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USS METIVIER ( DE-582 )

USS METIVIER ( DE-582 )

Biografie

Joseph Erene Henry Metivier
* 25. Februar 1920 in Plainfield, Connecticut
† 10. März 1943 auf dem deutschen Blockadebrecherfrachtschiff KARIN
war ein Seemann in der US Navy

Am 17. September 1940 trat Joseph Erene Henry Metivier in New Haven, Connecticut freiwillig in die US Navy als Seemann ein. Man versetzte ihn nach der Grundausbildung an Bord des Zerstörers USS EBERLE ( DD-430 ). Ab Januar 1943 führte der Zerstörer mehrere Patrouillenfahrten im Südatlantik gegen deutsche Blockadebrecher durch. Am 10. März 1943 befand sich das deutsche Frachtschiff KARIN ( 7.322 BRT ) in Südafrikanischen Gewässern. Man sichtete von dem Zerstörer und dem Leichten Kreuzer USS SAVANNAH ( CL-42 ) aus den deutschen Blockadebrecher KARIN und befahl das Schiff zu stoppen. Von der USS EBERLE teilte man vierzehn Besatzungsmitglieder als Enterkommando ein. Unter ihnen befand sich auch Coxwain Metivier. Während des Enterns durch dieses Kommando zündete die deutsche Besatzung mehrere Sprengladungen an ihrem Schiff. Coxwain Metivier und sechs weitere amerikanische Seeleute kamen dabei ums Leben. Die anderen sieben versuchten den Frachter KARIN und dessen Ladung zu retten bis weitere Explosionen das Schiff erschütterten und ausbrechendes Feuer diese Seeleute zwang ihre Bemühungen aufzugeben. Sie gingen unverzüglich von Bord und ließen das Schiff in den Fluten versinken. Zusammen mit 72 deutschen Gefangenen wurden sie von der USS EBERLE aus dem Wasser gerettet. Der Zerstörer kehrte kurz darauf mit den Gefangenen an die Ostküste zurück.
Coxwain Joseph Erene Henry Metivier wurde für seinen außergewöhnlichen Mut und seine Pflichterfüllung posthum mit dem Silver Star ausgezeichnet.


USS METIVIER ( DE-582 )

Schiffsbiografie

Die USS METIVIER ( DE-582 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Coxwain Joseph Erene Henry Metivier benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 24. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Joseph Metivier, Mutter von Coxwain Joseph Erene Henry Metivier, taufte am 12. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Francis Kernan, Jr. (USNR) stellte am 7. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für die USS METIVIER die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier wurde die Endausrüstung durchgeführt. In den Gewässern vom Hampton Roads, Virginia diente der Geleitzerstörer bis zum 23. Juni als Schulschiff und wurde für die Konvoifahrt vorbereitet. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS METIVIER zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der USS METIVIER feuerten auf dieses feindliche Flugzeug, trafen es aber nicht, so dass es entkommen konnte. Auch die Schiffe des Konvois erlitten keine Schäden. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS METIVIER zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea. Die USS METIVIER gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS RILEY und USS LESLIE L B KNOX Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Dafür war die USS METIVIER in die Task Group 76.4 versetzt. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Ein einzelnes japanisches Flugzeug griff am 25. Dezember den Schiffskonvoi an, konnte allerdings keine Schäden verursachen und entkommen. Schon am 27. Dezember verließ die USS METIVIER zusammen mit der USS McNULTY und USS RILEY wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit drei anderen Kriegsschiffen neun Frachtschiffe nach Hollandia. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS McNULTY, USS RILEY, USS LESLIE L B KNOX und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. In diesem lagerten Benzinfässer die sich entzündeten. Die USS METIVIER lief längsseits zu dem Frachtschiff und begann mit den Löscharbeiten. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Nur der bewaffnete Soldat Seaman First Class Donald C. Lambert wurde dabei verletzt. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Die USS METIVIER lief immer noch längsseits zu der SS OTIS SKINNER, da schossen die Geschützmannschaften des Geleitzerstörer zwei der Angreifer ab. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Mannschaft der USS METIVIER konnte sechs Soldaten von diesem Libertyschiff aus dem Wasser retten, die schwer verbrannt und die einzigen Überlebenden von dreißig waren, die sich im Warteraum Nummer 2 befanden als sich das feindliche Flugzeug von der Seite her in das Schiff stürzte und in Flammen aufging. Diese sechs Überlebenden wurden auf dem Geleitzerstörer medizinisch Erstversorgt und mit einem Panzerlandungsschiff, welches zu einem Hospitalschiff umgerüstet worden war, in die Lingayen Bay transportiert. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Hier wartete die USS METIVIER und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen bis zum Morgen des 16. Januar die Frachtschiffe ab. An diesem 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS METIVIER, USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A. JOHNSON und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS METIVIER auf. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und USS RILEY, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Die USS METIVIER gliederte man nun in die Task Undergroup 78.3.20 ein. In der Nacht vom 29. zum 30. Januar verließ der Geleitzerstörer zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Subic Bay und eskortierte 17 Truppentransportschiffe bis in die San Pedro Bay. Diese wurde am 1. Februar erreicht. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 6. Februar. An diesem Tag verließ die USS METIVIER zusammen mit anderen Geleitzerstörern, die zur Task Undergroup 78.7.6 gehörten, Leyte und eskortierten 60 Panzerlandungsschiffe in Richtung der Insel Biak, Neuguinea. Hier gingen Army Angehörige an Bord der Panzerlandungsschiffe. Dann ging die Fahrt mit 13 Panzerlandungsschiffen zurück nach Leyte. In die San Pedro Bay fuhren sie am 20. Februar ein. Bis zum 26. Februar blieben die Schiffe hier liegen. Für die folgende Operation integrierte man sie in die Task Undergroup 76.6.10. Am Morgen des 27. Februar legten 12 Panzerlandungs- und ihre Begleitschiffe wieder ab und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. In die dortige Mangarin Bay liefen sie am 1. März ein. Die mitgeführten Soldaten verließen die Panzerlandungsschiffe und ersetzten die dort schon anwesenden amerikanischen Truppen. Die USS METIVIER versetzte man nun in die Task Group 75.7. Diese Kriegsschiffe operierten vor der Küste von Mindoro und in der Ostchinesischen See. Sie waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Nachdem sich die ehemaligen Kampftruppen auf die 12 Panzerlandungsschiffe eingeschifft hatten, verließen diese am25. März zusammen mit den Kriegsschiffen Mindoro und fuhren nach Leyte. Dort kamen sie am 28. März an. Die USS METIVIER blieb hier bis zum 4. April für Reparaturarbeiten und für das Auffüllen der Bunker liegen. Am Morgen des 5. April verließ ein Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransportschiffen unter denen sich der Angriffstruppentransporter USS DUTCHESS ( APA-98 ) befand, die San Pedro Bay. Eskortiert wurden diese Schiffe unter anderem von der USS METIVIER. Dieser Konvoi erreichte am 7. April die Manila Bay. Sofot begann das Ausschiffen der amerikanischen Soldaten. Drei Tage später waren neun Truppentransporter wieder auf dem Weg zur San Pedro Bay. Auf dieser Fahrt begleiteten der Geleitzerstörer und andere Kriegsschiffe den Konvoi. In der Nacht des 11. zum 12. April kam es vor der Küste von Leyte zu einer Kollision zwischen einem philippinischen Schiff und der USS METIVIER. Das einheimische Schiff kenterte daraufhin. Die amerikanische Besatzung konnte 37 Überlebende aus dem Wasser retten. Am Morgen des 12. April wurde die San Pedro Bay wieder erreicht. Der Geleitzerstörer hatte sich bei dieser Kollision sich ebenfalls mehrere Beschädigungen zugezogen. Daher musste er ab dem 13. April in ein schwimmendes Trockendock vor Manicani Island, Guian Roadstead, San Pedro Bay. Hier wurden bis zum 26. April die notwendigen Reparaturen ausgeführt. Schon am folgenden Tag verließ die USS METIVIER wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit anderen Schiffen insgesamt 20 Panzerlandungsschiffe bis zur japanischen Insel Okinawa. Diese Insel wurde am 2. Mai erreicht. Am Vorabend erkannte man von dem Ausguck des Geleitzerstörers achtern eine Treibmine. Umgehend wurde diese beschossen und vernichtet. Ab dem 2. und am 3. Mai übernahm der Geleitzerstörer die Aufgaben einer Radarüberwachungsstation und suchte den Luftraum nach feindlichen Flugzeugen ab. Zusätzlich sollte auch per Sonar nach feindlichen U-Booten unter Wasser gesucht werden, aber dieses Gerät war nicht einsatzbereit. Am Abend des 3. Mai verließ das Kriegsschiff wieder die japanische Insel und eskortierte in den folgenden zwei Tagen das Schlachtschiff USS TENNESSEE bis zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Gleich danach drehte der Geleitzerstörer bei und fuhr zur San Pedro Bay. Diese wurde am 7. Mai erreicht. Gleich am folgenden Tag bugsierte man das Kriegsschiff in ein schwimmendes Trockendock vor Manicani Island. Hier begannen bis zum 11. Mai die Reparaturen am Sonar. Nach dem Ausdocken begann die USS METIVIER bis zum 15. Mai mit der Erprobung des Sonars in der San Pedro Bay und vor Tacloban, Leyte Golf. Am 16. Mai verließ der Geleitzerstörer wieder die Gewässer vor Tacloban und fuhr innerhalb der philippinischen Inseln Zamboanga auf Davao, 17. Mai, Panay Island, 18. Mai, Mindanao, 18. Mai, Manila und Subic Bay, Luzon an und überbrachte die Post für die stationierten amerikanischen Truppen. Am 21. Mai legte das Kriegsschiff wieder in der San Pedro Bay an. Zwei Tage später stach es wieder in See und begann für drei Tage in der San Bernadino Straße zu patrouillieren. Dabei war das Kriegsschiff auf der Suche nach japanischen U-Booten. Dann ab dem 26. Mai wechselte der Geleitzerstörer in die Gewässer vor der San Pedro Bay und begann dort bis zum 12. Juni mit seinen Patrouillen. An diesem 12. Juni verließ die USS METIVIER die philippinischen Gewässer und fuhr zu den Palau Inseln. Hier patrouillierte der Geleitzerstörer vom 13. bis zum 21. Juni vor den Kossol Roads. Das Schwesterschiff USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) löste das Kriegsschiff am 21. Juni von dieser Patrouille ab und kehrte in die San Pedro Bay zurück. Hier wurden bis zum 12. Juli kleinere Reparaturen durchgeführt, die Bunker aufgefüllt und vor der Bucht patrouilliert. Von der Patrouillenstation löste die USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) an diesem Tag die USS METIVIER ab, denn der Geleitzerstörer verließ zusammen mit der USS EUGENE E ELMORE die San Pedro Bay und eskortierte fünf Schlepper bis in die Buckner Bay vor Okinawa, die sie am 21. Juli erreichten. Bis zur Abfahrt zu den Philippinen führte die USS METIVIER in der Hagushi Bay, Okinawa Anti-U-Boot Patrouillen durch. Zwei Tage später verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS EUGENE E ELMORE und der USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) wieder Okinawa und kehrte am 27. Juli in die San Pedro Bay zurück. Bis zum 31. Juli blieb die USS METIVIER nun in der Bucht vor Anker liegen und wartete auf weitere Befehle. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS LOUGH ( DE-586 ) verließ der Geleitzerstörer die San Pedro Bay und eskortierte den Öltanker USS WINOOSKI ( AO-38 ) zu einer vorgegebenen Position, wo sie sich am 2. August mit einem kleinen Schiffskonvoi, bestehend aus Infanterielandungsschiffen und Infanterielandungsfahrzeugen, trafen und beölten. Gleichzeitig übernahmen die Geleitzerstörer das Kommando über den Konvoi und eskortierten ihn bis nach Okinawa. Die Insel wurde am 7. August erreicht. Gleich am folgenden Tag ging nach der Entladung die Fahrt zusammen mit den Landungsschiffen zur San Pedro Bay zurück. Am 9. August entdeckte man ein japanisches Mini-U-Boot und attackierte es bis es in den Fluten versank. Der Konvoierreichte am 12. August die Gewässer vor Leyte. Die USS METIVIER blieb bis zum 15. August vor Anker liegen. An diesem Tag erhielt man auf dem Geleitzerstörer die Nachricht von der bedingungslosen Kapitulation Japans wodurch der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet worden sei. Am folgenden tag verließ das Kriegsschiff die San Pedro Bay und fuhr nach Manila. In diesen Hafen lief es am 18. August ein. Hier wartete ein Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransportern, die am folgenden Tag ablegten und bis in den Lingayen Golf begleitet werden musste. Das Ziel war am 20. August erreicht und die USS METIVIER kehrte noch am selben Tag um und fuhr nach Manila zurück. Der Geleitzerstörer lief am 21. August in den Hafen ein. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff in die Subic Bay und patrouillierte dort bis zum 31. August. An diesem Tag gliederte man die USS METIVIER in die Task Group 70.3 ein. Die darin befindlichen Geleitzerstörer USS McNULTY, USS LESLIE L B KNOX und zwei weitere, fuhren von der Subic Bay aus nach Okinawa, wo sie am 5. September in die Buckner Bay einliefen. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Ende Oktober verließ die USS METIVIER die Gewässer des Fernen Ostens und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 8. November lief der Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die 16. Flotte, die Inaktive Reserveflotte, und bereitete es auf seinen weiteren weg vor. Am 1. Juni 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in San Diego in die dort liegende Pazifikreserveflotte. Am 1. Januar 1959 nahm man das Kriegsschiff ins Schlepptau und brachte es nach Stockton, Kalifornien. Den Namen USS METIVIER ( DE-582 ) strich man am 30. Juni 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper zum verschrotten.


