Archiv des Autors: Thomas

USS DEMPSEY ( DE-26 )

USS DEMPSEY ( DE-26 )

Biografie

Richard John Dempsey
* 8. Februar 1919 in New York City
† 9. August 1942 an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ) während der Schlacht von Savo Island

Seine Eltern zogen nach Carmel, Kalifornien, da war Richard noch ein Kind. Im Juni 1940 legte er erfolgreich seine Prüfungen an der Fordham University ab. Am 19. November 1940 meldete er sich freiwillig zur US Naval Reserve und erhielt noch am selben Tag den Rang eines Ensign verliehen. Dempsey versetzte man am 29. November an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ). An Bord dieses Kriegsschiffes nahm er an der Schlacht um Midway Island teil. Am 15. Juni 1942 beförderte man ihn zum Lieutenant (jg). Dampsey wurde am 9. August 1942 während der Schlacht vor Savo Island getötet.


USS DEMPSEY ( DE-26 )

Schiffsbiografie

Die USS DEMPSEY ( DE-26 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant (jg) Richard John Dempsey benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundzwanzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 1. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-26 tragen. Mrs. G. E. Quillan, Ehefrau von Lieutenant G. E. Quillan, Ship Superintendent of New Construction, taufte am 19. Februar 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Doch am 14. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und das Kriegsschiff erhielt den Namen USS DEMPSEY und die Kennung DE-26, da am 22. April 1943 Mrs. J. A. Dempsey, Mutter von Lieutenant (jg) Richard John Dempsey, den Geleitzerstörer USS DEMPSEY ( DE-267 ) vor dessen Stapellauf getauft hatte, aber das Kriegsschiff kurz darauf wegen des Land and Lease Abkommens an Großbritannien abgegeben wurde und dort den Namen HMS COOK ( K471 ) erhielt. Lieutenant Commander Harry Allan Barnard, Jr. ( ? – 4. Juni 1983 ) stellte am 24. Juli 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS DEMPSEY nach San Diego. Hier rüstete man den Geleitzerstörer vollends aus und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Gleich nachdem diese erfolgreich abgeschlossen war kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück. Diesen Hafen verließ die USS DEMPSEY am 23. September wieder und eskortierte mehrere Schiffe bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In dem folgenden Monat pendelte der Geleitzerstörer zwischen San Francisco und Pearl Harbor. Für die letzte Eskortierfahrt verließ das Kriegsschiff am 17. Oktober San Francisco und erreichte am 25. Oktober Pearl Harbor. Hier wartete schon der Wasserflugzeugtender USS TANGIER ( AV-8 ) auf seine Eskorte. Am 27. Oktober legte die USS DEMPSEY in Pearl Harbor wieder ab und begleitete den Wasserflugzeugtender zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 6. November ein. Man bunkerte auf dem Geleitzerstörer sofort frischen Treibstoff und legte am selben Tag wieder ab. Ziel war die Insel Viti Levu, Fidshi Islands, die am 8. November erreicht wurde. Von hier aus ging ein Schiffskonvoi zwei Tage später nach Australien ab. Unter diesen Schiffen befand sich auch der Truppentransporter SS CAPE SAN JUAN ( USAT 1441 ). Am Morgen des 11. November, gegen 5:30 Uhr torpedierte das japanische U-Boot IJN I-21, Kommandant Hiroshu Inada, den Truppentransporter mit einem Torpedo. Dieser schlug am Ende des Laderaums Nummer 2 ein und das Schiff bekam innerhalb von 15 Minuten eine Schlagseite nach Steuerbord. Die Mannschaft und die amerikanischen Soldaten, insgesamt 1.464 Menschen, verließen nun das sinkende Schiff und versuchten sich auf Flößen und Rettungsbooten aus der Gefahrenzone zu bringen. In der Nacht zum 12. November kam schon der Zerstörer US McCALLA ( DD-488 ) zu Hilfe und rettete insgesamt 868 Überlebende. Die USS DEMPSEY erschien am Morgen des 13. November auf dem Schauplatz und die Besatzung konnte noch 45 Überlebende bergen, genauso wie die Mannschaft des Liberty-Schiffes SS EDWIN T. MEREDITH. Insgesamt 117 Männer der SS CAPE SAN JUAN fanden aber trotzdem durch ausgebrochenes Feuer auf dem Truppentransporter, durch Ertrinken und Hai Attacken den Tod. Der Geleitzerstörer fuhr nach der Beendigung der Suchaktion von Überlebenden des Truppentransporters nach Suva, Fidshi Islands und ließ sie dort von Bord gehen. Hier in diesem Hafen stellte man die Schiffe für die Task Group 16.10 zusammen. Die USS DEMPSEY versetzte man dabei in die Task Undergroup 16.10.1. In dieser TU befanden sich neben dem Geleitzerstörer die Öltanker USS CIMARRON ( AO-22), USS PLATTE ( AO-24 ) und USS GUADALUPE ( AO-32 ). Diese Schiffe verließen am 16. November die Fidshi Insel Viti Levu und fuhren in Richtung der Gilbert Inseln, wo die Kriegsschiffe der 5. US Flotte mit frischem Treibstoff versorgt werden sollte. Am 27. November verließen die Schiffe der TU 16.10.1 wieder ihre Positionen vor den Gilbert Inseln und fuhren nach Pearl Harbor. Hier trafen sie am 2. Dezember ein. Die Mannschaft der USS DEMPSEY begann hier mit Reparaturen an dem Geleitzerstörer und beteiligten sich an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer, die zur Vorbereitung auf die Invasion der Marshall Islands durchgeführt wurden. Dabei geschah am 3. Januar 1944 ein Unfall beim praktischen Betanken. Nach Abschluss der Übungen versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) während der Operation „Flintlock“ kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ), die Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS DEMPSEY und USS BRACKETT ( DE-41 ), sowie zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Die Japaner hatten dieses Atoll schon im November 1942 verlassen, da es für sie ohne Interesse war. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Für die US Navy war dieses Atoll das beste Sprungbrett um sicher zu den folgenden Inseln zu gelangen. Dank der Bemühungen der United States Coast and Geodetic Survey gab es ab dem 2. Februar eine großangelegte Verankerungsstelle. Die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) sind die ersten Kriegsschiffe die diese nutzten. Am 3. Februar verlässt die USS DEMPSEY wieder das Atoll Majuro und eskortierte den Geleitflugzeugträger WHITE PLAINS ( CVE-66 ) bis zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Der Geleitflugzeugträger brachte, für die im Kampf befindlichen amerikanischen Kriegsschiffe, dringend benötigte Versorgungsgüter. Am 7. Februar kam es dann in der Lagune von Kwajalein zu einer Kollision zwischen der USS WHITE PLAINS und dem Zerstörer USS CALDWELL ( DD-605 ) während eines Versorgungsübergabemanövers. Die Beschädigungen an beiden Kriegsschiffen waren noch in einem vertretbaren Rahmen, so dass sie ihren Aufgaben weiterhin nachgehen konnten. Die USS DEMPSEY patrouillierte nun vom 11. bis zum 15. Februar in den Gewässern rund um das Atoll und überwachte den Luftraum um rechtzeitig die amerikanischen Kriegsschiffe vor einem feindlichen Luftangriff zu warnen. Am 15. Februar verließ der Geleitzerstörer die Insel Roy Namur, Kwajalein Atoll und fuhr nach Pearl Harbor. Hier traf das Kriegsschiff am 24. Februar ein. Für die Besatzung des Geleitzerstörers gab es aber keine Ruhepause. Schon am folgenden Tag, nachdem das Kriegsschiff frischen Treibstoff gebunkert hatte, verließ die USS DEMPSEY die Marshall Islands und fuhr Noumea, Neukaledonien. Auf der Zwischenstation in Samoa musste das Kriegsschiff am 2. März erneut frischen Treibstoff bunkern. Die Marinebasis von Noumea erreichte der Geleitzerstörer am 8. März. In den Gewässern der Insel patrouillierte das Kriegsschiff nun bis zum 14. März. An diesem Tag verließ die USS DEMPSEY Noumea und eskortierte einen Schiffskonvoi nach Guadalcanal. Den hier ausgebauten ehemaligen Brückenkopf erreichten die Schiffe am 17. März. Nach dem Abschluss der Entladearbeiten fuhren sie nach Port Purvis, Tulagi Bay, Florida Island, Ostsalomonen, wo der Geleitzerstörer und die Versorgungsschiffe am 18. März anlegten. Nun begann für die USS DEMPSEY eine Zeit der Patrouillenfahrten innerhalb der Salomonen und darüber hinaus. So fuhr das Kriegsschiff gleich am folgenden Tag zu seiner ersten Patrouille. Diese führte den Geleitzerstörer bis zu den Treasury Islands, Nordsalomonen, die er am 26. März erreichte. Von hier aus fuhr das Kriegsschiff gleich weiter und wechselte zu den Russell Islands. Auf dieser Insel warteten die Soldaten des 58. Naval Construction Bataillon. Am 28. März verließ die USS DEMPSEY wieder die Insel und eskortierte mehrere Schiffe auf denen sich Seabees des 1th Echelon vom 58. Naval Construction Bataillon befanden. Diese sollten zur Insel Emirau, Admiralitätsinseln, Neuguinea gebracht werden. Gleich nach der Ankunft und nachdem sich die Seabees samt ihr Material ausgeschifft hatten, kehrte der Geleitzerstörer um und fuhren zu den Russell Islands zurück. Dort warteten die Soldaten des 2th Echelon vom 58. Naval Construction Bataillon schon an Bord ihrer Schiffe. Am 3. April legte der Schiffskonvoi ab und erreichte einen Tag später Emirau Island. Hier bauten die Seabees einen Flugplatz. Die USS DEMPSEY begann nun in den Gewässern der Salomonen zu patrouillieren. Dabei konnten am 6. April Crewmitglieder eines abgestürzten B-25 Bombers und am 7. April 2 Crewmitglieder eines Grumman TBF Avenger Torpedobombers aus dem Wasser gerettet werden. Der Geleitzerstörer lag dann am 14. April vor Emirau Island. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff in den Gewässern der Ostsalomonen. Damit sich die Schiffsbesatzung etwas erholen und dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt werden konnten, lag die USS DEMPSEY vom 8. Mai bis zum 6. Juni vor Espiritu Santo. An diesem 6. Juni verließ der Geleitzerstörer die Insel und erreichte zwei Tage später Russell Island. Hier wurde frischer Treibstoff gebunkert. Nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff wieder die Insel. Seine Patrouillenfahrt führte das Kriegsschiff nach Bougainville, Nordsalomonen. Den dortigen Stützpunkt erreichte das Kriegsschiff am 18. Juni. Drei Tage später lag die USS DEMPSEY im Hafen von Green Island und am 5. Juli wieder vor Emirau Island. Von hier aus ging die Patrouillenfahrt wieder zurück nach Port Purvis, Tulagi. In diese Bay lief das Kriegsschiff am 24. Juli ein. Nach weiteren Patrouillen lag die USS DEMPSEY vom 24. bis zum 29. August im Hafen von Port Purvis. Zusammen mit den Kriegsschiffen der CortDiv 26 verließ der Geleitzerstörer am 22. September die Tulagi Bay und erreichte fünf Tage später den natürlichen Hafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 2. Oktober liegen. An diesem Tag verließ die USS DEMPSEY wieder den Hafen und eskortierte Truppentransporter zum Atoll Ulithi, Karolinen. Auf dem Weg dorthin fuhren die Schiffe am 6. Oktober zu den Palau Inseln , um dann am 7. Oktober das Atoll zu erreichen. Ab diesem Tag gehörte die USS DEMPSEY zur Task Force 32 und begann bis zum 15. November vor der Hafeneinfahrt zu patrouillieren. In dieser Zeit war der Geleitzerstörer vom 11. bis zum 23. Oktober das Hafenkontrollschiff in der Kossol Passage. Dann am 28. Oktober eskortierte der Geleitzerstörer das Panzerlandungsboot USS LCT-406. Da kam es zu einem Gefecht mit einem japanischen Patrouillenboot. Die USS DEMPSEY versenkte das feindliche Schiff mit einem Torpedo und die Besatzung konnte noch einen Gefangenen aus dem Wasser bergen. Der Geleitzerstörer blieb in den Gewässern der Palau Inseln und patrouillierte dort weiter. Daher konnte die Mannschaft des Kriegsschiffes am 9. November einen amerikanischen Piloten aus dem Wasser bergen. Fünf Tage später verließ die USS DEMPSEY ihr Einsatzgebiet und fuhr zum Atoll Ulithi. Das Kriegsschiff erreichte dieses am 17. November. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 94, die Vizeadmiral John Howard Hoover ( 15. Mai 1887 in Seville, Ohio – 2. Dezember 1970 in Washington DC ) kommandierte. Hauptauftrag des Kriegsschiffes war es, Schiffskonvois zwischen dem Atoll Ulithi, Guam, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der philippinischen Insel Leyte zu eskortieren. Am 20. November begannen diese Eskortierfahrten. So lag die USS DEMPSEY am 12. Dezember vor dem Atoll Eniwetok und vom 19. bis zum 28. Dezember vor Guam. Am 31. Dezember lief die USS DEMPSEY aus Apra Harbor, Guam eiligst aus. Grund dafür war der Motorminensucher USS YMS-267. Dieses Schiff befand sich südlich der Insel und suchte nach Seeminen. An diesem Tag nahm der Minensucher im Motorraum Wasser auf und drohte zu sinken. Wegen des eingedrungenen Wasser mussten die Motoren abgestellt werden. Dadurch fiel die gesamte Elektrizität aus und die Lenzpumpen konnten auch nicht aktiviert werden. Der Funker gab ein Notsignal ab und die USS DEMPSEY eilte zu Hilfe. Der Geleitzerstörer ging längsseits. Umgehend warf man Elektrokabel zu dem havarierten Schiff und lieferte Strom damit die Lenzpumpen arbeiten konnten. Danach kam ein Bergungsschlepper und nahm die USS YMS-267 ins Schlepptau bis zum Apra Harbor. Die USS DEMPSEY selber verließ in den folgenden Tagen Guam und lag vom 11. bis zum 14. Januar in der San Pedro Bay von Leyte. An diesem 14. Januar verließ der Geleitzerstörer wieder die San Pedro Bay und eskortierte einen Schiffskonvoi zum Atoll Ulithi, wo sie am 17. Januar ankamen. Dann verließ das Kriegsschiff wieder das Atoll und lag am 24. Januar vor Guam. Hier integrierte man die USS DEMPSEY in die Task Force 96. Hauptaufgabe dieser hier in der TF anwesenden Schiffe waren der Eskortierdienst und der Luft- und Seerettungsdienst zwischen den Atollen Eniwetok, Ulithi und Kwajalein. Am 15. April verlegte man die Hauptbasis für den Geleitzerstörer nach Eniwetok. Von hier aus führte das Kriegsschiff seinen Patrouillen- und Eskortierdienst zwischen den Atollen aus. So hatte die USS DEMPSEY am 22. April den U-Boot Jäger USS SC-1273 im Schlepptau und brachte diesen für Reparaturarbeiten nach Eniwetok. Am 5. Juli verließ der Geleitzerstörer sein Einsatzgebiet und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Hier legte das Kriegsschiff am 11. Juli an. Man bunkerte an Bord frischen Treibstoff und Proviant. Am nächsten Tag verließ die USS DEMPSEY wieder den Hafen und fuhr nach San Francisco. Der Geleitzerstörer lief am 18. Juli in die Mare Island Naval Shipyard ein und wurde in ein Trockendock bugsiert. Die nun beginnenden Überholungsarbeiten dauerten bis in den November hinein. In dieser Zeit, am 15. August, war durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden. Nach Abschluss der Überholung stellte man am 23. November 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den Namen USS DEMPSEY ( DE-26 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 18. April 1947 an die National Metal & Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten. Man schleppte am 16. Juni 1947 den Schiffskörper aus dem Hafenbereich der US Navy bis zum Verschrottungskai.


USS DEMPSEY ( DE-26 )
Commanding Officer

LCDR Harry Allan Barnard, Jr.      24. Juli 1943 – 13. Dezember 1943
LCDR Joseph (Stormy) Alban Weber, Jr. (USNR)        13. Dezember 1943 – 11. Februar 1945
(später RADM bei USNR)
LCDR William C. Harris, Jr. (USNR)           11. Februar 1945 – 23. November 1945

USS BRACKETT ( DE-41 )

USS BRACKETT ( DE-41 )

Biografie

Bruce Godfrey Brackett
* 16. Oktober 1915 in Seattle, Washington
† offiziell am 23. Januar 1943 für Tot erklärt

Bruce Godfrey Brackett trat 1936 freiwillig ins Naval Reserve Officers Training Corps ein und diente anfangs an Bord der Schlachtschiffe USS NEW YOTK ( BB-34 ) und USS COLORADO ( BB-45 ) und dem Zerstörer USS HOPKINS ( DD-249 ). Man versetzte ihn am 5. September 1939 nach Pensacola, Florida an die dortige Pilotenausbildungsstätte, wo er zum Piloten ausgebildet wurde. Den Rang eines Ensign verlieh man ihm am 15. April 1940 nach der erfolgreichen Abschlussprüfung. Anschließend versetzte man Brackett an Bord des Leichten Kreuzers USS HONOLULU ( CL-48 ) und integrierte ihn in das Cruiser Scouting Squadron 9 ( VCS-9 ). Der Leichte Kreuzer operierte von der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii aus. Am 7. Dezember 1941, dem Tag an dem die Japaner diese Marinebasis massiv mit Flugzeugen angriffen, lag die USS HONOLULU in Pearl Harbor vor Anker. Das Kriegsschiff erlitt während der feindlichen Luftangriffe nur geringe Schäden. Daher übernahm der Leichte Kreuzer Eskortierpflichten zwischen der US Westküste, Australien und den Inseln von Samoa. Im Juni 1942 beförderte man Brackett zum Lieutenant ( jg ). Den folgenden Sommer verbrachte er weiterhin an Bord der USS HONOLULU, welche nun zwischen den Inseln der Aleuten operierte. Man beförderte Brackett schon am 1. Oktober 1942 zum Lieutenant und versetzte den Leichten Kreuzer zur Task Force 67. Während der am 30. November tobenden Schlacht bei Tassafaronga, Guadalcanal, Ostsalomonen gehörte Brackett mit seinem PBY Wasserflugzeug zu den Luftaufklärern. Vom 16. Dezember 1942 bis zum 14. Januar 1943 flog er gefährliche Missionen um den japanischen „Tokyo Express“, die sogenannten Versorgungsschiffe die die an Land befindlichen japanischen Einheiten mit Nachschub an Mensch und Material in den Nächten versorgen sollten, zu suchen. Auf seinen Missionsflügen zeichnete sich Brackett durch Tapferkeit aus, wenn er mit schwerem japanischem Flugabwehrfeuer konfrontiert wurde. Ohne Rücksicht auf seine persönliche Sicherheit leuchteten er und seine Mannschaftsmitglieder feindliche Ziele aus, damit amerikanische PT-Boot Staffeln zum Angriff übergehen konnten und eben diese feindlichen Versorgungsschiffe vernichten konnten. Während der stürmischen Nacht vom 14. zum 15. Januar 1943 wurde seine PBY Catalina über Savo Island abgeschossen, während Brackett mehrere amerikanische PT-Boote an einen japanischen Schiffskonvoi, bestehend aus neun Zerstörern, heranführte und mit seinen Suchscheinwerfern unterstützte, damit der Nachschub für die Japaner auf Guadalcanal unterbunden werden konnte. Lieutenant Brackett fand man in den folgenden Tagen weder Tod noch lebendig. Deshalb erklärte man ihn am 23. Januar für tot und verlieh ihm posthum für seinen Heroismus den Silver Star.


