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USS WINSLOW ( DD-53 )

USS WINSLOW ( DD-53 )

Biografie

John Ancrum Winslow
* 19. November 1811 in Wilmington, New Hanover County, North Carolina
† 29. September 1873 in Boston, Suffolk County, Massachusetts
war ein Offizier in der United States Navy während des mexikanisch-amerikanischen Krieges und des amerikanischen Bürgerkrieges

Obwohl John Ancrum Winslow in Wilmington, North Carolina geboren wurde, war er ein Mitglied der alten New England Familie Winslow. Er war ein Nachfahre von Mary Chilton ( 31. Mai 1607 in Sandwich, England getauft – 16. Mai 1679 in Boston, Suffolk, County, Massachusetts ), der angeblich ersten europäischen Frau, die am 21. November 1620 nahe dem heutigen Ort Provincetown als Passagier das englische Segelschiff MAYFLOWER verlassen hatte. Ihre Eltern waren James Chilton ( 1556 in Canterbury, City of Canterbury, Kent, England – 18. Dezember 1620 im Plymouth County, Massachusetts ) und Mrs. Chilton ( 1564 in Canterbury, City of Canterbury, Kent, England – 21. Januar 1621 in Plymouth, Plymouth County, Massachusetts ). Mary Chilton heiratete dann John Winslow ( 26. April 1597 in Worcestershire, England – 1674 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ). Dieser John Winslow war der Bruder von Pilgervater Edward Winslow, Jr. ( 18. Oktober 1595 in Worcestershire, England – 8. Mai 1655 auf Jamaica ). John Ancrum Winslow war ein Cousin von Commander Francis Winslow ( 1818 – 26. August 1862 auf dem Kanonenboot USS R R CUYLER ( 1860 ) an Gelbfieber ). John Ancrum Winslow wurde im Norden der Vereinigten Staaten von Amerika erzogen und wurde ein leidenschaftlicher Abolitionist. Er trat am 1. Februar 1827 als Midshipman in die US Navy ein und wurde am 10. Juni 1833 zum passed Midshipman ernannt. In den Rang eines Lieutenant ernannte man Winslow am 9. Februar 1839. Während des mexikanisch-amerikanischen Krieg nahm er an der Expedition gegen Tabasco, Tampico und Tuxpan teil. Außerdem kämpfte Winslow im Herbst vor Veracruz. Für seine Tapferkeit, Lieutenant Winslow befand sich an Bord der Dampfschraubenkorvette USS PRINCETON ( 1843 ), am 14. November 1846 während der Eroberung eines mexikanischen Schoners, erhielt Winslow dann das Kommando über dieses Schiff und stellte es als USS UNION ( 1846 ) in den Dienst der US Navy. Doch dieses Schiff war schlecht ausgerüstet, so dass die USS UNION am 16. Dezember 1846 während einer Patrouillenfahrt vor Veracruz auf ein Riff auflief und zerstört wurde. In den folgenden Monaten des mexikanisch – amerikanischen Krieges diente Winslow vor Tabasco. Für seine dort gezeigte Tapferkeit auf der Fregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) wurde er von Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 in Newport, Rhode Island – 4. März 1858 in New York ) empfohlen. Auf dieser Fregatte teilte John Ancrum Winslow seine Kabine mit seinem späteren Gegner Raphael Semmes ( 27. September 1809 in Charles County, Maryland – 30. August 1877 in Mobile, Alabama ). Raphael Semmes diente auf der USS CUMBERLAND als Schiffsflaggen Lieutenant und Winslow als Divisionsoffizier. Beide erwähnten diese Tatsache niemals in ihren jeweilige Autobiografien. Winslow war von 1848 bis 1849 der Exekutive Officer auf der Schaluppe USS SARATOGA ( 1842 ) und das Schiff kreuzte im Golf von Mexiko. Von 1849 bis 1850 diente er in der Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts und von 1851 bis 1855 auf der Fregatte USS ST LAWRENCE ( 1848 ), welche zum Pazifikgeschwader gehörte. Am 14. September 1855 beförderte man Winslow zum Commander. Mit Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges am 12. April 1861 war John Ancrum Winslow der Kommandeur des 2. Leuchtturm Districts an Land. Er entschied sich innerhalb der US Navy weiterhin zu dienen. Diese Entscheidung fand er aufgrund seiner Wurzeln in New England. Außerdem waren seine Ansichten gegen die Sklaverei gerichtet und seine Frau Catherine Amelia Winslow Winslow ( 1. September 1813 in Boston, Suffolk County, Massachusetts – 27. März 1890 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ) war die Tochter seines Cousins Benjamin Winslow. Beide hatten sie am 18. Oktober 1837 in Boston, Massachusetts geheiratet. Acht Kinder zogen sie groß. Darunter befand sich auch Paymaster William Randolpg Winslow ( 1. September 1844 in Roxbury, Suffolk, County, Massachusetts – 23. Februar 1869 in Washington DC ). Nachdem Flaggoffizier Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 in New Haven, Connecticut – 26. Juni 1863 in Nw York ) von Commander John Rodgers ( 8. August 1812 in Havre de Grace, Maryland – 5. Mai 1882 in WASHINGTON DC ) das Kommando über die Westflottille übernahm, bat dieser Winslow nach Westen zu kommen und ihn als Exekutivofficer zu unterstützen. In Cairo,Illinois arbeitete Commander John Ancrum Winslow daran Kanonenboote für den Mississippi und dessen Nebenflüsse auszurüsten und zu bemannen. So übernahm er im Oktober 1861 in der Werft von James B. Eads in St. Louis, Missouri das Kommando über das Tiefgang Kanonenboot USS BENTON ( 1861 ). Als das Kanonenboot auf dem Missouri nach Cairo Flussabwärts fuhr, lief es auf einer Sandbank auf Grund. Beim Versuch das Kanonenboot wieder flott zu bekommen verwendete man Ketten. Unter der riesigen Zuglast rissen diese aber und verletzten Commander Winslow schwer. Daraufhin musste er nach Hause zurückkehren um sich zu erholen. Im Sommer1862 meldete er sich wieder zum Dienst, doch Winslow erhielt nun vergleichsweise geringere Aufträge. Dann erkrankte er an Malaria, wurde unzufrieden und bat um seine Versetzung. Darum entbandt man ihn von seinem Kommando und Winslow kehrte Anfang November in sein Haus in Roxbury, Massachusetts zurück. Dort war er wegen der Malariaerkrankung für einen Monat an sein Bett gefesselt. Nachdem er dann genesen war, kam am 5. Dezember der Befehl sich in New York City zu melden. Zwei Tage später meldete sich Winslow an Bord des ehemaligen schweren Passagierdampfers und für die US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges zu einem Kreuzer umgebauten USS VANDERBILT ( 1862 ). Mit diesem Schiff ging die Fahrt zu den Azoren. Als der Kreuzer am Heiligabend in Fayal anlegte, befand sich die amerikanische Kriegsschaluppe USS KEARSARGE ( 1861 ), Winslow sollte das Kommando übernehmen, nicht mehr in dem Hafen und war für eine Überholung und mehreren Reparaturarbeiten nach Spanien gesegelt. So war Captain John Ancrum Winslow gezwungen in Fayal bis zum Frühjahr zu bleiben. Im April kehrte die Kriegsschaluppe nach Fayal zurück und Winslow übernahm das Kommando über das Schiff. Mit der USS KEARSARGE kreuzte Winslow nun bis in den Herbst hinein in europäischen Gewässern. Seine Hauptbasis waren dabei die Azoren. Von hier aus war man auf der Suche nach der in England gebauten Kriegsschaluppe CSS ALABAMA, dem konföderierten Schiff das unter den amerikanischen Handelsschiffen der Union in den europäischen Gewässern Angst und Schrecken verbreitete. Das konföderierte Schiff plünderte von der Küste Nordeuropas bis zu den Kanaren, Madeira und den Äußeren Hebriden. In Ferrol, Spanien erfuhr Winslow, dass der konföderierte Kreuzer CSS FLORIDA in der Werft von Brest, Frankreich für eine Generalüberholung lag. Sofort segelte die USS KEARSARGE dorthin und sollte verhindern, dass das gegnerische Schiff wieder in See stechen konnte. Durch ein weitverzweigtes US Diplomaten- und Spionagenetzwerk konnte Winslow die Fortschritte über die Überholung der CSS FLORIDA verfolgen. Da die Reparaturarbeiten aber noch mehrere Wochen in Anspruch nahmen, kreuzte die USS KEARSARGE entlang der westeuropäischen Küste und war auf der Suche nach weiteren feindlichen Schiffen. Deren Anwesenheit wurden per Gerüchte gestreut. In diesen Wochen des Wartens ließ Winslow den Geschützmannschaften keine Ruhe und ließ sie bei jeder erdenklichen Möglichkeit üben damit sie bei einer womöglichen Schlacht gewappnet waren. Im Januar 1864 kehrte die USS KEARSARGE nach Cadiz zurück und musste sich seinerseits einer Überholung und Reparatur unterziehen. In diesen Tagen, am 18. Februar, verließ die CSS FLORIDA die Werft in Brest und stach in See. Als Winslow mit Kriegsschaluppe dann wieder Brest erreichte, erfuhr er von der Abreise des konföderierten Schiffes. Daraufhin fuhr das nordamerikanische Kriegsschiff nach Calais, Frankreich. Dort hatte man die konföderierte Kriegsschaluppe CSS RAPPAHANNOCK wegen mehrerer Reparaturarbeiten festgemacht. Das Schiff sollte bis zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges nicht mehr in See stechen. Die USS KEARSARGE machte man am 12. Juni im Hafen bei Vlissingen in der Schelde fest. Hier erhielt Winslow ein Telegramm das ihn darüber informierte, dass die CSS ALABAMA in dem französischen Marinehafen Cherbourg lag. Das konföderierte Kriegsschiff hatte bis dahin 65 nordamerikanische Handelsschiffe aufgebracht und musste sich einer dringendnotwendig gewordenen Überholung unterziehen. Schon zwei Tage später lag die nordamerikanische Kriegsschaluppe vor dem französischen Hafen. Hier erkannte man sofort die CSS ALABAMA und die USS KEARSARGE begann eine Hafenblockade. Der Kommandant der CSS ALABAMA, Captain Raphael Semmes, ließ das Kriegsschiff auf einen Kampf vorbereiten. Über diesen Umstand und seine Absichten ließ Semmes Winslow über den US Konsul wissen. Am Sonntag, dem 19.Juni, lag die USS KEARSARGE drei Meilen vor dem östlichen Hafeneingang entfernt als die CSS ALABAMA erschien. In dem Gefolge des konföderierten Schiffes befand sich ein eisernes französisches Schiff und die englische Yacht DEERHOUND. Captain John Ancrum Winslow ließ die USS KEARSARGE sieben Meilen von der Küste wegfahren um in neutrale Gewässer zu gelangen. Dann ließ er Beidrehen und die nordamerikanische Kriegsschaluppe fuhr direkt auf die CSS ALABAMA zu. Die Bewaffnung der USS KEARSARGE bestand aus sieben Kanonen, die der CSS ALABAMA mit acht Kanonen. Unter diesen acht Kanonen befand sich auch eine 100 Pfund schwere Blakely Kanone. Die USS KEARSARGE war etwas schneller wie das konföderierte Schiff. An Bord des nordamerikanischen Kriegsschiffes befanden sich 163 Besatzungsmitglieder, auf der CSS ALABAMA nur 149. Die USS KEARSARGE hatte gegenüber dem konföderierten Kriegsschiff einen entscheidenden Vorteil. Über dem hölzernen Rumpf des nordamerikanischen Schiffes befand sich eine eiserne Kette und sollte gegnerische Kanonenkugeln an dem Eindringen in das innere des Schiffes hindern. Als sich nun Captain Winslow mit seinem Schiff der CSS ALABAMA immer weiter näherte, ließ Captain Semmes um 10:57 Uhr aus einer Entfernung von einer Meile das Feuer eröffnen. Die Geschützmannschaften des konföderierten Schiffes arbeiteten auf Hochtouren, so dass sie eine zweite und eine halbe dritte Breitseite abfeuerten noch bevor die Geschützmannschaften der USS KEARSARGE einen Schuss abgaben. Bis auf 600 Metern näherten sich beide Schiffe und begannen sich zu umkreisen. Da feuerten die Mannschaften des nordamerikanischen Kriegsschiffes von der Steuerbordseite ihre erste Breitseite ab. Die Granaten schlugen in der CSS ALABAMA ein und zerrissen das Schanzkleid vollständig. Gegen Mittag, nachdem die Kanonade der USS KEARSARGE über eine Stunde schon angedauert hatte, ließ Captain Semmes sein Schiff auf das rettende Ufer zusteuern, wovon man noch fünf Meilen entfernt war. Dadurch war die Backbordseite des Schiffes entblößt und nur zwei Kanonen konnten zur Verteidigung abgefeuert werden. Die Segel der USS KEARSARGE blähten sich unter dem nun aufkommenden Wind und näherte sich sehr schnell dem feindlichen Schiff. Captain Semmes ließ daraufhin seine Flagge einholen. Die USS KEARSARGE stoppte nun das konföderierte Kriegsschiff, feuerte aber weiter aus allen Rohren da man nicht wusste ob die Fahne bewusst eingeholt worden oder herunter geschossen worden war. Deshalb ließ Captain Semmes eine weiße Flagge hissen und Captain Winslow ließ umgehend das Feuer einstellen. Doch da wurden auf der CSS ALABAMA wieder Kanonen abgefeuert, obwohl die weiße Flagge wehte und Captain Winslow ließ sofort drei Breitseiten auf das schwer beschädigte Schiff abfeuern. Erst jetzt ließ man von dem konföderierten Kriegsschiff ein Beiboot zu Wasser, welches sich längsseits zur USS KEARSARGE legte und man die Übergabe ankündigte. Man erlaubte den feindlichen Mannschaftsmitgliedern auf ihr Schiff zurückzukehren. Die Offiziere und die Besatzung der CSS ALABAMA wollten aber nicht freiwillig ihr Schiff verlassen das nun zu sinken begann. Deshalb bat Captain Winslow die YACHT DEERHOUND bei der Rettung der konföderierten Mannschaft behilflich zu sein. Die Yacht nahm neununddreißig Mannschaftsmitglieder an Bord, einschließlich Captain Semmes und vierzehn seiner Offiziere. Danach verließ das englische Schiff die Gewässer vor Cherbourg und fuhr nach Southampton, England. Die Offiziere der USS KEARSARGE flehten Captain Winslow an die englische Yacht aufzubringen, doch dieser lehnte ab. Der Kampf der beiden feindlichen Schiffe dauerte eine Stunde und zwanzig Minuten. Auf der CSS ALABAMA waren ungefähr vierzig Besatzungsmitglieder getötet und siebzig gefangen genommen worden. Nur drfei Besatzungsmitglieder auf der USS KEARSARGE wurden verwundet, von denen einer später auf der Fahrt starb. Die Geschützmannschaften des konföderierten Schiffes hatten 370 Granaten auf das nordamerikanische Schiff abgefeuert, von denen aber nur achtundzwanzig trafen. Keine dieser Granaten verursachte irgendeinen materiellen Schaden weil die Ankerketten den Rumpf der USS KEARSARGE schützten. Eine 100 Pfund Granate explodierte im Schornstein und eine landete im Heck des Schiffes, explodierte aber nicht. Die Geschützmannschaften der USS KEARSARGE feuerten während des Kampfes 173 Granaten ab und nur wenige davon verfehlten ihr Ziel. Captain Winslow beförderte man nach diesem Sieg zum Commodore und er erhielt den Dank des Kongresses. John Ancrum Winslow beförderte 1870 zum Rear Admiral und übertrug ihm noch im selben Jahr das Kommando über das Pazifikgeschwader, welches er bis 1872 inne hatte. Bis zu seinem Ruhestand war er als solider, mutiger und entschlossener Offizier bekannt. Kurz nach seiner Pensionierung verstarb er in Boston. Sein Sarg war in die Schlachtfahne der USS KEARSARGE gehüllt und eine Steinplatte vom Berg Kearsarge bedeckt sein Grab.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von Rear Admiral John Ancrum Winslow benannt worden.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS WINSLOW ( TB-5 ) aus der FOOTE – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS WINSLOW ( DD-53 ) aus der O´BRIEN – Klasse.

Ein drittes Schiff, die USS WINSLOW ( DD-359 ) aus der PORTER – Klasse ehrte bei der US Navy Rear Admiral John Ancrum Winslow und dessen zweiten Cousin Admiral Cameron McRae Winslow.


USS WINSLOW ( DD-53 )

Schiffsbiografie

Die USS WINSLOW ( DD-53 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral John Ancrum Winslow benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der O´BRIEN – Klasse.
Auf der William Cramp and Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 1. Oktober 1913 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Natalie Emily Winslow ( 1900 – ? ), Großnichte von Rear Admiral John Ancrum Winslow und die älteste Tochter von Rear Admiral Cameron McRae Winslow ( 29. Juli 1854 in Washington DC – 2. Januar 1932 in Boston, Massachusetts ), taufte am 11. Februar 1915 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Neil Ernest Nichols ( 16. September 1879 in Bay City, Michigan – ? ) stellte am 7. August 1915 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach den ersten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten gliederte man die USS WINSLOW in die 6. Division der Torpedo Flottille innerhalb der Atlantikflotte ein. Der Zerstörer beteiligte sich im Winter 1915 und 1916 an Manövern in kubanischen Gewässern und beteiligte sich im Frühjahr entlang der US Ostküste an weiteren Operationen. Im Oktober 1916 diente das Kriegsschiff bei lokalen Operationen entlang der Küste von Newport, Rhode Island. Am 7. Oktober 1916 lief das deutsche U-Boot SM U-53, unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Rose ( 15. April 1885 in Charlottenburg – 6. Dezember 1969 in Winterberg ) in den amerikanischen Hafen Newport, Rhode Island ein. Kapitänleutnant Hans Rose ging an Land, um dem Präsidenten des Naval War College, Rear Admiral Austin Melvin Knight ( 16. Dezember 1854 in Ware, Massachusetts – 26. Februar 1927 in Washington DC ) seine Aufwartung zu machen. Der amerikanische Rear Admiral war erleichtert zu hören, dass SM U-53 weder Betriebsstoff, Wasser oder Lebensmittel ergänzen wollte, keine Kranken ausschiffen wollte, und keine Reparaturen auszuführen hatte. Nach dem Grund seines Kommens gefragt, erklärte Kapitänleutnant Hans Rose, er habe dem Rear Admiral Knight lediglich einen Besuch abstatten wollen. Dies sei auch gut so, erwiderte jener, denn er hätte dem Deutschen auch nichts gegeben. Rear Admiral Albert Gleaves ( 1. Januar 1858 in Nashville, Tennessee – 6. Januar 1937 in Haverford, Pennsylvania ) befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), war zuvorkommender. Er besuchte zusammen mit seiner Frau Evelina Mary Heap Gleaves ( 25. August 1863 in Louisville, Jefferson County, Kentucky – 10. September 1946 in Wynnewood, Montgomery County, Pennsylvania ) und seiner Tochter Evelina Porter Gleaves ( 26. Mai 1895 – 27. Dezember 1996 ) das deutsche U-Boot. Die neutrale amerikanische Regierung benötigte zwei Stunden, um zu entscheiden, wie auf diesen Überraschungsbesuch zu reagieren sei. Eine größere Zahl von amerikanischen Marineoffizieren hatte sich inzwischen auf SM U-53 eingefunden, die durch das Boot geführt und bewirtet wurden. Dann schickte Rear Admiral Knight einen Offizier mit der Bitte, den Verkehr mit dem Lande zu unterbrechen. Zur Begründung wurde angeführt, dass der Hafenarzt den Verkehr noch nicht freigegeben hätte. Um nicht unter Quarantäne gestellt zu werden, verließ Kapitänleutnant Hans Rose nach zweieinhalbstündigem Aufenthalt ohne Betriebsstoffergänzung Newport. Umgehend begann er nun nach seinem ihm gestellten Auftrag zu handeln. Das hieß, Kapitänleutnant Hans Rose sollte unter Beachtung der amerikanischen Neutralität einen Handelskrieg nach der vorgegebenen Prisenordnung vor der amerikanischen Ostküste führen. Am 8. Oktober, einem Sonntag, gab es gegen 5:30 Uhr eine Funkmeldung, wo mitgeteilt wurde das ein deutsches U-Boot in der Nähe des Feuerschiffes Nantucket am östlichen Ende von Long Island zwei Schiffe angehalten, torpediert und versenkt hatte. Dies war der britische Frachter STRATHDENE ( 4.321 BRT ) aus Glasgow und das norwegische Dampfschiff CHRISTIAN KNUDSEN ( 3.878 BRT ) mit einer Ladung Gasöl das nach London unterwegs war. Gegen 12:30 Uhr erhielt man ein SOS von dem britischen Dampfer WEST POINT ( 3.847 BRT ). Rear Admiral Albert Gleaves befahl der USS WINSLOW zusammen mit 16 anderen Zerstörern Newport zu verlassen und dem torpedierten Schiff zu Hilfe zu eilen. Die amerikanischen Kriegsschiffe sollten sich um Überlebende des britischen Dampfers kümmern. Der Quartiermeister der USS McDOUGAL ( DD-54 ), Nathan Levy, gab der New York Times einen Bericht aus erster Hand, der am 22. Oktober dort veröffentlichte. So befand sich der Zerstörer noch 100 Seemeilen vom Feuerschiff entfernt, welche er in dreieinhalb Stunden überwand, da erhielt man die Nachricht, dass das deutsche U-Boot SM U-53 das Frachtschiff BLOMMERSDIJK ( 4.850 BRT ) von der Holland Amerika Line und das britische Passagierschiff STEPHANO ( 3.449 BRT ) das nach Liverpool unterwegs war ebenfalls gestoppt hatte. Außerdem ließ Kapitänleutnant Hans Rose den norwegischen Dampfer KAPANA mit einer Ladung Getreide und die amerikanische KANSAS mit einer Ladung Soda anhalten. Da es sich aber bei beiden Schiffen nicht um Bannware handelte, konnten sie ihren Weg fortsetzen. Wie bei allen anderen versenkten Schiffen schon vorher, gab Kapitänleutnant Hans Rose den Passagieren und der Crew der BLOMMERSDIJK und der STEPHANO genügend Zeit um die Schiffe zu verlassen. Die BLOMMERSDIJK wurde dann mit zwei Torpedos versenkt. Danach bewegte sich SM U-53 auf die STEPHANO zu um den Passagierdampfer zu versenken. Um freie Bahn für die Torpedos zu gewährleisten, ließ Kapitänleutnant Hans Rose der USS McDOUGAL und der USS BENHAM ( DD-49 ) signalisieren, dass die beiden amerikanischen Zerstörer sich entfernen sollten. Lieutenant Commander Arthur Philip Fairfield ( 29. Oktober 1877 in Saco, Maine – 14. Dezember 1946 in Bethesda, Maryland ), Kommaneur der USS McDOUGAL, und Lieutenant Commander Jesse Bishop Gay, Kommandant der USS BENHAM, kamen dieser Aufforderung auch umgehend nach. Die Versenkung der STEPHANO, die SM U-53 mit der Bordkanone vornahm, beobachten die Schiffsbesatzungen von sechs amerikanischen Zerstörern. Insgesamt 226 Überlebende konnten von den fünf versenkten Schiffen gerettet werden. Ende Oktober lief die USS WINSLOW in die New York Navy Yard ein und unterzog sich dort einer Überholung. Diese dauerte bis Ende des Jahres 1916. Im Januar 1917 fuhr der Zerstörer nach Verlassen der Werft nach Süden und beteiligte sich wieder in kubanischen Gewässern an mehreren Manövern zusammen mit vielen Schiffen der Atlantikflotte. Im Februar verließ der Zerstörer die Karibik und fuhr nach Norden und lief in die Chesapeake Bay ein. Das Kriegsschiff ankerte zusammen mit anderen Schiffen der Atlantikflotte im York River, in der Nähe von Yorktown, Virginia. Hier begann der Zerstörer mit Neutralitätspatrouillen und bewachte die Flussmündung, als sich die amerikanischen Beziehungen zum Kaiserreich Deutschland verschlechterten, da man dort zum uneingeschränkten U-Boot Krieg zurückkehrte. Am 6. April 1917 erklärten die USA dem Kaiserreich Deutschland den Krieg. Nur wenigen Tagespäter verließ die USS WINSLOW ihren Ankerplatz und in die New York Navy Yard in Brooklyn, New York und wurde auf den kommenden Einsatz in Europa vorbereitet. Am 5. Mai verließ die USS WINSLOW diese Werft und fuhr nach Boston, Massachusetts. Hier integrierte man das Kriegsschiff in eine Gruppe von Zerstörern. Zusammen mit der USS TUCKER ( DD-57 ), USS ROWAN ( DD-64 ), USS JACOB JONES ( DD-61 ), USS ERICSSON ( DD-56 ) und USS CASSIN ( DD-43 ) verließ die USS WINSLOW zwei Tage später Boston und fuhr nach Queenstown, Irland. Das war das zweite Kontingent amerikanischer Zerstörer, die nach Europa fuhren. In Queenstown legten die Schiffe am 17. Mai an. Von diesem Hafen aus patrouillierten die Kriegsschiffe schon ab dem folgenden Tag an den südlichen Zugängen der Irischen See. Neben diesen Patrouillenfahrten entlang der irischen Küste eskortierte die USS WINSLOW mehrere Konvois von Handelsschiffen und Truppentransporter zwischen den britischen und französischen Häfen im Atlantik, suchte nach deutschen U-Booten und führte Rettungsaktionen für Überlebende versenkter Schiffe durch. Die USS WINSLOW operierte so fast ein Jahr lang von Queenstown aus. Kurz nach Mitternacht des 11. Juni erspähte man von dem Zerstörer aus das erste feindliche U-Boot und begann mit dem Angriff. Doch das deutsche U-Boot tauchte unter und von dem Zerstörer wurde mehrere Wasserbomben über Bord geworfen. Man konnte allerdings keine direkten Beweise für den Erfolg des Angriffs vorweisen. Daher nahm die USS WINSLOW ihren Patrouillendienst wieder auf. Am 30. Juli eilte der Zerstörer den Überlebenden des britischen Frachtschiffes SS WHITEHALL ( 3.158 BRT ) zu Hilfe. Der Kapitän des Schiffes und 12 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Am vorherigen Tag hatte das deutsche U-Boot SM U-95, Kommandant Kapitänleutnant Athalwin Prinz ( 8. Juli 1883 in Badenhausen – 19. Januar 1918 im Westausgang des britischen Kanals ), das britische Frachtschiff rund 270 Seemeilen nordwestlich des Fastner Rock versenkt, wobei ein Besatzungsmitglied des Frachtschiffes ums Leben kam. Die Überlebenden wurden sicher nach Queenstown gebracht. Die Mannschaft der USS WINSLOW machte am 16. August ein deutsches U-Boot vor Queenstown aus. Dieses kämpfte gegen schwere See an und ging unter ohne das der Zerstörer eingreifen musste. Sechs Wochen später eilte der Zerstörer dem unbewaffneten amerikanischen Segelschiff HENRY LIPPITT ( 895 BRT ) zu Hilfe das von den deutschen U-Boot SM U-60, Kommandant Kapitänleutnant Karl Georg Schuster ( 19. August 1886 in Uelzen – 16. Juni 1973 in Kitzeberg ), rund 200 Seemeilen westlich von Brest, Frankreich beschossen wurde. Als das amerikanische Kriegsschiff das Segelschiff bei Finistère erreicht hatte stand dieses schon in Flammen und das U-Boot war abgetaucht. Lieutenant Commander Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simon Island, Glynn County, Georgia ), Kommandant der USS WINSLOW, ließ mehrere Wasserbomben auf das sich bewegende Kielwasser des feindlichen U-Bootes werfen. Doch gleich darauf brach er den Angriff ab, um der Besatzung des Schoners zu helfen die vollzählig gerettet werden konnte. Allerdings sank die HENRY LIPPITT. SM U-60 konnte unbeschadet entkommen. Während der letzten Einsatztage, die die USS WINSLOW von Queenstown aus führte, griff der Zerstörer noch zwei weitere deutsche U-Boote an. Das erste feindliche U-Boot wurde am 11. Oktober angegriffen und das zweite am 3. Januar 1918. In beiden Fällen entstanden an der Wasseroberfläche große Ölteppiche die von den beschädigten U-Booten her stammten. Aber in keinem der beiden Fälle erhielt man auf der USS WINSLOW die sichtbare Bestätigung eines Untergangs. Während des Angriffs am 3. Januar stieg nach der Explosion einer der Wasserbomben eine große Menge dunkler Flüssigkeit in die Luft. Wahrscheinlich war das Heizöl. Unglücklicherweise kann man wegen fehlender Beweise nicht davon ausgehen, dass das U-Boot gesunken ist und welche Kennung es hatte. Im April 1918 versetzte man die US WINSLOW an die französische Atlantikküste versetzt. Von Brest aus operierte der Zerstörer. In den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges eskortierte das Kriegsschiff amerikanische Truppentransporter in französische Häfen. Am 8. August kam die USS WINSLOW dem amerikanischen Frachtschiff WESTWARD HO ( 5.814 BRT ) zu Hilfe das von dem feindlichen U-Boot SM U-62, Kommandant Kapitänleutnant Ernst Hashagen ( 24. August 1885 – 12. Juni 1947 ), in der Biskaya torpediert worden war. Das amerikanische Frachtschiff wurde dabei stark beschädigt, konnte aber in den französischen Hafen Brest aus eigener Kraft einlaufen. SM U-62 konnte unbeschadet entkommen. Anfang September war dann die USS WINSLOW einer von sechs Zerstörern, der die amerikanischen Truppentransporter USS AGAMEMNON und USS MOUNT VERNON ( ID-4508) begleitete. Am Morgen des 5. September, etwa 250 Seemeilen westlich von Brest, torpedierte das deutsche U-Boot SM U-82, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Middendorf ( 14. Mai 1884 – ? ) die USS MOUNT VERNON ( 18.372 BRT ). Der Torpedo schlug Mittschiffs in Steuerbord ein und zerschlug die Hälfte der Kesselanlage. 37 Besatzungsmitglieder, der 1.450 Armeeangehörige und Mannschaftsmitglieder, fanden dabei den Tod. Die USS WINSLOW, USS CONNER ( DD-72 ), USS NICHOLSON ( DD-52 ) und USS WAINWRIGHT ( DD-62 ) eilten dem Truppentransporter augenblicklich zu Hilfe und warfen mehrere Wasserbomben ab. Doch jegliche Bemühung den Feind zur Strecke zu bringen schlugen fehl. Die USS MOUNT VERNON kehrte nach Brest zurück, wo schnellstmögliche Reparaturen erfolgten. Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes durch Deutschland am 11. November, damit endeten sämtliche Kämpfe des Ersten Weltkrieges, patrouillierte die USS WINSLOW noch in den französischen Gewässern. Wenige Tage später, am 13. Dezember, gehörte der Zerstörer zu einer Schiffseskorte, in der sich zehn Schlachtschiffe und achtundzwanzig Zerstörer befanden, um den Truppentransporter USS GEORGE WASHINGTON ( ID-3018 ) nach Brest zu eskortieren und so die Stärke der amerikanischen Seestreitkräfte zu demonstrieren. An Bord des Truppentransporters befand sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), der zu den Pariser Friedensgesprächen eingeladen worden war. Nach der Ankunft in Brest ging Wilson von Bord des Truppentransporters und begann eine Begutachtung der amerikanischen Kriegsschiffe. Die USS WINSLOW verließ am 28. Dezember die französische Küste und fuhr nach Westen in Richtung Heimat. Dort legte der Zerstörer am 12. Januar 1919 an. Das Kriegsschiff begann nun wieder seinen ganz normalen Friedensdienst innerhalb der Atlantikflotte. Nach einer umfangreichen Überholung stach der Zerstörer wieder in See. Das Kriegsschiff nahm nun erneut seinen Dienst entlang der US Ostküste auf und leistete im Mai einen wichtigen Teil zur umfassenden Unterstützung auf See, als US Navy Wasserflugzeuge vom Typ Curtiss NC die erste historische Luftüberquerung des Atlantiks durchführten. Diese Atlantiküberquerung erfolgte ab dem 8. Mai 1919 und begann von der Naval Air Station Rockaway, New York mit den Zwischenstopps auf der Chatham Naval Air Station, Massachusetts und Halifax, Nova Scotia zur Trepassey Bay, Neufundland. Auf dieser Strecke waren neben der USS WINSLOW, USS ERICSSON, USS CASSIN, USS WADSWORTH ( DD-60 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ) und drei weitere Zerstörer zur Sicherung zwischen den USA und Kanada als Navigationsschiffe stationiert. Von der Trepassey Bay ging es dann nach Ponta Delgada, Azoren. Hier waren zweiundzwanzig Zerstörer wie auf einer Perlenkette als Navigationsschiffe aufgereiht. Von den Azoren aus flog nur noch das Curtiss NC-4 Flugboot nach Lissabon, Portugal. Hier waren dreizehn Zerstörer für die Navigation stationiert. Die beiden anderen Curtiss Flugboote NC-1 und NC-3 mussten vor den Azoren notgewassert werden und gingen unter. Nach Lissabon flog die NC-4 erst nach Ferrol, Spanien und von dort aus nach Plymouth, England. Auf dieser Strecke waren weitere zehn Zerstörer zur Navigation stationiert. Insgesamt 53 Schiffe setzte die US Navy für diese Atlantiküberquerung ein. Danach beteiligte sich die USS WINSLOW bis zum 10. Dezember 1919 wieder an den normalen Operationen entlang der US Ostküste und an den jährlichen Wintermanövern in den kubanischen Gewässern. Am 10. Dezember lief der Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania ein und wurde hier in die Inaktivität versetzt. Im Juli 1920 erhielt das Kriegsschiff die in der US Navy neueingeführte Kennung DD-53 nach dem alphanumerischen Klassifikationssystem. Man reaktivierte die USS WINSLOW von Juni 1921 bis März 1922 ohne das das Schiff sich an Manövern entlang der US Ostküste beteiligte. Den Zerstörer stellte man in Philadelphia am 5. Juni 1922 außer Dienst. Da man den Namen USS WINSLOW am 1. Juli 1933 im Marineministerium dem neuen Zerstörer mit der Kennung DD-359 aus der PORTER – Klasse zugesprochen hatte, entzog man dem alten Zerstörer am 1. November 1933 den Namen WINSLOW und beließ ihm die Kennung DD-53 für Unterscheidungsmöglichkeiten. Am 7. Januar 1936 strich man dann auch den Rest des Schiffsnamens aus der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 30. Juni 1936 zum verschrotten.


USS WINSLOW ( DD-53 )
Commanding Officer

LCDR Neil Ernest Nichols        7. August 1915 – 4. April 1917
LCDR Francis Warren Rockwell         4. April 1917 – 11. Januar 1919 (erreichter Rang VADM)
LCDR Frank Charles Martin       11. Januar 1919 – 20. November 1920
LT Volney Oral Clark         20. November 1920 – 5. April 1922
ENS William John Dinneen        9. April 1922 – 5. Mai 1922

USS BEALE ( DD-40 )

USS BEALE ( DD-40 )

Biografie

Edward Fitzgerald Beale
* 4. Februar 1822 in Washington DC
† 22. April 1893 in Washington DC
war ein US amerikanischer Navy Offizier, Militärgeneral, Diplomat, Entdecker, Grenzsoldat, Superintendent für Indianische Angelegenheiten, Kalifornischer Viehzüchter und Freund von Kit Carson, geboren als Christopher Houston Carson ( 24. Dezember 1809 in Richmond, Kentucky – 23. Mai 1868 in Fort Lyon, Colorado ), Buffalo Bill Cody, geboren als William Frederick Cody ( 26. Februar 1846 in Le Claire, Iowa Territorium – 10. Januar 1917 in Denver, Colorado ) und Ulysses Simpson Grant, geboren als Hiram Ulysses Grant ( 27. April 1822 in Point Pleasant, Ohio – 23. Jui 1885 in Wilton, New York ).