USS METIVIER ( DE-582 )
Commanding Officer

LCDR Francis Kernan Jr.  (USNR)         7. April 1944 – 3. Juni 1944
LCDR Eugene Hugh Mahar  (USNR)         3. Juni 1944 – 1. Juni 1946

USS McNULTY ( DE-581 )

USS McNULTY ( DE-581 )

Biografie

John Thomas McNulty
* 23. April 1897 in Philadelphia, Pennsylvania
† 9. August 1942 während der Schlacht von Savo Island auf dem Schweren Kreuzer USS ASTORIA ( CA-34 )
war ein Offizier in der US Navy

John Thomas McNulty war der Sohn von Patrick J. McNulty ( Mai 1863 in Pennsylvania – ? ) und Sarah McNulty ( September 1860 in Pennsylvania – ? ). John Thomas hatte fünf Geschwister. Mary Thersea McNulty, Sarah V. McNulty und drei weitere. Er heiratete Helen Kathleen Pond ( 7. April 1903 in Ludlow, Northumberland County, New Brunswick, Kanada – ? ). Sie hatten vier Kinder. Doris Margreat McNulty und drei weitere. John Thomas McNulty trat am 14. August 1917 freiwillig während des Ersten Weltkrieges in die US Navy ein. Sein Vertrag lief am 7. August 1919 aus und er wurde entlassen. Am 15. Juli 1920 bis zum 10. Juli 1924 trat er nochmals für die Dauer von zwei Verträgen in die US Navy ein. Dann am 29. Juli 1924 ließ er sich erneut einberufen und erhielt eine dauerhafte Aufnahme. McNulty diente an Bord des Schweren Kreuzers USS ASTORIA ( CA-34 ). Wegen seiner guten Leistungen versetzte man ihn in den Rang eines Offiziers. Nach seinem Besuch der US Naval Academy in Annapolis, Maryland beförderte man ihn am 3. November 1941 zum Ensign und am 15. Juni 1942 zum Lieutenant (jg). In der Nacht vom 8. zum 9. August 1942 kam es zur Schlacht vor Savo Island, Salomonen. Der Schwere Kreuzer sollte zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Landung der amerikanischen Streitkräfte auf Guadalcanal vor japanischen Angriffen schützen. Ein japanischer Schiffsverband drang in dieses Sicherungsgebiet ein und begann sofort mit den Kampfhandlungen. Die USS ASTORIA erhielt während der Schlacht 65 Granateinschläge auf Geschütze und Mittschiffs bei den Maschinenräumen. Die Besatzung hatte insgesamt 247 Tote und Vermisste zu beklagen.


USS McNULTY ( DE-581 )

Schiffsbiografie

Die USS McNULTY ( DE-581 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) John Thomas McNulty benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebente Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 17. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Helen Kathleen McNulty, Witwe von Lieutenant ( jg ) John Thomas McNulty, taufte am 8. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William G. Jennings (USNR) stellte am 31. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für die USS McNULTY die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier trainierte die Mannschaft in der Chesapeake Bay das Fahren im Schiffskonvoi. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS McNULTY zusammen mit den Schwesterschiffen USS METIVIER ( DE-582 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der USS McNULTY feuerten auf diesen feindlichen Bomber und konnte ihn so verscheuchen ohne das dieser Schaden anrichten konnte. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS METIVIER zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich außer der USS McNULTY noch die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea. Die USS McNULTY gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte Schiffskonvois eskortieren. Für den Geleitzerstörer begann am 19. Dezember die erste Eskortierfahrt. So verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS METIVIER, USS RILEY und USS LESLIE L B KNOX Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Ein einzelnes japanisches Flugzeug griff am 25. Dezember den Schiffskonvoi an, konnte allerdings keine Schäden verursachen und entkommen. Schon am 27. Dezember verließ die USS McNULTY mit der USS METIVIER und USS RILEY wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit drei anderen Kriegsschiffen neun Frachtschiffe nach Hollandia. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER, USS LESLIE L B KNOX und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Hier wartete die USS McNULTY und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen bis zum Morgen des 16. Januar die Frachtschiffe ab. An diesem 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS McNULTY, USS METIVIER, USS RILEY, USS GEORGE A. JOHNSON und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS McNULTY auf. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und USS RILEY, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Die USS McNULTY patrouillierte am 29. Januar vor dem Anlandungsgebiet von Luzon, wo die San Narciso Attack Force bei San Antonio ihre Landungen durchführte, und sicherte die Landungsschiffe vor feindlichen Angriffen ab. Der Geleitzerstörer setzte anschließend seine Patrouillen- und Eskortierdienste innerhalb der philippinischen Inseln, bei den Admiralitätsinseln, den Molukken, Neuguinea und vor Okinawa bis zum Ende des Krieges fort. In dieser Zeit war das Kriegsschiff der operativen Kontrolle der philippinischen Seegrenze unterstellt. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August 1945 durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 31. August gliederte man die US McNULTY in die Task Group 70.3 ein. Darin befanden sich neben der USS McNULTY die USS METIVIER, USS LESLIE L B KNOX und zwei weitere Geleitzerstörer. Am 1. September verließen diese Kriegsschiffe die Subic Bay und fuhren nach Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen sie am 5. September ein. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Die USS McNULTY selber eskortierte das Hospitalschiff USS RELIEF ( AH-1 ) bis nach Korea. Anschließend kreuzte der Geleitzerstörer entlang der chinesischen Küste. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Die USS McNULTY verließ zusammen mit der USS LESLIE L B KNOX am 14. Oktober die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen beide Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Am 2. Juli 1946 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Ab 1969 beschloss man das Kriegsschiff als Zielschiff zur Erprobung einer Thermobaren Waffe umzurüsten. Den Namen USS McNULTY ( DE-581 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Vor der Kalifornischen Küste wurde am 16. November 1972 die Erprobung der Thermobaren Bombe durchgeführt. Diese zu erprobende Bombe bestand aus einem Kraftstoffbehälter mit zwei separaten Sprengvorrichtungen. Nachdem die Bombe abgeworfen wurde explodiert die erste Ladung in einer vorgegebenen Höhe und verteilt den Brennstoff in einer Wolke über das Zielobjekt. Diese Wolke vermischt sich blitzschnell mit Sauerstoff und strömt um jedes Objekt herum und in tiefere Strukturen hinein. Dann explodiert die zweite Sprengladung und zündet so die Brennstoffwolke, die eine massive Druckwelle erzeugt und alles Leben und Gebäude in deren Umkreis vollständig vernichtet. Die erste Explosion der Bombe explodierte über dem Heck des Zielschiffes. Nach der zweiten Explosion war das Heck der ehemaligen USS McNULTY nicht mehr vorhanden. Der nicht beeinträchtigte Teil des Schiffes sank wenige Minuten später.


USS McNULTY ( DE-581 )
Commanding Officer

LCDR William G. Jennings  (USNR)        31. März 1944 – 19. August 1944
LCDR Donald Albert Crafts  (USNR)        19. August 1944 – 9. November 1945
LT E. M. Sandberg         9. November 1945 – April 1946
LT (jg) C. Johnson  (USNR)        April 1946 – 2. Juli 1946

USS EUROPA ( AP-177 )

USS EUROPA ( AP-177 )

Biografie

Der Mond Europa ist der zweitinnerste Mond des Planeten Jupiter. Er bewegt sich in einer Entfernung von 670.900 Kilometern entgegen des Uhrzeigersinns um den großen Himmelsplaneten. Dazu benötigt er 3 Tage, 13 Stunden und 14,6 Minuten. Europa ist ein Eismond und hat einen Durchmesser von 3.121 Kilometern. Damit ist er der kleinste der vier großen Jupitermonde. Obwohl die Temperatur auf dem Mond maximal – 150° Celsius erreicht, lässt sich durch des äußeren Gravitationsfeldes und einem induzierten Magnetfeld mit Hilfe der Galileo Sonde der Nachweis erbringen, dass sich unter der mehrere Kilometer dicken Eishülle ein rund 100 Kilometer tiefer Ozean aus flüssigem Wasser befindet. Europa ist der sechstgrößte Mond in unserem Sonnensystem.


USS EUROPA ( AP-177 )

