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USS HARADEN ( DD-585 )

USS HARADEN ( DD-585 )

Biografie

Jonathan Haraden
* 11. November 1744 in Gloucester, Massachusetts
† 23. November 1803 in Salem, Massachusetts
war ein amerikanischer Freibeuter während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Im Juli 1776 trat Jonathan Haraden der Massachusetts State Marine im Rang eines First Lieutenant bei. Er diente an Bord der Brigantine TYRANNICIDE ( 1776 ) die vierzehn Kanonen an Bord hatte. Im folgenden Jahr übernahm Haraden das Kommando über das Schiff nachdem ihr Kapitän Fisk das Kommando über die Brigg MASSACHUSETTS erhalten hatte. Beide Schiffe segelten gemeinsam vor die Küste Europas wo sie am 24. März 1777 ankamen. Dort nahmen sie die Brigg EAGLE, die Schaluppe SALLY aus London mit einer Ladung von englischen Waren für Quebec gefangen. Am 2. April eroberten sie die CHALKLEY aus Honduras die nach Bristol wollte mit einer Ladung Mahagoni. Die Mannschaft der TYRANNICIDE brachte am 8. April die 500 Tonnen Bark LONSDALE nach einem dreistündigen Kampf zur Strecke. Am 22. April erfassten die MASSACHUSETTS und die TYRANNICIDE eine Brigg aus einem britischen Konvoi heraus. Acht Tage später eroberte die TYRANNICIDE alleine die 160 Tonnen Brigg TREPASSY. Am 17. Mai wurde sie von der MASSACHUSETTS getrennt. Beide Schiffe mussten vor einem britischen Geschwader fliehen. Die TYEANNICIDE entkam nach Bilbao, Spanien nachdem alle Kanonen über Bord geworfen worden waren um das Schiff leichter zu machen. Nach Boston kehrte Haraden mit seinem Schiff am 30. August 1777 zurück. Die TYRANNICIDE legte mit der HAZARD am 21. November 1777 in Boston wieder ab und nahmen am 13. Dezember die 130 Tonnen Brigg ALEXANDER als Prise. Die ALEXANDER kam aus Halifax und hatteeine Ladung von Fisch, Öl, Holzbalken für die Westindischen Inseln geladen. Die Prise wurde von dem Linienschiff HMS YARMOUTH ( 1745 ) am 22. Januar 1778 bei Barbados wiedererobert. Am 22. Dezember eroberte man den Schoner INTENT und die Brigg POLLY. Noch am selben Abend eroberte die Mannschaft der TYRANNICIDE die Schaluppe SWIFT mit einer Ladung Mehl aus Bristol. Die Karibik verließ Haraden mit der TYRANNICIDE am 30. März 1778 und legte im Mai in Boston wieder an. Dort ging er von Bord des Schiffes und wurde Kommandeur des Freibeuterschiffes GENERAL PICKERING, einer Schaluppe mit vierzehn Kanonen. Am 13. Oktober 1779 engagierte Haraden drei britische Piraten aus New Jersey und eroberte mit ihnen eine zweiundzwanzig Kanonen führende Schaluppe im Golf von Biscaya. Das größere britische Piratenschiff ACHILLES mit vierzig Kanonen an Bord wollte die Schaluppe wieder zurück erobern, musste sich aber nach einem mehrstündigen Kampf geschlagen geben und davon segeln. Im Jahre 1781 wurde Haraden kurzzeitig von dem britischen Admiral George Brydges Rodney, 1. Baron Rodney ( 13. Februar 1718 – 24. Mai 1792 ) gefangen genommen bei den Westindischen Inseln, konnte aber entkommen. Im Jahre 1782 kommandierte Jonathan Haraden das Freibeuterschiff JULIUS CAESAR. Nach dem Unabhängigkeitskrieg verschlechterte dich der Gesundheitszustand von Haraden. Er verstarb im Jahre 1803 in Salem.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Jonathan Haraden bei der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer UDD HARADEN ( DD-183 ) aus der WICKES – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS HARADEN ( DD-585 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS HARADEN ( DD-585 )

Schiffsbiografie

Die USS HARADEN ( DD-585 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren des amerikanischen Freibeuters Jonathan Haraden benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertzweite Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts wurde am 9. November 1942 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Caroline E. Derby, Ur- Urgroßnichte von Kapitän Jonathan Haraden, taufte am 19. März 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Halle Charles Allen, Jr. ( 29. Oktober 1904 in Debver, Colorado – 30. September 1990 in orange Park, Clay County, Florida ) stellte am 16. September 1943 da unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 9. Oktober 1943 verließ die US HARADEN den Hafen von Boston und begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Der Zerstörer fuhr dabei bis zur amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Boston, wo der Schiffskörper untersucht wurde. Die dortige Werft verließ die USS HARADEN am 30. November und fuhr nach Norfolk, Virginia. Hier lag der Flugzeugträger USS INTREPID ( CV-11 ) zur Vorbereitung auf die Fahrt in den Pazifik. Am 3. Dezember legte die USS HARADEN und die USS INTREPID in Norfolk ab und fuhren südwärts. Die Durchquerung des Panamakanals erfolgte am 10. Dezember. Beide Kriegsschiffe erreichten am 21. Dezember die amerikanische Marinebasis von San Diego, wo sich ihre Wege trennten. Die USS HARADEN blieb hier bis zum 13. Januar 1944. In dieser Zeit kalibrierte man die Schiffsgeschütze und beteiligte sich an mehreren Übungen vor der kalifornischen Küste. Hier integrierte man den Zerstörer in die Task Force 53, der Northern Attack Force, die Rear Admiral Richard Lansing Conolly ( 26. April 1892 in Waukean, Illinois – 1. März 1962 in Jamaica Bay, New York City, New York ) während der Operation “Flintlock” kommandierte. Innerhalb der TF gliedert man die USS HARADEN zunächst in die Task Group 53.5, die Fire Support Group, ein, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS COLORADO ( BB-45 ) und USS MARYLAND ( BB-46 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuzer USS MOBILE ( CL-63 ), USS SANTA FE ( CL-60 ) und USS BILOXI ( CL-80 ) und die Zerstörer USS HARADEN, USS PORTERFIELD ( DD-682 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ) und USS PHELPS ( DD-350 ). Am 13. Januar legten diese Schiffe im Hafen von San Diego ab und fuhren nach Pearl Habor, Territorium Hawaii. Die Überfahrt dorthin dauerte sechs Tage. Nach einigen Übungen verließen die Schiffe der TG 53.5 am 22. Januar wieder den Hafen und fuhren in Richtung der Marshall Islands. Das Atoll Wotje erreichten die Schiffe am 30. Januar und begannen sofort dort japanische Stellungen für ungefähr zwei Stunden zu bombardieren. Einen Tag später befinden sie sich im Zentrum der Marshall Islands und beschießen die Insel Roi-Namur welche die nördlichste im Kwajalein Atoll ist. Die USS HARADEN sicherte dabei die Schlachtschiffe und Kreuzer vor Luft- und Unterwasserangriffen. Noch während des verheerenden Bombardements auf japanische Stellungen, verlagerte die USS HARADEN zum Ennagannet Island. Hier war ein großes Munitionslager von den Japanern eingerichtet worden. Nach nur wenigen Granaten von dem Zerstörer löste sich das Munitionslager durch eine gewaltige Explosion auf. In der Nacht begann dann das Kriegsschiff wieder mit seiner Anti-U-Boot Patrouille rund um die Schweren Einheiten. Die Invasion der amerikanischen Soldaten auf dieser Insel beginnt am 1. Februar. Dafür beginnen die Schiffe der TG 53.5 mit der Feuerunterstützung damit 12 Truppentransporter, 3 Angriffsfrachtschiffe, die beiden amphibischen Docklandungsschiffe USS EPPING FORREST ( LSD-4 ) und USS GUNSTON HALL ( LSD-5 ) und 15 Panzerlandungsschiffe die Soldaten der 4. Marine Division anlanden konnten. Bis zum 6. Februar behielt die USS HARADEN ihre Patrouillen bei. An diesem Tag verließ der Zerstörer das Kwajalein Atoll und eskortierte mehrere Schiffe bis nach Funafuti, Ellice Islands. Die Fahrt dorthin und zurück zum Kwajalein Atoll dauerte bis zum 15. Februar. Von diesem Atoll aus begann dann die USS HARADEN mit Patrouillenfahrten bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Diese führte der Zerstörer bis zum 29. Februar durch. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff das Atoll Kwajalein und fuhr nach Pearl Harbor. In die dortige Marinebasis lief die USS HARADEN am 8. März ein. Hier warteten zwei Öltanker auf ihre Eskorte, die lebensnotwendigen Treibstoff transportierten. Der Zerstörer verließ Mitte März mit diesen beiden Schiffen Pearl Harbor und begleitete sie bis zum Atoll Eniwetok, welches ebenfalls zu einer Marinebasis ausgebaut wurde. In die Lagune des Atolls Eniwetok liefen die drei Schiffe am 1. April ein. Sofort übernahm die USS HARADEN die verschiedensten Aufgaben zur Unterstützung der laufenden Operationen in diesem Seegebiet. Das bedeutete für den Zerstörer hauptsächlich Anti-U-Boot Patrouillenfahrten und Feuerunterstützung gegen japanische Widerstandsnester. Am 18. Mai verließ der Zerstörer wieder die Gewässer der Marshall Islands und eskortierte den Leichten Flugzeugträger USS BATAAN ( CVL-29 ) nach Pearl Harbor. Hier blieb der Zerstörer bis zum 5. Juni liegen. Man versetzte das Kriegsschiff in die Task Group 50.2. In dieser TG befanden sich die beiden Geleitflugzeugträger USS MANILA BAY ( CVE-61 ) und NATOMA BY ( CVE-62 ), die Zerstörer USS HALLIGAN und USS HARADEN ( DD-585 ) und das Reparaturschiff USS HECTOR ( AR-7 ). An Bord der beiden Geleitflugzeugträgern befanden sich amerikanische Air Force Soldaten, die zur Unterstützung mit ihren P-47 Jagdflugzeugen nach Saipan, Nördliche Marianen transportiert werden sollten. Am 5. Juni verließen die Schiffe der TG 50.2 Pearl Harbor. Die Gewässer um Saipan erreichten sie am 19. Juni. Hier begann man am 22. Juni mit dem betanken der Kriegsschiffe durch die Schiffe der Task Group 50.17 und übergab Flugbenzin. Die ersten P-47 Jagdflugzeuge hoben noch an diesem Tag ab und flogen nach Saipan. Am 23. Juni griffen japanische Flugzeuge die Schiffe der TG 50.2 an. Wegen der heftigen Gegenwehr aller amerikanischer Schiffe, schaffte kein japanischer Pilot diesen engen Abwehrgürtel zu durchbrechen. Zu dieser Zeit des feindlichen Luftangriffs lag die USS HARADEN längsseits zur USS NATOMA BAY und übernahm frischen Treibstoff. Für die japanischen piloten schien dies ein lohnendes fast unbewegliches Ziel zu sein. Eines der japanischen Bombenflugzeuge ließ gleich vier Bomben über dem Zerstörer aus dem Schacht fallen. Zwei davon schlugen rund 200 Meter entfernt von der Backbordseite des Kriegsschiffes auf dem Wasser auf. Die beiden anderen fielen achtern ins Wasser und richteten keinen Schaden an. Nach diesem feindlichen Luftangriff konnten alle anderen noch auf den Geleitflugzeugträgern verbliebenen amerikanischen Flugzeuge am folgenden Morgen abheben und nach Saipan wechseln. Gleich nachdem das letzte Flugzeug abgehoben hatte, verließen alle Schiffe der TG 50.2 die Gewässer um Saipan und fuhren zu dem Atoll Eniwetok. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 27. Juni und verließen es am 1. Juli wieder. Ihre Fahrt führte sie nach Pearl Harbor. In diesem Hafen machte man die Schiffe der TG am 8. Juli fest. Die USS HARADEN blieb in den Hawaiianischen Gewässern bis zum 15. September und beteiligte sich an mehreren Übungen zur Vorbereitung auf die Kämpfe um die Philippinen und unterzog sich einer Überholung. Für die Teilnahme an den dann folgenden Kämpfen verließ der Zerstörer am 15. September erneut Pearl Harbor und fuhr zum Seeadler Harbour auf der Insel Manus, Admiralitätsinseln. Hier legte das Kriegsschiff am 2. Oktober an. Hier gliederte man die USS HARADEN in die Task Undergroup 77.4.3 ein. Von hier aus sollte das Versprechen von Feldmarschall Douglas McArthur ( 26. Januar 1880 in Little Rock, Arkansas – 5. April 1964 in Washington DC ), die Philippinen zurück zu erobern, eingelöst werden. Nachdem auf dem Zerstörer im Seeadler Harbour die Munitionsvorräte sowie andere Vorräte am 12. Oktober 1944 aufgefrischt waren, legte das Kriegsschiff mit den Schiffen der TG 77.4 ab. Das Kommando über die Task Group 77.4 führte Rear Admiral Thomas Lamison Sprague ( 2. Oktober 1894 in Lima, Ohio – 17. September 1972 in Chula Vista, Kalifornien ) während der Invasion von Leyte, Philippinen. Diese Task Group teilte sich in drei weitere Einheiten auf. In jeder dieser Einheiten befanden sich mehrere Geleitträger sowie Zerstörer und Geleitzerstörer. Die drei Einheiten der Task Group wurden während ihrer Funksprüche als „Die Drei Taffys“ bekannt. Die USS HARADEN gehörte zu „Taffy 3“. Diese Task Undegroup 77.4.3 wurde von Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague ( 8. Januar 1896 in Dorchester, Boston, Massachusetts – 11. April 1955 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „King II“ befehligt. In der TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KALININ BAY ( CVE-68 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS ST LO ( CVE-63 ), USS WHITE PLAINS ( CVE-66 ), USS KITKUN BAY ( CVE-71 ) und USS GAMBIER BAY ( CVE-73 ), die Zerstörer USS HARADEN, USS HALLIGAN, USS JOHNSTON ( DD-557 ), USS HEERMANN ( DD-532 ), USS HOEL ( DD-533 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS HALE ( DD-642 ) und USS PICKING ( DD-685 ) und die Geleitzerstörer USS SAMUEL B ROBERTS ( DE-413 ), USS DENNIS ( DE-405 ), USS JOHN C BUTLER ( DE-339 ) und USS RAYMOND ( DE-341 ). Die Schiffe der Task Group 77.4 legten am 14. Oktober im Seeadler Harbor ab und begann ihre Operation am 18. Oktober 1944 vor Samar um die Landungen auf Leyte zu decken. Aufgabe der Trägerflugzeuge von den Geleitflugzeugträgern der drei Task Undergroups, war es die Lufthoheit über Leyte und dem daran anschließenden Golf zu erringen. Ab dem 20. Oktober begann die Invasion der amerikanischen Soldaten an den Stränden von Leyte. Japanische Piloten versuchten erfolglos die riesige Invasionsflotte der Alliierten zu stoppen. Die kontinuierlichen Angriffe dieser feindlichen Flugzeuge überstand die USS HARADEN ohne einen Schaden davon zu tragen. Dafür konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers mehrere feindliche Flugzeuge abschießen. Am Morgen des 23. Oktober entdeckten amerikanische U-Boote im Südchinesischen Meer eine japanische Flotte, welche in Richtung des amerikanischen Brückenkopfes sich zu bewegte. Unverzüglich meldeten diese U-Boote die Anwesenheit der feindlichen Flotte. Am 25. Oktober 1944 befand sich die „Taffy 3“ nordöstlich von Samar und patrouillierte in ihrem vorgegebenen Planquadrat. Die Northern Air Support Group „Taffy 2“ patrouillierte in zentraler Position vor dem Eingang zum Golf von Leyte und „Taffy 1“ deckte die südlichen Ansätze vom Golf. Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague war in der Annahme, dass die 3. US Flotte unter dem Kommando von Admiral William Frederick Halsey, Jr. ( 30. Oktober 1882 in Elizabeth, New Jersey – 16. August 1959 auf Fishers Island, New York ) im Norden von Samar operierte. Er war völlig überrascht, dass ein Aussichtsposten gegen 6:45 Uhr Flakfeuer im Norden meldete. Drei Minuten später befand sich die „Taffy 3“ im Kreuzfeuer einer japanischen Flotte die Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) befehligte. In dieser japanischen Flotte befanden sich 4 Schlachtschiffe, 6 Schwere Kreuzer, 2 Leichte Kreuzer und 11 Zerstörer. Um die kleine Einheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren, ordnete Rear Admiral Clifton Albert Frederick Sprague an in südliche Richtung zu fliehen. Rear Admiral Thomas Lamison Sprague befahl umgehend, dass die Flugzeuge der Geleitträger sofort zu starten seien um die feindliche Flotte anzugreifen da diese keine Träger mitführte. Die Geleitzerstörer begannen die großen japanischen Schiffe zu attackieren. Es konnten drei Kreuzer versenkt werden. Um 9:11 Uhr beorderte Vizeadmiral Takeo Kurita seine Einheiten aus dem Kampfgeschehen zurück und ließ das Gefecht abbrechen, da eine andere japanische Flotte in der Surigao Straße vollständig vernichtet worden war. Wenige Stunden später erreichten japanische Kamikazepiloten mit ihren Flugzeugen die Schiffe der Task Group 77.4 und stürzten sich darauf. Es wurden mehrere Träger bei diesem Angriff beschädigt und die USS ST LO versenkt. Auch hier verteidigten die Geschützmannschaften die Schweren Schiffe heldenhaft vor den japanischen Angreifern. Am Nachmittag des 26. Oktober verließen die Schiffe der TG 77.4 den Leyte Golf und fuhren zum Seeadler Harbour. In diesen natürlichen Tiefseehafen liefen sie am 1. November ein. Die USS HARADEN blieb bei der Task Group 77.4. Nur wurde diese ab dem 10. November neu zusammengestellt. So befanden sich in dieser TG die beiden Geleitflugzeugträger USS BISMARCK SEA ( CVE-95 ) und USS MAKIN ISLAND ( CVE-93 ) welche von den Zerstörern USS HARADEN, USS HALLIGAN, USS HAGGARD ( DD-555 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS PATTERSON ( DD-392 ) und den Geleitzerstörern USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS COOLBAUGH ( DE-217 ) gesichert wurden. Aufgabe der Geleitflugzeugträger war es Luftunterstützung für die Konvois zwischen Manus Island, Admiralitätsinseln und Leyte, Philippinen und den angelandeten Truppen auf Leyte zu gewährleisten. Die Zerstörer und Geleitzerstörer sollten die beiden Träger vor Luft- und Unterwasserangriffen sichern. Doch noch am selben Tag erschütterte eine gewaltige Explosion, hervorgerufen durch die Detonation von 3.800 Tonnen Munition auf dem Munitionstransportschiff USS MOUNT HOOD ( AE-11 ), den Hafen und zerstörte mehrere Schiffe und tötete unzählige Besatzungsmitglieder davon. Von der USS MOUNT HOOD und deren 350-köpfigen Besatzung selber gab es nichts mehr zu sehen. Von dem Schiff blieb nur ein Fragment von fünf mal drei Metern übrig das in einem durch die Explosion entstandenen Graben auf dem Meeresboden von 300 Metern Länge, 60 Meter Breite und bis zu 12 Metern Tiefe zum liegen kam. Die Besatzung der USS HARADEN half im Hafen bei dem Löschen von Bränden auf anderen Schiffen und transportierte Verwundete an Land. Am 12. November verließen die Schiffe der TG 77.4 den Seeadler Harbour und fuhren zu den Palau Inseln. Diese erreichten sie sechs Tage später. Von dort aus boten die Trägerflugzeuge Luftunterstützung für Schiffskonvois, die zur Insel Leyte unterwegs waren. Bis zum 28. November blieben die Schiffe der TG vor den Palau Inseln. Anschließend ankerten sie in der Kossol Roads bis zum 10. Dezember. Während der Liegezeit integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 77.12.7, die Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, West Virginia – 13. Juni 1972 im Walter – Reed – Militärkrankenhaus in Bethesda, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „Love III“ kommandierte. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ) die von den Zerstörern USS HARADEN, USS TWIGGS ( DD-591 ), USS PATTERSON ( DD-392 ), USS STEMBEL ( DD-644 ), USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS REMEY ( DD-688 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS McGOWAN ( DD-678 ) und USS McDERMUT ( DD-677 ) eskortiert und gesichert wurden. Am 10. Dezember hievten die Schiffe der Task Group 77.12 in der Kossol Roads ihre Anker und fuhren zur philippinischen Insel Mindoro. Die Sulu See erreichten die Schiffe drei Tage später. Vier japanische Flugzeuge griffen an diesem Tag den Verband nördlich von Mindanao bei Baliangao an. Drei der Kamikazepiloten konnten dabei abgeschossen werden noch bevor diese sich auf ein Schiff stürzen konnten. Daran waren auch die Geschützmannschaften der USS HARADEN maßgeblich beteiligt. Der Pilot des vierten Flugzeuges wich den auf ihn abgeschossenen Geschossen nach links aus und stürzte sich in die Backbordseite der USS HARADEN. Dabei fiel der vordere Maschinenraum aus und das Deck wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Zerstörer war nicht mehr manövrierfähig. Die USS TWIGGS ging deshalb längsseits. Das Schadensbekämpfungsteam des Zerstörers wechselte auf das havarierte Schiff über und beteiligte sich an der Bekämpfung der Brände und daran den Zerstörer wieder flott zu bekommen. Außerdem wurde dem Schiffsarzt geholfen die Verwundeten zu versorgen. Aus eigener Kraft konnte dann zwar die USS HARADEN in Richtung Leyte fahren, aber die USS TWIGGS eskortierte den Zerstörer noch, bis ein Hochseeschlepper bei Silino Island erschien und das havarierte Schiff bis in die San Pedro Bay, Leyte begleitete, wo es am 14. Dezember anlegte. Vierzehn Mannschaftsmitglieder der USS HARADEN überlebten diesen Kamikazeangriff nicht und vierundzwanzig weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Verletzten wurden noch am selben Tag von Bord gebracht. Die ersten dringen notwendig gewordenen Reparaturarbeiten begannen ebenfalls noch am selben Tag und dauerten drei Tage. Gleich nach Abschluss dieser ersten Reparaturen verließ die USS HARADEN die San Pedro Bay und fuhr in Richtung Osten. Ziel war die Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. In diese Werft lief der Zerstörer am 14. Januar 1945 ein. Die Reparaturen und die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt dauerten bis zum 19. April. An diesem 19. April verließ das Kriegsschiff die US Westküste und fuhr nach Pearl Harbor, wo es am 25. April eintraf. Die USS HARADEN führte nun bis zum 6. Juli mehrere Eskortierdienstübungen für Amphibienkonvois, die in den Westpazifik begleitet werden sollten, durch. An diesem 6. Juli verließen die Schiffe Pearl Harbor und fuhren zur philippinischen Insel Luzon. In der dortigen Subic Bay begannen weitere Übungen mit den amphibischen Schiffen. Durch die bedingungslose Kapitulation Japans gegenüber den Amerikanern und deren Verbündeten endete am 15. August 1945 der Zweite Weltkrieg im Pazifik. Die USS HARADEN fuhr nun mit Einheiten der 7. US Flotte zur chinesischen Küste und demonstrierte dort unter anderem vor Tsingtao die Stärke der amerikanischen Marine. Damit sollte die angespannte Situation an Land stabilisiert werden. Am 8. September legte der Zerstörer in Jinsen, Korea an. Schon nach wenigen Tagen verließ das Kriegsschiff wieder die koreanische Halbinsel und operierte erneut entlang der chinesischen Küste. In Nordchina kamen amerikanische Invasionstruppen an Bord der USS HARADEN. Der Zerstörer fuhr nun wieder südwärts und erreichte am 29. September den Hafen von Jinsen. Am folgenden Tag begann die amphibische Landung der Besatzungstruppen in der Taku Bay. Bis zum 6. Oktober blieb das Kriegsschiff in den koreanischen Gewässern. Anschließend fuhr die USS HARADEN zur Unterstützung der Besatzungen nach Chefoo, Shanghai, Taku und Tsingtao. Tsingtao verließ das Kriegsschiff am 13. Dezember und fuhr in Richtung Osten aus. Die Fahrt nach San Francisco wurde nur an der Marinebasis Pearl Harbor unterbrochen. Am 3. Januar 1946 erreichte die USS HARADEN San Francisco. Einige Wochen später wechselte der Zerstörer nach San Diego. Hier blieb das Kriegsschiff untätig liegen. Am 2. Juli 1946 stellte man den Zerstörer außer Dienst und versetzte ihn in einen Teil der Pazifikreserveflotte die in San Francisco lag. Am 1. November 1972 strich man den Namen USS HARADEN ( DD-585 ) aus der US Navy – Liste. Danach bereitete man den Schiffskörper zu einem Seeziel um. Im November 1973 versenkte man diesen während einer Übung.


USS HARADEN ( DD-585 )
Commanding Officer

CDR Halle Charles Allen Jr.        16. September 1943 – 1. November 1944
CDR William Henry Watson Jr.        1. November 1944 – 6. Juli 1945
LCDR Leslie James O’Brien Jr.         6. Juli 1945 – 2. Juli  (erreichter Rang RADM)

USS HOWORTH ( DD-592 )

USS HOWORTH ( DD-592 )

Biografie

William L. Howorth
* 16. Juli 1841 in Massachusetts
† ?
war ein Acting Master Maat in der US Navy

Am 29. April 1863 trat William L. Howorth in die US Navy ein und man übergab ihm den Rang eines Acting Master Maat. Man versetzte ihn auf den Holzschraubendampfer USS MONTICELLO ( 1859 ) der zum Nordatlantikblockadegeschwader gehörte welches von Acting Rear Admiral Samuel Phillips Lee ( 13. Februar 1812 – 7. Juni 1897 ) befehligt wurde und vor North Carolina patrouillierte. Lieutenant William Barker Cushing ( 4. November 1842 – 17. Dezember 1874 ) benötigte Freiwillige für eine Erkundungstour vom Cape Fear River bis nach Wilmington. Howorth meldete sich und das Unternehmen startete vom 23. bis zum 24. Juni 1864. Diese Männer sammelten wertvolle Informationen über die Abwehrkräfte der konföderierten Truppen. Das konföderierte Panzerschiff CSS ALBEMARLE überwachte bis zum Sommer 1864 den Roanoke River, als die US Regierung einen Umsetzbaren Plan vorgelegt bekommen wollte wie dieses Panzerschiff vernichtet werden könnte. Lieutenant Cushing legte bis zum Herbst zwei Pläne vor von denen einer später realisiert wurde. Er kaufte in New York zwei Dampfschiffe und ließ diese nach seinen Vorgaben umbauen. Auf ihnen installierte man je eine 12-Pfund-Dahlgren Haubitze und einen 4,3 Meter langen Holm der ins Wasser ragte und an dem eine Sprengladung angebracht wurde. Ein Schiff ging während der Fahrt von New York nach Norfolk, Virginia verloren, aber das zweite auf dem sich Cushing und sieben Offiziere sowie Soldaten, unter ihnen William L. Howorth, befanden, lief in die Mündung des Roanoke River ein. In der Nacht vom 27. zum 28. Oktober 1864 begann die Fahrt flussaufwärts. Cushing wollte gedeckt durch die Dunkelheit das Überraschungsmoment ausnutzen und das Konföderierte Schiff rammen. Aber als man sich den Docks näherte wurden sie entdeckt und die Wachen an beiden Ufern und auch die CSS ALBEMARLE eröffneten das Feuer. Es war jedoch zu spät. Der angebaute Holm am Dampfschiff stieß gegen den gepanzerten Rumpf des Panzerschiffes und die Sprengladung detonierte. Die Explosion schleuderte jeden an Bord des Dampfschiffes ins Wasser. Cushing zog seine Uniform im Wasser aus, schwamm an Land um sich dort bis zum Tageslicht zu verstecken und entkam am Nachmittag zu den flussabwärts liegenden Unionstruppen als die Suchtrupps der Konföderierten ihre Suchaktion abgebrochen hatten. Von den mutigen Männern unter Cushings Befehl ertranken zwei, einer entkam und elf wurden gefangen genommen. Auch Howorth wurde gefangen genommen. Durch dieses Unternehmen wurde in den Rumpf des Panzerschiffes an der Wasserlinie ein großes Loch gerissen und die CSS ALBEMARLE sank sofort in den Schlamm des Roanoke River, so dass ihre Kanonen nicht mehr zu gebrauchen waren. Später eroberten Unionstruppen das Stainless Banner von dem Panzerschiff. Lieutenant Cushing selber stellte in seinem Bericht fest, dass Acting Master Maar William L. Howorth von der USS MONTICELLO während der Expedition gegen die CSS ALBEMARLE auffällige Tapferkeit gezeigt habe. Im Februar 1865 tauschte man mit den konföderierten Truppen Gefangene aus. Unter ihnen war Howorth. Man beförderte ihn zum Acting Master und entließ ihn ehrenvoll im Oktober 1865 aus dem aktiven Dienst. Im folgenden Jahr trat Howorth erneut in die US Navy ein und wurde am 12. März 1868 zum Ensign ernannt. Aus dem Dienst trat Howorth am 4. April 1869 endgültig aus.


USS HOWORTH ( DD-592 )

Schiffsbiografie

Die USS HOWORTH ( DD-592 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Acting Master Maat William L. Howorth benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das einhundertneunte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington wurde am 26. November 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. R. P. Bromley taufte am 10. Januar 1943 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Edward titt Burns ( 5. August 1908 – 20. März 2001 ) stellte am 3. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Endausrüstung begannen vor Bremerton im Puget Sound erste Probefahrten. Anschließend verließ die USS HOWORTH die Gewässer vor dem Bundesstaat Washington und fuhr entlang der US Westküste nach Süden. In der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien legte der Zerstörer am 14. Mai an. Gleich am folgenden Tag begannen erste Übungsfahrten, die bis zum Morgen des 18. Mai andauerten. An diesem Tag kehrte das Kriegsschiff nach San Diego zurück und blieb hier bis zum 22. Mai liegen. Man nahm für die nächste Übungsfahrt Munition an Bord. Am 22. Mai verließ die USS HOWORTH wieder die Marinebasis und man begann die Geschütze zu kalibrieren und übte an den Abwurfgeräten für Torpedos. Diese Übung war am folgenden Tag abgeschlossen und der Zerstörer kehrte in der Nacht vom 23. zum 24. Mai nach San Diego zurück. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 26. Mai liegen damit die Bunker aufgefüllt werden konnten. Am 27. Mai verließ die USS HOWORTH erneut die Marinebasis und beteiligte sich am folgenden Tag, zusammen mit dem Leichten Kreuzer USS DENVER ( CL-58 ), an einer Übung. Hauptthema war die Sicherungsfahrt des Zerstörers für größere Schiffe. Nach dieser Übung lag der Zerstörer vom 30. Mai bis zum 1. Juni erneut in San Diego. Danach kehrte das Kriegsschiff in den Puget Sound zurück. Hier bugsierte man den Zerstörer in ein Trockendock, um die Schiffshülle zu kontrollieren und notwendig gewordene Reparaturen auszuführen. Diese Arbeiten waren Mitte Juli abgeschlossen. Man gliederte den Zerstörer nun in das Zerstörergeschwader 21 ( DesRon 21 ). Am 22. Juli stach die USS HOWORTH wieder in See und eskortierte mehrere Truppentransporter von Bremerton aus zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Diese Marinebasis erreichten die Schiffe am 29. Juli. Hier verblieb der Zerstörer bis zum 25. August und beteiligte sich an mehreren Übungen. An diesem 25. August verließ der Zerstörer Pearl Harbor und eskortierte das Munitionsschiff USS SANGAY ( AE-10 ) bis nach Hollandia, Neuguinea. Hier integrierte man die USS HOWORTH in die Zerstörer Division 41 ( DesDiv 41 ), die zur 7. US Flotte gehörte. Von Hollandia aus fuhr der Zerstörer zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Hier warteten mehrere Versorgungsschiffe auf ihre Eskorte. Die USS HOWORTH übernahm während der Fahrt zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und nach Morotai Island, Nordmolukken die Sicherung vor feindlichen U-Booten. Diese Insel erreichten die Schiffe am 30. September. Auf dieser Fahrt und den dann folgenden zwei Wochen vor Morotai sammelte die Mannschaft des Zerstörers erste Kampferfahrungen. Ab dem 16. Oktober integrierte man die USS HOWORTH in die Task Force 77 ein. Die Aufgabe des Zerstörers bestand dort darin, zur philippinischen Insel Leyte zu fahren. Dort hatte ab dem 20. Oktober die Landeoperation gegen die japanischen Verteidiger begonnen. Das Kriegsschiff selber erreichte am 22. Oktober die Anlandungszone und bewachte die dort vor Anker liegenden Transportschiffe, während ab dem 24. Oktober mehrere amerikanische Kampfverbände sich in drei Schlachten am Golf von Leyte erfolgreich gegen drei anrückende japanische Flotten schlugen. Ab Anfang November bis zum 5. Dezember eskortierte die USS HOWORTH mehrere Schiffskonvois nach Kossol Roads, Palau Islands; Guam, Nördliche Marianen und zum Seeadler Harbour, Manus Island. An diesem 5. Dezember erreichte der Zerstörer wieder die San Pedro Bay, Leyte. Hier versetzte man den Zerstörer in die Task Group 78.3, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 in Portland, Oregon – 1. Mai 1983 ) befehligte. Die Kriegsschiffe der TG sollten in der Ormoc Bay die amphibische Landeoperation von zwei Regimentern der 77. Infanteriedivision überwachen und unterstützen. In der TG 78.3 befanden sich die Zerstörer USS HOWORTH, USS EDWARDS ( DD-619 ), USS FLETCHER ( DD-445 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ), USS REID ( DD-369 ), USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS SMITH ( DD-378 ), USS WALKE ( DD-723 ), USS BARTON ( DD-722 ) und USS LAFFEY ( DD-724 ), die Schnellen Truppentransporter USS WARD ( APD-16 ), USS LIDDLE ( APD-60 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS CROSBY ( APD-17 ), USS LLOYD ( APD-63 ), USS COFER ( APD-62 ) und USS KEPHART ( APD-61 ), die Minensucher USS SAUNTER ( AM295 ) und USS SCOUT ( AM-296 ), das Panzerlandungsschiff LST-737, 27 Infanterielandungsfahrzeuge und 12 Mittlere Landungsschiffe. Zur Freien Verwendung standen die Zerstörer USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS O´BANNON ( DD-450 ), USS NEWCOMB ( DD-586 ), USS CALDWELL ( DD-605 ), USS COGHLAN ( DD-606 ) und USS BUSH ( DD-529 ) zur Verfügung. Am 6. Dezember 1944 verließen die Schiffe der TG den Leyte Golf. Am folgenden Morgen befanden sie sich schon in der Position bei Village, Ormoc Bay und begannen mit dem Angriff und der Landeoperation. In diesen Minuten griffen japanische Kamikazepiloten den Verband an. Diese stürzten sich trotz großer Gegenwehr auf den Zerstörer USS MAHAN und dem Schnellen Truppentransporter USS WARD und versenkten beide. Der Zerstörer USS LAMSON und der Schnelle Truppentransporter USS LIDDLE wurden schwer beschädigt genauso wie mehrere Mittlere Landungsschiffe und das Panzerlandungsschiff. Die Geschützmannschaften der USS HOWORTH beteiligten sich an dem Abschuss mehrere dieser Kamikazepiloten. Der Motor eines dieser feindlichen Flugzeuge hatte schon mehrere Treffer erhalten und brannte. Doch der japanische Pilot steuerte mit einer Todesverachtung diese todbringende Maschine direkt auf die USS HOWORTH zu. Zum Glück hatten seine Höhenruder ebenfalls mehrere Treffer erhalten und ließen sich nicht mehr bewegen. Daher raste das Flugzeug über den Zerstörer hinweg, riss nur die Aufbauten vom Mast ab und stürzte anschließend ins Meer. Daraufhin zog man das Kriegsschiff aus der Ormoc Bay zurück und es fuhr in Richtung San Pedro Bay. Hier sollte der Zerstörer in die Task Undergroup 78.3.8. In dieser TU befanden sich zur Sicherung der amphibischen Landungsschiffe die Zerstörer USS HOWORTH, USS BUSH, USS O´BANNON, USS NEWCOMB, USS HALFORD ( DD-480 ), USS LA VALETTE ( DD-448 ) und USS HOPEWELL ( DD-681 ). Diese Kriegsschiffe sollten in der Ormoc Bay die Sicherung für die Anlandungen von alliierten Soldaten übernehmen. Am 8. Dezember legten die Schiffe in der San Pedro Bay ab. Die Zerstörer und die Infanterie- und Mittleren Landungsschiffe erreichten am folgenden Tag die Ormoc Bay. Sofort gingen die Marines an Land während die Zerstörer mit ihren Schiffsgeschützen japanische Küstenbefestigungen beschossen. Danach eskortierten die Zerstörer die amphibischen Landungsschiffe nach Leyte zurück. Am 10. Dezember verließ die USS HOWORTH wieder die Ormoc Bay und fuhr zur San Pedro Bay. Hier gliederte man den Zerstörer in die Task Group 78.3 ein, die von Rear Admiral Arthur Dewey Struble während der Operation „Love III“, der Invasion von Mindoro, Philippinen und Western Visayas, befehligt wurde. In der TG 78.3 befand sich der Leichte Kreuzer USS NASHVILLE, die Zerstörer USS HOWORTH, USS BUSH, USS LAFFEY, USS WALKE, USS DASHIELL ( DD-659 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS INGRAHAM ( DD-694 ), USS MOALE ( DD-693 ), USS ALLEN M SUMNER ( DD-692 ), USS O´BRIEN ( DD-725 ) und USS BARTON ( DD-722 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS SCHLEY ( APD-14 ), USS KILTY ( APD-15 ), USS COFER ( APD-62 ), USS LLOYD ( APD-63 ), USS KEPHART ( APD-61 ) und zwei weitere, dreißig Panzerlandungsschiffe, zwölf Mittlere Landungsschiffe, einunddreißig Infanterielandungsboote, zwölf große und sieben kleine Minensucher und vierzehn kleine Landungsfahrzeuge. Die Schiffe der TG 78.3 legten am 11. Dezember in der San Pedro Bay ab. Schon zwei Tage später kreisten die ersten Kamikazepiloten am Himmel und begannen sich auf den Schiffsverband zu stürzen, der die erste Verstärkungsgruppe heranführte. Da befanden sich die Schiffe zwischen Negros Island und Mindoro. Während dieses Luftangriffes wurde die USS NASHVILLE, das Flaggschiff des Verbandes, schwer beschädigt und musste umkehren. Einhundertdreiunddreißig Offiziere und Mannschaftsmitglieder aus den Führungsstäben fanden bei dem Angriff auf dem Leichten Kreuzer den Tod. Die Mannschaft der USS HOWORTH unterstützte die Invasionstruppen mit dem Beschuss auf feindliche Ziele in Küstennähe, beteiligte sich am Beschuss der Kamikazepiloten und patrouillierte entlang der Flanken der Flotte. Am 15. Dezember konnte der Zerstörer einem japanischen Flugzeug nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde vor Mindoro leicht beschädigt. Das hinderte die USS HOWORTH aber nicht nach Hollandia zu fahren, wo mehrere Versorgungsschiffe lagen und auf ihre Eskorte nach Leyte warteten. Am 28. Dezember erreichte der Zerstörer den Hafen von Hollandia. Noch am selben Tag kehrte das Kriegsschiff in die San Pedro Bay, Leyte zurück. Hier integrierte man die USS HOWORTH in die Task group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befanden sich neben der USS HOWORTH noch die beiden Geleitzerstörer USS McNULTY ( DE-581 ) und USS GEORGE A. JOHNSON ( DE-583 ). Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die San Pedro Bay und eskortierten Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait. Am 12. Januar griffen vier Kamikazepiloten den Schiffsverband an. Doch die Geschützmannschaften der drei Kriegsschiffe konnten diesen Angriff erfolgreich abwehren. Am Morgen des folgenden Tages erreichten die Nachschubschiffe den Lingayen Golf und wurden sogleich entladen. Noch am selben Tag verließ die USS HOWORTH die TG 78.9 und wechselte zur Task Group 77.2, der Bombardement und Fire Support Group, die Rear Admiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) befehligte. Hier sicherte der Zerstörer die Schweren Einheiten vor Luft- und U-Boot-Angriffen. Außerdem beteiligte sich die USS HOWORTH ebenfalls an dem Beschuss japanischer Stellungen auf Luzon, die sich in Küstennähe befanden. Am Morgen des 15. Februar verließ der Zerstörer die TG und fuhr nach Saipan, Nördliche Marianen. In den dort ausgebauten Hafen lief das Kriegsschiff noch am selben Abend ein. Man füllte hier die Munition-, Treibstoff- und Proviantbunker auf dem Schiff auf. Gleich nach Abschluss der Arbeiten verließ das Kriegsschiff wieder Saipan und eilte der Task Force 54, die an der Operation „Detachment“ beteiligt war, hinterher, in die es versetzt worden war. Die TF erreichte die USS HOWORTH am 19. Februar. Diese TF befehligte Rear Admiral Bertram Joseph Rodgers ( 19. März 1894 in Knoxville, Pennsylvania – 30. November 1983 in Coronado, Kalifornien ). In dieser TF befanden sich die Schlachtschiffe USS TENNESSEE ( BB-43 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ) und ab dem 19. Februar USS WEST VIRGINIA ( BB-48 ), die Schweren Kreuzer USS TUSCALOOSA ( CA-37 ), USS CHESTER ( CA-27 ), USS PENSACOLA ( CA-24 ) und USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ), der Leichte Kreuzer USS VICKSBURG ( CL-86 ), die Zerstörer USS HOWORTH, USS NEWCOMB, USS MULLANY ( DD-528 ), USS HEYWOOD L EDWARDS ( DD-663 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS BRYANT ( DD-665 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS LEUTZE ( DD-481 ), USS CUMMINGS ( DD-365 ), USS TERRY ( DD-513 ), USS CLARENCE K BRONSON ( DD-668 ), USS COTTEN ( DD-669 ), USS DORTCH ( DD-670 ), USS GATLING ( DD-671 ), USS HEALY ( DD-672 ), USS HALL ( DD-583 ), USS HALLIGAN ( DD-584 ), USS PAUL HAMILTON ( DD-590 ) und USS TWIGGS ( DD-591 ), der Zerstörer und Minensucher USS HENRY A WILEY ( DM-29 ), die Schnellen Truppentransporter USS WATERS ( APD-8 ) und USS GILMER ( APD-11 ). Am 10. Februar hatten alle Schiffe der TF 54 und der TF 52 vom Atoll Ulithi abgelegt und erreichten fünf Tage später die japanische Insel Iwo Jima. Ab dem 16. Februar wurden durch die Schlachtschiffe und Kreuzer küstennahe japanische Stellungen beschossen. Die Wirkung des Bombardements bleibt aber wegen schlechter Sicht unzureichend. Gleich am folgenden Tag wurde nach Sonnenaufgang und besserem Wetter das Bombardement fortgesetzt. Es entspann sich ein heftiger Schusswechsel auf beiden Seiten der zu zahlreichen Ausfällen führte. Da die Japaner aber am Abend immer noch nicht vollständig aus ihren küstennahen Stellungen vertrieben worden waren, setzte man am 18. Februar den Beschuss von den amerikanischen Schiffen auf feindliche Stellungen weiter fort. Die Landeoperation begann am 19. Februar. Die USS HOWORTH erreichte an diesem Tag die Task Force 54. Sofort übernahm der Zerstörer die Sicherung der Schweren Schiffe vor Luftangriffe. Außerdem beteiligten sich die Geschützmannschaften an dem Beschuss von japanischen Stellungen in den Höhlen auf dem Mount Suribachi, in denen die Japaner ihre Maschinengewehrnester aufgebaut hatten. Bis zum 14. März behielt die USS HOWORTH ihre Position bei und unterstützte die Landungstruppen. Das Kriegsschiff verließ an diesem Tage wieder Iwo Jima, da die Kämpfe um die Insel abgeschlossen waren, und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen. Hier stellte man die Schiffe der Task force 53 zusammen. Die USS HOWORTH integrierte man in die Task Group 53.6, die Captain J. H. Wellings kommandierte und zur Sicherung der Transportschiffe der Task Group 53.2 während der Operation „Iceberg“ abgestellt worden. In der TG befanden sich die Zerstörer USS HOWORTH, USS PRINGLE ( DD-477 ), USS STERETT ( DD-407 ), USS WILSON ( DD-408 ), USS STANLY ( DD-478 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS MASSEY ( DD-778 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS LANG ( DD-399 ), USS HUTCHINS ( DD-476 ) und USS STACK ( DD-406 ), die Geleitzerstörer USS GENDREAU ( DE-639 ), USS FIEBERLING ( DE-640 ), USS WILLIAM C CODE ( DE-641 ), USS PAUL G BAKER ( DE-642 ) und USS BEBAS ( DE-10 ), die Schnellen Truppentransporter USS CHARLES LAWRENCE ( APD-37 ) und USS ROPER ( APD-20 ), zwei U-Boot-Jäger-Geleitboote und ein U-Boot-Jäger. Am 15. März verließen die meisten Schiffe der TG 53.6 den Hafen von Port Purvis, Tulagi und fuhren nach Okinawa. Die USS HOWORTH selber legte am 26. März vom Atoll Ulithi ab und fuhr zu den Schiffen der TG 53.6. Der Angriff auf Okinawa, die letzte japanische Insel vor den Hauptinseln, erfolgte ab dem 1. April 1945. Gleich nach dem erreichen der Insel unterstützte der Zerstörer mit seinen Schiffsgeschützen die beginnende Landeaktion. Noch am selben Tag versetzte man das Kriegsschiff in die Task Group 51.5. Aufgabe der dort eingesetzten Zerstörer bestand darin, auf der zugewiesenen Radarvorpostenstation alle anderen Schiffe vor anfliegenden feindlichen Flugzeugen zu warnen und wenn möglich diese feindlichen Flugzeuge zu vernichten. Am 6. April eskortierte die USS HOWORTH zusammen mit dem Zerstörer USS NEWCOMB und dem Leichten Kreuzer USS ST LOUIS ( CL-49 ) mehrere Minensucher von der Insel Ie Jima nach Okinawa. Mindestens vierzig feindliche Flugzeuge waren da in der Luft die man beobachten konnte. Die USS HOWORTH nahm nun wieder ihre Radarvorpostenstation ein, das war rund 6 Seemeilen nordnordwestlich von Zampa Misaki. Noch vor 16:00 Uhr griffen acht japanische Kamikazepiloten die drei amerikanischen Kriegsschiffe an. Trotz einer niedrigen Wolkendecke und schlechter Sicht können zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen oder abgewehrt werden. Eines der Flugzeuge schaffte es aber und schlug in die Aufbauten der USS HOWORTH ein. Während der dann beginnenden Brände und der Explosion wurden auf dem Zerstörer sieben Mannschaftsmitglieder getötet und vierzehn zum Teil schwer verletzt. Die Brände waren sehr schnell gelöscht. Das Kriegsschiff blieb daher Einsatztauglich und blieb auf seiner Radarvorpostenstation. Doch die USS HOWORTH sollte dann doch das Einsatzgebiet verlassen und sich für die Reparaturarbeiten an die US Westküste begeben. Dazu integrierte man den Zerstörer in die Task Undergroup 51.29.11. In dieser TU befand sich außerdem der Geleitzerstörer USS FIEBERLING ( DE-640 ) und der Schnelle Truppentransporter USS BARR ( APD-39 ). Am 10. April verließen diese drei Schiffe und die der Task Undergroup 51.29.12 die Gewässer von Okinawa und fuhren in Richtung Saipan. Auf dem Weg dorthin trifft man auf das japanische U-Boot IJN I-44. Sofort beginnt die USS HOWORTH mit der Jagd und wirft mehrere Hedgehogs über Bord. Die dadurch erzeugten Unterwasserexplosionen beschädigen das feindliche U-Boot, aber es kann entkommen. Es wird am 29. April durch einen Torpedobomber, der auf dem Geleitflugzeugträger USS TULAGI ( CVE-72 ) stationiert ist, in aufgetauchter Position gesichtet und versenkt. Nachdem Saipan erreicht worden war, trennten sich die drei Schiffe. Die USS HOWORTH fuhr nun alleine an die kalifornische Küste. In der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien traf der Zerstörer am 2. Mai ein. Hier begannen sofort umfangreiche Reparaturarbeiten und eine gründliche Überholung. Anfang Juli war dies abgeschlossen und es begannen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Diese waren am 15. Juli abgeschlossen und das Kriegsschiff verließ wieder die US Westküste. Erstes Ziel war die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor. Anfang August verließ die USS HOWORTH wieder diese Basis und fuhr nach Adak, Aleuten. Am 15. August war der Zerstörer noch auf dem Weg dorthin, da erfuhr man von der bedingungslosen Kapitulation Japans, womit der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik für die amerikanischen Soldaten ein Ende hatte. Wenige Tage später erreichte das Kriegsschiff den Zielhafen Adak und wurde hier in die Task Force 44 integriert, die Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 – 23. April 1973 ) befehligte. In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS HOWORTH, USS HALFORD ( DD-480 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und der Geleitzerstörer USS MILLS ( DE-383 ). Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September den Norden von Honshu und zwei Tage später lagen sie in der Ominato Naval Base. Die USS HOWORTH fuhr von dort aus weiter und erreichte am 17. September Yokohama. Von hier aus eskortierte der Zerstörer mehrere Konvois zwischen den japanischen Gewässern und Pearl Harbor. Die letzte Konvoifahrt trat das Kriegsschiff am 11. November an. Siebzehn Tage später legte die USS HOWORTH im Hafen von San Francisco, Kalifornien an. Von hier aus wechselte der Zerstörer nach San Diego, wo er am 30. April 1946 außer Dienst gestellt und in die Pazifikreserveflotte versetzt wurde. Den Namen USS HOWORTH ( DD-592 ) strich man am 1. Juni 1961 von der US Navy – Liste. Umgehend begann man dann mit der Umrüstung zum Zielschiff. Die amerikanischen U-Boote USS VOLADOR ( SS-490 ) und USS SALMON ( SS-573 ) übten am 8. März 1962 vor San Clemente Island, Kalifornien mit Torpedos Zielschießen und versenkten dabei den Zerstörer.


USS HOWORTH ( DD-592 )
Commanding Officer

CDR Edward Stitt Burns          3. April 1944 – 5. Juni 1945
LCDR William Lewis Thompson      5. Juni 1945 – 30. April 1946

USS PARKER ( DD-48 )

USS PARKER ( DD-48 )

Biografie

Foxhall Alexander Parker, Jr.
* 5. August 1821 in New York
† 10. Juni 1879 in Annapolis, Maryland
war ein Offizier in der United States Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

Alexander Foxhall Parker war der Sohn von Alexander Foxhall Parker, Sr. ( 1788 – 23. November 1857 ), der ein Offizier in der US Navy war, und Sarah Jay Bogardus ( geboren 1794 ), einer Tochter von General Robert Bogardus ( 22. Mai 1771 – 12. September 1841 ). Er hatte einen Bruder, William Harwar Parker ( 8. Oktober 1826 – 30. Dezember 1896 ), der ebenfalls in der US Navy diente. Alexander Parker, Jr. wurde am 11. März 1837 zum Midshipman ernannt. Seine ersten Jahre an Bord verbrachte er im Westindischen Geschwader. Später versetzte man ihn auf die Philadelphia Naval School wo er bis 1843 studierte. Unter dem Kommando von seinem Vater, diente der junge Parker 1842 auf der USS CONSTITUTION ( 1797 ). Auch auf der Fregatte USS BRANYWINE ( 1825 ) diente er unter seinem Vater. Am 21. September 1850 beförderte man ihn zum Lieutenant und setzte ihn gegen die Florida Indianer, auf den Great Lakes, dem Mittelmeer, dem Pazifik und für Küstenvermessungen ein. Von 1861 bis 1862 war Parker Exekutive Officer auf der Washington Navy Yard in Washington DC. Während des amerikanischen Bürgerkrieges arbeitete er eng mit der Potomac Armee zusammen zum Schutz von Alexandria, Virginia nach der Ersten Schlacht von Bull Run am 21. Juli 1861. Parker baute in dieser Zeit mit 2.000 Seeleuten Fort Dahlgren auf um in Washington DC wieder für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. In diesem Fort ließ er die Seeleute an der Artillerie und an Handfeuerwaffen ausbilden und schickte sie danach zur Mississippi Flotte die unter dem Kommando von Admiral Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 – 26. Juni 1863 ) stand. Am 16. Juli 1862 übertrug man Parker das Kommando über das Seitenraddampfkanonenboot USS MAHASKA ( 1861 ) das unter anderen mit der Dampfschraubenfregatte USS WABASH ( 1855 ), auf ihr diente Leichtmatrose Oscar Walter Farenholt ( 2. Mai 1845 – 30. Juni 1920 ), in der Chesapeake Bay eine Seeblockade gegen Charleston bis September 1863 hielt. Danach übernahm Parker das Kommando über eine Navy Batterie mit der das Fort Sumter bombardiert wurde. Nachdem das Fort eingenommen wurde, übernahm Parker vom 31. Dezember 1863 bis zum 31. Juli 1865 die Potomac Flotte in der sich bis zu 42 Schiffe befanden. Mit dieser Flotte wurden in den angrenzenden Flüssen des Potomac konföderierte Einheiten bekämpft. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg beförderte man Parker 1866 zum Captain. Im Jahre 1872 erhielt er den Rang des Commodore zugesprochen und erhielt den Posten des Stabschefs der Nordatlantikflotte. In dieser Zeit entwickelte er den Kodex von taktischen Signalen für Dampfschiffe. Außerdem war Parker einer von 15 Navy Offizieren die am 9. Oktober 1873 das United States Naval Institut gründeten. Mit dabei waren Rear Admiral John Lorimer Worden ( 12. März 1818 – 19. Oktober 1897 ), Lieutenant Charles Eugene Belknap ( 17. oktober 1846 – 16. Januar 1929 ), Commander Edward A. Terry ( 24. Januar 1839 – 1. Juni 1882 ), Commander Samuel Dana Greene ( 11. Februar 1839 – 11. Dezember 1884 ), Chefingenieur C. H. Baker, der medizinische Direktor Philip Lansdale, Pay Inspektor James Murray, die Lieutenant Commander P. E. Harrington, J. E. Craig, Caspar Frederick Goodrich ( 7. Januar 1847 – 26. Januar 1925 ), P. H. Cooper und C. J. Train, sowie der Lieutenant Willard Herbert Brownson ( 8. Juli 1845 – 16. März 1935 ) und Navy Corps Captain Tilton McLane ( 25. September 1836 – 1914 ). In den Jahren 1877 und 1878 war Parker Kommandant der Boston Navy Yard. Vom 1. Juli 1878 an war Parker Superintendent der United States Naval Academy in Annapolis. Er verstarb am 10. Juni 1879 in Annapolis. Sein Bruder William Harwar Parker kämpfte währed des amerikanischen Bürgerkrieges auf der Seite Der Konföderierten.

