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USS RHODES ( DE-384 )

USS RHODES ( DE-384 )

Biografie

Allison Phidel Rhodes
* 8. Dezember 1919
† 13. November 1942 an Bord des Leichten Kreuzers USS ATLANTA ( CL-51 ) während der Schlacht um Guadalcanal
war ein Offizier in der US Naval Reserve

Allison Phidel Rhodes ist das vierte Kind von George Elliott Rhodes, Sr. ( 10. September 1888 im Darlington County, South Carolina – 11. November 1952 in Walhalla, Oconee County, South Carolina ) und Annie Pauline Crisp Rhodes ( 16. August 1888 in South Carolina – 5. Dezember 1977 in Walhalla, Oconee County, South Carolina ). Seine Geschwister waren Linda Rhodes Thode ( 1915 – 30. April 1991 ), George Elliott Rhodes, Jr. ( 15. Mai 1917 – 29. Juni 1977 ) und Harry Odom Rhodes ( 15. Mai 1917 in South Carolina – 11. November 2005 in Wilmington, New Haven County, North Carolina ). Allison Phidel Rhodes besuchte in Walhalla die High School und begann danach 1941 in Clemson, South Carolina ein Studium als Elektroingenieur. Nachdem die USA durch den Angriff Japans auf die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen wurde, meldete sich Rhodes bei der United Naval Reserve. Dort wurde er im Rang eines Ensign aufgenommen und an Bord des am 24. Dezember 1941 in Dienst gestellten Leichten Kreuzers USS ATLANTA ( CL-51 ) versetzt. Einige Monate später beförderte man ihn zum Lieutenant ( jg ). An Bord dieses Schiffes nahm er an der Schlacht um Midway teil. In der Nacht vom 12. zum 13. November 1942 war der Leichte Kreuzer das Flaggschiff einer Einsatzgruppe die den Flugplatz Henderson Field auf Guadalcanal, Ostsalomonen vor einem japanischen Angriff von See aus sichern sollte. Während und nach dieser Schlacht sanken neben der USS ATLANTA ein weiterer Leichter Kreuzer und vier Zerstörer.


USS RHODES ( DE-384 )

Schiffsbiografie

 Die USS RHODES ( DE-384 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Allison Phidel Rhodes benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das achtundsechzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 19.
April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Annie Pauline Crisp Rhodes ( 16. August 1888 in South Carolina – 5. Dezember 1977 in Walhalla, Oconee County, South Carolina ), Mutter von Lieutenant ( jg ) Allison Phidel Rhodes, taufte am 19. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander E. A. Coffin ( USCG ) stellte am 25. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RHODES bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier versetzte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) befinden. In den Gewässern der Chesapeake Bay trainierten diese Schiffe für die Konvoifahrt. Danach fuhren sie nach New York City. Hier lagen mehrere Frachtschiffe die für einen Schiffskonvoi nach Norfolk eskortiert werden sollten. Am 2. Januar 1944 trafen die Schiffe dort wieder ein. Bis zum 10. Januar 1944 war die USS RHODES ein Schulschiff. An Bord des Kriegsschiffes trainierten mehrere Mannschaften, die für andere Geleitzerstörer und Fregatten vorgesehen waren. Ab dem 10. Januar begann man auf der USS RHODES mit den Vorbereitungen auf die erste Eskortierfahrt. Der Schiffskonvois UGS 30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, verließ am 14. Januar Norfolk und fuhr über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Mit dabei waren die Geleitzerstörer der CortDiv 23 und die Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der CortDiv 7, die allerdings bei Gibraltar von britischen Sicherungsschiffen abgelöst wurden. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt befinden sich nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS RHODES übernahm bei Gibraltar zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen wenige Tage später wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS RHODES in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollen. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS RHODES, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS SAVAGE, USS RICHEY, USS SELLSTROM, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining begleitete das Kriegsschiff zusammen mit den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und weiteren Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Am 9. Juli erreichte der Schiffsverband ohne Verluste den Hafen von New York City. Bis zum 8. Mai 1945, dem Tag an dem der Zweite Weltkrieg in Europa und im Atlantik beendet wurde, beteiligte sich die USS RHODES an sieben weiteren Eskortierfahrten ins Mittelmeer, nach Irland, nach Großbritannien und nach Frankreich. An diesem 8. Mai machte man den Geleitzerstörer in der Brooklyn Navy Yard in New York fest und begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, verlassen die Geleitzerstörer am 11. Juni Norfolk und durchquerten am 18. Juni den Panamakanal. Die Fahrt ging von dort aus weiter über San Diego, Kalifornien nach Adak, Aleuten, Alaska. Die fünf Geleitzerstörer liefen am 8. Juli in den dortigen Hafen ein. Hier meldete man sich beim Commander der Alaskan Sea Frontier zum Einsatz als Begleit-, Luft- und Rettungsschiff. Man versetzte die USS RHODES vom 15. bis zum 22. Juli in die Task Force 92. In dieser befanden sich die Leichten Kreuzer USS RICHMOND ( CL-9 ), USS TRENTON ( CL-11 ) und USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS JARVIS ( DD-799 ), USS PORTER ( DD-800 ), USS MONSSEN ( DD-798 ), USS MELVIN ( DD-680 ), USS McGOWAN ( DD-678 ), USS REMEY ( DD-688 ) und USS MERTZ ( DD-691 ). Die USS RHODES eilte den schon vorausgefahrenen amerikanischen Kriegsschiffen hinterher, die zu den Kurilen gefahren waren. Der Geleitzerstörer erreichte sie vor der Suribachi Bay im Ochotskischen Meer. Hier begannen die amerikanischen Kriegsschiffe ihre Patrouillenfahrten auf der Suche nach dem Feind. Dabei wurden auch küstennahe Stellungen der Japaner bombardiert. Am 21. Juli verließ die USS RHODES wieder das Ochotskische Meer und kehrte nach Adak zurück. Die USS RHODES verwendete man hier jetzt als Wetterstation für Flugzeugpiloten und Suchschiff für die Rettung abgestürzter Flugzeugbesatzungen und für die Sicherung von Schiffskonvois zwischen den Häfen der Aleuten. Am 15. August erfuhr man auf dem Geleitzerstörer von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. In diese TF integrierte man auch die USS RHODES. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS RHODES, USS MILLS, USS SELLSTROM, USS RAMSDEN, USS RICHEY und USS SALVAGE. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später Ominato. Die USS RHODES kehrte am 25. September zu den Aleuten zurück und führte dort bis zum 14. November Aufgaben einer Wetterstation durch. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS SAVAGE und USS SELLSTROM Adak und fuhr zur japanischen Insel Okinawa. Am 25. November liefen alle drei Kriegsschiffe in die Buckner Bay ein und schlossen sich der 7. US Flotte an. Am 11. Dezember verließ die USS RHODES zusammen mit den Schwesterschiffen USS RAMSDEN, USS SAVAGE und USS SELLSTROM wieder Okinawa und fuhr an die chinesische Küste. Hier patrouillierten die Geleitzerstörer vor Tsingtao, China, wo sie bis zum 11. Februar 1946 blieben. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und der Kuomintang zu beeinflussen. An diesem 11. Februar verließ die USS RHODES zusammen mit der USS MILLS, USS SAVAGE, USS RAMSDEN, USS SELLSTROM und USS RICHEY den Fernen Osten und fuhr in Richtung der US Westküste. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 19. März den Hafen von Charleston, South Carolina. Hier begann man ab dem 25. März mit der Inaktivierung des Schiffes. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff am 25. April nach Green Cove Springs, Florida, wo man es am 13. Juni außer Dienst stellte und in die Atlantikreserveflotte versetzte.
Wegen der Situation, dass der Kalte Krieg zwischen den beiden politischen Blöcken auf der Erde immer bizarrere Formen annahmen wegen der Abschreckung durch Atomwaffen, benötigte man mehrere Geleitzerstörer die für das nordamerikanische kontinentale Luftverteidigungssystem als Radarvorpostenschiffe eingesetzt werden konnten, um Überraschungsangriffe durch die Sowjetunion abzuwehren. Daher baute man ab dem 24. Juli 1954 in der Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia auf der USS RHODES mehrere zusätzliche elektronische Radargeräte und vergrößerte den Umfang der Aufbauten. Dazu klassifizierte man das Kriegsschiff am 1. Dezember 1954 als Radarbestückter Geleitzerstörer und gab ihm die Kennung DER-384. Nach Abschluss der Arbeiten und der ersten Erprobungsfahrt durch die leitenden Mitarbeiter der Werft, stellte man am 1. August 1955 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Gleichzeitig versetzte man das Kriegsschiff in die CortRon 18, die in Norfolk stationiert war. Nach mehreren Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in der Karibik, die bis Ende November andauerten, kehrte die USS RHODES nach Norfolk zurück und meldete sich am 12. Dezember zum Dienst in der Atlantikflotte. Hier blieb das Schiff bis Anfang Januar 1956 und fuhr dann nach Newport, Rhode Island, wo es am 10. Januar anlegte. Für die kommenden acht Jahre war dies der Heimathafen des Schiffes. In dieser Zeit gehörte der Radarbestückte Geleitzerstörer zur Atlantic Barrier Patrol, der Verlängerung der Fernwarnlinie auf See ( DEW ) und diente zwischen Argentia, Neufundland, Kanada und den Azoren. Hauptaufgabe der USS RHODES war dabei den Luftraum zu überwachen und feindliche Flugzeuge ausfindig zu machen die sich in Richtung nach Nordamerika bewegten. Diese Luftraumüberwachungsposten hatten bis zur Ablösung jeweils eine drei- bis vierwöchige Dauer. Zwischen diesen Zeiten der Luftraumüberwachung wurden mehrere Übungen und Operationen in der Karibik abgehalten. Darunter war auch die Beteiligung von Oktober bis November 1962 während der Kubakrise. Anfang 1963 zog man die USS RHODES wieder aus den aktiven Dienst. Im April wechselte der Radarbestückte Geleitzerstörer nach Philadelphia, Pennsylvania. Dort begann man in der Philadelphia Naval Shipyard mit der Inaktivierung. Am 10. Juli 1963 stellte man das Kriegsschiff dann außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte. Den namen USS RHODES ( DER-384 ) strich man am 1. August 1974 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 1. März 1975 an die Union Minerals and Alloys Corporation in New York zum verschrotten.

 

 

 

 

 

 

 

 

USS LEEDSTOWN ( AP-73 )

USS LEEDSTOWN ( AP-73 )

Schiffsbiografie

Die USS LEEDSTOWN ( AP-73 ) war das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren der Stadt Leedstown im Westmoreland County, Virginia benannt worden ist.
Der Truppentransporter ist das einzige Schiff aus dieser Klasse.
Auf der Federal Shipbuilding & Dry Dock Company in Kearny, New Jersey wurde der Bau des Passagier- und Frachtschiffes mit dem Namen SS SANTA LUCIA ausgeführt. Dort erfolgte auch der Stapellauf und Taufe sowie die Übergabe an die Grace Line. Das Schiff war eines von vieren. Die SS SANTA ELENA, SS SANTA PAULA und SS SANTA ROSA, die ebenfalls als Truppentransporter im Zweiten Weltkrieg dienten, gehörten zum USAT. Am 4. April 1933 beginnt in New York City die Jungfernfahrt der SS SANTA LUCIA. Das Passagier- und Frachtschiff fuhr die Strecke zwischen New York – Havanna – Kalifornien. Die auf der Fahrtroute angrenzenden Häfen der Länder Mexiko, Guatemala, El Salvador, Panama und Kolumbien wurden dabei mitangelaufen.
Nachdem am 11. Dezember 1941 Deutschland und Italien den USA den Krieg erklärt hatten, begann man in den Vereinigten Staaten Passagierschiffe für Truppentransporte umzurüsten. Die SS SANTA LUCIA wurde am 6. August 1942 von der US Navy akquiriert. Sofort fuhr das Passagierschiff in die New York Naval Shipyard in Brooklyn, New York City. Dort begann der Umbau zu einem Truppen- und Landungsboottransporter. Gleichzeitig erfolgte auch die Umbenennung. Das Schiff erhielt den Namen USS LEEDSTOWN ( AP-73 ). Die Erprobungsfahrt danach erfolgte ab dem 12. September in den Gewässern des New Yorker Hafens. Schon zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Mechanisierte Landungsfahrzeuge ( LCM ), Landungsfahrzeuge ohne Personentransport ( LCVP ) und Mannschafts-, Landungs- und Kanonenboote mit Landeklappe ( LCPR ). Am 24. September 1942 stellte Lieutenant Commander Duncan Cook ( 1888 – ? ), der zuvor im zivilen Leben das Schiff als Kapitän befehligte, das Transportschiff in den Dienst der US Navy.
Wenige Tage nach der Indienststellung überquert die USS LEEDSTOWN zusammen mit anderen Transportern und den Sicherungsschiffen den Atlantik und erreicht dann Belfast, Nordirland. Hier bereiteten sich britische und amerikanische Truppen auf die Operation „Torch“ vor, die Invasion der französischen Gebiete Nordafrikas. Die USS LEEDSTOWN gehörte dabei zur Eastern Task Force, die der britische Rear Admiral Harold Martin Burrogh ( 4. Juli 1889 – 22. Oktober 1977 ) kommandierte. Am Abend des 8. Novembers, kurz nachdem sich die Truppen ausgeschifft und ihre Ladung von dem Transportschiff an Land östlich von Algier gebracht hatten, griff ein deutsches Bombenflugzeug vom Typ Ju 88 aus der III. / KG 26 die USS LEEDSTOWN an. Ein von dem Flugzeug abgeworfener Torpedo traf das Heck des Transportschiffes. Nach der Explosion war es bewegungsunfähig, das Lenkgetriebe war zerstört und die Nachlaufsektion überschwemmt. Wegen der immer noch anstehenden Hektik beim Entladen der weiteren sechzehn Transportschiffe, musste man die Bergung der havarierten Schiffes hinten anstellen. Am folgenden Morgen gab es erneut einen feindlichen Luftangriff. Drei von den deutschen Flugzeugen abgeworfenen Bomben verfehlten nur ganz knapp die USS LEEDSTOWN. Wegen der alliierten Operation im Mittelmeer waren fast alle deutschen U-Boote aus dem italienischen Hafen von La Spezia am 7. November ausgelaufen. Am Morgen des 9. Novembers erreichte U-331, Kommandant Kapitänleutnant Hans Diedrich Freiherr von Tiensenhausen ( 22. Februar 1913 in Riga, ehemaliges Gouvernement Kurland, Russisches Kaiserreich – 17. August 2000 in Vancouver, Kanada ), die algerische Küste in einer Bucht östlich von Kap Matifou in Periskoptiefe. Hier erblickte man die USS LEEDSTOWN die von einem Zerstörer gesichert wurde. Aus einer Entfernung von 800 Metern wurde von dem U-Boot vier Torpedos abgefeuert. Gleich danach tauchte es wieder auf Periskoptiefe. Drei Detonationen waren wenige Sekunden später zu vernehmen. Gleich nach dieser Erkenntnis zog sich U-331 unter Wasser zurück, wurde aber am 17. November 1942 selber von den Alliierten aufgebracht. Die USS LEEDSTOWN wurde von zwei Torpedos am Bug getroffen. Das Transportschiff kränkte nach Steuerbord und musste aufgegeben werden. Zwei Stunden später versank es in den Fluten. Von den an Bord befindlichen 500 Mann Soldaten und Mannschaftsmitgliedern kamen bei dem Torpedoangriff acht ums Leben.