Schiffsbiografie

Das deutsche Passagierschiff SS EUROPA wurde 1927 mit einem Gesamtgewicht von rund 50.000 BRT vom Norddeutschen Lloyd bei der Werft Blohm & Voss in Hamburg bestellt und nach dem Jupitermond Europa benannt. Später kam das Schwesterschiff SS BREMEN hinzu. Beide Passagierdampfer waren die beiden fortschrittlichsten Hochgeschwindigkeits-Dampfturbinenschiffe mit vier Schrauben und sollten die transatlantische Seeroute zwischen New York und Europa befahren. Mit ihrem Taylorschen Bugwulst, den schon amerikanische Kriegsschiffe in dieser Zeit besaßen, und dem niedrigen stromlinienförmigen Profil waren sie am besten ausgestattet um das Blue Riband zu gewinnen. Die SS EUROPA hatte eine Reisegeschwindigkeit von 27,5 Knoten, was eine Atlantiküberquerungszeit von 5 Tagen ermöglichte. Dadurch konnte der Norddeutsche Lloyd regelmäßig mit zwei Schiffen die Strecke New York – Bremen befahren, so dass sie sich auf See kreuzten. Durch diese hohe Reisegeschwindigkeit konnte auf der Strecke ein weiteres Passagierschiff eingespart werden.
Noch im Jahr der Bestellung bei Blohm & Voss begann die Kiellegung der SS EUROPA. Der Schiffsrumpf entstand aus hochfestem Stahl, aus dem noch kein anderes deutsches Passagierschiff gebaut worden war, mit dem man bis zu 800 Tonnen Masse einsparen konnte. Die Taufe und der Stapellauf erfolgten am 15. August 1928. Im Frühjahr 1929 sollten die Erprobungsfahrten beginnen. Doch am Morgen des 26. März brach während der Ausrüstungsarbeiten im Dock ein Feuer aus. Den gesamten Tag über tobte dieses und konnte erst am Abend unter Kontrolle gebracht werden. Durch das Feuer wurden die Schiffsturbinen stark beschädigt und auch der Rest des Schiffes erlitt einen hohen Schaden. Nach langen Diskussionen zwischen dem Bauunternehmen und der Reederei wurde beschlossen, dass das Schiff repariert wird. Innerhalb von elf Monaten erfolgten diese Reparaturen, so dass am 22. Februar 1930 das Passagierschiff fertig gestellt war.    Die Brandursache konnte nie eindeutig identifiziert werden. Die SS EUROPA begann am 19. März 1930 mit der Jungfernfahrt nach New York beginnen. Das Passagierschiff erreichte nach 4 Tagen, 17 Stunden und 6 Minuten New York. Damit war es mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,91 Knoten unterwegs gewesen und übernahm das westliche Blue Riband von der SS BREMEN. Während dieser Reise wurden allerdings viele Passagiere durch den aus den Schornsteinen austretenden Ruß gestört, da die Schornsteintrichter sehr niedrig waren. Das Problem wurde sehr schnell behoben indem man die Trichter um über 4,5 Meter erhöhte. Die SS EUROPA hielt bis Juni 1933 das Blue Riband bis das Schwesterschiff es sich zurückeroberte.
Gleichzeitig neben dem Transport von Passagieren war die SS EUROPA sowie die SS BREMEN für die Deutsche Kriegsmarine Versuchsschiffe. Beide Passagierschiffe besaßen ein Katapult auf dem Oberdeck zwischen den Schornsteintrichtern. Mit diesem Katapult konnte ein kleines Wasserflugzeug in deutschen Hoheitsgewässern auf See gestartet werden. Der Pilot steuerte dieses bis zu dessen Landung in den Hafen von Blexen, gegenüber von Bremerhaven. Damit konnten die Piloten und die Techniker Erfahrungen sammeln, die sie später an Bord von deutschen Kriegsschiffen mit ihren Flugzeugen anwandten. Die Norddeutsche Lloyd ließ die Katapulte auf beiden Passagierschiffen nach einigen Jahren des Trainings wieder entfernen, da sie die Kosten dafür selber tragen mussten.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 kam die Überfahrt nach New York zum erliegen. Innerhalb der Deutschen Kriegsmarine gab es 1941 Pläne die SS EUROPA als Truppentransportmittel bei der Operation Sea Lion, der beabsichtigten Invasion Großbritanniens, einzusetzen. Später gab es Überlegungen das Passagierschiff als Flugzeugträger umzurüsten. Doch keines der beiden Pläne konnte realisiert werden. Die SS EUROPA blieb in den folgenden Jahren inaktiv im Hafen von Bremen liegen. Mit der Eroberung von Bremen und Bremerhaven im April 1945 durch amerikanische Truppen wurde das Passagierschiff am 8. Mai im Kaiserhafen III in Bremerhaven als Prise ebenfalls gefangen genommen und der US Navy übergeben. Eine Prisencrew begab sich am 3. Juni an Bord des Schiffes und baute es als Truppentransportschiff um. Captain Benjamin Franklin Perry stellte am 25. August 1945 das Schiff als USS EUROPA ( AP-177 ) in den Dienst der US Navy. Das Schiff war das einzige seiner Klasse und das zweite bei der US Navy das nach dem Jupitermond Europa benannt worden ist. Am 11. September verließ das Truppentransportschiff Bremerhaven und fuhr an die englische Küste. Im Hafen von Southampton schifften sich 4.500 amerikanische Soldaten an Bord ein und sollten nach Hause gebracht werden. Das Schiff lief am 24. September im Hafen von New York City ein. Hier baute man das ehemalige Passagierschiff nochmals um, damit noch mehr Truppen befördert werden konnten. Erneut fuhr die USS EUROPA nach Southampton und brachte auf zwei weiteren Fahrten zwischen Europa und Amerika weitere US Soldaten nach Hause. Am 15. März 1946 verließ das Schiff wieder New York und fuhr über Kirkwall auf den Orkney Islands nach Bremerhaven. Hier legte das Truppentransportschiff am 24. März an. Die USS EUROPA litt während dieser Überfahrten und der hohen Anzahl an Menschen an Bord. Man hatte seit der Übernahme durch die US Navy damit begonnen die hochwertigen Beschläge des Schiffes zu entfernen und diese durch minderwertige Ersatzteile zu ersetzen, um Materialmangel nach den Kriegsanstrengungen auszugleichen. Außerdem entdeckte man an der Schiffshülle oberhalb der Wasserlinie mehrere verschlissene Bauteile. Daher stellte man am 2. Mai 1946 die USS EUROPA außer Dienst und strich am 5. Juni den Namen von der US Navy – Liste. Drei Tage später wurde es an die War Shipping Administration übergeben. Noch am selben Tag übergaben die Amerikaner den Franzosen das Schiff als erste deutsche Reparationszahlung. Es sollte der Ersatz für das französische Schiff SS NORMANDIE sein, das am 12. Dezember 1941 als amerikanische Prise im Hafen von New York aufgebracht, zu dem Truppentransportschiff USS LAFAYETTE ( AP-53 ) umgebaut und durch ein Feuer an Pier 88 kenterte. Die SS EUROPA wurde im Juli 1946 der französischen Reederei Compagnie General Transatlantique übergeben. Mit Hilfe von Schleppern brachte man das Passagierschiff von Bremerhaven nach Le Havre, Frankreich, wo es wieder zu einem Passagierschiff umgebaut werden sollte. Allerdings erwies sich diese Umrüstung als sehr schwierig. Am 8. Dezember raste ein Sturm von Land her durch den französischen Hafen. Dabei lösten sich die Haltetaue der SS EUROPA am Liegplatz. Das Schiff nahm durch den Sog der Ebbe Fahrt auf und kollidierte in der zweiten Stund des 9. Dezember in der Hafenausfahrt mit dem Wrack des ehemaligen Passagierschiffes SS PARIS und sank mit erheblichen Schäden am Schiffsrumpf. Dieses geschah wenige Stunden bevor das Passagierschiff als SS LIBERTE in den Dienst der Compagnie General Transatlantique gestellt werden konnte. Erst am 15. April 1947 konnte man mit den Bergungsarbeiten beginnen. Anschließend schleppte man das Schiff zur Schiffswerft von Chantiers de L’Atlantique in Sainte-Nazaire. Hier wurden die Umrüstarbeiten abgeschlossen. Über dem Passagierschiff hing wahrscheinlich ein Fluch, denn im Oktober 1949 brach an Bord wieder ein Feuer aus. Die SS LIBERTE erlitt dabei erhebliche Schäden. So war der Bereich der Passagierkabinen stark beschädigt. Erneut musste die Jungfernfahrt verschoben werden. Am 2. August 1950 waren die Brandschäden behoben und am 17. August 1950 stellte die CGT das Passagierschiff in ihren Dienst. Die Jungfernfahrt nach New York unter dem neuen Namen SS LIBERTE ab dem 19. März 1951. In den dann folgenden fünf Jahren schrammte das Passagierschiff zwei Mal an Katastrophen vorbei. Ansonsten waren die Überfahrten über den Atlantik ereignislos. Im Jahre 1961 löste die 66.000 Tonnen schwere SS FRANCE die SS LIBERTE ab. Man verkaufte daraufhin das ehemalige deutsche Schiff zur Verschrottung nach Italien. Am 30. Januar 1962 erreichte das ehemalige Passagierschiff den Hafen von La Spezia, wo es durch die Firma Terrestre Marittima S. p. A abgewrackt wurde.


USS EUROPA ( AP-177 )
Commanding Officer

CAPT Benjamin Franklin Perry         25. August 1945 – 9. Februar 1946
CAPT Adolph Wilhelm Madox          9. Februar 1946 – 2. Mai 1946

USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )

USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )

Biografie

Eugene Evans Elmore
* 30. Juni 1900 in Americus, Sumter County, Georgia
† 9. August 1942 auf dem Schweren Kreuzer USS QUINCY ( CA-39 ) in der Schlacht um Savo Island
war ein Offizier in der US Navy

Eugene Evans Elmore war der einzige Sohn von Eugene Everette Elmore ( 4. Februar 1873 im Coweta County, Georgia – 1. September 1949 in Georgia ) und Lillie Belle Evans Elmore ( 7. Juli 1876 – 9. Oktober 1970 in Georgia ). Er absolvierte 1922 die United States Naval Academy in Annapolis und diente danach auf einer Reihe von Schiffen sowie an Land. Er heiratete Marie Link ( 8. Dezember 1902 in Connecticut – 11. November 1993 in Sautee, White County, Georgia ) und hatte zwei Kinder. Eugene Evans “Gene” Elmore III. ( Juni 1925 – 5. November 1995 ) der ebenfalls während des Zweiten Weltkrieges in der US Navy und William K. Elmore ( 19. August 1930 in New Haven, Connecticut – 10. September 2017 in Tampa, Hillsborough County, Florida ), der während des Koreakrieges im Rang eines Lieutenant an Bord des Zerstörers USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ) als Geschützoffizier diente. Am 25. Oktober 1940 begab sich Eugene Evans Elmore an Bord des Schweren Kreuzers USS QUINCY ( CA-39 ), der zu diesem Zeitpunkt die erste von drei Kreuzfahrtübungen, die beiden folgenden dauerten bis zum 20. Dezember, absolviert hatte. Am 7. August 1942 begann die Guadalcanal Kampagne. Mit den Schwesterschiffen USS ASTORIA ( CA-34 ) und USS VINCENNES ( CA-44 ) sowie den Zerstörern USS HELM ( DD-388 ) und USS WILSON ( DD-408 ) hatte die USS QUINCY die Aufgabe den Durchgang zwischen Savo Island und Florida Island zu verteidigen damit amerikanische Landungstruppen auf Guadalcanal und anderen Inseln des Archipels ungestört landen konnten. LCDR Eugene Evans Elmore starb auf dem Schiff nachdem es durch mehrere Treffer von japanischen Schiffen um 2:38 Uhr sank.
Man verlieh ihm posthum das Purple Heart.


USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )

Schiffsbiografie

Die USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Commander Eugene Evans Elmore benannt wurde.
Der Geleitzerstörer ist das achtzehnte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in Quincy, Massachusetts wurde am 27. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Marie Link Elmore ( 8. Dezember 1902 in Connecticut – 11. November 1993 in Sautee, White County, Georgia ), Witwe von Lieutenant Commander Eugene Evans Elmore, Taufte am 23. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George Lissant Conkey ( 12. März 1913 in Los Angeles, Kalifornien – ? ) stellte am 4. Februar 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS EUGENE E ELMORE bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia, wo die Endausrüstung für den ersten Kampfeinsatz erfolgte. Dazu gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 21.11 ein, eine U-Boot Jagd-Gruppe. Diese kommandierte Captain Francis Massie Hughes ( 27. Juni 1899 in Charlottesville, Virginia – 23. Dezember 1960 in Norfolk, Virginia ), der Kommandant des Geleitflugzeugträgers USS BLOCK ISLAND ( CVE-21 ). In der TG befanden sich neben dem Geleitflugzeugträger die Geleitzerstörer USS EUGENE E ELMORE, USS BARR ( DE-576 ), USS AHRENS ( DE-575 ), USS ROBERT I PAINE ( DE-578 ) und ein weiterer. Diese sechs Kriegsschiffe fuhren in das Seegebiet südlich der Azoren und waren auf der Suche nach deutschen U-Booten, die die Jagd auf Schiffskonvois nach Afrika unternahmen. Zur selben Zeit lief am 14. Mai das deutsche U-Boot U-549, Kommandant Kapitänleutnant Detlev Krankenhagen ( 3. Juli 1917 in Danzig – 29. Mai 1944 südwestlich von Madeira ), aus dem französischen Hafen von Lorient aus. Ziel war die brasilianische Küste. Das U-Boot und die TG 21.11 trafen sich am 28. Mai nordwestlich der kanarischen Inseln. Flugzeugbesatzungen von der USS BLOCK ISLAND waren auf ihren Patrouillenflug, da entdeckten sie in der Dämmerung das feindliche Schiff und begannen mit dem Angriff. Das deutsche Schiff erlitt keine Schäden. Am folgenden Morgen des 29. Mai entdeckte eine Avenger des Trägers erneut das U-Boot. Der daran anschließende Bombenangriff brachte keinen Erfolg. Die USS EUGENE E ELMORE, USS BARR, USS AHRENS und USS ROBERT I PAINE waren nun auf der Suche nach dem Feind, konnten ihn aber nicht orten. Am Abend desselben Tages konnte U-549 den fünften Geleitzerstörer irreführen. Kommandant Krankenhagen ließ drei T-3 Torpedos auf die USS BLOCK ISLAND abfeuern. Zwei trafen davon und beschädigten das Kriegsschiff so schwer, dass es später von den Geleitzerstörern versenkt werden musste. Der Ausguck auf der USS EUGENE E ELMORE konnte jetzt das Seerohr von dem getauchten U-549 entdecken. Sofort ging der Geleitzerstörer in den Angriff über. Mehrere Wasserbomben wurden abgeworfen. Die darauffolgenden Explosionen brachten keinen Erfolg. Kapitänleutnant Krankenhagen ließ nun eine Salve akustischer T-5 Torpedos auf die Geleitzerstörer abfeuern. Einer traf davon am Heck die USS BARR. Doch das schwer beschädigte Schiff sank nicht. Die USS AHRENS war in dieser Zeit voll auf damit beschäftigt die Überlebenden von der USS BLOCK ISLAND zu retten. Da erhielt man auf diesem Geleitzerstörer einen Sonarkontakt. Lieutenant Commander Morgan H. Harris (USNR), Kommandant des Geleitzerstörers, gab diese Information an die USS EUGENE E ELMORE weiter. Der Geleitzerstörer erhielt wenige Minuten später selber in dem Planquadrat südwestlich von Madeira den Sonarkontakt und man begann mit dem Hedgehog Angriff. Nach der dritten Salve hörte man auf dem Kriegsschiff auf der Position 31° 13’ Nord 23° 03’ West eine starke Unterwasserexplosion. Alle 57 Besatzungsmitglieder von U-549 kamen ums Leben. Die USS EUGENE E ELMORE fuhr nun nach diesem Sieg zur USS BARR und sicherte dieses schwer beschädigte Schiff die Nacht über. Ab dem folgenden Morgen wurden die Verwundeten und der Großteil der Besatzung des beschädigten Geleitzerstörers auf die USS EUGENE E ELMORE gebracht. Anschließend nahm der Geleitzerstörer das beschädigte Schiff ins Schlepptau und brachte es in Richtung Casablanca, Französisch Marokko. Am 2. Juni, noch vor erreichen des dortigen Hafens, erschien ein Schlepper und löste den Geleitzerstörer von seinem Abschleppdienst ab. Wenige Tage nach diesem Ereignis verließ das Kriegsschiff den nordafrikanischen Hafen und fuhr nach New York City. Die USS EUGENE E ELMORE lief am 13. Juni in diesen Hafen ein. In den folgenden viereinhalb Monaten beteiligte sich der Geleitzerstörer an der Eskorte von zwei Schiffskonvois in das Mittelmeer und zurück. Nach der Rückkehr aus dem Mittelmeer bereitete man das Kriegsschiff auf die Fahrt in den Pazifik vor. Dazu legte am 3. November die USS EUGENE E ELMORE in New York ab und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 10. November durchquert. Die Fahrt führte den Geleitzerstörer weiter über die Galapagos Islands, dem Eiland Amerikanisch Samoa, der Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea. Das Kriegsschiff fuhr am 11. Dezember in diese Bucht ein. Hier schloss es sich der 7. US Flotte an. Bis zum 30. Dezember blieb die USS EUGENE E ELMORE vor Hollandia liegen. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer die Humboldt Bay und fuhr zur Insel Biak, Neuguinea. Hier wartete ein Schiffskonvoi. Die darin befindlichen Schiffe transportierten Verstärkungen und Vorräte. Ziel dieser Schiffe war der Golf von Lingayen, Luzon, Philippinen. In diese Bucht fuhr das Kriegsschiff am 12. Januar 1945 ein. Hier blieb der Geleitzerstörer zwei Tage lang liegen. In diesen beiden Tagen gab es mehrere Alarmsituationen wegen dem Angriff japanischer Flugzeuge auf die Versorgungsschiffe. Die Mannschaften der Fliegerabwehrkanonen vertrieben mit ihren Waffen diese feindlichen Flugzeuge. Am 14. Januar verließen die leeren Schiffe des Konvois und die USS EUGENE E ELMORE wieder die Lingayen Bay und fuhren zur San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Hier trafen sie am 16. Januar ein. Man bunkerte auf dem Geleitzerstörer frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Danach patrouillierte das Kriegsschiff in den dortigen Gewässern der Insel Leyte. Den Geleitzerstörer gliederte man in die Task Group 78.3, ein die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS EUGENE E ELMORE, USS METIVIER ( DE-582 ), USS DAY ( DE-225 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ), USS McNULTY ( DE-581 ) und USS RILEY ( DE- 579 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Am 30. Januar landen dort amerikanische Soldaten der 38. Infanteriedivision auf Grand Island. Anfang Februar kehrte die USS EUGENE E ELMORE in die San Pedro Bay zurück. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer Schiffskonvois bis zu Insel Biak, den Kossol Roads bei den Palau Inseln sowie zum Atoll Ulithi, Westliche Karolinen. Auf diesen Fahrten begleitete das Kriegsschiff Schiffskonvois zur Sicherung des Nachschubs für die auf den philippinischen Inseln anhaltenden Kämpfe gegen die feindlichen Truppen. Zusätzlich patrouillierte das Kriegsschiff in den jeweiligen Gewässern wenn die zu begleitenden Schiffskonvois noch nicht fertig zusammengestellt waren. Dies geschah unter anderem vom 21. bis zum 27. Juni in der Meerenge bei den Kossol Roads. Am 12. Juli verließ die USS EUGENE E ELMORE zusammen mit dem Schwesterschiff USS METIVIER ( DE-582 ) die San Pedro Bay und eskortierte fünf Schlepper bis in die Buckner Bay vor Okinawa, die sie am 21. Juli erreichten. Zwei Tage später verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS METIVIER und der USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) wieder Okinawa und kehrte am 27. Juli in die San Pedro Bay zurück. Hier warteten weitere Versorgungsschiffe auf die Fahrt nach Okinawa. Am 29. Juli stachen die Schiffe des Konvois und die USS EUGENE E ELMORE in See und fuhren zu der japanischen Insel. Dort wurden sie entladen und kehrten zusammen mit dem Geleitzerstörer am 22. August in die San Pedro Bay zurück. Zwischenzeitlich, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. In der San Pedro Bay nahm man einige Reparaturen an dem Kriegsschiff vor und füllte die Treibstoff- und Proviantbunker auf. Am 31. August verließ die USS EUGENE E ELMORE wieder die Bucht vor Leyte und fuhr nach Okinawa. Der Geleitzerstörer fuhr am 3. September in die Buckner Bay ein. Das Kriegsschiff unterstützte nun die amerikanischen Besatzungstruppen. Dazu eskortierte der Geleitzerstörer Anfang Oktober mehrere Truppentransportschiffe bis nach Jinsen, Korea. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Korea zurück. Die USS EUGENE E ELMORE nahm nun selber Kriegsveteranen an Bord und fuhr über die Marshall Islands und der Marinebasis Pearl Harbor zur kalifornischen Marinebasis San Diego. Der Geleitzerstörer lief am 5. November in den Hafen ein. Hier leerte man die Munitionsbunker und bereitete das Kriegsschiff auf seine Inaktivität vor. Am 31. Mai 1946 stellte man es außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) strich man am 30. Juni 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man im Juni 1969 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 )
Commanding Officer

