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USS CONKLIN ( DE-439 )

USS CONKLIN ( DE-439 )

Biografie

George Emerson Conklin
* 3. Januar 1921 in Hamlin, Wayne County, Pennsylvania
† 7. Oktober 1942 während der Schlacht um Guadalcanal, Ostsalomonen

George Emerson Conklin war der Sohn von dem Farmer Reuben Emerson Conklin ( 13. Mai 1889 in Hamlin, Wayne County, Pennsylvania – 6. April 1964 in Hamlin, Wayne County, Pennsylvania ) und Theresa McLain Conklin ( 18. Mai 1899 in Moscow, Lackawanna County, Pennsylvania – 5. Juli 1977 in Virginia Beach City, Virginia ). Er war der älteste Sohn und hatte noch drei Geschwister. Am 13. Februar 1942 trat er in das US Marine Corps ein. Nach der Grundausbildung verlegte man die Einheit, in der Conklin diente, nach Guadalcanal, Ostsalomonen. Das war das 7. US Marineinfanterie Regiment. Am 18. September begann die Operation beim Matanikau River. Dann kam es Ende September zu einem Stillstand des amerikanischen Angriffs. Drei Kompanien des 7. US Marineinfanterie Regiments, darunter befand sich auch Soldat George Emerson Conklin als Maschinengewehrschütze, unter dem Befehl von Major Otho Rogers sollten mit Zuhilfenahme von Landungsbooten hinter dem Feind landen. Nach der Anlandung am Strand fiel Major Rogers und die drei Kompanien wurden von japanischen Truppen eingeschlossen. Bei den dann andauernden Abwehrkämpfen wurde Conklin am 5. Oktober tödlich verwundet. Er blieb aber auf seinem Posten und versuchte mit seiner Waffe die Gegner am Boden zu halten. Mithilfe von Luftunterstützung gelang es ab dem folgenden Tag die Kampfgruppe zu befreien und auszufliegen. Doch bis zu der Position wo Conklin lag, kam man erst am 7. Oktober. Kurz vor seinem Tod, er hatte nur noch sehr wenig Munition, zerlegte er an diesem 7. Oktober sein Maschinengewehr in alle Einzelteile und warf diese in alle Himmelsrichtungen damit der Feind es nicht gebrauchen kann.
Für seine heroische Tat verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS CONKLIN ( DE-439 )

Schiffsbiografie

Die USS CONKLIN ( DE-439 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Soldat George Emerson Conklin benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding and Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde am 4. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Theresa McLain Conklin ( 18. Mai 1899 in Moscow, Lackawanna County, Pennsylvania – 5. Juli 1977 in Virginia Beach City, Virginia ), Mutter von Soldat George Emerson Conklin, taufte am 13. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Donald Cairns Brown stellte am 21. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die die USS CONKLIN bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, erfolgte im Hafen von New York eine Begutachtung des Schiffskörpers und der Endausrüstung. Der Geleitzerstörer stach am 9. Juli in See und fuhr entlang der US Ostküste bis in den Golf von Mexiko. Die Durchquerung durch den Panamakanal erfolgte am 16. Juli und sechs Tage später legte das Kriegsschiff im Hafen der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am 23. Juli stach der Geleitzerstörer wieder in See und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diesen Hafen lief die USS CONKLIN am 30. Juli ein. In den folgenden Tagen beteiligte sich der Geleitzerstörer an mehreren Übungen in den Gewässern der Hawaiianischen Inseln. Das Kriegsschiff verließ am17. August Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll wurde am 23. August erreicht. Hier wartete der Geleitflugzeugträger USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) auf seine Begleitung. Am 28. August verließen beide Kriegsschiffe das Atoll und fuhren in Richtung Marinebasis Pearl Harbor. Auf dem Weg dorthin gab es am 29. August nördlich der Marshall Islands einen Zwischenfall. Auf der USS CONKLIN gab es ein Radarsignal das fälschlicherweise wegen mangelnder Vertrautheit als Signal eines feindliches Schiffes eingestuft wurde. Sofort befahl man die Geschützmannschaften auf ihre Stationen. Zu Glück schlugen die abgefeuerten Granaten zu weit weg von dem US Frachtschiff SS DOMINICAN VICRORY auf dem Wasser auf. Die USS CONKLIN und die USS KWAJALEIN erreichten am 4. September Pearl Harbor. Der Geleitzerstörer verließ noch am selben Tag wieder die Marinebasis und fuhr zum Atoll Kwajalein, Marshall Islands. Ab dem 9. September begann das Kriegsschiff von hier aus Schiffskonvois bis zum Atoll Eniwetok zu eskortieren. Diesen Begleitdienst behielt der Geleitzerstörer bis zum 28. September aufrecht. An diesem Tag verließ die USS CONKLIN das Atoll und fuhr zur Insel Guam, Nördliche Marianen. Hier traf der Geleitzerstörer am 3. Oktober ein und begann mit der Luftüberwachung und Anti-U-Boot Patrouillen. Mitte Oktober musste das Kriegsschiff wegen einiger Reparaturarbeiten an der Ausrüstung zum Atoll Eniwetok. Anschließend erreichte die USS CONKLIN am 29. Oktober die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Hier übernahm der Geleitzerstörer bis zum 4. November die Überwachung von Truppentransportern. Diesen Schiffskonvoi eskortierte das Kriegsschiff vom 6. bis zum 11. November bis zum Atoll Ulithi, Karolinen. Von diesem Atoll aus ging die Eskorte zur philippinischen Insel Leyte. Dazu verließ die USS CONKLIN zusammen mit der USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ) am 11. November das Atoll und erreichten mit den Truppentransportern am 14. November die San Pablo Bay, Leyte. Noch am selben Tag verließen beide Zerstörer den Schiffskonvoi und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus 35 Versorgungsschiffen, von der San Pablo Bay zur Humboldt Bay. Neuguinea. Am Abend des 18. November erreichte der Schiffskonvoi den westlichen Eingang der Kossol Roads, Palau Islands und legte in dem dortigen Hafen an. Am 19. November um 8:58 Uhr wird am westlichen Eingang zu den Kossol Roads durch den Netzleger USS WINTERBERRY ( AN-56 ) ein U-Boot gesichtet. Umgehend wird von dem Netzleger über den Eingang des Hafens ein Torpedonetz gelegt. Das U-Boot taucht zwanzig Sekunden später in einem steilen Winkel an derselben gesichteten Position wieder auf und gleich wieder ab. Der Hafenmeister wird über diesen Vorfall informiert. Der herbeigerufene Minensicher USS YMS-33 kann das U-Boot nicht lokalisieren. Um 9:15 Uhr werden die beiden Geleitzerstörer USS CONKLIN und USS McCOY REYNOLDS angewiesen nach dem gesichteten U-Boot zu suchen und zu zerstören. Zur Unterstützung starten von der Insel Peleliu aus Marineflugzeuge. Beide Kriegsschiffe beginnen mit dem Sonar die Suche. Um 15:04 Uhr erhalten beide Geleitzerstörer einen Kontakt und um 15:39 Uhr feuert die USS MCCOY REYNOLDS zwei Salven Mark 10 Hedgehogs ab. Das feindliche U-Boot geht auf eine Tauchstation von über 100 Metern und versucht sich durch Ausweichmanöver davonzuschleichen. Die USS McCOY REYNOLDS feuert eine dritte Salve Hedgehogs ab und verliert den Kontakt bei über 120 Metern Tiefe. Um 16:03 Uhr erhält die USS CONKLIN einen Kontakt und beginnt um 16:15 Uhr mit ihrem ersten Hedgehog Angriff. Fünfundzwanzig Sekunden später gibt es eine einzige Unterwasserexplosion zu hören. Daraufhin feuert der Geleitzerstörer zehn Minuten später seine zweite Salve Hedgehogs ab. Achtundzwanzig Sekunden später ist erneut nur eine Unterwasserexplosion zu hören. Die USS CONKLIN kann den Kontakt aufrechterhalten und folgt dem japanischen U-Boot das weiterhin manövriert. Der Geleitzerstörer feuert eine dritte Salve Hedgehogs ab, aber auch hier gibt es keinen Treffer. Der Kommandant der USS McCOY REYNOLDS, Lieutenant Commander Edwin K. Winns (USNR), hatte die gesamte Zeit über das Muster der USS CONKLIN beobachtet und übernimmt nun das taktische Kommando. Er befahl um 16:45 Uhr der USS CONKLIN mit der vierten Salve zu warten. Von seinem Geleitzerstörer werden jetzt 12 Hedgehogs abgefeuert, die auf eine Tiefe von 137 Metern eingestellt sind. Eine Luftblase mit einem Durchmesser von rund drei Metern schießt daraufhin bis in eine Höhe von fünf Metern. Gleich danach gibt es eine gewaltige Unterwasserexplosion. Gegen 17:00 Uhr erhalten beide Geleitzerstörer über das Sonar einen erneuten Kontakt. In diesem Moment werden beide Kriegsschiffe durch eine massive Explosion erschüttert und müssen alle Sonar-, Radar- und Ruderanlagen abstellen. Eine Minute später erscheint eine riesige Luftblase vor dem Bug beider Schiffe. Mehrere kleine Explosionen folgen. Nachdem man dann das Sonar wieder einstellte erhielt man keinen Kontakt. Plötzlich befinden sich beide Geleitzerstörer in einem riesigen Ölteppich in dem auch Wrackteile schwimmen. Es werden eine Reihe von Gegenständen wie Holz mit japanischen Schriftzeichen, polierte Teile eines Instrumentenkoffers und Deckplanken gesichert. Auch ein menschliches Stück Fleisch mit darin eingebetteten Stahlstücken wird geborgen. Bei Dunkelheit dehnt sich der Ölteppich auf mehrere Quadratkilometer aus und es tauchen neue Trümmerteile auf. Das japanische U-Boot IJN I-37 ist mit 113 Mann Besatzung und 4 Kaitenpiloten zerstört worden. Nach diesem Zwischenfall kehrte die USS CONKLIN zu ihrem Eskortierdienst zurück und begleitete im Hafen von Kosso Roads wartenden Schiffskonvoi bis in die Humboldt Bay. Danach eskortierte der Geleitzerstörer bis zum 21. Januar 1945 weitere Schiffskonvois zwischen den Atollen Eniwetok und Ulithi und der Insel Guam. Am 21. Januar 1945 um 19:30 Uhr stellt ein Pilot einer Martin PBM-3D Mariner einen Radarkontakt zu einem japanisches U-Boot her, das mit 18 Knoten Geschwindigkeit auf das Atoll Ulithi zusteuert. Da befindet sich das feindliche U-Boot rund 18 Seemeilen westlich des Atolls. Umgehend werden die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER ( DE-438 ) und USS RABY ( DE-698 ) darauf angesetzt. Von dem Wasserflugzeug werden zwei Wasserbomben und ein akustischer Torpedo abgeworfen nachdem das U-Boot mit dem Alarmtauchen begonnen hatte. Das U-Boot wird beschädigt, kann aber entkommen. Die drei Kriegsschiffe beginnen per Sonar mit der Suche nach dem japanischen U-Boot. Doch den Rest des 21. und am 22. Januars kann es nicht geortet werden. Alle drei Geleitzerstörer verschieben ihre Suche immer mehr in Richtung der Insel Yap, Westkarolinen. Am 23. Januar gegen 3:10 Uhr erhält die USS CORBESIER einen Radarkontakt in knapp neun Kilometern Entfernung. Da befindet sich der Geleitzerstörer rund 15 Seemeilen nördlich der Insel. Das Kriegsschiff erhöht sofort die Geschwindigkeit auf 18 Knoten und schließt auf den feindlichen Kontakt schnell auf. Das U-Boot IJN I-48 wird sofort zum Tauchen klargemacht und versinkt in den Fluten. Auf der USS CORBESIER erhält man um 3:36 Uhr einen Sonarkontakt. Es wird sofort eine Salve MK 10 Hedgehogs abgefeuert. Doch nach der Explosion ist der Sonarkontakt noch da. Während der Geleitzerstörer weitere fünf Salven Hedgehogs mit dem negativen Erfolg abfeuert schließen die beiden Geleitzerstörer USS CONKLIN und USS RABY auf und beteiligen sich an der Jagd. Doch dann verliert sich der Kontakt. Die drei Kriegsschiffe suchen aber weiter. Um 9:02 Uhr erhält man auf der USS CORBESIER wieder einen Sonarkontakt. Sofort wird wieder eine Salve Hedgehogs abgefeuert. Aber das Ergebnis ist erneut negativ. Um 9:12 Uhr erhält der Geleitzerstörer erneut einen Sonarkontakt, verliert aber diesen noch bevor eine weitere Salve Hedgehogs abgefeuert werden kann. Die USS CONKLIN ist rund 500 Meter von der USS CORBESIER entfernt und erhält um 9:34 Uhr einen Sonarkontakt. Es wird sofort eine Salve Hedgehogs abgefeuert. Siebzehn Sekunden später ertönen in einer geschätzten Tiefe von über 51 Metern fünf Explosionen. Zwei Minuten später gab es eine heftige Unterwasserexplosion. Diese setzte kurzzeitig die Motoren und das Lenkgetriebe der USS CONKLIN außer Gefecht. Nach riesigen Luftblasen kamen später Öl und Trümmer an die Wasseroberfläche. Große Mengen an menschlichen Überresten werden ebenfalls gesichtet. Das japanische U-Boot IJN I-48 ist mit allen 118 Mannschaftsmitgliedern und 4 Kaitenpiloten vernichtet. Man lässt von der USS CONKLIN ein Beiboot zu Wasser und die darin befindlichen Mannschaftsmitglieder des Geleitzerstörers beginnen mit dem bergen von Trümmerteilen. Darunter befanden sich Teile der Beplankung, zersplittertes Holz, Kork, Innenholz mit lackierter Oberfläche, einen Ärmel eines gestrickten blauen Pullovers mit den Resten des Armes darin, Essstäbchen und ein Seemannshandbuch. Bis zum 14. Februar blieb die USS CONKLIN vor dem Atoll Ulithi und patrouillierte in den Gewässern. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer das Atoll und eskortierte einen Schiffskonvoi zu den Palau Inseln und von dort aus zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Dieser natürliche Tiefseehafen wurde am 27. Februar erreicht. Man bunkerte auf dem Kriegsschiff hier frischen Treibstoff fuhr zum Atoll Ulithi zurück. Am 13. März integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Undergroup 94.6.2, die Ulithi Patrol and Escort Group. In dieser TU befanden sich die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER, USS McCOY REYNOLDS, USS STRAUS ( DE-408 ), USS LA PRADE ( DE-409 ), USS WITTER ( DE-636 ) und USS SANDERS ( DE-40 ). Am 13. März verließen diese Kriegsschiffe das Atoll Ulithi und begannen in den Gewässern rund um das Atoll zu patrouillieren, da hier die 5. US Flotte für den Angriff auf die japanische Insel Okinawa zusammengezogen wurde. Am 23. März integrierte man die USS CONKLIN in die Task Group 50.8, die Rear Admiral Donald Bradford Beary ( 4. Dezember 1888 in Helena, Montana – 7. März 1966 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. In der Hauptlogistikgruppe der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS THORN ( DD-647 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS KALK ( DD-611 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ) und drei weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LA PRADE, USS McCOY REYNOLDS, USS KYNE, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS DONALDSON, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS CROWLEY, USS LAMONS, USS HILBERT, USS BRACKETT ( DE-41 ) und USS JACK MILLER ( DE-410 ), die Tanker USS TALUGA, USS CIMARRON, USS TALLULAH, USS PATUXENT, USS COWANESQUE ( AO-79 ), USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ) und USS CHICOPEE ( AO-34 ) und der Hochseeschlepper USS UTE. Die Schiffe der TG 50.8 verließen am 25. März das Atoll Ulithi um für die 5. US Flotte während der Operation „Iceberg“ den Nachschub zu sichern. Am 1. April begann der Angriff auf Okinawa. Die Sicherungsschiffe der TG hatten alle Hände voll zu tun um die Nachschubschiffe vor Luft-, Kamikaze- und U-Boot Angriffen zu schützen. Bei einer Eskortierfahrt, nach dem 6. April, griffen zehn Kamikazepiloten die Versorgungsflotte an. Ein Flugzeug davon schoss zuerst auf die USS TALUGA und stürzte sich dann auf den Tanker, der 300.000 Gallonen Flugbenzin geladen hatte. Doch das Flugzeug explodierte noch vor dem Aufschlag vor der Schiffsbrücke, so dass der Tanker schon nach kurzer Zeit wieder im Einsatz war. Ein zweites Kamikazeflugzeug stürzte neben einem Patrouillenboot ins Wasser ohne Schaden anzurichten. Am 12. April erfolgte ein weiterer feindlicher Luftangriff. Während der Abwehr dieser Kamikazepiloten explodierte eines der japanischen Flugzeuge in der Nähe der USS CONKLIN, wobei die Aufbauten des Schiffes durch die umherfliegenden Stahlsplitter erhebliche Schäden davontrugen. Die Schiffe der TG 58.4 wurden dann am 24. April auf offener See versorgt. Die USS CONKLIN hatte in diesen Tagen die Aufgaben zur Beförderung von Passagieren, Post und Fracht erhalten. Außerdem war der Geleitzerstörer zur Luftüberwachung und zum begleiten der Schiffskonvois, die den Nachschub von Guam oder dem Atoll Ulithi holten, eingeteilt. Am 14. Mai sichtete man in der Nähe der Schiffe der TG 50.8, bei Minami Ogari Shima mehrere bemannte japanische Torpedos. Diese sogenannten Kaiten wurden aber alle vernichtet noch bevor die Piloten ihre todbringende Waffe ins Ziel steuern konnten. Die Task Group 50.8 integrierte man ab dem 28. Mai in die Task Group 30.8, der Logistic Support Group, die Rear Admiral Donald Bradford Beary kommandierte. Damit sollte die 3. US Flotte, die Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ) befehligte, während der Operation „Iceberg“ unterstützt werden. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS, USS WINDHAM BAY, USS BOUGAINVILLE, USS BLOCK ISLAND ( CVE-106 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ), dem Leichten Kreuzer USS DETROIT, den Zerstörern USS THORN, USS STEVENSON, USS STOCKTON, USS KALK, USS AYLWIN, USS DALE und USS MORRISON ( DD-560 ), die Geleitzerstörer USS CONKLIN, USS CORBESIER, USS STRAUS, USS LYMAN, USS LAKE, USS REYNOLDS, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LA PRADE, USS HOWARD F CLARK, USS DONALDSON, LAMONS, USS JACK MILLER, USS CROWLEY, USS BANGUST, USS LOVERING ( DE-39 ) und USS GOSS ( DE-444 ), die Tanker USS LACKAWANA, USS MILLICOMA ( AO-73 ) und USS COWANESQUE ( AO-79 ) und das Munitionstransportschiff USS SHASTA. Am 4. Juni fuhren die Schiffe der TG 30.8 zur vorgegebenen Betankungsposition für die Task Group 38.1 und 38.4. Doch die Schiffe laufen am folgenden Tag alle in einen Taifun. Vielen Schiffsbesatzungen der TG gelang es nicht ihre Schiffe ohne große Zerstörungen durch den Sturm zu bringen. Auch die USS CONKLIN wird dabei schwer beschädigt. Einer der Besatzungsmitglieder wurde während des Sturmes durch umherrutschende Teile erschlagen, viele erlitten Verletzungen und vier gingen über Bord. Drei davon konnten gerettet werden. Am 6. Juni verließ die USS CONKLIN aus eigener Kraft die Gewässer von Okinawa und fuhr zur Insel Guam. Hier begannen erste Reparaturarbeiten. Am 17. Juni verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und fuhr an die US Westküste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien begannen ab dem 9. Juli die Reparaturen und eine umfangreiche Überholung. Erst im September waren die Arbeiten abgeschlossen, da war der Zweite Weltkrieg im Pazifik schon beendet. Die USS CONKLIN verließ die Werft und fuhr zur Marinebasis San Diego. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 17. Januar 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS CONKLIN ( DE-439 ) strich man am 1. Oktober 1970 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 12. Mai 1972 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS CONKLIN ( DE-439 )
Commanding Officer

