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USS ERBEN ( DD-631 )

USS ERBEN ( DD-631 )

Biografie

Henry Erben
* 5. September 1832 in New York City
† 23. Oktober 1909 in New York City
war ein Rear Admiral der United States Navy und diente im amerikanischen Bürgerkrieg und im spanisch – amerikanischen Krieg

Henry Erben, Jr. war der einzige Sohn und das einzige Kind des berühmten Orgelbauers Henry Erben, Sr. ( 10. März 1800 – 7. Mai 1884 in Manhattan,New York County, New York ). Jener hatte ab 1818 bei dem Orgelbauer Thomas Hall gelernt und bis zu seinem Lebensende 1.734 Orgeln in sämtlichen Kirchen des Landes eingebaut. Der Großvater von Henry Erben, Jr., Peter Erben ( 1771 in Philadelphia, Philadelphia, County, Pennsylvania – 3. Mai 1861 in Brooklyn, Kings Couny, New York ), war der Sohn eines deutschen Siedlers in Pennsylvania. Dieser Peter Erben zog nach dem Tod seines Vaters nach New York City und wurde hier Orgelbauer. Außerdem war er von 1807 bis 1839 Organist in der Trinity Pfarrei. Henry Erben, Jr. wurde am 17. Juni 1848 in die US Navy als Midshipman aufgenommen, da war er noch keine 16 Jahre alt. Am 12. Juni 1855 ernannte man ihn, nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung, zum Passed Midshipman. Den Rang eines Masters erhielt er am 16. September 1855 und am 27. Dezember 1856 den Rang eines Lieutenants. Noch vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, am 12. April 1861, verschärfte sich die Lage der Südstaaten gegenüber den Nordstaaten, wegen der von US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County, Kentucky – 15. April 1865 in Washington DC ) ausgesprochenen Sklavenbefreiung. In diesen Vorkriegsmonaten kommandierte Henry Erben die USS SUPPLY ( 1846 ), ein Dreimast – Segelschiff, das Versorgungsgüter zu den von den Nordstaaten besetzten Forts in den Südstaaten transportierte. Am 10. Januar 1861 erreichte die USS SUPPLY die Hafeneinfahrt von Pensacola, Florida. Genau an diesem Tag erklärte der Gouverneur von Florida, Madison Starke Perry ( 1814 in Lancaster, South Carolina – März 1865 in Rochelle, Florida ), die Sezession und am 4. Februar trat der Bundesstaat der Konföderierten bei. An diesem 10. Januar war die US Navy Yard in Pensacola, die zu den Unionsstreitkräften gehörte, von der Florida – Miliz Soldaten des Bundesstaates Florida besetzt worden. Das dort vorgelagerte Fort Pickens auf Santa Rosa Island war noch unbesetzt. Lieutenant Adam Jacoby Slemmer ( 24. Januar 1828 in Montgomery County, Pennsylvania – 7. Oktober 1868 in Fort Laramie, Wyoming ), Kommandant von Fort Barrancas ließ von seinen untergebenen 51 Soldaten und 30 Matrosen sämtliche Kanonen und anderweitige Waffen in diesem Fort zerstören damit diese nicht in die Hände der Sezessionisten fielen. Anschließend zog er mit seiner kleinen Streitmacht zu Fort McRee, welches ebenfalls in der Einfahrt zur Pensacola Bay lag. Hier vernichteten die Unionssoldaten rund 20.000 Pfund Schießpulver und zerstörten auch hier sämtliche Waffen die sie habhaft werden konnten. Mittlerweile lag die USS SUPPLY vor dem Fort. Lieutenant Henry Erben und seine Schiffscrew unterstützten die Unionisten, gaben ihnen Deckung und ließen sie an Bord des Versorgungsschiffes. Danach zog sich die USS SUPPLY zum Fort Pickens zurück. Dieses Fort wurde bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges nicht aufgegeben. Im April befand sich Henry Erben an Bord der Seitenraddampffregatte USS POWHATAN ( 1850 ) die Lieutenant David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 in Chester, Pennsylvania – 13. Februar 1891 in Washington DC ) befehligte. Mit dieser Fregatte eilte man nach Ausbruch des Sezessionskrieges den Verteidigern von Fort Pickens zu Hilfe und brachte die dringend benötigten Versorgungsmittel. Außerdem übernahm Colonel Harvey Brown ( 6. September 1795 in Rahway, New Jersey – 31. März 1874 in Clifton, New York ) das Kommando über Fort Pickens. Lieutenant Henry Erben versetzte man am 5. September 1861 zur Mississippi Flottille. Dort übernahm er von April bis Juni 1862 das Kanonenboot USS ST LOUIS ( 1861 ) und beteiligte sich an den Kämpfen um Fort Pillow, Tennessee. Dabei kam es auch zum Kampf mit dem Seitenraddampfer CSS GENERAL SUMTER ( 1853 ), der mit einem Rammsporn ausgestattet war und den Schiffen der US Navy viele Probleme während der Schlacht um Memphis, Tennessee bereitete. Doch dann wurden fast alle Schiffe der Konföderierten zerstört oder deren Mannschaften mussten sich der drückenden Übermacht ergeben. Die CSS GENERAL SUMTER sollte dann von seiner Besatzung versenkt werden, aber dies konnten sie nicht erfolgreich bewerkstelligen. Der Seitenraddampfer wurde von den Unionisten erobert und Lieutenant Henry Erben übernahm das Schiff, welches den Namen USS SUMTER erhalten hatte. Von Juni bis Juli hatte hielt er dieses Kommando und sicherte mit dem Schiff Fort Pillow. Am 16. Juli 1862 beförderte man Erben zum Lieutenant Commander und übertrug ihm das Kommando über eine schwimmende Haubitzenbatterie, die im Einklang mit der US Army, während der Antietam – Kampagne vom 4. – 20. September, gegen die Konföderierten diente. Henry Erben übernahm Anfang Juli 1864 das Kommando über den Monitor USS TUNIX, der am 4. Juni 1864 in der Werft von Reaney, Son & Archbold in Chester, Pennsylvania getauft worden war. Lieutenant Commander Erben stellte am 12. Juli 1864 den Monitor in der Philadelphia Navy Yard in den Dienst der US Navy. Er beaufsichtigte hier die Ausrüstungsarbeiten, die bis zur Erprobungsfahrt am 21. September andauerten. Die Erprobungsfahrt war aber ein vollständiges Desaster. Der Monitor nahm viel zu viel Wasser auf, das man durch die eingebauten Lenzpumpen aber nicht mehr schnell genug herausbekam. Erben war gezwungen in die Philadelphia Navy Yard zurück zu kehren. Hier ging er von Bord des Monitor, welcher wieder außer Dienst gestellt werden musste damit in der Werft von William Cramp and Sons mehrere Umbauten vorgenommen werden konnten. Henry Erben übernahm nun das Kanonenboot USS PINOLA ( 1861 ), das zur 2. Division des Westgolfgeschwaders gehörte. Diese 2. Division kommandierte Captain George Foster Emmons ( 23. August 1811 in Clarendon, Vermont – 23. Juli 1884 in Princeton, New Jersey ) und operierte im Golf von Mexiko. Während dieser Blockadeoperation konnte die USS PINOLA am 2. Februar 1865 den Schoner BEN WILLIS, dieser fuhr unter britischer Flagge, aufbringen. Dieses Schiff war mit Baumwollballen beladen und als Blockadebrecher eingestuft. Nachdem eine Entermannschaft den Schoner übernommen hatte, brachte diese das Schiff nach New Orleans, Louisiana. Dann am 18. Februar 1865 lag die USS PINOLA vor Pass Cavallo, Texas in der Matagorda Bay. Hier brachte man an diesem Tag den 70-Tonnen Schoner ANNA DALE auf, der mit einer 12 – Pfund Dahlgren Haubitze und reichlich kleineren Waffen ausgerüstet war. Die Mannschaft dieses Schoners hatte versucht die Blockade der Unionsschiffe in der Nacht zu durchbrechen. Doch das Schiff lief auf Grund. Die Mannschaft der USS PINOLA konnten neun konföderierte Mannschaftsmitglieder gefangen nehmen, einer davon war ihr Kommandant, Joseph F. Stevenson. Dieser behauptete Lieutenant der Confederate Navy zu sein. Doch Henry Erben verdächtigte ihn ein Freibeuter zu sein. Man entfernte von dem Schoner sämtliche Waffen und verbrannte ihn. Henry Erben beförderte man am 6. Mai 1868 zum Commander und am 1. November 1879 zum Captain. In diesem Rang diente er als Superintendent an der New York Nautical School, dem heutigen State University of New York Maritime College, von 1879 bis 1882. Damit er das Kommando über die New York Navy Yard übernehmen konnte, beförderte man ihn am 3. April 1892 zum Commodore. Dieses Kommando behielt Erben bis zum Mai 1893. Danach war er ab Juni 1893 bis August 1894 der Oberbefehlshaber des Europäischen Geschwaders. Erben übergab das Kommando an Rear Admiral William A. Kirkland ( 3. Juli 1836 in Hillsborogh, Orange County, North Carolina – 12. September 1898 in Vallejo, Solano County, Kalifornien ). In den letzten Tagen, in denen Henry Erben das Europäische Geschwader noch kommandierte, beförderte man ihn am 31. Juli 1894 zum Rear Admiral. Noch im selben Jahr, am 6. September 1894, zog sich Erben aus dem aktiven Dienst zurück. Allerdings trat er nach Ausbruch des spanisch – amerikanischen Krieges im April 1898 wieder in den aktiven Dienst der US Navy. Bis zum Juli 1898 war er Kommandeur einer Patrouillenflotte, die die Küste von Galveston,Texas aus bis nach Bar Harbor, Maine sicherte. Diese Patrouillenflotte wurde in New York City gegründet und bestand hauptsächlich aus acht alten Monitoren, die zudem noch in unterschiedlichen Häfen entlang der US Ostküste stationiert waren.

Rear Admiral Henry Erben starb am 23. Oktober 1909 in New York City.
Er war mit Adle rben verheiratet, die am 9. Januar 1929 im Richmond County, New York verstarb.


USS ERBEN ( DD-631 )

Schiffsbiografie

Die USS ERBEN ( DD-631 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Henry Erben benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 28. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Adele Erben Gaillard ( 1874 in New York – 1952 in New Rochelle, Westchester County, New York ), Ehefrau von Charles Bell Gibson Gaillard ( 29. April 1875 in Louisville, Jefferson County, Kentucky – 1948 in New Rochelle, Westchester County, New York ) und Tochter von Rear Admiral Henry Erben, taufte am 21. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Joseph Henry Nevins, Jr. ( 18. Juni 1904 in New York – 27. Dezember 1991 im Anne Arundel Medical Center, Annapolis, Maryland ) stellte am 28. Mai 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS ERBEN bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier erfolgte die Endausrüstung und die Sichtkontrolle der Schiffshülle. Anfang September legte das Kriegsschiff dort ab und fuhr zum Panamakanal. Nach dessen Durchquerung erreichte die USS ERBEN die Marinebasis bei San Diego, Kalifornien. Hier füllte man die Treibstoffbunker auf. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Basis lief das Kriegsschiff am 2. Oktober ein. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich die USS ERBEN an mehreren Trainingseinheiten sowie an der Kalibrierung der Schiffsgeschütze. Während einer Übung zusammen mit Flugzeugträgern, deren Trägerpiloten Luftangriffe auf Landziele übten, eilte der Zerstörer zu einem Piloten und zog ihn aus dem Wasser. Der Pilot musste aus seiner Maschine wegen eines Defekts in der Luft aussteigen. Am 8. November verließ der Zerstörer die Hawaiianische Insel und fuhr nach Espritu Santo, Neue Hebriden. Hier traf das Kriegsschiff am 15. November ein. Kurz vor dem Ablegen in Pearl Harbor hatte man die USS ERBEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALE in die Task Group 50.3 versetzt. Man bunkerte vor Espiritu Santo frischen Treibstoff. Die TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-708 ),  USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BULLARD ( DD-660 ). Am 14. November waren die Schiffe der TG 50.3 von einem ersten Einsatz nach Espiritu Santo zurückgekehrt. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Hier trennte man die TG 50.3 nochmals auf und gliederte die USS ERBEN in die Task Undergroup 50.3.2 ein. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN und USS HALE. Diese vier Schiffe verließen die TG 50.3 und strebten ihrem Angriffsziel im Süden des Atolls Tarawa, Gilbert Island zu. Im Süden des Atolls befand sich eine japanische Küstenbatterie bei Betio, welche auszuschalten war. Währenddessen flogen die amerikanischen Piloten einen Angriff nach dem anderen auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Tarawa. Dabei passierte es, dass die japanischen Flaggeschützmannschaften das eine oder andere amerikanische Flugzeug abschossen oder die Flugzeuge keinen Treibstoff mehr besaßen um zu ihrem Träger zurückzukehren. Die Mannschaften der USS ERBEN und der USS HALE zogen auf ihrem Weg nach Betio mehrere Piloten aus dem Wasser. Mit dem Beginn der Invasion von Tarawa am 19. November begannen die vier Kriegsschiffe mit dem Bombardement auf die feindlichen Stellungen bei Betio. Nach diesem Bombardement kehrten sie zur TG 50.3 zurück und die USS ERBEN übernahm wieder die Luftsicherung über die Flugzeugträger USS ESSEX, USS BUNKER HILL und USS INDEPENDENCE. Am folgenden Tag begann die Landeoperation auf dem Atoll Tarawa. Der Zerstörer bot dabei den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den heran fliegenden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.3 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.1 und TG 50.2 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Während die Kämpfe um Kwajalein weiter gingen, zogen sich die Schiffe der TG 50.3 nach Pearl Harbor zurück und eskortierten dorthin mehrere Transportschiffe. In die amerikanische Marinebasis liefen die Schiffe am 9. Dezember ein. Wenige Tage später begann man mit mehreren Reparaturarbeiten auf der USS ERBEN und füllte sämtliche Bunker auf. Am 21. Dezember sticht die USS ERBEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALE in See und eskortierten den Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen liefen die drei Kriegsschiffe zehn Tage später ein. Hier gliederte man die beiden Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen während der Invasion der Marshall Islands zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. Am folgenden Tag jagte die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begannen, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen auf Wotje und Taroa. Die USS ERBEN erschien in diesen Tagen insgesamt fünfmal vor Taroa und bombardierte die Insel in der Nacht. Ab dem 2. Februar begann der Zerstörer dann von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS ERBEN ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 17. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die die USS ERBEN und die USS HALE zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleiteten. Den Port Purvis verließen die Schiffe am 27. März. Von Cape Torokina aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS ERBEN in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS ABBOT, USS HALE, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS ERBEN eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS HALE und USS ABBOT ab dem 7. Mai den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS ERBEN in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten das U-Boot, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS WALKER und USS HALE. Vom 12. Juli bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS ERBEN in den folgenden Tagen mehreren Trainingsübungen. Nur in der Nacht vom 10. zum 11. August befand sich der Zerstörer auf Reede vor dem Atoll Eniwetok, damit frischer Treibstoff gebunkert werden konnte. An diesem 11. August verließ dann das Kriegsschiff das Atoll und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Hier unterzog sich die USS ERBEN in der Pearl Harbor Navy Yard einer Überholung und die Besatzung des Zerstörers anschließend einer umfangreichen Ausbildung. Ende September verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Seeadler Harbour, Manus Island. Hier bereitete man die USS ERBEN auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS ERBEN patrouillierte nun sofort bis zum 24. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen. Dann, als die Seeschlacht um den Leyte tobte, verließ die USS ERBEN am 24. Oktober die Insel Leyte und fuhr zur Humboldt Bay, Neuguinea. Hier warteten Panzerlandungsschiffe, die Verstärkungen der Landungseinheiten auf Leyte geladen hatten. Außerdem sollten diese Schiffe vor eventuellen Angriffen der Japaner geschützt werden. Wenige Tage nach der Ankunft des Zerstörers, verließ er auch schon wieder die Humboldt Bay und eskortierte die Panzerlandungsschiffe nach Leyte. Die Landungsstelle in der San Pedro Bay erreichten sie am 17. November. Noch am selben Tag verließ die USS ERBEN die philippinischen Gewässer und fuhr über den Seeadler Harbour und dem Atoll Majuro nach Pearl Harbor. Von dieser Marinebasis aus fuhr der Zerstörer an die US Westküste, die er im Dezember erreichte, und wurde in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien für eine umfangreiche Überholung bugsiert. Diese Überholung dauerte vom 22. Dezember bis zum 9. Februar 1945. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS CHAUNCEY, USS BULLARD, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Ziel war danach das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanische Gewässer. Die USS ERBEN erreichte erst am folgenden Tag das Atoll und eilte nach dem bunkern von frischem Treibstoff den Schiffen der TG hinterher. Diese lagen am 16. März rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten ebenfalls frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum folgenden Tag. An diesem erreichte die USS ERBEN die Schiffe der TG. Noch am Nachmittag desselben Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf, um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen sie rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Dabei konnte am 26. März die Mannschaft der USS ERBEN zwei Piloten aus dem Wasser retten, deren Maschinen beim ersten Angriff abgeschossen worden waren. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Rund 125 Seemeilen südlich von Kjushu. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. An diesem Tag konnte sich die Besatzung der USS ERBEN erneut auszeichnen. Man konnte wieder zwei amerikanische Piloten aus dem Wasser retten, deren Maschinen abgeschossen worden waren. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS ERBEN auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen, die es schafften mehrere Schiffe zu beschädigen. Am 14. April lagen die Schiffe der TG rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS ERBEN selber übernahm in den vergangenen und folgenden Wochen und Monaten vor Kjushu und Okinawa die Luftsicherung für die Flugzeugträger. Die Geschützmannschaften feuerten mit großem Erfolg auf die angreifenden Kamikazepiloten. Außerdem nahmen sie immer wieder in der Küstennähe feindliche Landziele ins Visier. Die Mannschaft des Zerstörers war nebenbei an der Rettung Überlebender von beschädigten Schiffen beteiligt und rettete viele abgestürzte amerikanische Piloten aus dem Wasser. So rettete die Besatzung am 3. und am 23. Mai die gleiche Flugzeugbesatzung die auf dem Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CV-15 ) stationiert war. Am 28. Mai löste man die Task Force 58 vor Okinawa auf und integrierte deren Schiffe in die Task Force 38 ein die Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 in Teoc, Carroll County, Mississippi – 6. September 1945 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TF gehörte die USS ERBEN zu den Zerstörern die keine feste Bindung erhielten und frei zur Verfügung standen. Frei zur Verfügung stand außerdem der Flugzeugträger USS BON HOMME RICHARD ( CV-31 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS WISCONSON ( BB-64 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA und USS ATLANTA ( CL-104 ) sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS JOHN W WEEKS, USS HANK, USS TINGEY, USS COLAHAN, USS McNAIR, USS NORMAN SCOTT, USS BUCHANAN, USS DALY ( DD-519 ), USS HAILEY ( DD-556 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ), USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ) und USS BENHAM ( DD-796 ). Am 29. Mai verließen die Schiffe das Atoll und fuhren wieder westwärts. Am 2. und 3. Juni lagen sie dann vor Kjushu, Japan und bombardierten die dortigen japanischen Stellungen. Doch schon am 4. Juni mussten die Schiffe wegen eines heraufziehenden Taifuns wieder abdrehen und ostwärts fahren. Trotzdem gerieten mehrere Schiffe in diesen Wirbelsturm und wurden zum Teil schwer beschädigt. Am folgenden Tag war dieser Sturm auch schon wieder vorüber und die Schiffe beschossen ab dem 6. Juni feindliche Stellungen auf Okinawa nachdem sich die See weiter beruhigt hatte. Diese Bombardements setzten sich am 7. Juni fort und am 8. Juni lagen die Schiffe wieder vor Kjushu. Zum ersten Mal in der Kriegsgeschichte kam am 9. Juni während des Bombardement japanischer Stellungen auf Onono Ogari Shima Napalm zum Einsatz. Noch am selben Tag wurde auch Minami Daito Shima beschossen. Am Abend des 10. Juni verließen die Schiffe der Task Force 38 ihre Positionen und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legte sie am 13. Juni an. Auf der USS ERBEN begann man nun mit notwendig gewordenen Reparaturarbeiten an den Sonargeräten und nutzte die vorhandene Zeit zur Erholung. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. In der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS ERBEN versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS ABBOT, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS ERBEN und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Für den 29. Juli stellte man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte, wieder neu zusammen. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS und USS INDIANA, die Schweren Kreuzern USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON ( CA-69 ) und USS ST PAUL ( CA-73 ) und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ) und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ). Diese Kriegsschiffe fahren gemeinsam mit der britischen Kampfgruppe um das Schlachtschiff HMS KING GEORGE V ( 41 ) und den Zerstörern HMS UNDINE ( R42 ), HMS ULYSSES ( R69 ) und HMS URANIA ( R05 ) nach Hamamatsu, Süd-Honshu. Hier bombardieren diese Schiffe vom 29. zum 30. Juli die Flugzeugfabriken und die dazugehörigen Werksgebäude. Außerdem zerstörten sie mit ihren Granaten die Start- und Landebahn. Dabei wurden unzählige abgestellte Flugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Zerstörer kehrten nach diesem Angriff zu ihren eigentlichen Task Groups zurück und übernahmen wieder ihre dortigen Aufgaben. Die Task Undergroup 34.8.1 wurde dann nochmals für den 9. August zusammengestellt, welche ebenfalls Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON und USS ST PAUL und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL, USS STOCKHAM und USS SOUTHERLAND. Zu dieser Kampfeinheit gehört noch die britische Kampfgruppe um die Leichten Kreuzer HMS NEWFOUNSLAND ( C59 ) und HMS GAMBIA ( C48 ) und die Zerstörer HMS TERPSICHORE ( R33 ), HMS TERMAGANT ( R89 ) und HMS TENACIOUS ( R45 ). Diese Kriegsschiffe bombardieren vom 8. zum 9. August erneut die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi auf Honshu. Während dieses Bombardements stößt die USS ERBEN auf zwei japanische Lugger, Segelboote, und versenkt diese mit Granatfeuer. Nach dem Beschuss der Stahl- und Eisenwerke fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe zu ihren Task Groups zurück. Die USS ERBEN reihte sich wieder in die TG 38.3 ein und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS ERBEN immer noch die Flugzeugträger aus der TG und fuhr an diesem Tage in die Takyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Doch schon am 1. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder die japanischen Hauptinseln und fuhr nach Okinawa. Hier nahm man amerikanische Besatzungstruppen an Bord und die USS ERBEN fuhr in Richtung Osten an die US Westküste. Am 21. Oktober erreichte der Zerstörer Long Beach, Kalifornien. In diesem Hafen blieb das Kriegsschiff und wurde am 31. Mai 1946 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ERBEN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Crittenden Battelle Taylor stellte am 19. Mai 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Gleich nach der Indienststellung erfolgte eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS ERBEN. Nach deren Abschluss verließ der Zerstörer am 27. August Long Beach und fuhr zu seinem neuen Heimathafen Yokosuka, Japan. Das Kriegsschiff gliederte sich in die 7. US Flotte ein und übernahm die Sicherung der Flugzeugträger vor feindlichen U-Boot Angriffen. Ab Ende September bis Anfang Oktober beteiligte sich die USS ERBEN an dem Bombardement von Küstenzielen in dem Bereich von Songjin bis Chonjin. Dabei sollten die nordkoreanischen Kommunikations- und Nachschubwege zerstört werden. Am 9. Oktober brachte die Besatzung des Zerstörers ein kleines Boot in den koreanischen Gewässern auf. In diesem befand sich ein Nordkoreaner der vor den Kommunisten geflohen war. Die USS ERBEN fuhr Anfang November nach Okinawa und beteiligte sich hier an einer Anti-U-Boot Kriegsübung. Danach kehrte der Zerstörer zu seinem Sicherungsdienst gegenüber den Flugzeugträgern zurück. Einen abgeschossenen amerikanischen Piloten rettete die Mannschaft des Kriegsschiffes am 2. Dezember aus dem Wasser. Mit Beginn des Jahres 1952 versetzte man die USS ERBEN an die Seite des Leichten Kreuzers USS MANCHESTER ( CL-83 ), der das Flaggschiff der TF 95, der Blockade- und Eskorte der Vereinten Nationen war. Die Kriegsschiffe der TF 95 unterhielten entlang der gesamten koreanischen Halbinsel eine Schiffsblockade und bombardierten die Hauptversorgungsrouten der Nordkoreanischen Armee. Man gliederte im Februar die USS ERBEN aus dieser TF wieder aus und entließ den Zerstörer nach Yokosuka. Nach einigen Tagen der Ruhe verließ das kriegsschiff wieder den japanischen Hafen und fuhr an die US Westküste. Hier legte die USS ERBEN am 21. März in San Diego an und musste sich einer Überholung unterziehen. Der Zerstörer verließ am 1. November wieder kalifornische Küste und fuhr nach zum Dienst nach Korea. Während dieses zweiten Kriegseinsatzes vor der koreanischen Halbinsel erhielt das Kriegsschiff ähnliche Aufgaben wie während des Ersten Einsatzes übertragen. Zusätzlich unternahm die USS ERBEN Hafenbesuche in Hongkong und vor der taiwanesischen Insel. Außerdem operierte das Kriegsschiff zusammen mit Schiffen der Royal Navy vor der nordkoreanischen Küste. Am 1. Juni 1953 kehrte die USS ERBEN nach San Diego zurück und unternahm während der folgenden fünf Jahre vier weitere Kreuzfahrten nach Fernost. Dabei diente der Zerstörer mit seinen Patrouillenfahrten vor Taiwan und operierte zusammen mit den Flugzeugträgern der 7. US Flotte. Im März 1955 gehörte die USS ERBEN zum Zerstörergeschwader 17 das in der Naval Station auf North Island, San Diego stationiert war. Zu diesem Geschwader gehörte neben der USS ERBEN die Zerstörer USS TWINING ( DD-540 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HALSEY POWELL ( DD-686 ), USS SHIELDS ( DD-596 ), USS COLAHAN ( DD-658 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ) und USS GREGORY ( DD-802 ). In den folgenden zwei Jahren beteiligte sich die USS ERBEN weiterhin regelmäßig an mehreren Kreuzfahrten der 7. US Flotte im westlichen Pazifik. Der Heimathafen des Zerstörers blieb aber San Diego. So stach das Kriegsschiff am 8. Juni 1957 in See und fuhr wieder in die fernöstlichen Gewässer. In der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor legte das Kriegsschiff sechs Tage später an und blieb dort bis zum 16. Juni liegen. Es mussten dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden. Die nächste Station auf der Fahrt nach Fernost waren die Midway Islands. Diese erreichte der Zerstörer am 23. Juni und vom 29. Juni bis zum 6. Juli war die USS ERBEN bis nach Yokosuka unterwegs. Nachdem der Zerstörer in diesem japanischen Hafen am 6. Juli angelegt hatte, blieb er für zwei Tage liegen. Nun begann für das Kriegsschiff die Abschiedstour. So legte das Kriegsschiff am 13. Juli im Hafen von Naha, Okinawa und am 17. Juli in Kaoshiung, Taiwan an. Vom 26. bis zum 28. Juli wurde vor diesem taiwanesischen Hafen der Zerstörer auf Reede gelegt und kehrte am 1. August nach Yokosuka zurück. Hier verblieb es die folgenden Monate. Am 27. Juni 1958 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Man übergab das Kriegsschiff am 16. Mai 1963 Leihweise an die südkoreanische Marine, wo der Zerstörer in ROKS CHUNG MU ( DD-91 ) umbenannt wurde. Im Jahre 1975 verkaufte die US Navy den Zerstörer an Südkorea. Den Namen USS ERBEN ( DD-631 ) strich man dann am 2. Juni 1975 von der US Navy – Liste. Die südkoreanische Marine änderte im Jahre 1979 die Hull-Nummer des Zerstörer auf DD-911. Seit 1983 diente das Kriegsschiff als stationäres Trainingsschiff für angehende Zerstörerbesatzungen. Einige Zeit später wurde der Schiffskörper verschrottet.