LCDR George Lissant Conkey         4. Februar 1944 – 28. Oktober. 1944
LCDR Richard F. Creath  (USNR)       28. Oktober 1944 – Dezember 1945
LT John E. Warner  (USNR)        Dezember 1945 – 31. Mai 1946

USS JACCARD ( DE-355 )

USS JACCARD ( DE-355 )

Biografie

Richard Alonzo Jaccard
* 1. Juli 1918 in Troy, Missouri
† 15. September 1942 auf dem Flugzeugträger USS WASP ( CV-8 )
war ein Offizier in der US Navy

Richard Alonzo Jaccard war der Sohn von Clarence Leroy Jaccard ( 11. November 1889 – 26. Februar 1973 ) und Ruth Bright Jaccard ( 27. August 1892 in Olympia, Thurston County, Washington – 18. Februar 1972 in Manhattan, Riley County, Kansas ). Er hatte zwei Geschwister, Colonel Robert Bright Jaccard ( 24. Juli 1916 – 20. November 1965 ) und Jeanne Jaccard Parker ( 30. Januar 1923 – 8. Februar 2011 ). Die Familie zog kurz nach der Geburt von Richard nach Manhattan, Kansas. Hier ging er zur Schule. Am 29. oktober 1940 trat er freiwillig in die US Navy Reserve ein. Später absolvierte er eine Flugausbildung und wurde nach seinem Abschluss am 27. September 1941 zum Ensign befördert. Im April 1942 versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS ENTERPRISE ( CV-6 ). Von diesem Träger aus beteiligte sich Ensign Jaccard an der Schlacht um Midway. Als sich die japanischen Flugzeugträger samt ihren Schiffseinheiten der Inselgruppe näherten, gehörte Jaccard zur Scouting Squadron 6 ( VS-6 ). Der Staffelführer war Lieutenant Clarence Wade McClusky, Jr. ( 1. Juni 1902 in Buffalo, New York – 27. Juni 1976 in Bethesda, Maryland ). Ensign Jaccard und Ensign Pittman waren die Flügelmänner von Lieutenant McClusky. Dieser steuerte zuerst auf den japanischen Flugzeugträger IJN AKAGI zu. In letzter Minute änderte aber McClusky seine Meinung und stürzte sich dann auf den feindlichen Träger IJN KAGA. Dabei kam es unter den angreifenden Piloten zu einiger Verwirrung. Nur Jaccard folgte McClusky. Doch Ensign Jaccard hatte dabei einige Probleme. Während des Angriffs auf den japanischen Flugzeugträger verwechselte Jaccard seinen Hebel zum Ausklinken der mitgeführten Bombe mit dem Flügelbremshebel. Das hieß, dass er nicht die Bremsklappen bewegte sondern das Fahrwerk ausfahren ließ. Dadurch verlangsamte sich das Flugzeug. Die Flugzeuge dieses Geschwaders richteten mit ihren Bomben einen verheerenden Schaden an. Beide Flugzeugträger waren anschließend nicht mehr einsatzbereit und mussten am Abend von den eigenen Zerstörern versenkt werden. Ensign Jaccard machte seinen Fehler auf dem japanischen Flugzeugträger IJN HIRYU wett. Seine abgeworfene Bombe ließ dieses feindliche Schiff erzittern und als Wrack auf dem Wasser treiben. Am folgenden Tag beteiligte sich Ensign Jaccard an der Bombardierung der japanischen Schweren Kreuzer IJN MIKUMA und IJN MOGAMI. Dabei traf seine Bombe die IJN MOGAMI mittschiffs bei den Torpedorohren. Man verlieh Jaccard nach dem großen Sieg das Navy Cross. Die USS ENTERPRISE verlegte man dann zur Unterstützung der Landeoperation nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Hier wurde der amerikanische Flugzeugträger schwer beschädigt und musste zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Die Flugzeuge des Geschwaders VS-6 verlegte man auf den Flugzeugträger USS WASP ( CV-8 ). Am 15. September 1942 befand sich der Flugzeugträger mit seinen Begleitschiffen rund 150 Seemeilen südöstlich von San Cristobal Island, Salomonen, da lag das japanische U-Boot IJN I-19 in der Nähe und schoss sechs Torpedos ab. Drei davon trafen alleine die USS WASP. Ensign Jaccard befand sich während des Torpedoangriffs in den Mannschaftsräumen der Piloten und wurde sofort getötet.


USS JACCARD ( DE-355 )

Schiffsbiografie

Die USS JACCARD ( DE-355 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Richard Alonzo Jaccard benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das siebzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 25. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ruth Bright Jaccard ( 27. August 1892 in Olympia, Thurston County, Washington – 18. Februar 1972 in Manhattan, Riley County, Kansas ), Mutter von Ensign Richard Alonzo Jaccard, taufte am 18. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles R. Hamilton (USNR) stellte am 26. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS JACCARD bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in die Werft von Boston, Massachusetts. Hier installierte man neue elektronische Geräte wie das Radar und das Sonar. Am 29. September fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS GEORGE E DAVIS die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Nachdem alle diese Geleitzerstörer in Norfolk waren, begannen sie mit mehreren Übungen. Darunter gehörte auch das Gefecht mit den Geschützen. Auf der USS JACCARD zeigte sich allerdings dabei ein erhebliches Problem. Man schaffte es nicht, die Geschütze zu kalibrieren. Der Geleitzerstörer musste mehrere Schiffe eines Konvois, die vor den Virginia Capes ankamen, bis zu den Hampton Roads eskortieren. Anschließend reparierte man die Geschütze auf dem Kriegsschiff. Außerdem begann man mit der Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Die Kriegsschiffe der CortDiv 82 stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien weiter. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. Für die Besatzung der USS JACCARD begann dann für mehrere Tage vor Hollandia das Anti-U-Boot Training. Anschließend eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi, bestehend aus Versorgungsschiffen, zur San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. Das Kriegsschiff und die Versorgungsfrachter fuhren am 21. Dezember in die Bucht von San Pedro ein. Einen Tag später gab es Luftalarm. Die Geschützmannschaften der USS JACCARD feuerten ihre Granaten auf die heranfliegenden japanischen Maschinen, konnten aber keines vernichten. Ab Januar 1945 begannen für den Geleitzerstörer elf Eskortierfahrten. Die zu begleitenden Schiffskonvois mit lebensnotwendigen Vorräten lagen entweder in der Humboldt Bay bei Hollandia oder im Seeadler Harbour, Manus Island, Admitalitätsinseln oder vor den Palau Islands und mussten alle nach Leyte, nachdem die alliierten Streitkräfte bei der Befreiung der Philippinen immer weiter vorstießen. Mitte März 1945 löste man die USS JACCARD von dieser Aufgabe ab und wurde ab dem 18. März in eine Anti-U-Boot Jagdgruppe versetzt. Die Kriegsschiffe dieser Gruppe operierten westlich der Philippinen. In den nun folgenden zwei Monaten begleitete die USS JACCARD unter anderem auch amerikanische U-Boote von der Subic Bay, Luzon, Philippinen in das Seegebiet westlich der Philippinen, von wo aus diese in ihr Einsatzgebiet fuhren. Der Geleitzerstörer begleitete dann die zurückkehrenden amerikanischen U-Boote wieder bis in die Subic Bay. Im Mai kehrte das Kriegsschiff in den Golf von Leyte zurück und führte für einen Monat von hier aus die Begleitung von Schiffskonvois wieder durch. Am 22. Juni kehrte die USS JACCARD in die amerikanische Marinebasis der Manila Bay zurück und führte von hier aus mehrere Eskortierfahrten von amerikanischen U-Booten durch. Diese Aufgabe behielt der Geleitzerstörer bis zur bedingungslosen Kapitulation Japans am 15. August bei. Ab dem 30. August begann das Kriegsschiff von Manila aus Versorgungsschiffe nach Okinawa zu eskortieren. Dazu fuhr der Geleitzerstörer hin und her. Ab Anfang 1946 setzte man die USS JACCARD als Eskortier- und Postschiff zwischen den Philippinen den Häfen von China und Korea ein. So sollten die dort stationierten amerikanischen Besatzungstruppen unterstützt werden und die Stabilität der Länder zu erhalten. Am 26. April 1946 verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Diese wurde am 17. Mai erreicht. Nach einer Zeit des Trainings entlang der Küste fuhr der Geleitzerstörer in die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington ein und wurde hier am 30. September 1946 außer Dienst gestellt. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS JACCARD ( DE-355 ) strich man am 1. November 1967 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen setzte man den Schiffskörper als Seeziel ein. Am 4. Oktober 1968 versenkte man diesen während einer Übung.