Zwei Schiffe wurden zu Ehren von Commodore Alexander Foxhall Parker, Jr. in der US Navy benannt.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS PARKER ( DD-48 ) aus der AYLWIN – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS PARKER ( DD-604 ) aus der BENSON – Klasse.


USS PARKER ( DD-48 )

Schiffsbiografie

Die USS PARKER ( DD-48 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commodore Foxhall Alexander Parker, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das zweite Schiff aus der AYLWIN – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 11. März 1912 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Henry W. Hand, Ehefrau des Vizepräsidenten der William Cramp & Sons, taufte am 8. Februar 1913 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Charles Preston Nelson stellte am 30. Dezember 1913 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Von Februar an bis März 1914 führte die Mannschaft der USS PARKER mit dem Kriegsschiff eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt durch, die es bis in die Karibik führte. Nach der Rückkehr wurde der Heimathafen des Schiffes Hampton Roads, Virginia. Hier integrierte man den Zerstörer in die Torpedo Flottille der Atlantikflotte, welche während der amerikanischen Neutralität während des Ersten Weltkrieges vor der US Ostküste operierte. Am 6. April legte der Zerstörer zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS AYLWIN ( DD-47 ) und USS BENHAM ( DD-49 ) im Hafen von Hampton Roads ab, um sich vor der Küste von North Carolina an einer umfangreichen Übung zu beteiligen. Alle drei Schiffe befanden sich wenig später in der Nähe des Diamond Shoals Lightship, das etwa 15 Seemeilen vor der Küste verankert war. Da riss eine Explosion auf der USS AYLWIN den Feuerraum eines Heizkessels auseinander. Drei Heizer und Kesselwärter, die sich in der Nähe befanden, wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Sofort übergab man diese an Bord der USS BENHAM. LCDR Train, Kommandant der USS BENHAM, ließ den Zerstörer unter vollem Dampf in Richtung Norfolk, Virginia mit über 29 Knoten Geschwindigkeit durchs Wasser pflügen um die Verletzten ins dortige Marinekrankenhaus zu bringen. Auf der Fahrt erlag aber schon der erste Verwundete seinen Brandverletzungen. Ein zweiter verstarb kurze Zeit später, da legte das Schiff gerade an. Die USS AYLWIN selber blieb aber in Takt, jedoch musste die gesamte Besatzung auf die USS PARKER wechseln. Zusammen mit dem Flottenschlepper USS SONOMA ( AT-12 ) wurde der havarierte Zerstörer nach Norfolk geschleppt. Die Besatzungen aller drei Zerstörer sammelten nach ihrer Hafenankunft für die Witwe des einen verstorbenen Seemannes 250 Dollar zur Bestreitung der Bestattungskosten. Am 28. Juli 1914 begann der Erste Weltkrieg mit der Kriegserklärung von Österreich-Ungarn gegen Serbien. Nach dem Eintritt Deutschlands in diesen Krieg am 1. August 1914, begann man in den amerikanischen Häfen mit der Internierung deutscher Schiffe. Die USS PARKER stationierte man daher zusammen mit dem Zerstörer USS McDOUGAL ( DD-54 ) im Hafen von New York vor dieser Internierungsstation. Denn Dudley Field Malone ( 3. Juni 1882 in New York City – 5. Oktober 1950 in Culver City, Los Angeles, Kalifornien ), der Collector of Customs at the Port of New York, hatte die Bedenken geäußert, dass einige internierte deutsche Dampfer während eines aufziehenden Wintersturmes versuchen könnten aus dem Hafen auszubrechen. Während einer dieser Patrouillenfahrten befand sich Malone an Bord der USS McDOUGAL. Dabei entdeckte man die Echtheit der weitverbreiteten Verschwörungstheorie, die die New York Times so nannte, dass britische Kriegsschiffe außerhalb der US Hoheitsgewässer dort all ihre Bunker von amerikanischen Schiffen gefüllt bekamen. Das widersprach der amerikanischen Neutralität. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete die Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS McDOUGAL, USS AMMEN ( DD-35 ), USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS CASSIN ( DD-43 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS JARVIS ( DD-38 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS TRIPPE ( DD-33 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS PARKER ( DD-48 ) und USS DOWNES ( DD-45 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Die USS PARKER kreuzte anschließend in der Karibik und nahm dort von Januar bis Mai 1916 an Flottenmanövern teil. In dieser Zeit, wenn kein Manöver anstand, beteiligte sich der Zerstörer an Neutralitätspatrouillen. Diese Wintermanöver wurden dann auch wieder ab Januar 1917 in der Karibik durchgeführt, an denen sich die US PARKER ebenfalls beteiligte. Da sich aber die Spannungen zwischen den USA und dem Kaiserreich Deutschland immer mehr verschärften, verließ der Zerstörer im März die Karibik und fuhr nach Yorktown, Virginia und schloss sich der dort wartenden US Flotte an. Am 6. April 1917 trat die USA mit der Kriegserklärung gegen das Kaiserreich Deutschland in den Ersten Weltkrieg ein. Die USS PARKER wählte man für den Überseedienst aus. Am 17. Juni übernahm der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern USS AMMEN ( DD-35 ), USS FLUSSER ( DD-20 ) und USS SHAW ( DD-68 ) die Eskorte für die vierte Gruppe des ersten amerikanischen Konvois der Einheiten der American Expeditionary Force. Dieser Schiffskonvoi bestand aus den Army Transportern USAT MONTANAN, USAT DAKOTAN, USAT EL OCCIDENTE und USAT EDWARD KUCKENBACH, das Transportschiff USS HANCOCK ( AP-3 ) und der Hochseeöler USS KANAWHA ( AO-1 ). Außerdem beteiligte sich an der Sicherung dieses Schiffskonvois der geschützte Kreuzer USS ST LOUIS ( C-20 ). Am 17. Juni legten diese Schiffe im Hafen von New York ab und fuhren mit einer Geschwindigkeit von 11 Knoten über den Atlantik mit dem Ziel Brest, Frankreich. Da aber Meldungen von vereitelten U-Boot Angriffen auf die erste Gruppe und schwere feindliche U-Boot Aktivitäten vor Brest empfangen werden konnten, änderte man den Zielhafen der vierten Gruppe. Am 2. Juli liefen diese Schiffe im Hafen von St. Nazaire, Frankreich ein. Die USS PARKER selber verließ die St. Nizaire den Schiffskonvoi und fuhr nach Queenstown, Irland. Hier schloss sich der Zerstörer der US Naval Forces an, die entlang der irischen Küste patrouillierte. Von Queenstown aus eskortierte der Zerstörer mehrere Schiffskonvois sich durch das Kriegsgebiet und unterstützte Schiffe die in Seenot geraten waren. Von Juli bis zum 1. November 1918 verlegte man die USS PARKER nach Plymouth, England. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer an der Suche und der Vernichtung von deutschen U-Booten, denn darin hatte die Schiffsbesatzung schon einige Erfahrungen sammeln können. So traf das Kriegsschiff während des Ersten Weltkrieges in europäischen Gewässern schon des Öfteren auf diese feindlichen Schiffe. So wurde der USS PARKER am 3. August 1917 die wahrscheinlich ernsthafte Beschädigung eines deutschen U-Bootes gutgeschrieben. Außerdem half die Besatzung des Zerstörers am 26. Februar 1918 bei der Rettung von neun Überlebenden des britischen Hospitalschiffes HMHS GLENART CASTLE ( 6.824 BRT ), das von dem deutschen U-Boot SM UC 56, Kommandant Oberleutnant zur See Wilhelm Kiesewetter ( 28. Oktober 1878 in Leipzig – ? ), in der Nähe von Hartland Point, Devon, England torpediert und versenkt worden war. Das Hospitalschiff sank innerhalb von acht Minuten. 162 Menschenleben forderte der Untergang. Darunter war der Kapitän des Hospitalschiffes, Bernhard Burt, acht Krankenschwestern, sieben medizinische Offiziere des Royal Army Medical Corps, 47 Sanitäter und 99 Verletzte. Unter den getöteten Krankenschwestern war auch die Matron vom Hospitalschiff, Miss Kate Beaufoy ( 1868 – 26. Februar 1918 ), eine Veteranin des südafrikanischen Krieges und der Gallipoli Kampagne. Nach dem Krieg ließ die britische Admiralität die Kapitäne von deutschen U-Booten suchen, die Hospitalschiffe versenkt hatten, um sie des Kriegsverbrechens anzuklagen. Kapitänleutnant der Reserve Kiesewetter wurde nach dem Krieg auf seiner Rückreise nach Deutschland verhaftet und im Tower von London interniert. Doch man ließ ihn schon nach wenigen Wochen wieder frei. Die Begründung dazu lautete, dass Großbritannien kein recht habe einen Gefangenen während des Waffenstillstandes zu behalten. Die USS PARKER indes verließ am 1. November 1918 Plymouth und fuhr nach Gibraltar. Hier sollte der Zerstörer die Meerenge vor den deutschen U-Booten sichern. Aber schon wenige Tage später war der Erste Weltkrieg mit dem unterzeichnen des Waffenstillstandes aller Kriegsparteien beendet. Das Kriegsschiff kehrte daraufhin nach Plymouth zurück. Von dort aus begann dann die USS PARKER zwischen Plymouth und Brest Post und Passagiere zu transportieren. Der Zerstörer unternahm Anfang 1919 eine Kreuzfahrt zu deutschen Häfen an der Nordsee, um die Bedingungen des Waffenstillstandes zu kontrollieren und umzusetzen. Anschließend wechselte das Kriegsschiff in die Ostsee und unterstützte dort die Mitglieder und Schiffe der amerikanischen Hilfsverwaltung. Die USS PARKER verließ am 20. Juli 1919 die europäischen Gewässer und fuhr nach New York. Bei der Ankunft des Zerstörers versetzte man ihn dort innerhalb der Atlantikflotte in das Zerstörergeschwader 1. Gleich danach wechselte das Kriegsschiff in seinen neuen Heimathafen Norfolk, Virginia. Hier blieb die USS PARKER bis Mitte 1921 stationiert. Zwischenzeitlich wechselte der Zerstörer ab Juli 1920 ins Mittelmeer und beteiligte sich an der Suche nach einem vermissten amerikanischen Missionarsehepaar, Paul Nilson und Harriet Fisher Nilson, die von türkischen Nationalisten entführt worden waren. Die USS PARKER wurde dafür nach Mersina entsandt, um die Freilassung des Paares zu fordern. Die daraus resultierenden Nachrichten wurden per Flugzeug nach Tarsus und Adana geschickt. Nach der erfolgreichen Rückkehr des Zerstörers samt dem Ehepaar an der US Ostküste, unternahm das Kriegsschiff eine letzte Kreuzfahrt. Diese endete in Newport, Rhode Island. Hier stellte man das Kriegsschiff am 6. Juni 1922 außer Dienst und versetzte es in die Reserveflotte. Den Namen USS PARKER ( DD-48 ) strich man am 8. März 1935 von der US Navy – Liste. Nach der Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 23. April 1935 zum verschrotten.


USS PARKER ( DD-48 )
Commanding Officer

LCDR Charles Preston Nelson          30. Dezember 1913 – 18. März 1915 (erreichter Rang RADM)
LCDR Ward Kenneth Wortman        18. März 1915 – 8. April 1916
LT William Donaldson Greetham         8. April 1916 – 27. Juni 1916
LT Halsey Powell        27. Juni 1916 – 6. Oktober 1917
LCDR Frank Robert McCrary          6. Oktober 1917 – 8. Mai 1918
LCDR Wilson Brown Jr.         8. Mai 1918 – 15. Januar 1919
LCDR Wallace Benjamin Phillips        15. Januar 1919 – 11. Mai 1919
LCDR John Howard Wellbrock         11. Mai 1920 – 6. Juni 1921
LT Harold Samuel Klein        6. Juni 1921 – 1. Januar 1922
LT David Carl Fox          1. Januar 1922 – 6. Juni 1922

USS AYLWIN ( DD-47 )

USS AYLWIN ( DD-47 )

Biografie

John Cushing Aylwin
* 14. Juni 1778 in Quebec, Kanada
† 28. Januar 1813
war ein Offizier in der United States Navy während des Krieges von 1812.

Aylwin arbeitete auf britischen Schiffen schon seit frühestem Alter. Obwohl er nie in den Listen der Royal Navy eingetragen war, bekam er immer mehr Verantwortung übertragen und wurde 1795 zum Maat ernannt. Aylwin weigerte sich das Angebot als Ensign anzunehmen, wollte aber weiterhin zur See fahren. Daraufhin hat man ihn gegen seinen Willen für weitere sechs Jahre festgehalten. Durch eine Krankheit kehrte er in seine Heimat zurück. Nach der Genesung war er als Captain für mehrere Handelsschiffe aus Boston, Massachusetts tätig. Als der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien 1812 ausbrach erhielt Aylwin das Angebot von der US Navy als Lieutenant der Segelmeister auf der USS CONSTITUTION zu werden. Für seine Tapferkeit während des Kampfes mit der HMS GUERRIERE am 19. August 1812 zeichnete man ihn aus. Diese 38-Kanonen Fregatte der Briten wurde von den Amerikanern erobert und verbrannt. Lieutenant Aylwin nahm auch an der Schlacht zwischen der USS CONSTITUTION und der HMS JAVA am 29. Dezember 1812 teil. Diese 38-Kanonen Fregatte der Briten wehrte sich erheblicher als die HMS GUERRIERE, aber ihr Schicksal war besiegelt. Das Schiff wurde nach der Eroberung verbrannt. Allerdings war der Preis für die Amerikaner sehr hoch. Auf der HMS JAVA wurden bei dieser Schlacht 57 Männer getötet und 83 verwundet. Auf der
USS CONSTITUTION waren nach dem Kampf neun Tote zu beklagen und 57 verletzte, darunter auch Bainbridge und Aylwin. Aylwin starb später auf See an seinen Verletzungen.

Insgesamt vier Schiffe sind nach John Cushing Aylwin benannt worden.
Das Erste war eine Kriegsschaluppe die 1813 in den Dienst der US Navy trat.
Danach folgten zwei Zerstörer, die USS AYLWIN ( DD-47 ) und die USS AYLWIN ( DD-355 ).
Das Vierte Schiff war die FREGATTE USS AYLWIN ( FF-1081 ).


USS AYLWIN ( DD-47 )

Schiffsbiografie

Die USS AYLWIN ( DD-47 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant John Cushing Aylwin benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das erste Schiff aus der AYLWIN – Klasse.
Auf der William Cramp & Sons Shipbuilding Company in Philadelphia, Pennsylvania wurde am 7. März 1912 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Joseph Wright Powell, Ehefrau des Assistenten des Präsidenten der William Cramp & Sons Shipbuilding Company, taufte am 23. November 1912 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Leigh Carlyle Palmer ( 11. September 1873 – 26. Februar 1955 ) stellte am 17. Januar 1914 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung begann für die Mannschaft der USS AYLWIN eine Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Zerstörer bis in die Karibik führte. Nach der Rückkehr wurde der Heimathafen des Schiffes Hampton Roads, Virginia. Hier integrierte man den Zerstörer in die Torpedo Flottille der Atlantikflotte, welche während der amerikanischen Neutralität während des Ersten Weltkrieges vor der US Ostküste operierte. Am 6. April legte der Zerstörer zusammen mit seinen Schwesterschiffen USS PARKER ( DD-48 ) und USS BENHAM ( DD-49 ) im Hafen von Hampton Roads ab, um sich vor der Küste von North Carolina an einer umfangreichen Übung zu beteiligen. Alle drei Schiffe befanden sich wenig später in der Nähe des Diamond Shoals Lightship, das etwa 15 Seemeilen vor der Küste verankert war. Da riss eine Explosion auf der USS AYLWIN den Feuerraum eines Heizkessels auseinander. Drei Heizer und Kesselwärter, die sich in der Nähe befanden, wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Sofort übergab man diese an Bord der USS BENHAM. LCDR Train, Kommandant der USS BENHAM, ließ den Zerstörer unter vollem Dampf in Richtung Norfolk, Virginia mit über 29 Knoten Geschwindigkeit durchs Wasser pflügen um die Verletzten ins dortige Marinekrankenhaus zu bringen. Auf der Fahrt erlag aber schon der erste Verwundete seinen Brandverletzungen. Ein zweiter verstarb kurze Zeit später, da legte das Schiff gerade an. Die USS AYLWIN selber blieb aber in Takt, jedoch musste die gesamte Besatzung auf die USS PARKER wechseln. Zusammen mit dem Flottenschlepper USS SONOMA ( AT-12 ) wurde der havarierte Zerstörer nach Norfolk geschleppt, wo sie am 7. April anlegten. In der Washington Post stand dazu, dass die USS AYLWIN nur noch fünf Stunden sich über Wasser gehalten hätte. In dem Bericht stand außerdem, dass das Vorderdeck des Zerstörers durch die Explosion vollständig zerstört worden war. Außerdem waren zwei der vier Geschütze völlig aus ihrer Verankerung gerissen worden und lagen etwa mit 25° zur normalen Position auf dem Kriegsschiff. Die Zeitung spekulierte, dass das fehlerhafte Metall des Kessels Nummer 1 Ursache der Explosion war. Die Besatzungen der drei Zerstörer, USS AYLWIN, USS PARKER und USS BENHAM, sammelten nach ihrer Hafenankunft für die Witwe des einen verstorbenen Seemannes 250 Dollar zur Bestreitung der Bestattungskosten. Obwohl die Reparatur der USS AYLWIN auf ungefähr drei Monate geschätzt wurde, stellte man den Zerstörer am 20. April 1914 außer Dienst und blieb für ein Jahr in der Norfolk Navy Yard inaktiv. Am 25. Mai 1915 stellte Lieutenant Commander John Charles Fremont, III. ( 1880 in New York – 13. Oktober 1957 ) das unter seinem Kommando stehende Schiff wieder in den Dienst der US Navy. Gleichzeitig integrierte man die USS AYLWIN in die 6. Division der Torpedo Flottille innerhalb der Atlantikflotte. Der Zerstörer operierte entlang der US Ostküste und führte Routinepatrouillen durch. Dabei unternahm das Kriegsschiff auch Neutralitätspatrouillen. Während dieser Fahrten versuchte die USS AYLWIN amerikanische und Neutralgekennzeichnete Handelsschiffe vor der Einmischung durch britische oder deutsche Kriegsschiffe und U-Boote zu schützen. Im Zuge der Ausübung dieser Pflichten verlegte man die USS AYLWIN nach Newport, Rhode Island. Am Morgen des 7. Oktober lief das deutsche U-Boot SM U-53 in den Hafen von Newport ein. Kapitänleutnant Hans Rose ( 15. April 1885 – 6. Dezember 1969 ) machte im Hafen seine Anstandsbesuche bei Rear Admiral Austin Melvin Knight ( 16. Dezember 1854 – 26. Februar 1927 ), Kommandant des Zweiten Naval Districts in den USA, und Rear Admiral Albert Gleaves ( 1. Januar 1858 – 6. Januar 1937 ) an Bord des Leichten Kreuzers USS BIRMINGHAM ( CL-2 ). Von beiden amerikanischen Admirälen erhielt Hans Rose Höflichkeitsbesuche an Bord des U-Bootes. Rear Admiral Gleaves brachte dabei seine Ehefrau und seine Tochter mit an Bord. Insgesamt zwei Stunden benötigte die neutrale amerikanische Regierung danach um zu entscheiden wie man sich zu diesem überraschenden Besuch zu verhalten habe. Noch bevor der Hafenmeister seiner Amtspflicht nachzukommen versuchte, um das U-Boot in Quarantäne zu versetzten, legte Kapitänleutnant Rose auch schon wieder ab damit er und seine Mannschaft nicht interniert werden konnten. Am 8. Oktober 1916 kam der drahtlose Bericht herein, dass ein deutsches U-Boot sich in der Nähe des Feuerschiffes NANTUCKET am östlichen Ende von Long Island befinde und Schiffe anderer Nationalitäten stoppe. Nachdem von dem britischen 3.847-Tonnen Dampfer WEST POINT gegen 11:30 Uhr das SOS Funksignal empfangen wurde, setzte Rear Admiral Gleaves die Zerstörer USS AYWIN, USS BENHAM, die USS ERICSSON ( DD-56 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ), USS WINSLOW ( DD-53 ) und noch zwölf weitere Zerstörer in Marsch um die Überlebenden des britischen Dampfers zu bergen. Gegen 17:00 Uhr waren die amerikanischen Zerstörer an Ort und Stelle, da hatte das deutsche U-Boot SM U-53 den niederländischen Frachter BLOMMERSDYK von der Holland-Amerika Line mit Schmuggelgüter für England gestoppt. Gleichzeitig erschien das 3.449-Tonnen schwere britische Passagierschiff STEPHANO in diesem Bereich. Kapitänleutnant Rose ließ dieses Schiff ebenfalls stoppen und die amerikanischen Zerstörer durften die Besatzung des niederländischen Frachters und die britischen Passagiere an Bord nehmen. Neben der USS AYLWIN signalisierte Kapitänleutnant Hans Rose auch der USS McDOUGAL und USS BENHAM ihm freie Bahn zu geben um in eine gute Abschussposition zu gelangen. Dann versenkte Rose mit seinen beiden letzten Torpedos gegen 19:50 Uhr beide Schiffe und schlug um 22:30 Uhr einen Kurs über den Golfstrom nach Hause ein. Er wich dabei drei britischen Zerstörern aus, die nach Kanada entsandt worden waren um ihn abzufangen. Dieser 8. Oktober war für Kapitänleutnant Rose ein Glückstag. Zuerst ließ er den amerikanischen Dampfer KANSAN durch einen Schuss vor den Bug gegen 05:35 Uhr stoppen. Nach der Prüfung der Papiere wurde das Schiff wieder freigegeben da es keine Schmuggelgüter an Bord hatte. Um 06:00 Uhr erschien ein großes Passagierschiff das aber Rose ziehen lassen musste, da er sich nicht in der Lage sah für die große Anzahl von Passagieren die Sicherheit zu gewährleisten. Der 4.321-Tonnen schwere britische Dampfer STRATHDENE wurde 06:53 Uhr angehalten und um 07:43 Uhr, nachdem die Besatzung von Bord war, torpediert. Mit dem 3.878-Tonnen schweren norwegischen Dampfer CHRISTIAN KNUTSEN mit einer Ladung Dieselöl für London erging es nicht anders. Dieses Schiff wurde 08:03 Uhr gestoppt und um 09:53 Uhr versenkt. Insgesamt 226 Überlebende von den fünf versenkten Schiffen wurden durch die amerikanischen Zerstörer gerettet. Die Besatzung der USS AYLWIN nahm eine Reihe von Passagieren der STEPHANO an Bord und übergab sie später an den Zerstörer USS JENJINS ( DD-42 ), der sie nach Newport brachte. Doch von Kapitänleutnant Hans Rose verursachte Aktion zu Wasser vor dem Passagierschiff STEPHANO war noch nicht beendet. Lord Charles William de la Poer Beresford, 1. Baron Beresford ( 10. Februar 1846 in Curraghmore, County Waterford, Irland – 6. September 1919 in Berriedale, Caithness, Schottland ) beschuldigte die Mannschaft der USS AYLWIN, während einer Rede im House of Lords, den Deutschen während der Versenkung des Passagierschiffes behilflich gewesen zu sein. Wie fast jedes Jahr beteiligte sich die USS AYLWIN Anfang des Jahres 1917 in den kubanischen Gewässern an den winterlichen Manövern. Kurz nach der Kriegserklärung der USA am 6. April 1917 gegen das Kaiserreich Deutschland, kehrte der Zerstörer an die Küste Virginias zurück. Das Kriegsschiff setzte man allerdings nicht in europäischen Gewässern zur Begleitung alliierter Handelsschiffe ein. Die USS AYLWIN blieb im Hafen von Boston, Massachusetts und in Newport. Von hier aus operierte das Kriegsschiff vor der amerikanischen Ostküste und nahm von Juni 1917 bis zum 4. Januar 1918 an speziellen experimentellen Arbeiten von dem Erfinder Reginald Aubrey Fessenden ( 6. Oktober 1866 in East-Bolton, Quebec, Kanada – 22. Juli 1932 auf den Bermdas ) teil. Dabei wurde hauptsächlich der Fernradiolegrphiegebrauch mit der leistungsstarken Alexanderson Lichtmaschine und dem Fessenden – Alexanderson-Generator für die transozeanische Kommunikation auf dem Atlantik ausprobiert. Am 4. Januar 1918 verließ der Zerstörer dann die US Ostküste und fuhr nach Queenstown, Irland. Wenige Tage nach der Ankunft patrouillierte das Kriegsschiff schon vor der Hafeneinfahrt. Doch dies war nicht von langer Dauer. Der Zerstörer verlegte dann nach Plymouth. Von hier aus beteiligte sich die USS AYLWIN zusammen mit britischen Kriegsschiffen aus Plymouth und Devenport an den Anti-U-Boot Patrouillen. Dies behielt der Zerstörer bis zum Ende des Ersten Weltkrieges bei. Auch danach verblieb das Kriegsschiff in den europäischen Gewässern. Ab dem 26. Dezember 1918 fuhr der Zerstörer in Begleitung des Scout Kreuzers USS CHESTER ( CS-1 ) zu einer Inspektionstour zu den Ostseehäfen Deutschlands. Die beiden Schiffe, die unter der Schirmherrschaft der Interalliierten Marine-Waffenstillstandskommission operierten, sollten amerikanische Kriegsgefangene oder in deutschen Häfen entdeckte amerikanische Bürger an Bord nehmen. Im Mai 1919 verlegte man die Einsatzbasis des Zerstörers innerhalb der europäischen Gewässer dann von Brest, Frankreich nach Antwerpen, Belgien. Dort traf die USS AYLWIN am 22. Mai ein und war gleichzeitig das erste amerikanische Kriegsschiff das in diesen belgischen Hafen umzog. Doch im folgenden Monat wechselte der Zerstörer wieder nach Brest zurück. Von dort aus begann das Kriegsschiff seine Fahrt an die US Ostküste. Im Hafen von New York legte die USS AYLWIN am 26. Juni an. Von New York aus verlegte man den Zerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania und versetzte das Kriegsschiff in die Reserve. Man verlieh am 17. Juli 1920 dem Schiff dann die Kennung „DD-47“. In Philadelphia stellte man am 23. Februar 1921 den Zerstörer außer Dienst. Da man den Namen USS AYLWIN am 1. Juli 1933 im Marineministerium dem neuen Zerstörer mit der Kennung DD-355 aus der FARRAGUT – Klasse zugesprochen hatte, entzog man dem alten Zerstörer am 1. November 1933 den Namen AYLWIN und beließ ihm die Kennung DD-47 für Unterscheidungsmöglichkeiten. Am 8. März 1935 strich man dann auch den Rest des Schiffsnamens aus der US Navy – Liste. Nach der Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 23. April 1935 zum verschrotten.


USS AYLWIN ( DD-47 )
Commanding Officer

LCDR Leigh Carlyle Palmer          17. Januar 1914 – 20. April 1914 (erreichter Rang RADM)
Explosion eines Dampfkessels
LCDR John Charles Fremont III.        19. Mai 1915 – 9. April 1917
LCDR David McDougal LeBreton         9. April 1917 – 21. Januar 1919 (erreichter Rang RADM)
LCDR Frederick George Reinicke          21. Januar 1919 – 19. Dezember 1920
LCDR Robert Melville Griffin         19. Dezember 1920 – 23. Februar 1921 (erreichter Rang VADM)

USS MEADE ( DD-274 )

USS MEADE ( DD-274 )

Biografie

Die USS MEADE ( DD-602) ist bei der US Navy zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III.
und Robert Leamy Meade benannt worden.

Richard Worsam Meade III
* 9. Oktober 1837 in New York City
† 4. Mai 1897 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

Richard Worsam Meade III. war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. ( 1807 – 16. April 1870 ). Seine Großeltern waren Richard Worsam Meade, Sr. ( 1778 – 1828 ) und Margaret Coats Butler Meade ( 1782 – 1852 ). Diese Hatten elf Kinder. Der älteste Sohn war Richard Worsam Meade II. und ein jüngerer Bruder von ihm der später berühmte General im amerikanischen Bürgerkrieg George Gordon Meade ( 31. Dezember 1815 – 6. November 1872 ). Der junge Meade trat am 2. Oktober 1850 in die US Navy ein. Seine Dienstzeit begann von 1851 bis 1854 auf der Dampffregatte USS SAN JACINTO ( 1850 ) die im Mittelmeer operierte. Von 1854 bis 1855 befand er sich an Bord der Segelfregatte USS COLUMBIA ( 1836 ) die dem Home Squadron angehörte. Danach besuchte Meade die United States Naval Academy in Annapolis. Am 20. Juni 1856 bestand er seine Prüfung und wurde zum Midshipman ernannt. Von 1856 bis 1857 diente er an Bord der Dampffregatte USS MERRIMACK ( 1855 ). Dann wechselte er auf die Fregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) und später auf die Korvette USS DALE ( 1839 ) die beide von 1857 bis 1859 vor der afrikanischen Küste operierten. Am 23. Januar 1858 beförderte man Meade zum Lieutenant. Von 1859 bis 1861 befand er sich an Bord der Korvette USS SARANAC ( 1848 ) und der Korvette USS CYANE ( 1837 ) die beide zum Pazifik Geschwader gehörten. Mitte 1861 kehrte Meade an die Ostküste zurück und musste für ein paar Monate ins Krankenhaus. Er hatte sich eine tropische Krankheit zugezogen. Nach seiner Genesung meldete er sich wieder freiwillig zum Dienst. Im Januar 1862 versetzte man Meade auf die Dampfschaluppe USS DACOTAH ( 1859 ) wo er den Posten des Exekutive Officers inne hatte. Die gleiche Funktion übte er auf dem neuen Kanonenboot USS CONEMAUGH ( 1862 ) aus. Am 16. Juli 1862 beförderte man Meade zum Lieutenant Commander. Ende September erhielt Meade sein erstes Kommando. Man übergab ihm das Kanonenboot USS LOUISVILLE ( 1861 ) das zur Mississippi Squadron gehörte. Nachdem die USS LOUISVILLE das Transportschiff Meteor begleitet hatte damit am 21. Oktober 1862 Truppen an Bledsoe und Hamblen in Tennessee anlanden konnten, kehrte das Kanonenboot nach Helena, Arkansas zurück um sich mit seinem Squadron das unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) zu vereinigen. In diesem Squadron befanden sich die Kanoneboote USS BARON DE KALB ( 1861 ), USS LEXINGTON ( 1861 ), USS GLIDE ( 1862 ) und das Heckrad Kasematten Kanonenboot USS CINCINNATI ( 1861 ) sowie die Dampfschiffe USS SIGNAL ( 1862 ), USS NEW ERA ( 1862 ), USS ROMEO ( 1862 ) und USS RATTLER ( 1862 ). Noch im selben Monat begann eine Expedition bis zum White River zur Unterstützung der US Armee unter dem Kommando von General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 – 14. Februar 1891 ). Dabei eroberte LCDR Meade am 1. November 1862 den konföderierten Dampfer CSS EVANSVILLE in der Nähe der Insel Nummer 36. Nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, versetzte man Meade dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten dorthin. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Danach übertrug man Meade das Kommando über das Kanoneboot USS MARBLEHEAD ( 1861 ) das er bis 1864 ausübte. Er wechselte dann an Bord des Kanonebootes USS CHOCURA ( 1861 ) das sich im Golf con Mexiko im Westgolfblockadegeschwader befand und unter den Kommandos von Commodore James Shedden Palmer ( 13. Oktober 1810 – 7. Dezember 1867 ) bis zum 22. Februar 1865 und unter Acting Admiral Henry Knox Thatcher ( 26. Mai 1806 – 5. April 1880 ) bis zum Ende des Krieges stand. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg war Meade einer der prominentesten reformistisch und technologisch gesinnten Offiziere innerhalb der Navy. Er lehrte von 1865 bis 1868 an der United Stats Naval Academy in Annapolis. Nach dem Ausscheiden aus dem Lehramt 1868 beförderte man ihn zum Commander. Meade erhielt das Kommando über die Seitenradkorvette USS SAGINAW ( 1859 ) mit der er an der Küste von Alaska patrouillierte. Am 26. März 1871 übertrug man Meade das Kommando über die Schraubenschaluppe USS NARRAGANSETT ( 1859 ). Seine Aufgabe bestand darin diplomatische Beziehungen und Informationen über Südseeinseln zu beschaffen. In San Francisco, Kalifornien legte Meade am 17. September mit dem Schiff an und verließ den Hafen wieder im Dezember. Seine Kreuzfahrt führte ihn über die Marshall, Gilbert und Samoa Inseln bis nach Australien. In Sydney legte er am 2. April 1873 an. Nach seiner Rückkehr diente Meade an Land. So in Washington DC und New York. In dieser Zeit beförderte man ihn zum Captain. 1879 übertrug man ihm das Kommando über die Schraubenschaluppe USS VANDALIA ( 1876 ) die im Nordatlantikgeschwader Aufklärungspatrouillen und Konvoipflichten an der Ostküste der USA durchführen musste. Ab 1882 befand sich Meade wieder an Land und erhielt das Kommando über das neugebaute Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) das er am 8. Dezember 1885 in den Dienst der US Navy stellte. Das Schiff gehörte zur Nordatlantik Station und patrouillierte bis Februar 1886 entlang der Ostküste. Danach umrundete Meade mit dem Schiff Südamerika und übergab es dem Pazifik Geschwader. Von 1887 bis 1890 war Meade der Kommandeur der Washington Navy Yard. Zwei Jahre später beförderte man ihn zum Comodore. Für sein letztes Kommando das er übertragen bekam, beförderte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm das Kommando über das Nordatlantikgeschwader von 1894 bis Mai 1895. Danach trat er in seinen Ruhestand. Seine Frau Rebecca Paulding war die Tochter des Rear Admiral Hiram Paulding ( 11. Dezember 1797 – 20. Oktober 1878 ). Rear Admiral Richard Worsam Meade III. starb am 4 Mai 1897 nach einer Komplikation während einer Blinddarmoperation. Er wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof begraben.

Robert Leamy Meade
* 25. Dezember 1842 in Washington DC
† Februar 11, 1910 in Lexington, Massachusetts
war ein Offizier im United Stats Marine Corps und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges, des Spanisch-Amerikanischen Krieges und während der Boxer Rebellion

Robert Leamy Meade war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. der in der US Navy diente und der Bruder von Richard Worsam Meade III. Am 14. Juni 1862 trat er als Second Lieutenand in das Marine Corps ein. Man versetzte ihn, nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Am 8. September 1863 unternahm Meade einen gewagten Bootsangriff auf das Fort Sumter. Insgesamt waren es 25 Boote mit 400 Marines. Doch dieser Angriff war von vornherein ein Fiasko durch schlechte Aufklärung, Planung und Kommunikation unter den Vorgesetzten. Meade erreichte mit seinem Boot die vorgegeben Landzunge um einen Sturmangriff auf das Fort zu starten, aber sein Boot war eines von wenigen die es bis hierhin geschafft hatten. Unverrichteter Dinge musste er sich mit seinen Leuten wieder zurückziehen. Für seine tapferen Verdienste während dieses Angriffes wurde Meade geehrt. Während der Schlacht von Santiago de Cuba im Spanisch-Amerikanischen Krieg, war Meade auf dem Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) stationiert. Er hatte die spanischen Gefangenen zu bewachen. Unter diesen war auch der Kapitän des Kreuzers INFANTIN MARIA TERESA, Victor Maria Concas y Palau ( 1845 – 1916 ). In Portsmouth beschwerten sich die Gefangenen über Meade der den verwundeten spanischen Seeleuten keine oder unzureichende medizinische Versorgung erlaubte. Während der Fahrt wären mehrere Seeleute deshalb gestorben. Auch zeigte er einen Mangel an Respekt den spanischen Offizieren gegenüber. Für seine weitere Karriere tat dies kein Abbruch. Am 3. März 1899 beförderte man ihn zum Colonel und versetzte ihn nach China. Dort nahm er an der Schlacht von Tientsin vom 13. bis 14. Juli 1900 während des Boxeraufstandes in Nordchina teil. Noch am Morgen des 13. Juli vor dem Angriff auf die Festung Tientsin beförderte man Meade zum Brigadegeneral. Für die Acht-Nationen Alliance war dies die blutigste Schlacht während des Boxeraufstandes. 250 Soldaten der alliierten Armeen wurden getötet und etwa 500 verletzt. Die Japaner verloren 320 Tote und Verwundete, die Russen und die Deutschen je 140 Tote bzw. Verwundete, die Amerikaner 25 getötete und 98 verwundete, die britische, 17 getötete und 87 verwundete und die Franzosen 13 getötete und 50 Verwundete. Chinesischen Opfer, Soldaten sowie auch Zivilisten, sind unbekannt. Es werden aber eine Vielzahl sein, da in der Festung Tientsin sich alleine 12.000 chinesische Soldaten aufgehalten haben. Robert Leamy Meade zog sich am 29. Juni 1906 in seinen Ruhestand zurück. Er starb am 11. Februar 1910 in Lexington.

Zwei Schiffe sind zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade
bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-274 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-602 ) aus der BENSON – Klasse.


USS MEADE ( DD-274 )

Schiffsbiografie

Die USS MEADE ( DD-274) ist bei der US Navy das erste Schiff das zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreiundachtzigste Schiff aus der CLEMSON Klasse.
Auf der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Squantum, Massachusetts wurde am 23. September 1918 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Annie Paulding Meade ( 6. April 1866 – 10. August 1951 ), Tochter von Rear Admiral Richard Worsam Meade III, taufte am 24. Mai 1919 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Benjamin Franklin Tilley, Jr. ( 1886 – 1966 ) stellte am 8. September 1919 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung wechselte die USS MEADE in den Hafen von Boston, Massachusetts und erhielt dort die Endausrüstung. Anschließend begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt des Zerstörers entlang der US Ostküste. Nach der dann erfolgten Sichtprüfung des Schiffskörpers versetzte man das Kriegsschiff in die Pazifikflotte. Der Heimathafen war dort die amerikanische Marinebasis vor San Diego, Kalifornien. Später folgte der Hafen von San Francisco, Kalifornien. Die USS MEADE nahm in den dann folgenden zwei Jahren an Flotten- und Geschwadermanövern teil. In dieser Zeit wechselte der Zerstörer in mehrere Geschwader. So befand sich das Kriegsschiff Anfang 1922 im Zerstörergeschwader 31. In diesem waren neben der USS MEADE die Zerstörer USS BAILEY ( DD-269 ), USS THORNTON ( DD-270 ), USS TINGEY ( DD-272 ), USS MORRIS ( DD-271 ) und USS SWASEY ( DD-273 ). Am 25. Mai 1922 stellte man die USS MEADE außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Pazifikreserveflotte, die in der Zerstörerbasis vor Sn Diego lag.
Wegen des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges reaktivierte man die USS MEADE. Lieutenant Commander Carter Alston Printup stellte am 18. Dezember 1939 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Nach dem Abschluss der Endausrüstung wechselte der Zerstörer wieder in den Atlantik und diente im Zerstörergeschwader 9. Diese Kriegsschiffe patrouillierten entlang der US Ostküste und waren auf der Suche nach deutschen Schiffen und U-Booten. In Übereinstimmung mit den ausgehandelten Paragraphen des Zerstörer – für – Basen – Abkommens vom September 1940, war die USS MEADE einer der fünfzig Zerstörer der nach Großbritannien verlegt werden sollte. Am 26. November 1940 stellte man das Kriegsschiff von Seiten der US Navy außer Dienst und übergab es den Briten. Den Namen USS MEADE ( DD-274 ) strich man am 8. Januar 1941 von der US Navy – Liste.
In der Royal Navy nannte man den Zerstörer in HMS RAMSEY ( G60 ) um. Commander Sir Peter Garnett Agnew ( 9. Juli 1900 – 26. August 1990 ) war der erste englische Kommandant des Zerstörers.
Gleich nach der Indienststellung verließ das Kriegsschiff die US Ostküste und fuhr nach England. Dort legte es am 5. Dezember im Hafen von Plymouth an. Am 17. Dezember bugsierte man die HMS RAMSEY in die HM Dockyard in Devenport. Hier erfolgte eine Überholung und eine Modifikation für den Eskortierbegleitdienst. Dies war am 29. Januar 1941 abgeschlossen. Gleichzeitig integrierte man den Zerstörer in die 5. Escort Group die in Liverpool stationiert war. Am 2. Februar versuchte man an dem Kriegsschiff weitere Modifikationen durchzuführen um so den Betriebseinsatz vorzubereiten. Nach Abschluss dieser Arbeiten setzte man die HMS RAMSEY für Eskortierfahrten entlang der nordwestlichen Küste Englands ein. Der erste Schiffskonvoi den der Zerstörer eskortierte, hatte die Kennung OB 287 erhalten. Dieser Konvoi startete am 16. Februar und erreichte fünf Tage später den Zielhafen. Der zweite Konvoi, den das Kriegsschiff begleiten sollte, der die Kennung OG 055 erhalten hatte, sollte bis nach Gibraltar geführt werden und verließ am 7. März den schützenden Hafen von Liverpool. Doch schon zwei Tage später hatte die HMS RAMSEY einen Maschinenschaden und musste zur Reparatur in ein Dock im Liverpooler Hafen zurückkehren. Der Schiffskonvoi erreichte am 20. März den Zielhafen. Den Zerstörer modifizierte man während der Reparaturarbeiten gleich mit um. So erhielt er das neue RAF-Radar vom Typ 286M. Nach Abschluss der Arbeiten und der Ausbildung an den neuen Geräten, setzte man das Kriegsschiff zum Schutz des lokalen Schiffskonvois OB 308 ein. Diese Schiffe verließen am 6. April ihren Hafen und erreichten sieben Tage später den Zielhafen. Der Zerstörer hatte aber schon zwei Tage vorher den Konvoi verlassen. Während dieser Eskortierfahrt konnte die Mannschaft der HMS RAMSEY weitere Erkenntnisse mit dem neuen Radar erlangen. Daher entsendete man das Kriegsschiff dem Schiffskonvoi HX 118 entgegen, der von Halifax, Kanada aus am 31. März losgefahren war. Die HMS RAMSEY traf am 13. April auf diesen Schiffskonvoi, der aus 33 Handelsschiffen bestand, und eskortierte diesen bis nach Liverpool. Den schützenden Hafen erreichten die Schiffe am 18. April. Da in der Nähe des Konvois keine deutschen U-Boote waren, verließ der Zerstörer auch schon am 14. April wieder den Konvoi HX 118 und fuhr dem Schiffskonvoi HX 122 entgegen. Dieser Konvoi, bestehend aus 27 Handelsschiffen, hatte am 20. April in Halifax abgelegt und musste durch ein Gebiet in dem sich ständig feindliche U-Boote aufhielten. Am 4. Mai traf die HMS RAMSEY auf diesen Schiffskonvoi und eskortierte ihn bis zum 8. Mai, vor den Hafen von Liverpool. Schon vier Tage später übernahm der Zerstörer die Eskorte über den lokalen Schiffskonvoi OB 322. Dieser erreichte am 20. Mai seinen Zielhafen. Die HMS RAMSEY war aber schon zwei Tage vorher mit voller Fahrt wieder auf dem Weg nach Westen. In Halifax hatte der Schiffskonvoi HX 125A, bestehend aus 40 Handelsschiffen, am 6. Mai abgelegt. Der Zerstörer eilte diesen Schiffen entgegen und erreichte sie am Abend des 18. Mai. Ohne Verluste konnten die Handelsschiffe am 22. Mai Liverpool erreichen. Mehrere Handelsschiffe verließen am 28. Mai den Hafen von Liverpool und die HMS RAMSEY eskortierte diese bis zu ihrem Zielhafen, den sie am 1. Juni erreichten. Den Zerstörer integrierte man am 3. Juni zum Schutz des Militärkonvois WS9 A, der auf dem Clyde River vor Glasgow lag und nach Aden fahren sollte damit die Verstärkung und Versorgung der dort auf der Arabischen Halbinsel stationierten britischen Soldaten gewährleistet werden konnte. Diesen Konvoi eskortierte neben der HMS RAMSEY der Kreuzer HMS CAIRO ( D87 ), die britischen Zerstörer HMS COSSACK ( F03 ), HMS MAORI ( F24 ), HMS RICHMOND ( G88 ), HMS SIKH ( F82 ), HMS VANQUISHER ( D54 ), HMS WINCHELSEA ( D46 ) und HMS ZULU ( F18 ), die kanadischen Zerstörer HMCS OTTAWA ( H60 ), HMCS RESTIGOUCHE ( H00 ) und der britische Armed Merchant Cruiser HMS AUSONIA zur Sicherung in britischen nordwestlichen Gewässern. Der Schiffskonvoi, bestehend aus 15 Truppen- und Versorgungsschiffen, verließ am 3. Juni die britischen Gewässer und fuhr nach Süden. Die HMS RAMSEY verblieb dort bis zum 7. Juni und verließ dann die Schiffe mit dem Ziel den Schiffskonvoi HX 132, bestehend aus 34 Handelsschiffen, zu erreichen. Dieser Schiffskonvoi hatte am 10. Juni in Halifax abgelegt. Die HMS RAMSEY erreichte den Konvoi am 16. Juni und eskortierte diesen bis zum 23. Juni, wo der Zerstörer ihn wieder verließ. Der Schiffskonvoi erreichte unbeschadet am 28. Juni Liverpool. Gleichzeitig hatte am 10. Juni der Schiffskonvoi SC 034 im Hafen von Sydney, Nova Scotia, Kanada, bestehend aus 34 Handelsschiffen, abgelegt. Die Schiffe dieses Konvois überquerten nicht weit von denen des HX 132 den Atlantik. Der Zerstörer traf am selben Tag auch auf diesen Konvoi, der nach Glasgow fuhr, verließ ihn aber schon am 22. Juni. Die Handelsschiffe von SC 034 legten am 29. Juni im Clyde River an. Nachdem die HMS RAMSEY am 23. Juni die Schiffe der HX 132 verlassen hatte, eilte der Zerstörer am dem Schiffskonvoi OB 339 entgegen und erreichte die Schiffe am 2. Juli. Doch schon am folgenden Tag verließ das Kriegsschiff den Konvoi. Es mussten an dem Kriegsschiff dringend notwendig gewordene Reparaturen vorgenommen werden. Anschließend eilte die HMS RAMSEY wieder nach Westen. In Halifax hatte am 22. Juli der Konvoi HX 140, bestehend aus 70 Handelsschiffen, abgelegt. Drei Tage später traf der Zerstörer auf die Schiffe und eskortierte diese bis vor Liverpool, wo die Schiffe am 6. August anlegen. Die HMS RAMSEY war da aber schon auf voller Fahrt zu dem Schiffskonvoi AN 004. Diesen erreichte der Zerstörer am 11. August und eskortierte ihn bis zum 18. August in den Zielhafen. Der Schiffskonvoi SC 041, bestehend aus 64 Handelsschiffen, legte am 24. August in Sydney ab. Die HMS RAMSEY erreichte diese Schiffe am 2. September und eskortierte sie in Richtung Liverpool, wo sie am 11. September anlegten. Der Zerstörer verließ allerdings schon am 6. September wieder den Konvoi und eilte dem Konvoi EIN 012 entgegen. Diesen Schiffskonvoi erreichte das Kriegsschiff am 10. September und eskortierte ihn bis zum 14. September in den Zielhafen. Ausruhen konnte sich die Besatzung der HMS RAMSEY weiterhin nicht, da schon der Schiffskonvoi SC 047, bestehend aus 63 Handelsschiffen, am 29. September in Sydney abgelegt hatte. Am 4. Oktober erreichte die HMS RAMSEY den Schiffskonvoi und eskortierte ihn zusammen mit den Kriegsschiffen der TG 4.1.14, bestehend aus dem britischen Zerstörern HMS RICHMOND und SHERWOOD ( I80 ) und die kanadischen Korvetten HMCS HMS CHICOUTIMI ( K156 ), HMCS CHAMBLY, HMCS MATAPEDIA ( K112 ) und HMCS NEPANEE ( K118 ), den in Richtung Liverpool, wo die Schiffe am 20. Oktober anlegten. Der Zerstörer selber verließ am 12. Oktober schon wieder den Schiffskonvoi. Die Kriegsschiffe der TG 4.1.14 erwarteten den Schiffskonvoi ONS 25, bestehend aus 29 Handelsschiffen, der nach Amerika begleitet werden sollte. Am 17. Oktober trafen die Schiffe aufeinander und erreichten am 24. Oktober New York. Die HMS RAMSEY wechselte nach Boston in die dortige Werft. Hier erfolgte eine umfangreiche Überholung des Schiffskörpers. Außerdem erhielt der Zerstörer die Radaranlage vom Typ 271. Damit konnte man die Wasseroberfläche zentimetergenau überwachen. Die Arbeiten und die Erprobung dauerten bis Ende Januar 1942. Die HMS RAMSEY verlegte anschließend nach Halifax. Dort stellte man gerade den Schiffskonvoi SC 071, bestehend aus 23 Handelsschiffen, zusammen. Am 22. Februar verließen die Schiffe die kanadische Küste. Bei Island verließ am 28. Februar dann der Zerstörer den Schiffskonvoi und wartete auf den von England kommenden Schiffskonvoi EIN 068, den das Kriegsschiff am 3. März übernahm und nach Halifax eskortierte, wo sie am 9. März eintrafen. Der Schiffskonvoi SC 071 erreichte ohne Verluste am 10. März Liverpool. Die HMS RAMSEY übernahm zusammen mit anderen Kriegsschiffen in Halifax die Eskorte über 27 Handelsschiffe des Konvois SC 075. Die Schiffe verließen am 18. März die kanadische Küste. Bis Island eskortierte der Zerstörer den Konvoi und verließ ihn am 24. März. Das Kriegsschiff hatte hier schon massive Probleme mit seiner Antriebsanlage und fuhr nach Halifax zurück. Ab dem 5. April begann man hier mit den Reparaturarbeiten. Anschließend wechselte der Zerstörer nach Charleston, South Carolina, wo die Arbeiten im Juni abgeschlossen werden konnten. Die HMS RAMSEY fuhr danach wieder nach Halifax und übernahm dort zusammen mit anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi TAW 001. Dieser bestand aus Truppentransportern und brachte die ersten amerikanischen Soldaten nach England. Am 2. Juli verließen die Schiffe den amerikanischen Kontinent und erreichten acht Tage später die englische Küste. Hier musste sich die HMS RAMSEY erneut einigen Reparaturen an der Antriebsanlage unterziehen. Doch schon nach wenigen Tagen verließ der Zerstörer die englische Küste und fuhr über Island nach Halifax. Dort übernahm das Kriegsschiff am 27. Juli die Eskorte über den Schiffskonvoi HX 200, bestehend aus 34 Handelsschiffen. Die weiteren Kriegsschiffe, die unter der Bezeichnung B 6 zusammengefasst waren, waren die britischen Zerstörer HMS FAME ( H78 ) und HMS VISCOUNT ( D92 ), die britische Korvetten HMS KINGCUP ( K33 ) und HMS VERVAIN ( K190 ) und die norwegischen Korvetten HNoMS POTENTILLA ( K214 ), HNoMS ACANTHUS ( K01 ), HNoMS EGLANTINE ( K197 ) und HNoMS ROSE ( K102 ). Am 27. Juli verließ der Konvoi Halifax. Die Kriegsschiffe eskortierten die Handelsschiffe bis kurz vor Liverpool und drehten am 6. August ab. Am folgenden Tag erreichten die Handelsschiffe ihren Zielhafen. Die HMS RAMSEY musste nach dieser Fahrt erneut in die Werft von Liverpool und unterzog sich einer weiteren Reparatur an der Antriebsanlage. Doch die Arbeiten gingen nur schleppend voran. Man überführte im September den Zerstörer in die Werft von Belfast, Irland. Hier sollten die Reparaturen abgeschlossen werden. Anschließend kam das Kriegsschiff Anfang Oktober in die Clyde Werft bei Glasgow, wo die Abschlussarbeiten erfolgen sollten. Noch während dieser Arbeiten integrierte man die HMS RAMSEY wieder in die 6. British Escort Group. Von Liverpool aus sollte der Schiffskonvoi SL 125 nach Amerika fahren. Am 16. Oktober übernahmen die Kriegsschiffe der B6 die Eskorte und brachten die Schiffe sicher bis zum Übergabepunkt bei Island, wo sie am 3. November eintrafen. Die HMS REMEY selber stieß erst am 22. Oktober zu der Eskorte nach Abschluss der Arbeiten. Doch nach dieser Fahrt traten weitere reparaturbedingte Ausfälle auf. So zog man den Zerstörer aus dem Begleitdienst und entsandte das Kriegsschiff zu der kommerziellen Werft von Grimsby an der Ostküste Englands. Ab Mitte Dezember war die HMS RAMSEY wieder einsatzbereit. Zusammen mit den Schiffen der B6 Group eskortierte man einen Schiffskonvoi nach Amerika. Von dort aus übernahmen die Kriegsschiffe in New York die Eskorte über den Schiffskonvoi SC 116, bestehend aus 48 Handelsschiffen. Am 4. Januar 1943 legte der Konvoi ab und erreichte am 29. Januar Liverpool. Die HMS RAMSEY hatte hier schon wieder Probleme mit der Antriebsanlage. Man nahm den Zerstörer kurzerhand aus dem Begleitdienst und begann mit einer vorgezogenen Überholung sowie Umrüstarbeiten in Glasgow. Im Juni begannen die ersten Erprobungsfahrten, die das Kriegsschiff durch die Passage von Tobermory, Schottland im Sound of Mull führte und bis zum Juli andauerten. Doch schon im August zog man die HMS RAMSEY aus dem aktiven Eskortierdienst zurück, da man mit der gezeigten Leistung der Antriebsanlage nicht zufrieden war. Daraufhin verwendete man den Zerstörer als Zielschiff für Angriffsübungen der Flugzeugpiloten und rüstete das Kriegsschiff um. Danach gab es an Bord des Kriegsschiffes keine Hauptbewaffnung mehr. Das einzige noch an Bord befindliche Verteidigungsmittel waren Wasserbomben. Im Oktober wechselte die HMS RAMSEY in die Irish Sea. Hier erfolgte für angehende Zerstörerbesatzungen eine Ausbildung bei Torpedoangriffen auf Handelsschiffe. Diese dauerte bis zum Dezember. Mit dem Beginn des Jahres 1944 verwendete man die HMS RAMSEY erneut als Zielschiff für Flugzeugpiloten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am 8. Mai 1945, versetzte man den Zerstörer am 30. Juni in die Reserve. Dazu verlegte man das Kriegsschiff Anfang Juli von Rosyth, Schottland bei Edinburgh, einige Meilen weiter westlich nach Grangemouth, Schottland, Hier war ab August das Kriegsschiff eingemottet. Bis Anfang 1947 blieb die HMS RAMSEY hier. Am 18. Februar 1947 verkaufte die Royal Navy den Schiffskörper an die B & C MacLellan in Bo´ness ( BISCO ) verkauft. Im Juli erreichte das Schiff im Schlepptau die Breaker´s Werft bei Edinburgh und man begann mit der Verschrottung.