CDR Donald Cairns Brown        21. April 1944 – 15. August 1944
LCDR Edmund C. McGibbon        15. August 1944 – 17. Januar 1946

USS FIEBERLING ( DE-640 )

USS FIEBERLING ( DE-640 )

Biografie

Langdon Kellogg Fieberling
* 3. Januar 1910 in Oakland, Alameda County, Kalifornien
† 5. Juni 1942 während der Schlacht um Midway

Langdon Kellogg Fieberling war der älteste Sohn von Charles August Fieberling ( 25. Februar 1883 in Oakland, Alamedy County, Kalifornien – 16. Mai 1959 im Alameda County, Kalifornien ) und Mary Louise Kellogg Fieberling ( 4. August 1881 in Oakland, Alameda County, Kalifornien – 26. Dezember 1974 im Alameda County, Kalifornien ). Beide hatten sie am 4. Juli 1908 in San Jose, Kalifornien geheiratet. Langdon schloss 1928 die High School ab. Ihm faszinierte das Meer. Daher heuerte er am 9. Januar 1929 als gewöhnlicher Seemann auf dem Dampfer SS ABSAROKA in San Francisco, Kalifornien an. Nachdem das Schiff den Panamakanal durchquert und im Hafen von San Juan, Puerto Rico einen Zwischenstopp eingelegt hatte, lief es am 12. Februar 1929 im Hafen von New York ein. Noch im selben Jahr heuerte er wieder ab und schrieb sich in der Universität von Kalifornien ein. Hier schloss er sich der Bruderschaft Phi Delta Theta an. Am Ende der Sommerpause seines ersten Studienjahres heuerte Langdon am 26. Juli 1930 erneut als gewöhnlicher Seemann auf dem Dampfer SS ABSAROKA in San Francisco an. Erneut fuhr das Schiff, das Holz geladen hatte, die Route nach New York, wo es am 25. August 1930 anlegte. Danach kehrte er an die Universität zurück und schloss diese 1933 ab. Am 7. Oktober 1935 trat er in die US Naval Reserve ein. Nach der Grundausbildung versetzte man ihn zur Ausbildung zum Piloten. Man ernannte ihn dafür am 27. Juni 1936 zum Aviation Cadet. Fieberling absolvierte sein Flugtraining und wurde am 1. März 1937 zum Ensign und am 1. März 1940 zum Lieutenant ( jg) befördert. Ab dem 1. April 1940 war Fieberling auf der US Naval Air Station in Pensacola, Florida stationiert. Hier half er ab dem 26. Juli 1941 mit dem Aufbau des Torpedo Squadron 8. Am 2. Januar 1942 ernannte man Langdon Kellogg Fieberling zum Lieutenant. Er hatte sich am 21. Mai 1942 auf dem Truppentransporter USS CHAUMONT ( AP-5 ) zusammen mit sechs Piloten seiner Staffel eingeschifft. Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier lag der Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ) ab dem 26. Mai. Dieses Kriegsschiff verließ zwei Tage später die Marinebasis und fuhr zusammen mit anderen Kriegsschiffen zu den Midway Inseln, wo es zur nächsten Schlacht gegen die Japaner kommen sollte. Einen Tag nachdem der Flugzeugträger Pearl Harbor verlassen hatte, traf die USS CHAUMONT dort ein. Jetzt wurden schnell sechs nagelneue TBF-1 Torpedobomber zum Abflug vorbereitet. Am 1. Juni hoben die Flugzeuge ab und überwandten eine Distanz von 1200 Meilen über den offenen Ozean. Nach acht Stunden Flugzeit landeten die Flugzeuge auf der Naval Air Station auf Midway. Hier berichtete Lieutenant Fieberling dem Commander der Base Air Defense über die anrückende Streitmacht der Japaner. Am frühen Morgen am 4. Juni 1942 starteten die Torpedobomber von Midway. Nach anderthalb Stunden Flugzeit wurden die feindlichen Schiffe gesichtet. Sofort gingen die amerikanischen Flugzeuge zum Angriff über. Aber japanische Jagdflugzeuge und Flakabwehrgeschosse vernichteten innerhalb der ersten Minuten fünf der sechs angreifenden Maschinen. Nur Ensign Albert Earnest und Radioman Thirt Clas Harry Ferrier kehrten auf die USS HORNET zurück.
Noch am selben Tag hoben die fünfzehn anderen Torpedobomber der VT-8 von der USS HORNET ab. Keines der Flugzeuge kehrte von seinem Einsatz zurück.
Für seinen Heldenmut verlieh man Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling postum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation.


USS FIEBERLING ( DE-640 )

Schiffsbiografie

Die USS FIEBERLING ( DE-640 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfundsiebzigste Schiff aus der BUCKLEY – Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 19. März 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mary Louise Kellogg Fieberling ( 4. August 1881 in Oakland, Alameda County, Kalifornien – 26. Dezember 1974 im Alameda County, Kalifornien ), Mutter von Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling, taufte am 2. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Edward Earl Lull stellte am 11. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der Küste von San Diego, Kalifornien lag die USS FIEBERLING am 14. Mai im Hafen der Marinebasis San Diego und wurde für eine Übung vorbereitet. Diese fand in den Gewässern vor San Diego zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ) und dem Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ) vom 17. bis zum 19. Mai statt. Danach folgte eine Übung in der Nacht vom 22. zum 23. Mai für die USS FIEBERLING zusammen mit der USS DENVER. Danach lag der Geleitzerstörer vom 24. bis zum 26. Mai und vom 30. Mai bis zum 1. Juni in der Marinebasis. Dazwischen war das Kriegsschiff an einer weiteren Übung beteiligt. Am 1. Juni wechselte die USS FIEBERLING wieder nach San Francisco und unterzog sich hier einer Überprüfung sowie einigen Umbauarbeiten. Am 21. Juni 1944 legte die USS FIEBERLING im Hafen von San Francisco ab und fuhr zusammen mit dem Zerstörer USS WEDDERBURN ( DD-684 ) zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In diese Marinebasis liefen die beiden Schiffe am 27. Juni ein. Gleich Anfang Juli begann sich die USS FIEBERLING an mehreren Übungen in den Hawaiianischen Gewässern zu beteiligen. Diese wurden bis zum 3. September durch drei Eskortierfahrten zwischen der Marinebasis Pearl Harbor und dem Atoll Eniwetok, Marshall Islands unterbrochen. Am 8. September verließ der Geleitzerstörer dann die hawaiianische Insel und eskortierte wieder einen Schiffskonvoi zum Atoll Eniwetok. Von hier aus ging die Fahrt über den Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Das Kriegsschiff legte am 27. September im Port Purvis an. Dieser Hafen war für die USS FIEBERLING bis zum 15. Dezember die Operationsbasis. Von hier aus begleitete der Geleitzerstörer Luft-, See- und Rettungsschiffe. Anschließend wechselte der Geleitzerstörer zum Atoll Funafuti, Gilbert and Ellice Islands und war hier bis zum 17. Februar 1945 als Stationsschiff eingesetzt. An diesem Tag fuhr die USS FIEBERLING nach Guadalcanal, Ostsalomonen und beteiligte sich zur Vorbereitung auf den Angriff auf Okinawa, an mehreren amphibischen Landemanövern zusammen mit den Schiffen der 5. US Flotte. Dann versetzte man am 15. März die USS FIEBERLING in die Task Group 53.6 die Captain J. H. Wellings befehligte. Die Schiffe dieser TG waren zur Sicherung der Transportschiffe von der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS HOWORTH ( DD-592 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS FIEBERLING, USS GENDREAU ( DE-639 ), USS WILLIAM C CODE ( DE-641 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS BEBAS ( DE-10 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließen die Schiffe der TG 53.6 den Hafen von Tulagi und fuhren nach Okinawa. In die Gewässer dieser Insel drangen die amerikanischen Kriegsschiffe am 31. März ein. Der Angriff auf diese letzte japanische Insel vor den Hauptinseln erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich ab dem ersten Tag sahen sich die amerikanischen Schiffe vermehrt japanischen Kamikazepiloten gegenüber die sich auf sie stürzten. Die USS FIEBERLING wurde an diesem 1. April zur Bedeckung der Landungsschiffe eingesetzt und führte Anti-U-Boot Patrouille vor der Insel durch. Am 5. April gab es U-Boot Alarm auf dem Geleitzerstörer. Ein Kaiten, ein japanisches bemanntes Torpedo, war in den Operationsraum der amerikanischen Schiffe eingerungen. Doch noch bevor der japanische Pilot des Zweg-U-Bootes sich ein lohnendes Ziel ausgesucht hatte, war der Geleitzerstörer schon in der Nähe und vernichtete es. Am folgenden Tag begann der massivste feindliche Luftangriff auf die amerikanischen Kriegsschiffe. Die USS FIEBERLING selber lag an diesem Tag rund 15 Seemeilen nordsöstlich von Ie Shima. Ein Kamikazepilot, der mit seiner Maschine den Geleitzerstörer angriff, konnte zwar abgeschossen werden, allerdings war dies unmittelbar in der Nähe des Schiffes. Die umherfliegenden Trümmerteile des japanischen Flugzeugs verursachten erhebliche Schäden an den aufbauten des Kriegsschiffes. An diesem 6. April hatte sich auch ein Kamikazepilot auf den Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) gestürzt und erheblichen Schaden verursacht. Das Kriegsschiff blieb Einsatztauglich und verweilte auf seiner Radarvorpostenstation. Doch die USS HOWORTH sollte dann doch das Einsatzgebiet verlassen und sich für die Reparaturarbeiten an die US Westküste begeben. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 51.29.11. In dieser TU befand sich neben dem Zerstörer der Geleitzerstörer USS FIEBERLING und der Schnelle Truppentransporter USS BARR ( APD-39 ). Am 10. April verließen diese drei Schiffe und die der Task Undergroup 51.29.12 die Gewässer von Okinawa und eskortierten mehrere entleerte Landungsschiffe in Richtung Saipan. Auf dem Weg dorthin trifft man auf das japanische U-Boot IJN I-44. Sofort beginnt die USS FIEBERLING zusammen mit der USS HOWORTH mit der Jagd und wirft mehrere Hedgehogs über Bord. Die dadurch erzeugten Unterwasserexplosionen beschädigen das feindliche U-Boot, aber es kann entkommen. Am 19. April erreichen die Schiffe Saipan. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff und Munition verlässt der Geleitzerstörer wieder die Insel und fährt nach Okinawa zurück. Das Kriegsschiff erreicht am 29. April die Gewässer der Insel. Hier übernimmt die USS FIEBERLING bis zum 28. Juni mehrere Patrouillenfahrten und Radarvorpostenwarnstationen. In dieser Zeit, am 20. Mai, entdeckt man erneut einen bemannten Torpedo. Dieses Zwerg – U-Boot wird vernichtet. Ab dem 28. Juni operiert der Geleitzerstörer zwischen den Inseln Okinawa, Saipan und Guam, Westkarolinen. Dabei ist das Kriegsschiff auf der Suche nach feindlichen Schiffen oder amerikanischen Piloten deren Flugzeuge abgestürzt waren. Diese Patrouillenfahrten endeten für die USS FIEBERLING am 22. Oktober. An diesem Tag eskortierte der Geleitzerstörer mehrere Truppentransporter, die Besatzungstruppen an Bord hatten, von Saipan aus zu japanischen Häfen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer in Richtung der US Westküste. Am 22. November legte das Kriegsschiff im Hafen von Portland, Oregon an und unterzog sich einer intensiven Überholung. Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselte die USS FIEBERLING zur Marinebasis San Diego. Hier erfolgten mehrere Auffrischungsübungen. Am 15. März 1946 stach der Geleitzerstörer in See und fuhr an die chinesische Küste. Hier operierte das Kriegsschiff und sollte zur Beruhigung der des erneut ausgebrochenen chinesischen Bürgerkrieges beitragen. Doch mehr wie einen Beobachtungsstatus hatte das Schiff nie. Das Kriegsschiff legte am 13. August wieder in der Marinebasis San Diego an und begann sich an Operationen entlang der US Westküste und in Hawaiianischen Gewässern zu beteiligen. Anschließend testete man auf dem Geleitzerstörer experimentelle Ausrüstungen.
In San Diego stellte man dann am 13. März 1948 das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS FIEBERLING ( DE-640 ) strich man am 1. März 1972 von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 20. November 1972 zum verschrotten.


USS FIEBERLING ( DE-640 )
Commanding Officer

LCDR Edward Earl Lull         11. April 1944 – ?
LCDR William L. Vaughen         November 1945 – 16. September 1946
LCDR Joseph Clark Spitler          1947 – 13. März 1948

USS FINNEGAN ( DE-307 )

USS FINNEGAN ( DE-307 )

Biografie

William Michael Finnegan
* 1897 in Bessemer, Gogebic County, Michigan
† 7. Dezember 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 9 in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii

William Michael Finnegan trat am 22. Oktober 1917 in die US Navy ein und diente ununterbrochen bis zum 8. November 1929 als Chief Radio Electrician. Er war verheiratet. Seine letzte von vielen Aufgaben an Land wie auch zu Wasser war ab dem 30. August 1941 an Bord des Schlachtschiffes USS OKLAHOMA ( BB-37 ). Finnegan beförderte man am 18. November 1941 zum Ensign. Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Flugzeuge die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor an und versenkten unter anderem auch dieses Schlachtschiff. Dabei kam Ensign Finnegan ums Leben.