USS JACCARD ( DE-355 )
Commanding Officer

LCDR Charles R. Hamilton  (USNR)         26. Juli 1944 – 24. August 1945
LCDR Edward L. Patton  (USNR)         24. August 1945 – 12. Dezember 1945
LCDR William Abraham Morgan        12. Dezember 1945 – 10. Juli 1946
LCDR John Dearborn Ainsworth        10. Juli 1946 – 30. September 1946

USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

Biografie

Raymon William Herndon
* 1. November 1917 in Walterborto, Colleton County, South Carolina
† 14. September 1942 während der Schlacht um Guadalcanal, Salomonen
hielt den Rang eines Private First Class im US Marine Corps

Raymon William Herndon war das vierte und jüngste Kind von Lee Dennie Herndon ( 15. September 1881 – 28. Mai 1970 ) und Ella Padgett Herndon ( 3. Juli 1890 im Colleton County, South Carolina – 5. Februar 1966 in Walterboro, Colleton County, South Carolina ). Seine Geschwister waren Yarborough E. Herndon ( 18. Januar 1907 – 2. November 1983 ), Maude Herndon McManus ( 9. März 1909 in Ruffin, Colleton County, South Carolina – 7. September 2000 in Portsmouth, Virginia ) und Sergeant Riddick H. Herndon ( 10. Dezember 1910 – 31. Mai 1980 ) (USMC).
Raymon William Herndon meldete sich am 29. April 1942 in New River, North Carolina zum aktiven Dienst beim United State Marine Corps. Nach dem Abschluss seiner Grundausbildung verlegte man ihn zur Salomoneninsel Guadalcanal. Hier gehörte er zur 1. Marine Division. Private First Class Raymon William Herndon war in der Nacht vom 13. zum 14. September 1942 mit seiner Gruppe auf einer gefährlichen Aufklärungspatrouille am Südhang des Hügels Nummer 50 beim Henderson Field, Guadalcanal beteiligt. Diese Gruppe geriet in eine Angriffsaktion japanischer Truppen, die die Amerikaner versuchten einzukesseln. Dabei wurde PFC Herndon tödlich verwundet. Er verlangte mehrere Waffen um den Rückzug seiner Gruppe zu decken, damit diese über den Hügel zu den eigenen Truppen zurückkehren konnte.
Man verlieh Private First Class Raymon William Herndon für außergewöhnliches Heldentum und herausragenden Mut posthum das Navy Cross.


USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )

Schiffsbiografie

Die USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private First Class Raymon William Herndon benannt worden ist.
Der Schnelle Truppentransporter ist das dreiunddreißigste Schiff aus der CROSLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Quincy, Massachusetts wurde am 12. Juni 1944 das Schiff als Geleitzerstörer USS RAYMON W HERNDON ( DE-688 ) aus der RUDDEROW – Klasse auf Kiel gelegt. Mrs. Ella Padgett Herndon ( 3. Juli 1890 im Colleton County, South Carolina – 5. Februar 1966 in Walterboro, Colleton County, South Carolina ), Mutter von PFC Raymon William Herndon, taufte am 15. Juli 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Am 17. Juli 1944 klassifizierte man die USS RAYMON W HERNDON in einen Schnellen Truppentransporter um und gab ihm die Kennung APD-121 ). Es erfolgten umgehend die notwendigen Umbauarbeiten. Lieutenant Commander Samuel Elijah Hale (USNR) stellte am 3. November 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS RAYMON W HERNDON verließ am 23. November 1944 den Ausrüstungskai im Hafen von Boston, Massachusetts und stach für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt in See. Der Schnelle Truppentransporter führte diese innerhalb von drei Wochen in den Gewässern vor der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas durch. Das Kriegsschiff legte anschließend am 13. Dezember im Hafen von Norfolk, Virginia an. Hier begann man das Schiff und die Besatzung auf die Fahrt in den Pazifik vorzubereiten. Am 1. Januar 1945 stach die USS RAYMON W HERNDON in See, verließ Hampton Roads, Virginia und fuhr zum Panamakanal. Dieser wurde am 7. Januar durchquert. Im Hafen von Balboa, Panama meldete sich LCDR Hale bei der Pazifikflotte zum Dienst und wartete auf weitere Befehle. Drei Tage später verließ das Kriegsschiff den Isthmus und fuhr zur kalifornischen Küste. In die dortige amerikanische Marinebasis San Diego lief es am 16. Januar ein. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Proviant und Munition. Außerdem schiffte sich das Underwater Demolition Team 16 an Bord ein. Die RAYMON W HERNDON verließ am 25. Januar die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier lief das Schiff sechs Tage später ein. Vor den Hawaiianischen Inseln begannen für das Underwater Demolition Team mehrere Wochen harten Trainings zur Vorbereitung auf den Landeangriff auf die japanische Insel Okinawa. Die weitere Fahrt des Schnellen Truppentransporters ging Anfang März mit den Zwischenstationen der Insel Majuro, Marshall Islands und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands weiter. Die USS RAYMON W HERNDON erreichte am 26. März die Landungsstrände bei Hagushi Beach, Okinawa. Sofort begannen dort die Männer des Underwater Demolition Teams 16 mit der Räumung von Seeminen und anderen Landungshindernissen. Der Schnelle Truppentransporter selber sicherte diese Arbeiten mit seinen Schiffsgeschützen ab. Am 1. April begann die Landeoperation. Dafür zog sich das Kriegsschiff hinter die Landungsschiffe zurück und übernahm in dieser Phase den äußeren U-Boot-Schutzschirm. Dieser zog sich vollständig um das Transportgebiet am Hagushi Beach und bis zum Ankerplatz für Wasserflugzeuge und Logistikschiffe bei den Kerama Retto Inseln. Zusammen mit anderen Kriegsschiffen sicherte die USS RAYMON W HERNDON die Landungsschiffe vor dem Brückenkopf vor japanischen Flugzeugen ab. Später patrouillierte der Schnelle Truppentransporter vor den abseits gelegenen Radarvorwarnstationen und trug dabei die Hauptlast der unnachgiebig angreifenden japanischen Piloten. So konnten die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes am 6. April ein Kamikazeflugzeug abschießen und halfen bei der Vernichtung von zwei weiteren. Bis zum 19. Juni blieb die USS RAYMON W HERNDON auf ihre zugewiesene Posten vor Okinawa und sicherte die Kämpfe an Land ab. Zwei Tage später wurde Okinawa als gesichert erklärt. Der Zweite Weltkrieg im Pazifik endete am 15. August 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Japans. Schon am folgenden Tag befanden sich amerikanische Besatzungstruppen an Bord des Kriegsschiffes. Diese wurden an die Küste von China und in japanische Häfen transportiert. Anschließend begann die Heimfahrt an die US Westküste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff in den Häfen von Pearl Harbor und San Diego, durchquerte die USS RAYMON W HERNDON wieder den Panamakanal und erreichte zur Inaktivierung Green Cove Springs, Florida. Man stellte den Schnellen Truppentransporter am 15. November 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Nach zwanzig Jahren der Inaktivität strich man am 1. September 1966 den Namen USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 ) von der US Navy – Liste. Im Rahmen des Militärhilfeprogramms verkaufte man im Oktober 1966 das Kriegsschiff an die Marine von Taiwan. Hier stellte man das Schiff unter dem namen ROCS HENG SHAN ( DE-39 ) in den Dienst. Wenige Monate später klassifizierte man das Kriegsschiff um und übergab ihm die Kennung PF-39. Im Jahre 1976 stellte man die ROCS HENG SHAN außer Dienst und verschrottete sie.


USS RAYMON W HERNDON ( APD-121 )
Commanding Officer

LCDR Samuel Elijah Hale  (USNR)         3. November 1944 – März 1946
LT (jg) H. M. Sherwood Jr.  (USNR)        März 1946 – 1. September 1946
LT (jg) Marvin Earl Van Vleck  (USNR)         1. September 1946 – 15. November 1946

USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

Biografie

Kenneth Martin Willett
* 9. April 1919 in Overland, Missouri
† 27. September 1942 auf See im Südatlantik
war ein Reserveoffizier

Kenneth Martin Willett trat am 9. juli 1940 als seemann in die Naval Reserve ein. Man versetzte ihn wegen seiner schnellen Auffassungsgabe an die Midshipman School der Naval Reserve. Nach Abschluss dieser Ausbildung beförderte man ihn zum Ensign und versetzte ihn an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-44 ). Hier diente er bis November 1941. Im Januar 1942 meldete sich Willett im 12. Naval District zum Einsatz im Armed Guard Center in San Francisco, Kalifornien. Hier ernannte man ihn am 15. Juni zum Lieutenant ( jg ) und zum Kommandeur der Naval Armed Guard, das waren Armeeangehörige auf Handelsschiffen, die die Sicherheit des Schiffes übernahmen, an Bord des Liberty Frachters SS STEPHEN HOPKINS. Dieses Schiff war erst nach Kapstadt, Südafrika und von dort aus nach Paramaribo, Niederländisch Guayana unterwegs. Am 27. September 1942 traf der Liberty Frachter auf zwei deutsche Schiffe. Das waren zum einen der schwer bewaffnete Hilfskreuzer STIER und das Blockadebrecherschiff TANNENFELS. Alle drei Schiffe lagen nur 3,2 km voneinander entfernt und konnten sich erst wahrnehmen nachdem sich der auf dem Wasser liegende Nebel verflüchtigt hatte. Der Hilfskreuzer ging sofort ohne Vorwarnung zum Angriff über. Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett besetzte die 4-Zoll Kanone und erwiderte das Feuer. Eine der ersten feindlichen Granaten schlug bei ihm ein und verwundete ihn schwer. Willett feuerte trotzdem Granate um Granate auf den Hilfskreuzer ab. Dieser war wie auch die SS STEPHEN HOPKINS bald darauf ein Wrack und wurde von der eigenen Besatzung, zwei Stunden nach dem Untergang des Liberty Frachters, versenkt. Eine der letzten von der STIER abgefeuerten Granate schlug unmittelbar in das Magazin der Kanone auf dem Liberty Frachter ein. Das Magazin explodierte und brachte die Kanone zum Schweigen. Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett weigerte sich vehement seinen Kampf für Schiff und Crew aufzugeben. Der Kapitän der SS STEPHEN HOPKINS, Master Paul Buck, gab kurz darauf den Befehl das brennende Schiff zu verlassen. Da half Willett noch, obwohl er schon sehr geschwächt war und leiden musste, Rettungsflöße zu Wasser zu lassen. Um 10:00 Uhr sank die SS STEPHEN HOPKINS. Da war er nicht mehr zu sehen.
Für seinen persönlichen Mut und seine Selbstaufopferung verlieh man Lieutenant ( jg ) posthum das Navy Cross.
Die Überlebenden der SS STEPHEN HOPKINS trieben einen Monat lang auf ihren Rettungsflößen, bevor sie die Küste von Brasilien erreichten.


USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )

Schiffsbiografie

Die USS KENNET M WILLETT ( DE-354 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das sechzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 10. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. D. C. Willett, Mutter von Lieutenant ( jg ) Kenneth Martin Willett, taufte am 7. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. M. Stuart stellte am 19. Juli 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS KENNETH M WILLETT bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier befand sich das Kriegsschiff vom 1. bis zum 20. Oktober und diente als Trainingsschiff in die Chesapeake Bay. Noch am 20. oktober begann die Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik und man gliederte das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser Division befand sich neben der USS KENNETH M WILLETT die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands, hier überquerte man am 31. Oktober den Äquator, und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. Für die USS KENNETH M WILLETT war Hollandia in der Humboldt Bay, Neuguinea die Ausgangsbasis für sieben Konvoifahrten, die bis zum 25. Februar 1945 den Geleitzerstörer bis zum Leyte Golf, Philippinen hin und her führten. So befand sich das Kriegsschiff am 1. Januar 1945 in den Gewässern vor Hollandia und sicherte einen dorthin fahrenden Schiffskonvoi, da sah man von dem Geleitzerstörer aus wie ein feindliches Torpedoflugzeug ein amerikanisches Versorgungsschiff aus diesem Konvoi attackierte. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes beschossen das japanische Flugzeug bis der Pilot seinen Angriff abbrach und verschwand. Am 25. Februar erreichte die USS KENNETH M WILLETT mit einem Schiffskonvoi wieder den Leyte Golf. Man gliederte den Geleitzerstörer aus dem Eskortierdienst aus und wies ihm Patrouillenfahrten und den Anti-U-Boot Dienst zu. Das Kriegsschiff lag am 6. März in der Mindoro Bay. Vor den philippinischen Inseln Mindoro und Luzon führte das Kriegsschiff Hunter Killer Patrouillen durch. Der Geleitzerstörer kehrte am 4. Juni in den Leyte Golf zurück. Von hier aus eskortierte die USS KENNETH M WLLETT mehrere Versorgungsschiffe bis zum Atoll Ulithi, Westkarolinen und zurück. Nach zwei solchen Eskortierfahrten nahm der Geleitzerstörer ab dem 2. Juli wieder vor Mindoro seinen Patrouillendienst auf. Doch das Kriegsschiff dehnte seine Patrouillenfahrt weiter aus und erreichte am 10. Juli die San Pedro Bay, Leyte. Hier wartete ein Schiffskonvoi, bestehend aus Infanterielandungsfahrzeugen und Panzerlandungsschiffen. Bis zu dessen Abfahrt übernahm die USS KENNETH M WILLETT die Patrouillenstation vor der San Pedro Bay von der USS METIVIER ( DE-582 ). Der Schiffskonvoi verließ am 17. Juli die San Pedro Bay und fuhr nach Okinawa. Zwischendurch liefen die Schiffe sicherheitshalber in die Casiguran Bay, Luzon ein. Auf offener See tobte vom 30. zum 31. Juli ein Taifun, der den Schiffen und deren Besatzungen hätte gefährlich werden können. In die Buckner Bay von Okinawa liefen die Schiffe dann am 7. August ein. Die USS KENNETH M WILLETT verließ am nächsten Tag wieder Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay zurück. Der Geleitzerstörer lief dort am 14. August ein. Am folgenden Tag war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im Pazifik beendet. Das Kriegsschiff eskortierte nun in den folgenden sechzehn Wochen mehrere Schiffskonvois zwischen der San Pedro Bayund Manila, Luzon zum Atoll Ulithi, Tokyo und Shanghai, China. Vom 29. Dezember bis zum 29. Januar 1946 operierte die USS KENNETH M WILLETT von Guiuan Roadstead, Samar, Philippinen aus und war auf Wetterpatrouille. Grund dafür waren die sich ständig neubildenden Taifune in dem Seegebiet östlich des Leyte Golf, denen in den vergangenen Monaten schon mehrere amerikanische Schiffe samt Besatzung zum Opfer gefallen waren. Am 10. Februar verließ der Geleitzerstörer wieder dieses Seegebiet und fuhr nach Manila. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff wenige Stunden später ein und verließ ihn am 15. Februar nach dem bunkern von Proviant und Treibstoff. Der Geleitzerstörer sollte vor der chinesischen Küste patrouillieren. Am 20. Februar lief das Kriegsschiff zusammen mit weiteren fünf Geleitzerstörern im Hafen von Tsingtao ein. Von hier aus begannen die Schiffe mit Patrouillenfahrten im Gelben Meer bis nach Shanghai. Die Geleitzerstörer sollten die Bemühungen der chinesischen Nationalisten unterstützen, damit diese den chinesischen Kommunisten die Kontrolle über das nordchinesische Festland entreißen konnten. Nach diesen gescheiterten Bemühungen operierte die USS KENNETH M WILLETT vom 1. bis zum 5. April nördlich des Gelben Meeres und beteiligte sich an Anti-U-Boot Übungen. Der Geleitzerstörer verließ am 15. April Tsingtao und fuhr ostwärts. Über die Insel Guam, Nördliche Marianen, dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands und der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor ging die Fahrt bis an die US Westküste. Das Kriegsschiff lief am 11. Mai in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Nach einer Überholung für die Zeit der Inaktivität, stellte man die USS KENNETH M WILLETT am 24. Oktober 1946 außer Dienst. Wenige Tage später schleppte man den Geleitzerstörer zur Marinebasis San Diego, Kalifornien und versetzte ihn am 10. November in die Pazifikreserveflotte.
Wegen des 1950 ausgebrochenen Koreakrieges mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Auch die USS KENNETH M WILLETT stellte man auf die Verfügungsliste. Lieutenant Commander E. N. Weatherly stellte am 25. Mai 1951 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Nach einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt ewntlang der kalifornischen Küste, verließ der Geleitzerstörer am 4. September San Diego. Nach der Durchquerung des Panamakanals fuhr das Kriegsschiff nach New Orleans, Louisiana. Hier traf die USS KENNETH M WILLETT am 18. September ein und wurde als Ausbildungsschiff für Navy Reservisten herangezogen. Der Geleitzerstörer gehörte nun zum 8. Naval District. Am 5. November verließ der Geleitzerstörer New Orleans und begab sich auf eine Naval Reserve Kreuzfahrt. Ziel war San Juan, Puerto Rico. Bis zum 16. Oktober 1958 unternahm der Geleitzerstörer 63 Kreuzfahrten. Von New Orleans aus fuhr das Kriegsschiff nach Südamerika, Kanada, entlang der US Ostküste und in die Karibik. In diesen Monaten leistete das Kriegsschiff lebenswichtige Dienste und stellte sicher, dass die Männer der Naval Reserve qualifiziert genug waren um kurzzeitig dienen zu können. Außerdem sollten sie jederzeit die Sicherheit der amerikanischen Nation auf hoher See schützen können. Am 16. Oktober 1958 lief die USS KENNETH M WILLETT von Havanna de Cuba kommend im Hafen von New Orleans ein. Damit war die letzte Trainingsreise der USS KENNETH M WILLETT beendet worden. Der Geleitzerstörer verließ am 30. November wieder diesen Hafen und fuhr nach Orange, Texas. Diesen erreichte das Kriegsschiff am folgenden Tag. Hier erhielt der Geleitzerstörer einen neuen Tarnanstrich. Die gesamte kriegstechnische Ausrüstung auf dem Schiff wurde verschlossen und mit einer Petschaft versehen. Das Kriegsschiff stellte man am 26. Februar 1959 außer Dienst du versetzte es in die Atlantikreserveflotte, die in Philadelphia, Pennsylvania lag. Den Namen USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) strich man am 1. Juli 1972 von der US Navy – Liste. Jetzt erst baute man alle kriegstechnischen Einrichtungen ab und bereitete den Schiffskörper als Zielschiff vor. Am 6. März 1974 versenkte man diesen während einer Übung vor der Küste von Puerto Rico.


USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 )
Commanding Officer

LCDR J. M. Stuart        19. Juli 1944 – ?
LCDR E. N. Weatherly         25. Mai 1951 – ?

USS MACK ( DE-358 )

USS MACK ( DE-358 )

Biografie

Harold John Mack
* 29. Dezember 1917 in LeMars, Iowa
† 10. August 1943 auf See, in der Nähe von Savo Island
war ein Seemann in der US Navy

Harold John Mack meldete sich am 18. Mai 1938 freiwillig bei der US Navy. Nach seiner Grundausbildung in den Great Lakes, Illinois versetzte man ihn an Bord des Schweren Kreuzers USS VINCENNES ( CA-44 ). Auf diesem Schiff erlebte er auch den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Das Kriegsschiff war an mehreren Schlachten im Pazifik beteiligt. Am 27. Juli 1942 begann die Operation „Watchtower“. Hier ging es um die Eroberung von Guadalcanal, Ostsalomonen. Gegen 1:55 Uhr am 9. August 1942 begann eine Schlacht vor Savo Island, Ostsalomonen. Mindesten 85 Granaten von 200 mm und 130 mm Größe schlugen innerhalb der folgenden fünfzehn Minuten in den Schweren Kreuzer ein. Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack wurde in diesen fünfzehn Minuten durch einen direkten Treffer auf sein Geschütz schwer verwundet. Er verlor beide Beine. Trotz seiner Verwundung erfüllte er weiterhin seine Pflichten als Gun Capitain bis er um 2:30 Uhr durch Captain Frederick Lois Riefkohl ( 27. Februar 1889 in Maunabo, Puerto Rico – September 1969 im Brevart County, Florida ), dem Kommandanten des Schweren Kreuzers, den Befehl zum Verlassen des Schiffes erhielt. Um 2:50 Uhr rollte die USS VINCENNES um ihre eigene Achse und sank.
Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack wurde als vermisst gemeldet, so wie 331 andere Besatzungsmitglieder auch, und am 10. August 1943 für tot erklärt.
Für seinen außerordentlichen Heroismus verlieh man Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack posthum das Navy Cross.


USS MACK ( DE-358 )

Schiffsbiografie

Die USS MACK ( DE-358 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das zwanzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 14. Februar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Gertrude, Mutter von Gunner´s Mate Second Class Harold John Mack, taufte am 11. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander John Frederick Nelson (USNR) stellte am 16. August 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MACK bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia zur Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS MACK die Schwesterschiffe USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren gemeinsam zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands, hier überquerte man am 31. Oktober den Äquator, und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Für die USS MACK wurde dieser Hafen die Ausgangsbasis für die nächsten Monate. Zur Versorgung der Kriegsschiffe der 7. US Flotte und zur Verstärkung der an Land kämpfenden Truppen eskortierte der Geleitzerstörer bis zum 1. März 1945 Schiffskonvois zwischen Hollandia; Kossol Roads, Palau Islands und der San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Am 2. März wechselte das Kriegsschiff ind Südchinesische Meer und patrouillierte hier vor den philippinischen Inseln. Die USS MACK war dabei auf der Suche nach japanischen U-Booten. Der Geleitzerstörer erhielt am 13. März einen Sonarkontakt in der Mangarin Bay an der Westküste der philippinischen Insel Mindoro. Dieser Sonarkontakt stammte nicht von einem amerikanischen U-Boot. Deshalb begann LCDR John Frederick Nelson mit dessen Untersuchung. Dabei geschah das Unglück. Der Geleitzerstörer lief auf Grund. Beide Schrauben und beide Wellen wurden beschädigt. Die USS MACK konnte nicht mehr aus eigener Kraft fahren und musste ins Schlepptau genommen warden. Man schleppte den Geleitzerstörer noch am selben Tag nach Hollandia, wo die ersten Reparaturarbeiten erfolgen sollten. Anfang April erreichten die Schiffe Hollandia. Hier begannen ab dem 14. April die Arbeiten. Diese dauerten bis zum 4. Juni. Es folgten Erprobungsfahrten in den Gewässern vor Neuguinea. Ab dem 14 Juni begann die USS MACK wieder mit dem Begleitdienst. Bis in den Juli hinein fuhr der Geleitzerstörer zwischen Hollandia und dem Hafen von Manila, philippinische Insel Luzon hin und her. Im Juli wechselte das Kriegsschiff in die Manila Bay, Luzon. Hier arbeitete es für den Hafenmeister aus dem Hafen von Manila. Hauptsächlich mussten alliierte Versorgungsschiffe nach San Fernando, Luzon eskortiert werden. Am 3. August unterstellte man die USS MACK dem Kommandanten der Subic Bay. Der Geleitzerstörer musste nun einen Konvoi aus Landungsbooten bis nach Okinawa eskortieren. Diese Insel erreichten sie am 10. August. Das Kriegsschiff verließ zwei Tage später Okinawa und fuhr zu den Philippinen zurück. Auf dem Weg dorthin, am 15. August, erfuhr man an Bord der USS MACK von der bedingungslosen Kapitulation Japans. Der Zweite Weltkrieg war im Pazifik beendet. Am 16. August erreichte der Geleitzerstörer die Subic Bay und begann noch am selben Tag mit den Luft-See-Rettungspatrouillen zwischen den Philippinen und den Palau Inseln. Doch schon wenige Stunden später musste das Kriegsschiff diese wieder aufgeben und in den Eskortierdienst zurückkehren. An diesem 16. August waren mehrere amerikanische Schiffe in einen Taifun geraten und wurden zum Teil schwer beschädigt. Die USS MACK begann diese langsamen und im Schlepptau liegenden Schiffe bis in die Buckner Bay, Okinawa zu begleiten. Nach der Ankunft in den Gewässern von Okinawa startete das Kriegsschiff mit seinen Patrouillenfahrten östlich von Samar, Philippinen. Erst am 6. Dezember entlastete man den Geleitzerstörer aus diesem Dienst. Das Kriegsschiff fuhr nach Okinawa, wo es am 8. Dezember ankam. Von hier aus operierte es in Richtung Shanghai und unterstützte die amerikanischen Besatzungstruppen. Nach Abschluss dieser Aufgabe kehrte die USS MACK am 27. Dezember in die Subic Bay zurück. Hier patrouillierte der Geleitzerstörer und begleitete die Versorgungsschiffe bis in die Gewässer vor dem Hafen von Manila. Am 10. Januar 1946 erhielt man auf dem Kriegsschiff einen Notruf von einem Versorgungsschiff aus dem Konvoi FS-74. Da war der Geleitzerstörer in San Fernando und eilte zur Position des behinderten Schiffes. Dieser Schiffskonvoi war bei schwerer See unterwegs und hatte sich aufgelöst. Am Morgen des 11. Januar erreichte die USS MACK das havarierte Versorgungsschiff. Bei schwerem Wetter und rauer See begann die Mannschaft des Geleitzerstörers mit der Übergabe von frischem Trinkwasser und Proviant. Dabei kollidierten beide Schiffe und die USS MACK wurde am Bug beschädigt. Der Geleitzerstörer konnte aber aus eigener Kraft weiterfahren und begleitete die Versorgungsschiffe in die schützende Subic Bay. Hier blieb auch das Kriegsschiff und wurde in den folgenden drei Wochen repariert. Für die Mannschaft selber stand in diesen Tagen der Drill an der Tagesordnung. Am 11. Februar verließ der Geleitzerstörer wieder die Subic Bay. Das Kriegsschiff gehörte nun der Escort Division 33 an und nahm Kurs auf Tsingtao, China. Hier befand sich die 7. US Flotte die die amerikanische China Politik unterstützte. Das hieß, dass die USS MACK, falls nötig, sich in die Kämpfe zwischen den chinesischen nationalistischen Truppen und den kommunistischen Truppen einmischen würde um die amerikanischen Interessen zu vertreten. Der Geleitzerstörer erreichte am 20. Februar die chinesische Küste und beteiligte sich sofort an mehreren Trainingsübungen und unternahm zwischendurch kurze Fahrten nach Shanghai und Taku. Am 15. April verließ das Kriegsschiff die chinesischen Gewässer wieder und fuhr über Okinawa an die US Westküste. In Okinawa schifften sich hunderte Kriegsveteranen auf dem Schiff ein und erreichten so am 11. Mai die Heimat. An diesem Tag lief die USS MACK in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Die ehemaligen Soldaten gingen von Bord. Man entlud von dem Kriegsschiff die gesamte Munition. Danach begann für den Geleitzerstörer die Phase der Inaktivität und Konservierung. Am 11. Dezember stellte man das Kriegsschiff in San Diego außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. In den 1960er Jahren schleppte man das ehemalige Kriegsschiff in die Mare Island Naval Shipyard, Kalifornien, wo die nicht mehr aktivierbare Pazifikreserveflotte lag. Den Namen USS MACK ( DE-358 ) strich man am 15. März 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 13. Juni 1973 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS MACK ( DE-358 )
Commanding Officer