USS BRACKETT ( DE-41 )

Schiffsbiografie

Die USS BRACKETT ( DE-41 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Bruce Godfrey Brackett benannt wurde.
Der Geleitzerstörer ist das sechsunddreißigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Puget Sound Navy Yard in Bremerton, Washington wurde am 12. Januar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Schiff für die Royal Navy in Großbritannien gebaut werden und die Kennung BDE-41 tragen. Doch am 16. Juni 1943 übernahm die US Navy den Geleitzerstörer und er erhielt die Kennung DE-41. Mrs. George G. Brackett, Mutter von Lieutenant Bruce Godfrey Brackett, taufte am 1. August 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Henry Roskilly, Jr. ( 1912 in Massachusetts – ? ) ( USNR ) stellte am 18. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Gewässern vor Bremerton verließ die USS BRACKETT und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier meldete sich das Kriegsschiff am 12. November beim Operational Training Command. Der Geleitzerstörer begann hier mit der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Nach Abschluss der daran anschließenden Begutachtung des Schiffskörpers und der notwendig gewordenen Reparaturen verließ die USS BRACKETT am 15. Dezember San Diego und wechselte Nach San Francisco, Kalifornien. Hier warteten mehrere Versorgungsschiffe. Am 21. Dezember verließ der Schiffskonvoi die kalifornische Küste und erreichte sechs Tage später die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Umgehend beteiligte sich die USS BRACKETT an mehreren Übungen innerhalb der Hawaiianischen Gewässer, die zur Vorbereitung auf die Invasion der Marshall Islands durchgeführt wurden. Dazu versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT und USS DEMSPEY ( DE-26 ), sowie zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Die Japaner hatten dieses Atoll schon im November 1942 verlassen, da es für sie ohne Interesse war. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Für die US Navy war dieses Atoll das beste Sprungbrett um sicher zu den folgenden Inseln zu gelangen. Dank der Bemühungen der United States Coast and Geodetic Survey gab es ab dem 2. Februar eine großangelegte Verankerungsstelle. Die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) sind die ersten Kriegsschiffe die diese nutzten. Die USS BRACKETT eskortierte ab dem 4. Februar mehrere Kriegsschiffe aus der 5. US Flotte in den sicheren Hafen des Atolls. Bis zum 9. Mai setzte der Geleitzerstörer nun seinen Eskortierdienst für Versorgungsschiffe zwischen den Marshall und den Gilbert Insel fort. Ab dem 9. Mai fuhr das Kriegsschiff wieder nach Pearl Harbor. Dort musste in einem Trockendock unbedingt die Steuerbordwelle und der dazugehörige Schacht repariert werden. Die Arbeiten dazu waren am 15. Juni abgeschlossen. Nach mehreren Testfahrten verließ die USS BRACKETT am 19. Juni die Marinebasis und eskortierte Versorgungsschiffe zu den Inseln der Marianen. Die Insel Saipan erreichte der Geleitzerstörer, da tobte noch der erbitterte Kampf um dieses Eiland. Von Saipan aus nahm das Kriegsschiff seinen Konvoidienst auf und eskortierte Versorgungsschiffe, damit der lebensnotwendige Nachschub, wie Treibstoff, Munition und Nahrung, bis zu den hart umkämpften Basen herangeführt werden konnte. Vom 28. zum 29. Juli befand sich die USS BRACKETT auf dem Weg vom Atoll Eniwetok, Marshall Islands nach Saipan. Da erhielt man auf dem Geleitzerstörer einen Unterwasserkontakt. Umgehend ließ Lieutenant Commander Alfred C. Reed, Jr., Kommandant des Geleitzerstörers, mehrere Wasserbomben über Bord werfen. Nach deren Explosion konnte man aber nicht mit Sicherheit sagen, ob man ein feindliches U-Boot vernichtet hatte. Die nach dem Krieg geöffneten japanischen Aufzeichnungen deuteten daraufhin, dass in diesem Seegebiet zu dieser Zeit sich kein U-Boot aufgehalten hatte. Für die USS BRACKETT kam ab Ende 1944 der natürliche Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln zu ihrer regelmäßigen Patrouillen- und Eskortierfahrt hinzu. Das erste Mal erreichte der Geleitzerstörer Ende Oktober diesen Hafen und verließ ihn Anfang November wieder. In diesen Tagen hatte das Kriegsschiff samt seiner Besatzung nur gelegentliche Einsätze die gefährlich waren. Zu diesen Einsätzen gehörten schwimmende Treibminen die versenkt werden mussten. Doch ab dem 4. Dezember änderte sich dies schlagartig. Früher wurden die Marshall Inseln Wotje, Jaluit, Milli und Maloelap mit den zu eskortierenden Versorgungsschiffen umfahren. Doch mit der Zeit war diese große Umfahrung ein dringend benötigter Zeitfaktor. Daher wurden die auf diesen Inseln befindlichen japanische Einheiten ständig bombardiert. Doch um Erfolge aufweisen zu können, wurden von den Marshall Inseln Scouts eingesetzt, die die Koordinaten durchgaben wo sich feindliche Stellungen befanden. So feuerte die USS BRACKETT unter anderem am 5. Januar 1945 auf eine feindliche Geschützstellung auf dem Atoll Taroa, Marshall Islands. Diese japanische Geschützbatterie samt Bedienungspersonal war danach nicht mehr einsatzfähig. Am 7. Februar löste man den Geleitzerstörer aus dem Eskortier- und Patrouillendienst heraus und das Kriegsschiff fuhr nach Pearl Harbor. Hier wurden dringend notwendig gewordene Reparaturen ausgeführt und der Schiffsbesatzung eine Ruhepause gegönnt. Die USS BRACKETT verließ am 8. März die amerikanische Marinebasis und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier waren die Vorbereitungen auf den Angriff auf Okinawa voll im Gange. Dieses Atoll war dazu die am nächsten gelegene Operationsbasis. Hier wurden die 40 Öltanker, Munitions- und Versorgungsschiffe stationiert, die den dringend benötigten Treibstoff, frische und gefrorene Vorräte sowie Munition zu den Rykyu Inseln brachten, damit die Kriegsschiffe der 5. und 3. US Flotte ständig den dringend benötigten Nachschub erhielten. Zur Sicherung all dieser Schiffe versetzte man auch die USS BRACKETT in die Task Group 50.8, welche Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT ( CL-8 ), die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS BRACKETT, USS KYNE ( DE-744 ), USS LYMAN ( DE-302 ), USS REYNOLDS ( DE-42 ), USS DONALDSON ( DE-44 ), USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS CROWLEY ( DE-303 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS JACK MILLER ( DE-410 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS CONKLIN ( DE-439 ), die Tanker USS TALUGA ( AO-62 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS TALLULAH ( AO-50 ), USS PATUXENT ( AO-44 ), USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE ( AT-76 ). Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Während der dritten Eskortierfahrt griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Bis zum 28. Mai blieb die USS BRACKETT in dieser TG und sicherte die Nachschubschiffe vor feindliche Angriffe ab. An diesem 28. Mai verließ der Geleitzerstörer die TG vor Okinawa und eskortierte mehrere Versorgungsschiffe zum Atoll Ulithi. Dieses Atoll verließ das Kriegsschiff gleich nach der Ankunft und eskortierte mehrere Schiffe bis nach Guam, Marianen. Hier erhielt die USS BRACKETT den Befehl an die US Westküste zusammen mit mehreren Versorgungsschiffen zurück zukehren. Guam verließen die Schiffe am 27. Juni und erreichten wenige Tage später Pearl Harbor. Die Schiffe verließen diese Marinebasis am 8. Juli und erreichten sechs Tage später San Francisco. Hier bugsierte man die USS BRACKETT in ein Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und begann mit einer umfangreichen Überholung. Während der Arbeiten akzeptierte Japan am 15. August die bedingungslose Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg im Pazifik zu Ende. Die Reparaturarbeiten an der USS BRACKETT wurden nun eingestellt und man begann alle kriegstechnischen Einrichtungen auf dem Geleitzerstörer abzubauen. Am 23. November 1945 stellte man dann das Kriegsschiff außer Dienst und am 5. Dezember 1945 strich man den Namen USS BRACKETT ( DE-41 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 22. Mai 1947 an die National Metal and Steel Corporation auf Terminal Island, Los Angeles, Kalifornien zum verschrotten.


USS BRACKETT ( DE-41 )
Commanding Officer

LCDR John Henry Roskilly, Jr.  (USNR)        8. Oktober 1943 – 13. Juni 1944
LCDR Alfred C. Reed, Jr.  (USNR)         13. Juni 1944 – 23. November 1945

USS BULLARD ( DD-660 )

USS BULLARD ( DD-660 )

Biografie

William Hannum Grubb Bullard
* 6. Dezember 1866 Medea, Pennsylvania
† 24. November 1927 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Spanisch-Amerikanischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg

William Hannum Grubb Bullard war der Sohn von Orson Flagg Bullard der ein Mitglied der Pennsylvania Legislative war. Der junge Bullard besuchte in Media die High School und schloss diese im Jahre 1882 ab. Er gehörte zur ersten Abschlussklasse dieser Schule. Von der High School wechselte Bullard am 28. September 1882 im Rang eines Midshipman zur United States Naval Academy in Annapolis. Sein Studium schloss er dort am 9. Juni 1886 ab. Man versetzte ihn am 12. Juli 1886 an Bord des Geschützten Kreuzers USS ATLANTA ( 1884 ) der eine Woche später von Captain Francis M. Bunce ( 25. Dezember 1936 – 19. Oktober 1901 ) in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Seinen Dienst versah Midshipman Bullard auf dem Schiff das bis Juli 1887 im Hafen von New York lag wo es sich einigen Änderungen unterziehen musste. Danach kreuzte der Geschützte Kreuzer entlang der Ostküste im Verband mit dem Nordatlantik Geschwader. Die Kreuzfahrten wurden dann bis in die Karibik ausgedehnt. Am 23. Juni 1888 wechselte Bullard an Bord des US Coast Survey Steamer GEDNEY. Nach dem Ablegen seiner Prüfungen an der Marineakademie beförderte man ihn am 1. Juli zum Ensign. Am 15. August 1890 ging Bullard von Bord des Küstenwachschiffes GEDNEY und meldete sich am 27. August an Bord des Geschützten Kreuzers USS PHILADELPHIA ( C-4 ), der von Captain Robert Forbes Bratford am 28. Juli 1890 in den Dienst der US Navy gestellt hatte, zum Dienst. Man teilte Ensign Bullard als Bewachungs- und Abteilungsoffizier ein. Von Bord des Geschützten Kreuzers ging er am 1. September 1892 und wechselte an die Marineakademie wo er vom 5. September bis zum 29. Oktober 1892 einen elektrischen Kurs belegte. Am 1. November wechselte Bullard zum Bureau of Equipment innerhalb der Marineakademie. Dort hat er in den folgenden drei Jahren Instruktionen ausgegeben und spielte im Baseball Team. Danach versah er seinen Dienst an Bord des Kanonenbootes USS BANCROFT ( 1892 ) und der Schraubenkorvette USS LANCASTER ( 1858 ). Zum Lieutenant ( jg ) beförderte man ihn am 5. September 1896. Bullard diente dann an Bord des Geschützten Kreuzers USS COLUMBIA ( C-12 ) und auf dem Schulschiff USS MONOGAHELA ( 1862 ). Zum Lieutenant ernannte man ihn am 3. März 1899. Bullard reiste danach zum asiatischen Geschwader wo er ab dem 4. August 1900 an Bord des Kanonenbootes USS PRINCETON diente. Nach dem Dienst dort als Navigationsoffizier begab er sich am 20. Oktober 1902 wieder von Bord und kehrte an die Marineakademie zurück. Lieutenant Bullard genoss einen guten Ruf als Kenner elektrischer Anlagen und Funkverbindungen. Er veröffentlichte daher 1904 über das United States Naval Institut ein Buch mit dem Titel „Der Marineelektriker – Text und Handbuch“. Dieses Handbuch wurde bis 1917 mehrmals neu aufgelegt. Auf dem Schulschiff USS CHESAPEAKE ( 1898 ) an der Marineakademie war er ab dem 2. Mai 1904 für drei Monate der Executive Officer und kehrte danach an seine vorangegangene Arbeit an der Akademie zurück. Dort beförderte man Bullard am 1. Januar 1905 zum Lieutenant Commander. Bullard begab sich dann an der Navy Yard in Norfolk, Virginia an Bord des Geschützten Kreuzers USS GALVESTON ( C-17 ) der von Commander William Gifford Cutler am 15. Februar 1905 in den Dienst der US Navy gestellt wurde. Doch schon am 20. Mai 1905 begab sich Bullard wieder von Bord und wechselte zum Schlachtschiff USS MAINE ( BB-10 ) wo er der Navigator und der Executive Officer war. Am 1. August 1907 kehrte Lieutenant Commander Bullard an die Marineakademie zurück wo er nun die Aufgaben eines Dozenten übernahm. Zum Commander beförderte man ihn am 1. Februar 1909. Am 14. Mai 1909 übernahm Bullard das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS CHICAGO ( 1885 ) der mit dem Ausbildungsgeschwader von der Marineakademie entlang der Ostküste kreuzte. Bullard kehrte mit dem Schiff am 24. August nach Annapolis zurück wo es vier Tage später außer Dienst gestellt wurde. Bullard wechselte an Bord des Schlachtschiffes USS IOWA ( BB-4 ) und übernahm das Kommando während der Sommerkampfpraxis im Jahre 1910. Am 21. August 1911 erhielt er das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS SAN FRANCISCO ( C-5 ) der in der Norfolk Navy Yard lag. Zum Captain beförderte man Bullard am 1. Juli 1912. Im Anschluss an die Naval Review in Portsmouth, New Hampshire im Oktober 1912 begab er sich in das Marineministerium wo er als Superintendent am 14. November die Aufgaben des Marinefunkdienstes und der Funkstationen in Arlington, Virginia übernahm, welches im Bureau of Navigation integriert war. Im kommenden Frühjahr hat Bullard für das Handelsministerium während einer Internationalen Konferenz für den Funkgebrauch geworben um die Sicherheit auf See zu verbessern. Das Marineministerium vertrat Bullard bei einer Konferenz am 20. Dezember 1915. Außerdem schrieb er ein Buch für die Regulierungen und Instruktionen für die Operationen der Küstenwache. Vier Tage später übernahm Bullard die Verantwortungen als Delegierter seines Landes auf dem Zweiten Pan American Scientific Kongress in Washington DC wo er auf die Notwendigkeit auf dem Gebrauch des Funks hinwies. Am 24. Juni 1916 verließ Bullard wieder das Amt des Marinefunkdienstes. Er übernahm am 7. Juli das Kommando über das Schlachtschiff USS ARKANSA ( BB-33 ) das bis dahin in der New York Navy Yard zur Überholung lag. Während des Ersten Weltkrieges übernahm das Schlachtschiff Patrouillenaufgaben entlang der Ostküste und man bildete in den folgenden vierzehn Monaten Geschützbedienungen aus die auf bewaffneten Handelsschiffen die Verbindung zwischen den USA und Europa aufrecht erhalten sollten. Im Juli 1918 verlegte man das Schlachtschiff nach Rosyth, Schottland wo es zur britischen Grand Fleet gehörte und das Schlachtschiff USS DELAWARE ( BB-28 ) ablösen sollte. Kurz nach der Ankunft in Rosyth, übergab Captain Bullard am 31. August 1918 das Kommando über das Schlachtschiff und übernahm neue Aufgaben am US-amerikanischen Flottenstützpunkt auf Malta, denn er war am 1. Juli in den Rang des Rear Admiral ohne Bezüge ernannt worden. Am 3. November übernahm er deshalb das Kommando über die US amerikanischen Streitkräfte im östlichen Mittelmeer. In seiner Dienstzeit dort auf Malta war er am 5. Januar 1919 bei der Übernahme der Österreichisch-Ungarischen Flotte im Adriatischen Meer beteiligt. Danach reiste Rear Admiral Bullard nach Paris wo eine Marineradiokonferenz mit den Verbündeten anberaumt worden war. Auf dem Überseedampfer OLYMPIC reiste er im März 1919 nach New York und übernahm am 7. April im Marineministerium in Washington DC die Aufgaben des Direktors für Marinekommunikationen. Zwei seiner bedeutenden Befehle in diesem Sommer 1919 war den Verkauf der Rechte für einen radioorientierten Wechselstromgenerator ins Ausland zu verhindern und die Errichtung zukünftiger Radion Corporation Amerikas zu fördern. Am 20. Oktober 1919 wurde Bullard der Rang Rear Admiral im vollen Umfang zugesprochen. Den Direktorposten im Marineministerium legte er am 11. Juli 1921 nieder und reiste über San Francisco nach Manila, Philippinen um am 12. Oktober das Kommando über die Patrouillenschiffe auf dem Yangtse zu übernehmen. Im November befand er sich in Peking für die spezielle Aufgabe den oberen Yangtse im Mai 1922 zu besuchen und zu erforschen wie man Funkkommunikationen unter den Patrouillenschiffen verbessern kann. Das Kommando über Patrouillenschiffe übergab Bullard am 26. Juli 1922 und reiste auf eigene Kosten nach Washington DC mit den öffentlichen Transportmitteln. Am 25. September erreichte er sein Ziel und am 30. September 1922 versetzte man Rear Admiral Bullard aus dem aktiven Dienst in den Ruhestand. Bullard übernahm dann den Vorsitz der Federal Radio Kommission in Washington DC welche er bis zu seinem Tode am 24. November 1927 leitete.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Rear Admiral William Hannum Grubb Bullard benannt worden.
Das eine benannte die US Navy und war der Zerstörer USS BULLARD ( DD-660 ) aus der FLETCHER – Klasse.
Das zweite Schiff war das Kabel – Verlegeschiff SS WILLIAM H G BULLARD ( Maritime Commission hull 2557 ) das von der US Navy im Jahre 1953 erworben und in USS NEPTUNE ( ARS-2 ) umbenannt wurde.


USS BULLARD ( DD-660 )

