren Torpedos an. Die SS JOHN H COUCH erhielt einen Treffer und gingen in Flammen auf. Die USS OSTERHAUS und die USS BEBAS sicherten das Schiff vor weiteren Angriffen ab. In den beiden folgenden Tagen entsandten beide Geleitzerstörer ihr Schadensbegrenzungsteam an Bord des Handelsschiffes, welche mit den Lösch- und Rettungsarbeiten begannen. Das Feuer konnte deshalb sehr schnell gelöscht werden und die Ladung, bestehend aus Munition, Ausrüstung und Pioniergerät gerettet werden. Die USS Osterhaus nahm anschließend ihre Patrouillenfahrt vor Kola Point wieder auf und kehrte wenige Tage später nach Espiritu Santo zurück. Hier traf der Geleitzerstörer am 23. Oktober ein. Man bunkerte frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am folgenden Tag stach das Kriegsschiff wieder in See, eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppen- und Versorgungsschiffen, zu Bougainville Island, Salomonen und nahm seine Patrouillenaufgaben anschließend vor Guadalcanal wieder auf. Vom 5. bis zum 7. November lag die USS OSTERHAUS im Port Purvis. Von hier aus begann der Geleitzerstörer mit einer U-Boot Patrouille, die ihn bis zu den Fidschi Inseln führte. Vom 1. bis zum 4. Dezember lag das Kriegsschiff wieder im Hafen von Espiritu Santo. In den dann folgenden Wochen des Jahres 1944 behielt der Geleitzerstörer seine Aufgaben. eskortierte Versorgungsschiffe und patrouillierte innerhalb der Salomonen. Mitte März versetzte man die USS OSTERHAUS in eine Task Group der Task Force 30. In dieser TG befanden sich die Geleitzerstörer USS OSTERHAUS, USS WHITEHURST ( DE-634 ) und USS ACREE ( DE-167 ), die Öltanker USS KANKOKEE ( AO-39 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ) und USS ATASCOA ( AO-66 ) und die Docklandungsschiffe USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ) und USS LINDENWALD ( LSD-6 ). Die Geleitzerstörer und die Landungsschiffe nahmen in den folgenden Tagen an mehreren amphibischen Landungsübungen teil. Am 22. März verließen die Schiffe der TG Espiritu Santo. Ziel war das nicht von den Japanern besetzte Emirau Island, Neuguinea. Die Besetzung der Insel hatte ab dem 20. März schon begonnen. Am 26. März betankten die mitgeführten Öltanker die Kriegsschiffe der TF 39, die an der Besetzung beteiligt waren. Die Operation war am 27. März abgeschlossen. Die USS OSTERHAUS nahm anschließend ihre Patrouillen- und Eskortieraufgaben wieder wahr. Ab dem 6. Juni beteiligte sich der Geleitzerstörer vor Guadalcanal an amphibische Landemanöver zur Vorbereitung von Invasionsangriffe auf die Inseln der Nördlichen Marianen. Sechs Tage später stach das Kriegsschiff in See und eskortierte zusammen mit anderen Kriegsschiffen mehrere Truppentransporter, die Garnisonstruppen an Bord hatten, zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Am 18. Juni erreichten die Schiffe ihr Ziel. Hier versetzte man die USS OSTERHAUS in die Task Group 50.17 in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS OSTERHAUS, USS PARKS, USS WESSON ( DE-184 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), RIDDLE ( DE-185 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Die Operation hatte schon am 6. Juni begonnen. Die USS OSTERHAUS verließ am 19. Juni das Atoll Eniwetok und fuhr in ihr Einsatzgebiet östlich von Saipan und begann mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Doch es gab keine Anzeichen, dass sich welche in diesem Seegebiet aufhielten. Daher sicherte der Geleitzerstörer jetzt die Öltanker und andere logistische Schiffe die die Schiffe der Invasionsflotte mit allem notwendigen versorgten. Die geleerten Tanker und Versorgungsschiffe eskortierte die USS OSTERHAUS zum Atoll Eniwetok. Für den Geleitzerstörer begann nun eine Hin- und Rückfahrt zwischen dem Atoll und zu den Nördlichen Marianen. Dann integrierte man die USS OSTERHAUS noch im Juli, der Geleitzerstörer lag gerade vor dem Atoll Eniwetok, in die Task Force 53, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukegan, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City ) während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS PARKS und USS McCONNELL sowie mehreren Zerstörern frei zur Verfügung. Am 23. Juli verließ die USS OSTERHAUS das Atoll Eniwetok und eskortierte Truppentransporter zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Diese wurde am 29. Juli erreicht. Am folgenden Tag begann in der Agat Bay der Angriff. Hier erlebte man auf dem Geleitzerstörer die geballte Angriffskraft von Schweren Schiffseinheiten und Bombenflugzeugen der US Navy während deren effektiven schweren Beschießung der Orote Halbinsel. Am Abend desselben Tages verließ die USS OSTERHAUS zusammen mit den Schiffen der Escort Division 11 Guam um die leeren Truppentransporter zum Atoll Eniwetok zu begleiten. Am 20. August stach der Geleitzerstörer wieder in See und eskortierte Versorgungsschiffe zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier traf das Kriegsschiff am 6. September ein. Man gliederte die USS OSTERHAUS in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS PARKS, USS LEVY, USS WESSON, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS MITCHELL, USS SWEARER, USS LAMONS, USS KYNE ( DE-744 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln damit die dort kämpfenden Truppen ihren Nachschub erhielten. Während der nun beginnenden Invasion der Westlichen Karolinen, übernahm die USS OSTERHAUS die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Außerdem übergaben die Geleitflugzeugträger Ersatzflugzeuge und Flugzeugteile an die Flugzeugträger der Kampfgruppen. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westlichen Karolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dazu gliederte man die USS PARKS erneut in die TG 30.8. Captain Jasper Terry Acuff kommandierte diese Task Group. In der TG 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS OSTERHAUS, USS PARKS, USS McCONNELL, USS WATERMAN, USS WESSON, USS KYNE, USS LEVY, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen eingesetzt. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Die geleerten Öltanker wurden von der USS OSTERHAUS zum Seeadler Harbour eskortiert. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour. Diesen erreichte das Kriegsschiff zusammen mit der USS PARKS am 20. November. Hier bunkerte man Proviant und frischen Treibstoff und beide Geleitzerstörer stachen noch am selben Tag wieder in See. Die Fahrt ging zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Die USS OSTERHAUS erreichte zusammen mit der USS PARKS Anfang Dezember Pearl Harbor und fuhr von hier aus alleine weiter an die kalifornische Küste. Am 13. Dezember lief der Geleitzerstörer in die San Francisco Bay ein. In der Terminal Island Shipyard in San Pedro, Kalifornien begann noch am selben Tag eine umfangreiche Überholung. Diese war im Februar 1945 abgeschlossen. An dieser Überholung knüpften sich mehrere Wochen von Erprobungs- und Ausbildungsfahrten an. Am 16. April verließ die USS OSTERHAUS zusammen mit der USS PARKS die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen und Truppentransporter, zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 23. April ein. Beide Geleitzerstörer bewachten diesen Schiffskonvoi, dessen Weiterfahrt erst Anfang Mai geplant war. Die Fahrt führte die Schiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo die USS PARKS und ein Teil des Schiffskonvois blieben. Dieses Atoll wurde in der zweiten Maiwoche erreicht. Die USS OSTERHAUS eskortierte die Truppentransporter zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier trafen die Schiffe am 9. Juni ein. Der Geleitzerstörer verbrachte die restlichen Wochen in denen der Krieg im Pazifik noch tobte mit Eskortierdiensten zwischen den Inseln der Nördlichen Marianen und der Marshall Islands. Am 15. August endete der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 16. September verließ die USS OSTERHAUS zusammen mit allen Schiffen der Escort Division 11, darunter zählte auch die USS PARKS, die Lagune des Atolls Kwajalein, Marshall Islands und fuhr über Pearl Harbor zur Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Wenige Stunden nach dem Anlegen stach die USS OSTERHAUS zusammen mit den anderen Geleitzerstörern erneut in See und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung fuhr der Geleitzerstörer bis in den Hafen von New York City. Hier lag der Geleitzerstörer am Navy Day, den 27. Oktober 1945, fest vertäut am Pier, so dass Besucher sich auf dem Kriegsschiff umschauen konnten. Die USS OSTERHAUS nahm nicht an der von US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 – 26. Dezember 1972 ) anberaumten Schiffsparade teil. Nach den Feierlichkeiten, die wegen des Endes des Zweiten Weltkrieges abgehalten wurden, verließ der Geleitzerstörer New York City und fuhr mit mehreren Zwischenstationen nach Jacksonville, Florida. Dort traf das Kriegsschiff am 29. November ein. Am folgenden Tag wechselte es nach Green Cove Springs, Florida und wurde auf die Inaktivierung vorbereitet. Am 26. Juni 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS OSTERHAUS ( DE-164 ) strich man am 1. November 1973 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 30. Mai 1974 an die Boston Metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS OSTERHAUS ( DE-164 )
Commanding Officer

CDR Rowland Haverstick Groff  (USNR)        12. Juni 1943 – 16. September 1943
LCDR Thomas Comins Hart        16. September 1943 – 1. Oktober 1944
LT Victor B. Blurton  (USNR)        1. Oktober. 1944 – 5. Oktober 1945
LT Maurice Raymond Dunn  (USNR)        5. Oktober 1945 – 5. Januar 1946
LT (jg) Gene M. Willis  (USNR)        5. Januar 1946 – 2. April 1946
LT (jg) William E. Coyle  (USNR)       2. April 1946 – 26. Juni 1946

USS LEVY ( DE-162 )

USS LEVY ( DE-162 )

Biografie

Uriah Phillips Levy
* 22. April 1792 in Philadelphia, Pennsylvania
† 26. März 1862 in New York City
war Marineoffizier, Immobilieninvestor und Philantroph