USS LEEDSTOWN ( AP-73 )
Commanding Officer

 LCDR Duncan Cook      24. September 1942 – 9. November 1942

USS MILLS ( DE-382 )

USS MILLS ( DER-383 ) ex ( DE-383 )

Biografie

Lloyd Jones Mills
* 3. Juli 1917 in Rock Springs, Wyoming
† 30. Juli 1942 während der Aleuten Kampagne
war ein Marineflieger

Lloyd Jones Mills trat am 4. Dezember 1940 in die US Naval Reserve als Seemann zweiter Klasse ein. Am 6. März 1941 wurde er ein Kadett der Pilotenausbildung. Schon am 22. August 1941 war er Marineflieger und am 19. September zum Ensign befördert. Ensign Mills wurde am 30. Juli 1942 bei einem Flugzeugabsturz während der Aleuten Kampagne im Zweiten Weltkrieg getötet. Er erhielt posthum für Heldentum und außerordentliche Leistungen während des Luftkampfes am 15. Juni 1942 das Distinguished Flying Cross verliehen.


USS MILLS ( DE-383 )

Schiffsbiografie

 Die USS MILLS ( DE-383 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Lloyd Jones Mills benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebenundsechzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 26.
März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. James E. Mills, Mutter von Ensign Lloyd Jones Mills, taufte am 26. Mai 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander James S. Muzzy ( USCG ) stellte am 12. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS MILLS bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. In den Gewässern der Chesapeake Bay trainierten bis zum 10. Januar 1944 an Bord des Kriegsschiffes mehrere Mannschaften die für andere Geleitzerstörer und Fregatten vorgesehen waren. Gleichzeitig versetzte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS RHODES ( DE-384 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) befanden. Ab dem 10. Januar begann die USS MILLS mit den Vorbereitungen auf ihre erste Eskortierfahrt. Der Schiffskonvois UGS 30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, verließ am 14. Januar Norfolk und fuhr über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Mit dabei waren die Geleitzerstörer der CortDiv 23 und die Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der CortDiv 7, die allerdings bei Gibraltar von britischen Sicherungsschiffen abgelöst wurden. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt befinden sich nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS MILLS übernahm bei Gibraltar zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen wenige Tage später wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS MILLS in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollen. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS MILLS, USS RAMSDEN, USS RHODES, USS SAVAGE, USS RICHEY, USS SELLSTROM, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. LCDR James S. Muzzy lässt die USS MILLS längsseits zu der brennenden SS JARED INGERSOLL bringen. Man nimmt Überlebende von dem Frachtschiff auf und eine Feuerwehrcrew beginnt mit dem Löschen der Flammen. Dann beginnt der Geleitzerstörer zusammen mit dem britischen Schlepper HMS MINDFUL ( W135 ) mit der Bergung des Frachters und schleppen ihn in den Hafen von Algier. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining begleitete das Kriegsschiff zusammen mit den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und weiteren Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Am 9. Juli erreichte der Schiffsverband ohne Verluste den Hafen von New York City. Bis zum 8. Mai 1945, dem Tag an dem der Zweite Weltkrieg in Europa und im Atlantik beendet wurde, beteiligte sich die USS MILLS an sieben weiteren Eskortierfahrten ins Mittelmeer, nach Irland, nach Großbritannien und nach Frankreich. An diesem 8. Mai machte man den Geleitzerstörer in der Brooklyn Navy Yard in New York fest und begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, verlassen die Geleitzerstörer am 11. Juni Norfolk und durchquerten am 18. Juni den Panamakanal. Die Fahrt ging von dort aus weiter über San Diego, Kalifornien nach Adak, Aleuten, Alaska. Die fünf Geleitzerstörer liefen am 8. Juli in den dortigen Hafen ein. Die USS MILLS verwendete man hier als Wetterstation für Flugzeugpiloten und Suchschiff für die Rettung abgestürzter Flugzeugbesatzungen und für die Sicherung von Schiffskonvois zwischen den Häfen der Aleuten. Am 15. August erfuhr man auf dem Geleitzerstörer von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. In diese TF integrierte man auch die USS MILLS. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS MILLS, USS SELLSTROM, USS RHODES, USS RAMSDEN, USS RICHEY und USS SALVAGE. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später Ominato. Die USS MILLS kehrte am 25. September zu den Aleuten zurück und führte dort bis zum 17. November Aufgaben einer Wetterstation durch. An diesem 17. November verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS RICHEY wieder die Aleuten und fuhr westwärts. Ziel war die chinesische Küste bei Taku und Tuington. In diesen Gewässern operierte das Kriegsschiff bis zum 11. Februar 1946. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) der Kuomintang zu beeinflussen. Am 11. Februar verließ die USS MILLS zusammen mit der USS RHODES, USS RICHEY, USS RAMSDEN, USS SELLSTROM und USS SAVAGE die chinesischen Gewässer und fuhr ostwärts. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 22. März den Hafen von Charleston, South Carolina. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff am 25. April nach Green Cove Springs, Florida, wo man es am 14. Juni außer Dienst stellte und in die Atlantikreserveflotte versetzte.
Wegen der Situation, dass der Kalte Krieg zwischen den beiden politischen Blöcken auf der Erde immer bizarrere Formen annahmen wegen der Abschreckung durch Atomwaffen, benötigte man mehrere Geleitzerstörer die für das nordamerikanische kontinentale Luftverteidigungssystem als Radarvorpostenschiffe eingesetzt werden konnten, um Überraschungsangriffe durch die Sowjetunion abzuwehren. Daher baute man in der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts auf der USS MILLS mehrere zusätzliche elektronische Radargeräte und vergrößerte den Umfang der Aufbauten. Dazu klassifizierte man das Kriegsschiff am 1. November 1956 als Radarbestückter Geleitzerstörer und gab ihm die Kennung DER-383. Nach Abschluss der Arbeiten und der ersten Erprobungsfahrt durch die leitenden Mitarbeiter der Werft, stellte man am 3. Oktober 1957 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy und Lieutenant Commander Joseph Eugene Feaster ( 21. Mai 1921 – 16. März 1994 ) hielt das Kommando über das Schiff. Hauptaufgabe der USS MILLS war nach der Indienststellung feindliche Flugzeuge ausfindig zu machen die sich in Richtung nach Nordamerika bewegten. Dazu fuhr der Geleitzerstörer nach Newport, Rhode Island. Hier erfolgte die Ausbildung der Mannschaft. Am 3. April 1958 verließ das Kriegsschiff Newport und fuhr nach Argentia, Neufundland, Kanada. Hier sollte der Radarbestückte Geleitzerstörer seinen ersten Luftraumüberwachungsposten übernehmen. Bis zum 28. Juli 1961 übernahm die USS MILLS so 17 Luftraumüberwachungsposten die jeweils eine drei- bis vierwöchige Dauer hatten. Diese Barriere zur Überwachung des Luftraums zog sich von Neufundland bis zu den Azoren. Außerdem gab es an der Südostküste der USA ebenfalls solch einen Posten. Zwischen dem 28. August 1961 und Ende 1963 diente der Radarbestückte Geleitzerstörer hauptsächlich an der neu geschaffenen Barriere Grönland – Island und dem Königreich Großbritannien, die den NATO Verbündeten Schutz vor einem feindlichen Luftangriff bieten sollte. Im Jahre 1964 versetzte man die USS MILLS zur Operation „Deep Freeze“. Die US Navy wollte so die wissenschaftliche Forschung in der der Antarktis unterstützen. Das Kommando über diese Operation hatte Rear Admiral James Robert Reedy ( 16. Juni 1910 – 8. Januar 1999 ). Während der australischen Sommersaison übernahm der Radarbestückte Geleitzerstörer seine vorgegebene Station um Wetterinformationen und elektronische Navigationshilfen für Flugzeuge bereitgestellt werden, die Männer und Ausrüstung zwischen Christchurch, Neuseeland und der McMurdo Station, Antarktis transportierten. Genau diese selben Aufgaben hatte das Kriegsschiff während der Operation „Deep Freeze“ von 1966 zu 1967 und 1967 zu 1968. Jede dieser saisonalen Einsätze erforderten eine Reise von über 11.000 Seemeilen. Dazu musste der Panamakanal durchquert werden und bis nach Dunedin, Neuseeland, der Operationsbasis gefahren werden. Anschließend fuhr die USS MILLS weiter in Richtung Westen und umrundete so die Erde auf dem Seeweg. Man durchquerte den Suezkanal und das Mittelmeer und erreichte Newport. Für das Jahr 65, da gehörte das Kriegsschiff nicht zur Operation „Deep Freeze“, war der Radarbestückte Geleitzerstörer ein Schulschiff vor der Küste Floridas. Nach der Operation „Deep Freeze“ 1968, die zusammen mit dem Radarbestückten Geleitzerstörer USS CALCATERRA ( DER-390 ) durchgeführt wurde, machte die USS MILLS eine Europareise. Dabei besuchte das Kriegsschiff vom 14. bis zum 17. Mai 1968 den Hafen von Hamburg. Am 3. September 1968 wandelte man den Radarbestückten Geleitzerstörer in ein Naval Reserve Trainingsschulschiff und war im Washington Naval Ditrict in Baltimore, Maryland stationiert. Gleich die erste Ausbildungsfahrt führte die USS MILLS in Richtung des Pazifik. Auf dieser Fahrt legte das Kriegsschiff am 22. September einen Zwischenstopp in Norfolk ein und am 11. Oktober überquerte es die Internationale Datumsgrenze am Äquator.
Man stellte am 27. Oktober 1970 das Kriegsschiff in Norfolk außer Dienst.
Den Namen USS MILLS ( DER-383 ) strich man am 1. August 1974 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 12. März 1975 zum verschrotten.      


USS MILLS ( DE-383 )
Commanding Officer

 LCDR James S. Muzzy  (USCG)       12. Oktober 1943 – 4. Mai 1944
LCDR Victor Pfeiffer  (USCG)        4. Mai 1944 – 15. August 1945
LT Henry E. Ringling  (USCGR)        15. August 1945 –      1945
LCDR Douglas D. Vosler  (USCG)       1945 – 14. Juni 1946
LCDR Joseph Eugene Feaster     3. Oktober 1957 –    1959
 LCDR L. B. Loudermilk          1959 – Mai 1961
LCDR Deming W. Smith     Mai 1961 –  November 1962
LCDR Robert Dale Hoffman    November 1962 – 11. November 1964
LCDR Henry Clay Morris, Jr.  11. November 1964 – 25. Oktober 1966
CDR Joseph Albert Felt         25. Oktober 1966 – 3. Februar 1968


 

 

 

 

 

 

USS RICHEY ( DE-385 )

USS RICHEY ( DE-385 )

Biografie

Joseph Lee Richey
* 8. Juni 1920 in Barnard, Nodaway County, Missouri
†7. Dezember 1941 in Pearl Harbor, Territorium Hawaii an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-41 )
war ein Offizier in der US Navy

Joseph Lee Richey trat am 28. oktober 1940 in die US Naval Reserve ein. Man beförderte ihn am 26. August 1941 zum Ensign. Nach einer Ausbildung an der Naval Air Station in Pensacola, Florida ernannte man ihn zum Marineflieger und versetzte ihn an Bord des Schlachtschiffes USS CALIFORNIA ( BB-41 ) zum Observation Squadron 2 ( VO2 ). Joseph Lee Richey wurde während des japanischen Luftangriffes am 7. Dezember 1941 auf den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor in Aktion getötet.