USS ERBEN ( DD-631 )
Commanding Officer

CDR Joseph Henry Nevins Jr.        28. Mai 1943 – 18. Dezember 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Morgan Slayton        18. Dezember 1943 – 3. März 1945
LCDR William Hutton Snyder         3. März 1945 – 9. Dezember 1945
LT Stanley P. Wyatt Jr.       9. Dezember 1945 – 20. Februar 1946
CDR William Henry Deibler Jr.       20. Februar 1946 – 31. Mai 1946
Außerdienststellung        31. Mai 1946 – 19. Mai 1951
CDR Crittenden Battelle Taylor         19. Mai 1951 – Juni 1952
CDR Harvey Kermode         Juni 1952 – Oktober 1953
CDR William Arthur Keefe         Oktober 1953 – ?
CDR Eugene Thomas Bradley Sullivan         6. November 1955 – Juli 1957

 

USS ABBOT ( DD-629 )

USS ABBOT ( DD-629 )

Biografie

Joel Abbott
* 18. Januar 1793 in Westford, Massachusetts
† 14. Dezember 1855 in Hongkong
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und befahl ein Geschwader während des Besuches in Japan von Commodore Perry

Zu Beginn des Krieges von 1812 bekleidete Abbot den Rang eines Midshipman. Er diente zunächst auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) und als nächstes in der Schlacht am Lake Champlain am 11. September 1814 unter dem Kommando von Commodore Thomas Macdonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 – 10. November 1825 ). Vor dieser Schlacht sollte er als Spion die britischen Linien überqueren und eine Reihe Spieren von Schiffen zerstören die im Cumberland Head ankerten. Sein gefährliches Zerstörungswerk hatte Erfolg. Dafür ehrte der Kongress den jungen Offizier indem man ihm ein Schwert übergab und zum Lieutenant beförderte. Im Jahre 1818 übergab man Abbot das Kommando über das gefangen genommene Piratenschiff MARIANA. Im Januar 1820 heiratete er Mary Wood. Nach deren Tod heiratete er am 29. November 1825 Laura Wheaton. Beide hatten sie später 10 Kinder zusammen. Der Sohn von Joel Abbot, Walter Abbot, diente im Rang eines Lieutenant Commander in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges. Joel Abbot´s Enkel Charles Abbot Wheaton, Jr. war ein Offizier in der US Army und errechte den Rang eines Brigadegenerals. Im Jahre 1838 beförderte man Joel Abbot zum Commander und übertrug ihm das Kommando über die Boston Navy Yard. Im Jahre 1843 übernahm er das Kommando über die Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ), einem Schiff das zum afrikanischen Geschwader unter Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März ) 1858 ) gehörte. Am 3. oktober 1850 ernannte man Abbot zum Captain. Im Jahre 1852 erhielt Perry die Aufgabe sich Offiziere auszusuchen die ihn auf einer Expedition nach Japan begleiten sollen. Er wählte unter anderen Captain Joel Abbot aus und übertrug ihm die Befehlsgewalt über die Fregatte USS MACEDONIAN ( 1836 ). Man ernannte Abbot im Jahre 1854 zum Flag Offizier und übergab ihm das Kommando über das Ostindische Geschwader. Joel Abbot verstarb am 14. Dezember 1855 in Hongkong. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück und begrub ihn in der Familiengruft der Abbot in Warren, Rhode Island.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Flag Offizier Joel Abbot bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-184 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-629 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ABBOT ( DD-629 )

Schiffsbiografie

Die USS ABBOT ( DD-629 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Joel Abbot benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 21. September 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Grace Abbot Fletcher ( 20. Mai 1895 – 21. Dezember 1982 ), Enkelin von Commodore Joel Abbot, taufte am 17. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Chester Edward Carroll ( 1. Juli 1900 – 6. Juni 1987 ) stellte in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts am 23. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Endausrüstung der USS ABBOT war am 13. Mai in der Boston Navy Yard abgeschlossen. An diesem Tag stach der Zerstörer in See und begann mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Diese fand in der Casco Bay, Maine statt und war am 18. Juni abgeschlossen. In den nun folgenden drei Monaten eskortierte das Kriegsschiff mehrere größere Kriegsschiffe auf deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten entlang der US Ostküste bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Danach rüstete man die USS ABBOT für ihre Fahrt in den Pazifik aus. Am 10. September legte der Zerstörer in Norfolk, Virginia ab und fuhr zum Panamakanal. Diesen durchquerte das Kriegsschiff am 16. September und erreichte nach wenigen Tagen Fahrt die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier übernahm man frischen Treibstoff und Proviant. Am 28. September stach die USS ABBOT wieder in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, wo der Zerstörer sechs Tage später anlegte. In den Hawaiianischen Gewässern begann für die Besatzung des Kriegsschiffes ein zusätzliches Training. Während eines dieser Übungen kam es am 18. Oktober zu einer Kollision mit dem Leichten Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ). Die Beschädigungen an der USS ABBOT waren so groß, dass der Zerstörer noch am selben Tag in die Pearl Harbor Naval Shipyard bugsiert werden musste damit man mit den Reparaturarbeiten beginnen konnte. Erst am 10. Dezember konnte das Kriegsschiff das Trockendock wieder verlassen und konnte wenige Tage an angesetzten Trainingseinheiten teilnehmen. Doch schon am 15. Dezember verließ die USS ABBOT Pearl Harbor und fuhr nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff zehn Tage später ein. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), USS WALKER ( DD-517 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen, während der Invasion der Marshall Islands durch die Schiffe der Task Force 58, und Unterstützung der japanischen Garnisonen auf den Atollen Majuro, Kwajalein und Eniwetok zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. In den nun folgenden Tagen jagte unter anderem die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begann, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen und Flugplätze auf Wotje und Taroa. Bis zum 12. Februar blieb die USS ABBOT bei den Schweren Kreuzern und sicherte diese vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Ab diesem 12. Februar begann dann der Zerstörer von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS ABBOT ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 15. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die sie zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleitete. Von dort aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS ABBOT in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln über das Cape Sudest, Neuguinea. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS ABBOT eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS HALE und USS ERBEN den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS ABBOT in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS ERBEN, USS WALKER, USS HALE und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten das U-Boot, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Die Geschützmannschaften der USS ABBOT und der USS HALE holten gemeinsam einen Angriffsbomber vom Typ Mitsubishi G4M vom Himmel. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man weiterhin intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS WALKER und USS HALE. Vom 12. Juni bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier blieb die USS ABBOT aber nicht und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Innerhalb dieser Basis unterzog man den Zerstörer dringend notwendig gewordener Reparaturen. Außerdem konnte sich die Besatzung erholen und an mehreren Trainingseinheiten teilnehmen. Ab dem 28. August bereitete man das Kriegsschiff und die Mannschaft auf eine weitere Amphibische Landungsoperation vor. Die dazugehörigen Ausbildungen wurden in der zweiten Septemberwoche abgeschlossen und die USS ABBOT verließ am 15. September Pearl Harbor. Der Zerstörer fuhr über das Atoll Eniwetok zum Seeadler Harbour. Diesen natürlichen Hafen erreichte das Kriegsschiff am 3. Oktober. Hier bereitete man die Mannschaft der USS ABBOT mit mehreren Übungen auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Force 77, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befehligte. Innerhalb dieser TF befanden sich die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS LANG ( DD-399 ), USS DALY ( DD-519 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS McDONOUGH ( DD-351 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MERTZ ( DD-691 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) und standen zur freien Verfügung innerhalb der TF 77. Diese Zerstörer sollten Truppentransport- und Versorgungsschiffe für die Landung auf der philippinischen Insel eskortieren. Dazu legten die Zerstörer am 14. Oktober im Seeadler Harbour ab. Am 20. Oktober erreichte dieser Schiffskonvoi die Landungszone vor Leyte. Die USS ERBEN patrouillierte nun sofort bis in die Nacht zum 21. Oktober zum Schutz der Landungsschiffe und übernahm zusammen mit anderen Zerstörern die Luftüberwachung und das Flugabwehrfeuer gegen anfliegende japanische Maschinen und waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. An diesem 24. Oktober kam es nur zu sporadischen Luftangriffen durch die Japaner in diesem Gebiet. Doch ein zweimotoriger Bomber näherte sich der USS ABBOT so nahe, dass die Luftabwehrmannschaften mit ihren Flakgeschützen diesen abschossen. Außerdem unterstützte der Zerstörer die amerikanischen Truppen an Land mit ihren Suchscheinwerfern und bombardierte feindliche Stellungen in der Nähe von Dulag. Am Morgen des 21. Oktober verließ das Kriegsschiff Leyte und eskortierte eine Gruppe von Transport- und Landungsschiffen nach Hollandia. In diesen Hafen von Neuguinea lief die Gruppe am 26. Oktober ein. Die USS ABBOT blieb hier bis zum 2. November liegen und wartete auf neue Befehle. An diesem Tag verließ der Zerstörer dann wieder Hollandia und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen nach Morotai, Nördliche Molukken. Drei Tage später war diese Niederländisch – Ostindische Insel erreicht. Das Kriegsschiff blieb hier fünf Tage liegen. Innerhalb dieser fünf Tage gab es mehrmals nächtlichen Luftalarm. Japanische Bomberflugzeuge griffen den auf Morotai befindlichen Flugplatz an, kümmerten sich aber nicht um die ankernden amerikanischen Schiffe im und vor dem Hafen. Dies änderte sich aber schlagartig nachdem die USS ABBOT Morotai am 10. November wieder verließ und eine Gruppe von Landungsschiffen nach Leyte eskortierte. Als diese Gruppe sich den Philippinen näherte, begannen die landgestützten Flugzeuge mit gelegentlichen Tag- und Nachtluftangriffen. Am 13. November überflog ein japanischer Torpedobomber Nakajima B6N in der Mitte der Formation die Landungsschiffe und ließ einen Torpedo zu Wasser. Dieser Torpedo ging ins Leere. Doch den Torpedobomber schossen die Geschützmannschaften des Fahrzeuglandungsschiffes USS CATSKILL ( LSV-1 ) ab. Der Bomber schlug rund 910 Meter vor der USS ABBOT auf dem Wasser auf du zerschellte. Ohne Verluste erreichten die Landungsschiffe am 15. November die Anlandungszone von Dulag im Osten der Insel Leyte. Hier patrouillierte der Zerstörer bis zum 24. November und sicherte die ankernden Landungsschiffe. In diesen Tagen gab es noch mehrmals nächtliche Luftangriffe. Einen dieser Angriffe konnte erfolgreich abgewehrt werden. Die Geschützmannschaft einer 5-Zoll Batterie auf der USS ABBOT hatten einen Bomber vom Typ Yokosuka D4Y schwer beschädigt. Am 24. November verließ dann der Zerstörer wieder die Anlandungszone und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen wieder nach Hollandia, wo sie am 29. November anlegten. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 22. Dezember. Die Mannschaft konnte sich erholen und einige notwendig gewordene Reparaturen ausführen. Mit dem Beginn des 23. Dezember verließ die USS ABBOT wieder Hollandia und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen erneut nach Leyte. Diese Schiffe brachten Nachschub an Mensch und Material und legten fünf Tage später dort an. Bis zum 2. Januar 1945 patrouillierte nun der Zerstörer wieder vor der Anlandungszone. In diesen Tagen hatte man das Kriegsschiff schon in die Task Group 77.4 versetzt, die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) während der Operation „Mike I“ kommandierte und im Hafen auf Manus lag. Innerhalb dieser Task Group gliederte man die USS ABBOT in der Task Undergroup 77.4.2 die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY, USS NATOMA BAY,USS WAKE ISLAND ( CVE-65 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ) und USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS HALL ( DD-583 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS TWIGGS ( DD-591 ), USS BELL ( DD-587 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 27. Dezember 1944 hatten die Schiffe der TU 77.4.2 zusammen mit anderen Schiffen der 7. US Flotte im Seeadler Harbor abgelegt und fuhren über die Kossol Roads, Palau Islands, die sie am 1. Januar 1945 passierte in Richtung Surigao Straße. Hier reihte sich die USS ABBOT in die TG 77.4.2 ein und übernahm ihre Aufgaben zur Sicherung der Geleitflugzeugträger. Am 3. Januar durchquerten die Kriegsschiffe die Surigao Straße und anschließend fuhren sie durch die Sulu See zur Westküste der philippinischen Hauptinsel Luzon. Ab dem 3. Januar begannen japanische Kamikazepiloten die anrückende Flotte zu attackieren. Durch die verzweifelten, aber entschlossenen Luftangriffe der Kamikazepiloten versuchte die japanische Heeresführung die Angriffsflotte zum umkehren zu bewegen. Doch durch die enge Luftabsicherung der amerikanischen Trägerflugzeuge und das effektive Luftabwehrfeuer der Zerstörer und Geleitzerstörer wurde dieser Angriff überaus erfolgreich abgewehrt. Am folgenden Tag näherten sich die Träger und die Zerstörer dem Südchinesischen Meer. Jetzt erst begannen die richtigen Attacken der Kamikazepiloten. Ab diesem Tage sollten die Geschützmannschaften in den folgenden vier Tagen ihre Stationen nicht mehr verlassen können und brachten in dieser Zeit den angreifenden feindlichen Luftgeschwadern empfindliche Verluste bei. An diesem ersten Tag der Luftschlacht konnte sich ein zweimotoriges Bombenflugzeug unbemerkt an den Geleitflugzeugträger USS OMMANEY BAY heranschleichen und stürzte sich von der Steuerbordseite auf das Schiff. Eine mitgeführte Bombe durchschlug dabei das Flugdeck und explodierte im Hangardeck. Dadurch kam es zu nachfolgenden Explosionen der dort aufgetankten und aufmunitionierten Flugzeuge, so dass am Nachmittag der Befehl zum Verlassen des Trägers gegeben werden musste. Fast alle Zerstörer der TU übernahmen Überlebende und die USS BURNS versenkte den brennenden Geleitflugzeugträger mit Torpedos. Am 5. Januar liefen die Schiffe der TU 77.4.2 in das Südchinesische Meer bei der Mindoro Straße ein und die Anzahl der Kamikazepiloten mit ihren Selbstmordflugzeugen steigerte sich noch einmal. Die amerikanischen Trägerflugzeugpiloten stießen an diesen Tagen ebenfalls an ihre Grenzen. Neben der Luftsicherung der amerikanischen Träger, übernahmen sie auch den Angriff auf japanische Schiffe. So sank 20 Seemeilen Südwestlich der Manila Bay der japanische Zerstörer IJN MOMI und der japanische Zerstörer IJN HINOKI wurde schwer beschädigt. Aber auf amerikanischer Seite gab es große Verluste unter den Kriegsschiffen. Doch deren Besatzungen kämpften heroisch nur um die Transport- und Landungsschiffe vor der Vernichtung zu beschützen. So wurden die Träger USS MANILA BAY und USS SAVO ISLAND, die Schlachtschiffe USS CALIFORNIA ( BB-44 ) und USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und mehrere Kreuzer, Zerstörer und Geleitzerstörer durch Kamikazepiloten schwer beschädigt. Die Luftabwehrkanoniere der USS ABBOT schossen an diesen vier Tagen mehrere dieser Kamikazepiloten ab und halfen damit die Verlustrate auf amerikanischer Seite in Grenzen zu halten. Am 6. Januar nahmen die Schiffe der Task Group 77.4 ihre Positionen vor San Fabian in der Lingayen Bay ein und begannen dort mit ihrem Bombardement auf japanische Befestigungen. Die USS ABBOT selber patrouillierte im Golf. Dabei war der Zerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten, feuerte auf feindliche Flugzeuge und eskortierte andere Schiffe auf ihre Positionen. Die Trägerflugzeuge indessen bombardierten im Anlandungsbereich alle japanischen Stellungen und in der Nähe befindlichen Flugplätze. Die Landeoperation selber begann in diesem Golf am Morgen des 9. Januar. Auch hier griffen die Trägerflugzeuge ins Geschehen ein und unterstützten die Invasionstruppen im Kampf gegen die Japaner. Auch nach der erfolgreichen Bildung eines Brückenkopfes durch die amerikanischen Sturmtruppen, blieb die USS ABBOT in den Gewässern der Lingayen Bay und sicherte die größeren Schiffseinheiten. Erst am 31. Januar verließ der Zerstörer zusammen mit den Schiffen der Task Group 77.4 die Lingayen Bay. Die ABBOT blieb aber auf dieser Rückfahrt zur San Pedro Bay bei der philippinischen Insel Mindoro und legte in der Mangarin Bay im Hafen von San Jose an. Nach einer Woche Dienst in der Mangarin Bay, hier sicherte der Zerstörer die ankernden amerikanischen Schiffe vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen, verließ das Kriegsschiff wieder die philippinische Insel Mindoro und fuhr zur Subic Bay, Luzon. Von dieser Basis aus unterstützte die USS ABBOT ab dem 10. Februar die Überfälle auf die vor der Einfahrt in die Manila Bay, Luzon befindlichen Inseln Corregidor, El Fraile, Carabao und Caballo. Der Zerstörer selber konnte mehrere Minen um die Insel Corregidor vernichten und die Besatzung nahm drei Japaner gefangen, die versucht hatten von der Insel Corregidor aus nach Bataan zu schwimmen. In der Nacht zum 15. Februar begann eine Fallschirmjägerlandeoperation auf der Insel Corregidor. Die USS ABBOT lieferte während dieser Aktion mit ihren Suchscheinwerfern genügend Licht und bombardierte gezielt auf japanische Stellungen. Ab dem 17. Februar lag der Zerstörer dann zum Auffüllen aller Bunker und für die notwendigsten Instandhaltungsarbeiten in der Subic Bay. Die Arbeiten waren am 24. Februar abgeschlossen und man gliederte das Kriegsschiff in die Task Group 74.2, die Fire support group, die Rear Admiral Ralph Smith Riggs ( 20. Juni 1895 in Paris, Texas – 28. Mai 1981 ) während der Operation „Victor III“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS MONTPELIER ( CL-57 ) sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS FLETCHER ( DD-445 ), USS O´BANNON ( DD-450 ) und USS FLUSSER ( DD-368 ). Am 24. Februar verließen diese Schiffe die Subic Bay und fuhren südwärts zur philippinischen Insel Palawan. Das dortige Einsatzgebiet, den Hafen Puerto Princesa, erreichten sie am 28. Februar und sollten sofort mit dem Bombardement japanischer Stellungen zur Unterstützung der 41. US Infanteriedivision beginnen. Doch die amerikanischen Kriegsschiffe brauchten ihre Geschütze nicht abfeuern und verließen daraufhin noch am selben Tag wieder die Insel Palawan und fuhren zur Subic Bay zurück. Diese erreichten sie vier Tage später. Noch am selben Tag versetzte man die USS ABBOT in die Task Force 78. Hier gehörte der Zerstörer in die Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 in Goshen, indiana – 17. Juni 1985 ) befehligte, und beteiligte sich an der Operation „Victor IV“ zur Eroberung der Südwestspitze der philippinischen Halbinsel Mindanaos, bei Zamboanga. Das Flaggschiff der TG war das Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ). Die Feuervorbereitung und Unterstützung für die Landungsboote erfolgte durch Leichten die Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS FLETCHER, USS O´BANNON, USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS JENKINS ( DD-447 ). Am 4. März verließ die Fire Support Group die Subic Bay und begann vier Tage später mit dem Bombardement japanischer Stellungen bei Zamboanga. Die USS ABBOT selber bombardierte anfangs japanische Stellungen in dem Anlandungsgebiet. Später fungierte der Zerstörer hier als Feuerunterstützungsschiff für die Landungstruppen und für die Minensucher. Am Morgen des 10. März erreichten die Landungsschiffe der TG 78.1 ihr Einsatzgebiet. Diese Landungsschiffe transportierten die Soldaten der 41. Infanteriedivision. Am 11. März patrouillierte die USS ABBOT in der Nähe der Insel Basilan, südlich der Halbinsel Zamboanga, und zerstörte mit den Granaten ihrer Schiffsgeschütze dort vor Anker liegende Schiffe. Am folgenden Tag verließen die Kriegsschiffe der Fire Support Group das Einsatzgebiet und fuhren zur Subic Bay zurück, wo sie am 17. März ankamen. In der Subic Bay bereitete man die Zerstörer auf die kommende Aufgabe vor. Man versetzte die USS ABBOT für die Operation „Victor II“ in die Task Group 74.3, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte, die den amphibischen Angriff auf Cebu Island führen und unterstützen sollte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer in die Task Undergroup 74.3.2, die Captain Dowling kommandierte. Zusammen mit dem Zerstörer USS TAYLOR war die USS ABBOT für die Bewachung des australischen Kreuzers HMAS HOBART ( D63 ) während der Beschießung feindlicher Stellungen auf Cebu Island abgestellt worden. Am 24. März verließen die Schiffe beider Task Group die Subic Bay und fuhren in Richtung Süden zu Cebu Island in der Visayas Subgroup. In der Nacht zum 26. März wechselten sich die Schiffe der TG 74.3 mit dem Bombardement feindlicher Stellungen ab. Dabei wurden die Strände, die rund sechs Kilometer westlich von Cebu lagen, bombardiert. Die alliierten Landungstruppen begannen dann ab 8:30 Uhr mit dem Landemanöver du dem bilden des Brückenkopfes. Danach übernahmen die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und HMAS HOBART, sowie die Zerstörer USS ABBOT, USS TAYLOR, USS FLETCHER, USS NICHOLAS, USS JENKINS und der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) die Aufgaben zur Sicherung der Landungsschiffe und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Landungstruppen auf ihrem Weg ins Landesinnere. Am Abend des 26. März verließ die USS ABBOT Cebu Island und eskortierte eine Gruppe von Landungsschiffen, darunter befanden sich unter anderem Mechanisierte Landungsfahrzeuge und Infanterielandungsfahrzeuge, bis in die San Pedro Bay, Leyte. Hier machte man den Zerstörer an einem Zerstörertender fest und es begannen wieder Reparaturarbeiten an dem Kriegsschiff. Anfang April nahm man die USS ABBOT für drei Wochen aus dem Kampfgeschehen. Der Zerstörer hatte nun die Aufgabe zwischen den inzwischen befreiten philippinischen Inseln zu patrouillieren und gleichzeitig Passagiere und Post zu transportieren und andere Missionen auszuführen. Am 24. April unterstellte man die USS ABBOT wieder unter die operative Kontrolle des Kommandeurs der 7. US Amphibious Force. Die Aufgabe des Zerstörers war nun, nach Cebu Island zurückzukehren und im Cebu Harbor eine Art Bereitschaftsdienst anzutreten. Das Kriegsschiff sollte dort als Feuerunterstützungsschiff für die 23. US Infanteriedivision fungieren. Diese Aufgabe erwies sich bis Anfang Mai als äußerst ereignislos. Erst am 3. Mai nahmen die Geschützmannschaften der USS ABBOT eine Gruppe von Häusern in Nailon Point, in der Nähe des Dorfes Tobagan, Cebu, unter Beschuss. In diesen Häusern sollte sich angeblich eine größere Einheit japanischer Soldaten gesammelt haben. Nach dem Bombardement fuhr der Zerstörer von Nailon Point aus in Richtung von Cebu Harbor und die Geschützmannschaften feuerten ihre Geschütze auf weitere vorgegebene Ziele ab. Diese Aktion wurde drei Tage später wiederholt und am Abend des 7. Mai verließ das Kriegsschiff Cebu Island. Die Fahrt führte den Zerstörer nach Norden in die San Pedro Bay. Diese erreichte das Kriegsschiff am Morgen des folgenden Tages. Man hatte die USS ABBOT in die Task Group 78.3, der Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey befehligte, versetzt. In der TG befanden sich zwei Leichte Kreuzer und die Zerstörer USS ABBOT, USS MEADE und vier weitere Zerstörer. Man bunkerte auf der USS ABBOT umgehend frischen Treibstoff und Munition. Noch am selben Tag verließen dann die Schiffe der TG 78.3 sowie ein Teil der Landungsschiffe der Amphibious Group IX, die die Soldaten der 108. RCT der 40. Infanteriedivision transportierten, und fuhren südwärts. Am 10. Mai liefen sie in die Macalajar Bay, Mindanao ein. Die Schiffe der TG 78.3 gaben Feuerunterstützung während der ungehinderten Amphibienanlandungen. Später sollte es sich herausstellen, dass die Japaner sich vollständig aus diesem Gebiet zurückgezogen hatten. Nachdem das Gebiet um Cagayan de Oro, hier befand sich einer der Tiefseehäfen der Philippinen, eingenommen war, verließen die Schiffe der TG 78.3 am 14. Mai wieder den Norden von Mindanao und eskortierten die Landungsschiffe in die San Pedro Bay. Drei Tage später erreichten sie diese. In den folgenden drei Wochen patrouillierte die USS ABBOT zwischen den südlichen Inseln der Philippinen. Die Geschützmannschaften feuerten dabei ab und an auf vorgegebene Ziele, wo sich feindliche Soldaten aufhalten könnten. Diese Patrouillenfahrt endete am 12. Juni. An diesem Tag ankerte die USS ABBOT in der San Pedro Bay und man begann mit einigen Reparaturarbeiten an dem Zerstörer. Außerdem nahm der Zerstörer an mehreren Übungen teil. In der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS ABBOT versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA ( CV-14 ), USS ESSEX ( CV-9 ), USS RANDOLPH ( CV-15 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS BATAAN ( CVL-29 ) und ab dem 27. August USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND ( CL-95 ), USS WILKES BARRE ( CL-103 ), USS PASADENA ( CL-65 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS WALKER, USS HALE, USS ERBEN, USS REMEY ( DD-688 ), USS NORMAN SCOTT ( DD-590 ), USS WADLEIGH ( DD-689 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS BLACK ( DD-666 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS ABBOT, USS ERBEN, USS HALE, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS ABBOT und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS ABBOT nahm ihre Aufgaben zur Sicherung der Flugzeugträger nun wieder wahr. Durch die ständigen Fahrten zwischen den Angriffsgebieten um Kjushu und Tokyo mussten nun auch fast täglich frischer Treibstoff zu den Kriegsschiffen gebracht werden. Am 8. August versetzte man die USS ABBOT in die Task Group 35.4. In dieser TG befanden sich mehrere Kreuzer und ein Geschwader Zerstörer. Die Aufgabe dieser Schiffe bestand darin, Oberflächenziele zu untersuchen, die etwa 101 Kilometer von der Hauptformation entfernt gemeldet worden waren. Während die Kriegsschiffe der TG 35.4 Fahrt aufnahmen, näherten sie sich dann mit 32 Knoten dem Ziel. Bei dieser hohen Geschwindigkeit löste sich bei der USS ABBOT der Steuerbordpropeller und ein Teil des Heckschachtes kurz vor den Nachverstrebungen ab. Die dadurch entstandenen Schäden zwangen den Zerstörer sich wieder der Hauptstreitmacht anzuschließen, obwohl das Kriegsschiff hochseetüchtig blieb und 23 Knoten schaffte. Mit dieser Geschwindigkeit konnte der Zerstörer die ihm vorgegebene Formationsposition halten. Am folgenden Tag erlitt die USS BORIE einen Kamikazeeinschlag zwischen dem Mast und dem 5-Zoll Geschütz und verursachte großen Schaden an Bord. 48 Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet und 66 zum Teil schwer verwundet. Die USS ABBOT ging gleich längsseits zur USS BORIE und die Besatzung half beim löschen der Feuer und beim Bergen der Verwundeten. Die USS ABBOT eskortierte nun den havarierten Zerstörer bis zum Hospitalschiff USS RESCUE ( AH-18 ), wo man die Verletzten evakuierte. Von dem Hospitalschiff aus fuhren beide Zerstörer nach Saipan zur Reparatur. Dort kamen sie am 17. August an. Auf dem Weg dorthin erfuhr man, dass am 15. August der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation der Japaner beendet war. In Saipan schob man die USS ABBOT ebenfalls ins Trockendock und schätzte den entstandenen Schaden am Steuerpropeller ein. Der Schaden war ernst, so dass der Zerstörer an die US Westküste zur Reparatur fahren sollte. Am Abend des 18. August verließ das Kriegsschiff wieder Saipan und fuhr zuerst zur Marinebasis Pearl Harbor. Von hier aus ging die Fahrt dann weiter bis zur Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. In die Werft lief die USS ABBOT Anfang September ein. Nach Abschluss der Reparaturen wechselte der Zerstörer nach San Diego. Am 21. Mai 1946 stellte man hier das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS ERBEN aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Rue O´Neill, Jr. stellte am 26. Februar 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. In den nun folgenden drei Wochen verbrachte die USS ABBOT zur Modernisierung und für Umbauarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Am 1. Juni stach der Zerstörer dann in See und fuhr zur US Ostküste. Nach der Durchquerung des Panamakanal erreichte das Kriegsschiff Ende Juni seinen neuen Heimathafen Newport, Rhode Island. Für den Rest des Jahres 1951 unterzog sich die USS ABBOT in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania erneuten Reparaturen. Danach folgten in der Guantanamo Bay, Kuba Auffrischungstrainingseinheiten für die Besatzung. In den ersten drei Monaten des Jahres 1952 bereitete man dann den Zerstörer auf seinen ersten Einsatz im Mittelmeer vor, wo er sich in die 6. US Flotte integrierte. Dieser Einsatz begann im April und endete im Oktober im Heimathafen Newport. Die USS ABBOT blieb nun neunzehn Monate vor den Gewässern des Heimathafens. Der Zerstörer beteiligte sich hier an mehreren Trainingsübungen, Übungen zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten, unabhängige Schiffsübungen und Auffrischungskurse für die Mannschaft. Am 1. Juni 1954 verließ das Kriegsschiff dann Newport in Begleitung der Zerstörer der Zerstörerdivision 242. Aufgabe dieser Kriegsschiffe war es innerhalb der nächsten sieben Monate, in den Westpazifik zu fahren, die gestellten Aufgaben absolvieren und mit einer Weltumfahrung diesen Einsatz beenden. So durchquerten die Zerstörer auf ihrer Fahrt in den Pazifik den Panamakanal, legten vordem Midway Atoll an und gliederte sich in Yokosuka, Japan in die 7. US Flotte ein. Bis Oktober operierten die Zerstörer im Südchinesischen Meer und in der Taiwanstraße. Am 18. Oktober begann dann die Heimfahrt. Diese führte die Kriegsschiffe über den Indischen Ozean, den Suezkanal, das Mittelmeer und über den Atlantischen Ozean. Auf dieser Fahrt wurden zahlreiche Hafenbesuche durchgeführt. In Newport legte die USS ABBOT am 18. Dezember an. Hier blieb der Zerstörer bis in den Januar 1955 hinein und operierte in diesen Gewässern. Im Februar und März nahm das Kriegsschiff an der jährlichen Übung „Spring Board“ in der Nähe der Guantanamo Bay teil. Im März kehrte die USS ABBOT nach Newport zurück und begann anschließend sich erneut an Anti-U-Boot Operationen und unabhängigen Schiffsübungen außerhalb des Heimathafens zu beteiligen. Nach einer dreiwöchigen Midshipman Kreuzfahrt nach St. Johns, Neufundland, Kanada, widmete sich der Zerstörer ab August wieder dem normalen Betrieb. Anfang 1956 fuhr die USS ABBOT nach Boston in die dortige Boston Navy Yard und unterzog sich innerhalb von neunzehn Wochen Liegezeit einer Überholung. Am 19. Mai verließ der Zerstörer die Werft. Den gesamten Juni über hielt sich das Kriegsschiff in kubanischen Gewässern auf, wo die Mannschaft des Zerstörers sich mehreren Auffrischungskursen unterzog. Im Juli integrierte man dann die Zerstörer der Zerstörerdivision 242 und 102 in das Zerstörergeschwader 10. Die USS ABBOT verbrachte dann die Zeit zwischen September und November entweder längsseits an einem Zerstörertender oder in der Boston Naval Shipyard und wurde für eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer vorbereitet. Noch im November verließ das Kriegsschiff die US Ostküste. Der Einsatz dauerte bis Februar 1957. Die USS ABBOT legte am 22. Februar im Heimathafen Newport wieder an. Für den Zerstörer folgten nun wieder normale Übungen und Typentrainingseinheiten in den Gewässern vor Newport. Dann erhielt man Befehl, dass das Kriegsschiff sich an der International Naval Review in Hampton Roads, Virginia beteiligen sollte. Diese Flottenparade wurde vom 8. bis zum 17. Juni 1957 abgehalten. An dieser Parade nahmen von Seiten der US Navy die Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CVA-15 ), USS LEYTE ( CVS-32 ), USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CVA-42 ), USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und USS SARATOGA ( CVA-60 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer mit Lenkwaffen USS BOSTON ( CAG-1 ) und USS CANBERRA ( CAG-2 ), die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ), USS MACON ( CA-132 ) und USS DES MOINES ( CA-134 ), das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ), die Führungszerstörer USS NORFOLK ( DL-1 ) und USS WILLIS A LEE ( DL-4 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS HALE, USS HUNT ( DD-674 ), USS GAINARD ( DD-706 ), USS HARLAN R DICKSON ( DD-708 ), USS HUGH PURVIS ( DD-709 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS BEATTY ( DD-756 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ), USS CHARLES H ROAN ( DD-853 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS BROWNSON ( DD-868 ), USS FORREST ROYAL ( DD-872 ) und USS FORREST SHERMAN ( DD-931 ), die Anti-U-Boot Zerstörer USS BASILONE ( DDE-824 ), USS ROBERT L WILSON ( DDE-847 ) und USS DAMATO ( DDE-871 ), die Geleitzerstörer USS WOODSON ( DE-359 ) und USS TWEEDY ( DE-532 ), das U-Boot-Jäger-Geleitboot USS CRESTIEW ( PCE-895 ), das Jagd-U-Boot USS CAVALLA ( SSK-244 ), das U-Boot mit Radarbestückung USS RAY ( SSR-271 ), das U-Boot mit Lenkwaffen USS BARBERO ( SSG-317 ), das U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ), und das Atom-U-Boot USS SEA WOLF ( SSN-575 ), das Amphibische Flaggschiff USS POCONO ( AGC-16 ), Angriffsfrachtschiff USS OGLESHORPE ( AKA-100 ), der Angriffstransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ), die Schnellen Truppentransporter USS LLOYD ( APD-63 ) und USS BASSETT ( APD-73 ), die Landungsboot- Mutterschiffe USS DONNER ( LSD-20 ), USS FORT MANDAN ( LSD-21 ) und USS PLYMOUTH ROCK ( LSD-29 ), die Panzerlandungsschiffe USS TALBOT COUNTY ( LST-1153 ), USS WASHOE COUNTY ( LST-1165 ), USS WASHTENAW COUNTY ( LST-1166 ) und USS WESTCHESTER COUNTY ( LST-1167 ), die Antimagnetischen Küstenminenboote USS JACANA ( MSC-193 ) und USS SHRIKE ( MSC-201 ), die Antimagnetischen Hochseeminensuchboote USS OBSERVER ( MSO-461 ) und USS SALUTE ( MSO-470 ), die Minensuchboote MSB-7, 8, 9, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 40, 41, 42, 43 und 44, der Zerstörertender USS TIDEWATER ( AD-31 ), das Munitionsschiff USS SHASTA ( AE-6 ), das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ), die Öltanker USS NANTAHALA ( AO-60 ), USS PAWCATUCK ( AO-108 ) und USS WACCAMAW ( AO-109 ), das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ), der Hochseeflottenschlepper USS MOSOPELEA ( ATF-158 ) und der Kleine Wasserflugzeugtender USS DUXBURY BAY ( AVP-38 ) dran teil. Von anderen Marinen waren anwesend: Von der Belgischen Navy die Flottenminensucher GEORGES TRUFFAUT ( M-908 ) und F. BOVESSE ( M-909 ). Von der Kanadischen Navy die Geleitzerstörer HMCS OTTAWA ( DDE-229 ) und HMCS ASSINIBOINE ( DDE-234 ). Von der Kolumbianischen Navy die Fregatte CAPTAIN TONO.Von der Kubanischen Navy die Fregatte ANTONIO MACEO ( F-302 ). Von der Dänischen Navy die Fregatte HOLGER DANSKE ( F-338 ). Von der Dominicanischen Navy der Zerstörer GENERALISIMO ( D-102 ) und die Fregatten PRESIDENTE TRONCOSO ( F-103 ) und PRESIDENTE PEYNADO ( F-104 ). Von der Französischen Navy der Kreuzer DE GRASSE, der Flugzeugträger BOIS BELLEAU ( R-97 ), die Zerstörer DUPETIT-THOUARS ( D-625 ), CHEVALIER PAUL ( D-626 ), LE LORRAIN ( D-605 ) und der Zerstörer LE GASCON. Von der Italienischen Navy die Zerstörer SAN GIORGIO ( D-562 ) und SAN MARCO ( D-563 ). Von der Niederländischen Navy der Kreuzer DE ZEVEN PROVINCIEN ( C-802 ) und der Geleitzerstörer GRONINGEN ( D-813 ). Von der Norwegischen Navy der Zerstörer TRONDHEIM ( D-305 ). Von der Peruanischen Navy die Fregatte AGUIRRE ( F-1 ). Von der Portugisischen Navy die Geleitzerstörer DIOGO CAO und CORTE REAL. Von der Spanischen Navy der Viermastschoner JUAN SEBASTIAN DE ELCANO. Von der Türkischen Navy die Zerstörer GELIBOLU ( D-19 ) und GIRESUN ( D-20 ). Von der Britischen Navy der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL und die Geleitzerstörer HMS DUCHESS ( D-154 ) und HMS DIAMOND ( D-35 ). Von der Uruguaischen Navy der Geleitzerstörer URUGUAY ( DE-1 ). Von der Venezulanischen Navy die Zerstörer ZULIA ( D-21 ) und ARAGUA ( D-31 ). Nach der Flottenparade führte die USS ABBOT zusammen mit der USS BENHAM im Sommer eine zweimonatige Midshipman – Kreuzfahrt durch. Dabei wurden die Häfen von Rio de Janeiro, Brasilien; St. Thomas, Jungferninseln; die Guantanamo Bay, Kuba und Culebra, Puerto Rico besucht. Im Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff vom 3. bis zum 12. September an der NATO Operation „Strikeback“. Hier sollte während einer NATO Übung im Nordostatlantik ein totaler sowjetischer Angriff auf die NATO-Staaten simuliert werden. Während dieser Mission besuchte die USS ABBOT Belfast, Nordirland und Chatham, England. Nach der Rückkehr des Zerstörers an die US Ostküste Ende Oktober, nahm das Kriegsschiff bis Ende des Jahres wieder seine Typtrainingseinheiten und andere Übungen vor Newport wieder auf. Am 15. Januar 1958 fuhr der Zerstörer zu seiner regelmäßigen Überholung wieder in die Boston Naval Shipyard. Nach den dreimonatigen Reparatur- und Modifikationsarbeiten verbrachte die USS ABBOT einen weiteren Monat mit Auffrischungskursen in der Guantanamo Bay. Anschließend kehrte der Zerstörer nach Newport zurück, wo das Kriegsschiff den Juni und die erste Woche des Juli verbrachte. Am 11. Juli stach die ABBOT wieder in See und fuhr zur United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Hier sollten sich angehende Navy Offiziere für eine Sommerkreuzfahrt einschiffen. Doch daraus wurde nichts. Der Libanesische Premierminister Camille Nimr Chamoun ( 3. April 1900 – 7. August 1987 ) , dessen Land von einem sich ständig verschärfenden Bürgerkrieg geplagt wurde, bat die USA um Hilfe bei der Wiederherstellung der Ordnung. Am 15. Juli begann die Operation „Blue Bat“. Die sich noch im Mittelmeer befindlichen amerikanischen Kriegsschiffe der 6. US Flotte wurden zu ersten Hilfsmaßnahmen geschickt. Die USS ABBOT und die Zerstörer des Zerstörergeschwaders 10 begleiteten amerikanische amphibische Truppen nach Vieques Island. Nach einem Zwischenstopp in San Juan, Puerto Rico, fuhren die amerikanischen Schiffe über den Atlantik. Diese amphibischen Truppen sollten die in Libanon vor Ort stationierten amerikanischen Soldaten ablösen. Nach weiteren Zwischenstopps vor Gibraltar und Neapel schlossen sich diese amphibischen Schiffe vor der levantinischen Küste der Task Force 66 anschlossen. Zwei Wochen später gingen die amerikanischen Soldaten in Beirut, der libanesischen Hauptstadt, an Land und unterstützten die Truppen des Marine Corps und der US Army. Am Ende des Sommers war die Krise im Libanon beigelegt und die USS ABBOT begann mit ihren Routineübungen innerhalb der 6. US Flotte. Die USA zogen am 25. Oktober ihre Truppen aus dem Libanon ab. Das Zerstörergeschwader 10 eskortierte anschließend die amphibischen Schiffe wieder bis an die US Ostküste. Die USS ABBOT erreichte am 11. November, dem Veterans Day, Newport. Hier nahm der Zerstörer wieder seine Anti-U-Boot Übungen in den Küstengewässern von Neuengland wieder auf. Am 1. Mai 1959 versetzte man das Kriegsschiff vom Zerstörergeschwader 10 in das Geleitgeschwader 14. Die USS ABBOT wurde hier das Flaggschiff des Geschwaders. Die Mission des Zerstörers blieb aber der Anti-U-Boot Krieg, der allerdings eher defensiv als offensiv durchgeführt wurde. Ende Mai begann für das Kriegsschiff eine weitere Überholung in der Boston Naval Shipyard, die bis Ende des Sommer reichte. Im September nahm die USS ABBOT erneut an Auffrischungskursen, die in der Nähe der Guantanamo Bay und vor Culebra Island, Puerto Rico, teil. Im Oktober kehrte der Zerstörer nach Newport zurück und nahm dort die Anti-U-Boot Übungen in den Gewässern von Neuengland wieder auf. Diese Übungen führte das Kriegsschiff für den Rest des Jahres und während des gesamten Jahres 1960 durch. Ab April begann die Mannschaft der USS ABBOT eine umfangreiche Ausbildung in den Gewässern vor Florida. Grund dafür war die Beteiligung an dem Projekt Mercury 3. Commander Alan Bartlett Shepard ( 18. November 1923 in East Derry, New Hampshire – 21. Juli 1998 in Monterey, Kalifornien ) startete mit dem Mercury Raumschiff “Freedom 7” am 5. Mai 1961. Der Flug dauerte 15 Minuten und 22 Sekunden und das Raumschiff flog 187,5 Kilometer hoch, war damit außerhalb der Erdatmosphäre und 486 Kilometer weit von seinem Startpunkt aus gesehen. Auf der Position 53’ West 27,23° Nord und 75,88 ° West landete die Raumkapsel im Wasser des Nordatlantischen Ozeans. Zur Bergung und Sicherung der Raumkapsel stand der Flugzeugträger USS LAKE CHAMPLIN ( CVS-39 ), die Zerstörer USS ABBOT, USS ROOKS ( DD-804 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS NEWMAN K PERRY ( DD-883 ), USS DECATUR ( DD-936 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ), der Minensucher USS NOTABLE ( AM-267 ), das Antimagnetische Hochseeminensuchboot USS ABILITY ( MSO-519 ) und das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ) bereit. In der Nähe des Flugzeugträgers landete die Raumkapsel im Wasser und wurde schnell durch Helikopter zum Träger transportiert. Im September ernannte man die USS ABBOT zum Schulschiff der angehenden Zerstöreroffiziere und lag dafür in Newport. Die Routineübungen vor der US Ostküste und in der Karibik, wo die US Navy Offiziere in ihren zukünftigen Aufgaben an Bord von Zerstörerkriegsschiffen ausgebildet wurden, wurde 1962 gleich zwei Mal gebrochen. Im August wurde die USS ABBOT in die Guantanamo Bay verlegt, wo der Zerstörer als Basis Verteidigungsschiff vor Haiti diente. Im Oktober beteiligte sich der Zerstörer dann an der Durchsetzung der Quarantäne vor Kuba, die von US Präsident John Fitzgerald Kennedy ( 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts – 22. November 1963 in Dallas, Texas ermordet ) eingerichtet worden war. Grund dafür waren sowjetische Offensivraketen die auf Kuba stationiert worden waren. Mitte November, nachdem die sowjetischen Raketen wieder abgebaut und in die Sowjetunion abtransportiert waren, entließ man die USS ABBOT aus ihren Pflichten vor Kuba. Der Zerstörer fuhr wieder nach Newport zurück und nahm seine Trainingsmissionen wieder auf. Bis Anfang April 1964 war der Zerstörer die Trainingsplattform für angehende Zerstöreroffiziere. Am 14. April verließ das Kriegsschiff Newport und fuhr zu seinem letzten Diensteinsatz nach Philadelphia. Im Hafen dieser Stadt diente die USS ABBOT für fast ein Jahr als Ausbildungsschiff der Naval Reserve und als Flaggschiff des Reservezerstörergeschwaders 30. Man stellte in Philadelphia den Zerstörer am 26. März 1965 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS ABBOT ( DD-629 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 31. Juli 1975 an die Boston Metals in Baltimore, Maryland für 172.666 Dollar zum verschrotten.