Uriah Phillips Levy war der älteste Sohn von Michael Levy ( 1755 in England – 1812 in Philadelphia, Pennsylvania ) und Rachel Machado Phillips Levy ( 23. Mai 1769 in Manhattan, New York – 7. Mai 1839 in Monticello, Albemarle County, Virginia ). Sein Bruder Captain Jonas Phillips Levy ( Januar 1807 in Philadelphia, Pennsylvania – 14. September 1883 in Manhattan, New York ) diente ebenfalls in der US Navy, war Kaufmann und Vater von fünf Kindern unter denen sich der spätere Kongressabgeordnete Jefferson Monroe Levy ( 16. April 1852 in Manhattan, New York – 6. März 1924 in Manhattan, New York ) befand. Außerdem diente er von 1857 bis 1858 als fünfter Präsident der Washingtoner Hebräischen Kongregation in Washington DC. Uriah Phillips Levy stand seinem Großvater mütterlicherseits, Jonas Phillips ( 1736 in Deutschland – 29. Januar 1803 in Philadelphia, Pennsylvania ), sehr nahe, der 1756 aus Deutschland nach Amerika kam und während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges auf Seiten der Phialdelphia Miliz kämpfte. Der Urgroßvater mütterlicherseits von Uriah Phillips Levy, der portugiesische Arzt Dr. Samuel Ribeiro Nunez, der Leibarzt des portugiesischen Königs, gehörte zu einer Gruppe von 42 sephardischen Juden an, die der spanischen Inquisition des frühen 18. Jahrhunderts nach England entkamen. Von dort aus wanderte eine Gruppe Menschen jüdischen Glaubens unter der Führung von Dr. Samuel Ribeiro Nunez nach Amerika aus und erreichten 1733 Savannah, Georgia, wo sie eine Kolonie gründeten. Hier heiratete Reverend David Mendes Machado ( 23. November 1695 in Portugal – 4. Dezember 1747 in New York ) Zipporah Nunez ( 1714 – 1799 ), eine Tochter von Dr. Samuel Ribeiro Nunez. Aus deren Verbindung entstammte Rebecca Mendes Machado ( 21. November 1746 in Reading, Berks County, Pennsylvania – 25. Juni 1831 im Philadlphia County, Pennsylvania ), welche am 10. November 1762 im Montgomery County, Pennsylvania Jonas Phillips das Jawort gab.
Familiäre Erzählungen besagen, dass Uriah Phillips Levy im Alter von zehn Jahren von zu Hause weggelaufen war und als Kabinenjunge auf verschiedenen Schiffen diente, bis er drei Jahre später für das jüdische Ritual Bar Mizwa nach Philadelphia zurückkehrte. Ab dem Jahre 1806 absolvierte Levy eine ordentliche Ausbildung im Range eines Matrosen und Kabinenjungen bei der US Navy. Später ernannte man ihn zum Segelmeister und er kämpfte im Tripolitanischen Krieg. Im Alter von 21 Jahren meldete sich Levy freiwillig bei der US Navy für den Krieg von 1812 und wurde am 21. Oktober 1812 als Segelmeister in den Dienst genommen. Man versetzte Levy auf die Brigg USS ARGUS ( 1803 ) als zusätzlichen Segelmeister, die bis zum 3. Januar 1813 wertvolle Prisen vor der amerikanischen Küste aufbrachte und während einer dreitägigen Verfolgungsjagd einem gesamten britischen Kriegsschiffgeschwader entkam. Unter dem Kommando von Commander William Henry Allen (21. Oktober 1784 in Providence, Rhode Island – 18. August 1813 in Plymouth, England ) stach die USS ARGUS von New York aus am 18. Juni 1813 in See und durchbrach eine britische Seeblockade. An Bord der Brigg befand sich William Harris Crawford ( 24. Februar 1772 im Amherst County, Virginia, britische Kolonie – 15. September 1834 in Crawford, Georgia ), der erste amerikanische Botschafter in Frankreich. Das Kriegsschiff erreichte am 11. Juli 1813 den französischen Hafen Lorient in der Bretagne. Drei Tage später verließ die USS ARGUS wieder die französische Küste und fuhr zum Ärmelkanal. Hier sollte das amerikanische Kriegsschiff britische Handelsschiffe aufbringen. In dem nun folgenden Monat eroberte die Crew 19 Handelsschiffe, so dass die Versicherungen in England in die Höhe schossen. Diese erbeuteten Handelsschiffe wurden nach der Eroberung verbrannt und nicht wie üblich in amerikanisch freundliche Häfen entsandt. Commander Allen wollte so seine Crew nicht dezimieren. Doch die Anstrengungen in diesem Monat erschöpften die Männer überaus. Am 13. August wurden noch zwei Handelsschiffe aufgebracht, wovon eines aus Porto kam und Wein geliefert hatte. Historiker vermuteten später, dass die Mannschaft der USS ARGUS sich an dem Wein gütlich getan hat, denn die dann am folgenden Tag begonnenen Kampfhandlungen wurden nicht wie auf amerikanischen Kriegsschiffen üblich durchgeführt. Am Morgen des 14. August um 5:00 Uhr sichtete man von der USS ARGUS in rund fünf Meilen Entfernung die britische Briggschaluppe HMS PELICAN ( 1812 ) westlich von St. David´s Head. Die USS ARGUS war zwar schneller wie das britische Kriegsschiff, dafür aber leichter bewaffnet. Commander Allen suchte nun den Kampf anstatt wie üblich zu fliehen. Vier Minuten nach Kampfbeginn verlor Commander Allen ein Bein, der Erste Offizier der USS ARGUS ward schwer verwundet und die Takelage zerschlagen. Der Zweite Offizier, Lieutenant William Howard Allen ( 8. Juli 1790 in Hudson, New York – 9. November 1822 ), der nicht mit dem kommandierenden Offizier verwandt war, ließ den noch intakten Rest der Segel und der Takelage zu Boden fallen um das Schiff bei einem Sieg noch retten zu können. Nach einer dreiviertel Stunde Kampf, noch bevor die britischen Matrosen das amerikanische Schiff entern konnten, ergaben sich die noch am Leben befindlichen Amerikaner. Die HMS PELICAN schleppte die gefangene USS ARGUS bis in den Hafen von Plymouth. Hier verstarb wenige Tage später Commander Allen an seinen Verletzungen. Segelmeister Uriah Phillips Levy und der Rest der amerikanischen Besatzung wurden bis zum Ende des Krieges als Kriegsgefangene inhaftiert. Nach sechzehn Monaten endete der Krieg und Levy kehrte in die Vereinigten Staaten zurück. Wenige Tage später beförderte man ihn zum Second Master und versetzte ihn an Bord des Linienschiffes USS FRANKLIN ( 1815 ). 1817 ernannte man ihn zum Lieutenant. Die Kommission, die seine Beförderung unterzeichnete, hoben dabei seine seltene Laufbahn mit dem Beginn als Kabinenjungen hervor. Uriah Phillips Levy ernannte man dann 1837 zum Commander und 1844 zum Captain. Während seines Dienstes in der US Navy stand Levy erheblichem Antisemitismus gegenüber. Er reagierte bei solchen Schwierigkeiten emotional und wurde deswegen sechs Mal vor ein Kriegsgericht zitiert und einmal vom Rang eines Captains degradiert. Zwei Mal entließ man ihn aus der US Navy, stellte ihn aber wegen seiner Leistungen und Kenntnisse immer wieder ein. Er verteidigte immer wieder sein Verhalten vor einem Untersuchungsgericht und erhielt 1855 seinen Rang als Captain zurück. Wenige Monate später übernahm er das Kommando über das Mittelmeergeschwader und erhielt den Rang eines Commodore, die höchste Position innerhalb der US Navy. Uriah Phillips Levy war maßgeblich an der Abschaffung der Auspeitschung innerhalb der US Navy beteiligt, obwohl seine Position als umstritten galt. Er half die Unterstützung des US Kongresses zu erhalten, der dann 1850 ein Anti-Auspeitschgesetz verabschiedete. Levy verbrachte nur 16 Jahre seiner 49 jährigen Navy Karriere im aktiven Dienst. Die restliche Zeit stand er auf Abruf. Auch während des ersten Jahres im amerikanischen Bürgerkrieg erhielt er keinen aktiven Auftrag.
In den Jahren, in denen er keinem aktiven Dienst nachging, tätigte Levy Investitionen auf dem Immobilienmarkt von New York City. Das machte ihn reich. Außerdem unternahm der verschiedene philanthropische Bemühungen, von denen viele das jüdisch – amerikanische Leben unterstützten. 1854 sponserte er das jüdische Seminar des Bnai Jeshurun Educational Institute in New York. Auch war er derjenige, der 1833 der Stadt New York eine patinierte Gipsstatue von Thomas Jefferson übergab, er war ein überaus großer Bewunderer von Thomas Jefferson, die zum Vergießen der Bronzefassung verwendet wurde. Diese dann gegossene Statue überreichte er 1834 dem US Kongress, der diese von 1834 bis 1873 auf dem North Lawn im weißen Haus aufstellen ließ. In der New York City Hall, einem Gebäude am Broadway, ließ Levy diese Gipsstatue aufstellen nachdem er eine Zulassung dazu erlangte, um diese so der Bevölkerung zugänglich zu machen. Von dem Eintrittsgeld erlangte Erlös wurde Brot gekauft und dem Armen der Stadt übergeben. Die Bronzestatue steht derzeit in der Rotunde des Kapitols und ist der einzige Privatauftrag aller dort stehenden Statuen.
Das ehemalige Anwesen Monticello von Thomas Jefferson ( 13. April 1743 in Shadwell, Kolonie von Virginia, britisch Amerika – 4. Juli 1826 in Charlottesville, Virginia ) war nach dessen Tod in den Händen von mehreren Personen. Im Jahre 1834 kaufte Levy für das 88 Hektar große Anwesen das beträchtliche Vermögen von 2.700 Dollar. Er verpflichtete sich das lange vernachlässigte Haus zu reparieren, zu restaurieren und zu erhalten. Außerdem kaufte er noch weitere einhundert Hektar Land, das ein Teil der Plantage war, um die verbleibende Flächen zu ergänzen. Levy nutzte Monticello als Feriendomizil. Von 1837 bis 1839 lebte dort seine verwitwete Mutter Rachel Machado Phillips Levy bis zu ihrem Tod. Sie liegt in der Mulberry Row, der Hauptplantagenstraße neben der Villa, begraben. Levy hatte zu Lebzeiten ein Testament aufgesetzt, in dem beschieden wurde das Monticello nach seinem Tode dem amerikanischen Volke übergeben werden sollte. Eine landwirtschaftliche Schule für die Waisenkinder gefallener Navy Offiziere sollte hier eingerichtet werden. Aufgrund des amerikanischen Bürgerkrieges lehnte aber der US Kongress diese Spende ab. Die Regierung der Konföderation allerdings beschlagnahmte Monticello und verkaufte es. Anwälte, die den Nachlass von Uriah Phillips Levy regeln sollten, machten nach dem Krieg diesen Verkauf rückgängig. So gab es insgesamt zwei Klagen von Levys Familienmitgliedern wegen dessen Testaments. Sein Neffe Jefferson Monroe Levy übernahm 1879 die Kontrolle von Monticello und zahlte die 47 Parteien aus der Klage um das Erbe mit 10.050 Dollar aus. Er ließ es wieder reparieren und restaurieren. Erst 1923 verkaufte er es an die Thomas Jefferson Memorial Foundation, die das Anwesen als Hausmuseum renovieren und restaurieren ließ. Die Rolle der Levy – Familie bei der Erhaltung von Monticello wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts von der Thomas Jefferson Foundation immer wieder heruntergespielt, was nach Ansicht von den jüdischen Gemeinden auf antisemitische Ansichten einiger der Vorstände und Mitglieder der Foundation zurückzuführen ist. Im Jahre 1985 stellte die Thomas Jefferson Foundation die Grabstätte von Rachel Machado Phillips Levy wieder her und ehrte die Nachkommen der Familie in einer Zeremonie in Monticello. Die Foundation unterstrich auch die Rolle von Uriah Phillips Levy und Jefferson Monroe Levy bei ihrer unermüdlichen Erhaltung und Wiederherstellung von Monticello.
Im Alter von 61 Jahren heiratete Uriah Phillips Levy seine 18 jährige Nichte Virginia Lopez, deren Vater schon verstorben war. Levy folgte damit einem alten jüdischen Brauch, auch wenn es eine der dunkelsten jüdischen Traditionen war, der besagte, dass ein naheliegender unverheirateter männlicher Verwandte einer kürzlich verwaisten oder verwitweten Frau, die sich nach dem Ableben des Ernährers in finanziellen Schwierigkeiten befindet, verpflichtet fühlt und diese heiratet.
Am 26. März 1862 starb Uriah Phillips Levy und wurde auf dem Beth Olam Friedhof in Ridgewood, der mit der spanischen und portugiesischen Synagoge in Verbindung steht, begraben. Zum Zeitpunkt seines Todes war Levy einer der Ranghöchsten Offiziere der US Navy.


USS LEVY ( DE-162 )