USS RICHEY ( DE-385 )

Schiffsbiografie

 Die USS RICHEY ( DE-385 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Joseph Lee Richey benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunundsechzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 19.
April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Vesta Richey, Mutter von Ensign Joseph Lee Richey, taufte am 30. Juni 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Commander Peter D. Mills ( USCG ) stellte am 30. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RICHEY bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RHODES ( DE-384 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) befanden. In den Gewässern der Chesapeake Bay trainierten diese Schiffe für die Konvoifahrt. Danach fuhren sie nach New York City. Hier lagen mehrere Frachtschiffe die für einen Schiffskonvoi nach Norfolk eskortiert werden sollten. Am 2. Januar 1944 trafen die Schiffe dort wieder ein. Bis zum 13. Januar 1944 war die USS RICHEY ein Schulschiff. An Bord des Kriegsschiffes trainierten mehrere Mannschaften, die für andere Geleitzerstörer und Fregatten vorgesehen waren. Ab dem 13. Januar begann man auf der USS RICHEY mit den Vorbereitungen auf die erste Eskortierfahrt. Der Schiffskonvois UGS 30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, verließ am 14. Januar Norfolk und fuhr über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Mit dabei waren die Geleitzerstörer der CortDiv 23 und die Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der Cort Div 7, die allerdings bei Gibraltar von britischen Sicherungsschiffen abgelöst wurden. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt befinden sich nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS RICHEY übernahm bei Gibraltar zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen wenige Tage später wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS RICHEY in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollen. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), die amerikanischen Geleitzerstörer USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS SAVAGE, USS SELLSTROM, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining begleitete das Kriegsschiff zusammen mit den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und weiteren Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Am 9. Juli erreichte den Schiffsverband ohne Verluste in den Hafen von New York City. Bis zum 8. Mai 1945, dem Tag an dem der Zweite Weltkrieg in Europa und im Atlantik beendet wurde, beteiligte sich die USS RICHEY an sieben weiteren Eskortierfahrten ins Mittelmeer, nach Belfast und Londonderry, Nordirland, nach Großbritannien und nach Frankreich. Am 10. April rammte der Tanker SS ST. MIHIEL mittschiffs den Tanker und SS NASBULK vor der Küste von New York. Die SS ST. MIHIEL hatte über acht Millionen Gallonen Flugbenzin an Bord. Sofort brach auf der SS NASBULK Feuer aus und schwappte auf die SS ST. MIHIEL über. In der Nähe befand sich der Geleitzerstörer USS STEWART ( DE-238 ) und dessen Feuerlöschteams begannen umgehend mit der Löschaktion. Die USS RICHEY  rettete 32 Mannschaftsmitglieder  aus dem Wasser. Am 8. Mai machte man den Geleitzerstörer in der Brooklyn Navy Yard in New York fest und man begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, verlassen die Geleitzerstörer am 11. Juni Norfolk und durchquerten am 18. Juni den Panamakanal. Die Fahrt ging von dort aus weiter über San Diego, Kalifornien nach Adak, Aleuten, Alaska. Die fünf Geleitzerstörer liefen am 8. Juli in den dortigen Hafen ein. Hier meldete man sich beim Commander der Alaskan Sea Frontier zum Einsatz als Begleit-, Luft- und Rettungsschiff. Am 15. August erfuhr man auf der USS RICHEY von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. In diese TF integrierte man auch die USS RICHEY. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS SELLSTROM, USS RAMSDEN, und USS SALVAGE. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später den japanischen Marinestützpunkt Ominato. Die USS RICHEY kehrte am 25. September zu den Aleuten zurück und führte dort bis zum 17. November Aufgaben einer Wetterstation durch. An diesem 17. November verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS MILLS wieder die Aleuten und fuhr westwärts. Ziel war die chinesische Küste bei Taku und Tuington. In diesen Gewässern operierte das Kriegsschiff bis zum 11. Februar 1946. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) der Kuomintang zu beeinflussen. Am 11. Februar verließ die USS RICHEY zusammen mit der USS RHODES, USS SAVAGE, USS RAMSDEN, USS SELLSTROM und USS MILLS die chinesischen Gewässer und fuhr ostwärts. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte den Hafen von Charleston, South Carolina. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff nach Green Cove Springs, Florida, wo man es im Januar 1947 außer Dienst gestellt und im März 1950 in die Atlantikreserveflotte versetzte wurde. Am 1. April 1952 lieh man das Kriegsschiff an die US Küstenwache aus. Hier erhielt der Geleitzerstörer den Namen USCGC RICHEY ( WDE-485 ) und sollte wegen des Koreakrieges zur Überwachung für die Vereinten Nationen eine LORAN – Station übernehmen. Diese LORAN – Stationen waren Navigationsstationen für Langstreckenhilfen für Flugzeuge, die die Versorgung der Truppen der Vereinten Nationen auf der südkoreanischen Halbinsel übernehmen mussten. Nach dem Abschluss dieser Operation übergab die Küstenwache im Juni 1954 das Schiff wieder an die US Navy. Noch im selben Monat stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS RICHEY ( DE-385 ) strich man am 30. Juni 1968 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen versenkte man den Schiffskörper im Juli 1969 vor der kalifornischen Küste während einer Zielübung.  

 

USS SAVAGE ( DE-386 )

USS SAVAGE ( DE-386 )

Biografie

Walter Samuel Savage, Jr.
* 26. April 1919 in New Orleans, Orleans Parish, Louisiana
† 7. Dezember 1941 auf der USS ARIZONA ( BB-39 ) während des japanischen Luftangriffs auf Pearl Harbor, Territorium Hawaii
war ein Offizier in der US Navy

Walter Samuel Savage, Jr. war der älteste Sohn von Walter Samuel Savage, Sr. ( 13. April 1893 – 24. März 1957 ) und Theria Savage ( 3. August 1889 – 28. März 1951 ). Er hatte eine Schwester, Mary Savage Hart ( 22. März 1921 – 13. Mai 2016 in Louisiana ). Am 10. Juni 1941 ernannte man Savage, Jr. zum Ensign in der US Naval Reserve. Nach seiner Unterweisung an der Navy Supply Corps School an der Harvard University meldete sich Ensign Savage an Bord des Schlachtschiffes USS ARIZONA ( BB-39 ) für den Dienst als Assistant Paymaster. Während des japanischen Luftangriffs auf die Marinebasis von Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 kamen zusammen mit Ensign Savage weitere 46 Offiziere und 1.057 Mannschaftsmitglieder der USS ARIZONA ums Leben.


USS SAVAGE ( DE-386 )

Schiffsbiografie

Die USS RHODES ( DE-384 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Walter Samuel Savage, Jr. benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das siebzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 30.
April 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Theria Savage ( 3. August 1889 – 28. März 1951 ), Mutter von Ensign Walter Samuel Savage, Jr., taufte am 15. Juli 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Oscar C. Rohnke (  ? – 10. November 1996 ) ( USCG ) stellte am 25. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS SAVAGE am 18. November die Werft in Texas und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Hier begann die Mannschaft des Geleitzerstörers ab dem 25. November mit einem strengen Trainingsprogramm. Dazu gehörten Schießübungen, Anti-U-Boot Taktiken, Manövrieren und viele weitere Aufgaben. Am 23. Dezember verließ das Kriegsschiff wieder die Marinebasis und fuhr in die Werft von Charleston, South Carolina. Hier musste sich das Schiff einer umfassenden Kontrolle und den daraus resultierenden Reparaturen unterziehen. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS RHODES ( DE-384 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) befanden. In den Gewässern der Chesapeake Bay trainierten diese Schiffe für die Konvoifahrt. Danach fuhren sie nach New York City. Hier lagen mehrere Frachtschiffe, die hauptsächlich lebenswichtiges Kriegsmaterial für die Alliierten im nordafrikanischen Raum mitführten, die für einen Schiffskonvoi nach Norfolk eskortiert werden sollten. Am 2. Januar 1944 trafen die Schiffe dort wieder ein. Bis zum 13. Januar 1944 war die USS SAVAGE ein Schulschiff. An Bord des Kriegsschiffes trainierten mehrere Mannschaften, die für andere Geleitzerstörer und Fregatten vorgesehen waren. Ab dem 13. Januar begann man auf der USS SAVAGE mit den Vorbereitungen auf die erste Eskortierfahrt. Dazu integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 63. Der Schiffskonvois UGS 30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, verließ am 14. Januar Norfolk und fuhr über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Mit dabei waren die Geleitzerstörer der CortDiv 23 und die Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE- 242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der CortDiv 7, die die schwer beladenen Schiffe im Atlantik sicher bis nach Gibraltar an den feindlichen U-Booten vorbeiführten. Dort vor der Einfahrt in das Mittelmeer warteten schon britische Sicherungsschiffe und lösten die amerikanischen Kriegsschiffe auf der Fahrt zu den Zielhäfen ab. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt sind nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS SAVAGE übernahm bei Gibraltar zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen wenige Tage später wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS SAVAGE in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollten. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), die amerikanischen Geleitzerstörer USS SAVAGE, USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS SELLSTROM, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining begleitete das Kriegsschiff zusammen mit den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und weiteren Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Am 9. Juli erreichte der Schiffsverband ohne Verluste den Hafen von New York City.
Bis zum 8. Mai 1945, dem Tag an dem der Zweite Weltkrieg in Europa und im Atlantik beendet wurde, beteiligte sich die USS SAVAGE an sieben weiteren Eskortierfahrten ins Mittelmeer, nach Belfast und Londonderry, Nordirland, nach Großbritannien und nach Frankreich. Am 8. Mai machte man den Geleitzerstörer in der Brooklyn Navy Yard in New York fest und man begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, dazu gehörte ein intensives Training vor der karibischen Insel Puerto Rico, verlassen die Geleitzerstörer am 11. Juni Norfolk und durchquerten am 18. Juni den Panamakanal. Die Fahrt ging von dort aus weiter über San Diego, Kalifornien nach Adak, Aleuten, Alaska. Die fünf Geleitzerstörer liefen am 8. Juli in den dortigen Hafen ein. Hier meldete man sich beim Commander der Alaskan Sea Frontier zum Einsatz als Begleit-, Luft- und Rettungsschiff. Die USS SAVAGE eskortierte ab dem 23. Juli von der Colt Bay, Alaska aus einen Schiffskonvoi in russische Gewässer und kehrte dann alleine in die Gewässer Alaskas zurück. In den weiteren Tagen begleitete der Geleitzerstörer Öltanker die die Schiffe der Task Force 92, die feindliche Stellungen auf den russischen Kurilen beschossen und dort patrouillierten, beölen sollten. Am 15. August erfuhr man auf der USS SAVAGE von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. Der Geleitzerstörer musste ab dem 25. August aber nochmals einen Schiffskonvoi in russische Gewässer begleiten und kehrte umgehend alleine wieder nach Adak zurück. Jetzt integrierte man das Kriegsschiff in die TF 44. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS SAVAGE, USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS SELLSTROM und USS RAMSDEN. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später den japanischen Marinestützpunkt Ominato. Die USS SAVAGE kehrte am 25. September zu den Aleuten zurück. Zwei Tage später verließ der Geleitzerstörer wieder den schützenden Hafen von Attu und fuhr nach Petropawlowsk, Sowjetunion. Am Morgen des 2. Oktober erreichte das Kriegsschiff den dortigen Hafen. An Bord des Schiffes befanden sich dringend notwendige Vorräte und Post für die Mannschaft des Schnellen Truppentransporters USS HARRY L CORL ( APD-108 ), die in Petropawlowsk – Kamtschatki beim Bau einer Wetterstation halfen. Die USS SAVAGE fuhr anschließend nach Attu zurück. Von hier aus führte der Geleitzerstörer bis zum 14. November die Aufgaben einer Wetterstation für die Flugzeuge in diesem Raum durch. An diesem Tag verließ das Kriegsschiff zusammen mit der USS RHODES und USS SELLSTROM Adak und fuhr zur japanischen Insel Okinawa. Am 25. November liefen alle drei Kriegsschiffe in die Buckner Bay ein und schlossen sich der 7. US Flotte an. Im Dezember verließ die USS SAVAGE zusammen mit den beiden Schwesterschiffen wieder Okinawa und fuhr an die chinesische Küste. Hier patrouillierten die Geleitzerstörer vor Tsingtao, wo sie bis zum 11. Februar 1946 blieben. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und der Kuomintang zu beeinflussen. An diesem 11. Februar verließ die USS SAVAGE zusammen mit der USS MILLS, USS RHODES, SELLSTROM, USS RAMSDEN und USS RICHEY den Fernen Osten und fuhr in Richtung der US Westküste. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 19. März den Hafen von Charleston, South Carolina. Hier begann man ab dem 25. März mit der Inaktivierung des Schiffes. Von hier aus wechselte das Kriegsschiff am 25. April nach Green Cove Springs, Florida, wo man es am 13. Juni außer Dienst stellte und in die Atlantikreserveflotte versetzte.
Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren fast alle Frühwarnsysteme vor den Küsten der USA demontiert worden. Wegen der Situation, dass der Kalte Krieg zwischen den beiden politischen Blöcken auf der Erde ab 1949 immer heftiger anschwoll, nicht zuletzt durch den Besitz der Atombombe in der Sowjetunion mit der Fähigkeit diese auch über den Luftweg zu transportieren, und dadurch immer bizarrere Formen annahm, nahm auch die Paranoia im amerikanischen Militärstaat immer mehr zu. Die führenden Militärs der USA waren deswegen der Ansicht, sich vor der früheren verbündeten Sowjetunion zu schützen. Zu diesem Zweck benötigte man mehrere Geleitzerstörer die für das nordamerikanische kontinentale Luftverteidigungssystem als Radarvorpostenschiffe eingesetzt werden konnten, um Überraschungsangriffe durch die Sowjetunion abzuwehren. Auf dieser sogenannten DEW – Linie, das Distanz – Frühwarnsystem, besaß 22 Stationen die den Luftraum über eine Strecke von rund 5.993 Kilometern überwachten. Die auf diesen Stationen positionierten Radarbestückten Geleitzerstörer konnten mit dem Stand der damaligen Technik den Weg der sowjetischen Bomber zum nordamerikanischen Kontinent bestimmen. Diese DEW – Linie wurde von den führenden Militärs der USA als Bollwerk gegen den Bolschewismus gepriesen. Daher baute man ab dem 24. Juli 1954 in der Norfolk Naval Shipyard in Portsmouth, Virginia auf der USS SAVAGE mehrere zusätzliche elektronische Radargeräte und vergrößerte den Umfang der Aufbauten. Für dieses Vorhaben nahm man die USS SAVAGE aus der Atlantikreserveflotte und unterzog den Schiffskörper einer genauen Überprüfung. Gleichzeitig klassifizierte man das Kriegsschiff am 3. September 1954 als Radarbestückter Geleitzerstörer und gab ihm die Kennung DER-386. Die Umbauarbeiten dazu wurden auf der Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten und der ersten Erprobungsfahrt durch die leitenden Mitarbeiter der Werft, stellte man am 18. Februar 1955 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Zu dieser Zeremonie waren als Ehrengäste Walter Samuel Savage, Sr., der Vater von Ensign Walter Samuel Savage, Jr., und Captain Oscar C. Rohnke ( USCG ), der erste Kommandant des Schiffes, anwesend. Das Kommando über das Kriegsschiff übernahm Lieutenant Commander Raymond E. Davis. Im Juli versetzte man die USS SAVAGE zur Pazifikflotte. Dort integrierte man den Radarbestückten Geleitzerstörer in die Escort Squadron 5, die in Seattle, Washington stationiert war. Am 6. August lief das Kriegsschiff in seinen neuen Heimathafen ein. Bis zum Dezember 1958 diente die USS SAVAGE in dem North american Continental Air Defense System und überwachte den Luftraum zwischen der Sowjetunion und dem nordamerikanischen Kontinent. Am 29. Dezember 1958 löste man das Kriegsschiff von seinen Aufgaben ab und versetzte es zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor. Vom 12. Januar 1959 bis März 1960 war der Radarbestückte Geleitzerstörer ein Teil der Mittelpazifischen Barriere und überwachte von hier aus den Luftraum um frühzeitig vor sowjetischen Bombern zu warnen. Nachdem sich die amerikanische Raketentechnik immer mehr verbesserte benötigte man die USS SAVAGE nicht mehr für die eine spezifische Aufgabe. Bis Mai 1965 wurde das Kriegsschiff als Navigationshelfer für amerikanische Flugzeuge und auch als Such- und Rettungsschiff eingesetzt. Am 17. Mai 1965 verließ das Kriegsschiff Pearl Harbor und fuhr nach Südvietnam. Hier sollte der Radarbestückte Geleitzerstörer an der Operation „Market Time“ teilnehmen. Das Kriegsschiff bewachte die nördlichen Gewässer Südvietnams und sollte den nordvietnamesischen Nachschub für den in Südvietnam kämpfenden Vietkong unterbinden. Außerdem unterstützte die USS SAVAGE mit ihren Schiffsgeschützen die Landungsstreitkräfte, die zur Unterbindung des Nachschubs auf nordvietnamesisches Gebiet vorstießen. Im Oktober ruhte sich die Mannschaft des Radarbestückten Geleitzerstörers für fünf Tage im Hafen von Hongkong aus. Von Oktober 1965 bis Oktober 1968 unternahm die USS SAVAGE in den vietnamesischen Gewässern an fünf weiteren Einsätzen während der Operation „Market Time“ teil. Das hieß, dass das Kriegsschiff zwischen 50 und 100 Metern vor der Küste operierte und alle Dschunken und Fischereiboote nach Waffen für den Vietkong untersuchte. Außerdem beschoss der Radarbestückte Geleitzerstörer mit seinen beiden 76 mm Kanonen vom 1. bis zum 15. Januar 1966, vom 12. Juni bis zum 16. September 1966, vom 24. August bis zum 8. September 1967, vom 16. September bis zum 12. Oktober 1967 und vom 2. bis zum 18. Dezember 1968 die nordvietnamesische Küste. Zwischendurch im Juni, September und Dezember 1967 sowie im Juli und Oktober 1968 patrouillierte die USS SAVAGE in der Taiwanstraße. Während seines Einsatzes diente das Kriegsschiff bei den „Market Time“ Patrouillen auch als Mutterschiff für 5 bis 6 US Navy Patrouillenboote. Außerdem waren fast alle Offiziere und Mannschaftsmitglieder für zwei Besatzungen auf einem Swift Boat eingeteilt, um bei Tag und bei Nacht im Mekong Delta und im Mekong selber den Transport von Waffen für den Vietcong zu unterbinden. Am 1. Februar 1969 traf die USS SAVAGE von ihrer letzten Feindfahrt in Pearl Harbor ein. In der Werft der Marinebasis musste unbedingt eine Überholung und mehrere Reparaturen ausgeführt werden. Das Kriegsschiff verließ am 7. Juli 1969 die Hawaiianischen Gewässer und fuhr nach San Francisco, Kalifornien. Auf der Mare Island Naval Shipyard in Vallejo, Kalifornien begann man dann mit der Deaktivierung. Den Radarbestückten Geleitzerstörer stellte man am 17. oktober 1969 außer Dienst und versetzte ihn in die inaktive Pazifikreserveflotte.
Den Namen USS SAVAGE ( DER-386 ) strich man am 1. Juni 1975 von der US Navy – Liste. Nach der Vorbereitung als Zielschiff versenkte man den Schiffskörper am 25. Oktober 1982 vor der kalifornischen Küste während einer Zielübung.    