USS ABBOT ( DD-629 )
Commanding Officer

CDR Chester Edward (Blackie) Carroll     23. April 1943 – 13. August 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Marshall Edgar (Skinny) Dornin   13. August 1943 – 14. August 1944 (erreichter Rang RADM)
LCDR Francis Walford (Waffles) Ingling       14. August 1944 – 21. Mai 1946
Außerdienststellung         21. Mai 1946 – 26. Februar 1951
CDR Rue O’Neill Jr.       26. Februar 1951 – November 1952
CDR Lowell Crosby Savage         November 1952 – 5. Mai 1954
CDR Robert Samuel Salzer          5. Mai 1954 – April 1956 (erreichter Rang VADM)
CDR Willard Wendell DeVenter         April 1956 – 19. April 1958
CDR Robert McHenry Pond         19. April 1958 – 6. Juli 1959
CDR Robert James Norman         6. Juli 1959 – 3. Juli 1961
CDR Allan Hamilton Craig          3. Juli 1961 – 28. August 1963
CDR John Joseph Pirro         28. August 1963 – 28. Januar 1965
CDR John Patrick Derr          28. Januar 1965 – 26. März 1965

USS PRUITT ( AG-101 )

USS PRUITT ( AG-101 )

Biografie

John Henry Pruitt
* 4. Oktober 1896 in Fallsville, Newton County, Arkansas
† 4. Oktober 1918 in der Schlacht von Blanc Mont Ridge, in der Nähe von Reims, Frankreich
war Corporal bei dem Marine Corps während des Ersten Weltkrieges und ist einer von nur 19 Menschen die zwei Medal of Honor während dieses Krieges erhielten

John Henry Pruitt war der älteste Sohn von George Benton Pruitt ( 1. Oktober 1876 in Arkansas – 23. Oktober 1954 in Phoenix, Maricopa County, Arizona ) und Melissa Belle Bryant Pruitt ( 6. Februar 1880 im Laurel County, Kentucky – 10. April 1951 in Phoenix, Mariposa County, Arizona ). Er hatte noch einen Bruder und eine Schwester. Die Familie zog in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts nach Phoenix, Arizona. Nach dem Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg, meldete sich John Henry Pruitt freiwillig beim US Marine Corps. Nach seiner Ausbildung versetzte man ihn zur American Expeditionary Force, die an der Westfront in Frankreich kämpfte. Hier gehörte er zur 78. kompanie, im 6. Regiment, der 2. Division. Dabei nahm er unter anderem im Juni 1918 an der Schlacht von Belleau Wood, im Juli 1918 an der Schlacht um Chateau – Thierry und am 15. September 1918 im Kampf bei Thiaucourt teil. Am 3. Oktober 1918 kam es zur Schlacht von Blanc Mont Ridge, in der Nähe von Reims. Während der Schlacht versperrten zwei feindliche Maschinengewehrnester den weiteren Vormarsch der Kompanie. Corporal Pruitt griff todesmutig beide deutschen Maschinengewehrnester nacheinander an. Die beiden im ersten Nest befindlichen deutschen Soldaten tötete er und die beiden im zweiten überlebten schwer verwundet diesen Angriff. Zusammen mit den Soldaten aus seiner Gruppe konnte er in einem nahe gelegenen Unterstand vierzig deutsche Soldaten gefangen nehmen. Dann begann ein deutscher Granatbeschuss, während die amerikanischen Soldaten auf weitere schossen. Dabei wurde Pruitt durch einen Granatsplitter schwer verwundet und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte John Henry Pruitt schon mehrere Auszeichnungen für seine im Kampf gezeigte Tapferkeit erhalten. So hatte er eine Medal of Honor nach der Schlacht im Belleau Wood verliehen bekommen. Desweiteren besaß er den Silver Star mit zwei Eichenblättern, das Purple Heart, die Victory Medal, das französische Croix de Guerre und das italienische Militär – Tapferkeitskreuz Croce al Merito di Guerra.
Die sterblichen Überreste von John Henry Pruitt wurden in die Vereinigten Staaten von Amerika überführt und auf dem arlington National Cemetery in Arlington, Virginia begraben. Sein Grab befindet sich in Sektion 18 mit der Nummer 245-3.


USS PRUITT ( AG-101 )

Schiffsbiografie

Die USS PRUITT ( DD-347 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Corporal John Henry Pruitt benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechsundfünfzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bath Iron works Corporation in Bath, Maine wurde am 18. Juni 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Melissa Belle Bryant Pruitt ( 6. Februar 1880 im Laurel County, Kentucky – 10. April 1951 in Phoenix, Mariposa County, Arizona ), Mutter von Corporal Jehn Henry Pruitt, taufte am 20. April 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant (jg ) William Grover Burgess stellte am 2. September 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Schon am folgenden Tag übernahm Lieutenant Martin Richard Derx ( 18. November 1895 – 11. August 1960 ) das Kommando über den Zerstörer.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS PRUITT entlang der US Ostküste führte, wechselte der Zerstörer in den Pazifik. Während der Zwischenkriegszeit operierte die USS PRUITT im westlichen Pazifik und schützte somit amerikanische Interessen im Fernen Osten. Der Heimathafen des Zerstörers war die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Im Jahre 1934 begann im Frühjahr die 15. Flottenübung. Diese war in drei Phasen geteilt. Die erste Phase sah die Verteidigung bzw. die Eroberung des fortschrittlichen Flottenstützpunktes Pearl Harbor vor. Für die zweite Phase verließ die USS PRUITT Pearl Harbor wieder und fuhr an die US Westküste. Hier legte der Zerstörer am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego an, um die Treibstoffbunker zu füllen und zum Panamakanal zu fahren. Am 23. April war die zweite Phase, die einen Angriff und die Verteidigung des Panamakanals beinhaltete, abgeschlossen. Die dritte Phase der Flottenübung beinhaltete das navigieren einer größeren Flotteneinheit.
Nach den Richtlinien des Londoner Flottenabkommens suchte man innerhalb der US Navy mehrere Möglichkeiten, damit die erst jüngst gebauten Zerstörer weiterhin zur Verfügung stehen konnten. Daher begann man in San Diego 1937 mit dem Umbau des Zerstörers zu einem Zerstörer und Minenleger. Die Umklassifizierung erfolgte am 30. Juni 1937 und das Kriegsschiff erhielt die Kennung DM-22. Damit war die USS PRUITT das vierte Schiff aus der TRACY – Klasse. Nach dem Umbau versetzte man die USS PRUITT in die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii und gliederte das Kriegsschiff in der MineRon 1 in die Mine Division 1 ein. Darin befanden sich noch die Leichten minenleger USS TRACY ( DM-19 ), USS PREBLE ( DM-20 ) und USS SICARD ( DM-21 ).
Am 7. Dezember 1941 lag die USS PRUITT in der Pearl Harbor Navy Yard und musste sich einer Generalüberholung unterziehen. An Bord des Kriegsschiffes standen deshalb alle kriegstechnischen Einrichtungen, wie Geschütze und Flugabwehr, nicht zur Verfügung. Um 7:53 Uhr überflogen die ersten japanischen Flugzeuge die Marinebasis in geringer Höhe und klinkten ihre Bomben oder Torpedos aus. Durch diesen Angriff trat die USA in den Zweiten Weltkrieg ein. Viele Besatzungsmitglieder der USS PRUITT hasteten in den ersten Minuten des Angriffs zu anderen Schiffen, deren Geschütze intakt waren, um die Angreifer abzuwehren. Andere Mannschaftsmitglieder von dem Schiff unterstützten Feuerwehrleute beim löschen der ausgebrochenen Brände. Ein anderer Teil der Mannschat der USS PRUITT beteiligte sich beim verteilen von Munition. Der Zerstörer und Minenleger hatte während des japanischen Luftangriffes keinen Treffer bekommen. Daher konnte wie geplant Ende Januar 1942 die Generalüberholung abgeschlossen werden. Das Kriegsschiff nahm nun Hawaiian Sea Frontier Offshore Patrouillen- und Mineneinsatzaufgaben in den Gewässern rund um die Hawaiianischen Inseln wahr. Dieser Einsatz dauerte bis zum 19. Juni 1942. Während dieses Einsatzes, am 3. April, beteiligte sich der Zerstörer und Minenleger mit den Kriegsschiffen der Mine Division 1 beim Ausbringen von Seeminen vor dem Hawaiianischen Atoll French Frigate Shoals. Am 19. Juni verließ die USS PRUITT Pearl Harbor und fuhr in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Dort kam das Kriegsschiff Ende Juni an. Von Bremerton aus beteiligte sich der Zerstörer und Minenleger ab August bis Januar 1943 bei Mineneinsatzoperationen und Eskortierfahrten bis nach Kodiak, Aleuten. Diese Operationen wurden allerdings durch Fahrten nach Hawaii mehrmals unterbrochen. Im Januar verließ dann die USS PRUITT Bremerton und fuhr zur kalifornischen Küste. Hier führte das Kriegsschiff Eskortierfahrten durch und beteiligte sich an Trainingsübungen mit dem 4. Marine Raider Battalion. Den Hafen von San Francisco, Kalifornien verließ der Leichte Minenleger am 24. April und fuhr zu den Aleuten zurück. Ziel war die Aleuteninsel Attu. Für diese Fahrt hatte man die USS PRUITT in die Task Force 51 versetzt, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) befehligte. Innerhalb der TF befand sich der Leichte Minenleger in der Transport Group, die Captain Pat Buchanan kommandierte. In dieser Transport Group befanden sich die Angriffstruppentransporter USS ZEILIN ( APA-3 ), J FRANKLIN BELL ( APA-16 ), USS HARRIS ( APA-2 ) und USS HEYWOOD ( APA-6 ), das Liberty – Schiff SS PERIDA, der Schnelle Truppentransporter USS KANE ( APD-18 ), die Zerstörer USS DALE ( DD-353 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS WILLIAMSON ( AVD-2 ) und die Leichten Minenleger USS PRUITT und USS SICARD. In die Cold Bay, Alaska liefen diese Schiffe am 1. Mai ein und verließen sie drei Tage später nach dem befüllen der Treibstofftanks und der Aufnahme von frischem Proviant. Wegen schlechtem Wetters und schwerer See musste der Angriffstag, auf die von den Japanern besetzte Insel Attu, vom 7. auf den 11. Mai verschoben werden. An diesem 7. Mai mussten die Schiffe der TF 51 vor Komandorski Island ausharren und das schlechte Wetter abwarten. Am 11. Mai begann in der Früh das Bombardement auf japanische Stellungen in der Holtz Bay und im Chichagov Harbor. Die USS PRUITT und die USS SICARD sicherten zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der Transport Group in der Massacre Bay die Landung der Invasionstruppen. Nach dem Ende der ersten Landungswelle übernahm der Leichte Minenleger Anti-U-Boot- und Luftabwehrpatrouillen. Nach dem Abschluss der Landeoperation wechselte das Kriegsschiff in die Holtz Bay, wo es bis zum Ende des Monats weiterhin ihre Patrouillen fuhr und zusätzlich kleinere Schiffe zwischen Amchitka und Adak eskortierte. Die USS PRUITT verließ am 6. Juni die Aleuten und fuhr nach San Francisco. Hier übernahm der Leichte Minenleger bis Ende September wieder Küstenschutzaufgaben entlang der Küste von Alaska bis nach Südkalifornien. Anschließend verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zu den Salomonen. Den Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen erreichte die USS PRUITT Mitte Oktober. Doch schon am 20. Oktober verließ der Leichte Minenleger auch schon wieder diesen Hafen und fuhr nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. In den Hog Harbour lief das Kriegsschiff am 23. Oktober ein, nahm frischen Treibstoff an Bord, sowie eine große Anzahl von Seeminen, und verließ den Hafen am folgenden Tag. Ziel war erneut Port Purvis. Die USS PRUITT legte am 30. Oktober hier an. Auch hier blieb der Leichte Minenleger nur über Nacht und verließ den Hafen am 31. Oktober. Diesmal hatte das Kriegsschiff den Süden der Salomoneninsel Bougainville als Ziel. Hier sollte ein Minenfeld zur Unterstützung der Operation am Cape Torokina gelegt werden. Die USS PRUITT war südlich von Bougainville am 2., 8. und am 24. November deshalb im Einsatz. Ab Dezember erfolgten dann Eskortiereinsätze zwischen den Salomonen, den Neuen Hebriden, Neukaledonien und den Gesellschaftsinseln. Diese dauerten bis Ende Juni des folgenden Jahres. Im Port Purvis selber lag das Kriegsschiff am 1. Dezember, vom 10. bis zum 16. Dezember und vom 18. bis zum 20. Dezember 1943. Danach hatte die USS PRUITT keinen festen Hafen mehr in dem der Leichte Minenleger für längere Zeit angelegt hatte. Ende Juni verließ das Kriegsschiff die Gewässer und fuhr nach San Francisco. Hier bugsierte man am 18. Juli 1944 die USS PRUITT in ein Trockendock und führte eine Generalüberholung durch. Diese war Anfang Oktober abgeschlossen und der Leichte Minenleger fuhr nach Pearl Harbor. Vor dieser amerikanischen Marinebasis begann für das Kriegsschiff und seiner Besatzung ein intensives Anti-U-Boot Training. Dieses war Ende November abgeschlossen und die USS PRUITT wechselte nach Midway. Hier patrouillierte der Leichte Minenleger ab dem 29. November 1944 bis zum 15. Januar 1945. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück und nahm ab dem 22. Januar an den Anti-U-Boot Trainingsoperationen südwestlich von Oahu wieder teil. So waren am 5. Februar neben der USS PRUITT die U-Boote USS BUGARA ( SS-331 ) und USS LAMPREY ( SS-372 ) und der Geleitzerstörer USS WHITMAN ( DE-24 ) an der ersten Übung beteiligt. Die zweite Übung erfolgte am 12. Februar. Daran war die USS PRUITT, die U-Boote USS BUGARA und USS SPEARFISH ( SS-190 ) und das U-Jagd-Boot USS PC-599 beteiligt. Die dritte Übung fand dann schon am 14. Februar statt. Hier war neben der USS PRUITT, dem U-Boot USS BUGARA und dem Geleitzerstörer USS WHITMAN noch das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN ( ASR-9 ) anwesend. Während der vierten Übung am 5. März waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS BULLHEAD ( SS-332 ) und USS SEAHORSE ( SS-304 ) sowie der Kleine Minensucher USS YMS-300 anwesend. An der fünften Übung der USS PRUITT war nur das U-Boot USS CABRILLA ( SS-288 ) beteiligt. Doch schon am folgenden Tag folgte die sechste Übung vor Pearl Harbor. Hier waren die USS PRUITT, die U-Boote USS CABRILLA und USS BONEFISH ( SS-223 ), das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN und das U-Jagd-Boot USS PC-599 involviert. An der siebenten Übung am 27. März waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS BILLFISH ( SS-286 ) und USS CERO ( SS-225 ) sowie der Geleitzerstörer USS WHITMAN und das U-Jagd-Boot USS PC-599 beteiligt. Die achte Übung vor Pearl Harbor, die am 15. April stattfand, sah neben der USS PRUITT die U-Boote USS BUMPER ( SS-333 ), USS JACK ( SS-259 ) und der USS RAY ( SS-271 ), den Minensucher USS SEAGULL ( AM-30 ) und das Motorkanonenboot USS PGM-21 ). Am folgenden Tag musste die USS PRUITT und die USS BUMPER erneut eine Übung abhalten. Die zehnte Übung war dann auch schon am 17. April und wurde durch die USS PRUITT, dem U-Boot USS BUMPER und dem Motorkanonenboot USS PGM-21 abgehalten. Nach einigen Tagen der Ruhe folgte am 22. April die elfte Übung für die Besatzung der USS PRUITT. Hier waren neben dem Leichten Minensucher die U-Boote USS CAPITAINE ( SS-336 ), USS MUSKALUNGE ( SS-262 ) und USS SEGUNDO ( SS-398 ) sowie dem Motorkanonenboot USS PGM-21 beteiligt. Mit genau denselben Kriegsschiffen erfolgte am 23. April die zwölfte Übung. Die dreizehnte und vorletzte Übung war für den 1. Juni angesetzt worden. An diesem Tag waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS CARP ( SS-338 ) und USS RUNNER ( DD-476 ), das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN und der Geleitzerstörer USS LOESER ( DE-680 ) anwesend. Für die USS PRUITT erfolgte am 4. Juni die vierzehnte und letzte Übung mit U-Booten. An diesem Tag waren neben dem Leichten Minensucher das U-Boote USS CARP, der Zerstörer USS ALLEN ( DD-66 ), der Geleitzerstörer USS LOESER und der Schnelle Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) beteiligt. Für die USS PRUITT stand am folgenden Tag, den 5. Juni 1945, eine Umklassifizierung an. Man benannte es zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und übergab ihm die Kennung AG-101. Drei Monate später war man gezwungen das Schiff in die Inaktivität zu versetzen, da der Zustand des Schiffskörpers bedenklich erschien. Am 21. September verließ die USS PRUITT Pearl Harbor und fuhr ostwärts. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Hilfsschiff im Oktober die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man am 16. November 1945 das Schiff außer Dienst. Den Namen USS PRUITT ( AG-101 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Im folgenden Jahr verschrottete man das Schiff in der Werft.