Schiffsbiografie

Die USS BULLARD ( DD-660 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral William Hannub Grubb Bullard benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhunderteinunddreißigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 16. Oktober 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ellen Bierne Saunders Bullard ( 18. Mai 1866 – 24. Januar 1954 ), Witwe von Rear Admiral William Hannub Grubb Bullard, Taufte am 28. Februar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Glenn Roy Hartwig ( 30. März 1904 in Detroit, Michigan – ? ) stellte am 9. April 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS BULLARD bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte, operierte der Zerstörer entlang der US Ostküste und in der Karibik. Dabei eskortierte das Kriegsschiff Schwere Einheiten auf deren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Dann versetzte man die USS BULLARD in den Pazifik. Anfang August verließ der Zerstörer die US Ostküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte am 22. August die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff verließ das Kriegsschiff wieder diesen Hafen und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier begannen für das Kriegsschiff und dessen Besatzung mehrer Übungen sowie das kalibrieren der Bordwaffen. Diese Übungen dauerten bis Ende September. Nun gliederte man die USS BULLARD in die Task Force 14 ein, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 25. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation zur Bombardierung japanischer Truppen und Stellungen auf dem Atoll Wake Island, Nördliche Marianen befehligte. Dieses Atoll befindet sich 12 Meilen nördlich der Marshall Inseln. In der TF 14 waren die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS YORKTOWN ( CV-10 ) und USS LEXINGTON ( CV-16 ), die Leichten Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), USS COWPENS ( CVL-25 ) und USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ), die Schweren Kreuzer USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ), USS MOBILE ( CL-63 ), USS BIRMINGHAM ( CL-62 ) und USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS BULLARD, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS HAZELWOOD ( DD-531 ), USS BANCROFT ( DD-598 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ), USS HALFORD ( DD-480 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS HULL ( DD-350 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BOYD ( DD-544 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ), USS CONNER ( DD-582 ) und USS BURNS ( DD-588 ). Am 29. September verließen diese Schiffe Pearl Harbor und erreichten am 5. Oktober das Atoll Wake Island. An diesem 5. und am 6. Oktober bombardierten die Schiffe und die Trägerflugzeuge die Insel. Nach dem Bombardement am 6. Oktober verließen sie wieder die Gewässer rund um die Insel und wurden zwei Tage später auf offener See von Tankern erwartet. Man füllte die Treibstofftanks und am 11. Oktober legten die Schiffe in Pearl Harbor wieder an. Man versetzte nun die USS BULLARD in die Task Group 50.3, die Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands, befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE, die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ) und USS WILSON ( DD-708 ) und die Zerstörer USS ERBEN ( DD-631 ), USS HALE ( DD-642 ), McKEE ( DD-575 ) und USS MURRAY ( DD-576 ) kamen erst ab dem 15. November in Espiritu Santo, New Hebrides dazu. Am 21. Oktober verließen alle Schiffe der Task Force 50 Pearl Harbor und fuhren in Richtung der Ostsalomonen. Die Kriegsschiffe der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo. Am 8. November laufen die Schiffe der TG 50.3 und TG 50.4 in Espiritu Santo wieder aus. Das erste Ziel beider Task Group war der japanische Stützpunkt in Rabaul, Neuguinea. Den erreichten sie am 11. November und begannen japanische Stellungen und Schiffe im Hafen von Rabaul und Flugplätze auf dem Festland zu beschießen. Dabei wurde der Schwere Kreuzer IJN ABANO beschädigt, der japanische Zerstörer IJN NAGANAMI teilweise ausgeschaltet und der erst am 27. Juli 1943 in Dienst gestellte Zerstörer IJN SUZUNAMI versenkt. Gegen Mittag stieg die erste japanische Flugstaffel auf und begann den Angriff auf die amerikanischen Schiffe. Doch diese verließen umgehend den Kampfplatz ohne auch nur eines der feindlichen Flugzeuge abzuschießen. Wichtig war, dass keines der Schiffe durch eine Unachtsamkeit an den kommenden Kämpfen nicht teilnehmen konnte. Vor Rabaul trennen sich die Schiffe der TG 50.3 und der TG 50.4 nach der Beendigung des Bombardements. Die der TG 50.3 fuhren nach Espiritu Santo, wo sie am 14. November anlegten. Jetzt gliederten sich die vier noch fehlenden Zerstörer ein. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Bunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Dort wurden die Schiffe, wie schon bei den anderen Verbänden, die Treibstoffbunker gefüllt. Am folgenden Tag vereinigten sich die Schiffsverbände der TF 52, TF 53 und TF 50 zwischen Baker und Nanomea, Ellice Islands. Von hier aus marschieren die Verbände zusammen zu ihren Einsatzorten. Die Schiffe der TG 50.3 beginnen am 19. November mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf Tarawa. Am folgenden Tag landen die ersten Marines und nehmen das Atoll Tarawa ein. Zur Unterstützung der Landungseinheiten vor Betio, wechseln die Schiffe der TG 50.3 dorthin und führen ihr Bombardement gegen japanische Stellungen weiter. Die USS BULLARD bot dabei zusammen mit den anderen Zerstörern den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den sich nähernden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Am 28. November zog man die USS BULLARD aus der TG 50.3 ab und integrierte den Zerstörer in die TG 50.1, die Rear Admiral Pownall ( 4. Oktober 1887 in Atglen, Chester County – 19. Juli 1975 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Galvanic“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS YORKTOWN und USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS, die Schlachtschiffe USS WASHINGTON ( BB-56 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ) und USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ), die Schweren Kreuzer USS BALTIMORE ( CA-68 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ), USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN und USS OAKLAND und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS LA VALETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ) und USS NICHOLAS ( DD-449 ). Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.1 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.2 und TG 50.3 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Auf Amerikanischer Seite wurde die USS LEXINGTON durch ein Torpedo und die USS TAYLOR durch Granaten der USS OAKLAND beschädigt. Am 6. Dezember ziehen sich die Schiffe der TG 50.1 von Kwajalein zurück und erreichen drei Tage später den Hafen von Pearl Harbor. Jetzt beginnen für die Mannschaft der USS BULLARD die Vorbereitungen für den Angriff auf die Atolle der Marshall Islands. Dazu stellte man am 6. Januar 1944 die Task Force 58 zusammen, die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher ( 26. Januar 1887 in Hillsboro, Wisconsin – 3. Februar 1947 in Norfolk, Virginia ) während der Operation „Flintlock“ und „Catchpole“ befehligte. Innerhalb der TF stand die USS BULLARD genauso wie die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS CANBERRY ( CA-70 ), die Leichten Kreuzer USS BILOXI ( CL-80 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS SAN DIEGO ( CL-53 ) und die Zerstörer USS LANG ( DD-399 ), USS STACK ( DD-406 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS CUMMINGS ( DD-365 ) frei zur Verfügung. Doch dann versetzte man die USS BULLARD in die Task Group 51.2, die Majuro Attack Group, die Rear Admiral Harry Wilbur Hill ( 7. April 1890 in Oakland, Kalifornien – 19. Juli 1971 in Annapolis, Maryland ) kommandierte. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ) und USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY und USS BLACK ( DD-666 ), die Geleitzerstörer USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS DEMPSEY ( DE-26 ). Zwei Schnelle Truppentransporter, das Angriffstruppentransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ) und ein Panzerlandungsschiff transportierten ein Bataillon der 27. US Infanteriedivision. Am 23. Januar verlassen diese Schiffe, zusammen mit denen der TG 51.1, Pearl Harbor und fuhren zu den Marshall Islands. Der Angriff und die Landeoperation auf das unverteidigte Atoll Majuro beginnen am Morgen des 31. Januar. Sofort beginnen die Arbeiten, um das Atoll zu einem wichtigen Stützpunkt der US Flotte auszubauen. Am 2. Februar laufen die beiden Schlachtschiffe USS WASHINGTON und USS INDIANA ( BB-58 ) samt ihrer Eskorte aus der Task Force 58 als erste Kriegsschiffe in die Lagune ein. Die USS BULLARD versetzte man nun wieder in die TF 58 und stand dort wieder zur freien Verfügung. Am 13. Februar lief der Zerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen der TF in Majuro aus und begann mit der Luft- und Unterwasserüberwachung zum Schutz der im Kampf befindlichen Kriegsschiffe. Am 1. März erreichten die Schiffe der TF 58 wieder das Atoll und wurden auf die Kämpfe um die Palau Inseln vorbereitet. Die USS BULLARD blieb in der Task Force 58, der Schnellen Flugzeugträger Task Force die Rear Admiral Marc Andrew Mitscher befehligte, und sollte sich an der Operation „Desecrate I“ beteiligen. Die Schiffe der TF 58 legten am 22. März vom Atoll Majuro ab und fuhren zu den Palau Inseln. Die USS BULLARD wurde keiner Task Group direkt unterstellt, sondern sollte den Schutz der Flugzeugträger innerhalb der TF verstärken und befand sich daher zur Sicherung der Trägereinheiten auf Patrouillen- und Aufklärungsfahrt. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Palau Inseln. Noch am selben Tag begann der Angriff auf die Inseln. Es waren keine Landungstruppen während dieses Bombardements anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es, die japanische Basis so sehr zu schwächen das sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April das Atoll Woleai an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Man gliederte nun die USS BULLARD in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY, USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE( DD-642 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Diese Schiffe fuhren nicht geschlossen in die Humboldt Bay, Neuguinea, um sich dort an der Eroberung von Hollandia zu beteiligen. Mehrere der Kriegsschiffe hatten die unterschiedlichsten Aufgaben erhalten. Sie trafen sich aber alle in der Milne Bay, Neuguinea. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April zusammen mit den Truppentransportern die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea weiter. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS BULLARD sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia wieder und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS BULLARD, USS KIDD und USS CHAUNCEY verließen den Seeadler Harbour wenige Tage später und eskortierten mehrere Truppentransporter bis nach Espiritu Santo. Man versetzte hier die USS BULLARD in die Task Group 52.11. die Rear Admiral H. B. Sallada während der Operation „Forager“ befehligte. Innerhalb dieser TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 52.11.2, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und USS SANGAMON ( CVE-26 ) und USS SUWANNEE ( CVE-27 ) ab dem 20. Juni, der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS BLACK, USS CHAUNCEY und USS WADSWORTH ( DD-516 ). Vor Espiritu Santo sammelten sich die Kriegsschiffe. Nach mehreren Übungen und dem auffüllen aller Bunker, verließen die Kriegsschiffe am 8. Juni die Insel und fuhren nach Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie am Abend des 14. Juni. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf dieser Insel. Am folgenden Tag begann die Invasion amerikanischer Truppen. Die USS BULLARD sicherte dabei, zusammen mit den anderen Zerstörern, die Geleitflugzeugträger vor einem feindlichen Luftangriff ab. Mehrere japanische Torpedobomber waren in den Luftraum eingedrungen und ihre todbringenden Waffen auf die Schiffe abgeworfen. Doch keiner der Torpedos traf sein Ziel. Für die weiteren Kämpfe um die Marianen gliederte man die USS BULLARD ab dem 21. Juni in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) während der Operation „Forager“ bis zum 27. Juli befehligt wurde. Innerhalb der TG gehörte die USS BULLARD zur Task Undergroup 53.7.1, die Rear Admiral Felix Budwell Stump kommandierte. Innerhalb der TU befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD und USS CHAUNCEY. Diese Schiffe verließen am 25. Juni die Marianen und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier wurden auf allen Schiffen alle Bunker und auf den Flugzeugträgern zusätzlich die Flugzeugstaffeln aufgefüllt. Dann ging die Fahrt zurück nach Saipan. Am Abend des 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7.1 die Gewässer um Saipan und fuhren erneut zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Außerdem füllte man die Munitions-, Proviant- und Treibstoffbunker auf. Am 9. Juli lagen die Kriegsschiffe der TU in den Gewässern von Guam und die Trägerflugzeuge begannen mit dem Bombardement feindlicher Stellungen. Um noch effektiver die japanischen Stellungen im Bereich des kommenden Landungsgebietes zu vernichten, versetzte man die USS BULLARD in die Task Group 53.18, die Rear Admiral Charles Turner Joy ( 17. Februar 1895 in St. Louis, Missouri – 6. Juni 1956 in San Diego, Kalifornien ) befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer zur TU 53.18.2. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS CORAL SEA, der Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS BLACK und USS ANTHONY ( DD-515 ). Ab dem 12. Juli wurde auf Guam durch die Trägerflugzeuge der TG alles bombardiert was sich bewegte. Dies hielt man bis zum 16. Juli aufrecht. Anschließend zog man die Kriegsschiffe der TU 53.18.2 aus dem Kampgeschehen heraus. Sie fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier löste man die TU auf. Die USS BULLARD, sowie die anderen Kriegsschiffe, kehrte, bis auf die USS CORAL SEA, nach Guam zurück und reihte sich in die TG 53.7 wieder ein. Bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Hier beteiligte sich die USS BULLARD in den folgenden Tagen an mehreren Trainingsübungen. Den Zerstörer setzte man zu keiner weiteren Kampfhandlung in den nächsten Tagen ein. Das Kriegsschiff verließ dann das Atoll und fuhr über Pearl Harbor an die US Westküste. In ein Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien bugsierte man die USS BULLARD am 10. September. Die umfangreiche Überholung war am 18. Februar abgeschlossen. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS CHAUNCEY, USS KIDD, USS HALE und USS BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar die kalifornische Küste. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Das weitere Ziel war das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS BULLARD, USS KIDD, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER, USS STEMBEL, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanischer Gewässer. Zwei Tage später lagen sie rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten zum ersten Mal frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum 17. März. Noch am Nachmittag dieses zweiten Tages, nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen jene rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sie sich nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu. Da lagen die Kriegsschiffe 125 Seemeilen südlich von dem Einsatzgebiet der Trägerflugzeuge. Die amerikanischen Piloten machten Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der beginnenden Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Damit alle Schiffe und Flugzeuge genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS BULLARD auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay, von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen. Die Geschützmannschaften der USS BULLARD eröffneten, wie alle anderen Mannschaften der Zerstörer auch, das Feuer auf diese Selbstmordpiloten. Mehrere japanische Flugzeuge wurden noch rechtzeitig abgeschossen, aber einige wenige schafften es trotzdem bis zu einem amerikanischen Schiff und stürzten sich darauf. Am folgenden Tag erhielt die USS BULLARD den Befehl, einen Piloten von einer abgeschossenen Hellcat F6F-5, der auf dem Leichten Flugzeugträger USS BELLEAU WOOD ( CVL-24 ) stationiert war, in der Nähe von Chichi Jima aus dem Wasser zu bergen. Der Zerstörer hatte sehr schnell die angegebenen Koordinaten erreicht, da er extra für solche Einsätze stationiert worden war. Der Pilot war schnell geborgen und das Kriegsschiff kehrte auf seinen Posten zurück. Kaum war diese Position erreicht, da stürzte sich aus einer Wolke kommend ein Kamikazepilot auf die USS BULLARD. Geistesgegenwärtig befahl Commander Bernard William Freund ( 30. Juli 1910 – 9. Februar 2007 ), Kommandant des Zerstörers, die Maschinen sofort auf „Volle Fahrt zurück“ zu bringen. Dadurch konnte er eine Kollision mit diesem feindlichen Flugzeug weitgehend verhindern. Nur die linke Tragfläche des Flugzeuges schlug im Bug ein und verursachte verhältnismäßig wenig Schaden. Die japanische Maschine schlug mehrere Meter entfernt auf dem Wasser auf und zerschellte. Am 14. April lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 300 Seemeilen östlich von Okinawa und wurden betankt. Der von der USS BULLARD gerettete Pilot wurde an eines der Tankschiffe übergeben. Gleich nach dem Abschluss dieser Arbeiten fuhren die Kriegsschiffe zusammen mit denen der TG 58.1 und TG 58.2 nach Norden. Ziel waren wieder militärische Einrichtungen auf Kjushu, auf die die Trägerflugzeuge ihre Bomben abwarfen. Bis zum 17. April blieben die Schiffe der TG 58.3 in der Nähe von Kjushu, dann wandten sie sich wieder in Richtung Okinawa. Da am 16. April die Schiffe der TG 58.2 schwere Verluste durch Kamikazepiloten zu verbuchen hatten, zog man diese aus dem Kampfgeschehen heraus. Sie sollten zum Atoll Ulithi fahren damit sich dort die Besatzungen etwas erholen konnten. Nur die Zerstörer THE SULLIVANS, USS STEPHEN POTTER, USS OWEN, USS MILLER, USS TINGEY, USS TWINING, USS HUNT, USS MARSHALL und USS LEWIS HANCOCK verblieben in diem Gebiet und wechselten zur TG 58.3. Innerhalb dieser TG befanden sich alle Zerstörer nun in der TU 58.3.4 die Captain John Philip Womble, Jr. ( 13. Dezember 1900 – 5. Oktober 1956 ) kommandierte. Alle Kriegsschiffe der TG lagen am 18. April rund 325 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. Hier wurden sie betankt und nahmen frische Munition an Bord. Ab dem 19. April begannen die Trägerflugzeuge der TG mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Okinawa, was fast täglich stattfand. Die Luftangriffe wurden nur eingestellt, wenn die Kriegsschiffe der TG Treibstoff übergeben bekamen. Da zogen sie sich wieder auf eine Position zurück die die Kamikazepiloten nicht ohne weiteres erreichen konnten. Die USS BULLARD verließ nun für wenige Tage die Task Group und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier wurden die Beschädigungen durch den Kamikazeangriff repariert. Da allerdings seit den Kämpfen um Okinawa die Zahl der beschädigten Schiffe sprunghaft nach oben gegangen war, musste man sich auf dem Zerstörer in Geduld üben. Außerdem konnte man an dem Kriegsschiff dann auch nur eine Notreparatur vornehmen, so dass die USS BULLARD am 31. Mai die Gewässer von Okinawa verließ und in die San Pedro Bay, Leyte fuhr. Diese amerikanische Marinebasis erreichte der Zerstörer drei Tage später. Hier begannen weitere Reparaturarbeiten an den Einrichtungen des Schiffes. Außerdem konnte sich die Mannschaft von den Kämpfen erholen. Dann legten ab dem 13. Juni die anderen Kriegsschiffe der Task Force an. Nun wurden wieder Übungen abgehalten. Dann stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS BULLARD versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS HALE, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS BULLARD und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Die USS BULLARD sicherte in diesen Tagen die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS BULLARD immer noch die Flugzeugträger aus der TG und fuhr an diesem Tage in die Takyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Bis zum 10. November blieb der Zerstörer in den japanischen Gewässern und nahm Besatzungsaufgaben wahr. An diesem 10. November verließ das Kriegsschiff den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Am 3. Dezember legte die USS BULLARD in San Pedro, Kalifornien an. Im folgenden Jahr 1946 operierte der Zerstörer entlang der US Westküste. Sein Heimathafen war San Diego, Kalifornien. Hier bereitete man das Kriegsschiff auch auf die Inaktivierung vor und begutachtete den Schiffskörper. Am 20. Dezember 1946 stellte man das Kriegsschiff dann außer Dienst. Der Schiffskörper war nicht so solide wie man es sich gewünscht hätte. Deshalb stellte man den Zerstörer Anfang der 50er Jahre nicht wieder in Dienst. Den Namen USS BULLARD ( DD-660 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 3. Dezember 1973 zum verschrotten.


USS BULLARD ( DD-660 )
Commanding Officer

CDR Glenn Roy Hartwig           9. April 1943 – November 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Bernard William Freund         November 1943 – 31. Mai 1945 (erreichter Rang CAPT)
LT Henry Frederick Rodner Jr.         31. Mai 1945 – Januar 1945
LCDR Eigel Thornton Steen         16. Juni 1945 – 31. Oktober 1945

USS CHAUNCEY ( DD-296 )

USS CHAUNCEY ( DD-296 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners. Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-296 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertfünfte Schiff aus der CLEMSON – Klasse.
Auf der Union Iron Works in San Francisco, Kalifornien wurde am 17. Juni 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss D. M. Todd taufte am 29. September 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander William Alexander Glassford, Jr. ( 6. Juni 1886 in San Francisco, Kalifornien – 30. Juli 1958 in San Diego, Kalifornien ) stellte am 25. Juni 1919 in der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt gliederte man die USS CHAUNCEY in die Pazifikflotte ein. Heimathafen des Zerstörers war San Diego, Kalifornien. Nach dem Abschluss der Ausbildungsfahrten beteiligte sich das Kriegsschiff entlang der US Westküste und in den Gewässer vor Hawaii an Flottenübungen, Schießübungen und anderen Trainingsaktivitäten. Vom 15. Juli 1920 bis zum 14. Oktober 1921 lag die USS CHAUNCEY in San Diego in Reserve. Nach der Wiederaufnahme des aktiven Dienstes war der Zerstörer das Flaggschiff der Zerstörerdivision 31. In den nun folgenden beiden Jahren beteiligte sich das Kriegsschiff wieder an mehreren Manövern und Übungen entlang der US Westküste. In der Zerstörer Division 31 befanden sich das Flaggschiff USS FARRAGUT ( DD-300 ), USS FULLER ( DD-297 ), USS PERCIVAL ( DD-298 ) und USS SOMERS ( DD-301 ). Kommandeur der Zerstörer Division war Commander William Satterlee Pyr ( 9. Juni 1880 in Minneapolis, Minnesota – 4. Mai 1959 in Bethesda, Maryland ). Anfang September lag der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern dieser Zerstörer Division am Pier 15 im Hafen von San Francisco. Am 7. September 1923 erhielt Lieutenant Commander Richard Henry Booth, Kommandant der USS CHAUNCEY, den Befehl zusammen mit den Schiffen der Zerstörer Division 11, welche zum Zerstörergeschwader 11 gehörten, nach San Diego zu fahren. In diesem Geschwader befanden sich vierzehn Zerstörer. Das Flaggschiff USS DELPHY ( DD-261 ) auf dem sich der Kommandant des Geschwaders Captain Edward Howe Watson ( 28. Februar 1874 – 7. Januar 1942 ) befand. Zu dem Geschwader gehörten noch die Zerstörer USS CHAUNCEY, USS FARRAGUT, USS SOMERS, USS PERCIVAL, USS FULLER, aus der Zerstörer Division 33 die USS YOUNG ( DD-312 ), USS S P LEE ( DD-310 ), USS WOODBURY ( DD-309 ) und USS NICHOLAS ( DD-311 ) und aus der Zerstörer Division 33 die USS KENNEDY ( DD-306 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-307 ), USS STODDERT ( DD-302 ) und USS THOMPSON ( DD-305 ). Am Morgen des 8. September gegen 7:00 Uhr hievten die Zerstörer die Anker auf. Die See war spiegelglatt und ruhig. Um 8:30 Uhr ging das Geschwader auf den Generalkurs von 160° und die Marschfahrt wurde auf 20 Knoten erhöht. Gegen 11:30 Uhr erfolgte die letzte terrestrische Ortsbestimmung. Nach drei weiteren Stunden änderten die Schiffe des Geschwaders den Kurs auf 150° und ab 16:30 Uhr in Kiellinie wegen des sich verschlechternden Wetters. Gegen 18:00 Uhr erreichten die Schiffe den Nordeingang des Santa Barbara Channel. Da man nun keine Landsicht mehr hatte wegen der schlechten meteorologischen Bedingungen, bediente sich Captain Watson der Funkpeilstelle auf Point Arguello. Diese meldete sich dreizehn Minuten nach der Anfrage und gaben den Kurs von 320° an. In den folgenden dreißig Minuten wurden dann weitere Peilungen an die USS DELPHY übermittelt. Nach diesen werten fuhr das Geschwader direkt auf den Point Arguello zu. Captain Watson hätte den Fehler bereits da bemerken müssen, schenkte aber den Angaben der Funkpeilstelle keine weitere Beachtung und gab den Kurs von 150° und die Geschwindigkeit von 20 Knoten an die anderen Schiffe des Geschwaders weiter. Um 20:00 Uhr wurden die errechneten Koordinaten an die anderen Schiffe weitergegeben die immer noch in Kiellinie folgten. Die Navigationsoffiziere errechneten allerdings einen vollkommen anderen Standort der viel zu gefährlich nahe an der Küste sich befand. Doch die Kommandanten hatten nicht den Mut diese Daten dem Geschwaderchef zu übermitteln. Nach der Peilung der Funkpeilstelle um 20:39 Uhr und 20:58 Uhr befand sich das Geschwader nördlich von Point Arguello anstatt wie von Captain Watson angenommen südlich davon. Ohne eine Ankündigung änderte die USS DELPHY um 21:00 Uhr den Kurs auf 95° und verschwand im Nebel. Das Kursänderungssignal mit dem neuen Kurs wurde den in Kiellinie folgenden Zerstörern nachträglich übermittelt. Fünf Minuten nach der Kursänderung lief die USS DELPHY mit 20 Knoten auf die Felsen der kalifornischen Küste auf. Drei Besatzungsmitglieder starben dabei und fünfzehn wurden verwundet. Der Zerstörer brach in der Mitte auseinander und das Heck sank unter die Wasseroberfläche. Geistesgegenwärtig konnte man auf dem Zerstörer noch das Signalhorn aktivieren um die anderen Schiffe zu warnen. Doch für die USS FULLER, USS S P LEE, USS WOODBURY, USS NICHOLAS und USS YOUNG kam es zu spät die selber ohne die Fahrt verringert zu haben auf Grund liefen. Wie folgt liefen die Zerstörer nach ihrer taktischen Nummer hinter dem Führungsschiff. Die USS S P LEE folgte der USS DELPHY. Man drehte nach Backbord und lief auf Grund. Die USS YOUNG leitete keine Drehung ein und riss sich den Rumpf unterhalb der Wasserlinie an einem Felsen auf. Außerdem lief der Zerstörer in die noch rotierenden Propeller der USS DELPHY die weiteren Schaden verursachten. Das schnell eindringende Wasser ließ den Zerstörer von einer Minute nach Steuerbord kentern und zwanzig Seeleute, hauptsächlich das Feuerungs- und Motorenpersonal, fanden den Tod. Die USS WOODBURY wich nach Steuerbord aus und lief dabei auf einen vorgelagerten Felsen auf. Die USS NICHOLAS drehte nach Backbord und lief ebenfalls auf Felsen auf. Die USS FARRAGUT lief zwar auf Grund, konnte sich aber selber befreien und wurde gerettet. Die USS FULLER lief neben der USS WOODBURY auf den Felsen auf. Die USS PERCIVAL konnte ausweichen und blieb unbeschädigt. Die USS SOMERS wurde nur leicht an einem Felsen beschädigt. Die USS CHAUNCEY konnte rechtzeitig stoppen. Da man die in Seenot befindlichen 70 Besatzungsmitglieder der USS YOUNG ausmachen konnte, eilte die USS CHAUNCEY sofort zu Hilfe. Der Zerstörer fuhr zwischen die Klippen und es entbrannte ein Kampf gegen die Gezeiten. Lieutenant William Lowndes Calhoun, Kommandeur der USS YOUNG, wusste, dass er keine Zeit hatte um seine Mannschaft mit Booten oder Flößen von Bord des sinkenden Schiffes zu retten. Mit Lieutenant E. C. Herzinger und Bootsmannsmaat Arthur Peterson sprach er die Möglichkeiten einer Rettung durch damit die Schiffsbesatzung nicht in das ölige Wasser springen musste. Bootsmannsmaat Peterson meldete sich freiwillig rund 100 Yards zu einem aus dem Wasser ragenden Brückenfelsen zu schwimmen. Bevor er dies aber tun konnte strandete die USS CHAUNCEY genau zwischen der USS YOUNG und diesem Brückenfelsen. Damit war der Fluchtweg der Schiffsbesatzung erheblich gesunken, da beide Schiffe rund 75 Meter voneinander getrennt auf dem Felsen lagen. Bootsmannsmaat Peterson sprang in das Wasser und schwamm zu der USS CHAUNCEY. Dort rettete man ihn aus dem Wasser und er konnte über die Situation von der USS YOUNG berichten. Umgehend wurde ein Floß mit sieben Mann Besatzung zu Wasser gelassen. Elf Fahrten musste dieses Floß absolvieren um alle 70 Überlebende von der USS YOUNG in Sicherheit zu bringen. Um 23:30 Uhr gingen die letzten Männer der USS YOUNG an Bord der USS CHAUNCEY. Auf diesem Floß befand sich Lieutenant Commander William Lowndes Calhoun und Lieutenant E. C. Herzinger. Mehrere Schwimmer der USS CHAUNCEY begannen nun ein Netzwerk aus Rettungsleinen von dem Zerstörer über die aus dem Wasser ragenden Klippen bis zum Festland zu verlegen. Auf diese Weise erreichten alle Mannschaftsmitglieder beider Zerstörer wieder festen Grund unter den Füßen ohne den Verlust an weiteren Menschenleben zu haben. Die USS KENNEDY, USS PAUL HAMILTON, USS STODDERT und USS THOMPSON konnten rechtzeitig ausweichen und blieben unbeschädigt.
Am 26. Oktober 1923 stellte man die Schiffswracks außer Dienst und strich den Namen USS CHAUNCEY ( DD-296 ) am 20. November 1923 von der US Navy – Liste. Nachdem man dann während einer dazu angelegten Operation die auf dem Schiffswrack befindliche Munition geborgen hatte, verkaufte man den Schiffskörper am 29. Oktober 1925 für 147.860 Dollar an Robert H. Smith in Oakland, Kalifornien. Dessen Firma barg das Wrack und verschrottete es.