USS FINNEGAN ( DE-307 )

Schiffsbiografie

Die USS FINNEGAN ( DE-307 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Chief Radio Elektriker Ensign William Michael Finnegan benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das einundsechzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 5. Juli 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Charles Schroeder, Schwester von Chief Radio Elektriker Ensign William Michael Finnegan, taufte am 22. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Huston Hoffman ( USNR ) stellte am 19. August 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt und der anschließenden Schiffshautüberprüfung, verließ die USS FINNEGAN am 1. November die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinestation Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Der Geleitzerstörer lief hier am 8. November ein und beteiligte sofort als Eskorte an einem Training amerikanischer U-Boote, die vor ihren beginnenden Kriegspatrouillen einige Szenarien durchspielen wollten. Am 11. November stach die USS FINNEGAN erneut in See und eskortierte diesmal einen Schiffskonvoi zu den Midway Islands. Von dort kehrte der Geleitzerstörer wieder nach Pearl Harbor zurück und legte am 20. November in der Marinebasis an. Ab diesem Tag bis zum 9. Januar 1945 übernahm das Kriegsschiff wieder die Eskorte bei den amerikanischen U-Booten. Währenddessen waren andere Schiffe bei amphibischen Übungen vor den Hawaiianischen Inseln beteiligt. Am 9. Januar übernahm die USS FINNEGAN die Eskorte über mehrere Panzerlandungsschiffe und U-Boot-Jäger Boote und begleitete diese bis zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten sie Ende Januar. Hier begannen erneut mehrere Übungen. Am 15. Februar legte der Geleitzerstörer wieder ab und eskortierte mehrere Transportschiffe in Richtung der Bonin Insel Iwo Jima. Die Invasion auf dieser Insel sollte am 19. Februar starten. Die USS FINNEGAN begann vor der Bonin Insel mit der Suche nach feindlichen U-Booten und patrouillierte dazu im Rückraum der Angriffsflotte. Dabei stieß der Geleitzerstörer am 19. Februar mit dem Infanterielandungsfahrzeug USS LCI-627 zusammen und wurde leicht beschädigt. Beide Schiffe befanden sich zu diesem Zeitpunkt rund 120 Seemeilen von Iwo Jima entfernt, konnten aber ihren Dienst weiterführen. Am 26. Februar eskortierte die USS FINNEGAN neun geleerte Transportschiffe in Richtung Saipan. Da erhielt Radarman Robert N. Perry über die Radarantennen einen Oberflächenkontakt durch ein feindliches U-Boot. Dieses war IJN I-370, Kommandant LCDR Fujikawa, und machte sich gerade bereit alle bemannten Torpedos auf die geleerten Transportschiffe freizulassen. Der amerikanische Geleitzerstörer fährt sofort in Richtung des georteten U-Bootes. Acht Minuten später lässt LCDR Fujikawa Alarmtauchen. Keines der Kaiten konnte bis dahin freigelassen werden. Um 6:59 Uhr erhält der Geleitzerstörer per Sonar den ersten Kontakt von dem japanischen U-Boot. LCDR Huffman lässt daraufhin die ersten Mark 10 Hedgehogs abwerfen. Diese Salve liegt aber zu weit entfernt vom U-Boot. Sofort werden weitere 13 Hedgehogs auf eine größere Tiefe eingestellt und abgefeuert. Fünf Minuten später ist ein tiefes Grollen zu hören und viele Luftblasen stiegen an die Wasseroberfläche, gefolgt von einer kleineren Explosion auf der Position 22° 45’ Nord, 141° 26’ Ost. Später kommt Heizöl an die Wasseroberfläche und bedeckt eine Größe von vier mal zwei Meilen. Alle 79 Besatzungsmitglieder der IJN I-370 und die fünf Kaitenpiloten kamen bei dem Angriff ums Leben. Das japanische U-Boot war der erste Verlust der Chihaya – Gruppe, einer Gruppe aus japanischen U-Booten, die speziell zum Absetzen von bemannten Torpedos ausgestattet worden war. Nach diesem Zwischenfall eilte die USS FINNEGAN den neun Transportschiffen hinterher und eskortierte sie bis nach Saipan. Den dortigen Hafen erreichten sie am 1. März. Hier beölte man alle Schiffe, dann ging die Fahrt zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden weiter. Die Schiffe liefen am 16. März in den Kriegshafen der dortigen Insel ein. Die USS FINNEGAN blieb hier bis zum 25. März liegen. In diesen Tagen gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 56.6, die die Expeditionary Troops Floating Reserve der Infanterie Division 27 transportierten. In der TG befanden sich die Geleitzerstörer USS FINNEGAN, USS HALLORAN ( DE-305 ), USS CONNOLLY ( DE-306 ), USS RALL ( DE-304 ), USS GRADY ( DE-445 ) und USS McCLELLAND ( DE-750 ) sowie die amphibischen Angriffstransportschiffe USS RUTLAND ( APA-192 ), USS LENAWEE ( APA-195 ) und USS TALLADEGA ( APA-208 ). Die drei amphibischen Angriffstransportschiffe hatten die Soldaten der Infanteriedivision 27 an Bord und die Fahrt ging nach Okinawa. Die USS RALL war das Flaggschiff der ComCortDiv 61. Am 25. März legte diese kleine Flotte in Espiritu Santo ab und erreichte am 9. April 1945 die Insel Okinawa. Auf dieser Fahrt erhielt man unterwegs einen unidentifizierten Kontakt von einem U-Boot. Aber man konnte trotz der beginnenden Suche keines finden. Die Schiffe legten vor dem Atoll Ulithi, Karolinen einen Zwischenstopp ein. Die Schlacht um die Insel hatte schon am 1. April begonnen und die Soldaten der Infanteriedivision 27 waren nur die Reservetruppen. Die Task Group 56.6 löste man hier auf. Die USS FINNEGAN und die anderen Geleitzerstörer begannen vor der Insel Okinawa zu patrouillieren. Sie waren auf der Suche nach japanischen U-Booten und überwachten den Luftraum. Außerdem nahm der Geleitzerstörer sofort seine Radarvorpostenwarnstation ein. In den folgenden Tagen war es ruhig, man musste nur Luftalarm für die weiter vor Okinawa liegenden Kriegsschiffe geben. In den folgenden Tagen war es ruhig, man musste nur Luftalarm für die weiter vor Okinawa liegenden Kriegsschiffe geben. Doch am 12. April ging der Tanz mit den japanischen Kamikazepiloten auch für die Geleitzerstörer rund um die USS FINNEGAN los. Am Abend dieses Tages war die USS RALL, das Flaggschiff der ComCortDiv 61, ein schwimmendes Wrack, konnte sich aber aus eigener Kraft aus dem Kampfgebiet bewegen. Man ernannte noch in der Nacht zum 13. April die USS FINNEGAN zum Flaggschiff der ComCortDiv 61. Am 20. Mai erhielt man auf dem Geleitzerstörer einen Oberflächenkontakt und sichtete später einen japanischen bemannten Torpedo, der sofort beschossen und zerstört wurde. Neun Tage später gab es Luftalarm. Ein Kamikazepilot wollte sich mit seinem Flugzeug auf Sturmtransportschiffe stürzen, die auf dem Weg nach Okinawa waren. Die Geschützmannschaften der USS FINNEGAN legten umgehend einen Teppich aus Flakgranaten und vertrieben so den Feind in der Luft. Am 10. Juli verließ der Geleitzerstörer die Gewässer vor Okinawa und fuhr in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Von hier aus operierte das Kriegsschiff auf lokalen Missionen und patrouillierte bis zur philippinischen Insel Luzon im Norden. Dies führte die USS FINNEGAN bis zum 15. September durch. Am folgenden Tag verließ der Geleitzerstörer die philippinischen Gewässer und fuhr über das atoll Eniwetok, Marshall Islands zur Marinebasis Pearl Harbor. Das Kriegsschiff verließ zusammen mit der USS CONNOLLY am 27. September diese Marinebasis und fuhr an die kalifornische Küste. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff in San Pedro, Kalifornien verließen beide Schiffe die US Westküste, durchquerten den Panamakanal und legten am 2. November im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 27. November 1945 außer Dienst und strich am 19. Dezember 1945 den Namen USS FINNEGAN ( DE-307 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im Juni 1964 zum verschrotten.


USS FINNEGAN ( DE-307 )
Commanding Officer

LCDR Huston Hoffman  (USNR)          19. August 1944 – 27. November 1945

USS CREAMER ( DE-308 )

USS CREAMER ( DE-308 )

Biografie

William Wilson Creamer
* 1. Dezember 1916 in York, York County, Pennsylvania
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway Island

William Wilson Creamer war der Sohn von William Lee Creamer ( 24. November 1878 im Wetzel County, West Virginia – 2. April 1957 in Sacramento, Kalifornien ) und Dora Elizabeth Weber Creamer ( 28. September 1884 in Pennsylvania – 25. Dezember 1978 in Los Angeles, Kalifornien ). Er hatte noch fünf Geschwister. William Wilson Creamer trat im Dezember 1939 in die US Naval Reserve ein und absolvierte eine Flugausbildung. Im Dezember 1940 ernannte man ihn zum Ensign. In der Schlacht um Midway diente er im Torpedo Squadron 8 unter Lieutenant Langdon Kellogg Fieberling auf dem Flugzeugträger USS HORNET ( CV-8 ). Am 4. Juni hob die gesamte Staffel von dem Träger ab und begann ihren Angriff auf die japanischen Flugzeugträger. Ensign William Wilson Creamer wurde wie fast alle anderen Piloten der Staffel getötet. Für seinen außergewöhnlichen Heldenmut verlieh man ihm posthum das Navy Cross.


USS CREAMER ( DE-308 )

Schiffsbiografie

Die USS CREAMER ( DE-308 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Ensign William Wilson Creamer benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer sollte der EVARTS – Klasse angehören.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 5. Juli 1943 der Kiel des Schiffes gelegt, da hatte es noch den Namen USS REGISTER. Während des Baus erhielt das Schiff am 10. September 1943 den Namen USS CREAMER verliehen. Die USS REGISTER erhielt die Kennung DE-233. Mrs. Dora Elizabeth Weber Creamer ( 28. September 1884 in Pennsylvania – 25. Dezember 1978 in Los Angeles, Kalifornien ), Mutter von Ensign William Wilson Creamer, taufte am 23. Februar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Am 5. September 1944 stellte man den Bau des Schiffes ein und beließ den Schiffskörper vom 25. September 1944 bis zum 26. Oktober 1945 im schwimmenden Trockendock von USS ARD-21. Anschließend zog man das unvollständige Schiff aus dem Dock und machte es am Kai der Werft fest. Man bugsierte den Schiffskörper am 9. November in das schwimmende Trockendock USS ARD-32. Hier wurde die USS CREAMER bis zum 16. November 1945 auf die Verschrottung in der Werft vorbereitet.

USS ELY ( DE-309 )

USS ELY ( DE-309 )

Biografie

Arthur Vincent Ely
* 8. März 1912 in Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway

Arthur Vincent Ely war das dritte Kind und der zweite Sohn von Dr. George William Ely ( 10. Januar 1872 in Blossburg, Tioga County, Pennsylvania – 18. September 1956 in Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania ) und Florence Isabella Renz Ely ( 27. Juli 1871 in Illinois – 7. Juni 1951 in Pittsburgh, Allegheny County, Pennsylvania ). Er erhielt wegen seiner schulischen Leistungen eine Anerkennung des Staates Pennsylvania und konnte damit am 9. Juli 1931 in die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland eintreten. Am 6. Juni 1935 schloss Ely die Akademie ab und wurde zum Ensign befördert. Außerdem absolvierte er in dieser Zeit auch eine besondere Qualifikation als Dolmetscher der deutschen Sprache. Für seine erste Seefahrt versetzte man Ensign Ely am 28. Juni 1935 an Bord des Schweren Kreuzers USS HOUSTON ( CA-30 ). Von hier aus versetzte man ihn fast drei Jahre später, im Mai 1938 zur Navy Air Station in Pensacola, Florida. Hier beförderte man ihn am 6. Juni 1938 zum Lireutenant ( jg ).
Noch im selben Monat heiratete er Ann E. Galvin ( 20. Februar 1911 in Salem, Essey County, Massachusetts – 18. April 1977 im Clackamas County, Oregon ). Sie war die Tochter von Dr. Augustus Hughes Galvin ( 15. Februar 1882 in Boston, Suffolk County, Massachusetts – 1. Januar 1946 in North Hollywood, Los Angeles County, Kalifornien ) und Mary Ellen Teevan Galvin, die am 17. Oktober 1906 in Boston geheiratet hatten. Arthur und Ann hatten zwei Kinder. Patricia Ann, die am 2. März 1939 in Pensacola, Florida geboren wurde und am 25. Januar 2005 in Portland, Oregon verstarb, und Jeanette Louise, die am 22. November 1940 in North Hollywood, Kalifornien geboren wurde.
Am 27. Juni begann Lieutenant ( jg ) Ely mit der Flugausbildung und am 1. Juli 1939 erhielt er seine Ernennung zum Marineflieger. Man versetzte ihn am 27. Juli 1939 zum Torpedo Squadron 6 ( VT-6 ), welches auf dem Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) stationiert war. Zum Lieutenant ernannte man Ely am 1. Januar 1942, da tobte der Zweite Weltkrieg schon seit fast einen Monat im Pazifik. Noch vor dem Juni 1942 wurde Lieutenant Arthur Vincent Ely der Executive Officer der VT-6. Am Morgen des 4. Juni 1942 starteten die Flugzeuge der Staffel VT-6 und sollten die japanischen Flugzeugträger vor Midway Island angreifen, die sich dem Atoll näherten. Ohne dem Schutz von eigenen Jagdflugzeugen musste sich die Staffel einen Weg durch einen Schwarm japanischer Jäger und Flakabwehrgeschossen suchen. Von den fünfzehn gestarteten amerikanischen Torpedoflugzeugen kamen nur vier zurück zur USS ENTERPRISE. Lieutenant Ely und sein Kanonier Radioman Third Class Arthur Richard Lindgren ( März 1919 in Philadelphia, Pennsylvania – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ) kehrten nicht zurück. Beide wurde sie am 5. Juni 1943 für Tot erklärt. Lieutenant Arthur Vincent Ely verlieh man posthum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation.


USS ELY ( DE-309 )

Schiffsbiografie

Die USS ELY ( DE-309 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Lieutenant Arthur Vincent Ely benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer sollte der EVARTS – Klasse angehören.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 2. August 1943 der Kiel des Schiffes gelegt, Mrs. Ann E. Galvin Ely ( 20. Februar 1911 in Salem, Essey County, Massachusetts – 18. April 1977 im Clackamas County, Oregon ), Witwe von Lieutenant Arthur Vincent Ely, taufte am 10. April 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Am 5. September 1944 stellte man den weiteren Bau an dem Kriegsschiff ein. Man lagerte den unvollständigen Schiffskörper vom 25. September bis zum 3. Oktober im Trockendock Nummer 1 der Werft. Hier bereitete man den Schiffskörper auf die Verschrottung vor, die in der Mare Island Naval Shipyard selber erfolgte.

USS HALLORAN ( DE-305 )

USS HALLORAN ( DE-305 )

Biografie

William Ignatius Halloran
* 23. Juli 1915 in Cleveland, Cuyahoga County, Ohio
† 7. Dezember 1941 auf dem Schlachtschiff USS ARIZONA ( BB-39 ) in Pearl Harbor, Honolulu County, TerritoriumHawaii

William Ignatius Halloran wurde am 23. Juli 1915 in Cleveland, Ohio geboren. Sein Vater war Lawrence J. Halloran 8 14. November 1882 – 15. Dezember 1968 und seine Mutter Stella Rose McGuire Halloran ( 7. Dezember 1886 – 20. Oktober 1973 in Cleveland, Cuyahoga County, Ohio ). William besuchte von 1934 bis 1936 die John Caroll University. Anschließend folgten zwei Jahre am Ohio State University College Arts and Siences. Den Abschluss machte er hier 1938 mit einem Bachelor of Sience in Journalismus. Bevor sich William der US Navy anschloss, arbeitete er als Nachrichtenredakteur für die United Press in Columbus und war der erste amerikanische Journalist der im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam. Er trat am 14. August 1940 freiwillig als Apprentice Seaman in die Naval Reserve ein und wurde an Bord des Schlachtschiffes USS ARKANSAS ( BB-33 ) versetzt. Hier erhielt er sein aktives Diensttraining. Am 12. Juni 1941 beförderte man ihn zum Ensign nachdem er seine Ausbildung an der Naval Reserve Midshipman School an der Northwestern University in Chicago, Illinois abgeschlossen hatte. Vorübergehend versetzte man ihn am 30. Juni 1941 an die Naval Air Station in San Pedro, Kalifornien. Später musste er sich an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ) einschiffen. Ensign William Ignatius Halloran war einer derjenigen die am 7. Dezember 1941 während des Angriffes japanischer Flugzeuge auf dem Schlachtschiff ums Leben kamen. Man verlieh ihm am 21. Januar 1943 posthum mit der General Order Nummer 186 das Pearle Heart.