USS PRUITT ( AG-101 )
Commanding Officer

LTJG William Grover Burgess         2. September 1920 – 3. September 1920
LT Martin Richard Derx        3. September 1920 – 23. Oktober 1921 (erreichter Rang CAPT)
LCDR Oscar Charles Badger II        23. Oktober 1921 – 28. November 1921 (erreichter Rang ADM)
CDR Harvey William McCormack           28. November 1921 – 8. Juni 1923
LCDR Joel William Bunkley         8. Juni 1923 – 27. Juni 1925 (erreichter Rang RADM)
LCDR Leslie Charles Davis           27. Juni 1925 – 25. Juni 1927
CDR Charles Milford Elder          25. Juni 1927 – 10. Januar 1929
LCDR Hamilton Vose Bryan          10. Januar 1929 – 10. Juni 1929
LCDR George Wilson Davison Dashiell         10. Juni 1929 – 18. Dezember 1930
CDR Laurance Sprague Stewart          18. Dezember 1930 – 25. November 1932
LCDR Philip Clark Morgan         25. November 1932 – 29. März 1935
LCDR Albert Lockett Hutson         29. März 1935 – 25. März 1936
LCDR Henry Theodore Wray          25. März 1936 – 9. Oktober 1936
Als Leichter Minenleger DM-22
LCDR Paul Cyril Wirtz        9. Oktober 1936 – 30. April 1939
LCDR John Leslie Melgaard           30. April 1939 – 31. Mai 1940 (erreichter Rang RADM)
CDR William Gordon Beecher Jr.         31. Mai 1940 – 2. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Edwin Warren Herron          2. Dezember 1941 – 1. Oktober 1942 (erreichter Rang RADM)
LCDR Richard Claggett Williams Jr.        1. Oktober 1942 – 19. Mai 1944
LCDR Paul Henrik Bjarnason          19. Mai 1944 – 7. März 1945
LT Donavan Bowman Harby  ( USNR )       7. März 1945 – 15. September 1945
LT Richard Franz Schwerzmann  ( USNR )       15. September 1945 – 16. November 1945

USS PRUITT ( DM-22 )

USS PRUITT ( DM-22 )

Biografie

John Henry Pruitt
* 4. Oktober 1896 in Fallsville, Newton County, Arkansas
† 4. Oktober 1918 in der Schlacht von Blanc Mont Ridge, in der Nähe von Reims, Frankreich
war Corporal bei dem Marine Corps während des Ersten Weltkrieges und ist einer von nur 19 Menschen die zwei Medal of Honor während dieses Krieges erhielten

John Henry Pruitt war der älteste Sohn von George Benton Pruitt ( 1. Oktober 1876 in Arkansas – 23. Oktober 1954 in Phoenix, Maricopa County, Arizona ) und Melissa Belle Bryant Pruitt ( 6. Februar 1880 im Laurel County, Kentucky – 10. April 1951 in Phoenix, Mariposa County, Arizona ). Er hatte noch einen Bruder und eine Schwester. Die Familie zog in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts nach Phoenix, Arizona. Nach dem Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg, meldete sich John Henry Pruitt freiwillig beim US Marine Corps. Nach seiner Ausbildung versetzte man ihn zur American Expeditionary Force, die an der Westfront in Frankreich kämpfte. Hier gehörte er zur 78. kompanie, im 6. Regiment, der 2. Division. Dabei nahm er unter anderem im Juni 1918 an der Schlacht von Belleau Wood, im Juli 1918 an der Schlacht um Chateau – Thierry und am 15. September 1918 im Kampf bei Thiaucourt teil. Am 3. Oktober 1918 kam es zur Schlacht von Blanc Mont Ridge, in der Nähe von Reims. Während der Schlacht versperrten zwei feindliche Maschinengewehrnester den weiteren Vormarsch der Kompanie. Corporal Pruitt griff todesmutig beide deutschen Maschinengewehrnester nacheinander an. Die beiden im ersten Nest befindlichen deutschen Soldaten tötete er und die beiden im zweiten überlebten schwer verwundet diesen Angriff. Zusammen mit den Soldaten aus seiner Gruppe konnte er in einem nahe gelegenen Unterstand vierzig deutsche Soldaten gefangen nehmen. Dann begann ein deutscher Granatbeschuss, während die amerikanischen Soldaten auf weitere schossen. Dabei wurde Pruitt durch einen Granatsplitter schwer verwundet und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte John Henry Pruitt schon mehrere Auszeichnungen für seine im Kampf gezeigte Tapferkeit erhalten. So hatte er eine Medal of Honor nach der Schlacht im Belleau Wood verliehen bekommen. Desweiteren besaß er den Silver Star mit zwei Eichenblättern, das Purple Heart, die Victory Medal, das französische Croix de Guerre und das italienische Militär – Tapferkeitskreuz Croce al Merito di Guerra.
Die sterblichen Überreste von John Henry Pruitt wurden in die Vereinigten Staaten von Amerika überführt und auf dem arlington National Cemetery in Arlington, Virginia begraben. Sein Grab befindet sich in Sektion 18 mit der Nummer 245-3.


USS PRUITT ( DM-22 )

Schiffsbiografie

Die USS PRUITT ( DD-347 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Corporal John Henry Pruitt benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechsundfünfzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bath Iron works Corporation in Bath, Maine wurde am 18. Juni 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Melissa Belle Bryant Pruitt ( 6. Februar 1880 im Laurel County, Kentucky – 10. April 1951 in Phoenix, Mariposa County, Arizona ), Mutter von Corporal Jehn Henry Pruitt, taufte am 20. April 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant (jg ) William Grover Burgess stellte am 2. September 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Schon am folgenden Tag übernahm Lieutenant Martin Richard Derx ( 18. November 1895 – 11. August 1960 ) das Kommando über den Zerstörer.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS PRUITT entlang der US Ostküste führte, wechselte der Zerstörer in den Pazifik. Während der Zwischenkriegszeit operierte die USS PRUITT im westlichen Pazifik und schützte somit amerikanische Interessen im Fernen Osten. Der Heimathafen des Zerstörers war die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Im Jahre 1934 begann im Frühjahr die 15. Flottenübung. Diese war in drei Phasen geteilt. Die erste Phase sah die Verteidigung bzw. die Eroberung des fortschrittlichen Flottenstützpunktes Pearl Harbor vor. Für die zweite Phase verließ die USS PRUITT Pearl Harbor wieder und fuhr an die US Westküste. Hier legte der Zerstörer am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego an, um die Treibstoffbunker zu füllen und zum Panamakanal zu fahren. Am 23. April war die zweite Phase, die einen Angriff und die Verteidigung des Panamakanals beinhaltete, abgeschlossen. Die dritte Phase der Flottenübung beinhaltete das navigieren einer größeren Flotteneinheit.
Nach den Richtlinien des Londoner Flottenabkommens suchte man innerhalb der US Navy mehrere Möglichkeiten, damit die erst jüngst gebauten Zerstörer weiterhin zur Verfügung stehen konnten. Daher begann man in San Diego 1937 mit dem Umbau des Zerstörers zu einem Zerstörer und Minenleger. Die Umklassifizierung erfolgte am 30. Juni 1937 und das Kriegsschiff erhielt die Kennung DM-22. Damit war die USS PRUITT das vierte Schiff aus der TRACY – Klasse. Nach dem Umbau versetzte man die USS PRUITT in die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii und gliederte das Kriegsschiff in der MineRon 1 in die Mine Division 1 ein. Darin befanden sich noch die Leichten minenleger USS TRACY ( DM-19 ), USS PREBLE ( DM-20 ) und USS SICARD ( DM-21 ).
Am 7. Dezember 1941 lag die USS PRUITT in der Pearl Harbor Navy Yard und musste sich einer Generalüberholung unterziehen. An Bord des Kriegsschiffes standen deshalb alle kriegstechnischen Einrichtungen, wie Geschütze und Flugabwehr, nicht zur Verfügung. Um 7:53 Uhr überflogen die ersten japanischen Flugzeuge die Marinebasis in geringer Höhe und klinkten ihre Bomben oder Torpedos aus. Durch diesen Angriff trat die USA in den Zweiten Weltkrieg ein. Viele Besatzungsmitglieder der USS PRUITT hasteten in den ersten Minuten des Angriffs zu anderen Schiffen, deren Geschütze intakt waren, um die Angreifer abzuwehren. Andere Mannschaftsmitglieder von dem Schiff unterstützten Feuerwehrleute beim löschen der ausgebrochenen Brände. Ein anderer Teil der Mannschat der USS PRUITT beteiligte sich beim verteilen von Munition. Der Zerstörer und Minenleger hatte während des japanischen Luftangriffes keinen Treffer bekommen. Daher konnte wie geplant Ende Januar 1942 die Generalüberholung abgeschlossen werden. Das Kriegsschiff nahm nun Hawaiian Sea Frontier Offshore Patrouillen- und Mineneinsatzaufgaben in den Gewässern rund um die Hawaiianischen Inseln wahr. Dieser Einsatz dauerte bis zum 19. Juni 1942. Während dieses Einsatzes, am 3. April, beteiligte sich der Zerstörer und Minenleger mit den Kriegsschiffen der Mine Division 1 beim Ausbringen von Seeminen vor dem Hawaiianischen Atoll French Frigate Shoals. Am 19. Juni verließ die USS PRUITT Pearl Harbor und fuhr in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Dort kam das Kriegsschiff Ende Juni an. Von Bremerton aus beteiligte sich der Zerstörer und Minenleger ab August bis Januar 1943 bei Mineneinsatzoperationen und Eskortierfahrten bis nach Kodiak, Aleuten. Diese Operationen wurden allerdings durch Fahrten nach Hawaii mehrmals unterbrochen. Im Januar verließ dann die USS PRUITT Bremerton und fuhr zur kalifornischen Küste. Hier führte das Kriegsschiff Eskortierfahrten durch und beteiligte sich an Trainingsübungen mit dem 4. Marine Raider Battalion. Den Hafen von San Francisco, Kalifornien verließ der Leichte Minenleger am 24. April und fuhr zu den Aleuten zurück. Ziel war die Aleuteninsel Attu. Für diese Fahrt hatte man die USS PRUITT in die Task Force 51 versetzt, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) befehligte. Innerhalb der TF befand sich der Leichte Minenleger in der Transport Group, die Captain Pat Buchanan kommandierte. In dieser Transport Group befanden sich die Angriffstruppentransporter USS ZEILIN ( APA-3 ), J FRANKLIN BELL ( APA-16 ), USS HARRIS ( APA-2 ) und USS HEYWOOD ( APA-6 ), das Liberty – Schiff SS PERIDA, der Schnelle Truppentransporter USS KANE ( APD-18 ), die Zerstörer USS DALE ( DD-353 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS WILLIAMSON ( AVD-2 ) und die Leichten Minenleger USS PRUITT und USS SICARD. In die Cold Bay, Alaska liefen diese Schiffe am 1. Mai ein und verließen sie drei Tage später nach dem befüllen der Treibstofftanks und der Aufnahme von frischem Proviant. Wegen schlechtem Wetters und schwerer See musste der Angriffstag, auf die von den Japanern besetzte Insel Attu, vom 7. auf den 11. Mai verschoben werden. An diesem 7. Mai mussten die Schiffe der TF 51 vor Komandorski Island ausharren und das schlechte Wetter abwarten. Am 11. Mai begann in der Früh das Bombardement auf japanische Stellungen in der Holtz Bay und im Chichagov Harbor. Die USS PRUITT und die USS SICARD sicherten zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der Transport Group in der Massacre Bay die Landung der Invasionstruppen. Nach dem Ende der ersten Landungswelle übernahm der Leichte Minenleger Anti-U-Boot- und Luftabwehrpatrouillen. Nach dem Abschluss der Landeoperation wechselte das Kriegsschiff in die Holtz Bay, wo es bis zum Ende des Monats weiterhin ihre Patrouillen fuhr und zusätzlich kleinere Schiffe zwischen Amchitka und Adak eskortierte. Die USS PRUITT verließ am 6. Juni die Aleuten und fuhr nach San Francisco. Hier übernahm der Leichte Minenleger bis Ende September wieder Küstenschutzaufgaben entlang der Küste von Alaska bis nach Südkalifornien. Anschließend verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zu den Salomonen. Den Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen erreichte die USS PRUITT Mitte Oktober. Doch schon am 20. Oktober verließ der Leichte Minenleger auch schon wieder diesen Hafen und fuhr nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. In den Hog Harbour lief das Kriegsschiff am 23. Oktober ein, nahm frischen Treibstoff an Bord, sowie eine große Anzahl von Seeminen, und verließ den Hafen am folgenden Tag. Ziel war erneut Port Purvis. Die USS PRUITT legte am 30. Oktober hier an. Auch hier blieb der Leichte Minenleger nur über Nacht und verließ den Hafen am 31. Oktober. Diesmal hatte das Kriegsschiff den Süden der Salomoneninsel Bougainville als Ziel. Hier sollte ein Minenfeld zur Unterstützung der Operation am Cape Torokina gelegt werden. Die USS PRUITT war südlich von Bougainville am 2., 8. und am 24. November deshalb im Einsatz. Ab Dezember erfolgten dann Eskortiereinsätze zwischen den Salomonen, den Neuen Hebriden, Neukaledonien und den Gesellschaftsinseln. Diese dauerten bis Ende Juni des folgenden Jahres. Im Port Purvis selber lag das Kriegsschiff am 1. Dezember, vom 10. bis zum 16. Dezember und vom 18. bis zum 20. Dezember 1943. Danach hatte die USS PRUITT keinen festen Hafen mehr in dem der Leichte Minenleger für längere Zeit angelegt hatte. Ende Juni verließ das Kriegsschiff die Gewässer und fuhr nach San Francisco. Hier bugsierte man am 18. Juli 1944 die USS PRUITT in ein Trockendock und führte eine Generalüberholung durch. Diese war Anfang Oktober abgeschlossen und der Leichte Minenleger fuhr nach Pearl Harbor. Vor dieser amerikanischen Marinebasis begann für das Kriegsschiff und seiner Besatzung ein intensives Anti-U-Boot Training. Dieses war Ende November abgeschlossen und die USS PRUITT wechselte nach Midway. Hier patrouillierte der Leichte Minenleger ab dem 29. November 1944 bis zum 15. Januar 1945. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück und nahm ab dem 22. Januar an den Anti-U-Boot Trainingsoperationen südwestlich von Oahu wieder teil. So waren am 5. Februar neben der USS PRUITT die U-Boote USS BUGARA ( SS-331 ) und USS LAMPREY ( SS-372 ) und der Geleitzerstörer USS WHITMAN ( DE-24 ) an der ersten Übung beteiligt. Die zweite Übung erfolgte am 12. Februar. Daran war die USS PRUITT, die U-Boote USS BUGARA und USS SPEARFISH ( SS-190 ) und das U-Jagd-Boot USS PC-599 beteiligt. Die dritte Übung fand dann schon am 14. Februar statt. Hier war neben der USS PRUITT, dem U-Boot USS BUGARA und dem Geleitzerstörer USS WHITMAN noch das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN ( ASR-9 ) anwesend. Während der vierten Übung am 5. März waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS BULLHEAD ( SS-332 ) und USS SEAHORSE ( SS-304 ) sowie der Kleine Minensucher USS YMS-300 anwesend. An der fünften Übung der USS PRUITT war nur das U-Boot USS CABRILLA ( SS-288 ) beteiligt. Doch schon am folgenden Tag folgte die sechste Übung vor Pearl Harbor. Hier waren die USS PRUITT, die U-Boote USS CABRILLA und USS BONEFISH ( SS-223 ), das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN und das U-Jagd-Boot USS PC-599 involviert. An der siebenten Übung am 27. März waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS BILLFISH ( SS-286 ) und USS CERO ( SS-225 ) sowie der Geleitzerstörer USS WHITMAN und das U-Jagd-Boot USS PC-599 beteiligt. Die achte Übung vor Pearl Harbor, die am 15. April stattfand, sah neben der USS PRUITT die U-Boote USS BUMPER ( SS-333 ), USS JACK ( SS-259 ) und der USS RAY ( SS-271 ), den Minensucher USS SEAGULL ( AM-30 ) und das Motorkanonenboot USS PGM-21 ). Am folgenden Tag musste die USS PRUITT und die USS BUMPER erneut eine Übung abhalten. Die zehnte Übung war dann auch schon am 17. April und wurde durch die USS PRUITT, dem U-Boot USS BUMPER und dem Motorkanonenboot USS PGM-21 abgehalten. Nach einigen Tagen der Ruhe folgte am 22. April die elfte Übung für die Besatzung der USS PRUITT. Hier waren neben dem Leichten Minensucher die U-Boote USS CAPITAINE ( SS-336 ), USS MUSKALUNGE ( SS-262 ) und USS SEGUNDO ( SS-398 ) sowie dem Motorkanonenboot USS PGM-21 beteiligt. Mit genau denselben Kriegsschiffen erfolgte am 23. April die zwölfte Übung. Die dreizehnte und vorletzte Übung war für den 1. Juni angesetzt worden. An diesem Tag waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS CARP ( SS-338 ) und USS RUNNER ( DD-476 ), das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN und der Geleitzerstörer USS LOESER ( DE-680 ) anwesend. Für die USS PRUITT erfolgte am 4. Juni die vierzehnte und letzte Übung mit U-Booten. An diesem Tag waren neben dem Leichten Minensucher das U-Boote USS CARP, der Zerstörer USS ALLEN ( DD-66 ), der Geleitzerstörer USS LOESER und der Schnelle Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) beteiligt. Für die USS PRUITT stand am folgenden Tag, den 5. Juni 1945, eine Umklassifizierung an. Man benannte es zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und übergab ihm die Kennung AG-101. Drei Monate später war man gezwungen das Schiff in die Inaktivität zu versetzen, da der Zustand des Schiffskörpers bedenklich erschien. Am 21. September verließ die USS PRUITT Pearl Harbor und fuhr ostwärts. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Hilfsschiff im Oktober die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man am 16. November 1945 das Schiff außer Dienst. Den Namen USS PRUITT ( AG-101 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Im folgenden Jahr verschrottete man das Schiff in der Werft.


USS PRUITT ( DM-22 )
Commanding Officer

LTJG William Grover Burgess         2. September 1920 – 3. September 1920
LT Martin Richard Derx         3. September 1920 – 23. Oktober 1921 (erreichter Rang CAPT)
LCDR Oscar Charles Badger II        23. Oktober 1921 – 28. November 1921 (erreichter Rang ADM)
CDR Harvey William McCormack           28. November 1921 – 8. Juni 1923
LCDR Joel William Bunkley         8. Juni 1923 – 27. Juni 1925 (später RADM)
LCDR Leslie Charles Davis           27. Juni 1925 – 25. Juni 1927
CDR Charles Milford Elder          25. Juni 1927 – 10. Januar 1929
LCDR Hamilton Vose Bryan          10. Januar 1929 – 10. Juni 1929
LCDR George Wilson Davison Dashiell         10. Juni 1929 – 18. Dezember 1930
CDR Laurance Sprague Stewart         18. Dezember 1930 – 25. November 1932
LCDR Philip Clark Morgan         25. November 1932 – 29. März 1935
LCDR Albert Lockett Hutson         29. März 1935 – 25. März 1936
LCDR Henry Theodore Wray         25. März 1936 – 9. Oktober 1936
Als Leichter Minenleger DM-22
LCDR Paul Cyril Wirtz          9. Oktober 1936 – 30. April 1939
LCDR John Leslie Melgaard           30. April 1939 – 31. Mai 1940 (erreichter Rang RADM)
CDR William Gordon Beecher Jr.         31. Mai 1940 – 2. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Edwin Warren Herron          2. Dezember 1941 – 1. Oktober 1942 (erreichter Rang RADM)
LCDR Richard Claggett Williams Jr.        1. Oktober 1942 – 19. Mai 1944
LCDR Paul Henrik Bjarnason          19. Mai 1944 – 7. März 1945
LT Donavan Bowman Harby        7. März 1945 – 15. September 1945
LT Richard Franz Schwerzmann         15. September 1945 – 16. November 1945

USS PRUITT ( DD-347 )

USS PRUITT ( DD-347 )

Biografie

John Henry Pruitt
* 4. Oktober 1896 in Fallsville, Newton County, Arkansas
† 4. Oktober 1918 in der Schlacht von Blanc Mont Ridge, in der Nähe von Reims, Frankreich
war Corporal bei dem Marine Corps während des Ersten Weltkrieges und ist einer von nur 19 Menschen die zwei Medal of Honor während dieses Krieges erhielten

John Henry Pruitt war der älteste Sohn von George Benton Pruitt ( 1. Oktober 1876 in Arkansas – 23. Oktober 1954 in Phoenix, Maricopa County, Arizona ) und Melissa Belle Bryant Pruitt ( 6. Februar 1880 im Laurel County, Kentucky – 10. April 1951 in Phoenix, Mariposa County, Arizona ). Er hatte noch einen Bruder und eine Schwester. Die Familie zog in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts nach Phoenix, Arizona. Nach dem Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg, meldete sich John Henry Pruitt freiwillig beim US Marine Corps. Nach seiner Ausbildung versetzte man ihn zur American Expeditionary Force, die an der Westfront in Frankreich kämpfte. Hier gehörte er zur 78. kompanie, im 6. Regiment, der 2. Division. Dabei nahm er unter anderem im Juni 1918 an der Schlacht von Belleau Wood, im Juli 1918 an der Schlacht um Chateau – Thierry und am 15. September 1918 im Kampf bei Thiaucourt teil. Am 3. Oktober 1918 kam es zur Schlacht von Blanc Mont Ridge, in der Nähe von Reims. Während der Schlacht versperrten zwei feindliche Maschinengewehrnester den weiteren Vormarsch der Kompanie. Corporal Pruitt griff todesmutig beide deutschen Maschinengewehrnester nacheinander an. Die beiden im ersten Nest befindlichen deutschen Soldaten tötete er und die beiden im zweiten überlebten schwer verwundet diesen Angriff. Zusammen mit den Soldaten aus seiner Gruppe konnte er in einem nahe gelegenen Unterstand vierzig deutsche Soldaten gefangen nehmen. Dann begann ein deutscher Granatbeschuss, während die amerikanischen Soldaten auf weitere schossen. Dabei wurde Pruitt durch einen Granatsplitter schwer verwundet und erlag am folgenden Tag seinen Verletzungen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte John Henry Pruitt schon mehrere Auszeichnungen für seine im Kampf gezeigte Tapferkeit erhalten. So hatte er eine Medal of Honor nach der Schlacht im Belleau Wood verliehen bekommen. Desweiteren besaß er den Silver Star mit zwei Eichenblättern, das Purple Heart, die Victory Medal, das französische Croix de Guerre und das italienische Militär – Tapferkeitskreuz Croce al Merito di Guerra.
Die sterblichen Überreste von John Henry Pruitt wurden in die Vereinigten Staaten von Amerika überführt und auf dem arlington National Cemetery in Arlington, Virginia begraben. Sein Grab befindet sich in Sektion 18 mit der Nummer 245-3.