Schiffsbiografie

Die USS LEVY ( DE-162 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Uriah Phillips Levy benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der CANNON – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Newark, New Jersey wurde am 19. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Amelia Levy Mayhoff ( 1. Juni 1857 in Washington DC – 7. Juni 1947 in Manhattan, New York ), Nichte von Commodore Uriah Phillips Levy, Tochter von Captain Jonas Phillips Levy ( Januar 1807 in Philadelphia, Pennsylvania – 14. September 1883 in Manhattan, New York ) und Frau von Charles von Mayhoff ( 4. August 1852 in Kassel, Deutschland – 2. Februar 1923 in Manhattan, New York ), taufte am 28. März 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Frank W. Schmidt stellte am 13. Mai 1943 in der Brooklyn Navy Yard am Pier K das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS LEVY bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Danach erfolgte in der New York Navy Yard eine Begutachtung des Schiffskörpers und in Norfolk, Virginia die Komplettausrüstung für die Fahrt in den Pazifik. Am 1. August erfolgte die Durchquerung des Panamakanals. Im Hafen von Balboa, Panama wurde für die Fahrt in den Südpazifik noch am selben Tag die Treibstoffbunker aufgefüllt. Anschließend stach der Geleitzerstörer wieder in See und erreichte am 19. August die Society Islands. Hier erfolgte das Bunkern von Proviant und Treibstoff. Die weitere Fahrt des Kriegsschiffes ging nach Amerikanisch Samoa, den Fidschi Islands und Espiritu Santo, Neue Hebriden. Diese Insel wurde am 14. September erreicht. Von hier aus operierte die USS LEVY und eskortierte Öltanker zu ihren jeweiligen Übergabestationen. Dazu verließ der Geleitzerstörer zum ersten Mal am 17. September den schützenden Hafen und kehrte zwei Tage später wieder zurück. Bis zum Morgen des folgenden Tages blieb das Kriegsschiff hier liegen und beteiligte sich an mehreren Geleitfahrten. Erst am 10. Oktober erreichte die USS LEVY wieder Espiritu Santo und blieb zur Treibstoffübergabe bis zum nächsten Tag liegen. Nachdem der Geleitzerstörer die Neuen Hebriden verlassen hatte, wurden mehrere Öltanker bis zum 17. Oktober an ihren Einsatzort eskortiert. Am 17. Oktober legte das Kriegsschiff im Hafen von Espiritu Santo wieder an und blieb bis zum 24. Oktober liegen. An diesem Tag stach das Kriegsschiff wieder in See und eskortierte mehrere Öltanker bis zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Die USS LEVY erreichte diesen Hafen am 25. Oktober und operierte bis Guadalcanal, Ostsalomonen. Am 28. Oktober lief der Geleitzerstörer in den Hafen ein und blieb hier bis zum 31. Oktober liegen. Nach mehreren Eskortierfahrten erreichte das Kriegsschiff am 26. November Espiritu Santo. In diesem Hafen wurde der Geleitzerstörer nur beölt und verließ ihn schon nach wenigen Stunden wieder. Eine weitere Begleitfahrt wurde durchgeführt. Vom 28. November bis zum 1. Dezember lag die USS LEVY für einige notwendig gewordenen Reparaturen im Hafen von Espiritu Santo. Nach weiteren Eskortierfahrten lag der Geleitzerstörer vom 11. bis zum 13. Dezember und vom 15. bis zum 18. Dezember erneut im Hafen von Espiritu Santo. Das Kriegsschiff verließ im März 1944 die Marinebasis bei den Neuen Hebriden und fuhr zum Atoll Majuro, Marshall Islands. Hier gliederte man die USS LEVY in die Task Group 50.17 ein. Die Schiffe dieser TG sollten den Nachschub an Treibstoffen für die Kampfschiffe der TF 58 während der Operation „Reckless“ sichern. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS LONGSHAW ( DD-559 ), USS MORRISON ( DD-560 ), USS LAWS ( DD-558 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ) und USS CASE ( DD-370 ), die Geleitzerstörer USS LEVY, USS WEAVER ( DE-741 ), USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS ACREE ( DE-167 ) und USS SWEARER ( DE-186 ) und mehrere Öltanker. Diese Schiffe verließen am 11. April das Atoll Majuro. Ziel war der natürliche Hafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Nördlich von Manus Island begannen die Tanker ab dem 23. April die Kriegsschiffe der TF 58 zu betanken. Diese Aktion dauerte zwei Tage. Am 25. April verließen die Schiffe der TG 50.17 wieder die Admiralitätsinseln. Die Zerstörer der TG eskortierten die leeren Öltanker bis zur Marinebasis auf Pearl Harbor. Die USS LEVY begleitete zusammen mit der USS WEAVER diese Schiffe nur bis zum Atoll Majuro. Von hier aus eskortierten beide Geleitzerstörer Öltanker auf ihren Fahrten zu den Atollen Truk, Satawan und Ponape, Mortlock Islands, Ostkarolinen damit die schnellen Flugzeugträger Treibstoff für sich und deren Flugzeuge erhielten. Diese Einsatzfahrten dauerten bis in die ersten Tage des Junis. Man versetzte die USS LEVY nun in die Task Group 50.17, in der sich Öltanker zur Versorgung der Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte während der Angriffsaktion gegen die Inseln der Nördlichen Marianen befanden. In dieser Fueling & Aircraft Replacement Group war während der Operation „Forager“ der Leichte Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Geleitflugzeugträger USS COPAHEE ( CVE-12 ) und USS BRETON ( CVE-23 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS LEVY, USS WEAVER, USS SAMUEL S MILES, USS SWEARER, USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS RIDDLE ( DE-185 ), USS WILEMAN ( DE-22 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS FAIR ( DE-35 ), USS MANLOVE ( DE-36 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ) und USS MITCHELL ( DE-43 ) sowie die Öltanker USS NESHANIC ( AO-71 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SARANAC ( AO-74 ), USS SEBEC ( AO-87 ), USS ENOREE ( AO-69 ), USS MANATEE ( AO-58 ), USS MARIAS ( AO-57 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ) und vier weitere. Bis zum 12. Juni bereitete man die USS LEVY in der Lagune von Majuro für diesen kommenden Einsatz vor. Schon am 6. Juni hatten mehrere Geleitzerstörer und Öltanker das Atoll verlassen. Am 12. Juni stach die USS LEVY wieder in See und eskortierte mehrere Öltanker in Richtung der Nördlichen Marianen, mit einem Zwischenstopp vor dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Auch die Kriegsschiffe der Task Force 58 hatten am 6. Juni das Atoll Majuro verlassen. Drei Tage später erfolgte schon die Beölung der Schiffe der TF 58. Ab diesem Tag blieben die Geleitzerstörer und Öltanker bei dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands zurück und warteten auf die Kriegsschiffe der TG 50.17. Am 5. Juni hatten die Geleitflugzeugträger und die Zerstörer der TG 50.17 Pearl Harbor verlassen und fuhren über das Atoll Majuro und der anderen westlicher gelegenen Atolle der Marshall Islands in Richtung der Nördlichen Marianen. Am 14. Juni erreichten alle anderen Schiffe der TG 50.17 die Gewässer vor Saipan und es begann eine Beölung aller Schiffe der TF 58. Diese war am 16. Juni abgeschlossen. Hierbei beschützte die USS LEVY in den dann folgenden Wochen diese Aktionen und überwachte den Luftraum und suchte nach möglichen feindlichen U-Booten. Diese Sicherungsfahrten für Geleitflugzeugträger und Öltanker übernahm der Geleitzerstörer bis zum 16. August. An diesem Tag verließ die USS LEVY das Operationsgebiet der TG 50.17 und eskortierte Öltanker bis zum Seeadler Harbour. Hier gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 30.8 ein, der Flottenöltanker und Transportflugzeugträger Gruppe, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ kommandierte. In dieser Task Group befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS HALL, USS PAUL HAMILTON, USS CAPPS ( DD-550 ) und USS THATCHER ( DD-514 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS LEVY, USS WEAVER, USS WESSON, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS PARKS, USS SWEARER, USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS KYNE ( DD-744 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ) und USS WYMAN ( DE-38 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ) und USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. An diesem Tag verließen die Schiffe der TG 30.8 den Seeadler Harbour. und fuhren zu den Palau Inseln damit die dort kämpfenden Truppen ihren Nachschub erhielten. Während der nun beginnenden Invasion der Westlichen Karolinen, übernahm die USS PARKS die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westlichen Karolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Dazu gliederte man die USS LEVY in die TG 30.8. Captain Jasper Terry Acuff kommandierte diese Task Group . In der TG 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS LEVY, USS PARKS, USS WATERMAN, USS WESSON, USS KYNE, USS SWEARER, USS ELDEN, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WEAVER, USS LAMONS, USS OSTERHAUS, USS McCONNELL, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Die geleerten Öltanker wurden von der USS LEVY zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands eskortiert, wo sie neuen Treibstoff übernahmen. Anschließend war der Geleitzerstörer mit den Tankern wieder zur Operationsbasis der TG 30.8 unterwegs. Am 20. November griffen japanische Flugzeuge diesen Verband an, welcher auf dem Weg nach Eniwetok war. Doch die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes konnten diese feindlichen Flugzeuge vertreiben. Die USS LEVY verließ am 24. November wieder das Atoll. Diesmal ging die Fahrt aber nach Osten. Ziel war die Werft in San Diego, Kalifornien. Am 8. Dezember bugsierte man den Geleitzerstörer in ein dortiges Trockendock und begann mit einer einmonatigen Überholung. Daran schloss sich eine Ausbildungsfahrt an. Nach dem Verlassen der amerikanischen Marinebasis San Diego, fuhr die USS LEVY nach Pearl Harbor. Hier wurde im Februar die Ausbildung fortgesetzt. Anfang März erreichte der Geleitzerstörer dann wieder die Kriegszone im Pazifik bei den Marshall Islands. Hier nahm das Kriegsschiff seinen Eskortierdienst und seine Anti-U-Boot Patrouillen wieder auf. Im Juni und Juli beteiligte sich die USS LEVY an der Bombardierung von Atollen der Marshall Islands und der Marianen auf denen sich noch japanische Besatzer befanden. Am 29. Juni befand sich die USS LEVY in der Nähe von Saipan. Der Geleitzerstörer erhielt den Auftrag den schwer beschädigten Zerstörer USS EVANS ( DD-552 ) bis nach Pearl Harbor zu eskortieren, der im Schlepptau des Hochseeschleppers USS ARIKARA ( ATF-98 ) lag. Noch in der Nähe der Marianen erhielt die USS LEVY einen Sonarkontakt von einem feindlichen U-Boot und begann es zu attackieren. Der Sonarkontakt riss nach zwei Tagen dann ab und man konnte keinen augenscheinlichen Erfolg melden nach den ersten beiden Hedgehog Angriffen. Die drei Schiffe erreichten dann am 12. Juli den Hafen der Hawaiianischen Marinebasis. Die USS LEVY kehrte nach dem bunkern von frischem Treibstoff wieder um und nahm bei den Marshall Islands seine Aufgaben erneut wahr. An Bord des Geleitzerstörers befand sich Captain H. D. Grow. Dieser sollte die Übergabeverhandlungen mit den japanischen Besatzern auf den noch in feindlicher Hand befindlichen Marschall Islands führen. So erfolgte am 12. August die Übergabe des Mili Atolls. Drei Tage später, der Krieg im pazifischen Raum war nach der bedingungslosen Kapitulation Japans beendet worden, rette die Mannschaft des Kriegsschiffes eine Bootsladung Einheimischer von Jaluit, Marshall Island, die vor den japanischen Eindringlingen geflohen waren. Auf diesem Atoll begannen am 22. August die Übergabeverhandlungen. Am 3. September erfolgte dann die Übergabe von Wake Island, die Brigadegeneral L. H. M. Sanderson ( USMC) führte. Die USS LEVY verließ am 17. September den Fernen Osten und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in den Atlantik und legte in Green Cove Springs, Florida an, wo sich die 16. Flotte, die St. John´s River Group, befand. Hier bereitete man ab dem 15. November 1945 das Kriegsschiff für seine Inaktivität vor. Am 4. April 1947 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Zwei Jahre und sechs Monate später wechselte das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia in die dort liegende Reserveflotte. Am 1. August 1973 strich man den Namen USS LEVY ( DE-162 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 18. Juni 1974 den Schiffskörper für 94.666,66 Dollar an die Boston Metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS LEVY ( DE-162 )
Commanding Officer

CDR Frank W. Schmidt        13. Mai 1943 – 13. Juli 1943
LT Mathew Vaughan Carson, Jr.  (USNR)        13. Juli 1943 – 4. Februar 1944
LT Benjamin H. Hallowell  (USNR)         4. Februar 1944 – 16. Mai 1944
LCDR William G. Clarenbach  (USNR)        16. Mai 1944 – 10. November 1945
LT Benjamin Shattuck  (USNR)        10. November 1945 – 26. November 1945
LT Joseph B. Chomel  (USNR)        26. November 1945 – 30. November 1945
Tagebuchlücke
LT John Joseph Darcy         1. August 1946 – 1. Januar 1947
LCDR Charlie Cecil Griffen         1. Januar 1947 – 17. März 1947

USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 )

USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 )

Biografie

McCoy Reynolds
* 23. September 1916 in Pippa Passes, Kentucky
† 25. November 1942 in der Schlacht um Guadalcanal, Solomon Islands

McCoy Reynolds ist das sechste Kind und der vierte Sohn von Jonas Tilden Reynolds und Rosabella Short Reynolds. Am 23. Januar 1942 trat er in das US Marine Reserve Corps in Louisville, Kentucky ein. Während der Guadalcanal – Kampagne vom 7. August 1942 bis zum 9. Februar 1943 kam es auch zu kämpfen um den Flugplatz Henderson Field. Dort wurde Private Reynolds am 25. November 1942 bei der Verteidigung des Flugplatzes getötet. Durch seine auffallende Tapferkeit und Unerschrockenheit ohne Rücksicht auf seine eigene Sicherheit schaltete er ein japanisches Maschinengewehrnest aus. Ihm verleih man posthum den Silver Star. Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehörten das Purple Heart, die Presidential Unit Citation und die asiatisch-pazifische Campaign Medal.


USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 )