USS HALLORAN ( DE-305 )

Schiffsbiografie

Die USS HALLORAN ( DE-305 ) ist das erste Schiff bei der US Navy, das zu Ehren von Ensign William Ignatius Halloran benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundfünfzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien wurde am 21. Juni 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Stella Rose McGuire Halloran ( 7. Dezember 1886 – 20. Oktober 1973 in Cleveland, Cuyahoga County, Ohio ), Mutter von Ensign William Ignatius Halloran, taufte am 14. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. G. Scripps ( USNR ) stellte am 27. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die USS HALLORAN führte ihre Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der kalifornischen Küste durch. Anschließend nahm man eine Begutachtung des Schiffskörpers vor und rüstete den Geleitzerstörer vollständig aus. Am 31. Juli verließ das Kriegsschiff die kalifornische Küste und eskortierte einen Schiffskonvoi zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen liefen die Schiffe am 9. August ein. Hier nahm man an der USS HALLORAN die ersten Reparaturen vor und bunkerte frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Am 16. August stach der Geleitzerstörer wieder in See und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands, wo das Kri4egsschiff am 24. August ankam. Hier versetzte man das Kriegsschiff zur 3. US Flotte wo es in die Task Group 30.8 integriert wurde, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS HALL ( DD-583 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS HALLORAN, USS ELDEN ( DE-264 ), USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ), USS WEAVER ( DE-741 ) und USS LAMONS ( DE-743 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Am 26. August 1944 verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok, genauso wie die Schiffe der Task Force 38, die zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen unterwegs waren, und begleiteten die Flottenöltanker zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Die Schiffe erreichten sie am 31. August. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, übernahm die USS HALLORAN die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westkarolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS HALLORAN, USS ELDEN, USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg zum Atoll Ulithi, Westkarolinen und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Ein Teil der geleerten Öltanker wurden von der USS HALLORAN ebenfalls zum Atoll Ulithi eskortiert. Der Geleitzerstörer blieb in den nächsten Tagen in diesem Seegebiet der Westkarolinen und begann mit Patrouillenfahrten. Diese führte das Kriegsschiff bis zum 12. November durch. An diesem Tag verließ die USS HALLORAN zusammen mit anderen Geleitzerstörern und Öltankern das Atoll und fuhr in die philippinischen Gewässer. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Noch am selben Tag begleitete der Geleitzerstörer die geleerten Tanker zum Atoll zurück. Dieses erreichten sie in der Nacht zum 20. November. Hier vor dem Atoll hatte ein japanisches U-Boot ab dem 14. November fünf Kaiten, das waren bemannte Torpedos, abgesetzt. Die Piloten dieser Torpedos sollten selbständig handeln und amerikanische Schiffe attackieren. Am Morgen des 20. November um 5:47 Uhr erschütterte das Atoll eine schwere Explosion. Eines der Kaiten hatte den Öltanker USS MISSISSINEWA ( AO-59 ) erreicht und schlug in der Backbordseite ein. Das Schiff hatte vier Tage zuvor am Liegeplatz Nummer 131 ihre Bunker mit 1.530 m³ Fluggas, 9.000 Barrel Dieselkraftstoff und 90.000 Barrel Heizöl gefüllt. Sekunden nach dem Einschlag des bemannten Torpedos und der ersten Explosion, erfolgte durch die Entzündung von Dämpfen in einem Luftschacht eine zweite gewaltige Explosion. Durch eine leichte Brise breitete sich das Feuer immer weiter nach achtern auf dem Öltanker aus. Schon nach wenigen Minuten gab es eine dritte Explosion, die das Schiff durchbrechen ließ. Gegen 9:00 Uhr begann sich der Öltanker zu drehen und versank im Meer. 63 Besatzungsmitglieder kamen bei diesem Angriff ums Leben. Die USS HALLORAN erhielt gleich nach der zweiten Explosion auf der USS MISSISSINEWA die Aufgabe zusammen mit dem Minensucher USS RAIL ( AM-26 ) den Hafen vor dem Atoll nach weiteren feindlichen Kaiten abzusuchen. Diese Suche wurde am Abend ergebnislos abgebrochen. Am 25. November erklärte man die Operation „King II“ für beendet. Die USS HALLORAN blieb bis zum 5. Dezember in den Gewässern vor dem Atoll Ulithi und patrouillierte dort. An diesem 5. Dezember verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS RALL ( DE-304 ) zwei Geleitflugzeugträger zum Seeadler Harbour. In diesen natürlichen Hafen liefen die vier Kriegsschiffe am 7. Dezember ein. Sieben Tage lang blieb die USS HALLORAN in dem Hafen von Manus Island liegen. Am 14. Dezember stach der Geleitzerstörer wieder in See und eskortierte mehrere Öltanker zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichten sie vier Tage später. Am 19. Dezember verließ dann das Kriegsschiff den Westpazifik und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbour. Am Weihnachtsabend legte der Geleitzerstörer dort an und es begann eine Überholung an dem Kriegsschiff. Außerdem rüstete man es zur Bekämpfung feindlicher U-Boote um. Dafür erhielt das Kriegsschiff eine neue Radar- und Sonaranlage. Am 22. Januar 1945 waren die Arbeiten und Erprobungsfahrten abgeschlossen. Man versetzte die USS HALLORAN in die Task Force 51, die Vizeadmiral Richmond Kelly Turner ( 27. Mai 1885 in Portland, Oregon – 12. Februar 1961 in Monterey, Kalifornien ) während der Operation „Detachment“ befehligte. Innerhalb der TF setzte man die USS HALLORAN zusammen mit den Zerstörern USS MADDOX ( DD-731 ) und USS MANNERT L ABELE ( DD-733 ) und den Geleitzerstörern USS SAMUEL S MILES ( DE-183 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS SEDERSTROM ( DE-31 ) speziell zur Sicherung für das Amphibische Kommandoschiff USS EL DORADO ( AGC-11 ) und den Angriffstruppentransportern USS NAPA ( APA-157 ) und USS PRESIDENT JACKSON ( APA-18) ein. Am 22. Januar verließen diese Schiffe Pearl Harbor. Ihr Ziel war die Bonin Insel Iwo Jima. Für die dortige Landeoperation fuhren die Schiffe aber zuerst nach Saipan, Westkarolinen und trainierten hier. Anschließend ging die Fahrt nach Iwo Jima. Die Landeoperation begann dort am 19. Februar. Die USS HALLORAN setzte man vor der Insel bis zum 28. Februar als Absperrpatrouillenschiff ein. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer Iwo Jima und eskortierte einen Schiffskonvoi zuerst nach Saipan. Von dort aus ging die Fahrt weiter zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen und von dort aus zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden. Der Schiffskonvoi erreichte am 15. März diese Insel. Hier blieb die USS HALLORAN für zehn Tage liegen und gliederte sie in die Task Group 56.6, die die Expeditionary Troops Floating Reserve der Infanterie Division 27 transportierten. In der TG befanden sich die Geleitzerstörer USS HALLORAN, USS RALL, USS CONNOLLY ( DE-306 ), USS FINNEGAN ( DE-307 ), USS GRADY ( DE-445 ) und USS McCLELLAND ( DE-750 ) sowie die amphibischen Angriffstransportschiffe USS RUTLAND ( APA-192 ), USS LENAWEE ( APA-195 ) und USS TALLADEGA ( APA-208 ). Die drei amphibischen Angriffstransportschiffe hatten die Soldaten der Infanteriedivision 27 an Bord und die Fahrt ging nach Okinawa. Am 25. März legte diese kleine Flotte in Espiritu Santo ab und erreichte am 9. April 1945 die Insel Okinawa. Die Schlacht um die Insel hatte schon am 1. April begonnen und die Soldaten der Infanteriedivision 27 waren nur die Reservetruppen. Die USS HALLORAN und die anderen Geleitzerstörer begannen vor der Insel Okinawa zu patrouillieren. Sie waren auf der Suche nach japanischen U-Booten. Am 12. April waren sechs japanische Flugzeuge am Himmel und begannen mit ihrem Angriff auf den Geleitzerstörer. Sie stürzten sich auf das Kriegsschiff und wollten es mit ihren Maschinen versenken. Doch die Geschützmannschaften der USS HALLORAN waren bei ihrer Abwehr sehr umsichtig. Sie konnten einen der Angreifer während seines Anfluges vernichten, zwei so schwer beschädigen das sie weit vom Schiff entfernt auf dem Wasser aufschlugen, so dass die drei anderen abdrehten. Am 20. April griff ein Torpedoflugzeug an und warf seinen Torpedo in ausreichender Entfernung ab und verschwand. Der Geleitstörer konnte dem Torpedo nur knapp entkommen. Zwei Tage später befand sich das Kriegsschiff Südwestlich von Okinawa. Da griff ein Kamikazepilot den Zerstörer USS ISHERWOOD ( DD-520 ) aus der TG 51.1 an, der 18 Seemeilen südwestlich von Zampa-misaki, Okinawa lag. Das japanische Flugzeug schlug mittschiffs gegen das dortige Geschütz, schlitterte mitsamt der ausgelösten 500 Pfund Bombe weiter in Richtung Heck und hinterließ durch das auslaufende Flugbenzin und der dann explodierenden Bombe mehrere große Feuer. Die ersten Feuer waren sehr schnell gelöscht, aber das Flugbenzin lief weiter in Richtung der Wasserbomben, die sich achtern befanden. Nach 25 Minuten, nachdem die D3A1 eingeschlagen war, explodierten die Wasserbomben und verursachten einen großen Schaden im hinteren Maschinenraum des Zerstörers. Die USS HALLORAN eilte dem havarierten Schiff zu Hilfe. Die Mannschaft des Geleitzerstörers half wo sie kann. Man übernahm Verletzte und war auf der Suche nach Vermissten. Anschließend nahm das Kriegsschiff den Zerstörer ins Schlepptau und brachte ihn zu den Kerama Retto Inseln, wo erste Reparaturen erfolgen konnten. Am 5. Mai gegen Mittag erhielt die USS HALLORAN den Auftrag nach einer U-Boot Sichtung dieses zu suchen. Um 17:23 Uhr kam noch der Geleitzerstörer USS VAMMEN ( DE-644 ) hinzu. Bis gegen 11:00 Uhr des folgenden Tages führten sie die Suche durch, fanden aber keine Anzeichen eines feindlichen U-Bootes. Daraufhin zog man die USS HALLORAN ab. Der Geleitzerstörer eskortierte einen Schiffskonvoi nach Saipan und kehrte am 30. Mai in die Gewässer vor Okinawa zurück. Hier begann das Kriegsschiff wieder mit seiner Patrouillenfahrt. Am 21. Juni griff ein Kamikazepilot mit seiner Maschine die USS HALLORAN an. Da befand sich der Geleitzerstörer rund 15 Seemeilen südöstlich der Nakagusuku Bay. Die Geschützmannschaften konnten es, noch bevor es auf dem Schiff aufschlug, zur Explosion bringen. Allerdings wurden durch umherfliegende Splitter drei Besatzungsmitglieder getötet und das Schiff erlitt erheblichen Schaden an den Aufbauten und am Rumpf. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff seinen Posten und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier sollten die Reparaturen erfolgen. Fünf Tage später überflogen feindliche Flugzeuge die USS HALLORAN und beschossen den Geleitzerstörer mit ihren Bordwaffen. Die notdürftigen Reparaturen waren am 5. Juli abgeschlossen. Das Kriegsschiff fuhr zur Insel Ie Jima und patrouillierte in diesen Gewässern bis zum 13. Juli. Anschließend übernahm der Geleitzerstörer die taktische Führung eines Schiffskonvois, der aus Panzerlandungsschiffen bestand. Diese Schiffe waren auf dem Weg zur philippinischen Insel Leyte. Am 17. Juli lief der Schiffskonvoi in den Leyte Golf ein. Die USS HALLORAN patrouillierte nun bis zum 10. September in der San Pedro Bay, Leyte und in der Lopez Bay, Luzon. An diesem 10. September verließ das Kriegsschiff die philippinischen Inseln und fuhr in Richtung der US Westküste. Nach neunzehn Tagen Fahrt legte der Geleitzerstörer im Hafen der Marinebasis San Diego, Kalifornien an. Drei Tage später stach das Kriegsschiff schon wieder in See und sollte in den Atlantik wechseln. Nach der Durchquerung des Panamakanals legte die USS HALLORAN am 11. Oktober im Hafen von Charleston, South Carolina an. Hier stellte man das Kriegsschiff am 2. November 1945 außer Dienst. Den Namen USS HALLORAN ( DE-305 ) strich man am 28. November 1945 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 7. März 1947 zum verschrotten.


USS HALLORAN ( DE-305 )
Commanding Officer

LCDR J. G. Scripps  (USNR)         27. Mai 1944 – 18. Oktober 1945
LT W. H. Thompson  (USNR)         18. Oktober 1945 – 11. Dezember 1945

USS RALL ( DE-304 )

USS RALL ( DE-304 )

Biografie

Richard Redner Rall
* 12. Mai 1909 in Battle Creek, Calhoun County, Michigan
† 7. Dezember 1941 auf dem Schlachtschiff USS PENNSYLVANIA ( BB-38 )
war ein Medical Corps Officer

Richard Redner Rall war der Sohn von Jay Howard Rall und Vera Adena Redner Rall und stammten aus Chicago, Illinois. Am 29. März 1935 ernannte man ihn zum stellvertretenden Chirurgen im Rang eines Lieutenant ( jg ) im Marine Corps der USNR. Am 10. März 1937 integrierte man ihn regulär in die US Navy. Er absolvierte Nachdiplomkurse an der Navy Medical School in Washington DC. Lieutenant ( jg ) Rall versetzte man anschließend in US Navy Hospitals auf Guam, Westkarolinen und auf Mare Island, Kalifornien. In dieser Zeit heiratete er seine Frau Frances ( 27. November 1909 – 15. Juni 1998 ). Im Mai 1941 befahl man Rall an Bord des Schlachtschiffes USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ). Er erlebte den Angriff der Japaner am 7. Dezember 1941 an Bord dieses Schiffes das im Hafen der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii lag. Lieutenant ( jg ) Richard Redner Rall war der Erste, der einen Plan für Hilfsstationen und die Unterbringung von Erste-Hilfe-Kästen an Bord des Schlachtschiffes vorgeschlagen hatte. Außerdem wollte er, dass alle an Bord befindlichen Besatzungsmitglieder ein zusätzliches Erste-Hilfe-Training erhielten. Dadurch, dass er anscheinend durch sein offenes Auftreten das Ohr der Admirale erhielt, wurden alle seine Vorschläge und Empfehlungen umgesetzt und auf den Schiffen der US Navy konnten viele Leben gerettet werden. Für diesen Dienst wurde Lieutenant ( jg ) als Held anerkannt. Er wurde, wie das Leben so spielt, während des Kampfes in einer zusätzlichen, von ihm vorgeschlagenen Hilfsstation getötet.
Man verlieh ihm posthum das Purple Heart.