USS PRUITT ( DD-347 )

Schiffsbiografie

Die USS PRUITT ( DD-347 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Corporal John Henry Pruitt benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsechsundfünfzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bath Iron works Corporation in Bath, Maine wurde am 18. Juni 1919 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Melissa Belle Bryant Pruitt ( 6. Februar 1880 im Laurel County, Kentucky – 10. April 1951 in Phoenix, Mariposa County, Arizona ), Mutter von Corporal Jehn Henry Pruitt, taufte am 20. April 1920 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant (jg ) William Grover Burgess stellte am 2. September 1920 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Schon am folgenden Tag übernahm Lieutenant Martin Richard Derx ( 18. November 1895 – 11. August 1960 ) das Kommando über den Zerstörer.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS PRUITT entlang der US Ostküste führte, wechselte der Zerstörer in den Pazifik. Während der Zwischenkriegszeit operierte die USS PRUITT im westlichen Pazifik und schützte somit amerikanische Interessen im Fernen Osten. Der Heimathafen des Zerstörers war die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Im Jahre 1934 begann im Frühjahr die 15. Flottenübung. Diese war in drei Phasen geteilt. Die erste Phase sah die Verteidigung bzw. die Eroberung des fortschrittlichen Flottenstützpunktes Pearl Harbor vor. Für die zweite Phase verließ die USS PRUITT Pearl Harbor wieder und fuhr an die US Westküste. Hier legte der Zerstörer am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego an, um die Treibstoffbunker zu füllen und zum Panamakanal zu fahren. Am 23. April war die zweite Phase, die einen Angriff und die Verteidigung des Panamakanals beinhaltete, abgeschlossen. Die dritte Phase der Flottenübung beinhaltete das navigieren einer größeren Flotteneinheit.
Nach den Richtlinien des Londoner Flottenabkommens suchte man innerhalb der US Navy mehrere Möglichkeiten, damit die erst jüngst gebauten Zerstörer weiterhin zur Verfügung stehen konnten. Daher begann man in San Diego 1937 mit dem Umbau des Zerstörers zu einem Zerstörer und Minenleger. Die Umklassifizierung erfolgte am 30. Juni 1937 und das Kriegsschiff erhielt die Kennung DM-22. Damit war die USS PRUITT das vierte Schiff aus der TRACY – Klasse. Nach dem Umbau versetzte man die USS PRUITT in die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii und gliederte das Kriegsschiff in der MineRon 1 in die Mine Division 1 ein. Darin befanden sich noch die Leichten minenleger USS TRACY ( DM-19 ), USS PREBLE ( DM-20 ) und USS SICARD ( DM-21 ).
Am 7. Dezember 1941 lag die USS PRUITT in der Pearl Harbor Navy Yard und musste sich einer Generalüberholung unterziehen. An Bord des Kriegsschiffes standen deshalb alle kriegstechnischen Einrichtungen, wie Geschütze und Flugabwehr, nicht zur Verfügung. Um 7:53 Uhr überflogen die ersten japanischen Flugzeuge die Marinebasis in geringer Höhe und klinkten ihre Bomben oder Torpedos aus. Durch diesen Angriff trat die USA in den Zweiten Weltkrieg ein. Viele Besatzungsmitglieder der USS PRUITT hasteten in den ersten Minuten des Angriffs zu anderen Schiffen, deren Geschütze intakt waren, um die Angreifer abzuwehren. Andere Mannschaftsmitglieder von dem Schiff unterstützten Feuerwehrleute beim löschen der ausgebrochenen Brände. Ein anderer Teil der Mannschat der USS PRUITT beteiligte sich beim verteilen von Munition. Der Zerstörer und Minenleger hatte während des japanischen Luftangriffes keinen Treffer bekommen. Daher konnte wie geplant Ende Januar 1942 die Generalüberholung abgeschlossen werden. Das Kriegsschiff nahm nun Hawaiian Sea Frontier Offshore Patrouillen- und Mineneinsatzaufgaben in den Gewässern rund um die Hawaiianischen Inseln wahr. Dieser Einsatz dauerte bis zum 19. Juni 1942. Während dieses Einsatzes, am 3. April, beteiligte sich der Zerstörer und Minenleger mit den Kriegsschiffen der Mine Division 1 beim Ausbringen von Seeminen vor dem Hawaiianischen Atoll French Frigate Shoals. Am 19. Juni verließ die USS PRUITT Pearl Harbor und fuhr in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Dort kam das Kriegsschiff Ende Juni an. Von Bremerton aus beteiligte sich der Zerstörer und Minenleger ab August bis Januar 1943 bei Mineneinsatzoperationen und Eskortierfahrten bis nach Kodiak, Aleuten. Diese Operationen wurden allerdings durch Fahrten nach Hawaii mehrmals unterbrochen. Im Januar verließ dann die USS PRUITT Bremerton und fuhr zur kalifornischen Küste. Hier führte das Kriegsschiff Eskortierfahrten durch und beteiligte sich an Trainingsübungen mit dem 4. Marine Raider Battalion. Den Hafen von San Francisco, Kalifornien verließ der Leichte Minenleger am 24. April und fuhr zu den Aleuten zurück. Ziel war die Aleuteninsel Attu. Für diese Fahrt hatte man die USS PRUITT in die Task Force 51 versetzt, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) befehligte. Innerhalb der TF befand sich der Leichte Minenleger in der Transport Group, die Captain Pat Buchanan kommandierte. In dieser Transport Group befanden sich die Angriffstruppentransporter USS ZEILIN ( APA-3 ), J FRANKLIN BELL ( APA-16 ), USS HARRIS ( APA-2 ) und USS HEYWOOD ( APA-6 ), das Liberty – Schiff SS PERIDA, der Schnelle Truppentransporter USS KANE ( APD-18 ), die Zerstörer USS DALE ( DD-353 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS FARRAGUT ( DD-348 ), der Zerstörer und Wasserflugzeugtender USS WILLIAMSON ( AVD-2 ) und die Leichten Minenleger USS PRUITT und USS SICARD. In die Cold Bay, Alaska liefen diese Schiffe am 1. Mai ein und verließen sie drei Tage später nach dem befüllen der Treibstofftanks und der Aufnahme von frischem Proviant. Wegen schlechtem Wetters und schwerer See musste der Angriffstag, auf die von den Japanern besetzte Insel Attu, vom 7. auf den 11. Mai verschoben werden. An diesem 7. Mai mussten die Schiffe der TF 51 vor Komandorski Island ausharren und das schlechte Wetter abwarten. Am 11. Mai begann in der Früh das Bombardement auf japanische Stellungen in der Holtz Bay und im Chichagov Harbor. Die USS PRUITT und die USS SICARD sicherten zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der Transport Group in der Massacre Bay die Landung der Invasionstruppen. Nach dem Ende der ersten Landungswelle übernahm der Leichte Minenleger Anti-U-Boot- und Luftabwehrpatrouillen. Nach dem Abschluss der Landeoperation wechselte das Kriegsschiff in die Holtz Bay, wo es bis zum Ende des Monats weiterhin ihre Patrouillen fuhr und zusätzlich kleinere Schiffe zwischen Amchitka und Adak eskortierte. Die USS PRUITT verließ am 6. Juni die Aleuten und fuhr nach San Francisco. Hier übernahm der Leichte Minenleger bis Ende September wieder Küstenschutzaufgaben entlang der Küste von Alaska bis nach Südkalifornien. Anschließend verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr zu den Salomonen. Den Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen erreichte die USS PRUITT Mitte Oktober. Doch schon am 20. Oktober verließ der Leichte Minenleger auch schon wieder diesen Hafen und fuhr nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. In den Hog Harbour lief das Kriegsschiff am 23. Oktober ein, nahm frischen Treibstoff an Bord, sowie eine große Anzahl von Seeminen, und verließ den Hafen am folgenden Tag. Ziel war erneut Port Purvis. Die USS PRUITT legte am 30. Oktober hier an. Auch hier blieb der Leichte Minenleger nur über Nacht und verließ den Hafen am 31. Oktober. Diesmal hatte das Kriegsschiff den Süden der Salomoneninsel Bougainville als Ziel. Hier sollte ein Minenfeld zur Unterstützung der Operation am Cape Torokina gelegt werden. Die USS PRUITT war südlich von Bougainville am 2., 8. und am 24. November deshalb im Einsatz. Ab Dezember erfolgten dann Eskortiereinsätze zwischen den Salomonen, den Neuen Hebriden, Neukaledonien und den Gesellschaftsinseln. Diese dauerten bis Ende Juni des folgenden Jahres. Im Port Purvis selber lag das Kriegsschiff am 1. Dezember, vom 10. bis zum 16. Dezember und vom 18. bis zum 20. Dezember 1943. Danach hatte die USS PRUITT keinen festen Hafen mehr in dem der Leichte Minenleger für längere Zeit angelegt hatte. Ende Juni verließ das Kriegsschiff die Gewässer und fuhr nach San Francisco. Hier bugsierte man am 18. Juli 1944 die USS PRUITT in ein Trockendock und führte eine Generalüberholung durch. Diese war Anfang Oktober abgeschlossen und der Leichte Minenleger fuhr nach Pearl Harbor. Vor dieser amerikanischen Marinebasis begann für das Kriegsschiff und seiner Besatzung ein intensives Anti-U-Boot Training. Dieses war Ende November abgeschlossen und die USS PRUITT wechselte nach Midway. Hier patrouillierte der Leichte Minenleger ab dem 29. November 1944 bis zum 15. Januar 1945. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück und nahm ab dem 22. Januar an den Anti-U-Boot Trainingsoperationen südwestlich von Oahu wieder teil. So waren am 5. Februar neben der USS PRUITT die U-Boote USS BUGARA ( SS-331 ) und USS LAMPREY ( SS-372 ) und der Geleitzerstörer USS WHITMAN ( DE-24 ) an der ersten Übung beteiligt. Die zweite Übung erfolgte am 12. Februar. Daran war die USS PRUITT, die U-Boote USS BUGARA und USS SPEARFISH ( SS-190 ) und das U-Jagd-Boot USS PC-599 beteiligt. Die dritte Übung fand dann schon am 14. Februar statt. Hier war neben der USS PRUITT, dem U-Boot USS BUGARA und dem Geleitzerstörer USS WHITMAN noch das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN ( ASR-9 ) anwesend. Während der vierten Übung am 5. März waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS BULLHEAD ( SS-332 ) und USS SEAHORSE ( SS-304 ) sowie der Kleine Minensucher USS YMS-300 anwesend. An der fünften Übung der USS PRUITT war nur das U-Boot USS CABRILLA ( SS-288 ) beteiligt. Doch schon am folgenden Tag folgte die sechste Übung vor Pearl Harbor. Hier waren die USS PRUITT, die U-Boote USS CABRILLA und USS BONEFISH ( SS-223 ), das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN und das U-Jagd-Boot USS PC-599 involviert. An der siebenten Übung am 27. März waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS BILLFISH ( SS-286 ) und USS CERO ( SS-225 ) sowie der Geleitzerstörer USS WHITMAN und das U-Jagd-Boot USS PC-599 beteiligt. Die achte Übung vor Pearl Harbor, die am 15. April stattfand, sah neben der USS PRUITT die U-Boote USS BUMPER ( SS-333 ), USS JACK ( SS-259 ) und der USS RAY ( SS-271 ), den Minensucher USS SEAGULL ( AM-30 ) und das Motorkanonenboot USS PGM-21 ). Am folgenden Tag musste die USS PRUITT und die USS BUMPER erneut eine Übung abhalten. Die zehnte Übung war dann auch schon am 17. April und wurde durch die USS PRUITT, dem U-Boot USS BUMPER und dem Motorkanonenboot USS PGM-21 abgehalten. Nach einigen Tagen der Ruhe folgte am 22. April die elfte Übung für die Besatzung der USS PRUITT. Hier waren neben dem Leichten Minensucher die U-Boote USS CAPITAINE ( SS-336 ), USS MUSKALUNGE ( SS-262 ) und USS SEGUNDO ( SS-398 ) sowie dem Motorkanonenboot USS PGM-21 beteiligt. Mit genau denselben Kriegsschiffen erfolgte am 23. April die zwölfte Übung. Die dreizehnte und vorletzte Übung war für den 1. Juni angesetzt worden. An diesem Tag waren neben der USS PRUITT die U-Boote USS CARP ( SS-338 ) und USS RUNNER ( DD-476 ), das U-Boot Bergungsschiff USS FLORIKAN und der Geleitzerstörer USS LOESER ( DE-680 ) anwesend. Für die USS PRUITT erfolgte am 4. Juni die vierzehnte und letzte Übung mit U-Booten. An diesem Tag waren neben dem Leichten Minensucher das U-Boote USS CARP, der Zerstörer USS ALLEN ( DD-66 ), der Geleitzerstörer USS LOESER und der Schnelle Minensucher USS HOWARD ( DMS-7 ) beteiligt. Für die USS PRUITT stand am folgenden Tag, den 5. Juni 1945, eine Umklassifizierung an. Man benannte es zu einem Vielseitigen Hilfsschiff um und übergab ihm die Kennung AG-101. Drei Monate später war man gezwungen das Schiff in die Inaktivität zu versetzen, da der Zustand des Schiffskörpers bedenklich erschien. Am 21. September verließ die USS PRUITT Pearl Harbor und fuhr ostwärts. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Hilfsschiff im Oktober die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man am 16. November 1945 das Schiff außer Dienst. Den Namen USS PRUITT ( AG-101 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Im folgenden Jahr verschrottete man das Schiff in der Werft.


USS PRUITT ( DD-347 )
Commanding Officer

LTJG William Grover Burgess         2. September 1920 – 3. September 1920
LT Martin Richard Derx        3. September 1920 – 23. Oktober 1921 (erreichter Rang CAPT)
LCDR Oscar Charles Badger II        23. Oktober 1921 – 28. November 1921 (erreichter Rang ADM)
CDR Harvey William McCormack          28. November 1921 – 8. Juni 1923
LCDR Joel William Bunkley           8. Juni 1923 – 27. Juni 1925 (erreichter Rang RADM)
LCDR Leslie Charles Davis          27. Juni 1925 – 25. Juni 1927
CDR Charles Milford Elder          25. Juni 1927 – 10. Januar 1929
LCDR Hamilton Vose Bryan          10. Januar 1929 – 10. Juni 1929
LCDR George Wilson Davison Dashiell         10. Juni 1929 – 18. Dezember 1930
CDR Laurance Sprague Stewart          18. Dezember 1930 – 25. November 1932
LCDR Philip Clark Morgan           25. November 1932 – 29. März 1935
LCDR Albert Lockett Hutson          29. März 1935 – 25. März 1936
LCDR Henry Theodore Wray         25. März 1936 – 9. Oktober 1936
Als Leichter Minenleger DM-22
LCDR Paul Cyril Wirtz          9. Oktober 1936 – 30. April 1939
LCDR John Leslie Melgaard         30. April 1939 – 31. Mai 1940 (erreichter Rang RADM)
CDR William Gordon Beecher Jr.       31. Mai 1940 – 2. Dezember 1941 (erreichter Rang VADM)
LCDR Edwin Warren Herron         2. Dezember 1941 – 1. Oktober 1942 (erreichter Rang RADM)
LCDR Richard Claggett Williams Jr.         1. Oktober 1942 – 19. Mai 1944
LCDR Paul Henrik Bjarnason        19. Mai 1944 – 7. März 1945
LT Donavan Bowman Harby        7. März 1945 – 15. September 1945
LT Richard Franz Schwerzmann          15. September 1945 – 16. November 1945

USS HARADEN ( DD-585 )

USS HARADEN ( DD-585 )

Biografie

Jonathan Haraden
* 11. November 1744 in Gloucester, Massachusetts
† 23. November 1803 in Salem, Massachusetts
war ein amerikanischer Freibeuter während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Im Juli 1776 trat Jonathan Haraden der Massachusetts State Marine im Rang eines First Lieutenant bei. Er diente an Bord der Brigantine TYRANNICIDE ( 1776 ) die vierzehn Kanonen an Bord hatte. Im folgenden Jahr übernahm Haraden das Kommando über das Schiff nachdem ihr Kapitän Fisk das Kommando über die Brigg MASSACHUSETTS erhalten hatte. Beide Schiffe segelten gemeinsam vor die Küste Europas wo sie am 24. März 1777 ankamen. Dort nahmen sie die Brigg EAGLE, die Schaluppe SALLY aus London mit einer Ladung von englischen Waren für Quebec gefangen. Am 2. April eroberten sie die CHALKLEY aus Honduras die nach Bristol wollte mit einer Ladung Mahagoni. Die Mannschaft der TYRANNICIDE brachte am 8. April die 500 Tonnen Bark LONSDALE nach einem dreistündigen Kampf zur Strecke. Am 22. April erfassten die MASSACHUSETTS und die TYRANNICIDE eine Brigg aus einem britischen Konvoi heraus. Acht Tage später eroberte die TYRANNICIDE alleine die 160 Tonnen Brigg TREPASSY. Am 17. Mai wurde sie von der MASSACHUSETTS getrennt. Beide Schiffe mussten vor einem britischen Geschwader fliehen. Die TYEANNICIDE entkam nach Bilbao, Spanien nachdem alle Kanonen über Bord geworfen worden waren um das Schiff leichter zu machen. Nach Boston kehrte Haraden mit seinem Schiff am 30. August 1777 zurück. Die TYRANNICIDE legte mit der HAZARD am 21. November 1777 in Boston wieder ab und nahmen am 13. Dezember die 130 Tonnen Brigg ALEXANDER als Prise. Die ALEXANDER kam aus Halifax und hatteeine Ladung von Fisch, Öl, Holzbalken für die Westindischen Inseln geladen. Die Prise wurde von dem Linienschiff HMS YARMOUTH ( 1745 ) am 22. Januar 1778 bei Barbados wiedererobert. Am 22. Dezember eroberte man den Schoner INTENT und die Brigg POLLY. Noch am selben Abend eroberte die Mannschaft der TYRANNICIDE die Schaluppe SWIFT mit einer Ladung Mehl aus Bristol. Die Karibik verließ Haraden mit der TYRANNICIDE am 30. März 1778 und legte im Mai in Boston wieder an. Dort ging er von Bord des Schiffes und wurde Kommandeur des Freibeuterschiffes GENERAL PICKERING, einer Schaluppe mit vierzehn Kanonen. Am 13. Oktober 1779 engagierte Haraden drei britische Piraten aus New Jersey und eroberte mit ihnen eine zweiundzwanzig Kanonen führende Schaluppe im Golf von Biscaya. Das größere britische Piratenschiff ACHILLES mit vierzig Kanonen an Bord wollte die Schaluppe wieder zurück erobern, musste sich aber nach einem mehrstündigen Kampf geschlagen geben und davon segeln. Im Jahre 1781 wurde Haraden kurzzeitig von dem britischen Admiral George Brydges Rodney, 1. Baron Rodney ( 13. Februar 1718 – 24. Mai 1792 ) gefangen genommen bei den Westindischen Inseln, konnte aber entkommen. Im Jahre 1782 kommandierte Jonathan Haraden das Freibeuterschiff JULIUS CAESAR. Nach dem Unabhängigkeitskrieg verschlechterte dich der Gesundheitszustand von Haraden. Er verstarb im Jahre 1803 in Salem.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Jonathan Haraden bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer UDD HARADEN ( DD-183 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HARADEN ( DD-585 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HARADEN ( DD-585 )

Schiffsbiografie

Die USS HARADEN ( DD-585 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren des amerikanischen Freibeuters Jonathan Haraden benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzweite Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 9. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Caroline E. Derby, Ur- Urgroßnichte von Kapitän Jonathan Haraden, taufte am 19. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Halle Charles Allen, Jr. ( 29. Oktober 1904 in Debver, Colorado – 30. September 1990 in orange Park, Clay County, Florida ) stellte am 16. September 1943 da unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 9. Oktober 1943 verließ die US HARADEN den Hafen von Boston und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Der Zerstörer fuhr dabei bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Boston, wo der Schiffskörper untersucht wurde. Die dortige Werft verließ die USS HARADEN am 30. November und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier lag der Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) zur Vorbereitung auf die Fahrt in den Pazifik. Am 3. Dezember legte die USS HARADEN und die USS INTREPID in Norfolk ab und fuhren südwärts. Die Durchquerung des Panamakanals erfolgte am 10. Dezember. Beide Kriegsschiffe erreichten am 21. Dezember die amerikanische Marinebasis von San Diego, wo sich ihre Wege trennten. Die USS HARADEN blieb hier bis zum 13. Januar 1944. In dieser Zeit kalibrierte man die Schiffsgeschütze und beteiligte sich an mehreren Übungen vor der kalifornischen Küste. Hier integrierte man den Zerstörer in die Task Force 53, der Northern Attack Force, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukean, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City, New York ) während der Operation “Flintlock” kommandierte. Innerhalb der TF gliedert man die USS HARADEN zunächst in die Task Group 53.5, die Fire Support Group, ein, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) und die Zerstörer USS HARADEN, USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ) und USS PHELPS ( DD-350 ). Am 13. Januar legten diese Schiffe im Hafen von San Diego ab und fuhren nach Pearl Habor, Territorium Hawaii. Die Überfahrt dorthin dauerte sechs Tage. Nach einigen Übungen verließen die Schiffe der TG 53.5 am 22. Januar wieder den Hafen und fuhren in Richtung der Marshall Islands. Das Atoll Wotje erreichten die Schiffe am 30. Januar und begannen sofort dort japanische Stellungen für ungefähr zwei Stunden zu bombardieren. Einen Tag später befinden sie sich im Zentrum der Marshall Islands und beschießen die Insel Roi-Namur welche die nördlichste im Kwajalein Atoll ist. Die USS HARADEN sicherte dabei die Schlachtschiffe und Kreuzer vor Luft- und Unterwasserangriffen. Noch während des verheerenden Bombardements auf japanische Stellungen, verlagerte die USS HARADEN zum Ennagannet Island. Hier war ein großes Munitionslager von den Japanern eingerichtet worden. Nach nur wenigen Granaten von dem Zerstörer löste sich das Munitionslager durch eine gewaltige Explosion auf. In der Nacht begann dann das Kriegsschiff wieder mit seiner Anti-U-Boot Patrouille rund um die Schweren Einheiten. Die Invasion der amerikanischen Soldaten auf dieser Insel beginnt am 1. Februar. Dafür beginnen die Schiffe der TG 53.5 mit der Feuerunterstützung damit 12 Truppentransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe, die beiden amphibischen Docklandungsschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ) und 15 Panzerlandungsschiffe die Soldaten der 4. Marine Division anlanden konnten. Bis zum 6. Februar behielt die USS HARADEN ihre Patrouillen bei. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Kwajalein Atoll und eskortierte mehrere Schiffe bis nach Funafuti, Ellice Islands. Die Fahrt dorthin und zurück zum Kwajalein Atoll dauerte bis zum 15. Februar. Von diesem Atoll aus begann dann die USS HARADEN mit Patrouillenfahrten bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Diese führte der Zerstörer bis zum 29. Februar durch. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff das Atoll Kwajalein und fuhr nach Pearl Harbor. In die dortige Marinebasis lief die USS HARADEN am 8. März ein. Hier warteten zwei Öltanker auf ihre Eskorte, die lebensnotwendigen Treibstoff transportierten. Der Zerstörer verließ Mitte März mit diesen beiden Schiffen Pearl Harbor und begleitete sie bis zum Atoll Eniwetok, welches ebenfalls zu einer Marinebasis ausgebaut wurde. In die Lagune des Atolls Eniwetok liefen die drei Schiffe am 1. April ein. Sofort übernahm die USS HARADEN die verschiedensten Aufgaben zur Unterstützung der laufenden Operationen in diesem Seegebiet. Das bedeutete für den Zerstörer hauptsächlich Anti-U-Boot Patrouillenfahrten und Feuerunterstützung gegen japanische Widerstandsnester. Am 18. Mai verließ der Zerstörer wieder die Gewässer der Marshall Islands und eskortierte den Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) nach Pearl Harbor. Hier blieb der Zerstörer bis zum 5. Juni liegen. Man versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 50.2. In dieser TG befanden sich die beiden Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ) und NATOMA BY ( CVE-62 ), die Zerstörer USS HALLIGAN und USS HARADEN ( DD-585 ) und das Reparaturschiff USS HECTOR ( AR-7 ). An Bord der beiden Geleitflugzeugträgern befanden sich amerikanische Air Force Soldaten, die zur Unterstützung mit ihren P-47 Jagdflugzeugen nach Saipan, Nördliche Marianen transportiert werden sollten. Am 5. Juni verließen die Schiffe der TG 50.2 Pearl Harbor. Die Gewässer um Saipan erreichten sie am 19. Juni. Hier begann man am 22. Juni mit dem betanken der Kriegsschiffe durch die Schiffe der Task Group 50.17 und übergab Flugbenzin. Die ersten P-47 Jagdflugzeuge hoben noch an diesem Tag ab und flogen nach Saipan. Am 23. Juni griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 50.2 an. Wegen der heftigen Gegenwehr aller amerikanischer Schiffe, schaffte kein japanischer Pilot diesen engen Abwehrgürtel zu durchbrechen. Zu dieser Zeit des feindlichen Luftangriffs lag die USS HARADEN längsseits zur USS NATOMA BAY und übernahm frischen Treibstoff. Für die japanischen piloten schien dies ein lohnendes fast unbewegliches Ziel zu sein. Eines der japanischen Bombenflugzeuge ließ gleich vier Bomben über dem Zerstörer aus dem Schacht fallen. Zwei davon schlugen rund 200 Meter entfernt von der Backbordseite des Kriegsschiffes auf dem Wasser auf. Die beiden anderen fielen achtern ins Wasser und richteten keinen Schaden an. Nach diesem feindlichen Luftangriff konnten alle anderen noch auf den Geleitflugzeugträgern verbliebenen amerikanischen Flugzeuge am folgenden Morgen abheben und nach Saipan wechseln. Gleich nachdem das letzte Flugzeug abgehoben hatte, verließen alle Schiffe der TG 50.2 die Gewässer um Saipan und fuhren zu dem Atoll Eniwetok. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 27. Juni und verließen es am 1. Juli wieder. Ihre Fahrt führte sie nach Pearl Harbor. In diesem Hafen machte man die Schiffe der TG am 8. Juli fest. Die USS HARADEN blieb in den Hawaiianischen Gewässern bis zum 15. September und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Philippinen und unterzog sich einer Überholung. Für die Teilnahme an den dann folgenden Kämpfen verließ der Zerstörer am 15. September erneut Pearl Harbor und fuhr zum Seeadler Harbour auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier legte das Kriegsschiff am 2. Oktober an. Hier gliederte man die USS HARADEN in die Task Undergroup 77.4.3 ein. Von hier aus sollte das Versprechen von Feldmarschall Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), die Philippinen zurück zu erobern, eingelöst werden. Nachdem auf dem Zerstörer im Seeadler Harbour die Munitionsvorräte sowie andere Vorräte am 12. Oktober 1944 aufgefrischt waren, legte das Kriegsschiff mit den Schiffen der TG 77.4 ab. Das Kommando über die Task Group 77.4 führte Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) während der Invasion von Leyte, Philippinen. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten auf. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS HARADEN gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Boston, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS HARADEN, USS HALLIGAN, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ) und USS PICKING ( DD-685 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Schiffe der Task Group 77.4 legten am 14. Oktober im Seeadler Harbor ab und begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe der Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern der drei Task Undergroups, war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Japanische Piloten versuchten erfolglos die riesige Invasionsflotte der Alliierten zu stoppen. Die kontinuierlichen Angriffe dieser feindlichen Flugzeuge überstand die USS HARADEN ohne einen Schaden davon zu tragen. Dafür konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers mehrere feindliche Flugzeuge abschießen. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht, dass ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Es konnten drei Kreuzer versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Auch hier verteidigten die Geschützmannschaften die Schweren Schiffe heldenhaft vor den japanischen Angreifern. Am Nachmittag des 26. Oktober verließen die Schiffe der TG 77.4 den Leyte Golf und fuhren zum Seeadler Harbour. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen sie am 1. November ein. Die USS HARADEN blieb bei der Task Group 77.4. Nur wurde diese ab dem 10. November neu zusammengestellt. So befanden sich in dieser TG die beiden Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) und USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) welche von den Zerstörern USS HARADEN, USS HALLIGAN, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und den Geleitzerstörern USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS COOLBAUGH ( DE-217 ) gesichert wurden. Aufgabe der Geleitflugzeugträger war es Luftunterstützung für die Konvois zwischen Manus Island, Admiralitätsinseln und Leyte, Philippinen und den angelandeten Truppen auf Leyte zu gewährleisten. Die Zerstörer und Geleitzerstörer sollten die beiden Träger vor Luft- und Unterwasserangriffen sichern. Doch noch am selben Tag erschütterte eine gewaltige Explosion, hervorgerufen durch die Detonation von 3.800 Tonnen Munition auf dem Munitionstransportschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ), den Hafen und zerstörte mehrere Schiffe und tötete unzählige Besatzungsmitglieder davon. Von der USS MOUNT HOOD und deren 350-köpfigen Besatzung selber gab es nichts mehr zu sehen. Von dem Schiff blieb nur ein Fragment von fünf mal drei Metern übrig das in einem durch die Explosion entstandenen Graben auf dem Meeresboden von 300 Metern Länge, 60 Meter Breite und bis zu 12 Metern Tiefe zum liegen kam. Die Besatzung der USS HARADEN half im Hafen bei dem Löschen von Bränden auf anderen Schiffen und transportierte Verwundete an Land. Am 12. November verließen die Schiffe der TG 77.4 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln. Diese erreichten sie sechs Tage später. Von dort aus boten die Trägerflugzeuge Luftunterstützung für Schiffskonvois, die zur Insel Leyte unterwegs waren. Bis zum 28. November blieben die Schiffe der TG vor den Palau Inseln. Anschließend ankerten sie in der Kossol Roads bis zum 10. Dezember. Während der Liegezeit integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 77.12.7, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, West Virginia – 13. Juni 1972 im Walter – Reed – Militärkrankenhaus in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ) die von den Zerstörern USS HARADEN, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS McGOWAN ( DD-678 ) und USS McDERMUT ( DD-677 ) eskortiert und gesichert wurden. Am 10. Dezember hievten die Schiffe der Task Group 77.12 in der Kossol Roads ihre Anker und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Die Sulu See erreichten die Schiffe drei Tage später. Vier japanische Flugzeuge griffen an diesem Tag den Verband nördlich von Mindanao bei Baliangao an. Drei der Kamikazepiloten konnten dabei abgeschossen werden noch bevor diese sich auf ein Schiff stürzen konnten. Daran waren auch die Geschützmannschaften der USS HARADEN maßgeblich beteiligt. Der Pilot des vierten Flugzeuges wich den auf ihn abgeschossenen Geschossen nach links aus und stürzte sich in die Backbordseite der USS HARADEN. Dabei fiel der vordere Maschinenraum aus und das Deck wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Zerstörer war nicht mehr manövrierfähig. Die USS TWIGGS ging deshalb längsseits. Das Schadensbekämpfungsteam des Zerstörers wechselte auf das havarierte Schiff über und beteiligte sich an der Bekämpfung der Brände und daran den Zerstörer wieder flott zu bekommen. Außerdem wurde dem Schiffsarzt geholfen die Verwundeten zu versorgen. Aus eigener Kraft konnte dann zwar die USS HARADEN in Richtung Leyte fahren, aber die USS TWIGGS eskortierte den Zerstörer noch, bis ein Hochseeschlepper bei Silino Island erschien und das havarierte Schiff bis in die San Pedro Bay, Leyte begleitete, wo es am 14. Dezember anlegte. Vierzehn Mannschaftsmitglieder der USS HARADEN überlebten diesen Kamikazeangriff nicht und vierundzwanzig weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Verletzten wurden noch am selben Tag von Bord gebracht. Die ersten dringen notwendig gewordenen Reparaturarbeiten begannen ebenfalls noch am selben Tag und dauerten drei Tage. Gleich nach Abschluss dieser ersten Reparaturen verließ die USS HARADEN die San Pedro Bay und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. In diese Werft lief der Zerstörer am 14. Januar 1945 ein. Die Reparaturen und die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt dauerten bis zum 19. April. An diesem 19. April verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr nach Pearl Harbor, wo es am 25. April eintraf. Die USS HARADEN führte nun bis zum 6. Juli mehrere Eskortierdienstübungen für Amphibienkonvois, die in den Westpazifik begleitet werden sollten, durch. An diesem 6. Juli verließen die Schiffe Pearl Harbor und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. In der dortigen Subic Bay begannen weitere Übungen mit den amphibischen Schiffen. Durch die bedingungslose Kapitulation Japans gegenüber den Amerikanern und deren Verbündeten endete am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS HARADEN fuhr nun mit Einheiten der 7. US Flotte zur chinesischen Küste und demonstrierte dort unter anderem vor Tsingtao die Stärke der amerikanischen Marine. Damit sollte die angespannte Situation an Land stabilisiert werden. Am 8. September legte der Zerstörer in Jinsen, Korea an. Schon nach wenigen Tagen verließ das Kriegsschiff wieder die koreanische Halbinsel und operierte erneut entlang der chinesischen Küste. In Nordchina kamen amerikanische Invasionstruppen an Bord der USS HARADEN. Der Zerstörer fuhr nun wieder südwärts und erreichte am 29. September den Hafen von Jinsen. Am folgenden Tag begann die amphibische Landung der Besatzungstruppen in der Taku Bay. Bis zum 6. Oktober blieb das Kriegsschiff in den koreanischen Gewässern. Anschließend fuhr die USS HARADEN zur Unterstützung der Besatzungen nach Chefoo, Shanghai, Taku und Tsingtao. Tsingtao verließ das Kriegsschiff am 13. Dezember und fuhr in Richtung Osten aus. Die Fahrt nach San Francisco wurde nur an der Marinebasis Pearl Harbor unterbrochen. Am 3. Januar 1946 erreichte die USS HARADEN San Francisco. Einige Wochen später wechselte der Zerstörer nach San Diego. Hier blieb das Kriegsschiff untätig liegen. Am 2. Juli 1946 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in einen Teil der Pazifikreserveflotte die in San Francisco lag. Am 1. November 1972 strich man den Namen USS HARADEN ( DD-585 ) aus der US Navy – Liste. Danach bereitete man den Schiffskörper zu einem Seeziel um. Im November 1973 versenkte man diesen während einer Übung.