LCDR John Frederick Nelson  (USNR)          16. August 1944 – 21. November 1945
LCDR Cyril G. Griffin       21. November 1945 – ?

USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 )

USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 )

Biografie

George Elliot Davis, Jr.
* 5. Dezember 1913 in Martin, Pennsylvani
† 4. Februar 1942 in der Nähe der Madoera Strait, Borneo

George Elliot Davis, Jr. absolvierte 1935 die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. Von 1935 bis 1937 diente er an Bord des Schlachtschiffe USS MARYLAND ( BB-46 ) an den Flugabwehrkanonen. Anschließend versetzt man Davis bis Juni 1938 an Bord des im Einsatz befindlichen Schlachtschiffes USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ). Danach diente Lieutenant George Elliott Davis ab dem 15. Juni 1938 an Bord des Schweren Kreuzers USS HOUSTON ( CA-30 ), der das Flaggschiff der asiatischen Flotte war. Am 4. Februar 1942 war der Schwere Kreuzer in der Schlacht in der Straße von Makassar beteiligt. Der achtere Hauptgeschützturm, Turm Nummer drei, in dem Lieutenant Davis diente, wurde während eines feindlichen Luftangriffs durch eine japanische Bombe außer Gefecht gesetzt. Alle die darin befindlichen Seeleute wurden getötet.


USS GEORGE E DAVIS ( DE-357)

Schiffsbiografie

Die USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant George Elliot Davis, Jr. benannt worden war.
Der Geleitzerstörer ist das neunzehnte Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Consolidated Steel Corporation in Orange, Texas wurde am 15. Februar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Jane Hine Davis, Witwe von Lieutenant George Elliot Davis, taufte am 8. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Frederick L. Lincoln stellte am 11. August 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS GEORGE E DAVIS bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia zur Endausrüstung für den Wechsel in den Pazifik. Dort gliederte man das Kriegsschiff in die CortDiv 82 ein. In dieser befand sich neben der USS GEORGE E DAVIS die Schwesterschiffe USS MACK ( DE-358 ), USS JACCARD ( DE-355 ), USS KENNETH M WILLETT ( DE-354 ) und USS DOYLE C BARNES ( DE-353 ). Diese Schiffe stachen gemeinsam am 21. Oktober in See und fuhren gemeinsam zum Panamakanal. Dieser wurde am 31. Oktober durchquert. Die Fahrt der Geleitzerstörer ging über die Galapagos Islands und Bora Bora auf den Gesellschaftsinseln in Französisch Polynesien. Die Kriegsschiffe fuhren am 12. November in die Lagune dieser Insel ein. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff ging die Fahrt über Espiritu Santo, Neue Hebriden bis nach Hollandia, Neuguinea weiter. In diese Bay fuhren die Schiffe am 28. November ein. Hier blieben die meisten Schiffe der CortDiv 82 bis zum 7. Dezember liegen. An diesem Tag verließ die USS GEORGE E DAVIS zusammen mit der USS DOYLE C BARNES Hollandia und eskortierte einen Schiffskonvoi bis in die San Pedro Bay, Leyte, Philippinen. In diese Gewässer fuhren die Schiffe am 12. Dezember ein. Die USS GEORGE E DAVIS gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand die USS GEORGE E DAVIS zur freien Verfügung. Die philippinische Insel Leyte war in den folgenden Wochen für das Kriegsschiff die Hauptbasis. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer ab dem 13. Dezember mehrere Schiffskonvois bis nach Neuguinea, zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und zu den Palau Inseln. Außerdem führte der Geleitzerstörer im Südwesten des Pazifik U-Boot Patrouillen durch. Diese Aufgaben führte der Geleitzerstörer bis zum 23. März 1945 durch. An diesem Tag verließ USS GEORGE E DAVIS die San Pedro Bay und fuhr zu den westlichen Inseln der Philippinen. Die Fahrt führte den Geleitzerstörer über Mindoro bis in die Subic Bay, Luzon. Hier lief das Kriegsschiff am 30. März ein. In den nun folgenden zwei Monaten patrouillierte die USS GEORGE E DAVIS von der Subic Bay aus westlich von Luzon und Mindoro auf den Routen der alliierten Schiffskonvois und durchstreifte das Südchinesische Meer. Hier war das Kriegsschiff auf der Suche nach japanischen U-Booten. Am 3. Juni verließ der Geleitzerstörer wieder die Subic Bay und fuhr zum Atoll Ulithi, Westkarolinen. Hier traf das Kriegsschiff am 7. Juni ein. Vor dem Atoll lag ein Schiffskonvoi der von der Insel Saipan, Nördliche Marianen kam. Noch am selben Tag verließ die USS GEORGE E DAVIS zusammen mit dem Geleitzerstörer USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) und dem Zerstörer USS SHIELDS ( DD-596 ) wieder dieses Atoll und eskortierte den Schiffskonvoi über die San Pedro Bay, wo sie am 10. Juni anlegten, bis zur Subic Bay, die sie zwei Tage später erreichten. Die USS WILLIAM C COLE blieb hier zurück. Schon am 16. Juni ließ die USS GEORGE E DAVIS die Subic Bay wieder hinter sich und fuhr zum Atoll Ulithi. Dieses wurde vier Tage später erreicht. Der Geleitzerstörer verließ zusammen mit den Schiffen eines Versorgungskonvois am 27. Juni das Atoll und begleitete diese bis zum Golf von Leyte. In diesen liefen die Schiffe am 30. Juni ein. Nach dem anlegen beölte man das Kriegsschiff. Noch am selben Tag verließ die USS GEORGE E DAVIS den Golf von Leyte und eskortierte bis in den August mehrere Schiffskonvois zwischen den philippinischen Inseln und der japanischen Insel Okinawa hin und her. So verließ der Geleitzerstörer zusammen mit den Kriegsschiffen USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ) und USS METIVIER ( DE-582 ) am 23. Juli Okinawa und fuhren nach Leyte in die San Pedro Bay. Diese erreichten die Schiffe vier Tage später. Anfang August fuhr die USS GEORGE E DAVIS von den philippinischen Inseln in die Ostchinesische See. Hier begleitete der Geleitzerstörer mehrere Schiffkonvois und patrouillierte in diesen Gewässern. Am 15. August endete der Zweite Weltkrieg auch im Pazifischen Raum wegen der bedingungslosen Kapitulation Japans. Ab September bewachte der Geleitzerstörer mehrere Schiffskonvois, die Besatzungstruppen von den Philippinen nach Japan brachten. Anfang Dezember verließ der Geleitzerstörer wieder die Philippinen und fuhr an die chinesische Küste. Hier unterstützte das Kriegsschiff amerikanische und chinesisch nationalistische Truppen bei der Wiederbesetzung von nordchinesischen Küstenbereichen. Im Januar bis Mitte Februar 1946 operierte die USS GEORGE E DAVIS entlang der japanischen Küste. Am 20. Februar verließ der Geleitzerstörer diese Gewässer und kehrte nach Tsingtao, China zurück. Von hier aus patrouillierte das Kriegsschiff vor dem chinesischen Festland im Ostchinesischen Meer und dem Gelben Meer. Am 16. April verließ die USS GEORGE E DAVIS ihr Operationsgebiet und fuhr an die US Westküste. Der Geleitzerstörer lief am 11. Mai in den Hafen der Terminal Island Naval Shipyard in San Pedro, Kalifornien ein. Hier bugsierte man den Geleitzerstörer in ein Trockendock und begann eine umfangreiche Überholung. Anschließend wechselte das Kriegsschiff zur Marinebasis San Diego. In diesen Hafen stellte man es am 26. August 1946 außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte.
Man stellte am 11. Juli 1951 die USS GEORGE E DAVIS in San Diego wieder in den Dienst der US Navy. Den Geleitzerstörer rüstete man für seine Fahrt in den Atlantik aus, so dass das Kriegsschiff am 11. Oktober in See stechen konnte. Die Fahrt führte das Kriegsschiff durch den Panamakanal und entlang der US Ostküste. Am 27. Oktober lief der Geleitzerstörer in Newport, Rhode Island ein. Innerhalb der Atlantikflotte operierte das Kriegsschiff in den folgenden drei Jahren von Newport aus als Ausbildungsschiff für US Navy Reservisten. Während dieser Aufgabe fuhr das Kriegsschiff entlang der US Ostküste und in der Karibik und setzte diesen Dienst bis Juni 1954 fort.
Dann versetzte man den Geleitzerstörer nach Green Cove Springs, Florida. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Inaktivität vor. Am 11. November 1954 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte. Den Namen USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 ) strich man am 1. Dezember 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 2. Januar 1974 zum verschrotten.


USS GEORGE E DAVIS ( DE-357 )
Commanding Officer

LCDR Frederick L. Lincoln         11. August 1944 – ?

USS PAUL G BAKER ( DE-642 )

USS PAUL G BAKER ( DE-642 )

Biografie

Paul G. Baker
* 20. Februar 1910 in Joy, Illinois
† 7. Mai 1942 während der Schlacht in der Coral Sea
war ein Pilot in der US Navy der das Navy Cross verliehen bekam

Paul G. Baker meldete sich am 12. Dezember 1929 freiwillig bei der US Navy. Ab 1935 diente er in den verschiedensten Staffeln. Er wurde in dieser Zeit mehrmals befördert. Zu diesem Zeitpunkt hatte er den Rang eines Aviation Chief Radioman inne. Danach begann er eine Ausbildung als Pilot. Am 14. April 1942 versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ). Hier befand er sich in der Fighter Squadron 2 ( VF-2 ) und wurde zum Lieutenant ( jg ) für den kommenden Dienst befördert. Während der Schlacht im Korallenmeer am 7. Mai 1942 schoss Baker drei japanische Flugzeuge ab und konnte ein viertes beschädigen. Allerdings waren seine während des Kampfes erlittenen Verletzungen so schwer, so dass er den Weg bis zum Flugzeugträger nicht mehr schaffte und abstürzte.
Für seinen Heroismus und seinen Mut während der Schlacht verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS PAUL G BAKER ( DE-642 )