USS RALL ( DE-304 )

Schiffsbiografie

Die USS RALL ( DE-304 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Richard Redner Rall benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundfünfzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Mare Island, Navy Yard in Vallejo, Kalifornien wurde am 24. Mai 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Frances Rall ( 27. November 1909 – 15. Juni 1998 ), Witwe von Lieutenant ( jg ) Richard Redner Rall, taufte am 23. September 1943 den Geleitzerstörer vor dem Stapellauf. Lieutenant Commander Crittenden Battelle Taylor (USNR) stellte am 8. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt begann für die USS RALL am 12. April und wurde vor der kalifornischen Küste durchgeführt. Anschließend bugsierte man den Geleitzerstörer in ein Trockendock, kontrollierte die Schiffshaut und nahm noch einige Änderungen vor. Am 11. Mai verließ das Kriegsschiff die Mare Island Naval Shipyard und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Noch am selben Tag begann die USS RALL zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), das Kriegsschiff war gerade aus dem Trockendock der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien nach umfangreichen Reparaturen entlassen worden, und dem Geleitzerstörer USS KYNE ( DE-744 ) vom 11. zum 12. Mai mit mehreren Übungen. Die USS RALL lag danach am 14. Mai wieder in der Marinebasis von San Diego und wurde für die nächste Übung vorbereitet. Diese fand in den Gewässern vor San Diego zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER vom 15. bis zum 17. Mai statt. Der Geleitzerstörer beteiligte sich anschließend an weitere Übungen und lag dann vom 21. zum 22. Mai zum Beölen in der Marinebasis. Die nächste Übung dauerte dann bis zum 30. Mai. An diesem Tag kehrte das Kriegsschiff in die Marinebasis zurück und blieb hier bis zum nächsten Tag liegen. An diesem 1. Juni verließ die USS RALL San Diego und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Hier übernahm der Geleitzerstörer am 9. Juni die Eskorte über die USS CITY of DALHART ( IX-156 ), einem nichtklassifiziertem Schiff das selbständig als mobile Kaserne für das 301. Naval Construction Bataillon nach Guam, Westkarolinen verlegt werden sollte. Beide Schiffe fuhren anfangs zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese erreichten sie am 18. Juni und trennten sich hier. Die USS RALL blieb in den Hawaiianischen Gewässern und beteiligte sich an einem Anti-U-Boot Training, welches bis in den September hineinreichte. In dieser Zeit erhielt der Geleitzerstörer aber auch andere Aufgaben übertragen. So eskortierte das Kriegsschiff Mitte Juli den U-Boot Tender USS FULTON ( AS-11 ) zum Atoll Midway. Dieses erreichten sie am 18. Juli. Bis Mitte September übernahm die USS RALL auch eine Eskorte über einen Schiffskonvoi, dessen Schiffe zur Versorgung der Truppen alle möglichen Güter an Bord hatte, zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands und kehrte anschließend nach Pearl Harbor zurück. Hier widmete sich der Geleitzerstörer bis zum 23. September wieder dem Anti-U-Boot Training. Am 23. September gliederte man das Kriegsschiff innerhalb der Task Force 31 in die Ulithi Garrison Group. Die USS RALL stach an diesem Tag in See und eskortierte Truppentransportschiffe, die Besatzungstruppen an Bord hatten, zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten sie am 8. Oktober. Für den Rest des Monats Oktober patrouillierte der Geleitzerstörer in den Gewässern des Atolls und eskortierte vom 17. bis zum 20. Oktober das Frachtschiff USS ALLIOTH ( AK-109 ) zu den Palau Inseln. Gleich darauf kehrte das Kriegsschiff zum Atoll Ulithi zurück und übernahm wieder seine Patrouillenaufgaben. Am 2. November versetzte man die USS RALL in die Task Group 30.8, welche schon seit dem 4. Oktober bestand, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „King II“ kommandierte. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ), USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS THATCHER ( DD-514 ), USS HALL ( DD-583 ), USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS RALL, USS KYNE, USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS ELDEN ( DE-264 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ), USS WEAVER ( DE-741 ), USS LAMONS ( DE-743 ), USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ) und USS McCONNELL ( DE-163 ) und die Öltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Die USS RALL blieb in den nächsten Tagen in dem Seegebiet der Karolinen und erweiterte seine Patrouillenfahrten bis zu den Westkarolinen. Diese führte das Kriegsschiff bis zum 12. November durch. An diesem Tag verließ die USS RALL zusammen mit der USS HALLORAN und anderen Geleitzerstörern das Atoll und eskortierte Öltanker in die philippinischen Gewässer. Am 16. November wurden die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.4 betankt. Noch am selben Tag begleiteten die Geleitzerstörer die geleerten Tanker zum Atoll zurück. Dieses erreichten sie in der Nacht zum 20. November. In der Nähe von dem Atoll Ulithi hatte ein japanisches U-Boot ab dem 14. November fünf Kaiten, das waren bemannte Zwerg U-Boote die mit einem Torpedo ausgestattet waren, abgesetzt. Die Piloten dieser Zwerg U-Boote sollten selbständig handeln und amerikanische Schiffe attackieren. Am Morgen des 20. November um 5:47 Uhr erschütterte das Atoll eine schwere Explosion. Eines der Kaiten hatte den Öltanker USS MISSISSINEWA ( AO-59 ) erreicht und schlug in der Backbordseite ein. Das Schiff hatte vier Tage zuvor am Liegeplatz Nummer 131 ihre Bunker mit 1.530 m³ Fluggas, 9.000 Barrel Dieselkraftstoff und 90.000 Barrel Heizöl gefüllt. Sekunden nach dem Einschlag des bemannten Torpedos und der ersten Explosion, erfolgte durch die Entzündung von Dämpfen in einem Luftschacht eine zweite gewaltige Explosion. Durch eine leichte Brise breitete sich das Feuer immer weiter nach achtern auf dem Öltanker aus. Schon nach wenigen Minuten gab es eine dritte Explosion, die das Schiff durchbrechen ließ. Gegen 9:00 Uhr begann sich der Öltanker zu drehen und versank im Meer. 63 Besatzungsmitglieder kamen bei diesem Angriff ums Leben. Die USS RALL war sofort beim Ausbrechen der ersten Explosion auf der Suche nach dem feindlichen U-Boot. An einer Stelle in der Nähe des torpedierten Öltankers sah man im ruhigen Wasser Verwirbelungen. Sofort wurden Wasserbomben auf diese Stelle abgeworfen. Nach deren Explosion tauchten Trümmer und Schwimmkörper von einem U-Boot auf. Auch andere amerikanische Kriegsschiffe waren dabei vor dem Atoll nach weiteren feindlichen Kaiten zu suchen. Aber diese Suche wurde am Abend ergebnislos abgebrochen. Am 25. November erklärte man die Operation „King II“ für beendet. Die USS RALL blieb bis zum 5. Dezember in den Gewässern vor dem Atoll Ulithi und patrouillierte dort. An diesem 5. Dezember verließ der Geleitzerstörer zusammen mit dem Schwesterschiff USS HALLORAN zwei Geleitflugzeugträger zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. In diesen natürlichen Hafen liefen die vier Kriegsschiffe am 7. Dezember ein. Fünf Tage lang blieb die USS RALL in dem Hafen von Manus Island liegen. Am 12. Dezember stach der Geleitzerstörer wieder in See. Zwei Tage später befand sich der Geleitzerstörer wieder vor dem Atoll Ulithi. Noch am selben Tag verließ das Kriegsschiff das Atoll und eskortierte einen Schiffskonvoi, bestehend aus leeren Öltankern, zur Marinebasis Pearl Harbor. Am Weihnachtsabend legte der Geleitzerstörer dort an und es begann eine Überholung an dem Kriegsschiff. Außerdem rüstete man es zur Bekämpfung feindlicher U-Boote um. Dafür erhielt es eine neue Radar- und Sonaranlage. Diese Arbeiten und die daran anschließende Erprobungs- und Ausbildungsfahrt dauerten bis Ende Januar 1945. Gleich im Anschluss beteiligte sich die USS RALL an Amphibischen Übungen vor der Küste der hawaiianischen Inseln Maui und Kahoolawe zur Vorbereitung auf die Invasion der Bonin Insel Iwo Jima. Diese Insel benötigte die US Air Force unbedingt, da von dort aus die B-29 Bomber die japanischen Hauptinseln erreichen konnten. Am 2. Februar verließ der Geleitzerstörer die Marinebasis Pearl Harbor und eskortierte mehrere Angriffstruppentransportschiffe der Garrison Group. Diese hatten Besatzungstruppen an Bord. Die Fahrt führte die Schiffe über die Insel Saipan, Nördliche Marianen. Hier wurden noch letzte Übungen abgehalten. Die Schiffe erreichten am 2. März Iwo Jima. Die USS RALL sicherte hier die Ausschiffung der Truppen ab. Gleichzeitig gingen die Sturmtruppen, die ab dem 19. Februar angelandet waren, an Bord der Truppentransporter. Nachdem diese Einheiten an Bord waren stachen die Schiffe wieder in See und der Geleitzerstörer eskortierte sie bis nach Saipan. Diese Insel erreichten sie am 10. März. Die USS RALL verließ noch am selben Tag die Insel wieder und fuhr zuerst zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen und von dort aus zur Insel Espiritu Santo, Neue Hebriden weiter. Das Kriegsschiff erreichte am 19. März den Hafen dieser Insel und blieb hier bis zum 25. März liegen. In diesen Tagen gliederte man den Geleitzerstörer in die Task Group 56.6, die die Expeditionary Troops Floating Reserve der Infanterie Division 27 transportierten. In der TG befanden sich die Geleitzerstörer USS RALL, USS HALLORAN, USS CONNOLLY ( DE-306 ), USS FINNEGAN ( DE-307 ), USS GRADY ( DE-445 ) und USS McCLELLAND ( DE-750 ) sowie die amphibischen Angriffstransportschiffe USS RUTLAND ( APA-192 ), USS LENAWEE ( APA-195 ) und USS TALLADEGA ( APA-208 ). Die drei amphibischen Angriffstransportschiffe hatten die Soldaten der Infanteriedivision 27 an Bord und die Fahrt ging nach Okinawa. Die USS RALL war das Flaggschiff der ComCortDiv 61. Am 25. März legte diese kleine Flotte in Espiritu Santo ab und erreichte am 9. April 1945 die Insel Okinawa. Auf dieser Fahrt erhielt man unterwegs einen unidentifizierten Kontakt von einem U-Boot. Aber man konnte trotz der beginnenden Suche keines finden. Dafür erblickte der Ausguck auf der USS RALL eine Seemine, die sich genau im Fahrwasser des Konvois befand. Mit gezielten Schüssen der Geschützmannschaften wurde diese Mine vernichtet. Die Schlacht um die Insel hatte schon am 1. April begonnen und die Soldaten der Infanteriedivision 27 waren nur die Reservetruppen. Die USS RALL und die anderen Geleitzerstörer begannen vor der Insel Okinawa zu patrouillieren. Sie waren auf der Suche nach japanischen U-Booten und überwachten den Luftraum. Der Geleitzerstörer nahm sofort seinen Radarvorpostenwarnstation ein, die rund zehn Seemeilen südöstlich von Ie Shima lag. In den folgenden Tagen war es ruhig, man musste nur Luftalarm für die weiter vor Okinawa liegenden Kriegsschiffe geben. Doch am 12. April ging der Tanz mit den japanischen Kamikazepiloten auch für die Geleitzerstörer rund um die USS RALL los. Um 19:25 Uhr wurde die gesamte Besatzung an ihre Kampfstationen beordert. Während der drei folgenden Stunden gab es vierzehn separate Luftangriffe in das Gebiet in dem sich die amerikanische Invasionsflotte aufhielt. Die Kamikazepiloten verursachten dort mit ihren Maschinen hohen Schaden und brachten unzähligen amerikanischen Seeleuten den Tod. Da näherten sich auch fünf japanische Flugzeuge der USS RALL. Die Geschützmannschaften des Zerstörers begannen sofort mit dem Abfeuern der Luftabwehrgranaten. Drei der angreifenden japanischen Piloten wurden so getötet noch bevor sie überhaupt mit dem Anflug auf das Kriegsschiff beginnen konnten. Die vierte feindliche Maschine wurde durch Granaten eines unweit entfernt liegenden Kreuzers zerstört. Aber der fünfte Kamikazepilot konnte seine Maschine durch den Splitterregen der Flakgranaten steuern, obwohl es schon beschädigt und in Flammen stand, und schlug achtern auf der Steuerbordseite in den Geleitzerstörer. Eine mitgeführte 500 Pfund Bombe schlug auf dem Deck des Kriegsschiffes auf, sprang nach Backbord weiter und explodierte dort in der Luft in einer Entfernung von viereinhalb Metern vom Schiff entfernt. Durch das Feuer des ausgetretenen Flugbenzins, der Explosion der Bombe und der Angriff einer weiteren Welle von Kamikazepiloten erhielt die USS RALL erhebliche Schäden. Insgesamt 21 Besatzungsmitglieder wurden bei diesem Angriff getötet und 38 zum Teil schwer verletzt. Das Schadenbegrenzungsteam hatte sehr schnell das Feuer unter Kontrolle damit schon die ersten Reparaturarbeiten beginnen konnten. Der Geleitzerstörer verließ aus eigener Kraft sein Operationsgebiet und fuhr zum Hagushi Beach, Okinawa. Hier ankerte das Kriegsschiff und wurde neben dem Verwundetentransportschiff USS PINKNEY ( APH-2 ) vertäut. Man setzte die meisten Verwundeten auf dieses Schiff über und die Toten wurden am nächsten Morgen auf Okinawa beerdigt. Noch an diesem Tag ernannte man den Geleitzerstörer USS FINNEGAN zum Flaggschiff der ComCortDiv 61. Bis zum 15. April ankerte die USS RALL vor dem Hagushi Beach. Dann verließ der Geleitzerstörer Okinawa und fuhr zu den Kerama Retto Inseln, wo die ersten dringend notwendig gewordenen Reparaturen erfolgen konnten. Doch schon am 19. April verließ das Kriegsschiff auch diese Inseln und fuhr zum Atoll Ulithi. Hier traf die USS RALL am 23. April ein. Doch auch hier konnte man nicht sehr viel machen und so verließ der Geleitzerstörer schon am nächsten Tag wieder das Atoll und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Das Kriegsschiff lief in den dortigen Hafen am 1. Mai ein. Aber auch hier waren die Kapazitäten für die Reparatur begrenzt. Man nahm hier nur einige strukturelle Arbeiten vor, die dringend notwendig waren für die Fahrt an die US Westküste. Am 9. Mai verließ die USS RALL die Marinebasis und fuhr nach Seattle, Washington. Der Geleitzerstörer lief am 18. Mai in die Puget Sound Naval Shipyard ein und wurde sofort in ein Trockendock bugsiert. Neben den Reparaturarbeiten führte man auch gleich eine umfassende Überholung durch. Nach dem Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff die Werft und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego. Hier begann ab dem 12. Juli das Auffrischungstraining. Dieses war am 28. Juli abgeschlossen und die USS RALL verließ die Basis. Die Fahrt führte das Kriegsschiff wieder nach Pearl Harbor, wo es am 5. August einlief. Die hier nun beginnende Ausbildungszeit dauerte bis zum 3. September, da war der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Japans im pazifischen Raum schon lange beendet. Noch an diesem 3. September verließ die USS RALL die Marinebasis und fuhr an die US Westküste zurück. Dort legte der Geleitzerstörer in San Pedro, Kalifornien an, wurde beölt und fuhr weiter. Nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte das Kriegsschiff am 24. September den Hafen von Charleston, South Carolina. Hier stellte man am 11. Dezember 1945 den Geleitzerstörer außer Dienst. Den namen USS RALL ( DE-304 ) strich man am 3. Januar 1946 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man am 18. März 1947 den Schiffskörper zum verschrotten.


USS RALL ( DE-304 )
Commanding Officer

LCDR Crittenden Battelle Taylor  ( USNR )       8. April 1944 – 25. Juni 1945
LCDR James B. O’Donnell  ( USNR )        25. Juni 1945 – 11. Dezember 1945

USS BISMARCK SEA ( CVE-95 )

USS BISMARCK SEA ( CVE-95 )