USS HARADEN ( DD-585 )
Commanding Officer

CDR Halle Charles Allen Jr.        16. September 1943 – 1. November 1944
CDR William Henry Watson Jr.        1. November 1944 – 6. Juli 1945
LCDR Leslie James O’Brien Jr.         6. Juli 1945 – 2. Juli  (erreichter Rang RADM)

USS HOWORTH ( DD-592 )

USS HOWORTH ( DD-592 )

Biografie

William L. Howorth
* 16. Juli 1841 in Massachusetts
† ?
war ein Acting Master Maat in der US Navy

Am 29. April 1863 trat William L. Howorth in die US Navy ein und man übergab ihm den Rang eines Acting Master Maat. Man versetzte ihn auf den Holzschraubendampfer USS MONTICELLO ( 1859 ) der zum Nordatlantikblockadegeschwader gehörte welches von Acting Rear Admiral Samuel Phillips Lee ( 13. Februar 1812 – 7. Juni 1897 ) befehligt wurde und vor North Carolina patrouillierte. Lieutenant William Barker Cushing ( 4. November 1842 – 17. Dezember 1874 ) benötigte Freiwillige für eine Erkundungstour vom Cape Fear River bis nach Wilmington. Howorth meldete sich und das Unternehmen startete vom 23. bis zum 24. Juni 1864. Diese Männer sammelten wertvolle Informationen über die Abwehrkräfte der konföderierten Truppen. Das konföderierte Panzerschiff CSS ALBEMARLE überwachte bis zum Sommer 1864 den Roanoke River, als die US Regierung einen Umsetzbaren Plan vorgelegt bekommen wollte wie dieses Panzerschiff vernichtet werden könnte. Lieutenant Cushing legte bis zum Herbst zwei Pläne vor von denen einer später realisiert wurde. Er kaufte in New York zwei Dampfschiffe und ließ diese nach seinen Vorgaben umbauen. Auf ihnen installierte man je eine 12-Pfund-Dahlgren Haubitze und einen 4,3 Meter langen Holm der ins Wasser ragte und an dem eine Sprengladung angebracht wurde. Ein Schiff ging während der Fahrt von New York nach Norfolk, Virginia verloren, aber das zweite auf dem sich Cushing und sieben Offiziere sowie Soldaten, unter ihnen William L. Howorth, befanden, lief in die Mündung des Roanoke River ein. In der Nacht vom 27. zum 28. Oktober 1864 begann die Fahrt flussaufwärts. Cushing wollte gedeckt durch die Dunkelheit das Überraschungsmoment ausnutzen und das Konföderierte Schiff rammen. Aber als man sich den Docks näherte wurden sie entdeckt und die Wachen an beiden Ufern und auch die CSS ALBEMARLE eröffneten das Feuer. Es war jedoch zu spät. Der angebaute Holm am Dampfschiff stieß gegen den gepanzerten Rumpf des Panzerschiffes und die Sprengladung detonierte. Die Explosion schleuderte jeden an Bord des Dampfschiffes ins Wasser. Cushing zog seine Uniform im Wasser aus, schwamm an Land um sich dort bis zum Tageslicht zu verstecken und entkam am Nachmittag zu den flussabwärts liegenden Unionstruppen als die Suchtrupps der Konföderierten ihre Suchaktion abgebrochen hatten. Von den mutigen Männern unter Cushings Befehl ertranken zwei, einer entkam und elf wurden gefangen genommen. Auch Howorth wurde gefangen genommen. Durch dieses Unternehmen wurde in den Rumpf des Panzerschiffes an der Wasserlinie ein großes Loch gerissen und die CSS ALBEMARLE sank sofort in den Schlamm des Roanoke River, so dass ihre Kanonen nicht mehr zu gebrauchen waren. Später eroberten Unionstruppen das Stainless Banner von dem Panzerschiff. Lieutenant Cushing selber stellte in seinem Bericht fest, dass Acting Master Maar William L. Howorth von der USS MONTICELLO während der Expedition gegen die CSS ALBEMARLE auffällige Tapferkeit gezeigt habe. Im Februar 1865 tauschte man mit den konföderierten Truppen Gefangene aus. Unter ihnen war Howorth. Man beförderte ihn zum Acting Master und entließ ihn ehrenvoll im Oktober 1865 aus dem aktiven Dienst. Im folgenden Jahr trat Howorth erneut in die US Navy ein und wurde am 12. März 1868 zum Ensign ernannt. Aus dem Dienst trat Howorth am 4. April 1869 endgültig aus.


USS HOWORTH ( DD-592 )

Schiffsbiografie

Die USS HOWORTH ( DD-592 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master Maat William L. Howorth benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 26. November 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. R. P. Bromley taufte am 10. Januar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edward titt Burns ( 5. August 1908 – 20. März 2001 ) stellte am 3. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Endausrüstung begannen vor Bremerton im Puget Sound erste Probefahrten. Anschließend verließ die USS HOWORTH die Gewässer vor dem Bundesstaat Washington und fuhr entlang der US Westküste nach Süden. In der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien legte der Zerstörer am 14. Mai an. Gleich am folgenden Tag begannen erste Übungsfahrten, die bis zum Morgen des 18. Mai andauerten. An diesem Tag kehrte das Kriegsschiff nach San Diego zurück und blieb hier bis zum 22. Mai liegen. Man nahm für die nächste Übungsfahrt Munition an Bord. Am 22. Mai verließ die USS HOWORTH wieder die Marinebasis und man begann die Geschütze zu kalibrieren und übte an den Abwurfgeräten für Torpedos. Diese Übung war am folgenden Tag abgeschlossen und der Zerstörer kehrte in der Nacht vom 23. zum 24. Mai nach San Diego zurück. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 26. Mai liegen damit die Bunker aufgefüllt werden konnten. Am 27. Mai verließ die USS HOWORTH erneut die Marinebasis und beteiligte sich am folgenden Tag, zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), an einer Übung. Hauptthema war die Sicherungsfahrt des Zerstörers für größere Schiffe. Nach dieser Übung lag der Zerstörer vom 30. Mai bis zum 1. Juni erneut in San Diego. Danach kehrte das Kriegsschiff in den Puget Sound zurück. Hier bugsierte man den Zerstörer in ein Trockendock, um die Schiffshülle zu kontrollieren und notwendig gewordene Reparaturen auszuführen. Diese Arbeiten waren Mitte Juli abgeschlossen. Man gliederte den Zerstörer nun in das Zerstörergeschwader 21 ( DesRon 21 ). Am 22. Juli stach die USS HOWORTH wieder in See und eskortierte mehrere Truppentransporter von Bremerton aus zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese Marinebasis erreichten die Schiffe am 29. Juli. Hier verblieb der Zerstörer bis zum 25. August und beteiligte sich an mehreren Übungen. An diesem 25. August verließ der Zerstörer Pearl Harbor und eskortierte das Munitionsschiff USS SANGAY ( AE-10 ) bis nach Hollandia, Neuguinea. Hier integrierte man die USS HOWORTH in die Zerstörer Division 41 ( DesDiv 41 ), die zur 7. US Flotte gehörte. Von Hollandia aus fuhr der Zerstörer zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Hier warteten mehrere Versorgungsschiffe auf ihre Eskorte. Die USS HOWORTH übernahm während der Fahrt zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und nach Morotai Island, Nordmolukken die Sicherung vor feindlichen U-Booten. Diese Insel erreichten die Schiffe am 30. September. Auf dieser Fahrt und den dann folgenden zwei Wochen vor Morotai sammelte die Mannschaft des Zerstörers erste Kampferfahrungen. Ab dem 16. Oktober integrierte man die USS HOWORTH in die Task Force 77 ein. Die Aufgabe des Zerstörers bestand dort darin, zur philippinischen Insel Leyte zu fahren. Dort hatte ab dem 20. Oktober die Landeoperation gegen die japanischen Verteidiger begonnen. Das Kriegsschiff selber erreichte am 22. Oktober die Anlandungszone und bewachte die dort vor Anker liegenden Transportschiffe, während ab dem 24. Oktober mehrere amerikanische Kampfverbände sich in drei Schlachten am Golf von Leyte erfolgreich gegen drei anrückende japanische Flotten schlugen. Ab Anfang November bis zum 5. Dezember eskortierte die USS HOWORTH mehrere Schiffskonvois nach Kossol Roads, Palau Islands; Guam, Nördliche Marianen und zum Seeadler Harbour, Manus Island. An diesem 5. Dezember erreichte der Zerstörer wieder die San Pedro Bay, Leyte. Hier versetzte man den Zerstörer in die Task Group 78.3, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 in Portland, Oregon – 1. Mai 1983 ) befehligte. Die Kriegsschiffe der TG sollten in der Ormoc Bay die amphibische Landeoperation von zwei Regimentern der 77. Infanteriedivision überwachen und unterstützen. In der TG 78.3 befanden sich die Zerstörer USS HOWORTH, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS REID ( DD-369 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ) und USS LAFFEY ( DD-724 ), die Schnellen Truppentransporter USS WARD ( APD-16 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS LLOYD ( APD-63 ), USS COFER ( APD-62 ) und USS KEPHART ( APD-61 ), die Minensucher USS SAUNTER ( AM295 ) und USS SCOUT ( AM-296 ), das Panzerlandungsschiff LST-737, 27 Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe. Zur Freien Verwendung standen die Zerstörer USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ) und USS BUSH ( DD-529 ) zur Verfügung. Am 6. Dezember 1944 verließen die Schiffe der TG den Leyte Golf. Am folgenden Morgen befanden sie sich schon in der Position bei Village, Ormoc Bay und begannen mit dem Angriff und der Landeoperation. In diesen Minuten griffen japanische Kamikazepiloten den Verband an. Diese stürzten sich trotz großer Gegenwehr auf den Zerstörer USS MAHAN und dem Schnellen Truppentransporter USS WARD und versenkten beide. Der Zerstörer USS LAMSON und der Schnelle Truppentransporter USS LIDDLE wurden schwer beschädigt genauso wie mehrere Mittlere Landungsschiffe und das Panzerlandungsschiff. Die Geschützmannschaften der USS HOWORTH beteiligten sich an dem Abschuss mehrere dieser Kamikazepiloten. Der Motor eines dieser feindlichen Flugzeuge hatte schon mehrere Treffer erhalten und brannte. Doch der japanische Pilot steuerte mit einer Todesverachtung diese todbringende Maschine direkt auf die USS HOWORTH zu. Zum Glück hatten seine Höhenruder ebenfalls mehrere Treffer erhalten und ließen sich nicht mehr bewegen. Daher raste das Flugzeug über den Zerstörer hinweg, riss nur die Aufbauten vom Mast ab und stürzte anschließend ins Meer. Daraufhin zog man das Kriegsschiff aus der Ormoc Bay zurück und es fuhr in Richtung San Pedro Bay. Hier sollte der Zerstörer in die Task Undergroup 78.3.8. In dieser TU befanden sich zur Sicherung der amphibischen Landungsschiffe die Zerstörer USS HOWORTH, USS BUSH, USS O´BANNON, USS NEWCOMB, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ). Diese Kriegsschiffe sollten in der Ormoc Bay die Sicherung für die Anlandungen von alliierten Soldaten übernehmen. Am 8. Dezember legten die Schiffe in der San Pedro Bay ab. Die Zerstörer und die Infanterie- und Mittleren Landungsschiffe erreichten am folgenden Tag die Ormoc Bay. Sofort gingen die Marines an Land während die Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen japanische Küstenbefestigungen beschossen. Danach eskortierten die Zerstörer die amphibischen Landungsschiffe nach Leyte zurück. Am 10. Dezember verließ die USS HOWORTH wieder die Ormoc Bay und fuhr zur San Pedro Bay. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 78.3 ein, die von Rear Admiral Arthur Dewey Struble während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligt wurde. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE, die Zerstörer USS HOWORTH, USS BUSH, USS LAFFEY, USS WALKE, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS COFER ( APD-62 ), USS LLOYD ( APD-63 ), USS KEPHART ( APD-61 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen, der die erste Verstärkungsgruppe heranführte. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Die Mannschaft der USS HOWORTH unterstützte die Invasionstruppen mit dem Beschuss auf feindliche Ziele in Küstennähe, beteiligte sich am Beschuss der Kamikazepiloten und patrouillierte entlang der Flanken der Flotte. Am 15. Dezember konnte der Zerstörer einem japanischen Flugzeug nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde vor Mindoro leicht beschädigt. Das hinderte die USS HOWORTH aber nicht nach Hollandia zu fahren, wo mehrere Versorgungsschiffe lagen und auf ihre Eskorte nach Leyte warteten. Am 28. Dezember erreichte der Zerstörer den Hafen von Hollandia. Noch am selben Tag kehrte das Kriegsschiff in die San Pedro Bay, Leyte zurück. Hier integrierte man die USS HOWORTH in die Task group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befanden sich neben der USS HOWORTH noch die beiden Geleitzerstörer USS McNULTY ( DE-581 ) und USS GEORGE A. JOHNSON ( DE-583 ). Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die San Pedro Bay und eskortierten Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait. Am 12. Januar griffen vier Kamikazepiloten den Schiffsverband an. Doch die Geschützmannschaften der drei Kriegsschiffe konnten diesen Angriff erfolgreich abwehren. Am Morgen des folgenden Tages erreichten die Nachschubschiffe den Lingayen Golf und wurden sogleich entladen. Noch am selben Tag verließ die USS HOWORTH die TG 78.9 und wechselte zur Task Group 77.2, der Bombardement und Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Hier sicherte der Zerstörer die Schweren Einheiten vor Luft- und U-Boot-Angriffen. Außerdem beteiligte sich die USS HOWORTH ebenfalls an dem Beschuss japanischer Stellungen auf Luzon, die sich in Küstennähe befanden. Am Morgen des 15. Februar verließ der Zerstörer die TG und fuhr nach Saipan, Nördliche Marianen. In den dort ausgebauten Hafen lief das Kriegsschiff noch am selben Abend ein. Man füllte hier die Munition-, Treibstoff- und Proviantbunker auf dem Schiff auf. Gleich nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff wieder Saipan und eilte der Task Force 54, die an der Operation „Detachment“ beteiligt war, hinterher, in die es versetzt worden war. Die TF erreichte die USS HOWORTH am 19. Februar. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 in Knoxville, Pennsylvania – 30. November 1983 in Coronado, Kalifornien ). In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS HOWORTH, USS NEWCOMB, USS MULLANY ( DD-528 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS HALL ( DD-583 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) und USS TWIGGS ( DD-591 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ), die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar hatten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi abgelegt und erreichten fünf Tage später die japanische Insel Iwo Jima. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe und Kreuzer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Die Landeoperation begann am 19. Februar. Die USS HOWORTH erreichte an diesem Tag die Task Force 54. Sofort übernahm der Zerstörer die Sicherung der Schweren Schiffe vor Luftangriffe. Außerdem beteiligten sich die Geschützmannschaften an dem Beschuss von japanischen Stellungen in den Höhlen auf dem Mount Suribachi, in denen die Japaner ihre Maschinengewehrnester aufgebaut hatten. Bis zum 14. März behielt die USS HOWORTH ihre Position bei und unterstützte die Landungstruppen. Das Kriegsschiff verließ an diesem Tage wieder Iwo Jima, da die Kämpfe um die Insel abgeschlossen waren, und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier stellte man die Schiffe der Task force 53 zusammen. Die USS HOWORTH integrierte man in die Task Group 53.6, die Captain J. H. Wellings kommandierte und zur Sicherung der Transportschiffe der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS HOWORTH, USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS GENDREAU ( DE-639 ), USS FIEBERLING ( DE-640 ), USS WILLIAM C CODE ( DE-641 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS BEBAS ( DE-10 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließen die meisten Schiffe der TG 53.6 den Hafen von Port Purvis, Tulagi und fuhren nach Okinawa. Die USS HOWORTH selber legte am 26. März vom Atoll Ulithi ab und fuhr zu den Schiffen der TG 53.6. Der Angriff auf Okinawa, die letzte japanische Insel vor den Hauptinseln, erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich nach dem erreichen der Insel unterstützte der Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen die beginnende Landeaktion. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 51.5. Aufgabe der dort eingesetzten Zerstörer bestand darin, auf der zugewiesenen Radarvorpostenstation alle anderen Schiffe vor anfliegenden feindlichen Flugzeugen zu warnen und wenn möglich diese feindlichen Flugzeuge zu vernichten. Am 6. April eskortierte die USS HOWORTH zusammen mit dem Zerstörer USS NEWCOMB und dem Leichten Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) mehrere Minensucher von der Insel Ie Jima nach Okinawa. Mindestens vierzig feindliche Flugzeuge waren da in der Luft die man beobachten konnte. Die USS HOWORTH nahm nun wieder ihre Radarvorpostenstation ein, das war rund 6 Seemeilen nordnordwestlich von Zampa Misaki. Noch vor 16:00 Uhr griffen acht japanische Kamikazepiloten die drei amerikanischen Kriegsschiffe an. Trotz einer niedrigen Wolkendecke und schlechter Sicht können zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen oder abgewehrt werden. Eines der Flugzeuge schaffte es aber und schlug in die Aufbauten der USS HOWORTH ein. Während der dann beginnenden Brände und der Explosion wurden auf dem Zerstörer sieben Mannschaftsmitglieder getötet und vierzehn zum Teil schwer verletzt. Die Brände waren sehr schnell gelöscht. Das Kriegsschiff blieb daher Einsatztauglich und blieb auf seiner Radarvorpostenstation. Doch die USS HOWORTH sollte dann doch das Einsatzgebiet verlassen und sich für die Reparaturarbeiten an die US Westküste begeben. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 51.29.11. In dieser TU befand sich außerdem der Geleitzerstörer USS FIEBERLING ( DE-640 ) und der Schnelle Truppentransporter USS BARR ( APD-39 ). Am 10. April verließen diese drei Schiffe und die der Task Undergroup 51.29.12 die Gewässer von Okinawa und fuhren in Richtung Saipan. Auf dem Weg dorthin trifft man auf das japanische U-Boot IJN I-44. Sofort beginnt die USS HOWORTH mit der Jagd und wirft mehrere Hedgehogs über Bord. Die dadurch erzeugten Unterwasserexplosionen beschädigen das feindliche U-Boot, aber es kann entkommen. Es wird am 29. April durch einen Torpedobomber, der auf dem Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) stationiert ist, in aufgetauchter Position gesichtet und versenkt. Nachdem Saipan erreicht worden war, trennten sich die drei Schiffe. Die USS HOWORTH fuhr nun alleine an die kalifornische Küste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien traf der Zerstörer am 2. Mai ein. Hier begannen sofort umfangreiche Reparaturarbeiten und eine gründliche Überholung. Anfang Juli war dies abgeschlossen und es begannen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Diese waren am 15. Juli abgeschlossen und das Kriegsschiff verließ wieder die US Westküste. Erstes Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Anfang August verließ die USS HOWORTH wieder diese Basis und fuhr nach Adak, Aleuten. Am 15. August war der Zerstörer noch auf dem Weg dorthin, da erfuhr man von der bedingungslosen Kapitulation Japans, womit der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik für die amerikanischen Soldaten ein Ende hatte. Wenige Tage später erreichte das Kriegsschiff den Zielhafen Adak und wurde hier in die Task Force 44 integriert, die Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 23. April 1973 ) befehligte. In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS HOWORTH, USS HALFORD ( DD-480 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und der Geleitzerstörer USS MILLS ( DE-383 ). Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September den Norden von Honshu und zwei Tage später lagen sie in der Ominato Naval Base. Die USS HOWORTH fuhr von dort aus weiter und erreichte am 17. September Yokohama. Von hier aus eskortierte der Zerstörer mehrere Konvois zwischen den japanischen Gewässern und Pearl Harbor. Die letzte Konvoifahrt trat das Kriegsschiff am 11. November an. Siebzehn Tage später legte die USS HOWORTH im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Von hier aus wechselte der Zerstörer nach San Diego, wo er am 30. April 1946 außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt wurde. Den Namen USS HOWORTH ( DD-592 ) strich man am 1. Juni 1961 von der US Navy – Liste. Umgehend begann man dann mit der Umrüstung zum Zielschiff. Die amerikanischen U-Boote USS VOLADOR ( SS-490 ) und USS SALMON ( SS-573 ) übten am 8. März 1962 vor San Clemente Island, Kalifornien mit Torpedos Zielschießen und versenkten dabei den Zerstörer.


USS HOWORTH ( DD-592 )
Commanding Officer

CDR Edward Stitt Burns          3. April 1944 – 5. Juni 1945
LCDR William Lewis Thompson      5. Juni 1945 – 30. April 1946

USS PARKER ( DD-48 )

USS PARKER ( DD-48 )

Biografie

Foxhall Alexander Parker, Jr.
* 5. August 1821 in New York
† 10. Juni 1879 in Annapolis, Maryland
war ein Offizier in der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

Alexander Foxhall Parker war der Sohn von Alexander Foxhall Parker, Sr. ( 1788 – 23. November 1857 ), der ein Offizier in der US Navy war, und Sarah Jay Bogardus ( geboren 1794 ), einer Tochter von General Robert Bogardus ( 22. Mai 1771 – 12. September 1841 ). Er hatte einen Bruder, William Harwar Parker ( 8. Oktober 1826 – 30. Dezember 1896 ), der ebenfalls in der US Navy diente. Alexander Parker, Jr. wurde am 11. März 1837 zum Midshipman ernannt. Seine ersten Jahre an Bord verbrachte er im Westindischen Geschwader. Später versetzte man ihn auf die Philadelphia Naval School wo er bis 1843 studierte. Unter dem Kommando von seinem Vater, diente der junge Parker 1842 auf der USS CONSTITUTION ( 1797 ). Auch auf der Fregatte USS BRANYWINE ( 1825 ) diente er unter seinem Vater. Am 21. September 1850 beförderte man ihn zum Lieutenant und setzte ihn gegen die Florida Indianer, auf den Great Lakes, dem Mittelmeer, dem Pazifik und für Küstenvermessungen ein. Von 1861 bis 1862 war Parker Exekutive Officer auf der Washington Navy Yard in Washington DC. Während des amerikanischen Bürgerkrieges arbeitete er eng mit der Potomac Armee zusammen zum Schutz von Alexandria, Virginia nach der Ersten Schlacht von Bull Run am 21. Juli 1861. Parker baute in dieser Zeit mit 2.000 Seeleuten Fort Dahlgren auf um in Washington DC wieder für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. In diesem Fort ließ er die Seeleute an der Artillerie und an Handfeuerwaffen ausbilden und schickte sie danach zur Mississippi Flotte die unter dem Kommando von Admiral Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 – 26. Juni 1863 ) stand. Am 16. Juli 1862 übertrug man Parker das Kommando über das Seitenraddampfkanonenboot USS MAHASKA ( 1861 ) das unter anderen mit der Dampfschraubenfregatte USS WABASH ( 1855 ), auf ihr diente Leichtmatrose Oscar Walter Farenholt ( 2. Mai 1845 – 30. Juni 1920 ), in der Chesapeake Bay eine Seeblockade gegen Charleston bis September 1863 hielt. Danach übernahm Parker das Kommando über eine Navy Batterie mit der das Fort Sumter bombardiert wurde. Nachdem das Fort eingenommen wurde, übernahm Parker vom 31. Dezember 1863 bis zum 31. Juli 1865 die Potomac Flotte in der sich bis zu 42 Schiffe befanden. Mit dieser Flotte wurden in den angrenzenden Flüssen des Potomac konföderierte Einheiten bekämpft. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg beförderte man Parker 1866 zum Captain. Im Jahre 1872 erhielt er den Rang des Commodore zugesprochen und erhielt den Posten des Stabschefs der Nordatlantikflotte. In dieser Zeit entwickelte er den Kodex von taktischen Signalen für Dampfschiffe. Außerdem war Parker einer von 15 Navy Offizieren die am 9. Oktober 1873 das United States Naval Institut gründeten. Mit dabei waren Rear Admiral John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ), Lieutenant Charles Eugene Belknap ( 17. oktober 1846 – 16. Januar 1929 ), Commander Edward A. Terry ( 24. Januar 1839 – 1. Juni 1882 ), Commander Samuel Dana Greene ( 11. Februar 1839 – 11. Dezember 1884 ), Chefingenieur C. H. Baker, der medizinische Direktor Philip Lansdale, Pay Inspektor James Murray, die Lieutenant Commander P. E. Harrington, J. E. Craig, Caspar Frederick Goodrich ( 7. Januar 1847 – 26. Januar 1925 ), P. H. Cooper und C. J. Train, sowie der Lieutenant Willard Herbert Brownson ( 8. Juli 1845 – 16. März 1935 ) und Navy Corps Captain Tilton McLane ( 25. September 1836 – 1914 ). In den Jahren 1877 und 1878 war Parker Kommandant der Boston Navy Yard. Vom 1. Juli 1878 an war Parker Superintendent der United States Naval Academy in Annapolis. Er verstarb am 10. Juni 1879 in Annapolis. Sein Bruder William Harwar Parker kämpfte währed des amerikanischen Bürgerkrieges auf der Seite Der Konföderierten.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Commodore Alexander Foxhall Parker, Jr. in der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS PARKER ( DD-48 ) aus der AYLWIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS PARKER ( DD-604 ) aus der BENSON – Klasse.