USS MEADE ( DD-274 )
Commanding Officer

LCDR Benjamin Franklin Tilley Jr.        8. September 1919 – 10. Mai 1920
CDR Ellis Lando       10. Mai 1920 – 2. November 1921
LT Edward Paul Sauer       2. November 1921 – 25. Mai 1922
Außerdienststellung         25. Mai 1922 – 18. Dezember 1939
LCDR Carter Alston Printup         18. Dezember 1939 – 26. November 1940

Commanding Officer of the HMS RAMSEY

CDR Sir Peter Garnett Agnew ( RN )         26. November 1940 – 4. März 1941
LCDR Richard Been Stannard ( RNR )          4. März 1941 – 16. November 1942
LCDR Reginald Cyril Stevens Wolley ( RNR )          16. November 1942 – 28. Dezember 1942
LCDR Wilfred Lambert ( RNVR )        28. Dezember 1942 – 12. Juni 1943
LCDR George David Davies ( RNR )        12. Juni 1943 – Juni 1944
LT Ralph Alexander St. Clair Sproul-Bolton ( RN )        Juni 1944 – März 1945
LCDR John Edmund Barris ( RNVR )        März 1945 – 30. Juni 1945

 

USS MEADE ( DD-602 )

USS MEADE ( DD-602 )

Biografie

Die USS MEADE ( DD-602) ist bei der US Navy zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III.
und Robert Leamy Meade benannt worden.

Richard Worsam Meade III
* 9. Oktober 1837 in New York City
† 4. Mai 1897 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy während des amerikanischen Bürgerkrieges

Richard Worsam Meade III. war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. ( 1807 – 16. April 1870 ). Seine Großeltern waren Richard Worsam Meade, Sr. ( 1778 – 1828 ) und Margaret Coats Butler Meade ( 1782 – 1852 ). Diese Hatten elf Kinder. Der älteste Sohn war Richard Worsam Meade II. und ein jüngerer Bruder von ihm der später berühmte General im amerikanischen Bürgerkrieg George Gordon Meade ( 31. Dezember 1815 – 6. November 1872 ). Der junge Meade trat am 2. Oktober 1850 in die US Navy ein. Seine Dienstzeit begann von 1851 bis 1854 auf der Dampffregatte USS SAN JACINTO ( 1850 ) die im Mittelmeer operierte. Von 1854 bis 1855 befand er sich an Bord der Segelfregatte USS COLUMBIA ( 1836 ) die dem Home Squadron angehörte. Danach besuchte Meade die United States Naval Academy in Annapolis. Am 20. Juni 1856 bestand er seine Prüfung und wurde zum Midshipman ernannt. Von 1856 bis 1857 diente er an Bord der Dampffregatte USS MERRIMACK ( 1855 ). Dann wechselte er auf die Fregatte USS CUMBERLAND ( 1842 ) und später auf die Korvette USS DALE ( 1839 ) die beide von 1857 bis 1859 vor der afrikanischen Küste operierten. Am 23. Januar 1858 beförderte man Meade zum Lieutenant. Von 1859 bis 1861 befand er sich an Bord der Korvette USS SARANAC ( 1848 ) und der Korvette USS CYANE ( 1837 ) die beide zum Pazifik Geschwader gehörten. Mitte 1861 kehrte Meade an die Ostküste zurück und musste für ein paar Monate ins Krankenhaus. Er hatte sich eine tropische Krankheit zugezogen. Nach seiner Genesung meldete er sich wieder freiwillig zum Dienst. Im Januar 1862 versetzte man Meade auf die Dampfschaluppe USS DACOTAH ( 1859 ) wo er den Posten des Exekutive Officers inne hatte. Die gleiche Funktion übte er auf dem neuen Kanonenboot USS CONEMAUGH ( 1862 ) aus. Am 16. Juli 1862 beförderte man Meade zum Lieutenant Commander. Ende September erhielt Meade sein erstes Kommando. Man übergab ihm das Kanonenboot USS LOUISVILLE ( 1861 ) das zur Mississippi Squadron gehörte. Nachdem die USS LOUISVILLE das Transportschiff Meteor begleitet hatte damit am 21. Oktober 1862 Truppen an Bledsoe und Hamblen in Tennessee anlanden konnten, kehrte das Kanonenboot nach Helena, Arkansas zurück um sich mit seinem Squadron das unter dem Kommando von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) zu vereinigen. In diesem Squadron befanden sich die Kanoneboote USS BARON DE KALB ( 1861 ), USS LEXINGTON ( 1861 ), USS GLIDE ( 1862 ) und das Heckrad Kasematten Kanonenboot USS CINCINNATI ( 1861 ) sowie die Dampfschiffe USS SIGNAL ( 1862 ), USS NEW ERA ( 1862 ), USS ROMEO ( 1862 ) und USS RATTLER ( 1862 ). Noch im selben Monat begann eine Expedition bis zum White River zur Unterstützung der US Armee unter dem Kommando von General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 – 14. Februar 1891 ). Dabei eroberte LCDR Meade am 1. November 1862 den konföderierten Dampfer CSS EVANSVILLE in der Nähe der Insel Nummer 36. Nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, versetzte man Meade dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten dorthin. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Danach übertrug man Meade das Kommando über das Kanoneboot USS MARBLEHEAD ( 1861 ) das er bis 1864 ausübte. Er wechselte dann an Bord des Kanonebootes USS CHOCURA ( 1861 ) das sich im Golf con Mexiko im Westgolfblockadegeschwader befand und unter den Kommandos von Commodore James Shedden Palmer ( 13. Oktober 1810 – 7. Dezember 1867 ) bis zum 22. Februar 1865 und unter Acting Admiral Henry Knox Thatcher ( 26. Mai 1806 – 5. April 1880 ) bis zum Ende des Krieges stand. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg war Meade einer der prominentesten reformistisch und technologisch gesinnten Offiziere innerhalb der Navy. Er lehrte von 1865 bis 1868 an der United Stats Naval Academy in Annapolis. Nach dem Ausscheiden aus dem Lehramt 1868 beförderte man ihn zum Commander. Meade erhielt das Kommando über die Seitenradkorvette USS SAGINAW ( 1859 ) mit der er an der Küste von Alaska patrouillierte. Am 26. März 1871 übertrug man Meade das Kommando über die Schraubenschaluppe USS NARRAGANSETT ( 1859 ). Seine Aufgabe bestand darin diplomatische Beziehungen und Informationen über Südseeinseln zu beschaffen. In San Francisco, Kalifornien legte Meade am 17. September mit dem Schiff an und verließ den Hafen wieder im Dezember. Seine Kreuzfahrt führte ihn über die Marshall, Gilbert und Samoa Inseln bis nach Australien. In Sydney legte er am 2. April 1873 an. Nach seiner Rückkehr diente Meade an Land. So in Washington DC und New York. In dieser Zeit beförderte man ihn zum Captain. 1879 übertrug man ihm das Kommando über die Schraubenschaluppe USS VANDALIA ( 1876 ) die im Nordatlantikgeschwader Aufklärungspatrouillen und Konvoipflichten an der Ostküste der USA durchführen musste. Ab 1882 befand sich Meade wieder an Land und erhielt das Kommando über das neugebaute Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) das er am 8. Dezember 1885 in den Dienst der US Navy stellte. Das Schiff gehörte zur Nordatlantik Station und patrouillierte bis Februar 1886 entlang der Ostküste. Danach umrundete Meade mit dem Schiff Südamerika und übergab es dem Pazifik Geschwader. Von 1887 bis 1890 war Meade der Kommandeur der Washington Navy Yard. Zwei Jahre später beförderte man ihn zum Comodore. Für sein letztes Kommando das er übertragen bekam, beförderte man ihn zum Rear Admiral und übertrug ihm das Kommando über das Nordatlantikgeschwader von 1894 bis Mai 1895. Danach trat er in seinen Ruhestand. Seine Frau Rebecca Paulding war die Tochter des Rear Admiral Hiram Paulding ( 11. Dezember 1797 – 20. Oktober 1878 ). Rear Admiral Richard Worsam Meade III. starb am 4 Mai 1897 nach einer Komplikation während einer Blinddarmoperation. Er wurde auf dem Arlington Nationalfriedhof begraben.

Robert Leamy Meade
* 25. Dezember 1842 in Washington DC
† Februar 11, 1910 in Lexington, Massachusetts
war ein Offizier im United Stats Marine Corps und diente während des amerikanischen Bürgerkrieges, des Spanisch-Amerikanischen Krieges und während der Boxer Rebellion

Robert Leamy Meade war der Sohn von Captain Richard Worsam Meade II. der in der US Navy diente und der Bruder von Richard Worsam Meade III. Am 14. Juni 1862 trat er als Second Lieutenand in das Marine Corps ein. Man versetzte ihn, nachdem sich in New York City unter der Arbeiterschaft Unruhen breitmachten, dorthin. Diese Unruhen mündeten vom 13. bis zum 16. Juli 1863 zu offenen Kämpfen innerhalb der Stadt. Um die örtliche Polizei von New York zu verstärken, entsandte der Kriegsminister Edwin Stanton McMasters ( 19. Dezember 1814 – 24. Dezember 1869 ) 4.000 Soldaten. Während dieser so genannten New York Draft Riots wurde 120 Menschen getötet und 2.000 verwundet. Am 8. September 1863 unternahm Meade einen gewagten Bootsangriff auf das Fort Sumter. Insgesamt waren es 25 Boote mit 400 Marines. Doch dieser Angriff war von vornherein ein Fiasko durch schlechte Aufklärung, Planung und Kommunikation unter den Vorgesetzten. Meade erreichte mit seinem Boot die vorgegeben Landzunge um einen Sturmangriff auf das Fort zu starten, aber sein Boot war eines von wenigen die es bis hierhin geschafft hatten. Unverrichteter Dinge musste er sich mit seinen Leuten wieder zurückziehen. Für seine tapferen Verdienste während dieses Angriffes wurde Meade geehrt. Während der Schlacht von Santiago de Cuba im Spanisch-Amerikanischen Krieg, war Meade auf dem Panzerkreuzer USS NEW YORK ( ACR-2 ) stationiert. Er hatte die spanischen Gefangenen zu bewachen. Unter diesen war auch der Kapitän des Kreuzers INFANTIN MARIA TERESA, Victor Maria Concas y Palau ( 1845 – 1916 ). In Portsmouth beschwerten sich die Gefangenen über Meade der den verwundeten spanischen Seeleuten keine oder unzureichende medizinische Versorgung erlaubte. Während der Fahrt wären mehrere Seeleute deshalb gestorben. Auch zeigte er einen Mangel an Respekt den spanischen Offizieren gegenüber. Für seine weitere Karriere tat dies kein Abbruch. Am 3. März 1899 beförderte man ihn zum Colonel und versetzte ihn nach China. Dort nahm er an der Schlacht von Tientsin vom 13. bis 14. Juli 1900 während des Boxeraufstandes in Nordchina teil. Noch am Morgen des 13. Juli vor dem Angriff auf die Festung Tientsin beförderte man Meade zum Brigadegeneral. Für die Acht-Nationen Alliance war dies die blutigste Schlacht während des Boxeraufstandes. 250 Soldaten der alliierten Armeen wurden getötet und etwa 500 verletzt. Die Japaner verloren 320 Tote und Verwundete, die Russen und die Deutschen je 140 Tote bzw. Verwundete, die Amerikaner 25 getötete und 98 verwundete, die britische, 17 getötete und 87 verwundete und die Franzosen 13 getötete und 50 Verwundete. Chinesischen Opfer, Soldaten sowie auch Zivilisten, sind unbekannt. Es werden aber eine Vielzahl sein, da in der Festung Tientsin sich alleine 12.000 chinesische Soldaten aufgehalten haben. Robert Leamy Meade zog sich am 29. Juni 1906 in seinen Ruhestand zurück. Er starb am 11. Februar 1910 in Lexington.

Zwei Schiffe sind zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade
bei der US Navy benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-274 ) aus der CLEMSON – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS MEADE ( DD-602 ) aus der BENSON – Klasse.


USS MEADE ( DD-602 )

Schiffsbiografie

Die USS MEADE ( DD-602) ist bei der US Navy das zweite Schiff das zu Ehren der Brüder Richard Worsam Meade III. und Robert Leamy Meade benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das fünfzehnte Schiff aus der BENSON – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation, Shipbuilding Division, in Staten Island, New York wurde am 25. März 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Moray Naine Wootton taufte am 15. Februar 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Raymond Starr Lamb ( 16. August 1902 in Connecticut – 1957 ) stellte am 22. Juni 1942 in der Brooklyn Navy Yard das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MEADE bis in die Guantanamo Bay, Kuba. Im Anschluss daran erhielt der Zerstörer den Befehl in den Pazifik zu wechseln. Dazu durchquerte der Zerstörer am 28. August den Panamakanal und übernahm gleichzeitig die Eskorte über das Schlachtschiff USS WASHINGTON ( BB-56 ), welches an diesem Tag auch in den Pazifik wechselte. Ziel beider Schiffe war die Insel Tongatapu in der Inselgruppe Tonga. In den Haupthafen der Insel, Nuku `alofa, liefen sie am 14. September ein. Sofort gliederte man die USS MEADE zur Bewachung von Flugzeugträgern ein, deren Flugzeuge die Seewege zwischen den alliierten Basen im Südpazifik und den amerikanischen Truppen auf Guadalcanal, Ostsalomonen kontrollierten. Dazu wechselte der Zerstörer bis Ende des Jahres nach Noumea, Neukaledonien. Von hier aus begann der langwierige Kampf um Guadalcanal. Vom 13. bis 14. November eskortierte die USS MEADE dann das Frachtschiff USS KOPARA ( AK-62 ) und den Schlepper USS YT-130 zur Versorgung der amerikanischen Soldaten nach Guadalcanal und anschließend zum Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Hier entlud für die Kriegsschiffe dringend benötigten Nachschub. Zum selben Zeitpunkt kämpften amerikanische Schlachtschiffe, Kreuzer und Zerstörer vom 13. bis zum 15. November in zwei nächtlichen Seeschlachten vor der Insel Savo gegen den Feind. Nach dieser zweiten Schlacht vom 14. zum 15. November überquerte die USS MEADE den Ironbottom Sound und beschoss innerhalb einer Stunde vier gestrandete japanische Transportschiffe nördlich von Tassafaronga mit den 5 Zoll Geschützen. Diese vier feindlichen Transportschiffe hatten während der Schlacht durch Luftangriffe mehrere Bombentreffer erlitten, konnten aber noch das rettende Ufer erreichen damit die mitgeführten Versorgungsgüter entladen werden konnten. Die Geschützmannschaften des Zerstörers schossen diese vier japanischen Transportschiffe schließlich zu Wracks. Die mitgeführte Munition explodierte im Innern der Schiffe und vernichtete den gesamten Nachschub. Von dieser Position aus kreuzte die USS MEADE zwischen Savo Island und Guadalcanal. Die Mannschaft des Zerstörers konnte noch 266 Überlebende von den Zerstörern USS PRESTON ( DD-379 ) und USS WALKE ( DD-416 ), die während der nächtlichen Schlacht gesunken waren, aus dem Wasser retten. Diese Überlebende wurden zum Port Purvis gebracht. Nachdem diese sich ausgeschifft hatten, schloss sich der Zerstörer am 16. November einer Einsatzgruppe an, die nach Überlebende von dem gesunkenen Leichten Kreuzer USS JUNEAU ( CL-52 ) bei San Cristobal, Ostsalomonen suchten. Insgesamt zehn Überlebende von dem Kreuzer konnten zwischen dem 18. und 20. November nur noch gerettet werden. Am 22. November übernahm die USS MEADE zusammen mit dem Zerstörer und Minensucher USS ZANE ( DMS-14 ) die Eskorte über den Hochseeschlepper USS NAVAJO ( AT-64 ). Dieser nahm am 22. November den schwer beschädigten Schweren Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ) ins Schlepptau. Ziel war der Hafen von Sydney, Australien, wo der Schwere Kreuzer notdürftig repariert werden konnte. Acht Tage später erreichten die vier Kriegsschiffe den australischen Hafen. Von Sydney aus eilte die USS MEADE zusammen mit der USS NAVAJO zum Port Purvis. Hier lag der Schwere Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ). Dieses Kriegsschiff war während der Schlacht bei Tassafaronga schwer beschädigt worden. Die Schiffsbesatzung und eine auf Tulagi stationierte Seabee Einheit konnten die ersten dringend notwendig gewordenen Reparaturen ausführen, damit das Schiff schwimmfähig blieb. Die USS NAVAJO nahm am 12. Dezember den Schweren Kreuzer ins Schlepptau und die USS MEADE eskortierte beide Schiffe bis Espiritu Santo, New Hebrides. Danach begann der Zerstörer mit Eskortieroperationen zwischen Guadalcanal und den alliierten Basen auf Neukaledonien und den New Hebrides. Im Hafen von Efate, New Hebrides gliederte man die USS MEADE in die Task Force 18 ein, die von Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 in West Chester, Pennsylvania – 10. Dezember 1962 in annapolis, Maryland ) kommandiert wurde. In der TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) und USS SUWANEE ( CVE-27 ), die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ), USS CHICAGO ( CA-29 ) und USS LOUISVILLE ( CA-28 ), die Leichten Kreuzer USS MONTPELIER ( CL-57 ), USS CLEVELAND ( CL-55 ) und USS COLUMBIA ( CL-56 ) und die Zerstörer USS MEADE, USS CHEVALIER ( DD-451 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS LA VALLETTE ( DD-448 ), USS TAYLOR ( DD-468 ), USS WALLER ( DD-466 ) und USS FRAZIER ( DD-607 ). Am 27. Januar verließen die Schiffe der TF die Insel Efate und eskortierten einen Schiffskonvoi, bestehend aus Truppentransporter, zur Verstärkung der Truppen auf Guadalcanal, Salomonen. Normalerweise sollten alle diese Kriegsschiffe für den Nachschubtransport die Luftabwehr übernehmen. Aber die beiden Geleitflugzeugträger schafften nur 18 Knoten und mussten auf der Fahrt nach Guadalcanal zurück gelassen werden um so schnell wie möglich ungesehen die Salomoneninsel zu erreichen. Alle anderen Schiffe schafften 24 Knoten in der Hoffnung Luftunterstützung von Henderson Field auf Guadalcanal zu erhalten. Noch vor Rennell Island, Salomonen entdeckten am 29. Januar japanische U-Boote diesen Geleitzug und funkten die Position nach Munda Point und Buka wo japanische Torpedobomberstaffeln stationiert waren. Gegen 19:00 Uhr trafen die ersten Bomber ein und warfen ihre Torpedos ab, von denen aber keiner traf. Mit Bordwaffen beschossen sie die amerikanischen Schiffe und warfen Leuchtkugeln zur Markierung der Position und des Kurses der Schiffe der TF. Um 19:30 Uhr trafen weitere Bomber ein und trafen mit einem Torpedo die USS CHICAGO. Das Schiff sank am folgenden Tag durch erneute Torpedotreffer. Auch am folgenden Tag griffen japanische Bomber an dabei wurde die USS LA VALLETTE durch ein Torpedo beschädigt. Von den 32 gestarteten japanischen Flugzeugen wurden 12 während der Schlacht abgeschossen. Die Flakgeschützbesatzungen der USS MEADE schützten mit ihrem Sperrfeuer während der Schlacht die Truppentransporter. Ohne weitere Angriffe erreichten am 1. Februar die Schiffe der TF 18 Lunga Point auf Guadalcanal. Anschließend übernahm der Zerstörer wieder Eskortieroperationen zwischen Efate, Espiritu Santo, Guadalcanal und Tulagi. So lag das Kriegsschiff vom 14. bis zum 19. Februar und vom 10. bis zum 15. März im Hafen von Efate. Am 18. März verließ die USS MEADE den Südwestpazifik und fuhr zu den Aleuten. Auf dem Weg dorthin machte der Zerstörer eine Zwischenpause in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Den Hafen von Adak erreichte der Zerstörer am 15. April. Dort gliederte man das Kriegsschiff für die Operation „Landcrab“ in die Task Group 51.1 ein, die von Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ), die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) und die Zerstörer USS MEADE, USS AMMEN ( DD-527 ), USS EDWARDS ( DD-619 ), USS HULL ( DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS ABNER READ ( DD-526 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ). Am 1. Mai lagen alle Schiffe der TG 51.1 in der Cold Bay. Man bereitete diese und deren Mannschaften auf die kommenden Kämpfe vor. Drei Tage später legten die Schiffe ab. Wegen des schlechten Wetters erreichte man am 7. Mai, dem eigentlichen Angriffstag auf Attu, erst Komandorski Island und muss dort ausharren. Den Angriffstag der Landung auf die nebelverhüllte Insel Attu verschob man nun auf den 11. Mai. Die Hauptaufgabe der USS MEADE war, sich am Küstenbombardement zu beteiligen und den dann gelandeten Truppen Feuerunterstützung zu gewähren. Die Schiffe der TG 51.1 suchten am 9. und 10. Mai westlich von Attu nach einem japanischen Schiffsverband der zur Hilfe der auf Attu stationierten Soldaten ausgelaufen war. Man fand aber keine feindliche Flotte. Am 11. Mai begann in der Früh das Bombardement auf japanische Stellungen in der Holtz Bay und im Chichagov Harbor. Die meisten Schiffe der TG 51.1 verließen schon am 12. Mai wieder Attu und kehrten nach Adak zurück. Die USS MEADE blieb noch bis zum 2. Juni vor der Insel Attu und begann dort mit ihren Patrouillenfahrten. In diesen Wochen kämpfte die Besatzung jedoch hauptsächlich gegen das unwirtliche Klima bei den Aleuten. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Adak zurück. Von hier aus unternahm das Kriegsschiff weitere Patrouillenfahrten. Dann fuhr die USS MEADE zusammen mit anderen Zerstörern nach Süden. In rund 782 Seemeilen Entfernung übernahmen diese Schiffe am 21. Juli einen aus San Francisco kommenden Schiffskonvoi und eskortierten diesen nach Adak. Am 5. August lief ein zweiter Schiffskonvoi mit Truppen und Versorgungsgütern in der Kuluk Bay von Adak ein. Man hatte unterdessen die USS MEADE in die die Task Force 16 versetzt, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) während der Operation „Cottage“ kommandierte. Innerhalb dieser TF gehörte der Zerstörer zur Task Group 16.6, die von Rear Admiral Wilder DuPuy Baker ( 22. Juli 1890 – 10. November 1975 ) befehligt wurde. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ), die Leichten Kreuter USS RICHMOND ( CL-9 ), USS DETROIT ( CL-8 ) und USS RALEIGH ( CL-7 ) und die Zerstörer USS MEADE, USS EDWARDS, USS FARRAGUT, USS FRAZIER und USS GANSEVOORT. Die Schiffe dieser TG bombardierten am 2. August feindliche Stellungen auf Kiska und kehrten am folgenden Tag nach Adak zurück. Für den folgenden Angriff auf Kiska stellte man die Task Force 16 neu zusammen. Die USS MEADE gliederte man in die Task Undergroup 16.6.1 ein die Rear Admiral Wilder DuPuy Baker kommandierte. In dieser TU befanden sich die Schweren Kreuzer USS SALT LAKE CITY und INDIANAPOLIS, die Leichten Kreuzer USS RICHMOND, USS DETROIT und USS RALEIGH sowie die Zerstörer USS MEADE, USS GANSEVOORT, USS FRAZIER, USS EDWARDS und USS PHELPS ( DD-360 ). Am 12. August wiederholten die Schiffe der TG das Bombardement auf japanische Stellungen auf Kiska. Drei Tage später begann die Landung auf dieser Insel. Diese groß angelegte Operation „Cottage“ war für die US Navy ein absoluter Reinfall. Der Schiffsverband der TG 16.17 hatte am 14. August in Adak abgelegt und beteiligte sich zuerst bei der Sicherung von 20 Transportschiffen, 42 Landungsschiffen und Landungsbooten sowie 20 Hilfsfahrzeugen. Insgesamt 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten standen für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska bereit. Die Schiffe der TG 16.17 begannen am 15. August mit dem Bombardement auf vermeintliche feindliche Stellungen. Sie wurden dabei von den Zerstörern der TG 16.6 unterstützt. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten von den Amerikanern unbemerkt evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckte, waren drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Die USS MEADE verließ Anfang September die Aleuten und fuhr zur Puget Sound Naval Shipyard in Bremerton, Washington. Hier unterzog sich der Zerstörer einer intensiven Überholung, die bis zum 10. Oktober andauerte. Nach einer Erprobungsfahrt verließ das Kriegsschiff die Marinewerft und fuhr nach Pearl Harbor. Hier integrierte man den Zerstörer in die 5. US Flotte, wo das Kriegsschiff in die Task Group 53.4 eingegliedert wurde. Die Schiffe in dieser TG gehörten zur Fire Support Group. Kommandiert wurde diese TG 53.4 von Rear Admiral Howard Fithian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ). Innerhalb der TG befand sich der Zerstörer in der Task Undergroup 53.4.2 die Rear Admiral Laurence Toombs DuBose ( 21. Mai 1893 in Washington DC – 11. Juli 1967 in Charleston, South Carolina ) befehligte. In der TU befand sich das Schlachtschiff USS MARYLAND ( BB-46 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE ( CL-60 ) und die Zerstörer USS MEADE und USS GANSEVOORT. Am 21. Oktober 1943 verließen die Schiffe der TG 53.4 Pearl Harbor. Damit begann für die Südliche Angriffsgruppe die Operation „GALVANIC“, einem Angriff auf die Gilbert Inseln. Das erste Ziel dieser Task Group war aber Wellington, Neuseeland. In diesem Hafen lief die Kriegsschiffe am 29. Oktober ein. Man übernahm von hier aus die Eskorte von mehreren Truppentransportschiffen auf denen sich die 2. Marine Division, befehligt von Generalmajor Julian Conbstable Smith ( 11. September 1885 in Elkton, Maryland – 5. November 1975 in Fort Belvoir, Virginia ), befanden und eskortierten diese bis zum Havannah Harbor, Efate. Am 7. November befanden sich die Schiffe der TG 53.4 vor dieser Insel und begannen den Angriff auf die Gilbert Insel Tarawa zu proben. Am 13. November verließen die Schiffe der TG den Havannah Harbor von Efate und fuhren Nordwärts. Mit dem Bombardement auf japanische Stellungen auf Tarawa begannen sie ab dem 19. November. Am folgenden Tag erfolgte die Landung der mitgeführten Soldaten. Auch an diesem Tag beteiligte sich die USS MEADE mit ihren Schiffsgeschützen kontinuierlich an der Vernichtung japanischer Stellungen um die Landekräfte zu unterstützen. Ab dem 22. November begann der Zerstörer zusammen mit der USS FRAZIER aus der TU 53.4.1 vor der Hafenstadt Betio zu patrouillieren. Die USS MEADE ortete am 23. November ein feindliches Unterwasserfahrzeug. Zwischen 15:30 Uhr und 17:38 Uhr starten beide Zerstörer fünf intensive Tiefenentladungsangriffe mit Wasserbomben. Die letzte Wasserbombensalve zwang das japanische U-Boot I-35 an die Wasseroberfläche. Umgehend begannen beide Zerstörer mit ihren 5’’ und 40 mm Schiffsgeschützen das feindliche U-Boot zu beschießen. Um 17:51 Uhr entschied sich LCDR Brown, Kommandant der USS FRAZIER, dazu mit dem Zerstörer das japanische U-Boot zu rammen. Der Bug des Zerstörers wühlt sich von Steuerbord aus in das U-Boot und zerdrückt den Druckrumpf hinter dem Kommandoturm. Aber auch die USS FRAZIER hat durch diese Rammaktion schwere Schäden am Bug davongetragen. Um 17:54 sinkt I-35. Beide Zerstörer starten nun eine Rettungsaktion um vier der von Bord gegangenen Besatzungsmitglieder zu retten. Einer dieser Überlebenden schießt auf die USS FRAZIER und wird getötet. Die anderen drei zum Teil schwer verletzten japanischen Besatzungsmitglieder lassen sich ohne Gegenwehr aufnehmen. Mit dem U-Boot gehen 92 Besatzungsmitglieder mit unter. Die Besatzungsmitglieder vom Rettungsboot der USS MEADE hatten gerade den zweiten japanischen U-Boot Fahrer an Bord genommen, da tauchte ein amerikanischer Sturzkampfbomber aus den Wolken auf. Der Pilot verwechselte das Rettungsboot mit einem feindlichen U-Boot und warf eine 500 Pfund Bombe ab. Der Zünder der Bombe war Zeitverzögert. Diese schlug drei Meter neben dem Rettungsboot auf dem Wasser auf und versank. Die dann herbeigeführte Unterwasserexplosion hob das Rettungsboot der USS MEADE fast aus dem Wasser und zerlöcherte es. Die Besatzung des kleinen Bootes wurde tüchtig durchgeschüttelt, erholte sich von dem Schreck aber schnell wieder. Bis zum 4. Dezember blieb die USS MEADE bei den Gilbert Inseln und patrouillierte dort in den Gewässern. Dann fuhr der Zerstörer zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor und legte dort am 7. Dezember an. An dem Kriegsschiff wurden dringend notwendig gewordene Reparaturarbeiten durchgeführt, die Ende 1943 abgeschlossen waren. Danach folgten für die Schiffsbesatzung mehrere Trainingseinheiten. Hier in Pearl Harbor gruppierte man die 5. US Flotte um. Die USS MEADE versetzte man in die Task Group 52.8, welche eine Feuerunterstützungsgruppe war, die Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 in West Chester, Pennsylvania – 10. Dezember 1962 in Annapolis, Maryland ) während der Operation „Flintlock“ befehligte. Innerhalb dieser TG gehörte der Zerstörer der Task Undergroup 52.8.2 an. Diese TU befehligte ebenfalls Rear Admiral Giffen. In der TU befanden sich die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ) und USS IDAHO ( BB-42 ), die Schweren Kreuzer USS MINNEAPOLIS ( CA-36 ) und USS NEW ORLEANS ( CA-32 ) und die Zerstörer USS MEADE, USS FRAZIER, USS BAILEY und USS HALL ( DD-583 ). Die gesamte Task Force 52 gehörte zur südlichen Angriffsgruppe auf die Marshall Inseln. Am 22. Januar 1944 verließ die TF 52 den Hafen von Pearl Harbor und die Schiffe der TG 52.8 erreichten am 29. Januar das Atoll Maloelap, Marshall Islands. Gleich nachdem die Kriegsschiffe dieses Atoll erreicht hatten, begannen sie die japanischen Stellungen zu bombardieren. Am folgenden Tag gab es ein Bombardement auf das Atoll Taroa. Noch bevor sich die Schiffe der TG 52.8 am 31. Januar der Insel Makin zuwendeten, die sich schon seit dem 23. November 1943 in amerikanischer Hand befand und zu einem Versorgungsstützpunkt für die US Navy ausgebaut worden war, sicherte die USS MEADE die Schlachtschiffe und Schweren Kreuzer während der Landeoperation und dem intensiven Uferbombardement auf japanische Einrichtungen auf dem Atoll Kwajalein. Zusätzlich gab der Zerstörer am 1. und 2. Februar gezielte Schüsse mit seinen Geschützen auf feindliche Bunker, Maschinengewehrstellungen, Anlagen und Blockhäuser ab in denen sich noch japanische Soldaten verschanzt hatten. Von der Insel Makin aus begann der Zerstörer dann seine Patrouillenfahrten bis nach Kwajalein. Auf diesen Kreuzfahrten suchte die USS MEADE nach feindlichen U-Booten. Am 16. Februar fuhr der Zerstörer zu dem Atoll Majuro, Marshall Islands. Die USS MEADE verließ am 18. Februar wieder das Atoll Majuro und fuhr nach Pearl Harbor. Dabei eskortierte der Zerstörer mehrere leere Transportschiffe dorthin. Am 24. Februar legten die Schiffe in dem Hawaiianischen Hafen an. Man begann hier erneut an dem Zerstörer Reparaturen vorzunehmen. Außerdem bereitete man die Mannschaft auf die kommenden Einsätze vor. Am 2. März stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zum Atoll Majuro, wo es sechs Tage später ankerte. Man versetzte die USS MEADE nun in die Task Group 50.10, die Rear Admiral Willis Augustus Lee, Jr. ( 11. Mai 1888 in Natlee, Owen County, Kentucky – 25. August 1945 an Bord des Schlachtschiffes USS WYOMING ( BB-32 ) in der Casco Bay vor Portland, Maine ) kommandierte. Den Zerstörer gliederte man in die Task Undergroup 50.10.5 ein. Mit in der TU 50.10.5 befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON ( CV-16 ) und die Zerstörer USS USS MEADE, EDWARDS und USS BANCROFT ( DD-598 ). Am 17. März verließen die Schiffe der TG 50.10 Majuro und fuhren zum Atoll Mili, Marshall Islands. Dort bombardierte man am 18. März für einen Tag japanische Stellungen. Am 19. März liefen die Schiffe in die Lagune vom Atoll Majuro wieder ein. Man versetzte nun die USS MEADE am folgenden Tag in die Task Group 58.9. In dieser befand sich der Flugzeugträger USS LEXINGTON, der Leichte Flugzeugträger USS COWPENS ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NORTH CAROLINA ( BB-55 ), USS SOUTH DAKOTA ( BB-57 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-59 ) und USS ALABAMA ( BB-60 ), die Schweren Kreuzer USS LOUISVILLE ( CA-28 ), USS INDIANAPOLIS ( CA-35 ) und USS PORTLAND ( CA-33 ) und die Zerstörer USS MEADE, USS EDWARDS, USS FRAZIER, USS BANCROFT, USS CALDWELL ( DD-605 ), USS IZARD ( DD-589 ), USS CONNER ( DD-582 ), USS BELL ( DD-587 ), USS CHARRETTE ( DD-581 ), USS BURNS ( DD-588 ), USS BRADFORD ( DD-545 ), USS BROWN ( DD-546 ) und USS COWELL ( DD-547 ). Am 22. März verließen alle Schiffe der Task Force 58 Majuro um an der Operation „Desecrate“ teilzunehmen. Am 26. März wurden die Schiffe der TG 58.9 auf hoher See betankt. Am 28. März erreichten die Schiffe der TF 58 die Gewässer vor den Palau Inseln. Hier löste man die TG 58.9 auf und übertrug den Schiffen spezielle Aufgaben. Noch am selben Tag begann der Angriff. Es waren keine Landungstruppen während dieses Angriffs anwesend. Die Hauptaufgabe der Task Force war es die japanische Basis so sehr zu schwächen, dass sie nicht in der Lage wäre in die Kämpfe um Neuguinea einzugreifen. Eine Vielzahl von japanischen Kriegs- und Hilfsschiffen wurden in der dreitägigen Schlacht versenkt. So der Truppentransporter T-31, vier U-Boot-Jäger, einunddreißig Hilfskriegs- und Handelsschiffe ( zusammen 129.807 BRT ). Darunter die Flottentanker AKEBONO MARU, AMATSU MARU, IRO und SATA. Außerhalb der Häfen von Palau sinken das Torpedoboot WAKATAKE und das Werkstattschiff AKASHI. Danach zogen sich die amerikanischen Einheiten zurück und griffen auf dem Weg nach Majuro am 1. April feindliche Stellungen auf den Atollen Woleai und Yap an. Am 6. April 1944 erreichten die Schiffe der TF 58 wieder ihre Ausgangsstellung in Majuro. Dort bereitete man sich auf die weiteren Kämpfe vor, die vor Neuguinea stattfinden werden. Die USS MEADE blieb zur freien Verfügung in der Task Force 58 genauso wie die Zerstörer USS EDWARDS, USS BANCROFT, USS FRAZIER, USS CALDWELL, USS CASE ( DD-370 ), USS PRICHETT ( DD-561 ), USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ) und USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ) und hatte keine speziellen Aufgaben übertragen bekommen. Am 13. April verließ die Task Force wieder Majuro und erreichte sechs Tage später seine Angriffsstellung nördlich der Admiralitätsinseln. Dort wurden die Schiffe nochmals betankt. Am 21. April begann der Angriff der unter dem Codenamen „Reckless“ bezeichnet wurde. Im Zusammenspiel mit Teilen der 7. US Flotte wurden ab dem 21. April die japanischen Stellungen bei Wakde, Sawai und in der Tanahmerah Bay die Stellungen bei Hollandia Neuguinea angegriffen. Am 22. April folgte der Angriff auf Aitape, Neuguinea. Bis zum 24. April unterstützten die Schiffe die Landungen auf dem Gebiet von Neuguinea. Danach erhielten die Task Groups unterschiedliche Aufgaben. Die USS MEADE beteiligte sich auf der Rückfahrt nach Majuro vom 29. zum 30. April an der Bombardierung japanischer Stellungen auf dem Atoll Truk, am 1. Mai die Hauptinsel von Palau Islands Ponape und am 4. Mai das Atoll Eniwetok, Marshall Inseln die unter dem Codenamen „PERSECUTION“ liefen. Von dort aus wechselte die USS MEADE zusammen mit anderen Zerstörern zu den Ost Marshall Islands Mili, Jaluit, Maloelap und Wotje. Dort begannen sie vom Atoll Majuro aus ab dem 12. Mai mit ihren Patrouillenfahrten, um den Gegner daran zu hindern weitere Unterstützungskräfte anlanden zu können oder die kleineren Garnisonen zu evakuieren. Außerdem beschossen sie japanische Stellungen auf diesen Atollen. So wurde am 17. Juni von der USS MEADE und der USS FRAZIER die Insel Eniben im Maloelap Atoll und am 26. Mai das Mili Atoll von drei Zerstörern aus der TG 57.8 beschossen. Diese Patrouillenfahrten dauerten bis zum 10. Juli. Am folgenden Tag verließ die USS MEADE das Atoll Majuro und fuhr ostwärts. Über Pearl Harbor erreichte der Zerstörer am 26. Juli San Francisco und zwei Tage später bugsierte man das Kriegsschiff ins Trockendock auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Die umfangreiche Überholung war am 14. September abgeschlossen und die USS MEADE fuhr nach Pearl Harbor, wo der Zerstörer sechs Tage später anlegte. Während der folgenden zwei Monate verwendete man das Kriegsschiff zur Ausbildung für andere Schiffsbesatzungen als Trainingseinrichtung für das Verwenden von Torpedos und für das Schießen mit den Schiffsgeschützen. Am 1. Dezember verließ die USS MEADE dann die amerikanische Marinebasis und eskortierte das Schlachtschiff USS WISCONSIN ( BB-64 ) zum Atoll Ulithi, Karolinen. Dieses erreichten beide Kriegsschiffe am 9. Dezember. Der Zerstörer verließ am 15. Dezember dann wieder das Atoll und eskortierte zwei Handelsschiffe bis zum Atoll Majuro, das sie vier Tage später erreichten. Die USS MEADE verließ nach dem Befüllen der Treibstoffbunker wieder das Atoll und fuhr zum Atoll Eniwetok. Von hier aus führte der Zerstörer zwei Eskortierfahrten nach Guam, Nördliche Marianen durch. Diese beiden Begleitungsfahrten dauerten vom 25. Dezember bis zum 16. Januar 1945. Schon am 21. Januar verließ die USS MEADE wieder das Atoll Eniwetok und fuhr über das Atoll Ulithi in die San Pedro Bay, Leyte. In diese Bay lief der Zerstörer am 28. Januar ein. Das Kriegsschiff integrierte man hier in die 7. US Flotte ein und war ein Teil der Zerstörerdivision 27 ( DesDiv 27 ). Am 8. Februar verließ die USS MEADE die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit den anderen Zerstörern der DesDiv 27 mehrere Panzerlandungsschiffe und Handelsschiffe von Leyte aus über Mindoro und der Subic Bay in den Lingayen Golf, Luzon, Philippinen. Die amerikanische Marinebasis bei Lingayen erreichten die Schiffe am 13. Februar. Die USS MEADE patrouillierte nun bis zum 30. April im Lingayen Golf und entlang der Westküste von Luzon. Der Zerstörer war in dieser Zeit auf der Suche nach feindlichen U-Booten und Flugzeugen. Das Kriegsschiff verließ am 30. April wieder die philippinische Insel Luzon und erreichte am 5. Mai die San Pedro Bay vor Leyte. Hier integrierte man die USS MEADE in die Task Group 78.3, der Fire Support Group, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 in Goshen, Indiana – 17. Juni 1985 ) befehligte. In der TG befanden sich zwei Leichte Kreuzer und die Zerstörer USS MEADE, USS ABBOT und vier weitere. Am 8. Mai verließen diese Schiffe sowie ein Teil der Landungsschiff der Amphibious Group IX, die die Soldaten der 108. RCT der 40. Infanteriedivision transportierten, und fuhren am 10. Mai in die Macalajar Bay, Mindanao ein. Die Schiffe der TG 78.3 gaben Feuerunterstützung während der ungehinderten Amphibienanlandungen. Nachdem das Gebiet um Cagayan de Oro, hier befand sich einer der Tiefseehäfen der Philippinen, eingenommen war, verließen die Schiffe der TG 78.3 am 14. Mai wieder den Norden von Mindanao und eskortierten die Landungsschiffe in die San Pedro Bay. Drei Tage später erreichten sie diese. Ab dem 20. Mai begann die USS MEADE mit der Eskorte von Handels- und Landungsschiffen von Leyte aus zu den südlichen Inseln der Philippinen. Diese Eskortierfahrten endeten erst am 9. Juli. Ab diesem Tag unterzog sich der Zerstörer einer Überholung und mehreren dringend notwendig gewordenen Reparaturen. Anschließend verließ das Kriegsschiff die San Pedro Bay und fuhr in die amerikanischen Marinebasis in der Subic Bay, Luzon. In diese Basis fuhr die USS MEADE noch vor der bedingungslosen Kapitulation Japans am 15. August. Bis zum 31. August verblieb der Zerstörer in der Subic Bay und wechselte an diesem Tag nach Okinawa. Das Kriegsschiff eskortierte mehrere Truppentransportschiffe dorthin und kehrte am 9. September in die Subic Bay zurück. Die Marinebasis verließ die USS MEADE erst am 20. September wieder und fuhr nach Französisch – Indochina. Die Küste von Table Island im Golf von Tonkin erreichte der Zerstörer drei Tage später. Hier übergab man dem französischen Militärpersonal extra mitgeführte Verpflegung und medizinische Versorgungsgüter. Gleich nach dem entladen dieser Güter verließ das Kriegsschiff wieder diese Gewässer und fuhr nach Manila, Luzon. In der Manila Bay ankerte der Zerstörer ab dem 29. September. Von hier aus absolvierte das Kriegsschiff seinen Dienst bei den Philippinen. Erst am 2. November verließ die USS MEADE endgültig die philippinischen Gewässer und fuhr an die US Westküste. Nach einem Zwischenstopp vor dem Atoll Ulithi, vor Pearl Harbor, San Diego und nach der Durchquerung des Panamakanals erreichte der Zerstörer am 9. Dezember den Hafen von Norfolk, Virginia. Zwei Tage säter begann schon die umfassende Überholung. Der Zerstörer verließ am 4. März 1946 Norfolk und fuhr nach Charleston, South Carolina. Dort stellte man am 17. Juni 1946 das Kriegsschiff außer Dienst und wurde in die Atlantikreserveflotte versetzt. Den Namen USS MEADE ( DD-602 ) strich man am 1. Juni 1971 von der US Navy – Liste. Man bereitete den Schiffskörper anschließend zum versenken vor. Am 18. Februar 1973 versenkte man das Zielschiff vor der Küste Floridas. Die Schiffsglocke wurde vor der Versenkung entfernt und ist am Joint Forces Staff College in Norfolk ausgestellt.


USS MEADE ( DD-602 )
Commanding Officer

LCDR Raymond Starr Lamb        22. Juni 1942 – 10. Juni 1943 (erreichter Rang RADM)
LCDR John Munholland         10. Juni 1943 – 11. Oktober 1944
CDR Richard Gary Colbert         11. Oktober 1944 – 12. Dezember 1945 (erreichter Rang ADM)
LCDR Robert Stephen Guy         12. Dezember 1945 – 17. Juni 1946

USS AMMEN ( DD-527 )

USS AMMEN ( DD-527 )

Biografie

Daniel Ammen
* 15. Mai 1820 in Brown County, Ohio
† 11. Juli 1898 in Washington DC
war ein US Navy Offizier, diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und war danach ein produktiver Autor

Der ältere Bruder von Daniel Ammen, war Jacob Ammen ( 7. Januar 1806 – 6. Februar 1894 ) der während des amerikanischen Bürgerkrieges ein Brigadegeneral in der Unionsarmee war. Beide Brüder besuchten die gleiche Schule in die auch Ulysses S. Grant ( 27. April 1822 – 23. Juli 1885 ) ging. Grant war der beste Freund von Daniel Ammen da dieser ihn als Kind vor dem Ertrinken gerettet hatte. Daniel Ammen trat am 7. Juli 1836 in die US navy mit dem Rang eines Midshipman ein. Im Jahre 1838 diente er auf der Korvette USS VANDALIA ( 1828 ) die in der Karibik operierte. Im Februar 1852 erhielt Ammen den Befehl in Kalifornien einen Standort für eine neue Werft zu finden. Zu diesem Zweck erreichte er am 30. April 1852 San Francisco. Nach eingehender Betrachtung der Umgebung, schlug er die Halbinsel Mare Island bei Vallejo vor die etwa 23 Meilen nordöstlich von San Francisco lag. Die US Navy kaufte dort 1853 eine Fläche von 387 Hektar für 83.491 Dollar und Marineminister James Cochran Dobbin ( 17. Januar 1814 – 4. August 1857 ) beauftragte Commander David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) damit auf dieser Halbinsel eine Werft zu errichten. Am 16. September 1854 eröffnete dieser als ihr erster Kommandant die Werft. Ammen erhielt nach dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges das Kommando über das neue Kanonenboot USS SENECA ( 1861 ) das in der Werft der New Yorker Navy Yard gebaut wurde. Am 14. Oktober 1861 stellte Lieutenant Ammen das Schiff in den Dienst der US Navy. Das Kanoneboot wurde dem Südatlantikblockadegeschwader unterstellt das von Rear Admiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1865 ) kommandiert wurde. Während der Schlacht um Port Royal vom 3. bis zum 7. November 1861 zeigte Ammen auffälligen Mut. Mit dem Schiffsverband des Südatlantikblockadegeschwaders war Lieutenant Ammen mit der USS SENECA im folgenden Jahr an weiteren Operationen entlang der Küsten von Georgia und Florida beteiligt. Danach begab sich Ammen nach Wilmington, Delaware wo in der Werft von Harlan & Hollingsworth der Monitor USS PATAPSCO ( 1862 ) gebaut wurde. Am 2. Januar stellte Commander Daniel Ammen das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Rear Admiral Du Pont bestellte drei Monitore, die USS PATAPSCO, die USS PASSAIC ( 1862 ) und die USS NAHANT ( 1862 ) vor das Fort McAllister um mit deren Waffen zu testen ob man eine feindliche Artilleriestellung von Wasser aus vernichten kann. Am 3. März 1863 starteten die drei Schiffe ein achtstündiges Bombardement. Das Ergebnis war ernüchternd. Es gab nur kleine Schäden am Fort, dafür einige Dellen an den Schiffen von den Einschlägen der feindlichen Kanonenkugeln. Bei der Belagerung und der ersten Schlacht zur Widereroberung von Fort Sumter am 7. April 1863 war auch Ammen mit seinem Monitor beteiligt. Doch dieser Angriff war ein kompletter Fehlschlag für die Union. Dafür setzte man Rear Admiral Du Pont von seinem Oberkommando über das Südatlantikblockadegeschwader ab und übertrug es am 6. Juli 1863 Rear Admiral John Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ). Im November testete Ammen mit der USS PATAPSCO ein neues Hindernisräumgerät das John Ericsson ( 31. Juli 1803 – 8. März 1889 ) erfunden hatte. In dem weiteren Jahr 1864 des Bürgerkrieges nahm der Monitor im Januar an der Aufklärung des Wilmington River, Georgia teil und von Februar bis Anfang Oktober der Erfassung und Vernichtung von feindlichen Schiffen. Anfang Oktober ging Ammen von Bord des Monitor und wechselte auf die Korvette USS MOHICAN ( 1859 ). Dieses Schiff gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und dieses stand unter dem Oberfehl von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ). Commander Ammen reaktivierte es am 7. Oktober und kreuzte mit dem Schiff vor Wilmington, North Carolina. Danach nahm er mit dem Schiff und dem Rest des Geschwaders an der Ersten Schlacht vom 23. bis zum 27. Dezember 1864 um Fort Fisher teil. Auch an der Zweiten Schlacht um Fort Fisher, vom 13. bis zum 15. Januar 1865 war die USS MOHICAN beteiligt. Mit dem Schiff wechselte Ammen zum Südatlantikblockadegeschwader wo vor Charleston, South Carolina vom 17. Januar bis zum 7. März 1865 eine Blockade gelegt wurde. Die Korvette stellte man am 26. April 1864 in der Boston Navy Yard wegen Reparaturarbeiten außer Dienst. Ammen ging von Bord und beschäftigte sich nach der Beendigung des amerikanischen Bürgerkrieges am 10. Mai 1865 von Juli bis August 1865 mit der Beseitigung von Minen im Hafen von Charlotte und anderen Orten in North Carolina. Am 18. September stellte Commander Ammen das unter seinem Befehl stehende Schiff USS MIANTONOMOH ( 1863 ) in den Dienst der US Navy. Der Monitor gehörte zum Nordatlantik Geschwader und kreuzte eine kurze Zeit an der Ostküste der USA entlang. Dann legte USS MIANTONOMOH im Hafen der Washington Navy Yard an und im März 1866 ging Commander Ammen von Bord. Am 22. Juli 1866 beförderte man ihn zum Captain. Vom November 1866 bis zum August 1867 mussten Ammen eine Spezialpflicht bei Hartford, Connecticut erfüllen. In der Portsmouth Navy Yard stellte Captain Ammen den Schraubendampfer USS PISCATAQUA ( 1866 ) am 21. Oktober 1867 in den Dienst der US Navy. Am 16. Dezember 1867 ließ Ammen die Anker des Schraubendampfers heben. An Bord befand sich Rear Admiral Stephen Clegg Rowan ( 25. Dezember 1808 – 31. März 1890 ) der der Kommandeur des asiatischen Geschwaders war. Der Schraubendampfer war gleichzeitig das Flaggschiff dieses Geschwaders. Die Reise ging über das Kap der Guten Hoffnung. Den Hafen von Singapur erreichte das Schiff am 18. April 1868. Die Häfen in China, Japan und den Philippinen wurden besucht. Im Februar 1869 löste man Ammen von dem Kommando über die USS PISCATAQUA ab. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten übergab man ihm das Bureau of Yards and Docks. Er diente in dieser Funktion von Mai 1869 bis Oktober 1871. Gleich im Anschluss übertrug man ihm die Leitung des Bureau of Navigation. Dieses Amt leitete er bis 1878. In dieser Zeit ernannte man ihn, am 1. April 1872 zum Commodore und am 11. Dezember 1877 zum Rear Admiral. Am 4. Juni 1878 übergab Ammen das Amt und trat in den Ruhestand. Zwei Jahre später schrieb er das Buch mit dem Titel „The American Inter-Oceanic Ship Canal Question“. Außerdem war Ammen ein Mitglied im Vorstand des neuaufgebauten Naval Observatory und ein Vertreter der USA bei dem Interoceanic Ship Canal Kongress in Paris. Ammen arbeitete außerdem an einer Verbesserung zur Anlandung von Truppen und Feldartillerie sowie an einer Rettungsinsel für Dampfer. Das Design des Stahlrumpfes von dem Panzerschiff USS KATAHDIN ( 1893 ), der der Vorläufer der späteren U-Boote war, entwickelte Ammen mit der der festen Meinung war das die Küstenverteidigung des Landes mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Rear Admiral Daniel Ammen verstarb am 11. Juli 1898 in Washington DC. Seinen Leichnam beerdigte man auf dem Arlington Nationalfriedhof.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von Rear Admiral Daniel Ammen benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS AMMEN ( DD-35 ) aus der PAULDING – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS AMMEN ( DD-527 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS AMMEN ( DD-527 )