Der Vater von Edward Fitzgerald Beale war George Beale, Jr. ( 1792 in Hampton; Virginia – 4. April 1835 in Newark, New Jersey ). Er war ein Offizier und Zahlmeister in der Continental, der US Navy und im Marine Corps. Dieser erhielt im Krieg von 1812 für Tapferkeit eine Kongressmedaille verliehen. Die Mutter von Edward Fitzgerald Beale war Emiliy Truxton Beale ( 30. September 1798 – 21. Mai 1885 ). Sie war die Tochter des US Navy Offiziers Commodore Thomas Truxton ( 17. Februar 1755 in Hempstead, Nassau County, New York – 5. Mai 1822 in Philadelphia,Pennsylvania ). Edward Fitzgerald Beale war das zweite von sechs Kindern. Das waren Truxtun Dixon Beale ( 17. Januar 1820 in Washington DC – 22. Dezember 1870 in Washington DC ), Mary Gertrude Beale ( 18. Juni 1823 in Washington DC – 4. Januar 1824 in Washington DC ), Mary Eliza Beale Read ( 1829 – 6. Juni 1903 ), George Nancrede Beale ( 14. November 1829 in Washington DC – 5. Juli 1912 in Takoma Park, Montgomery County, Maryland ) und Emily Truxton Beale Wheeler ( 7. September 1832 in Washington DC – 16. November 1880 in West Point, Orange County, New York ). Edward Fitzgerald Beale wechselte nach seinem Schulbesuch an die Georgetown University in Washington DC. In dieser Zeit als Student erhielt er durch seine verwitwete Mutter, welche sich an die US Regierung gewandt hatte, eine Einladung von US Präsident Andrew Jackson ( 15. März 1767 in Waxhaw, Union County, North Carolina – 8. Juni 1845 Hermitage, Davidson County, Tennessee ) an die Naval School in Philadelphia, Pennsylvania. Von 1837 bis 1842 war Beale dann Acting Midshipman und diente auf mehreren US Navy Schiffen die nach Russland, Brasilien und den Westindischen Inseln segelten. Er absolvierte im Jahre 1842 die Naval School im Rang eines Midshipman. In den folgenden zwei Jahren diente er auf Schiffen, die in europäischen und südamerikanischen Gewässern fuhren. Im Januar 1845 versetzte man Edward Fitzgerald Beale zu einem Geschwader, welches von Captain Robert Field Stockton ( 20. August 1795 in Princeton, New Jersey – 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey ) kommandiert wurde und im Golf von Mexiko kreuzte. Captain Robert Field Stockton war ein wohlhabender Geschäftsmann, Erfinder sowie ein US Navy Offizier der außerdem ein intimer Freund von US Präsident James Knox Polk ( 2. November 1795 in Pineville, Mecklenburg County, North Carolina – 15. Juni 1849 in Nashville, Tennessee ) war. Dieses Geschwader von Captain Stockton segelte nach Galveston, Texas. In der dortigen Hauptstadt Austin traf sich Stockton mit den Vertretern des texanischen Kongresses, um über die Annexion durch die Vereinigten Staaten zu berichten. Diese erfolgte schon am 19. Februar 1845. Wegen seines diplomatischen Geschicks beförderte Man Beale zum Acting Master und zum Privatsekretär von Captain Stockton. Nach diesen Gesprächen verließ die Segelfregatte USS CONGRESS ( 1841 ) den Golf von Mexiko und war auf dem Weg zum Kap Horn. Von dort aus ging es bis in die kalifornischen Gewässer weiter. Doch schon 20 Tage nach Verlassen der texanischen Küste erhielt Acting Master Edward Fitzgerald Beale von Captain Robert Field Stockton den Befehl von Bord der Segelfregatte zu gehen und sich an Bord eines dänischen Segelschiffes einzuschiffen, welches ihn nach England bringen sollte. Hier in England war seine Aufgabe seine Identität zu verschleiern damit er Informationen über englische Bestrebungen sammeln konnte, die mit der Übernahme des Gebietes von Oregon zusammenhingen. 1846 kehrte Beale nach Washington DC zurück und berichtete US Präsident James Knox Polk persönlich über seine Entdeckungen, dass die Briten schon Vorbereitungen trafen um in dieses Gebiet einzumarschieren. Für seine gezeigten Leistungen beförderte man Beale in den Rang eines Master. Dann erhielt er den Auftrag sich wieder zu Captain Stockton zu begeben. Dafür erhielt er mehrere Depeschen und andere schriftliche Anweisungen vom Marineminister George Bancroft ( 3. Oktober 1800 in Worcester, Massachusetts – 17. Januar 1891 in Washington DC ). Mit einem kleinen Segelschiff segelte er dann nach Panama. Hier wurde dieses Segelschiff in seine Einzelteile zerlegt und auf Maultieren über die Landenge transportiert. In den pazifischen Gewässern baute man das Segelschiff wieder zusammen und Master Beale segelte nach Peru. Hie traf er Anfang 1846 auf die USS CONGRESS und Captain Stockton. Edward Fitzgerald Beale wechselte an Bord der USS CONGRESS und man segelte nach Honolulu, Hawaii und von dort aus an die kalifornische Küste und erreichte dort am 20. Juli Monterey, die Hauptstadt von Kalifornien. Da tobte der Mexikanisch – Amerikanische Krieg schon, welcher am 25. April 1846 ausgebrochen war. Hier vor der Küste von Monterey sicherte die USS CONGRESS die amerikanischen Truppen, welche die Stadt einnahmen. Danach fuhr die Segelfregatte nach San Diego, Kalifornien weiter. Hier schickte Commodore Stockton mit neuen Befehlen Edward Fitzgerald Beale zu den amerikanischen Landstreitkräften. Am 6. Dezember erreichte er mit einer kleinen Gruppe von dreißig Männern unter der Führung von Lieutenant Archibald H. Gillespie ( 10. Oktober 1812 in New York – 16. August 1873 in San Francisco, Kalifornien ) wenige Stunden vor der Schlacht von San Pasqual ( 6. bis 7. Dezember 1846 ) die Kolonne von General Stephen Watts Kearny ( 30. August 1794 in Newark, New Jersey – 31. Oktober 1848 in St. Louis, Missouri ), welche aus 100 Dragonern bestand. Am Abend und bei regnerischem Wetter traf die amerikanischen Soldaten auf 150 mexikanische Lanzenreiter, die unter dem Befehl von Andrés Pico ( 18. November 1810 in San Diego, Alta California – 14. Februar 1876 in Los Angeles, Kalifornien ) standen. Die amerikanischen Dragoner mussten sich auf einen Hügel zurückziehen und wurden von den Mexikanern eingeschlossen. In der Nacht zum 7. Dezember schlich sich Beale zusammen mit einem Delaware Indianer und Kit Carson durch die feindlichen Linien und machte sich nach San Diego auf. Von hier aus entsandte Commodore Stockton eine kombinierte Truppe bestehend aus Seeleuten der US Navy und aus dem Marine Corps zum Entsatz der Truppen von General Kearny. Die Mexikanischen Lanzenreiter waren sehr schnell vertrieben. Jetzt begannen diese amerikanischen Streitkräfte, bestehend aus 600 Mann, einen Feldzug und eroberten bis zum 10. Januar 1847 Los Angeles. Drei Tage später kapitulierten die letzten mexikanischen Einheiten. Damit war der Krieg in Kalifornien beendet. Im Februar entsandte Commodore Stockton Edward Fitzgerald Beale mit mehreren Depeschen nach Washington DC. Beale litt auf dieser Reise an seiner Verwundung, die er während der Kämpfe um Los Angeles erhalten hatte. Am 1. Juni erreichte er die US Hauptstadt. Im Oktober war Beale wieder in Kalifornien. Er war noch rechtzeitig als Zeuge der Verteidigung gekommen, da Major John Charles Frémont ( 21. Januar 1813 in Savannah, Georgia – 13. Juli 1890 in New York ) durch den Militärgouverneur von Kalifornien wegen Meuterei und Befehlsverweigerung vor Gericht gestellt worden war. Innerhalb der folgenden zwei Jahre unternahm Edward Fitzgerald Beale sechs weitere Reisen quer durchs Land bis nach Washington DC. Während der ersten Reise wurde am 2. Februar 1848 der Mexikanisch – Amerikanische Krieg beendet. Auf der zweiten Reise von Juli bis September 1848 durchquerte er in Verkleidung Mexiko. Diesmal brachte er der amerikanischen Regierung die Beweise von Gold in Kalifornien. Nach der vierten Reise heiratete er am 27. Juni 1949 Mary Engle Edwards ( 1827 in Chester, Delaware Couny, Pennsylvania – 6. April 1902 in Washington DC ). Sie war die Tochter des Pennsylvanischen Kongressabgeordneten Samuel Edwards ( 12. März 1785 in Chester, Delaware County, Pennsylvania – 21. November 1850 in Chester, Delaware County, Pennsylvania ). Edward Fitzgerald Beale und Mary Edwards Beale hatten drei Kinder. Mary Beale Bakhmeteff ( 1852 – 1925 in Paris ), die den russischen Diplomaten Georges Petrovich Bakhmeteff ( 1847 – 29. August 1928 in Paris ) heiratete; Emily Truxton Beale McLean ( 5. Dezember 1854 in Chester, Delaware County, Pennsylvania – 9. September 1912 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ) heiratete den Verleger der „Washington Post“ John Roll McLean 17. September 1848 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio – 9. Juni 1916 in Washington DC ) und Truxtun Beale ( 6. März 1856 in San Francisco, San Francisco County, Kalifornien – 2. Juni 1936 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ), der ein amerikanischer Diplomat war. Er heiratete 1894 Harriet Blaine ( 29. Oktober 1871 in Augusta, Kennebec County, Maine – 28. Januar 1958 in New York ) und beide hatten einen Sohn, Walker Blaine Beale ( 22. März 1896 in Augusta, Kennebec County, Maine – 18. September 1918 in Thiaucourt-Regnieville, Departement de Meurthe-et-Moselle, Lorraine, Frankreich ) der im Ersten Weltkrieg im Rang eines First Lieutenant getötet wurde. Truxtun Beale und Harriet Blaine Beale ließen sich um 1900 scheiden. Truxtun Beale heiratete dann am 23. April 1903 Marie A. Oge ( 2. Dezember 1880 – 11. Juni 1956 ). Edward Fitzgerald Beale beförderte man 1850 zum Lieutenant und ein Jahr später trat er aus der US Navy aus und kehrte erneut nach Kalifornien zurück. Zu seinen Lebzeiten konnte er das isolierte Dorf Yerba Buena mit fünf Häusern zu der erfolgreichen amerikanischen Stadt San Francisco mit über 300.000 Einwohnern wachsen sehen. Hier in Kalifornien war er dann der Verwalter für den Eisenbahnmagnaten William Henry Aspinwall ( 16. Dezember 1807 in Manhattan, New York – 18. Januar 1875 in Manhattan, New York ) und Commodore Robert Field Stockton die große Grundstücke in Kalifornien erworben hatten. Dann kehrte Beale wieder nach Washington zurück. Hier ernannte US Präsident Millard Fillmore ( 7. Januar 1800 im Cayuga County, New York – 8. März 1874 in Buffalo, New York ) im Januar 1853 Edward Fitzgerald Beale zum Superintendenten für Indianerangelegenheiten in Kalifornien und Nevada. Der Kongress bewilligte hierfür 250.000 Dollar um die einheimischen Bedingungen, in dem Distrikt dem Beale vorstand, zu verbessern. Am 6. Mai machte sich Beale mit 13 weiteren Personen von Washington aus auf den Weg nach Kalifornien. Er wollte so für die transkontinentale Eisenbahn eine günstige Route durch Colorado und Utah nach Los Angeles, Kalifornien finden. Am 22. August traf er in Los Angeles ein und diente hier bis 1856 als Superintendent. Der kalifornische Gouverneur John Bigler ( 8. Januar 1805 in Carlisle, Pennsylvania – 29. November 1871 in Sacramento, Kalifornien ) ernannte Beale zum Brigadegeneral in der kalifornischen Staatsmiliz. Damit sollten ihm zusätzliche Autoritäten verliehen werden um zwischen den Indianern und der US Army Friedensverträge auszuhandeln. Von Oktober 1857 bis 1859 unternahm Beale zwei Expeditionen durch die Wüste von Arizona. Mit dabei war Kid Carson mit dem er das Death Valley erforschte. Grund dafür war eine mögliche Route für Kutschen und Wagen entlang des 35. Breitengrades von Fort Smith, Arkansas nach Los Angeles und von Fort Defiance, New Mexiko zum Colorado River zu suchen und einzurichten. Hauptauftraggeber war der US Präsident James Buchanan ( 23. Apüril 1791 in Mercersburg, Franklin County, Pennsylvania – 1. Juni 1868 in Lancaster, Pennsylvania ), der eine 1.000 Meilen Verbindungsstraße forderte. Daraufhin schlug Beal dem Kongress und dem Kriegsministerium vor, dass die Route neben einer Militärfestung dringend mehrere Brücken und Staudämme benötigte. Damit konnte man eine ziemlich sichere Reise der Auswanderer und eine zuverlässige während Wasserversorgung gewährleisten. Dafür forderte er 100.000 Dollar. Der amerikanische Kriegsminister Jefferson Finis Davis ( 3. Juni 1808 in Fairview, Kentucky – 6. Dezember 1889 in New Orleans, Louisiana ) hatte für Experimente in der US Army 1853 Kamele für 30.000 Dollar einkaufen lassen. So hatte Brevet Major Henry Constantine Wayne ( 18. September 1815 in Savannah, Georgia – 15. März 1883 in Savannah, Georgia ) insgesamt dreiunddreißig Kamele gekauft. Drei davon kamen aus Tunesien, neun aus Ägypten und einundzwanzig in Smyrna, Osmanischen Reich. Beale benutzte von 1858 bis 1859 die Kamele vom Camel Corps, um die Straße von Fort Smith zum Colorado River zu verlängern. Sein führender Kameltreiber war in dieser Zeit Hi Jolly, später bekannt als Philip Tedro ( 1828 – 16. Dezember 1902 ). Die Kamele konnten tagelang ohne Wasser unterwegs sein, trugen viel schwerere Lasten wie die Maultiere und griffen auf Futter zurück das Maultiere nicht anrührten. Allerdings verängstigten die Kamele auch die Maultiere und Pferde, so dass sich die Army Angehörigen vehement weigerten das Experiment fortzuführen. Dennoch wurde die von Beal gebaute Wagenstraße in den 1860er und 1870er Jahren zu einer beliebten Einwanderer Strecke. Im Jahre 1861 ernannte US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County, heute LaRue County, Kenntucky – 15. April 1865 in Washington DC ) Beale zum Generalbevollmächtigten von Kalifornien und Nevada, obwohl sich Beale um einen Posten in der US Army beworben hatte. Zu Ehren von Edward Fitzgerald Beale wurde der Gebirgsschnitt Beal´s Cut im Newhall Pass benannt. Dieser Gebirgspass im Los Angeles County trennt die Santa Susan Mountains von den San Gabriel Mountains. Über diesen Pass musste die Butterfield Overland Mail, einer Postkutsche die zwischen St. Louis, Missouri nach San Francisco fuhr. In diesen Pass war schon einmal 1858 eine Verbindungsstraße geschnitten worden, aber diese war noch immer ein Greul für alle Reisende. Edward Fitzgerald Beale erwarb 1861 eben dieses Gelände und erwirkte das Recht um eine Maut für diesen Pass zu verlangen. Der Staat Kalifornien hatte extra dafür einen Zwanzig-Jahresvertrag mit ihm abgeschlossen. Daraufhin entsandte Beale 1862 eine Mannschaft von chinesischen Arbeitern und ließ den Pass verbreitern und tiefer legen, sodass am Ende der Pass fünfzehn Meter weniger Höhe hatte. Dieser Beal´s Cut wurde bis 1910 genutzt bis der Newhall Tunnel als Transportpassage fertig gestellt war. Noch heute besteht dieser Beal´s Cut, nur kann er nicht mehr mit einem Fahrzeug befahren werden da er eingezäunt ist. Auf Drängen von Edward Fitzgerald Beale wurde Fort Tejon am 24. Juni 1854 von der US Army im Grapevine Canyon zwischen den Bergen San Emigdio und Tehachapi, Kalifornien. Von hier aus sollten die Indianer geschützt und kontrolliert werden die im Indianerreservat lebten. Diese Indianer und die weißen Siedler sollten vor den Angriffen der Paiutes, Chemeheui und Mojave geschützt sowie andere indianischen Gruppen vor der Wüstenregion im Osten. Am 11. September 1864 wurde Fort Tejon von der US Army aufgegeben. In den Jahren 1865 und 1866 kaufte Beale die mexikanischen Landgewinne rund um das ehemalige Fort. Die nun sogenannte Tejo Ranch umfasste 1100 Hektar. Nachdem die US Army das Camel Corps wieder aufgelöst hatte, kaufte Beale mehrere dieser Tiere und beließ sie auf seiner Ranch. Die Tejon Ranch ist heute der größte private Landbesitz in Kalifornien und gehört der Tejon Ranch Company. Im Jahre 1872 kaufte Edward Fitzgerald Beale das Decatur House in der 748 Jackson Place in Washington DC. Der erste Besitzer und Bewohner dieses Hauses war Commodore Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, heute Berlin, Worcester County, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ) mit seiner Frau Susan Wheeler Decatur ( 1776 in Norfolk, Virginia – 21. Juli 1850 in Washington DC ). Dieses Decatur House befindet sich an der nordwestlichen Ecke des Lafayette Square, an der südwestlichen Ecke des Jackson Place und der H Street, in der Nähe des Weißen Hauses. Dieses Haus war zu einer der begehrtesten Adressen in Washington DC geworden. Es war das Heim vieler prominenter Persönlichkeiten des Landes. So mietete die US Regierung es von 1827 bis 1833 für seine Staatssekretäre Henry Clay ( 12. April 1777 im Hanover Conty, Virginia – 29. Juni 1852 in Washington DC ), Martin Van Buren ( 5. Dezember 1782 in Kinderhook, New York – 24. Juli 1862 in Kinderhook, New York ), Judah Philip Benjamin ( 11. August 1811 in Christiansted, Dänisch Antillen – 6. Mai 1884 in Paris, Frankreich ) und Edward Livingston ( 28. Mai 1764 in Clermont, Provinz New York – 23. Mai 1836 in Rhinebeck, New York ). Beale kaufte das Decatur House für 60.000 Dollar und ließ es umfassend renovieren. In diesem Haus hielt er viele glitzernde Partys ab und wurde der berühmteste Gastgeber in Washington DC. Ein Reporter der Washington Post schrieb 1873, dass das alte Decatur House wieder zu den modischen Residenzen dieser Stadt zählte. Das Decatur House wurde auch zum inoffiziellen Treffpunkt für die republikanischen Stalwarts und Ulysses S. Grant blieb häufig dort. Beales Schwiegertochter Marie A. Oge Beale vermachte in ihrem Testament, dass nach ihrem Tode das Decatur House dem National Trust zu übergeben sei. Dies passierte am 11. Juni 1956, dem Tag ihres Todes. US Präsident Ulysses Simpson Grant ernannte Edward Fitzgerald Beale 1876 zum amerikanischen Botschafter in Österreich – Ungarn. Dieses Amt übte Beale bis 1877 aus und er zeigte ein Talent für die Diplomatie. Seine üppigen Unterhaltungen und Erzählungen über den amerikanischen Wilden Westen, die Beherrschung der Fremdsprachen und die herzliche Persönlichkeit machten Beale und seine Frau Harriet zu beliebten Persönlichkeiten am Wiener Hof. Seine Liebe zu Pfaerden half ihm das Vertrauen von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich ( 18. August 1830 im Schloss Schönbrunn, Wien – 21. November 1916 im Schloss Schönbrunn, Wien ) zu gewinnen. Während seiner Amtszeit als amerikanischer Botschafter in Österreich schickte Beale häufig Depeschen an das Außenministerium und berichtete über den Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und Serbien sowie über die militärischen, politischen und wirtschaftlichen Instabilität des Osmanischen Reiches.
Während seines Ruhestandes lebte Edward Fitzgerald Beale im Decatur House in Washington DC. Jedoch besuchte er auch jährlich seine Tejon Ranch, besuchte häufig seine Pferdefarm in Ash Hill in Hyattsville, nordöstlich von Washington DC. Auf dieser Farm Ash Hill hielten auch seine Freunde Ulysses Simpson Grant, Buffalo Bill Cody und US Präsident Stephen Grover Cleveland ( 18. März 1837 in Caldwell, New Jersey – 24. Juni 1908 in Princeton, New Jersey ) ihre Pferde. Ash Hill wurde 1977 in das National Register of Historic Places aufgenommen.
Edward Fitzgerald Beale starb am 22. April 1893 im Decatur House. Sein Testament wurde von Ulysses Simpson Grant und General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 in Lancaster, Ohio – 14. Februar 1891 in New York ) bezeugt.


USS BEALE ( DD-40 )

Schiffsbiografie

Die USS BEALE ( DD-40 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Edward Fitzgerald Beale benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der PAULDING – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 8. Mai 1911 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Emiliy Truxton Beale McLean ( 5. Dezember 1854 in Chester, Delaware County, Pennsylvania – 9. September 1912 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ), Ehefrau von John Roll McLean ( 17. September 1848 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio – 9. Juni 1916 Washington DC ), Besitzer der Washington Post, und Tochter von Edward Fitzgerald Beale, taufte am 30. April 1912 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant ( jg ) Charles Talley Blackburn ( 11. Mai 1885 in Shreveport, Louisiana – 9. Mai 1960 ) stellte am 30. August 1912 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt beteiligte sich die USS BEALE am 14. Oktober 1912 im Hafen von New York an einer von US Präsident William Howard Taft ( 15. September 1857 in Cincinnati, Ohio – 8. März 1930 in Washington DC ) anberaumten Flottenschau. Der US Präsident befand sich während der Flottenschau an Bord der Yacht MAYFLOWER. An der Flottenschau nahmen die Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-8 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ), USS CONNECTICUT ( BB-18 ),USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS ILLINOIS ( BB-7 ), USS INDIANA ( BB-1 ), USS IOWA ( BB-4 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS KEARSARGE ( BB-5 ), USS KENTUCKY ( BB-6 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ), USS WISCONSIN ( BB-9 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), die Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), USS MONTANA ( ACR-13 ), USS WASHINGTON ( ACR-11 ), USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ) und USS TENNESSEE ( ACR-10 ), die Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) und USS MONTGOMERY ( C-9 ), die Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), USS CHESTER ( CS-1 )USS SALEM ( CS-3 ), der Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Zerstörer USS BEALE, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS FLUSSER ( DD-20 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS LAMSON ( DD-18 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS McCALL ( DD-28 ), USS MONOGHAN ( DD-32 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS PERKINS ( DD-26 ), USS PRESTON ( DD-19 ), USS REID ( DD-21 ), USS ROE ( DD-24 ), USS SMITH ( DD-17 ), USS STERETT ( DD-27 ), USS TERRY ( DD-25 ), USS TRIPPE ( DD-33 ), USS WALKE ( DD-34 ) und USS WORDEN ( DD-16 ), die Torpedoboote USS BAGLEY ( TB-24 ), USS BAILEY ( TB-21 ) USS BARNEY ( TB-25 ), USS BIDDLE ( TB-26 ), USS CRAVEN ( TB-10 ), USS DAHLGREN ( TB-9 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS THORNTON ( TB-33 ) unf USS TINGEY ( TB-34 ), die Kanonenboote USS AILEEN ( 1896 ), USS CASTINE ( PG-6 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ), USS NEWPORT ( PG-12 ), USS MACHIAS ( PG-5 ), USS MARIETTA ( PG-15 ), USS NASHVILLE ( PG-7 ), USS PETREL ( PG-2), USS WASP ( 1898 ) und USS VIXEN ( 1896 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS C-4 ( SS-15 ), USS C-5 ( SS-16 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS D-3 ( SS-19 ), USS E-1 ( SS-24 ) und USS E-2 ( SS-25 ), die Kohlenschiffe USS AJAX ( AC-14 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS CAESAR ( AC-16 ), USS CYCLOPS ( AC-4 ), USS HECTOR ( AC-7 ), USS ORION ( AC-11 ), USS STERLING ( 1898 ) und USS VULCAN ( AC-5 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), das Reparaturschiff USS PANTHER ( 1889 ), das Munitionstransportschiff USS LEBANON ( 1898 ), das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ) und das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) von dem aus die Flottenschau überwacht wurde. Nach dieser Flottenschau schloss sich die USS BEALE der 5. Gruppe innerhalb der Torpedo Flottille in der Atlantischen Flotte an und operierte in den folgenden Monaten entlang der US Atlantikküste sowie in mexikanischen und karibischen Gewässern. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete die Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS BEALE, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS CASSIN ( DD-43 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS JARVIS ( DD-38 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS PARKER ( DD-48 ) und USS DOWNES ( DD-45 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Danach wurde die USS BEALE am 13. Dezember 1915 in die Reserve versetzt. Doch schon am 5. Januar 1916 nahm man den Zerstörer wegen des Ersten Weltkrieges wieder aus der Reserve. Allerdings befand sich nur noch eine reduzierte Rumpfbesatzung an Bord des Kriegsschiffes. Die USS BEALE wurde nun für Neutralitätspatrouillen entlang der US Atlantikküste eingesetzt. Diese Aufgabe nahm der Zerstörer bis zum 22. März 1917 wahr. Erst da wurde die Besatzung wieder auf vier Offiziere und 87 Mannschaftsmitglieder aufgefüllt. Diesmal war der eventuelle Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg der Auslöser. Und die USA erklärten dem Deutschen Kaiserreich am 6. April 1917 den Krieg. Die USS BEALE trat nun der Atlantic Destroyer Force bei. Anfangs patrouillierte der Zerstörer vor den Häfen an der US Ostküste von wo die Versorgungsschiffe nach Europa abfuhren, um diese zu sichern. Dann verließ das Kriegsschiff zusammen mit anderen Zerstörern die amerikanische Ostküste und fuhr nach Irland. In dem dortigen Hafen von Queenstown legte die USS BEALE am 5. Februar 1918 an. Von hier aus operierte der Zerstörer bis zum Ende des Ersten Weltkrieges und sicherte Schiffskonvois vor den Angriffen deutscher U-Boote. Anfang Dezember 1918 verließ die USS BEALE ihre Operationsbasis in den irischen Gewässern und eskortierte zusammen mit anderen Zerstörern zehn Schlachtschiffe und weitere Begleitschiffe. Dieser Schiffskonvoi sollte am 26. Dezember 1918 eine Flottenschau abhalten die der amerikanische Marineminister Josephus Daniels ( 18. Mai 1862 in Washington, North Carolina – 15. Januar 1948 in Raleigh, North Carolina ) anlässlich dem Ende des Ersten Weltkrieges, im Hudson River angesetzt hatte. Die Schlachtschiffe lagen notgedrungen im Hudson River vor Anker, da stürmisches Wetter die Zerstörereskorte gezwungen hatte einen südlicheren Weg einzuschlagen. Die Zerstörer trafen in New York nicht rechtzeitig für die Flottenschau ein. An der Flottenschau waren dann nur die Schlachtschiffe USS ARIZONA ( BB-39 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS OKLAHOMA ( BB-37 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Zerstörer USS RINGGOLD ( DD-89 ), das Kanonenboot USS GLOUCESTER ( 1891 ), die Yachten USS AZTEC ( SP-590 ), USS MAYFLOWER ( PY-1 ) und USS XARIFA ( SP-581 ) und 12 unidentifizierte U-Boot Verfolger beteiligt. Die USS BEALE diente nun weiterhin in der Atlantischen Flotte bis der Zerstörer am 25. Oktober 1919 in der Philadelphia Naval Shipyard außer Dienst gestellt wurde.
In den USA wurde am 17. Januar 1920 gesetzlich die Prohibition eingeführt. Deswegen blühte entlang der US Ostküste der Alkoholschmuggel. Um dem entgegen zu wirken, entschied das amerikanische Finanzministerium, dass die US Küstenwache außer Dienst gestellte Zerstörer der US Navy übernehmen sollte damit eine bessere und erfolgreichere flächendeckende Patrouille vor der US Ostküste zur Unterbindung des Alkoholschmuggels gefahren werden konnte. Der 30. US Präsident, John Calvin Collidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ), genehmigte die Übertragung von zwanzig alten Zerstörern. Deshalb reaktivierte man am 28. April 1924 die USS BEALE und übergab das Kriegsschiff an die US Coast Guard. Am 7. Juni 1924 erhielt der Zerstörer dort die Kennung CG-9 und am 24. Oktober stellte man das Schiff in den Dienst der US Küstenwache. Im Anschluss daran versetzte man den Zerstörer nach New London, Connecticut. Hier begann das Schiff mit seiner Rumpatrouille.
In den Hafen der Philadelphia Navy Yard lief der Zerstörer Anfang 1930 ein, wo die US Coast Guard das Schiff am 1. Juni 1930 außer Dienst stellte. Die Übergabe an die US Navy erfolgte am 18. Oktober. Den Namen USS BEALE ( DD-40 ) strich man am 28. Juni 1934 von der US Navy – Liste. Am 22. August 1934 verkaufte man den Schiffskörper an die Werft von Michael Flynn, Brooklyn, New York zum verschrotten.


USS BEALE ( DD-40 )
Commanding Officer

LT Charles Talley Blackburn         30. August 1912 – 21. September 1912
LT Edward Constant Southword Parker       21. September 1912 – 2. Oktober 1913
LT Charles Thomas Hutchins Jr.       2. Oktober 1913 – 10. Januar 1916
LT Charles Talley Blackburn       10. Januar 1916 – 13. Mai 1916
CDR Walter Newhall Vernou        13. Mai 1916 – 30. Oktober 1918 (erreichter Rang RADM)
LCDR Frank Alfred Braisted         30. Oktober 1918 – 4. Januar 1919 (erreichter Rang RADM)
LCDR Welles Eldredge Goodhue          4. Januar 1919 – 12. Mai 1919
LCDR John Howard Culin     12. Mai 1919 – 25. Oktober 1919
Übergabe an die US Küstenwache
LCDR Russell Randolph Waesche, Sr. (USCG)        28. April 1924 – März 1926

USS ERICSSON ( DD-56 )

USS ERICSSON ( DD-56 )

Biografie

John Ericsson
* 31. Juli 1803 in Långbanshyttan, Värmland, Schweden
† 8. März 1889 in New York City
war ein schwedisch-amerikanischer Erfinder und mechanischer Ingenieur