USS CHAUNCEY ( DD-296 )
Commanding Officer

CDR William Alexander Glassford Jr.      5. Juni 1919 – 4. Dezember 1919 (erreichter Rang VADM)
LT Allan Prescott Flagg         4. Dezember 1919 – 15. Januar 1920
LCDR William Frederick Halsey Jr.       15. Januar 1920 – 31. Juli 1920 (erreichter Rang FADM)
CDR Frank Nathaniel Eklund         31. Juli 1920 – 1. April 1921
CDR Laurance North McNair         1. April 1921 – 28. Januar 1922
LCDR Richard Henry Booth         28. Januar 1922 – 8. September 1923

USS CHAUNCEY ( DD-3 )

USS CHAUNCEY ( DD-3 )

Biografie

Isaac Chauncey
* 20. Februar 1779 in Black Rock, Connecticut
† 27. Januar 1840 in Washington
war Offizier in der United States Navy

Chaubcey ernannte man am 17. September 1798 zum Lieutenant. Er kämpfte mit Umsicht in der Karibik gegen die Piraten und während des Quasi-Krieges gegen Frankreich. Er war im ersten Barbary Krieg im Mittelmeer dabei und befehligte von 1804 bis 1805 die Fregatte USS JOHN ADAMS. Danach folgte die Kriegsschaluppe USS HORNET von 1805 bis 1806. Im Krieg gegen die Briten von 1812 befehligte er die Seestreitkräfte auf dem Lake Ontario und führte mit ihnen und der Zusammenarbeit mit der Armee amphibische Operationen durch und hielt damit die kleine britische Flotte unter Sir James Lucas Yeo von amerikanischen Boden fern. Mit dem Linienschiff USS WASHINGTON als Flaggschiff befehligte Chauncey die Mittelmeer Squadron von 1815 bis 1820. Nach seinem Einsatz im Mittelmeer ernannte man ihn zum Kommandanten der New York Naval Shipyard. Seine letzten Dienste für die US Navy waren vier Jahre als Präsident des Verwaltungsrates der Navy Commissioners. Chauncey starb am 27. Januar 1840 in Washington

Zu Ehren von Commodore Chauncey benannte man drei Zerstörer.
Der Erste Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-3 ).
Der Zweite Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-296 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Der Dritte Zerstörer war die USS CHAUNCEY ( DD-667 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS CHAUNCEY ( DD-3 )

Schiffsbiografie

Die USS CHAUNCEY ( DD-3 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Issac Chauncey benannt worden ist.
Der Zerstörer war das dritte Schiff aus der BAINBRIDGE – Klasse.
Auf der Neafie and Levy Ship and Engine Building Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 2. Dezember 1899 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. M. C. S. Todd taufte am 26. Oktober 1901 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Für den Wechsel innerhalb der Werften von Philadelphia erhielt der Zerstörer am 20. November 1902 für die Endausrüstung eine eingeschränkte Betriebserlaubnis. Diese war am 2. Dezember 1902 wieder aufgehoben worden und das Schiff in die Reserve versetzt. Lieutenant Stanford Elwood Moses ( 20. August 1872 im Washington County, Georgia – 4. Oktober 1950 in Kalifornien ) stellte am 21. Februar 1903 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Man versetzte den Zerstörer innerhalb der Atlantikflotte in das Küstengeschwader. Dort diente die USS CHAUNCEY bis zum 20. September 1903. Ab diesem Tag verlegte man das Kriegsschiff in die Asiatische Flotte, welche sich in den philippinischen Gewässern aufhielt. Dazu fuhr der Zerstörer nach Key West, Florida. Von hier aus stach das Kriegsschiff am 18. Dezember zusammen mit den Zerstörern der ersten Torpedo Flottille, darunter befanden sich die USS BAINBRIDGE ( DD-1 ), USS BARRY ( DD-2 ), USS DALE ( DD-4 ) und USS DECATUR ( DD-5 ) unter dem Kommando von Lieutenant Dudley Wright Knox ( 21. Juni 1877 in Fort Walla Walla, Washington – 11. Juni 1960 in Bethesda, Maryland ), in See und erreichte am Ende des Monats die kanarische Insel El Hiero. Die weitere Fahrt führte die USS CHAUNCEY durch den Suezkanal bis nach Cavite, Manila Bay, Luzon, Philippinen. Auf dieser Fahrt wurden die Zerstörer von dem Hilfskreuzer USS BAFFALO ( 1892 ) begleitet. Auf diesem Hilfskreuzer befand sich auch die benötigte Menge an Kohle für die Zerstörer. Diese musste auf dieser Kreuzfahrt mit Booten zu den Zerstörern transportiert werden. Innerhalb der Asiatischen Flotte sollten die Zerstörer die US Interessen im Fernen Osten vertreten. Dazu verbrachten die Kriegsschiffe in den Wintermonaten in den philippinischen Gewässern und vom Frühjahr bis zum Herbst vor der chinesischen Küste bei Chefoo. Vom 3. Dezember 1905 bis zum 12. Januar 1907 stellte man die USS CHAUNCEY außer Dienst und versetzte sie in die Reserve. Danach diente der Zerstörer zusammen mit den Kriegsschiffen der ersten Torpedo Flottille in den folgenden Jahren weiterhin im Fernen Osten. 1910 bugsierte man die USS CHAUNCEY in ein schwimmendes Trockendock in der Olongapo Naval Station, Subic Bay, Luzon, Philippinen und begann eine umfangreiche Überholung. Der Zerstörer blieb bis zum Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg, am 6. April 1917, bei der Asiatischen Flotte. Am 1. August 1917 verließ die USS CHAUNCEY Cavite und fuhr an die US Ostküste. Von hier aus eskortierte der Zerstörer einen Schiffskonvoi bis in den Ostatlantik bei St. Nazaire, Frankreich. Von dieser Basis aus geleitete der Zerstörer Schiffskonvois. Auf einer solchen Mission passierte etwa 110 Meilen westlich von Gibraltar eine Tragödie. Die USS CHAUNCEY kollidierte mit dem britischen Handelsschiff SS ROSE in der Nacht vom 18. zum 19. November 1917. Der Zerstörer sank gegen 3:17 Uhr am 19. November bis auf 2700 Meter Tiefe und riss Lieutenant (jg) Charles Foster Wedderburn ( 2. Oktober 1892 in Chicago, Illionois – 19. November 1917 ), den Kommandeur des Zerstörers Lieutenant Commander Walter Elsworth Reno ( 3. Oktober 1881 im Davis County, Iowa – 19. November 1917 ) sowie neunzehn weitere Besatzungsmitglieder mit in den Tod. 70 Überlebende wurden von der SS ROSE geborgen und in den nächsten Hafen gebracht. Noch am selben Tag stellte man den Zerstörer außer Dienst und am 17. Dezember 1917 strich man den Namen USS CHAUNCEY ( DD-3 ) von der US Navy – Liste.


USS CHAUNCEY ( DD-3 )
Commanding Officer

LT Stanford Elwood Moses          21. Februar 1903 – 16. Juli 1904 (erreichter Rang CAPT)
LT Earl Percy Jessop         16. Juli 1904 – 26. September 1905
ENS Joseph Rollie Defrees         26. September 1905 – 3. Dezember 1905 (erreichter Rang RADM)
Außerdienststellung          3. Dezember 1905 – 12. Januar 1907
MACH Fred Walter Cobbs         12. Januar 1907 – 19. Januar 1907
LT Frank Robert McCrary          19. Januar 1907 – 20. Juli 1908
LT James Harvey Tomb        20. Juli 1908 – 9. Juni 1909
ENS Laurance North McNair         9. Juni 1909 – 22. Dezember 1910
LT Robert Wright Cabaniss          11. Februar 1911 – 14. November 1911
ENS John Craig Cunningham         14. November 1911 – 18. April 1912
LT Frank Jack Fletcher          18. April 1912 – 21. Dezember 1912 (erreichter Rang ADM)
LTJG Richard Hill        21. Dezember 1912 – 8. März 1913
ENS Eugene Morris Woodson         8. März 1913 – 7. Februar 1914
LTJG John Calvin Jennings          7. Februar 1914 – 31. Mai 1914
LT George Hall Bowdrey          31. Mai 1914 – 5. Juni 1916 (erreichter Rang COMO)
LCDR Walter Elsworth Reno          5. Juni 1916 – 19. November 1917

USS KENNISON ( DD-138 )

USS KENNISON ( DD-138 )

Biografie

William W. Kennison
* 28. Februar 1825 in Boston, Suffolk County, Massachusetts
† 4. Januar 1893
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

William W. Kennison war der Sohn von Tapping W. Kennison ( 4. Juni 1793 in Alexandria, Grafton County, New Hampshire – 7. Juli 1858 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ) und Sarah Dyer French Kennison ( 7. September 1789 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 16. Juni 1886 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ). William W. Kennison hatte noch vier Geschwister. Er heuerte schon sehr früh auf einem Schiff an und lernte dort die Grundbegriffe der Nautik. Mit dem Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete er sich bei der US Navy. Hier ernannte man ihn am 28. August 1861 zum stellvertretenden Acting Master´s Mate. Während der Schlacht von Hampton Roads, am 8. März 1862, diente Kennison an Bord der Segelfregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ). Er war verantwortlich für die schwenkbare 10-Zoll Kanone die sich auf dem Bug der Fregatte befand. An diesem 8. März kam es zum Kampf zwischen der hölzernen USS CUMBERLAND und dem konföderierten Panzerschiff CSS VIRGINIA. Während dieser Schlacht sank zwar die Segelfregatte und nahm 121 Seeleute mit ins nasse Grab, aber Kennison behielt die Übersicht und ließ mit seiner schwenkbaren Kanone bis zum Schluss auf das feindliche Panzerschiff schießen. Zwar brachte dies für die Unionsschiffe keinen Erfolg, aber für Kennison die Ernennung zum Volunteer Lieutenant. 1863 erhielt er das Kommando über das Kanonenboot USS SAMUEL ROTAN ( 1861 ). Dieses Kanonenboot gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und sicherte den York River. Am Morgen des 24. April nahm das Kanonenboot zusammen mit dem umgebauten Flussboot USS WESTERN WORLD ( 1856 ) die beiden konföderierten Schoner MARTHA ANN und A. CARSON vor Horn Harbor, Virginia gefangen. Am 2. Juli konnte die Mannschaft des Kanonenbootes den konföderierten 35-Tonnen Schoner CSS CHAMPION vor der Mündung des Piankatank Rivers aufbringen und erobern. Des Weiteren beschlagnahmten die Besatzungsmitglieder der USS SAMUEL ROTAN am 27. Juli ein Kanu, das die Blockade im Severn River, beladen mit Mais, Hühnern und Eier, durchbrechen wollte. Genauso erging es einem Zweimastsegelboot. Dieses flüchtete am 10. Oktober zum Strand von Horn Harbor. Die Insassen des Bootes sprangen dann über Bord und flohen zum Strand. Von dort aus schossen die konföderierten auf das Kanonenboot der Union. Die Besatzung nahm dessen ungeachtet das Segelboot als Prise, es war mit Salz beladen, und brachten es hinter die Linien. William W. Kennison versetzte man im folgenden Jahr auf das Dampfkanonenboot USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Auf diesem Schiff beteiligte er sich an Operationen vor Charleston und Savannah im Jahre 1865. Nach dem Ende des Sezessionskrieges wurde Kennison am 4. Mai 1866 ehrenvoll entlassen. Aber am 20. August 1866 zog man ihn nochmals im Rang eines Acting Masters ein. Endgültig wurde er am 16. November 1868 ausgemustert.


USS KENNISON ( DD-138 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNISON ( DD-138 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master William W. Kennison benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 14. Februar 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Riner taufte am 8. Juni 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Roy Philip Emrich ( 9. Januar 1885 in Illinois – 29. März 1924 im Solano County, Kalifornien ) stellte am 2. April 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach der notwendigen Begutachtung zum allgemeinen Zustand des Schiffes, erreichte am 25. März 1920 die USS KENNISON ihren Heimathafen San Diego, Kalifornien. Während des folgenden Sommers absolvierte der Zerstörer experimentelle Torpedo- und Luftabwehrübungen. Das Kriegsschiff setzte bis zum 21. August 1921 seine Küstenoperationen und taktischen Übungen fort. Ab diesem 21. August diente an Bord der USS KENNISON nur noch die halbe Crew. Man entließ die Mannschaftsmitglieder, deren Zeitverträge abgelaufen waren. Am 22. Juni 1922 stellte man in San Diego den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges nahm man die USS KENNISON au der Reserve und bereitete den Zerstörer auf seinen Einsatz in der Pazifikflotte vor. Lieutenant William Giers Michelet stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete am 22. Februar 1940. Nach umfangreichen Umrüstungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien schloss sich das Kriegsschiff ab dem 6. Mai 1940 der Neutralitätspatrouille vor San Diego an. Von Juni bis September nahm die USS KENNION an Übungen für Reservisten teil und machte mehrere Hafenbesuche. So legte der Zerstörer unter anderem am 4. Juli in Oakland, Kalifornien und am 27. Juli in Portland, Oregon an. Ab dem 14. Oktober kehrte der Zerstörer wieder zur Neutralitätspatrouille zurück. Diese Patrouillenoperationen führte das Kriegsschiff entlang der US Westküste fort, bis die USA durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii in den Zweiten Weltkrieg eintraten. Ab Januar 1942, als die Kriegsanstrengungen der USA sichtlich zunahmen, intensivierte die USS KENNISON ihre Operationen gegen feindliche U-Boote und eskortierte Schiffskonvois und amerikanische U-Boote zu den verschiedensten Häfen entlang der kalifornischen Küste. Diesen Dienst betrieb der Zerstörer bis zum 22. September 1944. An diesem Tag fuhr das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington und wurde dort in der Puget Sound Naval Shipyard umgebaut. Schon am 9. November legte die USS KENNISON wieder in San Diego an, um seinen Dienst wieder aufzunehmen. Doch jetzt war das Schiff kein Zerstörer mehr sondern ein Vielseitiges Hilfsschiff und trug die Kennung AG-83. Für den Rest des Krieges operierte die USS KENNISON in den Gewässern vor San Diego und war hier als Zielschiff für Flugzeugübungen mit Lufttorpedos eingesetzt. Die an diesen Übungen beteiligten US Navy Piloten sollten sich auf den kommenden Kampfeinsätze vorbereiten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, verließ das Vielseitige Hilfsschiff die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte Ende Oktober die Marinebasis von Norfolk, Virginia. Am 21. November 1945 stellte man das Schiff in Portsmouth, Virginia außer Dienst. Den Namen USS KENNISON ( AG-83 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man dann am 18. November 1946 an die Luria Brothers & Company, Inc. in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.


USS KENNISON ( DD-138 )
Commanding Officer

CDR Roy Philip Emrich        2. April 1919 – 21. August 1920
CDR Abram Claude        21. August 1920 – 26. November 1920
LT Frank Loper Lowe        26. November 1920 – 5. Januar 1921
LCDR Harold Dodd        5. Januar 1921 – 22. Juni 1922
Außerdienststelung         22. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LT William Giers Michelet        18. Dezember 1939 – 20. März 1941
LT Bennett Smith Copping        20. März 1941 – 14. November 1942
LCDR Joseph Ronald Hamley        14. Februar 1942 – 26. Februar 1943
LCDR James Buchanan Weller        26. Februar 1943 – 31. August 1943
LCDR Richard Edward Babb         31. August 1943 – 21. September 1944
LCDR Richard Francis Young        21. September 1944 – 18. November 1945


Am 27. Juli 1940 Hafenbesuch in Portland, Oregon

 

USS KENNISON ( AG-83 )

USS KENNISON ( AG-83 )

Biografie

William W. Kennison
* 28. Februar 1825 in Boston, Suffolk County, Massachusetts
† 4. Januar 1893
war ein Offizier der United States Navy während des Amerikanischen Bürgerkrieges

William W. Kennison war der Sohn von Tapping W. Kennison ( 4. Juni 1793 in Alexandria, Grafton County, New Hampshire – 7. Juli 1858 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ) und Sarah Dyer French Kennison ( 7. September 1789 in Braintree, Norfolk County, Massachusetts – 16. Juni 1886 in Boston, Suffolk County, Massachusetts ). William W. Kennison hatte noch vier Geschwister. Er heuerte schon sehr früh auf einem Schiff an und lernte dort die Grundbegriffe der Nautik. Mit dem Beginn des Amerikanischen Bürgerkrieges meldete er sich bei der US Navy. Hier ernannte man ihn am 28. August 1861 zum stellvertretenden Acting Master´s Mate. Während der Schlacht von Hampton Roads, am 8. März 1862, diente Kennison an Bord der Segelfregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ). Er war verantwortlich für die schwenkbare 10-Zoll Kanone die sich auf dem Bug der Fregatte befand. An diesem 8. März kam es zum Kampf zwischen der hölzernen USS CUMBERLAND und dem konföderierten Panzerschiff CSS VIRGINIA. Während dieser Schlacht sank zwar die Segelfregatte und nahm 121 Seeleute mit ins nasse Grab, aber Kennison behielt die Übersicht und ließ mit seiner schwenkbaren Kanone bis zum Schluss auf das feindliche Panzerschiff schießen. Zwar brachte dies für die Unionsschiffe keinen Erfolg, aber für Kennison die Ernennung zum Volunteer Lieutenant. 1863 erhielt er das Kommando über das Kanonenboot USS SAMUEL ROTAN ( 1861 ). Dieses Kanonenboot gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und sicherte den York River. Am Morgen des 24. April nahm das Kanonenboot zusammen mit dem umgebauten Flussboot USS WESTERN WORLD ( 1856 ) die beiden konföderierten Schoner MARTHA ANN und A. CARSON vor Horn Harbor, Virginia gefangen. Am 2. Juli konnte die Mannschaft des Kanonenbootes den konföderierten 35-Tonnen Schoner CSS CHAMPION vor der Mündung des Piankatank Rivers aufbringen und erobern. Des Weiteren beschlagnahmten die Besatzungsmitglieder der USS SAMUEL ROTAN am 27. Juli ein Kanu, das die Blockade im Severn River, beladen mit Mais, Hühnern und Eier, durchbrechen wollte. Genauso erging es einem Zweimastsegelboot. Dieses flüchtete am 10. Oktober zum Strand von Horn Harbor. Die Insassen des Bootes sprangen dann über Bord und flohen zum Strand. Von dort aus schossen die konföderierten auf das Kanonenboot der Union. Die Besatzung nahm dessen ungeachtet das Segelboot als Prise, es war mit Salz beladen, und brachten es hinter die Linien. William W. Kennison versetzte man im folgenden Jahr auf das Dampfkanonenboot USS SOUTH CAROLINA ( 1860 ). Auf diesem Schiff beteiligte er sich an Operationen vor Charleston und Savannah im Jahre 1865. Nach dem Ende des Sezessionskrieges wurde Kennison am 4. Mai 1866 ehrenvoll entlassen. Aber am 20. August 1866 zog man ihn nochmals im Rang eines Acting Masters ein. Endgültig wurde er am 16. November 1868 ausgemustert.