Schiffsbiografie

Die USS AMMEN ( DD-527 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Daniel Ammen benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das achtundvierzigste Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Corporation in San Francisco, Kalifornien wurde am 29. November 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Eva Ammen taufte am 17. September 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander John Cheshire Daniel ( 1. November 1899 – 23. November 1992 ) stellte am 20. März 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Am 30. März 1943 stach die USS AMMEN in San Francisco in See und fuhr zur amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Hier begann der Zerstörer mit seiner Erprobungs- und Ausbildungsfahrt. Das Kriegsschiff verließ am 20. April San Diego und fuhr nach San Pedro, Kalifornien, wo es am folgenden Tag anlegte. Hier begann man mit der Ausrüstung des Schiffes für die kommende Fahrt. Zwei Tage später legte die USS AMMEN wieder ab und begann ihre Fahrt in die arktischen Gewässer. Dort gliederte man den Zerstörer für die Operation „Landcrab“ in die Task Group 51.1 ein die von Rear Admiral Howard Fitrhian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) kommandiert wurde. In der TG befand sich der Geleitflugzeugträger USS NASSAU ( CVE-16 ), die Schlachtschiffe USS PENNSYLVANIA ( BB-38 ), USS IDAHO ( BB-42 ), USS NEVADA ( BB-36 ), USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) und USS MISSISSIPPI ( BB-41 ) und die Zerstörer USS AMMEN, USS EDWARDS ) DD-619 ), USS MEADE ( DD-602 ), USS HULL ( DD-350 ), USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS AYLWIN ( DD-355 ), USS ABNER READ ( DD-526 ) und USS MONAGHAN ( DD-354 ). Am 1. Mai lagen alle Schiffe der TG 51.1 in der Cold Bay. Man bereitete diese und deren Mannschaften auf die kommenden Kämpfe vor. Drei Tage später legten die Schiffe ab. Wegen des schlechten Wetters erreichte man am 7. Mai, dem eigentlichen Angriffstag auf Attu, erst Komandorski Island und muss dort ausharren. Den Angriffstag der Landung auf Attu verschob man nun auf den 11. Mai. Die USS AMMEN erhielt die Hauptaufgabe den Schiffen der Invasionsstreitkräften einen Luft- und U-Boot Abwehrschutz zu bieten. Da sich die feindliche Luftbedrohung nie bewahrheitete und die U-Boot Bedrohung sich in Grenzen hielt, feuerte der Zerstörer keinen Schuss auf den Feind ab. Die Schiffe der TG 51.1 suchten am 9. und 10. Mai westlich von Attu nach einem japanischen Schiffsverband der zur Hilfe der auf Attu stationierten Soldaten ausgelaufen war. Man fand aber keine feindliche Flotte. Am 11. Mai begann in der Früh das Bombardement auf japanische Stellungen in der Holtz Bay und im Chichagov Harbor. In der Holtz Bay sichtete man am 12. Mai von einer PBY „Catalina“ aus ein Torpedo der von einem feindlichen U-Boot aus auf die USS PENNSYLVANIA abgefeuert worden war. Aber das Schlachtschiff konnte diesen Torpedo ausmanövrieren. Die PBY warf eine Rauchbombe an dem Punkt, wo man den Torpedo zuerst gesichtet hatte. Dieses Torpedo wurde von IJN I-31 abgefeuert. Das japanische U-Boot musste sich nun einem zehnstündigen Kampf mit den Zerstörern USS EDWARDS und USS FRAZIER aus der TG 16.6 stellen. Am Ende des Kampfes musste das U-Boot notgedrungen kurz auftauchen, da nicht mehr genug Wasser unter dem Kiel war. Fünf Seemeilen nordöstlich von Chichagov Harbor endet der Kampf dann mit einigen Wasserbomben, die das U-Boot auseinanderreißen. Nach diesem Vorfall verließen die Schiffe der TG 51.1 Attu und kehrten nach Adak zurück. Sie begann von dort aus zwischen den Inseln der Aleuten mit der U-Boot Patrouille. In diesen Wochen kämpften die Besatzungen hauptsächlich gegen das unwirtliche Klima bei den Aleuten. Die USS AMMEN verließ am 23. Mai die Cold Bay und fuhr nach San Diego. Hier legte der Zerstörer am 31. Mai an und musste sich für zwei Wochen intensiven Reparaturarbeiten unterziehen. Das Kriegsschiff verließ am 14. Juni die amerikanische Marinebasis und fuhr nach San Francisco. Hier bugsierte man das Kriegsschiff ins Trockendock und überprüfte die Schiffsaußenhülle. Anschließend begannen Erprobungsfahrten. Am 11. Juli verließ die USS AMMEN wieder San Francisco und eskortierte einen Schiffskonvoi in Richtung Adak. Zehn Tage später erreichten die Schiffe eine Position, die rund 782 Seemeilen südlich von Adak lag. Hier übernahmen andere amerikanische Kriegsschiffe die Sicherung des Schiffskonvois und eskortierten diesen bis in die Cold Bay. Noch am selben Tag kehrte die USS AMMEN um und fuhr nach San Francisco zurück. In den dortigen Hafen lief der Zerstörer am 29. Juli ein. Umgehend begann man mit dem bunkern von frischem Treibstoff. Nach Abschluss der Arbeiten legte der Zerstörer noch am selben Tag wieder ab und eskortierte unter anderem zusammen mit dem Schwesterschiff USS BEALE ( DD-471 ) einen weiteren Schiffskonvoi nach Adak. In die Kuluk Bay liefen die Schiffe am 5. August ein. Hier integrierte man die USS AMMEN in die Task Force 16, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) während der Operation „Cottage“ kommandierte. Der Zerstörer hatte dabei die Aufgabe erhalten den Schweren Kreuzer USS PENNSYLVANIA zu sichern, der das Flaggschiff der Task Force war. Zur Vorbereitung der Landung auf Kiska, Aleuten, hatten die Schiffe der Task Group 16.6 ab dem 2. August für zwei Tage lang feindliche Stellungen zu beschießen begonnen. Am 10. August erreichten alle anderen Schiffe, die TF 16 kommandiert worden waren, von Pearl Harbor aus kommend Adak. Die Schiffsbesatzungen begann sich auf Adak auf die Eroberung von Kiska vorzubereiten. Am 12. August bombardierten die Schiffe der TG 16.6 nochmals feindliche Stellungen auf Kiska. Der Schiffsverband der TG 16.17 legte am 14. August in Adak ab und beteiligte sich zuerst bei der Sicherung von 20 Transportschiffen, 42 Landungsschiffen und Landungsbooten sowie 20 Hilfsfahrzeugen. Insgesamt 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten standen für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska bereit. Die Schiffe der TG 16.17 begannen am 15. August mit dem Bombardement auf vermeintliche feindliche Stellungen. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten von den Amerikanern unbemerkt evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckt, sind drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Die USS AMMEN blieb bis zum 12. September vor der Insel Kiska und patrouillierte dort. Anschließend fuhr der Zerstörer nach Adak. Am 24. September legte das Kriegsschiff hier wieder ab und fuhr nach Kiska. Dort legte die USS AMMEN eine kurze Pause ein und fuhr dann zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii weiter. In diese Basis lief der Zerstörer am 2. Oktober ein. In den folgenden neun Tagen beteiligte sich das Kriegsschiff an Kanonier- und Torpedoübungen sowie an den Techniken zur Bekämpfung von feindlichen U-Booten. Diese Übungen waren am 11. Oktober abgeschlossen und das Kriegsschiff fuhr zusammen mit dem Schwesterschiff USS BUSH ( DD-529 ) zurück zu den Aleuten. In der Marinestation von Adak liefen beide Zerstörer am 16. Oktober ein. Von hier aus übernahmen die Kriegsschiffe erneut mehrere Patrouillenfahrten zur Sicherung der Aleuten vor feindlichen Angriffen. Die USS AMMEN verließ mit der USS BUSH am 27. November dann wieder Adak und fuhr nach Pearl Harbor. In diese Marinebasis liefen die Zerstörer am 4. Dezember ein. Hier bunkerte man auf den Kriegsschiffen frischen Treibstoff und andere Vorräte. Die USS AMMEN legte erst am 9. Dezember wieder ab. Ziel war zuerst das Atoll Funafuti, Ellice Island. Dieses wurde am 14. Dezember erreicht. Man bunkerte erneut Treibstoff und setzte am folgenden Tag die Fahrt fort. Ziel war diesmal die Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Dieses erreichte man zwei Tage später. Man bunkerte Munition, Treibstoff und andere Vorräte. Anschließend legte der Zerstörer noch am selben Tag wieder ab. Das nächste Ziel war die Milne Bay, Neuguinea. Diese erreichte der Zerstörer am 19. Dezember. Sofort integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 74, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley ( 2. November 1893 in Chelsea, London, England – 24. Januar 1986 in Nettlecombe, Dorset, England ) während der Operation „Dexterity“ befehligte. In der TF 74 befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 )und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN, USS HELM ( DD-388 ) und USS RALPH TALBOT ( DD-390 ). Am 24. Dezember verließen alle Schiffe der Task Force 74 die Milne Bay und fuhren an die Westküste der Insel New Britain, Neuguinea. Hier sollten zwei Tage später die Landungen alliierter Soldaten am Cape Gloucester erfolgen. Die Kriegsschiffe der TF 74 begannen sofort mit dem Bombardement feindlicher Stellungen im Anlandungsgebiet. Danach waren sie zur Sicherung der Landungsschiffe und zur Luft- und Unterwasserüberwachung abgestellt worden. Die Schiffe der TF 74 verließen am 28. Dezember das Cape Gloucester und fuhren nach Buna, Cape Sudest, Neuguinea in der Holnicote Bay. Hier bunkerten sie Kraftstoff und Munition. Die USS AMMEN versetzte man hier in die Task Group 76.1, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley während der Operation „Michaelmas“ befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die australischen Zerstörern HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA sowie die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS NASHVILLE ( CL-43 ) und die Zerstörer USS AMMEN, USS RALPH TALBOT, USS HELM, USS BUSH, USS BACHE ( DD-470 ), USS MULLANY ( DD-528 ) und USS DALY ( DD-519 ). Der Schnelle Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ) stieß am selben Tag von Goodenough Island, New Britain kommend zu diesen Schiffen. Am 1. Januar 1944 legten alle Schiffe der Task Force 76, die Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 in Portland, Oregon – 11. März 1969 in Bremerton, Washington ) befehligte, vor dem Cape Sudest ab. Diese Schiffe sollten die restlichen Schiffe der Task Force, die Zerstörer USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ), die Schnellen Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS BROOKS ( APD-10 ), USS WARD ( APD-16 ) und USS GILMER ( APD-11 ), zwei Panzerlandungsschiffe und mehrere Infanterielandungsfahrzeuge auf denen sich 7.200 Soldaten des 126. RCT der 32. US Infanteriedivision befanden, unterstützen und decken. Am 1. Januar 1944 verließen diese Schiffe für die Operation das Cape Sudest und fuhren an der Küste Neuguineas westwärts bis Saidor. Hier gab es eine Landebahn der Japaner, die unbedingt in die Hände der Alliierten fallen musste. Da der für diese Flotte vorgegebene Zeitplan für die Operation sehr eng begrenzt war, die See kabbelig und der Wind auffrischte sowie der Angriffsbereich vor Saidor durch die Anzahl der Schiffe überlastet war, kam es zu einer Kollision zwischen der USS HUTCHINS und der USS SMITH. Beide Zerstörer erlitten dabei einigen Schaden. Die alliierten Truppen landeten am 2. Januar und begannen ihren eigenständigen Vormarsch. Die Schiffe der Task Force 76 kehrten anschließend zum Cape Sudest zurück. Im Februar fuhr die USS AMMEN nach Sydney, Australien, wo eine Überholung an dem Schiffskörper vorgenommen werden musste. Danach legte der Zerstörer am 19. Februar in Sydney wieder ab und fuhr in die Milne Bay zurück, wo er am 22. Februar anlegte. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf den kommenden Einsatz vor und reihte es in die Task Force 76 ein, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ kommandierte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS AMMEN, USS BUSH, USS SMITH, USS FLUSSER, USS BEALE, USS DRAYTON, USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS SWANSON ( DD-443 ) und USS WILKES ( DD-441 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Zerstörer und Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Die Kriegsschiffe verließen am 27. Februar die Milne Bay und fuhren nach Cape Sudest. Noch in der Nacht zum 28. Februar begann ein wichtiger taktischer Drill zur Vorbereitung auf den Angriff der Admiralitätsinseln vor diesem Cape. Gleich nach Abschluss der Übung fuhren die Schiffe zur Halbinsel Los Negros gleich weiter. Am 29. Februar landeten sie im Hayne Hafen auf Los Negros, Admiralitätsinseln die Soldaten des 5. Kavallerieregiments, welche einen Brückenkopf bildeten. Feuerunterstützung erhielten sie durch die Schiffe der Task Group 74.2. Am Abend ziehen sich die Schiffe zurück. Am 2. März gliederte man die USS AMMEN in die Task Undergroup 76.2.1 ein. In dieser TU befand sich der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN und USS MULLANY. Diese drei Zerstörer übernahmen am 2. März die Luftsicherung von sechs Panzerlandungsschiffen und sechs mittleren Landungsschiffen auf denen sich weitere 1.000 amerikanische Soldaten befanden, sowie die beiden Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-18 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Während der dann erfolgten Landung dieser Truppen schießen die Zerstörer USS BUSH, USS STOCKTON ( DD-646 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ) und fünf weitere aus allen Rohren auf feindliche Ziele. Um 22:03 Uhr verließen die Schiffe der TU 76.2.1 die Halbinsel. Zwei Tage später reihten sich die Schiffe der TF 74 und der TF 75 in einen Verband zusammen und beschossen japanische Stellungen auf Hauwei Island, Admiralitätsinseln. Hier hatte man feindliche Geschützstellungen ausgemacht. Dieser Beschuss wurde noch am 6. und 7. März wiederholt. Anschließend patrouillierte die USS AMMEN in den Gewässern der Admiralitätsinseln. Die dazu auserkorene Patrouillenstation für diese Einsatzgruppe befand sich rund 55 km nördlich von Manus Island. Nach nur drei Tagen fuhr der Zerstörer zurück zur Milne Bay um seine Bunker und Magazine aufzufüllen. Hier legte das Kriegsschiff am 12. März an und verließ ihn wieder nach dem Abschluss dieser Arbeiten. In diesem Hafen stellte man die Task Group 74.5, welche Captain Kenmore Mathew McManes ( 22. Mai 1900 – 20. Januar 1973 ) befehligte, zusammen. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS AMMEN, USS DALY, USS HUTCHINS, USS MULLANY und USS BEALE. Wegen starker feindlicher Gegenwehr blieben diese Zerstörer an der Küste von Neuguinea. Dort bombardierten sie bei Wewak Harbor japanische Küstenbefestigungen und Hafenanlagen ab dem 18. März für zwei Tage. Dabei konnte die USS DALY bei Mushu Island den japanischen U-Boot Jäger CHA-10 versenken. Bis zum 22. März blieben die vier Zerstörer in den Gewässern zwischen Wewak und der Hansa Bay, patrouillierten vor der Küste der Oro Bay und beschossen feindliche Küstenziele damit die Japaner in den Glauben versetzt wurden das die nächste Landeaktion in diesem Gebiet wäre. Nach diesem Beschuss fuhr das Kriegsschiff zum gesicherten Seeadler Harbour auf Manus Island. Von hier aus eskortierte der Zerstörer Versorgungsschiffe bis in die Milne Bay. Hier gliederte man die USS AMMEN in die Task Force 74 ein, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ kommandierte. In der Task Force befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, den australischen Zerstörern HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN und USS MULLANY. Am 14. April verließen diese Schiffe die Milne Bay und fuhren zum Seeadler Harbour. Hier wurden die Bunker gefüllt. Die Schiffe verließen dann am 19. April wieder den Seeadler Harbour und fuhren nach Hollandia, Neuguinea. Diese sechs Kriegsschiffe sollten die Anlandungsschiffe der Task Force 77 vor feindliche Flugzeuge und U-Booten schützen. Der Angriff auf Hollandia und Aitape erfolgte am 22. April. An diesem Tag beteiligte sich die USS AMMEN am Bombardement auf die Tanahmerah Bay. Die Landeoperation bei Hollandia war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Dadurch verließen die Kriegsschiffe der TF 74 wieder die Gewässer um Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Dort legten sie am 28. April an. Zur gleichen Zeit legten auch die Schiffe der Task Group 78.2 an, die Rear Admiral Ralph Eugene Davison ( 12. September 1895 in Saint Louis, Missouri – 13. Februar 1972 ) befehligte. Diese Schiffe kamen ebenso von den Kämpfen um Hollandia, Aitape, der Humboldt Bay und der Tanahmerah Bay. In diese TG versetzte man noch am selben Tag die US AMMEN. In dieser TG befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ) uss CORREGIDOR ( CVE-58 ) und USS MANILA BAY ( CVE-61 ), der Flugzeugträger USS CORAL SEA ( CVE-43 ) und die Zerstörer USS AMMEN, USS ERBEN ( DD-631 ), USS WALKER ( DD-517 ), USS ABBOT ( DD-629 ), USS HALE ( DD-642 ), USS BULLARD ( DD-660 ), USS KIDD ( DD-661 ) und USS CHAUNCEY ( DD-667 ). Gleich nach dem bunkern von Munition, Flugbenzin, Proviant und Schweröl, verließen diese Schiffe wieder den Seeadler Harbour und fuhren, bis auf die USS NATOMA BAY, in die Gewässer von Hollandia. Von dieser Position aus sollten die Trägerflugzeuge die Angriffsbemühungen der Alliierten unterstützen. Die Zerstörer sicherten derweil die Flugzeugträger vor feindliche Luft- und Unterwasserangriffe. Erst am 5. Mai verließen die Schiffe der TG 78.2 die Gewässer von Hollandia und fuhren zum Seeadler Harbour. Nachdem sie dann dort angekommen waren, verlegte man die USS AMMEN in die Task Force 74, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley während der Operation „Staightline“ befehligte. In dieser Task Force befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die australischen Zerstörern HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN und USS MULLANY. Diese Kriegsschiffe verließen am 15. Mai den Seeadler Harbour und fuhren zur Insel Wakde, Neuguinea. Zwei Tage später erreichten sie diese Insel und begannen mit dem Bombardement japanischer Stellungen. Diese Insel wurde von den Japanern im April 1942 erobert und besaß eine ausgezeichnete Landebahn und wichtige Einrichtungen, die die Alliierten immens nützlich sein würden. Außerdem war diese Insel das erste Sprungbrett um die Philippinischen Inseln und das japanische Kernland anzugreifen. Bis zum 21. Mai blieb die USS AMMEN mit den anderen Schiffen der TF dort zur Unterstützung der Landungstruppen, bis die Insel von den 7.000 amerikanischen Soldaten der 163. RCT der 41. Infanteriedivision eingenommen und gesichert worden war. Danach fuhr der Zerstörer in die Humboldt Bay, Neuguinea. Hier integrierte man die USS AMMEN in die Task Force 74. Die TF befehligte Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley während der Operation „Horliek“. In dieser TF befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMS SHROPSHIRE, der australische Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN, USS MULLANY und USS FLETCHER ( DD-445 ). Diese Kriegsschiffe verließen am 25. Mai die Humboldt Bay und fuhren zur Schouten Insel Biak im Nordwesten Neuguineas. Sie wurden zur Sicherung in den Gewässern vor der Insel Biak eingesetzt und sollten eventuelle japanische Entsatztruppen fernhalten. Diese Insel Biak war von Korallenriffen umgeben und daher schwer anzulanden. Die Invasion dieser Insel begann am 27. Mai und wurde von Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ) kommandiert. Die Infanteriesoldaten befehligte Major General Horace Hayes Fuller ( 10. August 1886 in Fort Meade, South Dakota – 18. September 1966 ). Nach den erfolgreichen Anlandungen vereinigte man die Kriegsschiffe ab dem 1. Juni wieder in die Task Force 75, da eine japanische Entsatzflotte nach Biak unterwegs war. Diese wird aber durch amerikanische Luftaufklärung am 3. Juni gesichtet und kehrte daraufhin um. Am Nachmittag dieses Tages entsandte man, unter dem Kommando von Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley. die alliierte Task Force 75 dem japanischen Verband entgegen. Diese TG 75 bestand aus dem australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ), den amerikanischen Leichten Kreuzern USS PHOENIX und USS BOISE sowie den amerikanischen Zerstörern USS AMMEN, USS MULLANY, USS TRATHEN, USS DALY, USS HUTCHINS, USS BEALE, USS ABNER READ, USS WELLES, USS FLETCHER, USS RADFORD ( DD-446 ), USS JENKINS, ( DD-471 ), USS BACHE ( DD-470 ) und USS LA VALETTE ( DD-448 ) und die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA. Als sich dann auch diese japanischen Entsatzschiffe wieder zurück zogen, wurde den alliierten Schiffen der Angriff befohlen. Um 23:18 Uhr nahm die USS AMMEN zusammen mit den anderen Zerstörern die Verfolgung auf. Am Abend des 4. Juni griffen 10 japanische Aichi D3A Sturzkampfbomber die alliierten Schiffe an. Diese feindlichen Flugzeuge wurden allerdings vertrieben. Die Amerikanischen wie auch die Australischen Schiffe fuhren dann in Richtung Vogelkop weiter. Am folgenden Tag griffen japanische Torpedobomber die amerikanischen Schiffe an. Einige dieser Flugzeuge konnten abgeschossen werden, die anderen flüchteten ohne nennenswerten Schaden angerichtet zu haben. Ein zweiter Versuch zum Entsatz der japanischen Truppen auf Biak Island startete kurz danach. Die japanischen Zerstörer SHIKNAMI, URANAMI und SHIGURE sollen 600 Mann auf Lastkähnen nach Biak bringen. Gesichert wurden die drei Schiffe durch die Zerstörer HARUSAME, SHIRATSUYU und SAMIDARE sowie der Kreuzer AOBA und KINU. Nördlich von Misool Island, Neuguinea legten diese Schiffe ab. Diese Streitmacht, die in Richtung Biak fuhr, blieb weitgehend unentdeckt. Erst zehn B-25 Bomber der US Air Force unterstützen die sich entwickelnden Kämpfe und versenkten in den ersten Minuten des 8. Juni den japanischen Zerstörer HARUSAME und beschädigen die SHIRATSUYU und SHIKINAME. Daraufhin kappte man die Leinen der Lastkähne und der japanische Verband kehrte wieder um und flüchtete. Auf dieser Flucht nahmen die japanischen Schiffe unbewusst einen Kollisionskurs zur Task Force 75 ein. Unwissend über die Position der japanischen Schiffe, entschied sich Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley mit seinen Schiffen parallel zur Küste von Biak zu fahren und ließ einen nördlichen Kurs halten. Gegen 22:00 Uhr des 8. Juni entdeckte ein auf Nachtpatrouille befindlicher PB4Y Bomber die japanische Streitmacht. Der Pilot machte sofort Meldung, dass sich fünf feindliche Schiffe mit 12 Knoten in Richtung der Task Force 75 fuhren. Sofort ließ Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley auf allen Schiffen die Alarmbereitschaft ausrufen und alle Mannschaftsmitglieder besetzten ihre Kampfpositionen. Gleichzeitig erkannten die Japaner die Anwesenheit der amerikanischen Schiffe und ließen ihre Maschinen auf Volllast fahren um zu entkommen. Während der sich nun entwickelnden Kämpfe wird die SHIGURE beschädigt, kann aber entkommen. Die Jagd der amerikanischen Zerstörer wurde daraufhin um 2:30 Uhr abgebrochen und sie kehrten ins Kampfgebiet bei Biak in der Humboldt Bay zurück. Bis zum 13. Juni patrouillierte die USS AMMEN in den Gewässern rund um die Insel Biak. Anschließend kehrte der Zerstörer in die Humboldt Bay zurück. Von dort aus fuhr der Zerstörer zum Seeadler Harbour. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 30. Juni. In dieser Zeit wurden bis zum 28. Juni Wartungsarbeiten und mehrere Übungen durchgeführt. Hier gruppiert man auch die Task Force 75, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey während der Operation „Tabletennis“ kommandierte, um. So befinden sich in dieser jetzt die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS PHOENIX und die Zerstörer und die Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS LA VALETTE, USS JENKINS, USS FLETCHER, USS DALY, USS ABNER READ, USS BACHE, USS ROE, USS WELLES, USS WILKES, USS REID ( DD-369 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-560 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS SWANSON ( DD-443 ). Die Schiffe dieser TF unterstützten zusammen mit der TF 74 die Schiffe der Task Force 77, der US VII. Amphibischen Force, Kommandant Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ), die am 2. Juli 1944 7.100 Mann des 168. Infanterieregiments auf der Insel Noemfoor, Neuguinea landen sollte. Diese Insel Noemfoor war von den Japanern relativ gut verteidigt, erfüllte aber alle Anforderungen mit einem Flugplatz der am westlichsten während der weiteren Neuguinea Kampagne gelegen war. Die Schiffe der TF 75 erreichten am Morgen des 2. Juli die Invasionsstrände von Kamiri an der Nordwestküste von Noemfoor Island. Die USS AMMEN beteiligte sich aber nicht an dem beginnenden Bombardement, sondern übernahm die Luftüberwachung und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Die anderen Kriegsschiffe begannen ein Bombardement gegen jegliche feindlichen Ziele in Küstennähe. Die dann folgenden Landungstruppen hatten kaum noch feindlichen Widerstand zu brechen. Auch wurden nach diesem Bombardement die Schiffe der TF 75 für weitere Unterstützung nicht benötigt. Daher verließ die USS AMMEN zusammen mit den Schiffen der TF 75 noch am selben Tag wieder Noemfoor Island und fuhr in die Humboldt Bay. Diese erreichten die Schiffe am 3. Juli. Es konnten hier Instandhaltungs- und Überholungsarbeiten ausgeführt werden. Die USS AMMEN fuhr indes nach Aitape. Hier begann der Zerstörer zu patrouillieren und auf feindliche Truppenkonzentrationen zu schießen, welche zu den umgangenen Garnisonen an der Küste Neuguineas gehörten. Am 25. Juli fuhr das Kriegsschiff in die Humboldt Bay. Hier bunkerte man frischen Treibstoff, Munition und Proviant. Gleichzeitig integrierte man die USS AMMEN wieder in die Task Force 75. Die Schiffe dieser TF, darin befanden sich außerdem noch die Zerstörer USS MULLANY und USS TRATHEN ( DD-530 ), verließen am 27. Juli die Humboldt Bay. Die USS AMMEN fuhr zum Cape Sansapor an der nordwestlichen Küste der Insel Vogelkop. Den Zerstörer setzte man während dieser Landeoperation wieder als Sicherungsschiff ein, um die anderen Kriegsschiffe, welche an der Unterstützung der Landungseinheiten beteiligt waren, vor eventuellen feindlichen Luftangriffen zu beschützen. Die Operation „Globetrotter“ begann am 30. Juli 1944. Es erfolgte diesmal aber keine Küstenbeschießung da es von japanischer Seite keinen Widerstand gab. Die USS AMMEN patrouillierte dabei rund 25 Seemeilen vor der Küste und legte eine Nebelwand um die Invasion zu decken. Die Operation „Globetrotter“ war schon am 1. August abgeschlossen und die Landungsfahrzeuge fuhren in die Humboldt Bay zurück. Gleich in den ersten Tagen des August verließ die USS AMMEN das Cape Sansapor und fuhr nach Sydney, Australien. Hier unterzog sich der Zerstörer vom 8. bis zum 26. August einer umfangreichen periodischen Überholung im Trockendock. Gleich am Morgen des folgenden Tages verließ der Zerstörer die Werft bei Sydney und fuhr in die Milne Bay. In dieses Gewässer von Neuguinea fuhr das Kriegsschiff am 30. August ein. Gleich nach dem bunkern von Treibstoff verließ die USS AMMEN wieder die Milne Bay und fuhr zum Seeadler Harbour. In diesem natürlichen Tiefseehafen machte man das Kriegsschiff am 1. September fest. In den folgenden zehn Tagen beteiligte sich das Kriegsschiff an mehreren Übungen. Für die Operation „Tradewind“ versetzte man den Zerstörer in die Task Group 75.2 die Commodore John Augustine Collins ( 7. Januar 1899 in Deloraine, Tasmanien – 3. September 1989 in Sydney, New South Wales, Australien ) kommandierte. In der TG 75.2 befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX ( CL-46 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN, USS MULLANY und USS NEWCOMB ( DD-586 ). Diese Schiffe verließen am 10. September Manus Island und fuhren zuerst in die Humboldt Bay. Hier legten sie am folgenden Tag an. In dieser Bay versammelten sich alle Kriegsschiffe die an der Operation „Tradewind“ beteiligt waren. Die Kampfgruppe der TG 75.2 war zusammen mit den Schiffen der TG 75.1 zur Beschießung der Landezone und japanischer Küstenbefestigungen vorgesehen, die am 12. September erfolgte. Gleich danach fuhr die USS AMMEN zusammen mit den anderen Schiffen denen der Task Force 77 entgegen und übernahm dort die Sicherung der Landungsschiffe. Hier gliederte man die Schiffe der TG 75.1 und TG 75.2 in die Task Group 77.2 ein, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 – 30. September 1985 ) kommandierte. In dieser TG 77.2 befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS NASHVILLE, USS PHOENIX und USS BOISE sowie die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN, USS MULLANY, USS BUSH, USS HUTCHINS, USS BACHE, USS NEWCOMB, USS BEALE und USS ABNER READ ( DD-526 ). Am 13. September verließen alle Kriegsschiffe die Humboldt Bay. Zwei Tage später begann die Landung auf der Insel Morotai, Molukken. Im Vorfeld der Anlandungen der Truppen der 31. Infanteriedivision und dem 126. RCT der 32. Infanteriedivision aus dem XI. Korps, sollten die Schiffe der TG 77.2 sämtliche japanischen Küstenbefestigungen vor Cape Gila beschießen. Dieser Landungsverband bestand aus zwei Gruppen, der „White“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral Daniel Edward Barbey als Oberkommandierender des Unternehmens auf dem Führungsschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und der „Red“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral William Morrow Fechteler an Bord des Zerstörers USS HUGHES ( DD-410 ). Zur Landungsflotte gehören die beiden australischen amphibischen Truppentransporter HMAS KANIMBLA ( C78 ) und HMAS MANOORA ( F48 ), die amerikanischen Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS HERBERT, USS CROSBY, USS WARD und USS SCHLEY ( APD-14 ), 45 Panzerlandungsschiffe, 24 Infanterielandungsfahrzeuge, 20 Panzerlandungsboote und dem Docklandungsschiffes USS CARTER HALL ( LSD-3 ). Gesichert wurden diese Schiffe durch die Zerstörer USS HUTCHINS, USS HUGHES, USS FLETCHER, USS DALY, USS ABNER READ, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ), USS JENKINS, USS STEVENS ( DD-479 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), 4 Fregatten, 6 Patrouillenboote, 2 Hochseeschlepper und 4 Minensucher. Die Landung auf Morotai begann am 15. September. Die Kriegsschiffe der TG 77.2 nahmen ihre vorgegebenen Positionen ein zum Beschuss der feindlichen Küstenbefestigungen. Doch ihre Geschütze blieben stumm. Der abwesende Feind hatte sich ins Landesinnere zurückgezogen und erlaubte den alliierten Angriffstruppen ihre festgelegten D-Day Ziele unbehelligt einzunehmen. Da die USS AMMEN nun nicht mehr zur Unterstützung der Landungstruppen benötigt wurde, zog sich der Zerstörer von Morotai zurück und reihte sich am 16. September in der Nähe von Mios Woendi in die Task Group 77.1, zur Sicherung der Geleitflugzeugträger, ein. Hier verbrachte die USS AMMEN für fast einen Monat mit Trainingsübungen. Diese wurden nur durch Reparaturen im Seeadler Harbour unterbrochen. Ab dem 29. September lag der Zerstörer wieder im Seeadler Harbour. Dort bereitete man den Zerstörer auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Man gliederte die USS AMMEN in die Task Force 77 ein, die Vizeadmiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hanover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) während der Operation „King II“ kommandierte. Innerhalb dieser TF befand sich der Zerstörer in der Task Group 77.1 und hatte die Aufgabe, zusammen mit in dieser Gruppe befindlichen Motor Torpedoboote die Landungsschiffe auf der Fahrt nach Leyte zu sichern. In der TG befand sich das Amphibische Kommandoschiff USS WASATCH ( AGC-9 ), auf dem sich Vizeadmiral Kinkaid befand, die Zerstörer USS AMMEN, USS BUSH, USS ABNER READ und USS MULLANY und unter anderem die Motor Torpedoboote USS PT-39, USS PT-130, USS PT-131, USS PT-137, USS PT-151, USS PT-152, USS PT-323, USS PT-489, USS PT-490, USS PT-492, USS PT-493 und USS PT-495. Zur Sicherung des Amphibischen Kommandoschiffes und der Motor Torpedoboote verließ die USS AMMEN am 11. Oktober den Seeadler Harbour und fuhr in die Humboldt Bay, wo diese Schiffe warteten. Am Morgen des 17. Oktober stachen diese Schiffe in See und fuhren zu der philippinischen Insel Leyte. Dort trafen sie in der Morgendämmerung des 20. Oktober ein und sicherten die Landeoperation ab. Ab um 7:00 Uhr begann das Küstenbombardement und dauerte bis kurz vor 9:45 Uhr. Danach begann die Landeoperation. Die USS AMMEN beteiligte sich aber nicht daran, sondern sicherte die Landungsschiffe vor feindlichen Flugzeugen und U-Booten ab. In den folgenden fünf Tagen patrouillierte der Zerstörer vor den Brückenköpfen im Golf von Leyte und sicherte weiterhin die USS WASATCH. Ebenso eskortierte die USS AMMEN allabendlich das Amphibische Kommandoschiff auf die Hohe See außerhalb der Bucht von San Pedro. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich für die alliierte Flotte eine weitere Gefahr am Horizont ab. Durch den massiven Angriff der Alliierten werden drei japanische Flotten in Richtung Leyte Golf geschickt. Diese sollen die philippinische Insel Leyte sichern und den Angriff abwehren. Am Mittag des 23. Oktober wurden diese vagen Befürchtungen über eine Bedrohung der amphibischen Einheiten im Golf von Leyte zur Gewissheit. Mehrere amerikanische U-Boote und Flugzeuge hatten von mindestens drei verschiedenen Flotten berichtet. Dadurch wurden am folgenden Nachmittag die Sicherungsgruppen der amerikanischen 7. Flotte umgruppiert. Man versetzte die USS AMMEN am Nachmittag des 25. Oktober in die Task Group 77.3 die Rear Admiral Russell Standon Berkey befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE, die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und WARRAMUNGA sowie die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS BUSH, USS STEMBEL ( DD-644 ) und USS KILLEN ( DD-593 ). Doch von diesen Schiffen wechselten einige schon am 24. Oktober in andere Einheiten, die sich den nähernden japanischen Flotten stellen sollten. In der TG 77.3 befand sich nur noch der australische Schwere Kreuzer HMAS AUSTRALIA, der australische Zerstörer HMAS WARRAMUNGA und die amerikanischen Zerstörer USS AMMEN, USS BUSH und USS STEMBEL, der aber schon am selben Tag auch wechselte. Diese verbliebenen Kriegsschiffe der TG 77.3 übernahmen die Sicherung des Brückenkopfes und der Landungsschiffe vor angreifenden japanischen Flugzeugen und U-Booten und patrouillierten im östlichen Eingang zum Golf von Leyte. Währenddessen hatten die neuformierten alliierten Einheiten den drei herannahenden japanischen Flotten empfindliche Verluste zugefügt. Allerdings war diese Lage noch einige Tage später nicht vollständig überschaubar. In der TG 77.3 blieb die USS AMMEN deshalb nur bis in die Morgenstunden des 27. Oktober. Da versetzte man den Zerstörer in die Task Undergroup 77.4.2. Die TU befehligte Rear Admiral Felix Budwell Stump ( 15. Dezember 1894 in Parkersburg, Wood County, West Virginia – 13. Juni 1972 im Bethesda Naval Hospital, Montgomery County, Maryland ) während der Operation „King II“. In dieser TU befanden sich die Geleitflugzeugträger USS NATOMA BAY ( CVE-62 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS MARCUS ISLAND ( CVE-77 ), USS KADASHAN BAY ( CVE-76 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS OMMANEY BAY ( CVE-79 ), die Zerstörer USS AMMEN, USS FRANKS ( DD-554 ), USS HAGGARD ( DD-555 ) und USS HAILEY ( DD-556 ) sowie die Geleitzerstörer USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ), USS ABERCROMBIE ( DE-343 ), USS OBERRENDER ( DE-344 ), USS LE RAY WILSON ( DE-414 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ). Die Kriegsschiffe der Task Group 77.4 hatten bis dahin gegen eine japanische Flotte unter dem Kommando von Vizeadmiral Takeo Kurita ( 28. April 1889 – 19. Dezember 1977 ) gekämpft und vernichtet. Jetzt mussten die Zerstörer und Geleitzerstörer wieder ihre Sicherungsaufgaben gegenüber den Geleitflugzeugträgern übernehmen, während die Trägerflugzeuge den alliierten Landungstruppen unterstützend zu Hilfe kamen, oder auf See befindliche feindliche Schiffe bombardierten. Die USS AMMEN verließ aber schon in den frühen Morgenstunden des 29. Oktober wieder die TU und wurde der Task Group 77.2 zugewiesen. Die darin befindlichen Schlachtschiffe sammelten sich im Leyte Gulf und der Zerstörer hatte die Aufgabe erhalten diese Kriegsschiffe vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu beschützen. Doch noch am Abend desselben Tages versetzte man die USS AMMEN wieder in die Task Group 77.1, wo sie ihren eigentlichen Aufgaben als Sicherungs- und Radarvorpostenschiff wieder nachgehen konnte. Außerdem übernahm der Zerstörer wieder den persönlichen Schutz der USS WASATCH. Am Morgen des 1. November, gegen 9:40 Uhr, lagen die Schiffe zwischen Leyte und Dinagat Island in der Surigao Straße. Rund 25 Seemeilen von Dulag, Leyte entfernt. Da gab es einen schweren feindlichen Luftangriff. Zehn japanische Flugzeuge griffen an. Die Geschützmannschaften des Kriegsschiffes beteiligten am Beschuss dieser feindlichen Maschinen. Da raste ein brennendes zweimotoriges Bombenflugzeug vom Typ Yokosuka P1Y Ginga auf die USS AMMEN zu. Fünfzehn Meter vor der Brücke überflog das Flugzeug das Schiff. Es wurde ein Suchscheinwerfer und das zweite Geschütz aus der Verankerung gerissen. Anschließend schlug das feindliche Flugzeug auf dem Wasser auf und zerschellte. Die fünfköpfige Geschützbesatzung war auf der Stelle tot und einundzwanzig weitere Besatzungsmitglieder wurden durch diesen Überflug zum Teil schwer verletzt. Die USS AMMEN setzte trotzdem ihre Pflichten weiterhin fort und sicherte das Amphibische Kommandoschiff vor japanische Luftangriffe. Bis zum 16. November gab es davon noch eine erhebliche Anzahl. Zwei dieser abgeschossenen japanischen Maschinen in dieser Zeit konnten die Geschützmannschaften des Zerstörers auf ihr Konto verbuchen. Am 16. November verließ die USS AMMEN dann den Leyte Gulf und fuhr nach Manus Island. In den dortigen Seeadler Harbour fuhr der Zerstörer am 21. November ein. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 30. November. In diesen Tagen nahm man provisorische Reparaturen an dem Schiff vor. Am 30. November verließ die USS AMMEN wieder den natürlichen Hafen und fuhr in Richtung Osten. Das erste Ziel war das Atoll Majuro, Marshall Islands. Nach dem bunkern von frischem Treibstoff fuhr das Kriegsschiff gleich weiter nach Pearl Harbor und von dort aus nach San Francisco. In die dortige Werft lief das Kriegsschiff am 21. Dezember ein. Sofort bugsierte man die USS AMMEN in ein Trockendock in der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien und begann mit den Reparatur- und Überholungsarbeiten. Diese Arbeiten dauerten bis zum 31. Januar 1945. Gleich anschließend begannen in den folgenden acht Tagen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten. Die USS AMMEN verließ am 9. Februar die Mare Island Naval Shipyard. Der Zerstörer eskortierte dabei den Geleitflugzeugträger USS CHENANGO ( CVE-28 ) bis zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. In diesen Hafen liefen beide Schiffe am 15. Februar ein. Schon ab dem folgenden Tag begannen das Artillerie und Anti-U-Boot Kampftraining im örtlichen Operationsgebiet. Außerdem wurden mit der USS CHENANGO mehrere Szenarien geübt wegen der Sicherung des Geleitflugzeugträgers vor angreifenden Flugzeugen. Am 4. März verließ die USS AMMEN zusammen mit dem Schwesterschiff USS BEALE und dem Leichten Kreuzer USS ST. LOUIS ( CL-49 ) Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Ziel war das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier legten die drei Kriegsschiffe am 10. März zum auffüllen der Treibstoffbunker an und verließen es noch am selben Tag. Am 13. März erreichten sie dann das Atoll Ulithi. Hier trennten sich die beiden Zerstörer von dem Leichten Kreuzer. Damit waren beide Zerstörer rechtzeitig für die Invasion auf Okinawa zur Stelle. Vom Atoll Ulithi ging dann die Fahrt in die San Pedro Bay weiter, wo die USS AMMEN zusammen mit der USS BEALE drei Tage später anlegte. Die dann auf Reede liegenden Zerstörer reihte man gleich in die Task Force 55 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 in Williamsburg, Virginia – 6. März 1978 in Scottsdale, Arizona ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE, USS BUSH, USS MULLANY, USS BACHE, USS ROOKS ( DD-804 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ) und USS PUTNAM ( DD-757 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss mehrerer Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor. Dann legten sie am 27. März im Leyte Gulf ab. Unterwegs hatten die Schiffe der TG 55.6 die langsameren Staffeln auf dem Weg nach Okinawa eingeholt. Am frühen Morgen des 1. April befanden sie sich auf ihren Angriffspositionen. Dann wenige Stunden später begann das Bombardement gegen feindliche Küstenbatterien damit die Soldaten des 24. Armeekorps und die Marineinfanteristen der 3. Amphibious Group an den Stränden der Westküste beidseits des Bisha Rivers ihren Brückenkopf einrichten und ins Landesinnere vorrücken konnten. Die erste Welle der Marineinfanteristen rollte kurz nach 8:30 Uhr an Land. Die USS AMMEN übernahm, wie viele andere Zerstörer auch, in den ersten Tagen der Landeoperation den Schutz der Truppen- und Frachtschiffe vor U-Boot- und Luftangriffen. Am 10. April versetzte man die USS AMMEN in die Task Group 51.2. Diese TG kommandierte Rear Admiral Jerauld Wright ( 4. Juni 1898 in Amherst, Massachusetts – 27. April 1995 in Washington DC ) und wurde als Demonstration Group „Charlie“ bezeichnet. In der TG befanden sich seit dem 27. März die Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS COWELL ( DD-547 ) und USS BROWN ( DD- 546 ). Zusammen mit der USS AMMEN fügte sich der Zerstörer USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ) am 10. April in diese TG ein. Außerdem befanden sich noch die Schnellen Truppentransporter USS CHASE ( APD-54 ) und USS RINGNESS ( APD-100 ) und das Kommunikationskommandoschiff USS ANCON ( AGC-4 ) in der TG. Aufgabe dieser Demonstration Group war es eine Landung bei Sikabaru Saki vorzutäuschen um von den eigentlichen Angriffsstränden abzulenken. Nach dem Erreichen dieses Ziels begann am 1. April die Invasion auf Okinawa. Die USS AMMEN benötigte man nun in der TG für Eskortierfahrten von LST´s von Saipan aus bis zu den Stränden des Brückenkopfes auf Okinawa. Daher fuhr der Zerstörer am 10. April nach Saipan und erreichte zehn Tage später wieder Okinawa. Nachdem das Kriegsschiff am 20. April wieder vor Okinawa lag, versetzte man es in die Task Group 51.5, der Transport Screen Group die Commodore Frederick C. Moosbrugger ( 9. Oktober 1900 in Philadelphia, Pennsylvania – 1. Oktober 1974 in San Diego, Kalifornien ) während der Operation „Iceberg“ kommandierte. Die Schiffe der TG 51.5 waren für die Überwachung der Transport- und Versorgungsschiffe während der Operation „Iceberg“ verantwortlich. Innerhalb der TG befanden sich die Zerstörer USS AMMEN, USS BOYD ( DD-544 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS BROWN ( DD-546 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS FULLAM ( DD-474 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS CASSIN YOUNG ( DD-793 ), USS LANG ( DD-399 ), USS LAFFEY ( DD-724 ), USS BENNION ( DD-662 ), USS COLHOUN ( DD-801 ), USS BRYANT ( DD-556 ), USS DALY ( DD-519 ), USS LOWRY ( DD-770 ), USS BRAINE ( DD-630 ), USS BACHE ( DD-470 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS LITTLE ( DD-803 ), USS HUGH W HADLEY ( DD-774 ), USS EVANS ( DD-552 ), USS DREXLER ( DD-741 ) und USS STORMES ( DD-780 ), die Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ) und USS HARRY F BAUER ( DM-26 ), der Zerstörer und Minensucher USS HOBSON ( DMS-26 ), das amphibische Kommandoschiff USS BISCAYNE ( AGC-18 ) und die Geleitzerstörer USS BRIGHT ( DE-747 ) und USS RICHARD W SUESENS ( DE-342 ). Diese Schiffe wurden auf ihre Radarüberwachungsposten versetzt um die Schiffe rechtzeitig vor japanischen Kamikazepiloten zu warnen. Hier übernahm die USS AMMEN ihre zugewiesenen Radarvorpostenstationen in den Gewässern rund um Okinawa. Dabei musste der Zerstörer die anderen amerikanischen Schiffe rechtzeitig vor nahenden Luftangriffen warnen und ihnen helfen diese abzuwehren. Wenige Aufgaben wahren mühsamer während des Zweiten Weltkrieges. Für die Schiffsbesatzungen auf eben solchen Radarstationen gab es einen zermürbenden Aktionsplan, um rechtzeitig die anfliegenden Kamikazepiloten ausfindig und unschädlich zu machen, bevor diese sich mit ihren Maschinen auf die Schiffe stürzen konnten. Die USS AMMEN erlebte solch einen Angriff gleich in der ersten Nacht. Kurz nach Mitternacht des 21. April gab man auf dem Zerstörer auf Grund des taktischen Codenamens „Bogey“ Alarm. Dieser Codename beinhaltete einen Radar- oder Sichtluftkontakt dessen Identität unbekannt ist. Ein zweites unbekanntes Flugzeug konnte aber nicht ausgemacht werden. Jedenfalls dieses eine Flugzeug flog sehr tief und klinkte kurz vor dem Überflug über das Kriegsschiff eine Bombe aus. Diese explodierte ganz in der Nähe der Steuerbordwand im Wasser. Mehrere Bombensplitter verletzten acht Besatzungsmitglieder und verursachten heftige Einschläge auf dem Schiff. Bis zum Abend des 21. April blieb die USS AMMEN noch auf ihrem Posten und wurde dann von dem Zerstörer USS RUSSELL ( DD-414 ) abgelöst. Umgehend fuhr das Kriegsschiff nun zum Hagushi Beach, Okinawa, wo das Angriffstransportschiff USS CRESCENT CITY ( APA-21 ) lag und als Hospitalschiff diente. Hier übergab man von dem Zerstörer die schwerwiegenden Verletzten und trat die Fahrt zu den Kerama Retto Inseln an. Dort begann man umgehend mit den Reparaturarbeiten und dem auffüllen der Bunker. Am 26. April waren die Arbeiten abgeschlossen und die USS AMMEN fuhr nach Okinawa zurück. Bis zum 27. April betätigte sich das Kriegsschiff am Patrouillendienst. Dann, am späten Vormittag des 28. April, übernahm der Zerstörer den Radarvorposten Nummer 1, nördlich von Okinawa, zusammen mit dem Schwesterschiff USS BENNION ( DD-662 ). Beide Zerstörer lösten dabei den Zerstörer USS MUSTIN ( DD-413 ) ab. Schon am Nachmittag näherten sich japanische Flugzeuge. Das war der vierte von zehn Luftangriffen an diesem Tag, die von den Japanern gestartet worden waren um die Okinawa Invasion doch noch zu stoppen. Von diesen neuerlichen Angreifern scherten mehrere Maschinen aus und stürzten sich auf die beiden Schwesterschiffe. Die Geschützmannschaften begannen auch umgehend mit dem Abwehrfeuer. Allerdings konnte nur ein Kampfflugzeug vom Typ Nakajima Ki-43 diesen Abwehrgürtel aus Schrapnellgeschossen unterfliegen und stürzte sich auf die USS BENNION. Das Flugzeug raste über das Heck des Zerstörers hinweg und riss mehrere Aufbauten weg. Anschließend zerschellte es auf dem Wasser. Die USS BENNION blieb aber Manövrier- und Einsatzfähig. In der folgenden Nacht näherten sich keine weiteren feindlichen Flugzeuge. Aber kurz vor 2:00 Uhr am 30. April erschien auf dem Radarschirm der USS AMMEN eine Gruppe von sechs bis acht japanischen Flugzeugen. Diese hielten direkt auf die beiden Zerstörer zu. Die Geschützmannschaften der USS AMMEN eröffneten umgehend das Abwehrfeuer. Das brachte die beiden vorneweg fliegenden Kamikazepiloten ein Ausweichmanöver zu starten, überflogen sehr tief den Zerstörer und zerschellten sehr dicht auf der Steuerbordseite des Kriegsschiffes im Wasser. Der dritte angreifende Kamikazepilot hatte sich die USS BENNION als Ziel ausgesucht. Das feindliche Flugzeug riss auf dem Heck des Zerstörers weitere Aufbauten weg und explodierte im Wasser. Der vierte Angreifer erregte die Aufmerksamkeit der Geschützmannschaften auf der USS AMMEN und diese schickten ihn mit mehrere direkten Treffern weit vom Schiff entfernt ins Wasser. Die Geschützmannschaften beider Zerstörer kombinierten nun ihre Abwehrkräfte um den fünften Angreifer vom Himmel zu holen. Der sechste Kamikazepilot schlug mit seiner Maschine rund drei Seemeilen von der USS AMMEN entfernt ins Meer. Der siebente Selbstmordpilot wurde von einem amerikanischen Nachtjäger abgeschossen. Nach diesem Angriff verließ die USS BENNION ihre Station und fuhr selbständig für Reparaturarbeiten zu den Kerama Retto Inseln. Die USS AMMEN blieb bis zum 1. Mai auf ihrer Station. Es herrschte bis dahin eine relative Ruhe in diesem Luftsektor. An diesem Tag löste die USS INGAHAM ( DD-694 ) den Zerstörer auf seiner Radarvorpostenstation ab. Die USS AMMEN fuhr umgehend zum Hagushi Beach. Hier kam ein Kampfflieger Team samt Ausrüstung an Bord. Von diesem Ankerplatz vor Okinawa fuhr der Zerstörer noch am selben Tag zu den Kerama Retto Inseln. Vor dieser amerikanischen Basisstation übernahm man auf dem Kriegsschiff frischen Treibstoff und Munition. Das Kampfflieger Team ging außerdem von Bord. Am Abend des 3. Mai verließ die USS AMMEN wieder die Inseln und fuhr zur Radarvorpostenstation Nummer 9. Hier unterstützte der Zerstörer das Schwesterschiff USS BACHE, welches durch einen Kamikazeangriff an diesem Tag beschädigt worden war. Die USS AMMEN blieb bis zum 9. Mai auf dieser Station und leitete Kampfflugpatrouillen zu einzeln fliegenden feindlichen Maschinen. Am Morgen des 9. Mai übernahm der Zerstörer USS WILLIAM D PORTER ( DD-579 ) die Radarvorpostenstation. Die USS AMMEN fuhr an diesem Tag wieder zu den Kerama Retto Inseln. Man bunkerte hier Munition und Treibstoff. Am folgenden Tag verließ der Zerstörer wieder diese Basis und fuhr zum Hagushi Beach. Hier warf man den Anker und übernahm die Luftsicherung. Am 12. Mai fuhr das Schlachtschiff USS NEW MEXIKO ( BB-40 ) ebenfalls zu dieser Liegestelle. Am Abend dieses Tages griffen zwei feindliche Selbstmordpiloten das Schlachtschiff an. Das waren zwei Kampfflugzeuge. Eins vom Typ Nakajima Ki-43 und das andere vom Typ Nakajima Ki-44. Der Pilot des ersten Kampfflugzeuges konnte seine mitgeführte Bombe über dem Schlachtschiff ausklinken und verschwand unbehelligt. Aber das zweite Kampfflugzeug schlug mittschiffs in das Schlachtschiff ein. Dadurch brachen Brände an Bord des Schweren Schiffes aus. 54 Besatzungsmitglieder fanden während des Kampfes den Tod und 119 wurden zum Teil schwer verletzt. Das Schadensbegrenzungsteam der USS AMMEN unterstützte die Mannschaft auf der US NEW MEXIKO, so dass schon nach einer halben Stunde die Brände unter Kontrolle waren. Commander James Harvey Brown, Jr. ( 1912 – 2003 ), Kommandant der USS AMMEN, erhielt am Abend desselben Tages den Befehl, sich mit dem Zerstörer am folgenden Tag auf die Radarvorpostenstation Nummer 16 zu begeben. Dort löste der Zerstörer die USS LOWRY ( DD-770 ) ab. Diese Station lag rund 50 Seemeilen westnordwestlich von Okinawa vor dem Cape Zampa Misaki. In den folgenden sechs Tagen entsandte man von dem Zerstörer aus die Luftpatrouillen, um eine Reihe von anfliegenden feindlichen Flugzeugen zu verjagen. Diese Patrouillen brauchten sich in keine Kämpfe einlassen. Am 18. Mai verließ die USS AMMEN wieder diese Station und fuhr zum Hagushi Beach zurück. Am folgenden Tag wechselte der Zerstörer zu den Kerama Retto Inseln. Hier ging das Kriegsschiff längsseits zu dem Zerstörertender USS HAMUL ( AD-20 ). Bis zum 22. Mai wurden nun wichtige Reparaturen vorgenommen und die Bunker gefüllt. Nach diesen Arbeiten verließ der Zerstörer wieder die Basis und fuhr zu der Radarvorpostenstation Nummer 15. Hier traf das Kriegsschiff am 24. Mai ein. Mit der USS AMMEN zusammen befand sich die USS STORMS ( DD-780 ) mit auf der Station. Kurz vor 20:00 Uhr begannen die ersten Kamikazeangriffe auf amerikanische Schiffe. Die ersten sechs Angriffsformationen wurden zwar ausgemacht und man warnte die anderen Schiffe, aber die Kamikazepiloten interessierten sich nicht für die beiden Radarvorpostenschiffe. Erst die siebente Angriffsformation interessierte sich für die beiden Zerstörer, blieben aber bis auf fünf Seemeilen entfernt wegen der Luftabwehrgeschosse. Der Spuk war dann um 3:00 Uhr des 25. Mai erst einmal vorbei. Es gab keinen weiteren entschlossenen Angriff eines feindlichen Flugzeuges auf die USS AMMEN und USS STORMES bis zum Vormittag, da das Wetter schlecht war. Es gab sehr schlechte Sicht und unregelmäßige Regenböen strichen über die Zerstörer. Um 8:30 Uhr entdeckte man auf dem Radar der USS AMMEN mehrere Flugzeuge vom Norden her kommend, die direkt auf die beiden Zerstörer zusteuerten. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die fünf Kamikazepiloten noch rund vierzig Seemeilen von den beiden Kriegsschiffen entfernt. Umgehend gab man nun eine Position der anfliegenden feindlichen Flugzeuge an und mehrere amerikanische Flugzeuge stiegen auf, um eben diese Selbstmordpiloten mit deren Maschinen rechtzeitig abzuschießen. Diese amerikanischen Flugzeuge konnten zwei japanische Jagdflugzeuge vom Typ Kawasaki Ki-61 Hien und zwei Kampfflugzeuge vom Typ Nakajima Ki-44 abschießen. Eine weitere Nakajima Ki-44 konnte durch diesen Abwehrgürtel hindurchschlüpfen und begann ab 9:00 Uhr mit dem Angriff auf die USS AMMEN. Die Geschützmannschaften des Zerstörers begannen mit dem Abwehrfeuer, aber der Selbstmordpilot behielt seinen Kurs und beschleunigte sogar noch. Allerdings hatte der Japanische Pilot sich während des Sturzfluges verrechnet und stürzte nun auf die USS STORMES. Auf diesem Zerstörer schlug das feindliche Flugzeug in die Aufhängung mit den Torpedos. Die mitgeführte Bombe rollte unter das 5-Zoll Geschütz. Die Explosion riss das Geschütz aus der Verankerung. Es begannen mehrere Brände sich auszubreiten und der Zerstörer hatte mehrere Löcher durch die Granatsplitter. Doch die USS STORMES blieb Seetüchtig. Der Zerstörer konnte selbständig zu den Kerama Retto Inseln fahren. Die relative Ruhe kehrte dann für die USS AMMEN wieder zurück und hielt bis zum 27.Mai an. An diesem Tag starteten die Japaner weit über einhundert Flugzeuge, die Angriffe auf alle Radarvorpostenstationen flogen. Die ersten erfolgten an diesem Tag schon mit dem Ende der Morgenwache. Bis gegen 17:30 Uhr konnte die US AMMEN allerdings keinen Kontakt zum Feind herstellen. Da entdeckte man eine feindliche Formation, die von Norden sich her näherte. Bis kurz nach 20:00 Uhr brauchten die Geschützmannschaften nicht eingreifen in den Kampf. Aber ab 20:30 Uhr ging der Kampf los und hielt bis gegen 2:00 Uhr des folgenden Tages. Zusammen mit dem Schwesterschiff USS BOYD kämpfte die Mannschaft der USS AMMEN gegen acht koordinierte feindliche Luftangriffe. Beide Zerstörer erlitten dabei keinen Schaden. Gegen 3:30 Uhr war auf dem Radarschirm kein feindliches Flugzeug, innerhalb eines acht Seemeilen Radius, nicht mehr zu sehen. Vierzig Minuten später fuhr die USS AMMEN über den Hagushi Ankerplatz zu den Kerama Retto Inseln. Hier befüllte man am 28. Mai wieder alle Bunker. Noch am selben Tag gliederte man den Zerstörer in die TG 31.5 ein. Diese Task Group befehligte erneut Commodore Frederick C. Moosbrugger. In der TG 31.5 befanden sich neben der USS AMMEN die Zerstörer USS GUEST, USS FULLAM, USS BOYD, USS ANTHONY, USS MOALE ( DD-693 ), USS AULICK ( DD-569 ), USS CALLAGHAN ( DD-792 ) und USS WILLIM D PORTER ( DD-579 ). Am Abend des 28. Mai verließ die USS AMMEN wieder die Kerama Retto Inseln und fuhr zur Radarvorpostenstation Nummer 5. Diesen teilte sich der Zerstörer mit dem Schwesterschiff USS FULLAM bis zum 1. Juni. Danach wechselte der Zerstörer an andere Stationen. In den dann folgenden vier Wochen nahmen die japanischen Luftaktivitäten vor Okinawa sprunghaft ab. Nur zwei Kamikazeangriffe wurden nochmals verübt, allerdings waren das nur wenige Maschinen. Dafür blieben die feindlichen Piloten immer unberechenbar. Diese wagten sich todesmutig immer in die Reichweite der Luftabwehrgeschütze und fielen ihnen zum Opfer. Ihnen erging es genauso mit den amerikanischen Abfangjägern, die von der USS AMMEN und deren Schwesterschiffe geleit wurden. Die japanischen Piloten wurden dann in einiger Entfernung von den Schiffen schon abgeschossen. Die USS AMMEN selber verließ am 23. Juni ihren letzten Radarvorposten und fuhr zu den Kerama Retto Inseln. Hier nahm man Treibstoff an Bord. Zusammen mit anderen Zerstörern machte sich das Kriegsschiff dann am folgenden Tag auf den Weg in die San Pedro Bay, Leyte. Hier traf der Zerstörer am 27. Juni ein. Die Besatzung des Kriegsschiffes bekam eine vierzehntägige Erholungspause und Aufgaben zur Instandhaltung des Kriegsschiffes. Währenddessen wurden die Kämpfe um Okinawa am 2. Juli offiziell für beendet erklärt. Hier in der San Pedro Bay integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 95, welche den ersten East China Sea Antishipping Sweep durchführen sollten und von Rear Admiral Francis Stuart Low ( 15. August 1894 in Albany, New York – 22. Januar 1964 in Alameda, Kalifornien ) befehligt wurde. In der TF befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ) und USS GUAM ( CB-2 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS MONTPELIER ( CL-57 ) und USS DENVER ( CL-58 ) sowie die Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE, USS DALY, USS MASSEY ( DD-778 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS JAMES C OWENS ( DD-776 ), USS ANTHONY ( DD-515 ) und zwei weitere. Am 13. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren nach Okinawa, wo sie am 16. Juli in der Buckner Bay ankerten. Am folgenden Tag ließen die Schiffe die Buckner Bay hinter sich und fuhren an die chinesische Küste. Hier begann die Suche nach japanischen Schiffen im Mündungsgebiet des Jangtsekiang und im Japanischen Meer. Die Operation musste aber am 22. Juli gestoppt werden wegen eines heraufziehenden Taifuns. So kehrten die Schiffe der TF 95 in ihr Ausgangsgebiet in der Bruckner Bay zurück, die sie am 24. Juli erreichten. Hier strukturierte man noch am selben Tag die Task Force 95 um und Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) übernahm das Kommando über die TF während der Zweiten Kreuzfahrt ins Ostchinesischen Meer zur Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs. Rear Admiral Francis Stuart Low erhielt das Kommando über die Task Group 95.2 in der sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS COLUMBIA, USS MONTPELIER, USS DENVER und die Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE, USS DALY, USS VAN VALKENBURGH, USS MASSEY, USS ANTHONY, USS JAMES C OWENS und zwei weitere befanden. Die TG verließ am 1. August die Buckner Bay und fuhr zu den Gewässern vor Shanghai im Ostchinesischen Meer. In diesen Gewässern kreuzten die Schiffe bis zum Kriegsende, welches am 15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans erfolgte. Die USS AMMEN verließ die TG und fuhr zu den Ryukyu Inseln. Hier operierte der Zerstörer bis zum Ende der ersten septemberwoche. Die Gewässer von Okinawa verließ das Kriegsschiff am 7. September und fuhr nach Japan. Im Hafen von Nagasaki legte der Zerstörer am 15. September an. Sechs Tage später wechselte das Kriegsschiff nach Sasebo. Die USS AMMEN operierte bis zum 17. November in japanischen Gewässern und beteiligte sich an der Besetzung dieses Landes. Die Fahrt in Richtung Osten an die US Westküste begann am 17. November. Der Zerstörer legte vor dem Atoll der Midway Island, Pearl Harbor und San Diego an. Nach der Durchfahrt durch den Panamakanal erreichte das Kriegsschiff am 23. Dezember den Hafen von Charleston, South Carolina. Nach Abschluss der Inaktivitätsüberholung stellte man am 15. April 1946 die USS AMMEN außer Dienst und versetzte den Zerstörer in die Atlantikreserveflotte.
Wegen des am 25. Juni 1950 ausgebrochenen Koreakrieges, mehrten sich die Stimmen in den USA, dass wieder mehr Kriegsschiffe in den Dienst gestellt werden sollten. Seit dem Sommer 1950 unterstützten die USA ganz gezielt Südkorea in diesem Konflikt. Die US Navy wurde dabei gezwungen ihre aktive Flotte auszubauen. Daher begann man die USS AMMEN Ende 1950 für ihren neuen Einsatz innerhalb der US Navy in der Charleston Naval Shipyard auszustatten. Commander Ralph Paul Desmond, Jr. ( 19.Februar 1917 – 28. September 2005 ) stellte am 5. April 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Obwohl der Zerstörer als aktiv galt, benötigte man trotzdem drei weitere Monate bevor er in See stechen konnte. Nach einer Auffrischungsausbildung in der Guantanamo Bay, Kuba, die von Juli bis Ende August dauerte, kehrte die USS AMMEN Anfang September in die Charleston Naval Shipyard zurück. Hier begann für den Zerstörer eine Modernisierung die bis zum Frühjahr 1952 andauerte. Nach ersten Erprobungs- und Ausbildungsfahrten, die den Zerstörer erneut in die Karibik führte, gliederte man das Kriegsschiff in die Zerstörerdivision 182. Deren Heimathafen war Newport, Rhode Island. In diesen Gewässern vor Newport begannen dann ab dem 4. Juni erste Vorbereitungsfahrten für die folgenden Einsatz. Dazu verließ die USS AMMEN am 26. August Newport und fuhr in die europäischen Gewässer. Zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte operierte der Zerstörer bis Anfang 1953 im Mittelmeer und beteiligte sich an den verschiedenen Trainingseinsätzen. Außerdem lief das Kriegsschiff mehrere Häfen an der europäischen, nordafrikanischen und nahöstlichen Mittelmeerküste an. Im Februar 1953 kehrte die USS AMMEN nach NEWPORT zurück. Von hier aus operierte der Zerstörer bis Anfang August mit den Schiffen der 2. US Flotte entlang der US Ostküste. Am 10. August legte das Kriegsschiff im Hafen von Boston, Massachusetts ab. Ziel war der Ferne Osten. Während dieses Einsatzes sollte das Kriegsschiff zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte vor den Gewässern der koreanischen Halbinsel operieren. Dieser Einsatz war am 14. Januar 1954 offiziell beendet. Mehrere Hafenbesuche im Fernen Osten wurden in den folgenden Wochen durchgeführt. Die Heimfahrt begann am 10. März. Sie führte die USS AMMEN über den Indischen Ozean und den Suezkanal in Richtung Westen. Im April legte der Zerstörer in der Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania an. Hier erfolgte die regelmäßige Überholung. Die Reparaturarbeiten dauerten bis in den Sommer hinein. Gleich daran anschließend wurden Ausbildungsfahrten im August und September durchgeführt, die das Kriegsschiff bis in die Karibik führte. Im Herbst integrierte man die USS AMMEN in das Zerstörergeschwader 18, welches zur Pazifikflotte gehörte. Dementsprechend verließ der Zerstörer am 30. November 1954 zusammen mit den Geschwaderkameraden Newport und fuhr nach San Diego. Nach der Durchquerung des Panamakanals meldeten sich die Schiffe in San Diego und wurden im Zerstörergeschwader 21 integriert. Im Januar 1955 übernahm die USS AMMEN eine weitere Aufgabe zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte und operierte im westlichen Pazifik. Während dieser Aufgabe beteiligte sich der Zerstörer an der Evakuierung Nationalistischer Chinesen von den Tachen Inseln auf das Festland von Taiwan auf Grund des Drucks der kommunistischen Kräfte Chinas. Nach Abschluss dieser Evakuierung diente das Kriegsschiff in der Taiwanstraße und führte dort ihren Patrouillendienst durch. Nach der Rückkehr des Zerstörers am 19. Juni 1955 in San Diego, nahm das Kriegsschiff an den normalen Operationen der 1. US Flotte teil. Das waren entlang der US Westküste und im Ostpazifik mehrere Trainings- und Flottenübungen. Diese dauerten bis zum Januar 1956. Am 7. Februar verließ die USS AMMEN wieder San Diego und fuhr in den Fernen Osten. Dieser Einsatz dauerte bis Ende Juli. Der Zerstörer nahm in dieser Zeit an mehreren Übungen der 7. US Flotte und an Operationen in der Taiwanstraße teil. Das Kriegsschiff erreichte am 11. August wieder San Diego und ab dem 30. August begann eine dreimonatige Überholung auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien. Nach der daranfolgenden Erprobungs- und Ausbildungsfahrt kehrte die USS AMMEN am 7. Dezember nach San Diego zurück und begann wieder mit dem aktiven Dienst. Schon am 16. April 1957 verließ der Zerstörer wieder seinen Heimathafen und fuhr erneut in den Fernen Osten, wo er sich der 7. US Flotte anschloss. Auf dem Weg dorthin machte das Kriegsschiff einen Umweg über Suva auf den Fidschi Inseln und von dort aus nach Melbourne, Australien. Hier nahm die USS AMMEN an der Feier des 15. Jahrestages des Sieges der Alliierten in der Schlacht am Korallenmeer teil. Nach diesen Feierlichkeiten fuhr der Zerstörer über den Seeadler Harbour, Manus Island und Guam, Nördliche Marianen nach Yokosuka, Japan. Hier legte das Kriegsschiff am 1. Juni an. Nach knapp vier Monaten Dienst in der 7. US Flotte verließ die USS AMMEN am 29. September wieder den Hafen von Yokosuka und fuhr zu seinem Heimathafen an der US Westküste. In San Diego lief der Zerstörer am 14. Oktober ein. Von hier aus beteiligte sich das Kriegsschiff entlang der kalifornischen Küste an mehreren Flottenoperationen. Damit blieb der Zerstörer bis Mitte Juni 1958 beschäftigt. Danach bereitete man die USS AMMEN für die nächste Fahrt in den Fernen Osten vor. Dazu verließ der Zerstörer am 25. Juni seinen Heimathafen und legte am 13. Juli in Yokosuka an. Von dieser Operationsbasis aus beteiligte sich das Kriegsschiff in den folgenden fünf Monaten an mehreren Patrouillenfahrten zusammen mit den Schiffen der 7. US Flotte. In dieser Zeit erlitt der Zerstörer mehrere technische Defekte. Trotzdem führte das Kriegsschiff immer noch einen erweiterten Dienst auf See aus und beteiligte sich unter anderem an der Patrouille in der Taiwanstraße und zusammen mit den Kriegsschiffen der Task Force 77 zur Sicherung von Flugzeugträgern. Am 6. Dezember verließ die USS AMMEN wieder Yokosuka und fuhr nach San Diego. Hier legte der Zerstörer am 18. Dezember an. Das Kriegsschiff blieb für die folgenden zehn Wochen vor Anker liegen. Das war die übliche Zeit nach einer Stationierung, für Urlaub der Mannschaft und Pflege des Schiffes. Danach bereitete man den Zerstörer auf seine regelmäßige Überholung vor. Diese begann Ende Februar in der Mare Island Naval Shipyard. Nachdem die Reparaturen abgeschlossen waren, nahm das Kriegsschiff Ende Juni seinen aktiven Dienst wieder auf. Mitte August verließ die USS AMMEN wieder San Diego und fuhr nach Pearl Harbor. Von hier aus beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Operationen zwischen der amerikanischen Marinebasis auf Hawaii und Guam. Ende September kehrte das Kriegsschiff an die kalifornische Küste bei Long Beach zurück. Anfang Oktober begannen die Vorbereitungsarbeiten für den letzten Einsatz im Fernen Osten. Nach diesem Einsatz kehrte die USS AMMEN Anfang 1960 nach San Diego zurück. Hier beteiligte sich der Zerstörer an mehreren Pflichtübungen entlang der kalifornischen Küste. Im Späten Frühjahr bereitete man das Kriegsschiff auf die Inaktivierung vor. Dazu verließ die USS AMMEN am Morgen des 19. Juli 1960 Seal Beach, Kalifornien und fuhr nach San Diego. Vor Newport Beach, Kalifornien kollidierte der Zerstörer an diesem Tag mit der USS COLLETT ( DD-730 ). Die USS COLLETT schlug auf der Backbordseite Mittschiffs in den Zerstörer ein. Dabei wurden auf der USS AMMEN 11 Besatzungsmitglieder getötet und 20 weitere zum Teil schwer verletzt. Das Küstenwachschiff USCGC HEATHER ( WLB-331 ) beteiligte sich an den anschließenden Maßnahmen zur Sicherung des zerstörten Kriegsschiffes. Man nahm die USS AMMEN ins Schlepptau und brachte den Zerstörer zuerst nach Long Beach. Hier wurden die gröbsten Verwüstungen an Bord des Zerstörers beseitigt. Gleichzeitig bereitete man den Zerstörer auf die Außerdienststellung vor. Nach Abschluss der Arbeiten schleppte man den Schiffskörper nach San Diego. Hier stellte man das Kriegsschiff am 15. September 1960 außer Dienst. Am 1. Oktober 1960 strich man den Namen USS AMMEN ( DD-527 ) von der US Navy – Liste. Den Schiffskörper verkaufte man am 20. April 1961 an die National Metal and Steel Corporation in Los Angeles zum verschrotten verkauft.