Schiffsbiografie

Die USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private McCoy Reynolds benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 18. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Tilden Reynolds, Mutter von Private McCoy Reynolds, taufte am 22. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edwin Knapp Winn (USNR) stellte am 2. Mai 1944 in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS McCOY REYNOLDS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Danach fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia zur Vorbereitung auf die Fahrt in den Pazifik. Am 11. Juli stach das Kriegsschiff wieder in See und eskortierte den umgebauten Flugzeugträger USS RANGER ( CV-4 ) bis zum Panamakanal. Fünf Tage später durchquerte der Flugzeugträger diese künstliche Passage zwischen dem Atlantik und dem Pazifik. Die USS McCOY REYNOLDS blieb bis zum 26. Juli auf der atlantischen Seite des Kanals und sicherte diesen gegen feindliche U-Boote. An diesem Tag durchquerte auch der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 6. August die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier warteten mehrere Truppentransport- und Versorgungsschiffe auf ihre Eskorte. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff, Munition und Proviant verließen diese Schiffe am 13. August die Marinebasis. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Sechs Tage später lief der Schiffskonvoi in diesen Hafen ein. Auch hier bunkerte man frischen Treibstoff. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS McCOY REYNOLDS zusammen mit den Truppentransport- und Versorgungsschiffen wieder die Marinebasis und fuhr zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Force 32, die während der Operation „Stalmate II“ von Rear Admiral George H. Fort kommandiert wurde. So befanden sich in dieser freien Gruppierung die Zerstörer USS FRANKS ( DD-554 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS BAILEY ( DD-492 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BENNION ( DD-662 ), FULLAM ( DD-474 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ) und USS MONSSEN ( DD-798 ) und die Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS, USS LAKE ( DE-301 ), USS CABANA ( DE-260 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Diese Schiffe waren für die Feuerunterstützung- Eskortier- und Patrouillenfahrten während der Operation vorgesehen. Den Geleitzerstörer verwendete man zur Sicherung der Landungsfahrzeuge während der Angriffe auf die Inseln Peleliu, Palau Islands. Auf dem Weg nach Peleliu eskortierten die Kriegsschiffe der TF unter anderem das Kommandoschiff USS MOUNT McKINLEY ( AGC-7 ), die Schnellen Truppentransporter USS GEORGE E BADGER ( APD-33 ), USS SANDS ( APD-13 ) und USS NOA ( APD-24 ), den Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS BALLARD ( AVD-10 ), die Docklandungsschiffe USS WHITE MARSH ( LSD-8 ), USS EPPING FOREST ( LSD-4 ), LINDENWALD ( LSD-6 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ), die Schiffe der TransDiv 32 in der sich das Angriffsfrachtschiff USS ARNEB ( AKA-56 ) befand und die Angriffstransportschiffe USS ORMSBY ( APA-49 ), USS FREMONT ( APA-44 ), USS PIERCE ( APA-50 ) und USS JAMES O’HARA ( APA-90 ). Am Abend des 14. September erreichten die Schiffe der TG 32 ihre Ausgangspositionen. Am folgenden Tag begann der Angriff auf Peleliu, nachdem zwei Tage vorher schon mit dem Bombardement von See aus durch die Fire Support Group die Schlacht eingeläutet worden war. Die Männer der 1. Marinedivision, unter dem Kommando von Major General William Henry Rupertus ( 14. November 1889 – 25. März 1945 ), wurden angelandet und konnten auch sehr schnell einen Brückenkopf ausbauen, aber die japanischen Verteidiger hatten sich in die Berge zurückgezogen und leisteten von dort aus erbitterten Widerstand. Die USS McCOY REYNOLDS patrouillierte zusammen mit den anderen Geleitzerstörern vor den Landungsfahrzeugen und war auf der Suche von feindlichen U-Booten. Außerdem beteiligte sich der Geleitzerstörer vom 20. bis zum 24. September an mehreren Küstenbombardements mit denen die US Marines unterstützt wurden. Das Kriegsschiff verlässt am Abend des 25. September die Gewässer vor der Insel Paleliu und soll zur Insel Guam, Nördliche Marianen fahren und sich dort den Schiffen der Task Force 57 anschließen. Da erhält die USS McCOY REYNOLDS noch vor Mitternacht einen Radarkontakt von einem feindlichen U-Boot, welches sich in einer Entfernung von rund 9.200 Metern befindet. Der Geleitzerstörer eilt zu dieser Position und es werden in den folgenden zwei Stunden vier Angriffe mit Hedgehogs gefahren. Es gab kein Ergebnis. Um 2:03 Uhr des 26. September erhält das Kriegsschiff einen erneuten Radarkontakt von einem an der Wasseroberfläche fahrenden japanischen U-Boot. Fünf Minuten später reißt der Kontakt aber wieder ab. Nach weiteren fünf Minuten erhält man auf der USS McCOY REYNOLDS einen Sonarkontakt. Diesmal ist das Objekt nur 2.500 Meter entfernt. Um 2:19 Uhr werden sieben nacheinander geführte 24 Mark 10 Hedgehog und Wasserbomben Angriffe gefahren. Um 6:15 Uhr gibt es eine gewaltige Unterwasserexplosion. IJN RO-47, mit Kommandant Lieutenant Ishikawa und weiteren 75 Besatzungsmitgliedern, ist zerstört. Der Ausguck des Geleitzerstörers meldet vier Stunden später einen massiven Ölteppich, dieser umfasst gegen Mittag rund 5,2 Quadratkilometer und mehrere zerbrochene Holzdielen. Am 28. September erreichte die USS McCOY REYNOLDS die Insel Guam und begann hier bis zum 25. Oktober mit ihrem Konvoi und Begleitdienst. An diesem Tag versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 30.8, die Seelogistikgruppe, deren Schiffe die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ). In der Task Group 30.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL ( DD-583 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE ( DD-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DD-165 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Die USS McCOY REYNOLDS eskortierte vom 25. bis zum 26. Oktober die Öltanker bis auf eine Position östlich der philippinischen Insel Luzon. Hier wurden am 27. und 31. Oktober die Kriegsschiffe der TG 38.2 und am 27. Oktober die der TG 34.5 beölt. Anschließend eskortierte der Geleitzerstörer mehrere leere Öltanker zum Atoll Ulithi, Karolinen. Von diesem Atoll aus ging die Eskorte zur philippinischen Insel Leyte. Dazu verließ die USS McCOY REYNOLDS zusammen mit der USS CONKLIN ( DE-439 ) am 11. November das Atoll und erreichten mit den beiden Truppentransportern am 14. November die San Pablo Bay, Leyte. Noch am selben Tag verließen beide Zerstörer den Schiffskonvoi und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus 35 Versorgungsschiffen, von der San Pablo Bay zur Humboldt Bay. Neuguinea. Am Abend des 18. November erreichte der Schiffskonvoi den westlichen Eingang der Kossol Roads, Palau Islands und legte in dem dortigen Hafen an. Am 19. November um 8:58 Uhr wird am westlichen Eingang zu den Kossol Roads durch den Netzleger USS WINTERBERRY ( AN-56 ) ein U-Boot gesichtet. Umgehend wird von dem Netzleger über den Eingang des Hafens ein Torpedonetz gelegt. Das U-Boot taucht zwanzig Sekunden später in einem steilen Winkel an derselben gesichteten Position wieder auf und gleich wieder ab. Der Hafenmeister wird über diesen Vorfall informiert. Der herbeigerufene Minensicher USS YMS-33 kann das U-Boot nicht lokalisieren. Um 9:15 Uhr werden die beiden Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS und USS CONKLIN angewiesen nach dem gesichteten U-Boot zu suchen und zu zerstören. Zur Unterstützung starten von der Insel Peleliu aus Marineflugzeuge. Beide Kriegsschiffe beginnen mit dem Sonar die Suche. Um 15:04 Uhr erhalten beide Geleitzerstörer einen Kontakt und um 15:39 Uhr feuert die USS MCCOY REYNOLDS zwei Salven Mark 10 Hedgehogs ab. Das feindliche U-Boot geht auf eine Tauchstation von über 100 Metern und versucht sich durch Ausweichmanöver davonzuschleichen. Die USS McCOY REYNOLDS feuert eine dritte Salve Hedgehogs ab und verliert den Kontakt bei über 120 Metern Tiefe. Um 16:03 Uhr erhält die USS CONKLIN einen Kontakt und beginnt um 16:15 Uhr mit ihrem ersten Hedgehog Angriff. Fünfundzwanzig Sekunden später gibt es eine einzige Unterwasserexplosion zu hören. Daraufhin feuert der Geleitzerstörer zehn Minuten später seine zweite Salve Hedgehogs ab. Achtundzwanzig Sekunden später ist erneut nur eine Unterwasserexplosion zu hören. Die USS CONKLIN kann den Kontakt aufrechterhalten und folgt dem japanischen U-Boot das weiterhin manövriert. Der Geleitzerstörer feuert eine dritte Salve Hedgehogs ab, aber auch hier gibt es keinen Treffer. Der Kommandant der USS McCOY REYNOLDS, LCDR Edwin Knapp Winns, hatte die gesamte Zeit über das Muster der USS CONKLIN beobachtet und übernimmt nun das taktische Kommando. Er befahl um 16:45 Uhr der USS CONKLIN mit der vierten Salve zu warten. Von seinem Geleitzerstörer werden jetzt 12 Hedgehogs abgefeuert, die auf eine Tiefe von 137 Metern eingestellt sind. Eine Luftblase mit einem Durchmesser von rund drei Metern schießt daraufhin bis in eine Höhe von fünf Metern. Gleich danach gibt es eine gewaltige Unterwasserexplosion. Gegen 17:00 Uhr erhalten beide Geleitzerstörer über das Sonar einen erneuten Kontakt. In diesem Moment werden beide Kriegsschiffe durch eine massive Explosion erschüttert und müssen alle Sonar-, Radar- und Ruderanlagen abstellen. Eine Minute später erscheint eine riesige Luftblase vor dem Bug beider Schiffe. Mehrere kleine Explosionen folgen. Nachdem man dann das Sonar wieder einstellte erhielt man keinen Kontakt. Plötzlich befinden sich beide Geleitzerstörer in einem riesigen Ölteppich in dem auch Wrackteile schwimmen. Es werden eine Reihe von Gegenständen wie Holz mit japanischen Schriftzeichen, polierte Teile eines Instrumentenkoffers und Deckplanken gesichert. Auch ein menschliches Stück Fleisch mit darin eingebetteten Stahlstücken wird geborgen. Bei Dunkelheit dehnt sich der Ölteppich auf mehrere Quadratkilometer aus und es tauchen neue Trümmerteile auf. Das japanische U-Boot IJN I-37 ist mit 113 Mann Besatzung und 4 Kaitenpiloten zerstört worden. Nach diesem Zwischenfall kehrte die USS McCOY REYNOLDS zu ihrem Eskortierdienst zurück und begleitete den im Hafen von Kossol Roads wartenden Schiffskonvoi bis in die Humboldt Bay. Der Geleitzerstörer verließ diese Bucht vor Neuguinea kurz darauf wieder und fuhr zu den Palau Inseln. Hierher kamen auch die Geleitzerstörer der CortDiv 65, deren Flaggschiff die USS STRAUS ( DE-408 ) war, und zur Task Force 94 gehörten. Diese TF kommandierte Vizeadmiral John Howard Hoover ( 15. Mai 1887 in Seville, Ohio – 2. Dezember 1970 in Washington DC ). Zur CortDiv 65 gehörten McCOY REYNOLDS, USS STRAUS, USS DEMPSEY, USS MARTIN ( DE-30 ) und USS OSMUS ( DE-701 ). Wie die Geleitzerstörer waren abwechselnd die Zerstörer USS COWELL ( DD-547 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ) und USS FARENHOLT ( DD-491 ) zur Sicherung der Kommandanten eingesetzt. Hier setzte man diese Kriegsschiffe zur Luft- und Unterwasserüberwachung in den Gewässern rund um die Inseln Peleliu und Angaur ein. Die USS McCOY REYNOLDS kehrte mit den Geleitzerstörern der CortDiv 65 am 26. November zum Atoll Ulithi zurück. Von dort aus unternahmen die Geleitzerstörer eine Patrouillenfahrt zu der Westkarolineninsel Yap. Hier patrouillierten die Kriegsschiffe vom 11. bis zum 13. Januar 1945 und beschossen feindliche Stellungen an Land. Anschließend kehrten die Schiffe zum Atoll Ulithi zurück. Bis zum März begannen die Geleitzerstörer dort wieder mit dem alltäglichen Patrouillendienst. Am 13. März integrierte man die USS McCOY REYNOLDS in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS, USS STRAUS, USS CONKLIN, USS LA PRADE ( DE-409 ), USS WITTER ( DE-636 ), USS SANDERS ( DE-40 ) und USS CORBESIER ( DE-438 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS McCOY REYNOLDS in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS McCOY REYNOLDS, USS STRAUS, USS CORBESIER, USS CONKLIN, USS LA PRADE, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Nebenbei eskortierten die Geleitzerstörer die leeren Öltanker bis zum Atoll Ulithi, wo sie wieder befüllt wurden. Mit diesen kehrten die Geleitzerstörer wieder zur TG 50.8 zurück. Am 11. Mai lag der Flugzeugträger USS BUNKER HILL ( CV-17 ), aus der TG 58.3, rund 90 Seemeilen ostsüdöstlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Da stürzten sich zwei Kamikazepiloten auf diesen Träger und schlugen mit ihren Bomben auf ihm ein. Es entstanden schwere Brände, so dass der Träger am folgenden Tag aus dem Gefecht genommen werden musste. Durch diesen Angriff verloren 396 Seeleute und Piloten ihr Leben und 264 wurden zum Teil schwer verletzt. Die USS McCOY REYNOLDS eskortierte die USS BUNKER HILL ab dem 12. Mai, der Träger konnte noch eine fahrt von 20 Knoten aufnehmen, zum Atoll Ulithi. Zwei Tage später erreichten beide Kriegsschiffe die Bucht von dem Atoll. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer zu seinen Aufgaben innerhalb der Logistics Support Group zurück. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. Die USS McCOY REYNOLDS versetzte man aber nicht mit in die TG 30.8, sondern gab dem Geleitzerstörer besondere Aufgaben. So musste das Kriegsschiff die am 5. Juni in einem Taifun zum Teil schwer beschädigten Schiffe zum Atoll Ulithi eskortieren. Außerdem stellte man die USS McCOY REYNOLDS in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges im Pazifik vor Okinawa für Anti-U-Boot Patrouillen ab. So sichtete man am 12. Juli ein Kanu auf dem sich zwei japanische Soldaten von der Insel aus absetzen wollten. Diese feindlichen Soldaten wurden gefangen genommen. Dann war am 15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik beendet. Trotzdem blieb der Geleitzerstörer auf seinem Posten vor Okinawa. Deshalb konnte die Besatzung der USS McCOY REYNOLDS am 9. September zwei US Army Angehörige aus dem Wasser retten, deren Flugzeug vor der Hagushi Bay ins Meer stürzte. Bis zum 15. Oktober führte der Geleitzerstörer dann noch Passagier-, Fracht- und Postfahrten von Okinawa aus bis nach Nagasaki und Sasebo durch. An diesem 15. Oktober verließ das Kriegsschiff Okinawa und fuhr über Saipan zur Marinebasis Pearl Harbor und von dort aus zur Marinebasis San Diego. Die USS McCOY REYNOLDS legte am 5. November in dieser Basis an und wurde auf ihre Stilllegung vorbereitet. Am 31. Mai 1946 stellte man den Geleitzerstörer in San Diego außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS McCOY REYNOLDS aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Lieutenant Commander Peter S. Smith stellte den Geleitzerstörer am 29. März 1951 in den Dienst der US Navy. Das Kriegsschiff verließ am 8. Juli nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt San Diego und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Es lief sechs Tage später in den dortigen Hafen ein. Bis zum 3. Mai 1952 operierte der Geleitzerstörer in den Hawaiianischen Gewässern und beteiligte sich an mehreren Übungen. Die USS McCOY REYNOLDS verließ an diesem 3. Mai Pearl Harbor und fuhr in den Fernen Osten. Die Fahrt führte den Geleitzerstörer über Midway Island und Yokosuka, Japan. Am 17. Mai lag das Kriegsschiff vor der Ostküste Koreas. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer ab dem nächsten Tag vor Songjin am Küstenbombardement. Am 21. Mai trafen die Geschützmannschaften mit mehreren Granaten einen nordkoreanischen Eisenbahnzug, der durch die Explosionen der Schiffsgranaten vollständig zerstört wurde. Danach wechselte das Kriegsschiff zu anderen Einsätzen vor der koreanischen Küste. So patrouillierte die USS McCOY REYNOLDS in den koreanischen Gewässern, unternahm Eskortierfahrten und brachte Underwater Demolition Teams zu ihren Einsatzorten. Danach wechselte der Geleitzerstörer über Japan und Okinawa zu Patrouillenfahrten vor der Insel Formosa. Am 20. August verließ der Geleitzerstörer dann den Fernen Osten und erreichte neun Tage später Pearl Harbor. In den folgenden 16 Monaten operierte das Kriegsschiff wieder in den Hawaiianischen Gewässern. Die USS McCOY REYNOLDS verließ am 4. Januar 1954 diese Marinebasis und fuhr wieder in den Fernen Osten. Diesmal war das Ziel die Manila Bay, Luzon, Philippinen. In die dortige amerikanische Marinebasis fuhr der Geleitzerstörer am 18. Januar ein. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen im Südchinesischen Meer an denen auch Schiffe der Royal Thai Navy anwesend waren. Dann wechselte die USS McCOY REYNOLDS in den Hafen von Hongkong und war hier vom 20. März bis zum 12. Mai das Stationsschiff. Anschließend beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen im Südchinesischen Meer und im Golf von Siam. Am 29. Juni verließ das Kriegsschiff wieder den Fernen Osten und fuhr ostwärts. Auf dieser Fahrt wurden mehrere Hafenbesuche durchgeführt, so dass am 11. Juli die USS McCOY REYNOLDS in der Marinebasis einfuhr. Erst am 31. Mai 1955 verließ der Geleitzerstörer wieder die Hawaiianischen Gewässer und fuhr zu den Inseln der Karolinen. Hier diente das Kriegsschiff als Such- und Rettungsschiff im mittleren Pazifik. Der Geleitzerstörer kehrte am 22. Oktober in die Marinebasis Pearl Harbor zurück. In den Hawaiianischen Gewässern nahm das Kriegsschiff nun an Anti-U-Boot Übungen, an Eskortierübungen und an weiteren Schulungen für die Besatzung teil. Die USS McCOY REYNOLDS verließ am 24. August 1956 die Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste. Am 31. August lief das Kriegsschiff in den Marinehafen Hunter´s Point bei San Francisco ein und musste sich einer Generalüberholung unterziehen. Am 7. Februar 1957 stellte man den Geleitzerstörer in der Naval Station Treasure Island, Kalifornien außer Dienst und übergab ihn noch am selben Tag im Rahmen des Abkommens über Verteidigung und gegenseitige Unterstützung an die portugiesische Marine. Hier erhielt das Kriegsschiff den Namen NRP CORTE REAL ( F-334 ). Commodore Manoel Maria Sarmento Rodrigues ( 15. Juni 1899 in Freixo de Espada á Cinta, Portugal – 1. August 1979 in Lissabon, Portugal ) war der portugiesische Kommandant der der Übernahmekommission. CFR Julio Rosa Vieira Lopes war der erste Kommandant der NRP CORTE REAL.
Am 10. September 1957 lief die NRP CORTE REAL in ihren Heimathafen Lissabon zum ersten Mal ein. Es folgten zahlreiche Ausbildungsreisen für Kadetten an Bord, die zur Naval Reserve gehörten. Das Kriegsschiff nahm an vielen Marineübungen teil, reiste unter anderem nach Brasilien und legte sehr oft in den Häfen von Madeira, den Azoren, Kap Verde und Guinea-Bissau an. Im März 1961 beteiligte sich das portugiesische Schiff an der NATO Übung „Dawn Breeze“, welche für drei Tage in den Gewässern vor Plymouth, England abgehalten wurde. Anschließend kehrte die NRP CORTE REAL nach Lissabon zurück. Am 30. Oktober 1968 kehrte das Kriegsschiff von seiner letzten Reise nach Lissabon zurück und schon am 11. November wurde es während einer Übung vor der portugiesischen Küste versenkt. Die US Navy strich am 1. November 1968 den Namen USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) von der US Navy – Liste.


USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 )
Commanding Officer

LCDR Edwin Knapp Winn  (USNR)        2. Mai 1944 – 18. Februar 1945
LCDR John W. James  (USNR)       18. Februar 1945 – ?
LCDR Peter S. Smith        29. März 1951 – ?

 

USS TIMMERMAN ( AG-152 )

USS TIMMERMAN ( AG-152 )

Biografie

Grant Fredrerick Timmerman
* 19. Februar 1918 in Americus, Kansas
† 8. Juli 1944 im Kampf auf Saipan
war ein US Marine der für seine Heldentat während des Zweiten Weltkrieges mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde

Grant Frederick Timmerman lernte an öffentlichen Schulen in Emporia, Kansas. Seine Hochschulreife absolvierte er 1936 auf der Emporia High School. Dort spielte er in der High School Band Saxophon für zwei Jahre. Nach seinem Abschluss konnte er perfekt Französisch und Russisch schreiben, lesen und sprechen. Außerdem liebte Timmerman die Fuchsjagd. Er besuchte für ein Jahr nach der High School das Kansas State Teacher College in Emporia wo er einen Kurs in einem Ingenieursberuf besuchte. Im Sommer 1937 reiste Timmerman nach Kalifornien und arbeitete in San Mateo als Elektroschweißer. Am 28. Oktober 1937 trat er freiwillig in das US Marine Corps ein und durchlief eine Ausbildung im United States Marien Corps Recruit Training in San Diego. Nach ein paar Wochen Dienst auf der Puget Sound Navy Yard in Mremerton, Washington, verlegte man Privat Timmerman an die Mare Island Naval Shipyard in Kalifornien wo er sich auf dem Transportschiff USS HENDERSON ( AP-1 ) einschiffte das Truppen nach China transportierte. Am 10. April 1938 überquerte die USS HENDERSON den 180. Meridian und legte am 5. Mai im Hafen von Wusong, China an, einer Hafenstadt die 14 Meilen von Shanghai entfernt lag. Pvt Timmerman verlegte man zur Motor Transport Kompanie der 4. Marines wo er LKW-Fahrer und Kradfahrer war. In Shanghai hatte Timmerman mit einem anderen Marine einmal einen Auftrag auszuführen. Da beobachteten beide wie eine weiße Frau von einem chinesischen Mob umstellt war. Mit seinem Kameraden eilte Timmerman der Frau zu Hilfe und verjagte die wütende und aufgebrachte Menge. Nachdem ein chinesischer Polizist gerufen worden war, stellte es sich heraus, dass die weiße Frau die Ehefrau eines US Marine Kommandanten war. Für die Hilfe der Marines erhielten diese einen „Brief der Kommandantur“ in dem der Kommandant seine Wertschätzung zum Ausdruck brachte und diese auch in das noch junge Rekordbuch eintragen ließ. Im Juli 1940 beförderte man Timmerman zum Privat First Class. Nachdem sein 18-monatiger Dienst bei den Marines abgelaufen war, beantragte PFC Timmerman einen erneuten 18-monatigen Folgevertrag. Seinem Antrag wurde stattgegeben und es sollten insgesamt 33 Monate fern der Heimat werden bis Timmerman wieder einen Fuß auf Kalifornischen Boden setzen würde. Im April 1941 war es dann soweit. Er kehrte nach Mare Island zurück wo er seinen Dienst im Marinegefängnis antrat. In diesem Amt blieb er bis zum 27. Oktober 1941. Da waren 4 Dienstjahre vorbei für die er sich verpflichtet hatte und wurde entlassen. Im zivilen Leben suchte Timmerman nun einen Job auf der Werft Bethlehem Steel Corporation in San Francisco wo er sein erlerntes Elektroschweißen ausführen durfte. Timmerman schweißte mit elektrischen Schweißvorrichtungen die Panzerplatten auf Zerstörern zusammen. Nach fünf Wochen des zivilen Lebens griffen die Japaner am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor an. Schon im Februar 1942 nahm man Timmerman wieder bei den US Marines auf und setzte ihn in seinem alten Rang Privat First Class ein. Da er erst vor vier Monaten aus dem Marine Corps ausgetreten war, brauchte der 23-jährige die Grundausbildung nicht zu wiederholen. Man versetzte ihn an die Marine Corps Base in San Diego wo er in eine Transport Kompanie eingegliedert wurde. Fünf Wochen später verlegte man Timmerman nach San Francisco wo er ein Angestellter im Büro des Kommandierenden Generals vom Department of the Pacific für zwei Monate war. Danach versetzte man ihn zum 2. Panzerbataillon der 2. Marine Division wo er im Juli zum Korporal und im Oktober 1942 zum Sergeanten befördert wurde. Im November verlegte man ihn wieder nach Übersee. Sein Bataillon transportierte man nach Wellington, Neuseeland. An dem Tag wo das Transportschiff den Äquator überquerte, wurde auch Sergeant Timmerman in das Reich des Meeresgottes Neptun eingeführt. Nach einer Zeit des Intensiven Trainings in Wellington, schiffte sich die 2. Division wieder ein und landete am 20. November 1943 auf Tarawa, Gilbert Inseln. Zwei Tage später landete Sergeant Timmerman auf der Insel mit den Panzern. Im Dezember zog man diese Division wieder aus dem Kampfgeschehen heraus und verlegte sie zur Erholung nach Hawaii. Nach einem weiteren Training dort, bereitete sich die Division im Mai 1944 auf ihren nächsten Kampfeinsatz vor. Am 15. Juni 1944, dem D-Day in der Normandy, landete Sergeant Timmerman auf Saipan. Dort erlitt er am 28. Juni eine leichte Wunde am rechten Unterarm durch ein Schrapnellgeschoss. Ein paar Tage später, am 8. Juli 1944, Sergeant Timmerman war mittlerweile der Kommandant seines Panzers, griff er mit einigen wenigen Metern Vorsprung vor der Infanterie japanische Bunker und Schützengräben an. Mit seinem Maschinengewehr beschoss er stetig in der Luke stehend die feindlichen Linien. Um ein feindliches Ziel zerstören zu können ließ Timmerman den Panzer anhalten und seine 75 mm Kanone abfeuern. Er warnte die Infanteristen vor dem Mündungsknall und der ungeheuerlichen Druckwelle durch seine Granate. Da warf ein japanischer Soldat eine Handgranate auf den Panzer. Sergeant Timmerman bedeckte die Turmluke mit seinem Körper damit die Handgranate nicht in den Panzer fallen konnte und die Mannschaft tötete. Diese Handgranate landete auf seiner Brust und explodierte. Timmermann war sofort tot. Zwei seiner Besatzungsmitglieder erlitten durch die Explosion nur unbedeutende Wunden. Sergeant Grant Frederick Timmerman verlieh man posthum die Medal of Honor.
Zunächst begrub man seine sterblichen Überreste auf dem Friedhof der 2. Marine Division auf Saipan. Später exhumierte man diese und überführte sie auf den Nationalfriedhof des Pazifik auf Honolulu, Hawaii.


USS TIMMERMAN ( AG-152 )

Schiffsbiografie

Die USS TIMMERMAN ( DD-828 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Sergeant Grant Frederick Timmerman benannt worden ist.
Eigentlich sollte der Zerstörer mit der Kennung DD-816 diesen Namen tragen. Im Juli 1943 ging daher der Auftrag an die Consolidated Steel in Orange, Texas, aber auf Grund von Arbeitskräftemangel auf dieser Werft wurde nie mit der Arbeit an diesem Schiff begonnen und der Vertrag aufgelöst und die Kennung DD-816 nicht wieder vergeben.
Der Zerstörer ist das vierzigste Schiff aus der GEARING – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 1. Oktober 1945 der Kiel des Schiffes gelegt. Am 19. November 1945 versetzte man das eben begonnene Schiff in die Atlantikreserveflotte. Bei einem Stand von 45,5 % wurden am 7. Januar 1946 die Arbeiten eingestellt. Die in das Schiff integrierte Maschine war für den Zerstörer USS PERCIVAL ( DD-452 ) aus der FLETCHER – Klasse vorgesehen, dessen Bau aber am 7. Januar 1946 noch vor der Kiellegung abgesagt wurde, und war ein Hochdruckdampfsystem von General Electric. Die USS TIMMERMAN wurde später zu einem Experimentellen Zerstörer umbenannt und erhielt die Kennung EDD-828. Der Motor wurde so konstruiert, dass er den gleichen Platz in den Motorräumen einnahm wie in allen anderen Zerstörern aus der GEARING – Klasse. Dieser Motor leistete 75.000 kW. Die USS TIMMERMAN erhielt außerdem einen Aluminiumaufbau. Mrs. Esther Marburger Timmerman ( 9. Oktober 1899 in Emporia, Lyon County, Kansas – 28. April 1981 in El Paso, Texas ), Mutter von Sergeant Grant Frederick Timmerman, taufte am 19. Mai 1951 den Experimentellen Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edward Earl Hoffman stellte am 26. September 1952 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
In den nun folgenden Jahren sollte der leichte und fortschrittlich konstruierte Design-Zerstörer unter Betriebsbedingungen getestet werden. Dazu operierte das Kriegsschiff in der Massachusetts Bay, in der Mündung zum Kennebec River, Maine und in den Gewässern vor Newport, Rhode Island. Dabei sollten die Konstruktionstechniken getestet und bewertet werden. Außerdem sollte die USS TIMMERMAN als Einheit der Operational Development Force im 1. Naval District in Boston, Massachusetts das neue Antriebssystem testen. Doch schon am 11. Januar 1954 änderte man die Sichtweise auf das Experimentelle Schiff und gliederte es in die Kategorie eines Vielseitigen Hilfsschiffes ein und gab ihm die Kennung AG-152. Die Experimente mit der USS TIMMERMAN wurden am 27. Juli 1956 beendet und man stellte den Zerstörer an diesem Tag in der Boston Naval Shipyard außer Dienst. Im September des selben Jahres verlegte man das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, wo das Schiff in die Atlantikreserveflotte integriert wurde. Doch schon Anfang 1958 erklärte man den Zerstörer für unbrachbar. Daher strich man am 4. April 1958 den Namen USS TIMMERMAN ( AG-152 ) von der US Navy – Liste. Am 21. April 1959 verkaufte man den Schiffskörper an die Boston Metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS TIMMERMAN ( AG-152 )
Commanding Officer