USS SAVAGE ( DE-386 )
Commanding Officer

LCDR Oscar C. Rohnke  (USCG)     25. Oktober 1943 –  11. Mai 1944   (später RADM)
LCDR Randolph Ridgely III  (USCG)        11. Mai 1944 – 23. Dezember1944
LCDR James A. Norton  (USCG) 2         23. Dezember 1944 – 11. September 1945
LCDR Lewis W. Tibbits Jr.  (USCG)          11. September 1945 – 17. September 1945
LT John M. Waters Jr.  (USCG)         17. September 1945 – 13. Juni 1946
Außerdienststellung vom 13. Juni 1946 – 18. Februar 1955
LCDR Raymond E. Davis       18. Februar 1955 – 23. November 1956
LCDR Bobby C. Brigotti         23. November 1956 – 4. August 1958
LCDR Floyd Dennis Richards         4. August 1958 – 10. Dezember 1959
LCDR Robert Charles Peniston       10. Dezember 1959 – 17. Juni 1961
LCDR John Donald Stensrud           17. Juni 1961 – 12. Juni 1963
LCDR Gerald R. Bradford          12. Juni 1963 – 1 September 1965
LCDR John Emery Roe Jr.           1. September 1965 – 12. Januar 1967
CDR Daniel Theodore Holly, Jr.       12. Januar 1967 – 17. September 1968
CDR Joseph Stanislaus Buggy Jr.         17. September 1968 – 17. Oktober 1969

 

 

USS SELLSTROM ( DE-255 )

USS SELLSTROM ( DE-255 )

Biografie

Edward Robert Sellstrom, Jr.
* 19. Juli 1916 in Gowrie, Webster County, Iowa
† 21. Juni 1942 bei einem Flugzeugabsturz
war ein Offizier und Pilot bei der US Navy

Edward Robert Sellstrom, Jr. war der Sohn von Edward Robert Sellstrom, Sr. ( 1882 – 6. Juni 1970 ) und Lydia Marie Sellstrom ( 1885 – 23. Dezember 1948 ). Er absolvierte 1939 sein Studium am Gustavus Adolphus College in St. Peter in Minnesota. Am 14. Januar 1941 trat er als Seemann in die US Naval Reserve in Minneapolis ein und wurde am 20. März 1941 zum Aviation Cadet auf der Air Station in Pensacola, Florida ernannt. Man beförderte ihn am 15. September 1941 zum Ensign in der USNR. Nach seinem Einsatz in der advanced Carrier Trainings Group der Pazifikflotte, versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ) zum Fighter Squadron 3 ( VF3 ). Am 20. Februar 1942 befand sich der Flugzeugträger nordöstlich von Rabaul, Neuguinea. Da griffen vier japanische Bombenflugzeuge den Träger an. Ensign Sellstrom, Jr. stieg mit seinen Kameraden auf, um diese feindlichen Flugzeuge abzufangen. Nachdem die Japaner die herannahenden amerikanischen Jagdflugzeuge entdeckten, wendeten sie ihre Maschinen und flohen. Sellstrom aber verfolgte sie trotz dichter Wolken und Regen und schoss einen von ihnen ab. Noch am selben Tag griffen neun japanische Bomber die USS LEXINGTON an. Ensign Sellstrom, Jr. konnte einen davon abschießen. Dafür verlieh man ihm das Navy Cross.
Ensign Edward Robert Sellstrom, Jr. kam bei einem Flugzeugabsturz am 21. Juni 1942 ums Leben.


USS SELLSTROM ( DE-255 )

Schiffsbiografie

 

Die USS SELLSTROM ( DE-255 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Ensign Edward Robert Sellstrom benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das zweiundvierzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 16.
März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Miss Genevieve Dahl, Verlobte von Ensign Edward Robert Sellstrom, taufte am 12. Mai 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander William L. Maloney ( USCG ) stellte am 12. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Für die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt verließ die USS SELLSTROM die Werft in Texas und fuhr zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Hier begann die Mannschaft des Geleitzerstörers mit einem strengen Trainingsprogramm. Dazu gehörten Schießübungen, Anti-U-Boot Taktiken, Manövrieren und viele weitere Aufgaben. Am 3. Dezember verließ das Kriegsschiff wieder die Marinebasis und fuhr in die Charleston Navy Yard in Charleston, South Carolina. Hier musste sich das Schiff einer umfassenden Kontrolle und den daraus resultierenden Reparaturen unterziehen. Am 13. Dezember verließ der Geleitzerstörer wieder die Werft und fuhr nach Norfolk, Virginia. In die dortige Marinebasis lief er zwei Tage später ein. Hier versetzte man das Kriegsschiff in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS RICHEY ( DE-385 ), USS RHODES ( DE-384 ) und USS SAVAGE ( DE-386 ) befanden. In den Gewässern der Chesapeake Bay trainierten diese Schiffe für die Konvoifahrt. Danach fuhren sie nach New York City. Hier lagen mehrere Frachtschiffe, die hauptsächlich lebenswichtiges Kriegsmaterial für die Alliierten im nordafrikanischen Raum mitführten, die für einen Schiffskonvoi nach Norfolk eskortiert werden sollten. Am 2. Januar 1944 trafen die Schiffe dort wieder ein. Ab dem 13. Januar begann man auf der USS SELLSTROM mit den Vorbereitungen auf die erste Eskortierfahrt. Dazu integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Force 63. Der Schiffskonvois UGS 30, bestehend aus 70 Handelsschiffen, verließ am 14. Januar Norfolk und fuhr über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Mit dabei waren die Geleitzerstörer der CortDiv 23 und die Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE- 242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der CortDiv 7, die die schwer beladenen Schiffe im Atlantik sicher bis nach Gibraltar an den feindlichen U-Booten vorbeiführten. Dort vor der Einfahrt in das Mittelmeer warteten am 31. Januar schon britische Sicherungsschiffe und lösten die amerikanischen Kriegsschiffe auf der Fahrt zu den Zielhäfen ab. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt sind nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS SELLSTROM fuhr nach der Übergabe der Handelsschiffe bei Gibraltar nach Casablanca, Marokko. Bis zum 4. Februar patrouillierte das Kriegsschiff hier und fuhr dann wieder nach Gibraltar und übernahm zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen der TF 63 wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier liefen sie in die Chesapeake Bay ein. Die USS SELLSTROM fuhr noch am selben Tag von dieser Bucht aus nach New York City. Hier legte das Kriegsschiff am folgenden Tag in der Brooklyn Navy Yard an. In der Werft musste sich der Geleitzerstörer einigen Reparaturen und Änderungen unterziehen sowie das bunkern von frischer Munition. Nach Abschluss dieser Arbeiten fuhr das Kriegsschiff bis in die Gewässer vor Montauk, Long Island und beteiligte sich dort an einem Auffrischungstraining. Am 10. März verließ der Geleitzerstörer wieder Long Island und fuhr nach Norfolk, wo er am folgenden Tag ankam. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS SELLSTROM in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollten. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), die amerikanischen Geleitzerstörer USS SELLSTROM, USS SAVAGE, USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS, USS RAMSDEN, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Ausweichmanöver und starkes Luftabwehrfeuer bewahrt den Schiffskonvoi vor großen Verlusten. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Zwei Tage später wird der Hafen von Bizerte, Tunesien erreicht. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Die USS SELLSTROM ist dabei das Flaggschiff der CortDiv 23. Noch am selben Tag der Ankunft vor der Brooklyn Navy Yard entlädt man die Munition und bugsiert den Geleitzerstörer für Reparaturen in die Werft. Das Kriegsschiff verließ am 13. Mai wieder die Werft und machte sich auf den Weg zur Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining am 17. Mai, fuhr das Kriegsschiff zum Naval Mine Depot in Yorktown, Virginia. Hier bunkerte man wieder Munition. Ab dem 23. Mai übernahm die USS SELLSTROM ihre Patrouillenstation. Wenige Tage später begleitete der Geleitzerstörer zusammen mit den Schwesterschiffen der CortDiv 23 und anderen Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Die USS SELLSTROM war dabei wieder das Flaggschiff und führte am 9. Juli den Schiffsverband in den Hafen von New York City. Zwei Tage später wechselte der Geleitzerstörer in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier nahm man bis zum 23. Juli eine umfassende Überholung an dem Kriegsschiff vor. Ab dem 24. Juli bis zum 9. August beteiligte sich die USS SELLSTROM vor der Küste von Maine an einem umfangreichen Auffrischungstraining. Anschließend begannen am 10. und 11. August in der Boston Naval Shipyard die Vorbereitungen für die nächste Konvoifahrt. Am 12. August verließ der Schiffskonvoi TCU-35 die US Ostküste und fuhr nach Europa. Am 21. und 22. August begleitete die USS SELLSTROM erfolgreich mehrere Handelsschiffe des Konvois bis in die schottischen Häfen von Clyde und Lough Ewe sowie bis zum nordirischen Hafen Lough Foyle. Vom 23. bis zum 26. August lag der Geleitzerstörer dann im Hafen von Londonderry, Nordirland. Am 27. August verließ der Schiffskonvoi UCT-35 wieder die britischen und nordirischen Gewässer. Die USS SELLSTROM begleitete diese Schiffe bis an die US Ostküste, die sie am 5. September erreichten. Für den Geleitzerstörer folgte nun vor New London, Connecticut ein neuerliches Auffrischungstraining. Danach fuhr das Kriegsschiff an den Pier Nummer 33 in der Brooklyn Naval Shipyard. Hier bunkerte man frischen Proviant und Treibstoff. Am 29. September verließ die USS SELLSTROM wieder den Hafen von New York und nahm den Konvoi Dienst wieder auf. In den folgenden Monaten wurden sechs Schiffskonvois bis in die Häfen von Belfast, Nordirland; Liverpool, Southampton und Birkenhead, England und Le Havre, Frankreich eskortiert. Am 8. Mai 1945 endete in Europa der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands. Die USS SELLSTROM machte man in der Brooklyn Navy Yard fest und man begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, dazu gehörte ein intensives Training vor der karibischen Insel Puerto Rico. Die USS SELLSTROM konnte die weitere Fahrt in den Pazifik nicht mit antreten. Wegen mehrerer aufgetretener Mängel an der Antriebsanlage musste der Geleitzerstörer sich in die Charleston Navy Yard begeben. Dort kam das Kriegsschiff am 17. Juni an. Hier nahm man die Reparaturen vor und bunkerte Vorräte für die Fahrt in den Pazifik. Am 23. Juni verließ das Kriegsschiff die Werft in Charleston und erreichte am 27. Juni den Panamakanal. Das Durchqueren des Isthmus ist am 29. Juni abgeschlossen. Auf der weiteren Fahrt zu den Aleuten wird im Hafen von San Francisco, Kalifornien am 7. Juli ein Zwischenstopp eingelegt. Vier Tage später sticht die USS SELLSTROM wieder in See und fuhr zu den Gewässern Alaskas. Am 19. Juli wird die amerikanische Marinebasis Adak erreicht. Vom 21. bis zum 27. Juli blieb der Geleitzerstörer im Dutch Harbor zur freien Verfügung. Das Kriegsschiff eskortierte dann vom 30. Juli bis zum 1. August seinen ersten Schiffskonvoi, bestehend aus einem Minensucher und acht Infanterielandungsfahrzeugen ( LSI ) von Adak aus bis in die Cold Bay. Die weiteren Operationen der USS SELLSTROM bestanden aus Routinepatrouillen und die Luftüberwachung für die amerikanischen Flugzeuge. Am 15. August erfuhr man auf der USS SELLSTROM von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS SELLSTROM, USS SAVAGE, USS RICHEY, USS RHODES, USS MILLS und USS RAMSDEN. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später den japanischen Marinestützpunkt Ominato. Die USS SELLSTROM kehrte am 25. September zu den Aleuten zurück und führte dort bis zum 14. November Aufgaben einer Wetterstation durch. An diesem Tag verließ der Geleitzerstörer zusammen mit der USS SAVAGE und USS RHODES Adak und fuhr zur japanischen Insel Okinawa. Am 25. November liefen alle drei Kriegsschiffe in die Buckner Bay ein und schlossen sich der 7. US Flotte an. Im Dezember verließen sie wieder Okinawa und fuhren an die chinesische Küste. Hier patrouillierten die Geleitzerstörer vor Tsingtao, China wo sie bis zum 11. Februar 1946 blieben. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und der Kuomintang zu beeinflussen. An diesem 11. Februar verließ die USS RHODES zusammen mit der USS MILLS, USS SAVAGE, USS RAMSDEN, USS SELLSTROM und USS RICHEY den Fernen Osten und fuhr in Richtung der US Westküste. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 19. März den Hafen von Charleston. Hier bugsierte man den Geleitzerstörer in das Trockendock der Werft und begann mit den Inaktivierungsarbeiten. Am 13. Juni stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es in die Atlantikreserveflotte, die in Green Cove Springs, Florida lag.
Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren fast alle Frühwarnsysteme vor den Küsten der USA demontiert worden. Wegen der Situation, dass der Kalte Krieg zwischen den beiden politischen Blöcken auf der Erde ab 1949 immer heftiger anschwoll, nicht zuletzt durch den Besitz der Atombombe in der Sowjetunion mit der Fähigkeit diese auch über den Luftweg zu transportieren, und dadurch immer bizarrere Formen annahm, nahm auch die Paranoia im amerikanischen Militärstaat immer mehr zu. Die führenden Militärs der USA waren deswegen der Ansicht, sich vor der früheren verbündeten Sowjetunion zu schützen. Zu diesem Zweck benötigte man mehrere Geleitzerstörer die für das nordamerikanische kontinentale Luftverteidigungssystem als Radarvorpostenschiffe eingesetzt werden konnten, um Überraschungsangriffe durch die Sowjetunion abzuwehren. Auf dieser sogenannten DEW – Linie, das Distanz – Frühwarnsystem, besaß 22 Stationen die den Luftraum über eine Strecke von rund 5.993 Kilometern überwachten. Die auf diesen Stationen positionierten Radarbestückten Geleitzerstörer konnten mit dem Stand der damaligen Technik den Weg der sowjetischen Bomber zum nordamerikanischen Kontinent bestimmen. Diese DEW – Linie wurde von den führenden Militärs der USA als Bollwerk gegen den Bolschewismus gepriesen. Daher nahm man die USS SELLSTROM am 21. Oktober 1955 aus der Atlantikreserveflotte. Gleichzeitig klassifizierte man das Kriegsschiff noch am selben Tag als Radarbestückter Geleitzerstörer und gab ihm die Kennung DER-255. Man schleppte das Kriegsschiff ab dem 1. November bis zur Brooklyn Naval Shipyard und baute auf der USS SELLSTROM mehrere zusätzliche elektronische Radargeräte und vergrößerte den Umfang der Aufbauten. Nach Abschluss der Arbeiten und der ersten Erprobungsfahrt durch die leitenden Mitarbeiter der Werft, stellte man am 1. Oktober 1956 den Geleitzerstörer wieder in den Dienst der US Navy. Nach einem Erprobungs- und Ausbildungstraining in der Guantanamo Bay, Kuba erfolgte eine Überprüfung des Schiffsrumpfes. Danach begann die USS SELLSTROM mit der Durchführung ihrer Aufgaben auf der DEW – Linie vor Neufundland. In den weiteren fünfziger Jahren war der Radarbestückte Geleitzerstörer auch eine Meereswetterstation. Die dem Kriegsschiff gestellten weiteren Aufgaben wurden entlang der US Ostküste und in der Karibik abgearbeitet. Im Juni 1960 lief der Radarbestückte Geleitzerstörer in die Philadelphia Naval Shipyard in Philadelphia, Pennsylvania ein. Noch im selben Monat stellte man das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es erneut in die Atlantikreserveflotte. Doch schon am 1. November 1965 strich man den Namen USS SELLSTROM ( DER-255 ) von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper im April 1967 an die Peck Iron Metal Works in Portsmouth, Virginia zum verschrotten. Noch im April schleppte man das ehemalige Kriegsschiff dorthin.    