USS AMMEN ( DD-527 )
Commanding Officer

CDR John Cheshire Daniel            12. März 1943 – 22. April 1943 (erreichter Rang VADM)
LCDR Henry Williams Jr.          22. April 1943 – 11. Mai 1944
CDR James Harvey Brown Jr.         11. Mai 1944 – 14. Juni 1945
LCDR George Van Rogers            14. Juni 1945 – 15. April 1946
Außerdsienststellung             15. April 1946 – 5. April 1951
CDR Ralph Paul Desmond Jr.        5. April 1951 – 2. August 1952
CDR Charles Louis Browning         2. August 1952 – 1. Juli 1954
CDR Blaine Edward Eader           1. Juli 1954 – 22. November 1954
CDR Richard Henry Woodfin Jr.         22. November 1954 – 6. November 1956
CDR George Ransom Brines           6. November 1956 – 5. September 1958
CDR Zaven Mukhalian         5. September 1958 – 20. August 1960
LCDR Mortimer Stevens Jr.          20. August 1960 – 15. September 1960

USS AMMEN ( DD-35 )

USS AMMEN ( DD-35 )

Biografie

Daniel Ammen
* 15. Mai 1820 in Brown County, Ohio
† 11. Juli 1898 in Washington DC
war ein US Navy Offizier, diente während des amerikanischen Bürgerkrieges und war danach ein produktiver Autor

Der ältere Bruder von Daniel Ammen, war Jacob Ammen ( 7. Januar 1806 – 6. Februar 1894 ) der während des amerikanischen Bürgerkrieges ein Brigadegeneral in der Unionsarmee war. Beide Brüder besuchten die gleiche Schule in die auch Ulysses S. Grant ( 27. April 1822 – 23. Juli 1885 ) ging. Grant war der beste Freund von Daniel Ammen da dieser ihn als Kind vor dem Ertrinken gerettet hatte. Daniel Ammen trat am 7. Juli 1836 in die US navy mit dem Rang eines Midshipman ein. Im Jahre 1838 diente er auf der Korvette USS VANDALIA ( 1828 ) die in der Karibik operierte. Im Februar 1852 erhielt Ammen den Befehl in Kalifornien einen Standort für eine neue Werft zu finden. Zu diesem Zweck erreichte er am 30. April 1852 San Francisco. Nach eingehender Betrachtung der Umgebung, schlug er die Halbinsel Mare Island bei Vallejo vor die etwa 23 Meilen nordöstlich von San Francisco lag. Die US Navy kaufte dort 1853 eine Fläche von 387 Hektar für 83.491 Dollar und Marineminister James Cochran Dobbin ( 17. Januar 1814 – 4. August 1857 ) beauftragte Commander David Glasgow Farragut ( 5. Juli 1801 – 14. August 1870 ) damit auf dieser Halbinsel eine Werft zu errichten. Am 16. September 1854 eröffnete dieser als ihr erster Kommandant die Werft. Ammen erhielt nach dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges das Kommando über das neue Kanonenboot USS SENECA ( 1861 ) das in der Werft der New Yorker Navy Yard gebaut wurde. Am 14. Oktober 1861 stellte Lieutenant Ammen das Schiff in den Dienst der US Navy. Das Kanoneboot wurde dem Südatlantikblockadegeschwader unterstellt das von Rear Admiral Samuel Francis Du Pont ( 27. September 1803 – 23. Juni 1865 ) kommandiert wurde. Während der Schlacht um Port Royal vom 3. bis zum 7. November 1861 zeigte Ammen auffälligen Mut. Mit dem Schiffsverband des Südatlantikblockadegeschwaders war Lieutenant Ammen mit der USS SENECA im folgenden Jahr an weiteren Operationen entlang der Küsten von Georgia und Florida beteiligt. Danach begab sich Ammen nach Wilmington, Delaware wo in der Werft von Harlan & Hollingsworth der Monitor USS PATAPSCO ( 1862 ) gebaut wurde. Am 2. Januar stellte Commander Daniel Ammen das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Rear Admiral Du Pont bestellte drei Monitore, die USS PATAPSCO, die USS PASSAIC ( 1862 ) und die USS NAHANT ( 1862 ) vor das Fort McAllister um mit deren Waffen zu testen ob man eine feindliche Artilleriestellung von Wasser aus vernichten kann. Am 3. März 1863 starteten die drei Schiffe ein achtstündiges Bombardement. Das Ergebnis war ernüchternd. Es gab nur kleine Schäden am Fort, dafür einige Dellen an den Schiffen von den Einschlägen der feindlichen Kanonenkugeln. Bei der Belagerung und der ersten Schlacht zur Widereroberung von Fort Sumter am 7. April 1863 war auch Ammen mit seinem Monitor beteiligt. Doch dieser Angriff war ein kompletter Fehlschlag für die Union. Dafür setzte man Rear Admiral Du Pont von seinem Oberkommando über das Südatlantikblockadegeschwader ab und übertrug es am 6. Juli 1863 Rear Admiral John Bernard Dahlgren ( 13. November 1809 – 12. Juli 1870 ). Im November testete Ammen mit der USS PATAPSCO ein neues Hindernisräumgerät das John Ericsson ( 31. Juli 1803 – 8. März 1889 ) erfunden hatte. In dem weiteren Jahr 1864 des Bürgerkrieges nahm der Monitor im Januar an der Aufklärung des Wilmington River, Georgia teil und von Februar bis Anfang Oktober der Erfassung und Vernichtung von feindlichen Schiffen. Anfang Oktober ging Ammen von Bord des Monitor und wechselte auf die Korvette USS MOHICAN ( 1859 ). Dieses Schiff gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader und dieses stand unter dem Oberfehl von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ). Commander Ammen reaktivierte es am 7. Oktober und kreuzte mit dem Schiff vor Wilmington, North Carolina. Danach nahm er mit dem Schiff und dem Rest des Geschwaders an der Ersten Schlacht vom 23. bis zum 27. Dezember 1864 um Fort Fisher teil. Auch an der Zweiten Schlacht um Fort Fisher, vom 13. bis zum 15. Januar 1865 war die USS MOHICAN beteiligt. Mit dem Schiff wechselte Ammen zum Südatlantikblockadegeschwader wo vor Charleston, South Carolina vom 17. Januar bis zum 7. März 1865 eine Blockade gelegt wurde. Die Korvette stellte man am 26. April 1864 in der Boston Navy Yard wegen Reparaturarbeiten außer Dienst. Ammen ging von Bord und beschäftigte sich nach der Beendigung des amerikanischen Bürgerkrieges am 10. Mai 1865 von Juli bis August 1865 mit der Beseitigung von Minen im Hafen von Charlotte und anderen Orten in North Carolina. Am 18. September stellte Commander Ammen das unter seinem Befehl stehende Schiff USS MIANTONOMOH ( 1863 ) in den Dienst der US Navy. Der Monitor gehörte zum Nordatlantik Geschwader und kreuzte eine kurze Zeit an der Ostküste der USA entlang. Dann legte USS MIANTONOMOH im Hafen der Washington Navy Yard an und im März 1866 ging Commander Ammen von Bord. Am 22. Juli 1866 beförderte man ihn zum Captain. Vom November 1866 bis zum August 1867 mussten Ammen eine Spezialpflicht bei Hartford, Connecticut erfüllen. In der Portsmouth Navy Yard stellte Captain Ammen den Schraubendampfer USS PISCATAQUA ( 1866 ) am 21. Oktober 1867 in den Dienst der US Navy. Am 16. Dezember 1867 ließ Ammen die Anker des Schraubendampfers heben. An Bord befand sich Rear Admiral Stephen Clegg Rowan ( 25. Dezember 1808 – 31. März 1890 ) der der Kommandeur des asiatischen Geschwaders war. Der Schraubendampfer war gleichzeitig das Flaggschiff dieses Geschwaders. Die Reise ging über das Kap der Guten Hoffnung. Den Hafen von Singapur erreichte das Schiff am 18. April 1868. Die Häfen in China, Japan und den Philippinen wurden besucht. Im Februar 1869 löste man Ammen von dem Kommando über die USS PISCATAQUA ab. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten übergab man ihm das Bureau of Yards and Docks. Er diente in dieser Funktion von Mai 1869 bis Oktober 1871. Gleich im Anschluss übertrug man ihm die Leitung des Bureau of Navigation. Dieses Amt leitete er bis 1878. In dieser Zeit ernannte man ihn, am 1. April 1872 zum Commodore und am 11. Dezember 1877 zum Rear Admiral. Am 4. Juni 1878 übergab Ammen das Amt und trat in den Ruhestand. Zwei Jahre später schrieb er das Buch mit dem Titel „The American Inter-Oceanic Ship Canal Question“. Außerdem war Ammen ein Mitglied im Vorstand des neuaufgebauten Naval Observatory und ein Vertreter der USA bei dem Interoceanic Ship Canal Kongress in Paris. Ammen arbeitete außerdem an einer Verbesserung zur Anlandung von Truppen und Feldartillerie sowie an einer Rettungsinsel für Dampfer. Das Design des Stahlrumpfes von dem Panzerschiff USS KATAHDIN ( 1893 ), der der Vorläufer der späteren U-Boote war, entwickelte Ammen mit der der festen Meinung war das die Küstenverteidigung des Landes mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Rear Admiral Daniel Ammen verstarb am 11. Juli 1898 in Washington DC. Seinen Leichnam beerdigte man auf dem Arlington Nationalfriedhof.

Zwei Schiffe sind bei der US Navy zu Ehren von Rear Admiral Daniel Ammen benannt worden.
Das erste Schiff war der Zerstörer USS AMMEN ( DD-35 ) aus der PAULDING – Klasse.
Das zweite Schiff war der Zerstörer USS AMMEN ( DD-527 ) aus der FLETCHER – Klasse.


USS AMMEN ( DD-35 )

Schiffsbiografie

Die USS AMMEN ( DD-35 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Rear Admiral Daniel Ammen benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierzehnte Schiff aus der PAULDING – Klasse.
Auf der New York Shipbuilding Company in Camden, New Jersey wurde am 29. März 1910 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Ethel C. Andrews taufte am 20. September 1910 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant ( jg ) Lloyd Woolsey Townsend ( 10. Mai 1882 in Camden, New Jersey – 30. November 1926 in Arlington, Virginia ) stellte am 23. Mai 1911 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Erprobungs- und Ausbildungsfahrt wurde die USS AMMEN der Atlantikflotte zugeteilt. Das Kriegsschiff operierte zusammen mit den Schiffen der Torpedo Flottille entlang der US Ostküste. Anschließend beteiligte sich die USS AMMEN am 14. Oktober 1912 im Hafen von New York an einer von US Präsident William Howard Taft ( 15. September 1857 in Cincinnati, Ohio – 8. März 1930 in Washington DC ) anberaumten Flottenschau. Der US Präsident befand sich während der Flottenschau an Bord der Yacht MAYFLOWER. An der Flottenschau nahmen die Schlachtschiffe USS ALABAMA ( BB-8 ), USS ARKANSAS ( BB-33 ), USS CONNECTICUT ( BB-18 ),USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB- 30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS IDAHO ( BB-24 ), USS ILLINOIS ( BB-7 ), USS INDIANA ( BB-1 ), USS IOWA ( BB-4 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS KEARSARGE ( BB-5 ), USS KENTUCKY ( BB-6 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MASSACHUSETTS ( BB-2 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS MINNESOTA ( BB-22 ), USS MISSOURI ( BB-11 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW JERSEY ( BB-16 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS OHIO ( BB-12 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VERMONT ( BB-20 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ), USS WISCONSIN ( BB-9 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), die Panzerkreuzer USS MAINE ( ACR-1 ), USS MONTANA ( ACR-13 ), USS WASHINGTON ( ACR-11 ), USS NORTH CAROLINA ( ACR-12 ) und USS TENNESSEE ( ACR-10 ), die Geschützten Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ) und USS MONTGOMERY ( C-9 ), die Scout Kreuzer USS BIRMINGHAM ( CS-2 ), USS CHESTER ( CS-1 )USS SALEM ( CS-3 ), der Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1898 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE ( DD-40 ), USS BURROWS ( DD-29 ), USS DRAYTON ( DD-23 ), USS FANNING ( DD-37 ), USS FLUSSER ( DD-20 ), USS JENKINS ( DD-42 ), USS JOUETT ( DD-41 ), USS LAMSON ( DD-18 ), USS MacDONOUGH ( DD-9 ), USS McCALL ( DD-28 ), USS MONOGHAN ( DD-32 ), USS PATTERSON ( DD-36 ), USS PAULDING ( DD-22 ), USS PERKINS ( DD-26 ), USS PRESTON ( DD-19 ), USS REID ( DD-21 ), USS ROE ( DD-24 ), USS SMITH ( DD-17 ), USS STERETT ( DD-27 ), USS TERRY ( DD-25 ), USS TRIPPE ( DD-33 ), USS WALKE ( DD-34 ) und USS WORDEN ( DD-16 ), die Torpedoboote USS BAGLEY ( TB-24 ), USS BAILEY ( TB-21 ) USS BARNEY ( TB-25 ), USS BIDDLE ( TB-26 ), USS CRAVEN ( TB-10 ), USS DAHLGREN ( TB-9 ), USS DE LONG ( TB-28 ), USS DUPONT ( TB-7 ), USS PORTER ( TB-6 ), USS SHUBRICK ( TB-31 ), USS STOCKTON ( TB-32 ), USS STRINGHAM ( TB-19 ), USS THORNTON ( TB-33 ) unf USS TINGEY ( TB-34 ), die Kanonenboote USS AILEEN ( 1896 ), USS CASTINE ( PG-6 ), USS GLOUCESTER ( 1891 ), USS NEWPORT ( PG-12 ), USS MACHIAS ( PG-5 ), USS MARIETTA ( PG-15 ), USS NASHVILLE ( PG-7 ), USS PETREL ( PG-2), USS WASP ( 1898 ) und USS VIXEN ( 1896 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS C-4 ( SS-15 ), USS C-5 ( SS-16 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS D-3 ( SS-19 ), USS E-1 ( SS-24 ) und USS E-2 ( SS-25 ), die Kohlenschiffe USS AJAX ( AC-14 ), USS BRUTUS ( AC-15 ), USS CAESAR ( AC-16 ), USS CYCLOPS ( AC-4 ), USS HECTOR ( AC-7 ), USS ORION ( AC-11 ), USS STERLING ( 1898 ) und USS VULCAN ( AC-5 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS CULGOA ( AF-3 ), das Reparaturschiff USS PANTHER ( 1889 ), das Munitionstransportschiff USS LEBANON ( 1898 ), das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ) und das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ) von dem aus die Flottenschau überwacht wurde. Nach dieser Flottenschau schloss sich die USS AMMEN wieder der Torpedo Flottille in der Atlantischen Flotte an und operierte in den folgenden Monaten entlang der US Atlantikküste sowie in mexikanischen und karibischen Gewässern. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 auf europäischem Boden führte die USS AMMEN Neutralitätspatrouillen und Eskortierdienste entlang der Ostküste durch. US Präsident Thomas Woodrow Wilson ( 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia – 3. Februar 1924 in Washington DC ) beraumte vom 17. – 18. Juni 1915 eine Flottenparade vor der Hafeneinfahrt von New York an. Er selber beobachtete diese Flottenparade von einem Ankerplatz vor Liberty Island und der Freiheitsstatue aus. Beteiligt waren die Schlachtschiffe USS DELAWARE ( BB-28 ), USS FLORIDA ( BB-30 ), USS GEORGIA ( BB-15 ), USS KANSAS ( BB-21 ), USS LOUISIANA ( BB-19 ), USS MICHIGAN ( BB-27 ), USS NEBRASKA ( BB-14 ), USS NEW HAMPSHIRE ( BB-25 ), USS NEW YORK ( BB-34 ), USS NORTH DAKOTA ( BB-29 ), USS RHODE ISLAND ( BB-17 ), USS SOUTH CAROLINA ( BB-26 ), USS TEXAS ( BB-35 ), USS UTAH ( BB-31 ), USS VIRGINIA ( BB-13 ) und USS WYOMING ( BB-32 ), der Kreuzer USS BALTIMORE ( C-3 ), das Kanonenboot USS DOLPHIN ( PG-24 ), der Minenkreuzer USS SAN FRANCISCO ( CM-2 ), die Hilfskreuzer USS DIXIE ( 1893 ) und USS PRAIRIE ( 1898 ), die Zerstörer USS AMMEN, USS BEALE, USS BURROWS, USS DRAYTON, USS FANNING, USS JARVIS ( DD-38 ), USS JENKINS, USS JOUETT, USS MacDONOUGH, USS PATTERSON, USS PAULDING, USS TRIPPE, USS CASSIN ( DD-43 ), USS HENLEY ( DD-39 ), USS McDOUGAL ( DD-54 ) und USS WARRINGTON ( DD-30 ), die Torpedobootzerstörer USS PARKER ( DD-48 ) und USS DOWNES ( DD-45 ), die U-Boote USS C-1 ( SS-9 ), USS C-2 ( SS-13 ), USS C-3 ( SS-14 ), USS E-1 ( SS-24 ), USS E-2 ( SS-25 ), USS D-1 ( SS-17 ), USS D-2 ( SS-18 ), USS K-1 ( SS-32 ), USS K-2 ( SS-33 ), USS K-5 ( SS-36 ) und USS K-6 ( SS-37 ), die Kohlenschiffe USS CYCLOPE ( AC-4 ), USS JUPITER ( AC-3 ), USS NEPTUNE ( AC-8 ) und USS ORION ( AC-11 ), die Hochseeschlepper USS ONTARIO ( AT-13 ), USS PATAPASCO ( AT-10 ), USS PATUXENT ( AT-11 ) und USS SONOMA ( AT-12 ), die U-Boot Tender USS FULTON ( AS-1 ), USS TALLAHASSEE ( M-9 ) und USS TONOPAH ( M-8 ), die Frachtschiffe USS CELTIC ( AF-2 ) und USS OZARK ( M-7 ), das Reparaturschiff USS VESTAL ( AR-4 ), die Yacht USS MAYFLOWER, das Hospitalschiff USS SOLACE ( AH-2 ), der Flottentender USS YANKTON ( 1893 ) und das Küstenwachboot USRC MOHAWK ( 1904 ). Nachdem dann am 6. April 1917 die USA dem Kaiserreich Deutschland den Krieg erklärt hatten, fuhr der Zerstörer zu einer Erkundungsmission zu den Bahamas. Nach der Rückkehr an die Ostküste fuhr das Kriegsschiff umgehend in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania. Hier erhielt die USS AMMEN ab dem 6. Mai die notwendige Ausrüstung für den Dienst vor der europäischen Küste. Man gliederte den Zerstörer in die Division 9 der Destroyer Force ein. Am 17. Juni übernahm der Zerstörer zusammen mit den Zerstörern USS PARKER ( DD-48 ), USS FLUSSER ( DD-20 ) und USS SHAW ( DD-68 ) die Eskorte für die vierte Gruppe des ersten amerikanischen Konvois der Einheiten der American Expeditionary Force. Dieser Schiffskonvoi bestand aus den Army Transportern USAT MONTANAN, USAT DAKOTAN, USAT EL OCCIDENTE und USAT EDWARD KUCKENBACH, das Transportschiff USS HANCOCK ( AP-3 ) und der Hochseeöler USS KANAWHA ( AO-1 ). Außerdem beteiligte sich an der Sicherung dieses Schiffskonvois der geschützte Kreuzer USS ST LOUIS ( C-20 ). Am 17. Juni legten diese Schiffe im Hafen von New York ab und fuhren mit einer Geschwindigkeit von 11 Knoten über den Atlantik mit dem Ziel Brest, Frankreich. Da aber Meldungen von vereitelten U-Boot Angriffen auf die erste Gruppe und schwere feindliche U-Boot Aktivitäten vor Brest empfangen werden konnten, änderte man den Zielhafen der vierten Gruppe. Am 2. Juli liefen diese Schiffe im Hafen von St. Nazaire, Frankreich ein. Die USS AMMEN selber verließ anschließend den Hafen und fuhr zur amerikanischen Basis bei Queenstown, Irland. Von hier aus betätigte sich der Zerstörer am Geleitschutz von Handelsschiffen zwischen Irland und Frankreich, patrouillierte vor der irischen Küste und war auf der Suche nach deutschen U-Booten und half in Seenot geratenen Schiffen. Im Januar 1919 kehrte das Kriegsschiff an die US Ostküste zurück. Hier machte die USS AMMEN eine Kreuzfahrt bis in den Golf von Mexiko. Danach kehrte der Zerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard zurück und wurde hier am 11. Dezember 1919 außer Dienst gestellt und in die Reserveflotte versetzt. Das Kriegsschiff erhielt im Zuge der Reformen innerhalb der US Navy am 17. Juli 1920 die Kennung DD-35.
In den USA wurde am 17. Januar 1920 gesetzlich die Prohibition eingeführt. Deswegen blühte entlang der US Ostküste der Alkoholschmuggel. Um dem entgegen zu wirken, entschied das amerikanische Finanzministerium, dass die US Küstenwache außer Dienst gestellte Zerstörer der US Navy übernehmen sollte damit eine bessere und erfolgreichere flächendeckende Patrouille vor der US Ostküste zur Unterbindung des Alkoholschmuggels gefahren werden konnte. Der 30. US Präsident, John Calvin Collidge, Jr. ( 4. Juli 1872 in Plymouth Notch, Vermont – 5. Januar 1933 in Northampton, Massachusetts ), genehmigte die Übertragung von zwanzig alten Zerstörern. Deshalb reaktivierte man am 28. April 1924 die USS AMMEN und übergab das Kriegsschiff an die US Coast Guard.
Am 7. Juni 1924 erhielt der Zerstörer dort die Kennung CG-8 und am 22. Januar 1925 stellte man das Kriegsschiff in den Dienst der US Coast Guard. Damit war der Zerstörer einer von zwanzig, die zur US Küstenwache wechselten, um das Bootlegging zu unterbinden. Am 18. Mai 1931 stellte die US Küstenwache die USCGC AMMEN außer Dienst und übergab den Zerstörer am 22. Mai 1931 wieder der US Navy. Den Zerstörer stellte man aber nicht wieder in den Dienst der US Navy. Da man den Namen USS AMMEN am 1. Juli 1933 im Marineministerium einem neuen Zerstörer zugesprochen hatte, entzog man dem alten Zerstörer am 1. November 1933 den Namen USS AMMEN und beließ ihm die Kennung DD-35 für Unterscheidungsmöglichkeiten. Man strich dann am 5. Juli 1934 auch den Rest des Schiffes aus der US Navy – Liste. In Übereinstimmung des Londoner Flottenvertrages zur Begrenzung der Schiffsrüstung verkaufte man den Schiffskörper am 22. August 1934 an Michael Flynn in Brooklyn, New York zum verschrotten.


USS AMMEN ( DD-35 )
Commanding Officer

LTJG Lloyd Woolsey Townsend         23. Mai 1911 – 18. Juni 1911
LCDR Joseph Knefler Taussig        18. Juni 1911 – 12. Oktober 1912 (erreichter Rang VADM)
LT William Henry Allen         12. Oktober 1912 – 22. Mai 1913 (erreichter Rang RADM)
LT Charles Belknap Jr.          22. Mai 1913 – 23. Juli 1915
LT George Christian Logan          23. Juli 1915 – 13. März 1916
LT Christopher Raymond Paul Rodgers         13. März 1916 – 21. März 1917
LCDR Delavan Bloodgood Downer         21. März 1917 – 10. Mai 1918
CDR Louis Calott Farley         10. Mai 1918 – 10. Juli 1918
LCDR Robert Messinger Hinckley          10. Juli 1918 – 24. September 1919
LCDR Louis Peter Wenzell         24. September 1919 – 11. Dezember 1919
Übergabe an die US Coast Guard
LCDR William Francis Towle (USCG)         22. Januar 1925 – Oktober 1926 (erreichter Rang RADM)

 

USS BACHE ( DD-470 )

USS BACHE ( DD-470 )

Biografie

George Mifflin Bache, Jr.
* 12. November 1840 in Washington DC
† 11. Februar 1896 in Washington DC
war ein Offizier in der US Navy und diente während des Amerikanischen Bürgerkrieges sowie für ein Jahrzehnt nach dem Krieg

George Mifflin Bache, Jr. war der Sohn von Lieutenant George Mifflin Bache, Sr. ( 14. Februar 1811 in Philadelphia, Pennsylvania – 8. September 1846 auf See ), USN und Catherine Elizabeth Patterson ( 1815 in New Orleans, Louisiana – 5. März 1884 in Washington DC ). Sein Großvater hieß Richard Bache, Jr. ( 11. März 1784 in Philadelphia, Pennsylvania – 17. März 1848 in Austin, Travis County, Texas ) der in der Navy der Republik Texas diente und ein Vertreter der Zweiten Texas Gesetzgebung war. Seine Ehefrau Sophia Burrell Dallas ( 12. Juni 1784 – 8. Juli 1860 ) heiratete er am 4. April 1805. Sie war die Tochter von Alexander James Dallas ( 21. Juni 1759 – 16. Januar 1817 ), dem Finanzminister unter US Präsident James Morison, Jr. ( 16. März 1751 – 28. Juni 1836 ), und Arabella Maria Smith ( 16. Januar 1761 in Devon, England – 9. August 1837 ). George Mifflin Bache, Jr. war der Neffe von George Mifflin Dallas ( 10. Juli 1792 – 31. Dezember 1864 ), dem 11. Vizepräsidenten der USA der unter dem US Präsidenten James Knox Polk ( 2. November 1795 – 15. Juni 1849 ) diente, der mit Sophia Chew Nicklin Dallas ( 25. Juni 1798 – 11. Januar 1869 ) verheiratet war. Außerdem war George Mifflin Bache, Jr. der Neffe von Alexander Dallas Bache ( 19. Juli 1806 – 17. Februar 1867 ), dem Superintendenten der US Küstenwache und von Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ). George Mifflin Bache, Jr. war noch dazu der Urenkel von Richard Bache ( 12. September 1737 in Settle, Craven District in North Yorkshire, England – 29. Juli 1811 in Bucks County, Pennsylvania ) der am 29. Oktober 1767 Sarah Franklin „Sally“ Bache ( 11. September 1744 – 5. Oktober 1808 ) geheiratet hatte und von 1776 bis 1782 der US Postminister war. Deshalb war George Mifflin Bache, Jr. auch der Ur-Urenkel von Benjamin Franklin ( 17. Januar 1706 – 17. April 1790 ) der mit Deborah Read Franklin ( 1708 – 19. Dezember 1774 ) verheiratet war.
Obwohl sein Vater, der Kommandant der Brigg USS WASHINGTON ( 1837 ), im Jahre 1846 bei einem Sturm in der Chesapeake Bay über Bord gefegt wurde und ertrank, trat George Mifflin Bache, Jr. im August 1855 in die US Navy ein. Man befahl ihn an Bord der Schaluppe USS SARATOGA ( 1842 ) wo er der Schreiber des Kapitäns bis Mai 1857 war. Bache diente danach kurz auf dem Küstenwachschiff USS NAUTILUS ( 1838 ) als Acting Masters Maat unter dem Kommando von First Lieutenant Richard Wainwright ( 15. Januar 1817 – 10. August 1862 ), einem weiteren Onkel von dem jungen Bache. Dieser hatte am 1. März 1849 Sarah Franklin Bache ( 8. November 1824 – 28. Februar 1880 ), die Tochter von Richard Bache, Jr., geheiratet. Am 19. November 1857 trat George Mifflin Bache, Jr. in die United States Naval Academy in Annapolis ein und erhielt dort den Rang eines Acting Midshipman. Die Akademie absolvierte er am 1. Juni 1861, kurz nach dem Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges und erhielt den Rang eines Seekadetten zugewiesen. Zunächst diente Bache während des Krieges an Bord der Kriegsschaluppe USS JAMESTOWN ( 1844 ). Danach wechselte er an Bord der Dampfschaluppe USS POWHATAN ( 1850 ) wo er am 16. Juli 1861 zum Lieutenant befördert wurde. Gegen Ende des Jahres 1861 versetzte man Bache zum Geschwader auf dem Mississippi River das seit dem 30. August 1861 von Flag Officer Andrew Hull Foote ( 12. September 1806 – 26. Juni 1863 ) befehligt wurde. Bache begab sich nach St. Louis, Missouri wo das Heckrad Kanonenboot USS CINCINNATI ( 1861 ) gebaut wurde. Er übernahm am 8. November 1861 das Kommando über das Schiff und fuhr mit ihm nach Mound City, Illinois wo die Endausrüstung erfolgte und er es am 16. Januar 1862 in den Dienst der US Navy stellte. Mit dem Schiff nahm Bache an der Eroberung von Fort Henry am 6. Februar teil. Anschließend erfolgten die Operationen gegen Island Nummer 10 vom 12. März bis zum 7. April 1862. Während der Vorbereitungen auf die Bombardierung von Fort Pillow am 10. Mai 1862 wurde am Vorabend Flag Officer Foote von Flag Officer Charles Henry Davis ( 16. Januar 1807 – 13. Februar 1877 ) als Oberkommandierender ersetzt. Kurz darauf, am 16. Juli 1862, ernannte man Bache, Jr. zum Lieutenant. Bei den folgenden Operationen gegen Fort Pillow wurde die USS CINCINNATI immer wieder von feindlichen Rammspornen getroffen und drohte zu versinken. Man schleppte das Kanonenboot ab und nahm daran umfangreiche Reparaturen vor. Erst Anfang Oktober war das Schiff wieder einsatzbereit. Am 15. Oktober 1862 übernahm Rear Admiral David Dixon Porter ( 8. Juni 1813 – 13. Februar 1891 ) das Oberkommando über das Mississippi River Geschwader. Bach nahm mit der USS CINCINNATI an weiteren Operationen in Richtung Vicksburg, Mississppi teil. So im Januar 1863 auf dem White River und danach auf dem Yazoo River wo das Schiff ein Teil der Steele Bayou Expedition vom 14. bis zum 27. März 1863 war. Am 27. Mai 1863 sollte die Belagerung von Vicksburg beginnen. Dafür war am Vorabend Bache mit der USS CINCINNATI den Mississippi flussabwärts gefahren um die Lage an einer konföderierten Artilleriestellung auszukundschaften. Bache sah dort nur zwei Kanonen die auch abgefeuert wurden und signalisierte dies. Doch der Kommandeur dieser Stellung hatte im Vorfeld die Taktik der Unionskräfte erahnt und seine Artilleriestellung taktisch klug verborgen. Am frühen Morgen des 27. Mai griff das Geschwader an. Bache fuhr mit der USS CINCINNATI vorneweg. Er ließ mehrere gezielte Schüsse auf die beiden Kanonen abfeuern die er am Vortag gesichtet hatte. Beide wurden zerstört. Im selben Augenblick aber begann die gesamte Artilleriestellung der Konföderierten das Feuer zu erwidern. Völlig verdutzt über die versteckten Geschütze auf einer Klippe konnte Bache gar nicht reagieren. Da traf das Schiff auch schon die erste Kanonenkugel. Sie durchschlug das Magazin und drang durch den Boden wieder aus dem Schiff aus. Eine weitere Kugel zerschmetterte das Ruder. Die Geschütze auf der USS CINCINNATI konnten nicht so hoch gestellt werden um die feindlichen Kanonen zu erreichen. Jetzt erst realisierte Bache das Geschehen und ließ das Schiff mit Volldampf auf den Fluss bringen auf der Suche nach einem geeigneten Platz wo das langsam sinkende Schiff auf Grund laufen könnte. Nachdem eine Stelle gefunden wurde lief das Kanoneboot auf Grund und mit einer Trosse wurde es an einem Baum gesichert. Doch noch bevor ein Landungssteg ausgelegt werden konnte, löste sich die Trosse und das Schiff glitt wieder zurück in den Fluss wo sie in fünfeinhalb Metern Tiefe versank. Viele der Besatzungsmitglieder, darunter auch der Kommandant Lieutenant Bache, konnten nicht schwimmen. Vier Männer der Crew begannen nun den Nichtschwimmern an Land zu helfen die nicht verwundet waren. So der Landsman Thomas E. Corcoran ( 12. Oktober 1839 – 12. März 1904 ), der Bootsmann Maat Henry Dow ( geboren um 1840 ), Seemann Thomas Jenkins ( geboren 1831 in Australien ) und Seemann Martin McHugh. Dann nahmen sie sich ein Rettungsboot von der USS CINCINNATI, reparierten es und brachten mit dem Boot die Schwerverwundeten an Land. Zu letzt ließ sich Lieutenant Bache holen mit den noch an Bord verbliebenen. Neben den vier Rettern bei diese Rettungsaktion wurden noch die Quartiermeister Frank Bois ( 13. September 1841 – 25. Januar 1920 ) und Thomas W. Hamilton mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Im Sommer 1863 erhielt Bache das Kommando über das Seitenrad Kanonenboot USS LEXINGTON ( 1861 ) und führte es in einer Reihe von Operationen. Danach versetzte man Bache an Bord der Dampfschaluppe USS POWHATAN wo er der Exekutive Officer war. Das Schiff gehörte zum Nordatlantikblockadegeschwader das seit dem 2. Oktober 1864 von Rear Admiral Potter kommandiert wurde. Mit dem Schiff nahm Bache zuerst an dem erfolglosen Angriff auf Fort Fisher vom 23. bis zum 27. Dezember 1864 teil und danach an der Eroberung des Forts deren Kämpfe vom 13. bis zum 15. Januar 1865 tobten. Während dieses Kampfes wurde Bache verwundet. Am 25. Juli 1866 beförderte man ihn zum Lieutenant Commander. Man versetzte ihn an Bor der Korvette USS SACRAMENTO ( 1862 ) die in der Boston Navy Yard inaktiv lag. Am 17. September 1866 nahm man das Schiff wieder in den Dienst und ordnete es für einen besonderen Service in chinesischen und japanischen Gewässern ein. Das erste Ziel des Schiffes war Monrovia, Liberia. Dort ging der Präsident des Landes, Daniel Bashiel Warner ( 19. April 1815 – 1. Dezember 1880 ), mit seinen Regierungsmitgliedern sowie dem US Senator von Maryland, John Marshall am 15. Januar 1867 an Bord. Die Reise ging entlang der afrikanischen Küste bis nach Cape Palmas. Dort verließen die Gäste wieder die USS SACRAMENTO. In Richtung Süden ging die Weiterfahrt. So legte man in St. George del Mina, Guinea, St. Thomas, St. Paul Loando, Kapstadt und Madras, Indien an. Nach dem Ablegen in Madras lief am 19. Juni 1867 die USS SACRAMENTO im Godavari River auf ein Riff. Das Schiff war nur noch ein Wrack, aber alle Besatzungsmitglieder haben überlebt. Gerettet wurden sie durch das Handelsschiff SS GENERAL CAUFIELD das am 19. November New York ereichte. Zwischen 1869 und 1872 befand sich Lieutenant Commander Bache an Bord der Korvette USS JUNIATA ( 1862 ) die zum europäischen Geschwader gehörte. Danach versetzte man ihn an Land wo er an der Washington Navy Yard für Munition zuständig war. Am 5. April 1875 ernannte man Bache zum Commander und verabschiedete ihn gleichzeitig vom aktiven Dienst. Commander George Mifflin Bache, Jr. verstarb am 11. Februar 1896 in Washington DC.
Commander George Mifflin Bache, Jr. heiratete Harriet DuBois ( 14. Januar 1849 in Great Bend, Susquehanna County, Pennsylvania – 16. Februar 1931 in New Rochelle, Westchester County, New York ), Tochter von Joseph DuBois und Emroy Taylor.

Mit Harriet DuBois Bache hatte George Mifflin Bache, Jr. drei Kinder. Louisa Franklin Bache ( 22. März 1888 in Washington DC – 31. Juli 1948 in New Rochelle, Westchester County, New York ), Harriet Patterson Bache ( 31. Dezember 1889 in Binghampton, Broome County, New York – ? ) und Elizabeth DuBois Bache ( 30. April 1891 in Washington DC – August 1968 in New Rochelle, Westchester County, New York ).