CDR Edward Earl Hoffman         26. September 1952 – 13. November 1953
CDR Stanley Edmund Wagenhals        13. November 1953 – 29. Oktober 1954
CDR John Joseph Reidy Jr.        29. Oktober 1954 – ?
LCDR Earl Robert Schwass        1. Februar 1956 – 4. Juni 1956
LCDR Frank Benjamin Guest Jr.       4. Juni 1956 – 27. Juli 1956

USS TIMMERMAN ( DD-828 )

USS TIMMERMAN ( DD-828 )

Biografie

Grant Fredrerick Timmerman
* 19. Februar 1918 in Americus, Kansas
† 8. Juli 1944 im Kampf auf Saipan
war ein US Marine der für seine Heldentat während des Zweiten Weltkrieges mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde

Grant Frederick Timmerman lernte an öffentlichen Schulen in Emporia, Kansas. Seine Hochschulreife absolvierte er 1936 auf der Emporia High School. Dort spielte er in der High School Band Saxophon für zwei Jahre. Nach seinem Abschluss konnte er perfekt Französisch und Russisch schreiben, lesen und sprechen. Außerdem liebte Timmerman die Fuchsjagd. Er besuchte für ein Jahr nach der High School das Kansas State Teacher College in Emporia wo er einen Kurs in einem Ingenieursberuf besuchte. Im Sommer 1937 reiste Timmerman nach Kalifornien und arbeitete in San Mateo als Elektroschweißer. Am 28. Oktober 1937 trat er freiwillig in das US Marine Corps ein und durchlief eine Ausbildung im United States Marien Corps Recruit Training in San Diego. Nach ein paar Wochen Dienst auf der Puget Sound Navy Yard in Mremerton, Washington, verlegte man Privat Timmerman an die Mare Island Naval Shipyard in Kalifornien wo er sich auf dem Transportschiff USS HENDERSON ( AP-1 ) einschiffte das Truppen nach China transportierte. Am 10. April 1938 überquerte die USS HENDERSON den 180. Meridian und legte am 5. Mai im Hafen von Wusong, China an, einer Hafenstadt die 14 Meilen von Shanghai entfernt lag. Pvt Timmerman verlegte man zur Motor Transport Kompanie der 4. Marines wo er LKW-Fahrer und Kradfahrer war. In Shanghai hatte Timmerman mit einem anderen Marine einmal einen Auftrag auszuführen. Da beobachteten beide wie eine weiße Frau von einem chinesischen Mob umstellt war. Mit seinem Kameraden eilte Timmerman der Frau zu Hilfe und verjagte die wütende und aufgebrachte Menge. Nachdem ein chinesischer Polizist gerufen worden war, stellte es sich heraus, dass die weiße Frau die Ehefrau eines US Marine Kommandanten war. Für die Hilfe der Marines erhielten diese einen „Brief der Kommandantur“ in dem der Kommandant seine Wertschätzung zum Ausdruck brachte und diese auch in das noch junge Rekordbuch eintragen ließ. Im Juli 1940 beförderte man Timmerman zum Privat First Class. Nachdem sein 18-monatiger Dienst bei den Marines abgelaufen war, beantragte PFC Timmerman einen erneuten 18-monatigen Folgevertrag. Seinem Antrag wurde stattgegeben und es sollten insgesamt 33 Monate fern der Heimat werden bis Timmerman wieder einen Fuß auf Kalifornischen Boden setzen würde. Im April 1941 war es dann soweit. Er kehrte nach Mare Island zurück wo er seinen Dienst im Marinegefängnis antrat. In diesem Amt blieb er bis zum 27. Oktober 1941. Da waren 4 Dienstjahre vorbei für die er sich verpflichtet hatte und wurde entlassen. Im zivilen Leben suchte Timmerman nun einen Job auf der Werft Bethlehem Steel Corporation in San Francisco wo er sein erlerntes Elektroschweißen ausführen durfte. Timmerman schweißte mit elektrischen Schweißvorrichtungen die Panzerplatten auf Zerstörern zusammen. Nach fünf Wochen des zivilen Lebens griffen die Japaner am 7. Dezember 1941 Pearl Harbor an. Schon im Februar 1942 nahm man Timmerman wieder bei den US Marines auf und setzte ihn in seinem alten Rang Privat First Class ein. Da er erst vor vier Monaten aus dem Marine Corps ausgetreten war, brauchte der 23-jährige die Grundausbildung nicht zu wiederholen. Man versetzte ihn an die Marine Corps Base in San Diego wo er in eine Transport Kompanie eingegliedert wurde. Fünf Wochen später verlegte man Timmerman nach San Francisco wo er ein Angestellter im Büro des Kommandierenden Generals vom Department of the Pacific für zwei Monate war. Danach versetzte man ihn zum 2. Panzerbataillon der 2. Marine Division wo er im Juli zum Korporal und im Oktober 1942 zum Sergeanten befördert wurde. Im November verlegte man ihn wieder nach Übersee. Sein Bataillon transportierte man nach Wellington, Neuseeland. An dem Tag wo das Transportschiff den Äquator überquerte, wurde auch Sergeant Timmerman in das Reich des Meeresgottes Neptun eingeführt. Nach einer Zeit des Intensiven Trainings in Wellington, schiffte sich die 2. Division wieder ein und landete am 20. November 1943 auf Tarawa, Gilbert Inseln. Zwei Tage später landete Sergeant Timmerman auf der Insel mit den Panzern. Im Dezember zog man diese Division wieder aus dem Kampfgeschehen heraus und verlegte sie zur Erholung nach Hawaii. Nach einem weiteren Training dort, bereitete sich die Division im Mai 1944 auf ihren nächsten Kampfeinsatz vor. Am 15. Juni 1944, dem D-Day in der Normandy, landete Sergeant Timmerman auf Saipan. Dort erlitt er am 28. Juni eine leichte Wunde am rechten Unterarm durch ein Schrapnellgeschoss. Ein paar Tage später, am 8. Juli 1944, Sergeant Timmerman war mittlerweile der Kommandant seines Panzers, griff er mit einigen wenigen Metern Vorsprung vor der Infanterie japanische Bunker und Schützengräben an. Mit seinem Maschinengewehr beschoss er stetig in der Luke stehend die feindlichen Linien. Um ein feindliches Ziel zerstören zu können ließ Timmerman den Panzer anhalten und seine 75 mm Kanone abfeuern. Er warnte die Infanteristen vor dem Mündungsknall und der ungeheuerlichen Druckwelle durch seine Granate. Da warf ein japanischer Soldat eine Handgranate auf den Panzer. Sergeant Timmerman bedeckte die Turmluke mit seinem Körper damit die Handgranate nicht in den Panzer fallen konnte und die Mannschaft tötete. Diese Handgranate landete auf seiner Brust und explodierte. Timmermann war sofort tot. Zwei seiner Besatzungsmitglieder erlitten durch die Explosion nur unbedeutende Wunden. Sergeant Grant Frederick Timmerman verlieh man posthum die Medal of Honor.
Zunächst begrub man seine sterblichen Überreste auf dem Friedhof der 2. Marine Division auf Saipan. Später exhumierte man diese und überführte sie auf den Nationalfriedhof des Pazifik auf Honolulu, Hawaii.


USS TIMMERMAN ( DD-828 )

Schiffsbiografie

Die USS TIMMERMAN ( DD-828 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Sergeant Grant Frederick Timmerman benannt worden ist.
Eigentlich sollte der Zerstörer mit der Kennung DD-816 diesen Namen tragen. Im Juli 1943 ging daher der Auftrag an die Consolidated Steel in Orange, Texas, aber auf Grund von Arbeitskräftemangel auf dieser Werft wurde nie mit der Arbeit an diesem Schiff begonnen und der Vertrag aufgelöst und die Kennung DD-816 nicht wieder vergeben.
Der Zerstörer ist das vierzigste Schiff aus der GEARING – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 1. Oktober 1945 der Kiel des Schiffes gelegt. Am 19. November 1945 versetzte man das eben begonnene Schiff in die Atlantikreserveflotte. Bei einem Stand von 45,5 % wurden am 7. Januar 1946 die Arbeiten eingestellt. Die in das Schiff integrierte Maschine war für den Zerstörer USS PERCIVAL ( DD-452 ) aus der FLETCHER – Klasse vorgesehen, dessen Bau aber am 7. Januar 1946 noch vor der Kiellegung abgesagt wurde, und war ein Hochdruckdampfsystem von General Electric. Die USS TIMMERMAN wurde später zu einem Experimentellen Zerstörer umbenannt und erhielt die Kennung EDD-828. Der Motor wurde so konstruiert, dass er den gleichen Platz in den Motorräumen einnahm wie in allen anderen Zerstörern aus der GEARING – Klasse. Dieser Motor leistete 75.000 kW. Die USS TIMMERMAN erhielt außerdem einen Aluminiumaufbau. Mrs. Esther Marburger Timmerman ( 9. Oktober 1899 in Emporia, Lyon County, Kansas – 28. April 1981 in El Paso, Texas ), Mutter von Sergeant Grant Frederick Timmerman, taufte am 19. Mai 1951 den Experimentellen Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edward Earl Hoffman stellte am 26. September 1952 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
In den nun folgenden Jahren sollte der leichte und fortschrittlich konstruierte Design-Zerstörer unter Betriebsbedingungen getestet werden. Dazu operierte das Kriegsschiff in der Massachusetts Bay, in der Mündung zum Kennebec River, Maine und in den Gewässern vor Newport, Rhode Island. Dabei sollten die Konstruktionstechniken getestet und bewertet werden. Außerdem sollte die USS TIMMERMAN als Einheit der Operational Development Force im 1. Naval District in Boston, Massachusetts das neue Antriebssystem testen. Doch schon am 11. Januar 1954 änderte man die Sichtweise auf das Experimentelle Schiff und gliederte es in die Kategorie eines Vielseitigen Hilfsschiffes ein und gab ihm die Kennung AG-152. Die Experimente mit der USS TIMMERMAN wurden am 27. Juli 1956 beendet und man stellte den Zerstörer an diesem Tag in der Boston Naval Shipyard außer Dienst. Im September des selben Jahres verlegte man das Kriegsschiff in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, wo das Schiff in die Atlantikreserveflotte integriert wurde. Doch schon Anfang 1958 erklärte man den Zerstörer für unbrachbar. Daher strich man am 4. April 1958 den Namen USS TIMMERMAN ( AG-152 ) von der US Navy – Liste. Am 21. April 1959 verkaufte man den Schiffskörper an die Boston Metals Company in Baltimore, Maryland zum verschrotten.


USS TIMMERMAN ( DD-828 )
Commanding Officer

CDR Edward Earl Hoffman         26. September 1952 – 13. November 1953
CDR Stanley Edmund Wagenhals         13. November 1953 – 29. Oktober 1954
CDR John Joseph Reidy Jr.        29. Oktober 1954 – ?
LCDR Earl Robert Schwass        1. Februar 1956 – 4. Juni 1956
LCDR Frank Benjamin Guest Jr.        4. Juni 1956 – 27. Juli 1956

USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 )

USS SEIVERLING ( DE-441 )

Biografie

William Frank Seiverling, Jr.
* 22. September 1920 in Elizabethtown, Pennsylvania
† 1. November 1942 auf Guadalcanal

William Frank Seiverling, Jr. trat am 2. Februar 1942 in das United States Marine Corps in Philadelphia, Pennsylvania ein. An den Marine Barracks, Parris Island, South Carolina erhielt er seine Grundausbildung vom 3. Februar bis zum 12. März 1942. Danach wechselte er in das Basislager am New River, North Carolina und diente dort bis zum 17. Mai 1942. Am 19. Juni verlegte man ihn nach Guadalcanal um die Insel den Japanern wieder zu entreißen. Private Seiverling wurde am 1. November 1942 bei einem feindlichen Angriff am Matanikau River getötet. Als die Japaner angriffen lief Seiverling eine Anhöhe hinunter und tötete dabei einen japanischen Scharfschützen und einige andere dort befindliche Japaner. Er evakuierte verwundete Marines seines Zuges aus der Gefahrenzone und bemerkte dabei das das 2D-Platoon in Schwierigkeiten steckte, weil er sah wie die Japaner dieses Platoon mit Maschinengewehrfeuer am Boden hielten. Er lief Seitwärts in die japanische Stellung und tötete dort mehrere Japaner mit seinem automatischen Gewehr und die Maschinengewehrbesatzung. Zurück in der eigenen Stellung wollte er seine Verletzungen verbinden lassen, dabei wurde er tödlich verwundet. Für den selbstlosen Einsatz für seine Kameraden bekam Private Seiverling posthum das Navy Cross verliehen.


USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 )

Schiffsbiografie

Die USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private William Seiverling, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundsechzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 2. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Seiverling, Mutter von Private William Seiverling, Jr., taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles Francis Adams IV (USNR) ( 2. Mai 1910 in Boston, Massachusetts – 5. Januar 1999 in Dover, Norfolk County, Massachusetts ) stellte am 1. Juni 1944 in der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS WILLIAM SEIVERLING bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Am 26. Juli kehrte der Geleitzerstörer in die New York Naval Shipyard zurück. Die Überprüfung des Schiffskörpers und die daran anschließenden Reparaturen dauerten bis zum 8. August. Schon am folgenden Tag stach das Kriegsschiff in See. Ziel war der Pazifik. Nach einem Zwischenstopp im Hafen von Norfolk, Virginia, hier erfolgte die Endausrüstung, erreichte die USS WILLIAM SEIVERLING am 25. August den Panamakanal. Die Durchquerung des Kanals erfolgte noch am selben Tag. Der Geleitzerstörer blieb dann die folgenden Tage im Hafen von Balboa, Panama liegen. Am 30. August legte das Kriegsschiff dort ab und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Dort machte die USS WILLIAM SEIVERLING am 2. September fest. Der Geleitzerstörer wurde hier beölt, die Geschütze wurden kalibriert und man bunkerte Munition und Proviant. Das Kriegsschiff stach am 11. September wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die USS WILLIAM SEIVERLING lief am 17. September in den dortigen Hafen ein. Der Geleitzerstörer beteiligte sich dann in den Hawaiianischen Gewässern an Torpedo-, Geschütz- und Landbeschießungsübungen. Ab dem 8. Oktober begannen dann noch Anti-U-Boot Übungen. Am 30. Oktober integrierte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 12.3, eine Hunter Killer Group. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ), USS ULVERT M MOORE ( DE-442 ) und USS SNYDER ( DE-745 ). Grund für die Erstellung dieser Group war das japanische U-Boot IJN I-12, Kommandant Commander Kudo Kaneo. Dieses hatte auf der Position 31° 55’ Nord, 139° 45’ West am Abend des 29. Oktober um 21:05 Uhr in einer untergetauchten Position das Liberty Schiff SS JOHN A JOHNSON ( 7.176 BRT ) torpediert. Das amerikanische Versorgungsschiff war auf dem Weg von San Francisco, Kalifornien nach Pearl Harbor und hatte 6.900 Tonnen Lebensmittel, 140 Tonnen Sprengstoff und eine Deckladung LKWs geladen. Das Versorgungsschiff erhielt einen Torpedotreffer auf der Steuerbordseite. Die massive Explosion lässt das Schiff in Höhe der Brücke auseinanderbrechen. Zehn Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben. Die restlichen Mannschaftsmitglieder retten sich in die Rettungsboote. Eines davon wird von dem japanischen U-Boot gerammt und die anderen mit Maschinengewehren und Pistolen beschossen. Sechs weitere Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. 24 Stunden nach dem Angriff werden die Überlebenden von dem Patrouillenboot USS ARGUS ( PY-14 ) gerettet und nach San Francisco gebracht. Die Kriegsschiffe der TG 12.3 machen nun Jagd auf das feindliche U-Boot um es zu zerstören. Ständig sind Piloten aus der Staffel VC-83 der USS CORREGIDOR mit ihren Grumman TBM-1C „Avengers“ in der Luft und suchen. Am 2. November wird ein unbekanntes U-Boot entdeckt und angegriffen. Zwei Tage später erfolgt ein zweiter Angriff auf ein ebenfalls unbekanntes U-Boot das auch zwischen den Hawaiianischen und den Kalifornischen Gewässern operierte. Die Geleitzerstörer suchten an beiden Tagen nach den nichtidentifizierten U-Booten, fanden aber nichts. Am 19. November kehrten die Kriegsschiffe nach Pearl Harbor zurück. Die USS WILLIAM SEIVERLING ging längsseits zu dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ). Bis zum 23. November wurden an dem Zerstörer Reparaturen vorgenommen. Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 12.4. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS SNYDER und USS GOSS ( DE-444 ), der erst im Dezember zu dieser Gruppe stieß. Am 24. November verließen diese Kriegsschiffe die Hawaiianischen Gewässer und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin begannen die Kriegsschiffe mit Anti-U-Boot Patrouillen auf den Versorgungswegen und erreichten am 2. Dezember das Atoll Eniwetok, Marshall Islands und am 7. Dezember das Atoll Ulithi. Von diesem Atoll aus begann nun der Geleitflugträger und die Geleitzerstörer mit ihrer Anti-U-Boot Patrouillenfahrt zwischen dem Atoll Eniwetok, dem Atoll Ulithi und der Insel Saipan, Nördliche Marianen. Bis zum 28. Dezember hielten diese Schiffe diese Fahrten bei. An diesem Tag kehrten sie zum Atoll Ulithi zurück. Hier integrierte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Undergroup 77.5, einer Hunter Killer Group, die von Captain J. C. Cronin kommandiert wurde. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS GOSS und USS STAFFORD ( DE-411 ). Am 28. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur Kossol Roads bei den Palau Inseln. Diese Hunter Killer Group fuhr zuerst nach Leyte, Philippinen, von dort aus durch die Surigao Straße, wandte sich nach Westen und fuhr entlang der Nordküste von Mindanao, bevor sie nach Norden abbog um die Küsten von Negros, Panay und Mindoro zu umrunden. Ziel war die philippinische Insel Luzon. Am Nachmittag des 5. Januar befanden sich die Schiffe in der Mindoro Straße. Da gab man auf den Schiffen der TG Luftalarm. Acht japanische Flugzeuge näherten sich der TG. Umgehend begannen die Geschützmannschaften auf die Kamikazepiloten zu schießen. Vier davon wichen aus und suchten sich ein anderes Ziel. Drei der noch anfliegenden Maschinen konnten rechtzeitig abgeschossen werden, aber eines der Flugzeuge schlug in die USS STAFFORD ein. Zwei Tage später erreichten die Kriegsschiffe der TG 77.5 den Lingayen Golf und beginnen mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Damit unterstützten sie die Angriffsflotte. Am 17. Januar versetzte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die neugebildete und umstrukturierte Task Group 77.4, die von Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS PETROF BAY ( CVE-80 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), die Zerstörer USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS MAURY ( DD-401 ) und USS McCALL ( DD-400 ) und der Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING. Diese Schiffe operierten ab dem 17. Januar zusammen mit denen der TG 77.3 nördlich und westlich der philippinischen Insel Mindoro. Die USS WILLIAM SEIVERLING verließ am 1. Februar die Sulusee und erreichte am 5. Februar das Atoll Ulithi. Hier gliederte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Undergroup 50.7.3 ein, die Captain J. C. Cronin kommandierte. In dieser TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE und USS GOSS. An den Schiffen werden einige Reparaturen vorgenommen. Am 19. Februar verlassen diese Kriegsschiffe das Atoll und fahren zur Bonine Insel Iwo Jima, wo an diesem Tag die Anlandungsoperation begann. In den Gewässern rund um die Inselgruppe beginnen die Schiffe der TU mit der Suche nach japanischen U-Booten. Bis zum 11. März bleiben sie und kehren erst an diesem Tag zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf die Operation „Iceberg“ zur Eroberung Okinawas vor, der größten amphibischen Operation im pazifischen Raum während des Krieges. Dazu versetzte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 52.1.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS TULAGI, USS MARCUS ISLAND, USS PETROF BAY, USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) und USS MAKASSAR STRAIT ( CVE-91 ), die Zerstörer USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS BRADFORD ( DD-545 ) und USS BOYD ( DD-544 ) sowie die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS ULVERT M MOORE, USS GOSS, USS FLEMING ( DE-32 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ). Ab dem 11. März begannen für die Schiffe der TU mehrere Trainingsmanöver die bis zum 21. März andauerten. Während dieser Trainingsmanöver eskortierten die Schiffe der TU die Schlachtschiffe, Kreuzer und deren Sicherungsschiffe aus der Task Group 54.1. Die Schiffe der TU 52.1.2 verließen am 21. März das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung Okinawa. Dabei übernahmen die Trägerflugzeuge die Luftsicherung. Das Zielgebiet erreichten die Schiffe der TU 52.1.2 am folgenden Tag. Sofort wurden die japanischen Stellungen auf den Kerama Retto Inseln bombardiert. Am 25. März begann die Invasion der Inseln, die rund 20 Seemeilen südwestlich von Okinawa liegen. Schon am 26. März verlagerten die Schiffe der Task Group 52.1 ihre Positionen vor Okinawa und begannen dort ihr Bombardement gegen feindliche Küstenbefestigungen. Dieser Beschuss dauerte bis zum 31. März. Am 1. April begann die amphibische Landeoperation auf Okinawa und die Trägerflugzeuge der Task Group 52.1 unterstützten die Sturmtruppen. Noch stieß man auf geringen Widerstand. Doch schon drei Tage später befanden sich japanische Kamikazepiloten in der Luft und stürzten sich auf die Geleitflugzeugträger der Task Undergroup. Dabei befanden sich diese ungefähr 110 Seemeilen Östlich der Nakagusuku Bay, Okinawa. Diesen Angriff konnten die Zerstörer und Geleitzerstörer erfolgreich abwehren. Nur der USS WAKE ISLAND wurde erheblicher Schaden zugefügt. Am 13. April lagen die Schiffe der TU vor Sakishima Gunto. Man bombardierte dort japanische Stellungen. Drei Tage später befanden sich die Schiffe wieder in den Gewässern rund um Okinawa und beteiligten sich erneut an den Kämpfen um die wichtige japanische Insel. Es wurden nun nicht nur japanische Stellungen beschossen, sondern auch in den Gewässern vor Okinawa patrouilliert, auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 15. April versetzte man die US WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 50.7, einer Antisubmarine Warfare Group, die Captain J. C. Cronin befehligte. Zu diesem Zeitpunkt waren in dieser TG der Geleitflugzeugträger USS TULAGI und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS BOWERS ( DE-637 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ) kam am 20. April dazu und USS TABBERER ( DE-418 ) am 23. Mai. Zusammen mit dem Geleitflugzeugträger USS TULAGI ist die USS WILLIAM SEIVERLING auf der Schiffsroute zwischen Okinawa und dem Atoll Ulithi unterwegs. Beide Kriegsschiffe suchen nach feindlichen U-Booten. Dieser Patrouilleneinsatz dauerte für den Geleitzerstörer nur bis zum 30. April. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff die Task Group und fuhr zum Atoll Ulithi. Hier begann ab dem 3. Mai eine Reparatur an dem Hauptantrieb des Schiffes. Bis zum 15. Mai dauerten diese Reparaturen an. Am folgenden Tag stach die USS WILLIAM SEIVERLING wieder in See und eskortierte den Benzintanker USS GENESEE ( AOG-8 ) von dem Atoll aus bis nach Okinawa. Die Eskortierfahrt dauerte bis zum 20. Mai. Der Geleitzerstörer nahm seine Suche nach japanische U-Boote vor Okinawa wieder auf. Gleichzeitig war das Kriegsschiff als Luftabwehrstation eingesetzt. Während dieser Phase ihres Dienstes, war die USS WILLIAM SEIVERLING bis zum 28. Mai an mehreren Tagen feindlichen Luftangriffen ausgesetzt. So auch am 25. Mai. Der Geleitzerstörer lag wenige hundert Meter von dem Schnellen Truppentransporter USS BATES ( APD-47 ) entfernt. Beide hatten sie ihre Positionen rund zwei Seemeilen südlich von Ie Shima eingenommen. Da griffen sechs japanische Kamikazepiloten die USS BATES an. Die Geschützmannschaften der USS WILLIAM SEIVERLING konnte aus dieser Gruppe drei Flugzeuge abschießen, doch die drei anderen Flugzeuge schlugen in dem Kriegsschiff ein, so dass der Rumpf brach. Die USS WILLIAM SEIVERLING eilte dem Schiff zu Hilfe und übernahm unzählige Überlebende. Am Nachmittag nahm der Hochseeschlepper USS CREE ( ATF-84 ) das havarierte Schiff ins Schlepptau, doch um 19:23 brach der Rumpf der USS BATES vollständig auseinander und beide Teile versanken im Wasser. Am 28. Mai gliederte man die 5. US Flotte in die 3. US Flotte ein und das Kommando übernahm Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ). Die USS WILLIAM SEIVERLING versetzte man an diesem Tag in die TG 30.7, deren Schiffe wieder nach japanischen U-Booten suchten. In der TG waren die Geleitflugzeugträger USS ANZIO und USS TULAGI aushilfsweise und die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER und ein weiterer. Gleich am ersten Tag erhalten die Schiffe der TG den Auftrag, in ein Seegebiet zu fahren das 400 Seemeilen nördlich von Guam liegt. Dort hat ein amerikanischer Minensucher ein feindliches U-Boot entdeckt. Man startet von der USS ANZIO daraufhin mehrere Flugzeuge aus der Staffel Composite Wing VC-13. 