 

 

 

USS RAMSDEN ( DE-382 )

USS RAMSDEN ( DE-382 )

Biografie

Marvin Lee Ramsden
* 2. Januar 1919 in Pleasant Lake, North Dakota
† 8. Mai 1942 während der Schlacht im Korallenmeer auf der USS LEXINGTON ( CV-2 )
war ein Seemann in der US Navy

Marvin Lee Ramsden trat am 21. Mai 1936 freiwillig in die US Navy ein. Nach seiner Grundausbildung versetzte man ihn an Bord des Flugzeugträgers USS LEXINGTON ( CV-2 ). Auf dem Träger diente er als Steuermann. Am 8. Mai 1942 kam es zur Schlacht im Korallenmeer. Trotz der tobenden Schlacht, die USS LEXINGTON erhielt zwei Torpedo- und drei Bombentreffer, blieb der schwerverwundete Coxwain Ramsden auf seinem Posten und bediente den Entfernungsmesser bis er starb. Für sein unerschrockenes Verhalten verlieh man ihm posthum den Silver Star.


USS RAMSDEN ( DE-382 )

 Schiffsbiografie

Die USS RHODES ( DE-384 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Steuermann Marvin Lee Ramsden benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechsundsechzigste Schiff aus der EDSALL – Klasse.
Auf der Brown Shipbuilding Company in Hoston, Texas wurde am 26.
März 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Ada Hicks Ramsden ( 1885 in Oklahoma – 1975 in Seattle, Washington ), Mutter von Steuermann Marvin Lee Ramsden, taufte am 24. Mai 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander J. E. Madacey ( USCG ) stellte am 19. Oktober 1943 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RAMSDEN bis zu der amerikanischen Marinebasis auf den Bermudas. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer nach Norfolk, Virginia. Hier versetzte man den Geleitzerstörer in die CortDiv 23 in der sich die Schwesterschiffe USS RAMSDEN ( DE-382 ), USS MILLS ( DE-383 ), USS SAVAGE ( DE-386 ), USS RICHEY ( DE-385 ) und USS SELLSTROM ( DE-255 ) befinden. Danach fuhr die USS RAMSDEN nach New York City. Hier wartete der Schiffskonvoi NY-47 der bis in die Panamakanalzone eskortiert werden musste. Am 9. Januar 1944 traf der Geleitzerstörer wieder in New York City ein. Hier warteten mehrere Handelsschiffe aus dem Schiffskonvois UGS 30. Diese Schiffe eskortierte die US RAMSDEN nach Norfolk, wo schon weitere Handelsschiffe des Konvois warteten. Dieser bestand nun aus 70 Handelsschiffen und verließ am 14. Januar Norfolk, eskortiert von den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und der Geleitzerstörer USS TOMICH ( DE-242 ) und USS SLOAT ( DE-245 ) aus der CortDiv 7. Die Fahrt des Schiffskonvois ging über Casablanca, Marokko bis nach Algier, Algerien. Allerdings übergaben die amerikanischen Kriegsschiffe bei Gibraltar die Handelsschiffe an britische Kriegsschiffe. Am 1. Februar befindet sich der Schiffskonvoi, jetzt befinden sich nur noch 55 Handelsschiffe darin, nördlich von Tenes, da griffen gegen 19:00 Uhr vierzig deutsche Torpedoflugzeuge den Verband an. Durch den Luftangriff wird der amerikanische Frachter SS RICHMOND P HOBSON ( 7.176 BRT ), Kapitän George Henry Snyder,  beschädigt, kann aber seine Fahrt nach Kalkutta, Indien fortsetzen und erreicht für die Reparaturarbeiten am 10. Februar Port Said, Ägypten. Durch den Torpedoangriff wurde keiner der Crew oder der Sicherungssoldaten auf dem Liberty – Schiff verletzt.  In demselben Schiffskonvoi befand sich auch das Liberty Schiff SS EDWARD BATES ( 7.891 BRT ), Kapitän Leo H. Lucksichl, das nach Neapel, Italien fahren sollte. Während des Luftangriffs wird das Schiff schwer beschädigt. Acht Offiziere, 38 Mannschaftsmitglieder, 38 Sicherungssoldaten und 7 Passagiere verlassen das Schiff in Rettungsbooten und werden von einem britischen Zerstörer aufgenommen. Sie erreichten am 2. Februar wohlbehalten Algier. Die SS EDWARD BATES sollte ins Schlepptau genommen werden, doch am 2. Februar gegen 8:00 Uhr gibt es an Bord eine heftige Explosion und das Liberty Schiff sinkt. Durch die intensive Abwehr der alliierten Kriegsschiffe können die deutschen Torpedoflugzeuge keine weiteren Erfolge verzeichnen. Die USS RAMSDEN übernahm bei Gibraltar zusammen mit den anderen amerikanischen Kriegsschiffen wenige Tage später wieder die geleerten Handelsschiffe. Die Geleitzerstörer eskortieren die Schiffe des Konvois GUS 30 bis an die US Ostküste, die sie am 23. Februar erreichten. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine zweite Fahrt ins Mittelmeer vor. Dazu integrierte man die USS RHODES in die Task Force 64, die Captain Harold S. Berdine ( USCG ) kommandierte, deren Kriegsschiffe den Schiffskonvoi UGS 36, bestehend aus 72 Handelsschiffen und 18 Panzerlandungsschiffen, eskortieren sollen. In der TF 64 befanden sich die amerikanischen Zerstörer USS DECATUR ( DD-341 ), USS WHIPPLE ( DD-217 ), USS ALDEN ( DD-211 ) und USS JOHN D EDWARDS ( DD-216 ), den amerikanischen Geleitzerstörern USS RAMSDEN, USS RHODES, USS MILLS, USS SAVAGE, USS RICHEY, USS SELLSTROM, USS TOMICH und USS SLOAT, die 37. britische Escort Group mit dem Flakkreuzer HMS COLOMBO ( D89 ), der niederländischen Fregatte HNMS JOHAN MAZRITS van NASSAU ( K251 ), den britischen Schaluppen HMS BLACK SWAN ( L57 ), HMS AMETHYST ( F116 ) und HMS DEPTFORD ( L53 ), die niederländische Schaluppe HNMS FRISO ( K00 ), die britische Korvette HMS CAMPION ( K108 ) und ein britischer Minensucher mit JIG Störsender für Lenkbomben. Am 1. April kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 4:05 Uhr und 4:20 Uhr, liegt der Schiffskonvoi und die Sicherungsschiffe westlich von Algier. Da werden die Schiffe von 20 deutschen Torpedobombern angegriffen. Nur das US Liberty – Schiff SS JARED INGERSOLL ( 7.191 BRT ) wird beschädigt, auf Grund gesetzt und später geborgen. Außerdem wird bei diesem feindlichen Luftangriff das amerikanische Panzerlandungsschiff USS LST-526 leicht beschädigt. Die Geschützmannschaften der USS RAMSDEN können einen der Bomber abschießen. Am 11. April verlässt der Schiffskonvoi GUS 36 wieder das Mittelmeer und erreichte am 2. Mai den Hafen von New York. Von hier aus wechselte der Geleitzerstörer in die Casco Bay, Maine. Nach einem Auffrischungstraining begleitete das Kriegsschiff zusammen mit den Geleitzerstörern der CortDiv 23 und weiteren Kriegsschiffen die Handelsschiffe des Schiffskonvois UGS-43 bis nach Bizerte. Vor Gibraltar warteten schon mehrere britische Kriegsschiffe und beteiligten sich an der Eskorte der Handelsschiffe. Am 12. Juni laufen sie in den Hafen von Bizerte ein, den sie am 20. Juni wieder verlassen. Am 9. Juli erreichte der Schiffsverband ohne Verluste den Hafen von New York City. Zwei Tage später wechselte die USS RAMSDEN in die Boston Naval Shipyard in Boston, Massachusetts. Hier unterzog sich der Geleitzerstörer mehreren Reparaturen. Bis zum 8. Mai 1945, dem Tag an dem der Zweite Weltkrieg in Europa und im Atlantik durch die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands beendet wurde, beteiligte sich die USS RHODES an sieben weiteren Eskortierfahrten ins Mittelmeer, nach Irland, nach Großbritannien und nach Frankreich. An diesem 8. Mai machte man den Geleitzerstörer in der Brooklyn Navy Yard in New York fest und begann mit einer Überholung. Das Kriegsschiff verließ am 30. Mai New York City und fuhr nach Norfolk. Hier trafen sich die Geleitzerstörer der CortDiv 23. Nach dem Abschluss der Vorbereitungen auf die Fahrt in den Pazifik, verlassen die Geleitzerstörer am 11. Juni Norfolk und durchquerten am 18. Juni den Panamakanal. Die Fahrt ging von dort aus weiter über San Diego, Kalifornien nach Adak, Aleuten, Alaska. Die fünf Geleitzerstörer liefen am 8. Juli in den dortigen Hafen ein. Hier meldete man sich beim Commander der Alaskan Sea Frontier zum Einsatz als Begleit-, Luft- und Rettungsschiff. Die USS RAMSDEN verwendete man hier jetzt als Wetterstation für Flugzeugpiloten und Suchschiff für die Rettung abgestürzter Flugzeugbesatzungen und für die Sicherung von Schiffskonvois zwischen den Häfen der Aleuten. Am 15. August erfuhr man auf dem Geleitzerstörer von dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Ab dem 15. August sammelten sich die Schiffe der Task Force 44 vor Adak. In diese TF integrierte man auch die USS RAMSDEN. Diese TF befehligte Vizeadmiral Frank Jack Fletcher ( 29. April 1885 in Marshalltown, Iowa – 23. April 1973 in Bethesda, Maryland ). In der Task Force befanden sich die Geleitflugzeugträger USS KITKUN BAY ( CVE-71 ), USS MANILA BAY ( CVE-61 ), USS FANSHAW BAY ( CVE-70 ), USS NEHENTA BAY ( CVE-74 ), USS SAVO ISLAND ( CVE-78 ) und USS HOGGATT BAY ( CVE-75 ), die Schweren Kreuzer USS PENSACOLA ( CA-24 ), USS SALT LAKE CITY ( CA-25 ) und USS CHESTER ( CA-27 ), der Leichte Kreuzer USS CONCORD ( CL-10 ), die Zerstörer USS ALBERT W GRANT ( DD-649 ), USS RICHARD P LEARY ( DD-664 ), USS KILLEN ( DD-593 ), USS GUEST ( DD-472 ), USS HALFORD ( DD-480 ) und USS IZARD ( DD-589 ) und die Geleitzerstörer USS RAMSDEN, USS RHODES, USS MILLS, USS SELLSTROM, USS RICHEY und USS SALVAGE. Am 31. August legten die Schiffe im Hafen von Adak ab und nahmen Kurs auf Ominato, Japan. Die Schiffe der TF erreichten am 8. September Honshu und zwei Tage später Ominato. Am 20. Oktober kehrte die USS RAMSDEN mit Kriegsveteranen an die US Westküste zurück und legte im Hafen von Ketchikan, Alaska an. In diesem Hafen blieb das Kriegsschiff bis nach dem Navy Day am 27. Oktober. Anschließend schifften sich Ersatztruppen für Okinawa auf der USS RAMSDEN ein und deren Ausrüstung wurde verstaut. Am 25. November lief der Geleitzerstörer in die Buckner Bay ein und schloss sich der 7. US Flotte an. Am 11. Dezember verließ die USS RAMSDEN zusammen mit den Schwesterschiffen USS RHODES, USS SAVAGE und USS SELLSTROM wieder Okinawa und fuhr an die chinesische Küste. Hier patrouillierten die Geleitzerstörer vor Tsingtao, China, wo sie bis zum 11. Februar 1946 blieben. In dieser Zeit versuchte die US Navy mit ihren Schiffen in den chinesischen Bürgerkrieg zu Gunsten von General Chiang Kai shek ( 31. Oktober 1887 in Xihou, Provinz Zhejiang – 5. April 1975 in Taipeh, Taiwan ) und der Kuomintang zu beeinflussen. An diesem 11. Februar verließ die USS RAMSDEN zusammen mit der USS MILLS, USS SAVAGE, USS RHODES, USS SELLSTROM und USS RICHEY den Fernen Osten und fuhr in Richtung der US Westküste. Nach einem Zwischenstopp in der amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii durchquerte der Geleitzerstörer den Panamakanal und erreichte am 22. März den Hafen von Charleston, South Carolina. Am 24. April verließ die USS RAMSDEN wieder Charleston und fuhr nach Jacksonville, Florida und wurde hier für die Inaktivität vorbereitet. Anschließend wechselte das Kriegsschiff nach Green Cove Springs, Florida. Hier stellte man den Geleitzerstörer am 13. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Atlantikreserveflotte.