USS PARKER ( DD-48 )

Schiffsbiografie

Die USS PARKER ( DD-48 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Foxhall Alexander Parker, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der AYLWIN – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 11. März 1912 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Henry W. Hand, Ehefrau des Vizepräsidenten der William Cramp & Sons, taufte am 8. Februar 1913 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles Preston Nelson stellte am 30. Dezember 1913 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Von Februar an bis März 1914 führte die Mannschaft der USS PARKER mit dem Kriegsschiff eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch, die es bis in die Karibik führte. Nach der Rückkehr wurde der Heimathafen des Schiffes Hampton Roads, Virginia. Hier integrierte man den Zerstörer in die Torpedo Flottille der Atlantikflotte, welche während der amerikanischen Neutralität während des Ersten Weltkrieges vor der US Ostküste operierte. Am 6. April legte der Zerstörer zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS AYLWIN ( DD-47 ) und USS BENHAM ( DD-49 ) im Hafen von Hampton Roads ab, um sich vor der Küste von North Carolina an einer umfangreichen Übung zu beteiligen. Alle drei Schiffe befanden sich wenig später in der Nähe des Diamond Shoals Lightship, das etwa 15 Seemeilen vor der Küste verankert war. Da riss eine Explosion auf der USS AYLWIN den Feuerraum eines Heizkessels auseinander. Drei Heizer und Kesselwärter, die sich in der Nähe befanden, wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Sofort übergab man diese an Bord der USS BENHAM. LCDR Train, Kommandant der USS BENHAM, ließ den Zerstörer unter vollem Dampf in Richtung Norfolk, Virginia mit über 29 Knoten Geschwindigkeit durchs Wasser pflügen um die Verletzten ins dortige Marinekrankenhaus zu bringen. Auf der Fahrt erlag aber schon der erste Verwundete seinen Brandverletzungen. Ein zweiter verstarb kurze Zeit später, da legte das Schiff gerade an. Die USS AYLWIN selber blieb aber in Takt, jedoch musste die gesamte Besatzung auf die USS PARKER wechseln. Zusammen mit dem Flottenschlepper USS SONOMA ( AT-12 ) wurde der havarierte Zerstörer nach Norfolk geschleppt. Die Besatzungen aller drei Zerstörer sammelten nach ihrer Hafenankunft für die Witwe des einen verstorbenen Seemannes 250 Dollar zur Bestreitung der Bestattungskosten. Am 28. Juli 1914 begann der Erste Weltkrieg mit der Kriegserklärung von Österreich-Ungarn gegen Serbien. Nach dem Eintritt Deutschlands in diesen Krieg am 1. August 1914, begann man in den amerikanischen Häfen mit der Internierung deutscher Schiffe. Die USS PARKER stationierte man daher zusammen mit dem Zerstörer USS McDOUGAL ( DD-54 ) im Hafen von New York vor dieser Internierungsstation. Denn Dudley Field Malone ( 3. Juni 1882 in New York City – 5. Oktober 1950 in Culver City, Los Angeles, Kalifornien ), der Collector of Customs at the Port of New York, hatte die Bedenken geäußert, dass einige internierte deutsche Dampfer während eines aufziehenden Wintersturmes versuchen könnten aus dem Hafen auszubrechen. Während einer dieser Patrouillenfahrten befand sich Malone an Bord der USS McDOUGAL. Dabei entdeckte man die Echtheit der weitverbreiteten Verschwörungstheorie, die die New York Times so nannte, dass britische Kriegsschiffe außerhalb der US Hoheitsgewässer dort all ihre Bunker von amerikanischen Schiffen gefüllt bekamen. Das widersprach der amerikanischen Neutralität. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete die Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS McDOUGAL, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS CASSIN ( DD-43 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS JARVIS ( DD-38 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS PARKER ( DD-48 ) und USS DOWNES ( DD-45 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Die USS PARKER kreuzte anschließend in der Karibik und nahm dort von Januar bis Mai 1916 an Flottenmanövern teil. In dieser Zeit, wenn kein Manöver anstand, beteiligte sich der Zerstörer an Neutralitätspatrouillen. Diese Wintermanöver wurden dann auch wieder ab Januar 1917 in der Karibik durchgeführt, an denen sich die US PARKER ebenfalls beteiligte. Da sich aber die Spannungen zwischen den USA und dem Kaiserreich Deutschland immer mehr verschärften, verließ der Zerstörer im März die Karibik und fuhr nach Yorktown, Virginia und schloss sich der dort wartenden US Flotte an. Am 6. April 1917 trat die USA mit der Kriegserklärung gegen das Kaiserreich Deutschland in den Ersten Weltkrieg ein. Die USS PARKER wählte man für den Überseedienst aus. Am 17. Juni übernahm der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern USS AMMEN ( DD-35 ), USS FLUSSER ( DD-20 ) und USS SHAW ( DD-68 ) die Eskorte für die vierte Gruppe des ersten amerikanischen Konvois der Einheiten der American Expeditionary Force. Dieser Schiffskonvoi bestand aus den Army Transportern USAT MONTANAN, USAT DAKOTAN, USAT EL OCCIDENTE und USAT EDWARD KUCKENBACH, das Transportschiff USS HANCOCK ( AP-3 ) und der Hochseeöler USS KANAWHA ( AO-1 ). Außerdem beteiligte sich an der Sicherung dieses Schiffskonvois der geschützte Kreuzer USS ST LOUIS ( C-20 ). Am 17. Juni legten diese Schiffe im Hafen von New York ab und fuhren mit einer Geschwindigkeit von 11 Knoten über den Atlantik mit dem Ziel Brest, Frankreich. Da aber Meldungen von vereitelten U-Boot Angriffen auf die erste Gruppe und schwere feindliche U-Boot Aktivitäten vor Brest empfangen werden konnten, änderte man den Zielhafen der vierten Gruppe. Am 2. Juli liefen diese Schiffe im Hafen von St. Nazaire, Frankreich ein. Die USS PARKER selber verließ die St. Nizaire den Schiffskonvoi und fuhr nach Queenstown, Irland. Hier schloss sich der Zerstörer der US Naval Forces an, die entlang der irischen Küste patrouillierte. Von Queenstown aus eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois sich durch das Kriegsgebiet und unterstützte Schiffe die in Seenot geraten waren. Von Juli bis zum 1. November 1918 verlegte man die USS PARKER nach Plymouth, England. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer an der Suche und der Vernichtung von deutschen U-Booten, denn darin hatte die Schiffsbesatzung schon einige Erfahrungen sammeln können. So traf das Kriegsschiff während des Ersten Weltkrieges in europäischen Gewässern schon des Öfteren auf diese feindlichen Schiffe. So wurde der USS PARKER am 3. August 1917 die wahrscheinlich ernsthafte Beschädigung eines deutschen U-Bootes gutgeschrieben. Außerdem half die Besatzung des Zerstörers am 26. Februar 1918 bei der Rettung von neun Überlebenden des britischen Hospitalschiffes HMHS GLENART CASTLE ( 6.824 BRT ), das von dem deutschen U-Boot SM UC 56, Kommandant Oberleutnant zur See Wilhelm Kiesewetter ( 28. Oktober 1878 in Leipzig – ? ), in der Nähe von Hartland Point, Devon, England torpediert und versenkt worden war. Das Hospitalschiff sank innerhalb von acht Minuten. 162 Menschenleben forderte der Untergang. Darunter war der Kapitän des Hospitalschiffes, Bernhard Burt, acht Krankenschwestern, sieben medizinische Offiziere des Royal Army Medical Corps, 47 Sanitäter und 99 Verletzte. Unter den getöteten Krankenschwestern war auch die Matron vom Hospitalschiff, Miss Kate Beaufoy ( 1868 – 26. Februar 1918 ), eine Veteranin des südafrikanischen Krieges und der Gallipoli Kampagne. Nach dem Krieg ließ die britische Admiralität die Kapitäne von deutschen U-Booten suchen, die Hospitalschiffe versenkt hatten, um sie des Kriegsverbrechens anzuklagen. Kapitänleutnant der Reserve Kiesewetter wurde nach dem Krieg auf seiner Rückreise nach Deutschland verhaftet und im Tower von London interniert. Doch man ließ ihn schon nach wenigen Wochen wieder frei. Die Begründung dazu lautete, dass Großbritannien kein recht habe einen Gefangenen während des Waffenstillstandes zu behalten. Die USS PARKER indes verließ am 1. November 1918 Plymouth und fuhr nach Gibraltar. Hier sollte der Zerstörer die Meerenge vor den deutschen U-Booten sichern. Aber schon wenige Tage später war der Erste Weltkrieg mit dem unterzeichnen des Waffenstillstandes aller Kriegsparteien beendet. Das Kriegsschiff kehrte daraufhin nach Plymouth zurück. Von dort aus begann dann die USS PARKER zwischen Plymouth und Brest Post und Passagiere zu transportieren. Der Zerstörer unternahm Anfang 1919 eine Kreuzfahrt zu deutschen Häfen an der Nordsee, um die Bedingungen des Waffenstillstandes zu kontrollieren und umzusetzen. Anschließend wechselte das Kriegsschiff in die Ostsee und unterstützte dort die Mitglieder und Schiffe der amerikanischen Hilfsverwaltung. Die USS PARKER verließ am 20. Juli 1919 die europäischen Gewässer und fuhr nach New York. Bei der Ankunft des Zerstörers versetzte man ihn dort innerhalb der Atlantikflotte in das Zerstörergeschwader 1. Gleich danach wechselte das Kriegsschiff in seinen neuen Heimathafen Norfolk, Virginia. Hier blieb die USS PARKER bis Mitte 1921 stationiert. Zwischenzeitlich wechselte der Zerstörer ab Juli 1920 ins Mittelmeer und beteiligte sich an der Suche nach einem vermissten amerikanischen Missionarsehepaar, Paul Nilson und Harriet Fisher Nilson, die von türkischen Nationalisten entführt worden waren. Die USS PARKER wurde dafür nach Mersina entsandt, um die Freilassung des Paares zu fordern. Die daraus resultierenden Nachrichten wurden per Flugzeug nach Tarsus und Adana geschickt. Nach der erfolgreichen Rückkehr des Zerstörers samt dem Ehepaar an der US Ostküste, unternahm das Kriegsschiff eine letzte Kreuzfahrt. Diese endete in Newport, Rhode Island. Hier stellte man das Kriegsschiff am 6. Juni 1922 außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Den Namen USS PARKER ( DD-48 ) strich man am 8. März 1935 von der US Navy – Liste. Nach der Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 23. April 1935 zum verschrotten.


USS PARKER ( DD-48 )
Commanding Officer

LCDR Charles Preston Nelson          30. Dezember 1913 – 18. März 1915 (erreichter Rang RADM)
LCDR Ward Kenneth Wortman        18. März 1915 – 8. April 1916
LT William Donaldson Greetham         8. April 1916 – 27. Juni 1916
LT Halsey Powell        27. Juni 1916 – 6. Oktober 1917
LCDR Frank Robert McCrary          6. Oktober 1917 – 8. Mai 1918
LCDR Wilson Brown Jr.         8. Mai 1918 – 15. Januar 1919
LCDR Wallace Benjamin Phillips        15. Januar 1919 – 11. Mai 1919
LCDR John Howard Wellbrock         11. Mai 1920 – 6. Juni 1921
LT Harold Samuel Klein        6. Juni 1921 – 1. Januar 1922
LT David Carl Fox          1. Januar 1922 – 6. Juni 1922

USS AYLWIN ( DD-47 )

USS AYLWIN ( DD-47 )

Biografie

John Cushing Aylwin
* 14. Juni 1778 in Quebec, Kanada
† 28. Januar 1813
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812.

Aylwin arbeitete auf britischen Schiffen schon seit frühestem Alter. Obwohl er nie in den Listen der Royal Navy eingetragen war, bekam er immer mehr Verantwortung übertragen und wurde 1795 zum Maat ernannt. Aylwin weigerte sich das Angebot als Ensign anzunehmen, wollte aber weiterhin zur See fahren. Daraufhin hat man ihn gegen seinen Willen für weitere sechs Jahre festgehalten. Durch eine Krankheit kehrte er in seine Heimat zurück. Nach der Genesung war er als Captain für mehrere Handelsschiffe aus Boston, Massachusetts tätig. Als der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien 1812 ausbrach erhielt Aylwin das Angebot von der US Navy als Lieutenant der Segelmeister auf der USS CONSTITUTION zu werden. Für seine Tapferkeit während des Kampfes mit der HMS GUERRIERE am 19. August 1812 zeichnete man ihn aus. Diese 38-Kanonen Fregatte der Briten wurde von den Amerikanern erobert und verbrannt. Lieutenant Aylwin nahm auch an der Schlacht zwischen der USS CONSTITUTION und der HMS JAVA am 29. Dezember 1812 teil. Diese 38-Kanonen Fregatte der Briten wehrte sich erheblicher als die HMS GUERRIERE, aber ihr Schicksal war besiegelt. Das Schiff wurde nach der Eroberung verbrannt. Allerdings war der Preis für die Amerikaner sehr hoch. Auf der HMS JAVA wurden bei dieser Schlacht 57 Männer getötet und 83 verwundet. Auf der
USS CONSTITUTION waren nach dem Kampf neun Tote zu beklagen und 57 verletzte, darunter auch Bainbridge und Aylwin. Aylwin starb später auf See an seinen Verletzungen.

Insgesamt vier Schiffe sind nach John Cushing Aylwin benannt worden.
Das Erste war eine Kriegsschaluppe die 1813 in den Dienst der US Navy trat.
Danach folgten zwei Zerstörer, die USS AYLWIN ( DD-47 ) und die USS AYLWIN ( DD-355 ).
Das Vierte Schiff war die FREGATTE USS AYLWIN ( FF-1081 ).


USS AYLWIN ( DD-47 )

Schiffsbiografie

Die USS AYLWIN ( DD-47 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant John Cushing Aylwin benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das erste Schiff aus der AYLWIN – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 7. März 1912 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Joseph Wright Powell, Ehefrau des Assistenten des Präsidenten der William Cramp & Sons Shipbuilding Company, taufte am 23. November 1912 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Leigh Carlyle Palmer ( 11. September 1873 – 26. Februar 1955 ) stellte am 17. Januar 1914 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung begann für die Mannschaft der USS AYLWIN eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis in die Karibik führte. Nach der Rückkehr wurde der Heimathafen des Schiffes Hampton Roads, Virginia. Hier integrierte man den Zerstörer in die Torpedo Flottille der Atlantikflotte, welche während der amerikanischen Neutralität während des Ersten Weltkrieges vor der US Ostküste operierte. Am 6. April legte der Zerstörer zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS PARKER ( DD-48 ) und USS BENHAM ( DD-49 ) im Hafen von Hampton Roads ab, um sich vor der Küste von North Carolina an einer umfangreichen Übung zu beteiligen. Alle drei Schiffe befanden sich wenig später in der Nähe des Diamond Shoals Lightship, das etwa 15 Seemeilen vor der Küste verankert war. Da riss eine Explosion auf der USS AYLWIN den Feuerraum eines Heizkessels auseinander. Drei Heizer und Kesselwärter, die sich in der Nähe befanden, wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Sofort übergab man diese an Bord der USS BENHAM. LCDR Train, Kommandant der USS BENHAM, ließ den Zerstörer unter vollem Dampf in Richtung Norfolk, Virginia mit über 29 Knoten Geschwindigkeit durchs Wasser pflügen um die Verletzten ins dortige Marinekrankenhaus zu bringen. Auf der Fahrt erlag aber schon der erste Verwundete seinen Brandverletzungen. Ein zweiter verstarb kurze Zeit später, da legte das Schiff gerade an. Die USS AYLWIN selber blieb aber in Takt, jedoch musste die gesamte Besatzung auf die USS PARKER wechseln. Zusammen mit dem Flottenschlepper USS SONOMA ( AT-12 ) wurde der havarierte Zerstörer nach Norfolk geschleppt, wo sie am 7. April anlegten. In der Washington Post stand dazu, dass die USS AYLWIN nur noch fünf Stunden sich über Wasser gehalten hätte. In dem Bericht stand außerdem, dass das Vorderdeck des Zerstörers durch die Explosion vollständig zerstört worden war. Außerdem waren zwei der vier Geschütze völlig aus ihrer Verankerung gerissen worden und lagen etwa mit 25° zur normalen Position auf dem Kriegsschiff. Die Zeitung spekulierte, dass das fehlerhafte Metall des Kessels Nummer 1 Ursache der Explosion war. Die Besatzungen der drei Zerstörer, USS AYLWIN, USS PARKER und USS BENHAM, sammelten nach ihrer Hafenankunft für die Witwe des einen verstorbenen Seemannes 250 Dollar zur Bestreitung der Bestattungskosten. Obwohl die Reparatur der USS AYLWIN auf ungefähr drei Monate geschätzt wurde, stellte man den Zerstörer am 20. April 1914 außer Dienst und blieb für ein Jahr in der Norfolk Navy Yard inaktiv. Am 25. Mai 1915 stellte Lieutenant Commander John Charles Fremont, III. ( 1880 in New York – 13. Oktober 1957 ) das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. Gleichzeitig integrierte man die USS AYLWIN in die 6. Division der Torpedo Flottille innerhalb der Atlantikflotte. Der Zerstörer operierte entlang der US Ostküste und führte Routinepatrouillen durch. Dabei unternahm das Kriegsschiff auch Neutralitätspatrouillen. Während dieser Fahrten versuchte die USS AYLWIN amerikanische und Neutralgekennzeichnete Handelsschiffe vor der Einmischung durch britische oder deutsche Kriegsschiffe und U-Boote zu schützen. Im Zuge der Ausübung dieser Pflichten verlegte man die USS AYLWIN nach Newport, Rhode Island. Am Morgen des 7. Oktober lief das deutsche U-Boot SM U-53 in den Hafen von Newport ein. Kapitänleutnant Hans Rose ( 15. April 1885 – 6. Dezember 1969 ) machte im Hafen seine Anstandsbesuche bei Rear Admiral Austin Melvin Knight ( 16. Dezember 1854 – 26. Februar 1927 ), Kommandant des Zweiten Naval Districts in den USA, und Rear Admiral Albert Gleaves ( 1. Januar 1858 – 6. Januar 1937 ) an Bord des Leichten Kreuzers USS BIRMINGHAM ( CL-2 ). Von beiden amerikanischen Admirälen erhielt Hans Rose Höflichkeitsbesuche an Bord des U-Bootes. Rear Admiral Gleaves brachte dabei seine Ehefrau und seine Tochter mit an Bord. Insgesamt zwei Stunden benötigte die neutrale amerikanische Regierung danach um zu entscheiden wie man sich zu diesem überraschenden Besuch zu verhalten habe. Noch bevor der Hafenmeister seiner Amtspflicht nachzukommen versuchte, um das U-Boot in Quarantäne zu versetzten, legte Kapitänleutnant Rose auch schon wieder ab damit er und seine Mannschaft nicht interniert werden konnten. Am 8. Oktober 1916 kam der drahtlose Bericht herein, dass ein deutsches U-Boot sich in der Nähe des Feuerschiffes NANTUCKET am östlichen Ende von Long Island befinde und Schiffe anderer Nationalitäten stoppe. Nachdem von dem britischen 3.847-Tonnen Dampfer WEST POINT gegen 11:30 Uhr das SOS Funksignal empfangen wurde, setzte Rear Admiral Gleaves die Zerstörer USS AYWIN, USS BENHAM, die USS ERICSSON ( DD-56 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS WINSLOW ( DD-53 ) und noch zwölf weitere Zerstörer in Marsch um die Überlebenden des britischen Dampfers zu bergen. Gegen 17:00 Uhr waren die amerikanischen Zerstörer an Ort und Stelle, da hatte das deutsche U-Boot SM U-53 den niederländischen Frachter BLOMMERSDYK von der Holland-Amerika Line mit Schmuggelgüter für England gestoppt. Gleichzeitig erschien das 3.449-Tonnen schwere britische Passagierschiff STEPHANO in diesem Bereich. Kapitänleutnant Rose ließ dieses Schiff ebenfalls stoppen und die amerikanischen Zerstörer durften die Besatzung des niederländischen Frachters und die britischen Passagiere an Bord nehmen. Neben der USS AYLWIN signalisierte Kapitänleutnant Hans Rose auch der USS McDOUGAL und USS BENHAM ihm freie Bahn zu geben um in eine gute Abschussposition zu gelangen. Dann versenkte Rose mit seinen beiden letzten Torpedos gegen 19:50 Uhr beide Schiffe und schlug um 22:30 Uhr einen Kurs über den Golfstrom nach Hause ein. Er wich dabei drei britischen Zerstörern aus, die nach Kanada entsandt worden waren um ihn abzufangen. Dieser 8. Oktober war für Kapitänleutnant Rose ein Glückstag. Zuerst ließ er den amerikanischen Dampfer KANSAN durch einen Schuss vor den Bug gegen 05:35 Uhr stoppen. Nach der Prüfung der Papiere wurde das Schiff wieder freigegeben da es keine Schmuggelgüter an Bord hatte. Um 06:00 Uhr erschien ein großes Passagierschiff das aber Rose ziehen lassen musste, da er sich nicht in der Lage sah für die große Anzahl von Passagieren die Sicherheit zu gewährleisten. Der 4.321-Tonnen schwere britische Dampfer STRATHDENE wurde 06:53 Uhr angehalten und um 07:43 Uhr, nachdem die Besatzung von Bord war, torpediert. Mit dem 3.878-Tonnen schweren norwegischen Dampfer CHRISTIAN KNUTSEN mit einer Ladung Dieselöl für London erging es nicht anders. Dieses Schiff wurde 08:03 Uhr gestoppt und um 09:53 Uhr versenkt. Insgesamt 226 Überlebende von den fünf versenkten Schiffen wurden durch die amerikanischen Zerstörer gerettet. Die Besatzung der USS AYLWIN nahm eine Reihe von Passagieren der STEPHANO an Bord und übergab sie später an den Zerstörer USS JENJINS ( DD-42 ), der sie nach Newport brachte. Doch von Kapitänleutnant Hans Rose verursachte Aktion zu Wasser vor dem Passagierschiff STEPHANO war noch nicht beendet. Lord Charles William de la Poer Beresford, 1. Baron Beresford ( 10. Februar 1846 in Curraghmore, County Waterford, Irland – 6. September 1919 in Berriedale, Caithness, Schottland ) beschuldigte die Mannschaft der USS AYLWIN, während einer Rede im House of Lords, den Deutschen während der Versenkung des Passagierschiffes behilflich gewesen zu sein. Wie fast jedes Jahr beteiligte sich die USS AYLWIN Anfang des Jahres 1917 in den kubanischen Gewässern an den winterlichen Manövern. Kurz nach der Kriegserklärung der USA am 6. April 1917 gegen das Kaiserreich Deutschland, kehrte der Zerstörer an die Küste Virginias zurück. Das Kriegsschiff setzte man allerdings nicht in europäischen Gewässern zur Begleitung alliierter Handelsschiffe ein. Die USS AYLWIN blieb im Hafen von Boston, Massachusetts und in Newport. Von hier aus operierte das Kriegsschiff vor der amerikanischen Ostküste und nahm von Juni 1917 bis zum 4. Januar 1918 an speziellen experimentellen Arbeiten von dem Erfinder Reginald Aubrey Fessenden ( 6. Oktober 1866 in East-Bolton, Quebec, Kanada – 22. Juli 1932 auf den Bermdas ) teil. Dabei wurde hauptsächlich der Fernradiolegrphiegebrauch mit der leistungsstarken Alexanderson Lichtmaschine und dem Fessenden – Alexanderson-Generator für die transozeanische Kommunikation auf dem Atlantik ausprobiert. Am 4. Januar 1918 verließ der Zerstörer dann die US Ostküste und fuhr nach Queenstown, Irland. Wenige Tage nach der Ankunft patrouillierte das Kriegsschiff schon vor der Hafeneinfahrt. Doch dies war nicht von langer Dauer. Der Zerstörer verlegte dann nach Plymouth. Von hier aus beteiligte sich die USS AYLWIN zusammen mit britischen Kriegsschiffen aus Plymouth und Devenport an den Anti-U-Boot Patrouillen. Dies behielt der Zerstörer bis zum Ende des Ersten Weltkrieges bei. Auch danach verblieb das Kriegsschiff in den europäischen Gewässern. Ab dem 26. Dezember 1918 fuhr der Zerstörer in Begleitung des Scout Kreuzers USS CHESTER ( CS-1 ) zu einer Inspektionstour zu den Ostseehäfen Deutschlands. Die beiden Schiffe, die unter der Schirmherrschaft der Interalliierten Marine-Waffenstillstandskommission operierten, sollten amerikanische Kriegsgefangene oder in deutschen Häfen entdeckte amerikanische Bürger an Bord nehmen. Im Mai 1919 verlegte man die Einsatzbasis des Zerstörers innerhalb der europäischen Gewässer dann von Brest, Frankreich nach Antwerpen, Belgien. Dort traf die USS AYLWIN am 22. Mai ein und war gleichzeitig das erste amerikanische Kriegsschiff das in diesen belgischen Hafen umzog. Doch im folgenden Monat wechselte der Zerstörer wieder nach Brest zurück. Von dort aus begann das Kriegsschiff seine Fahrt an die US Ostküste. Im Hafen von New York legte die USS AYLWIN am 26. Juni an. Von New York aus verlegte man den Zerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und versetzte das Kriegsschiff in die Reserve. Man verlieh am 17. Juli 1920 dem Schiff dann die Kennung „DD-47“. In Philadelphia stellte man am 23. Februar 1921 den Zerstörer außer Dienst. Da man den Namen USS AYLWIN am 1. Juli 1933 im Marineministerium dem neuen Zerstörer mit der Kennung DD-355 aus der FARRAGUT – Klasse zugesprochen hatte, entzog man dem alten Zerstörer am 1. November 1933 den Namen AYLWIN und beließ ihm die Kennung DD-47 für Unterscheidungsmöglichkeiten. Am 8. März 1935 strich man dann auch den Rest des Schiffsnamens aus der US Navy – Liste. Nach der Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 23. April 1935 zum verschrotten.


USS AYLWIN ( DD-47 )
Commanding Officer

LCDR Leigh Carlyle Palmer          17. Januar 1914 – 20. April 1914 (erreichter Rang RADM)
Explosion eines Dampfkessels
LCDR John Charles Fremont III.        19. Mai 1915 – 9. April 1917
LCDR David McDougal LeBreton         9. April 1917 – 21. Januar 1919 (erreichter Rang RADM)
LCDR Frederick George Reinicke          21. Januar 1919 – 19. Dezember 1920
LCDR Robert Melville Griffin         19. Dezember 1920 – 23. Februar 1921 (erreichter Rang VADM)

USS MEADE ( DD-274 )

USS MEADE ( DD-274 )

Biografie

Die USS MEADE ( DD-602) ist bei der US Navy zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III.
und Robert Leamy Meade benannt worden.