USS KENNISON ( AG-83 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNISON ( DD-138 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master William W. Kennison benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierundsechzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Mare Island Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 14. Februar 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Elizabeth Riner taufte am 8. Juni 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Roy Philip Emrich ( 9. Januar 1885 in Illinois – 29. März 1924 im Solano County, Kalifornien ) stellte am 2. April 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach Abschluss der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, sowie nach der notwendigen Begutachtung zum allgemeinen Zustand des Schiffes, erreichte am 25. März 1920 die USS KENNISON ihren Heimathafen San Diego, Kalifornien. Während des folgenden Sommers absolvierte der Zerstörer experimentelle Torpedo- und Luftabwehrübungen. Das Kriegsschiff setzte bis zum 21. August 1921 seine Küstenoperationen und taktischen Übungen fort. Ab diesem 21. August diente an Bord der USS KENNISON nur noch die halbe Crew. Man entließ die Mannschaftsmitglieder, deren Zeitverträge abgelaufen waren. Am 22. Juni 1922 stellte man in San Diego den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges nahm man die USS KENNISON au der Reserve und bereitete den Zerstörer auf seinen Einsatz in der Pazifikflotte vor. Lieutenant William Giers Michelet stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Das Bordpostamt eröffnete am 22. Februar 1940. Nach umfangreichen Umrüstungsarbeiten in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien schloss sich das Kriegsschiff ab dem 6. Mai 1940 der Neutralitätspatrouille vor San Diego an. Von Juni bis September nahm die USS KENNION an Übungen für Reservisten teil und machte mehrere Hafenbesuche. So legte der Zerstörer unter anderem am 4. Juli in Oakland, Kalifornien und am 27. Juli in Portland, Oregon an. Ab dem 14. Oktober kehrte der Zerstörer wieder zur Neutralitätspatrouille zurück. Diese Patrouillenoperationen führte das Kriegsschiff entlang der US Westküste fort, bis die USA durch den Angriff der Japaner auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii in den Zweiten Weltkrieg eintraten. Ab Januar 1942, als die Kriegsanstrengungen der USA sichtlich zunahmen, intensivierte die USS KENNISON ihre Operationen gegen feindliche U-Boote und eskortierte Schiffskonvois und amerikanische U-Boote zu den verschiedensten Häfen entlang der kalifornischen Küste. Diesen Dienst betrieb der Zerstörer bis zum 22. September 1944. An diesem Tag fuhr das Kriegsschiff nach Bremerton, Washington und wurde dort in der Puget Sound Naval Shipyard umgebaut. Schon am 9. November legte die USS KENNISON wieder in San Diego an, um seinen Dienst wieder aufzunehmen. Doch jetzt war das Schiff kein Zerstörer mehr sondern ein Vielseitiges Hilfsschiff und trug die Kennung AG-83. Für den Rest des Krieges operierte die USS KENNISON in den Gewässern vor San Diego und war hier als Zielschiff für Flugzeugübungen mit Lufttorpedos eingesetzt. Die an diesen Übungen beteiligten US Navy Piloten sollten sich auf den kommenden Kampfeinsätze vorbereiten. Nachdem am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet worden war, verließ das Vielseitige Hilfsschiff die US Westküste, durchquerte den Panamakanal und erreichte Ende Oktober die Marinebasis von Norfolk, Virginia. Am 21. November 1945 stellte man das Schiff in Portsmouth, Virginia außer Dienst. Den Namen USS KENNISON ( AG-83 ) strich man am 5. Dezember 1945 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man dann am 18. November 1946 an die Luria Brothers & Company, Inc. in Philadelphia, Pennsylvania zum verschrotten.


USS KENNISON ( AG-83 )
Commanding Officer

CDR Roy Philip Emrich        2. April 1919 – 21. August 1920
CDR Abram Claude       21. August 1920 – 26. November 1920
LT Frank Loper Lowe        26. November 1920 – 5. Januar 1921
LCDR Harold Dodd        5. Januar 1921 – 22. Juni 1922
Außerdienststelung        22. Juni 1922 – 18. Dezember 1939
LT William Giers Michelet        18. Dezember 1939 – 20. März 1941
LT Bennett Smith Copping        20. März 1941 – 14. November 1942
LCDR Joseph Ronald Hamley        14. Februar 1942 – 26. Februar 1943
LCDR James Buchanan Weller        26. Februar 1943 – 31. August 1943
LCDR Richard Edward Babb        31. August 1943 – 21. September 1944
LCDR Richard Francis Young        21. September 1944 – 18. November 1945

USS HALE ( DD-642 )