400 Seemeilen südöstlich von Okinawa erhält am 31. Mai um 4:36 Uhr der Radarbeobachter von dem Torpedobomber Grumman TBM-3E „Avenger“, Kommandant Lieutenant (jg) Sam L. Stovall, einen Kontakt. Daraufhin lässt LT Stovall das Flugzeug durch die Wolkendecke fallen und man entdeckt noch vor der Morgendämmerung auf der Wasseroberfläche ein U-Boot. Von dem Flugzeug werden vier 5-Zoll Raketen auf das U-Boot abgefeuert und zwei davon sollen eventuell getroffen haben. Man identifiziert das U-Boot. Es ist IJN I-361, Kommandant Lieutenant Matsuura. Gleich nach dem Raketenangriff lässt LT Matsuura alarmtauchen. Stovall hingegen lässt hingegen Sonobouys und einen Mark 24 „Fido“ Torpedo vom Typ D1 fallen, der selbständig die akustischen Propellergeräusche sucht. Fünfzehn Seemeilen von der dann entstandenen Explosion befanden sich die herannahenden Geleitzerstörer USS OLIVER MITCHELL und USS TABBERER, die eine schwere Unterwasserexplosion wahrnahmen. Als die beiden Kriegsschiffe dem Herd der Explosion näherten fanden sie einen großen Ölteppich, Teile von Deckplanken und andere Trümmer von IJN I-361 vor. Alle 76 Besatzungsmitglieder und 5 Kaiten Piloten kommen in dem U-Boot ums Leben. Die USS WILLIAM SEIVERLING verlässt zusammen mit der USS OLIVER MITCHELL dann am 4. Juni die TG 30.7 und fährt zum Atoll Ulithi. Hier musste der Geleitzerstörer in ein Trockendock bugsiert werden damit eine Überholung an dem Kriegsschiff erfolgen konnte. Am 24. Juni verlässt der Geleitzerstörer das Atoll und fährt in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Diese wird von dem Kriegsschiff zwei Tage später erreicht. Hier integrierte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die Task Group 30.8, der Logistical Group der 3. US Flotte. In TG befanden sich dafür die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS WILLIAM SEIVERLING, USS KENDALL C CAMPBELL, USS OLIVER MITCHELL, USS LAMONS ( DE-743 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS WATERMAN ( DD-740 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DD-739 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS WILLMARTH ( DE-638 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG sollten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu unterstützten. Das Auslaufen der Schiffe der TG 30.8 war für den 28. Juni vorgesehen. Zwei Tage später erreichten sie das Atoll Ulithi. Hauptsächlich wurden nun die Schiffe der Task Force 38 versorgt vor Honshu. Die USS WILLIAM SEIVERLING operierte zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Der Geleitzerstörer eskortierte zusammen mit anderen Geleitzerstörern leere Öltanker zum Atoll Ulithi und kehrte zusammen mit den Kriegsschiffen an die japanische Küste zurück. So lag das Kriegsschiff am 23. Juli in der Lagune des Atolls Ulithi. Es wurde Proviant, Munition und Treibstoff gebunkert. Zwei Tage später stach der Geleitzerstörer wieder in See. Ziel war die Kampfgruppe, bestehend aus dem Geleitflugzeugträger USS SALAMAUA ( CVE-96 ) und dem Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, welche ab dem 24. Juli die Insel Guam, Nördliche Marianen verlassen hatten und mit ihrer Anti-U-Boot Patrouille auf den Schifffahrtswegen zwischen den Nördlichen Marianen und Okinawa begannen. Am 28. Juli stieß die USS WILLIAM SEIVERLING dazu. Ab dem 30. Juli wurden die Patrouillenfahrten auf die Schifffahrtswege zwischen der philippinischen Insel Leyte und Okinawa verlegt. Dazu fuhren die drei Kriegsschiffe ab dem 1. August in Richtung der San Pedro Bay, Leyte. Hier trafen sie am 5. August ein und blieben für drei Tage. Am 8. August stachen alle drei Kriegsschiffe wieder in See und begannen ihre U-Boot Patrouille bis in den Nordosten der philippinischen Insel Luzon auszudehnen. Die Japaner akzeptierten am 15. August eine bedingungslose Kapitulation. Da operierte die USS WILLIAM SEIVERLING, die USS ULVERT M MOORE und die USS SALAMAUA östlich von der Insel Formosa im Südchinesischen Meer. Alle drei Kriegsschiffe verließen an diesem 15. August ihr Operationsgebiet und fuhren in die San Pedro Bay. Hier legten sie wenige Tage später an. Am 25. August legten sie gemeinsam wieder ab und eskortierten einen Schiffskonvoi bis in die Tokyo Bay, wo sie am 2. September eintrafen und an der historischen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde, die auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) stattfand, teilnahmen. Bis zum 17. Oktober unterstützte die USS WILLIAM SEIVERLING die amerikanischen Besatzungstruppen in den japanischen Häfen innerhalb der Tokyo Bay. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer Yokosuka und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus Panzerlandungsschiffen, nach Manila, Luzon. Dieses Ziel erreichten die Schiffe am 25. Oktober. Der Geleitzerstörer blieb hier bis zum 3. November liegen. Man nahm an dem Kriegsschiff mehrere Reparaturen vor, bunkerte Proviant und bereitete es für die Fahrt an die US Westküste vor. An diesem 3. November stach die USS WILLIAM SEIVERLING wieder in See und fuhr mit Zwischenstopps in Apra Harbour, Guam, Nördliche Marianen, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der Marinebasis Pearl Harbor am 26. November in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Inaktivität vor und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Am 21. März 1947 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS WILLIAM SEIVERLING aus der Pazifikreserveflotte und begann den Geleitzerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Lieutenant Commander Walter C. Cole stellte am 27. Dezember 1950 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Gleichzeitig versetzte man den Geleitzerstörer in das Eskortiergeschwader CortRon 9, zu dem auch der Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE gehörte. Die USS WILLIAM SEIVERLING verbrachte die ersten drei Monate mit Erprobungs- und Ausbildungsfahrten, die den Geleitzerstörer entlang der kalifornischen Küste führte. Am 16. April verließ das Kriegsschiff die amerikanische Marinebasis San Diego und fuhr in Begleitung eines Teils des Geleitgeschwaders 9 in Richtung Fernost. Nach den Zwischenstationen in der Marinebasis Pearl Harbor und bei Midway Island erreichte die USS WILLIAM SEIVERLING am 14. Mai den japanischen Hafen Sasebo. Hier integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 72. Diese Schiffe sollten Patrouillen vor der Insel Formosa, dem späteren Taiwan, durchführen, um mögliche Einfälle der kommunistischen Chinesen gegen die Nationalistischen Chinesen abzuwehren. Dazu fuhr der Geleitzerstörer nach Keelung, Taiwan. Anfang Juli versetzte man die USS WILLIAM SEIVERLING in die koreanischen Gewässer, um sich an den dortigen Kämpfen zu beteiligen. Vom 6. bis zum 12. Juli führte der Geleitzerstörer in der Nähe von Songjin Landbombardierungen auf Nachschubwege der Nordkoreaner durch. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff vor der nordkoreanischen Küste und beteiligte sich dort an der Schiffsblockade, die die Schiffe unter der Aufsicht der Vereinten Nationen aufgebaut hatten. Damit sollte der Nachschubweg der Chinesen und der Sowjetunion für die nordkoreanischen Streitkräfte unterbunden werden. Anfang September gliederte man den Geleitzerstörer in die Blockadekräfte ein, die den Hafen von Wonsan absicherten. Am 8. September, während einer Sicherungsfahrt von Minensuchern im inneren Hafen von Wonsan, begann eine feindliche Küstenbatterie auf die USS WILIAM SEIVERLING zu feuern. Umgehend begann der Geleitzerstörer mit radikalen Manövrierwechseln und die Geschützmannschaften nahmen diese feindliche Küstenbatterie unter Feuer. Während der wenigen Minuten die diese Aktion dauerte, erzielte die koreanische Küstenbatterie drei direkte Treffer auf dem Geleitzerstörer. Eine der Granaten drang unterhalb der Wasserlinie in den Feuerraum Nummer 2 ein. Mehrere dort anwesende Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet oder schwer verwundet. Durch diesen direkten Treffer musste die USS WILLIAM SEIVERLING alle weiteren aktionen abbrechen und fuhr nach Sasebo. Hier begannen die ersten dringend notwendig gewordenen Reparaturen. Der Geleitzerstörer verließ erst am 22. November diesen Hafen wieder und fuhr zur US Westküste. Hier erfolgten in den folgenden zehn Monaten des Jahres 1952 die eigentlichen Reparaturen mit den daran anschließenden Probefahrten. Das Kriegsschiff verließ am 17. Oktober wieder San Diego und fuhr in den Fernen Osten. Die Zwischenstopps dorthin wurden wieder in Pearl Harbor und auf Midway Island abgehalten. Das Kriegsschiff lief am 11. November in den Hafen von Yokosuka ein. Fünf Tage später lag der Geleitzerstörer schon wieder vor Wonsan und beteiligte sich an der dortigen Schiffblockade. Bis zum 26. Dezember dauerte dieser Pflichteinsatz, der mit Küstenbombardements einherging. An diesem 26. Dezember fuhr das Kriegsschiff wieder nach Sasebo. Hier beölte man die USS WILLIAM SEIVERLING und bunkerte Proviant und Munition. Der Geleitzerstörer patrouillierte dann ab dem 5. Januar 1953 schon wieder in den koreanischen Gewässern. Dieser Einsatz im westlichen Pazifik dauerte bis Ende Mai und umfasste drei weitere Fahrten in die Küstengewässer Koreas. Das Kriegsschiff verließ am 22. Mai die japanischen Gewässer und fuhr am 9. Juni in die Marinebasis San Diego ein. Hier nahm der Geleitzerstörer bis Januar 1954 an lokalen Operationen teil. Dann bugsierte man ihn in die Long Beach Naval Shipyard in Los Angeles, Kalifornien und begann eine umfassende Überholung. Die Reparaturen im Trockendock waren am 26. März abgeschlossen. In den nun folgenden zwei Monaten begann in den Gewässern vor San Diego das offizielle Training der Schiffsbesatzung. Die USS WILLIAM SEIVERLING stach am 20. Mai wieder in See und fuhr in den Fernen Osten. Der Geleitzerstörer erreichte am 8. Juni die japanischen Gewässer und war wenige Tage später schon wieder vor der südkoreanischen Küste. Hier nahm das Kriegsschiff an einer Landungsübung bei Sokcho Ri teil. Zwischen dem 29. Juni und dem 26. Juli unternahm die USS WILLIAM SEIVERLING eine Reihe von Goodwill Besuchen in den japanischer Häfen Kobe, Nagoya, Muroran und Niigata. In den Tagen danach nahm der Geleitzerstörer seinen Dienst in der Task Force 95 wieder auf. Ende November beendete das Kriegsschiff seinen Einsatz im Westpazifik und fuhr an die kalifornische Küste zurück. Der Geleitzerstörer legte am 10. Dezember in seinem Heimathafen San Diego an. Nach mehreren lokalen Operationen führte der Geleitzerstörer 1955 erneut eine Kreuzfahrt in den Fernen Osten durch. Hier gliederte sich das Kriegsschiff in die 7. US Flotte ein und operierte im alten vertrauten nordwestlichen Pazifik nahe Japan, Korea und Taiwan. Während dieses Einsatzes besuchte die USS WILLIAM SEIVERLING auch den japanischen Hafen von Maizuru. Hier beteiligte sich der Geleitzerstörer an der Rücknahme von Lend – Lease Schiffen an die US Navy. Am 28. November 1955 legte das Kriegsschiff in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien an und es begann eine Überholung. Dazu wurde die USS WILLIAM SEIVERLING am 15. Dezember ins Dock bugsiert. Gleichzeitig waren dort zur Überholung die Geleitzerstörer USS ULVERT M MOORE, USS WISEMAN ( DE-667 ) und USS LEWIS ( DE-535 ). Am 18. Januar 1956 dockte man diese Schiffe wieder aus. Die Überholung der USS WILLIAM SEIVERLING und der USS ULVERT M MOORE war am 11. Februar abgeschlossen. Nach der Beteiligung an lokalen Operationen entlang der kalifornischen Küste, verlegte die USS WILLIAM SEIVERLING wieder in den Westpazifik. Diesmal aber besuchte der Geleitzerstörer zuerst den Südwesten des Pazifiks. Hier waren es hauptsächlich Häfen von Neuseeland und Australien. Anschließend fuhr das Kriegsschiff wieder nach Norden und beteiligte sich an den Patrouillenfahrten in den taiwanesischen Gewässern. Die USS WILLIAM SEIVERLING legte am 18. Februar 1957 in San Diego wieder an. Der Geleitzerstörer beteiligte sich noch bis zum 15. Juni an lokalen Operationen in den Gewässern vor San Diego. Ab diesem Tag begann man das Kriegsschiff auf seine inaktive Zeit vorzubereiten. Man stellte den Geleitzerstörer am 27. September 1957 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 20. september 1973 an die Levin Metals Corporation in San Jose, Kalifornien zum verschrotten.


USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 )
Commanding Officer

LCDR Charles Francis Adams IV  (USNR)        1. Juni 1944 – ?
LCDR Walter C. Cole       27. Dezember 1950 – ?
LCDR Robert Gray Tower        ? – 1954
LCDR Hal M. Winner        1954 – 1955
LCDR Reed H. Nielson         1955 – 27. September 1957