Am 28. März 1952 lieh man das Kriegsschiff an die US Küstenwache aus. Hier erhielt der Geleitzerstörer den Namen USCGC RAMSDEN ( WDE-482 ) und sollte wegen des Koreakrieges zur Überwachung für die Vereinten Nationen eine LORAN – Station übernehmen. Diese LORAN – Stationen waren Navigationsstationen für Langstreckenhilfen für Flugzeuge, die die Versorgung der Truppen der Vereinten Nationen auf der südkoreanischen Halbinsel übernehmen mussten. Dazu meldete sich der Geleitzerstörer am 1. April an der US Westküste in der amerikanischen Marinebasis San Diego, Kalifornien. Gleich danach versetzte man das Kriegsschiff nach Honolulu, Hawaii. Von hier aus sollte der Geleitzerstörer einen Rettungspatrouillendienst für abgestürzte Flugzeugpiloten durchführen. Außerdem sollte das Kriegsschiff in den folgenden zwei Jahren den zunehmenden pazifischen Luftverkehr auf den Routen zwischen Hawaii und dem Festland der USA, zwischen den Midway Islands. zwischen Japan und den Aleuten und zwischen den Aleuten und Hawaii überwachen. Nach dem Ende des Koreakrieges nahm der Luftverkehr im pazifischen Raum sprunghaft ab. Die USCGC RAMSDEN kehrte daraufhin nach Kalifornien zurück. Hier übergab die US Küstenwache in San Diego das Kriegsschiff am 10. April 1954 an die US Navy zurück, die den Geleitzerstörer noch am selben Tag außer Dienst stellte. Man versetzte ihn am 28. Juni 1954 in die Pazifikreserveflotte. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren fast alle Frühwarnsysteme vor den Küsten der USA demontiert worden. Wegen der Situation, dass der Kalte Krieg zwischen den beiden politischen Blöcken auf der Erde ab 1949 immer heftiger anschwoll, nicht zuletzt durch den Besitz der Atombombe in der Sowjetunion mit der Fähigkeit diese auch über den Luftweg zu transportieren, und dadurch immer bizarrere Formen annahm, nahm auch die Paranoia im amerikanischen Militärstaat immer mehr zu. Die führenden Militärs der USA waren deswegen der Ansicht, sich vor der früheren verbündeten Sowjetunion zu schützen. Zu diesem Zweck benötigte man mehrere Geleitzerstörer die für das nordamerikanische kontinentale Luftverteidigungssystem als Radarvorpostenschiffe eingesetzt werden konnten, um Überraschungsangriffe durch die Sowjetunion abzuwehren. Auf dieser sogenannten DEW – Linie, das Distanz – Frühwarnsystem, besaß 22 Stationen die den Luftraum über eine Strecke von rund 5.993 Kilometern überwachten. Die auf diesen Stationen positionierten Radarbestückten Geleitzerstörer konnten mit dem Stand der damaligen Technik den Weg der sowjetischen Bomber zum nordamerikanischen Kontinent bestimmen. Diese DEW – Linie wurde von den führenden Militärs der USA als Bollwerk gegen den Bolschewismus gepriesen. Daher nahm man die USS RAMSDEN aus der Pazifikreserveflotte und schleppte das Kriegsschiff in die Long Beach Naval Shipyard in Long Beach, Kalifornien. Hier kam es am 19. Oktober 1956 an und sollte zu einem Radarbestückten Geleitzerstörer umgerüstet werden. Am 1. November 1956 klassifizierte man das Kriegsschiff um und gab ihm die Kennung DER-382. Nach den erfolgreichen Erprobungs- und Ausbildungsfahrten die bis nach Hawaii führten, stellte man in San Diego am 10. Dezember 1957 die USS RAMSDEN wieder in den Dienst der US Navy. Vor der kalifornischen Küste folgten weitere Trainingseinheiten bis im März 1958 das Kriegsschiff nach Pearl Harbor fuhr. Das war nun wieder der Heimathafen. Von hier aus beteiligte sich der Radargestützte Geleitzerstörer auf den Barrierepatrouillenstationen zwischen den Midway Islands und den Aleuten. Anfang 1960 kehrte die USS RAMSDEN nach San Francisco zurück. Hier stellte man am 23. Juni das Kriegsschiff außer Dienst und versetzte es erneut in die Pazifikreserveflotte. Den Namen USS RAMSDEN ( DER-382 ) strich man am 1. August 1974 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen und dem Abschluss der Vorbereitungen als Zielschiff wurde der Schiffskörper vor der kalifornischen Küste während einer Übung versenkt.

 

USS RILEY ( DE-579 )

USS RILEY ( DE-579 )

Biografie

Paul James Riley
* 12. April 1913 in Hot Springs, Garland County, Arkansas
† 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway
war ein Offizier und Pilot bei der US Navy

Paul James Riley war der Sohn von Jason Daniel Riley und Elizabeth Nealie Williams Riley ( 1884 – 1933 ), die am 19. April 1908 in Garland, Arkansas geheiratet hatten. Sie hatten mindestens vier Kinder, Mildred Laverne, Paul James, James Whitcomb ( 1. Oktober 1916 in Hot Springs, Garland County, Arkansas – 15. September 1994 in Houston, Harris County, Texas ), der bei der US Air Force während des Zweiten Weltkrieges diente, und Edith Sarah Riley. Die drei jungen Geschwister lernten an der Hot Springs High School. Paul James Riley trat am 12. Dezember 1931 in die Naval Reserve freiwillig ein. Einige Jahre später erhielt er eine Nominierung aus Arkansas für die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland und trat dort am 26. Juni 1933 ein. Vier Jahre später, am 3. Juni 1937, machte er dort seinen Abschluss und wurde zum Ensign in der US Navy befördert. Er begann ab Ende Juni 1937 seine obligatorische Dienstzeit auf see an Bord des Flugzeugträgers USS SARATOGA ( CV-3 ). Im Juni 1939 versetzte man ihn an die Naval Air Station in Pensacola, Florida, wo er mit dem Flugtraining begann. Er absolvierte seine Ausbildung am 22. Mai 1940 und wurde zum Marineflieger ernannt. Seine Beförderung zum Lieutenant ( jg ) erhielt Paul James am 3. Juni 1940. Noch im selben Monat verließ er die Air Naval Station in Pensacola und meldete sich im 11. Naval District in San Diego, Kalifornien vorübergehend zum Dienst. Am 22. Juli 1940 schiffte sich Lieutenant ( jg ) Paul James Riley in San Diego als Passagier auf dem Öltanker USS NEOSHO ( AO-23 ) ein. Dieser Tanker war auf dem weg zur amerikanischen Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Dort lag der Flugzeugträger USS ENTERPRISE ( CV-6 ). Am 28. Juli meldete sich Riley dort an Bord und wurde in das Torpedo Squadron Six ( VT-6 ) integriert. An Bord des Flugzeugträgers beförderte man ihn am 6. Januar 1942 zum Lieutenant. Die USS ENTERPRISE erlebte selber nicht den Angriff auf Pearl Harbor durch die japanischen Seestreitkräfte mit. Der Flugzeugträger war zu diesem Zeitpunkt mit den Kriegsschiffen aus der Task Force 8 zum Atoll Wake Island unterwegs, wohin die Flugzeugstaffel VMF-211 mit insgesamt 12 Grumman F4F-3 Flugzeugen transportiert werden mussten. Am Tag des Überfalls auf die Hawaiianische Insel Oahu durch die Japaner am 7. Dezember, befanden sich die Schiffe der TF 8 auf dem Heimweg und waren noch rund 200 Seemeilen von ihrem Heimatstützpunkt entfernt, den sie am 10. Dezember erreichten. Sofort lief der Flugzeugträger nach dem Beölen wieder aus und man begann im Norden der Hawaiianischen Gewässer mit der Suche nach feindlichen Schiffen. Am 9. Januar 1942 verließ die USS ENTERPRISE zusammen mit den Kriegsschiffen der TF 8 Pearl Harbor. Zwei Tage später sollten diese Schiffe nach Amerikanisch Samoa fahren und dort den anzutreffenden Feind anzugreifen. Doch bis in dieses Seegebiet waren die Japaner noch nicht vorgedrungen. So fuhr die USS ENTERPRISE ab dem 25. Januar nach Norden. Am 1. Februar befand sich der Flugzeugträger bei dem Marshall Islands Wotje, Maloelap und Kwajalein. Die Flugzeuge des Trägers stiegen auf und suchten nach feindlichen Zielen. An diesem Tag griffen die Flugzeuge der Staffel VT-6, in der sich Lieutenant Riley befand, Kwajalein und Wotje an. Dabei wurde der Frachter IJN BORDEAUX MARU, das Kanonenboot IJN TOYOTSU MARU und der Hilfsnetzleger IJN KASHIMA MARU versenkt. Außerdem beschädigen die Flugzeuge den Leichten Kreuzer IJN KATORI, das Flaggschiff der 6. Flotte; den Öltanker IJN TOA MARU; das U-Boot Depotschiff IJN YASAKUNI MARU; das U-Boot IJN I-23 und andere wichtige Schiffe. Lieutenant Riley verlieh man nach dieser erfolgreichen Aktion das Distinguished Flying Cross. Ungefähr vier Monate später, am Morgen des 4. Juni 1942, startete Paul James Riley zusammen mit seinem Kanonier ARM2 Edwin John Mushinski ( 26. oktober 1917 in Missouri – 4. Juni 1942 während der Schlacht um Midway ) und den Mitgliedern der Staffel VT-6 und der Air Group Six ihre 14 Torpedoflugzeuge von der USS ENTERPRISE. Ziel war die nahegelegene japanische Flotte. Auf halbem Weg erschienen die überlegenen japanischen Abfangjäger, doch die Staffel flog ihrem Ziel unbeirrt entgegen. Dadurch wurde ein Torpedoflugzeug nach dem anderen abgeschossen. Nur vier der vierzehn gestarteten Maschinen kehrten zur USS ENTERPRISE zurück. Unter denen die nicht zurückkehrten war auch Lieutenant Riley und Petty Officer Mushinski. Beide wurde in dem abschließenden Bericht vom 8. Juni 1942 als Personalverluste während der Schlacht um Midway ab dem 4. Juni als vermisst verbucht. Am 5. Juni 1943 erklärte man beide für tot. Lieutenant Paul James Riley erhielt posthum das Navy Cross, das Purple Heart und die Presidential Unit Citation verliehen.