Schiffsbiografie

Die USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Paul G. Baker benannt worden ist.
Es gab in der CANNON – Klasse noch die USS PAUL G BAKER ( DE-755 ), welche aber 1944 noch während des Baus und vor der Taufe annulliert und verschrottet wurde.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 26. September 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Kathrine E. Baker taufte am 12. März 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Wallace Gordon Cornell (USNR) stellte am 25. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die PAUL G BAKER verließ am 18. Juni 1944 die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. In den dortigen Gewässern begann der Geleitzerstörer mit seiner Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Am 20. Juli kehrte das Kriegsschiff nach San Francisco zurück. Hier erfolgten mehrere Reparatur- und Umbauarbeiten. Diese waren Anfang August abgeschlossen, so dass man die USS PAUL G BAKER für die kommende Fahrt ausrüstete. Dafür stach der Geleitzerstörer am 11. August in See und fuhr nach Seattle, Washington. Das Kriegsschiff lief zwei Tage später in den dortigen Hafen ein. Im Port Angeles wartete ein Schiffskonvoi auf seine Eskorte. Die Schiffe verließen am 19. August den Hafen und nahmen Kurs auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Hafen der Hawaiianischen Insel Oahu liefen sie am 27. August ein. Bis zum 8. September blieb die USS PAUL G BAKER hier liegen. An diesem Tag stach der Geleitzerstörer wieder in See und beteiligte sich an der Eskorte von Geleitflugzeugträgern. Diese sollten über Emirau Island, Neuguinea zum natürlichen Tiefseehafen Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln begleitet werden. Der Schiffskonvoi lief am 19. September in den Seeadler Harbour ein. Auf der USS PAUL G BAKER bunkerte man frischen Treibstoff. Am 24. September verließ der Geleitzerstörer wieder Manus Island und fuhr zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff am 27. September ein. Die Hauptaufgaben des Geleitzerstörers zwischen den Inseln der Salomonen waren größtenteils Eskortierpflichten. Am 11. Oktober legte die USS PAUL G BAKER im Port Purvis wieder ab und fuhr zur Kaiserin Augusta Bay, Bougainville, Westsalomonen. Von hier sollte der Geleitzerstörer das Handelsschiff SS MORMACSEA abholen. Dieses Handelsschiff sollte nach Munda, New Georgia, Westsalomonen eskortiert werden. Der Geleitzerstörer lief am 15. Oktober im Hafen Port Purvis wieder ein. Eine ähnliche Begleitfahrt führte das Kriegsschiff vom 19. bis zum 24. Oktober aus. In diesen Tagen eskortierte die USS PAUL G BAKER das Handelsschiff SS SANTA MNICA von Lunga Point, Guadalcanal, Ostsalomonen über Treasury Island, südlich von Bougainville nach Sasavelle Harbor, Munda. Anschließend kehrte der Geleitzerstörer alleine zum Port Purvis zurück. Von Ende November bis Ende Dezember patrouillierte das Kriegsschiff zwischen Port Purvis und der Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Ab dem 12. Januar 1945 beteiligte sich die USS PAUL G BAKER an den Vorbereitungen zur Invasion der Ryukyu Inseln. Am 15. März verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS WILLIAM C COLE ( DE-641 ) Russell Island, Salomonen und eskortierte zur Insel Saipan, Nördliche Marianen die Angriffsfrachtschiffe USS THEENIM ( AKA-63 ) und USS LACERTA ( AKA-29 ). Anschließend fuhren beide Kriegsschiffe zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Hier gliederte man die USS PAUL G BAKER in die Task Undergroup 52.1.3 ein die Rear Admiral William Dodge Sample ( 9. März 1898 in Buffalo, New York – 2. Oktober 1945 über Japan mit dem Flugzeug abgestürzt ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SUWANNEE ( CVE-27 ), USS SANGAMON ( CVE-26 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS SANTEE ( CVE-29 ), USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), die Zerstörer USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS DREXLER ( DD-741 ), USS METCALF ( DD-595 ), USS MASSEY ( DD-778 ) und USS HELM ( DD-388 ) sowie die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS WILLIAM C COLE, USS EDMONDS ( DE-406 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ), USS BEBAS ( DE-10 ), USS TISDALE ( DE-33 ), USS EISELE ( DE-34 ) und USS TILLS ( DE-748 ). Am 21. März verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren nach Okinawa. Drei Tage später befanden sie sich südlich der Kerama Retto Inseln. Sofort begannen die Flugzeuge der Träger mit dem Bombardement der japanischen Stellungen auf den Inseln. Am folgenden Tag erreichten alle anderen Schiffe der Task Force 52 ihre Ausgangspositionen und am 26. März begann die Landeoperation auf den Kerama Retto Inseln. Gleich nach der Stabilisierung des Brückenkopfes wechselten die Piloten ihre Angriffsziele auf Okinawa. Die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS und USS WILLIAM C COLE wechselten am 31. März in die Task Group 53.6, die von Captain J. H. Wellings befehligte wurde. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Truppentransportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS PAUL G BAKER, USS BEBAS, USS WILLIAM C COLE, USS FIEBERLING ( DE-640 ) und USS GENDREAU ( DE-639 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließ ein Teil dieser Schiffe den Hafen von Tulagi und fuhren über das Atoll Ulithi, Karolinen zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Am 27. März wurde diese Insel wieder verlassen und die Fahrt ging nach Okinawa weiter. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Die USS PAUL G BAKER übernahm vor dem Hagushi Beach die Sicherung der dort angelandeten Schiffe. Gleich während der beginnenden Abenddämmerung des ersten Tages sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers eröffneten umgehend das Feuer auf einen dieser Selbstmordpiloten, der mit seiner Maschine das Kriegsschiff achtern kreuzte. Die Maschine erhielt mehrere Treffer, geriet ins Trudeln und explodierte noch in der Luft ohne Schaden anzurichten. Die Geleitzerstörer der TG beschützten die Transportschiffe während des Entladens am Tag und während der Ruhephase in der Nacht. In den ersten Tagen während des Angriffs gab es zahlreiche feindliche Luftangriffe auf alle an der Operationsbeteiligten alliierten Schiffe. Ständig waren die Besatzungen auf den Geleitzerstörern in Alarmbereitschaft. Die USS PAUL G BAKER verließ zusammen mit der USS WILLIAM C COLE am 5. April das Invasionsgebiet vor Okinawa und eskortierte die leeren Transportschiffe der Transport Division 42 ( TransDiv 42 ) über Saipan zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Im Apra Harbour liefen die Schiffe am 9. April ein. Noch am selben Tag verließen beide Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhren zum Atoll Ulithi weiter. Von hier aus eskortierten die Kriegsschiffe einen Schiffskonvoi, bestehend aus Frachtschiffen der Trans Div 56, nach Okinawa. Die Gewässer in der Anlandungszone vor der japanischen Insel wurden am 18. April erreicht. Noch am selben Tag übernahm die USS PAUL G BAKER eine Position in der gefährlichen, aber lebensnotwendigen Radarvorwarnstation. Die Schiffe auf diesen Stationen schützten die Schiffe und Truppen der Alliierten während der Eroberung der Insel. Am 22. April um 17:45 Uhr griffen feindliche Flugzeuge ohne Vorwarnung mehrere dieser Postenschiffe an. Einer der Angreifer stürzte sich auf den Zerstörer USS ISHERWOOD ( DD-520 ) und um 18:47 Uhr raste ein japanischer Selbstmordpilot mit seiner Maschine auf die USS PAUL G BAKER zu. Dieser Pilot ließ sich durch die Geschützmannschaften von seinem Vorhaben abbringen und flog davon. Da der Pilot ohne Ergebnisse nicht zurückkehren durfte, stürzte er sich auf den Minensucher USS SWALLOW ( AM-65 ), der innerhalb von vier Minuten kenterte. Die Mannschaft des Geleitzerstörers versuchte die Besatzung des Minensuchers aus dem Wasser zu retten. Insgesamt neun Offiziere und 69 Mannschaftsmitglieder barg man aus dem Wasser. Nur ein Mannschaftsmitglied blieb verschollen. Die dann folgenden Luftangriffe der japanischen Selbstmordpiloten gegen die amerikanischen Kriegsschiffe vor Okinawa wurden immer häufiger und verbitterter geführt. Am Abend des 12. Mai nach dem Sonnenuntergang waren die Mannschaften der USS PAUL G BAKER und der USS BEBAS Zeuge eines Angriffs zweier japanischer Kamikazepiloten auf das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ). Die Geschützmannschaften beider Geleitzerstörer feuerten ihre 20 mm Bordgeschütze auf diese beiden Maschinen ab. Die Geschützmannschaften beider Geleitzerstörer feuerten ihre 20 mm Bordgeschütze auf diese Maschine ab. Eine davon wurde getroffen und explodierte in der Luft, während die andere japanische Maschine sich auf das Schlachtschiff stürzte und erhebliche Schäden verursachte. Die USS PAUL G BAKER war am 24. Mai alleine auf ihrem Radarwarnposten, da überflog eine feindliche Maschine diesen Luftraum. Sofort wurde Alarm gegeben und die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers konnten das Flugzeug abschießen. Am 11. Juni näherten sich mehrere Handelsschiffe in das Seegebiet vor Okinawa, im dem sich die USS PAUL G BAKER aufhielt, und wurden unter anderem von dem Landungsschiff USS LINDENWALD ( LSD-6 ) begleitet. Da stürzte ein einzelnes feindliches Flugzeug aus den Wolken direkt auf die USS LINDENWALD zu. Der Pilot bemerkte, dass er dieses Schiff bei diesem Angriffswinkel nicht mehr treffen konnte und schwenkte auf den Geleitzerstörer ab. Dessen Flugabwehr war aber so groß, dass der Pilot sich ein Handelsschiff aussuchte auf dem er seine Maschine zerschellen lassen konnte. Fünfzig Meter vor dem Ziel traf ein Geschoss der USS PAUL G BAKER den Benzintank dieser Maschine, die sofort explodierte und ins Meer fiel. Am 20. Juni verließ der Geleitzerstörer seinen Posten vor Okinawa und eskortierte zusammen mit anderen Geleitzerstörern ein Schlachtschiff und mehrere Kreuzer. Diese Großkampfschiffe patrouillierten südöstlich von der japanischen Insel. Die USS PAUL G BAKER lief am 1. Juli in die Lagune von Kerama Retto ein. Von hier aus begann der Begleitdienst für das Kriegsschiff. Fünf Mal war das Kriegsschiff nun zwischen Okinawa und Saipan unterwegs. Bis zum 30. August wurden nicht mehr benötigte Landungs- und Versorgungsschiffe vor Okinawa abgezogen. Zwischendurch, am 15. August, war der Zweite Weltkrieg im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet worden. Die USS PAUL G BAKER verließ am 11. September wieder Saipan und eskortierte das Frachtschiff USS MALABAR ( AF-37 ) bis in die Bucht von Tokyo. Sechs Tage später legte der Geleitzerstörer in der Yokosuka Naval Base an. Der Geleitzerstörer verließ am 22. September alleine die japanischen Gewässer wieder und fuhr zur Insel Saipan. Das Kriegsschiff legte am 25. September in dem dortigen Hafen an. Die PAUL G BAKER verließ am 4. November wieder die Insel und fuhr in Richtung der US Westküste. Am 21. November legte der Geleitzerstörer im Hafen von Astoria, Oregon an. Nach einer Überholung in der Werft von Portland, Oregon und Bremerton, Washington, kehrte das Kriegsschiff zu den Nördlichen Marianen zurück. Am 23. Mai 1946 legte es im Apra Harbour, Guam an. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff mehrere Patrouillenfahrten in den Gewässern der Nördlichen Marianen. Dann erhielt der Geleitzerstörer neue Befehle. Am 26. Juni verließ er Guam und fuhr über die Buckner Bay, Okinawa nach Tsingtao, China. Hier legte der Geleitzerstörer am 2. Juli an. Zusammen mit anderen amerikanischen Zerstörern und Geleitzerstörern beteiligte sich die USS PAUL G BAKER an mehreren Trainingseinheiten vor der chinesischen Küste. Am 3. August verließ der Geleitzerstörer die Küste vor Tsingtao und fuhr nach Hongkong. Anschließend besuchte das Kriegsschiff Sasebo, Japan. Die USS PAUL G BAKER legte am 10. September dort ab und fuhr nach zwei Tagen auf See wieder in den Hafen von Tsingtao ein. In dem nun folgenden Monat beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen mit kleinen Anti-U-Boot Trainingsgruppen, die sich in den Gewässern rund um Tsingtao aufhielten. Das Kriegsschiff stach am 12. Oktober von dort aus wieder in See und fuhr nach Guam. In den Apra Harbour lief es am 18. Oktober ein. Hier bunkerte man frischen Treibstoff und Proviant. Nach Abschluss der Lagerarbeiten verließ die USS PAUL G BAKER wieder den Hafen und erreichte am 27. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Am folgenden Tag bunkerte man erneut Treibstoff auf dem Kriegsschiff und verließ danach die Insel. Am 4. November erreichte der Geleitzerstörer die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier stellte man am 3. Februar 1947 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) strich man am 1. Dezember 1969 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im Oktober 1970 zum verschrotten.


USS PAUL G BAKER ( DE-642 )
Commanding Officer

LCDR Wallace Gordon Cornell  (USNR)        25. Mai 1944 – 9. Januar 1945
LCDR E.C. Patterson, Jr.  (USNR)        9. Januar 1945 – 15. Dezember 1945
LCDR Oliver Scott Dwire  (USNR)        15. Dezember 1945 – 26. Juni 1946
LCDR Lawrence Stephen Lockett, Jr.        26. Juni 1946 – 2. März 1947