Der Vater von John Ericsson, Olaf Ericsson, arbeitete in einer Mine in Värmland als Supervisor. Dieser hatte das Geld der Familie durch eine Spekulation 1810 verloren und sah sich gezwungen sein Heimatland zu verlassen. Neue Arbeit fand er bei FORSVIK wo in Schweden von Göteborg aus der Göte Kanal gebaut wurde. Graf Baltazar Bogislaus von Platen ( 29. Mai 1766 – 6. Dezember 1829 ), schwedischer Marineoffizier, Staatsmann und Architekt de Kanals, entdeckte bei John und dessen älteren Bruder Friherre Nils Ericsson ( 31. Januar 1802 – 8. September 1870 ) die außergewöhnlichen Fähigkeiten zur Mechanik. Beide nahm er als Kadetten für Mechanik in die schwedische Royal Navy auf wo sie Auszubildende am Kanalbau waren. Im Alter von vierzehn Jahren wurde John bereits ein unabhängiger Landvermesser. Mit siebzehn Jahren trat John in die schwedische Armee in Jämtland ein wo er im Jämtland Feld Ranger Regiment im Rang eines Second Lieutenant diente. Schon sehr bald beförderte man ihn zum Lieutenant. Von dort aus schickte man ihn nach Nordschweden um Vermessungsarbeiten durchzuführen. Da er aber dort wegen der kurzen hellen Tage viel Freizeit hatte, konstruierte er eine Wärmekraftmaschine die durch den Rauch von Feuer anstelle von Dampf angetrieben wurde. Sein Geschick und Interesse an der Mechanik ließ John schnell wieder aus der Armee zurücktreten. Im Jahre 1826 reiste John nach England um dort seine Wärmekraftmaschine vorzustellen. Doch dieser Prototyp arbeitete nicht rund und war kein Erfolg, da er nur für das Verbrennen von Birkenholz und nicht für das verbrennen von Kohle vorgesehen war. Trotz der Enttäuschung darüber, erfand John mehrere andere Mechanismen auf der Grundlage von Dampf die mit der Verbesserung des Erwärmungsprozesses durch eine höhere Zugabe von Sauerstoff im Brandbett einhergeht. Mit John Braithwaite ( 19. März 1797 – 25. September 1870 ) zusammen entwickelte John Ericsson eine frühe Dampflokomotive die im Oktober 1829 bei den Rainhill Trials, einem wichtigen Wettbewerb der Liverpool anf Manchaster Railway, teilnehmen sollte. Diese Dampflokomotive erwies sich gegenüber den anderen vier Konkurrenten als deutlich schneller. Allerdings hatte diese Lokomotive wiederkehrende Kesselprobleme und so wurde die Stephenson Rocket, gebaut von den englischen Ingenieuren George Stephenson ( 9. Juni 1781 – 12. August 1848 ) und Robert Stephenson ( 16. Oktober 1803 – 12. Okober 1859 ) in der Robert Stephenson and Company, zum Sieger erklärt. Ericsson und Braithwaite bauten nun zwei neue Motoren in ihre Dampflokomotive ein und benannten diese nach dem neuen Königspaar King William IV. Und Queen Adelaide. Beide Motoren waren größer und robuster gegenüber ihren Vorgängern. Mit diesen beiden Lokomotiven fuhren Ericsson und Braithwaite auf der Strecke der Liverpool and Manchester Railway um den Vorzug dieser Motoren aufzuzeigen, jedoch die Bahn lehnte es ab das neue Design zu kaufen. Die innovative Dampffeuerspritze die beide kurz darauf erfanden, waren ein hervorragender technischer Erfolg. Am 5. Februar 1830 brach in den Argyll Rooms Feuer aus. Fünf Stunden arbeitete diese Feuerspritze bei Minustemperaturen, wo schon alle anderen Feuerspritzen eingefroren waren, und man konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Jedoch bauten die etablierten Londoner Feuerwehren einen gehörigen Widerstand auf gegen diese neue Feuerspritze und so wurde diese aus London verbannt. Ein von Ericsson gebauter Motor scheiterte bei einem Expeditionseinsatz von Sir John Franklin ( 16. April 1786 – 11. Juni 1847 ) in der Arktis. Für John Ericsson war dies kein Abbruch in seiner Karriere. Er erfand für Dampfschiffe einen Dampfkondensator mit dem frisches Wasser für die Kessel auf See produziert werden konnte. Eine weitere wichtige Erfindung war das Druck – aktivierte Echolot mit dem Namen „Tiefsee Blei“ das einen kleinen aber nachhaltigen Erfolg verbuchte. Allerdings musste Ericsson ins Schuldgefängnis, da er seine Schulden durch den Ausfall der kommerziellen Einnahmen, die wenigstens die Entwicklungskosten deckten, nicht mehr begleichen konnte. In dieser Zeit heiratete Ericsson die neunzehnjährige Amelia Byam. Doch diese Ehe war eine riesige Katastrophe und endete in der Trennung des Paares mit dem Tod von Amelia. John Ericsson hatte schon immer den Gedanken gehegt von einer Propeller Schraube die ein Schiff antreibt, auf zwei Propeller Schrauben zu wechseln. Er sah darin den Vorzug, dass man dann auch ohne Ruder das Schiff noch manövrieren kann. Doch die britische Admiralität lehnte diese Erfindung ab und verwies Ericsson an den amerikanischen Captain Robert Field Stockton ( 20. August 1795 – 7. Oktober 1866 ). Captain Stockton lud John Ericsson nach der in Augenscheinnahme des neuen Designs der Schiffsschrauben nach Amerika ein um dort diese Erfindung für ein neues Schiff zu benutzen. Im Jahre 1839 zog Ericsson nach New York. Stockton wollte mit Hilfe von Ericsson eine neue Klasse von Fregatten bauen und wusste auch durch seine beträchtlichen politischen Verbindungen wie er dies ermöglichen konnte. US Präsident John Tyler ( 29.März 1790 – 18. Januar 1862 ) besorgte die notwendigen Gelder und so wurde in der Philadelphia Navy Yard am 20. Oktober 1842 der Kiel der 700 Tonnen Korvette USS PRINCETON ( 1843 ) nach dem Design von John Ericsson gelegt. Ericsson war außerdem der Hauptbetreuer der Konstruktion in der Werft und Captain Stockton überwachte den Bau. Am 3. September 1843 taufte man das Schiff und sechs Tage später stellte Captain Stockton das unter seinem Befehl stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff war mit seinen zwei Doppelschnecken Propellern das für diese Zeit am weitesten entwickelte Kriegsschiff seiner Zeit. Auch die auf einem Drehsockel montierte Kanone „Oregon“ war eine Erfindung von John Ericsson. Die Kanonen wurde von Mersey Iron Works in England hergestellt und war ein Vorderlader der eine glatte Bohrung hatte, aus Schmiedeeisen hergestellt war, wog 102 Kilogramm und konnte ein Gewicht von 23 Kilogramm rund fünf Meilen weit verschießen. Dies wurde durch eine Bügelkonstruktion ermöglicht, das heißt das mehrere glühende Eisenringe um den Verschluss am Ende der Waffe platziert wurden. Außerdem hatte diese ein besseres Rückstoßsystem. Es gab noch eine zweite Kanone an Bord der USS PRINCETON die von Captain Stockton nach dem Vorbild der „Oregon“ durch Hogg and Delamater in New York City nachgebaut wurde. Diese Kanonen wurde aber nach den bis dahin geltenden Kenntnissen gebaut ohne auch nur den Sinn der „Oregon“ zu verstehen. Diese Kanone erhielt den Namen „Peacemaker“. Schon der Start der USS PRINCETON war ein voller Erfolg. Am 20. Oktober 1843 gewann die Korvette ein Rennen gegen den bis dahin schnellsten Raddampfer, die SS GREAT WESTERN ( 1837 ). Am 28. Februar 1844 fuhr die USS PRINCETON nach Alexandria, Virginia wo das Schiff eine Vergnügungs- und Demonstrationsfahrt auf dem Potomac River durchführen sollte. Eingeladen hatte US Präsident John Tyler dazu sein Kabinett, die ehemalige First Lady, Dolley Payne Todd Madison ( 20. Mai 1768 – 12. Juli 1849 ) und etwa 400 weitere Gäste an Bord des Schiffes. Natürlich wurden dann auch in vorgerückter Stunde zum Zeichen zur Einnahme des Mittagessens und zur Reichung einiger Erfrischungen beide Kanonen abgefeuert. Mehrere Gäste an Bord überredeten Captain Stockton dazu, beide Kanonen nochmals abzufeuern. Dabei passierte das Unglück. Die Kanone „Peacemaker“ explodierte beim zünden des Schießpulvers und mehrere Splitter flogen in die Menge der Näherstehenden. Unter den sofort getöteten war US Außenminister Abel Parker Upshur ( 17.Juni1790 – 28. Februar 1844 ), Marineminister Thomas Walker Gilmer ( 6. April 1802 – 28. Februar 1844 ), Captain Beverley Kennon ( 17. April 1793 – 28. Februar 1844 ), der Chief of the Bureau of Construction, Equipment and Repairs, Virgil Maxcy ( 5. Mai 1785 – 28. Februar 1844 ), der von 1837 bis 1842 der US Botschafter in Belgien war, Colonel David Gardiner ( 29.Mai 1784 – 28. Februar 1844 ), der Vater von Julia Gardiner ( 17. Mai 1820 – 10. Juli 1889 ) die die Verlobte von US Präsidenten John Tyler war, der Kammerdiener des Präsidenten mit Namen Armistead, einem schwarzen Sklaven, sowie die beiden Matrosen die die Kanone abfeuerten. Weitere 20 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Unter ihnen auch Captain Stockton. Captain Stockton wollte nach diesem Desaster die Schuld auf John Ericsson lenken, aber damit hatte er keinen Erfolg. Erfolg hatte er durch seine politischen Verbindungen das die US Navy den per Vertrag ausgehandelten Preis an John Ericsson nicht bezahlen ließ. Dies führte dazu, dass John Ericsson auf die US Navy nicht sehr gut zu sprechen war und einen tiefen Groll gegen diese Waffengattung hegte. John Ericsson war aber seit seinem Umzug nach New York City mit Cornelius Henry Delamater ( 30. August 1821 – 2. Februar 1889 ) befreundet. Dieser junge Mann war der Besitzer der Delamater Iron Works. Ihre persönliche Freundschaft litt nie, auch wenn ein gewisser Druck aufgebaut wurde wenn Ericssons Jähzorn einmal zum Ausbruch kam. In dieser Zeit erhielt Ericsson frei Hand um zu experimentieren und neue Erfindungen auf den Weg zu bringen. So bauten die Delamater Iron Works das erste Schiff das komplett aus Eisen bestand, das erste U-Boot, das erste Torpedo und auch das erste Torpedoboot. Im Jahre 1820 hatte sich John Ericsson mit einem Thermodynamik Motor beschäftigt der aber wegen der unterschiedlichen Herstellung von Holzkohle in Schweden und England nicht zum Laufen kam. In den Delamater Iron Works stellte er sich dann der neuen Herausforderung und ließ ein Schiff mit solch einem neu modifizierten Thermodynamik Motor bauen. Im Jahre 1851 war es dann soweit. Das 2000 Tonnen Schiff ERICSSON lief 73 Stunden perfekt. Es hatte 300 PS durch eine Kombination von vier Doppelmotoren. Das waren vielleicht die Größten Kolben in den Motoren die jemals gebaut wurden. Sie hatten einen Durchmesser von 4,3 Metern. Allerdings bewies diese Probefahrt, dass obwohl der Motor gut lief die Geschwindigkeit des Schiffes immer weiter abnahm. Zum Entsetzen von John Ericsson sank dann auch noch das Schiff. Man hob es dann wieder und ersetzte den Thermodynamischen Motor durch eine Dampfmaschine. In den USA hatte John Ericsson mit seinen Erfindungen immer noch keinen Erfolg gehabt. So bot er dem Kaiser von Frankreich, Napoleon III. ( 20. April 1808 – 9. Januar 1873 ) am 26. September 1854 mit Zeichnungen ein eisernes Schlachtschiff an das in einem Kuppelturm seine Waffen besaß. Der französische Kaiser lobte diese Erfindung , tat aber nichts um John Ericsson nach Frankreich zu holen damit dieser das Schiff zur praktischen Anwendung bringen konnte. Trotz aller Rückschläge gewann John Ericsson im Jahre 1862 die Auszeichnung des Rumford Preises der American Academy of Arts an Sciences für seine Erfindungen. Kurz nach Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges im Jahre 1861 erfuhr man, dass die Konföderierten die von der US Navy abgebrannten und versenkten Fregatte USS MERRIMACK ( 1855 ) aus dem Potomac River wieder gehoben haben und es zu einem eisernen Kanonenboot mit Rammsporn aufbauen. Fast zum gleichen Zeitpunkt verlangte der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika für die US Navy Panzerschiffe die es mit Blockadebrechern auf hoher See und auf den Flüssen in den Südstaaten mit den dortigen Schiffen aufnehmen könnten. John Ericsson hatte immer noch eine große Abneigung gegen die US Navy und ihrer Befehls gewaltigen. Doch Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) konnte Ericsson und den amerikanischen Eisenbahn- und Schiffsbauer Cornelius Scranton Bushnell ( 19. Juli 1829 – 6. Mai 1896 ) überzeugen Vorschläge für eiserne Konstruktionen von Schiffen vorzulegen. John Ericsson präsentierte kurz darauf Konstruktionszeichnungen von der USS MONITOR, einem neuartigen Design von gepanzertem Schiff, das ein rotierendes Revolvergehäuse mit zwei großen Kanonen besaß. Natürlich traf Ericsson sofort auf Kontroverse Stimmungen innerhalb der US Navy mit diesem Design. Marineminister Gideon Welles ließ die Gegner aber nicht öffentlich zu Wort kommen und bestimmte mit Ericsson und Bushnell den 25. Oktober 1861 zur Kiellegung auf den Continental Iron Works in Greenpoint, Brooklyn, New York. Am 30. Januar 1862 erfolgte der Stapellauf. Lieutenant John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ) stellte am 25. Februar das unter seinem Befehl stehende Schiff in der New York Navy Yard in den Dienst der US Navy. Zwei Tage später legte die USS MONITOR in New York ab mit dem Ziel Hampton Roads, Virginia. Doch die Zwangslenkung versagte bei dieser Fahrt und das Panzerschiff musste für eine Reparatur nach New York zurück kehren. Am 6. März 1862 schleppte der Schlepper USS SETH LOW die USS MONITOR in Richtung Hampton Roads. Dort tobte seit dem 8. März eine Schlacht die bis dahin sehr ungünstig für die hölzernen Schiffe der US Navy verlief. Am 9. März griff die USS MONITOR in das Geschehen ein und man konnte wenigstens diese Schlacht mit einem Unentschieden beenden und die Konföderierten Truppen aus Hampton Roads vertreiben. Nach diesem taktischen Sieg war die Euphorie in der US Navy gegenüber den Panzerschiffen von Ericsson grenzenlos. Nun wurden zahlreiche neue Versionen von Panzerschiffen auf den Werften der Union nach dem Vorbild der USS MONITOR gebaut. Diese Schiffe trugen wesentlich zu dem Sieg der US Navy und der US Army in diesem Krieg gegen die konföderierten Staaten bei. Trotz ihres geringen Tiefgangs und die anschließenden Probleme bei der Navigation auf hoher See, wurden viele Designelemente der MONITOR – Klasse für die zukünftigen Kriegsschiffe verwendet. Vor allem der Drehturm gilt als einer der größten technologischen Fortschritte in der Marinegeschichte und er kommt heute noch auf Kriegsschiffen zur Anwendung. John Ericsson konzipierte für die US Navy noch weitere Schiffe und Waffen. So erfand er eine Art Torpedo und ein Torpedoboot das eine Kanone unter Wasser abfeuern konnte. Außerdem leistete er einige technische Unterstützungen bei den U-Boot-Experimenten von John Philip Holland ( 29. Februar 1840 – 12. August 1914 ) In dem Buch „Beiträge zur Centennial Exhibition“ präsentierte John Ericsson 1877 seine „Sonnen-Motoren“. Dabei wurden seine Heißluftmotoren durch Solarenergie angtrieben. Mit einem dieser Entwürfe erhielt Ericsson zusätzliche Einnahmen, nachdem er seinem Motor mit Methangas arbeiten ließ. Kapitän Charles Lewelyn Dingley kauft 1882 das 1645 Tonnen schwere Schiff ERICSSON und fügte es in seine Flotte ein. Obwohl keine seiner Erfindungen irgend einen großen Industriezweig revolutionierte, war John Ericsson trotzdem einer der einflussreichsten Maschinenbauingenieure. Den Tod seines Freundes Cornelius Henry Delamater am 2. Februar 1889 konnte John Ericsson nicht verkraften. Er verstarb am 8. März 1889 in New York City, dem Jahrestag der berühmten Schlacht von Hampton Roads. Nach seinem Tod, überführte man seine sterblichen Überreste auf dem Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) nach Stockholm wo er in Filipstad in Värmland seine letzte Ruhestätte fand.

Vier Schiffe wurden zu Ehren von John Ericsson bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS ERICSSON ( TB-2 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ERICSSON ( DD-56 ) aus der O´BRIEN – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS ERICSSON ( DD-440 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das vierte Schiff war der Öltanker USS JOHN ERICSSON ( T-AO-194 ) aus der HENRY J. KAISER – Klasse.


USS ERICSSON ( DD-56 )

Schiffsbiografie

Die USS ERICSSON ( DD-56 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von John Ericsson benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechste Schiff aus der O´BRIEN – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey wurde am 10. November 1913 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary E. Logue ( 1863 – 1927 ), Ehefrau des Kongressabgeordneten James Washington Logue ( 22. Februar 1863 in Philadelphia, Pennsylvania – 27. August 1925 in Philadelphia, Pennsylvania ) aus Pennsylvania, taufte am 22. August 1914 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Lee Pryor, Sr. ( ? – 1. April 1928 ) stellte am 14. August 1915 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die ersten Erprobungsfahrten der USS ERICSSON begannen ab dem 10. Mai, als noch vor der Indienststellung. Da befanden sich an Bord noch keine Waffen. Die ersten dort durchgeführten Tests waren den Antriebsmaschinen gewidmet. Man versuchte die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes zu erreichen, die bei 19,93 Knoten lag. Nach der Indienststellung begannen die obligatorischen Ausbildungsfahrten für die Mannschaften. Dann operierte der Zerstörer ab Oktober bis Dezember von New York und von Newport, Rhode Island aus und beteiligte sich an mehreren Trainingsübungen und an der Neutralitätspatrouille, da zu diesem Zeitpunkt in Europa schon der Erste Weltkrieg tobte. Zusammen mit den Schiffen der Torpedoflottille der Atlantikflotte verließ der Zerstörer am 7. Januar 1916 die US Ostküste und fuhr für Manöver in die Karibik. Dabei waren Key West, Florida und die Guantanamo Bay, Kuba die Stützpunkte für das Kriegsschiff. Am 23. Mai legte die USS ERICSSON in Newport wieder an. In den folgenden Wochen und Monaten beteiligte sich der Zerstörer wieder an der Neutralitätspatrouille und an mehreren Übungen entlang der US Ostküste. Am 8. Oktober, einem Sonntag, gab es gegen 5:30 Uhr eine Funkmeldung, wo mitgeteilt wurde das ein deutsches U-Boot in der Nähe des Feuerschiffes Nantucket am östlichen Ende von Long Island zwei Schiffe angehalten, torpediert und versenkt hatte. Dies war der britische Frachter STRATHDENE ( 4.321 BRT ) aus Glasgow und das norwegische Dampfschiff CHRISTIAN KNUDSEN ( 3.878 BRT ) mit einer Ladung Gasöl das nach London unterwegs war. Gegen 12:30 Uhr erhielt man ein SOS von dem britischen Dampfer WEST POINT ( 3.847 BRT ). Rear Admiral Albert Gleaves ( 1. Januar 1858 in Nashville, Tennessee – 6. Januar 1937 in Haverford, Pennsylvania ) befahl der USS ERICSSON zusammen mit der USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS BENHAM ( DD-49 ) und 14 anderen Zerstörern Newport zu verlassen und dem torpedierten Schiff zu Hilfe zu eilen. Die amerikanischen Kriegsschiffe sollten sich um Überlebende des britischen Dampfers kümmern. So befanden sich die Zerstörer noch rund 100 Seemeilen vom Feuerschiff entfernt, welche er in dreieinhalb Stunden überwand, da erhielt man die Nachricht, dass das deutsche U-Boot SM U-53, unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans Rose ( 15. April 1885 in Charlottenburg – 6. Dezember 1969 in Winterberg ), das Frachtschiff BLOMMERSDIJK ( 4.850 BRT ) von der Holland Amerika Line und das britische Passagierschiff STEPHANO ( 3.449 BRT ) das nach Liverpool unterwegs war ebenfalls gestoppt hatte. Außerdem ließ Kapitänleutnant Hans Rose den norwegischen Dampfer KAPANA mit einer Ladung Getreide und die amerikanische KANSAS mit einer Ladung Soda anhalten. Da es sich aber bei beiden Schiffen nicht um Bannware handelte, konnten sie ihren Weg fortsetzen. Wie bei allen anderen versenkten Schiffen schon vorher, gab Kapitänleutnant Hans Rose den Passagieren und der Crew der BLOMMERSDIJK und der STEPHANO genügend Zeit um die Schiffe zu verlassen. Die BLOMMERSDIJK wurde dann mit zwei Torpedos versenkt. Danach bewegte sich SM U-53 auf die STEPHANO zu um den Passagierdampfer zu versenken. Um frei Bahn für die Torpedos zu gewährleisten, ließ Kapitänleutnant Hans Rose der USS McDOUGAL und der USS BENHAM signalisieren, dass die beiden amerikanischen Zerstörer sich entfernen sollten. Lieutenant Commander Arthur Philip Fairfield ( 29. Oktober 1877 in Saco, Maine – 14. Dezember 1946 in Bethesda, Maryland ), Kommandeur der USS McDOUGAL, und Lieutenant Commander Jesse Bishop Gay, Kommandant der USS BENHAM, kamen dieser Aufforderung auch umgehend nach. Die Versenkung der STEPHANO, die SM U-53 mit der Bordkanone vornahm, beobachten die Schiffsbesatzungen von sechs amerikanischen Zerstörern. Insgesamt 226 Überlebende konnten von den fünf versenkten Schiffen gerettet werden. Die USS ERICSSON selber hatte davon 81 Überlebende an Bord. Darunter befanden sich 35 Frauen und Kinder. Nach dieser Rettungsaktion fuhr der Zerstörer nach Newport zurück und legte dort am 9. Oktober um 1:30 Uhr an. Für den Rest des Jahres blieb die USS ERICSSON in Newport liegen und verließ den Hafen nur für Neutralitätspatrouillen direkt vor dessen Gewässern. In den dann folgenden drei Monaten des Jahres 1917 beteiligte sich der Zerstörer wieder an Übungen in der Karibik. Nach der Rückkehr an die US Ostküste fuhr das Kriegsschiff zuerst nach Newport und anschließend nach New York City. Mittlerweile hatte am 6. April 1917 die USA dem deutschen Kaiserreich den Krieg erklärt. Dadurch wechselte die USS ERICSSON in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts und wurde auf die Fahrt in europäische Gewässer vorbereitet. Am 7. Mai verließ die USS ERICSSON zusammen den Zerstörern USS TUCKER ( DD-57 ), USS ROWAN ( DD-64 ), USS JACOB JONES ( DD-61 ), USS CASSIN ( DD-43 ) und USS WINSLOW ( DD-53 ) Boston und fuhr nach Queenstown, Irland. Das war das zweite Kontingent amerikanischer Zerstörer, die nach Europa fuhren. In Queenstown legten die Schiffe am 17. Mai an. Von diesem Hafen aus patrouillierten die Zerstörer schon ab dem folgenden Tag an den südlichen Zugängen der Irischen See. Neben diesen Patrouillenfahrten entlang der irischen Küste eskortierte die USS ERICSSON mehrere Konvois von Handelsschiffen und Truppentransporter zwischen den britischen und französischen Häfen im Atlantik, suchte nach deutschen U-Booten und führte Rettungsaktionen für Überlebende versenkter Schiffe durch. Nur wenige Tage nach Ankunft in Queenstown stieß die USS ERICSSON während ihrer Patrouillenfahrt auf ein aufgetauchtes feindliches U-Boot das auf zwei Segelschiffe das Feuer eröffnet hatte. Lieutenant William Siebel Miller, Kommandant des Zerstörers, ließ nun seinerseits das Feuer auf das deutsche U-Boot eröffnen und zwang es so zum Tauchen und verhinderte dadurch weitere Angriffe. Anschließen nahm die Besatzung des Kriegsschiffes die 37 Überlebende der beiden Segelschiffe an Bord. Die USS ERICSSON setzte anschließend ihren Patrouillendienst fort. In der Nacht zum 28. September erblickte die Wache auf dem Zerstörer ein aufgetauchtes U-Boot. Umgehend wurden die Geschütze klargemacht und man feuerte mehrere Granaten auf das feindliche Schiff. Gleich nachdem der Zerstörer die Position erreicht hatte an der sich vorher das U-Boot aufgehalten hatte, ließ man mehrere Wasserbomben zu Wasser und wollte den Feind zum Auftauchen zwingen. Nach einem Wendemanöver bereitete man sich auf dem amerikanischen Kriegsschiff auf einen Rammstoß vor. Doch noch bevor es zu dieser Ausführung kommen konnte hatte der Zerstörer den Kontakt zu dem deutschen U-Boot verloren. In den folgenden Monaten führte die USS ERICSSON ihre Patrouillen weiterhin fort, eskortierte Schiffskonvois, griff viele Male deutsche U-Boote ohne Erfolg an, stand torpedierten aber noch schwimmfähigen Schiffen bei und rettete unzählige Überlebende von versenkten Schiffen. Im Juni 1918 versetzte man den Zerstörer nach Brest, Frankreich. Während dieses Sommers fuhr normalerweise vor einem Schiffskonvoi immer ein Zerstörer zur Aufklärung in ungefähr drei Seemeilen Entfernung. Außerdem zog dieser Zerstörer einen Ballon mit sich der zur Beobachtung in der Ferne verwendet wurde. Damit wollte man die Angriffe deutscher U-Boote schon im voraus vereiteln. Am Ende des Krieges lief die USS ERICSSON in den Hafen von Liverpool ein und unterzog sich dort einer Überholung. In dieser Zeit endete am 11. November 1918 der Erste Weltkrieg mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandes durch das Kaiserreich Deutschland. Am 6. Dezember 1918 traf die USS ERICSSON nach der Überholung wieder in Brest ein. Wenige Tage später, am 13. Dezember, gehörte der Zerstörer zu einer Schiffseskorte, in der sich zehn Schlachtschiffe und achtundzwanzig Zerstörer befanden, um den Truppentransporter USS GEORGE WASHINGTON ( ID-3018 ) nach Brest zu eskortieren und so die Stärke der amerikanischen Seestreitkräfte zu demonstrieren. An Bord des Truppentransporters befand sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ), der zu den Pariser Friedensgesprächen eingeladen worden war. Nach der Ankunft in Brest ging Wilson von Bord des Truppentransporters und begann eine Begutachtung der amerikanischen Kriegsschiffe. Am 21. Dezember verließ die USS ERICSSON den französischen Hafen und fuhr in Richtung Heimat. Im Hafen von New York legte der Zerstörer dann am 8. Januar 1919 an. Nach einer umfangreichen Überholung stach der Zerstörer wieder in See. Das Kriegsschiff nahm nun wieder seinen Dienst entlang der US Ostküste auf und leistete im Mai einen wichtigen Teil zur umfassenden Unterstützung auf See, als US Navy Wasserflugzeuge vom Typ Curtiss NC die erste historische Luftüberquerung des Atlantiks durchführten. Diese Atlantiküberquerung erfolgte ab dem 8. Mai 1919 und begann von der Naval Air Station Rockaway, New York mit den Zwischenstopps auf der Chatham Naval Air Station, Massachusetts und Halifax, Nova Scotia zur Trepassey Bay, Neufundland. Auf dieser Strecke waren neben der USS ERICSSON, USS CASSIN, USS WINSLOW, USS WADSWORTH ( DD-60 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ) und drei weitere Zerstörer zur Sicherung zwischen den USA und Kanada als Navigationsschiffe stationiert. Von der Trepassey Bay ging es dann nach Ponta Delgada, Azoren. Hier waren zweiundzwanzig Zerstörer wie auf einer Perlenkette als Navigationsschiffe aufgereiht. Von den Azoren aus flog nur noch das Curtiss NC-4 Flugboot nach Lissabon, Portugal. Hier waren dreizehn Zerstörer für die Navigation stationiert. Die beiden anderen Curtiss Flugboote NC-1 und NC-3 mussten vor den Azoren notgewassert werden und gingen unter. Nach Lissabon flog die NC-4 erst nach Ferrol, Spanien und von dort aus nach Plymouth, England. Auf dieser Strecke waren weitere zehn Zerstörer zur Navigation stationiert. Insgesamt 53 Schiffe setzte die US Navy für diese Atlantiküberquerung ein. Die USS ERICSSON kehrte nach diesem Einsatz in seinen Heimathafen zurück. Nach weiteren Übungen entlang der US Ostküste und in der Karibik lief der Zerstörer für Reparaturen in die New York Navy Yard ein und wurde dort am 7. August in die Reserve versetzt. In den dann folgenden Jahren diente das Kriegsschiff nur noch mit einer Rumpfbesatzung an Bord und lag in den Häfen von Philadelphia, Pennsylvania und in Charleston, South Carolina. Im Sommer 1921 kehrte das Kriegsschiff in seinem Heimathafen Newport zurück. Hier füllte man die Besatzung wieder zur Gänze wieder auf und die USS ERICSSON stach wieder in See. Das Ziel war erneut Philadelphia. Doch diesen Hafen verließ der Zerstörer nicht mehr. Hier stellte man das Kriegsschiff am 16. Juni 1922 außer Dienst.
In den USA wurde am 17. Januar 1920 gesetzlich die Prohibition eingeführt. Deswegen blühte entlang der US Ostküste der Alkoholschmuggel. Um dem entgegen zu wirken, entschied das amerikanische Finanzministerium, dass die US Küstenwache außer Dienst gestellte Zerstörer der US Navy übernehmen sollte damit eine bessere und erfolgreichere flächendeckende Patrouille vor der US Ostküste zur Unterbindung des Alkoholschmuggels gefahren werden konnte. Der 30. US Präsident, John Calvin Collidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ), genehmigte die Übertragung von zwanzig alten Zerstörern. Deshalb reaktivierte man am 28. April 1924 die USS ERICSSON und übergab das Kriegsschiff an die US Coast Guard. Am 7. Juni 1924 der Zerstörer dort die Kennung CG-5 und am 28. Mai 1925 stellte man das Schiff in den Dienst der Küstenwache. Der Zerstörer schloss sich nun der Rumpatrouille an und beteiligte sich an dem Versuch das Verbotsgesetz durchzusetzen. Am 11. April 1926 brachte die USCGC ERICSSON das Schmugglerschiff ATALANTA auf. Die Kanoniere des Zerstörers erhielten für ihren beispiellosen Dienst mehrfache Auszeichnungen während der Zeit bei der Küstenwache. Am 30. April 1930 lief die USCGC ERICSSON in die Phialdelphia Naval Shipyard ein und wurde hier von der US Coast Guard außer Dienst gestellt. Das Kriegsschiff wurde am 27. April 1934 wieder an die US Navy zurückgegeben. Den Namen USS ERICSSON ( DD-56 ) strich man am 5. Juli 1934 von der US Navy – Liste. In Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 22. August 1934 an Michael Flynn in Brooklyn, New York zum verschrotten.


USS ERICSSON ( DD-56 )
Commanding Officer

LCDR William Lee Pryor         15. August 1915 – 10. Juni 1916
LCDR William Siebel Miller        10. Juni 1916 – 18. Juli 1917
LCDR Laurence North       18. Juli 1917 – 6. Juli 1918
LCDR Murphy John Foster        6. Juli 1918 – 10. Oktober 1918
CDR Charles Thomas Hutchins Jr.       10. Oktober 1918 – 25. Februar 1919
LCDR Abner Moyer Steckel        25. Februar 1919 – 24. April 1919
LT Clarence Earl Williams         24. April 1919 – 8. März 1921
LT Martin Richard Derx         8. März 1921 – 16. Juni 1922
Übergabe an die US Küstenwache
LCDR Lloyd Toulmin Chalker (USCG)          28. Mai 1925 – Januar 1928 (erreichter Rang VADM)
LCDR Merlin O’Neill (USCG)          1927 – August 1927 (erreichter Rang VADM)
LCDR John Elliott Whitbeck (USCG)         September 1929 – 30. April 1930 (erreichter Rang COMO)

USS ERICSSON ( TB-2 )

USS ERICSSON ( TB-2 )

Biografie

John Ericsson
* 31. Juli 1803 in Långbanshyttan, Värmland, Schweden
† 8. März 1889 in New York City
war ein schwedisch-amerikanischer Erfinder und mechanischer Ingenieur

Der Vater von John Ericsson, Olaf Ericsson, arbeitete in einer Mine in Värmland als Supervisor. Dieser hatte das Geld der Familie durch eine Spekulation 1810 verloren und sah sich gezwungen sein Heimatland zu verlassen. Neue Arbeit fand er bei FORSVIK wo in Schweden von Göteborg aus der Göte Kanal gebaut wurde. Graf Baltazar Bogislaus von Platen ( 29. Mai 1766 – 6. Dezember 1829 ), schwedischer Marineoffizier, Staatsmann und Architekt de Kanals, entdeckte bei John und dessen älteren Bruder Friherre Nils Ericsson ( 31. Januar 1802 – 8. September 1870 ) die außergewöhnlichen Fähigkeiten zur Mechanik. Beide nahm er als Kadetten für Mechanik in die schwedische Royal Navy auf wo sie Auszubildende am Kanalbau waren. Im Alter von vierzehn Jahren wurde John bereits ein unabhängiger Landvermesser. Mit siebzehn Jahren trat John in die schwedische Armee in Jämtland ein wo er im Jämtland Feld Ranger Regiment im Rang eines Second Lieutenant diente. Schon sehr bald beförderte man ihn zum Lieutenant. Von dort aus schickte man ihn nach Nordschweden um Vermessungsarbeiten durchzuführen. Da er aber dort wegen der kurzen hellen Tage viel Freizeit hatte, konstruierte er eine Wärmekraftmaschine die durch den Rauch von Feuer anstelle von Dampf angetrieben wurde. Sein Geschick und Interesse an der Mechanik ließ John schnell wieder aus der Armee zurücktreten. Im Jahre 1826 reiste John nach England um dort seine Wärmekraftmaschine vorzustellen. Doch dieser Prototyp arbeitete nicht rund und war kein Erfolg, da er nur für das Verbrennen von Birkenholz und nicht für das verbrennen von Kohle vorgesehen war. Trotz der Enttäuschung darüber, erfand John mehrere andere Mechanismen auf der Grundlage von Dampf die mit der Verbesserung des Erwärmungsprozesses durch eine höhere Zugabe von Sauerstoff im Brandbett einhergeht. Mit John Braithwaite ( 19. März 1797 – 25. September 1870 ) zusammen entwickelte John Ericsson eine frühe Dampflokomotive die im Oktober 1829 bei den Rainhill Trials, einem wichtigen Wettbewerb der Liverpool anf Manchaster Railway, teilnehmen sollte. Diese Dampflokomotive erwies sich gegenüber den anderen vier Konkurrenten als deutlich schneller. Allerdings hatte diese Lokomotive wiederkehrende Kesselprobleme und so wurde die Stephenson Rocket, gebaut von den englischen Ingenieuren George Stephenson ( 9. Juni 1781 – 12. August 1848 ) und Robert Stephenson ( 16. Oktober 1803 – 12. Okober 1859 ) in der Robert Stephenson and Company, zum Sieger erklärt. Ericsson und Braithwaite bauten nun zwei neue Motoren in ihre Dampflokomotive ein und benannten diese nach dem neuen Königspaar King William IV. Und Queen Adelaide. Beide Motoren waren größer und robuster gegenüber ihren Vorgängern. Mit diesen beiden Lokomotiven fuhren Ericsson und Braithwaite auf der Strecke der Liverpool and Manchester Railway um den Vorzug dieser Motoren aufzuzeigen, jedoch die Bahn lehnte es ab das neue Design zu kaufen. Die innovative Dampffeuerspritze die beide kurz darauf erfanden, waren ein hervorragender technischer Erfolg. Am 5. Februar 1830 brach in den Argyll Rooms Feuer aus. Fünf Stunden arbeitete diese Feuerspritze bei Minustemperaturen, wo schon alle anderen Feuerspritzen eingefroren waren, und man konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Jedoch bauten die etablierten Londoner Feuerwehren einen gehörigen Widerstand auf gegen diese neue Feuerspritze und so wurde diese aus London verbannt. Ein von Ericsson gebauter Motor scheiterte bei einem Expeditionseinsatz von Sir John Franklin ( 16. April 1786 – 11. Juni 1847 ) in der Arktis. Für John Ericsson war dies kein Abbruch in seiner Karriere. Er erfand für Dampfschiffe einen Dampfkondensator mit dem frisches Wasser für die Kessel auf See produziert werden konnte. Eine weitere wichtige Erfindung war das Druck – aktivierte Echolot mit dem Namen „Tiefsee Blei“ das einen kleinen aber nachhaltigen Erfolg verbuchte. Allerdings musste Ericsson ins Schuldgefängnis, da er seine Schulden durch den Ausfall der kommerziellen Einnahmen, die wenigstens die Entwicklungskosten deckten, nicht mehr begleichen konnte. In dieser Zeit heiratete Ericsson die neunzehnjährige Amelia Byam. Doch diese Ehe war eine riesige Katastrophe und endete in der Trennung des Paares mit dem Tod von Amelia. John Ericsson hatte schon immer den Gedanken gehegt von einer Propeller Schraube die ein Schiff antreibt, auf zwei Propeller Schrauben zu wechseln. Er sah darin den Vorzug, dass man dann auch ohne Ruder das Schiff noch manövrieren kann. Doch die britische Admiralität lehnte diese Erfindung ab und verwies Ericsson an den amerikanischen Captain Robert Field Stockton ( 20. August 1795 – 7. Oktober 1866 ). Captain Stockton lud John Ericsson nach der in Augenscheinnahme des neuen Designs der Schiffsschrauben nach Amerika ein um dort diese Erfindung für ein neues Schiff zu benutzen. Im Jahre 1839 zog Ericsson nach New York. Stockton wollte mit Hilfe von Ericsson eine neue Klasse von Fregatten bauen und wusste auch durch seine beträchtlichen politischen Verbindungen wie er dies ermöglichen konnte. US Präsident John Tyler ( 29.März 1790 – 18. Januar 1862 ) besorgte die notwendigen Gelder und so wurde in der Philadelphia Navy Yard am 20. Oktober 1842 der Kiel der 700 Tonnen Korvette USS PRINCETON ( 1843 ) nach dem Design von John Ericsson gelegt. Ericsson war außerdem der Hauptbetreuer der Konstruktion in der Werft und Captain Stockton überwachte den Bau. Am 3. September 1843 taufte man das Schiff und sechs Tage später stellte Captain Stockton das unter seinem Befehl stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Dieses Schiff war mit seinen zwei Doppelschnecken Propellern das für diese Zeit am weitesten entwickelte Kriegsschiff seiner Zeit. Auch die auf einem Drehsockel montierte Kanone „Oregon“ war eine Erfindung von John Ericsson. Die Kanonen wurde von Mersey Iron Works in England hergestellt und war ein Vorderlader der eine glatte Bohrung hatte, aus Schmiedeeisen hergestellt war, wog 102 Kilogramm und konnte ein Gewicht von 23 Kilogramm rund fünf Meilen weit verschießen. Dies wurde durch eine Bügelkonstruktion ermöglicht, das heißt das mehrere glühende Eisenringe um den Verschluss am Ende der Waffe platziert wurden. Außerdem hatte diese ein besseres Rückstoßsystem. Es gab noch eine zweite Kanone an Bord der USS PRINCETON die von Captain Stockton nach dem Vorbild der „Oregon“ durch Hogg and Delamater in New York City nachgebaut wurde. Diese Kanonen wurde aber nach den bis dahin geltenden Kenntnissen gebaut ohne auch nur den Sinn der „Oregon“ zu verstehen. Diese Kanone erhielt den Namen „Peacemaker“. Schon der Start der USS PRINCETON war ein voller Erfolg. Am 20. Oktober 1843 gewann die Korvette ein Rennen gegen den bis dahin schnellsten Raddampfer, die SS GREAT WESTERN ( 1837 ). Am 28. Februar 1844 fuhr die USS PRINCETON nach Alexandria, Virginia wo das Schiff eine Vergnügungs- und Demonstrationsfahrt auf dem Potomac River durchführen sollte. Eingeladen hatte US Präsident John Tyler dazu sein Kabinett, die ehemalige First Lady, Dolley Payne Todd Madison ( 20. Mai 1768 – 12. Juli 1849 ) und etwa 400 weitere Gäste an Bord des Schiffes. Natürlich wurden dann auch in vorgerückter Stunde zum Zeichen zur Einnahme des Mittagessens und zur Reichung einiger Erfrischungen beide Kanonen abgefeuert. Mehrere Gäste an Bord überredeten Captain Stockton dazu, beide Kanonen nochmals abzufeuern. Dabei passierte das Unglück. Die Kanone „Peacemaker“ explodierte beim zünden des Schießpulvers und mehrere Splitter flogen in die Menge der Näherstehenden. Unter den sofort getöteten war US Außenminister Abel Parker Upshur ( 17.Juni1790 – 28. Februar 1844 ), Marineminister Thomas Walker Gilmer ( 6. April 1802 – 28. Februar 1844 ), Captain Beverley Kennon ( 17. April 1793 – 28. Februar 1844 ), der Chief of the Bureau of Construction, Equipment and Repairs, Virgil Maxcy ( 5. Mai 1785 – 28. Februar 1844 ), der von 1837 bis 1842 der US Botschafter in Belgien war, Colonel David Gardiner ( 29.Mai 1784 – 28. Februar 1844 ), der Vater von Julia Gardiner ( 17. Mai 1820 – 10. Juli 1889 ) die die Verlobte von US Präsidenten John Tyler war, der Kammerdiener des Präsidenten mit Namen Armistead, einem schwarzen Sklaven, sowie die beiden Matrosen die die Kanone abfeuerten. Weitere 20 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Unter ihnen auch Captain Stockton. Captain Stockton wollte nach diesem Desaster die Schuld auf John Ericsson lenken, aber damit hatte er keinen Erfolg. Erfolg hatte er durch seine politischen Verbindungen das die US Navy den per Vertrag ausgehandelten Preis an John Ericsson nicht bezahlen ließ. Dies führte dazu, dass John Ericsson auf die US Navy nicht sehr gut zu sprechen war und einen tiefen Groll gegen diese Waffengattung hegte. John Ericsson war aber seit seinem Umzug nach New York City mit Cornelius Henry Delamater ( 30. August 1821 – 2. Februar 1889 ) befreundet. Dieser junge Mann war der Besitzer der Delamater Iron Works. Ihre persönliche Freundschaft litt nie, auch wenn ein gewisser Druck aufgebaut wurde wenn Ericssons Jähzorn einmal zum Ausbruch kam. In dieser Zeit erhielt Ericsson frei Hand um zu experimentieren und neue Erfindungen auf den Weg zu bringen. So bauten die Delamater Iron Works das erste Schiff das komplett aus Eisen bestand, das erste U-Boot, das erste Torpedo und auch das erste Torpedoboot. Im Jahre 1820 hatte sich John Ericsson mit einem Thermodynamik Motor beschäftigt der aber wegen der unterschiedlichen Herstellung von Holzkohle in Schweden und England nicht zum Laufen kam. In den Delamater Iron Works stellte er sich dann der neuen Herausforderung und ließ ein Schiff mit solch einem neu modifizierten Thermodynamik Motor bauen. Im Jahre 1851 war es dann soweit. Das 2000 Tonnen Schiff ERICSSON lief 73 Stunden perfekt. Es hatte 300 PS durch eine Kombination von vier Doppelmotoren. Das waren vielleicht die Größten Kolben in den Motoren die jemals gebaut wurden. Sie hatten einen Durchmesser von 4,3 Metern. Allerdings bewies diese Probefahrt, dass obwohl der Motor gut lief die Geschwindigkeit des Schiffes immer weiter abnahm. Zum Entsetzen von John Ericsson sank dann auch noch das Schiff. Man hob es dann wieder und ersetzte den Thermodynamischen Motor durch eine Dampfmaschine. In den USA hatte John Ericsson mit seinen Erfindungen immer noch keinen Erfolg gehabt. So bot er dem Kaiser von Frankreich, Napoleon III. ( 20. April 1808 – 9. Januar 1873 ) am 26. September 1854 mit Zeichnungen ein eisernes Schlachtschiff an das in einem Kuppelturm seine Waffen besaß. Der französische Kaiser lobte diese Erfindung , tat aber nichts um John Ericsson nach Frankreich zu holen damit dieser das Schiff zur praktischen Anwendung bringen konnte. Trotz aller Rückschläge gewann John Ericsson im Jahre 1862 die Auszeichnung des Rumford Preises der American Academy of Arts an Sciences für seine Erfindungen. Kurz nach Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges im Jahre 1861 erfuhr man, dass die Konföderierten die von der US Navy abgebrannten und versenkten Fregatte USS MERRIMACK ( 1855 ) aus dem Potomac River wieder gehoben haben und es zu einem eisernen Kanonenboot mit Rammsporn aufbauen. Fast zum gleichen Zeitpunkt verlangte der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika für die US Navy Panzerschiffe die es mit Blockadebrechern auf hoher See und auf den Flüssen in den Südstaaten mit den dortigen Schiffen aufnehmen könnten. John Ericsson hatte immer noch eine große Abneigung gegen die US Navy und ihrer Befehls gewaltigen. Doch Marineminister Gideon Welles ( 1. Juli 1802 – 11. Februar 1878 ) konnte Ericsson und den amerikanischen Eisenbahn- und Schiffsbauer Cornelius Scranton Bushnell ( 19. Juli 1829 – 6. Mai 1896 ) überzeugen Vorschläge für eiserne Konstruktionen von Schiffen vorzulegen. John Ericsson präsentierte kurz darauf Konstruktionszeichnungen von der USS MONITOR, einem neuartigen Design von gepanzertem Schiff, das ein rotierendes Revolvergehäuse mit zwei großen Kanonen besaß. Natürlich traf Ericsson sofort auf Kontroverse Stimmungen innerhalb der US Navy mit diesem Design. Marineminister Gideon Welles ließ die Gegner aber nicht öffentlich zu Wort kommen und bestimmte mit Ericsson und Bushnell den 25. Oktober 1861 zur Kiellegung auf den Continental Iron Works in Greenpoint, Brooklyn, New York. Am 30. Januar 1862 erfolgte der Stapellauf. Lieutenant John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ) stellte am 25. Februar das unter seinem Befehl stehende Schiff in der New York Navy Yard in den Dienst der US Navy. Zwei Tage später legte die USS MONITOR in New York ab mit dem Ziel Hampton Roads, Virginia. Doch die Zwangslenkung versagte bei dieser Fahrt und das Panzerschiff musste für eine Reparatur nach New York zurück kehren. Am 6. März 1862 schleppte der Schlepper USS SETH LOW die USS MONITOR in Richtung Hampton Roads. Dort tobte seit dem 8. März eine Schlacht die bis dahin sehr ungünstig für die hölzernen Schiffe der US Navy verlief. Am 9. März griff die USS MONITOR in das Geschehen ein und man konnte wenigstens diese Schlacht mit einem Unentschieden beenden und die Konföderierten Truppen aus Hampton Roads vertreiben. Nach diesem taktischen Sieg war die Euphorie in der US Navy gegenüber den Panzerschiffen von Ericsson grenzenlos. Nun wurden zahlreiche neue Versionen von Panzerschiffen auf den Werften der Union nach dem Vorbild der USS MONITOR gebaut. Diese Schiffe trugen wesentlich zu dem Sieg der US Navy und der US Army in diesem Krieg gegen die konföderierten Staaten bei. Trotz ihres geringen Tiefgangs und die anschließenden Probleme bei der Navigation auf hoher See, wurden viele Designelemente der MONITOR – Klasse für die zukünftigen Kriegsschiffe verwendet. Vor allem der Drehturm gilt als einer der größten technologischen Fortschritte in der Marinegeschichte und er kommt heute noch auf Kriegsschiffen zur Anwendung. John Ericsson konzipierte für die US Navy noch weitere Schiffe und Waffen. So erfand er eine Art Torpedo und ein Torpedoboot das eine Kanone unter Wasser abfeuern konnte. Außerdem leistete er einige technische Unterstützungen bei den U-Boot-Experimenten von John Philip Holland ( 29. Februar 1840 – 12. August 1914 ) In dem Buch „Beiträge zur Centennial Exhibition“ präsentierte John Ericsson 1877 seine „Sonnen-Motoren“. Dabei wurden seine Heißluftmotoren durch Solarenergie angtrieben. Mit einem dieser Entwürfe erhielt Ericsson zusätzliche Einnahmen, nachdem er seinem Motor mit Methangas arbeiten ließ. Kapitän Charles Lewelyn Dingley kauft 1882 das 1645 Tonnen schwere Schiff ERICSSON und fügte es in seine Flotte ein. Obwohl keine seiner Erfindungen irgend einen großen Industriezweig revolutionierte, war John Ericsson trotzdem einer der einflussreichsten Maschinenbauingenieure. Den Tod seines Freundes Cornelius Henry Delamater am 2. Februar 1889 konnte John Ericsson nicht verkraften. Er verstarb am 8. März 1889 in New York City, dem Jahrestag der berühmten Schlacht von Hampton Roads. Nach seinem Tod, überführte man seine sterblichen Überreste auf dem Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) nach Stockholm wo er in Filipstad in Värmland seine letzte Ruhestätte fand.