Von den vierzehn gestarteten Torpedoflugzeugen von der USS ENTERPRISE kehrten nur vier Maschinen direkt zum Träger zurück. Der angeworbene Maschinistenpilot Albert Walter Winchell und sein Kanonier Aviation Radioman Third Class Douglas M. Cossitt mussten mit ihrer defekten Maschine eine Wasserlandung machen, noch bevor sie den Träger sahen. Beide überlebten 17 Tage auf hoher See in einem Gummifloß, bevor sie am 21. Juni 1942, etwa 360 Seemeilen nördlich von Midway von einer 24 PBY aus dem Patrouillengeschwader gefunden und gerettet wurden. Insgesamt überlebten 6 Crews von der VT-6 Staffel den morgendlichen Angriff.


USS RILEY ( DE-579 )

Schiffsbiografie

Die USS RILEY ( DE-579 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant Paul James Riley benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das fünfte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 20. Oktober 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Mildred Laverne Riley, Schwester von
Lieutenant Paul James Riley, taufte am 29. Dezember 1943 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Donald H. Johnson (USNR) stellte am 13. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte die USS RILEY bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier wurde die Endausrüstung durchgeführt. In den Gewässern vom Hampton Roads, Virginia diente der Geleitzerstörer bis zum 6. Juni als Ausbildungsschiff für angehende Mannschaften auf den neugebauten Geleitzerstörern. Am folgenden Tag fuhr die USS RILEY nach New York. Von hier aus eskortierte der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi bis nach Norfolk. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 29. August 1944 eskortierte die USS RILEY zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS METIVIER ( DE-582 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der USS RILEY beteiligten sich an dem Abwehrfeuer auf dieses feindliche Flugzeug, trafen es aber nicht, so dass es entkommen konnte. Auch die Schiffe des Konvois erlitten keine Schäden. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Ab dem 9. August ging der Schiffskonvoi GUS 46 auf die Heimfahrt. Gleich nach Ankunft in New York führte man auf dem Geleitzerstörer mehrere Sonartests in den Gewässern vor New London durch. Am 1. September übernahm die USS RILEY zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea.
Die USS RILEY gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS METIVIER und USS LESLIE L B KNOX Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Ein einzelnes japanisches Flugzeug griff am 25. Dezember den Schiffskonvoi an, konnte allerdings keine Schäden verursachen und entkommen. Schon am 27. Dezember verließ die USS RILEY zusammen mit der USS METIVIER und USS McNULTY wieder die San Pedro Bay und eskortierte zusammen mit drei anderen Kriegsschiffen neun Frachtschiffe nach Hollandia. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. In die Humboldt Bay fuhren sie am 2. Januar 1945 ein. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS RILEY, USS McNULTY, USS METIVIER, LESLIE L B KNOX und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. In diesem lagerten Benzinfässer die sich entzündeten. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden von den Geschützmannschaften der USS METIVIER abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Fast alle Sicherungsschiffe suchten und bargen Überlebende aus dem Wasser. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. In den folgenden zwei Tagen patrouillierte die USS RILEY vor den Ankerplätzen der Frachtschiffe und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen den Invasionsstrand ab. Am 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS RILEY, USS METIVIER, USS McNULTY, USS GEORGE A. JOHNSON und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS RILEY auf und führte kleinere Reparaturen durch. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS RILEY, USS METIVIER, USS GEORGE A JOHNSON, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ), die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Grund dafür war ein philippinischer Leutnant aus der Guerillaarmee. Dieser war mit einem Fischerboot bis zur USS YOUNG gerudert und hatte Commander Donald Granville Dockum ( 14. Oktober 1913 – 27. November 1969 ), Kommandant des Zerstörers, darüber informiert, dass er mit seinen Leuten die Anlandungszone gesichert habe. Gleich nach dem ausschiffen der Soldaten verließen die Schiffe wieder das Anlandungsgebiet und fuhren in die Subic Bay. Von dort aus kehrte die USS RILEY nach Leyte zurück. Von dieser Marinebasis aus führte der Geleitzerstörer bis zum 20. März mehrere Eskortierfahrten innerhalb der befreiten philippinischen Inseln durch. Anschließend fuhr das Kriegsschiff zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln und zu den Palau Islands. Am 5. April kehrte die USS RILEY in die San Pedro Bay zurück. Ab Juli begleitete der Geleitzerstörer einen Schiffskonvoi von den Philippinen nach Hollandia. Am 7. Juli verließ das Kriegsschiff die Humboldt Bay und eskortierte ihren ersten Schiffskonvoi zur japanischen Insel Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen die Schiffe am 23. Juli ein. Zwei Tage später stach die USS RILEY wieder in See und fuhr zu den Philippinen. Der Zweite Weltkrieg wurde am 15. August durch die bedingungslose Kapitulation Japans beendet. Wenige Tage später eskortierte die USS RILEY wieder einen Schiffskonvoi bis zur Buckner Bay. Von hier aus begleitete der Geleitzerstörer zwei Schiffskonvoismit Besatzungstruppen an Bord bis nach Jinsen, Korea. Anschließend patrouillierte das Kriegsschiff vor der chinesischen Küste. Mitte Oktober verließ die USS RILEY diese Gewässer und fuhr in Richtung der US Westküste. Die Fahrt führte das Kriegsschiff über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii. Am 5. November wurde die amerikanische Marinebasis San Diego, Kalifornien erreicht. Das Kriegsschiff bereitete man auf seine Inaktivität vor. Am 15. Januar 1947 stellte man den Geleitzerstörer außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. 1957 verlegte man das ehemalige Kriegsschiff in das Anlegegebiet des Columbia River, wo ein anderer Teil der Pazifikreserveflotte lag. Am 10. Juli 1968 übergab man das Kriegsschiff an die Taiwanesische Marine. Diese taufte das Schiff auf den Namen ROCS TAI YUAN ( DE-27 ) und stellte es noch am selben Tag in ihren Dienst. Die US Navy strich am 25. Januar 1974 den Namen USS RILEY ( DE.579 ) von der US Navy – Liste.
In den späten 80er Jahren benutzte die Taiwanesische Marine das Kriegsschiff zur Fischereipatrouille. 1996 strich man das Schiff aus ihren Listen und verschrottete es.       


USS RILEY ( DE-579 )
Commanding Officer

 LCDR Donald H. Johnson  (USNR)       13. Märu 1944 –  April 1945
LT Richard A. Evans, Jr.  (USNR)       April 1945 –  ?
LT R. S. Chapin  (USNR)        ?  –  April 1946
LCDR J. E. Tuttle        April 1946 – 15. Januar 1947

 

USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )

USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )

Biografie

George Alfred Johnson
* 26. September 1922 in Fleetwood, Pennsylvania
† 9. August 1942 während der Invasion der Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen

George Alfred Johnson trat am 28. Januar 1942 freiwillig in das US Marine Corps ein. Er diente auf Parris Island, South Carolina und Quantico, Virginia. Im April 1942 versetzte man das First Marine Raider Battalion, in dem sich Private Johnson befand, auf den Kampfplatz im Pazifik. Am 7. August 1942 begann die Invasion auf der Halbinsel Tulagi, wo die US Navy für die Versorgung der Kampfflotte einen Stützpunkt benötigte. Zwei Tage später befand sich Privat Johnson mit seinem Trupp auf dem Weg ins Innere der Halbinsel. Da schlug ihnen, durch ein feindliches Scharfschützennest aus einer nahe gelegenen Höhle, Abwehrfeuer entgegen. Private Johnson meldete sich freiwillig um dieses Scharfschützennest zu vernichten. Er stürzte sich bis in die Nähe der Höhle und warf mehrere Handgranaten dort hinein, bis er selber durch einen gezielten Schuss getötet worden war. Durch seinen gezeigten Mut und der Vernichtung des Feindes der aus dem Hinterhalt agierte, konnte sein Trupp ohne weitere Verluste vorrücken. Dafür zeichnete man Privat George Alfred Johnson posthum mit dem Silver Star aus.


USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )

Schiffsbiografie

 Die USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Private George Alfred Johnson benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das neunte Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 24. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt. Mrs. Alfred R. Johnson, Mutter von
Private George Alfred Johnson, taufte am 12. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant Commander Alvin Robinson stellte am 15. April 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Nach der Indienststellung begann für die USS GEORGE A JOHNSON die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt, die den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas führte. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier wurde die Endausrüstung durchgeführt. In den Gewässern der Chesapeake Bay wurde der Geleitzerstörer und dessen Mannschaft auf die bevorstehenden Konvoifahrten vorbereitet. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS GEORGE A JOHNSON zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS METIVIER ( DE-582 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutsches Flugzeug diese Schiffe an. Die Geschützmannschaften der Geleitzerstörer feuerten auf dieses feindliche Flugzeug, trafen es aber nicht, so dass es entkommen konnte. Auch die Schiffe des Konvois erlitten keine Schäden. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 2. September übernahm die USS GEORGE A JOHNSON zusammen mit anderen Kriegsschiffen die Eskorte über einen Schiffskonvoi, der bis nach Palermo, Sizilien begleitet wurde. In den dortigen Hafen liefen sie am 23. September ein. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS LESLIE L B KNOX. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht. Hier musste die USS GEORGE A JOHNSON die anderen Geleitzerstörer weiterfahren lassen, da mehrere schwerwiegende Reparaturen erfolgen mussten. Erst am 22. November begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, Bora Bora, Gesellschaftsinseln und Amerikanisch Samoa ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen. Das Kriegsschiff erreichte am 24. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea. Hier bereitete man den Geleitzerstörer auf seine Eskortierfahrten vor.
Gleichzeitig integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS GEORGE A. JOHNSON, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS LESLIE L B KNOX. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und fuhren zur Insel Mois Woendi, Neuguinea, die östlich der Insel Biak liegt. Vor dieser Insel trafen die Geleitzerstörer am 4. Januar auf einen Schiffskonvoi, bestehend aus 35 Fracht- und Versorgungsschiffen, der zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon begleitet werden musste. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Hier wartete die USS GEORGE A JOHNSON und sicherte zusammen mit den anderen Kriegsschiffen bis zum Morgen des 16. Januar die Frachtschiffe ab. An diesem 16. Januar verließen 35 Panzerlandungsschiffe und Infanterieboote die Lingayen Bay und fuhren nach Leyte. Eskortiert wurden diese durch die USS GEORGE A. JOHNSON, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und zwei weiteren Geleitzerstörern, vier Zerstörer und dem Angriffsfrachtschiff USS ALGOL ( AKA-54 ) aus der Task Undergroup 78.11.7. Am 20. Januar wurde die San Pedro Bay ohne weitere Zwischenfälle erreicht. Bis zum 25. Januar füllte man alle Bunker auf der USS GEORGE A JOHNSON auf. Außerdem patrouillierte das Kriegsschiff in der San Pedro Bay und war auf der Suche nach feindlichen U-Booten. Den Geleitzerstörer gliederte man in diesen Tagen in die Task Group 78.3 ein, die Rear Admiral Arthur Dewey Struble ( 28. Juni 1894 – 1. Mai 1983 ) während der Operation „Mike VII“ kommandierte. In dieser TG befanden sich die Zerstörer USS YOUNG ( DD-580 ), USS LUCE ( DD-522 ), USS SPROSTON ( DD-577 ), USS CHARLES J BADGER ( DD-657 ), USS WICKES ( DD-578 ), USS NICHOLAS ( DD-449 ) und ein weiterer, die Geleitzerstörer USS GEORGE A JOHNSON, USS METIVIER, USS McNULTY, USS EUGENE E ELMORE ( DE-686 ), USS DAY ( DE-225 ) und USS RILEY, die Schnellen Truppentransporter USS NEWMAN ( APD-59 ) und USS LLOYD ( APD-63 ), der Angriffstruppentransporter USS BAXTER ( APA-94 ) und 25 weitere Truppentransporter. Am 26. Januar verließen diese Schiffe die San Pedro Bay und erreichten drei Tage später San Antonio, Provinz Zambales, nordwestlich der Subic Bay, Luzon. Hier gingen an diesem Tag die Soldaten der 24. Infanteriedivision an Land und konnten ohne einen Schuss abzugeben ihren Brückenkopf erweitern. Nach dieser Operation kehrte die USS GEORGE A JOHNSON in die San Pedro Bay zurück. Von hier aus übernahm der Geleitzerstörer bis zum 27. April die Eskorte von Schiffskonvois die zum Atoll Ulithi, Karolinen, zur Humboldt Bay oder zum Seeadler Harbour, Manus Island, Admiralitätsinseln mussten. Danach blieb das Kriegsschiff im Hafen von Hollandia liegen und wartete auf weitere Befehle. Anfang August stach die USS GEORGE A JOHNSON wieder in See und eskortierte einen Schiffskonvoi zur japanischen Insel Okinawa. Hier wurde der Schiffskonvoi, als er die japanische Insel verlassen wollte, am 9. August von einem feindlichen Mini U-Boot angegriffen. Die Mannschaft des Geleitzerstörers machte das Schiff klar zum Gefecht. Das Mini U-Boot und dessen Pilot hatten keine Chance. Schon nach wenigen Minuten explodierte das kleine Gefährt und ging unter. Auf der Fahrt nach Leyte erlebte man auf dem Geleitzerstörer auch am 15. August das Ende des Zweiten Weltkrieges im Pazifik durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Dadurch steuerte man noch am selben Tag die Manila Bay, Luzon an. Hier blieb das Kriegsschiff bis zum 4. September liegen. An diesem Tag stach die USS GEORGE A JOHNSON wieder in See und eskortierte zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen das amphibische Kommandoschiff USS ROCKY MOUNT ( AGC-3 ) auf dem sich Admiral Thomas Cassin Kinkaid ( 3. April 1888 in Hannover, New Hampshire – 17. November 1972 in Bethesda, Maryland ) befand. In diesem Schiffskonvoi befanden sich auch Truppentransportschiffe die Besatzungstruppen an Bord hatten. Die ersten Anlandungen erfolgten in Jinsen, Korea. Anschließend ging die Fahrt bis in den Yangtze Jiang weiter. Hier patrouillierte die USS GEORGE A JOHNSON vom 15. bis zum 19. September und war damit das erste amerikanische Kriegsschiff das seit 1941 hier wieder flussaufwärts fuhr. Anschließend fuhr der Geleitzerstörer zusammen mit anderen amerikanischen Kriegsschiffen aus der 7. US Flotte nach Shanghai weiter. Diese Stadt wurde von Besatzungstruppen eingenommen und die Kriegsschiffe begannen mit der Yangtze Patrouille. Die USS GEORGE A JOHNSON verließ am 11. Oktober die chinesischen Gewässer und fuhr nach Okinawa. Der Geleitzerstörer verließ am 14. Oktober zusammen mit der USS McNULTY und USS LESLIE B KNOX die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen alle drei Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Man stellte den Geleitzerstörer am 31. Mai 1946 außer Dienst. Doch schon im August 1946 wies man das Kriegsschiff dem 12. Naval District in San Diego als Schulschiff zu. Das Ausbildungsschiff blieb bis zum 29. September 1950 in dieser Funktion und wurde dann erst in die Reserve versetzt. Bis Ende 1957 wurden an Bord der USS GEORGE A JOHNSON weitere Reservisten ausgebildet. Das Kriegsschiff führte auch gelegentliche Kreuzfahrten vor der kalifornischen Küste durch. Man stellte den Geleitzerstörer endgültig im September 1957 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte, die in der Mare Island Naval Shipyard in San Francisco, Kalifornien lag. Den Namen USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) strich man am 1. November 1965 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 19. September 1966 zum verschrotten. In der Nacht vom 12. zum 13. Oktober 1966 sollte der Schiffskörper für die Verschrottung nach San Diego geschleppt werden. Unterwegs löste sich allerdings das Schlepptau. Das ehemalige Kriegsschiff driftete unaufhaltbar bei Sharp Park Beach, Pacifica, Kalifornien auf Grund. Mehrere Versuche den Schiffskörper wieder flott zu bekommen blieben erfolglos. Daher verschrottete man den ehemaligen Geleitzerstörer innerhalb der folgenden sechs Monate vor Ort.   


USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 )
Commanding Officer

LCDR Alvin Robinson       15. April 1944 –  ?

 

 

USS LESLIE B KNOX ( DE-580 )

USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )

Biografie

Leslie Lockhart Bruce Knox
* 7. November 1916 in Brisbane City, Queensland, Australien
† 7. Mai 1943 während der Schlacht im Korallenmeer
war ein Offizier und Pilot in der US Navy

Leslie Lockhart Bruce Knox trat am 28. April 1939 in New York als Seaman Second Class freiwillig in die US Navy ein. Man ernannte ihn am 20. September zum Aviation Cadet. Nach dem Flugtraining in Pensacola, Florida beförderte man ihn am 12. Juni 1940 zum Ensign und versetzte ihn zum Scouting Squadron 41 das in Norfolk stationiert war. Knox verlegte man am 15. März 1941 zum Fighting Squadron 42 ( VF-42 ) das auf dem Flugzeugträger USS YORKTOWN ( CV-5 ) stationiert war. Am 7. Mai 1942 kam es zur Schlacht im Korallenmeer. Mehrere Patrouillenflugzeuge beider Seiten suchten die jeweilige gegnerische Flotte. Am frühen Abend, gegen 17:47 Uhr starteten die Abfangjäger der VF-42, da man per Radar in 29 Kilometern Entfernung anfliegende japanische Maschinen wahrnahm. Die amerikanischen Maschinen flogen in der Abfangformation. Immer wieder erschienen unterhalb von ihnen mehrere feindliche Flugzeuge die auf Gegenkurs waren, welche aber immer wieder schnell in den Wolkenformationen verschwanden. Ensign Knox und sein Flügelmann schwenkten daraufhin von ihrem Kurs ab und begannen sieben feindliche Bomber zu verfolgen. Während des nun beginnenden Luftkampfes konnte Knox eines der feindlichen Flugzeuge selber abschießen und half bei der Zerstörung der anderen sechs mit. Dabei zeigte er ungewöhnliche Fähigkeiten und die Hingabe an die Pflicht. Er übte seine Mission mit Entschiedenheit und Aggressivität gegen eine größere Anzahl von Gegnern unter völliger Missachtung seiner persönlichen Sicherheit aus. Er kehrte nicht an Bord der USS YORKTOWN zurück. Man beförderte ihn am 25. juni 1942 posthum zum Lieutenant ( jg) und verlieh ihm das Navy Cross.


USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )

 Schiffsbiografie

 Die USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 ) ist das erste Schiff bei der US Navy das zu Ehren von Lieutenant ( jg ) Leslie Lockhart Bruce Knox benannt worden ist.
Der Geleitzerstörer ist das sechste Schiff aus der RUDDEROW – Klasse.
Auf der Bethlehem Hingham Shipyard, Inc. in Hingham, Massachusetts wurde am 7. November 1943 der Kiel des Schiffes gelegt.
Mrs. Louise Kennedy Knox, Witwe von Lieutenant ( jg ) Leslie Lockhart Bruce Knox, taufte am 8. Januar 1944 den Geleitzerstörer vor dessen Stapellauf. Lieutenant James A. Moffett (USNR) stellte am 22. März 1944 das unter seinem Kommando stehende Schiff in den Dienst der US Navy.
Die Erprobungs- und Ausbildungsfahrt führte den Geleitzerrstörer bis zu der amerikanischen Marinebasis bei den Bermudas. Anschließend fuhr das Kriegsschiff nach Norfolk, Virginia. Hier erfolgte die Endausrüstung. Hier trainierte die Mannschaft in der Chesapeake Bay das Fahren im Schiffskonvoi. Man versetzte dazu das Kriegsschiff in die Task Force 60. Vom 23. Juni bis zum 31. August 1944 eskortierte die USS LESLIE L B KNOX zusammen mit den Schwesterschiffen USS McNULTY ( DE-581 ), USS METIVIER ( DE-582 ), USS RILEY ( DE-579 ), USS GEORGE A JOHNSON ( DE-583 ) und anderen Kriegsschiffen den Schiffskonvoi UGS 46, bestehend aus 91 Schiffen unter denen sich der Armeetransporter USAT SANTA ROSA befand, von Norfolk aus bis nach Bizerte, Tunesien im Mittelmeer und nach dem Entladen den Konvoi GUS 46 nach Norfolk zurück. In der Nacht vom 12. zum 13. Juli lagen die Schiffe des Konvois UGS 46 auf Reede vor dem Hafen von Algier. Da griff ein deutscher Bomber diese Schiffe an, traf aber nichts und muste wegen des starken Abwehrfeuers abdrehen. Bizerte wurde am 15. Juli erreicht. Am 1. September übernahm die USS LESLIE L B KNOX zusammen mit den anderen Kriegsschiffen der TF die Eskorte über den Schiffskonvoi UGS 53. Dieser wurde ebenfalls bis nach Bizerte, Tunesien begleitet. Nach der Entladung der Frachtschiffe ging die Fahrt mit dem Konvoi GUS 53 zurück an die US Ostküste. Diese wurde am 17. Oktober im Hafen von New York City erreicht. Hier musste der Geleitzerstörer sich einigen notwendig gewordenen Reparaturen unterziehen. Anschließend bereitete man das Kriegsschiff auf seine Fahrt in den Pazifik vor und versetzte es dazu in die Escort Division 67. In dieser Division befand sich noch die USS McNULTY, USS RILEY, USS GEORGE A JOHNSON und USS METIVIER. Am 3. November stachen die Geleitzerstörer der CortDiv 67 in See und fuhren zum Panamakanal. Cristobal, Panama wurde am 9. November erreicht und am folgenden Tag begann die Durchquerung des Isthmus. Auf der weiteren Fahrt wurde auf den Galapagos Islands, 13. November, und Bora Bora, Gesellschaftsinseln, 25. November, ein Zwischenstopp eingelegt. Danach folgte Port Purvis, Halbinsel Tulagi, Florida Island, Ostsalomonen am 7. Dezember. Die Kriegsschiffe erreichten am 11. Dezember Hollandia, Humboldt Bay, Neuguinea.
Die USS LESLIE L B KNOX gliederte man hier in die Task Force 75 ein. Diese TF kommandierte Vizeadmiral James Laurence Kauffman ( 18. April 1887 in Miamisburg, Ohio – 21. Oktober 1963 im Bethesda Naval Hospital in Bethesda, Maryland ). Innerhalb dieser TF stand der Geleitzerstörer zur freien Verfügung und sollte unter anderem Schiffskonvois eskortieren. So verließ das Kriegsschiff am 19. Dezember zusammen mit der USS McNULTY, USS RILEY und USS METIVIER Hollandia und eskortierte 34 Frachtschiffe bis in die San Pedro Bay vor der philippinischen Insel Leyte. Fünf Tage später war Leyte erreicht. Noch am selben Tag verließ die USS LESLIE L B KNOX wieder die San Pedro Bay und eskortierte leere Öltanker zu den Palau Islands. Sofort nach dem Erreichen der Kossol Roads fuhr der Geleitzerstörer nach Hollandia. Hier integrierte man den Geleitzerstörer in die Task Group 78.9, die 2. Lingayen Supply Group. In dieser TG befand sich der Zerstörer USS HOWORTH ( DD-592 ) und zwei weitere und die Geleitzerstörer USS LESLIE L B KNOX, USS McNULTY, USS RILEY, USS METIVIER und USS GEORGE A. JOHNSON. Schon am 3. Januar 1945 verließen diese Schiffe wieder die Humboldt Bay und eskortierten 35 Fracht- und Versorgungsschiffe zum Lingayen Golf, philippinische Insel Luzon. Zwei Tage später durchquerten die Schiffe die Surigao Strait und erreichten am 9. Januar die San Pedro Bay. Nach dem bunkern von frischen Treibstoff verließen die Schiffe noch am selben Tag wieder die Insel Leyte und fuhren zur Lingayen Bay, Luzon, Philippinen. Kurz vor Erreichen des Ziels, am 12. Januar in Höhe der Manila Bay, griffen zwei japanische Kamikazepiloten den Konvoi an. Das erste feindliche Flugzeug stürzte sich gegen 12:53 Uhr auf das Frachtschiff SS OTIS SKINNER, Kapitän Master Geoffrey Blackett, und schlug in den Laderaum Nummer 2 ein. Das Feuer tobte 36 Stunden lang, aber das Frachtschiff fuhr bis in die Lingayen Bay weiter. Der zweite Selbstmordpilot wurde rechtzeitig von einem anderen Schiff abgeschossen noch bevor er sich auf ein Schiff stürzen konnte. Wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, erfolgte ein zweiter Luftangriff von sieben feindlichen Maschinen. Zwei der Angreifer wurden noch während des Anflugs abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte auf das Deck des Transportschiffes SS KYLE V JOHNSON. 129 von 506 Armeeangehörigen kamen dabei ums Leben. Die Kriegsschiffe halfen so gut es ging bei der Bergung der Überlebenden. Der Schiffskonvoi erreichte am 13. Januar sein Ziel. Nach der erfolgreichen Landung im Lingayen Golf, setzte die USS LESLIE L B KNOX in den folgenden Monaten ihre Eskortier- und Anti-U-Boot Patrouillenfahrten und Postbeförderungen innerhalb der philippinischen Inseln fort. Am 5. August konnte die Besatzung des Geleitzerstörers die Überlebenden eines Bombenflugzeuges aus der Patrol Bombing Squadron 28 ( VPB-28 ) aus dem Wasser retten. Der Zweite Weltkrieg endete im Pazifik am 15. August 1945 durch die bedingungslose Kapitulation Japans. Am 31. August gliederte man die US McNULTY  in die Task Group 70.3 ein. Darin befanden sich neben der USS LESLIE L B KNOX die USS METIVIER, USS McNULTY und zwei weitere Geleitzerstörer. Am 1. September verließen diese Kriegsschiffe die Subic Bay und fuhren nach Okinawa. In die dortige Buckner Bay liefen sie am 5. September ein. Von hier aus sollten mehrere Truppentransporter nach Jinsen und Incheon, Korea eskortiert werden, die Besatzungstruppen an Bord hatten. Anschließend kreuzte die LESLIE L B KNOX entlang der chinesischen Küste. Danach kehrte das Kriegsschiff nach Okinawa zurück. Der Geleitzerstörer verließ am 14. Oktober zusammen mit der USS McNULTY und USS GEORGE A JOHNSON die japanische Insel und fuhr über die amerikanische Marinebasis Pearl Harbor, Territorium Hawaii an die US Westküste. Am 5. November liefen alle drei Geleitzerstörer in die Marinebasis San Diego, Kalifornien ein. Hier bereitete man sie auf ihre Inaktivität vor. Man stellte den Geleitzerstörer am 15. Juni 1946 außer Dienst und versetzte ihn in die Pazifikreserveflotte. Am 1. Januar 1959 nahm man das Kriegsschiff ins Schlepptau und brachte es nach Stockton, Kalifornien. Den Namen USS LESLIE L B KNOX strich man am 15. Januar 1972 von der US Navy – Liste. Nach dem Abbau sämtlicher kriegstechnischer Einrichtungen verkaufte man den Schiffskörper am 13. Juni 1973 zum verschrotten.


USS LESLIE L B KNOX ( DE-580 )
Commanding Officer

 LT James A. Moffett  (USNR)         22. März 1944 –  August 1945

LT J. M. Flowers  (USNR)        August 1945 –  ?

LT (jg) Henry M. Tribble  (USNR)      ?  – 15. Juni 1946