USS HALE ( DD-642 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-642 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-642 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertsiebzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 23. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. G. H. Chase, Enkelin von Eugene Hale, taufte am 4. April 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Karl Frederick Poehlmann ( 5. Dezember 1904 – 31. Dezember 1985 ) stellte am 15. Juni 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS HALE in die Karibik und entlang der US Ostküste bis nach Halifax, Kanada. Am 21. September stach der Zerstörer in See und sollte in den Pazifik wechseln. Dazu durchquerte das Kriegsschiff fünf Tage später den Panamakanal und fuhr nach San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant und legte am 3. Oktober wieder ab. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort legte die USS HALE am 9. Oktober an. In dem nun folgenden Monat beteiligte sich der Zerstörer in den Hawaiianischen Gewässern an mehreren Trainingseinheiten sowie an der Kalibrierung der Schiffsgeschütze. Am 8. November verließ die USS HALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS ERBEN die Hawaiianische Insel und fuhr nach Espritu Santo, Neue Hebriden. Hier traf das Kriegsschiff am 15. November ein. Kurz vor dem Ablegen in Pearl Harbor hatte beide Zerstörer in die Task Group 50.3 versetzt. Man bunkerte vor Espiritu Santo frischen Treibstoff. Die TG befehligte Rear Admiral Alfred Eugene Montgomery ( 12. Juni 1891 in Omaha, Nebraska – 15. Dezember 1961 in Bremerton, Washington ) während der Operation „Galvanic“, der Landung auf dem Atoll Tarawa, Gilbert Islands. In dieser TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ) und USS BUNKER HILL ( CV-17 ), der Leichte Flugzeugträger USS INDEPENDENCE ( CVL-22 ), die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS PENSACOLA ( CA-24 ), die Leichten Kreuzer USS SAN JUAN ( CL-54 ) und USS OAKLAND ( CL-95 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS STACK ( DD-406 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-708 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und USS BULLARD ( DD-660 ). Am 14. November waren die Schiffe der TG 50.3 von einem ersten Einsatz nach Espiritu Santo zurückgekehrt. Man begann die TG umzustrukturieren. So wechselten die Zerstörer USS STACK, USS STERETT und USS WILSON zur Task Group 50.4. Außerdem füllte man alle Munitions-, Treibstoff- und Proviantbunker wieder auf. Am Nachmittag des 15. November legten alle Schiffe der TG 50.3 vor Espiritu Santo wieder ab und erreichten am folgenden Tag Funafuti, Ellis Island. Hier trennte man die TG 50.3 nochmals auf und gliederte die USS ERBEN in die Task Undergroup 50.3.2 ein. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS HALE und USS ERBEN. Diese vier Schiffe verließen die TG 50.3 und strebten ihrem Angriffsziel im Süden des Atolls Tarawa, Gilbert Island zu. Im Süden des Atoll befand sich eine japanische Küstenbatterie bei Betio, welche auszuschalten war. Währenddessen flogen die amerikanischen Piloten einen Angriff nach dem anderen auf feindliche Stellungen auf dem Atoll Tarawa. Dabei passierte es, dass die japanischen Flaggeschützmannschaften das eine oder andere amerikanische Flugzeug abschossen oder die Flugzeuge keinen Treibstoff mehr besaßen um zu ihrem Träger zurückzukehren. Die Mannschaften der USS HALE und der USS ERBEN zogen auf ihrem Weg nach Betio mehrere Piloten aus dem Wasser. Mit dem Beginn der Invasion von Tarawa am 19. November begannen die vier Kriegsschiffe mit dem Bombardement auf die feindlichen Stellungen bei Betio. Nach diesem Bombardement kehrten sie zur TG 50.3 zurück und die USS HALE übernahm wieder die Luftsicherung über den Flugzeugträger USS INDEPENDENCE. Am folgenden Tag begann die Landeoperation auf dem Atoll Tarawa. Der Zerstörer bot dabei den Flugzeugträgern mit seinen Flakgeschützen Schutz vor den heran fliegenden feindlichen Flugzeugen. Das waren am späten Nachmittag 13 japanische Torpedobomber. Die Geschützmannschaften der USS HALE konnten mehrere der Angreifer abschießen. Am 4. Dezember zogen sich die Kriegsschiffe der TG 50.3 vom Atoll Tarawa zurück. Auf der Fahrt nach Pearl Harbor beteiligten sich die Trägerflugzeuge zusammen mit denen aus der TG 50.1 und TG 50.2 beim Bombardement der Atolle Kwajalein und Wotje, Marshall Islands. Dabei wurden sechs Transportschiffe, zusammen 25.316 BRT, versenkt, drei Transportschiffe, zusammen 17.249 BRT, und die Kreuzer ISUZU und NAGARA beschädigt und 55 japanische Flugzeuge in der Luft oder am Boden zerstört. Während die Kämpfe um Kwajalein weiter gingen, zogen sich die Schiffe der TG 50.3 nach Pearl Harbor zurück und eskortierten dorthin mehrere Transportschiffe. In die amerikanische Marinebasis liefen die Schiffe am 9. Dezember ein. Wenige Tage später begann man mit mehreren Reparaturarbeiten auf der USS HALE und füllte sämtliche Bunker auf. Am 21. Dezember sticht die USS HALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS ERBEN in See und eskortierten den Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY nach Funafuti, Ellice Islands. In den dortigen Hafen liefen die drei Kriegsschiffe zehn Tage später ein. Hier gliederte man die beiden Zerstörer in die Task Group 50.15, die Vizeadmiral Raymond Ames Spruance ( 3. Juli 1886 in Baltimorte, Maryland – 13. Dezember 1969 in Monterey, Kalifornien ) befehligte. In dieser Neutralisations Group befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und USS PENSACOLA und die Zerstörer USS ERBEN, USS HALE, USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ) und zwei weitere, sowie der Zerstörer und Minenleger USS RAMSEY ( DM-16 ). Aufgabe dieser Schiffe war es, japanischen Einheiten zu Wasser und in der Luft von den Inseln Wotje und Taroa vor dem Eingreifen während der Invasion der Marshall Islands zu hindern. Für diese Aufgabe trainierten die Schiffe der TG 50.15 als Unterstützungsgruppe bis zum 21. Januar 1944. An diesem Tag verließen sie Funafuti und fuhren in ihre vorgegebenen Positionen. Ab dem 29. Januar begannen sie mit dem Bombardement der Inseln Wotje und Taroa. Am folgenden Tag jagte die USS ERBEN vor Maloelap mehrere japanische Versorgungsschiffe und schoss auf ein gestrandetes japanisches Fischereischiff und die USS WALKE versenkte am 1. Februar das japanische U-Boot IJN RO-39 vor Wotje. Als die Landungen auf dem Marshall Island Kwajalein begannen, feuerten die Schiffe der TG 50.15 auf Truppenansammlungen auf Wotje und Taroa. Ab dem 2. Februar begann die USS HALE dann von dem Atoll Majuro, Marshall Islands aus mit Patrouillenfahrten zwischen den Marshall Inseln. Erst am 17. Februar endete die Neutralisationsaktion vor Wotje und Taroa für die Schiffe der TG 50.15. Trotzdem setzte die USS HALE ihre Patrouillenfahrten zwischen den Inseln weiterhin fort. Mitte März wechselte der Zerstörer dann zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In diese amerikanische Marinebasis fuhr das Kriegsschiff am 20. März ein. Hier warteten mehrere Truppentransporter auf die Eskorte, die die USS HALE und USS ERBEN zum Cape Torokina, Augusta Bay, Westküste von Bougainville, Neuguinea begleiteten. Den Port Purvis verließen die Schiffe am 27. März. Von Cape Torokina aus ging die Fahrt weiter in die Milne Bay, Neuguinea. In der Milne Bay gliederte man die USS HALE in die Task Group 78.2 ein, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER, USS ABBOT, USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ), USS CHAUNCEY ( DD-667 ) und die USS AMMEN ( DD-527 ), welche am 28. April dazukam. Zur Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe zur Eroberung der Gebiete um Hollandia und Aitape, Neuguinea verließen die Schiffe der TG 78.2 am 19. April die Milne Bay und fuhren in Richtung Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Kurz vor Manus Island übernahmen am 20. April Sicherungsschiffe der Task Force 77 die Begleitung der Truppentransporter und fuhren mit diesen Richtung Neuguinea. Die Schiffe der TG 78.2 folgten diesen, um am folgenden Tag sich auf die vorgegebene Position zu begeben. Der Angriff auf Hollandia erfolgte am 22. April. Die Landeoperation war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TG 78.2 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie zusammen mit anderen Kriegsschiffen aus anderen Task Groups am 28. April an. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten tief im Innern der Insel unterstützen. Die Zerstörer um die USS ERBEN sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour zurück. Hier gliederte man die Task Force 78 um. Die USS HALE eskortierte zusammen mit den Zerstörern USS WALKE, USS ERBEN und USS ABBOT ab dem 7. Mai den Flugzeugträger USS CORAL SEA, die Geleitflugzeugträger USS CORREGIDOR, USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS SUWANNEE ( CVE-27 ) und USS CHENANGO ( CVE-28 ) nach Espiritu Santo, Neue Hebriden. Vor dieser Insel und dem Russell Island, Zentralsalomonen wurden im Mai zusammen mit diesen Schiffen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf die Operation „Forager“ durchgeführt. Für diese Operation gliederte man die USS HALE in die Task Group 53.7 ein, die von Rear Admiral Van Hubert Ragsdale ( 9. August 1892 in Ticcoa, Stephens County, Georgia – 11. Oktober 1953 in Ormond Beach, Volusia County, Florida ) bis zum 27. Juli befehligt wurde. In der TG 53.7 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE und USS CHENANGO sowie die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER und USS ABBOT. Diese Schiffe verließen Anfang Juni Espiritu Santo und fuhren zum Atoll Kwajalein. Dieses erreichten sie am 8. Juni und blieben vier Tage zum auffüllen der Bunker und zur Erholung der Mannschaften. Am 12. Juni verließen die Kriegsschiffe der TG 53.7 wieder das Atoll und fuhren zu den Marianen Inseln. Die Position zum operieren vor der Insel Guam, erreichten die Kriegsschiffe der TG drei Tage später. Die vier Zerstörer sicherten die drei Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und U-Boot Angriffen. Sofort stiegen die Trägerflugzeuge auf und begannen mit ihrem Bombardement gegen japanische Ziele auf Guam. Am 19. Juni erhielten die Zerstörer einen Sonarkontakt von einem japanischen U-Boot, das sich südöstlich von Saipan aufhielt. Eine Staffel Torpedobomber stiegen umgehend auf und begannen mit der Suche. 20 Seemeilen vor Saipan entdeckte man das japanische U-Boot IJN I-184. Die Torpedobomber versenkten es, mit dem alle 96 Besatzungsmitglieder untergingen. Am 26. Juni hatten die Geschützmannschaften der Zerstörer alle Hände voll zu tun, um angreifende japanische Flugzeuge von den Geleitflugzeugträgern fernzuhalten. Anfang Juli verließen dann die Schiffe der TG 53.7 die Gewässer um Saipan und fuhren zum Atoll Eniwetok. Dort wurden neue Flugzeuge an Bord der Geleitflugzeugträger genommen, damit man intensiv die Landungen auf Guam und Tinian unterstützen konnte. Am 9. Juli erreichten die Kriegsschiffe der TG die Gewässer vor Guam. In der TG 53.7 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS SANGAMON, USS SUWANNEE, USS CHENANGO, USS CORREGIDOR und USS KALININ BAY ( CVE-68 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS ABBOT und USS WALKER. Vom 12. Juli bis zum 4. August verblieben die Kriegsschiffe der TG, bis auf die USS CORAL SEA, in diesen Gewässern. Die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen und überwachten die umliegenden Gewässer damit sich keine feindliche Flotte ungesehen heranschleichen konnte. Auch waren die amerikanischen Piloten auf der Suche nach japanischen Versorgungsschiffen, die die Verteidiger auf den Marianen unterstützen sollten, waren auf der Suche nach feindlichen U-Booten und für den Luftschutz der eigenen Schiffe verantwortlich. Außerdem waren die Trägerflugzeuge an der siegreichen Schlacht in der Philippinen See beteiligt. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) löste am 27. Juli Rear Admiral Van Hubert Ragsdale als Kommandeur der TG ab. Die Gewässer von Guam und Tinian verließen die Schiffe der TG 53.7 am 4. August und fuhren zum Atoll Eniwetok. Die USS HALE blieb hier sechs Tage liegen, damit sich die Mannschaft von dem kräftezehrenden Einsatz ausruhen konnte. Außerdem nahm man dringend notwendig gewordene Reparaturen vor. Am 10. August verließ der Zerstörer das Atoll und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In den Hawaiianischen Gewässern beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen, die die Angriffs- und Unterstützungsoperationen für die Rückeroberung der philippinischen Insel Leyte beinhalteten. Diese Übungen dauerten bis zum 15. September. An diesem Tag verließ die USS HALE wieder Pearl Harbor und eskortierte mehrere Truppentransporter bis zum Seeadler Harbour, Manus Island. In diesem natürlichen Hafen blieb der Zerstörer bis zum 11. Oktober liegen damit sich die Mannschaft des Schiffes auf die kommenden Kämpfe um die Inseln der Philippinen vorbereiten konnte. Dazu integrierte man die USS HALE in die Task Force 79 und stand dort zur freien Verfügung. Diese TF befehligte Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) während der Operation „King II“. In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS CALIFORNIA ( BB-44 ), die Zerstörer USS HALE, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ), das Angriffsfrachtschiff USS CAPRICORNUS ( AKA-57 ), das Angriffstransportschiff USS CAVALIER ( APA-37 ) und die Docklandungsschiffe USS ASHLAND ( LSD-1 ) und USS CASA GRANDE ( LSD-13 ). Am 14. Oktober verließen diese Schiffe zusammen mit denen der Southern Attack Force den Seeadler Harbour und fuhren zu den philippinischen Inseln. Am 18. Oktober kam der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) hinzu. An Bord dieses Kriegsschiffes befand sich General Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), der Oberbefehlshaber der US Army im Südwestpazifik. Am Morgen des 20. Oktober begann der Angriff auf Dulag im Leyte Golf. Hier gingen die amerikanischen Sturmtruppen an Land. Die USS HALE unterstützte sie in den folgenden Tagen dabei mit ihren Schiffsgeschützen und feuerte auf japanische Stellungen, die sich in Küstennähe befanden. Das erste Ziel der Landungstruppen war dann der nahegelegene japanische Flugplatz. Am Morgen des 25. Oktober kam es vor Samar zu einer großen Seeschlacht zwischen den amerikanischen Schiffen der Task Group 77.4, die von Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien) kommandiert wurde, und einer japanischen Flotte, die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. Hauptziel dieser japanischen Flotte waren die Schiffe der Task Undergroup 77.4.3, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ), der sogenannten „Taffy 3“, befehligte. Während der Schlacht sank der Geleitzerstörer USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS JOHNSTON ( DD-557 ) und USS HOEL ( DD-533 ) und der Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ) und gegen Mittag durch ein Kamikazeflugzeug USS ST LO ( CVE-63 ). Während der Schlacht und nach dem Kamikazeangriff waren außerdem die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ) und USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), der Zerstörer USS HEERMANN ( DD-532 ) und der Geleitzerstörer USS DENNIS ( DE-405 ) beschädigt. Um die Sicherung der dort noch vorhandenen Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen zu gewährleisten, versetzte man die USS HALE am Mittag des 25. Oktober in die TU 77.4.3. In dieser befanden sich noch die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY, USS FANSHAW BAY, USS WHITE PLAINS und USS KITKUN BAY, die Zerstörer USS HALE, USS HEERMANN, USS SPROSTON ( DD-577 ), USS PICKING ( DD-685 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ) und USS HARADEN ( DD-585 ) und die Geleitzerstörer USS DENNIS, USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Noch am selben Tag verlassen diese Schiffe ihre Position und zogen sich aus den Kämpfen zurück. Am 29. Oktober erreichten diese Schiffe Mimos Woendi, Schouten Islands, nördlich von Neuguinea. Am folgenden Tag verließen sie wieder diese Insel und fuhren zum Seeadler Harbour, wo sie am 31. Oktober ankamen. Die USS HALE verließ wenige Tage später wieder diesen natürlichen Hafen und fuhr nach Hollandia, wo mehrere Landungsschiffe Verstärkungen an Menschen und Material für die kämpfenden Truppen auf Leyte geladen hatten. Gleich, nachdem der Zerstörer Hollandia erreicht hatte, verließ dieser Schiffskonvoi die Küste von Neuguinea und fuhr über Morotai, Molukken nach Tacloban im Nordosten von Leyte. Diesen Anlandungspunkt erreichten die Schiffe am 14. November. Die USS HALE verließ noch am selben Tag mit den entladenen Landungsschiffen wieder die philippinischen Gewässer und fuhr nach Hollandia zurück. Dort wartete schon der nächste Schiffskonvoi auf seine Sicherungsschiffe. Mit diesen Schiffen erreichte die USS HALE am 24. November Tacloban. Der Zerstörer blieb aber auch diesmal nicht länger in diesen Gewässern. Mit den entladenen Landungsschiffen trat das Kriegsschiff noch am selben Tag wieder die Fahrt nach Hollandia an. Gleich nach erreichen dieses amerikanischen Stützpunktes, fuhr die USS HALE über die Marshall Islands nach Pearl Harbor und von dort aus nach San Francisco, Kalifornien in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. In die dortige Werft lief der Zerstörer am 22. Dezember ein. Man bugsierte das Kriegsschiff in ein Trockendock und begann mit einer umfangreichen Überholung. Diese dauerte bis zum 8. Februar 1945. An diesem Tag musste die USS HALE die letzten Tests bestehen. Der Zerstörer verließ zusammen mit der USS ERBEN, USS CHAUNCEY, USS KIDD, USS  BULLARD und USS  BLACK ( DD-666 ) am 19. Februar den Hafen von San Francisco. Sechs Tage später erreichten die Kriegsschiffe die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Ziel war anschließend das Atoll Ulithi, Karolinen. Hier hatte man die Task Group 58.3 zusammengestellt, die Rear Admiral Frederick Carl Sherman ( 27. Mai 1888 in Port Huron, Michigan – 27. Juli 1957 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS ESSEX ( CV-9 ), USS BUNKER HILL ( CV-17 ) und USS HANCOCK ( CV-19 ), die Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) und USS CABOT ( CVL-28 ), die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS WASHINGTON ( BB-56 ) und USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), die Leichten Kreuzer USS ASTORIA ( CL-90 ), USS WILKES-BARRE ( CL-103 ), USS SPRINGFIELD ( CL-66 ) und USS PASADENA ( CL-65 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS WALKER, USS STEMBEL, USS KIDD, USS BULLARD, USS CHAUNCEY, USS BLACK ( DD-666 ), USS THE SULLIVANS ( DD-537 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS TINGEY ( DD-539 ) wechselte Anfang April von der TG 58.2 kommend, USS AULT ( DD-698 ), USS ENGLISH ( DD-696 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), USS HAYNSWORTH ( DD-700 ), USS WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS JOHN W WEEK ( DD-701 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 14. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren in Richtung japanische Gewässer. Diese lagen am 16. März rund 300 Seemeilen südwestlich von Iwo Jima und bunkerten ebenfalls frischen Treibstoff. Diese Betankung dauerte bis zum folgenden Tag. Noch am Nachmittag desselben Tages nahmen sie wieder Fahrt auf und fuhren in Richtung Kjushu. Am 18. März lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 100 Seemeilen östlich davon und die Trägerflugzeuge stiegen auf, um militärische Ziele und Flugplätze auf Kjushu zu bombardieren. Von Okinawa aus stiegen japanische Kamikazepiloten am 21. März auf und begannen die Schiffe der TG zu attackieren. Da lagen diese rund 300 Seemeilen südlich von Kjushu. Die Geschützmannschaften der USS HALE konnten dabei mehrere der Selbstmordpiloten abschießen, bevor diese sich auf ein amerikanisches Schiff stürzen konnten. Nachdem das letzte amerikanische Trägerflugzeug gelandet war, verließen die amerikanischen Kriegsschiffe wieder die japanischen Gewässer. Sie lagen am 22. März rund 600 Seemeilen von Kjushu entfernt und es begann eine erneute Treibstoffübergabe. Am folgenden Tag lagen die Schiffe der TG 58.3 rund 80 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Nun begannen hier die Trägerflugzeuge mit ihrem Bombardement auf Flugplätze, militärische Einrichtungen und Truppenansammlungen. Am 24. März befanden sich die Kriegsschiffe nur noch und 60 Seemeilen südöstlich von Okinawa. Auch diese Gewässer wurden nach der Landung des letzten Trägerflugzeuges verlassen, so dass am 25. März die Schiffe der TG 58.3 rund 200 Seemeilen südlich von Okinawa lagen und erneut frischen Treibstoff übernahmen. In den zwei folgenden Tagen wurden weitere Ziele auf Okinawa bombardiert. Am 29. März fuhren die Schiffe der TG 58.3 zusammen mit denen der TG 58.1 schon wieder in die Nähe von Kjushu und lagen rund 125 Seemeilen südlich davon. Die amerikanischen Piloten machten hier Jagt auf alle sich vor Kjushu befindlichen japanischen Schiffe und versenkten diese mit ihren Bomben oder Torpedos. Wegen des bevorstehenden Kampfes um Okinawa, kehrten die Schiffe der TG 58.3 noch am selben Tag wieder um. Ab dem 30. März begannen verstärkt die Bombardements von Okinawa. Dabei lagen die Schiffe der TG rund 75 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Den Höhepunkt der Kämpfe erreichte man am 1. April mit der Landeoperation auf Okinawa. Da befanden sich die Schiffe der TG rund 60 Seemeilen östlich von der japanischen Insel. An diesem Tag konnte sich die Besatzung der HALE erneut auszeichnen. Man konnte zwei amerikanische Piloten lebend aus dem Wasser retten, deren Maschinen abgeschossen worden waren. Damit alle Schiffe und Flugzeuge der TG genügend Treibstoff an Bord hatten, verließen die Schiffe der TG 58.3 die Gewässer von Okinawa und lagen am 2. April rund 300 Seemeilen südöstlich der Insel und wurden betankt. Am folgenden Tag lagen sie schon wieder zwischen 60 und 100 Seemeilen von Okinawa entfernt und die Trägerflugzeuge unterstützten die Landungstruppen auf der japanischen Insel. Der Verbrauch des Treibstoffs für die Trägerflugzeuge war in diesen tagen sehr hoch. Deshalb lagen die Schiffe am 5. April schon wieder rund 150 Seemeilen südöstlich von Okinawa und wurden betankt. Am 6. April schlugen die japanischen Kamikazepiloten zum ersten Mal nach der Landeoperation auf Okinawa gewaltig zu. Die Schiffe der TG 58.3 lagen da rund 60 Seemeilen östlich der japanischen Insel. Die Trägerflugzeuge bombardierten an diesem Tag auch feindliche Stellungen auf Minami Daito Shima. 80 Seemeilen östlich von Okinawa befanden die Schiffe der TG am 7. April und mussten sich einem massiven Kamikazeangriff erwehren. Während dieses feindlichen Luftangriffs konnten sich die Geschützmannschaften der USS HALE auszeichnen und schickten mehrere japanische Piloten ins nasse Grab. Eine erneute Betankung der Schiffe erfolgte am 9. April und ab dem 10. April begannen die Trägerflugzeuge für drei Tage mit dem Bombardement feindlicher Stellungen auf Amamishima, Tokunoshima und Kikaishima. Am 11. April befanden sich die Schiffe der TG 58.3 rund 115 Seemeilen östlich der Nakagusuku Bay von Okinawa. Da wurden sie wieder massiv von Kamikazepiloten angegriffen, die es schafften mehrere Schiffe zu beschädigen. Darunter befand sich auch die USS HALE. Ein japanisches Bombenflugzeug raste dabei von Steuerbord kommend auf den Zerstörer zu. Der Pilot merkte, dass er zu hoch war mit seiner Maschine um diese in das Schiff steuern zu können, und klinkte die mitgeführte Bombe aus. Mehrere Meter von der Backbordseite des Zerstörers entfernt schlug die Bombe dann auf dem Wasser auf und explodierte. Viele der umherschwirrenden Metallsplitter schlugen in dem Kriegsschiff ein. Noch am selben Tag verließ die USS HALE ihre Position vor Okinawa und fuhr zu den Kerama Retto Islands damit die größten Einschlaglöcher in der Nähe der Wasserlinie repariert werden konnten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff auf seine Position vor Okinawa zurück. Am 25. April kam zu einer Kollision mit dem Geleitflugzeugträger USS STEAMER BAY ( CVE-87 ). Beide Schiffe befanden sich dabei rund 235 Seemeilen südostsüdlich der Nakagusuku Bay. Der dabei entstandene Schaden an der USS HALE war so groß, so dass der Zerstörer zum Atoll Ulithi fahren musste. Hier ging das Kriegsschiff längsseits zum Zerstörertender USS PIDEMOND ( AD-17 ), von dessen Mannschaft die ersten Reparaturen ab dem 1. Mai ausgeführt wurden. Nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer das Atoll und erreichte am 29. Mai die amerikanische Marinebasis Apra Harbor auf Guam. Hier wartete das Schlachtschiff USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ). Beide Kriegsschiffe verließen noch am selben Tag wieder Guam und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Dort legten sie am 1. Juni an. Am 6. Juni verließ die USS HALE wieder die San Pedro Bay und eskortierte das Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ) nach Guam. In der dortigen Marinebasis legten sie drei Tage später an. Für die Mannschaft des Zerstörers gab es keine Ruhepause. Während eines Sturms vor Okinawa am 4. Juni waren viele Schiffe beschädigt worden. Sofort eilte die USS HALE in Richtung Okinawa. Unterwegs traf man auf den Schweren Kreuzer USS PITTSBURGH ( CA-72 ), der von dem Hochseeschlepper USS MUNSEE ( AT-107 ) ins Schlepptau genommen worden war. Diesem Schweren Schiff war während des Taifuns der Bug abgerissen worden. Die Mannschaft des Zerstörers nahm den noch schwimmenden Bug ins Schlepptau und erreichte zusammen mit den beiden Schiffen, mit einer Geschwindigkeit von 6 Knoten, am 10. Juni Apra Harbor. Sofort ging man dort an die Notreparatur, um die USS PITTSBURGH über Wasser halten zu können. Am 21. Juni verließ die USS HALE zusammen mit dem Schweren Kreuzer wieder Guam und fuhr zur San Pedro Bay, wo die eigentlichen Arbeiten an dem Schweren Kreuzer ausgeführt werden konnten. Hier trafen sie am 30. Juni ein. Hier in der San Pedro Bay stellte man die Task Force 38 neu zusammen. Der Sprung zu den japanischen Hauptinseln war nun gegeben und die amerikanischen Streitkräfte bereiteten sich intensiv darauf vor. Die USS HALE versetzte man in die Task Group 38.3, welche Rear Admiral Gerald Francis Bogan ( 27. Juli 1894 in Mackinac Island, Michigan – 8. Juni 1973 in La Jolla, San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Home Islands Raids“ befehligte. In der TG befanden sich die Flugzeugträger USS TICONDEROGA, USS ESSEX, USS RANDOLPH, die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY, USS BATAAN und ab dem 27. August USS CABOT, die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA und USS NORTH CAROLINA, die Leichten Kreuzer USS OAKLAND, USS WILKES BARRE, USS PASADENA, USS SPRINGFIELD und USS ASTORIA, die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS REMEY, USS NORMAN SCOTT, USS WADLEIGH, USS WALKER, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS BULLARD, USS BLACK, USS CHAUNCEY, USS ENGLISH, USS JOHN W WEEKS, USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McDERMUT ( DD-677 ), USS McNAIR ( DD-679 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS BARTON ( DD-722 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-693 ), USS AULT ( DD-698 ), USS CHARLES S SPERRY ( DD-697 ), USS WALDRON ( DD-699 ), WALLACE L LIND ( DD-703 ), USS BORIE ( DD-704 ) und USS HANK ( DD-702 ). Am 1. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Am 8. Juli bunkerten dann die Schiffe der TG 38.3 frischen Treibstoff und befanden sich dabei rund 420 Seemeilen östlich der Volcano Islands um Iwo Jima. Ab dem 10. Juli begannen die ersten Luftangriffe auf die Industriegebiete von Tokyo. Da befanden sich die Schiffe der TG 38.3 noch 170 Seemeilen südsüdöstlich von Tokyo. Die nächste Betankung für die Schiffe der TG erfolgte schon am 12. Juli. Dabei nahmen die Schiffe wieder die Position bei den Volcano Islands ein, die sie wenige Tage zuvor hatten. Am folgenden Tag lagen sie aber schon rund 200 Seemeilen östlich von Honshu und die Trägerflugzeuge beteiligten sich an dem Bombardement gegen Ziele nordöstlich von Honshu und auf Hokkaido. Doch ab dem 14. Juli begann die geballte Schlagkraft aller Schiffe der TF verheerend zuzuschlagen. An diesem Tag bildete man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. ( 31. März 1887 in Denver, Colorado – 1. September 1967 in Westerly, Rhode Island ) befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS INDIANA ( BB-58 ), den Schweren Kreuzern USS CHICAGO ( CA-136 ) und USS QUINCY ( CA-71 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS ABBOT, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ), USS SOUTHERLAND ( DD-743 ) und drei weitere. Diese Schiffe beschossen erstmalig auf den japanischen Hauptinseln die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi. Insgesamt 802 Granaten von 40,6 cm, 728 Granaten von 20,3 cm und 825 Granaten von 12,7 cm werden dabei verschossen. Anschließend reihten sich die Schiffe in ihre jeweiligen Task Group wieder ein. Die wenigen japanischen Flugzeuge die Vergeltungsangriffe noch fliegen konnten wurden von der USS HALE und den anderen Zerstörern bekämpft und vernichtet. In den japanischen Häfen wurden die vor Anker liegenden Schiffe durch die Trägerflugzeuge erbarmungslos versenkt. Durch den ständigen Nachschub an Treibstoff waren die Flugzeugträger jetzt in der Lage ein konstantes Bombardement auf die japanischen Hauptinseln mit den Trägerflugzeugen durchzuführen. So wurden neben den Häfen auch Industrieanlagen und Städte wie Tokyo bombardiert. Diese erste Vernichtungswelle dauerte bis zum 19. Juli. Ab diesem Tag zogen sich die Schiffe der Task Group 38.3 aus dem Kampfgeschehen zurück und nahmen eine Position zur Übernahme von frischem Treibstoff, von Proviant und Munition ein. Am 23. Juli lagen die Schiffe der TG dann rund 600 Seemeilen ostsüdöstlich von Tokyo und befanden sich auf der Fahrt nach Kjushu. Ab dem folgenden Tag begannen die Trägerflugzeuge auch das Inland zu bombardieren. Darunter befanden sich auch Gebiete wo man noch Flugplätze vermutete. Für den 29. Juli stellte man die Task Undergroup 34.8.1, die Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte, wieder neu zusammen. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS SOUTH DAKOTA, USS MASSACHUSETTS und USS INDIANA, die Schweren Kreuzern USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON ( CA-69 ) und USS ST PAUL ( CA-73 ) und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS STEMBEL, USS INGERSOLL ( DD-652 ), USS STOCKHAM ( DD-683 ) und USS SOUTHERLAND ( DD-743 ). Diese Kriegsschiffe fahren gemeinsam mit der britischen Kampfgruppe um das Schlachtschiff HMS KING GEORGE V ( 41 ) und den Zerstörern HMS UNDINE ( R42 ), HMS ULYSSES ( R69 ) und HMS URANIA ( R05 ) nach Hamamatsu, Süd-Honshu. Hier bombardieren diese Schiffe vom 29. zum 30. Juli die Flugzeugfabriken und die dazugehörigen Werksgebäude. Außerdem zerstörten sie mit ihren Granaten die Start- und Landebahn. Dabei wurden unzählige abgestellte Flugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Zerstörer kehrten nach diesem Angriff zu ihren eigentlichen Task Groups zurück und übernahmen wieder ihre dortigen Aufgaben. Die Task Undergroup 34.8.1 wurde dann nochmals für den 9. August zusammengestellt, welche ebenfalls Rear Admiral John Franklin Shafroth, Jr. befehligte. In dieser TU befanden sich die Schlachtschiffe USS MASSACHUSETTS, USS INDIANA und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS CHICAGO, USS QUINCY, USS BOSTON und USS ST PAUL und die Zerstörer USS HALE, USS ERBEN, USS STEMBEL, USS INGERSOLL, USS STOCKHAM und USS SOUTHERLAND. Zu dieser Kampfeinheit gehört noch die britische Kampfgruppe um die Leichten Kreuzer HMS NEWFOUNSLAND ( C59 ) und HMS GAMBIA ( C48 ) und die Zerstörer HMS TERPSICHORE ( R33 ), HMS TERMAGANT ( R89 ) und HMS TENACIOUS ( R45 ). Diese Kriegsschiffe bombardieren vom 8. zum 9. August erneut die Stahl- und Eisenwerke von Kamaishi auf Honshu. Nach dem Beschuss der Stahl- und Eisenwerke fuhren die amerikanischen Kriegsschiffe zu ihren Task Groups zurück. Die USS HALE reihte sich wieder in die TG 38.3 ein und sicherte die Flugzeugträger vor feindlichen Angriffen, währenddessen die Trägerflugzeuge weiterhin das japanische Festland bombardierten. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik war am15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Am 15. September eskortierte die USS HALE immer noch die Flugzeugträger aus der TG. Ab diesem Tag war der Zerstörer zu einem Luft- und Seerettungsschiff ernannt worden und fuhr entlang der japanischen Küste zur Sicherung der landenden Besatzungstruppen. Am 16. August fuhr der Zerstörer in die Tokyo Bay ein. Hier erhielt die Besatzung des Zerstörers eine Erholungsphase. Doch schon am 1. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder die japanischen Hauptinseln. An Bord hatten sich 100 Kriegsveteranen eingeschifft. Die USS HALE verließ die japanischen Inseln und fuhr zur US Westküste. Im Hafen von Seattle, Washington legte der Zerstörer am 19. Oktober an. Nach dem ausschiffen der Soldaten verließ das Kriegsschiff wieder Seattle und fuhr nach San Diego. Hier versetzte man den Zerstörer in die Inaktivität. Am 15. Januar 1947 stellte man die USS HALE außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Daher nahm man in diesem Jahr die USS HALE aus der Pazifikreserveflotte und begann den Zerstörer für seinen neuen Einsatz innerhalb der US Navy auszustatten. Commander Donald Clark Kirk stellte am 24. März 1951 in Long Beach, Kalifornien das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der Marinebasis von San Diego verließ die USS HALE die Pazifikküste, durchquerte den Panamakanal und lief in ihren neuen Heimathafen Newport, Rhode Island ein. Nach einem Auffrischungstraining, das in der Guantanamo Bay, Kuba abgehalten worden war, verließ das Kriegsschiff am 22. April 1952 seinen Heimathafen und fuhr ins Mittelmeer. Hier reihte sich der Zerstörer in die 6. US Flotte ein und diente der amerikanischen Diplomatie in dieser vitalen und unruhigen Region. Während dieses Einsatzes im Mittelmeer besuchte die USS HALE insgesamt 16 Häfen. Am 23. Oktober kehrte der Zerstörer nach Newport zurück. In den nun folgenden anderthalb Jahren führte das Kriegsschiff eine Reihe von Aufgaben und Trainingseinheiten aus. So beteiligte sich der Zerstörer am Anti-U-Boot Übungen, an Entwicklungsübungen vor der Atlantikküste, an der Sicherung von Flugzeugträgern während deren Operationen im Golf von Mexiko und an einer Trainingsfahrt der Midshipman von der UnitedStates Naval Academy aus Annapolis, Maryland. Nach einer Modernisierung und Überholung von September 1953 bis Januar 1954 in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania, verließ die USS HALE am 1. Juni Newport und begab sich auf ihre erste Weltumrundung. Der Zerstörer durchquerte dazu den Panamakanal und fuhr in den Fernen Osten. Hier reihte sich das Kriegsschiff in die 7. US Flotte ein und war ein Teil der allgegenwärtigen Seestärke Amerikas. Die Anwesenheit der Kriegsschiffe der 7. US Flotte verliehen der Region eine gewisse Stabilität. Nach dem abgelaufenen Dienst im Fernen Osten fuhr die USS HALE weiter in Richtung Westen, durchquerte am 17. November den Suezkanal und besuchte im Mittelmeer mehrere Häfen. In seinen Heimathafen lief der Zerstörer am 18. Dezember ein. Von hier aus setzte das Kriegsschiff seine vitalen Muster von Bereitschaftsübungen fort und diente bis zum 6. November 1956 als Zerstörerschulschiff in Newport. An diesem Tag verließ die USS HALE wieder Newport und fuhr ins Mittelmeer zur 6. US Flotte. Hier war die Suezkrise zwischen Ägypten und der Koalition aus Israel, Großbritannien und Frankreich ausgebrochen. Der Zerstörer war zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer als Beobachter anwesend, um einen eventuell größere werdenden Konflikt abzuwenden und die amerikanischen Interessen zu schützen. Die USS HALE kehrte am 20. Februar 1957 nach Newport zurück. Zum 350. Jahrestag der Gründung von Jamestown gab es eine der größten internationalen Flottenparade in der Geschichte der USA. Die International Naval Review in Hampton Roads, Virginia wurde vom 8. bis zum 17. Juni 1957 abgehalten. An dieser Parade nahmen von Seiten der US Navy die Flugzeugträger USS RANDOLPH ( CVA-15 ), USS LEYTE ( CVS-32 ), USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CVA-42 ), USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und USS SARATOGA ( CVA-60 ), die Schlachtschiffe USS IOWA ( BB-61 ) und USS WISCONSIN ( BB-64 ), die Schweren Kreuzer mit Lenkwaffen USS BOSTON ( CAG-1 ) und USS CANBERRA ( CAG-2 ), die Schweren Kreuzer USS ALBANY ( CA-123 ), USS MACON ( CA-132 ) und USS DES MOINES ( CA-134 ), das Taktische Kommandoschiff USS NORTHAMPTON ( CLC-1 ), die Führungszerstörer USS NORFOLK ( DL-1 ) und USS WILLIS A LEE ( DL-4 ), die Zerstörer USS HALE, USS ABBOT, USS HUNT ( DD-674 ), USS GAINARD ( DD-706 ), USS HARLAN R DICKSON ( DD-708 ), USS HUGH PURVIS ( DD-709 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ), USS BEATTY ( DD-756 ), USS BENHAM ( DD-796 ), USS SAMUEL B ROBERTS ( DD-823 ), USS CHARLES H ROAN ( DD-853 ), USS BRISTOL ( DD-857 ), USS BROWNSON ( DD-868 ), USS FORREST ROYAL ( DD-872 ) und USS FORREST SHERMAN ( DD-931 ), die Anti-U-Boot Zerstörer USS BASILONE ( DDE-824 ), USS ROBERT L WILSON ( DDE-847 ) und USS DAMATO ( DDE-871 ), die Geleitzerstörer USS WOODSON ( DE-359 ) und USS TWEEDY ( DE-532 ), das U-Boot-Jäger-Geleitboot USS CRESTIEW ( PCE-895 ), das Jagd-U-Boot USS CAVALLA ( SSK-244 ), das U-Boot mit Radarbestückung USS RAY ( SSR-271 ), das U-Boot mit Lenkwaffen USS BARBERO ( SSG-317 ), das U-Boot USS COBBLER ( SS-344 ), und das Atom-U-Boot USS SEA WOLF ( SSN-575 ), das Amphibische Flaggschiff USS POCONO ( AGC-16 ), Angriffsfrachtschiff USS OGLESHORPE ( AKA-100 ), der Angriffstransporter USS CAMBRIA ( APA-36 ), die Schnellen Truppentransporter USS LLOYD ( APD-63 ) und USS BASSETT ( APD-73 ), die Landungsboot- Mutterschiffe USS DONNER ( LSD-20 ), USS FORT MANDAN ( LSD-21 ) und USS PLYMOUTH ROCK ( LSD-29 ), die Panzerlandungsschiffe USS TALBOT COUNTY ( LST-1153 ), USS WASHOE COUNTY ( LST-1165 ), USS WASHTENAW COUNTY ( LST-1166 ) und USS WESTCHESTER COUNTY ( LST-1167 ), die Antimagnetischen Küstenminenboote USS JACANA ( MSC-193 ) und USS SHRIKE ( MSC-201 ), die Antimagnetischen Hochseeminensuchboote USS OBSERVER ( MSO-461 ) und USS SALUTE ( MSO-470 ), die Minensuchboote MSB-7, 8, 9, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 40, 41, 42, 43 und 44, der Zerstörertender USS TIDEWATER ( AD-31 ), das Munitionsschiff USS SHASTA ( AE-6 ), das Vorratsschiff USS ALDEBARAN ( AF-10 ), das Hauptversorgungsschiff USS MERCURY ( AKS-20 ), die Öltanker USS NANTAHALA ( AO-60 ), USS PAWCATUCK ( AO-108 ) und USS WACCAMAW ( AO-109 ), das Bergungsschiff USS RECOVERY ( ARS-43 ), der Hochseeflottenschlepper USS MOSOPELEA ( ATF-158 ) und der Kleine Wasserflugzeugtender USS DUXBURY BAY ( AVP-38 ) dran teil. Von anderen Marinen waren anwesend: Von der Belgischen Navy die Flottenminensucher GEORGES TRUFFAUT ( M-908 ) und F. BOVESSE ( M-909 ). Von der Kanadischen Navy die Geleitzerstörer HMCS OTTAWA ( DDE-229 ) und HMCS ASSINIBOINE ( DDE-234 ). Von der Kolumbianischen Navy die Fregatte CAPTAIN TONO.Von der Kubanischen Navy die Fregatte ANTONIO MACEO ( F-302 ). Von der Dänischen Navy die Fregatte HOLGER DANSKE ( F-338 ). Von der Dominicanischen Navy der Zerstörer GENERALISIMO ( D-102 ) und die Fregatten PRESIDENTE TRONCOSO ( F-103 ) und PRESIDENTE PEYNADO ( F-104 ). Von der Französischen Navy der Kreuzer DE GRASSE, der Flugzeugträger BOIS BELLEAU ( R-97 ), die Zerstörer DUPETIT-THOUARS ( D-625 ), CHEVALIER PAUL ( D-626 ), LE LORRAIN ( D-605 ) und der Zerstörer LE GASCON. Von der Italienischen Navy die Zerstörer SAN GIORGIO ( D-562 ) und SAN MARCO ( D-563 ). Von der Niederländischen Navy der Kreuzer DE ZEVEN PROVINCIEN ( C-802 ) und der Geleitzerstörer GRONINGEN ( D-813 ). Von der Norwegischen Navy der Zerstörer TRONDHEIM ( D-305 ). Von der Peruanischen Navy die Fregatte AGUIRRE ( F-1 ). Von der Portugisischen Navy die Geleitzerstörer DIOGO CAO und CORTE REAL. Von der Spanischen Navy der Viermastschoner JUAN SEBASTIAN DE ELCANO. Von der Türkischen Navy die Zerstörer GELIBOLU ( D-19 ) und GIRESUN ( D-20 ). Von der Britischen Navy der Flugzeugträger HMS ARK ROYAL und die Geleitzerstörer HMS DUCHESS ( D-154 ) und HMS DIAMOND ( D-35 ). Von der Uruguaischen Navy der Geleitzerstörer URUGUAY ( DE-1 ). Von der Venezulanischen Navy die Zerstörer ZULIA ( D-21 ) und ARAGUA ( D-31 ). Die USS HALE begann nach dieser Flottenparade eine zweite Midshipman Kreuzfahrt. Im Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff vom 3. bis zum 12. September an der NATO Operation „Strikeback“. Hier sollte während einer NATO Übung im Nordostatlantik ein totaler sowjetischer Angriff auf die NATO-Staaten simuliert werden. Während dieser Mission besuchte die USS HALE mehrere Häfen befreundeter Staaten. Nach der Rückkehr des Zerstörers an die US Ostküste Ende Oktober, nahm das Kriegsschiff bis Ende des Jahres wieder seine Typtrainingseinheiten und andere Übungen vor Newport wieder auf. Am 23. Juli 1958 begann die zweite Weltumfahrung für den Zerstörer. Diesmal fuhr das Kriegsschiff zuerst in das Mittelmeer ein, wo ein Halt im Hafen von Neapel eingelegt wurde, durchquerte den Suezkanal und den Persischen Golf, fuhr an Ceylon vorbei und beteiligte sich anschließend unter anderem an Operationen der 7. US Flotte vor Taiwan. Nach Abschluss dieses Einsatzes fuhr die USS HALE in Richtung San Diego. Auf dieser Fahrt legte der Zerstörer am 11. Oktober an. Nach San Diego folgte die Durchquerung des Panamakanals und am 24. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Newport an. An dem Zerstörer begannen in den folgenden Monaten wieder Überholungsarbeiten in der Philadelphia Naval Shipyard. Nach einem Auffrischungstraining in der Guantanamo Bay fuhr die USSHALE ab August 1959 wieder ins Mittelmeer. Hier setzte der Zerstörer seine Friedens- und Goodwill Rolle fort. Von diesem Einsatz kehrte das Kriegsschiff am 26. Februar 1960 zurück und legte in seinem Heimathafen an. Für den Zerstörer folgten nun einige Monate von sehr wichtiger experimenteller Arbeit im Anti-U-Boot Kampf mit Atom-U-Booten. Das war dann auch die letzte Aufgabe für den Zerstörer innerhalb der US Navy. Am 30. Juli 1960 stellte man das Kriegsschiff außer Dienst.
Im Rahmen des Militärhilfe – Programms überstellte man am 23. Januar 1961 die USS HALE in der Boston Naval Shipyard, in Boston, Massachusetts an die kolumbianische Marine. Hier erhielt der Zerstörer den Namen ARC ANTIOQUIA ( DD-01 ). Die kolumbianische Marine stellte am 20. Dezember 1973 den Zerstörer außer Dienst und ihn wieder an die US Navy übergeben. Doch die US Navy hatte keine Verwendung mehr dafür. Deshalb wurde der Schiffskörper der ARC ANTIOQUIA in einer kolumbianischen Werft abgebrochen und verschrottet.
Am 2. Juni 1975 strich man den Namen USS HALE ( DD-642 ) von der US Navy – Liste.