Vier Schiffe wurden zu Ehren von John Ericsson bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war das Torpedoboot USS ERICSSON ( TB-2 ).
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ERICSSON ( DD-56 ) aus der O´BRIEN – Klasse.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS ERICSSON ( DD-440 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das vierte Schiff war der Öltanker USS JOHN ERICSSON ( T-AO-194 ) aus der HENRY J. KAISER – Klasse.


USS ERICSSON ( TB-2 )

Schiffsbiografie

Die USS ERICSSON ( TB-2 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von John Ericsson benannt worden ist.
Das Torpedoboot ist das zweite Schiff aus der CUSHING – Klasse.
Auf der Iowa Iron Works Company in Dubuque, Iowa wurde am 21. Juli 1892 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Carrie Kiene, Tochter von Peter Kiene, Jr. aus Dubuque, taufte am 12. Mai 1894 das Torpedoboot vor dessen Stapellauf. Lieutenant Nathaniel Reilly Usher ( 7. April 1855 in Vincennes, Indiana – 8. Januar 1931 in Potsdam, New York ) stellte am 18. Februar 1897 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Das Torpedoboot USS ERICSSON war das erste moderne Kriegsschiff in der amerikanischen Marine das in einem Binnengewässer, weit weg von einer Werft am Meer gebaut wurde. Gleich nach dem Stapellauf verließ das Torpedoboot die Werft, fuhr Stromabwärts bis in den Golf von Mexiko und begann von dort aus seine Fahrt bis in die New York Navy Yard in Brooklyn, New York fortzusetzen. Hier begannen auch die ersten Geschwindigkeitsprobefahrten. Die USS ERICSSON sollte mindestens 24 Knoten schaffen, das war vom Marineministerium bei der Bestellung des Schiffes so vertraglich festgehalten. Die Fertigstellung und Übergabe an die US Navy verzögerte sich dann allerdings, da das Torpedoboot am 8. August 1896 mit dem Bug voran mit der Kaimauer kollidierte. Daher mussten dringend notwendig gewordene Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Nach der Indienststellung und der daran anschließenden Ausbildungsfahrt der siebenundzwanzigköpfigen Besatzung erreichte die USS ERICSSON am 18. Mai 1897 ihren Heimathafen Newport, Rhode Island. Während der Sommermonate operierte das Torpedoboot in den Gewässern vor Neuengland für mehrere Studien und zum Training regulärer und Reserveoffiziere zur Erweiterung der Torpedotaktiken. Am 18. September verließ das Kriegsschiff wieder Newport und begann eine Kreuzfahrt entlang der US Ostküste. Dabei besuchte die USS ERICSSON die Häfen von Annapolis, Maryland; Norfolk, Virginia; Charleston, South Carolina; Savannah, Georgia und weitere Häfen von Florida. Am letzten Tag des Jahres 1897 legte das Torpedoboot im Hafen von Key West, Florida an. Dieser Hafen sollte die Basis des Kriegsschiffes in den folgenden sieben Monaten für weitere Operationen in der Karibik sein. Als sich der Krieg mit Spanien immer mehr zur Wahrscheinlichkeit wurde, patrouillierte die USS ERICSSON vor den Florida Keys. Die Besatzung begann des Kriegsschiffes begann mit intensivierten Trainingsaktivitäten und brachte Nachrichten zwischen den Schiffen der wachsenden amerikanischen Flotte. Am 23. April 1898 brach dann der Spanisch – Amerikanische Krieg offen aus. Schon ab dem 22. April erhielt Lieutenant Usher den Befehl eine Blockadepatrouille zwischen Havanna, Kuba und Key West aufzubauen. Die USS ERICSSON schloss sich am 20. Juni der amerikanischen Flotte an und beteiligte sich an der Blockade von Santiago de Kuba. Dann kam es am 3. Juli zur Schlacht. Das Torpedoboot befand sich mittendrin und feuerte auf die Schiffe der spanischen Flotte. Die USS ERICSSON und ihre Mannschaft spielte dann, nachdem gegen 12:00 Uhr bis auf den Panzerkreuzer Cristóbal Colón alle spanischen Schiffe vernichtet oder gestrandet waren, eine führende Rolle bei den Rettungsbemühungen der spanischen Seeleute. An diesen Stunden zeigten die amerikanischen Matrosen ihren Mut, ihre Fähigkeiten und ihre Entschlossenheit auch den besiegten Feinden die Hand zur Hilfe zu reichen. Das Torpedoboot legte sich längsseits neben den spanischen Kreuzer VIZCAYA, welcher gestrandet war und im innern durch die Explosion der Munition erschüttert wurde, und retteten über 100 Offiziere und Mannschaftsmitglieder die sich noch an Bord befanden. Anschließend wechselte die USS ERICSSON zu den Panzerkreuzern MARIA TERESA, dem Flaggschiff der spanischen Flotte, und ALMIRANTE OQUENDO. Von beiden gestrandeten Schiffen wurden ebenfalls die Überlebenden gerettet indem man die spanischen Rettungsboote miteinander verband und das Torpedoboot diese bis zu einem größeren amerikanischen Kriegsschiff schleppte. Bis zum 12. August, dem Ende des Spanisch – Amerikanischen Krieges, patrouillierte die USS ERICSSON vor Kuba und verließ dann die Gewässer. Das Ziel war der Hafen von New York. Hier lief das Torpedoboot am 23. August ein und wurde am 21. September außer Dienst gestellt. Für eine Überholung bugsierte man das Kriegsschiff, zusammen mit dem Torpedoboot USS DUPONT ( TB-6 ), in das Trockendock der New York Navy Yard. Im November 1900 lag die USS ERICSSON zusammen mit den Torpedobooten USS WINSLOW ( TB-5 ), USS CUSHING ( TB-1 ), USS MacKENZIE ( TB-17 ) und USS PORTER ( TB-6 ) vertäut. Im Dezember 1900 versetzte man die USS ERICSSON in den Ruhestand. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk und wurde dort am 6. März 1901 in die Reserve Torpedo Flottille versetzt. Im Oktober 1908 wechselte das Torpedoboot dann nach Charleston in die dortige Marinewerft. Am 5. April 1912 strich man den Namen USS ERICSSON ( TB-2 ) von der US Navy – Liste. Noch im selben Jahr versenkte man den Schiffskörper während eines Manövers.


USS ERICSSON ( TB-2 )
Commanding Officer

LT Nathaniel Reilly Usher       18. Februar 1897 – 21. September 1898 (erreichter Rang RADM)

USS DOWNES ( DD-375 )

USS DOWNES ( DD-375 )

Biografie

Commodore John Downes
* 1786 in Canton, Massachusetts
† 11 August 1854 in Charlestown, Massachusetts
war ein Offizier in der United States Navy

Am 9. September 1800 trat Downes in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland als Seekadett ein und am 1. Juni 1802 beförderte man ihn zum Ensign. Downes kämpfte beim ersten Barbary Krieg 1804 auf der Fregatte USS CONGRESS ( 1799 ). Am 22. und 27. Mai 1804, Downes war als Midshipman auf die Fregatte USS NEW YORK ( 1800 ) zwischenzeitlich versetzt worden, griff diese Fregatte die Kanonenboote der Seeräuber von Tripolis an. Downes lobte man danach für seine hervorragenden Leistungen. Im März 1807 ernannte man ihn zum Lieutenant und er diente unter Captain David Porter auf der USS ESSEX ( 1799 ) als Exekutive Officer während der Kreuzfahrt im Pazifik als der Krieg gegen England 1812 ausbrach. Nachdem mehrere Prisen im Pazifik aufgebracht wurden, übergab David Porter eine 280-Tonnen Schaluppe mit dem neuen Namen USS GEORGIANA an Lieutenant Downes der das Kommando führte. Auf das Schiff installierte man sechs 18-Pfünder Kanonen, vier schwenkbare Kanonen und sechs Donnerbüchsen. Die Mannschaft bestand aus 42 amerikanischen Matrosen die man mit den gekaperten Schiffen befreit hatte und sechs Freiwilligen. Downes Aufgabe bestand darin britische Freibeuter aus dem Galapagos Archipel zu vertreiben. Am 12. Mai 1812 verließ er das Geschwader von Porter und fuhr in südlicher Richtung. Kurz vor der Insel James Island erblickte man zwei britische Freibeuterschiffe. Es waren die 270-Tonnen Brigg CATHRINE und die 220-Tonnen Brigg ROSE. Downes ließ den Union Jack hissen damit der Feind sich in Sicherheit glaubte. Als man in Reichweite war wurden Boote abgesenkt, mit Matrosen gefüllt und man ruderte zu den Briggs und bestieg diese. Als die britischen Kapitäne und deren Mannschaften begriffen was geschehen war, war alles zu spät. Auf beiden Prisen waren je acht Kanonen und insgesamt 50 Matrosen und Offiziere die man gefangen nahm. Als dies abgeschlossen war sichteten die Amerikaner einen weiteren britischen Freibeuter. Es war ein 270-Tonnen Schiff, die HECTOR, bewaffnet mit 11 Kanonen und 25 Besatzungsmitgliedern. Es entbrannte eine Verfolgungsjagd. Nachdem die HECTOR sich nach einem Warnschuss vor den Bug nicht ergab, folgte eine Kanonade auf das Schiff, wobei zwei Matrosen getötet und sechs weitere verletzt wurden. Die HECTOR besaß keinen Hauptmast mehr und die meiste Takelage war durch die Breitseiten hinweggefegt worden, ging die USS GEORGIANA längsseits und die Briten ergaben sich. Downes segelte mit seinen Schiffen danach zu Commodore David Porter und übergab ihm die Gefangenen und die Prisen. Die Briten wurden unter Eid gestellt nicht mehr gegen die Amerikaner zu kämpfen, bekamen die Brigg ROSE und durften nach Hause fahren. Zwischen dem 12. und 14. Juli 1813 traf das Geschwader von Porter auf drei britische Kriegsschiffe vor Charles Island. Dabei erbeuteten die Amerikaner die Korvette SERINGAPATAM auf der für mehr als 30.000 Dollar Waffen und Proviant waren. Auf der Insel Nuku Hiva hatte Porter eine Festung namens Fort Madison bauen lassen sowie ein Dock für die Reparatur seiner Schiffe und ließ dies von den Einheimischen Te Iì bewachen. Am 25. Oktober 1813 kam es zu einem Krieg zwischen den Te Iì und den Tai Pi. Unter Lieutenant Downes wurde die erste Expedition geführt und er eroberte mit den verbündeten Einheimischen Te Iìs und Happah Kriegern und vierzig amerikanischen Matrosen die feindlichen Festungen. Für seine Tapferkeit in vielen Aktionen gegen die Briten und den Eingeborenen auf Huka Niva beförderte man Downes am 28. November 1813 zum Commander. Anderthalb Jahre später übernahm er das Kommando über die Brigg USS EPERVIER. Das Schiff war ein 18 Kanonen Kreuzer der Royal Navy mit dem Namen HMS EPERVIER, Indienststellung am 6 Mai 1812, und durch die Kriegsschaluppe USS PEACOCK ( 1813 ) am 29. April 1814 erobert. Mit diesem Schiff begleitet Downes das Geschwader von Commodore Stephen Decatur nach Algier zum zweiten Barbary Krieg. Am 17. Juni 1815 konnte das gesamte Geschwader die algerische Fregatte Mashouda aufbringen. Zwei Tage später griffen die USS EPERVIER und drei kleiner Schiffe des Geschwaders die algerische Kriegsbrigg Estedio mit 22 Kanonen und 180 Mann Besatzung am Cape Paios an und eroberten dieses. Nach dem Abschluss der Friedensverhandlungen mit Algier übertrug Commodore Decatur das Kommando über die USS GUERRIERE Commander Downes. Downes diente auch auf der USS ONTARIO ( 1813 ) und auf der USS INTEPENDENCE ( 1814 ). Im März 1817 beförderte man ihn zum Captain. Das Kommando über die USS MACEDONIAN übernahm er 1818 und lief mit ihr zu einer Machtdemonstration für drei Jahre im Raum Nord- und Südamerika aus. Auf dieser Reise beschloss Downes das Schiff zu seiner eigenen Bereicherung zu nutzen. So stellte er es Freibeutern und Piraten als Bank-Service zur Verfügung. Diese konnten ihr erbeutetes Geld bei ihm einlagern und bezahlten ihn dafür. Downes nahm während dieser Reise auf diese Weise mindestens 2,6 Millionen Dollar ein. Der Midshipman William Rodgers heuerte nach den drei Jahren in der Marine ab mit der Begründung, dass er in dieser Zeit nicht seinem Land dienen konnte sondern ständig unter den schlechtesten Bedingungen Geld zählen musste um die Geldpolitik von Captain Downes zu rechtfertigen. Captain Downes hatte so viel Geld, dass er die Schiffsblockade von Lord Cochrane vor Chile mit der USS MACEDONIAN durchfahren konnte in dem er diesen bestach. Zum Commander ernannte man Downes später und übergab ihm das Kommando über das Mittelmeer Squadron von 1828 – 1829. Sein Flaggschiff war in dieser Zeit die USS JAVA ( 1815 ). Seine nächste bedeutende Aufgabe war das Kommando über die Pacific Squadron von 1832 bis 1834. Downes sollte einen Angriff auf ein amerikanisches Handelsschiff, das ein Friedensschiff aus SALEM, Massachusetts war und vor Sumatra gekapert wurde, rächen. Im Februar 1831 kam das Handelsschiff in den den Hafen von Quallah Battoo nahe der Pedir Küste von Sumatra um eine Ladung Pfeffer zu übernehmen. Ein Malaysisches Boot ging längsseits und die Malaien gingen an Bord um den Pfeffer zu übergeben. Es waren aber Piraten und sie griffen sofort die Offiziere und die Crew an, töteten alle und plünderten die Ladung. Der amerikanische Kapitän war zu dieser Zeit aber mit vier Matrosen an Land. Als er zurückkehrte fand er niemanden lebend vor. Durch die Hilfe anderer amerikanischer Schiffe konnte er fliehen und kehrte nach Amerika zurück. Er berichtete, dass die lokalen Stammesführer keine Kenntnis von diesem Überfall gehabt hätten. Präsident Andrew Jackson und viele Amerikaner waren über diesen Überfall dermaßen Empört, dass sie Rache schworen. Downes Instruktionen sahen vor wenn es eine reguläre Regierung dort in Quallah Battoo gab sollte er mit dieser über die Bestrafung der Piratenbande verhandeln, wenn es allerdings dort keine Regierung gab waren ihm nicht die Hände gebunden jeder „Bande von Gesetzlosen Piraten“ zu verfolgen und festzunehmen um diese Gräueltat zu rächen. Downes übernahm das Kommando über die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) und verließ New York am 28. August 1831 mit dem Ziel Quallah Battoo. Über das Kap der Guten Hoffnung erreichte er den Indischen Ozean. Sein Ziel erreichte er am 5. Februar 1832. Downes ging ohne zu verhandeln sofort in den Angriff über da seiner Meinung nach die Eingeborenen nur mit einem Messer an der Kehle verhandeln würden. So schickte er am 7. Februar Frühmorgens eine Abteilung Marines und drei Abteilungen Seeleute, insgesamt 282 Männer, mit dem Auftrag die vier Malaysischen Festungen entlang der Küste zu nehmen. Mit Hilfe der Schiffsgeschütze legte man die Festungen in Schutt und Asche und die Landtruppen erledigten den Rest. Nach fünf Stunden war das Massaker zu Ende. 150 Eingeborene samt ihrer Häuptlinge kämpften bis in den Tod. Zwei Tage später beschoss man das Dorf selber, welches dabei Feuer fing und abbrannte. Diese Aktion führte zu weiteren 300 Toten. Die USS POTOMAC segelte von Quallah Battoo aus zu den hawaiianischen Inseln um den dortigen König Kamehameha III und seine Königin Kalama einen Besuch abzustatten und damit das Königtum anzuerkennen. Downes Schiff war das Erste überhaupt auf der ganzen Welt das als erstes US Kriegsschiff die Welt umrundete. Als man in Valparaiso, Chile anlegte schrieb Jeremiah N. Reynolds, ein amerikanischer Forscher und Autor, Mitglied der Expedition und Privatsekretär des Commodore der USS POTOMAC ein Buch über diese Reise, „Voyage of the Unites States Fregatte Potomac“. Als man in New York wieder anlegte war das Buch fertig und für Downes war es die letzte Fahrt auf See. Für sein hartes Vorgehen kritisierte man ihn, aber Präsident Jackson unterstützte ihn und meinte das dieses harte Vorgehen in Zukunft abschrecken würde. Er hatte sich geirrt. Im August 1838 wurde das amerikanische Handelsschiff ECLIPSE von 24 Malaien angegriffen, die Besatzung getötet und ausgeraubt. Die Vereinigten Staaten reagierten sofort mit der Zweiten Sumatra Expedition welche eine länger anhaltende Wirkung zeigte. Von 1837 bis 1842 und von 1850 bis 1852 war Downes Kommandant der Charlestown Navy Yard in Boston Harbor.
Er starb am 11. August 1854 in Charlestown, Massachusetts

Drei Schiffe sind zu Ehren von John Downes bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS DOWNES ( DD-45 ) aus der CASSIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS DOWNES ( DD-375 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das dritte Schiff ist der Geleitzerstörer und die später um klassifizierte USS DOWNES ( FF-1070 ) aus der KNOX – Klasse.


USS DOWNES ( DD-375 )

Schiffsbiografie

Die USS DOWNES ( DD-375 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain John Downes benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zwölfte Schiff aus der MAHAN – Klasse.
Auf der Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia wurde am 15. August 1934 der Kiel desSchiffes gelegt. Miss Sarah Carlyle Downes, Nachkomme von Captain John Downes, taufte am 22. April 1936 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Clifford Harris Roper ( 16. Oktober 1894 in Napa, Napa County, Kalifornien – 22. Januar 1971 in San Francisco, Kalifornien ) stellte am 15. Januar 1937 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Das Bordpostamt auf dem Zerstörer öffnete am Tag der Indienststellung. Nach Abschluss der Endausrüstung legte die USS DOWNES am 1. März in der Werft ab und die Besatzung begann mit dem Zerstörer ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Während dieser Kreuzfahrt fuhr das Kriegsschiff in den südlichen Atlantik und besuchte neben mehreren Häfen auch am 10. April 1937 den Hafen von Rio de Janeiro, Brasilien. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt überprüfte man von der USS DOWNES in der Norfolk Naval Shipyard den zustand des Schiffskörpers. Danach beteiligte sich der Zerstörer an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. Dann stach das Kriegsschiff von Norfolk aus in See. Ziel war der Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte der Zerstörer am 24. November in seinem neuen Heimathafen San Diego, Kalifornien an. Von hier aus beteiligte sich die USS DOWNES bis zum 1. April 1940 an Übungen entlang der US Westküste, in den Gewässern der Karibik und vor den Hawaiianischen Inseln. Am 1. April wechselte der Zerstörer in die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dies war nun der Heimathafen des Kriegsschiffes. Von diesem Stützpunkt aus beteiligte sich die USS DOWNES unter anderem an dem Flottenmanöver Nummer 21. Dieses Manöver lief in acht Phasen ab und sollte die Verteidigung der Hawaiianischen Gebiete simulieren. Anschließend folgten für den Zerstörer Patrouillenfahrten im Pazifik. Dann begann im Februar 1941 eine Kreuzfahrt in den südlichen Pazifik zusammen mit dem Schwesterschiff USS CASSIN ( DD-372 ). Dabei wurde Amerikanisch Samoa, im März der Hafen von Sydney, Australien und daran anschließend die Fidshi Inseln besucht. Im April kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück. Im Herbst desselben Jahres waren beide Zerstörer nochmals an der US Westküste und besuchten dort mehrere Häfen. Die USS DOWNES kehrte mit der USS CASSIN noch im November nach Pearl Harbor zurück und wurden dort in das Trockendock Nummer 1 der Pearl Harbor Navy Yard bugsiert. Zusätzlich zu den beiden Zerstörern lag noch das Schlachtschiff USS PENNSYVANIA ( BB-38 ) mit im Dock. Dann griffen am 7. Januar 1941 japanische Flugzeuge Pearl Harbor an und die USA befand sich im Zweiten Weltkrieg. Die drei Kriegsschiffe gerieten unter massiven Beschuss durch die feindlichen Flugzeuge. Eines dieser japanischen Flugzeuge warf eine Brandbombe in das Trockendock. Diese explodierte in den Treibstofftanks der USS DOWNES und verursachte unkontrollierbare Brände auch an Bord der USS CASSIN. Trotzdem besetzten die Geschützmannschaften aller drei Kriegsschiffe im Trockendock ihre Stationen und wehrten sich gegen die Angreifer. Dann flutete man das Trockendock um die dort herrschenden Brände zu löschen, aber das brennende Öl stieg mit auf und erreichte die Sprengköpfe der Munition und Torpedos. Die USS CASSIN rutschte dann infolge der Explosionen von ihren Kielblöcken und kippte gegen die USS DOWNES. Beide Zerstörer wurden nach dem japanischen Angriff als verloren betrachtet. Daher stellte man die USS CASSIN am 7. Dezember 1941 außer Dienst. Die Schiffsrümpfe beider Kriegsschiffe waren irreparabel beschädigt, aber die Maschinenanlagen und Ausrüstungen waren noch intakt. Diese wurden Aus- und Abgebaut. Doch diese Arbeiten wurden zusätzlich erschwert, da die USS PENNSYLVANIA noch im Dezember ausgedockt wurde und am 22. Dezember der Leichte Kreuzer USS RALEIGH ( CL-7 ) eingedockt wurde. Am 4. Februar 1942 waren die äußeren Abbauarbeiten abgeschlossen und am folgenden Tag konnte man die USS CASSIN wieder aufrichten. Jetzt baute man die Kessel- und Maschinenanlagen aus und brachte diese zur Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Die USS DOWNES stellte man am 20. Juni 1942 offiziell außer Dienst und begann am 8. Oktober 1942 mit dem Wiederaufbau des Kriegsschiffes und verwendete dabei die geborgenen Bauteile. Der Stapellauf der neuen USS DOWNES erfolgte am 21. Mai 1943. Für die ersten Testfahrten verließ der Zerstörer am 8. Dezember 1943 die Werft. Commander Robert Schley Fahle ( 8. Juli 1909 – 4. September 1964 ) stellte am 15. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff endgültig die Mare Island Naval Shipyard und begann mit den Erprobungs- und Ausbildungsfahrten entlang der US Westküste. Alle nachfolgenden Arbeiten waren am 8. März 1944 an dem Schiff abgeschlossen und es verließ San Francisco, Kalifornien. Aufgabe der USS DOWNES war es von San Francisco zur Marinebasis Pearl Harbor und weiter zum Atoll Majuro, Marshall Islands zu eskortieren. Das Atoll erreichten die Schiffe am 26. März. Gleich nachdem der Zerstörer wieder frischen Treibstoff gebunkert hatte, beteiligte er sich an der Blockade des Atolls Wotje innerhalb der Ratak – Kette in den Marshall Islands. Dieses Atoll liegt nördlich vom Atoll Kwajalein. Auf diesem Atoll Wotje befanden sich japanische Truppen und ein Flugplatz. Um diese feindlichen Soldaten zur Aufgabe zu zwingen, wurden sämtliche japanische Versorgungsschiffe aufgebracht und vernichtet. Die USS DOWNES beteiligte sich an dieser Seeblockade bis zum 5. April. Das Kriegsschiff kehrte danach zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor zurück. Hier bunkerte man frische Munition, Lebensmittel und Treibstoff. Dann stach der Zerstörer wieder in See und eskortierte mehrere Kriegsschiffe zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, welches vom Atoll Wotje aus westwärts liegt. Dieses Atoll erreichte die USS DOWNES am 6. Mai. Hier übernahm der Zerstörer als Hafeneingangskontrollschiff seine Aufsicht über die Ein- und Auslaufenden amerikanischen Kriegsschiffe und begann zusätzlich mit Offshore Patrouillenfahrten. Nebenbei rettete die Mannschaft des Zerstörers mehreren amerikanischen Piloten das Leben. So zogen sie in der Lagune von Eniwetok einen aus dem Wasser und vier vor der Insel Ponapa, Karolinen. Am 15. Juni verließ die USS DOWNES das Atoll Eniwetok und eskortierte den Wasserflugzeugtender USS POCOMOKE ( AV-9 ) nach Saipan, Nördliche Marianen. Hier sollte die Mannschaft des Wasserflugzeugtenders die Maschinen des Patrouillengeschwaders 16 warten. Diese Insel erreichten sie drei Tage später. Der Zerstörer kehrte umgehend zum Atoll Eniwetok zurück, verließ es aber schon wieder am 26. Juni. Die USS DOWNES begann vom Atoll Eniwetok aus einen Konvoisicherungsdienst und fuhr zwischen Eniwetok und Saipan zur Unterstützung der Marianen Operation „Forager“ hin und her. Anschließend patrouillierte der Zerstörer während der Invasion vor der Nördlichen Marianen Insel Tinian. In diesen Tagen beteiligte sich das Kriegsschiff am Bombardement auf japanische Truppen bei Marpi Point, Tinian und am 6. September auf der Nachbarinsel Aguijan Island. Doch dann gliederte man den Zerstörer in die Task Group 30.2 ein, die Rear Admiral Allan Edward Smith ( 19. Januar 1892 in Detroit, Wayne County, Michigan – 2. Juli 1987 in Seattle, King County, Washington ) während der Operation “King II” kommandierte. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und die Zerstörer USS DOWNES, USS CASSIN, USS DUNLAP ( DD-384 ), USS FANNING ( DD-385 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ) und USS CASE ( DD-370 ). Am 6. Oktober verließen diese Schiffe Saipan. Drei Tage später bombardierten sie feindliche Stellungen auf Marcus Island, die japanische Insel liegt etwa 1848 km östlich von Tokyo und trägt den Namen Minami Torishima. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG 30.2 wieder diese Insel und fuhren nach Saipan zurück, wo sie am 12. Oktober anlegten. Hier gliederte man die USS DOWNES in die Task Group 38.1, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation “King II” befehligte, ein. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS WASP ( CV-18 ), USS HANCOCK ( CV-19 ), USS HORNET ( CV-12 ) und USS YORKTOWN ( CV-10 ), die Leichten Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS MONTEREY ( CVL-26 ), die Schweren Kreuzer USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY, USS PENSACOLA und USS BOSTON ( CA-69 ), die Leichten Kreuzer USS OAKLAND ( CL-95 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS DOWNES, USS CASSIN, USS FANNING, USS CAPERTON ( DD-650 ), USS COGSWELL ( DD-651 ), USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS KNAPP ( DD-653 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BELL ( DD-587 ), USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS COWELL ( DD-547 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS YARNALL ( DD-541 ), USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ), USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ) und USS STOCKHAM ( DD-683 ). Die USS DOWNES verließ am 16. Oktober zusammen mit den Schweren Kreuzern USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und den Zerstörern USS FANNING und USS CASSIN wieder Saipan und fuhren zur philippinischen Insel Leyte. Auf dem Weg dorthin befanden sich die anderen Schiffe der TG 38.1. Sie hatten am 19. Oktober die Manila Bay vor der philippinischen Insel Luzon verlassen und waren ebenfalls auf dem Weg nach Leyte. Hier sollen die amerikanischen Schiffe die Landung der US Marines und der US Army mit ihren Schiffsgeschützen und Trägerflugzeugen unterstützten. Nachdem die USS DOWNES und die mit ihr nach Leyte unterwegs gewesenen Kriegsschiffe die philippinische Insel erreichten, gliederten sie sich in den Schiffsverband ein und beteiligte sich an der Sicherung der Schweren Einheiten vor feindliche Luftangriffe. Außerdem sollten die Kriegsschiffe der TG 38.1 am 20. oktober die Anlandungen auf Leyte unterstützen. Dann betankt man sie Schiffe der TG am 21. Oktober auf Hoher See und am folgenden Tag fuhren sie zum Atoll Ulithi, Karolinen um den Schiffsbesatzungen eine Ruhepause zu gönnen. Doch am 24. Oktober um 8:46 Uhr erhielten sie den Befehl zum Wenden. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit drei Flotten in Richtung von Leyte unterwegs waren. Diese Schiffe sollten die amerikanischen Kriegsschiffe vernichten und die philippinischen Inseln vor der Invasion der Alliierten sichern. Deswegen stellte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Die Task Group 38.1 erreichte am 25. Oktober die philippinische Insel Samar. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und griffen die noch schwimmenden japanischen Schiffe aus der Central Force an. Sie konnten den japanischen Zerstörer AKIZUKI versenken. Dann eilten die amerikanischen Kriegsschiffe zusammen mit denen aus der Task Group 38.2 den flüchtenden feindlichen Schiffen aus der Central Force hinterher. Die Trägerflugzeuge konnten südlich von Mindoro den Leichten Kreuzer IJN Noshiro versenken. Außerdem beschädigten sie den Zerstörer IJN HAYASHIMO rund 40 Seemeilen südöstlich von Mindoro. Dieses Kriegsschiff lief dann auf Grund und wurde später aufgegeben. Dann in der Sibuyan See wurde der japanische Kreuzer IJN KUMANO schwer beschädigt und der Zerstörer IJN OKINAMI erlitt mehrere Beschädigungen, die die Fahrt des Schiffes aber nicht sehr beeinträchtigten. Die Schiffe der TG 38.1 lagen am Abend des 26. Oktober zusammen mit den Schiffe der Task Group 38.2 südlich von Mindanao. Hier wurde am 28. Oktober frischer Treibstoff an die Schiffe der TG 38.1 übergeben die unbedingt welchen benötigten. Anschließend verließen dann die Schiffe der TG 38.1 wieder die philippinischen Gewässer, nachdem das letzte Trägerflugzeug auf seinem Träger gelandet war, und fuhren zum Atoll Ulithi. Dieses erreichten sie zwei Tage später. Hier beließ man die USS DOWNES in der Task Group 38.1. Diese TG befehligte wieder Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation “King II”. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS WASP, USS HANCOCK, USS HORNET und USS YORKTOWN, die Leichten Flugzeugträger USS COWPENS und USS MONTEREY, die Schweren Kreuzer USS BOSTON, USS CHESTER, USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND und USS SAN DIEGO und die Zerstörer USS DOWNES, USS CASSIN, USS FANNING, USS INGERSOLL, USS COGSWELL, USS CAPERTON, USS KNAPP, USS CONNER, USS BELL, USS CHARRETTE, USS BURNS, USS IZARD, USS COWELL, USS BOYD, USS BROWN, USS McCALLA ( DD-488 ), USS GRAYSON ( DD-435 ), USS YARNALL, USS DE HAVEN, USS LYMAN K SWENSON, USS MANSFIELD, USS MADDOX, USS COLLETT ( DD-730 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS BRUSH ( DD-745 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ), USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ), USS WEDDERBURN ( DD-684 ) und USS STOCKHAM ( DD-683 ). Diese Schiffe verließen am 2. November das Atoll Ulithi, außer drei Schweren Kreuzern und fünf Zerstörern die kurzfristig die Task Group 30.2 bildeten. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der TG 38.3 wurden dann feindliche Stellungen und Flugplätze in der Manila Bay bombardiert. Dabei konnten die amerikanischen Flugzeuge der USS LEXINGTON den Schweren Kreuzer NACI 5 Seemeilen westlich von Corregidor versenken. Weitere japanische Schiffe erlitten in der Manila Bay erhebliche Schäden und mussten sich bis nach Okinawa zurückziehen. Die beiden amerikanischen Schiffsverbände fuhren am folgenden Tag näher an Luzon heran, um den Trägerflugzeugen die Chance zu ermöglichen auch im Landesinnern der Insel japanische Flugplätze erfolgreich zu bombardieren. Außerdem konnten am Abend dieses Tages die Kriegsschiffe selber mit ihren Schiffsgeschützen die in der Manila Bay noch befindlichen japanischen Schiffe bekämpfen. Anschließend verließen die Schiffe der TG 38.1 Luzon und fuhren in Richtung Leyte. Auf dem Weg dorthin erfuhr man von dem japanischen Schiffsverband TA-3, der von der Manila Bay aus zur Ormoc Bay, Leyte unterwegs war um Nachschub zu bringen. Dieser japanische Verband wurde von Rear Admiral Mikio Hayakawa ( 18. April 1894 – 11. November 1944 ) kommandiert. In diesem Verband befanden sich die Zerstörer SHIMAKAZE, HACUSHIMO, HAMANAMI, NAGANAMI, ASASHIMO und WAKAZUKI, der Minensucher Nummer 30, das Patrouillenboot Nummer 46 und die Frachtschiffe CELEBES MARU, TAIZAN MARU, SEIHO MARU und TENSHO MARU die insgesamt 2000 Soldaten und 6000 Tonnen Fracht transportierten. Am 9. November hatten diese Schiffe vor Manila abgelegt. Drei weitere Zerstörer waren am 10. November zum japanischen Schiffsverband TA-4 gewechselt. Am 11. November kam es dann in der Ormoc Bay zwischen diesen japanischen Schiffen und denen der Task Group 38.1, TG 38.3 und TG 38.4 zum Kampf. Dabei wurden die japanischen Zerstörer HANAMANI, HAGANAMI, SHIMAKAZE und WAKACUKI, das Minensuchboot Nummer 30 und die Frachtschiffe TAIZAN MARU, SEIHO MARU und TENSHO MARU versenkt. Im Anschluss daran wurden die amerikanischen Schiffsverbände am nächsten Tag 200 Seemeilen östlich der San Bernadino Straße mit Treibstoff versorgt. Am 13. November befanden sie sich dann in den Gewässern der zentralen Philippinen und südlich von Luzon. Von den Flugzeugträgern stiegen die Flugstaffeln auf und griffen erneut japanische Stellungen, Flugplätze und Schiffe an. Dabei wurden in der Manila Bay, 6 Seemeilen nordwestlich von Cavite der Leichte Kreuzer KISO, die Zerstörer HACUHARU und OKINAMI und das Patrouillenboot CHA-116 versenkt. Im Hafen von Manila sanken die Frachtschiffe EIWA MARU, KINKA MARU, KAKOGAWA MARU, SEKIHO MARU, TEIYU MARU, TAITOKU MARU, HATSU MARU, SEIWA MARU, SHINKOKU MARU und der Zerstörer USHIO wurde beschädigt. Vor Cavite sanken die Zerstörer AKEBONO und AKISHIMO, der Tanker ONDO und das Küstenwachboot DAITO MARU. Die Schiffe der Task Group 38.1 fuhren am 15. November ostwärts um sich mit den Versorgungsschiffen der TG 30.8 zu treffen um frischen Treibstoff zu übernehmen. Erneut übernahmen die Zerstörer innerhalb der TG die Sicherung vor Luft- und Unterwasserangriffen gegenüber den amerikanischen Flugzeugträgern und Kreuzer. Die TG 38.1 kehrte nach Luzon zurück und unterstützte dort die Angriffsbemühungen der Alliierten. So wurden vor Manila sechs weitere japanische Versorgungsschiffe versenkt. Vor der Küste von Luzon in Richtung Süden nach Corregidor folgte ein weiteres Transportschiff und in der Mindoro Straße attackierten die Schiffe einen japanischen Konvoi aus dem zwei Versorgungsschiffe und vier Patrouillenboote versenkt wurden. Am 23. November verließen die Schiffe der TG 38.1 die Gewässer vor der Manila Bay und erreichten am folgenden Tag das Atoll Ulithi. Die Operation „King II“ wurde am 25. November offiziell für beendet und erfolgreich erklärt. Vor dem Atoll Ulithi sammelten sich die Schiffe der Task Force 38. Hier nahm man die USS DOWNES aus dem Schiffsverband und fuhr ostwärts. Anfang Dezember erreichte der Zerstörer die Pearl Harbor Naval Shipyard und unterzog sich hier einer Überholung. Diese dauerte bis zum Februar 1945. Gleich nach verlassen der Werft begann für die Schiffsbesatzung in den folgenden Tagen mehrere Trainingseinheiten. Im März verließ dann das Kriegsschiff die amerikanische Marinebasis und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Ulithi, Karolinen. Vor diesem Atoll ließen die Schiffe am 29. März ihre Anker fallen. Die USS DOWNES wechselte wenige Tage später nach Guam, Nördliche Marianen und begann dort ab dem 5. April mit ihrem Patrouillendienst, den Einsätzen zur Rettung von Piloten, die Suche nach feindlichen U-Booten und Eskortierdienst. Am 6. Juni verließ der Zerstörer dieses Einsatzgebiet und fuhr zur Bonin Insel Iwo Jima, die das Kriegsschiff drei Tage später erreichte. Hier nahm die USS DOWNES denselben Dienst auf, den sie vor Guam ausgeführt hatte. Am 15. August endete der Zweite Weltkrieg im Pazifik nach der bedingungslosen Kapitulation Japans. Die USS DOWNES verließ am 19. September Iwo Jima und fuhr zur US Westküste. An Bord befanden sich Soldaten, die nach Hause gebracht werden mussten. Diese gingen in San Pedro, Kalifornien von Bord und das Kriegsschiff fuhr weiter. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte es im Hafen von Beaumont, Texas an und nahm dort am 27. Oktober an den Feierlichkeiten des Navy Day teil. Wenige Tage später verließ der Zerstörer den Golf von Mexiko und legte am 5. November in Norfolk an. Hier stellte man das Kriegsschiff am 17. Dezember 1945 außer Dienst. Den namen USS DOWNES ( DD-375 ) strich man am 28. Januar 1947 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. November 1947 zum verschrotten.