Richard Worsam Meade III
* 9. Oktober 1837 in New York City
† 4. Mai 1897 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

Richard Worsam Meade III. war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. ( 1807 – 16. April 1870 ). Seine Großeltern waren Richard Worsam Meade, Sr. ( 1778 – 1828 ) und Margaret Coats Butler Meade ( 1782 – 1852 ). Diese Hatten elf Kinder. Der älteste Sohn war Richard Worsam Meade II. und ein jüngerer Bruder von ihm der später berühmte General im amerikanischen Bürgerkrieg George Gordon Meade ( 31. Dezember 1815 – 6. November 1872 ). Der junge Meade trat am 2. Oktober 1850 in die US Navy ein. Seine Dienstzeit begann von 1851 bis 1854 auf der Dampffregatte USS SAN JACINTO ( 1850 ) die im Mittelmeer operierte. Von 1854 bis 1855 befand er sich an Bord der Segelfregatte USS COLUMBIA ( 1836 ) die dem Home Squadron angehörte. Danach besuchte Meade die United States Naval Academy in Annapolis. Am 20. Juni 1856 bestand er seine Prüfung und wurde zum Midshipman ernannt. Von 1856 bis 1857 diente er an Bord der Dampffregatte USS MERRIMACK ( 1855 ). Dann wechselte er auf die Fregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) und später auf die Korvette USS DALE ( 1839 ) die beide von 1857 bis 1859 vor der afrikanischen Küste operierten. Am 23. Januar 1858 beförderte man Meade zum Lieutenant. Von 1859 bis 1861 befand er sich an Bord der Korvette USS SARANAC ( 1848 ) und der Korvette USS CYANE ( 1837 ) die beide zum Pazifik Geschwader gehörten. Mitte 1861 kehrte Meade an die Ostküste zurück und musste für ein paar Monate ins Krankenhaus. Er hatte sich eine tropische Krankheit zugezogen. Nach seiner Genesung meldete er sich wieder freiwillig zum Dienst. Im Januar 1862 versetzte man Meade auf die Dampfschaluppe USS DACOTAH ( 1859 ) wo er den Posten des Exekutive Officers inne hatte. Die gleiche Funktion übte er auf dem neuen Kanonenboot USS CONEMAUGH ( 1862 ) aus. Am 16. Juli 1862 beförderte man Meade zum Lieutenant Commander. Ende September erhielt Meade sein erstes Kommando. Man übergab ihm das Kanonenboot USS LOUISVILLE ( 1861 ) das zur Mississippi Squadron gehörte. Nachdem die USS LOUISVILLE das Transportschiff Meteor begleitet hatte damit am 21. Oktober 1862 Truppen an Bledsoe und Hamblen in Tennessee anlanden konnten, kehrte das Kanonenboot nach Helena, Arkansas zurück um sich mit seinem Squadron das unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) zu vereinigen. In diesem Squadron befanden sich die Kanoneboote USS BARON DE KALB ( 1861 ), USS LEXINGTON ( 1861 ), USS GLIDE ( 1862 ) und das Heckrad Kasematten Kanonenboot USS CINCINNATI ( 1861 ) sowie die Dampfschiffe USS SIGNAL ( 1862 ), USS NEW ERA ( 1862 ), USS ROMEO ( 1862 ) und USS RATTLER ( 1862 ). Noch im selben Monat begann eine Expedition bis zum White River zur Unterstützung der US Armee unter dem Kommando von General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 – 14. Februar 1891 ). Dabei eroberte LCDR Meade am 1. November 1862 den konföderierten Dampfer CSS EVANSVILLE in der Nähe der Insel Nummer 36. Nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, versetzte man Meade dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten dorthin. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Danach übertrug man Meade das Kommando über das Kanoneboot USS MARBLEHEAD ( 1861 ) das er bis 1864 ausübte. Er wechselte dann an Bord des Kanonebootes USS CHOCURA ( 1861 ) das sich im Golf con Mexiko im Westgolfblockadegeschwader befand und unter den Kommandos von Commodore James Shedden Palmer ( 13. Oktober 1810 – 7. Dezember 1867 ) bis zum 22. Februar 1865 und unter Acting Admiral Henry Knox Thatcher ( 26. Mai 1806 – 5. April 1880 ) bis zum Ende des Krieges stand. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg war Meade einer der prominentesten reformistisch und technologisch gesinnten Offiziere innerhalb der Navy. Er lehrte von 1865 bis 1868 an der United Stats Naval Academy in Annapolis. Nach dem Ausscheiden aus dem Lehramt 1868 beförderte man ihn zum Commander. Meade erhielt das Kommando über die Seitenradkorvette USS SAGINAW ( 1859 ) mit der er an der Küste von Alaska patrouillierte. Am 26. März 1871 übertrug man Meade das Kommando über die Schraubenschaluppe USS NARRAGANSETT ( 1859 ). Seine Aufgabe bestand darin diplomatische Beziehungen und Informationen über Südseeinseln zu beschaffen. In San Francisco, Kalifornien legte Meade am 17. September mit dem Schiff an und verließ den Hafen wieder im Dezember. Seine Kreuzfahrt führte ihn über die Marshall, Gilbert und Samoa Inseln bis nach Australien. In Sydney legte er am 2. April 1873 an. Nach seiner Rückkehr diente Meade an Land. So in Washington DC und New York. In dieser Zeit beförderte man ihn zum Captain. 1879 übertrug man ihm das Kommando über die Schraubenschaluppe USS VANDALIA ( 1876 ) die im Nordatlantikgeschwader Aufklärungspatrouillen und Konvoipflichten an der Ostküste der USA durchführen musste. Ab 1882 befand sich Meade wieder an Land und erhielt das Kommando über das neugebaute Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) das er am 8. Dezember 1885 in den Dienst der US Navy stellte. Das Schiff gehörte zur Nordatlantik Station und patrouillierte bis Februar 1886 entlang der Ostküste. Danach umrundete Meade mit dem Schiff Südamerika und übergab es dem Pazifik Geschwader. Von 1887 bis 1890 war Meade der Kommandeur der Washington Navy Yard. Zwei Jahre später beförderte man ihn zum Comodore. Für sein letztes Kommando das er übertragen bekam, beförderte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm das Kommando über das Nordatlantikgeschwader von 1894 bis Mai 1895. Danach trat er in seinen Ruhestand. Seine Frau Rebecca Paulding war die Tochter des Rear Admiral Hiram Paulding ( 11. Dezember 1797 – 20. Oktober 1878 ). Rear Admiral Richard Worsam Meade III. starb am 4 Mai 1897 nach einer Komplikation während einer Blinddarmoperation. Er wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof begraben.

Robert Leamy Meade
* 25. Dezember 1842 in Washington DC
† Februar 11, 1910 in Lexington, Massachusetts
war ein Offizier im United Stats Marine Corps und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges, des Spanisch-Amerikanischen Krieges und während der Boxer Rebellion

Robert Leamy Meade war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. der in der US Navy diente und der Bruder von Richard Worsam Meade III. Am 14. Juni 1862 trat er als Second Lieutenand in das Marine Corps ein. Man versetzte ihn, nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Am 8. September 1863 unternahm Meade einen gewagten Bootsangriff auf das Fort Sumter. Insgesamt waren es 25 Boote mit 400 Marines. Doch dieser Angriff war von vornherein ein Fiasko durch schlechte Aufklärung, Planung und Kommunikation unter den Vorgesetzten. Meade erreichte mit seinem Boot die vorgegeben Landzunge um einen Sturmangriff auf das Fort zu starten, aber sein Boot war eines von wenigen die es bis hierhin geschafft hatten. Unverrichteter Dinge musste er sich mit seinen Leuten wieder zurückziehen. Für seine tapferen Verdienste während dieses Angriffes wurde Meade geehrt. Während der Schlacht von Santiago de Cuba im Spanisch-Amerikanischen Krieg, war Meade auf dem Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) stationiert. Er hatte die spanischen Gefangenen zu bewachen. Unter diesen war auch der Kapitän des Kreuzers INFANTIN MARIA TERESA, Victor Maria Concas y Palau ( 1845 – 1916 ). In Portsmouth beschwerten sich die Gefangenen über Meade der den verwundeten spanischen Seeleuten keine oder unzureichende medizinische Versorgung erlaubte. Während der Fahrt wären mehrere Seeleute deshalb gestorben. Auch zeigte er einen Mangel an Respekt den spanischen Offizieren gegenüber. Für seine weitere Karriere tat dies kein Abbruch. Am 3. März 1899 beförderte man ihn zum Colonel und versetzte ihn nach China. Dort nahm er an der Schlacht von Tientsin vom 13. bis 14. Juli 1900 während des Boxeraufstandes in Nordchina teil. Noch am Morgen des 13. Juli vor dem Angriff auf die Festung Tientsin beförderte man Meade zum Brigadegeneral. Für die Acht-Nationen Alliance war dies die blutigste Schlacht während des Boxeraufstandes. 250 Soldaten der alliierten Armeen wurden getötet und etwa 500 verletzt. Die Japaner verloren 320 Tote und Verwundete, die Russen und die Deutschen je 140 Tote bzw. Verwundete, die Amerikaner 25 getötete und 98 verwundete, die britische, 17 getötete und 87 verwundete und die Franzosen 13 getötete und 50 Verwundete. Chinesischen Opfer, Soldaten sowie auch Zivilisten, sind unbekannt. Es werden aber eine Vielzahl sein, da in der Festung Tientsin sich alleine 12.000 chinesische Soldaten aufgehalten haben. Robert Leamy Meade zog sich am 29. Juni 1906 in seinen Ruhestand zurück. Er starb am 11. Februar 1910 in Lexington.

Zwei Schiffe sind zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade
bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-274 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-602 ) aus der BENSON – Klasse.


USS MEADE ( DD-274 )

Schiffsbiografie

Die USS MEADE ( DD-274) ist bei der US Navy das erste Schiff das zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundachtzigste Schiff aus der CLEMSON Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts wurde am 23. September 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Annie Paulding Meade ( 6. April 1866 – 10. August 1951 ), Tochter von Rear Admiral Richard Worsam Meade III, taufte am 24. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Benjamin Franklin Tilley, Jr. ( 1886 – 1966 ) stellte am 8. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS MEADE in den Hafen von Boston, Massachusetts und erhielt dort die Endausrüstung. Anschließend begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt des Zerstörers entlang der US Ostküste. Nach der dann erfolgten Sichtprüfung des Schiffskörpers versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikflotte. Der Heimathafen war dort die amerikanische Marinebasis vor San Diego, Kalifornien. Später folgte der Hafen von San Francisco, Kalifornien. Die USS MEADE nahm in den dann folgenden zwei Jahren an Flotten- und Geschwadermanövern teil. In dieser Zeit wechselte der Zerstörer in mehrere Geschwader. So befand sich das Kriegsschiff Anfang 1922 im Zerstörergeschwader 31. In diesem waren neben der USS MEADE die Zerstörer USS BAILEY ( DD-269 ), USS THORNTON ( DD-270 ), USS TINGEY ( DD-272 ), USS MORRIS ( DD-271 ) und USS SWASEY ( DD-273 ). Am 25. Mai 1922 stellte man die USS MEADE außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte, die in der Zerstörerbasis vor Sn Diego lag.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges reaktivierte man die USS MEADE. Lieutenant Commander Carter Alston Printup stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Endausrüstung wechselte der Zerstörer wieder in den Atlantik und diente im Zerstörergeschwader 9. Diese Kriegsschiffe patrouillierten entlang der US Ostküste und waren auf der Suche nach deutschen Schiffen und U-Booten. In Übereinstimmung mit den ausgehandelten Paragraphen des Zerstörer – für – Basen – Abkommens vom September 1940, war die USS MEADE einer der fünfzig Zerstörer der nach Großbritannien verlegt werden sollte. Am 26. November 1940 stellte man das Kriegsschiff von Seiten der US Navy außer Dienst und übergab es den Briten. Den Namen USS MEADE ( DD-274 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
In der Royal Navy nannte man den Zerstörer in HMS RAMSEY ( G60 ) um. Commander Sir Peter Garnett Agnew ( 9. Juli 1900 – 26. August 1990 ) war der erste englische Kommandant des Zerstörers.
Gleich nach der Indienststellung verließ das Kriegsschiff die US Ostküste und fuhr nach England. Dort legte es am 5. Dezember im Hafen von Plymouth an. Am 17. Dezember bugsierte man die HMS RAMSEY in die HM Dockyard in Devenport. Hier erfolgte eine Überholung und eine Modifikation für den Eskortierbegleitdienst. Dies war am 29. Januar 1941 abgeschlossen. Gleichzeitig integrierte man den Zerstörer in die 5. Escort Group die in Liverpool stationiert war. Am 2. Februar versuchte man an dem Kriegsschiff weitere Modifikationen durchzuführen um so den Betriebseinsatz vorzubereiten. Nach Abschluss dieser Arbeiten setzte man die HMS RAMSEY für Eskortierfahrten entlang der nordwestlichen Küste Englands ein. Der erste Schiffskonvoi den der Zerstörer eskortierte, hatte die Kennung OB 287 erhalten. Dieser Konvoi startete am 16. Februar und erreichte fünf Tage später den Zielhafen. Der zweite Konvoi, den das Kriegsschiff begleiten sollte, der die Kennung OG 055 erhalten hatte, sollte bis nach Gibraltar geführt werden und verließ am 7. März den schützenden Hafen von Liverpool. Doch schon zwei Tage später hatte die HMS RAMSEY einen Maschinenschaden und musste zur Reparatur in ein Dock im Liverpooler Hafen zurückkehren. Der Schiffskonvoi erreichte am 20. März den Zielhafen. Den Zerstörer modifizierte man während der Reparaturarbeiten gleich mit um. So erhielt er das neue RAF-Radar vom Typ 286M. Nach Abschluss der Arbeiten und der Ausbildung an den neuen Geräten, setzte man das Kriegsschiff zum Schutz des lokalen Schiffskonvois OB 308 ein. Diese Schiffe verließen am 6. April ihren Hafen und erreichten sieben Tage später den Zielhafen. Der Zerstörer hatte aber schon zwei Tage vorher den Konvoi verlassen. Während dieser Eskortierfahrt konnte die Mannschaft der HMS RAMSEY weitere Erkenntnisse mit dem neuen Radar erlangen. Daher entsendete man das Kriegsschiff dem Schiffskonvoi HX 118 entgegen, der von Halifax, Kanada aus am 31. März losgefahren war. Die HMS RAMSEY traf am 13. April auf diesen Schiffskonvoi, der aus 33 Handelsschiffen bestand, und eskortierte diesen bis nach Liverpool. Den schützenden Hafen erreichten die Schiffe am 18. April. Da in der Nähe des Konvois keine deutschen U-Boote waren, verließ der Zerstörer auch schon am 14. April wieder den Konvoi HX 118 und fuhr dem Schiffskonvoi HX 122 entgegen. Dieser Konvoi, bestehend aus 27 Handelsschiffen, hatte am 20. April in Halifax abgelegt und musste durch ein Gebiet in dem sich ständig feindliche U-Boote aufhielten. Am 4. Mai traf die HMS RAMSEY auf diesen Schiffskonvoi und eskortierte ihn bis zum 8. Mai, vor den Hafen von Liverpool. Schon vier Tage später übernahm der Zerstörer die Eskorte über den lokalen Schiffskonvoi OB 322. Dieser erreichte am 20. Mai seinen Zielhafen. Die HMS RAMSEY war aber schon zwei Tage vorher mit voller Fahrt wieder auf dem Weg nach Westen. In Halifax hatte der Schiffskonvoi HX 125A, bestehend aus 40 Handelsschiffen, am 6. Mai abgelegt. Der Zerstörer eilte diesen Schiffen entgegen und erreichte sie am Abend des 18. Mai. Ohne Verluste konnten die Handelsschiffe am 22. Mai Liverpool erreichen. Mehrere Handelsschiffe verließen am 28. Mai den Hafen von Liverpool und die HMS RAMSEY eskortierte diese bis zu ihrem Zielhafen, den sie am 1. Juni erreichten. Den Zerstörer integrierte man am 3. Juni zum Schutz des Militärkonvois WS9 A, der auf dem Clyde River vor Glasgow lag und nach Aden fahren sollte damit die Verstärkung und Versorgung der dort auf der Arabischen Halbinsel stationierten britischen Soldaten gewährleistet werden konnte. Diesen Konvoi eskortierte neben der HMS RAMSEY der Kreuzer HMS CAIRO ( D87 ), die britischen Zerstörer HMS COSSACK ( F03 ), HMS MAORI ( F24 ), HMS RICHMOND ( G88 ), HMS SIKH ( F82 ), HMS VANQUISHER ( D54 ), HMS WINCHELSEA ( D46 ) und HMS ZULU ( F18 ), die kanadischen Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), HMCS RESTIGOUCHE ( H00 ) und der britische Armed Merchant Cruiser HMS AUSONIA zur Sicherung in britischen nordwestlichen Gewässern. Der Schiffskonvoi, bestehend aus 15 Truppen- und Versorgungsschiffen, verließ am 3. Juni die britischen Gewässer und fuhr nach Süden. Die HMS RAMSEY verblieb dort bis zum 7. Juni und verließ dann die Schiffe mit dem Ziel den Schiffskonvoi HX 132, bestehend aus 34 Handelsschiffen, zu erreichen. Dieser Schiffskonvoi hatte am 10. Juni in Halifax abgelegt. Die HMS RAMSEY erreichte den Konvoi am 16. Juni und eskortierte diesen bis zum 23. Juni, wo der Zerstörer ihn wieder verließ. Der Schiffskonvoi erreichte unbeschadet am 28. Juni Liverpool. Gleichzeitig hatte am 10. Juni der Schiffskonvoi SC 034 im Hafen von Sydney, Nova Scotia, Kanada, bestehend aus 34 Handelsschiffen, abgelegt. Die Schiffe dieses Konvois überquerten nicht weit von denen des HX 132 den Atlantik. Der Zerstörer traf am selben Tag auch auf diesen Konvoi, der nach Glasgow fuhr, verließ ihn aber schon am 22. Juni. Die Handelsschiffe von SC 034 legten am 29. Juni im Clyde River an. Nachdem die HMS RAMSEY am 23. Juni die Schiffe der HX 132 verlassen hatte, eilte der Zerstörer am dem Schiffskonvoi OB 339 entgegen und erreichte die Schiffe am 2. Juli. Doch schon am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff den Konvoi. Es mussten an dem Kriegsschiff dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen werden. Anschließend eilte die HMS RAMSEY wieder nach Westen. In Halifax hatte am 22. Juli der Konvoi HX 140, bestehend aus 70 Handelsschiffen, abgelegt. Drei Tage später traf der Zerstörer auf die Schiffe und eskortierte diese bis vor Liverpool, wo die Schiffe am 6. August anlegen. Die HMS RAMSEY war da aber schon auf voller Fahrt zu dem Schiffskonvoi AN 004. Diesen erreichte der Zerstörer am 11. August und eskortierte ihn bis zum 18. August in den Zielhafen. Der Schiffskonvoi SC 041, bestehend aus 64 Handelsschiffen, legte am 24. August in Sydney ab. Die HMS RAMSEY erreichte diese Schiffe am 2. September und eskortierte sie in Richtung Liverpool, wo sie am 11. September anlegten. Der Zerstörer verließ allerdings schon am 6. September wieder den Konvoi und eilte dem Konvoi EIN 012 entgegen. Diesen Schiffskonvoi erreichte das Kriegsschiff am 10. September und eskortierte ihn bis zum 14. September in den Zielhafen. Ausruhen konnte sich die Besatzung der HMS RAMSEY weiterhin nicht, da schon der Schiffskonvoi SC 047, bestehend aus 63 Handelsschiffen, am 29. September in Sydney abgelegt hatte. Am 4. Oktober erreichte die HMS RAMSEY den Schiffskonvoi und eskortierte ihn zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 4.1.14, bestehend aus dem britischen Zerstörern HMS RICHMOND und SHERWOOD ( I80 ) und die kanadischen Korvetten HMCS HMS CHICOUTIMI ( K156 ), HMCS CHAMBLY, HMCS MATAPEDIA ( K112 ) und HMCS NEPANEE ( K118 ), den in Richtung Liverpool, wo die Schiffe am 20. Oktober anlegten. Der Zerstörer selber verließ am 12. Oktober schon wieder den Schiffskonvoi. Die Kriegsschiffe der TG 4.1.14 erwarteten den Schiffskonvoi ONS 25, bestehend aus 29 Handelsschiffen, der nach Amerika begleitet werden sollte. Am 17. Oktober trafen die Schiffe aufeinander und erreichten am 24. Oktober New York. Die HMS RAMSEY wechselte nach Boston in die dortige Werft. Hier erfolgte eine umfangreiche Überholung des Schiffskörpers. Außerdem erhielt der Zerstörer die Radaranlage vom Typ 271. Damit konnte man die Wasseroberfläche zentimetergenau überwachen. Die Arbeiten und die Erprobung dauerten bis Ende Januar 1942. Die HMS RAMSEY verlegte anschließend nach Halifax. Dort stellte man gerade den Schiffskonvoi SC 071, bestehend aus 23 Handelsschiffen, zusammen. Am 22. Februar verließen die Schiffe die kanadische Küste. Bei Island verließ am 28. Februar dann der Zerstörer den Schiffskonvoi und wartete auf den von England kommenden Schiffskonvoi EIN 068, den das Kriegsschiff am 3. März übernahm und nach Halifax eskortierte, wo sie am 9. März eintrafen. Der Schiffskonvoi SC 071 erreichte ohne Verluste am 10. März Liverpool. Die HMS RAMSEY übernahm zusammen mit anderen Kriegsschiffen in Halifax die Eskorte über 27 Handelsschiffe des Konvois SC 075. Die Schiffe verließen am 18. März die kanadische Küste. Bis Island eskortierte der Zerstörer den Konvoi und verließ ihn am 24. März. Das Kriegsschiff hatte hier schon massive Probleme mit seiner Antriebsanlage und fuhr nach Halifax zurück. Ab dem 5. April begann man hier mit den Reparaturarbeiten. Anschließend wechselte der Zerstörer nach Charleston, South Carolina, wo die Arbeiten im Juni abgeschlossen werden konnten. Die HMS RAMSEY fuhr danach wieder nach Halifax und übernahm dort zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi TAW 001. Dieser bestand aus Truppentransportern und brachte die ersten amerikanischen Soldaten nach England. Am 2. Juli verließen die Schiffe den amerikanischen Kontinent und erreichten acht Tage später die englische Küste. Hier musste sich die HMS RAMSEY erneut einigen Reparaturen an der Antriebsanlage unterziehen. Doch schon nach wenigen Tagen verließ der Zerstörer die englische Küste und fuhr über Island nach Halifax. Dort übernahm das Kriegsschiff am 27. Juli die Eskorte über den Schiffskonvoi HX 200, bestehend aus 34 Handelsschiffen. Die weiteren Kriegsschiffe, die unter der Bezeichnung B 6 zusammengefasst waren, waren die britischen Zerstörer HMS FAME ( H78 ) und HMS VISCOUNT ( D92 ), die britische Korvetten HMS KINGCUP ( K33 ) und HMS VERVAIN ( K190 ) und die norwegischen Korvetten HNoMS POTENTILLA ( K214 ), HNoMS ACANTHUS ( K01 ), HNoMS EGLANTINE ( K197 ) und HNoMS ROSE ( K102 ). Am 27. Juli verließ der Konvoi Halifax. Die Kriegsschiffe eskortierten die Handelsschiffe bis kurz vor Liverpool und drehten am 6. August ab. Am folgenden Tag erreichten die Handelsschiffe ihren Zielhafen. Die HMS RAMSEY musste nach dieser Fahrt erneut in die Werft von Liverpool und unterzog sich einer weiteren Reparatur an der Antriebsanlage. Doch die Arbeiten gingen nur schleppend voran. Man überführte im September den Zerstörer in die Werft von Belfast, Irland. Hier sollten die Reparaturen abgeschlossen werden. Anschließend kam das Kriegsschiff Anfang Oktober in die Clyde Werft bei Glasgow, wo die Abschlussarbeiten erfolgen sollten. Noch während dieser Arbeiten integrierte man die HMS RAMSEY wieder in die 6. British Escort Group. Von Liverpool aus sollte der Schiffskonvoi SL 125 nach Amerika fahren. Am 16. Oktober übernahmen die Kriegsschiffe der B6 die Eskorte und brachten die Schiffe sicher bis zum Übergabepunkt bei Island, wo sie am 3. November eintrafen. Die HMS REMEY selber stieß erst am 22. Oktober zu der Eskorte nach Abschluss der Arbeiten. Doch nach dieser Fahrt traten weitere reparaturbedingte Ausfälle auf. So zog man den Zerstörer aus dem Begleitdienst und entsandte das Kriegsschiff zu der kommerziellen Werft von Grimsby an der Ostküste Englands. Ab Mitte Dezember war die HMS RAMSEY wieder einsatzbereit. Zusammen mit den Schiffen der B6 Group eskortierte man einen Schiffskonvoi nach Amerika. Von dort aus übernahmen die Kriegsschiffe in New York die Eskorte über den Schiffskonvoi SC 116, bestehend aus 48 Handelsschiffen. Am 4. Januar 1943 legte der Konvoi ab und erreichte am 29. Januar Liverpool. Die HMS RAMSEY hatte hier schon wieder Probleme mit der Antriebsanlage. Man nahm den Zerstörer kurzerhand aus dem Begleitdienst und begann mit einer vorgezogenen Überholung sowie Umrüstarbeiten in Glasgow. Im Juni begannen die ersten Erprobungsfahrten, die das Kriegsschiff durch die Passage von Tobermory, Schottland im Sound of Mull führte und bis zum Juli andauerten. Doch schon im August zog man die HMS RAMSEY aus dem aktiven Eskortierdienst zurück, da man mit der gezeigten Leistung der Antriebsanlage nicht zufrieden war. Daraufhin verwendete man den Zerstörer als Zielschiff für Angriffsübungen der Flugzeugpiloten und rüstete das Kriegsschiff um. Danach gab es an Bord des Kriegsschiffes keine Hauptbewaffnung mehr. Das einzige noch an Bord befindliche Verteidigungsmittel waren Wasserbomben. Im Oktober wechselte die HMS RAMSEY in die Irish Sea. Hier erfolgte für angehende Zerstörerbesatzungen eine Ausbildung bei Torpedoangriffen auf Handelsschiffe. Diese dauerte bis zum Dezember. Mit dem Beginn des Jahres 1944 verwendete man die HMS RAMSEY erneut als Zielschiff für Flugzeugpiloten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am 8. Mai 1945, versetzte man den Zerstörer am 30. Juni in die Reserve. Dazu verlegte man das Kriegsschiff Anfang Juli von Rosyth, Schottland bei Edinburgh, einige Meilen weiter westlich nach Grangemouth, Schottland, Hier war ab August das Kriegsschiff eingemottet. Bis Anfang 1947 blieb die HMS RAMSEY hier. Am 18. Februar 1947 verkaufte die Royal Navy den Schiffskörper an die B & C MacLellan in Bo´ness ( BISCO ) verkauft. Im Juli erreichte das Schiff im Schlepptau die Breaker´s Werft bei Edinburgh und man begann mit der Verschrottung.


USS MEADE ( DD-274 )
Commanding Officer

LCDR Benjamin Franklin Tilley Jr.        8. September 1919 – 10. Mai 1920
CDR Ellis Lando       10. Mai 1920 – 2. November 1921
LT Edward Paul Sauer       2. November 1921 – 25. Mai 1922
Außerdienststellung         25. Mai 1922 – 18. Dezember 1939
LCDR Carter Alston Printup         18. Dezember 1939 – 26. November 1940

Commanding Officer of the HMS RAMSEY

CDR Sir Peter Garnett Agnew ( RN )         26. November 1940 – 4. März 1941
LCDR Richard Been Stannard ( RNR )          4. März 1941 – 16. November 1942
LCDR Reginald Cyril Stevens Wolley ( RNR )          16. November 1942 – 28. Dezember 1942
LCDR Wilfred Lambert ( RNVR )        28. Dezember 1942 – 12. Juni 1943
LCDR George David Davies ( RNR )        12. Juni 1943 – Juni 1944
LT Ralph Alexander St. Clair Sproul-Bolton ( RN )        Juni 1944 – März 1945
LCDR John Edmund Barris ( RNVR )        März 1945 – 30. Juni 1945