Schiffsbiografie

Die USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren der Schlacht in der Bismarcksee, die vom 2. bis zum 4. März 1943 stattfand, benannt wurde.
Der Geleitflugzeugträger ist das einundvierzigste Schiff aus der CASABLANCA – Klasse.
Auf der Kaiser Shipbuilding Company, Inc., in Vancouver, Washington wurde am 31. Januar 1944 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mabel Christine Liberty Wallgren ( 24. November 1893 in Stetsonville, Taylor County, Wisconsin – 8. Januar 1965 in Riverside, Riverside County, Kalifornien ), Ehefrau des US Senators aus dem Bundesstat Washington Monrad Charles Wallgren ( 17. April 1891 in Des Moines, Polk County, Iowa – 18. September 1961 in Olympia, Thurston County, Washington ), taufte am 17. April 1944 den Geleitflugzeugträger vor dessen Stapellauf auf den Namen USS ALIKULA BAY. Dieser Name wurde am 28. Juni 1943 zum zweiten Mal einem Schiff zugewiesen. Das erste Mal war es am 12. Dezember 1942 und war der Hilfsflugzeugträger USS ALIKULA BAY ( ACV-57 ) den man aber im Einklang mit dem wachsenden Wunsch nach den Siegen des damaligen globalen Konflikts am 3. April 1943, weniger als einen Monat vor der Taufe in USS CORAL SEA ( CVE-57 ) und später im September 1944 in USS ANZIO ( CVE-57 ) umbenannt wurde. Die USS ALIKULA BAY sollte den Namen der gleichnamigen Bucht von Coronation Island an der Südostküste Alaskas erhalten. Doch am 16. Mai 1944 änderte man diesen eben wegen dem Einklang mit den Siegen in den Seeschlachten in USS BISMARCK SEA. Captain John L. Pratt stellte am 20. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung wechselte die USS BISMARCK SEA in die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier wurde die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durchgeführt. Am 1. Juli lief der Geleitflugzeugträger in den Hafen von San Pedro, Kalifornien ein. Hier lud man Flugzeuge an Bord und die dazugehörigen Piloten schifften sich ein. Als Sicherungsschiff zur Begleitung von Schiffskonvois, bestehend aus Versorgungsschiffen, fuhr die USS BISMARCK SEA zuerst bis in die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Nach dem Entladen einiger Flugzeuge führ der Geleitflugzeugträger zum Atoll Majuro, Marshall Islands weiter. Am 16. Juli lief das Kriegsschiff das Atoll an, wo weitere Flugzeuge von Bord gehoben wurden. Gleichzeitig nahm man defekte Flugzeuge an Bord und fuhr zusammen mit dem Geleitflugzeugträger USS SAGINAW BAY ( CVE-82 ) an die US Westküste zurück. Hier entlud man am 7. August in Muga Beach die defekten Flugzeuge. Anschließend wechselte die USS BISMARCK SEA nach San Diego und unterzog sich bis in den Oktober hinein im Trockendock mehreren Reparaturarbeiten, der ersten Überholung und einigen zusätzlichen Trainingseinheiten für Besatzung und Piloten. Dann gliederte man das Kriegsschiff in die Task Group 19.5. In dieser TG befanden sich aus der CarDiv 29 die Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ) und USS SALAMAUA ( CVE-96 ) und zur Sicherung der Geleitzerstörer USS TILLS ( DE-748 ). Am 16. Oktober stachen diese Schiffe von der Marinebasis aus in See und fuhren zur Hawaiianischen Insel Oahu. In der dortigen amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii legten sieben Tage später die Kriegsschiffe an. Auch hier begann man für wenige Tage wieder mit dem Training für die Piloten. Ende Oktober verließ die USS BISMARCK SEA die Marinebasis Pearl Harbor und eskortierte einen Schiffskonvoi zuerst zum Atoll Eniwetok, von dort aus zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und dann an die Ostküste der philippinischen Insel Leyte. Hier integrierte man am 14. November das Kriegsschiff in die Task Group 77.4. In dieser befinden sich die Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA und USS MAKIN ISLAND, die Zerstörer USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS HARADEN ( DD-585 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und den Geleitzerstörern USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS COOLBAUGH ( DE-217 ). Am 14. November erreichte die USS BISMARCK SEA die Kriegsschiffe der TG, die ab dem 10. November neu zusammen gestellt worden war, und begann mit der Sicherung des Seegebietes vor Leyte. Am 21. November gab es einen japanischen Luftangriff auf die Schiffe der TG. Dabei wurde die USS BISMARCK SEA von einem feindlichen Flugzeug beschossen. Allerdings wurden dabei keine nennenswerten Schäden verursacht. Zwei Tage später verlässt der Geleitflugzeugträger wieder die Gewässer vor der philippinischen Insel und fuhr zum Seeadler Harbour. Dort trifft das Kriegsschiff am 27. November ein. In den nun folgenden vier Wochen operierte die USS BISMARCK SEA als Übungsträger östlich von Neuguinea. Die im Kriegsgebiet eingetroffenen Piloten mussten Übungsflüge absolvieren. Außerdem musste das Kriegsschiff weitere Übungen im Schiffsverband ausführen. Dazu versetzte man den Geleitflugzeugträger in die Task Undergroup 77.4.1, die Rear Admiral Calvon Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) während der Operation “Mike I” kommandierte. IN der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA, USS MAKIN ISLAND, USS LUNGA POINT, USS SALAMAUA und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS MAURY ( DD-401 ), USS McCALL ( DD-400 ), USS GRIDLEY ( DD-380 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HELM ( DD-388 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ) und USS PATTERSON ( DD-392 ) und die Geleitzerstörer USS EDMONDS ( DE-406 ) und USS HOWARD F CLARK ( DE-533 ). Am 27. Dezember verlassen diese Schiffe zusammen mit denen der TU 77.4.2 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln um sich später mit den Schiffen der TG 77.2, der Bombardement and Fire Support Group, und TG 77.6, der Minesweeper & Hydrographic Group, zu vereinigen. Von den Palau Inseln ging dann die Fahrt zum Leyte Gulf, östlich der philippinischen Insel Leyte weiter. In diesem Golf gab es am 3. Januar 1945 einen japanischen Kamikazeangriff, der aber abgewehrt werden konnte. Am folgenden Tag liefen die Schiffe der TU 77.4.1 in die Sulusee, westlich von Leyte und am 5. Januar lagen sie 70 Seemeilen westnordwestlich der philippinischen Insel Luzon. Auch an diesem Tag gab es wieder Kamikazeangriffe durch landgestützte japanische Flugzeuge. Ab dem 6. Januar begannen die Bombardements japanischer Stellungen. An diesem Tag wies man den Schiffen der TU 77.4.1 den Lingayen Golf als Einsatzgebiet an. Hier traf man nur auf die beiden japanischen Zerstörer IJN HINOKI und IJN SUGI. Vier Torpedobomber von der USS BISMARCK SEA begannen zusammen mit Flugzeugen anderer Träger einen Luftangriff auf diese beiden feindlichen Schiffe. Diese wurden schwer beschädigt und fuhren in den Hafen von Manila zurück. Dann begannen die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger der TU mit dem Bombardement japanischer Stellungen auf Luzon und unterstützten ab dem 9. Januar die Anlandungsoperation. Am 17. Januar verlassen die Schiffe der TG 77.4 ihre Positionen vor Luzon und fahren für eine Umformierung zur philippinischen Insel Mindoro. Hier verlässt die USS BISMARCK SEA die TU und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Vor dem Atoll versammelten sich Kriegsschiffe aller Gattungen und bereiteten sich auf den Angriff auf die Bonin Insel Iwo Jima vor. Die unbedingt für B-29 Bomber benötigt wurde um die japanischen Hauptinseln bombardieren zu können. Den Geleitflugzeugträger versetzte man vor dem Atoll Ulithi in die Task Undergroup 52.2.2, die Rear Admiral Calvin Thornton Durgin während der Operation „Detachment“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA, USS MAKIN ISLAND und USS LUNGA POINT sowie die Zerstörer USS BAGLEY, USS HELM und USS HUTCHINS ( DD-476 ). Alle Schiffe der TG 52.2 verließen am 10. Februar das Atoll und fuhren zur Insel Saipan, Nördliche Marianen. Dort trafen sie am 12. Februar ein und begannen mehrere Übungen zur Vorbereitung auf den kommenden Einsatz. Zwei Tage später verließen die Schiffe wieder die Grewässer der Nördlichen Marianen und erreichten am folgenden Tag die Gewässer um Iwo Jima. Die Operation begann am 16. Februar. Drei Tage lang wurden die japanischen Stellungen auf dieser Insel zur Vorbereitung der Invasion aus der Luft und vom Meer her Bombardiert. Die erste welle der Landeoperation begann am 19. Februar. Die Flugzeuge der Geleitflugzeugträger unterstützten die Landungstruppen und vernichteten die japanischen Verteidigungsstellungen. Am Abend des 21. Februar wurde die USS BISMARCK SEA von einem Schwarm japanischer Flugzeuge angegriffen. Eines dieser feindlichen Flugzeuge fiel der Luftabwehr zum Opfer. Dann stürzte sich ein Kamikazepilot mit seinem Flugzeug von der Steuerbordseite aus auf das hölzerne Flugdeck unmittelbar neben der ersten 40 mm Kanone auf dem Achterdeck. Der Flugzeugaufzug wurde dabei zerstört und das auslaufende Flugbenzin setzte das Hangardeck in Brand. Als die Mannschaft des Trägers gerade das Feuer unter Kontrolle hatte, schlug ein weiterer Kamikazepilot mit seinem Flugzeug in das Schiff ein. Diesmal weiter vorn, so dass die Löschmannschaften getötet und die Decks und Schotten zu den Munitionsmagazinen aufgerissen wurden. Angefacht durch explodierende Munition und das leicht brennbare Flugbenzin geriet das Feuer vollständig außer Kontrolle. Captain John L. Pratt gab jetzt den Befehl zum verlassen des Schiffes. Nach dreißig Minuten war ein Großteil der Besatzung von Bord. Sofort näherten sich die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR und USS ROBERT F KELLER aus der TU 50.7.1 und der Geleitzerstörer und USS EDMONDS aus der TU 52.2.3 und die drei Zerstörer aus der TU 52.2.2 dem attackiertem Schiff. Man kann den Geleitflugzeugträger nicht mehr retten. Nach weiteren schweren Explosionen kentert der Geleitflugzeugträger schließlich und sinkt. Trotz schwerer See und anhaltenden Luftangriffen beginnen die sechs herbeigeeilten Schiffe mit der Suche nach den Überlebenden. Die gesamte Nacht über wird diese Rettungsaktion per Suchscheinwerfer geführt. Man kann von den 923 Besatzungsmitgliedern insgesamt 605 Offiziere und Mannschaften lebend retten, die man zu den Angriffstruppentransportern USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) bringt.
Die USS BISMARCK SEA war der letzte amerikanische Flugzeugträger der während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik verloren ging.
Den Namen USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) strich man am 30. März 1945 von der US Navy – Liste.


USS BISMARCK SEA ( CVE-95 )
Commanding Officer

CAPT John L. Pratt        20. Mai 1944 – 21. Februar 1945

USS ELDEN ( DE-264 )

USS ELDEN ( DE-264 )

Biografie

Ralph Waldo Elden
* 10. Juli 1907 in New York City
† 6. Juni 1942 auf dem Zerstörer USS HAMMANN ( DD-412 )

Ralph Waldo Elden studierte ab 1927 für ein Jahr als Ingenieurstudent am Oregon State College. Nach seinem Abschluss meldete er sich freiwillig bei der US Navy. 1931 absolvierte er dann die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland und begann eine bemerkenswerte militärische Karriere. Zum Zeitpunkt seines Todes, war Lieutenant Ralph Waldo Elden der Executive Officer des Zerstörers USS HAMMANN. Dieses Kriegsschiff gehörte am 6. Juni zur Task Group 17.4 und hatte während der Schlacht um Midway die Aufgabe den Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) vor feindliche Luftangriffe abzuschirmen. Die Schlacht um Midway begann am 4. Juni 1942. Der Zerstörer konnte an diesem ersten Tag viele der Angreifer abschießen. Doch am 5. Juni trafen mehrere Bomben den Träger den die Mannschaft dann am Nachmittag nach heroischem Kampf verließ. Captain Elliot Buckmaster ( 19. Oktober 1889 – 10. Oktober 1976 ), Kapitän des Flugzeugträgers, erarbeitete mit den Kapitänen der Zerstörer am 6. Juni einen Aktionsplan um doch noch die USS YORKTOWN zu bergen. Dafür manövrierte Commander Arnold Ellsworth True ( 23. Januar 1901 – 11. Dezember 1979 ) die USS HAMMANN an die Steuerbordseite des Trägers wo der Zerstörer Strom für die Lenzpumpen und andere Einrichtungen wie die Navigation, Kommunikation und medizinische Versorgung liefern konnte. Eine Notbesatzung versuchte nun den Träger mit dem Minensuchboot USS VIREO ( AM-52 ) in Sicherheit zu bringen. In der Nähe dieses Schauplatzes lauerte das japanische U-Boot I-168, Kommandant LCDR Tanabe, und wartete auf eine günstige Schussposition. Durch den überall umher schwimmenden Schutt und Trümmer des vorangegangenen Kampfes konnten die amerikanischen Zerstörer dieses U-Boot nicht orten. Um 15:36 Uhr sichtete der Aussichtsposten eine Salve von vier Torpedos die sich dem Steuerbord des Trägers schnell näherten. Alle an Steuerbord befindlichen Kanoniere der USS HAMMANN begannen mit ihren Kanonen auf die Torpedos zu schießen um sie so im Wasser zur Explosion zu bringen. Bei einen von den Vieren gelang es. Ein Torpedo traf den Zerstörer Mittschiffs. Durch die Explosion wurde das Schiff in zwei Teile getrennt. Die beiden anderen Torpedos trafen die USS YORKTOWN. Viele der eben erst geretteten Männer des Trägers sowie ein Teil der Besatzung des Zerstörers fanden bei dieser Explosion den Tod. Durch deren Wucht wurden viele über Bord geschleudert. CDR Arnold Ellsworth True ist schwer verwundet und so übernimmt LT Ralph Waldo Elden das Kommando über den Zerstörer. Die Rettungsboote wurden nun umgehend zu Wasser gelassen und alle Überlebenden gingen von Bord der USS HAMMANN. Nach vier Minuten war das Schiff unter Wasser gesunken. Zu diesem Zeitpunkt befand sich LT Elden im Wasser und half Besatzungsmitgliedern aus dem Wasser in die Rettungsboote. Da gab es eine gewaltige Explosion von den Wasserbomben und den Torpedos des Schiffes. Viele sich im Wasser befindlichen Besatzungsmitglieder wurden durch diese Explosion getötet. Unter ihnen LT Ralph Waldo Elden. 112 Besatzungsmitglieder der USS HAMMANN wurden von den Zerstörern USS BENHAM ( DD-397 ) und USS BALCH ( DD-363 ) gerettet. Von der USS YORKTOWN fanden insgesamt 141 Besatzungsmitglieder den Tod.
Lieutenant Ralph Waldo Elden erhielt für seinen gezeigten Mut posthum das Navy Cross verliehen.


USS ELDEN ( DE-264 )