USS DOWNES ( DD-375 )
Commanding Officer

CDR Clifford Harris Roper       15. Januar 1937 – 10. Juni 1938
LCDR Edward Everett Pare‘       10. Juni 1938 – 13. Juni 1939
CDR Kenneth Hill Noble       13. Juni 1939 – 10. Dezember 1940
CDR Thomas Henry Hederman        10. Dezember 1940 – 13. September 1941
(erreichter Rang RADM)
LCDR William Rudolph Thayer      13. September 1941 – 8. Dezember 1941
LT William Overton Snead         8. Dezember 1941 – 1. Januar 1942
LCDR Hugh Trent MacKay        1. Januar 1942 – 13. April 1942
LTJG Frank Morse Culpepper        13. April 1942 – 20. Juni 1942
Außerdienststellung         20. Juni 1942 – 15. November 1943
CDR Robert Schley Fahle          15. November 1943 – 1. Januar 1945
LCDR James Martin Yost          1. Januar 1945 – 17. Dezember 1945

USS DOWNES ( DD-45 )

USS DOWNES ( DD-45 )

Biografie

Commodore John Downes
* 1786 in Canton, Massachusetts
† 11 August 1854 in Charlestown, Massachusetts
war ein Offizier in der United States Navy

Am 9. September 1800 trat Downes in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland als Seekadett ein und am 1. Juni 1802 beförderte man ihn zum Ensign. Downes kämpfte beim ersten Barbary Krieg 1804 auf der Fregatte USS CONGRESS ( 1799 ). Am 22. und 27. Mai 1804, Downes war als Midshipman auf die Fregatte USS NEW YORK ( 1800 ) zwischenzeitlich versetzt worden, griff diese Fregatte die Kanonenboote der Seeräuber von Tripolis an. Downes lobte man danach für seine hervorragenden Leistungen. Im März 1807 ernannte man ihn zum Lieutenant und er diente unter Captain David Porter auf der USS ESSEX ( 1799 ) als Exekutive Officer während der Kreuzfahrt im Pazifik als der Krieg gegen England 1812 ausbrach. Nachdem mehrere Prisen im Pazifik aufgebracht wurden, übergab David Porter eine 280-Tonnen Schaluppe mit dem neuen Namen USS GEORGIANA an Lieutenant Downes der das Kommando führte. Auf das Schiff installierte man sechs 18-Pfünder Kanonen, vier schwenkbare Kanonen und sechs Donnerbüchsen. Die Mannschaft bestand aus 42 amerikanischen Matrosen die man mit den gekaperten Schiffen befreit hatte und sechs Freiwilligen. Downes Aufgabe bestand darin britische Freibeuter aus dem Galapagos Archipel zu vertreiben. Am 12. Mai 1812 verließ er das Geschwader von Porter und fuhr in südlicher Richtung. Kurz vor der Insel James Island erblickte man zwei britische Freibeuterschiffe. Es waren die 270-Tonnen Brigg CATHRINE und die 220-Tonnen Brigg ROSE. Downes ließ den Union Jack hissen damit der Feind sich in Sicherheit glaubte. Als man in Reichweite war wurden Boote abgesenkt, mit Matrosen gefüllt und man ruderte zu den Briggs und bestieg diese. Als die britischen Kapitäne und deren Mannschaften begriffen was geschehen war, war alles zu spät. Auf beiden Prisen waren je acht Kanonen und insgesamt 50 Matrosen und Offiziere die man gefangen nahm. Als dies abgeschlossen war sichteten die Amerikaner einen weiteren britischen Freibeuter. Es war ein 270-Tonnen Schiff, die HECTOR, bewaffnet mit 11 Kanonen und 25 Besatzungsmitgliedern. Es entbrannte eine Verfolgungsjagd. Nachdem die HECTOR sich nach einem Warnschuss vor den Bug nicht ergab, folgte eine Kanonade auf das Schiff, wobei zwei Matrosen getötet und sechs weitere verletzt wurden. Die HECTOR besaß keinen Hauptmast mehr und die meiste Takelage war durch die Breitseiten hinweggefegt worden, ging die USS GEORGIANA längsseits und die Briten ergaben sich. Downes segelte mit seinen Schiffen danach zu Commodore David Porter und übergab ihm die Gefangenen und die Prisen. Die Briten wurden unter Eid gestellt nicht mehr gegen die Amerikaner zu kämpfen, bekamen die Brigg ROSE und durften nach Hause fahren. Zwischen dem 12. und 14. Juli 1813 traf das Geschwader von Porter auf drei britische Kriegsschiffe vor Charles Island. Dabei erbeuteten die Amerikaner die Korvette SERINGAPATAM auf der für mehr als 30.000 Dollar Waffen und Proviant waren. Auf der Insel Nuku Hiva hatte Porter eine Festung namens Fort Madison bauen lassen sowie ein Dock für die Reparatur seiner Schiffe und ließ dies von den Einheimischen Te Iì bewachen. Am 25. Oktober 1813 kam es zu einem Krieg zwischen den Te Iì und den Tai Pi. Unter Lieutenant Downes wurde die erste Expedition geführt und er eroberte mit den verbündeten Einheimischen Te Iìs und Happah Kriegern und vierzig amerikanischen Matrosen die feindlichen Festungen. Für seine Tapferkeit in vielen Aktionen gegen die Briten und den Eingeborenen auf Huka Niva beförderte man Downes am 28. November 1813 zum Commander. Anderthalb Jahre später übernahm er das Kommando über die Brigg USS EPERVIER. Das Schiff war ein 18 Kanonen Kreuzer der Royal Navy mit dem Namen HMS EPERVIER, Indienststellung am 6 Mai 1812, und durch die Kriegsschaluppe USS PEACOCK ( 1813 ) am 29. April 1814 erobert. Mit diesem Schiff begleitet Downes das Geschwader von Commodore Stephen Decatur nach Algier zum zweiten Barbary Krieg. Am 17. Juni 1815 konnte das gesamte Geschwader die algerische Fregatte Mashouda aufbringen. Zwei Tage später griffen die USS EPERVIER und drei kleiner Schiffe des Geschwaders die algerische Kriegsbrigg Estedio mit 22 Kanonen und 180 Mann Besatzung am Cape Paios an und eroberten dieses. Nach dem Abschluss der Friedensverhandlungen mit Algier übertrug Commodore Decatur das Kommando über die USS GUERRIERE Commander Downes. Downes diente auch auf der USS ONTARIO ( 1813 ) und auf der USS INTEPENDENCE ( 1814 ). Im März 1817 beförderte man ihn zum Captain. Das Kommando über die USS MACEDONIAN übernahm er 1818 und lief mit ihr zu einer Machtdemonstration für drei Jahre im Raum Nord- und Südamerika aus. Auf dieser Reise beschloss Downes das Schiff zu seiner eigenen Bereicherung zu nutzen. So stellte er es Freibeutern und Piraten als Bank-Service zur Verfügung. Diese konnten ihr erbeutetes Geld bei ihm einlagern und bezahlten ihn dafür. Downes nahm während dieser Reise auf diese Weise mindestens 2,6 Millionen Dollar ein. Der Midshipman William Rodgers heuerte nach den drei Jahren in der Marine ab mit der Begründung, dass er in dieser Zeit nicht seinem Land dienen konnte sondern ständig unter den schlechtesten Bedingungen Geld zählen musste um die Geldpolitik von Captain Downes zu rechtfertigen. Captain Downes hatte so viel Geld, dass er die Schiffsblockade von Lord Cochrane vor Chile mit der USS MACEDONIAN durchfahren konnte in dem er diesen bestach. Zum Commander ernannte man Downes später und übergab ihm das Kommando über das Mittelmeer Squadron von 1828 – 1829. Sein Flaggschiff war in dieser Zeit die USS JAVA ( 1815 ). Seine nächste bedeutende Aufgabe war das Kommando über die Pacific Squadron von 1832 bis 1834. Downes sollte einen Angriff auf ein amerikanisches Handelsschiff, das ein Friedensschiff SALEM, Massachusetts war und vor Sumatra gekapert wurde, rächen. Im Februar 1831 kam das Handelsschiff in den den Hafen von Quallah Battoo nahe der Pedir Küste von Sumatra um eine Ladung Pfeffer zu übernehmen. Ein Malaysisches Boot ging längsseits und die Malaien gingen an Bord um den Pfeffer zu übergeben. Es waren aber Piraten und sie griffen sofort die Offiziere und die Crew an, töteten alle und plünderten die Ladung. Der amerikanische Kapitän war zu dieser Zeit aber mit vier Matrosen an Land. Als er zurückkehrte fand er niemanden lebend vor. Durch die Hilfe anderer amerikanischer Schiffe konnte er fliehen und kehrte nach Amerika zurück. Er berichtete, dass die lokalen Stammesführer keine Kenntnis von diesem Überfall gehabt hätten. Präsident Andrew Jackson und viele Amerikaner waren über diesen Überfall dermaßen Empört, dass sie Rache schworen. Downes Instruktionen sahen vor wenn es eine reguläre Regierung dort in Quallah Battoo gab sollte er mit dieser über die Bestrafung der Piratenbande verhandeln, wenn es allerdings dort keine Regierung gab waren ihm nicht die Hände gebunden jeder „Bande von Gesetzlosen Piraten“ zu verfolgen und festzunehmen um diese Gräueltat zu rächen. Downes übernahm das Kommando über die Fregatte USS POTOMAC ( 1822 ) und verließ New York am 28. August 1831 mit dem Ziel Quallah Battoo. Über das Kap der Guten Hoffnung errechte er den Indischen Ozean. Sein Ziel erreichte er am 5. Februar 1832. Downes ging ohne zu verhandeln sofort in den Angriff über da seiner Meinung nach die Eingeborenen nur mit einem Messer an der Kehle verhandeln würden. So schickte er am 7. Februar Frühmorgens eine Abteilung Marines und drei Abteilungen Seeleute, insgesamt 282 Männer, mit dem Auftrag die vier Malaysischen Festungen entlang der Küste zu nehmen. Mit Hilfe der Schiffsgeschütze legte man die Festungen in Schutt und Asche und die Landtruppen erledigten den Rest. Nach fünf Stunden war das Massaker zu Ende. 150 Eingeborene samt ihrer Häuptlinge kämpften bis in den Tod. Zwei Tage später beschoss man das Dorf selber, welches dabei Feuer fing und abbrannte. Diese Aktion führte zu weiteren 300 Toten. Die USS POTOMAC segelte von Quallah Battoo aus zu den hawaiianischen Inseln um den dortigen König Kamehameha III und seine Königin Kalama einen Besuch abzustatten und damit das Königtum anzuerkennen. Downes Schiff war das Erste überhaupt auf der ganzen Welt das als erstes US Kriegsschiff die Welt umrundete. Als man in Valparaiso, Chile anlegte schrieb Jeremiah N. Reynolds, ein amerikanischer Forscher und Autor, Mitglied der Expedition und Privatsekretär des Commodore der USS POTOMAC ein Buch über diese Reise, „Voyage of the Unites States Fregatte Potomac“. Als man in New York wieder anlegte war das Buch fertig und für Downes war es die letzte Fahrt auf See. Für sein hartes Vorgehen kritisierte man ihn, aber Präsident Jackson unterstützte ihn und meinte das dieses harte Vorgehen in Zukunft abschrecken würde. Er hatte sich geirrt. Im August 1838 wurde das amerikanische Handelsschiff ECLIPSE von 24 Malaien angegriffen, die Besatzung getötet und ausgeraubt. Die Vereinigten Staaten reagierten sofort mit der Zweiten Sumatra Expedition welche eine länger anhaltende Wirkung zeigte. Von 1837 bis 1842 und von 1850 bis 1852 war Downes Kommandant der Charlestown Navy Yard in Boston Harbor.
Er starb am 11. August 1854 in Charlestown, Massachusetts

Drei Schiffe sind zu Ehren von John Downes bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS DOWNES ( DD-45 ) aus der CASSIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS DOWNES ( DD-375 ) aus der MAHAN – Klasse.
Das dritte Schiff ist der Geleitzerstörer und die später um klassifizierte USS DOWNES ( FF-1070 ) aus der KNOX – Klasse.


USS DOWNES ( DD-45 )

Schiffsbiografie

Die USS DOWNES ( DD-45 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain John Downes benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dritte Schiff aus der CASSIN – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey wurde am 27. Juni 1912 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. M. H. Simons, Urenkelin von Captain John Downes, taufte am 8. November 1913 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Zur vollständigen Ausrüstung des Kriegsschiffes schleppte man es in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte Lieutenant Commander Alfred Wilkinson Johnson ( 18. November 1876 in Philadelphia, Pennsylvania – 5. Dezember 1963 in Washington DC ) am 11. Februar 1915 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt der USS DOWNES führte den Zerstörer in die Gewässer vor New York und in die Chesapeake Bay. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete die Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS AMMEN ( DD-35 ), USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS CASSIN ( DD-43 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS JARVIS ( DD-38 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS DOWNES und USS PARKER ( DD-48 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Gleich daran anschließend fuhr die USS DOWNES in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Dort begannen ab dem 4. Oktober 1915 Arbeiten an den Antriebsanlagen des Schiffes. Diese mussten komplett gewechselt werden, da sie den ausgeschriebenen Erfordernissen nicht gerecht wurden. Die Arbeiten waren erst am 26. Mai 1917 abgeschlossen. Es erneute Erprobungs- und Ausbildungsfahrten für die Mannschaft auf der USS DOWNES. In den vorangegangenen Tagen, am 6. April 1917, war die USA in den Ersten Weltkrieg eingetreten. Daher begann man nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt den Zerstörer für den Einsatz in den europäischen Gewässern vorzubereiten. Am 18. Oktober 1917 verließ das Kriegsschiff New York und fuhr nach Devenport, England. In diesem Hafen lief die USS DOWNES am 7. November ein. Für den Patrouillendienst und der Eskorte von Handelsschiffen wechselte der Zerstörer vom 17. November 1917 bis zum 5. Dezember 1918 in den irischen Hafen Queenstown. Von dort aus begeleitete patrouillierte das Kriegsschiff vor der irischen Küste und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Dabei griff die USS DOWNES auch zahlreiche U-Boote an, deren Versenkung aber nicht immer genau festgestellt werden konnten. Handelsschiffe, die aus amerikanischen Häfen kamen und britische Häfen anlaufen wollten, eskortierte die USS DOWNES von den offenen Gewässern des Atlantiks und durch den Ärmelkanal zu ihren Ankunftshäfen. Zusammen mit anderen Zerstörern war die USS DOWNES aber auch auf der Suche nach notleidenden Schiffen, um deren Besatzungen zu unterstützen. Für zwei wichtige Einsätze erhielt der Zerstörer und seine Mannschaft von der britischen Admiralität eine Auszeichnung. Die erste errang das Kriegsschiff bei der Sicherung der USS MANLEY ( DD-74 ). Zusammen mit diesem amerikanischen Zerstörer eskortierte die USS DOWNES am 19. März 1918 einen Schiffskonvoi und befand sich kurz vor der Hafeneinfahrt zu Queenstown. Dort lauerte schon ein deutsches U-Boot und feuerte einen Torpedo ab. Diesen sah man auf der USS MANLEY direkt auf das Kriegsschiff zuhalten. Sofort leitete man auf dem Zerstörer ein Ausweichmanöver ein. Doch dabei kollidierte die USS MANLEY mit einem britischen Schiff. Durch diese Kollision lösten sich am Heck des Zerstörers Wasserbomben und explodierten, wobei vierunddreißig Besatzungsmitglieder den Tod fanden. Die USS DOWNES blieb zur Sicherung der USS MANLEY, bis dieser Zerstörer am Abend des folgenden Tages nach Queenstown geschleppt werden konnte. Die zweite Auszeichnung erhielt die USS DOWNES bei der Rettung und Bergung eines britischen U-Bootes. Der Erste Weltkrieg endete am 11. November 1918 mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandes durch das Kaiserreich Deutschland. Am 6. Dezember 1918 traf die USS DOWNES in Brest, Frankreich ein. Wenige Tage später, am 13. Dezember, war die USS DOWNES ein Schiff der Eskorte, in der sich zehn Schlachtschiffe und achtundzwanzig Zerstörer befanden, um den Truppentransporter USS GEORGE WASHINGTON ( ID-3018 ) nach Brest zu eskortieren und so die Stärke der amerikanischen Seestreitkräfte zu demonstrieren. An Bord des Truppentransporters befand sich US Präsident Thomas Woodrow Wilson, der zu den Pariser Friedensgesprächen eingeladen worden war. Nach der Ankunft in Brest ging Wilson von Bord des Truppentransporters und begann eine Begutachtung von amerikanischen Kriegsschiffen. Die USS DOWNES verließ am 14. Dezember wieder Brest und fuhr nach Queenstown. In dem irischen Hafen legte das Kriegsschiff am 26. Dezember wieder ab und fuhr zusammen mit den Zerstörern USS DUNCAN ( DD-46 ), USS LITTLE ( DD-79 ) und USS WOOLSEY ( DD-77 ) an die amerikanische Ostküste. Über die Inseln der Azoren und der Bermudas ging die Heimreise. Am 18. Januar 1919 legte die USS DOWNES in Norfolk, Virginia an. Anschließend folgte ein Wintermanöver in den Gewässern der Guantanamo Bay, Kuba. In den Hafen von New York kehrte dann der Zerstörer am 14. März zurück. Für eine Überholung wechselte die USS DOWNES am 5. Mai in die Werft von Norfolk und wurde dort am 31. Mai in das Trockendock bugsiert. Nach Abschluss dieser Arbeiten lag der Zerstörer weiterhin in der dortigen Werft. Erst ab dem 12. Mai 1921 beteiligte sich das Kriegsschiff an einem Sommermanöver das in den Gewässern vor Newport, Rhode Island abgehalten wurde. Vom 22. Oktober bis zum 20. März 1922 lag die USS DOWNES dann im Hafen von Charleston, South Carolina. Vier Tage später erreichte der Zerstörer den Hafen von Philadelphia. In der dortigen Werft legte das Kriegsschiff am 24. März an. Hier stellte man am 6. Juni 1922 den Zersörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
In den USA wurde am 17. Januar 1920 gesetzlich die Prohibition eingeführt. Deswegen blühte entlang der US Ostküste der Alkoholschmuggel. Um dem entgegen zu wirken, entschied das amerikanische Finanzministerium, dass die US Küstenwache außer Dienst gestellte Zerstörer der US Navy übernehmen sollte damit eine bessere und erfolgreichere flächendeckende Patrouille vor der US Ostküste zur Unterbindung des Alkoholschmuggels gefahren werden konnte. Der 30. US Präsident, John Calvin Collidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ), genehmigte die Übertragung von zwanzig alten Zerstörern. Die US Coast Guard erwarb am 28. April 1924 den Zerstörer und ließ ihn für die Einsatzzwecke vor der Ostküste umrüsten. Die USCGC DOWNES erhielt jetzt die Kennung CG-4. Zunächst benutzte man den Zerstörer für Übungszwecke an der Akamdemie der Coast Guard in New London, Connecticut. Später setzte man das Kriegsschiff dann auxh für die Rumpatrouille vor der US Ostküste ein. Am 22. Mai 1931 gab die amerikanische Küstenwache den Zerstörer an die US Navy zurück. Das Kriegsschiff erhielt nun seine alte Kennung von der US Navy und lag wieder in der Philadelphia Naval Shipyard in Reserve. Da man aber den Namen USS DOWNES am 1. Juli 1933 im Marineministerium dem neuen Zerstörer mit der Kennung DD-375 aus der MAHAN – Klasse zugesprochen hatte, entzog man dem alten Zerstörer am 1. November 1933 den Namen DOWNES und beließ ihm die Kennung DD-45 für Unterscheidungsmöglichkeiten. Am 5. Juli 1934 strich man dann auch den Rest des Schiffsnamens aus der US Navy – Liste. In Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 22. August 1934 an Michael Flynn in Brooklyn, New York zum verschrotten.


USS DOWNES ( DD-45 )
Commanding Officer

LCDR Alfred Wilkinson Johnson      11. Februar 1915 – 19. Juli 1915 (erreichter Rang VADM)
LT Cary Walthall Magruder      19. Juli 1915 – 15. März 1916
LTJG Joseph Franklin Crowell Jr.       15. März 1916 – 15. April 1916
LTJG Harold Russell Keller       15. April 1916 – Juni 1918
LCDR Allen Buchanan       Juni 1918 – 15. August 1918
CDR Alexander Sharp       15. August 1918 – 24. Mai 1919 (erreichter Rang RADM)
LCDR Scott Douglas McCaughey        24. Mai 1919 – 15. August 1921
LCDR Thomas Shore McCloy          15. August 1921 – 6. Juni 1922
Übergabe an dei US Coast Guard
CDR Fred A. Nichols (USCG)        Juni 1926 – Oktober 1927 (erreichter Rang RADM)
LCDR Roger Clarence Heimer (USCG)          1928 – 1929 (erreichter Rang RADM)
LCDR Edward Hanson (Iceberg) Smith (USCG)          1929 – 1929 (erreichter Rang RADM)
LCDR Roger Clarence Heimer (USCG)         1929 – 1929 (erreichter Rang RADM)

USS MOOSEHEAD ( IX-98 )

USS MOOSEHEAD ( IX-98 )

Schiffsbiografie

Die USS MOOSEHEAD ( IX-98 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das den Namen von dem größten See im Bundesstaat Maine, Moosehead Lake, erhielt.
Allerdings war dieses Unklassifiziertes Vielseitiges Hilfsschiff zuerst als Zerstörer gebaut worden. Man übergab diesem Schiff den Namen USS TURNER ( DD-259 ) und war das erste Schiff bei der US Navy welches zu Ehren von Captain Daniel Turner benannt worden ist.
Der Zerstörer war das sechsundsechzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Quincy, Massachusetts wurde am 19. Dezember 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Bessie Draper Palmer ( 11. Juli 1880 – 30. Mai 1972 ), Ehefrau von Rear Admiral Leigh Carlyle Palmer ( 11. September 1873 – 26. Februar 1955 ), Chief of the Navy´s Bureau of Navigation, taufte am 17. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Mark Leslie Hersey, Jr. ( 8. Juli 1888 – 3. Dezember 1974 ) stellte am 24. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach mehreren Pflichtfahrten entlang der Ost- und der Westküste der USA, legte die USS TURNER im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Dort stellte man das Schiff am 7. Juni 1922 außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Den Namen USS TURNER ( DD-259 ) strich man am 5. August 1936 von der US Navy – Liste.
Am 28. September 1936 wurde der ehemalige Zerstörer in einen selbstfahrenden Lastkahn umgewandelt. Im Oktober 1936 erhielt das Schiff die Kennung YW-56 und nahm seine Tätigkeit in der Gegend um San Diego auf. Der Lastkahn wurde am 17. Oktober 1940 dem 11. Navy District zugeteilt und musste ab Mai 1942 auch als Fähre zwischen San Diego und der Insel San Clemente dienen.
Am 13. Februar 1943 nannte man den Lastkahn YW-56 in USS MOOSEHEAD um und gab ihm die Kennung IX-98. Nach der Installation von Sonar- und Radargeräten in der San Diego Navy Yard, stellte Lieutenant D. J. Spahr dann am 5. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Sechs Tage später erschien das unklassifizierte und vielseitige Hilfsschiff innerhalb der Pazifikflotte beim Operational Training Command. Rear Admiral Frank Akfred Braisted ( 12. Februar 1889 – 24. Dezember 1981 ), COTCPac, wählte die USS MOOSEHEAD am 23. April zu seinem Flaggschiff. In den letzten verbleibenden beiden Jahren während des Zweiten Weltkrieges, blieb das Hilfsschiff immer in der Nähe von San Diego. So fuhr das Schiff von Mai 1943 bis Dezember 1944 durchschnittlich 11 Mal im Monat zwischen San Diego und der Insel San Clemente hin und her um Fluggäste, Post und Fracht für den 11. Navy District abzuholen. Von August 1944 bis Anfang 1945 schleppte die USS MOOSEHEAD Seeziele für Übungen von Schlachtschiffen, Kreuzern und Zerstörern, Außerdem diente es als Torpedo Ziel für Zerstörer und Torpedoflugzeuge. Während der Trainingsübungen schirmte die USS MOOSEHEAD die Schlachtschiffe und Kreuzer vor Luftangriffen ab. Das Hilfsschiff hatte die modernsten Radar- und Sonaranlagen aus dieser Zeit an Bord, sowie ein CIC Klassenraum mit Liegeplatz. Ab Juli 1943 begann eine Ausbildung von CIC Besatzungen zukünftiger in den Dienst der US Navy gestellter Geleitflugzeugträger. In den folgenden zweieinhalb Jahren wurden auf der USS MOSSEHEAD alle CIC Besatzungen von den Geleitflugzeugträgern der CASABLANCA – Klasse und der COMMENCEMENTE BAY – Klasse ausgebildet. Ab Anfang 1944 erweiterte man den Umfang der Ausbildungs- CIC Teams auf die amphibischen Truppentransportschiffe, amphibischen Frachtschiffe, Geleitzerstörer, Zerstörertender und U-Boot-Jäger Geleitboote. Nebenbei benutzte man die USS MOOSEHEAD als Test- und Evaluierungsschiff für Experimentalraketen, Radaranlagen und Funkstörsender. Obwohl das Schiff während ihrer gesamten Karriere unter dem Namen USS MOOSEHEAD nur entlang der Küste von Südkalifornien entlang fuhr, legte es weit über 100.000 Seemeilen zurück. Auf dem Schiff wurden in diesen zweieinhalb Jahren über 4.200 Offiziere und Mannschaftsdienstgrade ausgebildet.
Am 24. Dezember 1945 hatte man für die USS MOOSEHEAD im 11. Naval District keine Verwendung mehr und gab sie zur Verschrottung frei. Dazu stellte man das Schiff am 19. März 1946 in San Diego außer Dienst und strich den Namen USS MOOSEHEAD ( IX-98 ) am 17. April 1946 aus der US Navy – Liste. Die Maritime Commission übernahm am 20. Februar 1947 den ehemaligen Zerstörer und verkaufte den Schiffskörper noch am selben Tag an Hugo Neu Corporation in New York wo er verschrottet wurde.