USS BACHE ( DD-470 )

Schiffsbiografie

Die USS BACHE ( DD-470 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Commander George Mifflin Bache, Jr. benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das dreizehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island , New York wurde am 19. November 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Louise Franklin Bache ( 22. März 1888 – 31. Juli 1948 ), Tochter von Commander George Mifflin Bache, Jr., taufte am 7. Juli 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander John Newton Opie III. stellte am 14. November 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Gleich nach der Indienststellung zog man die USS BACHE für einen Geleitdienst heran. Es sollte ein Schiffskonvoi bis nach Halifax, Nova Scotia eskortiert werden. Anschließend fuhr der Zerstörer in die Brooklyn Naval Shipyard in New York und wurde dort für Restarbeiten eingedockt. Nach der daran anschließenden Erprobungsfahrt wechselte die USS BACHE in den Marinestützpunkt Norfolk, Virginia. Diesen verließ der Zerstörer am 6. Februar 1943 und eskortierte den britischen Flugzeugträger HMS VICTORIUS ( R38 ). Nach der Durchquerung des Panamakanals und dem Zwischenstopp in San Diego, Kalifornien, erreichten beide Kriegsschiffe am 4. März die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Für die Mannschaft des Zerstörers blieben nur sechs Tage für Übungen, denn schon am 10. März verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und fuhr zu den Aleuten. Hier patrouillierte die USS BACHE vor der Insel Adak. Dort gab es die noch intakte amerikanische Basis in der Kuluk Bay. Außerdem eskortierte der Zerstörer immer wieder Versorgungsschiffe zu der Basis und wieder in Richtung der US Westküste. Dann gliederte man die USS BACHE in die Task Group 16.21 ein, die Rear Admiral Robert Carlisle Giffen ( 29. Juni 1886 in West Chester, Pennsylvania – 10. Dezember 1962 in Annapolis, Maryland ) befehligte. In dieser TG befanden sich die Schweren Kreuzer USS WICHITA ( CA-45 ), USS SAN FRANCISCO ( CA-38 ) und IUSS LOUISVILLE ( CA-28 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE ( CL-60 ) sowie die Zerstörer USS BACHE, USS AYLWIN ( DD-355 ), USS HUGHES ( DD-410 ), USS MORRIS ( DD-417 ) und USS MUSTIN ( DD-413 ). Diese Schiffe verließen am 21. Juli Adak und fuhren zu der Insel Kiska. Hier bombardierten sie am folgenden Tag feindliche Stellungen und kehrten anschließend nach Adak zurück. Von hier aus begann die USS BACHE wieder mit den Patrouillen- und Eskortierfahrten. Dann versetzte man den Zerstörer in die Task Group 16.17, die Rear Admiral Howard Fithrian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) befehligte. Diese Task Group 16.17 gehörte zur Task Force 16, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) kommandierte. In dieser TG 16.17 befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE ( DD-471 ), USS ABNER READ ( DD-526 ), USS BROWNSON ( DD-518 ), USS PHELPS ( DD-360 ), und USS HUTCHINS ( DD-476 ). Diese Schiffe waren aber entweder schon bei den Aleuten oder in Pearl Harbor oder an der kalifornischen Küste. Zur Vorbereitung der Landung auf Kiska, Aleuten, hatten die Schiffe der Task Group 16.6 ab dem 2. August für zwei Tage lang feindliche Stellungen zu beschießen begonnen. Am 10. August erreichten alle anderen Schiffe der TG 16.17 von Pearl Harbor kommend Adak, Aleuten. Sie hatten Truppentransporter mit amerikanischen und kanadischen Soldaten dorthin eskortiert. Man begann sich auf Adak auf die Eroberung von Kiska vorzubereiten. Am 12. August bombardierten die Schiffe der TG 16.6 nochmals feindliche Stellungen auf Kiska. Der Schiffsverband der TG 16.17 legte am 14. August in Adak wieder ab und beteiligte sich zuerst bei der Sicherung von 20 Transportschiffen, 42 Landungsschiffen und Landungsbooten sowie 20 Hilfsfahrzeugen. Insgesamt 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten standen für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska bereit. Die Schiffe der TG 16.17 begannen am 15. August mit dem Bombardement auf vermeintliche feindliche Stellungen. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten von den Amerikanern unbemerkt evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckt, sind drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Die USS BACHE nahm nun wieder ihre Patrouillen- und Eskortierfahrten auf. Nach und nach verließen einige Schiffe der TG 16.17 die Aleuten und wurden für andere Aufgaben verwendet. Die USS BACHE verließ Anfang Dezember Adak und fuhr zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Hier musste sich der Zerstörer einer ersten kurzen Überholung unterziehen. Hier bunkerte man außerdem auf dem Kriegsschiff frischen Treibstoff und andere Vorräte. Am Morgen des 9. Dezember legte das Kriegsschiff schon wieder ab. Ziel war das Atoll Funafuti, Ellice Island. Dieses wurde am 15. Dezember erreicht. Man bunkerte erneut Treibstoff und setzte am folgenden Tag die Fahrt fort. Ziel war diesmal die Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Hier legte die USS BACHE am Morgen des 19. Dezember an. Man bunkerte Munition, Treibstoff und andere Vorräte. Der Zerstörer legte am Nachmittag wieder ab. Das nächste Ziel war die Milne Bay, Neuguinea. Diese erreichte der Zerstörer am 23. Dezember. Sofort integrierte man das Kriegsschiff in die Task Force 74, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley ( 2. November 1893 in Chelsea, London, England – 24. Januar 1986 in Nettlecombe, Dorset, England ) während der Operation „Dexterity“ befehligte. Innerhalb dieser TF befand sich die USS BACHE in der Task Group 74.1. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS NASHVILLE ( CL-43 ) und USS PHOENIX ( CL-46 ) und die beiden Zerstörer USS BACHE und USS BUSH ( DD-529 ). Am 24. Dezember verließen alle Schiffe der Task Force 74 die Milne Bay und fuhren an die Westküste der Insel New Britain, Neuguinea. Hier sollten zwei Tage später die Landungen alliierter Soldaten am Cape Gloucester erfolgen. Die USS BACHE und die anderen Schiffe der Task Group begannen sofort mit dem Bombardement feindlicher Stellungen im Anlandungsgebiet von Yellow Beach. Die anderen Kriegsschiffe der TF waren zur Sicherung der Landungsschiffe und zur Luft- und Unterwasserüberwachung abgestellt worden. Die Schiffe der TF 74 verließen am 28. Dezember das Cape Gloucester und fuhren nach Buna, Cape Sudest, Neuguinea in der Holnicote Bay. Hier bunkerte sie Kraftstoff und Munition. Die USS BACHE versetzte man nun in die Task Group 76.1, die Rear Admiral Victor Charles Crutchley während der Operation „Michaelmas“ befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, die australischen Zerstörern HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) sowie die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS NASHVILLE und die Zerstörer USS BACHE, USS BUSH, USS MULLANY, USS DALY, USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HELM ( DD-388 ). Der Schnelle Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ) stieß am selben Tag von Goodenough Island, New Britain kommend zu diesen Schiffen. Am 1. Januar 1944 legten alle Schiffe der Task Force 76, die Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 in Portland, Oregon – 11. März 1969 in Bremerton, Washington ) befehligte, vor dem Cape Sudest ab. Diese Schiffe sollten die restlichen Schiffe der Task Force, die Zerstörer USS HUTCHINS ( DD-476 ), USS BEALE ( DD-471 ), USS MAHAN ( DD-364 ), USS FLUSSER ( DD-368 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS SMITH ( DD-378 ) und USS CONYNGHAM ( DD-371 ), die Schnellen Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), USS BROOKS ( APD-10 ), USS WARD ( APD-16 ) und USS GILMER ( APD-11 ), zwei Panzerlandungsschiffe und mehrere Infanterielandungsfahrzeuge auf denen sich 7.200 Soldaten des 126. RCT der 32. US Infanteriedivision befanden, unterstützen und decken. Am 1. Januar 1944 verließen diese Schiffe für die Operation das Cape Sudest und fuhren an der Küste Neuguineas westwärts bis Saidor. Hier gab es eine Landebahn der Japaner, die unbedingt in die Hände der Alliierten fallen musste. Da der für diese Flotte vorgegebene Zeitplan für die Operation sehr eng begrenzt war, die See kabbelig und der Wind auffrischte sowie der Angriffsbereich vor Saidor durch die Anzahl der Schiffe überlastet war, kam es zu einer Kollision zwischen der USS HUTCHINS und der USS SMITH. Beide Zerstörer erlitten dabei einigen Schaden. Die alliierten Truppen landeten am 2. Januar und begannen ihren eigenständigen Vormarsch. Die Schiffe der Task Force 76 kehrten anschließend zum Cape Sudest zurück. Die USS BACHE und andere Schiffe der TG 76.1 gliederten sich wieder in die Task Force 74 ein. Vom Cape Sudest aus patrouillierte der Zerstörer zusammen mit den anderen Schiffen der TF bis zum 7. Januar in der Vitiaz Straße. Am 8. Januar beteiligte sich der Zerstörer an dem Bombardement feindlicher Stellungen bei Sio, Neuguinea. Anschließend begann das Kriegsschiff mit Eskortier- und Patrouillenfahrten zwischen der Milne Bay, Cape Sudest, Cape Gloucester und Saidor. Die USS BACHE operierte dann vor dem Cape Sudest. Hier reihte man das Kriegsschiff in die Task Force 76 ein, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ kommandierte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS BUSH, USS AMMEN, USS DRAYTON, USS FLUSSER, USS SMITH, USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS SWANSON ( DD-443 ) und USS WILKES ( DD-441 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Zerstörer und Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Man unterzog die Mannschaften der Zerstörer und auch der anderen Schiffe der TF in der Nacht zum 28. Februar eines wichtigen taktischen Drills vor Cape Sudest. Zum Cape Sudest kehrten die Schiffe nach dem Drill nicht mehr zurück sondern fuhren zur Halbinsel Los Negros gleich weiter, welche zu den Admiralitätsinseln gehört. In einer ersten Welle landeten am 29. Februar im Port Hayne auf Los Negros die Soldaten des 5. Kavallerieregiments und bildeten einen Brückenkopf. Feuerunterstützung erhielten sie durch die Schiffe der Task Group 74.2. Am Abend ziehen sich die Schiffe zurück. Etwa 22:00 Uhr des 28. Februar begleitete die USS BACHE zusammen mit dem Zerstörer USS BEALE den Leichten Kreuzer USS NASVILLE aus der TF 75 zu einer Position nordöstlich von Manus Island vor Ndrilo Island, um von hier aus die Landungstruppen zu unterstützen. Um 7:40 Uhr eröffneten diese Schiffe das Feuer auf vermeintliche feindliche Stellungen und hielten es für 15 Minuten. Doch die ersten schnellen Erfolge der amerikanischen Landungstruppen machten den weiteren Beschuss von weiteren vorgegebenen Zielen überflüssig. Man konzentrierte sich nun auf Manus Island, der Hauptinsel der Admiralitätsinseln da der Seeadler Harbor ein günstiger und natürlicher Hafen war. Hier überwachte die USS BACHE am 2. März die Zerstörer und Minensucher bei der Beseitigung japanischer Seeminen und schoss auf feindliche Küstenbefestigungen. Zwei Tage später reihten sich die Schiffe der TF 74 und der TF 75 in einen Verband zusammen und beschossen japanische Stellungen auf Hauwei Island, Admiralitätsinseln. Hier hatte man feindliche Geschützstellungen ausgemacht. Dieser Beschuss wurde noch am 6. und 7. März wiederholt. Anschließend patrouillierte die USS BACHE in den Gewässern der Admiralitätsinseln. Die dazu auserkorene Patrouillenstation für diese Einsatzgruppe befand sich rund 55 km nördlich von Manus Island. Das Kriegsschiff blieb bis Ende März auf Station. Dann fuhr es in die Milne Bay zurück, wo es am 30. März anlegte. Hier wurde das Kriegsschiff für den nächsten Kampf vorbereitet. Das hieß, dass die USS BACHE am 10. April in der Hansa Bay feindliche Küstenziele beschoss. Die Japaner sollten so in dem Glauben belassen werden, dass die nächste Landeaktion bei Wewak und in der Hansa Bay anstehen würde. Nach diesem Beschuss fuhr das Kriegsschiff zum gesicherten Seeadler Harbour auf Manus Island. Hier gliederte man die USS BACHE in die Task Force 77 ein, die Rear Admiral Daniel Edward Barbey während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ kommandierte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS REID ( DD-369 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SIGSBEE ( DD-502), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS DASHIELL ( DD-659 ) und sechs weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS LOVELACE ( DE-198 ), USS MANNING ( DE-199 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS, USS NOA, USS GILMER und zwei weitere, der Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-18 ), das Docklandungsschiff USS GUNSTON HULL ( LSD-5 ), neunzehn Truppentransportschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge und einundzwanzig Panzerlandungsschiffe. Am 18. April verließen die Schiffe der TF Cape Sudest und fuhren nach Hollandia, Niederländisch-Ostindien. Diese Bucht erreichte die Task Force am 22. April. Vorher waren die Schiffe der TG 77.1 bei Aitape, Neuguinea abgeschwenkt. Die Landeoperation bei Hollandia war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Durch die schnelle Besetzung und dem geringen Widerstand der den anlandenden Soldaten entgegenschlug, gliederte man noch am 22. April die Task Force 77 um. Man versetzte die USS BACHE in die Task Force 75, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS NASHVILLE und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS BUSH und USS ABNER READ ( DD-526 ). Diese neun Kriegsschiffe eskortierten die Schiffe der TG 77.3 bis in die Humboldt Bay. Dazu trennten sie sich am 21. April um Mitternacht von der Hauptangriffsgruppe und erreichten um 22:00 Uhr ihr vorgegebenes Ziel. Am folgenden Morgen gegen 6:00 Uhr begann das Bombardement der Kriegsschiffe für 15 Minuten auf japanische Küstenbefestigungen. Dadurch wurden auch hier die japanischen Verteidiger überrascht und schnell aus ihren Verteidigungsanlagen vertrieben. Die dann an Land stürmenden Truppen trafen auf fast keinen Widerstand. Die USS BACHE verließ dann die Humboldt Bay und fuhr zum Seeadler Harbour auf Manus Island. Hier füllte man alle Treibstoff-, Munitions- und Proviantbunker. Anschließend kehrte der Zerstörer in die Humboldt Bay zurück. Hier wurde die mitgebrachte Munition an die anderen Zerstörer der TF 75 verteilt, da man ein neues Aufgabengebiet erhalten hatte. Durch das schnelle Einnehmen der japanischen Stellungen in der Humboldt Bay wandten sich nun die neun Kriegsschiffe der TF 75 zu den Inseln Wakde und Sarmi Island. Hier beschossen sie am 29. und 30. April feindliche Stellungen und den dortigen Flugplatz. Gleich im Anschluss daran begannen die Schiffe in diesen Gewässern zu patrouillieren um das Anlanden japanischer Schiffe mit Nachschub zu verhindern, sicherten die eigenen Versorgungsschiffe und übernahmen die Luft- und Sonarüberwachung bis kurz vor Mitte Mai für die dort anwesenden Flugzeugträger, deren Flugzeuge die Landungstruppen noch tief im Landesinnern unterstützten. Dann verließ die USS BACHE zusammen mit den Schiffen der TF 75 die Gewässer von Neuguinea und fuhr zum Seeadler Harbour. Hier wurden wieder alle Bunker aufgefüllt und das Schiff auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Der Zerstörer blieb auch in den folgenden Tagen in der TF 75. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS BOISE, USS NASHVILLE und USS PHOENIX, die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS ROE, USS DALY, USS ABNER READ, USS WILKES ( DD-441 ), USS BALCH ( DD-363 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS WELLES ( DD-628 ) und USS STEVENSON ( DD-645 ), die Geleitzerstörer USS EICHENBERGER, USS MANNING, USS WHITHURST ( DE-634 ), USS NEUENDORF ( DE-200 ), USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und sowie der Schnelle Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ). Doch noch bevor der Einsatz für diese Schiffe begann, verließ die USS BACHE zusammen mit der USS ABNER READ und der USS BEALE den Seeadler Harbour, um eine Nebenmission in der Nähe der japanischen Basis auf Wewak, Neuguinea zu leiten. Dort befanden sich japanische Küstenbatterien die das Anlanden von PT-Booten, welche ihre Basis bei Aitape hatten, behinderten. Am 9. Mai verließen diese drei Zerstörer Manus Island und fuhren nach Aitape. Hier übernahmen sie am 11. Mai vier PT-Bootsoffiziere an Bord. Zusammen mit diesen wurden die Ziele auf Wewak lokalisiert, die während einer Landung der PT-Boote Widerstand hätten leisten können. Daher begannen die drei Zerstörer am 12. Mai mit dem Bombardement eben dieser Ziele und brachten die vier PT-Bootsoffiziere anschließend wieder nach Aitape zurück. Die PT-Boote konnten nun selbständig ohne Feuerunterstützung mit dem Angriff auf Wewak beginnen. Die USS BACHE fuhr zusammen mit der USS BEALE und USS ABNER READ wieder zum Seeadler Harbour. Hier ergänzte man noch am selben Tag auf den Zerstörern die Vorräte an Proviant, Munition und Treibstoff und legte wieder ab. Am 15. Mai verließen die Schiffe der TF 75 den Hafen von Manus Island und erreichten zwei Tage später das Seegebiet um Wakde. Bis zum 25. Mai blieb die USS BACHE, bis auf den Zeitraum vom 18. bis zum 21. Mai, wo der Zerstörer in der Humboldt Bay war, mit den anderen Schiffen dort zur Unterstützung bis die Insel von den 7.000 amerikanischen Soldaten der 163. RCT der 41. Infanteriedivision eingenommen worden war. Die USS BEALE hatte die Aufgabe erhalten, feindliche U-Boote von der Invasionsflotte fern zu halten und japanische Küstenbefestigungen zu beschießen. Außerdem waren mehrere Zerstörer auf der erfolglosen Suche nach japanischen Versorgungsschiffen, von denen mehrere amerikanische Flugzeugbesatzungen berichtet hatten, die sich in der Nähe von Sarmi befanden. Gleich nachdem große Teile der Soldaten der 41 Infanteriedivision auf Wakde nicht mehr benötigt wurden, während die anderen ins Landesinnere vorstießen, da man es nun nur noch ausschließlich mit feindlichen Bodentruppen zu tun hatte, nahmen diese ihren Platz auf den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS WARD, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) wieder ein. Zusammen mit den Sicherungsschiffen aus der Task Force 74 und 75 legten diese wieder ab und verließen die Humboldt Bay. Sie wechselten zur indonesischen Insel Biak, wo die Operation „Horliek“ beginnen sollte. Dafür verließ die USS BACHE zusammen mit anderen Schiffen die Gewässer um die Inseln Wakde und Sarmi und eskortierten die Schnellen Truppentransporter ab dem 24. Mai in die Humboldt Bay. Die Invasion dieser Insel begann am 27. Mai und wurde von Rear Admiral William Morrow Fechteler kommandiert. Die Infanteriesoldaten befehligte Major General Horace H. Fuller ( 10. August 1886 in Fort Meade, South Dakota – 18. September 1966 ). Die Japaner änderten während der Invasion der Alliierten ihre Entscheidung Biak und den sich dort aufhaltenden japanischen Soldaten sich selbst zu überlassen. Daher starteten sie zum Entsatz der japanischen Verteidiger auf der Insel die Operation „Kon“. Die USS BACHE verließ am 31. Mai zusammen mit den Schiffen der TF 75 wieder die Insel Biak und fuhr in die Humboldt Bay. Hier wurden die Treibstoff- und Munitionsbunker in Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe aufgefüllt. Ein japanischer Flottenverband war dagegen losgeschickt worden um die Garnison auf Biak zu verstärken. Dieser wird aber durch amerikanische Luftaufklärung am 3. Juni gesichtet und kehrte daraufhin um. Das war das Zeichen für Rear Admiral William Morrow Fechteler all seine Kräfte zusammenzuziehen und einen weiteren Vorstoß der Japaner zu vereiteln. Daher kehrte die USS BACHE zusammen mit den Schiffen der TF 75 am 4. Juni nach Biak zurück. Die Japaner starteten kurz darauf einen zweiten Versuch, um die Garnison auf Biak zu verstärken. Die japanischen Zerstörer SHIKNAMI, URANAMI und SHIGURE sollen 600 Mann auf Lastkähnen nach Biak bringen. Gesichert wurden die drei Schiffe durch die Zerstörer HARUSAME, SHIRATSUYU und SAMIDARE sowie der Kreuzer AOBA und KINU von Vogelkop, Neuguinea aus. Die amerikanische Luftaufklärung erfasste den japanischen Verband und man entsandte am 4. Juni unter dem Kommando von Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley den alliierten Verband, der aus dem australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ), den amerikanischen Leichten Kreuzern USS PHOENIX und USS BOISE sowie den amerikanischen Zerstörern USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS WELLES, USS MULLANY, USS TRATHEN, USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS JENKINS, ( DD-471 ) und USS LA VALETTE ( DD-448 ) und die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) bestand. Am Abend des 4. Juni griffen japanische Bomber die alliierten Schiffe an. Die Amerikanischen wie auch die Australischen Schiffe fuhren da auf eine Position im Nordosten von Biak und schnitten den japanischen Schiffen den Weg ab. B-25 Bomber der US Air Force unterstützen die sich entwickelnden Kämpfe und versenkten in den ersten Minuten des 8. Juni den japanischen Zerstörer HARUSAME und beschädigen die SHIRATSUYU und SHIKINAME. Daraufhin kappte man die Leinen der Lastkähne, startete Torpedos und der japanische Verband kehrte wieder um und flüchtete mit hohem Tempo. Die amerikanischen Zerstörer versuchten den feindlichen Verband einzuholen. Während der sich nun entwickelnden Kämpfe wird die SHIGURE beschädigt, kann aber entkommen. Die Jagd der amerikanischen Zerstörer wurde daraufhin um 2:30 Uhr abgebrochen und die Schiffe kehrten ins Kampfgebiet bei Biak in der Humboldt Bay zurück. Von hier aus wechselte die USS BACHE zum Seeadler Harbour. So befinden sich in dieser jetzt die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS PHOENIX und die Zerstörer und die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS LA VALETTE, USS JENKINS, USS FLETCHER, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS ROE, USS WELLES, USS WILKES, USS REID ( DD-369 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-560 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS SWANSON ( DD-443 ). Die Schiffe dieser TF unterstützten zusammen mit der TF 74 die Schiffe der Task Force 77, der US VII. Amphibischen Force, Kommandant Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ), die am 2. Juli 1944 7.100 Mann des 168. Infanterieregiments auf der Insel Noemfoor, Neuguinea landen sollte. Diese Insel Noemfoor war von den Japanern relativ gut verteidigt, erfüllte aber alle Anforderungen mit einem Flugplatz der am westlichsten während der weiteren Neuguinea Kampagne gelegen war. Die Schiffe der TF 75 erreichten am Morgen des 2. Juli die Invasionsstrände von Kamiri an der Nordwestküste von Noemfoor Island. Hier begannen sie ein Bombardement gegen jegliche feindlichen Ziele in Küstennähe. Die dann folgenden Landungstruppen hatten kaum noch feindlichen Widerstand zu brechen. Auch wurden nach diesem Bombardement die Schiffe der TF 75 für weitere Unterstützung nicht benötigt. Daher verließ die USS BACHE zusammen mit den Schiffen der TF 75 noch am selben Tag wieder Noemfoor Island und fuhr in die Humboldt Bay. Diese erreichten die Schiffe am 3. Juli. Es konnten hier Instandhaltungs- und Überholungsarbeiten ausgeführt werden. Man versetzte die USS BACHE im Anschluss daran in die Task Force 74, die von dem australischen Commodore Sir John Augustine Collins ( 7. Januar 1899 in Deloraine bei Westbury, Australien – 3. September 1989 in Australien ) kommandiert wurde. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, sowie die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und HMAS WARAMUNGA sowie die amerikanischen Zerstörer USS BACHE, USS AMMEN und ab dem 16. Juli die USS BEALE und USS HUTCHINS. Am 14. Juli wechselte diese Kriegsschiffe nach Aitape. Die Japaner versuchten von der Enklave Wewak aus mit Lastwagen die Straßensperren in Richtung Aitape zu durchbrechen. Solche Versuche wurden mit gezieltem Granatfeuer unterbunden. Während dieser Kämpfe, die bis zum 26. Juli andauerten, konnte eine japanische Küstenbatterie am 15. Juli das US Schnellboot USS PT-133 versenken. Anschließend blieben die Kriegsschiffe noch in den dortigen Gewässern für weitere zehn Tage und operierte zusammen mit amerikanischen U-Boot-Jägern um die japanische Kommunikation zu stören. Anschließend fuhr die USS BACHE zum Seeadler Harbour. Diesen verließ der Zerstörer am 8. August und fuhr nach Sydney, Australien. Auf dem Weg dorthin legte das Kriegsschiff am 10. August eine Zwischenstation in der Milne Bay ein und erreichte drei Tage später den australischen Hafen. Hier erhielt die Besatzung eine dreitägige Erholungspause. Danach begann eine Überholung der USS BACHE im Trockendock, die bis zum Ende des Monats andauerte. Dann verließ der Zerstörer wieder Sydney und fuhr zur Milne Bay, wo der Zerstörer am 30. August anlegte. Nach dem Befüllen der Treibstoffbunker legte das Kriegsschiff wieder ab und fuhr zum Seeadler Harbour. Hier legte das Kriegsschiff einen Tag später an. Man füllte alle Magazine mit Proviant und Munition sowie die Treibstoffbunker auf. Gleich danach verließ die USS BACHE wieder den Seeadler Harbour und fuhr in die Humboldt Bay. Dort bereitete man den Zerstörer auf die Operation „Trade Wind“ zur Eroberung von Morotai, Molukken, einem wichtigen Sprungbrett zu den Philippinen, vor. Dazu verlegte man das Schiff in die Task Group 75.1. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und USS NASHVILLE sowie die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS ABNER READ und USS BUSH. Diese Kampfgruppe war zusammen mit den Schiffen der TG 75.2 zur Beschießung der Landezone und japanischer Küstenbefestigungen vorgesehen die am 12. September erfolgte. Gleich danach fuhr die USS BEALE den Schiffen der Task Force 77 entgegen und übernahm dort die Sicherung der Landungsschiffe. Am 10. September hatten diese Schiffe der TF 77 von ihren Stützpunkten in Aitape, Wakde und Hollandia abgelegt und erreichten fünf Tage später mit den Truppen der 31. Infanteriedivision und dem 126. RCT das Anlandungsgebiet vor Cape Gila. Dieser Landungsverband bestand aus zwei Gruppen, der „White“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral Daniel Edward Barbey als Oberkommandierender des Unternehmens auf dem Führungsschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und der „Red“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral William Morrow Fechteler an Bord des Zerstörers USS HUGHES ( DD-410 ). Zur Landungsflotte gehören die beiden australischen amphibischen Truppentransporter HMAS KANIMBLA ( C78 ) und HMAS MANOORA ( F48 ), die amerikanischen Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS HERBERT, USS CROSBY, USS WARD und USS SCHLEY ( APD-14 ), 45 Panzerlandungsschiffe, 24 Infanterielandungsfahrzeuge, 20 Panzerlandungsboote und dem Docklandungsschiffes USS CARTER HALL ( LSD-3 ). Gesichert wurden diese Schiffe durch die Zerstörer USS HUTCHINS, USS HUGHES, USS FLETCHER, USS DALY, USS ABNER READ, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ), USS JENKINS, USS STEVENS ( DD-479 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), 4 Fregatten, 6 Patrouillenboote, 2 Hochseeschlepper und 4 Minensucher. Die Landung auf Morotai begann am 15. September. Die USS BACHE reihte sich zusammen mit der USS BEALE und USS BUSH in die Task Group 77.2 ein. Diese Schiffe trennten sich von der Hauptgruppe und passierten die Meerenge zwischen Morotai und Halmahera. Der Grund dafür war Galela Island. Hier sollte sich ein japanischer Stützpunkt befinden. Eine Stunde lang wurde diese Insel beschossen ohne das eine Antwort einer feindlichen Küstenbatterie erfolgte. Daraufhin brachen die alliierten Schiffe das Bombardement ein und fuhren nach Morotai zurück. Hier sollten sie sämtliche japanische Küstenbefestigungen unter Beschuss nehmen. Doch ihre Geschütze blieben stumm. Der abwesende Feind hatte sich ins Landesinnere zurückgezogen und erlaubte den alliierten Angriffstruppen ihre festgelegten D-Day Ziele unbehelligt einzunehmen. Da die USS BACHE nun nicht mehr zur Unterstützung der Landungstruppen benötigt wurde, zog sich der Zerstörer von Morotai zurück und reihte sich am 18. September in der Nähe von Mios Woendi Island bei Biak Island in die Task Group 77.1, zur Sicherung der Geleitflugzeugträger, ein. Hier verbrachte die USS BACHE zwei Wochen mit Trainingsübungen. Diese wurden ab dem 5. Oktober durch Reparaturen im Seeadler Harbour unterbrochen. Am 13. Oktober lag der Zerstörer wieder in der Humboldt Bay. Dort bereitete man die USS BACHE auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Man versetzte den Zerstörer in die Task Group 77.3 die Rear Admiral Russell Standon Berkey befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE, die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und WARRAMUNGA sowie die amerikanischen Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS AMMEN, USS DALY, USS BUSH, USS STEMBEL ( DD-644 ) und USS KILLEN ( DD-593 ). Diese Schiffe waren als Deckungsgruppe für drei Trägerkampfgruppen eingesetzt. Unter massiver Luftsicherung durch Flugzeuge aller Trägergruppen läuft eine gewaltige Landungsflotte in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober in den Leyte Golf ein. Sofort beginnen die Landungen bei Tacloban in der San Pedro Bay. Feuerunterstützung erhalten die Landungsschiffe durch die Schlachtschiffe aus der Task Force 78 und den Schiffen der Task Group 77.3. Um 9:00 Uhr eröffneten diese Schiffe das Feuer auf die Zielgebiete im Anlandungsbereich. Genau eine halbe Stunde später begannen sich die Landungsfahrzeuge in Richtung Strand zu bewegen, da verlagerten die Schiffe der TG 77.3 ihr Feuer auf das Landesinnere. Vier Tage lang blieben die Kriegsschiffe in dieser Bucht und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Landungstruppen wann immer sie es verlangten. In diesen Tagen mussten sich die alliierten Schiffe massiven feindlichen Luftangriffe erwehren. Dies führte zu mehreren Ausfällen. So traf am 20. Juli ein japanischer Torpedobomber den Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ) was ihn zu einer Fahrt an die US Westküste für Reparaturarbeiten zwang. Am folgenden Tag feuerten die Luftabwehrgeschützmannschaften auf der USS BACHE wieder auf japanische Flugzeuge. Eines davon konnte aber nicht rechtzeitig abgeschossen werden und raste in die HMAS AUSTRALIA. Auch am 22. Oktober nahmen die feindlichen Luftangriffe kein Ende. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich für die alliierte Flotte eine weitere Gefahr am Horizont ab. Durch den massiven Angriff der Alliierten werden drei japanische Flotten in Richtung Leyte Golf geschickt. Diese sollen die philippinische Insel Leyte sichern und den Angriff abwehren. Am Mittag des 23. Oktober wurden diese vagen Befürchtungen über eine Bedrohung der amphibischen Einheiten im Golf von Leyte zur Gewissheit. Mehrere amerikanische U-Boote und Flugzeuge hatten von mindestens drei verschiedenen Flotten berichtet. Dadurch wurden am folgenden Nachmittag die Sicherungsgruppen der amerikanischen 7. Flotte umgruppiert. Rear Admiral Berkey erhielt den Auftrag die rechte Flanke zu sichern. Dafür erhielt er den australischen Schweren Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die beiden amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE, den australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS KILLEN, USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) zur Verfügung gestellt. Diesen Schiffen gegenüber steht die japanische Südgruppe, befehligt von Vizeadmiral Shōji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ), in der sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, dem Kreuzer MOGAMI und den Zerstörern MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE befanden und sich mit der von Norden her kommenden 2. Kampfgruppe, befehligt von Kiyohide Shima ( 5. Februar 1890 – 7. November 1973 ), in der sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUSHI, WAKABA, HASUSHIMO und HATSUSHARU in der Sulu See vereinigen sollte. Diese beiden Kampfgruppen wurden am Morgen des 24. Oktober durch die amerikanische Luftaufklärung erfasst. Im Südzugang der Surigao Straße, der Passage zwischen den Inseln Leyte und Dinagat, werden die Schiffe der Nishimura Gruppe durch amerikanische Zerstörer nacheinander gestellt. Kurz vor 3:30 Uhr des 25. Oktober nahm die USS BACHE am ersten Torpedoangriff der amerikanischen Zerstörer auf die vorrückenden japanischen Schiffe von Vizeadmiral Shōji Nishimura teil. So versenkte die USS BACHE zusammen mit der USS DALY und USS HUTCHINS den japanischen Zerstörer MICHISHIO und treffen das Schlachtschiff FUSO mit Torpedos, so dass dieses später ebenfalls sinkt und etwa 1.400 Besatzungsmitglieder mit untergehen. Die USS BEALE wurde am rechten Flügel vor der Frontlinie eingesetzt und nahm am zweiten Torpedoangriff teil, aber diese Zerstörer können keine Treffer erzielen. Die USS REMEY, USS McGOWAN und USS MELVIN landeten anschließend einen weiteren Torpedotreffer auf der FUSO und die USS MONSSEN und USS McDERMUT mehrere Torpedotreffer auf dem Schlachtschiff YAMAGUMO, welches kurz darauf sinkt, und auf den Zerstörern MICHISHIO und ASAGUMO. Die MICHISHIO ist Bewegungsunfähig und bei der ASAGUMO wurde der Bug abgerissen und musste das Kampfgeschehen augenblicklich verlassen, wurde aber später durch Artilleriefeuer versenkt. Die USS BACHE und ihre Schwesterschiffe zogen sich dann nach dem Torpedoangriff zurück, um den Kreuzern und Schlachtschiffen ein freies Schussfeld zu geben. Nachdem dann die Zerstörer der linken Flanke den dritten Torpedoangriff ausgeführt und sich danach zurückgezogen hatten, konnten die Geschützmannschaften der Kreuzer und Schlachtschiffe die Zerstörung fortsetzen, die die Zerstörer so geschickt eingeleitet hatten. Deshalb lässt Vizeadmiral Shima seine Kampfgruppe augenblicklich während der Kampfhandlungen beidrehen und flüchten um wenigstens einige wenige Kriegsschiffe zu retten. Dadurch kam die USS BACHE und deren Schwesterschiffe, die keine Torpedos mehr an Bord hatten, nicht in die Verlegenheit gegen diese feindlichen Schiffe kämpfen zu müssen. Von Vizeadmiral Nishimuras Flotte kann nur der Zerstörer SHIGURE unbeschädigt entkommen, alle anderen Schiffe wurden während der Schlacht oder später durch Flugzeuge versenkt. Nach dieser Schlacht kehrten alle Alliierten Schiffe zu ihren Einheiten zurück. Das Ausmaß des amerikanischen Sieges nahm noch zu, nachdem die Nachrichten von den Erfolgen der amerikanischen Flotten nördlich von Samar und vor Cape Engano bekannt wurden. Die USS BACHE blieb bis zum 29. Oktober in den Gewässern der San Pedro Bay und sicherte die dort operierenden amerikanischen Kriegsschiffe vor feindlichen U-Booten und Luftangriffen. Das Kriegsschiff verließ an diesem 29. Oktober die Philippinen und fuhr ostwärts. Man eskortierte einen Schiffskonvoi bis zu den Palau Inseln. Diese wurden am 31. Oktober erreicht. Umgehend verließ der Zerstörer dann wieder die Inseln und fuhr zum Atoll Ulithi, Karolinen weiter. Dieses erreichte das Kriegsschiff am folgenden Tag. Von hier aus übernahm der Zerstörer eine Eskorte über Versorgungsschiffe bis nach Pearl Harbor. Die Fahrt begann am 5. November und die amerikanische Marinebasis war nach elf Tagen erreicht. Die Freude unter der Besatzung des Zerstörers war anschließend grenzenlos, nachdem man erfahren hatte, dass die weitere Fahrt an die US Westküste ging. Am 18. November legte die USS BACHE in Pearl Harbor ab und fuhr nach Seattle, Washington in die Puget Sound Naval Shipyard. In die Werft lief der Zerstörer am 26. November ein und noch am selben Tag begann eine umfangreiche Überholung. Diese Arbeiten waren nach der erfolgreichen Erprobungsfahrt nach San Diego am 22. Januar 1945 abgeschlossen. Am folgenden Tag verließ die USS BACHE San Diego und eskortierte einen Schiffsverband bis nach Pearl Harbor. Hier blieb der Zerstörer bis zum 11. Februar und beteiligte sich an mehreren Übungen. Am 11. Februar stach das Kriegsschiff wieder in See und eskortierte einen Schiffsverband bis zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Dieses Atoll erreichten die Schiffe am 20. Februar. Hier bunkerte man für die USS BACHE frischen Treibstoff und Munition. Gleichzeitig integrierte man das Kriegsschiff in die 5. US Flotte ein. Am folgenden Tag legte der Zerstörer ab und fuhr über Saipan, Nördliche Marianen, wo er am 25. Februar einen Zwischenstopp einlegte, nach Iwo Jima. Diese Insel erreichte das Kriegsschiff am 28. Februar. Da lief die Operation „Detachment“ schon seit neun Tagen. Die USS BACHE setzte man vor Iwo Jima bis zum 6. März als Radarvorposten ein, um die amerikanischen Kriegsschiffe rechtzeitig vor anfliegenden japanischen Flugzeugen zu warnen. Dann am 6. März verließ der Zerstörer Iwo Jima und eskortierte einen Schiffsverband bis nach Saipan. Diese Insel erreichten die Schiffe drei Tage später. Man übergab den Schiffen frischen Treibstoff. Gleich am nächsten Tag legte die USS BACHE wieder ab und eskortierte den Schiffsverband bis nach Guam, Nördliche Marianen. Diese Insel erreichten die Schiffe am 11. März. Der Zerstörer verließ am folgenden Tag Guam und fuhr zum Atoll Ulithi. Vor diesem Atoll ankerte das Kriegsschiff schon am 13. März. Hier übernahm man erneut frischen Treibstoff. Gleich nach Abschluss dieser Arbeiten verließ der Zerstörer noch am selben Tag wieder das Atoll und eskortierte drei Liberty Schiffe bis in die San Pedro Bay, Leyte. In diese Bay fuhren die Schiffe am 15. März ein. Hier reihte man den auf Reede liegenden Zerstörer gleich in die Task Force 55 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 in Williamsburg, Virginia – 6. März 1978 in Scottsdale, Arizona ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS BUSH, USS MULLANY, USS AMMEN, USS ROOKS ( DD-804 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ) und USS PUTNAM ( DD-757 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss mehrerer Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor. Dann legten sie am 27. März im Leyte Gulf ab. Unterwegs hatten die Schiffe der TG 55.6 die langsameren Staffeln auf dem Weg nach Okinawa eingeholt. Am frühen Morgen des 1. April befanden sie sich auf ihren Angriffspositionen. Dann wenige Stunden später begann das Bombardement gegen feindliche Küstenbatterien damit die Soldaten des 24. Armeekorps und die Marineinfanteristen der 3. Amphibious Group an den Stränden der Westküste beidseits des Bisha Rivers ihren Brückenkopf einrichten und ins Landesinnere vorrücken konnten. Die Gegenwehr der Japaner war in den ersten fünf Tagen sehr schwach. Die vermeintliche Ruhe war mit dem Beginn des sechsten Tages an Land wie auch auf See vorbei. Alle Flakbesatzungen auf den Kriegsschiffen hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden Kamikazepiloten abzuwehren. Viele davon konnten abgeschossen oder abgewehrt werden, aber einige schafften ihre Mission und stürzten sich auf die amerikanischen Schiffe. Doch diese Situation erlebte man noch nicht auf der USS BACHE. Der Zerstörer hatte am 5. April Okinawa verlassen und nach Guam gefahren. Diese Insel erreichte das Kriegsschiff drei Tage später. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 11. April und eskortierte ab diesem Tage einen Schiffskonvoi zur Versorgung der angelandeten Soldaten nach Okinawa. Das Anlandungsgebiet erreichten die Schiffe am 22. April. Sofort wechselte die USS BACHE zur Task Force 51 und übernahm die Radarvorpostenwarnstation Nummer 14. In den folgenden Wochen vor den Ryukyu Inseln bestand für den Zerstörer die Hauptaufgabe darin die Radarvorpostenstation zu sichern und die amerikanischen Schiffe vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu informieren, da sich eben diese Schiffe jeden Abend in sichere Gewässer, die in einiger Entfernung von der Küste Okinawas lagen, zurückzogen. Die verzweifelte Lufttaktik, die die Japaner als Reaktion auf den Angriff auf Okinawa begonnen hatten, machte die Anti-Kriegsführung bei den amerikanischen Schiffen zur vorherrschenden Form des Kampfes. Auf der RP Station Nummer 14 blieb der Zerstörer bis zum 30. April. Dann wechselte er am 1. Mai auf die RP Station Nummer 9. Der Radarvorposten Nummer 10, der westlich von Kumejima lag, gehörte der Zerstörer USS LITTLE ( DD-803 ), der Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD ( DM-34 ), das Mittlere Landungsschiff mit Raketen USS LSM(R)-195 und das Unterstützungs- Infanterielandungsfahrzeug USS LCSL-25. Bis zum 3. Mai war das Flugwetter nicht sehr ideal, so dass es sehr wenige Angriffe japanischer Kamikaze Piloten gab. Aber am Nachmittag des 3. Mai klarte das Wetter auf. Sofort waren mehrere feindliche Flugzeuge am Himmel. Während der beginnenden Abenddämmerung um 18:13 Uhr nahm man auf dem Radar der Schiffe der RP Nummer 10 in einer Entfernung von 27 Meilen mehrere anfliegende Punkt wahr. 18 bis 24 Flugzeuge stürzten sich aus den Wolken kommend auf die vier Schiffe. Es gab sofort Gefechtsalarm und die Mannschaften besetzten ihre Geschütze. Die USS AARON WARD konnte die ersten beiden Flugzeuge abschießen, aber ein drittes stürzte dann um 18:41 Uhr auf den Zerstörer und Minenleger. Einen Augenblick später schlug auf der USS LITTLE auf der Backbordseite ein japanisches Flugzeug ein. Innerhalb von vier Minuten stürzten sich weitere drei auf den Zerstörer. Dabei wurde die Schiffshaut aufgerissen und die Maschinenräume überflutet. Außerdem brach der Kiel. Um 19:55 Uhr brach der Zerstörer langsam in zwei Teile auseinander. Von den 329 Besatzungsmitgliedern fanden während der Kämpfe dreißig den Tod und siebenundzwanzig wurden zum Teil schwer verletzt. Auch das USS LMS(R)–195 wurde durch einen Kamikazepiloten versenkt. Der USS LCSL-25 wurde der Mast durch ein Flugzeug abgerissen. Der Zerstörer und Minenleger USS AARON WARD wurde ebenfalls schwer beschädigt, aber dessen Mannschaft konnte das bewegungsunfähige Schiff über Wasser halten. Die USS BACHE eilte nun den vier angegriffenen Schiffen der RP Station Nummer 10 zu Hilfe. Man konnte 74 Besatzungsmitglieder des USS LMS(R)–195 lebend retten. Auch den überlebenden Besatzungsmitgliedern der USS LITTLE eilte man zu Hilfe und konnte unzählige aus dem Wasser bergen. Während dieser Rettungsaktion geriet die US BACHE selber ins Visier der japanischen Kamikazepiloten. Eines dieser Flugzeuge griff aus einiger Entfernung an. Die Flakabwehrgeschützmannschaften konnten diese anfliegende Maschine mehrmals treffen, aber erst wenige Meter vor dem Kriegsschiff prallte das Flugzeug auf dem Wasser auf und beschädigte es leicht unterhalb der Wasserlinie. Gleich nachdem dann der letzte Überlebende der gesunkenen Schiffe aus dem Wasser gerettet worden war, kehrte die USS BACHE auf ihre eigene RP Station zurück. Diese übernahm nun das Schwesterschiff USS AMMEN. Die USS BACHE fuhr am folgenden Morgen zu den Kerama Retto Inseln. Zum einen um die Überlebenden von Bord zu bekommen und zum anderen sich einer Reparatur zu unterziehen. Doch noch während der Fahrt erschienen die nächsten Kamikazepiloten mit ihren Maschinen. Nur eines der feindlichen Flugzeuge stürzte sich auf den Zerstörer. Auch dieses Flugzeug wurde noch rechtzeitig mehrmals getroffen, aber es schlug unmittelbar neben der USS BACHE auf dem Wasser auf. Dadurch erlitt der Zerstörer weitere Beschädigungen. Nach Abschluss der Arbeiten kehrte das Kriegsschiff auf die RP Station Nummer 9 zurück. Am 13. Mai griffen wieder Kamikazepiloten die USS BACHE an. Mehrere von diesen Selbstmordpiloten konnten mit ihren Maschinen rechtzeitig abgeschossen werden, aber eines brach durch den Abwehrgürtel durch und schlug in den mittleren Aufbauten ein. Die mitgeführte Bombe des Flugzeugs explodierte rund zwei Meter über dem Deck. Das ausgebrochene Feuer konnte schon nach zwanzig Minuten unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings waren die Dampfkessel und der Strom ausgefallen. Bei diesem Angriff starben 41 Besatzungsmitglieder und 32 wurden zum Teil schwer verletzt. Den schwer beschädigten Zerstörer schleppte man zu den Kerama Retto Inseln. Hier begann die Mannschaft des Gefechtsreparaturschiffes USS NESTOR ( ARB-6 ) mit den ersten Reparaturarbeiten, die bis zum 27. Mai andauerten. Am 27. Mai verließ dann die USS BACHE die Kerama Retto Inseln und fuhr über Saipan, dort legte es am 2. Juni an, nach Guam. Diese Insel erreichte der Zerstörer am 3. Juni. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 9. Juni liegen. An diesem Tag stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zum Atoll Eniwetok weiter. In die Lagune dieses Atolls fuhr die USS BACHE am 12. Juni ein. Hier wurden die Treibstoffbunker aufgefüllt. Noch am selben Tag verließ der Zerstörer wieder das Atoll und fuhr zur Marinebasis Pearl Harbor. Nach dem bunkern von Treibstoff verließ das Kriegsschiff wieder diese amerikanische Marinebasis und fuhr über San Diego zum Panamakanal. Diesen durchquerte das Kriegsschiff in den ersten Tage des Juli. Nun wieder im Atlantik, fuhr der Zerstörer in die New York Naval Shipyard, in Brooklyn, New York. In dieser Werft bugsierte man am 13. Juli die USS BACHE ins Trockendock für die anstehenden Reparaturarbeiten. Nach Abschluss dieser Arbeiten, zwischenzeitlich war durch die bedingungslose Kapitulation Japans am 15. August der Zweite Weltkrieg im Pazifik beendet, blieb der Zerstörer noch in New York. US Präsident Harry S. Truman ( 8. Mai 1884 in Lamar, Missouri – 26. Dezember 1972 in Kansas City, Missouri ) hatte für den 27. Oktober 1945, dem Navy Day, eine Flottenparade anberaumt. Anwesend waren die Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ) und USS FRANKLIN D ROOSEVELT ( CV-42 ), die Leichten Flugzeugträger USS MONTEREY ( CVL-26 ) und USS CROATAN ( CVL-25 ), die Schlachtschiffe USS NEW YORK ( BB-34 ) und USS MISSOURI ( BB-63 ), die Schweren Kreuzer USS AUGUSTA ( CA-31 ), USS COLUMBUS ( CA-74 ) und USS MACON ( CA-132 ), die Leichten Kreuzer USS HELENA ( CL-113 ) und USS BOISE ( CL-47 ), die Zerstörer USS BACHE, USS AULICK ( DD-569 ), USS CASE ( DD-370 ), USS DOUGLAS H FOX ( DD-779 ), USS FOOTE ( DD-511 ), USS GANSEVOORT ( DD-608 ), USS USS HARRISON ( DD-573 ),USS HOBBY ( DD-610 ), USS ISHERWOOD ( DD-520 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS LEARY ( DD-879 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS RENSHAW ( DD-499 ), USS SARSFIELD ( DD-837 ), USS SIGOURNEY ( DD-643 ), USS STEINAKER ( DD-863 ), USS VOGELGESANG ( DD-862 ), USS YOUNG ( DD-580 ) und USS ZELLARS ( DD-777 ), die Geleitzerstörer USS BAKER ( DE-190 ), USS BORUM ( DE-790 ), USS BOSTWICK ( DE-103 ), USS BRONSTEIN ( DE-189 ), USS MALOY ( DE-791 ) und USS THOMAS ( DE-102 ), die Schnellen Truppentransportschiffe USS BEVERLY W REID ( APD-119 ), USS HUNTER MARSHALL ( APD-112 ) und USS MYERS ( APD-105 ), die U-Boote USS BOWFIN ( SS-287 ), USS CREVALLE ( SS-291 ), USS CATLESS ( SS-478 ), USS FLOUNDER ( SS-251 ), USS GATO ( SS-212 ), USS RASHER ( SS-269 ), USS SNAPPER ( SS-185 ) und USS THREADFIN ( SS-410 ), die U-Boot Tender USS HOWARD W GILMORE ( AS-16 ) und USS ORION ( AS-18 ). Gleich nach der Flottenparade wechselte die USS BACHE in die Charleston Naval Shipyard in Charleston, South Carolina. Hier stellte man den Zerstörer am 4. Februar 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Während die USS BACHE noch ein Teil der Inaktiven Flotte war, wurde der Zerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts verlegt. Hier baute man das Kriegsschiff zu einem Anti-U-Boot Zerstörer um und übergab ihm am 2. Januar 1951 die Kennung DDE-470. Commander John Ward Reed ( 10. Oktober 1914 in Wilkinsburg, Pennsylvania – 26. april 2011 in Virginia Beach, Virginia ) stellte am 1. Oktober 1951 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Den Zerstörer integrierte man in die Atlantikflotte. Man setzte das Kriegsschiff während lokaler Operationen entlang der US Ostküste und in der Karibik ein. Außerdem übernahm die USS BACHE Aufgaben bei der 6. US Flotte während ihrer Besuche im Mittelmeer. Ende März 1958 wurde ein geplanter Einsatz im Mittelmeer für den Anti-U-Boot Zerstörer abgesagt. Dafür übernahm das Kriegsschiff mehrere Aufgaben innerhalb der Task Group Alfa. Diese war eine experimentelle Gruppe, die gebildet wurde um neue fortschrittliche Techniken und Verfahren zur Abwehr von U-Booten zu entwickeln und zu lehren. Die Arbeit in eben dieser ASW Entwicklungsgruppe hielt die USS BEALE in den folgenden fünf Jahren ziemlich nah an der US Ostküste und verhinderte so jede weitere Dienstfahrt die weiter wie bis in die Karibik führte. In der Task Group Alfa befand sich der Flugzeugträger USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und die Zerstörer USS BACHE, USS BEALE, USS WALLER ( DD-466 ), USS EATON ( DD-510 ) und USS CONWAY ( DD-507 ). Diese erweiterten Aufgaben hinderten das Kriegsschiff allerdings nicht an international bedeutenden Ereignissen teilzunehmen. So verwendete man den Anti-U-Boot Zerstörer nach zahlreichen weiteren Übungen für die Suche nach der unbemannten Raumkapsel der Mercury-Redstone 1A Rakete. Diese Rakete war am 19. Dezember 1960 auf einen suborbitalen Flug gebracht worden um die Raumkapsel für eine Raumfahrt zu testen, da ein suborbitaler Flug mit einem Primaten bevorstand. Die Mission war ein voller Erfolg. Die Raumkapsel erreichte eine Höhe von 210 Kilometern und eine Reichweite von 378,2 Kilometern von Cape Canaveral, Florida aus. Neben der USS BACHE war das Führungs- und Bergungsschiff der Hubschrauberträger USS VALLEY FORCE ( LPH-8 ) und die Zerstörer USS BEALE, USS WALLER, USS CONWAY, USS EATON, USS CONY ( DD-508 ), USS MURRAY ( DD-576 ) und USS PERRY ( DD-844 ) und das Bergungsschiff USS ESCAPE ( ARS-6 ) an der Suche und Bergung der Raumkapsel beteiligt. Fünfzehn Minuten nach der Wasserung der Kapsel erreichte ein Hubschrauber der USS VALLEY FORCE den Landeort im Atlantik und brachte diese auf den Hubschrauberträger. Am 30. Juni 1962 war die Arbeit der ASW Entwicklungsgruppe beendet und man übergab dem Kriegsschiff wieder seine alte Kennung DD-470. Im Juli untersuchte eine Untersuchungs- und Aufsichtsbehörde die USS BEALE. Dabei wurde eine eingeschränkte Verfügbarkeit festgestellt, die im August in Baltimore beseitigt wurde. Im September 1967 nahm der Zerstörer seinen normalen Betrieb in Norfolk wieder auf. Bis dahin hatte sich die USS BACHE seit ihrer erneuten Indienststellung an sechs Kreuzfahrten bis in die Karibik mit den dazugehörigen Übungen und Manövern beteiligt. Außerdem war das Kriegsschiff an drei Einsätzen im Mittelmeer zusammen mit den Schiffen der 6. US Flotte beteiligt. Bis Mitte Oktober 1967 behielt das Kriegsschiff seinen normalen Betrieb aufrecht, bis die Vorbereitungen auf die Kreuzfahrt ins Mittelmeer begannen. Am 14. November fuhr der Zerstörer am Capes Henry und Capes Charles, Virginia vorbei und legte einen Kurs in Richtung Mittelmeer. Zusammen mit den vier Zerstörern von DesRon 32, in der sich auch das Schwesterschiff USS BEALE befand, legte die USS BACHE am 24. November in der Bucht von Pollensa an. Den größten Teil des Einsatzes bei der 6. US Flotte verbrachte der Zerstörer im östlichen Mittelmeer. Hier patrouillierte das Kriegsschiff in den türkischen und griechischen Gewässern. Am 6. Februar 1968 lag der Zerstörer vor dem Hafen von Rhodos, Griechenland vor Anker als ein Sturm aufzog. Es sollte ein dreitägiger Hafenbesuch sein. Durch diesen Sturm brach die Ankerkette des Kriegsschiffes und es wurde aufs Land gepresst, so dass es strandete. Der Sturm schlug es zu einem unrettbaren Wrack. Nach der Begutachtung der Schäden vor Ort, stellte man den Zerstörer am 1. März 1968 außer Dienst und strich den Namen USS BACHE ( DD-470 ) von der US Navy – Liste.


USS BACHE ( DD-470 )
Commanding Officer

CDR John Newton Opie III         14. November 1942 – 15. Januar 1943 (erreichter Rang RADM)
CDR Frank Marshall Adamson          15. Januar 1943 – 14. Februar 1944 (erreichter Rang RADM)
LCDR Robert Cameron Morton          14. Februar 1944 – 1. Dezember 1944
LCDR Alan Roberts McFarland           1. Dezember 1944 – 1. September 1945
LCDR William Kenneth Ratliff           1. September 1945 – 26. Oktober 1945
CDR John Paul Aymond           26. Oktober 1945 – 13. Dezember 1945
LCDR William Kenneth Ratliff           13. Dezember 1945 – 5. Januar 1946
LCDR Louis Harkey Mayo         5. Januar 1946 – 28. Januar 1946
LCDR William Kenneth Ratliff            28. Januar 1946 – 4. Februar 1946
Außerdinststellung            4. Februar 1946 – 1. Oktober 1951
CDR John Ward (Jake) Reed          1. Oktober 1951 – Juni 1953
CDR Jerome Henry (Jerry) King Jr.         Juni 1953 – 1954 (erreichter Rang VADM)
CDR Joseph Davis Linehan          1954 – 1955
CDR Daniel Francis Harrington, Jr.         1955 – 12. Februar 1957
CDR Paul Joseph Hidding          12. Februar 1957 – 1.Oktober 1958
CDR Raymond Walter Allen          1. Oktober 1958 – 29. November 1960
CDR Waldo William (Wally) Scheid           29. November 1960 – 2. Mai 1962
CDR Richard Dewey Faubion          2. Mai 1962 – Juli 1963
CDR Robert Raymond Clement        Juli 1963 – Mai 1965
CDR Arthur Richard Hasler Jr.          Mai 1965 – 1967
CDR Edward Ara Broadwell         1967 – 1968
LCDR Clyde Andrew Leo Carter         1968 – 1. März 1968

USS BEALE ( DD-471 )

USS BEALE ( DD-471 )

Biografie

Edward Fitzgerald Beale
* 4. Februar 1822 in Washington DC
† 22. April 1893 in Washington DC
war ein US amerikanischer Navy Offizier, Militärgeneral, Diplomat, Entdecker, Grenzsoldat, Superintendent für Indianische Angelegenheiten, Kalifornischer Viehzüchter und Freund von Kit Carson, geboren als Christopher Houston Carson ( 24. Dezember 1809 in Richmond, Kentucky – 23. Mai 1868 in Fort Lyon, Colorado ), Buffalo Bill Cody, geboren als William Frederick Cody ( 26. Februar 1846 in Le Claire, Iowa Territorium – 10. Januar 1917 in Denver, Colorado ) und Ulysses Simpson Grant, geboren als Hiram Ulysses Grant ( 27. April 1822 in Point Pleasant, Ohio – 23. Jui 1885 in Wilton, New York ).