Schiffsbiografie

Die USS ELDEN ( DE-264 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Ralph Waldo Elden benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das dreiundfünfzigste Schiff aus der EVARTS – Klasse.
Auf der Boston Naval shipyard in Charlestown, Massachusetts wurde am 23. Februar 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Margaret Newton Elden, Witwe von Lieutenant Ralph Waldo Elden, taufte am 6. April 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander George F. Adams stellte am 4. August 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für den Geleitzerstörer die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Kriegsschiff bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas führte. Nach der anschließenden Rückkehr in den Hafen von Boston, begann man mit der Begutachtung der Schiffshaut und nahm mehrere Umbau- und Verbesserungsarbeiten an dem Schiff vor. Nach Abschluss der Arbeiten wechselte die USS ELDEN in den Hafen von Norfolk, Virginia. Hier rüstete man den Geleitzerstörer für seine Fahrt in den Pazifik aus. Am 13. Oktober verließ der Geleitzerstörer Norfolk und fuhr zum Panamakanal. Das Kriegsschiff durchquerte diesen sechs Tage später und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Außerdem musste sich die USS ELDEN mehreren Reparaturarbeiten unterziehen. Am 11. November verließ der Geleitzerstörer die kalifornische Küste und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den dortigen Hafen lief das Kriegsschiff sechs Tage später ein. Die USS ELDEN beteiligte sich ab dem 18. November an Anti-U-Boot Übungen, an Amphibische Landungs- und Schießübungen. Außerdem unternahm der Geleitzerstörer bis zum 30. März drei Eskortierfahrten. Bei den beiden ersten Malen begleitete das Kriegsschiff Öltanker, die die Kriegsschiffe der 5. US Flotte auf hoher See westlich des Atolls Majuro, Marshall Islands und beim dritten Mal während der Besetzung des Atolls Kwajalein, Marshall Islands, um auch hier die Kriegsschiffe der 5. US Flotte mit allem notwendigen zu versorgen. Dann am 30. März verließ die USS ELDEN im Verband noch anderer Geleitzerstörer die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor und begann zwischen den Marshall Island Atollen Kwajalein und Majuro zu patrouillieren und nach feindlichen U-Booten zu suchen. Dies dauerte bis in den Mai hinein. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Pearl Harbor zurück und man bereitete es für einen Eskortierdienst vor. Am 1. Juni stach der Geleitzerstörer wieder in See und begleitete einen Schiffskonvoi bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von hier aus wechselte die USS ELDEN zu den Nördlichen Marianen und patrouillierte vor der Insel Tinian, um zu verhindern das feindliche Truppen hinter den amerikanischen Linien auf der Insel Saipan, Nördliche Marianen angelandet werden konnten. So konnten die Geschützmannschaften des Geleitzerstörers in der Nacht vom 25. zum 26. Juni mehrere Lastkähne versenken auf denen die Japaner Munition und Soldaten in Richtung Saipan transportierten. Dann löste man die USS ELDEN vor Tinian ab und der Geleitzerstörer fuhr zum Atoll Eniwetok. Dieses erreichte er Anfang Juli und begann sofort mit der Suche nach feindlichen U-Booten. Vor dem Atoll sammelten sich jetzt Kriegsschiffe aller Gattungen und waren auf dem Sprung zu den Inseln Guam und Tinian. Mitte Juli verließ die USS ELDEN wieder das Atoll und eskortierte für die Operation „Forager“ mehrere Anlandungsschiffe. Der Kampf um Guam begann am 21. Juli und um Tinian drei Tage später. Der Geleitzerstörer sicherte vor den Anlandungszonen die dort ankernden Schiffe der Alliierten und übernahm die Luft- und Unterwasserüberwachung. Zwischendurch eskortierte das Kriegsschiff vom Atoll Eniwetok Versorgungsschiffe bis in die Anlandungszonen von Guam und Tinian. Am 1. August war dann der Kampf um Tinian und am 10. August der um Guam beendet. Die USS ELDEN eskortierte jetzt Anlandungsschiffe zum Atoll Eniwetok. Hier versetzte man das Kriegsschiff zur 3. US Flotte wo es in die Task Group 30.8 integriert wurde, die Captain Jasper Terry Acuff ( 29. März 1898 in Fayetteville, Lincoln County, Tennessee – 1. April 1973 ) während der Operation „Stalemate II“ befehligte. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS BARNES ( CVE-20 ), USS NASSAU ( CVE-16 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SARGENT BAY ( CVE-83 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SITKOH BAY ( CVE-86 ) und USS RUDYERD BAY ( CVE-81 ), die Zerstörer USS DAVID W TAYLOR ( DD-551 ), USS CAPPS ( DD-550 ), USS JOHN D HENLEY ( DD-553 ), USS THATCHER ( DD-514 ), USS HALL ( DD-583 ) und USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), die Geleitzerstörer USS ELDEN, USS KYNE ( DE-744 ), USS LEVY ( DE-162 ), USS PARKS ( DE-165 ), USS WESSON ( DE-184 ), USS MITCHELL ( DE-43 ), USS SWEARER ( DE-186 ), USS HALLORAN ( DE-305 ), USS STRAUS ( DE-408 ), USS BANGUST ( DE-739 ), USS WATERMAN ( DE-740 ), USS WYMAN ( DE-38 ), USS WEAVER ( DE-741 ) und USS LAMONS ( DE-743 ) und die Flottenöltanker USS MILLICOMA ( AO-73 ), USS SCHUYKILL ( AO-76 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS CIMARRON ( AO-22 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS LACKAWANNA ( AO-40 ), USS KASKASKIA ( AO-27 ) und achtzehn weitere. Am 26. August 1944 verließen diese Schiffe das Atoll Eniwetok, genauso wie die Schiffe der Task Force 38, die zu den Palau Inseln Peleliu und Angaur, Westliche Karolinen unterwegs waren, und begleiteten die Flottenöltanker zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln. Die Schiffe erreichten sie am 31. August. Noch am selben Tag gliederte man die USS ELDEN in die Task Undergroup 30.8.?. In dieser befand sich neben dem Geleitzerstörer noch der Zerstörer USS DAVID W TAYLOR und drei Öltanker, wovon einer die USS LACKAWANNA war. Diese fünf Schiffe legten wie alle der TG am 1. September vor dem Atoll ab und fuhren den Kriegsschiffen der Task Group 38.2 hinterher. Es begann am 2. September auf der offenen See eine allgemeine Beölung der Kriegsschiffe. Anschließend fuhr die USS ELDEN mit der USS DAVID W TAYLOR und den drei Öltankern wieder zur TG 30.8 und reihten sich ein. Die Operation „Stalemate II“ begann ab dem 6. September zur Eroberung der Palau Inseln. Während der nun beginnenden Invasion der Westkarolinen, übernahm die USS ELDEN die Sicherung der Öltanker und übernahm die Überwachung des Luftraumes und der Gewässer vor möglichen japanischen U-Boot Angriffen. Die Öltanker waren in dieses Gebiet beordert worden um die Schiffe der 3. US Flotte auf hoher See zu betanken. Dies erfolgte am 8., 11. und 16. September. Die Trägerflugzeuge der Geleitflugzeugträger sicherten in der Luft die Übergabeoperationen ab. Der Geleitzerstörer wurde aber auch zur Eskorte für die Öltanker benutzt, um diese zwischen dem Seeadler Harbour und den Westkarolinen hin und her zu eskortieren. Die Operation „Stalmate II“ erklärte man am 3. Oktober für beendet. Seabees der US Navy bereiteten die Inseln der Nördlichen Marianen für den bald beginnenden Angriff auf die philippinische Insel Leyte vor. Diese Inseln wurde als Aufenthaltsorte für US Navy Schiffe und Flugzeuge benötigt. Umgehend schloss sich die Operation „King II“ an. Für diese Operation war die TG 30.8 die Seelogistikgruppe, die wieder die Treibstoffversorgung der Schiffe aus der TF 38 zu gewährleisten hatte. Die Task Group 30.8 kommandierte erneut Captain Jasper Terry Acuff. In der Task Group 30.8 befanden sich nun die Geleitflugzeugträger USS BARNES, USS NASSAU, USS NEHENTA BAY, USS SARGENT BAY, USS STEAMER BAY, USS SITKOH BAY, USS RUDYERD BAY, USS ALTAMAHA ( CVE-18 ), USS CAPE ESPERANCE ( CVE-88 ), USS KWAJALEIN ( CVE-98 ) und USS SHIPLEY ( BAY ( CVE-85 ), die Zerstörer USS HALL, USS THATCHER, USS DAVID W TAYLOR, USS JOHN D HENLEY, USS CAPPS, USS PAUL HAMILTON, USS EVANS, USS DEWEY ( DD-349 ) und USS LYMAN K SWENSON ( DD-729 ), die Geleitzerstörer USS ELDEN, USS KYNE, USS LEVY, USS PARKS, USS SWEARER, USS HALLORAN, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS WEAVER, USS LAMONS, USS MARTIN ( DE-30 ), USS LAKE ( DE-301 ), USS HILBERT ( DE-742 ), USS McCOY REYNOLDS ( DE-440 ), USS OSTERHAUS ( DE-164 ), USS McCONNELL ( DE-163 ) und USS RALL ( DE-304 ) und die Öltanker USS MILLICOMA, USS SCHUYKILL, USS MISSISSINEWA ( AO-59 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ), USS TOMAHAWK ( AO-88 ), USS PLATTE ( AO-24 ), USS TAPPAHANNOCK ( AO-43 ), USS PECOS ( AO-65 ), USS ESCAMBIA ( AO-80 ), USS NEOSHO ( AO-48 ), USS SAUGATUCK ( AO-75 ), USS SABINE ( AO-25 ) und USS NANTAHALA ( AO-60 ). Zur Versorgung der einzelnen Schiffe aus der Task Force 38, pendelten die Öltanker der TG 30.8 ab dem 4. Oktober vom Seeadler Harbor, Manus aus um diese mit Treibstoff zu versorgen. Die Zerstörer, Geleitzerstörer und die Geleitflugzeugträger waren dabei zur Sicherung dieser Aktionen mit dabei. So wurden am 9. Oktober die Schiffe der TG 38.1 auf dem Weg nach Okinawa betankt. Am 15. Oktober hatte man für die Schiffe der TG 38.2 das gleiche getan, da wurde diese Aktion rund 350 Seemeilen südlich von Formosa auf hoher See durchgeführt. 50 Seemeilen östlich der San Bernardino Straße erhielten am 23. Oktober die restlichen Schiffe der TG 38.2 ihren frischen Treibstoff. Dasselbe geschah am 27. und 31. Oktober für die TG 38.2 und am 27. Oktober für die TG 34.5. Fast die gesamte TG 30.8 war am 3. November 1944 unterwegs um die Schiffe der TG 38.1, TG 38.2 und TG 38.3, die auf dem Weg in den Norden von Luzon waren, mit Treibstoff zu versorgen. Vier Tage später war die TG 38.2 auf dem Weg nach Ulithi und die Öltanker mussten wieder frischen Treibstoff übergeben. Die geleerten Öltanker wurden von der USS ELDEN zum Seeadler Harbour eskortiert. Diesen natürlichen Tiefseehafen erreichte das Kriegsschiff Anfang November. Es blieb hier nicht liegen. Es fuhr gleich zur Marinebasis Pearl Harbor weiter. Das Kriegsschiff lief am 16. November in diese Basis ein. Hier musste es sich einer intensiven Überholung unterziehen und beteiligte sich anschließend an Amphibien- du Anti-U-Boot Trainingseinheiten. Im Januar und im Februar eskortierte die USS ELDEN jeweils einen Schiffskonvoi von Pearl Harbor aus zum Atoll Eniwetok. Von dem Atoll aus fuhr der Geleitzerstörer zur Bonin Insel Iwo Jima. Das Kriegsschiff fuhr am 7. März in die dortigen Gewässer und patrouillierte während der Operation „Detachment“ bis zum 20. März in dem Seegebiet in dem sich die Transportschiffe aufhielten. Hier war der Geleitzerstörer auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Erst jetzt zeigte sich, dass die Reparaturversuche in Pearl Harbor an dem Kriegsschiff nicht gelungen waren. Außerdem sollte das Kriegsschiff eine neue Radar- und Sonaranlage erhalten Daher verließ die USS ELDEN am 20. März wieder das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhr an die US Westküste. Hier lief der Geleitzerstörer im April in die Hunter´s Point Naval Dry Dock Shipyard in San Francisco, Kalifornien und unterzog sich der geplanten Überholung. Diese war im Juni mit einer Erprobungs- und Ausbildungsfahrt vor der kalifornischen Küste abgeschlossen. Am 10. Juli stach die USS ELDEN dort wieder in See und fuhr westwärts. Am 21. Juli erreichte der Geleitzerstörer das Atoll Ulithi, Karolinen. Noch am selben Tag gliederte man die USS ELDEN wieder in die Task Group 30.8, deren Schiffe zur Versorgung der Kriegsschiffe der 3. US Flotte bereitstanden. In der 3. US Flotten Logistical Group TG 30.8 befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ADMIRALITY ISLANDS ( CVE-99 ), USS GILBERT ISLANDS ( CVE-107 ), USS ANZIO ( CVE-57 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS CHENANGO ( CVE-28 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS THETIS BAY ( CVE-90 ), USS HOLLANDIA ( CVE-97 ), USS ROI ( CVE-103 ) und USS MUNDA ( CVE-104 ), der Leichte Kreuzer USS DETROIT, die Zerstörer USS STEVENSON ( DD-645 ), USS STOCKTON ( DD-646 ), USS THORN ( DD-647 ), USS KALK ( DD-611 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS FARENHOLT ( DD-491 ), USS WOODWORTH ( DD-460 ), USS LARDNER ( DD-487 ), USS DEWEY ( DD-349 ), USS BRISTOL ( DD-857 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ), die Geleitzerstörer USS ELDEN, USS KYNE, USS DONALDSON, USS REYNOLDS, USS LAKE, USS LYMAN, USS CROWLEY, USS HOWARD F CLARK, USS BANGUST, USS WATERMAN, USS LAMONS, USS MITCHELL, USS WILLMARTH, USS BEBAS ( DE-10 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ), USS MELVIN R NAWMAN ( DE-416 ), USS WILLIAM C MILLER ( DE-259 ), USS CABANA ( DE-260 ), USS DIONNE ( DE-261 ), USS DEEDE ( DE-263 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS WILLIAM SEIVERLING ( DE-441 ), USS KENDALL C CAMPBELL ( DE-443 ). USS JOSEPH E CONNOLLY ( DE-450 ), USS McCLELLAND ( DE-750 ), USS CARLSON ( DE-9 ) und USS HILBERT ( DE-742 ), der Schnelle Truppentransporter USS RUNELS ( APD-85 ), die Öltanker USS ASHTABULA ( AO-51 ), USS KENNEBAGO ( AO-81 ) USS TOMAHAWK ( AO-88 ) und USS CHIKASKIA ( AO-54 ), das Angriffstransportschiff USS PRESEDIO ( APA-88 ) und das Angriffsversorgungsschiff USS ALCYONE ( AKA-7 ). Die Zerstörer und Geleitzerstörer dieser TG unterstützten die schnellen Geleitflugzeugträger und deren Luftangriffe gegen die japanischen Hauptinsel Honshu. Die USS ELDEN verließ am 21. Juli wieder das Atoll Ulithi, nachdem die Treibstoffbunker wieder gefüllt waren, und eskortierte mehrere Öltanker in das Kampfgebiet vor der japanischen Hauptinsel Honshu. Dort angekommen operierte der Geleitzerstörer zusammen mit den anderen Zerstörern und Geleitzerstörern im Umkreis von 200 Seemeilen vor der japanischen Küste und sicherte dabei die Geleitflugzeugträger vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS ELDEN blieb bis zum 25. November im Fernen Osten und beteiligte sich an der Sicherung der Besatzungstruppen auf koreanischen und chinesischen Häfen. An diesem 25. November verließ der Geleitzerstörer den Fernen Osten und fuhr an die US Westküste. Zuerst legte das Kriegsschiff dort im Hafen von San Francisco an. Anfang des neuen Jahres wechselte in die Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 18. Januar 1946 außer Dienst. Den Namen USS ELDEN ( DE-264 ) strich man am 7. Februar 1946. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 12. Juli 1947 zum verschrotten.


USS ELDEN ( DE-264 )
Commanding Officer

LCDR George F. Adams  (USNR)        4. August 1943 – 3. März 1944
LCDR Frederick Charles Hartman, Jr.  (USNR)       3. März 1944 – 28. November 1944
LT Carl Elton Snedeker  (USNR)        28. November 1944 – 19. Januar 1945
LCDR Jesse Frank Doubleday  (USNR)       19. Januar 1945 – 26. Oktober 1945
LCDR Leo Miller  (USNR)       26. Oktober 1945 – 18. Januar 1946

USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

Biografie

Lawrence Coburn Taylor
* 12. Mai 1920 in Santa Ana, Orange County, Kalifornien
† 24. August 1942 während der Schlacht um die Ostsalomonen bei Guadalcanal
war ein Pilot des United States Marine Corps

Lawrence Coburn Taylor trat am 14. Januar 1941 in die Marine Corps Reserve ein. Man ernannte ihn am 24. März 1942 zum Second Lieutenant und diente nach Abschluss der Flugausbildung als Pilot im Pazifik. Am 24. August 1942 kam es zur Schlacht um die Inseln der Ostsalomonen. Die Japaner wollten Entsatztruppen nach Guadalcanal bringen und hatten dafür eine große Anzahl an Kriegsschiffen zusammengezogen. Das Marine Fighter Squadron, in dem sich auch Second Lieutenant Taylor befand, erhielt seinen Auftrag zum Aufsteigen, um eben diese feindlichen Kriegsschiffe anzugreifen. Bei Taylor streikte aber der Motor kurz vor dem Start. Umgehend begann er eilig eine Reparatur und flog dann ebenfalls los. Durch seine hervorragenden Flugkünste und seinem unerschrockenen Mut unter den ungünstigsten Bedingungen, ermöglichten es ihm einen feindlichen Bomber abzuschießen. Der Motor seines Flugzeugs selber streikte danach und zerbarst. Das Flugzeug stürzte ab und ließ Second Lieutenant Lwarence Coburn Taylor keine Chance zum Aussteigen.
Für seinen gezeigten Mut verlieh man ihm posthum den Silver Star.


USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )

Schiffsbiografie

Die USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Second Lieutenant Lawrence Coburn Taylor ( USMC ) benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der JOHN C BUTLER – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Houston, Texas wurde am 20. Dezember 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Lawrence H. Taylor, Mutter von Second Lieutenant Lawrence Coburn Taylor, taufte am 29. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander R. Cullinan, Jr. stellte am 13. Mai 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte, legte das Kriegsschiff im Hafen der New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York an. Hier erfolgte die Überprüfung der Schiffshaut, notwendig gewordener Umbau- und Reparaturarbeiten sowie die Endausrüstung. Am 6. August 1944 stach die USS LAWRENCE C TAYLOR in See und fuhr nach Süden zum Panamakanal. Fünf Tage später erfolgte die Durchquerung. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien, hier legte das Kriegsschiff nach dem bunkern von Proviant, Munition und Treibstoff am 23. August wieder ab, erreichte der Geleitzerstörer sechs Tage später die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Hier integrierte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in eine Gruppe von Geleitzerstörern, die rund um die Hawaiianischen Inseln mehrere Anti-U-Boot Killer Training absolvierten. Dazu reihte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 72 ein und ernannte es zum Flaggschiff. Für die Mannschaft des Kriegsschiffes liefen bis zum 16. Oktober diese Anti-U-Boot Übungen. In dieser Zeit gliederte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in die Task Group 30.7, der Hunter Killer Group, ein. In dieser TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO ( CVE-57 ) und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R. NAWMAN ( DE-416 ), USS OLIVER MITCHELL ( DE-417 ), USS TABBERER ( DE-418 ), USS BEBAS ( DE-10 ) und USS ROBERT F KELLER ( DE-419 ). Diese Schiffe verließen am 16. Oktober die Marinebasis Pearl Harbor. Sie fuhren in Richtung Westen und waren dabei auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Am 23. Oktober erreichten sie das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier blieben die Schiffe für vier Tage liegen und begannen mit dem bunkern von Treibstoff und Proviant. Am 27. Oktober stachen sie wieder in See und fuhren zum Atoll Ulithi, Karolinen. In die dortige Lagune fuhren die Schiffe am 1. November ein. Das Atoll verließen sie am 4. November wieder und am folgenden Tag trifft man auf den Leichten Kreuzer USS RENO ( CL-96 ), aus der TG 38.3, der von dem Hochseeflottenschlepper USS ZUNI ( ATF-95 ) ins Schlepptau genommen worden war. Auf der Backbordseite des Leichten Kreuzers waren zwei Torpedos, abgefeuert vom japanischen U-Boot IJN I-41, Kommandant LCDR Kondo, eingedrungen. Aber nur ein Torpedo war explodiert. Die Schiffe der TG 30.7 erhielten nun die Aufgabe nach dem U-Boot zu suchen. Am 8. November erreichten die Schiffe der TG die Position der Schiffe aus der Task Group 30.8, welche für den Nachschub für die Kriegsschiffe der TF 38 zu sorgen hatte. Ständig waren nun Flugzeuge der USS ANZIO in der Luft und suchten das Wasser nach dem U-Boot ab. Am Morgen vom 16. zum 17. November werden alle Besatzungsmitglieder auf der USS LAWRENCE C TAYLOR an ihre Kampfpositionen befohlen. Da befanden sich die Schiffe rund 250 Seemeilen östlich der philippinischen Insel Samar. Man hatte das japanische U-Boot IJN I-26, mit einer Tonnage von 51.500 Tonnen, per Sonar in dem Seegebiet 12° 44’ Nord, 130° 42’ Ost aufgespürt. Umgehend begann man mit einem Hedgehog Angriff. Dieser Angriff führte sofort zum Erfolg. Nach einer gewaltigen Unterwasserexplosion trieben Trümmerteile und Öl an der Wasseroberfläche. Alle 105 Besatzungsmitglieder des U-Bootes kommen bei dem Angriff ums Leben. Eines der Flugzeuge, ein Torpedobomber TBM-1C „Avenger“, Kommandant LCDR Charles H. Holts, aus der Staffel VC-82 von der USS ANZIO hatte in der Nacht zum 18. November um 3:30 Uhr einen Radarkontakt von einem feindlichen U-Boot empfangen. Wegen des starken Regens ist die Sicht sehr gering. Deshalb lässt LCDR Holts mehrere Leuchtfackeln abwerfen. Daraufhin geht der Kontakt verloren. Er kontaktiert LT ( jg ) William J. Wilson, der mit seiner „Avenger“ gerade von dem Geleitflugzeugträger abgehoben hatte, da er seinen Torpedo nicht ausklinken kann und nennt diesem die Koordinaten der letzten Sichtung des japanischen U-Bootes. LT Wilson patrouilliert daraufhin über dem Seegebiet. Tatsächlich erscheint das japanische U-Boot wieder. Er lässt einen Schwimmer und Sonoboys ausklinken und beginnt mit der Verfolgung des feindlichen Schiffes. Dann wird ein MK 24 „Fido“ Torpedo abgeworfen, der sein Ziel wegen der Schraubengeräusche selber sucht. Doch der Torpedo ist ein Blindgänger. Um 4:17 Uhr trifft die USS LAWRENCE C TAYLOR zusammen mit der USS MELVIN R NAWMAN in dem Seegebiet ein und beginnen per Sonar mit der Suche nach dem U-Boot. Um 6:05 Uhr werden von der USS LAWRENCE C TAYLOR zwei Hedgehog Angriffe auf das feindliche Schiff geführt. Um 6:16 Uhr folgte die USS MELVIN R NAWMAN mit einem Hedgehog Angriff, der aber auch keinen Erfolg zeigte. Dann führte man von der USS LAWRENCE C TAYLOR einen dritten Hedgehog Angriff durch. Drei kleine Unterwasserexplosionen hallten anschließend durch das Wasser, gefolgt von einer schweren Unterwasserexplosion. Wenige Minuten später trieben große Mengen Dieselöl, Deckplanken, Kork und andere Trümmer an der Wasseroberfläche. Man hatte IJN I-41, mit 111 Mannschaftsmitglieder an Bord, in dem selben Seegebiet wie die IJN I-26 versenkt. Wenige Tage später fuhren die Schiffe der TG 30.7 zum Atoll Ulithi zurück. Hier bereitete man die Kriegsschiffe auf ihren nächsten Einsatz vor. Dazu versetzte man die USS LAWRENCE C TAYLOR wieder in die ASW Task Group 30.7, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Love III“ kommandierte. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS MELVIN R NAWMAN, USS OLIVER MITCHELL, USS TABBERER und USS ROBERT F KELLER. Am 9. Dezember verließen diese Schiffe das Atoll und fuhren zur Sicherung der Kriegsschiffe aus der Task Force 38 in Richtung der philippinischen Insel Mindoro. Dort sollten sie wieder die Suche nach feindlichen U-Booten aufnehmen. Am 17. Dezember liefen die Schiffe der TG 30.7 in das Operationsgebiet der Task Group 30.8 ein, wo die Betankung der Kriegsschiffe der Task Force 38 erfolgen sollte, und begannen umgehend mit ihrer Suche. Dieses Operationsgebiet der TG 30.8 lag in der Philippinsee, etwa 200 Seemeilen vor der Küste von Luzon, damit die Schiffe der TF außerhalb der Reichweite japanischer Flugzeuge Betankt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber schon Windstärke 8 und der Taifun Cobra kündigte sich an, der durch die Philippinsee zog. Einige Schiffe konnten erfolgreich betankt werden, aber man musste noch vor dem Mittag alle Aktionen einstellen. Es wurde von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 20. August 1959 auf Fishers Island, New York ), der Kommandeur der 3. US Flotte, an alle Schiffe Befehl gegeben sich aus dem Gefahrenbereich in Richtung Nordwest zu begeben, wo dann am folgenden Morgen die Betankung erneut gestartet werden sollte. Doch der Taifun Cobra zog genau in dieses Gebiet. Nun versuchten alle Schiffsbesatzungen am 18. Dezember ihre Schiffe durch den Taifun zu bringen. Nach dem Abflauen des Sturmes begannen mehrere Schiffe nach den Überlebenden der drei gesunkenen Zerstörer USS HULL, USS MONAGHAN und USS SPENCE ( DD-512 ) zu suchen. Innerhalb der TG 30.7 erlitten USS MELVIN R NAWMAN und USS TABBERER nennenswerte Schäden durch den Taifun. Beide Kriegsschiffe hatten ihren Mast verloren. Alle Schiffe der TG 30.7 fuhren zum Atoll Ulithi. Sie erreichten es am 21. Dezember. Lange blieben die Schiffe der TG nicht vor dem Atoll liegen und man nahm an den Schiffen nur die notwendigsten Reparaturen vor. Die USS LAWRENCE C TAYLOR beließ man in der Task Group 30.7, die Capitain G. C. Montgomery befehligte. In der TG befand sich wieder der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL und USS ROBERT F KELLER. Am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. Dort waren die Kämpfe gegen die japanischen Verteidiger im vollen Gange. In dem Operationsgebiet der Task Force übernahmen die Schiffe der TG 30.7 wieder die Suche nach japanischen U-Booten. Das Südchinesische Meer verlassen die Schiffe der Task Group am 21. Januar. Die Fahrt ging in Richtung Ulithi. Die Kriegsschiffe erreichten am 27. Januar den Hafen von dem Atoll. Hier versetzte man die USS LAWRENCE C TAYLOR in die Task Undergroup 50.7.1, der Antisubmarine Group, die Captain G. C. Montgomery während der Operation „Detachment“ befehligte. In der TU befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS ROBERT F KELLER und USS MELVIN R NAWMAN. Am 2. Februar verließen diese Schiffe das Atoll Ulithi und fuhren zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Von diesem Atoll aus stachen sie am 10. Februar wieder in See und fuhren zu der Insel Saipan, Nördliche Marianen, die sie noch am selben Tag erreichten. Vor Saipan wurden am 12. Februar die Anker gehievt. Die Schiffe der TU fuhren nun zur Bonin Insel Iwo Jima. Diese Insel wurde für die B-29 Bomber benötigt, von wo man im direkten Flug die japanischen Hauptinseln erreichen konnte. Hier schirmte die USS LAWRENCE C TAYLOR den Geleitflugzeugträger vor Luft- und Unterwasserangriffen ab, währenddessen die Trägerflugzeuge selber auf der Suche feindlicher U-Boote waren und sich außerdem an dem Bombardement feindlicher Stellungen auf der Vulkaninsel beteiligten. Dann begann am 19. Februar die Anlandung der amerikanischen Soldaten auf die Insel Iwo Jima. Der Geleitzerstörer übernahm nun Patrouillen- und Sicherungsaufgaben. Zwei Tage später schlugen zwei Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen auf der Steuerbordseite des Geleitflugzeugträgers USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) aus der Task Undergroup 52.2.2 ein. Sofort näherte sich die USS LAWRENCE C TAYLOR dem attackiertem Schiff zusammen mit dem Geleitzerstörer USS ROBERT F KELLER und USS EDMONDS ( DE-406 ) und drei Zerstörer. Man kann den Geleitflugzeugträger nicht mehr retten. Deshalb beginnt man trotz schwerer See und anhaltenden Luftangriffen mit der Suche nach den Überlebenden. Die gesamte Nacht über wird diese Rettungsaktion per Suchscheinwerfer geführt. Man kann von den 923 Besatzungsmitgliedern insgesamt 605 Offiziere und Mannschaften lebend retten, die man zu den Angriffstruppentransportern USS DICKENS ( APA-161 ) und USS HIGHLANDS ( APA-119 ) bringt. Hinter der vor Iwo Jima ankernden 5. US Flotte beginnen sich einige Tage später japanische U-Boote in Position zu bringen. Sie sollen einen Kaitenangriff mit bemannten Torpedos beginnen. Am 25. Februar meldet der Zerstörer USS BENNION ( DD-662 ) aus der TF 54, dass man auf dem Sonar ein Signal von feindlichen U-Booten aufgefangen hätte. Umgehend werden von der USS ANZIO Torpedobomber vom Typ Grumman TBM-1C „Avenger“ gestartet und gehen auf die Suche nach dem U-Boot. Am morgen des 26. Februar entlässt IJN I-368, Kommandant LCDR Mitsuteru Irizawas, drei der fünf mitgeführten Kaiten mit den Piloten LT (jg) Junji Kawasaki, Ensign Toshio Ishida und Ensign Susumi Namba. Um 3:04 Uhr wird IJN I-368 35 Seemeilen westlich von Iwo Jima durch den Torpedobomberpiloten LT (jg) F. M. Fay auf Radar aufgenommen. Das U-Boot lag auf dem Wasser. Um 3:38 Uhr taucht dann IJN I-368 schnell ab. Ein Mark 24 „Fido“ Torpedo erreicht trotzdem das japanische U-Boot und versenkt es mit allen 86 Besatzungsmitgliedern. Am selben Tag, um 2:20 Uhr, entdeckte der Torpedobomberpilot LT (jg) W. J. Wilson aus der selben Staffel das japanische U-Boot IJN RO-43, Kommandant LT Tsukigata Masaki, rund 50 Seemeilen Westnordwestlich von Iwo Jima und warf einen Mark 24 „Fido“ akustischen Zieltorpedo ab. Mit allen 79 Besatzungsmitgliedern wurde es versenkt. Die Kriegsschiffe der TU 50.7.1 verließen am 7. März das Seegebiet vor Iwo Jima und fuhren in die San Pedro Bay, philippinische Insel Leyte. Hier nahm man an der USS LAWRENCE C TAYLOR erneut einige Reparaturen vor und ließ die Besatzung sich etwas ausruhen. Doch dann versetzte man den Geleitzerstörer in die Task Group 52.1, der Support Carrier Group, die von Rear Admiral Calvin Thornton Durgin ( 7. Januar 1893 in Palmyra, New Jersey – 25. März 1965 in New York City ) kommandiert wurde. Innerhalb dieser TG befand sich der Geleitzerstörer in der Task Undergroup 52.1.1, die Rear Admiral Clifton Albert Frederick Spargue ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) bis zum 7. April kommandierte. In dieser befanden sich die Geleitflugzeugträger USS ANZIO, USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS LUNGA POINT ( CVE-94 ), USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ), USS STEAMER BAY ( CVE-87 ), USS SHAMROCK BAY ( CVE-84 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Zerstörer USS WILKES ( DD-441 ), USS BAGLEY ( DD-386 ), USS HART ( DD-594 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS LOWRY ( DD-770 ) und USS WOODWORTH ( DD-460 ) und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS OLIVER MITCHELL, USS MELVIN R NAWMAN, USS ROBERT F KELLER, USS TABBERER, USS RICHARD M ROWELL ( DE-403 ), USS RICHARD S BULL ( DE-402 ), USS DENNIS ( DE-405 ) und USS O´FLAHERTY ( DE-340 ). Ziel dieses Verbandes während der Operation „Iceberg“ war Okinawa. Am 21. März verlassen die Geleitzerstörer und die USS ANZIO die San Pedro Bay und fahren nach Norden um sich mit den anderen Kriegsschiffen der TU zu vereinigen. Aufgabe des Geleitflugzeugträgers und der Geleitzerstörer war wieder die Suche nach feindlichen U-Booten und deren Vernichtung. Am 24. März befanden sich die Schiffe der TG 52.1 südlich der Kerama Retto Inseln. Am folgenden Tag mussten sich die Kriegsschiffe der TU 52.1.1 einem massiven feindlichen Luftangriff erwehren. Dann begannen ab dem 26. März die Kämpfe um die Kerama Retto Inseln und ab dem 1. April um Okinawa. Am 2. April gab es erneut einen feindlichen Luftangriff auf die Schiffe der TU. Dann verlagerten die japanischen Piloten ihre Angriffe auf Zerstörer, die als Radarvorpostenschiffe eingesetzt wurden, und auf die anderen an dem Angriff auf Okinawa beteiligten Kriegsschiffe. Bis Anfang Juni blieb die USS LAWRENCE C TAYLOR auf ihrem Posten und suchte nach feindlichen U-Booten im Rücken der Angriffsflotte. Dann verließ der Geleitzerstörer die Gewässer und fuhr zur San Pedro Bay. In diese lief das Kriegsschiff wenige Tage später ein und blieb bis zum 6. Juli vor Anker liegen. Man versetzte den Geleitzerstörer nun in die Task Group 30.7, der Antisubmarine Warfare Group. In dieser befand sich der Geleitflugzeugträger USS ANZIO und die Geleitzerstörer USS LAWRENCE C TAYLOR, USS ROBERT F KELLER und USS TABBERER. Am 6. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren zu den japanischen Hauptinseln. Erneut waren diese Schiffe auf der Suche nach japanischen U-Booten. In der Nacht vom 15. zum 16. Juli befanden sie sich rund 550 Seemeilen östlich von Yokosuka. In einer Grumman TBM-3E „Avenger“ aus der Staffel VC-13 erhält um 7:47 Uhr der Radarkontaktmann LT ( jg ) William McLanes einen Kontakt zu einem feindlichen U-Boot, das sich an der Wasseroberfläche befindet. LT ( jg ) McLane eröffnet daraufhin sofort mit seinem Maschinengewehr das Feuer und lässt zwei 5-Zoll Raketen starten. Das U-Boot taucht und hinterlässt eine Ölspur an der Wasseroberfläche. McLane klinkt nun Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo Mark 24 „Fido“ aus. Aber nichts passiert. Bis zum Mittag entlasten zwei weitere „Avengers“ das Flugzeug von McLane. Das zweite über dem Seegebiet kreisende Flugzeug warf weitere Sonoboys und einen akustischen Zieltorpedo auf das untergetauchte U-Boot ab. Nichts passierte. Daraufhin führte der Kommandant der Avenger, LCDR J. R. Greys, die USS LAWRENCE C TAYLOR in dieses Seegebiet. Schwerölschlick kennzeichnet die Position des japanischen Schiffes. Um 11:40 Uhr werden von dem Geleitzerstörer vierundzwanzig 7,2 Zoll Mark 10 Hedgehog Projektile abgefeuert. Diese lassen das U-Boot IJN I-13 auf der Position 34° 28’ Nord, 150° 55’ Ost bersten und alle Besatzungsmitglieder mit in den Tod nehmen. Die USS LAWRENCE C TAYLOR setzte in den folgenden Tagen ihre Suche nach japanischen U-Booten in den japanischen Gewässern fort. Am 15. August endete durch die bedingungslose Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die Schiffe der TG 30.7 kehrten daraufhin nach Okinawa zurück. Am 5. September verließ der Geleitzerstörer wieder die Insel und beteiligte sich an der Eskorte von Truppentransportern, die Soldaten zur Besetzung von Korea und der chinesischen Küste an Bord hatten, damit die Nachkriegsunruhen in diesem Land gemildert werden konnten. Anschließend kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Am 26. Dezember verließ die USS LAWRENCE C TAYLOR wieder die Insel und beteiligte sich an der Operation „Margic Carpet“. Der Geleitzerstörer transportierte Kriegsveteranen in die Vereinigten Staaten zurück. Das Kriegsschiff legte am 15. Januar 1946 im Hafen von San Francisco, Kalifornien an und wechselte dann nach San Diego. In der dortigen Marinebasis wurde der Geleitzerstörer am 23. April außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt. Später schleppte man das Kriegsschiff in die Mare Island Naval Shipyard, wo es in der Mare Island Reserve Group bis 1970 lag. Am 1. Dezember 1972 strich man den Namen USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 12. September 1973 zum verschrotten.


USS LAWRENCE C TAYLOR ( DE-415 )
Commanding Officer

LCDR R. Cullinan, Jr.      13. Mai 1944 – ?