USS MOOSEHEAD ( IX-98 )
Commanding Officer

LCDR Mark Leslie Hersey, Jr.          24. September 1919 – 15. Januar 1920
CDR James Perdue Olding         15. Januar 1920 – 5. Oktober 1921
LT William Henry Farrell         5. Oktober 1921 – 7. Juni 1922
Außerdienststellung         7. Juni 1922 – 10. Februar 1943
Als USS MOOSHEAD ( IX-98 )
LT David Jeremiah Spahr         5. April 1943 – 12. Oktober 1944
LT William David Acker Jr.        12, Oktober 1944 – 12. Februar 1946
LCDR Rudolph Lee Ward         12. Februar 1946 – 19. März 1946

USS TURNER ( DD-259 )

USS TURNER ( DD-259 )

Biografie

Daniel Turner
* 1794 wahrscheinlich in Richmond, Staten Island
† 4. Februar 1850 in Philadelphia, Pennsylvania
war ein Offizier in der United States Navy

Daniel Turner wurde am 1. Januar 1808 in die US Navy aufgenommen und zum Midshipman ernannt. Nach einer kurzen Dienstzeit an der New York Naval Station, versetzte man ihn auf die Fregatte USS CONSTITUTION ( 1797 ) die zur Nordatlantik Station gehörte. Am 8. Juni 1812 erhielt er den Befehl unverzüglich sich nach Norwich, Connecticut zu begeben wo er das Kommando über die dort liegenden Kanoneboote übernehmen sollte. Zum Lieutenant beförderte man Turner am 12. März 1813 und versetzte ihn zwei Tage später nach Sackett Harbor, New York an den Ufern des Lake Erie. Dort übernahm er das Kommando über die Brigg USS NIAGARA ( 1813 ) die das Flaggschiff von Commodore Oliver Hazard Perry ( 23. August 1785 – 23. August 1819 ) Geschwader war. Doch kurz bevor die Schlacht am Lake Erie am 10. September 1813 geschlagen wurde zwischen der US Navy und der britischen Royal Navy übergab Turner das Kommando über die USS NIAGARA an Captain Jesse Duncan Elliot ( 14. Juli 1782 – 10. Dezember 1845 ) ab. Turner übernahm das Kommando über die Brigg USS CALEDONIA ( 1812 ). Die kleine Brigg spielte in der Schlacht eine wichtige Rolle. Da auf ihr zwei 24-pfünder Kanonen aufgebaut waren, die einzigen Waffen in Perrys Flotte die weittragende Geschosse verschießen konnten, war somit während der Schlacht in der Lage das sich in der Mitte befindliche britische Flaggschiff innerhalb der britischen Angriffsformation anzugreifen und damit die Schlacht entschieden hatte. Nach dem amerikanischen Sieg am Lake Erie erhielt Daniel Turner das Lob von Perry sowie eine Dankesmedaille vom US Kongress und ein Schwert vom Bundesstaat New York. Im Sommer 1814 erhielt Daniel Turner das Kommando über den Schoner USS SCORPION ( 1813 ) mit dem er auf dem Lake Erie und dem Lake Huron kreuzte. Mit dem Schiff unterstützte Turner Armeeoperationen rund um Detroit und baute eine Blockade für britische Streitkräfte am Nottawasga River und am Lake Simcoe auf. Am 6. September 1814 wurde Daniel Turner, seine Mannschaft und die USS SCORPION von den Briten gefangen genommen. Nachdem man den amerikanischen Schoner USS TIGRESS ( 1813 ) auf dem Nottawasga River sichtete, ließ Turner die USS SCORPION zwei Meilen entfernt den Anker werfen. Er kannte den Kommandanten des Schiffes, Sailing Master Stephen Champlin ( 17. November 1789 – 20. Februar 1870 ), sehr gut und ahnte keine Hinterlist. Auf der USS TIGRESS befand sich der britische Lieutenant Miller Worsley ( 8. Juli 1791 – 2. Mai 1835 ) mit seiner Entermannschaft die wenige Tage zuvor das amerikanische Schiff bei einem harten Kampf erobert hatte. Er ließ den Anker des Schiffes hieven und näherte sich der USS SCORPION. Bevor Turner überhaupt begriff was geschieht, war sein Schiff von den Briten erobert worden. Diese brachten beide Schiffe und ihre Gefangenen ins Fort Mackinac das an einem strategisch wichtigen Punkt zwischen dem Lake Michigan und dem Lake Huron an der Straße von Mackinac lag. Nach einiger Zeit wurde Daniel Turner im Gegenzug von einem gefangenen britischen Offizier von den Amerikanern ausgetauscht. Auf der Werft von Flannigan & Parsons in Baltimore, Maryland wurde die Fregatte USS JAVA ( 1815 ) mit 44 Kanonen gebaut. Captain Oliver Hazard Perry hatte das Schiff noch während des Krieges von 1815 bestellt. Er übertrug das Kommando über das Schiff an Daniel Turner und begab sich selber an Bord. Am 5. August 1815 war das Schiff soweit um nach Hampton Roads geschleppt zu werden um dort aufgetakelt zu werden und später noch in New York eine Ersatztakelage zu bekommen. Von New York aus segelte Turner nach Newport, Rhode Island wo er seine Mannschaft auffüllen wollte. Von Perry hatte er den Auftrag erhalten sich dann unverzüglich ins Mittelmeer zu begeben um im Zweiten Barbary Krieg zu dienen. Von Newport aus stach Turner am 22. Januar 1816 mit dem Schiff in See und geriet gleich in einen schweren Sturm. In diesem Sturm brach ein Mast und tötete fünf Crewmitglieder. Im April erreichte die USS JAVA Algier wo Perry an Land ging um den Dey von Algier daran zu erinnern seinen unterzeichneten Vertrag mit den Amerikanern nicht zu ignorieren. In Richtung Tripolis gesellte sich das gesamte Mittelmeergeschwader dazu um mit dieser Demonstration der Seemacht die Piraten einzuschüchtern. In dem Geschwader befanden sich die Fregatte USS CONSTELLATION ( 1797 ) mit 44 Kanonen sowie die beiden Korvetten USS ONTARIO ( 1813 ) und die USS ERIE ( 1813 ), beide mit 16 Kanonen bestückt. Von Tripolis ging die Kreuzfahrt weiter nach Syrakus, Messina, Palermo, Tunis, Gibraltar und Neapel. Anfang 1817 kehrte die USS JAVA nach Boston zurück. Zwischen 1819 und 1824 erhielt Daniel Turner das Kommando über den Schoner USS NONSUCH ( 1813 ) der zum Geschwader von Commodore Oliver Hazard Perry gehörte. Neben der Jagd auf Piraten in der Karibik war das Schiff mit Perry an Bord auf diplomatischer Mission. Turner segelte mit der USS NONSUCH den Orinoko flussaufwärts um sich mit der venezolanischen Regierung unter der Führung von Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Ponte y Blanco (24. Juli 1783 – 17. Dezember 1830), gemeinhin als Simón Bolívar bekannt, zu treffen und über die Piraterie in der Karibik zu konsultieren. Nach den Gesprächen segelte Turner mit der USS NONSUCH den Orinoko wieder flussabwärts. Neben Perry erkrankten viele Crewmitglieder an Gelbfieber das durch Mücken verursacht wurde. Trotz aller Bemühungen der Mannschaft Trinidad zu erreichen wo Commodore Perry medizinische Hilfe bekommen hätte, verstarb er am 23. August 1819 vor Port of Spain in den Armen von seinem Freund Daniel Turner. In Port of Spain begrub man den Leichnam. In den verbleibenden Jahren die Turner die USS NONSUCH kommandierte, kreuzte er entlang der US-Amerikanischen Ostküste, patrouillierte in der Karibik auf der Jagd nach Piraten und machte 1824 eine kurze Kreuzfahrt ins Mittelmeer. In Boston erhielt Turner dann an Land bis 1827 einen Posten. Dann erhielt er für drei Jahre das Kommando über die Korvette USS ERIE die nun zum Karibikgeschwader gehörte. Im Jahre 1830 kam er wieder an Land und diente an der Portsmouth Navy Yard. Zum Captain beförderte man ihn am 3. März 1835 und hatte eine längere Periode an Land zu verbringen. Er wartete ungeduldig auf ein neues Kommando auf See. Dies erhielt er 1839 mit der USS CONSTITUTION ( 1797 ) die zum Pazifikgeschwader gehörte. 1841 entlastete man ihn von diesem Kommando und übertrug ihm von 1843 bis 1846 das Kommando über das Brasilianische Geschwader. Danach kommandierte er die Portsmouth Navy Yard. Völlig unerwartet verstarb Captain Daniel Turner am 4. Februar 1850 in Philadelphia. Man begrub seinen Leichnam auf dem Geenmount Friedhof in Baltimore.

Vier Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von Captain Daniel Turner benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS TURNER ( DD-259 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS TURNER ( DD-506 ) dessen Vertrag am 10. Februar 1941 noch vor Beginn der Kiellegung annulliert wurde.
Das dritte Schiff war der Zerstörer USS TURNER ( DD-648 ) aus der GLEAVES – Klasse.
Das vierte Schiff war der Zerstörer USS TURNER ( DD-834 ) aus der GEARING – Klasse.


USS TURNER ( DD-259 )

Schiffsbiografie

Die USS TURNER ( DD-259 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Daniel Turner benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das sechsundsechzigste Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Quincy, Massachusetts wurde am 19. Dezember 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Bessie Draper Palmer ( 11. Juli 1880 – 30. Mai 1972 ), Ehefrau von Rear Admiral Leigh Carlyle Palmer ( 11. September 1873 – 26. Februar 1955 ), Chief of the Navy´s Bureau of Navigation, taufte am 17. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Mark Leslie Hersey, Jr. ( 8. Juli 1888 – 3. Dezember 1974 ) stellte am 24. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach mehreren Pflichtfahrten entlang der Ost- und der Westküste der USA, legte die USS TURNER im Hafen von San Diego, Kalifornien an. Dort stellte man das Schiff am 7. Juni 1922 außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Den Namen USS TURNER ( DD-259 ) strich man am 5. August 1936 von der US Navy – Liste.
Am 28. September 1936 wurde der ehemalige Zerstörer in einen selbstfahrenden Lastkahn umgewandelt. Im Oktober 1936 erhielt das Schiff die Kennung YW-56 und nahm seine Tätigkeit in der Gegend um San Diego auf. Der Lastkahn wurde am 17. Oktober 1940 dem 11. Navy District zugeteilt und musste ab Mai 1942 auch als Fähre zwischen San Diego und der Insel San Clemente dienen.
Am 13. Februar 1943 nannte man den Lastkahn YW-56 in USS MOOSEHEAD, es ist das zweite Schiff bei der US Navy das den Namen von dem größten See im Bundesstaat Maine erhielt, mit der Kennung IX-98. Nach der Installation von Sonar- und Radargeräten in der San Diego Navy Yard, stellte Lieutenant D. J. Spahr dann am 5. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Sechs Tage später erschien das unklassifizierte und vielseitige Hilfsschiff innerhalb der Pazifikflotte beim Operational Training Command. Rear Admiral Frank Akfred Braisted ( 12. Februar 1889 – 24. Dezember 1981 ), COTCPac, wählte die USS MOOSEHEAD am 23. April zu seinem Flaggschiff. In den letzten verbleibenden beiden Jahren während des Zweiten Weltkrieges, blieb das Hilfsschiff immer in der Nähe von San Diego. So fuhr das Schiff von Mai 1943 bis Dezember 1944 durchschnittlich 11 Mal im Monat zwischen San Diego und der Insel San Clemente hin und her um Fluggäste, Post und Fracht für den 11. Navy District abzuholen. Von August 1944 bis Anfang 1945 schleppte die USS MOOSEHEAD Seeziele für Übungen von Schlachtschiffen, Kreuzern und Zerstörern, Außerdem diente es als Torpedo Ziel für Zerstörer und Torpedoflugzeuge. Während der Trainingsübungen schirmte die USS MOOSEHEAD die Schlachtschiffe und Kreuzer vor Luftangriffen ab. Das Hilfsschiff hatte die modernsten Radar- und Sonaranlagen aus dieser Zeit an Bord, sowie ein CIC Klassenraum mit Liegeplatz. Ab Juli 1943 begann eine Ausbildung von CIC Besatzungen zukünftiger in den Dienst der US Navy gestellter Geleitflugzeugträger. In den folgenden zweieinhalb Jahren wurden auf der USS MOSSEHEAD alle CIC Besatzungen von den Geleitflugzeugträgern der CASABLANCA – Klasse und der COMMENCEMENTE BAY – Klasse ausgebildet. Ab Anfang 1944 erweiterte man den Umfang der Ausbildungs- CIC Teams auf die amphibischen Truppentransportschiffe, amphibischen Frachtschiffe, Geleitzerstörer, Zerstörertender und U-Boot-Jäger Geleitboote. Nebenbei benutzte man die USS MOOSEHEAD als Test- und Evaluierungsschiff für Experimentalraketen, Radaranlagen und Funkstörsender. Obwohl das Schiff während ihrer gesamten Karriere unter dem Namen USS MOOSEHEAD nur entlang der Küste von Südkalifornien entlang fuhr, legte es weit über 100.000 Seemeilen zurück. Auf dem Schiff wurden in diesen zweieinhalb Jahren über 4.200 Offiziere und Mannschaftsdienstgrade ausgebildet.
Am 24. Dezember 1945 hatte man für die USS MOOSEHEAD im 11. Naval District keine Verwendung mehr und gab sie zur Verschrottung frei. Dazu stellte man das Schiff am 19. März 1946 in San Diego außer Dienst und strich den Namen USS MOOSEHEAD ( IX-98 ) am 17. April 1946 aus der US Navy – Liste. Die Maritime Commission übernahm am 20. Februar 1947 den ehemaligen Zerstörer und verkaufte den Schiffskörper noch am selben Tag an Hugo Neu Corporation in New York wo er verschrottet wurde.


USS TURNER ( DD-259 )
Commanding Officer

LCDR Mark Leslie Hersey, Jr.          24. September 1919 – 15. Januar 1920
CDR James Perdue Olding          15. Januar 1920 – 5. Oktober 1921
LT William Henry Farrell          5. Oktober 1921 – 7. Juni 1922
Außerdienststellung         7. Juni 1922 – 10. Februar 1943
Als USS MOOSHEAD ( IX-98 )
LT David Jeremiah Spahr            5. April 1943 – 12. Oktober 1944
LT William David Acker Jr.         12, Oktober 1944 – 12. Februar 1946
LCDR Rudolph Lee Ward           12. Februar 1946 – 19. März 1946

USS IRWIN ( DD-794 )

USS IRWIN ( DD-794 )

Biografie

Noble Edward Irwin
* 29. September 1869 in Greenfield, Ohio
† 10. August 1937 in Warner Springs, Kalifornien
war ein Offizier in der US Navy

Noble Edward Irwin war das fünfte Kind von Henry W. Irwin ( 19. November 1823 – 2. Juni 1883 ) und dessen vierte Frau Lavinia Rogers Irwin ( 4. November 1833 – 31. August 1896 ). Er schloss im Juni 1891 sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis ab. Er diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg an Bord des Geschützten Kreuzers USS BALTIMORE ( C-3 ). In der Schlacht um Manila am 1. Mai 1898 wurde er verwundet. Nach der Schlacht setzte der Exekutive Offizier einen offiziellen Bericht auf, in dem er Irwin eine intelligente Personalarbeit bei der Schiffsreparatur attestiert. Im April 1914 übernimmt Irwin das Kommando über das Kanonenboot USS NEW ORLEANS ( PG-34 ) und beobachtet im Golf von Kalifornien während der mexikanischen Revolution am 16. Juni die Vierte Schlacht von Topolobampo zwischen mexikanischen Streitkräften. Captain Irwin verlieh man das Navy Cross für seine verdienstvolle Tätigkeit als Direktor of Naval Aviation im Ersten Weltkrieg. Danach übernahm er am 9. Juli 1919 im Hafen von New York das Kommando über das Schlachtschiff USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Das Schlachtschiff war Teil der Atlantikflotte und wurde in den beiden folgenden Jahren überholt und ihre Mannschaft trainiert. Anfang 1921 hievte man den Anker auf und die Reise führte das Schiff in den Pazifik wo es sich dem dortigen Geschwader anschloss. Captain Irwin übergab am 5. Juli 1921 das Kommando an Captain Edwin Taylor Pollock ( 25. Oktober 1870 – 4. Juni 1943 ). Irwin übernahm danach das Kommando über ein Zerstörergeschwader der Scouting Flotte und war von 1927 bis 1931 Chef der US Marinemission in Brasilien. Rear Admiral Irwin übergab man im März 1931 das Kommando über den 15. Marinebezirk. Man versetzte ihn am 1. Oktober 1933 in den Ruhestand. Er verstarb am 10. August 1934 in Warner Springs.
Rear Admiral Irwin war mit Elma Norris ( 1874 – 27. Februar 1934 ) verheiratet. Ihre Eltern waren Captain John Alexander Norris ( 2. Dezember 1847 – 4. Mai 1910 ) von der US Navy und Zoe Coviller Norris ( 22. August 1854 – 6. Juni 1943 ). Noble Edward Irwin und Elma Norris Irwin hatte eine Tochter mit Namen Phyllis ( 18. Februar 1901 – 29. August 1977 ). Sie heiratete den späteren Admiral Charles Andrews Lockwood ( 6. Mai 1890 – 7. Juni 1967 ).


USS IRWIN ( DD-794 )

Schiffsbiografie

Die USS IRWIN ( DD-794 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Noble Edwin Irwin benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Pedro, Kalifornien wurde am 2. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Phyllis Irwin Lockwood ( 18. Februar 1901 in Maryland – 29. August 1977 in Los Gatos, Santa Clara County, Kalifornien ), Ehefrau von Vizeadmiral Charles Andrews Lockwood, Jr. ( 6. Mai 1890 in Midland, Fauquier County, Virginia – 6. Juni 1967 in Los Gatos, Santa Clara County, Kalifornien ) du Tochter von Rear Admiral Noble Edwin Irwin, taufte am 31. Oktober 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Daniel Byrd Miller ( 10. März 1905 – 28. Oktober 1968 ) stellte am 14. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS IRWIN nach San Diego und begann in diesen Gewässern mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Anschließend erfolgte das Bunkern von Lebensmitteln, Munition und von Treibstoff. Am 26. April verließ der Zerstörer San Diego und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Sechs Tage später legte das Kriegsschiff dort an. Für die Mannschaft der USS IRWIN begannen nun umfassende Übungen, Kalibrierung der Geschütze und die mentale Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe. Immer mehr amerikanische Kriegsschiffe sammelten sich in der amerikanischen Marinebasis. Ab dem 20. Mai gliederte man den Zerstörer in die Task Group 52.14 und man begann mit dem Training im Zusammenspiel zwischen Geleitflugzeugträgern und Zerstörern. Diese umfassenden Übungen erfolgten bis zum 29. Mai. Schon von Beginn an dieser Übungen befand sich die USS IRWIN in der Task Undergroup 52.14.1, die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 auf Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 im Scribbs Horpital, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TU 52.14.1 befand sich der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CV-41 ), der Geleitflugzeugträger USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) und USS ROSS ( DD-563 ). Die Schiffe der Task Group 52.14 verließen am 29. Mai Pearl Harbor und fuhren zum Atoll Eniwetok, welches zu einer amerikanischen Marinebasis ausgebaut wurde. Dieses erreichten sie am 9. Juni. Hier wurde Treibstoff gebunkert. Zwei Tage später verließen sie wieder dieses Atoll und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Dort begann ab dem Abend des 14. Juni der Kampf um die Insel gegen die japanischen Verteidiger. Die USS IRWIN hatte in diesen Tagen die Aufgabe die Luftüberwachung zu übernehmen und feindliche Stellungen in Küstennähe zu beschießen. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS IRWIN sicherte dabei zusammen mit den beiden anderen Zerstörern die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Am 16. Juni flogen dann die amerikanischen Trägerflugzeuge Angriffe auf die Stadt Garapan auf Saipan und bombardierten diese. Dabei kamen tausende Zivilisten ums Leben. Am folgenden Tag griffen erneut rund siebzig japanische Bomber und Torpedoflugzeuge an. Die Geschützmannschaften der USS IRWIN konnten dabei einen feindlichen Torpedobomber abschießen. Trotzdem schaffte ein japanischer Pilot mit seiner Maschine den Luftabwehrgeschosshagel zu durchdringen und über der USS FENSHAW BAY seine mitgeführte Bombe auszuklinken. Diese Bombe explodierte in der Luft über dem Hangardeck und tötete vierzehn Besatzungsmitglieder und dreiundzwanzig weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Es brach Feuer aus, das allerdings schon nach einer Stunde unter Kontrolle war. Doch der Geleitflugzeugträger neigte sich wegen des eingedrungenen Löschwassers um drei Grad nach Steuerbord und sein Heck lag sechs Meter tiefer wie gewöhnlich. Die drei Zerstörer der TU 52.14.1 übernahmen nun zusammen mit denen der TU 52.14.2 die Sicherung der Flugzeugträger und Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen, währenddessen die USS FENSHAW BAY von dem Zerstörer USS CALLAGHAN und dem Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY zum Atoll Eniwetok eskortierten. Die anderen Schiffe der TG 52.14 zog man dann vorerst aus den weiteren Kämpfen heraus. Die USS KALININ BAY nahm vor dem Atoll neue Flugzeuge an Bord und kehrte mit der USS CALLAGHAN zum Einsatzort vor Saipan zurück. Dort trafen beide Kriegsschiffe am 24. Juni wieder ein. Doch die Schiffe der TG griffen vorerst nicht weiter in die Kämpfe um Saipan ein. Stattdessen wurden auf hoher See Start- und Landemanöver der Trägerflugzeuge geübt. Dann am 4. Juli griffen die Trägerflugzeuge wieder in das Kampfgeschehen über Saipan ein und bombardierten feindliche Stellungen. Dies wurde vier Tage später wiederholt. Am 9. Juli jedoch zogen sich die Schiffe der TG von Saipan zurück und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort bereitete man die Kriegsschiffe auf den Angriff der Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen vor. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff und dem Auffüllen der Munitionsmagazine verließen die Schiffe wieder das Atoll und erreichten am 20. Juli die Gewässer um Guam. Hier unterstützten die Trägerflugzeuge die angelandeten Marines und bombardierten feindliche Stellungen. Sechs Tage später flogen sie Einsätze zur Unterstützung der Marines auf Tinian. Für die Schiffe der Task Group 52.14 war der Einsatz in den Nördlichen Marianen am 2. August abgeschlossen und sie fuhren in Richtung des Atolls Eniwetok. wo sie drei Tage später anlegten. Hier wechselten am 26. August die Schiffe der Task Force 58 zur Task Force 38. Die USS IRWIN versetzte man dabei in die Task Group 38.3 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS LEXINGTON ( CV-16 ) und USS TICONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS PRINCETON ( CVL-23 ), die Schlachtschiffe USS INDIANA ( BB-58 ), USS ALABAMA ( BB-60 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-58 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS RENO ( CL-96 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS LAWS ( DD-558 ), USS MORRISON ( DD-560 ), USS LONGSHAW ( DD-559 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok. Ziel waren erneut die Palau Inseln. Am 6. September lagen die Schiffe der TG rund 265 Seemeilen südöstlich dieser Inseln. Zusammen mit den Schiffen der TG 38.1 und TG 38.2 werden durch die Trägerflugzeuge Angriffe auf die Inseln geflogen, die bis zum Morgen des 8. Septembers anhielten. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und fuhren zu der philippinischen Insel Mindanao. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.3 die Gewässer dieser Insel erreicht und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge meldeten einen feindlichen Verband aus vierzig kleinen Schiffen die sich östlich der Insel bei Sanco Point befanden. Umgehend wurde eine Task Undergroup gebildet. Diese TU 38.3.5 befehligte Rear Admiral Laurence Toombs DuBose ( 21. Mai 1893 in Washington DC – 11. Juli 1967 in Charleston, South Carolina ). Auch am 10. September gingen die Bombardements auf feindliche Flugplätze auf Mindanao und Davao weiter. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen östlich von Mindanao. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.3, TG 38.1 und TG 38.2 neue Befehle. Diese setzten noch am selben Tag zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Während dieser Angriffe lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 50 Seemeilen östlich der Surigao Straße. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.3 und TG 38.2 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Dabei wurde nördlich von Cebu Island das japanische Patrouillenboot PT – 482 beschädigt. Am 16. September erfolgte auf hoher See die Betankung der Kriegsschiffe der TG 38.3. Nach der Betankung stellten sich die Schiffe den neuen Aufgaben. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.3, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch dieses Bombardement dauerte nur diesen einen Tag. Die amerikanischen Schiffe verließen die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die Schiffe der TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnten. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. Die Schiffe der TG 38.3 lagen da 175 Seemeilen nordöstlich von Manila. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der beiden anderen Task Groups wurden in der Bucht von Manila der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Japanische Flugzeuge griffen am 22. September die vor Luzon liegenden Schiffe an. Die USS IRWIN konnte dabei aber zusammen mit den anderen Zerstörern erfolgreich die Flugzeugträger vor diesem feindlichen Luftangriff schützen, so dass es zu keinen Ausfällen kam. Am Abend des 23. September befanden sich die Schiffe der TG 38.3 dann 350 Seemeilen südwestlich der San Bernardino Straße und fuhren am folgenden Tag in Richtung der Palau Inseln. An diesem Tag erhielten die Schiffe der TG durch die Tanker der Task Group 30.8 frischen Treibstoff für die Schiffe und Flugbenzin für die Trägerflugzeuge. Die Palau Inseln erreichten die Schiffe dann am 27. September. In der neugeschaffenen schwimmenden Marinebasis in der Kossol Passage füllten die Schiffe ihre Munitionsmagazine und erhielten weiteren Treibstoff. Am 1. Oktober verließen sie wieder diese Basis und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Für die Schiffsbesatzungen gab es aber dort nicht genügend Ruhe, denn schon am 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.3 dieses Atoll. Die Fahrt führte die Schiffe zuerst in Richtung der Marianen. Die TG 38.3 lag am 8. Oktober rund 500 Seemeilen westlich dieser Inselgruppe und erhielt frischen Treibstoff. Das weitere Ziel war Okinawa. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. So lagen die Schiffe der TG 125 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.3 lagen am 12. Oktober 75 Seemeilen östlich von Formosa. Hier bombardierten die Trägerflugzeuge in den nächsten drei Tagen sämtliche Kriegstechnischen Einrichtungen, Truppenkonzentrationspunkte und Flugplätze der Japaner im zentralen Bereich der Insel bei den Städten Kagi und Taichu. Es gab in diesen Tagen erbitterte feindliche Luftangriffe auf die Schiffe der Task Force 38. In diesen Tagen beteiligten sich die Geschützmannschaften der USS LAWS um mehrere feindliche Bomber abzuschießen. Am 13. Oktober griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 38.2 an. Dabei traf ein Lufttorpedo während des Luftangriffes den Schweren Kreuzer USS CANBERRA ( CA-70 ) unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ) aus der TG 38.2. Die USS WICHITA ( CA-45 ) nahm die USS CANBERRA ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Dadurch mussten mehrere Umgruppierungen am 14. Oktober vorgenommen werden. Auch an diesem Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, während diesem sich die Schiffe der TG 38.3 rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa befanden. Die USS IRWIN war an diesem Tag in der Nähe der Leichten Kreuzer. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten an diesem Tag einen japanischen Torpedobomber abschießen. Am 15. Oktober lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen südlich von Formosa und die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Ziele auf der Insel. Dabei traf es hauptsächlich Flugplätze. Und die Schiffe der TF bewegten sich weiterhin um feindlichen Luftangriffen zu entgehen. So lagen sie schon am folgenden Tag wieder rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa und am 17. Oktober rund 300 Seemeilen östlich von Formosa. Dann zog man sie aus dem Kampfgeschehen und sie befanden sich am 18. Oktober rund 325 Seemeilen östlich von Luzon damit die Kampfschiffe betankt werden konnten. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren fuhren die Schiffe der TG 38.3 in Richtung Mindanao und die Trägerflugzeuge bombardierten auf den Visayans feindliche Flugplätze. Dabei lagen die Schiffe rund 174 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße. Damit wurden die Vorbereitungen auf die Kämpfe um die philippinische Insel Leyte getroffen. Am 23. Oktober kehrten die Sicherungsschiffe aus der TU 30.3.1 zu ihren Task Groups zurück. Dabei befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 60 Seemeilen östlich von Poloilo Island. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die USS IRWIN versetzte man anfangs nicht in eine andere Task Group und beließ den Zerstörer in der TG 38.3. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Die Schiffe der TG 38.3 befanden sich an diesem Tag ungefähr 100 Seemeilen ostnordöstlich von Poloilo Island. Die Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken und weitere schwere Einheiten beschädigen. Da griffen japanische Landgestützte Flugzeuge die TG 38.3 an. Trotzdem das die amerikanischen Zerstörer und Kreuzer während der Schlacht mehrere Angreifer abschießen konnten, brach ein japanischer Bomber durch und stürzte sich auf den Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON. Die Rettungsarbeiten zur Erhaltung des Trägers begannen indem Commander Daniel Byrd Miller die USS IRWIN auf der Steuerbordseite längsseits zu dem Leichten Träger bringen ließ, um die dort an Bord ausgebrochenen Brände mit löschen zu können. Seine Mannschaft kämpfte in diesen Minuten gegen die hoch auflodernden Flammen, gegen heftige Explosionen, explodierende Granaten und herabfallende Trümmerteile, während der Zerstörer sich immer mehr der USS PRINCETON näherte. Außerdem wurden die nun beginnenden Hilfsmaßnahmen durch dichten schwarzen Raucher auf der unruhigen See erschwert. Die ersten Löscharbeiten begannen im vorderen Teil des Hangardecks, zusammen mit der Mannschaft des Zerstörers USS GATLING, dort wo das Feuer am schlimmsten wütete. Auch wo das Hangar durch eine gewaltige Explosion abgerissen wurde blieb die USS IRWIN längsseits, trotzdem das sie dadurch selber Beschädigungen erlitt. Umgehend wurden nun mehrere Rettungsboote des Zerstörers zu Wasser gelassen um die in der unruhigen See schwimmenden Überlebenden aus dem Wasser zu retten. Auch Freiwillige wie die beiden Taucher Charles Edward Kahler und Bert Townsend, Jr. gingen ins Wasser um die Verletzten aus dem Wasser in die Boote zu hieven. Erst nachdem dann der letzte der 646 Männer von Deck des Leichten Flugzeugträger und aus dem Wasser an Bord des Zerstörers gewechselt war, verließ dieser seine Position. Auf der Backbordseite der USS PRINCETON unterstützte der Zerstörer USS MORRISON und der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM die Brandbekämpfung. Innerhalb von eineinhalb Stunden nahm man auf dem Zerstörer vierhundert Seeleute von der USS PRINCETON auf. Danach lag die USS MORRISON noch näher zum Träger damit auch die letzten nicht mehr benötigten Mannschaftsmitglieder übersetzen konnten. Da rollte der Leichte Flugzeugträger in Richtung des Zerstörers. Das Überhangdeck schlug dabei auf den Mast und die Schornsteine des kleineren Schiffes und verkeilte sich dort. Nur mit Mühe konnte die USS MORRISON von der USS PRINCETON getrennt werden. Nachdem die USS MORRISON sich von der USS PRINCETON lösen konnte, füllte der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM die entstandene Lücke. Doch kaum hatte das Schiff seine Position erreicht, explodierte auf dem Leichten Flugzeugträger Munition und Flugbenzin. Die drei längsseits liegende Kriegsschiffe wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Auf der USS BIRMINGHAM gab es 239 Todesopfer und 408 Verwundete zu beklagen. Nachdem man erkannte das die USS PRINCETON nicht mehr zu retten war, torpedierte der Leichte Kreuzer USS RENO und der Zerstörer USS IRWIN das Schiff und versenkten es. Die USS IRWIN eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS MORRISON und USS GATLING den beschädigten Leichten Kreuzer BIRMINGHAM zum Atoll Ulithi. Hier gingen am 27. Oktober die Überlebenden der USS PRINCETON von Bord der vier Schiffe. Nach dem Abschluss der Ausschiffung legte die USS IRWIN zusammen mit der USS MORRISON wieder ab und eskortierte die USS BIRMINGHAM in Richtung US Westküste. Nach einem Zwischenstopp auf der Marinebasis in Pearl Harbor erreichten die drei Kriegsschiffe am 17. November die Werft in San Francisco, Kalifornien. Nicht nur den Leichten Kreuzer begann man nun zu reparieren, sondern reparierte auch die USS IRWIN und die USS MORRISON und nahm bei beiden Zerstörern auch gleich noch eine Überholung vor. Diese war bei der USS IRWIN am 23. Januar 1945 abgeschlossen. An diesem Tag verließ der Zerstörer wieder die Werft von San Francisco und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Die Fahrt des Kriegsschiffes ging von hier aus zur Insel Saipan, Nördliche Marinanen weiter. Hier traf die US IRWIN am 14. Februar ein und gliederte sich in die Task Group 58.3 ein, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Detachment & Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS NEW JERSEY ( BB-62 ), der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS CLARENCE K BRONSON, USS HEALY, USS DORTCH, USS COTTEN, USS GATLING, USS PRESTON, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS BORIE ( DD-704 ). Am 10. Februar hatten diese Schiffe, ohne die USS IRWIN, das Atoll Ulithi verlassen. Das Ziel war das japanische Kernland. Drei Tage später befanden sich die Schiffe der TG rund 400 Seemeilen nordöstlich von Luzon und wurden dort durch Tanker mit frischem Treibstoff betankt. Am 14. Februar erreichte der Zerstörer die Schiffe der TG 58.3. Zwei Tage später befanden sie sich südöstlich von Tokyo. Das dortige industrielle Herz des Feindes sollte schwer getroffen werden. Am 16. Februar begann das Bombardement japanischer Stellungen durch die Trägerflugzeuge. Am folgenden Tag um 13:30 Uhr verließen die Schiffe wieder ihre Positionen und fuhren zur Bonin Insel Iwo Jima. 75 Seemeilen nordwestlich von dieser Insel lagen dann die Schiffe der TG und die Trägerflugzeuge begannen ein Bombardement japanischer Stellungen. Die USS IRWIN lieferte zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Außerdem wurden alle gesichteten japanischen Schiffe versenkt. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten auch an diesem Tag die anlandenden Marines. Drei Tage lang flogen die amerikanischen Flugzeuge ihre Angriffe. Zwischendurch erhielten am 20. Februar die Schiffe auf ihrer Position 75 Seemeilen westlich von Iwo Jima frischen Treibstoff. Von dieser Position aus wurden am folgenden Tag feindliche Stellungen auf den Bonin Inseln Cichi Jima und Haha Jima angegriffen. Auf Iwo Jima benötigte man am 22. Februar erneut auf amerikanischer Seite Luftunterstützung die die Trägerflugzeuge der TG 58.3 lieferten. Gleich im Anschluss daran verließen die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren ostwärts. Am nächsten Tag befanden sie sich 200 Seemeilen östlich von Iwo Jima und erhielten erneut frischen Treibstoff übergeben. Die weitere Fahrt führte die Schiffe erneut nach Tokyo. Am 25. Februar erreichten sie ihre vorgegebenen Positionen und lagen 175 Seemeilen südöstlich von der japanischen Hauptstadt. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement gegen militärische Ziele. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG allerdings wieder diese Gewässer und kehrten nach Iwo Jima zurück. Dort erfasste ein Sturm auf hoher See die Schiffe der TG. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen und die hohen Wellen abzureiten. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Am 28. Februar hatte sich die See soweit gehend wieder beruhigt, dass die Schiffe der TG 58.3 betankt werden konnten. Während dessen fuhren sie aber weiter in Richtung Okinawa. Hier lagen sie am 1. März 75 Seemeilen südöstlich der Insel und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen japanische Flugplätze und militärischen Einrichtungen. Außerdem wurden alle Schiffe versenkt die man sichten konnte. Am 2. März verließen dann die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren in Richtung des Atolls Ulithi. Die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN und USS PRESTON aus der Zerstörerdivision 109 bombardierten an diesem Tag in der Philippinischen See das 4,8 km lange und 1,6 km breite japanische Atoll Okinotorishima. Anschließend folgten die Zerstörer den Schiffen der Task Force und machten mit ihnen zusammen am 4. März vor dem Atoll Ulithi fest. Noch am selben Tag versetzte man die USS IRWIN in die Task Undergroup 54.1.4 die Rear Admiral Lynde Dupuy McCormick ( 12. August 1895 – 16. August 1956 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA (CA-24 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS BILOXI und die Zerstörer USS IRWIN, USS CASSIN YOUNG, USS PORTERFIELD und USS CALLAGHAN. Am 5. März verließen diese Schiffe schon wieder das Atoll Ulithi und begannen östlich davon mit mehreren Trainingseinheiten. Diese waren am 21. März abgeschlossen und die Schiffe der Task Force 54 verließen das Atoll. Ziel war Okinawa. Hier sollten die Kriegsschiffe der TU 54.1.4 feindliche Stellungen bei Hagushi Beaches bombardieren und somit die Landung der amerikanischen Marines vorbereiten. Am 25. März erreichen die Schiffe der TF 54 ihre Ausgangspositionen. Am Morgen des folgenden Tages begann das Bombardement mit den Schiffsgeschützen. An diesem Tag griffen auch japanische Kamikazepiloten den Schiffsverband an. Dabei wurde der Leichte Kreuzer USS BILOXI und der Zerstörer USS PORTERFIELD beschädigt. Die USS IRWIN beteiligte sich selber an der Sicherung der Schweren Einheiten, welche eine massive Invasionsbombardierung der in Küstennähe befindlichen Bunker durchführten. Dabei wurden wiederholte Angriffe von Flugzeugen und Torpedoboote niedergekämpft. So nahm die USS IRWIN am 30. März die Verfolgung von drei Torpedobooten auf. Eines davon konnten die Geschützmannschaften versenken und eines schwer beschädigen. Das dritte Torpedoboot konnte entkommen. Am Invasionstag selber, dem 1. April, unterstützte der Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen die anlandenden Marines in dem Bereich des Brückenkopfes. Dabei wurde auch ein feindlicher zweimotoriger Bomber abgeschossen. Von der Mannschaft des japanischen Flugzeugs überlebte ein Besatzungsmitglied diesen Abschuss und wurde von der Mannschaft des Kriegschiffes aus dem Wasser geborgen. Zwei Monate lang bombardierte die USS IRWIN gegnerische Artilleriestellungen, Maschinengewehrstellungen, Truppenkonzentrationen, Höhlen und Verstecke von Selbstmordkommandos. In diesen Tagen, am 12. April, konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers einen Kamikazebomber rechtzeitig abschießen bevor dessen Pilot sich auf ein amerikanisches Schiff stürzen konnte. Am 16. April unterstützte das Kriegsschiff die Landung auf Ie Shima, die vor der Nordwestküste von Okinawa liegt, und bombardierte hier die sich wehrenden feindlichen Einheiten. Ein weiteres Kamikazeflugzeug konnten die Geschützmannschaften am 21. Mai vor Okinawa abschießen. Bis zum 28. Mai patrouillierte die USS IRWIN so an der Küste von Okinawa und half wenn nötig den Alliierten Truppen an Land. An diesem Tag gliederte man die Schiffe der Task Force 54 in die der Task Force 34 vor Okinawa ein. In der TF 34 befanden sich die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ), USS CALIFORNIA ( BB-44 ), USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), USS NEVADA ( BB-36 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), der Leichte Kreuzer USS VINCENNES ( CL-64 ), die Zerstörer USS IRWIN, USS CALLAGHAN, USS PRESTON, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS PICKING ( DD-685 ) und USS ROOKS ( DD-804 ) und der Schnelle Truppentransporter USS WEBER ( APD-75 ). Im Juni zeichnete sich das Ende der Kämpfe um Okinawa ab. So wurde die USS TWIGGS am 16. Juni ein Opfer eines japanischen Kamikazepiloten. Die Mannschaft der USS IRWIN beteiligte sich an der Rettung der Überlebenden von dem untergegangenen Zerstörer und sicherte diese Bergungsaktion gegen feindliche Flugzeuge ab. Bis zum 15. August 1945 blieb die USS IRWIN auf ihrem Posten vor Okinawa und patrouillierte in den dortigen Gewässern. An diesem Tag war auch im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg beendet worden. Nach wenigen Tagen nach diesem Ereignis verließ der Zerstörer die japanische Insel und lief am 31. August in die Tokyo Bay ein. Bis zum 28. Oktober eskortierte das Kriegsschiff Truppentransporter mit amerikanischen Besatzungstruppen zwischen Okinawa und der japanischen Hauptinsel. Den japanischen Hafen Yokosuka verließ die USS IRWIN am 28. Oktober und fuhr in Richtung Osten. In den Hafen vonSan Diego lief das Kriegsschiff am 15. November ein. Man nahm hier eine Überholung an dem Schiffskörper vor und bereitete das Schiff auf seine Inaktivität vor. Am 31. Mai 1946 stellte man die USS IRWIN außer Dienst und versetzte sie in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS IRWIN für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander Roger Myers Keithly ( 20. Oktober 1911 in Center, Missouri – 20. März 1993 in Bremerton, Washington ) stellte am 26. Februar 1951 in Long Beach, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der erneuten Indienststellung wechselte der Zerstörer nach San Diego. Hier begann man mit der Ausbildungsfahrt der Besatzung. Ende April verließ die USS IRWIN die kalifornische Küste und begann ihre Fahrt in den Atlantik. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte der Zerstörer am 12. Mai in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an und musste sich hier einer umfangreichen Überholung unterziehen. Dabei erhielt das Kriegsschiff mehrere neue Waffensysteme. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ die USS IRWIN am 16. Dezember die Werft und fuhr zu ihrem Heimathafen Newport, Rhode Island. Gleich mit dem Beginn des neuen Jahres 1952 verließ der Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr ins Mittelmeer. Dort unterstützte das Kriegsschiff die Schiffe der 6. US Flotte. Während des Aufenthaltes in diesen Gewässern legte die USS IRWIN am 15. März im Hafen von Genua, Italien an. Hier lag das Kriegsschiff zusammen mit dem Zerstörer USS EVERETT F LARSON ( DD-830 ). Im Juni kehrte die USS IRWIN nach Newport zurück und beteiligte sich anschließend vor der US Ostküste und in der Karibik an mehreren Operationen. Gleich im Anschluss daran musste das Kriegsschiff in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier unterzog sich der Zerstörer einer weiteren Modernisierung. Nach mehreren Erprobungsfahrten legte das Kriegsschiff am 1. April 1953 in Fall River, Massachusetts ab. Einsatzziel des Zerstörers war der Westpazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals und den Kurzbesuchen von San Diego und Pearl Harbor erreichte die USS IRWIN die Gewässer von Korea und unterstützte dort die Schiffe der 7. US Flotte. Dabei übernahm der Zerstörer die Sicherung der Flugzeugträger, deren Flugzeuge weit im Landesinnern von Nordkorea mehrere Ziele bombardierten. Der Zerstörer beteiligte sich auch selber am Beschuss von feindlichen Küstenversorgungsrouten und –Depots in Küstennähe zur Unterstützung der Truppen der Vereinten Nationen. Am 18. Juni beteiligte sich die USS IRWIN bei solch einem Beschuss nordkoreanischer Ziele im Hafen von Wonsan. Dabei erhielt der Zerstörer selber einen Treffer auf der Steuerbordseite des Hauptdecks, wodurch fünf Besatzungsmitglieder verwundet wurden. Auch am 8. Juli beteiligte sich die USS IRWIN an einem solchen Bombardement. An diesem Tag lag der Zerstörer in der Nähe von Songjin an der Ostküste von Korea. Da schlug eine koreanische Granate in der Brücke ein und verwundete fünf Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Darunter befand sich auch Captain Jack Maginnis ( 1904 – 25. Februar 1977 in Alexandria, Virginia ), vom 9. Mai bis zum 8. Juli Kommandeur des Zerstörergeschwaders 24. Nach diesem Gefecht verließ die USS IRWIN die Küste und fuhr zu dem Leichten Kreuzer US MANCHESTER ( CL-83 ) der sich an dem Bombardement beteiligt hatte. Man verband beide Schiffe mit einem Schleppseil und überführte so den Schwerverwundeten auf den Leichten Kreuzer, wo er vom einem Schiffsarzt besser versorgt werden konnte. Der Koreakrieg endete am 27. Juli mit einem Waffenstillstand zwischen Nord- und Südkorea. Kurz darauf verließ die USS IRWIN die koreanischen Gewässer und fuhr in den japanischen Hafen Sasebo. Hier lag das Kriegsschiff zusammen mit den Zerstörern USS PRESTON und USS PICKING aus dem Zerstörergeschwader 24. Nach wenigen Tagen der Ruhe trat das Kriegsschiff die Heimreise an. Diese Fahrt führte den Zerstörer durch den Indischen Ozean, den Persischen Golf, das Rote Meer, den Suezkanal und das Mittelmeer. Nach der Ankunft an der US Ostküste lief das Kriegsschiff am 2. Oktober in die Boston Navy Yard ein. Hier unterzog man den Zerstörer einer erneuten Überholung. Gleich im Anschluss daran operierte das Kriegsschiff zwischen Mai und September 1954 im Verband der U-Boot Jagdgruppe innerhalb der Atlantikflotte. Zu dieser gehörte unter anderem der Flugzeugträger USS VALLEY FORGE ( CVS-45 ), ein Schlachtschiff aus der IOWA – Klasse und neben der USS IRWIN die USS PRESTON. Bis zum 5. Januar 1955 beteiligte sich die USS IRWIN dann an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. An diesem Tag verließ der Zerstörer Newport und fuhr in den Nordatlantik, um sich dort an NATO – Manövern zu beteiligen. Anschließend wechselte das Kriegsschiff in das Mittelmeer. Hier wurden Anti-U-Boot Jagdausbildungen durchgeführt. Mit dabei waren neben der USS IRWIN die USS PRESTON und USS PICKING. Alle drei Schiffe besuchten zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen den Hafen von Neapel, Italien. Nach Abschluss dieser Kreuzfahrt kehrte die USS IRWIN an die US Ostküste zurück und legte am 26. Mai in Newport an. Von diesem Hafen aus beteiligte sich der Zerstörer bis zum 29. März 1956 an lokalen Operationen entlang der Atlantikküste. Danach verließ das Kriegsschiff Newport und wechselte erneut in den Pazifik. Der neue Heimathafen war dort Long Beach. Am 15. April lief der Zerstörer dort ein und wurde schon wenige Tage später eingesetzt, um den Sommer zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte in den Gewässern von Japan, Okinawa, den Philippinen und Taiwan zu auf Patrouillenfahrt zu verbringen. Die USS IRWIN legte am 11. August wieder in Long Beach an. In den folgenden Wochen und Monaten beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Übungseinsätzen, die bis nach Hawaii reichten. Am 12. März 1957 verließ das Kriegsschiff erneut die kalifornische Küste und fuhr in den Westpazifik, um dort mit den Schiffen der 7. US Flotte zu operieren. Nach einer Patrouille in der Taiwanstraße, kombinierten Flottenmanövern mit den Marinen von SEATO – Staaten und Goodwill Besuchen in Häfen der Philippinen und Japans, kehrte die USS IRWIN am 24. August nach Long Beach zurück. Hier bereitete man den Zerstörer auf seine Inaktivität vor. Das Kriegsschiff stellte man am 10. Januar 1958 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte, die in der Mare Island Navy Yard, Kalifornien lag.
Im Jahre 1967 schleppte man die USS IRWIN in die Bethlehem Steel Shipyard Company in San Pedro, Kalifornien. Dort bereitete man das Kriegsschiff auf eine Fahrt an die US  Ostküste vor. Nach Abschluss dieser Arbeiten schleppte man den Zerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard, wo er einer Modernisierung unterzogen wurde.
Am 10. Mai 1968 übergab man in Miami, Florida den Zerstörer an die brasilianische Marine. Hier nannte man das Kriegsschiff in CT SANTA CATARINA ( D32 ) um und Capitão-de-Fragata Nelson de Albuquerque Wanderley stellte das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der brasilianischen Marine.
Die US Navy strich am 15. März 1973 den Namen USS IRWIN ( DD-794 ) von der US Navy – Liste.
Die brasilianische Marine stellte die CT SANTA CATARINA am 28. Dezember 1988 außer Dienst und strich das Kriegsschiff von ihrer Navy – Liste. Den Schiffskörper bereitete man dann als Übungsziel vor. Im Jahr 1989 begannen die ersten Testversuche mit einer Sea Skua – Rakete, welche von einem Westland Lynx Hubschrauber der brasilianischen Marine abgefeuert worden war. 1990 wurde dann die Ex-D32 versenkt.