Der Vater von Edward Fitzgerald Beale war George Beale, Jr. ( 1792 in Hampton; Virginia – 4. April 1835 in Newark, New Jersey ). Er war ein Offizier und Zahlmeister in der Continental, der US Navy und im Marine Corps. Dieser erhielt im Krieg von 1812 für Tapferkeit eine Kongressmedaille verliehen. Die Mutter von Edward Fitzgerald Beale war Emiliy Truxton Beale ( 30. September 1798 – 21. Mai 1885 ). Sie war die Tochter des US Navy Offiziers Commodore Thomas Truxton ( 17. Februar 1755 in Hempstead, Nassau County, New York – 5. Mai 1822 in Philadelphia,Pennsylvania ). Edward Fitzgerald Beale war das zweite von sechs Kindern. Das waren Truxtun Dixon Beale ( 17. Januar 1820 in Washington DC – 22. Dezember 1870 in Washington DC ), Mary Gertrude Beale ( 18. Juni 1823 in Washington DC – 4. Januar 1824 in Washington DC ), Mary Eliza Beale Read ( 1829 – 6. Juni 1903 ), George Nancrede Beale ( 14. November 1829 in Washington DC – 5. Juli 1912 in Takoma Park, Montgomery County, Maryland ) und Emily Truxton Beale Wheeler ( 7. September 1832 in Washington DC – 16. November 1880 in West Point, Orange County, New York ). Edward Fitzgerald Beale wechselte nach seinem Schulbesuch an die Georgetown University in Washington DC. In dieser Zeit als Student erhielt er durch seine verwitwete Mutter, welche sich an die US Regierung gewandt hatte, eine Einladung von US Präsident Andrew Jackson ( 15. März 1767 in Waxhaw, Union County, North Carolina – 8. Juni 1845 Hermitage, Davidson County, Tennessee ) an die Naval School in Philadelphia, Pennsylvania. Von 1837 bis 1842 war Beale dann Acting Midshipman und diente auf mehreren US Navy Schiffen die nach Russland, Brasilien und den Westindischen Inseln segelten. Er absolvierte im Jahre 1842 die Naval School im Rang eines Midshipman. In den folgenden zwei Jahren diente er auf Schiffen, die in europäischen und südamerikanischen Gewässern fuhren. Im Januar 1845 versetzte man Edward Fitzgerald Beale zu einem Geschwader, welches von Captain Robert Field Stockton ( 20. August 1795 in Princeton, New Jersey – 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey ) kommandiert wurde und im Golf von Mexiko kreuzte. Captain Robert Field Stockton war ein wohlhabender Geschäftsmann, Erfinder sowie ein US Navy Offizier der außerdem ein intimer Freund von US Präsident James Knox Polk ( 2. November 1795 in Pineville, Mecklenburg County, North Carolina – 15. Juni 1849 in Nashville, Tennessee ) war. Dieses Geschwader von Captain Stockton segelte nach Galveston, Texas. In der dortigen Hauptstadt Austin traf sich Stockton mit den Vertretern des texanischen Kongresses, um über die Annexion durch die Vereinigten Staaten zu berichten. Diese erfolgte schon am 19. Februar 1845. Wegen seines diplomatischen Geschicks beförderte Man Beale zum Acting Master und zum Privatsekretär von Captain Stockton. Nach diesen Gesprächen verließ die Segelfregatte USS CONGRESS ( 1841 ) den Golf von Mexiko und war auf dem Weg zum Kap Horn. Von dort aus ging es bis in die kalifornischen Gewässer weiter. Doch schon 20 Tage nach Verlassen der texanischen Küste erhielt Acting Master Edward Fitzgerald Beale von Captain Robert Field Stockton den Befehl von Bord der Segelfregatte zu gehen und sich an Bord eines dänischen Segelschiffes einzuschiffen, welches ihn nach England bringen sollte. Hier in England war seine Aufgabe seine Identität zu verschleiern damit er Informationen über englische Bestrebungen sammeln konnte, die mit der Übernahme des Gebietes von Oregon zusammenhingen. 1846 kehrte Beale nach Washington DC zurück und berichtete US Präsident James Knox Polk persönlich über seine Entdeckungen, dass die Briten schon Vorbereitungen trafen um in dieses Gebiet einzumarschieren. Für seine gezeigten Leistungen beförderte man Beale in den Rang eines Master. Dann erhielt er den Auftrag sich wieder zu Captain Stockton zu begeben. Dafür erhielt er mehrere Depeschen und andere schriftliche Anweisungen vom Marineminister George Bancroft ( 3. Oktober 1800 in Worcester, Massachusetts – 17. Januar 1891 in Washington DC ). Mit einem kleinen Segelschiff segelte er dann nach Panama. Hier wurde dieses Segelschiff in seine Einzelteile zerlegt und auf Maultieren über die Landenge transportiert. In den pazifischen Gewässern baute man das Segelschiff wieder zusammen und Master Beale segelte nach Peru. Hie traf er Anfang 1846 auf die USS CONGRESS und Captain Stockton. Edward Fitzgerald Beale wechselte an Bord der USS CONGRESS und man segelte nach Honolulu, Hawaii und von dort aus an die kalifornische Küste und erreichte dort am 20. Juli Monterey, die Hauptstadt von Kalifornien. Da tobte der Mexikanisch – Amerikanische Krieg schon, welcher am 25. April 1846 ausgebrochen war. Hier vor der Küste von Monterey sicherte die USS CONGRESS die amerikanischen Truppen, welche die Stadt einnahmen. Danach fuhr die Segelfregatte nach San Diego, Kalifornien weiter. Hier schickte Commodore Stockton mit neuen Befehlen Edward Fitzgerald Beale zu den amerikanischen Landstreitkräften. Am 6. Dezember erreichte er mit einer kleinen Gruppe von dreißig Männern unter der Führung von Lieutenant Archibald H. Gillespie ( 10. Oktober 1812 in New York – 16. August 1873 in San Francisco, Kalifornien ) wenige Stunden vor der Schlacht von San Pasqual ( 6. bis 7. Dezember 1846 ) die Kolonne von General Stephen Watts Kearny ( 30. August 1794 in Newark, New Jersey – 31. Oktober 1848 in St. Louis, Missouri ), welche aus 100 Dragonern bestand. Am Abend und bei regnerischem Wetter traf die amerikanischen Soldaten auf 150 mexikanische Lanzenreiter, die unter dem Befehl von Andrés Pico ( 18. November 1810 in San Diego, Alta California – 14. Februar 1876 in Los Angeles, Kalifornien ) standen. Die amerikanischen Dragoner mussten sich auf einen Hügel zurückziehen und wurden von den Mexikanern eingeschlossen. In der Nacht zum 7. Dezember schlich sich Beale zusammen mit einem Delaware Indianer und Kit Carson durch die feindlichen Linien und machte sich nach San Diego auf. Von hier aus entsandte Commodore Stockton eine kombinierte Truppe bestehend aus Seeleuten der US Navy und aus dem Marine Corps zum Entsatz der Truppen von General Kearny. Die Mexikanischen Lanzenreiter waren sehr schnell vertrieben. Jetzt begannen diese amerikanischen Streitkräfte, bestehend aus 600 Mann, einen Feldzug und eroberten bis zum 10. Januar 1847 Los Angeles. Drei Tage später kapitulierten die letzten mexikanischen Einheiten. Damit war der Krieg in Kalifornien beendet. Im Februar entsandte Commodore Stockton Edward Fitzgerald Beale mit mehreren Depeschen nach Washington DC. Beale litt auf dieser Reise an seiner Verwundung, die er während der Kämpfe um Los Angeles erhalten hatte. Am 1. Juni erreichte er die US Hauptstadt. Im Oktober war Beale wieder in Kalifornien. Er war noch rechtzeitig als Zeuge der Verteidigung gekommen, da Major John Charles Frémont ( 21. Januar 1813 in Savannah, Georgia – 13. Juli 1890 in New York ) durch den Militärgouverneur von Kalifornien wegen Meuterei und Befehlsverweigerung vor Gericht gestellt worden war. Innerhalb der folgenden zwei Jahre unternahm Edward Fitzgerald Beale sechs weitere Reisen quer durchs Land bis nach Washington DC. Während der ersten Reise wurde am 2. Februar 1848 der Mexikanisch – Amerikanische Krieg beendet. Auf der zweiten Reise von Juli bis September 1848 durchquerte er in Verkleidung Mexiko. Diesmal brachte er der amerikanischen Regierung die Beweise von Gold in Kalifornien. Nach der vierten Reise heiratete er am 27. Juni 1949 Mary Engle Edwards ( 1827 in Chester, Delaware Couny, Pennsylvania – 6. April 1902 in Washington DC ). Sie war die Tochter des Pennsylvanischen Kongressabgeordneten Samuel Edwards ( 12. März 1785 in Chester, Delaware County, Pennsylvania – 21. November 1850 in Chester, Delaware County, Pennsylvania ). Edward Fitzgerald Beale und Mary Edwards Beale hatten drei Kinder. Mary Beale Bakhmeteff ( 1852 – 1925 in Paris ), die den russischen Diplomaten Georges Petrovich Bakhmeteff ( 1847 – 29. August 1928 in Paris ) heiratete; Emily Truxton Beale McLean ( 5. Dezember 1854 in Chester, Delaware County, Pennsylvania – 9. September 1912 in Bar Harbor, Hancock County, Maine ) heiratete den Verleger der „Washington Post“ John Roll McLean 17. September 1848 in Cincinnati, Hamilton County, Ohio – 9. Juni 1916 in Washington DC ) und Truxtun Beale ( 6. März 1856 in San Francisco, San Francisco County, Kalifornien – 2. Juni 1936 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland ), der ein amerikanischer Diplomat war. Er heiratete 1894 Harriet Blaine ( 29. Oktober 1871 in Augusta, Kennebec County, Maine – 28. Januar 1958 in New York ) und beide hatten einen Sohn, Walker Blaine Beale ( 22. März 1896 in Augusta, Kennebec County, Maine – 18. September 1918 in Thiaucourt-Regnieville, Departement de Meurthe-et-Moselle, Lorraine, Frankreich ) der im Ersten Weltkrieg im Rang eines First Lieutenant getötet wurde. Truxtun Beale und Harriet Blaine Beale ließen sich um 1900 scheiden. Truxtun Beale heiratete dann am 23. April 1903 Marie A. Oge ( 2. Dezember 1880 – 11. Juni 1956 ). Edward Fitzgerald Beale beförderte man 1850 zum Lieutenant und ein Jahr später trat er aus der US Navy aus und kehrte erneut nach Kalifornien zurück. Zu seinen Lebzeiten konnte er das isolierte Dorf Yerba Buena mit fünf Häusern zu der erfolgreichen amerikanischen Stadt San Francisco mit über 300.000 Einwohnern wachsen sehen. Hier in Kalifornien war er dann der Verwalter für den Eisenbahnmagnaten William Henry Aspinwall ( 16. Dezember 1807 in Manhattan, New York – 18. Januar 1875 in Manhattan, New York ) und Commodore Robert Field Stockton die große Grundstücke in Kalifornien erworben hatten. Dann kehrte Beale wieder nach Washington zurück. Hier ernannte US Präsident Millard Fillmore ( 7. Januar 1800 im Cayuga County, New York – 8. März 1874 in Buffalo, New York ) im Januar 1853 Edward Fitzgerald Beale zum Superintendenten für Indianerangelegenheiten in Kalifornien und Nevada. Der Kongress bewilligte hierfür 250.000 Dollar um die einheimischen Bedingungen, in dem Distrikt dem Beale vorstand, zu verbessern. Am 6. Mai machte sich Beale mit 13 weiteren Personen von Washington aus auf den Weg nach Kalifornien. Er wollte so für die transkontinentale Eisenbahn eine günstige Route durch Colorado und Utah nach Los Angeles, Kalifornien finden. Am 22. August traf er in Los Angeles ein und diente hier bis 1856 als Superintendent. Der kalifornische Gouverneur John Bigler ( 8. Januar 1805 in Carlisle, Pennsylvania – 29. November 1871 in Sacramento, Kalifornien ) ernannte Beale zum Brigadegeneral in der kalifornischen Staatsmiliz. Damit sollten ihm zusätzliche Autoritäten verliehen werden um zwischen den Indianern und der US Army Friedensverträge auszuhandeln. Von Oktober 1857 bis 1859 unternahm Beale zwei Expeditionen durch die Wüste von Arizona. Mit dabei war Kid Carson mit dem er das Death Valley erforschte. Grund dafür war eine mögliche Route für Kutschen und Wagen entlang des 35. Breitengrades von Fort Smith, Arkansas nach Los Angeles und von Fort Defiance, New Mexiko zum Colorado River zu suchen und einzurichten. Hauptauftraggeber war der US Präsident James Buchanan ( 23. Apüril 1791 in Mercersburg, Franklin County, Pennsylvania – 1. Juni 1868 in Lancaster, Pennsylvania ), der eine 1.000 Meilen Verbindungsstraße forderte. Daraufhin schlug Beal dem Kongress und dem Kriegsministerium vor, dass die Route neben einer Militärfestung dringend mehrere Brücken und Staudämme benötigte. Damit konnte man eine ziemlich sichere Reise der Auswanderer und eine zuverlässige während Wasserversorgung gewährleisten. Dafür forderte er 100.000 Dollar. Der amerikanische Kriegsminister Jefferson Finis Davis ( 3. Juni 1808 in Fairview, Kentucky – 6. Dezember 1889 in New Orleans, Louisiana ) hatte für Experimente in der US Army 1853 Kamele für 30.000 Dollar einkaufen lassen. So hatte Brevet Major Henry Constantine Wayne ( 18. September 1815 in Savannah, Georgia – 15. März 1883 in Savannah, Georgia ) insgesamt dreiunddreißig Kamele gekauft. Drei davon kamen aus Tunesien, neun aus Ägypten und einundzwanzig in Smyrna, Osmanischen Reich. Beale benutzte von 1858 bis 1859 die Kamele vom Camel Corps, um die Straße von Fort Smith zum Colorado River zu verlängern. Sein führender Kameltreiber war in dieser Zeit Hi Jolly, später bekannt als Philip Tedro ( 1828 – 16. Dezember 1902 ). Die Kamele konnten tagelang ohne Wasser unterwegs sein, trugen viel schwerere Lasten wie die Maultiere und griffen auf Futter zurück das Maultiere nicht anrührten. Allerdings verängstigten die Kamele auch die Maultiere und Pferde, so dass sich die Army Angehörigen vehement weigerten das Experiment fortzuführen. Dennoch wurde die von Beal gebaute Wagenstraße in den 1860er und 1870er Jahren zu einer beliebten Einwanderer Strecke. Im Jahre 1861 ernannte US Präsident Abraham Lincoln ( 12. Februar 1809 bei Hodgenville, Hardin County, heute LaRue County, Kenntucky – 15. April 1865 in Washington DC ) Beale zum Generalbevollmächtigten von Kalifornien und Nevada, obwohl sich Beale um einen Posten in der US Army beworben hatte. Zu Ehren von Edward Fitzgerald Beale wurde der Gebirgsschnitt Beal´s Cut im Newhall Pass benannt. Dieser Gebirgspass im Los Angeles County trennt die Santa Susan Mountains von den San Gabriel Mountains. Über diesen Pass musste die Butterfield Overland Mail, einer Postkutsche die zwischen St. Louis, Missouri nach San Francisco fuhr. In diesen Pass war schon einmal 1858 eine Verbindungsstraße geschnitten worden, aber diese war noch immer ein Greul für alle Reisende. Edward Fitzgerald Beale erwarb 1861 eben dieses Gelände und erwirkte das Recht um eine Maut für diesen Pass zu verlangen. Der Staat Kalifornien hatte extra dafür einen Zwanzig-Jahresvertrag mit ihm abgeschlossen. Daraufhin entsandte Beale 1862 eine Mannschaft von chinesischen Arbeitern und ließ den Pass verbreitern und tiefer legen, sodass am Ende der Pass fünfzehn Meter weniger Höhe hatte. Dieser Beal´s Cut wurde bis 1910 genutzt bis der Newhall Tunnel als Transportpassage fertig gestellt war. Noch heute besteht dieser Beal´s Cut, nur kann er nicht mehr mit einem Fahrzeug befahren werden da er eingezäunt ist. Auf Drängen von Edward Fitzgerald Beale wurde Fort Tejon am 24. Juni 1854 von der US Army im Grapevine Canyon zwischen den Bergen San Emigdio und Tehachapi, Kalifornien. Von hier aus sollten die Indianer geschützt und kontrolliert werden die im Indianerreservat lebten. Diese Indianer und die weißen Siedler sollten vor den Angriffen der Paiutes, Chemeheui und Mojave geschützt sowie andere indianischen Gruppen vor der Wüstenregion im Osten. Am 11. September 1864 wurde Fort Tejon von der US Army aufgegeben. In den Jahren 1865 und 1866 kaufte Beale die mexikanischen Landgewinne rund um das ehemalige Fort. Die nun sogenannte Tejo Ranch umfasste 1100 Hektar. Nachdem die US Army das Camel Corps wieder aufgelöst hatte, kaufte Beale mehrere dieser Tiere und beließ sie auf seiner Ranch. Die Tejon Ranch ist heute der größte private Landbesitz in Kalifornien und gehört der Tejon Ranch Company. Im Jahre 1872 kaufte Edward Fitzgerald Beale das Decatur House in der 748 Jackson Place in Washington DC. Der erste Besitzer und Bewohner dieses Hauses war Commodore Stephen Decatur, Jr. ( 5. Januar 1779 in Sinepuxent, heute Berlin, Worcester County, Maryland – 22. März 1820 in Washington DC ) mit seiner Frau Susan Wheeler Decatur ( 1776 in Norfolk, Virginia – 21. Juli 1850 in Washington DC ). Dieses Decatur House befindet sich an der nordwestlichen Ecke des Lafayette Square, an der südwestlichen Ecke des Jackson Place und der H Street, in der Nähe des Weißen Hauses. Dieses Haus war zu einer der begehrtesten Adressen in Washington DC geworden. Es war das Heim vieler prominenter Persönlichkeiten des Landes. So mietete die US Regierung es von 1827 bis 1833 für seine Staatssekretäre Henry Clay ( 12. April 1777 im Hanover Conty, Virginia – 29. Juni 1852 in Washington DC ), Martin Van Buren ( 5. Dezember 1782 in Kinderhook, New York – 24. Juli 1862 in Kinderhook, New York ), Judah Philip Benjamin ( 11. August 1811 in Christiansted, Dänisch Antillen – 6. Mai 1884 in Paris, Frankreich ) und Edward Livingston ( 28. Mai 1764 in Clermont, Provinz New York – 23. Mai 1836 in Rhinebeck, New York ). Beale kaufte das Decatur House für 60.000 Dollar und ließ es umfassend renovieren. In diesem Haus hielt er viele glitzernde Partys ab und wurde der berühmteste Gastgeber in Washington DC. Ein Reporter der Washington Post schrieb 1873, dass das alte Decatur House wieder zu den modischen Residenzen dieser Stadt zählte. Das Decatur House wurde auch zum inoffiziellen Treffpunkt für die republikanischen Stalwarts und Ulysses S. Grant blieb häufig dort. Beales Schwiegertochter Marie A. Oge Beale vermachte in ihrem Testament, dass nach ihrem Tode das Decatur House dem National Trust zu übergeben sei. Dies passierte am 11. Juni 1956, dem Tag ihres Todes. US Präsident Ulysses Simpson Grant ernannte Edward Fitzgerald Beale 1876 zum amerikanischen Botschafter in Österreich – Ungarn. Dieses Amt übte Beale bis 1877 aus und er zeigte ein Talent für die Diplomatie. Seine üppigen Unterhaltungen und Erzählungen über den amerikanischen Wilden Westen, die Beherrschung der Fremdsprachen und die herzliche Persönlichkeit machten Beale und seine Frau Harriet zu beliebten Persönlichkeiten am Wiener Hof. Seine Liebe zu Pfaerden half ihm das Vertrauen von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich ( 18. August 1830 im Schloss Schönbrunn, Wien – 21. November 1916 im Schloss Schönbrunn, Wien ) zu gewinnen. Während seiner Amtszeit als amerikanischer Botschafter in Österreich schickte Beale häufig Depeschen an das Außenministerium und berichtete über den Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und Serbien sowie über die militärischen, politischen und wirtschaftlichen Instabilität des Osmanischen Reiches. Während seines Ruhestandes lebte Edward Fitzgerald Beale im Decatur House in Washington DC. Jedoch besuchte er auch jährlich seine Tejon Ranch, besuchte häufig seine Pferdefarm in Ash Hill in Hyattsville, nordöstlich von Washington DC. Auf dieser Farm Ash Hill hielten auch seine Freunde Ulysses Simpson Grant, Buffalo Bill Cody und US Präsident Stephen Grover Cleveland ( 18. März 1837 in Caldwell, New Jersey – 24. Juni 1908 in Princeton, New Jersey ) ihre Pferde. Ash Hill wurde 1977 in das National Register of Historic Places aufgenommen.
Edward Fitzgerald Beale starb am 22. April 1893 im Decatur House. Sein Testament wurde von Ulysses Simpson Grant und General William Tecumseh Sherman ( 8. Februar 1820 in Lancaster, Ohio – 14. Februar 1891 in New York ) bezeugt.


USS BEALE ( DD-471 )