USS HALE ( DD-642 )
Commanding Officer

CDR Karl Frederick Poehlmann         15. Juni 1943 – 3. März 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Donald Worrall Wilson        3. März 1944 – 1. Oktober 1945
LCDR Nathan Frederick Asher         1. Oktober 1945 – 15. Januar 1947
Außerdienststellung        15. Januar 1947 – 24. März 1951
CDR Donald Clark Kirk        24. März 1951 – März 1952
CDR Augustus Knight Jr.        März 1952 – März 1953
CDR Vining Alden Sherman           März 1953 – ?
CDR Charles Bruning Gray          18. August 1956 – 2. Oktober 1958
CDR Ernest Calhoun Hipp Jr.         2. Oktober 1958 – 30. Juli 1960

USS HALE ( DD-133 )

USS HALE ( DD-133 )

Biografie

Eugene Hale
* 9. Juni 1836 in Turner, Maine
† 27. Oktober 1918 in Washington DC
war ein republikanischer US Senator aus Maine

Eugene Hale lernte an den örtlichen Schulen und an der Hebron Academy in Maine. Man ließ ihn im Jahre 1857 im Hancock County, Maine als Rechtsanwalt für die folgenden neun Jahre zu. In den Jahren 1867 und 1868 wählte man ihn, den Republikaner, in die Legislative von Maine. Vom 4. März 1869 bis zum 3. März 1879 diente Hale im US Repräsentantenhaus und war an dem 41. und den vier folgenden Kongressen beteiligt. Für die Wiederwahl zum 46. Kongress war er ein erfolgloser Kandidat. Nachdem Rutherford Birchard Hayes ( 4. Oktober 1822 – 17. Januar 1893 ) zum 19. US Präsidenten gewählt worden war, bot er Hale den Posten des Marineministers an. Doch Hale lehnte kategorisch ab. Notgedrungen musste Hayes den stellvertretenden Marineminister William Faxon ( 1822 – 1883 ) kommissarisch einsetzen bis Richard Wigginton Thompson ( 9. Juni 1809 – 9. Februar 1900 ) am 13. März 1877 vereidigt wurde. Am 4. März 1881 wählte man Hale in den US Senat und er wurde genauso erfolgreich wie sein republikanischer Vorgänger aus Maine, Hannibal Hamlin ( 27. August 1809 – 4. Juli 1891 ). Bis zum 3. März 1911 diente Hale auf diesem Posten. Während seiner Zeit im Senat war er in mehreren Ausschüssen und erhielt von einigen auch den Vorsitz während der verschiedenen Kongresse. So leitete er den US Senatsausschuss für die Volkszählung, den US Senatsausschuss für Ansprüche von Privatgrundstücke, den US Senatsaus-schuss für den Druck, den US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten, den US Senatsausschuss für Mittel und den US Senatsausschuss für öffentliche Ausgaben. Am 4. August 1908 übernahm Hale das Amt des Dekan des US Senat von William Boyd Allison ( 2. März 1829 – 4. August 1908 ). Bis zum 3. März 1911 behielt er diesen Vorsitz. Eugene Hale nutzte seinen Vorsitz im US Senatsausschuss für Marine Angelegenheiten konstruktiv während der frühen Kämpfe für die „Neue Navy“. Er sagte einmal 1884, „Ich hoffe das ich noch viele Jahre leben werde um die amerikanische Navy so zu sehen wie sie sein sollte und nicht wie das amerikanische Volk sie wie ein Haustier sieht“. In seiner späteren Karriere wandte er sich gegen den Bau einer Vielzahl von Großkampfschiffen die er als weniger effektiv im Verhältnis zwischen den Kosten und der raschen Überalterung sah. Hale war neben seinem Amt im Senat auch ein Mitglied der Nationalen Währungskommission. Nachdem die Spannungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika immer größer wurden und die USA sich immer intensiver in den laufenden Aufstand der Kubaner gegen Spanien einmischten, um so lauter argumentierte Eugene Hale und der Senator George Frisbie Hoar ( 29. August 1826 – 30. September 1904 ) aus Massachusetts gegen die amerikanische Intervention. Hale verschmähte den Expansionismus und den Chauvinismus der USA den einige US Senatoren noch bewusst schürten durch das Vorheben der militärischen Siege auf kubanischer und der Gräueltaten auf der spanischen Seite. Hale wurde deshalb des Öfteren zu Unrecht beschuldigt auf der Seite Spaniens zu stehen und deren Propaganda nachzuplappern. Hämisch nannte man ihn auch den „Senator aus Spanien“. Nach seinem Ausscheiden aus dem US Senat am 3. März 1911 zog sich Eugene Hale komplett aus der Politik zurück. Er verbrachte den Rest seines Lebens in Maine und Washington DC wo er auch am 27. Oktober 1918 verstarb. Seinen Leichnam begrub man auf dem Woodbine Friedhof in Ellsworth, Maine.
Eugene Hale war mit Mary Douglas Chandler, der Tochter des Bürgermeisters von Detroit, Michigan, Zachariah Chandler ( 10. Dezember 1813 – 1. November 1879 ), verheiratet. Ihre Söhne Chandler Hale ( 1873 – 23. Mai 1951 ), er wurde ein US Diplomat, und Frederick Hale ( 7. Oktober 1874 – 28. September 1963 ), er wurde ein US Senator.

Zu Ehren von Eugene Hale wurden bei der US Navy zwei Schiffe benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-133 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HALE ( DD-642 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HALE ( DD-133 )

Schiffsbiografie

Die USS HALE ( DD-133 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von dem republikanischen Senator Eugene Hale aus Maine benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Bath Iron Works Corporation in Bath, Maine wurde am 7. Oktober 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Mary Hale, Enkelin von Senator Eugene Hale, taufte am 29. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Allan Shannon Farquhar ( 31. Januar 1884 – 18. November 1966 im Duval County, Florida ) stellte am 12. Juni 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt integrierte man die USS HALE in das Zerstörergeschwader 3 in der Atlantikflotte. Am 11. Juli 1919 verließ der Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr in europäische Gewässer. Während dieser Goodwill Kreuzfahrt besuchte das Kriegsschiff mehrere Häfen im Mittelmeer und half im Oktober bei der Durchsetzung des österreichischen Waffenstillstandes. Anschließend integrierte man die USS HALE in das amerikanische Detachment in türkischen Gewässern. Aufgabe der dort stationierten amerikanischen Kriegsschiffe bestand darin, Flüchtlinge, Hilfskräfte und Fracht zwischen den Häfen von Griechenland, Bulgarien und Russland zu transportieren. Außerdem zeigten die amerikanischen Schiffe im lebensnotwendigen Mittelmeer- und Balkanraum so die humanitäre Flagge ihres Landes. Am 31. März 1920 legte die USS HALE wieder im Hafen von Philadelphia, Pennsylvania an. Von hier aus nahm der Zerstörer wieder seinen Lehrplan für Trainings- und Entwicklungsübungen entlang der US Ostküste wieder auf. Man stellte am 22. Juni 1922 das Kriegsschiff in Philadelphia außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte.
Lieutenant Commander Chapman Coleman Todd, Jr., Sohn von Rear Admiral Chapman Coleman Todd ( 5. April 1848 – 28. April 1929 in Washington DC ), stellte am 1. Mai 1930 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Bis zum 15. Mai blieb die USS HALE im Hafen von Philadelphia und wurde dort ausgerüstet. An diesem Tag verließ der Zerstörer den Hafen und begann mit einer Ausbildungsfahrt der Besatzung. Anschließend nahm das Kriegsschiff an mehreren Übungen entlang der US Ostküste teil. Anfang 1931 folgten die letzten Manöver der Scouting Fleet im Atlantik und in der Karibik an denen die USS HALE teilnahm. Gleich nach Abschluss dieser Manöver durchquerte der Zerstörer den Panamakanal und legte am 4. April in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. In den nun folgenden Jahren nahm das Kriegsschiff an mehreren Manövern der Battle Fleet teil, die entlang der kalifornischen Küste abgehalten wurden. Außerdem war die USS HALE in den folgenden Jahren bei der Perfektionierung der Techniken und der Taktiken im Verbund mit den modernen Flugzeugträgern USS LEXINGTON ( CV-2 ) und USS SARATOGA ( CV-3 ) tätig. So begann vom 10. bis zum 17. Februar 1933 während des 14. Flottenmanövers die erste Marineübung, um simulierte Flugzeugträgerangriffe gegen die Westküste der USA zu prüfen. Pazifikstädte hatten hier jahrzehntelang um die dauerhafte Stationierung von US Militäranlagen gewetteifert. Die durch dieses Manöver nun aufgedeckten Schwachstellen wurden von der US Navy für weitere Ansiedlungen genutzt. Grund dafür waren die frühen Pläne der US Navy, San Francisco als Heimathafen für die Hauptflotte an der US Westküste zu etablieren, aber die angreifende Flotte während des Manövers hatte zur Vernichtung von San Pedro und San Francisco mehrere Schlüsselerfolge erzielt. Daher forcierte man den Ausbau von San Francisco vorerst nicht weiter. Den größten Teil der US Navy Investitionen erhielt nun San Diego. Noch im selben Jahr war die USS HALE weiterhin an Operationen entlang der US Westküste beteiligt. Den Zerstörer stellte man dann aber am 9. April 1937 in San Diego außer Dienst.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg und der sich langsam zuspitzenden Lage im Pazifik, nahm man die USS HALE wieder in den Dienst der US Navy. Lieutenant William Claibourne Latrobe ( 9. Januar 1903 – 2. Mai 1977 ) stellte am 30. September 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 25. November verließ der Zerstörer den Pazifik und begann in der Karibik mit seiner Neutralitätspatrouille. Die Basis für das Kriegsschiff war ab dem 22. Februar 1940 Galveston, Texas und später Key West, Florida. Das Kriegsschiff patrouillierte allerdings weiterhin in der Karibik und im Golf von Mexiko. Ende August verließ die USS HALE ihr Einsatzgebiet und fuhr in die Philadelphia Naval Shipyard. Hier bereitete man den Zerstörer ab dem 1. September 1940 auf die Überstellung an Großbritannien im Rahmen des Austausches von amerikanischen Zerstörern für britische Marinebasen in der Karibik. Darunter war auch die britische Marinebasis auf den Bermudas. Am 6. September erreichte das Kriegsschiff die Marinebasis in Halifax, Nova Scotia, Kanada. Die US Navy stellte die USS HALE am 9. September 1940 außer Dienst und übergab noch am selben Tag den Zerstörer an Großbritannien. Den Namen USS HALE strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Das Kriegsschiff bekam in der Royal Navy den Namen HMS CALDWELL ( I20 ) verliehen. Lieutenant Commander Michael Wilfred Tompkinson ( 6. Juni 1908 – 1. Juli 1974 ) stellte am 9. September das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der Royal Navy.
Innerhalb der britischen Marine erhielt die HMS CALDWELL Eskortierpflichten im Atlantik gegenüber Schiffskonvois und später in der Karibik. Dazu musste der Zerstörer für Umrüstarbeiten in die britische Marinewerft bei Devonport vom 28. September bis zum 12. Oktober 1940. Die danach noch anfallenden Reparaturen mussten bis zum 17. Okrtober in Liverpool abgearbeitet werden. Von dort aus stach das Kriegsschiff am 23. Oktober in See und eskortierte den Schiffskonvoi OB 233 nach Island. Dann kam die HMS CALDWELL in Schwere See und erlitt mehrere Schäden. Diese wurden im Januar in Liverpool behoben. Außerdem gab es einen größeren Mannschaftswechsel auf dem Zerstörer. Trotzdem musste das Kriegsschiff ab dem 10. Februar den Schiffskonvoi OB 284 eskortieren. Dann lag die HMS CALDWELL vom 6. Juni bis zum 28. August in der Werft in Cardiff und musste sich dort einigen Umrüstarbeiten unterwerfen. Großbritannien versuchte in den ersten Monaten des Zweiten Weltkrieges verzweifelt die Bedrohung der Schifffahrtswege durch deutsche U-Boote zu sichern. Dafür wurden mehrere Übungen absolviert. So erfolgte vor Lough Foyle bei Londonderry, Nordirland am 6. September 1941 die erste umfangreiche Anti-U-Boot Übung. Daran waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT ( H32 ), HMS DOUGLAS ( D90 ), HMS SKATE ( D39 ), HMS LEAMINGTON ( G19 ) und HMS CHELSEA ( I35 ) beteiligt. An den beiden folgenden Tagen ging die Übung weiter und dort waren die Zerstörer HMS CALDWELL, HMS HAVANT und HMS CHELSEA anwesend. Am 25. September wurde es nun ernst. Die britischen Zerstörer HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER, HMS WALKER ( D27 ) und HMS VANOC ( H33 ) sowie die Korvette HMS HYDRANGEA ( K39 ) und der ASW Trawler ST. CATHAN ( FY234 ) übernahmen als Eskortiergruppe EG 5 in Liverpool 51 Handelsschiffe des Konvois ON 20 und eskortierten diese bis nach Island. Die dortige Übergabestelle erreichte der Konvoi am 30. September und wurde von den amerikanischen Zerstörern USS WINSLOW ( DD-359 ), USS BENSON ( DD-421 ), USS NIBLACK ( DD-424 ), USS HILARY P JONES ( DD-427 ) und USS REUBEN JAMES ( DD-245 ) aus der US Geleitgruppe 4.1.3 übernommen und nach Halifax eskortiert. Die Gruppe um die HMS CALDWELL blieb bis zum 5. Oktober bei Reykjavik, Island liegen und übernahmen an diesem Tag von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.12, darin war der kanadische Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), die britischen Zerstörer HMS BROADWAY ( H90 ) und HMS BURWELL ( H94 ) und die kanadischen Korvetten HMCS BRANDON ( K149 ), HMCS COBALT ( K124 ), HMCS BUCTOUCHE ( K179 ) und HMCS GALT ( K163 ), 62 Handelsschiffe aus dem Schiffskonvoi SC 46. Die Kriegsschiffe aus der britischen Eskortiergruppe EG 5 eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool und erreichten ohne Verluste den dortigen Hafen am 10. Oktober. Hier wartete der Schiffskonvoi ONS 27 zur Überfahrt nach Amerika. Am 16. Oktober verließen 62 Handelsschiffe Liverpool und wurden durch die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe EG 5 gesichert. Die HMS CALDWELL eskortierte diese Handelsschiffe nicht und musste sich in Liverpool einigen Reparaturen unterziehen. Dann am 7. November liefen 44 Handelsschiffe des Konvois ON 34 in Liverpool aus. Eskortiert wurden diese bis nach Island von den Zerstörern HMS CALDWELL, HMS VOLUNTEER und HMS VANOC sowie den Korvetten HMS GENTIAN ( K90 ), HMS HONEYSUCKLE ( K27 ), HMS SWEETBRIAR ( K209 ), HMS HIBISCUS ( K24 ), HMS MYOSOTIS ( K65 ) und HMS PERIWINKLE ( K55 ), wo sie am 12. November ankamen. Die HMS CALDWELL eilte von hier aus zusammen mit dem Zerstörer HMS VOLUNTEER nach Londenderry. Hier erfolgte am 14. November vor Lough Foyle eine weitere Anti-U-Boot Übung. Diesmal waren neben der HMS CALDWELL das britische U-Boot HMS H50 und die Zerstörer HMS BROKE ( D83 ), HMS WOLVERINE ( D78 ) und HMS VOLUNTEER ( D71 ) beteiligt. Danach eilten die beiden Zerstörer wieder in Richtung Island. Diese hatten 52 Handelsschiffe aus dem Konvoi SC 53 zusammen mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 erreicht. Die Kriegsschiff der Eskortiergruppe EG 5, um die HMS CALDWELL, übernahmen diese Handelsschiffe und eskortierten sie verlustfrei bis nach Liverpool. Dort kamen sie am 24. November an. Eine Ruhepause für die Schiffsbesatzungen der Kriegsschiffe gab es aber nicht. Schon drei Tage später legten 37 entladene Handelsschiffe des Konvois ON 41 in Liverpool ab. Eskortiert wurden sie durch die Eskortiergruppe EG 5, in der sich die Zerstörer HMS CALDWELL und HMS VANOC sowie die Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN, HMS CALENDULA ( K28 ) und HMS CELANDINE ( K75 ). Am 2. Dezember erreichten diese Schiffe Island und übernahmen dort vier Tage später von der amerikanischen Eskortiergruppe 4.1.2, mit den Zerstörern USS CHARLES F HUGHES ( DD-428 ), USS WILKES ( DD-441 ), USS LANSDALE ( DD-426 ), USS MADISON ( DD-425 ) und USS STUTEVANT ( DD-240 ), den Schiffskonvoi HX 162 mit 31 Handelsschiffen. Der Schiffskonvoi erreichte am 11. Dezember Liverpool. Durch den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg durch den Angriff der Japaner am 7. Dezember auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii, zog die US Navy ihre Zerstörer aus dem Eskortierdienst im Atlantik ab. Daher mussten die britischen und kanadischen Kriegsschiffe neu sortiert werden und erhielten neue Bezeichnungen. Den Hafen von Liverpool verließ der Zerstörer HMS CALDWELL zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS ALISMA ( K185 ), jetzt mit der Bezeichnung B 5, am 19. Dezember und eskortierte den Schiffskonvoi ONS 48 mit 49 entladenen Handelsschiffen bis nach Island. Dieselben Kriegsschiffe übernahmen dort am 27. Dezember von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.15 den Schiffskonvoi SC 60, bestehend aus 22 Handelsschiffen, und eskortierten ihn bis nach Liverpool, wo sie am 31. Dezember anlegten. Die HMS CALDWELL legte zusammen mit den Korvetten HMS HONEYSUCKLE, HMS GENTIAN und HMS THYME ( K210 ) am 12. Januar 1942 in Liverpool ab und eskortierte 36 entladene Handelsschiffe aus dem Konvoi ONS 56 Verlustfrei bis nach Island. Hier trafen sie am 17. Januar ein und die Handelsschiffe wurden von der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.17 übernommen. Elf Tage später erreichte der Schiffskonvoi SC 65, bestehend aus 36 Handelsschiffen, mit der kanadischen Eskortiergruppe 4.1.14 Island. Noch am selben Tag verließen die Kriegsschiffe um die HMS CALDWELL Island und eskortierten die Handelsschiffe bis nach Liverpool. Hier trafen sie am 1. Februar ein. Drei Tage später liefen die Kriegsschiffe der Eskortiergruppe B 5 in Liverpool wieder aus und eskortierten den Schiffskonvoi ON 63, bestehend aus 31 Handelsschiffen. Zusätzlich zu der Eskortiergruppe B 5 waren noch der Zerstörer HMS CHELSEA und die Korvette HMS ARBUTUS ( K86 ) anwesend. Am 5. Februar kam es zu einem Zusammentreffen zwischen diesen beiden Kriegsschiffen und dem deutschen U-Boot U-136, Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Zimmermann ( 27. Januar 1907 in Duisburg – 11. Juli 1942 im Nordatlantik westlich von Madeira in U-136 ). U-136 feuerte einen Torpedo ab und traf die HMS ARBUTUS mittschiffs. Sofort brach die Korvette auseinander und versank. Die Handelsschiffe konnten von der Eskortiergruppe verlustfrei bis nach Island geleitet werden. Mitte 1942 wechselte die HMS CALDWELL zur Royal Canadian Navy. Der Heimathafen war nun St. John´s, Neufundland, Kanada. Am 16. Dezember geriet der Zerstörer in einen schweren Sturm, der mehrere Tage anhielt. Lieutenant Commander Eric Morrison Mackay, Kommandant des Zerstörers, war gegenüber den Naturgewalten fast machtlos. Dann brach die Hauptsteuerung zusammen und das Kriegsschiff trieb steuerlos auf dem Wasser. Am 21. Dezember war es dann 400 Seemeilen von St John´s entfernt und der Treibstoff ging zur Neige. Wegen des Schweren Wetters konnte ein Öltanker in Begleitung des britischen Zerstörers HMS WANDERE ( D71 ) keinen frischen Treibstoff übergeben. Zu allem Übel kam nun noch Frost dazu. Die HMS CALDWELL wurde anfangs nach St. John´s geschleppt, doch dann entschied man sich den Zerstörer bis nach Boston zu bringen, wo er repariert werden konnte. Auf der Fahrt dorthin brach mehrmals die Schleppleine und die Mannschaften der Schlepper und Zerstörer kämpften um den Erhalt ihrer Schiffe. Dann, am 1. Februar 1943, war der Hafen von Boston erreicht. Zwei Tage später bugsierte man die HMS CALDWELL mit zwei Schleppern in ein Trockendock der Bethlehem Steel Werft. Die Reparaturarbeiten waren an dem Zerstörer im Mai abgeschlossen und das Kriegsschiff verließ die US Ostküste. Ziel war wieder die kanadische Küste. Die HMS CALDWELL nahm wieder bis zum 1. Dezember am Eskortierdienst von Schiffskonvois teil. Danach versetzte man den Zerstörer in die reserve und verankerte ihn vor Tyne an der Ostküste Schottlands. Wenige Monate später nahm man das Kriegsschiff wieder aus der Reserve und versetzte es zum Deckungsverband der Royal Navy, der im Juni 1944 die Landungsschiffe in der Normandie vor feindlichen Überwasserangriffen sichern sollte. Gleich nach der erfolgreichen Anlandung verließ die HMS CALDWELL wieder die Küste vor der Normandie und fuhr nach Tyne zurück. Hier stellte man im September erneut den Zerstörer außer Dienst. Doch für einige Hilfszwecke trat das Kriegsschiff wieder in den Dienst der Royal Navy. Doch diesmal benannte man es in YARKEY SABAR um. Doch die Tage des Kriegsschiffes waren gezählt. Am 20. März 1945 stellte man es endgültig außer Dienst und ab dem 7. Juni 1945 wurde in Granton mit der Verschrottung begonnen.