USS IRWIN ( DD-794 )
Commanding Officer

CDR Daniel Byrd Miller          14. Februar 1944 – 3. Mai 1945 (erreichter RADM)
CDR Robert Bolling Kelly         3. Mai 1945 – 31. Mai 1946
Außerdienststellung          31. Mai 1946 – 26. Februar 1951
CDR Roger Myers Keithly          26. Februar 1951 – August 1952
CDR Gilven Max Slonim          August 1952 – August 1954
CDR Richard Billings          November 1954 – September 1956
CDR Willard Jerrold McNulty         September 1956 – ?

USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )

USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )

Biografie

Cassin Young
* 6. März 1894 in Washington DC
† 13. November 1942 auf der USS SAN FRANCISCO ( CA-38 )
war ein Offizier in der US Navy und erhielt die Medal of Honor für seine Heldentaten während des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor

Am 3. Juni 1916 schloss Cassin Young sein Studium an der United States Naval Academy in Annapolis ab. Man versetzte ihn danach an Bord des Schlachtschiffes USS CONNECTICUT ( BB-18 ) wo er bis 1919 blieb. Mehrere Jahre verbrachte er dann an Bord von U-Booten. So kommandierte er im Rang eines Lieutenant die U-Boote USS R-23 ( SS-100 ) und USS R-2 ( SS-79 ). Ab der Mitte bis zum Ende der 1920er Jahre diente Young im Bereich der Naval Kommunikation, im Stab des Kommandanten einer Submarine Division, in der Kampfflotte und an der Marineakademie in Annapolis. Von 1931 bis 1933 diente Lieutenant Commander Young an Bord des Schachtschiffes USS NEW York ( BB-34 ). Anschließend erhielt er 1934 das Kommando über den Zerstörer USS EVANS ( DD-78 ). Mit dem Schiff war er auf Ausbildungs- und Übungskreuzfahrten entlang der Westküste, in Hawaiianischen und Alaska Gewässern. Von 1935 bis 1937 erhielt er den Elften Naval District als Kommandeur zugewiesen. Nach der Beförderung zum Commander erhielt Young das Kommando über die Submarine Division Sieben die an der Naval Submarine Base New London in Groton, Connecticut stationiert war. Am 7. Dezember 1941 griffen japanischer Fliegerverbände Pearl Harbor an. Da war Young der Kommandeur des Reparaturschiffes USS VESTAL ( AR-4 ) das durch die feindlichen Bomben und der Explosionen auf dem Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-39 ) stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Commander Young organisierte umgehend nach dem ersten Beschuss durch japanische Flugzeuge die Abwehr und setzte sich selber an eines der Flakgeschütze auf der USS VESTAL. Da explodierte auf der USS ARIZONA das Munitionsmagazin und Commander Young wurde durch die Druckwelle von Bord geschleudert. Noch betäubt von der Explosion entschloss er sich sein Schiff zu retten das schon einigen Schaden genommen hatte. Er musste durch brennende Öllachen und an Leichen vorbei schwimmen, erreichte aber die USS VESTAL und ließ sie klar machen zum Auslaufen. Außerhalb des Hafenbeckens ließ er dann das Reparaturschiff bewusst stranden und sorgte damit das es später für eine Bergung günstig lag. Für diese Heldentat verlieh man ihm später die Medal of Honor. Am 9. Januar 1942 übergab Young das Kommando über die USS VESTAL an Commander Watson Twitty Singer. Im Februar 1942 beförderte man Young zum Captain und übergab ihm am 9. November 1942 das Kommando über den Schweren Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ). Die USS SAN FRANCISCO war da das Flaggschiff der Task Group 67.4 die von Rear Admiral Daniel Judson Callaghan ( 26. Juli 1890 – 13. November 1942 ) befehligt wurde und zwischen Savo Island und Guadalcanal operierte. Während der Seeschlacht um Guadalcanal sollte diese Kampfgruppe das Flugfeld Henderson Field auf Guadalcanal vor einer anrückenden japanischen Flotte schützen. Obwohl der japanische Verband größer war gegenüber dem amerikanischen, befahl Callaghan den Angriff bei schwerer See. Trotz schwerer Verluste auf der Seite der Amerikaner die zum Teil durch Granaten der eigenen Schiffe hervorgerufen wurden, drehte der japanische Verband ab. Die USS SAN FRANCISCO wurde von dem japanischen Flaggschiff, dem Schlachtschiff HIEI, und dem Schlachtschiff KIRISHIMA und den Leichten Kreuzern INAZUMA und IKAZUCHI attackiert. Dabei traf eine Granate die Brücke und tötete dort fast alle sich aufhaltenden Personen. Rear Admiral Callaghan und Captain Cassin Young sowie viele weitere Offiziere waren sofort tot. Der verwundete Kommunikationsoffizier Lieutenant Commander Bruce McCandless ( 12. August 1911 – 24. Januar 1968 ) überlebte dieses Inferno. Captain Cassin Young verlieh man posthum das Navy Cross für seine Handlungen während der Kampagne.


USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )

Schiffsbiografie

Die USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Captain Cassin Young benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertvierundsechzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Pedro, Kalifornien wurde am 18. März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Eleanor McFadden Young ( 14. April 1895 in Philadelphia, Pennsylvania – 8. Juli 1971 in Mount Pleasant, Charleston County, South Carolina ), Witwe von Captain Cassin Young, taufte am 12. September 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Earl Tobias Schreiber ( 22. März 1907 in Kersey, Elk County, Pennsylvania – 5. Dezember 1996 in Johnsonburg, Elk County, Pennsylvania ) stellte am 31. Dezember 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres 1944 unternahm die Besatzung mit der USS CASSIN YOUNG ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Während dieser Kreuzfahrt wechselte der Zerstörer zur Marinebasis in San Diego, Kalifornien. Von hier aus begannen in den südkalifornischen Gewässern, zusammen mit dem Schwesterschiff USS YARNALL ( DD-541 ), ab dem 19. Januar Anti-U-Boot Übungen. Diese dauerten für beide Zerstörer bis Anfang März. Gleich nach dem Abschluss verließ die USS CASSIN YOUNG zusammen mit der USS YARNALL die Marinebasis von San Diego und fuhr nach San Francisco. Hier überprüfte man die Schiffskörper beider Zerstörer und bunkerte Munition und Brennstoff. Gleichzeitig gründete man die Task Group 12.6. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS YARNALL und USS GANSEVOORT ( DD-608 ). Am 13. März legten die drei Zerstörer in San Francisco ab und fuhren zu den Hawaiianischen Inseln. Nach sechs Tagen Fahrt erreichten sie die Marinebasis Pearl Harbor. Hier trennten sich wieder die Wege der Zerstörer. Die USS GANSEVOORT eskortierte von diesem Hafen aus mehrere Schiffe bis zum Atoll Majuro, Marshall Island. Für die Besatzungen auf der USS CASSIN YOUNG und USS YARNALL folgten intensive Trainingseinheiten und taktische Übungen innerhalb der hawaiianischen Gewässer. So unternahmen beide Zerstörer vom 19. bis zum 27. März gemeinsam die ersten Übungen. Gleich daran anschließend erfolgten für beide Kriegsschiffe auf der Pearl Harbor Navy Yard mehrere Überprüfungen und Reparaturen, die bis zum 2. April dauerten. Kaum hatten beide Zerstörer am selben Tag die Werft verlassen, erfolgten Übungen der Geschützmannschaften und der Feuerleittechnik um die Geschütze zu kalibrieren und abzustimmen. Diese Übungen dauerten bis zum 6. April. Anschließend bereitete man die USS CASSIN YOUNG auf ihre Fahrt in Richtung Westen vor. Commander Earl Tobias Schreiber hatte den Befehl erhalten, mit dem Kriegsschiff zum Atoll Majuro, Marshall Islands zu fahren und sich dort der Task Force 58 anzuschließen. Doch noch bevor die USS CASSIN YOUNG das Atoll erreicht hatte, hatten die Schiffe der TF 58 am 13. April wieder das Atoll Majuro verlassen und waren in ihr Einsatzgebiet nördlich von Neuguinea gefahren. Dort begann ab dem 21. April die Operation „Reckless & Persecution. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ der Zerstörer wieder das Atoll und fuhr dem Verband hinterher. Diesen erreichte das Kriegsschiff am 28. April. Die USS CASSIN YOUNG war wie die Zerstörer USS EDWARDS ( DD-619 ), USS MEADE ( DD-602 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS FRAZIER ( DD-607 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS CASE ( DD-370 ), USS PRICHETT ( DD-561 ) und USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ) zur freien Verfügung und sicherten die Schiffe der TF 58 vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen ab. Doch schon begannen die Schiffe der TF 58 mit der Rückfahrt zum Atoll Majuro. Auf dem Weg dorthin bombardierten Trägerflugzeuge am Morgen des 29. April japanische Stellungen auf dem Atoll Truk, Karolinen. Für den 30. April stellte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) eine Bombardement Group zusammen, deren Schiffe das Atoll Satawan von den Mortlock Islands, Karolinen beschießen sollten. In dieser Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS LOUIVILLE ( CA-28 ), USS PORTLAND ( CA-33 ), USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS BOSTON ( CA-69 ), USS WICHITA ( CA-45 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und USS CANBERRA ( CA-70 ) die von den Zerstörern USS CASSIN YOUNG, USS CALDWELL, USS BANCROFT, USS BROWN ( DD-546 ), USS BOYD ( DD-544 ) und drei weiteren gesichert wurden. Das Bombardement auf feindliche Stellungen dauerte nur diesen einen Tag. Danach löste sich die Bombardement Group auf und die Schiffe wurden für andere Aufgaben eingeteilt. Die USS CASSIN YOUNG nahm danach ihre Aufgaben zur Sicherung der Schiffe der TF 58 wieder auf. So bombardierten Trägerflugzeuge am 1. Mai feindliche Stellungen auf der Insel Ponape, der Hauptinsel von Palau Islands. Am 4. Mai erfolgte dasselbe auf dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Am 13. Mai erreichten die Schiffe der TF 58 das Atoll Majuro. Die USS CASSIN YOUNG verließ noch am selben Tag wieder das Atoll und fuhr ostwärts. Die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor erreichte der Zerstörer am 20. Mai. Hier erfolgten bis zum 29. Mai umfassende Übungen zusammen mit Geleitflugzeugträgern. Schon von Beginn an dieser Übungen befand sich die USS CASSIN YOUNG in der Task Undergroup 52.14.1, die Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 auf Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 im Scribbs Horpital, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In dieser TU 52.14.1 befand sich der Flugzeugträger USS MIDWAY ( CV-41 ), der Geleitflugzeugträger USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS IRWIN ( DD-794 ) und USS ROSS ( DD-563 ). Die Schiffe der Task Group 52.14 verließen am 29. Mai Pearl Harbor und fuhren zum Atoll Eniwetok, welches zu einer amerikanischen Marinebasis ausgebaut wurde. Dieses erreichten sie am 9. Juni. Hier wurde Treibstoff gebunkert. Zwei Tage später verließen sie wieder dieses Atoll und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Dort begann ab dem Abend des 14. Juni der Kampf um die Insel gegen die japanischen Verteidiger. Die USS CASSIN YOUNG hatte in diesen Tagen die Aufgabe die Luftüberwachung zu übernehmen und feindliche Stellungen in Küstennähe zu beschießen. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS CASSIN YOUNG sicherte dabei zusammen mit den beiden anderen Zerstörern die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Am 16. Juni flogen dann die amerikanischen Trägerflugzeuge Angriffe auf die Stadt Garapan auf Saipan und bombardierten diese. Dabei kamen tausende Zivilisten ums Leben. Am folgenden Tag griffen erneut rund siebzig japanische Bomber und Torpedoflugzeuge an. Die Geschützmannschaften der USS CASSIN YOUNG konnten dabei mehrere Abschüsse feindlicher Flugzeuge auf ihrem Konto verbuchen. Trotzdem konnte ein japanischer Pilot mit seiner Maschine den Luftabwehrgeschosshagel durchdringen und über der USS FENSHAW BAY seine mitgeführte Bombe ausklinken. Diese Bombe explodierte in der Luft über dem Hangardeck und tötete vierzehn Besatzungsmitglieder und dreiundzwanzig weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Es brach Feuer aus, das allerdings schon nach einer Stunde unter Kontrolle war. Doch der Geleitflugzeugträger neigte sich wegen des eingedrungenen Löschwassers um drei Grad nach Steuerbord und sein Heck lag sechs Meter tiefer wie gewöhnlich. Die drei Zerstörer der TU 52.14.1 übernahmen nun zusammen mit denen der TU 52.14.2 die Sicherung der Flugzeugträger und Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen, währenddessen die USS FENSHAW BAY von dem Zerstörer USS CALLAGHAN und dem Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY zum Atoll Eniwetok eskortierten. Die anderen Schiffe der TG 52.14 zog man dann vorerst aus den weiteren Kämpfen heraus. Die USS KALININ BAY nahm vor dem Atoll neue Flugzeuge an Bord und kehrte mit der USS CALLAGHAN zum Einsatzort vor Saipan zurück. Dort trafen beide Kriegsschiffe am 24. Juni wieder ein. Doch die Schiffe der TG griffen vorerst nicht weiter in die Kämpfe um Saipan ein. Stattdessen wurden auf hoher See Start- und Landemanöver der Trägerflugzeuge geübt. Dann am 4. Juli griffen die Trägerflugzeuge wieder in das Kampfgeschehen über Saipan ein und bombardierten feindliche Stellungen. Dies wurde vier Tage später wiederholt. Am 9. Juli jedoch zogen sich die Schiffe der TG von Saipan zurück und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort bereitete man die Kriegsschiffe auf den Angriff der Inseln Guam und Tinian, Nördliche Marianen vor. Nach dem Bunkern von frischem Treibstoff und dem Auffüllen der Munitionsmagazine verließen die Schiffe wieder das Atoll und erreichten am 20. Juli die Gewässer um Guam. Hier unterstützten die Trägerflugzeuge die angelandeten Marines und bombardierten feindliche Stellungen. Sechs Tage später flogen sie Einsätze zur Unterstützung der Marines auf Tinian. Für die Schiffe der Task Group 52.14 war der Einsatz in den Nördlichen Marianen am 2. August abgeschlossen und sie fuhren in Richtung des Atolls Eniwetok. Kaum waren aber die Flugzeugträger und Geleitflugzeugträger in sicheren Gewässern, kehrte die USS CASSN YOUNG um und fuhr nach Guam zurück. Dort gliederte sich der Zerstörer am 6. August in die Task Group 58.4 ein, die Rear Admiral William Keene Harrill ( 3. Mai 1892 in Knoxville, Knox County, Tennessee – 11. Mai 1962 ) befehligte, und übernahm die Luftsicherung. In dieser TG befand sich zu diesem Zeitpunkt noch der Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY ( CVL-27 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-60 ), USS NEW JERSEY ( BB-62 ), USS IOWA ( BB-61 ) du USS INDIANA ( BB-58 ), die Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ), USS MIAMI ( CL-89 )und USS SAN DIEGO ( CL-53 ), sowie die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS THATCHER ( DD-514 ), USS CHARLES AUSBURNE ( DD-570 ), USS DYSON ( DD-572 ), USS MILLER ( DD-535 ), USS OWEN ( DD-536 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ), USS TINGEY ( DD-539 ), USS STEPHEN POTTER ( DD-538 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS McCALLA ( DD-488 ), USS ELLET ( DD-398 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS LANG ( DD-399 ), USS MARSHALL ( DD-676 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS LAWS ( DD-558 ) und USS MORRISON ( DD-560 ). Diese Schiffe lagen östlich von Guam und die Trägerflugzeuge bombardierten noch feindliche Ziele auf der Insel. Am 10. August verließen diese Schiffe aber ebenso wie andere Task Groups die Gewässer der Nördlichen Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, wo sie drei Tage später anlegten. Hier wechselten am 26. August die Schiffe der Task Force 58 zur Task Force 38. Die USS CASSIN YOUNG versetzte man dabei in die Task Group 38.3 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX, USS LEXINGTON ( CV-16 ) und USS TICONDEROGA ( CV-14 ), die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS PRINCETON ( CVL-23 ), die Schlachtschiffe USS INDIANA, USS ALABAMA, USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-58 ) und USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS RENO ( CL-96 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS IRWIN, USS LAWS, USS MORRISON, USS LONGSHAW, USS CALLAGHAN, USS PORTERFIELD, USS DORTCH ( DD-670 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS PRESTON ( DD-795 ) und USS PRICHETT ( DD-561 ). Am 29. August verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok. Ziel waren erneut die Palau Inseln. Am 6. September lagen die Schiffe der TG rund 265 Seemeilen südöstlich dieser Inseln. Zusammen mit den Schiffen der TG 38.1 und TG 38.2 werden durch die Trägerflugzeuge Angriffe auf die Inseln geflogen, die bis zum Morgen des 8. Septembers anhielten. Danach zogen sich die Schiffe von ihren Positionen zurück und fuhren zu der philippinischen Insel Mindanao. Schon am 9. September hatten die Schiffe der TG 38.3 die Gewässer dieser Insel erreicht und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement der japanischen Flugplätze, Schiffe und Befestigungen. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge meldeten einen feindlichen Verband aus vierzig kleinen Schiffen die sich östlich der Insel bei Sanco Point befanden. Umgehend wurde eine Task Undergroup gebildet. Diese TU 38.3.5 befehligte Rear Admiral Laurence Toombs DuBose ( 21. Mai 1893 in Washington DC – 11. Juli 1967 in Charleston, South Carolina ). Auch am 10. September gingen die Bombardements auf feindliche Flugplätze auf Mindanao und Davao weiter. Für den 11. September war ein allgemeines Betanken durch die Öltanker der TG 30.8 vorgesehen. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen östlich von Mindanao. Am 12. September erhielten die Schiffe der TG 38.3, TG 38.1 und TG 38.2 neue Befehle. Diese setzten noch am selben Tag zum Angriff auf die Inseln Cebu und Negro in der Visyas Inselgruppe der Philippinen an. Vor Cebu City wurde dabei das japanische Patrouillenboot KISO MARU, die U-Boot Jäger MOGAMI MARU und KYO MARU Nummer 12, der Netzleger KOREI MARU, der Minenleger CHOUN MARU Nummer 18, die Küstenwachboote BANSHU MARU Nummer 97 und FUKUJU MARU Nummer 4, die Truppentransporter BUGEN MARU und NICHIEI MARU, die Frachtschiffe KEIAN MARU, GENKAI MARU, TOYO MARU, SHINTAI MARU Nummer 2, SHINTAI MARU Nummer 5 und SHINTAI MARU Nummer 8 und der Öltanker AYAZONO MARU versenkt. Vor Danao, Cebu Island wurde das japanische Bergungsschiff MIHO MARU, vor Vila Hermosa, Cebu Island das Truppentransportschiff SHIRAMINE MARU, 22 Seemeilen vor Masbate Island das Truppentransportschiff OAKITA MARU und 30 Seemeilen Nordöstlich von Cebu City das Truppentransportschiff RAKUTO MARU versenkt und weitere Schiffe beschädigt. Während dieser Angriffe lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 50 Seemeilen östlich der Surigao Straße. Auch am 13. September hielt das Bombardement auf Cebu Island und Negros Island weiterhin an. Am darauffolgenden Tag unternahmen die Schiffe der TG 38.3 und TG 38.2 einen Angriff auf feindliche Stellungen auf Panay Island und Negros Island. Dabei wurde nördlich von Cebu Island das japanische Patrouillenboot PT – 482 beschädigt. Am 16. September erfolgte auf hoher See die Betankung der Kriegsschiffe der TG 38.3. Nach der Betankung stellten sich die Schiffe den neuen Aufgaben. So verließen sie die Visyas Inselgruppe und lagen am folgenden Tag vor der Palau Insel Peleliu. An diesem 17. September unterstützten die Schiffe der TG 38.3, die auf Peleliu am 15. September gelandeten Marines, und beschossen japanische Stellungen. Doch dieses Bombardement dauerte nur diesen einen Tag. Die amerikanischen Schiffe verließen die Palau Inseln und fuhren in Richtung der philippinischen Insel Luzon. Der 19. September wurde zum allgemeinen Auftanken und zur Übernahme von Munition genutzt, so dass am 20. September 1944 sich die Schiffe der TF 38 auf die weiteren Kämpfe vor Luzon, der Hauptinsel der Philippinen vorbereiten konnten. Am darauffolgenden Tag begann der Kampf. Die Schiffe der TG 38.3 lagen da 175 Seemeilen nordöstlich von Manila. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der beiden anderen Task Groups wurden in der Bucht von Manila der japanische Zerstörer SACUKI, die Tanker OKIKAWA MARU, KYOKUTO MARU, SUNOSAKI MARU, HORAI MARU und NIYO MARU sowie die Transportschiffe NORWAY MARU, YOZAN MARU, CHINA MARU, TSUKUBUSAN MARU, HIOKI MARU, RISSHUN MARU und RIZAN MARU versenkt. Weitere japanische Kriegs- und Transportschiffe wurden in der Subic Bay und im Norden von Luzon versenkt. Die Trägerflugzeuge bombardierten die japanischen Flugplätze Nichols Field und Clark Field in der Manila Bay. Japanische Flugzeuge griffen am 22. September die vor Luzon liegenden Schiffe an. Die USS CASSIN YOUNG konnte dabei aber zusammen mit den anderen Zerstörern erfolgreich die Flugzeugträger vor diesem feindlichen Luftangriff schützen, so dass es zu keinen Ausfällen kam. Am Abend des 23. September befanden sich die Schiffe der TG 38.3 dann 350 Seemeilen südwestlich der San Bernardino Straße und fuhren am folgenden Tag in Richtung der Palau Inseln. An diesem Tag erhielten die Schiffe der TG durch die Tanker der Task Group 30.8 frischen Treibstoff für die Schiffe und Flugbenzin für die Trägerflugzeuge. Die Palau Inseln erreichten die Schiffe dann am 27. September. In der neugeschaffenen schwimmenden Marinebasis in der Kossol Passage füllten die Schiffe ihre Munitionsmagazine und erhielten weiteren Treibstoff. Am 1. Oktober verließen sie wieder diese Basis und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 2. Oktober. Für die Schiffsbesatzungen gab es aber dort nicht genügend Ruhe, denn schon am 6. Oktober verließen die Schiffe der TG 38.3 dieses Atoll. Die Fahrt führte die Schiffe zuerst in Richtung der Marianen. Die TG 38.3 lag am 8. Oktober rund 500 Seemeilen westlich dieser Inselgruppe und erhielt frischen Treibstoff. Das weitere Ziel war Okinawa. Am 10. Oktober begann der Beschuss auf alle japanischen Schiffe die sich in den Gewässern um Okinawa und den Kerama Retto Inseln befanden. So lagen die Schiffe der TG 125 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Am Abend des 10. Oktober verließen die Schiffe der Task Force 38 aber wieder Okinawa und wandten sich nach Luzon und Formosa. Die Schiffe der TG 38.3 lagen am 12. Oktober 75 Seemeilen östlich von Formosa. Hier bombardierten die Trägerflugzeuge in den nächsten drei Tagen sämtliche Kriegstechnischen Einrichtungen, Truppenkonzentrationspunkte und Flugplätze der Japaner im zentralen Bereich der Insel bei den Städten Kagi und Taichu. Es gab in diesen Tagen erbitterte feindliche Luftangriffe auf die Schiffe der Task Force 38. In diesen Tagen beteiligten sich die Geschützmannschaften der USS LAWS um mehrere feindliche Bomber abzuschießen. Am 13. Oktober griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 38.2 an. Dabei traf ein Lufttorpedo während des Luftangriffes den Schweren Kreuzer USS CANBERRA ( CA-70 ) unter der Kiellinie und ein anderer den Leichten Kreuzer USS HOUSTON ( CL-81 ) aus der TG 38.2. Die USS WICHITA ( CA-45 ) nahm die USS CANBERRA ins Schlepptau um es zum Hochseeschlepper USS MUNSEE ( ATF-107 ) zu bringen. Der Schweren Kreuzer USS BOSTON ( CA-69 ) nahm indes die USS HOUSTON ins Schlepptau und zog das Schiff bis zum Hochseebergungsschiff USS PAWNEE ( ATF-74 ). Dadurch mussten mehrere Umgruppierungen am 14. Oktober vorgenommen werden. Auch an diesem Tag gab es einen feindlichen Luftangriff, während diesem sich die Schiffe der TG 38.3 rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa befanden. Die USS CASSIN YOUNG befand sich an diesem Tag in der Nähe des Leichten Kreuzers USS RENO. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten an diesem Tag mehrere japanische Piloten mit ihren Maschinen abschießen. Doch einer dieser Piloten schaffte es dennoch, trotz das seine Maschine schon getroffen war und Rauch hinter sich herzog, seine Maschine in die Nähe der USS RENO zu bringen. Sein Maschinengewehrfeuer verletzte beim Überflug über die USS CASSIN YOUNG fünf Besatzungsmitglieder und dann schlug er in den Geschützturm Nummer 6 des Leichten Zerstörers ein. Die Munition in diesem Turm konnte noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht und die Schoten dicht gemacht werden, aber den Turm selber konnte man nicht mehr bis zu dessen Reparatur benutzen. Die USS CASSIN YOUNG kam längsseits zu dem Leichten Kreuzer und half beim Löschen des entzündeten Flugbenzins. Nach einer Stunde Kampf war die USS RENO wieder Einsatzbereit. Am 15. Oktober lagen die Schiffe der TG 38.3 rund 300 Seemeilen südlich von Formosa und die Trägerflugzeuge bombardierten weiterhin feindliche Ziele auf der Insel. Dabei traf es hauptsächlich Flugplätze. Und die Schiffe der TF bewegten sich weiterhin um feindlichen Luftangriffen zu entgehen. So lagen sie schon am folgenden Tag wieder rund 325 Seemeilen südöstlich von Formosa und am 17. Oktober rund 300 Seemeilen östlich von Formosa. Dann zog man sie aus dem Kampfgeschehen und sie befanden sich am 18. Oktober rund 325 Seemeilen östlich von Luzon damit die Kampfschiffe betankt werden konnten. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren fuhren die Schiffe der TG 38.3 in Richtung Mindanao und die Trägerflugzeuge bombardierten auf den Visayans feindliche Flugplätze. Dabei lagen die Schiffe rund 174 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße. Damit wurden die Vorbereitungen auf die Kämpfe um die philippinische Insel Leyte getroffen. Am 23. Oktober kehrten die Sicherungsschiffe aus der TU 30.3.1 zu ihren Task Groups zurück. Dabei befanden sich die Schiffe der TG 38.3 rund 60 Seemeilen östlich von Poloilo Island. Man hatte erfahren, dass die Japaner mit frischen Soldaten die Eingeschlossenen auf Leyte in der Ormoc Bay zu Hilfe eilen sollten und stellte daher alle amerikanischen Schiffe der Task Force 38 um. Es war Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 16. August 1959 ) klar, dass diese zu erwartenden drei japanischen Flotten die letzte große Anstrengung der Japaner sein konnte um wenigstens die Amerikaner von den Philippinen fern zu halten, indem man deren Flotten versuchte zu vernichten. Die USS CASSIN YOUNG versetzte man anfangs nicht in eine andere Task Group und beließ den Zerstörer in der TG 38.3. Die japanische Entsatzflotte unter dem Befehl von Rear Admiral Naomasa Sakonju ( 6. Juni 1890 – 21. Januar 1948 ) und die Central Force, die Sicherungsflotte unter dem Befehl von Vizeadmiral Jisaburo Ozawa ( 2. Oktober 1896 – 9. November 1966 ), wurden durch die Trägerflugzeuge der Task Force 38 ab dem Morgen des 24. Oktober in der Schlacht im Golf von Leyte angegriffen. Die Schiffe der TG 38.3 befanden sich an diesem Tag ungefähr 100 Seemeilen ostnordöstlich von Poloilo Island. Die Trägerflugzeuge der TG 38.3 konnten das japanische Schlachtschiff MUSASHI versenken und weitere schwere Einheiten beschädigen. Da griffen japanische Landgestützte Flugzeuge die TG 38.3 an. Trotzdem das die amerikanischen Zerstörer und Kreuzer während der Schlacht mehrere Angreifer abschießen konnten, brach ein japanischer Bomber durch und stürzte sich auf den Leichten Flugzeugträger USS PRINCETON. Die Rettungsarbeiten zur Erhaltung des Trägers zeigten keinen Erfolg. Selbst der Leichte Kreuzer USS BIRMINGHAM und die Zerstörer USS MORRISON, USS IRWIN und USS GATLING wurden dabei beschädigt. Daher musste die USS PRINCETON von der USS RENO und USS IRWIN versenkt werden. Um nun die japanische Central Force abzufangen, ließ Admiral Halsey Teile der Task Force 38 erneut umstellen. Die USS CASSIN YOUNG blieb zusammen mit den Zerstörern USS CALLAGHAN, USS PRESTON und USS PRICHETT in der TG 38.3 und sicherte die dortigen Flugzeugträger und Schweren Einheiten. Die Seeschlacht um Leyte dauerte bis zum 26. Oktober. Danach war die japanische Flotte nicht mehr eine geschlossene Kampfeinheit. An diesem 26. Oktober reihten sich die Schiffe der TG 30.3 wieder in die TG 38.3 ein, deren Schiffe sich rund 300 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße befanden. Hier wurde auch frischer Treibstoff übergeben. Die Schiffe machten sich langsam auf den Weg in Richtung des Atolls Ulithi, so dass sie sich am 27. Oktober 100 Seemeilen nordöstlich der San Bernadino Straße befanden und die Trägerflugzeuge feindliche Stellungen auf den Visayans und in der Manila Bay bombardierten. Nachdem an diesem Tag das letzte Trägerflugzeug auf seinem Träger gelandet war, verließen die Schiffe der TG 38.3 das Einsatzgebiet zwischen den philippinischen Inseln. Am 30. Oktober erreichten sie das Atoll Ulithi. Man bunkerte hier frischen Treibstoff, füllte die Munitionsmagazine auf und füllte die Flugzeugstaffeln auf den Trägern auf. Die Task Group 38.3 wurde neu zusammengestellt und das Kommando behielt Rear Admiral Frederick Carl Sherman während der Operation „King II“. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS LEXINGTON, USS ESSEX und USS TICONDEROGA, die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS PRINCETON, die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA, USS SOUTH DAKOTA und USS ALABAMA, die Leichten Kreuzer USS MOBILE, USS RENO, USS BIRMINGHAM und USS SANTA FE und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS CLARENCE K BRONSON, USS COTTEN, USS HEALY, USS DORTCH, USS GATLING, USS COGSWELL, USS CAPERTON, USS INGERSOLL, USS KNAPP, USS PORTERFIELD, USS PRESTON und USS LAWS. Am 2. November verließen diese Schiffe zusammen mit denen der TG 38.1 das Atoll Ulithi und fuhren wieder zur philippinischen Insel Leyte. Unterwegs wurde der Leichte Kreuzer USS RENO durch das japanische U-Boot I-41 torpediert und beschädigt. Der Leichte Kreuzer musste nach Ulithi umkehren. Am folgenden Tag befanden sich die Schiffe der TG 38.3 350 Seemeilen östlich der zentralen Philippinen und einen Tag später rund 100 Seemeilen östlich von Luzon. Ab diesem Tag begannen auch die Luftangriffe von japanischen Kamikazepiloten die den Flugzeugträger USS LEXINGTON nur leicht beschädigten, so dass der Flugbetrieb aufrecht erhalten bleiben konnte. Zusammen mit den Trägerflugzeugen der TG 38.1 wurden dann feindliche Stellungen und Flugplätze in der Manila Bay bombardiert. Dabei konnten die amerikanischen Flugzeuge der USS LEXINGTON den Schweren Kreuzer NACI 5 Seemeilen westlich von Corregidor versenken. Weitere japanische Schiffe erlitten in der Manila Bay erhebliche Schäden und mussten sich bis nach Okinawa zurück ziehen. Die beiden amerikanischen Schiffsverbände fuhren am folgenden Tag näher an Luzon heran, um den Trägerflugzeugen die Chance zu ermöglichen auch im Landesinnern der Insel japanische Flugplätze erfolgreich zu bekämpfen. Außerdem konnten am Abend dieses Tages die Kriegsschiffe selber mit ihren Schiffsgeschützen die in der Manila Bay noch befindlichen japanischen Schiffe bekämpfen. In der heraufziehenden Dämmerung verließen die Schiffe der TG 38.3 aber wieder Luzon und befanden sich am 7. November 300 Seemeilen nordöstlich der zentralen Philippinen und am folgenden Tag weitere 300 Seemeilen von diesem Punkt. Ziel der Schiffe war Guam. Am 10. November erhielten die Schiffe der TG den Befehl umzukehren. Der japanische Schiffsverband TA-3 war von der Manila Bay aus zur Ormoc Bay, Leyte unterwegs um Nachschub zu bringen. Dieser japanische Verband wurde von Rear Admiral Mikio Hayakawa ( 18. April 1894 – 11. November 1944 ) kommandiert. In diesem Verband befanden sich die Zerstörer SHIMAKAZE, HACUSHIMO, HAMANAMI, NAGANAMI, ASASHIMO und WAKAZUKI, der Minensucher Nummer 30, das Patrouillenboot Nummer 46 und die Frachtschiffe CELEBES MARU, TAIZAN MARU, SEIHO MARU und TENSHO MARU die insgesamt 2000 Soldaten und 6000 Tonnen Fracht transportierten. Am 9. November hatten diese Schiffe vor Manila abgelegt. Drei weitere Zerstörer waren am 10. November zum japanischen Schiffsverband TA-4 gewechselt. Am 11. November kam es dann in der Ormoc Bay zwischen diesen japanischen Schiffen und denen der Task Group 38.3, TG 38.1 und TG 38.4 zum Kampf. Dabei wurden die japanischen Zerstörer HANAMANI, HAGANAMI, SHIMAKAZE und WAKACUKI, das Minensuchboot Nummer 30 und die Frachtschiffe TAIZAN MARU, SEIHO MARU und TENSHO MARU versenkt. Im Anschluss daran wurden die amerikanischen Schiffsverbände am nächsten Tag 200 Seemeilen östlich der San Bernadino Straße mit Treibstoff versorgt. Am 13. November befanden sie sich dann in den Gewässern der zentralen Philippinen und südlich von Luzon. Von den Flugzeugträgern Einsatzgebiet. Die Schiffe der TG 38.3 griffen zusammen mit den Schiffen der TG 38.2 am 25. November weiterhin feindliche Ziele bei Luzon an. Dabei traf man auf den japanischen Truppentransportkonvoi „TA-5“, der Soldaten von Manila nach Leyte bringen sollte. Die Japaner hatten diesen Konvoi in zwei Gruppen geteilt. In der ersten befanden sich die Truppentransporter T-111, T-141 und T-160 die von dem Patrouillenboot CHA-46 eskortiert wurden und am 23. November von Manila, Luzon aus losgefahren waren. Am folgenden Tag legten die Truppentransporter T-6, T-9 und T-10, gesichert von dem Zerstörer TAKE, ab und folgten der ersten Gruppe. Diese hatte noch vor der Dämmerung am 24. November Port Cataingan auf Masbate Island erreicht um einen amerikanischen Luftangriff zu vermeiden. Doch alle drei Truppentransporter wurden, während die Soldaten sie verließen, versenkt. Das Patrouillenboot entfernte sich eiligst um der zweiten Gruppen entgegen zu eilen. Diese erreichte am 25. November Port Balancan auf Marinduque Island. Die Truppentransporter T-6 und T-10 wurden durch amerikanische Trägerflugzeuge dort versenkt und T-9 beschädigt. Gleichzeitig mussten sich aber die amerikanischen Schiffe gegen japanische Kamikazepiloten wehren, während die Trägerflugzeuge weitere japanische Truppentransport- und Frachtschiffe versenkten. Am Abend desselben Tages endete die Operation „King II“ und die Schiffe der TF 38 fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Die Japaner griffen die ostwärts fahrende Schiffsflotte mit wenigen Flugzeugen erneut an, konnten aber keines der amerikanischen Schiffe beschädigen. Die Schiffe der TG 38.3 sicherten die Fahrt der anderen Task Groups ab. Dabei konnten die Geschützmannschaften der USS CASSIN YOUNG ein weiteres feindliches Flugzeug abschießen. Die TG erreichte am 3. Dezember das Atoll Ulithi. Hier füllte man auf dem Zerstörer die Munitionsmagazine wieder auf, bunkerte frischen Treibstoff und beteiligte sich an mehreren Übungen. Anschließend wurden die Schiffe der Task Force 38 erneut aufgeteilt. Die USS CASSIN YOUNG blieb in der Task Group 38.3 die Rear Admiral Frederick Carl Sherman während der Operation „Love III“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS TICONDEROGA, die Leichten Flugzeugträger USS LANGLEY und USS SAN JACINTO, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON, USS NORTH CAROLINA und USS SOUTH DAKOTA, den Leichten Kreuzern USS MOBILE, USS BILOXI, USS SANTA FE und USS OAKLAND und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS PORTERFIELD, USS PRESTON, USS LONGSHAW, USS LAWS, USS PRICHETT, USS DE HAVEN ( DD-727 ), USS MANSFIELD ( DD-728 ), USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), USS COLLETT ( DD-730 ), USS MADDOX ( DD-731 ), USS BLUE ( DD-744 ), USS SAMUEL N MOORE ( DD-747 ), USS TAUSSIG ( DD-746 ) und USS BRUSH ( DD-745 ). Am 11. Dezember verließen diese Schiffe zusammen mit allen anderen Schiffen der TF 38, die noch nicht abgelegt hatten, das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Auf dem Weg dorthin, die Kriegsschiffe lagen rund 350 Seemeilen östlich von Luzon, trafen sie am folgenden Tag auf die Versorgungsschiffe der Task Group 30.8 und übernahmen frischen Treibstoff. Am 13. Dezember war die Ausgangsposition vor der Anlandungszone erreicht und die Trägerflugzeuge stiegen auf um japanische Stellungen zu bombardieren. Am nächsten Tag fielen Bomben auf die Flugplätze Clark Field und Angeles Field sowie auf feindliche Stellungen auf Salvador Island. Am dritten Tag des Bombardements flogen die Trägerflugzeuge die Gebiete um Masinloc, San Fernando, Manila Bay und Cabatuan an. Dieser Bombenhagel dauerte bis zum Morgen des 16. Dezembers an. An diesem Tage befehligte Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 – 20. August 1959 ), Kommandant der 3. US Flotte in der sich auch die TF 38 befand, ein allgemeines Betanken der Schiffe des Verbandes. Die Treibstoffübergabe sollte außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge vonstatten gehen. Und so fuhren die Schiffe der TF 38 von Luzon aus rund 300 Seemeilen nach Osten. Die Schiffe der TG 38.3 lagen da rund 500 Seemeilen östlich der Philippinen. Dort sollte sich die Task Group 30.8, die Sea Logistical Group, unter dem Kommando von Captain Jasper T. Acuff, die aus zwölf Flottentankern, drei Schleppern, fünf Zerstörern, zehn Geleitzerstörern und fünf Geleitflugzeugträgern bestand, aufhalten. Die Treibstofftanks der meisten Zerstörer aus der TF 38 waren nur noch mit rund 15% Treibstoff gefüllt. Die erste Meldung für einen heraufziehenden Sturm erreichte den Wetterdienst der US Navy am 14. Dezember nachdem ein Pilot etwa 60 Seemeilen südöstlich von Samar eine Tropische Störung meldete. Commander G. F. Kosco, der zuständige meteorologische Offizier der 3. US Flotte, vermutete am 17. Dezember diesen heraufziehenden Sturm etwa 450 Seemeilen weiter östlich des Verbandes. Nachdem an diesem Tag der Kampfverband und der Logistikverband aufeinandertrafen begann man sofort mit der Treibstoffübergabe. Trotz unruhiger See und Windstärke 8 konnten einige Schiffe erfolgreich Treibstoff übernehmen. Doch dann scheiterten weitere Versuche da die Treibstoffschläuche rissen und die Schiffe in der rauer werdenden See zu kollidieren drohten. Kurz nach Mittag wurden alle Betankungsversuche abgebrochen und die Schiffe sollten sich weiter nordwestlich wieder sammeln damit am nächsten Morgen die Betankung fortgeführt werden sollte. In der Nacht zum 18. Dezember behielt die 3. US Flotte ihren Nordwestkurs bei. Dabei gab es keine Anzeichen das die Flotte direkt in den Taifun „Cobra“ fuhr. Erst in den Morgenstunden mehrten sich diese. Das Barometer fiel und der Wind steigerte sich auf 30 Knoten. Gegen 10:00 Uhr lag die Windgeschwindigkeit bei 43 Knoten und das Barometer fiel rasant ab. Während des Sturmes verlor die US Navy mehrere Schiffe. So sanken die Zerstörer USS SPENCE ( DD-512 ), USS HULL ( DD-350 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ) und beschädigt wurden die Zerstörer USS HICKOX, USS BUCHANAN ( DD-484 ), USS DYSON ( DD-572 ) und USS BENHAM ( DD-796 ), der Leichte Kreuzer USS MIAMI ( CL-89 ) und die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ), USS CABOT ( CVL-28 ) und USS COWPENS ( CVL-25 ). Aus der TG 38.3 erlitt nur der Leichte Flugzeugträger USS SAN JACINTO mehrere Beschädigungen. Am Morgen des 21. Dezember verließen die Schiffe der Task Force 38 die Gewässer und fuhren in Richtung ihres Stützpunktes auf dem Atoll Ulithi, wo die Schäden durch den Sturm behoben und die Besatzungen sich erholen konnten. Unterwegs wurden sie durch die Tanker der TG 30.8 betankt und erreichten Ulithi am 24. Dezember 1944. Die Schiffe der Task Force 38, zu der die USS CASSIN YOUNG immer noch gehörte, legten am 30. Dezember 1944 in Ulithi schon wieder ab und fuhren erneut nach Luzon um an den beginnenden Kämpfen teilzunehmen. Der Zerstörer stand diesmal frei zur Verfügung und führte neben der Sicherung der Flugzeugträger und der Schweren Einheiten auch U-Boot Patrouillen durch. Diesmal erhielt die Operation den Namen „Mike I“ und Vizeadmiral John Sidney McCain, Sr. ( 9. August 1884 – 6. September 1945 ) behielt das Kommando über die Task Force. Die Schiffe der TF 38 wurden zur Unterstützung der Landungsoperation auf Luzon eingesetzt in dem die Nachschubwege von Formosa aus abgeschnitten wurden. Ab dem 3. Januar bombardierten die amerikanischen Trägerflugzeuge japanische Stellungen auf Formosa und versenkten japanische Schiffe. Zwei Tage später lagen die Schiffe der TG 30.8 rund 300 Seemeilen Nordöstlich von Luzon und betankten die Schiffe der TF 38. Gleich im Anschluss daran näherte sich die Task Force Luzon von Norden her und ab dem 6. Januar wurden japanische Stellungen auf der philippinischen Insel bombardiert. Am 12. Januar folgte gleich die Operation „Gratitude“, die bis zum 25. Januar dauerte und die Südöstlichen Gebiete von Französisch Indochina angegriffen wurden. Sämtliche japanischen Schiffe wurden nun in der Südchinesischen See angegriffen und wenn möglich versenkt. Der Einsatz der Task Force 38 war während der Kämpfe eine Demonstration der mobilen Seemacht und der Stärke der amerikanischen Marine. Bis zum 21. Januar waren feindliche Versorgungsschiffe mit einer Gesamttonnage von 130.000 BRT versenkt und unzählige feindliche Flugzeuge vernichtet. Am 26. Januar verließen die Schiffe der TF 38 wieder ihr Einsatzgebiet und fuhren zum Atoll Ulithi zurück. Hier gliederte man die USS CASSIN YOUNG in die Task Group 58.3 ein die Rear Admiral Frederick Carl Sherman während der Operation „Detachment & Jamboree“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NEW JERSEY, der Schwere Kreuzer USS INDIANAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS PASADENA ( CL-65 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ) und USS ASTORIA ( CL-90 ) und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS CLARENCE K BRONSON, USS HEALY, USS DORTCH, USS COTTEN, USS GATLING, USS IRWIN, USS PRESTON, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEKS ( DD-701 ), USS HANK ( DD-702 ) und USS BORIE ( DD-704 ). Am 10. Februar verließen die Schiffe der TG 58.3 das Atoll Ulithi. Das Ziel war das japanische Kernland. Drei Tage später befanden sich die Schiffe der TG rund 400 Seemeilen nordöstlich von Luzon und wurden dort durch Tanker mit frischem Treibstoff betankt. Zwei Tage später befanden sie sich südöstlich von Tokyo. Das dortige industrielle Herz des Feindes sollte schwer getroffen werden. Am 16. Februar begann das Bombardement durch die Trägerflugzeuge. Am folgenden Tag um 13:30 Uhr verließen die Schiffe wieder ihre Positionen und fuhren zur Bonin Insel Iwo Jima. 75 Seemeilen nordwestlich von dieser Insel lagen dann die Schiffe der TG und die Trägerflugzeuge begannen ein Bombardement japanischer Stellungen. Die USS CASSIN YOUNG lieferte zusammen mit den anderen Zerstörern der TG einen Schutzschirm für die Flugzeugträger vor feindlichen Luftangriffen. Außerdem wurden alle gesichteten japanischen Schiffe versenkt. Auf dieser japanischen Bonin Insel begann am 19. Februar die Landeoperation. Die Trägerflugzeuge unterstützten auch an diesem Tag die anlandenden Marines. Drei Tage lang flogen die amerikanischen Flugzeuge ihre Angriffe. Zwischendurch erhielten am 20. Februar die Schiffe auf ihrer Position 75 Seemeilen westlich von Iwo Jima frischen Treibstoff. Von dieser Position aus wurden am folgenden Tag feindliche Stellungen auf den Bonin Inseln Cichi Jima und Haha Jima angegriffen. Auf Iwo Jima benötigte man am 22. Februar erneut auf amerikanischer Seite Luftunterstützung die die Trägerflugzeuge der TG 58.3 lieferten. Gleich im Anschluss daran verließen die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren ostwärts. Am nächsten Tag befanden sie sich 200 Seemeilen östlich von Iwo Jima und erhielten erneut frischen Treibstoff übergeben. Die weitere Fahrt führte die Schiffe erneut nach Tokyo. Am 25. Februar erreichten sie ihre vorgegebenen Positionen und lagen 175 Seemeilen südöstlich von der japanischen Hauptstadt. Am folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement gegen militärische Ziele. Noch am selben Tag verließen die Schiffe der TG allerdings wieder diese Gewässer und kehrten nach Iwo Jima zurück. Dort erfasste ein Sturm auf hoher See die Schiffe der TG. Ein jeder Schiffsführer hatte zu kämpfen um sein ihm anvertrautes Schiff so gut wie möglich durch den Sturm zu bringen und die hohen Wellen abzureiten. Zum Glück sank keines, aber es wurden mehrere beschädigt. Am 28. Februar hatte sich die See soweit gehend wieder beruhigt, dass die Schiffe der TG 58.3 betankt werden konnten. Während dessen fuhren sie aber weiter in Richtung Okinawa. Hier lagen sie am 1. März 75 Seemeilen südöstlich der Insel und die Trägerflugzeuge begannen ihr Bombardement gegen japanische Flugplätze und militärischen Einrichtungen. Außerdem wurden alle Schiffe versenkt die man sichten konnte. Am 2. März verließen dann die Schiffe der TG ihre Positionen und fuhren in Richtung des Atolls Ulithi. Die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS CALLAGHAN, USS IRWIN und USS PRESTON aus der Zerstörerdivision 109 bombardierten an diesem Tag in der Philippinischen See das 4,8 km lange und 1,6 km breite japanische Atoll Okinotorishima. Anschließend folgten die Zerstörer den Schiffen der Task Force und machten mit ihnen zusammen am 4. März vor dem Atoll Ulithi fest. Noch am selben Tag versetzte man die USS CASSIN YOUNG in die Task Undergroup 54.1.4 die Rear Admiral Lynde Dupuy McCormick ( 12. August 1895 – 16. August 1956 ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ) und USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA (CA-24 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS BILOXI und die Zerstörer USS CASSIN YOUNG, USS PORTERFIELD, USS IRWIN und USS CALLAGHAN. Am 5. März verließen diese Schiffe schon wieder das Atoll Ulithi und begannen östlich davon mit mehreren Trainingseinheiten. Diese waren am 21. März abgeschlossen und die Schiffe der Task Force 54 verließen das Atoll. Ziel war Okinawa. Hier sollten die Kriegsschiffe der TU 54.1.4 feindliche Stellungen bei Hagushi Beaches bombardieren und somit die Landung der amerikanischen Marines vorbereiten. Am 25. März erreichen die Schiffe der TF 54 ihre Ausgangspositionen. Am Morgen des folgenden Tages begann das Bombardement mit den Schiffsgeschützen. An diesem Tag griffen auch japanische Kamikazepiloten den Schiffsverband an. Dabei wurde der Leichte Kreuzer USS BILOXI und der Zerstörer USS PORTERFIELD beschädigt. Die USS CASSIN YOUNG beteiligte sich selber an der Sicherung der Schweren Einheiten, welche eine massive Invasionsbombardierung der in Küstennähe befindlichen Bunker durchführten. Anschließend näherte sich der Zerstörer der Küste und unterstützte die dort agierenden Underwater Demolitions Teams. Am Invasionstag selber, dem 1. April, unterstützte die USS CASSIN YOUNG mit ihren Schiffsgeschützen die anlandenden Marines in dem Bereich des Brückenkopfes. Gleich danach übernahm der Zerstörer am 6. April die Radarvorpostenstation Nummer 1 ein. Am 6. April kam es dort ab 1:00 Uhr zu massiven Kamikazeangriffen eben auf diese Radarvorpostenschiffe. Die amerikanischen Besatzungen kämpften dabei nicht nur um ihr Leben, sondern auch um den Erhalt ihres Schiffes. Auf der Radarvorpostenstation Nummer 1 befand sich ebenfalls der Zerstörer USS BUSH ( DD-529 ). Er war näher an die Radarvorpostenstation Nummer 2 gesetzt, auf der sich der Zerstörer USS COLHOUN ( DD-801 ) befand. Bis 17:45 Uhr kämpften die Mannschaften beider Kriegsschiffe gemeinsam heldenhaft gegen die anfliegenden Feinde. Doch in beide Zerstörer stürzten sich immer wieder Kamikazepiloten mit ihren Maschinen, so dass beide Zerstörer sanken. Die USS CASSIN YOUNG hatte sich in den vergangenen Stunden ebenfalls gegen die feindlichen Luftangriffe erwehren müssen, aber keines der Flugzeuge kam dem Kriegsschiff zu nahe um es beschädigen zu können. Nach dem letzten japanischen Luftangriff eilte der Zerstörer den beiden kämpfenden Schiffsbesatzungen zu Hilfe und konnte nur noch die Überlebenden aus dem Wasser bergen. So konnten 227 Besatzungsmitglieder von der USS BUSH, dort waren während des Kampfes 14 Mannschaftsmitglieder waren getötet worden und 73 galten als vermisst und 32 Mannschaftsmitglieder konnten verwundet gerettet werden. Von der USS COLHOUN rettete man die dort noch verbliebene Rumpfbesatzung und versenkte anschließend den langsam sinkenden Zerstörer auf der Position 27° 16’ 0’’ Nord , 127° 48’ 0’’ Ost mit Geschützfeuer. Der Großteil der Besatzung von der USS COLHOUN war schon vorher auf das Landungsunterstützungsschiff USS LCS-48 gewechselt. Von den 273 Besatzungsmitgliedern des Zerstörers starben während der Kamikazeangriffe 32 und 23 wurden verwundet, von denen aber später zwei an ihren schweren Verwundungen verstarben. Die USS CASSIN YOUNG brachte die Überlebenden beider gesunkener Zerstörer nach Kerama Retto und kehrte anschließend auf die Radarvorpostenstation 1 zurück. Dort gab es am 12. April gegen Mittag einen erneuten massiven Kamikazeangriff. Die Geschützmannschaften des Zerstörers konnten fünf von sechs dieser Angreifer abschießen. Der sechste Pilot hatte seinen Sturzflug falsch berechnet und prallte oben gegen den Vormast. Das Flugzeug erhielt dadurch eine rotierende Bewegung und explodierte in fünfzehn Meter Entfernung zum Schiff in der Luft. Durch die umherfliegenden Trümmerteile wurde ein Besatzungsmitglied der USS CASSIN YOUNG getötet und 59 zum Teil schwer verletzt. Obwohl der Zerstörer durch diese Trümmerteile ebenfalls beschädigt wurde, konnte aus eigener Kraft zu Reparaturarbeiten zu den Kerama Retto Inseln fahren. Nach den ersten Notreparaturen fuhr das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi, wo diese abgeschlossen werden konnten. Am 31. Mai kehrte die USS CASSIN YOUNG nach Okinawa zurück und nahm die Radarvorpostenstation Nummer 11 ein. Zwischenzeitlich schickten die Japaner keine Kamikazepiloten mehr in Richtung der amerikanischen Kriegsschiffe, so dass die USS CASSIN YOUNG zwei Schiffskonvois eskortieren konnte und die Mannschaft sich auf Guam innerhalb weniger Tage von den Kämpfen erholen konnte. Dann lag der Zerstörer am 28. Juli erneut auf seinem Posten. An diesem Tag gab es den letzten verzweifelten japanischen Kamikazeangriff. Diese selbstmörderischen Piloten sollten so viele amerikanische Schiffe wie nur möglich versenken. In der Nähe der USS CASSIN YOUNG befand sich an diesem Tag das Schwesterschiff USS CALLAGHAN auf seiner Station. In diesen Zerstörer stürzte sich auf der Steuerbordseite ein japanischer Pilot mit seinem Doppeldecker aus Holz und schlug in Höhe des Maschinenraums ein. Die USS CASSIN YOUNG eilte dem Schwesterschiff zu Hilfe und schoss zwei weitere Kamikazepiloten mit ihren Maschinen ab, musste aber aus der Entfernung zusehen wie dort die Flakmunition explodierte. Erst am 29. Juli um 2:35 Uhr sank der Zerstörer und die USS CASSIN YOUNG begann mit der Aufnahme der Überlebenden. An diesem 29. Juli erfolgte ein weiterer Kamikazeangriff, allerdings nicht mehr so massiv wie am Vortag. Trotzdem schaffte eines dieser Piloten sich auf den Feuerleitkontrollraum zu stürzen und die sich darin befindlichen Mannschaftsmitglieder mit in den Tod zu reißen. Ein zweites japanisches Flugzeug stürzte auf der Steuerbordseite mittschiffs auf den Zerstörer. Dadurch kam es zu einer gewaltigen Explosion von Munition und das auslaufende Flugbenzin ergoss sich langsam in das Schiffsinnere. Aber die heroische Besatzung schaffte es das Feuer unter Kontrolle zu bringen und innerhalb von 20 Minuten eine Schiffsmaschine für die Fahrt zu den Kerama Retto Inseln wieder flott zu bekommen. Während dieses Kamikazeangriffs starben zweiundzwanzig Mannschaftsmitglieder und fünfundvierzig wurden zum Teil schwer verletzt. Für den entschlossenen Dienst und die gezeigte Tapferkeit auf der Radarvorpostenstation vor Okinawa verlieh man der USS CASSIN YOUNG die Navy Unit Commendation. Am 8. August verließ der Zerstörer dann die Kerama Retto Inseln und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die Werft in San Pedro, Kalifornien für die Umfangreichen Reparaturarbeiten. Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselte das Kriegsschiff nach San Diego und wurde dort am 28. Mai 1946 außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher begann man die USS CASSIN YOUNG für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der San Diego Navy Yard auszustatten. Commander James Boyce Denton ( 10. Februar 1914 – 2. Mai 1992 in Fairfax City, Virginia ) stellte am 8. September 1951 in der Long Beach Naval Shipyard den Zerstörer in den Dienst der US Navy. Nach ersten Test- und Ausbildungsfahrten verlegte man die USS CASSIN YOUNG an die US Ostküste. Dazu verließ der Zerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS HEERMANN ( DD-532 ) und USS WADLEIGH ( DD-689 ) am 4. Januar 1952 San Diego, durchquerte am 14. Januar den Panamakanal und legte am 19. Januar im Hafen von Newport, Rhode Island, dem neuen Heimathafen, sich längsseits an dem Zerstörertender USS YOSEMITE ( AD-19 ) an. Man nahm hier mehrere Reparaturen an dem Kriegsschiff vor. Danach begannen mehrere Trainingsfahrten vor der Küste von Newport und anschließend beteiligte sich der Zerstörer an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. Im September 1952 fuhr das Kriegsschiff in die Boston Navy Yard in Boston, Massachusetts und wurde im Dry Dock Nummer 1 festgemacht. Hier erfolgte die erste von vier Generalüberholungen im Leben des Zerstörers, die alle in dieser Werft durchgeführt wurden. Während dieser Überholung aktualisierte man das Kriegsschiff auf die aktuelle Konfiguration. So erhielt es zwei Hedgehog Anti-U-Boot Werfer und zwei Torpedowagen für die Mark 32 Torpedos. Die Torpedohalterung für fünf Torpedos wurde dabei entfernt. Außerdem wurden vier 40 mm Borfors Zwillingslafetten durch zwei Vierlingslafetten ersetzt. Auch der hinter der Brücke aufgestellte einrohrige Hauptmast wurde durch einen Stativmast ersetzt, wo man verbesserte Radar- und Elektroniksysteme unterbringen konnte. Jetzt begannen für die Schiffsbesatzung Auffrischungskurse. Danach beteiligte sich das Kriegsschiff vom 7. Mai bis zum 12. Juni 1953 vor Florida an mehreren Übungen zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten. Daran schlossen sich lokale Operationen entlang der US Ostküste an. Zum ersten Mal verließ die USS CASSIN YOUNG am 16. September die amerikanische Küste und fuhr ins Mittelmeer. Hier sich der Zerstörer bis zum 30. November an Operationen der 6. US Flotte. Nach der Ankunft in Newport füllte man nur die Bunker des Kriegsschiffes und es legte erneut ab. Bis Anfang 1954 beteiligte sich der Zerstörer an lokalen Operationen vor der Ostküste und in der Karibik. Am 3. Mai legte die USS CASSIN YOUNG dann wieder in Newport ab und begann ihre erste Weltumfahrung. Dazu durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und gliederte sich vor der Küste von Korea in die Reihen der 7. US Flotte ein. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Manövern, patrouillierte vor der koreanischen Küste und absolvierte im Fernen Osten mehrere Höflichkeitsbesuche in dortigen Häfen. Mit dem Beginn der Heimfahrt fuhr die USS CASSIN YOUNG durch den Indischen Ozean, den Persischen Golf, durchquerte den Suezkanal und das Mittelmeer und legte hier überall in mehreren Häfen an. Am 28. November 1954 erreichte der Zerstörer wieder Newport. Das Kriegsschiff lag dann am 9. Juni 1955 erneut in der Boston Navy Yard und unterzog sich hier der zweiten Überholung seit dem Kriegsende. Anschließend erfolgten wieder lokale Operationen entlang der US Ostküste. Danach folgte ein weiterer Einsatz im Mittelmeer zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte und besuchte dort mehrere Häfen. So lag die USS CASSIN YOUNG im April 1956 im Hafen von Barcelona. Zur gleichen Zeit lagen dort die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ) und USS NEWPORT NEWS ( CA-148 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ) und der Munitionstransporter USS MAUNA LOA ( AE-8 ). Die USS NEWPORT NEWS war dabei das Flaggschiff der 6. US Flotte und an Bord befand sich deren Kommandeur, Vizeadmiral Harry Donald Felt ( 21. Juni 1902 in Topeka, Shawnee County, Kansas – 25. Februar 1992 in Honolulu, Honolulu County, Hawaii ). Nach der Ankunft in Newport beteiligte sich die USS CASSIN YOUNG erneut lokalen Operationen, um dann noch vor dem Winter wieder in das Mittelmeer zu fahren. Im Frühjahr 1957 kehrte der Zerstörer an die US Ostküste zurück und beteiligte sich wieder an Übungen und Trainingseinheiten in der Karibik während der Ausbildung in der Anti U-Boot Taktik. Dann erfolgte mit dem Jahr 1958 ein Besuch von mehreren Häfen in Nordeuropa und die Beteiligung an Manövern. Während des letzten Manövers entdeckte man dabei ein Problem am Ruder des Kriegsschiffes. Umgehend musste die USS CASSIN YOUNG in einen französischen Hafen einlaufen und in ein Trockendock bugsieren lassen. Nach den dort erfolgten Reparaturen fuhr der Zerstörer zurück in seinen Heimathafen und wechselte wenige Tage später in die Boston Navy Yard. Hier erfolgte die dritte umfassende Überholung des Kriegsschiffes. So erhielt es unter anderem neue Antennen. Diese Überholung war am 1. Oktober abgeschlossen und der Zerstörer fuhr in Richtung Heimathafen. Diesen erreichte das Kriegsschiff am 4. Oktober. Noch vor der Jahreswende verließ die USS CASSIN YOUNG erneut ihren Heimathafen und fuhr zum vorletzten Mal ins Mittelmeer. Hier befand sich der Zerstörer am 23. Dezember in italienischen Gewässern. Nach der Heimfahrt nach Newport beteiligte sich der Zerstörer auch wieder an lokalen Operationen entlang der US Ostküste. Doch schon am 24. Juli 1959 verließ das Kriegsschiff wieder die amerikanische Küste und fuhr ins Mittelmeer um dort zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte an mehreren Operationen teilzunehmen. So eskortierte der Zerstörer unter anderem bis zum 6. August das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ). Im Oktober befand sich die USS CASSIN YOUNG wegen Reparaturarbeiten längsseits beim Zerstörertender USS SIERRA ( AD-18 ), welcher in der Souda Bay, Kreta, Griechenland lag. Das Kriegsschiff kehrte anschließend nach Newport zurück und wechselte von dort aus Anfang Februar 1960 in die Norfolk Naval Shipyard. Hier wurde der Zerstörer am 6. Februar im Dry Dock 8 festgemacht. Hier bereitete man das Kriegsschiff zusammen mit den Schwesterschiffen USS DASHIELL ( DD-659 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS CAPERTON ( DD-650 ), USS COTTON ( DD-669 ) und USS DALY ( DD-519 ) für die Außerdienststellung vor, die am 21. März abgeschlossen war. Danach wechselte die USS CASSIN YOUNG in die Philadelphia Naval Shipyard. Hier stellte man den Zerstörer am 29. April 1960 außer Dienst und wurde in der Philadelphia Naval Inactive Ship Maintenance Ficility für die Atlantikreserveflotte langfristig gelagert. Am 1. Dezember 1974 strich man den Namen USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) aus der US Navy – Liste.
Noch am selben Tag übergab man den Zerstörer als Dauerleihgabe an den National Park Service. Dazu schleppte man das Kriegsschiff am 15. Juni 1978 in die Boston Navy Yard. Hier bereitete man es zu einem Museumsschiff vor. Für die Öffentlichkeit wurde es offiziell am 27. Juni 1981 in dem Boston National Historical Park, Boston, Massachusetts zugänglich gemacht.
Heute wird das Schiff von Mitarbeitern des National Park Service sowie von Freiwilligen gewartet und instand gehalten. 1986 wurde der Zerstörer in das National Register of Historic Places aufgenommen und als National Historic Landmark eingetragen. Die ehemalige USS CASSIN YOUNG ist ein gut erhaltenes Beispiel der FLETCHER – Klasse, der größten Zerstörerklasse die in den Vereinigten Staaten von Amerika während des Zweiten Weltkrieges hergestellt wurde.
Ende Juli 2010 wurde der Zerstörer für die Öffentlichkeit geschlossen und auf eine Fahrt in das Trockendock vorbereitet. Am 9. August 2010 verlegte man das ehemalige Kriegsschiff nach dreißig Jahren zum ersten Mal in das historische Trockendock Nummer 1 in der Charlestown Navy Yard innerhalb der Boston Naval Shipyard. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen an der Schiffsaußenhaut durchgeführt. Am 4. September 2012 musste die USS CASSIN YOUNG erneut in das Trockendock, wo die restlichen Arbeiten am Schiffsrumpf abgeschlossen werden konnten. Auf ihren Liegeplatz am Pier 1 im Museumsbereich kehrte der Zerstörer am 14. Mai 2013 zurück. Doch schon am 4. Juni 2013 musste das ehemalige Kriegsschiff in die Boston Harbor Shipyard and Marina in East Boston versetzt werden damit an ihrem eigentlichen Liegeplatz in der Charlestown Navy Yard Reparaturen ausgeführt werden konnten. Im September durfte das Museumsschiff dann seinen Anlegeplatz zurückkehren.


USS CASSIN YOUNG ( DD-793 )
Commanding Officer

CDR Earl Tobias Schreiber          31. Dezember 1943 – 31. Oktober 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR John Williams Ailes III          31. Oktober 1944 – 29. August 1945 (erreichter Rang RADM)
LCDR Carl Ferdinand Pfeifer        29. August 1945 – 28. Mai 1946
Außerdienststellung           28. Mai 1946 – 8. September 1951
CDR James Boyce Denton          8. September 1951 – 21. November 1952
CDR Thomas Joseph Rudden Jr.          21. November 1952 – 10. Juli 1954 (erreichter Rang RADM)
CDR Kenneth Barth Brown          10. Juli 1954 – 17. August 1956
CDR Clifton Bledsoe Cates Jr.          17. August 1956 – 14. September 1958
CDR John Homer Hooper         14. September 1958 – 29. April 1960