Schiffsbiografie

Die USS BEALE ( DD-471 ) ist das zweite Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Edward Fitzgerald Beale benannt worden ist.
Der Zerstörer ist das vierzehnte Schiff aus der FLETCHER – Klasse.
Auf der Bethlehem Steel Company in Staten Island, New York wurde am 19. Dezember 1941 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Nancy Beale, Urgroßnichte von Lieutenant Edward Fitzgerald Beale taufte am 24. August 1942 den Zerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Joe Brice Cochrane ( 6. Februar 1904 – 25. Mai 1976 ) stellte am 23. Dezember 1942 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Anfang Januar 1943 begann für die USS BEALE und deren Mannschaft die Erprobungs- du Ausbildungsfahrten. Diese führten den Zerstörer entlang der amerikanischen Küste von New England. Noch im selben Monat schlossen sich dann weitere Ausbildungen in der Nähe der Guantanamo Bay, Kuba an. Mitte Februar kehrte das Kriegsschiff für einen Monat in die Werft der Bethlehem Steel Company zurück. Hier wurde der Schiffskörper auf Beschädigungen untersucht und mehrere aufgetretene Reparaturen durchgeführt. Am 15. März verließ die USS BEALE wieder die Werft und fuhr nach Newport News, Virginia. Hier übernahm der Zerstörer die Eskorte über den neugebauten Flugzeugträger US ESSEX ( CV-9 ) und begleitete ihn als U-Boot und Luftraumüberwachungsschiff in die Karibik. Die USS ESSEX führte ihre Erprobungsfahrten vor Trinidad durch. Anschließend kehrten die Schiffe nach Newport News zurück. Die USS BEALE fuhr von dort aus zur New York Navy Yard weiter. Hier bereitete man den Zerstörer auf die Fahrt in den Pazifik vor. Nach Abschluss dieser Arbeiten stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zunächst nach Norfolk, Virginia. In diesem Hafen erhielt das Kriegsschiff die restlichen Ausrüstungsgegenstände. Die Fahrt ging dann für die USS BEALE weiter und der Zerstörer erreichte am 22. April Christobal in der Panamakanalzone. In den nun folgenden Tagen patrouillierte das Kriegsschiff in den dortigen Gewässern und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Panamakanal selber passierte das Kriegsschiff dann am 28. April. In Balboa, auf der pazifischen Seite den Kanals legte die USS BEALE eine kurze Pause ein. Dann fuhr der Zerstörer nach Norden in die kalifornischen Gewässer. In den Hafen von San Diego, Kalifornien fuhr das Kriegsschiff am 5. Mai ein. Hier bunkerte man erneut alles Notwendige und legte am folgenden Tag wieder ab. Die Fahrt führte das Kriegsschiff entlang der kalifornischen Küste, so dass es am 7. Mai im Hafen von San Francisco festgemacht werden konnte. Fünf Tage blieb der Zerstörer hier damit sich die Besatzung etwas ausruhen konnte. Außerdem wurden nun alle Bunker vollständig gefüllt. Am 12. Mai stach die USS BEALE wieder in See und erreichte am 22. Mai die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. In den Gewässern der Hawaiianischen Inseln beteiligte sich der Zerstörer in den folgenden sechs Wochen an Anti-U-Boot Kriegsführung und an Schießübungen. Am 6. Juli verließ das Kriegsschiff wieder Pearl Harbor und fuhr zur kalifornischen Küste zurück. Hier legte der Zerstörer fünf Tage später im Hafen von San Diego an. Bis zum 19. Juli blieb das Kriegsschiff dort. An diesem Tag verließ es San Diego und fuhr nach Monterey, Kalifornien. Hier begann ab dem 21. Juli eine amphibische Landeoperation. Diese war die Vorbereitung für die Operation „Cottage“. Am folgenden Tag verließ die USS BEALE wieder Monterey und fuhr nach San Francisco. In diesem Hafen lag der Zerstörer eine Woche lang. Hier bereitete man den Zerstörer und die Mannschaft auf den ersten Kriegseinsatz vor. Dazu versetzte man die USS BEALE in die Task Group 16.17, die Rear Admiral Howard Fithrian Kingman ( 5. Mai 1890 in Hillsboro, North Dakota – 4. Juli 1968 in Los Angeles, Kalifornien ) befehligte. Diese Task Group 16.17 gehörte zur Task Force 16, die Rear Admiral Francis Warren Rockwell ( 2. Juli 1886 in South Woodstock, Connecticut – 2. Januar 1979 auf Saint Simons Island, Glynn County, Georgia ) kommandierte. In dieser TG 16.17 befanden sich die Schlachtschiffe USS IDAHO ( BB-42 ) und USS TENNESSEE ( BB-43 ), der Schwere Kreuzer USS PORTLAND ( CA-33 ), der Leichte Kreuzer USS SANTA FE ( CL-60 ), sowie die Zerstörer USS BEALE, USS ABNER READ ( DD-526 ), USS BROWNSON ( DD-518 ), USS PHELPS ( DD-360 ), USS BACHE ( DD-470 ) und USS HUTCHINS ( DD-476 ). Diese Schiffe waren aber entweder schon bei den Aleuten oder in Pearl Harbor oder an der kalifornischen Küste. Am 29. Juli verließ die USS BEALE San Francisco und fuhr direkt zu der amerikanischen Basis in der Kuluk Bay auf Adak. Der Zerstörer eskortierte dabei zusammen mit dem Schwesterschiff USS AMMEN ( DD-527 ) einen Schiffskonvoi. Am 5. August erreichte der Zerstörer diese Basis. Zur Vorbereitung der Landung auf Kiska, Aleuten, hatten die Schiffe der Task Group 16.6 ab dem 2. August für zwei Tage lang feindliche Stellungen zu beschießen begonnen. Am 10. August erreichten alle anderen Schiffe der TG 16.17 von Pearl Harbor kommend Adak, Aleuten. Sie hatten Truppentransporter mit amerikanischen und kanadischen Soldaten dorthin eskortiert. Man begann sich auf Adak auf die Eroberung von Kiska vorzubereiten. Am 12. August bombardierten die Schiffe der TG 16.6 nochmals feindliche Stellungen auf Kiska. Der Schiffsverband der TG 16.17 legte am 14. August in Adak wieder ab und beteiligte sich zuerst bei der Sicherung von 20 Transportschiffen, 42 Landungsschiffen und Landungsbooten sowie 20 Hilfsfahrzeugen. Insgesamt 29.126 Soldaten der US Army und 5.300 kanadische Soldaten standen für die Eroberung der verlassenen Insel Kiska bereit. Die Schiffe der TG 16.17 begannen am 15. August mit dem Bombardement auf vermeintliche feindliche Stellungen. Doch die 5.183 Mann starke japanische Garnison von Kiska war schon am 30. Juli innerhalb von 55 Minuten von den Amerikanern unbemerkt evakuiert worden. Das einzige was man von den Japanern auf Kiska entdeckt, sind drei zurückgelassene Mini-U-Boote. Nach und nach verließen einige Schiffe der TG 16.17 die Aleuten und wurden für andere Aufgaben verwendet. Die USS BEALE blieb zusammen mit den Zerstörern USS BROWNSON, USS HUTCHINS und USS DALY bei den Inseln der Aleuten. Die Zerstörer kämpften weiterhin dort gegen die Elemente und führten dort Patrouillen- und Eskortiereinsätze rund um die Inseln durch. Am 29. November verließ die USS BEALE zusammen mit den Schwesterschiffen USS BROWNSON, USS HUTCHINS und USS DALY die kalten Gewässer des Nordpazifik und fuhr nach Pearl Harbor. In diesen Hafen liefen die Zerstörer eine Woche später ein und blieben nur drei Tage zum auffüllen der Bunker. Die neue Aufgabe der Zerstörer bestand darin, sich an der Eroberung der Insel im Bismarck Archipel zu beteiligen. Alle vier Zerstörer steuerten einen Kurs über Funafuti, Ellice Island zu der Insel Espiritu Santo, New Hebrides. Wegen unplanmäßig eingetretener Reparaturarbeiten erreichte die USS BROWNSON erst am 20. Dezember diese Insel. Die USS BEALE fuhr aber zusammen mit den beiden Zerstörern USS DALY und USS HUTCHINS weiter bis zur Milne Bay, Neuguinea. Hier legten die drei Kriegsschiffe am 18. Dezember an und wurden in die Task Force 76 integriert. Diese TF 76 kommandierte Rear Admiral Daniel Edward Barbey ( 23. Dezember 1889 in Portland, Oregon – 11. März 1969 in Bremerton, Washington ) während der Landungsoperation „Dexterity“ bei Cape Gloucester, New Britain. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS BROWNSON und USS DALY aus der DESRON 24, die USS CONYNGHAM ( DD-371 ), USS REID ( DD-369 ) und USS SHAW ( DD-373 ) aus der DESRON 3, die USS MUGFORD ( DD-389 ) und USS BAGLEY ( DD-386 ) aus der DESRON 4, die USS MAHAN ( DD-364 ), USS DRAYTON ( DD-366 ), USS LAMSON ( DD-367 ), USS FLUSSER ( DD-368 ) und USS SMITH ( DD-378 ) aus der DESRON 5. Diese Zerstörer legten am 25. Dezember bei Cape Cretin, Neuguinea in der Milne Bay zusammen mit Einheiten der Task Force 74 ab und eskortierten die Schnellen Truppentransporter USS CROSBY ( APD-17 ), USS BROOKS ( APD-10 ), USS GILMER ( APD-11 ) USS HUMPHREYS ( APD-12 ), USS STRINGHAM ( APD-6 ), KILTY ( APD-15 ), USS WARD ( APD-16 ), USS SANDS ( APD-13 ), USS NOA ( APD-24 ) und USS DENT ( APD-9 ), das Infanterie-Landungsschiff HMAS WESTRALIA ( F95 ), das Docklandungsschiff USS CARTER HALL ( LSD-3 ), das Frachtschiff USS ETAMIN ( AK-93 ), 24 Panzerlandungsschiffe ( LST ), 15 Infanterielandungsboote ( LCI ), 12 Panzerlandungsboote ( LCT ) und 14 Mechanisierte Landungsfahrzeuge ( LCM ) und weitere kleinere Schiffe bis nach Cape Gloucester. Auf den Landungsschiffen befanden sich 13.000 Soldaten der 1. US Marine Infanteriedivision die Generalmajor William Henry Rupertus ( 14. November 1889 in Washington DC – 25. März 1945 in Quantico, Virginia ) kommandierte. Die Eroberung der Nordküste Neuguineas sollte die noch in Takt gebliebenen japanischen Stützpunkte bei Rabaul und Kavieng isolieren. Dazu musste die östliche Flanke der für die Japaner lebenswichtigen Dampierstraße und der Vitiaz Straße zwischen Neuguinea und New Britain gesichert werden. Am 26. Dezember 1943 um 7:30 Uhr begann der Angriff der Amphibischen Task Force mit der Anlandung der Marines. Die USS BEALE bezog ab dem Beginn der Landeoperation ihre vorgegebene Position vor der Küste und beschoss am Anfang feindliche Ziele. Danach zog sich das Schiff zurück. Um 14:19 Uhr lag der Zerstörer rund acht Seemeilen nördlich von Cape Gloucester. Da wurden sechzig japanische Flugzeuge vom Radar erfasst und wollten die Landeoperation stören. Mehrere amerikanische Lockheed P-38 Lightning Kampfflugzeuge wurden daraufhin herangeführt. Diese sollten die japanischen Aichi D3A Val Kampfflugzeuge abdrängen und vernichten. Doch einigen japanischen Piloten gelang der Durchbruch und stürzten sich auf die amerikanischen Schiffe. Zwei davon griffen die USS BROWNSON an. Die Flakgeschützbesatzungen auf dem Zerstörer konnten einen Angreifer abschießen, doch die zweite feindliche Maschine konnte zwei Bomben abwerfen die hinter dem Schornstein des Schiffes einschlugen. Gegen 14:50 Uhr gab LCDR Joseph Benedict Maher ( 21. März 1904 – 10. Juni 1996 in Annapolis, Maryland ) den Befehl zum Verlassen des Zerstörers. Neun Minuten später versank das Schiff in den Fluten des Pazifiks. Nachdem die USS BROWNSON untergegangen war, explodierten auf dem Schiff die Wasserbomben. Zwei Mannschaftsmitglieder, die im Wasser schwammen, wurden dabei getötet. Insgesamt verloren 108 Mannschaftsmitglieder während des Angriffes ihr Leben. Die restlichen 224 Crewmitglieder wurden von der USS DALY und der USS LAMSON gerettet. Die USS BEALE selber erlitt keinen Schaden während dieses Angriffs, aber die USS SHAW, ein Veteran aus der Schlacht am 7. Dezember 1941, bekam mehrere Beschädigungen. Ein Hagel von Splittern aus mehreren abgeworfenen Bomben überzogen den Rumpf und die Aufbauten des Zerstörers und verletzten über 30 Besatzungsmitglieder, vier davon tödlich. Es gab auch fast Kollisionen zwischen den manövrierenden amerikanischen Schiffen während dieses japanischen Luftangriffes. So musste die USS MUGFORD mehrere Verluste verzeichnen. Am frühen Abend eskortierte dann die USS BEALE das Panzerlandungsschiff USS LST-466. In der Nähe der Borgen Bay kam ein zweimotoriger japanischer Bomber Mitsubushi G4M immer näher, der von drei Republic P-47 Thunderbolt verfolgt wurde. Die Flakkanoniere der USS BEALE nahmen sofort das feindliche Flugzeug unter Feuer. Dieses wurde auf der Backbordseite getroffen und stürzte in 1.800 Metern Entfernung ins Meer. Nach dieser Aktion verließen die Schiffe der TF 76 am 28. Dezember das Cape Gloucester und fuhren nach Buna, Cape Sudest, Neuguinea in der Holnicote Bay. Hier bunkerte sie Kraftstoff und Munition. Am 1. Januar 1944 legte die USS BEALE zusammen mit den Zerstörern USS HUTCHINS, USS MAHAN, USS FLUSSER, USS LAMSON, USS DRAYTON, USS SMITH und USS CONYNGHAM vor Cape Sudest ab und eskortierten die Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS STRINGHAM, USS BROOKS, USS WARD und USS GILMER, zwei Panzerlandungsschiffe und mehrere Infanterielandungsfahrzeuge, auf denen sich 7.200 Soldaten des 126. RCT der 32. US Infanteriedivision befanden. Diese Schiffe gehörten zur Task Force 76, die Rear Admiral Daniel Edward Barbey während der Operation „Michaelmas“ befehligte. Zur Sicherung dieser Schiffe gehörte die Task Group 76.1, die Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley ( 2. November 1893 in Chelsea, London – 24. Januar 1986 in Nettlecomb, Dorset ) befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ) und HMAS SHROPSHIRE, die australischen Zerstörern HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) sowie die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS NASHVILLE und die Zerstörer USS BUSH, USS BACHE, USS MULLANY, USS DALY, USS RALPH TALBOT ( DD-390 ), USS AMMEN ( DD-527 ) und USS HELM ( DD-388 ). Der Schnelle Truppentransporter USS SANDS ( APD-13 ) stieß am selben Tag von Goodenough Island, New Britain kommend zu diesen Schiffen. Am 1. Januar 1944 verließen alle diese Schiffe für die Operation das Cape Sudest und fuhren an der Küste Neuguineas westwärts bis Saidor. Hier gab es eine Landebahn der Japaner, die unbedingt in die Hände der Alliierten fallen musste. Da der für diese Flotte vorgegebene Zeitplan für die Operation sehr eng begrenzt war, die See kabbelig und der Wind auffrischte sowie der Angriffsbereich vor Saidor durch die Anzahl der Schiffe überlastet war, kam es zu einer Kollision zwischen der USS HUTCHINS und der USS SMITH. Beide Zerstörer erlitten dabei einigen Schaden. Die alliierten Truppen landeten am 2. Januar und begannen ihren eigenständigen Vormarsch. Die Schiffe der Task Force 76 kehrten anschließend zum Cape Sudest zurück. Die USS BEALE und andere Schiffe der TF 76 gliederte man in die Task Force 74 ein. Vom Cape Sudest aus patrouillierte der Zerstörer zusammen mit den anderen Schiffen der TF bis zum 7. Januar in der Vitiaz Straße. Am 8. Januar beteiligte sich der Zerstörer an dem Bombardement feindlicher Stellungen bei Sio, Neuguinea. Anschließend begann das Kriegsschiff mit Eskortier- und Patrouillenfahrten zwischen der Milne Bay, Cape Sudest, Cape Gloucester und Saidor. Man versetzte dann die USS BEALE in die Task Group 74.2, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey ( 4. August 1893 in Goshen, Indiana – 17. Juni 1985 ) befehligte. In der TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE ( CL-47 ), die amerikanischen Zerstörer USS BEALE, USS BUSH, USS RALPH TALBOT und USS HELM und die australischen Zerstörer HMAS WARRAMUNGA und HMAS ARUNTA. Diese Schiffe erreichten in der Nacht vom 25. zum 26. Januar die Gewässer von Alexishafen in der Provinz Madang, Neuguinea. Sofort begannen sie für mehrere Stunden mit dem Bombardement japanischer Stellungen, die sich vom Shaggy Ridge zurückgezogen hatten. Das war ein Teil der Finisterre Range Kampagne. Nach dem Bombardement zogen sich am 26. Januar die Schiffe der TG 74.2 wieder zurück. Die USS BEALE fuhr einige Tage später nach Sydney, Australien. In die dortige Woolloomooloo Bay lief der Zerstörer am 9. Februar ein. Hier unterzog man das Kriegsschiff einer Überholung, die am 23. Februar abgeschlossen war. Der Zerstörer verließ am 19. Februar den australischen Hafen und fuhr zum Cape Sudest. Hier reihte man das Kriegsschiff in die Task Force 76 ein, die Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 in San Rafael, Kalifornien – 4. Juli 1967in Bethesda, Maryland ) während der Operation „Brewer“ kommandierte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BEALE, USS BUSH, USS BACHE, USS AMMEN, USS DRAYTON, USS FLUSSER, USS SMITH, USS STOCKTON ( DD-646 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS THORN ( DD-647 ), USS NICHOLSON ( DD-442 ), USS WELLES ( DD-628 ), USS GILLESPIE ( DD-609 ) USS REID ( DD-369 ), USS SWANSON ( DD-443 ) und USS WILKES ( DD-441 ), die drei Schnellen Truppentransporter USS BROOKS ( APD-10 ), USS HUMPHREYS ( APD-12 ) und USS SANDS ( APD-13 ) mit 1.026 Soldaten des 5. Kavallerieregiments und deren technischer Ausrüstung und die beiden Zerstörer und Minensucher USS HOVEY ( DMS-11 ) und USS LONG ( DMS-12 ). Man unterzog die Mannschaften der Zerstörer und auch der anderen Schiffe der TF in der Nacht zum 28. Februar eines wichtigen taktischen Drills vor Cape Sudest. Zum Cape Sudest kehrten die Schiffe nach dem Drill nicht mehr zurück sondern fuhren zur Halbinsel Los Negros gleich weiter, welche zu den Admiralitätsinseln gehört. In einer ersten Welle landeten am 29. Februar im Port Hayne auf Los Negros die Soldaten des 5. Kavallerieregiments und bildeten einen Brückenkopf. Feuerunterstützung erhielten sie durch die Schiffe der Task Group 74.2. Am Abend ziehen sich die Schiffe zurück. Etwa 22:00 Uhr des 28. Februar begleitete die USS BEALE zusammen mit dem Zerstörer USS BACHE den Leichten Kreuzer USS NASVILLE aus der TF 75 zu einer Position nordöstlich von Manus Island vor Ndrilo Island, um von hier aus die Landungstruppen zu unterstützen. Um 7:40 Uhr eröffneten diese Schiffe das Feuer auf vermeintliche feindliche Stellungen und hielten es für 15 Minuten. Doch die ersten schnellen Erfolge der amerikanischen Landungstruppen machten den weiteren Beschuss von weiteren vorgegebenen Zielen überflüssig. Man konzentrierte sich nun auf Manus Island, der Hauptinsel der Admiralitätsinseln da der Seeadler Harbor ein günstiger und natürlicher Hafen war. Hier überwachte die USS BEALE am 2. März die Zerstörer und Minensucher bei der Beseitigung japanischer Seeminen und schoss auf feindliche Küstenbefestigungen. Zwei Tage später reihten sich die Schiffe der TF 74 und der TF 75 in einen Verband zusammen und beschossen japanische Stellungen auf Hauwei Island, Admiralitätsinseln. Hier hatte man feindliche Geschützstellungen ausgemacht. Dieser Beschuss wurde noch am 6. und 7. März wiederholt. Anschließend patrouillierte die USS BEALE in den Gewässern der Admiralitätsinseln. Die dazu auserkorene Patrouillenstation für diese Einsatzgruppe befand sich rund 55 km nördlich von Manus Island. Nach nur drei Tagen fuhr der Zerstörer zurück zur Milne Bay um seine Bunker und Magazine aufzufüllen. Hier legte das Kriegsschiff am 12. März an und verließ ihn wieder nach dem Abschluss dieser Arbeiten. In diesem Hafen stellte man die Task Group 74.5, welche Captain Kenmore Mathew McManes ( 22. Mai 1900 – 20. Januar 1973 ) befehligte, zusammen. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BEALE, USS DALY, USS HUTCHINS, USS MULLANY und USS AMMEN. Wegen starker feindlicher Gegenwehr blieben diese Zerstörer an die Küste von Neuguinea. Dort bombardierten sie bei Wewak Harbor japanische Küstenbefestigungen und Hafenanlagen ab dem 18. März für zwei Tage. Dabei konnte die USS DALY bei Mushu Island den japanischen U-Boot Jäger CHA-10 versenken. Bis zum 22. März blieben die vier Zerstörer in den Gewässern zwischen Wewak und der Hansa Bay, patrouillierten vor der Küste der Oro Bay und beschossen feindliche Küstenziele damit die Japaner in den Glauben versetzt wurden das die nächste Landeaktion in diesem Gebiet wäre. Die USS BEALE wurde Anfang April aus dem Patrouillenverband gezogen und fuhr nach Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen für eine kleine Überholung. Der Zerstörer kehrte im Anschluss daran nach Cape Sudest zurück. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an Anti-U-Boot- und Kanonierübungen. Dann gliederte man das Schiff in die Task Force 77 ein, die Rear Admiral Daniel Edward Barbey während der Operation „Reckless“ und „Persecution“ kommandierte. In dieser TF befanden sich die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS BACHE, USS MacDONOUGH ( DD-351 ), USS REID ( DD-369 ), USS JENKINS ( DD-447 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SIGSBEE ( DD-502), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS DASHIELL ( DD-659 ) und sechs weitere Zerstörer, die Geleitzerstörer USS LOVELACE ( DE-198 ), USS MANNING ( DE-199 ) und USS EICHENBERGER ( DE-202 ), die Schnellen Truppentransporter USS BROOKS, USS NOA, USS GILMER und zwei weitere, der Zerstörer und Minensucher USS HAMILTON ( DMS-18 ), das Docklandungsschiff USS GUNSTON HULL ( LSD-5 ), neunzehn Truppentransportschiffe, zweiunddreißig Infanterielandungsfahrzeuge und einundzwanzig Panzerlandungsschiffe. Am 18. April verließen die Schiffe der TF Cape Sudest und fuhren nach Hollandia, Niederländisch-Ostindien. Diese Bucht erreichte die Task Force am 22. April. Vorher waren die Schiffe der TG 77.1 bei Aitape, Neuguinea abgeschwenkt. Die Landeoperation bei Hollandia war ein voller Erfolg und schon sechs Tage später waren alle feindlichen Stellungen besetzt. Durch die schnelle Besetzung und dem geringen Widerstand der den anlandenden Soldaten entgegenschlug, gliederte man noch am 22. April die Task Force 77 um. Man versetzte die USS BEALE in die Task Force 75, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey kommandierte. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS NASHVILLE und USS BOISE ( CL-47 ) und die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS BUSH und USS ABNER READ ( DD-526 ). Diese neun Kriegsschiffe eskortierten die Schiffe der TG 77.3 bis in die Humboldt Bay. Dazu trennten sie sich am 21. April um Mitternacht von der Hauptangriffsgruppe und erreichten um 22:00 Uhr ihr vorgegebenes Ziel. Am folgenden Morgen gegen 6:00 Uhr begann das Bombardement der Kriegsschiffe für 15 Minuten auf japanische Küstenbefestigungen. Dadurch wurden auch hier die japanischen Verteidiger überrascht und schnell aus ihren Verteidigungsanlagen vertrieben. Die dann an Land stürmenden Truppen trafen auf fast keinen Widerstand. Die USS BEALE verließ dann die Humboldt Bay und fuhr zum Seeadler Harbour auf Manus Island. Hier füllte man alle Treibstoff-, Munitions- und Proviantbunker. Anschließend kehrte der Zerstörer in die Humboldt Bay zurück. Hier wurde die mitgebrachte Munition an die anderen Zerstörer der TF 75 verteilt, da man ein neues Aufgabengebiet erhalten hatte. Durch das schnelle Einnehmen der japanischen Stellungen in der Humboldt Bay wandten sich nun die neun Kriegsschiffe der TF 75 zu den Inseln Wakde und Sarmi Island. Hier beschossen sie am 29. und 30. April feindliche Stellungen und den dortigen Flugplatz. Gleich im Anschluss daran begannen die Schiffe in diesen Gewässern zu patrouillieren um das Anlanden japanischer Schiffe mit Nachschub zu verhindern, sicherten die eigenen Versorgungsschiffe und übernahmen die Luft- und Sonarüberwachung bis kurz vor Mitte Mai für die dort anwesenden Flugzeugträger, deren Flugzeuge die Landungstruppen noch tief im Landesinnern unterstützten. Die USS BEALE verließ zusammen mit den Schiffen der TF 75 die Gewässer von Neuguinea und fuhr zum Seeadler Harbour. Hier wurden wieder alle Bunker aufgefüllt und das Schiff auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Der Zerstörer blieb auch in den folgenden Tagen in der TF 75. In dieser TF befanden sich die Leichten Kreuzer USS BOISE, USS NASHVILLE und USS PHOENIX, die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS ROE, USS DALY, USS ABNER READ, USS BACHE, USS WILKES ( DD-441 ), USS BALCH ( DD-363 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS TRATHEN ( DD-530 ), USS WELLES ( DD-628 ) und USS STEVENSON ( DD-645 ), die Geleitzerstörer USS EICHENBERGER, USS MANNING, USS WHITHURST ( DE-634 ), USS NEUENDORF ( DE-200 ), USS JAMES E CRAIG ( DE-201 ) und sowie der Schnelle Truppentransporter USS KILTY ( APD-15 ). Doch noch bevor der Einsatz für diese Schiffe begann, verließ die USS BEALE zusammen mit der USS ABNER READ und der USS BACHE den Seeadler Harbour, um eine Nebenmission in der Nähe der japanischen Basis auf Wewak, Neuguinea zu leiten. Dort befanden sich japanische Küstenbatterien die das Anlanden von PT-Booten, welche ihre Basis bei Aitape hatten, behinderten. Am 9. Mai verließen diese drei Zerstörer Manus Island und fuhren nach Aitape. Hier übernahmen sie am 11. Mai vier PT-Bootsoffiziere an Bord. Zusammen mit diesen wurden die Ziele auf Wewak lokalisiert, die während einer Landung der PT-Boote Widerstand hätten leisten können. Daher begannen die drei Zerstörer am 12. Mai mit dem Bombardement eben dieser Ziele und brachten die vier PT-Bootsoffiziere wieder nach Aitape zurück. Die PT-Boote konnten nun selbständig ohne Feuerunterstützung mit dem Angriff auf Wewak beginnen. Die USS BEALE fuhr zusammen mit der USS BACHE und USS ABNER READ wieder zum Seeadler Harbour. Hier waren die Schiffe der TF 75 zur Sicherung der eigentlichen Invasionsschiffe während der Operation „Straightline“ vorgesehen. Auf den drei Zerstörern begann man sofort mit dem bunkern von Treibstoff und Munition. Am 15. Mai verließen die Schiffe der TF 75 den Hafen von Manus Island und erreichten zwei Tage später das Seegebiet um Wakde. Bis zum 25. Mai blieb die USS BEALE, bis auf den Zeitraum vom 18. bis zum 21. Mai, wo der Zerstörer in der Humboldt Bay war, mit den anderen Schiffen dort zur Unterstützung bis die Insel von den 7.000 amerikanischen Soldaten der 163. RCT der 41. Infanteriedivision eingenommen worden war. Die USS BEALE hatte die Aufgabe erhalten, feindliche U-Boote von der Invasionsflotte fern zu halten und japanische Küstenbefestigungen zu beschießen. Außerdem waren mehrere Zerstörer auf der erfolglosen Suche nach japanischen Versorgungsschiffen, von denen mehrere amerikanische Flugzeugbesatzungen berichtet hatten, die sich in der Nähe von Sarmi befanden. Gleich nachdem große Teile der Soldaten der 41 Infanteriedivision auf Wakde nicht mehr benötigt wurden, während die anderen ins Landesinnere vorstießen, da man es nun nur noch ausschließlich mit feindlichen Bodentruppen zu tun hatte, nahmen diese ihren Platz auf den Schnellen Truppentransportern USS KILTY, USS WARD, USS SCHLEY ( APD-14 ), USS HERBERT ( APD-22 ) und USS CROSBY ( APD-17 ) wieder ein. Zusammen mit den Sicherungsschiffen aus der Task Force 74 und 75 legten diese wieder ab und verließen die Humboldt Bay. Sie wechselten zur indonesischen Insel Biak, wo die Operation „Horliek“ beginnen sollte. Dafür verließ die USS BEALE zusammen mit anderen Schiffen die Gewässer um die Inseln Wakde und Sarmi und eskortierten die Schnellen Truppentransporter ab dem 24. Mai in die Humboldt Bay. Die Invasion dieser Insel begann am 27. Mai und wurde von Rear Admiral William Morrow Fechteler kommandiert. Die Infanteriesoldaten befehligte Major General Horace H. Fuller ( 10. August 1886 in Fort Meade, South Dakota – 18. September 1966 ). Die Japaner änderten während der Invasion der Alliierten ihre Entscheidung Biak und den sich dort aufhaltenden japanischen Soldaten sich selbst zu überlassen. Daher starteten sie zum Entsatz der japanischen Verteidiger auf der Insel die Operation „Kon“. Die USS BEALE verließ am 31. Mai zusammen mit den Schiffen der TF 75 wieder die Insel Biak und fuhr in die Humboldt Bay. Hier wurden die Treibstoff- und Munitionsbunker in Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe aufgefüllt. Ein japanischer Flottenverband war dagegen losgeschickt worden um die Garnison auf Biak zu verstärken. Dieser wird aber durch amerikanische Luftaufklärung am 3. Juni gesichtet und kehrte daraufhin um. Das war das Zeichen für Rear Admiral William Morrow Fechteler all seine Kräfte zusammenzuziehen und einen weiteren Vorstoß der Japaner zu vereiteln. Daher kehrte die USS BEALE zusammen mit den Schiffen der TF 75 am 4. Juni nach Biak zurück. Die Japaner starteten kurz darauf einen zweiten Versuch, um die Garnison auf Biak zu verstärken. Die japanischen Zerstörer SHIKNAMI, URANAMI und SHIGURE sollen 600 Mann auf Lastkähnen nach Biak bringen. Gesichert wurden die drei Schiffe durch die Zerstörer HARUSAME, SHIRATSUYU und SAMIDARE sowie der Kreuzer AOBA und KINU von Vogelkop, Neuguinea aus. Die amerikanische Luftaufklärung erfasste den japanischen Verband und man entsandte am 4. Juni unter dem Kommando von Rear Admiral Victor Alexander Charles Crutchley den alliierten Verband, der aus dem australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA ( D84 ), den amerikanischen Leichten Kreuzern USS PHOENIX und USS BOISE sowie den amerikanischen Zerstörern USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS WELLES, USS MULLANY, USS TRATHEN, USS BACHE, USS FLETCHER ( DD-445 ), USS RADFORD ( DD-446 ), USS JENKINS, ( DD-471 ) und USS LA VALETTE ( DD-448 ) und die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA ( I30 ) und HMAS WARRAMUNGA ( I44 ) bestand. Am Abend des 4. Juni griffen japanische Bomber die alliierten Schiffe an. Die Amerikanischen wie auch die Australischen Schiffe fuhren da auf eine Position im Nordosten von Biak und schnitten den japanischen Schiffen den Weg ab. B-25 Bomber der US Air Force unterstützen die sich entwickelnden Kämpfe und versenkten in den ersten Minuten des 8. Juni den japanischen Zerstörer HARUSAME und beschädigen die SHIRATSUYU und SHIKINAME. Daraufhin kappte man die Leinen der Lastkähne, startete Torpedos und der japanische Verband kehrte wieder um und flüchtete mit hohem Tempo. Die amerikanischen Zerstörer versuchten den feindlichen Verband einzuholen. Während der sich nun entwickelnden Kämpfe wird die SHIGURE beschädigt, kann aber entkommen. Die Jagd der amerikanischen Zerstörer wurde daraufhin um 2:30 Uhr abgebrochen und die Schiffe kehrten ins Kampfgebiet bei Biak in der Humboldt Bay zurück. Von hier aus wechselte die USS BEALE zum Seeadler Harbour. Hier wurden bis zum 28. Juni Wartungsarbeiten und mehrere Übungen durchgeführt. Hier gruppiert man auch die Task Force 75, die Rear Admiral Russell Stanley Berkey während der Operation „Tabletennis“ kommandierte, um. So befinden sich in dieser jetzt die Leichten Kreuzer USS BOISE und USS PHOENIX und die Zerstörer und die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS LA VALETTE, USS JENKINS, USS FLETCHER, USS DALY, USS ABNER READ, USS AMMEN, USS BACHE, USS ROE, USS WELLES, USS WILKES, USS REID ( DD-369 ), USS STEVENSON ( DD-645 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-560 ), USS GRAYSON ( DD-435 ) und USS SWANSON ( DD-443 ). Die Schiffe dieser TF unterstützten zusammen mit der TF 74 die Schiffe der Task Force 77, der US VII. Amphibischen Force, Kommandant Rear Admiral William Morrow Fechteler ( 6. März 1896 – 4. Juli 1967 ), die am 2. Juli 1944 7.100 Mann des 168. Infanterieregiments auf der Insel Noemfoor, Neuguinea landen sollte. Diese Insel Noemfoor war von den Japanern relativ gut verteidigt, erfüllte aber alle Anforderungen mit einem Flugplatz der am westlichsten während der weiteren Neuguinea Kampagne gelegen war. Die Schiffe der TF 75 erreichten am Morgen des 2. Juli die Invasionsstrände von Kamiri an der Nordwestküste von Noemfoor Island. Hier begannen sie ein Bombardement gegen jegliche feindlichen Ziele in Küstennähe. Die dann folgenden Landungstruppen hatten kaum noch feindlichen Widerstand zu brechen. Auch wurden nach diesem Bombardement die Schiffe der TF 75 für weitere Unterstützung nicht benötigt. Daher verließ die USS BEALE zusammen mit den Schiffen der TF 75 noch am selben Tag wieder Noemfoor Island und fuhr in die Humboldt Bay. Diese erreichten die Schiffe am 3. Juli. Es konnten hier Instandhaltungs- und Überholungsarbeiten ausgeführt werden. Am 15. Juli wechselte die USS BEALE nach Aitape. In den dortigen Gewässern blieb der Zerstörer die folgenden zehn Tage und operierte zusammen mit amerikanischen U-Boot-Jägern um die japanische Kommunikation zu stören. Die Japaner versuchten von der Enklave Wewak aus mit Lastwagen die Straßensperren in Richtung Aitape zu durchbrechen. Solche Versuche wurden mit gezieltem Granatfeuer unterbunden. Dann folgten für den Zerstörer und dessen Mannschaft mehrere Trainingsübungen und weitere Patrouillenfahrten entlang der Nordostküste von Neuguinea, die bis Ende des Monats reichten. Man versetzte die USS BEALE im Anschluss daran in die Task Force 74 die von dem australischen Commodore Sir John Augustine Collins ( 7. Januar 1899 in Deloraine bei Westbury, Australien – 3. September 1989 in Australien ) kommandiert wurde. Der Schwere Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die Leichten Kreuzer USS BOISE, USS NASHVILLE und HMAS ARIADNE und die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS MUSTIN, USS RUSSELL, USS WILKES, USS FLETCHER, USS DALY, USS WELLES und USS SWANSON eskortierten ab dem 27. Juli die fünf Schnellen Truppentransporter USS SCHLEY, USS KILTY, USS HERBERT, USS WARD und USS CROSBY und die Landungsschiffe der Task Force 77 nach Cape Sansapor, wo die Operation „Globetrotter“ am 30. Juli 1944 begann. Es erfolgte diesmal aber keine Küstenbeschießung da es von japanischer Seite keinen Widerstand gab. Gleich in den ersten Tagen des August verließ die USS BEALE das Cape Sansapor und fuhr nach Sydney, Australien. Hier unterzog sich der Zerstörer vom 11. bis zum 25. August einer umfangreichen Überholung im Trockendock. Am Ende des Monats kehrte das Kriegsschiff an die Nordostküste Neuguineas zurück. Hier patrouillierte der Zerstörer bis zur Milne Bay entlang der Küste und bombardierte feindliche Streitkräfte, die sich entlang des Küstenstreifens bewegten. Am 30. August verließ die USS BEALE zusammen mit der USS HUTCHINS und USS ABNER READ die Milne Bay und legte am folgenden Tag im Seeadler Harbor, Manus Island zur Auffüllung der Magazine und Treibstoffbunker an. Gleich danach kehrte die USS BEALE in die Humboldt Bay zurück. Dort bereitete man den Zerstörer auf die Operation „Trade Wind“ zur Eroberung von Morotai, Molukken, einem wichtigen Sprungbrett zu den Philippinen, vor. Dazu verlegte man das Schiff in die Task Group 75.1. In dieser TG befanden sich die Leichten Kreuzer USS PHOENIX, USS BOISE und USS NASHVILLE sowie die Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS BACHE, USS DALY, USS ABNER READ und USS BUSH. Diese Kampfgruppe war zusammen mit den Schiffen der TG 75.2 zur Beschießung der Landezone und japanischer Küstenbefestigungen vorgesehen die am 12. September erfolgte. Gleich danach fuhr die USS BEALE den Schiffen der Task Force 77 entgegen und übernahm dort die Sicherung der Landungsschiffe. Am 10. September hatten diese Schiffe der TF 77 von ihren Stützpunkten in Aitape, Wakde und Hollandia abgelegt und erreichten fünf Tage später mit den Truppen der 31. Infanteriedivision und dem 126. RCT das Anlandungsgebiet vor Cape Gila. Dieser Landungsverband bestand aus zwei Gruppen, der „White“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral Daniel Edward Barbey als Oberkommandierender des Unternehmens auf dem Führungsschiff USS WASATCH ( AGC-9 ) und der „Red“ Group unter dem Befehl von Rear Admiral William Morrow Fechteler an Bord des Zerstörers USS HUGHES ( DD-410 ). Zur Landungsflotte gehören die beiden australischen amphibischen Truppentransporter HMAS KANIMBLA ( C78 ) und HMAS MANOORA ( F48 ), die amerikanischen Schnellen Truppentransporter USS KILTY, USS HERBERT, USS CROSBY, USS WARD und USS SCHLEY ( APD-14 ), 45 Panzerlandungsschiffe, 24 Infanterielandungsfahrzeuge, 20 Panzerlandungsboote und dem Docklandungsschiffes USS CARTER HALL ( LSD-3 ). Gesichert wurden diese Schiffe durch die Zerstörer USS HUTCHINS, USS HUGHES, USS FLETCHER, USS DALY, USS ABNER READ, USS TAYLOR ( DD-468 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ), USS HOPEWELL ( DD-681 ), USS JENKINS, USS STEVENS ( DD-479 ), USS HOBBY ( DD-610 ), USS MUSTIN ( DD-413 ), USS RUSSELL ( DD-414 ), USS MORRIS ( DD-417 ), USS ANDERSON ( DD-411 ), USS JOHN RODGERS ( DD-574 ), USS HARRISON ( DD-573 ), USS McKEE ( DD-575 ), USS MURRAY ( DD-576 ), USS RINGGOLD ( DD-500 ), USS SCHROEDER ( DD-501 ), USS SIGSBEE ( DD-502 ) und USS DASHIELL ( DD-659 ), 4 Fregatten, 6 Patrouillenboote, 2 Hochseeschlepper und 4 Minensucher. Die Landung auf Morotai begann am 15. September. Die USS BEALE reihte sich zusammen mit der USS BACHE und USS BUSH in die Task Group 77.2 ein. Diese Schiffe trennten sich von der Hauptgruppe und passierten die Meerenge zwischen Morotai und Halmahera. Der Grund dafür war Galela Island. Hier sollte sich ein japanischer Stützpunkt befinden. Eine Stunde lang wurde diese Insel beschossen ohne das eine Antwort einer feindlichen Küstenbatterie erfolgte. Daraufhin brachen die alliierten Schiffe das Bombardement ab und fuhren nach Morotai zurück. Hier sollten sie sämtliche japanische Küstenbefestigungen unter Beschuss nehmen. Doch ihre Geschütze blieben stumm. Der abwesende Feind hatte sich ins Landesinnere zurückgezogen und erlaubte den alliierten Angriffstruppen ihre festgelegten D-Day Ziele unbehelligt einzunehmen. Da die USS BEALE nun nicht mehr zur Unterstützung der Landungstruppen benötigt wurde, zog sich der Zerstörer von Morotai zurück und reihte sich am 16. September in der Nähe von Mios Woendi in die Task Group 77.1, zur Sicherung der Geleitflugzeugträger, ein. Hier verbrachte die USS BEALE für fast einen Monat mit Trainingsübungen. Diese wurden nur durch Reparaturen im Seeadler Harbour unterbrochen. Am 12. Oktober lag der Zerstörer wieder in der Humboldt Bay. Dort bereitete man die USS BEALE auf den Angriff auf die Philippinen während der Operation „King II“ vor. Man versetzte den Zerstörer in die Task Group 77.3 die Rear Admiral Russell Standon Berkey befehligte. In dieser TG befanden sich die australischen Schweren Kreuzer HMAS AUSTRALIA und HMAS SHROPSHIRE, die amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE, die australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und WARRAMUNGA sowie die amerikanischen Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS AMMEN, USS DALY, USS BACHE, USS BUSH, USS STEMBEL ( DD-644 ) und USS KILLEN ( DD-593 ). Diese Schiffe waren als Deckungsgruppe für drei Trägerkampfgruppen eingesetzt. Unter massiver Luftsicherung durch Flugzeuge aller Trägergruppen läuft eine gewaltige Landungsflotte in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober in den Leyte Golf ein. Sofort beginnen die Landungen bei Tacloban in der San Pedro Bay. Feuerunterstützung erhalten die Landungsschiffe durch die Schlachtschiffe aus der Task Force 78 und den Schiffen der Task Group 77.3. Um 9:00 Uhr eröffneten diese Schiffe das Feuer auf die Zielgebiete im Anlandungsbereich. Genau eine halbe Stunde später begannen sich die Landungsfahrzeuge in Richtung Strand zu bewegen, da verlagerten die Schiffe der TG 77.3 ihr Feuer auf das Landesinnere. Vier Tage lang blieben die Kriegsschiffe in dieser Bucht und unterstützten mit ihren Schiffsgeschützen die Landungstruppen wann immer sie es verlangten. In diesen Tagen mussten sich die alliierten Schiffe massiven feindlichen Luftangriffe erwehren. Dies führte zu mehreren Ausfällen. So traf am 20. Juli ein japanischer Torpedobomber den Leichten Kreuzer USS HONOLULU ( CL-48 ) was ihn zu einer Fahrt an die US Westküste für Reparaturarbeiten zwang. Am folgenden Tag feuerten die Luftabwehrgeschützmannschaften auf der USS BEALE wieder auf japanische Flugzeuge. Eines davon konnte aber nicht rechtzeitig abgeschossen werden und raste in die HMAS AUSTRALIA. Auch am 22. Oktober nahmen die feindlichen Luftangriffe kein Ende. Auf der USS BEALE schoss man auf eines der Flugzeuge das auch getroffen wurde, das aber trotzdem in der Nähe eines Infanterielandungsfahrzeuges einschlug. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich für die alliierte Flotte eine weitere Gefahr am Horizont ab. Durch den massiven Angriff der Alliierten werden drei japanische Flotten in Richtung Leyte Golf geschickt. Diese sollen die philippinische Insel Leyte sichern und den Angriff abwehren. Am Mittag des 23. Oktober wurden diese vagen Befürchtungen über eine Bedrohung der amphibischen Einheiten im Golf von Leyte zur Gewissheit. Mehrere amerikanische U-Boote und Flugzeuge hatten von mindestens drei verschiedenen Flotten berichtet. Dadurch wurden am folgenden Nachmittag die Sicherungsgruppen der amerikanischen 7. Flotte umgruppiert. Rear Admiral Berkey erhielt den Auftrag die rechte Flanke zu sichern. Dafür erhielt er den australischen Schweren Kreuzer HMAS SHROPSHIRE, die beiden amerikanischen Leichten Kreuzer USS PHOENIX und USS BOISE, den australischen Zerstörer HMAS ARUNTA und die amerikanischen Zerstörer USS BEALE, USS HUTCHINS, USS DALY, USS BACHE, USS KILLEN, USS REMEY ( DD-688 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS MERTZ ( DD-691 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS McDERMUT ( DD-677 ) und USS McNAIR ( DD-679 ) zur Verfügung gestellt. Diesen Schiffen gegenüber steht die japanische Südgruppe, befehligt von Vizeadmiral Shōji Nishimura ( 30. November 1889 – 24. Oktober 1944 ), in der sich die Schlachtschiffe FUSO und YAMASHIRO, dem Kreuzer MOGAMI und den Zerstörern MICHISHIO, ASAGUMO, YAMAGUMO und SHIGURE befanden und sich mit der von Norden her kommenden 2. Kampfgruppe, befehligt von Kiyohide Shima ( 5. Februar 1890 – 7. November 1973 ), in der sich die Kreuzer NACHI, ASHIGARA und ABUKUMA und die Zerstörer AKEBONO, USHIO, KASUMI, SHIRANUSHI, WAKABA, HASUSHIMO und HATSUSHARU in der Sulu See vereinigen sollte. Diese beiden Kampfgruppen wurden am Morgen des 24. Oktober durch die amerikanische Luftaufklärung erfasst. Im Südzugang der Surigao Straße, der Passage zwischen den Inseln Leyte und Dinagat, werden die Schiffe der Nishimura Gruppe durch amerikanische Zerstörer nacheinander gestellt. Die USS BEALE wurde am rechten Flügel vor der Frontlinie eingesetzt und nahm kurz vor 3:30 Uhr des 25. Oktober am zweiten Torpedoangriff der amerikanischen Zerstörer auf die vorrückenden japanischen Schiffe von Vizeadmiral Shōji Nishimura teil. Obwohl ihre eigenen Torpedos keine Treffer erzielten, erreichten andere Schwesterschiffe mit ihren Torpedos ihre Ziele. So versenkte die USS HUTCHINS zusammen mit der USS DALY und USS BACHE den japanischen Zerstörer MICHISHIO und treffen das Schlachtschiff FUSO mit Torpedos, so dass dieses später ebenfalls sinkt und etwa 1.400 Besatzungsmitglieder mit untergehen. Die USS REMEY, USS McGOWAN und USS MELVIN landeten vorher einen Torpedotreffer auf der FUSO und die USS MONSSEN und USS McDERMUT mehrere Torpedotreffer auf dem Schlachtschiff YAMAGUMO, welches kurz darauf sinkt, und auf den Zerstörern MICHISHIO und ASAGUMO. Die MICHISHIO ist Bewegungsunfähig und bei der ASAGUMO wurde der Bug abgerissen und musste das Kampfgeschehen augenblicklich verlassen, wurde aber später durch Artilleriefeuer versenkt. Die USS BEALE und ihre Schwesterschiffe zogen sich dann nach dem Torpedoangriff zurück, um den Kreuzern und Schlachtschiffen ein freies Schussfeld zu geben. Nachdem dann die Zerstörer der linken Flanke den dritten Torpedoangriff ausgeführt und sich danach zurückgezogen hatten, konnten die Geschützmannschaften der Kreuzer und Schlachtschiffe die Zerstörung fortsetzen, die die Zerstörer so geschickt eingeleitet hatten. Deshalb lässt Vizeadmiral Shima seine Kampfgruppe augenblicklich während der Kampfhandlungen beidrehen und flüchten um wenigstens einige wenige Kriegsschiffe zu retten. Dadurch kam die USS BEALE und deren Schwesterschiffe, die keine Torpedos mehr an Bord hatten, nicht in die Verlegenheit gegen diese feindlichen Schiffe kämpfen zu müssen. Von Vizeadmiral Nishimuras Flotte kann nur der Zerstörer SHIGURE unbeschädigt entkommen, alle anderen Schiffe wurden während der Schlacht oder später durch Flugzeuge versenkt. Nach dieser Schlacht kehrten alle Alliierten Schiffe zu ihren Einheiten zurück. Das Ausmaß des amerikanischen Sieges nahm noch zu, nachdem die Nachrichten von den Erfolgen der amerikanischen Flotten nördlich von Samar und vor Cape Engano bekannt wurden. Die USS BEALE blieb bis zum 29. Oktober in den Gewässern der San Pedro Bay und sicherte diese vor feindlichen U-Booten und Luftangriffen. Das Kriegsschiff verließ an diesem 29. Oktober die Philippinen und fuhr ostwärts. Die Freude unter der Besatzung des Zerstörers war grenzenlos, nachdem man erfahren hatte das die Fahrt an die US Westküste ging. Das Kriegsschiff fuhr über das Atoll Ulithi, Karolinen und Pearl Harbor nach Seattle, Washington. In diesen Hafen lief der Zerstörer am 27. November ein. Von hier aus ging die Fahrt nach San Francisco weiter, wo eine verlängerte Reparaturzeit begann. Diese Überholung war am 17. Januar 1945 abgeschlossen und am folgenden Tag wechselte die US BEALE nach San Diego. Hier begann man mit dem Auffrischungstraining. Am 31. Januar verließ dann das Kriegsschiff wieder die kalifornische Küste und fuhr nach Pearl Harbor. In diese Marinebasis lief das Kriegsschiff am 8. Februar ein. Schon ab dem folgenden Tag begannen das Artillerie und Anti-U-Boot Kampftraining im örtlichen Operationsgebiet. Außerdem wurden mit der USS CHENANGO ( CVE-28 ) mehrere Szenarien geübt wegen der Sicherung des Geleitflugzeugträgers vor angreifenden Flugzeugen. Fast einen Monat blieb die USS BEALE dort und verpasste infolgedessen den Angriff auf Iwo Jima am 19. Februar. Am 4. März verließ die USS BEALE zusammen mit dem Schwesterschiff USS AMMEN und dem Leichten Kreuzer USS ST. LOUIS ( CL-49 ) Pearl Harbor und fuhr zum Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Ziel war das Atoll Eniwetok, Marshall Islands. Hier legten die drei Kriegsschiffe am 10. März zum auffüllen der Treibstoffbunker an und verließen es noch am selben Tag. Am 13. März erreichten sie dann das Atoll Ulithi. Hier trennten sich die beiden Zerstörer von dem Leichten Kreuzer. Damit waren beide Zerstörer rechtzeitig für die Invasion auf Okinawa zur Stelle. Vom Atoll Ulithi ging dann die Fahrt in die San Pedro Bay weiter, wo die USS BEALE zusammen mit der USS AMMEN drei Tage später anlegte. Die dann auf Reede liegenden Zerstörer reihte man gleich in die Task Force 55 ein, die Rear Admiral John Lesslie Hall, Jr. ( 11. April 1891 in Williamsburg, Virginia – 6. März 1978 in Scottsdale, Arizona ) während der Operation „Iceberg“ befehligte. Dabei kommandierte Captain E. W. Young die Task Group 55.6, die Southern Attack Force. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS BEALE, USS BUSH, USS MULLANY, USS AMMEN, USS BACHE, USS ROOKS ( DD-804 ), USS HUDSON ( DD-475 ), USS BENNETT ( DD-473 ), USS WADSWORTH ( DD-516 ), USS ANTHONY ( DD-515 ), USS HYMAN ( DD-732 ), USS PURDY ( DD-734 ) und USS PUTNAM ( DD-757 ), die Geleitzerstörer USS CROUTER ( DE-11 ), USS CARLSON ( DE-9 ), USS DAMON M CUMMINGS ( DE-643 ), USS VAMMEN ( DE-644 ), USS O´NEILL ( DE-188 ) und USS WALTER C WANN ( DE-412 ) und der Schnelle Truppentransporter USS SIMS ( APD-50 ). Nach dem Abschluss mehrerer Übungen bereitete man die Schiffe auf die kommenden Kämpfe vor. Dann legten sie am 27. März im Leyte Gulf ab. Unterwegs hatten die Schiffe der TG 55.6 die langsameren Staffeln auf dem Weg nach Okinawa eingeholt. Am frühen Morgen des 1. April befanden sie sich auf ihren Angriffspositionen. Dann wenige Stunden später begann das Bombardement gegen feindliche Küstenbatterien damit die Soldaten des 24. Armeekorps und die Marineinfanteristen der 3. Amphibious Group an den Stränden der Westküste beidseits des Bisha Rivers ihren Brückenkopf einrichten und ins Landesinnere vorrücken konnten. Die Gegenwehr der Japaner war in den ersten fünf Tagen sehr schwach. Die vermeintliche Ruhe war mit dem Beginn des sechsten Tages an Land wie auch auf See vorbei. Alle Flakbesatzungen auf den Kriegsschiffen hatten alle Hände voll zu tun um die angreifenden Kamikazepiloten abzuwehren. Viele davon konnten abgeschossen oder abgewehrt werden, aber einige schafften ihre Mission und stürzten sich auf die amerikanischen Schiffe. In einem solchen Fall erlitt das Schwesterschiff USS NEWCOMB ( DD-586 ) aus der Task Undergroup 54.1.5 am Nachmittag des 6. April innerhalb von nur einer Stunde den Angriff von gleich vier Kamikazepiloten. Die USS NEWCOMB lag ungefähr 10 Meilen nördlich von Zampa Misaki. Das Schwesterschiff USS LEUTZE ( DD-481 ) aus der selben TU eilte dem brennenden Schiff zu Hilfe genauso wie die USS BEALE. Das Schadensbegrenzungsteam der USS NEWCOMB wurden durch Besatzungsmitglieder der USS LEUTZE unterstützt. Dann wurde selbst der Zerstörer durch einen Kamikazepiloten schwer beschädigt und musste die USS NEWCOMB und USS BEALE alleine lassen. Das an Bord der USS NEWCOMB ausgebrochene Feuer war nach einer halben Stunde unter Kontrolle gebracht worden. Achtzehn Besatzungsmitglieder waren während der Kamikazeattacken ums Leben gekommen, vierundsechzig zum Teil schwer verletzt und fünfundzwanzig wurden als vermisst gemeldet. Die Antriebslose und Manövrierunfähige USS NEWCOMB wurde von dem Hochseeschlepper USS TEKESTA ( ATF-93 ) ins Schlepptau genommen und zu den Kerama Inseln geschleppt. Dorthin eskortierte die USS BEALE beide Schiffe und kehrte anschließend zu ihren Aufgaben bei der TG 55 zurück. In den folgenden Wochen vor den Ryukyu Inseln bestand für den Zerstörer die Hauptaufgabe darin die Radarvorpostenstation zu sichern und die amerikanischen Schiffe vor feindlichen Luft- und Unterwasserangriffen zu informieren, da sich eben diese Schiffe jeden Abend in sichere Gewässer, die in einiger Entfernung von der Küste Okinawas lagen, zurückzogen. Die verzweifelte Lufttaktik, die die Japaner als Reaktion auf den Angriff auf Okinawa begonnen hatten, machte die Anti-Kriegsführung bei den amerikanischen Schiffen zur vorherrschenden Form des Kampfes. Daher waren die Geschützmannschaften der USS BEALE Tag und Nacht bereit bis zur Unterwerfung von Okinawa auf jedes feindliche Flugzeug zu schießen. Am 16. April, während der Zerstörer die Feuerunterstützungsschiffe der Task group 51.5 in der Nähe der Insel Ie Shima abschirmte, versuchten drei japanische Kamikazepiloten einen Angriff auf die USS BEALE. Das den Angreifern entgegenschlagende Abwehrfeuer beschädigte das führende Flugzeug, welches als eine deutsche Focke Wulf Fw 190 identifiziert wurde, und stürzte brennend ins Meer. Der Pilot konnte nicht mehr aussteigen. Dann näherten sich die beiden anderen japanischen Sturzkampfbomber und vollführten einen konventionellen Bombenangriff. Sie flogen von der Steuerbordseite aus die USS BEALE an. Als diese beiden noch in einer Entfernung von rund 7.300 Metern waren, begannen die Luftabwehrgeschütze des Zerstörers auf beide Angreifer zu schießen. Da tauchte hinter den beiden japanischen Maschinen eine F4U Corsair vom US Marine Corps auf und wollte die beiden Feinde abfangen. Die Geschützmannschaften stellten augenblicklich das Feuer ein, aber alle drei Flugzeuge waren dirch die Schrapnelle getroffen und stürzten ins Meer. Der Pilot von der Corsair konnte allerdings noch rechtzeitig aussteigen und ein Geleitzerstörer fischte ihn aus dem Wasser. Während des Monats Mai hatte die USS BEALE zwei weitere feindliche Luftangriffe abzuwehren. Nach Einbruch der Dunkelheit am 4. Mai versuchte ein einziges in der Dunkelheit nicht erkennbares japanisches Flugzeug sich auf den Zerstörer zu stürzen. Aber auch hier behielten die Geschützmannschaften die Oberhand und schickten den Angreifer auf den Grund des Meeres. Am 28. Mai kam es erneut zu solch einem Zwischenfall. Ein japanisches Bombenflugzeug flog alleine auf das Kriegsschiff zu und wollte sich darauf stürzen. Aber auch hier kam es nur wenige Meter bis an den Zerstörer heran und stürzte dann durch die Luftabwehr ins Meer. Anfang Juni war der feindliche Widerstand vor Okinawa an Land wie auch in der Luft fast gebrochen. Nur noch wenige japanische Flugzeuge, die direkt von den japanischen Hauptinseln aufgestiegen waren, schafften es bis zu den amerikanischen Schiffen und an Land waren viele versprengte japanische Truppen isoliert und umzingelt. Daher verließ die USS BEALE am 3. Juni ihre Position und fuhr zur Iheya Retto Insel, die zur Inselgruppe von Okinawa gehört und etwa 20 km nördlich der Motobu Halbinsel liegt. Hier beteiligte sich der Zerstörer den organisierten Widerstand zu brechen. Dann musste die USS BEALE am 7. Juni zu den Kerama Retto Inseln fahren. Der Zerstörer benötigte frischen Treibstoff und Munition. Dort vor den Inseln kam es zu einer Kollision mit dem Benzintanker USS YAHARA ( AOG-37 ). Die USS BEALE erlitt dabei nur leichte Beschädigungen. Nach dem Abschluss der Bunkerarbeiten kehrte der Zerstörer auf seine vorgegebene Position zurück. Die Kämpfe um Okinawa wurden am 2. Juli offiziell für beendet erklärt. In der Zwischenzeit hatte die USS BEALE am 24. Juni die Gewässer von Okinawa verlassen und hatte einen Kurs in die San Pedro Bay genommen. Hier erfolgten an dem Kriegsschiff kleinere Reparaturen und die Übernahme von Vorräten. Das Kriegsschiff integrierte man in die Task Force 95, welche den ersten East China Sea Antishipping Sweep durchführen sollten und von Rear Admiral Francis Stuart Low ( 15. August 1894 in Albany, New York – 22. Januar 1964 in Alameda, Kalifornien ) befehligt wurde. In der TF befanden sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA ( CB-1 ) und USS GUAM ( CB-2 ), die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND ( CL-55 ), USS COLUMBIA ( CL-56 ), USS MONTPELIER ( CL-57 ) und USS DENVER ( CL-58 ) sowie die Zerstörer USS BEALE, USS AMMEN, USS DALY, USS MASSEY ( DD-778 ), USS VAN VALKENBURGH ( DD-656 ), USS JAMES C OWENS ( DD-776 ), USS ANTHONY ( DD-515 ) und zwei weitere. Am 13. Juli verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und fuhren nach Okinawa, wo sie am 16. Juli in der Buckner Bay ankerten. Am folgenden Tag ließen die Schiffe die Buckner Bay hinter sich und fuhren an die chinesische Küste. Hier begann die Suche nach japanischen Schiffen im Mündungsgebiet des Jangtsekiang und im Japanischen Meer. Die Operation musste aber am 22. Juli gestoppt werden wegen eines heraufziehenden Taifuns. So kehrten die Schiffe der TF 95 in ihr Ausgangsgebiet in der Bruckner Bay zurück, die sie am 24. Juli erreichten. Hier strukturierte man noch am selben Tag die Task Force 95 um und Vizeadmiral Jesse Bartlett Oldendorf ( 16. Februar 1887 in Riverside, Kalifornien – 27. April 1974 in Portsmouth, Virginia ) übernahm das Kommando über die TF während der Zweiten Kreuzfahrt ins Ostchinesischen Meer zur Bekämpfung des feindlichen Schiffsverkehrs. Rear Admiral Francis Stuart Low erhielt das Kommando über die Task Group 95.2 in der sich die Schlachtkreuzer USS ALASKA und USS GUAM, die Leichten Kreuzer USS CLEVELAND, USS COLUMBIA, USS MONTPELIER, USS DENVER und die Zerstörer USS BEALE, USS DALY, USS AMMEN, USS VAN VALKENBURGH, USS MASSEY, USS ANTHONY, USS JAMES C OWENS und zwei weitere befanden. Die TG verließ am 1. August die Buckner Bay und fuhr zu den Gewässern vor Shanghai im Ostchinesischen Meer. In diesen Gewässern kreuzten die Schiffe bis zum Kriegsende, welches am 15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans erfolgte. Die USS BEALE kehrte allerdings schon am 8. August in die Buckner Bay zurück. Hier erlebte die Schiffsbesatzung am 15. August auch das Ende des Zweiten Weltkrieges im pazifischen Raum durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Die Kapitulationsurkunde wurde am 2. September auf dem Schlachtschiff USS MISSOURI ( BB-63 ) in der Tokyo Bay unterzeichnet. Die USS BEALE verließ am 6. September die Buckner Bay und fuhr nach Japan. Der Zerstörer erreichte am 15. September den Hafen von Nagasaki und begann mit dem Dienst zur Unterstützung der alliierten Besatzungsmacht. In den folgenden zwei Monaten besuchte das Kriegsschiff mehrere japanische Häfen während es Kurierdienste, Entmilitarisierungsinspektionen und Eskortiereinsätze ausführte. Am 15. November verließ die USS BEALE Sasebo und fuhr in Richtung Osten. Nach einer Zwischenpause in Pearl Harbor erreichte das Kriegsschiff am 6. Dezember San Diego. Vier Tage später stach der Zerstörer wieder in See. Sein Ziel war die US Ostküste. Das Kriegsschiff durchquerte am 18. Dezember den Panamakanal und legte zwei Tage vor Weihnachten im Hafen von Charleston, South Carolina an. Nach einer dreimonatigen Inaktivierungsüberholung stellte man die US BEALE am 11. April 1946 außer Dienst und versetzt sie in die Reserveflotte.
Während die USS BEALE noch ein Teil der Inaktiven Flotte war, wurde der Zerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts verlegt. Hier baute man das Kriegsschiff zu einem Anti-U-Boot Zerstörer um und übergab ihm die Kennung DDE-471. Am 1. November 1951 stellte Commander Frank Hoblitzell Price, Jr. ( 11. Juni 1919 in Van Lear, Johnson County, Kentucky – 12. Juni 2002 in Largo, Pinellas County, Florida ) das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy. Bis zum 8. Februar 1952 blieb der Anti-U-Boot Zerstörer in der Werft, bis die Endausrüstung abgeschlossen war. Ab diesem 8. Januar begann die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die das Schiff für einen kurzen Besuch nach Norfolk, Virginia und in die Karibik führte. Dann begannen zwischen Ende März und Anfang Mai in der Boston Naval Shipyard die üblichen Sichtkontrollen am Schiffskörper und die Auffüllung der Bunker und der Verproviantierung. In den ersten Tagen des Mai legte die USS BEALE dann in Boston ab und stach in See. Ziel war erneut Norfolk. Dort machte man das Kriegsschiff am 5. Mai fest und wurde in die Atlantikflotte integriert. Gegen Ende des Monats verließ dann der Anti-U-Boot Zerstörer wirde Norfolk und fuhr in den Golf von Mexiko. Dort blieb das Kriegsschiff den gesamten Monat Juni über und sicherte den Leichten Flugzeugträger USS CABOT ( CVL-28 ), der für Trainingseinheiten der Marineflieger aus Pensacola, Florida diente. Am 4. Juli kehrte die USS BEALE nach Norfolk zurück und nahm ihre normalen Operationseinsätze von diesem Hafen aus wieder auf. Für den Rest des Jahres 1952 war das Kriegsschiff im Einsatz in den Virginia Capes und musste sich den üblichen Reparaturarbeiten unterziehen. Ende Januar 1953 verließ der Anti-U-Boot Zerstörer seinen Heimathafen und fuhr nach Süden. Hier sollte er sich an der jährlichen Flottenübung „Springboard“ beteiligen. Nach den ersten Übungen zusammen mit dem Flugzeugträger USS MIDWAY ( CVA-41 ), die vor der Küste von Mayport, Florida abgehalten wurden, fuhr die USS BEALE weiter in die Nähe von Puerto Rico. Hier begannen ab Ende Februar bis Anfang März die eigentlichen Manöver. Anschließend fuhr das Kriegsschiff wieder nach Norfolk und legte am 13. März dort an. Erst am 17. April war der Anti-U-Boot Zerstörer wieder ausgelaufen und fuhr in die Cheseapeake Bay, Maryland um in diesen Gewässern für den folgenden Einsatz zu trainieren. Dieser Einsatz war eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer. Auf dieser Fahrt besuchte die USS BEALE die Häfen von Londonderry, Nordirland und Plymouth, England bevor sie die Straße von Gibraltar durchquerte. Im Mittelmeer besuchte der Anti-U-Boot Zerstörer unter anderem den Badeort Golge Juan an der französischen Côte d’Azur und Neapel, Italien. Das Kriegsschiff stach am 13. Juni von Neapel aus in See und nahm einen Kurs zurück an die US Ostküste. Hier beteiligte sich die USS BEALE gleich daran anschließend im Juli und in der ersten Augusthälfte an lokalen Operationen und fuhr dann nach Norden zur Küste von Nova Scotia, Kanada. Hier war der Anti-U-Boot Zerstörer ein Sicherungsschiff für den Flugzeugträger USS VALLEY FORCE ( CVA-45 ). Im Heimathafen Norfolk machte man dann die USS BEALE am 4. September an ihrem Liegeplatz fest. Danach nahm das Kriegsschiff bis zum 2. Oktober an den üblichen Routineoperationen teil. Am 2. Oktober verließ der Ant-U-Boot Zerstörer wieder den Heimathafen und fuhr in die New York Naval Shipyard, wo er am folgenden Tag ankam und sich einer dreimonatigen Überholung unterzog. Das war die erste nach der Rückkehr zur aktiven Flotte. Nach den dann folgenden Auffrischungskursen vor der Guantanamo Bay, Kuba Anfang 1954, kehrte die USS BEALE im März nach Norfolk zurück. Hier bereitete man das Schiff auf einen Einsatz im Mittelmeer vor. Am 11. Mai begann die Kreuzfahrt und bis zum frühen Herbst beteiligte sich das Kriegsschiff am Dienst in der 6. US Flotte. Dann kehrte der Anti-U-Boot Zerstörer an die US Ostküste zurück und wurde am 10. Oktober in Norfolk festgemacht. Den Rest des Jahres blieb dann das Kriegsschiff im Hafen liegen. Ab Januar 1955 nahm die USS BEALE wieder an Operationen entlang der US Ostküste teil. Diese zogen sich von Newport, Rhode Island im Norden bis nach Puerto Rico und Key West, Florida im Süden. Das Kriegsschiff blieb bis Ende Mai dabei. Danach legte es für sechs Wochen in Norfolk wieder an. Am Ende der ersten Juli Woche verließ der Anti-U-Boot Zerstörer wieder seinen Heimathafen und fuhr nach Newport. Hier beteiligte sich das Kriegsschiff an Trainingseinheiten von Flugzeugträgern. Anschließend wechselte die USS BEALE in die Nähe der Bermudas. Dort beteiligte sich das Kriegsschiff an Operationen, an denen auch das am 22. April 1955 zu Testzwecken aus dem Dock entlassene Atom-U-Boot USS NAUTILUS ( SSN-571 ) beteiligt war. Nach der Unterstützung bei der Bewertung der Fähigkeiten dieses atomgetriebenen U-Bootes legte der Anti-U-Boot Zerstörer am 6. August wieder in Norfolk an. Einen Monat später fuhr das Kriegsschiff wieder ins Mittelmeer um an zwei NATO Übungen teilzunehmen. Die eine Übung hieß „Centerboard“ und die andere Operation hatte den Namen „New Broom IV“ erhalten. Beide Übungen wurden vor der atlantischen Küste von Portugal durchgeführt. Die USS BEALE verließ am 10. Oktober den Hafen von Lissabon und legte dreizehn Tage später in Norfolk an. Nach einer Pflege- und Reparaturphase, die die bis zum Ende des Jahres 1955 andauerte, beteiligte sich der Anti-U-Boot Zerstörer ab Anfang Januar 1956 an lokalen Operationen vor den Virginia Capes. Mitte Februar verließ das Kriegsschiff wieder seinen Heimathafen und fuhr nach Süden. Hier nahm die USS BEALE an der jährlichen Flottenübung „Springboard“ in den Gewässern zwischen Kuba und Puerto Rico teil. Am 22. März legte das Kriegsschiff wieder in Norfolk an und führte bis Ende Mai in der näheren Umgebung mehrere Trainingsfahrten und andere Übungen durch. Der Anti-U-Boot Zerstörer verließ am 31. Mai wieder Hampton Roads, Virginia und fuhr in Richtung Golg von Mexiko. Auf dem Weg dorthin statte das Kriegsschiff den Häfen von Pensacola, New Orleans und Galveston einen Besuch ab. In der Zeit bis zum 5. Juli beteiligte sich die USS BEALE hier an mehreren Operationen. An diesem 5. Juli verließ der Anti-U-Boot Zerstörer den Hafen von Galveston, Texas und fuhr zu seinem Heimathafen zurück. In Norfolk legte er am 9. Juli an. Von Mitte Juli an musste sich nun das Kriegsschiff in der Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia einer Generalreparatur unterziehen. Diese dauerte bis Anfang November. Am 10. November verließ das Kriegsschiff wieder Norfolk und fuhr zur Guantanamo Bay. Hier sollte für einen Monat ein Auffrischungstraining für die Mannschaft beginnen. Eine Woche vor Weihnachten kehrte die USS BEALE nach Norfolk zurück. In den dann ersten elf Wochen des Jahres 1957 blieb das Kriegsschiff in der Nähe des Heimathafens und beteiligte sich hier nur an lokalen Operationen. Am 18. März legte dann der Anti-U-Boot Zerstörer wieder ab. Seine neue Kreuzfahrt beinhaltete die Umfahrung des afrikanischen Kontinents. Dies musste so erfolgen, da durch die ägyptische Regierung unter Gamal Abdel Nasser Hussein ( 15. Januar 1918 in Alexandria, Sultanat von Ägypten – 28. September 1970 in Kairo, Ägypten ) es zu Feindseligkeiten mit Israel wegen des von Ägypten geschlossenen Suezkanals gekommen war. Infolge dessen konnte die USS BEALE nicht über das Mittelmeer in den Indischen Ozean gelangen. Über die Azoren erreichte das Kriegsschiff am 30. März den Hafen von Feetown, Sierra Leone. Danach besuchte der Anti-U-Boot Zerstörer vom 10. bis zum 12. April den Hafen von Simonstown, Südafrika bevor es Cape Agulhas, Afrikas südlichsten Punkt, umrundete. Von diesem Cape aus ging es weiter nach Mombassa, Kenia. Nach dem Verlassen dieses Hafens fuhr das Kriegsschiff in den Persischen Golf ein. Hier legte es in den Häfen von Qeshm, Iran und in Bahrain an. Nach dem verlassen des Persischen Golfs erreichte die USS BEALE Massawa, Eritrea. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Suezkanal wiedereröffnet. Anfang Juni durchquerte das Kriegsschiff den Kanal und erreichte am 4. Juni Piräus, Griechenland. Zwischen dem 5. und dem 14. Juni durchquerte das Kriegsschiff das Mittelmeer bis nach Spanien. Hier lag der Anti-U-Boot Zerstörer in den folgenden vier Wochen in den Häfen von Valencia, Cartagena und Barcelona. Nach einem zweitägigen Aufenthalt vor Gibraltar begann das Kriegsschiff am 14. Juli mit der Überquerung des Atlantiks. In Norfolk lief dann die USS BEALE am 26. Juli ein. Hier lag das Kriegsschiff nur die nächsten sechs Wochen. Am 3. September stach das Kriegsschiff wieder in See und fuhr zu den britischen Inseln. Im Hafen von Plymouth, England legte es am 14. September an und verbrachte des Rest des Monats mit der Beteiligung an dem NATO Manöver „Stand Firm“. Am Ende des Manövers lief der Anti-U-Boot Zerstörer zu einem zehntägigen Besuch in den französischen Hafen Cherbourg ein. Am 10. Oktober verließ das Kriegsschiff wieder diesen Hafen und kehrte an die Ostküste der Vereinigten Staaten zurück. Die Chesapeake Bay erreichte die US BEALE am 22. Oktober. Von hier aus nahm das Kriegsschiff wieder seinen normalen Dienst entlang der Ostküste auf. Ende März 1958 erhielt der Anti-U-Boot Zerstörer die Absage seines geplanten Einsatzes im Mittelmeer. Dafür übernahm das Kriegsschiff mehrere Aufgaben innerhalb der Task Group Alfa. Diese war eine experimentelle Gruppe, die gebildet wurde um neue fortschrittliche Techniken und Verfahren zur Abwehr von U-Booten zu entwickeln und zu lehren. Die Arbeit in eben dieser ASW Entwicklungsgruppe hielt die USS BEALE in den folgenden fünf Jahren ziemlich nah an der US Ostküste und verhinderte so jede weitere Dienstfahrt die weiter wie bis in die Karibik führte. In der Task Group Alfa befand sich der Flugzeugträger USS VALLEY FORCE ( CVS-45 ) und die Zerstörer USS BEALE, USS BACHE, USS WALLER ( DD-466 ), USS EATON ( DD-510 ) und USS CONWAY ( DD-507 ). Diese erweiterten Aufgaben hinderten das Kriegsschiff allerdings nicht an international bedeutenden Ereignissen teilzunehmen. So verwendete man den Anti-U-Boot Zerstörer nach zahlreichen weiteren Übungen für die Suche nach der unbemannten Raumkapsel der Mercury-Redstone 1A Rakete. Diese Rakete war am 19. Dezember 1960 auf einen suborbitalen Flug gebracht worden um die Raumkapsel für eine Raumfahrt zu testen, da ein suborbitaler Flug mit einem Primaten bevorstand. Die Mission war ein voller Erfolg. Die Raumkapsel erreichte eine Höhe von 210 Kilometern und eine Reichweite von 378,2 Kilometern von Cape Canaveral, Florida aus. Neben der USS BEALE war das Führungs- und Bergungsschiff der Hubschrauberträger USS VALLEY FORCE ( LPH-8 ) und die Zerstörer USS BACHE, USS WALLER ( DD-466 ), USS CONWAY ( DD-507 ), USS EATON ( DD-510 ), USS CONY ( DD-508 ), USS MURRAY ( DD-576 ) und USS PERRY ( DD-844 ) und das Bergungsschiff USS ESCAPE ( ARS-6 ) an der Suche und Bergung der Raumkapsel beteiligt. Fünfzehn Minuten nach der Wasserung der Kapsel erreichte ein Hubschrauber der USS VALLEY FORCE den Landeort im Atlantik und brachte diese auf den Hubschrauberträger. Außerdem beteiligte sich der Anti-U-Boot Zerstörer an Patrouillenfahrten rund um das unruhige Kuba nachdem die dortigen Aufständischen unter Fidel Castro ( 13. August 1926 in Biran, Holguin Provinz, Kuba – 25. November 2016 in Havanna, Kuba ) 1959 den Diktator von Fulgencio Batista ( 16. Januar 1901 in Banes, Kuba – 6. August 1973 in Marbella, Andalusien, Spanien ) gestürzt hatten. Solch eine erste derartige Mission rund um Kuba führte die USS BEALE vom 13. bis zum 26. April 1961 durch. Eine zweite Dienstfahrt in kubanischen Gewässern dauerte von Ende Juni bis Mitte August 1962. Am 30. Juni 1962 war die Arbeit der ASW Entwicklungsgruppe beendet und man übergab dem Kriegsschiff wieder seine alte Kennung DD-471. Noch im selben Jahr, nachdem amerikanische Aufklärungsflugzeuge über Kuba die Anwesenheit von offensiven russischen Atomraketen offenbarten, erklärte US Präsident John Fitzgerald Kennedy ( 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts – 22. November 1963 in Dallas, Texas ermordet ) für Kuba eine Art „Quarantäne“, um die Einfuhr zusätzlicher Raketen zu verhindern und die Entfernung der bereits aufgestellten Atomraketen sicherzustellen. Die USS BEALE war während der Blockade der kubanischen Insel vom 25. Oktober bis zum 5. November beteiligt, damit kein russisches Schiff weitere Atomraketen bringen konnte. Während dieser Operation kam es am Samstag den 27. Oktober zu einem Zwischenfall. An diesem Tag drang das sowjetische U-Boot B-59 in die Quarantänezone ein. Es wurde von Trägerflugzeugen des Flugzeugträgers USS RANDOLPH ( CVS-59 ) und elf amerikanischen Zerstörern gesichtet. Nachdem es dann tauchte, begann unter anderem auch die USS BEALE mit dem Abwurf von Wasserbomben um das U-Boot wieder an die Wasseroberfläche zu zwingen damit eine positive Identifikation durchgeführt werden konnte. Diese Wasserbomben waren normalerweise nur für das Marineschultraining worden und besaßen eine geringere explosive Ladung. Diese Wasserbomben erreichten aber nie die Tiefe in der sich das U-Boot aufhielt. Die USS BEALE fuhr während dieser Aktion, einen parallelen Kurs zu dem Schiff und beleuchtete die See mit seinem 24 Zoll Scheinwerfer. Später wurde aus sowjetischen Quellen verraten, dass der Befehlshaber des sowjetischen U-Bootes, Kapitän Valentin Grigorievitch Savitsky, nicht in der Lage gewesen war mit seinem Heimatstützpunkt in Funkkontakt treten zu können. Er hatte angenommen dass ein Atomarer Krieg ausgebrochen sei und wollte einen 15 Kilotonnen nuklearen Torpedo abschießen um sich seinen Weg mit freizuschießen. Dafür brauchte er aber die Genehmigung der beiden noch anwesenden Offiziere. Nach deren Befragung wurde dieses Ansinnen verworfen. Da die Batterien des U-Bootes fast aufgebraucht waren kehrte es um und verließ die Karibik.
Nach einem weiteren Dienstjahr, in dem der Zerstörer entlang der US Ostküste und in der Karibik an mehreren Operationen beteiligt war, beendete das Kriegsschiff seine Vorbereitungen für den ersten großen Auslandseinsatz. Am 29. November legte die USS BEALE in Norfolk ab und stach in See. Ziel war das Mittelmeer. Hier unterstellte man den Zerstörer der 6. US Flotte. Erste Aufgabe des Kriegsschiffes war es in der Bucht von Pollensa, Mallorca den Zerstörer USS McCAFFREY ( DD-860 ) abzulösen. Hier traf es am 11. Dezember ein. Während der ersten acht Wochen bei der 6. US Flotte beteiligte sich die USS BEALE an den normalen Aktivitäten wie Übungen und Hafenbesuchen. Doch Anfang Februar 1964 entsandte man den Zerstörer in das östliche Mittelmeer. Hier gliederte man das Kriegsschiff in eine Task Force ein, die als Reaktion auf die Probleme auf der Insel Zypern zusammengelegt worden war. Der Dienst mit dieser Einsatzgruppe erhielt von dem Zerstörer und seiner Mannschaft die ungeteilte Aufmerksamkeit bis zur ersten Märzwoche. Danach unternahm die USS BEALE eine sechstägige Fahrt zu dem türkischen Hafen Istanbul. Hier warb man für den Frieden auf der Insel. Anschließend kehrte der Zerstörer für weitere Einsätze ins östliche Mittelmeer zurück. Hier hielten Marinen der NATO im Ionischen Meer mehrere Übungen ab. Ende März kehrte das Kriegsschiff in den westlichen Teil des Mittelmeeres zurück. Hier verbrachte es die folgenden sechs Wochen in der Bucht von Pollensa. Gegen Ende der zweiten Maiwoche verließ die USS BEALE wieder diese Bucht und durchquerte am 14. Mai die Straße von Gibraltar. Der Zerstörer war auf seiner Heimreise. Zehn Tage später legte das Kriegsschiff in Norfolk an. Über einen Monat blieb der Zerstörer hier im Hafen liegen. Erst Anfang Juli verließ er wieder Norfolk und fuhr für einen Besuch nach Baltimore, Maryland, wo man sich an den Feierlichkeiten am Unabhängigkeitstag beteiligte. Dann begann wieder die vertraute Routine von Trainingsmissionen entlang der US Ostküste und in der Karibik. Dies nahm den Rest des Jahres 1964 in Anspruch. Es folgte eine Überholung in Norfolk in den ersten Monaten des Jahres 1965. Nach Auffrischungstrainingsfahrten vor der Guantanamo Bay im Sommer 1965 nahm die US BEALE ihren Normalbetrieb vor Norfolk wieder auf. Nach fast einem Jahr Ausbildungszeit verließ der Zerstörer am 1. Juni 1966 wieder seinen Heimathafen. Sein Ziel war der Pazifik. Nach der Durchquerung des Panamakanals und den Zwischenstopps in San Diego, Pearl Harbor und Guam erreichte das Kriegsschiff gegen Ende der zweiten Juliwoche die Basis der 7. US Flotte in der Subic Bay, Luzon, Philippinen. Nach der Dienstzeit als Stationsschiff in Hongkong fuhr die USS BEALE in die vietnamesischen Gewässer. Hier begann ab dem 24. Juli ihr erster Kampfeinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg. Gleich am folgenden Tag wurde der Zerstörer als Feuerunterstützungsschiff vor der vietnamesischen Küste eingesetzt. Nach zwei Wochen als schwimmende Artilleriebatterie kehrte das Kriegsschiff in die Subic Bay zurück. Hier musste Nachschub an Munition, Proviant und Treibstoff geladen werden. Außerdem waren mehrere Wartungsarbeiten angefallen. Ende August nahm der Zerstörer seine Aufgabe als schwimmende Artilleriebatterie wieder auf. Im September und Oktober diente das Kriegsschiff als Sicherungsschiff für den Flugzeugträger USS INTREPID ( CVS-11 ). Anfang November dann fuhr die USS BEALE noch einmal in die Kampfzone und begann anschließend mit der Heimfahrt. Diese führte den Zerstörer über den Indischen Ozean, den Suezkanal, das Mittelmeer und den Atlantischen Ozean. Die Weltumrundung war am 17. Dezember in Norfolk beendet, nachdem man das Kriegsschiff dort festgemacht hatte. Die Standzeit des Zerstörers dauerte bis ins Jahr 1967. Erst im März stach das Kriegsschiff wieder in See, nachdem die Besatzung zwei Wochen lang im Gebiet der Virginia Capes ein typisches Ausbildungstraining absolviert hatte. Am 10. April verließ die USS BEALE die Chesapeake Bay und fuhr nach Key West. Hier war der Zerstörer für fast einen Monat ein Schulschiff für die dort stationierte Fleet Sonar School. Anschließend kehrte das Kriegsschiff in seinen Heimathafen zurück, wo es am 8. Mai anlegte. Erst im Juni verließ es wieder diesen Hafen für längere Fahrten und beteiligte sich an der Übung „New Look“. An dieser ASW Übung waren 36 Schiffe aus vier NATO Staaten beteiligt. Im Juli untersuchte eine Untersuchungs- und Aufsichtsbehörde die USS BEALE. Dabei wurde eine eingeschränkte Verfügbarkeit festgestellt, die im August in Baltimore beseitigt wurde. Im September nahm der Zerstörer seinen normalen Betrieb in Norfolk wieder auf. Diesen behielt das Kriegsschiff bis Mitte Oktober aufrecht, bis die Vorbereitungen auf die Kreuzfahrt ins Mittelmeer begannen. Am 14. November fuhr der Zerstörer am Capes Henry und Capes Charles, Virginia vorbei und legte einen Kurs in Richtung Mittelmeer. Zusammen mit den vier Zerstörern von DesRon 32, in der sich auch das Schwesterschiff USS BACHE befand, legte die USS BEALE am 24. November in der Bucht von Pollensa an. Den größten Teil des Einsatzes bei der 6. US Flotte verbrachte der Zerstörer im westlichen Mittelmeer. Nur einmal umrundete das Kriegsschiff die italienische Halbinsel und fuhr in das Adriatische Meer ein und legte im Hafen von Split, Jugoslawien an. Die Aktivitäten des Kriegsschiffes im westlichen Mittelmeer bestanden hauptsächlich aus einseitigen bilateralen und Multilateralen Besuchen von französischen und italienischen Häfen sowie einem kurzen Besuch von Malta. In dem spanischen Hafen Malaga erschien dann die Ablösung für die USS BEALE. Das war der Zerstörer USS MOALE ( DD-693 ). Anschließend begann das Kriegsschiff mit der Heimfahrt und legte am Ostersonntag den 23. April 1968 in Norfolk an. Hier erhielt man die traurige Nachricht, dass das Schwesterschiff USS BACHE am 6. Februar durch einen Sturm vor Rhodos zu einem unrettbaren Wrack geschlagen wurde nachdem es gestrandet war. Für die USS BEALE kamen ab Ende Mai die letzten Einsatzwochen für die US Navy. So fuhr der Zerstörer nach Newport, wo er bis Ende Juni als Trainingsplattform für die Zerstörerschule verwendet wurde. Am 25. Juni kehrte das Kriegsschiff nach Norfolk zurück und man bereitete es erneut für eine Überprüfung durch einen Inspektionsausschuss vor. Die Inspektion, die Anfang August auf der Norfolk Naval Shipyard durchgeführt wurde, ergab eine Empfehlung, dass die USS BEALE in den Ruhestand zu versetzen sei. Man schloss daher am 23. September 1968 das Bordpostamt des Zerstörers und stellte ihn am 30. September 1968 in Norfolk außer Dienst. Am 1. Oktober 1968 strich man den Namen USS BEALE ( DD-471 ) von der US Navy – Liste. In der Norfolk Naval Shipyard bereitete man dann den ehemaligen Zerstörer auf seinen letzten Dienst für andere Schiffe der US Navy vor. Am 24. Juni 1969 versenkte man den Schiffskörper während einer Übung rund 250 Seemeilen östlich der Mündung der Chesapeake Bay.


USS BEALE ( DD-471 )
Commanding Officer

CDR Joe Brice Cochran      23. Dezember 1942 – 10. September 1944 (erreichter Rang RADM)
CDR Doyle Murray Coffee        10. September 1944 – 19. Juni 1945
LCDR Allen Bouldin Register        19. Juni 1945 – 11. April 1946
Außerdienststellung            11. April 1946 – 11. Januar 1951
CDR Frank Hoblitzell Price Jr.         11. Januar 1951 – Januar1953 (erreichter Rang VADM)
CDR Robert Hastings White        Januar 1953 – 1956
CDR Jerome Henry (Jerry) King Jr.         1956 – 1958 (erreichter Rang VADM)
CDR William (Bill) James Ruhe         1958 – November 1959
CDR David Alan Johnson          November 1959 – Juni 1961
CDR Ronald Eugene Gill           Juni 1961 – 1962
CDR Robert James Loomis          1962 – Mai 1963
CDR Frank Winston Corley Jr.         Mai 1963 – 1964
CDR John William Peterson          1964 – 23. Juni 1965
CDR Robert Eric Comet Sr.          23. Juni 1965 – 10. August 1967
CDR Donald Wayne Jones           10. August 1967 – 30. September 1968