USS HALE ( DD-133 )
Commanding Officer

CDR Allan Shannon Farquhar          12. Juni 1919 – 16. April 1921 (erreichter Rang RADM)
LCDR Edmund Seldon Randolph Brandt         16. April 1921 – 22. Juni 1922
Außerdeinststellung        22. Juni 1922 – 1. Mai 1930
LCDR Chapman Coleman Todd Jr.        1. Mai 1930 – 15. Januar 1931
LCDR Charles Nelson Ingraham          15. Januar 1931 – 7. Juni 1931
LCDR Frank Jacob Lowry         7. Juni 1931 – 4. Juli 1933 (erreichter Rang VADM)
LCDR Davenport Browne         4. Juli 1933 – 18. Juli 1935
LCDR Ross Palmer Whitemarsh          18. Juli 1935 – 9. April 1937
Außerdienststellung         9. April 1937 – 30. September 1939
LT William Claibourne Latrobe 30. September 1939 – 9. September 1940 (erreichter Rang  CAPT)

unter britischem Kommando

LCDR Michael Wilfred Tomkinson RN         9. September 1940 – 1. Januar 1941
LCDR Eric Morrison Mackay RNR          1. Januar 1941 – Mitte 1943

USS ABBOT ( DD-184 )

USS ABBOT ( DD-184 )

Biografie

Joel Abbott
* 18. Januar 1793 in Westford, Massachusetts
† 14. Dezember 1855 in Hongkong
War ein Offizier in der US Navy und diente während des Krieges von 1812 und befahl ein Geschwader während des Besuches in Japan von Commodore Perry

Zu Beginn des Krieges von 1812 bekleidete Abbot den Rang eines Midshipman. Er diente zunächst auf der Fregatte USS PRESIDENT ( 1800 ) und als nächstes in der Schlacht am Lake Champlain am 11. September 1814 unter dem Kommando von Commodore Thomas Macdonough, Jr. ( 21. Dezember 1783 – 10. November 1825 ). Vor dieser Schlacht sollte er als Spion die britischen Linien überqueren und eine Reihe Spieren von Schiffen zerstören die im Cumberland Head ankerten. Sein gefährliches Zerstörungswerk hatte Erfolg. Dafür ehrte der Kongress den jungen Offizier indem man ihm ein Schwert übergab und zum Lieutenant beförderte. Im Jahre 1818 übergab man Abbot das Kommando über das gefangen genommene Piratenschiff MARIANA. Im Januar 1820 heiratete er Mary Wood. Nach deren Tod heiratete er am 29. November 1825 Laura Wheaton. Beide hatten sie später 10 Kinder zusammen. Der Sohn von Joel Abbot, Walter Abbot, diente im Rang eines Lieutenant Commander in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges. Joel Abbot´s Enkel Charles Abbot Wheaton, Jr. war ein Offizier in der US Army und errechte den Rang eines Brigadegenerals. Im Jahre 1838 beförderte man Joel Abbot zum Commander und übertrug ihm das Kommando über die Boston Navy Yard. Im Jahre 1843 übernahm er das Kommando über die Kriegskorvette USS DECATUR ( 1839 ), einem Schiff das zum afrikanischen Geschwader unter Commodore Matthew Calbraith Perry ( 10. April 1794 – 4. März ) 1858 ) gehörte. Am 3. oktober 1850 ernannte man Abbot zum Captain. Im Jahre 1852 erhielt Perry die Aufgabe sich Offiziere auszusuchen die ihn auf einer Expedition nach Japan begleiten sollen. Er wählte unter anderen Captain Joel Abbot aus und übertrug ihm die Befehlsgewalt über die Fregatte USS MACEDONIAN ( 1836 ). Man ernannte Abbot im Jahre 1854 zum Flag Offizier und übergab ihm das Kommando über das Ostindische Geschwader. Joel Abbot verstarb am 14. Dezember 1855 in Hongkong. Seine sterblichen Überreste brachte man in die Vereinigten Staaten zurück und begrub ihn in der Familiengruft der Abbot in Warren, Rhode Island.

Zwei Schiffe sind zu Ehren von Flag Offizier Joel Abbot bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-184 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS ABBOT ( DD-629 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS ABBOT ( DD-184 )

Schiffsbiografie

Die USS ABBOT ( DD-184 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Joel Abbot benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzehnte Schiff aus der WICKES – Klasse.
Auf der Newport News Shipbuilding and Dry Dock Company in Newport News wurde am 5. April 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Louise Abbot, Urenkelin von Commodore Joel Abbot, taufte am 4. Juli 1918 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William Nicholas Richardson, Jr. stellte am 19. Juli 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt legte die US ABBOT in ihrem Heimathafen Norfolk, Virginia an. Von hier aus operierte der Zerstörer in den folgenden Jahren entlang der US Ostküste, im Golf von Mexiko und in der Karibik. Insbesondere in der Karibik hielt sich das Kriegsschiff hauptsächlich in den Gewässern der Guantanamo Bay, Kuba auf. Die USS ABBOT versetzte man im Jahre 1922 in die Philadelphia Navy Yard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier stellte man am 5. Juli 1922 den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Nach fast 20-jähriger Stilllegung stellte Lieutenant Lewis Robinson Miller am 17. Juni 1940 den unter seinem Kommando stehende Zerstörer in den Dienst der US Navy. Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg begann die USS ABBOT entlang der US Ostküste zu patrouillieren. Wegen des Land and Lease Actes war auch die USS ABBOT davon betroffen an die Royal Navy abgegeben zu werden. Am 23. September legte der Zerstörer in Halifax, Nova Scotia, Kanada an und wurde außer Dienst gestellt. Den Namen USS ABBOT ( DD-184 ) strich man endgültig am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
Nachdem die Royal Navy den Zerstörer am 23. September 1940 übernommen hatte, sowie sechs weitere Zerstörer, beließ man dem Zerstörer den Namen. Er hieß HMS ABBOT und hatte keine Kennung. Doch dann legte sich die britische Admiralität fest, nicht nur wegen der neugebauten Zerstörer der US Navy die ebenfalls erhalten könnten, dass man die fünfzig ehemaligen amerikanischen Zerstörer als Stadtklasse bezeichnen könnte. Jetzt erhielt das Kriegsschiff am 2. Oktober den Namen HMS CHARLESTOWN ( I21 ) und war der fünfzehnte Town – Class Zerstörer. Die HMS CHARLESTOWN gliederte man in die 17. Zerstörerdivision ein. Noch im September verließ der Zerstörer Halifax und fuhr zu den britischen Inseln. Am 8. Oktober legte das Kriegsschiff in Belfast, Nordirland zusammen mit vier weiteren Zerstörern an. Man brachte die HMS CHARLESTOWN in die HM Dockyard in Devenport um Reparaturen und Modifikationen vorzunehmen. Am 4. November stand der Zerstörer, nach Abschluss der Arbeiten, für den Dienst beim 1. Minengeschwader bereit. Der Zerstörer übernahm bei Kyle of Lochalsh die Eskorte über Minenleger ens eskortierte Schiffskonvois entlang der Westküste Schottlands. Doch schon im Dezember musste sich die HMS CHARLESTOWN erneuten Reparaturen unterziehen, die sich bis in die ersten Tage des Januars 1941 hinzogen. Am 6. Januar war der Zerstörer wieder vor Kyle of Lochalsh im Einsatz. Ab dem 6. Februar beteiligte sich die HMS CHARLESTOWN an der Operation SN7 A. Dabei eskortierte der Zerstörer zusammen mit den britischen Zerstörern HMS BRIGHTON ( I08 ), HMS LANCASTER ( G05 ) und HMS ST ALBANS ( I15 ) die Hilfsminenleger HMS AGAMEMNON, HMS MENESTHEUS, HMS SOUTHERN PRINCE und HMS PORT QUEBEC, welche zusätzlich durch Schiffe der Home Fleet abgedeckt wurden, nach Northern Barrage, wo Minenfelder ausgelegt werden sollten. Doch kaum hatten diese Schiffe den Hafen von Kyle of Lochalsh verlassen, lief die HMS MENESTHEUS auf eine britische Seemine und musste durch die HMS AGAMEMNON in den Hafen zurückgeschleppt werden. Die anderen Schiffe des Unternehmens fahren weiter und beginnen am 17. Februar mit den Minenlegearbeiten. Diese ziehen sich den gesamten März hindurch. Die HMS CHARLESTOWN muss aber im April in die Werft von Hebburn of Tyne, wo mehrere Reparaturen ausgeführt werden mussten. Im Juli befand sich der Zerstörer wieder im Einsatz und lag in Clyde. Am 30. Juli kam es zu einer Übung westlich von Scapa Flow. Daran war das Schlachtschiff HMS PRINCE of WALES ( 53 ) und die Zerstörer HMS CHARLESTOWN, HMS ORIBI ( G66 ) und HMS CASTLETON ( I32 ) beteiligt. Im August kehrte der Zerstörer zum Geschwader in Kyle of Lochalsh zurück und beteiligt sich an der Operation SN70A. Während dieser Operation eskortierte ein Zerstörergeschwader, zu dem auch die HMS CHARLESTOWN gehörte, die Hilfsminenleger HMS SOUTHERN PRINCE, HMS PORT QUEBEC und den Minenlegerkreuzer HMS ADVANCURE ( M23 ) nach Island. Dort wurden Minenfelder ausgelegt. Im September und Oktober erfolgten weitere Eskortierdienste für die HMS CHARLESTOWN. Ab dem 9. November eskortierte der Zerstörer die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS und HMS PORT QUEBEC während der Operation SN83B zwischen Northern Barrage und dem Faeroes Gap. Schon am 20. November lag die HMS CHARLESTOWN in einer kommerziellen Werft in Grimsby und sollte sich Umrüstarbeiten unterziehen. Diese dauerten bis in den Januar 1942. Nach Abschluss der Arbeiten legte der Zerstörer von seinem Kai ab und kollidierte mit dem Handelsschiff SS MARPLE. Die dadurch entstandenen Schäden waren erst im Februar beseitigt. Ab dem 21. Februar stieß die HMS CHARLESTOWN wieder zu seinem Geschwader und wurde bei Kyle of Lochalsh eingesetzt. So übernahm am 14. März der Zerstörer im Nordwesten die Verteidigung für einen Schiffskonvoi. Ab dem 30. März beginnt dann die Operation SN87. Hier eskortiert die HMS CHARLESTOWN zusammen mit den Zerstörern HMS LANCASTER und HMS WELLS ( I95 ) und dem Leichten Kreuzer HMS CHARYBDIS ( 88 ) die Hilfsminenleger HMS MENESTHEUS, HMS AGAMEMNON, HMS PORT QUEBEC und HMS SOUTHERN PRINCE für Minenlegeeinsätze nördlich von Faeroes Gap und Northern Barrage. Am 13. April beteiligte sich die HMS CHARLESTOWN an einer Anti-U-Boot Übung vor Tobermory. Daran war das U-Boot HMS P 511, der Zerstörer HMS CHARLESTON und der Trawler HMS DRANGEY ( F195 ) beteiligt. Am folgenden Tag kam es zu einer weiteren Übung bei Tobermory. Daran war das U-Boot HMS P 511, der Zerstörer HMS CHARLESTOWN und der Trawler HMS STROMA ( T150 ) beteiligt. Ab dem 18. April wechseln die Sicherungsschiffe für die Hilfsminenleger. Die HMS CHARLESTOWN bleibt mit der HMS WELLS. Neu hinzu kommen die Zerstörer HMS SARDONYX ( H26 ) und HMS SALADIN ( H54 ) und der Kreuzer HMS KENYA ( 14 ) und beteiligen sich an der Operation SN88. Dann erfolgte ab dem 8. Mai die Operation SN3 A. Die Hilfsminenleger blieben vor Ort bei der Faeroes Bank. Dazu kamen zur Sicherung noch die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS WELLS und HMS CASTLETON ( I23 ). Im Juni und Juli waren Einsätze der HMS CHARLESTOWN zur Sicherung von Schiffskonvois im Nordwesten Schottlands dringend notwendig geworden. Ab dem 21. August waren dann wieder alle Schiffe von der Operation SN3 A in Northern Barrage versammelt. Für die jetzt neubeginnende Operation SN73, zum Auslegen von Seeminen, kamen zur Sicherung noch der Leichte Kreuzer HMS AURORA ( 12 ) und die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS CASTLETON und HMS NEWARK ( G08 ) hinzu. Ab dem 2. September wechseln die Schiffe für die Minenlegeoperation SN89 in die Dänemarkstraße. Zur Sicherung sind neben der HMS CHARLESTON der Kreuzer HMS JAMAICA ( 44 ) und die Zerstörer HMS BRIGHTON, HMS LANCASTER und HMS NEWARK. Ab dem 15. September beginnt vor Faeroes Gap die Operation SN65 A. Auch hier waren wieder alle Minenleger wie während der Operation SN3 A beteiligt. Neben der HMS CHARLESTOWN sichern die Zerstörer HMS LANCASTER, HMS WELLS und HMS PUTERIDGE diese Aktion. Im Oktober erfolgte dann im Nordwesten Schottlands die Operation SN3 E. Auch hier waren die Minenleger beteiligt sowie die Zerstörer HMS CHARLESOWN, HMS WELLS und HMS LEDBURY. Im November geht die HMS CHARLESTOWN in die Werft bei Newport, Wales. Diese kann der Zerstörer erst im Januar 1943 verlassen, wird dabei aber im Hafen beschädigt und muss zur Reparatur nach Cardiff. Gleich nach dem Abschluss der Reparaturarbeiten verwendete man den Zerstörer bei einer Anti-U-Boot Übung, die vor Tobermory abgehalten wurde. An dieser Übung war das holländische U-Boot HNMS O10, der britischen Zerstörer HMS Charlestown und die Flussfregatte HMS ITCHEN ( K227 ) beteiligt. Am nächsten Tag folgte gleich eine weitere. Auch hier waren alle drei Kriegsschiffe wieder beteiligt. Die HMS CHARLESTOWN fuhr dann im März zu den Orkney und Shetland Islands. Hier übernahm das Kriegsschiff von April bis Juli den Sicherungsdienst für Schiffskonvois. In dieser Zeit, am 12. Mai, war das Kriegsschiff an einer weiteren Übung bei Scapa Flow integriert. Daran nahm das britische U-Boot HMS ULTIMATUM ( P34 ), die britischen Zerstörer HMS CHARLESTON, HMS TUMULT ( T-11 ) und HMS CHIDDINGFOLD ( L-31 ) und der polnische Geleitzerstörer ORP SLAZAK ( L26 ) teil. Im August musste sich die HMS CHARLESTOWN in der Werft von Belfast weiteren Reparaturarbeiten unterziehen. Unterdessen wurde das 1. Minengeschwader aufgelöst. Im Oktober wechselte der Zerstörer von Belfast nach Rosyth. Hier gliederte man die HMS CHARLESTOWN in die Rosyth Escort Force ein. Jetzt eskortierte das Kriegsschiff Schiffskonvois entlang der britischen Ostküste. Am 10. Dezember 1944 kam es vor Harwich, England zu einer Kollision zwischen dem Zerstörer und dem Minensucher HMS FLORIZEL ( J404 ). Auf Grund des fortgeschrittenen Alters der HMS CHARLESTOWN, der Kiel wurde vor sechsundzwanzigeinhalb Jahren gelegt, und dass man dringend erfahrene Besatzungen auf neueren Kriegsschiffen benötigte, lehnte die Admiralität der Royal Navy es rundweg ab den Zerstörer reparieren zu lassen. Daher stellte man am 15. Januar 1945 das Kriegsschiff außer Dienst, gab es aber nicht an die US Navy zurück. Am 4. März 1947 verkaufte man den Schiffskörper an BISCO und sollte bei T Young in Sunderland demontiert werden. Am 3. Dezember 1948 erreichte der Schiffskörper im Schlepptau die Werft in Tyne und man begann mit dem verschrotten.


USS ABBOT ( DD-184 )
Commanding Officer

LCDR William Nicholas Richardson Jr.        19. Juli 1919 – 7. Juli 1920
CDR Stephen Doherty        7. Juli 1920 – 4. November 1920
LT George Turner Howard         4. November 1920 – 5. Juli 1922
Außerdienststellung        5. Juli 1922 – 17. Juni 1940
LT Lewis Robinson Miller        17. Juni 1940 – 23. September 1940

Unter Britischem Kommando

LCDR Thomas Johnston, DSC, RN          23. September 1940 — 3. März 1942
LCDR Norman Robins Murch, RN         3. März 1942 – 1. Februar 1943
LT William Frank Broughton Webb, DSC, RN         1. Februar 1943 – 23. September 1943
LCDR Alfred Francis Colenso Gray, RNR         23. September 1943 – 15. Januar 1945